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Nummer 6, 27. November 2010, 6. Jahrgang Poste Italiane Spa – Versand im Postabonnement – 70% - DCB Bozen

Liebe Leserinnen und Leser, mit dieser Ausgabe stellen wir Ihnen einen neuen aktiven Mitarbeiter für das Montaner Dorfblatt vor. Lesen Sie auf Seite 9 mehr über ihn. Seinen ersten Beitrag finden Sie auf den Seiten 10 bis 12. Wir freuen uns auf eine gute und fruchtbringende Zusammenarbeit!

Mataner Kochbuch die zweite Auflage kommt! So einen einschlagenden Erfolg haben sich vielleicht weder die Schützen, noch die zahlreich am Mataner Kochbuch beteiligte Dorfbevölkerung vorgestellt. Doch nach der erfolgreichen Präsentation im Juni hat das Mataner Kochbuch soviele Abnehmer gefunden, dass die 700 gedruckten Bücher innerhalb von zwei Monaten ausverkauft waren.

Leider entfällt in dieser Ausgabe der „Knödeldrahner“. Der Vater von unserem Karikaturisten Massimiliano Galli ist vor wenigen Tagen verstorben, wir bitten deshalb um Nachsicht und sprechen den Angehörigen unser Beileid aus. Ein Jahr neigt sich in einem Monat bereits wieder seinem Ende zu. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Montaner Dorfblattes wünschen allen eine besinnliche Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr 2011. Mit der vorliegenden Ausgabe des Montaner Dorfblattes schließen wir das Arbeitsjahr 2010 ab und freuen uns bereits auf 2011! Ihre Redaktion des Montaner Dorfblattes

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Das Mataner Kochbuch-ein einschneidender Erfolg! Jetzt folgt die 2. Auflage. Die starke Nachfrage sogar aus dem Ausland, von Privaten oder von Betrieben, die für ihre Mitarbeiter gleich mehrere Exemplare bestellen wollen, hat die Schützenkompanie schlussendlich veranlasst, nun eine zweite Auflage in Druck zu senden. Und, frisch mit einer ISBN-Nummer versehen, soll das Kochbuch in Kürze auch online erhältlich sein. Auf den großen Internethandelsplätzen ist das Kochbuch bereits vertreten. Auch die Sponsoren zeigten sich positiv überrascht- nicht nur vom Erfolg, sondern auch von der professionellen Aufbereitung der Publikation. Verantwortlich dafür zeichnet sich, wie berichtet, Elmar Thaler und seine kreativen Mitarbeiter. Die gekonnte Mischung aus traditionellen und modernen Rezepten, die genau das Motto „Geschichte trifft Zukunft“, unter dem die Initiative und das Andreas-Hofer-Jahr stand, trifft, - der Mix aus professionell anmutenden Hochglanzfotos und ganz „normalen“, persönlichen Fotos, machen aus dem Buch nicht nur eine Rezeptsammlung, sondern etwas spezifisch Matanerisches.


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Um nochmals zurückzugreifen, es war kein leichter Weg für das ganze Kochbuchteam der jungen Schützen und Marketenderinnen. Über 600 Rezepte mussten abgetippt, ausgewählt und in eine einheitliche Form gebracht werden. Nicht ganz so einfach. Bis zum Schluss kursierten Rezepte herum, wie die schnellen Kartoffelpicker, die sich schließlich als Kartoffelpizza herausstellten oder eine ominöse Hannah Abraham, die keiner kannte und schließlich als Heinrich Abraham identifiziert wurde. Die salzigen Tirtlan mussten lange Zeit ihr Dasein unter den Süßspeisen fristen, dann wurden wiederum die Fotos von Schmarrn und Erdäpfelriebl vertauscht. Und der Jungschützenbetreuer fotografierte alles, was ihm auf dem Mittagstisch seiner Mama vorgesetzt wurde – auch Speisen, die gar nicht im Kochbuch vorkamen – sicher ist sicher! Hinzugelernt haben sie sicher einiges- die jungen Schützen und Marketenderinnen-der Kontakt mit den fleißigen Köchinnen und Köchen, die die Rezepte aufgeschrieben hatten, sorgfältiges Arbeiten mit Texten und vor allem einiges in kulinarischer Hinsicht. Hartnäckig verfolgten sie die Köchinnen mit den Fragen nach den genauen Mengenangaben. Denn was für manche ganz logisch klingt-es galt ein Buch zu schreiben, das nicht nur für versierte Hausfrauen, sondern auch für Nichtköche verständlich ist. Deshalb wurde auch Wert darauf gelegt, die Kochvorgänge klar darzustellen. Hildegard Rizzolli Franzelin

FRIGALASUPP

Für 4 Personen

250 g Mehl 1 Ei Gemüse- oder Fleischbrühe Suppenwürfel ½ EL Öl etwas Wasser Butter Salz Mehl, Ei und etwas Wasser zu einer eher trockenen Masse verrühren, mit den Handflächen in die kochende Suppe bröseln. Das Öl und ein kleines Stückchen Suppenwürfel hinzufügen und kurz aufkochen lassen. Die Suppe im Teller mit zerlassener Butter abschmelzen. Hedwig Gallmetzer Pfitscher

HIRSCHBRATEN FÖRSTER ART 800- 1000 g Hirschschlegel 1 Zweig Rosmarin 80 g Gelbe Rüben 1 Sellerieknolle 100 g Zwiebel 2 Knoblauchzehe 300 ml Rotwein (Blauburgunder oder Lagrein) 50 g Butter 4 EL Öl 100 ml Saure Sahne Majoran Salz Pfeffer

Den Hirschschlegel salzen, pfeffern, mit Sellerieknolle, Rosmarin, Majoran, Zwiebel sowie Knoblauch (alles grob geschnitten) und gelbe Rüben marinieren und in einen großen Topf geben. Mit einem Drittel Wasser und zwei Dritteln roten Wein übergießen und über Nacht kalt aufgesetzt stehen lassen. Butter und Öl dazugeben und 3-4 Stunden köcheln lassen, bis die Sauce eingekocht ist. Das Fleisch aus dem Topf nehmen, die Sauce passieren und bei Bedarf mit etwas Wasser aufgießen. Die saure Sahne mit dem Fleisch eine Weile köcheln lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die daraus gewonnene Sauce wird passiert und gemeinsam zum Fleisch serviert. Als Beilage eignen sich Spatzlen, sowie schwarz oder gelbe Polenta. Dieses Rezept haben die beiden Jagdfreunde Alfred Pfitscher und Edi Foppa von ihren Freunden aus Leutasch anvertraut bekommen! Doch nicht nur die jungen Schützen waren am Kochbuch beteiligt. Anton Dalvai überprüfte die Rezepte und gab den einen und anderen Tipp ab, Cäcilia Wegscheider leitete den redaktionellen Teil und die Zuteilung der Weine zu den Rezepten erfolgte unter der fachkundigen Regie von Günther Haas. „Göttlicher“ Beistand kam von Thomas Stürz, der die Gebete am Anfang eines jeden Kapitels übermittelte, die außerdem mit Fotos von Montaner Wegkreuzen und Bildstöcklen versehen wurden. Das Motto „Geschichte trifft Zukunft“ wählte der Schützenhauptmann Alfred Varesco im Vorwort zu seinem Leitmotiv. Kochen als wichtiger Teil unserer Kultur, in dem sich Brauchtum und Geselligkeit verbinden, transportiere jahrhundertealte lokale und regionale Gepflogenheiten und spiegle den Einfluss benachbarter Kulturen wieder, so Varesco. Kochen erzählt Geschichte könnte man sagen und für die Schützen geht die Heimatliebe neuerdings auch durch den Magen. In diesem Sinne möchte die Kompanie auch nochmals all jenen danken, die zur Realisation des Buches beigetragen habenden Sponsoren und Gönnern und nicht zuletzt allen Köchinnen und Köchen, die mit Begeisterung mit ihren Rezepten und ihren Fotos am Buch mitgewirkt haben. (cw)

Kochbuch in Kürze wieder erhältlich Das Kochbuch wird übrigens in Kürze an den üblichen Verkaufsstellen, direkt bei der Schützenkompanie und auch am Glühweinstandl der Schützen wieder erhältlich sein. (cw)


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Der Christbaum für Nürnberg

Bauhofmitarbeiter geht in Rente

Eine 20 Meter hohe Fichte aus dem Gemeindewald von Montan wird heuer am Bahnhofsplatz von Nürnberg aufgestellt. Die Lieferung eines Christbaumes für Nürnberg ist inzwischen für die Gemeinde Montan bereits eine mehrjährige Tradition. Die Schlägerung der 20 Meter langen Fichte wurde unter der Aufsicht der Forstbehörde in Anwesenheit derMontaner Bürgermeisterin Monika Delvai Hilber und dem zuständigen Gemeindereferenten Andreas Ludwig durchgeführt. Der Transport wird von der Firma Gruber Logistic aus Auer abgewickelt. An dieser Stelle ergeht ein Dank der Forststation Neumarkt, im Speziellen dem Förster Robert Franzelin, und den Helfern Hubert Goldner, Andreas Giacomel. Ebenso gedankt wird für die Reibungslose Abwicklung den Firmen Andreas Tschöll, Hubert Dalvai von der Firma Dellai, Klaus Rizzolli von der Firma Gruber Logistik und Hartmann Bernard von der Firma Bernard Bau. Wie bereits in den Vorjahren werden auch heuer wieder die Gemeinden Montan, Auer, Salurn und Neumarkt als „Tourismusverein Castelfeder“ mit einem eigenen Weihnachtsstand, zusammen mit der Stadt Klausen, auf dem Nürnberger Christkindlmarkt vertreten sein. Am 4. und 5. Dezember wird eine Delegation der Stadt- und Gemeindeverwaltung von Klausen und von Montan, Auer, Salurn und Neumarkt sowie eine Delegation des Tourismusvereines Klausen und Castelfeder zur offiziellen Übergabe des Christbaumes nach Nürnberg fahren. Detail am Rande: Montan hatte bereits vor mehr als 20 Jahren mit der Gemeinde Haidhausen bei München eine Partnerschaft. Heute pflegt der Haidhauser Weihnachtsmarkt eine Partnerschaft mit der Gemeinde Ulten. An die 10jährige Partnerschaft mit Montan erinnern heute die ersten Figuren der wunderschönen Weihnachtskrippe in Haidhausen. (wt)

Karl Ludwig wird mit Jahresende in den Ruhestand gehen. Einen entsprechenden Beschluss fasste unlängst der Gemeindeausschuss. Ludwig ist seit August 1988 im Dienst der Gemeinde Montan. Jetzt nach 22 Jahren hat er um die Versetzung in den verdienten Ruhestand angesucht. Die somit frei werdende Stelle wurde neu ausgeschrieben. (wt)

Stellenausschreibung Die Gemeindeverwaltung hat bekannt gegeben, dass für die Einstellung mit befristetem Dienstverhältnis eines spezialisierten Arbeiters (4. Funktionsebene) mit Vollzeitbeschäftigung eine Rangordnung nach Titeln und Eignungsprüfung erstellt wird. Folgende Studientitel und Voraussetzungen sind gefordert: - Abschluss der Grund- oder Mittelschule und zweijährige Schule oder gleichwertige Berufsausbildung oder Gesellenbrief oder fachspezifische, theoretische-praktische Ausbildung von mindestens 300 Stunden; - Zweisprachigkeitsnachweis „D“ - Mindestalter: 18 Jahre Die Stelle ist den Angehörigen der deutschen Sprachgruppe vorbehalten. Bewerbungsschreiben müssen, auf stempelfreien Papier abgefasst und innerhalb Freitag, 10. Dezember 2010 um 12 Uhr im Protokollamt der Gemeinde eintreffen. (wt)

Montaner Dorfblatt sagt DANKE! In der letzten Ausgabe des Montaner Dorfblattes wurde ein Einzahlungsschein beigelegt. Damit haben wir, wie jedes Jahr, um eine kleine Spende für die Finanzierung des „Montaner Dorfblattes“ ersucht. Leider ist der Raiffeisenkasse Unterland diesmal ein Missgeschick passiert und so wurden auf den Einzahlungsscheinen nicht die vollständigen Bankkoordinaten angegeben. Eine Internet-Überweisung war somit mit den angeführten Daten nicht möglich. Am Schalter der Raika Montan konnte die Überweisung durchgeführt werden. An anderen Bankinstituten war mit diesen Daten keine Überweisung möglich. Durch diese Umstände sind weniger Spenden als in den letzten Jahren eingegangen. Gleichzeitig hat sich mit dem Zusammenschluss der Raiffeisenkassen im Unterland unser IBAN-Nummer geändert. Wir veröffentlichen nachstehend unsere neue Bankkoordinaten:

v.l.n.r. Hubert Dalvai, Robert Franzelin, Bürgermeisterin Monika Hilber Delvai und Gemeindereferent Andreas Ludwig

IBAN: IT 96 G 08114 59220 000307209339 SWIFT-BIC: RZSBIT21717 Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sagen allen bisherigen Spendern ein großes Vergelt‘s Gott!


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Sitzung Baukommission BaukommissionsSitzungstermine 2011

Im Rahmen der letzten Sitzung des Baukommission wurden folgende Punkte behandelt:

1) Corradini Josef, Glen 57, Montan, Gp. 1061/2, K.G. Montan, Landwirtschaftliche Grünzone - Errichtung von bewehrtem Erdreich 2) Rizzolli Hansjörg, Pinzon / St.Stephans-Platz 1, Montan, Gp. 860/4, K.G. Montan, Wiedergewinnungszone Pinzon - wesentliche Abänderung des Wiedergewinnungsplanes - Pinzon 3) Varesco Armin, Friedhofstraße 1, Montan, Bp. 16, K.G. Montan, Wiedergewinnungszone „A“ - Abänderung des Wiedergewinnungsplanes - Ortskern 4) Varesco Armin, Friedhofstraße 1, Montan, Bp. 16, Gp. 180, 181, 182, K.G. Montan, Wiedergewinnungszone „A“ - Umbau und energetische Sanierung des Gebäudes 5) Bernard Hartmann, Handwerkerz.Kalditsch 10, Montan, Bp. 521, K.G. Montan - Handwerkerzone „Kalditsch“ Einbau eines Biomasse-BHKW 6) Bernard Markus Alois, Handwerkerz.Kalditsch 3, Montan, Bp. 428, K.G. Montan, Handwerkerzone „Kalditsch“ - Errichtung einer Photovoltaikanlage 15,30 kWp auf einer Überdachung 7) Ludwig Josef, Glen 64, Montan, Bp. 420/1, Gp. 1270/1, K.G. Montan, Zone „B4“ - Umbauarbeiten mit Änderung der Zweckbestimmung beim Wohnhaus (wt)

Baukonzessionen Baukonzession Nr. 42 vom 25.10.2010 - Goldner Simone, Montan – Projektant: Berger Max - Sanierung und bauliche Umgestaltung des Wohnhauses mit Wiedergewinnung einer Wohnung im Dachgeschoss, Bp. 80 M.A./P.M. 2, 3, K.G Montan, Pinzon Hans Klocker-Gassl 5; Baukonzession Nr. 43 vom 25.10.2010 - Autonome Provinz Bozen – Amt für Naturparke, Rittner Str. 4, Bozen – Projektant: Rubner Bruno - Errichtung von Hinweistafeln, Gp. 1679, K.G Montan, Dolomitenstraße; Baukonzession Nr. 44 vom 2.11.2010 - Schornhof Ohg des Felix Baron von Longo Liebenstein & Co, Villner Str. 38, Neumarkt - Projektant: Pardatscher Walter - Errichtung eines unterirdischen Wasserspeichers, Gp.en 1418, 1441, 1472, K.G Montan; Baukonzession Nr. 45 vom 4.11.2010 - Bernard Markus Alois, Montan - Projektant: Pohlin Robert - Errichtung einer Photovoltaikanlage 15,30 kWp auf einer Überdachung, Handwerkerzone Kalditsch 2; Baukonzession Nr. 46 vom 4.11.2010 - Gemeinde Montan, Projektant: Rauch Günther - Errichtung eines Lagerraumes zur Unterbringung von Gartengeräten, Bp. 242, K.G Montan, St. BartholomäusStraße; Baukonzession Nr. 47 vom 15.11.2010 - Bernard Hartmann, Projektant: Leitner Hermann, Brixen - Einbau eines Biomasse-BHKW, Bp. 521, K.G Montan, Handwerkerzone Kalditsch; (wt)

Die Sitzungen der Gemeindebaukommission finden an den nachfolgenden Tagen, jeweils um 18.00 Uhr statt: Mittwoch, den 22.12.2010 - Mittwoch, den 23.02.2011 Mittwoch, den 20.04.2011 - Mittwoch, den 15.06.2011 Mittwoch, den 10.08.2011 - Mittwoch, den 12.10.2011 Mittwoch, den 14.12.2011 Die Projektunterlagen müssen mindesten 14 Tage vor dem Sitzungsdatum im Gemeindebauamt abgegeben werden.

