Issuu on Google+

Informationen für Kunden und Freunde der Mozart Apotheke

Die Mozart Gazette ist eine Kundenzeitung für die Freunde unserer Apotheke. Sie lesen hier, was in und um die Mozart Apotheke herum passiert. Darüber hinaus gibt Ihnen das Apothekenteam nützliche Tipps für Ihre Gesundheit.

IV. Quartal 2012 Mozart Apotheke, Elkenbreder Weg 2, 32105 Bad Salzuflen, Tel.:05222-50277, Fax: 05222-400263 www.mozartapotheke.com  Email: info@mozartapotheke.com


Apothekerin Birgit Maria Rehder Naturheilverfahren und Homöopathie

Vorwort Liebe Kunden, schon hat das 4. Quartal 2012 begonnen. Das Jahr ist wie im Flug vergangen und schon muss man sich über die Weihnachtsgeschenke Gedanken machen. Auch müssen wir uns wieder auf kürzere Tage einstellen. Sicherlich hat diese Zeit auch einen sehr gemütlichen Charakter und diesen wollen wir in dieser Mozart Gazette unterstützen. Es gibt natürlich wie in jedem Jahr in der Apotheke Tee und Gebäck. Auch die Dekoration wird wieder etwas ganz Besonderes sein. Den Weihnachtsbaum schmücken wie immer die Kindergartenkinder von der Tagesstätte Elkenbreder Weg. Die typischen winterlichen Aktionen dürfen natürlich auch nicht fehlen: Am 6. Dezember kommt wieder der Nikolaus mit seiner Kutsche in unsere Apotheke. Er bringt Stutenkerle und leckere Bratwürstchen vom Grill mit. Anmeldeformulare legen wir rechtzeitig aus. Selbstverständlich haben wir auch fachliche Aktionen, so wird uns am 24. Oktober eine Mitarbeiterin der Firma Siriderma besuchen und die ausgezeichneten Pflegeprodukte ihrer Firma vorstellen. Anmeldeformulare gibt es natürlich auch für diese Veranstaltung. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme. Die apothekeneigenen Vorträge sollen nach der Sommerpause auch wieder starten. Ich möchte aufgrund der Nachfrage mit der Einführung in die Biochemie nach Dr. Schüßler beginnen und hier jahreszeitlich

bedingt den Schwerpunkt auf Erkältungskrankheiten und die Stärkung des Immunsystems legen. Dies soll diesmal auch das fachliche Thema der Gazette sein. Die Biochemie wird mich bis zum April des nächsten Jahres noch sehr beschäftigen, da ich am biochemischen Institut in Sundern eine Ausbildung zum Mineralstoffberater begonnen habe. So werde ich viele Wochenenden im schönen Sauerland - aber leider zum Lernen - verbringen. Zur Vervollständigung der Gazette gibt es noch einige Plätzchenrezepte, die Linus ausgesucht hat. Die „Linus Kinderecke“ wird damit diesmal ausfallen. Die Lösung des Rätsels aus der letzten Gazette war die Bachstelze. Das „Gewinnerkind“ hat den Eisgutschein schon abgeholt Ihnen allen eine schöne Herbst- und Winterzeit und natürlich viel Spaß beim Lesen. Ihre Birgit Maria Rehder

Mozart Gazette IV/2012

Seite 2 von 8


Apothekerin Birgit Maria Rehder Naturheilverfahren und Homöopathie

Thema: Biochemie nach Dr. Schüßler Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen einige Informationen zum naturheilkundlichen Ansatz nach Dr. Schüßler geben. Schwerpunkte sollen dabei die Stärkung des Immunsystems und Schüßler-Salze bei Erkältungskrankheiten sein. Natürlich werden auch allgemeine Tipps für die Gesundheit gegeben. Selbstverständlich entscheidet trotz aller Tipps jeder Patient selbst, welchen Therapieansatz er wählt und was seiner Gesundheit förderlich ist.

