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Sabine Hahn

Henrys Zauberbusch

Leseprobe www.moncoq-edition.com www.facebook.com/MONCOQedition.com


Die Autorin und Illustratorin Nach ihren kunterbunten Kinderbüchern wie zuletzt Der Puste-Wirbel sowie Die Hockey-Kids und Der Sternschnuppen Wunschkalender, lädt Sabine Hahn ihre großen und kleinen Leserkinder zu einer neuen Geschichte ein. Entdeckt mit Henry, wie man sich scheinbar ganz leicht in jemanden hinein versetzen kann und dabei Erstaunliches erlebt. Als Buchbinderin bis hin zur Autorin & Illustratorin von Kinderbüchern, erweitert sie mit diesem Werk zudem das Verlagsprogramm ihres kürzlich gegründeten Verlags der MON COQ edition. Ihre ausführliche Bibliografie, alle Informationen zu ihren nächsten Lesungen und Näheres über ihre BücherWorkshops für Kinder sind auf www.sabinehahn.net zu finden.


Sabine Hahn

Henrys Zauberbusch


Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar. © 2016 MON COQ edition e.K., Frankfurt am Main Amtsgericht Frankfurt am Main HRA 48866 Text & Illustration und Umschlaggestaltung: Sabine Hahn Herstellung: BoD – Books on Demand, Norderstedt ISBN: 978-3-9817970-1-5 Alle Rechte vorbehalten www.moncoq-edition.com www.sabinehahn.net


Inhalt Angeknabbert

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Warten auf Kekse

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Die Sache mit der Sicht

25

Alarm in der Nacht

31

Indianer mit Hausschuh

37

Unterwegs

42

Opas Hasen-Bande

47

Marie

55

ZurĂźck im Zauberbusch

58

Leos Geheimnis

60

Eine gute Idee

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Ertappt!

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Angeknabbert Das ist ein saftiger Wurstzipfel, naja, genauer gesagt… eigentlich ein ziemlich angebissener Wurstzipfel. Und das hier ist ein Käsestück… ebenfalls angebissen. Was bedeutet das? Ob sich hier in dieser frostigen Kälte eine kleine Maus im großen Kühlschrank eingenistet hat? -Wohl kaum. Doch Moment… Oh! Es wird gerade noch etwas in den 11


Kühlschrank gelegt. Es ist eine angenagte Tafel zartester Schokolade. Wie lecker sie duftet!

Aber woher kommt das alles? Die Antwort heißt… Henry! Henry ist 8 Jahre alt, immer hungrig und wie seine Mama oft meint, leider viel zu egoistisch oder so ähnlich. Wie gewohnt hatte Henry gerade einen Bärenhunger, den er heimlich gestillt hat: Ein Häppchen Wurst, dann ein Stück Käse und zu guter Letzt, als Nachspeise, 12


ein großer Biss in diese Schokoladentafel. Zufrieden und richtig satt schließt Henry die Kühlschranktür und hört plötzlich Mama rufen: „Henry! Jetzt komm doch endlich! Ich rufe dich schon seit 10 Minuten! Wo steckst du denn? Kannst du bitte schnell ins Bad kommen? Ich brauche deine Hilfe!“ Als Henry vorsichtig ins Bad schaut, sitzt Mama verärgert auf der Toilette. „Hast du das ganze Toilettenpapier aufgebraucht?“, fragt sie. „Ich hoffe, du hast es nicht wieder ins Regenrohr gestopft!“ Henry schüttelt wild den Kopf und versucht dabei ahnungslos auszusehen. Dann glaubt ihm Mama ganz bestimmt. Als er jedoch an jenen verregneten Tag zurück denkt, kann sich Henry ein Grinsen nicht verkneifen. 13


Das war zu toll gewesen! Wie ein wunderbarer Wasserfall war das Regenwasser, das Ăźber die verstopfte Rinne schwappte, laut auf den Boden geprasselt. 14


Leider hatte es danach ziemlichen Ärger mit dem Vermieter gegeben und Henry bekam damals Fernsehverbot… Aber jetzt sitzt Mama noch immer auf dem Klo und wartet auf seine Erklärung. Also beruhigt er sie lieber: „Nein, nein!“, antwortet er, „Teddy ist gestern bloß von meinem Regal gefallen und ich musste ihn verarzten.“

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„Na dann,...“ schnauft Mama. Ihr wird es nun langsam doch zu ungemütlich auf der Toilette und sie hat eine wichtige Bitte. „Hol` doch bitte schnell eine neue Klorolle aus dem großen Vorratsschrank, ja? Und beeile dich!“ Schon flitzt Henry los und öffnet den Schrank. Die Rollen stehen heute aber ganz schön weit oben! Henry streckt sich und greift nach dem Toilettenpapier, das ihm jedoch aus der Hand gleitet. Es rollt und rollt durch den ganzen langen Flur. Als Mama ihn fragt, ob alles in Ordnung sei, antwortet er mit einem knappen „Ja, ja!“ Dabei zerrt er am Papierstrang. Immer mehr zieht er ihn zu sich, bis die komplette Rolle aufgewickelt ist. Toll, wie viel Papier auf so ein Pappstück passt! Ob er morgen 16


etwas von dem Toilettenpapier mit zu Opa Franz nehmen soll? Der hat zu einem großen Fest eingeladen und dort, in seinem Garten, wartet schon Henrys geheimstes Geheimversteck. Es ist ein riesengroßer Busch, über und über bedeckt mit unzähligen gelben Blüten! Hier, unter den schützenden Ästen, sitzt Henry jedes Mal, wenn er Opa besucht. In dieser Höhle ist er ganz ungestört und träumt oft so vor sich hin. Selbst sein Lieblingscousin Leo weiß nichts von diesem geheimnisvollen Ort. Henry könnte mit dem Papier eine lange Girlande basteln und seinen Zauberbusch damit wunderbar schmücken. Eilig stopft er sich unbemerkt ein passendes Papierstück in sein Unterhemd. 17


