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SACHSEN-ANHALT

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25 Jahre „Bad Lauchstädter Venensymposium“ – Eine vielbeachtete Regionalveranstaltung feiert ihr Jubiläum

Wir sind unsere Zukunft! Arbeitsgruppe „Junge Ärzte“ auf dem Deutschen Ärztetag

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3. Konsensuskonferenz der Kardiologen und Herzchirurgen

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Offizielles Mitteilungsblatt der Ärztekammer Sachsen-Anhalt | 29. Jahrgang | www.aerzteblatt-sachsen-anhalt.de

Start der 1. Herzwoche Sachsen-Anhalt im Umweltbundesamt Dessau

2018

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SRH KLINIKEN

Jahrestagung 2018 der Gesellschaft für Innere Medizin Sachsen-Anhalt e.V.

CHEFARZT w/m

FÜR UNSERE FACHKLINIK FÜR ABHÄNGIGKEITSERKRANKUNGEN IN MAGDEBURG

9. und 10. November 2018 Stadthaus Wittenberg Wissenschaftliches Programm

Die Fachklinik Alte Ölmühle in Magdeburg ist eine Rehabilitationsklinik für Abhängigkeitserkrankungen. Hier werden Menschen mit Alkohol-, Medikamenten- oder Drogenabhängigkeit mit dem Ziel der Abstinenz behandelt, um ihre Erwerbsfähigkeit zu erhalten oder wieder herzustellen. Wir gehören zur SRH Kliniken GmbH, einem der führenden privaten Klinikträger mit zehn Akut- und sechs Rehakliniken sowie einer Vielzahl an MVZen. Über 8.000 Mitarbeiter betreuen jährlich 950.000 Patienten.

Freitag, 9. November 2018 Sitzung I – Hypertensiologie, Nephrologie, Diabetologie, Osteologie Praxis-Update: Arterielle Hypertonie - Welche Zielwerte für welche Patienten? Praxis Update: Typ-II Diabetes - Wann OAD – Wann Insulin? State of the Art: Prävention und Therapie der diabetischen Nephropathie State of the Art: Behandlung der Osteoporose: Was ändert sich nach der DVO Leitlinie 2018 Geführte Posterdiskussionen

Ab 01.01.2019, spätestens zum 01.04.2019, suchen wir für unsere Fachklinik Alte Ölmühle Magdeburg im Wege einer Ruhestandsnachfolgeregelung einen Chefarzt w/m (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie). Ihre Aufgabe: ❙❙ Verantwortliche fachliche und organisatorische ärztliche Leitung und klinikübergreifende Zusammenarbeit ❙❙ Weiterentwicklung der Klinik ❙❙ Supervision von Assistenzärzten, Psychotherapeuten und Suchttherapeuten Ihr Profil: ❙❙ Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, idealerweise mit suchtmedizinischer Weiterbildung und Zusatzbezeichnung Sozialmedizin oder Rehabilitationswesen ❙❙ Führungserfahrung in einer Rehabilitationsklinik oder Krankenhaus ❙❙ Teamorientierung, Organisationsgeschick und hohes Verantwortungsbewusstsein mit Vorbildcharakter sowie sehr gute kommunikative Fähigkeiten Wir bieten Ihnen eine verantwortungsvolle Tätigkeit mit einem vielfältigen Aufgabengebiet und einem, der Bedeutung der Position entsprechenden, attraktiven Vertrag. Auf Sie wartet ein sehr kompetentes, freundliches und engagiertes Team. Werden Sie Teil unseres Teams und senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen mit Angabe der Kennziffer 2355-4 per Post oder E-Mail an: SRH Medinet GmbH Angret Neubauer, Geschäftsführerin Käthe-Kruse-Straße 2, 06628 Naumburg Telefon +49 (0) 34463 60-661 burgenlandklinik@medinet-gmbh.de

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Workshops zur Vorbereitung auf die Facharzt-Prüfung für junge Kollegen

Workshop 1 - „Therapie der Herzinsuffizienz“ Workshop 2 - „Schilddrüsenerkrankungen“ Workshop 3 - „Lungenfunktion“ Sitzung II – Gastroenterologie, Onkologie, Pneumologie, Endokrinologie State of the Art: Was gibt es Neues zum Pankreaskarzinom? Praxis-Update: Chronische Pankreatitis Praxis-Update: Diagnostik und Therapie bei Pleuraerguß Praxis-Update: Angeborene Stoffwechselerkrankungen im Erwachsenenalter State of the Art: Diagnostik und Therapie bei Erkrankungen der Hypophyse Ordentliche Mitgliederversammlung der IMSA Samstag, 10. November 2018 Sitzung III – Kardiologie, Geriatrie, Allgemeinmedizin State of the Art: Lungenarterienembolie versus Koronarsyndrom Praxis-Update: pAVK: Interventionelle versus medikamentöse Behandlung State of the Art: Multimedikation beim geriatrischen Patienten Schnittstelle Innere Medizin - Allgemeinmedizin Ökonomie und Innere Medizin noch vereinbar? Sitzung IV: Kommentierte Referate Schlusswort und Einladung nach Halle (Saale) 2019 www.imsa.de Die Tagung findet unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) statt.

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Inhalt

SACHSEN-ANHALT

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2018

Körperschaft des öffentlichen Rechts/www.aeksa.de

Inhaltsverzeichnis Editorial 5

Aktuelle Themen

„Milliardengrab“ elektronische Gesundheitskarte

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Mitteilungen der Kammer

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Ärztliche Weiterbildung in Sachsen-Anhalt Neu erteilte Weiterbildungsbefugnisse Novellierung der Muster-Weiterbildungsordnung Klinisches Krebsregister Sachsen-Anhalt an finalen Standorten angekommen Nachschau des Dialogs „Junge Ärzte“ anlässlich des 121. DÄT 2018 in Erfurt PM vom 31.05.18: Tag der Organspende: Ärzte fordern Widerspruchslösung zur Organspende

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Tag der Organspende 2018 in Saarbrücken Organspendeausweis schafft Klarheit – auch für die Angehörigen! Neue Daten der BZgARepräsentativbefragung Ausschreibung: „Doktorandenförderung Versorgungsforschung“

Medizinischer Fachartikel

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Klinisch-ethische Fragestellungen bei der Hämotherapie am Ende des Lebens

Neues aus dem Kammerbereich 12 14 16

3. Konsensuskonferenz der Kardiologen und Herzchirurgen Eine Einrichtung stellt sich vor: Der Arbeitskreis der Pankreatektomierten e. V. (AdP) 25 Jahre Bad Lauchstädter Venensymposium

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18 Welt-Hirntumor-Tag: Informationsveranstaltung im Städtischen Klinikum Dessau

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Ausschreibung der Vertragsarztsitze Vereine bewahren Gedenken an Arzt und Botaniker Johann Thal (1542-1583) 36. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Ärzte Start der 1. Herzwoche Sachsen-Anhalt mit Auftaktveranstaltung im Umweltbundesamt Dessau Neuer Chefarzt für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin im Bergmannstrost Professor Dr. Michael Gekle zum dritten Mal als Dekan der Medizinischen Fakultät Halle wiedergewählt „Translationsregion für digitalisierte Gesundheitsversorgung (TDG)“ – WIR!-Bündnis sucht weitere Akteure Erfolgreiches Symposium: Bewährtes und Neues bei der Behandlung von Schulterinstabilitäten Demografiepreis Sachsen-Anhalt 2018 – Jetzt bewerben! Ehrenmitgliedschaft für Magdeburger Chirurgen Professor Dr. Hans Lippert Call for Abstracts – 8. Sachsen-Anhaltischer Krebskongress 2019 in Magdeburg

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Univ.-Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Marcell U. Heim

Recht aktuell 36 37

Aus der Fallsammlung der Norddeutschen Schlichtungsstelle: Befunderhebungsmangel bei postoperativen Komplikationen Hinweis für Fachärzte mit verkehrsmedizinischer Qualifikation: Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung

Varia 38

38 Buchrezension: Hallesche Universitätsreden Hrsg. vom Rektor der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

39 40 54

Mediziner & Malerei Geburtstage im Juli und August Impressum

Ärztliche Fortbildung 46 47 50 50

Übersicht Fort- und Weiterbildungen Fort- und Weiterbildungskurse für Ärztinnen und Ärzte Veranstaltungen für Assistenzpersonal „Letzte-Hilfe-Kurse“ in Sachsen-Anhalt 2018/2019

Inhalt

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in Kooperation mit

Akademie für Sozialmedizin

Fachseminar zur Erlangung der ankündigungsfähigen Qualifikation „Medizinische Begutachtung“ gemäß der curricularen Fortbildungsordnung der Bundesärztekammer (8 h)

Veranstaltungsdatum: 18.10.2018

Zeit: 08.30 Uhr bis 17.30 Uhr

Veranstaltungsort: MDK Sachsen-Anhalt e. V. Breiter Weg 19 c 39104 Magdeburg Inhalte des Fachseminars: Gemäß Curriculum u. a. Kausalitäts- und Beweisregeln in den verschiedenen Rechtsgebieten mit Grundzügen der Begutachtung im Haftpflichtrecht, in der Arzthaftung und in der privaten Unfallversicherung. Kausalitätsbegutachtung in der gesetzlichen Unfallversicherung, im sozialen Entschädigungsrecht, der gesetzlichen Rentenversicherung und im Betreuungsrecht. Ärzte mit der Zusatzweiterbildung Sozialmedizin können mit dem eintägigen Fachseminar und mit Vorlage eines Final- und eines Kausalitätsgutachtens – die Fallvignetten werden 3 Wochen vor dem Seminartag den Teilnehmern zugeleitet und werden im Seminar abschließend besprochen – die Berechtigung zur Ankündigung der Qualifikation „Medizinische Begutachtung“ erwerben. Die Veranstaltung ist durch die Ärztekammer Sachsen-Anhalt zertifiziert, sodass auch interessierte Ärzte ohne Zusatzweiterbildung Sozialmedizin teilnehmen können. Kosten des Seminars:

200 €

Anmeldung: (nur über Akademie für Sozialmedizin Mecklenburg-Vorpommern): E-Mail: afs@mdk-mv.de oder Website: www.afs-mv.de Anmeldeschluss: 20.09.2018 Für inhaltlich-fachliche Rückfragen stehen Ihnen Frau Dr. Marion Rittierodt (E-Mail: marion.rittierodt@mdk-san.de) und Frau Ramona Lau, Akademie für Sozialmedizin (Tel.: 0385 7440-150), zur Verfügung.

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Editorial

„Milliardengrab“ elektronische Gesundheitskarte

Dr. med. Gunther Gosch

Foto: Archiv

Der Präsident der Bundesärztekammer hält das vor fast 15 Jahren ersonnene System der elektronischen Gesundheitskarte für völlig veraltet und fordert einen Neubeginn. Der Bundesgesundheitsminister hält die Karte – einzulesen ausschließlich an Kartenlesegeräten von Desktop-Rechnern in Praxen – für nicht mehr zeitgemäß und fordert alternative, zumindest jedoch ergänzende Zugangsmöglichkeiten. Die Bundeskanzlerin redet einer konsequenten Digitalisierung der Verwaltung auch im Gesundheitswesen das Wort und fordert, neue und weit über den bisherigen Leistungsumfang der eGK hinausgehende digitale Gesundheitslösungen mit einem geplanten zentralen Bürgerportal zu koordinieren. Die Delegierten des 121. Deutschen Ärztetages in Erfurt fordern per Entschließung den Stopp der Anbindung der Praxen an die längst überholte Telematikinfrastruktur (TI), die momentan kaum mehr als den Abgleich von Versichertendaten zu leisten in der Lage ist. Funktionen wie elektronische Patientenakte und Medikationsplan oder ein Notfalldatensatz sind nicht ansatzweise realisiert. Die Vertreterversammlungen von KBV wie auch die der Landes-KVen warnen vor der Anschaffung von Konnektoren, solange nicht sicher funktionstüchtige Geräte mehr als eines Herstellers auf dem Markt breit zur Verfügung stehen. Zwar haben sich KBV und GKV-Spitzenverband inzwischen auf eine Verlängerung pauschaler Erstattungsregelungen geeinigt, trotzdem wird die gesetzlich vorgesehene komplette Gegenfinanzierung der TI-Anbindung illusorisch bleiben. Das Marktrisiko der Einführung veralteter Hard- und Software-Lösungen werden besonders niedergelassene Ärzte genauso zu tragen haben wie die Folgekosten offensichtlich nicht seltener Systemausfälle. Bei aller Notwendigkeit einer sinnvollen Vernetzung der Akteure des Gesundheitswesens untereinander und selbstredend mit Patienten verweisen eine Reihe von Fachverbänden auf gravierende Nachteile des geplanten Versichertenstammdaten-Managements bis hin zum Data Mining für Krankenkassen und Industrie. Ärzte, Datenschützer, Politiker, Patientenvertreter fordern, dass ausschließlich der Patient Herr über seine Daten ist und selbstbestimmt beispielsweise per Smartphone und nicht ausschließlich am Praxistresen über deren Gebrauch entscheidet.

Ärzteblatt Sachsen-Anhalt 29 (2018) 7/8

Das Evaluationsgutachten der Universität Erlangen-Nürnberg bezweifelt nicht nur die Praxistauglichkeit der TI im Echtzeitmodus, sondern auch die Fähigkeit der Industrie, bis Ende 2018 eine zuverlässige Funktionalität des Systems zu gewährleisten und alle potenziellen Teilnehmer anzuschließen. Es bestehen erhebliche Zweifel, dass die externe Wartung der Konnektoren durch einen international agierenden Dienstleister den erheblich verschärften Datenschutzregelungen der EU-DSGVO gerecht wird. Und nicht zuletzt fehlt mit der unzureichenden Internet-Breitbandnetzabdeckung in Deutschland die netztechnische Voraussetzung für eine umfassend und störungsfrei funktionierende TI. Selbst eine Reihe großer Krankenkassen fordert die Entrümpelung des geplanten Systems, patientendominierte Zugänge und entwickelt eigene Gesundheits-Apps auf SmartphoneBasis. Dass solche Lösungen im Zeitalter des Cloudcomputings der geplanten TI längst den Rang ablaufen, zeigen nicht nur die zahllosen Apps der Silicon Valley-Startups und der Medienkonzerne, die längst entdeckt haben, dass unsere Daten der Goldstaub der Zukunft sind. Unsere Nachbarn in der Schweiz haben einen interaktiven und dynamischen elektronischen Impfpass entwickelt (www.meineimpfungen.ch), der smartphone-basiert und in der Cloud, durch den Patienten dominiert und durch den Arzt validiert, schon jetzt eine Reihe der Funktionen beherrscht, die für die TI nach jetziger Planung in den Sternen stehen. Wir in Deutschland suchen ihn noch, den Impfpass. Den aus Papier. Tatsächlich spricht einiges für die Forderung von Bundesärzte­ kammerpräsident Frank Ulrich Montgomery, den ResetKnopf zu drücken und bei der dringend notwendigen Digitalisierung im Gesundheitswesen zeitgemäße, zukunftsorientierte und sichere Wege zu beschreiten. Bundesminister Spahn versprach, nach der parlamentarischen Sommerpause Details zumindest für alternative Datenzugriffe per Smartphone vorzustellen. Nehmen wir ihn beim Wort.

Dr. med. Gunther Gosch

Editorial

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Mitteilungen der Kammer

Ärztliche Weiterbildung in Sachsen-Anhalt Telefonische Sprechzeiten der Abteilung Weiterbildung: Mo. bis Do. 10 – 12 Uhr und 14 – 16 Uhr

Monatlich möchten wir an dieser Stelle die Ärztinnen und Ärzte benennen, die erfolgreich ihre Facharztprüfung an der Ärztekammer Sachsen-Anhalt abgelegt haben. Im Monat Mai konnten wir folgende Ärztinnen und Ärzte zum Erwerb des Facharztes beglückwünschen: Facharzt für Allgemeinmedizin Dr. med. Gerold Rodenbäck, Halle (Saale)

Facharzt für Viszeralchirurgie Pamela Kühn, Quedlinburg Sabrina Weiss, Halle (Saale)

Facharzt für Anästhesiologie Thomas Bachmann, Halle (Saale) Doktor po medicina (Univ. HI. Kyrill und Method Skopje) Elena Jovanovska, Dessau-Roßlau Annett Krätsch, Bernburg (Saale)

Facharzt für Hals-NasenOhrenheilkunde Tomasz Banisch, Halle (Saale) Dr. med. Juliane Krause, Eilsleben Dr. med. Janine Poranzke, Magdeburg

Facharzt für Arbeitsmedizin Sascha List, Halle (Saale) Facharzt für Herzchirurgie Eyad Al Msoker, Magdeburg

Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten Dr. med. Caroline Herms, Leipzig Dr. med. Georgios Nikolakis, Dessau-Roßlau

Facharzt für Innere Medizin Kathleen Jeschke, Leipzig Manuela Kutnick, Magdeburg Stefan Siegmann, Halle (Saale) Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin Dr. med. Karoline Blaschke, Magdeburg Dr. med. Ulrike Schmidt, Leipzig Facharzt für Transfusionsmedizin Dr. med. Andreas Parkner, Magdeburg Dr. med. Kerstin Wuttig, Magdeburg

Neu erteilte Weiterbildungsbefugnisse gemäß der Weiterbildungsordnung Sachsen-Anhalt (siehe auch im Internet unter www.aeksa.de) Facharztbezeichnungen: Allgemeinmedizin Dipl.-Med. Sigrid Franke Arztpraxis Otto-Baer-Straße 2 39118 Magdeburg 6 Monate werden als Weiterbildung anerkannt Dr. med. Wolfgang Herzog Arztpraxis Knickstraße 16 39245 Gommern 18 Monate werden als Weiterbildung anerkannt Arbeitsmedizin Wilmar Müller MVZ Ärztehaus Dr. Lahne GmbH Walther-Rathenau-Straße 19 39245 Gommern 36 Monate werden als Weiterbildung anerkannt

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Mitteilungen der Kammer

Hedwig Hedda Skalski ias Aktiengesellschaft Berlin/Stelle Dessau Heinrich-Heine-Straße 23 06844 Dessau-Roßlau 36 Monate werden als Weiterbildung anerkannt Frauenheilkunde und Geburtshilfe Dr. med. Kristina Freese Dr. med. Mathias Sywottek Krankenhaus St. Marienstift Magdeburg GmbH Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Harsdorfer Straße 30 39110 Magdeburg 60 Monate im Verbund werden als Weiterbildung anerkannt Dr. med. Ute Rommel AMEOS Klinikum Schönebeck GmbH Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Köthener Straße 13 39218 Schönebeck (Elbe) 54 Monate werden als Weiterbildung anerkannt Kinder- und Jugendmedizin Dr. med. Karin Fleischer Dr. med. Christiane Wöhrle AMEOS Klinikum Halberstadt GmbH Frau-Mutter-Kind-Zentrum Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Gleimstraße 5 38820 Halberstadt 60 Monate im Verbund werden als Weiterbildung anerkannt Dr. med. Melanie Klix Arztpraxis Alte Emmeringer Straße 4 39387 Oschersleben (Bode) 24 Monate werden als Weiterbildung anerkannt

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Mitteilungen der Kammer

Öffentliches Gesundheitswesen Dr. med. Birgit Achilles Landkreis Mansfeld-Südharz Gesundheitsamt Rudolf-Breitscheid-Straße 20/22 06526 Sangerhausen 18 Monate werden als Weiterbildung anerkannt Radiologie Dr. med. Tobias Heinzelmann AMEOS Klinikum Bernburg GmbH Radiologisches Institut Kustrenaer Straße 98 06406 Bernburg (Saale) 48 Monate werden als Weiterbildung anerkannt

Schwerpunktbezeichnungen: Kinder-Pneumologie Dipl.-Med. Sabine Jess Arztpraxis Hallorenring 8 06108 Halle (Saale) 18 Monate werden als Weiterbildung anerkannt Neonatologie Dr. med. Birgit Eder Godo Jilg AMEOS Klinikum Halberstadt GmbH Frau-Mutter-Kind-Zentrum Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Gleimstraße 5 38820 Halberstadt 24 Monate im Verbund werden als Weiterbildung anerkannt

Zusatzbezeichnung: Allergologie PD Dr. med. habil. Boris Haxel AMEOS-Klinikum Haldensleben GmbH Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde Kiefholzstraße 27 39340 Haldensleben 18 Monate werden als Weiterbildung anerkannt

Erloschene Weiterbildungsbefugnisse: Für die Unterstützung der Kammer­ arbeit im Rahmen der Weiterbildung möchten wir nachfolgenden Ärzten herzlich danken: • Dr. med. Uwe Ehrt, Salus gGmbH Fachklinikum Bernburg, Befugnis für Psychiatrie und Psychotherapie endete am 30.04.2018 • Dr. med. Katrin Frühauf, Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau gGmbH in Halle (Saale), Befugnis für Palliativmedizin endete am 12.02.2018 • Dr. med. Stephan Gerhardt, Diakonie-Krankenhaus Harz GmbH in Elbingerode, Befugnis für Psychiatrie und Psychotherapie endete am 30.04.2018 • Dr. med. Uwe-Jens Gerhard, Salus gGmbH Fachklinikum Bernburg, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/-psychosomatik, Befugnis

für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie endete am 30.04.2018 • Dr. med. Ralph Kallmayer, HELIOS Klinik Lutherstadt Eisleben, Klinik für Innere Medizin, Befugnis für Innere Medizin und Kardiologie endete am 31.03.2018 • Dr. med. Thomas Pietsch, AMEOS Klinikum Bernburg GmbH, Klinik für Radiologische Diagnostik, Befugnis für Radiologie endete am 25.03.2018 • Dr. med. Cornelius Presch, AMEOS Klinikum Halberstadt GmbH, Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Befugnisse für Kinder- und Jugendmedizin, Neonatologie sowie Pädiatrische Intensivmedizin endeten am 30.04.2018 • Dr. med./Univ. Zagreb Zeljko Zivcec, AMEOS-Klinikum Haldensleben GmbH, Klinik für Neurologie, Befugnis für Neurologie endete am 30.04.2018

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Mitteilungen der Kammer

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Mitteilungen der Kammer

Novellierung der Muster-Weiterbildungsordnung (MWBO)

Was wird sich ändern? Der 121. Deutsche Ärztetag 2018 in Erfurt beschloss die Gesamtnovelle der Musterweiterbildungsordnung unter Einbeziehung der Beschlüsse des 120. DÄT 2017 in Freiburg. Im engen Abstimmungsprozess mit unendlich vielen Beratungen, auch unter Nutzung moderner Kommunikationsmöglichkeiten (WIKI-BAEK), hat die Bundesärztekammer, unter Einbeziehung der Fachgesellschaften, Berufsverbände, Dachverbände, weiterer ärztlicher Organisationen sowie der Gremien der Landesärztekammern, die Novellierung auf dem 121. DÄT in Erfurt nach 6 Jahren verabschiedet. Unter dem Vorsitzenden Dr. Franz Bartmann sowie dem Team des Dezernats 2 der BÄK mit der Leiterin Dr. Annette Güntert wurde in enger Zusammenarbeit mit den Vertretern der Landesärztekammern eine enorme Arbeit geleistet. Abgeschlossen ist der Novellierungsprozess jedoch noch nicht. Aktuell werden die Inhalte der Zusatzweiterbildungen im Auftrag des Ärztetagbeschlusses durch den Vorstand der BÄK abgestimmt.

