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Montessorischule Forchheim (Amtliche Bezeichnung der Schule)

Schuljahr 2010/2011

ZEUGIS ÜBER DE QUALIFIZIEREDE HAUPTSCHULABSCHLUSS

Erst er Q uali Leistungsfeststellung hat die Jahrgangsstufe 9 besucht und im Jahresfortgang und in der besonderen M o folgende Gesamtnoten erzielt nte s s o a n d er risc For chh----- hule eim ! ----geboren am

Deutsch

Mathematik

Arbeit-Wirtschaft-Technik

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Gewerblich - technischer Bereich

-------------

Der Schüler hat damit den

QUALIFIZIEREDE HAUPTSCHULABSCHLUSS sehr gut

mit der Gesamtbewertung

I T N MO (Notendurchschnitt

) erreicht

Forchheim, Juli 2011

(S)

AK

L L E U T Schulleiter und Vorsitzender derAusgabe Feststellungskommission Jahrgang 2011, Juni, 43


Monti aktuell

Vorwort Hallo Ihr lieben Montis, zuerst möchte ich allen Eltern, Pädagogen und Mitarbeitern sehr herzlich für ihre engagierte, oft sehr zeitintensive, für Kinderhaus, Schule und Verein so hilfreiche Arbeit danken. Wir wissen Eure vielfältige Unterstützung sehr zu schätzen und hoffen und wünschen, dass Ihr alle auch im kommenden Kindergarten- und Schuljahr wieder mit dabei und somit auch mittendrin im Monti-Geschehen in Forchheim seid! Mit großer Vorfreude sehen wir unserer Neubau-Einweihung des Kinderhauses am 4. Juni verbunden mit dem Tag der offenen Tür entgegen. Dank vieler fleißiger Hände und guter Ideen und Gedanken haben wir ein richtig schönes neues Zuhause für unsere Jüngsten geschaffen. Das ist toll und wir können gemeinsam sehr stolz darauf sein und uns miteinander freuen. In der Schule steht der erste Quali - Abschluss für unsere Großen an. Wir drücken Euch fest die Daumen und sind sicher, dass Ihr Euer Bestes geben werdet! Im Namen des gesamten Vorstandes liebe Grüße von Sibylle

Mont i-Mod

fest r e m So m e Schul 11 i 20 9. Jul

e Ein Bien chen fü r die Elte rn Liebe Eltern,

...gibt es : In der Bayreuther Straße 9 bei

art4you 2

Ihr habt Euch mal wieder ein „Bienchen“ verdient! Bei allen Veranstaltungen, die wir in diesem Schuljahr bereits hatten, waren die Listen für die verschiedenen Aufgaben in Rekordzeit gefüllt. Vor allem vor dem „heißen“ Wochenende im Januar hatten wir etwas Bammel: Präsentation der „Großen Arbeit“ und „Tag der offenen Tür“ an 2 Tagen hintereinander – das bedeutete nicht nur voller Einsatz von uns, sondern wir brauchten auch viel Unterstützung von Euch. Ihr habt uns nicht im Stich gelassen – im Gegenteil! Als Belohnung wollten wir Euch daher bei den „Schnuppernachmittagen“ schonen und nicht schon wieder zu einem Arbeitseinsatz aufrufen. Aber Ihr wolltet nicht geschont werden: Von allen Seiten kamen Fragen, ob wir keine Aufgaben für Euch hätten. Also hiermit versprechen wir, dass wir ab sofort immer zuerst Euch um Hilfe bitten werden, wenn wieder was zu tun ist. Ein dickes DANKE vom AK Verorg – ohne Euch wären wir nicht komplett. Nane Spernau Ausgabe 43/2011


Monti aktuell

Unsere J端ngsten Montis

4. J u ni 2 0 1 E in we 1 ih Kin der ung ha u s

uppe r g s e r Me e

Fotos: Kathrin Lerch

Sonnen

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gruppe

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„Die Zauberflöte“ im Kinderhaus „Die Zauberflöte“ – den meisten Erwachsenen ist die Mozart-Oper ein Begriff. Aber wer könnte behaupten, die Oper sei ihm wirklich vertraut, die Handlung geläufig? Das können jetzt die Sonnengruppenkinder im Kinderhaus. Mehrere Wochen lang haben sie sich mit dem Werk beschäftigt. Sie haben die Erzählung der Oper vorgelesen bekommen, der Musik gelauscht, gemeinsam auf großen Bildern die Personen der Oper gemalt, einen „Papageno“ gebastelt. Und sie haben sogar – während ihrer Faschingsfeier – mit der dunklen Königin der Nacht getanzt! Den Kindergartenkindern macht es jetzt Freude, Melodien der Oper mitzusingen oder die Handlung selbst zu erzählen. Sie haben eine Vorstellung vom „lustigen Vogelfänger“, der schönen

Pamina, der Königin der Nacht. Spielerisch haben sie sich ein Stück Kultur angeeignet. Alle Sinne waren beteiligt. Die Oper ist ihnen jetzt vertraut. Es hat viel Spaß gemacht!

Text: Judith Walloch nach Gespräch mit Fee Zöllner und Elke Seehase-Schmitt Gemälde von den Sonnengruppenkindern

Faschingsfeier im Kinderhaus

Fotos: Team Kinderhaus

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Es waren einmal . . . 15 Kinder der integrativen Gruppe, die gemeinsam mit ihren 3 Erzieherinnen das Thema Märchen für sich entdeckten. Vor, nach und zur Faschingszeit tauchten sie zusammen ein ins Reich der Phantasie. Hinführung zum Thema war das wöchentliche Erzählen eines Märchens im Kreis. Mit einem roten, samtenen Erzählmantel bekleidet, entführte abwechselnd ein Erzieher die Kinder in die Märchenwelt. Immer brannte während dieser Zeit die Märchenkerze. Je nach Geschichte wurde diese mit Holzfiguren aus der Bauecke veranschaulicht und natürlich mit entsprechender Stimmlage, Mimik und Gestik die Vorstellungskraft der Kinder angeregt. Die Meereskinder hörten die Märchen von sprechenden Tieren (Bremer Stadtmusikanten, Froschkönig, Vom Fischer und seiner Frau …), von Prinzessinnen und Prinzen (Rapunzel, Aschenputtel) und natürlich von gewitzten Helden (Hase und Igel, Die goldene Gans). Wie ein roter Faden begleitete die Kinder hier ihr individuell gestaltetes Märchenbuch. Je nach Fähigkeit gestalteten sie zu jedem gehörten Märchen eine selbstgemalte Seite oder klebten ein ausgemaltes Mandala in ihr Buch hinein. Selbst die Jüngsten fanden zielsicher ihr ausgelegtes Buch. Stolz wurden sich die Bücher gegenseitig gezeigt und Mama oder Papa wurde mit Hilfe des Märchenbuches vom jeweils aktuellen Märchen berichtet. Doch nicht nur das Erzählen und

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M a l e n stand im Vordergrund. Die K i n d e r turnten z.B. einen Hasen- undIgelParcours oder ließen den altbekannten Klassiker „Fischer welche Fahne weht heute?“ wieder aufleben. Wir tanzten das Märchen von den Stadtmusikanten und die Prinzen suchten beim Kimspiel mit verbundenen Augen ihre Rapunzel. Es entstanden tolle Prickelbilder und manches Kind lernte einen Rapunzel- Zopf zu flechten. Kulinarisch ließen wir uns ein Räuberessen, Igel-Muffins, Frau Holles Wintertrunk und einen leckeren süßen Brei schmecken. Die Faschingskostüme waren natürlich märchenhaft schön und den Gruppenraum schmückten geflochtene Schlingpflanzen mit KreppPapier-Blüten.

