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MOZARTS GEBURTSHAUS

Konzerte Wissenschaft Museen

HAUSBEGLEITER


ÖFFNUNGSZEITEN Tägl. geöffnet, inkl Sonn- und Feiertage, von 9 bis 17.30 Uhr; letzter Einlass 17 Uhr Juli, August: 8.30 bis 19 Uhr; letzter Einlass 18.30 Uhr www.mozarteum.at LAGE Die beiden Mozart-Museen liegen in der Innenstadt und sind sowohl zu Fuß als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Gehdistanz zwischen beiden Museen: circa 5 Minuten. MOZARTS GEBURTSHAUS Getreidegasse 9, 5020 Salzburg Tel. +43-662-84 43 13, mozartmuseum@mozarteum.at

MOZART-WOHNHAUS Makartplatz 8, 5020 Salzburg Tel. +43-662-87 42 27 40, mozartmuseum@mozarteum.at Mirabell ist Projektsponsor von Mozarts Geburtshaus

2 MOZART-WOHNHAUS

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1 MOZARTS GEBURTSHAUS

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WIR FREUEN UNS ÜBER JEDE SPENDE, die uns bei unserer Aufgabe, das Erbe Mozarts zu bewahren, unterstützt. Internationale Stiftung Mozarteum bei Bankhaus Carl Spängler & Co. AG, IBAN: AT98 1953 0001 0009 5799, BIC: SPAEAT2S


MOZARTS GEBURTSHAUS Die Familie Mozart lebte in diesem Haus 26 Jahre, bevor sie 1773 in das Mozart-Wohnhaus auf die andere Salzach-Seite übersiedelte. Der fürsterzbischöfliche Kammermusiker und Komponist Leopold Mozart und seine Ehefrau Anna Maria, geb. Pertl, zogen kurz nach ihrer Vermählung 1747 in die 130 Quadratmeter große Mietwohnung im dritten Stock dieses Gebäudes. Das Ehepaar bekam sieben Kinder, von denen nur zwei das Säuglingsalter überlebten: die 1751 geborene Tochter Maria Anna (genannt Nannerl) und der 1756 geborene Sohn „Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus“, heute weltberühmt unter dem Namen Wolfgang Amadé Mozart. Das Leben der Mozarts war das einer mittelständischen Salzburger Bürgerfamilie. Die Atmosphäre im Haus Getreidegasse 9 dürfte eine harmonisch-heitere gewesen sein. Es wurde viel musiziert und zahlreiche Bekannte und Freunde kamen zu Besuch. Die Mutter kümmerte sich mit einer Dienstmagd um den Haushalt, während Leopold außer Haus ging, um seinem Dienst am fürsterzbischöflichen Hof oder seinem Unterricht am Kapellhaus nachzugehen. Zu Hause komponierte er, probte mit Musikerkollegen oder empfing seine Privatschüler. Mit den Besitzern des Hauses, der Familie Hagenauer, verband die Mozarts eine enge Freundschaft. Johann Lorenz Hagenauer betrieb im Erdgeschoss ein gut gehendes Spezereiwarengeschäft unter anderem mit Luxusgütern wie Gewürzen, Tee, Kaffee und Tabak. Der erfolgreiche Kaufmann mit europaweiten Handelsbeziehungen unterstützte stets die zahlreichen Reisen der Familie Mozart. Seinem regen Briefwechsel mit Mozarts Geburtshaus


Leopold Mozart ist zu verdanken, dass wir gut über die Jugendjahre Mozarts unterrichtet sind. Heute noch trägt der Platz vor Mozarts Geburtshaus den Namen Hagenauerplatz. Die Hausfassade erfuhr seit der Mozart-Zeit nur geringe Veränderungen. Die barocken Fensterrahmungen wurden entfernt und das Dachgeschoss Ende des 19. Jahrhunderts ausgebaut. Ein besonderes Detail sieht man neben dem Eingangsportal: Dort befinden sich die historisch interessanten Klingelzüge, mit denen man die Wohnungsglocken in den einzelnen Stockwerken bedienen konnte. Besitzerin des Hauses und Betreiberin des Museums ist die Internationale Stiftung Mozarteum. Sie konnte das Gebäude 1917 erwerben. Das Museum wurde bereits 1880 eingerichtet; es umfasste anfangs nur die Räume der ehemaligen Mozart-Wohnung im 3. Stock. Im Laufe der darauffolgenden Jahrzehnte konnte das Museum kontinuierlich erweitert werden. Heute erstreckt es sich über 3 Etagen. Auf 600 Quadratmetern sind mehr als 300 Ausstellungsstücke zu sehen. Zur Orientierung Die Kassa befindet sich im 1. Stock. Nach dem Lösen des Tickets folgen Sie dem Treppenlauf in den 3. Stock. Sie kommen vor der Küche der Familie Mozart an. Hier im 3. Stock beginnt der Rundgang durch das Museum. Beim Hochgehen können Sie am Terminal im Treppenhaus des 2. Stocks alle Raumtexte des Museums auf das eigene Mobiltelefon laden. Scannen Sie dazu den QR-Code oder benutzen Sie den AppStore oder PlayStore Ihres Smartphones. Im 2. Stock befindet sich auch der Museumsshop. WC-Anlagen finden sich in jedem Stockwerk in den Arkadengängen.


