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| Die Welt der Effektiven Mikroorganismen | Oktober 2017

Nr. 27

WEITBLICK

Begeistert

In der KinderGärtnerei säen, gießen und ernten schon die Kleinsten. Die Begeisterung ist ansteckend. Das Projekt in der Obersteiermark wächst vielerorts mit Schulgärten über sich hinaus. Kinder sammeln mit ihrer Ernte auch jede Menge Wissen über Obst, Gemüse und ihre Umwelt. Ein für die Zukunft wichtiger Erfahrungsschatz. Seite 14

Bewährt

Äpfel, Birnen und viele Früchte mehr kultiviert Florian Taucher in seinen Obstgärten in der Steiermark. Er arbeitet biologisch mit alten Sorten und modernen Pflanzsystemen. Mit Effektiven Mikroorganismen ein leichter Weg, wie er sagt. Im Hofladen sind sein Obst, die Fruchtsäfte und Nektare sehr beliebt. Seite 24

Beachtlich

In der Lebensmittelbranche ist die Stärke von Biokartoffeln zunehmend gefragt. Zwei Ackerbaubetriebe in Niederösterreich erzeugen Stärke-Kartoffeln und fahren mit den Plant Power Produkten gut dabei. Die Kartoffeln entwickeln sich schön. Krautfäule und die Anwendung von Kupfer sind passé. Weder auf dem Feld noch bei der Lagerung treten Fäulnisprozesse auf. Seite 28


MULTIKRAFT INTERN

Wir wachsen weiter! Vor genau 10 Jahren haben wir den Stumpflhof, in Pichl bei Wels, als unseren neuen Firmenstandort bezogen. Es freut uns sehr, dass seither immer mehr Menschen von der Technologie der Effektiven Mikroorganismen überzeugt sind und wir deshalb in den letzten Jahren auch eine steigende Auftragslage verzeichnen konnten. Um der Nachfrage gerecht werden zu können, benötigen wir für die Produktion und Lagerung unserer Produkte mehr Platz, weshalb der Stumpflhof derzeit erweitert wird.

Bau des Zuckerrohrmelassetanklagers und Heizhauses.

Ein neues Logistikzentrum entsteht auf 1000 m2.

Im Mutlikraft Pavillion finden ab 2018 Veranstaltungen statt.

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Bereits im Mai haben wir mit dem Ausbau der Produktionsstätte und dem Logistikzentrum begonnen. Die Fortschritte unserer Erweiterung sind bereits sichtbar. Aktuell wird eine rund 1.000 m² große Lagerhalle errichtet. Im neuen Hochregallager warten ab 2018 unsere Produkte auf ihre rasche Auslieferung. Außerdem entsteht ein eigener Veranstaltungspavillon in Holzriegelbauweise, wo zukünftig noch mehr Veranstaltungen als bisher stattfinden werden. Wir freuen uns bereits jetzt, Sie bei den Tagungen im Jänner in unseren neuen Räumlichkeiten begrüßen zu dürfen!


VORWORT

Wer Einblick hat, kann verstehen. Wer Durchblick hat, kann entscheiden. Wer Weitblick hat, weiß die Dinge zu lenken. – PETER AMENDT –

Fotos: Multikraft, Cover: Getty Images

Mit gutem Fundament und breitem Horizont können wir weitblickend denken und handeln. Das Leben wird vielfältig. So kenne ich es aus meinem Elternhaus. Dort verbanden sich ein Gasthaus mit einer Bäckerei und einer Landwirtschaft mit Tierhaltung und ein Landesproduktenhandel mit einem Mischfutterwerk. Schon als Kind war ich also mit vielen praktischen Dingen vertraut. Sehr bald habe ich ein Interesse für andere Länder und Sprachen entwickelt und ebenso meine Vorliebe für gesunde Lebensmittel.

tionsgetränk Manju wichtige Bereiche für ökologisches Handeln erschlossen. Logische Folge war, dass wir vor zehn Jahren mit dem Stumpflhof in Pichl bei Wels einen neuen Firmenstandort errichteten. Sein Ausbau ist seit Mai diesen Jahres in vollem Gange. Mit Blick auf die weiteren Jahre wird mehr Platz geschaffen – für Produktion, Mitarbeiter und Veranstaltungen. Lesen Sie mehr dazu in unserer Coverstory ab Seite 6 und im Gespräch mit Lukas Hader ab Seite 10.

Weitblick bedeutet für mich auch Offenheit für Neues, die Vernetzung mit Gleichgesinnten und ein gewisses Gespür für Themen, die es anzugehen gilt. So war Multikraft bereits in einer Zeit ein Pionier, in der ökologisches Handeln noch in kleinen Nischen zu Hause war. Vor vierzig Jahren setzten wir bereits innovative Schritte in der Landwirtschaft, mit denen wir der Zeit etwas voraus waren. Das Wichtigste für unternehmerischen Weitblick sehe ich darin, eigene Ideen unbeirrt zu verfolgen. Man muss auch nötige Korrekturen und Ergänzungen am Weg beachten und ich schätze Begegnungen mit engagierten, ähnlich denkenden Menschen. Indem wir weitblickend mit der Natur arbeiten, gestalten wir die Welt für unsere Kinder. So können Projekte über sich hinauswachsen und für folgende Generationen wichtige Grundsteine legen, wie die KinderGärtnerei aus der Obersteiermark besonders schön zeigt (ab Seite 14).

Unser Engagement trägt viele Früchte. Sowohl konventionelle als auch biologisch geführte Betriebe profitieren langfristig von der EM-Technologie. Betriebe in der Landwirtschaft und im Gartenbau arbeiten damit nicht nur naturnahe, sondern auch wirtschaftlich erfolgreich. Sie erzeugen gesundes, rückstandsfreies Obst und Gemüse, wie der Bio-Obstbaubetrieb Florian Taucher aus der Steiermark (Seite 24) und der Wiener Gemüsebaubetrieb von Karl und Doris Hopf (Seite 22) zeigen. In Niederösterreich ist die EM-Technologie ein wesentlicher Bestandteil in der Erzeugung von Biokartoffeln, die zunehmend in der Lebensmittelbranche für die Produktion von Stärke gefragt sind. Vom Ackerbau mit Plant Power Produkten berichten Franz Reidinger und Leo Hofbauer ab Seite 28. Familie Meingassner aus Oberösterreich erzählt ab Seite 26 davon, wie sie bei der Kälberaufzucht in der Fütterung unterstützend FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) einsetzt.

Mit Multikraft sind auch wir weiter über uns hinausgewachsen. Vor mehr als zwanzig Jahren haben wir mit der Einführung der Effektiven Mikroorganismen in die österreichische Landwirtschaft und Tierhaltung ganz neue Wege beschritten und das Unternehmen seither konsequent auf die EM-Technologie ausgerichtet. Wir konnten viele Menschen für unsere Ideen begeistern. Heute ist auch der Gartenbau ein großes Anwendungsfeld der Effektiven Mikroorganismen. Ebenso haben wir mit den eMC® Reinigungsmitteln, der bioemsan Biokosmetik und dem Fermenta-

Bei der Arbeit mit Effektiven Mikroorganismen geht es immer auch um Weitblick, um vorausschauendes Handeln. Die Natur wird stets klüger sein als wir. Sie braucht uns nicht. Wir hingegen brauchen die Natur umso mehr. Intakte Kulturlandschaften sind uns wichtig, ebenso die damit einhergehenden beruflichen Perspektiven. Darum wollen wir natürliche Prozesse bestmöglich unterstützen. Denn auch die nachfolgenden Generationen haben ein gutes und gesundes Leben verdient. Viel Freude beim Lesen!

Ulrike Hader, Herausgeberin

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Nr. 27

WEITBLICK 02__ MULTIKRAFT INTERN // Wir wachsen weiter 03__ VORWORT // Ulrike Hader: „Mit gutem Fundament und breitem Horizont können wir weitblickend denken und handeln.“

05__ EM-GEMEINSCHAFT // Weitblick in der EM-Gemeinschaft Alleine gelingt manches – gemeinsam gelingt alles!

06__ COVERSTORY WEITBLICK // Wirtschaftlich denken.

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Lukas Hader im Gespräch – „Unternehmerischer Weitblick“

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KinderGärtnerei – Schule des Lebens mit der Natur

26__LANDWIRTSCHAFT TIERHALTUNG // Gut aufgestellt – Gesunde Kälber von Anfang an

28__LANDWIRTSCHAFT ACKERBAU // Starke Stücke – Plant Power beugt Krautfäule vor

30__WOHLBEFINDEN BIOEMSAN // Naturreine Zutaten, echte Wirkung // Rezept zum Nachkochen

Nachhaltig handeln. Wie Multikraft über sich hinauswächst.

32__KLEINE HELFER // Knabberspaß – kunterbunt und gesund

10__ IM GESPRÄCH // Lukas Hader – Unternehmerischer Weitblick

34__ INTERVIEW MANJU // Manju im Einsatz bis ins hohe Alter

14__ HAUS UND GARTEN // KinderGärtnerei –

35__MEHR WISSEN // Literaturempfehlungen //

18__ MONDKALENDER // Tipps und Tricks für den

36__TIPPS & TRICKS // Fragen & Antworten rund um

20__PFLANZENWELT // Anne Lorch und Susanne Schütz –

39__INFOS & TERMINE // Veranstaltungen

Schule des Lebens mit der Natur Herbst 2017

Das Gartenjahr mit Weitsicht planen

Altes Wissen – Neues Wissen: Bäume und Wälder Effektive Mikroorganismen

22__PROFIGARTENBAU GEMÜSEBAU // Tatkräftige Gärtnerin – Auf dem Weg zu rückstandsfreien Ernten

24__LANDWIRTSCHAFT OBSTBAU // Fruchtgenuss – Gesunde Böden und Bäume, bessere Qualität und Haltbarkeit

Impressum

HERAUSGEBER: Mag. Ulrike Hader, MEDIENINHABER: Multikraft Produktions- und HandelsgmbH, Sulzbach 17, 4632 Pichl/Wels, Austria, Tel. +43 7247 50 250-100, info@multikraft.at, www.multikraft.com, KONTAKT & CHEFREDAKTION: Christina Waldenberger REDAKTEURIN: Mag. Katja Haller LAYOUT: Michaela Schatzl, AUTOREN DIESER AUSGABE: Prof. Dr. Monika Krüger, Anne Lorch, Prof. Dr. Manfred Hoffmann, LEKTORAT: Mag. Ewald Schreiber, DRUCK: gugler print*, VERLAGSORT: Melk an der Donau

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Gedruckt nach der Richtlinie „Druckerzeugnisse“ des Österreichischen Umweltzeichens, UWZ-Nr. 609: www.gugler.at

Höchster Standard für Ökoef Gedruckt nach der Richtlinie „Druckerzeugniss Cradle to CradleTM zertifiziert Umweltzeichens. gugler*print, Melk, UWZ-Nr Druckprodukte innovated by Bindung ausgenommen


EM-GEMEINSCHAFT

Weitblick

in der EM-Gemeinschaft

Viele Pioniere im Bereich der praktischen Anwendung und der Weiterentwicklung einer innovativen Nutzung von Effektiven Mikroorganismen haben sich in der EM-Gemeinschaft Österreich zusammengefunden. Ein Kompetenzpool an Personen, die mit Weitblick Problemstellungen des Alltags aufgegriffen haben, Ideen entwickelt und Lösungen dazu gefunden haben. Alleine gelingt manches – gemeinsam gelingt alles! Wir möchten dazu aufrufen, über die EM-Gemeinschaft neue Ideen und altes, bewährtes Wissen zu verbinden. Zusammen neue Problemstellungen im Bereich Haus, Garten, Tier und Mensch aufgreifen und wunderbare Lösungen entwickeln, die man dann auch noch mit der Gemeinschaft teilen kann.

Fotos: Multikraft, Shutterstock, EM-Gemeinschaft, HArmer KG, Judith Nestler, Obstbau Taucher

Das kann durch Vernetzung gelingen und entstehen. Als Beispiel für eine nutzenbringende Vernetzung möchten wir das alte Wissen über die Terra Preta (Schwarzerde) zur Bodenverbesserung und Kohleöfen anführen. Johannes Dichtinger, ein EM-Gemeinschafts- und Beiratsmitglied, ist unser aktives Bindeglied zur Produktionsstelle der Holzkohleöfen, der FAB Produktionsschule Graz. Dort werden von Jugendlichen die Kohleöfen für Interessierte hergestellt (www.fab-holzkohleofen.em-gemeinschaft.at), damit im nächsten Schritt aus trockenen, organischen Materialien Holzkohle selbst hergestellt werden kann und es so möglich wird, Terra Preta individuell zu produzieren.

Otto Hurnaus, ein EM-Keramikexperte, der schon oft mit Rat & Tat bei so manch schwieriger Teichsituation geholfen hat, ist ständig damit beschäftigt, mit seinem genialen Erfindergeist keramische Lösungen zur finden. Renate Kauderer und ihr Räucherwerk, Christoph Harb und seine Permakultur, die Angihotra-Feuertechnik und vieles mehr – das hat im letzten Jahr viele neue Leute zusammengebracht, ein Austausch ist entstanden, Netzwerke und Freundschaften haben sich ergeben. Genau das soll auch weiterhin passieren, genau dabei wollen wir als EM-Gemeinschaft unterstützen und als Drehscheibe fungieren. Meldet euch bei uns unter office@em-gemeinschaft.at für neue Projekte, bei Problemstellungen oder einer konkreten Frage zu Effektiven Mikroorganismen. Wir vernetzen gerne! Jetzt schon ein Weitblick zur persönlichen Vernetzung Nächste EM-Gemeinschafts-Jahreshauptversammlung am 10. März 2018 im Hotel Natursinne, Kampichl 60, 2871 Zöbern (www.natur-sinne.at) Wir freuen uns auf euch und alles, was künftig entsteht! Der Vorstand

All jene, die tiefer in das Thema Effektive Mikroorganismen eintauchen möchten, um mehr über die außerordentliche Nützlichkeit dieser Kleinstlebewesen zu erfahren, können sich der EM-Gemeinschaft Österreich anschließen. Der Verein bietet zahlreiche Informa­ tionen und organisiert Veranstaltungen, Stamm­ tische und vieles mehr.

Nähere Infos erhalten Sie über den Vereinsobmann Martin Lassnig: office@em-gemeinschaft.at Die ordentliche Mitgliedschaft kostet 55,– Euro (30,– Euro für Senioren, Studenten/Lehrlinge, Fördermitglieder) pro Jahr. Zusätzlich zu den vielen Informationen erhalten Vereinsmitglieder das multikosmos direkt ins Haus geliefert. Kontakt EM-Gemeinschaft: Tel. +43 676 401 16 41 www.em-gemeinschaft.at

Für neue Vereinsmitglieder Werden Sie jetzt Mitglied der EM-Gemeinschaft Österreich, Verein zur Förderung der Gesundung von Umwelt, Natur und Mensch durch regenerative Mikroorga­ nismen. Bei Neuanmeldung bis Ende September 2017 erhalten Sie ein bioemsan Duschgel sowie ein bioemsan Shampoo pur!

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Wirtschaftlich denken. Nachhaltig handeln. –– WIE MULTIKRAFT ÜBER SICH HINAUSWÄCHST Die Tanks sind ebenso voll wie die Auftragsbücher. In den Regalen der Lagerhalle reihen sich fertig abgefüllte und etikettierte Flaschen. Der Gabelstapler hievt die Paletten mit den Großgebinden in den abfahrbereiten LKW. Seit 10 Jahren ist das Familienunternehmen Multikraft in Pichl bei Wels am Stumpflhof beheimatet. Die Auftragslage ist sehr gut, die Nachfrage nach Multikraft-Produkten steigt stetig. Es ist also wieder an der Zeit, einige Veränderungen durchzuführen. Und so wird heuer – im Jahr des 40-jährigen Firmenjubiläums – umgebaut und ein weiterer großer Meilenstein in der Geschichte von Multikraft gesetzt. Vor 40 Jahren starteten Ulrike und Karl Hader als Betrieb mit speziellen, antibiotikafreien Futtermitteln und vor 20 Jahren beschritten sie mit Effektiven Mikroorganismen neue Wege. Schon seit Bestehen des Unternehmens liegt der Fokus auf ökologischen Lösungen, die sich Prozesse in der Natur zum Vorbild nehmen. Wie man ressourcenschonend und vorbeugend handelt, ist auch ein Grundprinzip der Arbeit mit Effektiven Mikroorganismen. Hier fügen sich die Herangehensweisen schön in eine Unternehmensphilosophie zusammen. Lukas Hader ist mit diesem Credo in den Familienbetrieb hineingewachsen und ist – ohne ein Dogmatiker zu sein – dieser Haltung als Geschäftsführer in 2. Generation weiterhin verpflichtet. Die gesamte Produktpalette basiert auf der EM-Technologie, die zusammen mit heimischen und internationalen Forschungsinstituten stets weiterentwickelt wird. Das positive Echo der Anwender gehört mit zu den besten Bestätigungen, die der oberösterreichische Familienbetrieb erhält. Ob es sich um die Vitalisierung unserer Böden in der Landwirtschaft handelt oder um die Produktion rückstandsfreien Gemüses in Gartenbaubetrieben – die Pionierarbeit von Multikraft hat sich gelohnt. Heute ist es ein international erfolgreiches Unternehmen. Die Besonderheit daran: Die gesamte Produktion erfolgt direkt am heimischen Firmenstandort in Pichl bei Wels. Besichtigung der Papaya-Produktion zur Herstellung von Manju in Okinawa, Japan.

