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& Trom

melzau ber bei den Montis

I T N MO L L E U T K A Jahrgang 2011, Juli, Ausgabe 44


Monti aktuell

Erinnerung an Bela Infolge eines schweren Verkehrsunfalls sind Bela Schneider und seine Mutter Kerstin Schneider ums Leben gekommen. Wir trauern mit seiner Familie und sprechen insbesondere seiner Schwester Nele und seinem Vater unser tiefes Beileid und Mitgefühl aus.

"Und immer sind irgendwo Spuren deines Lebens: Gedanken, Bilder, Augenblicke und Gefühle. Sie werden uns an dich erinnern und dich dadurch nie vergessen lassen." Die Montessorifamilie Quelle Foto: Klassenbild 2009

Ein Bienchen

für......

Vorwort Hallo Ihr lieben Montis, inmitten der Trommelzauber-Projektwoche mit Hawi, umgeben von wilden Trommelgeräuschen, die von Tag zu Tag immer harmonischer werden, von afrikanischen Klängen und Gesängen, von Krokodilen, Sternen und Bäumen…, fällt es schwer an anderes zu denken. Und so lass ich es einfach wirken, freue mich über die Begeisterung, die ganz besondere Stimmung, die gerade unter den Schülern und Pädagogen herrscht. Man wird einfach angesteckt und mitgenommen auf eine Reise, und ich hoffe auch ihr erlebt dieses Gefühl aufgrund von Erzählungen eurer Kinder oder weil ihr dabei seid beim Sommerfest oder gemeinsam mit unseren KinderhausKnirpsen zur Generalprobe am Freitag. Ich freue mich auf das Erlebnis, alle gemeinsam auf der Bühne trommeln und singen und tanzen zu sehen, zu hören, zu fühlen und auch unsere Großen bei ihren Ergebnissen aus dem Hip Hop-Workshop mit Nemo erleben zu dürfen. Lasst uns gemeinsam feiern und dann so richtig die Ferien genießen! Im Namen des gesamten Vorstandes liebe Grüße von Sibylle

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Stephanie Rogler Kaum zu glauben, dass Fanni erst im 2. Jahr bei uns ist. So kompetent und souverän führt sie gemeinsam mit ihrer Mitarbeiterin Susanne ihre Aquamarinklasse. So sicher, einfühlsam, den Menschen zugewandt und doch mit großer Klarheit bringt sie ihre Gedanken und Ideen in Teambesprechungen ein und arbeitet mit an der stetigen Weiterentwicklung unserer Montessori-Schule vor allem im Sekundarstufenbereich. Neben, auch der für sie nicht leichten Einarbeitungsphase in unseren Schulalltag, war sie sofort bereit, sowohl die Auswahl externer Bewerber zukünftiger 5.und 6. Klässler verantwortlich zu betreuen, Schülern die Möglichkeit des Hospitierens in der Klasse zu geben, Elterngespräche zu führen, als auch bei zahlreichen Bewerbungsgesprächen für neue Kollegen in der Sekundarstufe wichtige Akzente zu setzen. Das alles war zu ihrem parallel stattfindenden Erwerb des Montessori-Diploms ein immenser Zeit- und Kraftaufwand, den Fanni leisten musste und wofür wir uns ganz ganz herzlich bedanken möchten. Fanni versteht es, im guten Miteinander neue Impulse zu setzen, auch Grenzen aufzuzeigen, um gemeinsam voran zu kommen, auch den Spaß nicht zu vergessen, die Erholung, die Freude an den kleinen so wichtigen Dingen unseres Lebens zu bewahren. Liebe Fanni, Du bist eine große Bereicherung für unser Team, eine tolle Lehrerin und jemand, mit dem man gern zusammen ist. Schön, dass du da bist. Liebe Grüße Sibylle

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Kommunion der Montikinder 2011 Ein Brief vom Feuerstein und ein Gespräch mit Detlef Pötzl und Gabi Kaulen brachte zuerst Enttäuschung, Unsicherheit und Traurigkeit. Es stand fest, die Örtlichkeit Feuerstein steht uns für die Zukunft nicht mehr zur Verfügung. Doch schnell war klar, die seit Jahren geschätzte Montikommunion möchten wir auch dieses Jahr nicht missen. Da uns die Zeit sehr im Nacken hing, musste rasch eine Lösung gefunden werden. Ein befreundeter Pater aus Hl. Kreuz in Erlangen war sofort bereit, unseren Weg zu begleiten und uns seine Kirche und die Räume des Klosters zur Verfügung zu stellen. Durch seine offene und liebevolle Art hatte er sehr schnell die Herzen der Kinder sowie der Eltern erobert und mit viel Freude und Engagement die Vorbereitung bereichert. Wir einigten uns auf das Motto „Unterwegs mit Jesus im Labyrinth des Lebens“. Die neun Kommunionkinder trafen sich jeden Montag in der Schule zu den Gruppenstunden, wo sie erst von den Eltern kulinarisch verwöhnt wurden und sich dann gestärkt mit den vorbereiteten Themen vertraut machten. Am 20.02.2011 trafen wir uns in Hl. Kreuz zum Wegegottesdienst mit anschließender Kirchenrallye und großer Gaumenfreude in den Räumen des Klosters.

Das Fest der Versöhnung feierten wir am 19.03.2011. Die Kinder erleichterten ihr Herz, bastelten Specksteinanhänger und gestalteten einen Labyrinthwandteppich. Nachdem alle Kinderfüße von der Farbe befreit waren, verbrannten wir die Beichtgedanken im Klosterhof in einer Feuerschale und rundeten den Nachmittag mit einer kulinarischen Reise ab.

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Monti aktuell Nach monatelanger Vorbereitung engagierter Eltern und vieler Unterrichtsstunden bei Christine war es am 28.05.2011 dann endlich soweit. Unsere neun Kinder zogen sehr aufgeregt und mit leuchtenden Augen an der Seite ihrer Paten in die Kirche ein und entzündeten an der Osterkerze ihre Kommunionkerze. In der Mitte erwartete sie ein festlich geschmückter Tisch, der als große Tafel für die Kinder und Pater Richard aufgebaut war. Der Gottesdienst wurde von den Kommunionkindern aktiv mitgestaltet. Die Kinder übernahmen die Begrüßung, schenkten ihre Gedanken zum Thema Labyrinth an die Kirchenbesucher weiter, lasen die Fürbitten vor und baten um eine großherzige Spende zur Unterstützung der Schule in Peru und der Katastrophenopfer in Japan, schickten die Körbchen los, brachten Pater Richard Brot und Wein und bedankten sich bei allen Mitwirkenden. Gelungen umrahmt wurde die Feier von einer musikalischen Begleitung aus Geschwisterkindern, ehemaligen Montikindern sowie Freunden und Verwandten der Kommunionkinder. Bei dem gesungenen Lied „Immer und Überall“ konnte man die Freude der Kinder sowie der Erwachsenen spüren und sehen. Zum Abschluss feierten wir am 5.6.2011 unseren Dankgottesdienst in Reifenberg in der Vexierkapelle. Nach einer kurzen Wanderung entdeckten die Kinder das von den Eltern aufgebaute Bodenlabyrinth. In Stille konnte jedes Kind seine Labyrintherfahrung genießen, persönliche Gedanken losschicken und in der Mitte angekommen einen Schatz finden. Nach dem Gottesdienst ließen wir die Kommunionzeit auf dem Reifenberger Keller ausklingen.

Wir dürfen auf eine intensive, mühevolle, bereichernde und wertvolle Vorbereitungszeit, auf einen einfühlsamen und liebevollen Pater Richard, eine mitfühlende und mitführende Christine und auf eine berührende und unvergessliche Kommunionfeier zurückblicken. Blicke wir nach vorne, so wünschen wir den zukünftigen Kommunionkindern und Eltern, dass sich eine dauerhafte Lösung für weitere Montikommunionen auftut. Allen Kommunionkindern wünschen wir weiterhin viele schöne Überraschungen auf den weiteren Schritten durch das Labyrinth des Lebens, immer ein Leuchten in den Augen, ein Strahlen im Gesicht, ganz viel Wärme im Herzen und Gottes Segen. Text: Birgit Scherbaum, Fotos: Thomas Scherbaum, Uwe Wolff 4

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Unsere Montikommunion hat ein neues Zuhause Wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit mit Pfarrer Klaus Weigand in der Pfarrei St. Josef, Forchheim-Buckenhofen. Dort wird die n채chste Montessori-Erstkommunion stattfinden. Herzlichen Dank f체r die freundliche Aufnahme! Ausgabe 44/2011

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Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens. ~ Jean Baptiste Massieu~

In lebendiger Erinnerung an zehn wundervolle und gelungene Erstkommunionfeiern unserer Schule auf Burg Feuerstein wollen wir an dieser Stelle einmal ein ganz herzliches „Dankeschön“ sagen an alle, die uns auf Burg Feuerstein begleitet, umsorgt und unterstützt haben. Danke für die BereitschaFt, uns in allen Bereichen zu unterstützen. Danke für die

Zeit, Fragen zu beantworten, Organisatorisches zu klären.

