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| Die Welt der Effektiven Mikroorganismen | Oktober 2016

Nr. 24

WERTSCHÄTZUNG

Gesund

Heimische Wildkräuter, regionales Obst und Gemüse genießen zunehmende Wertschätzung. Ihre Inhaltsstoffe sind für unseren Körper und damit für unser Wohlbefinden von zentraler Bedeutung. Wie wir mittels Ernährung unsere Gesundheit gut unterstützen, erläutert Mag. Dr. Erika Rokita im Gespräch und hat dazu wertvolle Tipps parat. Seite 10

Sortenreich

Ein gemeinschaftlicher EM-Garten in Tirol lockt zahlreiche Besucher an. Drei Gartenliebhaberinnen hegen und pflegen eine Vielfalt an Gemüse, Kräutern und Blumen. Dabei sind samenfeste Sorten und umfassende EM-Anwendungen fixer Bestandteil der Gartenarbeit. Belohnt wird ihr Engagement mit gesunder und reichlicher Ernte. Seite 14

Vorteilhaft

Ein Familienbetrieb aus Frankreich zeigt, dass FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) in der Tierhaltung von hohem Nutzen ist. Bei der Zusammenstellung des Futters und in der Stallreinigung machen Isabelle und Daniel Weber sichtlich positive Erfahrungen. Bereits im ersten Jahr der Anwendung schätzen sie die sehr guten Resultate der EM-Technologie. Seite 26


MULTIKRAFT INTERN

Neue Gesichter bei Multikraft Jörg P. Reitmaier

Günther Soukup

Was motiviert dich, für Multikraft zu arbeiten? Die ökologische Linie des Unternehmens und der vielfältige Einsatz für ein besseres Leben entsprechen ganz meiner Denk- und Lebensweise. Für mich als naturverbundenen Mensch und Bergsportler ist Multikraft genau der richtige Platz, um mein Motto „be inspired and creative“ einzubringen. Seit mehr als 25 Jahren erklimme ich die Welten der Kommunikation und freue mich, sie mit der Welt der Effektiven Mikroorganismen zu verbinden.

Was motviert dich, für Multikraft zu arbeiten? Ich bin Gärtnermeister, habe in Langenrohr bei Tulln einen 1.000 m² großen Garten mit einer Vielfalt an Obst und Gemüse und wende die EM-Technologie an. Dadurch brauche ich weder Pestizide noch Mineraldünger. Seit fünf Jahren arbeite ich mit Effektiven Mikroorganismen und habe viele Gärtner von EM überzeugt, indem ich ihnen meinen Garten zeigte. Wenn man selbst mit EM arbeitet, ist es am einfachsten, andere dafür zu begeistern.

Wie sieht dein Arbeitsfeld bei Multikraft aus? Es geht darum, ein breiteres Bewusstsein für ein ökologisch sinnvolles Leben zu schaffen und deshalb die Marke Multikraft noch bekannter zu machen. Zusammen mit Menschen, die die gleiche Denkweise haben, möchten wir Multikraft ordentlich, respektvoll und wertschätzend für eine nachhaltige Zukunft positionieren.

Wie sieht dein Arbeitsfeld bei Multikraft aus? Ich bin jetzt für den Bereich Gemüse & Zierpflanzen zuständig, welcher auch Obst und Spezialkulturen umfasst. Ich fahre zu Gartenbaubetrieben in Österreich, Deutschland und der Schweiz und berate Kunden direkt vor Ort.

Marketingleiter & PR

Was schätzt du an Effektiven Mikroorganismen? Ich schätze es sehr, dass sie den natürlichen Haushalt des Menschen und der Natur stärken und dass es dazu keine hochtrabenden Zusatzstoffe oder chemischen Mittel braucht. Wir sollten mit Mensch und Natur gleichermaßen wertschätzend umgehen. Effektive Mikroorganismen bieten sich dafür an. Die EM-Technologie entspricht natürlichen Denkweisen mit einer vielfältigen Bandbreite an Anwendungsmöglichkeiten.

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Bereich Gemüse & Zierpflanzen

Was schätzt du an Effektiven Mikroorganismen? Ganz besonders schätze ich, bei der Arbeit mit Effektiven Mikroorganismen weder Handschuhe noch Mundschutz tragen zu müssen. Man kann Obst und Gemüse essen, sobald es reif ist, und muss keine Abbauzeit von Rückständen berücksichtigen. Kinder können im Garten unbedenklich naschen. Das finde ich wichtig, denn Kinder sind unsere Zukunft. Ich sehe den grünen Daumen als Symbol für giftfreie Arbeit und mit Effektiven Mikroorganismen hat man einfach einen grünen Daumen.


VORWORT

Wertschätzung erfahren und Wertschätzung entgegen­ bringen bedingen einander wie Aussaat und Ernte. – PETER HENATSCH –

Wertschätzung zeigt echtes Interesse und ist eine positive Grundhaltung gegenüber einer Person oder für eine Sache. Sie erleichtert den Umgang enorm, bringt positive Energie anstatt diese zu rauben, fördert Gesundheit und Ideen und ist insgesamt beispielgebend. Am besten, wir lernen wertschätzenden Umgang von klein auf in den Familien.

Fotos: Multikraft, Cover: Shutterstock

Wertschätzung bezieht sich zum einen auf Menschen und zum anderen auf viele Bereiche, vor allem auf den Umgang mit den Ressourcen der Natur und der Klimabeeinflussung, mit Nutz- und Wildtieren, mit Kultur- und Wildpflanzen und als Folge mit allen Lebensmitteln. Sie zeigt sich in vielen kleinen Dingen: indem wir unsere Böden gesund halten und auf die Erhaltung der Biodiversität von Pflanzen und Tieren achten, indem wir ganz einfach nicht durch hoch gewachsenes Gras gehen. Ein wertschätzender Umgang mit den Ressourcen bedeutet unter anderem, dass wir unsere Mobilität in Richtung Klimaschutz optimieren oder unser privates wie auch firmenstrategisches Energiekonzept den Umwelterfordernissen anpassen. All diese vielfältigen Bereiche spiegeln sich auch in den Inhalten unseres alljährlichen Thementages – mehr dazu ab Seite 6. Der Thementag zeigt, dass Effektive Mikroorganismen beim wertschätzenden Umgang mit unserer Umwelt eine bedeutende Rolle spielen. Sie helfen die Böden gesund zu erhalten, für gesunde Pflanzen und Früchte. Sie fördern ein positives Umfeld, das viele EM-Anwender bereits sehr zu schätzen wissen.Wie zum Beispiel Inge und Herbert Allacher bei der Erzeugung Bio-zertifizierter Weine (Seite 20) oder Susanne Erhart, die in Tirol einen EM-Gemeinschaftsgarten initiiert hat (Seite 14). Wie Effektive Mikroorganismen ein Milieu schaffen, das Fäulnisprobleme verringert, weiß Gemüseproduzent Josef Müller aus Wien Simmering (Seite 22) zu berichten sowie Daniel Weber aus Frankreich, der in der Tierhaltung positive Erfahrungen mit der EM-Technologie macht (Seite 26). Die meisten Lebensmittel werden mit hohem menschlichen, materiellen (Energie, Wasser, Saatgut, Dünger etc.) und maschinellen Einsatz hergestellt.

Dabei gäbe es hier derzeit hohe Sparpotentiale im Sinne des wertschätzenden und vernünftigen Umgangs mit Ressourcen. Wie im Ackerbau chemische Mittel und damit obendrein Kosten reduziert werden, schildern zwei Betriebe aus Niederösterreich ab Seite 24. Sobald die Wertschätzung gegenüber Lebensmitteln steigt, kann sich der Ressourceneinsatz ändern. Dazu gehört auch, dass Lebensmittelketten, Werbebranche und Konsumenten die Geiz-ist-geilMentalität ablegen und die Erzeugung naturnaher Lebensmittel wieder angemessen abgegolten wird. Hochwertige, naturnahe hergestellte Lebensmittel sind eine Säule unserer Gesundheit. Wertschätzung bedeutet auch, unseren Körper zu achten und mit wertvollen Lebensmitteln zu versorgen, die ausreichend alle wichtigen Vitamine und Spurenelemente enthalten. Sie führen ihm Energie zu, anstatt ihm diese mit denaturierten Nahrungsmitteln zu nehmen. Was in Obst und Gemüse alles drinnen steckt und dass man Gesundheit essen kann, erfahren Sie im Gespräch mit Mag. Dr. Erika Rokita ab Seite 10. Für unser Wohlbefinden spielen auch gesunde Zähne eine große Rolle und so empfehlen auch italienische Zahnärzte die bioemsan Zahncremen, die mit ihren natürlichen Inhaltsstoffen vor allem eine gesunde Mundflora fördern (Seite 28). Der wertschätzende Umgang mit dem eigenen Körper und der Umwelt wirkt sich über die Jahre positiv auf unsere Gesundheit aus. Aus meiner Sicht haben wir die Verpflichtung, unser Wissen dazu weiterzutragen, so vielen Menschen wie möglich mit Wort und Tat ein Beispiel zu geben. Kleine Dinge bewirken auch Veränderungen, wenn viele sie praktizieren. Viel Freude beim Lesen!

Ulrike Hader, Herausgeberin

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Nr. 24

WERTSCHÄTZUNG

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Mag. Dr. Erika Rokita erklärt, was es bei gesunder vollwertiger Ernährung zu beachten gilt

02__ MULTIKRAFT INTERN // Neue Gesichter bei Multikraft

22__LANDWIRTSCHAFT GEMÜSEBAU //

03__ VORWORT // Ulrike Hader über den wertschätzenden Umgang mit dem eigenen Körper und der Umwelt

24__LANDWIRTSCHAFT ACKERBAU // Süße Rüben –

05__ EM-GEMEINSCHAFT // Rückblick auf die

3. Internationalen EM-Tage in Nestelbach

06__ COVERSTORY WERTSCHÄTZUNG // Fest verwurzelt – EM erleben und Wissen teilen am Multikraft Thementag

10__ IM GESPRÄCH // Gesundheit kann man essen Mag. Dr. Erika Rokita über die Bedeutung vollwertiger Ernährung

Josef Müller bietet Gurken, Salate & Schnittlauch für die Gastronomie in Wien an Kostengünstiger EM-Einsatz im konventionellen Ackerbau

26__TIERHALTUNG MIT FKE // Einfacher Einsatz mit positiven Resultaten im Schweinebetrieb der Familie Weber in Frankreich

28__WOHLBEFINDEN BIOEMSAN // Italienische Zahnärzte empfehlen bioemsan Zahncreme // Italienische Rezepte zum Nachkochen 30__KLEINE HELFER // Das Erntedankfest, Ausmalen & Gewinnen

14__ HAUS UND GARTEN // Susanne Erhart – Sortenreiche

32__ INTERVIEW MANJU // Mit Manju zu neuer Lebenskraft

16__ PFLANZENWELT // Anne Lorch und Susanne Schütz –

33__MEHR WISSEN // Literaturempfehlungen // Altes Wissen – Neues Wissen: Entwicklung des Gartenbaus

Vielfalt im EM-Garten in Tirol

Gute Ernährung wiegt mehr als Gold

18__ MONDKALENDER // Tipps und Tricks für den Herbst

und Winter 2016

20__LANDWIRTSCHAFT WEINBAU // Biozertifizierter

34__TIPPS & TRICKS // Fragen & Antworten rund um Effektive Mikroorganismen

35__INFOS & TERMINE // Veranstaltungen

Weinanbau der Familie Allacher im Burgenland

Impressum

HERAUSGEBER: Mag. Ulrike Hader, MEDIENINHABER: Multikraft Produktions- und HandelsgmbH, Sulzbach 17, 4632 Pichl/Wels, Austria, Tel. +43 7247 50 250-100, info@multikraft.at, www.multikraft.com, KONTAKT & CHEFREDAKTION: Claudia Zehetner, LAYOUT: Lisa Radakovits, AUTOREN DIESER AUSGABE: Prof. Dr. Monika Krüger, Anne Lorch, Prof. Dr. Manfred Hoffmann, Mag. Katja Haller, LEKTORAT: Mag. Ewald Schreiber, DRUCK: Grasl FairPrint, VERLAGSORT: Bad Vöslau

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Beim Gedanken ans Essen Wertschätzung zeigen


EM-GEMEINSCHAFT

Rückblick

EM-Tage Nestelbach

Mehr als 1.000 Besucher kamen zu den 3. Internationalen EM-Tagen vom 20. – 22. Mai 2016 nach Nestelbach, Vulkanland, alles in allem ein voller Erfolg! Bereits am Kick-off-Abend des Freitags waren alle Plätze im Zelt restlos ausverkauft, die Besucher lauschten gespannt den Worten der Moderatorin und Gartenexpertin Angelika Ertl (auch EM-Expertin). Und genau in diesem Tempo und Besucherstrom ging es an den folgenden beiden Tagen weiter: Vorträge, Präsentationen, Workshops und Exkursionen boten den Interessierten einen abwechslungsreichen Mix aus Theorie und Praxis und ermöglichten einen regen Erfahrungsaustausch und tolle Gespräche zwischen Besuchern und Vortragenden. Die EM-Gemeinschaft konnte sich mit ihrem neu designten Stand einem breiten Publikum präsentieren und durch die EM-Tage sehr viele und wertvolle neue Kontakte und Synergien aufbauen. Das erste Ergebnis daraus findet sich bereits in einer persönlichen Website der EM-Gemeinschaft unter fab-holzkohleofen.em-gemeinschaft.at. Hier wird der Holzkohleofen der FAB-Produktionsschule Graz vorgestellt und am Marktplatz zum Verkauf angeboten. Bei den EM-Tagen gestalteten Walter Geier und Johannes Dichtinger einen Vortrag und Workshop zu diesem Thema. Auch das Rahmenprogramm an den beiden Haupttagen, sowie die kulinarische wie auch kulturelle Umrahmung waren sehr gut organisiert und auf das Programm abgestimmt. Mit Bio-Henderln und Säften, Kinderschminken und dem SamstagAbendprogramm mit Ossi Huber & Band wurden die EM-Tage in Ilz zu einem tollen Erlebnis. Ein herzlicher Dank sei auf diesem Wege nochmals Toni Ithaler, Uschi Baronigg und Beate Böhm ausgesprochen, die sich bereits zum 3. Mal mit ihrem hervorragenden Team präsentiert haben! In diesem Sinne freuen wir uns auf den Aufbau und die Erweiterung unseres Netzwerks der EM-Gemeinschaft Österreich und auf die 2018 stattfindenden 4. Internationalen EM-Tage.

