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„Mein Lieber, du handelst treu in dem, 1. Gajus war ein treuer Jünger Jesu. was du an den Brüdern tust, und zwar Es gab genaue Anweisungen vor der an fremden, die vor der Gemeinde für ersten Missionsreise: „Wo ihr aber in eine Stadt kommt, erkundiget euch, deine Liebe Zeugnis abgelegt haben; wer darin würdig sei, und bleibet und du wirst wohl tun, wenn du sie für dort! Und wenn das Haus würdig die Weiterreise förderst, ...sind sie ausgezogen und nehmen von den Heiden ist, so soll euer Friedensgruß zu nichts an. Solche sollen wir nun aufeuch zurückkehren.” (Matthäus 10:11+13). Gajus kannte diese Lehre nehmen, damit wir Mitarbeiter für die Jesu und tat gern seinen Willen. Er Wahrheit werden.” 3. Joh. 1:5-8 kannte auch das göttliche „Shalom”, das über solch ein gastfreundliches Im April und Mai besuchten wir 34 GeHaus kam. meinden in Deutschland, Österreich und der Schweiz, um die MOVIDA-Mis2. Gajus war ein Beispiel der Liebe. sionsarbeit in Lateinamerika vorzuDie christliche Liebe heißt Agape stellen. Diese 5-wöchige Reise erinnert und drückt sich im Handeln aus. Jemich an Gajus, der gerne Missionare in sus sagte: „Verschaffet euch nicht seinem Haus beherbergte. Von Gajus Gold noch Silber noch Kupfer in eure lernen wir ganz wichtige Lektionen: Gürtel, keine Tasche auf den Weg, auch nicht zwei Röcke, auch nicht Schuhe noch Stab; denn der Arbeiter ist seiner Speise wert.” (Matthäus 10 : 9 -10). Genau deswegen brauchten sie Leute, die ihnen tätige Liebe erwiesen.

Impressum:

3. Gajus war ein Missionar. Die Missionsaufgabe ist für alle Gemeinden auf der ganzen Welt gültig und nicht nur die Verantwortung für einige, wenige Missionare. Jeder soll irgendwo mithelfen, damit Mission geschieht. Gajus hat seinen Teil dazu getan. Er hat Missionare beherbergt und half ihnen für die Weiterreise.

Herausgeber: MOVIDA International e.V. Jöhlinger Str. 116 76356 Weingarten/Baden Deutschland Tel.: 0049-(0)7244-5581627/28 Internet: www.movida-net.com E-Mail: info@movida-net.com Telefonzeiten von Mo-Fr: 9.30 bis 13 Uhr, 14.30 bis 18 Uhr, freitags bis 16 Uhr

Vorstand: Th. Vögelin, R. Koch, J. Stegmann, J. Hummel, J. Segnitz Registereintrag: Registergericht: AG Karlsruhe-Durlach, Registernr.: VR 660 Redaktion: Frieda Peters, Mechthild Vögelin Layout und Grafik: Julieta Morales, Mechthild Vögelin

Gajus motiviert uns, gastfreundlich zu sein. Er lehrt, wie wir Teil sein können von Mission. Ohne Leute wie einem Gajus hätten wir die MOVIDA-Missionstour nicht durchführen können. Deshalb danken wir Gott für jeden Gajus! Shalom für jede Familie, die uns beherbergte und noch Finanzen für die Weiterreise mitgegeben hat. Vielen herzlichen Dank!

Felix Rodriguez, Paraguay, verheiratet, 2 Kinder, Leiter von MOVIDA-Paraguay, Leiter von COMIBAM SUR

Bankverbindungen: Deutschland und EU-Länder: MOVIDA International e.V., EKK eG, Kto-Nr.: 5010810, BLZ: 520 604 10 BIC: GENODEF1EK1 IBAN: DE82 5206 0410 0005 0108 10 Verwendungszweck: 213 Schweiz SMG, Industriestr. 1, 8401 Winterthur PC-Konto: 80-42881-3 Verwendungszweck: MOVIDA 213