Hinweis

Ein wesentlicher Teil der Umsetzung der MWBO hängt am elektronischen Logbuch (e-Logbuch). Auch hier bedarf es noch einiger Zeit und zahlreicher Abstimmungen. Die Entwicklung des e-Logbuchs soll weiter vorangetrieben

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werden, um dem 122. Deutschen Ärztetag ein betriebsfertiges Produkt vorzulegen. Aufgrund der unterschiedlichen Entwicklung der IT-Infrastruktur in den 17 Ärztekammern erscheint das nicht unproblematisch. Eine Übergangslösung könnte darin bestehen, dass die Endversion ausgedruckt wie bisher bearbeitet wird. Dem nachfolgen wird die Umsetzung der MWBO auf Landesebene. Die Bundeärztekammer hofft dabei auf Einheitlichkeit. In der Novelle wurde die bewährte Gliederung in einzelne Abschnitte, wie Paragrafenteil, Facharzt- und Schwerpunktweiterbildungen sowie Zusatzweiterbildungen beibehalten.

Was wird neu sein? „Inhalte statt Zeiten sind die wesentlichen Neuerungen. Es geht nicht mehr darum, die Weiterbildungszeiten nur zu erbringen, sondern wie Erfahrungen und Fertigkeiten erlernt wurden“, so Dr. med. Franz Bartmann. Eine moderne kompetenzbasierte Weiterbildung, die künftig regelmäßig an aktuelle Entwicklungen angepasst wird, ist das Ziel. Das Prinzip der Mindestweiterbildungszeiten bleibt jedoch auch zukünftig erhalten. Am Ende der Weiterbildung soll ein Facharzt mit den nötigen Kompetenzen

versehen sein, die er auch tatsächlich erbringen kann. Die Kompetenz ist im Paragrafenteil wie folgt definiert: Kompetenz umfasst die während einer Facharzt-, Schwerpunkt- oder Zusatz-Weiterbildung erworbenen und nachgewiesenen Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten auf der Grundlage der Weiterbildungsinhalte der Abschnitte B (Facharzt- und Schwerpunktkompetenz und C (Zusatz-Weiterbildungen) der Weiterbildungsordnung und stellt eine Teilmenge eines Gebietes dar. Die jeweiligen Kompetenzen werden insbesondere im Rahmen der beruflichen Tätigkeit während der Weiterbildung erworben und durch eine Prüfung vor der Ärztekammer nachgewiesen. Der Nachweis im Logbuch erfolgt getrennt nach • kognitiver und Methodenkompetenz = Kenntnisse • Handlungskompetenz = Erfahrungen und Fertigkeiten Die Umsetzung der MWBO auf Landesebene wird nach Beratungen der Fachgremien und des Vorstands durch die Kammerversammlung beschlossen. Wie immer wird es mehrjährige Übergangszeiten geben. Wir werden Sie rechtzeitig informieren.

Dr. med. Rüdiger Schöning

Nächste Kammerversammlung Die nächste Kammerversammlung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt findet am Samstag, 3. November 2018, 9.00 Uhr c.t. im Haus der Heilberufe in Magdeburg statt.

Mitteilungen der Kammer

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Mitteilungen der Kammer

Umzüge abgeschlossen

Klinisches Krebsregister Sachsen-Anhalt an finalen Standorten angekommen Ein Organisationsmarathon liegt hinter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Klinischen Krebsregisters SachsenAnhalt. Innerhalb des vergangenen halben Jahres wurde der Umzug von drei Standorten von Grund auf vorbereitet und durchgeführt. Gleichzeitig musste der tägliche Betrieb aufrechterhalten werden. Daher hieß das Stichwort zu Beginn des Jahres in allen Bereichen „Interim“. „Ich möchte mich an dieser Stelle für die großartige Unterstützung der drei bisherigen Träger und Standorte der regionalen klinischen Krebsregister bedanken“, sagt Prof. Strauch, Geschäftsführer der Klinische Krebsregister Sachsen-Anhalt gGmbH, „wir konnten schnell Übergangsverträge aufsetzen, die Entflechtung verlief reibungslos.“ Nachdem zu Beginn des Jahres auch die letzten Mietverträge für die neuen Standorte unterzeichnet wurden, konnte im April der Umzug der Standorte Magdeburg und Halle erfolgen. Beide Standorte sind seit Anfang Mai in

den neuen Büroräumen. Die Regionalstelle Dessau findet man seit Juni in den neuen Räumlichkeiten.

Weitere Informationen finden Sie unter www.kkr-lsa.de Kontakt:

Die Umzüge und die Einrichtung der neuen Regionalstellen stellten organisatorisch und technisch eine große Herausforderung dar. Innerhalb von nur zwei Monaten wurde das komplette Rechenzentrum neu aufgesetzt, alle Arbeitsplätze angepasst oder neu ausgestattet und an das neue Netzwerk angebunden. „Der Zeitplan war knapp, aber konnte eingehalten werden. Hierfür bringe ich meinem Team großen Respekt und herzlichen Dank entgegen“, sagt der Geschäftsführer. Alle Melder werden gebeten, die neuen Postanschriften und Kontaktdaten zu beachten:

Klinische Krebsregister Sachsen-Anhalt gGmbH Doctor-Eisenbart-Ring 2 39120 Magdeburg Geschäftsführer: Prof. Dr. Edgar Strauch Tel.: 0391/60 74 53 40 E-Mail: mail@kkr-lsa.de Pressekontakt: Susanne Seidler E-Mail: presse@kkr-lsa.de

Koordinierungs-/ Regionalstelle Magdeburg

Regionalstelle Halle

Regionalstelle Dessau

Dr.-Eisenbart-Ring 2 39120 Magdeburg

Magdeburger Str. 36 06112 Halle (Saale)

Ratsgasse 8 06844 Dessau-Roßlau

Tel.: 0391/60745340

Tel.: 0345/13255310

Tel.: 0340/85072100

Erscheinungsdaten Ärzteblatt Sachsen-Anhalt 2018 Ausgabe

Erscheinungstag

Redaktionsschluss

09/2018

01.09.2018, Samstag

30.07.2018, Montag

10/2018

29.09.2018, Samstag

27.08.2018, Montag

11/2018

03.11.2018, Samstag

28.09.2018, Freitag

12/2018

01.12.2018, Samstag

29.10.2018, Montag

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Mitteilungen der Kammer

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Mitteilungen der Kammer

Wir sind unsere Zukunft! Arbeitsgruppe „Junge Ärzte“ der Ärztekammer Sachsen-Anhalt – Nachschau des Dialogs „Junge Ärzte“ anlässlich des 121. DÄT 2018 in Erfurt In der Auftaktveranstaltung zum 121. DÄT 2018 in Erfurt wurde durch den Bundesärztekammerpräsidenten Prof. Montgomery die Etablierung der berufspolitischen Nachwuchsarbeit an den Landesärztekammern gefordert.

Wie die Teilnehmer des Forums feststellten, „ [...] war die Zitrone vor Jahren ausgequetscht, jetzt ist sie ultrazentrifugiert“ und ist „Weiterbildung [...] kein Abfallprodukt der täglichen Arbeit“.

Forderungen der bürokratischen Entlastung und Rückbesinnung auf die originären ärztlichen Tätigkeiten sowie erneut die Vereinbarkeit von beruflicher Entwicklung und privater Erfüllung wurden laut. Die Etablierung von flexiblen Arbeitszeitmodellen sowie die Anpassung der Weiterbildungsstruktur und -kultur an individuelle Umstände sind notwendig. Die im Forum aufkommende Diskussion zeigte deutlich die Brisanz der Thematik aber auch, dass es eines weiterführenden generationenübergreifenden konstruktiven Diskurses darüber bedarf.

Seid ihr satt und fett? Bundesweite Meldungen beklagen den Mangel an berufspolitischer Mitarbeit der jungen Ärzte-Generation. Offen bleiben dabei noch die Ursachen. Liegt dies etwa an persönlichem Desinteresse, Unwissenheit der Gestaltungsmöglichkeiten oder einer subjektiven Sättigung der Ärzteschaft?

v. l. n. r.: Martin Lohrengel, Dipl.-Ing. Angelika Henze, Dr. Ekkehard Röpke, Dr. Ellen Lundershausen, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery

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Mitteilungen der Kammer

Seit 2017 sind wir in Sachsen-Anhalt als Arbeitsgruppe „Junge Ärzte“ aktiv. Thematisch befassen wir uns mit den alltäglichen Problemen der jungen Ärzte. Dazu gehört z. B. neben der Evaluation der Weiterbildung auch die Verbesserung der Erreichbarkeit Ihrer gewählten Vertreter der ÄKSA. Die Ärztekammer ist per Gesetz als koordi-

nierendes und legitimierendes Organ für die Weiterbildung zuständig und als Ansprechpartner zu nutzen! Unsere Forderung: Berufspolitische Selbstverwaltung unseres freien Berufes ist ein zu schützendes Privileg und muss stets gegen äußere Regulierung und Einflussnahme verteidigt werden. Dieses Privileg geht mit der Verantwortung einher, Gestaltungsspielräume zu nutzen. Auch als junge Ärzte-Generation stehen uns die Strukturen der Landesärztekammern und Berufsverbände offen. Wir sollten sie nutzen, um u. a. Probleme in der Aus- und Weiterbildung zu thematisieren, um so im konstruktiven Dialog miteinander Veränderungen herbeizuführen. Für den 122. Deutschen Ärztetag ist eine Fortsetzung des Dialoges, offenbar auch als Stimmungsbarometer der „Jungen Wilden“ geplant. Engagieren Sie sich in Ihren Verbänden und unseren berufspolitischen Strukturen! Die Gestaltung unseres Berufes durch die junge Ärzteschaft ist notwendig und gewünscht, wir müssen aber auch liefern! Wir sind unsere Zukunft!

Mitglieder der Arbeitsgruppe: Dr. Ekkehard Röpke, Martin Lohrengel, Dr. Till Leber, Jens Hildebrandt

Ärzteblatt Sachsen-Anhalt 29 (2018) 7/8

Fotos: ÄKSA

Im Rahmen des im Vorfeld des DÄT durchgeführten Forums „Dialog mit jungen Ärztinnen und Ärzten“ wurden die Probleme des Berufsalltages der jungen Mediziner umfassend thematisiert. Interessenvertreter der Nachwuchsverbände sowie „alte Hasen“ äußerten sich zu Themen der unzureichenden Weiterbildung, der überbordenden Bürokratisierung sowie zu Generationskonflikten innerhalb der Ärzteschaft und der zunehmenden Merkantilisierung des Gesundheitswesens.


Mitteilungen der Kammer

Pressemitteilung vom 31. Mai 2018

Tag der Organspende: Ärzte fordern Widerspruchslösung zur Organspende „Über 70 % der Bevölkerung stehen einer Organspende laut Umfragen positiv gegenüber. Eine Reihe von Systemfehlern bremsen jedoch die Bereitschaft zur Organspende. So ist die in Deutschland geltende Entscheidungslösung ein großes Hemmnis. Transplantationsmediziner fordern die Einführung der Widerspruchslösung. Wir schließen uns dieser Forderung für mehr Organspenden an“, erklärt Dr. Simone Heinemann-Meerz, Präsidentin der Ärztekammer SachsenAnhalt. Anlass ist der anstehende Tag der Organspende am 2. Juni 2018. „Wir brauchen dringend eine vernünftige und rationale Diskussion um die Widerspruchslösung. Viele Länder, allein 22 im erweiterten Europa, praktizieren die Widerspruchslösung. Sie haben dadurch ein weitaus höheres Spenderaufkommen als wir hier in Deutschland“, erklärt Prof. Paolo Fornara vom Universitätsklinikum Halle, zu dem das Nierentransplantationszentrum Sachsen-Anhalt gehört. In Deutschland gilt seit November 2012 die Entscheidungslösung. Sie sieht vor,

dass jeder Einzelne nach ausführlicher Information über eine eventuelle Organspende eine eigene Entscheidung trifft. Deutschland ist weltweit das einzige Land, dass diese Lösung eingeführt hat. Die Information erfolgt über die Krankenkassen, die ihre Mitglieder alle zwei bis fünf Jahre per Brief objektiv über Organspende informieren. So sollen die Bürger zu einer eigenen Meinungsbildung angeregt werden und eine Entscheidung für oder gegen die Organspende treffen. Die Entscheidung ist freiwillig und wird nicht registriert. „Es sei also die Frage erlaubt: Warum sprechen wir überhaupt von Entscheidungslösung? Da die Entscheidung freiwillig ist und nicht dokumentiert wird, kennt niemand die getroffene Entscheidung. Deswegen wird sie im Volksmund Informationslösung genannt. Mehr ist sie ja wohl auch nicht“, rügt Prof. Fornara die bestehende Situation. Jeder Mensch sollte sich möglichst umfassend über Organspende informieren. Nur so kann er eine objektive

Entscheidung treffen und diese selber bereits zu Lebzeiten formulieren. Damit wird den Angehörigen die Last genommen, im Falle eines Versterbens den mutmaßlichen Willen des Verstorbenen zu interpretieren. Denn genau das überfordert heute viele Angehörige. Die Widerspruchslösung nimmt den Angehörigen die Last und Verantwortung ab, stellvertretend entscheiden zu müssen. Auch der gerade zu Ende gegangene 121. Deutsche Ärztetag 2018 hat sich für die Einführung der Widerspruchslösung zur Organspende ausgesprochen und den Gesetzgeber aufgefordert, das Transplantationsgesetz (TPG) entsprechend zu ändern. Es könne von jeder Bürgerin und jedem Bürger nach der gesetzlich in § 2 Abs. 1 TPG geregelten Aufklärung durch die Krankenkassen erwartet werden, dass sie sich mit der Problematik auseinandersetzen und im Falle einer tatsächlichen Ablehnung ihr NEIN zur Organspende formulieren, heißt es in der verabschiedeten Entschließung. | Pi ÄKSA

Hinweis

VORABINFORMATION

Umzug der Geschäftsstelle Dessau Die Geschäftsstelle Dessau zieht um. Deshalb ist der Betriebsablauf in der 38. Kalenderwoche nur eingeschränkt möglich. Die neue Anschrift lautet ab 20. September 2018:

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Ärztekammer Sachsen-Anhalt Geschäftsstelle Dessau Ratsgasse 8 06844 Dessau-Roßlau

Mitteilungen der Kammer

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3. Konsensuskonferenz der Kardiologen und Herzchirurgen

Im ersten Vortrag präsentierte Herr Universitätsprofessor Dr. med. Hendrik Treede aus Halle die Empfehlungen zur operativen Therapie bei Mitralklappeninsuffizienz entsprechend der aktuellen Leitlinie der European Society of Cardiology (ESC). Es wurde angelegt an die Empfehlungen der ESC konsentiert, dass 1. symptomfreie Patienten mit hochgradiger Mitralklappeninsuffizienz einer operativen Therapie zugeführt werden sollen, sofern die Klappe rekonstruierbar ist (91 % Zustimmung). 2. die Durchführung einer MitraclipProzedur eine optionale Therapie bei inoperablen Patienten (Entscheidung muss in einem Heart-Team gefällt werden) mit hochgradig eingeschränkter LV-Funktion (< 30 %) und sekundärer, hochgradiger Mitralklap-

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peninsuffizienz darstellt (89 % Zustimmung). 3. eine prophylaktische chirurgische Therapie einer mittelgradigen Mitralklappeninsuffizienz bei Patienten, die sich einer ACB-Operation unterziehen müssen, nicht indiziert ist (91 % Zustimmung). Im zweiten Vortrag stellte Herr Universitätsprofessor Dr. med. BraunDullaeus aus Magdeburg die immer komplexer werdende Datenlage für die Gabe von Thrombozytenaggregationshemmer und/oder Antikoagulantien bei Patienten mit Koronarer Herzerkrankung (KHK) vor. Hier und auch in den weiteren Vorträgen wurde deutlich, dass für viele Themen, die zum Teil in den Leitlinien eine Klasse IIb-Empfehlung haben, eine Konsentierung nicht sinnvoll ist. Dies betraf insbesondere die Verlängerung der dualen Thrombozytenaggregationshemmung im Folgejahr nach einem akuten Koronarsyndrom entsprechend der Daten der DAPT- und PEGASUS-Studien und den noch nicht zugelassenen dualen Wirkansatz mittels eines Thrombozytenaggregationshemmers und niedrig dosierter oraler Antikoagulation mittels zweimal täglicher Gabe von Rivaroxaban 2,5 mg bei Patienten mit stabiler KHK (und PAVK) entsprechend der Daten der COMPASS-Studie.

Es wurde gemeinsam entschieden, 1. dass die Verlängerung einer dualen Thrombozytenaggregationshemmung nach einem akuten Koronarsyndrom über 12 Monate hinaus und die noch nicht zugelassene zusätzliche Gabe von 2 x 2, 5 mg Rivaroxaban zu ASS bei Patienten mit stabiler KHK immer eine Einzelfallentscheidung sein muss, für die der niedergelassene Hausarzt die Meinung eines Kardiologen einholen sollte. Im dritten Vortrag wurden von Herrn Dr. med. Tom Giesler aus Coswig die Empfehlungen zur primärprophylaktischen ICD-Implantation bei Patienten mit dilatativer Kardiomyopathie (DCM) entsprechend der Leitlinie der ESC und den Daten der DANISH-Studie vorgestellt. In der DANISH-Studie zeigte sich im Gesamtergebnis kein Mortalitätsvorteil bei der primärprophylaktischen Therapie mit einem ICD bei Patienten mit DCM und einer LVEF <35 %. Dies entspricht jedoch nicht den aktuellen Empfehlungen der ESC-Leitlinie, die bei diesen Patienten eine Indikation zur ICD-Implantation stellt, die durch die Daten einer aktuellen Metaanalyse zu diesem Thema für diese Patienten unterstützt wird, die für diese Patienten einen Überlebensvorteil durch den ICD zeigt.

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Foto: Müller Marketing GmbH

Am 11.04.2018 trafen sich die kardiologisch tätigen Internisten, Kardiologen und Herzchirurgen unseres Bundeslandes zur dritten Konsensuskonferenz in der Ärztekammer in Magdeburg. Eingeladen hatten erneut die Präsidentin der Ärztekammer und niedergelassene Kardiologin Frau Dr. med. Simone HeinemannMeerz und Herr apl. Prof. Dr. med. Axel Schlitt aus der Rehabilitationsklinik Paracelsus-Harz-Klinik Bad Suderode.