Fotos: EM-Gemeinschaft, Multikraft

Begeisterte EM-Tage Besucher im herrlichen EM-Garten von Agnes Pold

V. l. n. r.: Martin Lassnig, Uschi Baronigg, Toni Ithaler, Beate Böhm, Peter Painer

Rainer Steidle beim Bokashi-Workshop

V. l. n. r.: Martin Lassnig, Angelika Ertl, Peter Painer

All jene, die tiefer in das The-

Nähere Infos erhalten Sie über den Vereinsob-

Für neue Vereinsmitglieder

ma Effektive Mikroorganismen eintauchen möchten, um mehr über die außeror-

mann Martin Lassnig: office@em-gemeinschaft.at Die ordentliche Mitgliedschaft kostet 55,– Euro (30,– Euro für Senioren, Studenten/Lehrlinge, Förder-

dentliche Nützlichkeit dieser Kleinstlebewesen zu erfahren, können sich der EM-Gemeinschaft Österreich anschließen. Der Verein bietet zahlreiche Informa-

mitglieder) pro Jahr. Zusätzlich zu den vielen Informationen erhalten Vereinsmitglieder das multikosmos direkt ins Haus geliefert. Kontakt EM-Gemeinschaft:

Werden Sie jetzt Mitglied der EM-Gemeinschaft Österreich, Verein zur Förderung der Gesundung von Umwelt, Natur und Mensch durch regenerative Mikroorganismen. Bei Neu-

tionen und organisiert Veranstaltungen, Stammtische und vieles mehr.

Tel. +43 676 401 16 41, www.em-gemeinschaft.at

anmeldung bis Ende Jänner 2017 erhalten Sie das Weihnachtspaket „Buon Natale“ gratis!

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COVERSTORY WERTSCHÄTZUNG

verwurzelt EM erleben und Wissen teilen am Multikraft Thementag So vielfältig die Anwendungsbereiche von Effektiven Mikroorganismen sind, so facettenreich sind die Veranstaltungen von Multikraft. Dies ist am alljährlichen Multikraft-Thementag immer wieder schön zu sehen. Die Gäste schätzen sowohl das abwechslungsreiche Programm als auch den Austausch Gleichgesinnter in der angenehmen Atmosphäre am Stumpflhof. Dies ist auch ein Tag für die ganze Familie, denn während die Eltern sich entspannt mit EM beschäftigen, wird für die Kinder ebenfalls ein tolles Programm geboten. Heuer ging der Multikraft Thementag bereits zum fünften Mal über die Bühne. Unter dem Motto „Fest verwurzelt in unserer Erde“ stand der Tag mit spannenden Expertenvorträgen und Praxisworkshops, einer Erlebniskochshow und mit dem traditionellen EM-Bio-Bauernmarkt wieder ganz im Zeichen Effektiver Mikroorganismen.

EM-Bio-Bauernmarkt

Nicht nur der Wissensdurst wurde an diesem Tag gestillt, mit regionalen BioGerichten und Schmankerln war auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Der EM-Bio-Bauernmarkt mit seinen regionalen Köstlichkeiten lockte alle an, die frische Bio-Qualität schätzen. Die an den Ständen anwesenden Hersteller informierten gerne über ihre hochwertigen Produkte und deren Herstellung mit Effektiven Mikroorganismen. Dazu zählen langjährige EM-Partner wie Christoph Arnhof, der im Waldviertel Karpfen, Welse, Amure, Zander und Forellen züchtet und mit seinen Fischen seit Beginn beim EM-Bio-Bauernmarkt vertreten ist. Auch geräuchert sind sie ein heißer Tipp! Elfriede Reisenberger war mit ihrer Biobäckerei vertreten. Nudeln, Gebäck und Brot stellt sie aus eigenem Bio-Dinkel her. In ihrer Landwirtschaft und Kompostierung zu Hause in Ohlsdorf kommen Effektive Mikroorganismen seit vielen Jahren zum Einsatz. Erika Harrer brachte von ihrem Biohof in Meggenhofen köstliches Lammfleisch, frische Eier und selbst hergestellte Nudeln mit. Markus Salcher aus dem Kärntner St. Lorenzen im Lesachtal wartete mit Speck sowie mit köstlichen Hart- und Rohwürsten auf. Seinen Rindern kommt FKE (Fermen-

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tierter Kräuterextrakt) im Futter zugute, seinen Schlachtbetrieb reinigt er mit Multikraft-Produkten. Ein Highlight war auch der Bio-Käse aus der kleinen, innovativen Käserei Höflmaier aus Kerschham bei Lochen nahe Salzburg. Die Privatkäserei Höflmaier pflegt seit 1931 das jahrhundertealte Handwerk der Käsezubereitung, ihr Käsemeister Franz Bleierer ist auch langjähriger EMBerater für die Landwirtschaft. Jedes Jahr ein Hit sind auch die Bio-Erdbeeren von Alfred Gaisbauer, der seine Bodenschätze in Haibach ob der Donau mit viel Sorgfalt nach dem Mondkalender und mit Effektiven Mikroorganismen kultiviert. Eduard Laposa aus der Steiermark setzt in seinem Obstbaubetrieb ebenfalls regelmäßig Multikraft-Produkte ein. In den letzten Jahren waren seine schmackhaften Erdbeeren, sowie die wunderbaren Mischsäfte, immer ein voller Erfolg. Aufgrund der Frostschäden konnte er heuer leider nicht beim EMBio-Bauernmarkt vertreten sein. Gehaltvolles Olivenöl aus kontrolliert biologischem Anbau der griechischen Region Kalamata kredenzte Erika Dallas. Ebenfalls aus kontrolliert biologischem Anbau kommen hervorragende Weine und Traubensäfte von Inge und Herbert Allacher vom Andrelhof aus dem Burgenland nordöstlich des Neusiedlersees. (s. S. 20/21)


COVERSTORY WERTSCHÄTZUNG

Samstag, 11. Juni 2016 Praxisworkshops

Zu Themen aus dem gärtnerischen Alltag wurden zusätzlich zu den Vorträgen auch Praxisworkshops angeboten, die wieder großen Anklang fanden. Pflanzen & Umtopfen Gärtnermeister Engelbert Bergmair-Russmann aus dem Traunviertel in Oberösterreich bot einen Workshop an und zeigte, worauf es beim Pflanzen und Umtopfen ankommt. Ein Schwerpunkt lag dabei auf der von ihm und Multikraft mit Terra-Preta-Technologie entwickelten Schwarzerde, die sich für den Garten und ganz besonders auch für Blumenkisten, Hochbeete und Kübelpflanzen eignet. Die in dieser torffreien Erde enthaltene Holzkohle speichert Nährstoffe im Boden und optimiert nachhaltig den Boden durch die Bildung von Dauerhumus. Engelbert Bergmair-Russmann hatte in seinem Workshop viele praktische Tipps aus seinem gärtnerischen Erfahrungsschatz zur Hand. Engelbert Bergmair-Russmann

Robert Rotter

Teichfragen? Worauf kommt es an? Der Ökologe und EM-Berater Robert Rotter weiß, dass ökologisches Denken und Handeln durch die EM-Technologie wunderbar unterstützt werden. Bei seiner beratenden Tätigkeit veranschaulicht er immer wieder, wie natürliche Kreisläufe mittels Effektiver Mikroorganismen gefördert werden, so auch im Teich. Für die Teichpflege vermittelt er deshalb die biologischen Grundlagen, die es braucht, um Teiche im natürlichen Gleichgewicht zu halten. Im Workshop „Teichfragen? Worauf kommt es an?“ wurden Fragen zur Teichpflege geklärt und aufgezeigt, welche Faktoren in die Teichpflege mit hineinspielen und wie Rahmenbedingungen dazu verbessert werden können. Essbare Gesundheit Im Workshop zum Thema „Gesundheit kann man essen“ lud die Biologin, Kräuterpädagogin und EM-Beraterin Mag. Dr. Erika Rokita zu einem kleinen Rundgang durch den EM-Kräutergarten von Multikraft ein. Während des Rundgangs wurden allerlei Wild- und Gartenkräuter gezeigt und ihre gesunden Inhaltsstoffe vorgestellt. „Effektive Mikroorganismen spielen hier eine große Rolle. Sie sind für die Pflanzen und letztlich auch für den Menschen so wertvoll, weil die Pflanzen im Wachstum unterstützt werden und sie besser Nährstoffe wie Mineralien, Spurenelemente und Vitamine – kurz Antioxidantien – einlagern können, die letztlich auf unseren Tellern landen und unsere Gesundheit fördern. Mir geht es darum zu zeigen, dass es wirklich wichtig ist, ökologisch zu garteln und sich damit gesund zu ernähren.“

Mag. Dr. Erika Rokita

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COVERSTORY WERTSCHÄTZUNG

EM-Wissen aus erster Hand

Man konnte Kostproben nehmen, Erfahrungen austauschen, Ideen schmieden. Der inmitten der Natur gelegene Stumpflhof ist für den Thementag ein stimmungsvoller Ort der Begegnung. EM-Interessierte fanden Gelegenheit, das Unternehmen Multikraft und sein Team aus nächster Nähe kennenzulernen, ebenso wie Experten aus der Gartenwelt, die bereits langjährige EMErfahrungen haben und den Gästen EM-Wissen aus erster Hand weitergaben. In Praxisworkshops wurden zahlreiche Tipps und Tricks vermittelt sowie Fragen aus dem gärtnerischen Alltag beantwortet. Darüber hinaus wurde professionelle Beratung zu EM-Produkten und ihrer Anwendung angeboten.

Vorträge rund um Haus & Garten

Sebastian Wachter vom Multikraft-Team eröffnete die Vortragsreihe und gab im EM-Einsteigervortrag einen Überblick über Anwendungen und Wirkung der Multikraft-Produkte. Er nahm immer einen starken Bezug zu Effektiven Mikroorganismen und berichtete zu ausgewählten Themen aus seiner Praxis.

1 x 1 der Zitrusbaumpflege

Michael Ceron aus Kärnten betreibt mit 280 biozertifizierten Zitrussorten eine Bio-Zitrusgärtnerei und damit ein Unikum in ganz Europa. Er ging auf die Botanik, Artenvielfalt und richtige Pflege von Zitruspflanzen ein. „Unsere Zitrusbäume werden regelmäßig mit Effektiven Mikroorganismen gespritzt. Vor allem für Topfkulturen am Balkon, auf der Terrasse, in kleinen Gärten oder in geschlossenen Räumen ist es wichtig, Mikroorganismen unterzubringen, weil die Belebung für die Bodenaktivität gebraucht wird.“

Grünes Zebra kocht

Gabriele Gauper und Irene Mösenbacher haben in der Steiermark die erste Bio-Kochschule Österreichs „Grünes Zebra kocht“ ins Leben gerufen.„Grünes Zebra“ – eine amerikanische Tomatensorte – steht für Sortenvielfalt und ökologisches Bewusstsein. Im eigenen Obst- und Gemüsegarten kommen deshalb Effektive Mikroorganismen regelmäßig zum Einsatz. „Obst und Gemüse

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wachsen dank Effektiver Mikroorganismen unglaublich gut und wir ernten deutlich mehr“, erzählt Gabriele Gauper, die mit Bokashi auch Pflanzennahrung herstellt und es zur Erdgewinnung nutzt. Am diesjährigen Thementag traten sie mit einer Erlebnis-Kochshow auf, die den Gästen Lust aufs Kochen im Freien mit einem Freiluft-Backrohr machte und zeigte, wie pikante und süße Strudelvariationen daraus hervorgezaubert werden.

„Jetzt haben wir den Salat“

Gartenexpertin, langjährige EM-Anwenderin sowie Bestseller-Autorin Angelika Ertl präsentierte ihr Buch „Jetzt haben wir den Salat“ und servierte praktische Tipps rund um den Biogarten. „Die Kombination alter Hausmittel mit Multikraft-Produkten ist sehr wirkungsvoll. Damit lassen sich Schnecken, Pilze und Schädlinge enorm reduzieren. Mich begeistern Effektive Mikroorganismen, weil sie im Garten eine neue Welt eröffnen. Man kann schneller Humus aufbauen, hat weniger Fäulnis, der Garten regeneriert sich rascher und das Gleichgewicht stellt sich sehr gut ein.“

Wintergemüse anbauen

Dass Effektive Mikroorganismen bei der Pflege des Bodens und Aufbereitung des Komposts einen guten Beitrag leisten, davon ist auch DI Wolfgang Palme, Leiter der Abteilung Gemüsebau der Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Gartenbau in Wien, überzeugt. Er leistet in Sachen Wintergemüse wertvolle Pionierarbeit und zeigte, was es im Herbst und Winter mit einfachen Mitteln zu tun gilt, um schmackhaftes Wintergemüse zu ernten. Das Programm zeigt, wie vielfältig und nachhaltig wirksam die Anwendungsbereiche Effektiver Mikroorganismen sind, und das Team von Multikraft freut sich jedes Mal aufs Neue, seine Pforten für interessierte Gäste zu öffnen. Die Begeisterung und Wertschätzung für naturnahe Produktionsweisen liegen im Trend und für Multikraft bestätigt sich auch am Thementag, diesen Weg mit einer Vielzahl an engagierten Menschen weiterzugehen.