Für alle Spenden wird unaufgefordert eine Jahresspendenbescheinigung ausgestellt. Deshalb bitte immer die vollständige Anschrift angeben. Sollten für ein Projekt mehr Spenden als dafür benötigt eingehen, so wird der Überschuss einem gleichartigen Zweck zugeführt. Einzelspendenbescheinigungen nur auf Anfrage. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Fotos: MOVIDA International UNIDOS erscheint 4 x pro Jahr, Bezug kostenlos Für Spenden aus der Schweiz, die keine Spendenbescheinigung benötigen, bitte folgendes Konto verwenden: Thomas Vögelin MOVIDA International e.V. PC-Konto: 91-413996-8 Verwendungszweck: 213


Nach der CIMA-Konferenz ging es los in den Dschungel von Bolivien! Wir waren zu siebt. In 10 Tagen siedelten wir uns in zwei Orten an. Geschlafen wurde auf dem Boden, die Toilette war eine Ausgrabung im Boden zwischen Bananenstauden mit großen Blättern, die zugleich zwei Dienste taten... und überall schwirrten sie, unsere ständigen Begleiter, die pieksenden Stechmücken, genannt Moskitos. Frisch aus dem Garten aßen wir Ananas, Sternfrüchte und andere exotische Köstlichkeiten. Außerdem ernährten wir uns noch von Reis, Wurzeln, Kartoffeln und Brot. Manchmal schenkte uns jemand frischen Fisch oder ein Huhn, das wir dann selbst schlachteten. Morgens gingen wir von Tür zu Tür und luden Menschen ein zum Gottesdienst und Kinderprogramm für den Nachmittag und Abend. Viele Erwachsene kamen zum ersten Mal und Gott wirkte in ihnen.

Ich arbeitete im Kinderhort und in der Müsliproduktion. Anfangs war es ziemlich schwer, mit nur wenig Spanisch in das Arbeitsleben hineinzukommen. Doch nach und nach unterhielten wir uns immer besser und wir lachten viel mit den Kindern.

Für mich ist dieses Jahr wie ein Wunder: Jesus hat gewirkt und mich verändert. Mir wurde bewusst, wie selbstverständlich Gott uns versorgt und wir ihm total vertrauen können. Unsere Kritik und alles Klagen sollte sich zu einem anderen Blickwinkel ändern: Dankbarkeit. Ich danke Jesus für die tolle Zeit in Bolivien, für „meine” liebevolle Familie, die Gemeinde, für neue Freunde. Ich lernte Spanisch, half überall mit und wurde herausgefordert. Chau, Bolivien! Ich werde dich vermissen!

Naemi Brecht, Deutsche Shorttermerin 2012/2013

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Ich heiße Hebert Bascur, bin Chilene, und bin jetzt mit meiner Familie nach Argentinien umgezogen. Aufgewachsen bin ich im Süden Chiles. Meine Familie war relativ arm und wollte immer vorwärtsstreben. So kam es, dass mein Bruder und ich als erste ein Studium abgeschlossen haben als Ingenieure. Aber meine Eltern rechneten nicht mit unserer Bekehrung zu Jesus, als wir noch Kinder waren. Von dem Zeitpunkt ab war unser Leben auf Jesus zentriert und er war nun die Nummer eins im Treffen aller Entscheidungen, bis heute. Ich bin überzeugt, dass es wichtiger ist, Menschen mit Jesus bekannt zu machen, als einen gut bezahlten Job zu haben und anerkannt zu sein. Jesus möchte unser Mund sein, mit dem wir von ihm erzählen, bis er eines Tages wiederkommt. Das passierte bei mir im Jahr 1994: Ich nahm zum ersten Mal an einer CIMAKonferenz in Melipilla, Chile, teil und die nachfolgenden 4 Jahre ebenfalls. Ich lernte vieles. Ich glaube, dass die Filosofie der Gesellschaft uns beibringt, dass wir für uns selbst leben, eine gute Karriere machen usw., aber Jesus hat

meine Prioritäten verändert und seine Pläne zu meinen Plänen werden lassen. Das ist der eigentliche Wert im Leben. Wer Jesus gefunden hat, hat seinen Schatz gefunden hat, und wer seinen Schatz gefunden hat, hat auch seinen Plan im Leben gefunden.

