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DAS URLAUBSMAGAZIN SCHNEE-ERLEBNISSE 2017/2018 SKITOUREN – MONTAFON TRAVERSE // SCHNEESCHUHWANDERN – STAPFVERGNÜGEN AM FUSSE DER 3.000ER // MONDSCHEIN-SAGENWANDERUNG // ZAHLEN UND FAKTEN // FREERIDE – BACK ON TRACK // WELTCUP MONTAFON // MEINE BEGEGNUNGEN – ALEXANDRA BATTLOGG // FUNKENABBRENNEN // MEINE BEGEGNUNGEN – JOE EGLE // DAS MONTAFON AUF EINEN BLICK // VORSCHAU MEIN SOMMER 2018


LASS DEN ALLTAG HINTER DIR Ob mit Schneeschuhen, Tourenski oder auf Winterwanderwegen – abseits der Skipisten locken Naturerlebnisse mit einem sehr wertvollen Fund, nach dem Du im Montafon nicht lange suchen musst und im Alltag selten finden wirst: Ruhe und absolute Erholung. Entschleunigung, Regrounding, Aussteigen auf Zeit – das Bedürfnis nach Erholung hat viele Namen. Dabei ist doch alles so einfach: Man braucht nur ein paar Tage im Montafon, um Körper und Geist wieder in Einklang zu bringen. Leidenschaftliche Skifahrer schätzen das Montafon als ausgezeichnete Skidestination ebenso wie jene, die in der winterlichen Natur Erholung finden wollen. Wer die Alpenregion fernab der Skigebiete erkundet, lernt das Tal von ganz neuen Seiten kennen. Querfeldein über glitzernde Schneefelder und durch zauberhafte Wälder, die imposanten Gipfel von Rätikon, Silvretta und Verwall stets im Blick. Begleitet von der Stille und dem leisen Knirschen des Schnees. Die gleichmäßigen Schritte geben den Rhythmus vor. Wunderbar, um in sich selbst hineinzuhören. In diesen Momenten ist man ganz eins mit sich selbst. Am besten machst Du Dich in fachkundiger Begleitung auf den Weg. Geführte Touren mit Montafoner Ski- und Wanderführern sind täglich möglich. Bei gemächlichen Wanderungen oder auf ausgedehnten Skitouren erfährst Du mehr über die Besonderheiten und die Geschichte des Tales. Gemütliche Bergrestaurants und Hütten mit Sonnenterrassen sorgen mit köstlicher Montafoner Hausmannskost für eine Stärkung zwischendurch. Stets mit herzlicher Gastfreundschaft, denn das Persönliche liegt im Wesen der Talbewohner. Ein Zeichen dieser angenehmen Nähe ist das überall übliche „Du“.

WINTER MIT VARIANTEN Vorarlberg ist ein einfallsreiches Land, dynamisch und kultiviert. In Österreichs Westen pflegt man seit über 100 Jahren die Kunst des Skifahrens. Herzliche Gastfreundschaft und hohe Qualität beim Wohnen und Essen garantieren die vielen von Familien geführten Hotels und Restaurants. Vom Bodensee bis hinauf in die Bergwelt des Montafon. vorarlberg.travel


INHALT SKITOUREN – MONTAFON TRAVERSE SCHNEESCHUHWANDERN – STAPFVERGNÜGEN AM FUSSE DER 3.000ER MONDSCHEIN-SAGENWANDERUNG ZAHLEN UND FAKTEN – MONTAFON UND BRANDNERTAL FREERIDE – BACK ON TRACK WELTCUP MONTAFON DER HERZSCHLAG DES MONTAFON MEINE BEGEGNUNGEN – ALEXANDRA BATTLOGG FUNKENABBRENNEN MEINE BEGEGNUNGEN – JOE EGLE DAS MONTAFON AUF EINEN BLICK VORSCHAU MEIN SOMMER 2018

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SKITOUREN

Montafon Traverse


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IM REICH DER WILDEN FELSEN Eine Wunderwelt aus Schnee, Eis und Fels erwartet ambitionierte Skitourengeher auf der sechstägigen Montafon Traverse im Grenzgebiet zwischen dem Montafon und der Schweiz. Besonders reizvoll: die vorletzte Etappe von Gargellen zur Lindauer Hütte. Das Montafoner Pendant zur Haute Route geizt nicht mit Sinnesfreuden und vereint das Beste aus verschiedenen Welten – Silvretta und Rätikon, Montafon und Prättigau, Gletscherpassagen und Pulverschneehänge. Aber Achtung: Diese hochalpine Skidurchquerung ist nichts für Anfänger. Denn steile Anstiege und schwierige Abfahrten werden Deiner Kondition alles abverlangen. Die gute Nachricht: Die Montafon Traverse lässt sich auch problemlos in kleineren Portionen genießen.

AN DEN KALKWÄNDEN DES RÄTIKON VORBEI Als „konditionell schwierig, aber landschaftlich einmalig“ bezeichnet Matthias Ganahl die Königsetappe der Montafon Traverse. Für den 32-jährigen Ski- und Bergführer aus Tschagguns ist die Tour von Gargellen zur Lindauer Hütte in Tschagguns ein idealer Mix aus traumhaften Abfahrten und atemberaubenden Ausblicken. Das Glücksgefühl, einen Hang erstiegen zu haben und anschließend in unverspurtem Gelände seine Signatur in den Schnee zu fahren – das ist ganz großes Kino. Und auf dieser Etappe hast Du mehrfach Gelegenheit dazu. Aber nicht nur das: Auch der Blick auf die steilen Südwände des Rätikon weiß zu beeindrucken. „Gerade für Kletterbegeisterte ist diese Gegend etwas Besonderes“, erklärt Matthias. Die Kalkformationen von Kirchlispitzen, Drusenfluh, Drei Türme und Sulzfluh locken in den warmen Jahreszeiten mit legendären Routen. Wer die Skitour einmal gemacht hat, wird lange davon schwärmen. Um sicher unterwegs zu sein, empfehlen wir die Begleitung durch einen einheimischen, staatlich geprüften Bergund Skiführer. Und eine gute Vorbereitung.


