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MARKTBERICHT 03.2013

1 M端ller & Sohn Marktbericht


DIE WELTWIRTSCHAFT  Gute Konjunkturdaten: Die USA kommen wieder Im Schlussquartal 2012 ist die Wirtschaftsleistung der Vereinigten Staaten etwas schneller gewachsen als bislang angenommen wurde. So korrigierte das Handelsministerium das Plus nach endgültigen Berechnungen von 0,1 auf 0,4 Prozent nach oben. Insbesondere die Daten für Investitionen und Exporte fielen etwas besser aus als bisher gedacht. Trotz der Revision ist das der kleinste Zuwachs seit Anfang 2011, denn im dritten Quartal 2012 war die weltgrößte Volkswirtschaft noch mit einer Jahresrate von 3,1 Prozent gewachsen. Die OECD, die größte Industriestaaten-Organisation, sieht die USA mit einem starken Comeback zu Jahresbeginn. Im ersten Quartal 2013 soll das Bruttoinlandsprodukt um 3,5 Prozent zulegen. Zum Vergleich: Für Deutschland werden zwar nur 2,3 Prozent erwartet, dies ist allerdings der beste Wert für ein EU-Land. Einkommen und Konsumausgaben in den USA ziehen an, doch trotz insgesamt positiver Wirtschaftsaussichten in den USA setzt auch die USNotenbank ihre Unterstützung der Konjunkturerholung fort. Die Fed werde den Leitzins wie angekündigt auf dem historischen Niedrigsatz zwischen null und 0,25 Prozent belassen, teilte die amerikanische Zentralbank nach einer Sitzung ihres Offenmarktausschusses in Washington mit. Die Erwartungen bezüglich der chinesischen Wirtschaftsaktivität sind hingegen erst einmal gesunken. Dennoch dürften kurzfristig das attraktive Preisniveau und die gestiegenen Wachstumsaussichten für die Weltwirtschaft in diesem Jahr auch neue Unterstützung für China bringen. Grund sind Spekulationen, dass die chinesische Regierung Maßnahmen ergreifen wird, um die Inflation einzudämmen. Die neue Regierung scheint übertriebene Preissteigerungen auf dem Immobilienmarkt einzuschränken, um so die potenzielle Bedrohung durch eine hohe Inflation anzugehen. Dazu kommt, dass auch die schwache europäische Konjunktur die chinesische Wirtschaft belastet, da dadurch die Exportnachfrage weniger stark wächst. So wächst auch die Nachfrage in China nur moderat und auch nur saisonal bedingt, nicht aber aus fundamentaler Sicht begründet. Nicht uneigennützig wird die festere US-Konjunktur von daher auch in China begrüßt.

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 BRICS-Staaten als Unterstützung für die Weltwirtschaft Die Staats- und Regierungschefs von Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika, die sogenannten BRICS Staaten haben auf ihrer jüngsten Konferenz in Durban mehrere bi- und multilaterale Vereinbarungen getroffen sowie die Gründung eines BRICS-Wirtschaftsrats beschlossen. Die Etablierung einer eigenen Entwicklungsbank sowie Pläne für einen Antikrisenfonds und eine BRICS-Ratingagentur galten zu Beginn des zweitägigen Treffens als zentrale Anliegen der Gemeinschaft der aufstrebenden Schwellenländer. Jedoch haben sich die BRICS-Staaten bei ihrem Gipfeltreffen überraschend nicht über Kapital-Ausstattung und den Standort der geplanten BRICS-Entwicklungsbank einigen können. So wurde nur beschlossen, formale Verhandlungen zur Gründung einer BRICSgeführten Entwicklungsbank aufzunehmen. Die fünf Staaten streben zudem einen Anti-Krisenfonds, eine eigene Ratingagentur und generell eine Intensivierung ihrer wirtschaftlichen und politischen Zusammenarbeit an. Die BRICS-Staaten umfassen 40 Prozent der Weltbevölkerung. Sie erwirtschaften zusammen ein Viertel des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP).

