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Monti

Jahrgang 2013, November, Ausgabe 53

Auf unserer Homepage gibt’s die Monti aktuell auch in Farbe


Monti aktuell

Hurra, unsere neue Website ist online!

Am 1. November ging die Homepage www.montessori-forchheim.de ins Netz. Nach vielen Stunden, Tagen und Nächten Programmier- und Gestaltungsarbeit, texten, Bilder zusammenstellen usw. haben wir eine moderne neue Seite mit übersichtlichen Informationen in benutzerfreundlichem Design. Wir haben noch viele Ideen, mit denen wir die Seite in nächster Zeit weiter ausbauen wollen. Wir hoffen, Euch gefällt die neue Seite! Wer darüber hinaus Anregungen hat, kann gerne eine E-Mail an die Monti aktuell-Redaktion senden.

Ein Bienchen

Vorwort Hallo Ihr lieben Montis,

nun folgt das „L“ aus dem A-B-C der Guten Schule von Otto Herz mit „Auf die Lust am Leisten wert legen und das Loben lieben“. Als Jurymitglied lese ich gerade die Großen Arbeiten, die Abschlussarbeiten, unserer 9.Klässler und freue mich über die spürbare Lust und Freude, das Engagement und den Willen das jeweilige Thema gut zu bearbeiten, wirklich etwas zu leisten. Das ist toll und es ist uns wichtig. Genauso schön ist es, das große Engagement der Bauarbeiter der verschiedensten Firmen und unseres Architekten tagtäglich zu erleben und alle zu loben, die unermüdlich an unserem Gebäude tätig sind. Sie kommen gut voran, immer mehr wird fertig, alle sind freundlich und hilfsbereit über das „Normale“ hinaus, so dass wir es immer noch ganz gut „aushalten“ in einer Baustelle zu arbeiten und zu leben. Auch die Kinder und Pädagogen bringen viel Verständnis auf und machen das Beste daraus. Ein großes Lob und Dankeschön an Euch alle. Mit lieben Grüßen Sibylle Kellner

für......

unsere Mitarbeiterinnen in der Mittagsbetreuung

Noch nie war der Andrang sooooo groß, wie in diesem Schuljahr. Sehr viele Mädchen und Jungen, vorwiegend aus der Grundstufe, möchten die täglichen Betreuungsangebote der Mittagsbetreuung bis 16.00 Uhr nutzen. Neben einem gemeinsamen Essen können die Kinder miteinander spielen, werden beim Anfertigen der Hausaufgaben betreut, besuchen Nachmittagsaktivitäten, die zusätzlich von Eltern angeboten werden oder machen Sport mit Michael. Das alles muss täglich abgestimmt und organisiert werden, derzeit noch besonders erschwert durch unsere Baustellensituation im Haus und auf dem Schulhof. Mit Beginn des Schuljahres haben sich Heidi, Kerstin, Simone, Gerti und Jutta um alles gekümmert. Durch den Ausfall von Christine waren sie plötzlich für vieles mitverantwortlich und haben das super gut gemeistert. So „ins kalte Wasser“ geworfen zu werden und die unendlich vielen „Kleinigkeiten“ im Ablauf der Mittagsbetreuung bedenken zu müssen, ist nicht leicht und fordert viel Energie und Verständnis und Ruhe bewahren, auch nach einem mitunter sehr anstrengenden Vormittag, entweder als pädagogische Mitarbeiterinnen in den Klassen oder als Ansprechpartnerin und „gute Seele“ im Büro. Wir sind sehr froh und dankbar, dass das so gut und für uns nach außen reibungslos geklappt hat. Ich weiß, Ihr macht es gern, aber es ist auch wirklich anstrengend. Vielen, vielen Dank! Liebe Grüße Sibylle

Montessori Pädagogik Forchheim e.V. Träger von Schule und Kinderhaus, als gemeinnützig anerkannt und eingetragen beim Amtsgericht Bamberg, Aktenzeichen VR 10482 Egloffsteinstr. 33 91301 Forchheim Telefon: 0 91 91/73 66 77 9 Fax: 0 91 91/72 99 96 E-Mail: geschaeftsfuehrung@montessori-forchheim.de 1. Vorsitzender Christoph Kilgenstein 2. Vorsitzender Bernhard Jackermeier 3. Vorsitzender Michael Bayerlein Geschäftsführerin Sibylle Kellner

Finanzvorstand: Maja Wucherer Personalvorstand: Matthias Burger Schriftführerin Manuela Mylius

Bankverbindungen: Verein: Volksbank Forchheim, BLZ 76 39 1000, Konto 77 50 978 Schule: Sparkasse Forchheim, BLZ 763 510 40, Konto 80 52 300 Kinderhaus:: Vereinigte Raiffeisenbank BLZ 770 694 61, Konto 80 90 39

Montessori-Kindergarten Forchheim Kinderhaus „Pusteblume“ Balthasar-Schönfelder-Str. 36 91301Forchheim Tel. 0 91 91/70 44 32 Fax: 0 91 91/70 26 24 E-Mail:kindergarten@montessori-forchheim.de Private Montessori-Volksschule Forchheim, Grundschule und Hauptschule Egloffsteinstrasse 33 91301 Forchheim Tel.0 91 91/72 99 95 Fax.0 91 91/72 99 96 E-Mail:schule@montessori-forchheim.de Redaktion: Sigrid Oppelt, Katja Eckert-Hessing, Thomas Hilgart, Judith Walloch, Michael Hoser, Sylvia Auerswald, Moni Glätzl E-Mail: monti-aktuell@montessori-forchheim.de Druck: Druckerei Bernhard Weid, Hirschaid

Fotografen Titelseite: siehe jeweilige Beiträge 2

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Abschied von Herbert

Nach 16 Jahren haben wir zum Ende des letzten Schuljahres unseren langjährigen Rektor Herbert Winter feierlich verabschiedet. Mit vielen persönlichen Aufmerksamkeiten sagten Schüler und Kollegen, Eltern, Vorstand und Geschäftsführung auf Wiedersehen. 1994 kam Herbert als Grundschullehrer an die neu gegründete Montessorischule. Ab 1999 hat er als Rektor den Auf- und Ausbau der Schule maßgeblich mit gestaltet. Sein Wirken hat der Schule einen maßgeblichen Abdruck gegeben, deswegen durfte er auch seinen Fußabdruck mit Unterschrift in einer Tonfliese hinterlassen. Eine gebackene Schule, gefilzte Montessori-Sitzunterlagen sowie ein von allen Klassen gestaltetes Erinnerungsbuch sind nur ein paar weitere der individuellen Präsente und Darbietungen, die Schüler und Gremien in ihrer Verbundenheit übergeben haben. Mit einer großen Kiste Glückskekse bedankte sich Herbert im Gegenzug bei allen Anwesenden. Zum Abschluss ließ jede der 13 Klassen für ihn einen Ballon mit guten Wünschen für die Zukunft in den Himmel steigen. Text u. Fotos: Sylvia Auerswald

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Unsere neue Schulleitung: Birgit Burczyk-Wening und Anja Wenkemann Nach dem Abschied von unserem langjährigen Schulleiter Herbert Winter haben wir seit Beginn des neuen Schuljahres ein neues Schulleitungsteam. Als kommissarische Schulleiterin übernimmt Birgit Burczyk-Wening gemeinsam mit der stellvertretenden Schulleitung Anja Wenkemann die Führungsaufgaben in der Schule. Beide Kollegen werden nach wie vor als Klassenleiterinnen für die Klassen Esche und Amethyst zur Verfügung stehen. Für Vertretungsplanung und Fragen zur Einschulung wird das Team von Maja Gräf unterstützt.