COVERSTORY WERTSCHÄTZUNG

Am Thementag (Stumpflhof) lernen Sie nicht nur unser Multikraft-Gartenteam kennen

Michael Ceron führt ca. 280 Zitrussorten in seiner Gärtnerei

Sebastian Wachter, Multikraft-Berater

Gabriele Gauper & Irene Mösenbacher gründeten die erste Bio-Kochschule Österreichs – „Grünes Zebra kocht“

Gartenexpertin und Bestseller-Autorin Angelika Ertl

Fotos: Shutterstock, Multikraft, Michael Ceron, Grünes Zebra, Sonja Priller, Angelika Ertl, DI Wolfgang Palme

DI Wolfgang Palme – auch der Winter hat seine nahrhaften Seiten

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IM GESPRÄCH

kann man essen Wie Lebensmittel unser Wohlbefinden beeinflussen „Clean Eating“ ist in aller Munde. Vollwertige Ernährung erfährt mit diesem Trend eine noch größere Wertschätzung. Clean Eating meint vor allem auch Ernährung ohne industriell verarbeitete Lebensmittel und ohne Produkte mit künstlichen Zusätzen. Zu 80 % bestimmt unsere Ernährung, wie wohl wir uns fühlen. „Du bist, was du isst“, sagte schon der Philosoph Ludwig Feuerbach im 19. Jahrhundert. Wie wir mittels Ernährung unsere Gesundheit unterstützen können, erläutert Mag. Dr. Erika Rokita. Sie wuchs sehr naturverbunden in Kärnten am Fuße der Koralpe auf und studierte in Graz Biologie. Seit 1999 lebt sie in Oberösterreich und ist seither auch begeisterte Multikraft-Beraterin und EM-Anwenderin. In Bad Wimsbach-Neydharting betreibt sie ihre Praxis für Wildkräuterpädagogik, Kinesiologie und Jin Shin Jyutsu. Was gilt es bei gesunder, vollwertiger Ernährung zu beachten? Sie soll eine ausgewogene, vitamin- und mineralstoffreiche Mischung aus regionalen und saisonalen, qualitativ hochwertigen Lebensmitteln sein. Ideal sind aus gesunden Böden gewachsene, möglichst naturbelassene Lebensmittel, die schonend zubereitet werden. Ebenso ist die Menge entscheidend: Weniger ist mehr. Auch hinsichtlich der Zutatenliste – je kürzer, desto besser! Der Körper hat ohnehin genug zu verdauen. Essen Sie möglichst nur, wenn Sie hungrig sind. Die Zellen können die Nährstoffe im Essen besser verwerten, wenn sie die Bausteine wirklich brauchen. Das Essen soll auch eine Gaumenfreude sein. Ich empfehle, viel mit Kräutern als Ersatz für Salz zu experimentieren, sich Zeit für das Essen zu nehmen und oft in Gesellschaft mit Freunden zu genießen. Warum spielen regionales sowie saisonales Obst und Gemüse eine so große Rolle? Entscheidend ist die Qualität der Lebensmittel, d. h. der Gehalt an den für unsere Gesundheit so wichtigen Inhaltsstoffen (Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe, Spurenelemente). Viele von ihnen sind für den Körper essentiell, weil er sie selber nicht erzeugen kann. Regionale und saisonal geerntete, frische Lebensmittel aus gesunden Böden weisen einen höheren Gehalt an diesen wertvollen bioaktiven Substanzen, sprich Antioxidantien, auf. Sonnengereifte Biotomaten haben z. B. einen viel höheren Gehalt an Lycopin und Vitamin C als Treibhaustomaten oder importierte Ware. Dies äußert sich auch in besserem Aroma und Geschmack. Bei mit Effektiven Mikroorganismen behandelten Pflanzen, Obst und Gemüse ist das ebenso eindeutig feststellbar. 10


IM GESPRÄCH

Was sind und was bewirken sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe? Darunter versteht man chemische Verbindungen, die die Pflanze zur Abwehr von Fressfeinden, Krankheitserregern und äußeren Umwelteinflüssen nutzt, aber auch als Farb-, Aroma- und Duftstoffe gebraucht, um bestäubende Insekten anzulocken. Sie kommen nur in sehr geringen Mengen in der Pflanze vor, haben aber für sie eine lebenswichtige Bedeutung. Auch für uns Menschen haben viele dieser Verbindungen, wie etwa Bitter- und Gerbstoffe, ätherische Öle, Phytoöstrogene oder Flavonoide, eine große gesundheitsfördernde Wirkung. Sie unterstützen die Verdauung und den Stoffwechsel und sind für das Immunsystem wichtig, indem sie Bakterien, Viren und andere Krankheitserreger abwehren. All diese Stoffe stellen als sogenannte Antioxidantien einen wichtigen Zellschutz dar. Daher sollte die tägliche Nahrung genügend naturbelassene Lebensmittel enthalten, um zu diesen wertvollen Inhaltsstoffen zu gelangen. Bauen Sie z. B. öfter Brokkoli und Karfiol in Ihrem Speiseplan ein. Die beiden Kreuzblütler enthalten große Mengen an Sulforaphan, das laut Studien der Entstehung von Darmkrebs vorbeugt. Auch der positive Einfluss auf Magen, Harnblase, Prostata und Lunge wurde nachgewiesen. Warum sind Antioxidantien von zentraler Bedeutung für unsere Gesundheit? Vor allem die moderne Lebensweise – Stress, Rauchen, Umweltverschmutzung – bringt es mit sich, dass die Zellen im menschlichen Organismus stark dem sogenannten „oxidativen Stress“ ausgesetzt sind. Es kommt zur Bildung der Freien Radikale, die als „Elektronenräuber“ für die sogenannten Radikalerkrankungen (z. B. Diabetes, Herz- und Kreislauf-Erkrankungen, Arteriosklerose, Alzheimer, Schlaganfall, Krebs) verantwortlich sind. Weitere Folgen sind ein schleichender Leistungsabfall, zunehmende Energielosigkeit, Nervosität und Konzentrationsprobleme.

Fotos: Shutterstock, Multikraft

Der Körper hat eine Gegenstrategie im Talon! Er setzt oxidativen Stress nun Antioxidantien als „Elektronenspender“ entgegen, die die Freien Radikale neutralisieren. Antioxidantien sind die Bodyguards unserer Zellen, müssen aber über die Nahrung oder Nahrungsergänzungen, z. B. durch das wertvolle antioxidative Manju, zur Verfügung gestellt werden. Daher ist es wichtig, möglichst viel von diesen fruchtigen, pflanzlichen Schutzstoffen in die tägliche Ernährung einzubauen, wie etwa das Lycopin in der Tomate oder die Anthocyane in dunkel- bis schwarzblauen Früchten, wie Heidel- und Brombeeren. Essen Sie so viel wie möglich Obst, Gemüse und grüne Pflanzen, sie besitzen genügend antioxidatives Potential. Ich bin überzeugt, dass auch Produkte, die mit Effektiven Mikroorganismen behandelt werden, diese Fähigkeit besitzen. Neue Wertschätzung erfahren auch heimische Wildkräuter. Brennnessel, Giersch, Gundelrebe, Vogelmiere, Löwenzahn, Spitz- und Breitwegerich, Gänseblümchen und viele mehr gehören zur Palette. Essen, statt sich über sie zu ärgern – so lautet die Devise. Worin liegt der Wert dieser Kräuter für unsere Gesundheit? Wildkräuter sind wahre Vitalstoffbomben gratis aus der Natur. Sie sind den Kulturpflanzen an gesundheitsfördernden Wirkstoffen deutlich überlegen. Die Brennnessel hat 2-mal mehr Kalium, 15-mal mehr Kalzium, 7-mal mehr Eisen, 25-mal mehr Vitamin C als Kopfsalat. Dazu kommt noch eine Fülle an sekundären Pflanzenstoffen, Chlorophyll, Spurenelementen und Eiweißen – alles lebenswichtige Nährstoffkomponenten für uns Menschen. Freuen Sie sich über jedes wildwachsende Pflänzchen in Ihrem Garten! Verwerten Sie es als Delikatesse in Ihrem Speiseplan oder nutzen Sie es als organisches Rohmaterial zum Bokashieren mit Effektiven Mikroorganismen, um es den Gemüsepflanzen als wertvollen Humus zuzuführen. Wichtig ist, sie zu kennen und keine giftigen oder geschützten Pflanzen zu ernten. 11


IM GESPRÄCH

Du bist was du isst

Ludwig Feuerbach, Philosoph

Es heißt, je dunkler das Grün der Kräuter oder der Salate ist, desto wertvoller sind sie. Warum? Chlorophyll spielt für den Körper eine wesentliche Rolle. Es kann Krankheitserreger unschädlich machen, bindet Gift- und Schlackenstoffe, unterstützt die Verdauung, Wundheilung und Durchblutung, stärkt das Immunsystem, schützt die Zellwände und fördert die geistige Fitness. EM-Anwender wissen, dass „EM-Pflanzen“ augenscheinlich dunkelgrüner sind. Durch den Einsatz der Multikraft-Produkte ist die Pflanze in der Lage, mehr Photosynthese zu betreiben und damit mehr gesundes Chlorophyll zu bilden. Greifen Sie täglich zum Grün in Form von Gemüse, Salaten und (Wild-)Kräutern und kredenzen Sie sich grüne Smoothies als Powernahrung. Ein alter Spruch besagt: „Was bitter im Mund, ist im Herzen gesund.“ Wie ist das erklärbar? Bitterstoffe sind z. B. in Gänseblümchen, Gundelrebe, Hirtentäschel, Löwenzahn, Engelwurz, Beifuß oder Schafgarbe zu finden. Sie unterstützen den Verdauungsprozess sowie den Stoffwechsel, setzen Entgiftungs- und Ausscheidungsvorgänge in Gang und beeinflussen Leber, Gallenblase, Magen und Bauchspeicheldrüse positiv in ihrer Arbeit und wirken damit auch positiv auf das Herz- und Kreislaufsystem. Sie lassen auch die Pfunde purzeln, da sich bei bitteren Speisen das Sättigungsgefühl schneller einstellt. Mein Tipp: Verwenden Sie bei der Herstellung von Kräutersalz vermehrt Gundelrebe, Beifuß und Schafgarbe. 12

Kräuter werden seit jeher als Heilmittel eingesetzt. Für jeden Körperbereich ist sozusagen ein Kraut gewachsen. Was gilt es hier zu beachten? Die heilsame Wirkung verdanken wir hauptsächlich den sekundären Pflanzenstoffen wie ätherischen Ölen, Gerb-, Schleim- und Bitterstoffen, Flavonoiden, Glykosiden, Alkaloiden. Aufgrund der Zusammensetzung sind nicht alle Kräuter für die tägliche Nahrungsaufnahme geeignet, viele haben aber als Heilpflanzen ihre Bedeutung. Die Phytotherapie findet heute sowohl in der Prävention als auch in der Therapie – zumindest unterstützend – immer mehr Anhänger. Die meisten Küchen- und Wildkräuter stellen bereits eine kleine Hausapotheke dar. Salbeitee hilft bei Halsschmerzen, Husten und Hitzewallungen oder als Gurgellösung bei Zahnfleischproblemen, Entzündungen der Rachenund Mundschleimhaut. Ein Tee aus Zitronenmelisse hilft bei Erschöpfungszuständen. Basilikum, Borretschblüten oder Johanniskraut sind stimmungsaufhellend. Rosmarin hilft, die Durchblutung und den Kreislauf anzuregen. Heilkräuter sind jedoch nicht für den Dauergebrauch geeignet und man muss die Pflanzen kennen – solche mit Alkaloiden sind teilweise sogar stark giftig, z. B. Herbstzeitlose, Tollkirsche, Schierling. Was bedeutet es, dass gesunde Ernährung schon bei der Kultivierung von Kräutern, Obst und Gemüse anfängt? Nur aus guten, fruchtbaren Böden können kräftige, vitalstoffreiche Pflanzen wachsen. Daher ist die Art der Bewirtschaftung entscheidend. Alles, was in


IM GESPRÄCH

Entscheidend ist die Qualitat Mag. Dr. Erika Rokita, Biologin

den Boden kommt, landet irgendwann wieder auf unserem Teller. Effektive Mikroorganismen tragen maßgeblich zur nachhaltigen Bewirtschaftung unserer Böden bei. In den Böden leben Milliarden von Mikroorganismen und die Bodengesundheit spielt eine zentrale Rolle für die Kultivierung hochwertiger Lebensmittel. Analog dazu lebt im Darm eine Vielzahl an Mikroorganismen und die Darmgesundheit spielt eine große Rolle. Wie kann man mit der Ernährung die Darmgesundheit unterstützen? Unser Darm ist wie der Boden ein komplexes bakterielles Ökosystem, dessen Zustand als Maßstab für unsere Gesundheit betrachtet werden kann. „Ist der Darm gesund, ist der Mensch gesund“, heißt es im Volksmund. Die bakterielle Ökologie im Darm reagiert sehr sensibel auf Nahrung. Für eine positive Entwicklung der Darmflora – auch Darm-Mikrobiom genannt – ist eine ballaststoffreiche und antioxidative Ernährung wichtig – hauptsächlich Gemüse und grüne Pflanzen, roh und schonend gegart, sowie Obst und Vollkornprodukte in Maßen. Ausreichend zu trinken, ist für den Darm auch enorm wichtig. Bereits Hippokrates glaubte, dass alle Krankheiten im Darm beginnen. Ungesunde Ernährung, starke Medikamente oder mehrmalige Antibiotika-Gaben und vor allem permanenter Stress können die Zusammensetzung der Darmbakterien empfindlich stören. Es können sich Krankheiten entwickeln, die sich im Darm selbst festsetzen (Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn) oder andere Organe und Organsysteme angreifen, die meist gar nicht mit dem Darm

in Zusammenhang gebracht werden. Es lohnt sich, das Mikrobiom im Darm durch die Einnahme von entsprechenden Prä- und Probiotika zu stabilisieren. In diesem Zusammenhang würde sich Multi Impuls (3-mal täglich ein Esslöffel) zum Wiederaufbau anbieten. Welche Tipps geben Sie Menschen, die umdenken und sich gesund ernähren wollen? Allein die Vorstellung, dass unser Körper bis zum Lebensende ca. 30 bis 40 Tonnen an Nahrungsmitteln verarbeitet, macht nachdenklich. Es ist mittlerweile wissenschaftlich bewiesen, dass viele Krankheiten wie Diabetes, Arteriosklerose und auch einige Krebsarten das Ergebnis zunehmender Fehlernährung sind. Daher ist es ein guter Ansatz – egal um welche Krankheit es sich handelt –, über eine Ernährungsumstellung hin zu einer gesünderen Esskultur zu kommen. Wem es möglich ist, der sollte sich einen Garten anlegen und seien es nur ein Balkongarten oder Töpfe auf der Fensterbank. Die Wertschätzung gegenüber den Pflanzen und unserer Nahrung wird deutlich steigen. Mag. Dr. Erika Rokita, Biologin & EM-Beraterin

EM fördern und unterstützen alles LEBEN! Ihr Einsatz bringt die Regulationsprozesse in den unterschiedlichsten Lebensbereichen wieder in Gang und trägt so zur Gesundung von Mutter Erde und allen Lebewesen bei. Ihr Nutzen ist für uns und die Natur von unschätzbarem Wert!

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HAUS UND GARTEN

Sortenreiche Vielfalt Gemeinschaftlicher EM-Garten in Tirol iler Brigitta Se rt rha Susanne E e ath Gertrud M

Sonnenblumen werd Herbst als Grun en im dungung wiederverwerte t

Bluten werden fur wohltuend e Teemischungen getrocknet

Susanne Erhart, Gertrud Mathe und Brigitta Seiler sind drei Oberösterreicherinnen, die es nach Tirol gezogen hat. Dort haben sie sich gefunden und betreiben seit vier Jahren einen EM-Schaugarten in Tulfes. Gartenbesucher finden eine beeindruckende Sortenvielfalt vor und erhalten erntefrische Feldfrüchte zum Mitnehmen. Die Gemeinschaftsgärtnerinnen erhalten dafür freiwillige Spenden, mit denen sie samenfestes Saatgut und Multikraft-Produkte anschaffen.