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EUROPA  Ist Italien das nächste Zypern? Die Finanzminister der Eurozone haben im März 2012 ein Rettungspaket für das finanziell angeschlagene Zypern geschnürt und Zypern wird demnach bis zu zehn Milliarden Euro erhalten. Gleichzeitig soll die Beteiligung in- und ausländischer Sparer weitere 5,8 Milliarden Euro in die Kassen Zyperns spülen, da ohne frisches Geld Anfang Juni die Pleite drohen würde. Die Angelegenheiten in Zypern haben die Geld- und Rohstoffmärkte in Atem gehalten und nicht zuletzt ist die Situation in Zypern maßgeblich verantwortlich für die deutlichen Verluste von Rohstoffen auf breiter Basis, wobei der Euro ebenfalls zurück fiel und der US-Dollar zulegen konnte. Dabei ist es weniger die tatsächliche europäische Nachfrage, die die Industriemetalle belastet, sondern die Schwäche des Euro gegenüber dem US-Dollar, der gegenüber der Gemeinschaftswährung zuletzt um 1,28 kostete. Aber war das Zypern-Drama nur der Anfang? Im Schatten der EuroSchwergewichte wächst eine neue Generation von potentiellen Krisenländern heran: Staaten, die sich auf starke Banken und Steuervorteile als Lockmittel verlassen. So fordern Ökonomen ein entschiedeneres Vorgehen gegen Steuerdumping nicht nur in Zypern, sondern auch in anderen EU-Finanzstandorten wie Luxemburg oder Malta. Kaum scheint sich das Zypern Problem erledigt zu haben, bahnt sich ein neues an: Das EU-Krisenland Italien steuert auf eine Staatskrise zu. Es zeigte sich, dass Zypern dabei der Katalysator für eine erneute Skepsis gegenüber Italien war, wo immer noch keine Regierung gefunden ist und wohl auch nicht zustande kommen wird. Der 87-jährige Staatspräsident Napolitano lehnte es ab, seinen Posten vorzeitig aufzugeben, um so vorgezogene Neuwahlen als Ausweg zu ermöglichen. Vielmehr sind nun zwei Expertengruppen Italiens nächste Hoffnung in der seit Wochen andauernden Regierungskrise des Landes. Die zehn von Napolitano eingesetzten Weisen sollen Vorschläge erarbeiten, um das Patt im Parlament aufzulösen. So soll sich eine der beiden Gruppen mit institutionellen Fragen wie etwa einem neuen Wahlrecht befassen, die andere Expertengruppe wirtschaftliche und soziale Themen diskutieren. Ihre Aufgabe ist es, den Parteien mit konkreten Vorschlägen eine gemeinsame Plattform für eine Regierungsbildung zu liefern.

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Die Gruppen sind nicht unumstritten und stoßen auf Skepsis bei den Parteien. Italien braucht dringend eine neue, handlungsfähige Regierung und muss den Märkten klar machen, dass es am bisherigen Reformprozess festhalten will. Ohne klare Zeichen für eine Fortführung dieses Kurses werden die Probleme für Italien massiv werden, u. a. werden die Zinsen für Staatsanleihen steigen, die Rezession andauern, die Arbeitslosigkeit weiter zunehmen. Italien: Eine neue Regierung verzweifelt gesucht.

DEUTSCHLAND  Deutsche Wirtschaft hängt Eurozonen-Konkurrenten weiter ab Die Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft haben die fünf Wirtschaftsweisen in ihrem aktuellen Bericht mehr als halbiert. Für 2013 werde nur noch ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,3 Prozent erwartet, teilte der Sachverständigenrat mit, nachdem in der Herbstprognose noch 0,8 Prozent vorhergesagt wurden. Als Grund für die Senkung wird der unerwartete Einbruch im vierten Quartal 2012 angegeben, als Europas größte Volkswirtschaft mit 0,6 Prozent so stark schrumpfte wie seit Anfang 2009 nicht mehr. Dadurch startet sie mit deutlich weniger Schwung in das Jahr 2013. So sehen die Experten vor allem die Binnenwirtschaft als positiven Wachstumsimpulsgeber, vor allem bei den privaten Konsumausgaben, die sich angesichts der anhaltend guten Situation auf dem Arbeitsmarkt weiterhin robust entwickeln dürften. Dagegen dürfte die Investitionsneigung der Unternehmen weniger zunehmen. Auch vom Außenhandel werden keine Impulse erwartet, weil die Exporte langsamer wachsen dürften als die Importe. Die Zahl der Arbeitslosen wird dem Expertengremium nach auf 2,949 Millionen steigen. Das wären rund 50.000 mehr als im abgelaufenen Jahr. Die Zahl der Erwerbstätigen soll dagegen um 0,3 Prozent auf 41,7 Millionen steigen. Insgesamt kostete der lang andauernde Winter die deutsche Wirtschaft viel Geld und nach Berechnungen des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) gehen etwa zwei Milliarden Euro verloren. Insbesondere die Bauwirtschaft und das Transport- und Verkehrsgewerbe leiden und nicht alles kann wohl in den kommenden Monaten wieder aufgeholt werden.