SKITOUREN CARSCHINAHÜTTE [2.236 M]

Montafon Traverse im Detail: TAG 1

Silvrettasee 2.036 m – Rauher Kopf 3.101 m – Wiesbadener Hütte 2.443 m

TAG 3

TAG 2

Wiesbadener Hütte 2.443 m – Piz Buin 3.312 m – Silvrettagletscher – Silvrettahütte 2.341 m

Silvrettahütte 2.341 m – Schneeglocke 3.223 m – Saarbrücker Hütte 2.538 m

TAG 4

TAG 5

Saarbrücker Hütte 2.538 m – Kleines Seehorn 3.031 m (über Seegletscher) – Gargellen

Gargellen – Riedkopf 2.552 m – Drusentor 2.343 m – Lindauer Hütte 1.744 m

TAG 6

Lindauer Hütte 1.744 m – Drei Türme 2.830 m – Tschagguns 700 m

DAS MUSST DU WISSEN: GEFÜHRTE TAGESTOUR GARGELLEN – TSCHAGGUNS • Jeweils am Mittwoch vom 18.12.2017–07.04.2018 • Ganztägig mit Montafoner Bergführer • Aufstieg: ca. 900 hm // Abfahrt: ca. 2.500 hm • 135,00 € (Preis ab 3 Personen)


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NACH DEM DRUSENTOR FOLGT EINE LETZTE TRAUMABFAHRT BIS ZUR LINDAUER HÜTTE. Matthias Ganahl

Etappe 5 Ski- und Bergführer Matthias Ganahl über die 5. Etappe von Gargellen zur Lindauer Hütte

VORBEREITUNG

Auf dieser Etappe bist Du gut sieben Stunden unterwegs, dafür brauchst Du Kondition und Kraft. Ein entsprechendes Training sowie Erfahrung sind unbedingt notwendig.

AUSRÜSTUNG

Neben der üblichen Skitourenausrüstung brauchst Du: einen Reisepass, gute Bekleidung (Zwiebellook!) und einen zuverlässigen Sonnenschutz. Auf meinen Touren dürfen Schokoriegel und Nüsse sowie drei Paar Landjäger nicht fehlen. In der Trinkflasche: eineinhalb Liter Wasser mit selbstgemachtem Holunderblütensirup. Aber nicht zu süß, denn das fördert nur den Durst. Wenn Du mit einem Bergführer unterwegs bist, bekommst Du zudem eine Einführung in den Umgang mit Lawinenverschüttetensuchgerät, Schaufel und Sonde.

START

Du musst am Morgen früh raus und mit der ersten Gondel auf den Berg. Sonst wird es zu knapp, da die Sonne im Frühwinter schon um 16:30 Uhr untergeht. Nimm das gehaltvollste Frühstück zu Dir, das Du bekommen kannst, und dann kann es losgehen.

TOUR

Von Gargellen mit der Bergbahn bis zur Bergstation der Kristallbahn. Die erste Abfahrt führt Richtung Täli, hier werden die Felle angelegt. Weiter geht es in ca. 45 Minuten bis zum St. Antönier Joch und auf Schweizer Seite bis zum Riedkopf. Der Lohn des Aufstiegs ist eine sagenhafte Tiefschneeabfahrt, auf der Du Hunderte Höhenmeter im Pulverschnee zurücklegst. In Partnun angekommen läufst Du am Berghaus Sulzfluh und am Alpenrösli vorbei, bevor es weiter zum längsten Anstieg des heutigen Tages geht – und zwar zur landschaftlich wundervoll gelegenen Carschinahütte, einem idealen Platz für eine kurze Rast. Auf den Südhängen genießt Du die Aussicht, Sonne, Glitzerschnee und die majestätischen Südseiten von Drusenfluh, Drei Türme und Sulzfluh. Aufgrund der Lage kann es an sonnigen Frühlingstagen richtig warm werden. Nach dem Aufstieg zum Drusentor folgt eine letzte Traumabfahrt bis zur Lindauer Hütte. Dort serviert Dir Hüttenwirt Thomas Spezialitäten aus der Region. Je nach Schneelage krönt eine Abfahrt durch das Gauertal nach Tschagguns die Tagestour. Aktuelle Informationen und Buchungsmöglichkeiten findest Du auf montafon.at/montafon-traverse


SCHNEESCHUHWANDERN

Stapfvergnügen

am Fuße der 3.000er


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Glasklare Bergluft, absolute Stille, nur der frische Schnee knirscht unter den Schuhen und über allem der atemberaubende Rundumblick auf die Bergwelt: So gut fühlt sich der Montafoner Winter mit Schneeschuhen an. Mit jedem Schritt kommst Du Deinem persönlichen Wintermärchen näher. Die wunderbaren Hilfsmittel ermöglichen es Dir, eine Welt zu betreten, die die Natur hinter Schnee und Eis verschlossen hält. Das Gefühl, mit Schneeschuhen zu gehen, ist, als würde man auf einem weißen, weichen Teppich dahinschreiten. Wer es sportlicher mag, kann mit den Schneeschuhen laufen und etwas für die eigene Fitness tun. Die Winteridylle der Silvretta-Bergwelt erlebst Du bei einer Schneeschuhwanderung zum Silvrettasee: Umgeben von den mächtigen 3.000ern der Silvretta führt diese geführte Tour am südlichsten Punkt Vorarlbergs durch eine herrliche Winterkulisse. Der Tag beginnt frühmorgens in Partenen mit der Auffahrt in der Vermuntbahn. An der Bergstation warten schon die Tunnelbusse, um die Wintersportler durch die schmalen Vermunt-Stollen zum Ausgangspunkt am Vermuntsee zu bringen. Nach einer umfassenden Einführung gehst Du mit einem einheimischen Wanderführer zum Silvrettasee auf über 2.000 Meter Seehöhe. Wintergenuss pur!

