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| Die Welt der Effektiven Mikroorganismen | Jänner 2015

Nr. 19

Bewusstsein Bewusst-sein

Abhängigkeit und Fremdbestimmung auf der einen Seite, die Macht des Konsumverhaltens auf der anderen – welche neuen Wege und Alternativen gibt es? Seite 8

Ausgezeichnet

Die Stadt Neumarkt in der Oberpfalz räumt mit herkömmlichen Reinigungsmitteln auf – und geht einen mehrfach ausgezeichneten, neuen Weg. Seite 22

Bedeutungsvoll

Darauf hinzuweisen mag dem Einen befremdlich erscheinen, Anderen ist der Zustand und die Wichtigkeit unseres Grund und Bodens nicht immer bewusst. Seite 12


Multikraft Intern

Der Stumpflhof vor der Revitalisierung 2006.

Es wird Platz gemacht für die spätere Produktionshalle. Die Baugrube wird zuvor mit Wasser und 0,1 % EMa besprüht.

Die Halle nimmt Form an.

Ganz im Sinne ökologischen Bewusstseins wurde der 1469 erstmals erwähnte Stumpfl­ hof, Firmensitz von Multikraft, mit Hilfe von der EM-Technologie revitalisiert und saniert. Von der Baugrube bis zum Endan­ strich wurden die Baumaterialien mit EMProdukten angereichert und so ihre Qualität und Haltbarkeit verbessert. Allgemein werden langfristig negative Aus­ wirkungen schädlicher Substanzen besei­ tigt, Schimmelbildung wird vorgebeugt und es herrscht ein angenehmes Raumklima.

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Die künftigen Büroräume bekommen ein neues Dach. Die Wände wurden vor der Dämmung mit einer 0,1 %-EM-Aktiv-Lösung besprüht.

Bewusstes Bauen Einsprühen mit der EMa-Lösung.

Die Außenwände wurden mit Schilfrohrmatten gedämmt, der Kalkputz mit 0,2 % EM-Klar-Aktiv und 0,1 % EM-Baupulver angereichert.

Die Innenwände wurden mit Schilfrohrmatten verkleidet, darauf wurde die Wandheizung montiert, anschließend der Lehmputz mit 0,5 % EM-Klar-Aktiv und 0,2 % EM-Baupulver aufgetragen.

Die Außenwände wurden mit Sumpfkalkfarbe gestrichen – angereichert mit 0,5 % EM-Klar-Aktiv und 2 % EM-Keramikpulver Amron A.

Die alte Kirschholztüre im neuen Glanz.

Es ist geschafft – nach einem knappen Jahr ist der Stumpflhof 2007 bereit zum Einzug.


VorWort

Sei dir deiner Kräfte, Bedürfnisse und Möglichkeiten bewusst, dann wirst du auf dem Weg, den du beschreitest, einen Gefährten haben. – aus tibet –

Leben wir bewusst im Einklang mit uns selbst, mit den eigenen Wurzeln und unserem Tun, sind wir lebendig und erlangen Gelassenheit. Zu „bewusst sein“ gehört die Erkenntnis, dass wir nur begrenzte Zeit auf diesem Planeten ver­ bringen und dass wir diese so sinnerfüllt wie möglich – auch in unserer tägli­ chen Arbeit – gestalten. Ein sorgsamer Umgang mit unseren Ressourcen und Lebensgrundlagen sind für mich logische Folge. Multikraft macht auf einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt aufmerksam und schärft unter anderem das Bewusstsein für die Bodengesundheit. Diese ist maßgebliche Voraussetzung für vitale Pflanzen und damit Basis von Lebens- und Futtermitteln. Zur Bedeutung des Bodens erfahren Sie mehr ab Seite 12. Einen neu entwickelten Bodenaktivator und die Schwarzerde stellen wir auf Seite 20 und 21 vor.

Fotos: Multikraft

Aktiv zu handeln macht das Dasein von Unternehmen aus. Eine wichtige Komponente guter Unternehmensführung ist es, Visionen und Ziele mit ganz bestimmter Orientierung umzusetzen. Solcherart bewusstes Handeln be­ stimmt das Erscheinungsbild des Unternehmens, so geschehen auch in Neu­ markt in der Oberpflalz, wo gleich mehrere Einrichtungen auf ökologische Reinigung mit EM umgestellt haben (Seite 22). Die Bio-Brauerei Neumark­ ter Lammsbräu reüssiert seit mehr als dreißig Jahren mit einem nachhaltigen Unternehmenskonzept und einer regional verankerten Erzeugergemeinschaft (Seite 11). Wie vielfältig EM eingesetzt werden, zeigen der Gartenbaubetrieb auf den Seiten 26 und 27 und die Gemüsespezialitäten der Familie Errath (Seite 24). Mit regionalen Alternativen als Gegengewichte beschäftigen wir uns ab Seite 8.

Bewusstsein hatte im Lateinischen die Bedeutung „Mitwissen“. Wir wissen heute von den Produktionsbedingungen industrieller Massenwaren. Angebot und Werbung von großen Supermarktketten verleiten viele Konsumenten dazu, Produkte zu kaufen, die eigentlich nicht gebraucht werden, das Budget jedoch belasten. Dass Bio teuer und nicht leistbar wäre, stimmt so betrachtet nicht. Es gilt, dass Konsumenten die Wertigkeit gesunder und naturnahe pro­ duzierter Lebensmittel aus der Region wieder schätzen. Dies erreichen wir am besten mit der Nähe zu den Produzenten. Was wir gut kennen, schafft Vertrauen, stärkt die Ressourcen und Netzwerke der Erzeuger sowie unser al­ ler Bodenhaftung. Für die Erhaltung unserer Kulturlandschaften ebenso wie unseres persönlichen Wohlbefindens und unserer Gesundheit ist es wichtig, Menschen den Wert qualitätsvoller Lebensmittel wieder schmackhaft zu ma­ chen. Positive Aspekte ins Leben aller Altersstufen bringen dabei „Neben­ produkte“ wie das Finden „der Wurzeln“, das Erleben von Erdverbundenheit sowie soziale Kontakte. Gelegenheit zu sozialen Kontakten und Austausch von Wissen bieten auch die regelmäßigen EM Stammtische (Seite 6). Auf diese Weise begleiten uns viele Gefährten auf den Wegen zu bewusstem Sein und Handeln. Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen!

Ulrike Hader, Herausgeberin

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Nr. 19

Bewusstsein 02__ MULTIKRAFT INTERN // Bewusstes Bauen 03__ VORWORT // Mag. Ulrike Hader definiert „bewusst sein“ damit, mit seinem Tun in Einklang zu sein

05__ EM-GEMEINSCHAFT // Gesunde Nahrung – gesunder Boden. „Essbare Gemeinde“ Heiligenkreuz am Waasen

06__ MULTIKRAFT MULTIPLIZIEREN // EM-Stammtische &

Vorträge – praktisches Wissen in geselliger Runde

08__ COVERSTORY BEWUSSTSEIN //Bewusste

Gegengewichte im Handeln // Nachhaltigkeit als Grundsatz: Dr. Franz Ehrnsperger über die Biobrauerei Neumarkter Lammsbräu

12__ IM GESPRÄCH // (K)ein Bodenartikel – Mag. Robert Rotter

erzählt über die Bedeutung und Notwendigkeit des Bodens und was zu tun ist, um ihn zu schützen

16__ MENSCHEN // Effektive Mikroorganismen ... für die BioKräutergärtnerei bei Johann Winklhofer // ... für die Blütenmacher bei Johann und Margarethe Höller 18__ PFLANZENWELT // Bewusstsein ist Wissen:

Anne Lorch und Susanne Schütz über Erfahrungen und Erleben

// 8

Bewusste Gegengewichte im Handeln

22__Reinigung mit eMC

// Ausgezeichnet: neue Wege in der Gebäudereinigung in Neumarkt in der Oberpfalz // „Bewusstsein“ von Prof. Dr. Monika Krüger ®

24__LANDWIRTSCHAFT GemüseBAU // Bei Familie Errath im Lavanttal geht es mit EM „quer durch den Gemüsegarten“

26__Gartenbau Zierpflanzen // Blick über den Tellerrand: So innovativ arbeitet Karl Gleissner jun. im Gartenbau

28__WOHLBEFINDEN BIOEMSAN // Schönheit liegt in unserer Natur: 7 Tipps für effektive Naturkosmetik // Neu – bioemsan Frühlingspakete // Rezepte zum Nachkochen 30__KLEINE HELFER // Der Lebensraum Boden – wo kleine Helfer wohnen 32__ INTERVIEW MANJU // Manju für 4 Pfoten 33__MEHR WISSEN // Literaturempfehlungen und neue Produkte // Altes Wissen – Neues Wissen – Kompost 34__Multikraft WISSENSWERT // Nachgefragt Teil 10 //

EM auf der Spur // Veranstaltungen // Multikraft unterwegs // Vorschau

20__HAUS UND GARTEN // Findige Köpfe – das neue Bodengold // Viel Grün ohne Düngen mit natürlicher Schwarzerde // „Lebst du noch oder wirst du schon gelebt?“ von Prof. Dr. Manfred Hoffmann

Impressum

HERAUSGEBER: Mag. Ulrike Hader, MEDIENINHABER: Multikraft Produktions- und HandelsgmbH, Sulzbach 17, 4632 Pichl/Wels, Austria, Tel. +43 7247 50 250-100, info@multikraft.at, www.multikraft.com, KONTAKT & CHEFREDAKTION: Kerstin Pierer, LAYOUT: Multikraft, Lisa Radakovits, AUTOREN DIESER AUSGABE: Mag. Robert Rotter, Prof. Dr. Monika Krüger, Anne Lorch, Prof. Dr. Manfred Hoffmann, Mag. Katja Haller, LEKTORAT: Mag. Ewald Schreiber, DRUCK Grasl FairPrint, VERLAGSORT Bad Vöslau

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// 12

(K)ein Bodenartikel Robert Rotter über die Wichtigkeit des Bodens


EM-Gemeinschaft

Gesunde Nahrung – gesunder Boden Beide sind untrennbar verbunden. Jeder Mensch hat Anspruch darauf, auf der ganzen Welt. So lautet das Manifest der „Essbaren Gemeinde“ Heiligenkreuz am Waasen, 25 km südöstlich der steirischen Landeshauptstadt Graz. Gut 2.000 Seelen genießen hier eine ländliche Idylle. Eine kleine Gemeinde mit großer Botschaft. Fährt man auf der Bundesstraße durch das beschauliche Örtchen, kann man sie kaum übersehen. Gleich am Straßenrand stehen fröhlich-gelbe Schau­ tafeln neben soliden hölzernen Hochbeeten: beim Marktgemeindeamt, neben dem örtlichen Geldinstitut, vor der großen Kirche, bis hin zum Kindergarten, dem öffentlichen Brunnen und schließlich – mutig aufragend – direkt am zentralen Marktplatz. Dort heißt es, für Vorbeifahrende gut sichtbar: „Herzlich willkommen in unserer Essbaren Gemeinde und guten Appetit.“ Und weiters ist zu lesen: „Unsere Erde ist unendlich kostbar, nicht nur als Planet der Menschheit, sondern als Nährboden, der alles wachsen lässt, was jeder von uns zum Leben braucht.“ Um dies zu würdigen, hat die Marktgemeinde Heiligenkreuz am Waasen – für alle erlebbar – ein Denkmal geschaffen: „Unsere Essbare Gemeinde“. Blickt man aufmerksam in unsere heutige Welt, gibt es gute Gründe, nachdenklich zu werden. So sieht es jedenfalls Victor Chornitzer, Arbeitskreismitglied der „Gesunden Gemeinde“ und Initiator des Projektes.

Fotos: Gemeinde Heiligenkreuz am Waasen

Sind unsere moderne Ernährung, unsere schonungslos industrielle Agrowirtschaft, unser hemmungsloser Umgang mit Wasser und Natur, unsere Abhängigkeit vom Machtspiel der Großkonzerne wirklich das Beste, was wir unseren Kindern und nachfolgenden Generationen übergeben können? Die Schautafeln der Essbaren Gemeinde geben Denkanstöße und wagen sich kurzgefasst und leicht verständlich an Antworten heran. Mit gesunder Ernährung, biologischer Landwirtschaft, Kräutern und Heilpflanzen, Respekt

All jene, die tiefer in das Thema Effektive Mikroorganismen eintauchen möchten, um mehr über die außerordentliche Nützlichkeit dieser Kleinstlebewesen zu erfahren, können sich der EM-Gemeinschaft Österreich anschließen. Der Verein bietet zahlreiche Informationen und organisiert Veranstaltungen, Stammtische und vieles mehr.

vor unserem kostbaren Wasser und nicht zuletzt mit Verantwortung unseren geliebten Kindern gegenüber wird vermittelt, dass auch eine kleine Gemeinde ein großes Bewusstsein entwickeln kann. Gesunde Gemeinde-Beauftragte Sylvia Wanz freut sich besonders über das informative Rahmenprogramm an Workshops und Vorträgen, gefördert vom Fonds Gesundes Österreich. Mit diesem Projekt will die Gesunde Gemeinde die Bevölkerung verstärkt auf die Alternativen zu unserer modernen Ernährung aufmerksam machen und in besonderem Maße auf die Wichtigkeit des schonenden Umganges mit den Ressourcen unserer Natur hinweisen. Und damit es nicht nur was zum Lesen und Nachdenken gibt, ist alles, was in den Hochbeeten wächst, für alle da, biologisch kultiviert, ohne giftige Pestizide und ohne Eigennutz. Angebaut wird quer durch den Gemüsegarten, denn Vielfalt ist absolut erwünscht in Zeiten von Einheitsbrei und Artensterben. Und heißt es nicht „… an den Früchten werdet ihr sie erkennen ...!“? Bürgermeister Franz Platzer blickt zurück auf das erste Jahr „Essbare Gemeinde“ und zieht Bilanz: „Auch ursprüngliche Skeptiker des Projektes erfahren die positive Ausstrahlung desselben. Obwohl wir in einer ländlichen Region leben, ist die Botschaft angekommen, sein eigenes unbelastetes Gemüse selbst zu produzieren, wobei sich Hochbeete in Wohnsiedlungen mit kleinen Auftrittsflächen besonders gut eignen.“ Hat vielleicht auch Ihre Gemeinde eine Botschaft oder Meinung, die man nachlesen und essen könnte? Wir helfen gerne bei der Umsetzung! Rechtes Bild, von l. nach r.: Bürgermeister Franz Platzer, Gesunde Gemeinde-Referentin Sylvia Wanz, Projektleiter Mag. Victor Chornitzer

Nähere Infos erhalten Sie über den Vereinsobmann Martin Lassnig: office@em-verein.at Die ordentliche Mitgliedschaft kostet 55,– Euro (30,– Euro für Senioren, Studenten/Lehrlinge, Fördermitglieder) pro Jahr. Zusätzlich zu den vielen Informationen erhalten Vereinsmitglieder multikosmos direkt ins Haus geliefert. Kontakt EM-Verein: Tel. +43 676 401 16 41, www.emev.at

Für neue Vereinsmitglieder Werden Sie jetzt Mitglied der EM-Gemeinschaft Österreich, Verein zur Förderung der Gesundung von Umwelt, Natur und Mensch durch regenerative Mikroorganismen. Bei Neuanmeldung bis Ende Mai 2015 erhalten Sie das Multikraft Kombipaket für den Haushalt „Alles im Reinen“ gratis!

