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Verbandsmagazin der KjG in der Erzdiรถzese Freiburg

Moral und Wirklichkeit

4 | 2011


Der Krokant-Adventskalender zum Selbstbasteln Wie wir das im letzten Heft ja fleißig geübt haben, gibt es hier nun wiedermal etwas zu basteln. Man nehme ein Schere, schneide alle Bilder aus, verstecke, diejenigen, die noch nicht dran sind hinter dem ersten oder in der Schublade. Und erfreue sich nun an jedem Adventssonntag an einem Bild mehr!

/// IMPRESSUM Herausgeberin /// KjG-Diözesanleitung Verleger /// Thomas Morus in der Erzdiözese Freiburg e.V. Redaktion /// Julia Niedermayer, Julian Schmid, Steffi Sack, Tobias Dürr, Kathrin Schmider Mitarbeitende dieser Ausgabe /// Britta Berger, Damian Weinzierl, Daniel Pfliegensdörfer, Felix Neumann, Kristin Klingel, Laura Kleitsch, Robin Brenk, Stefan Schmidt Fotos /// Miri Schwär, KjG Diözese Freiburg, privat Satz & Layout /// Monika Mergele Druck Umschlag /// Druckerei schwarz auf weiss, Freiburg Druck Innenteil /// Druckerei im Erzbischöflichen Seelsorgeamt Auflage /// 2800 Anschrift /// KjG-Diözesanstelle Postfach 449 79004 Freiburg Tel. 0761/5144-179 EMail: krokant@kjg-freiburg.de Erscheinungsweise /// vierteljährlich Der Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten. /// Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. /// Mit Verweis auf die Quelle können die Beiträge gerne abgedruckt werden. Wir bitten um ein Belegexemplar. KROKANT 4/2011

/// November 2011

. brennt n i e l Licht

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Inhaltsverzeichnis 03 | Editorial

Rubriken 22 | Quergedacht: I <3 U 28 | Porträt: Eva-Maria Düring 30 | InTeam: KjG Ringingen 34 | Kontrovers: Event oder Alltag 36 | treibgut 38 | Nürtzliches Wissen: demokratisch.amen Aktuelles 32 | Herbstkonferenz 2011 33 |Die Heldenkampagne Praxistipp 24 | Sexualpädagogik

Liebe Krokantleserin, lieber Krokantleser, Die These: Durch scheinbar völlige Ignoranz eines großen Teils der deutschen Gesellschaft macht sich die Sexualmoral der Kirche selbst irrelevant für die Orientierung, junger und auch älterer Christinnen und Christen. Das unsererseits zu ignorieren, war uns aber zu wenig. Wir fragten uns, was dieses Missverhältnis für uns bedeutet und was Sexualmoral generell bedeuten könnte. Die Erkenntnis: Wir denken nicht, dass Sexualität ein Thema ist, zu dem man nichts sagen darf oder zu dem wir uns nichts sagen lassen. Aber die Regeln, die es gibt, drehen sich irgendwie nicht um die Themen, die uns dabei wichtig erscheinen. In der Welt, in der wir leben, ehren wir nicht jemanden, indem er „unberührt“ bleibt, sondern indem wir trotz Speckring lieben, Sex und Körperlichkeit nichts mit Leistung zu tun hat, Schwierigkeiten nicht vermieden sondern ausgehandelt werden. Wir letztlich versuchen, sorgsam und wertschätzend miteinander um-

Foto: photocase.de, ay caramba

Thema: Moral und Wirklichkeit 04 | Finde deine Katechismusregel 06 | Herr Pfarrer, wo steht das? 08 | „Du bist doch nicht katholisch!“ 10 | Die Jugend ist verdorben! 12 | Am Ende geht es doch immer um das Eine! 14 | Mit Witz und Geschick aus der Sündenfalle 15 | Gottgegeben 18 | Wie hälst Du es mit der Moral? 20 | Augen zu und durch?

zugehen und den anderen, so wie er ist, als Geschenk Gottes wahrzunehmen. Und wir wollen Sexualmoral nicht um anderen vorzuschreiben, wie sie ihre Beziehungen zu gestalten haben, sondern als Orientierung für uns, für ein gelingendes (Liebes-)leben. In diesem Sinne, beste Grüße an alle Hippies da draußen!




Finde deine Katechismus-Regel Sta r

von Steffi Sack

Der Katechismus ist eine Art Buch über die Grundfragen des katholischen Glaubens. Er gibt Auskunft über diese zentralen Fragen. Welche Regel aus dem Katechismus passt zu dir? Mach den Test und finde es heraus!

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Ich feiere den Valentinstag

Ja!

Ich bin für Weltfrieden und freie Liebe.

Friede ja, freie Liebe nein.

Ja!

Wenn ich in einer anderen Generation hätte leben dürfen, wären es die 68er gewesen. Ja!

Katechismus Absatz 2351 Gott liebt uns in jedem Augenblick, in jedem ungeklärten Zustand, auch in jedem Zustand der Sünde.



Ich mag das Chaos.

Ich finde Vampire cool.

Nein!

Nein!

Frauen an die Macht!

Nein!

Ja!

Gleichstellung von Mann und Frau ist eine gute Sache!

Muss nicht überall sein.

Ja!

Nein!

Ja!

Ich mag Kinder.

Unbedingt! Nein! Ja!


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Bei Gummibären esse ich nur die roten.

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Früher hab ich mit Puppen gespielt.

Nein!

Ja! Ja!

Ich mag die drei Fragezeichen.

Romantisches Essen bei Kerzenschein und danach Film schauen, das wäre das perfekte Date für mich.

Nein!

Naja!

Ja!

Lebkuchenherzen sind toll! Nein! Gibt‘s nicht!

Ja!

Katechismus Absatz 2346 Liebe ist die freie Hingabe des Herzens.

Nein!

Absatz 2331–2333, 2335, 2392 Gott schuf den Menschen als Mann und Frau. Er schuf sie füreinander und für die Liebe. Er schuf sie mit erotischem Begehren und der Fähigkeit zur Lust. Er schuf sie zur Weitergabe des Lebens.




Herr Pfarrer, ????????????? Kein Sex vor der Ehe, Ablehnung der Empfängnisverhütung und generell der erhobene Zeigefinger – das ist das, was vielen zunächst einfällt, wenn es um die katholische Sexualmoral geht. Was allerdings Hintergrund der katholischen Sexualmoral ist und wo das alles steht, darüber machen sich die wenigsten Gedanken. Sogar studierte Theologen haben dazu nicht sofort eine Antwort parat - so einfach ist die Antwort nämlich nicht: von Tobi Dürr