„Neu im Team“

Maja Gräf, Anja Wenkemann, Birgit Burcyk-Wening

Sandra Fees

Fotos: Thomas Kehrberger und privat

Klassenleitung Rubin Ich wurde in Erlangen geboren und wohne derzeit in Hetzles (Neunkirchen am Brand). Als ausgebildete Realschullehrerin habe ich bereits in Erlangen und in Rothenburg ob der Tauber unterrichtet. Während meines Studiums konnte ich außerdem durch ein sechsmonatiges Praktikum an einer Schule in Otjiwarongo (Namibia) Auslandserfahrungen sammeln. Privat bewege ich mich gerne in der freien Natur - vor allem gemeinsam mit meinem Hund. Neben der Zeit, die ich meiner (passiven) Fußballleidenschaft widme, lese ich viel und verreise gerne. Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit im Montessori-Team!

Mein Name ist Nils Zintz.

Ich bin zu Beginn dieses Schuljahres neu als Klassenlehrer der Diamant-Klasse (M10) an die Montessori-Schule nach Forchheim gewechselt. Nach längerem Suchen habe ich auch eine neue Wohnung in Forchheim gefunden und mich mittlerweile gut eingelebt. Die ersten Wochen an der neuen Schule waren für mich sehr aufregend, aber auch sehr arbeitsintensiv. Schon bei meinem ersten Besuch an der Schule wurde ich sehr nett aufgenommen. Bei meinen Fragen finde ich immer ein offenes Ohr bei meinen Kollegen, den Mitarbeitern und natürlich auch im Sekretariat. Ich freue mich auf die neuen Herausforderungen und die Zusammenarbeit mit dem gesamten Schulteam, den Schülern und den Eltern.

Astrid Meiler

Lehrerin in der Lindenklasse Ich komme aus Forchheim und habe meine Schulzeit in der Grundschule Reuth und anschließend im Ehrenbürg-Gymnasium verbracht. Nach dem Abitur habe ich mein Studium in Bamberg aufgenommen und dort Grundschullehramt mit den Fächern kath. Religion, Deutsch, Mathematik und Kunst studiert. Zwischen Studienende und Beginn des Referendariats hatte ich Gelegenheit zusätzliche Praktika zu machen, u. a. hier in der Montessorischule. Die Eindrücke haben mich bestärkt, zusammen mit zwei Studienfreundinnen einen Montessori-Diplomkurs zu beginnen, den ich im Sommer 2012 abgeschlossen habe. Auch einen Teil der Hospitationszeiten für das Diplom habe ich gerne wieder in Forchheim in der Schule und im Kinderhaus verbracht. Zeitgleich habe ich das Referendariat in Gößweinstein absolviert, wo ich im letzten Schuljahr Klassenlehrerin für eine 3. Klasse war und die Prüfungen zum II. Staatsexamen abgelegt habe. Gerne lese ich Bücher, dabei ist mein Geschmack breit gefächert, gehe schwimmen und nun auch wieder regelmäßig tanzen. Hin und wieder finde ich Gelegenheit zum Stricken, Nähen, Häkeln und sonstigem kreativen Tun. Ansonsten ist es mir besonders wichtig, meine Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen. 4

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Pädagogisches Team 2013/2014

Montessorischule belegt 2. Platz bei Förderpreis „Neue Lernkultur“ der Vereinigten Raiffeisenbanken Im Juli 2013 hat die Montessorischule den 2. Platz beim Förderpreis „Neue Lernkultur“ der Vereinigten Raiffeisenbanken belegt und ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro erhalten. „Lernen mit Hand, Herz und Kopf“ hieß das Motto, das ja für eine Montessorischule nicht passender sein könnte. Entsprechend erfüllen wir auch alle Kriterien, die für die Förderfähigkeit von Projekten zu Grunde lagen: -Lernen im Team (von der 1. bis zur 9. Klasse) -Selbstorganisiertes Lernen (von der 1. bis zur 9. Klasse) -Außerschulische Lernorte (v.a. Sekundarstufe: Praktika, Betriebsexkursionen, Große Reise) -Lebenspraktisches Lernen (v.a. Sekundarstufe: Praktika, Große Reise, Schülerfirma) -Vernetztes Lernen (fächerübergreifendes Lernen, Große Reise, Große Arbeit) Schwerpunktmäßig haben wir uns mit der Großen Reise der 8. Klässler nach Premuda beworben, wo sich alle gefragten Kriterien sehr gut in einem Projekt vereinen. Mit dieser besonderen Art einer von den Schülern selbst organisierten Reise zum praxisorientierten Lernen und Arbeiten, bei der auch Umweltschutz und soziale Verantwortung aktiv umgesetzt werden, haben wir die Jury überzeugt. Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Preis eine gute Unterstützung für die Große Reise und eine tolle Bestätigung für unsere pädagogischen Zielsetzungen erhalten haben.

Katja Eckert-Hessing

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Einschulung der neuen „Wurzeln“ am 13.09.2013 Nun war es also wieder mal soweit: Mein viertes Kind hatte den Kindergarten endgültig verlassen und startete stolz seine Schulkarriere. Ausgerechnet am Freitag, den 13. fand das große Ereignis statt. Das Wetter meinte es schon mal gar nicht gut mit uns, was aber der guten Stimmung und der gespannten Erwartung keinen Abbruch tat. So trafen sich also alle Erstklässler mit Eltern, Großeltern, Geschwistern und wer sonst noch an diesem wichtigen Ereignis teilhaben sollte um 8.15 Uhr in der Johanniskirche. All die vielen wunderschönen Schultüten durften zum Bewundern auf die Treppe zum Altar gelegt werden, bevor wir einen sehr abwechslungsreich und liebevoll gestalteten Gottesdienst erleben durften, mit vielen motorisch und musikalisch anspruchsvollen gemeinsam gesungenen Liedern. Anschließend machten wir uns auf den Weg zur Schule, wettertechnisch war immer noch leichte Weltuntergangsststimmung, aber da alle Familien insgesamt genügend Hände zur Verfügung hatten, konnten alle Schultüten, Haare, Taschen und Klamotten mit Schirmen und sonstigen Hilfsmitteln vor dem Ertrinken und völligen Durchweichen halbwegs gerettet werden. Da ich zwei Tage vorher noch zu einer Besprechung in der Schule war, die zu diesem Zeitpunkt aber in der Aula noch aussah, als hätte eine Bombe eingeschlagen ( überall Malervlies, Farbeimer, herumliegendes

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Material etc.), war ich sehr gespannt, ob sich angesichts des Baustellencharmes bei mir die bei Einschulungen meiner Kinder übliche rührselige und gefühlsbehaftete Stimmung einstellen würde. Aber siehe da, von Baustellenflair kaum was zu merken, die Aula sauber und aufgeräumt, in der

Mitte einige Bänke und Stühle für die Neuen und rundherum alle

Klassen jeweils mit einem Namensschild, damit die „Ersties“ auch wissen, wohin sie müssen. Da sich wegen der immer noch nicht enden wollenden Sintflut alles nur in dieser Halle abspielen konnte, war es insgesamt ein bisschen chaotisch. Hier und da fehlte ein Kind oder der ausgerufene Name ging durch den allgemeinen Trubel und Lärm etwas unter, aber die kleine Rede der Direktorin, die die kleinen Pannen und die gesamte (Regen- und Baustellen-) Situation sehr humorvoll und spontan gestaltete, sorgte weiterhin für gute Stimmung. Die meisten Neuen saßen andächtig, gespannt, voller Erwartung in der Mitte und hier und da kullerte auch mal ein Tränchen (nur meine Tochter quasselte wieder mal munter drauf los, ohne zu Ausgabe 53/2013


