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Mandy Buchholz

Karow oder die Sehnsucht nach Heimat


Die Entwurzelung ist bei weitem die gef채hrlichste Krankheit der menschlichen Gesellschaft. Wer entwurzelt ist, entwurzelt. Wer verwurzelt ist, entwurzelt nicht. Die Verwurzelung ist vielleicht das wichtigste und meist verkannte Bed체rfnis der menschlichen Seele. Simone Weil

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Seit Jahrzehnten haben ländliche Regionen Deutschlands mit einer steten Bevölkerungsabwanderung, insbesondere junger Menschen, zu kämpfen. Dünne Besiedlung bei gleichzeitiger Überalterung der Bevölkerung, sich verschlechternde Infrastrukturen, geringe Industriedichte, die Landwirtschaft als wichtigster Arbeitgeber, der jedoch zunehmend aus den Regionen entbettet wird, sind bekannte Folgen der sogenannten Peripherisierung. Dies ist nicht allein eine (ost-)deutsche Problematik, sondern stellt vielmehr eine weltweit fortschreitende Entwicklung dar. Mein ehemaliges Heimatdorf Karow liegt in Sachsen  -  Anhalt. Die Arbeitslosenquote in dieser Region fällt mit 13,6 % im bundesdeutschen Vergleich sehr hoch aus (Bayern 4,8 %, Baden-Würtemberg 5,1 %, Thüringen 11,4 % und Brandenburg mit 12,3 %). [1] Warum bleiben Menschen trotzdem hier? Was hält gerade junge Leute in diesem Dorf? Ist es Naturverbundenheit, bloße Trägheit, fehlender Mut, den sozialen Halt aufzugeben oder ist es ein immer lauter werdendes Bedürfnis nach Halt und Verwurzelung in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Veränderungen? Was bedeutet die Entscheidung in Karow zu bleiben im Alltag der Menschen? Gibt es unterschiedliche Beweggründe für das Festhalten an Heimat in verschiedenen Generationen? Die Fotoserie ›Karow oder die Sehnsucht nach Heimat  ‹ zeigt Bewohner, die bleiben und sich bewusst für ein Leben in diesem Dorf, das ich selbst verließ, entschieden haben.

[1] 2009, Jahresdurchschnitt, Quelle Statistisches Bundesamt

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Karow in Sachsen  -  Anhalt / Fläche von 31,93 km² / Nordrand des Fiener Bruchs / äußerster Osten des Landkreises Jerichower Land / umgeben von landwirtschaftlichen Flächen / Gollwitzer Forst mit Gollwitzer Berg ( 85,9 m hoch und 2,8 km nordöstlich von Karow gelegen) Kleines Straßendorf / an der Kreisstraße K1203 / 12 km bis zur nächsten Stadt Genthin / Autobahn -  Anschluss Ziesar ca. 13 km in südlicher Richtung / kleiner Ortsteil Elisenau mit 4 bewohnten Grundstücken 0,8 km nördlich vom Dorfzentrum entfernt 14 Einwohner je km² / im Vergleich Deutschland 230 Einwohner je km² / gehört zu dünnstbesiedelten Gemeinden Sachsen  -  Anhalts / durch Gemeindegebietsreform seit 01.01.2010 keine selbständige Gemeinde mehr, sondern Ortsteil der Stadt Jerichow / mit eingemeindeten Dörfern gesamt: 7702 Einwohner / 436 Einpendler / 546 Auspendler / ca. 30.73 % Arbeitslose ( gesamt 525, 176 davon ALG I, 349 HARTZ IV bzw. ALG II ) / Frauenquote 42.1 % / Männerquote 57.9 % / mit einer Ausländerquote von 0 %

Quelle Wikipedia

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Vorwort von Olaf Dahmke


Wie lebt es sich in einem Dorf, das im Begriff ist, sich selbst zu verlassen?

Kurz vor Verschwinden, gerade noch da? Die Fotoserie ›Karow oder die Sehnsucht nach Heimat‹ von Mandy Buchholz zeigt ein Dorf und seine Bewohner in einem Schwebezustand, einer Zwischenwelt. Der Boden ist locker geworden, die Wurzeln greifen nicht mehr. Die Aufnahmen porträtieren Menschen, die an ihrer Heimat festhalten, die bleiben wollen. Warum? Was ist Heimat überhaupt? Ist Heimat größer als ein Haus?

Für Ernst Bloch zum Beispiel war Heimat wesentlich mehr; nicht weniger als

das eigentliche große Ziel des Menschen: »Die Wurzel der Geschichte aber ist der arbeitende, schaffende, die Gegebenheiten umbildende und überholende Mensch. Hat er sich erfasst und das Seine ohne Entäußerung und Entfremdung in realer Demokratie begründet, so entsteht in der Welt etwas, das allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war: Heimat.«  [1]

Meine Heimat hockt zwischen den Stachelbeeren, in kurzen Hosen hinter dem

Haus. Drei Reihen Stachelbeeren, dann die Johannisbeeren, rote und schwarze. Die Beeren mit den Fingern von den Rispen kämmen, eine Handvoll.