Aber nicht nur die Erwachsenen erzählten, nein, auch die Kinder wurden zum Erzähler und durften auf einem Erzählstuhl sitzend ihr beliebtestes Märchen nacherzählen. Auch im neu hergerichteten Theaterraum konnten die Kinder beim Puppentheater oder beim Schattenspiel ihr Talent als Akteure zur Geltung bringen. Doch irgendwann geht auch das schönste Projekt einmal zu Ende und so wurde Anfang April das letzte Märchen erzählt, denn es wurde nun Zeit für ein neues interessantes Thema…. …. und so arbeiten, spielen und lernen sie weiter glücklich und zufrieden. Text und Fotos: Ki-Haus Team

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Neues von Henry 7 Henry`s 7 K端nstler 7 bunte Bilder Linnea Scherbaum (Henry mit Halsband) Hanna Pfister (Henry auf Karo) Ben Rommeler (Bleistiftzeichnung) Linas Konetzny (Henry in Rot) Nina Biermann (Henry liegend) Louisa Uhl (Henry mit Schmetterling) Emilia Indriago ( Henry am 31. April) 7 gl端ckliche Gewinner 7 tierische Preise Ein herziges Danke an Euch Anette und Angi

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Akkordeonspieler zu Besuch

Fotos: Rike Bessel

AK Klettern 2011 Der 3. Kletterkurs mit 6 Kindern aus der 4. und 5. Klasse hat allen wieder viel Spaß gemacht. So haben alle an 6 Nachmittagen in der Magnesiahalle das Sichern gelernt und konnten am Ende eine Tour bis zum Ende klettern. Am meisten Spaß hatten die Mädels beim Bouldern und alle natürlich bei Spielen, z.B. Gummibärchen in den Griffen verstecken! Auf dem Foto sind Emma, Franziska und Penelope, wie sie mit zusammengebundenen Händen die Wand queren. Text u. Foto: Jutta Strom-Haensch

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Emotionale Intelligenz Vortrag in der Montessori-Schule am 22.3.2011 Die Referentin Astrid Mayer ist Diplompsychologin, Grundschullehrerin und selbst Mutter von drei Kindern. Sie arbeitet seit 2003 in eigener psychologischer Praxis und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Hochbegabtendiagnostik. Die Referentin nähert sich dem komplexen Thema „Emotionale Intelligenz“ mit einem lockeren Wechsel zwischen Theorie und Motivieren der Zuhörer zu aktiver Mitarbeit. Fröhlich-dynamisch entlockt sie den Anwesenden im Brainstorming, was diese mit dem Thema verbinden, um dann die Definitionen von Intelligenz („Fähigkeit, Denken bewusst auf neue Forderungen einzustellen“) und von Emotionaler Intelligenz, einem Teilbereich der Intelligenz („Fähigkeit, Gefühle in uns selbst und in anderen zu lenken“), darzustellen. Plastisch wirkt die Geschichte eines Mannes, der, veranlasst durch den erschreckten Blick eines ins Wasser starrenden Kindes, selbst ohne zu überlegen ins Wasser springt – und damit ein verunglücktes Kind rettet – an der die Referentin in einem Exkurs in die Neuroanatomie Möglichkeiten schneller Informationsverarbeitung von emotionalen Eindrücken im Gehirn entwickelt. Es folgen Ausführungen zur Geschichte der Forschung über emotionale Intelligenz. Die Zuhörer erfahren die Komplexität des Begriffes Emotionale Intelligenz, so beinhaltet dieser Bereiche wie „Selbstwahrnehmung („wie reagiere ich, wenn mein Chef mich nicht grüßt“), Selbststeuerung („wie äußere ich Kritik“) sowie Motivation, Empathie und soziale Kompetenz.. „Woran erkenne ich meine Emotionale Intelligenz?“ stellt die Referentin in den Raum und „wie gehen Sie vor, wenn sie wollen, dass Ihre Tochter das Zimmer aufräumt? (Antwort der Referentin: klare Anweisungen geben, z. B. „Du räumst jetzt Dein Zimmer auf…“). Die Zuhörer werden gebeten, ihre e i g e n e „ P e r s o n a l e Au t o r i t ä t “ , „Verantwortung“, aber auch „Begeisterungsfähigkeit“ einzuordnen. Letztere, die Begeisterungsfähigkeit, ist immer wieder Thema – Frau Mayer stellt diesbezüglich fest, dass es gerade der Montessori-Pädagogik in besonderer Weise gelingt, diese bei Kindern zu fördern. „Emotionale Intelligenz – wo stehen Sie?“ ist nächstes Thema und Aufgabe für die Zuhörer, selbst in Gruppenarbeit ihren Chef (– oder Ehemann) hinsichtlich seiner Führungsqualitäten

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einzuordnen (als „autoritären Kommandanten“, „kreativen Gestalter“, „eigensinnigen Individualisten“ oder „pflichtbewussten Diener“) und zu diskutieren. Zum Thema Emotionale Intelligenz – Einbindung in der Schule - wird dargestellt, dass Emotionale Kompetenz nicht gelehrt sondern vorgelebt wird. Insofern sind Eltern wichtigstes Vorbild – aber natürlich auch (Montessori-) Pädagogen. Vorbild können Eltern oder Pädagogen z. B. bereits darin sein, wie sie „die Nachbarn grüßen“ oder wie sie Konflikte austragen. Zurück zur Begeisterungsfähigkeit, Frau Mayer erklärt das „Flow-Erleben“, das „freudige Aufgehen in einer Tätigkeit“, wenn es „reizt etwas zu probieren, etwas zu schaffen“. Dieses überaus wichtige „Flow-Erleben“ könne durch Angst vor Versagen – z. B. bei Leistungsdruck in der Schule - leicht zerstört werden. Der Vortrag endet mit der Diskussion „sollte die Entwicklung von emotionaler Intelligenz gefördert werden?“ und dem Appell der Referentin „Leben Sie Ihren Kindern vor!“

bildlich, wie es gelingt, die anfangs in Bezug auf aktive Mitarbeit noch etwas trägen Zuhörer während des Abends zunehmend aktiver und freudiger mitarbeiten zu lassen. Fazit der Referentin: „Leben Sie Ihren Kindern vor, denken Sie im Alltag dran!“ Fazit einer Mutter: „ich bin erleichtert, dass nicht „hineingefördert“ sondern „vorgelebt“ werden muss und wir nicht „am Kind“ sondern „an uns“ arbeiten dürfen! Judith Walloch

100 Jahre

und kein bisschen müde 1911 2011

Frau Mayer stellt zum Abschluss selbst die Frage, ob sich die Zuhörer ein intensiveres Eingehen auf Emotionale Intelligenz bei Kindern gewünscht hätten und nimmt damit eine mögliche Kritik vorweg. Sie erklärt dazu, dass sich ihr Vortrag hauptsächlich mit der Erwachsenenwelt auseinandergesetzt habe, weil Forschung zum Thema Emotionale Intelligenz sich fast ausschließlich auf die Berufswelt bezöge. So kommen an dem Abend zwar konkrete praktische Hinweise zum Umgang mit dem eigenen Kind vielleicht etwas kurz, in ihrer begeisterungsfähigen Art des Vortragens demonstriert Frau Mayer aber selbst vor-

Marion Märkel Luitpoldstr. 5, 96114 Hirschaid, Tel. 09543/6345, Fax 851738 Öffnungszeiten: Montag—Freitag 8:30—12:30 + 14:00—18:00 Uhr Mittwoch

8:30—12:30 Uhr

Samstag

8:00—13:00 Uhr Ausgabe 43/2011


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Schullandheim Eiche und Weide in Planckenfels

Foto: Heidi Bรถker Text: Chris, Eiche 1

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Schullandheim Ahorn, Linde, Buche

Ahornklasse

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Ahornklasse Fotos: Ahorn-Klasse

Schullandheim Birke

Vom 23.3.2011 bis zum 25.3.2011 waren wir, die Birkenklasse, im Schullandheim Obersteinbach. Am Mittwoch morgen um 8:00 sind wir losgefahren. Die Fahrt hat ungefähr eine halbe Stunde gedauert. Als wir angekommen sind, marschierten wir auf den Waldspielplatz. Es gab auch einen kleinen Bach mit einem zierlichen Wasserfall. Als wir mit dem Bettenüberziehen fertig waren, haben wir Übungen zum Theater gemacht. Wir haben uns auf besondere Weise begrüßt. Wir haben auch von Gardis Aufträge gekriegt andere Kinder in diese Figur zu verwandeln. Zum Beispiel Fotograf oder Balletttänzerin. Am Mittwoch Abend haben wir einen großen Spieleabend gemacht. Am nächsten Morgen haben wir gefrühstückt. Danach hatten wir eine halbe Stunde Zimmerruhe. Dann hatten wir alle Kinder 1:30 Minuten Freizeit. Danach haben wir ein Lied mit Boomracker gesungen. Mittags gab es Nudeln mit Soße und Käse. Mir hat es geschmeckt. Es war schön aber anstrengend.