MUSEUMSRUNDGANG 3. Stock • Die Mozart-Wohnung • Mozart in Wien und Mozarts Nachwelt 2. Stock • Mozart auf dem Theater 1. Stock • Der Alltag eines Wunderkindes

3. Stock Beginn des Museumsrundgangs

ANKUNFT / STIEGE 3

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1 INNENHOF

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• STIEGENABGANG IN DEN 2.STOCK

DIE MOZART-WOHNUNG Der Familie Mozart stand eine bürgerliche Wohnung von 130 Quadratmetern mit vier Räumen und einer Küche zur Verfügung.

1 Küche

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Im 18. Jahrhundert waren die Küchen in den Salzburger Bürgerhäusern nicht Teil der Wohnung – aufgrund der starken Rauchentwicklung und der Brandgefahr befanden sie sich abseits der Wohnräume. Mittelpunkt war der Steinherd, auf dem bei offenem Feuer gekocht wurde. Üblicherweise teilten sich mehrere Familien eine Küche. Mozarts Geburtshaus


2 Gang

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Im Gang vor der Tür zur eigentlichen MozartWohnung (mit der Aufschrift Museum) befindet sich auf der rechten Wand ein großer Stammbaum der Familie Mozart. Wie man sehen kann, war die Kindersterblichkeit im 18. Jahrhundert sehr hoch. Leopold und Anna Maria Mozart hatten sieben Kinder, nur zwei davon erreichten das Erwachsenenalter, Nannerl und Wolfgang. Auch dem Ehepaar Wolfgang und Constanze Mozart blieben nur zwei Söhne, Carl Thomas und Franz Xaver Wolfgang; vier Kinder starben noch vor Vollendung des ersten Lebensjahrs. Heute gibt es keine direkten Nachkommen der Familie Mozart mehr. Mozarts Söhne starben unverheiratet und kinderlos. Mit Nannerls Urenkelin, Berta Forschter, erlosch 1919 die Linie.

3 Kabinett

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Sie betreten die Wohnung durch das sogenannte Kabinett, das ursprünglich als Abstellraum und später als Schlafzimmer für Wolfgang diente. Hier werden die Eltern Mozart vorgestellt. Dokumente von Leopold Mozart und seiner Frau Anna Maria Pertl geben Auskunft über ihre Herkunft. Leopold Mozart stammte aus dem schwäbischen Augsburg. Er kam ursprünglich nach Salzburg, um an der Universität Philosophie zu studieren, beendete aber sein Studium nicht. Ab seinem 24. Lebensjahr widmete er sich nur mehr der Musik. Seine Frau Anna Maria war Tochter des Pflegers (Richters) von St. Gilgen, einem kleinen Ort am Wolfgangsee, zirka 30 km von Salzburg entfernt. Nach dem frühen


Tod des Vaters übersiedelte sie mit ihrer Mutter nach Salzburg, wo sie von einer bescheidenen Rente lebten. Das wohl wichtigste Schriftstück in diesem Raum ist der Brief von Leopold Mozart an seinen Verleger Johann Jakob Lotter vom 9. Februar 1756, in dem er von der Geburt seines Sohnes am 27. Jänner 1756 um 8 Uhr abends berichtet – seinem Sohn Wolfgang Amadé.

4 Wohnzimmer

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Das Wohnzimmer ist der größte und hellste Raum der Wohnung. Hier hielt man sich auf, hier wurde gegessen und musiziert. Von den Möbeln der Familie ist nichts erhalten. Auch der grüne Kachelofen in der Ecke des Raumes stammt nicht aus der Mozart-Zeit, steht aber am ursprünglichen Platz. Der Ofen war ein sogenannter Hinterlader, das heißt, er wurde vom Gang aus befeuert, um Schmutz und Ruß außerhalb des Wohnraums zu halten. An der großen Wand werden die einzelnen Familienmitglieder vorgestellt. Eingerahmt zwischen den Eltern, Anna Maria und Leopold Mozart, hängen die wohl berühmtesten Porträts der beiden Mozart-Kinder. Der siebenjährige Wolfgang trägt das Galakleid, das ihm nach seinem erfolgreichen Auftritt am Wiener Hof von Kaiserin Maria Theresia geschenkt wurde. In den Vitrinen unter den vier Hauptgemälden werden charakteristische Eigenschaften der einzelnen Familienmitglieder anhand von Briefzitaten beschrieben: die humorvolle Mutter, die brave Schwester, der kritische Vater und der unkonventionelle Sohn Wolfgang. Mozarts Geburtshaus