Ein ganz wichtiges Ziel ist Grundlage für Verbote und Mahnungen: der Schutz der Liebe und der Würde des Menschen. Die katholische Sexualmoral ist also etwas ganz Ehrbares. Keine Frage aber, dass sie in ihrer momentanen Form immer wieder an Lebenswirklichkeiten und Schicksalen vorbeigeht. Dabei bezieht sich die katholische Sexualmoral zunächst einmal natürlich auf die Bibel. Davon ausgehend hat sich eine Lehrmeinung entwickelt, die jedoch nicht in einem Art Regelkatalog festgeschrieben ist, sondern sich an verschiedenen Stellen – in Enzykliken, Reden und Dekreten – immer wieder

neu findet. Das letzte Wort ist so schnell aber nicht gesprochen; Positionen der katholischen Kirche zur Sexualmoral haben auch Veränderungen erfahren. Mit der Positionierung zur Ablehnung der Empfängnisverhütung geht für die Kirche eine tiefe Krise einher: Papst Paul VI. verurteilt in der Enzyklika Humanae vitae „jede Handlung, die entweder vor, während oder nach dem Geschlechtsakt eigens dazu dienen soll, die Fortpflanzung zu verhindern.“ Von vielen wird die Abschaffung bzw. das


wo steht das? freiwillige Zölibat gefordert: Besonders betont aber wurde er in dem Dekret Presbyterorum Ordinis des Zweiten Vatikanischen Konzils: „Der Zölibat ist in vielfacher Hinsicht dem Priestertum angemessen.“ Für Ehepaare, deren Beziehung nicht mehr funktioniert ein schwieriger Standpunkt - Unauflösbarkeit der Ehe: Codex Iuris Canonici (Kirchliches Gesetzbuch): „Die gültig geschlossene und vollzogene Ehe zwischen Getauften kann durch keine menschliche Gewalt

und aus keinem Grunde, außer durch den Tod, aufgehoben werden.“ An der Lebenswirklichkeit geht häufig das Gebot kein Sex vor der Ehe zu haben vorbei: Papst Johannes Paul II. 08.09.1985 in einer Rede in Vaduz: „Das Warten- und Verzichtenkönnen wird es euch später leichter machen, liebevoll auf den Partner Rücksicht zu nehmen.“ Durch das Kondomverbot lässt sich die Aidsproblematik in Afrika schwer in den Griff bekommen: In „Licht der Welt“ lockert Papst

Benedikt XVI. allerdings das Verbot: „Wenn Prostituierte sich und andere so schützen, kann dies ein erster Schritt zur Moralisierung sein.“ Vieles zur Sexualmoral lässt sich gesammelt im YouCat nachlesen, so z.B. zum Thema Masturbation: „Selbstbefriedigung ist ein Verstoß gegen die Liebe.“ ■




â&#x20AC;&#x17E;Du bist doch nicht katholisch!â&#x20AC;&#x153; eine Stellungnahme zum Christin-Sein von Julia Niedermayer




Macht mein Christin-sein einen Unterschied, wie ich Beziehungen lebe? Sicherlich. Meine Haltung gegenüber meinem Partner gründet auf einer christlichen Grundhaltung. Mir sind Werte wie Nächstenliebe wichtig. Klar ist auch Nicht-ChristInnen das Wohlergehen ihres Partners wichtig, aber für mich als Christin hat dieser Gedanke eine andere Tiefe.

Ob ich nach der kirchlichen Sexualmoral lebe? Nein. Ein Stück weit ist das eine unbewusste Entscheidung. Aber auf der anderen Seite war ich bei meinen Beziehungen immer sicher, dass es richtig ist, diese Beziehung einzugehen. Mein Herz war voll und ganz davon überzeugt. Ich habe vielleicht nicht immer daran geglaubt, dass es für immer sein könnte. Und trotzdem: ich hatte den Wunsch, es herauszufinden. Meistens hat eine Menge Mut dazugehört, das Wagnis Beziehung einzugehen. Es

hat sich fast immer gelohnt. Und irgendwann wollte ich mein Vertrauen und meine Liebe auch körperlich zum Ausdruck zu bringen. Darum ist mir die Liebe wichtig und schützenswert. Liebe und Sex sind zwei Dinge, die für mich eigentlich untrennbar zusammengehören, aber nicht erst in der Ehe. Und das gibt der YouCat auch her: „Sexualität und Liebe gehören untrennbar zusammen. Die sexuelle Begegnung braucht den Rahmen treuer, verlässlicher Liebe.“ So kann ich diese Aussage unterschreiben. Um mein „voreheliches Vergehen“ zu rechtfertigen, sage ich nur: Liebe habe ich dabei empfunden.

Kirchliche Hochzeit? Absolut, ja! Ich vertraue in meinen Gott und darauf, dass er mir einen Partner zur Seite stellt, der mir Geborgenheit gibt und mich in meiner Existenz auch schlussendlich komplettiert. Ich möchte vor Gott den Bund der Ehe eingehen. Das ist für mich logische Konsequenz, um meine Dankbarkeit auszudrücken. So spielt für mich Gott in diese Ehe und damit

in meine künftige Beziehung mit hinein. Es ist sicherlich nicht einfach und mir auch nicht immer bewusst, aber trotzdem erkenne ich Gott so ein Stück weit in meinem Partner. Diesen Gedanken finde ich wunderbar. Gott offenbart sich uns im Gegenüber, wir müssen vielleicht nur unsere Sinne schärfen, um das zu erkennen und das ist – ohne Frage – schwierig.

Warum bezeichne ich mich also als Christin? Weil ich trotz allem auf den Rückhalt in Gott vertraue und vertrauen will. Nur weil ich mich nicht 1:1 an der Sexualmoral der Kirche orientiere, trete ich Gott nicht gegen das Schienbein. Treue beispielsweise kann auch eine wunderbare Form der Enthaltung sein, der ich mich gerne hingebe. Mein Nicht-Orientieren an der kirchlichen Sexualmoral ist nicht bloße Protestaktion, sondern das Einlassen auf Gefühle und Ausdruck meines Gottvertrauens. Ich bin vielleicht keine Musterkatholikin, aber Christin bin ich durch und durch. ■




Wie Sokrates schon sagte: Die Jugend heutzutage ist verdorben! von Kathrin Schmider

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Dass das heutzutage wahrscheinlich genau so wenig stimmt wie zur Zeit Sokrates vor 2400 Jahren, zeigen Jugendstudien wie die von Shell 2010. In ihr wird Jugendlichen eine immer noch wachsende Bedeutung grundsätzlicher Werte wie Zuverlässigkeit und Fairness bescheinigt. Auch von zügellosem Sexualleben kann nicht die Rede sein, wie die Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) zum Thema Partnerschaft, Sexualität und Verhütung zeigt. Freunde, Familie und verlässliche Beziehung stehen ganz weit vorne und sind in den letzten acht Jahren in ihrer Bedeutung sogar noch gestiegen. So bewerteten es 2010 97% der Jugendlichen (12-25 Jahre) als besonders wichtig, „gute Freunde [zu] haben, die einen anerkennen“. 2002 waren es nur 87% gewesen.1 Ebenfalls als besonders wichtig empfinden es 90% der Befragten, „einen Partner zu haben, dem man vertrauen kann“. 2002 waren es dagegen nur 82%.1 Viele Jugendliche wünschen sich eine verlässliche Beziehung. Pop and hop ist in ihrer Werteskala nicht besonders erstrebenswert. So trifft auch die BzgA die Aussage, dass es für Jugendliche wichtig ist, das erste Mal in einer festen Beziehung zu erleben. Und obwohl sich der biographische Zeitpunkt, an dem

sich Jugendliche für Sexualität interessieren, die letzten Jahrzehnte nach vorne verlagert hat 2, haben mehr als ein Drittel der Jugendlichen bis zu einem Alter von 17 Jahren noch keinen Geschlechtsverkehr - verglichen mit den 80er Jahren beginnt damit sexuelle Aktivität sogar später.3 Und auch wenn sie an ihre Zukunft denken, halten Jugendliche in ihrer Wertung an traditionellen Beziehungsmodellen fest - während gleichzeitig die Lebensmodelle immer unterschiedlicher und die Wahlmöglichkeiten größer werden.1 Und was auch noch interessant ist: 82% der Jugendlichen stimmen folgender Aussage zu: „Es muss für alle Menschen gültige moralische Maßstäbe geben, sonst kann eine Gesellschaft nicht funktionieren.“1 Das alles zusammen heißt meinem Verständnis nach: Habt Vertrauen liebe Kirchenoberen und Obererwachsenen! Obwohl unsere Zeiten freier werden, werden sie nicht beliebig. Behutsamer Umgang mit einem anderen Menschen und mit mir selbst lässt sich nicht nur in den Beziehungsstrukturen der letzten Jahrhunderte verwirklichen. Und letztlich kommt es doch eh auf den Inhalt an, nicht so sehr auf die Form! ■

/// QUELLEN 1/// 16. Shell Jugendstudie: Jugend 2010 2/// Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Jugendsexualität 2010 3/// Hurrelmann, K.: Lebensphase Jugend. 10. Auflage. Weinheim: Juventa, 2010

/// MEHR... Die Jugend liebt heute den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und diskutiert, wo sie arbeiten sollte. Die Jugend steht nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widerspricht den Eltern und tyrannisiert die Lehrer. Dieses Zitat wird gerne unerwiesener Weise Sokrates (um 469 vChr-399 vChr) zugeschrieben.

