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SPORT INSIDER

Titelblatt 3-12:Layout 1 17.02.12 00:30 Seite 1

3/12

MOTOR

UND

Österreichische Post AG Info.Mail Entgelt bezahlt

€ 2,50 3/12


2-1 Riverside Motorsportshow:Layout 1 11.12.11 21:21 Seite 2

Breitenfurterstr. 372 1230 Wien

1. – 3. März 2012 VIENNA

MOTORSPORT


2-1 Riverside Motorsportshow:Layout 1 11.12.11 21:21 Seite 3

T

FAHRZEUGE zu sehen aus

✓ FORMEL 1 ✓ RALLYE WM ✓ WTCC ✓ MOTO GP ✓ LE MANS ✓ NASCAR ✓ DTM ✓ RALLYE ÖM ✓ HISTO CUP ✓ RALLYCROSS ✓ SUZUKI CUP ✓ BMW CHALLENGE ✓ HISTORIC RALLYE ✓ HIST. RALLYCROSS

SHOW tägliche News @ www.riverside.at

Podiumsdiskussionen mit Weltmeistern, Staatsmeistern, Motorsport-Nachwuchs, Organisatoren & Sponsoren


Inhalt 3-12 2:Layout 1 20.02.12 23:53 Seite 2

INHALT

M ä r z Wir blättern. Nicht im Bilderbuch, dies taten wir früher. Aber in Zeitungen, Magazinen, auch im Insider. Warum auch nicht. Hinterher hätte man immer was anders machen können, vielleicht sogar besser - sowas sensibilisiert. Und manchmal, manchmal, wenn eine G´schicht gut angelegt ist, so richtig reinfetzt, das Herzerl wärmt, dann - ja dann - schmunzeln wir auch ein bissl. Aber, ist Ihnen schon aufgefallen, wie schnell ein Monat um ist? Und schon ist das nächste Magazin jenes, an dem wir uns reiben können, das uns wie kleine Buberl - und Mäderl natürlich auch - großäugig blättern lässt? Immer wieder? Diese wie im Neglige durchsichtigen Ansagen, diese Rhetorikspitzen, diese - Flachheiten. Wir wundern uns im Nachhinein und dies wird von nun an noch länger dauern. Viel länger! Denn - nach beinah einem halbern Jahr der Erprobung sind wir nun soweit und können verkünden: klick to read funktioniert! Sie werden sagen klick to read? Was isn´ das? Mit welch neumodischem Zeugs kommen die jetzt daher? Keine Angst. Es ist zwar "neumodisch", aber es ist informativ. Quasi als Nachschlagewerk zu sehen. Oder so. Auf alle Fälle wird gestartet, indem man unsere homepage www.ms-insider.com aufruft. Bitte den Startknopf drücken - die folgende Ansage ist aus Corinas Beifahrerzeit und war damals sehr wichtig. Jetzt nimmer. Unter dem aktuellen Titelblatt stehen rechts untereinander nun einige Covers älterer Titelblätter. Die quasi antiken und sind dann im Archiv zu finden (linke Leiste). Wenn man jetzt auf eines dieser Titelblätter klickt, öffnet es sich nochmals in einem neuen Fenster. Und da steht dann: klick to read. Klicken Sie einmal, klicken Sie nach Lust und Laune. Auf diese Weise ist das komplette Magazin nachzuschlagen, nachzulesen, nochmals zu erleben. Nix beschönigt, nicht herumgebastelt. Und wir rufen unseren Inserenten zu: Ja, auch die Werbungen bekommen so eine zweite, dritte und was weiß ich wievielte Auflage. Kostet nichts extra. Wirklich! Nur wer nicht wirbt, wird sich auch nicht sehen, so einfach ist das. Für Sie liebe Leser mag dieses Feature als Information dienen, als Orientierung was da denn war und wer und weshalb und wieso. Allerdings lassen wir immer zwei Monate vergehen, von der aktuellen Ausgabe an. Warum versteht sich wohl von selbst. Das wir mit diesem kostenlosen Service die Einzigen unter den Motor Magazinen sind, die sowas anbieten können, erfüllt uns mit Stolz. Und hilft uns auch darüber hinweg, dass fortan unsere eigenen Fehler immer wieder sichtbar sein werden, weiß Roland R. Firtinger

om www.ms-insider.c

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angeschaut VORSTELLUNG

umgelegt MOTORRAD

11 BMW M6

42 Honda SH 300i

10 Honda Civic

41 Kolumne David "Lino" Linortner

12 Hyundai i30 8 Mini Roadster 6 Nissan Leaf

dazugelernt FEATURES

14 Skoda Citigo

63 Bücher

10, 16 Stop & Go

64 Impressum 46 Vienna Motorsportshow Riverside

abgefahren AUTOTESTS 18 BMW 328i

48 Vienna Historic Speedweek 64 Vorschau MSI 4/´12

36 Chevrolet Aveo 1,3 Diesel LTZ 34 Citroën DS4 200 THP Sport Chic 32 Honda Accord Tourer i-DTEC Type S 22 Mercedes Benz B180 Blue Efficiency 26 Vergleich Audi Q3 2,0 TDI 7D vs. Subaru XV 2,0 D Executive Dauertest: 39 Hyundai Veloster 1,6 GDI Sportplus 40 Kia Rio Cool 1,2 CVVT

quergetrieben MOTORSPORT 60 Histo Cup Interview Micheal Steffny 56 NASCAR Start der Saison 2012 52 Rallye WM Schweden VW bereitet sich vor 58 Toyota TS030 Hybrid LMP1 Strom goes Racing

www.ms-insider.com


1-1 Kia:Layout 1 23.01.12 23:09 Seite 1

DIE KIA JACKPOT EDITION. WEIL QUALITÄT EIN ECHTER HAUPTGEWINN IST. 7 Jahre Werksgarantie – ein Zeichen höchster Qualität. Zudem ist beim Kia cee’d Doppeljackpot ein attraktives Ausstattungspaket u. a. inklusive Klimaautomatik, Tempomat, Leichtmetallfelgen und Lederlenkrad serienmäßig inkludiert. Ihr Kia-Partner informiert Sie gerne.

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2-1 Riverside Historic Speedweek:Layout 1 23.01.12 23:14 Seite 2

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VIENNA

HISTORIC SPEE


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Historische FAHRZEUGE zu sehen aus

5.-10. März 2012

EEDWEEK tägliche News @ www.riverside.at

✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓

TOURENWAGEN INT. HISTO CUP BERGRENNSPORT NASCAR FORMEL INT. FORMEL FORD RALLYE INT. RALLYE ÖM RALLYCROSS

Autogrammstunden Podiumsdiskussionen mit Meistern und Staatsmeistern, Motorsportlern und Enthusiasten, Organisatoren & Sponsoren


Nissan Leaf 6:Layout 1 20.02.12 23:36 Seite 6

NEU: elektrisierend - NISSAN LEAF

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EMISSION IMPOSSIBLE ein Blatt mit Inhalt 3–12

it dem Ziel, das sich die Konzerngruppe Nissan/Renault gesetzt hat, in dem sie bis 2016 1,5 Mio. emissionsfreie Fahrzeuge weltweit an den Mann/die Frau bringen möchte, kommt man mit der Markteinführung des Nissan Leaf (engl. für: Blatt) ab Februar hierzulande ein Stück näher. Per April werden von sechs Standorten österreichweit die

corina.konrad-lustig@ms-insider.com

M

Nissan-E-Fahrzeuge ausschweben. Dass die Skepsis - mit der man Elektroautos allgemein begegnet in diesem Fall unbegründet ist - beweisen die folgenden Fakten: 92 Prozent der täglichen Autofahrten erstrecken sich über eine Reichweite von maximal 150 Kilometer. Die Normreichweite des Leaf beträgt 175 Kilometer. Diese kann aufgrund der

gefahrenen Geschwindigkeit, der Topografie der Gegend, der Fahrweise und der Auslastung der Klimaanlage variieren. Per Knopfdruck am Lenkrad erhält man am serienmäßigen Multifunktionsdisplay mit Navi den Umkreis angezeigt, der laut derzeitigem Verbrauch noch befahren werden kann. Sämtliche Daten werden im Fahrbetrieb laufend aktualisiert und der Fahrer informiert. So werden "böse Überraschungen" hoffentlich minimiert. Zur Verfügung stehen drei Lademöglichkeiten: über ein Hausladegerät, welches optional im Rahmen eines Energiepakets von der Firma "The Mobility House" gegen eine Gebühr von € 1.090,- (bzw. € 14,90/Monat) extra installiert wird, mittels Schnellladung, wobei zehn Minuten für zwei Tage Fahrspaß reichen, oder per Notkabel, das an jede Haushaltssteckdose angeschlossen werden kann. Kostenpunkt einer kompletten Vollladung einer leeren Batterie beträgt nach derzeitigem Stand rund drei Euro. Die Verbrauchsanzeige in kWh statt wie herkömmlich gewöhnt in l/100 Kilometer ist zwar sinnbringend, aber was bedeuten 0,2 kWh Durchschnittsverbrauch wirklich? Um 37.490,- Euro erhält der Käufer ein vollwertiges 5-sitziges Fahrzeug mit einer Gesamtlänge von 4,44 Meter. Die Innenraumgestaltung wurde platzmäßig derart großzügig dimensioniert, dass auch im Fond Personen bequem mitfahren können. Nachdem die Batterien hinter bzw. unterhalb der Vordersitze Ökonomischer Stromer mit futuristischen Aspekten steht vor der Bewährungsprobe

platziert wurden, blieb genügend Platz für Laderaum. Das Volumen desselben beträgt 330 Liter und beherbergt spielend das eine oder andere größere Gepäckstück. Bei ersten Testfahrten fiel besonders das große Anfahrtsdrehmoment von 280 Nm bei 109 PS auf. Ungewohnt das damit verbundene - jedoch in diesem Fall fehlende - Motorengeräusch. Darüber hinaus wurden Roll- und Windgeräusche auf ein Minimum reduziert, sodass im Stadtverkehr nichts davon bemerkbar ist. Sehr futuristisch gestaltete Nissan die Armaturenlandschaft. Eine Anzeige, die deutlich macht wie ökonomisch man sein Gasfußerl bewegt ersetzt den Drehzahlmesser. Latscht man also nicht wie ein Wahnsinniger ins Gas – obwohl man es könnte und dürfte - kann man buchstäblich die Bäume wachsen sehen. Verspielt wie wir sind, packt uns der Ehrgeiz bei einer Ringrunde zumindest dem Display einen Baum zu entlocken. Aufgrund des steigenden Verkehrsaufkommens war dies spielend möglich zusammen mit dem guten Gefühl, im Stau nicht noch stärker die Luft zu belasten wie "die anderen". Groß über dem Lenkrad im Sichtfeld des Fahrers befindet sich die Geschwindigkeitsanzeige, denn nach Gehör fahren ist nicht. Gestartet wird per Knopf und auch der Schalthebel sieht so aus. Gewählt werden kann zwischen "normal" und Eco. Letzteres reduziert nochmals den Verbrauch. In dem die Gasannahme und die Klimaanlage gedrosselt wird. Der Leaf kann mit Sicherheit nicht alles, aber er ist weit mehr als ein unbeschriebenes Blatt im großen Buch der Elektrofahrzeuge.

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Mini Roadster 8-9:Layout 1 20.02.12 23:59 Seite 8

NEU: fetzig - MINI ROADSTER

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lf Jahre ist es her, dass Mini in den BMWKonzern integriert wurde. Mit dem Mini "Hatch" startete somit eine neue Ära der Marke, die bereits seit 1959 unter seinen Fans Kultstatus besaß. Seit der Neueinführung 2001 verkaufte man zwei Millionen Fahrzeuge weltweit. Davon 17.400 in unseren Landen. Ab Februar, also richtig zum Beginn der ObenOhne-Zeit rollt das fetzige Stoffkäppchen aus den Verkaufshallen. Nachdem das Mini Cabrio bereits im letzten Jahr mit 350 verkauften Einheiten alle Erwartungen übertraf, ist man im Konzern zuversichtlich, dass auch der zweisitzige Roadster die 100 Stück-Zahl hinter sich lassen wird. Nach ersten persönlichen Eindrücken kann dies bestätigt werden, denn sogar bei - 12°C heizte uns der Roadster mächtig ein. Cabrio im Schnee? In unserem Magazin keine Neuheit, doch mit diesem Mini braucht es schon mehr als ein bisserl davon, denn wo er auftaucht schmilzt alles. Eis, Schnee und die Herzen - nicht nur der Frauen! Der Mini Roadster ist in vier verschiedenen, von anderen Modellen bereits bekannten, Motorisierungen erhältlich. Die drei Benzinmotoren Cooper, Cooper S und John Cooper Works lassen es mit 122, 184 und satten 211 PS krachen. Der im Werk in Steyr produzierte Selbstzünder Cooper SD, steht mit 143 Pferden unter der Haube um nichts nach. Alle Motorisierungen bis auf den JCW sind sowohl mit manuellem 6-Gang und Automatikgetriebe erhältlich. Der JCW als waschechter Sportflitzer besteht auf Handschaltung. Dafür gibt’s zusätzlich Overboost und SportButton. In der Produktpalette platziert sich der Roadster zwischen Coupé und Cabriolet und vereint von jedem der beiden ein bisschen etwas.

E

corina.konrad-lustig@ms-insider.com

3–12

LET´S ROADSTER! Stoffkäppchen meets bösen Mini Das Verdeck kann serienmäßig manuell per Handgriff geöffnet werden, was auch bei tiefstwinterlichen Temperaturen in null komma nix geschehen ist. Klack und futsch ist es. Die Entriegelung zum Schließen hat man zwischen

den Sitzen hinten leicht erreichbar angebracht. Auf Wunsch kann er auch elektro-hydraulisch bzw. halb-automatisch geöffnet/geschlossen werden, jedoch die Verriegelung muss in jedem Fall noch per Handgriff erfolgen. Obwohl

Keine Überraschungen beim Interieur des jüngsten Mini-Sprosses

eisige Straßen den wahren Fahrspaß etwas mindern - schließlich will man mit dem Roadster nicht zum Eistänzer werden - ist das speziell abgestimmte Fahrwerk straff zu spüren. Auf diese Weise sind auch höhere Kurvengeschwindigkeiten kein Problem. Die dieselähnliche Durchzugsstärke bei den Benzinern zeigt auch bei Mini den immer auffälliger werdenden Paradigmenwechsel in der Fahrzeugbranche. Dank der direkten Lenkung versprüht der Mini maximalistisches Kartfeeling und weckt Vorfreude auf das großstädtische Gasslheizen. Tüpfelchen am i ist der aktive automatische Heckspoiler, der ab 80 km/h zwecks besserer Aerodynamik ausfährt und bei etwa 60 km/h wieder von allein eingefahren wird. Wer jedoch möchte, kann dies bereits bei niederen Geschwindigkeiten per Knöpfchen selbst steuern. Das Interieur gibt für Mini-Kenner wenig Neues, was einen Vorteil in der Bedienungsfreundlichkeit besonders bei "Umsteigern" bringt. Knöpfchen, Taster, Hebel alles am bekannten Platz. Sehr praktisch ist die aus dem Coupé entlehnte Durchladeklappe. Auf diese Weise hat man aus dem Fahrgastraum die Möglichkeit Dinge in den 240 Liter großen Kofferraum zu verstauen, oder daraus herauszunehmen. Hinter den Sitzen findet sich Platz für Arbeits- oder Handtaschen. Zum Schluss sei noch die Vielzahl an Individualisierungsmöglichkeiten erwähnt, die dem Roadster den letzten Schliff verleihen. Acht Außenfarben, sieben Innenwelten, fünf Colour-Lines und 13 Sitz-und Polstervarianten machen den Mini gemeinsam mit exklusiven "Mini Yours"-Optionen zur Visitenkarte. Und mittels "Mini Connected" kann man der ganzen Welt mitteilen, wie viel Spaß eine Fahrt mit dem Stoffkäppchen macht!


Mini Roadster 8-9:Layout 1 20.02.12 23:59 Seite 9

NEU: fetzig - MINI ROADSTER ) Modelle & Preise (Auszug

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Freuden nach dem Winter: Der quirlige Kleine wird egal in welcher Ausstattung/Motorisierung seine Käufer sicherlich nicht enttäuschen

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Stop&Go Auto 10:Layout 1 20.02.12 00:03 Seite 2

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STOP & GO

Japans neunte Sinfonie 3–12

Die internationale Vorstellung hat der neue Civic mit Bravour abgehandelt, mittlerweile sind jeweils die nationalen Aufmärsche dran. Eine Möglichkeit, einmal auf eine der 150 PSDieselversionen einige Kilometer abzuspulen. Okay - was fällt sofort auf? Aha, das Cockpit an sich blieb modern, aber wirkt nicht mehr so radikal. Der "Raumschiff Enterprise"-Stil des Vorgängers wich einer "Zurück zum Ursprung"-Optik, wie sie auch außen den neuen Civic mittlerweile kennzeichnet. Und, der Startknopf ist endlich - wie bei den anderen Herstellern üblich - auf die rechte Seite gewandert. Dazu vermittelt das Cockpit Weite und Raum, beengt darf sich hier maximal "Big" Otto Wanz fühlen. Der 2,2 Liter-Selbstzünder japanischer Ingenieurskunst schnurrt wie ein Kätzchen, schon auf den ersten Metern fällt auf wie leise, beziehungsweise gut gedämmt sich

dieser Diesel präsentiert. Gegenüber seinem Vorgänger kann dieses Aggregat mit zehn Mehr-PS auf warten und bleibt im Durchzug gegen jeden Benziner klar der Sieger. Ein beachtlicher Wert von 4,2 Liter steht im Datenblatt des überarbeiteten 2.2 Liter i-DTEC, was seine Ursache in der Optimierung des Ölflusses und Reibungsminderung hat. Dazu muss aber auch die verbesserten Stromlinienförmigkeit der Karosse erwähnt werden, was ebenfalls einen Gutteil zur Minderung der Trinksitten beiträgt. Obwohl klirrend kalt, Leut´ lasst´s den Winter aus! - lässt sich das Getriebe auffallend butterweich und präzise schalten. Die neunte Generation des kompakten Japaners wird ab 14. April bei den Händlern stehen.

Signalwirkung Auch auf der Rennstrecke wird Fiats Akquisition von Jeep sichtbar werden. Als neues Dienstfahrzeug erhalten Fernando Alonso und Felipe Massa, einen Ferrarirot lackierten Grand Cherokee SRT8 mit allerlei innerem Verwöhnambiente. Vorbei nun die Zeiten, wo die Rennfahrer der Königsklasse einen Strassenrenner vor die Tür zur gefälligen Verwendung gestellt bekommen haben. Immer mehr werden die Ikonen des Rennsports zu Vorbildern einer "political Correctness", die sich mit dem ehemaligen Lebemann-Image der wilden Hunde der Frühzeit des Rennsports nicht mehr verträgt. Um den beiden Werksfahrern die Sache doch noch schmackhaft zu machen dürfte vielleicht die Argumentation geholfen haben, dass sich der mit einem 468 PS HEMI V8 befeuerte Schlampenschlepper, besonders gut eignet die Groupies nach einem Ferrari-Sieg in der Formel 1 massenhaft zu einem Boxen-Bunga zu chauffieren und dabei den Verlierern von oben auf die Kappe spucken zu können, die bloß mit ihren Mofas in der Boxengasse auf und ab rollern um so schnell wie möglich im Motorhome zu verschwinden, damit nur ja keiner sähe, wie sie sich giftend in den Hintern beißen, da ihnen nur das Bild in Erinnerung sein wird, bloß die Auspuffrohre der Sieger gesehen zu haben.

Packesel Das "Cruze Fix noch mal" mit dem Beladen des beliebten Chevy wird nun zu Ende sein. Als dritte Karosserievariante wird der Kombi Einzug in die Modellpalette des Cruze halten. Mit einer Gesamtlänge von 4,67 Metern wird der Wagon spürbar größer sein, als das Fließheck und das Ladevolumen wird sich auf 500 – 1.500 Liter vergrößern. Doch damit nicht genug, auch neue Motoren braucht das Land. Zusätzlich zu den 1,6-Liter und 1,8-Liter Benziner, rundet nun ein brandneuer 1,4Liter die Benzinmotorenpalette nach unten ab. An der Dieselfront hält mit einem neuen 1,7-Liter Motor ein Neuling Einzug, zu dem überarbeiteten 2,0-Liter. Der 1,4-Liter Benziner und die beiden Diesel mit Schaltgetriebe werden serienmäßig mit Start-StoppTechnologie ausgerüstet. Ein neuer Jahrgang hat traditioneller Weise bei Chevrolet auch ein neues Gesicht mit überarbeiteter Frontblende und modifizierten Scheinwerfer und Nebelleuchten und so wird der 12er Jahrgang des Chevy Cruze auch als solcher leicht erkennbar sein. Auch der Innenraum erfährt eine Evolutionierung in die nächste Bequemlichkeitsstufe. Wer nicht gerade die Basisversion wählt, darf sich zukünftig auch über einen "Keyless Entry" freuen.