Danke für die

Burgrallye, die den Kindern sehr viel Freude bereitet hat.

Danke für die Danke für das Danke für das

Räume, die wir für manche Gruppenstunde belegen durften. Kirchengebäude, das wir für uns allein nutzen durften. Verständnis, das uns immer entgegengebracht wurde.

Danke für die Freundlichkeit, mit der uns begegnet wurde. Danke für die Danke für die Danke für alle

Wochenenden, die wir so gestalten konnten, wie wir es geplant hatten. Herzlichkeit, wodurch die Atmosphäre des Hauses spürbar wurde. Gottesdienste, die wir gemeinsam feiern und gestalten durften.

Wir sind ein langes Stück Weg miteinander gegangen und dürfen unsere Erinnerungen zu unseren Schätzen zählen. Neue Wege haben sich bereits eröffnet und sind auch schon erfolgreich beschritten worden. Vielen Dank im Namen unserer Eltern, Kommunionkinder und unserer Schule Christine Hübschmann

Weine nicht, weil es vorbei ist, sondern lache, weil es so schön war

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(Gabriel García Márquez )

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Immer freitags ! Obst und Gemüse in der Schule in das Schulfruchtprogramm beantragt. Und dann war es soweit: In der ersten Woche nach den Osterferien ging es los. Jede Woche packen Sabine und Gerhard Ott vom Hirschaider Bioladen

Haben es Eure Kinder schon zuhause erzählt, oder wundert Ihr Euch regelmäßig freitags über das Pausenbrot, den Müsliriegel oder auch die Kekse, die wieder mit nach Hause gebracht werden?

Nun hat das Kopfzerbrechen ein Ende; hier ist der Grund für die freitägliche Pausenbrotverweigerung Eurer Kinder:

„Sonnengarten“ (Montessori-Eltern der ersten Stunde) für jede Klasse eine Kiste mit ökologisch erzeugtem Obst und Gemüse. Mal sind zum Beispiel Äpfel, Bananen und Melonen, mal Paprika oder Gurken dabei, damit die Schüler auch die Vielfalt an Obst und Gemüse kennenlernen. Dies wird an die Klassen verteilt und dort übernehmen die Kinder unter Anleitung der Lehrkräfte und pädagogischen Mitarbeiterinnen die mundgerechte Zubereitung d e s Obstes u n d Ge müses.

unsere Kinder noch lange in den Genuss der freitäglichen zusätzlichen Vitaminzufuhr kommen. Sabine Rehmann-Kramer AK Pädagogik

Fotos: Thomas Fritzsche

D a s Angeb o t w i r d v o n d e n Kindern gerne und gut angenommen und wir hoffen, dass

Die Montessori-Volksschule Forchheim wurde zum 1. Mai. in das Schulfruchtprogramm des Landes Bayern aufgenommen. Eine engagierte Mutter aus dem AK Pädagogik wurde auf das Angebot der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft aufmerksam und ließ sich die nötigen Unterlagen und Informationen zuschicken. Nach Absprache mit der Schulleitung und Klärung der organisatorischen Fragen wurde die Aufnahme Ausgabe 44/2011

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Pflanzaktion der Eichenklasse Die Schülerinnen und Schüler der Eichenklasse haben im Wald bei Burk sechs Elsbeeren gepflanzt. Mit dieser Geste verabschiedete sich die Klasse symbolisch von ihren sechs Viertklässlern, die nach den Sommerferien die Grundschule verlassen. Revierleiter Erich Daum von den Bayerischen Staatsforsten und sein Mitarbeiter Maximilian Frei suchten mit den Kindern in der Nähe des Försterhäuschens am Rabensberg geeignete Pflanzorte aus. Die Elsbeere ist Baum des Jahres 2011 und, obwohl heimisch, sehr selten geworden. Ganz in der Nähe konnten die Kinder eine gut 20 Meter hohe und rund 90 Jahre alte Elsbeere bestaunen und sich vorstellen, wie ihre "eigenen" Bäumchen dereinst mal aussehen werden. Mit eigener Muskelkraft hoben die Viertklässler jeweils ein Loch aus, setzten die Pflanzen hinein, traten den Boden wieder fest und gossen die kleinen Bäume an. Lehrerin Rike Bessel kündigte an, jetzt jedes Jahr Bäume für die Schulabgänger ihrer Klasse pflanzen zu wollen. So entsteht gewissermaßen ein Eiche-Wald ohne Eichen... Eine wahrhaft nachhaltige Aktion. Text u. Foto: Ulrich Graser

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Am Montag den 6.6.11 ging die Eichenklasse in den Burker Wald, wo wir unsere kleinen Elsbeeren pflanzten. Zuerst trafen wir uns am Röthenparkplatz. Dann mussten die Viertklässler ihre kleinen Elsbeeren bis zum Forsthaus tragen. Das war ganz schön schwer! Wir mussten nämlich auch Berge hochlaufen. Ich wechselte mich mit Tatjana beim Tragen ab. Auf dem Weg zeigte uns der Kollege vom Förster Mistkäfer und noch ein paar Bäume. Als wir beim Försterhaus angekommen waren, durften wir erst mal Brotzeit machen. Danach war der Förster auch schon da. Er hatte seine zwei Hunde dabei, einen Großen und einen Kleinen. Der Große Hund hieß Leo, der Kleine Brutus. Brutus war erst ein Jahr alt. Wir teilten uns in Gruppen auf. Zu jedem Viertklässler sollten drei Kinder und ein Erwachsener. Bei mir waren Jasmin, Chris, Tatjana und ihre Mama. Im Wald beim Försterhäuschen zeigte uns der Förster gute Standorte. Jetzt mussten wir erst ein Loch graben, das tief genug war und dann die Elsbeere einpflanzen. Auf dem Rückweg zeigte uns der Förster noch eine ungefähr 80— 90jährige Elsbeere. Als ich nach Hause ging dachte ich: „Das war ein schöner Ausflug!“ Lisa, Eiche 4

Das pflanzen der Elsbeeren Am Montag den 6. Juni traf sich die Eichenklasse um 8:20 Uhr am Röthenstraßenparkplatz in Burk. Nach dem morgendlichen Erzählkreis durften ich und die fünf anderen Viertklässler uns jeweils eine Elsbeere (Der Baum des Jahres 2011) aussuchen. Daraufhin sind wir in Richtung Rabensberg aufgebrochen. Es war eine schöne Wanderung. Auf dem Rabensberg angekommen, durften wir Brotzeit machen und mit den beiden Hunden des Försters spielen. Danach wurden wir in Gruppen zu je vier Kindern aufgeteilt und uns wurden Stellen zum Pflanzen der Bäumchen gezeigt. Nachdem wir mit der Schaufel ein Loch gegraben haben und den Baum eingepflanzt haben, spazierten wir zurück zum Parkplatz. Alles in allem fand ich es einen schönen Vormittag. Jonathan, Eiche 4

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Der Poi Man sollte zuerst eine beliebige Poiform auf ein Papier aufzeichnen, und dann ausschneiden. Dann mussten wir das Loch von der Öse einzeichnen. Der Stoff war ein besonderer Stoff, weil er kein Wasser durch lässt. Als wir den Rand fast zu genäht hatten, fühlten wir noch Granulat hinein. Ein bisschen Watte füllten wir noch dazu. Nachdem wir die Watte hinein gefüllt hatten, nähten wir den Rand fertig. Wir mussten dann noch einen Schweif an das Hinterteil nähen. Eine Schlaufe zum Festhalten brauchte unser Poi auch. Zum Schluss durften wir unseren Poi im Park ausprobieren. Allen hatte es Spaß gemacht!!! Marina & Eve, Aquamarinklasse 5