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Am Ende geht es doch immer um das Eine! Treue und Ehrlichkeit Gegensätze ziehen sich an. Gemeinsamkeiten auch. Welche Werte sind von großer Bedeutung in einer Beziehung, damit alles gut geht? Sieben KjGlerInnen sagen euch, was ihnen in einer Beziehung am wichtigsten ist. zusammengestellt von Julian Schmid

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Seid treu und ehrlich! Für mich sind die wichtigsten Werte Treue, Ehrlichkeit und Verständnis bzw. Gleichberechtigung. Sebastian Rauchfuß Ehrlichkeit,

Vertrauen und Treue gehören untrennbar zusammen!

Für mich ist in einer Beziehung besonders Ehrlichkeit wichtig, da sie auch als Grundlage für das gegenseitige Vertrauen dient. Wenn man zum Beispiel auch mal unangenehme Themen bespricht und gemeinsam löst, bringt das näher zusammen. Laura Kleitsch

Vertrauen und Ehrlichkeit sind das A und O! Es spielt keine Rolle, alles über den Anderen zu wissen, aber man sollte immer offen und ehrlich zu seinem Partner/ seiner Partnerin sein. Probleme sollten in einer Beziehung offen angesprochen werden können und beide Partner sollten ehrlich mit ihren Gefühlen umgehen. Dinge zu verheimlichen, die im Grunde beide Partner betreffen, schadet der Beziehung mehr als wenn man sich dem anderen öffnet und klar darüber spricht. Stephanie Fuchs


Freiräume für eigene Interessen sind wichtig! In einer Beziehung sind mir Ehrlichkeit und Vertrauen ganz wichtig. Auch gemeinsame Interessen sollten in einer Beziehung vorhanden sein. Auf der anderen Seite aber sollte man dem anderen auch Freiraum für Hobbys und Interessen lassen, die man selbst nicht hat. Simone Jung

Akzeptiert euch, so wie ihr seid! In einer Beziehung sollte man alles offen besprechen können, ohne Angst zu haben, etwas Falsches zu sagen. Das ganze basiert auch auf sehr hohem Vertrauen, das so selten wie möglich gebrochen werden sollte. Natürlich gehört auch eine gewisse Akzeptanz in einer Beziehung dazu, der Partner sollte Verständnis für die Interessen des anderen zeigen und wenn man den anderen auch noch in seiner Art versteht, steht dem Glück nichts mehr im Wege. Manuel Glasstetter

Plant an eurer Zukunft

Versuche nicht, deine/n PartnerIn zu ändern! Nimm sie oder ihn mit den kleinen, vielleicht auch liebenswerten Schwächen und Fehlern, hin und versuche so gut du kannst, immer ehrlich zu sein und auch mal etwas für dich zu tun. Laura Reiling

Ich bin seit zwei Jahren verheiratet und möchte es noch mindestens weitere 50 Jahre sein. Es ist schön, zu wissen, dass ich nicht alleine bin. Eine gemeinsame Zukunft zu haben und daran planen zu können, finde ich ganz wichtig – oft habe ich das Gefühl, dass viele Beziehungen auch daran scheitern, dass es keinen gemeinsamen Zukunftsentwurf gibt. Daniel Heinrich

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Mit Witz und Geschick aus der Sündenfalle von Tobi Dürr

YouCat – so nennt sich der offizielle JugendKatechismus der katholischen Kirche. Er widmet sich auch Fragen zur Liebe und Sexualität – Freiraum für Interpretationen bleiben jedoch immer. Was ist gemeint, wenn die Antwort auf die Frage „Wie kann man als junger Christ leben, wenn man in einer vorehelichen Beziehung lebt oder bereits voreheliche Beziehungen hatte?“ lautet: „Gott liebt uns in jedem Augenblick, in jedem ungeklärten Zustand, auch in jedem Zustand der Sünde. Gott hilft uns, die ganze Wahrheit der Liebe zu suchen und Wege zu finden, sie immer eindeutiger und entschiedener zu leben.“? Ein (nicht ganz ernst zu nehmender) Versuch der Klärung:

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Entschieden kann man seine Liebe nach dieser Aussage wohl wirklich leben: Sex mit jedem und so viel man will! „Der Beichtstuhl steht dir offen, mein Kind“, würde allerdings der eher konservativ eingestellte Priester Nihil Spaßus aus der Gemeinde „Sex? Nein danke“ sagen, „vorehelicher Sex ist schließlich eine Sünde!“ Aber wieso denn eigentlich die ganze Aufregung? Gott ist doch auch im Zustand der „Sünde“ bei mir – also dann freie Fahrt voraus. Außerdem heißt es – da ist der Youcat ein wirklich guter Ratgeber – „je mehr der Mensch liebt, desto ähnlicher wird er Gott“ und „wenn Mann und Frau sich lieben und miteinander schlafen, findet ihre Liebe den sinnlich tiefsten Ausdruck.“

Da muss man doch wirklich nur noch eins und eins zusammenzählen! Warum aber kommuniziert die katholische Kirche das nicht gleich so? Man munkelt, die Kirche will vermeiden, dass man das Abendgebet vergisst, wenn man gleich nach dem Sex einschläft. Die Wahrheit werden wir aber wohl nie erfahren. Auf jeden Fall allen nun göttlichen Sex! ■ PS: Man möge die Unterstellung unterlassen, dass die Zitate aus dem Kontext rausgerissen sind. Andere beschwören schließlich auch so den Weltuntergang herauf.


http://www.flickr.com/photos/fitz_carraldo

Gott– gegeben

Norbert Reck war einer der Referenten der Fachtagung „Let’s Think About Sex“, die zunächst von der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart geplant und vorbereitet, dann jedoch vom zuständigen Bischof Gebhard Fürst abgesagt und letztlich in Frankfurt durchgeführt wurde. Sein Vortrag befasste sich mit der Haltung der Kirche zur Homosexualität bzw. zum gleichgeschlechtlichen Verlangen im Christentum. Kathrin Schmider interviewte ihn dazu.

Sie selbst benutzen nicht den Begriff Homosexualität sondern gleichgeschlechtliches Verlangen. Warum? Norbert Reck: Das klingt ein bisschen umständlich, ich weiß. Aber der Begriff „Homosexualität“ stammt aus dem 19. Jahrhundert, als man für alles eine medizinische oder biologische Erklärung suchte. Mit diesem wissenschaftlich klingenden Begriff erklärte man eine bestimmte Gruppe von Menschen für biologisch „anders“ und grenzte sie damit aus. Das lehne ich ab.