Säen mit Effektiven Mikroorganismen

Das Saatgut tauschen die drei Gärtnerinnen mit anderen Gartenliebhaberinnen oder beziehen es von Arche Noah und ReinSaat, zwei heimischen Unternehmen, die sich um die Vielfalt samenfester Saatgutsorten bemühen. „Will man Samen selber ziehen, ist das Handbuch Samengärtnerei von Andrea Heistinger eine gute Grundlage.Wir nehmen Samen aus dem Gemüse selbst ab, 14

trocknen sie und füllen sie in Papiersäckchen. Wenn wir die Samen im darauffolgenden Jahr ausbringen, besprühen wir sie mit einer Mischung aus EM Aktiv (EMa) und Urgesteinsmehl, lassen sie kurz stehen und bringen sie dann in die Erde. Die Samen keimen dadurch sehr gut“, erklärt Susanne Erhart, für die Effektive Mikroorganismen fixer Bestandteil der Gartenarbeit sind. Für vorgezogene Pflanzen wie Zucchini oder Kürbisse werden Beete ausgeputzt und aus Beikräutern, Bio Bokashi® Terra und Erde sodann Hügelbeete angelegt.

Gestärkte Pflanzen

„Wir bringen mit der Rückenspritze regelmäßig alle zwei Wochen eine EM-Mischung (nach Anton Ithaler) aus Sprühmolkepulver, Urgesteinsmehl, MK 5 und EM Aktiv (EMa) aus. Ein Stamperl Schnapsvorlauf dient als Impuls gegen Schädlinge.“ Direkt nach der Aussaat wird die Mischung häufiger ausgebracht, ansonsten in der Regel alle zwei Wochen. Sind Blätter vom Hagel verletzt, werden sie alle zwei Tage besprüht, die Pflanzen erholen sich dadurch sehr gut. Alle Pflanzen sind ausgesprochen stabil, gesund und robust und Gartenbesucher schätzen den intensiven Geschmack des Gemüses. Beachtlich ist, dass der EM-Schaugarten nicht gegossen wird, da am Feld kein Wasser verfügbar ist. „Wir haben einen Holzbrunnen, in dem sich Regenwasser sammelt und mit dem wir EM Aktiv (EMa) verdünnen. Dass wir die Pflanzen nicht gießen, funktioniert in der Mischkultur einwandfrei. Mit Hilfe des Taus richten sich

Fotos: Susanne Erhart, Shutterstock

„Alte und samenfeste Sorten sind uns wichtig. Wir zeigen, wie man Saatgut selbst gewinnen und verwenden kann und wie Effektive Mikroorganismen im Garten einsetzbar sind“, erzählt Susanne Erhart, Vorstandsmitglied der EM-Gemeinschaft und Initiatorin des Schaugartens, welcher von der EMGemeinschaft unterstützt wird. Gestartet wird mit der Gartenarbeit erst Mitte Mai, liegt der EM-Schaugarten doch auf 1.000 Meter Seehöhe und der Schnee oft noch lange bis ins Frühjahr hinein. Jedes Jahr setzen die drei Frauen an die 130 verschiedene Gemüse und Kräuter in Mischkultur an. Rund um das von einer Bäuerin zur Verfügung gestellte Feld locken Sonnenblumen die Bienen an. Zwischen unterschiedlichsten Sorten an Salaten, Tomaten, Paprika, Mangold, Bohnen, Erbsen und Kürbissen leuchten mitten am Feld Mohnblumenund Malvensorten, Kornblumen und Bartnelken hervor. Heuer wurde auch ein Schwerpunkt auf diverse Kohlsorten gelegt. Diese Vielfalt setzt sich bei den Kräutern fort und besticht durch außergewöhnliche Sorten, wie Kreta- und Bauernoregano, Olivenkraut und der Weihrauchpflanze. Selbst Basilikum gedeiht auf 1.000 Meter Seehöhe in der Mischkultur wunderbar.


Erntefrische Fe ldfruchte zum Mitnehmen

HAUS UND GARTEN

von Prof. Dr. Manfred Hoffmann

Wertschätzung im Wandel Was haben Scheidungsprotokolle und Todesanzeigen gemeinsam? Sie sind im Regelfall Beispiele gegensätzlicher Wertschätzung! Ein Scheidungsrichter muss vielfach den Tiefpunkt persönlicher Wertschätzung protokollieren, während der Todesfall einem ein Höchstmaß an persönlicher Wertschätzung einfordern kann. Aber das ist nur ein Aspekt. Scheidung und Tod haben meist auch eine unterschiedliche Dynamik in der individuellen Wertschätzung. Wäh-

kultur in der Misch Pure Vielfalt

rend der Scheidung meist eine Zeit größter Verliebtheit, also Wertschätzung, vorausgegangen ist, musste sie sich im Todesfall vielfach erst durch jahrelange Bewährungszeiten hochkämpfen, bis sie es zur endgültigen und dauerhaften Anerkennung schaffte.

die Pflanzen immer wieder auf. Ihre Wurzeln gehen tiefer in die Erde und holen sich viel mehr Nährstoffe aus dem Boden. Die Anwendung von Multikraft-Produkten unterstützt diesen Prozess. Wir schätzen Effektive Mikroorganismen auch deshalb, weil sie Fäulnisbakterien zurückdrängen und ein gutes Milieu schaffen.“ Ende Juli, Anfang August wird Mest Best als Dünger dünn auf die Beete ausgebracht. ZeoBas, eine Mischung aus Basaltmehl und Zeolith, versorgt den Boden mit Mineralstoffen. „Mit ZeoBas haben wir sogar Mehltau bei den Zucchini in den Griff bekommen.“

Herbstliche Arbeiten

Sind die Beete im Herbst abgeerntet, wird Gründüngung daraufgegeben, zum Beispiel die Sonnenblumen vom Feldrand. „Für Nützlinge lassen wir im Herbst einfach alles stehen. Erst im Frühjahr wird das Feld oberflächlich gepflügt und wir stecken die Beete neu aus.“ Der EMSchaugarten wanderte bislang dorthin, wo die Bäuerin im Jahr zuvor Starkzehrer gepflanzt hatte. „Mit unserer Feldinitiative haben wir den Boden wieder regeneriert. Pflegt man den Boden regelmäßig mit Effektiven Mikroorganismen, wird die Erde weich und zieht Regenwürmer an, weil das Milieu passt“, erzählt Susanne Erhart von den Früchten der gemeinsamen Arbeit. 2017 wandert der EM-Schaugarten in das Nachbardorf Rinn, wo dann auch Obststauden, wie Quitten, Apfelbaumsorten, Walderdbeeren usw. gepflanzt werden. Darauf freuen sich die drei Gärtnerinnen, die Kräuter und Blüten für wohlschmeckende Teemischungen trocknen, im Herbst allerlei Gemüse in Essig einlegen und Karotten zwecks besserer Haltbarkeit über den Winter in Sand lagern. „Wird Gemüse während des Wachstums regelmäßig mit EM behandelt, ist es rundum gesund. Fäulnisprozesse kommen kaum mehr in Gang bzw. werden unterdrückt. Wird es im Herbst und Winter kühl und dunkel gelagert, hält EM-Gemüse deutlich länger“, berichtet Susanne Erhart aus ihrem Erfahrungsschatz. Gartenwissen geben die drei gerne an ihre Gäste weiter, die dieses und das frische Gemüse im Feldkistl sehr zu schätzen wissen.

Aber nicht nur im menschlichen Bereich unterliegt die Wertschätzung einem großen Wandel, sondern auch im Materiellen. Wurden wir früher doch strengstens ermahnt, kein Stückchen wegzuwerfen, sondern zu achten, bleiben heute täglich tonnenweise Schulbrote unter der Schulbank liegen und im Haushalt verschwindet etwa die Hälfte der Backwaren im Abfall zur Vergärung in Biogasanlagen. Wer mag hier dem Schüler allein noch die Schuld geben? Ein Drittel aller erzeugten Lebensmittel findet derzeit nicht mehr den Weg auf den Teller, denn es geht zwischen Acker und Haushalt verloren! Wohin wird diese Inflation der Missachtung der Werte noch führen? Gibt es Auswege aus dieser Einbahnstraße der Gedankenlosigkeit und des Werteverfalls? Auf der menschlichen Ebene wären es mehr Achtsamkeit und Dankbarkeit – auch schon zu Lebzeiten und auf der materiellen Ebene ein globales Verantwortungsbewusstsein und größere Anspruchslosigkeit im täglichen Konsum! Kolumne von Prof. Dr. Manfred Hoffmann – em. Professor der Fakultät Landwirtschaft, Ernährung und Versorgungsmanagement der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Weihenstephan (D).

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PFLANZENWELT

Gute Ernährung wiegt mehr als alles Gold der Welt

von Susanne Schütz und Anne Lorch

Bisher war es wichtig, dass der Lebensmitteleinkaufskorb gut gefüllt ist und der Geldbeutel dabei so wenig wie möglich strapaziert wird. Das eng gehaltene Haushaltsbudget muss noch für viele andere Dinge ausreichen. Doch gibt es Signale und Trends aus den Reihen der Konsumenten, die Schritt für Schritt beim Gedanken ans Essen in die Richtung einer neuen Wertschätzung zeigen. Und das macht unsere Gegenwart so spannend.

Der Trend in der modernen Welt

Bei einer durch die US-Regierung in Auftrag gegebenen Untersuchung wurde festgestellt, dass Supermärkte und Kunden rund 30 % der Frischware wegwerfen und Anbaubetriebe 25 % verfaulen lassen, weil sie die vorgeschriebenen Qualitätsnormen nicht erfüllen. Das ergibt Nahrungsmittelverluste für rund 1.600 Dollar pro Haushalt und Jahr. Ein Bericht in der Tageszeitung mit dem Titel „Die Amerikaner haben Junkfood satt“ lässt aufhorchen. Nahrung aus „leeren Kalorien“ (Zucker, Fett, geringe Nährstoffdichte) kostet nur 1,76 Dollar. Dagegen müssen für nahrhafte Kalorien (komplexe Kalorien, Eiweiße, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente = Biokost) 11,05 Dollar ausgegeben werden. Es erstaunt, dass die Konsumenten bereit sind das Geld in die teure Variante zu investieren. Sie haben es satt, immer dicker und kränker zu werden. Dazu eine witzige Nebengeschichte aus Amerika, die gewissermaßen auch den Trend verstärkt: Junge Leute haben den Kult der perfekten Gemüse im Supermarkt gegen einen Kult des Absonderlichen gesetzt und der sieht so aus: Kartoffeln mit langer Nase und knolligen Augen oder eng verschlungene zweibeinige Karotten, also deformierte Gemüse, sind der Hit. Geschafft haben das ein paar Jungunternehmer in Oakland. Sie nehmen die aussortierten Früchte und Gemüse (imperfect products) den Verteilzentren oder Produzenten (meistens Bioanbau) ab und machen diese mit Hilfe der sozialen Medien wie Facebook salonfähig, mit lustigen Kommentaren, modern, frech und pfiffig, ohne jegliches Moralin. Die gewieften Geschäftsleute konnten Biobauern überzeugen, dass diese nach der Haupternte die auf den Feldern verbliebenen, aussortierten Gemüse einsammeln und zum halben Preis abgeben. So können die Jungunternehmer die Ware 30 % günstiger anbieten und den Kunden bis zur Haustüre liefern. Was nicht sofort verteilt wird, geht an Obdachlosenheime. Ein Gewinn für alle.

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Es entwickelten sich noch einige weitere unkonventionelle Ideen, gesunde Lebensmittel (vorwiegend Bioware) unter die Leute zu bringen, mit Salat-

automaten in Chicago, oder Food Trucks (mobile Verkaufwagen), oder vielen Kleinstrestaurants in San Francisco, die nach dem Vorbild der asiatischen Straßenküchen Bio-Frischkost anbieten. Die junge Generation Amerikas schätzt die Vielfalt biologisch gewachsener Lebensmittel gegenüber dem genormten Junkfood und ist bereit, sich trotz finanziellem Aufwand wieder vollwertig zu ernähren. In Europa zeichnen sich ähnliche Trends ab. Auch hier wächst der Widerstand gegenüber der unnötigen Wegwerfpraxis. Immer mehr Hofläden gehen, neben der Anlieferung von genormten Größen an die Großverteiler, den Weg der Direktvermarktung. Ab Hof wird das zu klein Geratene von Singlehaushalten gern eingekauft. Dagegen erfreuen z. B. die zu großen Kartoffeln Großfamilien, weil sie günstiger sind. Es ist „chic“, sich nach dem bäuerlichen, saisonbedingten Angebot zu richten, obwohl nicht immer alles Gewünschte zu haben ist und der Einkauf auch mehr Zeit erfordert als der Griff in die Supermarktregale. Man wird sich der wahren Nährwerte wieder bewusst.

Schatzkiste Garten

Glücklich, wer einen Garten hat und Gemüse und Früchte selber anbauen kann. Da spürt man, wie die Geldtasche zumindest im Sommer angenehm länger gefüllt bleibt. Die damit verbundene Arbeit lohnt sich, wenn der Boden biologisch gepflegt wird, und noch mehr, wenn Effektive Mikroorganismen dafür sorgen, dass Gemüse mit allen lebensnotwendigen Pflanzenstoffen, Mineralien und Vitaminen aus der Erdscholle frisch auf den Tisch kommen. Hei, wie das schmeckt – einfach wunderbar. Das ist Gesundheit pur. Wer sich so über Jahre ernährt, erfreut sich stabiler Gesundheit und vergisst, zum Arzt zu gehen. Und hier beginnt auch die Veränderung im Denken. Es setzt die Wertschätzung ein, die Lebensmittel frisch aus Mutter Erde schon längst verdient haben.