BMW M6 - W Interstate 11:Layout 1 20.02.12 23:07 Seite 11

Machtdemonstration Triesterstrasse wir kommen - Der KÜnig ist tot, lang lebe der KÜnig. Der M6 als Spitze der BMW-Hierarchie und der Postertraum vieler feuchter Bubenfantasien springt aus dem Plakat. Vergessen nun die Spuren des Bangels der den Vorgänger auf Papier krakeelte. Viel bedurfte es ja nicht um die klassischen Proportionen des CoupÊs beziehungsweise

des Cabrios von sportlich-eleganter Ă„sthetik auf die M typische Athletik zu trimmen. Ăœber die M spezifischen Designmerkmale, wie der dreigeteilte untere Lufteinlass und die aerodynamisch optimierten Flaps, die neuartige M-Niere mit schwarzen Doppelstäben, die weit ausgestellten Radhäuser, unter denen die Gummiwalzen hervorwuchern wie eine dezente Schambehaarung bei der Favoritin der SchĂśnheitskĂśniginnen-Wahl unter dem gerade noch verhĂźllenden Stringtanga beim Laufstegevent in der Ăśrtlichen Stammdisco, die Luftkiemen und die diversen Kleinteile die selbst Laien beim Blick in den RĂźckspiegel unmissverständlich klar machen, wer hier den wohl die Spur zu räumen hätte, werden in diversen Expertenforen schon Ăźber die Bezie-

hung der Fahrgestellnummer und der Name des Monteurs in der Fabrik seitenweise Abhandlungen gewälzt. Nur wenige Glßckliche werden sich beim ungläubigen Augenreiben auch nach der schmerzvollen Prozedur im Angesicht dieser Machtdemonstration der Ingenieure wiederfinden und den 4,4 Liter V8 TwinPower Turbo zum Leben erwecken. Giftig werden dann die 560 PS nach jenen schnappen, die all zu leichtfertig die 680 Nm einsetzen, um ihre Gegner schon beim Start der illegalen nächtlichen Siegtrophäenrennen zur Entfßhrung der Gewinnerinnen des SchÜnstelzens in die heimische Bettstatt verspeisen zu wollen. Ob denn das Silikoninlay der SchÜnen der Nacht auch die Beschleunigungsorgie des M6 – 4,2 Sekunden auf 100 und 12,6 Sekunden auf 200 – unbeschadet ßbersteht, wird noch näherer ErÜrterung bedßrfen. Beruhigend finden wir dabei die Tatsache, dass sich die Mannen im BMW's M-Schmiede der Problematik durchaus bewusst waren und die Kraftßbertragung auf die Hinterräder mittels aktiven MDifferenzial mit vollvariabler Verteilung des Antriebsmoments zwischen den Hinterrädern zur Optimierung der Traktion und Fahrstabilität im Zaum halten und so ein Optimum an Sicherheit beim dynamischen Spurwechsel und beim Herausbeschleunigen aus den Kurven gewährleisten. Gerne werden wir von unseren nächtlichen Recherchen Mitsommers berichten, wenn wir rechtzeitig die Verantwortlichen bei der Schlßsselausgabe von der Redlichkeit unserer Absichten ßberzeugen werden kÜnnen.



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JUST A PERFECT DRIVE

www.bruckmueller.at


Hyundai i30 12-13:Layout 1 20.02.12 23:10 Seite 12

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NEU: gefährlich - HYUNDAI i30

GOLFJÄGER Korea greift nach Kitz und Blitz 3–12

Frisch gekammplt und ein bisserl Dauerwelle gelegt der neue i30 schaut proper aus und wird zum Jäger-Meister

Modelle & Preise (Auszug ) für Sparopäer für Eurosparer für Blitzableiter für Golfjäger

i30 Europe 1,4 CVVT 100 PS ab € 15.990.- * i30 Europeplus 1,6 CRDi 90PS ab € 18.990.- * i30 Premium 1,6 CRDi 110 PS Auto. ab € 23.490.- * i30 Premium 1,6 GDI 135 PS Auto. ab € 21.490.- * *Abzüglich 1.000,- € Jub iläumsbonus 2012


Hyundai i30 12-13:Layout 1 20.02.12 23:10 Seite 13

on der Autoshow in die Verkaufshallen. Bereits bei der Vienna Autoshow im Jänner dieses Jahres, ließ der neue i30 im Zuge seiner Österreichpremiere potentielle Kundenherzen höher schlagen. Ab März darf man ihn dann auch sein eigen nennen. Vor fünf Jahren trat der Koreaner tapfer in ein klar deutschdominiertes C-Segment. Doch seine Verkaufszahlen von über 400.000 Einheiten sprachen für sich. Immerhin landete man als ursprünglicher Außenseiter doch auf Platz 5 bei den europäischen Verkaufszahlen in diesem hartumkämpften Segment. Exportprognosen versprechen eine weitere Steigerung, sodass es durchaus sein könnte, dass der kleine i30 bald an den Auspuffrohren der deutschen markthaltenden Mitbewerber schnüffeln wird. Qualität und Zuverlässigkeit sind das, was beim Kunden zählt und darüber hinaus auch ein gefälliges optisches Design. Dass letzteres besonders europäische Kunden ansprechen wird, liegt daran, dass Hyundai‘s Designschmiede in Rüsselsheim beherbergt ist, was ja bereits dem Partner Kia gut getan hat. Der neue i30 sieht optisch völlig anders aus als sein Vorgänger und spricht jetzt die dynamisch-ästhetische Stylingsprache im Sinne des "Fluidic Sculpture", zu dessen Anhängern ebenso der in der letzten Ausgabe getesteten ix35 gehört. Europäischer eben. Der zweite Ansatzpunkt der Überarbeitung ist die Karosserie, die minimal in den Abmessungen üppiger wurde. Auffallend ist jedoch die Neigung der Windschutzscheibe, die so noch bessere aerodynamische Eigenschaften und eine Reduktion der Windgeräusche mit sich bringt. Der neue i30 kommt mit einer Bandbreite von fünf verschiedenen Motoren in die Verkaufshallen. Drei Diesel und zwei Benzinaggregate

V

stehen dabei zur Auswahl. Von 90 bis 135 PS. Die Benziner werden mit 100 (1,4 l) bzw. 135 PS ausgeliefert. Der starke Benziner schöpft sein Potential aus dem neuesten Gamma 1,6 GDI Motor, der 7% mehr Leistung als sein Vorgänger bringt. Bei den Selbstzündern kann man zwischen 90 (1,4 l), 110 oder 125 Pferdchen wählen. Die beiden Stärkeren haben wie der große Benziner, 1.600 Kubik Hubraum. Je nach Modell kann zwischen Automatik und 6-Gang-Schaltgetriebe gewählt

werden. Legt man Wert auf Start-Stop, so schränkt sich die Auswahl ausschließlich auf die Schaltversionen ein. Um sowohl Schadstoffausstoß als auch Verbrauch zu reduzieren, wurde der neue Hyundai mit Blue Drive-Technologie ausgestattet. Diese umfasst Start/Stopp-Technologie (die

Fünf verschieden Motore, viel Sicherheit und 5 Jahre Garantie - das hat doch was

als Option erhältlich ist), ein LichtmaschinenManagement-System und Leichtlaufreifen. Minimalist in Sachen Schadstoff ist der 1,6 lSelbstzünder, der sowohl mit 110 als auch mit 128 PS nur 97g/km CO2 verpufft und dabei knapp unter vier Liter (3,7l/100 km) im Verbrauch bleibt. Das sind 6g unter dem ehemaligen i30-Wert. Somit ist der 128 PS Diesel klar vorne bei der Ausstoß/PS-Liste. Aber auch die Reichweite von 1.400 Kilometer mit einer Tankfüllung regt in Anbetracht der Tankstellenpreise zum Nachdenken an. Obwohl der neue i30 außen ein klassischer Kompakter ist, ist man im Innenraum angenehm von seiner Großzügigkeit überrascht. Vorne so wie hinten ist genügend Kopf- und Beinfreiheit vorhanden. Zahlreiche Ablagen vorne, aber auch die Fondtüren bieten Platz für Kleinigkeiten. Diese kleinen Veränderungen machen im Gesamtpaket den kompakten Eurokoreaner komfortabler und reisefreundlicher. Erstmals in der jungen Geschichte des i30 gehören Knieairbags auf der Fahrerseite zum Sicherheitspaket (Serie ab Premium). Oftmals sind in der Branche Neuerungen gleich Teuerungen. Beim i30 stimmt jedoch das Preis-Leistungsverhältnis. Dazu gibt es ein dreifaches 5-Jahres Garantiepaket, das nicht nur auf Kilometerbegrenzungen verzichtet, sondern auch Mobilitätsgarantie und kostenlose jährliche Zustandsprüfung umfasst. Sollten Sie sich noch heuer für einen Hyundai entscheiden, so sparen Sie bares Geld, denn die Koreaner bieten 2012 für fast alle Modelle einen Jubiläumsbonus an, da sie seit 20 Jahren in Österreich am Markt sind. Im Falle des i30 werden Ihnen beim Kauf satte 1.000,- Euro vom Kaufpreis abgezogen. Das ist doch echt ein schlagendes Argument, oder?

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rainer.lustig@ms-insider.com

NEU: gefährlich - HYUNDAI i30


Skoda Citigo 14-15:Layout 1 20.02.12 00:13 Seite 14

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NEU: federlesens - SKODA CITIGO as Downsizing ist nicht nur im Motorenbau ein beliebtes Betätigungsfeld von Entwicklern. Auch Marketingstrategen stoßen bei Ihren Bemühungen um Erschließung neuer Märkte in immer kleinere Regionen vor. So wundert es uns nicht, dass Skodas siebente Modellreihe sich nach unten orientiert. Der neue Spross im Familienuniversum, quasi das siebente Zwergerl, hört auf den Namen "Citigo". Die semantische Ähnlichkeit bei der schlampigen Aussprache des Namens, mit dem Ergebnis der von Menschen erzeugten Umschreibung für die Laute kleiner fliegender Stadtbewohner bei der Balzarbeit ist schlichtweg verblüffend. Nicht auszudenken was die ornithologische Phase der Werbegurus bei der Namensgebung größerer Modelle angerichtet hätte. Eine weitere Ähnlichkeit ist all zu augenfällig. Nämlich die zu seinen Stiefbrüdern im VWKonzern. Der Citigo bekommt hier die Aufgabe des "graden Michel" über seine schmächtigen Schultern gehängt. Zwar zielt der Mikro-Skoda auch auf das Käufersegment der jungen Erstautobesitzer, Jungfamiliengründer und gerade wieder Platz habenden Altspatzen wie seine Konzernbrüder, das aber um einige Kurven (im Denken) bereinigt. Wir finden, dass die begradigte C-Säule gerade das Sichtfeld der von bechterewoiden Halsstarre geplagten "Best ager" enorm erweitert. Die Optik ist in bester Skodamanier alterungsresistent und auch das neu gestaltete Firmenlogo wird erstmals auf die Motorhaube eines Produkts des Hauses appliziert. Auch in Ausstattungsdetails darf Skoda den cleveren Kerl heraus hängen lassen und den Käufern ein ungläubiges "Jo, derfen´s den des?" abringen. Wir wagen zu behaupten, dass markenfremde Ersatzteilkäufer die Be-

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thomas.kranewitter@ms-insider.com

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LAUTMALEREI Der Spatz von Mladá Boleslav stände des praktischen Netzprogramms für den Kofferraum beängstigend ausdünnen werden. Ob Skodas Taschenhaken, der im Öffnungsmechanismus des Handschuhfaches integriert ist auch ins VW-Universum Einzug halten wird, werden wir wohl erst bei diversen "Up"-Grades des Urmodells in zirka zwei bis drei Jahren kredenzt bekommen. Clever finden wir auch die Fünf-Türer Version. Skoda spricht von einem Mix von 70%

Zweitürer und 30% Fünftürer – im ersten Jahrund das auch nur nach Bekanntwerdung der gralsmäßig gehüteten Zuteilungszahlen bei der Verteilung der Produktion auf die einzelnen Märkte. Wir meinen, dass sich diese Zahlen schnell umkehren werden, denn gerade in der fünftürigen Version ist am Citigo für urbane Kleinstwagenkäufer kein vorbeikommen. Bei einer ersten Sitzprobe waren wir vor allem verblüfft, vom technischen Fortschritt der

Wird als fünftüriger Stadtspatz genauso Furore machen wie sein dreitüriger Bruder

nun die Navis zu echten Partnern im Verkehr macht. Noch kein Navigationssystem ließ uns bei mutwillig produzierten Neuberechnungsphasen im Zweifel, ob wir denn die eingestellte Route überhaupt verlassen hätten, oder ob das Navi das ja alles so für uns geplant hätte. Jeder der ein Kreuzerl auf der Optionenliste scheut und diese Zusatzausstattung am freien Markt besorgen will, ist selber schuld. Auch das aufpreispflichtige Panorama-Glasdach, das nur mehr 10% der Wärmeenergie die von der Sonne außen draufknallen, in das Innere einlässt, finden wir eine Überlegung wert. Das Thema Sicherheit wird bei Skoda ganz groß geschrieben. So ist erstmals bei einem Stadtfloh ein neuer aktiver Bremsassistent "City Save Drive" verbaut, der bis zu einem Geschwindigkeitsbereich von 30 km/h mittels Lasersensor überprüft, ob denn der Fahrer auf das Bremsen vergessen hätte und vollautomatisch eine Bremsung einleitet. Damit soll nach Meinung der Ingenieure von Skoda das Risiko innerstädtischer Auffahrunfälle deutlich minimiert werden. Zusammen mit seinen Konzernzwillingen ist der Citigo das bislang einzige Fahrzeug im Segment der Minifahrzeuge mit dieser Notbremsfunktion Die Einstiegsmotorisierung beginnt bei 60 PS für den 1,0 Liter Dreizylinder Benziner. 75 PS leistet die durch eine modifizierte Motorensteuerung in der Preisliste wahrscheinlich höher angesiedelte Version, der zum Marktstart zur Verfügung stehenden zwei Motorisierungsvarianten. Im Gegensatz zu den Preisen ist eine Erdgasvariante, die im Verbrauch deutlich unter den kleinen Benzinern liegen wird, von den Verantwortlichen bereits beschlossene Sache und wird ehebaldigst ihr Marktdebüt feiern, wie die Automatikversionen des kleinen Federviehs.


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NEU: federlesens - SKODA CITIGO

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Sein Weg in die Herzen der Jungfamilien und Altspatzen ist vorgezeichnet - der "Spatz" von Mladá Boleslav


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STOP & GO Reifeprüfung

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Nach 18 jähriger Reifungsphase entlässt BMW stolz seinen jüngsten Sprössling in die raue Welt der DTM, um in der Saison 2012 sportlichen Lorbeer einzufahren. Als langjähriger Racepartner von BMW wird Castrol dafür sorgen, dass alles wie geschmiert läuft bei dem spannenden Comeback der Bayern. Auch Aral ist mit von der Partie, wenn der M3 im "Edge"-Design über die Curbs räubern wird und dabei versucht die Gegner auf Distanz zu halten. Da schon seit 2005 alle DTM-Fahrzeuge mit dem Hochleistungssaft Aral Ultimate unterwegs sind, war es nur logisch, dass die ehrgeizigen Münchener sich die erfahrenen Spritgurus mit ins Boot holten für ihre "erste" Saison. Die Fans der DTM wird das sicher freuen, dass im Starterfeld wieder mehr Vielfalt herrscht und mit BMW ein Garant für spannende Momente Einzug hält. Bei dieser professionellen Unterstützung die sich die Blauweißen geholt haben, freuen auch wir uns auf so manches spannendes Rennwochenende im 12er Jahr und wagen zu behaupten, dass wir sicherlich von dem einen oder anderen Stockerlplatz der Mannen vom BMW berichten werden dürfen.

Sonderfahrt Mazdas diesjähriger Sondermodellreigen hört auf den Namen "Takumi". Das japanische Wort für Handwerkskunst soll aber nicht heißen, dass Mazda im Sinn hätte aus dem Handwerk goldenen Boden zu schlagen, wie eine alte Volksweisheit besagt. Im Gegenteil, für einen satten Preisvorteil bekommen die Kunden die sich für den MX5 entscheiden eine Havanna braun gefärbte Lederausstattung, Alu-Pedalerie, Tempomat Bluetooth-Freisprechanlage und das Navi mit in ihren Roadster gepackt. Bei einem Preiszetterl von 27.990,- Euro ergibt sich ein Preisvorteil von 1.000,- Euro. Aber auch Familien dürfen sich freuen, denn die ganze 5er Serie bei Mazda wird aufgepeppt. Also auch der Mazda5 ist als Takumi-Version bestellbar. Dafür bekommt man als Kunde eine schärfere Optik und einer nur für die Sondermodelle erhältlichen Außenfarbe, deren grün-graue Metallic-Haut unter dem Namen Dolphin Grey auf der Farbcodetabelle ersichtlich ist. Egal, ob man sich für den CD116-Diesel um € 28.890,-, den 1,8iBenziner um € 26.890,- oder den 2,0i-Benziner um € 28.390,- entscheidet, der Preisvorteil der Mehrausstattung ist mit 800,- Euro bemessen.

Knallbonbon Ein Smarti mit Signalwirkung. Die neueste Edition von smart heißt "sharpred". Mit roter Aufmachung der tri-dion-Sicherheitszelle und roten Außenspiegelgehäusen zum ansonsten in schwarz gehaltenen Exterieurs, wird sich dieser Smart bei seinem Auftauchen im Rückspiegel gehörig Respekt verschaffen. Innen kontrastieren die roten Doppelziernähte an den schwarzen Ledersitzen und der in schwarz gehaltene Instrumententafel, der von der passion abgeleiteten Ausstattungslinie. Die aufgezognen Breitreifen 175/55 R 15 (vorn), beziehungsweise 195/50 R 15 (hinten) werden dafür sorgen, dass die Bodenhaftung beim Verkehrsslalom im allgemeinen Verkehrsgewusel nicht verloren geht. Unterstützend dabei ist sicherlich der 3-Zylinder Turbomotor, der mit seinen 84 PS ordentlich Feuer unter dem Hintern zu machen weiß. Das serienmäßig mitgelieferte automatische Schaltprogramm "softtouch" wird den nötigen Punch an die Hinterräder weiterreichen, damit man im dichten Verkehr nicht an der Haltelinie verhungert. Für € 16.237,76 steht ab Mai das smart fortwo sharpred Coupé beziehungsweise für € 19.276,57 für das Cabrio, bei ihrem Smart-Händler bereit

X-Factor Bei Suzuki mutiert der Swift zum Swift X-ITE. Die Gen-Veränderung gegenüber dem normalen Swift manifestiert sich in schwarz poliertem Alu für die Räder, schwarzen Seitenschutzleisten, Dachfolie und Parksensoren für hinten. Im Inneren sorgt serienmäßig eine Klimaanlage für kühlen Kopf und das CDRadio mit USB-Anschluss ist per Lenkradfernbedienung zu dirigieren. Weitere optische Unterscheidungsmerkmale zum normalen Swift findet man in der silbrigen Mittelkonsole und dem Teppichset mit dem eingearbeiteten Logo. Mit im Preis enthalten ist auch die äußere Metallic-Farbhaut. Dieser Mutant hat aber nichts von seiner Sicherheit eingebüßt, denn mit den neun (!) Airbags inklusive einem Knieairbag für den Fahrer, dem ESP und ABS samt Traktionskontrolle, stellt der Swift nach wie vor eines der sichersten Angebote in der kleinen Klasse dar. Allerdings betrifft diese Mutation nur den 1,2 Liter Benziner in der 2WD Version. Diesen Swift X-ITE kann man ab sofort für € 13.790,- bei allen Suzuki Vertragspartnern in die häusliche Garage entführen.