Foto: Birkenklasse

Text: Monia Batz Ausgabe 43/2011

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Besuch der Firma Loesch—Kastanienklasse

Miriam Dambrowski 3

Jan Pluta 1

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Text: Sophia Hornung 4

Fotos: Danny Neubauer

Von der richtigen Antwort zu der richtigen Frage? „Ich muss auf die Toilette.“ „Wo ist hier die Toilette?“ „Hier ist keine Toilette.“ „Du kannst auch hinter einen Baum gehen.“ „Hinter welchen?“ Dieser Wortwechsel fand statt im Wald von Prackenfels, als die Weide und die Eichenklasse im Mai im Schullandheim waren. Schließlich verkniff sich das Kind sein Bedürfnis. Die Kinder wachsen auf mit Medien, bei denen es richtige und falsche Antworten gibt. Sie lernen in der Schule wieder, dass es richtige und falsche Lösungen gibt. Das Lernen in der Schule ist davon geprägt. In der Natur ist alles anders. Du schaust auf einen Wald und weißt gar nicht, was du zuerst anschauen sollst. Eine Fülle von Eindrücken ergießt sich auf die Sinne. Der Verstand versucht Ordnung zu machen. Du sortierst das, was du kennst heraus: „Aha, eine Eiche!“ Ausgabe 43/2011

Dabei vergisst du vielleicht, den speziellen Geruch wahrzunehmen, die Kühle auf der Haut, das Knirschen unter dir zu hören, das Zwitschern der Vögel, den Wind, die Helligkeit…“ Es sind unendlich viele Eindrücke, die ganzheitlich wahrgenommen werden wollen, die deine Seele berühren wollen. Es gibt keine richtigen Antworten mehr. Es gibt nur noch Erleben. Du kannst es riskieren, in den Wald zu gehen, obwohl es Zecken gibt. Du kannst anfangen, dich zu wundern über manche Erscheinungen. Immer nimmst du nur einen winzigen Ausschnitt auf, nämlich genau das, was dein Leben gerade bereichert, nicht mehr und nicht weniger. Es gibt keine Stofffülle mehr zu bewältigen. Es gibt nichts, was man wissen muss. Es gibt nur noch das, was dich fasziniert. Vielleicht fängst du an, dir selbst Fragen zu stellen. Das

ist schon ein Zeichen dafür, dass du damit beginnst, dich auf die Natur einzulassen. Die Kinder sind sehr offen für die Natur, wenn sie spüren, dass die Erwachsenen die Natur lieben und respektvoll in die Schöpfung in der Natur hineinschauen. Die Kinder begeistern sich spontan für Quellwasser, wenn sie merken, dass ihre Lehrer das auch tun. Sie beginnen plötzlich auch nach Zusammenhängen zu suchen in der Fülle der Eindrücke. Ein Tausendfüßler im Lupenglas, eine dunkle Höhle, eine große Wiese, alles wird auf einmal zu einer ganzen Welt. Ich bin dankbar für diese Tage mit den Kindern und würde gerne sehr oft mit den Kindern draußen sein. Rike Bessel

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Besichtigung bei den Piasten (Piasten ist eine Süßigkeitenfabrik, die hauptsächlich Schokolade herstellt.) Die Smaragd-Klasse wurde von der Firma Piasten am 31.03.11 zu einer Besichtigung eingeladen. Früh zum normalen Schulbeginn haben wir uns im Kreis getroffen, dann sind wir um 8:30 Uhr, mit Christine und Florian als Betreuer, zur Firma gegangen, wo uns Herr Mayer empfing. In einem Raum erhielten wir Getränke und Snacks. Dann kam Barbara Gradl, die Personalchefin. Sie hat uns Willkommen geheißen und uns über die Berufe und Ausbildungen informiert (Tätigkeiten, Dauer, Gehalt,...). Danach haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt, Herr Mayer hat uns durch die ganze Firma geführt und am Ende erhielten wir ein Überraschungspaket mit ganz vielen Süßigkeiten. Um 12:30 Uhr endete unser Unterricht. Linus und Luca, Smaragdklasse Fotos: Praktikantin Fa. Piasten

Montessori Pädagogik Forchheim e.V. Träger von Schule und Kinderhaus, als gemeinnützig anerkannt und eingetragen beim Amtsgericht Bamberg, Aktenzeichen VR 10482 Egloffsteinstr. 33 91301 Forchheim Telefon: 0 91 91/73 66 77 9 Fax: 0 91 91/72 99 96 E-Mail: geschaeftsfuehrung@montessori-forchheim.de 1. Vorsitzender Christoph Kilgenstein 2. Vorsitzender Bernhard Jackermeier 3. Vorsitzender Michael Bayerlein Geschäftsführerin Sibylle Kellner

Finanzvorstand: Hubertus von Franckenstein Personalvorstand: Constanze Bogatz Schriftführer Christian Lauger

Bankverbindungen: Verein: Volksbank Forchheim,BLZ 76 39 1000, Konto 77 50 978 Schule: Sparkasse Forchheim, BLZ 763 510 40, Konto 80 52 300 Kinderhaus:: Vereinigte Raiffeisenbank BLZ 770 694 61, Konto 80 90 39

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MontessoriMontessori-Kindergarten Forchheim Kinderhaus „Pusteblume“ Balthasar-Schönfelder-Str. 36 91301Forchheim Tel. 0 91 91/70 44 32 Fax: 0 91 91/70 26 24 E-Mail:kindergarten@montessori-forchheim.de Private MontessoriMontessori-Volksschule Forchheim, Grundschule und Hauptschule Egloffsteinstrasse 33 91301 Forchheim Tel.0 91 91/72 99 95 Fax.0 91 91/72 99 96 E-Mail:schule@montessori-forchheim.de Redaktion: Sigrid Oppelt, Thomas Hilgart, Ulrich Graser, Angi Stegmeyer, Judith Walloch, Katja Eckert-Hessing, Ricarda Freese E-Mail: monti-aktuell@montessori-forchheim.de Druck: Druckerei Bernhard Weid, Hirschaid

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Schnuppertauchen…. …..mit Monti-Schülern, Eltern und Lehrern Hiermit möchten wir uns, alle Mitwirkenden von Actionsport Nürnberg und Erlangen, bedanken für das große Interesse an unseren Veranstaltungen. Da ich eine begeisterte Taucherin bin, wollte ich den Schüler/innen der Montessori-Schule Forchheim sowie den Eltern und Lehrern das Gerätetauchen näher bringen. Mit der Unterstützung vom ActionSport-Team Nürnberg / Erlangen und vom FunDiver e.V. wurden alle Schnupperer einzeln im Wasser im Röthelheimbad in Erlangen betreut. Zuerst erhielten die Schnupperer eine kurze Erklärung über die Auswirkung von Druck auf den menschlichen Körper, wie der Druckausgleich unter Wasser funktioniert, mit welchen Zeichen man unter Wasser kommunizieren kann und wie die Ausrüstung funktioniert. Auf den Bildern ist trotz Taucherbrille und Lungi das glückliche Lächeln der Teilnehmer zu sehen. Jetzt wissen die Schnupperer: „HEE ! Ich kann unter Wasser atmen!. Die Ruhe und Schwerelosigkeit lassen einen dabei den Alltag vergessen. Kommunikation – na klar – doch die Unterwasserwelt

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benötigt keine lautstarke Verständigung – man genießt es einfach.“ Als Taucher können die ehemaligen Schnupperer jetzt die spannende Unterwasserwelt in den heimischen Seen und Flüssen sowie überall auf der Welt kennen lernen … Bunte Fische, Delfine, Korallen, Riffe und vieles mehr erwarten einen unter Wasser. Alle, die leider keinen Termin wahrnehmen konnten, können sich unter www.tsce.de bei Stefan Goerlitz oder Klaus Hierl zum Schnuppern

anmelden oder gleich einen OWDKurs besuchen. Genießt die Bilder und träumt vom Taucherurlaub. Ich freu´ mich, wenn wir uns mal unter Wasser begegnen. Text u. Fotos: Lydia Marquart

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Tigeraugen im Schullandheim Vom 28. bis zum 31.03.2011 fuhr unsere Klasse „Tigerauge“ ins Schullandheim in die Ortschaft Weitnau, bei Kempten im Allgäu. Nachdem wir uns Montag morgen am Forchheimer Bahnhof getroffen hatten, fuhren wir mit der S-Bahn nach Nürnberg. Dort ging es mit dem Anschlusszug nach München weiter. Während der Fahrt, in einem ehemaligen sehr geräumigen Erste-Klasse-Waggon, spielten wir Karten, lasen oder unterhielten uns. Nach zwei kurzweiligen Stunden kamen wir in München an, gingen zum Gleis 13 und stiegen in den Zug nach Kempten, von wo aus es mit dem Bus weiter nach Weitnau weiterging. Von der Bushaltestelle aus hatten wir noch zehn Minuten Fußweg bis zu unserer Unterkunft „Landhaus Pfanzelt“. Dort angekommen gab es Mittagessen. Anschließend packten wir unserer Gepäck aus, bezogen die gemütlich eingerichteten Zimmer und hatten Freizeit bis zum Abendessen. Abends erkundeten wir erst gemeinsam Weitnau und spielten anschließend gemeinsam Brettspiele, Fußball oder Tischtennis, bevor wir erschöpft in unsere weichen Betten fielen. Am folgenden Dienstag erzählten unsere Begleitpersonen Angie und Markus Göppner etwas über Verhaltensregeln beim Schwimmen, da ein anschließender Besuch im Kemptner Erlebnisbad geplant war. Dort rutschten wir, sprangen vom Sprungturm und spielten Fangen im Wasser. Vom Schwimmbad aus wanderten wir zum Eis essen in die historische Innenstadt. Nach der Rückkehr zum Landhaus hatten wir noch viel Freizeit bis zum Abendessen. Zur Abrundung des Tages schauten wir gemeinsam einen lustigen Film. Am Mittwoch besuchten wir einen im Wald gelegenen Klettergarten. Nach einer kurzen Einweisung konnten wir selbstständig losklettern und wanderten anschließend noch um den nahegelegenen See. Zurück im Schullandheim gab es Abendessen und danach veranstalteten wir eine Disco. DJ Lukas legte mitgebrachte Songs auf, zu denen wir tanzten. Danach machten wir eine Fackelnachtwanderung und erzählten uns schaurige Geschichten. Am Donnerstag fuhren wir mit dem Bus nach Kempten zum Hauptbahnhof und kehrten von dort ohne Zwischenfälle mit dem Zug nach Forchheim zurück. Die Klassenfahrt war in jeglicher Hinsicht ein voller Erfolg: leckeres Essen, eine tolle Unterkunft, sonniges Wetter und eine super Stimmung!! Text u. Fotos: Tigeraugen