PFLANZENWELT

Aus Susannes

Erfahrungsschatz

Der Herbst mit seiner Erntefülle überrumpelt uns jedes Jahr aufs Neue. Man sollte sechs Hände oder 48-Stundentage zur Verfügung haben, um alles bewältigen zu können. Zum Glück ist das Herbstgemüse geduldig, reift langsamer als die Zuckerschoten im Mai. Jeder Sonnenstrahl wird nun in die Speicherorgane der Gartenfrüchte eingefangen. Was ist ein Beetkönig? Es ist pro Beetreihe jeweils das allergrößte Exemplar einer Gemüseart. In der Anbauweise des Agnihotra (uralte vedische Methode aus Indien) wurde beobachtet, dass alle anderen Gemüsepflanzen diesem Prachtstück nacheifern. Nimmt man dieses Leitgemüse als Erstes aus dem Beet, beeilen sich seine Verwandten nicht mehr so, auch dick und groß zu werden. Warum das so ist, wird verschwiegen, denn es schien den Menschen in diesen alten Zeiten klar zu sein. Tipp: Den König mit einem Holzstock oder Etikett markieren, damit er im Ernteeifer nicht zu schnell vom Beet verschwindet und den anderen ein Vorbild bleibt. Winterzuckererbsen „Frieda Welten“: Sie wird Mitte Oktober/Anfang November ausgesät und überwintert mit einem Schutz aus Vlies oder Reisig. Sie hat ihren hohen Wasseranspruch als Jungpflanze bereits hinter sich, wenn im Frühjahr Trockenheit herrscht. Dazu 3 Kerne in 8 bis 10 Gruppen 1

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kreisförmig (Durchmesser ca. 60 cm) auslegen und ab 30 cm Pflanzenhöhe in die Kreismitte einen Holzstock setzen, denn diese Sorte klettert 2 m hoch. Sie liefert zarte Hülsen von Mitte Mai bis Anfang Juli. Sie ist robust gegen Schädlinge und Krankheiten. Obst einkellern: Den Keller und die Regale mit EMa-Lösung reinigen. Das Obst nur in 2 bis maximal 3 Schichten belegen. Äpfel auf dem Blütenstern, Birnen auf der Seite lagern, damit die Luft überall durchstreichen kann. Milchsauer eingelegtes Gemüse: Es ist lecker zu winterlichen Gerichten wie z. B. Raclette und heilsam für die Verdauungsorgane, besonders nach Belastungen durch Antibiotika oder Chemotherapie. Durch die Stoffwechselarbeit der Milchsäurebakterien werden sekundäre Pflanzenstoffe und Vitamin C (wie beim Sauerkraut) erhöht. Geräte pflegen: Sie müssen nicht mehr geschrubbt und eingefettet werden. Die Metallteile in einen Bottich mit EMa-Lösung für 3 Tage einstellen. Danach lassen sich Dreck und Rost ganz leicht abwaschen. Alle Metallteile bleiben bis zum Frühling blitzblank. Die EMa-Lösung nach Gebrauch im Garten verteilen. 3

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Fotos: Anne Lorch

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1. Beetkönig: Das größte Exemplar einer Gemüsereihe soll laut Agnihotra-Anbauweise als Letztes geerntet werden | 2. Milchsauer eingelegte Gemüse sind ein besonders wertvoller Wintervorrat | 3. Winterzuckererbsen glänzen mit langer Erntezeit: Sie dauert von Mitte Mai bis Anfang Juli | 4. Geräte mit EM Aktiv-Lösung gereinigt, setzen keinen Rost mehr an | 5. Obst einkellern: Kühl, dunkel, mit hoher Luftfeuchtigkeit und bei niedrigen Temperaturen gelagert, hält das Obst lange durch | Linke Seite, oben: Gutes Essen ist für unsere Gesundheit mehr wert als Gold.

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MULTIKRAFT MONDKALENDER

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Die genaue Anwendung und Dosierung finden Sie auf unserer Website www.multikraft.com unter der Kategorie Pflanzenwelt & Garten. Wir empfehlen, nach den letzten Arbeitsgängen – wie zum Beispiel dem Abernten des Teiches, Entfernen von absterbenden Wasserpflanzen und Absaugen von Schlamm – noch eine Teich-Herbstbehandlung zu machen. Dafür werden EM Aktiv, ZeoBas ultrafein und EM Keramikpulver mit Teichwasser vermischt, sodass das Urgesteinsmehl und das EM Keramikpulver in der Schwebe bleiben. Mit einer Gießkanne mit Lochaufsatz in den Pflanzenbzw. Regenerationszonen, am Teichufer und in den Wasserläufen verteilen. Grundsätzlich gilt, die TeichHerbstbehandlung nicht unter fünf Grad Celsius durchzuführen. Die genaue Anwendung und Dosierung finden Sie auf unserer Website www.multikraft.com unter der Kategorie Teiche & Gewässer.

Legende Mondkalender

EM-Ansetztag

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Diese Methode beschleunigt die Reifung von organischem Material, unterdrückt Fäulnis und verhindert unangenehme Gerüche. Bokashi ist ein optimaler Dünger zur Verbesserung des Bodens. Sollte sich die Anwendung von Bokashi im Herbst nicht mehr ausgehen, ist der nächste geeignete Zeitraum wieder im frühen Frühjahr.

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Organische Düngung ist im Herbst von Vorteil, weil es den natürlichen Prinzipien entspricht und die Nährstoffe durch Bokashi langsam im Bodenleben umgesetzt werden. Am effektivsten ist die Arbeit mit selbst hergestelltem Bokashi (EM-Kompost). Für die Herstellung EM Aktiv, Zuckerrohrmelasse, ZeoBas und Wasser dem organischen Material beifügen und anschließend gut abdecken.

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Fotos: Shutterstock

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LANDWIRTSCHAFT WEINBAU

Erlesene Weine Biozertifizierter Anbau im Burgenland

Mit feinem, frischem und jugendlichem Charakter kommt der Rheinriesling daher, mit samtig weichem Rot leuchtet der St. Laurent aus dem Glas. Der Andrelhof war auch heuer wieder am Multikraft Thementag mit einem Stand beim EM-Bio-Bauernmarkt vertreten – und das aus gutem Grund. Die biozertifizierten Weine und Säfte von Inge und Herbert Allacher aus Gols im nördlichen Burgenland werden für ihre hervorragende Qualität und Bekömmlichkeit geschätzt. von heute auf morgen. Über die Jahre haben wir nach und nach Chemie weggelassen und uns mit der Begrünung von Weingärten beschäftigt. Aufgrund dieser jahrelangen Erfahrungen ist uns die Umstellung leicht gefallen.“

EM in den Weingärten

„Wir vermarkten teilweise direkt ab Hof, beliefern größtenteils Kunden in ganz Österreich und ein kleiner Teil ist auch Handel“, schildert Inge Allacher. „Der persönliche Kontakt zu unseren Kunden ist uns wichtig und so fahren wir vom Neusiedlersee auch bis ans andere Ende von Österreich nach Vorarlberg“, erzählt Herbert Allacher, der zusammen mit seiner Frau das Weingut 1993 von seinem Vater übernommen hat. Im Familienbetrieb „Bioweingut Andrelhof“ bewirtschaften sie etwa zwölf Hektar Weingärten, in denen rund ein Drittel Rotwein- und zwei Drittel Weißweinreben kultiviert werden. Zu den Produkten zählen auch Roséweine, naturtrübe Traubensäfte und Schnaps.

Umstellung zur Biozertifizierung

Seit August 2006 arbeiten sie nach den Richtlinien des biologisch-organischen Landbaus, das heißt, dass seit der Ernte 2009 Weine und Traubensaft aus kontrolliert biologischem Anbau angeboten werden. Was die beiden zu diesem Schritt bewogen hat? „Für uns war es schon immer problematisch, mit Giften und Kunstdünger zu arbeiten, vor allem auch von den Kosten her. Wir haben eigentlich schon zwanzig Jahre vorher begonnen, den Betrieb langsam umzustellen. Das war kein Schritt

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In der Bewirtschaftung kommen auch Effektive Mikroorganismen zum Einsatz, die Inge Allacher 2009 über Bekannte kennengelernt und über den Webshop bei Multikraft bestellt hat. Nach guten Erfahrungen bei der Gartenarbeit und Kompostierung startete Familie Allacher 2010 erste Versuche in den Weingärten und setzt seither Effektive Mikroorganismen zur Bodenpflege, Pflanzenstärkung und Reinigung des Betriebes regelmäßig ein. „Weinreben sind gegenüber Pilzerkrankungen sehr empfindlich. Damit sie widerstandsfähiger sind, braucht es unbedingt gesunde Böden. Wir arbeiten seit 25 Jahren für die Bodengesundheit und wenden nun dabei auch unterstützend EM Aktiv, EM Keramikpulver und Urgesteinsmehl an. Wichtig ist die Humusbildung. Wir bringen sehr viel organische Masse in Verbindung mit Effektiven Mikroorganismen aus und achten vor allem darauf, den Boden so wenig wie möglich offen zu halten. Der Boden ist immer entweder bedeckt (Roggen und Wicke) oder begrünt (Kleemischung). Das nördliche Burgenland ist ein Trockengebiet. Wenn wir ständig wachsende Pflanzen haben, bekommen wir Probleme mit dem Wasser und so arbeiten wir auch viel mit Bedeckung, die kein Wasser verbraucht und die Verdunstung vom Boden abhält“, erklärt der Weinbauer. Zur Pflanzenstärkung werden die Weinreben ab Anfang Juni bis Ende Juli alle 8 – 10 Tage mit einer EM-Mischung besprüht. Darin enthalten ist Sprühmolkepulver, Urgesteinsmehl, EM Aktiv, MK 5, Terrafert Blatt sowie EM Keramikpulver. „Nur noch bei ganz extremen Wetterverhältnissen greifen wir auf


LANDWIRTSCHAFT WEINBAU

von Prof. Dr. Monika Krüger

Wertschätzung Wertschätzung ist eine positive Bewertung von Personen, die in ihrer Gänze anerkannt und mit Wohlwollen behandelt werden, verbunden mit Zugewandtheit, Interesse und Aufmerksamkeit. Sie ist Resultat eines Selbstwertgefühls, das zum Umgang auf Augenhöhe mit der anderen Person führt. Wertschätzung ist nicht nur auf den Umgang mit Menschen bezogen, auch Nutztiere, Haustiere, Wildtiere, Dinge des täglichen Umgangs und insbesondere die Nahrung zählen dazu. Letztere wird aufgrund der derzei-

Kupfer und Schwefel zurück, die im biologischen Weinbau erlaubt sind. Durch die Unterstützung der EM-Technologie konnten wir die Aufwandmenge um bis zu 50 % reduzieren.“ Darüber hinaus werden die Fässer und Tanks mit eMC® Allzweckreiniger Citrus gereinigt. Regelmäßig wird auch der Keller mit verdünntem EM Klar Aktiv besprüht. „Wir schaffen und erhalten damit ein gutes Milieu“, so Inge Allacher, die auch im ganzen Haushalt die eMC® Reiniger verwendet.

Qualität und Bekömmlichkeit

Seit dem konsequenten Einsatz Effektiver Mikroorganismen sind einige Veränderungen auffällig. „Wein wird normalerweise keimfrei abgefüllt, das heißt, alle Mikroorganismen herauszunehmen. Durch die langjährige Wirtschaftsweise mit Effektiven Mikroorganismen ist es möglich, relativ grob zu filtrieren, wodurch der Wein zusätzlich an Qualität gewinnt. Dadurch sind die Weine in der Lagerung viel stabiler. Obwohl nicht mehr so stark filtriert wird, finden in den Flaschen kaum noch Nachgärungen oder Trübungen statt.“ Inge und Herbert Allacher schätzen die Multikraft-Produkte auch deshalb, weil damit die Arbeit einfacher geworden ist. Die Kunden wiederum schätzen die Qualität und Bekömmlichkeit der Weine und Säfte. „Uns ist es ein großes Anliegen, dass sich die Leute unsere Weine schmecken lassen. Wir bekommen immer wieder bestätigt, dass unsere Weine so gut verträglich und die Traubensäfte so geschmackvoll sind“, freut sich Herbert Allacher. Die Traubensäfte sind allesamt naturtrüb und werden ohne weitere Zusätze pasteurisiert. „Für uns ist die biologische Arbeit eine Frage der Haltung und insgesamt eine Lebensweise“, sagt Herbert Allacher und Inge Allacher fügt hinzu: „Die Wertschätzung im Umgang mit der Natur bedeutet, allem, was wächst und entsteht, Demut und Dankbarkeit entgegenzubringen. Wir freuen uns, zu einem positiven Ganzen einen Beitrag leisten zu können. Deshalb sind wir auch gerne Teil der EM-Gemeinschaft.“

tigen Versorgungslage nicht ausreichend wertgeschätzt. Vielen Menschen ist die Art und Weise ihrer Entstehung auf dem Feld, am Weinberg, im Stall etc. nicht mehr geläufig. Der Bauer wird als Produzent dieser Lebensmittel nur noch wenig damit in Verbindung gebracht. Noch viel weniger denken Verbraucher über den Boden nach, der die Basis allen Lebens ist. Seine Fruchtbarkeit kann nur verstanden werden, wenn sie im Zusammenhang mit dem Kreislauf der Natur betrachtet wird. Er besteht aus zwei Vorgängen – Wachstum und Absterben, Ersteres ist eine Grundeigenschaft des Lebens. Der Boden mit seiner Fruchtbarkeit, die auf Kleinstlebewesen wie Bakterien, Pilze, Kerbtiere, Regenwürmer etc. zurückzuführen ist, und die durch ihre Aktivitäten und Ausscheidungen Krümelstruktur und Poren bilden. Sie bauen organisches und anorganisches Material ab oder um, sodass Nährstoffe pflanzenverfügbar werden. Die Basis dafür ist der Humus. Wenn der Boden an Humus verarmt, wird das Volumen des Porenraumes verringert. Dadurch reicht das im Boden befindliche organische Material nicht mehr aus, um die Bodenlebewesen zu erhalten. Die Geschwindigkeit des Umsatzes verringert sich. Die Wurzelhärchen erhalten weniger Sauerstoff, Wasser und gelöste Salze. Das Wachstum der Pflanze wird beeinträchtigt. In den letzten 100 Jahren haben sich nur noch wenige Agrarwissenschaftler mit der Bodenfruchtbarkeit befasst. Durch mineralische Dünger, Insektizide, Herbizide, Fungizide und Hochleistungssorten von Getreiden, Zuckerrüben, Raps etc. wurden zwar die Erträge gesteigert und Schädlinge ausgeschaltet, aber das Produkt, das

Fotos: Moritz Gasser

Menschen und Tiere vom Boden erhalten, ist nicht mehr das, was es einmal war. Die Wiederhinwendung zur Bodenfruchtbarkeit garantiert gesunde Menschen und Tiere. Kolumne von Prof. Dr. Monika Krüger – em. Professorin und Direktorin des Instituts für Bakteriologie und Mykologie, Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Leipzig (D)