Fotos: Anette Eckenweber

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Spaß, Sport, Spiel und Sponsoring oder Jede Runde zählte Das Wetter blieb stabil, als 170 Jungs und Mädchen der ersten vier Jahrgangsstufen der Forchheimer Montessorischule ihr diesjähriges Sportfest abhielten. Von 8.30 Uhr bis 11.00 Uhr waren alle Stationen des Geländes auf der Sportinsel gleichzeitig belegt. Auf den Geraden der 400 m Bahn fanden die 50 m-Sprints statt. In Viererreihen wartend beobachteten die Teilnehmenden Anlauf und Absprung ihrer Mitschüler an den Sprunganlagen. Von den Breitseiten der Rasenfläche wurden die handgroßen Bälle bis zu 20 m weit in die Platzmitte geworfen. Mithelfende Eltern stoppten die Laufzeiten, maßen die Wurfweiten und strichen den Sand in den Sprunggruben wieder glatt. Schulleiter Herbert Winter und Organisatorin Constanze Fuchs waren mit dem Verlauf des Sportfestes vollauf zufrieden: „Mit der heutigen Veranstaltung ist uns wieder die Balance zwischen dem persönlichen Leistungswillen und Ergeiz unserer Schüler, der spielerischen Freude an der Bewegung sowie die gegenseitige Achtung und Anerkennung der gezeigten individuellen Leistungen gelungen“, so Schulleiter Herbert Winter. Constanze Fuchs berichtete mit Freude, dass „es großartig war, wie sich alle Aktiven gegenseitig unterstützten und wie aufrichtig Jonathan bei seinen gesonderten Disziplinen als Rollstuhlfahrer angefeuert wurde.“ Das Sportfest fand seinen krönenden Abschluss mit dem Sponsorenlauf für das Schulprojekt in Nicaragua, an dem auch die Schülerinnen und –schüler der Montessori Hauptschule teilnahmen. Es war eine rundum gelungene Veranstaltung. Text und Fotos: Peter Fritzsche

Über 3000 Euro wurden beim Sponsorenlauf gesammelt. Davon gehen 2000 Euro nach Nicaragua an die dortige einzige Montessori-Schule. Mit dem Geld kann das Gehalt eines Lehrers für ein Jahr bezahlt sowie Material angeschafft werden. Der Rest wird für die Forchheimer Monti-Schule verwendet.

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„Anna hält den Stift falsch und Paul drückt auf wie ein Schmied“ Mit diesem Thema traf die Motopädagogin Annette Möck bei ihrem Vortrag am 17. Mai 2011 in der Montessori-Schule den Nerv zahlreicher Eltern und Pädagogen. Denn Probleme wie falsche oder verkrampfte Stifthaltung, zu starkes oder zu schwaches Aufdrücken oder Schwierigkeiten beim flüssigen Schreiben kennen viele. Annette Möck machte deutlich, dass unser Gehirn ganzheitlich arbeitet. Daher sei die Entstehung von Bewegung, Sprache, Wahrnehmungsfunktionen, Händigkeit und Schrift ein komplexer Vorgang. Es brächte das Kind nicht weiter, eine Seite lang ein kleines „a“ zu üben, damit die Schrift runder wird. Vielmehr müsse die Kreisbewegung und das Runde auch beim Turnen, Laufen, Jonglieren, Kneten und durch das bewusste Kennenlernen runder Gegenstände verinnerlicht werden. Richtige Stifthaltung, Kraftdosierung und Schwung sind die Elemente, die gutes Schreiben ausmachen. Wichtig sei: Die Entwicklung des Armschwungs aus der Schulter. Die Verlagerung der Kraft von den Fingern in den Arm, was zu einer

lockeren Stifthaltung führt. Die Verknüpfung von Armschwung aus der Schulter und Kraft aus dem Arm führen zu einer lockeren Strichführung Kindern bringt Annette Möck diese Hinweise mit einer kleinen Geschichte spielerisch nahe: Der Arm ist der Bus (er liegt auf dem Tisch, weil er ja auf der Straße fährt), die Schulter ist der Motor, Finger und Stift sind Schulkinder, die mit dem Bus in die Schule fahren – darunter sind zwei Schlawiner, Daumen und Zeigefinger, die lassen einen Platz in ihrer Mitte frei, der Mittelfinger ist ein ganz Fauler, der die Füße hinlegt und ganz vorne fährt noch ein kleines Vögelchen mit, das nicht gequetscht werden darf (daher darf der Stift nicht zu weit vorne angefasst werden). Das Kind, das schreibt, ist der Busfahrer, der aufpasst, dass alle Kinder richtig sitzen. Katja Eckert-Hessing

Die

MONTI-AKTUELL gibt’s auf unserer Homepage auch in Farbe

Spielend kochen lernen Vollwertkost für Kinder Am 3 Juni dem Tag von "Schule Zuhause", konnten wir in der Schule für einige Kinder einen Kochkurs

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anbieten. Da sich schon die Einladung verlockend anhörte, war der Kurs schnell belegt. Karin Depner aus Weisendorf leitete diesen Kurs und hat durch schöne Dekoration und guten Geschmack der Speisen, die Teilnehmer von gesundem Es-

sen überzeugt. Dass die Kinder auch Spaß bei der Arbeit hatten, könnt ihr auf den Bildern sehen Euer AK Pädagogik Text u. Fotos: Karolin Wehrl-Pumpenmeier

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Klassenreise der Aquamarine Beginn der Klassenreise Die Aquamarinklasse ist um acht Uhr früh in der Aula der Schule gewesen und manche haben das Gepäck noch eingepackt und haben sich noch verabschiedet, aber dann sind wir los gelaufen zum Kino, aber dann hat Fanni gemerkt, dass wir uns verlaufen haben und dann sind wir zum Ökoladen gelaufen und haben Brot gekauft.

von Fabian Auf dem Walberla Am Montag den 23.5.11 ging die Aquamarinklasse zu Fuß mit Fanni und Susanne Richtung Kirchehrenbach. Dort wurde eine große Pause eingelegt. Dann ging es weiter bis zum Kreuz. Die Klasse machte dort wieder eine Brotzeitpause und manche sammelten auch Steine. Nach einer halben bis dreiviertel Stunde liefen alle bis ganz nach oben aufs Walberla. Manche spielten Brettspiele, andere spielten mit Stöcken, der Rest der Gruppe genoss die gute Bergluft und die tolle Aussicht. Gemalt haben auch welche mit Buntstiften oder Malkasten. Dann wurde auch ein Spiel gemeinsam gespielt. Das war sehr lustig. Ein Fallschirmspringer startete auch. Wir schauten ihm ein bisschen zu und nun ging es weiter über den Rodenstein nach Schlaifhausen, wo wir unsere erste Nacht verbrachten

Höhle war ein großer Tropfstein. Als wir alles gesehen hatten, sind wir rausgelaufen und die anderen liefen rein. Als die andere Gruppe dann heraus kam, hatten wir noch ein bisschen Pause .Dann wanderten wir zurück.

von Antonia, Laura u. Sara

Fotos: Aquamarine

von Johanna Druidenhain Um halb eins kam meine Gruppe an den Druidenhain an. In meiner Gruppe waren Fabian, Jonas, Birgit und ich wir fingen gleich an zu klettern. Als die andere Gruppe ankam, schlug Jonas ein Spiel vor. In diesem Spiel gab es zwei Mannschaften jede Mannschaften, hatte ein Lager, in dem man sich abwarf. Wir spielten viele Stunden bis wir nicht mehr konnten. Es war sehr schön .

von Valentin Die Rosenmüller Höhle Am Donnerstag den 26.5.2011wanderten wir zur Rosenmüller-Höhle. Fanni hatte Teelichter dabei, die sie in der Höhle aufstellte. Dann teilten wir uns in zwei Gruppen ein. Fanni ging mit der ersten Gruppe in die Höhle. In der Höhle mussten wir Treppenstufen hoch steigen. Es hingen überall Tropfsteine von der Decke. Die meisten waren klein. Die Höhle hatte einen großen Raum. Im hinteren Teil der 12

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Der Ablass von der Burg Am Freitag den 27.Mai liefen die Aquamarine nach dem Frühstück von Wohlmannsgesees los. Das Ziel war die Burg Neideck. Wir wollten uns von dort ablassen. Am vorherigen Abend hatte Thomas, Fannis Mann den Aquamarinen gezeigt wie man den Gurt anlegt, den Helm richtig einstellt und aufsetzt. Als die Klasse ankam und von der Burgmauer hinabblickten, wurde allen ziemlich mulmig zumute, doch am Ende machten es doch alle außer 4 Kinder. Nachdem alle ihre Gurte und ihre Helme richtig angelegt hatte, teilten sich die Kinder auf zu Thomas und Karsten, den zwei

abgelassen. Nachdem die Kinder von Wohlmannsgesees losgelaufen sind, kamen sie nach einer guten stunde an der Neideck an. Dort gingen erstmal alle auf den großen Turm, um die Aussicht zu genießen. Danach mussten alle ihre Klettergurte anziehen und ihre Helme aufsetzen. Nachdem alle nach unten gesehen hatten, beschlossen 4 Kinder nicht über die Felswand ins Tal zukommen, sondern zu laufen. Als erstes wurden Eve und Fanni abgelassen und danach Johanna. Dann kam ich und anschließend kamen die andern immer zu zweit nach. Alle fanden es sehr schön.