Das berühmte Porträt „Mozart in Verona“ befindet sich in Privatbesitz und ist deshalb hier als Kopie ausgestellt. Zu sehen ist der 14-jährige Mozart mit weißer Perücke und rotem Rock an einem Cembalo. Die Violine verweist auf ihn als Geiger, das Tintenfass auf seine Kompositionstätigkeit. Interessant ist, dass das hier gezeigte Notenblatt die einzige schriftliche Quelle für das Molto allegro G-Dur KV 72a, das sogenannte „Veroneser Allegro“, ist. Gemeinsam mit den anderen Mozart-Porträts im Raum wie „Mozart mit dem Diamantring“, „Mozart im Galakleid“ und „Mozart“ von Leopold Bode zeigt es die Spannweite der Mozart-Darstellungen im 18. und 19. Jahrhundert. Das Gemälde „Tee beim Prinzen Conti“ gibt einen Eindruck von der Atmosphäre einer feinen Teegesellschaft in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, wie sie die Familie Mozart auf ihrer großen Reise durch Westeuropa immer wieder erlebt haben dürfte. In den Vitrinen sind die ersten Werke Mozarts zu sehen sowie Ausgaben von Leopold Mozarts schon damals berühmter „Violinschule“ in verschiedenen Sprachen. Leopold war neben seinem Beruf als Hofmusiker vor allem als Violinlehrer und ausgezeichneter Pädagoge bekannt. Er erzog seine Kinder selbst und unterrichtete sie zu Hause. Bereits mit fünf Jahren konnte Wolfgang Klavier und Geige spielen und verfasste seine ersten kleinen Kompositionen.

5 Schlafzimmer

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Das Schlafzimmer der Familie Mozart war mit großer Wahrscheinlichkeit auch das Ge-


burtszimmer der Mozart-Kinder. Nannerl Mozart wurde in der Nacht vom 30. auf den 31. Juli 1751 geboren, Wolfgang Amadé kam am 27. Jänner 1756 um 20 Uhr als letztes von sieben Kindern zur Welt. Sein Vater war zum Zeitpunkt seiner Geburt 37, die Mutter 36 Jahre alt. Hier in Mozarts Geburtszimmer – dem wohl wichtigsten Raum des Hauses – sind persönliche Gegenstände von ihm zu sehen wie Knöpfe, Brieftasche, Ring, Tabaksdose und Haare. Diese Erinnerungsstücke kamen entweder durch Freunde oder Familienmitglieder der Mozarts an die Stiftung Mozarteum. Das zentrale Objekt bildet Wolfgang Amadé Mozarts Kindergeige, gebaut von dem Salzburger Geigenbauer Andreas Ferdinand Mayr. Das Instrument ist um 1740 entstanden und entspricht in seiner Größe einem „violino piccolo“ zwischen 1/4-tel und 1/2-er Größe. Wie alle anderen originalen Mozart-Instrumente (insgesamt sechs Stück) im Besitz der Stiftung Mozarteum ist sie in bestem bespielbaren Zustand.

6 Arbeitszimmer

Der letzte Raum der Mozart-Wohnung war das Arbeitszimmer, das vermutlich sowohl Leopold Mozart als auch Wolfgang Amadé zum Komponieren gedient hatte. 6

Heute ist dieser Raum Wolfgang Amadé Mozarts eigener Familie gewidmet. Mozart heiratete 1782 in Wien Constanze Weber und fand mit ihr sein privates Glück; eine Verbindung, die anfangs nicht die Zustimmung seines Vaters gefunden hatte. Auf dem „Doppelporträt der Söhne Mozarts“ sind Franz Xaver Wolfgang und sein um Mozarts Geburtshaus


fast sieben Jahre älterer Bruder Carl Thomas zu sehen. Nach dem frühen Tod des Vaters wurden die beiden Kinder von Constanze großgezogen. Diese hielt das Andenken an ihren verstorbenen Mann aufrecht und verwaltete dessen Nachlass geschickt. Ihr Porträt von Hans Hansen aus dem Jahr 1802 zeigt sie mit einem Heft mit Mozarts Werken. Der große goldene Rahmen enthält eines der berühmtesten Mozart-Bildnisse: Die „Silberstiftzeichnung von Doris Stock“ kommt dem Aussehen Mozarts wohl am Nächsten. Der 33-Jährige ist darauf nicht geschönt dargestellt; auffallend sind die dichten Haare und die hervorquellenden Augen. Aufgrund der hochempfindlichen Technik wird das Original der Zeichnung im Tresorraum der Stiftung Mozarteum verwahrt und ist hier als Faksimile ausgestellt. In der Vitrine sehen Sie weitere MozartBildnisse aus seinem letzten Lebensjahrzehnt: ein Elfenbeinrelief, das bekannte Buchsbaumrelief (1789) von Leonard Posch und eine Mozart-Miniatur auf einer Tabaksdose aus dem Jahr 1783. Diese Miniatur konnte erst 2013 einwandfrei als authentisches Mozart-Porträt identifiziert werden. Einzigartig daran ist, dass Mozart in Frontalansicht gezeigt wird. Bis zu diesem Zeitpunkt waren nur Profilansichten aus Mozarts letztem Lebensjahrzehnt bekannt. Sie verlassen jetzt die Mozart-Wohnung und erreichen durch den Arkadengang den nächsten Ausstellungsbereich, der sich mit Mozarts Wiener Zeit und seinem Nach-Leben beschäftigt.