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TEST: verwaltend - BMW 328i

TURBO FÜR VIER Weniger ist mehr 3–12

ür BMW ist der 3er etwa der A4 von Audi. Der Inbegriff der Modellpalette. Die sportliche Limousine aus München sei "das meistverkaufte Premium-Fahrzeug der Welt", erklären die Bayern selbstbewusst. Und wenn man den in einer neuen Generation auflegt, dann stecken Designer wie Techniker ganz besondere Umsicht und noch mehr Hirnschmalz hinein - nichts darf schief gehen bei einem Modell, das rund ein Drittel aller Verkäufe unter dem weiß-blauen Markenlogo ausmacht und von dem seit 1975 rund 12,5 Millionen Exemplare verkauft worden sind. Wer die ersten Kilometer im 3er der Baureihe F30 zurücklegt, der gesteht ihnen gerne zu: Von ein paar Ausnahmen abgesehen haben sie einen guten Job gemacht. Der neue 3er-BMW wirkt eleganter und sportlicher als sein Vorgänger. Vorne gibt es das neue Markengesicht, bei dem die flachen Scheinwerfer links und rechts bis an die Niere reichen. Insgesamt ist der 3er gewachsen: In der Länge sind 93 mm dazu gekommen, die Spur vorne bekam 37 mm, die hinten 47 mm mehr Breite zugestanden, der Radstand ist um 50 mm gewachsen. Das verschaffe vor

F

allem den Fond-Passagieren mehr Platz, verspricht BMW. Doch schon die nackten Zahlen zeigen: In der zweiten Reihe geht es nicht wirklich großzügiger zu, als beim Vorgänger ganze 15 Millimeter mehr Platz haben die Knie, deren Acht mehr der Kopf. Ein großgewachsener Fahrer macht jeden 3er wie gehabt schnell zum 2+2-Sitzer. Ohne hin laufen 328i & Co. unter der Rubrik "sportliche Limousine" - da rechnet eh niemand mit Clubatmosphäre hinten. Wenigstens gehört der Kofferraum mit 480 Litern Fassungsvermögen nun zu den üppigen seiner Klasse. Der breite Bildschirm des iDrive-Systems steht nun frei über der Mittelkonsole. Die Sicht darauf ist auch für den Beifahrer gut, die Darstellung selbst bei einem schnellen Blick gut zu erkennen. Die Kartendarstellung der Bildschirmnavigation ist fast schon von opulenter Größe. Bedient wird das alles wie gehabt über den ergonomisch gut neben dem Gangwahl-


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TEST: verwaltend - BMW 328i

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Fahrwerk von Komfort bis mittelhart und ein Gustostückerl von Motor machen den neuen 328er zum sportlichen Partner in allen Lebenslagen inklusive gemäßigter Trinksitten


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TEST: verwaltend - BMW 328i hebel platzierten Drehschalter. Das gesamte Cockpit ist aufgeräumt und übersichtlich. Das gegen Aufpreis erhältliche und gestochen scharfe HeadUp-Display, ist nun vollfarbig und in seiner Darstellung, so noch einmal deutlich besser geworden. Ein paar Knöpfe und Schalter sind dennoch dazu gekommen. So zum Beispiel das, was BMW "Fahrerlebnis-Schalter" nennt. Aus dem normalen Fahrmodus lässt sich per Knopfdruck eine sportliche und eine besonders sportliche Einstellung wählen - die Kenndaten vor allem für Schaltung, Lenkung und Fahrwerk werden

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entsprechend ruppiger angepasst. Aber nicht einmal in der Sport+ -Einstellung wird der 3er aufgeregt und zickig. Die Lenkung wie gewohnt präzise, direkt und mit einer ordentlichen Rückmeldung von der Straße. Eine besondere Freude ist das von ZF gelieferte Getriebe mit acht Schaltstufen. Es ist nicht mehr so ganz neu - doch mit dem 3er hat es nun zum ersten Mal den Sprung von der Luxus- und der SUV-Klasse, in die Regionen der Normalsterblichen geschafft. Schaltunterbrechungen sind kaum noch wahr zu nehmen, das Wechseln von einer Stufe in

die andere geschieht flüssig und sanft. Zusammen mit der Automatik, die sich über Paddel am Lenkrad oder über den gut erreichbaren Schaltknüppel auf der Mittelkonsole auch manuell schalten lässt, liefert BMW im Paket auch eine Start-Stopp-Automatik aus. Weniger Freude bei sportlichen BMW-Piloten wird dagegen wohl die Eco-Einstellung finden. Sie macht aus dem spritzigen Bayern eine eher kommode Sparversion, die nicht mehr so recht in die Gänge kommen mag und deutlich verhalten unterwegs ist. Neu ist vor allem der Vierzylinder-Turbo. Mit dem Hubraum hat die Nomenklatur auch bei BMW nicht mehr viel zu tun: Die 245 PS/180 kW kommen aus einem Zweiliter-Aggregat, das maximale Drehmoment liegt bei 350 Nm. So viel Kraft schafft der Motor über seine TwinScroll-Aufladung. Dabei werden jeweils zwei Zylinder über eigene Kanäle mit Frischluft verund vom Abgas entsorgt. Das sorgt vor allem für ein deutlich besseres Ansprechverhalten. Entsprechend kraftvoll macht sich der kultiviert laufende Vierzylinder auch ans Werk. Wer das Gaspedal durchtritt braucht sich über den Vortrieb nicht beklagen - die neue Motoren-Philosophie von BMW - lieber vier als sechs Zylinder - wird unterm Strich und per Verbrauchseinsparungen aufgehen, selbst in hitzigen Mo-

TOP & FLO P rrf@ms-insider.com

kraftvoller Mot or, hervorragende 8-Stufe n-Automatik, gelungenes Fa hrwerk wenig Platz hi nten, lange Aufpreisl iste zu viele Möglic hkeiten? Vorne üppig, orientiert, bequem hinten ist es immer noch eng

menten, gepaart quasi mit Fahrerflucht, war der Pegel nicht über knapp sieben Liter auf die Hundert zu treiben. Das Werk spricht von einem Mix mit 6,1 Liter - na bittschön!

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TEST: sternderlg´schaut - MERCEDES BENZ B180 BlueEFFICIENCY

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STERNPOLTERN Jetzt echt super… fast


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TEST: sternderlg´schaut - MERCEDES BENZ B180 BlueEFFICIENCY

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anchmal braucht es einfach ein bisserl Anlauf. Deshalb wollen wir über die alte B-Klasse möglichst den Mantel des Schweigens breiten, versprochen. Mercedes muss sich nicht schämen dafür; Audi und BMW ging es beim Einstieg ins selbe Segment um nichts besser, warum auch immer. Aber beim Zweitversuch schauen wir dann schon genauer hin, da wollen wir Gegenwert für´s Geld sehen und nicht nur Markenprestige! Ob das optisch geklappt hat lassen wir dahingestellt. Die Schokoladenseite ist vorn, mit viel LED und richtig Überholprestige. Die großen Alus des Testwagens mit den breiten Reifen fanden wir irgendwie deplatziert an diesem Körper, der Nutzwert verspricht und – wir nehmen es vorweg – das auch hält. Aber B ist jetzt flacher und breiter und das ist gut

M Gegenwert fürs Geld und nicht nur Marketingprestige Nebengeräusche inklusive

so. Immerhin: wir sind aufgefallen mit diesem Auto, meist bei Männern mittleren Alters mit ausgesucht unauffälliger Kleidung. Der Innenraum verrät uns, dass das nicht die von Mercedes angepeilte Zielgruppe ist. Eine für schwäbische Verhältnisse geradezu peppige Landschaft empfängt uns, mit einer kühn und dreidimensional geschwungenen Zierblende in einer Art Aluwaben-Design, darin kecke runde Luftausströmer, deren spacige Düsen seltsam weich gelagert sind und daher beim Einstellen kein Vertrauen wecken. Solcherart misstrauisch gemacht entdeckt die fühlende Hand tatsächlich Dinge, die dem suchenden Auge ob des schönen Scheins entgangen wären: harter Kunststoff im mittleren und unteren Bereich des Cockpits und viele Grate und Kanten, deren Tiefpunkt das scharfe untere Ende der Pseudo-Aluwabenblende (in Wahrheit ein dünnes Tiefziehteil) ist: im Bereich des Handschuhfachs könnte man sich daran sogar verletzen. Funktionell ist das Cockpit jedoch gelungen: das Display im iPad-Look ist ideal im Sichtfeld und außer dem Mercedes-typischen Mul-


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TEST: sternderlg´schaut - MERCEDES BENZ B180 BlueEFFICIENCY tifunktions-Lenkradhebel ist nichts mehr verdeckt – ein deutlicher Fortschritt zum Vorgänger. Wir haben uns wohlgefühlt im B, aus klar zu ortenden Gründen: Außer am ansprechenden Ambiente mit netten, aber zum Teil aufpreispflichtigen Details lag das an der erstklassigen Sitzposition auf ebenso erstklassigen Sitzen und der deutlich gewachsenen Innenbreite. Ja, es ist passiert: die B-Klasse ist geräumiger als der C, auch auf den Rücksit-

rainer.toperczer@ms-insider.com

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zen, die Erwachsenen auch auf längeren Strekken viel eher zumutbar sind, als die im vermeintlich großen Bruder. Der üppige, mehrfach variable und gut nutzbare Laderaum ist ein weiteres dickes Plus des B. Wirklich überrascht hat uns etwas anderes: Mercedes hat uns ein handliches, dynamisches Auto hingestellt, das echten Fahrspaß bereitet. Die exakte, direkte Lenkung und die butterweich flutschende 6-Gang-Schaltung sind echt neu und bitten gemeinsam mit der

Fahrwerksabstimmung zur fröhlichen Kurvenhatz. Der auffallend leise Benziner spielt mit, aber erst auf Zuruf. Als Blue-Efficiency ist er sich vordergründig vor allem der Verantwortung im Umgang mit dem teuren Saft bewusst, daher tut sich auf einem Gutteil des Pedalwegs leistungsmäßig recht wenig. Tieferes drauf steigen entlockt dem Motor Biss, ungeahnte Drehfreude und dank des relativ geringen Fahrzeuggewichts sehr ordentliche Fahrleistungen bei immer noch gesittetem Trinkverhalten. Ein paar Sachen sind natürlich noch immer typisch Mercedes: der Preis von immerhin ab 30tausend Euro für 120 Benzin-PS, der wegen der langen Sonderausstattungsliste reine Theorie bleibt; die solide Karosseriequalität und die überwiegend (siehe oben) saubere Verarbeitung. Ein paar Sachen sind definitiv nicht typisch Mercedes: die gute Serienausstattung, aus der die radargestützte Kollisionswarnung hervorsticht; die überbreite B-Säule, die Sicht und Einstieg behindert und vor allem das extrem nervige und alles übertönende Fahrwerkspoltern, das in dieser Ausprägung nicht nur bei einem Fahrzeug mit dem Anspruch der B-Klasse nicht tolerabel ist. Immerhin: ein genereller Konstruktionsfehler dürfte nicht vor-

TOP & FLO P endlich Schwun g in der Bude, viel Platz , gute Sitze mit diesen Räd ern? - Fahrwerkpoltern, sc harfe Plastikkanten am Coc kpit, teuer Display im iPad-Look, erstklassige Sitze, deutlich gewachsene Innenbreite

liegen, denn ein zum Vergleich gefahrener B mit anderen weniger flachen Reifen und ohne Sportfahrwerk hatte dieses Problem nicht. Im Wald der Sonderausstattungen geht der Entwicklungsfaden offenbar schnell verloren…

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VERGLEICH: suviges - AUDI Q3 2,0 TDI vs. SUBARU XV 2,0D

Die großen Brüder des Audi Q3 sind seine Vorgabe, während der Subaru XV als erster Lifestyler seiner Marke antritt

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DOBERMANN UND W Sie sind beide

au


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VERGLEICH: suviges - AUDI Q3 2,0 TDI vs. SUBARU XV 2,0D

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D WADLBEISSER

de

auf dem Weg 3–12

ir hätten es auch Deutschland gegen Japan nennen können. Ist aber zuviel Fußball, passt also nicht. Wir hätten auch kleine Off Roader schreiben können. Geht aber am Thema vorbei, denn mit diesen Beiden fährt niemand ins Unterholz. Wir hätten es auch Ringkampf mit Sternen titeln können. Klingt aber nicht nur blöd, zielt auch in die fal-

W

sche Richtung. Nur falls jemand fragt, warum gerade diese Headline: Ein Dobermann ist ein sehr deutscher Hund. Ganz Deutsch. Wie eben Audi auch. Letzterer ist dazu Premium. Das setzten seine Käufer voraus, das setzen die Ingolstädter von sich selbst voraus. Subaru ist dagegen bei den Lifestyle-SUVs grad angekommen. Sie müssen sich ihr Revier erst


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VERGLEICH: suviges - AUDI Q3 2,0 TDI vs. SUBARU XV 2,0D abstecken, Käufer zu den Fahnen mit den Sternen holen. Und sie werden dabei so manch Arrivierten ins Wadl beißen, das ist sicher. Ham´ ma´s jetzt? Den Q3 schmerzt wenig, sieht man vom Erfolg des BMW X1 ab. Seine Plattform kommt vom VW Tiguan, zahlreiche Details von A4 und A3 und - so ist man bei Audi überzeugt: "…hat die besten Chancen zum neuen Erfolgsmo-

rrf@ms-insider.com

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dell zu werden." Mit seinem ersten LifestyleSUV für die Kompaktklasse will Subaru großstädtische Kundschaft, junge Familien und insbesondere Frauen ansprechen. Kunden, die nicht nur auf die Funktion eines Autos achten sondern auch auf Design Wert legen. Beide sind Zweiliter-Vierzylinder der klopfenden Sorte, also Selbstzünder. Trotzdem schon der erste Unterschied: Im Japaner arbeitet

ein Boxer, seidenweich, kraftvoll, mit 147 PS. Den Ingolstädter gibt es auch mit 140 PS, der hier getestete liefert allerdings deren 177 an die Achsen. Gefühlt ist aber der VX gleich stark. Nicht weil der Motor des Q3 so lahm wäre, ganz im Gegenteil, weil der Boxer mit unheimlich viel Power schon von ganz unten kommt und nach oben hin jubelt. Zweimal nachgeschaut - ist trotzdem kein Benziner. Dafür müssen die Jungs in Japan allerdings noch schwer nachlegen, wenn sie die Geräuschkulisse der Audianer erreichen wollen. Speziell beim Kaltstart - okay da ist kein Diesel wirklich leise - aber dieser ist nicht nur kernig und rau, sondern nagelt mit den Ventilen um die Wette. Und so weckt der Boxer den ganzen Gemeindebau zum Guten Morgen-Gruß. Das es besser machbar ist, lässt hier die Dämmung bei Audi hören, also - da hätten wir schon was fürs nächste Lastenheft, ihr Söhne der aufgehenden Sonne! Genauso wenig überraschend, wie das gefällige Außendesign zeigt sich der Innenraum des Audi. Hier wird der Premium-Anspruch greifbar. Alles nett anzusehen und anzufassen doch etwas mehr Eigenständigkeit dürfte ein Volumenmodell wie der Q3 durchaus vertragen. Der ausklappbare Multifunktionsbildschirm auf dem Armaturenbrett könnte etwas größer sein, optisch wirkt er wie ein Fremdkörper. Das Platzangebot ist Dank des 2,60 Meter langen Radstandes ordentlich. Vorne kann man gut sitzen und auch hinten finden zwei Erwachsene ausreichenden Platz. Zu dritt? Lieber nicht. Zudem fehlt eine verschiebbare Rückbank. Im Laderaum gibt es ein Volumen zwischen 460 und 1.365 Litern – allemal ausreichend. Doch die flach abfallende Heckscheibe schränkt den Laderaum nach oben hin spürbar ein. Eine praktische Heckklappe

Spürbarer Premium-Anspruch zeichnet das Interieur des Q3

mit elektrischer Betätigung – Fehlanzeige. Der Subaru beschönigt da nicht, innen ist er ein ausgewachsener Viersitzer mit bequemen Gestühl und ausreichend Kofferraum. Ausstattung und Verarbeitung sind ordentlich, die Übersicht und die Sitzposition gut. Große Personen stören sich an dem niedrig angebrach-

Viel Technik hilft dem Audi-Fahrer

ten Rückspiegel. Die Sicht nach hinten ist, wie bei den meisten Fahrzeugen dieser Klasse, durch die hohe Fensterkante in der Heckklappe eingeschränkt. Das wird ausgeglichen durch die Rückfahrkamera. Damit wird das Einfädeln in enge Parkbuchten zum Kinderspiel. Der Innenraum zeigt sich aufgeräumt, lässt aber jeglichen Charme- wie auch Höherwertigkeit der Materialien vermissen. Das Navigationsdisplay spiegelt gelegentlich von der Fahrerposition aus, sein Touchscreen hat kleine Symbole und ist daher mit klobigen Fingern schlecht bedienbar. Die Anordnung der Symbole zudem gewöhnungsbedürftig und ohne Brille schlecht lesbar. USB-Anschluss leicht erreichbar, den es im Audi gar nicht gibt. Wie im Audi sind die meisten Helferleins wie Audioanlage, Tempomat, Bordcomputer, Telefonfreisprecheinrichtung vom Lenkrad aus zu steuern. Im Subaru ist nur der Fahrersitz elektrisch verstellbar, bei Audi darf sich´s auch


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VERGLEICH: suviges - AUDI Q3 2,0 TDI vs. SUBARU XV 2,0D der Beifahrer elektrisch richten. Für beide Marken gilt: Sitze mit guten Seitenhalt, bequeme Sitzposition, auch Langstreckenfahrten werden nicht zum Problem. Der Clou sind aber die Sitzheizungsschalter im japanischen SUV. Sie sind derart versteckt - ganz neben dem Fahrersitz in Höhe der Rückenlehne - und schwer erreichbar, dass man, will man kein Risiko eingehen - am Besten stehen bleibt um die Sitzheizung anzumachen/auszuschalten. Natürlich könnte man jetzt argumentieren, das in Japan der Fahrer weil Rechtlenker auf der anderen Seite sitzt und das dann schon ganz anders aussieht. Aber bitte - wir sind hier in Europa und fahren auch so. Der Vierzylinder-Commonrail-Diesel mit zwei Litern Hubraum läuft allzeit ruhig und betont untertourig. Doch nie hat man das Gefühl, knapp 180 PS unter der Haube zu bewegen. Hier dürfte es durchaus etwas mehr spürbare Leistung sein. Für einen geringen Durst sorgen unter anderem regenerative Bremsen, Start/ Stopp-Automatik und bedarfsgeregelte Nebenaggregate. Kann sich der Zweiliter im Audi nicht so recht entfalten, so ist dies beim Subaru genau das Gegenteil. Der hängt heftig am Gas, schon

Vielleicht größere Räder? Aber bitte auf alle Fälle ein anderes Felgen-Design!

beim leichtesten Zecherlzucken wird man nach vorne katapultiert. Aufgrund der Motorcharakteristik des Boxermotors stellt sich eine absolut homogene Leistungsentfaltung ein, die seinesgleichen sucht. Wer aber ein Start/Stopp-System sucht, der sucht lange. Beim Diesel nicht zu kriegen. Die Schaltwege des 6-Gang-Getriebes liegen beim XV derart eng beieinander, dass exaktes Schalten notwendig wird, will man in den dritten und nicht im fünften Gang landen. Das ist bei Überholmanövern ärgerlich. Beim serienmäßigen Doppelkupplungsgetriebe S-Tronic des Audi fällt auf, das es bisweilen allzu nervös zwischen den sieben Schaltstufen hinund herwechselt. Gar nicht gefallen kann dagegen die zu leichtgängige elektrische Servolenkung, die zu wenig Kontakt zur Fahrbahn vermittelt. Zudem zeigt der kleinste Audi-SUV in flotten Kurven deutliche Tendenzen zum Nicken und Wanken. Das Gewicht von knapp über 1,5 Tonnen beim 2.0 TDI quattro ist jedoch kaum zu spüren. Da kann der Subaru glänzen und seinen größten Trumpf ausspielen: das Fahrwerk. Egal ob auf Schotter, auf rutschigem Untergrund oder auf herkömmlichem Asphalt - der Rallyesport lässt grüßen! - macht der XV eine souveräne Figur und überzeugt mit solidem Handling. Das ESP greift sanft aber bestimmt ein und korrigiert, wo es nötig ist. Der permanente Allradantrieb sorgt wie auch beim Audi für die nötige Traktion, allerdings dürfen Fahrer des XV auch auf eine Geländeuntersetzung bauen, wenn sie sich einmal wirklich ins Abseits asphaltierter Straßen getraut haben. Der Audi Q3 ist das, was man von ihm erwartet: Der kleine Q5, der kleine Q7. Und in selber Qualität der beiden großen Brüder. Premium eben. Obwohl man dies nicht an jeder

Ecke festmachen kann, auch hier gibt es Potenzial für Verbesserungen. Wer sich tief in die Liste der Sonderausstattungen einarbeitet und viele Kreuze macht, bekommt einen wahren Luxus-SUV mit zahlreichen Komfortund Sicherheitsausstattungen. Für den ersten Lifestyle-SUV der Firmengeschichte haben die Subaru-Jungs einen tollen Job gemacht. Die wenigen Beanstandun-

gen können bereits im Zuge des ersten Facelift`s erledigt werden. Sie sind noch nicht Premium - genau so wenig wie ein Meister vom Himmel fällt - aber sie sind auf dem Weg dorthin (nicht in den Himmel, Richtung Premium!) und schon sehr weit. Audi, BMW, aber auch Porsche (Macan) sollten über BoxerDiesel SUVs nachdenken. Oder sie werden über dies nachdenken müssen.