Auf der Welser Messe 1996

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Auf Exkursion mit Australiern in Österreich.

Fotos: Multikraft

COVERSTORY WEITBLICK


COVERSTORY WEITBLICK

Hohe Qualität

Zu Besuch bei Partnern in Australien, 2002

„Beginnend mit 2002 produzieren wir heute alle EM-Produkte von der Pike auf selbst. Die gesamte Produktion erfolgt ausschließlich nach unseren Rezepturen“, erzählt Lukas Hader. Das Mischungsverhältnis der Hefen, Milchsäure- und Photosynthesebakterien wird so angelegt, dass sie sich sowohl gegenseitig als auch die Prozesse in der Umwelt unterstützen. Die gebrauchsfertigen EM-Produkte entstehen durch einen 6-stufigen Fermentationsprozess von den Einzelmikroben zu den verschiedenen Mischungen, die Multikraft in den einzelnen Anwendungsgebieten anwendet. „Wie wir genau produzieren, bleibt natürlich nach wie vor unser Geheimnis“, schmunzelt Lukas Hader, der größten Wert auf die Qualitätssicherung der Produkte legt: „All unsere Produkte basieren auf weltweit vorkommenden Mikroorganismen-Stämmen, die der Klasse 1 entsprechen, also lebensmitteltauglich und zu 100 % gentechnikfrei sind.“ Die Qualitätskontrolle erfolgt im hauseigenen Labor, in dem sämtliche Einzelmikroben getestet werden. Mit Hilfe der PCR-Technologie erhalten die Qualitätsmanager innerhalb von zwei Stunden aussagekräftige Ergebnisse. PCR (polymerase chain reaction) oder Polymerase-Kettenreaktion ist ein Prozess, der in medizinischen und biologischen Laboratorien angewandt wird und zu den wichtigsten Methoden in der Molekularbiologie gehört. Bei Multikraft wird die PCR-Technologie als zweiteiliger Prozess eingesetzt, mit dessen Hilfe die DNA der Mikroorganismen bestimmt wird. Jede Charge wird auf die Mindestanzahl verschiedener Mikroorganismen kontrolliert, auf die Abwesenheit von gentechnisch manipulierter Zuckerrohrmelasse und pathogener Keime. „Durch ständige Weiterentwicklung, Forschung und Verbesserung erzeugt Multikraft die stabile Qualität, die unsere Ansprüche erfüllt“, betont Lukas Hader. Neben den technisch hohen Standards im Labor und Qualitätsmanagement verfügt Multikraft durch die Zusammenarbeit mit englischen Agronomen und einem schottischen Institut über das größte Know-how in der Produktentwicklung auf Basis von diesen Mikroorganismen-Mischungen.

Besuch bei TPR, dem Manju-Produzenten, 2011

Kompostkontrolle auf einer Pferdefarm, Saudi Arabien, 2009.

Betriebsausflug Graz, 2011

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COVERSTORY WEITBLICK

Gut einsetzbare Produkte

„Es war von Anfang an mein Credo, dass wir die EM-Technologie so weiterentwickeln müssen, dass es ein super funktionierendes Betriebsmittel mit langfristigem Nutzen für die Anwender wird.“ Früher mussten sich Landwirte oder Gärtner in die Anwendung hineinknien, die Urlösung und Melasse selber ansetzen. Mit der professionalisierten Produktpalette von Multikraft ist die Anwendung bedeutend einfacher. Die Fertigprodukte sind leicht zu dosieren und in der Handhabung unkompliziert. Damit eignen sie sich speziell auch für Profibetriebe in Landwirtschaft und Gartenbau. Die zügige Einführung von Großgebinden und dem praktischen Bagin-Box-System war Lukas Hader deshalb ebenfalls ein großes Anliegen. „In der Landwirtschaft und im Gartenbau sind wir gut etabliert. Zu unseren Kunden zählen zu über 90 % konventionelle Betriebe, die mit Hilfe der EM-Technologie chemische Mittel einsparen können. Wir sind stolz darauf, dass die EM-Produkte großflächig eingesetzt werden und zugleich wirtschaftlich sind“, erzählt Lukas Hader. Sein ultimatives Ziel ist es, Bauern und Gärtnern Betriebsmittel in die Hand zu geben, mit denen sie chemiereduziert und rückstandsfrei arbeiten können. Mit den Multikraft Produkten lassen sich gesetzliche Rückstandswerte leichter erreichen und einhalten, da von unabhängigen Instituten festgestellt wurde, dass Multikraft Produkte bei besserer Wirkung keine Rückstände verursachen und jene von chemischen Präparaten sogar schneller abbauen als ohne Mikroorganismen-Einsatz. Die Wettbewerbsfähigkeit der vielfach traditionsreichen bäuerlichen Familienbetriebe gilt es zu erhalten. Darin sieht Lukas Hader eine der Hauptaufgaben für Multikraft in den nächsten Jahren, wie er auch im Gespräch auf Seite 10 betont. „Heuer fand zum sechsten Mal unser Feldtag für Landwirte statt, wieder bei der Harmer KG, einer großen Biolandwirtschaft in Niederösterreich. Zum ersten Feldtag kamen fünfzig Landwirte. Diesmal waren es über zweihundert und mindestens die Hälfte davon waren neue Gesichter“, freut sich Lukas Hader. Ein Beispiel von vielen. Interessierte aus verschiedensten Bereichen probieren die EM-Technologie einmal aus und entscheiden sich nach positiven Ergebnissen oftmals für die Umstellung ihrer Betriebe. Mit diesen langfristigen Erfahrungen wächst Multikraft stetig. Dabei ist Lukas Hader auch klar, dass es vor erfolgreichen Markteinführungen immer wieder Phasen von Versuchen braucht, die auch zu neuen Ideen führen. Die EM-Produkte lassen sich vielfältig in die Arbeit einflechten. Die Effektiven Mikroorganismen reichern das mikrobielle Bodenleben an und machen den Pflanzen Nährstoffe verfügbar, ohne die Umwelt zu belasten. Sie bauen ein Milieu auf, das fäulniserregende Keime unterdrückt. Sie unterstützen die Nützlinge, lockern die Böden und machen sie wasseraufnahmefähiger. Sie aktivieren das Bodenleben. Viele Regenwürmer tummeln sich darin und der Humusaufbau wird gesteigert. In der Tierhaltung tragen Multikraft Produkte dazu bei, im gesamten Stall, bei Gülle, Jauche und Festmist, fäulnisbildende Prozesse zu unterdrücken. Dies sind nur einige Vorteile, die regelmäßige EM-Anwendungen mit sich bringen. Es handelt sich also um kein mysteriöses Wundermittel, sondern um handfeste Biologie und deren Unterstützung. Mit der EM-Technologie ist Multikraft ein in Oberösterreich gut ver8

wurzeltes Unternehmen. Lukas Hader ist sich der Verantwortung bewusst, mehr und mehr Arbeitsplätze zu sichern. „Ich lebe mit Multikraft immer zwei, drei Jahre in die Zukunft. So kann ich vorausschauend handeln und Auswirkungen von Entscheidungen vorab mitdenken.“ Der attraktive Familienbetrieb ist in Österreich und international gut vernetzt. Neben langjährigen Handelspartnern in über 35 Ländern gibt es auch zwei eigenständig arbeitende Tochterfirmen in Italien und Australien. BioNRG srl. in Italien und Multikraft Probiotics Australia Ltd. sind vor allem auch am Landwirtschaftssektor erfolgreich unterwegs. Für Lukas Hader haben die internationalen, langfristig aufgebauten Partnerschaften große Bedeutung. „Unsere Firma in Australien besuche ich zwei-, dreimal im Jahr. Ansonsten funktioniert die Zusammenarbeit sehr schön über die Distanz. Die Präsenz von Multikraft in Mitteleuropa liegt mir besonders am Herzen und so widme ich 95 % meiner Zeit der Mutterfirma Multikraft und ihrer Entwicklung.“


COVERSTORY WEITBLICK

Fotos: Multikraft

Erweiterte Produktion

Bereits in den letzten sechs Jahren wurde in den laufenden Betrieb viel investiert und die Produktion erweitert. Seit drei Jahren nun wird der Ausbau des Firmenstandorts geplant. Im letzten Jahr wurde mit der Detailplanung begonnen, heuer die Hauptsaison abgewartet und im Mai diesen Jahres der Umbau gestartet. Damit werden die Produktionsstätte und das Logistikzentrum erweitert. 2010 lag das Produktionsvolumen bei rund 40.000 Liter Tankvolumen. Dieses Fermentationsvolumen hat sich mittlerweile vervierfacht. Die Produktion platzt aus allen Nähten, alle Tanks sind voll. Mit dem Ausbau wird die Produktions- und Abfüllleistung erweitert – von aktuell 20.000 Liter pro Tag auf 50.000 Liter pro Tag. In den weiteren Jahren bleibt somit Luft nach oben. Die Produktion kann folglich bei Bedarf durch den Einbau von weiteren Fermentationstanks intern noch erweitert werden.

Hinzu kommt noch ein innovatives Veranstaltungszentrum. „Die Weitergabe von Informationen über unsere Technologie ist uns wichtig und so haben wir uns auch hier für den Ausbau entschieden“, erklärt Lukas Hader, der bei manchen Fachtagungen täglich rund 200 Interessenten zu seinen Gästen am Stumpflhof zählt. Ebenfalls mehr Platz bekommt die deutlich angewachsene Mitarbeiterschar für Büro- und Pausenräumlichkeiten. Ein biologisches Mittagessen steht bei Multikraft für die Belegschaft auf der Tagesordnung. Denn gute Küche und Pausen sind wichtig für einen freien Kopf, für Austausch und Auftanken. Mit Blick auf die nächsten zehn Jahre hat Lukas Hader die Entscheidungen zum Ausbau entwickelt: „Das ist unser Ansporn und wieder ein großer Meilenstein in der Unternehmensgeschichte.“ 9


IM GESPRÄCH

Unternehmerischer Weitblick

Seit 2010 ist Lukas Hader Geschäftsführer zweiter Generation. In das Familienunternehmen Multikraft ist er sprichwörtlich hineingewachsen. Er hat bereits während der Schulzeit im Betrieb mitgearbeitet und nach dem Abschluss viele Erfahrungen bei Unternehmen unter anderem in Neuseeland, Australien, Japan und Indien gesammelt. Lukas Hader sieht die Dinge pragmatisch. Und mit Weitblick. Worauf es ihm bei Multikraft ankommt, erzählt Lukas Hader im Gespräch.

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IM GESPRÄCH

Dinge auszuprobieren, erweitert ja auch den Horizont. In der Geschäftswelt ist das mit einem gewissen Risiko verbunden. Wie stehst du dazu? Multikraft propagiert andere Lösungsansätze, als dies in der Landwirtschaft derzeit üblich ist, und gemeinsam mit unseren Kunden und Händlern probieren wir auch viel aus. Natürlich ist das manchmal mit einem gewissen Risiko verbunden, wobei das auch eine Frage der Perspektive ist. Manches funktioniert vielleicht nicht auf Anhieb, ist aber eine gute Erfahrung. Aber auch das Scheitern zu akzeptieren, daraus zu lernen und nach vorne zu schauen, ist wichtig. Das betrifft die Arbeit mit Effektiven Mikroorganismen genauso wie firmeninterne Entscheidungen. Es kommt darauf an, die Erfahrungen mitzunehmen, damit weiterzuarbeiten und neue Lösungen zu finden. Nach diesem Grundsatz handeln alle unsere Mitarbeiter, egal ob es dabei um Abläufe oder neue EM-Anwendungsgebiete geht. Wir probieren Dinge neu. Das heißt aber auch, Geld zu investieren. Wir stellen zum Beispiel Produkte kostenlos zur Verfügung, wenn ein Kunde ein neues Anwendungsgebiet für Effektive Mikroorganismen erschließen will und wir uns denken, ja, das könnte funktionieren. Der Kunde führt die Anwendungen dann mit unseren Betreuern vor Ort durch. Wenn es klappt, freuen wir uns. Wenn nicht, probieren wir es anders. Oder wir akzeptieren, dass die Grenzen unserer Produkte erreicht sind und sie für ein bestimmtes Vorhaben nicht geeignet sind. Diese Haltung braucht es meiner Meinung nach auch, um als Unternehmen glaubwürdig zu sein.

Fotos: Multikraft

Um weitblickend zu denken und zu handeln, braucht man ein gutes Fundament und einen breiten Horizont. Ein Denken in engen Bahnen ist dem Weitblick hinderlich. Wie förderst du deinen Weitblick? Kocht man zu sehr im eigenen Saft, wird man schnell betriebsblind. Ich versuche deshalb, mich immer wieder mal vom Tagesgeschäft zurückzuziehen und zu schauen, wo wir mit Multikraft vor ein, zwei Jahren gestanden sind. Gut ist es auch, gemeinsam mit der Belegschaft zurückzublicken und zu sehen, was wir im letzten Jahr erreicht haben. Dadurch bekommt man gemeinsam ein Gefühl für das Erreichte, was im Tagesgeschäft viel zu oft untergeht. Für die Vorausschau ist es mir wichtig, immer wieder bei den Kunden zu sein und von ihnen zu erfahren, was wir als Unternehmen gut machen und was wir noch verbessern können. Die Feldtage, unsere Veranstaltungen oder auch unsere Besuche in Betrieben fördern den Austausch. Und natürlich sind auch unsere Händlerbetreuer und Partner vor Ort wichtige Ansprechpartner. Das heißt, Gespräche bedeuten dir viel, um einen frischen Blick auf Multikraft zu haben? Ja, der Austausch ist mir sehr wichtig. Genauso wichtig sind mir aber auch die Rückmeldungen aus der Service-Hotline und das Management von Reklamationen. Dadurch erfahren wir sehr viel darüber, was unsere Kunden bewegt. Anhand dieser Informationen können wir unsere Arbeit verbessern. Einen frischen Blick bekomme ich auch durch Freunde, die selbst in leitenden Funktionen oder als Eigentümer tätig sind. Auch wenn sie aus anderen Branchen kommen, bringen Gespräche mit ihnen wertvolle Inputs. Dabei sehen wir, was gut funktioniert und was weniger. Das bringt mich weiter.

Es kommt nicht nur darauf an, was man tut, sondern wie man es tut. Das ist ein schon lange bestehender Grundsatz von Multikraft. Warum ist er nach wie vor gültig? Meine Schwester Katharina und ich sind mit diesem Grundsatz aufgewachsen und ich möchte ihn auf alle Fälle beibehalten. Meine Eltern haben schon in den 80er Jahren ökologische Futtermittel entwickelt und verkauft, damals hat es noch nicht einmal Biosiegel gegeben. Meine Eltern haben das Unternehmen mit einer grundehrlichen Haltung aufgebaut. Das fängt damit an, wie wir intern agieren oder welche Rohstoffe wir verwenden, und reicht bis zu unseren Mitarbeitern, Lieferanten und Kunden, wo wir stets um ein faires Miteinander bemüht sind. Heute ist Ökologie ein Trend, mir ist es jedoch wichtig, diesbezüglich nicht nur Lippenbekenntnisse zu machen, sondern tatsächlich nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit zu handeln. Im Grunde ist es doch so, dass wir Menschen uns selbst all dem aussetzen, was wir in unsere Umwelt ausbringen. Von daher ist mir nachhaltige, aber auch ehrliche Arbeit wichtig, unabhängig davon, ob es sich zum Beispiel um Biobauern oder um konventionelle Bauern handelt, die auf ihre Böden und damit unser aller Zukunft achten. Multikraft hat in den Bereichen Landwirtschaft und Gartenbau viele Kunden, die chemiereduziert und naturnahe arbeiten, ohne biozertifiziert zu sein. Bio ist zwar der beste Weg, aber nicht immer für jeden einzelnen Standort und Betrieb kurzfristig durchführbar. Das Schöne ist, dass jedes unserer Produkte auch deshalb funktioniert, weil die Leute uns vertrauen und bei regelmäßiger Anwendung bemerken, dass sie gute Ernten einfahren und gleichzeitig chemische Betriebsmittel einsparen können. Und auch wenn wir von Multikraft es nicht immer jedem recht machen können, können wir uns jeden Tag in den Spiegel schauen, weil wir seit vielen Jahren aufrichtig und ehrlich arbeiten. 11