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Projekt: „Zaamgraaft“ Vom 14. bis zum 15.3.2011, als die anderen Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe „Schule zu Hause“ hatten, war Herr Mackert von der Forchheimer Polizei für den Sachbereich „Jugend“ bei uns. Thema der beiden Projekttage war das Anti-Mobbing-Training „Zaamgraaft“. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurden wir mit verschiedenen Lebenssituationen konfrontiert, in welchen man schnell die Kontrolle verlieren könnte. Mit Hilfe verschiedener Rollenspielen sollten wir lernen, unsere Aggressionen zu kontrollieren und herausfinden, wo unsere Stärken und Schwächen liegen. Hierbei lernten wir unterschiedlichste hilfreiche Tipps, um solche Situationen zu meistern. Verschiedene Vertrauensspiele, beispielsweise das nach einem Rückwärtsfallen aufgefangen werden, festigten den Klassenzusammenhalt. Nach anfänglichem Zögern ließen sich alle ausnahmslos fallen (und wurden auch aufgefangen!). Neben weiteren Spielen lernten wir auch einige Tipps, um Konfrontationen aus dem Weg zu gehen. Einer nennt sich „Stopp!“ und funktioniert so, dass man Menschen mit lautem Schreien und erhobener Hand auf Gesichtshöhe aufhält. Unser Fazit: Die Tage waren für uns alle sehr interessant und aufschlussreich. Von Paula Höppler, Johanna Künzel und Michelle Mönius

Fotos: Tigeraugen Ausgabe 43/2011

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Formel 1 Meisterschaft in Kronach

Am 19.03.11 fuhren einige Teilnehmer des CAD-Kurses nach Kronach zur regionalen Süd- Ost Meisterschaft des Schülerwettbewerbes „Formel 1 in der Schule“. In der Kronacher Realschule waren zwölf Teams am Wettbewerb beteiligt. Neben den eigentlichen Rennen konnten wir auch bei den Präsentationen zuhören und die Ausstellungsstände anschauen. Außerdem bestand die Gelegenheit vor dem Wettrennen der Teams selbst ein Auto auf die Strecke zu schicken. Ich fand es auch sehr toll, selbst den Startknopf zu drücken und zu sehen wie schnell ich gedrückt hatte. Die Autos fuhren mit Gaspatronen die 20 Meter lange Rennstrecke entlang (zwei Teams gegeneinander). Der Start erfolgte, indem beide Teams auf unterschiedliche Starterknöpfe drückten. Es leuchteten fünf Lichter auf, die dann wieder ausgehen – wie beim großen Vorbild. Dann zählte sowohl wer schneller gedrückt hat und welches Auto schneller fährt Man konnte aber an den Ständen der Teams erkennen wer viel Geld und gute Sponsoren hat. Mir hat der Tag gut gefallen, und ich habe viel über 3D Konstruktionen und Reaktionszeiten gelernt. Daher habe ich beschlossen, mich bei meiner großen Arbeit mit der Konstruktion und Herstellung eines solchen Rennautos zu befassen. Die Teilnehmer des Ausfluges planen im nächsten Jahr als Team an diesem Wettbewerb teilzunehmen. 18

Hierfür werden noch Sponsoren gesucht. Tim Bodenstab

Fotos: Fam. Racky

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Formel 1 in der Schule ist ein multidisziplinärer Wettbewerb, bei dem Schüler im Alter von 11 bis 19 ein Modellautorennwagen aus Balsaholz am Computer entwickeln, fertigen und in einem Wettbewerb gegeneinander fahren lassen. Des weiteren ist eine Messebox zu gestalten, und das Team zu präsentieren. Um beim Wettbewerb teilzunehmen, benötigt man ein Team (36 Personen). Es wird in zwei Altersgruppen unterschieden (11 14, und 15 - 19 Jahre). Der Wettbewerb gliedert sich in eine Regionalmeisterschaft (die wir besuchten), eine Deutsche- und sogar eine Weltmeisterschaft. Ziel ist es, die Jugendlichen mit der Erfahrung einer Teamarbeit für Technik und technische Berufe zu begeistern. Die Mitglieder des Teams übernehmen dabei verschiedene Aufgaben. Die Miniatur Formel 1 Rennwagen werden zunächst auf dem Computer mit dem 3D-CAD Programm konstruiert. Hierbei handelt es sich um dieselbe 3D-CAD Software (Solid Edge) die wir in der Schule im GTB-Unterricht verwenden und auch im CAD-Kurs lernen. Anschließend braucht man einen Dienstleister, der die Rennwagen aus Balsa-Holz fräst. Siehe auch www.F1inschools.de Detlef Racky

goge a n y S r Der Ausflug in die Synagoge eine h c u s e B Die Synagoge Am 30.3.11 fuhren die Dritt-und Viertklässler in die Synagoge nach Ermreuth. Als wir ankamen, begrüßte uns eine Frau und erklärte uns, dass Hitler die Synagoge zerstört, und die Raiffeisenbank eine Scheune daraus gemacht hat. Als nächstes sind wir in den Raum der Synagoge gegangen. Überall hingen Judensterne. Bis zur Thora hinter einem Vorhang muss man fünf Stufen hoch gehen. Auf dem Vorhang war ein Kronleuchter mit sieben Haltern. Adrian durfte den Hut und den Schal aufsetzen. Er musste auch den Zeiger für die Thora halten. Am Ende hat die Führerin uns noch die echte Thora gezeigt und uns etwas daraus vorgelesen. Sie übersetzte es dann auf Deutsch. Der Ausflug hat Spaß gemacht.

Am 30.03.2011 fuhr meine Klasse bzw. die 3. und 4. Klässler und ich nach Ermreuth, zu einer Synagoge. Ihr wisst nicht, was eine Synagoge ist? Na, dann passt mal auf! Eine Synagoge ist das Gotteshaus vom Judentum. Dort wurde uns gesagt, dass es beim Judentum viele Wächter gibt. Zwei Löwen bewachen die Thora, eine jüdische Schriftrolle. Mich hat die Thora, die fast 200 Jahre alt ist, sehr beeindruckt. Julius, Eiche 4

Leona, Eiche 4 Foto: Christine Hübschmann Ausgabe 43/2011

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Das Projekt Pusteblume Die Projektarbeit an sich und daraus resultierend natürlich die Projektprüfung, sehe ich als große Bereicherung der Fächervernetzung, dem ganzheitlichen Lernen und natürlich haben die "Montis" hier einen echten "Heimvorteil", da die Pädagogik ja genau darauf hinaus zielt, die Schülerinnen und Schüler zu dieser Arbeitsform schon ab der Grundschule hinzuführen. Die Schülerinnen und Schüler werden durch die Projektarbeit auf die tatsächliche, berufliche Situation vorbereitet, die auf sie zukommt. Sie entwickeln in ganz anderem Umfang Sachkompetenzen Methodenkompetenzen Personalkompetenzen Sozialkompetenzen die in bisherigen Unterrichts- und Prüfungssituationen kaum möglich wären. Die Aufgabenstellung, die wir im Fachbereich Soziales kombiniert mit Arbeit/Wirtschaft/Technik als Szenario an die Schüler der 8. Jahrgangsstufe Rubin gestellt haben, lautete folgendermaßen:

Besuch des Montessori- Kinderhauses Pusteblume Wir laden die 5-6 Jährigen des Kinderhauses zu uns in die Schule ein. Zu diesem Anlass wollen wir ein gesundes Frühstück (Finger Food) für 15 Kinder, 2 Erzieherinnen und uns vorbereiten. Nach dem Frühstück werden wir mit den Kindern etwas spielen und basteln. Euer Budget beträgt insgesamt 50,00E. Die Kinder besuchen uns am Mittwoch, 23.3.11 von 10.00 bis 12.00. Außerdem werden wir uns Berufe im sozialen Bereich näher anschauen. Zum einen war es naheliegend, aus dem HsB Lehrplan den Lerninhalt 8.4. Orientierung über Tätigkeiten im privaten Haushalt und einschlägigen Berufen mit der Recherche Berufe im sozialen Bereich in AWT zu kombinieren. Außerdem fließt 8.1.1. Planen einfacher Vorhaben und 8.3. Lebensmittel auswählen und verarbeiten mit in den Leittext ein. Hier war uns wichtig, den gesundheitlichen Wert des Frühstücksbuffets hervorzuheben, da finger food durchaus wertvoll sein kann und nicht mit fast food zu verwechseln ist. Die Zielgruppe Kindergartenkind war naheliegend, da die Jugendlichen auf jüngere Kinder leichter zugehen können, als z.B. auf Senioren im Altenheim. Unsere Pusteblume, die mehr als ein Jahr bei uns im Haus war, vermissen wir natürlich und es war ein schöner Anlass, die Vorschulkinder, Jutta und Gitti einzuladen.