-doch, die sind reif. -du wirst sehen, wie du bauchweh kriegst. -gar nicht wahr. Zwischen den Stachelbeeren kann meine Schwester mich nicht finden, ihre Puppen haben meine Puppen verhauen, deshalb sitze ich hier. Um meine Ruhe zu haben. Ich höre das Schwimmbad über alle Dächer. Zweimal schwingt das Sprungbrett. Wasser in der Nase. Meine Heimat ist zwischen den Stachelbeeren, wo jetzt der Geräteschuppen steht.

-wo sind denn die stachelbeeren? warum habt ihr die stachelbeeren alle rausgerissen? hinter dem haus waren doch die stachelbeerbüsche, die johannisbeeren.

Man kann sich Heimat auf ein Kissen sticken oder bis zum Himmel in die

Kirschen steigen. Ich war noch nie in Karow, aber an einer solchen Bushaltestelle habe ich schon gewartet. Der erste Bus fährt 5:30, der letzte um 16:30. Wer den nimmt, bleibt über Nacht fort. Wer den nicht nimmt, hat hier hoffentlich ein Bett. Im Schatten des Neubaus hängt Wäsche, dahinter Garagen, Wiesen, Felder, blühende Ruhe – mehr als man eigentlich braucht. In der Stube spielen die Kinder, Vater schaut fern auf dem Bett, Muttis Platz in der

Küche.

[1] Ernst Bloch, ›Das Prinzip Hoffnung‹, S.1628

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Was man im Spiegel sehen kann: hinter dem Mädchen ein Haus vielleicht, mit Garten – was dort einmal wächst, wird sich zeigen – ein Zaun drum herum, denn ein Garten braucht einen Zaun, nicht diese endlose Steppe ohne irgend ohne was, vor der ein Bäckerwagen dem Ort zeigt, was er nicht hat. Selbst die Schrippen haben Karow verlassen, das Brot, die Wurst, die Friseure. Die Schule ist wieder ein Schloss. Dies ist eine Rückkehr, die durch Abwesenheit glänzt, alle Straßen wenden sich ab. In der Friedenstraße noch Lichter eines Treckers. In der Querstraße weht kein Gelächter aus der HO Gaststätte, deren Dachstuhl nach der Rückübertragung unversehens Feuer fing. Auf halber Strecke kann das Fallrohr den Regen nicht länger zusammenhalten. Deckt das Dach neu, stützt die Balken, schlagt die ehemaligen Fenster auf und die Tür! Kommt in den großen Saal, bringt Musik herein, tanzt die ganze Nacht! Heimat ist eine Erinnerung. Heimat ist ein Versuch. Man muss auf die großen Tage warten, Tage an denen die Tauben aufsteigen, denn Heimat besteht aus vorbereiteten Tagen. Fackelumzug, Erntedank, Kegelabend, Sportgruppe. Einen Kuchen auftischen. Spargel ernten, schälen, essen. Die Hühner müssen gefüttert werden. Wenn wir Kartoffeln aus der Krume holen, tragen wir den Acker unter den Fingernägeln nach Hause. So stemmen wir uns täglich gegen das Verschwinden. Das Wagenrad ist schon öfter gestrichen worden, die Farbe platzt ab, es hängt da schon immer und wenn es für immer hängen bleibt, wird es, das weiß ich, von der Rose davor Speiche für Speiche eingeflochten. Ein Rosenrad.

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Fr端her / Als Kind


... durch die Straßen laufen / irgendwann früher – als Kind / vorbei an der Tischlerei Mangelsdorf / links die BHG  [1] / weiter zum Dorfplatz mit Bushaltestelle und Telefonzelle / kleine Post mit Wäsche-Annahmestelle / meine Mutter führt den Friseurladen PGH ›Die Frisur ‹   [2] / Lockenwickler in Plastikbehälter sortieren, Gesprächen gemütlicher, älterer Frauen unter Trockenhauben lauschen, schwarze Farbe dick auf die Augenbrauen gemalt, dazu wird Kaffee serviert, ›Brillantine-Haarpommade ‹, › VEB Haarlock ‹, Scheren, Papilotten und Haarnetz, Herren-Kurzhaarschnitt 1,35 Mark vorbei an der Konsum-Gaststätte, [3] Herr Wothe ist Gaststättenleiter / mit angrenzendem Dorfkonsum / ›Fetzer-Riegel ‹ – dunkelblau mit weißer Schrift und kleine ›Rolli-Stangen ‹, eingewickelt in Goldpapier, ›Bambina-Schokolade ‹ und › Schlager-Süßtafel‹, heute gibt’s Bananen, für jeden nur eine, Frau Schwon an der Kasse, › Milka‹ ist besser als ›Schlager-Süßtafel‹ und genauso gut wie ›Bambina‹, die gibt’s seltener, ›Halloren-Kugeln ‹ heißen so, weil sie in Halle produziert werden, Frauen stehen an der Wursttheke, Fassbrause bei ›  Wothe ‹, Sand-, Erd- und Mistklumpen der Männer überall auf braunem Lenoleum verteilt, Zigarettenqualm, Männerschweiß, Schnaps und Bier und Erde rechts die LPG  [4] mit Elektrikerwerkstatt meines Vaters / löten lernen, staubige Regale, Kabeltrommeln, Schrauben kreuz und quer, durch’s Fenster kann man kaum was seh’n davor das kleine LPG-Wiegehäuschen / links in die Querstraße / direkt an Feuerwehr und Dorfschmiede vorbei / Kopfsteinpflaster, mit dem blauen Minifahrrad über Stock und Stein, durch die Gassen, scharf um Kurven am Ende der Querstraße die HO-Gaststätte   [5] mit großem Saal für Feierlichkeiten und Tanzveranstaltungen / die Musik, laut – manchmal, ... wenn der Wind günstig steht bis in mein Kinderzimmer, Friedenstraße 10, hörbar, immer was los, Jungs aus Nachbardörfern

