Page 1

Monti

Jahrgang 2013, Februar, Ausgabe 50

Auf unserer Homepage gibt’s die Monti aktuell auch in Farbe


Monti aktuell

Vorwort

Ein Bienchen

Hallo Ihr lieben Montis, das neue Jahr 2013 ist wenige Wochen alt und wir möchten es nicht versäumen, Euch allen ein frohes und glückliches Neues Jahr zu wünschen. Ein Jahr, in dem Ihr Euch Vorhaben und Wünsche erfüllt, in dem Ihr gesund seid und ausreichend Zeit für Euch und alles was Euch wichtig ist, bleibt. Wir wünschen Euch ein Jahr, in dem es Euch und Euren Lieben einfach gut geht! Soweit wir dazu beitragen können, tun wir das gern, z.B. mit einem schönen Erlebnis. Das könnte die Präsentationsveranstaltung zur Großen Arbeit gewesen sein oder der Tag der offenen Tür in der Schule oder dem Kinderhaus, ein gutes Zeugnisgespräch, die Möglichkeit zu einem superguten Referat oder auch zu einem interessanten Ausflug. Es gibt so vieles, worüber wir uns freuen können. Machen wir es doch einfach. Wie schon fast zur Tradition geworden diesmal das „H“ aus dem A-B-C der Guten Schule von Otto Herz „Zum Helfen herausfordern“ Mit lieben Grüßen Sibylle Kellner

für......

unseren AK Veranstaltung Zu Beginn des Jahres 2013 kam es gerade besonders „dicke“. Eine Großveranstaltung jagt die andere und immer war unser AK Veranstaltung mittendrin und organisatorisch gefragt. Dank Eures großen Engagements, Eures Weitblicks, der guten Organisation, auch der Fähigkeit, andere Eltern anzusprechen und für etwas zu begeistern, konnten unsere Highlights so wunderbar gelingen. Das ist total klasse, wenn wir uns auf Euch, auf diese tolle Mannschaft im AK, so gut verlassen können. Viel Lob gab es von allen Seiten für das große Treffen am 15.Januar in der benachbarten RvT-Schule zur Berufsorientierung und natürlich zur Präsentation der Großen AbschlussArbeiten unserer 9.Klässler Ende Januar in Forchheim. Auch der Tag der offenen Tür am 2.Februar ist wieder super gut gelungen! Und genau das macht es so schwer, diese dicht gedrängten Termine (manches ist leider schwierig anders zu machen) gut vorzubereiten, immer wieder Eltern zu finden (und auch nicht immer dieselben), die mitarbeiten und z. B. leckere Köstlichkeiten zur Verfügung stellen. Darüber hinaus organisiert und koordiniert ihr natürlich nicht nur die Bewirtung, sondern auch all die vielen kleinen Dinge drumrum….wo steht was, brauchen wir neues Geschirr oder Tischwäsche, wie laufen der Auf- und Abbau, der Verkauf, der Abwasch, das Aufräumen….Und bei all der Fülle der Aufgaben nehmen wir Euch als sehr freundlich und hilfsbereit wahr, als offen für neue Ideen, als Eltern, die sehr strukturiert arbeiten und ihre Tätigkeiten gut reflektieren. Es macht großen Spaß mit Euch gemeinsam „unterwegs“ zu sein und erleichtert unsere Arbeit sehr! Vielen, vielen Dank für alles und es kommen bestimmt auch wieder ruhigere Zeiten, in denen Ihr gut verschnaufen könnt. Liebe Grüße von Sibylle Foto: Fam. Elischer Montessori Pädagogik Forchheim e.V.

Träger von Schule und Kinderhaus, als gemeinnützig anerkannt und eingetragen beim Amtsgericht Bamberg, Aktenzeichen VR 10482 Egloffsteinstr. 33 91301 Forchheim Telefon: 0 91 91/73 66 77 9 Fax: 0 91 91/72 99 96 E-Mail: geschaeftsfuehrung@montessori-forchheim.de 1. Vorsitzender Christoph Kilgenstein 2. Vorsitzender Bernhard Jackermeier 3. Vorsitzender Michael Bayerlein Geschäftsführerin Sibylle Kellner

Finanzvorstand: Maja Wucherer Personalvorstand: Matthias Burger Schriftführerin Manuela Mylius

Bankverbindungen: Verein: Volksbank Forchheim, BLZ 76 39 1000, Konto 77 50 978 Schule: Sparkasse Forchheim, BLZ 763 510 40, Konto 80 52 300 Kinderhaus:: Vereinigte Raiffeisenbank BLZ 770 694 61, Konto 80 90 39

Montessori-Kindergarten Forchheim Kinderhaus „Pusteblume“ Balthasar-Schönfelder-Str. 36 91301Forchheim Tel. 0 91 91/70 44 32 Fax: 0 91 91/70 26 24 E-Mail:kindergarten@montessori-forchheim.de Private Montessori-Volksschule Forchheim, Grundschule und Hauptschule Egloffsteinstrasse 33 91301 Forchheim Tel.0 91 91/72 99 95 Fax.0 91 91/72 99 96 E-Mail:schule@montessori-forchheim.de Redaktion: Sigrid Oppelt, Katja Eckert-Hessing, Thomas Hilgart, Judith Walloch, Michael Hoser, Peter Fritzsche, Sylvia Auerswald, Moni Glätzl E-Mail: monti-aktuell@montessori-forchheim.de Druck: Druckerei Bernhard Weid, Hirschaid

Fotos Titelseite: Judith Walloch (das geniale Montitablett), Christoph Kilgenstein (Gruppenfoto der Rubine) 2

Ausgabe 50/2013


Monti aktuell

Tag der offenen Tür 2013 Bereits kurz nach 9:00 Uhr herrschte großer Andrang im Foyer der Schule. Zahlreiche Interessierte aus dem ganzen Landkreis und sogar darüber hinaus informierten sich über unsere Schule und in welcher Art hier gelernt wird. Besonders stark wurde das Angebot zu den Hospitationen in der Sekundarstufe nachgefragt. Eine interessierte Mutter beschreibt ihren ersten Eindruck der Schule mit „bunt, lebendig, freundlich“ und hat schon zahlreiche Informationen eingesammelt. Informationen waren an dem Tag in umfangreichem Maße geboten. Angefangen von den Hospitationen und Materialvorstellungen, den Vorstellungen der verschiedenen Arbeitskreise, den Präsentationen der großen Arbeiten, Einblicken in die Schüler- und Elternbücherei, Kerzen- und Schmuckverkauf der Sekundarstufe bis zu den Vorträgen über die große Reise. Viele Interessenten kennen die Schule bereits von Bekannten und Erzählungen und haben sich meist schon mit der MontessoriPädagogik beschäftigt. Jetzt nutzten sie die Möglichkeit, den Unterricht einmal „live“ zu erleben. Eine Oma sagt: „Als erstes ist mir aufgefallen, dass die Kinder hier selbständig aufräumen und dies auch zusammen tun. Und es ist schön, dass hier nicht jeder über einen Kamm geschert wird und in ein Raster passen muss.“ Sylvia Auerswald Fotos: Michael Hoser, Peter Fritzsche

Ausgabe 50/2013

3


Monti aktuell

Große Arbeit 2013 Schaukelstuhl

Mein Thema der Großen Arbeit war der Bau eines Schaukelstuhls. Ein Teil meiner theoretischen Arbeit war die Geschichte des Schaukelstuhl und der Thonet Colect „Schaukelstuhl Nr. 1“. Für mich persönlich hat die theoretische Arbeit viel mehr Arbeit gemacht als der praktische Teil, da ich am Anfang nicht genau wusste wie ich anfangen sollte oder um was es gehen sollte. Ein großes Problem war für mich Thonet Colect. Ich wusste nicht genau was ich da schreiben sollte, aber ich wusste das ich dieses Thema „Thonet Colect“ mit reinnehme, da es mich sehr interessiert hat. Ich habe mir dann aber mehrere Tipps von meinen Lehrkräften geholt und so konnte ich einfacher an die Sache ran gehen. Durch diese Tipps konnte ich die Probleme von meinem praktischen und theoretischen Teil schnell und einfach lösen. Welche Erfahrungen habe ich in dieser Zeit gemacht ? Also, ich habe die Erfahrungen gemacht, dass es wirklich nicht einfach ist mit Holz zu arbeiten. Ich habe dadurch aber jetzt auch einen besseren Einblick in das Berufsleben bekommen und ich weiß nun auch mehr über die verschiedenen Holzarten, für die ich mich früher nicht sehr interessiert habe. Ich habe aber auch gelernt, dass ich bei solchen Sachen früher anfangen sollte, weil man sonst am Ende wirklich in Stress gerät und man dann keine Lust mehr hat weiter zu Arbeiten. Michelle Mönius

macht. Im Theorieteil befasste ich mich mit der Geschichte der Brose Baskets und im Detail mit dem Begriff Motivation. Im praktischen Teil habe ich mit meinem Kumpel Linus Jannopulos einen gemeinsamen Film über die Brose Baskets gedreht. Meine Aufgabe in diesem Film war das Drehbuch zu schreiben und das Interview mit Karsten tadda zu führen. Der Film heißt „Der lange Weg zum Profi“. Wir haben in diesem Film ein Interview mit dem Bamberger Basketballprofi Karsten Tadda durchgeführt über das Thema Motivation. Neben Karsten Tadda haben wir noch Professor Dr. Wolstein interviewt. Mir hat diese Große Arbeit sehr viel Spaß gemacht. Am Anfang hatten wir noch ein paar Schwierigkeiten , wir wollten von Beginn an Karsten Tadda einen ganzen Tag vor einem Spiel begleiten, was aber leider nicht geklappt hat. Wir waren danach aber glücklich , weil die Brose Baskets uns ein Interview mit Karsten Tadda angeboten haben. Ich habe dabei gelernt, dass man bei so einer Großen Arbeit viel früher anfangen muss. Moritz Kaufer

te erst beim dritten Versuch. Doch am Ende kam ein Ergebnis heraus auf das ich sehr stolz bin. In meiner Großen Arbeit habe ich gelernt das man den Aufwand einer Projektarbeit nicht unterschätzen sollte und man so ein Projekt frühzeitig beginnen muss, wenn man gegen Ende nicht in Stress kommen will.

Herzensangelegenheit

Ich habe im Theorieteil mich mit Ton, z. B. Grundwissen, was man bei der Bearbeitung beachten muss usw., beschäftigt und in der Praxis habe ich drei Herzen getöpfert. Das Arbeiten mit Ton hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich habe gelernt, was man beachten muss wenn man mit Ton arbeitet und wie man den einen oder anderen Arbeitsschritt besser machen kann. Das Problem war, dass ich am Ende in Zeitdruck gekommen bin, da das Töpfern länger gedauert hat als ich dachte. Im Theorieteil sollte man so früh wie möglich anfangen damit man noch rechtzeitig fertig wird. Nadja Schäftlein

Longboard

Brose Baskets Bamberg

Ich habe meine Große Arbeit über die brose baskets Bamberg ge4

Mein Name ist Jakob Metzger und ich habe als Große Arbeit das Thema Longboard behandelt. In meinem Theorieteil habe ich die folgenden Themen bearbeitet: Was ist ein Longboard, Die Geschichte des Longboards, Die Rechtslage in Deutschland (StVO), was für Boards gibt es, Achsenmontage und das Equipment und Zubehör. Als praktischen Teil baute ich ein Longboard. Bei meinem praktischen Teil lief es leider nicht ganz wie geplant. Das Verleimen der Furniere funktionier-

Kleider nähen

Das Thema meiner Großen Arbeit ist Kleider nähen. Für meinen theoretischen Teil habe ich eine Materialkunde erstellt. Es hat mir im praktischen Ausgabe 50/2013


Monti aktuell Teil viel Spaß gemacht die Kleider zu nähen, aber der theoretische Teil war für mich anstrengend und manchmal auch etwas nervig. Zum Glück hatte ich keine größeren Probleme, es hat alles ziemlich gut geklappt, auch wenn ich manchmal ein bisschen in Zeitdruck kam, um die Abgabetermine einzuhalten. Aber ich habe gelernt mir die Arbeit richtig einzuteilen. Hannah Hilgart

Geschichte der Kamera, Dreh eines professionellen Filmes. In dem Film haben wir Karsten Tadda, einen Spieler der Brose Baskets Bamberg und Prof. Dr. Jörg Wolstein über Motivation interviewt. Die Drehtage haben mir sehr viel Spaß gemacht, aber das Schneiden war sehr, sehr anstrengend, hat aber auch Spaß gemacht. Grundsätzlich wollten wir ja eigentlich Karsten Tadda einen Tag vor einem Punktespiel begleiten, um zu sehen, wie es dort abläuft. Wir bekamen dann auch die Zusage von den Brose Baskets, aber wir konnten dort nur sehr eingeschränkt drehen und wir dachten uns, dass das zu wenig Filmmaterial hergeben würde. Also beschlossen wir uns ein neues Thema auszusuchen und so kamen wir auf das Thema Motivation. Bei meiner Großen Arbeit habe

Ausgabe 50/2013

ich sehr viel zu dem Thema Film gelernt, es hat auch denn Berufswunsch zum Kameramann bei mir geweckt. Ich kann euch nur einen guten Rat geben: Fangt früh an!!! Linus Jannopulos

Schutz ab zuschrauben. Bei der gesamten Arbeit ging es mir gut. Ich fand, dass es auch spannend war, aber noch mal möchte ich es nicht machen, weil es einfach zeitaufwändig war.