Ablauf des Projekts: Den Schülerinnen und Schülern stellten wir bereits am Freitag, 18.3.11 die Aufgabenstellung vor und besprachen diese sehr detailliert. Viele nutzen das Wochenende, um über geeignete Gerichte, Tischdeko, Spiele und Bastelideen zu recherchieren, sich über die Zielgruppe Kindergartenkind zu informieren, sowie eine Einladung zu entwerfen. Am Montagmorgen besprachen sich die Gruppen und wählten die besten Ideen aus. Hier war an der Lernsituation zum ersten Mal deutlich, wie schwierig eine Absprache sein kann, wie nötig eine Arbeitsorganisation ist, damit nicht alle am gleichen Thema arbeiten, sondern die Aufgaben verteilt werden, und wie wichtig es ist, Vorarbeit zu leisten und mehrere Quellen zur Informationsgewinnung zu nutzen (z.B. Rezepte findet man eine Flut im Internet, aber nicht alle sind erprobt oder gelingen so, wie sie vorgestellt werden.) Am Dienstag wurden Mengen berechnet (was sich auch als nicht so einfach erwies), Einkaufslisten geschrieben und erledigt, aber auch über Berufe im sozialen Bereich recherchiert. Am Mittwoch empfanden wir die Stimmung der Schüler zunächst als sehr aufgeregt und keine Gruppe hat sich wirklich abgesprochen. Mit der Zubereitung wurde begonnen, obwohl nicht alle Lebensmittel und auch Gruppenmitglieder in der Schulküche angekommen waren. Wir vermuten stark, dass dies ein echter Lerneffekt war und sind gespannt, wie sich die Schüler beim nächsten Projekt organisieren werden. Doch nachdem sich die erste Aufregung gelegt hatte, haben die Schülerinnen und Schüler ihre geplanten Gerichte gut zubereitet, ansprechend angerichtet und in der Mittagsbetreuung der Montessorischule aufgebaut. Als die Kindergartengruppe eintraf, war die Spannung wieder spürbar, doch unsere Rubine haben die Gäste sehr nett 20

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Monti aktuell begrüßt, und sie während des Frühstücks gut betreut. Danach war das Eis gebrochen und beim Basteln und Spielen hatte groß wie klein einen riesen Spaß. Wir haben uns bei einigen Schülerinnen und Schülern sogar eine Eignung für einen Beruf in diesem Bereich vorstellen können. Nachdem die Rubine die Gäste verabschiedet hatten und aufgeräumt war, machten alle eine Pause, um dann noch Berufe im sozialen Bereich in einer Präsentation vorzustellen. Hier war die Erschöpfung deutlich spürbar, doch die Schüler/innen haben sich tapfer geschlagen und ihre Plakate vorgestellt. An der Qualität der Recherche haben die Schüler/innen auch wieder erfahren, wie wichtig es ist, nicht nur eine Quelle zu nutzen und Aussagen zu vergleichen. Nachdem die Schüler eine Selbst- und Fremdeinschätzung und ihre Präsentationsmappe abgegeben hatten, ging ein langer Tag zu Ende. Die Stimmung war trotz Erschöpfung gut und wir hoffen, dass die Schüler/innen an diesem ersten Übungsprojekt viele Erfahrungen sammeln konnten, die Ihnen beim nächsten Projekt hilfreich sein werden. Obwohl der zeitliche Aufwand für Planung, Organisation, Absprachen, Beurteilungen usw. immens war, glauben wir, dass es kein besseres Lernfeld für die Schüler gibt, als die Arbeit in der Eigenorganisation und Selbstverantwortung. Wir danken euch allen an dieser Stelle noch einmal, wie gut ihr am Thema gearbeitet habt und was ihr den Kindergartenkindern für einen tollen Vormittag bereitet habt! Anette Eckenweber Fotos zum Projekt: Astrid Romanowski

Bericht über unser Projekt Pusteblume Am Freitag den 18.3 haben wir, die 8.Klässler der Rubin Klasse, mit Astrid und Anette unsere Aufgaben für das Projekt besprochen. Wir mussten am Wochenende schon mal ein paar Aufgaben machen wie z.B sich über Kinderkartenkinder informieren, herausfinden was Kinder gerne essen und spielen und noch vieles mehr. Das Projekt haben wir gemacht, damit wir schon mal einen Einblick in den Quali bekommen, der uns noch bevor steht und wir ein bisschen wissen wir es abläuft. Am Montag haben wir uns in der Früh in der Mittagsbetreuung unserer Schule getroffen und den Tag besprochen. Alle Gruppen haben erst mal ihre Ergebnisse gezeigt und entschieden, welche Einladung sie nehmen oder ihre Tischdekoration ausgewählt, was sie für die Kinder zu essen machen und welche Spiele sie mit ihnen spielen wollen. Gleich am Montag mussten wir die Einladung an das Montessori Kinderhaus überbringen. Denn am Mittwoch sollten sie zu uns in die Schule kommen und unsere leckeren Sachen, die wir gebacken haben, probieren. Am Ende trafen wir uns nochmal im Kreis, um den Tag zu reflektieren und zu besprechen, was jede Gruppe geschafft hat und Ausgabe 43/2011

was sie noch machen musste. Am Dienstag war es schon ein bisschen anstrengender, denn die Gruppe/n die noch nicht wussten was sie zum Essen machten oder genau wusste, welche Spiele sie mit den Kindern spielen sollen, mussten sich noch mal richtig ins Zeug legen und eine Lösung finden. Gruppe 2 hatte es ein bisschen schwer, da Passi krank war und die Gruppe jetzt nur noch aus zwei Leuten bestand, aber sie haben es sehr gut gemeistert. Die Gruppen, die ihr Essen schon ausgewählt haben, mussten jetzt noch ausrechnen, für wie viele Personen sie jedes Rezept machen wollen. Auch was sie alles einkaufen müssen und wie viel der Einkauf ungefähr kosten würde. Also einen Einkaufszettel schreiben mit überschlagenen Preisen. Jede Gruppe die Zeit hatte, konnte auch ihre Plakate für die Präsentation machen, mit den Sozialberufen die sie herausgefunden hatten. Zum Schluss hat Astrid mit jeder Gruppe den Einkaufszettel besprochen und uns das Geld gegeb e n . Die 1. Gruppe mit Claira, Pascal W, Jarno und Juli hatten für die Kinder Waffeln, Gurken-TomatenSchiffchen und Bananenquark gemacht Diese Schiffe bestanden aus

einer geviertelten Tomate als Boot und als Segel haben sie die Gurke genommen. Zum Spielen haben sie sich Verstecken überlegt. Die 2. Gruppe mit Jana, Passi und Carina hatten Sandwiches mit Salat, Käse und Tomaten gemacht, dazu noch Fruchtspieße mit Stracciatella Dip. Die letzte Gruppe 3 mit Janni, Tim und Leo hat sich für Krabben, Vitaminmännchen, Fruchtspieße und belegte Brote entschieden. Die Krabben bestanden aus einem Keks der in der Mitte mit Frischkäse gefüllt war. Der Körper und die Beine waren aus Paprika gemacht. Die Augen bestanden aus kleinen Stücken von Karotten. Gruppe 1 und 2 haben sich zusammen getan und zusammen eingekauft. Gruppe 3 ist am Mittwoch während der Pause einkaufen gegangen und hat einen vollen Einkaufswagen mitgebracht. Alle hofften natürlich, dass sie alles gekauft hatten und nicht zu viel Geld ausgegeben haben. Insgesamt durften wir 50€ ausgeben. Mittwoch war der Tag, vor dem großen Tag an dem die Kindergartenkinder kamen. Ein bisschen aufgeregt waren wir alle, weil wir nicht wussten ob es ihnen schmeckt und wie die Kinder so drauf sind. Nun war endlich Mittwoch und jetzt musste alles 21