[1] Bäuerliche Handelsgenossenschaft, seit 1950 wirkende Handelsorganisation, v. a. für Landbevölkerung, Kleinbauern und

Gärtner, außerdem Finanzabteilung mit Konten, z.B. für Spar- und Zahlungsverkehr. (in Karow bis zum 30.06.1993)

[2] Produktionsgenossenschaft des Handwerks, ab 1955 mehr oder weniger freiwilliger Zusammenschluss mehrerer Handwerks betriebe eines Gewerkes zu einer Genossenschaft (v.a.D. Friseure, Autoreparatur- oder Bauhandwerksbetriebe). [3] Die Konsumgenossenschaft betrieb in der DDR neben Verkaufsstellen und Gaststätten u.a. auch Hotels. [4 ] Die LPGs entstanden in der DDR ab 1952 als ›freiwilliger‹ Zusammenschluss von Bauern als Genossenschaften mit dem

›Typ III‹ (gemeinsame Bewirtschaftung von Land und Vieh), ›Typ II und Typ I‹ (Tierhaltung in eigener Verantwortung). In den 70er

Jahren Überführung aller LPG-Betriebe in den ›Typ III‹, woraus die spezialisierten größeren LPGs entstanden.

[5] Die Handelsorganisation (HO) war ein staatliches Einzelhandelsunternehmen der DDR und wurde 1948 gegründet. Die HO

war gegliedert in die Bereiche Industriewaren, Lebensmittel, Gaststätten, Warenhäuser und Hotels.

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tanzen mit Karower Mädchen, unbeholfen, irgendwie, gar nicht im Takt, KonsumGaststätte gleich gegenüber - kein Saal, aber Billardzimmer, Herrengedeck, hinein, Frühschoppen, hinaus ... Feierabend-, Pausenbier am Ende der Friedenstraße / ›Polytechnische Oberschule Nadeschda Konstantinowna Krupskaja  ‹  [1]  / war die Frau von Lenin / Schule im ehemaligen Schloss / Gemeindeverwaltung / Speiseeinrichtung / Kindergarten / Turnhalle / im Schlosspark / 100m-Bahn / Kugelstoßfeld / Weitsprunggrube / Fußballplatz / Tribüne / Zuschauerplätze / Sport-, Reiter-, Dorf- und Schulfeste, Völkerball, Jugendliche aus der 10.Klasse mit Mopeds, ringsherum all die Gärten mit den Lauben, Buden bauen, zwischen den Sträuchern und Bäumen, immer am kleinen Graben entlang Zitzer Straße / zur Eierannahmestelle von Frau Neumann / fast alle haben Hühner, Eier aus dem Stall einsammeln, zum Schlachten kommt eine ältere Frau aus dem Dorf, Frikassee und Hochzeitssuppe ... das Geschäft von Fleischer Müller  [2] in der Schillerstraße / und auf der gegenüberliegenden Seite die Obst- und Gemüseannahmestelle von Frau Eilitz / Mutti gibt dort Gurken ab, alle haben Gärten, Spargel, Tomaten, Kartoffeln und Rüben, Zwiebeln, Stachelbeeren, Kirschen, Äpfel, Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren – ganze Hängerladungen, voll bis obenhin, alles, was wächst, kiloweise eingetragen in kleine Büchlein durch die Gasse bei Ranfts zurück auf den Dorfplatz / Bügermeister Franke im Büro, halb 5 fährt der Ikarus-Bus nach Genthin, halb sieben zurück, Frauen schleppen dicke Wäschebündel ins kleine Posthäuschen, Frauen in Kitteln und Schürzen, Frauen mit blauen, über der Arbeitskleidung gebundenen Schürzen - auf dem Feld, bei der Arbeit, Frauen im Garten, ganz raue, riffelige Hände, werden wohl nie mehr ganz sauber, Erde hat sich in die trockenen Furchen der Haut gegraben, von Frühjahr bis Herbst, bunt geblümtes ›Dederon  ‹  [3], mit dem zu heißen Bügeleisen drüber und alles verkohlt, wie eine Plastetüte, Frauen im Dorfkonsum in Schürzen, Frauen hinter der Theke in Kitteln und Schürzen, Frauen an der Kasse in Schürzen, Frauen auf der Straße in Kittelschürzen, Frauen, die einem die Türe öffnen in Kittelschürzen, Sonntags- und Alltagsschürzen,