Auf wunderbare Weise hat Jesus mich geführt, ein Teil zu werden von diesem schönen Dienst MOVIDA für die lateinamerikanische Jugend. Die Idee fasziniert mich, Jugendliche zu motivieren, sie anzuleiten und zu mobilisieren, damit sie mithelfen bei der großen Aufgabe der Evangelisation und Mission. Unsere nächste, große Aufgabe heißt CIMA 2014, der internationale Kongress SUPRALIFE, und dieser findet in Cordoba, Argentinien, statt.

Hebert Bascur, Chilene, verheiratet, 2 Kinder, Leiter von SUPRALIFE und CONOSUR, in Argentinien

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, Chile

erenz in Melipilla

1994: CIMA-Konf


Unerwartet wurden Warry Nunez und ich eingeladen, von Argentinien nach Deutschland zu kommen! Das Büro von MOVIDA in Weingarten war der Treffpunkt. Warry kommt aus Costa Rica und war mit seiner Familie im

Norden Chiles einige Jahre als Missionar tätig, bevor er nach Cordoba zog, um seit 2012 vollzeitlich bei MOVIDA einzusteigen. In Weingarten trafen wir uns mit dem restlichen MOVIDA-Team, das vorher jahrelang in Südamerika tätig war (Thomas und Mechthild Vögelin, Jörg Segnitz mit Familie, Frieda Peters und Alejandra Castro).

zusammen, am Samstag in der Mitgliederversammlung, alles wurde hin und her übersetzt. Wir glauben, es ist ganz wichtig, dass wir offene Gespräche führen, damit in der Zukunft keine Missverständisse entstehen und damit beide Kontinente für das gleiche Ziel arbeiten: junge Leute zu mobilisieren für Weltmission. Nach einer Woche kehrten wir mit einem Kopf voller Ideen zurück nach Argentinien und fuhren gleich zum internationalen Leitertreffen aus den 6 Ländern: Argentinien, Bolivien, Chile, Ecuador, Paraguay und Peru. Hauptgrund war der bevorstehende Kongress im Januar 2014, genannt SUPRALIFE.

Jedes Land berichtete Neuigkeiten und es war genügend Zeit zum gemeinsamen Gebet. Aufgabe der Länder ist es nun, ca. 2.500 Jugendliche zu erreichen und diese in den Bussen zu begleiten auf der langen Reise bis nach Cordoba, Argentinien. Ein weiterer Fokus sind 200 Pastoren, die eine Vision von Mission bekommen sollen. Es wird 70 verschiedene Einsatzorte geben, in der Umgebung und auch im Ausland. Um den internationalen Kongress finanzieren zu können, brauchen wir eine Mithilfe von 150.000 Euro an Spenden. Als Latino-Team vertrauen wir unserem großen Gott, der seit 20 Jahren jedes Jahr treu war, so dass er auch SUPRALIFE 2014 bewältigen wird. Wir sagen: Gracias. Danke, unserem Herrn Jesus, und danken Ihnen, wenn Sie uns mithelfen!

Es war eine vollgepackte Zeit des Austauschs, des gemeinsamen Gebets und des gemeinsamen Planens für die Zukunft, uff. An einem Freitag waren wir mit dem Vorstand des MOVIDA-Vereins Internationales Leitertreffe

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Vom 28. Juli bis 3. August 2013 wird unser drittes CIMA 2013 in Ecuador stattfinden! Dazu laufen alle Vorbereitungen schon auf Hochtouren. Redner kommen aus anderen Ländern, Programm und Logistik wird bis ins Detail geplant. Wir glauben zutiefst, dass Jugendliche während der CIMA-Konferenz von Jesus verändert werden. Sie sollen eine tiefere Beziehung zu Gott bekommen. Deshalb lautet das Motto: Folge mir! Gleich anschließend folgen die praktischen Einsätze, in denen die Jugendlichen das Gelernte in die Tat umsetzen und dabei oft selbst verändert werden. Gott baut sein Reich auch in Ecuador und wir dürfen mithelfen. Bitte beten Sie dafür!

