Page 40

Anzeigenseite 40

Serie

„Unsere Altstadt“ e 114 Hubert-von-Herkomer-Straß

D

as stattliche Traufseithaus mit steilem Satteldach ist im Kommunverband in die Häuserzeile der Hubert-vonHerkomer-Straße gefügt. Während das südliche Nachbarhaus gleichfalls mit Traufdach etwa trauf- und firstgleich anschließt, lehnt sich der nördliche, gleichfalls dreigeschossige Bau Hubert-vonHerkomer-Straße115 mit seinem nach Norden fallenden Pultdach an die hoch aufragende nördliche Giebelfront. Zum Anwesen gehört ein langgestreckter hausbreiter Hofgrund, der parallel zu beiden Kommumauern mit Abseiten begleitet wird. Die südliche Abseite ist als dreigeschossiger Arkadengang angelegt. Das in seiner heutigen Baugestalt und Größe aus dem dritten Jahrzehnt des 15. Jahrhunderts stammende Haus wurde vermutlich in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts stark umgebaut, zu Beginn des 19. Jahrhunderts renoviert und 1908 beziehungsweise nach 1960

im Innern grundlegend verändert und modernisiert. Das wahrscheinlich über zwei Ursprungsparzellen errichtete Haus stammt aus der Zeit kurz nach 1432. Dies belegt die dendrochronologische Untersuchung des Dachgerüsts, die Fälldaten von 1431 und 1432 ergab. Die Breite des Gebäudes legt die Vermutung nahe, dass für den damaligen Neubau zwei etwa gleich breite Vorgängerhäuser bis auf die Umfassungsmauern der Keller und des Erdgeschosses abgetragen wurden. Die Übernahme älterer Vorgaben zeigt sich in der senkrecht zum First verlaufenden Teilung der Keller in zwei etwa gleich große Bereiche, eine gleiche Teilung wies auch das Erdgeschoss bis zu den in jüngerer Zeit vorgenommenen Substanzauswechslungen auf; mit der auffallend starken Quermauer dürfte man die alte Kommunmauer zwischen den beiden Vorgängerbauten übernommen haben. Über die ursprüngliche Nutzung des kurz nach 1432 erneuerten Gebäudes

haben sich bisher keine näheren Anhaltspunkte finden lassen, doch da das Anwesen 1633 in den Wasserzinsrechnungen der Stadt als Gasthof in der Hand des Gastgeb Tobias Herele erscheint, ist seine Neuerrichtung als Gasthof nicht unwahrscheinlich. Es ist weiterhin mit einiger Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass der Gasthof im ausgehenden 16. Jahrhundert in Besitz des Balthasar Sentlinger war, dessen Wappenstein sich heute im Stadtmuseum Landsberg befindet. 1632 zahlte der Gastgeb Tobias Herele der Stadt Zins für ein ganzes Brunnenwasser, auch 1650 wird Tobias Herele als Besitzer genannt. Um 1717 ging der Gasthof von den 1668 und 1724/25 genannten Erben des Tobias Herele an den Jesuitenrichter Joseph Sutor und gegen 1727 weiter an den Bürgermeister und Wirt auf dem Gasthof zum Mohren (Hauptplatz 148), Johann Jakob Hailberger. Quelle: Die Kunstdenkmäler von Bayern, Stadt Landsberg, Band 3, Deutscher Kunstverlag

System 180

Das Möbelbausystem. UNSERE GASTAUTORIN

Einrichtungssystem. 1991 wird die 'System 180' GmbH gegründet und findet seither sowohl in der Einrichtung als auch im baukonstruktiven Bereich Anwendung. Mit dem eigenständigen Möbelbausystem von 'System 180' konfigurieren Sie bedarfsgerecht Ihre individuellen Einrichtungsobjekte.

Simone Nennmann Inhaberin

U

nter dem Namen 'System Steiner' entwickelte der Architekt, Ausstellungsmacher, Bühnen- und Beleuchtungsmeister Prof. Jürg Steiner im Jahr 1981 das Stahlrohrsystem aus Edelstahl. Das System diente zunächst zum Bau von Decken, Gerüsten, Kuppeln und Treppen in Berliner Museen und Theatern. Die Vorteile der Bauweise führten zur Weitentwicklung als modulares

Seine Alltagstauglichkeit bezieht das Möbelbausystem aus dem im Innenausbau gebräuchlichen Rastermaß von 180 mm. Die Tiefen für Korpusse und Flächen greifen relevante Standards auf und sichern damit überzeugende Lösungen für vielfältige Aufgaben. Ob Stauraummöbel, Raumteiler, Empfangstresen oder Schreibtisch, das Möbelbausystem bietet nahezu grenzenlose Möglichkeiten. Je nach Raumsituation und gewünschter Nutzung planen Sie mit dem Möbelbausystem Einrichtungsobjekte wie Sideboards, Regale oder Schränke in passenden Dimensionen. Mit vielfältigen Zubehören wie Fachböden, Türen, Auszügen, Magazinfächern etc. statten Sie diese bedarfsgenau aus. Je nach Gestaltungskonzept stehen Oberflächen in verschiedenen Qualitäten und Farben zur Auswahl.Das Unternehmen entwickelt und fertigt zu 100% in Berlin. Basierend auf dem

Anspruch, ein nachhaltiges Produkt herzustellen, welches über Jahre hinweg veränderbar ist, werden die einzelnen Komponenten klassisch gestaltet. Dabei setzt 'System 180' auf langlebige, anpassungsfähige und umweltschonende Materialien. Aufgrund des modularen Charakters bietet das Möbelbausystem die Möglichkeit, Bereiche wie Home-, Office-, Konferenz-, Bibliotheksmobiliar oder Empfangsbereiche mit einem Einrichtungssystem abzudecken und ein Raumkonzept in einer zeitlosen Gesamtästhetik zu gestalten. Möbel von System180 sind erhältlich bei NENNMANN Objekt- und Wohneinrichtungen in der Hinteren Salzgasse 10. Infos: www.nennmann. com/marken/system180/

Profile for Marcus Knöferl

Juli 2018  

Landsberger Monatszeitung

Juli 2018  

Landsberger Monatszeitung

Advertisement