[1] Die Polytechnische Oberschule (Abkürzung POS, gesprochen P-O-S) war die allgemeine Schulform im Schulsystem

der DDR und umfasste zehn Klassen. Sie entstand 1959 aus einer Reform der achtjährigen Grundschulen bzw. zehn-

jährigen Mittelschulen. Der Klassenverband blieb über alle Schuljahre erhalten. Zum Ende der 10. Klasse erfolgte der

Schulabschluss mit Abschlussprüfung, der zur Aufnahme einer Lehre und zum Fachschulstudium berechtigte. [2] Den Familienbetrieb von Fleischer Müller gab es in Karow bis zum 31.12.1991. [3] Handelsname für ›Polyamid‹ (BRD: ›Perlon‹, USA: ›Nylon‹), verwendet u. a. für Strümpfe, Beutel, Kittelschürzen und andere

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Bekleidungsstücke, Kunstwort aus der ausgesprochenen Abkürzung D-D-R und on. (aus-der-ddr.de/lexikon)


… Schürzen überall; sämtliche Muster und Farbvariationen der Hauptstraße folgen / Ecke Schillerstraße wohnt Schuster Lüdecke / weiter die Zitzer Straße hoch / am Haus von Hugo Perske-Abwasserentsorgung vorbei / bis zum Ortsausgangsschild / Zitz vier Kilometer / nach ungefähr zwei Kilometern Bezirk Brandenburg / durch die Wiesen, durch die Felder, bis die Beine ganz aufgeschürft sind von den entlang streifenden Gräsern, Mohn und Kornblumen, Kamille dazwischen, Winterweizen, Sommerweizen, Gerste sieht mehr aus wie Gras, gold hängen die Ähren im Sommer, Mähdrescher fahren neben Traktoren mit Hängern, spucken die Ernte aus, darf nicht regnen, Männer in schmutziger Arbeitskleidung, die Füße in Gummistiefeln und Arbeitsschuhen, dicke Erd- oder Mistklumpen an den Sohlen, wenn’s regnet, Reviermarken, wo sie gehen und stehen, fahren mit großen Maschinen dröhnend durch’s Dorf, die Räder so hoch wie ein Haus, ich mag diese Männer gern irgendwie, genauso gern wie all die Frauen in ihren schönen bunten Schürzen wieder ins Dorf / hinten am ehemaligen Bahnhof entlang / links in die Gasse / weiter durch den Ruhegarten / gehörte dem Grafen von Wartensleben  [4] /durch eine kleine Tür auf den Friedhof / Trauerweide hinter der Kirche / vernagelte Holztüren / zurück auf der Schillerstraße / Schlittenfahren auf der Todesbahn im Winter, Mutproben in den alten Gruften im Ruhegarten, dunkelgrünes Licht, Blätterrauschen, Gruselgeschichten unter der Trauerweide, die erste ›F6‹ [5] mit Tino Koch, quasi unmöglich, unbeobachtet nach Hause zu kommen, Menschen sitzen auf fast jedem Haustritt, jeden grüßen, egal, ob man ihn mag oder nicht, gehört sich so, Altstoffe sammeln, russische Freundschaftsklassen in Kasernen besuchen und einstudierte Gedichte vortragen, Pioniertuch und Fahnenappell, Weihnachten gehen wir in die Kirche, Papa spielt die Orgel, darf neben ihm sitzen, manchmal, Omas kommen aus Nachbardörfern mit dem Fahrrad, unser Trabi kommt erst später, grünes Dach - sonst weiß, Westpakete mit tollen Produkten, manchmal steht › Ja! ‹ drauf, wieso › Ja! ‹? von der Schillerstraße aus über die Querstraße wieder auf die Friedenstraße / immer weiter / Konsum / Wothe / PGH ›Die Frisur ‹ / Dorfplatz / Bushaltestelle und Telefonzelle / kleine Post mit Wäsche-Annahmestelle / Bürgermeisterbüro /

[4 ] Hermann (Ludwig Wilhelm Karl Alexander Friedrich) Graf von Wartensleben (* 17. Oktober 1826 in Berlin; † 9. März 1921 auf Gut Karow bei Genthin) war königlich preußischer General der Kavallerie und Kommendator der Provinzial-Sächsischen

Genossenschaft des Johanniterordens.

rettenfabriken‹ hergestellt.