Hilfe für Brüder hat das Andachtsbuch „Explorer” noch einmal nachgedruckt in einer Auflage von 3.000 Exemplaren. Außerdem haben sie wieder mit einer großen Summe mitgeholfen, damit in Cordoba, Argentinien, das obere Stockwerk ausgebaut werden kann und unser Team vor Ort den großen Kongress besser planen kann.

Andres Stäubli, verheiratet, zwei Kinder, Leiter MOVIDA Ecuador

Ein junges, multikulturelles Team erwartet dich in Weingarten und du bist mitten im Missionsgeschehen! Wir freuen uns auf deine Bewerbung! Ansprechpartner: Jörg Segnitz Jorge.segnitz@movida-net.com Tel. 07244-5582719

„Wir wünschen uns, dass durch diese Konferenz alle Teilnehmer mit der Kraft des Heiligen Geistes angetan werden und sie so die Apostelgeschichte in Südamerika weiterschreiben. Nur in dieser Kraft wird der Auftrag Jesu vollendet. Wir segnen euch alle im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes!” Stiftung Titus

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old, Hilfe für

Ulrich Weinh

Brüder

Wir danken Ihnen ganz herzlich für die großzügige Hilfe für den CIMA-2014 Kongress Supralife. Daraus wird viel Frucht entstehen.


Ich komme aus Frankreich; dort gibt es kaum junge Christen. Obwohl ich schon immer bei den katholischen Pfadfindern war, schien mir eine persönliche Beziehung mit Jesus weit weg. Aber ich habe nach Jesus gesucht. Im Jahr 2009 erlebte ich ein freiwilliges Jahr in Bolivien. Eines Tages lernte ich jemanden aus Deutschland kennen, einen sogenannten „Shortie”, der mir vom internationalen Jugendmissionskongress CIMA erzählte. Ich schloss mich ihm an und reiste mit noch anderen Jugendlichen aus Bolivien nach Cordoba, Argentinien. Dieser Event schlug bei mir ein wie eine Bombe und berührte mich zutiefst. Zum ersten Mal in meinem Leben konnte ich mit Jugendlichen über meinen Glauben reden und mit ihnen beten. Ich realisierte plötzlich, dass Gott einen konkreten Plan für mich hat und dass ich ihm die Kontrolle meines Lebens geben soll. Am letzten Abend traf ich die Entscheidung und sagte : „Hier bin ich, Jesus, gebrauche mich!” Seither versuche ich, Gott täglich auf den ersten Platz zu stellen, ihm zuzuhören und das Wort Gottes in die Tat umzusetzen. Nach dem CIMA-Kongress kehrten wir als Gruppe zurück nach Bolivien, denn ich musste mein freiwilliges Jahr fertig machen. Anschließend flog ich nach Frankreich, wo ich arbeitete und dem Herrn auf verschiedene Weise diente. Im Jahr 2012 war ich wieder in Südamerika, und zwar für zwei Monate in Argentinien. Das internationale Teamtreffen von MOVIDA fand gerade statt und ich war mit dabei. Ich bin Gott sehr dankbar dafür, was Er in diesem Werk tut und für das, was Er in meinem Leben bewirkt hat. Jetzt möchte ich zurück nach Südamerika, um dort Gottes Willen zu tun. Dafür bete ich. Ich bin überzeugt, dass Europa die lateinamerikanische Jugend braucht, die ein krasses Vorbild des Glaubens ist und diesen im Alltag praktisch auslebt.