IM GESPRÄCH

Ein Zitat sagt, wer Weitblick hat, weiß die Dinge zu lenken. Wie lenkst du das Unternehmen Multikraft? Wir könnten hundert Baustellen gleichzeitig bearbeiten, konzentrieren uns aber auf einige Kernbereiche. Dabei hinterfrage ich Dinge gerne. Wie können unsere Anwendungen noch optimaler werden? Wie können wir unsere Kunden noch besser betreuen? Für die verschiedenen Bereiche – seien es Prozesse im Unternehmen, Qualitätsmanagement oder Kundenservice usw. – habe ich im Betrieb sehr gute Diskussionspartner, mit denen ich mich zusammenrede. Das ist zwar manchmal eine extra Anstrengung, dafür sind aber auch alle happy, wenn wir zu einem gemeinsamen Ergebnis kommen. Blickt man auf Multikraft, ist zu sehen, dass es seine ökologische Ausrichtung wahrt und dabei stetig wächst, sowohl was die EM-Produktpalette anbelangt als auch die Zahl der Mitarbeiter und Kooperationen. Was ist wichtig, um in der Spur zu bleiben? Ich denke immer zwei bis drei Jahre voraus, wie sich Dinge im Unternehmen entwickeln könnten. Das funktioniert allerdings nur mit guten Mitarbeitern, ohne sie wären wir nicht so weit gekommen. Als ich 2010 mit der Geschäftsführung begonnen habe, waren an die zwanzig Mitarbeiter beschäftigt und ich konnte in dieser Phase viel alleine steuern. Heute beschäftigt Multikraft über fünfzig Mitarbeiter. Folglich muss ich mehr und mehr Aufgaben abgeben, um den Überblick zu wahren. Ich schätze es sehr, dass ich mit Menschen zusammenarbeite, die in ihrem Bereich viel kompetenter sind, als ich es je sein könnte. Ich sehe mich als Diskussionspartner, treffe Entscheidungen und die Mitarbeiter machen sie möglich und bringen ihre Bereiche eigenständig weiter. Starkes Wachstum ist zwar natürlich positiv, aber auch nicht immer einfach. Da kann es schon mal passieren, dass wir Kunden vertrösten müssen, weil die Saison gerade so anzieht. Wir versuchen aber, aus solchen Fehlern zu lernen und uns zu verbessern, damit sie uns nur einmal passieren. Jeder einzelne Mitarbeiter ist dabei wichtig, vom Verkauf über die Beratung bis hin zu den Mitarbeitern an der Abfüllmaschine oder in der Logistik. Bei Kundenveranstaltungen bekommen wir oft an die 98 % positives Feedback. Das heißt, dass wir alle miteinander etwas ziemlich gut und richtig machen. Worauf legst du als Geschäftsführer großen Wert? Im Sinne unseres Leitspruches, dass es nicht nur darauf ankommt, was man tut, sondern wie man es tut, möchte ich natürlich selbst Vorbildwirkung haben. Also lebe ich zum Beispiel vor, dass Pausen zum Arbeitsleben dazugehören. Durch Pausen kann man abschalten, sich erholen und im Kopf frisch bleiben. Ich bin kein Workaholic, der Tag und Nacht alles niederreißt. Das ist vielleicht für gewisse Zeiten notwendig, soll aber nicht die Regel sein. Das Wichtigste sind gute Mitarbeiter, mit denen man grundsätzlich auf einer Linie ist, denen also die ökologische Ausrichtung, die Arbeit für unsere Umwelt und unser Klima wichtig sind. Diese Philosophie trägt jeder unserer Mitarbeiter im Großen wie im Kleinen mit. Wenn wir mit EM neue Gebiete erschließen, probieren wir nichts unter einem Zeitraum von drei Jahren aus. Wir arbeiten mit der Natur und wissen, dass natürliche Systeme oft länger brauchen, um sich umzustellen. Für uns ist es dann eine tolle Bestätigung, langjährige Partner zu haben, die mit regelmäßigen EM-Anwendungen erfolgreich sind. Von Hausfrauen bis zu Gartenmarktketten, vom kleinen Bioladen bis zu großen Firmen mit mehreren Filialen – alle Anwender schätzen EM als etwas Besonderes. Mir ist dabei wichtig, dass wir zwischen kleinsten und größten Kunden wenig Unterschied machen und in der Beratung und Betreuung alle gleich gut behandeln. 12

„Es kommt nicht nur darauf an, was man tut, sondern wie man es tut.“

Multikraft hat die Anwendungsbereiche der EM-Technologie über die Jahre ausgedehnt. Die Produktpalette reicht von der Landwirtschaft hin zum Gartenbau, über Haushalt und Reinigung, bis hin zur Naturkosmetik und zum Nahrungsergänzungsmittel Manju. Mehr und mehr Menschen greifen zu ökologischen Produkten. Welche Hauptaufgaben siehst du momentan für Multikraft? Der Gartenbaubereich und die Landwirtschaft haben noch großes Potenzial in sich. Mitteleuropa hat strenge Rückstandsgesetze und so kommt es vor, dass Bauern und Gärtner ihre Ernten wegschmeißen müssen, weil zum Beispiel zu viele Rückstände von Pflanzenschutzmitteln gefunden werden. Durch Importe kommt es außerdem zu einer extremen Marktverzerrung und die heimischen Betriebe geraten enorm unter Druck. Wir geben diesen Betrieben Produkte in die Hand, mit denen sie chemiereduziert beziehungsweise rückstandsfrei und zugleich wirtschaftlich arbeiten können. Hier geht es um die Existenz der Betriebe. Ich sehe es momentan als eine unserer Hauptaufgaben, mit der EM-Technologie einen Beitrag zum Erhalt von Bauern und Gärtnern zu leisten. Dank EM muss ihre Wirtschaftsweise trotz einer Vielzahl an gesetzlichen Regelungen nicht teurer werden, sie können weiterhin wettbewerbsfähig bleiben und in den jeweiligen Ländern den lokalen Markt versorgen – auch hier stünde sonst ein weiteres „Bauernsterben“ von kleinen und mittleren Betrieben bevor.


Fotos: Multikraft

IM GESPRÄCH

Bei der Arbeit mit der EM-Technologie ist weitblickendes Denken gefragt. Anstelle davon Krankheiten und Schädlinge mit Chemie zu bekämpfen, geht es um vorausschauendes Handeln. Worauf ist dabei zu achten? Wir versprechen keine sofortigen Lösungen, weil es in der Natur solche Patentrezepte nicht gibt. Funktioniert eine Anwendung bei der Umstellung auf unsere Technologie nicht gleich auf Anhieb, dürfen wir uns nicht entmutigen lassen. Wichtig ist die regelmäßige und konsequente Anwendung. Die Natur, speziell die Böden brauchen einfach Zeit, um ein gesundes Milieu aufzubauen. In unserer schnelllebigen Zeit ist es für EMBerater oftmals schwierig, diese Haltung zu kommunizieren. Hat man allerdings die anfängliche Durststrecke überstanden und neue Anwender, vor allem im Ackerbau, machen nach ein bis drei Jahren positive Erfahrungen mit EM, dann sind sie auch langfristig davon überzeugt. Das zeigen auch immer wieder die Erfolgsstories, von denen uns Anwender berichten. Sie fahren mit widerstandsfähigeren Pflanzen gute Ernten ein, sehen gesunde Böden, haben vitale Tiere im Stall oder sparen Chemie ein. Diese Veränderungen machen sich in den Betrieben bemerkbar und dadurch entsteht für uns eine unersetzbare Kundenbindung.

Weitblick hat auch etwas damit zu tun, die Welt für die nächsten Generationen zu gestalten. Worin siehst du diesbezüglich einen Beitrag von Multikraft? Ich komme wieder auf unseren Grundsatz zurück: Es kommt nicht nur darauf an, was man tut, sondern wie man es tut. Das ist unser tägliches Geschäft. Die EM-Technologie ist für die Umwelt sinnvoll und wir bieten unseren Kunden damit langfristige Lösungen an. Das ist unser kleiner Beitrag für die nächsten Generationen.

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HAUS UND GARTEN

Die KinderGärtnerei SCHULE DES LEBENS MIT DER NATUR Jedes Kind nimmt seinen eigenen Kürbis mit nach Hause. Gesät wurden sie vor dem Sommer und schon bald nach Schulbeginn im Herbst werden die Kinder mit ihrer Ernte aus der KinderGärtnerei belohnt. „Mich freut es, wie die Kinder im Garten werkeln und die strahlenden Kinderaugen zu sehen“, ist Robert Blachfellner begeistert. Er ist Initiator und Obmann der KinderGärtnerei in Sankt Michael in der Steiermark und stellt den Hausgarten seines Gasthofs Eberhard für Gemüsebeete, Beerensträucher und Glashäuser zur Verfügung. 2012 feierte die KinderGärtnerei ihren Geburtstag.

die Ernte zu verfrühen. So haben die Kinder bereits vor Schulschluss eine Ernte“, erzählt Judith Nestler. Kochen am Feuer ist für die Kinder immer ein Hit. Oft wird die Ernte auch in der Küche des an die KinderGärtnerei angrenzenden Gasthauses Blachfellner verkocht und gleich verspeist.

Mit ins Spiel kam die Wald- und Kräuterpädagogin Judith Nestler, die seither die KinderGärtnerei als pädagogische Leiterin betreut und auch Leiterin des Waldgartens Tripstrü in Kraubath ist. Schulgruppen aus der Volks- und Neuen Mittelschule St. Michael sowie aus anderen Gemeinden kommen in die KinderGärtnerei und pflegen die Beete. Je nachdem welche Arbeit im Jahreskreislauf anfällt, bindet Judith Nestler die Kinder in die Gartenarbeit ein. Im Frühjahr werden Asiasalate gesät, die sind lässig, weil sie schnell wachsen. Kartoffeln werden in Töpfen vorgezogen und im Mai ausgesetzt. Brokkoli, Zucchini, Karotten, Fenchel, Salate aller Art und Küchenkräuter werden angebaut und selbst geerntet. „Wir sind total kreativ und behelfen uns mit frühen Säzeiten, Fliesabdeckungen und dem Glashaus, um 14

Judith Nestler mit ihrer Enkelin Sofia


HAUS UND GARTEN

Lernen mit Weitblick

Mit jedem Kürbis, mit allerlei Gemüse, mit den verschiedensten Beeren und Kräutern lernen die Kinder eine Menge über die Natur und für ihr Leben. Vorgänge in der Natur erleben die Kinder unmittelbarer und sie lernen natürliche Kreisläufe kennen. Oder ganz einfach, dass Karotten aus der Erde und nicht aus dem Supermarkt kommen, dass Regenwürmer eigentlich sehr nützlich und nicht gruselig sind. Die Natur hält einfach bereit, was es für die Entwicklung der Kinder braucht. Gemeinsam gießen sie Beete und übernehmen Verantwortung. Im Garten entdecken sie auch ihre Vorlieben. Manche Kinder toben sich aus und haben jede Menge Energien, wenn sie den Komposthaufen umschaufeln. Andere wiederum säen lieber die kleinen Samen in den Säreihen aus. Jedes Kind lernt über sich und seine Begabungen, über die Zusammenarbeit in der Gruppe und mit der Natur. „Der Garten ist ein Ort der Vielfalt. Bei unseren ersten Schritten im Garten muss nichts perfekt sein, alles hat Zeit sich zu entwickeln“, so Robert Blachfellner. Naturnahe lernen die Kinder die Bedürfnisse der jeweiligen Pflanzen kennen, achten darauf, wann sie zu gießen sind, wie die Erde beschaffen sein soll, ob die Pflanzen Schatten bevorzugen oder viel Sonne brauchen. Sie lernen, wie mit guter Pflege schmackhaftes Obst und Gemüse wächst und dass so jemand wie der Kartoffelkäfer von den Blättern geklaubt werden muss, um den Kartoffeln nicht zu schaden. „Die Kinder, die schon vom Kindergarten an bei uns sind, denken anders. Sie verstehen die Zusammenhänge in der Natur viel besser“, bemerkt Judith Nestler.

Die Pflanzen in den Hochbeeten werden mit EM besprüht.

Effi und Miki

Sowohl die Arbeit mit Kindern als auch die Arbeit im Garten verlangt Weitblick und Behutsamkeit. So arbeitet Judith Nestler im Sinne der biologischen Kreislaufwirtschaft. Klar, dass da auch Effektive Mikroorganismen mit dabei sind. „Wir müssen noch Effi und Miki holen“, sind sich schon die Vierjährigen aus dem Kindergarten einig und geben dem Gießwasser EM Aktiv bei oder besprühen ein geknicktes Blatt mit einer EM-Mischung, damit die Wunde schneller heilt. Zu Jahresbeginn bildet Judith Nestler mit den Kindern einen Kreis und erzählt ihnen, welche Aufgaben Effektive Mikroorganismen im Garten haben. Eine große Hilfe ist ihr dabei das Buch „Effi und Miki in der Schule“ von Toni und Matthias Ithaler. Beim darauffolgenden Humustag lernen die Kinder, mit Erde, Humus und Kompost zu arbeiten, und begreifen, welch wichtige Grundlage gesunde Böden für unsere Nahrung sind. „In der KinderGärtnerei kommen einfache EM-Anwendungen zum Einsatz. Wir verwenden EM Aktiv, Urgesteinsmehl und EM Keramikpulver.“ Beim Gießen ist EM Aktiv regelmäßig dabei und so helfen die Effis und Mikis, dass die Pflanzen schön wachsen und vor Mehltau und Fäulnis geschützt sind. Mit EM Keramikpulver werden zum Beispiel die Saatreihen vormarkiert und ebenso die Löcher, in die die Kinder Jungpflanzen setzen.

Fotos: Rene Schneider, Judith Nestler

In Kraubath bokashiert Judith Nestler Rasenschnitt: „Wir lassen das Schnittgut liegen und antrocknen, schichten es dann zu einem Haufen, die Kinder streuen Urgesteinsmehl darüber und besprühen ihn mit EM Aktiv. Sie haben eine Riesenfreude dabei, wenn sie den Haufen festtreten. Um Kondenswasser zu vermeiden, lassen wir den Haufen noch 3 – 4 Tage offen liegen und schließen ihn dann luftdicht ab. So erhalten wir wunderschönen Mulch, den die Kinder zu den Gemüsekulturen und Sträuchern streuen.“

Die Kinder bauen Rankgerüste für die Blumen: An bunten Wollseilen wachsen die Blumen hinauf.

Stolz wir die Ernte aus den Hochbeeten präsentiert.

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HAUS UND GARTEN

Die Ernte aus dem Garten wird zur Jause für das Schulschluss verarbeitet.

Das Projekt trägt Früchte

Die Begeisterung ist ansteckend. Das Projekt KinderGärtnerei erfährt viel positive Resonanz und wächst über sich hinaus. Mittlerweile wurden Schulgärten in der Volks- und Neuen Mittelschule St. Michael angelegt, ebenso in der Volksschule Traboch und Volksschule Seegraben Leoben sowie in der Neuen Mittelschule in Trofaiach. Im Kindergarten Leoben-Donawitz und im Seniorenheim Leoben-Göß gibt es Hochbeete. Judith Nestler und ihr Team sind einsatzbereit, wenn für die Gartenarbeit Unterstützung gebraucht wird. „Für alle Schulgärten haben wir Obst- und Gemüsesorten so gewählt, dass die Ernte nicht in die Sommerferien fällt. Frühe Ribisel und späte Himbeeren gehen sich super aus“, berichtet sie. Auch in den Schulküchen wird die eigene Ernte verkocht. Erntedank im Herbst ist in der KinderGärtnerei und an den Schulen ein riesen Fest.

An Rankgerüsten wachsen Blumen und Gurken, die von den Kindern in Ziegeln eingesetzt wurden. Schafwolle soll die Pflanzen vor den Schnecken schützen.

Praxisnaher Unterricht

„Wir haben einen eigenen Schulgarten mit vier Beeten. Von der ersten Klasse werden zwei Hochbeete betreut. Die Beerenhecke ist bei allen Kindern sehr beliebt. Darüber hinaus nützen wir auch die KinderGärtnerei“, erzählt Michaela Pansi, Lehrerin an der Neuen Mittelschule St. Michael: „Ich sehe eine enorme Entwicklung der Kinder im Umgang mit der Natur und ich kann das Wissen, das die Kinder aus der Gartenarbeit mitbringen, gut in den Unterricht integrieren.“ In Geografie wird gelernt, was wo wächst, und mit dem Gemüse im Schulgarten verglichen. Wenn es in Biologie um das Wetter geht, haben die Kinder sofort einen Bezug dazu. Sie bemerken, wie viel es regnen muss, damit sich in der Regentonne vor der Schule genügend Gießwasser für den Garten sammelt. Damit wird den Kindern auch der Wasserverbrauch bewusster. Zusammen mit Judith Nestler erarbeitet Michaela Pansi ein Konzept, mit dem die Arbeit anhand eines Gartentagebuchs noch nachhaltiger in den Unterricht eingebaut wird. „Über den praktischen Bezug lernen die Kinder in den Unterrichtsfächern viel besser.“ Und es geht um Eigenverantwortung. Denn wer zu Aufgaben eingeteilt ist, muss die Ärmel aufkrempeln und zum Beispiel in der Früh die Pflanzen gießen. Für 2018 plant Michaela Pansi eine WhatsApp-Gruppe zur Arbeitseinteilung und Ferienbetreuung des Schulgartens. Sogar im Unterrichtsfach Englisch trägt die Gartenarbeit erste Früchte. Die NMS St. Michael hat mit einem ERASMUS EU-Projekt eine Partnerschule in England. Dort erzeugen rund 600 Schülerinnen und Schüler Gemüse für ihre Schulküche. Über die Ländergrenzen hinweg via Skype tauschen die Kids bereits ihre Gartenerfahrungen aus. Auf Englisch und Deutsch soll eine Website mit Gartentipps entstehen und für die nächsten beiden Schuljahre ist ein gegenseitiger Besuch geplant.

