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Stile

SCHÖNE ARBEITSPLÄTZE. Produktives und ungestörtes Arbeiten im Home Office. SEITE 2 POP UND BÜRGERTUM. So wohnt Sabrina Bonaldo. SEITE 10

EIN MOBITARE-STILBUND

FRÜHLINGSHAFTE ATMOSPHÄREN. SEITE 4

13%* Vorteil auf das gesamte Sortiment. Bis 19. Mai 2012. Exklusiv für Pfister à la card Member. *13% Vorteil, inkl. 3% Pfister à la card Bonus. Nicht kumulierbar.


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Intro

ZWISCHEN POP UND BÜRGERTUM Bei der ausdrucksstarken Einrichtung von Räumen spielt Funktionalität durchaus eine Rolle – wie der alljährliche Salone del Mobile in Mailand beweist, machen sich immer mehr Hersteller und Designer Gedanken zum Thema. Neu erdachte Funktionen sind nicht nur im Auto- oder Smartphone-Markt, sondern auch bei Möbeln ein wichtiges Argument für Neuanschaffungen. Ein Beispiel sind Sofas, deren Ausrichtung sich mit einem Handgriff verstellen lässt, um die Blickachse aufs Fernsehgerät auszurichten. Zentral ist beim Einrichten jedoch die Atmosphäre; wenn Räume gemütlich und stimmungsvoll sind, spielt die Funktion keine Hauptrolle. Das beweist im vorliegenden Spezialbund ganz besonders die Reportage über das Haus von Sabrina Bonaldo, Chefin in zweiter Generation beim gleichnamigen Möbelhersteller. Ihre Idee, in der eigenen Person den Gegensatz zwischen poppigem Design und solider Bürgerlichkeit zu vereinen und ihn auch in der Einrichtung abzubilden, ist im Kopf leicht nachzuvollziehen; sie in Räumen zu spiegeln, ist dagegen viel komplexer. Stylistin Monika Hansen hat sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigt und richtete ein Haus im Kontrast zwischen Siebzigerjahre-Stil und aktueller Architektur in ihrem persönlichen Stil ein. Manche Menschen haben auch andere Ambitionen – zum Beispiel, ihr Heimbüro endlich auf den neusten Stand zu bringen oder ein einzelnes zeitloses Stück anzuschaffen, das ohne jede «Funktion» mit den Jahren immer schöner und zum unentbehrlichen Teil des persönlichen Stils wird. Auch dafür finden Sie auf den folgenden Seiten spannende Anregungen. Viel Vergnügen wünscht

Hans Georg Hildebrandt

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INITIATIVE ZUR SCHAFFUNG VON SCHÖNEREN ARBEITSPLÄTZEN.

FLATMATE, Sekretär, Melamin/Birke, weiss, 71.7 x 113.5 x 12.2 cm, 1 170.– *

Jeder Haushalt braucht einen Ort für das private Büro – selbst wenn es nicht um bezahlte Arbeit geht. Die Investition in einen zur Einrichtung passenden Arbeitsplatz bringt Rendite in Form von Motivation zur Arbeit im Home Office. 4.70.1, Sekretär, Riva, Nussbaum, geölt, 130 x 70 x 96 cm, 4 605.– *

schwarz, 100 x 72 x 88 cm, 2 490.– *

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aben Sie es mitbekommen? Diese Woche fand zum dritten Mal der «Home Office Day» statt, eine Initiative für das Arbeiten von zuhause aus. Ziel des Anlasses ist die Steigerung der Lebensqualität und die Senkung der CO2 -Belastung durch den Pendlerverkehr. Gemäss einer Umfrage der Organisatoren hätten elf Prozent der arbeitenden Bevölkerung die Möglichkeit, mindestens einen Tag pro Woche von zuhause aus zu arbeiten. Die Umfrage fand weiter heraus, dass 69 Prozent sich im Home Office produktiver fühlen und 78 Prozent die Ungestörtheit schätzen. Wer sich für effizientes Arbeiten interessiert, muss diese Idee unterstützen – längst nicht nur, weil der Kaffee zuhause meistens besser schmeckt als im Büro. Weniger gut steht es in vielen Heimen