Luc Massou, Frankreich CIMA-Teilnehmer

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Nach vielen Monaten der Vorbereitung ging es endlich los mit unserer MOVIDA – Die Tour 2013: Südamerika trifft Europa! Acht aus unserem Team kamen direkt aus Südamerika geflogen. Manche ließen Ehepartner oder Kinder „zu Hause”, um diesen Einsatz für Gott zu machen. Die 4 Wochen-Tour war geprägt von enger Gemeinschaft, viel Gebet, meistens kurzen Nächten, langen Fahrten, oft auch Wäschewaschen unterwegs, Müdigkeit, aber auch mit Spaß und vielem, guten Essen! Überwiegend haben wir nach den Veranstaltungen in Gastfamilien übernachtet. Das war toll, wir haben überall Geschwister! Man kannte sich nicht, man verstand sich nicht immer wegen der Sprache und doch hat uns der Herr verbunden wie Brüder und Schwestern. Ihnen allen einen herzlichen Dank! Ohne Ihre Hilfe hätte diese Tour nicht stattfinden können. Die Musiker aus Kolumbien haben uns Westeuropäer überrascht mit ihrer Disziplin und unermüdlichem Einsatz. Zwei chilenische Missionarinnen, beide verheiratet und Mütter, rührten durch ihre Berichte viele Besucher zu Tränen. Ihr Leben spiegelte ein absolutes Vertrauen auf Gott wieder. Felix Rodriguez aus Paraguay (s. Editorial) verkündete mit ganzer Autorität das Wort Gottes. Juli aus Argentinien übersetzte das Team mit viel Charme und Können und ihr Mann Matzi Vögelin war immer zur rechten Zeit am rechten Ort und organisierte alles. Scott und Geoff aus den USA übten sich beim südamerikanischen Tanz und verbreiteten Freude am Herrn. Mani (Frau von Scott) reiste für 4 Tage mit und hat am Stand geholfen und beim Übersetzen. Axon, Chilene, war bei Tanz und Technik dabei. Eine Schweizer Busfahrerin chauffierte uns geduldig überallhin. Ihr Mann hat uns 3 Tage in einem gemieteten Schweizer Freizeithaus bestens verköstigt, während wir abends nach Beatenberg und nach Adelboden „tanzten” und Mission von Südamerika bekannt machten. Dort wuschen wir auch bergeweise wieder unsere allfällige Wäsche. Danke, Martin! Außerdem gab es zeitweise Unterstützung von Thomas und Mechthild Vögelin, Gründer von MOVIDA, und von Jörg Segnitz, MOVIDA Personalleiter, der zusammen mit Anna Gropp die Tour 2013 vorbereitete und durchführte. Danke, Ihr beiden, ohne Euch wäre nichts gelaufen mit der Tour!


Südamerika trifft Europa: 34 Mal wiederholte sich das Programm in Kirchengemeinden, Jugendgruppen und Sonntagsgottesdiensten. In zwei Kleinbussen fuhren wir über 8.000 Kilometer quer durch Deutschland, Österreich, die Schweiz und sogar bis nach Belgien. Jeden Tag stellten wir MOVIDA vor mit südamerikanischer Begeisterung und berichteten leidenschaftlich von Weltmission und von dem, was Gott tut am anderen Ende der Welt. Wir wollen Sie begeistern, damit Sie am Reich Gottes mitbauen. „Schicke dein Brot übers Wasser, denn nach einiger Zeit wird es wieder zurückkommen.” Prediger 11:1 Eine Hand kann viel ausrichten, aber zwei Hände können noch viel mehr! Wir reichen Ihnen unsere Hände hin! Wir wollen gemeinsam mit Ihnen „Leben bewegen – in Europa und in Südamerika”. Das war die Botschaft einer unserer Predigten; sie widerspiegelt unseren Wunsch und unsere Überzeugung. Sie könnten die Arme verschränken und nur zusehen. Aber Sie haben Türen geöffnet, Hände gefaltet zum Gebet und Ihr Portemonnaie geöffnet. Für alles danken wir Ihnen sehr herzlich und wünschen Ihnen Gottes Segen! Das Ziel der MOVIDA-Tour ist erreicht worden: Südamerika hat Europa getroffen! Anna Gropp und Juli Vögelin (Bericht)