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Was bedeutet das für eine liberale Anerkennung von Homosexualität? Heute glauben immer noch viele Menschen, dass „die Homosexuellen“ anders veranlagt sind. Dabei wissen wir inzwischen, dass es solche biologischen Unterschiede gar nicht gibt. Mädchen, die sich in Mädchen verlieben, und Jungs, die auf Jungs stehen, sind keine anderen Menschen, haben keine anderen Gene. Das ist so ähnlich wie die Tatsache, dass manche eher Kaffee trinken und andere lieber Tee - und manche mögen sogar beides! Es geht dabei nicht um Veranlagung, sondern um andere Urerfahrungen. Wir müssen zurück zu dem, was der große Psychoanalytiker Sigmund Freud schon wusste: dass es „Homosexuelle“

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als eine gesonderte Art Menschen nicht gibt. Er fand heraus: Alle Menschen – wirklich ALLE – haben manchmal erotische Gefühle für das eigene Geschlecht. Bewusst oder unbewusst. Davor muss man keine Angst haben, das gehört zur Grundausstattung des Menschen.

Was wünschen Sie sich von der Kirche im Umgang mit sich liebenden Männern bzw. Frauen? Die Kirche sollte anerkennen, dass es eine wunderbare Fähigkeit ist, wenn Menschen sich lieben, anstatt sich den Schädel einzuschlagen. „Stört die Liebe nicht!“, heißt es in der Bibel. Die – wenigen – Bibelstellen gegen gleichgeschlechtlichen Sex wandten sich in erster Linie


gegen die Anhänger fremder Kulte. Liebe und Erotik waren damals nicht das Problem.

Warum sollte Kirche sich mit Sexualität beschäftigen? Weil sie uns in der kapitalistischen Fitness-, Beauty- und Leistungswelt nicht allein lassen soll. Wenn Menschen sich sexuell begegnen, sind sie nackt und also besonders verletzlich. Viele haben Angst, sich dieser Situation ohne Alkohol und Fitness-Studio zu stellen. Da kann die Botschaft Jesu, dass es im Leben zuerst mal um gegenseitigen Respekt und Gewaltlosigkeit geht, eine echte Hilfe sein.

Was wäre Ihnen wichtig, dem Verband KjG, als Heimat junger Menschen in der Kirche, zu diesem Thema mit auf den Weg zu geben? Habt keine Angst, wenn ihr Gefühle in Euch entdeckt, die „man“ nicht haben soll. Wenn Menschen sich zueinander hingezogen fühlen und Lust füreinander empfinden, ist das etwas Gutes, das man sich von niemandem ausreden lassen muss. Gott hat uns mit unseren Körpern und unseren Lüsten geschaffen, und das ist ein Geschenk, an dem wir uns freuen dürfen.

Dankeschön! ■

/// NORBERT RECK Geboren: 1961 Im wahren Leben: Theologe, Journalist und viel beschäftigt mit der Frage, was der Holocaust für den Glauben an Gott bedeutet In der KjG als: War einige Jahre Jugendgruppenleiter und zuletzt auch KjG-Pfarrjugendleiter. Eine tolle Zeit. Seine Vision von Kirche: Ich träume von einer Kirche, die mit A wie „Anerkennung“ beginnt und mit Z wie „Zuhören“ noch lange nicht aufhört. Als Kathrin ihn für das Interview anfragte, wusste sie nicht mehr über ihn, als dass er bei der Sex-Fachtagung einen Vortrag gehalten hatte. Also formulierte sie eine Anfrage-Mail mit Infos über KjG und Krokant (allgemein) und Krokant (dieses Mal) und ob´s möglich wäre, was zu schreiben und keine Umstände und überhaupt. Kaum war die Mail abgeschickt klingelte das Telefon mit Norbert Reck am anderen Ende. Und klar, für die KjG mache er fast alles, er war schließlich selbst mal einer von uns!

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Wie hälst Du es mit der Moral? Andere Religion, andere Sitten? Gibt es überhaupt Unterschiede und wenn ja, welche? Das Interview soll einen kurzen Einblick in die Sexualmoral von Muslimen geben. Julian Schmid befragte dazu die Muslimin Emine Coskun (22).

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Was weißt du über die katholische Sexualmoral? Man soll kein Sex vor der Ehe haben – sonst weiß ich nicht, was bei euch los ist. Wie ist das bei euch? – Gibt es eine Sexualmoral im Islam? Emine Coskun: Ja. Im Koran ist das alles genau beschrieben. Aber es ist ziemlich komplex. Sexualmoral ist für mich mehr ein Überbegriff, da gibt es Regeln für alle Themen, die die Sexualität betreffen. Im Koran kommt das Thema in mehreren Kapiteln vor, aber wie bei allen anderen Themen gibt es zusätzliche Bücher, die ausführlicher auf die Thematik eingehen. Die Bücher werden vor

ihrer Veröffentlichung aber genauestens von Islamwissenschaftlern geprüft. Und wie ist das mit dem Sex vor der Ehe bei euch? Geht nicht. Sex soll nur in der Ehe stattfinden – wie bei euch auch. Versuchst Du dich an die Regeln des Korans zu halten oder sind das Regeln, von denen Du sagst, schön und gut, dass es die gibt, aber ich lebe nach meinen eigenen Vorstellungen? Wir glauben an das, was im Koran steht und an die Richtigkeit, aber letzten Endes ist es jedem selbst überlassen, ob man es umsetzt oder


misterQM / photocase.com

nicht. Zum Beispiel müsste ich laut dem Koran ein Kopftuch tragen, aber ich trage keines. Das ist, denke ich, genau so schlimm, wie bei euch Sex vor der Ehe. Was sagt der Koran zum Thema Homosexualität? Generell sollte man nicht homosexuell sein, aber man darf Personen, die homosexuell sind, nicht ausgrenzen, sondern sollte versuchen, sie über Gespräche dazu zu bringen, heterosexuell zu werden. Das Schlimmste, was man machen kann, ist jemanden mit seinen ‚Problemen‘ alleine zu lassen und nichts zu tun.

Bei uns ist es nicht erlaubt zu verhüten. Und bei euch? Wir dürfen und sollen verhüten. Natürlich soll man aber Kinder nicht ausschließen und welche bekommen, aber eben nur so viele, wie man verantworten kann. „Bis dass der Tod euch scheidet“ – was passiert, wenn das Zusammenleben eines Ehepaares nicht mehr funktioniert und man sich scheiden lassen möchte? Dann kann man sich scheiden lassen. Fertig. Aber man soll alles in seiner Macht stehende tun, ein Scheitern der Ehe zu verhindern. ■

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Augen zu und durch? DieKon / photocase.com

von Julia Niedermayer

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„Jungs? Was schaut ihr euch da eigentlich an?“ „Haha, guck mal! Kennst du One Night in Paris? Voll geil!“ und plötzlich ist klar, dass sich die Jungs einen Porno anschauen und plötzlich fällt mir auch auf, dass der Lagerjüngste dabeisteht und den Großen nacheifert.