[5] Zigaretten-Marke der ›f6 Cigarettenfabrik Dresden GmbH‹, bis 1990 in der DDR vom 1959 entstandenen ›VEB Dresdner Ziga-

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Ernst-Thälmann-Straße / › Timur und sein Trupp  ‹,[1] eine Art sozialistische Jugendgang, die helfen allen Alten und Schwachen, gefällt mir ganz gut, langweiliges ›Frösi-Heft   ‹ mit Elefant Emmi, › Formel 1‹ und ›Hitparade  ‹, Ernst-Thälmann verschenkte seine Leberwurstbrote an Mitschüler, war schon als Kind Kommunist, › Moorsoldaten‹ im Musikunterricht, schöne Melodien in moll, › Die Ballade von John Maynard ‹, ellenlanges Gedicht, vor der Klasse im Deutschunterricht einzeln vortragen, alles auf das ›ORWO  ‹ [2]  -Kasettenband sprechen, bis 60 min voll sind, um meine Betonung zu überprüfen, Fräulein Steinmann gibt mir eine Eins und darf in mein Poesiealbum schreiben, sie wohnt im Neubau, wie fast alle Lehrer.

[1] ›Timur und sein Trupp‹ ist der bekannteste Roman des russischen Schriftstellers Arkadi Gaidar. Der Roman wurde 1940 veröffentlicht und gehörte in der DDR zur Lektüre im Schulunterricht. Im Buch werden vor allem Themen wie Hilfsbereit

schaft, Zusammenhalt und Freundschaft thematisiert.

[ 2] 1909 gründete die Agfa AG in Wolfen (jetzt Bitterfeld-Wolfen), Landkreis Anhalt-Bittefeld, die Filmfabrik Wolfen, die später

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mit der Marke ›ORWO ‹ (Abk. für Original Wolfen) das Monopol auf die Filmherstellung in der DDR haben sollte.

Neben Filmen für die Fotografie wurden auch Kinofilm für die Filmkunst, Reprografie- und Röntgenfilmmaterial sowie

technische Filme und Platten hergestellt.


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2010 / Jetzt


08:59 Uhr ab Ostbahnhof / knallroter Regionalexpress RE1 / freier Platz im Fahrradabteil / Wir erreichen jetzt den Bahnhof Berlin-Alexanderplatz. / … / Friedrichstraße / Hauptbahnhof / … in Potsdam wird der Zug schlagartig leer / Ankunft Genthin Bahnhof 10:19 Uhr / Schulferien in Sachsen- Anhalt / nächster Bus nach Karow fährt erst wieder um … ? /

werde abgeholt, Mutti schließt mich in die Arme, wir gehen zum Edeka, Früh-

stück im Bäcker Schäfer, bis 12 Uhr für 1,99 Euro, gar nicht teuer - mit zwei Schrippen und Kaffee soviel man will, aber der Kochschinken ist zusammengeklebte Presswurst, sagt Inge, den lassen wir alle liegen, Früher hat’s doch sowas nicht gegeben!, ... da hinten ist doch Frau xy, Was hat die denn alles im Korb?, Na ja – gab ja grad Hartz IV!, Dass die alle nicht wirtschaften können mit ihrem bisschen Geld; wahrscheinlich fährt sie jetzt noch mit dem Taxi nach Hause gelbes Ortseingangschild / Karow / von der Ernst-Thälmann-Straße an Losekamms Ecke links in die Wilhelm-Pieck-Straße einbiegen / Neubau /

schreiend begrüßen mich Kinder, Toni, Celina, Dominik, Adrian, Monique,

Mütter, Jugendliche, Ehepaar Fenger, alle sitzen draußen an Plastiktischen vor dem Neubau, so wie jeden Tag, jeden Abend – wenn es warm ist, alles vor der Tür, Kaffeekannen, Milchschnitte auf die Hand, keine Geheimnisse, alles sehen, alles wissen, alles hören,  Viel zu laut! , sagen die, die Arbeit haben, da kommt man geschafft aus dem Büro und dann grillen die da schon lauthals in der Sonne!, früher habe hier nur die Prominenz gewohnt, sagen die Karower, meinen damit die Lehrer, sind dafür extra alle nach Karow gezogen damals, Herr Müller z.B., der kam aus Magdeburg, Brief vom Amt, schnell hoch in Muttis Küche, Tür zu, Termin in der Arbeitsagentur Genthin, 09:00 Uhr bei Herrn Röder, Zimmer 1.03, Mutti hat Angst, ist jetzt 56, bloß nicht wieder auf die Schulbank, Machen uns ’ne schöne Zeit, wir beide! , sagt Mutti, Spaziergänge, Leute besuchen, Sportgruppe, › Senioren und Freunde  ‹, Fahrradtouren, Sonntags kommt der Eiswagen, Brötchen holen wir uns am Bäckerwagen  [1] – fast wie Ferien