Jonas

Männern, die uns abgelassen haben. Fanni kam mit Eve als erste dran, dann folgte die anderen. Fanni stand auf einer kleinen Plattform unterhalb der Mauer und empfing uns. Hinterher mussten wir einem Seil folgen, das mitten durch das Gebüsch verlief. Als alle unten waren, machten wir eine kleine Abschlussrunde in der jeder sagte, wie es ihm gefallen hat. Alle fanden es schön. Weil Thomas uns noch ein Eis spendieren wollte, machten die Aquamarine sich auf den Weg zum Schwimmbad.

Ablassen von der Burg Neideck Wir sind zur Burg gelaufen. Dort sind wir auf den Turm geklettert. Thomas hat mich abgelassen. Ich musste den Helm und den Gurt anlegen. Dann bin ich über das Geländer gestiegen. Am Seil bin ich die Wand runter gelaufen. Fanni hat unten gewartet.

von Tami

Der Schwimmbadtag Am Freitag den 27.5.2011 war die wandernden Aquamarine im Schwimmbad. Sie bekamen ein Eis von Thomas geschenkt. Toni sowie ein paar andere, spielten Blitz. Andere wiederum wollten lieber Kicker spielen. Die Lehrer redeten über die ganze Woche. Nach der letzten Blitzrunde machten alle einen Abschlusskreis und redeten darüber, wie die Woche war. Allen hat es Spaß gemacht!!!

von Leonie u. Marina Kuchen essen bei Frau Zapf Am Donnerstag den 26.05.11 liefen wir nach dem Muggendorfer Schwimmbad zu Frau Zapfs Cafeladen in Muggendorf. Als wir ankamen, setzen wir uns draußen auf die große Terrasse. Man konnte sich entscheiden zwischen Käsekuchen, Apfelkuchen und Rhababerkuchen.Und zum Trinken konnte man sich entscheiden, ob man Wasser oder Apfelschorle haben wollte. Die Portionen waren riesengroß. Neben dem Kuchen war Sahne, zwei Erdbeeren und ein Pfirsich.

von Valerie u. Isabel

von Penny ,Hannah u. Franzi Burgruine Neideck Am Freitag dem 27.5.2011 wurden die Aquamarine von der Neideck Ausgabe 44/2011

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Weide

sitzend v. l.: Rudel Laurenz, Rose Joshua, Schnabel Tom, Schnatzer Paul, Bähr Paulina, Schaudek Louis, Cremer Leon, Blaß Hannes, mittig v. l.: Aspe Ole, Kramer Luca, Zorn Samira, Zabel Alida, Bergmann Julian, Pauer Hannes, Müller Maja, Dietrich Lucia, Schreiber Claudia, Bauch Eric, Steigmeier Fabian, Rieling Max, Trebeß Miriam, hinten v, l.: David Hentschel, Kerstin Berg

Esche

Sitzend v.l.: Uhl Nora, Meyer Cedric, Lloyd Peter, Heldmann Paul, Ammon Jule, Metzner Moritz, Hellmann Lena, Schönfelder Dominik, mittig v.l.: Miksch Sophia, Steger Jonathan, Wagner Anouk, Wurlitzer Tessa, Indriago Lilly, Holdinghausen Maria del Mar, Stöcklein Sasha, Tannhäuser Sarah, Hartmann Maximilian, Mylius Michelle, Wittenberg Paul, hinten v.l.: Birgit Burczyk-Wennin, Simone Franke 14

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Ahorn

sitzend v. l.: Lauger Simon, Weidt Moritz, Leipold Anton, Chamberlain Luca, FĂśrst Anne, Wagner Marius, Schnabel Marvin, mittig v. l.: Pfister Hannah, Zink Samuel, Haensch Clara, Biermann Nina, Poster Zilli, Hoser Marlies, Bogatz Merle, Bauernschmitt Fiona, Huber Johannes, Heimann Jonas, Carl Jacob, hinten v. l.: Martina Kowsky, Chamberlain Tristan, Scherbaum Linnea, Kohlmann Pia, Bodenstab Mark, Konetzny Linus, Schmitt Frieda

Birke

sitzend v. l.: Albert Felix, Rudel Toni, Koch Simon, Elfers Falk, Hulwa Kai, Lloyd Carla, Huber Pilar, Beck Lucas, 2.Reihe stehend v. l.: Kramer Noel, Wagner Johannes, Presti Greta, Lissner Leonie, Sonntag Phil, Dann Emily, Batz Monja, 3.Reihe stehend v. l.: Bauer Andrea, Schmidt Franziska, HĂźbner Helena, Dinkel Dominik, Dratz Luis, Kramer Dominik, Buchwald Natascha, Wittenberg Lucie, Rudel Anna, letzte Reihe v. l.: Gardis Schneider, Birgit Scherbaum Ausgabe 44/2011

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Buche

sitzend v. l.: Brunner-Sae-Tang Joel, Augustin Clara, Hahn Nils, Pluta Elena, Saffer Helena, Harrer Jonas, Reck Arthur, Grünert Tassilo, Grunwald Madeleine, mittig v. l.: Kirchner Julia, Dittrich Felicia, Steinmann Enno, Jänisch Antonia, Eckert Daniel, Wild Jannik, Cremer Eric, Dornhäuser Mia, Beck Lena, Speyerer Lea, hinten v. l.: Maja Gräf, Gerti Knauer

Eiche

sitzend v. l.: Trill Emma, Hack Julius, Franckenstein Joseph, Froese Lisa, Schröder Jonathan, Graser Leona, Buchwald Tatjana, Kornalik Thomas, mittig v. l.: Indriago Emilia, Bujacz Soraya, Dudak Seyit, Nobis Diana, Woiton Jasmin, Müller Kim Lena, Neubauer Ronja, hinten v. l.: Dull Kilian, Uhl Louisa, Roppelt David, Porisch Milian, Riedel Rüdiger, Römmer Chris, van Laak Julian, Saam Marco, Schmitt Elias, Böker Heidi, dahinter: Henrike Bessel 16

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Kastanie

sitzend v. l.: Hell Alyssa, Wiesinger Marc, Lieb Lukas, Birtel Jako, Eckel Tim, Dürst Paul, Schneider Luca, Pluta Jan, Hornung Sophia, mittig v. l.: Pfister Matthias, Grootens Henry, Eckert Leonie, Dittrich Julia, Dambrowski Miriam, Butterhof Til, Denzler Tizia, Vollmer Anna, Maag Rebekka, Haucke Linda, hinten v. l.: Anja Wenkemann, Schmidt Alexandra, Schwarz Jonas, Gitzel Nico, Niersberger Patrick, Holschuh Janik, Daniela Neubauer, es fehlt: Sauer Manuel

Linde

sitzend v. l.: Pornschlegel Lars, Brandauer Jonathan, Rommeler Ben, Trebeß Sebastian, Scharold Adrian, Kilgenstein Felix, Dittrich Lisa-Marie, Bauscher Dominik, mittig v. l.: Schüttinger Paula, Carl Paulina, Gierschik Karolina, Debudey Tabea, Steinmann Emma, Dambrowski Samuel, Siegmund Elisa, Stegmeyer Johanna, Röder Elena, Bogdahn Manuel, Uhl Daniel, hinten v. l.: Birgit Metz-Dorsch, Claudia Jambrich-Batz, Constanze Fuchs Ausgabe 44/2011

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Aquamarin

Vorne v.l.: Wenkemann Jonas, Roppelt Johanna, Eckel Sarah, Baumann Franziska, Grünert Penelope, Baumann Tamara, Gradel Lars, Kalb Leonie, Rödel Anna Maria, hinten v.l.: Fanni Rogler, Reger Fabian, Grimm Laura, Windisch Hannah, Zabel Antonia, Preisegger Eve-Mareen, Götz Marina, Neuberth Valerie, Susanne Bulbuk, Brandauer Valentin, Schlaug Isabel

Rubin

Vorne v.l.: Bodenstab Tim, Pohl Julian, Müller Lucas, Dötzer Jana, Pfeiffer Jannika, Rauh Annabell, Burt Claira, mitte v.l.: Nicola Haensell, Scholz Loris, Harrer Manuel, Romanowski Felix, Eickels Jarno, Eckenweber Johannes, Romig Matthias, Astrid Romanowski, hinten v.l.: Wagner Pascal, Märkel Lucas, Florian Jäckle, Bierfelder Vanessa, Saam Matthias, Dietz Pascal, Ott Florian, Wölfel Carina, Pühl Leonie 18