Umweltkommission Am 26. Oktober traf sich die neu gebildete Umweltkommission zu ihrer ersten Sitzung. Unter Vorsitz von Gemeindereferent Walther Clementi erschienen die Kommissionsmitglieder fast vollzählig. Zur konstituierenden Sitzung wurden auch die Ersatzmitglieder eingeladen. Die Umweltkommission, in Montan auf Beschlussantrag von Christoph March aus dem Jahre 1991 vom Gemeinderat eingesetzt, hat folgende Aufgaben: a. beratende Funktion für Umweltfragen in der Gemeinde b. Erstellung von Vorschlägen und Gutachten c. Erstellung periodischer Ökobilanzen d. Förderung der Zusammenarbeit zwischen der Gemeindeverwaltung, den Vereinen und örtlichen Umweltschutzgruppen e. Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde auf dem Gebiet des Umweltschutzes und der Gesundheit Auf der Tagesordnung der Sitzung am 26. Oktober stand die Erstellung einer Problemliste in Umweltfragen und daraus folgend einen Arbeitskalender für die Jahre 2010-2011. Schwerpunktthemen: - Erhaltung Lebensqualität, Umgang mit eigenem Territorium, Leitbild - besondere Projekte (z.B. Blockheizkraftwerk) sollten nicht nur in Baukommission sondern auch in Umweltkommission besprochen werden. - Erhebung von Daten bezüglich Verkehr –Müllaufkommen –Energieverbrauch - bessere Gestaltung des Recyclinghofes - Müllvermeidung –private Kompostierung Der Vorsitzende der Kommission und die Mitglieder sind gerne bereit Anregungen der Bürger/innen aufzunehmen. Die Kommission wird sich vor Jahresende nochmals treffen um die Themen für 2011 genauer zu formulieren. Schwerpunkte werden sicher die Erstellung von Ökobilanzen, Anregung zur Öffentlichkeitsarbeit und Mitarbeit bei der Ausarbeitung des Leitbildes für die Gemeinde sein. Umweltreferent Walther Clementi


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Aus dem Montaner Gemeindeausschuss Hangsicherungsarbeiten entlang der Friedhofstraße Der Gemeindeausschuss hat beschlossen, das Studio Geotec des Dr. Geol. Vittorio Zamai aus Bozen gemäß Angebot vom 02.11.2010 mit einem Betrag von Euro 2.910,00, zuzüglich Fürsorgebeitrag und MwSt. mit der Bauleitung und statischen Berechnungen der Bodenverankerungen zur Sanierung des Steinschlages in der Friedhofstraße zu beauftragen. Verzeichnis der Jahresbeiträge für Privatgräber Der Gemeindeausschuss hat beschlossen, die Einhebung des Jahresbeitrages für Privatgräber für das Jahr 2010 in einer einzigen Rate, mit Fälligkeit 23.12.2010, mit folgenden Endergebnissen zu genehmigen: Jahresbeitrag Privatgräber Euro 5.305,00 Postspesen Euro 171,00 Insgesamt Euro 5.476,00 Erstellung einer Rangordnung für die befristete Aufnahme eines spezialisierten Arbeiters Der Gemeindeausschuss hat beschlossen, eine Rangordnung nach Titeln und Auswahlverfahren zur befristeten Aufnahme von spezialisierten Arbeitern, 4. Funktionsebene zu erstellen. Beauftragung einer Firma mit der Verlegung eines Bodens im Jugendraum - Schul- und Sozialzentrum Der Gemeindeausschuss hat beschlossen, die Firma Stürz Anton & Co. aus Aldein für einen Betrag von Euro 3.500,00, zuzüglich MwSt. mit der Lieferung und Verlegung eines neuen Bodens im Jugendraum im Schul- und Sozialzentrum von Montan zu beauftragen.

Rückvergütung der Kosten für Gewerkschaftsurlaube Der Gemeindeausschuss hat beschlossen, dem Fond für die Rückvergütung der Kosten für die Ausübung der Gewerkschaftsrechte für das Jahr 2008 zu genehmigen und den entsprechenden Betrag von Euro 503,20 auf das eigene Bankkontokorrent des Südt. Gemeindenverband einzuzahlen. Kindergarten Kaltenbrunn Vergabe des Reinigungsdienstes für das Schuljahr 2010/2011 Der Gemeindeausschuss hat beschlossen, der Reinigungsfirma Per.Chi. s.r.l. aus Castello di Fiemme (Kastell-Fleims) (TN) den Auftrag für den Reinigungsdienst im Kindergarten Kaltenbrunn im Schuljahr 2010/2011 zu einem Betrag von monatlich Euro 736,32, zuzüglich MwSt, zu erteilen. Außerordentliche Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten im Vereinshaus Der Gemeindeausschuss hat beschlossen, die Firma Goldner Franz aus Montan für einen Betrag von Euro 2.500,00, zuzüglich MwSt. mit den außerordentlichen Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten zu beauftragen. Durchführung von Putzarbeiten im Dorfzenturm von Montan Der Gemeindeausschuss hat beschlossen, die Firma PER. CHI OHG aus Molina di Fiemme (Kastell-Fleims) für einen Betrag von Euro 1.400,00, zuzüglich MwSt. mit dem Reinigen der Fenster im Dorfzentrum von Montan zu beauftragen. Vergabe der Führung der Sportzone Montan - Verlängerung des Konzessionsvertrages Der Gemeindeausschuss hat beschlossen, den Konzessions-

vertrag Nr. 36, Band 3 vom 02.11.2006 mit der Firma DIFO KG aus Montan zur Führung der Sportzone Montan für 4 weitere Jahre zu verlängern. Austausch von 3 Ausdehnungsgefäßen der Heizanlage im Dorfzentrum von Montan Der Gemeindeausschuss hat beschlossen, die Firma Thermoinstallation OHG aus Montan für einen Betrag von Euro 972,96, zuzüglich MwSt. mit dem Austausch von 3 Ausdehnungsgefäßen der Heizanlage im Dorfzentrum von Montan zu beauftragen. Reparaturen an den Kegelbahnen im Dorfzentrum - Genehmigung der Mehrausgabe Der Gemeindeausschuss hat beschlossen, die Mehrausgabe im Ausmaß von Euro 245,76, einschließlich MwSt. für Reparaturarbeiten auf den Kegelbahnen im Dorfzentrum zu genehmigen und die Rechnung der Firma Interhotel aus Brixen mit einem Betrag von Euro 2.868,24, einschließlich MwSt. auszuzahlen. Veräußerung mittels freier Verhandlung der Holzlose „Durchforstung und Entrümpelung“ und „Scharzseeries / Seilkran“ am Stock Der Gemeindeausschuss hat beschlossen: - das Holzlos “Durchforstung und Entrümpelung”, Anw. Schr. Nr. 31 vom 08.10.2010 mit zirka 570 m³ zum Preis von Euro 30,00/m³ zuzüglich 20% MwSt., der Firma Vender Legnami Srl aus Mezzocorona am Stock, mittels freier Verhandlung zu veräußern. - das Holzlos “Schwarzseeries / Seilkran”, Anw. Schr. Nr. 32 vom 15.10.2010 mit zirka 350 m³ zum Preis von Euro 41,50/ m³ zuzüglich 20% MwSt., der

Firma Grumer Monika aus Montan am Stock, mittels freier Verhandlung zu veräußern. Veräußerung mittels freier Verhandlung des Holzloses „Hüttwald / Windwurf 2010“ am Stock – Zusatzauszeige Der Gemeindeausschuss hat beschlossen, das Holzlos “Hüttwald / Windwurf 2010”, Zusatzauszeige mit zirka 100 m³ zum Preis von Euro 33,00/ m³ zuzüglich 20% MwSt., der Firma Gumer Monka aus Montan am Stock, mittels freier Verhandlung zu veräußern. Beauftragung eines Gärtners mit der Gestaltung der Blumenbeete am Friedhofseingang und am Kirchplatz Der Gemeindeausschuss hat beschlossen, die Firma Spornberger aus Auer für einen Betrag von Euro 1.570,40, zuzüglich MwSt. mit der Gestaltung der Beete am Friedhofseingang und am Kirchplatz zu beauftragen. Ankauf eines PC für den Kindegarten Kaltenbrunn Der Gemeindeausschuss hat beschlossen, die Firma Aldebra AG für einen Betrag von Euro 990,00, zuzüglich MwSt. mit der Lieferung und Montage eines PC Fujitsu Esprimo P3721E-star5 für den Kindergarten Kaltenbrunn zu beauftragen. Alle Beschlüsse online unter www.gemeinde.montan.bz.it


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Bürgerversammlung: Neue Kreuzung kommt 2011 Die erste Bürgerversammlung der neuen Gemeindeverwaltung fand auf den Tag genau 6 Monate nach Monika Hilbers Wahl zur ersten Bürgermeisterin von Montan statt. Zahlreiche Montaner Bürger waren der Einladung der Gemeinde gefolgt und am Mittwoch, dem 17. November pünktlich um 20.00 Uhr im Montaner Vereinshaus erschienen. Nach einer kurzen Begrüßung, gefolgt von einer Vorstellung der Gemeindereferenten, des Präsidenten der Bezirksgemeinschaft Überetsch-Unterland Oswald Schiefer und der Planer der in Montan geplanten Infrastrukturvorhaben, Günther Rauch und Walter Pardatscher, ging es auch gleich ans Eingemachte. Diplomingenieur Günther Rauch stellte anhand einer Power-Point-Präsentation das Projekt der Umgestaltung der Kreuzung an der Dorfeinfahrt und die entsprechenden Verkehrsberuhigungsmaßnahmen vor.

Umgestaltung der Kreuzung an der Dorfeinfahrt und die entsprechenden Verkehrsberuhigungsmaßnahmen Das Problem der Kreuzung wurde bereits 1999 zum ersten Mal durch die Erhebung der Verkehrsströme angegangen. Dabei wurde festgestellt, dass diese Kreuzung in den Hauptverkehrszeiten von 900 Fahrzeugen pro Stunde, also im Schnitt von 8-9000 Fahrzeugen pro Tag, befahren wird, wobei diese Zahl in verkehrsstarken Monaten, wie zum Beispiel August, auch auf 12.000 ansteigen kann. Damals wurden deutlich stärkere Verkehrsströme nach Neumarkt verzeichnet, was unter Umständen zu falschen Verkehrsbeziehungen führt, wie zum Beispiel zwei Fahrzeuge, die sich nebeneinander reihen, um in die Fleimstalerstraße einzufahren. Um dem Abhilfe zu schaffen, wurde ein Kreisverkehr angedacht. Dadurch wollte man an dieser Kreuzung, die für die Verkehrsteilnehmer unsicher, verschachtelt und unverständlich ist, für mehr Sicherheit sorgen. Das Kreisverkehrprojekt befand sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium, als es aus mehreren Gründen aufgegeben wurde. Zum einen hatten die zuständigen Landesämter eine Verbreiterung des Durchmessers des Kreisverkehrs von 34 auf 40m gefordert, was den Abriss des Anas-Gebäudes erfordert hätte, und zum anderen hatte sich in der Zwischenzeit die Verkehrssituation geändert. Die Fertigstellung des ersten Teils des Umfahrungstunnels in Auer hatte eine Verlagerung der Verkehrsströme in Richtung Auer nach sich gezogen, sodass mittlerweile fünf- bis sechstausend Fahrzeuge über Auer und die übrigen 2-3000 über Neumarkt fahren.

Jüngste Entwicklungen Im Frühjahr 2010 fand also ein Treffen mit den Technikern der Landesverwaltung und Landesrat Mussner statt, bei dem das Projekt Kreisverkehr aufgegeben wurde, da dieses aufgrund des geänderten Verkehrsaufkommens nicht mehr gerechtfertigt gewesen wäre. Der neue Auftrag umfasste folglich eine Neuordnung der Kreuzung an der SS48, die die Achse Auer-Fleimstal als Hauptverkehrsachse kenntlich machen sollte, sowie die Planung von Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung. Außerdem sollte das be-

Auch an der Glener Brücke sind Sanierungsarbeiten notwenig. Das Geländer wird aller Voraussicht nach ausgetauscht.

auftragte Planungsbüro auch eine bessere Lösung für die Einfahrt zum Recyclinghof finden. Das von den Planern ausgearbeitete Projekt, für das LR Mussner bereits die Finanzierung zugesichert hat, sieht nun Folgendes vor: Die Montaner Gemeindestraße soll in die Neumarktnerstraße und diese ihrerseits in die SS48 münden. Dazu werden entsprechende Ab- und Einbiegespuren errichtet. Die vom Bauvorhaben betroffene Fläche ist 5900m² groß und im Rahmen des Projekts sollen 600m an Gehwegen realisiert werden. Bei dieser Variante müsste die Pizzeria Zur Traube zur Dolomitenstraße hin einen Streifen abtreten, wobei die Besitzer als Kompensation einen zusätzlichen Streifen auf der anderen Seite erhalten. Der bisherige Fußgängerübergang entfällt und der jetzige Schotterparkplatz wird asphaltiert und eingezeichnet. Die Montaner Gemeindestraße wird ab der Tischlerei begradigt, damit sie zur Kreuzung hin flacher als bisher abfällt. Auch die Einfahrt in die Gebachstraße wird erleichtert, da der Einbiegeradius durch eine neue Verkehrsinsel nach Süden vergrößert wird. Weiters sind eine Anbindung über Gehwege an den Kiechlbergweg und ein flach unterhalb des Sportplatzes verlaufender Gehweg ins Dorf geplant, sowie die Neuasphaltierung der Straßen. Insgesamt wird es in Zukunft 6 Fußgängerübergänge (2 mit Fußgängerampeln) geben.

Verkehrsberuhigung Zum Thema Verkehrsberuhigung wurde die Idee einer Unterführung an der Bushaltestelle verworfen, da eine solche wenig genutzt und daher nicht zweckdienlich ist. Die meisten Fußgänger würden trotz Unterführung die Straße an der Oberfläche queren, weil dies praktischer, evidenter und kürzer ist. Außerdem empfinden die Autofahrer die Abwesenheit von Fußgängern oft als Einladung zur freien Fahrt.


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Einfahrt zum Recyclinghof Eine Neugestaltung erfährt auch die Einfahrt zum Recyclinghof. Hier wird mit einer Abbiegespur und zwei Verkehrsinseln (eine vor und eine nach der Spur) versucht, dass Einbiegen zu erleichtern. Baubeginn ist voraussichtlich im Jahre 2011 und die prognostizierte Bauzeit beträgt 8 Monate, die sich dadurch erklärt, dass der Verkehr im Zuge der Bauarbeiten aufrechterhalten bleiben muss.

Diskussionsbeiträge Nach den Ausführungen des Projektanten hatten die Anwesenden die Möglichkeit, Fragen zum Projekt zu stellen. Eine Frage betraf den Stand der Dinge der angedachten Umfahrung Neumontan. Diplomingenieur Rauch antwortete darauf, dass dieses Thema nicht Gegenstand des Auftrags ist und daher nicht vertieft wurde. In technischer Hinsicht könne er lediglich festhalten, dass die im Bauleitplan eingetragene Variante der Umfahrung so nicht funktionieren könne, da ein Gebäude im Wege stehe. Auf die Frage, weshalb die Verkehrsinsel auf der Dolomitenstraße so kurz vor der Kreuzung angesiedelt und nicht weiter nach hinten, also zur Kurve hin, versetzt wurde, erwiderte der Planer, dass die Straße dafür zu eng sei. Es brauche 1,50m für die Verkehrsinsel und die Straße könne man auch nicht schmäler gestalten, da für diesen Straßentyp eine Breite von 3,50m vorgeschrieben ist. Genauso wenig könne man die Verkehrsinsel weiter nach oben versetzen, da ansonsten der Parkplatz verloren ginge. Die Frage nach einem Alternativprojekt wurde von den Planern verneint. Ein Bürger erkundigte sich nach der Möglichkeit, das Problem der Kreuzung dadurch zu lösen, den Verkehr nach Neumarkt anstatt über die Kreuzung über eine neue Straße unterhalb des Sportplatzes zu leiten. Auf diese Weise würde man eine Gefahrenzone entschärfen und es bliebe nur mehr das Problem der Einfahrt von der Schießstandstraße in die Dolomitenstraße. Auf diese Frage antwortete die Bürgermeisterin lediglich, dass diese Lösung nicht angedacht worden war. Das aktuelle Projekt sei ein Landesprojekt und würde daher vom Land finanziert. Die vorgeschlagene Alternative wäre ein privates Projekt für Montan und müsste demnach von der Gemeinde finanziert werden. Die Planer räumten zwar ein, dass der Vorschlag interessant sei, aber die Umsetzung schwierig wäre und sowohl die Gewohnheit als auch der erforderliche Flächenbedarf dagegensprächen. Eine weitere Frage, die im Zuge der Diskussion aufgeworfen wurde, betraf die Verkehrsstockung aufgrund der Fußgängerampel. Die Planer meinten dazu, die Bemerkung sei zwar richtig, aber aufgrund der Fahrzeuge, die vom Fleimstal kommend Richtung Neumarkt abbiegen sowieso heute schon ein Störfaktor gegeben sei. Das jetzige Projekt sei eine Kompromisslösung, sei aber in Anbetracht der Gegebenheiten sicherlich als positiv zu werten. Abschließend wurde noch die Forderung nach einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 50km/h auf der Staatsstraße gestellt, worauf die Bürgermeisterin zugesicherte, dass entsprechende Bemühungen unternommen werden.