So etwas kommt vermutlich in den letzten Jahren immer häufiger auf Zeltlagern vor. Doch woran liegt das? Vor allem, weil es vermehrt vorkommt, dass die Teilnehmenden ihre Alleskönner-Handys mit aufs Lager nehmen, die natürlich auch internetfähig sind. Solch einschlägige Filmchen sind für Minderjährige leider nicht allzu schwer zu bekommen und selbstverständlich möchte man ja auch damit prahlen. Trotzdem: Der Konsum solcher Filme unter 18 ist streng untersagt – was auch seine Gründe hat. Wie damit umgehen? Zunächst einmal hat man das gute Recht, wenn nicht sogar die Pflicht, die Jungs zu ermahnen, den Clip sofort zu stoppen und ihnen zu erklären, dass sie nicht berechtigt sind, sich so etwas anzuschauen. Eine Alternative ist das Abnehmen der Geräte, das ist rechtlich allerdings nicht so ganz einfach, wenn Ihr den Eltern nur anratet, Handys nicht mitzugeben. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, sofort die Eltern einzuschalten, indem man ihnen erzählt, was für Dinge sich auf den Handys ihrer Kinder befinden. Das ist sicherlich sehr wirksam, aber

kein einfaches Unterfangen. Sofort giltst du als Petze und das lang aufgebaute Vertrauen ist im Eimer. Das wäre sehr schade, deshalb gilt es, einen anderen Weg zu finden, den Jungs klarzumachen, dass Pornos nix auf dem Lager zu suchen haben. Wie Schwierigkeit vermeiden? Um auf der sicheren Seite zu sein, schreibt in die nächste Lageranmeldung beispielsweise einen Passus, dass ihr euch vorbehaltet, den Kindern Handys oder ähnliche Geräte wegzunehmen, wenn es akut wird. Die meisten Eltern werden das verstehen, wenn ihr erklärt, was ihr vermeiden wollt. Es geht nicht nur darum, die Kinder vor solchem Material zu schützen, das noch nicht für ihre Augen bestimmt ist. Wenn ihr euch diese Option offenhaltet, könnt ihr als Leitungsrunde auch aktiv gegen sogenanntes Cyberbullying vorgehen und die Kinder vor Dummheiten untereinander schützen. Eltern werden es nicht gerne sehen, dass ihre Kinder verbotenerweise an ganz intimen Orten aufgenommen und diese Aufzeichnungen ins Netz gestellt werden könnten. ■

/// MEHR DARÜBER... 1. Nicht nur Jungs missbrauchen Medien, das Geschlecht ist hier lediglich beispielhaft aus eigener Erfahrung verwendet. 2. Cyberbullying bezeichnet die Schikanierung von Opfern durch Medien über einen längeren Zeitraum hinweg. 3. Mehr Infos und Hilfe dazu gibt es vom ServiceBureau Jugendinformationen Bremen unter: jugendinfo.de/pass-auf-dich-auf 4. Rechtlich könnt Ihr Euch, vor allem was Cyberbullying angeht, auf das Strafgesetz berufen. In verschiedenen Paragraphen sind beispielsweise Beleidigungen (§185), üble Nachrede (§186) oder das Androhen von Gewalt (§241) verboten. Dabei ist es ganz egal, ob Ihr selbst betroffen seid oder aber mitbekommt, dass jemandem in eurem Umfeld so etwas Fieses passiert. Wichtig ist vor allem: Nicht wegschauen, sondern Hilfe anbieten!

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I <3 U


I love New York, I love Berlin, I love Rock‘n‘Roll, Ich liebe es, I love Pommes, ich liebe lila Mützen, eigentlich liebe ich alles. Zumindest könnte man das meinen, sieht man all die bekannten weiß-rot-schwarzen T-Shirts, denen man mindestens einmal begegnet, wenn man durch die Straßen einer größeren Stadt geht. Sogar McDonalds will uns auf jeder Verpackung weißmachen, wir alle liebten „es“. Die Formel „ich liebe“ wird als Marketingstrategie missbraucht und so werden die schönsten drei Worte inflationär gebraucht. Doch was hat das eigentlich noch mit dem wahren Sinn dieses Ausdrucks zu tun? Kennen wir diesen Sinn eigentlich noch? Wer „ich liebe dich“ sagt, möchte doch mehr ausdrücken als nur den Wortsinn, sie oder er möchte eine gan-

ze Welt von Gefühlen transportieren. Doch der Zauber und das Besondere um den Ausdruck geht verloren, wenn er zu oft benutzt wird und auf alles bezogen werden kann. Man liebt Fastfood nun mal nicht so wie seinen Partner. Der YouCat (der offizielle kath. Jugendkatechismus) geht in dieser Hinsicht in eine ähnliche Richtung und noch ein Stück weiter, indem er konstatiert, „‚ich liebe dich‘ kann eigentlich nicht auf Zeit oder Probe gesagt werden“ und meint damit konkret, dass diese drei Worte nur einer Person im ganzen Leben gelten können. Aber wie kann man sich sicher sein, dass die Person, der man es sagt, wirklich ein Leben lang die eine Richtige ist? Wie kann man das wissen? Und was, wenn sich die Beziehung zu dieser Person irgendwann verändert? - man

kann es nicht wissen. Deshalb darf es nicht verboten sein, seine Liebe mehrmals im Leben einer Person zu schenken. Nichtsdestotrotz lehrt uns der YouCat auf jeden Fall eines: Es ist wichtig, den Blick dafür zu behalten, welche Bedeutungstiefe Worte haben können und ihre Aussagekraft nicht durch leichtfertigen Gebrauch zu verwässern. Pommes sind eben nicht zum Lieben da, sondern zum Essen!. ■

Auch Laura Kleisch legt großen Wert auf einen bewussten Gebrauch solch wichtiger Aussagen.

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Sexualpädagogik à la KjG von Kristin Klingel und Stefan Schmidt

— Grundsätzliches — Diesmal präsentieren wir euch Praxistipps zum Thema Sexualpädagogik in der Gruppenstunde. Die Tipps sollen helfen, sich mit den eigenen Vorstellungen auseinander zu setzen. Es sollte in keiner Art und Weise etwas mit Unterricht zu tun haben. Grundsätzlich empfehlen wir, das Thema Sexualpädagogik auf mehrere Gruppenstunden auszuweiten, mit Bausteinen aufeinander aufzubauen und damit einen Themenschwerpunkt zu setzen. Erste Schritte wenn du Sexualpädagogik in der Gruppenstunde einführst: Du solltest… …dich auch selbst gut mit dem Thema und neuen Situationen vertraut machen. …Eltern mit einem kleinen Brief vorab informieren (Vorgehensweise und Konzept am Besten aufführen). …in Gesprächen bereits einige Gruppenstunden davor für das Thema sensibilisieren.

24 PRAXISTIPP

Gute Kenntnisse über die Gruppe und passendes Bauchgefühl sind für eine erfolgreiche Durchführung Voraussetzung. Macht Nichts mit dem ihr nicht selbst sicher und ernsthaft umgehen könnt.

Vorschlag für den Ablauf 1. Warm up/um etwas lockerer an die Sache heran zu gehen. 2. Gruppenregeln ausmachen und darauf achten, dass sie eingehalten werden. Beispiele: (können beliebig erweitert werden) – Alles Gesagte bleibt unter uns. – Jede und Jeder entscheidet selbst, was er oder sie tun oder sagen möchte. – Verletzende Bemerkungen sind tabu – Es gibt keine richtigen oder falsche Fragen oder Antworten. 3. Themen-Modul // Aktion, Spiel, Diskussion 4. Abschluss mit Reflexion // um die Gruppenstunde ordentlich abzuschließen ist gerade hier eine Feedbackrunde angebracht.