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HAUS UND GARTEN

Abtransport der Ernte

von Prof. Dr. Manfred Hoffmann

„Wir haben zwar alle den gleichen Himmel, aber nicht den gleichen Horizont!“ Dieser Satz des deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer besagt sehr deutlich, was Weitsicht heißt! Es ist die Fähigkeit, Verarbeitung der Ernte: Pudding mit Beerenkompot, Eis und Schlagobers

Entwicklungen vorausschauend richtig zu beurteilen. Und diese Fähigkeit hat Adenauer auch in der Praxis beispielhaft be-

Ausblick

Mit all dem Erfahrungsschatz aus der KinderGärtnerei gibt es nun den Wunsch, Lehrer und Lehrerinnen zur Arbeit mit Kindern in Schulgärten auszubilden. Robert Blachfellner: „Wir möchten viele Lehrer und Lehrerinnen für den Unterricht im Garten motivieren. Als Ergänzung zum Regelunterricht machen wir damit den Kindern ein großes Geschenk für ihr Leben. Unsere Kinder und die biologische Bewirtschaftung unserer Umwelt sind ganz wichtige Zukunftsthemen.“

wiesen: Während in den letzten Kriegstagen im zerbombten Deutschland noch Fanatiker vom „Endsieg“ träumten, hat Adenauer angeblich im Kölner Stadtgefängnis bereits die Ministerliste für die künftige Regierung zusammengestellt! Wer einen weiten Horizont sucht, darf sich nicht in den Niederungen aufhalten, sondern muss auf die Berge steigen! Er muss bereit sein, Liebgewordenes, Traditionen und Bindungen loszulassen, um jene geistige Freiheit zu erlangen, die den Blick für neue Horizonte überhaupt erst öffnet. Es ist oft nicht leicht, mit dem Erkenntnisstand von heute den Weitblick für realistische Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Aber wo wäre die Welt heute ohne den visionären Weitblick vieler Wissenschaftler, Unternehmer und Politiker, um nur einige Kategorien zu nennen? Es gäbe beispielsweise keine bahnbrechende technische Weiterentwicklung, keine gewohnte Produktvielfalt und kein geeintes Europa. Mit Weitblick wurde – und wird hoffentlich auch weiter – die Welt in eine menschenwürdige Zukunft geführt. Bei dieser optimistischen Betrachtung darf allerdings auch nicht übersehen werden, dass in der Vergangenheit auch Horizonte anvisiert werden konnten,

Fotos: Madeleine Köhl, Judith Nestler

die sich sehr negativ ausgewirkt haben! Weitblick ist eben ambivalent und bedarf in der Umsetzung der ständigen kritischen Begleitung und Kontrolle!

Zum Schulschlussfest gibt es kleine Brote mit Radieschen und Schnittlauch

www.genussreich.at/gartenkinder

Kolumne von Prof. Dr. Manfred Hoffmann – em. Professor der Fakultät Landwirtschaft, Ernährung und Versorgungsmanagement der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Weihenstephan (D).

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MULTIKRAFT MONDKALENDER

Mondkalender Herbst 2017 Oktober *

November *

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Pflanzen gießen, Rasen mähen

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Umtopfen & umsetzen

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Ernten, einkochen & lagern, düngen, Obstbaumschnitt

MO

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Ernten, einkochen & lagern Obstbaumschnitt

DI

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Umtopfen & umsetzen

SA

Pflanzen gießen, Gehölze schneiden

SO

Ernten, einkochen & lagern, düngen, umtopfen & umsetzen

SO

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Ernten, einkochen & lagern, umtopfen & umsetzen

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Ernten, einkochen & lagern, umtopfen & umsetzen

MI

Umtopfen & umsetzen

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Düngen

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Pflanzen gießen

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Pflanzen gießen

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Umtopfen & umsetzen

Pflanzen gießen

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Blumen säen

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Blumen säen

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Pflanzen gießen

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Pflanzen gießen

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Pflanzen gießen

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Ernten, einkochen & lagern, umtopfen & umsetzen

DO

Ernten, einkochen & lagern, umtopfen & umsetzen

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Ernten, einkochen & lagern, Gehölze schneiden

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DO FR SA

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Pflanzen gießen

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SA

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Pflanzen gießen

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Umtopfen & umsetzen, Ernten, einkochen & lagern, Obstbaumschnitt

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SO

Umtopfen & umsetzen, Bäume & Sträucher pflanzen, Stecklinge setzen

MO

FR

Pflanzen gießen, Gehölze schneiden, Baumspitzen entfernen

MO

Umtopfen & umsetzen, Bäume & Sträucher pflanzen, Stecklinge setzen

DI

SA

Ernten, einkochen & lagern, Obstbaumschnitt, Gehölze schneiden

DI

SO

Ernten, einkochen & lagern, Obstbaumschnitt, Gehölze schneiden

MO

Umtopfen & umsetzen, Bäume & Sträucher pflanzen, Stecklinge setzen

DI

Umtopfen & umsetzen, Bäume & Sträucher pflanzen, Stecklinge setzen

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Gehölze schneiden

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Umtopfen & umsetzen, Pflanzen gießen, Rasen mähen

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Umtopfen & umsetzen, Pflanzen gießen, Rasen mähen

SO

Umtopfen & umsetzen, Pflanzen gießen, Rasen mähen

DO

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Ernten, einkochen & lagern, umtopfen & umsetzen Ernten, einkochen & lagern, umtopfen & umsetzen

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Umtopfen & umsetzen, Bäume & Sträucher pflanzen

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Dezember *

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Umtopfen & umsetzen

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Umtopfen & umsetzen

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Umtopfen & umsetzen

FR SA

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Ernten, einkochen & lagern Obstbaumschnitt

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Ernten, einkochen & lagern, Gehölze schneiden

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Umtopfen & umsetzen

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Umtopfen & umsetzen

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Umtopfen & umsetzen, Holzschlagen

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Pflanzen gießen, düngen

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Pflanzen gießen

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Ernten, einkochen & lagern, Obstbaumschnitt, Gehölze schneiden

23

Holzschlagen

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Pflanzen gießen, Holzschlagen

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Pflanzen gießen

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Ernten, einkochen & lagern

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Ernten, einkochen & lagern, umtopfen & umsetzen

DI

DO

Ernten, einkochen & lagern, umtopfen & umsetzen

MI

FR

Umtopfen & umsetzen, Holzschlagen

SA

Umtopfen & umsetzen, Holzschlagen

SO

Umtopfen & umsetzen, Holzschlagen

DI

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Ernten, einkochen & lagern, umtopfen & umsetzen

DO

DO

Umtopfen & umsetzen

FR

Ernten, einkochen & lagern, Obstbaumschnitt, Gehölze schneiden

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Umtopfen & umsetzen

SA

Ernten, einkochen & lagern, Obstbaumschnitt, Stecklinge setzen

28 SA

Blumen säen

SO

Bäume & Sträucher pflanzen, Stecklinge setzen

29 SO

Blumen säen

MO

Bäume & Sträucher pflanzen, umtopfen & umsetzen

MO

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Pflanzen gießen, Rasen mähen

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Pflanzen gießen, Rasen mähen

* Mondkalender nach Maria Thun und Helga Föger

SO

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Pflanzen gießen, Baumspitzen entfernen

Ernten, einkochen & lagern, umtopfen & umsetzen

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Pflanzen gießen, Rasen mähen

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Blumen säen

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Pflanzen gießen

Ernten, einkochen & lagern, Pflanzen gießen

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Pflanzen gießen

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Pflanzen gießen

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Pflanzen gießen, Baumspitzen entfernen

Holzschlagen


MULTIKRAFT MONDKALENDER

Tipps & Tricks für den Garten Jänner **

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Blumen gießen

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Blumen gießen

MO DI

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Obstbaumschnitt & Holzschlagen

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Blumen gießen Blumen gießen

FR

Obstbaumschnitt & Holzschlagen

05

Stecklinge setzen

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06 SA

Stecklinge setzen, umtopfen & umsetzen

MO

SO

Stecklinge setzen, umtopfen & umsetzen

FR

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DI

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Blumen gießen

DO

Blumen gießen

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Obstbaumschnitt & Holzschlagen

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Obstbaumschnitt & Holzschlagen

Februar **

01

Obstbaumschnitt & Holzschlagen

02 FR

Stecklinge setzen, umtopfen & umsetzen

SA

Stecklinge setzen, umtopfen & umsetzen

DO

03 04 SO

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Blumen gießen

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Blumen gießen

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Blumen gießen Blumen gießen

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Blumen gießen

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Blumen gießen

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Obstbaumschnitt & Holzschlagen

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Obstbaumschnitt & Holzschlagen

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Obstbaumschnitt & Holzschlagen

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Im Herbst zwischen Gemüsepflanzen, Blumen, Sträuchern und Bäumen Rasenschnitt und Laub anhäufen – bei Staudenbeeten und Stäuchern eventuell Rindenmulch verwenden. Mulchmaterial mit 1 Liter EM Aktiv auf 10 Liter Wasser ein- bis zweimal besprühen. Dies fördert den Verrottungsprozess und verhindert Fäulnis. Die Mulchschicht dient als Frostschutz und bietet auch Nützlingen einen optimalen Unterschlupf.

Legende Mondkalender

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FR

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So beugen Sie Schnecken vor: Durch die Anwendung von Bokashi (Bio Bokashi Terra od. Küchenbokashi) ziehen sich Schnecken vor dem ersten Frost nicht rechtzeitig in ihr Winterquartier zurück: Bio Bokashi Terra mit EM Aktiv (EMa) angießen und mit Stroh bedecken. Vor Wintereinbruch den Boden nach eventuell vorhandenen Schneckengelegen absuchen (unter Brettern, Steinen und Bodenspalten), damit die Schneckeneier dort nicht überwintern können.

MO

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MI

Blumen gießen

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Blumen gießen

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Obstbaumschnitt & Holzschlagen

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SA

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FR

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Die genaue Anwendung und Dosierung finden Sie auf unserer Website www.multikraft.com unter der Kategorie Pflanzenwelt & Garten.

DO

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Wer viel Platz im Garten hat, kann eine Kompostmiete aufsetzen. Wird Kompostmaterial mit Effektiven Mikroorganismen gemischt, reift es zu wertvollem Bokashi, ein optimaler Dünger zur Verbesserung des Bodens.

MI

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Obstbaumschnitt & Holzschlagen

DO

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Fotos: Shutterstock

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Organische Düngung ist im Herbst von Vorteil, weil es den natürlichen Prinzipien entspricht und die Nährstoffe langsam im Bodenleben umgesetzt werden. Am effektivsten ist die Arbeit mit selbst hergestelltem Bokashi (EM-Kompost). Für den kleinen Haus- oder Vorgarten eignet sich die Fermentation im Bokashi Haushaltseimer. In diesem können Küchenabfälle mit Hilfe von Effektiven Mikroorganismen einfach und geruchlos zu wertvollem Dünger umgewandelt werden.

MI

** Mondkalender nach Helga Föger

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Blumen gießen

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Blumen gießen

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EM-Ansetztag

Blütentag

Fruchttag

Blatttag

Wurzeltag

Vollmond

Neumond

abnehmender Halbmond

zunehmender Halbmond

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PFLANZENWELT

Das Gartenjahr mit Weitsicht planen

Es war bis vor Kurzem geradezu chic, alle Früchte und Gemüse zu jeder Jahreszeit kaufen zu können, egal wie hoch der Preis sei oder aus welchen Erdteilen geliefert wurde. Der globale Handel macht es möglich. Gourmetköche hatten es zum Trend erhoben. Jetzt scheint sich diese Modeerscheinung wieder ins Gegenteil zu wenden. Neu und modern ist, was saisonal und heimisch klingt. In den tropischen Ländern wächst zu allen Jahreszeiten immer etwas für den Gaumen und den Magen, von der erntenden Hand in den Mund. Da ist Vorratshaltung fast ein Fremdwort und seit einigen Jahrzehnten auch bei uns. Mitten im Winter sind frische Erdbeeren und Spargel im Angebot, ebenso sind im Mai neue Äpfel und Pfirsiche zu haben, im Sommer Blaukraut und Chicorée. Zu Grossmutters Zeiten war das noch anders. Da kamen die herbstlichen Gartenschätze sauber vorbereitet in den Keller oder in die Erdmiete oder wurden liebevoll zu Dauerkonserven verarbeitet. Voller Stolz servierte die Frau des Hauses im tiefsten Winter die eingekellerten Gartengaben, zu herzhaften Speisen aufbereitet. Es war eine Garantie, um über die kalten Jahreszeiten hinwegzukommen, besonders in unseren Breitengraden über alle Zivilisationsepochen hinweg eine Lebensversicherung (bis Mitte des letzten Jahrhunderts). Wie wurde doch der Frühling mit den ersten frischen Blattsalaten, die Spargel- und dann die Beerensaison herbeigesehnt!

Vorrat im Winter ist „in“

Bei Gartenliebhabern hat sich neuerdings etwas ganz Entscheidendes geändert. Die überdimensionalen Transportwege und monatelangen Kühlhauslagerungen mit den damit verbundenen Verlusten an Lebens- und Pflanzeninhaltsstoffen sind verpönt. Gartenfrische ist gefragt. Der verlorengegangene Aspekt einer sinnvollen Vorratshaltung ist wieder ein Thema. Vorreiter sind abermals die Gourmetköche, die besondere Gaumenfreuden aus Omas Garten und Küche aus den Archiven holen und publik machen. Man besinnt sich wieder der guten Dinge der „guten alten Zeit“. Denn Samen aus gentechnologisch gezüchteten Pflanzen und Hybridzüchtungen sind für die Nachfolgegeneration untauglich. Alte Frucht- und Gemüsesorten fehlen bereits im üblichen Sortiment und geraten in Vergessenheit. Dass diese industriell lancierten Methoden sehr kurzsichtig sind, wird immer mehr erkannt. Nun erleben altbewährte Gemüse und Fruchtsorten eine Renaissance. Sie eignen sich vor allem für die eigene Samengewinnung und versprechen spannende Abwechslung im Speiseplan. So haben sich viele Liebhaber diese Raritäten zurückerobert, entweder aus Protest oder aus Freude am Tun. 20

von Susanne Schütz und Anne Lorch

„Wer Weitblick hat, weiß die Dinge zu lenken“

Dieser Zwischentitel ist ein Zitat des Franziskaners Peter Amendt. Die Gartenpraxis ohne Chemie und im Einklang mit den Naturkreisläufen macht auf lange Sicht absolut Sinn und motiviert, einer entleerten Erde mit geringer Bodenbearbeitung und humusaufbauenden Methoden Gutes zu tun. Effektive Mikroorganismen und Pflanzenkohle machen die Arbeit im Biologischen Anbau sicherer. EM sorgen für widerstandsfähige und stabile Pflanzen und verbessern die Lagerfähigkeit. Viele Gemüse verbleiben im Boden und trotzen auf dem Beet durch die wärmende Arbeit der EMs sogar frostigen Temperaturen. So wird auch im Winter direkt vom Garten auf den Tisch geerntet. Alle Leben aufbauende Pflanzenstoffe bleiben erhalten. Konservierungsmethoden wie schonende Trocknung unter 40° Celsius oder mit EM milchsauer eingelegte Früchte und Gemüse werten das Repertoire auf. Der persönliche Nutzen dieses Umdenkprozesses liegt im Resultat: Durch den Verzehr der eigenen Ernte erfahren wir am eigenen Leib, dass wir vitaler werden und uns gesünder fühlen. Zur fortlaufenden Ernte gehört die Planung: Abgeerntete Beetreihen sollten nach der Frühlings- und Sommerernte wieder mit Nachkulturen bestückt werden, damit auch die Erdkrume immer mit pflanzlichem Grün bedeckt ist. In der Kulturführung mit EM erübrigt sich die komplizierte Fruchtfolge, weil die Effektiven Mikroorganismen im Boden wurzelfeindliche Ausscheidungen aus vorgängigen Kulturen in die Leben aufbauende Dominanz überführen. Sie bereiten den Nähstoffnachschub aus organischem Dünger rasch pflanzenverfügbar auf (Bokashi plus Pflanzenkohle, Pflanzenjauchen) und sorgen für anhaltende Fruchtbarkeit. Wie leicht ist es doch, auch im kleinen Umfeld eines Gartens für ein genesendes Erdreich zu sorgen. Das bedeutet Weitsicht selbst in unserer nächsten Nähe.


PFLANZENWELT

Aus Susannes

Erfahrungsschatz

Geerntete Kürbisse bilden ihren typischen Geschmack noch weiter aus, wenn sie an einem kühlen Ort auf der draußen liegenden Kellertreppe oder unter dem Vordach eines Speichers bis zum Frost zwischengelagert werden.

Geschenke aus der Natur-kost-bar sind immer willkommen: Susanne erarbeitet an den länger werdenden Abenden vorausschauend kleine Mitbringsel für ihre große Familie und Freunde. Für Kräutersalz werden die gesammelten und getrockneten Gewürzpflanzen fein im Mörser zerrieben und mit Stein- oder Kristallsalz vermischt. Tee aus Heilpflanzen kommt zusammen mit farbenfrohen Blütenblättern von Ringelblumen, Stockrosen und Kornblumen ins Glas. Getrocknete Tomaten, mit Basilikum und Salbei in Olivenöl eingelegt, sind eine Delikatesse.