Drei Fragen an Wanderführerin Carmen Schuchter Brauche ich besondere Vorkenntnisse? Beim Schneeschuhwandern ist eine gute Grundkondition in den meisten Fällen ausreichend. Ich empfehle jedem, erst einmal eine geführte Tour zu machen. Dort lernt man das richtige Gehen und alpine Gefahren einzuschätzen. Wie kann ich mit den großen Schuhen gehen? Beim Schneeschuhwandern musst Du Dir einen etwas breiteren Gang angewöhnen. Das ist schnell erlernt, ansonsten kann man sich „ganz normal" fortbewegen. Wenn es steil wird, dann solltest Du im Zickzack gehen. Mit dieser Technik gewinnt man schneller und komfortabler an Höhe. Dabei verlagerst Du das Gewicht auf den Vorderfuß und setzt die Frontzacken der Schneeschuhe ein. Was gehört zur Grundausstattung? Der „Zwiebellook“ ist beim Schneeschuhwandern sehr empfehlenswert. Gerade bei frühlingshaften Temperaturen im März oder April gerät man schnell ins Schwitzen. Umso besser, wenn es da ein oder zwei Schichten gibt, die man ablegen kann. Unterhemd, Langarmshirt, Fleece und Softshell oder eine warme Jacke – diese vier Lagen sind eine gute Basis. Knöchelhohe Schuhe, Handschuhe, Mütze, Sonnenbrille, Sonnencreme sowie ein Rucksack mit Proviant dürfen bei einer ausgedehnten Wanderung ebenso wenig fehlen. Die restliche Ausrüstung, also Schneeschuhe, Stöcke und ein LVS-Gerät, bekommst Du bei einer geführten Tour von Deinem Wanderführer.

DAS MUSST DU WISSEN: GEFÜHRTE SCHNEESCHUHWANDERUNG • Jeden Montag u. Freitag vom 16.12.2017–07.04.2018 • Gesamtdauer ca. 5–5,5 Std. (Gehzeit ca. 2,5–3 Std.) • Preis: 30,00 € pro Erw. // 15,00 € pro Kind // für Gäste des Programms BergePLUS kostenlos // 10 % Erm. mit der Montafoner Gästekarte

Aktuelle Informationen und Buchungsmöglichkeiten findest Du auf montafon.at/schneeschuhwanderungen


BLEIB IN DER SPUR!

RESPEKTIERE DEINE GRENZEN Jeder Wintersportler, der abseits der Pisten und markierten Wege unterwegs ist, trägt zu einer Kettenreaktion bei, die ihn am Ende wiederum selbst betrifft: Reh- und Rotwild, Gämse, Füchse, Hasen und Rauhfußhühner werden aufgeschreckt. Das von seinen Futterplätzen verjagte Wild muss Jungtriebe und Rinde fressen, um nicht einzugehen. Das aber schadet dem Wald, der seiner Schutzfunktion beraubt wird. Weshalb die Gefahr von Lawinenabgängen steigt! Um die Vorarlberger Wälder vor dieser Entwicklung zu schützen, wurde die Kampagne „Respektiere deine Grenzen“ ins Leben gerufen. Denn so lange sich jeder an wenige Regeln hält, kommt dies Mensch, Wild und Natur zugute. Deshalb: Halte Dich an Pisten, Wege und markierte Skirouten! Das gilt auch dann, wenn bereits Spuren in den Wald hineinführen. Oder wenn keine Tiere zu sehen sind, weil diese sich natürlich vor dem Mensch tarnen und verstecken. Letzten Endes ist ein umsichtiges Verhalten ein Gebot der Fairness – schließlich gehört die Natur nicht den Wintersportlern allein.

DIE AUF DIESE WEISE MARKIERTEN FLÄCHEN SIND SCHUTZZONEN. SIE BLEIBEN FÜR TIERE RESERVIERT.


MONDSCHEIN-SAGENWANDERUNG 17. JÄNNER BIS 31. MÄRZ 2018

MONDSCHEINSAGENWANDERUNG im Silbertal mit Hertha Glück

DAS MUSST DU WISSEN: • von 17:00 bis 22:00 Uhr inkl. 3-Gang-Menü, Apero an der Feuer stelle und Berg- und Talfahrt mit der Kristbergbahn • ab 18 Jahren • Preis: 48,00 € pro Person // 35,00 € pro Person (mit einer gültigen Montafon Brandnertal Card) • bei jeder Witterung // keine Hunde erlaubt


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ALTI MUNTAFUNER GSCHICHTA Vorsichtig tappen die Wanderer mit Petroleumlampen durch die samtene Dunkelheit. Still, fast ein bisschen andächtig. Allen voran eine Frau mit großem Hut, wollenem Umhang, langem Wanderstock und mächtigem Rucksack. Bei der Alten Säge stoppt sie, wartet bis alle Teilnehmer einen Platz gefunden haben. Dann bricht sie die Stille. Bei sanftem Laternenschein erzählt sie wortgewaltig und gestenreich alte Sagen über das Nachtvolk und den Teufelsbach. Die Welt um sie herum ist ruhig – gespannt lauschen die Teilnehmer den Erzählungen. Das Silbertal, eines der ursprünglichsten Gebiete Vorarlbergs, hat seit jeher die Fantasie beflügelt. Sagenhafte Dinge sollen sich entlang des ungezähmten Litz-Baches und auf dem Kristberg – auf und unter der Erde – zugetragen haben. Um die Geschehnisse aufleben zu lassen, führt die bekannte Geschichtenerzählerin Hertha Glück bei der Mondschein-Sagenwanderung auf dem Genießerberg Kristberg durch die Welt der Montafoner Mythen. In unvergleichlicher Manier – im Vorarlberger Dialekt und auf Hochdeutsch – beherrscht sie die uralte Kunst des Erzählens. Am liebsten trägt Hertha Glück „alti Muntafuner Gschichta" in der Abenddämmerung und bei Neuoder Vollmond vor: „Dann wirken sie intensiver.“ Denn wo die Augen weniger sehen, gewinnen die anderen Sinne an Bedeutung.

WENN ICH IN DER NATUR ERZÄHLE, DANN SIND DIE GESCHÖPFE, ÜBER DIE ICH SPRECHE, AUF EINE GEWISSE ART UND WEISE ANWESEND. Hertha Glück

Während der ereignisreichen Sagenwanderung auf einfachen Pfaden kommt neben Mystik und Brauchtum auch der Genuss nicht zu kurz. Bei der Bergknappenkapelle St. Agatha können sich die Teilnehmer an einer Feuerstelle und beim Abendessen mit traditionellen Speisen aus der Region über das Erlebte und Gehörte austauschen. Ein unvergesslicher Abend für alle ab 18 Jahren.