Der übergemeindliche Fahrradweg Vor dem Übergang zum zweiten Punkt auf der Tagesordnung, dem Projekt des übergemeindlichen Fahrradweges, erteilte die

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Bürgermeisterin dem Präsidenten der Bezirksgemeinschaft das Wort. Oswald Schiefer lobte die Gemeindeverwaltung für die Veranstaltung einer Bürgerversammlung, noch dazu angesichts der Tatsache, dass keine Wahlen anstünden und zeigte sich positiv überrascht über die zahlreichen Anwesenden. Er führte zum Thema des übergemeindlichen Fahrradweges an, dass die Vorarbeit dazu schon vor 10 Jahren begonnen wurde. Landshauptmann Durnwalder habe die Finanzierung zugesichert und die Arbeiten würden voraussichtlich 2011 beginnen. Walter Pardatscher, der dieses Projekt seit seinen Anfängen betreut, stellte es in einer Präsentation anschaulich vor. Das Projekt, dessen Trassenführung sich an der 25km langen Trasse der Fleimstalerbahn orientiert, ist in mehrere Abschnitte eingeteilt, wobei der für Montan relevante Abschnitt 1 von Auer bis nach Montan verläuft. Dieser 1. Abschnitt ist wiederum in 7 funktionellen Baulose unterteilt. Es handelt sich dabei um logisch zusammenhängende Lose, die auch schrittweise realisiert werden können, falls die Finanzierung in Stocken kommen sollte. Ebenso seien für das Projekt zwei Genehmigungsphasen vorgesehen: eine dringendere und eine weniger dringende, damit Spielraum bleibt, um mehrere Varianten, zum Beispiel für die Pinzoner Kreuzung, zu vertiefen und zu diskutieren. Bei der anschließenden Diskussion wurde zum einen die Trassenführung beanstandet, besonders die Tatsache, dass der Fahrradweg zweimal in das Biotop Castelfeder hineinführt und durch den Ortskern von Pinzon verläuft. Kritisch sahen einige Bürger auch die Tatsache, dass der Wasserkanal aus Sicherheitsgründen mit einem Rost bedeckt werden soll, da dies die Reinigungsarbeiten erschwert. Weitere Kritiken an der Trassenführung wurde mit der Feststellung abgefertigt, dass diese ohnehin schon festgelegt und genehmigt sei. Die Planer erklärten sich jedoch offen für sonstige Verbesserungsvorschläge, wie zum Beispiel die Art des verwendeten Schotters. Die geplante Verwendung von Kalkschotter auf Castelfeder wurde nämlich beanstandet, da es sich dabei um ein gebietsfremdes Material handelt. Erwähnt wurde auch die geplante Mischnutzung des Fahrradweges, was natürlich allen eine gewisse Rücksichtsnahme abverlangt. Zum Beispiel können Nutzfahrzeuge von Landwirten und die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr den Fahrradweg im Bedarfsfall natürlich befahren. Außerdem seien die geplanten Bremsstangen im Endstück des letzten Loses, die abwärts fahrende Fahrradfahrer zwingen, zu verlangsamen, biegsam und nachgiebig. Geklärt wurde auch, dass die Haftpflichtversicherung des Landes bei Unfällen, Verletzungen usw. im Zusammenhang Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen, die am Fahrradweg liegen, greift.

Allfälliges Abschließend wurde unter dem Punkt Allfälliges zum wiederholten Male das leidige Thema der unbefriedigenden Postzustellung zur Sprache gebracht und Christoph March unterbreitete den Vorschlag, viermal im Jahr eine Bürgerversammlung abzuhalten, gegebenenfalls in Form eines Bürgerstammtisches. Fazit der dreistündigen Bürgerversammlung: Die beiden Projekte stellen jeweils einen Kompromissvorschlag bzw. die bestmögliche Variante dar. (sp)


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Aus dem Gemeinderat

AVS Unterland

„Eine Kette von schwer- Adventsingen wiegenden Fehlern“ im Unterland Die Aufforderung der Bürgermeisterin Monika Hilber Delvai an den Gemeinderat Werner Thaler (Süd-Tiroler Freiheit) anlässlich der Ratssitzung vom 8. September den Sitzungssaal zu verlassen, war nicht rechtens. Zu diesem Schluss kommt nun eine entsprechende Rechtsauskunft der Region, welche auch das Aufsichtsamt des Landes bestätigt hat. Wie berichtet, hatte die Bürgermeisterin das Ratsmitglied Thaler bei der Behandlung seines Einwandes gegen die Ausweisung des Gewerbegebietes der Firma F. Pichler Ohg aufgefordert den Saal zu verlassen. Somit wurde die Annahme seines Einwandes verhindert, da 7 Räte für und 7 Räte gegen die Annahme des Einwandes stimmten. Wäre Thaler anwesend gewesen, wäre der Einwand angenommen worden. Gemeinderat Thaler verlangt nun, dass die Abstimmung im Gemeinderat wiederholt wird, da die vorhergehende Abstimmung ungesetzlich war. In beiden Rechtsgutachten, werden Zweifel angeführt, ob ein Ratsmitglied einen Einwand bzw. Einspruch gegen einen Ratsbeschluss erheben darf, oder diese Möglichkeit nur den Bürgern vorenthalten ist. Es ist, so die Auskunft, ein umstrittener Aspekt, weil diesbezüglich keine eindeutigen gerichtlichen Entscheidungen vorhanden sind. In der Folge ist es aber auch nicht ausdrücklich verboten. Bislang hat die „alte“ und „neue“ Gemeindeverwaltung den Einwand von Ratsmitglied Thaler als zulässig erklärt und die Gemeindesekretärin hat diesbezüglich ebenso ein positives fachliches Gutachten abgegeben. In einem weiteren Schreiben an das Aufsichtsamt des Landes hatte Gemeinderat Thaler weitere „schwerwiegende Fehler“ im Rahmen der Behandlung dieses Tagesordnungspunktes und weiterer Folgeakten durch die Montaner Gemeindeverwaltung aufgezeigt. So bemängelte er, dass anlässlich der Ratssitzung weder eine Beschlussvorlage vorlag, über welche abgestimmt worden ist, noch die entsprechenden schriftlichen Gutachten. Ebenso merkte das Ratsmitglied an, dass ein Einspruch von Herrn Josef Terleth gegen obigen Ratsbeschluss von der Bürgermeisterin als unzulässig erklärt worden ist, da dieser (angeblich) nicht termingerecht eingereicht worden sei. Die Rechtsauskunft des Landes bestätigt nun, dass der Einspruch sehr wohl termingerecht eingelangt ist. Weiters wird darin klargestellt, dass es nicht in die Zuständigkeit der Bürgermeisterin fällt, diesen zu behandeln, sondern in die alleinige Zuständigkeit des Gemeindeausschusses. Die bisher getroffenen Maßnahmen müssen rückgängig gemacht werden. Unterdessen befasste sich der Gemeinderat letzten Mittwoch mit einer Anfrage des Ratsmitgliedes Thaler zum Vorwurf der Bürgermeisterin, Thaler hätte bei der Ausweisung des Gewerbegebietes in Kalditsch „persönliche Interessen“ vertreten. Dass dies nicht stimmen kann, liegt auf der Hand, zumal er weder in Kalditsch ansässig ist, noch an der Firma Franziskus Haas beteiligt ist. (S-TF)

Auch dieses Jahr lädt die Pfarrgemeinde Tramin am Mittwoch, 8. Dezember um 17.00 Uhr zum „Unterlandler- Adventsingen“ in der Pfarrkirche von Tramin ein. Besinnliche Weisen, Adventslieder und ein Adventspiel vorgetragen von der Theatergruppe Tramin tragen zur Einstimmung in die Vorweihnachtszeit bei. Südtirol Marathon

„OK Südtirol Marathon“ zieht um! Das OK Südtirol Marathon wird demnächst mit ihrem Büro von Neumarkt nach Bozen übersiedeln.„Es ist logistisch von Vorteil bei einem so großen Ereignis wie es der Südtirol Marathon ist, in Bozen an Ort und Stelle erreichbar zu sein“ sagt OK Chef Alfred Monsorno. In der Zwischenzeit ist das OK Südtirol Marathon nicht über Telefon oder Fax erreichbar, sondern über die E-MailAdresse: staff@suedtirol-marathon.com. (OK Südtirol Marathon) Bauernjugend Montan

Einladung Vollversammlung Die Montaner Bauernjugend möchte alle ihre Mitglieder herzlich zur heurigen Wintervollversammlung am 4. Dezember einladen! Die Vollversammlung findet im Gasthof Goldener Löwe statt und beginnt um 19.30 Uhr. Da heuer der Ausschuss der Bauernjugend Montan neu gewählt wird, hoffen wir auf eine rege Teilnahme an der Vollversammlung. Wenn es Interessierte gibt, die der Bauernjugend beitreten möchten, sind natürlich auch diese herzlich eingeladen; wir möchten diese jedoch bitten, sich vorher beim Obmann der Bauernjugend zu melden (Tel. 348 77 010 06). Vielen Dank! Die Bauernjugend Montan

Stimmzähler gesucht! Alle WählerInnen, die sich in das Stimmzählerverzeichnis im Wahlsprengel Montan eintragen lassen möchten, können bis zum 30. November 2010 eines jeden Jahres beim Wahlamt der Gemeinde Montan ein entsprechendes Gesuch einreichen. Die Eintragung gilt ab dem darauffolgenden Jahr. Die entsprechenden Formulare liegen im Gemeindeamt auf. Voraussetzungen für die Eintragung in das Stimmzählerverzeichnis sind die Eintragung in die Wählerlisten der Gemeinde sowie das Abschlussdiplom der Mittelschule. Alljährlich wird das Verzeichnis vom Wahlamt der Gemeinde aktualisiert. (wt)


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Menschen in Montan

Unser neuer Redakteur: Jürgen Fricker Unser Neuzugang in der Redaktion des Montaner Dorfblatts mag Burgen und Schlösser. Und zwar so sehr, dass er ihretwegen sogar nach Südtirol gezogen ist. Aber alles der Reihe nach: Jürgen Fricker, der seit rund 20 Monaten in Montan wohnt, hat sich immer schon für Geschichte interessiert, weshalb er als junger Mann nach dem Abitur zuerst in München Völkerkunde, Geschichte, Politik und Betriebswissenschaften studiert hat. Nach dem erfolgreichen Abschluss seines Studiums war er zunächst in der Industrie tätig, bis ihn dann wieder die Lust am Studieren packte. Im Zuge seines Fernstudiums an der Universität Hagen war sein Schwerpunkt das Mittelalter und so wurde der Deutsche, der eigentlich aus Düsseldorf stammt, zum ersten Mal auf Südtirol, genauer gesagt auf Tirol, seine Burgen und seine Machthaber aufmerksam. Seine Leidenschaft endgültig geweckt wurde dann anlässlich eines Urlaubs in Südtirol und so beschloss er, mit dem Südtiroler Burgeninstitut in Kontakt zu treten, einem Verein, der sich den Schutz der historischen Wehrbauten, Schlösser und Wohnbauten als Denkmale der Kunst, als Zeugnisse der Landesgeschichte, der Landeskultur und als wesentlichen Bestandteil der Landschaft zum Ziel gesetzt hat und bei der Erhaltung, der Restaurierung und dem eventuellen Wiederaufbau von genannten Bauten beratend tätig wird und gegebenenfalls daran mitwirkt. Im Zuge seiner Mitarbeit bei diesem Verein wurde sein Interesse für die Burgruine Festenstein in Andrian geweckt. Jürgen, der bis zu seinem Umzug nach Südtirol in Auendorf in Oberschwaben lebte, nutzte jede freie Minute, um nach Südtirol zu kommen, wo er dann versuchte, mehr über Festenstein in Erfahrung zu bringen. Schließlich entschloss er sich dann doch, den großen Schritt zu wagen, und nach Südtirol umzuziehen, um in der Nähe „seiner“ Burg sein zu können. Für Montan hat sich Jürgen auf eine Empfehlung seines Arbeitsgebers hin entschieden, der ihm sagte, Montan sei seiner Meinung nach das schönste Dorf Südtirols. Außerdem befindet sich Montan ungefähr auf halber Strecke zwischen Andrian und seinem Arbeitsplatz. Zwar habe er aus Zeitgründen noch nicht viel Kontakt zu den Montanern, aber er empfinde sie als außerordentlich freundliche Menschen, wobei er vom Gemischtwarenladen Pfitscher und den beiden Dorfgasthäusern sehr angetan sei.

Die Burgruine Festenstein (Fotoquelle: Messbildstelle Dresden, Aufnahme November 2009)

Jürgen Fricker Der freiberufliche Historiker, der hauptberuflich als Produktionslogistiker arbeitet, beschäftigt sich mittlerweile schon seit 15 Jahren mit dem Thema Kulturlandschaft und ist seit 10 Jahren aktives Mitglied des Burgeninstitutes. Außerdem schreibt er auch Beiträge für das Tiroler Burgenbuch. Nun da er in Montan wohnt, hat er sich dazu entschlossen, auch Artikel für das Montaner Dorfblatt zu schreiben, vorwiegend zum Thema der Denkmalpflege. Auf eine gute Zusammenarbeit! (sp)


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Denkmalschutz in Montan

Denkmalgeschützte Baudenkmäler in Montan Eine Gemeinde hat dann einen unverwechselbaren Charakter, wenn man an ihren Bauten die Geschichte vom Mittelalter bis in die Gegenwart hinein nachvollziehen kann. Montan mit seinen auf verschiedene Fraktionen und Ortsteile verteilten 40 denkmalgeschützten Baudenkmälern, mit einem Kernbestand im alten Dorf und in Pinzon, gehört zu den Gemeinden im Unterland, die authentisch wirkt, sowohl für die Einheimischen als auch für die Besucher. Historische Gasthöfe, Kirchen, Friedhöfe, Weinhöfe und Bildstöcke prägen das Ortsbild. Allein die hohe Anzahl denkmalgeschützter Bauten belegt dies, wenn man es beispielsweise mit lediglich 13 Unterschutzstellungen für die Stadt Leifers vergleicht, die ein Konglomerat mehr oder minder „moderner“ Bauten darstellt und - bis auf wenige Ausnahmen - baulich langweilig und farblos wirkt, funktional zusammengewürfelt, lärmumtost. Hinter den Zahlen verbirgt sich die Südtiroler Geschichte seit dem Ende des 1. Weltkrieges; während im Talboden sich die im Zuge des Faschismus hinzuziehenden Italiener wirtschaftlich und baulich zu positionieren suchten, blieben die Gemeinden in den geschützt gelegenen Hanglagen wie Montan bäuerlich/handwerklich geprägt, die Kulturlandschaft wurde nicht zersiedelt, die historische Bausubstanz nicht rücksichtslos zugunsten einer „Modernisierung“ zerstört, eine Entwicklung, die viele Gemeinden in Europa zu einförmigen und monotonen Vorortsiedlungen städtischer Zentren werden ließ. Wenn man auf dem Montaner Dorfplatz verweilt, so fallen einem die beiden Gasthäuser: - Gasthof zum Goldenen Löwen: Dreigeschossiger Bau, im Erdgeschoß ursprünglich Rundbogenöffnungen. Gewölbter Hausgang mit dekorativen Malereien aus dem 17. Jh. im vorderen Gangteil. Ehemalige Stube mit alter Balkendecke, gewölbte Küche (Anm. 1). Unter den Besitzern des Gasthofes zum Goldenen Löwen fällt im 17. Jahrhundert Regina Lanser von Moos zu Festenstein auf, Ehefrau des Jacob Theiss (Anm. 2). Nicht nur im 16. Jahrhundert waren die Adeligen an Weinhöfen und Gasthäusern als Besitz und Einkommensquelle interessiert. Zudem war der Gasthof Ort von Gerichtsverhandlungen, - und das Gasthaus zur Rose: Dreigeschossiger Bau aus dem 16. Jh. mit polygonalem Erker, steingerahmtem Rundbogentor. Im ersten Stock gewölbter Hausgang, Biforienfenster, auf, die beliebte Treffpunkte für Einheimische und Gäste sind. - Die Pfarrkiche St. Bartholomäus: Turm mit Pyramidendach aus dem 13. Jh., spätgotischer polygonaler Chor, Langhaus im historisierenden Stil, 1875-1881 errichtet. Fassade romanisierend gestaltet. Im Langhaus Kreuzgratgewölbe, Seitenkapellen. Im Chor Wandgemälde von Johann Baptist Oberkofler (Tiroler Heilige), 1943, und die über der Gemeinde liegende Burg ENN aus dem 12. Jh. (Bergfried, Palas, Ringmauer). Zu Beginn des 16. Jh.s vergrößert (Torzwinger, Tortrakt, Kapelle, Palas erneuert), um 1880 restauriert (Bergfried erhöht, Burghofgestaltung). Im Palas im ersten Stock Stube mit Eckerker und spätgotischem Getäfel, frühes 16. Jh., eine der ältesten erhaltenenen Burganlagen Südtirols, Bau der Herren von Enn, denen als Lehensträger der Bischöfe von Trient die Burgen Castelfeder, Enn und Caldiff gehörten und die neben den Grafen von Tirol und Eppan zu den mächtigsten Grafen in Tirol im 13.

