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Fotos: Irene von Uslar

Die neue Dauerausstellung im Übersee-Museum Bremen »Erleben, was die Welt bewegt«:

»Aushängeschild der deutschen Museumslandschaft« und »das Anspruchsvollste, was wir je gemacht haben«, das waren die Kommentare bei der Eröffnung der Ausstellung. Die Ausstellungsgestalter von MUSEUMSREIF haben diesen jüngsten Teil der Dauerausstellung auf eine neue, frische Art inszeniert. Können wir mal einen Blick hinter die Kulissen werfen? Wie kommt eine Agentur zu so einem Auftrag? Der Name MUSEUMSREIF allein reicht da nicht. Die Auftraggeber hatten unsere Lösung im Bielefelder Naturkundemuseum gesehen. Und das ist eine kleine, aber feine Sache geworden, die sich mittlerweile herumgesprochen hat. Außerdem ist unsere Arbeit in zwei Museen mit einem europäischen Museumspreis bedacht worden. Und dann haben wohl einfach unsere Ideen im Wettbewerb überzeugt.

Gestaltung braucht jemanden, der »Ja« sagt Dr. Rosa Rosinski, Leiterin des Bauernhausmuseums Bielefeld im Gespräch mit dem Gestalter von MUSEUMSREIF, Jörg Werner

Was waren denn die Zielvorgaben für diese Ideen? Die Auftraggeber haben sich diesen Teil der Dauerausstellung als eine Art »Neue Mitte« für ihr Museum gewünscht, sowohl thematisch als auch bildlich. Und natürlich waren die sieben großen Unterthemen des Themas »Globalisierung« exemplarisch zu gestalten, wie zum Beispiel »Zeit«, »Migration« oder »Menschenrechte«.

Was war daran schwierig? In dieser streng getakteten Architektur allein mit gestalterischen Mitteln eine »Mitte« zu inszenieren, die prägen soll, aber nicht separieren oder stören. Und dann noch im ersten Obergeschoss. Und wie wollen Sie sieben derart abstrakte Themen eines noch in Entstehung befindlichen Grobkonzeptes in Bilder fassen und in räumliche Situationen übersetzen?

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