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Jonathan Sterz Wie bist du zur Fotografie gekommen? Ich fotografiere grundsätzlich schon seit ich ein kleines Kind war. Damals hatte ich eine dieser tollen, bunten Analogkameras fur Kinder, die auch Geräusche auf Knopfdruck machen konnten. Seit meiner ersten Kamera habe ich mit dem Fotografieren nicht mehr aufgehört. Kurz nach dem Abitur habe ich mich dann in einem sechsmonatigem Praktikum bei einem Photodesigner in Köln ausleben und in diesem Bereich weiterbilden können. Insbesondere über den Einsatz von Licht im Studio und außerhalb konnte ich dort sehr viel lernen. In Sachen Fotobearbeitung, Retouche bin ich während dieser Zeit auch weiter gekommen. Seit meinem Studium beschäftige ich mich regelmäßiger und ausgiebiger mit der Fotografie. Und das wird auch sicherlich kein Ende nehmen. Denn die Fotografie schärft den Blick auf die Dinge. Sie intensiviert ihn. Man lernt alles neu zu schätzen und erkennt die Schönheit dort, wo man sie zuvor nie hat erkennen können. Was inspiriert dich? Gute Frage. Inspiration finde ich immer auf Reisen durch die Weltgeschichte. Seien es sehr lange Reisen, oder auch nur kurze Wochenendtrips. Diese helfen mir die Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen und erlauben mir ein wenig Abstand zum Alltag zu gewinnen, der einen von Zeit zu Zeit immer wieder sehr einspannt und aufhält. Man kann unterwegs einfach mehr in sich gehen und besser reflektieren. Neben Reisen inspirieren mich aber auch ganz alltägliche Dinge. Schöne Momente mit guten Freunden, die vielen Gesichter, die ich sehe, wenn ich durch die Stadt laufe, oder einfach nur ein Glas Wein an einem sommerlichen Abend. Grundsätzlich kann ich sagen, dass allein der Blick durch den Sucher meiner Kamera, Inspiration entfacht. Sport, wie zum Beispiel das Slacklinen hilft mir auch immer wieder neue Perspektiven aufzubauen. Und zu guter letzt darf man auf gar keinen Fall die gute alte Musik vergessen. Ohne Musik würde ich sterben.


Wie würdest du deinen fotografischen Stil beschreiben? Schwierig. Das lässt sich nicht alles auf einen Nenner bringen. Die Portraits, die ich aufnehme, wenn ich in Städten, oder fremden Gegenden unterwegs bin sind alle sehr konzentriert auf diesen einen Moment. In den Städten wuselt eine riesige Menschenmenge herum, alles wird schnelllebiger und anonymer. Die Menschen fühlen sich meistens in dieser Menge ungesehen und sind für sich. Sie gehen in sich und reflektieren gedanklich ihr Leben. Und genau diesen innerlichen Vorgang tragen sie dann unbewusst in Form ihrer Mimik und Gestik nach außen. Ein kleiner Moment, in dem sie erblinden und alles um sich herum vergessen. Diese Momente sind es, die mich faszinieren. Sie sind etwas ganz persönliches und geben sehr viel über die betreffende Person preis. Insofern würde ich behaupten, die Portraits sind immer sehr klar, direkt, ehrlich und konzentriert. Sie erzählen Geschichten. Vielleicht haben sie ab und zu auch etwas leicht voyeurhaftes. Meine Landschaftsfotografien sind meistens sehr clean. Ich weiß nicht, woher es kommt, aber ich mag nicht wenn die Landschaften auf den Bildern so überfüllt sind. Vielleicht liegt es daran, dass der weltweite Tourismus uns die letzten Schätze, - Orte an denen wir zur Ruhe kommen können, entwendet und zerstört. Ich denke, ich möchte das einfangen, was wir heute nur noch selten kennen.

Ursprünglich komme ich aus dem Raum Köln/ Bonn und lebe vorrübergehend in Siegen. Seit 2007 studiere ich an der Universität Siegen. Seit August 2007 bin ich beruflich selbständig im Bereich Grafik Design, Illustration & Fotografie und arbeite nebenher auch immer mal wieder für zwei Agenturen. ( freelancer )

Facebook: https://www.facebook.com/pages/jsterzcom/187066031333708 Website: www.jsterz.com


Portrait


LANDSCAPE


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Büro mologue: Johannes Brümmer Marburger Tor 15 57072 Siegen office@mologue.de Dank an: Jonathan Sterz Mitarbeit: Victor Griesling, Frank Anschütz, Sebastian Nießmeyer mologue 2014. All rights reserved. Mologue Online Verlag


DIE AUSBEUTUNG DER MEERE STOPPEN? WIR HABEN ES IN DER HAND! Heike Vesper Leiterin Meeresschutz

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