Ein Blickpunkt: Gasthof „Goldener Löwe“ (16. Jahrhundert) und Burg Enn (12. Jahrhundert) Jahrhundert gehörten. Nur Schloss Enn ist als im 19. Jahrhundert historistisch überformierter Herrschaftsbau aus dem Mittelalter unzerstört auf uns überkommen. Religion, Gastlichkeit und Adelskultur sind mit diesen unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden lebendig repräsentiert. In alphabetischer Reihenfolge seien nun die weiteren denkmalgeschützten Gebäude und Objekte in Montan genannt. Die Unterschutzstellung erfolgte bei fast allen Gebäuden 1977, Burg Enn wurde bereits 1949 unter Denkmalschutz gestellt, die beiden Bildstöcke erst im Jahre 1989. Der größte Teil der Bauwerke stammt aus dem 16. Jahrhundert, wobei die Grundmauern teilweise älter sein dürften. Da in den meisten Fällen eine bauhistorische Untersuchung fehlt, könnte dies, über die vorliegenden archivalischen Studien hinausgehend, erst bei zukünftigen Restaurierungen geklärt werden (Anm. 3) - Amplatz: Wohnhaus. Spitzbogige Haustür, steingerahmtes Fenster mit Jahreszahl 1565. In der Stube spätgotische Balkendecke. Bildstock (Unterdorf, Pinzonerstraße): einfacher gemauerten Bildstock mit rundbequemische Fresko, Reste einer Pietä im Inneren, Gp. 75/1. Bildstock (Unterdorf, Hof am Keller): Gemauerter Bildstock. Sockel aus Quadersteinen. Aufsatz mit Rundbogennische darin Maria mit Kind. Fresko im Giebel ebenfalls Fresko zwei Engeln, die das Allerheiligste halten, Gp.en 594, 594/1, 594/2. Feldsaltner (Haas, Glenertal): Wohnhaus. Ober der rechteckigen Haustür Jahreszahl 1765. Im Erdgeschoß tonnengewölbte Räume (Küche, Stube). Zur Straße hin Fenster mit Gittern und eingemeißelten Sinnzeichen. Gregori (Unterdorf): Wohnhaus. Zweigeschossiger Bau mit regelmäßiger Fassadengestaltung, spitzbogige Haustür, getäfelte Stube.


montaner dorfblatt Grünwein in Pinzon: Wohnhaus. Bau mit steingerahmten Viereck und Doppelbogenfenstern mit Gitterkörben. Im Osten kurze Freitreppe, tonnengewölbter Flur, Saal mit Putzrippen und Wappenschilden, Mehrere Jahreszahlen aus dem 16. Jh. Dreigeschossiger Erker mit Pultdach. Hans-Klocker-Gasse 1 in Pinzon: Großer ansitzartiger Bau mit steingerahmten Rechteckfenstern, Rundbogentor und Doppelbogenfenstern. Hans-Klocker-Gasse 2 in Pinzon: Nach Norden viereckiger Erker mit vergittertem Fenster, gewölbte Räume, spätgotische Stube mit Jahreszahl 1555 und Eselsrückentürholm. Hans-Klocker-Gasse 4 in Pinzon: An der Nordseite steingerahmtes Fenster mit Hausmarke und Jahreszahl 1558. Spätgotisches Stubengetäfel mit Jahreszahl 1554. Hans-Klocker-Gasse 8 in Pinzon: Äußerlich einfacher Bau, Stube mit kassettierter Decke in späten Renaissanceformen. Hilber (in Montan): Wohnhaus. Gemauerte Freitreppe, tonnengewölbter Hausgang. Spätgotische Stube, Tür mit Eselsrückenholm, am Sturz Jahreszahl 1558. Hilber in Pinzon: Weinhof mit gewölbtem Kellergeschoß. Im ersten Stock Stube mit Renaissancetäfelung, Schulterbogentür und zwei vergitterte Fenster in Sandsteinrahmung. Hofkeller: Zweigeschossiger Bau mit steingerahmten zum Teil vergitterten Fenstern. Polygoner Erker, Rechtecktür mit Jahreszahl 1583 am Sturz. Getäfelte Stube. Jansen (Leys): Wohnhaus. Renaissencebau. Ober der steingerahmten Haustür Wandmalerei (Gnadenbild von Loreto), darüber Doppelbogenfenster mit Rosettenornament. Getäfelte Stube. Am Giebel Oculi und Karniesbogenöffnungen. Kaserer (Glenertal): Wohnhaus. Abgefaste Rundbogentür in Steinrahmung, gewölbte Räume im Erdgeschoß, Stube mit spätgotischer Bohlenbalkendecke.

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Kirchplatz 14-15: Dreigeschossiger Bau mit steingerahmter Schulterbogentür im Norden. Im ersten Stock Stube mit Täfelung aus dem Jahre 1583. Im zweiten Stock großer Raum mit Stuckdecke. Gewölbter Keller. Lindenhöfl in Pinzon: Wohnhaus. Viereckerker auf gemauertem Pfeiler, offener Bundwerkgiebel nach Süden im Erdgeschoß drei Bogenöffnungen. Freitreppe, gewölbter Vorplatz, Stubengetäfel mit Jahreszahl 1541 an der spätgotischen Balkendecke. Tonnengewölbter Gang und Küche, steingerahmte Schulterbogentür. Maria-Schnee-Kapelle in Gschnon: Sommerfrischkloster der Kapuziner von Neumarkt mit einfacher Kapelle, 1632 errichtet. Hölzerner Dachreiter, gerader Chorschluß, Tonnengewölbe. Hinter dem Altar Mönchschor. Oberberger: im 16./17. Jahrhundert einer der größten Höfe in Montan Oberer Weißensteiner: Wohnhaus. Zweigeschossiger Bau mit kurzer Freitreppe im Osten, steingerahmte Rechtecktür und Fenster. Stube mit tief profilierter Leistendecke und Brustgetäfel aus dem 17. Jh. Am Giebel Rundbogenöffnungen und Oculi. Pfarrwidum: Bau mit viereckigem Erker. Im Erdgeschoß gewölbte Räume, getäfelte Stube im ersten Stock. Wandgemälde an der Fassade (Pieta). Piebl in Kalditsch: Hofmauer mit Rundbogentür, bez. 1683. Mittellabe mit Tonnengewölbe. Stube mit Holztäfelung, bez. 1680; tonnengewölbte Küche. Mehrere Kellerräume mit Tonnengewölbe. Gewölbter Stall mit Mittelsäule. Pinzoner Straße 13 (Wegscheider): Spätgotischer Baukern, im 17. Jh. umgestaltet, Besonders wertvolle Stube, Decke mit geschnitzten Balken, Seitenwände aus stehenden Bohlen mit Spitzbogenabschluß aus dem 15. Jh. Doppelbogenfenster mit Steinsäule, steingerahmte Rundbogentore mit Jahreszahl 1536. Spitzbogentür mit Steinmetzzeichen. Rainer: Wohnhaus. Ehemals gewölbter Straßendurchgang, im Durchgang zwei steingerahmte Rundbogentore. Stadel mit steingerahmtem Fenster, gewölbte Keller.

Bauunternehmung

FÄCKL A. & CO. Ohg

39050 Deutschnofen (BZ) · Handwerkerzone 15 Tel. 0471 616 486 · mobil 335 472 740


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Rainer in Glen: Stattliche Hofanlage, im Kellergeschoss und ersten Obergeschoss mehrere Räume mit Tonnengewölben und Stichkappen. Rothenhof mit Loretokapelle in Kalditsch: Gut erhaltene Hofanlage mit Feuer und Futterhaus. An einem Türstock Jahreszahl 1557. Spätgotisches Stubengetäfel. Rundbogentor, verbretterter Giebel. Kapelle: Einfacher Rechteckbau mit Glockenmauer. Steingerahmte Rechteckttür, darüber BiIdnische. 17. Jh. Sagmeisterhaus (Pfitscher): Hoher Bau, an der Ostfassade spitzbogige Haustür, drei polygonale Erker, im ersten Stock Mittellabe mit Kreuzgratgewölbe. Im Norden Rundbogentor in Sandsteinrahmung. Im ersten Halbgeschoß Kreuzgratgewölbe mit steingerahmter Spitzbogentür. Keller mit Tonnengewölben. Saltnerhäuschen in Pinzon: Zweigeschossiger Bau in Türmchenform mit je einer Fensterachse. Gemalte Eckquaderung, Rechtecktür, Fenster. Biberschwanzdach. Schulgasse 3: Kleiner Bau mit Erker auf gotischem Stützbalken. Im Erdgeschoß Rundbogentür und tonnengewölbter Keller. Im ersten Stock Stube mit Balkendecke und späterem Leistengetäfel, bez. 1579, Ecksteher. Raum mit Tonnengewölbe. St. Kosmas und Damian in Glen: Einfache Kapelle an einem Ansitz angebaut. Glockenmauer, Tonnengewölbe, Rechtecktür, Fenster, 17. Jh. St.-Stefan-Kirche mit Friedhof in Pinzon: Turmunterbau und Langhausmauern romanisch, hoher polygonaler Chor, Anfang 15. Jh. Netzrippengewölbe. Fresken an der Westwand, 15. Jh. Loretokapelle 1720 im Norden angebaut: gerader Chorschluß, Tonnengewölbe, Rechtecktür. Fassadenfresken drittes Viertel 15. Jh. (Christophorus, Schutzmantelbild, in der Nische St. Stephan, Schmerzensmann, hl. Dorothea, Engel, Wolfgang, Lamm Gottes). In der St.-Stephan-Kirche befindet sich der weit über die Grenzen Südtirols hinaus bekannte, aus dem Jahre 1490 stammende holzgeschnitzte Hans Klocker Altar, weitgehend erhalten bis auf Teile, die im Zuge der Südtirolweiten Auftragsdiebstähle aus Kirchen und Kapellen in den siebziger Jahren verschwanden. Tombl: Wohnhaus. An der steingerahmten Haustür mit Kielbogenabschluß Jahreszahl 1549. Gewölbter Hausflur, getäfelte Stube mit Leistendecke und Wandpilaster, Wandkästchen. Seitlicher Erker, steingerahmte Schulterbogentür. Tschaup: Wohnhaus. Dreigeschossiger Bau mit konvex gebogener Fassade, Rundbogentür in Steinquadernmung, gewölbter Hausflur. Im ersten Stock Fassade mit spätgotischem Getäfel, im zweiten Stock Stube mit Barocktäfelung. Steingerahmte Rechteckfenster. Unterer Weißensteiner: Wohnhaus.Spätgotischer Bau mit Eckerker auf Konsolen. Freitreppe, steingerahmte Eselsrückentür. Mehrere Jahreszahlen aus dem 16. Jh. Im 17. Jh. umgestaltet: drei offene Doppelbogenfenster, Hoftor, bez. 1691. Varesco: Von außen betrachtet einfacher Bau. Gewölbter Hausgang, spätgotische Stube mit Bohlenbalkendecke und erneuerter Wandvertäfelung aus dem 16. Jh.

Gasthof „Zur Rose“ (16.Jahrhundert) mit spätmittelalterlichem Flair Veitner in Kalditsch: Wohnhaus. Keller mit Tonnengewölbe und Stichkappen. Stube mit spätgotischer Balkendecke, dreifach kanneliert. Alle unter Denkmalschutz stehenden Baudenkmäler, ob Wohngebäude, Weinhof, Kirche, Friedhof, Stadl, Bildstock oder Adelsbau repräsentieren eine Gemeinde, die an einer Entwicklung interessiert ist, die das auf uns Überkommene nicht fahrlässig zugunsten modischer Neuerungen aufgibt, die lediglich Ausdruck kurzfristiger wirtschaftlicher Interessen sind, sondern auf die In-Wert-Setzung des tradierten setzt, der baulichen Repräsentanz Südtiroler Identität. Manch einer, der ein denkmalgeschütztes Gebäude sein eigen nennen darf, mag ob der damit verbundenen Belastungen und Einschränkungen sich wünschen, all das loszuerden und etwas zu bauen, dass dem „Zeitgeist“ entspricht. Aber wenn er intensiv über das, was er besitzt und weitergibt, nachdenkt, wird er vielleicht zu dem Schluss kommen, dass es schöner und auch klüger ist, das Bestehende zu bewahren, baulich behutsam den Komfortwünschen anzupassen, aber es als mit Leben angefülltes Baudenkmal für sich und die Gemeinschaft zu erhalten. (jf ) Quellenangaben: Kursiv: alle Angaben aus: Monument Browser, „Baudenkmäler in Südtirol“, teilweise korrigiert, da fehlerhafte Angaben; Montaner Dorfbuch, Hrsg. Schützenkompagnie Montan, Band 2: 2003, Rosa Stocker-Bassi und Georg Tengler „Häuser- und Höfegeschichte“, S.7-110, das Standardwerk, nicht nur für die Geschichte der denkmalgeschützten Gebäude in Montan; Anmerkungen: 1) Kursiv: Angaben aus dem Document Browser, Baudenkmäler in Südtirol, Gemeinde Montan, mit Einschränkung eine zuverlässige Quelle zur kunsthistorischen Einordnung. 2) Siehe Dorfbuch Montan, 2003, Band 2: 3) Siehe Dorfbuch Montan , 2003, Band 2, S. 7-110


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Naturparkhaus Trudner Horn

Vinzenzverein und Pfarrcaritas

Jahresbericht 2010

Altkleidersammlung

Das Naturparkhaus Trudner Horn in Truden im Naturpark wurde in den vergangenen 10 Jahre von über 80.000 Gästen besucht. Das Naturparkhaus seine Pforten dem Publikum am 30. März 2010 wiedereröffnet. Passend zum Osterfest wurden Kaninchen fünfzehn verschiedener Rassen im Naturparkhaus präsentiert. Diese Sonderausstellung „Der Osterhase zu Besuch im Naturparkhaus“ ist mit dem Südtiroler Kaninchenzüchterverband organisiert worden. Mit Unterstützung des Katholischen Familienverband Südtirol, Zweigstelle Truden, wurden am 1.April Osterbasteleien angefertigt. Das Jahr 2010 stand ganz im Zeichen des dreißigsten Jubiläums des Parks. Gemeinsam mit der Bevölkerung feierten wir das Ereignis am Sonntag, den 29. August 2010. Die Jubiläumsfeier begann mit dem Festgottesdienst zelebriert von Hochwürden Johann Tasser wobei der Kirchenchor Truden für die musikalische Umrahmung sorgte. Anschließend bekräftigten der zuständige Landesrat Michl Laimer in seiner Festrede die Wichtigkeit des Südtirol weiten Netzes an Schutzgebieten, um die Natur in ihrer Vielfalt zu erhalten. Umrahmt wurde die Feier von der Böhmischen aus Altrei sowie der Jugendkapelle Neumarkt/Montan/ Truden und „Norbert und Ossi“. Weiters wurde im Naturparkhaus zahlreiche Sonderausstellungen zum Thema „Natur und Kunst“ präsentiert. Gleich mehrere Künstler, Maler und Bildhauer haben ihre Werke im Naturparkhaus ausgestellt. Im heurigem Jahr wurde auch das kulturelle Angebot fortgesetzt, wir haben wiederum mit Hilfe von Marianna und Theresia Werth, Flachs gebrechelt und natürlich wurde auch Brot gebacken. Ganze 27 mal haben wir vom 3. April bis 15. Oktober den Teig fleißig geknetet und Brot gebacken. Wichtig war der Erfolg des Sommer-Workshop „Daksy“ mit seinen zahlreichen Freizeitaktivitäten für Kinder. Faszinierend war die Ausstellung, welche den „Reptilien Südtirols“ gewidmet worden ist und weiters bedanken wir uns auch beim Herpetologen Wolfgang Dibiasi für seinen Vortrag zum Thema „Pazifikklapperschlange“. Ich nutze diese Gelegenheit, um den Forststationen Neumarkt und Kaltenbrunn zu danken, welche auch heuer hervorragende Arbeit geleistet haben, um unsere Landschaft zu erhalten. Außerdem danke ich den Mitarbeitern des Naturparkhaus: Patrick Pintori, Dora Somvi und German Varesco , die mehr als 350 Besucher in 27 Touren begleitet haben. Günther Ventir und Hermann Stuppner Naturparkbetreuer, Anna Pernter, Paula March, Maria Zwerger, Hermann Pernter, Bäckerinnen und Müller, und schließlich Schroffenegger Valentin, Sachbearbeiter des Naturparks Trudner Horn. Mein Dank an die Arbeitsgruppe des Landesamtes für Naturparke und insbesondere dem Team des Naturparks Trudner Horn, welches seit vielen Jahren mit großem Einsatz und Leidenschaft unseren Grundgedanken vermittelt, und zwar den Respekt und die Achtung vor der Natur. Das Naturparkhaus öffnet wieder am Dienstag, 19. April 2011. Für Informationen kontaktieren Sie bitte die folgende Telefonnummer +39 0471 869247, +39 0471 417764 oder schicken Sie ein ein E-mail an info.th@provinz.bz.it Ivan Plasinger

1.200 Tonnen Altkleider haben die vielen freiwilligen Helfer der Caritas am Samstag, 6. November 2010 in allen Südtiroler Pfarreien gesammelt. Das sind zehn Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Auch bei uns in Montan haben die Bürger wieder ordnungsgemäß die gefüllten Säcke zu den zwei bekannten Sammelstellen gebracht. Hiermit sei allen im Namen des Vinzenzvereins und der Pfarrcaritas von Montan herzlichst gedankt, die gute Qualität an gebrauchten Kleidern, Schuhen und Haushaltstextilien gespendet haben. Auch sei allen freiwilligen Helfern gedankt, die sich die Zeit genommen haben, an diesem Samstag, Vormittag die vielen Säcke auf- und abzuladen. Besonders gedankt sei vor allem der Firma „Pichler Josef“ aus Kalditsch und ihrem Fahrer, der uns schon seit über 10 Jahren mit dem Lastwagen die vielen Säcke unentgeltlich zur Abladestelle nach Auer transportiert. Ohne dem Lastwagen würde es nämlich alleine für Montan mehrere Traktoren benötigen. Für Pinzon hat sich wiederum ein Traktorfahrer zur Verfügung gestellt, der eigens die Säcke der Pinzoner Sammelstelle zur Abladestelle nach Auer transportierte. Auch ihm gilt für seine Bereitschaft ein herzliches Vergelt’s Gott! Der Erlös dieser größten Sammelaktion des Jahres verwendet die Caritas für die Freiwilligenarbeit, für die Hospizbewegung ,für die Arbeit mit Obdachlosen und dem Solidaritätsfond. Allen ein herzliches Vergelt’s Gott!

1.200 Tonnen Altkleider haben die vielen freiwilligen Helfer der Caritas in allen Südtiroler Pfarreien gesammelt.

Südtiroler Krebshilfe Überetsch-Unterland

Frohe Weihnachten! Die Südtiroler Krebshilfe Überetsch-Unterland bedankt sich herzlichst bei allen Spendern, freiwilligen Helfern und Gönnern und wünscht ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr und weist abermals darauf hin, dass sie weder telefonisch, noch von Tür zu Tür, Spenden sammelt.


