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3D-Druck erobert Museen Die Neue Sammlung – The Design Museum in München wird im Rahmen der FUTURO-Ausstellung vom 3D-Druck-Spezialisten Protolabs unterstützt. Autoren: Tim Bechthold, leitender Restaurator und Kurator der Neuen Sammlung und Tobias Fischer, Protolabs Die Neue Sammlung – The Design Museum kooperiert im Rahmen der Ausstellung FUTURO. A FLYING SAUCER IN TOWN mit dem 3D-Druck-Experten Protolabs, um den Besuchern einen Einblick in die Vorstellungen der 60er Jahre zu ermöglichen. Das UFO-förmige FUTURO-Haus des finnischen Architekten Matti Suuronen ist eines der ersten in Serie produzierten Kunststoffhäuser der Welt. Das in Segmentbauweise aus glasfaserverstärktem Polyester bestehende Haus war ursprünglich als Skihütte vorgesehen, konnte allerdings auch als Wochenendhaus oder gar als Bankfiliale genutzt werden. Das FUTURO hat einen Durchmesser von acht Metern und eine Gesamthöhe von knapp sechs Metern. Es bietet eine Wohnfläche von ca. 25 m², die in weniger als 30 Minuten mit Strom beheizt werden kann. Das Haus steht nun im Rahmen der Ausstellung FUTURO. A FLYING SAUCER IN TOWN der Neuen Sammlung – The Design Museum

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im Außenraum der Pinakothek der Moderne in München und kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Zusammenarbeit mit den 3D-DruckExperten von Protolabs Was man in diesem Zusammenhang wohl nicht vermuten würde: Das Designmuseum arbeitet im Rahmen der FUTURO-Ausstellung mit dem 3D-Druck-Spezialisten Protolabs zusammen, der die Neue Sammlung beispielsweise mit der digitalen Datenaufbereitung von vorhandenen Vermessungsdaten und mit der Produktion von Anschauungsmodellen im industriellen 3D-Druckverfahren unterstützt. Außerdem stellte das Unternehmen für die Gewinner eines Social-Media-Wettbewerbs maßstabsgetreue 3D-gedruckte FUTURO-Modelle her. Die Modelle wurden in einem aufwendigen Prozess hergestellt. „Normalerweise erhalten wir auskonstruierte Daten, die

wenige bis keine Fehler aufweisen“, erklärt Björn Rathsack, Process Engineer bei Protolabs. „Die Scan-Daten des FUTURO waren jedoch äußerst lückenhaft, da das Haus über vier Meter groß und nicht jeder Bereich leicht zugänglich ist. Um daraus ein Flächenmodell erstellen zu können, mussten diese Lücken erst in zeitaufwendiger Kleinarbeit geschlossen werden. Das war definitiv eine große Herausforderung.“ Anschließend wurde daraus die im Durchmesser 14 Zentimeter große Miniaturversion des FUTURO durch Selektives Lasersintern gefertigt, bei dem die Herstellung mithilfe eines Laserstrahls erfolgt. Und das Endergebnis kann sich sehen lassen.

Links: Das originale FUTURO-Haus steht im Außenraum der Pinakothek der Moderne Foto: © Christine Gierlich Rechts: 3D-gedrucktes FUTURO-Modell von Protolabs © Die Neue Sammlung – The Design Museum / Foto: A. Laurenzo

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