„Vom freiem Wolf zum treuem Gefährten“ Das war das Thema meiner Großen Arbeit. In meinem Theorieteil habe ich mich mit der Geschichte des Hundes auseinander gesetzt. Als praktischen Teil habe ich ein Hundetraining mit meinem Hund Sam, gemacht. Den Theorieteil zu schreiben, war echt anstrengend, aber auch sehr spannend. Das Hundetraining fand ich einfach super. Allerdings musste ich schmerzlich lernen, dass ich ohne konsequent zu sein nicht weit komme. Trotz alledem ist die Große Arbeit eine coole Sache. Nicht jeder kann sagen, dass er in der 9. Klasse eine Facharbeit geschrieben hat. Auch wenn ich öfter mal keine Lust mehr hatte, habe ich trotzdem immer weiter gemacht und es ist was echt Cooles dabei raus gekommen. Alisia Romanowski

Raphael Arnerth

Als Thema der Großen Arbeit machte ich ein Balkenbett. In meinem Theorieteil erstellte ich eine Zeichenplane für mein Bett auf dem Zeichenprogramm Solide Edge und dokumentierte die Arbeitsschritte mit Bildern und Texten. In der Praxis fing ich an selber ein Balkenbett für mich zu bauen, dass auch meiner Größe entspricht. Das größte Problem das ich hatte, war der Schnitt für die Rückenlehne. Ich wollte den Schnitt in der Mitte des Balkens aber nicht durchgezogen sondern beim Anfang von der hinteren Verzahnung. Das schwierige war, mit der Handkreissäge in das Holz einzutauchen. Das funktionierte nicht weil ein Schutz für das Sägeblatt störte. Die Lösung war, den

Bau eines Mariendenkmals Bei meinem Theorieteil erzählte ich kurz etwas über Marias Leben, auch über Marienerscheinungen und Marienverehrungen. Im praktischen Teil habe ich ein Mariendenkmal gebaut. Meine Marienstatue habe ich gekauft. Damit die Statue nicht draußen im Regen stehen soll, habe ich eine Art Hütte aus Holz gebaut, in der die Marienstatue steht. Die Hütte steht jetzt bei mir im Garten. Beim Arbeiten ging es mir meistens gut, manchmal hatte ich keine Lust mehr. Zum Ende hin war ich dann doch froh, dass ich es geschafft habe und jetzt fertig bin. Mein Problem war, dass ich ein Blatt verloren hatte, auf dem in Stichpunkten stand was ich im praktischen Teil gemacht habe. Mein Mentor und ich wussten es aber noch auswendig und schrieben es nochmal auf. Gelernt habe ich, dass Fichtenholz gut zu verarbeiten ist und Lärchenholz robust ist. Eltje Blömer

5


Monti aktuell Pralinen Mein Thema bei der Großen Arbeit war Pralinen, die ich in meinem praktischen Teil selber herstellte. Die Herstellung war sehr zeitaufwendig und knapp vor den Abgabeterminen, dennoch konnte ich den Zeitplan einhalten. Meinen theoretischen Teil habe ich sehr oft umschreiben müssen, und hatte dadurch sehr viel Stress mit Terminen, deshalb sollte man früh damit anfangen, um nicht in Zeitdruck zu gelangen. In meinem theoretischen Teil berichtete ich über die Geschichte der Praline, die Herstellung der Praline und über die wichtigsten Zutaten. Ich habe gelernt, dass die Große Arbeit sehr anspruchsvoll ist. Moritz Mayer

Tierschutz und der Bau einer isolierten Hundehütte In meinem theoretischen Teil geht es um den Tierschutz. Zunächst beschreibe ich, was Tierschutz ist. Danach kommt ein Zeitrückblick, der mit der Antike beginnt. Außerdem noch die Hauptaufgaben des Tierschutzes. Zum Schluss noch die Aufgaben vor Ort und im Ausland. Mein praktischer Teil ist eine isolierte Hundehütte, die ich gebaut habe. Beim gesamten Projekt war es mühsam, die gute Laune aufrecht zu halten. Es gab immer Rückschläge, aber man freut sich umso mehr, wenn das Projekt fertig ist. Es gab ein massives Zeitproblem. Dadurch musste ich ziemlich viel auf einmal machen.

Man sollte schon in den Sommerferien anfangen, denn dann hat man nicht so einen enormen Zeitdruck. Man braucht viel Geduld. Philip Ackermann Fernweh - Ein Monti unterwegs in New York City Da ich im Oktober 2011 in New York war, habe ich mir überlegt zur meiner Großen Arbeit einen Film über New York zu erstellen. Zur Theorie meiner Großen Arbeit habe ich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in New York beschrieben. Außerdem habe ich etwas zur Geschichte erzählt. Außerdem habe ich meinen praktischen Teil genau erklärt. Bei meinem praktischen Teil habe ich einen Film über New York City erstellt. Ich habe den Film geschnitten und vertont, aus dem Film und Foto Material meiner Reise. Mir hat die Arbeit beim PC Spaß gemacht. Ich hatte das Problem, dass ich den Film auf einem Mac erstellt habe und der Film bei der Präsentation auf einem Windows PC präsentiert werden sollte. Also musste ich eine Möglichkeit finden den Film in Windows Format umzuwandeln. Dazu habe ich den Film im Windows Media Payer umgewandelt. Die Große Arbeit hat mir Spaß gemacht. Lukas Heppner

Chopperbike von Pascal Göppner Mein Theorieteil war die Geschichte des Fahrrads von den Anfängen bis heute. Ich habe mein Chopperbike selbst entworfen und gebaut. Mir ging es bei der großen Arbeit gut. Mein Problem war der erste Rahmen meines Bikes, der war voll hässlich. Ich habe einen neuen Rahmen gemacht und der sah gut aus. Ich habe gelernt die Zeit einzuteilen. 6

Bauerngarten (Moritz Kilgenstein) In meinem theoretischen Teil habe ich im Wesentlichen die alten Kloster und Bauerngärten bearbeitet. Mein praktischer Teil bestand aus der Anlage eines Bauerngartens, den ich von meiner Oma wieder herrichtete. Das heißt ich grub den Garten um, entfernte das in der Erde wachsende Unkraut. Anschließend legte ich Beete an und pflanzte Gemüse und auch Blumen.

Bei der Arbeit ging es mir im Wesentlichen ganz gut, doch hatte ich auch Probleme die im Lauf der Zeit entstanden. Mein größtes Problem waren meine Hühner, die immer wieder in den Garten kamen und dort alles verwüsteten. Also musste ich immer wieder neu pflanzen bzw. sähen. Durch die späten Aussaaten wuchs nicht mehr so viel und so ist meine Ernte auch nicht besonders gut ausgefallen. Damit die Hühner den Garten nicht weiter verwüsteten baute ich einen Zaun. Ich habe gelernt, dass das Umgraben sehr zeitaufwendig ist und man erst dafür sorgen sollte, dass keine Tiere in den Garten gelangen. Die Modefotografie (Johanna Künzel) Mein theoretischer Teil besteht aus: Die Entstehung der Modefotografie; Die Modefotografie heute; Vergleich von Bearbeitet und Unbearbeitet; Der Vergleich von früher und heute. Als meinen praktischen Ausgabe 50/2013


Monti aktuell Teil habe ich eine eigene Fotoausstellung gemacht (im Treppenhaus der Schule). Ich habe mir verschiedene Fotografen herausgesucht, über den Stil, wie sie fotografierten, mög-

lichst viel herausgefunden und sie dann sozusagen „nachfotografiert“. Große Probleme hatte ich nicht, außer dass ich am Ende etwas unter Zeitdruck war, weil ich manchmal zu faul war, weiter zu arbeiten. Ich habe gelernt, dass man früh genug anfangen sollte, auch dann zu arbeiten, wenn man mal keine Lust hat, weil am Ende echt etwas Cooles dabei herauskommt. E-Gitarre Mein Thema der Großen Arbeit ist die E-Gitarre. Als praktischen Teil meiner Großen Arbeit habe ich einen E-Gitarrenbausatz zusammengebaut und lackiert. Als theoretischen Teil meiner Großen Arbeit habe ich mich mit der Geschichte der E-Gitarre, den E-Gitarrenlegenden, dem Aufbau einer EGitarre, der Funktionsweise einer EGitarre und den Spieltechniken beschäftigt. Als ich das erste Mal meine E-Gitarre mit Verstärker ausprobieren wollte, war nichts zu hören. Ich konnte das Problem lösen in dem ich den Buchsenstecker ausbaute und die Kontaktfeder bog. Ich habe

Ausgabe 50/2013

gelernt, mit der Sprühtechnik des Airbrushen umzugehen und das man bei der Großen Arbeit sehr früh anfangen muss damit man nicht in Zeitdruck kommt. Felix Neubauer

Mein Thema ist die Konstruktion, Bau und Vermarktung eines Modellbahnwagens. Meine schriftliche Arbeit ist der Verein Fremo, Eisenbahntreffen und mein Vorbild des Modellbahnwagens. Der praktische Teil ist die Konstruktion und Bau meines Wagens. Die Einzelteile zu konstruieren, fand ich leicht, bei der Baugruppe war es schwieriger, weil ich die Einzelteile zusammenfassen musste. Beim Zusammenbau die Kleinteile zu kleben, fand ich schwierig. Das habe ich gelernt: das man das Projekt bis zum Schluss durchhalten muss. Das ich die Einzelteile genau zusammenkleben musste. Oliver Racky

Tischtennis (Josef Eibert) Mein Thema der Großen Arbeit hieß „Großes Spiel mit kleinem Ball“. Als praktischen Teil habe ich einen kurzen Film über die Schlagtechnik Schupfen gedreht. Im theoretischen Teil habe ich die Geschichte über Tischtennis erklärt und probiert, einen Überblick über Tischtennis zu geben. Mir ging es bei der Arbeit meistens gut. Ich hatte die Probleme, dass die Personen, die ich filmte nicht immer mitgemacht haben und auf mich gehört haben. Ich konnte sie lösen, da mein Mentor auch meine Trainerin ist und auf die haben sie gehört. Ich habe durch die Große Arbeit gelernt, nie die kleinen Sachen zu unterschätzen. Außerdem sollte man früh anfangen und man sollte sich selber keinen Druck machen.

Fotos: Fam. Elischer

7


Monti aktuell

Präsentation der Großen Arbeit am Samstag, 26.01.2013 Festlich gekleidete Menschen strömen ins HerderGymnasium. Pünktlich noch vor 14.00 Uhr lädt Schulleiter Herbert Winter zum Sektempfang. Rosa Rosen, blasslila Tulpen, samtige Tischdecken (von Monti-Müttern selbst genäht!), Teelichter – den fleißigen Mitgliedern des AK Veranstaltungsorganisation ist es gelungen, in einer schlichten Schuleingangshalle ein wahrlich festliches Ambiente zu schaffen. Schwarz-weiß gekleidete Buffetdamen reichen Sekt auf Holztabletts mit Monti-Emblem. Schüler, Eltern und geladene Gäste erwartet der Höhepunkt der Schullaufbahn von 20 (vortragen werden 19) Montessori-Schülern, die Präsentation ihrer Großen Arbeit.

Zuvor gab es allerdings noch viel zu tun. Die Präsentationstische mussten in der Schule abgebaut und zum Ver-

anstaltungsort transportiert werden. Astrid vergab ruhig und mit Überblick die Plätze. Probleme wie, „keine Steckdose in der Nähe“, „Kabel zu kurz“, „der Platz zu eng“, wurden sofort gelöst. Einige Projekte forderten auch echtes Zupacken, wie Raphaels Balkenbett. Als die Tische perfekt waren musste noch manche Garderobe dem festlichen Anlass angepasst werden, besonders bei den Damen.

Zu den Klängen von „Mercy, Mercy, Mercy“ von Joe Zawinul füllt sich die Aula. Es gibt Applaus für die Band. Die Bamberger Musiker Soul-Tones, einer von ihnen ein ehemaliger Montessori-Schüler, begleiten den Festakt mit soulig-jazzigen Stücken. Die Bühne ist mit blauen Samtwänden, auf denen die Namen der Schüler angebracht sind und einem großen Blumengesteck edel und festlich gestaltet.

8

werden an unserer Schule Abschlussarbeiten der 9.-Klässer in festlichem Rahmen präsentiert. Er dankt dem Herder-Gymnasium für die Überlassung der so überaus geeigneten Räumlichkeiten. Die Rathaushallen, in denen noch im letzten Jahr präsentiert wurde, seien bei der großen Schülerzahl einfach zu klein geworden.