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Damit wachsen die Gefahren, dass sich der erwartete Aufschwung in Deutschland verzögert und das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal nur stagnieren könnte. Trotz aller negativen Befürchtungen wird die deutsche Wirtschaft ihre großen europäischen Konkurrenten beim Wachstum weiter abhängen. In ihrem jüngsten Zwischenbericht zur Konjunkturlage prognostiziert die internationale Wirtschaftsorganisation OECD für die Bundesrepublik einen kräftigen Aufschwung. Länder wie Italien und Frankreich kommen hingegen weiter nicht in Fahrt. Vor dem Hintergrund der großen Differenzen empfehlen die OECDExperten eine weitere Lockerung der Geldpolitik in der Eurozone. Die Leitzinsen seien bereits sehr niedrig, aber es gebe noch Spielraum. Konkret erwartet die OECD im zuende gehenden Quartal ein Wirtschaftswachstum von 0,6 Prozent in Deutschland, ein ebenso großes Plus wird für den Zeitraum April bis Ende Juni vorhergesagt.

 Arbeitslosenzahl sinkt - trotzdem Im Berichtsmonat März 2013 ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland um 58.000 auf 3,098 Millionen gesunken. Das waren 70.000 mehr als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg somit im März im Monatsvergleich um 0,1 Punkte auf 7,3 Prozent. Im März 2012 hatte die Quote bei 7,2 Prozent gelegen. Der Rückgang ist geringer ausgefallen als sonst im März üblich, dies dürfte mit der langen Frostperiode zusammenhängen, die bis weit in den März hinein reichte. Insgesamt zeigt sich der deutsche Arbeitsmarkt relativ unbeeindruckt von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der letzten Monate und entwickelt sich weiter solide.

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NE-METALLE ALUMINIUM  Der Markt ist aktuell unterbewertet Aluminium gibt im Verbund mit den anderen Industriemetallen im Zuge der Veröffentlichung schwächer als erwartet ausgefallener chinesischer Daten nach und ist am 07.03.13 auf ein Viereinhalbmonatstief bei 1.950 USD gefallen. Zu diesem Zeitpunkt haben die meisten Marktteilnehmer noch nicht damit gerechnet, dass die Reise nach unten in Richtung 1.900 USD auch noch weiter gehen könnte. Die Industriemetalle insgesamt zeigen sich leichter, wobei der starke USDollar die Notierungen belastet. Die jüngsten Daten aus den USA werden positiv aufgenommen, während die europäische Wirtschaft auch im März 2013 nicht vom Fleck kommt, wie die aktuellen Daten zum Verbrauchervertrauen und dem Geschäftsklima in der europäischen Währungsunion zeigten. So ist davon auszugehen, dass die Lage in Europa die Entwicklung bei den Industriemetallen auch in den kommenden Wochen bestimmen wird. Der bisherige treibende Faktor, die Metallnachfrage in China, ist in den Hintergrund gerückt, obgleich die Käufe seitens der Verbraucher dort zuletzt angestiegen sind. Im Zuge der Euro-Krise um Zypern ist der Aluminiumpreis dann weiter gefallen, nachdem die Notierungen sich zwischenzeitlich auf 1.973 USD am 15.03.13 steigern konnten. Die Aluminiumnotierungen wurden zuletzt gestützt durch Käufe seitens des chinesischen Staates zur Aufstockung der Staatsreserven. Die Aluminiumnotierungen kratzen zum Berichtsmonatsende März 2012 an der wichtigen Linie 1.900 USD und erreichten am 31.03.13 nur noch 1.912 USD; in Euro 1.490,21. Weiterhin belasten die hohen Lagervorräte das Leichtmetall, und auch in den Lagerhäusern der LME sind die Bestände zuletzt wieder gestiegen. Mit 5.237.400 t liegen sie nur noch knapp 0,2 Prozent unter dem Allzeithoch, das im Dezember 2013 erreicht wurde. Am 01.03.13 startete der Monat mit 5.172.550 t.