um die Qualität des Arbeitsplatzes. Wer jeweils für eine abendliche Stunde am Computer erst den Esstisch abräumen muss oder mit den Spielsachen der Kinder ins Gehege kommt, wird die Ansicht teilen. Höchste Zeit also, in ein Möbel zu investieren, das dem Begriff Home Office die Ehre zukommen lässt, die ihm gebührt. Und dazu noch ein Möbel einer äusserst ehrwürdigen Kategorie darstellt, die lange Jahre nur noch als Antiquität unterwegs war: der Sekretär. Woher kommt es, dass man beim Anblick dieser durchgestalteten und funktionalen Möbel an etwas Antiquiertes wie einen Sekretär denkt? Es müssen die Fächlein zum Verstauen kleiner Notwendigkeiten sein, und eben: das Funktionale. Auch frühere Sekretäre hatten das, einfach mit wesentlich mehr

Fächlein, denn die Funktionen waren damals noch nicht alle in einem einzigen Gerät untergebracht – die sind heute ins Innere unserer Laptops, Tablets und Smartphones gerückt. Seinerzeit war ein solches Möbel der Ort zum Versorgen für eine Menge kleiner Dinge – Schere, Federn, Federhalter, Federmesser, Tinte, Papier, Couverts und vieles mehr. Schon damals war der Sekretär ein privates Möbel für den gehobenen Haushalt. Stehpulte für die Angestellten und ausladende Schreibtische für die Chefs herrschten in den Handelskontoren und den Manufakturbüros

Heutige Arbeitsplätze sind wie frühere Sekretäre – aber die Funktionen sind in die Geräte gerückt. TWO TOPS, Sekretär, Moooi, Eiche, 120 x 60 x 78  cm, 2 625.– *

IMPRESSUM Herausgeber: Mobitare Hochbordstrasse 4 CH-8600 Dübendorf www.mobitare.ch Redaktion: Hildebrandt Firmenpublizistik, Zürich Konzept und Gestaltung: HESSKISSSULZERSUTTER AG Fotos 4 – 9: Thomas Grünert, Zollikon Fotos 10/11: Cristina Fiorentini

DESK, Sekretär, Hansen & Hansen, Eiche, matt lackiert,

HIDE II, Sekretär, Heerenhuis, Metall/Leder, 110 x 50 x 76  cm, 1 490.– *

vor. Privat, aber doch funktional; vermutlich haben wir alle diese beiden Eigenschaften immer noch im Kopf und übertragen sie auf die heutigen Vorschläge der Designer, wenn diese sich etwas für die Arbeit im Home Office ausdenken. Was früher «Sekretär» hiess und etwas Geheimnisvolles ausstrahlte, soll auch heute ein Arbeitsplatz sein, an dem man sich mit Genuss niederlässt. Denn selbst in Familien, in denen der «Home Office Day» kein Thema ist, gab und gibt die Führung des Haushalts eine Menge Arbeit – es müssen Zahlungen ausgelöst, Bestellungen gemacht, Fotoalben nachgeführt und Ferien gebucht

WOOOD, Sekretär, Moooi, Buche, 78 x 99 x 57 cm, 1 445.– *

werden. Kommt die Freizeit hinzu, welche immer mehr Menschen ebenfalls unterwegs im Internet verbringen, sei es als Blogger, Pinterest- oder Vereinsmitglieder. Insgesamt wird klar: Es ist nur recht und billig, einem ohnehin nötigen Arbeitsplatz etwas mehr Sorgfalt angedeihen zu lassen. Denn mit dem richtigen Schreibtisch oder eben Sekretär wird jeder Tag zum «Home Office Day». 13% Vorteil, inkl. 3% Pfister à la card Bonus.

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Exklusiv für Pfister à la card Member. Dauer der Aktion bis 19.5.2012.


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ENTSPANNTE STIMMUNGEN IM PAVILLON

MONIKA HANSEN Die Stylistin Monika Hansen lebt seit 20 Jahren vom Einrichten der unterschiedlichsten Räume. Ihre Ideen sind einerseits in zahllosen Fotostrecken und Katalogen zu sehen, andererseits ist Monika Hansen aber auch für Privatpersonen tätig, die an ihrem zurückhaltenden und doch emotionalen Stil Gefallen finden. Ihren eigenen Wohnstil, der natürlich auch auf die Auftragsarbeiten abfärbt, nennt sie «modern bohemian mit Globetrotter-Einflüssen». www.stylingpool.ch

Stylistin Monika Hansen zauberte frühlingshafte Atmosphäre in ein Haus im Grünen und hob die skandinavische Stimmung des erweiterten Sechzigerjahre-Baus gekonnt hervor.