Monti aktuell bemerken, wann mal zuhören angesagt gewesen wäre) Sehr schön war noch das stimmungsvolle und wirklich toll gesungene Lied, dass alle Kinder und Lehrer für unsere Erstklässler vortrugen und dies war dann der Zeitpunkt, dass bei mir ein paar Tränen kullerten. Dann war der Zeitpunkt gekommen, wo alle Neuen auf ihre Klassen verteilt wurden und in einem riesigen Tohuwabohu fröhlich in ihren Zimmern verschwanden. Zeit für uns, am vom AK Veranstaltungs-

organisation angebotenen leckeren Buffet mit Kuchen, Laugenstangen und Quiche sowie Kaffee und Tee unseren Nerven wieder etwas Nahrung zuzuführen. Außerdem konnten wir uns über die verschiedenen Arbeitskreise und deren Tätigkeitsfelder informieren. Um 11.30 Uhr holten wir frisch gestärkt unsere Schützlinge in der Halle wieder ab, Emmi kam, nur bepackt mit ihrer Schultüte, die Treppe herunter gestolpert, begleitet von ihren beiden Paten, die ihr die Tasche trugen und sie ganz lieb verab-

schiedeten. Voller Begeisterung, glücklich lachend und hüpfend textete uns unsere kleine Quasseltante gleich wieder zu, zu Hause wurde dann endlich die Tüte ausgepackt, die Süßigkeiten weitgehend vertilgt und der Nachmittag konnte noch gemütlich ausklingen,, bevor dann am Montag der Schulalltag so richtig beginnen würde.

Monika Glätzl Fotos: Michael Hoser

Der Link zum Video: http://youtu.be/1TkKg2mzwaU

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Weniger ist mehr Unter diesem Titel lief kürzlich ein Film auf Arte, der uns noch einmal bewusst machte, was wir seit den 70er Jahren eigentlich genau wissen. Die Idee unserer Gesellschaft, dass >>Wachstum<< (damit ist gemeint Wirtschaftswachstum) uns glücklich macht, ist längst widerlegt. Wir sind dabei, unsere Lebensgrundlagen und unsere Umwelt zu zerstören. Wie können wir das den nachfolgenden Generationen erklären? Was können wir in unserem Alltag mit den Kindern gemeinsam ändern? Bei der Fortbewegung, der Ernährung, im Wohnumfeld und im kulturellen Bereich, überall verbrauchen wir Energie und erzeugen Müll und Abgase. Was ist mit unserer Lebensenergie? Vielleicht habt ihr schon davon gehört, dass in Europa ein Umdenken beginnt. Regionales Obst und Gemüse wird wieder in Parks und Grünanlagen angebaut. Tauschbörsen entstehen, Elektrogeräte und Fahrräder werden repariert, man arbeitet weniger Stunden und fährt dafür mit dem Rad zur Arbeit, man hilft sich gegenseitig und berechnet

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seinen >>ökologischen Fußabdruck<<. Wir hätten in dieser wunderschönen Landschaft um Forchheim noch viele Flächen, die problemlos zu nutzen wären, wenn nur jemand verantwortlich die Arbeit übernähme. Wenn sich Gruppen bilden, die miteinander arbeiten, kommt noch ein geselliger Aspekt dazu. In unserer Schule könnte sich eine Gruppe von Menschen finden, die gemeinsam beginnen, Gartenarbeit für und mit den Schülern so vorzubereiten, dass es Teil des Unterrichts werden kann, draußen im Garten zu arbeiten. Im Lehrerkollegium, speziell in der Sekundarstufe, gibt es seit einiger Zeit den Wunsch, die Schüler an ursprüngliche und praktische Arbeiten heranzuführen. Eine stillgelegte Gärtnerei hat angeboten, dass wir die freien Frühbeete kostenlos nutzen können, um Gemüsepflanzen vorzuziehen, die die Schüler im Frühjahr, wenn jeder Gartenliebhaber Pflanzen kauft, verkaufen könnten. Der Versand >>Dreschflegel, Saaten und Taten<< verschickt biologisches Saatgut aus langjähriger Sortenent-

wicklung, das man kaufen kann, um mitzuhelfen, dass alte Sorten nicht verloren gehen. Wenn sich jetzt eine Gruppe von Eltern und Schülern findet, die ernsthaft bereit ist, den Boden in den Frühbeeten zu bereiten (Kompost sieben etc.), dann können wir im Frühjahr starten und kleine Tomaten, Gurken, Salatpflänzchen vorziehen und diese überall zu verbreiten. Willst du deine Lebensenergie in diese Gruppe einbringen, dann melde dich bei Rike, damit wir ein Treffen vereinbaren können. Henrike.Bessel@web.de

t rbei A e ß Gro 3 .201 1 1 . 23

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Vorstellung AK Bau Heute stellen wir wieder einen unserer Arbeitskreise vor, den AK Bau. In den Arbeitsleistungsformularen ist noch vom „AK Schulbau“ die Rede. Doch hat sich die Kurzform „AK Bau“ im Sprachgebrauch zurecht durchgesetzt, da sich der AK auch für das Kinderhaus engagiert. Gegründet wurde der AK Bau im Jahre 2007 mit sechs Eltern, die beruflich direkt oder indirekt mit dem Bauwesen zu tun hatten (Architekten, Bauingenieure, Versicherungsleute, und Banker). Von den Gründungsmitgliedern sind heute noch Dennis Holdinghausen (AK-Sprecher) und Bernd Rudel übrig. Barbara Gradel und Gabi Schreml waren in den ersten Jahren noch im Vereinsvorstand und stießen nach Abgabe ihrer Vorstandsposten zum AK Bau dazu. Mit ihrem Einfallsreichtum und Insiderkenntnissen sind sie unverzichtbarer Bestandteil des derzeitigen Quartetts. In den Anfangsjahren hatten wir die schwierige Aufgabe, zusammen mit dem Vorstand zu überlegen, wie es mit den Liegenschaften weiter gehen sollte. Schon damals war der bauliche Gesamteindruck des Schulgebäudes unbefriedigend, der Aufbau der Sekundarstufe mit zusätzlichem Raumbedarf war im Gange und darüberhinaus erhielt der Verein eine Kündigung für die damals im Gemeindezentrum Don Bosco angemieteten Räume des Kinderhauses. Es folgten Überlegungen in viele Richtungen - vom

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Neubau eines Montessori-Zentrums (aus Schule und Kinderhaus bestehend) bis zur Suche nach anderen Mietobjekten für das Kinderhaus. Ein Ergebnis der damaligen Abwägungen und Kalkulationen war, dass der Neubau eines MontessoriZentrums mit Schule und Kinderhaus unter den bestehenden staatlichen Förderbedingungen nicht finanzierbar war. So wurde 2008 zunächst ein neuer Standort für das Kinderhauses gesucht und nach gründlicher Prüfung aller Optionen fielen schließlich die Würfel für einen Neubau in der Balthasar-Schönfelder-Straße. Jetzt musste alles schnell gehen: Nach den Sommerferien 2010 sollte der Einzug sein, vorher musste ein Architekt ausgewählt, Ausschreibungen und Vergaben geprüft und bewertet sowie der Neubau selbst baufachlich begleitet werden. Mindestens wöchentlich war der AK Bau in die Beratungen eingebunden und es entstand eine intensive Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung und dem Vorstand. So gelang es, hohe Ansprüche an die individuelle Gestaltung und Ausstattung des Kinderhauses mit dem Zwang zur Wirtschaftlichkeit zu vereinbaren. Der Prozess erfolgte im guten Einvernehmen aller Beteiligten. Der Finanzrahmen konnte sogar knapp unterschritten werden. Vor etwa zwei Jahren wandte sich dann die Stadt als Eigentümerin mit ersten konkreten Vorstellungen