Weniger Lieblosigkeit beim Interieur - dann klappts auch mit Premium

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Audi Q3 vs Subaru XV 26-30:Layout 1 20.02.12 23:34 Seite 30

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VERGLEICH: suviges - AUDI Q3 2,0 TDI vs. SUBARU XV 2,0D Beide sind auf dem Weg Audi muss mit dem Q3 Erwartungen erfüllen, Subaru sich einen neuen Markt erobern

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TOP & FLO P hohe Sicherhei tsausstattung, hochwertige M aterialien, niedriges Geräu schniveau

TOP & FLO P hervorragend abgestimmtes Fahrwerk, erprobter Allrad an trieb, sparsamer Die selmotor Kaltstart-Nagle r zum Quadrat, kein Start/StoppSys tem beim Diesel, diese Sitzheizungssc halter

DATEN: Preis: 39.900,-, Optionen: € 18.855,53, Gesamtwert des Testfahrzeuges: € 58.755,53, Sicherheit: Fullsize Airbags, Sicherheitsgurte auf allen Sitzplätzen, Kopfstützen auf allen Plätzen, ISOFIX-Kindersitzbefestigung, Verbrauch/Drittelmix*: 5,9 l, Beschleunigung 0-100 km/h*: 8,2 sec., Vmax: 212 km/h, Motor: 4-Zylinder in Reihe, Leichtmetall-Zylinderkopf, 4Ventile/Zylinder, DOHC, Zahnriemen, 5fach gelagerte Kurbelwelle, Common-Rail-Einspritzsystem, 1Turbolader VTG, Intercooler, Hubraum: 1.968 cm3, max. Leistung: 177 PS/130 kW bei 4.200/min-1, max. Drehmoment: 380 Nm bei 1.750-2.500/min-1, Verdichtung: 16,0:1, Treibstoff: Diesel, Kraftübertragung: ST7-Automatik, Allradantrieb quattro, ESP, ASR, Radaufhängung: v-McPherson-Federbeinachse, Dreieckquerlenker, h-Vierlenker-Hinterachse mit getrennter Feder-Dämpfer-Anordnung, v/hStabilisator, Bremsen: Scheiben, v-belüftet, ABS, Bereifung: 215/65 R16, Gewicht: 1.585 kg, L/B/H: 4.385/1.831/1.590 mm, Radstand: 2.603 mm, Tankinhalt: 64 l, * Werksangaben

DATEN: Preis: € 34.990,-, Option: Metallic Lakkierung € 501,-, Gesamtwert des Testfahrzeuges: € 35.491,-, Sicherheit: SRS Fahrer- und Beifahrerairbags, SRS Seitenairbags für Fahrer- und Beifahrer, SRS Vorhangairbags vorne und hinten, SRS Knieairbags, Seitenaufprallschutz, 3-PunktSicherheitsgurte mit Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzer auf den Vordersitzen, Sicherheitsgurte vorne höhenverstellbar, aktive Kopfstützen, Sicherheitslenksäule, ISOFIX-Kindersitzverankerung, Verbrauch/Drittelmix*: 5,6 l, Beschleunigung 0-100 km/h*: 6,3 sec., Vmax: 198 km/h, Motor: 4-Zylinder-Boxer, Leichtmetall-Zylinderköpfe undblock, 4Ventile/Zylinder, DOHC, Kette, CommonRail-Einspritzung, 1Turbolader VNG, Intercooler, Hubraum: 1.998 cm3, max. Leistung: 147 PS/108 kW bei 3.600/min-1, max. Drehmoment: 350 Nm bei 1.600-2.400/min-1, Verdichtung: 16,0:1, Treibstoff: Diesel, Kraftübertragung: 6-Gang, Permanenter Allradantrieb "Symmetrical AWD", Zentraldifferential mit Viscokupplung, Radaufhängung: v-Einzelradaufhängung, McPherson-Federbeinen, h-Einzelradaufhängung mit Doppelquerlenker im Mehrlenkerverbund, Bremsen: Scheiben, v-belüftet, ABS, Bereifung: 225/55 R17, Gewicht: 1.435 kg, L/B/H: 4.450/1.780/1.570 mm, Radstand: 2.635 mm, Tankinhalt: 60 l, * Werksangaben

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Motor zeigt wen ig Biss, schwache Bas isausstattung, zu leichtgängig e Lenkung


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Honda Accord Tourer 32-33:Layout 1 20.02.12 23:50 Seite 32

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TEST: charakterbildend - HONDA ACCORD TOURER 2,2 i-DTEC TYPE S ehr geht nicht, echt nicht. Ist man versucht zu sagen, wenn man sich Hondas Preisliste in Österreich betrachtet. Der Accord ist im hiesigen Hondauniversum das Nonplusultra der Gefühle. Neidvoll blicken die, die sich's richten können über die Grenzen und wählen dann dennoch ein Premiumprodukt, das eben von dort über der Grenze seinen Herkunftsstempel ins Blech gedrückt bekommt. Dabei werden die nach Aufmerksamkeit heischenden kalt lächelnd über den Tisch gezogen, sodass kein Haar mehr am Haupte ungeschoren davon kommt. Und eilig hecheln sie in ihrem XYZ auf den Flaniermeilen dieses Landes, um sich doch anonym in die Masse der XYZ's artig hinten ein zu reihen. Imageaffine rümpfen beim Blick in die Preisliste die Nase und machen um den Honda einen Bogen, als ob es gälte eine ansteckende Krankheit zu vermeiden. Der Weise allerdings gibt sich betont bescheiden und eignet sich fernöstliche Tugenden an. Dabei merke, nie würde ein freundlich lächelnder Asiat dich über den Tisch zu ziehen versuchen, wenn man bemüht ist, sich in Ihre Denkweise einzufühlen. Diese Tugenden haben meist in Japan ihren Kristallisationspunkt und gerne nahmen wir das Angebot an, den von zurückhaltender Eleganz gezeichneten Accord Tourer auf unserem Weg zu höherer Weisheit als Wegeabschnittspartner ein Weilchen neben uns zu akzeptieren und durch ihn zu höherer Einsicht zu gelangen. Hondas machtvoll auftretender Lifestyle-Laster mit den Turnpatschen hört auf das Kürzel Type S. Und Honda hat alles reingepackt was gut und teuer ist. Technikaffinen seien nur ein paar Kürzel genannt – ACC (Adaptive Cruise Control), LKAS (Lane Keeping Assist System) CMBS (Collision Mitigation Brake System) - um zu erkennen, in welcher Liga der

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thomas.kranewitter@ms-insider.com

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LERNPROGRAMM Shintö im Schnelldurchgang Accord Tourer spielt. Und dennoch, trotz aller Technik entlässt uns Honda nicht aus der Verantwortung, wenn wir den Lernkokon verlassen, um in der Realität an zu kommen. Unser Lehrmeister erinnert uns nach absolvierter Lektion gerade in unserer Selbstzufriedenheit immer noch weiter zu denken. Licht beim Aussteigen vergessen abzudrehen? Als Kraftzentrale offeriert uns Honda den besten Dieselmotor, den man momentan für Geld und gute Worte am Markt bekommen kann.

Der Selbstzünder mit den 180 PS und 380 Nm ist ein Musterbeispiel an Laufkultur, Antrittstärke und Verbrauchsverhalten, der so in dieser Kombination anderswo nicht zu finden ist. Andere sind vielleicht stärker, wieder andere verbrauchen ein Stamperl weniger, aber über Hondas Combo geht nichts drüber. Das Fahrwerk steht seinem Hauptstressor in nichts nach. Der Accord liegt satt auf der Strasse und verwechselt Sportlichkeit nicht mit Härte. Trotz der straffen Federung trauen wir uns

Gehobenes Interieur wird per Ledersitzen und roten Nähten vermittelt

dennoch zu, eine Tankfüllung lang, ein Packerl rohe Eier unbeschadet zu transportieren. Führungskraft beweist auch die exakte Lenkung, die die mächtigen 18er Walzen locker auch auf schlechtem Untergrund im Zaum hält. Wir lernen, nicht das Streben nach einzelnen Spitzenwerten macht glücklich, sondern die ausgewogene Harmonie in scheinbar diametral auseinander liegenden Grundkonstanten führt zu Ausgeglichenheit. Der Innenraum empfängt uns mit nobler Düsternis und nichts lenkt einem von der wesentlichen Aufgabe eines Fahrers - der Blick auf die Strasse und das Verkehrsgeschehen – ab. Die dezenten rötlichen Ziernähte auf den Sitzen, Konsolen, Schaltknüppel, Lenkrad und Türverkleidungen vermitteln ein aus der Tiefe kommendes Glühen, das die Konzentration auf das Wesentliche erleichtert. Bei der Schluckfreudigkeit des Gepäckabteils lernen wir Novizen, uns auf das Wichtigste zu beschränken und der allgemeinen Gierigkeit, nach so Vielem wie nur möglich, zu entsagen Der Honda sei all jenen wärmstens ans Herz gelegt, die nun endgültig genug haben vom westlichen Streben nach Hier und Jetzt und sich orientierungslos auf der Suche nach einem modernem Zugang zu einer Wertevermittlung der angesagten Genügsamkeit befinden, ohne sich aber in der Steinzeit wiederfinden zu wollen.

TOP & FLO P Motorkultur, Fahrwerkskultu r, Lebenskultur Wir, verwöhnt, verzärtelt und verzettelt


Honda Accord Tourer 32-33:Layout 1 20.02.12 23:51 Seite 33

TEST: charakterbildend - HONDA ACCORD TOURER 2,2 i-DTEC TYPE S

Flott zu fahrende Heckklappe mit genug Power und sensiblen Fahrwerk ein gleitender Sportler eben

DATEN: Preis: € 37.580,-, Option: Metallic/Pearllackierung € 580,-, Gesamtwert des Testfahrzeuges: € 38.160,-, Sicherheit: Airbag für Fahrer und Beifahrer, Kopfairbag vorne und hinten, Seitenairbags vorne, Seitenaufprallschutz, 3Punkt-Automatik-auf allen Sitzplätzen, Sicherheitsgurte vorne höhenverstellbar, Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer vorne, aktive Kopfstützen vorne, ISOFIX- und TopTether-Kindersitzverankerungen äußere Rücksitze, Verbrauch/Drittelmix*: 5,6 l, Beschleunigung 0-100 km/h*: 8,7 sec., Vmax: 220 km/h, Motor: 4-Zylinder in Reihe, Leichtmetall-Zylinderkopf und- block, 4Ventile/Zylinder, DOHC, Kette/VVT, Common Rail Einspritzung, 1Turbolader VNG, Intercooler, Hubraum: 2.199 cm3, max. Leistung: 180 PS/132 kW bei 4.000/min-1, max. Drehmoment: 380 Nm bei 2.000-2.750/min-1, Verdichtung: 16,3:1, Treibstoff: Diesel, Kraftübertragung: 6-Gang, front, ESP, Radaufhängung: v-Double-Wish bone-Einzelradaufhängung, h-5-Lenker-DoubleWishbone-Einzelradaufhängung, v/h-Schraubenfedern, Stabilisator, Bremsen: Scheiben, v-innenbelüftet, Ø 296 mm, h-Ø 305 mm, ABS, EBD, Bereifung: 235/40 R18 98W, Gewicht: 1.659 kg, L/B/H: 4.725/1.840/1.440 mm, Radstand: 2.705 mm, Tankinhalt: 65 l, * Werksangaben

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Citroen DS4 34-35:Layout 1 20.02.12 23:49 Seite 34

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TEST: göttlich - CITROËN DS4 200 THP SPORT CHIC

LADY MADONNA 3–12

Coup Limo mit einem Hauch Zitrone

Flotter Franzose, der unseren Po zum Wackeln bringt und dies in jeder Lebenslage

it der Einführung der neuen Linie DS ließ der französische Hersteller Citroën aufhorchen. Bereits der DS3 überzeugt stilistisch. Der DS4 steht dem nicht nach und vereint die Vorzüge einer Limousine mit jenen eines Coupés. Kulinarisch gesprochen ist er ein göttli-

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ches Meisterwerk französischer Pâtisseriekunst, sozusagen ein Coup Limo mit einem Hauch Zitrone. Einfach himmlisch. Wobei von der einstigen "Göttin" (La Déesse) blieb außer dem Namen nichts. Anti-Retro eben. Doch bleiben wir gleich beim Äußeren, denn

immerhin ist es das, was das Auge zuerst besticht. Ein wenig höher als der Rest der grauen Limousinenwelt, zieht er die Blicke der anderen Parkplatzbenützer im Einkaufszentrum unweigerlich auf sich. Allein die Frontansicht legt nahe, dass DS nun mehr für dynamisch

DATEN: Preis: € 30.090,-, Optionen: MetallicLackierung € 485,-, 19" Alufelgen CAIMS inkl. Pannenset € 441,-, Leder HABANA braun € 1.197,-, HiFi-Soundsystem € 441,-, Navigation eMyWay € 1.166,-, Sicherheits-Paket Premium Plus € 1.084,-, Gesamtwert des Testfahrzeuges: € 34.904,-, Sicherheit: Fahrer- und Beifahrerairbag, Kopfairbags vorne und hinten, Seitenairbags vorne, Dreipunktsicherheitsgurte für alle Sitzplätze, Sicherheitsgurte vorn, höhenverstellbar, mit pyrotechnischen Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzern, ISOFIX-Kindersitzbefestigung, auf der Rückbank, Verbrauch/Drittelmix*: 6,4 l, Beschleunigung 0-100 km/h*: 7,9 sec., Vmax: 235 km/h, Motor: 4-Zylinder in Reihe, LeichtmetallZylinderkopf und- block, 4Ventile/Zylinder, DOHC, Kette, 5fach gelagerte Kurbelwelle, Multipoint-Einspritzung, Hubraum: 1.598 cm3, max. Leistung: 200 PS/147 kW bei 5.800/min-1, max. Drehmoment: 275 Nm bei 1.700/min-1, Verdichtung: 11,0:1, Treibstoff: 98 ROZ, Kraftübertragung: 6-Gang. front, ESP, Radaufhängung: v-McPherson-Federbeine, Dreieckquerlenker, h-Verbundlenkerachse, v/h-Schraubenfedern, Stabilisator, Bremsen: Scheiben, v-belüftet, Ø-266 mm, h-Ø 249 mm, ABS, Bereifung: 225/45 R18, Gewicht: 1.356 kg, L/B/H: 4.275/1.810/1.533 mm, Radstand: 2.612 mm, Tankinhalt: 60 l, * Werksangaben

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Citroen DS4 34-35:Layout 1 20.02.12 23:49 Seite 35

TEST: göttlich - CITROËN DS4 200 THP SPORT CHIC Organisation der Stauflächen sprechen klar für eine Kompaktlimousine. Letzte Reste des Coupés finden sich beim näheren Betrachten der Fensteröffner: Da sind nur zwei? Verstörter Blick nach hinten. Tatsache. Es gibt keine Möglichkeit die Fondfenster zu öffnen. Doch das ist beabsichtigt, weil Coupés eben so sind. Ah ja. Nun gut. Dafür ist ausreichend Platz in den hinteren Reihen und man muss keine Angst wie Asterix haben, dass einem der Himmel lauf den Kopf fällt. So wie das Exterieur, spricht auch das Interieur eine gefällige Designsprache. Möglichkeiten zur Individualisierung bietet die farbliche Verstellmöglichkeit der Hintergrundbeleuchtung der Armaturen. In der Mittelkonsole versteckt sich eine 220VSteckdose, die damit die Verwendung eines Laptops im Auto ebenfalls ermöglicht. Für eine Kaffeemaschine ist leider keine geeignete Abstellmöglichkeit zu finden.

So durchdacht alles scheint, gibt es doch Dinge, die im Alltag ein wenig den Fahrspaß trüben. Da wäre zunächst die Positionierung des Rückspiegels zu nennen. Dieser sitzt aufgrund der höhenverstellbaren Sonnenblenden tiefer. Dies ermöglicht einen Blick darin ohne den Kopf zu drehen, jedoch stört er damit das Sichtfeld etwas beim Kurvenfahren. Die Sitzposition ist trotz gut konturierter Sitze - die beheizbar sind - nicht ganz so sportlich wie es zu dem DS4 passen würde. Trotz tiefster Einstellung sitzt man noch immer wie auf einem Stockerl. Für Temperaturen um den Gefrierpunkt suchen die Finger auf dem Lenkrad und Ganghebel die Plätzchen um die Aluapplikationen, denn diese sind derart kalt, dass man sich fast Handschuhe anziehen möchte. Doch nun genug gemeckert, denn die MotorGetriebekombination lässt den Rest als Peanuts erscheinen. Derartig viel Spaß macht der

200 THP, dass man aufgrund des Drehmoments, eigentlich zunächst einen Diesel dahinter vermuten könnte. Hier macht sich die Zusammenarbeit mit BMW positiv bemerkbar. Kraft ist dort, wo man sie braucht und davon nicht zu knapp. Sportlich-knackig dazu das Sechsgang-Schaltgetriebe. Der Spurhalteassistent lässt nicht wie bei anderen Herstellern üblich, das Lenkrad vibrieren, sondern den Popo wackeln. Aber nicht nur das. Es vibriert immer die Seite, deren Leitlinie gerade berührt wurde. Dank des sehr straffen Fahrwerks und der gut abgestimmten Lenkung eignet sich der Citroën ideal für bergige Ausflüge, wo es mit höheren Geschwindigkeiten engere Kurven zu fahren gilt. Mit dem Gesamtpaket DS4 ist den Franzosen eine vollwertige Kreuzung von Coupé und Kompaktlimousine gelungen, die das Beste aus Komfort und Sportlichkeit vereint.

TOP & FLO P Motor, Innen-und Auß endesign, Spurhalteassist ent tief angebracht er Rückspiegel, ideale Sitz position zu finden, Türgrif fspitz ästhetisch, aber gefä hrlich

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rainer.lustig@ms-insider.com

und sportlich steht. Diese Attribute heften sich Hersteller oft auf die Fahnen, dass dies aber keine Mogelpackung ist, merkt man spätestens beim Anlassen des Motors. Das Firmenemblem dominiert den Kühlergrill, nach hinten gezogene Scheinwerfer vermitteln sportliche Aggressivität. Auch die Heckansicht mit dem chromumrandeten Diffusor samt Doppelrohrauspuffanlage und kleinen, aber feinen Dachspoiler zeugen von einer rundum gelungenen Komposition. Doch um die wahre Stylingraffinesse dem DS4 zu entlocken, muss er von der Seite betrachtet werden. Hier liegt das Highlight der Linienführung. Chromumrandete Seitenscheiben und gekonnt akzentuierte Lichtleisten vermitteln klar das Bild eines Coupés. Doch beim genaueren Hinsehen entdeckt man dezente Kanten, die auf Fondtüren hindeuten. So wie bei unserem Dauertester, dem Hyundai Veloster heißt es "Schau genau!". Der Türgriff dafür wurde in die Fensterrahmen integriert, sodass die Coupéoptik nahezu erhalten bleibt. Dadurch wird das Öffnen der Türen waffenscheinpflichtig. Es empfiehlt sich wirklich, sich zu vergewissern, ob nicht gerade ein Radfahrer vorbeikommt, denn der wird unweigerlich vom Türöffner "aufgespießt". Die gesamte Anlage des Innenraums und die

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Gefälliges Design des Interieurs - und die "Türspitz-Falle" für Radfahrer


Chevrolet Aveo 36-37:Layout 1 20.02.12 23:48 Seite 36

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TEST: trockengelegt - CHEVROLET AVEO 1,3 DIESEL LTZ

LANGSTRECKENFLIEGER 5,2 Liter sagen alles - Punkt. 3–12

chon seit Jahrzehnten steht Chevrolet für einfach günstige Massenmotorisierung. Das hat sich seit der Umbenennung des koreanischen Ablegers in gutes altes Amerikanisch nicht wesentlich geändert. Nur die Di-

mensionen sind etwas geschrumpft, um auch auf europäischen Boden etwas amerikanische Alltagskultur etablieren zu können. Das die Zeiten in denen man den Amis Überheblichkeit vorwerfen konnte endgültig vorbei sind,

thomas.kranewitter@ms-insider.com

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Motorrad-Look und kein Mäusekino - dazu stylisch

kann man am Beispiel des Aveo schön festmachen. Wer Chevrolet mit mächtigen und durstigen Straßenkreuzern heute noch in Verbindung bringt ist entweder ein unverbesserlicher "Gas-Guzzler" oder negiert, dass sich die Amis anschicken die Europäer auf der Technologieschiene mit Karacho zu überholen. Zugegeben, die Korea-Connection hilft ein bisschen, das Bild zugunsten der Konzernzentrale in Detroit zu Recht zu rücken. Wir nahmen uns den Aveo in der typisch europäischen Massenmotorisierung – dem Diesel – zur Brust. Schon der Blick in den Zulassungsschein lies uns über den rachitischen Hubraumschwund ungläubig den Kopf schütteln, aber die Kontrolle unter der Motorhaube offenbarte uns die schmächtige Wahrheit. Wie bewegt man bitte selbst einen Schrumpf-Ami mit 1,2 Liter? Und da meinen wir nicht den durchschnittlichen Spritverbrauch beim Kaltstart! Um den Motor anzuwerfen enterten wir den Innenraum und wachten im neuen Jahrtausend auf. Der Flächenverbrauch dient wirklich nur den Passagieren und so klein ist klein gar nicht. Vier Erwachsene haben ausreichend Platz ohne dass es unter den Achseln zwickt, wenn man sich den Aveo anzieht. Die Verarbeitungsqualität ist um Lichtjahre jener der Vergessenheit anheim fallenden Vorgänger aus den 70er, 80er und 90ern voraus. Der Innenraum empfing uns mit den Amerika-typisch groß dimensionierten Ablagen und versprach schon rein optisch gute Langstrekkenqualität, oder wo sonst können sie noch

eine 1,5 Liter Mineralwasserflasche in der Türverkleidung unterbringen? Auch der gesteigerte Bedienkomfort durch einen Tempomat - in dieser Klasse keineswegs eine Selbstverständlichkeit - und die vielen Knöpferln am Lenkrad unterstreichen diesen Eindruck. Ein forschender Blick auf die Armaturenbatterie im Motorrad-Look, überzeugte uns von der Funktionstüchtigkeit des Fortbewegungsaggregats. Immerhin, das Mäusekino der Vetten aus den 90ern ist uns teilweise als Ankerpunkt erhalten geblieben. Trotzdem quält uns der Aveo nicht mit Informationen diverser elektronischer Helferleins, die ihre Bereitschaft nur all zu gerne in das Blickfeld des Fahrers drängen. Die Auskunftsfreudigkeit des Bordcomputers ist dem dürren Umfeld angepasst. Einer Eingebung folgend, überprüften wir diesen ersten Eindruck des Stadthandtäschchens auf einer ausgedehnten Singletour. Das Motörchen schnurrte brav an der Unauffälligkeitsgrenze dahin und die durchschnittlichen Verbrauchszahlen am Bordcomputer, purzelten wie momentan nur die Aktienkurse der Banken an den Börsen. Unser Börsel mussten wir erst nach 880 Kilometern zücken um den Tank mit 44 Litern vor dem Austrocknen zu bewahren. Die 5,2 Liter die wir durchschnittlich verbraucht haben sollen, stimmten

TOP & FLO P Ablagen, Langstreckenko mfort, Verbrauch Polterachse, Frontlipperl, dürre Armatur enfunktionen


Chevrolet Aveo 36-37:Layout 1 20.02.12 23:48 Seite 37

TEST: trockengelegt - CHEVROLET AVEO 1,3 DIESEL LTZ

Wir mögen diese beschleunigte Art des Kleinseins in großen Sachen der Aveo ist da wie ein Bruder

DATEN: Preis: € 17.390,- Optionen: Metalisée € 410,-, Gesamtwert des Testfahrzeuges: € 17.790,-, Sicherheit: Front-, Seiten- und Fensterairbag für Fahrer und Beifahrer, 3-PunktSicherheitsgurte hinten, ISOFIX-Kindersitzbefestigung hinten, ABS, Bremsassistent (BAS) ESC, Traktionskontrolle (TCS) und Berganfahrhilfe (HSA) Verbrauch/Drittelmix*: 4,1 l, Beschleunigung 0-100 km/h*: 12,6 sec., Vmax: 174 km/h, Motor: 4-Zylinder in Reihe, Leichtmetall-Zylinderkopf, 4Ventile/Zylinder, DOHC, Kette, 5fach gelagerte Kurbelwelle, direkt Einspritzung, Common Rail, Hubraum: 1.248 cm3, max. Leistung: 95 PS/70 kW bei 4.000/min-1, max. Drehmoment: 210 Nm bei 1.750/min-1, Treibstoff: Diesel, Kraftübertragung: 6-Gang, front, Radaufhängung: v- Einzelradaufhängung, McPhersonFederbeine, h-Verbundlenkerachse, Bremsen: v- Scheiben, h-Trommeln, ABS, Bremsassistent (BAS), Traktionskontrolle (TCS), Berganfahrhilfe (HSA), Bereifung: 205/55 R16, Gewicht: 1.185 kg, L/B/H: 4.039/1.735/1.517 mm, Radstand: 2.525 mm, Tankinhalt: 46 l, * Werksangaben

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uns froh und harrten einer beinharten Überprüfung. Dabei stellten wir freudig überrascht fest, dass der tatsächliche Verbrauch den Prospektdaten verdächtig nahe kommt. Durch unsere Testarbeit bestätigt können wir mit ruhigem Gewissen die Zahlen die der standardisierte 120 Sekunden Prüfstandzyklus für den

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Aveo ausspuckt, in das Technische DatenKästchen übernehmen. Lange Autobahnfahrten scheinen die Domäne des kleinen Aveo zu sein. Weder kratzte die tief stehende Frontschürzenlippe über Entschleunigungs-Schwellen, noch polterte die Hinterachse über zu tief liegende Gullydeckel.