Zwiebeln zu Zöpfen binden: Wenn sich das Zwiebelrohr von allein abgelegt hat und dürr ist, hat der Saftstrom zwischen Wurzel und Blattgrün aufgehört. Die Zwiebeln sind reif für die Ernte. Dekorativ zu Kränzen, Girlanden oder Zöpfen gestaltet, finden sie am schattigen und luftigen Platz unter dem Dach den idealen Lagerplatz.

Kohlsprossen begutachten: Wenn die Röschen noch dicker werden sollen, die Triebspitze einkürzen, um weiteres Längenwachstum zu stoppen. Damit wird die ganze Lebenskraft in die Sprossen gelenkt. Wenn die Kohlbällchen am Stängel aber schon groß sind, bleibt die Triebspitze mit ihrem Blätterschopf als Schattenspender erhalten.

Tomatennachreife: Vor den ersten Frösten ausgepflanzte Tomatenpflanzen ausreißen und am geschützten Ort oder im Gewächshaus aufstellen oder locker ablegen. Wichtig ist, dass das Blattgrün erhalten bleibt, weil das den typischen Tomatengeschmack an die Früchte weitergibt.

Herbstgemüse im Winter frisch vom Beet auf den Tisch zu bringen, ist mit einer EM-Bewirtschaftung möglich geworden und auch für Susanne immer noch etwas Besonderes.

Fotos: Anne Lorch

Die Erntezeit läuft auf Hochtouren. Die Vorfreude auf sonnengereifte Früchte und Gemüse für den winterlichen Genuss ist groß. Susanne erinnert viele Kursteilnehmer an Großmutters Vorratshaltung und überzeugt mit einleuchtenden Argumenten.

01 Wintergenuss: Unterm schützenden Dach des alten Speichers warten Zwiebeln und Kürbisse auf den Verzehr.

02 Die losen Häute an den Zwiebeln entfernen. Die abgetrockneten Schlotten dekorativ zusammenbinden.

03 Schmackhafte Tomaten bis zum Winter: Die Früchte mitsamt den Blättern am geschützten Ort nachreifen lassen.

04 Nachahmen lohnt sich: Bei Susanne entstehen sehr beliebte Mitbringsel aus hausgemachter Produktion.

05 Das Stadium von Rosenkohl beachten: Hier sind die Sprossen schon groß. Ein Eingriff erübrigt sich.

06 Vom Beet auf den Teller ohne Zwischenlagerung: Das ist beste Kost für unsere Gesundheit.

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PROFIGARTENBAU GEMÜSEBAU

Tatkräftige Gärtnerin Auf dem Weg zu rückstandsfreien Ernten Pilzkrankheiten im Griff, deutlich weniger Rückstände und dazu ein gutes Gewissen. Das alles zählt für Doris Hopf. Zusammen mit ihrem Mann Karl führt sie in Wien-Simmering einen Gartenbaubetrieb in 3. Generation und arbeitet seit rund vier Jahren mit der EM-Technologie.

Erstmals rückstandsfrei

„Die EM-Anwendungen bringen große Vorteile mit sich. Wir sparen Pflanzenschutzmittel ein, benötigen keine Schutzkleidung mehr, reduzieren Rückstände und bei der Ernte fallen keine Wartezeiten an. Heuer haben wir zum ersten Mal eine Partie Gurken völlig ohne chemischen Pflanzenschutz produziert“, erzählt Doris Hopf sichtlich zufrieden. „Außerdem habe ich ein gutes Gewissen unseren Mitarbeitern und Kunden gegenüber.“ Für sie selbst und die Mitarbeiter ist allein schon die Arbeit ohne Schutzkleidung im Glashaus viel angenehmer. Außerdem stellen sich Fragen der Einhaltung von gesetzlichen und vom Handel vorgegebenen Rückstandsgrenzen einfach nicht mehr. „Im Frühjahr bauen wir immer ein bisschen Salat an. Wir hatten dabei erstmals Effektive Mikroorganismen ausprobiert und beobachtet, dass damit Rückstände offensichtlich schneller abgebaut werden und die Grenzwerte leichter erreichbar sind“, schildert Doris Hopf erste Erfahrungen mit der EM-Technologie, die heute im Betrieb regelmäßig eingesetzt wird.

Plant Power Produkte immer dabei

Auf rund vier Hektar werden im geschützten Anbau Gurken und Tomaten kultiviert. Allesamt wachsen sie prächtig. Vor Beginn der Kultur wird der Innenraum des Glashauses mit BB Boden (1:10) tropfnass ausgesprüht. Mit dem regelmäßigen EM-Einsatz während der Kulturzeit wird Pilzkrankheiten bestens vorgebeugt. Die wöchentlichen EM-Spritzungen setzen sich aus den Komponenten BB Blatt, Terrafert Blatt, MK 5, Fermentierter Pflanzenextrakt, BB Multical sowie Molke- und EM Keramikpulver zusammen. Damit sind Botrytis oder Mehltau kein Thema mehr. 22

Sollten erste Anzeichen auftauchen, erhöht Doris Hopf die Konzentration bzw. den Intervall der EM-Spritzungen. „Mit dem Multikraft System zögere ich den Mehltaubefall hinaus und verhindere eine Daueranwendung von Pflanzenschutzmitteln. Gurken zum Beispiel stehen je nach Pflanzung zwischen 16 und 20 Wochen. Dank der EM-Technologie greife ich derzeit nur noch ein oder zweimal während der gesamten Kulturzeit mit Pflanzenschutz ein, um noch auf Nummer sicher zu gehen.“ Genau so geht Doris Hopf auch bei den Tomaten vor und stellt fest, dass sämtliche Kulturen generell gesünder und kräftiger sind. Ein weiterer Faktor für die bessere Pflanzengesundheit ist die tägliche Anwendung von BB Boden und Terrafert Boden. Die beiden Komponenten werden dem Gießwasser beigemischt und zu jeder Pflanze in das Kokossubstrat automatisch über die Dosierpumpe mitgetropft. Je nach Witterung und Größe der Pflanzen wird die Dosierung angepasst. Damit zeigt sich eine bessere und schnellere Wurzelbildung. Die Wurzeln sind kräftiger und dank der konsequenten Behandlung mit Multikraft Produkten hat sich auch die Wurzelkrankheit Pythium erübrigt.


PROFIGARTENBAU GEMÜSEBAU

Ernte ohne Wartezeiten

„Sollte eine Pflanze doch einmal Anzeichen eines Pilzbefalls oder einer anderen Krankheit zeigen, dann erholt sie sich mit den regelmäßigen Anwendungen von Plant Power Produkten schneller. Das ist sowohl bei den Gurken als auch bei den Tomaten zu beobachten“, berichtet Doris Hopf, der es in erster Linie darum geht, Produkte zu verkaufen, die möglichst rückstandsfrei sind. Deshalb ist sie ganz besonders stolz darauf, heuer den ersten Gurkensatz völlig ohne Chemie kultiviert zu haben. Ein Vorteil, der sich daraus auch noch ergibt, ist, dass durch die EM-Anwendung keinerlei Wartezeiten gegeben sind. Die Ernte muss wegen Abbauzeiten von Rückständen nicht mehr ausgesetzt werden. „Ich kann gleich ernten. Vor allem auch dann, wenn es von den Kulturen her am besten passt. Das ist gut so. Früher haben wir die Wartezeiten eingehalten und trotzdem war ein ungutes Gefühl dabei. Ich will einfach nicht mehr mit Chemie durch die Glashäuser spazieren gehen und somit macht die Ernte dann viel mehr Freude. Die Arbeit mit Multikraft Produkten ist einfach unbedenklich.“

Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Gartenbau in Wien Schönbrunn besuchen. Zum anderen ist eines ganz klar: „Pflanzenschutzmittel setzen wir derzeit nur noch gelegentlich als Notbremse ein. Langfristig wollen wir unseren Betrieb komplett rückstandsfrei führen. Das ist weitblickend unser Ziel. Mit Multikraft sind wir auf einem sehr guten Weg.“

Fotos: Multikraft

Multikraft System im Betrieb integriert

Also kein schlechtes Gewissen mehr, wenn das Personal die Pflanzen spritzt oder Kinder durchs Glashaus gehen. „Wir arbeiten viel lieber mit Pflanzen, von denen wir wissen, da ist nichts drinnen, was nicht hingehört“, stellt Doris Hopf erleichtert fest und freut sich, so gute Qualität an die Abnehmer LGV-Frischgemüse und GEO-Gemüse zu liefern. Für sie zählt auch, mit der EM-Technologie sehr viel auszuprobieren, um sie in den Betrieb und in die Arbeit mit den Kulturen optimal zu integrieren. „Die Arbeit mit Nützlingen war ein spannender Lernprozess in unserem Betrieb und so sehe ich es auch mit den Effektiven Mikroorganismen.“ Hilfreich dabei ist auch der Erfahrungsaustausch mit erfahrenen Multikraft Anwendern wie zum Beispiel der Gärtnerfamilie Kasehs. Mulikraft Fachberater Günther Soukup ist auch zur Stelle, wenn es Fragen gibt, und betreut den Betrieb regelmäßig. Betrachtet Doris Hopf ihren Familienbetrieb mit Weitblick, freut sie sich zum einen, dass die beiden Söhne sich für die Gärtnerei interessieren und beide die 23


LANDWIRTSCHAFT OBSTBAU

Fruchtgenuss

Gesunde Böden und Bäume, bessere Qualität und Haltbarkeit Es ist jedes Mal ein Highlight. Kinder aus dem Kindergarten Eggersdorf sind am Hof der Familie Taucher zu Besuch und ernten Äpfel. Sie sehen beim Pressen zu und trinken frischen Saft. Für ein ganzes Jahr bekommt der Kindergarten Apfelsaft gratis. Denn Obstbaumeister Florian Taucher hat ein Motto: „Wir haben diese Welt von unseren Kindern nur geborgt.“ So versteht es sich von selbst, dass er umweltschonend und naturnahe arbeitet. Der in Hof-Präbach nahe Graz gelegene Familienbetrieb ist umgeben von Obstgärten und Wald. Zusammen mit seiner Frau Roswitha bewirtschaftet Florian Taucher 19 Hektar mit Äpfeln, Birnen, Kirschen, Marillen, Pfirsichen und Zwetschken, Edelholunder, roten und schwarzen Ribisel. Äpfel werden auf 8 Hektar kultiviert, von der lokalen Sorte Kronprinz Rudolf bis zum Golden Delicious, Jonagold, Topas oder Gala-Äpfel reicht der Bestand. Die Veredelung macht Florian Taucher selbst. „Ich versuche alte Sorten auf moderne Baumformen zu ziehen und mit modernen Pflanzsystemen wirtschaftliche Erträge zu erzielen. Mit Effektiven Mikroorganismen ist es ein leichter Weg.“ Mit ihnen arbeitet er schon seit zwölf Jahren und seit 2013 kultiviert er mit Unterstützung der EM-Technologie alle Früchte nach den Richtlinien des biologischen Landbaus.

Positives Milieu mit Multikraft Produkten

Kinder aus dem Kindergarten Eggersdorf zu Besuch am Hof der Familie Taucher

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Wesentlich dabei ist unter anderem die Bodenbehandlung mit Wirtschaftsdünger, Kompost und Mulch. Florian Taucher, der in der Gemeinde Höf-Präbach Bürgermeister war, kompostiert seit acht Jahren den gesamten Strauchschnitt der Gemeinde mit der EM-Technologie. Der Schredder ist mit einer Düse bestückt, die während des Grünschnitts EM Aktiv sprüht. Das Siebgut kommt nach zwei, drei Monaten auf den Komposthaufen und reift dort nach. Einige Bauern haben zusammen ein Heizwerk gebaut, Hackgut davon wird dem Kompost beigemengt. „Dadurch entsteht hochwertiger Kompost für meine Obstgärten und Gemeindebewohner holen ihn für ihre Hausgärten ab.“ Obendrein wirken sich regelmäßige Mulchgänge positiv auf das Bodenleben aus. Statt Herbizide füllt Florian Taucher EM Aktiv in den Behälter am Mulchgerät. Mit diesen Maßnahmen sind die Böden durchlässiger und belebter. Fahrspuren sind keine mehr zu sehen, das heißt, es gibt keine Verdichtung der Böden mehr. Blickt Florian Taucher auf die zwölf Jahre der EM-Anwendung, sieht er auch, dass Gräser und der Stickstofflieferant Klee ganz von selber wachsen. Und er freut sich über die Hummeln. Seit den regelmäßigen EM-Anwendungen sind im Obstgarten viele Nützlinge unterwegs.


LANDWIRTSCHAFT OBSTBAU

EM zur Baumstärkung

Alle Obstbäume werden vorbeugend je nach Witterung einmal pro Woche mit EM besprüht. Pro Hektar kommen für die Sprühmischung auf 200– 300 Liter Wasser, 5 Liter Kuhmilch, 5 Liter EM Aktiv und ein Kilogramm Urgesteinsmehl. Ab und zu kommt noch etwas Essig dazu, um den pHWert am Blatt zu regulieren. Hier sind Erfahrung und Beobachtung gefragt. Gesprüht wird regelmäßig in der Früh oder am Abend. Ideal ist es auch nach dem Regen, wenn die Blätter noch feucht sind, denn dadurch wirkt die EM-Mischung besser ein. Krankheiten wie Mehltau oder den für Kernobst gefährlichen, durch ein Bakterium hervorgerufenen Feuerbrand gibt es nicht mehr.

Starke Früchte

Hofladen & Hofradl

Obst, Fruchtsäfte, Nektare und Apfelmost werden direkt im Hofladen verkauft. Als Teil des „Hofradls“, zu dem sich sieben bäuerliche Betriebe zusammengeschlossen haben, bietet Florian Taucher auch Spezialitäten wie Nudeln und Getreideprodukte, Fleisch oder Schnäpse aus den Partnerbetrieben an. Damit haben die Konsumenten in jedem Hofladen eine große regionale Produktpalette zur Auswahl. Außerdem gibt es einen HofradlShop für den Online-Einkauf und einen gemeinsamen Verkaufsanhänger. Florian Taucher beliefert mit Obst und Säften noch 20 weitere Hofläden. Auch die Lehrenden und Studierenden der Technischen Universität Graz kommen jedes Jahr in den Genuss eines Jausensackerls mit frischen Äpfeln, Birnen und Zwetschken. Naturnahe, umweltschonend erzeugte Produkte haben für Florian Taucher mit Weitblick zu tun. So erzählt er gerne von seiner Arbeit mit der EMTechnologie und bringt damit andere Bauern auf die Idee, die vielseitigen Effektiven Mikroorganismen selbst auszuprobieren. Sogar ein Südtiroler Spargelbauer ist schon umgestiegen und hat mit lockeren Böden seither eine leichte Ernte.

Fotos: Familie Taucher, Shutterstock

Bäume wie Früchte sind vitaler und widerstandsfähiger. „Die reifen Marillen wurden zum Beispiel angehagelt. Ich sprühe immer eine EMMischung darauf. Die Hagelwunden verfaulen dadurch nicht, sondern vertrocknen. So sind die Früchte für die Obstverarbeitung noch sehr gut verwendbar.“ Einen Tag vor der Ernte kommt die EM-Sprühmischung – diesmal ohne Urgesteinsmehl – nochmals zur Anwendung. Direkt vor der Einlagerung geht Florian Taucher so vor: „Bevor ich eine Box mit 350 Kilogramm Äpfeln einlagere, besprühe ich sie mit einer 1%-EM-Mischung. All das verbessert die Qualität und Haltbarkeit der Früchte. Im Apfelkühlraum haben wir auch nach einem Jahr Lagerung keinerlei Fäulnis und können so hochwertige Äpfel über das ganze Jahr anbieten.“

Über die Jahre ist der Zuckergehalt in allen Obstsorten messbar gestiegen. „An den Zuckerwerten, die unser Vermarkter regelmäßig misst, sehen wir, dass die Arbeit mit EM keine Illusion ist. Bei der Saftverarbeitung ist auffällig, dass die Farbstabilität weit besser ist“, stellt der Obstbauer fest.

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TIERHALTUNG FKE

Gut aufgestellt Gesunde Kälber von Anfang an

Wenn Kälber nach der Geburt zum ersten Mal aufstehen, sind sie noch ziemlich wackelig auf den Beinen. So wie ihr Immunsystem auch. Besser gesagt, sie haben noch keines. Für die Aufzucht gesunder Kälber braucht es neben der Hygiene im Stall vor allem bei der täglichen Fütterung große Sorgfalt. In den ersten Lebensstunden ist eine rasche Biestmilch-Aufnahme das Gebot der Stunde. Wie FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) dabei unterstützend eingesetzt wird, berichtet Familie Meingassner aus Vorchdorf in Oberösterreich. Paul Meingassner wird in nächster Zeit den Hof, der als Nebenerwerbsbetrieb geführt wird, von den Eltern übernehmen. Nachdem er 2009 maturiert und anschließend den Grundwehrdienst absolviert hatte, wurde der Stall ausgebaut und von zwölf auf 35 Milchkühe aufgestockt. Jährlich werden um die vierzig Kälber aufgezogen.