Wilhelm-Pieck-Straße hoch / zur Ernst-Thälmann-Straße / rechts zu Frau Witte / bunt geblümte Dederonschürze, viele tausend Blüten, freue mich so, Elsbeth ist fix und fertig, hat Erdbeeren gepflückt schon ganz früh, bevor die Hitze kommt, Sind zweijährige, ist nichts mehr; nur noch kleine Dinger dran, schüttet alles in eine Plastetüte, gibt sie uns mit, Erdbeermarmelade dazu, nebenbei schnell noch Spargel

abwiegen, schafft alles nicht mehr, ist so kaputt, wird alles zuviel, so ein großes

[1] Im Zuge der Schließung vieler Verkaufsstellen in ländlich-peripheren Regionen werden fast alle Dörfer mit mobilen

Verkaufswagen von Bäckereien und Metzgereien versorgt.

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Haus, ganz leer jetzt, bloß nicht zum Nachdenken kommen, im Stall wird gewogen, in Zeitung eingewickelt, rüber zu Kochs – Gurken für Mutti, Herr Lindstedt hält mit dem Fahhrad an Schillerstraße / links die Zitzer Straße hoch / bis zum weißen Haus / gleich neben Schecks / da wohnen Wothes / durch das Tor auf den Hof / in der Veranda sitzen wir alle, Kaffee und Kuchen gibt’s, den hat Gudrun gebakken, die Tochter, mit fünf Generationen in zwei Zimmern gewohnt, damals, nach der Hochzeit, Das Schlafzimmer war der Holzschuppen; ... alles alleine gemauert und angebaut!, Herr Wothe erzählt, vom Krieg, von der Flucht, der Lehre bei Tischler Mangelsdorf, der Zeit als Gaststättenleiter, Karow sei schnell neue Heimat geworden, sagt er, Handball- und Sportgruppen zu DDR-Zeiten geleitet, Reiterfeste organisiert, die Nachbarin kommt, Frau Schadak, ist hingefallen, hat Gehirnerschütterung, soll ruhig liegen, Wenn was ist, komm vorbei, kein Problem. ... muss ja weiter gehen, Herr Wothe zeigt mir getischlerte Dinge, der ganze Hof steht jetzt voll, ist seine Beschäftigung am Tage, Film wechseln, Keine Digitalkamera?, nun noch in die Tischlerwerkstatt, über den Hof, durch die Scheune, zwischen den Hühnern, da stehe ich nun, durch’s Fenster noch ein Foto, zurück am Tisch, Herr Wothe kann nicht sagen, dass es früher besser oder schlechter war, Die Entwicklung sei eben mit der Zeit gegangen, sagt er Zitzer Straße runter / rechts in die Kurze Straße / geradeaus auf den Warchauer Weg / links in die Wilhelm-Pieck-Straße / zurück am Neubau / 13:00 Uhr nachmittags, alles wie jeden Tag, laut spielende Kinder, Frauen sitzen auf Bänken, reden, essen, spielen, ist doch schön, Matze kommt vom EinEuro-Job im Schloss, Lutze setzt sich dazu, erstmal eine rauchen, › Jin Ling ‹ steht auf der Packung, Stefanie ist 13, schreibt sms, zeigt mir ihr Zimmer, ordentlich nebeneinander gereihte Baseballcaps im Regal, transportabler DVD-Player zum CDs anhören, wenn sie allein sein will, nur der Spiegelauslöser meiner Kamera knallt in die Stille, rosa gestrichene Rauhfasertapete, Tanzen, Singen, Fußball spielen, mit Freunden abhängen, Party, in der Feuerwehr ist sie, sei immer so langweilig in Karow, würde jetzt lieber in der Stadt wohnen, da kann man viel mehr unternehmen, einfach los, nicht erst in den Bus und 20 Minuten fahren, ihr Freund kommt aus Seedorf, gleich hier in der Nähe, auch ein Dorf, darf aber nicht zu ihm nach Hause fahren, Noch zu jung!, sagt ihre Mutter Sandra, die sitzt in der Küche, will auch nicht so wirklich in Karow sein, Hier ist doch der Hund begraben! Alles nur wegen