3. Stock, Seite zum Universitätsplatz Ausstellungsräume im rückwärtigen Teil ANKUNFT / STIEGE 11

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INNENHOF

• STIEGENABGANG IN DEN 2. STOCK

7 Vorraum

Eine großformatige Ansicht von Wien im 18. Jahrhundert im Vorraum stimmt auf das Thema ein. Gehen Sie geradeaus in den ersten Ausstellungsraum. 7

8 „Künstler-Leben“

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Hier werden die wichtigsten Facetten von Mozarts Wiener Zeit beleuchtet: sein Leben und Alltag als junger Ehemann, als Musiker und Komponist oder auch als Freimaurer. „ich versichere sie, daß hier ein Herrlicher ort ist – und für mein Metier der beste ort von der Welt“, schrieb der 25-jährige Mozart im April 1781 an seinen Vater in Salzburg. Als Mozart 1781 nach Wien kam, zählte die Kaiserstadt rund 200 000 Einwohner. Mozart erhoffte sich Aufträge aus dem Adel und Bürgertum, vor allem aber weitere musikalische Entfaltungsmöglichkeiten. Diese hatte er in Salzburg vermisst, wo das Musikleben zur Gänze auf den Hof des Fürsterzbischofs Hieronymus Colloredo ausgerichtet war. So erfüllte sich Mozarts größter Wunsch, Opern zu komponieren, in Salzburg nicht. Mozarts Geburtshaus


In der runden Vitrine befinden sich die Porträts der wichtigsten Komponisten der damaligen Zeit in Wien.

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Neben seiner Arbeit als Komponist verdiente Mozart seinen Lebensunterhalt auch mit Unterricht und gelegentlichen Konzertauftritten als Pianist. 1787 nahm er zusätzlich die Stelle eines Kammermusikus am kaiserlichen Hof an. Die Vitrine auf der rechten Seite gibt Hinweise auf Mozarts Alltagsleben in der Kaiserstadt. In dem Brief an seine Schwester Nannerl berichtet er über seinen Tagesablauf und sein immenses Arbeitspensum. Zum Komponieren fand er nur nachts oder am frühen Morgen Zeit. Meist musste er mit fünf Stunden Schlaf auskommen. Obwohl Mozart viel Geld verdiente, hatte er hohe Schulden. Davon zeugt der Brief an seinen Logenbruder Johann Michael Puchberg. Mozarts Mitgliedschaft bei einer Freimaurerloge wird hier kurz beleuchtet, ebenso seine Wohnsituation. In der darauffolgenden Vitrine wird Mozarts Tod thematisiert. Wolfgang Amadé Mozart starb am 5. Dezember 1791 nach langer Krankheit im 36-sten Lebensjahr. Nur einen Tag später wurde er am Friedhof St. Marx, vor den Toren Wiens, bestattet. Entgegen der Legendenbildung handelte es sich nicht um ein Armenbegräbnis. Mozarts Tod wurde auf zahlreichen Bildern mystifiziert; ein Beispiel dafür befindet sich auf der Wand gegenüber.


9 „Nach-Leben“

Dieser Raum widmet sich den Biografien der engsten Familienmitglieder Mozarts und ihrer Bedeutung für die Anfänge der Mozart-Verehrung. Zwei großformatige Ölbilder zeigen die beiden erwachsenen Söhne Mozarts, die Exponate in der Vitrine darunter geben Auskunft über deren Leben. Der ältere Sohn, Carl Thomas, schlug trotz musikalischer Begabung eine Beamtenlaufbahn ein und lebte 50 Jahre in Italien. Er besuchte dreimal die Geburtsstadt seines Vaters, zuletzt 1856 anlässlich der Hundertjahrfeier des Geburtstags von Wolfgang Amadé Mozart. Der jüngere Sohn, Franz Xaver Wolfgang, war ein musikalisches Wunderkind. Mit 17 Jahren ging er als Musiklehrer zu einer adeligen Familie nach Galizien und verbrachte in Lemberg, abgesehen von gelegentlichen Reisen, fast sein ganzes Leben. Als Musiker und Komponist stand er jedoch im übermächtigen Schatten seines Vaters. 1842 dirigierte er anlässlich Enthüllungsfeier des Mozart-Denkmals in Salzburg einen von ihm verfassten Festchor nach musikalischen Motiven seines Vaters. Das große Ölporträt in der Mitte zeigt Mozarts Schwester im Alter von 50 Jahren. Nannerl Mozart, verheiratete Maria Anna Freifrau von Berchtold zu Sonnenburg, wurde nach dem Tod Mozarts zu einer wichtigen Zeitzeugin. Bis ins hohe Alter gab sie Auskunft über Leben und Werk ihres Bruders. Sie starb mit 78 Jahren in ihrer Wohnung in der Sigmund-Haffnergasse, heute „Zipfer-Bierhaus“, gegenüber von ihrem Geburtshaus. In der Vitrine befindet sich ein Manuskript, in dem Nannerl Fragen zur Biographie ihres Bruders beantwortet. Zwei langjährige Weggefährten Mozarts, das Ehepaar Aloisia und Joseph Lange, sind durch kleine Porträts vertreten. Aloisia, die Schwester seiner Frau Constanze, war Mozarts erste große Liebe. Sie war eine hervorragende Sängerin und sang in späteren Jahren die großen Rollen in Mozarts Opern. Ihr Mann war ein bekannter Schauspieler, aber auch ein begabter Maler. Von ihm stammt das berühmte unvollendete Ölporträt Mozarts, welches im unteren StockMozarts Geburtshaus