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LANDWIRTSCHAFT GEMÜSEBAU

Alles im

grünen Bereich

Gurken, Salate und Schnittlauch für die Gastronomie

Josef Müller, Gartenbaubetrieb Wien Simmering

Am Rande des 11. Wiener Gemeindebezirks Simmering liegen die ausgedehnten Anbauflächen zahlreicher Gartenbaubetriebe. Viele Gärtnerfamilien hatten sich bereits um 1900 hier im topografisch niedrigst gelegenen Teil Wiens angesiedelt. Im Laufe der Zeit hat sich der Gartenbau in Simmering stark verändert und wurde zusehends auf den modernsten Stand der Technik gebracht. Bis heute wird eine Vielfalt an Gemüse zur Nahversorgung produziert. Über 100 Betriebe bewirtschaften großteils im geschützten Anbau eine Fläche von rund 300 Hektar mit Gemüse und Zierpflanzen. Zu ihnen gehört auch der Gartenbaubetrieb von Josef Müller. 22

Vor rund 25 Jahren hat der Gemüseproduzent den Famlienbetrieb übernommen, hat Modernisierungen durchgeführt, entspricht damit geltenden EU-Standards und bewirtschaftet insgesamt 15.000 m² Freilandfläche und 11.000 m² Fläche in beheizbaren Gewächshäusern. Im Freiland werden Kochsalat und Schnittlauch kultiviert, in den Gewächshäusern Häuptelsalat, Gurken und ebenfalls Schnittlauch. Sämtliche Produkte liefert Josef Müller an das Gemüsehandelsunternehmen Perlinger und den Großmarkt Inzersdorf. Von dort werden sie österreichweit verschiedensten Gastronomiebetrieben zugestellt. „Wir produzieren den ganzen Schnittlauch, die Salate und Gurken für Hotels, Gasthäuser, Restaurants und Cafés.“


LANDWIRTSCHAFT GEMÜSEBAU

Kulturfolge im Jahreskreis

Im Jänner werden in den Gewächshäusern die ersten Salatpflanzen gesetzt. Sobald der Salat abgeerntet ist, werden im April die Gurken ausgepflanzt. „Von Ende Mai bis Juli haben wir gehörig viel mit der Gurkenernte zu tun. Daraufhin setzen wir Schnittlauch an, den wir bis in den Dezember hinein produzieren“, schildert Josef Müller die Kulturfolge in den Gewächshäusern. Kochsalat wird im Freiland unter Vlies Ende Februar gesetzt und dann alle zwei Wochen in Etappen geerntet und weiter gesetzt. In den Gewächshäusern wird im Jänner und Februar mit der Kultivierung pausiert. „Wir müssen die Gewächshäuser beheizen und für eine durchgehende Bewirtschaftung sind die Heizkosten zu hoch.“ Das heißt nicht, dass es in der Zeit keine Arbeit gibt. Die Winterpause wird für die Reinigung der Gewächshäuser genutzt, die zur Vorbeugung von Krankheitserregern enorm wichtig ist. Josef Müller spielt seit einiger Zeit mit dem Gedanken, dabei auf die eMC® Reiniger von Multikraft umzustellen, und zwar deshalb, weil er mit der EM-Technologie im Gartenbau seit zwei Jahren sehr gute Erfahrungen sammelt.

Regelmäßiger EM-Einsatz

Kennengerlernt hat er sie durch die Gebrüder Kasehs, die als alteingesessene Gartenbaufamilien in Wien Simmering ihre Betriebe führen. „Ich bin mit der EM-Technologie schön langsam ins Laufen gekommen und tausche mich mit Johann sen. Kasehs, der sie schon länger anwendet, immer wieder aus. Für mich war auch die Gemüsebautagung bei Multikraft zu Jahresbeginn 2016 sehr interessant und es ist hilfreich, auch von den EM-Erfahrungen anderer Gemüseproduzenten zu hören. Ich habe mir für meine Arbeit im Betrieb viel mitgenommen“, erzählt Josef Müller, der alle seine Kulturen regelmäßig einmal pro Woche mit einer EM-Sprühlösung behandelt. Sie setzt sich aus BB Blatt, Terrafert Blatt, MK 5, FPE (Fermentierter Pflanzenextrakt), EM Keramikpulver und Sprühmolkepulver zusammen. Alle zwei bis drei Wochen und wenn sich bei den Kulturen da oder dort Probleme bemerkbar machen – sei es, dass die Blätter der Gurken- und Salatpflanzen schlaff sind oder der Schnittlauch die Spitzen schließt –, fügt Josef Müller der laufenden Bewässerung noch die Komponenten BB Boden (EM Aktiv) und Terrafert Boden hinzu. „Die Pflanzen erholen sich dadurch sehr schnell. Überhaupt sind die Pflanzen allesamt seit der regelmäßigen Anwendung Effektiver Mikroorganismen viel robuster und gesünder. Sie stehen viel kräftiger da.“

Wesentlich geringere Stängelfäule

Fotos: Multikraft

Besonders auffällig ist das bessere und gesündere Wurzelwachstum der Gurken. Das selbe gilt für die Stängel der Gurkenpflanzen. Diese waren oftmals von Botrytis betroffen, einer Pilzerkrankung, die zum fortschreitenden Zerfall des Pflanzengewebes führt und große Schäden anrichten kann. Die Stängel der Gurkenpflanzen verfaulen von unten her und müssen aus der Kultur schnellstens entfernt werden. Die Pilzerkrankung bringt also auch einen größeren Arbeitsaufwand mit sich. Mit Hilfe der EM-Technologie konnte die Botrytis erfolgreich eingedämmt werden. „Durch die Anwendung der Multikraft-Produkte haben wir deutlich weniger Stängelfäule bei den Gurken. Das ist ein riesiger Vorteil. Der Anteil der von Stängelfäule betroffenen Gurken liegt jetzt nur noch bei 2 – 4 %. Wir haben dadurch nicht mehr so viele kaputte Gurken, die ausgerissen werden müssen.“ Diese Arbeitserleichterung schätzt Josef Müller sehr, ebenso dass er durch den gesünderen Bestand der Kulturen eine bessere Ernte einfährt.

1. Freiland-Schnittlauch | 2. Salathäuptel | 3. Gurke | 4. Gurkenwurzel

Abschließend ist es ihm wichtig zu betonen: „Das gelingt nur, wenn man die EM-Technologie richtig anwendet. Im ersten Jahr habe ich mit der EM-Anwendung zu spät begonnen. Jetzt besprühe ich alle Pflanzen mit der EM-Mischung gleich von Beginn an und zwar wirklich regelmäßig. So lassen sich auch die Erfolge schön sehen. Damit ist also alles im grünen Bereich.“ 23


LANDWIRTSCHAFT ACKERBAU

Süße Rüben

Kostengünstiger EM-Einsatz im konventionellen Ackerbau

Schon von Weitem sieht man die Unterschiede auf den Feldern. Auf manchen ist das Blattwerk der Pflanzen dichter und ihr Blattgrün intensiver. Das fällt auch vielen Leuten in der Gegend auf. Von solchen weithin sichtbaren und anderen bemerkenswerten Erfahrungen mit der EM-Technologie berichten zwei Ackerbaubetriebe aus dem niederösterreichischen Weinviertel. In Hausleiten betreiben Elfriede und Otto Grünling eine Landwirtschaft mit rund 70 Hektar, auf denen Zuckerrüben, Weizen, Gerste, Mais, Speisezwiebeln, Industrie- und Speisekartoffeln gedeihen. Effektive Mikroorganismen lernte Elfriede Grünling von ihrer Mutter kennen. „Seit sechs Jahren arbeite ich im Gemüsegarten mit EM, verwende überhaupt keine Chemie mehr und erziele sehr gute Erträge. Schließlich überzeugte ich meinen Mann davon, dass wir die Multikraft-Produkte auch im Ackerbau ausprobieren“, schmunzelt sie.

Reduzierte Spritzmittel

Seit 2013 besprühen sie Zuckerrüben, Kartoffeln und Zwiebeln mit einer Mischung aus BB Blatt und BB Multical drei bis vier Mal je Vegetationsperiode. „Voriges Jahr während der Trockenperiode sind bei vielen Bauern die Zwiebeln umgefallen. Unsere Zwiebeln wuchsen schön und stabil, außerdem waren sie alle gleich groß. Der Ertrag war sehr zufriedenstellend“, erzählt Otto Grünling. Trotz der Trockenheit konnten die Grünlings auch bei den Zuckerrüben eine sehr gute Ernte einfahren. „Allein dass wir die Zuckerrüben drei bis vier Mal im Abstand von 12 – 14 Tagen mit der EM-Mischung spritzen, reicht für tolle Ernteerfolge. Als konventioneller Betrieb können wir durch die Plant Power Produkte chemische Spritzmittel reduzieren und sparen damit sogar Kosten.“ Da es mit EM so gut läuft, möchten Elfriede und Otto Grünling nächstes Jahr den Schritt wagen und die Zuckerrüben ganz ohne Chemikalien kultivieren.

Seit sechs Jahren arbeitet Elfriede Grünling im Gemüsegarten mit EM

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Fotos: Gerhard Reidinger, Elfriede Grünling

Ähnliches zeigt sich in einem Betrieb in Unterrohrbach, das rund zwanzig Kilometer östlich von Hausleiten liegt. „Mein Bruder Franz ist Betriebsleiter der Harmer KG in Spillern. Er kennt die Effektiven Mikroorganismen seit gut


LANDWIRTSCHAFT ACKERBAU

fünfzehn Jahren und wollte mich schon immer bekehren“, lächelt Gerhard Reidinger, der eine Pferderanch mit 39 Pferden und eine Landwirtschaft mit 83 Hektar betreibt. Er baut Zuckerrüben, Winterweizen, Mais, Hafer und Ackerbohnen an. Zwanzig Hektar dienen als Wechselwiese zur Heugewinnung.

zenfeld von 17 – 19 %. Für einen hohen Zuckergehalt ist vor allem die Düngung mit Mist relevant. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich die Effektiven Mikroorganismen zusätzlich positiv darauf auswirken.“ Heuer hat Gerhard Reidinger zum ersten Mal bei der Aussaat über die Rübensämaschine BB Boden mitgespritzt und stellt dadurch eine bessere Entwicklung der Rüben fest. „Bei der Maschinenbreite ohne EM-Anwendung sind die Rüben kleiner und ihr Blattwerk ist geringer.“ Mit den Plant Power Produkten ist insgesamt auch das Blattgrün intensiver geworden. Nach diesen Erfolgen setzte Herr Reidinger die dreimalige EM-Spritzung auch beim Anbau von Mais ein. „Die Maispflanzen haben eine viel sattere Farbe und der Ertrag stimmt auch.“ Gerhard Reidinger hat also Lunte gerochen und 2016 auch den Winterweizen zum ersten Mal mit Effektiven Mikroorganismen gespritzt.

Effektive Mikroorganismen bei Strohrotte

Gerhard Reidinger in einem seiner mit EM behandelten Zuckerrübenfelder

EM statt Cercosporaspritzung

Von robusten, kraftstrotzenden Zuckerrüben berichten auch Elfriede und Otto Grünling, denen die Vitalität der Pflanzen bei sämtlichen mit EM behandelten Kulturen auffällt. Aufgrund ihrer Erfolge haben sie den Einsatz von EM ebenfalls weiter ausgedehnt. Überall dort, wo Weizen abgeerntet wurde, bringen sie dreißig Liter BB Boden (EM Aktiv) pro 300 Liter Wasser auf das gehäckselte Stroh aus. Danach wird es gegrubbert und in den Boden eingearbeitet. „Das Stroh verrottet dadurch besser. Mit der Strohrotte bauen wir Humus auf und bereiten so die Felder für das Frühjahr und für den Anbau von Zuckerrüben, Mais, Zwiebeln und Kartoffeln vor“, so Otto Grünling und Elfriede fügt hinzu: „Wenn ich auf unsere Felder schaue, weiß ich genau: Da ist Leben im Boden. Wir schätzen es sehr, die Chemie dank der EM-Technologie reduzieren zu können. Es ist so viel angenehmer zu arbeiten. EM sind bei allen Kulturen sowohl im Gemüsegarten als auch im Ackerbau jedes Jahr wieder ein voller Erfolg.“

Seit drei Jahren macht er im Anbau von Zuckerrüben mit der EM-Technologie bemerkenswerte Erfahrungen. „Im ersten Jahr lagen drei Zuckerrübenfelder nebeneinander. Meines war in der Mitte. Die Felder links und rechts davon wurden mit Fungiziden gegen Mehltau gespritzt. Ich habe mutig gewartet und auch keine Cercosporaspritzung (gegen Blattfleckenkrankheit) gemacht.“ Er sah, dass seine Zuckerrüben robust blieben, und er hatte keine Ernteeinbußen zu verzeichnen. Seither lässt er die Cercosporaspritzung weg und bringt stattdessen mit der ersten Unkrautspritzung eine EM-Mischung aus drei Liter BB Blatt und drei Kilogramm BB Multical auf 300 Liter Wasser aus und wiederholt die Spritzung nach vierzehn Tagen. Beim dritten Mal verzichtet er auf die Unkrautspritzung und bringt nur noch die Multikraft-Produkte aus. „Das war’s und bringt den gewünschten Erfolg. Die Zuckerrüben sind gesund und überstehen Trockenperioden leichter. Verglichen mit der Cercosporaspritzung spare ich mit dieser Anwendung auch noch Geld“, stellt Gerhard Reidinger zufrieden fest.