über eine bevorstehende Sanierung des Schulgebäudes an den Vereinsvorstand. Vom AK Bau wurden die zahlreichen Mängel am und im Schulgebäude mit einer FotoDokumentation erfasst, um den dringenden Sanierungsbedarf gegenüber den Entscheidungsträgern der Stadt zu verdeutlichen. Doch auch bei den Planungen und Beratungen mit Stadtbauamt und Architekt wirkte der AK Bau als Fachberatung auf Monti-Seite mit. Als nächstes Projekt nach Abschluss der noch laufenden Gebäudesanierung steht die Aufwertung der in die Jahre gekommenen Eingangshalle der Schule an. Hierzu wurden bereits Anregungen und Wünsche von den AKs und der Lehrerschaft abgefragt. Für den vermutlich kleinsten Arbeitskreis bei Montessori Forchheim wäre „Nachwuchs“ sehr willkommen, eine bau- oder immobilienspezifische Ausbildung ist dazu natürlich von Vorteil. Bei den aktuellen innenarchitektonischen Überlegungen für die Eingangshalle wäre es z.B. hilfreich, wenn sich CADerfahrene Eltern finden, die mit entsprechender Software die Ideen visualisieren könnten. Bernd Rudel

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Elternbeirats-Team Schule 2013/2014

Das freie Spielen unserer Kinder –

Vorsitzende

Amethyst:

Flohry Clarissa Stellv. Vorsitzender Linde: Singer Jürgen

Klassenelternsprecher Ahorn: Bogers-van Biljouw Richelle, Brunner Stephanie, Eiche: Dottori Sabine, Bauch Alexandra, Esche: Maier Diana, Sander Johanna, Birke: Lissner Bianca, Burger Anke, Buche: Grunwald Markus, Beck Sandra, Kastanie: Donhauser Nicole, Hergenröder Nina, Linde: Bauscher Ingo, Weide: Trebess Kerstin, Frenznik Elke, Aquamarin: Bachmann Jill, Schmitt Sonja, Amethyst: Zabel Sandra, Rubin: Vornlocher Peter, Kraus Doris, Smaragd: Deberling Viktoria, Ullmann Antja, Tigerauge: Deinlein Volker, Michel Sabine Fotos: Michael Hoser 10

- eine Lernsituation stirbt aus. Der Diplom-Sportlehrer Torsten Heuer sprach in seinem Vortrag im Juli in unserer Schule über die Bedeutung des freien Spielens und appellierte in den 90 Minuten sehr unterhaltsam an das Loslassen der Erwachsenen. Warum haben Kinder immer weniger Möglichkeiten frei zu spielen, was steckt dahinter. Der Anspruch der aktuellen Elterngeneration nach Perfektion hat stark zugenommen. Wir wünschen uns die perfekten Kinder und müssen perfekte Eltern sein. Eltern wollen ihrem Kind soviel wie möglich mitgeben, nichts versäumen. „Da ist wie eine Verkrampfung in uns“ so der Referent. Bei allen Förderprogrammen wird leider vergessen, dass Kinder sehr viel untereinander, durch freies Spielen und Selbstgestalten lernen. Er verwies in seinem Vortrag auf das Wort Bildung und seine ursprüngliche Bedeutung. Aus dem Mittelhochdeutschen stammend von „bildunge“ bedeutet es so viel wie machen und begreifen, im wahrsten Sinne des Wortes. Beim Lernen ist es ein Unterschied ob ich selber handle oder quasi „behandelt“ werde. Meist mischen wir uns zu viel in das Spiel der Kinder ein. Torsten Heuer appellierte: „Belästigt die Kinder nicht beim Spielen!“. Bei den unterschiedlichen Spielarten des Freispiels, dem Rollenspiel, dem Funktionsspiel, dem werkschaffenden und dem Regelspiel machen die Kinder allein und untereinander so viele grundlegende Erfahrungen, die man mit Förderprogrammen gar nicht abdecken kann. Variantenreichtum und Kreativität entwickeln die Kinder in ihrem Spiel selber. Für Kinder ist es wichtig in eigenem Tun zu erfahren, wie ich z.B. mit anderen Regeln eingehe, dass man auch mal verlieren kann und einen Streit selber schlichtet. Durch die wiederholte Abfolge beim Spielen von Situation – Handlung – Ergebnis – Folgen bekommen die sie Sicherheit in ihrem Tun. Dabei kann man Kinder auch mal leiden lassen, denn kleine Notsituation machen stark. Ständiges Eingreifen bedingt eine „erlernte Hilflosigkeit“ und mindert das Selbstbewusstsein. „Wir lassen nicht mal mehr die Unfälle passieren!“ so Torsten Heuer. Das freie Spiel ist so wichtig, weil Kreativität, Empathie (es sind noch nie so wenig empathische Kinder eingeschult worden, wie aktuell), soziale Kompetenz und Wissen vermittelt wird, sich selbst beigebracht und selbst erlebt wird. Mit vielen anschaulichen Beispielen schärfte er den zahlreichen Zuhörern den Blick über das eigene erzieherische Handeln und rief die Eltern zu mehr Gelassenheit auf. Sylvia Auerswald

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Die goldene Gans Theateraufführung der Birke

Gänsehautfeeling bei den Zuschauern: Mit viel Liebe zum Detail und großem Engagement führten die Kinder der Birken-Klasse das Märchen „Die goldene Gans“ als Theaterstück auf. Dafür durften sie auf die echte Bühne des Jungen Theaters Forchheim. Monatelang hatten Gardis Schneider und Birgit Scherbaum, mit Unterstützung von Jürgen Gutschmann, mit den Kindern die Szenen, Lieder und Tänze einstudiert. Kathrin Lerch und Ulli Aspe hatten tolle Kostüme und Bühnenausstattungen geschaffen. Von den Erst- bis zu den Viertklässlern hatten alle eine Rolle in dem Stück, viele Lieder wurden im Chor vorgetragen. In dem Märchen geht es um eine Prinzessin, die alles hat und sich dennoch (oder vielleicht gerade deswegen?) langweilt. In seiner Verzweiflung verspricht ihr Vater, der König, demjenigen seine Tochter zur Frau, der sie zum Lachen bringt. Dieses Kunststück gelingt letztlich dem „Dummling“, der als einziger von seinen drei Brüdern Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe gezeigt hat. Als Dankeschön erhält er eine goldene Gans (im WTGUnterricht bei Annette Eckenweber gestaltet). Als jemand eine goldene Feder von der Gans klauen will, klebt er fest und jeder, der versucht, ihn zu befreien, ebenso. So taucht am Schluss eine lustige Menschenkette unterschiedlichster Leute, die alle am Dummling mit seiner Gans festkleben, bei der Prinzessin auf, so dass sie sehr lachen muss. „Das ist mir egal, wenn er dumm ist, mit so einem Mann werde ich immer etwas zu lachen haben“ meint sie und wird glücklich seine Frau. Katja Eckert-Hessing Fotos: Michael Hoser