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Multikraft Multipliziert

Praktisches Wissen EM-Stammtische und Vorträge in geselliger Runde

Sehr praxisnah: die EM-Stammtische bei Bernadette Schützenhofer

Alle Anwender finden bei EM-Stammtischen und Vorträgen hilfreiche, praktische Informationen – Neueinsteiger in die Welt der Effektiven Mikroorganismen ebenso wie bereits versierte Anwender. Die Besucher schätzen die regelmäßigen Stammtische als Drehscheiben für Informationen und als Orte der Begegnung. Es wird über EM informiert sowie die Anwendung vorgezeigt und dabei auf anstehende Fragen gezielt eingegangen. Gerade der persönliche Kontakt fördert den Austausch von wertvollen Erfahrungen aus der Praxis. Es ist immer wieder schön, wenn Besucher von ihren Erfolgserlebnissen berichten. So erzählen Hobbygärtner stolz von ihren Ernteerfolgen, wie zum Beispiel dreihundert Tomaten von einem Stock, der in Schwarzerde von Multikraft gesetzt war. Landwirte berichten, wie sie die Behandlung von Wunden oder Entzündungen bei ihren Tieren mit EMTechnologie unterstützen. Andere wiederum freuen sich über besseres Raumklima und einfachere Reinigung im Haus. Für all jene, die sich unter Effektiven Mikroorganismen noch nicht so viel vorstellen können, sind die Stammtische als erster Einstieg sehr hilfreich. Im persönlichen Kontakt erhalten sie praxisnahe sämtliches Basiswissen. Für Neueinsteiger in die Materie wird die Anwendung von Effektiven Mikroorganismen dadurch gleich um vieles einfacher und konkreter. Alle, die zu Beginn der Anwendung von EM keine so guten Erfahrungen gemacht haben, bekommen hier ebenfalls gezielte Praxistipps. Durch den fundierten Erfahrungsaustausch und das dazugewonnene Wissen sind auch sie wieder motiviert, EM aufs Neue einzusetzen. Die Stammtische sind also eine ideale Plattform, um

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Stammtischausflüge werden gut angenommen: hier im Fuchsiengarten der Familie Lehner, Hofkirchen i. Traunkreis.

Fragen zu klären. Unsicherheiten im Umgang mit EM-Produkten lassen sich im persönlichen Gespräch leicht aus dem Weg räumen. Erfahrene Referenten runden mit Vorträgen über aktuelle, den Jahreszeiten entsprechende Themen das Programm ab. Auf leicht verständliche Weise beleuchten sie in Theorie und Praxis die umfangreichen Einsatzgebiete und Wirkungsweisen Effektiver Mikroorganismen. Die Vorträge zeigen, wie unkompliziert sich EM in unsere alltäglichen Abläufe einbringen lassen. Der Themenbogen spannt sich von der Anwendung im Obst- und Nutzgarten bis zum Nutzteich oder Pool. EM und ihre Rolle für die Bodengesundheit sind ebenso Thema wie Vorbereitungen für die Gartensaison. Wie Effektive Mikroorganismen beim Frühjahrsputz glänzen, wird im Vortrag ebenfalls näher gebracht und dabei auch gleich vorgezeigt. Bei der Organisation von Vorträgen steht Multikraft unterstützend zur Seite, vermittelt zum gewünschten Thema passende Referenten und stellt Werbematerialien zur Verfügung. Bei all unseren Partnern, die die Stammtische organisieren, sowie bei den zahlreichen Referenten bedanken wir uns sehr herzlich für ihr großes Engagement und ihren unermüdlichen Einsatz!

Die aktuellen Termine und Themenschwerpunkte der Stammtische erfahren Sie auf www.multikraft.com

Fotos: Multikraft, Peter Painer, Bernadette Schützenhofer

EM-Bauernmarkt bei Peter Painer


Multikraft Multipliziert

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, Wien Günter A. Gsöls

Vortragspaket für Ihre Vorträge:

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n: ssetzunge u a r o V ie D

rina ag. Katha euerin M tr e rb und le g d n n lu ä bwick Unsere H rne zur A e g für n ie e S g t n ussetzu ra o Krebs berä V e ll a r Sie übe . informiert mmtische ge und Sta rä rt o -V M E

• 5 Stk. Plakate (Format A3 ) zur Ankündigung des Vortrag es • 100 Stk. Flyer zur Ankündigung des Vortrag es •B  roschüren in adäquater Me nge, passend zum Thema des Vortrages, max. 100 Stk. gesamt • 100 ml Proben EMa oder FKE in adäquater Menge •A  nkündigung im Veranstalt ungskalender auf www.multikraft.com

Paket für EM-Stam mtische:

• 5 Stk. Pla kate (Form at A3) • 100 Stk. F lyer • 20 Stk. F lyer pro M onat •A  nkündigu ng im Veran staltungskal auf www.m ender ultikraft.co m

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ltikraft.at info@mu

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Coverstory Bewusstsein

Bewusste

Gegengewichte im Handeln

12 %

vom Gesamteinkommen geben ÖsterreicherInnen für Ernährung aus.

20 %

der österr. Fläche werden biologisch bewirtschaftet (= 17.000 km2).

55 %

der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe werden im Nebenerwerb geführt.

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2.300 Landwirte

Seit 2003 gaben jährlich durchschnittlich 2.300 Landwirte ihren Hof auf.

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Gemüse­baubetriebe sind heute LGV-Frischgemüse-Mitglieder, 1946 waren es noch 2.500.


Fotos: Mary Evans, picturedesk.com, Neumarkter Lamsbräu, Multikraft

Der Begriff „Regionalität“ ist derzeit in aller Munde und regionale Produkte finden sich verstärkt in den Einkäufen bewusst lebender ÖsterreicherInnen wieder. Es mag komisch anmuten, dass man heute die Bedeutung der Regionalität und die früher ganz normale Nähe der Produzenten zu den Konsumenten extra wieder betonen muss. Doch gerade die Sicherung der Produktion einer ausreichenden Menge und Qualität an Nahrungsmitteln vor Ort (Versorgungssicherheit) wird in einigen Industrieländern aufgrund der Entwicklung und einem immer besser ausgebauten Transportsystem nicht mehr „benötigt“ und ist somit auch nicht mehr gegeben. Diese Entwicklung geht jedoch mit einer zunehmenden Abhängigkeit und Fremdbestimmung einher, die vielen Konsumenten gar nicht in allen Ausmaßen bewusst ist. Ein kleiner Blick in die Vergangenheit zeigt, wie weitreichend die Konsequenzen unseres Konsums sind. Besaß Europa noch vor wenigen Jahrzehnten eine blühende Textil- und Schuhindustrie, so hat sich diese durch unser Konsumverhalten à la „Geiz ist geil“ in Billiglohnländer verlagert. Mit dem Effekt, dass dieser früher so große, mit hunderttausenden Arbeitsplätzen verbundene Industriezweig in Europa so gut wie nicht mehr existiert. Ähnliches passiert leider seit längerer Zeit auch (aber nicht nur) in Österreichs Landwirtschaft. Auch hier haben Technisierung und betriebswirtschaftliche Überlegungen und Systeme zu einer Industrialisierung der Landwirtschaft beigetragen und fördern den Verlust einer vielfältigen und kleinstrukturierten Landwirtschaft. Doch in der globalen Welt der großen Handelsketten sind die Bedingungen hart. Im internationalen Wettbewerb können Kleinbauern mit großstrukturierten landwirtschaftlichen Betrieben nicht mithalten. Diesen bereits seit Jahrzehnten anhaltenden Verlauf bestätigt die Agrarstrukturerhebung 2013 der Statistik Austria. In Österreich geben jährlich rund 2.300 Landwirte auf. Damit einher geht ein Trend zu größeren Einheiten. Bei Schweinen zum

Beispiel hat sich seit 1995 der durchschnittliche Bestand pro Betrieb fast verdreifacht und reicht trotzdem für viele Landwirte heute nicht mehr zum Überleben. So wurde z. B. 1946 die nicht-gewinnorientierte Genossenschaft LGV Frischgemüse in Wien mit rund 2.500 Gemüsebaubetrieben gegründet, Heute sind es nur mehr 110. „Einzelne Betriebe sind den großen Handelsketten und ihrer Preispolitik ausgeliefert. Deshalb sind starke Erzeugergemeinschaften gerade für Familienbetriebe wichtig. Für Energie, Arbeitskraft und Kulturraum braucht es entsprechende Abgeltung und muss ein bestimmter Prozentsatz vom Preis beim Erzeuger bleiben“, erläutert Karl Herret, Leiter der Planungsabteilung bei der LGV. Das Preisdiktat zerstört kleine Betriebe und damit regionale Strukturen. Megabetriebe der Lebensmittelproduktion schaffen es, Waren wie Gemüse und Fleisch um ein Vielfaches preiswerter zu produzieren. Durch niedrige Sozialstandards, Energie- und Lohnkosten am Produktionsstandort entsteht eine enorme Verzerrung der Preise beim Endprodukt und führt unter anderem auch dazu, dass Lebensmittel im großen Stil an Börsen gehandelt werden. Zusätzlich sind Transportkosten aufgrund dieser Niedriglohnpolitik heutzutage ein vernachlässigbarer Faktor. Im Vergleich zu vielen anderen Ländern kann in Österreich weder Gemüse noch Fleisch dermaßen günstig produziert 9


Coverstory Bewusstsein

werden. In der Produktion von Gemüse tritt allein schon Europas Süden aufgrund klimatischer Vorteile – ebenso wie Deutschland, die Niederlande und Länder aus Übersee – mit Voraussetzungen auf den Markt, die es in Österreich nicht gibt. In Kombination mit den erwähnten niedrigen Erzeugungs- und Transportkosten passiert es folglich immer wieder, dass die Handelsketten die vorhandenen billigeren Produkte importieren und die heimischen Betriebe auf ihrer Ernte sitBedarf zen bleiben. Gerade bei Frischwaren sind Bauern auf die Abnahme angewiesen. Eine Reihe von ihnen verkauft ihre Ernte deutlich unter den Anbau Erzeugungskosten, um sie nicht gänzlich vernichten zu müssen. Zahlreiche Bauern beklagen durch diese Marktmechanismen deutliche EinImport nahmenausfälle und ringen um Bestehen und Fortführung ihrer als Familienbetrieb geführten Verlust Höfe. Angemessene Preise und faire Handelsbeziehungen fördern die heimische Produktion. Ein Weg zu mehr Fairness im Wettbewerb wäre auch mehr Transparenz in der Kennzeichnung der Lebensmittel auf Verpackungen und Speisekarten. Woher die Zutaten bezogen werden, wird meist nicht deutlich deklariert. Erzeugerbetriebe und Lebensmittelketten werben zwar mit Regionalität, finden dabei im Kleingedruckten allerdings zahlreiche Schlupflöcher. Bei Frischfleisch wird mit April 2015 von der EU die verpflichtende Herkunftskennzeichnung eingeführt. Für Frischfleisch und Frischgemüse garantiert das rot-weiß-rote AMA-Gütesiegel mit strengen Kontrollen die heimische Herkunft.

110.423 135.382 29.151 29.992

Mit ihrem Kaufverhalten können Konsumenten wesentlich zum Erhalt von regionaler Qualitätsproduktion, von Zukunftschancen bäuerlicher, kleinstrukturierter Betriebe und einzigartiger Kulturlandschaften beitragen. Laut Erhebung 2009/10 der Statistik Austria rangieren die Ausgaben für Ernährung mit rund 12 % erstmals an vierter Stelle nach den Bereichen Wohnen, Verkehr und Freizeit. 1950 wurden noch 45 % des Einkommens und 1980 immerhin noch 24 % für die Ernährung ausgegeben. Unsere Nahrungsmittel sind somit so günstig wie nie zuvor. Es braucht also das Bewusstsein, dass gute Ernährung wertvoll ist und auch einen gebührenden Preis haben darf und soll. Es zählt nicht nur die Qualität, sondern auch Bedarf der Mehrwert von Fleisch, Milchprodukten und Gemüse, die regional, ressourcenschonend und naturnahe produziert werden. Viele Menschen denken Anbau um. Sie kochen und essen vermehrt saisonal, nutzen lokale Bezugsquellen und sind bereit, faire Preise zu bezahlen. Import

255.702 52.000

Optimistisch betrachtet wandeln sich derzeit Bewusstsein und Kaufverhalten bei mehr und mehr Menschen. In ihnen keimt der Wunsch nach hochwertigen Lebensmitteln, die regional, ökologisch 10

238.896 Verlust

18.415

und zu fairen Bedingungen produziert werden. Lokal verankerte Initiativen wie Lebensmittelkooperativen und Zusammenschlüsse von Bauern zur Direktvermarktung sprießen aus dem Boden. Ab-Hof-Verkauf erfreut sich zunehmender Beliebtheit und so manche Firmen holen bereits die gesunde Jause für die Belegschaft direkt von den Höfen vor Ort. Unter dem Motto „Fleisch als Beilage“ werden Konsumenten motiviert, kleinere Mengen hochwertiges Fleisch von heimischen Bauern zu beziehen, dies ist langfristig preiswerter als täglich importiertes Billigfleisch. Initiativen wie „NETs.werk“ organisieren über Internet die Bestellung für Lebensmittel direkt von lokalen Bauern und richten kleine Läden für den Verkauf ein. Märkte, die schon eingeschlafen waren, boomen wieder. Wege der Direktvermarktung beschreitet auch Gabriele Wild-Obermayr, auf deren Gemüse­ hof regelmäßig ein Bauernmarkt mit saisonalem Gemüse und Obst sowie vielen bäuerlichen Spezialitäten abgehalten wird. „Direkte Schienen sind wichtig und bilden gute Gegengewichte. Das motiviert und richtet den Blick auf positive Alternativen. Durch die Direktvermarktung haben wir guten Kontakt zu den Konsumenten und können viel unmittelbarer auf Wünsche reagieren. Das Sortiment unseres Gemüses formen die Konsumenten mit. Wir haben auch ein aufgeschlossenes Publikum für Raritäten“, schildert Gabriele Wild-Obermayr.