Einwandfreie Ernten

Im Vorjahr hat er sich bei der Spritzeinstellung an seinem neuem Traktor geirrt und versehentlich nur 0,7 Liter Unkrautvernichter statt der üblichen 1,2 Liter ausgebracht. Trotz der reduzierten Menge sind die Rüben unkrautfrei geblieben. „Der Fehler hat sich zum Positiven gewendet. Mit EM funktioniert es sehr gut und ich werde weiterhin weniger Herbizide verwenden. Die Zuckerrüben sind einwandfrei. Der Zuckergehalt liegt seit drei Jahren im Spit-

Nach großartigen Erfolgen im Gemüsegarten überzeugte Elfriede Grünling ihren Mann und ihren Sohn, auch im Ackerbau die EM-Technologie anzuwenden

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TIERHALTUNG MIT FKE

FKE in Frankreich Einfacher Einsatz mit positiven Resultaten stellt. „Wir stellen das Futter selbst zusammen. Weizen und Mais kommen in hoher Qualität von den eigenen Feldern, Soja und Mineralien kaufen wir zu. Diese Komponenten werden vermischt, geschrotet und anschließend an die Tiere verfüttert“, erzählt Daniel Weber, der seit rund einem Jahr auch FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) dem Futter beimengt. In der Trockenfütterung werden mindestens für die ersten drei Monate 7 – 10 Liter FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) hinzugefügt und anschließend werden kontinuierlich 5 – 7 Liter FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) pro Tonne beigemengt. Diese Anwendungsempfehlungen gelten sowohl für Zucht- als auch für Mastschweine. Isabelle und Daniel Weber leben in Trimbach, einer kleinen französischen Gemeinde im Elsass. Ihr Betrieb umfasst knapp über achtzig Hektar Ackerflächen und Wiesen. Die Eltern dreier Söhne bauen auf fünfzig Hektar Mais, auf zwanzig Hektar Weizen und auf zehn Hektar Zuckerrüben an. Außerdem haben sie einen kombinierten Tierhaltungsbetrieb aufgebaut, zu dem aktuell 300 Zuchtschweine und 1.100 Mastschweineplätze zählen. Im Jahr 2000 hatten sie den Zuchtstall von der Ortschaft ausgelagert und mit 150 Mutterschweinen die Schweinezucht begonnen. 2001 kam der Mastschweinebetrieb hinzu, der mit 3 ½ Mastdurchgängen pro Jahr geführt wird. Aufgrund der gesetzlichen Regelung, dass Mutterschweine freilaufend gehalten werden müssen, wurde 2013 dafür noch ein eigener Stall errichtet. Für 2017 ist geplant, die Mastschweineplätze auf 2.000 zu erhöhen.

Zusammenstellung des Futters

Erwähnenswert in der Betriebsentwicklung ist auch, dass 2004 ein Hochsilo für Mais aufgestellt wurde, und seit 2008 wird auch das Futter selbst herge26

Geringere Verluste bei Mastschweinen

„Den großen Vorteil, den ich nach dem ersten Jahr mit FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) sehe, ist, dass wir seit dem Einsatz von FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) weniger Verluste bei den Mastschweinen haben. Die Verdauung der Tiere ist besser und sie sind insgesamt gesünder. Das macht sich schon sehr gut bemerkbar, im Durchschnitt ist der Verlust von 4 % auf 1,5 % verbessert worden“, stellt Daniel Weber zufrieden fest, der jährlich rund 12.000 Liter FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) im Betrieb benötigt.

Positive Veränderung bei Gülle

Ein weiterer Effekt, der sich für ihn deutlich zeigt, ist auch die Veränderung der Gülle. „Dadurch, dass wir das Futter mit FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) anreichern, gelangt es über die Schweine in die Gülle und mit ihr auf die Felder. Das sehe ich als großen und wichtigen Kreislauf.“ Auffällig für ihn ist, dass die Gülle fließfähiger geworden ist und sich der Geruch enorm reduziert hat. Letzteres schätzen ganz besonders auch die Nachbarn. „Ich hatte


TIERHALTUNG MIT FKE

zuvor auch schon andere Produkte ausprobiert, um den Geruch zu mindern. Mit dem Produkt FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) bin ich jetzt so richtig erfolgreich.“

FKE in der Stallreinigung

Daniel Weber ist jedenfalls schon neugierig, wie die EM-Technologie langfristig im Zucht- und Mastbetrieb funktioniert. Nach einem Jahr Einsatz sind seine Frau und er jedenfalls sehr zufrieden mit den Resultaten, die sie damit erzielen. „Die Tiere sind gesund, der Geruch ist reduziert und der Arbeitsplatz ist deshalb um vieles angenehmer.“ Damit ist also klar, dass Isabelle und Daniel Weber mit der EM-Technologie weitermachen – auch im Sinne fortführender Verbesserungen in der Schweinezucht und -masthaltung.

Fotos: Daniel Weber, Multikraft

Aufgrund dieser positiven Erfahrungen haben die Webers auch damit begonnen, in der Stallreinigung FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) zu verwenden und auf Desinfektionsmittel zu verzichten. Nach jedem Mastdurchgang müssen die Ställe gründlich gereinigt und desinfiziert werden, bevor die nächste Mastgruppe eingestallt wird. Anstelle der Desinfektion wird der Stall unmittelbar nach der Reinigung mit FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) eingesprüht. „Anfangs hatte ich große Bedenken, ob die Stallreinigung ohne Desinfektion gut funktioniert. Soweit ich es bis jetzt sehe, klappt es einwandfrei.

Es zeigt sich, dass mit FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) ein gutes Milieu, ein gutes Stallklima aufgebaut wird und ich habe deshalb mit der Desinfektion ganz aufgehört. Anders als wenn man chemische Mittel einsetzt, braucht es bei der EM-Technologie ein wenig Zeit, bis sich alles einspielt, und Zeit, um zu sehen, wie alles darauf reagiert.“

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WOHLBEFINDEN BIOEMSAN

Auf den Geschmack gekommen

Italienische Zahnärzte empfehlen bioemsan Zahncreme Wir alle kennen es, wie ein von Herzen freundliches Lächeln fröhlich stimmt, wie ein strahlendes Lächeln bezaubern kann. Echtes Lächeln weckt Sympathie. Und wer lächelt, zeigt Zähne. Gepflegte Zähne, gesundes Zahnfleisch und frischer Atem – dafür steht die bioemsan Zahncreme. In ihr sind wertvolle pflanzliche Substanzen mit modernster EM-Technologie kombiniert. Ratanhiawurzel, Pfefferminze, Spearmint und Kamille sorgen für frischen Geschmack und Wohlgefühl. Die Neemrinde wirkt antiseptisch und durchblutungsfördernd. Die Putzkörper beider Cremes sind absolut zahnschmelzschonend bei gleichzeitig guter Reinigungswirkung. Ihr basischer pH-Wert fördert eine gesunde Mundflora. Diese und viele andere Vorteile überzeugen auch Zahnärzte in Italien.

BIO-NRG – ein Partnerunternehmen von Multikraft in Piacenza – organisierte 2013 erstmals eine Veranstaltung für Zahnärzte aus der Region. Effektive Mikroorganismen waren ihnen bereits ein Begriff und so war das Interesse groß, die bioemsan Zahncremes näher kennenzulernen. Die Resonanz darauf war überaus positiv, wie Chiara Contardi von BIO-NRG berichtet: „Von da an lief alles sehr gut und im darauffolgenden Jahr lud uns ein Zahnarzt zur Nationalen Zahnärztekonferenz nach Rom ein, damit wir dort die bioemsan Zahncreme einem breiteren Publikum vorstellen.“

Konferenz der Zahnärztegesellschaft

Diese von der italienischen Zahnärztegesellschaft organisierte zweitägige Konferenz findet jedes Jahr statt und beschäftigt sich in Vorträgen und Diskussionen mit aktuellen Fachthemen. Rund vierzig Zahnärzte besuchten die Konferenz und hörten mit großem Interesse den bioemsan-Vortrag von Dr. med. dent. Gerhard Schneider aus Bremen zu, der das Zusammenwirken der in den Zahncremes enthaltenen Komponenten und der EM-Technologie präsentierte. „Das Interessante ist, dass sich die Zahnärztegesellschaft aus Ärzten und Ärztinnen zusammensetzt, die schulmedizinisch arbeiten und sich darüber hinaus für ganzheitliche Heilmethoden und auch für Effektive Mikroorganismen interessieren“, erzählt Chiara

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Contardi. Durch diese Konferenzen sind viele Ärzte und Ärztinnen auf den Geschmack gekommen. Sie verwenden in ihrer Praxis sowohl die bioemsan Zahncremes als auch andere EM-Produkte wie zum Beispiel das EM Keramikpulver und die EM Keramik Pipes.

Gut bewährt in der Zahnarztpraxis

Zahnärztin Dr. Marina Torsello aus Piacenza hatte bei der Konferenz 2013 die Effektiven Mikroorganismen näher kennengelernt. In ihrer Praxis verwendet sie nun seit drei Jahren konsequent EM-Produkte und schätzt vor allem auch deren einfache Handhabe.

„Wir empfehlen unseren Patienten die bioemsan Zahncreme. Durch ihre regelmäßige Anwendung stellen wir eine viel bessere Mundflora fest, ohne dass zusätzlich chemische Hilfen bei der Zahnreinigung notwendig sind. Ich füge auch EM Keramikpulver zum Zahnzement hinzu, um die Toxizität zu neutralisieren. Die EM Keramik Pipes geben wir dem Wasser bei, mit dem wir unsere Instrumente reinigen.“ Die bioemsan Zahncremes bringen die bakterielle Belastung der Mundhöhle ins Gleichgewicht, fördern die Zellregeneration und greifen auch positiv in Entzündungsprozesse ein. Damit steht einem gewinnenden Lächeln nichts mehr im Wege. Praxiserprobt und von Zahnärzten empfohlen zieht die bioemsan Zahncreme immer weitere Kreise, wie Chiara Contardi feststellt: „Die Erfahrungen sind alle sehr positiv. Wir freuen uns, dass dadurch insgesamt das Interesse für Effektive Mikroorganismen weiter wächst.“


WOHLBEFINDEN BIOEMSAN

biologisch mediterran saisonal Hausgemachte, italienische Lebensart

bioemsan Zahncremes

• Zahnschmelzschonende Reinigung • Basischer pH-Wert für eine gesunde Mundflora

• Zellregenerierende Wirkung

Bruschetta al pomodoro 4 große Scheiben längliches Brot, z. B.: Ciabatta oder Baguette | 1 Knoblauchzehe | Etwas kaltgepresstes Olivenöl | 4 Stück fruchtige Biotomaten | 1 EL in Streifen geschnittenes Basilikum | Manju Meersalz | Pfeffer aus der Mühle Das Brot knusprig grillen oder toasten. Dann die Scheiben beidseitig mit der Schnittfläche einer halbierten Knoblauchzehe einreiben und mit etwas Olivenöl beträufeln. Die Tomaten in Würfel schneiden und mit Basilikum mischen. Mit Manju Meersalz und Pfeffer würzen und auf den Bruschetta-Scheiben verteilen.

Spaghetti Carbonara 300 g Spaghetti | 2 frische Eier | 2 frische Eigelb | 60 g Parmesan gerieben | 2 EL kaltgepresstes Olivenöl | 1 EL Butter | 2 Knoblauchzehen | 200 g Pancetta oder Bauchspeck vom Schwein, in dünne Streifen geschnitten | Manju Meersalz | Pfeffer aus der Mühle | Parmesan zum Servieren Die Pasta in einem großen Topf mit kochendem Salzwasser al dente kochen. Zwischenzeitlich Eier, Eigelb und Parmesan in einer Schüssel mischen und leicht würzen. Olivenöl und Butter in einer Pfanne erhitzen. Die Knoblauchzehen mit dem Messerrücken zerdrücken und mit dem Pancetta (Bauchspeck) bei mittlerer Hitze braten, bis dieser knusprig ist. Den Knoblauch entfernen, wenn er goldbraun wird. Die Pasta abgießen und in der Pfanne schwenken. Vom Herd nehmen. Die Eimischung unterrühren. Sofort mit Parmesan servieren.

Panna Cotta 450 ml Creme double (Fettgehalt 40 %) | 2 EL feiner Bio-Rohrzucker | Vanilleschote | 3 Blatt Bio-Gelatine oder ½ EL (2 g) Agar Agar | 250 g frische Beeren der Saison

Fotos: Multikraft, Shutterstock

Creme Double und Zucker in einem Topf auf niedriger Stufe erwärmen. Rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Aufkochen, dann 3 Minuten mit der aufgeschlitzten Vanilleschote köcheln lassen. Die Vanilleschote herausnehmen. Bio-Gelatineblätter in kaltem Wasser einweichen, bis sie elastisch sind. Überschüssiges Wasser ausdrücken. Dann in die heiße Sahne rühren, bis sie sich vollständig aufgelöst haben. Oder Agar Agar gleichmäßig auf die heiße Sahne streuen und eine Minute quellen lassen, dann unterrühren, bis sie sich aufgelöst hat. Die Sahne in vier Dariolformen (12 ml Fassungsvermögen) gießen. Mit Frischhaltefolie abgedeckt im Kühlschrank für mindestens vier Stunden fest werden lassen. Ein Geschirrtuch in heißes Wasser tauchen. Die Dariolformen damit umwickeln und die Panna Cotta auf die Servierteller stürzen. Mit frischen Beeren servieren.

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KLEINE HELFER

Das Erntedankfest Erntedankfest

Das Erntedankfest gibt es schon sehr lange. Verschiedene Rituale aus dem alten Griechenland, Nordeuropa oder dem Römischen Reich sind unserem Erntefest sehr ähnlich. Seit dem 3. Jahrhundert, also mehr als 1.500 Jahre, gibt es unser Ernte­ dankfest, wie wir es kennen. Ganz egal ob du in der Stadt oder am Land wohnst, im September und Oktober finden überall Ernteumzüge und Feste statt: Jede Menge Erntewagen, Trachtengruppen, Musik und Tanz. Mit diesem Fest wollen wir uns für alle Lebensmittel bedanken, die wir haben.

Erntekrone Früher wurden beim Erntefest große Erntekränze aus Ähren gebun­ den und auf dem Dorfplatz oder in der Kirche aufgestellt. Aus diesen Kränzen entwickelte sich die heutige Erntekrone. Die Krone wird aus Getreideähren gebunden und mit bunten Bändern und Blumen ge­ schmückt. Schon seit dem 18. Jahrhundert kennt man das Brauchtum der Erntekrone. Die Krone soll zeigen, wie sehr wir Menschen die Natur brauchen und wie wichtig eine gute Ernte ist, um im Winter genügend Essen zu haben. Beim Fest wird sie dann, von Musikkapellen und Trachtengruppen be­ gleitet, in die Kirche getragen und geweiht.

Ausmalen und Gewinnen Male die Skizze des Erntedankwagens aus und gewinne diese Multikraft­Produkte:

Teilnahmebedingungen: Teilnahmeschluss ist der 31. Dezember 2016. Teilnahme­ berechtigt sind alle Personen, ausgenommen Mitarbeiter und Angehörige der Firma Multikraft. Nach dem Ende der Teilnahmefrist erfolgt eine Ermittlung der Gewinner durch Ziehung. Die Gewinner werden schriftlich verständigt. Die Preise können nicht in bar abgelöst werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Teilnehmer ist mit der elektronischen Erfassung und Verarbeitung seiner Daten einverstanden, die ausschließlich für Betreuungszwecke der Firma Multikraft Produktions­ und HandelsgmbH verwendet werden. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben und selbstverständlich können Sie jederzeit einer weiteren Verwendung Ihrer Daten zu Werbe­ und Marketingzwecken – auch soweit diese rechtlich ohne Ihre Einwilligung zulässig ist – durch eine einfach Mitteilung an Multikraft Produktions­ und HandelsgmbH widersprechen.