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Kirchliches

Kapuzinerkloster Gschnon Renovierungsarbeiten abgeschlossen Der Inbegriff für Ruhe und Weltabgeschiedenheit ist auch heute noch für viele Menschen mit Klöstern und Wallfahrtsorten verbunden. Dabei sind die robusten Klostermauern gerade in der heutigen Zeit bestens gegen die Hektik und den Tageslärm gerüstet. Für uns Montaner führt der Begriff Kloster unweigerlich nach Gschnon zum wohlbekannten Kapuzinerkloster. Das Kirchlein selbst wurde im Jahre 1632 von Andreas und Christoph Obermaier aus Neumarkt errichtet und im Jahre 1662 wurde der angrenzende Stadel in ein Klösterle umgebaut. Das heutige Gschnoner Klösterle wird vom Neumarktner Kapuzinerorden unter der Leitung von Bruder Bernhard Frei geführt. Vom 24. Juli bis zum 8. September werden in Gschnon Messen abgehalten. Desweiteren bietet die Brüdergemeinschaft zwar keine „Ferien im Kloster“, sondern hält seine Tore offen für religiöse Freunde, die mit den Brüdern Tage der Einkehr erleben, oder auch sehr schöne Ikonen malen. Der Besuch des gepflegten Kräutergartens, das Meditieren und Spaziergänge im angrenzenden Naturpark inmitten der Gschnoner Wälder und Wiesen gehören einfach dazu. In der Faltbroschüre, die im Kloster von Neumarkt und Gschnon aufliegt, wird auf ein Kloster zum Mitleben hingewiesen. Und so gut wir es können, schreiben die Patres, werden verschiedene Ziele angestrebt: den Geist des Evangeliums leben, franziskanische Spiritualität nach dem Ideal der Kapuziner leben, geschwisterlich das Leben teilen, Einfachheit und Bescheidenheit widerfahren, Stille, Gebet, Begegnung, Offenheit für neu Formen und viele aktuelle Thematiken mehr. Denn es geht darum den suchenden Menschen einen spirituellen Raum anzubieten. In Beicht- und Gemeinschaftsräume können Fragen gestellt werden, die im Alltag meist untergehen. Manchmal ist es so, wenn der äußere Stress weg ist, fängt der innere an. Das kann durchhaus auch eine anstrengende Zeit für den Ruhesuchenden Klosterbesucher sein. Im Frühling dieses Jahres wurde das „schiefe“ Geläute des Gschnoner Klosterkirchleins genauer analysiert. Der zentrale Holzbalken, der die Glocke im Glockenstuhl festhält, hat sich nach Jahrzehnten der vielen Schwingungen dermaßen verfor-

mt, dass man sprichwörtlich ein „Schiefes“ Geläute vernehmen konnte. Und wie Bruder Bernhard Frei dem Dorfblatt mitteilte, begannen somit intensive Reparaturarbeiten im Glockenturm und am Dach des Klosters selbst.

Restaurierungsarbeiten am Turmdach sind notwendig geworden.

Die Restaurierungsarbeiten führte die Firma P-Dach durch.

Zuallererst wurde ein Gerüst um den Glockenturm gelegt, die alten Holzschindeln entfernt, die Bruder Bernhard Frei Innenbalken samt Glockenträger ausgetauscht und neue Dachschindeln aus Lärchenholz aufgenagelt. Am Hauptdach des Klosters hingegen wurden einige undichte Stellen repariert und die Kamine ab dem Dachbereich neu aufgemauert. Die Arbeiten selbst wurden fachgerecht von der Firma P-Dach aus Neumarkt durchgeführt, wobei einige Wochen früher die selbe Firma das Kirchen- und Klosterdach in Neumarkt reparierte. Inzwischen hat sich das Schindelholz der Kirchturmskuppe in Gschnon den Verwitterungsfarben der übrigen Holzbretter bestens angepasst. Dem Gast und Besucher von Gschnon fällt somit kaum der sanierte Glockenturm ins Auge, nur wer das Glockengeläute verfolgt, wird bestätigen: die Glocke läutet wahrhaft nicht mehr „schief.“ Infos, Geschichte und Fotos über die Kapuzinerkloster von Gschnon und Neumarkt finden sie in der übersichtlichen Internetseite: www.kapuziner-suedtirol.org – E-Mail: neumarkt@kapuziner.org Das Montaner Dorfblatt bedankt sich bei Bruder Bernhard Frei für die Informationen und der Firma P-Dach für die Fotos der Restaurierungsarbeiten. (fl)


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ElternvertreterInnen des Kindergartens

Laterne, Laterne! Sonne, Mond und Sterne! Auch im heurigen Jahr haben unsere Kindergartenkinder wieder das Fest des Teilens feiern dürfen. An einem milden 11. November war es wieder soweit: die Kinder feierten den Martinsumzug im Geleit ihrer Eltern und aller Freunde und Bekannten. Um 16.45 haben wir uns vor der Gemeinde getroffen und sind zusammen mit den Grundschulkindern am Kirchplatz vorbei zum Spielplatz gezogen. Dabei haben uns die Laternen, die die Kinder mit aufrichtiger Freude und großem Einsatz gebastelt haben, einen freundlichen Lichtschimmer gespendet, der uns auch den Weg gewiesen hat. Am Festplatz angekommen, haben uns die Kinder auch die schönen Lieder vorgesungen, die uns Erwachsene an unsere eigene Kindheit erinnert haben, und schon war es ein besinnliches Fest, bei dem auch wir aktiv mitgesungen haben. Als es schon richtig finster und langsam kalt war, ist auch der heilige Martin auf seinem Pferd gekommen, um den armen Bettler, der in unserer Mitte auf dem Boden saß, mit einem Teil seines Umhanges zu wärmen. Anschließend haben wir uns wieder einmal Dank der sehr guten Organisation des Katholischen Familienverbandes an Speis und Trank freuen und wärmen können. Unser Dank geht allen, die dazu beigetragen haben, für unsere Kinder dieses Fest wieder anregend zu gestalten und es in ihre Erinnerung einzuprägen, damit sie auch die Freude am Teilen erleben und verstehen haben können. Die ElternvertreterInnen des Kindergartens

Anche quest’anno i nostri bambini dell’asilo hanno celebrato in un mite 11 novembre la festa di San Martino nella cerchia dei loro genitori, amici e conoscenti ed hanno potuto sentire lo spirito della condivisione. Alle 16.45 ci siamo trovati davanti al comune e siamo andati insieme ai bambini della scuola elementare al piazzale delle feste. Durante la nostra sfilata abbiamo avuto modo di illuminare la strada con la luce delle nostre lanterne, che i bambini hanno costruito con grandi gioia, passione e impegno. Arrivati al piazzale, i bambini hanno cantato le belle canzoni che ci hanno subito richiamato alla memoria la nostra infanzia, e subito abbiamo intonato le melodie con loro, celebrando una bella festa. Quando è iniziato ad essere buio e a fare freddo è arrivato anche San Martino sul suo cavallo ed ha dato una parte del suo caldo mantello al povero mendicante seduto per terra tra di noi. Infine abbiamo potuto scaldarci e rifocillarci grazie al tè ed al pane messi a disposizione dal “Katholischen Familienverband”, che come ogni anno ha pensato all’organizzazione in modo impeccabile. Il nostro ringraziamento va a tutti coloro, i quali hanno contribuito a rendere bella e memorabile questa ricorrenza per i nostri bambini, i quali hanno potuto vivere la bellezza e la gioia di condividere qualcosa con gli altri. I rappresentanti dei genitori

Am Festplatz von Montan versammelten sich die Kinder mit ihren Eltern und warteten gespannt auf den auf den hl. Martin Faschingsblattverein Mataner Löwe

In eigener Sache - Die nächste Ausgabe

Mataner Löwe

Redaktionsschluss

Der Faschingsblattverein Mataner Löwe erinnert alle Montanerinnen und Montaner daran, bereits jetzt lustige Beiträge über Begebenheiten aus dem Dorfgeschehen, aus dem Vereinsleben oder aus dem Kollegenkreis gereimt oder auch in Textform mittels E-Mail an mataner.loewe@gmail.com einzuschicken. Danke!

Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe: Do., 21. Jänner 2011. Das Dorfblatt erscheint am Freitag, 28. Jänner 2011. Texte und Fotos könnten mittels E-Mail: dorfblatt@montan.bz oder persönlich an die Redaktionsmitglieder übergeben werden. Gerne helfen die Redaktionsmitglieder beim Abfassen der Texte bzw. verfassen eigenständig Berichte über die Vereins-Aktivitäten. Weitere Informationen: Tel. 333 30 24 111 (wt)


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16 Mittelschule Neumarkt - Theaterlehrausgang

Jahrgang 1970

Alzheimer ist auch für Schüler von Interesse

Die „Mataner“ 40iger

Am 11. November 2010 unternahm die Klasse 2F der Mittelschule Neumarkt in Begleitung der Lehrpersonen Marina dalla Torre und Marion Comploj einen Lehrausgang nach Bozen ins Cristallo Theater zum Gastspiel „Am Horizont“ von Petra Wüllenweber des Saarbrücker Theaters Überzwerg. Das Stück hatte das sehr aktuelle Thema Alzheimer-Demenz zum Inhalt, welche heute nicht nur ältere Menschen selbst betrifft, sondern auch für deren Familien ein Ausnahmezustand bedeutet. Bereits seit Schulbeginn wurden die Schüler durch eine passende Klassenlektüre über das Zusammenleben von Jung und Alt innerhalb der Familie und den dabei entstehenden Konflikten sensibilisiert und in Sachtexten über die Krankheit informiert. Höhepunkt der Vorbereitung war die Theaterwerkstatt des Südtiroler Kulturinstituts an der Schule, bei der Theaterpädagogin Kiki Rochelt mit den Schülern einzelnen Szenen aus dem Stück einspielte. Der Tag in Bozen machte aber die lange Vorbereitung bezahlt, denn der Autorin gelang es mit ihrem Stück, eine AlzheimerErkrankung nicht zu verharmlosen und trotzdem die schönen Momente festzuhalten, die ein Junge mit seinem Opa teilte. Die Inszenierung war ein beeindruckendes Plädoyer für Gefühl und Verständnis. Sie zeigte den jungen Zuschauern, dass die Krankheit die Menschen grundlegend veränderte, nicht aber die Liebe und Zuneigung zu ihnen. Abgerundet wurde der Vormittag mit einem Spaziergang entlang der Talfer und der Betrachtung historischer und zeitgenössischer Bauten und Denkmäler, für die die Schüler ebenfalls lebhaftes Interesse zeigten. (Marion Comploj)

Am Samstag den 20. November feierten die 70iger mit einem interessanten Programm ihren 40iger. Treffpunkt war der große Parkplatz, wo man sich dann anschließend nach Tramin begab, wo man in der Kellerei eine Führung organisierte. Von der Anlieferung der Trauben bis zur Herstellung, Lagerung und bis zur Abfüllung wurde dann auch alles ausführlich erklärt und besichtigt. Nicht nehmen ließ sich dies auch der Obmann Leo Tiefenthaler, der sich die Zeit nahm uns persönlich zu begrüßen. Anschließend war dann der Höhepunkt dieser Besichtigung, die eigentliche Weinverkostung, wo man das Endprodukt genießen konnte. Anschließend ging die Reise nach Auer, wo ein kurzer Zwischenstopp eingelegt wurde, um den Krampuslauf zu verfolgen bzw. den Glühweinstand zu besichtigen. Als nun die 70iger vor lauter Hunger nun an der Grenze des Umkippen kamen, war es Zeit das Endquartier aufzusuchen und man fuhr nach Aldein zur Schörnrastalm wo man den Abend bei einem ordentlichen Törggelemenü ausklingen ließ. Man hatte wirklich einen gemütlichen und vor allem einen lustigen Tag, wo man sicher noch oft darüber reden wird. Ein Dank geht an das Organisations-Komitee für diesen gelungenen Tag. Der Jahrgang 1970

In Tramin erfolgte die Kellereibesichtigung (Bild oben) mit anschließender Weinkost (Bild unten).

Im Bild die Klasse 2F (mit zwei Schülern aus Montan) vor dem Museion.

Wenn der November regnet und frostet, dies leicht die Saat des Leben kostet.


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Südtiroler Krebshilfe Überetsch-Unterland

AVS- Ortsstelle Montan

Krebshilfe: Törggelen

AVS-Törggelen 2010

Am Mittwoch, den 20. Oktober fand im Bürgerhaus in Tramin das alljährliche Törggelen der Südtiroler Krebshilfe ÜberetschUnterland statt. An die 120 Personen waren anwesend und für die musikalische Unterhaltung sorgten die “Pfannenflicker” aus dem Sarntal. Neben dem Bürgermeister von Tramin Werner Dissertori und dem Vizebürgermeister von Neumarkt Giorgio Nones beehrte uns auch der Vizepräsident des Regionalrats Trentino Südtirol Seppl Lamprecht. Die Bezirkspräsidentin Maria Angela Berlanda bedankt sich herzlichst bei ihnen für die Anwesenheit und besonders bedankt sie sich bei Mariale und Margareth mit ihren Gehilfinnen, die alle Anwesenden kulinarisch verwöhnten und natürlich auch beim, Kastanienbrater und dem Tellerwäscher.

Heuer fand das AVS-Törggelen im Gasthof „Moar“ in Afing statt. Mit dem Bus fuhren zahlreiche Mitglieder und Freunde ins Sarntal. Eine Gruppe wanderte von Halbweg nach Afing, während die restliche Gruppe von Bundschen aus startete.

Als kleine Aufmerksamkeit eine Rose für die freiwilligen Helfer

Die Montaner AVS Wandergruppe von Bundschen nach Afing

In eigener Sache - Spenden

In eigener Sache - Mitarbeiter gesucht

Dorfblatt-Abo-Spenden

Lust am Schreiben?

Das Montaner Dorfblatt wird allen Montaner Haushalten zweimonatlich kostelos zugeschickt. Gerne schicken wir das Dorfblatt gegen eine kleinen Mindestspende (Selbstkostenpreis) auch außerhalb einer Gemeinde von Montan zu. Spendenmöglichkeit: Raiffeisenkasse Unterland - Filiale Montan IBAN: IT 96 G 08114 59220 000307209339 SWIFT-BIC: RZSBIT21717

Die Aussicht war nicht besonders gut, jedoch der Wettergott hatte ein Einsehen und so kamen wir trockenen Fußes nach Afing, wo wir beim „Moar“ zum Törggelen einkehrten. In geselliger Runde vergingen die Stunden bei Musik und Tanz viel zu schnell und nach Einbruch der Dunkelheit kehrten wir mit dem Bus wieder nach Montan zurück. (AVS)

Das Montaner Dorfblatt Team wächst ständig weiter an. In den letzten 6 Jahren wurden immer wieder neue Rubriken hinzugefügt und die Seitenanzahl erhöht. Um weiter wachsen zu können, suchen wir zusätzliche Autoren und Autorinnen für Textbeiträge im Dorfblatt. Wer Lust am Schreiben hat, kann sich bei einem/einer der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (siehe letzte Seite Impressum) oder mittels E-Mail: dorfblatt@montan.bz unverbindlich melden. (wt)

39050 DEUTSCHNOFEN - NOVA PONENTE (BZ) Breitenkofl 4 Tel. 0471 616 544 - Fax 0471 616 249 E-mail: a.koehl@rolmail.net MAGAZIN - MAGAZINO: Breitenkofl 4


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Verein Herpeton

Kirchliches

„Kriechendes Ding“

Achtung an alle Jugendlichen!

Am Freitag, den 19. November 2010 fand im Sitzungssaal des Happacherhofes, der Oberschule für Landwirtschaft in Auer das zweite Treffen des Vereins Herpeton statt. Bei diesem Treffen wurde offiziell der Ausschuss ernannt. In den Ausschuss wurden Herr Ivan Plasinger (Präsident), Herr Roland Luggin (Vizepräsident), Herr Wolfgang Dibiasi (Schriftführer), Herr Thomas Geier (Kassierer) und Frau Sylvia Gögele gewählt. „Herpeton“ kommt aus dem griechischen und bedeutet „kriechendes Ding“ und eignet sich hervorragend für die Namensgebung des Vereins. Der Verein ist eine „Non-Profit“ Vereinigung, an der jeder Interessierte teilnehmen kann. Dies ist eine neue heterogene Arbeitsgruppe, die in den kommenden Jahren eine fast vollständige Kartierungen in der Autonomen Provinz Südtirol über die Verteilung der Reptilien und Amphibien ausarbeiten wird. Der Verein besteht aus Naturliebhabern, Studenten, Freiberuflern und Fachleuten aus der Autonomen Provinz Südtirol, findet aber auch Unterstützung und Betreuung in den umliegenden alpinen Nachbarprovinzen. Die Mitarbeiter und Vereinsmitglieder sollen durch verschiedenen Initiativen miteinbezogen werden. Sie werden Informationen über Amphibien und Reptilien sammeln, charkterisieren und archivieren, was sie bei den Exkursionen beobachtet haben. Das ehrgeizige Projekt ist sehr arbeitsaufwendig und wird versuchen die tiefe Wissenskluft über die Verbreitung in der Herpetofauna Südtirols und deren Ökologie zu füllen. Die Daten werden in ein digitales Archiv eingetragen, welches zu einem umfangreichen Wissen und Kenntnis der Herpetofauno Südtirols führen soll. Die Ergebnisse werden zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht. Weitere Aufgaben und Ziele dieser Vereinigung sind: die Sensibilisierung und Aufklärung der Bevölkerung durch Informationsveranstaltungen, die Erhebung der Lebensräume in Südtirol, der Schutz und die Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensräume. Für weiter Informationen und Fragen steht Ihnen die Kontaktperson, Herr Dipl. Agr. Ivan Plasinger unter folgender Rufnummer 347/5431064 oder per E-Mail ivan.plasinger@gmx.net gerne zur Verfügung.