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Es wurde konsentiert, dass 1. die ICD-Indikationsstellung bei Patienten mit nicht-ischämischer Kardiomyopathie in Sachsen-Anhalt weiter anhand der gültigen Leitlinien erfolgen sollte. Dazu ist jeweils eine individuelle Betrachtung des Patienten in Abhängigkeit von Alter, Komorbiditäten, Patientenwunsch (unter Aufklärung über die DANISH-Ergebnisse) notwendig (89 % Zustimmung). Im vierten Vortrag stellte Herr Dr. med. Gerhard Hoh aus Wittenberg das Thema der lipidsenkenden Therapie in sekundärund tertiärprophylaktischen Indikation vor. Unter anderem verwies er in seinem Vortrag auf die Notwendigkeit der Kontrollen der Laborparameter GOT und CK bei Beginn oder Steigerung einer Statintherapie. Lipoprotein(a) sollte man bei Patienten mit atherosklerotischen Erkrankungen insbesondere dann bestimmen, wenn keine anderen Risikofaktoren vorliegen oder unter einer optimalen Therapie erneute Ereignisse auftreten. Die Bestimmung muss jedoch nur einmal im Leben erfolgen, da die Konzentration dieses Parameters genetisch fixiert ist und nur geringen Schwankungen unterliegt. Es wurde zur LDL-senkenden Therapie konsentiert, dass 1. zur Senkung des LDL-Cholesterins mit dem Ziel der Reduktion von HerzKreislaufereignissen in erster Linie Statine (Atorvastatin bevorzugt), bei Nichterreichen der Zielwerte in zweiter Linie Ezetemib und in dritter Linie unter Beachtung der GBA-Empfehlungen PCSK9-Inhibitoren eingesetzt werden sollen (96 % Konsentierung). PD Dr. med. Michel Noutsias präsentierte das schwierige Thema der Myokarditis. Nach einer Myokarditis bleibt bei bis zu 20 % der Patienten eine eingeschränkte LV-Funktion bestehen. Risikofaktoren für eine schlechte Prognose sind bei der initialen Diagnose ein NYHA Stadium III-IV, eine QRS-Breite > 120 ms, ein mittlerer Blutdruck < 87 mm Hg, und eine Herzfrequenz > 78 Schlägen/ Minute. In der Diagnostik ist der Nachweis eines late gadolinium enhancement im Kardio-MRT sowie bei fehlender

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Besserung der klinischen Situation unter Herzinsuffizienztherapie, insbesondere bei zusätzlichem Vorliegen von AV-Block oder ventrikulären Tachykardien innerhalb der ersten beiden Behandlungswochen und somit Verdacht auf seltene Formen wie Riesenzell- und eosinophile Myokarditis eine (linksventrikuläre) Endomyokardbiopsie mit zusätzlich potenziell therapeutischer Konsequenz (Immunsuppression) indiziert. Hierbei sollte immer eine immunhistologische Untersuchung der Biopsien erfolgen, die sich als überlegen gegenüber den rein histologischen Untersuchungen gezeigt hat. Es wurde konsentiert, dass 1. bei klinischem Verdacht auf eine Myokarditis und Vorliegen einer HFrEF (LVEF < 40 %) eine pharmakologische Herzinsuffizienz-Therapie und ggf. Device-basierte Therapie wie bei jeder HFrEF-Form indiziert ist (90 % Konsentierung). 2. bei hochgradiger LVEF-Einschränkung und ausbleibender Besserung unter Herzinsuffizienz-Therapie eine Endomyokardbiopsie indiziert ist (90 % Konsentierung). Bezüglich der Empfehlung zur Sportpause bei Sportlern mit der Diagnose einer Myokarditis, für die es keine belastbare Evidenz gibt, wurde kontrovers diskutiert und konnte kein Konsens erzielt werden. Ein Fünftel der Anwesenden votierte für sechs Wochen (dann kardiologische Re-Evaluation), 30 % für drei Monate und die Hälfte der Anwesenden für ein halbes Jahr Sportpause entsprechend der aktuell gültigen Empfehlungen der European Society of Cardiology. Herr Universitätsprofessor Dr. med. Jens Wippermann stellte im letzten Vortrag aus Magdeburg das Thema Chirurgie der Aortenklappe entsprechend der aktuellen ESC-Leitlinie zur Therapie von Herzklappenerkrankungen vor. Während die Indikation zur Chirurgie der Aortenklappe bei symptomatischen Patienten mit hochgradiger Insuffizienz und/ oder Stenose klar indiziert ist, ist dies bei der sogenannten low flow/low gradient

Aortenklappenstenose sehr viel schwieriger. Ein Faktor, der für eine chirurgische Therapie bei diesen Patienten spricht, ist ein Kalzium-Score im Kardio-CT > 3000 bei Männern und bei Frauen > 1600. Bei asymptomatischen Patienten mit einer hochgradigen Aortenklappenstenose sprechen ein mindestens dreifach erhöhtes BNP, eine LVEF < 50 %, das Vorliegen einer pulmonalen Hypertonie, ein Gradient > 5,5 ms sowie eine positive Ergometrie für eine chirurgische Therapie. Eine Klasse IIaC Empfehlung besteht für die chirurgische Therapie einer mittelgradigen Aortenklappeninsuffizienz bei Durchführung einer ACB-OP oder einer anderen chirurgischen Therapie wie Aorta ascendens-Ersatz. Eine Klasse IIaB Empfehlung zur operativen Therapie der hochgradigen Aortenklappeninsuffizienz liegt bei asymptomatischen Patienten mit einer LVEF < 50 %, einer LVEDD > 70 mm oder einer LVESD > 50 mm vor. In der abschließenden Diskussion zur Frage des biologischen oder mechanischen Herzklappenersatzes bei Patienten unter 60 Lebensjahren (Aortenklappe) und unter 65 Lebensjahren (Mitralklappe) waren sich die anwesenden Herzchirurgen aus Coswig, Halle und Magdeburg einig, dass sie Patienten eher eine biologische Herzklappe empfehlen würden, um eine lebenslange orale Antikoagulation mit Vitamin K-Antagonisten zu vermeiden. Dies wurde von einem großen Teil der anwesenden Nichtchirurgen entsprechend der Empfehlungen der ESC und aktueller Evidenz kontrovers diskutiert. Auch wenn es auch in diesem Punkt nicht gelang, einen Konsens zu erzielen, zeigte diese Diskussion erneut die Notwendigkeit des Austauschs der Disziplinen von niedergelassenen und in der Akutklinik inklusive der Universitätskliniken und Herzzentren sowie Rehabilitationskliniken tätigen Kardiologen und Herzchirurgen in Sachsen-Anhalt. Eine Fortsetzung der Veranstaltung ist für 2019 geplant. Axel Schlitt (für alle Anwesenden)

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Eine Einrichtung stellt sich vor:

Der Arbeitskreis der Pankreatektomierten e. V. (AdP) Erfolgreiche Selbsthilfegruppe pancreaserkrankter Patienten mit bundesweit ausstrahlender Organisationsstruktur und Aktionsradius

Das kompetente diagnostische, therapeutische und Nachsorge- bzw. Verlaufsmanagement von Pankreaserkrankungen stellt ein anspruchsvolles Feld in der klinischen Medizin und Rehabilitation dar. Betroffene Patienten erfordern eine spezifische Expertise hinsichtlich ihrer kompetenten Betreuung, insbesondere peri- und nachoperativ. Das Ziel der folgenden kompakten Kurzübersicht ist es, den „Arbeitskreis der Pankreatektomierten e. V. (AdP)“ als gemeinnützigen und Selbshilfeverein vorzustellen, Anliegen und Inhalte des Vereins der Ärzteschaft und medizinischem Personal auch mit eher randständiger Berührung mit Pancreasassoziierten Problemen, Erkrankungen und Folgezuständen noch besser vertraut zu machen.

Eckpunkte Die schwierigen und vielfältigen Situationen nach einer Operation an der Bauchspeicheldrüse brachten Betroffene 1976 in Heidelberg auf die Idee, einen Arbeitskreis der Pankreatektomierten zu gründen. Es war genau die Zeit, in der sich Menschen zusammenfanden, um Probleme unter dem Motto „Hilfe durch Selbsthilfe“ lösen zu wollen. Ursprünglicher Zweck des AdP war allein die Förderung der Gesundheit und Rehabilitation von partiell und total Pankreasoperierten. Seit ca. 1995 beziehen wir auch Menschen, die an

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anderen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse leiden, in unsere Tätigkeit ein. Jährlich erkranken inzwischen in Deutschland mehr als 16.000 Menschen an einem Tumor der Bauchspeicheldrüse. Daneben wird geschätzt, dass jährlich ca. 65.000 Menschen (!) an einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung in Deutschland erkranken. Seit 1979 ist der AdP ein eingetragener Verein. Von Anfang an waren Ärzte und Diätassistentinnen an der Seite der AdP, von deren engagierter Mitarbeit im Sinne des AdP-Anliegens die Patienten der Selbsthilfegruppe seither immens profitieren und ohne deren Unterstützung der AdP keine so erfolgreiche Entwicklung genommen hätte. Im Laufe seiner über 40-jährigen Geschichte hat der AdP mit der Hilfe von • Ärzten verschiedener Disziplinen, • Ernährungswissenschaftlern, • Psychologen und • Sozialexperten ein gut funktionierendes System der Hilfe nach bzw. unter einer Erkrankung der Drüse entwickelt, das allseitig Anerkennung findet. Der AdP ist dabei Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband, in der Deutschen Diabetes Föderation (DDF), in der Gesellschaft für Rehabilitation bei Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen e. V. (GVRS), im Deutschen Pankreasclub (DPC) und in der GastroLiga e. V. sowie im Haus der KrebsSelbsthilfe Bundesverband. Der AdP

wird von der Deutschen Krebshilfe umfassend finanziell gefördert. Ein wissenschaftlicher Beirat von Pankreasexperten unterstützt den Vorstand des AdP und die fast 60 Regionalgruppen (!) in ganz Deutschland mit wichtigen, aktuellen medizinischen Informationen. Augenblicklich sind 1.450 Mitglieder im AdP organisiert.

Aus dem Programm des AdP • AdP – Bundestreffen mit Vorträgen, Diskussionsgruppen und Einzelberatungen alle zwei Jahre in Zusammenarbeit mit Zentren für Pankreaserkrankungen • Regelmäßige Regionaltreffen und Arzt-/Patiententreffen sowie Tage der Bauchspeicheldrüse deutschlandweit vor Ort in Zusammenarbeit mit medizinischen Zentren für Pankreaserkrankungen. Augenblicklich hat der AdP Kooperationsvereinbarungen mit 70 dieser von der DKG zertifizierten Zentren. • Ein Handbuch des AdP für jedes Mitglied als Loseblattsammlung mit jährlicher Aktualisierung • 4-mal jährlich einen Newsletter • diverse Informationsbroschüren • Zur Zeit fast 60 Regionalgruppen in allen Bundesländern Deutschlands als Ansprechpartner für Betroffene vor Ort, die von 50 ehrenamtlichen Regionalgruppenleiterinnen und -leitern betreut werden.

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• Mitglieder des wissenschaftlichen Beirates und darüber hinaus Experten für sozialrechtliche Fragen stehen für individuelle Beratungen zur Verfügung. • Vielfältige Informationsbroschüren in Eigenregie des AdP zur Unterstützung der Mitglieder und betroffenen Patienten werden kostenlos angeboten. • Der AdP übermittelt aktuelle Informationen über seine Homepage, die auch ein umfangreiches, von jährlich mehr als 10.000 Besuchern genutztes, offenes Diskussionsforum beinhaltet. • Eine Bundesgeschäftsstelle mit zwei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen in Bonn ist Ansprechpartner für alle Betroffenen und Interessenten. • Aktive Mitwirkung im Bundesverband Haus Krebs-Selbsthilfe e. V. in Bonn, in dem weitere 9 Krebs-Selbsthilfeorganisationen Mitglied sind und unter einem Dach in Bonn arbeiten.

Zu folgenden Problemen werden wir hauptsächlich angesprochen:

Foto: Manuela Otto

• Ernährungsfragen nach einer OP und bei anderen Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse • Überwindung des Gewichtsverlustes • Zur Einnahme von Pankreasenzympräparaten • Zu Nachsorge, Chemotherapie-assoziierten Aspekten sowie REHA-alternative Behandlungen • Zu Rentenfragen bzw. Fragen zum Behindertenrecht • Informationen über Ärzte, Kliniken, REHA-Einrichtungen und der Wunsch, - mit Gleichbetroffenen in Kontakt zu kommen, - mit Gleichbetroffenen zu sprechen, - Erfahrungen auszutauschen • pankreopriver Diabetes

Fazit Der AdP hat seit Jahren einen etablierten Stand im Spektrum von Selbsthilfegruppen in Deutschland.

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AdP – Informationsstandes mit Fr. Bodendieck und Lutz Otto

Dabei bedarf der Inhalt, die Selbsthilfe Betroffener mit Pancreas-assoziierten Erkrankungen, aufgrund der sehr spezifisch erforderlichen Expertise im Umgang mit Pancreaserkrankungen und Folgezuständen im Krankheitsverlauf oder im Zuge erfolgter, z. B. operativer, Behandlungen ein ganz besonders anspruchsvolles Herangehen.

spezifischen Therapie, nachsorgenden Betreuung sowie physischen und sozialen Rehabilitation patientenorientiert, nutzbringend und vor allem voll ausschöpfend angedeihen zu lassen. Lutz Otto, Frank Meyer Aus dem Arbeitskreis der Pankreatektomierten e. V. Magdeburg der Klinik für Allgemein-, Viszeral-,

Die Notwendigkeit und gewachsene Bedeutung spiegelt sich in dem mehr als 40-jährigen Bestehen und stets sich verbreiternden Profil des AdP-Wirkens deutlich wider.

Gefäß- und Transplantationschirurgie, Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R., Magdeburg Kontakt: Arbeitskreis der Pankreatektomierten e. V.

Denn: Wir können mit eigenen Erfahrungen antworten, wir haben die Betroffenenkompetenz! Mitarbeit und Mitgliedschaft stehen allen betroffenen Patienten und Berufsgruppen offen, die sich mit den umrissenen Inhalten und Betrachtungsgegenständen assoziieren.

Bundesgeschäftsstelle Thomas-Mann-Str. 40, 53111 Bonn Tel.: 0228/33889-251/252 Fax: 0228/33889-253 www.adp-bonn.de E-Mail: bgs@adp-bonn.de Korrespondenzanschrift:

Die erfolgreiche Tätigkeit des AdP erfordert auch in Zukunft das stetige Mitwirken medizinischer bzw. sozialer Berufs- und Fachgruppen, um betroffenen Patienten die gegebenen Optionen einer heute angezeigten und möglichen, vor allem zeitgerechten Diagnostik, befundadäquaten und fall-

Lutz Otto, AdP-Beauftragter des Bundeslandes Sachsen-Anhalt Arbeitskreis der Pankreatektomierten e. V. Dr.-Grosz-Str. 8, 39126 Magdeburg Tel.: 0391/25 25 768 Mobil: 0179/47 06 666 Fax: 0391/99 00 49 86 E-Mail: adp-magdeburg@live.de

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Diesjährige Veranstaltung im Großen Kursaal in Bad Lauchstädt

25 Jahre Bad Lauchstädter Venensymposium

Das Bad Lauchstädter Venensymposium ist eine regionale Fortbildungsveranstaltung für phlebologisch interessierte Ärzte und medizinisches Fachpersonal. Am 5. Mai dieses Jahres fand dieses Symposium zum 25. Mal statt. Damit ist das Bad Lauchstädter Venensymposium eine der ältesten Phlebologischen Fortbildungsveranstaltungen in Deutschland und seit dem Jahr 1991 nicht mehr aus dem Phlebologischen Fortbildungskalender wegzudenken. Aufgrund dieses Jubiläums lohnt es sich, auf 25 Jahre Bad Lauchstädter Venensymposium zurückzublicken. Der 4. Mai 1991 war nun also der Start für diese Fortbildungsveranstaltung und sie fand, wie die 25. Tagung auch, im Großen Kursaal im Kurpark der Goethestadt Bad Lauchstädt statt. Initiator dieses ersten Symposiums war Herr Dr. med.

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Klaus-Peter Preusser, ein Chirurg mit der Subspezialisierung Gefäßchirurgie. Er war ab 1962 an der Chirurgischen Universitätsklinik in Halle tätig. Ab 1997 engagierte er sich zunehmend in der Operativen Dermatologie, wo er sich hauptsächlich der Melanomchirurgie widmete. Dabei vernachlässigte er nie seine besondere Liebe zu den Venen. So war es ab dieser Zeit üblich, dass vor allen Dingen in der Hautklinik Varizenbehandlungen und Varizenoperationen durchgeführt wurden. Dieses phlebologische Tätigkeitsfeld führte dann letztlich auch zur Gründung des Bad Lauchstädter Venensymposiums im Jahr 1991.

Dies ist zum einen Herr Privatdozent Dr. med. Oswald Petter, ein Dermatologe und Phlebologe mit zuletzt eigener Praxis in Torgau.

Neben Herrn Preusser sind noch zwei weitere Herren zu nennen, die durch ihre Vortragstätigkeiten in den ersten Jahren dieses Symposium entscheidend mitgeprägt haben.

Zum anderen ist Herr Prof. Dr. med. Hubert Podhaisky zu nennen, der 44 Jahre als Internist, Angiologe, Kardiologe und Hochschullehrer am Universitätsklinikum Halle/Saale und der Medizini-

Herr Petter hat sich vor allem einen Namen für den Aufbau und die Entwicklung einer organisierten Phlebologie in der ehemaligen DDR gemacht. Er war Vorsitzender der neugegründeten interdisziplinären Sektion Phlebologie, der Dermatologischen Gesellschaft der DDR. Nach der Wende setzte er sich persönlich für den Zusammenschluss von Ost und West zu einer gesamtdeutschen Gesellschaft für Phlebologie ein.

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Foto: Susann Stadie/Privat

Eine vielbeachtete Regionalveranstaltung feiert ihr Jubiläum


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schen Fakultät der Martin-LutherUniversität Halle-Wittenberg tätig war. Im Mittelpunkt seiner beruflichen Tätigkeit standen die Angiologie und hier insbesondere die sonographischen Methoden, die sich im Laufe seines Berufslebens rasant entwickelten. Diese drei Herren haben insbesondere in den 1990er Jahren das Bad Lauchstädter Venensymposium geprägt und stellten letztendlich auch das Gesicht dieser Veranstaltung dar. Die zweite Veranstaltung fand dann am 9. Mai 1992 statt. Während die ersten vier Symposien vornehmlich mit hiesigen regionalen Referenten bestückt waren, gelang es dann erstmals zum 5. Venensymposium am 6. Mai 1995 dieser Veranstaltung einen internationalen Anstrich zu verleihen. Denn zum 5. Bad Lauchstädter Venensymposium hielt Dr. med. Robert Stemmer aus Straßburg im Elsass/Frankreich einen beachtenswerten Vortrag über die Varizenverödung. Robert Stemmer war ein niedergelassener Angiologe und Leiter der Phlebologischen Poliklinik in der Chirurgischen Klinik der Straßburger Universität von 1970 bis 1985. Hier beschrieb er 1976 auch das nach ihm benannte Stemmer’sche Zeichen, welches bis heute für die klinische Diagnose eines Lymphödems unersetzlich ist. Schon zwei Jahre später, zum 7. Bad Lauchstädter Venensymposium am 10. Mai 1997, war ein weiterer großer Phlebologe unserer Zeit in Bad Lauchstädt zu Gast. Hier hielt Professor Dr. Wolfgang Hach seinen ersten Vortrag über die Chirurgie der primären Varikose auf dieser Veranstaltung. Wolfgang Hach ist ein deutscher Chirurg und Internist, der zuletzt die Position des Ärztlichen Direktors an der William-Harvey-Klinik in Bad Nauheim innehatte. Ihm sind grundlegende phlebologische Erkenntnisse und Methoden zu verdanken, die zum großen Teil heute noch Gültigkeit haben. Hier ist vor allem zu nennen: die Beschreibung der aszendierenden Pressphlebographie, seine geniale Einteilung der kompletten Stammvarikosis der Vena saphena magna und parva in 4 bzw. 3 Stadien, Beschreibung der Leitvenenin-

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suffizienz, des arthrogenen Stauungssyndroms, der paratibialen Faszitomie und der Fasziektomie. Insgesamt sollte Professor Hach dreimal nach Bad Lauchstädt kommen, jedes Mal mit seiner netten Frau und immer begeistert von der Lieblichkeit der Goethestadt Bad Lauchstädt. Das 8. Venensymposium ein Jahr später am 8. Mai 1999 war für den Autor dieses Artikels ein großer Moment. Hier hielt Herr Dr. med. Volker Stadie seinen ersten Vortrag als junger Assistenzarzt der Universitätsklinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie in Halle an der Saale. Zu diesem Zeitpunkt konnte er nicht ahnen, dass er auch die 25. Jubiläumsveranstaltung in diesem Jahr leiten und organisieren würde. Das 10. Bad Lauchstädter Venensymposium am 19. Mai 2001 stellt wiederum eine kleine Zäsur dar, da dies das letzte Venensymposium war, welches von Herrn Dr. med. Klaus-Peter Preusser organisiert und geleitet wurde. Zu diesem Symposium konnten wir wiederum Herrn Professor Hach begrüßen, der mit seinem Vortrag über Richard von Volkmann und die Chirurgie seiner Zeit an der Friedrichs-Universität zu Halle einen großartigen und bewegenden Vortrag hielt. Ab dem 11. Venensymposium, welches am 10. Mai 2003 stattfand, übernahm nun Herr Dr. med. Volker Stadie die wissenschaftliche Organisation und Leitung dieses Symposiums. Auch ihm gelang es, international bekannte hochrangige Referenten nach Bad Lauchstädt zu holen. Hier seien nur beispielhaft genannt: Hugo Partsch, ein Altmeister der Phlebologie, der sich um die Kompression enorme Dienste erworben hat, Achim Mumme, Hans-Joachim Hermanns, Joachim Dissemond, Viola Hach-Wunderle, Karsten Schrör, Thomas Hertel, Wilfried Schmeller, Ernst Chantelau, Manfred Hagedorn, Eckhard Hanecke, Wolfgang Ch. Marsch und auch wiederum Wolfgang Hach sowie zur Jubiläumsveranstaltung in diesem Jahr Walter Wohlgemuth.