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Die globale Aluminiumproduktion ist dem Internationalen Aluminium Institute (IAI) zufolge im Februar 2012 zum Vorjahresvergleich um 2,4 Prozent auf 3,68 Millionen Tonnen gestiegen. Maßgeblich beteiligt an dieser Ausweitung war China, wo die Produktion im Jahresvergleich um 11,7 Prozent auf 1,73 Millionen Tonnen gesteigert wurde. Die hohe Produktion macht sich auch zunehmend in steigenden Lagerbeständen bemerkbar. Aussagen des chinesischen Datenanbieters SMM zufolge lagern an den vier größten Handelsplätzen des Landes (Shanghai, Wuxi, Nanhai, Hangzhou) aktuell 1,33 Millionen Tonnen Aluminium, so viel, wie noch niemals zuvor. Im Zuge der gefallenen Notierungen, Überkapazitäten und hohen Kosten überdenken mittlerweile offensichtlich einige Aluminiumproduzenten ihre bisherige Strategie. So gab Rusal, der weltweit größte Aluminiumhersteller aus Russland, bekannt, bis Ende dieses Jahres seine Produktion um 300.000 Tonnen, d. h. rund sieben Prozent, zu kürzen. Die niedrigere Produktionsrate solle für drei Jahre beibehalten werden, sofern sich die Preise nicht merklich erholten, da der starke Preisrückgang dazu geführt habe, dass ein großer Teil der globalen Produktionskapazitäten nicht mehr profitabel arbeiten könne. Anscheinend folgt dem Beispiel von Rusal auch China Power Investment Corp., der zweitgrößte Aluminiumproduzent Chinas, der ebenfalls 300.000 Tonnen Produktionskapazitäten stilllegt, was rund elf Prozent der gesamten Kapazitäten des Unternehmens entspricht. Außerdem sollen keine neuen Schmelzereien mehr gebaut werden. Sollten die jetzt angekündigten Produktionskürzungen tatsächlich umgesetzt werden und weitere folgen, könnte dadurch der Aluminiumpreis gestützt werden. Die zuletzt starken Daten aus China sind, so der HSBCEinkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe in China, im März überraschend deutlich auf 51,7 Punkte gestiegen. Analysten hatten im Konsens lediglich mit einem Plus auf 50,8 Zähler gerechnet. Die Industrieproduktion in China stieg im Januar und Februar um 9,9 Prozent und damit so wenig wie seit Oktober 2012 nicht mehr. Für die Analysten ist Aluminium auf dem aktuellen Niveau unterbewertet und sie erwarten auch wieder steigende Notierungen, insbesondere durch eine stärkere Nachfrage aus China und anderen asiatischen Ländern. Jedoch wird es nicht zu großen Preissprüngen kommen, denn die hohen Lagervorräte in den Lagerhäusern der LME lasten wie eine Bürde auf dem Aluminiummarkt.