Der Verein Herpeton ist eine neue Arbeitsgruppe, die in den kommenden Jahren eine fast vollständige Kartierungen in Südtirol über die Verteilung der Reptilien und Amphibien ausarbeiten wird.

Am Samstag, den 11. Dezember sind um 18.00 Uhr alle Jugendlichen und Firmlinge zum Jugendgottesdienst in der Pfarrkirche und anschließend zum gemeinsamen „Pasta-essen“ im Vereinshaus eingeladen.

Schülergottesdienst Zur Erinnerung: Jeden Dienstag, außer an schulfreien Tagen und bei Beerdigungen sind alle Mitglieder der Pfarrgemeinde zum Schülergottesdienst um 16.15 Uhr eingeladen.

Schülermessen als Rorate-Gottesdienste Im Monat Dezember werden die Schülermessen als RorateGottesdienste abgehalten, außer am Dienstag den 21. Dezember, an diesem Tag wird um 15.00 Uhr eine Kindermette mit der Schule stattfinden. „Ein Licht leuchtet auf ...“, so könnte jedes Thema der Schülergottesdienste im Advent heißen zu denen wir besonders die Schüler und Kinder mit ihren Eltern, Großeltern und alle Pfarrgemeindemitglieder einladen. Im Advent leuchten uns viele Lichter entgegen: am Adventskranz, im Kindergarten, zu Hause, in der Kirche, Lichter in den Einkaufsstraßen. Alle diese Lichter erzählen von dem einen Licht, das uns in Jesus an Weihnachten geschenkt wird. Lassen wir uns vom Licht des Advents anstecken. Erwachsene erinnern sich noch daran, wie sie früher ganz früh am Morgen aufgestanden sind, oft einen weiten Weg hinter sich gebracht haben, um sich in der Kirche zur Rorate einzufinden. Das Flackern der Kerzen am frühen Morgen erhellte den Raum und trug zur besonderen Stimmung bei. Das Licht der Kerzen strahlte Geborgenheit aus, während es draußen noch dunkel und eisig kalt war. Doch Rorate heißt mehr als sich in eine Atmosphäre der schönen Gefühle zu tauchen. Von seinem Ursprung her ist der „Rorate-Gottesdienst“ eine Messe zu Ehren der Gottesmutter Maria im Advent. Der Ruf „Rorate“ (Tauet) stammt vom Eröffnungsgesang: „Tauet Himmel den Gerechten, Wolken regnet ihn herab“ , Tau und Regen bringt den Menschen Leben und Wachstum. Dieses neue Leben und Heil wird uns von Gott geschenkt. Am Dienstag, den 14. Dezember wird um 19.30 Uhr eine Versöhnungsfeier abgehalten, zu der alle eingeladen sind. Nach der Weihnachtszeit feiern wir am Mittwoch, 5. Jänner um 17.00 Uhr anlässlich der Dreikönigswasserweihe einen Familiengottesdienst.

Wenn der November regnet und frostet, dies leicht die Saat des Leben kostet.


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Ein Dokumentartfilm von Luis Walter nach dem Buch von Rolando Cermbran.

Eine Bahn zur Dolomitenfront - Ein Gleis für Fleims Nach dem überaus erfolgreichen Film „Wo die Zuckerlen auf den Bäumen wachsen- Tiroler im Urwald“, den Luis Walter letztes Jahr in Brasilien drehte und der bei den 58.Bergfilmfestival von Trient als bester Film in der Kategorie „0rizonti“ nominiert wurde und 2011 bei den Salzburger Filmfestspielen, den Orobie Film Festival und dem Filmfestival Brig, Schweiz laufen wird. Nun haben Luis Walter und Kameraman Marco Sonna den heuer gedrehten Dokumentarfilm „Eine Bahn zur Dolomitenfront- ein Gleis für Fleims“ fertig gestellt. Der Film hat das neue Buch „Un trenino per Fiemme“ von Rolando Cembran als Grundlage. Der Film zeigt die wechselvolle wie spannende Geschichte der Fleimstalbahn Auer-Predazzo im ausklingenden 20. Jahrhundert bis zu ihrem Ende 1963. 1867 wird die Eisenbahnlinie Verona – Brenner eröffnet. Das Fleims-und Fassatal, das hauptsächlich vom Holz lebt, das mit Pferdefuhrwerken bis Neumarkt und von hier über die Etsch nach Italien befördert wird, denkt an eine eigene Bahntrasse durch das Fleimsal mit Anschluss am Eisenbahnnetz im Tale. Trients macht sich die Idee zu Eigen und schlägt der Magnifica Comunita di Fiemme eine Bahntrasse Lavis -Val di Cembra -Cavalese.-Predazzo vor. Doch Bozen sieht im Projekt der Trentiner eine Bedrohung der eigenen Interessen und unterbreitet den Fleimsern eine Variante mit der Trasse Neumarkt-Cavalese-Predazzo. Der Streit zwischen Bozen und Trient zieht sich über Jahre hinaus, man redet nur mehr von einer „deutschen“ und einer „italienischen“ Bahn. Inzwischen ist man in Trient wie in Bozen längst des Problems überdrüssig geworden. 1914 wird In Sarajewo der österreichisch-ungarische Thronfolger ermordet. Der Balkan- das Pulverfass Europas explodiert. Österreich-Ungarn erklärt Serbien den Krieg . Italien steigt vom Dreierbund aus und sagt Österreich-Ungarn den Krieg an. Das südliche Tirol wird plötzlich zum Kriegsschauplatz mit einer Front von 700 km Länge, in einer Höhe zwischen 1500 bis 2800 mt ü.d.M. Österreichisch-ungarische und deutsche Truppen sind von Neumarkt und Auer aus bereits zu Fuß auf den Weg zur Front in den Dolomiten. Der Nachschub wird meist mit Viehfuhrwerken und einigen wenigen, kaum brauchbaren Lastkraftwagen befördert. Was in 25 Jahren Friedenszeit nicht möglich war, setzt nun das k.u.k Österreich-Ungarische Militärkommando durch: Das Eisenbahnpionierregiment der k.u.k. Armee wird befehligt, unverzüglich mit dem Bau der Eisenbahntrasse Auer-Predazzo zu beginnen. Am Bau sind über 6000 Arbeiter beteiligt, Militär und zivile Arbeiter davon 3000 Kriegsgefangene, meist Russen, davon sterben ca. 20% an Unterernährung, Krankheit oder durch Unfälle. Am 18. Jänner 1918 fährt der erste Personenzug in der Endstation in Predazzo ein. Am 3. November 1918 wird mit den Alliierten Waffenstillstand ausgerufen. Die Kanonen bleiben stumm. Zum Stillstand kommt auch die Fleimstalbahn der k.u.k Monarchie Österreich -Ungarn. Ihr letzter Akt ist, ihre noch verbliebenen Truppen mit der Bahn ehestens nach Hause zu befördern. 1919, im Diktat von St. Germain entsteht die Brennergrenze. Tirol wird geteilt. Das k.u.k Österreich-Ungarn gibt es nicht

Regisseur und Produzent Luis Walter führt durch den Film Foto: Marco Sonna mehr. Das alte Europa ist versunken. Ein neues Zeitalter bricht herein. Die Ferrovie dello Stato Italiano übernehmen die Fleimstalbahn. 1929 wird die Fleimstalbahn elektrisch angetrieben. Am 10 Jänner 1963 fährt die Fleimstahlbahn Auer- Predazzo ihre letzte Fahrt. Der Film wurde aufwendig gedreht. Es ist im Lande kaum originales Filmmaterial aus der Zeit auffindbar, so musste man in Filmarchiven in Italien, Österreich, Deutschland, Brüssel findig werden. Der Film wurde von der Luis Walter-Filmproduktion in Zusammenarbeit mit der RAI-Sender Bozen, der Region Trentino Südtirol, der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol- Deutsche Kultur, der Stiftung Südtiroler Sparkasse, der Bezirksgemeinschaft Überetsch Unterland und der SELGAS AG produziert. Der Film wurde am Dienstag, 16. November im Haus Unterland in Neumarkt uraufgeführt und zum einem späteren Zeitpunkt im RAI Sender Bozen ausgestrahlt. Vom Film wurden auch DVDs produziert. (Luis Walter) Impressum: Eigentümer und Herausgeber: Verein Montaner Dorfblatt Kalditsch 12 - 39040 Montan - Tel. 333 30 24 111 · E-Mail: dorfblatt@montan.bz · Internet: www.dorfblatt.montan.bz - Verantwortlicher im Sinne des Pressegesetzes: Dr. Herbert Campidell, Niederdorf · Herstellung: www.effekt.it · Eingetragen beim Landesgericht Bozen, Nr. 12/05 - Redaktionsleitung und Mitarbeiter an dieser Ausgabe: Werner Thaler (wt); Brunhilde Amplatz Dibiasi (ba); Brigitte Foppa (bf ); Norbert Jageregger (nj); Andreas Ludwig (al); Thomas Mrkos (tm); Gerhard Pernter (gp); Markus Pernter (mp); Sigrid Pichler (sp); Loris Vigna (lv); Cäcilia Wegscheider (cw); Florian Lindner (fl), Waltraud Terleth (trl), Reinhild Campidell (rc), Elmar Thaler (et) Spendenmöglichkeit: Raiffeisenkasse Unterland - Filiale Montan IBAN: IT 96 G 08114 59220 000307209339 SWIFT-BIC: RZSBIT21717


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SBJ Ortsgruppe Montan

Musikkappelle Montan

Es ist wieder so weit: Es ist Nikolaus Zeit!

Silvesterumgang

Auch heuer wird die SBJ Ortsgruppe Montan zusammen mit der Jungen Generation der SVP den alljährlichen Nikolaus-Umgang organisieren. Hierbei verkleiden sich die Mitglieder der SBJ sowie die Mitglieder der Jungen Generation der SVP als Nikolaus, Engelchen und Krampus und besuchen die Kinder, deren Eltern sich in den Listen eingetragen haben, welche in den Montaner Läden und Gasthäuser aufliegen. Auch diesem Dorfblatt liegt eine solche Liste bei. Die Listen können wieder in den Läden und Gasthäusern wo sie aufliegen innerhalb Samstag 4. Dezember bis 12.00 Uhr abgegeben werden. Die Eltern sollten den Namen des Kindes/der Kinder anführen, sowie lobenswertes bzw. zu tadelndes Verhalten des Kindes. Als Unkostenbeitrag ist eine freiwillige Spende willkommen. (SBJ)

Auch heuer findet wieder am letzten Tag des Jahres der traditionelle Silvesterumgang der Musikkapelle statt. Die Musikkapelle möchte sich dadurch bei allen Bürgern für Ihre Unterstützung im abgelaufenen Jahr bedanken und mit ihrem Ständchen Glückwünsche fürs kommende Jahr überbringen. Es werden wie üblich zwei getrennte Gruppen im Gemeindegebiet unterwegs sein, in Folge finden sie den Zeitplan beider Gruppen für den Silvesterumgang am 31.12.2010: Große Gruppe: 10 Uhr: Neumontan Jägerheim, 10.15 Uhr: Neumontan große Kreuzung, 10.30 Uhr: Schießstandstraße, 10.45 Uhr: Gebachstraße, 11 Uhr: Saltnerbühel, 11.15 Uhr: Kalteggstraße, 11.30 Uhr : Weingütl, 11.45 Uhr: Häusl Platzl, 12.10 Uhr: Dorfplatz 13 Uhr: Glener Tal, 13.40 Uhr: Glener Platzl, 14.10 Uhr: Glen – Unterdorf, 14.50 Uhr: Nußbaumer Max (za die Würscht) 15.50 Uhr: Pinzon – Platz, 16.40 Uhr: Pinzonerstraße - Hofkeller, 17 Uhr: Tomblhof Kleine Gruppe: 9 Uhr: Hinterglen, 9.45 Uhr: Gschnon (Dorfner – Fischer – Pernter), 11 Uhr: Bar Max – Kaltenbrunn, 11.15 Uhr: Rosi’s Imbiss, 11.40 Uhr: Kalditscher Wirt, 11.55 Uhr: Hügelgasse, 12.10 Uhr: Dorfplatz, 13.10 Uhr: Feitnerhof, 13.25 Uhr: Lamberthof, 13.45 Uhr: Birbamhof, 14.15 Uhr: Platten, 14.45 Uhr: Plattner, 15 Uhr: Schießner Toni, 15.20 Uhr: Schießner Hansi, 15.45 Uhr: Gstoager und umgebende Höfe, 16.20 Uhr: Brückenwirt, 16.45 Uhr: Hotel Pausa, 17.10 Uhr: Tenz (gp)

Bald wird wieder der Nikolaus auf Besuch kommen!

Sitzt im November noch das Laub, wird der Winter hart, das glaub

Glückwünsche - Geburt

Gratulation an Dorfblatt-Redakteur Die Mitarbeiter des Montaner Dorfblattes gratulierten Veronika Fäckl und dem Dorfblatt - Mitarbeiter Norbert Jageregger zum Nachwuchs. Jonas hat am 29. September kurz nach Mitternacht im Meraner Krankenhaus das Licht der Welt erblickt. Herzlichen Glückwunsch vom Montaner Dorfblatt!

Im Bild Jonas mit seiner Mutter Veronika


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Musikkapelle Montan

Cäcilienfeier des Kirchenchores und Musikkappele Namenstag der Hl. Cäcilia ist der 22. November. Obwohl der Name Cäcilia heute kaum mehr zur Anwendung kommt, feiern Musikanten und Sänger jedes Jahr das Fest der Hl. Cäcilia. Sie ist die Schutzpatronin der Sänger, Musiker und Dichter und so feierten auch heuer die Musikkapelle und der Kirchenchor gemeinsam mit Pfarrer Heinrich Guadagnini die hl. Messe. Im Vereinshaus wurden anschließend die Ehrengäste bei einem kleinen Umtrunk empfangen. Für den musikalischen Auftakt zur Feier sorgte die Monanter Dixi Band welche auch von der Chorleiterin Ulrike Ellemunter am Klavier begleitet wurde. Der Obmann der Musikkapelle Andreas Amort dankte der Gemeindeverwaltung für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung im Jahr sowie ganz besonders allen Vereinsmitgliedern für die vielen Opfer während des gesamten Jahres. Die Musikkapelle konnte auch heuer wieder zwei verdiente Mitglieder ehren. So bekamen Christian Franzelin und Harald Hafner für Ihre 25-jährige Tätigkeit eine Auszeichnung in Silber vom Verband der Südtiroler Musikkapellen. Aber auch die fleißigsten Musikanten wurden wieder geehrt. Michael Ludwig mit null Fehlproben, Armin Hilber mit fünf Fehlproben sowie Werner Pichler und Ivo Codalonga mit sieben Fehlproben bekamen das Weinglas für den fleißigsten Musikanten überreicht. Besonders hob der Obmann den vorbildlichen Einsatz von Michael Ludwig hervor, welcher jedes Jahr fleißigster Musikant ist und in den letzten Jahren nie gefehlt hat. (gp)

v.l.n.r.: Obmann Andreas Amort, Kapellmeister Helmuth Valersi, die Geehrten Christian Franzelin und Hafner Harald, sowie die fleißigsten Musikanten Armin Hilber, Ivo Codalonga, Werner Pichler und Michael Ludwig

Volksbühne Montan

Der Onkel lässt es krachen! Nach einem Jahr Pause lässt es die Volksbühne Montan wieder krachen! Dementsprechend lautet der Titel des heurigen Theaterstücks „Der Onkel lässt es krachen“. Das Stück spielt, wie gehabt, auf einem Bauernhof in den 50er Jahren, als die ersten Traktoren in der Landwirtschaft eingesetzt werden und Maschinen die menschliche Arbeitskraft ersetzen. Es ist auch die Zeit des beginnenden Fremdenverkehrs, die ersten „Sommerfrischler“ kommen. Der Bauer Wastl hat sich aufgrund seiner Investitionen verschuldet. Da trifft es sich gut, dass sein Bruder Georg, der 20 Jahre zuvor den Hof nach einem Streit mit seinem Bruder verlassen hat, sich auf dem Sterbebett mit ihm versöhnen wollte, und ihm einen schönen Batzen Geld vererbt. Doch damit Wastl in den Genuss der Erbschaft kommen kann, muss er zuerst vier Bedingungen erfüllen … Bereits jetzt sind die Montaner Laienschauspieler fleißig beim Proben. Aufgeführt wird dass Stück dann am letzten Wochenende im Januar und am ersten Wochenende im Februar. (sp)

Im November wässere die Wiesen, wenn das Gras soll reichlich sprießen.

v.l.n.r.: Chorleiterin Ulrike Ellemunter, Brigitte March, Hanni Stürz, Erika Delvai, Eva Maria March