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Flöten- und Percussionkinder bringen Geschichte von „Ferdinand der Stier“ zum Klingen Mit der klangvollen Aufführung von „Ferdinand der Stier“ zeigte Gitta Lauger (Musikverein Buckenhofen) ein eindrucksvolles Zusammenspiel der Flöten- und Percussiongruppen. Seit Jahren sind diese Musikangebote fester Bestandteil des Nachmittagsprogramms an unserer Schule. Die Eltern und Geschwister bekamen nicht nur einen guten Eindruck davon, welches musikalische Können sich ihre Kinder im Laufe des Schuljahres erarbeitet hatten, sondern wurden an Xylophon, Triangel, Klangstäben und anderen Orff-Instrumenten gleich aktiv mit einbezoge n bei de r MontessoriUraufführung von „Ferdinand der Stier“. Die einzelnen Musikstücke hatten die Kinder auf der Flöte und Djembe (afrikanische Trommel) einstudiert. Sie untermalten damit die Geschichte von Ferdinand mit den passenden Klängen. Ferdinand ist ein Stier, der nicht wie die anderen jungen Stiere herumbalgt und mit den Hörnern stößt, sondern lieber gemütlich auf seinem Lieblingsplatz unter der Korkeiche liegt und an Blumen schnuppert. Gerade aber, als einige Männer kommen, um für die Stierkämpfe in Madrid den wildesten Stier auszusuchen, setzt sich Ferdinand versehentlich auf eine Hummel. Daraufhin rennt er vom Schmerz gepeinigt wie wild umher, so dass die Männer denken, sie hätten den Furcht erregendsten aller Stiere gefunden und ihn mitnehmen nach Madrid. Statt aber in der Arena wie wild zu kämpfen, setzt Ferdinand sich hin und schnuppert fasziniert an den Blumen geschmückten Zuschauerinnen. So kommt er wieder nach Hause zu seinem Lieblingsplatz unter der Korkeiche. Text: Katja Eckert-Hessing, Fotos: Sabine Scherbaum-Werner

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Klassenreise Amethyst In 40 Metern Höhe Dienstag: Am Dienstag kam Thomas zu uns nach Wohlmansgesees und gab uns eine Einführung für das Abseilen am Mittwoch. Es lagen im Kreis viele Gurte und Karabiner. Jeder durfte sich je einen nehmen. An der Mauer ging ein langes Seil entlang, an dem mussten wir uns mit den Karabinern fest machen. Wir mussten dann am Seil entlang laufen, bis wir bei Thomas und Fanni angekommen waren. Thomas und Fanni übernahmen die Sicherung und ließen uns langsam sinken. Mittwoch: Am Mittwoch gingen wir los! Als wir den Berg oben waren, suchten wir uns ein Quartier für unser Essen. Dann durften 10 Kinder losgehen. Da war wieder ein Seil am Hügel befestigt und wir mussten uns wieder befestigen und loslaufen. Oben angekommen, wartete Max und machte uns an Fannis oder Thomas Sicherung fest. Wir mussten uns erst gegen das Seil lehnen und dann langsam runter steigen. Irgendwann hing man einfach in der Luft und wurde abgelassen. Als man dann unten war, sollte man an der Seite wieder hoch laufen. Selina Höhlentour Wir sprangen alle aus unseren Betten und kleideten uns um. Denn diesmal gingen wir in eine Höhle. In die Witzen-Höhle. Wir frühstückten nochmal, dann ging es los. Wir liefen erst nur durch den Wald, dann auch ein bisschen Straße. Wir

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blieben beim Supermarkt stehen und kauften uns: Brot, Äpfel, Käse und Salami. Unser Vorrat. Nach dem Einkauf liefen wir nur noch Berg hoch, aber wir g a b e n nicht auf und erreichten die Oswaldshöhle. Fanni erklärte uns nochmal, auf was wir aufpassen müssen. Wir hatten Höhlenhelme zum Schutz, oben drüber die Stirn Lampe. Wir gingen paarweise rein, manchmal auch einzeln. Die Höhle war ziemlich klein, deswegen gingen wir in eine größere rein, die Witzen-Höhle. Da konnten wir die Lampen anmachen, als wir im größten Raum der Höhle waren. Aus Spaß machten wir die Lampen aus so war es dunkel. Wenn wir still waren, hörte man sogar die Tropfsteine tropfen. Wir besichtigten nochmal alles, dann gingen wir in einen anderen Seitengang. Das war aber wirklich eng, da musste man ja schon auf dem Boden kriechen. Nach der ganzen Höhlen-Besichtigung gingen wir wieder nach Wohlmanngesees zu unserer Unterkunft und konnten uns endlich austoben. Lucie

Alleine den Weg finden Bei der Klassenwanderung ging es manchmal richtig steil auf und ab. Das war schwer sich zu halten. Viele sind oftmals ausgerutscht. Wir sind am ersten Tag auf die Burg Neideck gewandert und wir haben einmal oder zweimal am Tag Pause gemacht mit Wurst, Käse und Brot .Wir haben auch Knusperriegel und Obstriegel gehabt. Und an einem Tag durften wir sogar alleine nach Morschreuht mit Karte wandern. Ein Begleiter war dabei, aber wir sollten selbstständig gehen. Wir duften nur dreimal fragen und es war wirklich schwer, aber es war voll cool. Es war aber sehr heiß und ich war sehr froh, dass wir irgendwann zuhause waren. Ich fand es trotzdem cool, so was will ich noch mal machen. Michelle Fotos: Amethyst

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„Bärenstarke Hausmittel“ in unserer Schule „Toller Vortrag, unbedingt hingehen“ -„Schon vor Jahren fand ich den Vortrag bereichernd“ – selten habe ich vor einer Veranstaltung so viel Lob und positiven Zuspruch gehört wie vor Conny Bäuerleins „Wohlfühlabend“ mit „Bärenstarken Hausmitteln“. Somit war ich entsprechend gespannt, als ich mich am Abend des 30. September auf den Weg machte. Bereits im Treppenhaus duftete es nach Tee und Kräutern. Der Raum der Mittagsbetreuung wirkte wie eine Mischung aus Kindergeburtstag und Wohnküche: auf den Tischen standen Schalen mit Gummibären, Salzstangen und Schokoriegeln, daneben Küchenutensilien wie Speisequark, Salz, Honig, Leinsamen, Zitronen. „Das darf alles weg“, erklärte Conny Bäuerlein im Hinblick auf die Süßigkeiten und lud die zehn Teilnehmerinnen des Abends mit einer Tasse Tee, den sie in Thermoskannen mitgebracht hatte, ein, es sich gemütlich zu machen. Unkonventionell eröffnete sie den Abend, indem sie einer Teilnehmerin die Schultern massierte und ein Moorkissen gegen deren Rückenverspannungen umlegte. Die Teilnehmerin mit den kältesten Füßen erhielt ein ansteigendes Fuß-