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klappen. Wir trafen uns noch mal kurz, um zu besprechen was wir alles schaffen müssen bevor die Kinder kommen. Jeder der schon vor 8 Uhr da war, hat den Tisch gedeckt und dekoriert. Damit schon mal ein Teil der Arbeit erledigt war. Zusammen sind wir dann in die RVT rüber, wo wir in der Küche dann unsere Essensentscheidungen zubereitet haben. Am Anfang lief es nicht so toll, denn die Lebensmittel waren nicht da und so mussten noch mal einige von uns in die Monti Schule zurück, um die Sachen zu holen. Danach ging es aber ans Essen machen. Astrid und Anette haben uns beobachtet und sich Notizen gemacht und einen Bewertungsbogen ausgefüllt. Um 10.00 Uhr waren die Kinder endlich da. Wir haben uns schon darauf gefreut. Wir sind rechtzeitig mit unserem Buffet fertig geworden. Zuerst haben wird die Kinder begrüßt und ihnen erzählt was wir für sie gemacht haben und was wir mit ihnen dann noch machen wollen. Die Kinder haben uns immer gesagt was

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ihnen gut geschmeckt hat und wir haben uns natürlich gefreut, dass es ihnen schmeckte. Als alle fertig waren mit essen, erzählten wir ihnen noch mal, was wir mit ihnen spielen oder basteln wollen. Die Gruppe 3 hat ein Bastelangebot mit einer Gruppe Kindern gemacht. Zusammen mit den Kindern haben wir einen Hasenkopf in der Form von Himmel & Hölle gebastelt und danach noch Ohren dran geklebt. Wer wollte, durfte seinen Hasen auch anmalen. Die anderen beiden Gruppen haben Verstecken gespielt und ein paar von uns Großen haben auch mit denen die nicht Verstecke spielen wollten einfach aus Steckquadraten ein Haus gebaut oder etwas anderes gebaut. Um 12.00 Uhr gingen die Kleinen wieder zum Kinderhaus zurück. Der Tag ging schnell vorbei. Allen hat es gefallen und wir waren erschöpft nach diesem Tag, doch leider mussten wir noch alles aufräumen und spülen. Danach hatten wir eine Pause und wir durften uns ausruhen oder wer noch was von den Aufgaben machen musste, hat sie zu Ende gemacht, z. B die Berufsplakate oder die Selbsteinschätzung mit der Fremdeinschätzung, die einer aus der Gruppe ausfüllen musste. Nach der Pause musste noch jede Gruppe ihre Sozialberufe, die sie sich ausgesucht hatten, vorstellen. Astrid hat uns klare Angaben für die Plakate gegeben. Sie sollen ansprechend sein, leserlich geschrieben sein und gegliedert sein. Es sollte also eine klare Struktur auf dem Plakat zu

sehen sein. Als alle ihre Berufe (z.B. Erzieher, Altenpfleger, Heilerziehungspfleger, Sozialpädagogische Assistentin) vorgestellt haben , haben wir noch mal die ganzen drei Tage reflektiert und erzählt, wie die Tage für uns waren und wie es uns gefallen hat. Gelernt habe ich, dass man seinen Zeitplan vorher erstellen sollte und sich dann auch daran halten sollte. Unsere Aufgaben genau lesen und auch nachfragen, wenn wir uns nicht sicher sind oder es nicht wissen. Das Projekt ist eigentlich gut gelaufen und am Ende waren wir zufrieden, dass wir es endlich hinter uns gebracht haben. Mir hat das Projekt gut gefallen. Mit den Kindern zu spielen/basteln hat mir auch Spaß gemacht. Es war ab und zu mal anstrengend, aber wir haben es gut gemeistert. Janni Pfeiffer, Rubinklasse

Unser Projekttag mit den Hauptschülern der MontessoriMontessori-Schule (Osterfrühstück) Stimmen der Kinder: „Am besten haben mir die Spießchen geschmeckt“ „Ich liebe es, wenn es ein Buffet gibt. Davon hat mir das Brot am besten geschmeckt.“ „Mir haben die Waffeln besonders gut geschmeckt.“ „Einen Ausflug mit dem Bus finde ich immer sehr aufregend.“ „Am schönsten fand ich es, den Hasen zu basteln.“ „Wir haben Verstecken gespielt. Das war schön.“ „Als die großen Schulkinder mit uns das Haus bauten, hat mir das gut gefallen.“ „Ich habe mich gefreut mal wieder in unseren alten Garten z u sein.“ „Mich hat gefreut, dass wir Räuber und Gendarme gespielt haben.“ …und gleich beim Rückweg von der Schule: „Das war toll! Wo gehen wir morgen hin?“ Gesammelt von Judith Walloch

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Berufserkundung im bfz Am Donnerstag, den 17.2.2011 fing der erste Tag im bfz (Berufliches Fortbildungszentrum) Forchheim an. Die 8. Jahrgangsstufe der Rubinklasse und Astrid durften zwei Tage vier verschiedene Berufsfelder kennenlernen. Diese waren Hauswirtschaft/Gastronomie (HoGa), Raum- und Farbgestaltung, Verkauf oder sozial pflegerischen Bereich. Diese Berufserkundungstage sollen uns bei unserer Berufswahl helfen. In den Werkstätten des bfz arbeiten wir mit Fachleuten (Meister) aus den jeweiligen Berufsfeldern zusammen. Der Hauptteil der Klasse fuhr mit dem Bus zum Forchheimer Bahnhof und von dort aus liefen sie die paar Meter zum bfz-Gebäude in der Konrad-Ott-Str. Ich persönlich wurde von meiner Mutter gefahren. Am ersten Tag wurden wir kurz vom Andreas Reinwald (verantwortlich für diese Maßnahme) begrüßt und dann wählten wir uns in vier Gruppen. Ich war mit Janni und Matze in einer Gruppe. Zusammen gingen wir zuerst in das Berufsfeld Raum- und Farbgestaltung. Dort malten wir drei verschiedene Wandstreichtechniken auf eine selbst ausgemessene und ausgeschnittene Tapete. Doch zuerst mussten wir die weiße Tapete am Tisch befestigen und in der Hälfte, diagonal, von Ecke zu Ecke einen Kreppstreifen anlegen. In einer der Hälften mussten wir noch einmal in der Mitte einen Kreppstreifen ankleben, so dass wir zwei gleichgroße, kleine Dreiecke und ein großes Dreieck hatten. Danach mischten wir eine helle Hintergrundfarbe für die Tapete. Ich wählte die Farbe Orange und mischte sie mit ganz viel weiß. Mit einer Rolle strichen wir die ganze Tapete mit der Farbe voll. Nachdem wir die Tapete mit einem Föhn getrocknet hatten, wählten wir eine andere Farbe aus. Ich nahm Lila und nun lernten wir die erste Technik. Wir nahmen einen leicht feuchten, kleinen Lappen und tupften den in die Farbe. Dann rollten wir den Lappen über ein kleines Dreieck auf der Tapete. Wir mussten aufpassen, dass wir nicht zu dicht rollen, sondern so, dass man die

Hintergrundfarbe auch noch etwas sieht. Danach wählten wir die dritte Farbe, mit der wir die zweite Technik lernten. Die Schwammtechnik. Wir tupften den Schwamm in die Farbe und drückten ihn leicht auf die Tapete und drehten ihn immer mal wieder. Das machte ich mit der Farbe Rot. Die dritte Technik war die Pinseltechnik, welche ich mit Grün machte. Wir tupften die Pinselspitze in die Farbe und strichen leicht kurze Striche auf die Tapete. So füllten wir das zweite Dreieck. Als alles trocken war, räumten wir die Tapete auf die Seite, wischten alle Farbspritzer weg und hatten eine halbe Stunde Pause. Nach der Pause ging es weiter mit dem sozialpflegerischen Bereich. Dort stellten wir uns zuerst einmal vor. Anschließend besprachen wir welche Berufe wir schon im sozialen Bereich kennen und fingen an, etwas Praktisches zu machen. Zuerst wuschen wir uns gegenseitig die Hände und dem, dem sie gewaschen wurden, banden wir zuerst ein Tuch um die Augen, denn er sollte mitkriegen, wie sich ein Blinder fühlt. Dann fütterten wir uns noch gegenseitig, wobei der Gefütterte auch wieder blind war. Danach machten wir ein paar Übungen mit zwei verschiedenen Pulsmessgeräten. Ein mechanisches Gerät und eines, wo man selber noch Hand anlegen muss. Zum Schluss verbanden wir uns mit Verbänden und lernten ein paar bestimmte Verbandsmöglichkeiten. Natürlich mussten wir am Ende jeder Gruppenzeit ein Feedback zum Thema abgeben. Der Tag endete um 15:00 Uhr, für mich war es ein sehr schöner Tag. Am zweiten Tag fingen Janni, Matze und ich mit dem Thema Verkauf an. Am Anfang gab es ziemlich viel Theorie, aber zum Schluss hin sind wir in die Läden der Gegend gegangen, um die Verkäufer zu beobachten. Wir sollten