werk im Ausstellungsbereich „Mozart auf dem Theater“ zu sehen ist. Mozarts Ehefrau Constanze hatte ein enges Verhältnis zu ihren Schwestern. Sowohl Aloisia als auch die jüngere Schwester Sophie Haibl verbrachten ihre letzten Lebensjahre bei Constanze in Salzburg. Das nächste Gemälde an der Wand zeigt den zweiten Gatten von Constanze Mozart. Constanze heiratete den dänischen Diplomaten Georg Nikolaus Nissen 1809 nach 18-jähriger Witwenschaft. Kennengelernt hatten sie sich schon etliche Jahre zuvor. Nissen hatte Constanze beim Ordnen von Mozarts Nachlass unterstützt. Gemeinsam gab das Ehepaar Nissen die erste umfangreiche Mozart-Biografie heraus. Ein frühes Exemplar ist in der Vitrine zu sehen. Als Quelle nutzte Nissen erstmals die umfangreiche Familienkorrespondenz und hielt es offenbar für notwendig, Zensuren vorzunehmen: So zeigt der Brief Mozarts an seine Frau in Baden vom Juli 1791 interessante Schwärzungen. Viele originale Handschriften, Mozart-Instrumente und Erinnerungsstücke kamen von seiner Familie direkt an den 1841 gegründeten „Dom-Musik-Verein und Mozarteum“ und bildeten den Grundstock für die Sammlungen der Stiftung Mozarteum Salzburg. Das Mozart-Medaillon aus Gips auf blauem Glasgrund wurde von Leonard Posch geschaffen. Es ist eine für die beiden letzten Lebensjahre von Mozart übliche Darstellung in Profilansicht. Posch hat mehrere Porträt-Medaillons von Mozart angefertigt. Das vorliegende Stück ist besonders zart und detailgetreu ausgeführt. Das kleine Tafelklavier an der Wand gegenüber hat Constanze während ihres Aufenthalts in Dänemark besessen. Gemeinsam mit ihrem späteren Gatten Georg Nikolaus Nissen lebte sie von 1810 bis 1820 in Kopenhagen. Als Alterswohnsitz wählte das Ehepaar dann Salzburg.


10 „Weiter-Leben“

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Dieser Raum berichtet über den MozartKult in Salzburg, der mit der feierlichen Enthüllung des Mozart-Denkmals am 6. September 1842 begann. Die Bilder an der linken Wand hinter der Mozart-Statue geben Auskunft über dieses Ereignis. Bereits Jahre zuvor war in zahlreichen Spendenaufrufen Geld für das Denkmal gesammelt worden. Bei der Aushebung des Fundaments am Michaelsplatz (jetzt Mozartplatz) wurden römische Mosaike gefunden. Die archäologische Bergung verzögerte die Arbeiten um Monate, sodass Mozarts Witwe Constanze die Enthüllung des Denkmals nicht mehr erleben konnte. Sie verstarb nur ein halbes Jahr davor. Unter den Graphiken sind zwei Raritäten zu entdecken: Ein Porträt von Constanze um 1840 – als Fotografie! Eine Technik, die nur wenige Jahre zuvor erfunden worden war und daher noch großen Seltenheitswert hatte. Die Aufnahme erfolgte während eines Besuchs bei dem befreundeten Komponisten Max Keller in Altötting. Es ist ein Detail aus einem Gruppenbild. Ein weiteres Foto zeigt Mozarts älteren Sohn Carl Thomas. Es wurde anlässlich seines Besuchs in Salzburg 1856 aufgenommen. An der gegenüberliegenden Wand und in den Vitrinen erzählen Dokumente, Fotografien und Stiche von der Entwicklungsgeschichte der Internationalen Stiftung Mozarteum. Diese wichtige Institution wurde 1880 von Bürgern der Stadt Salzburg gegründet und hat ihre Wurzeln im „Dom-Musik-Verein und Mozarteum“ von 1841. Seither setzt sie sich als Non-Profit-Organisation mit der Person und dem Werk Mozarts auseinander. Mozarts Geburtshaus