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itten im Grünen baute der Schweizer Architekt Pierre Zoelly 1969 den Prototypen für ein Systemhaus, das er entworfen hatte und anschliessend zur Serienfertigung patentieren liess. Das kleine Städtchen Grüningen am Rand des Zürcher Oberlandes war damals noch kaum erschlossen; heute gehört der Ort zum Einzugsgebiet der S-Bahn und die gesamte Region hat eine sprunghafte Entwicklung hinter sich. Ergänzung mit einem zweistöckigen Atelier Das Haus von Pierre Zoelly konnte seither zwar seinen Charme bewahren, aber als es sein neues Besitzerpaar vor zwei Jahren übernahm, waren doch einige Neuerungen fällig. «Wir fanden die Lage grossartig und bekamen den Zuschlag für den Kauf auch, weil wir bereit waren, das Haus zu erhalten», sagt Gabriele Frei Friedrich, die den Erweiterungsbau gleich selbst realisierte. Sie habe versucht, einerseits Zoellys subtilen Umgang mit den fliessenden Übergängen zwischen Innen und Aussen zu erhalten und andererseits dem Raumbedarf einer ganzen Familie nachzukommen. Insbesondere legte sie Wert darauf, den entsprechend damaliger Verhältnisse eher knappen Wohnraum zu vergrössern. In den ergänzenden Volumen wurden die Räume höher als in den bestehenden Hausteilen und mit dem zweistöckigen Atelierteil entstand eine markante Ergänzung zum Zoelly-Bau; insgesamt lag der neuen Besitzerfamilie aber viel an einem schonenden Umgang mit dem Erbe des bei Insidern bestens bekannten Architekten, der mit dem Heizkraftwerk Aubrugg bei Wallisellen ein lange verkanntes Wahrzeichen der Zürcher Vorstadt geschaffen hat – wer den Film «Snow White» mit Melanie Winiger und

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Stress gesehen hat, erinnert sich an ein Schäferstündchen des Paares auf dem Dach des unübersehbaren Baus. Leben im kleinen Park Weil sich die neuen Besitzer nicht nur in das Haus, sondern auch in den alten Baumbestand auf dem Grundstück verliebten, wollte Gabriele Frei Friedrich auch hier möglichst wenig ändern, was zur Folge hatte, dass ein Trakt mit Badezimmern in zwei Volumen

Fliessende Übergänge zwischen innen und aussen sind typisch für das Haus. aufgeteilt wurde und das gesamte Vorhaben verschachtelter wurde, als wenn man die Bäume gefällt hätte. «So leben wir fast in einem kleinen Park», sagt die Architektin, «und von jedem Zimmer geht der Blick direkt ins Grüne.» In der Kombination des üppi-

ACAPULCO CHAIR, Stuhl, PVC/Stahl, diverse Farben, 90 x 77 x 88 cm, 498.– *

INOUT 109, Sessel, Gervasoni, Eisen, weiss, matt lackiert, 88 x 89 x 99 cm, 1 795.– * DEIA, Vase, Keramik, 498.– * YORK, Gefäss, 129.– * EMMA, Kissen, 85.– * OPAL, Kissen, 89.– * KAPPA, Kissen, 79.– *

OUT/IN, Sessel, Driade, Polyäthylen, weiss, H 77 cm, 1 155.– * KISSI KISSI, Beistelltisch, Polyäthylen, weiss, H 72 cm, 611.– *