Des Weiteren war dieses Symposium auch immer eine Bühne für junge Assistenzärztinnen und -ärzte aus der Universitätshautklinik zu Halle, die dort zum großen Teil ihre ersten Vorträge vor einem größeren Publikum halten durften. Damit besaß dieses Symposium immer eine gesunde Mischung aus erfahrenen, hochkarätigen Referenten und dem jungen klinischen und wissenschaftlichen Nachwuchs. In den Jahren von 1991 bis 2018 unterstützten 72 verschiedene pharmazeutische Unternehmen dieses Symposium, einige davon begleiteten es über viele Jahre. Weiterhin konnten wir in den 25 Jahren des Bad Lauchstädter Venensymposiums 88 unterschiedliche Referenten begrüßen. Diese Zahlen unterstreichen die Vielseitigkeit und die Unabhängigkeit dieses Venensymposiums. Eine Kongressfirma oder ein anderer Dritter war an der Organisation oder Auswahl des wissenschaftlichen Programms nie beteiligt. Die Jubiläumsveranstaltung am 5. Mai 2018 war wiederum ein voller Erfolg und wurde gekrönt mit einer Führung durch die Meckelschen Sammlungen, die Professor Dr. Rüdiger Schultka höchst persönlich für uns geleitet hat. Insgesamt war die Resonanz von allen Seiten äußerst positiv und dies bestärkt mich auch weiterhin, in den folgenden Jahren diese einzigartige Veranstaltung zu organisieren und zu leiten. An dieser Stelle danke ich allen Beteiligten, die zum Gelingen dieser außergewöhnlichen Veranstaltung in Bad Lauchstädt beitragen und in der Vergangenheit beigetragen haben. Dr. med. Volker Stadie Korrespondenzanschrift: Dr. med. Volker Stadie Leitender Oberarzt Universitätsklinikum Halle (Saale) Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie Ernst-Grube-Str. 40, 06120 Halle (Saale) Sekretariat Tel.: 0345 557 2685 Fax: 0345 557 2492 E-Mail: volker.stadie@medizin.uni-halle.de www.medizin.uni-halle.de

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Aktuelle Aspekte der Neuroonkologie stehen im Zentrum der diesjährigen Veranstaltung zum Welt-Hirntumor-Tag im Städtischen Klinikum Dessau

Welt-Hirntumor-Tag Informationsveranstaltung im Städtischen Klinikum Dessau

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Laut Weltgesundheitsorganisation – WHO – gibt es mehr als 130 verschiedene Tumoren des zentralen Nervensystems. Sie unterscheiden sich hinsichtlich der zellulären Herkunft, der Zellzusammensetzung und des Wachstumsverhaltens.

Tagungen und Informationsforen. Die Klinik für Neurochirurgie des Städtischen Klinikums Dessau beteiligte sich bereits zum dritten Mal an dieser Initiative und lud am 9. Juni 2018 zum Symposium für Ärzte, Patienten und Interessierte ein.

Aktuelles in der Neuroonkologie

Patienten, die an einem bösartigen primären Hirntumor erkranken, müssen sich meist komplexen Behandlungen unterziehen. Sie und ihre Angehörigen durchleben schwierige Situationen, die Ängste wecken aber auch immer wieder Anlass zur Hoffnung geben. Um die Interessen der Betroffenen in den Mittelpunkt zu stellen, findet alljährlich am 8. Juni der Welt-Hirntumor-Tag statt. Rund um dieses Datum veranstalten zahlreiche Krankenhäuser

Die Veranstaltung trug den Titel „Aktuelles in der Neuroonkologie“. Wie der Chefarzt der Dessauer Klinik für Neurochirurgie, Priv.-Doz. Dr. med. habil. Christof Renner, bestätigte, sollen mögliche neue Behandlungsmöglichkeiten vorgestellt werden: „Neben einem immer ausgefeilteren apparativen Aufwand ist davon auszugehen, dass auch molekulare und alternative Therapiestrategien weiter an Bedeutung gewinnen werden.“

Mit Christian Hohaus, dem leitenden Oberarzt der Dessauer Klinik für Neurochirurgie, berichtete ein erfahrener Facharzt über „Apparative Voraussetzungen für eine moderne Neuroonkologie“. Er operiert genau wie der Chefarzt zahlreiche Patienten mit Hirntumoren und kennt die Möglichkeiten und Grenzen der innovativen Medizintechnik im Detail. Welche Chancen neue molekulare Strategien in der Neuroonkologie

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Fotos: SKD

Drei Vorträge und zwei Führungen durch spezielle Behandlungsbereiche standen auf dem Programm des Symposiums.


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eröffnen, wusste Priv.-Doz. Dr. rer. nat. Karsten Neumann. Der Biologe ist am Institut für Pathologie des Städtischen Klinikums Dessau tätig und beschäftigt sich intensiv mit der sogenannten personalisierten Krebsmedizin, die auf Biomarkern basiert. Dem in letzter Zeit viel diskutierten Thema „Methadon“ widmete sich Prof. Dr. rer. nat. Frank Gaunitz. Er leitet die Neuroonkologische Forschung am Universitätsklinikum Leipzig und beantwortete in seinem Vortrag sachlich und kompetent die Frage, was dran ist an der Methadon-Euphorie im Zusammenhang mit dem schwer therapierbaren Hirntumor Glioblastom.

Führungen durch Klinikbereiche Im zweiten Teil des Symposiums bestand die Chance, eine Führung zum Linearbeschleuniger in der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie zu absolvieren. Der Chefarzt der Klinik, Titularprof. (Univ. Zürich) Dr. med. habil. Ilja Ciernik zeigte hier die moderne, meist ambulant durchgeführte Radiotherapie mit einer Präzision im Zehntelmillimeterbereich auf. Anschließend konnten Interessierte den Neurochirurgen in ihren Klinikbereich folgen. Der Chefarzt und der Leitende Oberarzt stellten dort die Navigation, das Monitoring und den Ultraschall vor, die während der Operation bei Hirntumorpatienten zum Einsatz kommen. Begleitet wurde die Veranstaltung im Städtischen Klinikum Dessau von einer Industrieausstellung und einem Informationsstand der Deutschen Hirntumorhilfe. | Pi SKD

Die Kassenärztliche Vereinigung schreibt folgende Vertragsarztsitze aus: Fachgebiet: Psychologische Psychotherapie (halber Versorgungsauftrag) Praxisform: Einzelpraxis Praxisort: Wittenberg Fachgebiet: Psychologische Psychotherapie (halber Versorgungsauftrag) Praxisform: Einzelpraxis Praxisort: Naumburg Fachgebiet: Kinder- und Jugendlichen psychotherapie (halber Versorgungsauftrag) Praxisform: Berufsausübungsgemeinschaft Praxisort: Stendal Fachgebiet: Psychologische Psychotherapie (halber Versorgungsauftrag) Praxisform: Einzelpraxis Praxisort: Stendal Fachgebiet: Psychologische Psychotherapie Praxisform: Einzelpraxis Praxisort: Halle Fachgebiet: Innere Medizin (Gastroenterologie gleichgestellt) Praxisform: Einzelpraxis Praxisort: Dessau-Roßlau Fachgebiet: Innere Medizin (Pneumologie) Praxisform: Einzelpraxis Praxisort: Magdeburg Fachgebiet: Orthopädie (halber Versorgungsauftrag) Praxisform: Gemeinschaftspraxis Praxisort: Halle Fachgebiet: Kinder- und Jugendmedizin Praxisform: Einzelpraxis Praxisort: Schönebeck Fachgebiet: HNO-Heilkunde Praxisform: Einzelpraxis Planungsbereich: Anhalt-Bitterfeld Fachgebiet: Neurologie und Psychiatrie Praxisform: Einzelpraxis Planungsbereich: Stendal Fachgebiet: Psychologische Psychotherapie Praxisform: Einzelpraxis Planungsbereich: Lutherstadt-Eisleben Fachgebiet: Kinder- und Jugendmedizin Praxisform: Einzelpraxis Planungsbereich: Börde Bewerbungen richten Sie bitte an: Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt Abt.: Zulassungswesen Postfach 1664, 39006 Magdeburg

Die Deutsche Hirntumorhilfe steht Patienten und Angehörigen beratend zur Seite

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Die Ausschreibung endet am 14.08.2018. Wir weisen darauf hin, dass sich die in der Warteliste eingetragenen Ärzte ebenfalls um den Vertragsarztsitz bewerben müssen.

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„Walter-Krienitz-Verein zur Förderung der Medizin e. V.“ und „Kulturund Heimatverein Peseckendorf e. V.“ bewahren Gedenken an

Johann Thal (1542-1583) ist der Namensgeber der nicht real existierenden Klinik der bekannten Fernsehserie „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“. Er war Arzt und Botaniker. Mit seiner „Sylva Hercynia“ schuf Thal ein Buch, in dem er die Pflanzen des Harzes beschrieb. Dieses Werk gilt als erste „Gebietsflora“ der Welt. Johann Thal starb in Peseckendorf, einem kleinen Ort in der Magdeburger Börde

nahe Oschersleben (1). Dort wurde auf Initiative des „Walter-Krienitz-Vereins zur Förderung der Medizin e. V.“ (www. krienitzverein.de) und des „Kultur- und Heimatvereins Peseckendorf e. V.“ am 2.6.2018 im alten Wasserturm eine Gedenktafel für ihn enthüllt. Die Entwürfe für die Tafel stammen von Schülern des Gymnasiums Oschersleben, dabei wurden sie von ihrem Lehrer Andreas Boldt unterstützt. Während der Festveranstaltung am

2.6.2018 sprach Christoph Schmidtpeter über den „Erhalt und Verfall von Denkmälern in der Börde – Das Nebeneinander zweier Kontraste und mögliche Ursachen“. Prof. Dr. Mario Engelmann informierte über das Leben und Schaffen von Johann Thal. Im Anschluss an die Veranstaltung, die von Schülern der Kreismusikschule Oschersleben umrahmt wurde, enthüllten die beiden Vereinsvorsitzenden Mario Engelmann und Steffen Rickes – zusammen mit dem Oscherslebener Bürgermeister Benjamin Kanngießer – die Gedenktafel. Die Veranstaltung klang mit einem Sektempfang zu Ehren Johann Thals aus.

Pi und Literatur hier abrufbar: www.t1p.de/thal Korrespondenzanschrift: Prof. Dr. med. Steffen Rickes Walter-Krienitz-Verein zur Förderung der Medizin e. V. Mozartstraße 8, 38820 Halberstadt Die Gedenktafel für Johann Thal (1542-1583) im alten Wasserturm in Peseckendorf bei Oschersleben

Internet: www.krienitzverein.de E-Mail: steffen.rickes@helios-gesundheit.de

36. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Ärzte Die 36. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Ärzte findet dieses Jahr vom 5. bis 7. Oktober 2018 in Rüdersdorf bei Berlin statt – zu dem Titel „Arztsein in der Datenflut“ und ist umrundet von einer Schifffahrt und Musik.

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Nähere Auskunft einschließlich des ausführlichen Programms erteilt Frau Dipl.-Med. Rosemarie Dittrich, Große Hamburger Str. 37, 10115 Berlin, Tel.: 030/2822509 bzw. per E-Mail: Rosemarie.Dittrich@gmx.de

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Foto: Walter-Krienitz-Verein zur Förderung der Medizin e. V.

Arzt und Botaniker Johann Thal (1542-1583)


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Dr. Simone Heinemann-Meerz bei einer Gesprächsrunde

Infostand der Ärztekammer Sachsen-Anhalt

Start der 1. Herzwoche Sachsen-Anhalt

Fotos: ÄKSA

Die Ärztekammer Sachsen-Anhalt ist Kooperationspartner der 1. Herzwoche, die vom 4. bis 10. Juni 2018 stattfand und vom Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt gemeinsam mit der Deutschen Herzstiftung und der Initiative Herzgesundheit in SachsenAnhalt ins Leben gerufen wurde. Da in Sachsen-Anhalt im Vergleich zu anderen Bundesländern überdurchschnittlich viele Menschen an einem Herzinfarkt sterben, ist Aufklärungsarbeit und Prävention sehr wichtig. Mit einer Auftaktveranstaltung im Umweltbundesamt Dessau wurde am 2. Juni die erste Herzwoche SachsenAnhalt gestartet. Nach der offiziellen Eröffnung informierten sich die zahlreichen Besucherinnen und Besucher bei verschiedenen Aktionen und Fachvorträgen über das Thema der Herz-Kreislauferkrankungen, deren Risikofaktoren und Prävention oder über richtiges Notfallverhalten bei Herzinfarkt und Herzstillstand. Zudem wurde die Veranstaltung durch den Entertainer Gunther Emmerlich mit einer musikalischen Lesung begleitet. Im Rahmen moderierter Gesprächsrunden beantwortete auch die Kammerpräsidentin

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Dr. Simone Heinemann-Meerz einige Fragen. Die Ärztekammer SachsenAnhalt war zudem mit einem Informationsstand vertreten. So konnten Fragen interessierter Gäste beantwortet und zugleich das Projekt „Gesund macht Schule“ vorgestellt werden. Ziel des Projektes ist es, die Gesundheit unserer Kinder zu bewahren und zu verbessern. Dazu gehen unsere Patenärztinnen und -ärzte bereits seit 2009 an Schulen, um Kinder frühzeitig an Gesundheitsthemen heranzuführen. Anlässlich dieser Herzwoche lud die Ärztekammer am 6. Juni 2018 zu-

sammen mit der Zahnärztekammer sowie der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt zur fachübergreifenden Fortbildung zum Schwerpunktthema „Herzerkrankung und diagnostischer Eingriff“ ein. Es folgten landesweit viele Aktionen, Vorträge und Veranstaltungen. Alle Landkreise, viele Krankenhäuser, Medizinische Versorgungszentren und mehr als 100 Praxen niedergelassener Ärzte gehörten u. a. zu den Akteuren. Ebenso die Apotheken im Land informierten über diverse Fachvorträge.

Die Kammerpräsidentin mit Gunther Emmerlich

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Neuer Chefarzt für Anästhesiologie, Intensivund Notfallmedizin im Bergmannstrost Ruhestand verabschiedet. Prof. Wrigge wechselt von der Universitätsmedizin Leipzig, wo er eine Professur für Anästhesiologie innehat und seit 2010 die Geschicke von Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Operative Intensivtherapie leitend mitverantwortet hat. Er ist zudem Leitender Notarzt der Stadt Leipzig sowie Ärztlicher Leiter der ADAC Luftrettungsstation Leipzig.

Prof. Dr. Hermann Wrigge

Prof. Dr. Hermann Wrigge ist seit Mai der neue Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin sowie Schmerztherapie im BG Klinikum Bergmannstrost Halle. „Mit Prof. Wrigge konnten wir einen Experten auf dem Gebiet der Anästhesie und Intensivmedizin gewinnen, der in der Patientenversorgung und in der Forschung für uns als Unfallklinikum wichtige Ansätze verfolgt“, so Prof. Dr. Dr. Gunther O. Hofmann, Ärztlicher Direktor des Bergmannstrost. Prof. Wrigge folgt auf Priv.-Doz. Dr. Ralph Stuttmann, der die Klinik zwanzig Jahre geleitet hat und sich in den geplanten

„Das Bergmannstrost ist innovativ und auf Augenhöhe mit den Universitätsklinika. Hier kann ich fortsetzen, was mir fachlich wichtig ist – die Patientenversorgung und Forschung in der Anästhesie und Intensivmedizin“. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit sind moderne Beatmungsverfahren, die die Beatmungszeiten verkürzen. „Die Patienten werden schneller wacher und lassen sich leichter mobilisieren. Das gelingt nur, wenn wir die Beatmungsverfahren mehr und mehr individuell dem einzelnen Patienten anpassen.“ Ein weiterer Schwerpunkt ist die Beatmung während der Operation. So können beispielsweise kleinere Atemzüge während des Eingriffs postoperative Komplikationen verhindern helfen, während eine schlechte Beatmung Entzündungsreaktionen verstärken

kann. „Für ein Unfallkrankenhaus wie das Bergmannstrost, das viele Schwerverletzte versorgt und wo die Patienten möglichst frühzeitig mit der Rehabilitation beginnen, sind das wichtige Ansätze.“ Hermann Wrigge hat 1995 sein Medizinstudium und seine Promotion an der Universität Göttingen absolviert und hat sich 2004 an der Universität Bonn habilitiert. 2010 wechselte er nach Leipzig. Prof. Wrigge ist neben seiner ärztlichen Tätigkeit Gutachter der Bundesärztekammer in Fragen des Qualitätsmanagements im Rahmen der Initiative Qualitätsmedizin (IQM), die sich für mehr medizinische Qualität bei der Behandlung ihrer Patienten einsetzt. In der Klinik für Anästhesiologie, Intensivund Notfallmedizin sowie Schmerztherapie im BG Klinikum Bergmannstrost Halle betreuen mehr als 180 Mediziner und Gesundheits- und Krankenpfleger Patienten in den unterschiedlichsten Bereichen: im OP, in der Notfallmedizin, auf der Intensivstation, der Intermediate Care Station und einer Schmerzstation. | Pi und Foto BG Klinikum Bergmannstrost Halle

Der bisherige Dekan der Medizinischen Fakultät, Professor Dr. Michael Gekle, wird dieses Amt auch für die kommenden vier Jahre bekleiden. Er ist dafür am Dienstag, dem 12. Juni 2018, vom Fakultätsrat ein weiteres

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Mal gewählt worden. Gekle tritt somit im September seine dritte Amtszeit als Dekan an. Erstmals wurde er 2010 gewählt. Gekle hatte im Mai 2007 als Professor für Physiologie und neuer Direktor des Julius-Bernstein-Instituts für Physiologie an der Medizinischen Fakultät in Halle seinen Dienst angetreten. Zuvor war er Professor für Physiologie in Würzburg. | Pi UKH

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Foto: Fotostelle UKH

Fakultätsrat der Medizinischen Fakultät Halle wählt Professor Dr. Michael Gekle zum dritten Mal als Dekan


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Translationsregion für digitalisierte Gesundheitsversorgung (TDG)

WIR!-Bündnis sucht weitere Akteure

Das Bündnis „Translationsregion für digitalisierte Gesundheitsversorgung“ ist im Rahmen des Förderwettbewerbs „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) als eine von 32 ostdeutschen Initiativen für die Konzeptphase ausgewählt worden.

Bündnis beizutreten! Ziel des Projektes ist es, sich als „Translationsregion für digitale Gesundheitsversorgung“ mit dem Schwerpunkt Pflege zu positionieren.

In dem von der Universitätsmedizin Halle (Saale) als Projektkoordinator, der Univations GmbH sowie dem Verband der Kreativwirtschaft Sachsen-Anhalt organisierten Bündnis engagieren sich derzeit bereits mehr als 30 Akteure, unter anderem der Hausärzteverband.

Dazu soll im Süden Sachsen-Anhalts eine Modellregion entstehen, in der neue Technologien gemeinsam von Akteuren der Gesundheitsversorgung und -for­schung, Kreativwirtschaft und IT von der Idee bis zur Marktreife gebracht werden können. Übergeordnete Ziele sind dabei der Autonomieerhalt im Alter im eigenen Wohnumfeld sowie die Unterstützung des Pflegeprozesses.

Weitere Fachärzte, ambulante Pflegedienste, Wohnungs- und IT-Unternehmen, aber auch Betroffene sind jedoch ebenfalls eingeladen dem

Mit den gebündelten Kompetenzen habe die TDG-Region das Potenzial innovative Lösungen für dringende Herausforderungen in der Pflege zu

finden, „die unmittelbar unseren strukturschwachen Regionen zugute kommen sowie als wertvoller Ideengeber für andere Regionen dienen“, so Prof. Dr. Michael Gekle, Dekan der Medizinischen Fakultät der MartinLuther-Universität Halle-Wittenberg. Die Konzeptphase währt noch bis zum 31. Oktober 2018. Anschließend wählt eine Jury des BMBF zwölf Anträge für die Umsetzungsphase aus, die dann jeweils mit bis zu zwölf Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren gefördert werden. Kontakt: Dr. Patrick Jahn Tel.: 0345/557 2220 E-Mail: patrick.jahn@uk-halle.de Website des Projektes: http://inno-tdg.de

Konferenz

Die Schmerzambulanz des Universitätsklinikums Magdeburg A.ö.R. in Zusammenarbeit mit der Klinik für Schmerztherapie des Fachkrankenhauses Vogelsang lädt zu folgender interdisziplinären Schmerzkonferenz ein: 24.09.2018

Dr. A. Stephan, I. Harnisch-Lentze, Klinik für Schmerztherapie, Helios Fachklinik Vogelsang-Gommern: Borreliose – eine Erkrankung mit vielen Gesichtern. Weitere Erfahrungen mit der Ganzkörperhyperthermie

Magdeburg, Schmerzambulanz Ort: Schmerzambulanz/Hs. 39, Zeit: 15.00 Uhr

Anmeldung erwünscht: Sr. Hella, Schmerzambulanz Tel.: 0391/6713350, Fax: 0391/6713971

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Die Konferenz wird von der Ärztekammer Sachsen-Anhalt für die Erlangung des Fortbildungszertifikates mit 3 Punkten gewertet.