In der rechten Vitrine finden sich historische Aufnahmen von Mozarts Geburtshaus. Es ist das älteste einem Komponisten gewidmete Museum weltweit. Bevor 1880 eine Dauerausstellung eingerichtet wurde, gab es bereits 1856 eine kleine Mozart-Ausstellung. Einige Fotos beschäftigen sich mit dem Bau des Mozarteums, das 1914 eröffnet wurde und einen Meilenstein im Kulturleben der Stadt Salzburg markiert. Sein Konzertsaal gilt als einer der schönsten und besten der Welt. Die linke Vitrine zeigt historische Fotos von dem sogenannten Zauberflötenhäuschen. Ursprünglich stand es in einem der Höfe des Starhembergischen Freihauses in Wien, in dessen Theater die Uraufführung von Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ stattgefunden hatte. Es wurde 1877 auf dem Kapuzinerberg in Salzburg aufgestellt und entwickelte sich in kurzer Zeit zu einer Pilgerstätte für Mozart-Verehrer aus aller Welt. Heute steht es im Bastionsgarten des Mozarteums. Der Wiener Maler Anton Romako wurde 1877 beauftragt, das Ölgemälde „Mozart am Spinett“ eigens für das Zauberfötenhäuschen anzufertigen. Das großformatige Gemälde befindet sich an der gegenüberliegenden Wand.

11 Mozart-online

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Im angrenzenden Raum Mozart-online geben Computer Auskunft über die Struktur und die Bereiche der Stiftung Mozarteum Salzburg im 21. Jahrhundert. Informieren Sie sich hier über wichtige wissenschaftliche Projekte wie die NMA Online, die Interessierten weltweit kostenlos Zugang zu Mozart-Noten bietet, oder blättern Sie digital in Mozart-Handschriften.


Der Museumsrundgang findet seine Fortsetzung im zweiten Stock. Wenden Sie sich nach links und gehen Sie die Treppe hinunter in den Arkadengang. In der Mitte führt Sie die Tür mit der Aufschrift „Mozart und Oper“ in die weiteren Museumsräume.

2. Stock

STIEGENABGANG IN DEN 1.STOCK INNENHOF

MUSEUMSSHOP

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ANKUNFT AUS DEM 3. STOCK

MOZART AUF DEM THEATER Der Ausstellungsbereich „Mozart auf dem Theater“ informiert über das Opernschaffen Mozarts. Er schrieb von 1767 bis 1791 insgesamt 22 Werke für die Bühne. Hier zeigen wir die schönsten Stücke aus unserer großen Sammlung von Bühnenbildmodellen, Entwürfen, Kostümzeichnungen und Szenenfotos.

12 Mozart am Klavier

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An der Stirnseite des Raumes befindet sich eines der wertvollsten und rätselhaftesten Porträts Wolfgang Amadé Mozarts. Das Gemälde „Mozart am Klavier“ wurde von seinem Schwager Joseph Lange 1789 gemalt. Das Bild ist unvollendet – Generationen haben über den Grund dafür gerätselt. Jüngste Forschungen haben ergeben, dass Joseph Lange ein kleines, aber vollendetes Bildnis, das nur den Kopf zeigt, hinterlassen hat. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde es erMozarts Geburtshaus


weitert; Arme, Hände und Klaviertastatur sollten angefügt werden, die Arbeit blieb jedoch unvollendet. Auf dem Podest steht ein originales Mozart-Instrument, sein Clavichord. Es handelt sich dabei um ein kleines Tasteninstrument, bei dem eine Saite mit einem Metallstift angeschlagen wird und einen feinen, leisen Klang erzeugt. Gemäß einer handschriftlichen Bestätigung von Constanze Mozart im Inneren des Instruments hat er darauf seine letzten Werke wie „Die Zauberflöte“, „La clemenza di Tito“ und die „Freimaurerkantate“ komponiert. In der geschwungenen Wandvitrine sind Stiche zu frühen Aufführungen von Mozart-Opern ausgestellt. In der runden Standvitrine links sehen Sie den Theaterzettel der Uraufführung der „Zauberflöte“ und einen Spazierstock mit einer Sphinx am Griff. Dieser war ein Geschenk Mozarts an Franz Xaver Gerl, den ersten Sänger des Sarastro in der Uraufführung der „Zauberflöte“. In der runden Standvitrine rechts befinden sich Rollenbilder zu dieser Oper. Die Kostümentwürfe lehnen sich an jene der Uraufführung an.