Das solltest du beherrschen, um Sexualpädagogik erfolgreich in der Gruppenstunde zu behandeln: – Versetze dich als LeiterIn in die Lage der Gruppenkinder hinein. – Übe dich darin, über Sexualität reden zu können. – Sei dir über eigene Wünsche und Bedürfnisse zur Sexualität bewusst. – Zeige dich tolerant für Andere. ��� Achte auf die Ausdrucksweise > Vorschlag: Absprache über Ausdrucksweise. Man soll sich ruhig mit vulgären Ausdrücken auseinander setzen, aber bei der Diskussion sollte eine respektvolle Sprache verwendet werden. – Empathie / Vermögen sich ein zu fühlen , Fingerspitzengefühl“ Vertrauen / Autorität


— Die Methoden — Sexscharade Kategorie: SPIEL Gruppenstunde, Lager Alter: ab 14 Jahren Material: Uhr, Zettel, Stifte Alle Teilnehmer werden in zwei Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe schreibt 5–10 Begriffe aus dem Bereich der „Sexualität“ auf (pro Wort ein Zettel). Beide Gruppen tauschen die Zettel verdeckt aus. Das Spiel beginnt: Eine Person zieht einen Zettel und stellt den Begriff ihrer eigenen Gruppe pantomimisch dar. Die Zeitvorgabe bei der Darstellung kann ca. eine Minute betragen. Danach wird gewechselt, sodass die andere Gruppe dran kommt.

Grabbelsack Kategorie: SPIEL, AUSTAUSCH Gruppenstunde Alter: ab 14 Jahren Material: Sack, der mit verschiedenen Gegenständen rund ums Thema Sexualität gefüllt wird (rosarote Brille, BRAVO, Rasierer, Kondom, Feder, Schnuller, Handy, Hygieneartikel, Handschellen…etc.. Auch weniger eindeutige Artikel sind möglich) Grabbelsack sollte vorbereitet, bereits mit verschiedenen Utensilien gefüllt, in der Mitte der Teilnehmenden erscheinen. Alle sitzen im Kreis, oder am Tisch drum herum. Nacheinander greift jede/jeder in den Sack, versucht zu ertasten, was sich darin befindet und nimmt einen Gegenstand heraus. Dann folgt eine Austauschrunde, was man damit verbindet. Zusatz-Tipp: Eine andere Variante wäre, wenn die Teilnehmende die Gegenstände selbst mitbringen.

PRAXISTIPP 25


Das Dreieck Kategorie: AUSTAUSCH Gruppenstunde Alter ab 12 Jahre Material: Karton oder Papier, Filzstift 3 Kärtchen mit den Begriffen „schwul“ „lesbisch“ „hetero“ vorbereiten und für die Durchführung als Dreieck ausgelegen. Zusätzliche Kärtchen mit Eigenschaftsbegriffen (cool, normal, pervers, krank, benachteiligt, verklemmt, einfühlsam, echt, unecht, typisch, verachtet, toleriert, etc.) werden unter den Teilnehmenden verteilt. JedeR ordnet seine Kärtchen nacheinander den drei Lebensformen zu und legt sie verdeckt ab (trifft es auf alle zu, dann in der Mitte; wenn nur für zwei, dann zwischen den entspr. Lebensformen). Sind alle Karten verteilt und liegen auf dem Tisch, werden sie nacheinander umgedreht und gemeinsam darüber entschieden, ob die Karte richtig liegt oder verschoben werden sollte.

26 PRAXISTIPP

Das Thema dieses Spiels ist, sich mit den eigenen Bildern auseinanderzusetzen. Dabei bitte unbedingt darauf achten, dass es bei der Diskussionsrunde, nachdem die Karten aufgedeckt wurden, nicht dazu kommt, dass eine Eigenschaft für 100%ig korrekt gehalten und zwingend auf alle Menschen dieser Lebensform festgemacht wird. Variante: Könnte auch mit den Begriffen „Frauen“, „Männer“ und „Beide“ zu den typischen Frauen- und Männerbildern in unseren Köpfen durchgeführt werden. Zettel mit Eigenschaften dann z.B. so beschriften: stark, besorgt, fürsorglich, hübsch, geheimnisvoll, sexy, sportlich, haarig, sinnlich, intelligent, charmant, schwach, selbstständig, höflich, selbstbewusst...


Geschlechterabend

Wir sind Dr. Sommer

Kategorie: SPIEL Gruppenstunde, Lager Alter: ab 12 Jahren Material: 2 oder mehrere Plakate, 2 Filzstifte, ggf. Verkleidungskiste, Uhren Dauer: Das Spiel zieht sich über ca. 90–120 Minuten. Daher empfiehlt es sich für ein Abendprogramm im Ferienlager.

Kategorie METHODIK Gruppenstunde Alter ab 14 Jahren Material: Leserbrief aus der BRAVO (ohne Antwort der Redaktion), Bücher, Zeitschriften, Infomaterial Die Teilnehmenden werden in kleinere Gruppen (ca.3–4 Teilnehmer, ggf. geschlechtergetrennt) aufgeteilt

Gruppe wird sowohl nach Geschlecht, sowie auch räumlich getrennt. Jede Gruppe überlegt sich zehn Fragen an das andere Geschlecht, die die Gruppe schon immer brennend interessierten. Anschließend werden die Fragen getauscht und schließlich beantwortet. Zusätzlich überlegt sich jede Gruppe einen Sketch zu typischen Klischees des anderen Geschlechts. Zu vereinbartem Treffpunkt kommen alle zusammen, verlesen ihre Antworten und führen zum Abschluss ihre Sketche vor. Bei kleineren Gruppen wie Gruppenstunde empfiehlt sich eine Auswertung: „Haben dich die Fragen der anderen überrascht?/Haben dich die Antworten überrascht?“

Jede Gruppe erhält einen Leserbrief mit der Aufgabe, in der Rolle von Dr. Sommer schriftlich zu antworten. Die Gruppen haben ca. 15 min Zeit. Für sachliche Unklarheiten kann Literatur verwendet werden. Nach Ablauf der Zeit werden Fragen und Antworten in der Großgruppe vorgelesen. Schließlich können Antworten mit denen aus der Zeitschrift verglichen werden. Bei Diskussion ergänzt die Leitung fehlendes Wissen, falsche Infos und hebt Sachkenntnisse hervor.

PRAXISTIPP 27


Gruppenkind

Porträt

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Theologin und Sexualpädagogin Liebe Eva-Maria, Du bist Sexualpädagogin und Theologin. Ist das ein Widerspruch? Ganz klar: Nein. Es war zwar interessant zu erfahren, wie meine Kommilitonen darauf reagierten, als bekannt wurde, dass ich mich zur Sexualpädagogin weiterbilde, aber ich bin froh, diese Entscheidung getroffen zu haben. Und so ganz unschuldig ist die KjG da nicht. Wo, wenn nicht in unserem Verband, kann man diese zwei Themen verbinden?

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Porträt

Du bist geistliche Bundesleiterin der KjG. Ist es schwer, gegenüber Amtsträgern der Kirche diese beiden Themen zu verbinden? Oft ist das gut möglich: Ich bin offen und durch schon bestehende Verbindungen zu Vertretern der Kirche ist es leicht, ins Gespräch zu kommen. Wir begegnen uns respektvoll, nicht zuletzt weil ich schon über den BDKJ Bundesverband (meiner vorherigen Arbeitsstelle) in den eingerichteten runden Tischen zum Thema sexueller Missbrauch mitgearbeitet habe. Wir erhalten positives Feedback für unsere sexualpädagogische Arbeit auch von der Bischofskonferenz, insbesondere von Herrn Weihbischof Hauke, der für uns als KjG zuständig ist, und von dem wir uns sehr unterstützt fühlen.