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KUPFER  Kupferbestände klettern massiv Das Interesse an Kupfer hält sich seit Wochen in Grenzen und weder die Industrie noch die spekulativen Marktteilnehmer finden derzeit Gefallen an dem roten Industriemetall. Bei Kupfer gerät inzwischen das Verhältnis von Angebot und Nachfrage immer stärker in den Vordergrund. Die Nachfrageentwicklung nach Kupfer bleibt in China weiter hinter den Erwartungen zurück, während die weltweiten Lagerbestände von Kupfer mit 565.350 t am 25.03.13 zwischenzeitlich den höchsten Stand seit zehn Jahren erreicht haben. Allein in den vergangenen zwölf Monaten haben sich die an der Londoner Metallbörse gelagerten Kupfermengen auf über 525.000 Tonnen fast verdoppelt. Zum 31.03.13 erhöhten sich die LME-Bestände weiter auf 569.775 t. Bei den anderen Metallen ist der Anstieg der Bestände nicht ganz so stark, aber insgesamt ist auch hier vorläufig kein Mangel zu erwarten. Die steigenden Bestände und die Unsicherheit über China haben dazu geführt, dass die Netto-Shortpositionen auf Kupfer an der Comex auf ein Rekordhoch gestiegen sind. Der Notierungsverlauf spiegelt die Stimmung am Kupfermarkt wider, denn in den ersten Handelstagen konnten die Kurse bis zum 13.03.13 auf 7.830 USD steigen. Grund für die Erholung sahen die Analysten in dem Anzeichen, dass China die niedrigen Preise für frische Käufe nutzt und die geringen Preise haben die chinesischen Einkäufer an den Markt zurückgebracht. Dennoch sind die chinesischen Kupferimporte im Februar auf das niedrigste Niveau seit 19 Monaten gefallen, während die Exporte auf ein Sechsmonatshoch gestiegen sind. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Daten der chinesischen Zollbehörde berichtet, sind die Importe im Berichtszeitraum auf 214.949 Tonnen gefallen. Die Exporte aus dem Reich der Mitte stiegen derweil auf 38.569 Tonnen. Die Kupfernotierungen können sich von der ersten Abwärtsbewegung kurz emanzipieren, denn die Verbraucher und auch die Investoren haben den Rückgang der vergangenen Tage genutzt, um wieder Positionen aufzubauen.

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Doch der einmal eingeschlagene Preistrend wurde weiter geführt, denn Kupfer verlor bis auf 7.559 USD am 20.03.13 und konnte sich bis zum 31.03.13 mit 7.600 USD nicht weiter verbessern. Der Kupferpreis hat zum Berichtsmonatsende von dem zunehmenden Streik der Hafenarbeiter in Chile, dem mit Abstand weltweit größten Kupferproduzenten, eine Stütze erhalten. Bereits vor zwei Wochen sind Arbeiter im nördlichen Hafen des Landes in den Ausstand getreten. Nun haben sich auch die Arbeiter in zahlreichen weiteren Häfen entlang der Küstenlinie in den Streik begeben. Inwiefern der Streik noch größere Auswirkungen auf die Angebotslage am Weltmarkt haben wird, bleibt nach Einschätzung der Rohstoffexperten aber abzuwarten. Die Notierungen verbesserten sich infolge nur kaum, wohl auch weil zum anderen die Lagerstätten mit Kupfer gut gefüllt sind, sodass der Markt ein zeitweise begrenztes Angebot verkraften konnte. Zusammenfassend kann man festhalten, dass der Kupferpreis zum Ende der Beobachtungsperiode kurzzeitig auf ein 7-Monatstief fiel, was auf spekulative Finanzinvestoren zurückzuführen sein dürfte. Die spekulativen Finanzanleger haben im Falle von Kupfer ihre Netto-Short-Positionen in der Woche zum 19. März nochmals kräftig um 53% auf 25,7 Tsd. Kontrakte erhöht. Dies entspricht dem höchsten Wert seit Beginn der Datenreihe Mitte 2006. Da der Preis seitdem merklich gestiegen ist, dürfte ein Teil der Short-Positionen mittlerweile geschlossen worden sein. Die hohen Netto-Short-Positionen stellen u. a. die Basis für einen starken Preisanstieg von Kupfer in den kommenden Monaten dar. Die hohe Abhängigkeit der Weltwirtschaft von Kupfer dürfte die Preise auch weiterhin auf einem hohen Niveau halten und könnte diese, trotz wiederkehrender Rücksetzer, längerfristig nachhaltig in noch höhere Regionen treiben. Eine deutliche Preisverbesserung der Kupfernotierungen kann in den kommenden Wochen optimistisch erwartet werden.