Astrid und die 19 Hauptpersonen saßen in den ersten beiden Reihen wie eine Einheit. Gegenseitige Motiva-

tion, witzige Ablenkungen und sehr großer Zusammenhalt waren spürbar. Die Anspannung vor dem bevorstehenden Auftritt wurde gemeinsam getragen. Manches Elternteil war deutlich angespannter und aufgeregter als der Nachwuchs.

Schließlich tritt Herbert Winter ans Rednerpult. Die Spannung steigt. Zum dritten Mal, so der Schulleiter,

Wir erlebten die Präsentation letztes Jahr im Rathaus und diese im Herder Gymnasium mit, auch wenn das edle Ambiente des Rathaussaales sehr besonders war, war das größere Platzangebot und der ansteigende Präsentationsraum ein Gewinn für die Veranstaltung. Durch die ausgelagerten Stehtische in den Eingangsbereich und den weiträumigeren Zugang zum Buffet gestaltete sich alles etwas ungezwungener. Die Große Arbeit, so Herbert Winter, ist eine Möglichkeit für die Schüler, „etwas Großes, etwas Selbständiges“ zu erarbeiten und zu präsentieren. Dies diene der Selbstverwirklichung, „dadurch kann Persönlichkeit wachsen“, die Schüler können eine „Begabung zur Entfaltung bringen“. Bereits am 2. Mai mussten die Schüler ihre Themen festlegen. Davor erfolgten die spannende Themensuche und die Suche nach einem geeigneten Mentor. Somit haben die Schüler ein dreiviertel Jahr an ihrem Werk gearbeitet, ihre „eigene Leistung in Theorie und Praxis erfahren“. Nun können die „Früchte der Arbeit“ öffentlich vorgetragen, in einer Ausstellung gezeigt und dem geladenen Publikum sowie einer Jury mit Mitgliedern aus Schule und Vertretern der Wirtschaft präsentiert werden. Die Jury besteht aus Florian Miesoph, dem Klassenlehrer der 9.-Klässer, Sibylle Kellner, der Geschäftsführerin des MontessoriVereins, Gerhard Ott, Dipl. Ingenieur (FH) und ehemaliger Montessorivater, (auch Versammlungsleiter der Mitgliederversammlung des MontessoriVereins), Frau Rosemarie Thiele, Schulrätin a. D. vom Schulamt Forchheim, Wolfgang Fuhrmann und Tim Freyer vom Bund der Selbständigen Oberfranken (ersterer Geschäftsführer) sowie dem Schulleiter Herbert Winter.

Ausgabe 50/2013


Monti aktuell „Gibt es jemanden, der nicht aufgeregt ist?“ fragt Herbert Winter. Keiner meldet sich. Es geht los. Der Fachlehrer J ü r g e n Gutschmann führt durch das Programm der Präsentationen.

Da Jürgen alle gut kennt, fehlte es nie an einer sehr persönlichen Ansage.

Auch wenn jeder Schüler auf der Bühne auf Disziplin im Zeitplan und viel Arbeit mit der gleichnamigen „Großen“ hingewiesen hat, muss ich doch feststellen, sie haben größten Teils halt „gemacht“. Unsere Tochter hatte beispielsweise eine konkrete Idee, Mentoren-Vorschläge von unserer Seite hat sie abgewogen (glücklicherweise hat die Wunschmentorin auch zugestimmt) und um ihren Zeitplan hat sie sich gut gekümmert. Sie hat ihr Material selbst beschafft, hat ihre Inhalte erarbeitet und Termine eingehalten. Da Hannahs Projekt „Kleider nähen“ ineinandergreifend mit Johannas Projekt „Modefotografie“ war, musste auch da der Zeitplan abgestimmt werden. Im gespannten Publikum werden Eltern, Geschwister, Mentoren, der Vorstand, die Geschäftsführung, die 8.Klässer mit ihren Eltern, ehemalige Schüler, die Presse und die fleißigen Helfer begrüßt.

Ausgabe 50/2013

Jeder Schüler trägt ca. 8 Minuten sein Thema vor. Die Anwesenden erleben perfekte Power-PointPräsentationen, flüssige Reden, einen perfekten Umgang mit Pointer und Mikrofon. So individuell die Schüler, so vielfältig die Themen: zu erfahren ist Interessantes über Geschichte, Religion, Technik, Musik, Sport, Film, Mode, Pflanzen, Tiere und über so verschiedenen Materialen wie Holz, Schokolade, Ton, Metall u.a.. Wissenschaftliche Hintergründe werden aufgearbeitet, historische Überblicke gegeben. Die Schüler stellen sowohl ihre theoretische Beschäftigung mit ihrem Thema als auch ihre praktische Arbeit, fotografisch begleitet, teils in Kurzfilmen vor. Sie berichten von ihren Erfahrungen, ihren Schwierigkeiten, ihren Erfolgen sowie ihrer Motivation zu ihrem Projekt. Sie danken ihren Mentoren, ihren Lehrern Florian Miesoph und Astrid Romanowski sowie allen anderen, die sie unterstützten. In den Pausen können die ausgestellten Präsentationstische bewundert werden. Hier haben die Schüler zu ihrem Thema einen Tisch gestaltet, auf dem die Werkstücke (manche davon passen aufgrund ihrer Größe gar nicht auf einen Tisch) oder Projekte präsentiert werden. Alle Präsentationstische sind liebevoll, interessant

und ansprechend gestaltet, dabei ist die Ausgestaltung sehr individuell. Auch die gebundene Große Arbeit in Schriftform liegt vor: und selbst die schriftlichen Arbeiten spiegeln eine große Individualität wider, ob als Buch gebunden, als Ringbuch, im Umschlag aus Holz können sie von den Gästen eingelesen werden. Nach 19 spannenden Präsentationen wird das große Buffet eröffnet. Die Jury diskutiert die Arbeiten.

Ausnahmslos alle haben ihren Vortrag gut gemeistert. Zielsicher steuerten sie das Rednerpult an (selbst Linus der wegen einer Fraktur mit Krücken unterwegs war). Sie sprachen großen Teils frei. Alle Anspannung entwich, während mit Freude und Stolz das Projekt vorgetragen wurde. Besonderen Charme hatten auch die erwähnten Pannen. Jakob schilderte fachgerecht weshalb der Pressvorgang bei seinem Longboard erst beim dritten Mal klappte. Moritz K. hat Aussaat, Pflanzzeiten und Erntetermine bei seinem Bauerngartenprojekt perfekt geplant und eingehalten aber nicht mit den genäschigen Hühnern gerechnet. Würde er den schönen Zaun den er deshalb gebaut hat vermarkten hätte er wohl einige Aufträge bekommen. Wie auch Oliver dessen Modellbahnwagen schon viele Interessenten bei den „Bahnern“ hat und Moritz M. der ruhig einen kleinen Obulus für das Verkosten seiner leckeren Pralinen hätte verlangen können. Jetzt ist es geschafft, alle waren dran. Plötzlich verspürt man Hunger und nimmt das Buffet war. Auch was zu trinken wäre jetzt recht. Es wird wieder gekichert. Füße wer-

den von High-Heels befreit, Krawatten gelockert. Was kann jetzt noch schief gehen? Die Veranstaltung endet nach sechs Stunden mit der feierlichen Urkundenüberreichung an die glücklichen Schüler.

Die Eröffnungsrede zur Urkundenübergabe von Frau Rosemarie Thiele (Schulrätin a. D.) empfand ich sensationell. In wenigen Sätzen spiegelte sie

9


Monti aktuell das Charisma dieser g r o ß e n MontessoriVeranstaltung und ihren persönlichen Respekt und Begeisterung für die jungen Leuten wider. Die treffenden, persönlichen Sätze (auch von Hr. Fuhrmann, Hr. Freyer und unseren allseits bekannten Montis wie Herbert, Sibylle, Florian und Gerhard) bei der Urkundenübergabe ließen bestimmt bei allen Zuschauern die gemeinte Präsentation sofort Revue passieren.

Die geladenen Gäste haben viel Spannendes gelernt und erfahren: Wussten Sie zum Beispiel, dass 58 Millionen Menschen in Deutschland täglich Radio hören? Seit wann es Tierschutzgesetze gibt? Nach wem die „Praline“ benannt wurde? Ist Ihnen die Geschichte von Mariendenkmälern geläufig? Sie wissen nicht, seit wann Tischtennis Olympische Disziplin ist? Wie sich „Motivation“ definiert und was Motivation im Sport bedeutet? Kennen Sie die Geschichte New Yorks? Die Geschichte der E-Gitarre und verschiedener Gitarrenlegenden? Können Sie in 125 Arbeitsstunden ein

10

Balkenbett bauen? Kennen Sie die Tücken beim Anlegen eines Bauerngartens? Könnten Sie ein Eisenbahnwaggonmodell nach historischem Vorbild bauen? Oder ein Chopper Bike? Wissen Sie eigentlich, was ein „Longboard“ ist? Oder was „Schulhunde“ und „Familienhunde“ auszeichnet? Kennen Sie den „Schaukelstuhl Nr. 1“ von Thonet Collect? Sind Ihnen die Schwierigkeiten beim Tonen und Brennen von Herzen bekannt? Haben Sie schon eine eigene Modekollektion entworfen? Kennen Sie die Geschichte der Modefotografie? Oder die Spielerpersönlichkeiten der Brose Baskets? Wer eine oder mehrere Fragen mit „nein“ beantworten musste, hat die Möglichkeit, hier in Montiaktuell Kurzzusammenfassungen von den Schülern selbst über ihre Große Arbeit zu lesen……Es lohnt sich!

Stolz und erwachsen standen sie auf der Bühne. Diese jungen Menschen finden alle ihren Weg.

Ansonsten: Im Namen des AK Veranstaltungsorganisation bedankt sich Gisela Bolbecher herzlich bei allen Eltern, die mitgeholfen haben, dass dieses Großprojekt mit dem tollen Kuchenangebot und dem leckeren Buffet gestemmt werden konnte. Sie weist auf die vielen Einzelleistungen (u.a. Organisati-

on und Anliefern von Stehtischen, Nähen von Tischdecken, Gestaltung der Bühne, etc.) und die tolle Zusammenarbeit innerhalb des AKs hin, die es ermöglichte, den Rahmen der Veranstaltung so festlich zu gestalten.

„Schulfremde“ Gäste waren besonders begeistert und voll des Lobes für diesen tollen Arbeitskreis.

Monti-aktuell gratuliert den Neuntklässern zur Ihrer Großen Arbeit und zu den gelungenen Präsentationen! Judith Walloch, Siggi Oppelt „Die Große Arbeit hat einige Arbeitgeber so überzeugt, dass zwei der Schülerinnen und Schüler spontan ein Angebot für einen Ausbildungsplatz erhalten haben. Auch in den Vorjahren ist es schon passiert, dass Betriebe durch eine tolle Präsentation oder ein besonders gelungenes Werkstück auf geeignete Mitarbeiter aufmerksam geworden sind. So können die Schüler auch ganz ohne Noten und Zeugnis durch ihre Kompetenzen überzeugen.“

Fotos: Fam. Kilgenstein, Fam. Racky, Fam. Elischer, Fam. Hilgart

Ausgabe 50/2013


Monti aktuell

Ordentliche Mitgliederversammlung 29.11.2012 Der Einladung zur ordentlichen Mitgliederversammlung folgten 50 Mitglieder, z. T. ausgestattet mit zusätzlichen Stimmrechten durch nachgewiesene Vollmachten. Ab Beginn um 19.12 Uhr waren 67 Stimmen vertreten. Durch die Versammlung führte in bewährter Weise Gerhard Ott. Christoph Kilgenstein stellte den Jahresrückblick für Schule und Verein vor. Michael Bayerlein berichtete über die vielen Aktivitäten seit der letzten Mitgliederversammlung im Kinderhaus. Christoph Kilgenstein dankte in seiner Ansprache allen engagierten Mitarbeitern, Arbeitskreisen und Freiwilligen, die die Schule, das Kinderhaus und den Verein im vergangenen Jahr so tatkräftig unterstützt haben. In seinem Ausblick sprach er die endlich anstehende Sanierung der Schule sowie die wegen gestiegener Kosten notwendige Anpassung der Beiträge an. Mit großem Bedauern kündigte er das Ausscheiden des bisherigen Finanzvorstands Hubertus von Frankenstein an und schilderte in diesem Zusammenhang auch den gestiegenen Arbeitsaufwand innerhalb der Vorstandschaft. Beide Vorstände gingen in ihren Berichten auf die Personalveränderungen in Schule und Kinderhaus ein und stellten - mit großer Zuversicht, gute Verstärkung gewonnen zu haben - die "Neuen" vor.

Schule als Prozesse zu erkennen, zu definieren und zum Wohle unserer Schülerinnen und Schüler zu optimieren.