Zur Geschichte „Biochemische Heilweise“ des Wilhelm Heinrich Schüßler: Abwechslung macht Laune und ist gesund Der homöopathische Arzt Wilhelm Heinrich Schüßler veröffentlichte in der Allgemeinen Homöopathischen Zeitung 1873 den Artikel „Eine abgekürzte Therapie gegründet auf Histologie und Cellularpathologie“, das auf knapp 16 Seiten die Grundzüge seiner Lehre enthielt und eine Therapieform namens „Biochemische Heilweise“ vorstellte. Schüßlers Abkürzung bestand darin, dass er statt der etwa tausend Mittel in der Homöopathie nur zwölf Salze, „Schüßler-Salze“ genannt, zur Therapie fast aller Krankheiten für ausreichend hielt. Schüßler ging davon aus, dass Krankheiten auf der Grundlage gestörter biochemischer Prozesse entstehen. Er nahm an, dass Krankheiten zu einem großen Teil auf der Grundlage eines „gestörten Mineralhaushaltes“ entstehen, wobei das Fehlen eines bestimmten Minerals den gesamten Stoffwechsel beeinträchtige. Durch die Zufuhr dieser nun fehlenden Mineralstoffe wollte Schüßler die Krankheiten bekämpfen. Dazu sei die Potenzierung der Salze notwendig, um Mängel innerhalb einer Zelle aufzufüllen. Nach seiner Ansicht gelangen die hoch verdünnten „feinstofflichen“ Mineralstoffe, also die einzelnen Moleküle, direkt in das Zellinnere. Die Mängel außerhalb der Zellen seien durch eine nährstoff- und basenreiche Ernährung aufzufüllen, da ein gewisses Gleichgewicht zwischen Zellinnerem und Extrazellularraum notwendig sei. Nach Schüßlers Ansicht verursacht ein pathogener Reiz die Verstärkung der Funktion einer Zelle, da die Zelle bemüht ist, den Reiz abzustoßen. Aufgrund dieser Tätigkeit verliere sie einen Teil ihrer mineralischen Funktionsmittel. Diese Zellen seien dann pathogen verändert, was das Wesen einer Krankheit sei.

Mozart Gazette IV/2012

Seite 3 von 8


Apothekerin Birgit Maria Rehder Naturheilverfahren und Homöopathie

Stärkung des Immunsystems Der Herbst und der Winter sind Jahreszeiten mit vielen Infekten und Herausforderungen für unseren Körper. Damit wird es in diesen Jahreszeiten besonders wichtig, die körperliche Kraft mit einer gesunden Ernährung mit ausreichend Vitalstoffen zu unterstützen. Hier können auch Schüßler-Salze hilfreich sein. Schüßler-Salz-Kur zur Stärkung des Immunsystems Nr. 3 Ferrum phosphoricum (D 12)

Abwehrkraft und „Erste Hilfe“

Nr. 8 Natrium chloratum (D 6)

Schleimhäute, Flüssigkeitshaushalt

Nr. 10 Natrium sulfuricum (D 6)

Ausscheidung und Entgiftung

Nr. 21 Zincum chloratum (D 6)

Immunsystem

Täglich jeweils 5 bis 7 Tabletten. Die Tabletten werden miteinander gemischt und über den gesamten Tag verteilt gelutscht. Alternativ können sie in zwei Portionen geteilt werden und in Wasser gelöst eingenommen werden. Die Kur sollte mindestens 4 Wochen durchgeführt werden und kann bis in das Frühjahr fortgesetzt werden.

Weitere Tipps Immunsystems

zur

Stärkung

des

 Mobilisieren Sie Ihre Abwehrkräfte mit Wechselduschen: Zwei Minuten warm duschen, danach für 10 bis 15 Sekunden kalt duschen. Bitte dreimal wiederholen und mit kaltem Wasser enden.  Ernähren Sie sich ausgewogen mit viel Obst und Gemüse. Vital- und Ballaststoffe sich wichtig  Sorgen Sie für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Durchschnittlich sollten Sie mindestens 1,5 Liter Wasser aufnehmen, um eine ausgewogene Flüssigkeitsbilanz zu gewährleisten.  Bewegung tut Ihren Körper gut und stimuliert die Abwehr. Auch schlechtes Wetter sollte Sie nicht von einem halbstündigen Spaziergang abhalten.  Schaffen Sie eine positive Grundstimmung - „Lachen ist gesund“.