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gen Grün mit den diskreten dunklen Holzpaneelen, die vom ursprünglichen Bau auf die neuen Volumen weitergezogen wurden, entsteht eine Atmosphäre, die an die Architektur skandinavischer Wohnhäuser erinnert. Helligkeit kombiniert mit charmanten Accessoires Da passte es perfekt, dass die Räume für die hier gezeigte Strecke auch von einer skandinavisch inspirierten Stylistin eingerichtet wurden. Monika Hansen sagt: «Skandinavisch einrichten heisst, dass man bei den Möbeln eine klare Linie pflegt und auf helle Farben wert legt.» Schliesslich wolle man während der langen Winter Licht in seinen Räumen haben. Damit das ganze nicht eindimensional werde, gelte es, ein Gegengewicht zu schaffen. «Die Reduktion des skandinavischen Stils kann man mit gewissen Risiken im Accessoirebereich kontrastieren», sagt die seit 20 Jahren erfolgreiche Stylistin, die auch die Wohnräume privater Kunden einrichtet. Wie man sich auf ein Inneneinrichtungsprojekt vorbereitet? Monika Hansen verrät’s: «Die Grenze zwischen meinem Geschmack und den persönlichen Wünschen meiner Kunden finde ich, indem ich MoodBücher mit Bildwelten aus Magazinen und selbst aufgenommenen Bildern aus Wohnungen und Häusern zusammenstelle, die ich präsentieren kann.» Habe man sich einmal auf einzelne Stimmungen geeinigt, gehe es meist nur noch um kleine Änderungen. So entstand auch die hier gezeigte Bildstrecke in Rekordzeit – was man den von Monika Hansen kreierten Stimmungen keineswegs ansieht.

CLOUD, Hängeleuchte, Belux, Polyestervlies, weiss, Ø 52 cm, 569.– *, GRAY 23, Stuhl, Gervasoni, Eiche, gebeizt, grau, 49 x 47 x 80 cm, 655.– * TULIPANI, Stuhl, Linteloo, Birke/Nussbaumfurnier, 44 x 55 x 85 cm, 720.– *, IDOLE, Stuhl, Bonaldo, Polyuethan, grau, 47 x 54 x 83cm, 450.– * METISSE, Tisch, Zeus, Stahlblech, weiss, 140 x 140 x 74 cm, 2 235.– *, GOBLET, Vase, Chin Thay, Mangoholz, weiss, H 25 cm, 215.– * BALANCE, Regal, Content by Conran, Eiche, natur, 120 x 30 x 180 cm, 1 290.– *

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Dauer der Aktion bis 19.5.2012.

BIRD, Vogel, Porzellan, weiss, H 19.5 cm, 39.– *, ACID, Vase, grün, H 35 cm, 155.– *, COTTON, Schale, gelöchert, weiss, H 38 cm, 25.– * MEDITERANEAN, Vase, türkis, H 44 cm, 129.– *, POWDERSTONE, Teelichthalter, weiss, H 35 cm, 98.– *

PS10, Sekretär, Müller Möbelfabrikation, beigegrau/weiss, 100 x 65.5 x 85 cm, 1 680.– *, CZECH, Stuhl, Gebrüder Thonet, Buche, weiss, 41.7 x 53 x 84.8 cm, 705.– * PETT, Tischleuchte, Foscarini, Polycarbonat, weiss, H 40 cm, 237.– *, COTTON, Vase, gelöchert, weiss, H 38 cm, 25.– *


GABRIELE FREI FRIEDRICH

Das Haus von Gabriele Frei Friedrich und ihrem Mann besteht zum einen aus einem pavillonhaften Bau vom Schweizer Architekten Pierre Zoelly (errichtet 1969) und andererseits aus einem 2010 realisierten Anbau, den die Architektin als Ergänzung entwarf. Das Zoelly-System konnte aufgrund der heutigen Bau- und Energievorschriften nicht vorbehaltlos übernommen werden, weshalb die Anbauten heute zwei Volumen umfassen. Gabriele Frei Friedrich ist seit 15 Jahren als selbständige Architektin tätig, war an zahlreichen öffentlichen und privaten Projekten beteiligt und hat in Eigenregie Neubauten und Totalumbauten realisiert.  www.gabrielefrei.ch