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Matze ... , ihrem Mann, den kriege man hier einfach nicht weg, ... höchstens in der Waagerechten, meint sie, Matze guckt Fernsehen im Schlafzimmer, blaue Veloursdecke mit Reh und Rehkitz, türkiser Wasserfall in goldenem Plastikrahmen über dem Bett, Stefanie will Masseurin werden, oder Friseurin, später dann, da hat sie ein großes Haus, mit ihrem Freund, auf dem Land, wegen der Kinder, aber höchstens zwei, mehr nicht, Eigentlich aber schon toll, dass hier Menschen sind, mit denen man reden kann, im Jugendclub, auf der Straße oder so vom Neubau aus auf die Schillerstraße / bis zum Ende / vorbei am Dorfgemeinschaftshaus / gleich hinter der Brennerei rechts über den Parkplatz zum Schloss / Birgit Baumgärtel öffnet die Tür, Komm doch rein, Kaffee?, Anne ist in der Küche am Kräuterschneiden, die Haushaltshilfe in der Ausbildung, Unser kleiner Wirbelwind , sagt Herr Baumgärtel, der schon vor 15 Jahren hier in die Gegend kam, mit seiner Firma, Modernes Stahlbau-Unternehmen - Blech beginnt bei uns ab 10 Millimeter Dicke!, dann das Schloss gekauft, ist jetzt Chef vom Jagdverein in Karow, gibt viele Rehe hier in der Gegend, beide haben Arbeitskleidung an, Gummistiefel, gibt von früh bis abends was zu tun, die Brennerei wird eine Art kulturelle Begegnungsstätte, Birgit Baumgärtel hat selbst mitgeholfen, den Putz von den Wänden abzuschlagen, ist viel geplant, hier in Karow, alles solle originalgetreu wieder auf-, um- und nachgebaut werden, in den nächsten Jahren, Eine echte Bereicherung für Karow!, schreibe ich ins Gästebuch, zu Ostzeiten habe man den ursprünglichen Bau des Schlosses total ignoriert und auch verschandelt, bin grad etwas melancholisch, mein Russischraum wurde zum Esszimmer, der Physikraum nicht mehr wiederzuerkennen, die große Steintreppe gar nicht mehr vorhanden, Ja, ja – wie die Zeit vergeht ..., der Park ist jetzt Privatgrundstück, Tribüne ist abgerissen, die Jugendlichen waren zu laut, Fasanen in großen Volieren, bunte Blumen auf der riesigen Rasenfläche vor’m Schloss, Wie bei Monet ..., sagt Birgit Baumgärtel, Zum Glück muss ich hier nicht mehr Völkerball spielen, denk ich so bei mir, aber zum Erntedankfest darf Berthold Krause mit der Kutsche durch den Schlosspark fahren, jetzt wird erstmal der Terrassenboden neu verlegt, eine Art Sandstein, gelblich-hellbraun, sehr hübsch, finde ich mit dem Fahrrad den Warchauer Weg hinunter / bis der Wald anfängt / vorbei am Maisfeld / links den Eichenweg rein / Mahlsand / Schlaglöcher / Mischwald / rechts das erste Haus / wo Familie Höhne wohnt / am Wegrand stehen giftige Pilze, glaub ich, ebenso giftig auch die Begrüßung

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durch den Schäferhund auf dem Grundstück, trau mich kaum zu klingeln, habe Angst, gefletschte Zähne, Frau Höhne kommt raus und lacht, war mit ihrer Tochter Nicole in einer Klasse, Nicole ist jetzt im Büro tätig, gleich in Bücknitz, nicht weit von hier, Hauptsache Arbeit, Kind ist in der ersten Klasse, der Mann bei einer Security-Firma, Ach deshalb der Schäferhund!, der ist jetzt eingesperrt, gibt keinen Laut mehr von sich, Frau Höhne ist immer noch Postangestellte, wie früher, nur nicht mehr in Karow, seit ihr Mann tot ist, wohnt sie im Obergeschoss des kleinen Hauses, das haben sie gekauft jetzt, Wärmedammung außen und Spritzputz drüber, gelb, drei Generationen unter einem Dach, vier bewohnte Häuser auf der Elisenau, Ortsteil von Karow, himmlische Ruhe, Kuhställe gleich gegenüber, Färsen, das sind jüngere Kühe, stört aber nicht, Kühe waren schon früher hier – die Ruhe, Natur, das brauche man als Ausgleich zum stressigen Job, auch für’s Kind toll, der kann einfach draußen rumlaufen, wie er Lust und Laune hat, Eberts machen einen Sonntagsspaziergang, bleiben stehen, mit einem riesigen Hund an der Leine, alle gehen an den Holzzaun, Gespräche von früher, Anekdoten aus dem Jetzt, Karow stirbt aus, sagen die Frauen, Was willste hier auch machen?, Aber wir gehen hier nicht weg! und die Hoffnung stirbt zuletzt, Familie Höhne setzt sich auf die kleine Bank, Lukas holt seinen Stofftier-Raben, der Mittelpunkt allen Geschehens, Warum hast Du eigentlich noch keine Kinder?, tausend Feuerkäfer krabbeln am Holzzaun hoch, wie früher Dorfplatz / vorbei an der früheren Post / Bushaltestelle / ehemalige Konsum-Gaststätte / Friedenstraße / vor’m ›Fiener Krug‹ stehenbleiben / Start des Fackelumzugs 19:30 Uhr, allgemeiner Treffpunkt, der stellvertretende Bürgermeister Detlef fährt mit dem Multicar und Blasmusik aus Boxen vorneweg, Fackeln und Laternen leuchten durch die Abenddämmerung, Ende des Umzugs am Dorfgemeinschaftshaus, da gibt’s ein großes Feuer, Bier, Musik, Bratwurst, Glühwein, Bierbänke zwischen zwei Wagen der ansässigen Dorfgaststätten, der Wind pfeift, morgen Abend Erntedank-Tanz mit ›DJ Dieter‹, am Sonntag dann der Höhepunkt, Erntedankfest mit Festumzug und Programm, Kaffee, Kuchen, Kegelbahn, Geflügelschau, Taubenflug, Prämierungen, Jagdhornblasen, Streichelzoo und ein Glücksrad für die Kinder, Kartoffelpuffer, Erbsensuppe aus der Gulaschkanone, alle auf den Beinen, so ein kleines Dorf und soviel Programm, Das ist eben Karow! – deshalb gehe er hier aus der Gegend einfach nicht weg, sagt Marco Schröder, Andre Müller ist auch da, ehemalige Klassenkameraden, geteilte Erinnerungen,