Der Aveo sei all jenen ans Herz gelegt, die für vernünftiges Geld den Parkraum vor der städtischen Haustüre nicht über Gebühr beanspruchen wollen, berufsmäßig weit in die Provinz pendeln und am Wochenende gerne mit Kind und Kegel zum Futtern bei Muttern vorbeischauen.


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DATEN: Preis: € 26.490,-, Optionen: Luxuspaket € 1.490,-, Panorama Hub-/Schiebeglasdach € 1.190,-, Blue drive ISG Start/Stopp-Automatik € 350,-, Gesamtwert des Testfahrzeuges: € 29.520,-, Sicherheit: Airbag für Fahrer und Beifahrer, Kopfairbags vorne und hinten, Seitenairbags für Fahrer und Beifahrer, 3 Punkt-Sicherheitsgurte auf allen Sitzplätzen, vorne mit Gurtstraffer und Kraftbegrenzer, ISOFIX-Kindersitzbefestigung, aktive Kopfstützen, Verbrauch/ Drittelmix*: 6,4 l, Beschleunigung 0-100 km/h*: 10,3 sec., Vmax: 200 km/h, Motor: 4-Zylinder in Reihe, Leichtmetall-Zylinderkopf und- block, 4Ventile/Zylinder, DOHC, Kette, 5fach gelagerte Kurbelwelle, direkte Einspritzung, Hubraum: 1.591 cm3, max. Leistung: 140 PS/103 kW bei 6.300/ min-1, max. Drehmoment: 167 Nm bei 4.850/ min-1, Verdichtung: 11.0:1, Treibstoff: 95 ROZ, Kraftübertragung: 6-Gang, front, ESP, Radaufhängung: v-McPherson-Federbeine, Querlenker, h-Verbundlenkerachse, v/h-Schraubenfedern, Stabilisator, Bremsen: Scheiben, v-belüftet, Ø 280 mm, h-Ø 262 mm, ABS, Bereifung: 215/45 R17, Gewicht: 1.279 kg, L/B/H: 4.220/ 1.790/1.399 mm, Radstand: 2.650 mm, Tankinhalt: 50 l, * Werksangaben

Asymmetrisch Wagen. Was ist da los? Der Veloster schaut von diesem Blickwinkel irgendwie anders aus. Die Türe kommt einem kürzer vor. Da ist ja noch ein Spalt in der Seitenwand, der einem früher noch nicht aufgefallen war. Was ist denn das, das kleine Seitenfenster hat ja einen Griff versteckt: Das ist eine Tür. Dem Radiohörer wird es ja täglich mehrmals vorgeflüstert. Links eine und rechts Zwei. Aber wer hört da schon so genau hin. Somit auch die Erklärung warum drei Fensterheber. Gut es ist hier ein Einstieg vorhanden, aber mit etwas mehr Volumen um die Leibesmitte - ein gestandener Mann halt - und mit einer Größe die ein bissl mehr dem Zwergenmaß entspricht, hat man schon Mühe ins Innere zu gelangen. Genau so geht’s einem beim Rausklettern. Auch das Erreichen der hinteren Bank von der

www.ms-insider.com Wer sieht die Türe, sieht den Griff?

Fahrerseite aus erfordert ein gewisses Maß an Beweglichkeit. Es ist halt ein Sportler. Damit gleich zum Thema Sportler. Anfangs ist der dieselgewohnte Fahrer bemüht seine Drehzahl im unteren Bereich zu halten, so bei zwei bis dreitausend Umdrehungen, da kommt einem das Vorwärtskommen schon etwas lasch vor. Doch dieser Sechzehnhunderter wird ja mit Super betrieben. Dementsprechend darf da schon etwas höher mit der Drehzahl agiert werden. Plötzlich wird er zum Sprinter mit flotter Außenhaut. Nicht mehr ganz im Verbrauch den Werksangaben entsprechend, aber noch im erträglichen Rahmen. Übersieht man die Schaltanweisungen am Armaturenbrett ist man flotter als die Polizei erlaubt. Apropos Polizei, die blickt auf jeden Fall. Die Farbe, diese Form.

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twas ungewöhnlich, diese Anordnung der Türen. Man hat das Fahrzeug schon drei Tage vor der Tür stehen, bewegt es von Zeit zu Zeit, freut sich über die sich weit öffnende Fahrertür um reinzukommen und blickt immer ganz verwundert auf die Armlehne. Drei Knöpfe für die Bedienung der Fensterheber. Warum ausgerechnet drei. Entweder zwei oder vier. Aber drei? Irgendwann ist es dann so weit, man kommt von der anderen Seite zum

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longrun - HYUNDAI VELOSTER 1,6 GDI SPORTPLUS

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Kia Rio 40:Layout 1 20.02.12 23:53 Seite 40

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longrun - KIA RIO COOL 1,2 CVVT

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RIO-MALISTISCH Darf´s ein bisserl weniger sein?

usstattung. Ein Wort, das nach Fahrzeugmarke und PS-Zahl unweigerlich als nächstes kommt. Und dieses ist meist gar nicht so unwichtig, da es bei vielen Herstellern den Preis in unerschwingliche Höhen treibt. Zumeist verfügen die in der Redaktion getesteten Weggefährten über die Crème de la Crème aus den Optionslisten. Doch benötigt der Otto-Normal-Verbraucher dies alles wirklich? Derart inspiriert lernt man die nahezu minimalistische Ausführung unseres Rio mit anderen Augen zu betrachten. In der Version Cool wurde er bereits mit einer Klimaanlage verfeinert, was heutzutage wirklich als Komfortdetail unerlässlich ist. Wer als Kind,

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oder als Jungführerscheinbesitzer im Sommer in der heißen Blechbüchse gegart ist, wie die Bohnen in Terence Hill Filmen, weiß wie wertvoll Kühle, sei sie manuell oder automatisch reguliert, sein kann. Die Fenster im Fond werden noch händisch bedient. Für den normalen Fahrbetrieb ist das nicht wirklich relevant, da diese zwecks Klimatisierung sowieso zu bleiben. Bei Kleinkindern kann es vorkommen, dass die Füßchen an die Kurbel stoßen. Doch die damit verbundenen Windgeräusche machen dies ohnehin deutlich. Vom Lenkrad aus funktionieren die Steuerung des Bordcomputers und der Audioeinheit einschließlich Freisprecheinrichtung.

Wer kreuzigt unser Geldbörsel für was, nach was und - warum?

Dies erleichtert die Bedienbarkeit, denn der Blick bleibt auf der Straße. Ja, das wäre es auch. Aber muss es wirklich mehr sein? Ganz ehrlich, wozu braucht man bei einem Cityflitzer Tempomat? Einparkhilfe bei vier Meter Fahrzeuglänge? Wichtig ist, dass alle Extras in Sachen Sicherheit vorhanden sind und hier steht Kia den Herstellern voran, denn Features wie ABS, Berganfahrhilfe, Traktionskontrolle, Fahrzeugstabilitätsprogramm, Insassensicherheit und einiges mehr sind bereits serienmäßig ab der kleinsten Ausstattung vorhanden. Das zählt. Der Rest ist reiner Luxus. Und Ansichtssache.

DATEN: Preis: € 13.490,-, Sicherheit: ISP-InsassenSicherheitsPaket (Frontairbag, Fahrer- & Beifahrerseite, US-Fullsize/Seitenairbags vorne, Kopf- und Schulterairbags, vorne und hinten, Seitenaufprallschutz, 3-Punkt-Sicherheitsgurte auf allen Plätzen, Sicherheitsgurtstraffer & Gurtkraftbegrenzer vorne, Sicherheitsgurte vorne höhenverstellbar, ISOFIX Vorrichtung für Kindersitze, Verbrauch/Drittelmix*: 5,1 l, Beschleunigung 0-100 km/h*: 13,1 sec., Vmax: 172 km/h, Motor: 4-Zyliner in Reihe, Leichtmetall-Zylinderkopf- und block, 4Ventile/Zylinder, DOHC, Kette, 5fach gelagerte Kurbelwelle, Multi Point Einspritzung, Hubraum: 1.248 cm3, max. Leistung: 85 PS/62,5 kW bei 6.000/min-1, max. Drehmoment: 121 Nm bei 4.000/min-1, Verdichtung: 10,5:1, Treibstoff: 95 ROZ, Kraftübertragung: 5-Gang, front, Radaufhängung: v-McPherson-Federbeine, h-Verbundlenkerachse, Bremsen: Scheiben, v-innenbelüftet, ABS, Bereifung: 185/65 R15, Gewicht: 1.083 kg, L/B/H: 4.045/1.720/1.455 mm, Radstand: 2.570 mm, Tankinhalt: 43 l, * Werksangaben

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Kolumne Linortner - W Suzuki 41:Layout 1 20.02.12 23:54 Seite 41

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DAVID LINORTNER

In dieser Saison stehen neben den Rennen in der IDM auch drei Gaststarts in der SupersportWeltmeisterschaft auf dem Plan, an denen Knobloch und ich teilnehmen werden. Der freigewordene 2. Platz im IDM Team wird vom 22 jährigen Bayern Gabriel Läuger besetzt, der ebenfalls schon zwei Jahre Erfahrung in der

IDM Supersport hat. Weiters wird das Team 2012 den erst 14 jährigen Ă–sterreicher Marco Nekvasil im "Yamaha R6 Dunlop Cup" betreuen. Der Cup findet im Rahmenprogramm der IDM statt und gilt als eine der weltweit vielversprendsten Nachwuchsserien Ăźberhaupt. An dieser Stelle mĂśchte ich Frank Krekler danken, der als Chef von SKM (Sluka Krekler Motorsport) durch seine Kompetenz in Sachen Motortuning, Fahrwerk und Elektronik dieses Projekt, in dieser Qualität erst mĂśglich macht und nicht umsonst als einer der besten Tuner in Deutschland gilt (www.skm-moto.de). Nun zu Spanien. So wie die Dinge gelaufen sind, war ich am 2. Tag gezwungen mit einem Leihmotorrad zu fahren. Ich stieg nichtsahnend auf das Bike und fuhr mich gerade damit warm, als ich am Ende einer Geraden die Kurve anbremsen wollte. Etwa 180 am Tacho und absolute Leere! Der Auslauf in dieser Kurve ist grade zehn Meter - also Bike absichtlich hinlegen, wenn Du Ăźberleben willst. Warum das alles? Der Mechaniker des "Leihbikes", vergaĂ&#x; die Bremssättel festzuziehen und nach zwei Runden fielen die Schrauben raus. Ich erzähle euch das, damit ihr in Zukunft, wenn ihr aus einer Werkstatt kommt, vielleicht nochmal selbst kontroliert ob die vier Schrauben an den Bremssätteln fest sind. Ist Ăźberlebenswichtig! Euer Lino

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Wie in der letzten Ausgabe versprochen, berichte ich euch dieses Mal ßber das Team und ßber die Ausfahrt auf der Rennstrecke von Jerez. Aber zuerst einmal zum Team. Mein letztjähriger Teamkollege und Teambesitzer Gßnther Knobloch, wird 2012 nicht mehr in der IDM (Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft) an den Start gehen, sondern sich nur noch um die Rolle des Teamchefs und um die Entwicklung des SupersportWM Bikes kßmmern.

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Honda SH300i 42-43:Layout 1 20.02.12 23:52 Seite 42

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TEST: trendig - HONDA SH300i igentlich sollte der Titel ja "Frauenversteher" heißen, doch dann gäbe es sicher Aufstände auf Seiten der Männer. Und das zu Recht, denn Honda hat mit dem Cityflitzer SH300i nicht nur ein Gefährt ins Rennen gebracht, das Frauen zu begeistern versteht, sondern sicher auch die Herrenfraktion für sich gewinnen kann. Wir trauen uns sogar zu behaupten, er besitzt Traumpartnergene. Sie glauben es nicht? Warten Sie ab! Erstes Kriterium: Herzeigbarkeit. Jeder schmückt sich gern mit seiner besseren Hälfte. Styling ist bei Honda ebenfalls vorrangig. Der Roller ist in verschiedenen Metallic-Lackierungen erhältlich, zwar spricht das Satin-blue-metallic unseres Testers wahrscheinlich mehr die Ladies an, doch in silber oder schwarz passt er anstandslos zu jedem Aktenkoffer und Laptoptasche. Die abgestufte und nicht zu breite Sitzbank in 78 Zentimeter Höhe machen das Fahren sehr bequem und man erreicht auch im Stillstand ohne Schwierigkeiten den Boden. Zumal der Lenker gerade die richtige Position für eine aufrechte Haltung hat. Weiteres Kriterium für eine erfolgreiche Zwei-

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Trend zum Zweitrad erbeziehung sind die Handlingeigenschaften des Partners. Laut zugeben würde das niemand, doch es ist schön jemanden an seiner Seite zu haben, auf den Verlass ist. Jemand, der nicht umständlich und kompliziert jede Mücke zum Elefanten macht. Auch in diesem Fall ist der SH300i die richtige Wahl. Er vereint alle Ansprüche, die Rollerfahrer für den Stadtverkehr benötigen. Seine schmale Silhouette machen Staus zur schönsten Nebensache der Welt – verkehrstechnisch versteht sich. Ein Vorbeischlängeln unkompliziert. Voluminöse Scooter haben aufgrund ihrer breiteren Ausmaße da größere Probleme. Hier ist es wie Fahrrad fahren. Wendig und aufgrund des niedrigen Gewichts von etwa 170 Kilo (je nachdem ob mit ABS oder ohne) können ihn auch Fahranfänger oder zarte Frauenhände überall hin geschickt manövrieren. Weiters - oftmals wünscht man sich ein All-

corina.konrad-lustig@ms-insider.com

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TRAUMPARTNER roundtalent an seiner Seite. Egal ob die Kombination Haushälterin-Geliebte-Mutter oder der reiche, alleswissende, verständnisvolle Superheimwerker, in beiden Fällen wird man Abstriche machen müssen. Bei Motorrädern wird es schon einfacher. Man geht einfach nach dem zu befahrenden Terrain, Stadt oder Land. Bewegt man den knapp 300 Kubik starken Roller in der Stadt, so wird kaum sein wahres Potential ausgeschöpft. Durch einen Zahnriemen angetrieben und kombiniert mit der bei Honda in diesem Segment üblichen V-Matic, liefert er ohne zu zögern Leistung auf den kleinsten Dreh im Handgelenk. Beim Gasslheizen von Ampel zu Ampel ein wahrer Vorteil gegenüber den Schaltern, die vor lauter Kuppeln Handmuskeln haben, wie Schwarzeneggers Bizeps zu seinen besten Zeiten. Also eine glatte 1+ für den Stadtverkehr. Doch was passiert, wenn man

dann doch einmal raus muss aus der Stadt? Kurz gesagt, gar nichts. Also nichts Spektakuläres. Man dreht einfach den Gashahn ein wenig stärker und eh man sich versieht, reitet man bereits im Autobahnverkehr mit. 27 PS und 26,5 Nm Drehmoment verpassen dem Honda genügend Kraft, um sich anstandslos einzureihen, ohne als lebende Schikane zu dienen. Der Einzylinder-Viertakter überrascht durch seine Agilität. Für allzulange Überlandfahrten fehlt jedoch ein Windschild. Durch die aufrechte Sitzposition ist man diesbezüglich anfälliger, als einem lieb ist. Gelegentliche Kurztrips sind zu zweit ebenfalls gut möglich, denn die Sitzbank ist lang genug und die in der Karosserie integrierten Fußrasten lassen sich mühelos aus- und einklappen. Im Fahrbetrieb fallen neben seiner leichten Handhabung auch die, für diese Klasse sehr gut dimensionierten, Bremsen auf. Auf Wunsch kann die Bremsleistung noch durch ein ABS optimiert werden. Der Stauraum unter der Sitzbank wurde jedoch dürftig angelegt, ein Vollvisierhelm passt hier nicht hinein. Dafür gibt es serienmäßig ein Topcase. Wer also noch auf der Suche nach einem (zweirädrigen) Traumpartner ist, einen unkomplizierten Begleiter für Stadt und Land sucht, sollte mal unverbindlich zum SH300i Kontakt aufnehmen. Er ist auch eine gute Option für´s Zweitrad!

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Leicht manövrierfähige 170 Kilo - ist wie Fahrradfahren

Stauraum unte r der Sitzbank, kein Win dschild, keine Ausredemöglic hkeit, wenn man zu spät he imkommt


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TEST: trendig - HONDA SH300i

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DATEN: Preis: € 4.990,- C-ABS-Aufpreis: € 400,-, Motor: 1-Zylinder, viertakt, flüssigkeitsgekühlt, SOHC, 4 Ventile, computergesteuerte Transistorzündung mit elektronischer Frühverstellung, PGM-FI elektronische Kraftstoffeinspritzung, Hubraum: 279,1 cm3, max. Leistung: 27 PS/20 kW bei 8.500/min-1, max. Drehmoment: 26,5 Nm bei 6.000/min-1, Verdichtung: 10,5:1, Treibstoff: Benzin, Kraftübertragung: V-Matik, Zahnriemen, Fahrwerk: v-35 mm Teleskopgabel, h-Triebsatzschwinge, zwei Federbeine, Federweg v/h-102 / 95mm, Bremsen: v-Single-CBS, 256 x 4,5 mm Scheibenbremse mit Dreikolbenbremszange, C-ABS, h-Single-CBS, 256 x 5 mm-Scheibenbremse mit Einkolbenbremszange, C-ABS, Bereifung: v- 110/ 70-16 (52S), h-130/70-16 (61S), L/B/H: 2.100/730/ 1.195 mm, Eigengewicht: 167 kg (170 kg mit ABS), Sitzhöhe: 785 mm, Radstand: 1.420 mm, Tankinhalt: 9 l, Vmax: 131km/h, * Werksangaben

www.ms-insider.com Was wird gewünscht? Ah ja - ABS! Traumpartner sind halt so


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RACING AN DER LIESING

DIE GROSSE SHOW 3–12

Gleich zu Beginn des März wird das Mekka des Motorsports an die Liesing verlegt. Im Riverside werden mit der Motorsportshow und der Historic Speedweek gleich zwei Shows hintereinander ablaufen, die wohl kaum zu toppen sind. Darum: Gentleman, start your Engines! Die Formel 1 in geballter Form Riverside-Eigner KR Peter Schaider, sowie Organisator Roland R. Firtinger können dem Publikum der Motorsportshow 2012 ein Zukkerl der Extraklasse bieten. Es ist nicht nur gelungen, einen Boliden von Formel-1Markenweltmeister Red Bull Racing nach Wien zu holen, sondern es werden auch noch sechs weitere Exponate aus der Königsklasse des Motorsports zu bewundern sein. Die Motorsportshow freut sich auch über einen . . . . . . Lotus Renault R31 aus dem Jahr 2011 – damit fuhren Vitaly Petrov, Bruno Senna und Nick Heidfeld. . . . McLaren MP 4/22 aus dem Jahr 2007 – das Werkzeug von Fernando Alonso bzw. Louis Hamilton. . . . Toyota TF 003 aus dem Jahr 2007 – dieses Geschoß lenkten Jarno Trulli und Timo Glock durch die Saison. . . . BAR Honda 002 aus dem Jahr 2001 – die legendäre Rennmaschine von Jacques Villeneuve und Olivier Panis. . . . Prost AP04/Acer aus dem Jahr 2001 – der blaue Blitz von Jean Alesi und Heinz-Harald Frentzen. . . . Jordan 199 Mugen Honda aus dem Jahr 1999 – auch sein Cockpit war einst das Wohnzimmer von Heinz-Harald Frentzen.

Der Dakar-Sieger 2012 steht in Wien-Liesing Mit fünf Minis ist das X-raid Team um Sven Quandt heuer zur Rallye Dakar gestartet. Und nach dem Rückzug von VW auch als Favorit auf den Gesamtsieg. Wie in den Jahren zuvor wurde die Dakar in Südamerika gefahren, diesmal mit Start in Mar del Plata (Argentinien) und Ziel in der Hauptstadt Perus, in Lima. Über die Anden, durch die Atacama Wüste, standen insgesamt 8.300 Kilometer an. Am Ende feierte Stéphane Peterhansel mit Co Jean-Paul Cottret seinen zehnten Sieg und das X-raid Team den ersten Erfolg in der Dakar. Durch Juan Roma / Michel Perin - ebenfalls im X-raid Mini - wurde dieser Sieg noch gedoppelt. Der Dakar-Sieger 2012 steht vom 1. bis 3. März im Riverside! Alexander Wurz spricht über seine Ziele mit Toyota Der Ex-Formel 1-Pilot und zweifache Le MansSieger Alexander Wurz war schon 2011 bei der Motorsportshow zu Gast im Riverside. Auch heuer ist er wieder da. Am 3. März wird Alex Wurz den ganzen Tag anwesend sein. Nachdem er am Ende der Saison 2011 von Peugeot zu Toyota gewechselt hat und für den japanischen Hersteller die 24 Stunden von Le Mans 2012 bestreiten wird, gibt es viel zu erzählen.