Bedarf

49.428 Anbau

34.800 Import

23.017 Verlust

4.658

Wie wichtig der Bezug zum Lebensmittel ist, beweist auch der Verein fairleben – BioLaden in Allhaming, Oberösterreich. Die Nachfrage ist durch die Gäste des fairleben Bio-Buschenschanks von Margit und Josef Mayr-Lamm entstanden. „Viele wollten wissen, woher wir unsere Zutaten wie Brot, Fleischwaren usw. beziehen, und sie auch über uns bestellen. So entstand die Idee dieses gemeinnützigen Vereins, der sehr unbürokratisch organisiert ist. Seit der Gründung im Juli 2014 sind es schon 30 Mitglieder, auf die die einzelnen Aufgaben wie Abholung beim Bauern aufgeteilt sind“, erzählt Margit Mayr-Lamm. Alle lagerbaren Lebensmittel sind für Mitglieder jederzeit im Laden abholbar, gelagert wird in Großgebinden, eingekauft mittels Behältern von zu Hause. Die entnommene Menge wird in einer Liste vermerkt. Frische Produkte gibt es als monatliche Dauerbestellung und können zu bestimmten Zeiten im Laden abgeholt werden. Unterstützung finden diese Ideen mittlerweile auch durch Bio Austria und das Land OÖ, Informationen dazu gibt es unter www.bio-austria.at/aaz. Mit dem Bewusstsein, dass jeder Einkauf ein politisches Statement ist und wir als Konsumenten auch eine große (wenn nicht die) Macht haben, kann jeder von uns durch sein Konsumverhalten die Vielfalt der heimischen Landwirtschaft unterstützen und mit jedem Einkauf dafür sorgen, dass künftige Landwirte die Möglichkeit haben mit Freude im Sinne von Natur, Tier und Mensch unsere Lebensmittelversorgung zu gewährleisten und unsere Kulturlandschaft, Artenvielfalt, aber auch unsere Unabhängigkeit zu erhalten.


Coverstory bewusstsein

Nachhaltigkeit als Grundsatz Sie haben in Ihrem Unternehmen 2005 die Initiative „Fair zum Bauern“ eingeführt. Sie zahlen pro 20er-Kiste Bier jeweils € 1,– mehr an die heimischen Bauern als andere Brauereien. Was hat Sie dazu bewogen? Uns wurde klar, dass wir unsere regionalen Bauern, die unsere Kulturlandschaft ökologisch pflegen, fair behandeln und fördern müssen. Diese Art von Landwirtschaft muss so interessant sein, dass Nachfolger den Hof gerne übernehmen. Mit unseren Bauern schließen wir über fünf Jahre laufende Rahmenverträge ab, die ihnen einen anständigen Preis sichern und die Durchschnittserträge in der Region berücksichtigen. Bei besonders guter Ware gibt es obendrein Qualitätszuschläge.

Die Bio-Brauerei Neumarkter Lammsbräu in der Oberpfalz nördlich von Regensburg arbeitet mit einer Erzeugergemeinschaft von derzeit 134 BioBauern, die die Brauerei direkt beliefern und eine Gesamtfläche von 5.000 Hektar bewirtschaften. 35 – 40 % ihrer Einnahmen erzielen sie durch die Partnerschaft mit der Lammsbräu. Die Erzeugergemeinschaft feierte 2014 ihr 25-jähriges Jubiläum. Auf dem Biosektor ist dies die längste und erfolgreichste Erzeugergemeinschaft Deutschlands. Herr Dr. Franz Ehrnsperger, Ihr Unternehmen Neumarkter Lammsbräu ist seit über 30 Jahren die führende Bio-Brauerei und überhaupt Pionier im Brauen von ökologischem Bier. Was waren für Sie die Gründe, zu einer Zeit, als Bio oder gar Bio-Bier noch nicht in aller Munde war, auf ein komplett nachhaltiges Unternehmenskonzept umzustellen?  ls ich in 6. Generation die Brauerei übernahm, stellte sich mir die Frage, wie A ich die Staffel am Ende gut weitergeben kann. Es war klar, noch besseres Bier zu machen, und die Suche nach besseren Zutaten brachte mich zum ökologischen Landbau. Es brauchte Zeit, die Bauern auf biologische Landwirtschaft und damit unsere Biersorten umzustellen. 1984 haben wir unser erstes BioBier gebraut, seit 1995 arbeiten wir zur Gänze ökologisch.

Warum ist Ihnen als Unternehmen diese Initiative wichtig?  it dem Kauf unserer Getränke bekommen KonsumentInnen nicht nur ein M hervorragendes Produkt, sondern unterstützen eine lebenswerte Umwelt, von der auch die Enkelkinder noch etwas haben. Mit unserer Art von Produktion sichern wir Arbeitsplätze in der Region und machen Ökolandbau für Bauern attraktiv. Mit den regionalen Partnerschaften stehen wir für gute Qualität, kürzere Transportwege, mehr Transparenz und Vertrauen. All das ist für bewusste Menschen attraktiv. Wo sehen Sie weitere Ansatzpunkte, um in der Wertschöpfungskette den Bauern faire Bedingungen und Preise zu sichern?  nstelle exotischer Früchte liegt unser Fokus in der Produktentwicklung von A Limonaden bevorzugt auf heimischen Früchten. Eine neue Kreation ist die Birne-Hopfen-Limonade. Damit erhalten Bauern im Anbau von Obst ein weiteres Standbein. Weil wir nicht um die Preise feilschen müssen, haben wir Zeit für das Gespräch mit unseren Bauern. Mit dem wechselseitigen Wissenstransfer schaffen wir bessere Qualität, faire Preise für die Bauern sowie höhere Umsätze für die Neumarkter Lammsbräu. Pro Tonne Hopfen wird ein bestimmter Betrag in einen gemeinsamen Forschungstopf zur Verbesserung von Ökolandbau investiert. Damit unterstützen wir auch die Anwendung von EM in der Landwirtschaft, worin großes Potential liegt. Ein weiteres Element in der Wertschöpfungskette ist unser Energiekonzept, dessen Umsetzung mit 2015 startet. Strom- und Wärmeenergie für die Brauerei sollen aus landwirtschaftlichen Biobetrieben kommen, z. B. aus der Holzgasgewinnung. Auch hier setzen wir wieder auf langfristige Partnerschaften. 11


im Gespr채ch

(K)Ein

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Bodenartikel

von Robert Rotter


im Gespräch

Das Jahr 2015 wird von der FAO (der UN-Ernährungs- und -Landwirtschaftsorganisation) zum „Internationalen Jahr des Bodens“ ausgerufen. Ziel dieser Initiative ist es, die Bedeutung der Böden und die damit verbundenen Kreisläufe unserer modernen Gesellschaft wieder bewusst zu machen. Es mag für viele – vor allem naturverbundene – Menschen befremdlich erscheinen, die Bedeutung und die Notwendigkeit des Schutzes unserer Böden extra hervorheben zu müssen. Bei genauerer Betrachtung scheint es jedoch, als würde unsere Gesellschaft sehr bemüht daran arbeiten, sich selbst dieser Lebensgrundlage zu entziehen. Grund und Boden – bereits unsere Sprache weist darauf hin, dass früher bewusst zwischen einer Quantität – Grund oder Fläche – und einer Qualität – der Boden und dessen Eigenschaften – unterschieden wurde. Boden ist somit nicht nur die Fläche, auf der wir wohnen und uns bewegen, er ist vor allem die Voraussetzung für die Produktion von Lebens- und Futtermitteln. Ein funktionierendes Bodenleben unterstützt die Fähigkeit des Bodens, als Filter- und Speichermedium für Niederschlagswasser zu wirken, und ist somit auch für die Qualität unseres Trinkwassers von höchster Bedeutung. Der Boden ist aber auch Träger unserer Kulturlandschaft und Standort für alle Landpflanzen und wichtiges Bindeglied in den natürlichen Kreisläufen. Bereits 1972 wurde in der Bodencharta des Europarates ausdrücklich festgehalten, dass Boden aufgrund seiner Lebensraum-, Regelungs- und Nutzungsfunktion neben Wasser und Luft zu den kostbarsten und damit schätzenswürdigsten Gütern der Menschheit gehört. Boden ist ein nicht vermehrbares Gut, für die Ernährung stehen derzeit jedem Menschen 0,2 ha zur Verfügung. Es geht jedoch nicht nur um die Fläche allein, sondern neben natürlichen Faktoren wie Klima, Hanglage, Wasserverfügbarkeit … auch um die Art und Weise, wie diese Böden bearbeitet werden. Vor allem das Zusammenspiel zwischen richtiger Bodenbearbeitung, Fruchtfolgen und einer konsequenten Kreislaufwirtschaft beeinflussen die Bodenfruchtbarkeit. Bodenfruchtbarkeit ist die Fähigkeit eines Bodens, Frucht zu tragen, d. h., den Pflanzen als Standort zu dienen und nachhaltig regelmäßige Pflanzenerträge von hoher Qualität zu bringen. Der Grundsatz „Ernähre deinen Boden und du ernährst deine Pflanzen“ war stets zentrales Element jahrtausendealter landwirtschaftlicher Kulturformen. Das Hauptaugenmerk der damaligen Landwirtschaft lag nicht in der Maximierung der Erträge, sondern im Humusaufbau. Die konsequente Umsetzung der Kreislaufwirtschaft in Form organischer Düngung von Stallmist, Pflanzenrückständen, Gesteinsmehlen, aber auch die Rückführung menschlicher Abfälle und Exkremente auf die Böden war selbstverständlich. Die Erhaltung und Förderung der Bodenfruchtbarkeit stand an erster Stelle.

Die Gegenwart zeigt, dass dieses natürliche Verständnis für Boden und die damit einhergehenden Kreisläufe sich stark gewandelt haben. Unsere Gesellschaft lebt und wirtschaftet so, als wäre die Ressource Grund und Boden unbegrenzt verfügbar. So sind ca. 5 % der Gesamtfläche von Österreich als Bau- und Verkehrsflächen ausgewiesen, 40 % davon sind versiegelt. Der tägliche „Verbrauch“ für Siedlungs- und Verkehrstätigkeit liegt bei 7 ha, während der „Gesamtflächenverbrauch“ (inkl. Sport- und Lagerplätze, Werksflächen, …) bei 22 ha liegt. Dies entspricht im Jahr einer Fläche in der Größe von ca. 9.000 großen Fußballfeldern. Tendenz steigend. Gesunde, funktionierende Böden schützen nicht nur das Grundwasser, indem sie Niederschlagswässer filtern und indem Schadstoffe durch das Bodenleben teilweise abgebaut werden, sie können auch durch ihre Speicherfunktion Hochwässern die extremen Spitzen nehmen. Je stärker Oberflächen versiegelt sind, desto geringer ist dieses Potential.

Bodenverdichtung trotz oder gerade aufgrund der intensiven Bodenbearbeitung …..

Fotos: Multikraft, Robert Rotter, Marion Penninger

In einigen Bereichen wie z. B. der Landwirtschaft führt die zunehmende Nutzung und Verknappung der Ressource Boden zu einem intensiveren Nutzungsdruck. Die fortschreitende Technisierung und Intensivierung im Ackerbau führt zu Konflikten mit negativen ökologischen Auswirkungen. Verdichtete Böden, Böden, denen Humus und die damit verbundene mikrobiologische Lebendverbauung (Ton-Humuskomplexe) fehlen, Monokulturen u. v. m. führen zu einem Anstieg von Problemen wie der Erosion durch Wasser oder Wind. Pro Hektar gehen allein in Österreich jährlich sieben Tonnen mehr oder minder fruchtbaren Bodens verloren. Damit liegen wir innerhalb der EU im traurigen Spitzenfeld. Ein großer Teil des erodierten Bodens wird dann mit Flüssen weiterverfrachtet. Als Beispiel passieren einer Schätzung zufolge jährlich ca. 2,1 Mio. Tonnen erodiertes Material die Donau.

…. kann sogar auf ebenen Flächen zu Erosion führen.

Dass dieser erodierte Oberboden unsere Lebensgrundlage darstellt, sollte jedem – vor allem aber den Bauern – bewusst sein. Der Erhalt der Bodenfruchtbarkeit und auch der Erhalt unserer Lebensgrundlage sollte somit an 13


im Gespräch

oberster Stelle stehen. Leider zeigt die Realität ein ganz anderes Bild: Der Bauer von einst hat sich zum Betriebswirt gewandelt, dessen Ziel weniger darin liegt, vorhandene Ressourcen wie Humusgehalt und Bodenfruchtbarkeit zu erhalten oder sogar zu fördern, sondern der genötigt ist, seine Landwirtschaft und die darauf erfolgende Produktion von Lebensmitteln ausschließlich nach betriebswirtschaftlichen Kriterien zu führen. Somit stehen Produktionssteigerung, Kostenminimierung und Gewinnmaximierung als Kennzahlen im Vordergrund und definieren heute den erfolgreichen Landwirt. Gerade im Bereich der Landwirtschaft wird der Begriff „Wachse oder weiche“ gelebt und einer industrialisierten Landwirtschaft – mit allen Konsequenzen – Vorschub geleistet. So verdient nur noch jeder 20. Erwerbstätige in Österreich seinen Unterhalt in der Land- und Forstwirtschaft. Klein strukturierte Betriebe verschwinden zunehmend und viele Betriebe müssen sich, um wirtschaftlich überleben zu können, spezialisieren. Reine Mast-, Milch- oder Zuchtbetriebe entstehen, die jedoch nicht mehr die Zeit und/oder Kapazität haben, sich auch um die Bewirtschaftung ihrer Böden zu kümmern. Arbeiten am Acker oder auf Wiesen werden an Dienstleister ausgelagert, die wiederum unter Zeitdruck mit immer größeren Maschinen und unabhängig von Witterung oder Bodenbeschaffenheit die ihnen aufgetragenen Arbeiten – mit teilweise verheerenden Konsequenzen für den Boden – durchführen. Monokulturen, Versalzung und Verdichtung der Böden, verstärkte Erosion, Diversitätsverlust, Gülletourismus, obligatorischer Pestizideinsatz, verstärkte klimarelevante Emissionen aus der Landwirtschaft sind Schlagworte, die u. a. der Industrialisierung der Landwirtschaft geschuldet sind. Trotz einer – vor allem in den Industrieländern vorherrschenden – Überproduktion an Lebensmitteln leiden 12 % der Weltbevölkerung an Hunger. Dies bedeutet, dass jeder 8. Bewohner dieses Planeten von Hunger betroffen ist und alle 3 Sekunden ein Mensch an den Folgen von Hunger und Unterernährung stirbt. Im krassen Gegensatz dazu stehen die Ergebnisse einer Studie aus dem Jahr 2012, die belegt, dass durch Massenproduktion der Lebensmittelindustrie, verbesserte Transportmöglichkeiten und auch durch vorproduzierte Nahrungsmittel mehr Menschen an den Folgen von Übergewicht sterben als an Mangelernährung. Es mag ironisch klingen, aber trotz oder vor allem aufgrund der fett- und zuckerreichen, hochkalorischen Ernährung der Bevölke-

rung der Industrienationen kommt es zu einer Fehl- und Mangelernährung an Vitalstoffen wie Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Der Ausspruch „Wir verhungern vor vollen Töpfen“ bewahrheitet sich immer mehr, vor allem da viele Lebensmittel heute nur mehr einen Bruchteil an wertvollen

Fast wie früher: „Krummstiel“, eine sehr alte und robuste Apfelsorte.