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Vier Tage lang fuhren wir mit dem Boot auf den Flüssen Ucayali und dem Amazanos durch den peruanischen Dschungel: es war eine völlig neue Erfahrung – und noch dazu schliefen wir in einer Hängematte! Iquitos war eine unserer Haltestationen. Mit über 400.000 Einwohnern ist sie die größte Stadt im tropischen Regenwald und nur mit dem Flugzeug oder per Boot über den Amazonas zu erreichen. Wir hatten es uns ganz anders vorgestellt! Einmal machten wir Stopp in Masusa, einem geistlich armen Gebiet. Auf den Straßen hörten wir vom gefährlichen Dengue-Fieber, von Malaria, Tuberkulose, Rattenseuchen und anderen Gefahren. Wir erschraken, denn bisher war noch keiner von uns so nah dran gewesen. Das war eine echte Missionsreise für uns! Während dieses praktischen Einsatzes predigten wir auf den Straßen von Jesus. Auch säuberten wir Straßen und am Nachmittag versammelten wir die Kinder und erzählten ihnen biblische Geschichten. Unglaublich, wie viele Kinder es dort gibt! Der Abschied kam und fiel uns schwer. Ich wünsche mir, dass es noch viele solche Einsätze geben wird!

Gabriela Malpartida, Peru

Unser praktischer Einsatz war in der Stadt Itauguá (30 km von Asunción entfernt) unter Kindern und Teenies. 9 Tage lang putzten wir eine Schule, backten viele Brote, sammelten Mangos, spielten mit den Kids und übten biblische Theaterstücke. Es war eine wunderbare Zeit, die ich nie vergessen werde. Ich möchte gerne ganz für Gottes Reich arbeiten und mich dafür besser vorbereiten.

Edlinene aus Pernambuco, Brasilien

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lichen Missionsauftrag aus den Augen verliert. Diese Gemeinde jedoch, die weder Luxus noch irgendeine Komfortzone besaß und dennoch mutig voranging, wurde mir zum großen Vorbild. Gott führte es, dass ich mit diesen Christen zusammen lachte, weinte und ihren Lebensgeschichten zuhörte.

Am letzten Tag in Salta kamen wir in ein Dorf, das unter „Hochspannung” bekannt war: Eine Wohnsiedlung mit zahlreichen Hochspannungsleitungen, sodass die Polizei aus Angst deswegen nie zu ihnen ging. Die meisten Einkünfte der dortigen Dorfbewohner stammen aus dem Drogengeschäft. Zusammen mit einigen Gemeindegliedern machten wir uns auf, um ihnen von Jesus zu erzählen.

Während der gesamten CIMA-Konferenz sprach Gott zu mir und ganz besonders an einem Abend. Das Motto lautete: „Zoom”. Wir erhielten einen Einblick in die Realtität vieler Menschen von heute: Gewalt, Abtreibung, Menschenhandel und Christenverfolgung. Genau dies gebrauchte Gott, um in meinem Kopf und meinem Herzen eine Revolution zu starten. Mein anschließendes Praktikum machten wir zu neunt in einer Gemeinde in San Rafael, im Norden Argentiniens. Dort waren Gewalt, Drogen, Vergewaltigung und Abtreibung tagtägliche Begleiter. Wir wohnten in einer Familie, die ein lebendiges Zeugnis dafür ist, wie Gott Menschen verändert. Der Vater war früher drogenabhängig, die Mutter in okkulte Praktiken verwickelt und die vier Kinder waren Opfer von häuslicher Gewalt und eine von ihnen musste sogar sexuellen Missbrauch über sich ergehen lassen, den ihre biologische Mutter einfach so hinnahm. Unser Gott, an dem ich immer mal wieder gezweifelt habe, erschien mir durch diese Familie sehr real. Ich komme aus einer Gemeinde, die sich leider allzu oft mit banalen Dingen herumärgert und somit ihren eigent-

An einem Platz sah ich eine Gruppe Jugendlicher, die sich betranken und Drogen spritzten. Es gab viele Kinder, die im Freien spielten. Den Frauen sah man an, dass sie geschlagen wurden. Ein paar hatten bereits alle Zähne verloren. In diesem Moment