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RACING AN DER LIESING Beppo Harrach – Der Rallye-König bei der Show In überzeugender Art haben Beppo Harrach und sein Copilot Andreas Schindlbacher den Rallye-Staatsmeistertitel 2011 eingefahren. Der Mitsubishi Evo IX des jüngsten österreichischen Champions ist ebenfalls ausgestellt. Und Beppo Harrach selbst verrät am Samstag, dem 3. März, vielleicht das Geheimnis seiner Schnelligkeit. Wie der Sohn so einst der Vater Eigentlich müsste dieser Lancia ja eine Woche später bei der Historic Speedweek antreten, eigentlich. Doch zur Vienna Motorsportshow wird das Rallye-Staatsmeisterfahrzeug (1990) des Ernst Harrach neben den Mitsubishi seines Sohnes stehen - ebenfalls Rallye-Staastmeiser (2011), womit diese Beiden das einzige Vater/Sohn-Gespann in Österreich sind, das dieses geschafft hat. Am Samstag den 3. März werden sie auch deshalb am Podium sein, mit Moderator Edi Finger Jun. und weiteren Gästen.

Suzuki und Opel präsentieren ihre Cups Der Suzuki Cup geht in sein neuntes Jahr und dies in bewährter Manier. Der Mix aus Rallye und Rundstrecke hält nach wie vor, was er verspricht, nämlich Action und Spannung pur. Ob Neueinsteiger oder Just-for- fun-fahrender Familienvater – der Suzuki-Cup ist schon längst für viele leist- und machbar. Mit dem Opel Corsa OPC Rallye Cup wird die heimische Rallye-Szene heuer erstmals belebt. Sieben Opel Corsa OPC Rallye-Boliden wurden bereits verkauft, für weitere Renner gibt es noch rund zehn ernsthafte Interessenten! Über das Programm der beiden Cup-Bewerbe, wie viele Läufe es gibt, was ein Einstieg kostet und vieles mehr gibt es Auskünfte bei der Motorsportshow im Riverside vom 1. bis 3. März. Und die Autos gibt es natürlich auch zu sehen.

Chevrolet Cruze – der WTCC-Weltmeister im Riverside Bereits auf der 1. Motorsportshow im letzten Jahr war der Chevrolet Cruze von Yvan Muller einer der automobilen Stars. Nun sind beide - Chevrolet und der 42 jährige Franzose - neuerlich Weltmeister in der WTCC geworden. Und für die heurige Show im Riverside konnte das originale WM-Gefährt wiederum geangelt werden – sogar noch mit den Dellen im Dach, weil Muller, als er seinen Titel nach dem 2. Lauf in Macao realisierte, vor Freude darauf herum tanzte.

Alois Höller – sein Weg zu 20 Rallyecross-Titeln 2011 hat er seinen 20. (!) Meisterschaftstitel fixiert. Alois Höller darf auf eine einzigartige Motorsportlaufbahn im Rallyecross zurückund sogar noch vorausblicken. Der oberösterreichische Titelhamster und sein aktueller Ford Focus sind somit Pflicht in der Motorsportshow.

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Walter Grubmüller jun. – Sichtkontakt zur Königsklasse Seine dritte Saison bestreitet Walter Grubmüller jun. heuer in der World Series 3.5 by Renault. Der P1-Rennstall seines Vaters gehört zum Fixbestandteil in dieser Klasse, aus der die heuer aktuellen Formel-1-Piloten JeanEric Vergne und Daniel Ricciardo (beide Toro Rosso) herauskommen. Das Gefährt des Wieners kann im Riverside begutachtet werden.


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RACING AN DER LIESING Gerald Fischer – ein Bollwerk mit Benzin im Blut Gerald Fischer und sein BMW M3 aus dem Histo Cup/Division Youngtimer. Auf den schnellen Strecken wie etwa Monza sekkiert er die Konkurrenz, im Winkelwerk eines Pannonia-Rings ist er immer ganz vorne zu finden. Gerald Fischer lebt Racing. Und das wird er im Talk mit Edi Finger jun. sowohl im Rahmen der Motorsportshow, als auch der darauffolgenden Historic Speedweek nachhaltig unterstreichen.

Der X-bow der Weltmeister Wie bereits im Vorjahr, so wird auch heuer wieder jener KTM X-bow zur Motorsportshow im Riverside zu sehen sein, mit dem Michael Schumacher/Sebastian Vettel zum RoC (Race of Champions) in Düsseldorf 2011 die Nationenwertung gewannen. Nach dem Sieg 2010 waren die Erwartungen groß, der Druck damit noch größer - vor heimischem Publikum verliert keiner gerne. Nicht, wenn man als regierendes Champion-Team antritt. Doch die beiden deutschen Ausnahmekönner schafften es auch 2011 wieder. Stockcar – die neue Herausforderung für Drift-Fanatiker Mit drei Demofahrten warb Stockcar Austria, hinter der Manfred Stohl und Walter Grubmüller stehen, schon letztes Jahr um Aufmerksamkeit. Mit einem ausgestellten Fahrzeug im Riverside geht die Werbetour weiter. Denn heuer soll diese von Großbritannien, über die USA bis nach Neuseeland unglaublich beliebte Rennsportart in Österreich als eigene Meisterschaft über die Bühne gehen. Für Gustierer, Informierer und Interessierte an diesem Driftspektakel auf Sandbahn, eignet sich die Motorsportshow 2012 also nahezu perfekt.

HISTORIC SPEEDWEEK 5.-10. MÄRZ Erstmals gibt es für die ehemaligen Protagonisten des Motorsports eine derart groß angelegte Show. Von den Haudegen vergangener Jahre bis zu den Racern des Histo Cup. Das alte Blech lebt. Rarität aus Mlada Boleslav Die erste Homologation des Škoda 130 RS erfolgte am 1. Mai 1975. Zuerst auf der Rundstrecke, war man auch ab dem folgenden Jahr auf Rallyepfaden erfolgreich. Die Karosserie basiert auf dem Serien-Škoda 110 R Coupé. Teile wie Türen, Dach, Motorhaube und Kotflügeln sind aus Fiberglas und Aluminium. Diese Škoda`s waren sehr erfolgreich in der Rallye-Weltmeisterschaft, Europameisterschaft und Meisterschaft in der damaligen Tschechoslowakei. Der im Riverside gezeigte 130 RS ist ein original Werkswagen im Design der Wartburg-Rallye 1979. Gefahren von Jan Trajbold/Antonín Charouz (3. Platz gesamt) Rarität aus Koprivnice Aus der Heimat aller Tatras - der 603-2 B5 (1967). Dies ist einer von vier Tatras des siegreichen Teams der Marathon de la Route (48 Stunden am Nürburgring und Nachfolger des Straßenrennens Liege - Sofia - Liege). Der Tatra 603 steht aber auch für großartige Erfolge auf nationaler und internationaler Ebene in den Jahren 1957-1968. Man absolvierte insgesamt 68 Rennen, in denen 46 erste Plätze zu Buche stehen. Die Produktion des Serien Tatra 603, endete im Jahr 1975 insgesamt wurden 20.422 Stück produziert. See ya im Riverside!


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RACING AN DER LIESING Ein Stück österreichischer Motorsport-Geschichte Sie haben österreichische Motorsportgeschichte geschrieben: Sepp Manhalter und sein BMW M1. Rundstrecke wie auch Berg – die beiden ließen damals absolut nichts aus, siegten beinahe nach Belieben. Der BMW M1 aus der von Jochen Neerpasch einst mit Bernie Ecclestone gegründeten "ProCar"-Serie war immer schon ein Objekt der Begierde. Und ist es mehr denn je. Sepp Manhalter bewegt ihn auch heute noch recht zügig. Im Riverside muss er allerdings eine Woche ruhig stehen.

Eine "rasende Hundehütte" als historisches Pflichtobjekt In den guten alten Rallyecross-Tagen waren die Minis eine Macht. Auch in Österreich bildete sich alsbald eine Fraktion ihrer Liebhaber. "Jussi" Hirsch, Gerry Pfeifer, Erhard Zorn oder Karl Bogner hielten stets die Fahnen des quirligen Engländers hoch. Diese "rasenden Hundehütten" sind mittlerweile rar geworden, aber Karl Bogner hat seinen Mini noch - und bringt ihn quasi als Pflichtobjekt für eine Historic Speedweek ins Riverside.

Froschauge sei wachsam Dieser Austin Healey wurde nie anders genannt als "Frogeye". Er ist der wohl kleinste Renner, den die britische Insel je hervorgebracht hat und genau darum auch bei den Historic-Fans so beliebt. Wendig, schnell weil wenig Gewicht, problemlos - wie halt das Leben so ist. Jener von Karl Puš stammt aus 1960 und bekam grad ein neues Herz. Aber der quirlige Vierzylinder muss noch warten, bis er auf die Rennstrecke darf. Erst steht die Historic Speedweek an.

Edler Brite schnappt Rennsportluft Der TVR Griffith mit mächtigem V8-Anschub ist einzigartig in Österreich. Günther Kaltenbrunner hat den edlen Briten in den letzten Jahren aufgebaut. Heuer soll er Rennluft atmen. Im Histo Cup wird das ‘65er-Baujahr, gegen die arrivierten Achtzylinder der V8 Historic antreten. Doch vorher gibt es eine Zwischenstation im Riverside.

Der Mastermind und sein Urgestein Michael Steffny, Capo des Histo Cup Austria, der wohl größten historischen Rennserie in Europa und sein legendärer ´02er-BMW. Was wäre eine Historic Speedweek ohne diese beiden? Und genau darum wird Steffny seinen Bayrischen aus Salzburg heranschaffen - ein weiteres Prunkstück für die Show ums schnelle alte Blech im Riverside.

Formel Ford Wiedereinsteiger Nach wilden Jahren in den 70ern, wurde Ewald Lokaj 2010 zum Wiedereinsteiger mit zwei Rennen gegen Ende der Saison. 2011 folgte eine erste volle Saison in der Formel Ford mit innen liegenden Dämpfern und einem sensationellen zweiten Platz in der Gesamtwertung. Für 2012 wurde aufgerüstet, Lokaj hat viel vor. Aber das wird er alles im Riverside selbst erzählen.

Der Traum vom großen Abenteuer Es ist ein großes Abenteuer. Die Carrera Panamericana Mexico. Viele träumen von diesem gnadenlosen Straßenrennen, wo Wachsamkeit jede Sekunde gefragt und ultimative Reaktionsfähigkeit lebenswichtig ist. Einen Volvo PV 544, Baujahr 1965, strapazierte Mag. Wolfgang Stelzmüller 2004 bei der Carrera Panamericana Mexico zum Klassensieg (Historic A). Zur Historic Speedweek wird er das Fahrzeug in den "Parc Ferme" ins Riverside rollen.

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RACING AN DER LIESING Rudi Stohl und sein Safari-Werkzeug Mit diesem Gruppe B-Lada ritt Rudi Stohl - einer der wohl bekanntesten österreichischen Rallyefahrer - quer durch Afrika. Und die Spuren der East African Safari Rallye 1985 werden diesmal bis zum Einkaufszentrum Riverside führen. Bei der Historic Speedweek wird die staubige Jagd - bei der man selbst mit einem Zeitverlust von einer Stunde noch gut bei der Musik dabei war - ihr Ziel haben. Rudi Stohl kommt und sein Lada kommt auch!

Das Allrad-Tier mit Meister-Qualitäten Der Mini Metro 6R4 - ehemals als GruppeB-Rallyefahrzeug konzipiert, kam er als solches fast nicht zum Einsatz. Die Gruppe B-

Ära war vorbei. Der österreichische Rallyecrosser Gerry Pfeifer stellte sich dieses Allrad-Tier nicht nur in die heimische Garage, sondern trieb es auch recht herzhaft über die heimischen Rallyecross-Pisten. Fazit: Zwei Meistertitel und ein Extraplatz im Riverside für den starken Engländer.

Der Heimkehrer Kurt Göttlicher/Silvia Dolezal und der Ford Sierra Cosworth. Der ´86er - der Sierra, nicht der Kurt - hat schon einige Rallyekilometer am Heckflügel, stand nach dem WM-Lauf an der Elfenbeinküste 1992, an die 18 Jahre in der Garage und staubte vor sich hin. Dann hat es den Kurtl wieder gepackt, er nahm die Silvi und den Sierra, generalsanierte Letzteren, überredete Erstere und stieg 2010 in die historische österreichische Rallymeisterschaft

ein. Der 2. Endrang zeigte das Potenzial auf, im Vorjahr kürten sich die Beiden darob zu Champions. Die Meister und das Meistergefährt im Riverside zur Historic Speedweek.

Von Down Under über Monte Carlo nach Wien-Liesing Es ist jener Werks-Escort, der in Händen Markku Alens seine ersten Drifts absolvierte. Seinen heutigen Eigner Dr. Gerry Brandstetter trug er anlässlich der "London - Sydney"-Rallye bis nach Australien (3. Platz) und über den Col de Turini, in die Nacht der langen Messer der historischen Rallye Monte Carlo.


Adelsgeschlecht

Aufmarschplan

Das sind die Geschichten die wir lieben. Bei der heurigen European Le Mans Series tritt als Underdog eine Marke in Erscheinung, deren Lorbeer nun doch schon einige Dezennien zurück liegen. OAK Racing bringt zwei Morgan (!) LMP2 an die Startlinie und hofft mit den Judd-Motoren befeuerten Boliden der Konkurrenz das Fürchten zu lehren, wie seinerzeit Francis Drake der spanischen Armada. Allerdings, ist das Gespann OAK Racing und die Konstrukteure von Onroak Automotive, die den 2012er LMP2 Morgan auf die Räder stellten, schon gut eingespielt. So konnten letztes Jahr bei den Prototypen einige Podestplätze eingefahren werden, bevor man sich eine Klasse höher wagte. Hier werken auf keinen Fall irgendwelche kleine Bastlerbuden von der grünen Insel der Nebelköpfe, deren legendärer Idealismus das Werkl am Laufen hält. Die Protagonisten dieses Projekts wissen ganz genau worauf sie sich einlassen können und wovon sie besser die Finger lassen sollten. Wir freuen uns schon mal, dass eine altehrwürdige Marke ihren Weg zu den Wurzeln in den Rennsport gefunden hat und werden ganz genau beobachten, ob sie denn an ihre glorreichen Tage anschließen können.

Audi wird dieses Jahr erstmals mit Hybrid-Antrieb auf die Jagd nach dem Thron in Le Mans gehen. In der 80. Auflage des Langstreckenklassikers hat Audi immerhin nicht weniger als den Ruf der erfolgreichsten Marke der jüngeren Geschichte des 24-Stnden Rennens zu verteidigen. Wir erinnern, seit 2000 hat Audi bereits zehn Mal den Siegerkranz nach Ingolstadt entführen können. Damit nicht unvorhergesehene Schwierigkeiten das Projekt "Sieg" gefährden, bringt Audi sicherheitshalber gleich vier Wagen an den Start. Zwei Hybrid und zwei mit konventionellen Antriebskonzept. Die Hybrid-Technologie bringen die Herren der Ringe erstmals in die LMP1 und die Verantwortlichen in der Ingolstädter Konzernzentrale, hoffen natürlich auf einen Durchmarsch wie seinerzeit beim Dieselprojekt. Nach ersten vielversprechenden Testergebnissen mit dieser neuen Technologie und der Kombination mit dem Ultra-Leichtbau sind die Erwartungen recht hoch geschraubt. Damit ja nichts anbrennen kann, wirft Audi auch noch zwei Fahrzeuge mit konventionellen Motoren in die Schlacht. Dermaßen gerüstet, hofft man das Feld als strahlender Sieger zu verlassen. Wir werden auf jeden Fall zu berichten wissen, ob der Feldzug von Erfolg gekrönt gewesen sein wird.

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KEIN CLUB - KEIN VEREIN - KEIN MITGLIEDSBEITRAG

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RALLYE WM - SCHWEDEN

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W probt bereits seit der Monte den Ernstfall: Um für den Einstieg - später im Jahr einige Testläufe, in der Saison 2013 dann volles Programm - ordentlich gewappnet zu sein, wird die #1-Paarung Sébastien Ogier/Julien Ingrassia mit einem Skoda Fabia S2000 über Sonderprüfungen der WRC-Läufe gescheucht. Ogier, bei Citroën nicht mehr gewollt, bei Ford nicht wirklich fündig geworden, wurde zum "Lucky Punch" für VW-Motorsportchief Kris Nissen. Ein Goldgriff. Denn der Franzose schaffte es im Vorjahr immer wieder, mit gleichem Material den achtfachen Weltmeister Loeb schwer unter Druck zu setzen. Bis dieser mit einigen politischen Winkelzügen zum Gegenschlag ausholte - und Ogier sein Cockpit eben los war. Schon zur Monte des heurigen Jahres zeigte sich, wie wertvoll die Paarung Ogier/Ingrassia für VW ist. Da für die VW #1 im unterlegenen S2000-Mobil inmitten der Top Ten daher - locker, herzhaft, kaltschnäuzig. Dann vielleicht ein bissl übertrieben - aber der Grat ist eben immer sehr schmal - und Abflug. Ogier sagt später: "Es war der härteste Crash meiner Laufbahn!" Nun Schweden. Wieder im Skoda Fabia S2000 den die Jungs innerhalb weniger Tage geradebogen, quasi neu auf-

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bauten. Schweden bot auf den 24 Sonderprüfungen über rund 350 Kilometer in der Provinz Värmlands Län und im benachbarten Norwegen Rallye-Sport in spektakulärster Form. Das hohe Tempo, die langen Drifts und weite Sprünge auf vereisten Pisten, ließen die Herzen der zahlreichen Rallye-Fans höher schlagen. Kompakte Sonderprüfungen in der Nähe des Service-Parks in Hagfors und direkte Duelle auf der Pferderennbahn im Start- und Zielort Karlstad unter Flutlicht, sorgten zusätzlich für Begeisterung. Die beiden von Volkswagen Motorsport eingesetzten Fabia der Konzernmarke Škoda zählten von Beginn an zu den Publikumslieblingen. Sébastien Ogier übernahm von der ersten Etappe an die Führung in der S2000-Klasse. Mit acht Top10-Ergebnissen stieß er immer wieder in die Spitzengruppe der leistungsstärkeren WRCFahrzeuge vor. "Das war eine sehr gute Ral-


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Ogier / Ingrassia fahren sich für kommende Aufgaben warm, das Training von Rallyepiloten kann so vielfältig sein…

DIE HITZE DES NORDENS Ogier - aber noch nicht im Polo R WRC


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RALLYE WM - SCHWEDEN besser gerüstet für die kommenden Aufgaben in der WRC und mit dem Polo R. An der Spitze bestimmte Jari-Matti Latvala die Spitze, sein Ex-Teamkollege Hirvonen nun im Citroën - zeigte warum er die klare Nummer 2 hinter Sébastien Loeb ist, der seinerseits mit einer Schneebank Freundschaft schloss und wertvolle Zeit liegen ließ. Hirvonen fand nie ein Mittel, seinen finnischen Kollegen aus dem Ford-Lager, dem er noch vor einem Jahr und nach Malcolm Wilsons Willen als Nummer 1 vorstand, die Führung abzunehmen oder gar diesen WM-Lauf für seinen neuen Arbeitgeber zu gewinnen. Im Ziel jubelte auch Östberg über einen Podestplatz. An den drei Tagen hing er im Getriebe von Solberg, doch erst am letzten Tag konnte sich der 24jährige gegen seinen norwegischen Landsmann durchsetzen. Nach Platz zwei im Vorjahr, durfte Mads Östberg auch diesmal Champagner verspritzen. "Ich bin sehr glücklich, dass ich mich gegen Petter durchgesetzt habe. Platz drei fühlt sich so

"Es war nicht meine Rallye" wird Loeb nachher sagen, man sieht gewusst hat er es schon länger

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Nach den Quereleien um Mini ging nicht wirklich was - Patrick Sandell als der Beste auf dem achten Rang

lye für uns und ich freue mich über den Klassensieg" Dazu Volkswagen-Motorsportdirektor Kris Nissen: "Die Rallye Schweden ist ein echtes Saison-Highlight der Weltmeisterschaft, da nur hier durchgängig mit Spike-Reifen auf Eis und Schnee gefahren wird. Der Charakter ist einzigartig und dementsprechend wichtig war es für unser Team, Erfahrung zu sammeln,

um im kommenden Jahr mit dem Polo R WRC bestmöglich vorbereitet zu sein" und "Sébastien Ogier und Andreas Mikkelsen haben die Super-2000-Klasse überwiegend beherrscht und waren dabei nicht nur schnell, sondern auch sehr zuverlässig und sicher unterwegs – unsere beiden Fabia liefen problemlos, daher auch ein Kompliment an unser Team für den gelungenen Einsatz." VW scheint immer


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RALLYE WM - SCHWEDEN gut an wie der zweite Rang im Vorjahr. Das Auto und das Team waren großartig." Petter Solberg konnte einen Podestplatz von Monte Carlo nicht wiederholen und musste sich nach einem Reifenschaden am letzten Tag mit Platz vier zufrieden geben. Eine erneut starke Leistung zeigte Jewgeni Nowikow. Er untermauerte mit dem fünften Platz, dass er auf dem aufsteigenden Ast sitzt und ein Fahrer für die Zukunft ist. In den vergangenen Jahren schied der 21-Jährige oft auf guten Plätzen durch Unfälle aus. Mittlerweile hat der Russe auch dank seines erfahrenen Co-Piloten Denis Giraudet an Konstanz gewonnen. "Ich bin sehr glücklich über den fünften Platz. Es war ein guter Kampf gegen Loeb. Ich will mich verbessern und in Zukunft auf das Podium kommen", lautet der nächste Fahrplan. Weltmeister Sebastien Loeb erlebt eine Rallye zum Vergessen. In der siebten Sonderprüfung steckte der Citroen-Pilot über zwei Minuten im Schnee fest. Weitere Dreher und eine teilweise unkonstante Leistung passten ins verkorkste Bild. Als Sechster rettete Loeb noch wichtige Punkte, dazu sicherte er sich drei Bonuspunkte in der Power Stage. Henning Solberg kam als Siebter ins Ziel und eroberte gemeinsam mit seiner Co-Pilotin Ilka Minor aus Österreich die ersten WM-Punkte in diesem Jahr. "Es war sehr rutschig, sehr steinig. Ich hätte noch mehr pushen können", sagt der Routinier nach der Power Stage. "Es war okay." Hinter dem erfahrenen Norweger klassierte sich der beste Lokalmatador. Patrik Sandell fuhr seine erste Rallye im John Cooper Works WRC und wurde Achter. "Es lagen viele Steine, aber wir wollten so schnell wie möglich fahren. Ich weiß nicht, ob ich einen Plattfuß habe, aber in der letzten

Nach dem Totalausfall bei der Monte nun Sieg der S-WRC in Schweden Per-Gunnar Andersson mit Proton

Kurve bin ich stark gerutscht", schildert der Schwede die letzten Meter. "Es war ein perfektes Wochenende. Der MINI ist fantastisch zu fahren. Am Ende bin ich sehr gute Zeiten gefahren." Wann wird er wieder in der Topklasse antreten? "Wahrscheinlich bei einigen europäischen Rallyes, es ist noch nicht entschieden." In der Weltmeisterschaft führt nach zwei von 13 Rallyes Loeb mit 39 Punkten vor seinem Teamkollegen Hirvonen (32). Petter Solberg (29) ist Dritter, gefolgt von Latvala (26). Die S-WRC-Wertung gewann Per-Gunnar Andersson im gelben Renner, des bei der Monte mit einem Totalausfall beider Fahrzeuge so gebeutelten Proton-Teams. Wenngleich Volkswagen-Werksfahrer Sebastien Ogier die Rallye Schweden am Steuer des Skoda Fabia S2000 auf Platz elf und damit als bestplatzierter Fahrer mit einem S2000-Fahrzeug abschloss, ging die offizielle S-WRC-Wertung beim zweiten Saisonlauf an Proton-Pilot PerGunnar Andersson. Der Lokalmatador steuerte seinen Satria S2000 zunächst auf Platz zwölf ins Ziel, wurde nachträglich aber mit einer Zeitstrafe in der Höhe von zwei Minuten belegt und als 14. der Gesamtwertung geführt.