Dann sammelt er das übrige Papier wieder ein und bringt es Mama ins Badezimmer. „Hier Mama! Ich hab` es schon für dich vorbereitet!“ Henry übergibt seiner Mutter ein riesiges Papiergebilde und geht schnell wieder in sein Zimmer. „Ach Henry!“, seufzt Mama ihm leise nach. Doch der spielt schon mit seinem Teddy. 18


Warten auf Kekse Am Nachmittag sind beide in der Küche mit dem Vorbereiten der Kaffeetafel beschäftigt. Tante Louise kommt heute zu Besuch. Dafür stellt Mama eine große, gläserne Schale mit feinen Keksen auf den Tisch. „Die werden aber erst gegessen, wenn Tante Louise da ist!“, ermahnt ihn Mama. Dann geht sie heißes Wasser für einen Tee aufsetzen. Henry nickt ihr vertrauensvoll nach. Trotzdem steckt er sich dabei aber heimlich einen dicken Keks in die Hosentasche. Seine Augen wandern von einem Gebäckstück zum anderen. Welcher Keks wohl am allerbesten schmeckt? Bestimmt dieser hier, 19


mit den Kirschen oben drauf. Henry nimmt ihn in die Hand und hält ihn vor sich. Oder doch eher dieser lange da mit den Schokoladenstückchen drin? Er nimmt Keks für Keks in seine Hände, um alle genau zu betrachten. Sind die vielleicht schön! Komischerweise findet Mama das leider überhaupt nicht schön und wird richtig wütend. „Henry! Was tust du denn da! Du kannst doch nicht alle Kekse 20


anfassen und wieder zurücklegen! Das ist unhygienisch und so furchtbar egoistisch! Sieh es doch mal aus anderer Sicht! Ach, geh` jetzt in dein Zimmer!“ Verärgert schiebt sie ihr Kind aus der Küche. Die Kekse versteckt sie im Schrank. Henry geht in sein Zimmer und versteht die Aufregung nicht. Die vielen Kekse können Mama und Tante Louise sowieso kaum alleine essen! Warum darf er sich also nicht schon mal welche aussuchen? Gelangweilt hängt er sich kopfüber an die Turnstange in seinem Türrahmen und schwingt hin und her. So macht er das immer, wenn er sauer ist. Dann stellt er sich vor, er wäre im Weltraum und alles würde davonschweben. Als Astronaut hätte er dann seine Ruhe und könnte ungestört alle Kekse essen. 21


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Oder manchmal, wenn er so an der Stange hängt, spielt er den FledermausHelden, der gleich die ganze Welt retten muss. Ob das die Sicht ist, die Mama heute gemeint hat? Henry überlegt, doch er findet keine Antwort. Alles steht wie immer an seinem Platz, nur eben auf dem Kopf. Plötzlich entdeckt er sein kleines rotes Rennauto unter dem Schrank…

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Ende der Leseprobe

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Ob es Henry – mal abgesehen von seiner Turnstange- schaffen wird, wirklich etwas aus anderer Sicht zu sehen? Geht das überhaupt? Und wer ist dieses Mädchen? Freut euch auf eine neue, tolle Geschichte von Sabine Hahn und besucht uns doch einfach auf der kunterbunten Seite von MON COQ edition.

www.moncoq-edition.com www.sabinehahn.net ©MONCOQ edition 2016

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Entdeckt außerdem ein weiteres Buch von Sabine Hahn hier bei MON COQ edition:

W

eihnachten und Ostern an einem Tag! Wer hat sich das nicht schon gewünscht! Auch Paul und seiner großen Schwester gefällt der Gedanke, während sie in Omas Garten sitzen. Als die beiden plötzlich von einem mächtigen Puste-Wirbel erfasst werden, freuen sie sich: „Juhu! Endlich ist was los!“ Wie die Pusteblumen werden sie von einem Ort zum nächsten katapultiert und erleben dabei ein unfassbares Zeitabenteuer, bis sie schließlich feststellen müssen: Weihnachten, Ostern & Geburtstag an einem Tag, das ist dann doch etwas zu viel des Guten. Für Kinder ab 6 ISBN 978-3-9817970-0-8, Preis [D]: 16,95€ inkl. MwSt. Hardcover, Format 15,5 x 22 cm, farbig illustriert Text & Illustration: Sabine Hahn

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Leseprobe henrys zauberbusch sabine hahn mon coq edition  

Henrys Zauberbusch Wie schafft man es, sich in jemanden hineinzuversetzen? Kann man in ihn hineinsehen, wie in einen Fernseher oder gibt es...

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