Mozart Gazette IV/2012

Seite 4 von 8


Apothekerin Birgit Maria Rehder Naturheilverfahren und Homöopathie

Schüßler-Salze bei Erkältungskrankheiten Je akuter eine Situation ist, umso mehr kommt es darauf an, die richtige Maßnahme zu wählen. Die richtige und zur Situation passende Unterstützung des Körpers ist gefragt. Auch bei Erkältungskrankheiten gibt es Empfehlungen für eine Therapie mit SchüßlerSalzen: Hier sind durchaus umfangreiche Kombinationen möglich. Die folgende Tabelle zeigt typische Beschwerden und ordnet die dafür geeigneten Schüßler-Salze zu. Übersicht: Schüßler-Salze bei Erkältungskrankheiten Angina Bauchschmerzen Chronischer Infekt

3, 4, 9, 12 3, 7 6, (+10)

Ohrenschmerzen

3

Schneller Puls

2

Quaddeln

3, 10

Drüsen (reguliert)

4

Reizhusten

Entzündung

3

Sekret wässrig

8

Fieber

3

Sekret gelb

6

10

Sekret weiß

4

4

Sekret grün

10

Sekret stockt

12

Gliederschmerzen Husten Infekt

3, 4, 8, 10

2, 7

Jammerstimmung

5

Trockener Husten

Kältegefühl

8

Übelkeit

Schwellung der Lymphe

9

Verstopfte Nase

4, 12

3, 8, 10

Wundes Gefühl

3

Magen-Darm-Infekt Niesen

8

Zahnfleisch entzündet

2, 8 9

3, 5, 8

In einer akuten Situation sollte alle fünf Minuten eine Tablette des jeweiligen SchüßlerSalzes gelutscht werden, bis eine Besserung eintritt oder andere oder neue Beschwerden ein neues Mittel erfordern. Natürlich können bei mehreren Beschwerden die Salze sinnvoll kombiniert werden.

Mozart Gazette IV/2012

Seite 5 von 8


Apothekerin Birgit Maria Rehder Naturheilverfahren und Homöopathie

Die Weihnachtsbäckerei Die Zutaten

Das Rezept

50 g Kakao Zitronenschale 4 Nelken Puderzucker zum Bestäuben 220 g Butter 280 g Mehl 110 g Mandeln 170g Puderzucker etwas Zimt 2 Eigelb

Bärentatzen

500 g Mehl ½ TL Backpulver 6 Eigelb 150 g Zucker 2 Päckchen Vanillezucker 1 Prise Salz 400 g Butter - Flocken, kalt 250 g Mandel(n), geschält, gerieben 150 g Puderzucker 1 Päckchen Vanillezucker

Vanillekipferl, extra mürb

Das Eiweiß steif schlagen und 2/3 des Zuckers langsam einrieseln lassen. Den restlichen Zucker mit der geriebenen Schokolade, den gemahlenen Mandeln, der Zitronenschale und dem Zimt vermischen und unter den Eischnee mengen. Mit einem Teelöffel kleine Häufchen abstechen (die Menge durch eine Probe mit einer Tatzenform ermitteln) und mit den Händen zu Kugeln rollen. Die Tatzenform mit Zucker ausstreuen, die Teigkugeln in die Formen drücken und wieder herauslösen, indem man mit der Kante leicht gegen die Arbeitsfläche schlägt und auf das gefettete und mit Mehl bestäubte Backblech setzen. Die Bärentatzen unbedingt über Nacht trocknen lassen. Den Backofen auf 180 Grad C (Ober-/Unterhitze) vorheizen und auf mittlerer Schiene ca. 15 Minuten backen. Mehl mit Backpulver vermischen und auf die saubere Tischplatte sieben. In der Mitte eine Kuhle eindrücken, dort hinein Eier, Zucker und Gewürze geben. Mit einer Gabel zu einem dicken Brei verrühren. Darauf die Butterflocken und die Mandeln geben. Alles zu einem glatten Teig verkneten, mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Gekühlten Teig zu fingerdicken Rollen formen, davon je 5 cm lange Stücke abschneiden und zu Hörnchen drehen. Auf mit Backpapier belegte Bleche legen. Bei 175-180 Grad im vorgeheizten Ofen je 10 Minuten hellgelb backen. Puderzucker mit Vanillezucker mischen, auf einen Teller sieben. Die fertig gebackenen Hörnchen oder Kipferl noch heiß darin wenden (vorsichtig, sie brechen leicht und sind sehr mürb). In gut schließenden Blechdosen aufbewahren.