Aktuelle Informationen und Buchungsmöglichkeiten findest Du auf montafon.at/mondschein-sagenwanderung


ZAHLEN UND FAKTEN – MONTAFON UND BRANDNERTAL


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FREERIDE 23. BIS 25. MÄRZ 2018

Back on Tr FEEL FREE RIDE CONTEST In lockerer Atmosphäre auf den schönsten Faces der Silvretta zu shredden – das ist „Back on Track“. Das einzigartige Konzept hat sich in den vergangenen Jahren zum Fixpunkt in der Freeride-Szene entwickelt: 35 Athleten verbringen ein Wochenende auf der Saarbrücker Hütte und erkunden von dort aus die umliegenden Hänge im hochalpinen Gelände. Neben dem Contest steht vor allem das Community-Gefühl an oberster Stelle: Freeriden mit Gleichgesinnten, ausgelassene Hüttenabende und gegenseitiges Anfeuern. „Beim letzten Contest haben wir das Riders‘ Judging eingeführt. Die Teilnehmer selbst vergeben die Punkte und küren so die Sieger“, erklärt Bernhard Fink, eines der vier Mitglieder des OK-Teams. Das verstärkt noch einmal das Gemeinschaftsgefühl und erzeugt eine einzigartige Stimmung. „Eine Mega-Gaudi. Die Saarbrücker Hütte war voller Emotionen, als noch einmal die einzelnen Läufe gezeigt wurden“, so Bernhard. Für jeden, der sich einen der heiß begehrten Startplätze für die sechste Ausgabe des Contests sichern will, heißt es schnell sein. Lediglich zwei Minuten hat es im Vorjahr gedauert, bis alle Startplätze vergeben waren.

DIE SILVRETTA BIETET AUFGRUND DER EXPOSITION, HÖHE UND SCHNEESICHERHEIT DIE IDEALE BÜHNE. Bernhard Fink, OK-Team


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Fotograf: Stefan Kothner // Rider: Raphael Ă–ttl

ack

Weitere Informationen findest Du auf bot-freeride.at


WELTCUP MONTAFON

WINTERAUFTAKT MIT SCHWEDEN-ROCKER UND HIP-HOP-DUO Von 14. bis 17. Dezember 2017 heißt es wieder „Sport am Berg, Party im Tal“, wenn zum sechsten Mal der FIS Snowboard Cross Weltcup und zum dritten Mal der Audi FIS Ski Cross Weltcup – Cross Alps Tour im Montafon ausgetragen werden. Ein Großereignis der Spitzenklasse, das den Fans neben spannenden Wettbewerben auch ein attraktives Rahmenprogramm bietet. Gleichzeitig ist es ein organisatorischer Härtetest für die vielen fleißigen Helfer, die im Dauereinsatz sind. Wir zeigen anhand von Zahlen und Fakten, was hinter dem Weltcup Montafon steckt.

14.–17. DEZ 2017 AUDI FIS SKI CROSS & FIS SNOWBOARD CROSS WELTCUP 16. DEZ 2017 MANDO DIAO & 257ERS


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15.000 BESUCHER

ließen sich im Vorjahr den Weltcup Montafon nicht entgehen

350 FREIWILLIGE HELFER sorgen für ein unvergessliches Event

750 MANNTAGE

machen diese Veranstaltung erst möglich

200 ATHLETEN

wagen sich über die selektive Strecke

0 EURO

kostet der Eintritt zu den Sportveranstaltungen

29 EURO

kostet das Early-Bird-Konzertticket (Normalpreis 34 Euro)

2 TOP-ACTS

Mando Diao und 257ers heizen den Fans ein

80.000 KUBIKMETER SCHNEE werden für die Strecke produziert

1,3 KILOMETER ZEITNEHMUNGSKABEL werden ausgerollt

6 KILOMETER SICHERHEITSNETZE werden entlang der Strecke aufgestellt

51 MEDIENVERTRETER

aus sechs Ländern waren 2016 vor Ort

Weitere Informationen findest Du auf montafon.at/weltcup


39 km Tallänge von Bludenz bis zur SilvrettaBielerhöhe

551,87 km² Gesamtfläche (140 km² Wald)

3 Gebirgszüge Verwall, Silvretta, Rätikon

Piz Buin 3.312 Meter höchster Berg

Ruhe und Erholung Einsame Alpen, unberührte Natur, nette Gespräche

11 Tourismusorte St. Anton i. M., Vandans, Bartholomäberg, Silbertal, Schruns-Tschagguns, Gargellen, St. Gallenkirch-Gortipohl, Gaschurn-Partenen

16.234 Einwohner (Stand Juni 2016)

Montafoner Steinschaf

Vom Aussterben bedroht waren die Montafoner Steinschafe, bis Peter und Martin aus dem Montafon sich ihrer annahmen. Heute steigt die Zahl der kleinen, genügsamen Zuchttiere wieder. Der schwarzen bis bräunlichen Wolle werden heilende Wirkungen zugesprochen.

mit Einheimischen, Kulinarik vom Feinsten, gemütliche Hütten, stille Bergseen – das Montafon ist der richtige Ort, um abzuschalten.

Kulturveranstaltungen

Montafoner Sagenfestspiele, Montafoner Resonanzen, Montafoner Winterzauber, Montafoner Theaterwanderung

Montafoner Tracht Gelebte Tradition. Ein schwarzes Kleid, farbige

4 Montafoner Museen

Heimatmuseum Schruns, Alpin- und Tourismusmuseum Gaschurn, Bergbaumuseum Silbertal, Museum Frühmesshaus Bartholomäberg

Schürzen, rote Strümpfe und aufwändig bestickte Bänder sind die typischen Elemente der Festtagstracht. In traditionellen Handwerksbetrieben werden sie noch immer nach historischem Vorbild gefertigt.

Brauchtum Alpabtriebe, Funkenabbrennen, Sonnwendfeuer...