Finanzvorstand Hubertus von Frankenstein stellte mit klaren, gut gegliederten Folien die finanzielle Situation des Vereins dar. Er stellte die Gesamteinnahmen von knapp über 1,7 Mio. € den Gesamtausgaben gegenüber und zeigte detailliert auf, wie der Überschuss von 27.088,42 € für Verein, Schule und Kinderhaus zustande gekommen ist. Leider sei zu beobachten, so Hubertus von Frankenstein, dass Überschuss und auch die Rücklagen zum zweiten Mal in Folge gefallen wären. Es folgte der Bericht der Kassenprüfer. Der Jahresabschluss des Montessori Pädagogik Forchheim e. V. per 31.12.2011 wurde von den Kassenprüfern Daniel Lerch und Christian Lauger geprüft und ergab keine Beanstandungen. Nun waren die Mitglieder aufgerufen, den Jahresabschluss 2011 sowie den Haushaltsvorschlag 2013 zu genehmigen. Beide Abstimmungen erfolgten per Akklamation. Aber nicht sofort: Der Haushaltsvorschlag 2013 sieht die geplante Einführung des M-Zweiges zu Beginn des nächsten Schuljahres sowie die erhöhten Personal-, Betriebs-, Verwaltungs- und Schulwegkosten vor. In Vertretung von Schulleiter Herbert Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, Winter, der mit guten Wünschen und dass die vom Vorstand empfohlene und Grüßen bedacht wurde, gab Birgit Burangedachte Beitragserhöhung von zik-Wening einen Abriss über die letzten 9,10 € für die Schule und 5 € pro Kind beiden Jahre der Teamentwicklung in und Monat für das Kinderhaus bereits der Schule. Am Beispiel "Umgang mit eingerechnet seien. In der Diskussion Konflikten" schilderte sie, wie viel Kraft zum Haushaltsvorschlag wurden mit und Energie notwendig seien, um auch Bezug auf die Vision "eine Schujeden im stetig wachsenden Team zu le" (Zusammenrücken von Grundschule integrieren. Mit großer Begeisterung und Sekundarstufe) zunächst Überlesprach sie sich für den eingeschlagenen gungen zum Thema "Anpassung der Weg aus, zusammen mit Lars Hofmann Aufnahmegebühr", "Anpassung der die Abläufe und Projekte innerhalb der Gebühr für den Eintritt/Übertritt in die Sekundarstufe" besprochen und anschließend Fragen zur Verteilung der Vorstandsentschädigung gestellt. Auf Wunsch der Mitgliederversammlung wurden vor der weiteren Abstimmung noch die Tagesordnungspunkte "Erhöhung der Aufwandsentschädigung für den Vorstand" und "Anpassung der Beiträge in Kinderhaus und Schule" V. links: Manuela Mylius, Michael Bayerlein, Christoph vorgezogen. UnterKilgenstein, Bernhard Jackermeier, Maja Wucherer, stützt von Herrn Thomas Mönius legte die Matthias Burger

Ausgabe 50/2013

Vorstandschaft dar, dass der Betrieb des Vereins mittlerweile dem eines mittelständischen Unternehmens gleiche. Die Mitgliederversammlung beschloss, dass sich die Aufwandsentschädigung des gesamten Vorstands ab dem 01.01.2013 um monatlich 1.200 € erhöht, dass sich der Elternbeitrag für die Schule ab 01.01.2013 um 10 € erhöht, dass sich die Aufnahmegebühr für die Grundschule auf 400 € erhöht und dass sich die Aufnahmegebühr für die Sekundarstufe auf 300 € senkt. Für Quereinsteiger wurde je nach Einstiegsjahrgang ein gestaffelter Satz beschlossen: Einstieg in der 5. Jahrgangsstufe 600 €, Einstieg in der 6. Jahrgangsstufe 500 €, Einstieg in der 7. Jahrgangsstufe 400 € und Einstieg in der 8. - 10. Jahrgangsstufe 300 €. Auch die Erhöhung der Elternbeiträge für das Kinderhaus um 5 € je Kind je Monat wurde mit der Mehrheit der Mitgliederversammlung beschlossen. Nach diesen Beschlüssen konnte nun die Genehmigung des Haushaltsvorschlags 2013 vorgenommen werden. Mit 0 Gegenstimmen und 0 Enthaltungen wurde dieser nun ebenso abgesegnet. Auch der Vorstand wurde mit 0 Gegenstimmen und 0 Enthaltungen entlastet. Rechtsanwalt Thomas Mönius fasste die Eckpunkte des geplanten Vertrages mit der Stadt Forchheim bzgl. der Sanierung des Schulgebäudes zusammen. Er erklärte den Mitgliedern die Finanzierung der Arbeiten über den abnutzbaren Mietzuschuss und mittels Bürgschaft der Stadt Forchheim. Wichtig war ihm der Hinweis, dass mit dieser Investition auch eine feste Bindung an das jetzige Gebäude verbunden sei. Und er sicherte weiterhin seinen juristischen Beistand zu. So beschloss die Mitgliederversammlung, dass der Vorstand ermächtigt wird, mit der Stadt Forchheim über eine langfristige Verlängerung des Mietverhältnisses mit abnutzbarem Mietzuschuss zu verhandeln. Die letzten Wahlentscheidungen bezogen sich darauf, wieder einen voll arbeitsfähigen und vollständigen Vorstand zu definieren. In schriftlicher Abstimmung wurde Christoph Kilgenstein erneut zum 1. Vorstand, Maja Wucherer zum Finanzvorstand, Matthias Burger zum Personalvorstand und - als "Neue" im Team - Manuela Mylius zur Schriftführerin gewählt. Zusammen mit Bernhard Jackermeier und Michael Bayerlein nun wieder ein kompletter Vorstand. Mit dem Dank an den Wahlausschuss und dem Dank für die Teilnahme an der Sitzung beschlossen Sibylle Kellner und Gerhard Ott um 23.10 Uhr die Mitgliederversammlung. Text u. Foto: Peter Fritzsche

11


Monti aktuell

Projektprüfungen Die Pusteblumen Vorschulkinder bei den 8-ties Vom 11.01.13 bis 22.01.13 war für alle 8.Klässler unserer Schule Projektprüfung (als Vorbereitung für den Quali). Wir, im Bereich Soziales, hatten die Aufgabe, für unsere 17 Pusteblume-Vorschulkinder mit Erzieherinnen, ein gesundes Frühstück mit Spielspaß für die Kleinen zu organisieren. Die Aufgaben die wir hatten, waren sehr vielfältig und umfangreich: - Vorschlag für die Einladung an das Kinderhaus erstellen - Erstellen einer Vitamin-und Mineralstofftabelle für Kinder im Wachstum - Rezept Vorschläge für das Frühstück, aber gesund! - ein Dekorationsvorschlag für den Tisch - eine Kalkulation der Ausgaben (diese durften 60.-€ insgesamt nicht überschreiten) - eine Einkaufsliste für alle ausgewählten Rezepte schreiben - Einkaufen aller Lebensmittel und Dekoartikel - eine Abrechnung erstellen - Informationen über zwei soziale Berufe sammeln - eine Präsentation über das gesamte Projekt erstellen und vorstellen - eine Projektmappe mit Deckblatt und Inhaltsverzeichnis zusammenstellen Puhh, das war ganz schön viel......... Wir, das waren Marina, Larissa, Moritz M., Elias, Elena, Jannik, Anna K., Anna P., Lorenzo, Jan und Felix, hatten die ganze Woche über viel zu tun und auch in der Freizeit wurde so einiges erledigt. Wir durften nämlich nur am 14.01.13 (Montag) den ganzen Tag in der Schule am Projekt arbeiten, die restlichen Aufgaben mussten wir zu Hause machen. Am Samstag haben sich einige von uns in Forchheim zum Einkaufen getroffen und Anette hat uns am Samstag netter Weise die Schule aufgeschlossen. Am Montag, 21.01.13, war dann der große Tag. Auf 10.00 Uhr waren die Vorschüler eingeladen und bis dahin musste jeder sein eigenes Rezept zubereitet haben und die Dekoration der Tische und des Buffets musste auch stehen. Gemeinsam haben wir das alles prima geschafft. Es gab z. B. Muffins, Fruchtspieße, Beerenquark, Zebrabrote und ABC-Brötchen. Dazu wurde Kakao und Apfelschorle angeboten. Unser Besuch kam pünktlich um 10.00 Uhr, hat sich alles gut schmecken lassen und auch wir und die Lehrer haben kräftig rein gehauen. Es hat uns allen gut geschmeckt aber trotzdem konnten wir nicht alles schaffen und so haben wir noch einiges an andere Schüler verteilen. Nach dem Essen haben wir uns aufgeteilt, der kleinere Trupp hat gespült und aufgeräumt, der andere Trupp hat die Kinderbetreuung übernommen. Die Kleinen hatten viel Spaß bei den Spielen Tornado, Eierlauf, Topfschlagen und Kickern. Um kurz vor 12.00 Uhr haben sich unsere Gäste wieder auf den Heimweg gemacht. Gemeinsam wurden noch Kleinigkeiten aufgeräumt, dann durften wir nach Hause. Am Dienstag, dem letzten Tag der Projektwoche mussten wir unsere Projektmappen abgeben und die Präsentationen halten. Für das ganze Projekt hatten wir einen Betrag von 60.-€ zur Verfügung und konnten davon sogar 13.-€ zurückgeben, dass hätten wir anfangs nicht gedacht. Die Projektprüfung ist eine Übung für den Quali, weil in den Prüfungen von Sozial – Technik – Wirtschaft genau solche Projektabwicklungen verlangt werden. Ich finde wir haben das alle ganz toll hinbekommen. Neu war für uns, dass Lehrer Sprechstunden geben. Neu war auch, dass es Schulstunden ohne Lehrerbetreuung gab und für einige Schüler war es ganz schön schwierig trotzdem zu arbeiten. Felix Pumpenmeier Fotos: Anette Eckenweber

12

Ausgabe 50/2013


Monti aktuell

AWT Projekt der Smaragd Klasse Am 28.09.2012 starteten wir, die 8. Jahrgangsstufe der Smaragd Klasse, in AWT mit dem Projekt "Ketten und Ohrringe“. Wir mussten nämlich Produkte herstellen und diese auch gewinnbringend verkaufen. In unserer Klasse entschieden wir uns für die Herstellung von Schmuck. Als erstes überlegten wir uns, was alles zu tun ist und teilten uns dann in verschiedene Arbeitsgruppen auf. In der Gruppe Design und Einkauf mussten wir uns zuerst einigen, welche Materialien wir für den Schmuck verwenden wollten. Wir einigten uns auf Ketten aus Leder und Ohrringe mit Federn. Das Geld für den Einkauf liehen wir uns bei der Montessori Schule. Als die bestellte Ware endlich da war, begannen wir mit der Produktion. Ein paar von uns planten dann auch den Verkauf und ein paar machten die Werbung. Am Montessori Weihnachtsmarkt verkauften wir dann unsere Ohrringe und Ketten.

13 18.03.20 in der Sprache le ori-Schu s s e t n o M

nsRedaktio schluss ell onti aktu M e t s h nä c 13 19.04.20

Am 02.12.2012 war es endlich soweit, wir dekorierten unseren Verkaufstisch liebevoll mit Tischdecken, Tannenzweigen und auch die Holzstücke durften nicht fehlen. Der Verkauf lief ganz gut, nur wenige Ohrringe blieben übrig. Diese verkauften wir dann am Tag der offenen Tür. Der Erlös unseres AWT Projektes fließt in unsere Große Reise nach Premuda. Elena & Larissa Foto: Astrid Romanowski

Timo, Eichenklasse

Ausgabe 50/2013

13


Monti aktuell

Hallo! Mein Name ist Anja Bezold Ich bin seit diesem Schuljahr die neue Klassenlehrerin der Smaragde. Nachdem ich mein Referendariat als Realschullehrerin für die Fächer Deutsch und Geschichte 2011 beendet hatte, kam ich - auf der Suche nach Alternativen zum staatlichen Schuldienst - an die Montessori-Schule nach Lauf und arbeitete dort als Integrationshelferin. Dadurch habe ich einen ausführlichen Einblick in die Montessori-Pädagogik und den Montessori-Schulalltag gewonnen und war von Anfang an begeistert. Die Tatsache, dass wirklich jeder anders lernt, ist mir in diesem Jahr bewusst geworden. Auch das selbstständige Arbeiten und den partnerschaftlichen, respektvollen Umgang zwischen Schülern und Lehrern schätze ich sehr. Ich bin froh, nun an Montessori-Schule in Forchheim arbeiten zu können und meinen Teil dazu beizutragen, dass Schüler sich frei – ohne Angst und Druck – entwickeln und allem Neuen neugierig und aufgeschlossen gegenübertreten können. Vom ersten Tag an, habe ich mich hier richtig wohl gefühlt und möchte mich an dieser Stelle für die tolle Unterstützung meiner hilfsbereiten Kollegen bedanken. Ein ganz besonderer Dank geht an meine Mitarbeiterin Christine, die mir mit ihrer Erfahrung den Einstieg wirklich leicht gemacht hat und mit der mir die Zusammenarbeit sehr viel Spaß macht! Außerdem möchte ich mich noch bei meiner Klasse – den Smaragden – bedanken. Ihr seid wirklich toll und es macht mir jeden Tag Spaß, mit euch zu arbeiten. Zum Schluss vielleicht noch etwas Privates: Ich komme aus Hartmannshof (das ist ein kleines Dorf in der Nähe von Hersbruck), wohne aber nun unter der Woche – da es nach Forchheim doch ein Stück zu fahren ist – in Langensendelbach. Langfristig kann ich mir gut vorstellen, in Forchheim oder Umgebung Wurzeln zu schlagen und hierhin zu ziehen. In meiner Freizeit lese ich gerne, versuche regelmäßig laufen und schwimmen zu gehen, und koche gerne- am liebsten vegetarisch! Foto: Peter Fritzsche