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Mitarbeit Diözesanebene (Stufenteams, Schulungsteam, DA, DL) Diözesanleitung

2000

01

Mitarbeit Bundesebene

04 4girls – Mädchenprojekt

Wie sieht die Arbeit der KjG zum Thema Sexualpädagogik im Konkreten aus? Zum einen gibt es eine sexualpädagogische Arbeitshilfe, an der ich auch mitgearbeitet habe. Außerdem gibt es schon einige Jahre die Gruppierung „KjGay“, in der viel spannende und bereichernde Arbeit geleistet wird. Ist diese Arbeit denn in der heutigen Zeit notwendig? Auf der einen Seite ist die Gesellschaft übersexualisiert: Stichwort Sex sells. Auf der anderen Seite hat die Gesellschaft verlernt, richtig mit dem Thema umzugehen. Wir als KjG haben Kontakt mit jungen Menschen. Ich finde es daher wichtig, dass wir eine gute und verantwortungsbewusste Arbeit leisten – auch zum

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Erste Allgemeine Verunsicherung

Thema Sexualität. Denn es gibt da noch zu viele Tabus – in unserer Gesellschaft und auch in unserer Kirche. Danke, liebe Eva-Maria. Das Interview führte Daniel Pfliegensdörfer

10 Wahl zur geistlichen Bundesleiterin

/// EVA-MARIA DÜRING Geboren: 28.09.1979 In der KjG aktiv als: Bundesleiterin Im wahren Leben: Bundesleitung ist das wahre Leben. KjG = „wunderbar“ Neben ihrer Arbeit als Bundesleiterin arbeitet Eva-Maria im sexuellen Aufklärungsbereich. Für Sie ist das Thema mindestens genauso wichtig wie z.B. der faire Handel. Durch die Arbeit im sexualpädagogischen Bereich hat sie neue Aspekte an sich selbst und anderen Menschen gefunden. Sie findet es spitze, auch solche Thematiken in unserer Lebenswelt, in der KjG und somit in der Kirche angehen zu können.

Porträt

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inTeam KjG Ringingen Dekanat Zollern 20 Mitglieder von 9 bis 19 Jahren seit Fr端hjahr 2011

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inTeam


D Welche Besonderheiten gibt es? Was ist 100% made in Ringingen? Wofür steht eure KjG? Spiel, Spaß und eine tolle Gemeinschaft Wenn eine Ausstellung über die KjG geplant werden würde, in der für jede KjG-Pfarrei ein Gegenstand als Symbol stehen sollte, welcher wäre das für Euch und warum? Puzzle: ein Puzzle ist nur dann komplett, wenn alle Puzzleteile vorhanden sind. So ist es auch bei der KjG Ringingen. Nur in der Gemeinschaft können wir etwas erreichen. Wenn ihr für einen Tag euer Pfarrer wärt, was würdet ihr tun? Alle Hostien essen; Beichten hören Wenn Ihr für einen Tag Euer Pfarrer wärt, was würdet Ihr tun? Einen Gottesdienst mit „kommt ein Pferd an die Bar…“ beginnen. Wenn ihr einen Tag lang das Programm in TV Vatikan gestalten könntet, was würdet ihr zeigen? Uns, wie wir zusammen Spaß in den Gruppenstunden haben.

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Das Lieblingspiel? Werwolf. Das ist ein Rollenspiel. JedeR SpielerIn bekommt eine bestimmte Rolle zugewiesen, die alle für sich unterschiedliche Fähigkeiten haben. Nur man selbst kennt die eigene Rolle. Wenn es Nacht wird in Düsterwald, schläft das ganze Dorf ein und nach und nach erwachen die unterschiedlichen Rollen und handeln. Wenn die Werwölfe erwachen, suchen sie sich ein Opfer aus, das den nächsten Tag im Dorf nicht mehr erlebt. Ein weiterer Charakter ist die Hexe, sie erwacht erst, wenn die Werwölfe ihr Opfer gefunden haben. Dann erfährt sie das Opfer der Nacht und darf entscheiden, ob sie einmalig heilen oder jemand anderem den Todestrank verabreichen möchte. Wenn alle Charaktere einmal erwacht und wieder eingeschlafen sind, erwacht das ganze Dorf und erfährt, wer das Opfer ist. Jetzt wird diskutiert, wer ein Werwolf sein könnte. Die Dorfbewohner klagen die vermuteten Personen an und dann wird abgestimmt, wer verurteilt wird. Die verurteilte Person muss offenlegen, welche Rolle sie hatte und ist ab sofort raus aus dem Spiel. Haben die Dorfbewohner einen Werwolf

erwischt, haben sie Glück gehabt. Es kann aber auch passieren, dass Unschuldige angeklagt werden. Die Dorfbewohner haben gewonnen, wenn alle Werwölfe verurteilt sind und umgekehrt haben die Werwölfe gewonnen, wenn kein Dorfbewohner mehr übrig bleibt. Durch ganz viele Verbindungen zwischen und Fähigkeiten von Charakteren kann ein Spiel schneller zu Ende sein, als man denkt. Was können Erwachsene in der Kirche von der KjG lernen? Spaß am Glauben zu haben, sowie individuelle Möglichkeiten, um den Glauben auszuleben. Was würdet ihr gerne mal mit allen KjGs in eurem Dekanat tun? „KjGeschickt Reloaded“ ein großes Fußballturnier ■

inTeam

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Kurznachrichten von der Herbstdiözesankonferenz Eine Konferenz, die geprägt war von Gestaltungswille, Diskussionsfreude und einem bunten Haufen Menschen, liegt hinter uns und ein KjG-Jahr mit großartigen Plänen vor uns. Das Wichtigste in Kürze:

Helden wie wir Die Heldenkampagne wurde beschlossen und damit für die nächsten fünf Jahre ein Schwerpunkt auf das Thema „gerechte Welt“ gesetzt.

demokratisch.amen Die Konferenz stellt sich hinter ihre Leitung und betont nochmals, dass die Aktion zu „Mehr Demokratie in der Kirche“ anlässlich des Papstbesuches in Freiburg ganz in ihrem Sinne war.

Personalia Die Diözesanleitung Verena Scharnbergs Amtszeit als Geistlichen Leiterin hat mit Ende der Diko nun wirklich

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Diözese

begonnen. Neu gewählt wurde Steffi Sack, bekannt aus DA, TBB und Krokant. Wiedergewählt wurden Schorsch und Yu. Michael Gartner und Giovanna Debatin wurden mit viel Tamtam und der Kochparty „Pasta. Basta. Amen“ verabschiedet. Der Diözesanausschuss Nach dem Ausscheiden von Miri Schwär, Adrian Heidiri und Daniel Pfliegensdörfer wird der DA nun durch Laura Kleitsch, Stefan Schmidt und Tobias Dürr komplettiert.

TMF Auf Initiative des Dekanatsteams Freiburg, findet das Thomas-Morus-Fest auch in 2012 statt. Termin ist der 22.-24. Juni 2012 und Unterstützung von Organisationsbegeisterten und Freizeitkreativen wird gerne angenommen. ■


HELDEN Für uns. Für euch. Für alle Menschen dieser Welt.

Ein ständiges Ziel der KjG ist, uns für gleiche und gerechte Lebensbedingungen und für ökologisch verantwortbare Lebensweisen einzusetzen. So steht es in unseren Grundlagen und Zielen. Darauf legen wir in den nächsten Jahren einen besonderen Fokus. Als Heldinnen und Helden im Einsatz für unsere Mitmenschen, werden wir aktiv für eine gerechte Welt. In einer groß angelegten Kampagne veranstalten wir in den nächsten Jahren immer wieder kleine und große Aktionen und werden Material für Gruppenstunden und Freizeiten entwickeln, damit wir alle gemeinsam zu Heldinnen und Helden werden. Für uns. Für euch. Für alle Menschen dieser Welt. ■

/// MEHR DAZU Wenn du Anregungen oder auch Fragen zu dieser Heldenkampagne hast, dann melde dich bei >>>andy@kjg-freiburg.de. Gerne kannst du auch mitwirken und im Arbeitskreis Heldenkampagne mitarbeiten.

http://www.flickr.com/photos/luthienshot

Diözese

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KONTROVERS KONTROVERS Event kontra Kontinuität

Events sind Highlights. Leuchtende Sterne im Verlaufe eines Jahres, manchmal sogar im Verlaufe eines Lebens. Wie besonders war doch das erste Zeltlager oder die Kanutour… Dagegen kann der Gruppenstunden-Alltag doch nur abstinken. Ist das so? Bei dieser Frage gibt es wahrscheinlich kein wirkliches „entweder oder“, kein „ganz oder gar nicht“. Aber in Zeiten schrumpfender Freizeitkapazitäten ergibt sich die Frage: Wie wichtig ist mir das eine beziehungsweise das andere?