schauen, ob sie uns begrüßen, uns Hilfe anbieten, freundlich bedienen und auch wieder verabschieden. Das Ergebnis war eigentlich ganz gut, die meisten Verkäufer waren sehr freundlich. Am Ende haben wir noch zwei Arbeitsblätter bearbeitet und das Feedback-Blatt ausgefüllt. In der Mittagspause gab es ein Buffet, welches von der Gruppe in HoGa zubereitet wurde. Es gab eine sehr große Auswahl, von Bananenshakes über Lasagne und Tiramisukuchen. Das war alles wirklich sehr lecker! Nach der Mittagspause mussten wir in HoGa das ganze Geschirr spülen, welches für das Buffet gebraucht wurde. Das war ziemlich blöd. Es dauerte auch ziemlich lange, bis wir das alles gespült, aufgeräumt, die Küchenablagen gewischt und den Boden gekehrt hatten. Als wir dann doch endlich mal fertig waren, trafen wir uns nochmal alle mit Andreas und er erzählte etwas über die Berufsvertiefungstage im Mai. Da werden wir uns ein Berufsfeld von den vier Kennengelernten auswählen und drei Tage im bfz darin arbeiten. Ich konnte durch diese zwei Tage mein Berufsfeld schon etwas mehr eingrenzen und ich habe herausgefunden, dass ich in Raum - und Farbgestaltung anscheinend ein kleines Talent und auch Spaß gefunden habe. In HoGa habe ich dieses Mal leider keine guten Erfahrungen gemacht, weil ich dieses Mal nur spülen und putzen durfte. Das ist schade. Den ersten Tag fand ich total spitze, weil wir gleich mit Raum- und Farbgestaltung angefangen haben, und ich mich schon darauf gefreut habe. Der sozial- pflegerische Bereich war auch nicht schlecht, es war interessant, und auch lustig. Der zweite Tag war leider nicht ganz so lustig und interessant. Doch im Großen und Ganzen finde ich so etwas total nützlich für die Berufsfindung. Und ich freue mich auch schon auf die Berufsvertiefungstage im Mai. Jana Dötzer, Rubin Klasse Fotos: Astrid Romanowski

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Hilft uns das BIZ bei unserer Berufswahl? Am Dienstag den 22.2.2011, traf sich die achte Jahrgangsstufe der Montessori Schule Forchheim, um nach Bamberg ins BIZ (Berufs Informationszentrum)zu fahren. Um 7:45 Uhr sollten wir alle am Bamberger Bahnhof sein. Da wir uns in Bamberg trafen und nicht in Forchheim, stiegen wir alle in den gleichen Zug ein um dort zur gleichen Zeit anzukommen. Aus Erlangen die Carina, aus Forchheim Jana und Lucas (die allerdings nicht einstiegen, weil sie nicht wussten auf welches Gleis sie sollten und dann in die Schule gingen), in Eggolsheim der Jarno, in Buttenheim der Pascal, der Julian und die Leonie, in Hirschaid dann nur noch Astrid (Lehrerin) und der Matthias. In Bamberg warteten Tim, Hanna, Pascal, Claira und Jannika schon auf uns. Als wir da waren und uns gesammelt hatten, liefen wir los. Im BIZ kann man sich nach seinem Wunschberuf erkundigen, ob er wirklich für einen geeignet ist. Wo es freie Ausbildungsstellen gibt, welchen Schulabschluss man braucht, wie viel die Ausbildungsvergütung ist, ob es ein anerkannter Ausbildungsberuf ist und ob man eine schulische oder betriebliche Ausbildung macht. Und um das alles heraus zu finden sind wir dorthin gefahren.

Zuerst hat uns in einem Besprechungszimmerim die Fr. Panzer (unsere Berufsberaterin von der Agentur für Arbeit) gezeigt, auf welchen Internetseiten wir das herausfinden. Es gibt die Seiten: www.jobbörse.de, www.kursnet.de, www.planet-berufe.de und

www.berufenet.de. Dann hat sie uns gezeigt wie das geht, also, was wir eingeben müssen, wenn wir uns über Berufe informieren wollen. Danach gingen wir mit ihr hoch ins eigentliche BIZ und wir durften uns an einen PC setzen, um uns auf den Seiten zu informieren. Dazu sollten wir auch einen kleinen Fragebogen aus-

füllen, natürlich über den Beruf den wir uns heraus gesucht haben. Auf dem Fragebogen kamen Fragen wie z.B. „Was ist deine Ausbildungsvergütung?“, „Welche Tätigkeiten musst du machen oder können“ oder „Mit wem wir arbeiten“. Damit wir nicht alles abschreiben mussten was wichtig ist, konnten wir uns einen Berufe Steckbrief ansehen und ausdrucken. Als wir fertig damit waren, konnten wir uns entweder einen Film über Berufe ansehen oder uns Zeitschriften suchen, in denen uns gezeigt wurde, wie man sich entweder richtig bewirbt oder eine Bewerbung schreibt. Alles in allem haben wir gelernt was man so für einen Beruf braucht und haben muss (Fähigkeiten, Schulabschluss etc.) und wie man sich richtig informiert. Ich persönlich habe gelernt, dass ich mich vorher richtig informieren muss, bevor ich mir einen Beruf aussuche und mich bewerben will. Gefallen hat es mir ziemlich gut, vor allem, dass selber informieren am Computer. Leonie Pühl Rubin Klasse Foto: Astrid Romanowski

Schule zu Hause Am 14.03.2011 hatten wir Schule zu Hause. Das bedeutet: du nimmst dir eine Arbeit vor die du dann zu Hause erledigst. Ich habe mich mit Felix und Manu bei Felix in Hirschaid getroffen. Unser Auftrag war, wir sollten in die Bank gehen und uns verschiedene Fragen beantworten lassen. Da die Sparkasse nicht weit von Felix weg ist, liefen wir um ca. 13:50 Uhr dort hin. Durch die praktische Aufgabe, Fragen an Bankmitarbeiter zu stellen, konnten wir unseren Wissensstand erweitern. Es waren Fragen / Aufgaben wie „Erkläre bargeldlosen Zahlungsverkehr“, „Schreibe die Kontoar-

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ten auf“ oder „Was sind Kontogebühren?“. Bargeldloser Zahlungsverkehr bedeutet das übertragen von Zahlungsmitteln ohne Bargeld. Kontoarten sind beispielsweise Sparbücher und Girokonten. Insgesamt haben wir 12 Fragen bearbeitet. Wir befragten die Bankmitarbeiterin, die uns auch sehr ausführliche Antworten gab. Da wir das natürlich schriftlich festhalten mussten, habe ich mitgeschrieben. Zu der Frage: „ Was sind Kontogebühren? Und wie hoch sind diese?“, hat uns die Mitarbeiterin einen Flyer mitgegeben, da diese sehr unterschiedlich sind. Durch die vielen Fragen

konnte ich mein vorheriges Wissen erweitern. Gut fand ich auch, dass wir eine Ansprechpartnerin hatten, denn so konnten wir Fragen ausführlich und genauer beantworten. Es ist besser direkt zur Bank zu gehen und nicht die gute Zeit durch suchen im Internet zu verschwenden. Im Großen und Ganzen fand ich den Tag Schule zu Hause sehr schön und informativ. Annabell Rauh, Rubin Klasse

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Expertin bei den Rubinen Am Mittwoch den 23.3.2011 bekamen wir Besuch von Karin Scholz, die Mutter von Loris Scholz. Da sie in der Sparkasse arbeitet, war sie die gut gewählte Fachfrau für unser AWT Thema „Aufgaben und Bedeutung der Geldinstitute“. Zuerst erzählte sie uns etwas über die verschiedenen Arten der Bankzahlungen, danach hat sie uns etwas über den bargeldlosen Zahlungsverkehr (z.B.

