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Bucher Alm Rossstein Alm I Amperthal Alm Rauh Alm II Melchersteffl Alm Bichler Alm Demeljoch Alm L채rchkogel Alm I Ludern Alm I


TREIBAUF Eine Tour ins Almenland Meine Geschichte beginnt mit der Sehnsucht. Sie treibt mich an. Ich denke, sie ist in Jedem. Sie ist ein heller bunter Fleck oder ein dunkles schwarzes Loch, vielleicht irgendetwas dazwischen. Ich frage nach Heimat und Tradition. Ich suche nach dem Überlieferten und dessen Wert, nach den individuellen Geschichten innerhalb eines ursprünglichen Lebens im Gebirge. Die Gastfreundschaft beeindruckt mich, ich trinke Diverses und erfahre, dass “ein Wald ohne Strass nix wert ist”. Ich sammle meine Bilder. Ich begegne den unterschiedlichsten Menschen. Zum Beispiel dem Flori. Er lebt auf einer der Hütten. Jeden morgen trinkt er seinen Pfefferminztee. Er ist Schreiner, der besondere Wurzelformationen sammelt. Er sagt: “Die Leute, die auf den Almen leben, verstehen sich alle, denn sie verbindet das Gleiche.” Ich denke, was sie verbindet sind nicht Tradition oder Heimat, sondern die Berge. Berge erzeugen eine Mischung aus Lust und Schrecken – einen delightfull horror. Sie sind erhaben – chaotisch und intensiv, unkontrolliert und unregelmässig, was sie vom Schönen – Gleichmässigen, Wohlproportionierten, Vorhersagbaren – unterscheidet. Sie entsprechen der Ambiguität eines Juwels. Die Almwirtschaft ist eine der ältesten Traditionen und Kulturformen der Menschheitsgeschichte. Es gibt Funde von Felsritzungen in den Tegernseer Bergen, die darauf deuten, dass Bergweideflächen in diesem Gebirgstal bereits vor 2000 Jahren von Menschen genutzt wurden. Nach einer intensiven Rodung und damit Ausweitung der Almen in den Anfängen der Feudalherrschaft hat sich eine abwechslungsreiche alpine Kulturlandschaft entwickelt, die von jeher gepflegt und bewahrt wird. Diese Bergwelt mit ihren Wechsel von Wald-, Weide- und Felsflächen prägt das kulturlandschaftliche Bild Bayerns. Die Almbauern leben diese Tradition heute ebenso wie früher und altüberlieferte Formen haben sich weitgehend erhalten. Ihr Alltag ist bestimmt von den Bedürfnissen ihrer Tiere und der Pflege des Almgebietes. Sie achten auf ein ökologisches Gleichgewicht und schützen den Naturund Kulturraum, der einst künstlich geschaffen wurde, indem sie ihn nicht brachfallen lassen. Eine Vernachlässigung der kultivierten Gebirgsfläche würde zu Destruktionen führen wie Verkarstung, Vermurung, fortschreiteden Erosionen und zunehmender Lawinengefahr. Zudem ist der Lebensraum vieler Wildkräuter eine offene Freifläche, die durch Beweidung erhalten wird. Ohne die Haltung und Züchtung von Vieh, gäbe es keine Almwirtschaft, denn die Tiere sicherten anfangs das Überleben der Menschen in den Gebirgsregionen. Heute steht die Erzeugung von Zuchtvieh im Vordergrund. Ein Aufenthalt auf der Alm fördert die Leistungsfähigkeit sowie Lebens- und Nutzungsdauer eines Jungviehs und macht es dadurch wertvoller. Die Existenz mancher Alm ist wirtschaftlich gesehen heute oft bedeutungslos und somit auf Födermaßnahmen angewiesen. Almen sind ein Stück Heimat geworden. Der Isarwinkel und das Vorkarwendel sind die heimischen Berge, innerhalb derer ich unterwegs bin und Almbauern besuche.


IMPRESSUM Ein Buch von Veronika Galli Bachelorarbeit 息 2011 Fotografie: Veronika Galli Gestaltung: Elena Carl Druck: Oestreicher + Wagner, M端nchen Buchbinder: Buchbinderei Ruffert, M端nchen Kontakt: VeronikaGalli@web.de Elena.Carl@gmx.net

DANKE AN Georg Rockelmann Elena Carl Renate Niebler die Hirten und Sennerinnen f端r ihre Offenheit und ihr Vertrauen meine Familie und meine Freunde


Sonnenberg Hochleger Rossstein Alm II Rauh Alm I Specker Alm Tiefental Alm Schronbach Alm Zoten Alm L채rchkogel Alm II Ludern Alm II


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Veronika Galli »Untitled«  

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