Biestmilchphase

Unmittelbar nach dem Abkalben beginnt die Fütterung der Kälber mit der Biestmilch. „Die Biestmilchphase dauert rund eine Woche. Wir bieten unseren Kälbern dazu auch schon Heu an“, erzählt Gertrude Meingassner. Die Biestmilchphase gehört in der Kälberaufzucht zu den wichtigsten Phasen. Die neugeborenen Kälber kommen ohne aktiven Immunschutz auf die Welt. Die Kälber nehmen Antikörper aus der Muttermilch auf. Diese Milch beeinflusst die Tiergesundheit enorm, denn Biestmilch enthält einen wesentlich höheren Anteil an Immunglobinen und bis zu fünf Mal mehr Eiweiß als herkömmliche Kuhmilch. Die Kuh gibt die Biestmilch unmittelbar nach der Kalbung bis zum dritten Tag. Danach reduziert sich der Gehalt an Immunoglobinen bereits auf 60 %. Die Biestmilch ist in einem Kälberleben die erste und auch die wichtigste Mahlzeit. „Wichtig ist, dass die Kälber genug Biestmilch aufnehmen, damit sich ihr Immunsystem nach und nach aufbaut. Wir geben sie mit der Flasche und achten genau darauf, dass sie pro Mahlzeit rund 3 Liter trinken“, berichtet Jungbauer Paul Meingassner. 26

Milchzusatz FKE

Nach der Biestmilchphase wird auf die herkömmliche Kuhmilch umgestellt. „Dieser Milch geben wir rund 50 ml FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) auf 3–4 Liter Milch pro Tränke bei. Die kleinen Kälber bekommen drei Mahlzeiten am Tag mit 2,5 bis 3 Liter. Wenn sie größer sind und gut wachsen, bekommen sie bis zu 4 Liter Milch pro Tränke“, erzählt Gertrude Meingassner weiter: „Nach etwa zwei, drei Wochen erhalten die Tiere einen Kälberstarter bzw. Kälbermüsli dazu. Die herangewachsenen Stierkälber werden dreimal täglich getränkt, während die weiblichen Kälber zwei Mal täglich getränkt werden. Zusammen mit dem Heu und Kraftfutter erreichen die Stierkälber mit vier Wochen zwischen 95 bis 100 Kilogramm und werden zur Versteigerung gebracht. Bei den Versteigerungen ist es gerne gesehen, wenn die Kälber nicht nur Milch trinken, sondern auch schon fressen. „Viele Bauern versteigern ihre Stierkälber erst mit fünf oder sechs Wochen. Für uns ist es ein Vorteil, dass die Stierkälber das Gewicht schon mit vier Wochen erreichen. Ihre Fresslust ist dank der Zugabe von FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) sichtlich gesteigert und insgesamt sind alle unsere Kälber dadurch frohwüchsiger“, ist Gertrude Meingassner zufrieden.

Milchkühe im Laufstall bei der Grundfutteraufnahme


TIERHALTUNG FKE

von Prof. Dr. Monika Krüger

Weitblick Vorausschauendes Sehen, eben Weitblick, zeichnet die Menschen auf allen Gebieten der Gesellschaft aus, die nachvollziehbare Vorstellungen von der Zukunft, vom Leben, den Facetten des Miteinanders besitzen. Die Grundlage dafür ist Wissen, nicht Information, die mal schnell über Smartphone oder Internet eingeholt werden kann und ebenso schnell wieder aus dem Kurzzeitspeicher des Gehirns entfernt wird. Damit kann selten weitsichtig Famile Meingassner v.l.n.r.: Wolfgang, Gertrude, Stephanie, Paul, Christina, Brigitte und Michael Meingassner

gearbeitet, auch können so kaum neue Ideen, Zusammenhänge entwickelt oder erarbeitet werden. Solides Grundwissen ist eine Grundvoraussetzung für Weitblick auf allen Gebieten des Lebens. Die heutige Gesellschaft ist schnelllebig, die Ergebnisse der Wissenschaft potenzieren sich in immer kürzerer Zeit. Komplexe Zusammenhänge werden, weil sie als

Fotos: Familie Meingassner, Multikraft

Frohwüchsige Kälber

Bestandsprobleme lassen sich meist auf Fehler bei der Haltung oder Fütterung zurückführen. Oftmals wird Kälberdurchfall zu einem Problem. Nicht so bei Familie Meingassner. „Wir haben die Kälberaufzucht sehr gut im Griff“, sagt Paul, „Durchfall ist dank der regelmäßigen Beigabe von FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) eine Seltenheit. Das Multikraft Produkt finde ich außerdem preislich sehr gut. Unsere Kälber sind damit gesund und gut auf den Beinen.“ Das bestätigt auch Stefan Rath, landwirtschaftlicher Fachberater von Multikraft: „FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) stellt einen großen Sicherheitsfaktor in der Kälbergesundheit dar. Es stärkt das Immunsystem und unterstützt vorbeugend gegen Durchfall.“ Während die Stierkälber versteigert werden, bleiben die weiblichen Kälber am Hof der Familie Meingassner und bekommen weiterhin bis zu zehn Wochen lang die mit FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) vermengte Milch zu Heu und Kälbermüsli dazu. Anschließend werden sie der Milch entwöhnt, kommen aus den tief eingestreuten Kälberboxen in die ebenso eingestreuten Gruppenboxen zu je sechs Kühen und beginnen Futter zu fressen wie all die anderen Kühe auch. Die Ganzjahressilage wird von den hofeigenen Wiesen gewonnen. „Die Grassilage, die wir täglich an unsere Kühe füttern, besprühen wir mit rund fünf Liter FKE (Fermentierter Kräuterextrakt)“, erzählt Paul Meingassner, der den gesamten Kreislauf im Blick hat. Die Darmgesundheit der Tiere wird damit verbessert und die Gülle wird auch verträglicher für Böden und Pflanzen. Wechselweise kommen die am Hof verbleibenden Kalbinnen vom Laufstall auch hinaus ins Freie und grasen dort den schwer zu mähenden Hang selber ab. Es heißt, das Kalb von heute ist die Kuh von morgen. Um Fehlernährungen, Krankheiten und damit hohe Folgekosten zu vermeiden, spielt die Fütterung in der Kälberaufzucht eine entscheidende Rolle. Die Kälber der Familie Meingassner sind von Anfang an gut aufgestellt und aus ihnen entwickeln sich gesunde Stiere und Kühe.

solches nicht zu bearbeiten sind, vereinzelt. Das mag in der Physik, Chemie oder Mathematik von Vorteil sein, doch in der Biologie bedeutet das immer, dass der Gesamtorganismus in Einzelstücke zerlegt wird. Zerlegung hinterlässt Teilstücke, die sich kaum wieder zum Gesamtorganismus zusammenlegen lassen und deren Funktion vom Gesamtorganismus

abweicht.

Prof.

Karl

Hecht

(2011),

Emeritus

der

Humboldt-Universität, konstatiert: „Ein Lebewesen ist nicht die Summe seiner einzelnen Teile, sondern ein integriertes dynamisches funktionelles System, eben mehr als nur eine Zusammenstellung von Teilen.“ Das trifft den Nagel auf den Kopf, weil wir weitblickend diese Gesamtheit respektieren müssen. Die gesamtheitliche Sicht, die die wesentlichen Aspekte des Lebens wie Umwelt, Ernährung, Verhalten, Vererbung, Epigenetik, Soziologie, Erziehung, Bildung, historische Entwicklung etc. integriert, versucht zu verstehen, warum die Dinge so sind, wie sie sind. Eine Erfindung, ein Produkt müssen hinterfragt werden, ob sie geeignet sind, das Leben von Menschen so zu beeinflussen, dass ein höherer Wert, ein besseres Leben daraus resultieren. Es ist eben nicht alles machbar, was denkbar ist. Menschen sind denkende Wesen und tragen eine große Verantwortung für die Existenz des Lebens auf unserem blauen Planeten.

Kolumne von Prof. Dr. Monika Krüger – em. Professorin und Direktorin des Instituts für Bakteriologie und Mykologie, Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Leipzig (D)

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LANDWIRTSCHAFT ACKERBAU

Starke Stücke Plant Power beugt Krautfäule vor

Was hat Wellpappe mit Kartoffeln zu tun? Auf den ersten Blick gar nichts, könnte man meinen. Doch die vielfach in der Verpackungsindustrie verwendeten Kartons kommen ohne die starken Bodenschätze nicht aus. Die Stärke der Kartoffel wird als nachwachsender Rohstoff gewonnen und als Kleber zwischen den gewellten Pappschichten verwendet. In der Lebensmittelbranche ist die Stärke von Biokartoffeln inzwischen sehr gefragt. So auch in der Agrana Kartoffelstärkefabrik Gmünd im Waldviertel. Zu ihren Lieferanten zählen die Harmer KG und Familie Leo Hofbauer. Franz Reidinger ist Betriebsleiter der Harmer KG im niederösterreichischen Spillern, einer Biolandwirtschaft mit 250 Hektar, die seit 1999 mit Multikraft vielfach zusammenarbeitet. Neben der Produktion von Speisekartoffeln für den Verkauf in Österreich und Deutschland baute die Harmer KG zum ersten Mal Stärke-Kartoffeln an. Die Agrana Stärke GmbH suchte neue Produzenten, um die erhöhte Nachfrage an Biostärke zu decken.

Franz Reidinger

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Gesunde Kartoffel-Mutterknolle bei der Ernte, ohne Fäulnissporen

EM-Bodenbehandlung

Wie bei allen landwirtschaftlichen Kulturen arbeitet Franz Reidinger auch beim Anbau von Stärke-Kartoffeln mit den Plant Power Produkten von Multikraft. „Mit den regelmäßigen EM-Bodenbehandlungen haben die Böden eine bei Weitem bessere Wasserspeicherkapazität und sind trockenheitstoleranter. Es gibt unglaublich viele Regenwürmer. Der Humusgehalt hat sich von 1,9 % auf rund 4 % gesteigert. „Nachdem die Ackerbohne im August als Vorfrucht gedroschen wird, erfolgt die EM-Bodenbearbeitung: auf 300 Liter Wasser kommen 30 Liter BB Boden pro Hektar. Sämtliche Ernterückstände bleiben am Feld und werden in den Boden eingearbeitet. Hauptarbeitsgerät ist ein Doppelherzschargrubber, der die Kapillarität im Boden besser erhält. Ende August bis spätestens Mitte September wird die Winterbegrünung angebaut. „Wenn im Frühjahr die Winterbegrünung abgefrostet und der Boden nicht zu nass ist, bringen wir pro Hektar 25 m³ EM Bokashi aus. Es besteht aus 80 % Pferdemist, 20 % Kartoffel- und Zwiebelabfällen, fermentiert mit BB Boden. Das ist guter, satter Mist, den wir nochmals mit BB Boden besprühen und dann mit dem Grubber einarbeiten. Zwei Mal wird im Frühjahr der Boden noch mit der Saatbeetkombination hergerichtet“, berichtet Franz Reidinger. Von Mitte April bis Anfang Mai erfolgt der Anbau der Kartoffeln. Direkt am Kartoffelleger befindet sich eine Sprühvorrichtung, mit der in anderen Betrieben Fungizide ausgebracht werden. Franz Reidinger befüllt sie stattdessen mit einer Mischung aus 30 Liter BB Boden, 2 Liter Terrafert Boden, 2 Liter MK5 und 5 Kilo Steinmehl Biolit ultrafein auf rund 100 Liter Wasser pro Hektar. Anhand der Kugeldüse besprüht er damit nur die jeweilige Reihe, in die die Kartoffeln abgelegt werden. „Somit liegt die Mutterknolle in einem gesunden Milieu. Sie kann sich wunderbar entfalten.“


LANDWIRTSCHAFT ACKERBAU

Kartoffeln enthalten sorten-, vegetations- und witterungsabhängig 15–21 % Stärke. 17 % Stärke ist der langjährige Durchschnitt von Biokartoffeln. Aus 1 Tonne Kartoffeln gewinnt man rund 200 Kilogramm reine Stärke.

Agrana Stärke GmbH

Fotos: Multikraft, Harmer KG,Leo Hofbauer

EM-Blattbehandlung

Der nächste wichtige Schritt ist die EM-Blattbehandlung. Leo Hofbauer, der im Waldviertel Flächen von insgesamt 110 Hektar und davon rund 20 Hektar Biokartoffeln bewirtschaftet, hat die EM-Technologie von Franz Reidinger kennengelernt und schwört auf die EM-Blattbehandlung zur Vorbeugung von Krautfäule. „Pro Hektar gebe ich 3 Liter BB Blatt und 3 Kilogramm BB Multical auf 300 Liter Wasser. Diese Mischung sprühe ich mindestens drei Mal zu Beginn der Vegetationszeit auf die Pflanzen. Die Pflanzen sind unbedingt gleich im Jugendstadium zu besprühen, wenn sie 15–20 Zentimeter hoch sind. Die Kinder brauchen gute Nahrung“, lacht Leo Hofbauer: „Sprüht man sie später, zeigt sich schwächeres Wachstum und sie werden krankheitsanfälliger. Ich bin ganz erpicht darauf, sie zum optimalen Zeitpunkt zu behandeln, denn damit benötige ich kein Kupfer mehr zur Krankheitsvorbeugung.“ Das bestätigt Franz Reidinger begeistert. „Seitdem wir mit Multikraft Produkten arbeiten, fahren wir bei unseren Kartoffeln völlig ohne Kupfer.“ Er führt die Blattbehandlungen mit einer Mischung aus 3 Liter BB Blatt, 3 Kilogramm BB Multical, 1 Liter Terrafert Blatt und 2 Liter MK5 auf 300 Liter Wasser pro Hektar durch. MK 5, das Chili und Knoblauch enthält, nimmt er dabei vorbeugend gegen Schädlinge wie den Kartoffelkäfer. Beide Landwirte stellen fest, dass die Stauden während der ganzen Vegetationsphase gesünder und widerstandfähiger sind. Der Unkrautdruck hat sich deutlich reduziert. Die Kartoffeln entwickeln sich gleichmäßiger, es gibt weder übergroße noch zu kleine Knollen. „Ich bin absolut begeistert, weniger Krautfäuledruck zu haben. Das führe ich auf die EM-Behandlung zurück“, so Leo Hofbauer, dessen Zusammenarbeit mit der Agrana Stärke GmbH sich nicht nur auf die Lieferung beschränkt. Er bietet immer wieder Schauversuche zum Kartoffelanbau an und stellt dabei auch seine Arbeit mit der EM-Technologie vor.

Lagerung ohne Fäulnis

„Seit wir 2008 auf biologische Bewirtschaftung umgestellt haben und seit 2009 die Plant Power Produkte verwenden, haben wir weder auf dem Feld noch bei der Lagerung Fäulnisprobleme“, erzählt Leo Hofbauer weiter: „Wir produzieren durchschnittlich 25 Tonnen Kartoffeln pro Hektar, die wir Anfang September einlagern und die bis Ende Dezember sukzessive der Agrana GmbH geliefert werden. Der Nachbau bleibt in Kisten und wird im Frühjahr angebaut.“ Kühl und dunkel wollen es Stärke- und Speisekartoffeln bei der Lagerung haben. Es darf weder zu feucht noch zu trocken sein, sonst faulen sie oder werden runzelig. Und richtig, Fäulnisprozesse sind seit den EM-Behandlungen auf dem Feld später bei der Lagerung kein Thema mehr. Diese Erfahrung macht auch Franz Reidinger: „Selbst wenn hin und wieder eine angefaulte Kartoffel dabei ist, steckt sie nicht die ganze Lagerungskiste an. Diese eine Kartoffel fermentiert und die Fäulnis trocknet ein. Damit ist die Sache erledigt.“

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WOHLBEFINDEN BIOEMSAN

Naturreine Zutaten, echte Wirkung Die Haut ist ein ganzheitliches Organ, in dem sich körperliche, geistige und seelische Prozesse widerspiegeln. Sie besitzt eigene Kräfte, sich selbst zu versorgen und zu regenerieren. bioemsan Biokosmetik stärkt die gesunden hauteigenen Vorgänge und Rhythmen. Dank der naturreinen Inhaltsstoffe in Kombination mit Effektiven Mikroorganismen ist sie ein hochwirksamer Schutz vor äußeren Einflüssen.

Unzählige Bakterien bzw. Mikroorganismen tummeln sich auf unserer Hautoberfläche. Für das bloße Auge nicht sichtbar, spielen diese Kleinstlebewesen auf der Haut eine mindestens genauso große Rolle wie ihre Kollegen im Darm. Sie sind eine wichtige Schutzschicht zur Außenwelt. Auf unserer Haut leben so viele Bakterien wie Menschen auf der Erde. Man weiß heute, dass diese Bakterien nicht nur untereinander kommunizieren, sondern auch Botschaften an die Haut senden.

Sich mit den Schätzen der Natur zu pflegen – das ist bioemsan Biokosmetik.