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Montaner Dialektwortschatz

Do hon i ober a maslhopp ... Unsere Weinbaubegriffe gehen auf das Lateinische zurück, Militärbegriffe stammen sehr häufig aus dem Französischen, arabisch ist der Wortschatz der Mathematik und der Astronomie. Manche Lehnwörter, die wir aus anderen Sprachen übernommen haben, sind leicht zuordenbar, bei anderen tut man sich da schon schwerer. A masl hobn zum Beispiel, wofür man im Dialekt „Glück haben“ meint, stammt aus dem Jiddischen, der jüdischen Sprache, die aus dem Mittelhochdeutschen hervorging und mit slawischen und hebräischen Elementen durchsetzt ist. Auch der Rebak (oder Reibach) leitet sich aus dem Jiddischen rewah ab und meint einen Gewinn oder einen Vorteil. Die deutsche Sprache hat über das Lateinische, Italienische und Französische vor allem im Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit viele Ausdrücke aus dem Arabischen entlehnt. Teilweise hat schon das Arabische sie aus anderen Sprachen wie dem Griechischen übernommen. Aus dem Arabischen stammt unsere Jopp. Über das Altfranzösische wurde der Begriff aus dem Spanischen aljube „Mantel der Mauren“ entlehnt, was sich wiederum von algubba „langes, vorn offenes Obergewand mit weiten Ärmeln herleitet. Nichts miteinander zu tun haben eigentlich die Orantsch und die Pomarantsch, obwohl sie im Dialekt das gleiche bedeuten, nämlich die Orange. Der Name Orange stammt über Altprovenzalisch auranja und Spanisch naranja aus dem Arabischen nārandsch. Die Pomarantsch (standarddeutsch Pomeranze für „Bitterorange“ oder auch abwertend für einfältiges Mädchen „Landpomeranze“) hingegen leitet sich vom lateinischen pomum aurantium, das heißt vom goldenen Apfel ab. Das Hale, das wir hier im Unterland und im Überetsch sagen und damit jemanden auffordern etwas schneller zu machen, soll ein Überbleibsel aus der Franzosenzeit sein, aus der wir ihr allez übernahmen und umformten. Damit nichts zu tun hat übrigens

Als Bagage gilt veraltet im Standarddeutschen das „Reisegepäck“, aus dem Französischen bagage für „Gepäck“. das spanische olè, das ebenfalls aus dem Arabischen stammt, nämlich aus dem Wort für Gott selbst: Allah! Als Bagage gilt veraltet im Standarddeutschen das „Reisegepäck“, aus dem Französischen bagage für „Gepäck“. Mit Bagage wurden im 16. und 17. der Heerestross eines Landsknechtheeres bezeichnet und daher rührt auch unsere abwertende Bedeutung des Wortes, mit Pagasch wird Lumpengesindel, aber auch nicht rechtschaffene Leute bezeichnet. Auch Plafon (Plafond) und die Schalu (verkürzte Jalousie) sind französisch, Das Paferle „Lätzchen“ kann die Nähe zum Italienischen bavaglio, bavaglino nicht leugnen und auch wenn wir „ma, hon i an guschto auf an Eis“ sagen, muss das nicht unbedingt mit einer modernen, für Sprachpuristen ignoranten Übernahme aus dem Italienischen zu tun haben. Veraltet ist der Ausdruck noch im Bayrischen und im Österreichischen zu hören und wurde vermutlich bereits zu einer Zeit aus dem Italienischen übernommen, als Südtirol noch zu Österreich gehörte. (cw)

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Montan vor 100 Jahren

Der Jahreswechsel vor 100 Jahren Am Ende eines Jahres gilt es Bilanz zu ziehen. Das war bereits vor 100 Jahren so. Und diese fiel – was die Bevölkerungsbewegung betrifft –­­ damals negativ aus. In Montan waren im Jahre 1910 vierundvierzig Todesfälle vorgekommen, „gewiss eine große Zahl in einer Gemeinde von kaum 1100 Seelen“, weiß das Tiroler Volksblatt zu berichten. Geburten waren einunddreißig, Eheverkündigungen neun zu verzeichnen.

Freudenfeuer zu Ehren des Kaisers Ins Jahr 1910 war das 80. Geburtstagsfest des Kaisers gefallen und vom 2300 Meter hohen Weißhorn her leuchteten am 18. August zu diesem Anlass zwei mächtige Freudenfeuer herab. Wackere Sommerfrischler von Jochgrimm hatten entfacht.

Unmut über die Missstände der Postautomobillinie

Montan vor hundert Jahren. Verhaltene Ernte, weniger Einwohner, viele Geburten und noch mehr Todesfälle.

Die öffentlichen Verkehrsmittel machten den Menschen in unserer engeren Heimat bereits damals zu schaffen. So wurde am 21. November 1910 im Ratssaal der Gemeinde Cavalese ein wahres „Volksgericht“ über den staatlichen Automobilverkehr zwischen Neumarkt und Predazzo gehalten. Erscheinen war dabei freilich auch ein Vertreter der Montaner Gemeinde. Alle Anwesenden brachten in vielen Beispielen ihren Unmut über die Missstände der Postautomobillinie zum Ausdruck. Es wurde zu diesem Anlass Klage geführt, dass die Leute oft keinen Platz bekommen und tagelang (!) warten müssten, dass die Wägen oft schmutzig und zerrissen ausschauen und dass die Leute beim Karten-Ausgabeschalter in Neumarkt sich oft um die Karten raufen müssten. Die aufgebrachte Bevölkerung, Advokaten und Militär, Beamte und Geistliche, Handelsleute, Bauern, Handwerker – alle brachten ihre Klagen mit großem Geschrei vor – und siehe da – eine Verteidigung wurde nach Überlieferung nicht versucht sondern man begnügte sich als Entschuldigungsgrund vorzubringen, dass der arme Staat kein Geld habe. Das resolute Urteil aller Anwesenden am Schluss lautete, dass das Auto, wenn es sich nicht vollständig bessere, mit Gewalt aus dem Leben geschafft werde.

den und schon im Jänner vermeldete das Tiroler Volksblatt, dass die Influenza bei den Menschen nun die Klauenseuche bei den Tieren abgewechselt hat.

Geringe Ernte und früher Schneefall

Trübe Aussichten: Vorahnung?

Die Ernte 1910 war eher mäßig ausgefallen und ein ungewöhnlich früher und starker Schneefall hatte am 22. November in den höheren Regionen das grüne, kaum ellenlange Korn, das man hier als Nachernte für Viehfutter gesät hatte, überdeckt. Vor allem die Einschleppung der Klauenseuche – eine hoch ansteckende Viruserkrankung bei Rindern und Schweinen – bereitete in diesen Tagen vor 100 Jahren den Bauern Kopfzerbrechen. Daher musste sich das Rindvieh beim letzten Haus in der Oberen Vill die Einpinselung der Hufe gefallen lassen. „Die Montaner Ochsen schauen freilich groß drein bei dieser Desinfektion und stolzieren daher, als wären sie sich der gewichsten Schuhe vollauf bewusst“. Die Gefahr konnte dadurch innerhalb kurzer Zeit gebannt wer-

Es war eine betrübliche Zeit, die unsere Heimat vor 100 Jahren durchlebte. Am Heilig Abend 1910 hatte der Kolumnist im Tiroler Volksblatt noch geschrieben: „Wir befinden uns heute in einer ganz eigentümlichen Stimmung. Man fühlt es instinktiv, dass schreckliche Zeiten uns bevorstehen, aber man ist zu schwach, die nötigen Vorkehrungen zu treffen, eben weil diese Vorkehrungen uns immer und immer wieder an die kommenden Kämpfe erinnern könnten.“ Er sollte Recht behalten. Etwas mehr als 4 Jahre später stand ganz Tirol in Waffen, und 46 Montaner Männer kehrten von den Schlachtfeldern nicht mehr heim. 11 Gattinnen sollten ihren Ehremann verlieren und 32 Kinder ihren Vater ... (et)

Gegen Jahresende liefen die Vorbereitungen für die Volksmission an, welche vom 6. bis 13. Januar von 3 Jesuitenpatres – P. Bacher, Metzger und Freiherr v. Köth abgehalten werden sollte.

Schicksalsschläge 1911 Gleich im ersten Jahresviertel 1911 suchte der Tod unser Heimatdorf wieder ausgiebig heim. Es starben nämlich Peter March jun., lediger Tagelöhner im Alter von 33 Jahren und Peter Degasperi, Bauersmann in Glen, im Alter von 45 Jahren. Letzterer hinterlies eine Witwe mit 5 größtenteils noch unmündigen Kindern. Am 5. März war in Kalditsch nach kurzem aber schmerzlichem Krankenlager Mathilde Rizzoli, Faitnerbäuerin, im Alter von 38 Jahren verstorben. Für den trauernden Gatten und die 5 noch kleinen, unmündigen Kindern bedeutete ihr allzu frühes Ableben wohl einen schweren Verlust.


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24 Menschen in Montan

Ettore Rossi - 30 anni di strade sicure a Montagna Tutti lo conoscono come „L´Ettore“, collui che per ben 31 anni ha badato allo stato delle nostre strade. 31 anni al servizio “senza mai una lamentela da parte dei capi!” tiene a precisare. Il tono deciso rispecchia il senso del dovere con il quale Ettore ha svolto il suo lavoro “io ero responsabile per lo stato delle strade, per la sicurezza di chi le usava”. Per 4 anni aveva lavorato anche nel “Privato” prima dal Giacomozzi (la segheria che si trovava di fronte alle scuole medie di Egna e poi “dal Collini”. Infatti Ettore aveva partecipato alla costruzione del ponte di Aldino per un anno come operaio della ditta di Pinzolo. Faceva I turni di notte quando erano in atto I gettiti di cemento per formare i grandi pilasti del ponte. Ettore é nato a Gleno e tutt´ora vive a Gleno. Suo padre era contadino e sua madre aveva un negozio di generi vari, sempre a Gleno. Purtroppo il padre é morto giovane, a 52 anni e cosi Ettore e suo fratello dovevano aiutare la loro madre iniziando a lavorare da giovanissimi. Il fratello maggiore era destinato a subentrare alla madre per la gestione del negozio, ma le tasse e la concorrenza dei supermercati rendevano difficile la sopravvivenza della piccola impresa. Durante gli anni di servizio sulle strade della bassa atesina Ettore ricorda le situazioni difficili durante gli inverni. Bisognava uscire subito a togliere la neve quando ce n´era ancora poca e non aspettare fino ad arrivare ai mucchi di mezzo metro. La spartizione della neve era affidata spesso a collaboratori privati che lui gestiva. Era il suo compito coordinare le attivitá ed era lui a inoltrare alla centrale di Ora le ore impiegate e i chilometri puliti dai privati per definire il loro compenso. Dopo 35 anni di attivitá all´aperto – e questo era un aspetto che gli piaceva molto dei suoi lavori – Ettore ha iniziato il suo meritato periodo di riposo. Adesso gli piace passare del tempo con I suoi amici presso l´Albergo “zur Rose” dove a volte gioca a Watten “ma solo offen mit Ansagen” ride “perchè con blind si inizia a barare, e a me non piace barare”. Al albergo si ferma spesso per pranzare. Gli piacciono I pasti semplici, caserecci e sempre buoni, é rimasto KATHOLISCHER FAMILIENVERBAND SÜDTIROL ZWEIGSTELLE MONTAN

sempre contento delle pietanze servitegli. Un´attivitá che segue nel suo tempo libero sono le passeggiate in montagna. Spesso si aggrega alle comitive del Alpenverein, alla scoperta di nuovi paesaggi e itinerari. I compagni di gita fanno spesso fatica a tenere il suo passo, un segnale che fa capire quanto é in forma Ettore. Noi del Dorfblatt auguriamo all´Ettore ancora tanti anni di energia e salute!

Musikkapelle und Kirchenchor

Kirchenkonzert Am Sonntag den 12. Dezember 18.30h lädt die Musikkapelle gemeinsam mit dem Kirchenchor in die Pfarrkirche zum vorweihnachtlichen Konzert ein. Sänger, Blechbläser, Klarinetten-Ensemble und Flötengruppe geben dabei ihr Bestes. Unter anderem sind Werke von Carl Martin Reinthaler, Ludwig van Beethoven und natürlich von Johann Sebastian Bach dabei, von welchem das weltbekannte Werk Air zu hören sein wird. Ein besonderer Höhepunkt ist das Werk für Klarinette (Luca Moranduzzo) und Orgel (Ulrike Ellemunter) von Heinrich Joseph Baermann.

KATHOLISCHER FAMILIENVERBAND SÜDTIROL ZWEIGSTELLE MONTAN

Hast Du im Unterricht etwas nicht verstanden? Du stehst vor einem Test? Der Katholische Familienverband, Zweigstelle Montan,bietet an:

AUFGABENHILFE bzw. NACHHILFE IN MATHEMATIK Zielgruppe: Mittelschüler Zeit: jeden Montag Ort: Grundschule Montan Infos und Anmeldung bei Sigrid: Tel. 0471/819719 oder Mobil 338 26 984 77

Der Katholische Familienverband, Zweigstelle Montan, bietet an:

ITALIENISCHKURS/ AUFGABENHILFE Ziel ist es, bei den Hausaufgaben zu helfen und den Kindern auf spielerische Art die italienische Sprache näher zu bringen. Zielgruppe: Grund- und Mittelschüler Beginn: Montag, 18.10.2010, 15.00 Uhr Ort: Grundschule Montan Infos und Anmeldung bei Massimiliano: Tel. 3490965242


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Buchvorstellung in Neumarkt

Unbehagen - Südtirol unter Militärund Zivilverwaltung Nach Inkrafttreten des Waffenstillstandsvertrags im November 1918 besetzen italienische Truppen Südtirol. Das italienische Heer richtet ein militärisches Gouvernement unter Leitung des Florentiners General Guglielmo Pecori-Giraldi ein. Der Zeitraum seines Wirkens im Gebiet von Ala bis zum Brenner (November 1918 bis Juli 1919), also die Zeit der Militärverwaltung, bildet den Hintergrund des vorliegenden Buches. Im Allgemeinen erhalten die neun Monate der italienischen Militärverwaltung von der Geschichtsschreibung eine milde, zum Teil sogar vorsichtig positive Beurteilung. Dem Florentiner Adeligen Pecori-Giraldi selbst wird eine kluge und gemäßigte Südtirolpolitik konzediert. Allerdings ist die kurze Zeitspanne noch keiner speziellen archivalischen Forschung unterzogen worden und die Quellenlage insgesamt eher dürftig. Josef Fontana hat die Militärverwaltung nun insbesondere auf der Grundlage der zeitgenössischen Publikationen einer genaueren Prüfung unterzogen. Er schildert die Ereignisse aus der Sicht der Zeitgenossen, um dadurch die Stimmungslage, den neuen, radikal veränderten Alltag, die Befürchtungen, die Sorgen und Hoffnungen der Südtiroler Bevölkerung zu dokumentieren. Thematisch und chronologisch geordnet bietet Fontana eine Vielzahl an Informationen aus Zeitungen, Zeitschriften, Tagebuchnotizen und anderen schriftlichen Dokumenten, die sich mosaikartig zu einem Bild der damalige Zeit formen: ein Bild, das künftighin eine sehr viel differenziertere Sichtweise der italienischen Militärverwaltung 1918/19 geboten sein lässt, als dies bisher der Fall war. Der Buchtitel geht von einem Begriff aus, der in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts in die Diskussion eingeführt worden ist. Vom „Disagio degli italiani“, dem Unbehagen der Italiener in Südtirol, die durch die Landesautonomie benachteiligt würden, war die Rede. Auch viele der nach dem Ersten Weltkrieg nach Südtirol übersiedelten Italiener empfanden dieses Unbehagen in einer ihnen nicht vertrauten Welt. Josef Fontana verwendet den Begriff aber als Ausdruck für die Stimmungslage der „anderen Seite“, der Südtiroler Bevölkerung, die sich nach langen, schweren Kriegsjahren unter fremder Verwaltung und in einem fremden Staat wiederfand.

Vorstellung der beiden neuen Bände. Die Buchvorstellung findet in Neumarkt im Haus Unterland am Freitag, 10. Dezember 2010 mit Beginn um 20.00 Uhr statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Man darf gespannt sein, was es über entsprechende Vorfälle aus Montan und den Nachbargemeinden aus dieser Zeit zu berichten gibt.

Wenn der November blitzt und kracht, im nächsten Jahr der Bauer lacht.

Das Titelbild des Buches

Schützenkompanie Montan – Weihnachten

Glühweinstandl Das Glühweinstandl wird an folgenden Tagen von ca. 18.00 bis 21.00 Uhr geöffnet Wir werden für die Besucher auch unsere beheizte Stube und unseren Versammlungsraum öffnen und mit feiner, traditioneller Volksmusik für Adventstimmung sorgen. Samstag, den 4. Dezember Sonntag, den 5. Dezember (Nikolaus/Krampus) Dienstag, den 7. Dezember Samstag, den 11. Dezember Dienstag, den 14. Dezember Samstag, den 18. Dezember Dienstag, den 21. Dezember Die Schützenkompanie freut sich auf ihren Besuch!