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bad. Conny Bäuerlein demonstrierte mithilfe ihrer mitgebrachten Utensilien – Eimer, Gießkanne, Duft- und Entspannungszusätze, Meersalz die korrekte Durchführung eines solchen. Und so ging er Abend weiter mit einer Menge konkreter Tipps, konkreten Anleitungen und viel Praxis für die Anwendung wohltuender Hausmittel. „Ich wüsste gar nicht, wie man ein Kind ohne Hausmittel aufziehen kann“, beteuerte Conny Bäuerlein und erzählte von ihren eigenen drei Kindern, denen so manche Gesundung durch „Heilmittel aus der Vorratskammer“ erleichtert wurde. „Ich bin weder Ärztin noch Heilpraktikerin, doch ich kann Euch meine jahrelangen Erfahrung mit Hausmitteln weitergeben, erklärte die Referentin, die jahrelang einen Babyladen geführt hatte und sich nun neben Hausmitteln auch der Durchführung professioneller Fußmassagen widmet. Das von Conny Bäuerlein zubereitete Zitronen-Honigwasser schmeckte so lecker (natürlich durfte jeder probieren), dass Zitronen in Forchheim in nächster Zeit ausverkauft sein dürften – so begeistert waren die Rückmeldung der Teilnehmerinnen. Wenngleich die Anwen-

dung von „Zwiebelsocken“ etwas aufwändiger schien – so müsse die in Scheiben geschnittene Zwiebel erwärmt und an dem Fußsohlen fixiert werden – umso überzeugter zeigte sich Conny Bäuerlein von dieser Maßnahme: „die Zwiebel hat die Kraft, wie ein Magnet alles anzuziehen, was den Körper krank und schlapp macht“. Es gelang Conny Bäuerlein („man darf mich duzen“, erklärte sie gleich zu Beginn“), problemlos, ihre Begeisterung über ihre „Schätze“, wie sie die Hausmittel liebevoll nannte, an die Zuhörerinnen weiterzugeben. Derweilen machte ein kuschelig-warmer Wärmflaschenbär die Runde. Seien es Fußbäder, Zwiebelsocken, Pulswickel, Brustwickel, Quarkwickel, Kohlwickel oder Bienenwachswickel, Zwiebelsaft, Zitronenwasser oder Schwarzer-Rettich-Trunk – alle Maßnahmen wurden gründlich und nachvollziehbar erklärt und demonstriert und die Teilnehmerinnen zum Ausprobieren ermutigt: „Erfahrungen sammelt man nur, wenn man sie macht“, so Conny Bäuerlein. Mit so vielen guten Empfehlungen, vorgetragen auf herzliche, liebevolle Weise, wurde es nicht nur der der Teilnehmerin, die das Fußbad genießen durfte, warm an den Füßen sondern allen Teilnehmerinnen warm uns Herz. „Das war jetzt richtig Wellness“, schwärmte eine Teilnehmerin. Und so dürfte es jetzt den 10 Frauen, die sich von Conny Bäuerleins „Hausmittelkurs“ begeistern ließen, nicht schwer fallen, mit ihren Familien – und vielen Hausmitteln - gut über den Winter zu kommen. Ich selbst habe neben vielen Anregungen, ausgegebenen Kursmaterialien, dem Geschmack von Zitronenwasser auf der Zunge und dem Duft von „Thymian-Myrrhe“ in der Nase auch ein Beutelchen Heilwolle (hilft bei Ohrenleiden und Entzündungen) mitgenommen und den guten Vorsatz, unserer Oma ein „ansteigendes Fußbad“ und der ganzen Familie häufige „Zitronenwasser“ zukommen zu lassen. Judith Walloch

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Projektarbeit: Lernen durch Engagement Bericht: Bau eines Rollerparkplatzes im Juli 2013

Ich, Paul Eißing, sollte von meiner Schule, dem KHG Bamberg, im Rahmen der Unterrichtsaktion „Lernen durch Engagement“ ein soziales Projekt planen und dann in einer Institution durchführen. Meine Wahl fiel auf meine ehemalige Grundschule, die Montessori Schule Forchheim und als Projekt wollte ich etwas Handwerkliches machen. Die Ideen dafür habe ich bei einem Besuch mit Anette gesammelt und habe schließlich eine Aufhängemöglichkeit für Cityroller geplant, das heißt entworfen und Material besorgt. Vom 1.7.13 bis zum 5.7.13 habe ich dann mit acht Viertklässlern je vier bis fünf Schulstunden am Tag die Bauteile zurecht geschnitten und zusammengebaut. Am Freitag standen die zwei Teile pünktlich zum Schulschluss fertig in der kleinen Aula im Keller. Das ganze Projekt hat mir sehr viel Spaß gemacht, ich habe von den Lehrern, die das Ganze an meiner Schule in Bamberg geleitet haben, gute Rückmeldungen bekommen und die acht Schüler, die den Ständer mit mir bauten, haben toll mitgemacht. Paul Eißing Lieber Paul, deine Woche Praktikum bei uns war eine echte Bereicherung für die Schule! Die Viertklässler waren bis zum letzten Tag sehr motiviert, mit dir zu arbeiten und du bist toll mit ihnen umgegangen. Dein handwerkliches Geschick hat dich sehr selbständig arbeiten lassen und auch dein knapp bemessener Zeitplan hat ausgereicht, damit der Rollerparkplatz fertig geworden ist. Die Aufhängemöglichkeit wird sehr gerne von den Schülerinnen und Schülern angenommen und so haben wir stets Ordnung in der Aula! Jederzeit wieder Paul - wir freuen uns, wenn du mal wieder mit ner guten Idee bei uns vorbei kommst! Liebe Grüße von Anette Eckenweber Fotos: Anette Eckenweber

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Ausflug der Eiche nach Bad Windsheim - September 2013

Fotos: Eichenklasse

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matik Mathe in der e -Schul i r o s s Monte .2014 15.01

auber z s t n e Adv in der chule S i r o s s Monte ..2013 08.12

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Richtigstellung zum Bericht „Quali 2013 erfolgreich“ Monti aktuell Ausgabe 52/2013, S. 15 In unserer Sommerausgabe haben wir voller Stolz und Freude von unserem dritten erfolgreichen Qualijahrgang berichtet. Die redaktionelle Verantwortung lag ausschließlich bei unserer Zeitung Monti aktuell. Durch ein Missverständnis entstand leider ein abwertender Eindruck gegenüber unserer benachbarten Ritter-von TraitteurSchule. Wir bedauern dies sehr und entschuldigen uns aufrichtig hierfür. Hier wurden zwei Schulen miteinander verglichen, die sowohl von der pädagogischen Ausrichtung als auch von der Schülerklientel her unterschiedlich sind. Die Lehrkräfte an der Ritter-von-Traitteur-Schule leisten sehr gute, engagierte Arbeit, die wir voll und ganz zu schätzen wissen. Wir kooperieren seit drei Jahren erfolgreich mit der benachbarten Ritter-von-Traitteur-Schule und sind sehr dankbar, dass wir dort die Turnhalle, Fachräume für Chemie und Biologie und die Schulküche (bevor wir unsere eigenen größeren Räume hierfür hatten) nutzen dürfen. Von besonderer Bedeutung ist mit der Einführung unserer Sekundarstufe die Kooperation bei der Prüfung zum Qualifizierenden Hauptschulabschluss geworden. Wir benötigen hierfür eine staatliche Regelschule, an der un-