Inhaltstoffen besitzen wie vor einigen Jahrzehnten. So ergab eine Untersuchung, dass Äpfel heute im Vergleich zu früher bis zu 80 % weniger Vitamin C enthalten. Diese Tendenz lässt sich in vielen Bereichen, egal ob Obst, Gemüse oder Feldfrüchte wie Getreide oder Mais, nachvollziehen. Inwieweit diese Entwicklung einer Mehrproduktion durch intensiven Einsatz mineralischer Dünger und Spritzmittel und Züchtung auf mehr Ertrag zuzuschreiben ist, mag jeder selbst beurteilen. Ein weiterer Aspekt der Mehrproduktion hat auch zu einem Preisverfall bei Lebensmitteln und der daraus resultierenden Geringschätzung der Wertigkeit dieser Lebensmittel geführt. So werden nach einer Schätzung aus dem Jahr 2010 allein in Österreich pro Person und Jahr über 200 kg Lebensmittel weggeworfen. Auch hier bewegen wir uns im unrühmlichen Spitzenfeld in der EU.

Mag. Robert Rotter Ökologe / Limnologe

Als langjähriger EM-Anwender, Vortragender und EM-Berater von Multikraft folgt er dem Motto: „Ökologisches Denken und Handeln kann durch die EM-Technologie wunderbar unterstützt werden.“ Robert Rotter ist Pächter einer Landwirtschaft, die im Nebenerwerb seit über 20 Jahren biologisch bewirtschaftet wird – die Bewirtschaftung des Ackerbaubetriebes erfolgt mit dem langfristigen Ziel, die Böden aufzubauen und eine natürliche Bodenfruchtbarkeit für künftige Generationen zu erhalten.

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im Gespräch

Nach einer Schätzung der FAO geht jährlich 1/3 der weltweit produzierten Lebensmittel verloren oder wird verschwendet. In den Entwicklungsländern liegt das Problem vor allem an mangelnden Lager- und Transportmöglichkeiten, während z. B. allein in der EU über 89 Millionen Tonnen an Lebensmitteln auf dem Weg zum Einzelhandel (durch Auslese und Überangebot in den Märkten) verloren gehen oder vernichtet werden bzw. durch die Verbraucher weggeworfen werden. So wurden allein im Jahr 2007 1,4 Milliarden Hektar für den Anbau von Nahrungspflanzen und die Erzeugung von Milchprodukten und Fleisch benötigt, die letztendlich nicht verzehrt wurden. Würden sämtliche Lebensmittel, die derzeit weggeworfen werden, an Tiere verfüttert, würden Produktionsflächen frei werden, die wiederum 3 Milliarden Menschen ernähren könnten. 2050 wird die Weltbevölkerung die 9-Milliarden-Grenze überschreiten, es werden somit ca. 2 Milliarden Menschen mehr auf dem Planeten sein als zur Zeit und eine Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion auf gleicher Fläche um 35 % ist damit nötig. Beginnend mit 2003 wurde von über 500 Wissenschaftlern aus sämtlichen Forschungsbereichen über einen Zeitraum von 4 Jahren der Weltagrarbericht erarbeitet. Die Fragestellung lautete: Wie kann die zukünftige Weltbevölkerung bei Schonung und Erhalt der natürlichen Ressourcen und Reduktion der klimarelevanten Emissionen ausreichend ernährt werden? Ein klares Ergebnis im Hinblick auf die industrielle Landwirt-

0,2 ha

stehen jedem Menschen weltweit für die Ernährung zur Verfügung.

200 kg

Lebensmittel werden in Österreich jährlich pro Person weg­geworfen.

12 %

der Weltbevölkerung leiden an Hunger – jeder 8. Bewohner.

So ergab eine Untersuchung, dass Äpfel heute im Vergleich zu früher bis zu 80 % weniger an Vitamin C enthalten. schaft war die Aussage des Berichtes: „Business as usual is not an option.“ Die im Rahmen dieses Berichtes empfohlenen Strategien wurden nur mit sehr geringer Begeisterung aufgenommen und werden mit – wie es scheint – noch geringerer Begeisterung – wenn überhaupt – umgesetzt. Bereits im vorigen Jahrhundert haben einige Wissenschaftler und Praktiker wie das Ehepaar Müller, Ehrenfried Pfeiffer, Margareth Sekera, Raoul Francé, Masaru Fukuoka, Albert Howard, Gerhardt Preuschen oder Hans Peter Rusch und viele mehr auf die Bedeutung des Erhaltes der Bodengesundheit und -fruchtbarkeit und die mit Bodenschwund einhergehenden Probleme hingewiesen. Kernaussage war stets, dass diese Probleme ausschließlich mit ökologischem Denken und Handeln gelöst werden können. Da Böden (neben unserem Trinkwasser, Artenvielfalt u. v. m.) ein nur begrenzt verfügbares Gut sind, bedürfen sie tatsächlich des Schutzes vor Raubbau und Zerstörung und müssen in ihrer Funktionalität erhalten werden. Um auch künftigen Generationen noch als Lebens- und Erlebensgrundlage zur Verfügung zu stehen, hoffe ich, dass das kommende „Internationale Jahr des Bodens“ tatsächlich die Bedeutung und den Wert unserer Böden wieder in unser Bewusstsein zu rücken vermag und wir zu der alten Erkenntnis kommen, dass das mehr oder minder biologisch Richtige auch das (auf lange Sicht fruchtbaren gesehen) wirtschaftlich Günstigste ist. Bodens gehen

7 Tonnen in Österreich jährlich pro Hektar verloren.

33 %

der weltweit produzierten Lebensmittel werden verschwendet bzw. entsorgt.

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Menschen

Genussvoll leben

Effektive Mikroorganismen im Einsatz für ...

Johann Winklhofer „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute wächst so nah.“ Mit diesem Bewusstsein für Regionalität ist die Gärtnerei Winklhofer zu Salzburgs größter Bio-Kräutergärtnerei geworden. Neben 200 verschiedenen Wild- und Topfkräutern finden sich Jungpflanzen und Gemüse im Sortiment. „Da wir nicht die großen Ketten beliefern, erhalten wir uns diese Vielfalt“, erzählt Johann Winklhofer, der die Gärtnerei im Familienbetrieb und mit sieben Angestellten bewirtschaftet. Kräuter, Pflanzen und Gemüse werden direkt im Hofladen, im Verkaufswagen in Salzburg sowie an Bioläden verkauft und Kräuter an drei regionale Supermärkte geliefert. Das vorhandene Potential für die Direktvermarktung war Auslöser dafür, vor fünf Jahren komplett auf biologische Bewirtschaftung umzustellen, wobei Johann Winklhofer bereits seit über zehn Jahren Effektive Mikroorganismen im Gewächshaus ebenso wie auf den Freilandflächen in verschiedenen Variationen einsetzt. Sein Credo dazu lautet: „Mäßig, aber regelmäßig.“ Für die Kräuter in Töpfen und Balkonkisterln hat er einen einfachen Tipp parat: „Bei der Anwendung von EM macht es keinen Sinn, eine große Menge auf einmal zu nehmen und dann lange nicht. Geben Sie einem Liter Wasser in einer Sprühflasche EM bei und besprühen Sie die Kräuter regelmäßig, so wird das Blattwachstum gefördert. Die regelmäßige Verwendung von EM im Gießwasser fördert die Nährstoffaufnahme aus dem Boden. Mit EM auf dem Blatt und im Boden wachsen die Kräuter so richtig schön.“ 16

Fotos: links: Winfried Flohner, rechts: Elisabeth Sitar-Pizzuti

… die Biogärtnerei


Menschen

… die Blütenmacher Johann und Margarethe Höller Vor nunmehr zehn Jahren hat Johann Höller seine in der Weststeiermark gelegene Gärtnerei auf naturnahe, umweltschonende Produktion umgestellt. Natürliche Pflanzenstärkung, Nützlingseinsatz und Effektive Mikroorganismen (EM) sind die Basis seiner Arbeit. Die Anwendung von EM dehnte er in einem fortlaufenden Prozess schrittweise immer weiter aus: „Es geht einfach so geschickt mit EM. Die Blütenpracht unserer Pflanzen ist beeindruckend, ihr Wuchs gesund und kräftig“, erzählt der experimentierfreudige Gärtner, der auch ausgebildeter EM-Berater ist und gerne unkonventionelle Wege beschreitet. Bereits vor zwanzig Jahren hat er sich vom Verkauf an Großhändler verabschiedet. An den drei Standorten der Gärtnerei – Stainz, Rosenhof und Voitsberg – werden 90 % der produzierten Pflanzen direkt verkauft, die restlichen 10 % nehmen Gärtnerkollegen ab. „Dafür brauchen wir Vielfalt und keine Monokulturen. Außerdem bereitet es viel Freude, mit so einem Formen­ reichtum an Zier- und Nutzpflanzen zu arbeiten“, so Johann Höller. Neben Gemüse und Kräutern produziert er eine Fülle an Zierpflanzen. Allein das Sortiment an Balkonblumen umfasst über 100 Arten. Sein Tipp für das Balkonkisterl: „Für Wachstum und Gesundheit der Blumen ist organisch gedüngte Bioerde ganz wichtig. Gut geeignet ist zum Beispiel die Schwarzerde von Multikraft. Auch die Verwendung von Bokashi fördert eine gesunde, stabile und blühfreudige Entwicklung der Pflanzen.“ Die Kunden der Gärtnerei Höller schätzen das breite Angebot an EM-Produkten und die profunde Beratung durch mittlerweile fünf ausgebildete EM-Beraterinnen. 17


PflanzenWelt

Bewusstsein ist Wissen

von Susanne Schütz und Anne Lorch

Erfahrung und Erleben sind Bewusstsein, ein verinnerlichtes Wissen über den Denkanstoß hinaus, wo statt an etwas zu glauben eben die Gewissheit eintritt. Die Folge daraus wäre die Umsetzung dieser Erfahrung – über die uns angeborene Bequemlichkeit hinweg. Diese Hürde ist leicht zu nehmen, wenn uns das Feuer für neu erworbe­ nes Bewusstsein beseelt und nicht mehr zu löschen ist.

Mit EM experimentieren

Gartenschule, mental und emotional

Wer die Effektiven Mikroorganismen in seinen Alltag integriert hat, erlebt eine wunderbare Bewusstseinsschulung. Man will fortan mehr über das Zu­ sammenspiel in der Natur erfahren. Neugierig geworden, reichen uns die vorgegebenen Rezepturen und Anwendungsempfehlungen nicht mehr. Wir wollen selbst entdecken und, vor allem, immer mehr verstehen, wie diese Mikrobenmixtur funktioniert. Dadurch eröffnet sich unsere Erkenntnis auch für angrenzende Themen. So ist der Umgang mit den Effektiven Mikro­ organismen eine unglaublich wirksame Horizonterweiterung des bisherigen Erlernten. Diese Bewusstseinserweiterung beglückt und ändert auch unser bis dahin eingeschliffenes Verhalten. Wir begreifen immer mehr die Natur als umsichtiges Organ. Die Vernetzung mit und zu allem wird uns klarer. Wir be­ obachten intensiver, um Ursachen auf den Grund zu gehen statt zu bekämpfen, und gehen daher auch liebevoller mit allen Kreaturen um.

Der komplexe Organismus Boden fordert unseren Respekt ein. Was ändert sich bei uns mental und emotional? Uns wird bewusst, nicht nur in erster Linie tolle Ernten einfahren zu wollen, sondern die lebendige Erde achtsam und mit Hilfe der Effektiven Mikroorganismen zu pflegen. Wir freuen uns über das Ergebnis einer locker-krümeligen statt ehemals lehmig-verschlämmten Erd­ struktur. Wir verstehen, warum und wann Läuseinvasionen Rosen und Salat überfallen, weil von Natur aus Geschwächtes aufgeräumt werden muss, und können die Pflanzen vorsorglich mit EM stärken. Begleiten wir emotional unsere Arbeit mit Wohlwollen für die Pflanzen, loh­ nen sie uns das mit Wuchskräften, die wir nicht für möglich hielten. Man gewinnt den Eindruck, dass auch die Mikroorganismen auf diese Weise mehr Lust haben zu agieren, um ihre Umgebung ins Gleichgewicht zu führen. Und das zeigt sich auch optisch. Außer einem vitalen Pflanzenbestand fällt die

Fotos: Anne Lorch

1. Im EM-Garten werden immer ein paar Läuse geduldet und den Marienkäfern überlassen. 2. Wer die seltene Große Egelschnecke vorfindet, kann sich freuen. Sie ist sehr nützlich (geschützt) und nur in Gärten, die im ökologischen Gleichgewicht sind, anzutreffen. Sie frisst absterbendes Pflanzenmaterial und vielerlei Schneckeneier. 3. Die Leuchtkraft und Haltbarkeit der Blumen mit EM-Pflege fällt auf. 4. Verwertung von Gartenbeikräutern: Sie reichern jeden Salat mit vielerlei Vitalstoffen an. 5. Susanne hat in ihren Gartenkursen Tausenden von Menschen ein vertieftes Bewusstsein für die Naturvorgänge im Garten vermittelt und damit den Horizont der Teilnehmenden nachhaltig erweitert.

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PflanzenWelt

Leuchtkraft von Blumen und Gemüse und ihr stabiles Blattwerk auf. Senso­ risch bewertet, duften Blüten intensiver, schmecken Obst und Gemüse aro­ matischer. Ein Garten, der aus ganzheitlicher Sicht und einfühlsam bearbeitet wurde, wird dereinst in einem besseren Zustand weitergegeben, als er sich am Anfang unserer Bewirtschaftung zeigte. Dieser Beitrag für eine lebenswertere Umwelt ist nicht zu unterschätzen und sollte auch deshalb unser Ziel sein.

Bewusstsein schärfen Pflanzenwachstum wird von vielen Faktoren der Umwelt beeinflusst. Einige sind uns bekannt, noch mehr sind in Frage gestellt, weil wissenschaftlich nicht nachweisbar. Trotzdem begreifen wir immer mehr, dass außer im Boden auch noch Kräfte zwischen Himmel und Erde tätig sind. Maria Thun z. B. war zeit­ lebens beseelt, trotz aller Widerstände ihre Forschungsarbeit mit den kosmi­ schen Kräften weiterzuführen. Ihr Bewusstsein hat sich durch die Auseinan­ dersetzung mit den Gestirnen geschärft. Sie hat sich nie beirren lassen und mit ihren Erkenntnissen neue Impulse vermittelt. Ihre „versponnene“, doch sehr zielstrebige Forschungsarbeit wird in der biologisch-dynamischen Anbauwei­ se eingesetzt und zunehmend auch im biologisch-organischen Anbau. Nutzen wir die aufbauenden Kräfte im Mondzyklus, wird unsere Arbeit und die der Mikroorganismen noch wirksamer. Der bekannte Biologe Bruce Lipton hat nachgewiesen, dass selbst die kleinsten Lebewesen – Einzeller und Mehrzeller – eine Intelligenz besitzen und bewusst ihren Feinden ausweichen, Nahrung aufspüren, sie verdauen und ihre Stoffwechselprodukte wieder in den Natur­ kreislauf einfügen. Es gibt keine Verluste. Es wird sogar Energie aufgebaut.

rieren und schärfen dabei unsere Gedankengänge für und mit der Natur. Wir erwerben Wissen, das wir – authentisch – in alle Richtungen über unseren Gartenzaun hinweg weitergeben können.