13 Sänger und Publikum

Im mittleren Raum zeigen wir Porträts verschiedener berühmter Sänger des 18. und 19. Jahrhunderts, Textbücher, Bühnenbildmodelle von ersten Aufführungen der „Zauberflöte“ sowie des „Don Giovanni“ und es wird über das Leben am Theater erzählt. Theater war für Mozart Alltag. Der Umgang mit Intendanten, Musikern, Sängern und dem Publikum, das Leben vor und hinter der Bühne gehörten zu seinem Tagesgeschäft. Das Verhalten des Publikums während der Aufführungen war ein gänzlich anderes als heutzutage. Man hörte nur zu, wenn ein Sänger besonders gut sang; ansonsten wurde geplaudert, gegessen oder man empfing Besucher in den Logen, wie die Szene an der grünen Schauwand zeigt. Einen guten Eindruck von der Uraufführung der „Zauberflöte“ bieten die Stiche von Joseph Schaffer, die in der ge-


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schwungenen roten Wandvitrine zu sehen sind. Eine bahnbrechende Inszenierung der „Zauberflöte“ war die Aufführung am Hoftheater in Weimar 1816 durch den Architekten Karl Friedrich Schinkel. Das Bühnenbildmodell und einige Entwürfe sind in der Vitrine und in den Schubladen in der hellgrünen Schauwand ausgestellt.

14 Bühnenbilder 19. bis 21. Jahrhundert

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Der nächste Raum bietet einen Querschnitt durch die umfangreiche Theatersammlung der Stiftung Mozarteum. Hier sind Bühnenbildentwürfe und -modelle von MozartOpern ausgestellt, die im Rahmen der Mozartwoche der Stiftung Mozarteum Salzburg, der Salzburger Festspiele und an unterschiedlichen Opernhäusern Europas inszeniert wurden. An der rechten Wand befindet sich ein großer Bildschirm. In dieser „digitalen Vitrine“ sind spannende Entwürfe berühmter Bühnenbildner zu sehen. Darüber hinaus kann der Besucher an Medienstationen den direkten Vergleich von Modell und dessen Umsetzung bei der Inszenierung anstellen. Nach einem Besuch im Museumsshop im anschließenden Raum gelangt man über das Treppenhaus mit der Aufschrift Exit hinunter in das erste Stockwerk. Bitte folgen Sie der Beschriftung Wunderkind Mozart und wenden Sie sich nach links. Öffnen Sie die Tür (im Winter) zum ersten Ausstellungsraum.

Mozarts Geburtshaus


1. Stock ANKUNFT AUS DEM 2. STOCK

MUSEUMSKASSA

AUSGANG INNENHOF

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15 HÖRRAUM

15 Alltag auf Reisen

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Leopold Mozart wollte das musikalische Talent seiner Kinder über Salzburg hinaus bekannt und berühmt machen. Doch wie sollten die Nachrichten über seine Wunderkinder in die Welt getragen werden? In einem Zeitalter, in dem man auf schriftliche oder mündliche Kommunikation angewiesen war, blieb nichts anderes übrig, als mit den Kindern auf Reisen zu gehen, um sie an den bedeutendsten adeligen Höfen vorzustellen. Im Laufe seines Lebens hat Mozart 17 Reisen unternommen. Er war genau 3 720 Tage, also zirka ein Drittel seiner Lebenszeit, unterwegs. Eine Landkarte an der Wand markiert die größeren Orte, an denen Mozart auf seinen Reisen Station gemacht hat. Die längste von der Familie unternommene Reise („Große Westeuropareise“) dauerte 1 269 Tage, umgerechnet drei Jahre, 5 Monate und 20 Tage. Für diese Reise fielen für Leopold Mozart Ausgaben von 20.000 Gulden (circa 460.000 Euro) an. In Begleitung seines Vaters unternahm Wolfgang Amadé Mozart außerdem drei Italien-Reisen mit dem Ziel, ihn bekannt zu machen, Kompositionsaufträge oder gar eine Anstellung zu erlangen. Natürlich dienten die Reisen auch dem Studium der Musik.