7 Tabus in der Naturkosmetik Aluminium und Aluminumsalze werden in verschiedenen kosmetischen Mitteln verwendet, um die Poren zu verengen und dadurch den Schweißfluss vorübergehend zu verringern. Aber auch Lippenstifte und Zahncremes sowie andere Produktkategorien können Aluminiumverbindungen als zusätzlichen Inhaltsstoff in meist geringer Dosierung beinhalten. Dies bedeutet, dass wir mit der Verwendung aluminiumhaltiger Kosmetikartikel nicht nur unsere Haut schädigen können, wir haben auch keine Kontrolle darüber, wie viel Aluminium durch die Haut in unseren Körper gelangt.

Parabene sind chemische Konservierungsmittel, die in kosmetischen Produkten eingesetzt werden, um eine Verkeimung zu vermeiden und somit das Kosmetikprodukt haltbar zu machen. Diese künstlich hergestellten Konservierungsmittel können über die Haut in den Körper gelangen, sich dort ablagern und den Hormonhaushalt beeinflussen. Die vermuteten Konsequenzen: Unfruchtbarkeit bei Männern, eine frühzeitig einsetzende Pubertät bei jungen Mädchen und sogar Krebserkrankungen. Diese Nebenwirkungen wurden bereits in Tierversuchen nachgewiesen.

Silikone sind Kunststoffe, die sich wie ein Film auf Haut und Haare legen und so als Faltenfüller in Cremes dienen und die Haare glänzend und glatt erscheinen lassen. Nach der ersten Anwendung wirken die Haare oft gesünder, da sie sich glatter anfühlen. Silikone schaden jedoch dem Körper auf lange Sicht, denn Feuchtigkeit und pflegende Stoffe können nicht aufgenommen werden, Haare und Haut können nicht mehr atmen und trocknen unter dem Silikonmantel aus. Kunststoffe stellen auch für die Umwelt ein Problem dar, da sie nicht abgebaut werden können. Zum Glück gibt es natürliche Alternativen, z. B. Jojoba-, Kokos-, Avocado- oder Olivenöl.

Paraffin und andere Mineralöle werden aus Erdöl gewonnen und ersetzen in konventioneller Kosmetik hochwertige pflanzliche Öle. Sie sorgen für ein weiches Hautgefühl, haben im Gegensatz zu hochwertigen Pflanzenfetten jedoch keine pflegende Wirkung. Ganz im Gegenteil, denn Mineralöle dichten die Hautoberfläche ab und behindern so die Nährstoffaufnahme und die natürliche Regeneration der Haut.

Nanotechnologie bezeichnet man die künstliche Herstellung von Stoffen, die kleiner als 100 nm sind. In der Kosmetik sollen sie beispielsweise dafür sorgen, dass die Pflegestoffe besser in die Haut einziehen. Sie verbessern die Konsistenz von Produkten und dienen der Verlängerung der Haltbarkeit. In vielen Bereichen ergeben sich jedoch Risiken für die Gesundheit und die Umwelt, da die Auswirkungen der Nanotechnologie noch nicht ausreichend erforscht sind. Durch ihre geringe Größe können Nano-Partikel viel leichter in alle Gewebebereiche und Zellen des Körpers eindringen. Wie sich Nanoteilchen auf die Umwelt auswirken, ist bisher noch nicht bekannt.

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Synthetische Duftstoffe oder Parfums sind im Labor künstlich nachgebaute Düfte, die natürliche Parfümöle und ätherische Öle ersetzen. Hauptgrund hierfür sind sicherlich die Kosten. So reagieren inzwischen immer mehr Menschen mit Hautreizungen und Allergien auf die synthetischen Parfumöle. Nicht deklarationspflichtige Duftstoffe werden häufig einfach als Parfum angegeben. Synthetische Emulgatoren sorgen dafür, dass sich die einzelnen Bestandteile eines Produkts vermischen. Außerdem werden sie in der Kosmetikindustrie auch als Weichmacher und Feuchthaltemittel eingesetzt. Problematisch ist hierbei, dass Emulgatoren auch hauteigene Fette binden, die beim nächsten Waschgang dann aus der Haut gespült werden. Sie haben somit eine austrocknende Wirkung und machen sensible Haut durchlässiger für Schadstoffe.


WOHLBEFINDEN BIOEMSAN

Gut für die Haut, gut für uns selbst. Pflegen wir unseren Körper, unser Gesicht und unsere Haare, so tun wir uns damit etwas Gutes. Äußeres und Inneres werden in der Naturkosmetik mit ganzheitlichem Blick betrachtet. Wir unterstützen die Haut in ihrer natürlichen Regenerationsfähigkeit und bringen sie tiefenwirksam in Balance. Alle bioemsan Rezepturen basieren auf dem neuesten Stand der Wissenschaft. Kombiniert werden sie mit überliefertem, traditionsreichem Wissen. Herkömmliche Hautpflegeprodukte mit chemisch hergestellten Inhaltsstoffen wirken hingegen nur oberflächlich. Häufig werden fragwürdige Substanzen in die Rezeptur gemischt, die nicht nur das Gleichgewicht der Mikroorganismen stören, sondern dem gesamten Organismus schaden.

Pastinaken-Rösti mit Salbei für 4 Personen

Wertvolle Bio- und Naturkosmetik

Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zwischen Biokosmetik/Naturkosmetik und konventioneller Kosmetik ist der Einsatz von hochwertigen Pflanzenwirkstoffen. Die naturreinen Zutaten kommen bevorzugt aus kontrolliert biologischem Anbau oder aus kontrollierter Wildsammlung. Bio- und Naturkosmetik hat in den letzten Jahren ein rasantes Wachstum erfahren, doch nicht alle Produkte halten, was sie versprechen. Beim Einkaufen ist es daher besonders für Allergiker oder bei empfindlicher Haut wichtig, die Inhaltsstoffe zu beachten. Ebenso helfen Gütesiegel, hochwertige Produkte als solche zu erkennen.

Volldeklaration der Inhaltsstoffe

Auf den bioemsan Faltkartons zeigen die lateinischen INCI-Angaben mit deutscher Übersetzung, dass in den Rezepturen von Multikraft nur die besten Zutaten verarbeitet werden. Die Deklaration erfolgt in abnehmender Reihenfolge (größte Menge zuerst).

Zertifizierte Biokosmetik aus Österreich

Während auf dem Markt zahlreiche Naturkosmetik-Siegel von Firmen oder Verbänden existieren, sind im österreichischen Lebensmittelbuch eigene gesetzliche Kriterien für Natur- und Biokosmetikhersteller definiert. Bei Biokosmetikprodukten, die in Österreich hergestellt werden, müssen mindestens 95 % der pflanzlichen Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. Durch die Vergabe des ABG-Kontrollzeichens wird die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben, Normen und Richtlinien garantiert. Die gesamte Produktlinie von bioemsan trägt das Austria Bio Garantie Siegel für zertifizierte Biokosmetik.

bioemsan gleich testen

Fotos: Multikraft

Senden Sie uns eine E-Mail an info@multikraft.at mit dem Betreff „bioemsan Testpaket bestellen“ sowie Ihrer Adresse. Wir senden Ihnen als treuer Multikosmos-Leser ein bioemsan Testpaket gratis zu. Viel Freude beim Testen unserer hochwertigen bioemsan Biokosmetik-Linie! Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung zu unseren Produkten.

600 g Pastinaken, 200 g Zucchini, 1 große Zwiebel, 2 Eier, 2 EL Vollkornmehl, 100 g geriebener Käse, Manju Meersalz, Pfeffer aus der Mühle, 2 EL Olivenöl, 1 EL Butter, 12 Salbeiblätter, 4 Tomaten Pastinaken schälen, Zucchini waschen, beides grob raspeln. Zwiebeln schälen und fein würfeln. Alles gut mischen. Eier verquirlen, mit Gemüse, Mehl und geriebenem Käse mischen, salzen und pfeffern. In einer großen beschichten Pfanne 1 EL Öl und die Butter erhitzen. Die Gemüsemischung dazugeben und mit dem Pfannenwender zu einem Fladen formen, dabei fest andrücken. Bei mittlerer Hitze ca. 5 Minuten goldbraun braten, dann auf einen großen Teller gleiten lassen und mithilfe eines zweiten Tellers wenden. Mit 1 EL Olivenöl zurück in die Pfanne geben und die zweite Seite ca. 5 Minuten ebenfalls goldbraun braten. Inzwischen das restliche Öl in einer kleinen Pfanne erhitzen, den Salbei darin in 1–2 Minuten knusprig braten. Die Tomaten waschen und in Scheiben schneiden, dabei die Stielansätze entfernen. Rösti vierteln, auf Teller verteilen, mit Tomatenscheiben und dem knusprigen Salbei belegen, dazu passt frischer Blattsalat!

Guten Appetit wünscht Diana Auzinger!

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Fotos: Multikraft, Shutterstock

KLEINE HELFER

Knabberspaß

kunterbunt und gesund

PETERSILWURZEL

Gesunde Gemüsechips sind knusprig, lecker und auch kinderleicht selbst zu machen. Du kannst sie mit deinen Freunden gemeinsam bei der nächsten Party oder in der Schulpause knabbern. Wir zeigen dir, wie du die bunten Gemüsechips zuhause nachkochen kannst. Sei kreativ und erschaffe lustige Figuren oder Tiere!

DU BRAUCHST KARTOFFELN IN GELB UND VIOLETT, KÜRBIS, KAROTTEN IN ORANGE UND LILA, ROTE RÜBEN, SELLERIE, PASTINAKEN, PETERSILWURZELN OLIVENÖL, MANJU MEERSALZ, KRÄUTER UND GEWÜRZE NACH BELIEBEN UND SO GEHT’S DAS BACKROHR AUF 180 °C VORHEIZEN.

DAS GEMÜSE GUT WASCHEN, MIT EINER KÜCHENHOBEL IN DÜNNE SCHEIBEN SCHNEIDEN UND IN EINE SCHÜSSEL GEBEN. MIT ETWAS OLIVENÖL, MANJU MEERSALZ UND KRÄUTERN GUT VERMENGEN, DANN CA. 15 MIN. ZIEHEN LASSEN.

NUN DIE GEMÜSESCHEIBEN AUF EIN MIT BACKPAPIER AUSGELEGTES BLECH LEGEN UND CA. 40 MIN. BEI OFFENER BACKOFENTÜR (KOCHLÖFFEL DAZWISCHEN KLEMMEN) BACKEN, BIS ALLES SCHÖN KNUSPRIG IST. DIE SCHEIBEN WÄHREND DES BACKENS MEHRMALS WENDEN.

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DAZU PASST EINE GESUNDE MAYONAISE 2 Eigelb, 1 TL Senf süß, 1 Msp. Paprikapulver, 1 Prise Salz, Saft einer halben Zitrone, 50 g Olivenöl, 50 g Leinsamenöl, 50 g Sauerrahm Eigelb, Senf, Paprikapulver, Salz und Zitronensaft in einem hohen, schlanken Gefäß vermischen und die beiden Ölsorten mit einem Stabmixer langsam einmixen, bis eine stabile Masse entsteht. Nun den Sauerrahm unterrühren und abschmecken.

Teilnahmebedingungen: Teilnahmeschluss ist der 31. Dezember 2017. Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, ausgenommen Mitarbeiter und Angehörige der Firma Multikraft. Nach dem Ende der Teilnahmefrist erfolgt eine Ermittlung der Gewinner durch Ziehung. Die Gewinner werden schriftlich verständigt. Die Preise können nicht in bar abgelöst werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Teilnehmer ist mit der elektronischen Erfassung und Verarbeitung seiner Daten einverstanden, die ausschließlich für Betreuungszwecke der Firma Multikraft Produktions- und HandelsgmbH verwendet werden. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben und selbstverständlich können Sie jederzeit einer weiteren Verwendung Ihrer Daten zu Werbe- und Marketingzwecken – auch soweit dies rechtlich ohne Ihre Einwilligung zulässig ist – durch eine einfach Mitteilung an Multikraft Produktions- und HandelsgmbH widersprechen.


KLEINE HELFER

ROTE RÜBE

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Koche deine eigene Gemüsechips-Eule, schicke uns ein Foto und gewinne diese Multikraft Produkte: Manju Meersalz, Kulau Bio Kokosnussöl, Kulau Bio Kokosblütenzucker, Manju Schokoladen, Manju Meersalz Pastillen, Buch „Effi und Miki“ Jede Einsendung gewinnt einen Anerkennungspreis. Einfach an info@multikosmos.at senden oder per Post an Multikraft, Sulzbach 17, 4632 Pichl/Wels.

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INTERVIEW MANJU

Manju im Einsatz bis ins hohe Alter Johanna Fellermayr lebt zusammen mit ihrem Mann Walter in Leonding in Oberösterreich. Beide haben sie schon ein stolzes Alter erreicht, Frau Fellermayr ist 79 und ihr Mann 87 Jahre alt. Und beide schwören sie auf Manju, das ihnen immer wieder Kraft und Vitalität verleiht.

Sie kennen Manju schon eine ganze Weile, sogar noch aus der Zeit, als es unter einem anderen Produktnamen bekannt war. Wie haben Sie Manju kennengelernt? Marianne Hofstetter hat mir Manju empfohlen. Sie betreibt in Linz seit vielen Jahren das Reformgeschäft „Gesünder Leben“ und ich bin schon lange eine Kundschaft von ihr. So wie sie mir Manju beschrieben hat, bin ich neugierig geworden. Frau Hofstetter macht auch immer wieder viele Schulungen und Anfang 2012 war ich bei einem ihrer sehr informativen Vorträge in der Landwirtschaftskammer in Linz. Bei diesem Vortrag waren auch die Hersteller aus Japan anwesend und haben die Zusammensetzung von Manju erklärt. Sie haben sehr anschaulich beschrieben, warum dieses Fermentationsgetränk mit seinen Inhaltsstoffen so empfehlenswert ist. Sie selbst und Ihr Mann nehmen Manju immer wieder ein. Welche Erfahrungen machen Sie damit und welche Veränderungen stellen Sie fest? Mein Mann hatte vor einigen Jahren Lymphdrüsenkrebs bekommen. Während der Chemotherapie hatte er täglich in der Früh zwei Stamperl Manju eingenommen. Die gesamte Chemotherapie hat er problemlos überstanden. Das war auffällig, weil andere Patienten sehr erschöpft und müde waren und sich immer wieder viel hinlegen mussten. Mein Mann hat in der Zeit sogar Schnee geschaufelt und fühlte sich kaum einmal erschöpft. Nach der Chemotherapie hat er eine Zeit lang noch jeden Tag ein Stamperl Manju genommen. Bis heute ist er gesund. 34

Wie geht es Ihnen selbst mit Manju? Ich selber nehme Manju immer wieder, wenn ich verkühlt bin. Da trinke ich ein Stamperl in der Früh auf nüchternen Magen. So komme ich mit einer Flasche circa einen Monat lang aus. Mir kommt vor, dass ich dadurch nicht so geschafft bin und die Verkühlung schneller vorbeigeht. Aufgrund unserer guten Erfahrungen empfehle ich Manju gerne weiter. Manju gibt einem einfach viel Kraft. Das habe ich bei meinem Mann so gesehen und auch bei einem Bekannten, der Darmkrebs hatte. Der fuhr immer mit dem Zug zur Chemotherapie nach Linz und wieder zurück und schaffte das wirklich gut. Warum schwören Sie auf Manju, was schätzen Sie daran? Manju kann jeder bedenkenlos und sehr einfach einnehmen. Es ist geruch- und geschmacklos. Es ist eigentlich wie Wasser. Dass es eine so kräftigende Wirkung hat, ist ja eigentlich unglaublich, aber ich sehe es am eigenen Körper. Mir kommt vor, als ob sich der Körper rundum erneuern würde. Ist man gesundheitlich angeschlagen, tut es der Genesung sehr gut und es stärkt die Widerstandskräfte. Manju gibt einem mehr Kraft, das spürt man. Es stärkt mich und gibt mir ein gutes Gefühl.


MEHR WISSEN

37°–Das Geheimnis der idealen Körpertemperatur für optimale Gesundheit

Altes Wissen Neues Wissen Der Mensch ist dem Wald seit jeher eng verbunden. Der Wald war sein

Uwe Karstädt 144 Seiten ISBN-10: 3864454352

Der Heilpraktiker Uwe Karstädt ist überzeugt: 37° ist die natürliche Temperatur für uns Menschen. Allzu oft werden kalte Hände und Füße oder tägliches Frieren als eine Unpässlichkeit abgetan. Dabei bedingt Kälte eine Mangeldurchblutung, eine schlechtere Versorgung der Zellen mit Nährstoffen und Sauerstoff sowie verminderte Entsäuerung und Entgiftung. Immunsystem, Vitalität und Stoffwechsel reduzieren sich bei Temperaturverlust. Leicht nachvollziehbar zeigt der Autor bewährte und leicht umsetzbare Methoden, die Kälte zu vertreiben, sodass der Körper zu kraftvoller Gesundheit findet. Heizen Sie sich ein – für Ihre Gesundheit!