.2013 0 5 .0 3 und chnen e R , n llen Lerne herste t i e k erksam r Aufm ernba ist erl

Do. 28.02.2 0

13

Elternsemin a

Montessori

was bedeu te

r

eltern,

d das an unserer Sch ule

14

Ausgabe 50/2013


Monti aktuell

Die Rubin Klasse ist auf den Hund gekommen … Liebe Eltern, in den letzten Wochen hat man bei den Rubinen (9. Jgst) immer wieder mal Interessantes beobachten können. Die Schüler bewegten sich langsamer und achtsamer im Klassenzimmer, nach einer kurzen streichelintensiven Arbeitspause wurde wieder konzentrierter gearbeitet, es lag weniger am Boden herum, Gespräche über Tiere und das Thema Tierschutz wurden geführt, im Kreis gab es witzige Erlebnisse, Ängste und Vorurteile wurden abgebaut … insgesamt war die Atmosphäre im Klassenzimmer entspannter und ruhiger. Aber warum? Der Grund ist ca. 60 cm hoch, hat rot-braunes Haar, immer eine feuchte Nase, ist neugierig, fürchterlich verfressen, süchtig nach Streicheleinheiten, kommt aus Spanien und heißt Sam. Sam, der oft auch Sammy genannt wird, ist eine Mischung aus einem Field Spaniel und einem kleinen Münsterländer. Daher kommt auch seine Leidenschaft für stundenlanges Laufen in Wald und Flur, stets mit der Nase am Boden. Seit Ende September diesen Jahres ist das kleine Schmusemonster Mitglied unserer Familie. Sam ist ca. zwei Jahre alt und wurde von einer deutschen Tierschutzorganisation aus einer Tötungsstation gerettet. Er ist ein defensiver, ruhiger Rüde, der bisher noch nie geknurrt oder geschnappt hat. Seit Anfang Oktober arbeiten wir mit der erfahrenen Hundetrainerin Simone Bauch zusammen, die selbst Begleithunde besitzt und diese regelmäßig in Altenheimen oder Schulen einsetzt. Sam hat in den letzten Wochen seine Grundausbildung absolviert und wir werden weiterhin mit ihm trainieren bzw. ihn ausbilden lassen. Simone hat uns bestätigt, dass Sam für die Arbeit als Schulhund geeignet ist. Kurz nach seiner Ankunft in Deutschland wurde er in einer Tierklinik ausgiebig untersucht, er ist geimpft und entwurmt. Selbstverständlich wird Sam regelmäßig einem Gesundheits-Check unterzogen. Im November wurde Sam schrittAusgabe 50/2013

weise an das Schulleben herangeführt und ist hauptsächlich im Klassenzimmer der Rubine und während meines AWT Unterrichts in der 8. Jgst anwesend. Da seine Probezeit sehr positiv verlaufen ist, wird Sam nun täglich als Schulhund in der Sekundarstufe eingesetzt. Für Hunde ist diese Arbeit sehr anstrengend und deshalb hat er im Klassenzimmer eine ruhige Ecke, in die er sich bei Bedarf zurück ziehen kann. Wieso ein Schulhund? Auf einer Fortbildungsveranstaltung an einer Regelgrundschule in Dortmund haben Sibylle und Herbert vor einigen Jahren zwei Schulhunde und deren positive Auswirkungen auf Situationen im Klassenzimmer kennen gelernt und waren sehr beeindruckt. Diese Erzählungen fielen bei unserer Fachlehrerin Anette Eckenweber auf fruchtbaren Boden und seit 2009 besitzt auch unsere Schule einen Schulhund: Sir Henry. Während des WTG-Unterrichts ist Henry bei Anette im Werkraum und beim Hauswirtschaftsunterricht durfte er im letzten Schuljahr zu mir in die Rubin Klasse. In diesen Monaten durfte ich selbst erleben, wie ein Hund das Schulleben bereichert. Gerade die Zeit der Pubertät ist geprägt von Ängsten, Selbstzweifeln, extrem schwankenden Emotionen, Unsicherheiten und den Erwartungen der Erwachsenen. Hier war Henry stets ein ruhender Pol. Tiere nehmen die Jugendlichen so an wie sie sind. Akne, Designer Klamotten oder coole Sprüche sind hier nicht wichtig, nur der Mensch zählt. Auch solche Erfahrungen brauchen unsere Sekundarschüler.

um gezielt dem Prüfungsstress der Schüler entgegenzutreten. Auch dies ist für mich ein wichtiger Aspekt beim Thema Schulhund. Aufgrund der Große Arbeit und der Abschlussprüfungen ist das 9. Schuljahr eine sehr anstrengende Zeit für unsere Schüler und ich bin mir sicher, dass Sam einen kleinen Beitrag dafür leisten kann, dass diese Zeit etwas entspannter verlaufen wird. Auch Maria Montessori vertrat das Prinzip, Tiere im Schulleben zu integrieren, deren Verhalten zu beobachten, artgerechte Haltung und Pflege zu praktizieren und dabei lernen, Verantwortung zu übernehmen. Bei allen Vorzügen bezüglich eines Schulhundes ist mir absolut klar, immer ein wachsames Auge auf den Umgang mit ihm zu haben, nach dem Streicheln die Hände waschen zu lassen usw. Bei Fragen, Ängsten oder wichtigen Informationen stehe ich gerne zur Verfügung. Hinterlasst einfach eine kurze Nachricht im Sekretariat. Viele Grüße Astrid Romanowski

Die positiven Auswirkungen von Schulhunden wurden auch in wissenschaftlichen Studien belegt. So wird beim Streicheln von Hunden oder Katzen im menschlichen Körper das Hormon Oxytocin ausges c h ü t t e t . D a s s og e n a n n t e „Kuschelhormon“ wirkt beruhigend, ausgleichend und konzentrationsfördernd auf den Menschen. Erwähnen möchte ich auch ein interessantes Pilotprojekt in Kanada. Dort wird in diesem Jahr zum ersten Mal in einer Prüfungsklasse ein Schulhund eingesetzt, 15


Monti aktuell

Adventsbasar Am ersten Advent hat wieder der traditionelle und schöne Adventsbasar in der Monti-Schule stattgefunden. In der Eingangshalle der Schule empfing den Besucher eine weihnachtliche Atmosphäre mit Christbaum und Harfenklang. Der Stand mit den Weihnachts- und Geschenkartikeln war wunderbar gestaltet und geschmückt und fiel den eintretenden Gästen sofort ins Auge. Zum Verkauf angeboten wurden vielfältige und kreativ in eigener Handarbeit hergestellte Artikel wie liebevoll dekorierte weihnachtliche Gestecke und Kränze, gefilzte Baumanhänger in den verschiedensten Motiven, wunderschöne Stofftaschen, weihnachtliche Grußkarten mit Stickereien, verzierte Geschenktüten aus Papier, orginelle Kerzenständer aus Holz für den Advent, weihnachtliche Motive auf Leinwand, liebevoll verzierte Lebkuchenhäuschen, mit schönen Motiven und Versen gestaltete Kerzen, beleuchtete Weihnachtssterne, bunte Mützen und Hausschuhe aus Wolle, kreativer

16

Fenster- und Baumschmuck gestaltet aus Gewürzen und Nüssen, Sterne aus funkelndem Metall und aus Holz mit eingearbeitetem Motiv, Futterringe für Vögel aus Holz, Engel und Kerzen aus Holz für die Haus- oder Gartendekoration sowie sogar ein Kinderreitpferd aus Holz. Außerdem wurde vielfältiges bewährtes und selbst hergestelltes Monti-Material sowie kreative Ohrringe, beispielsweise mit Federn geschmückt, und Armbänder zum Verkauf angeboten. Gut nachgefragt war wie jedes Jahr der Büchertisch, wo wieder eine breite Auswahl an außergewöhnlichen Kinder und Jugendbüchern in Zusammenarbeit mit dem Blauen Stäffala bereit gestellt wurde. Viele Kinder blätterten interessiert in den Bilderbüchern oder ließen sich die fantasievollen Geschichten gleich an Ort und Stelle vorlesen. Viele Eltern sind dabei um einen Bücherkauf nicht herumgekommen, wobei ein Teil des Verkaufserlöses der Schule zu Gute kommt. Aus dem Untergeschoss breitete sich der Duft von frisch zubereiteten Crepes aus, die sich großer Beliebtheit erfreuten. Das Kuchenbuffet mit der angebotenen Vielfalt von selbstgemachten

Lebkuchen über Stollen und weihnachtlich verzierte Muffins bis hin zu verschiedensten Kuchen war wirklich gigantisch. Die bereit gestellten Plätze für den gemütlichen Adventskaffee waren gut besetzt. Dabei wurden die Gäste von Akkordeonmusik unterhalten. Die Kinder konnten sich in der Zwischenzeit mit der Gestaltung von Kerzen die Zeit vertreiben und ihre kreativen Fähigkeiten unter Beweis stellen. An dieser Stelle ist allen Organisatoren, Auf- und Abbauhelfern, Dekorierern, Verkäufern, Bastlern, Bäckern, Musikern, Kinderbeschäftigern ganz herzlich zu danken. Alle Besucher konnten einen gemütlichen und rundum gelungenen ersten Adventsnachmittag verbringen und kreative Weihnachtsdekorationen für zu Hause oder Geschenke für Familie und Freunde mit nach Hause nehmen. Christine Schütz Fotos: Brigitte Stühler

Ausgabe 50/2013


Monti aktuell

Anfertigung von Lernmaterialien zur Lernunterstützung Der Vortrag von Manuela Schack, Chemietechnikerin und viele Jahre Ausbildungsleiterin in einem großen Chemieunternehmen, zeigte überaus anschaulich, wie man mit einfachen Mitteln das Lernen und Üben

abwechslungsreich gestalten kann. Damit die Freude und Motivation beim Üben zu Hause bleibt, kann man schnell und unkompliziert einige Variationen von Lernspielen zu Hause zusammenstellen. Die einfachsten Möglichkeiten sind vorhandene Spiele /Teile von Spielen einfach umzufunktionieren. Ein nicht mehr gebrauchtes Kleinkind-Memory kann mit Bildern und Wörtern zum Lesememory umgewandelt werden. Legosteine eignen sich hervorragend, um Mengen- und Zahlenver-

Ausgabe 50/2013

ständnis bildlich zu verdeutlichen. Die bekannte Halli Galli Glocke kann bei selbst ausgedachten Spielen zum Einsatz kommen, wie auch Würfel oder einfache Spielbretter. Im nächsten Schritt kann man überlegen, ob man unterschiedliche Spielvarianten einführt: allein, auf Zeit, gegeneinander etc. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Hier einige Beispiele, um das erste Leseverständnis zu fördern: Buchstabengymnastik: Die Buchstaben werden mit dem Körper nachgestellt. Lesememory: Ein Memory-Paar besteht dann jeweils aus einem Bild und dem passenden Wort dazu. Dies kann man natürlich auch beim Lernen Fremdsprachen nutzen. Aus Büchern von Erwin Moser können ebenfalls gut Lese-Lernspiele gebastelt werden: Das Praktische bei diesen Büchern ist, dass es zu jedem Text immer eine passende Abbildung gibt, ohne dass diese mit dem Text verbunden ist. Kopiert man sich ein Büchlein, kann Text und Bild auseinander geschnitten werden. Zum Üben können Kinder nun

den Text lesen und das passende Bild dazu suchen und in der nächsten Schwierigkeitsstufe die Reihenfolge der ganzen Geschichte wieder zusammenlegen. Die Bücher von Erwin Moser gibt es auch in anderen Sprachen. Natürlich hält das Internet mittlerweile auch sehr viele gute kostenlose Arbeitsblätter und Spielideen für alle Jahrgangsstufen zum Ausducken bereit. www.kreativerunterricht.de www.lernpsychologische-praxis.de www.schule-und-bildung.de www.unterrichtsmaterial-schule.de www.kleiner-ingenieur.com www.kompetenzzentrum-it.de Text und Fotos: Sylvia Auerswald