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NICKEL  Notierungen sind abwärts ausgerichtet Rückwärts betrachtet war Nickel der Verlierer des Jahres 2012 unter den Basismetallen, doch auch das Jahr 2013 hat bislang für Nickel keine Preisbesserung gebracht. Nachdem Nickel in den letzten vier Monaten ein neues Hoch erreicht hatte, fiel dieses nunmehr auf ein Drei-Monats-Tief bei 16.550 USD am 11.03.13. Nach der Bodenbildung am 17.03.13 mit 17.100 USD gab es wieder Aufwärtspotential, was sich aber nur als ein kurzes Strohfeuer darstellte. Die Schlussnotierung lag im März bei 16.700 USD, nur knapp über dem zuvor erreichten Tiefststand. Der feste US-Dollar Kurs belastet die Notierungen zusätzlich. Auch von Seiten Chinas, eine Stütze für den Nickelmarkt, kam im März 2013 keine Unterstützung. Die vom chinesischen Zoll veröffentlichten detaillierten Handelsdaten für Februar bestätigten die vorläufige Importund Exportstatistik, denn wegen des Neujahrsfestes sind die Ein- und Ausfuhren nahezu aller Industriemetalle im Vergleich zum Vorjahr stark zurückgegangen. Dies hat auch Nickel in hohem Maße getroffen. Nach den jüngsten Angaben der International Nickel Study Group (INSG) betrug die globale Nachfrage nach Nickel im letzten Jahr etwa 1,66 Millionen Tonnen, was einen Anstieg von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr widerspiegelte. Interessant dabei ist, dass China rund vierzig Prozent des weltweiten Nickelbedarfs auf sich vereinigt. Für dieses Jahr rechnen die Analysten mit einer ansteigenden Dynamik der Edelstahlproduktion, die im Wesentlichen durch die Schwellenländer getrieben werde. Dies wird auch zu einer robusten Nickelnachfrage führen.Nachdem die vergangenen Jahre durch Nickelüberschüsse geprägt waren, ist auch in 2013 insgesamt damit zu rechnen, dass der globale Nickelmarkt durch neue Minen und Angebotsmöglichkeiten bei deren planmäßiger Realisierung auch in den kommenden Jahren von einem Marktüberschuss geprägt sein wird. Mit diesem zunehmenden Angebotsüberschuss sind in 2012 auch die Nickelbestände in den weltweiten Lagerhäusern der Metallbörsen angestiegen. Aktuell sind die Lagerbestände mit zuletzt 130.524 t sogar wieder auf die historischen Hochs des Jahres 2010 geklettert. Somit betragen die Lagerbestände fast zehn Prozent einer gesamten Jahresnachfrage. Charttechnisch gesehen sollte sich die breite Seitwärtsbewegung weiter fortsetzen. Die Inbetriebnahme zahlreicher neuer Nickelprojekte dürfte dazu führen, dass der Nickelmarkt im Gesamtjahr 2013 einen hohen Überschuss aufweisen wird und so steigenden Nickelpreisen merklich entgegensteht.

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ZINK  Preis mit Quartalsminus Auch die Preise für Zink litten unter den Unsicherheiten in Zypern und die Notierungen gaben im weiteren Monatsverlauf März 2013 gleichmäßig nach. Zu Monatsbeginn lagen die Notierungen mit 2.022 USD noch knapp oberhalb der 2.000-USD-Linie, doch mangelndes Vertrauen in die Märkte sorgte für einen starken Rückgang über 1.959 USD am 12.03.13 auf 1.917 USD am 19.03.13, bevor am 28.03.13 dann der negative Höhepunkt mit 1.896 USD erreicht wurde. Bis zum Berichtsmonatsende war dann für Zink nicht mehr als 1.901 USD notiert. Gleichwohl konnten sich die Lagerbestände bei rund 1,2 Millionen Tonnen in der Nähe der aktuellen Höchststände halten. Am Monatsende bewegten sich die LME-Lagervorräte dann antizyklisch zu den Notierungen und es lagerten zum 31.03.13 nur noch 1.175.525 t in den lizenzierten Lägern der Londoner Metallbörse. Für die preisliche Seite bedeutete dies, dass der Rücksetzer jetzt möglichst nicht mehr tiefer als 2.000 USD gehen sollte. Charttechnisch drohen Notierungen unterhalb von 2.000 USD deutlichere Abgaben bis 1.800 und 1.600 USD. Trotz der Verluste sollte Zink im weiteren Jahresverlauf zulegen können, denn Erwartungen sprechen von einer Steigerung der Zinknachfrage in 2013 um fünf bis sechs Prozent. Dies sowie die Schließung der ersten beiden zentralen Minen dürfte jedoch nicht ausreichen, um die überschüssigen Lagerbestände deutlich zu senken. Somit sollte sich Zink von daher nicht vor 2014 über der Marke von 2.500 USD etablieren können. Ein Wendepunkt für die Industriemetalle werden die kommenden Konjunkturdaten Chinas sein. Im zweiten Quartal wird eine allgemein höhere Nachfrage nach Rohstoffen in China erwartet. Und nachdem ähnliche Erwartungen für das erste Quartal aber bitter enttäuscht wurden, dürften die Investoren hier wesentlich vorsichtiger agieren. Für Zink könnte das ebenso wie für die anderen Basismetalle eine Preisverbesserung in den Sommer hinein bedeuten.