Wissen umgesetzt und praktiziert Wie sehr stört unser Eingriff im Garten das wunderbare Naturgewebe? Es stört. Aber die Natur ist (fast) unendlich gutmütig und tariert über viele Jah­ re den Eingriff wieder ins natürliche Gleichgewicht aus. Es heißt, sich mit behutsamem Handeln ins Naturgeschehen einzufühlen und den Schaden zu begrenzen. Eine Ernte, die mit einem vertieften Bewusstsein für das Naturge­ schehen behandelt und betreut wurde, nährt uns mit nicht zu überbietenden Lebenskräften – ein Festessen für sich und seine Lieben alle Tage – und nicht nur sonntags.

So gab und gibt es viele Pioniere, die mit besonderer Begabung über ihren Ho­ rizont hinausgeschaut haben. Sie erschlossen uns mit ihrer Wissbegier bisher unbekannte Welten. Angespornt lassen wir uns für eigene Experimente inspi-

Aus Susannes

Erfahrungsschatz Mit Hilfe der EM können die zugefügten Wunden im Naturkreislauf des Gartens auf geniale Weise heilen: • Nicht mehr Schaderreger töten und unerwünschte Beikräuter ausmerzen, sondern das Milieu umstimmen und stärken. Die Effektiven Mikroorga­ nismen gehen uns dabei unverdrossen zur Hand. Die Aufräumarbeiter wie Läuse, Schnecken, Kartoffelkäfer und Schwächeparasiten (Pilzkrankheiten) bleiben weg, weil durch EM-Einsatz die Fäulnissignale für die Entwicklung der Schaderreger fehlen. • Tauchen wie von selbst neue Kräuter in Massen auf, will die Natur einen Mangel im Boden ausgleichen. Nehmen sie im Beet zu viel Platz ein, kön­ nen sie zu Bokashi fermentiert dem Garten wieder zugeführt werden. Sie

füllen mit ihren wertvollen Vitalstoffen die entleerten Depots der Erde für die Pflanzenwelt wieder auf. Erst dann nimmt ihre Population bis auf weni­ ge Exemplare wieder ab, weil ihre Arbeit getan ist. • Vogelmiere, Melde, Brennesseln und Beinwell zeigen einen mit Stickstoff übersättigten Boden an. Hungrig nach fetter Kost, nehmen sie den Über­ schuss auf und bringen so den Boden wieder ins Nährstoffgleichgewicht. Als Pflanzenjauche vergoren oder zu Bokashi fermentiert, kann dieser Stickstoffdünger gezielt für starkzehrende Gemüse eingesetzt werden. • Hartnäckige Kräuter wie Disteln, Ackerwinde oder Schachtelhalm ziehen sich nach mehreren Jahren von allein wieder zurück, wenn ihre tiefgreifen­ den Wurzeln den Boden genug gelockert haben. Warum sich dieser wunderbaren Einrichtungen der Natur nicht bewusst werden und z. B. mit Hilfe der Effektiven Mikroorganismen den Prozess der Bodenlockerung verkürzen? Mit ihrem Einsatz dauert dieser Vorgang nicht mehr zehn oder mehr Jahre, sondern nur noch zwei bis drei. 19


Haus und Garten

Findige Köpfe

mit neuem Produkt

wir behandeln und zu wertvollen Rohstoffen machen. Mit dem Hühnermist gewinnen wir so einen hochwertigen Naturdünger.

Harald Tschiggerl & Alois Pein

Wie wird Bodengold hergestellt? Wir wissen, welche Nährstoffe eine Pflanze braucht und welche Nährstoffe die Inhaltsstoffe mitbringen. Wir vermischen alle Rohstoffe und diese werden anschließend mindestens drei Wochen fermentiert. Danach wird das Produkt vermahlen, getrocknet und pelletiert.

In der Steiermark führt Harald Tschiggerl mit seinem Vater einen Hühnermast- und Ackerbaubetrieb, Alois Pein ist langjähriger Multikraft-Berater, Spezialist im Bereich Landwirtschaft und selbst Landwirt. Beide verbindet das Bewusstsein für natürliche Kreisläufe und zusammen haben sie „Bodengold“ entwickelt, einen organischen Dünger, der Böden und Pflanzen auf rein ökologischer Basis langfristig mit Nährstoffen versorgt. Was war der Ausgangspunkt für die Entwicklung? Zum einen gibt es solche Produkte ohne mineralische Zusatzdünger kaum. Zum anderen ist der Humusaufbau weltweit ein wichtiges Thema. Gleich der Idee der südamerikanischen Terra Preta wollten wir mit den richtigen Inhaltsstoffen ein optimales Produkt herstellen. Bodengold enthält Hühnermist, Holzkohle, EM-Biolunder (Holundertrester), Basalt Lavasand, Maisspindeln und FKE. Welche Wirkung haben die Inhaltsstoffe? In der Hühnermast arbeiten wir ökologisch mit Futterkohle und FKE (Fermentierter Kräuterextrakt), völlig ohne Antibiotika. Wir haben erkannt, dass die Kohle eine große Kraft hat, Ammoniak zu binden. Es gibt auch Erkenntnisse, dass speziell hergestellte Holzkohle Böden entgiftet, genauso wie Holundertrester. Basalt kommt aus dem lokalen Basaltwerk in der Steiermark. Dieses Lavavulkangestein hat sehr gutes Speicher- und Absorptionsvermögen, außerdem mögen es alle Bodenlebewesen gern. Maisspindeln haben ebenfalls eine hohe Wasserspeicherkraft. Statt von Abfall reden wir von Reststoffen, die

Die hier verarbeiteten Maisspindeln werden nicht nur als Wasserspeicher für Boden­ gold eingesetzt, sondern finden auch als Einstreu, Futterzusatz wie auch als Heiz­ material erfolgreich Verwendung.

Wie wurde die Wirkung getestet und welche Erfahrungen gibt es bereits? In der steirischen Gemüseversuchsanstalt in Wies wurde die Wirkung mehrmals getestet. In der Versuchsreihe 2014 zeigte sich, dass die Pflanzen sehr gut wachsen und gesund sind. Alle, die Bodengold bisher verwenden, sind von diesem Dünger begeistert und holen immer wieder Nachschub. Was ist das Besondere am Bodengold und wie wird es dosiert? Es sind sämtliche Nährstoffe und Spurenelemente enthalten. Mit diesem ausgeglichenen organischen Dünger können Pflanzen so richtig aus dem Vollen schöpfen. Er kann für den Gemüsebau, für Blumenbeete und Zimmerpflanzen verwendet werden. Die dunklen, geruchsneutralen Pellets sind einfach anzuwenden. Wir empfehlen ein Kilo Pellets auf einen Quadratmeter Gartenbeet. Für einen Blumentopf genügen vier bis fünf Pellets, die einfach in die Erde gesteckt werden und sich durch das Gießen mit der Zeit auflösen. Diese Dosierung reicht für eine ganze Saison. Bild links: Einsatz von Maisspindeln als Einstreu im Mastbetrieb Bild rechts: das fertig pelletierte Produkt „Bodengold“

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Haus und Garten

Viel Grün ohne Düngen – mit

natürlicher Schwarzerde von Prof. Dr. Manfred Hoffmann

Lebst Du noch oder wirst Du schon gelebt? Selbstverwirklichung und Authentizität sind die großen Wunschträume unserer Zeit, um als eigenständige Persönlichkeit, als Individuum in einer zunehmend anonymisierten Massengesellschaft wahrgenom-

Bezirksgärtnermeister Engelbert Bergmair-Russmann aus dem Traunviertel in Oberösterreich ist offen für Neues und hört auf seinen grünen Daumen. Ein Bericht über Terra Preta aus dem Amazonasgebiet weckte in ihm die Idee zur Produktion von Schwarzerde und dazu fand er in Lukas Hader einen idealen Partner.

Fotos: Multikraft

Grünschnitt, Pferdemist und Holzkohlegrieß sind die Komponenten, die mit Effektiven Mikroorganismen fermentiert und kompostiert werden. „Guter Pferdemist ist seit jeher als einer der besten Dünger für den Garten bekannt. Richtig fermentierter Holzkohlegrieß gibt ähnlich der Terra Preta beständig die Nährstoffe an die Pflanzen ab. Wir verwenden kalt geköhlerte Kohle, deren offene Poren die Behausung für die Mikroorganismen bilden. Durch die Fermentation entstehen Enzyme und Vitamine. Nach der Fermentation werden noch Bio-Holzfasern, Tonmehle, Hornspäne und Terrafert Boden (beinhaltet Spurenelemente, Seetang und Huminsäuren) eingemischt. Die Hornspäne garantieren über die gesamte Wachstumszeit ausreichend Stickstoff“, erläutert Berti Bergmair und erzählt weiter: „Wir haben in jahrelangen Versuchen sehr viel gelernt und haben nach ersten Anlaufschwierigkeiten seit dem Frühjahr 2014 ein optimales Produkt, das nur in Feinheiten weiter verbessert wird. Auf diese Weise gewinnen wir eine hochwertige, völlig natürliche Schwarzerde, mit der die Pflanzen ohne zusätzliche Düngung hervorragend wachsen und insgesamt kräftiger und gesünder sind. In den Garten eingearbeitet, wird dadurch zusätzlich der Humusgehalt im Boden auf Dauer erhöht.“ Die Schwarzerde eignet sich ganz besonders für Blumenkisten, Hochbeete sowie Kübelpflanzen. Dazu wird ein Sack von 40 Liter Schwarzerde auf 2 m² aufgebracht. Tomaten, Paprika und Gurken können in Töpfen von mindestens 15 Liter in Schwarzerde pur gepflanzt und völlig ohne Nachdüngung kultiviert werden. Am Ende der Saison können die Topfreste zur Bodenverbesserung ins Beet eingearbeitet werden.

Bild oben: l.: mit normaler Pflanzenerde, r.: mit natürlicher Schwarzerde Bild unten: Anwendung von natürlicher Schwarzerde im Hochbeet

men zu werden. Die Werbung nutzt in vielen Bereichen – z. B. in der Mode – diese Sehnsüchte gezielt aus und macht damit trefflich Geschäfte. Viele Enttäuschungen sind dabei vorprogrammiert, wenn man dann feststellen muss, dass es das so „einmalige“ Kleidungsstück dann doch in zigfacher Auflage gibt. Wer sich solche Enttäuschungen und Erfahrungen ersparen will, muss tiefer graben, muss sich seiner Einmaligkeit von innen heraus bewusst werden, muss ein Individualitäts-Bewusstsein entwickeln! Am leichtesten gelingt es in einer intakten Familie oder in einer gelebten Gottesbeziehung. In beiden Fällen wird der Einzelne um seiner selbst willen, ohne Vorleistungen, anerkannt und auch geliebt. Wenn Defizite auf der Suche nach einem Bewusstwerden der eigenen Wertigkeit und Zweifel an der eigenen Bestimmung auftauchen, findet heute jeder psychologische oder religiöse Möglichkeiten, fehlendes Selbstbewusstsein wirkungsvoll aufzubauen. Ein mangelndes Selbstvertrauen zu verbessern, könnte z. B. über das Autogene Training erfolgen. So könnte eine suggestive Affirmation wie „Ich weiß, was ich will, und will, was ich weiß!“ oder „Ich schaffe es!“ bereits eine wirkungsvolle Hilfe auf dem Weg zu einem gesunden individuellen Bewusstsein sein. Dann reift u. U. die Erkenntnis, dass das Leben zu kurz ist, um sich mit einem minderwertigen Vergnügen, einer leichtfertigen Partnerschaft, einem zu riskanten Projekt oder einer fehlenden Lebensplanung zufriedenzugeben. Bewusst leben bleibt dann keine „Sprechblase“ mehr! Kolumne von Prof. Dr. Manfred Hoffmann – em. Professor der Fakultät Landwirtschaft, Ernährung und Versorgungsmanagement der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Weihenstephan (D).

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Reinigung mit eMC®

Ausgezeichnet:

Neue Wege in der Gebäudereinigung

Michael Ulbrich ist bei der Stadt Neumarkt unter anderem für die Verwaltung von Reinigungsleistungen zuständig und einer der Hauptverantwortlichen für den Umstieg: „Die Stadt Neumarkt hat als Vorreiter in Sachen Umweltschutz schon etliche Preise bekommen. Wir verzichten in der Gebäudereinigung durch diese Maßnahme jedes Jahr auf Tausende Liter Chemie und setzen deshalb auf die eMC® Reiniger.“ In bereits über zwanzig öffentlichen Gebäuden werden seit vier Jahren eMC® Reiniger verwendet. Das Reinigungsunternehmen Götz Gebäudemanagement ist eine der Firmen, die die Gebäudereinigung in Neumarkt durchführt. „Wir setzen die eMC® Reiniger hauptsächlich in Schulen, Kindergärten und Arztpraxen ein“, so Bereichsleiterin Dagmar Engster.

Nur 3 – 4 Spritzer eMC®-Sprühlösung werden für den Putzwagen verwendet.

Mit an Bord ist die Theo-Betz-Schule. Gerade im Lebensumfeld von Kindern ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Reinigern sehr wichtig. Wie es gelang, die Reinigung mit eMC® Reinigern an der Schule zu etablieren, erzählt 22

Rektor Michael Rüttinger: „Zu Beginn haben wir ein Experiment durchgeführt. Entlang der Klassenzimmer haben wir sehr lange Gänge. Einen davon haben wir mehrere Wochen lang mit herkömmlichen Reinigern putzen lassen und einen anderen Gang mit eMC® Reinigern. In der Schule ist es so, dass gerade in den Wintermonaten, vor allem im Februar und März, die Zahl der Erkrankungen wie Schnupfen, Husten und Grippe aufgrund von Ansteckungen immer eine ,Welle‘ ergibt. Diese ,Welle‘ war in dem Gang, der mit eMC® gereinigt wurde, niedriger als in dem anderen.“ Michael Rüttinger sah sich aufs Neue bestätigt. In einem Vortrag von Hemma Ehrnsperger, EM-Beraterin und Multikraft-Partnerin (bioVerum GmbH) hatte er erstmals vom EM-Konzept gehört. Davon begeistert, wendete er EM privat im Haushalt an und kam zu dem Entschluss, es in der Schule ebenfalls zu versuchen. Mittlerweile sind es vier Jahre geworden, in denen an der Schule gänzlich ohne Chemie geputzt wird. Da keine großen Kanister mehr geschleppt werden müssen, ist auch der Schulwart erleichtert. Schulwart Leo Strobl: „Das eMC®-Konzentrat wird in eine Sprühflasche verdünnt und dann wiederum in einem Putzeimer weiter verdünnt.“ Schulwart William Axmann von der Mittelschule an der Weinbergerstraße, die ebenfalls mit eMC® gereinigt wird, ist begeistert: „Es müssen keine Schutzhandschuhe und keine Schutzmasken mehr verwendet werden und mit eMC® Reinigern ist es insgesamt einfacher zu putzen.“ Für Michael Ulbrich gehört dies mit in die Reihe der Vorteile, die sich durch die Umstellung auf die ökologischen Reinigungsmittel ergeben haben: „Die Gesundheit der Objektmitarbeiter, die früher über Hauterkrankungen klagten, ist seit der Umstellung wesentlich besser.“ Zu den weiteren Vorteilen zählen das einwandfreie Reinigungsergebnis und der geringere Verbrauch, wie Frau Engster vom Reinigungsunternehmen Götz weiter ausführt: „Im Vergleich zum früheren Putzmitteleinsatz bewirken eMC®-Reiniger einen wunderbaren Glanz nach der Reinigung. Die Dosierung ist geringer und wir brauchen insgesamt weniger Reinigungsmittel. Im Putzwagen geben die Reinigungskräfte drei bis vier Spritzer Sprühlösung auf 10 bis 15 Liter Wasser, das zum Putzen verwendet wird. Das ist ausreichend. In die Putzmaschine kommen vom Kraft- und Citrusreiniger jeweils fünf Spritzer Sprühlösung auf

Fotos: Multikraft

Eine Stadt räumt auf mit herkömmlichen Reinigungsmitteln und stellt auf ökologische Reinigung um. So geschehen im malerischen Neumarkt in der Oberpfalz, wo die Gebäudereinigung öffentlicher Einrichtungen mit probiotischen eMC® Reinigern durchgeführt wird. Damit nimmt die Stadt Neumarkt eine fortschrittliche Rolle in Sachen nachhaltiger, professioneller Gebäudereinigung ein.