17


Monti aktuell

Ausflug zum Walberla mit dem Projekt Steinzeit Amethyste und Aquamarine Steinzeitbogen Wir haben uns für unser Steinzeitprojekt die Herstellung eines Steinzeitbogens mit Pfeil ausgesucht. So haben wir den Pfeil gebaut: Wir haben für den Pfeilschaft Zweige des Schneeballbusches verwendet. Zuerst haben wir die Rinde mit dem Schnitzmesser abgeschabt. Am vorderen Ende haben wir mit der Säge eine Kerbe gesägt, um die Pfeilspitze aus Feuerstein zu befestigen. Die Pfeilspitze selbst haben wir mit einem anderen Stein von einem großen Feuerstein abgeschlagen und mit Birkenpech in die Kerbe geklebt. Die Schaftfedern hat uns Papagei Hansi vererbt. Wir haben sie am Schaftende mit Kleber fest geklebt. Zum Schluss haben wir hinten die Kerbe für die Bogensehne gesägt. Christoph Bauersachs, Aquamarine

18

Quelle Fotos: Aquamarin-Klasse

Steinzeitbogen Wir hatten in der Klasse das Thema Steinzeit. Jeder durfte irgendwas zum Thema bauen. Wir haben uns einen HalmegartSteinzeitbogen vorgenommen und durchgeführt. Dafür haben wir eine Ulme und eine Hanfschnurr gebraucht. Zum Bearbeiten der Ulme benutzten wir ein Ziehmesser, eine Ziehklinge, eine Raspel und eine Feile. Aber anstatt einer Ulme haben wir einen Haselnussbaum genommen, weil die Ulmen unter Naturschutz stehen. Max Hümmer, Aquamarine

Ausgabe 50/2013


Monti aktuell

Am Freitag, den 5.10.12 hat die ganze Klasse Amethyst einen Ausflug zum Walberla gemacht mit einer Führung die sich um die Steinzeit handelte. Das war unser zweiter Ausflug in diesem Schuljahr. Also, wir sind früh gleich zum Bahnhof gelaufen und in die Agilis gestiegen, später hielten wir in Kirchehrenbach und wurden von unserer Führerin, die Frau Philipi hieß, erwartet. Nachdem sie sich vorgestellt hatte, sagte sie zu uns, dass wir unsere Schritte zählen sollten, bis 500 (ich bin leider schon bei 200 und irgendetwas herausgekommen). Aber als die anderen zu Ende gezählt hatten, hat sie uns erzählt, dass diese 500 Schritte die Altsteinzeit war. Daraufhin sollten wir 5 Schritte gehen, denn das war die Mittelsteinzeit und die Jungsteinzeit war nur noch 2 Schritte lang. Dann gab es noch die Bronzezeit, die dauerte sogar nur noch 1 ½ Schritte und die Eisenzeit war gerade einmal ½ Schritt lang. Danach liefen wir weiter bis zu einer Kreuzung. Hier erklärte sie uns wie die Steinzeitmenschen gejagt haben, das ging nämlich so: Als erstes bewaffneten sie sich mit Pfeil, Bogen und Speer, dann suchten sie sich ein Tier z.B.ein Mammut und schlichen sich an jeder Seite heran, sodass das Mammut umzingelt war. Oder sie hetzten es eine Felsschlucht hinunter. Zuletzt wird das Tier erlegt und verspeist. Anschließend sagte unsere Führerin, dass wir unterwegs über-

Ausgabe 50/2013

l e g e n sollen was die Frauen in der Steinzeit gemacht haben (die Männer jagten ja hauptsächlich). Nachdem wir ein langes Stück n u r berga u f gewandert waren, liefen wir nur noch durch ein kleines Waldstück und setzten uns neben dem Weg ins Gras. Frau Philipi zeigte uns dort auf einem Bild den ältesten

Fund aus der Steinzeit, es war ein Unterkiefer, wahrscheinlich vom Neandertaler. Davor besprachen wir auch die Tätigkeiten der Frau. Das waren: Sich um die Kinder kümmern und erziehen, die Kleidung nähen, das Essen machen (Beeren, Pilze sammeln …) und das Feuer machen und vieles mehr. Dann wanderten wir einen steilen Weg weiter und kamen schließlich an einem kleinen ziemlich alten Gemäuer an. Dort erklärte sie uns, dass in dieser großen Mulde, (die hinter dem alten Gemäuer lag) vor langer Zeit eine

Siedlung gewesen war und dass man dort mit der ganzen Familie, den Tieren und den Vorräten unter einem Dach wohnten. Das Leben in der Steinzeit war damals noch sehr hart. Nun waren wir endlich auf den Berg und machten hinter der Kapelle unsere Pause, weil es oben ganz schön gezogen hatte. Danach liefen wir auch gleich wieder das Walberla in Serpentinen auf dem schnellsten Weg hinunter. Schon fast unten angekommen mussten wir uns ziemlich beeilen, denn wir hätten sonst den Zug verpasst. Aber wir erwischten ihn noch rechtzeitig. Es war trotz des kalten Wetters, ein sehr schöner Ausflug zum Walberla. Paula Deinlein, Amethyst Quelle Fotos: Amethyst-Klasse

19


Monti aktuell

Fotos: Anette Eckenweber

20

Ausgabe 50/2013


Monti aktuell

Ausgabe 50/2013

21


Monti aktuell

Kinderhausausflug zum Forchheimer Weihnachtsmarkt Ein Besuch am Weihnachtsmarkt ist kaum zu toppen, oder? Höchstens durch einen Ausflug zum Weihnachtsmarkt mit dem Kinderhaus! Und den haben die Kinderhauskinder am 19. Dezember erlebt: beide Gruppen machten sich auf zum vorweihnachtlichen Treiben. Aufregend war schon die Busfahrt in die Stadt. Dort wurde erst mal Rast gemacht beim Bäcker, wo die Kinder Hörnchen bekamen und ihre Brotzeit aßen. Gestärkt ging es weiter auf dem Forchheimer Krippenweg zur Fuchsenkrippe, zur lebenden Krippe und der Krippe in der Martinskirche. Es folgten weitere Höhepunkte, nämlich die Karussellfahrt und das Essen von gebrannten Mandeln. Schließlich fuhren die Kinder wieder mit dem Bus zurück ins Kinderhaus. Mit dabei waren Jutta, Fee und die Mutter eines Sonnengruppenkindes Jovana Strobl (Danke!) bei der Sonnengruppe sowie Anne, Christina und Gabi (Fachdienst Integrativkinder) bei der Meeresgruppe. Christina Werner u. Judith Walloch Fotos: Kinderhausteam

22

Ausgabe 50/2013


Monti aktuell

„Spaghetti-Essen“ in der Pusteblume „Spaghetti-Essen“ war in vielen Familien im Herbst Thema. In manchen Haushalten kamen sogar Briefe an, aus denen beim Öffnen Spaghettinudeln rieselten. Spätestens dann war klar: das Spaghetti-Essen der Schulkinder im Kinderhaus stand bevor: für die Erstklässer-Kinder war es ein ganz wichtiger Tag: so konnten sie ihre „alten“ Freunde wieder treffen, „ihr“ Kinderhaus und ihre Erzieherinnen wieder sehen, den neuen Schulranzen zeigen, von der Schule erzählen und natürlich: Spaghetti-Essen! Judith Walloch Fotos: Kinderhausteam

Meeresgruppe

.03.2013 05. und 06 ge rnachmitta Schnuppe ulung zur Einsch Sonnengruppe

Ausgabe 50/2013

23


Monti aktuell

4. Klasse - und was dann? Jedes Kind findet seinen Weg Erfahrungen und Meinungen von Schülern und Eltern Ausschnitt aus der Sonderausgabe, die Ende Jan. an alle Eltern verschickt wurde Pascal Först, 9. Kl. Gymnasium Ich habe nach vier Jahren Montessorischule das Dientzenhofer Gymnasium in Bamberg ausgewählt, weil mein Freund Moritz auch dorthin wollte. Die Umstellung auf die neue Schule war für mich sehr anstrengend. Die Schulklassen waren viel größer und der Unterricht sehr ungewöhnlich, durch das ständige Sitzen und Zuhören. Die Noten finde ich nicht schlimm, auch wenn einmal eine daneben geht. Die praktische Arbeit u.a. durch das Montessori-Material oder durch Projekte konnte ich bereits in vielen Situationen anwenden. Deshalb vermisse ich die Freiarbeit. Anne Först, 6. Kl. Realschule Nach der Montessori-Schule habe ich mir die Maria-Ward-Realschule zusammen mit meinen Eltern angeschaut. Sie hat mir sehr gut gefallen, weil wir bei der Vorstell u n g freundlich aufgenommen wurden. Der Umstieg auf Frontalunterricht hat mir nicht viel ausgemacht, da ich jemandem gut zuhören kann. Die Freiarbeit in der Montessori-Schule hat mir nicht nur Spaß gemacht. Angst vor Noten habe ich keine, ich finde es sogar spannend, Noten zu bekommen. Meistens habe ich gute Noten. Durch die zahlreichen Referate in der Montessori-Schule konnte ich mir großes Selbstvertrauen aneignen. Eltern von Anne und Pascal Aus der Montessori-Zeit vermissen wir den intensiveren Kontakt zu den Lehrkräften sowie zu den Eltern und den Kindern. Der Druck auf die Kinder war an der Montessori-Schule weitaus weniger als es an den weiterführenden Schulen der Fall ist. Die kleineren Klassen sowie die Anzahl der Lehrkräfte waren ein großer Vorteil. Toni Rudel, 5. Kl. Montessorischule Im April 2009 kam ich während der 1. Klasse als Quereinsteiger in die Birkenklasse. Eigentlich meinten alle Erwachsenen ich gehöre nach der 4. Klasse auf ein Gymnasium, weil ich ganz gut bin in der Schule und mir Lernen leicht fällt.

24

Ich wollte aber lieber an meiner Schule bleiben. Ich kannte das Regelschulsystem ja schon und wollte nicht mehr so lernen. Ich fand es blöd, dass dort die Lehrerin vorne stand und sagte was alle zu machen hätten. Mich nervte, dass alle zur gleichen Zeit das Gleiche machen mussten, egal ob sie es schon konnten oder noch nicht verstanden hatten. Mir liegt die Art des Lernens hier viel besser und macht mir mehr Freude. Ich finde es gut, dass wir hier nicht so unter Druck stehen und an einem bestimmten Tag für die Schulaufgabe alles können müssen. Obwohl mir die Tests die wir jetzt schreiben Spaß machen. Meine Eltern hatten Angst, dass ich nicht genug gefördert werde. Ich finde das überhaupt nicht. Ich arbeite einfach in meinem Tempo und meine Lehrerin Anja gibt mir manchmal schwerere Aufgaben. ch bin froh hier zu sein und kann den Viertis nur empfehlen zu bleiben. Aber wenn sie an die Regelschule wollen, ist es auch okay. Hauptsache, sie treffen die für sie passende Entscheidung. Und ich wünsche ihnen auch Eltern die sie unterstützen, egal wie sie sich entscheiden. Ingrid Ritzer-Rudel und Helmut Rudel, Eltern von Toni Aufgrund seiner Leistungen und Interessen schien Tonis Schullaufbahn eigentlich klar. Die Frage war für uns nie ob, sondern auf welches Gymnasium er gehen würde. Bis er wegen eines Hautekzems in Behandlung war und dort von seinem Leidensdruck erzählte. Er „soll aufs Gymnasium, will es aber gar nicht“. Das tat weh! Wir wollten wie alle Eltern doch nur das Beste für unser Kind und dachten bis dato es sei in seinem Sinn. Es begann eine heftige Zeit des Haderns und Abwägens. Vom Herzen her konnten wir seinen Wunsch verstehen. Aber der Verstand und das Umfeld brachten uns immer wieder ins Zweifeln. Ist er vielleicht nur zu faul? Will er sich nicht anstrengen (O-Ton: quälen!)? Bleibt er dann nicht hinter seinen Möglichkeiten? Kann er so eine Entscheidung überhaupt treffen? Kämen wir mit späteren Vorwürfen klar, wenn wir ihn gegen seinen Willen aufs Gymnasium schicken? Wie reagiert er dann, wenn er jetzt schon körperliche Symptome zeigt? Eine erschreckende Erkenntnis die hinzukam … das Ego! Was antworten wir auf die Frage in welche Schule er geht? In der Grundschule waren wir stolz, sagen zu können, das Kind gehe auf die Montessorischule. Und jetzt? Gymnasium hört sich nun mal „besser“ an als