sere Schülerinnen und Schüler die Prüfung ablegen können und die von den dortigen Lehrkräften korrigiert wird. Hierbei haben wir bereits das dritte Jahr in Folge große Unterstützung der RvT erfahren. Wie die Redaktion der Monti aktuell von der RvT erfahren hat, ist es keineswegs selbstverständlich, dass die gesamte Schülerschaft der Montessori-Schule an einer einzigen Mittelschule die Prüfung absolvieren kann – normalerweise nehmen prüfungsexterne Schüler an der jeweiligen Sprengelschule am Qualifizierenden Abschluss teil. Somit ist die derzeitige Regelung ein großes Entgegenkommen der RvT, das für die dortigen Lehrkräfte mit viel Mehrarbeit verbunden ist. Insbesondere in der Phase der Prüfungsvorbereitung und der Prüfungsgestaltung erfahren unsere Lehrkräfte eine sehr große Unterstützung und Kooperationsbereitschaft von den Kollegen der RvT. Die RvT-Kollegen stehen auch kurzfristig für Fragen und Hilfestellungen bereit. In diesem Schuljahr werden auch die Schülerinnen und Schüler unserer neuen 10. Klasse ihre Prüfung zur Mitteren Reife an der RvT ablegen können. Wir sind sehr froh, dass uns die dortigen Kollegen diese zweite Prüfung trotz der für sie damit verbundenen Mehrarbeit ermöglichen. Gemeinsam mit der RvT haben wir außerdem zwei Jahre lang eine große Berufsinformationsveranstaltung für unsere Absolventen durchgeführt, bei der abwechselnd wir und die RvT die Bewirtung übernommen haben. Für die Zukunft denken wir über weitere Möglichkeiten der Kooperation mit der Ritter-vonTraitteur-Schule nach und über Wege, wie auch wir umgekehrt die dortigen Kollegen entlasten und unterstützen können. Wir möchten uns aufrichtig für die ungeschickte Formulierung in dem Artikel entschuldigen und bedanken uns im Namen der Schulleitung und des Teams der Montessorischule Forchheim herzlich bei der Schulleitung und dem Lehrerkollegium der Ritter-von-Traitteur-Schule, insbesondere bei allen Kollegen, die in die Prüfungsvorbereitung und –durchführung involviert sind, für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung. Katja Eckert-Hessing, Redaktion der „Monti aktuell“

Schule stellt sich vor 19.11.2013

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Gedichte: Eiche Ausgabe 53/2013

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Quali-Feier 2013 Bei herrlichem Sommerwetter trafen sich die Rubine mit Familien, Freunden und Monti-Team in der Marienkapelle zu einem kurzen Gottesdienst. Anschließend gab´s Sektempfang im Schulgebäude. Zum Auftakt sprach Herbert Winter. Er erzählte, welche Schüler er schon seit der Einschulung an der Forchheimer Montessori-Schule kennt, welche von anderen Monti-Schulen in die Sekundarstufe wechselten und welche als Quereinsteiger hinzu kamen. Er erzählte vom Lehrerwechsel und zitierte Maria Montessori mit dem Satz: „Kinder soll man so lange in der Schule halten, bis sie die Erwachsenen nicht mehr stören“. Dann blickte der Klassenleiter Florian Misoph auf sein Jahr mit den Rubinen zurück. Über die spannende/angespannte Zeit der „Großen Arbeit“; über Gewichtszunahme wegen Einführung des „Strafkuchens“; über die QualiVorbereitung; über Pascal Göppner, Moritz Mayer und Moritz Kauffer, die bei jedem Blödsinn ihre Finger im Spiel hatten; über Annika Elischer, die immer während des Unterrichts hungrig war; über doppelte Romanowski-Power und zwei ständig quasselnde Hanna(h)s, sowie über die Klassenfahrt nach Prag. Sibylle Kellner betonte anschließend nochmal den guten Quali-Schnitt und auch die Tatsache, dass es in den drei bisherigen Abschlussklassen jedes Jahr einen neuen Lehrer gab, aber immer eine Astrid Romanowski. Was natürlich einen Blumenstrauß wert war.

Es folgten Reden der Schulabgänger. In der Länge sehr unterschiedlich, inhaltlich von sachlich korrekt über emotional bis ironisch-witzig. Die Klassensprecher Johanna Künzel und Moritz Kauffer bedankten sich mit Abschiedsgeschenken bei den Lehrern. Nun war es Zeit für eine Buffet -Pause. Mit einer Dia-Show über die Schulabgänger und die Pioniere der ersten M10-Klasse startete der letzte Teil der Veranstaltung. Es gab Einschulungsfotos, Markantes aus dem Schulalltag, und auch eine Vorschau auf die bis dahin schon bekannten Wege (Ausbildungsplätze, andere Schulen) der Schulabgänger. Zur Zeugnis-Übergabe gab es als letzten Weg durchs Schulgebäude einen SternwerferParcours – der sich leider im Ablauf etwas holprig gestaltete – wir hatten aber trotzdem alle viel Spaß dabei. Zu guter Letzt wurden die Schulabgänger von Astrid und Flo aus der Schule „gekehrt“. Vor der Übergabe der Quali-Zeugnisse an die künftigen Diamanten wurde noch der neue Lehrer Nils Zintz vorgestellt. Er verteilte dann auch gleich „Bestechungssüßigkeiten“ an seine neuen Schülerinnen und Schüler. Mit „Blitzlichtgewitter“ auf die Sonnenblumen geschmückten Schüler und „Tage wie diese“ von den Toten Hosen endete der offizielle Part der Veranstaltung. Siggi Oppelt

Anmerkung: Für viele der Anwesenden war dieser Abend nicht nur der Abschied von 12 Rubinen sondern auch die letzte Gelegenheit zum persönlichen Abschied von Schulleiter Herbert Winter und den beiden Lehrern Florian Misoph und Jochen Tietze. So gab es auch viele herzliche und emotionale Abschiedsszenen.

Fotos: Christoph Kilgenstein 20

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Jahresbericht über die Rubine, den Quali und den ganzen Rest Mit der größten 9. Klasse der Schulgeschichte, gut so viele gab es noch nicht, starteten wir, Astrid und ich, im September das Projekt Schulabschluss. Zunächst stand natürlich die Große Arbeit im Mittelpunkt und wir alle, Schüler und Team, kamen ab und zu an unsere Grenzen. Die Ergebnisse haben aber bewiesen, dass es all die Mühe, die kleinen Streitigkeiten und die Zeit Wert war. Die unterschiedlichsten Themen wurden von den Rubinen unterhaltsam, abwechslungsreich und kurzweilig dem großen Publikum präsentiert. Kurz nach diesem Kraftakt konnte wir aber keine Ruhe einkehren lassen, der Quali kam immer näher und wir mussten uns dieser neuen Herausforderung stellen. Auch hier wiederholte sich das Bild der Großen Arbeit, es hat ein paar Nerven gekostet, es wurde zwischendurch verzweifelt und manch einer hatte den Wunsch einfach alles hinzuschmeißen. Doch in den kritischsten Momenten zeigte sich die Stärke der Rubine, gemeinsam zum Ziel zu gelangen. Manchmal war es einfach nur eine Leidensgemeinschaft, manchmal eine Arbeitsgemeinschaft, oft wurden die Gleichungen verflucht, dann wurden wieder Erfolge gefeiert. Ein Auf und Ab der Gefühle, mit einem Hochgefühl am Ende. Vor den Lorbeeren stand aber noch die eigentliche Prüfungs-