Ergebnis 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

Latvala / Anttila Hirvonen / Lehtinen Ostberg / Andersson Solberg / Patterson Novikov / Giraudet Loeb / Elena Solberg / Minor Sandell / Parmander Prokop / Hruza Brynildsen / Menkerud

Kennt sich mit Schnee aus - Latvala zum zweiten Mal Sieger in Schweden

Ford Citroen Ford Ford Ford Citroen Ford MINI Ford Ford

Fiesta RS WRC DS3 WRC Fiesta RS WRC Fiesta RS WRC Fiesta RS WRC DS3 WRC Fiesta RS WRC John Cooper Works WRC Fiesta RS WRC Fiesta RS WRC

3:18:28.3 3:18:44.9 3:19:07.1 3:19:42.6 3:21:09.7 3:21:23.4 3:22:17.8 3:23:37.2 3:23:58.3 3:24:55.5

+16.6 +38.8 +1:14.3 +2:41.4 +2:55.1 +3:49.5 +5:08.9 +5:30.0 +6:27.2

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- BUD SHOOTOUT ass NASCAR grade dann das erste Rennen der Saison - das "Great American Race" wie sie das Daytona 500 allgemein nennen - also, das sie dieses Rennen grade dann fahren, wenn dieses Magazin schon erscheint, ist - ärgerlich. Sehr ärgerlich. Womit wir das Bud Shootout über die Ziellinie begleiten, es ruft bereits die Druckerei. Das Bud Shootout steht immer für endlichwieder-Racing und ist darum auch nicht immer knautschzonenfrei. Doch heuer war es besonders heftig, die Herrn Akteure ließen sich nicht lumpen, dem Zuschauer was zu bieten. Drei "Big Ones" in nur 82 Rennrunden und ein zweieinhalbfacher Überschlag der #24 Jeff Gordon - er entstieg seinem total zerstörten Hendrick-Chevrolet glücklicherweise unverletzt. Zum Ende hin sahen die Zuschauer auf dem Daytona International Speedway eine schier unglaubliche Show von Kyle Busch (Gibbs-Toyota), der Champion Tony Stewart (Stewart/Haas-Chevrolet) im Zielsprint um die Winzigkeit von 0,013 Sekunden niederrang. Dabei schien die #18 im Rennverlauf bereits zweimal geschlagen zu sein, denn Kyle Busch konnte gegen Rennmitte nur mit einem sagenhaften Reflex einen Mauereinschlag verhindern. Kurz vor Schluss wurde er dann noch von Jeff Gordon umgedreht, was die dritte Massenkarambolage und den Gordon-Überschlag auslöste. Doch nach einem Boxen-

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PACK IS BACK und verbogenes Blech auch stopp und vier neuen Reifen war der 26jährige in seinem angeschlagenen Toyota Camry tatsächlich noch einmal zur Stelle. Natürlich kam es nach den Aufräumarbeiten zu einer Green-White-Checkered-Verlängerung über zwei fliegende Runden. Kurz nach dem Restart schob Kyle Busch seinen Kontrahenten Stewart auf der Außenbahn erst am führenden Marcos Ambrose (Petty-Ford) vorbei in Front und setzte dann eingangs der Start-/Zielgeraden zum klassischen DaytonaSlingshot-Manöver an: Der gelbe Gibbs-Toyo-

ta löste sich genau im richtigen Moment von Stewarts Stoßstange und kassierte den Stewart/Haas-Chevy außen herum um einen halben Meter. "Was für ein Wahnsinnsrennen", lautete sein erster Kommentar in der Victory Lane. Es war sowohl für Kyle Busch, als auch für Toyota der erste Sieg beim traditionellen Saisonauftakt der NASCAR, für den es zwar rund eine Million US-Dollar an Preisgeld, aber keine Meisterschaftspunkte gibt. "Ich wusste, dass es am Ende um Tony oder mich gehen würde. Vor

Kyle Busch kam noch einmal und besiegte Champion Stewart mit 0,013 Sec. Auf der Ziellinie

NASCAR SCHAUEN?

ein paar Jahren hat er hier das Gleiche mit mir gemacht, jetzt habe ich den Spieß umgedreht." Und noch eines freute den Sieger: "Ich bin sehr froh, dass wir das Pack-Racing wieder sehen." In der Tat, denn das "Pack is back". Auf diese einfache Formel lässt sich das turbulente Renngeschehen im Budweiser Shootout bringen. Nach einem Jahr 2011, das auf den Restrictor-Plate-Strecken vom TandemRacing gekennzeichnet war, haben die jüngsten Regeländerungen seitens NASCAR gefruchtet. Die unerwünschten "Two-CarBreakaways" gibt es zwar immer noch, das Shootout bot den Fans jedoch über weite Strecken das klassische "Pack-Racing". Dafür verantwortlich zeichneten viele kleine Details, die in ihrer Summe wirkten. Der neue EFI-Motor mit einer größeren Restrictor-Plate, ein kleinerer Heckspoiler und kleinere Kühleinlässe machten einen dauerhaften Ausreißversuch zweier Piloten Stoßstange an Stoßstange unmöglich. Im Gegenteil: Das Shootout-Feld war teilweise sogar in der Lage, in einer "Three-Wide-Formation" den Rückstand auf die Ausreißer zunichte zu machen. Riesenjubel brandete im weiten Daytona-Rund erstmals auf, als Publikumsliebling Dale Earnhardt Jr. (Hendrick-Chevrolet) als Führender aus Runde 1 zurückkam. In der Folge wechselte die Spitzenposition in schöner Regelmäßigkeit, bevor es in Runde 9 zum ersten Mal heftig krachte: Der Front-Row-Ford von David Ragan und der Childress-Chevy von Paul Menard lösten den ersten Big One der

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BUD SHOOTOUT etwa 3,5 Sekunden vor einer Verfolgergruppe. Aber nicht lange, dann krachte es erneut: Joey Logano (Gibbs-Toyota) und der mit Bremsproblemen kämpfende Marcos Ambrose im Petty-Ford gerieten aneinander. Truex, Earnhardt, Kenseth und auch Kevin Harvick (Childress-Chevrolet) konnten nicht mehr ausweichen. Big One Nummer zwei. Nun herrschte die berühmt-berüchtigte Ruhe vor dem Sturm. In den letzten 14 Runden kam es zu einem defensiv ausgelegten Single-File-Racing, bei dem das Hendrick-Duo Gordon und Johnson die Reihe der verbliebenen Konkurrenten anführte. Dann ging es rund. Drei Umläufe vor dem Ende scherten Stewart und Kyle Busch aus und eröffneten oben eine zweite Reihe. Dieses Duo kassierte die Spitze, Stewart setzte sich vor Kyle Busch, dahinter lauerte Gordon. Der weinrote Hendrick-Chevy klopfte nun in

Big One #2 - für Logano (#20), Truex (#56), Earnhardt (#88), Kenseth (#17) und auch Kevin Harvick (#29) war es kein guter Tag

neuen NASCAR-Saison aus, in den insgesamt acht Fahrzeuge verwickelt wurden. Hinter diesem Duo kam der Roush-Ford von Matt Kenseth in Turn 1 quer daher, auch der Toyota Camry von Michael Waltrip konnte nicht mehr ausweichen. Kenseth konnte weiterfahren, doch neben den drei Pechvögeln verloren Denny Hamlin (Gibbs-Toyota), Kasey Kahne (Hendrick-Chevrolet) und Jeff Burton (Childress-Chevrolet) mehrere Runden bei Reparaturarbeiten an der Box. Nach dem ersten Segment von 25 Umläufen lag der gut aufgelegte Earnhardt/Ganassi-Chevy von Jamie McMurray in Front. Wie gefährlich die Zweierpärchen unter den neuen Sprint-Cup-Regeln sind, bewiesen Martin Truex und Clint Bowyer nach der zehnminütigen Pause gleich zweimal: Zunächst konnte Bowyer seinen Waltrip-Toyota gerade noch einfangen, als er nach einem Truex-Schubser

Turn 3 an der linken hinteren Stoßstange von Kyle Busch an, was zu allen schweren Abflügen des Samstagabends führte. Auch in diesem Fall: Während der Gibbs-Toyota ins Infield kreiselte, schoss Gordon rechts herum in Richtung Mauer. Die just in dem Moment heranstürmenden Johnson und Kurt Busch im Phoenix-Chevrolet sorgten dafür, dass der Gordon-Chevy auf die Fahrerseite kippte und auf der Fahrertüre liegend einige hundert Meter die Safer-Barrier entlang schlitterte. Während Sieger Kyle Busch das Shootout in seinem Ersatzfahrzeug fuhr, trat der knapp geschlagene Tony Stewart im Einsatzauto an. Beide waren schon am Freitag in einen Trainingscrash verwickelt worden: "Mein Team hat sagenhafte Arbeit geleistet", merkte der NASCAR-Champion an. "Jetzt haben wir eine gute Idee von dem, was uns im Daytona 500 erwarten wird."

hinter Carl Edwards (Roush-Ford) eingeklemmt wurde. Wenige Runden später kreiselte Bowyers #15 dann hilflos über die grüne Wiese vor der Haupttribüne. In Runde 47 bot Kyle Busch eine Solo-Show, die sein Fahrkönnen einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis stellte: Nachdem sein GibbsToyota zwischen Kenseth und Jimmie Johnson (Hendrick-Chevrolet) eingeklemmt wurde, verlor er auf dem 31 Grad steilen Banking in Turn 2 das Heck. Zweimal musste Kyle Busch sein quer stehendes Auto etwa bei Tempo 310 korrigieren und schaffte das eigentlich Unmögliche: Ohne jeglichen Fremdoder Mauerkontakt brachte er die Startnummer 18 wieder unter Kontrolle. "Das war schon cool, aber so etwas muss ich nicht jeden Tag machen", kommentierte der spätere Sieger. Damit splittete sich das Feld in zwei Teile. Vorne hatten elf Piloten nun einen Vorsprung von Der dritte Big One kurz vor Schluss - Kyle Busch (ganz unten) kann weitermachen und gewinnt dieses Rennen!

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RACING MIT HYBRID

TOYOTA IST ZURÜCK Langstreckenstromer greift nach dem Le Mans-Sieg 3–12

oyota kehrt mit einem Hybridfahrzeug in den Motorsport zurück und wird am FIA World Endurance Championship (WEC) 2012 teilnehmen. Die ersten Testfahrten fanden bereits im Jänner auf dem Rundkurs Paul Ricard in Le Castellet/F statt. Das in Köln angesiedelte Team Toyota Motorsport feiert sein Renndebüt am 5. Mai beim 6-Stunden-Rennen in Spa, dem insgesamt zweiten Lauf der Rennserie (1. Lauf sind die 12h Sebring). Anschließend wird man mit zwei Toyota TS030 Hybrid bei den 24 Stunden von Le Mans (16./17. Juni) in der LMP1-Klasse an den Start gehen. Als Fahrer des ersten Autos hatte Toyota zu diesem Zeitpunkt bereits Alexander Wurz, Nicolas Lapierre und Kazuki Nakajima verpflichtet. Wie bei den Hybrid-Pkw gewinnt auch das Rennfahrzeug beim Bremsen Energie zurück, mit der der TS030 Hybrid ohne Kraftstoffverbrauch und ohne Emissionen auch rein elektrisch fahren kann. Der THS-R Antrieb (Toyota Hybrid System - Racing) umfasst einen völlig neu konstruierten V8-Benzin-Saugmotor mit 3,4-Litern Hubraum, sowie ein Hybridsystem mit Kondensatoren zur Energiespeicherung, die vom Projekt-Partner Nisshinbo entwickelt worden sind. Das System liefert Extra-Leistung, etwa beim Herausbeschleunigen aus Kurven und beim Überholen. Toyota erprobt zunächst noch zwei Systeme parallel. Eines, das von Aisin AW entwikkelt wurde und die Vorderräder antreibt, und das System des Projekt-Partners Denso, das die Hinterräder antreibt. Gemäß Reglement

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dürfen Hybridsysteme zwischen zwei Bremszonen, jeweils maximal 500 kJ Energie zurückgewinnen und mit dieser Energie über Elektromotoren zwei Räder des Rennwagens antreiben. Welche Version den Vorzug erhält, wird nach Abschluss weiterer Tests entschieden. Der TS030 Hybrid tritt die Nachfolge der legendären Toyota TS010 und TS020 an, die in den 90er Jahren in Le Mans mehrfach auf das Podium fuhren. TS steht für "Toyota Sport". Mit der Teilnahme eines Hybridfahrzeuges will das Unternehmen, das weltweit bereits über 3,5 Millionen Hybridfahrzeuge verkauft hat, seine Vorreiterrolle bei dieser Technologie demonstrieren.

Bereits Anfang Februar gab Toyota bekannt, an der kompletten WEC 2012 teilzunehmen. "Die Bedingungen für die Weltmeisterschaft haben sich in den letzten Wochen geändert", sagte Team-Präsident Yoshiaki Kinoshita. "Für Toyota war es wichtig, mit FIA und ACO zusammenzuarbeiten, um dem LangstreckenMotorsport eine erfolgreiche Zukunft zu ermöglichen. Wir haben alles getan, was wir können, um unsere Unterstützung zu demonstrieren und nun freuen wir uns auf eine aufregende Rennsaison." Am 10. Februar komplettierte Toyota dann seinen Fahrerkader für diese Saison. Wie schon zuvor mehrfach spekuliert, wird der Red-Bull-Formel-1-Testpilot Sebastien Bue-

Nicolas Lapierre, Alex Wurz und Kazuki Nakajima (von links) sind die WEC-Mannschaft des Toyota TS030 Hybrid

mi mit den Japanern an der Sarthe auftreten. Der Schweizer teilt sich das Cockpit des LMP1-Autos mit der Startnummer 8 mit dem bisherigen Peugeot-Werksfahrer Anthony Davidson und dem Japaner Hiroaki Ishiura. Im WEC-Auto von Toyota sind - wie bereits gemeldet - Alexander Wurz, Nicolas Lapierre und Kazuki Nakajima am Lenkrad. Mitte Februar erfolgte Toyotas nächster Schritt: Obwohl man beim Saisonauftakt der neuen Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) am 17./18. März in Sebring noch nicht mit von der Partie sein wird, so hat der japanische Hersteller in diesem Jahr dennoch die Chance, die Herstellerwertung zu gewinnen. Denn: Nach dem unerwarteten Rückzug von Peugeot wurde das im Dezember vorgestellte Reglement überarbeitet und sieht nun vor, dass nur noch das jeweils bestplatzierte Fahrzeug Punkte für die Herstellerwertung einfährt. Zudem rechnet man nur die sechs besten Resultate im Verlauf der acht Rennen umfassenden Saison. Unabhängig davon, zählen die bei den 24 Stunden von Le Mans erzielten Punkte auf jeden Fall. Dies bedeutet, das ein bei den 12 Stunden von Sebring, oder bei einem der sechs 6-Stunden-Rennen erzieltes besseres Ergebnis als in Le Mans, gegebenenfalls keine Berücksichtigung für die Herstellerwertung findet, da nur sechs Ergebnisse in die Wertung eingehen. Toyota hat also alle Chancen. Wenige Tage danach absolvierte das Toyota Team einen Longrun wiederum in Paul Ricard bei Le Castellet/F. Alexander Wurz: "Wir haben sowohl einzelne Komponenten, als auch deren Zusammenspiel getestet. Miteingeschlossen das Hybrid-System". Zudem wurde natürlich an der Standfestigkeit und am Set Up gearbeitet.


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Toyota zeigt Flagge Hybrid-Technik im Rennsport, wie auf der Strasse halt auch

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HISTO CUP - schnablgewetzt - MICHAEL STEFFNY

NACHGEHAKT Der Histo Cup darf mittlerweile als Österreichs Vorzeige-Motorsport gelten. Noch keine Rennserie - auch über die Grenzen des Alpenlandes hinweg - hat es in etwas über zehn Jahren geschafft, zu derartiger Größe und Beliebtheit zu wachsen. Doch ging es zu schnell? Ist vieles nur Fassade? Wie weit geht die freizügige Auslegung des Reglements? Wer legt fest, wer befiehlt, wer ist Richter? Über anstehende Themen und damit die Zukunft des Histo Cups stand "Mastermind" Michael Steffny MSI-Chefredakteur Roland R. Firtinger (RRF) für ein Gespräch zur Verfügung.

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RRF: Der Histo Cup geht in seine 15. Saison und darf mit Sicherheit als Dein Lebenswerk, Dein Kind, bezeichnet werden. Aber - ist das Baby gesund? Michael Steffny: Sicher ist das mein bzw. unser Baby, darauf sind wir auch richtig stolz, es ist aber auch gewaltig gewachsen. Wenn der Histo Cup mit seinen sechs Rennserien bereits zwei Monate vor dem Saisonbeginn an die 200 Einschreibungen für 2012 hat, dann kann nicht alles falsch sein. RRF: In den letzten beiden Saisonen hat die Division „Anhang K“ - und nur aus der kann der Gesamtsieger des Histo Cup kommen - einen starken Schwund verzeichnet. Konnte dagegen etwas unternommen werden oder wird die „Goldene Ananas“ (Preis des Gesamtsiegers) ein Schacher einiger weniger Starter? Michael Steffny: Wir haben uns vor drei Jahren entschieden die Serie der „Historischen“ nach Anhang K sehr genau nach den Vorgaben der FIA zu führen. Das hat einerseits dazu geführt, dass einige Fahrer zur „STW“ abgewandert sind, weil sie die Autos - gemäß den strengen Anforderungen des Anhang K´s - hätten „zurückbauen“ müssen und andererseits

sind auch einige Fahrer in die anderen Serien gewandert, z.B. der relativ jungen Formel Historic. Für 2012 schaut die Sache wieder ganz gut aus, wir haben an die zehn neue Fahrer die nach Anhang K fahren wollen. RRF: Warum können in der Division Youngtimer Fahrer wie Fink und Lenzenweger zu Meisterehren gelangen, wenn sie mit sequenziellen Getrieben Rennen für Rennen am Start stehen, obwohl diese laut Reglement für ihre Fahrzeuge nicht erlaubt sind? Meister durch Mogeln?

Michael Steffny: Das stimmt so gar nicht. Bei den Young Timern sind auch die sequenziellen Getriebe bereits erlaubt. Für 2012 haben wir eine neue „Gewichtstabelle“ - gestaffelt nach Kubikklassen und nach 2-Ventiltechnik und 4-Ventiltechnik - als zwingend vorgeschrieben. Wer ein sequenzielles Getriebe fährt, der muss nochmals 30 Kilo dazupacken. In der boomenden Kategorie der Young Timer wollen wir zukünftig mehr Augenmerk auf Kontrollen legen, da werden die neuen Gewichtsvorschriften wohl ein Schwerpunkt werden.