Sekundarstufe oder Hauptschule. Da kommen Klischees auf, auch bei uns. Es folgten viele Gespräche in der Familie, mit Freunden, seinen Lehrkräften. Letztlich entschlossen wir uns gemeinsam für das Beste – ein glückliches Kind! Toni versprach sich anzustrengen, den MZweig zu machen und evtl. später die MOS anzuschließen. Seit September geht er nun in die Amethystklasse zu Anja, Lisa und Flo und fühlt sich sehr wohl. Morgens verlässt er gutgelaunt das Haus und kommt zufrieden zurück. Er lernt weiterhin eifrig, mit Freude und wir haben alle das Gefühl „es passt“. Im Moment glauben wir, es war die richtige Entscheidung und darüber sind wir glücklich. Leonie Pühl, Ausb. zur Einzelhandelskauffrau,1. Lj. „Ich vermisse jetzt noch oft die Montessorischule. Die Lehrer waren cool und lieb, die haben sich um jeden von uns gekümmert. Es war toll, mit dem vielen Material zu lernen. Ich habe problemlos eine Ausbildungsstelle gefunden. Ich hatte nur drei Bewerbungen geschrieben und von allen bekam ich eine Zusage. Marvin Schnabel, 5. Kl. Gymnasium Nach vier Jahren MontessoriGrundschule habe ich auf das Gymnasium gewechselt, weil es ein naturwissenschaftliches Gymnasium ist, das interessiert mich sehr. Schwer war es, gleich von Anfang an so viele Hausaufgaben zu bekommen. Den Frontalunterricht finde ich gut. Es ist viel übersichtlicher; wenn der Lehrer erklärt, ist es für die ganze Klasse wichtig. Es ist eine schöne Abwechslung zur Freiarbeit Ich finde es relativ gut, Noten zu bekommen, denn dann hat man schnell eine Info über den eigenen Wissensstand. An der Montessorischule habe ich viel Grundwissen mitbekommen und dass ich selbständig arbeiten kann. Ich vermisse vieles aus der Montessori-Schulzeit. Zum Beispiel die „Parteilosigkeit“: es gibt an der Monti keine Gruppen, die andere Kinder wegen ihres Aussehens oder anderen Sachen ausgrenzen; die tolle Klassengemeinschaft, die Lehrer waren alle viel netter; ich konnte viel mehr selbständig für mich allein arbeiten. Melanie und Andy Schnabel, Eltern von Marvin: Marvin hat vier wunderbare Jahre an der Monti im „Gepäck“, angefüllt mit Hilfreichem wie dem sehr selbständigen Arbeiten, dem Einschätzenkönnen der eigenen Fähigkeiten und Leistung, dem Neugierigsein auf Sachverhalte und Zusammenhänge; aber auch mit den

Ausgabe 50/2013


Monti aktuell Fähigkeiten, eine eigene Meinung zu haben und diese auch vertreten zu können; auch Toleranz gegenüber Mitmens c h e n z u z e i ge n , d i e „ a nd e rs sind“ .Vieles von diesen Eigenschaften vermissen wir als Eltern am EGF bei Lehrern und Schülern. Das Schulleben mit fast 1300 Schülern und über 100 Lehrern findet natürlich viel anonymer statt als wir es bisher kannten; Mehr schätzen zu können außer der Fächerauswahl und den Möglichkeiten, die sich Marvin nach dem Abitur bieten können, dafür brauchen wir wohl noch ein wenig Zeit. Hannah 9. u. Luca 8. Kl. Montischule Nach der Grundschulzeit sind wir für die Sekundarstufe an der Montessorischule geblieben, weil man da gut und selbständig arbeiten kann. Weil wir uns vieles mit unseren Klassenkameraden erarbeiten können. Weil es nicht nur Frontalunterricht gibt. Weil die meisten Lehrer ganz okay sind. In der Sekundarstufe ist alles etwas klarer und etwas strenger geregelt und wir haben weniger Material als in der Grundstufe. Es gibt regelmäßig Tests und wir bekommen auch gesagt was wir für eine Note (Regelschule) wir hätten. Wir finden an der Montessorischule besonders gut, dass wir unsere Arbeit zum großen Teil selbst planen können. Und dass wir noch nie Angst vor der Schule haben mussten wegen Tests oder weil wir eine Hausaufgabe nicht erledigen konnten, weil wir das Thema zum Beispiel doch noch nicht verstanden haben. Siggi Oppelt und Thomas Hilgart, Eltern von Hannah und Luca Aus der Grundschulzeit an der Montessorischule haben unsere Kinder Selbst-

vertrauen und selbständiges Arbeiten und Handeln. Die Übertrittvorbereitungen erschienen uns, als würde innerhalb weniger Wochen alles zerstört, was wir ihnen durch die Montessorischule ersparen wollten - der Druck war immens. Zugegebener Maßen war es auch etwas Eigenschutz für uns Eltern nach den vielen unschönen Regelschulerlebnissen aus Familie und Freundeskreis und eigener Schulzeit (div. Maßregelungen, Verweise, schlechte Zensuren, Ängste, Nachhilfe, Eltern die Hausaufgaben selbst machen, „Montagskrankheit“ oder echte Erkrankungen bedingt durch schulische Probleme, Scheitern der Kinder weil für viele Eltern nur noch das Gymnasium der wahre Weg zu sein scheint). Wir stehen hinter dem Schulkonzept und erachten es für sinnvoll,

Ausgabe 50/2013

dass es nicht nach 4 Jahren enden muss. Zudem wirkt sich das Schulkonzept positiv auf unser ganzes Familienleben aus. Die Kinder gehen vorwiegend gerne zur Schule (auch pubertierende Montis zicken gerne mal), wir müssen nicht nachdrücklich handeln bezüglich Hausaufgaben und Lernen. Der Kontakt zu den Lehrern gestaltet sich sehr offen und unkompliziert. Leah Sophie Spernau, 7. Kl. Realschule An den Frontalunterricht habe ich mich schnell gewöhnt und die Noten stören mich nicht. Aus der Monti-Zeit profitiere ich noch von meiner Erfahrung, Referate vorzubereiten und zu halten und meine Hausaufgaben einzuteilen. Ich vermisse jetzt noch das gute Miteinander. Auch die Freiarbeit und das Arbeiten mit Material fehlen mir. Jetzt ist es einfach anders. Nane Spernau, Mutter von Leah Aus der MontessoriG r u n d schulzeit hat Leah mitgenommen, sich die Zeit einzuteilen, vor den anderen frei sprechen und das Bewusstsein, dass man für sich selbst lernt. Wir vermissen die Montessorischule. Die Lehrerin hat den Kindern vor dem Probeunterricht gesagt, dass ein Nicht-Bestehen kein Versagen bedeutet, sondern einfach einen anderen Weg. Diese Worte hat Leah heute noch im Kopf! Lisa Marie Spernau, 10. Kl. Gymnasium Nach der Montessori-Grundschulzeit habe ich für die 5. Klasse auf die Volksschule Hirschaid gewechselt, danach habe ich die Realschule Hirschaid bis zur Abschlussprüfung besucht. Die Schule ist bei uns vor Ort und ich hatte schon zu dieser Zeit mehrmals die Woche Ballettunterricht, worauf ich nicht verzichten wollte. Nach der Prüfung zur Mittleren Reife habe ich auf das TanzGymnasium in Essen-Werden gewechselt, weil ich dort nicht nur intensiven Ballettunterricht habe, sondern auch Abitur machen kann i n B a l l e t t (Leistungskurs)! In der Montessorischule habe ich eine gute Zeiteinteilung gelernt - durch Wochenplan bzw. Arbeitsaufträge für eine Woche und selbst planen, wann

ich was machen kann. Außerdem weiß ich seither: Was ich nicht für mich lerne, lernt auch kein anderer für mich! Nane Spernau, Mutter von Lisa Man merkt erst später, welches Wissen sich die Kinder aneignen konnten! Zum Beispiel in Grammatik kannte sich Lisa viel besser aus als die meisten Schüler (z.T. auch besser als mancher Lehrer) Das Arbeitsverhalten bei der Freiarbeit, das die Schüler trainieren, hilft bei den Gruppenarbeiten in der Regelschule – Bei unseren beiden Töchtern Lisa und Leah haben wir die Erfahrung gemacht, dass ihre Lehrerin sie genau richtig eingeschätzt hatte. Sie hatte gemeint, die 5. Klasse Hauptschule könne ihnen gut tun, um das Gelernte zu vertiefen, sicherer und schneller im Arbeitstempo zu werden und danach würden sie richtig durchstarten. Genauso ist es bei beiden gekommen. Elias Schreml, 7. Kl. Montessorischule, davor Gymnasium An der Montessorischule habe ich die Selbständigkeit und die Art und Weise, wie man sich neuen Stoff selbst erarbeiten kann, gelernt. Nach der Grundschulzeit bin ich auf das EhrenbürgGymnasium Forchheim gegangen. Es war eine große Umstellung, weil es dort nur den Frontalunterricht gab. Das fand ich – ebenso wie die Notengebung doof, weil ich es so nicht gewohnt war und mir der Unterricht in der Montessori -Schule viel besser gefallen hat. Deshalb habe ich auch nach ca. 1 ½ Jahren wieder auf die Montessori-Schule zurück gewechselt. In der Sekundarstufe muss man im Vergleich zur Grundstufe noch selbständiger arbeiten. Aber es gibt weniger Material für die verschiedenen Fächer. Auch schön ist, dass das Arbeiten mit dem PC mehr geworden ist. Hier fühl ich mich einfach wohl. Gabi Schreml, Mutter von Elias Elias hat an der Montessorischule vor allem viel soziale Kompetenz, seine Freundlichkeit und Offenheit, das Wissen wie man an Neues rangeht, mitbekommen .Wir haben am Gymnasium die Wertschätzung der Lehrer gegenüber jedem Kind vermisst, das Eingehen auf das Kind und seine Bedürfnisse, dass sich die Kinder nichts mehr selbst erarbeiten können, dass die Kinder komplett „fremdgesteuert“ lernen müssen (keine selbständige Entscheidung, mit welchem Thema/Fach sie sich beschäftigen jetzt möchten). Vorteil der Regelschule war eine leichtere Vergleichbarkeit, wo das Kind Lernstoff-bezogen steht. Auch wenn mal eine schlechte Note dabei ist, kann man das insgesamt besser einordnen. Als Eltern „schwimmt“ man nicht so im Leeren, man weiß so besser, wie sein Kind im Verhältnis zum Lehrplan steht. Das macht auch eine Beurteilung leichter, ob z.B. eine anstehende Prüfung für das Kind zu meistern ist.

25


Monti aktuell Simon,1.-4. Kl. Montessorischule, dann Gymnasium, Abitur, jetzt Student Der Wechsel von der Monteessorischule auf das Gymnasium war für mich kein Problem, der Frontalunterricht auch nicht. Auch mit den Noten kam ich klar, war aber froh, bis zur 4. Klasse keine bekommen zu haben. Für mein späteres Schulleben haben mir aus der Monti-Zeit das selbstständige Lernen und die Team -Arbeit sehr genützt. Das gute Klassenklima aus der Montessorischule habe ich an der Regelschule vermisst. Ich finde aber, sowohl die Montessori-Schule als auch das G y m na s i um war eine richtige Entscheidung Eltern von Simon Mitbekommen hat Simon aus der Monti-Zeit Selbstbewusstsein, Selbstständigkeit, die Fähigkeit mit anderen zusammen zu arbeiten, das Gefühl, wie es ist, wenn man fair miteinander umgeht. Wir haben an der Regelschule vermisst, dass das Kind als Person ernst genommen wird. Außerdem fehlte uns der partnerschaftliche Umgang sowohl zwischen Schülern und Lehrern als auch zwischen Eltern und Lehrern. Florian, 1.-9. Kl. Montessorischule Forchheim, 10. Kl. an der Montessorischule Erlangen, jetzt Auszubi Als meine Grundschulzeit zu Ende war, gab es die Sekundarstufe an der Montessorischule noch nicht. Deshalb habe ich an die Volksschule nach Hirschaid gewechselt. Das war für mich kein Problem, der Frontalunterricht war akzeptabel und die Noten nicht schlimm. Als es dann aber die Möglichkeit gab, bin ich in der 6. Klasse wieder nach Forchheim, weil in der Montessori-Schule das Klassen- und Lernklima besser war und man in seinem eigenen Tempo lernen konnte. Die 10. Klasse gab es in Forchheim noch nicht und ich wollte nicht noch mal in die Regelschule wechseln und bin deshalb nach Erlangen in die Montessori-Schule, wo ich den M-Zweig und die Prüfung zur Mittleren Reife gemacht habe. An selbstständigem Lernen und Teamarbeit bekommt man an der Montessorischule viel mit. Eltern von Florian Die 2 Jahre Regelschule (5. und 6. Klasse) können wir schlecht als Maßstab nehmen, da Florian eine sehr nette Klassenlehrerin hatte und auch die Klasse selbst in Ordnung war. Der „Bruch” kam erst mit dem Eintritt in die 7. Klasse M-Zug. Mit dem Wechsel in den MZweig kam er in eine andere Klasse – neuer Lehrer, anderes Klima. Es war sein eigener Wunsch, in die neue Hauptschul-Klasse nach Forchheim zu gehen. Für den M-Abschluss war es dann aber