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Gruppenstunde – da bin ich dabei! Sie gehört für mich so zum Alltag, dass ich mir mein Leben gar nicht mehr ohne vorstellen will – oder kann. Für mich sind die Gruppenstunden, genau wie für die Kinder, ein Ausgleich zum stressigen Alltag! Auch wenn ich viel Zeit in der KjG verbringe, die ich natürlich „rein theoretisch“ auch in die Schule stecken könnte, ziehe ich viel Kraft aus der Zeit mit den Kindern und meinen Mit-Leitern. Das hat wiederum einen ganz besonderen Wert für die Schule! Außerdem lernt man in der KjG mehr wichtige Sachen fürs Leben als in der Schule. Man trägt als Leitung viel Verantwortung und lernt, damit umzugehen. Aber gleichzeitig kann man auch mal wieder „das Kind in sich“ rauslassen und zusammen herumtoben. Und wenn man dann die grinsenden und lachenden Kindergesichter vor sich hat, weiß man, wofür sich die ganze Arbeit lohnt!

+ Und warum das Ganze wöchentlich? Weil wir dadurch, dass die Gruppe jede Woche stattfindet, immer mehr zum Team werden und man die Do’s wie zum Beispiel Kochen und die Dont’s, beispielsweise Malen, immer besser kennenlernt und die Gruppenstunde immer wieder aufs Neue toppen kann! Für mich ist das wöchentliche Treffen wichtig, weil wir uns kontinuierlich sehen, uns näher kommen und vor allem, weil es dabei nie langweilig wird. Gruppenstunden nur zweimal im Jahr, das wäre mir einfach zu wenig und wäre abgesehen davon auch etwas komplett Anderes! Die Gruppenstunde ist für mich Tradition und Kult. Denn nicht zu vergessen: Die Arbeit mit den Kindern und auch die Leiterrunden sind DIE Basis der KjG! ▪ von Britta Berger


Jeder Tag ein Highlight

Es ist der letzte Abend der Sommerfreizeit auf der Nordseeinsel Ameland und ich stehe im Zimmer meiner Gruppenkinder. Alle erzählen von nächstem Jahr: „Ich sag es allen meinen Freunden, die müssen nächstes Jahr auch mit. Es war wieder toll, es war wieder eine super Freizeit“. In diesen Momenten weiß man für was man sich fast ein Jahr vorbereitet hat, in vielen Sitzungen mit den anderen Gruppenleitern und Hauseltern ein Programm erarbeitet und organisatorische Dinge geklärt hat. Dafür war nach Meinung der Kinder jeder einzelne Tag ein Highlight für sich: Leuchtturmnachtwanderung, Inselrallye, Lagerolympiade, Casinoabend und natürlich die Lagerdisco.

Ich könnte meinen Sommerurlaub gewiss anders verbringen, irgendwo im Süden, 14 Tage am Strand liegen - ohne morgens um 8 aufzustehen, ohne mich im Elefantenkostüm vor den Kinder zum „Affen“ zu machen. Aber mir würde etwas fehlen, denn ich bin ein Ferienlagerkind und so werde ich auch nächstes Jahr, zum nun 13. Mal, auf diese Insel fahren. ■ von Robin Brenk

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t re ibgut

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Nützliches Wissen über die Papstaktion Bei der Aktion „demokratisch.amen“ ► Wurden jeweils ca. 6000 Stimmungskarten

► Wurde der Diözesanleitung beim Empfang

unters Volk gebracht.

auf dem Münsterplatz das Banner abgenommen mit der Begründung, es sei selbstgemalt.

► Gab es 20 T-Shirts mit dem Aufdruck „demo-

kratisch.amen“, 3 davon standen auf der Bühne, 1 davon stand dem Papst direkt gegenüber.

► Wurde die Aktionsgruppe beim ZDF-Dreh

serem Spreadshirt - Shop zu erstehen!

teilweise wie SchauspielerInnen behandelt: erprobtes Verlassen des Vigil-Geländes, Suche nach einem (der Stimmung entsprechendem) Platz oder extra Organisation von Kerzen

► Wurde die Aktionsgruppe begleitet von ZDF,

► Gab es großen Zuspruch und Begeisterung

ARD, TV Südbaden und weiteren Journalisten

der anderen KjG-Diözesanverbände und der

► Die besagten Shirts sind mittlerweile in un-

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KjG-Bundesverband brachte hierzu eine Pressemitteilung heraus. ► Gab die DiKo im Nachhinein ein eindeutig

positives und rückenstärkendes Votum für die Aktion. ► Gab es nicht nur positives Feedback, sondern

auch beleidigende Reaktionen durch persönliche Briefe und emails an die Diözesanleitung von der rechtskonservativen Seite in der katholischen Kirche.


MOS-Buchen kommt oft zu spät.

Mannheim

KLISCHEES KLISCHEES KLISCHEES Was Dekanate über Dekanate sagen

Tauberbischofsheim

Wiesloch – immer dabei! Wiesloch Kraichgau

Kraichgau – immer dabei beim Regio-Grillen.

Bruchsal

Karlsruhe ist immer am Start mit Julian Schmid.

Bruchsal hat die beste Bowle und den super Schokobrunnen!

Karlsruhe

Pforzheim kann schwäzze, aber verstehen tut man sie nicht.

Pforzheim Rastatt

Rastatt – hat die größten Pfarreien! Baden-Baden hat Bock! AcherRenchtal

In Endingen-Waldkirch gibt es gut aussehende Männer.

Freiburg stellt die meisten spontanen Anträge auf DiKos. Breisach-Neuenburg – legen sich mit den Oberen an

Wiesental – das sind doch die Coolen!

Acher-Renchtal – die gibt´s schon ewig

Zollern: hängt am Zipfel OffenburgKinzigtal

Lahr

Zollern

Sigmaringen-Meßkirch – sprechen schwäbisch, sind´s aber nicht.

Endingen - Waldkirch Sigmaringen Meßkirch Schwarzwald Baar

Freiburg

Waldshut-West – test the west Waldshut-Ost – gehört ja fast mit West zusammen.

Mannheim: Dekanat mit eigener Amtssprache – Monnemerisch

Baden-Baden

OG-Kinzigtal hat witzige Hüte.

Lahr – hat nen Flughafen!

Heidelberg-Weinheim – kommt erst zum Mittagessen.

Mosbach Buchen

HeidelbergWeinheim

TBB ist grundsätzlich überbesetzt!

Hegau – am schönen Bodensee.

Neustadt

Konstanz – mit allen Wassern gewaschen

Breisach Neuenburg

Wiesental

Schwa-Baar ist eines der ganz ganz Großen.

Hegau

Linzgau

Konstanz

Waldshut West Waldshut Ost

Linzgau ist der geilste Club der Welt. Neustadt – kann auch im Sommer Skifreizeiten anbieten


Das war...

die Herbst-Diko!


Krokant 2011 - 4