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Nostalgien am Bierwagen, beide haben gute Jobs, Haus und Familie in nahegelegenen Dörfern, sind sehr oft zu Besuch in Karow, bei ihren Eltern, Was machst Du eigentlich so in Berlin? Keinen Mann, keine Kinder? Job?, Kartoffelpuffer mit Apfelmus für einen Euro, Erlös wird für den Kindergarten gespendet, alle klatschen, die Sonne strahlt mit Karow um die Wette, so ein schönes Fest!

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Fotoserie

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Bildtitel / Verzeichnis


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Bushaltestelle, Dorfplatz Karow  

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Anni Schäfer 

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Stefanie

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Christian Schäfer 

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Kleine Vögel

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Querstraße

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Jugendzimmer

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Frau Gläsmann mit Sohn Frank 

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Janet und Stefanie 

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Wäsche 

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halb nachts 

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Famile Höhne 

28

Janet 

77

Susann

31

Karola Zedler 

79

Marleen, Sven und Romy

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Herbert Fenger am Bäckerwagen

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Ursula Scheck mit Enkelin

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Helga Fenger, Toni, Celina 

   81 Andre

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Sandra

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Kurze Straße

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Flur mit Geweihen

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Melanie und Christian

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Dahinter

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Familie Behrens

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Matze

85

Tauben

38

Lila

89

Bürgermeistersprechstunde

39

Erinnerung 

41

Heinrich  Klüdtke

43

Harti und Tine 

44

Wäscheplatz 

    91 Inge Menz 

47

Ernst - Thälmann - Straße 

92

49

Sitzecke 

51

Hilda Franke

 93

Gaststube › Zur Guten Laune ‹

52

Ria Schadak

94

Kegeln

53

Schlafzimmer

95

Kegeln mit Baby

54

Ilschen Seelen und die Kirschen

96

Fußballtraining Kade - Karow

55

Auslese

99

In den Himmel 

56

Mankell 

100

59

Herbert Wothe

    101 Kirche im Dorf 

60

Durch die Wiesen

102

Ernetdankfestumzug

mit Detlef 90

Seniorensportgruppe, jeden Donnerstag 

Erika Feye in der Gaststätte › Zur Guten Laune ‹ 

Berthold Krause

61

Herbert Wothe  in seiner

104

Menne und die Tauben 

Tischlerwerkstatt

105

Jagdhornblasen Erntedank

63

Erna Schmidt

106

Glück 

64

Rad

109

Heinrich Baumgärtel 

65

Ursel Schwon

110

Birgit Baumgärtel und Tell 

66

Schwon’s Flurgarderobe 

111

Nebel 

68

Kaffee und Kuchen 

 113

Fackelumzug

121


122

Impressum


Mandy Buchholz Karow oder die Sehnsucht nach Heimat mit einem Vorwort von Olaf Dahmke Karow oder die Sehnsucht nach Heimat erscheint im November 2010 in einer Auflage von 8 Exemplaren im Digitaldruck. © 2010, für alle Fotografien: Mandy Buchholz Alle Rechte vorbehalten, insbesondere das des Abdrucks und der elektronischen und digitalen Wiedergabe. Fotografien und Konzeption: Mandy Buchholz / Gestaltung: Mandy Buchholz / Texte S.12-23: Mandy Buchholz / Druck: mediabogen Fiedler-Klotz-Nöschel, Berlin / Scans: Viertel vor 8, Berlin / Buchbinder: Liersch Papier  & Buchatelier Berlin / Betreuung Herstellung: Johann Hausstaetter, Berlin Ich danke vor allem meiner Mutter für die Unterstützung in jeglicher Hinsicht, den Karower Portraitierten für das Vertrauen und die Offenheit, Olaf Dahmke für seine Worte, Lars und Bibi, Johann Hausstaetter, Wiebke Loeper für die wunderbare Betreuung sowie Michael Trippel als ›unpreußischen‹ Zweitgutachter.

N° ...... von 8 Exemplaren

123


Mandy Buchholz »Karow oder die Sehnsucht nach Heimat«  

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