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Smaragd

am Boden sitzend: Christine Kraft, sitzend v. l.: Bierfelder Vanessa, Hellwig Jonas, Koch Alexander, Romanowski Alisia, Blömer Eltje, Metzger Jakob, Kraus Anna, Mayer Moritz, stehend v. l.: Farra Joel, Kilgenstein Moritz, Pumpenmeier Moritz, Pöhlmann Anna, Maier Helene, Burwitz Pia-Selina, Neubauer Felix, Hilgart Luca, Jannopulos Linus, Rauh Christof, dahinter: Fuchs Constanze, es fehlt: Grimm Lea

Tigerauge

Vorne v.l.: Mandl Motitz, Gebhardt Elias, Knüpfer Lorenzo, Ackermann Philipp, Pumpenmeier Felix, Striezel Benjamin, Kluß Jannik, Eibert Josef, mitte v.l.: Kaufer Moritz, Schäftlein Nadja, Mönius Michelle, Arneth Raphael, Heppner Lukas, hinten v.l.: Stefanie Weinsheimer, Distler Marina, Höppler Paula, Schlorhaufer Christin, Kurtbolat Gönul, Riedelbauch Nina, Lienert Caitlin, Künzel Johanna, Wittenberg Anna, Racky Oliver, Rudel Kilian, Nathalie Stettinski, Hilgart Hannah Ausgabe 44/2011

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Arbeitskreis Schülerbeförderung

„Wie kommt mein Kind eigentlich zur Schule?“ Das ist die häufigste Frage am Tag der offenen Tür und bei Anrufen während der Anmeldephase zur Schule an uns Mitarbeiter des Arbeitskreises Schülerbeförderung. Wenn sich Eltern für die Montessori-Schule interessieren und eine Entscheidung für oder gegen die Schule treffen, dann spielt die Schülerbeförderung eine wesentliche Rolle. Verwunderlich ist das nicht. Denn der durchschnittliche Schulweg ist um ein Vielfaches weiter als in den Regelschulen. Das Einzugsgebiet der Montessori-Volksschule Forchheim reicht von Zapfendorf im Norden bis Fürth im Süden und von Weisendorf im Westen bis Behringersmühle im Osten. Die Organisation der Beförderung ist somit von vorneherein komplizierter als bei einer normalen Regelschule, wo die Schüler aus einer oder zwei Gemeinden kommen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Regierung in den letzten Jahren immer strengere Maßstäbe an die Zu-

schüsse für die Schülerbeförderung bei Privatschulen angelegt hat und die Eltern sich somit mehr und mehr an den Beförderungskosten beteiligen müssen. Das ist auch bei der aktuellen Gesetzesänderung zur Umstellung auf die Pauschalförderung der Fall, die wir schon im kommenden Schuljahr an der MontessoriSchule umsetzen müssen. Wir haben Sie darüber in unserem aktuellen Rundschreiben informiert. Klar, ein Rundum-Sorglos-Paket zur Beförderung Ihrer Kinder können wir nicht anbieten. Wir können Sie aber bei der Organisation der Beförderung unterstützen: Wir bestellen für Sie zentral die VGNWertmarken und verteilen sie an die Schüler. Im laufenden Schuljahr nutzten 107 Kinder dieses Angebot. Ab dem nächsten Schuljahr wird sich die Anzahl erhöhen, weil mehr Kinder Anspruch auf Zuschüsse haben. Wir organisieren den Nordbus (zurzeit 51 Kinder). Wir organisieren für jüngere Schüler aus dem östlichen Landkreis Forchheim die Beförderung mit Taxis. Davon profitieren im laufenden Schuljahr 26 Kinder. Wir beantragen Fördermittel bei der Regierung von Oberfranken und rechnen die Kosten für die Schülerbeförde-

rung ab. Wir stehen laufend als Ansprechpartner zur Verfügung, wenn in einzelnen VGN-Linien, im Nordbus oder in den Ost-Taxis Probleme mit Verspätungen, Haltestellen usw. auftauchen und versuchen, diese zu lösen. Um all das zu bewältigen, haben wir die Aufgaben im AK Schülerbeförderung nach Arbeitsbereichen aufgeteilt. Unser Team umfasst zurzeit acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und jeder von uns ist gut beschäftigt. Die meiste Arbeit fällt von Juni bis September an, wenn wir die Beförderung für das nächste Schuljahr organisieren. Der Arbeitskreis trifft sich von April bis Oktober monatlich und in den Wintermonaten insgesamt rund zweimal. Zusätzlich treffen sich die Teams der Arbeitsbereiche noch gelegentlich nach Bedarf. Zwei aus unserem Team scheiden im nächsten Schuljahr aus, weil ihre Kinder die Montessori-Schule abgeschlossen haben. Wir suchen deshalb für das kommende Schuljahr zwei neue Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterinnen für unser Team. Die Arbeit bei uns ist anspruchsvoll, aber sie ist erfüllend und macht Freude. Wer Interesse hat, wende sich bitte an Thomas Reichert (Tel.09545/ 359960, Mail: alle4@t-online.de) oder an Klaus Dorsch (Tel.09545/ 442110, Mail: klaus.dorsch@t-online.de). Für den Arbeitskreis Schülerbeförderung Text u. Foto: Klaus Dorsch

Montessori Pädagogik Forchheim e.V. Träger von Schule und Kinderhaus, als gemeinnützig anerkannt und eingetragen beim Amtsgericht Bamberg, Aktenzeichen VR 10482 Egloffsteinstr. 33 91301 Forchheim Telefon: 0 91 91/73 66 77 9 Fax: 0 91 91/72 99 96 E-Mail: geschaeftsfuehrung@montessori-forchheim.de 1. Vorsitzender Christoph Kilgenstein 2. Vorsitzender Bernhard Jackermeier 3. Vorsitzender Michael Bayerlein Geschäftsführerin Sibylle Kellner

Finanzvorstand: Hubertus von Franckenstein Personalvorstand: Constanze Bogatz Schriftführer Christian Lauger

Bankverbindungen: Verein: Volksbank Forchheim,BLZ 76 39 1000, Konto 77 50 978 Schule: Sparkasse Forchheim, BLZ 763 510 40, Konto 80 52 300 Kinderhaus:: Vereinigte Raiffeisenbank BLZ 770 694 61, Konto 80 90 39

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MontessoriMontessori-Kindergarten Forchheim Kinderhaus „Pusteblume“ Balthasar-Schönfelder-Str. 36 91301Forchheim Tel. 0 91 91/70 44 32 Fax: 0 91 91/70 26 24 E-Mail:kindergarten@montessori-forchheim.de Private MontessoriMontessori-Volksschule Forchheim, Grundschule und Hauptschule Egloffsteinstrasse 33 91301 Forchheim Tel.0 91 91/72 99 95 Fax.0 91 91/72 99 96 E-Mail:schule@montessori-forchheim.de Redaktion: Sigrid Oppelt, Thomas Hilgart, Ulrich Graser, Angi Stegmeyer, Judith Walloch, Katja Eckert-Hessing, Ricarda Freese, Peter Fritzsche E-Mail: monti-aktuell@montessori-forchheim.de Druck: Druckerei Bernhard Weid, Hirschaid

Ausgabe 44/2011


Monti aktuell

Tag der Offenen Tür und Einweihungsfeier des neuen Kinderhauses Am 5. Juni feierten Kinder, Eltern, Team, Vorstand, Freunde und Gäste im neuen Kinderhaus ein fröhliches Sommerfest mit Tag der Offenen Tür sowie Einweihung und Segnung des neuen Kinderhauses. Bei strahlendem Sonnenschein begrüßte der 1. Vorsitzende des Vereins, Christoph Kilgenstein zuallererst die Kinder in der „herrlich vorbereiteten Umgebung“ und stellte fest „Maria Montessori wäre glücklich gewesen“. Darüberhinaus hieß er den Oberbürgermeister, die Kindergartenbeauftragte der Stadt, Frau Henschel, den Architekten Herrn Bahl sowie Pfarrer Enno Weith willkommen. Er dankte dem Vorstand der Volksbank, der früheren Vereinsvorsitzenden Gabi Schreml, dem AKBau, dem Kämmerer der Stadt, dem Notar Herrn Reis, dem Justiziar Thomas Mönius, der Geschäftsführerin Sibylle Kellner sowie Eltern, Elternbeirat, dem AK-Garten sowie „dem fantastischen Team“ und wünschte der erkrankten Kindergartenleitung Elke Seehase-Schmitt gute Genesung. Team und Vorstand berichteten in Gedichtform „wir fassten uns viel Mut“ über die Bauphase und luden ihrerseits zum Fest ein. Der Oberbürgermeister gratulierte zu „dem gelungenen Werk“ und die Kindergartenbeauftragte outete sich in ihrer Rede als überzeugte Montessori-Anhängerin.