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KLEINE HELFER

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INTERVIEW MANJU

Mit Manju zu neuer

Lebenskraft

Gottfried Hofinger lebt in Bruck-Waasen in Oberösterreich und ist im Traktorenverkauf tätig. Beruflich ist er wieder viel unterwegs. Das ist keine Selbstverständlichkeit, hatte er doch eine schwere Erkrankung zu bewältigen. Zum Jahresausklang 2014 wurde bei Ihnen Lymphknotenkrebs diagnostiziert. Wie stellte sich die Situation für Sie dar? Ich ging Ende Dezember 2014 wegen Herzstechens zum Arzt. Es stellte sich allerdings heraus, dass ich Lymphknotenkrebs mit einem großen Tumor zwischen den Lungenbereichen hatte. Zur Zeit der Diagnose war der Krebs bereits im Stadium vier, also sehr weit fortgeschritten und damit war es zu spät für eine Operation. Wie wurde die Krebserkrankung behandelt? Ich habe bis Ende Mai 2015 insgesamt sechs Chemotherapien bekommen, die gut verlaufen sind. Wie haben Sie in der Zeit Manju kennengelernt? Als ich von der Krebserkrankung erfahren habe, suchten meine Frau und ich unterstützende Mittel. Manju hat meine Frau über eine Bekannte kennengelernt, diese hatte selbst eine Krebserkrankung. Sie hatte unterstützend viel Manju eingenommen, hatte damit sehr positive Erfahrungen gemacht und ist ausgeheilt. All das war für mich die Motivation, Manju während der Chemobehandlungen als Unterstützung einzunehmen. Wie haben Sie Manju dosiert? Begleitend zur Chemotherapie habe ich zwei Mal täglich einen vollen Dosierbecher (30 ml) Manju genommen. Danach habe ich die Dosis reduziert und nehme es immer noch regelmäßig ein.

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Welche Erfahrungen machen Sie mit Manju und welche Veränderungen stellen Sie seit der Einnahme fest? Mir hat es viel Kraft gegeben und das tut es nach wie vor. Ich glaube auch, dass damit der innere Heilungsprozess sehr gut angeregt und unterstützt worden ist. Während der Chemotherapien hatte ich das Gefühl, dass Manju die aggressive Behandlung abfedert und meinen Körper schützt. Ich habe noch Kontrolluntersuchungen, die Blutwerte passen bei jeder Untersuchung sehr gut und das bringe ich auch mit Manju in Verbindung. Von den Chemobehandlungen her gibt es noch Probleme mit der Leber und ich habe in den Fußsohlen kein Gespür, aber damit kann ich verträglich leben. Ich bin froh, den Krebs überwunden zu haben. Momentan bin ich gesund und fühle mich sehr gut. Manju ist für Sie zu einem fixen Begleiter geworden. Was schätzen Sie an Manju besonders? Ich möchte auch weiterhin nicht darauf verzichten, weil es mich stärkt, mir Kraft gibt und weil es mir einfach guttut. Ich schätze es auch deshalb, weil es vom Geschmack her total neutral ist und überhaupt keine Nebenwirkungen hat. Dadurch, dass es mich so gut unterstützt hat und dass es so leicht einzunehmen ist, kann ich es jedem, speziell auch als begleitende Maßnahme bei Krebserkrankungen, weiterempfehlen. Es macht insgesamt einfach ein gutes Gefühl.


MEHR WISSEN

Code of Survival Zwischen Ohnmacht und Liebe Kinostart: Spätherbst 2016

Altes Wissen Neues Wissen Heute erscheint es als selbstverständlich, dass Frauen im Gartenbau und in der Landschaftsplanung tätig sind. Bäuerinnen bauten zwar seit jeher im

Dokumentarfilm von Bertram Verhaag 97 Minuten

Der renommierte Münchner Filmemacher widmet sich in seinem neuen Film Formen der Landbewirtschaftung. Basis dafür ist der Weltagrarbericht, in dem namhafte Wissenschafter übereinstimmen, dass nicht die industrielle, gentechnikgestützte Agrarwirtschaft, sondern die kleinteilige, ökologische, bäuerliche Landwirtschaft dauerhaft und zukunftsfähig ist. Anhand von Beispielen aus verschiedenen Anbauregionen der Welt, stellt Bertram Verhaag den zerstörerischen Formen der Landwirtschaft erfolgreiche, nachhaltige Projekte gegenüber. Ein Lichtblick für lebensbejahende, gesunde Landwirtschaft!

Hausgarten Gemüse und Kräuter an. Die Kultivierung von Bäumen, Büschen und Blumen, sowie die Gestaltung von Ziergärten lag jedoch lange Zeit in Männerhand. Über Jahrhunderte hinweg galt es für Frauen als unschicklich, im Garten zu arbeiten oder gar in der Erde zu wühlen. Im 19. Jahrhundert entdeckten Frauen den Garten für sich und übten ihre Passion mit dem grünen Daumen selbstbewusst aus. Unter ihnen waren vor allem Aristokratinnen, Künstlerinnen, Schriftstellerinnen und naturbegeisterte Damen, die Essbares kultivierten und den Garten als grüne Oase, als Ort der Entspannung und Inspiration gestalteten. Allen Kritikern zum Trotz erreichten es die Pflanzenliebhaberinnen, dass

Naturwerkstatt Samen und Gemüse

Mädchen an den bislang Männern vorbehaltenen Gartenbauschulen ihre Ausbildung beginnen durften. Damit eroberten im 20. Jahrhundert Frauen auch die professionellen Bereiche rund um den Gartenbau. Ab den 1920er Jahren gab es einen regelrechten Boom der Gartengestalterinnen. So machten Frauen erstmals ihr Hobby zum Beruf, erarbeiteten sich mit Schau-

Andrea Frommherz 216 Seiten ISBN 978-3038007890

Dieses Buch lädt Kinder, Jugendliche und Erwachsene in die Welt der Samen und Gemüse ein. Auf spielerische und einfache Art werden Gemüsesamen im Garten oder auf dem Balkon selbst gesammelt, gesät, gepflegt und die ausgewachsenen Pflanzen geerntet. Originelle Rezepte zeigen, wie das selbstgezogene Gemüse in der freien Natur zubereitet werden kann. Nebenbei vermittelt das Buch viel Wissenswertes über Samen und Sortenvielfalt und wie wir diese durch eigenes Handeln wiederentdecken und erhalten können. Mit Kindern Samen gewinnen und säen, Gemüse ziehen und spielerisch entdecken – so leicht geht’s!

fel und Gartenschere ihre Unabhängigkeit und schrieben damit Gartengeschichte. Heute finden sich unter den Auszubildenden im Garten- und Landschaftsbau viele begeisterte Frauen. Die vom österreichischen Landarbeiterkammertag erstellte Lehrlingsstatistik weist 2014 bei der Facharbeiterausbildung Gartenbau einen Frauenanteil von 56 % aus. Wer körperlich fit ist, Lust auf Arbeit im Freien hat und eine Passion für Pflanzen hegt, findet im Gartenbau attraktive Perspektiven. Das berufliche Spektrum reicht heute von Frauen, die in Gartenbaubetrieben tätig sind, bis hin zur selbstständigen Landschaftsplanerin oder Gartenbauingenieurin. (Quellen: Claudia Lanfranconi, Ladys in Gummistiefeln, Verlag Elisabeth Sandmann)

Fotos: Gottfried Hofinger, Multikraft, Shutterstock

Gärtnermahl säen | ernten | kochen Nadja Buchczik, Anton Enns 176 Seiten ISBN 978-3863554507

Auch ohne großen Garten wird der Traum von der eigenen Ernte wahr. Balkon, Terrasse oder Hinterhof lassen sich in grüne Oasen verwandeln und belohnen die Gärtnerarbeit mit frischen Leckereien. Dieses Buch bietet Wissenswertes rund um das Topfgärtnern mit Nutzpflanzen, z. B. die Wahl von Saatgut, Erde und Pflanzen, Pflanzenporträts, Infos zu Pflege und Anbau mit natürlichen Mitteln. Mit über 40 Rezepten lassen sich aus der Ernte originelle Köstlichkeiten zaubern. 100 % Local Food aus dem eigenen Kleingarten! 33


TIPPS & TRICKS

Tipps & Tricks üse gemeinsam Können Obst und Gem eingelager t w er den?ette Schützenhofer Unser Tipp von Garten

expertin Bernad

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bert Rotter

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Können K artoffeln mit E eingestr eut w er den? Was M Keramikpulver be wirkt das? Unser Tipp von Robert Rotter

Idealerweise sollte man Kar toffeln und Saatgut schon im Herbst mit EM Keram pulver anstauben. Das bew ikirkt eine bessere Keimfähigk eit. Man kann die Kartoffeln auch erst im Frühjah r mit EM Keramikpulver bes täuben, die besten Effekte erzielt man aber im Herbst vor der Einlagerung. Gut ist es auch, die Kartoff eln vor dem Setzen mit eine r Mischung aus EM Aktiv und Wasser leicht zu bes prühen und dann nochm als mit EM Keramikpulver Urgesteinsmehl zu bestau und ben. Diese Maßnahmen fördern die Keimbildung und eine positive Mikrobiologie um die Pflanze herum. Wic htig ist, die Kartoffeln nich t zu nass einzusprühen nicht zu viel zu bestäuben und , da sie sonst fermentiere n. Interessant ist auch, das die Mutterkartoffel vereinze s lt sogar bei der Ernte noc h erhalten ist, zwar verschrumpelt, aber nicht ver fault. Das zeigt, dass dur ch die Behandlung mit Effe tiven Mikroorganismen Fäu klnis unterbunden wird.

Unser Tipp

von Mag. D

r. Erika Rok

f eln

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Fotos: Shutterstock, Getty Images

Sind g r üne F lecken an g iftig? d e n K a r to f


INFOS & TERMINE

Infos & Termine EM-Café

Jeden 1. Freitag im Monat von 14:30 bis 16:30 Uhr im Stumpflhof (Sulzbach 17, 4632 Pichl bei Wels). Hier bietet Mag. Dr. Erika Rokita (Biologin, Jin-Shin-Jyutsu-Praktikerin, Kräuter- und EM-Fachberaterin) Austausch zu verschiedenen Schwerpunktthemen und Beratung für Einsteiger und Praktiker. (Anmeldung erforderlich auf www.multikraft.com, begrenzte Teilnehmerzahl)

Die nächsten Termine sind: Freitag, 13. Jänner 2017 „Vitaltipps mit EM für den Winter“

Freitag, 4. November 2016 „Natürlich schöne Haut mit bioemsan“

Freitag, 3. Februar 2017 „Reinigen mit der Kraft der Natur“

Freitag, 2. Dezember 2016 „Räuchern & Brauchtum zu Weihnachten“

Freitag, 3. März 2017 „EM-Vorbereitungen für die Gartensaison“

Erfahren Sie Neues über EM oder tauschen Sie Ihre Erfahrungen mit uns aus. Informationen zu Veranstaltungen rund um Effektive Mikroorganismen – Stammtische, Vorträge, Messen und vieles mehr – finden Sie auf www.multikraft.com Besuchen Sie uns auch bei folgenden Veranstaltungen:

Für Anwender, Einsteiger & Interessierte zum Erfahrungsaustausch.

WIEN Günter A. Gsöls: Jeden 3. Donnerstag im Monat, Beginn: 19:00 Uhr Heuriger „Alter Bach-Hengl“, Sandgasse 7 – 9, 1190 Wien +43 664 320 65 77

ROHR | KREMSTAL

Freitag, 7. Oktober 2016 „Erntezeit – Einlagern & Fermentieren“

Events

EM-Stammtische

Bio Österreich Wieselburg

Halle 5 // Stand 532 So., 13. – Mo., 14. Nov. 2016

Adventmarkt am Stumpflhof in Pich/Wels Sa., 26. & So., 27.11.2016 10:00 – 18:00 Uhr EM-Bio-Bauernmarkt • Kunsthandwerk • Verköstigung • und vieles mehr

Gärtnerei Schützenhofer: 22. September, Beginn: 19:30 Uhr 13. Dezember, Beginn: 19:30 Uhr und jeden 3. Dienstag im Monat Kräuterstammtisch mit EM, Beginn: 19:00 Uhr Linzerstraße 32, 4532 Rohr/Kremstal +43 7258 21 24

TRIBUSWINKEL Hildegard Baader: Jeden letzten Dienstag im Monat, Beginn: 19:00 Uhr Mühlbachwirt, Kirchenplatz 8, 2512 Tribuswinkel +43 2252 497 48

EGGERSDORF | GRAZ Gartenparadies Peter Painer Jeden 3. Mittwoch im Monat 17:00 Uhr: EM-Stammtisch für Gartenbesitzer 18:30 Uhr: Bauernmarkt & Talentetausch 19:30 Uhr: Bewusstseins-Kino Badstraße 48, 8063 Eggersdorf, www.painer.com, +43 3117 24 42

SCHOPFHEIM Silke Schaubhut: Jeden letzten Samstag im Monat, Beginn: 14:00 Uhr Patches4life, Belchenstraße 7, 79650 Schopfheim beratung@silke-schaubhut.de, +49 7622 673 98 14

FINSTERWALDE Thomas Kühne: Jeden 3. Donnerstag im Monat, Beginn: 19:00 Uhr An der Schraube 20, 03238 Finsterwalde anfrage@naturgarten-planer.de, +49 3531 70 50 25 oder +49 3531 433 92 66

multikosmos Ausgabe 25 Unser nächstes Thema:

Umsicht

ROTH Silvia Smetana: Jeden letzten Freitag im Monat, Beginn: 18:00 Uhr Haus der Schönheit, Hauptstraße 43, 91154 Roth evs.smetana@gmail.com, +49 9179 964 68 64 35


Weihnachtszeit Mit EM-Geschenkspaketen rund um den Globus

www.multikraft.com

Erhältlich ab Anfang November 2016 auf www.multikraft.com oder beim Multikraft-Partner in Ihrer Nähe.

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Multikosmos 00024 "Wertschätzung"  

Wertschätzung zeigt echtes Interesse und ist eine positive Grundhaltung gegenüber einer Person oder für eine Sache. Sie erleichtert den Umga...

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Wertschätzung zeigt echtes Interesse und ist eine positive Grundhaltung gegenüber einer Person oder für eine Sache. Sie erleichtert den Umga...