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Kultur - Tanz

Erfolgreicher Spezialkurs für Tanz Der „Förderverein für Ballett, Modern- und Tanzsport Unterland & Überetsch“, organisierte vom 18.-22. Oktober 2010 in der Ballettschule Neumarkt einen Spezialkurs für „Klassischen Tanz“. Mit dieser Initiative ließ der Verein ein sehr erfolgreiches Projekt aus den Jahren 1989–95 wieder aufleben. Harry Müller, einer der renommiertesten Pädagogen der „Staatlichen Ballettschule Berlin“, konnte für die täglich stattfindenden Kurse gewonnen werden. Im 1. Kurs nahm die Altersstufe von 11–13 und im 2. Kurs die Altersstufe von 14–18 Jahren teil. Der Unterschied dieses Spezialkurses gegenüber den gängigen, bekannten Ballettkursen ist der, daß Herr Müller für die jeweiligen Altersstufen ein feststehendes Übungsprogramm am ersten Kurstag festlegt, damit die Schüler an den darauffolgenden Tagen noch gezielter lernen, die wichtigen Korrekturen umzusetzen. Frau Dr. Cristina Hennig-Pizzini, die Präsidentin des Fördervereines war am letzten Kurstag vom Resultat sehr beeindruckt und stellte Herrn Müller eine abschließende Frage. Die Präsidentin: „Herr Müller, welchen Eindruck haben Sie nach dem einwöchigem Spezialkurs in der Ballettschule hier in Neumarkt und was war Ihr spezielles Ziel?“ Herr Müller: „Mein Ziel, bzw. mein Wunsch war es, den Kursteilnehmern die Möglichkeit zu geben, ihre physischen, emotionalen und künstlerischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Es war mir besonders wichtig, ihnen die Werte und die Liebe zum klassischen Tanz zeitgemäß zu vermitteln. Die Begeisterung, Offenheit und Leidenschaft der Schüler haben mich sehr beeindruckt. Ich hoffe und wünsche, daß sie ihre neu erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen in den jeweiligen Ballettschulen nutzen und sich nicht nur in der Tanzwelt, sondern auch in ihrer Persönlichkeitsentwicklung entfalten. Ich möchte ganz besonders Frau Renate Kokot danken, daß sie den Ballettschülern im Amateurbereich die Möglichkeit gibt, an einen solchen Spezialkurs teilzunehmen. Ich wünsche allen Ballettschülern weiterhin viel Freude und Spaß bei ihrer Arbeit in ihren Ballettgruppen.“

Im Moment bereiten sich die Schülerinnen der Ballettschule Neumarkt für das Weihnachtsmärchen „Hänsel und Gretel“ und Ausschnitten aus dem Festakt des Ballettes „Paquita“ vor. Die Präsidentin schlug nach dem erfolgreichen Spezialkurs Herrn Müller vor, einen derartigen Kurs, vielleicht in erweiterter Form mit Modern-Dance in einer zusätzlichen Räumlichkeit ein- bis zweimal pro Schuljahr durchzuführen. So könnten auch Schüler von anderen Ballettschulen aus Südtirol und dem Trentino teilnehmen. Dieses interessante Projekt wäre auch eine besondere Aufwertung der kulturellen Jugendarbeit in Neumarkt. Und so wurde schon ein neuer Termin für den 18.-22. April 2011 ins Auge gefaßt. Aber im Moment bereiten die Schüler der Ballettschule Neumarkt mit ihrer Lehrerin für den 19. Dezember 2010, um 16.00 und um 18.30 Uhr das Weihnachtsmärchen „Hänsel und Gretel“ und Ausschnitten aus dem Festakt des Ballettes „Paquita“ im Haus Unterland Neumarkt vor.

Steinzeit Auf einem Stein im Feuerschein, saß ganz allein, Fred Feuerstein. Etwas gleimer ( näher) Auf einem Gerölleimer Barny Geröllheimer. Yabbadabbaduuu. Der „Förderverein für Ballett, Modern- und Tanzsport Unterland & Überetsch“, organisierte vom 18.-22. Oktober 2010 in der Ballettschule Neumarkt einen Spezialkurs für „Klassischen Tanz“

martin


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Amateur Tennisclub Montan

Foto vom Tenniskurs für Kinder

Oskar, Julia, Jan und Tennislehrer Günther.

Maximilian, Katja und Patrick konnten große Fortschritte machen.

Die jüngsten Tennisspieler: Laura und Nicolò beim Training.

Armin und Eduardo hatten großen Spaß beim Tennisspielen.

Benno, Thomas, Moritz und Tommy hören aufmerksam den Anweisungen des Tennislehrers zu.

Miriam und Heidi freuen sich über die süßen Abschlußpreise.


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Umwelttipp - Passivhaus

Weißes Kreuz

Passivhaus: 6 Euro Heizkosten pro Monat!

Mitglied sein lohnt sich!

Mit insgesamt 354 Wohnungen ist das „Lodenareal“ der Neue Heimat Tirol in Innsbruck die weltweit größte Passivhaussiedlung. Ziel war, Mietwohnungen mit extrem geringen Heizkosten und sehr hohem Wohnkomfort zu schaffen. Jetzt liegen erste Ergebnisse (Hochrechnung auf Grundlage von Messungen der letzten neun Monate) eines Forschungsprojekts zu Energieverbrauch, Wohnkomfort und Nutzerzufriedenheit des innovativen Gebäudes vor. Ob die neue Bautechnik auch hält, was sie verspricht, wird seit vergangenem Herbst im Rahmen eines Forschungsprojekts im Auftrag des Landes Tirol untersucht. Die Passivhaus-Wohnanlage hat den Praxistest voll bestanden. Sowohl der geringe Energieverbrauch als auch die Zufriedenheit der Bewohner übertreffen unsere Erwartungen. Die Messungen belegen, dass der Energieverbrauch des Vorzeigegebäudes durchgängig nur mehr bei einem Viertel eines vergleichbaren Wohngebäudes nach neuem Baustandard liegt. Die Heizkosten einer 80 m² Wohnung liegen im Lodenareal bei nur rund 6 Euro im Monat. Auch für das Warmwasser sind lediglich 6 Euro zu berappen. Überraschend auch die geringen Stromkosten für die Lüftungsanlage, die mit ca. 4 Euro im Monat zu Buche schlagen. Die innovative Bautechnik bringt damit eine enorme Entlastung der Haushaltsbudgets bei höchstem Wohnkomfort.

Angenehme Temperaturen und hohe Raumluftqualität Zu den zentralen Ergebnissen zählt auch, dass der minimale Energieverbrauch nicht mit Komforteinbußen einhergeht. Bei Außentemperaturen von -15 °C wurden in den Wohnräumen angenehme 24 °C gemessen. Überzeugend auch die Messungen zur Raumluftqualität: So konnten in den mit Wohnraumlüftung ausgestatteten Schlafräumen die Grenzwerte für die Kohlendioxidbelastung von 1.500 ppm durchgängig eingehalten werden. Im Vergleich dazu lagen in Wohnungen ohne Lüftungsanlagen die Werte teilweise sogar über 4.000 ppm. Besonders erstaunlich ist, dass der Energieverbrauch unabhängig vom Benutzerverhalten gleich gering bleibt.

Immer mehr Südtiroler werden Mitglied des Weißen Kreuzes. Dies ist auch weiter nicht verwunderlich, denn die Vorteile einer Mitgliedschaft sind offensichtlich. Für einen verhältnismäßig kleinen Betrag erhalten die Mitglieder eine ganze Reihe von Leistungen gratis, die andernfalls zu bezahlen sind. Die Vorteile für Jahresmitglieder sind: - sechs kostenlose Krankentransporte, - Vergünstigungen für zusätzliche Transporte, - die Übernahme der Kosten bei einem Flugrettungseinsatz, - der kostenlose Anschluss des Hausnotrufgerätes, - ein Erste-Hilfe-Grundkurs und neu, - ein zweistündiger Informationsabend über Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Kindern. Dieses Angebot wird alternativ zum vierstündigen Erste-Hilfe-Grundkurs angeboten. Die Kurse werden von Sanitätern/innen des Landesrettungsvereins, die dazu speziell ausgebildet sind, durchgeführt. Jeder sollte zumindest einmal im Leben einen Erste-Hilfe-Kurs besucht haben. Denn Leben retten können gehört zu den wichtigen Dingen, die alle beherrschen sollten. Mit nur 25 Euro im Jahr ist man „Jahresmitglied Südtirol“ des Weißen Kreuzes. Die Gebühr für die Familie beträgt 45 €. Die Extra-Mitgliedschaft „Weltweiter Rückholdienst“, auch für die ganze Familie zu haben, gibt die Sicherheit, gut und kostenlos nach Hause transportiert zu werden, falls mal nötig. Die Gebühr für eine Person beträgt 58 €, die Familiengebühr 95 €. Ob nun Mitglied „Südtirol“ oder „Weltweiter Rückholdienst“, es lohnt sich in jedem Fall, Mitglied beim Weißen Kreuz zu werden. Die Leistungen des Weißen Kreuzes basieren einerseits auf der Arbeit der angestellten Mitarbeiter, vor allem aber auf dem selbstlosen unentgeltlichen Einsatz der vielen freiwilligen Rettungshelfer, welche z. B. im Falle der Sektion Unterland 60 % der Einsatzstunden erbringen. Die Jahr für Jahr steigenden Mitgliederzahlen bestätigen das Vertrauen der Bevölkerung in das Weiße Kreuz. Werden auch Sie Mitglied! Mit Ihrem Beitrag unterstützen Sie viele Leistungen des Weißen Kreuzes, die sonst nicht erbracht werden könnten. Der Mitgliedsbeitrag kann bei jedem Bank- oder Postschalter oder über den Internetauftritt des Weißen Kreuzes www.wk-cb. bz.it bezahlt werden. Bei Fragen zur Mitgliederaktion: Tel. 0471 444 310 / 313; mga@wk-cb.bz.it. (hps)

Hohe Nutzerzufriedenheit

Weißes Kreuz Unterland

Besonders erfreuen die Resultate der Bewohner - Befragung: Mehr als 90 % der Bewohner beantworten die Frage nach der allgemeinen Wohnzufriedenheit mit ‚sehr zufrieden’, 96 % äußern sich zur Heizung mit ‚sehr zufrieden’. Die Bewertung der Komfortlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung nach dem Schulnotensystem zeigt, dass rund 80 % der Bewohner diese mit ‚sehr gut’ bzw. ‚gut’ benoten. Da alles mit zusätzlichen baulichen Investitionen für das Erreichen des Passivhaus Standards ( bei Geschosswohn-Neubauten) von 5% über den üblichen Baukosten. (Oscar Dibiasi, Energieberater in Montan, Tel. 0471 81 90 10)

Die Sektionsleitung des Landesrettungsvereins Weißes Kreuz, alle haupt- und ehrenamtlichen Rettungshelfer, die Jugendgruppe und die Notfallseelsorge wünschen allen Mitgliedern, Gönnern und der gesamten Bevölkerung besinnliche Weihnachten und ein gutes Jahr 2011!

Frohe Weihnachten!

Danke für das Vertrauen und die wohlwollende Unterstützung!


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An alle Lebenden! Alle Toten, alle Seelen. Wie sie uns quälen, ob unserer schlechten Noten.

Dorfblatt Anzeiger Suche 2 Zimmer-Wohnung mit Küche/Bad in Montan, Auer oder Neumarkt bis 550 Euro. Tel.: 0471 81 90 47 (ab 18.00), E-Mail: Festenstein@ googlemail.com Wohnung zu vermieten, ab Dezember 2010, AUER in zentraler Lage, Großzügige Dachwohnung, ca. 135 m², 2 Schlafzimmer, Küche, Bad/ WC, großer Wohnraum, Keller, 2 Balkone, überdachter Autostellplatz. Kontakt Tel. 339 41 811 90.

Probelokalstühle günstig abzugeben: Die Musikkapelle Montan möchte mitteilen dass sie ab Jänner 2011 die Stühle vom Probelokal günstig abgibt. Bei Interesse können sie sich gerne beim Obmann Andreas Amort unter 348 80 732 47 oder bei Gerhard Pernter unter 348 80 732 47 melden.

Alle langweiligen Heiligen, angerufen und aufgezählt, einmal im Jahr, eh zu spät. Wie wir sie beleidigen. Mit welchem Recht, flehen wir um Gnade, kaum um einen ist schade. Mir ist so schlecht. Wenn sie schreien täten, die Gräber, die schön geschmückten, sie würden schreien wie die Verrückten. Niemand, hörte unser verlogenes Beten. martin

Suche einen ca. 60 bis 100 m² großen Keller/Garage, zum mieten.

Ciao, Franchino! Wir trauern um unseren babbo und nonno

Schöne Dreizimmerwohnung mit möblierter Küche, Terrasse im Ortszentrum von Montan zu vermieten. Tel. 0471 81 99 73 (17-20 Uhr)

Franco Galli 12.8.1934 – 15.11.2010 Massimiliano, Jonas, Mathilde Galli Brigitte Foppa

Hier können Sie ihren kostenlosen Kleinanzeiger (auch mit Bild) veröffentlichen. Info: Tel. 333 30 24 111

Gesichtsreinigung

(50min)

mit Föhnfrisur 60 Euro

Gesichtspflege mit Methode Dr.Vitalis (80min) mit Handpeeling und Wimpern färben 70 Euro

Beauty Winterangebot

Schminkberatung 10 Euro, beim Kauf von zwei Schminkprodukten Beratung Gratis!

Das Haardesign Explosiv Team wünscht allen Kunden

Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr! Dienstag, Donnerstag & Freitag | Martedì, Giovedì & Venerdì 8.00 -12.00 & 14.00 Mittwoch | Mercoledì 8.00 - 12.00 & 16.00 - 21.00 | Samstag | Sabato 8.00

- 19.00 - 16.00

39040 Montan/Montagna | T 0471 819 843 | F 0471 819 709 | www.explosiv.it | explosiv@dnet.it


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Bezirksgemeinschaft Überetsch - Unterland

Ausstellung: Helga von Hofe Das Kunstforum Unterland zeigt vom 04. bis 18. Dezember eine Ausstellung der Künstlerin Helga von Hofe. Die Skulpturen und Bilder sind in den letzten drei Jahren entstanden und bilden 2 verschiedene Werkgruppen. Die erste zeigt körperbezogene Arbeiten, Tastobjekte, aus dickem Schaumstoff genäht, die zum Berühren einladen, Hüllen und Kleidformen, deren Verarbeitung auf menschliche Erfahrungen hinweisen. Das zweite Thema befasst sich mit abstrakten Farbformen. Gestapelte Schichten aus einem speziellen, monochrom gefärbten Papier werden geknautscht, gewellt, gerissen, sodass sich immer neue Bedeutungen ergeben. Präsentiert werden die Arbeiten sowohl einzeln als auch zu Installationen gruppiert, Helga von Hofe setzt ihre Objekte mit dem Galerieraum in Beziehung und liefert somit ein Bekenntnis zur Welt. Ihre Intention ist es, Skulpturen zu gestalten, die sich nicht nur mit Formfragen auseinandersetzen, sondern auch Themen wie Leiblichkeit, Leidenschaft und Schmerz zu behandeln. Helga von Hofes Skulpturen sind als konsequente Weiterentwicklung eines Anspruchs zu verstehen, den sie ursprünglich an die Malerei gestellt hat. So kann man in der Ausstellung den Weg von der Betonung der Fläche zur Eroberung des Raumes hin nachvollziehen. Die Bilder loten andere Möglichkeiten dieser Themen aus, durch die Farbgestaltung entstehen Fenster in eine andere Welt. Helga von Hofe ist 1937 in Wiesbaden geboren, sie lebt und arbeitet in Kaltern. Ihr Curriculum weist zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland auf, unter anderem in Bozen, Innsbruck, Salzburg, Frankfurt, Essen, München, Mailand. Öffnungszeiten der Ausstellung: Dienstag bis Samstag von 10.00 12.00 Uhr und von 16.30 - 18.30 Uhr. Vernissage am 04.12.2010 um 20.00 Uhr. Weitere Infos: www.bzgcc.bz.it.

Vom 4. bis 18. Dezember zeigt das Kunstforum Unterland in der Galerie der Bezirksgemeinschaft Überetsch Unterland in Neumarkt Arbeiten von Helga von Hofe.


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Rückblick auf Allerheiligen

Unsere verstorbene Mitbürger

(vom 01.11.2009 bis 01.11.2010)

Hansi Gassmann * 20.09.1953 † 21.11.2009

Anna Weissensteiner geb. Agostini * 21.04.1919 † 11.12.2009

Gualtiero (Walter) Ciaghi * 10.05.1962 † 17.12.2009

Katharina Nones geb. Weissensteiner * 23.08.1911 † 19.02.2010

Laura Terleth * 14.12.1926 † 27.02.2010

Antonia Guadagnini * 07.07.1916 † 23.04.2010

Ernst Nicolussi * 08.05.1929 † 30.06.2010

Maria Wwe. Pichler geb. Vescoli * 06.08.1913 † 26.07.2010

Leopold Franzelin * 10.01.1913 † 29.07.2010

Max Guadagnini * 09.10.1921 † 30.07.2010

Karl Pernter * 25.10.1926 † 29.08.2010

Barbara Tiefenthaler * 20.08.1924 † 09.09.2010

Maria Facchinelli geb. Amort * 28.12.1922 † 25.09.2010

Ludwina Aberer geb. Losso * 19.07.1937 † 05.10.2010

Luise Hilber geb. Unterhauser * 11.07.1909 † 18.10.2010

Herr, gib ihnen die ewige Ruhe


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Frohe Weihnachten.

Wir bedanken uns für das Vertrauen und wünschen Ihnen Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr. Die Südtiroler Raiffeisenkassen unterstützen mit ihrer Weihnachtsaktion „Zukunft schenken” das Südtiroler Kinderdorf. In den sozialpädagogischen Einrichtungen werden Kinder, Jugendliche und Familien in schwierigen persönlichen oder familiären Situationen betreut und begleitet. Helfen Sie mit! Spendenkonto: Südtiroler Kinderdorf „Zukunft schenken“ Raiffeisen Landesbank Südtirol, IBAN: IT 35 E 03493 11600 000300045454

www.raiffeisen.it

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montaner_dorfblatt_november_2010  

Mit der vorliegenden Aus- gabe des Montaner Dorfblattes schließen wir das Arbeitsjahr 2010 ab und freuen uns bereits auf 2011! So einen eins...

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Mit der vorliegenden Aus- gabe des Montaner Dorfblattes schließen wir das Arbeitsjahr 2010 ab und freuen uns bereits auf 2011! So einen eins...

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