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Der Architekt Herr Bahl wies darauf hin, dass die Baukosten für die „428 qm Nutzfläche“ innerhalb des veranschlagten Rahmens und die Baumaßnahmen „unfallfrei“ geblieben waren und bedankte sich bei allen Beteiligten. Zwei „Abgeordnete des Schulteams“ überbrachten einen Gruß und Geschenkkorb aus der Montessori-Schule. Schließlich erfolgte die ökumenische Ansprache und Segnung durch Pfarrer Enno Weith. Nachdem der Vertreter der Volksbank einen symbolischen Scheck übergeben und der 1. Vorsitzende den „Bauzaun“ durchschnitten hatte, konnten der inoffizielle Teil des Festes, das Erstürmen des Buffets und Spielparcours und die Besichtigung des Kinderhauses beginnen. Judith Walloch Fotos: Michael Hoser

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Monti aktuell

Kinderhaus-Sommerfest

Kennt Ihr den Satz:“schmutziges Kind, glückliches Kind“? Nein? Ok, zugegeben, ich auch nicht. Aber als ich Felix heute Abend mittels Duschkopf unter Sand, Erde, Essensspuren und Feuerdrachenschminke hervorgeholt habe, ging mir das so durch den Kopf. Er war ausgeglichen, schmutzig und glücklich. Felix hatte nämlich heute ein richtig gutes Fest. Und wer gut feiert, kann sich nicht mit Reinlichkeit aufhalten. Recht hat er. Er und noch viele andere Pusteblümchen, die heute dabei waren beim Tag der offenen Tür, der gleichzeitig die offizielle Einweihung des neuen Kinderhauses Pusteblume war. Und es hat so richtig Spaß gemacht! Es gab natürlich einen hoch offiziellen Teil gleich zu Beginn: Der Vorstand hat sich gefreut, der Oberbürgermeister, das Team, die Eltern, der Elternbeirat, Frau Hentschel von der Stadt, die Volksbank, der Architekt Herr Bahl, RA Mönius, der Geistliche, der den Segen spendete und… ja, und die Kinder. Um ehrlich zu sein: ganz aktuell haben die Kinder das ziemlich gelassen verfolgt. Die kennen ihr Kinderhaus nämlich schon länger. Die meisten waren bei Wochenendaktionen wie Baustellenendreinigung und vieles mehr dabei.

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Und, weil sie es ja schon seit November mit Leben füllen. Ein halbes Jahr ist für so eine kleine Pusteblume eine Ewigkeit. Wir Großen allerdings sind noch immer ganz aus dem Häuschen über das Häuschen. Wir finden, es ist einfach schön geworden! Und dieses Kinderhaus mit Gras-Dach und allem was drin und sonst noch dran ist hat ein Verein geschaffen! Klar, es gibt Vorschriften, Richtlinien und Leute, die das professionell abwickeln. Aber wer selbst schon mal eine Baustelle betreut hat bzw. sich sein Eigenheim erschaffen hat, weiß wie sehr einen die Details aufhalten. Was alles dazwischen kommen kann und wie viel Organisation, Kraft und schlaflose Nächte die Errichtung eines Gebäudes kosten kann. Manche Eltern haben zwei Umzüge - im wahrsten Wortsinn - mitgetragen und jedesmal das ganze Team. Erziehungspersonal kommt meist erst sehr spät aus dem Kindergartenalter raus und deshalb müssen die über viele Jahre immer mit ran. Diesen Nebenjob des Umziehens hat man denen aber gar nicht angesehen. Scheinbar gibt es schlimmere Schicksalsschläge. Es war völlig egal, in welchen Räumen sie „ihre“ Kinder hatten: es wurde einfach auf

gleichbleibend gutem Niveau weitergemacht. Da wirkten alle entspannt wie immer. Man konnte fast glauben, die merken nicht mal, dass sie wieder ganz wo anders sind. Beinahe wollte ich mal dem Team Fragen zur Adresse stellen, nur um zu testen…. Die Gruppenräume waren einladend eingerichtet. Die Abläufe strukturiert wie immer. Tolle Arbeit! Die Feier ist so gelaufen wie man es sich wünschen kann. Das Wetter war gnadenlos schön! Nicht, dass wir uns das als Leistung auf die Fahne schreiben könnten. Gefreut hat uns das trotzdem riesig. Wir konnten uns drinnen wie draußen aufhalten. Es war nie beengt, obwohl viele Besucher gekommen sind. Es hat quasi jede Familie mitgeholfen. Da wurde soviel Kuchen gebacken, dass die Helfer welchen mit nach Hause bekommen haben. Für die Reden der Prominenz hatten wir nicht nur eine professionelle Anlage zur Verfügung, sondern gleich auch einen Papa, der uns die Gehörgänge nicht im Bereich der Körperverletzung durch-pfeifen lies. Wir mussten die Reden nicht nachlesen, sondern konnten sie gut verstehen. Also wer mal nen DJ braucht….dieser Mann ist käuflich. Wir haben es also alle mitbekommen, Herr Stumpf meinte, die Stadt hätte das Grundstück nicht sinnstiftender verwenden können.“ Recht hat er und auch die Nachbarn werden sich wieder einkriegen. Herr Bahl, Martina und Martin Reis, Volksbank, Herr Rattel (fehlt noch jemand?) – danke für die großzügigen Geldspenden – Sie bekommen keine Zinsen und haben Ihr Geld gewinnbringend angelegt. Frau Hentschel hat den Eltern aus der Seele gesprochen mit dem Hinweis:“ Wir redeten nicht über Projekte sondern über Kinder.“ Kaffee gab´s auch von echten Kaffeekennern. Mal ehrlich: wer geniest die Plörre, die sonst immer bei Muttern in der Rowenta gebrüht wird und dann stundenlang in der – hach is die praktisch – 5 Liter Thermoskanne verbittert wird?

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Monti aktuell Da sind unsere Kaffeeröster schon ne ganz andere Liga. Und ich hab noch nicht mal die geschäumte Milch erwähnt – danke Angie, es war ein Genuss. Der Elternbeirat hat schon im Vorfeld viel geleistet mit organisieren, verhandeln usw. und heute standen die den ganzen Tag zur Verfügung bzw. haben angepackt. Die haben dann auch das Team – die vom Team waren den ganzen Tag in den Gruppenräumen damit beschäftigt, Einrichtung und Material vorzustellen – mit Flüssigkeit versorgt. Bei der Hitze war das quasi mehr eine lebenserhaltende Maßnahme als eine nette Geste. Ach, wenn wir schon dabei sind: hat jemand einen Geheimtipp gegen Spülhände? Hat jeder die Telefonnummer von Margrit? Wir verwaisten Eltern saßen nach unserem Diensteinsatz im Schatten und genossen Livemusik mit dem "Gitarrensepp" Josef Schmitt und Songs von Ambros, STS, Mey, um nur die wichtigsten zu nennen. Ich selbst habe den Überschuss an Mutterinstinkt in die Zukunft investiert: ich habe das - derzeit glaub ich - kleinste Pusteblümchen Josephine (Glückwunsch hier nochmal ihr lieben Leopolds) auf den Arm genommen und ihr die Einrichtung und die Pädagogik erklärt. Leider verfüge ich über keine ausreichende pädagogische Ausbildung, weshalb sie auf meinem Arm dann auch eingeschlafen ist. Aber das macht nichts. Felix hat noch ein ganzes Kinderhausjahr vor sich. Nächstes Jahr ist Josephine ein Jahr und sechs Wochen alt. Bis dahin arbeite ich d´ran. So und so ähnlich vertrieben wir Eltern die Zeit gemeinsam bis unsere Kinder uns abholten. Unter uns: einige würden noch jetzt warten bis ihr Kind zu Ende gespielt hätte. „Ich will noch hier bleiben, Papa – bitte !!!!“ Es war aber auch einiges an Aufgaben zu bewältigen. Überlisten einer Schokokußmaschine (= Beschäftigung der grobmotorischen Eltern). Gesichter zum