SWEET 14, 3er-Sofa, Gervasoni, Housse Stoff, lila, 240 x 107 x 65 cm, 4 420.– *, SWEET 46, Klubtisch, Gervasoni, Metall, Bambus furniert, weiss, 100 x 87 x 30 cm, 1 160.– * SWEET 46, Klubtisch, Gervasoni, Metall, Nussbaum, 100 x 87 x 30 cm, 765.– *, GRAY 07, Sessel, Gervasoni, Nussbaum, Stoff, blau, 95 x 74 x 60 cm, 2 830.– * RANDOM LIGHT LED, Stehleuchte, Moooi, Fiberglas, weiss Ø 50 cm H 186 cm, 1 145.– *, RANDOM LIGHT LED, Stehleuchte, Moooi, Fiberglas, weiss, Ø 80 cm H 204 cm, 1 465.– * KILIM, Teppich, Wolle, handgewoben, Unikat, 210 x 300 cm, 2 990.– *

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SABRINA BONALDO: «IN MIR LEBEN POP UND BÜRGERTUM.» Das norditalienische Designlabel Bonaldo steht für einen Mix aus zeitgenössischen Ideen und zurückhaltender Funktionalität. Wie Unternehmenschefin Sabrina Bonaldo in ihren eigenen Räumen beweist, lässt sich daraus ein sehr persönlicher Wohnstil kombinieren. minimieren, welches ein poppiges Stück im Sortiment immer darstellt. Oft sei es auch so, dass Stücke mit einer klassisch-bürgerlichen Funktion in modernen Materialien realisiert würden – für sie eine Art Ideallösung, wie Sabrina Bonaldo sagt. Ihr persönlicher Wohnraum in Padua, bestehend aus zwei zusammengelegten Wohnungen mit offener Küche, ist fast ausschliesslich mit Stücken aus der eigenen Herstellung eingerichtet, ausgenommen beispielsweise die Leuchten von Herstellern wie Ingo Maurer und Fontana Arte. Sabrina und ihre 16-jährige Tochter leben seit drei Jahren hier. Beim Einrichten gehe sie meistens von weissen Räumen aus und bringe nach und nach Farbe hinein. «Die Accessoires in meiner Lieblingsfarbe Türkis bringe ich von meinen Reisen mit. Ich kaufe eigentlich fast alles, das ich in Türkis finde.»

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ur ganz wenige Designer schaffen es, eine wiedererkennbare Handschrift auf der ganzen Welt zu etablieren. Einer von ihnen ist Karim Rashid, umstrittener Pop-Designer und Erfinder einer ganz eigenen Designsprache, die gemäss seiner Aussage «an nichts erinnern soll» ausser an seine eigenen Entwürfe. Rashid hat nicht nur den Teppich im Wohnzimmer von Sabrina Bonaldo entworfen; er war auch schon mehrfach für das von ihr geführte Label tätig. Wie Arbeiten anderer zeitgenössischer, pop-orientierter Designer wie Alain Gilles oder Massimo Iosa Ghini stehen Rashids im Auftrag von Bonaldo entworfene Möbel für die Überzeugung von Sabrina Bonaldo, dass man allein mit Bedarfsmöbeln einem Label nicht genügend Profil geben kann. Es braucht die Kraft des kreativen Geistes, um ein Gegengewicht zu den Einschränkungen der Konvention zu schaffen. «Bonaldo hat zwei Seelen», sagt dazu

Sabrina Bonaldo, Labelchefin seit 23 Jahren, und spricht eigentlich von sich selbst. «Es gibt die PopSeele und die bürgerliche Seele. Sie leben in meiner Person und stehen für zwei unterschiedliche Stimmungen. Diese möchte ich in Möbel verwandeln.»

«Die Pop-Stücke dienen zur Identifikation unseres Sortiments und strahlen aktuellen Zeitgeist aus, man sieht ihnen an, in welcher Epoche sie entstanden sind», sagt Sabrina Bonaldo, heute Chefin von rund

Entwürfe für ein langes Leben Entgegen dem Klischee ist das derzeit weltweit boomende Design «Made in Italy» nicht gleichbedeutend mit expressiven Formen. Einheimische Namen wie Antonio Citterio, Rodolfo Dordoni oder Piero Lissoni stehen für eine moderne Auslegung einer Nüchternheit, die dank gelebtem Perfektionismus und viel Detailverliebtheit ebenfalls eine emotionale Komponente hat. Auch Mauro Lipparini zählt zu ihnen – ein Architekt, der sich ein zweites Standbein in der Designbranche zugelegt hat (siehe Text über den Bonaldo-Showroom in Padua auf Seite 12).