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Seit etlicher Zeit haben die Zinkproduzenten, ausgehend von den vorangegangenen Boomjahren, ihr Angebot auf Minen- und Raffinerieebene beständig erweitert. Dies sorgte dafür, dass sich der Zinkmarkt nunmehr im sechsten Jahr in einem strukturellen Überschuss befindet. Was den globalen Anstieg in der Zink-Minenproduktion angeht, war wieder einmal China der Haupttreiber mit einem Produktionsanstieg von 14,4 Prozent. Die Anstiege in Australien, Mexiko, Peru, in der Russischen Föderation, in der Türkei und in Usbekistan sind zu einem großen Teil wieder durch Produktionsrückgänge in Brasilien, Indien, Kasachstan und den USA ausgeglichen worden. Unter dem Strich ist gemäß den vorläufigen ILZSG-Daten (International Lead and Zinc Study Group) 2012 ein weltweiter Produktionsanstieg von 5,1 Prozent zu verzeichnen gewesen. Allerdings scheint dieses Überangebotswachstum sich nun langsam aber sicher abzuschwächen und mittelfristig sogar in das Gegenteil zu verkehren. Denn durch geplante Stilllegungen von Minen vor allem in Kanada und Australien werden wichtige Produzenten vom Markt verschwinden und somit die Zeit der hohen Angebotszuwächse beendet werden. Zahlreiche bedeutende Zink-Minen stehen am Ende ihres Lebenszyklus und sollten daher bald geschlossen werden. Gleichzeitig rechnet der ILZSG für das laufende Jahr aufgrund der besseren Konjunkturaussichten in China und den USA damit, dass das Nachfragewachstum bei Zink recht hohe 3,8 Prozent erreichen wird. Das Fazit für Zink: Da der Zinkpreis weiterhin auf dem Niveau der Produktionskosten liegt, ist ein weiterer Preisrückgang recht unwahrscheinlich. Kurzfristig werden die Preise wegen der Überschusssituation allerdings auch nicht in den Himmel wachsen. Der Zinkpreis dürfte in den kommenden Jahren voraussichtlich nur eine Richtung kennen: nämlich die nach oben. Eine Angebotsverknappung droht und gleichzeitig ist Zink aber ein wichtiger Rohstoff für die Industrie. Im Zuge des letzten Nachfrageüberhangs zwischen 2004 und 2006 hat sich der Zinkpreis mehr als verfünffacht. Da der Nachfrageüberhang in den kommenden Jahren noch stärker ausfallen könnte und wahrscheinlich auch länger andauern werde als der letzte, erscheint in den kommenden Jahren eine noch rasantere Entwicklung beim Zinkpreis realistisch. Kurzfristig sollte sich der Zinkmarkt wieder erholen können, insbesondere wenn sich die Situation in Europa wieder beruhigt und die Nachfrage in den Fokusländern USA und China wieder anzieht.

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IMPRESSUM Herausgeber: Müller & Sohn GmbH & Co. KG Metall-Aufbereitungswerk Harkortstraße 22 D-45549 Sprockhövel-Haßlinghausen

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Marktbericht März 2013