6 Bergbahnen Golm, Silvretta Montafon, Gargellner Bergbahnen, Kristbergbahn, Silvretta-Bielerhöhe, Brandnertal

1.100 km markierte Wanderwege

295 Pistenkilometer

270 km Rad, Mountainbike- & E-Bikestrecken

150 Tourentipps Interaktive Karte für den Winter

2.086.128 Nächtigungen im Jahr 2016

Montafon App

Der interaktive Guide für das Montafon bietet für jede Jahreszeit alles Wissenswerte. Er enthält GPS-Tracks von Wanderungen, (E-)MountainbikeTouren, Schneeschuh- und Skitouren, Langlaufstrecken und vieles mehr. Praktisch: Die Lieblingstouren können offline gespeichert werden.

MontafonerTisch

Montafoner Sura Kees

Altes Handwerk ist gefragt. Noch heute werden die quadratischen oder achteckigen Tische vorwiegend in Handarbeit hergestellt. Mit Einlegearbeiten verziert, einer mittigen Schiefertafel und schrägen Füßen sind Montafonertische wahre Kunstobjekte.

Die regionale Spezialität ist ein Sauermilchkäse mit sehr geringem Fett- und Cholesteringehalt. Seit dem 12. Jahrhundert stellen die Montafoner den Sura Kees mit mild aromatischem Geschmack auf den Alpen und im Tal her.

Sportveranstaltungen Weltcup Montafon, M³ Mountainbike Marathon, Montafon Arlberg Marathon, Silvretta Classic Rallye Montafon, Montafon Totale Trail

Sport im Montafon

Wandern, Klettern, (E-)Mountainbiken, Schwimmen, Paragleiten, Fußball, Golf, Skifahren, Snowboarden, Freeriden, Langlaufen, Schneeschuhwandern, Skitouren… Abwechslung pur für Adrenalinsüchtige und Gemütlichkeitssportler, jeder findet die passende Herausforderung für sich.

Architektur

Das Montafon besitzt imposante Architekturschätze: Den taleigenen Baustil des Montafoner Hauses. Das Illwerke Zentrum Montafon in Vandans, eines der größten Bürogebäude Europas in Holz-HybridBauweise. Das innovative Schanzenzentrum Montafon Nordic in Tschagguns für ganzjähriges Skispringen.


MEINE BEGEGNUNGEN

Sanfte Kämpferin Alexandra Battlogg


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Alexandra steht mit ihrem Biohof für nachhaltige Bewirtschaftung „Das Montafon ist ein Paradies für alle, die das Natürliche suchen“, sagt Alexandra Battlogg. Auf dem Biohof Gavadura in St. Anton leistet sie ihren ganz persönlichen Beitrag, dass das noch lange so bleibt. Und freut sich über die immer größer werdende Zahl von Gleichgesinnten. Gavadura ist einer der offiziellen Biobetriebe im Montafon. „Auch wenn die bürokratischen Hürden teilweise etwas hoch sind“, kommt konventionelle Tierhaltung für die Battloggs nicht mehr in Frage. „Nachhaltig zu wirtschaften, ist für uns das einzig Wahre.“ Nur durch achtsamen Umgang mit der Natur könne sie erhalten werden. Eine Haltung, die mittlerweile von einem Großteil der Bauern im Tal geteilt werde. Lange Zeit wurde Gavadura als Milchwirtschaftsbetrieb geführt. Die Entscheidung für Bio fiel vor 20 Jahren, als Alexandra mit ihrem Mann Herbert den Hof übernahm. Der Stall war damals schon über 100 Jahre alt „und entsprechend schlecht beinander“. Die Arbeit als Nebenerwerbslandwirt wurde immer mühsamer und der Platz für die Tiere zu klein. Irgendwann hieß es: „Aufhören oder investieren.“ Ergebnis der Überlegungen war ein neuer Stall, der 2011 fertig wurde.

WAS DIE NATUR BIETET Von Anfang an haben die Battloggs auf Original Montafoner Braunvieh gesetzt. Zehn Mutterkühe sind auf dem Hof ebenso zu Hause wie 350 Hennen. Was die Natur am Hof an Urprodukten bietet, wird auf Gavadura veredelt, was das Zeug hält. So reicht das Angebot von Eiern und Fleisch über – mehrfach preisgekrönten – Edelbrand und Likör bis zu Sirup, Marmelade und Teigwaren. Alles wird liebevoll etikettiert und verpackt – auch eine sehr schöne Form, Respekt und Wertschätzung gegenüber der Natur zum Ausdruck zu bringen. Damit das Werk funktioniert, ist die gesamte Großfamilie im Einsatz. „Eine große Hilfe ist sicher auch, dass mein Mann als Waldaufseher seine Zeit einigermaßen flexibel einteilen kann.“ Wer sich vor Ort ein Bild machen möchte: Besucher sind auf dem Hof jederzeit herzlich willkommen.

KRAFT DER VERNETZUNG Sehr erfreulich ist für die Battloggs, „dass wir mit unserem Denken nicht alleine sind“. Sowohl in der Bevölkerung als auch in der Gastronomie werden Produkte aus dem Tal geschätzt. So arbeiten im Verein „bewusstmontafon“ Landwirte, Gastronomie und Handel eng zusammen, um sich gemeinsam für regionale Produkte und Rezepte stark zu machen und traditionelle Gerichte neu interpretiert aufzutischen. „Man achtet wieder mehr auf die eigenen Wurzeln. Das ist für uns ein ganz wichtiges Signal.“ Auch die Bauern hätten einander bei diesem Thema gefunden. „Viele erkennen, dass man gemeinsam mehr erreichen kann. Die Zusammenarbeit bringt auch einen großen Zusammenhalt, was uns zusätzlich motiviert.“ Alexandra ist Montafonerin durch und durch. Deshalb ist es ihr auch wichtig, dass „wir im Tal bewusst wachsen. Dazu gehört, dass sich Tourismus und Landwirtschaft mit Bedacht ergänzen und manchmal gegensätzliche Interessen vernünftig unter einen Hut gebracht werden.“ Wenn sie außerhalb vom Tal den Menschen das Montafon erklärt, dann erzählt Alexandra von der Schönheit der Landschaft, der Bodenständigkeit der Leute und von einer „Tradition im guten Sinn des Wortes“. Für den Erhalt authentischer Werte kämpft Alexandra nicht nur als Bäuerin. Ein großes Anliegen ist ihr auch „unsere wunderschöne, aufwendige und kostbare Tracht“. Bei bestimmten Anlässen sei es wichtig, Tracht zu tragen. „Das ist nichts Verstaubtes, ganz im Gegenteil. Wir wissen, wo wir herkommen und bauen darauf.“ Als „stolze Montafonerin“ ist es ihr ein Bedürfnis, dies zu zeigen und vor allem ihren drei Kindern vorzuleben.