26

kaum eine Frage den Montessori-Weg fortzusetzen. Und als 10.-Klässler war auch das Fahren nach Erlangen kein Thema mehr. Anton Leipold, 6. Kl. Gymnasium Nach der Montessorischule bin ich ans Franz-Ludwig-Gymnasium nach Bamberg gegangen. Es war schon eine Umstellung. Bei der Montessorischule war's besser. Der Frontalunterricht geht schon. Noten zu kriegen finde ich irgendwie blöd, ist nicht so schön. Ich habe auch inhaltlich viel Hilfreiches an der Montessorischule gelernt. In Englisch haben wir schon viel in der Monti gemacht haben. Auch in Deutsch haben wir viele Aufsätze geschrieben, was eine gute Übung für die 5. und 6. Klasse war. Die Lehrer an der Montessorischule sind netter. Später will ich selbst mal WTG-Lehrer an der Montessorischule werden, dafür brauche ich das Gymnasium. Johanna Grasser und Dieter Leipold, Eltern von Anton Hilfreich war an der Montessorischule sicher, einen nicht durch Notendruck beeinträchtigen Schulalltag gehabt zu haben. Auch hat sich Anton sehr viel Grundwissen angeeignet, was ihm jetzt zu Gute kommt. Wir vermissen aus der Monti-Zeit auf jeden Fall den guten Kontakt zu den Lehrern und den anderen Eltern und auch das nette und unkomplizierte Miteinander. Am Gymnasium geht es doch etwas förmlicher und unpersönlicher zu. Wir schätzen am Franz-Ludwig-Gymnasium, dass man dort schon bemüht ist, dass die Kinder gut miteinander umgehen. Das einzige Problem ist das der Notengebung. Einerseits ist Anton mit einer guten Note zufrieden und freut sich darüber, aber andererseits wird durch sein Umfeld schon ein gewisser Druck gemacht, der dann dazu führt, dass er Sorge hat, eine schlechte Note zu bekommen. Pia Carl und Thomas Reichert, Eltern von Paulina, 6. Kl. Gymnasium Paulina hat sich selbst für das Gymnasium entschieden. Aber für diese Entscheidung war das Feedback der Montessori-Lehrerinnen sehr hilfreich. Sie konnten Paulina wirklich gut einschätzen, was auch von ihrer jetzigen Klassenleiterin bestätigt wurde. Auch für unseren Sohn Jacob (jetzt Viertklässler) steht der Übertritt an. Auch hier war das Beratungsgespräch richtig klasse, was uns für den anstehenden Probeunterricht ein gutes Gefühl gibt. Paulina hat aus der Monti-Zeit zuerst mal die Freude am Lernen, die Neugierde an Neuem, das selbstständige Arbeiten, die Arbeitsmethoden (was habe ich zu tun, wie teile ich es mir ein etc.) und die soziale Kompetenz mitgenommen. Wir vermissen die sehr fruchtbaren Elterngespräche (nicht nur 5-7 Min. an einem Elternsprechtag), die tollen Elternabende, den guten Kontakt zu den anderen Eltern, dass man die Klassenkameraden seiner Kinder kennt, die „großen“ ge-

meinsamen Projekte (z. B. Zirkus), das „Wir-Gefühl“ an der Montessori-Schule. Am Gymnasium schätzen wir die gute Ausstattung der Schule (super Turnhalle, naturwissenschaftliche Fachräume, Mensa etc.), die Erreichbarkeit. Der Übergang an die Regelschule mit Frontalunterricht bereitete eigentlich keine Probleme, nur ist jetzt die Vielzahl der einzelnen Lehrer bzw. Charaktere der Lehrer für die Kinder nicht immer leicht. Auch sind die Anforderungen und das Arbeitspensum im G8 recht hoch! Bei Nachmittagsunterricht bleibt sehr wenig Zeit für Freizeit oder Freunde! Linnea Scherbaum, 6. Kl. MontessoriSekundarstufe Ich bin auf der Montischule in die Sekundarstufe gewechselt, weil ich es schön finde, mit Material zu arbeiten und zu lernen, die Schule für mich sehr vertraut war und ich bereits viele aus der Sekundarstufe kannte. Mich reizt die „Große Arbeit“ und die Reise z.B. nach Premuda, mir hat immer gefallen dass ich meine Arbeit selbst mitbestimmen durfte - wenn mich ein Thema interessierte, durfte ich dazu forschen und es z.B. in Form eines Referates erarbeiten und vortragen. Es war immer wichtig, dass es allen in der Schule/Klasse gut ging und auch die integ r a ti v e n Mitschüler immer gut eingebunden waren. Durch die Jahrgangsmischung konnten die „Großen“ den „Kleinen“ helfen und die „Kleinen“ können sich von den „Großen“ immer etwas abschauen. Der Umgang in der Montischule ist fast wie in einer großen Familie. Die Freiarbeit und die Zeugnisgespräch und –briefe fand ich immer besonders gut. In der Sekundarstufe muss man noch mehr Selbstverantwortung tragen. Ich bin erst seit einem halben Jahr hier, aber in dieser Zeit haben wir schon mehrere große Projekte bearbeitet Sophia Scherbaum, 9. Kl. Gymnasium Nach der Grundschule habe ich auf das Herder-Gymnasium-Forchheim gewechselt. Am Anfang fiel es mir sehr schwer, nicht mehr mein eigener „Chef“ zu sein und mir einteilen zu dürfen, wann ich was mache, allerdings hat sich das sehr schnell gelegt, man gewöhnt sich daran. Die Schwierigkeit, die ich heute noch sehe, ist ganz einfach, dass nur noch das behandelt wird, was im Lehrplan enthalten ist, die Interessen der einzelnen Schüler gehen teilweise wirklich verloren. In der 5. Klasse fand ich es prima, Noten

Ausgabe 50/2013


Monti aktuell zu bekommen. Es war etwas Neues und ich war wahnsinnig neugierig, mittlerweile find ich es ziemlich schade, dass man alleine auf die Noten beschränkt wird und die persönliche Bewertung ausbleibt. Nicht nur die Selbstständigkeit, sondern auch der offene Umgang mit Menschen prägt mich heute auch sehr und ich glaube, dabei spielt die Monti-Schule eine sehr große Rolle. Ich war von der 1.Klasse an gewohnt, Referate und Vorträge zu halten und mich dabei weder zu schämen noch gehemmt zu sein, frei und laut zu reden - das hilft mir heute im Gymnasium sehr. Ich vermisse die freie Arbeit, mir meine Arbeit selbst einteilen zu können und vor allem hin und wieder auch an meinen eigenen, persönlichen Interessen zu arbeiten und sie in meine Schulbildung mit einfließen zu lassen. Was ich auch sehr vermisse, ist der Umgang mit den Lehrern, dass man noch Vertrauen zu den Lehrern hatte und mit ihnen Probleme besprechen konnte, das geht jetzt gar nicht mehr. Außerdem wird man in der Monti-Schule eben auch noch als Mensch gesehen und nicht nur als Maschine, die nach möglichst wenig Zeit und mehr oder weniger Lernvermittlung, das Wissen geradezu in schön verpackten Redewendungen und Ausdrücken dem Lehrer auf einem Silbertablett serviert. Birgit und Thomas Scherbaum, Eltern von Linnea und Sophia Linnea hat selbst entschieden, dass sie an der Montessorischule bleiben möchte. Wir haben uns ausführlich mit dem „vollen Montiweg“ befasst und haben das Linnea entsprechend erklärt im Vergleich zu den Alternativen. Der Montiweg lässt alle Möglichkeiten offen (bis hin zur fachgebundenen oder allgemeinen Hochschulreife) – danach hatte Linnea keinen Zweifel mehr an ihrem Weg. Sophia wollte ans Gymnasium, mit Latein beginnen und in den musischen Zweig - das zeugte für uns von gefestigter Entscheidungsfreudigkeit. Aus der Montessori-Grundschulzeit haben unsere Kinder mitgenommen: Selbstbewusstsein, eigenständiges Lernen, Begreifen mit mehreren Sinnen – nicht nur stumpf (auswendig) lernen, Sozialkompetenz – gestärkt u.a. durch den Umgang mit Integrativschülern, einen natürlichen Umgang mit integrativen Menschen, ein angstfreies Verhältnis zu Schule sowie Spaß und Freude am Lernen und eine gute Selbsteinschätzung.

Interviews u. Text: Katja Eckert-Hessing Fotos: Privat

„Wir bilden die Schüler ganzheitlich aus“ Ausschnitt aus dem Interview mit Herbert Winter

Monti aktuell: Auswendiglernen, Abspulen, Vergessen – so sieht für Schüler weiterführender Schulen oft der Schulalltag aus. Was ist da an der Montessorischule anders?

Herbert Winter: Selbsttätiges Lernen führt zu selbstverantwortlichem Lernen. Wenn die Schüler Interesse am Lernstoff haben, sind sie auch motiviert zu lernen. Natürlich ist die Motivation dann am größten, wenn sich jemand von alleine für den Stoff interessiert. Aber ein guter Lehrer kann auch zu unliebsamen Themen motivieren, die eben einfach sein müssen. An der Regelschule geht es darum, eine große Stofffülle abzuhandeln, statt sich wirklich mit Inhalten vertieft zu befassen. Dort ist Quantität wichtiger als Qualität, weil der Lehrplan es so vorgibt.

Monti aktuell: Die reguläre Hauptschule wird ja heutzutage häufig in der Bevölkerung als die Schule angesehen wird, wo Kinder hingehen, die es nicht auf die Realschule oder auf das Gymnasium schaffen. Was unterscheidet die Montessori-Sekundarstufe von der regulären Hauptschule?

Das Wort „schaffen“ drückt es aus: Damit wird ein junger Mensch auf seine Leistungsfähigkeit in schulischen Teilbereichen reduziert. Auf in Noten gemessenen Leistungen in Schulfächern. Nach der 4. Klasse, und das ist noch viel zu früh, muss anhand dieses Leistungsstandes an Regelschulen eine für den weiteren Lebensweg entscheidende Weichenstellung durchgeführt werden. Viele tun ihr Kind „vorsichtshalber“ aufs Gymnasium, wie es ihm dabei geht, ist eine andere Frage. Es hängt letztlich von der Lebenseinstellung der Eltern ab, ob sie dahinter stehen, wenn ihr Kind in die Montessori-Sekundarstufe geht: zählt für sie nur Leistung oder wollen sie, dass ihr Kind seine ganze Persönlichkeit weiter ausbildet und wichtige Dinge für’s Leben mitbekommt?

Monti aktuell: Was wird getan, den Schülern, die sehr lernwillig, begabt und wissensdurstig sind, genug „geistiges Futter“ zu bieten?

Das Angebot, sich selbstständig Lernstoff zu erarbeiten, ist in der Freiarbeit gewährleistet. Da kann der Lehrer einem Schüler auch ein Gymnasiallehrbuch zum Vertiefen an die Hand geben. Durch Referate und in Projektarbeit werden Lerntechniken geübt, die später im Studium gebraucht werden und die auch von Arbeitgebern gerne gesehen werden. Die Abschlussarbeit (Große Arbeit) beinhaltet all diese Fähigkeiten und Fertigkeiten. Es wird also kein Schüler dadurch gegängelt, dass er nur an dem vom Lehrer vorgegebenen Stoff arbeiten darf.

Monti aktuell: Wie sieht es an unserer Schule aus mit dem Ausbau der Sekundarstufe bis zur 10. Klasse, also zur Mittleren Reife?

Im letzten Schuljahr hat uns die Regierung die 10. Klasse genehmigt. So wie es aussieht, werden wir im nächsten Schuljahr genug Schüler haben, um mit der 10. Klasse starten zu können. Die ersten Bewerbungen von Lehrkräften für diese Jahrgangsstufe laufen. Dadurch dass wir uns mit anderen Montessorischulen austauschen, die schon Erfahrung mit der Durchführung der 10. Klasse haben, müssen wir das Rad nicht neu erfinden und können uns auf Bewährtes stützen. Demnächst werden wir Spanisch als zweite Fremdsprache an unserer Schule anbieten. Die Montessorioberschule in Nürnberg, an der die Schüler über den Montessoribildungsweg auch die fachgebundene oder allgemeine Hochschulreife erlangen können, hat auch Spanisch als zweite Fremdsprache. Das ist natürlich für künftige Absolventen von uns, die nach der 10. Klasse an diese so genannte MOS wechseln möchten, sehr vorteilhaft.

Monti aktuell: Wie werden Schüler in der Sekundarstufe vorbereitet, um nach der 10. Klasse an einer FOS oder einer gymnasialen Oberstufe weitermachen zu können? Im so genannten Lernstudio, das geeignete Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse besuchen können, gibt es zusätzlichen Unterricht in den Hauptfächern Deutsch, Mathe und Englisch. Derzeit findet dieser Unterricht jeweils eine Stunde am Nachmittag statt. Die Eltern können die Teilnahme am Lernstudio beantragen, wenn ihre Kinder ein entsprechendes Arbeitsverhalten und Leistungsfähigkeit zeigen.

Vielen Dank für das Gespräch. Ausgabe 50/2013

Interview: Katja Eckert-Hessing 27


www.montessori-forchheim.de

Monti Aktuell #50  

Ausgabe 50 der Monti Aktuell

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you