Reinigung mit eMC®

eine Menge von 30 bis 40 Liter Wasser. Wir hatten anfangs Schwierigkeiten, weil wir zu hoch dosierten. Das führte zu Schlieren und klebrigen Böden. Wir haben daraufhin die Dosierung reduziert und jetzt funktioniert es wunderbar. In den Turnhallen ist die Rutschhemmung gegeben und auch zertifiziert.“ Michael Ulbrich betont: „Für einen erfolgreichen Einsatz von eMC® Reinigern ist es wichtig, die Reinigung der Gebäude nach und nach umzustellen.“ Und EM-Beraterin Hemma Ehrnsperger fügt hinzu: „Wichtig ist, das Prinzip der Effektiven Mikroorganismen zu verstehen. Viele Menschen haben Angst vor Bakterien – aufbauende brauchen wir sehr wohl und eMC® Reiniger sind probiotische Mittel.“ eMC® Reiniger kombinieren die Spaltkraft der ätherischen Öle mit der Reinigungskraft der Mikroorganismen. Verschmutzungen werden ganz natürlich abgebaut und schlechte Gerüche nicht von Duftstoffen überlagert, da die probiotischen eMC® Reiniger tiefenreinigend sind. Sie beseitigen schlechte Gerüche und beugen ihnen gleichzeitig vor. Sabine Kuschka, Nachhaltigkeitsbeauftragte der Biobrauerei Neumarkter Lammsbräu, bestätigt: „Es ist einfach ein guter Geruch in den Büros, Besprechungs- und Besucherräumen, in der Küche, in den Treppenhäusern und Sanitäranlagen. Wir verwenden eMC® Reiniger bereits seit mehreren Jahren in unseren Verwaltungsgebäuden.“

Auch bei den Toiletten und mit der Putzmaschine werden eMC® Reiniger verwendet.

Ein viel besseres Raumklima strahlt auch die Theo-Betz-Schule aus, die für das originellste Umweltprojekt „Blitzsauber mit Bakterien“ im Jahr 2010 ausgezeichnet wurde. Rektor Rüttinger freut sich schon auf das nächste Pilotprojekt – zur Eindämmung der vielen im Umlauf befindlichen Keime werden Klassenräume, Waschbecken und Türklinken künftig mit EM-Klar besprüht.

eMC® Reiniger in der Gebäudereinigung – eMC®-Sprühlösung: (Reiniger je nach Oberfläche und Anwendung) 5 ml eMC® Citrusreiniger, eMC® Kalkreiniger oder eMC® Kraftreiniger auf 0,5 Liter Wasser in die Sprühflasche füllen – Putzkübel (10 – 15 Liter Wasser): 3 – 4 Spritzer eMC®-Sprühlösung – Reinigungsmaschine (30 – 40 Liter Wasser): 5 Spritzer eMC®-Sprühlösung Videos und weitere Anwendungs­ empfehlungen zur eMC® Reinigung finden Sie unter: www.multikraft.com/reinigung

von Prof. Dr. Monika Krüger

Bewusstsein

Bewusstsein wird definiert „… als notwendige Voraussetzung dafür, dass wir Dingen in unserem Leben Bedeutung beimessen können. Wenn es aber ohne das Bewusstsein überhaupt nichts Wichtiges für uns geben würde, kann nichts wichtiger sein als das Bewusstsein selbst“ (John Searle). Trotz dieser bemerkenswerten philosophischen Definition existiert keine einheitliche wissenschaftliche Sicht auf dieses Phänomen. Bewusstsein ist ein Sammelbegriff für Wahrnehmungen, Gefühle, Gedanken, Vorstellungen, Bedürfnisse, Gewolltem etc. (Peter Möller). Naturwissenschaftlich betrachtet, wird der Sitz des Bewusstseins als Produkt chemisch-physikalischer Reaktionen im Gehirn verortet, hängt also von der physiologischen Ungestörtheit dieses Steuerorgans ab. Bewusstsein kann auch vorliegen, ohne dass es dem Lebewesen bewusst sein muss wie bei Kleinkindern und Tieren. Auf der Basis grundsätzlicher Wahrnehmungen wie Schmerz, Angst, Fluchtdistanz, Hunger, Durst, Kälte, Hitze etc. versuchen Lebewesen, diesen Störfaktoren ihres Lebens durch geeignete Gegenmaßnahmen zu entgehen. Ein wesentlicher Teil von ihnen muss aber in der Individualentwicklung trainiert werden, damit ein geeignetes Repertoire an Maßnahmen zur Verfügung steht. Kleinkinder und nesthockende Jungtiere, die ihren Standort noch nicht selbstständig verändern können, vermitteln ihren Eltern ihre Bedürfnisse durch entsprechende Signale, die von diesen mittels unbewusster Regelkreise beantwortet werden. Die Arterhaltung ist somit gesichert. Umgekehrt ergibt sich für Menschen eine immense Verantwortung, dieses Bewusstsein durch geeignete Maßnahmen im Lebensumfeld zu garantieren und nicht durch Entzug lebensnotwendiger Inhaltsstoffe geistiger (objektive, unbeeinflusste Informationen) und materieller (lebenstaugliche Nahrung) Natur bewusst zu manipulieren. Die Garantie einer Gesellschaft auf körperliche und geistige Unversehrtheit ihrer Mitglieder ist die Voraussetzung für Toleranz, Empathie, gegenseitige Achtung und friedliches Miteinander. Die Beeinflussung des Bewusstseins durch Fokussierung auf vermeintliche Überlegenheit, überbordendes Konsumverhalten sowie Verwehren von Bildung und Wahrheit in allen Lebenslagen kann Menschen so manipulieren, dass sie zu unmenschlichen Handlungen bereit sind. Kolumne von Prof. Dr. Monika Krüger – em. Professorin und Direktorin des Instituts für Bakteriologie und Mykologie, Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Leipzig (D)

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Landwirtschaft Gemüsebau

Alles läuft rund Im Kärntner Lavanttal bauen Karin und Karl-Gregor Errath seit 2010 als Familienbetrieb auf ihren Feldern Gemüse an. „Salate, Tomaten, Kohlrabi, Paprika, Rote Rüben, Kraut, Karotten, Kartoffeln – es geht quer durch den Gemüsegarten“, freut sich Karl Errath. Der naturgemäße Anbau des Feldgemüses hat dabei eine große Bedeutung. Das Feldgemüse gedeiht auf einer Freilandfläche von 2,5 Hektar und abhängig von der Saison auch in vier Folientunnels. Darüber hinaus erstrecken sich die Erdäpfelfelder über 1,5 Hektar. Von Beginn an wird gänzlich ohne synthetische Pflanzenschutzmittel und ohne mineralische Düngemittel gearbeitet. Stattdessen kommen Effektive Mikroorganismen und Pflanzenhilfsstoffe zum Einsatz. Es wird ausschließlich organischer Dünger in Form von Gülle und Mist verwendet, der aus der hofeigenen Schweinemast mit rund 700 Mastplätzen stammt. In diesem Bereich wurden bereits gute Erfahrungen mit Multikraft-Produkten gesammelt, die Karl Errath bereits seit 2004 kennt.

Fäulnisbakterien werden niedrig gehalten. Zur Düngung werden Gülle und Mist einen Monat vor Ausbringung ebenfalls mit Effektiven Mikroorganismen versetzt und fermentiert. „Mit diesen Anwendungen haben wir sehr gute Erfolge. Der Salat und die Gemüsepflanzen sind resistenter, widerstandsfähiger und vitaler.“ 2014 hat Karl Errath erstmals Saatgut ebenfalls mit EM behandelt: „Wir haben das eigene Winterweizen-Saatgut aus dem Vorjahr, den sogenannten Nachbau, mit EM-Aktiv (BB-Boden), BB-multical und EM-Keramikpulver behandelt, der Winterweizen ist superperfekt aufgegangen“. Schon seit einigen Jahren werden Winterweizen und Wintergerste mit Effektiven Mikroorganismen behandelt, wobei eine Herbstbehandlung und zwei bis drei Behandlungen im Frühjahr mit BB-Blatt und BB-multical sehr gute Ergebnisse bringen. „Das Getreide ist dadurch wesentlich vitaler und wir können damit sehr viel gegen möglichen Pilzbefall bei Wintergetreide tun“, fasst Karl Errath zusammen.

Breiter Einsatz

„In einem ersten Schritt haben wir FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) dem Futtermittel beigemischt. Wir haben bald bemerkt, dass Schweine sowie Ferkel wesentlich vitaler sind. Sie haben einen viel besseren Gesundheitsstatus. Im nächsten Schritt haben wir EM-Aktiv der Gülle beigemengt, die dadurch nicht mehr so dick ist. So hat sich schön langsam ein Milieu mit regenerativen Mikroorganismen entwickelt. Auf gut Kärntnerisch läuft damit im Stall einfach alles rund“, schildert Karl Errath. Aufgrund der positiven Auswirkungen werden alle Stalloberflächen nach einer gründlichen Reinigung mit Wasser mit einer EM-Aktiv-Lösung (1:3), einschließlich der Güllekanäle besprüht. So gibt es keinen Gestank mehr und Karl Errath freut sich insgesamt über das gute Stallklima: „Wir arbeiten so viel mit der EM-Technologie, weil wir sehen, wie gut sie für Stall, Tiere und Pflanzen ist.“

Vitale und widerstandsfähige Gemüsepflanzen auch im Freiland

Große Auswahl an verschiedensten Salatsorten im Freiland

So hat sich die Anwendung von EM im Gemüseanbau ebenfalls sehr gut eingespielt. Gleich im Frühjahr zu Saisonbeginn werden die Gemüsepflanzen mit der Anbauspritze jede Woche ein- bis zweimal besprüht. Pro Spritzung wird dazu eine Mischung aus BB-Blatt, Terrafert Blatt und MK 5 dem Wasser beigefügt. Damit wird gegenüber Krankheiten und Schädlingen vorgebeugt und 24

Der breite Einsatz Effektiver Mikroorganismen im naturnahen Anbau rentiert sich für Familie Errath auch wirtschaftlich. Die Nachfrage in der Umgebung nach Gemüse ohne Chemie steigt. Das Gemüse wird auf Bauernmärkten in St. Andrä und in Wolfsberg und an Gastronomiebetriebe verkauft, verschiedene Salatsorten werden vornehmlich an einen regionalen Supermarkt geliefert. Der Ab-Hof-Verkauf erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Die Menschen bemerken und schätzen die gute Qualität sowie den natürlichen Geschmack. „Unser Salat wird täglich frisch geschnitten. Wenn wir hören, dass der Salat wie aus dem eigenen Hausgarten schmeckt, freuen uns diese Rückmeldungen“, so Karl Errath. Besonders am Herzen liegen Familie Errath zwei schöne Projekte für die „Gesunde Jause“, wofür sie Frischgemüse an Kindergärten, Krabbelstuben und Volksschulen liefert und auch schon Volksschüler zur Betriebsbesichtigung eingeladen hat. Karl Errath: „Die Kinder sind bloßfüßig durch die Tunnel gekrabbelt und haben die Tomaten direkt von den Stauden in den Mund geklaubt. Es war schön, die Begeisterung der Kinder zu sehen und ihnen den naturnahen Gemüseanbau zu zeigen. Kinder sind schließlich unsere Zukunft.“

Fotos: Multikraft, Julia Stix

Gute Qualität


Landwirtschaft Gem端sebau

Karin und Karl-Gregor Errath

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Gartenbau Zierpflanzen

Blick 端ber den

Tellerrand

Pflanzen, die stark bl端hen, brauchen genug gutes Futter.


Gartenbau Zierpflanzen

Seit 1994 ist der Betrieb von Karl Gleissner in Brunn am Gebirge in der Nähe von Wien zu einem namhaften Blumengroßhandel gewachsen. Von dort zieht es den umtriebigen Gärtner immer wieder in die Welt hinaus und er bringt jede Menge Wissen für die Kultivierung von Blühpflanzen mit nach Hause. Im 1946 vom Großvater gegründeten und später vom Vater geführten Gartenbaubetrieb aufgewachsen, ist Karl Gleissner die Gärtnerei von klein auf vertraut. Vor mittlerweile vier Jahren hat Herr Gleissner jun. auch den väterlichen Betrieb übernommen. Auf 1,5 Hektar Kulturflächen produziert er das ganze Jahr über ein reichhaltiges Sortiment an Zierpflanzen sowie Beet- und Balkonblumen. „Wir haben alles, was blühen soll und gern ins Balkonkisterl kommt, im Frühling vor allem Primeln, Violen, Pelargonien in den verschiedensten Farben“, so Karl Gleissner. Den Herbst verschönern vor allem Chrysantemen in all ihrer Farbenpracht und Herr Gleissner versteht sich gut darauf, sie in großen Büschen wachsen zu lassen. Ab Sommer bis zum Valentinstag bilden Zyklamen in den verschiedensten Farben und Größen einen besonderen Schwerpunkt im Sortiment.

Primeln und Violen in voller Blüte

Fotos: Multikraft, Karl Gleissner

„Da ist die Mikrozyklame genauso dabei wie eine Mammutzyklame mit bis zu 50 Zentimeter Durchmesser. Mit Zyklamen haben wir uns in Österreich einen Namen gemacht.“ Damit sie ihre Vitalität und Größe erreichen, braucht es genug Zeit zu wachsen und – wie Karl Gleissner sagt – vor allem das Geschick des Gärtners und die entsprechende Pflege. An die 100.000 Zyklamen kommen pro Jahr aus der Gärtnerei Gleissner in den Fachhandel. „Wir beliefern Gärtner und Fachmärkte in ganz Österreich, von Wien bis nach Tirol, vom südlichen Kärnten bis ins nördlichste Waldviertel“, erzählt Karl Gleissner, dem die beste Qualität seiner Pflanzen ein großes Anliegen ist. Für Pflege und eben Qualität der Pflanzen blickt er immer wieder über den eigenen Tellerrand und informiert sich in nahen und fernen Ländern bei Jungpflanzenproduktionsbetrieben sowie Züchtern. „Mein Großvater sagte immer, beim Wirt bei einem Achterl Wein erfährt man mehr als daheim. Statt zum Wirt fahre ich in andere Länder, rede mit Pflanzenzüchtern und mache mich schlau. Wir tauschen Erfahrungen dahingehend aus, was gut funktioniert und wie mit Beschaffenheit, Resistenz, Haltbarkeit, Form, Größe und Farben der Pflanzen gearbeitet wird. Für diese Fragen braucht es ein gutes Gespür und diese Arbeit gefällt mir einfach“, so der Gärtnermeister weiter, der sich dabei laufend informiert, wie er seinen Pflanzen das Beste angedeihen lassen kann. Dadurch hat er auch die Effektiven Mikroorganismen entdeckt und setzt sie seit 2010 regelmäßig ein.