Weitere Informationen findest Du auf montafon.at/begegnungen


BÄRG UND TAL KÔN NET ZEMMA, ABER D`LÜ:T. Muntafuner Spröchli – Manfred Dönz


FUNKENABBRENNEN 16. BIS 18. FEBRUAR 2018

Wenn glühende Scheiben fliegen Das Scheibenschlagen in Gortipohl am ersten Sonntag der Fastenzeit, dem Funkasonntig, ist einzigartig im Montafon. Auf einem Hügel über dem Dorf werden kleine Holzscheiben auf Haselnussstöcke gesteckt, im Feuer zum Glühen gebracht und auf einer Rampe abgeschlagen, sodass sie weit durch die Luft fliegen. Die Tradition wurde von Generation zu Generation weitergeben und in Ehren gehalten. Die Ursprünge dieses Rituales liegen Jahrhunderte zurück. Heute ist das Scheibenschlagen ein fester Bestandteil des Gesellschaftslebens im Ort und seit Juni 2016 auch im Verzeichnis des nationalen Kulturerbes der UNESCO gelistet.


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Ein Stück Montafoner Kulturgeschichte ist immaterielles Erbe der UNESCO ZEHN MINUTEN FÜR EINE SCHEIBE

STOLZ AUF DIE EIGENE GESCHICHTE

Nach Einbruch der Dunkelheit treffen sich die Dorfbewohner von Gortipohl auf dem Funkenplatz. Der sogenannte Scheibenstock steht schon bereit, ein etwa zwei Meter langes, dickes, glattes Brett liegt schief aufwärts auf einem Holzblock. Darüber fliegen in Kürze die glühenden Scheiben. Etwa 500 Stück sind es an einem Abend, alle in Handarbeit geschlagen und bearbeitet. „Für die Herstellung einer Scheibe braucht ein Geübter etwa zehn Minuten. Sie werden von der Mitte aus abgeflacht, sodass sie in der Mitte dicker sind als am Rand und gleichmäßig auslaufen. Dadurch fliegen sie besser und weiter“, erklärt Jürgen Wachter, Obmann der Funkenzunft Gortipohl. Er kümmert sich gemeinsam mit seinen Vereinskollegen um die Brauchtumspflege.

Unter den wenigen zu sein, die ein Jahrhunderte altes Brauchtum pflegen und am Leben erhalten, erfüllt Jürgen Wachter mit großem Stolz: „Es ist ein lässiges Gefühl, wenn man als kleiner Verein eine solch große Ehre hat. Da ist man im wahrsten Sinne des Wortes mit Feuereifer dabei.“ Eine große Anerkennung für ihre wertvolle Arbeit ist die Aufnahme des Scheibenschlagens in die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO. „Es war etwas ganz Besonderes, diese Auszeichnung entgegenzunehmen. Wenn man in einem Atemzug mit den Lipizzanern und der Hofreitschule Wien genannt wird, dann hat es einen enorm hohen Stellenwert. Wir werden das Erbe weitergeben.“

DAS SCHEIBENSCHLAGEN BEGINNT Der erste Schütze steckt eine Scheibe an seinen Haselnussholzstock, dann wird sie im Feuer zum Glühen gebracht. Die Scheibe über dem Kopf schwingend läuft er zum Scheibenstock und schlägt sie über die Holzbank ab. Unter dem Applaus der Schaulustigen zieht die glühende Scheibe einen leuchtenden Bogen am dunklen Nachthimmel. Nach einem gelungenen Schlag fliegt die Scheibe bis zu 200 Meter weit durch die Luft. „Das Scheibenschlagen ist jedes Jahr ein großes Ereignis im Dorf. Bei uns kann jeder mitmachen, der Lust dazu hat. Viele bringen ihre eigenen, selbstgemachten Scheiben mit. Es ist schön zu sehen, dass auch wieder sehr viele Jugendliche mit Begeisterung dabei sind“, beschreibt Jürgen Wachter das neue Aufleben des Brauchtums. Übrigens: Ein Montafoner spricht im Dialekt nicht von einer Scheibe und Scheibenschlagen, sondern von der „Schieba“ und „Schiebaschlaha“ oder „Schiebaschüßa“. Weitere Informationen findest Du auf montafon.at/scheibenschlagen

Das Funkenabbrennen, einer der schönsten Bräuche des Jahres, geht auf ein jahrhundertealtes Kulturgut zurück. Traditionell am Sonntag nach Aschermittwoch erleuchten im ganzen Tal meterhohe Holztürme den nächtlichen Himmel. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Zum Funken gehören Funka-Küachli dazu, ein Germteiggebäck, das jeder einmal probieren sollte. Datum: 16. bis 18.02.2018


MEINE BEGEGNUNGEN

Pfarrer Joe Egle glaubt an seinen Herrn und an die heilende Kraft der Kräuter Eigentlich heißt er Josef. Aber so haben sie zuletzt vor 50 Jahren bei den Pfadfindern zu ihm gesagt. Wie überhaupt im Leben von Pfarrer Joe Egle alles ein bisschen anders ist. Seine erfrischende Art und seine vielfältigen, für einen Geistlichen teilweise überraschenden Interessen machen ihn zu einem gefragten Botschafter weit über das Tal hinaus.

SKILEHRER UND BERGRETTER Im Montafon selbst gibt es kaum einen, der den Pfarrer von Gaschurn und Partenen nicht kennt. Wenn er nicht seinen priesterlichen Pflichten nachgeht, dann ist er mitunter als Skilehrer und Bergretter im Einsatz. Besonders viel Zeit widmet er dem Hobby, das ihn zu einer kleinen Berühmtheit gemacht hat: Selbst gesammelte Kräuter verwertet Egle zu hochwertigem Schnaps, der für ihn weniger Alkohol als vielmehr Medizin ist. Begonnen hat diese Leidenschaft zu Hause in Koblach, wo man sich als Bauernfamilie keine Medikamente leisten konnte und es überhaupt zur damaligen Zeit kaum welche gab. Ersatz fand Mama Egle in den Kräutern und Pflanzen der Umgebung. So gab es Schlüsselblumentee bei Erkältungen, Bockshornkleesalben gegen Furunkel und der Saft von in Zucker aufgelösten Nacktschnecken beruhigte den Keuchhusten. Das elterliche Vorbild weckte das Interesse des jungen – damals noch – Josef dermaßen, dass er mittlerweile seit vielen Jahren Kräuter, Wurzeln und Beeren in Schnaps konserviert.