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v. l. n. r.: Moderator Dr. med. Lindemann-Sperfeld mit den Referenten Dr. med. Schulz, Prof. Dr. med. habil. Pierre Hepp, PD Dr. med. Rose und Dr. med. Conrad

Erfolgreiches Symposium:

Bei hochsommerlichen Temperaturen trafen sich mehr als 40 Mediziner aus Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen zum 8. Symposium der medizinischen Fortbildungsreihe „Mansfelder Kontroversen“. Sie waren der Einladung von Dr. med. Lutz Lindemann-Sperfeld, Chefarzt des Orthopädisch-traumatologischen Zentrums der Helios Klinik Hettstedt, am Nachmittag des 30. Mai gefolgt. Bewährtes und Neues bei der Behandlung von Schulterinstabilitäten wurde thematisiert. „Auf wenigen Gebieten

der Unfallchirurgie haben sich in den vergangenen 20 Jahren das Verständnis und die Therapie so weiterentwickelt, wie auf dem Gebiet der Schulterinstabilität. Es freut mich besonders, dass es wieder gelungen ist, ausgewiesene Experten zum Thema ‚Schulterinstabilität‘ für das Symposium zu gewinnen“, so Dr. Lindemann-Sperfeld in seiner Eröffnungsrede. Indikationen, Techniken und Ergebnisse der verschiedenen Behandlungsmethoden wurden verglichen. In kontroversen und zielführenden Diskussi-

onen zwischen Klinikärzten, niedergelassenen Orthopäden und Chirurgen wurde bis in die Abendstunden eine Standortbestimmung vorgenommen. „Hochinteressante Vorträge, angeregte und interessante Diskussionen im Interesse der Patienten leisteten wieder einen guten Beitrag, die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen zu intensivieren“, berichtet Dr. Lindemann-Sperfeld erfreut. | Pi Helios

Jetzt für den Demografiepreis Sachsen-Anhalt 2018 bewerben Wir suchen Sie – Menschen, die anpacken, gestalten und bewegen. Engagierte Personen, Vereine und Institutionen mit Projekten, Ideen und Aktivitäten zum Thema demografischer Wandel bei uns im Lande können sich ab sofort für den Demografiepreis Sachsen-Anhalt 2018 bewerben. Die Landesregierung hat diesen Wettbewerb zum 6. Mal ausgeschrieben. Wer sich für ein sportliches, kulturelles, soziales oder kommunales Vorhaben

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engagiert, das dem Leben und dem Zusammenleben der Generationen in Sachsen-Anhalt nützt, kann sich ganz einfach den Bewerberbogen auf www. demografie.sachsen-anhalt.de herunterladen, das Projekt kurz beschreiben und zurückschicken. Die Bewerbungsfrist endet am 12. September 2018. [...]

tenwall in Magdeburg durch den Ministerpräsidenten und den Minister für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalt.

Verliehen wird der Demografiepreis des Landes Sachsen-Anhalt am 14. November 2018 im Palais am Fürs-

Weitere Informationen sowie den Bewer-

| Pi (Auszug) AdCOM werbung & filmproduktion gmbh

bungsbogen zum Ausfüllen finden Sie unter: www.t1p.de/demografie2018

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Foto: Helios Klinik Hettstedt, Dagmar Mansfeldt

Bewährtes und Neues bei der Behandlung von Schulterinstabilitäten


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Ehrenmitgliedschaft für Magdeburger Chirurgen Professor Dr. Hans Lippert sowie für seinen integrativen persönlichen Einsatz für ein stärkeres interdisziplinäres Zusammenwirken von Chirurgen und Gastroenterologen ausgezeichnet. Die Verleihung fand im Rahmen der 1. gemeinsamen Tagung der Mitteldeutschen Gesellschaft für Gastroenterologie und der Mitteldeutschen Chirurgenvereinigung in Leipzig statt.

Die Mitteldeutsche Chirurgenvereinigung hat dem Magdeburger Chirurgen Prof. Dr. Hans Lippert die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Prof. Lippert, der auch Gründungsmitglied dieser Fachgesellschaft ist, wurde für sein herausragendes Engagement in der Etablierung der flächendeckenden Qualitätssicherung und Versorgungsforschung

Prof. Dr. med. Hans Lippert hatte 1993 den Ruf auf die Professur für Allgemeine Chirurgie an der damaligen Medizinischen Akademie Magdeburg angenommen und leitete zwei Jahrzehnte bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2013 die Chirurgische Universitätsklinik Magdeburg. Unter seiner Leitung hat sich die Klinik zu einem renommierten Fachzentrum weiterentwickelt. Seit 1979 führte der ausgewiesene Spezialist Lebertransplantationen durch. Als bundesweit anerkannter Chirurg wurde er 2012 zum Vorsitzenden der Transplantationsüberwa-

chungskommission der Bundesärztekammer in Berlin gewählt und nimmt dieses Amt bis heute wahr. Unter der Herausgeberschaft von Prof. Lippert wurden mehrere Fachbücher veröffentlicht. Im vergangenen Jahr erschien das Lehrbuch „Fehler in der Allgemein- und Viszeralchirurgie“ und vor kurzem „Risiken und Komplikationen in der Allgemein- und Viszeralchirurgie“. Außerdem war er von 2005 bis 2015 Herausgeber einer international anerkannten Fachzeitschrift: das „Zentralblatt für Chirurgie“. Auf Lipperts Initiative wurde Anfang 2000 das An-Institut für Qualitätssicherung in der operativen Medizin, gemeinnützige GmbH, an der Universität etabliert. Insbesondere geht es dabei um die Evaluierung der Lebensqualität von Patienten nach operativen Eingriffen. | Pi und Foto: UKM

Call for Abstracts – 8. Sachsen-Anhaltischer Krebskongress 2019 in Magdeburg „Onkologie in Sachsen-Anhalt – Interdisziplinär, Multiprofessionell, Innovativ“ Zum 8. Sachsen-Anhaltischen Krebskongress am 22. und 23. März 2019 in den Räumen des Gesellschaftshauses in Magdeburg können Beiträge zum wissenschaftlichen Programm in Form von Vorträgen und Postern eingereicht werden. Im Mittelpunkt des Kongresses steht die Darstellung der Onkologie als interdisziplinäres Fachgebiet mit Bezug zur klinischen Forschung, zur Epidemio-

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logie, Qualitätsentwicklung und Versorgungsforschung mit regionalem Bezug. Wir laden recht herzlich ein, Ideen und Arbeitsergebnisse in Form eines Abstracts bis zum 15. August 2018 per E-Mail an projekte@sakg.de einzureichen und sich auf diese Weise aktiv an der Gestaltung des Kongressprogramms zu beteiligen.

Informationen zum 8. Sachsen-Anhaltischen Krebskongress erhalten Sie von der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft e. V. und unter www.sakg.de/ projekte/seminare-und-veranstaltungen/ krebskongress/

Bianca Hoffmann Telefon: 0345/4788110 E-Mail: projekte@sakg.de

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Aktuelle Themen

Die Besucher auf dem Tbilisser Platz ließen zum Dank an die Organspender Luftballons in den Himmel steigen

Tag der Organspende 2018 in Saarbrücken

Organspende hat viele Gesichter Leuchtend orangefarbene Herzluftballons steigen in den wolkig-blauen Himmel über Saarbrücken. Ein beeindruckendes Zeichen des Dankes an alle Organspender und ihre Familien. Und im nächsten Moment kann man auf der großen Bühne am Tbilisser Platz sehen, was sie bewirkt haben. Dort tummeln sich über vierzig Menschen jedes Alters, die Schilder hochhalten. Darauf steht jeweils die Zahl der Jahre, die ihnen durch die Transplantation geschenkt wurden. Die Ziffern reichen von 2 bis 39, insgesamt kommen 678 geschenkte Lebensjahre zusammen.

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Aktuelle Themen

Organspende hat viele Gesichter – das konnten Besucher beim Tag der Organspende am 2. Juni in Saarbrücken hautnah erleben. Mehr als ein Dutzend Infozelte beherbergten unter anderem Patientenverbände, Mediziner, Krankenkassen. In diesem Jahr gab es zum ersten Mal auch ein Themenzelt für Angehörige und Spenderfamilien.

von Niere, Lunge und Leber. Der Tag startete mit einem ökumenischen Dankgottesdienst in der Saarbrücker Ludwigskirche. In dem vollbesetzten Gotteshaus kamen Organempfänger, Angehörige von Organspendern, Transplantationsmediziner und Menschen, die Organspenden begleiten und umsetzen, zu Wort.

Der Magnet auf dem Mittelpunkt des Platzes war ein Rettungshubschrauber der Heli-Flight GmbH, der auch zum Organtransport eingesetzt wird. Drei Zelte präsentierten begehbare Modelle

Dabei ging es um die Not und Verzweiflung der Patienten, die auf ein Spenderorgan warten, aber auch um die Freude und die Dankbarkeit für die neue Lebensqualität nach einer Transplanta-

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Aktuelle Themen

tion. Und es ging um die Familien, die im Moment tiefer Trauer an andere gedacht und eine Zustimmung zur Organspende gegeben haben.

Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), und Stefan Mroncz, Stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbandes Niere e. V.

Damit das Gedenken an die Organspender in Saarbrücken auch in Zukunft präsent bleibt, wurde nach dem Gottesdienst auf dem Tbilisser Platz eine Stele mit einer Gravur zur Erinnerung enthüllt. Sie bildet gemeinsam mit einem eigens dazu gepflanzten Baum die „Oase des geschenkten Lebens“ im Herzen von Saarbrücken.

Durch das Programm führte der ARDModerator Dennis Wilms. Dabei wechselten sich Gesprächsrunden zu allen Aspekten der Organspende und Transplantation mit Musikeinlagen ab. Die Gesprächsrunden knüpften eng an das Geschehen auf dem Platz an. Zu jedem Thema wurde auch live in eines der Zelte oder zu dem Rettungshubschrauber geschaltet, wo Sonja Marx, Moderatorin des Saarländischen Rundfunks, ergänzende Interviews führte.

Fotos: DSO/Carsten Simon

Die Veranstaltung wurde unterstützt von der Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Saarlandes, Monika Bachmann. Zur Eröffnung des Bühnenprogramms auf dem Tbilisser Platz sprach sie die Grußworte gemeinsam mit Charlotte Britz, Oberbürgermeisterin der Stadt Saarbrücken, Dr. med. Heidrun M. Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Dr. med. Axel Rahmel und Thomas Biet, beide im

In den Gesprächen ging es um die Abläufe der Organspende und Transplantation, um die besondere Situation von Kindern, die eine Transplantation benötigen, um Sport und Transplantation sowie immer wieder auch um die gesetzlichen Regelungen zur Organspende. Viele Teilnehmer sprachen sich für eine Widerspruchslösung, wie

sie in vielen europäischen Ländern gilt, aus. Prominente Künstler wie Fools Garden, Elaiza, Claudia Jung oder Detlev Schönauer unterhielten die Besucher in den Gesprächspausen. Insgesamt besuchten über den Tag verteilt etwa 3000 Interessierte den Tbilisser Platz. Sie nutzten die Möglichkeit zur Information und zu persönlichen Gesprächen. So konnten viele offene Fragen geklärt werden. Zahlreiche Besucher nahmen Informationsmaterialien und Organspendeausweise mit. Organisatoren der Veranstaltung waren die Patientenverbände Bundesverband der Organtransplantierten e. V., Bundesverband Niere e. V., Lebertransplantierte Deutschland e. V., Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Deutsche Stiftung Organtransplantation, Deutsche Transplantationsgesellschaft. | Pi DSO

Auf der Bühne standen Organempfänger mit der Zahl der Jahre, die ihnen durch ein neues Organ geschenkt wurden. Insgesamt waren es 678 Lebensjahre.

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Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Organspendeausweis schafft Klarheit – auch für die Angehörigen! Neue Daten der BZgA-Repräsentativbefragung Die positive Einstellung zum Thema Organ- und Gewebespende ist in Deutschland derzeit mit 84 Prozent so hoch wie nie zuvor. Auch besitzen immer mehr Menschen einen Organspendeausweis: Waren es 2012 noch 22 Prozent, sind es im Jahr 2018 bereits 36 Prozent. Das zeigen erste Ergebnisse einer bundesweiten Repräsentativbefragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: „Sich mit der Organspende auseinanderzusetzen, muss für uns alle zur Selbstverständlichkeit werden. Das sind wir den mehr als 10.000 Menschen schuldig, die voller Hoffnung auf ein Organ warten. Jeder sollte daher für sich eine Entscheidung treffen und diese auf dem Organspendeausweis dokumentieren. Viele haben das schon getan. Aber das reicht noch nicht. Deshalb wollen wir weiter Überzeugungsarbeit leisten. Zudem werden wir die Transplantationsbeauftragten in den Kliniken stärken und die Vergütung so verbessern, dass sich die Kliniken wirklich um dieses Thema kümmern.“ Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA: „Die wachsende positive Einstellung der Bevölkerung zur Organ- und Gewebespende ist eine erfreuliche Entwicklung und belegt, dass sich viele Menschen mit der Thematik auseinandersetzen. Gleichwohl besteht immer noch ein großer Informationsbedarf. Deshalb ist es Ansporn für uns, diese Menschen bei ihrer Entscheidung zu unterstützen – mit einem breiten Informationsangebot im Rahmen der BZgA-

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Kampagne ‘Organspende – die Entscheidung zählt‘.“

einer Patientenverfügung zu dokumentieren.

Von den Personen, die eine Entscheidung getroffen haben, stimmen die meisten (72 Prozent) einer Organ- und Gewebespende nach dem Tod zu, 14 Prozent widersprechen ihr, 9 Prozent übertragen die Entscheidung auf eine andere Person und 5 Prozent machen eine andere Angabe.

Die bundesweite Repräsentativbefragung „Einstellung, Wissen und Verhalten der Allgemeinbevölkerung zur Organ- und Gewebespende 2018“ der BZgA wurde von November 2017 bis Februar 2018 unter 4.001 Bürgerinnen und Bürgern im Alter von 14 bis 75 Jahren durchgeführt. Die neuen Daten veröffentlicht die BZgA anlässlich des Tages der Organspende am 2. Juni 2018 in Saarbrücken.

Auf die Frage nach den Motiven für die Zustimmung zur Organ- und Gewebespende im Organspendeausweis geben 73 Prozent an, dass sie anderen Menschen helfen wollen. Wichtigster Grund für die Ablehnung ist für 24 Prozent der Befragten, dass sie glauben, als Spender nicht geeignet zu sein. 22 Prozent äußern Angst vor Missbrauch beziehungsweise haben mangelndes Vertrauen aufgrund negativer Berichterstattung. Die Personen, die noch keine Entscheidung getroffen haben, begründen dies zu 43 Prozent damit, sich bisher zu wenig mit dem Thema beschäftigt zu haben. Das Transplantationsgesetz schreibt vor, dass Krankenkassen und Krankenversicherungsunternehmen ihre Versicherten ab dem vollendeten 16. Lebensjahr alle zwei Jahre über die Möglichkeiten einer Organ- und Gewebespende informieren. Versicherte sollen hiermit unterstützt werden, eine informierte Entscheidung zur Organund Gewebespende zu treffen und sie im Organspendeausweis und/oder

Ein Informationsblatt mit ausgewählten Studienergebnissen steht zum Download bereit unter:

www.bzga.de/presse/ daten-und-fakten

Informationen zur Organ- und Gewebespende finden Sie unter:

www.organspendeinfo.de

Weitere Informationen gibt es unter:

www.bundesgesundheitsministerium.de/ Organspende | Pi BMG, BZgA

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Ausschreibung „Doktorandenförderung Versorgungsforschung“

Das Kuratorium der Stiftung „HufelandPreis“ lobt hiermit die finanzielle Unterstützung von Dissertationen auf dem Gebiet der Versorgungsforschung aus. Bis zu zwei Doktorarbeiten werden mit einem Betrag in Höhe von jeweils 5.000 Euro unterstützt. Zur Teilnahme berechtigt sind Doktoranden/Doktorandinnen, welche den „Dr. med.“ bzw. „Dr. med. dent.“ anstreben und die sich in ihrer Arbeit mit der Versorgungsforschung befassen.

beste wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Prävention und Versorgungsforschung besteht neben dieser Auslobung für Doktoranden und Doktorandinnen unverändert weiter. Für Fragen steht der Geschäftsführer der Stiftung, Rechtsanwalt Patrick Weidinger, zur Verfügung (Telefon: 0221/148-30785, E-Mail: patrick. weidinger@aerzteversicherung.de). | Pi Stiftung „Hufeland-Preis“ –

Mit der Bewerbung einzureichen sind • die erstellte Promotion, • die schriftliche Beurteilung durch den Doktorvater/die Doktormutter, • die Vita des Bewerbers/der Bewerberin.

Auszeichnung für bedeutende Forschungsleistungen Der Hufeland-Preis ist ein Deutscher Medizinpreis, der seit 1960 jährlich an Wissenschaftler auf dem Gebiet der Präventivmedizin und der präventionsbezogenen Versorgungsforschung verliehen wird und nach dem deutschen Arzt Christoph Wilhelm Hufeland (1762–1836) benannt ist.

c/o Deutsche Ärzteversicherung AG

Die Bewertung der eingereichten Themen erfolgt durch das Kuratorium der Stiftung, das auch über die Vergabe der Förderung entscheidet.

Foto: Deutsche Ärzteversicherung AG

Im Kuratorium vertreten sind neben der Stifterin des Preises, der Deutschen Ärzteversicherung AG, die Bundesärztekammer, die Bundeszahnärztekammer und die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e. V. Die Entscheidung des Kuratoriums ist nicht anfechtbar. Die Bewerbungen sind bis zum 31. Oktober 2018 unter dem Stichwort „Doktorandenförderung Stiftung Hufeland-Preis“ zu senden an: „Hufeland-Preis“ Notar Dr. Christoph Neuhaus Kattenbug 2 50667 Köln Die parallel laufende Ausschreibung des Hufeland-Preises 2018 für die

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Die Stiftung Hufeland-Preis vergab 2017 erstmalig Förderpreise für Doktoranden für herausragende Dissertationen auf dem Gebiet der Versorgungsforschung. Die Preisträger: Julia Berendt für ihre Dissertation „Integration der Pallativmedizin in die von der Deutschen Krebshilfe e. V. geförderten Comprehensive Cancer Center („CCC“)“. Helen Anna Schierke für ihre Dissertation „Impfkampagne 2.0. – zielgerichtet und adressatengerecht (Behandlung immunsupprimierter Patienten)“. Jonathan Kottlors für seine Dissertation „Computertomographisch gestützte Evaluation von Thrombusmaterial beim ischämischen Schlaganfall“. Markus Krause für seine Dissertation „Depression in der hausärztlichen Versorgung: Sind in den HzV-Vertrag der AOK Plus in Thüringen eingeschriebene Versicherte besser versorgt? – Eine Routinedatenanalyse“.

Aktuelle Themen

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Medizinischer Fachartikel

Heim, Marcell U., Institut für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie mit Blutbank, Universitätsklinikum Magdeburg

Einleitung Über Jahrhunderte war die Gabe von Blut nicht wie heutzutage ein Ersatz von Blutbestandteilen, die zum (Über-)Leben fehlen, sondern es diente, der damals gültigen Humoralpathologie entsprechend, als heilkräftiges Mittel, d. h. als gesunder Lebenssaft von meist jungen Spendern (tierisch oder menschlich). Teilweise wurde das Blut auch als Träger von Krankheiten angesehen, die man durch Aderlässe zu entfernen suchte (Abbildung 1). Unter diesem Aspekt sind nur noch wenige Indikationen verblieben, wobei mit Hilfe der Plasma- und Zellseparation ganz selektiv pathologische Blutbestandteile entfernt und nötigenfalls durch spezielle Blutprodukte ersetzt, respektive ausgetauscht werden (Abbildung 2). Je nach Entwicklungsstand eines Landes sind allerdings die Gewinnung von Blutspendern, wie auch die Gabe von Blut und Blutbestandteilen sehr unterschiedlich, sodass man entsprechende Publikationen aus anderen Ländern nicht auf unsere Verhältnisse übertragen kann. Nicht zuletzt sind dafür auch unterschiedliche Traditionen, Moralvorstellungen und religiöse Anschauungen verantwortlich, da gerade bei der Gabe von Blut viele Individuen eine Spende leisten („müssen“), die überwiegend unbekannten Mitmenschen in einer ggf. sehr heterogenen Gemeinschaft zu Gute kommt [20]. So variiert in multikulturellen Vielvölkerstaaten die Blutspendebereitschaft (ABER auch die Zurückhaltung bei der Annahme einer Blutübertragung) selbst

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Medizinischer Fachartikel

Generationen nach der Einwanderung wegen eines ganz unterschiedlichen, meist religiös geprägten Gemeinsinns gegenüber Menschen in und außerhalb der eigenen Familie sehr stark. Nicht zuletzt beeinflusst dies auch die Einstellungen zu den lebensverlängernden Maßnahmen. In der vorliegenden Arbeit werden vorwiegend jüdisch-christlich und humanistisch geprägte Ethikvorstellungen zugrunde gelegt.

Das Blut auf dem Weg vom Mythos zum Arzneimittel Aufgrund ungeklärt unterschiedlicher Transfusionskonzepte in Europa verbraucht Deutschland fast doppelt so viele Erythrozytenkonzentrate (EK) pro Einwohner wie Frankreich oder England und keines der bei uns gängigen Blutprodukte konnte mit Hilfe von großen vergleichenden Wirksamkeitsstudien „ordnungsgemäß“ arzneimittelrechtlich zugelassen werden. Aufgrund europäischer Vorgaben wurden dann in den 1990er Jahren die Erythrozyten- und Thrombozyten-Konzentrate sowie die gerinnungsaktiven Frischplasmen (EK, TK und GFP) nachzugelassen, indem man nur anhand von Erfahrungsberichten klinische Gutachten über deren mögliches NutzenRisiko-Verhältnis erstellte. In fast allen anderen Ländern gab es kein solches Problem, da die Blutprodukte dort nicht dem Arzneimittelrecht unterliegen, sondern meist eine eigene Heilmittelgruppe darstellen.