Geldabheben vom Konto mit Karten) berichtet. Ich persönlich habe nicht so viel über die Bezahlung im Ausland gewusst. Da ich noch nicht so viel über die Bankzahlungsarten wusste, war es sehr interessant was sie uns berichtete. Außerdem fand ich klasse, dass Sie mit uns einen Überweisungsbeleg ausfüllte. Außerdem hatte sie verschiedene Bankkarten (EC-Karte, Kreditkarte, Kunden-

karte) dabei, die sie uns alle sehr genau erklärte. Ich persönlich fand den Besuch sehr interessant. Toll war, dass sie viel Info-Material für unsere Themen-Box dabei hatte. Ich habe persönlich sehr viel gelernt, denn sie hat alles sehr gut erklärt. Johannes Eckenweber

Änderungen beim Qualifizierenden Hauptschulabschluss Ab dem Schuljahr 2011/2012 ändert sich die Prüfung zum Qualifizierenden Hauptschulabschluss (Quali). Bisher mussten alle Schüler im Fach Arbeit/Wirtschaft/Technik eine schriftliche Prüfung und in einem der Fächer (Technik oder Wirtschaft oder Soziales) eine praktische Prüfung ablegen. Zum neuen Schuljahr gibt es folgende Neuerung: Die beiden Fächer (AWT + Technik/Wirtschaft/Soziales) werden nun in einer sogenannten „Projektprüfung“ zusammengelegt. Diese Prüfung wird in einer Gruppe abgelegt. Dazu bilden 3 – 4 Schüler eine eigene Projektgruppe, die ein von der Schule gestelltes Prüfungsthema gemeinsam bearbeitet. Die Projektprüfung erstreckt sich über mehrere Tage. Sie lässt sich in drei Hauptphasen unterteilen: Vorbereitung In dieser Phase sammeln die Schüler Informationen zum gestellten Thema. Die Aufgaben werden auf einzelne Gruppenmitglieder verteilt und der Aufgaben- und Zeitplan (Arbeitsplan) für die Durchführungsphase erstellt. Während dieser Phase kann in der Schule oder zu Hause gearbeitet werden. WICHTIG! Bereits während der Vorbereitung müssen mehrere Arbeiten vollständig fertig gestellt werden, die in den darauf folgende Projektphasen zum Einsatz kommen (AWT bezogener Prüfungsinhalt, Projektmappe und der Präsentationsbeitrag). Durchführungsphase In dieser Phase findet in der Schule – zu festgelegten Zeiten – die Herstellung der Produkte statt. Im Anschluss erfolgt die Präsentation der Gruppenergebnisse vor einer Jury. Nachbereitungsphase Nach der Präsentation wird die Gruppenarbeit reflektiert. Hierzu füllen die Schüler einen Selbsteinschätzungsbogen aus und erhalten Feedback von den Prüfern. Während der gesamten Projektprüfung sind Lehrer anwesend und beurteilen die Schüler. Im Wesentlichen sind es drei Bereiche, die die Grundlage für die Gesamtbewertung am Ende der Projektarbeit darstellen: Einzelleistung in der fachpraktischen Prüfung (z.B. Herstellung eines Werkstücks) und die Einzelleistung im AWT bezogenen Prüfungsteil Mitwirkung in der Gruppe und an der Abschlusspräsentation Eigene Projektprüfungsmappe Damit sich unsere Schüler der 8. Jahrgangsstufe schon einmal mit dieser Prüfungsform vertraut machen können, werden wir in diesem Schuljahr 2 kleine „Projektprüfungen“ durchführen. Das erste Projekt (nur Bereich Soziales) fand im Zeitraum 18.03. (Freitag) bis 23.03.11 (Mittwoch) statt. Und das zweite Projekt im Bereich Wirtschaft werden wir im Juli durchführen. Astrid Romanowski Ausgabe 43/2011

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Workshop und Betriebsbesichtigung der Sparkasse Forchheim Am 31. 03. 2011 trafen wir uns alle ganz normal um 8:10 Uhr in der Schule. Von dort aus sind wir dann zur Sparkasse gelaufen. Da warteten auch schon zwei junge Damen (Frau Rackelmann und Frau Schmitt) auf uns, die uns den ganzen Tag begleiteten. Wir gingen alle zusammen runter in einen Riesensaal, wo auch manchmal Konferenzen stattfinden. Da ging es dann mit einer Powerpoint-Präsentation los. Sie erzählten uns, z.B. wie lang es die Sparkasse gibt und seit wann dieses Gebäude steht. Und noch vieles weitere Wissenswerte. Jetzt mussten wir uns in Zweiergruppen zusammenschließen. Doch ich musste alleine arbeiten, weil ein Schüler krank war. Jede Gruppe bekam ein Thema mit Fragen, die man beantworten musste. Als man fertig war, musste man die erarbeiteten Information auf ein riesiges kariertes Plakat schreiben. Anschließend musste jede Gruppe ihr Ergebnis vorstellen. Als jeder dran war, durften wir eine Pause machen. Wir bekamen was zu trinken und vom Bäcker etwas zu Essen. Danach zeigten die beiden Frauen uns den kompletten oberen Bereich. Die einzelnen Räume, in denen die Gespräche und Verhandlungen stattfinden. Anschließend zeigten sie uns verschiedene Automaten, wie z.B. den Selbstbedienungsautomaten oder den normalen Geldautomaten. Am Ende durften wir runter zum Tresorraum. Das war für uns alle am Interessantesten. Uns wurde vieles gezeigt z.B. alte und neue Schließfächer, Münzgeld, die in so Papierröllchen eingepackt waren. Dann noch den Koffer zum Transportieren von Geld. Da wurde einmal so ein Koffer geklaut und nach einiger Zeit sind im Koffer rote Farbbomben hochgegangen. Somit wurde das Geld unbrauchbar. Als nächstes hat er uns einen Trick verraten, wie man raus findet, ob der Geldschein echt ist oder nicht. Insgesamt war der Tag seht interessant, ich habe viel neues

Ferienbetreuung über Kredit und Onlinebanking gelernt. Und es hat sich gelohnt, in die Sparkasse Forchheim zu gehen.

Termine: Pfingsten 2011

14.— 14.—17. Juni

Sommer 2011

01.— 01.—05. August

Vanessa Bierfelder Fotos: Astrid Romanowski

08.— 08.—12. August 16.— 16.—19. August Anmeldeformular gibt’s im Internet oder in der Schule

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Ein Einblick ins Grauen des 20. Jahrhunderts Am Freitag den 11.02.2011 (übrigens auch der Tag, an dem in Japan das Erdbeben war) war ich mit meiner Familie im Konzentrationslager (KZ) in Buchenwald bei Weimar. Da wir uns im Unterricht mit dem Thema Deutsche Geschichte von 1900 – 1950 beschäftigt haben, bin ich auf die Idee gekommen dort hinzufahren. In diesem Lager wurden von 1937 bis 1945 - also während der Nazizeit - politische Gegner, Juden und „Gemeinschaftsfremde“ (Homosexuelle, Zeugen Jehovas oder Vorbestrafte) aus ganz Europa eingesperrt. Insgesamt über 250.000. Die Häftlinge mussten dort für die deutsche Rüstungsindustrie (Panzer, Bomben, Granaten, Gewehre) arbeiten. Die Menschen in dem Lager wurden dort sehr schlecht behandelt. Sie mussten den ganzen Tag schwer arbeiten, bekamen wenig zu Essen und wurden oft von den Soldaten geschlagen. Viele wurden krank, aber eine medizinische Behandlung gab es kaum. Viele Menschen starben dort. Das KZ liegt in einem kleinen Wald nahe der Stadt. Nachdem wir angekommen sind, sind wir erst einmal in die Räume in den Abgrenzungsgebäuden gegangen. Das sind die Häuser, die gleichzeitig die Außenmauer des Lagers waren. Dort waren Einzelzellen eingebaut. Diese Zellen waren sehr klein und eng. Man konnte darin höchstens sitzend schlafen, aufs Klo gehen oder die Lichtstrahlen begutachten, die durch die Bretter kamen die vor den Fenstern angenagelt waren. Das Gelände war riesig, bis zum Horizont war alles mit grauen Steinen geschottert. Dort standen früher die Schlafbaracken, in denen die Häftlinge gefangen waren. Nur noch das Krematorium (Leichenverbrennungsanlage) stand da und am Ende des Platzes war ein großes Haus, in dem damals die Wärter wohnten. Im Krematorium war ein Raum, der auf den ersten Blick wie ein Arztraum wirkte. Als man sich das aber genauer anschaute, sah man an einer Wand eine Messlatte hängen. Diese hatte ein kleines Loch. Durch das Loch wurden die Menschen von hinten erschossen. Anschließend wurden die Leichen in den Verbrennungsraum gebracht und in den Ofen geschoben. Nach der Verbrennung wurde die Asche in kleine Urnen umgefüllt. Diese wurden dann in einem weiteren Raum aufbewahrt. Wenn Häftlinge anderen geholfen haben, wurden sie dafür umgebracht. Um die anderen Häftlinge abzuschrecken, wurden Warntafeln aufgestellt. Am Ende des Platzes stand noch eine Ruine. In diesem Haus war die Fleckenfieber-Infizierungsanlage. Dort wurden die Häftlinge mit Fleckenfieber infiziert. Man wollte herausfinden wie diese Krankheit verläuft. Die Häftlinge hat man also auch als „Versuchskaninchen“ benutzt. Nach all dem Grauen sind wir wieder heimgefahren. Es ist wirklich schrecklich wenn man sieht, dass Menschen ihren Mitmenschen so etwas antun konnten. Wie kann man sowas nur machen?

Abgrenzungsgebäude

Wachturm

Krematorium

Einzelzelle

Schlafbaracke

Text u. Fotos: Jarno Eickels , Rubin Klasse Ausgabe 43/2011

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Auf un serer Intern etseit e gibt es die Monti aktue auch i ll n Farb e

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Monti Aktuell #43  

Ausgabe 43 der Monti Aktuell für Juni 2011

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