An der Wand sind Porträts bedeutender Persönlichkeiten, die Mozart in Italien traf, zu sehen. In Bologna besuchte er 1769 Padre Giovanni Martini, einen der bedeutendsten Musiktheoretiker seiner Zeit und großen Bewunderer von Mozart. In Rom bewies Mozart sein musikalisches Talent einmal mehr, als er das Miserere von Gregorio Allegri aus dem Gedächtnis niederschrieb, nachdem er es während einer Messe in der Sixtinischen Kapelle gehört hatte. Eine besondere Auszeichnung erhielt Mozart im Juli 1770 von Papst Clemens XIV. Er überreichte dem jungen Musiker den Orden des Ritters vom Goldenen Sporn. In den Wandvitrinen sind zahlreiche Reiseutensilien zu sehen. Im Reisegepäck der Mozarts waren immer Fremdsprachenbücher, Reisekarten mit den Poststationen, Reiseführer und Gegenstände des Alltags. Am Bildschirm veranschaulichen Filmszenen Mozarts Alltag auf Reisen. In der großen runden Standvitrine sehen Sie die Urkunde über die Aufnahme Mozarts in die Accademia filarmonica in Bologna. Die Aufnahmeprüfung fand im Oktober 1770 statt. Der 14-jährige Wolfgang erledigte die Prüfungsarbeit in einer halben Stunde (statt der üblichen drei) und wurde Mitglied der Akademie, obwohl er das geforderte Mindestalter von 20 Jahren noch nicht erreicht hatte. Die Abstimmung über die Aufnahme fand mittels schwarzer und weißer Kugeln statt. In der niederen Standvitrine sind Schmuckgegenstände des 18. Jahrhunderts zu sehen. Auf seinen Reisen erhielt Mozart viele Geschenke wie goldene Schuhschnallen, Tabaksdosen, Uhren und Ringe. Eine weitere runde Vitrine zeigt die vielen Briefe, die von unterwegs nach Hause geschrieben wurden. Sie geben lebendiges Zeugnis von den besuchten Orten, Sehenswürdigkeiten und Erlebnissen der Familie Mozart auf Reisen. Durch den schmalen Eingang gelangen Sie in den separaten Hörraum. Hier können die Besucher verweilen, eine Pause einlegen und Mozarts Musik lauschen. Mozarts Geburtshaus


16 Alltag in Salzburg

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Im mittleren, fensterlosen Raum berichten Gegenstände über den Alltag der Familie Mozart. Themen wie Freunde und Freizeitvergnügungen, die Stadt Salzburg im 18. Jahrhundert, Dienst am Hofe des Fürsterzbischofs, Körperpflege, Hygiene, Krankheit, Geburt, Tod und Religion werden hier behandelt. An der Wand sind Porträts von Freunden und Zeitgenossen der Familie Mozart zu sehen. Ebenso die beiden Dienstherren von Leopold und Wolfgang Amadé Mozart, die Fürsterzbischöfe Schrattenbach und Colloredo. Die Stadt Salzburg zählte im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts 16 000 Einwohner. Die wichtigste Rolle spielten die Geistlichen und die Großkaufleute; Adelsfamilien gab es nur wenige. Die Mozarts pflegten gute Kontakte zu allen Gesellschaftskreisen, für die Wolfgang zu verschiedenen Anlässen Kompositionen verfasste. In vielen Briefen der Mozarts wird über Gesellschaftsspiele berichtet. Das Spiel war Teil des täglichen Lebens, war Erholung, Ablenkung und Vergnügen der gehobenen bürgerlichen und adeligen Gesellschaft. Kartenspiele wie Tarock, Trisette, Mariage, Brandeln und Schmieren waren in Salzburg groß in Mode; daneben stellten Schach und Billard eine beliebte Form der Unterhaltung dar. Eine ganz besondere Vorliebe galt dem Bölzlschießen. Man schoss mit Luftdruckgewehren mit kleinen Federbolzen auf hölzerne Zielscheiben. Diese waren bemalt und stellten auf humoristische Weise skurrile Eigenarten einer Person oder aktuelle Ereignisse im näheren Umfeld dar. Versehen mit passenden Versen, sorgten sie für allgemeine Heiterkeit. In einer der


runden Standvitrinen sind von Leopold Mozart selbst gemalte Spielkarten zu sehen. In der Wandvitrine links werden Gegenstände des Alltagslebens gezeigt. Über die Heilmethoden im 18. Jahrhundert gibt die anschließende Vitrine Auskunft. Der Aderlass-Schnepper war damals ein wichtiges medizinisches Instrument. Beinahe jede Krankheit wurde mit Ablassen von Blut behandelt. Darüber hinaus werden Bestandteile von damals üblichen Medikamenten gezeigt, die uns heute seltsam erscheinen.

17 Bürgerliches Wohnzimmer

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Dieser Raum gibt einen Eindruck von einer Wohnsituation in Salzburg im 18. Jahrhundert wieder. Die Einrichtung dürfte bei der Familie Mozart eine sehr ähnliche gewesen sein. Hier sehen wir Möbel aus der Erzabtei St. Peter, aus dem früheren Besitz der Familie Hagenauer und anderer Salzburger Familien. Von der Familie Mozart ist nur eine kleine Kommode erhalten, die derzeit im Mozart-Wohnhaus ausgestellt ist. Mittelpunkt des Raumes ist ein Hammerklavier von dem berühmten Wiener Klavierbauer Anton Walter aus dem Jahr 1790. Hier finden regelmäßig Klaviervorführungen und exklusive Museumskonzerte statt.

Dieser Raum bildet den Abschluss des Rundgangs. Bitte gehen Sie wieder durch die beiden Räume zurück zum Treppenhaus und folgen Sie der Beschriftung Exit hinunter in das Erdgeschoss zum Ausgang. Mozarts Geburtshaus

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Mozarts Geburtshaus ist im Besitz der Stiftung Mozarteum Salzburg und gehört zu den wichtigesten Sehenswürdigkeiten Salzburgs

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