FRÜH AUFSTEHEN Die Rohstoffe holt er sich in der Natur, in der Hochwürden fast täglich unterwegs ist. Da die freie Zeit eines Pfarrers spärlich ist, heißt das in der Regel früh aufstehen. „Ich komme meist von oben runter, wenn die anderen hinaufgehen“, sagt Joe Egle, den die Vielfalt der Natur fasziniert. Auf dem relativ kurzen Weg von Gaschurn zu seiner zweiten Pfarrgemeinde Partenen hat ein Fachmann 36 verschiedene Heilkräuter gezählt. Diese und ein paar andere sammelt Joe Egle höchst persönlich mit so viel Detailwissen, dass er vor ein paar Jahren sogar ein Buch mit dem Titel „Elixiere aus der Natur – Schnäpse ansetzen mit Heilpflanzen“ veröffentlicht hat. Wenn es sein muss, bringt der beliebte Geistliche, der im Sommer sein 50-jähriges Priesterjubiläum gefeiert hat, dabei auch körperlich vollen Einsatz. Für seinen weitum begehrten Zirbenschnaps „muss ich regelmäßig ganz hoch klettern, denn die Zapfen sind nur im oberen Teil der Bäume zu bekommen“, erzählt Egle.

GROSSE AUSWAHL Damit die Schnäpse so perfekt werden, wie es sich der ausgewiesene Experte vorstellt, hilft ihm sein Bruder. Mit ihm zusammen gelingt beispielsweise erwähnter Zirbenschnaps so, dass er bei einer Erkältung die Atemwege freihält – und seine herzstärkende Wirkung entfaltet. Ungefähr 50 verschiedene Sorten gibt es im leicht improvisierten (Pfarr-)Hofladen. Was Joe Egle selbst am fertigen Schnaps interessiert, ist nicht der Alkohol. Hier bevorzugt er ein Glas Rotwein zum Abendessen. „Mir geht es darum, die Wirkung der Kräuter so lange wie möglich zu erhalten.“ Sie als Tee zu nutzen, sei zwar gut, aber der heilende Effekt eben auf eine gewisse Zeitdauer beschränkt. „Ein Kräuterschnaps kann auch nach drei Generationen noch verwendet werden.“

Weitere Informationen findest Du auf montafon.at/begegnungen


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HochwĂźrden im Himmel auf Erden Pfarrer Joe Egle


MEIN WINTERPANORAMA

Das Montafon auf einen Piz Buin 3312 m Silvrettahorn 3244 m

Dreiländerspitze 3197 m Wiesbadener Hütte

Silvretta-Skisafari

Burg 2247 m

Silvretta-Haus

Silvretta BielerhöheTunnel Silvretta-Skisafari

Madrisa Rundtour A/CH

Saarbrücker Hütte Nova Stoba

Obwaldhütte

VERSETTLA

Kiosk Schwarzköpfle

Maderer 2769 m

Vermuntb

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Rehsee Stöbli

PARTENEN 1051 m

Lobspitze 2605 m

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Valisera Hüsli

Gantekopf 1958 m

Lammhütta

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Hochalpila 2443 m

Alpenhotel Garfrescha

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Silvretta Montafon ST.GALLENKIRCH 878 m

Sennigrat 2300 m

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GORTIPOHL 910 m

Grasjoch Hütte

Zamangspitze 2386 m Kreuzjoch 2395 m Wormser Hütte

Muttjöchle 2074 m

Casa Nova

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KAPELL Weltcup Strecke

Zusteigstelle ,,Stelzer“

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Panoramagasthof Kristberg

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Bitschweil

Kapellrestaurant

FIS Rennstrecke

Zusteigstelle ,,Schöni“

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SILBERTAL 890 m

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Schanzenzentrum Aktivpark Montafon

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TSCHAGGUNS 685 m

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Grasjo

Kristberg 1443 m

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GARFRESCHA Brunellawirt

GRASJOCH

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VALISERA

GASCHURN 979 m

Hochjoch 2520 m

Knappastoba

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Tunnel

Valisera Bahn

Ballunspitze 2671 m

Gafierjoch 2415 m

Versettlaspitze 2372 m

Bielerhöhe 2032 m

Berggasthof Hotel Piz Buin

Madrisa 2770 m Schlappiner Joch 2202 m

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Vallüla 2813 m

Heimspitze Valiseraspitze 2685 m 2716 m

Madrisella 2466 m

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SCHRUNS 690 m BARTHOLOMÄBERG 1087 m

Gh. Mühle

Hotel Bergerhof Alpilakopf 2030 m

Innerberg

Pendelbahn

Kinderland/Kinderattraktion

beschneite Pisten

Fotopoint

Gondelbahn

Skipisten

FIS Rennstrecken

Übungsgelände

Sesselbahn

Skirouten

extrem steile Pisten

Bergrestaurant/Bar

Schlepplift

Varianten

permanente Rennstrecke

Rodelbahn

Snowpark/Funpark

Rundtouren

Speedstrecke

Nachtrodelbahn

Itonskopf 208


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Blick Schesaplana 2965 m

Rätschenfluh 2703 m Gargellner Köpfe 2482 m St. Antönier Joch 2379 m

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Schafberg Hüsli 2130 m

Drusenfluh Drei Türme 2830 m 2827 m

Oberzalimkopf 2340 m

Sulzfluh 2818 m

Tuklar 2318 m

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Alpilakopf 2156 m

Schillerkopf 2006 m

Mondspitze 1967 m

Glattjoch 2000 m

Amatschonjoch

Madrisa Rundtour A/CH

Alpengasthof Melkboden

Täli

Lindauer Hütte

Kessl-Hütte

Skitunnel

Mittagsspitze 2168 m

Furkla Höhenloipe Rodelsafari

Taleu 1746 m

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Do Außergolm

Skihütte Fuchsbau

Liftstüble

Sonna Hüsli Panorama-Restaurant Grüneck

Berghof Golm

Loischkopf 1860 m Burtschasattel 1680 m Restaurant Frööd

BRAND 1037 m

Golmerjoch 2124m

Grüneck 1890 m

Gulma 1800 m

Restaurant Palüdhütte Goona Zimba 2643 m Niggenkopf Schattenlagant n h Stüble Hütte ba FIS lüd Pa Rennstrecke Parpfienz 1390 m