Zwiebelwickel, Essigsocken & Co.: Traditionelle Heilmittel neu entdeckt

erster Tempel, sein Versteck bei Gefahr und gab ihm Feuer, das Licht und Wärme spendet. Märchen, Sagen und Legenden waren tief vom Wald geprägt. Seit Jahrtausenden ist der Wald Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten und seit Jahrtausenden hat der Mensch aus dem Wald geschöpft. Die Bäume wurden zu Fundamenten von Häusern, zu Brücken über Flüssen. Mit der Zeit wurde der Wald ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor, die Bedeutung von Holz als Baustoff ist heute wieder im Steigen begriffen. Forstwirtschaft, holzverarbeitende Industrie, Säge-, Papier- und Zellstoffindustrie, Holzhändler, Tischler und Zimmermeister leben vom Wald als Arbeits- und Wirtschaftsraum. Darüber hinaus liefert der Wald nicht nur den wertvollen Rohstoff Holz, sondern er ist auch Klimaregulator und schützt unsere Böden vor Humusschwund und Erosion. Waldböden speichern große Wassermengen und die reichliche Durchwurzelung der Bäume gibt den Böden Halt. Durch die gute Filterleistung des Waldbodens entsteht sauberes Grundwasser. Es bedarf also der ökologisch nachhaltigen Nutzung und Bewirtschaftung, um unsere Wälder gesund zu erhalten. Heute sind Wälder mehr als nur Wirtschaftsräume. Der Wald wird zunehmend als Lebensraum mit positiven Wirkungen geschätzt. Wir mögen die

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gute Waldluft. Der Wald tut uns gut. Was bisher nur ein Gefühl war, belegt

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heute die Wissenschaft. Forschungsergebnisse zeigen, dass sich Pflanzen

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Traditionelle Heilmittel neu entdeckt: Essigsocken bei Fieber, Holunderblütentee bei Husten oder eine Kette aus Meerrettich bei einer Mandelentzündung – unsere Großmütter wussten, was guttut und gesund macht. Karin Berndl und Nici Hofer zeigen liebevoll und auf leicht anzuwendende Weise über vierzig traditionelle Hausmittel, von deren Wirksamkeit sie seit ihrer Kindheit überzeugt sind. Es braucht gar nicht viel dazu. Ein paar Zutaten direkt aus dem heimischen Garten oder dem Vorratsschrank und diese wunderbaren Rezepte. Bei diesem Ratgeber fühlen wir uns schon beim Durchblättern besser!

Das geheime Leben der Bäume. Was sie fühlen, wie sie kommunizieren – die Entdeckung einer verborgenen Welt

über biochemische Signale und Duftstoffe ebenso wie über ihre Wurzeln mittels Knackgeräuschen verständigen und so zum Beispiel vor Schädlingen warnen. Die von den Pflanzen strömenden Duftbotschaften wirken auch auf unser Immunsystem und stärken unsere Widerstandskräfte. Bei Waldspaziergängen kommen also gleich mehrere gesundheitsfördernde Prozesse in Gang: Die Anzahl der Aktivität unserer Abwehrzellen wird ebenso beeinflusst wie unser Hormonsystem. Zwei ausgiebige Waldspaziergänge steigern die Abwehrkräfte um rund 50 %. Wir bauen Stress ab und fördern unsere Konzentration. Aufgrund dieser Ergebnisse gibt es in Japan seit 2012 einen eigenen medizinischen Forschungszweig: die Waldmedizin. Und sie zeigt: der Mensch reagiert nicht nur auf die biochemischen Botschaften der Bäume positiv, sondern auch auf ihre visuellen Reize, ihren Duft, auf das Rascheln ihrer Blätter. Sinneseindrücke aus der Natur wirken also wohltu-

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end auf unsere Psyche, auf Gehirn Peter Wohlleben

und Nervensystem und können

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therapeutisch eingesetzt wer-

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den. Sind wir viel im Grünen, sei

Erstaunliche Dinge geschehen im Wald. Bäume kommunizieren miteinander. Sie pflegen ihren Nachwuchs ebenso wie kranke Nachbarn. Bäume haben ein Gedächtnis. Der Förster und Ökologe Peter Wohlleben erzählt von den höchst erstaunlichen Fähigkeiten der Bäume. Ihre Wurzeln, Duftstoffe oder Lichtdrosselung spielen dabei eine große Rolle. Mit feinem Sinn für Humor übersetzt Peter Wohlleben wissenschaftliche Erkenntnisse in die Alltagssprache und schafft damit eine neue Begegnung für die Leser: Wir lernen das Lebewesen Baum in all seiner Lebendigkeit kennen und betreten damit eine völlig neue Welt.

es im Wald oder im Garten, hellt sich unsere Stimmung auf. Wälder wie Gärten sind uns Quellen der Inspiration, Freude und Gesundheit. Sie sind Lebensräume, deren unschätzbaren Wert es weitblickend für unsere Kinder und Enkelkinder weiterzugeben gilt.

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TIPPS & TRICKS

Tipps & Tricks peratur kann Bis zu w elcher Tem Herbst mit einer man die Bäume imbehandeln? EM-Sprühlösung ef Felbermair

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Unser Tipp von Jos

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TIPPS & TRICKS

Wozu und wie wendet man die Brennnessel Extrakt Sprühlösung und Scha chtelhalm Extrakt Sprühlösung an?

Unser Tipp von Gärtnermeister Günther Soukup

Schachtelhalm Extrakt und Brennnessel Extrakt sind biologis che Pflanzenhilfsmittel mit Effektiven Mikroorganismen. Sie dienen der Pflanzenstärkung (intensivere Blattausfärbung) und unterstützen auf natürliche Weise die pflanzeneigenen Abwehrkräfte. Idealerweise sprüht man Schachtelhalm und Brennessel Extrakt Sprühlösung von Frühling bis Herbst alle 10–14 Tage auf die Pflanze n. Bei feuchter Witterung kann das Sprühintervall auf 7 Tage verkürzt werden . Die Sprühlösungen haben einen natürlichen, intensiven Geruch und es gibt sie in der bequemen 0,5-Liter-Sprühflasche für den Garten zu Hause. Für den Profigartenbau bietet Multikraft Großgebinde (Konzen trat), die bequem ab 1. 1. 2018 angefordert werden können.

Was soll man im He rbst bei der s EM-Behandlung des Sch wimmteiche besonders bea chten? Unser Tipp vom Ökologen Mag. Robe

rt Rotter

der Saison – wie zum Beispiel entfernen Nach der letzten Pflege am Ende der von ugen absa auch nfalls bene gege untergetauchten Wasserpflanzen und nders vor allem die Herbstbehandlung beso Schlamm im Schwimmbereich – ist wichtig. ich EM Aktiv in Kombination mit Hier sollte vor allem im Pflanzbere mikpulver eingesetzt werden. Die Mikro ZeoBas ultrafein und etwas EM Kera er nden vorha bei nt, am weiter und begin biologie arbeitet über den Winter langs Rückrstoffmangel fördert Fäulnis und eine Saue n. zehre zu rstoff Saue cke Eisde Algen das jahr Früh im erkörper. Dies würde lösung von Nährstoffen in den Wass haffen, gesc Milieu ein wird g ndlun beha erbst wachstum anregen. Durch die EM-H kann. Der Teich hat somit im Frühjahr in dem Fäulnis sich schwerer entwickeln für eine algenfreie Badesaison. ion eine wesentlich bessere Ausgangsposit

M Keramikpulver E t a h en tz u N en Welch t sollte man es of ie w d n u ch ei T im ver wenden? Robert Rotter Unser Tipp vom

Ökologen Mag.

Fotos: Multikraft, Shutterstock

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TIPPS & TRICKS

? W ie kompostiert man richtigüsegarten Tipps für den privaten Gem Unser Tipp vom Ökologe

n Mag. Robert Rotter

ist eine Kunst, Richtig zu kompostieren cht. errs beh ann erm die nicht jed Einige Tipps dazu: stehen, nicht jedoch in zumindest im Halbschatten Der Komposthaufen sollte der prallen Sonne. kten Kontakt mit dem unässe zu vermeiden, dire Der Kompost sollte, um Sta den Komposthaufen er ürm enw Reg nen dadurch Boden haben, weiters kön ng. Hier geht es vor üllu und Auf ist die richtige Bef leichter besiedeln. Das Um feuchten Materiaund en ken troc von Verhältnis allem um ein ausgewogenes und Grasschnitt. lien wie Laub, Grünschnitt da sonst leicht Fäulnis reichend Luft dazukommt, Wichtig ist auch, dass aus chselendprodukte, die en sich wiederum Stoffwe entsteht. Durch Fäulnis bild en für die Entstehung ung setz aus und ideale Vor das Bodenleben hemmen erkrankungen sind. z. B. Botrytis und anderen Pilz von Krankheitserregern wie EM-Anwendungen gut man mit unterstützenden Solchen Prozessen kann organisches Material immer eine dünne Schicht entgegenwirken. Man legt t gemischt – und hnit nsc Grü und besten Grasvon max. 10 cm auf – am ht man es immer prü r. Ist das Material feucht, bes streut etwas ZeoBas darübe Mischung aus eine man t gieß , es eher trocken wieder mit EM Aktiv. Ist Richtwert gilt, ber gro der Gießkanne darüber. Als EM Aktiv und Wasser mit zum Einsatz Bas Zeo kg 5 bis 3 1 L EM Aktiv und dass pro m³ Kompost ca. kommen. t dazwischen, förkleine Schicht reifen Kompos Gibt man immer wieder eine bes Material wie gro d postierprozess. Ausreichen dert man den ganzen Kom für eine gute en sorg nitt sch uch äckselter Stra z. B. dünne Äste oder geh t auf bis zu 70 pos fens. Nun kann sich der Kom Durchlüftung des Komposthau s Unkrautsadas u, daz t führ atur hohe Temper Grad Celsius erwärmen. Die t dann aber uch bra t nen. Der fertige Kompos men nicht mehr keimen kön n. noch lange Zeit, um zu reife dass reifer Kompost aus früheren Zeiten besagt, Eine alte Gärtnerweisheit Garten verwendet im er or bev werden sollte, noch 3–5 Jahre lang gelagert wird. i (EM-Kompost). Diet die Herstellung von Bokash Einfacher und schneller geh m Material durch Ferdie Reifung von organische se Methode beschleunigt erer Homepage unter uns auf ashieren finden Sie mentation. Tipps zum Bok om/de/produkte-anwendu https://www.multikraft.c t-terra-preta/ welt-garten/gartenkompos

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ngen/pflanzen -

Wie lange sollte man die eMC® Reiniger einwirken lassen?

Unser Tipp von Mag. Dr. Erika Rokita

Die alltägliche Reinigung von Küchenflächen, Fliesen, Kacheln benötigt keine Einwirkzeit. Einfach den eMC® Reiniger aufsprühen und nachwischen. Bei verschmutzten Flächen bedarf es einer kurzen Einwirkzeit von einigen Minuten. Die übliche Dosierung des eMC® Kraftreinigers beträgt 10 ml auf 1 Liter Wasser. Bei sehr starken Verschmutzungen ist es sinnvoll, den eMC® Reiniger bis zu einer halben Stunde oder auch einmal über Nacht einwirke n zu lassen. Am nächsten Tag erneut einsprühen und dann nachputzen. Ich empfehle auch, Teppiche am Abend mit eMC® Teppichreiniger einzusprühen und über Nacht wirken zu lassen. In gleicher Weise gehe ich bei Toilette und Badezimmer mit eMC® Kalkreiniger vor. Eine Variante bei hartnäckigen Verschmutzungen ist, die Konzentration auf 100 ml eMC® Reiniger pro Liter Wasser zu erhöhen. Mit dieser Mischung entfernt man auch Schimmel. Beim Putzen von Fenstern genügen 1–2 ml eMC® Allzwec kreiniger Citrus oder Lavendel auf 1 Liter Wasser, damit keine Schlieren entsteh en. Ich berücksichtige dabei immer den abnehmenden Mond im Sternze ichen Waage, Wassermann oder Zwilling. Die EM-Sprühlösungen sollten zügig in den nächsten zehn Tagen aufgebraucht werden. Ihre Haltbarkeit verlängert sich um einige Tage bei dunkler, kühler Lagerung in einem Küchenschrank und bei Zugabe von 5 EM Keramikpipes.


INFOS & TERMINE

Infos & Termine EM-Café

Jeden 1. Freitag im Monat von 14:30 bis 16:30 Uhr im Stumpflhof (Sulzbach 17, 4632 Pichl bei Wels). Hier bietet Mag. Dr. Erika Rokita (Biologin, Jin-Shin-Jyutsu-Prakti­kerin, Kräuter- und Multikraft Fachberaterin) Austausch zu verschiedenen Schwerpunkt­themen und Beratung für Einsteiger und Praktiker. (Anmeldung erforderlich auf www.multikraft.com, begrenzte Teilnehmerzahl)

Die nächsten Termine sind: Freitag, 6. Oktober 2017 „Gesunde probiotische Lebensmittel selber herstellen!“

Freitag, 1. Dezember 2017 „Räuchern – mit heimischen Kräutern und Harzen“

Freitag, 3. November 2017 „Alles klar mit Haut, Nägeln und Haaren?“

Freitag, 12. Jänner 2017 „Winterzeit – Zeit der Regeneration“

Events

Erfahren Sie Neues über EM oder tauschen Sie Ihre Erfahrungen mit uns aus. Informationen zu Veranstaltungen rund um Effektive Mikroorganismen – Stammtische, Vorträge, Messen und vieles mehr – finden Sie auf www.multikraft.com Besuchen Sie uns auch bei folgenden Veranstaltungen:

life – die Messe für mich! Messe Wels Halle 21 // Stand C870 Fr., 6. – So., 8. Okt. 2017

Bio Österreich Wieselburg

Halle 3 // Stand 325 So., 5. – Mo., 6. Nov. 2017

EM-Stammtische

Für Anwender, Einsteiger & Interessierte zum Erfahrungsaustausch

WIEN Günter A. Gsöls Jeden 1. Dienstag im Monat, Beginn: 18:00 Uhr Das Schutzhaus, Gartenfreunde Ottakring, Steinlegasse 15 (Navi-Adresse Flötzersteig 6), 1160 Wien +43 664 320 65 77 Jeden 3. Donnerstag im Monat, Beginn: 19:00 Uhr Heuriger „Alter Bach-Hengl“, Sandgasse 7–9, 1190 Wien TRIBUSWINKEL Hildegard Baader Jeden letzten Dienstag im Monat, Beginn: 19:00 Uhr Mühlbachwirt, Kirchenplatz 8, 2512 Tribuswinkel +43 2252 497 48, +43 676 722 77 76 SOLLENAU Anita Schärf

Jeden 1. Mittwoch im Monat, Beginn: 18:00 Uhr „Bei mir daheim“, Feldgasse 1, 2601 Sollenau a.schaerf@aon.at, +43 664 516 55 75

EGGERSDORF | GRAZ Gartenparadies Peter Painer

Jeden 3. Mittwoch im Monat (außer November bis Februar) 17:00 Uhr EM-Stammtisch für alle, die sich für Effektive Mikroorganismen interessieren 18:30 Uhr Bauernmarkt & Talente Tauschkreis Badstraße 48, 8063 Eggersdorf, +43 3117 24 42, www.painer.com

ROHR | KREMSTAL Gärtnerei Schützenhofer

Jeden 3. Dienstag im Monat Kräuterstammtisch mit EM, Beginn: 19:00 Uhr, Linzerstraße 32, 4532 Rohr/Kremstal +43 7258 21 24

STRASSWALCHEN Johannes Lenzenweger

Jeden 1. Mittwoch im Monat, Beginn: 19:30 Uhr (außer Allerheiligen und von Dez.–Feb.) Lenzenweger, Voglhub 8, 5204 Straßwalchen, em.lenzenweger@gmx.at, +43 664 2825 895

ROTH Silvia Smetana

Jeden letzten Freitag im Monat, Beginn: 18:00 Uhr Haus der Schönheit, Hauptstraße 43, 91154 Roth evs.smetana@gmail.com, +49 9179 964 68 64

SCHOPFHEIM Silke Schaubhut

Jeden Monat ist ein Stammtisch vorgesehen, Termin bitte immer auf Anfrage! Patches4life, Belchenstraße 7, 79650 Schopfheim beratung@silke-schaubhut.de, +49 7622 673 98 14

Fotos: Multikraft, Shutterstock

FINSTERWALDE Thomas Kühne

Jeden 3. Donnerstag im Monat, Beginn: 19:00 Uhr An der Schraube 20, 03238 Finsterwalde, anfrage@naturgarten-planer.de, +49 3531 70 50 25 oder +49 3531 433 92 66

multikosmos Ausgabe 28 Unser nächstes Thema:

Fokus

KÄMPFELBACH Sigrid Bellitto

Jeden letzten Mittwoch im Monat, Beginn: 19:30 Uhr Friedenstr. 44, 75236 Kämpfelbach, +49 7232 40 93 61 sigrid-bellitto@online.de, www.bellitto.de 39


Für meine natürliche Weihnachtszeit Probiotische Biokosmetik aus Österreich

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Mein Lichtblick

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Erhältlich ab Anfang November 2017 auf www.multikraft.com oder beim Multikraft Partner in Ihrer Nähe. Angebot gültig, solange der Vorrat reicht. Preis inkl. gesetzlicher MwSt., Druck- & Satzfehler vorbehalten. Multikraft Produktions- und HandelsgmbH, Sulzbach 17/Stumpflhof, 4632 Pichl bei Wels, Servicehotline: +43 7247 50 250-100, info@multikraft.at, www.multikraft.com

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