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Foto: privat

Univ.-Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Marcell U. Heim

Klinisch-ethische Fragestellungen bei der Hämotherapie am Ende des Lebens


Medizinischer Fachartikel

Diese Historie erklärt auch, warum es bis vor wenigen Jahren nur vereinzelt größere randomisierte Studien darüber gab, inwieweit Transfusionen dringlich erforderlich sein könnten, wobei vorwiegend Untersuchungen zur Notwendigkeit einer prophylaktischen TK-Substitution bei hämatologischen Patienten unter Chemotherapie mit und ohne Stammzelltherapie publiziert worden waren [23, 24, 30]. Dazu kamen noch Veröffentlichungen über neue TK-Präparationen für eine bessere Verträglichkeit, wie z. B. die Leukozytendepletion, der Plasmaersatz durch Stabilisatorlösungen, gasdurchlässigere Lagerbeutel u. a. m. [27, 32]. Größere Studien zur Mortalität sowie über immunologische und infektiologische Nebenwirkungen bei einer liberalen oder restriktiven EK-Substitution kamen hinzu [5, 6, 11, 15, 28].

indem über Jahrzehnte generell akzeptierte Hämoglobinund Thrombozytenwerte sehr häufig mit dem Evidenzgrad „1C+“ („könnte“) gewichtet werden [4]. „So trifft z. B. eine Klassifizierung als ‚1C+‘ Empfehlung auf medizinische Maßnahmen zu, die fester Bestandteil der ärztlichen Routineversorgung sind, ohne dass entsprechende Studien vorliegen und diese, z. B. aus ethischen Gründen, auch zukünftig nicht möglich sein werden“ (Zitat aus den Querschnitts-Leitlinien der BÄK unter „Allgem. Erläuterungen“).

Interessanterweise gibt es bis dato keine klinisch relevante Studie zur Gabe von TK beim akut blutenden Patienten sowie keine Vergleichsdaten über Wirkungen und Nebenwirkungen bei der Gabe von TK mit unterschiedlichen Herstellungsverfahren (Pool-TK/PTK versus Apherese-TK/ATK). Wenig überraschend zeigen die meisten neueren Studien, dass sowohl bei der Gabe von EK, TK und GFP die bislang als üblich angesehenen Grenzwerte für eine klinisch notwendige Substitution nach unten korrigiert werden können. Es gibt sogar Hinweise, dass eine liberalere Transfusionspraxis für anämische Patienten auf der Intensivstation die Letalität erhöhen kann [17]. Möglicherweise vermögen die Bluttransfusionen bei Patienten mit einem hohen Risiko die Letalität zu senken, bei weniger gefährdeten Patienten diese gegebenenfalls gar zu erhöhen [19].

Ethische Bedenken bei transfusionsmedizinischen Studien

Abb. 1: Historische „Austauschtransfusion“: Kombination von Aderlass mit der Gabe von vermeintlich gesundem Tierblut (Ioannis Sculteti, Armamentium Chirugiae, 1693)

Absolut „lebensnotwendige“ Grenzwerte lassen sich allein aus Erfahrungsberichten von Ärzten gewinnen, die vorwiegend Patienten behandeln, die die Gabe von Blut aus religiösen Gründen ablehnen (z. B. Zeugen Jehovas), da eine Randomisierung in Patientengruppen mit oder ohne Bluttransfusionen, z. B. in Studien der Unfallchirurgie keine Zustimmung in der Ethikkommission finden würde. Daher konnte auch die Leitlinien-Kommission der Bundesärztekammer (BÄK) keine aus retrospektiven Erhebungen (einschl. Metaanalysen und Analysen zwischen gematchten Patientengruppen) gesicherten absoluten Grenzwerte zur Transfusionsindikation benennen. Eine der wenigen „1A“ Empfehlungen, keine EKs mehr zu verabreichen, betrifft den oberen „Soll-Grenzwert“ bei der akuten Anämie von > 10 g/dl (> 6,2 mmol/L), wobei schon beim unteren „Sollte-Grenzwert“ bei der chronischen Anämie von < 8-7 g/dl (< 5,0-4,3 mmol/L) für die Gabe von Blut nur eine mittelstarke Empfehlung (1C) möglich schien [4]. Diese Besonderheit berücksichtigen die Leitlinien der BÄK zur Therapie mit Blutkomponenten bei den Grenzwerten,

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Abb. 2: Immunadsorptionsapherese: Plasmaentzug und dessen Reinigung von (Auto-)Antikörpern und nachfolgende Rückgabe (Foto: privat)

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Landsmannschaftlich geprägtes Blutspende- und Transfusionsverhalten Die unterschiedliche Indikationsstellung bei der Gabe von Blutprodukten selbst innerhalb der EU ist nicht nur abhängig von den in anderen Ländern verschieden großen Gefahren bei der Blutübertragung (je nach Durchseuchung der Bevölkerung mit transfusionsrelevanten Erregern), sondern auch nach der Verfügbarkeit der Blutprodukte und nicht zuletzt auch deren Preis (in vielen Ländern mehr als dreimal teurer als in Deutschland). Zudem scheitert in einigen süd- und osteuropäischen Ländern die Gabe von Blut allein daran, dass für dessen Beschaffung die Familie des Patienten selbst oder dessen Freunde für eine Blutspende verpflichtet werden (müssen), da man eine der Allgemeinheit zugutekommende Blutspende in vielen Ländern Ost-Europas nicht kennt. Zum Teil erhalten die Patienten für einen planbaren operativen Eingriff nur dann einen Op-Termin, wenn das notwendige Blut mit Hilfe von Freunden und Verwandten herangeschafft wurde („Ansparen“ für die Blutbank) und diese sind auch verpflichtet, im Notfall verbrauchte Blutkonserven auszugleichen („Rückzahlung“ an die Blutbank). Teils erhält man in solchen Fällen vom Krankenhaus auch Adressenlisten von bekannten Blutspendern, wie schon mehrfach im Deutschen Ärzteblatt berichtet wurde.

Demographische Veränderungen, teils dramatisch für die Blutversorgung Auch in Mitteleuropa ist die Blutspende seit Jahren stark rückläufig. Zudem nimmt die Anzahl der jungen Blutspenderinnen und Blutspender vor allem in den sog. neuen Bundesländern und östlichen EU-Ländern aufgrund des Demographiewandels dramatisch ab (Abbildung 3) [9]. Dieser Mangel scheint aber möglicherweise durch das zunehmende „patient blood management“ teilweise ausgleichbar, indem man bei planbaren Operationen Patienten mit einer Anämie präoperativ so behandelt (z. B. mit Eisenpräparaten i. v.), damit sich der Hämoglobinwert normalisiert. Die o. g. Probleme betreffen die Indikationsstellung innerhalb wie außerhalb der Palliativmedizin und wurden hier nur deshalb näher ausgeführt, damit man Publikationen aus anderen Ländern und Kulturkreisen über hämotherapeutische Maßnahmen kritisch vergleichen kann. Dazu gehört auch das Abwägen zwischen dem Benefit für die Patienten gegenüber möglichen unerwünschten (Neben-)Wirkungen, da in einigen Ländern durch das generelle Leukozytendepletieren der Blutkonserven nicht nur die Verträglichkeit älterer Konserven verbessert ist, sondern auch einige Infektionsübertragungen, wie z. B. CMV, vermieden werden sowie auch febrile Reaktionen und ggf. immunmodulatorische Auswirkungen, wie z. B. bei Tumorpatienten die Rezidiv- und Metastasierungsraten [27, 32].

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Abb. 3: Unterschiedliche demographische Entwicklung in den alten versus neuen EU-Ländern – Zunahme der „alten“ Blutempfänger und Abnahme der jungen, potenziellen Blutspender aufgrund eines dramatischen Geburtenrückgangs von mehr als 50 % nach dem Fall der Mauer und des Eisernen Vorhangs in Ost-Europa (aus: Greinacher A., Fendrich K., Alpen U. et al.: Impact of demographic changes on the blood supply: Mecklenburg-West Pomerania as a model region for Europe. TRANSFUSION 47: 395-401 (2007), Wiley-Blackwell)

Besonderheiten in der Palliativmedizin Bei einem Verzicht auf primär lebensverlängernde TherapieMaßnahmen sollten die Blutprodukte nicht nach leitliniengerechten Laborwerten, sondern ausschließlich für das palliative Therapieziel eingesetzt werden. Dabei muss nicht parallel die Gabe von den diversen Blutprodukten gänzlich eingestellt werden, sondern je nach Indikationsstellung können auch unterschiedliche Blutprodukte noch weiter eingesetzt, resp. früher als andere weggelassen werden. Während GFP in der Palliativmedizin überhaupt keine Indikation hat, kann die TK-Substitution in bestimmten Situationen angebracht sein, um z. B. Blutungen im Rachenbereich kurzfristig zu stoppen versuchen oder palliative Maßnahmen zu unterstützen, wie z. B. das Legen einer percutanen Magensonde bei Thrombozytopenie,

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falls diese „künstliche“ Ernährung vom Patientenwillen auch abgedeckt ist. Zumal ein letzthin ergangenes BGH-Urteil unter der Meinung, dass diese Ernährungsweise nicht zu den lebensverlängernden Maßnahmen gehört, deren Nichtdurchführung nicht als aktive Sterbehilfe ansah (BGH: AZ XII ZB 604/15). Vergleichbar dazu wäre auch die rein prophylaktische Gabe von TKs, wenn damit nicht ein geplanter blutungsgeneigter Eingriff verbunden ist. Wiederholte prophylaktische TK-Gaben ohne Aussicht auf eine patienteneigene Erholung der Thrombozytenproduktion sind nicht nur „vergeblich“, da die Ansprechraten der TK-Gaben immer schlechter werden, sodass das eigentliche Therapieziel (Beherrschung einer Blutung) nicht erreicht wird (~ medizinische „futility“). Dafür spricht auch eine Untersuchung bei ambulanten Patienten, die beim letzten stationären Aufenthalt bei Blutungen oder nur prophylaktisch TKs erhalten hatten, dass die thrombozytopenischen Patienten, die keine TKs erhielten, keineswegs, wie befürchtet, an Blutungskomplikationen verstorben sind [8]. Daher muss die Gabe von Blutprodukten am Lebensende genauso wie andere medizinische Maßnahmen nicht nur durch die Indikation, sondern auch durch den Patientenwillen legitimiert sein. Dazu kommt noch die Beurteilung der Sinnhaftigkeit auf ein bestimmtes palliatives Therapieziel hin, vor allem wenn dadurch Sterbesymptome effektiv gelindert werden können.

Blutprodukte und alternative Therapeutika Je nach Krankheitsentwicklung kann auch die Gabe von Antifibrinolytika (Cyklokapron®, z. B. auch als Lösung zur Mundspülung bei Schleimhautblutungen) oder DesmopressinAnaloga (Minirin®) hilfreich sein. Gerade in der Palliativversorgung sollte man sich auch mal bei diffusen Blutungen über den Sinn der Fortführung einer Thromboseprophylaxe oder auch Thrombozytenaggregationshemmung, insbesondere bei einer Doppelhemmung, Gedanken machen. In einigen Untersuchungen bei der Palliativ-Versorgung gehören allerdings die Gabe von Blutkonserven und die Hämodialyse sowie die Verabreichung von Kreislauf-stützenden Medikamenten meist zu den ersten medizinischen Maßnahmen, die ausgesetzt werden [2].

Besonderheiten bei der Hämotherapie in der Hämato-Onkologie Als eine Besonderheit bei hämato-onkologischen Patienten (und teils auch deren Ärzten), die bei wiederholten Chemotherapien immer wieder Bluttransfusionen benötigten (oder angeordnet haben), kommt noch als komplizierender Bestandteil bei der Indikationsstellung die Patienteneinwilligung hinzu.

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Dieser Autonomie-Aspekt kommt bei diesen Patienten besonders zum Tragen und erschwert die Akzeptanz zur Beendigung hämotherapeutischer Maßnahmen, da während der Chemotherapiezyklen die Transfusionen als selbstverständliche, zum gesamten Krankheitsverlauf gehörige und somit als gewohnheitsrechtlich legitimierte Supportivtherapie erlebt worden sind. Die Gabe von Blutprodukten wird daher als anscheinend einfache Substitution fehlender, aber lebenswichtiger körpereigener Stoffe und weniger als eine interventionelle (zustimmungspflichtige) medizinische Behandlung empfunden [1]. Hier fällt es wohl sehr oft allen Beteiligten schwer, bei dem vereinbarten Verzicht auf lebensverlängernde Maßnahmen die von den Leitlinien vorgegebenen Grenzwerte zur Transfusion „beiseite“ zu lassen [21]. In einer Untersuchung bei anämischen Patienten (nach WHO < 10,0 g/dl) wird gar die Lebensverlängerung um eine Woche bei den onkologischen Patienten, die bei ihrer letzten stationären Aufnahme EKs erhielten, als dringlicher Beleg für die Effektivität von Transfusionen beschrieben, wobei die „Lebensverlängerung“ solcher Art in einem Palliative Care Symposium auch als „Verlängerung des Sterbens“ kritisiert wird [8, 13]. In einem aktuellen Review wird der palliativen EK-Transfusion nur eine Verlängerung des letzten stationären Aufenthalts um ca. eine Woche zugeschrieben [7].

Gerechte Verteilung bei Knappheit von Blutprodukten Hinsichtlich immer knapper werdender Blutprodukte erscheint auch aus Gerechtigkeitsgründen eine strenge Indikationsstellung zwingend geboten, wobei die Kriterien für einen absoluten Verzicht auf Transfusionen als eine der möglichen Therapiebegrenzungen noch sehr vage sind. Dafür wurde 1998 das Transfusionsgesetz in Kraft gesetzt, dessen Zweck es ist (TFG §1), „... für eine sichere Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und für eine gesicherte und sichere Versorgung der Bevölkerung mit Blutprodukten zu sorgen“. Im § 15 TFG wird ein System der Qualitätssicherung für die Anwendung von Blutprodukten vorgeschrieben und im § 18 TFG wird die BÄK aufgefordert, den allgemein anerkannten Stand der medizinischen Wissenschaft und Technik insbesondere für (1.) die Anwendung von Blutprodukten, (2.) die Qualitätssicherung der Anwendung von Blutprodukten, (3.) die Qualifikation der damit tätigen Personen und (4.) für den Umgang mit nicht angewendeten Blutprodukten festzustellen. Die Verfügbarkeit von Blutprodukten sowie der zeitliche und personelle Aufwand zur Testung der Blutkonserven, einschließlich der Transportwege für Kreuzblutproben und für die getesteten EK und nicht zuletzt auch deren Preis, insbesondere bei speziell auszuwählenden EK beeinflussen in ganz besonderer Weise die Entscheidung zur Weiterführung von hämotherapeutischen Maßnahmen [22]. Im Gegensatz dazu erscheint oft die Gabe von vor Ort vorrätigen Kreislauf-unter-

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stützenden Medikamenten, von „kostengünstigen“ Antibiotika bei beginnendem Fieber und Infusionen für die Ernährung und/oder für den Flüssigkeitshaushalt ohne Aufwand einsetzbar, im Vergleich zur Hämofiltration und/oder Dialyse und schlussendlich zur maschinellen Beatmung. Inwieweit sich in der Palliativsituation die Symptome, wie z. B. Schwindel, Sehstörungen und Schlafstörungen im Einzelfall durch Transfusionen bessern lassen, sollte mit dem Patienten besprochen werden, ehe weitere EK wegen eines subnormalen Hb-Wertes geordert werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass oft eine transfusionsbedingte Symptombesserung erst ab dem 2. Tag danach zu beobachten ist, da sich die Sauerstoff-Transportkapazität von länger als über eine Woche gelagerten EK erst innerhalb von 24 Stunden regeneriert [4]. Die Ärzte entscheiden aber auch abhängig von unterschiedlichen Lebenserfahrungen, d. h. vom Alter und auch vom Facharztstandard und nicht zuletzt auch vom Geschlecht, wobei sich laut Umfragen wohl Ärztinnen und auch junge Ärzte am meisten von den Angehörigen beeinflussen zu lassen scheinen [12]. Dazu kommt, dass die Ärzte hinsichtlich der Prognose bei Tumorerkrankungen meist weniger optimistisch sind als die betroffenen Patienten [10]. Sicherlich werden dadurch auch nicht nur die Placebo-, sondern auch die Nocebo-Effekte beeinflusst.

Die Hämotherapie in der Palliativversorgung Die häufige Aussage „wir können ihn/sie ja nicht verbluten lassen“, ist kein Argument für die Gabe von Blut. In der Palliativmedizin muss immer ein Mittelweg gesucht werden, der medizinische „Futility“ wie auch „Therapeutischen Nihilismus“ vermeidet [1]. Der berühmte Psychiater E. Bleuler schrieb schon 1929 in dem vielfach wiederaufgelegten Buch, dass „wir viel zu wenig wissen, wie manche Krankheiten ohne ärztliche Eingriffe verlaufen und daß wir, soweit wir es wissen, diese Kenntnis in autistischer Weise von unseren medizinischen Überlegungen absperren, statt sie zur Basis unserer therapeutischen Handlungen und Forschungen zu machen“ (Abbildung 4). Und weiter: „Auch in der Medizin ist der Trieb zu helfen noch zu prompt und ungehemmt; die Überlegung, wie und wo zu helfen, noch zu langsam und zu zurückhaltend.“ [3].

Therapeutischer Nihilismus versus Oudenotherapie nach Bleuler: „Dies will eine Therapie sein und nur das nicht machen, was nichts nützt und folglich schadet. Sie will genau prüfen, wo unsere Eingriffe etwas nützen können, und da, wo nichts Gescheites zu machen ist, die Natur nicht stören, statt etwas Dummes oder, höflicher ausgedrückt, etwas Unbegründetes zu machen.“

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Ethisch strukturierte Therapieentscheidungen Neben der Beachtung von Leitlinien, Erstellung von Algorithmen sowie Besuch von Fort- und Weiterbildungen ist die strikte Einhaltung der vier Prinzipien zur ethischen Strukturierung medizinischer Entscheidungen von grundlegender Bedeutung: Wohltun – Selbstbestimmung – Schaden vermeiden – Gerechtigkeit. Sicher steht die Entscheidung für eine „wohltuende“ Therapie im Vordergrund und dementsprechend auch der Umfang der diagnostischen Maßnahmen. Hierfür sind Leitlinien sehr hilfreich, deren Empfehlungen ggf. schon in den hauseigenen Standard Operation Procedures (SOP) eingearbeitet worden sind [25]. Gleichzeitig gilt es, den Patienten vor einem möglichen Schaden zu bewahren, insbesondere wenn dieser die Lebensqualität über die Maßen beeinträchtigen könnte („nonbeneficial treatment“) [18]. Während es in größeren medizinischen Einrichtungen eher selten zu Engpässen bei den Blutprodukten kommt, ist andernorts ein gerechtes Abwägen (Alter, Krankheitsstadium u. a. m.) bei der Dringlichkeit zur notwendigen Versorgung kein allzu seltenes Ereignis bzw. machen sich in den Einrichtungen gewohnheitsmäßige Bereitstellungsengpässe „standardisiert“ breit. Erst nach Klärung all dieser Fragen ist es möglich, den Patienten umfassend aufzuklären und mündig seine Entscheidung treffen zu lassen. Inwieweit durch Transfusionen das Leben von palliativ versorgten hämato-onkologischen Patienten verlängert wird und die Mortalität positiv oder negativ beeinflusst wird, scheint bislang wohl noch durch keine ausreichenden Studien endgültig zu klären gewesen sein (7, 14, 22, 29, 31]. Der Bedeutung für das Leben des Patienten entsprechend wird man den Umfang der vorbeschriebenen Vorgehensweisen anpassen (müssen), da bei der zunehmenden Personalknappheit nicht alle wünschenswerten Vorhaben ausgiebig genug zu realisieren sind. Sehr hilfreich sind dafür sicher auch die Palliativ-Leitlinien sowie die Etablierung des Hospiz- und Palliativ-

Abb. 4: Psychiater Bleuler über das häufig zu beobachtende ärztliche Verhalten bei Therapieentscheidungen; heute wird so etwas vor allem in der Intensiv- und PalliativMedizin als medizinische „Futility“ bezeichnet [3]. © Springer Verlag GmbH, 5. Neudruck der V. Auflage (1962)

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Tab. 1: Mögliche Ursachen von Atemnot und Therapieoptionen (nach S3-Leitlinie Palliativmedizin – Evidenztabellen [Tab. 3] Version 1.0; Mai 2015) [16] Ursache von Atemnot

Ursächliche Therapie

Anämie

Transfusion

Atemwegsobstruktion, COPD als Begleiterkrankung

Antiobstruktive Therapie, Kortikosteroide

Hämoptysen

Antifibrinolytika, bronchoskopische oder operative Intervention (Stent, Laser, Argon-Beamer), Strahlentherapie ...

Infektionen, z. B. Pneumonie

Antibiotika, Antimykotika

Obere Einflussstauung

Antikoagulantien, Cava-Stent, Kotikosteroide, Strahlentherapie

Obstruktion der Atemwege durch Tumor

Bronchoskopische oder operative Intervention (Stent, Laser, Argon-Beamer), Strahlentherapie

Perikarderguss

Perikardpunktion, Perikardiodese

Pleuraerguss

Pleurapunktion, Pleuradrainage, Pleurodese

Pulmonale Stauung

Diuretika, adäquate medikamentöse Therapien

gesetzes (HPG), sodass die Vorgehensweisen in Zukunft weniger intuitiv entschieden werden. Aber auch anhand von Palliativ-Leitlinien bleibt die Entscheidung, ob z. B. eine Atemnot aufgrund einer Anämie besteht oder andere Ursachen wahrscheinlicher sind, recht schwierig (Tabelle 1). Diese Problematik sahen auch die Autoren der Metaanalyse im BMJ bei der Auswertung der Häufigkeit von Mortalitätsraten bei transfundierten versus nicht-transfundierten Patienten, da möglicherweise doch „einfach“ die kränker erscheinenden Patienten eher eine Transfusion erhalten haben [14]. Damit die Therapiemaßnahmen, einschließlich die Gabe von Blutprodukten strukturierter und emotionsfreier getroffen werden, sind in den Deutschen Kliniken zunehmend Klinische Ethikkomitees etabliert worden, die in Form von moderierten Ethikfallberatungen schwierige Krankheitsverläufe interdisziplinär besprechen. Es bleibt zu hoffen, dass die wenigen bislang tätigen Ethikberater flächendeckend und besser ausgestattet zurate gezogen werden können, z. B. auch bei regelmäßigen Ethikvisiten, wie es ganz aktuell im Deutschen Ärzteblatt (Jg. 114; Juni 2017) angemahnt und ausgiebig diskutiert worden ist. Der Sachverstand der Transfusionsmediziner wäre hier sicherlich bei einer gerechten Zuteilung der Blutprodukte letztendlich für alle Patienten eine große Hilfe.