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zeit. Schon vor Pfingsten durften die ersten in ihren Projektprüfungen zeigen, was in ihnen steckt und sie machten es alle gut. Das gab Sicherheit und auch diejenigen, die noch nicht dran waren, merkten, dass alles halb so wild war. Nach den Ferien kam dann der echte Endspurt, Sport, Musik, Kunst, Religion, Englisch, Mathe, Deutsch, GSE. Eine zwischenzeitliche Hitzewelle hat da nochmal alles von uns verlangt. Mit morgendlich beschafften Wasservorräten gewappnet kämpften wir uns wieder durch Gleichungen, Quader, Zylinder und die Prozentrechnung, analysierten Texte und verfassten Argumente. Pünktlich zur Hauptprüfungswoche ließen die Temperaturen merklich nach und alle konnten unter guten Bedingungen morgens um 8:30 Uhr ihre Prüfungen schreiben. Die Nervosität in den Minuten vor dem Start konnte meist durch aufmunternde Worte und ein wenig Schokolade bekämpft werden, vor allem meine Nervosität. Nach dem letzten Prüfungsmarathon waren wir alle erleichtert und konnten nur noch auf die Ergebnisse warten, welche uns sehr stolz machten. Zur Belohnung gab es ja dann erst mal ein Picknick in Forchheim, bevor es eine Woche später

nach Prag ging. Diese drei Tage Erholung hatten sie sich verdient, unsere „Kleinen“. Jetzt haben wir sie feierlich entlassen, manche in die Ausbildung, manche an andere Schulen, einige bleiben aber ihrer Monti treu. Ein buntes Feld, wie eben die Rubine auch in diesem Jahr, vom Lageristen bis zum Elektroniker, vom KFZler bis zur Berufsfachschule, der Wirtschaftsschule und eben unserer neuen 10. Klasse sind alle Wege vertreten. Wir wünschen jedem viel Erfolg, hier im Haus, draußen im Beruf oder an den Schulen und wir hoffen, dass ein Wunsch vieler in Erfüllung geht, nämlich dass die Rubine sich nie ganz aus den Augen verlieren. Wir jedenfalls haben auch weiterhin ein Auge auf Euch und verfolgen gespannt die neuen Karrieren. Danke für ein schönes und abwechslungsreiches Jahr. Florian Misoph

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Team Kinderhaus

Ta g der offenen T Schule

ür

01.02.2014

Von links nach rechts: Meeresgruppe, Wiebke Pozimski, Anne Aign, Jutta Rückert; Sonnengruppe, Christina Werner, Lisa Seyberth, Nathalie Stettinski

Fotos: Kathrin Lerch

Elternbeirat Kinderhaus 2013/2014

Von links nach rechts:

Sabine Cortese, Katja Wachsmann (Vorsitzende), Bettina Tröndle, Michael Hoser (Stellvertreter), Serena Sievers, Anke Burger, Markus Kaiser 22

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Kennenlern-Wanderung des Kinderhauses am 19. Oktober 2013 in Veilbronn Bei herrlichem Herbstsonnenschein trafen sich alle „Pustis“ in Veilbronn zur gemeinsamen KennenlernWanderung im noch ganz frischen Kindergartenjahr. Für mich als neue Erzieherin im Kinderhaus war es überraschend, aber sehr schön zu sehen wie viele Familien sich eingefunden hatten, um gemeinsam ein paar nette und gesellige Stunden miteinander zu verbringen. Nach einer kurzen Begrüßung durch Jutta und einer Ausflugsübersicht ihrerseits ging es dann so langsam los. Die Ausflugsstrecke wurde in zwei Gruppen geteilt. Die einen gingen einen längeren Rundweg, der durch teilweise engere, steinige und steile Abschnitte glänzte. Familien mit Kinderwägen und noch nicht so laufstarken Kindern hatten die Möglichkeit einen kürzeren, ebeneren Weg zu gehen, der mit Kleinkind und Co. leichter zu bestreiten war. Dementsprechend teilten sich auch die Erzieherinnen auf, um die Kleingruppen zu begleit e n . I ch s e l b s t g i n g d e n „anspruchsvolleren“ Weg mit meinem Hund Despo. Wir machten das Schlusslicht und kümmerten uns darum, dass auch die letzten Familienwanderer den Anschluss an die Gruppe nicht verlieren. Dies konnte sich nicht immer umsetzen lassen, da es für die Kids einfach sooo viele tolle und interessante Dinge im Wald, auf Wiesen und Feldern zu entdecken gab. Aber wir hatten ja Zeit, liefen deshalb gemütlich dem Rest der Gruppe hinterher und erkundeten nebenbei die tolle Natur mit all ihren Facetten. Ob Pilze, Blätter oder Stöckchen. Alles wurde

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von den Kindern unter die Lupe genommen und hautnah erfahren. Mein Despo nahm sich ein Beispiel daran und erforschte ebenfalls alles was ihm unter die Nase kam. Er war gut damit beschäftigt alles Neue so schnell es ging „aufzuschnüffeln“, gleichzeitig jedoch seine wichtige Aufgabe als „Wachhund“ über die Gruppe nicht aus den Augen zu verlieren. Zum Glück gab es immer wieder kurze Pausen, in denen sich alle Familien sammelten und die herrliche Natur genießen konnten. Nach ca. eineinhalb Stunden trafen wir uns dann auch wieder mit der „Kinderwagen-Gruppe“ und gingen gemeinsam die letzte Wegstrecke zum Parkplatz zurück. Dort wurden dann die Picknicksachen geordert und zum nebenliegenden Spielplatz gebracht. Freudig wurden dann die Picknickdecken samst Proviant ausgepackt und in der immer noch fröhlich scheinenden Sonne verzehrt. Auch mein Despo hatte sich nun eine Pause verdient, schlürfte eine Wasserschüssel nach der anderen leer und kaute dann genüsslich auf seinem Leckerbissen. Kaum war er damit fertig, kamen auch schon seine neuen Freunde um ihn zu streicheln, an der Leine zu führen, mit seinem „Kuschi“ zu spielen und weiterhin mit Leckerlies zu versorgen. Auf der Wanderung hatte er nämlich schon schnell erste Freundschaften mit Kindern geschlossen, die ihn näher kennen lernen wollten. Die neuen Kontakte nahm er natürlich gerne entgegen und genoss die vielen Streicheleinheiten und die Tatsache im Mittelpunkt zu stehen. Mittlerweile füllte sich auch der Spielplatz immer mehr und war schnell

von fröhlichen Kindergesichtern belegt. Ob klettern, ruts c h e n , schauckeln, wippen oder einfach nur rennen - für jeden war etwas dabei. Gleichzeitig genossen Eltern und Erzieherinnen den ausgelassenen und entspannten Austausch im Freien. Es wurde gemütlich geplaudert, sich über die Kinder und Co. ausgetauscht und so ließ man einen fröhlichen Herbstsonnentag ausklingen. Nach vielen tollen Gesprächen und unzähligen körperlichen Verwöhneinheiten machten sich Despo und Ich so langsam auf den Nachhauseweg. Bei all den vielen, intensiven Eindrücken mit den Kindern hatte er noch gar keine Zeit zum Ausruhen oder ausgelassenem Flitzen gefunden. Deshalb verabschiedeten wir uns von den noch restlichen Eltern, Despo bekam noch letzte „TschüssStreicheleinheiten“ und dann ging es auf zum Auto. Daheim legte er sich dann glücklich zum Schlafen und war, genau wie ich, der Meinung, einen sehr schönen Tag erlebt zu haben, der sich hoffentlich wiederholen wird. Ich danke hiermit allen Eltern, Kindern und Kollegen für diesen wirklich tollen ersten Ausflug für mich bei den Pusteblumen und die liebe und nette Aufnahme von meinem Despo. Wir hoffen auf ein Wiedersehen☺ Lisa Seyberth Fotos: Michael Hoser 23


www.montessori-forchheim.de

Monti Aktuell #53  

Ausgabe 53 der Monti Aktuell vom November 2013

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