Das Um und Auf bei EM ist die regelmäßige Anwendung. Bereits die Jungpflanzen, die drei bis vier Tage in Quarantäne kommen, werden mit EM-Aktiv und Terrafert Boden eingegossen. „Angeliefert werden die Jungpflanzen aus Österreich, Deutschland und den Niederlanden. Transport, ein- und auspacken, Temperaturschwankungen sind für die Pflanzen dabei eine große Belastung. Wir besprühen sie mit einer EM-Lösung und holen sie so vom Stress herunter“, schildert Karl Gleissner. Alle Pflanzen der Gärtnerei werden nach dem Eintopfen einmal pro Woche mit EM-Aktiv, Terrafert Blatt, MK 5 und FPE besprüht. Im Herbst wird das Besprühen wegen Sprühflecken auf den Zyklamenblüten eingestellt, EM-Aktiv und Terrafert Boden jedoch weiterhin über das Bewässerungssystem den Pflanzen zugeführt. „Die Anwendung von EM funktioniert für uns einfach gut. Wir haben seither zum Beispiel den Einsatz von Fungiziden völlig auf null heruntergeschraubt“, stellt er zufrieden fest. „Die Pflanzen sind grundsätzlich vitaler, lassen nicht gleich welk ihre Blätter hängen und leiden weniger unter Schwankungen zwischen trocken und nass.“ Positiv für Herrn Gleissner ist auch die erhöhte Widerstandskraft gegenüber Schädlingen genauso wie der verringerte Bedarf an Dünger, da bereits das Wurzelsystem der Pflanzen die Nährstoffe über den Boden besser und kompakter aufnimmt. „Das Um und Auf bei EM ist die regelmäßige Anwendung, das gilt auch für die Blumenbeete oder Balkonblumen zu Hause. Pflanzen, die stark blühen, brauchen genug gutes Futter.“ Karl Gleissner empfiehlt, Blühpflanzen und umliegende Hecken so oft wie möglich auch mit EM-Aktiv, Terrafert Blatt, MK 5 und FPE zu besprühen, da dies Schädlinge, die den Geruch dieser fermentierten Produkte nicht mögen, fernhält. „Werden die Pflanzen frisch eingesetzt, ist es gut, sie mit EM-Aktiv und Terrafert Boden einzugießen. Dadurch wird das Substrat belebt und die Pflanzen nehmen die Nährstoffe viel besser aus dem Boden auf. All das macht Sinn und zeigt sich in kräftig blühenden Pflanzen“, so Karl Gleissner abschließend, der bereits wieder seine Koffer packt und auf den Sprung zur nächsten Fachmesse im Ausland ist.

Karl Gleissner Sen. und Jun.

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Wohlbefinden Bioemsan

Schönheit liegt in unserer

Natur

Erfreulicherweise wächst das Interesse an Ernährung mit biologischen Lebensmitteln. Immer mehr Menschen möchten mit ausge­wogener Ernährung ihre Lebensqualität steigern und schätzen dabei Reichtum sowie ­Vielfalt der Natur. Nach und nach verbreitet sich bei Kosmetik und Pflegeprodukten das Bewusstsein, unsere Haut mit der ganzen Kraft der Natur in ihrer natürlichen Funktion völlig ohne chemische Zusätze zu stärken – denn die in konventionellen Kosmetikprodukten enthaltenen Konservierungsmittel, Stabilisatoren und Duftstoffe können Kontaktallergien auslösen. bioemsan Naturkosmetik wird zur Gänze aus kontrolliert biologischen Rohstoffen hergestellt und schont somit unsere Haut und Umwelt. Auf Tierversuche wird komplett verzichtet.

7 Tipps

von Katharina Krebs

für effektive Naturkosmetik Pflege & Schutz

Mit konventionellen Kosmetikprodukten cremen wir Miner­alölprodukte wie z. B. Silikone, Parabene und Paraffine auf die Haut, die unsere Poren fest ver­ schließen und austrocknen. Paraffine sind kostengünstig und in der Kosmetik­ industrie deshalb oft verwendeter Ersatzstoff für wirklich nachhaltig pflegende Öle. Wer Kosmetik ohne Paraffine sucht, geht mit zertifizierter bioemsan Na­ turkosmetik auf Nummer sicher. bioemsan beinhaltet rein natürliche Ingredi­ enzien wie Kräuterextrakte, Öle und Pflanzenwässer. Diese pflegen die Haut, lassen sie atmen und versorgen sie mit Feuchtigkeit. Die bioemsan Produkte überzeugen bereits beim Auftragen auf die Haut durch die geschmeidige Tex­ tur und die natürlichen anregenden Düfte.

Ganzheitliche Hautpflege

Frische Luft, ausgewogene Ernährung und ausreichend Wasser – damit liegen Sie immer richtig. Wer zwei Liter Wasser oder Tee trinkt, beugt der Hautaustrocknung vor. Gegen trockene Zimmerluft helfen regelmäßiges Lüf­ ten und eine Schale voll Wasser und EM-Keramik Pipes, die man auf den Ofen oder die Heizung stellt. Eine ausgewogene und vitaminreiche Ernäh­ rung rundet das Wohlbefinden ab.

Einzigartig und effektiv

Die in den bioemsan Produkten enthaltenen Effektiven Mikroorganismen erhöhen die Wirksamkeit der Ingredienzien. Sie wirken regenerativ und anti­ oxidativ. Somit bauen sie den natürlichen Schutzmantel der Haut wieder auf, verfeinern die Poren und wirken dem Alterungsprozess entgegen.

Die Zutatenliste

Alle Inhaltsstoffe in Kosmetikprodukten müssen mit den internationalen INCI-Bezeichnungen (International Nomenclature of Cosmetics Ingredients) angegeben werden. Die Bestandteile finden sich in der Zutatenliste unter „Ingredients“ auf der Verpackung des bioemsan Produktes mit der pflanzli­ chen Bezeichnung in englischer und deutscher Sprache. Die Reihenfolge, in der die Inhaltsstoffe angegeben sind, zeigt, welche Stoffe in der höchsten Kon­ zentration enthalten sind. 28

Tierversuchsfrei

Alle europäischen Produzenten von Kosmetika tragen die Verantwortung, dass ihre Produkte den Sicherheitsstandards entsprechen. Tierversuche galten lange Zeit als die sicherste Methode, chemische Inhaltsstoffe und Produkte zu überprüfen. Während Tierversuche bei Schönheits- und Pflegeprodukten in der Euro­ päischen Union seit 2013 verboten sind, werden die kosmetischen Rohstoffe nach wie vor mit Hilfe von Tierversuchen getestet, um nach den Vorschriften des Chemikalienrechts zugelassen zu werden. bioemsan arbeitet im Einklang von Mensch, Tier und Natur und verzichtet auf jegliche synthetische Inhaltsstoffe und damit auf Tierversuche.

Fair für die Schönheit

Gerechte Löhne, soziales Engagement, biologischer Anbau – bioemsan setzt auf fair gehandelte Rohstoffe.

Zertifizierungen

Bio-Siegel dienen zur Kennzeichnung von Produkten aus biologischer Her­ stellung. Woran sind nun Bio-Kosmetika erkennbar und welche Unterschie­ de gibt es? Das österreichische Lebensmittelbuch bietet mit dem Codexkapi­ tel „Biokosmetik“ einen der strengsten Standards für Bio-Kosmetika, die mit Kontrollen regelmäßig überprüft werden. • Mindestens 95 % der eingesetzten landwirtschaftlichen Komponenten stammen aus biologischer Landwirtschaft • Die Produkte sind gentechnikfrei • Umwelt- und produktschonende Verarbeitung der Rohstoffe • Fairer Handel mit RohstoffproduzentInnen, Unterstützung bzw. Einrichtung entsprechender Sozialprojekte • Keine Tierversuche • 100 % natürliche Bestandteile sind anzustreben. Einsatz che­ misch modifizierter Konservierungsstoffe bis zu maximal 5 %


Wohlbefinden Bioemsan

biologisch | regional | saisonal

Power Shot zum Entschlacken 2 Äpfel | 1 kleines (1 cm) Stück frischer Ingwer geschält | 1 Zitrone | 1/2 Knolle Fenchel | 0,5 TL bioemsan Matcha Pulver | 150 ml Kulau Kokoswasser | 20 ml Manju | 1 Prise Manju Meersalz Alle Zutaten in einen Standmixer geben und fein pürieren. In 2 Gläser füllen und sofort servieren.

Quinoa Gemüselaibchen auf Brokkolisalat mit Granatapfelkernen 200 g Quinoa | 200 g Wintergemüse fein gewürfelt (Lauch, Karotten, Pastinaken, Rüben, Fenchel etc.) | Grob gehackte Kräuter (Petersilie, Thymian, Blattspinat etc.) | 4 Eier | 80 g Haferflocken | Manju Meersalz | Schwarzer Pfeffer | Kulau biologisches Kokosnussöl

Neue bioemsan Frühlingspakete Rosige Zeiten

Erlesene ätherische Öle und der Duft zarter Bio-Wildrosen. Lassen Sie sich von den Produkten im Paket „Rosige Zeiten“ verzaubern. 1 x bioemsan Duschcreme „Rose“ 200 ml & 1 x bioemsan Herzseife „Rose“ 75 g

Fotos: Multikraft

Sonnige Aussichten

Die Produkte im bioemsan Paket „Sonnige Aussichten“ schützen wirkungsvoll und begleiten Sie strahlend schön durch die warme Jahreszeit. 1xb  ioemsan Sonnenpflegeöl Sanddorn-Olive 150 ml & 1 x bioemsan Lippenbalsam 4,8 g

Quinoa unter fließendem Wasser gut abspülen und mit 500 ml gesalze­ nem Wasser in einem mittelgroßen Topf zum Kochen bringen, die Hitze reduzieren und 15 Minuten leicht köcheln lassen. Das überschüssige Was­ ser abgießen und zum Abkühlen beiseitestellen. Gemüse in kleine Würfel schneiden. Mit Quinoa und den restlichen Zuta­ ten in eine Schüssel geben und gut verrühren. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Aus dem Teig kleine Laibchen formen. Das Kokosnussöl leicht erhitzen und beidseitig goldbraun braten.

Brokkolisalat mit Granatapfelkernen 2 Köpfe Brokkoli | 1 kleine rote Zwiebel, fein gehackt | Kerne von 1 Granatapfel | 150 g Rosinen | 75 g Sonnenblumenkerne, geröstet | 250 g Naturjoghurt oder Soja-Joghurt | 0,5 TL Manju Meersalz | Schwarzer Pfeffer aus der Mühle Die Brokkoliröschen vom Strunk lösen, mundgerechte Stücke vorbereiten und kurz in heißem Wasser blanchieren. Mit der fein gehackten Zwie­ bel, den Granatapfelkernen, Rosinen, gerösteten Sonnenblumenkernen in eine Schüssel geben und vermischen. Joghurt, Salz und Pfeffer nach Ge­ schmack hinzufügen. Gut durchmischen. Gemeinsam mit den Quinoa Gemüselaibchen servieren.

Guten Appetit!

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Kleine Helfer

7

Igel sind Säugetiere.

Sie können schwimmen und sind ziemlich gute Kletterer.

Maulwurf

Dachs

Ameisen können

mehr als das 20fache ihres Körpergewichts hochheben.

3

1

2

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Kleine Helfer

Der Lebensraum

Boden –

wie kleine Helfer wohnen So wohnen wir – findest du raus, wo unser Zuhause ist? Trage die Nummer in das richtige Kästchen zum jeweiligen Tier ein.

Das Hauptnahrungsmittel von Schmetterlingen ist Pflanzensaft, wie beispielsweise Blütennektar, den sie mit ihrem Rüssel aufsaugen.

Regenwurm

4

5

6

Auflösung: 1. Igel, 2. Maulwurf, 3. Regenwurm, 4. Dachs, 5. Schmetterling, 6. Ameise, 7. Biene

Biene

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Interview MANJU

Manju

für 4 Pfoten

Herry Scharniedling (40) lebt auf einem selbst renovierten Bauernhof mit Hunden, Katzen und Hühnern im oberösterreichischen Eggendorf in der Nähe von Allhaming. Sein dreijähriger Landseer namens Zeus ist ein richtiger Bilderbuchhund, der stolze 50 Kilo auf die Waage bringt. Im Sommer 2014 wurde bei einem Tierarztbesuch eine Allergie diagnostiziert. Ihr Hund reagiert allergisch auf Hausstaubmilben und Schimmelpilz. Wie haben Sie die Allergien behandelt? Bei der Kastration wurden bei unserem Hund Zeus auch die Ohren untersucht. Dabei wurde vom Tierarzt die Allergie festgestellt. Bei einem Ohr war bereits das Trommelfell zerstört, das sich bei Hunden aber wieder aufbauen kann und nachwächst. Wir haben ihn medikamentös behandelt und das gesamte Ohr ist gut geheilt. Die Allergie blieb aber trotzdem bestehen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, es bei den Allergien Ihres Hundes mit Manju zu versuchen? Es gibt laut Tierarzt nur zwei Behandlungsmethoden – entweder Cortison oder eine Desensibilisierung. Wir haben antibiotische Ohrentropfen als Übergang bekommen, Dauerlösung ist das allerdings keine. So kamen wir auf die Idee, es mit Manju zu probieren. Gemeinsam mit den Ohrentropfen haben wir Manju ins Ohr gesprüht und die Abstände mit den Tropfen nach und nach verlängert. Jetzt bekommt er die Ohrentropfen nur mehr einmal wöchentlich. Welche Dosis Manju geben Sie Ihrem Hund täglich und welche Auswirkungen stellen Sie fest? Wir sprühen ihm zwei Mal täglich Manju in die Ohren. Die Sprühflasche war am Anfang gewöhnungsbedürftig, weil er vor dem Sprühstrahl erschrocken ist. Mittlerweile ist er bei der Behandlung von sich aus ganz ruhig, da er merkt, wie es ihm danach besser geht. Die Ohren waren bislang stark verschmutzt und haben unangenehm gerochen. Wenn ich sie ihm jetzt putze, verschmutzen sie danach weit weniger und auch der unangenehme Geruch bleibt aus. Gab es Rückfälle oder geht es Ihrem Hund seit der Verwendung von Manju konstant besser? Wir haben am Anfang relativ bald die Ohrentropfen komplett weggelassen, stellten aber fest, dass das Absetzen zu früh war, und haben sie deshalb wieder

Grünes Wunder

Erlesener Genuss für das Wohlbefinden: Exklusiv hergestellter Bio Matcha Tee und die Manju Nobelbitterschokolade „Matcha Mini“ von Zotter. Inhalt: 1   x Bio-Matcha Pulver 30 g, 100 % biologisch & 1  x Manju „Matcha Mini“ Schokolade von Zotter 32

genommen. Er kratzt sich weniger als früher an den Ohren und mittlerweile genießt er es auch, wenn die Ohren eingesprüht werden. Was sagt der Tierarzt zum jetzigen Gesundheitszustand Ihres Hundes? Der Termin steht noch bevor, der Hund muss für die Untersuchung jedes Mal narkotisiert werden. Da er vier Narkosen in kurzen Abständen hatte, wollten wir ihm noch etwas Pause gönnen. Würden Sie aufgrund Ihrer bisherigen Erfahrungen Manju zur Unterstützung der Gesundheit von Haustieren weiterempfehlen? Ich nehme Manju auch selbst und fühle mich dadurch einfach wohler. Ich würde Medikamente nicht durch Manju ersetzen, aber es ist eine sehr gute Kombination und vor allem bei Allergien sicher hilfreich. Alle unsere Tiere bekommen zusätzlich FKE (Fermentierter Kräuterextrakt) zum Futter, damit konnten wir bei Floh- und Zeckenmitteln enorm einsparen.