Zusammenfassung Da es für die Gabe von Blutprodukten keine durch valide Studien belegte Mindestgrenzwerte gibt, gehen die meisten Empfehlungen in den Leitlinien auf Expertenmeinungen zurück. Nur Einzelfallberichte über Patienten, die aus vorwiegend religiösen Gründen Bluttransfusionen ablehnen, lassen Rückschlüsse auf lebensnotwendige Grenzwerte zu. In der Palliativmedizin sollten Therapieentscheidungen jedoch vorwiegend unter ethischen Gesichtspunkten bewertet werden. Die Kriterien für einen absoluten Verzicht auf die Gabe von Blutprodukten als eine der möglichen Therapiebegrenzungen sind jedoch nach wie vor sehr vage; ggf. auch ein Grund dafür, dass in der Palliativmedizin die Bluttransfusionen mit der Hämodialyse und Antibiotikagabe oft zu den ersten Therapiemaßnahmen gehören, die abgesetzt werden.

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Bei der Indikationsstellung müssen aber vor allem die palliativen Therapieziele definiert und berücksichtigt werden, wie z. B. die effektive Linderung von Sterbesymptomen nach dem HospizGedanken: „Menschen helfen, gut zu leben, bis zuletzt“. Dazu gehören auch die Grundgedanken bei der Indikationsstellung: Wohltun (möglichst Evidenz-basiert), Selbstbestimmung (Autonomie der Patienten), Schadensvermeidung (ggf. transfusionsbedingte Verschlechterung bei der Mortalität) und Gerechtigkeit (knappe Verfügbarkeit der Blutprodukte). Diese Strukturierung begrenzt medizinische „Futility“, ohne dem „therapeutischen Nihilismus“ zu erliegen. Insbesondere bei hämato-onkologischen Patienten erschwert die Assoziation der Blutkonserven mit dem Begriff „Lebenssaft“ in der Palliativmedizin eine emotionsfreie Bewertung von Transfusionskriterien, da die teils über Jahre vorausgehenden (Chemo-)Therapien meist nur durch die Gabe von Blutprodukten möglich gewesen sind und so eine besondere Bindung an die Hämotherapie entstanden ist. Zur Entscheidungsfindung sind Ethikkomitees an den Kliniken mit ihren ausgebildeten Ethikberatern eine wertvolle Hilfe, die jedoch nicht nur auf Anfrage bei einzelnen Fallberatungen tätig werden, sondern auch im Rahmen von Ethikvisiten schwierige Krankheitsverläufe interdisziplinär besprechen sollten. Der Sachverstand der Transfusionsmediziner wäre hier sicherlich für eine gerechte Zuteilung der Blutprodukte letztendlich für alle Patienten sehr hilfreich. Und das nicht nur auf der Palliativstation, sondern auch für die vielfältigen Transfusionen auf der kurativ konzipierten Intensivstation.

Artikel & Literatur hier abrufbar: www.t1p.de/mf-7-18 Korrespondenzadresse: Univ.-Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Marcell U. Heim Institut für Transfusionsmedizin Universitätsklinikum Magdeburg Leipziger Str. 44, 39120 Magdeburg E-Mail: marcell.heim@med.ovgu.de

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Aus der Fallsammlung der Norddeutschen Schlichtungsstelle

Befunderhebungsmangel bei postoperativen Komplikationen Kasuistik Bei histologisch gesichertem Zervixkarzinom wurde bei der 50-jährigen Patientin eine laparoskopische radikale Hysterektomie mit Adnexektomie beiderseits und pelviner Lymphknotenentfernung durchgeführt. Vier Tage nach der Operation entwickelte die Patientin Fieber und eine Harnblasenentleerungsstörung, Abflusskontrollen der Nieren waren unauffällig, sonografisch und palpatorisch wurde der Verdacht auf eine Lymphzyste oder einen Abszess am Scheidenstumpf geäußert. Deshalb erfolgte acht Tage nach der Primäroperation eine Laparoskopie, wobei eine Lymphozele der rechten Beckenwand gefenstert wurde. Nach diesem Eingriff entfieberte die Patientin und wurde für fünf Wochen in eine Rehabilitationsklinik verlegt. Im Abschlussbericht dieser Einrichtung wurde der Verdacht auf einen Nierenstau rechts geäußert. In einer urologischen Belegabteilung wurde eine Harnstauungsniere dritten Grades mit Nachweis einer Harnleiterscheidenfistel rechts diagnostiziert. Nachdem im Rahmen einer Urethrozystoskopie die Einlage eines UreterKatheters nicht gelang, wurde eine perkutane Nephrostomie angelegt. Zwei Monate später erfolgte eine Harnleiterneueinpflanzung, nach unkompliziertem postoperativem Verlauf die Entlassung in die Häuslichkeit.

Beanstandung der ärztlichen Maßnahmen Seitens der Patientin wird vorgeworfen, dass die Harnleiterfistel postoperativ fehlerhaft nicht erkannt worden sei.

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Recht aktuell

Stellungnahme des Krankenhauses Die operierende Klinik gibt an, der Eingriff sei komplikationslos durchgeführt worden, im postoperativen Verlauf habe der Ultraschall der Nieren keine Auffälligkeiten ergeben. Fieber und Harnblasenentleerungsstörungen seien mit entsprechenden Antibiotika behandelt worden, wegen des fraglichen Abszesses am Scheidenstumpf sei eine Laparoskopie durchgeführt und die an der Beckenwand rechts diagnostizierte Lymphozele gefenstert worden. Danach sei es zu einer schnellen Besserung des Zustands gekommen, wobei zum Zeitpunkt der Entlassung sich klare Flüssigkeit über das Scheidenende entleert habe, welche als Lymphflüssigkeit interpretiert worden sei. Die Nieren seien nicht gestaut gewesen. Im gesamten postoperativen Verlauf habe es keinen Anlass gegeben, eine Verletzung des Ureters anzunehmen.

Entscheidung der Schlichtungsstelle Die radikale Hysterektomie wurde fachgerecht durchgeführt, ein Hinweis auf eine primäre Schädigung des Harnleiters ergab sich zunächst nicht. Ultraschalluntersuchungen der Nieren waren unauffällig. Bei der neuerlichen Laparoskopie wegen Fieberschüben und Schmerzen bei deutlicher Erhöhung der Entzündungsparameter und der sonografisch zystischen Struktur am Scheidenende wurde die zystische Raumforderung im rechten Becken-

wandbereich als Lymphzyste interpretiert, es erfolgte weder eine Darstellung des Ureters, noch zum Beispiel eine Kreatinin-Bestimmung aus der gewonnenen Flüssigkeit. Eine Mikrobiologie des Sekrets ergab reichlich Escherichia coli, welches als typischer Keim bei Harnwegsinfekten angesehen werden kann. Auch eine intraoperative Farbprobe oder am OP-Ende eine Urethrozystoskopie mit Uretersondierung (und/oder Injektion einer Farblösung) erfolgten nicht. Der Abgang von klarer Flüssigkeit über die Scheide wurde als Lymphflüssigkeit interpretiert, wobei sich an diesem Flüssigkeitsabgang auch im Rahmen der Rehabilitationsmaßnahme nichts geändert hat. Nach Ansicht der Schlichtungsstelle liegt ein Befunderhebungsmangel vor, nachdem bei Auftreten von vaginalem Flüssigkeitsabgang zielführender das Symptom hätte abgeklärt werden müssen. In CT oder MRT oder Urogramm hätte man eine Harnabflussstörung oder die Fistel schon im Rahmen des postoperativen Verlaufs erkennen müssen, der Patientin hätten durch sofortige Intervention die langen Wochen der Inkontinenz und die Beschwerden in Zusammenhang mit der perkutanen Nephrostomie erspart werden können. Die Veranlassung einer Rehabilitationsmaßnahme bei noch vollem Flüssigkeitsabgang aus der Scheide war nicht zielführend, hat zusätzlich die Diagnosestellung der Fistel protrahiert. Die Voraussetzungen für eine Beweislastumkehr in Bezug auf die urologische Rekonstruktionsoperation sind im vorliegenden Fall aber nicht erfüllt, da

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Foto: Autorin

Recht aktuell

es nach medizinischer Erfahrung äußerst unwahrscheinlich ist, dass bei Durchführung der gebotenen Diagnostik bis auf die zeitliche Verzögerung von sechs bis acht Wochen ein anderer Verlauf zu erwarten gewesen wäre. Eine operative Versorgung wäre in jedem Fall notwendig gewesen. Auch bei frühzeitigerer Einlage eines DoppelJ-Katheters oder Anlage einer perkutanen Nephrostomie wäre die urologische Nachoperation erforderlich geworden, das lange Tragen von Windeln und Vorlagen sowie die mit der Irritation der ableitenden Harnwege verbundenen Schmerzen und Beschwerden der Patientin hätten aber um mindestens sechs bis acht Wochen verkürzt werden können.

Fazit Verletzungen von Nachbarorganen gehören bei gynäkologischen Eingriffen im kleinen Becken, vor allem bei Radikaloperationen gynäkologischer Tumore, zu den seltenen, aber typischen Komplikationen, die nicht mit letzter Sicherheit vermeidbar sind. Bei atypischem postoperativem Verlauf mit Schmerzen und Fieberschüben muss eine Verletzung der ableitenden Harnwege immer in Betracht gezogen werden, welches hier fehlerhaft nicht erfolgte.

Ass. jur. Kerstin Kols Geschäftsführerin der Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen der norddeutschen Ärztekammern Hans-Böckler-Allee 3, 30173 Hannover, Tel.: 0511/353939-10 oder -12 www.norddeutsche-schlichtungsstelle.de

Verfasser: Prof. Dr. Dr. h. c. med. Eckhard Petri

Weitere Kasuistiken:

Ärztliches Mitglied der Schlichtungsstelle

www.norddeutsche-schlichtungsstelle.de/

für Arzthaftpflichtfragen

fallsammlung

Wichtiger Hinweis für Fachärzte mit verkehrsmedizinischer Qualifikation

Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung Mit Wirkung zum 24.05.2018 ist die 3. Verordnung zur Änderung der Fahrerlaubnisverordnung durch die Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt (Jahrgang 2018, Teil I Nr. 17, ausgegeben am 23.05.2018) in Kraft getreten. Durch die Verordnung wurden insbesondere die Nummern 4 „Herz- und Gefäßkrankheiten“ und 5 „Diabetes mellitus“ der Anlage 4 überarbeitet.

Die Anlage 4 enthält häufiger vorkommende Erkrankungen und Mängel, die die Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen längere Zeit beeinträchtigen oder aufheben können.

Die Fahrerlaubnisverordnung in ihrer neuen Fassung finden Sie auf unserer Website: www.aeksa.de unter Arzt > Informationen > Verkehrsmedizin

Sie stellt die Grundlage für die Beurteilung der Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen dar. Die veraltete Version des jeweiligen Kapitels ist somit ungültig geworden.

www.t1p.de/FV

Werden auch Sie zum Helfer. „Es ist schön zu erfahren, dass man den Menschen als Arzt direkt und effektiv helfen kann.“ Oliver Ostermeyer

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German Doctors e.V. Löbestr. 1a | 53173 Bonn info@german-doctors.de Tel.: +49 (0)228 387597-0

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Buchrezension

Hrsg. vom Rektor der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Hallesche Universitätsreden Universitätsverlag Halle-Wittenberg, 16 Bände, geheftet/Broschur im Oktavformat, € 5,50

Seit 2010 gibt es sie wieder, die Halleschen (früher Hallischen) Universitätsreden, geschrieben wie zuvor gesprochen. Der 262. Rektor der MLU, Prof. Dr. Udo Sträter, hat sie wiederbegründet, gibt sie heraus und lässt sie im Universitätsverlag umsetzen, nachdem ihm der Wissenschaftliche Beirat des Verlages entsprechende Vorschläge unterbreitet hat. Voraussetzung für die Bewerber ist der öffentlich gehaltene Vortrag an der Halleschen Universität.

schaft, die dem Frieden dient, kontrolliert, zensiert und streng beaufsichtigt von der Universitätsparteileitung der SED. Die dritte Hochschulreform beendete auch diese Episode 1969 mit einer Trauerrede zu Ehren des Germanisten Ernst Hadermann. Mit Gründung des Universitätsverlages 2008 waren optimale Bedingungen für den Neuanfang gegeben. Die feierliche

Investitur des Rektors Udo Sträter bzw. seine Rede am 8. Oktober 2010 machte den Anfang der bisher 16 Reden (siehe Abb. der Liste/Texte online zugängig). Es sind dies ausgesuchte Festvorträge, Antritts- und Inauguralvorlesungen und Habilitationsvorträge, überwiegend mit geisteswissenschaftlichen und juristischen Thematiken. Drei Mediziner sind auch dabei, Kliniker allerdings nicht.

Es sind das monologische Reden im weiteren Sinne aus den verschiedenen Fakultäten der MLU, etwa zwei an der Zahl im Jahr, ein überschaubares Programm also. Der Umfang der gedruckten Monografien schwankt um die 25 Seiten mit einer mehr oder weniger deutlichen Streubreite. Pars pro toto oben ein Beispiel der cremefarbenen Einbände der Hefte mit ihrem schlichten und ansprechenden Design.

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Varia

Cover und Foto: Verlag

Die meisten deutschen Universitäten legen Wert auf diese Form der Repräsentation ihrer Mitglieder bzw. aufgeforderten Gäste. Die laufende ist die dritte Folge Hallescher Universitätsreden. Angefangen wurde die Serie 1915. Sie endete 1941 und gab in den 26 Jahren 78 Hefte heraus, wurde aber dann vorerst umständehalber eingestellt. Kriegs-, Nachkriegs- und Besatzungszeit setzten andere Prioritäten. Eine zweite Folge wurde 1959 eröffnet (Publikation 1960) unter der Parole: Für die Wissen-

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Varia

Unter den 17 Autorinnen und Autoren in den 16 Heften sind drei Frauen auszumachen! Es sei dem Rezensenten gestattet, ein bisschen in Leserlaune von drinnen zu berichten. Mit einem gewissen Erstaunen liest der Auswärtige in Band 1 in der Investiturrede des Kirchenhistorikers Sträter, dass weder der Magistrat noch die Bildungsbürgerschaft Halles von den Plänen ihres Königs Friedrich zur Gründung einer Universität in Halle begeistert waren. Sie fürchteten wohl um ihre gesammelte Bedeutung. Dabei hatte Bürgermeister Wesche intensiv um den Universitätsstandort geworben. Es sei ein wohlgelegener und gesunder Ort, Logis sei ausreichend vorhanden und im Vergleich mit den Nachbarn Leipzig, Wittenberg und Jena preiswert. Zudem werde in Halle ein reines und perfektes Hochdeutsch gesprochen (sic!) und die Leute seien zivil und freundlich, Speis

und Trank wohlfeil und billig zu haben. Alles in allem – die Studenten würden nicht ausbleiben. Und wenn man die kurfürstlichen Besitzungen in Halle zu Geld machte, profitiere die Universität davon. Warum musste dieser Bürgermeister, der in Halle kaum bekannt ist, so werben? Er war zu der Zeit (1690-1698) Bürgermeister von Magdeburg. Cui bono? Er wollte den Regierungssitz aus Halle nach Magdeburg haben, und so geschah es dann auch. So kam Halle zu seiner im folgenden berühmten und modernen Universität und Magdeburg zu seiner Regierung, ist da zu lesen.

definierten Reihe zu besprechen fiele etwas aus dem Rahmen unseres Standesblattes. Es wird hier eine Übersicht geboten. Trotzdem soll Herrn Prof. Dr. Dr. Horst Claassen gedankt sein, insbesondere auch für sein wissenschaftliches Bemühen, Halles Wurzeln (neben Germanen, Hermoduren und Slawen) auch bei den Kelten zu suchen.

Nicht alles ist so amüsant, manches für den fachlichen Laien am Rande des Verstehbaren, insbesondere, wenn es in hebräischer Schrift steht. Auf die Spur gebracht hat die Redaktion des Ärzteblattes Sachsen-Anhalt Band 16, vom Autor zugesandt mit der Bitte um Rezension desselben. Ein einzelnes Heft einer

(Herrn Prof. Dr. iur. Heiner Lück, Vorsit-

Abschließend kann der Rezensent nach Lektüre aller 16 Hefte der Halleschen Universitätsreden wieder einmal nur schlicht feststellen: Lesen schadet der Dummheit.

zender des Wissenschaftlichen Beirates des Universitätsverlages

Halle-Wittenberg

und Herrn Peter Junkermann, Geschäftsführer desselben Verlages, sei für Auskünfte und Unterstützung gedankt.) F. T. A. Erle, Magdeburg

Foto: Dr. med. Peter Erdmenger

Mediziner & Malerei

Am 2. Juni 2018 fand an ihrem Ursprungsort Köthen zum 30-jährigen Jubiläum die feierliche Eröffnung der 18. Ausstellung in Anwesenheit von annähernd 200 Gästen statt. In einer Gesprächsrunde wurden unter Moderation von Frau Prof. Dr. Uta SeewaldHeeg vom Initiator der Interessenge-

Ärzteblatt Sachsen-Anhalt 29 (2018) 7/8

meinschaft, Dr. Peter Erdmenger, Dr. Peter Bretschneider und der ehemaligen Leiterin des Historischen Museums Köthen Erinnerungen an die Entwicklung wachgerufen. Demnach fanden in zweijährlichem Abstand Ausstellungen in Berlin, Leipzig, Torgau, Schwedt, Haldensleben sowie nach Grenzöffnung in Springe/Deister, Gütersloh, Mannheim, Schwetzingen, Neustadt an der Weinstraße, Hannover, Hamburg und Soest statt. Insgesamt finden sich 250 Namen von ausstellenden Medizinern in den Katalogen. Die Bandbreite der etwa 160 hier ausgestellten Objekte von 39 Ausstellenden umfasst neben unterschiedlichen Techniken der Malerei sowohl Grafiken, Zeichnungen, Fotografien als auch Skulpturen aus unterschiedlichen Materialien. Ein Blick in die Kataloge, wie auch in die heutige Ausstellung, widerspiegelt ein weites thematisches und stilistisches

Spektrum der Exponate. Neben teils höchsten künstlerischen Ansprüchen gibt es die reine Freude am Mischen der Farben zu bestaunen. Man findet Reflexionen zu Erlebtem, Allegorien, Portraits und Tierdarstellungen, am häufigsten jedoch Imaginationen von Reiseerlebnissen. Während surrealistische Arbeiten gelegentlich auftauchen, sind gegenstandslose Malerei die Ausnahme, jedoch abstrahierende Tendenzen häufiger vertreten. Realistische Formen und reichlich Farbe dominieren die ausgestellte Malerei mit Öl, Acryl oder Pastell. Treffender als die Präsidentin des Landtages von Sachsen-Anhalt im Geleitwort zum Katalog der Ausstellung kann man nicht einladen: „Ich würde mich freuen, wenn die Ausstellung Ihr Interesse weckt.“ Prof. Dr. Dr. Sigurd Schulz Halle (Saale)

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Geburtstage

Die Geburtstage finden Sie in der gedruckten Ausgabe des Ă&#x201E;rzteblattes Sachsen-Anhalt.

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Foto: fox17/Fotolia

Allen Leserinnen und Lesern, die im Juli & August Geburtstag haben, gratulieren wir recht herzlich!


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Geburtstage

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Allen Leserinnen und Lesern, die im Juli & August Geburtstag haben, gratulieren wir recht herzlich!


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Allen Leserinnen und Lesern, die im Juli & August Geburtstag haben, gratulieren wir recht herzlich!

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Geburtstage

Die Geburtstage finden Sie in der gedruckten Ausgabe des Ă&#x201E;rzteblattes Sachsen-Anhalt.

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Allen Leserinnen und Lesern, die im Juli & August Geburtstag haben, gratulieren wir recht herzlich!


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Allen Leserinnen und Lesern, die im Juli & August Geburtstag haben, gratulieren wir recht herzlich!

Die Geburtstage finden Sie in der gedruckten Ausgabe des Ärzteblattes Sachsen-Anhalt.

Sie suchen eine Weiterbildungsstelle oder eine/einen Ärztin/Arzt in Weiterbildung im Gebiet Allgemeinmedizin?

Die KOSTA hilft Ihnen gern! Tel.: 0391/60 54 76 30 E-Mail: kosta@aeksa.de Internet: www.KOSTA-LSA.de

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Ärztliche Fortbildung

Veranstaltungsinformationen der Abteilung Fortbildung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen für Ärztinnen und Ärzte Curriculum „Transplantationsbeauftragter Arzt“ A: Theoretische Fortbildung = 32 h, davon 8 h E-Learning B: Gesprächsführung/Angehörigengespräch = 8 h (40 h)

20. – 23.08.2018

Neugattersleben

Ärztliche Leichenschau

25.08.2018 24.11.2018

Magdeburg Universität

Weiterbildungskurs: „Notfallmedizin“ (80 h)

07. – 14.09.2018

Magdeburg/ Heyrothsberge

Letzte-Hilfe-Kurse (Basiswissen: Wie begleitet man einen Menschen am Lebensende und wo kann man sich Hilfe holen?)