Mozart Gazette IV/2012

Seite 6 von 8


Apothekerin Birgit Maria Rehder Naturheilverfahren und Homöopathie

Die Zutaten

Das Rezept

300 g Mehl 100 g Zucker 1 Päckchen Vanillezucker 275 g Butter 100 g Mandel(n), gemahlen 1 Päckchen Vanillezucker 100 g Puderzucker

Schneetaler

250 g Mehl, glatt (700er) 100 g Puderzucker 1 Prise Salz 1 Eidotter 1 EL Rum 200 g Butter etwas Milch

Butterplätzchen

375 g Mehl (Typ 405) 250 g Butter 125 g Zucker 1 Päckchen Vanillezucker 125 g Haselnüsse, gemahlen 75 g Haselnüsse, ganze Kerne 1 Ei, getrennt

Strohhütchen

Zucker, Vanillezucker und Butter schaumig rühren, dann das gesiebte Mehl und die gemahlenen Mandeln unterheben und zu einem Knetteig verarbeiten. 1 Std. kalt stellen. Dann dünn ausrollen, Sterne ausstechen. Bei 175° ca.8-10 Min. backen. Den gesiebten Puderzucker und 1 Päckchen Vanillezucker mischen, Plätzchen darin wenden. Aus Mehl, Staubzucker, Salz, Eigelb, Rum und Butter einen Mürbteig bereiten. Diesen in Folie verpackt ca. 30 Minuten kalt rasten lassen. Portionsweise auf wenig Mehl etwa 2 mm dick ausrollen (zunächst den Teig mit der Handfläche auseinander drücken). Verschiedene Formen ausstechen und mit gequirltem Dotter, dem etwas Milch zugesetzt wird, bestreichen. Nach Wunsch mit Hagelzucker oder gehackten Mandeln bestreuen. Auf ein mit Backtrennpapier belegtes Blech geben. Das erste Blech ca. 17 Minuten bei 150°C backen, das 2. Blech ca. 15 Minuten gleiche Temperatur. (2. Schiene von unten und Umluft). Den Ofen auf 180°C vorheizen. Das Mehl auf die Arbeitsfläche sieben. In die Mitte eine Mulde drücken. Das Eigelb, den Zucker, die gemahlenen Nüsse und den Vanillezucker hineingeben. Die Butter in Flocken darüber verteilen. Alles gut mit den Händen verkneten. Den Teig 1 Stunde ruhen lassen. Das Eiweiß mit dem Puderzucker aufschlagen. Den Teig ausrollen und mit einem Trinkglas runde Brötchen ausstechen. In der Mitte einen kleinen Klecks Eischnee platzieren und eine Haselnuss damit festkleben. Bei 180° gut 10 Minuten backen. Die Strohhütchen sind fertig, wenn das Eiweißhäubchen erste leichte braune Verfärbungen zeigt.

Mozart Gazette IV/2012

Seite 7 von 8


Apothekerin Birgit Maria Rehder Naturheilverfahren und Homöopathie

Die Zutaten

Das Rezept

5 Ei(er) 500 g Zucker Ca. 500 g Mehl 2 Päckchen Vanillezucker

Vanillebrötle

260 g Mehl, (Type 405) 190 g Butter 1 Eigelb ½ Vanilleschote, (das ausgeschabte Mark) 75 g Zucker Für die Garnitur: 110 g Sahne 220 g Zucker 250 g Mandelstifte, leicht geröstet

Mandelkaramell

Eier und Zucker gut schaumig rühren. Vanillezucker und Mehl untermischen. Mit kleinem Löffel Häufchen auf Backpapier setzen. Am besten über Nacht trocknen lassen. Am anderen Tag bei 160 Grad auf der untersten Schiene ca. 18 Min. hellgelb backen. Durch das Trocknen werden sie beim Backen oben hell, bleiben glatt und bekommen "Füßchen".

Mit allen Zutaten einen Mürbeteig herstellen und 2 Stunden kühl stellen. Teig geschmeidig kneten, mit wenig Mehl etwa 4 mm dick ausrollen. Ovale Plätzchen oder anderes ausstechen und auf ein Blech mit Backpapier legen. Bei 160° C etwa 10 Min goldgelb backen. Zucker mit wenig Wasser bei mittlerer Hitze zum Karamell kochen. Mit der Sahne ablöschen und so lange köcheln lassen, bis der Karamell aufgelöst ist. Die Mandeln unterheben und auf die noch warmen Gebäckstücke aufteilen. Gut abtrocknen lassen und in Dosen trocken aufbewahren. Die Karamellmasse darf nicht zu weich sein, bei Bedarf noch etwas köcheln lassen.

Mozart Gazette IV/2012

Seite 8 von 8


Mozart Gazette 4 2012