Energiebündel

Kraftvoll durchstarten – mit Manju (inkl. Sprühflasche) und der neuen Manju Nobelbitterschokolade „Matcha Mini“ von Zotter erhalten Sie das perfekte „Energiebündel“. Inhalt: 1  x Manju 195 ml mit einer Sprühflasche 50 ml & 3   x Manju „Matcha Mini“ Schokolade von Zotter


Mehr Wissen

Darmbakterien als Schlüssel zur Gesundheit Dr. Zschocke, Anne Katharina 368 Seiten ISBN 978-3426657539

Handbuch Wintergemüse Eliot Coleman 224 Seiten ISBN 978-3-7066-2565-4

Der Bio-Pionier und erfolgreiche Biogärtner Eliot Coleman erklärt, wie engagierte Biogärtner im Winter ihr Gemüse ohne zusätzliche Heizkosten anbauen können! Sie erfahren, welche Gemüsesorten am besten geeignet sind, was eine kluge Fruchtfolge ist und wie der Schutz vor Kälte im ungeheizten Gewächshaus oder im Folientunnel funktioniert.

Ab ins Grüne

Saisonpaket für den Garten Ein aktives Bodenleben und gesunde, vitale Pflanzen mit Effektiven Mikroorganismen. Die lausigen Zeiten in Ihrem Garten sind vorbei – und Ihre Pflanzen werden mit dem Glückspilz ausgezeichnet. Inhalt: EMa, 5 L Bag/Box | MK 5, 0,5 L | Terrafert Boden, 0,5 L | Terrafert Blatt, 0,5 L

Kleinraum Gärtchen

Saisonpaket für Balkon und Terrasse Effektive Mikroorganismen verbessern das Keimen, Blühen, Fruchten und Reifen – natürlich gesunde und vitale Pflanzen auch auf kleinem Raum. Inhalt: EMa, 1 L | MK 5, 100 ml | Terrafert Boden, 100 ml | Terrafert Blatt, 100 ml

Alles im Reinen

Kombipaket für den Haushalt Natürliche Sauberkeit und ein optimales Raumklima mit Effektiven Mikroorganismen. Kommen Sie ins Reine – und schaffen Sie sich eine natürliche Wohlfühloase. Inhalt: eMC® Kraftreiniger, 0,5 L | eMC® Kalkreiniger, 100 ml | EM-Klar-Urlösung, 100 ml | EM-Keramik graue Pipes

Altes Wissen – Neues Wissen

Seit Jahrtausenden ist die Kunst der Kompostierung ein probates Mittel, Küchen- und Gartenabfälle in wertvolle Erde umzuwandeln. Auch die Sprache weist u. a. darauf hin: So wurde in frühneuhochdeutscher Zeit (1350 – 1650) die Schimmelschicht, die sich auf lange liegenden, verfaulenden Lebensmitteln bildet, als Faulpelz bezeichnet. Im 17. Jahrhundert wurde daraus die nicht gerade positiv behaftete Bezeichnung für träge Menschen. Auch beim Komposthaufen sollte der „Faulpelz“ vermieden werden. Fäulnis, die sehr schnell entsteht, wenn organische „Abfälle“ unter Ausschluss von Sauerstoff lagern, ist ein großes Problem, da die dabei entstehenden Stoffwechselprodukte das Bodenleben hemmen und ein Milieu entsteht, in dem sich Krankheitserreger und verschiedene Schädlinge leichter entwickeln können. Weil auch gefaulte Organik früher oder später vererdet, werden dann mit der Komposterde wieder Probleme in den Garten gebracht. Es gibt nun mehrere Möglichkeiten, Fäulnis im Kompost zu vermeiden: Ist ausreichend Sauerstoff im Kompostmaterial vorhanden, kann ein Verrottungsprozess stattfinden. Dazu sollte der Komposthaufen häufig durch Wenden belüftet werden oder bereits beim Aufsetzen grobes Strukturmaterial wie z. B. Äste zugefügt werden, um eine ausreichende Durchlüftung zu gewährleisten. Eine weniger aufwendige Möglichkeit ist der Einsatz der Effektiven Mikroorganismen. Hier werden jedes Mal, wenn organische Abfälle auf dem Kompost landen, durch Besprühen oder Begießen EM-Kulturen eingebracht. Sie bereiten ein Milieu, in dem sich Fäulnis nicht entwickeln kann und der Ab- und Umbau des Kompostmaterials beschleunigt wird. Eine besondere Variante ist die Bokashierung. Hier wird das organische Material mittels EM durch Fermentation (ähnlich wie bei Sauerkraut oder Silage) unter Abwesenheit von Sauerstoff mikrobiologisch „vorverdaut“, wobei wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamine, Aminosäuren und Antioxidantien gebildet werden, die für Wachstum und Gesundheit von Bodenleben und Pflanzen sehr wichtig sind. Weitere ausführliche Informationen zur Kompostierung und Bokashierung mit EM (und mehr Freizeit im Liegestuhl) erhalten Sie unter: http://www.multikraft.com/de/haus-und-garten/kompostierung.html

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Multikraft Wissenswert

Nachgefragt TEIL 10

Die Welt der Mikroorganismen Übertragung von protozoischen, krankmachenden Parasiten: • über direkte Aufnahme auf oralem Wege (z. B. kontaminiertes Wasser) • über Insekten

Weltweit erkranken in über 100 Ländern jährlich über 300 Millionen Menschen an Malaria tropica, geschätzte 12 Millionen leiden an Leishmaniose. Die genannten Krankheiten bleiben heute zwar primär auf die Tropen- und Subtropenregionen unserer Erde beschränkt, jedoch, bedingt durch den Tourismus und die allgemeine Klimaerwärmung, steigt auch in den Mittelmeerländern das Gefährdungspotenzial für solche Krankheiten.

Protozoische Erreger führen zu • Durchfallerkrankungen mit unterschiedlicher Verlaufsform und Dauer oder • zu schweren, generalisierten Erkrankungen mit z. T. tödlichem Ausgang wie z. B. Malaria tropica, Leishmaniose.

Lesen Sie mehr in der nächsten Ausgabe und im Buch: Mikrokosmos Leben. Die Welt der Mikroorganismen von Univ.-Prof. DI Dr. Wolfgang Kneifel und DI Dr. Konrad Domig

Protozoen – die tierischen Einzeller Protozoen sind in der Natur weit verbreitet. Süß- und Meerwasser, aber auch Tümpel sind häufig bevorzugte Lebensräume. Dort besitzen sie eine ökolo­ gische Bedeutung.

EM auf der Spur

Effektive Mikroorganismen bestehen im Wesentlichen aus Milchsäurebakterien, Hefen und Photosynthesebakterien. Substanzen, die schon seit Jahrtausenden von Menschen genutzt werden, sei es zur Brot-, Wein- oder Sauerkrautherstellung. EM entfalten ihre Wirkung auf umfassende Weise – sie helfen auf sanfte und naturnahe Art, unseren Körper, Umwelt und Tier ins Gleichgewicht zu bringen und damit natürliche Vorgänge zu unterstützten. Sie arbeiten belebend mit der Natur, schaffen so ein Milieu, das fäulnisbilden-

de Prozesse unterdrückt und lebensfördernde stärkt. Ihren Einsatz finden sie im Garten genauso wie in der Landwirtschaft, Kompostierung, Reinigung, Tierhaltung, Wasseraufbereitung als auch Körperpflege.

Streifzüge durch den Mikrokosmos

Einen Einblick in die Welt der Mikroorganismen erhalten Sie in unserem Lehrpfad am Stumpflhof. Inmitten des Hausruckviertels gelegen, ist er in sei-

EM-Café

Jeden 1. Freitag im Monat von 14:30 bis 16:30 Uhr im Stumpflhof (Sulzbach 17, 4632 Pichl bei Wels). Hier bietet Mag. Dr. Erika Rokita (Biologin, JinShin-Jyutsu-Praktikerin, Kräuter- und EM-Fachberaterin) Austausch und Beratung für Einsteiger und Praktiker, jeden Monat zu einem neuen Schwerpunktthema.

Die nächsten Termine sind: Freitag, 6. Februar 2015 „Auf zum Frühjahrsputz!”

Freitag, 6. März 2015 „Mischkultur und Mulchen“ mit Bernadette Schützenhofer (Gärtnerei Schützenhofer, Rohr im Kremstal) Freitag, 10. April 2015 Biotope, Fischteiche und Pools mit EM mit Mag. Robert Rotter (Ökologe, Limnologe und EM-Fachberater) 34


Multikraft Wissenswert

Multikraft unterwegs Sigrid Wiesinger unterwegs in Neumarkt in der Oberpfalz

Seit 4 Jahren werden mehr als 20 öffentliche Gebäude in der Stadt Neumarkt, Oberpfalz (DE), probiotisch mit eMC® Reinigern gereinigt, unter anderem auch zwei Schulen. Was der Hintergrund für diesen Umstieg war und welche Vorteile sich daraus ergeben haben, erzählen der Projektbeauftragte der Stadt, der Schuldirektor und die Hausmeister beider Schulen sowie die Bereichsleitung der zuständigen Gebäudereiniger. Auch die Bio-Brauerei Neumarkter Lammsbräu reinigt die Verwaltungsgebäude ausschließlich mit eMC®. Die Videos mit allen Tipps finden Sie unter www.multikraft.com/videos

multikosmos Ausgabe 20 Unser nächstes Thema:

Erd-Reich

EM-Stammtische ner Art einzigartig und bietet seinen Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, den Mikrokosmos für sich zu entdecken, die Welt der Mikroorganismen begreifen und verstehen zu lernen. Anhand von „Streifzügen” durch mehrere Bereiche wird die Möglichkeit geboten, mehr über die Rolle der Mikrobiologie in der Natur und ihre ökologischen Zusammenhänge zu erfahren.

Events

Erfahren Sie neues über EM oder tauschen Sie Ihre Erfahrungen mit uns aus. Besuchen Sie uns bei folgenden Veranstaltungen:

Garten Salzburg

Halle 3/5 // Stand 313 Fr., 20. – So. 22. März 2015

Blühendes Österreich Halle 4 // Stand 410 Fr., 20. – So. 22. März 2015

Informationen zu Veranstaltungen rund um Effektive Mikroorganismen – Stammtische, Vorträge, Messen und vieles mehr – finden Sie auf www.multikraft.com unter Aktuelles & Service / Veranstaltungen

Für Anwender, Einsteiger & Interessierte zum Erfahrungsaustausch.

Wien Günter A. Gsöls: Jeden 3. Donnerstag im Monat | Beginn: 19:00 Uhr Heuriger zum Berger, Himmelstraße 19, 1190 Wien, +43 664 320 65 77 Hildegard Baader:  tribuswinkel Jeden letzten Dienstag im Monat | Beginn: 19:00 Uhr Gasthaus Osterer, Kirchengasse 10, 2512 Tribuswinkel, +43 2252 497 48 Eveline Horvath:  eisenstadt Jeden 1. Dienstag im Monat | Beginn: 18:00 Uhr Hasenweg 17, 7000 Eisenstadt, eveline.h@gmx.at, +43 676 973 55 44 Gartenparadies Peter Painer eggersdorf | graz Jeden 3. Mittwoch im Monat 17:00 Uhr: EM-Stammtisch für Gartenbesitzer 18:30 Uhr: Bauernmarkt & Talentetausch 19:30 Uhr: Bewusstseins-Kino Badstraße 48, 8063 Eggersdorf, www.painer.com, +43 3117 24 42 Gärtnerei Schützenhofer:  rohr | Kremstal Am letzten Donnerstag im Monat (März, April, Juni, September) | Beginn: 19:30 Uhr Jeden 3. Dienstag im Monat Kräuterstammtisch mit EM Beginn: 19:00 Uhr Linzerstraße 32, 4532 Rohr/Kremstal, +43 7258 21 24 TEBEM Gisela Weingartner: Neuburg a. d. Jeden 2. Freitag im Monat | Beginn: 19:30 UhrDonau Gasthaus Neuwirt, Färberstraße 88, 86633Neuburg a. d. Donau, info@tebem.de, +49 173 39 33 822 35


Natürlich und nährstoffreich:

Pflanzenwachstum

mit Terra-Preta-Technologie

Organisches Substrat

Schwarzerde, torffrei Für Gemüse, Kräuter und Blumen

• Enthält mit Effektiven Mikroorganismen fermentierten Grünschnitt, Pferdemist und Holzkohlegrieß • Fermentierter Holzkohlegrieß lockert den Boden und stellt Nährstoffe im Boden dauerhaft bereit, keine Nachdüngung • Tonmehl, Bio-Holzfasern, Hornspäne und Terrafert Boden sorgen für Struktur und erhöhen den Nährstoffgehalt Tipp: Wurzelballen von einjährigen Kübelpflanzen am Ende der Saison in den Boden einarbeiten Anwendung: Pur im Kübel bzw. 20 L / m2 ins Beet einarbeiten

Organischer Dünger

Bodengold mit fermentiertem Hühnermist & HolzKOHLEgrieSS

• Fermentierter Holzkohlegrieß und Holundertrester lockern den Boden und stellen Nährstoffe im Boden dauerhaft bereit

• Fermentierter Hühnermist bietet einen hohen Nährstoffgehalt • Basalt Lavasand und Maisspindeln haben ein sehr gutes Speicher- und Absorbtionsvermögen Tipp: 4 – 5 Pellets in den Blumentopf stecken, reicht für eine Saison Anwendung: 1 kg / m2 ins Beet einarbeiten

Profile for Multikraft

multikosmos #19  

Werden Sie sich bewusst über die Macht des Konsumverhaltens, die Wichtigkeit unseres Grund und Bodens und wie viel Einfluss Sie auf die vers...

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