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Schminken zur Verfügung stellen (= Herausarbeiten feinmotorischer Talente bei Erwachsenen). Glücksrad drehen und Gewinne einraffen ( = Farbtest für Große). Großeltern die Einrichtung erklären (die freuen sich immer über ne Ansprache). Die Bespielbarkeit der Außenanlagen demonstrieren (Wir sind der TÜV) . Um nur die Kernkompetenzen zu beschreiben. Was war geschehen? Die Eltern haben die Kinder heute in IHRE Einrichtung gebracht. In der sie sich sicher fühlen. In der sie ein bisschen zu Hause sind und ihr DING machen. Die Kinder hatten zu tun!!! Dabei sollten wir sie echt nicht stören. Gut erzogen wie wir sind haben wir unsere Kinder einfach gelassen und es war gut so. Wir konnten heute ein “ja, hier ist mein Kind am rechten Platz“ erleben. Die Kinder haben ihr Fest auf ihre Art „gemacht“. Ein Kompliment an das Kinderhaus Team !!!! Die neue Einrichtung heißt nicht nur Kinderhaus. Die Kinder hatten ja schon gleich zu Beginn Geld bekommen, damit sie sich selbst (!!! Die Großen unter den Kleinen) die Monti-Währung (Pusteblumen auf grünem Papierstreifen ohne Wasserzeichen), erstehen können und sich selbst mit Spiel, Spaß und Grundnahrungsmitteln wie Kuchen, versorgen. Wir bekamen unseren Nachwuchs nur zu se-

hen wenn sie neue Pusteblumen auf Papier benötigten. „Mami, ich brauch noch 2 Pusteblumen, ich will einen Kuchen…. Ach nein gib mir 5 dann krieg ich noch was zu trinken.“ Jede Wette, dass Maria Montessori das Herz vor Freude geborsten wäre….. spätestens jetzt: ja, wir haben verstanden. Siggi Bayerlein, Kinderhausmutter Fotos: Michael Hoser

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Monti aktuell

Eine Projektwoche voller Trommelzauber

Unter dem Motto „Trommelzauber – wir sind Kinder einer Welt und trommeln wie es uns gefällt“ waren die Kinder der 1. bis 5. Jahrgangsstufe und deren Lehrerinnen und pädagogischen Mitarbeiterinnen während der Projektwoche ganz verzaubert von afrikanischen Trommelklängen und Liedern. Zusammen mit dem Hip-Hop und Rap-Projekt der 6.-8. Klässler unter Leitung von nemo, fand die Projektwoche beim Sommerfest einen eindrucksvollen Höhepunkt: alle gemeinsam führten das Musical „Das

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Geheimnis der Zaubertrommel“ auf. Peter Fritzsche, Vater von Luca aus der 3. Jahrgangsstufe der Kastanien-Klasse, hat seinem Sohn im Laufe der Woche zahlreiche Informationen aus erster Hand entlockt: 1. Projekttag: „Heute wurde noch nicht getrommelt!“. Etwas Enttäuschung war unserem Kind schon anzumerken. Die Projektwoche begann - so höre ich heraus - damit, dass die Kinder der Grundschule innerhalb ihrer gewohnten Klasse erste Informationen über Afrika erhielten. Anschließend wurden sechs Gruppen aus den Kindern der 1. bis 5. Jahrgangsstufe gebildet. Luca zog das Symbol "Baum". Alternativ gab es für die Dritt- und Viertklässler noch Krokodil und Trommelaffe. Die Erst- und Zweitklässler konnten entweder Muschel, Stern oder Kürbis ziehen. Auch seien "Hauptdarsteller" für das abschließende Musical benannt worden, Die Kinder mit dem gleichen Symbol fanden sich in ihren Gruppen zusammen. Hier hätte Lucas Baumgruppe erfahren, welche Bäume in Afrika wachsen und ein afrikanisches Lied einstudiert. 2. Projekttag: Juhu, heute wurde getrommelt. Diese Information konnten wir Eltern unseren Jungs wenigstens aus der Nase ziehen. Eltern mit Mädchen in der Baum-Gruppe waren hier im Vorteil. Es ist nämlich geplant, dass die Kinder sich mit selbstgebastelten Kostümen in Bäume verkleiden. „Mädchenkram!“. Das Trommeln selbst war natürlich cool. Hawi(Javier Valentin-Gamazo von der Freiburger Trommelzauber-Gruppe) brachte 200 Trommeln mit. Alle 170 Grundschüler und alle Lehrkräfte fanden sich im Eingangsbereich des Schulgebäudes ein und trommelten. Erst mit der Hand, dann mit einem Finger, dann mit Fingergruppen. Die Hände hoch erhoben, auf Hawis Kommando warten und im Takt die Trommel schlagen, das hat allen viel Spaß bereitet. In den letzten beiden Stunden des zweiten Projekttags versammelten sich die Kinder wieder in

den Gruppen. Die einzelnen Gruppen widmeten sich wieder ihrem namensgebendem Thema. Zur nicht zu überhörenden Hip-Hop-Musik aus der Sekundarstufe wurden Puzzleteile zu einen Baum gelegt. Anschließen bekamen die Kinder der Baumgruppe Datteln, deren Kerne sie nun in mitgebrachte Töpfe

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einsetzten. Die Dattel ließen sie sich schmecken. Beim Elternabend durften sich auch die Eltern dem Trommelzauber hingeben. 3. Projekttag Auf dem Programm stehen: Trommeln mit allen zusammen, weitere Informationen zum jeweiligen Gruppenthema, Basteln an den Kostümen, Singen mit Hawi, dem Trommellehrer. Was ist mit den Jungs los? Sie finden scheinbar Spaß an den Verkleidungen. Selbst gemacht ist eben doch am besten. Glücklicherweise besteht die Grundlage der Kostüme nicht aus den von unseren Kindern angekündigten Plastiktüten. Es ist Papier. 4. Projekttag Ein singendes Kind am Frühstückstisch. Wie lässt sich Elternglück noch beschreiben? Freuen wir uns einfach mit unseren Kindern. Die positive Atmosphäre der Projektwoche ist ansteckend. Es ist faszinierend, miterleben zu dürfen, wie

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alle Ebenen des Wahrnehmens angesprochen und alle Stufen des Lernens so geschickt, so spielerisch und wie selbstverständlich angewandt werden. Typisch Montessori. Respekt! In der Regelschule hatte unser Kind vor Unterrichtsbeginn nie gesungen. Wenn wir nur mit dem afrikanischen Text des Liedes etwas anfangen könnten. „Ich bin stark!“ soll die Übersetzung lauten?! ... Und wir sind stolz auf unsere Lieben. 5. Projekttag Der fünfte Tag stand ganz im Zeichen der Vorbereitung des Sommerfests. Die Trommler trafen sich wieder in der Eingangshalle und führten das Musical „Zaubertrommel“ vor der Pause noch ohne Kostüme, nach der Pause mit Kostümen auf. Jeder fand seinen Platz, die Geschichte wurde flüssig und emotional vorgetragen und alle waren konzentriert und bei der Sache. Die Rapper waren dem rhythmischen Schall in den Keller ausgewichen. Dort feilten sie noch an ihrem Text für ihren Song. Im obersten Stockwerk übten die Hip-HopTänzerinnen ihre Choreografie ein. Das ganze Haus war in Bewegung und voller Klang und Tatendrang. Heute war es noch der eigene Beifall, den sich die Gruppenteilnehmer nach gelungenen Aktionen erleichtert und stolz gaben. Wir freuen uns auf morgen! Sommerfest, Samstag, 09.07.2011 Um 10.15 begrüßte Rektor Herbert Winter in Schulhof der Montessori Schule alle Anwesenden und stellte Hawi, den Trommellehrer, und Nemo, den Rapper, die unsere Kinder in den fünf Projekttagen begleitet hatten, vor. Um 11.00 Uhr begannen die kostümierten Kinder der 1. bis 5. Klassenunter Leitung von Hawiuns Eltern das Musical „Das Geheimnis der Zaubertrommel“ zu erzählen: „Juju und Siyabonga“ machen sich auf die Suche nach der Zaubertrommel, denn nur so wird der rettende Regen kommen und sie ihre El-