Nach einer kleinen Durstrecke auf Grund strenger Kontrollen wird es wieder aufwärts gehen mit "Anhang K"

Der Boom ist genau geplant, zuerst lässt man alle Autos einmal fahren, ist etwas großzügiger mit dem Reglement und den Kontrollen, dann gibt es immer klarere Schritte in Richtung Check des Reglements. Da werden sanft „Daumenschauben“ angesetzt. Das haben wir von Beginn an so gemacht, der Erfolg spricht da ja für sich! RRF: Oder anders rum gefragt: Sind die „Modernen“ zu modern? Schließlich sind die gestandenen Youngtimer gegen Duller-BMWs (E46) und auch Cup-Porsche aus angeblich 2001, die bereits serienmäßig über sequenzielle Getriebe verfügen, absolut chancenlos… Michael Steffny: Wie war das denn in der Vergangenheit, als die Rennfahrzeuge der heutigen Young Timer aktuelle Rennfahrzeuge waren? Die Antwort liegt klar auf der Hand, jene Fahrzeuge, die damals im Spitzenfeld gefahren sind, fahren nun auch wieder um die Tagessiege mit. Da hat sich nicht viel geändert. Mit der etwas „moderneren Technik“ von heute kann man das eine oder andere Auto sicher auch konkurrenzfähig machen, aber man kann einen braven Lastenesel nicht zum leichtfüßigen Sprinter mutieren lassen. RRF: Oder wäre da für die Zukunft eine Anpassung über Gewicht ja Periode - es gibt deren drei bei den Youngtimern - vorstellbar? Michael Steffny: Die Frage stellt sich nicht mehr. Die Gewichtsreglung kommt vom DSMB und gilt generell für Fahrzeuge die keine gültige – will heißen – aktuelle Homologation mehr haben. Ich denke, dass die neue Gewichtsregelung mit dem Malusgewicht für die sequenziellen Getriebe ausreichend ist. 2012 wird es ohnehin in der Jahresgesamtwertung „Ehrungen“ bis 1991, bis 1996 und


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bis 2001 geben. Was allerdings für die Zukunft angedacht ist, wäre eine Splittung der Young Timer in zwei Perioden, z.B. 1982 bis 1991 und 1992 bis 2001 und damit auch in zwei eigenständige Rennserien… RRF: Mit dem Tourenwagen & GT Cup Austria des Rainer Werner ist nun die Lücke zu den Modernen geschlossen worden. Fälschlicher Weise wurde diese Serie bereits dem Histo Cup zugeordnet, obwohl man „nur“ einige Wochenenden auf selber

uns, wenn dieser Cup bei uns als „Gastserie“ mit dabei sein wird. RRF: Rainer Werner war ja in den letzten Jahren beim Histo Cup sowohl als Rennleiter, als auch als Sportkommissar eingesetzt. Wird dies so bleiben wenn seine eigene Rennserie an so einem Wochenende ebenfalls antritt? Ich sehe da Konfliktpotenzial… Michael Steffny: Das ist ja wohl klar, dass er keinesfalls Sportkommissar sein kann. Hier gäbe es sofort einen Interessenskonflikt. Als

Wir sind gewissermaßen ein "fahrendes Museum". Nirgendwo anders kann man so viele Motorsportschmuckstückerln in voller Action sehen.

Piste unterwegs ist. Eine gute Ergänzung? Und warum hat sich der Histo Cup, hast Du Dich nicht dieses Themas angenommen? Michael Steffny: Unser Rennleiter hat mich gefragt, ob wir nicht auch die „Lücke“ bis zum aktuellen Datum schließen wollen. Dies verneinte ich, da wir eine klare Positionierung als „Histo Cup“ – Rennsport mit nicht mehr ganz aktuellen Fahrzeugen – haben. Eine eigene Rennserie, die sich selbst erhält und klar dem modernen Motorsport zugeordnet wird, ist mit Sicherheit eine tolle Ergänzung und wir freuen uns, dass Reiner Werner den Mut hat, diese Serie aus der Taufe zu heben. Wir werden ihn sehr gerne unterstützen und freuen

„Race Director“ ist er für uns Histo Cupler jedoch natürlich einsetzbar. Er hat ja auch wirklich sehr viel Erfahrung. Wer hat schon einen Race Director der schon Rennleiter bei der DTM war und auch dem neuen Organisationsteam der WTCC am Salzburgring angehört. Qualität auch in der Abwicklung der Rennen ist unser Motto! Beim extrem erfolgreichen historischen Markenpokal – der BMW 325 Challenge - ist etwa die Erfahrung und auch die Durchgriffskraft eines Kalibers, wie es Rainer Werner darstellt, sehr hilfreich. RRF: Im Vorjahr wurde einem Frontrunner seiner Division der Motor seitens der Ob-


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HISTO CUP - schnablgewetzt - MICHAEL STEFFNY rigkeit aufgemacht. Niemand hat protestiert, es geschah auf Anordnung des Sportkommissars. Dieser darauf angesprochen gab lapidar zur Auskunft: „Weil mir das Gerede auf die Nerven gegangen ist!“ Der Motor war reglementkonform, es entbrannte ein Streit um die entstandenen Kosten. Der Histo Cup hat sich schnell abgeputzt, indem er nach diesem Vorfall auf der Homepage bekannt gab, dass in so einem Fall das Team/der Fahrer diese Kosten selber tragen muss. Abgesehen von der hier feh1

lenden Gerechtigkeit, heißt dies jetzt dass ein herumwütender Sportkommissar zu jeder Zeit die Macht hat, einem Fahrer/Team aus irgendeinem Grund (damit das Gerede…) immer wieder den Motor öffnen zu lassen, bis dem armen Teufel die Kohle fehlt um ihn wieder zusammen zu bauen? Michael Steffny: Es wird immer wieder passieren, dass ein Motor auf Anordnung geöffnet wird. Wer in der historischen Tourenwagen Europameisterschaft unterwegs war bzw. ist, der weiß ganz genau, dass dies dort an der Tagesordnung ist. Wenn ein Auto „augenfällig“ zu schnell erscheint, da wird halt einmal versucht ein Exempel zu statuieren. Dass der Bewerber bzw. der Fahrer die Kosten selbst zu tragen hat, ist international auch

üblich. Wenn dies immer der Veranstalter tragen müsste, würden wir bald keine Rennen mehr sehen. Im angesprochenen Fall von Alex Fojtik hatte er durch die Kontrolle eine tolle Reputation und eine entsprechende Anerkennung seiner fahrerischen Qualitäten! RRF: Eine der schönsten Strecken - Brünn - ist auf Grund zu hoher Geldforderungen nicht mehr im Kalender, stattdessen wird im Mai in Franciacorta/I gefahren. Kannst Du bereits einige Infos bezüglich Strecke und Umfeld rauslassen?

Baulöwe Ettore Bonara hat statt einem Schotterteich mit Freizeitanlage eine Rennstrecke in seine ehemalige Schottergrube gebaut. Derzeit hat sie eine Länge von 2,6 km und eine Homologation für Rennen für Tourenwagen, GT´s und Motorräder. Die Infrastruktur, von der Boxenanlage, Race Control, bis zum Restaurant und Exhibition Center mit einer tollen Indoor Go-Kart Anlage, ist bestens geeignet für einen schönen Race Event. Franciacorta könnte später als „Auslandsrennen mit kulinarischen Touch“ Monza ab-

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1 Die V8 Historic könnte bei weiterer Zunahme bald eine eigene Division sein 2 "Spannende und unfallfreie Rennen" - Michael Steffny 3 Jeder trägt sein "Binkerl" selber - die schräge Ansicht der Histo-Obrigkeit 4 Youngtimer – eine Unterteilung nach Gewicht/Periode steht im Raum

Michael Steffny: Das mit den Kosten der Rennstrecken ist eine wirklich traurige Geschichte, die leider massiv herumgreift. Die Leute von Brünn wollten den traditionellen „Frühjahrspreis“ nicht mehr selbst veranstalten und haben uns das angeboten, allerdings mit wirklich abstrusen Mietforderungen. Wenn ein Veranstalter von vorneherein weiß, dass negativ bilanziert wird, dann kann man dort eben nicht fahren. Wir haben daher ein Exempel statuiert. Wir wären gerne dort gefahren, vielleicht klappt es ja nächstes Jahr wieder. Die Rennstrecke in Franciacorta liegt südwestlich vom Gardasee (bei Brescia). Der

eigene Rennserie daraus zu machen, dazu brauchen wir aber rund 25 solcher Fahrzeuge. RRF: Was wünscht sich der „Mastermind“ für die Saison 2012, abgesehen von weniger „quälenden“ Fragen? Michael Steffny: Spannende und unfallfreie Rennen, Spaß im Fahrerlager und viele Fans, die ja bei uns auch überall ins Fahrerlager gehen können. Wir sind gewissermaßen ein „fahrendes Museum“. Nirgendwo anders kann man so viele Motorsportschmuckstückerln in voller Action sehen. Übrigens, im Herbst – nach der

lösen, denn diese Strecke ist für uns auch bald nicht mehr finanzierbar. RRF: V8 Historic. Diese dicken Bären haben sich wahrlich etabliert und bieten spannende Rennen. Erwartest Du mehr Zuwachs und wenn ja, soll es eine eigene Division werden? Michael Steffny: Es freut mich sehr, dass die V8-Banger so eingeschlagen haben. Wir haben auch 2012 wieder Zuwachs bekommen. Ausgeschrieben sind die Kategorien nach Anhang K, Fahrzeuge mit original Body (STW) und Silhouette Cars. Diese Autos sind natürlich für die Zuschauer ein „Hammer“. Ziel ist es eine

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Motorsportsaison – werden wir noch was Neues organisieren. Wir veranstalten vom 20. bis 21. Oktober am Gelände des Salzburgringes die „Motorsportmesse und Motorsportbörse„. Nach der Motorsportsaison werden viele Rennfahrzeuge „feilgeboten“ und gekauft. Im Herbst werden die Entscheidungen getroffen, welches neue Rennfahrzeug aufgebaut wird. Platz ist für alle Anbieter, vom Ausstatter bis hin zu den Zubehörlieferanten und Dienstleistern. Wir wollen für den gesamten Motorsport vom 2Rad bis 4-Rad eine neue Plattform schaffen, wo man sich trifft und wo es ein tolles Angebot für den gesamten Motorsport gibt. Natürlich wird es auch die entsprechende „Testmöglichkeit am Ring“ geben. RRF: Ich Dank´ Dir fürs Gespräch


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nachgelesen - BÜCHER Felix Wankel Der Name Felix Wankel ist untrennbar mit der Erfindung des Kreiskolbenmotors verbunden. Er machte den leidenschaftlichen "Maschinenträumer" (Wankel über Wankel) in den 1960er-Jahren weltberühmt. Fasziniert von der Welt der Technik widmete er sich ein Leben lang konzentriert seinen Visionen – der Wankelmotor wurde für Automobilfirmen rund um den Globus zur unbequemen Herausforderung. Erstmals würdigt nun der Historiker Marcus Popplow Felix Wankel in einer Biografie, die auch den bislang wenig bekannten Phasen seines Lebens nachspürt. Neue Erkenntnisse lieferten umfassende Quellenrecherchen, unter anderem im Archiv des Technomuseum in Mannheim, das den Nachlass des Erfinders verwahrt. Der "politische Wankel" engagierte sich als junger Mann für völkischnationalsozialistische Ziele, kritisierte nach seinem großen Erfolg immer wieder öffentlich die Automobilindustrie für ihren mangelnden Wagemut.

VW Käfer Mythos auf vier Rädern. Die Geschichte des Volkswagen Käfer ist die Story eines Welterfolgs: Als im Juli 2003 im mexikanischen Puebla das letzte Exemplar vom Band lief, hatten insgesamt 21.529.464 Käfer ihren Siegeszug um die Welt angetreten. Dabei war dieser Erfolg keineswegs vorhersehbar. Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg als "deutscher Volkswagen" geplant und dann doch für militärische Zwecke verwendet, gelang der eigentliche Durchbruch erst nach Kriegsende. Dank des visionären englischen Major Hirst. Er erkannte das Potenzial dieses Konzeptes und sorgte gegen alle Widerstände dafür, dass sich Volkswagen mit dem später so genannten Typ I zu einer wirtschaftlichen Keimzelle der jungen Bundesrepublik Deutschland entwickeln konnte. Dabei prägte der Käfer mit seinem unverwechselbaren Sound und seiner typischen Silhoutte nicht nur das einheimische Straßenbild, sondern er wurde als gefeierter Exportschlager ein Botschafter Deutschlands, der weltweit die Herzen seiner Besitzer eroberte.

Offroad auf zwei Rädern. Eine Herausforderung beim Motorradfahren ist sicher das Fahren im Gelände. Dort gibt es keine makellosen Asphaltbänder und gut definierte Kurven, sondern die verschiedensten Untergründe, Hindernisse und immer wieder neue Problemstellen. Das Fahren im Gelände ist weniger kalkulierbar und so müssen verschiedene Fahrtechniken geschickt miteinander kombiniert werden. Nicht nur das Motorrad muss – gegenüber dem normalen Straßenmotorrad – leistungsfähiger sein, auch von der Fahrerin beziehungsweise dem Fahrer wird mehr abverlangt. Das Fahren selbst im Gelände kann zur körperlichen Herausforderung werden. Dieses Buch soll das Fahren im Gelände erläutern und näher bringen. Angefangen von der richtigen Wahl des Motorrads über Grundtechniken bis zur Wettbewerbsvorbereitung. Fahren im Gelände ist die hohe Kunst der Motorradbeherrschung. "Offroad perfekt!" macht Anfänger mit dieser Kunst vertraut und zeigt Aufsteigern, wie es noch besser geht. Begonnen wird mit der gründlichen Vorbereitung von Mensch, Maschine und Ausrüstung.

159 Seiten, Marcus Popplow, Sutton Verlag

159 Seiten, Thomas Lang, Heel Verlag

143 Seiten, Renè Degelmann, GeraMond Verlag

Lancia Delta 4WD & Integrale - die Rallye-Champions. Als die spektakulären, aber kaum noch beherrschbaren Gruppe-B-Rallyeboliden im Mai 1986 verboten wurden, waren die Hersteller und Teams gezwungen, neue Gruppe-A-Fahrzeuge zu entwickeln. Um konkurrenzfähig zu sein, mussten die Wagen Allradantrieb besitzen und mindestens 300 PS leisten, um an das von der obersten Motorsportbehörde definierte Limit zu kommen. Lancia hatte das Glück, dass der neue Delta HF 4WD gerade vorgestellt worden war und eine perfekte Basis für das neue Reglement bot. Zuerst zum Integrale mit dem ursprünglichen Achtventil-Motor, dann zum Integrale 16V und schließlich zum Integrale 16V Evo 1 (oder Deltona, wie er auch liebevoll genannt wurde). Der Integrale war nicht nur das erfolgreichste Lancia-Rallyefahrzeug aller Zeiten, er war auch das vorerst letzte, denn am Ende der Karriere des Integrale im Jahr 1993, zog sich die Marke bis heute vom Rallyesport zurück.

Superstars of Stock Car Racing. Die hierzulande kaum bekannte, weil - "ewig im Kreis fahrende" - amerikanische Motorsportart NASCAR hat viele Facetten. Und auch viele Protagonisten in den mehr als 60 Jahren des Bestehens hervorgebracht. Und weil in den USA eben alles reichlicher, weiter und größer ist, sind Piloten auf den vorderen Rängen wahre Superstars. Vertieft man sich in die Welt des Oval-Racings, steht dem plus/minus Null gegenüber, so wird man sehr schnell feststellen, dass diese Art des Rennsports sehr faszinierend ist. Man muss ihr nur in sich selbst eine Chance geben. Richard Petty, 200 Einzelsiege und sieben Meistertitel wird einfach "the King" genannt, Dale Earnhardt, ebenfalls sieben Meistertitel und in der letzten Kurve der letzten Runde das Daytona 500 (jeweils Auftaktrennen der NASCAR-Saison) 2001 tödlich verunglückt, ist als der "Intimidator" in allen Herzen der NASACAR-Fans. Jeff Gordon, Bill Elliot, Jimmy Johnson, Mark Martin, Terry Labonte - das andere Racing.

125 Seiten, Graham Robson, Heel Verlag

96 Seiten Frank Moriaty Metro Books

SCS-Multiplex Top 56, A-2334 Vösendorf, Tel. & Fax: 02236/61422, bestseller@aon.at Öffnungszeiten: Mo-Fr 9.30 – 19.30 Uhr, Sa 9.30 – 17.00 Uhr, So 13.00 – 18.00 Uhr

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VORSCHAU

IN AUSGABE ab 30. März

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Große Aufgaben. MotorSport Insider ist sozusagen befördert worden. Und darum ist jetzt auch gleich mal die Rede von unseren Dauertestern. Fürwahr, die MSI-Schreiberlinge geben sich redlich Mühe, nicht nur um Kilometer um Kilometer abzuspulen, sondern auch in jeder Ausgabe ein diskutables Thema aufzugreifen, so sehr verändert ein Testwagen - zumindest unsere beiden Longrunner Kia Rio und Hyundai Veloster - in einem Monat ja auch nicht gerade. Und trotzdem kommen viele Eindrücke zu Tage, die ansonst wahrlich auf der Strecke blieben. Nun wird die Palette der Dauertester um ein ganz

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besonderes Mobil erweitert: Toyota Auris HSD. Da schnalzt das Zungerl, denn wohl wissend steht „HSD“ für die Hybrid Technik des Japanischen Herstellers. Wir werden damit zum Botschafter der Hybrid Technik Toyotas im Verbund mit Alexander Wurz, für den Österreichische Importeur Frey. Der Alexander auf der Rennstrecke im Toyota Hybrid, wir Renninteressierte packen den Spagat zur Strasse - mit dem Toyota Auris HSD. Große Aufgaben also. Mit dem Genfer Autosalon sind natürlich einige Vorstellungen fällig, als da der Citroën DS5 wäre, der VW Passat Alltrack und die Neuauflage des Seat Ibiza, eines der wohl

wichtigsten Modelle für den Spanischen Hersteller. Mit der VW 4MOTION Nutzfahrzeugpalette gibt es zusätzlich viel Neues und auch per Mitsubishi 4x4 Drive Day ist Arbeit angesagt. Mit dem kommenden Frühling füllt sich auch wieder die Radaktionsgarage bedrohlich. Tests sind in der nächsten Ausgabe - diesmal nach dem Alphabet - nachzulesen von Audi A5 Sportback, Nissan Murano, Mitsubishi Pajero Wagon im Hängerbetrieb + Long Distance Run, Opel Ampera, Suzuki Grand Vitara, VW New Beetle, VW Up! Für die Zweiradfraktion wird eine BMW G 650 GS Sertâo bereit stehen, dazu kommt bis der Rollsplitt von den Strassen ist, sicherlich noch das eine oder andere Modell hinzu. Am 11. März startet heuer die WTCC, die im Mai auch am Salzburgring gastiert. Sie ist ebenso ein Thema wie das „Great American Race“, nämlich das Daytona 500, das Auftaktrennen der NASCAR-Saison.

IMPRESSUM Eigentümer & Verleger: Verlag MSI, Herausgeber: Roland R. Firtinger, Chefredakteur: Roland R. Firtinger (rrf), Chefredakteur Stellvertr.: Rainer Lustig, Sekretariat: Christine Danzinger, Redaktion: Johann Drapela, Leo Freistätter, Christian Herzig, Madeleine Kopitschek, David "Lino" Linortner, Thomas Kranewitter, Corina-Konrad Lustig, Rainer Lustig, Dr. Martin Rosenbichler, Christian Schmidt, Mag. Manuel Schwab, Dr. Rainer Toperczer, Dipl. Ing. Wolfgang Vlasaty, Redaktion Ausland: Tony Maly (CZ), Jari Hämäläinen (FIN), Thomas Tate (USA), Bildnachweis: Rainer Lustig, Tony Maly, RRF Webmaster: Corina Konrad-Lustig derzeit gültige Tarifliste: 1-2012, UID: ATU 55120504 Druck: Niederösterreichisches Pressehaus, A-3100 St. Pölten, Vertrieb: Pressegroßvertrieb Salzburg GmbH, A-5081 Anif/Austria, Redaktionsadresse: Verlag MSI, Hauptstraße 2A, A-2231 Strasshof, Tel.: +43(0)2287/40001, Fax: +43(0)2287/40002, e-mail: ms-insider@aon.at, web: www.ms-insider.com, Erscheinungsort: Strasshof, Verlagspostamt: A-2231 Strasshof, Erscheinungsweise: 10 x jährlich + 3 Sonderausgaben (Specials), verbreitete Auflage: 30.000 Exemplare, (Sonderausgaben 40.000 Exemplare) Einzelpreis: € 2,50, (Sonderausgaben € 3,00) Abonnement für 12 Ausgaben: € 25.-, (Ausland € 45,-), Abos können 4 Wochen vor Ende der Abo-Laufzeit gekündigt werden. Sonderausgaben sind nicht im Abonnement enthalten. Alle Rechte, auch die Übernahme von Beiträgen nach §44 Abs. 1 Urheberrechtsgesetz sind vorbehalten. Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Infos oder Fotos wird keine Haftung übernommen.


Jo

www.seefestspiele-moerbisch.at

Karten: 02682 / 66210

12. Juli – 25. August

2012

von

ss u a r t nS n a h

INTENDANT HARALD SERAFIN

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Der neue Subaru XV: Allrad in höchster Perfektion.

Der neue Subaru XV ist da – mit einem der höchst entwickelten Allrad-Antriebe, die es gibt: Die symmetrische Anordnung von Motor, Getriebe und Antrieb sorgt für kaum zu übertreffende Traktion. Und mit den kraftvollen Boxermotoren, wahlweise Diesel oder Benziner, haben Sie alle Bedingungen souverän im Griff. Bei jedem Wetter, Tag für Tag.

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