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GELLEN 423 m

Fundlkopf 2401 m

Windeckerspitz 2331 m

Tschengla 1200 m

Schesatobel

Rufana Alp Gauertalhaus

Golm

Gauertal

Haus Matschwitz Matschwitz 1520 m

Grabs 1365 m Berggasthof Grabs

Brandnertal Rellstal

BÜRSERBERG 890 m

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Holzschopf

Landschisott

NÜZIDERS 562 m Laz Alpengasthof Muttersberg

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Rodelbude

Liftstüble

VANDANS 654 m

BLUDENZ 588 m

LORÜNS 583 m

Monteneu 1883 m

Hoher Fraßen 1979 m

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ST.ANTON im Montafon 651 m

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BÜRS 570 m

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Wannaköpfe 2031 m

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Ganeu

Himmelraich Latschau 1000 m

Restaurant Einhorn

Muttersberg S16

Elser Alp 1590 m

Alpengasthaus Rellseck 1492 m

89 m

Rodelsafari

Winterwanderweg

Tourismusbüro

Alpine Coaster

Skiverleih, Service, Depot

Skibus

Loipe

Skischule

Bahnhof/Bahnlinie

Nachtloipe

Eissportzentrum

Parkplatz

Schneeschuhwanderung

Schanzenzentrum

Gesperrte Waldflächen

Absturzgefahr


VORSCHAU MEIN SOMMER 2018

5 Gründe

AUCH IM SOMMER INS MONTAFON ZU REISEN

Gemeinsam mit Wanderführerin Elisabeth wanderst Du ins idyllische Novatal. Auf der Alp Nova erfährst Du, wie Sennerin Andrea die Montafoner Spezialität Sura Kees herstellt.

Sura Kees genießen

Mit E-Unterstützung am Fuße der 3.000er unterwegs: Auf der E-Bike-Tour mit Bike-Guide Simon fährst Du mit Rückenwind vom Silvrettasee zur Heilbronner Hütte und den Scheidseen.

Sehnsuchtsort Scheidseen


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Fünf Disziplinen an zwei Tagen: Feiere mit uns das 10-jährige Jubiläum des M³ Montafon Mountainbike Marathon am 27. und 28. Juli 2018.

Bike-Event des Jahres

Kunst & Kultur erleben

Eine spektakuläre natürliche Höhle inmitten einer Felswand im Rätikon. 350 Meter lang. Stockdunkel. Die Gauablickhöhle ist der Höhepunkt eines einzigartigen Klettersteigs.

Die Drei Türme stets im Blick führt Dich der Themenweg Gauertaler AlpkulTour des Montafoner Künstlers Roland Haas durch die Montafoner Kulturlandschaft.

Abenteuer Dunkelheit


Die Landschaft, die Werte, die Täler, der Fleiß, die Vereine, die Wirtschaft, die Gemeinden – vieles verbindet die Menschen im Süden Vorarlbergs Mit.Einander. Auch Ihre eigene Regionalbank gehört dazu. Seit 125 Jahren und in Zukunft. www.raiba-bludenz-montafon.at

Raiffeisenbank Bludenz-Montafon eGen, BLZ 37468, Swift-Nr.: RVVGAT2B468, Firmenbuch-Nr.: 59048K, DVR-Nr.: 0070548, UID-Nr.: ATU36698409 Hauptbankstelle Schruns, Kirchplatz 3, 6780 Schruns; Hauptbankstelle Bludenz, Werdenbergerstraße 9, 6700 Bludenz; Stand per 29.08.2017

Wenn’s um die Region geht, ist nur eine Bank meine Bank.


HIER LÄUFT ALLES NACH PLAN Mit dieser App kannst Du Deinen Urlaub akribisch planen: Sie liefert GPS-Tracks, Wetterbericht und nützliche Werkzeuge wie Kompass, Gipfelfinder und Hangneigungsmesser. Die Tourendaten können offline gespeichert werden – so hat man sie am Berg immer dabei.

INTERAKTIVE KARTE Du suchst das ultimative Freeride-Erlebnis, eine Route zum Tourengehen oder eine Schneeschuh- und Winterwanderung für die ganze Familie? Nichts leichter als das: Wähle aus den zahlreichen Kategorien einen Ort und ein Erlebnis aus – und schon stehen Dir jede Menge Routenvorschläge zur Auswahl. Leichter geht es nicht.

Weitere Informationen findest Du auf montafon.at/app und montafon.at/interaktive-karte

ANREISE

KONTAKT D

Montafon Tourismus GmbH, 6780 Schruns/Vorarlberg, Österreich T. +43 50 6686 // E-Mail: info@montafon.at // montafon.at Ö S T E R R E I C H

IMPRESSUM

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Bludenz Innsbruck Bozen

Fotonachweise Montafon Tourismus GmbH, Montafon Tourismus GmbH – Daniel Zangerl, Montafon Tourismus GmbH – Stefan Kothner, Montafon Tourismus GmbH – Johannes Netzer, Montafon Tourismus GmbH – Alex Kaiser, Montafon Tourismus GmbH – Patrick Säly, Vorarlberger Landestrachtenverband – Andreas Künk Druck Vorarlberger Verlagsanstalt GmbH, 6850 Dornbirn, Österreich


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Spitzen- und Regelenergie fĂźr Vorarlberg und Europa. Die Illwerke sorgen dafĂźr. www.obervermuntwerk2.at

Echt Montafon Winter  
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ob mit Schneeschuhen, Tourenski oder auf Winterwwanderwege - abseits der Skipisten locken Naturerlebnisse mit einem sehr wertvollen Fund, na...

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