tern wieder umarmen können. Auf ihrem Weg begegnen sie einem Zauberbaum und freundlichen Krokodilen, ebenso tanzenden Kürbissen und den Muscheln am großem Wasser. Dort helfen ihnen auch das Zaubertier Sai-Sai und ein geheimnisvoller Zauberer... Zwei Kinder führten uns durch die Geschichte, musikalisch von 170 kleinen Trommlern und gruppenweise mitspielenden Kindern begleitet. Die Beiträge der Sekundarstufenschüler, ein Hip-HopTanz und ein Rap-Song als Appell zum Schutz der Umwelt waren geschickt in die Handlung des Musicals eingeflochten. Akteure und Zuschauer waren spürbar eine tief verbundene Einheit und erlebten gemeinsam, welche Wünsche Tiere und Pflanzen an uns Menschen richteten. Diese Botschaft wurde von Hawi authentisch verkörpert und wir sandten in „60 afrikanischen Sekunden“ schweigend und mit Herz und Überzeugung gute Wünsche an die Kinder dieser Welt, denen es nicht so gut erging wie uns und unseren Kindern. Mit warmherzigen Worten verabschiedete sich der Botschafter der Kinder Afrikas, Hawi, von uns. Sein Dank richtete sich an die Kinder, die mit ihm fünf Tage lang das Projekt „Trommelzauber“ erneut und hier in Forchheim mit Leben erfüllten, an die Eltern, die ihren Kindern diese Schulwelt ermöglichen, an das Lehrerkollegium für die wunderbare Zusammenarbeit und an Vorstand und Schulleitung, die sich für dieses Projekt entschieden hatten und es mit voller Kraft unterstützt haben. Mit diesen Worten unterstrich er erneut seine Botschaft und berührte uns alle, hinterließ Rührung und bestärkte uns in der Bereitschaft, bewusster mit unserer Umwelt umzugehen. Lasst uns jetzt über die Frage nachdenken, wie wir diesen Umgang im Alltag neu gestalten sollten. Lasst uns unseren Lebensraum mehr schützen, für uns und vor allem für unsere Kinder. Elterntagebuch: Peter Fritzsche Text: Katja Eckert-Hessing

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Monti aktuell

Unsere Projektwoche 2011 aus der Sicht einer Pädagogin Am 9.Juni, an unserem Sommerfest, gab es eine sehr beeindruckende Aufführung, an der alle Lehrerinnen und pädagogischen Zweitkräfte mit den Kindern zusammen mitwirkten. Eine Woche lang haben wir von HAWI, dem Regisseur und Projektleiter, die Rhythmen und Tänze gezeigt bekommen. Es hat sehr viel Erfahrung und kann gut mit Kindern und Menschen umgehen, die meinen, sie könnten keine Musik machen. Nur durch ihn war diese Aufführung möglich, auch wenn alle Lehrerinnen in dieser Woche, was die Kostüme und Kulissen angeht durchaus eigene Gedanken mit eingebracht haben. Aber die Verantwortung für das Ganze hatte er. In dem Film: “Rhythm is it“ wurde so eine Arbeit, die an mehreren Sekundarschulen in Berlin über längere Zeit gemacht wurde, dokumentiert. Die mitwirkenden Schüler wurden interviewt, wie die Theaterarbeit ihr Leben verändert. Und so eine Arbeit verändert das Leben. Tatsächlich ist die Aufführung nach so einer Woche nicht alles. Das Gemeinschaftsgefühl wächst ungemein. Besonders schön war, dass die Arbeit der Sekundarschüler, die Bemühungen der Grundschüler erst mit dem nötigen Tiefsinn unterstrich. Es geht um unsere Natur und deren Schutz durch uns. So eine Woche schafft die Basis für ein gesundes Schulklima. Aber wir Pädagogen könnten so ein künstlerisches Konzept nicht neben unserer Alltagsarbeit entwickeln. Deshalb brauchen wir Künstler von außen, die ihre Erfahrung gegen Bezahlung hier einbringen und die auch den Pädagogen das Vertrauen vermitteln, dass es gelingen wird. Vielen Dank an die Eltern, die verstehen, dass dieses Geld sehr gut investiert ist. Es wäre wirklich prima, wenn wir jedes Schuljahr so eine Gelegenheit hätten. Die neuen Erstklässler haben diese Erfahrung ja noch nicht gemacht. HAWI hat auch ein Weihnachtsstück. Sind die Eltern bereit, jedes Jahr 10 Euro für so eine gemeinsame Vorführung zu investieren? Im normalen Schuletat ist das nicht vorgesehen. Wir hatten jetzt den Zirkus und das Musical. Es könnte auch ein Tanzprojekt das nächste sein. Rike Bessel 26

Fotos zur Projektwoche und Sommerfest:: Uli Glaser, Peter Fritzsche, Michael Hoser, Katja Eckert-Hessing

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Monti aktuell

Pusteblumen bei der Generalprobe Die Pusteblumen waren begeistert: die Erzieherinnen haben erzählt, sie Alle seien in die Schule eingeladen. Sie dürften ein Märchen anzusehen, das die „Großen“ vorführen. Au ja! So sind die Kleinen als geschlossener Pulk in den Stadtbus gestiegen und in die Schule gefahren. Wie das in der Praxis aussieht und was das mit einem Sack Flöhe zu tun hat wäre einen weiteren Artikel wert und wird hier nicht weiter vertieft. Jedenfalls erwartete die Kleinen nicht nur die Vorstellung eines Märchens. Die Schulaula war zum Bersten gefüllt. Gut, es war die Abschlussprobe der Projektwoche. Es ging um Trommeln und eine phantastische Geschichte. Auch gut. Wie aber kann man hier vermitteln was dort wirklich getan wurde? Die Fakten sind bekannt und der Inhalt für eine bekennende Ex-Hänsel-und Gretel-Autistin schlüssig. Und dennoch. Ich glaube die Zuschauer wurden tatsächlich ein bisschen verzaubert. Das Trommeln selbst war im wahrsten Sinne beeindruckend. Hörbar und spürbar. Eine Gemeinschaft aus allen Kindern der Schule trommelt und singt sich durch die Geschichte. Es ist gelungen, so viele Kinder und Altersgruppen einzubringen. Die Pusteblumenbesucher hatten jedenfalls viel zu erzählen: von einer Horde Affen, Krokodile, lebende Bäume, Sternenkinder, Kürbisse und von 2 Kindern, die eine Zaubertrommel suchen müssen und zwar alleine. Und vor jedem Kind stand eine Trommel. Eine schöne Geschichte mit tollen Kostümen! Und eine gute Idee auch die ganz Kleinen einzuladen. Vielen Dank dafür, Siggi Bayerlein

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RapRap-Text

Bitte achtet uns! (Lied der Bäume) Refrain (Tigeraugen und Smaragde: 7. Klasse) Bitte achtet uns, und tut uns nicht weh! Denn wenn ihr uns verletzt, verletzt ihr euch selbst. Man kann bereits jetzt – den Wald schrumpfen seh’n. Die Welt geht kaputt, währ’nd ihr euch im Geld wälzt! Bitte achtet uns, und tut uns nicht weh! Denn wenn ihr uns verletzt, verletzt ihr euch selbst. Man kann bereits jetzt – den Wald schrumpfen seh’n. Bitte achtet uns, bevor der letzte von uns fällt! Strophe 1 (Rubine: 8. Klasse) Wenn wir sterben, sterben alle Menschen mit. Ihr denkt doch nur an euch und an euern Profit! Ihr macht aus uns Möbel und schmeißt sie bald schon weg! Viele haben für die Umwelt keinerlei Respekt. Der ungebremste Kahlschlag – geht uns auf die Äste. Jene, die uns roden, bewahr’n ’ne weiße Weste. Ihr denkt Bio-Sprit wäre für die Umwelt das Beste, doch lasst die Äxte stecken und verwendet lieber Reste! Refrain (Tigeraugen und Smaragde: 7. Klasse) Strophe 2 (Tigeraugen: 6. Klasse) Viele verletzen uns, obwohl wir ihnen so viel geben, Ihr braucht Sauerstoff und nehmt uns trotzdem das Leben. Denkt mal drüber nach – ob das richtig ist! Ihr sägt an dem Ast, - auf dem ihr selber sitzt. Ihr feiert Heiligabend – und rodet unsre Kinder, viele werden für das Leid der Welt immer blinder! Einige von euch haben das bereits erkannt, Macht die Augen auf und dann schließt euch ihnen an! Refrain (Tigeraugen und Smaragde: 7. Klasse) Strophe 3 und Bridge (Smaragde: 6. Klasse) Zu viele Autos verschmutzen die Welt, holt das Fahrrad raus, weil sie das länger erhält! Schafft weniger Müll, - und trennt ihn dann bitte! Das wären zumindest ein paar gute Schritte! Bitte, bitte achtet uns, bitte achtet uns! Bitte, bitte achtet uns, bitte achtet uns! Bitte, bitte achtet uns, bitte achtet uns! Bitte, bitte achtet uns, bitte achtet uns! Refrain (Tigeraugen und Smaragde: 7. Klasse)

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Monti Aktuell #44  

Ausgabe 44 der Monti Aktuell für Juni 2011

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