überkam mich die Angst, dass sie auch uns etwas zu Leide tun könnten. Dann betete ich Sturm. Schließlich säuberten wir ihre Straßen, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen mit der Frohen Botschaft von Jesus. Ich klopfte an eine Tür und ein großer, am ganzen Körper tätowierter Mann mit einer Zigarette im Mund öffnete. Ich fragte, ob wir den Gehweg vor seinem Haus reinigen dürften. Ich glaubte es kaum, aber dieser Mann zeigte Reue über sein Leben und nahm Jesus in sein Herz auf! Wir machten noch einige ähnliche Erlebnisse. Mich persönlich berührte jedoch diese Begegnung. An diesem Tag verstand ich, dass ich ein Ziegelstein bin, mit dem Gott sein Reich bauen will. Dieses Ereignis stellte mein Leben auf den Kopf. Ich kann und will nicht mehr zusehen, was in meinem Land, in ganz Lateinamerika und auf der ganzen Welt geschieht. Ich habe Jesu Ruf gehört und will gehorsam sein. Ich danke Gott für dieses Erlebnis.

Mariana Espinoza, 22 Jahre, aus Cochabamba, Bolivien, im Einsatz in Salta, Argentinien

Mit einem buntgewürfelten Team von Chilenen, Argentiniern und Uruguayern bin ich im Bus nach Coquimbo, Chile, gefahren. Unsere Aufgaben dort waren vielfältig: Neben Besuchen im Altenheim und Gefängnis strichen wir Wände in einem Kindergarten. Das Fußballtraining mit den Kindern und der Zirkustag im Kinderheim waren für mich etwas ganz Besonderes. Beeindruckt hat mich, dass materielle Probleme anscheinend völlig im Hintergrund stehen. Viel wichtiger sind zwischenmenschliche Beziehungen. Die Menschen haben mit Einsamkeit oder zerbrochenen Familien zu kämpfen. Auch wenn unser praktischer Einsatz nur zwei Wochen dauerte, konnten wir den ein oder anderen schönen Nachmittag für sie gestalten. Wir hoffen, dass wir auch ein bisschen von unserer christlichen Lebensperspektive erzählen konnten und den Menschen vor Ort eine Hilfe waren.

Desirée Leberer, Shorttermerin

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Im Januar 2014 findet der 3. Internationale JugendMissionskongress SUPRALIFE in Südamerika statt. Weil die Zeit drängt, wollen wir verstärkt dem Team in der Organisation und Vorbereitung sowie den Teilnehmern mit einem Sponsorenbeitrag helfen. Sie brauchen unsere Mithilfe. Die regelmäßigen Beiträge aus den Patenschaften erleichtern dem Team vor Ort sowie den Teilnehmern die Kongressvorbereitungen enorm. Dafür suchen wir dringend weitere Paten. Für mehr Informationen schreiben Sie bitte an: info@movida-net.com oder rufen Sie uns gerne an: 07244-5582719 Postadresse: MOVIDA International e.V., Jöhlinger Str. 116, 76356 Weingarten Drei verschiedene Projekte bieten wir Ihnen an: 1. Mit 50 Euro (einmalig) helfen Sie einem Jugendlichen für die Teilnahme am Missionskongress CIMA 2014 SUPRALIFE im Januar 2014. 2. CIMA 2014 SUPRALIFE wird vorbereitet und braucht jetzt schon unsere Hilfe für die Werbematerialien, Mieten des Messegeländes, Schlafisomatten etc. 3. Außerdem können Sie mit 20 Euro monatlich einen einheimischen Mitarbeiter fortlaufend unterstützen, wie zum Beispiel:

MOVIDA International e.V. ist eine christliche Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Jugendmissionsbewegung in Lateinamerika zu unterstützen. Sie sensibilisiert Christen in Europa für „Weltmission”, informiert über die Arbeit in Lateinamerika und mobilisiert sie zur Mithilfe. MOVIDA möchte stabile Infrastrukturen in beiden Kontinenten aufbauen und legale Wege schaffen, damit ein Austausch von Personen und Finanzen möglich ist.


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