12.09.2018 27.02.2019 22.05.2019

Magdeburg Halle (Saale) Dessau

27. Fortbildungstag der Ärztekammer Sachsen-Anhalt in Zusammenarbeit mit der Apothekerkammer Thema: „Rationelle Arzneimitteltherapie – ein Thema für Arzt und Apotheker“

15.09.2018

Magdeburg

Curriculum: „Antibiotic Stewardship“ Grundkurs zum ABS-beauftragten Arzt (40 h)

17. – 21.09.2018

Neugattersleben

Strukturierte curriculare Fortbildung: „Hygienebeauftragter Arzt“, Modul 1 (40 h)

24. – 28.09.2018

Neugattersleben

Notfallseminar für niedergelassene Ärzte mit interaktiver, praktischer Fallbesprechung und praktischen Übungen

24.10.2018

Magdeburg

Gemeinsame Fortbildung von ÄK und KV Sachsen-Anhalt: Thema: Arzthaftung – aktuelle Gerichtsentscheidungen

24.10.2018

Dessau

Weiterbildungskurs: „Psychosomatische Grundversorgung/ Verbale Interventionen“ (50 h)

05. – 09.11.2018

Halle (Saale)

Strukturierte curriculare Fortbildung: „Krankenhaushygiene“, Modul IV (Bauliche und technische Hygiene, 32 h)

12. – 16.11.2018

Halle (Saale) Universität

Aktualisierung der FK im Strahlenschutz nach der RöV

24.11.2018

Barleben/ OT Ebendorf NH-Hotel

Update Notfallmedizin

15.12.2018

Magdeburg

Weitere Informationen (Anmeldeformulare, Gebühren etc.) finden Sie auf der Website: www.aeksa.de, im Kapitel Arzt > Fortbildung. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Abteilung Fortbildung.

EKG- und Belastungs-EKG-Kurs

27.10.2018

Magdeburg

Notfallseminar für Praxispersonal mit praktischen Übungen

17.11.2018

Magdeburg

Weitere Informationen (Anmeldeformulare, Gebühren etc.) finden Sie auf der Website: www.aeksa.de, im Kapitel MFA > Fortbildungen. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Abteilung Fortbildung.

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Ärztliche Fortbildung

Ärzteblatt Sachsen-Anhalt 29 (2018) 7/8

Veranstaltungen für Assistenzpersonal


Ärztliche Fortbildung

Fort- und Weiterbildungskurse für Ärztinnen und Ärzte Curriculum: „Transplantationsbeauftragter Arzt“ (40 h) Termin

20. – 23. August 2018

Beginn/Ende

09.00 – ca. 17.00 Uhr

Veranstaltungsort

AKZENT Hotel Acamed Resort, Brumbyer Str. 5, 06429 Nienburg/OT Neugattersleben

Teilnahmegebühr

420,00 Euro

Anmeldefrist

31. Juli 2018

Ansprechpartner

Frau Stahl (Tel.: 0391/6054-7730)

Bemerkungen

A: Theoretische Fortbildung (32 h, davon 8 h E-Learning) und B: Gesprächsführung/Angehörigengespräch (8 h) Die Absolvierung des Online-Teils (E-Learning) im Vorfeld ist Voraussetzung für die Teilnahme am Curriculum! LOGIN http://elearning.dso.de, nähere Informationen dazu finden Sie im Internet, Ärzte>Fortbildung>Kursangebote Ärzte. Bei Anmeldung senden Sie bitte die Teilnahmebescheinigung der DSO mit ein. Das Curriculum ist in Sachsen-Anhalt anerkannt als Weiterbildungskurs für die Zusatzbezeichnung Transplantationsmedizin nach §4 Abs. 8 der WBO. Die Gebühr beinhaltet Kursunterlagen (zum Download) und Pausenverpflegung. Hotelzimmer sind bitte selbst zu buchen! Einzelheiten zum Veranstaltungsort unter www.acamed.de

Ärztliche Leichenschau Termine

Samstag, 25. August 2018 Samstag, 24. November 2018

Beginn/Ende

09.00 – ca. 13.00 Uhr

Veranstaltungsort

Universitätsklinikum Magdeburg Haus 28 Institut für Rechtsmedizin (Eingang Fermersleber Weg)

Teilnahmegebühr

80,00 Euro

Anmeldefrist

3 Wochen vor der Veranstaltung

Ansprechpartner

Frau Bauer (Tel.: 0391/6054-7760)

Bemerkungen

Die Gebühr beinhaltet Kursunterlagen und Pausenverpflegung.

Weiterbildungskurs: Notfallmedizin (80 h) gemäß Bildungsfreistellungsgesetz anerkannt Termin

7. – 14. September 2018

Beginn/Ende

09.00 – 17.00 Uhr

Veranstaltungsort

Magdeburg/Heyrothsberge

Teilnahmegebühr

950,00 Euro

Anmeldefrist

11. August 2018

Ansprechpartner

Frau Bauer (Tel.: 0391/6054-7760)

Bemerkungen

Die Gebühr beinhaltet Kursunterlagen (zum Download) und Pausenverpflegung. Internetzugang wird bereitgestellt.

Letzte-Hilfe-Kurse: Wie begleitet man einen Menschen am Lebensende und wo kann man sich Hilfe holen?

FP 40

Termin

Mittwoch, 12. September 2018

Beginn/Ende

16.00 – 19.00 Uhr

Veranstaltungsort

Magdeburg

Teilnahmegebühr

30,00 Euro

Anmeldefrist

10. September 2018

Ansprechpartner

Frau Belicke (Tel.: 0391/6054-7720)

Bemerkungen

Die Gebühr beinhaltet Pausenverpflegung.

Ärzteblatt Sachsen-Anhalt 29 (2018) 7/8

FP 5

FP 80

FP 6

Ärztliche Fortbildung

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Ärztliche Fortbildung

27. Fortbildungstag der Ärztekammer Sachsen-Anhalt in Zusammenarbeit mit der Apothekerkammer, Thema: „Rationelle Arzneimitteltherapie – ein Thema für Arzt und Apotheker“ Termin

Samstag, 15. September 2018

Beginn/Ende

09.15 – 13.45 Uhr

Veranstaltungsort

Magdeburg

Teilnahmegebühr

keine

Anmeldefrist

10. September 2018

Ansprechpartner

Frau Belicke (Tel.: 0391/6054-7720)

Bemerkungen

Sie erhalten keine Anmeldebestätigung!

Curriculare Fortbildung: „Antibiotic Stewardsip“ – Grundkurs zum ABS-beauftragten Arzt (40 h)

FP 40

Termin

17. – 21. September

Beginn Ende

17. September 10.00 Uhr 21. September 15.30 Uhr

Veranstaltungsort

AKZENT Hotel Acamed Resort, Brumbyer Str. 5, 06429 Nienburg/OT Neugattersleben

Teilnahmegebühr

550,00 Euro

Anmeldefrist

5. September 2018

Ansprechpartner

Frau Belicke (Tel.: 0391/6054-7720)

Bemerkungen

Die Gebühr beinhaltet Kursunterlagen (zum Download) und Pausenverpflegung. Hotelzimmer sind bitte selbst zu buchen! Einzelheiten zum Veranstaltungsort unter www.acamed.de

Strukturierte curriculare Fortbildung „Hygienebeauftragter Arzt“, Modul I (40 h) (auch für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte geeignet)

FP 40

Termin

24. – 28. September 2018

Beginn/Ende

09.30 – ca. 18.00 Uhr

Veranstaltungsort

AKZENT Hotel Acamed Resort, Brumbyer Str. 5, 06429 Nienburg/OT Neugattersleben

Teilnahmegebühr

550,00 Euro

Anmeldefrist

14 Tage vor Veranstaltungsbeginn

Ansprechpartner

Frau Stahl (Tel.: 0391/6054-7730)

Bemerkungen

Die Gebühr beinhaltet Kursunterlagen (zum Download) und Pausenverpflegung. Hotelzimmer sind bitte selbst zu buchen. Einzelheiten zum Veranstaltungsort unter www.acamed.de

Termine

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Beginn/Ende

15.00 – ca. 18.30 Uhr

Veranstaltungsort

Magdeburg

Teilnahmegebühr

80,00 Euro

Anmeldefrist

3 Wochen vor der Veranstaltung

Ansprechpartner

Frau Bauer (Tel.: 0391/6054-7760)

Bemerkungen

Die Gebühr beinhaltet Kursunterlagen und Pausenverpflegung.

Ärztliche Fortbildung

FP 5

Notfallseminar für niedergelassene Ärzte mit praktischen Übungen

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FP 6

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Ärztliche Fortbildung

Gemeinsame Fortbildungsveranstaltung von Ärztekammer und KV Sachsen-Anhalt Thema: „Arzthaftung – aktuelle Gerichtsentscheidungen“ Termin

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Beginn/Ende

16.00 – 19.00 Uhr

Veranstaltungsort

Dessau, Bauhaus

Teilnahmegebühr

keine

Anmeldefrist

15. Oktober 2018

Ansprechpartner

Frau Belicke (Tel.: 0391/6054-7720)

FP 4

Weiterbildungskurs: Psychosomatische Grundversorgung/Verbale Interventionen (50 h) Termine

05. – 09. November 2018

Veranstaltungsort

Diakoniekrankenhaus Halle (Saale), Psychotherapie/Psychosomatik Mühlweg 7, 06114 Halle Leitung: Herr Dr. med. Thilo Hoffmann

Ansprechpartner

Frau Menzel (Tel.: 0345/778-7109, Fax: 0345/778-6326)

FP 50

Strukturierte curriculare Fortbildung „Hygienebeauftragter Arzt“, Modul IV (32 h) (Bauliche und technische Hygiene) Termin

12. – 16. November 2018

Beginn/Ende

09.00 – ca. 18.00 Uhr

Veranstaltungsort

Universitätsklinikum Halle (Saale)

Teilnahmegebühr

500,00 Euro

Anmeldefrist

14 Tage vor der Veranstaltung

Ansprechpartner

Frau Stahl (Tel.: 0391/6054-7730)

Bemerkungen

Die Gebühr beinhaltet Kursunterlagen (zum Download) und Pausenverpflegung.

Aktualisierung der Fachkunde im Strahlenschutz nach der RöV Termin

Samstag, 24. November 2018

Beginn/Ende

09.00 – ca. 17.00 Uhr

Veranstaltungsort

Barleben/OT Ebendorf, NH-Hotel

Teilnahmegebühr

90,00 Euro

Anmeldefrist

15. November 2018

Ansprechpartner

Frau Stahl (Tel.: 0391/6054-7730)

Bemerkungen

Die Gebühr beinhaltet Kursunterlagen und Pausenverpflegung.

Update Notfallmedizin

FP 32

Termin

Samstag, 15. Dezember 2018

Beginn/Ende

09.00 – 16.30 Uhr

Veranstaltungsort

Magdeburg

Teilnahmegebühr

150,00 Euro

Anmeldefrist

3 Wochen vor der Veranstaltung

Ansprechpartner

Frau Bauer (Tel.: 0391/6054-7760)

Bemerkungen

Die Gebühr beinhaltet Kursunterlagen und Pausenverpflegung.

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FP 9

FP 8

Ärztliche Fortbildung

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Ärztliche Fortbildung

Veranstaltungen für Assistenzpersonal EKG- und Belastungs-EKG Kurs mit praktischen Übungen für Assistenzpersonal Termin

Samstag, 27. Oktober 2018

Beginn/Ende

09.30 – ca. 15.30 Uhr

Veranstaltungsort

Magdeburg

Teilnahmegebühr

60,00 Euro

Anmeldefrist

2 Wochen vor der Veranstaltung

Ansprechpartner

Frau Stahl (Tel.: 0391/6054-7730)

Bemerkungen

Die Gebühr beinhaltet Kursunterlagen und Pausenverpflegung.

Notfallseminar für Praxispersonal mit praktischen Übungen Termin

Samstag, 17. November 2018

Beginn/Ende

09.00 – ca. 16.00 Uhr

Veranstaltungsort

Magdeburg

Teilnahmegebühr

65,00 Euro

Anmeldefrist

20. Oktober 2018

Ansprechpartner

Frau Bauer (Tel.: 0391/6054-7760)

Bemerkungen

Die Gebühr beinhaltet Kursunterlagen und Pausenverpflegung.

„Letzte-Hilfe-Kurse“ in Sachsen-Anhalt 2018/2019 an 3 Standorten

Antworten hierzu bietet die Letzte Hilfe Fortbildung an. Ein Kurs, der Basiswissen und praktische Fertigkeiten in Palliativversorgung sowie das Umsorgen am Lebensende vermittelt und umsetzbar für jeden sein soll. Viele haben Angst, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen oder mit Angehörigen, Freunden und Nachbarn darüber zu reden. Aus der Erfahrung heraus wissen wir, dass man dann nicht den Kopf frei genug hat, um alles in Ruhe zu besprechen, sich umfassend beraten zu lassen und zu organisieren, wenn sich diese Situation einstellt. Der Kurs ist ein Vorbereitungskurs, sich dem Thema anzunähern und ähnlich wie bei der Ersten Hilfe sollte jeder auch am Lebensende Bescheid wissen! Die Ärztekammer Sachsen-Anhalt möchte Ärztinnen und Ärzten mit diesem Kurs ein Instrument an die Hand geben, wie sie Patienten und Angehörige unkompliziert informieren

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Ärztliche Fortbildung

können, um sie zu befähigen, über die Themen am Lebensende zu sprechen sowie um eine eigene Haltung und Handlungskompetenz dazu entwickeln zu können. Der Kurs setzt sich thematisch wie folgt zusammen: • Sterben als ein Teil des Lebens, • Vorsorgen und Entscheiden, • körperliche, psychische, soziale und existenzielle Nöte lindern und • Abschied nehmen vom Leben. Referentin: Frau Dipl.-Soz.-Päd. Kirsti Gräf Die Pfeifferschen Stiftungen haben mit Frau Gräf eine von neun zuerst ausgebildeten Kursleiterinnen in Letzter Hilfe im europäischen Raum. Kursorte: 12.09.2018 27.02.2019 22.05.2019

Magdeburg, Haus der Heilberufe, Doctor-Eisenbart-Ring 2, Seminar- u. Beratungsräume, R54 Halle (Saale), Theodor-Lieser-Str. 7, Studentenwerk-Heidemensa Dessau, Gropiusallee 38, Bauhaus

Kurszeit: 16.00 Uhr – 19.00 Uhr Fortbildungspunkte: 4 (Kat. A)

Kursgebühr: 30 Euro

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Jeder kennt Erste-Hilfe-Kurse und viele haben an diesen teilgenommen, um Leben zu retten, egal ob in der eigenen Familie und Nachbarschaft, im Straßenverkehr oder Dienst. Wie sieht es jedoch am Lebensende aus, wie sind wir darauf vorbereitet, zu helfen, wenn Leben – ein Leben – zu Ende geht und es dennoch so viel zu tun gibt? Was können wir dann machen, vorbereiten, organisieren und was heißt eigentlich am Lebensende? Wie begleitet man einen Menschen am Lebensende und wo kann man sich Hilfe holen?


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Lehrkraft (m/w) für die medizinischen Fachgebiete Vollzeit (40 h/ Woche), unbefristet

Ihre Aufgaben: Sie unterrichten in den Berufsfachschulen der nichtärztlichen Heilberufe in den Fächern bzw. Themenbereichen wie u. a.: • Anatomie/ Physiologie/ Pathophysiologie • Allgemeine und spezielle Krankheitslehre • Arzneimittellehre Sie sind an der Vorbereitung und Durchführung von staatlichen Prüfungen beteiligt. Die Leitung einer Lerngruppe einschl. organisatorischer Tätigkeiten gehört auch zum Aufgabenbereich.

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Redaktion:

Fremmer, N. Heinemann-Meerz, S., Dr., Chefredakteurin (v.i.S.P.) Belicke, M. (verantwortlich f. d. Fortbildungsteil)

Redaktionsbeirat:

Das Gesundheitszentrum Brandenburg an der Havel GmbH (GZB) sucht zur unbefristeten Besetzung der Kinderarztpraxis in unserem MVZ am Hauptbahnhof zum 1.7.2018 in Vollzeit eine/einen:

Fachärztin / Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin Das Gesundheitszentrum Brandenburg an der Havel (GZB) beschäftigt mehr als 40 Ärzte in rd. 20 Fachrichtungen und ist eine Tochtergesellschaft der Städtischen Klinikum Brandenburg GmbH. Mit mehr als 1.500 Mitarbeitern ist das Städtische Klinikum, Hochschulklinikum und Träger der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane, einer der größten Arbeitgeber und Wachstumsmotor in Brandenburg an der Havel und der umgebenden Region. Sie werden in Nachfolge der jetzigen Stelleninhaberin Ihre Tätigkeit als fachlich weisungsungebundene/r Ärztin / Arzt in einer etablierten Praxis ausüben. Wir bieten Ihnen: • Selbstständiges Führen einer leistungsstarken pädiatrischen Praxis mit einem aufgeschlossenen und engagierten Team • Einbettung in ein fachübergreifendes MVZ, interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Fachkollegen • Moderne Praxisausstattung • Digitale Patientenakte • Geregelte Arbeitszeiten • Entlastung von administrativen Aufgaben • Attraktives Grundgehalt mit zusätzlicher leistungsbezogener Vergütung • Attraktiver Standort mit sehr guter Verkehrsanbindung nach Berlin, Potsdam und Magdeburg Wir erwarten von Ihnen: • Facharztstatus • Team- und Organisationsfähigkeit, hohes Maß an Eigeninitiative • Qualitäts- und patientenorientierte Arbeitsweise • Erfahrung in der ambulanten Versorgung wünschenswert, aber nicht Bedingung Für nähere Auskünfte steht Ihnen die Geschäftsführerin des GZB, Frau Dr. med. Schaeffer-Kurepkat (Tel.: 03381 2147117; E-Mail: m.schaeffer-kurepkat@gzb-hauptbahnhof.de) gern zur Verfügung. Bitte richten Sie Ihre Bewerbung innerhalb von 4 Wochen nach Veröffentlichung an das Städtische Klinikum Brandenburg GmbH Personalabteilung, Hochstr. 29, 14770 Brandenburg/H. oder bewerbung@klinikum-brandenburg.de Weitere Informationen: karriere.klinikum-brandenburg.de Gesundheitszentrum Brandenburg an der Havel GmbH

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Bosselmann, H.-P., Dr. Brandstädter, W., Prof. Dr. Büdke, M., Dr. Krause, W.-R., Dr. Meyer, F., Prof. Dr. Schöning, R., Dr.

Anschrift der Redaktion:

Doctor-Eisenbart-Ring 2 39120 Magdeburg Telefon (03 91) 60 54-78 00 Telefax (03 91) 60 54-78 50 E-Mail: redaktion@aeksa.de

Anzeigenannahme und -verwaltung

Müller Marketing GmbH – Agentur für Marketing und Kommunikation Dürerstraße 2 39112 Magdeburg Telefon (03 91) 53 23 227 Telefax (03 91) 53 23 233 Anzeigenleitung: Jana Müller z. Z. Anzeigenpreisliste Nr. 18 vom 01.01.2018 E-Mail: anzeigen@aerzteblatt-sachsen-anhalt.de

Herstellung:

dreihochdrei – Agentur für Mediendesign Dürerstraße 2 39112 Magdeburg Telefon (03 91) 53 23 232 Telefax (03 91) 53 23 233

Zuschriften redaktioneller Art bitten wir nur an die Redaktion zu richten. Für drucktechnische Fehler kann die Redaktion keine Verantwortung übernehmen. Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Haftung übernommen. Mit der Annahme von Originalbeiträgen zur Veröffentlichung erwirbt der Herausgeber das uneingeschränkte Verfügungsrecht. Dies gilt insbesondere auch für die digitale Verbreitung (Online-Ausgabe) im Internet. Die Redaktion behält sich Änderungen redaktioneller Art vor. Die Autoren verpflichten sich, urheberrechtlich geschütztes Material (Textzitate, Statistiken, Abbildungen, Fotografien usw.), das sie in ihrem Beitrag verwenden, als solches kenntlich zu machen und die zitierte Quelle anzugeben. Weiter verpflichten sie sich, von den Urheberrechteinhabern die Abdruckerlaubnis (auch für die Online-Ausgabe) einzuholen und entsprechende Nachforschungen anzustellen, soweit dies wirtschaftlich vertretbar ist. Für den Inhalt namentlich gekennzeichneter Beiträge sind allein die Autoren verantwortlich. Sie dienen dem freien Meinungsaustausch. Nachdruck ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers statthaft. Anzeigen und Fremdbeilagen stellen ausschließlich die Meinung der dort erkennbaren Auftraggeber dar. Die Zeitschrift erscheint monatlich, jeweils zum ersten Samstag des Monats, 10 x im Jahr. Bezugsgebühr jährlich 48,00, ermäßigter Preis für Studenten 36,00; Einzelpreis 5,00. Bestellungen werden von der Redaktion entgegengenommen. Die Kündigungsfrist für Abonnements beträgt 6 Wochen zum Ende des Kalenderjahres. Für die Mitglieder der Ärztekammer Sachsen-Anhalt ist der Bezugspreis mit dem Mitgliedsbeitrag abgegolten. Diese Zeitschrift wurde auf chlorfrei gebleichtem Papier gedruckt. ISSN 0938-9261

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Anzeigenschluss

Gern richten Sie Ihre aussagefähigen Bewerbungsunterlagen unter Angabe der Kennziffer an:

Am 30. Juli 2018 ist Anzeigenschluss für die September-Ausgabe des Ärzteblattes Sachsen-Anhalt. Das Heft erscheint am 01. September 2018.

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Ärzteblatt Sachsen-Anhalt Juli/August 2018  

Offizielle Mitteilungsblatt der Ärztekammer. Doppelausgabe Juli/August 2018

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