«Gelungene Designs vereinen klassische Funktionen in Materialien von heute.» 100 Mitarbeitern. «Die Designs für den bürgerlichen Anteil des Sortiments sind dazu bestimmt, ihren Käufern über viele Jahre zu dienen und auch lange im Sortiment zu bleiben.» So könne sie das Risiko

Möbel aus dieser Fotostrecke sind bei Mobitare erhältlich.


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D EIN RAUM FÜR GEGENSÄTZE. Der 2011 eröffnete Bonaldo-Showroom in Padua wurde von Mauro Lipparini entworfen und ist ein lohnendes Reiseziel für Designfans.

as in Padua beheimatete Designlabel Bonaldo eröffnete 2011 einen spektakulären Showroom, kombiniert mit den Büroräumlichkeiten des Markenherstellers. Entworfen wurde das ehrgeizige und konsequent durchgestaltete Gebäude von Designer und Architekt Mauro Lipparini, der regelmässig Entwürfe zum Sortiment von Bonaldo beiträgt. Das Gebäude wirkt mit seinen Wänden aus übergrossen, gewellten und inwendig verspiegelten Glasziegeln gleichzeitig brillant und geheimnisvoll. Die Gitterstruktur, ähnlich einem Millimeterpapier, soll einerseits auf den architektonischen Hintergrund von Lipparinis Designarbeit verweisen, andererseits an die «Reticulati» (Kreuzungspunkte) der antiken Römerstrassen, welche auf dem Gelände anzutreffen sind. Im Inneren gibt es zwei Wintergärten, die eine starke Atmosphäre ausstrahlen und als Kontrast zum Arbeitstakt grünes Pflanzenleben ins Gebäude bringen. Mauro Lipparini ist ein typischer Vertreter des Design «made in Italy»: Er kombiniert die rational geprägten Entwurfsprozesse der Architektur mit den emotionalen Bedürfnissen des Wohnens. So schafft er Möbel, die den Test der Zeit mühelos bestehen, weil sie auf eine elegante, erfreuliche Art funktional sind und dank dem enormen Know-how der Hersteller Norditaliens auch in der Ausführung überzeugen. Mauro Lipparini baut viel im Ausland, weil die derzeitigen Verhältnisse in Italien nicht eben geeignet sind für gewagte architektonische Projekte. Bekannt geworden ist er unter anderem mit dem spektakulären «Royal Garden Project» in Shanghai oder mit der «Domus Tiandi» in Beijing; Asien mit seinem Boom privat finanzierter Bauprojekte mit grosszügigen Budgets ist für diese Art des Entwerfens ideal. Als Designer ist Mauro Lipparini auf keine bestimmte Möbelgruppe festgelegt; Polster sind ein Gebiet, das ihn sehr interessiert, aber ebenso gern beschäftigt er sich mit Stühlen, Accessoires und aufwändigen Regalsystemen. Die Möbel von Bonaldo in Kombination mit Lipparinis durchdesigntem Gebäude zu sehen, ist ein Design-Erlebnis der Sonderklasse und einen Umweg wert, wenn man sich in Nordostitalien aufhält.

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DER ÄUSSERST HEUTIGE CHARME DES GUTSBESITZER-STILS Design wird oft mit Glattheit verwechselt. Geert Legein von der Manufaktur Heerenhuis vertritt einen anderen Ansatz – mit immer mehr Erfolg.

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eert Legein ist eigentlich Anwalt. Er kam vor zwanzig Jahren via das Sammeln von Antiquitäten auf die Idee, Möbel, insbesondere Tische in seinem bevorzugten Stil, herzustellen. «Antiquitäten waren zuerst schwierig zu finden und dann immer schwieriger zu verkaufen», sagt der Chef der Manufaktur, die heute sechs Zimmerleute beschäftigt. Der Name von Legeins Firma – Heerenhuis, also «Gutsherrenhaus» – verweist auf die Ästhetik, die Legeins Arbeit inspiriert; es geht um ländliche Grosszügigkeit, gepaart mit einem Sinn für die reduzierte Schönheit des Handwerklichen. «Wenn man mit Antiquitäten zu tun hat, entwickelt man ein Auge für Proportionen und Material», sagt Geert Legein. Das habe dazu geführt, dass er von vielen aktuellen Möbeln Abstand nehme. Es wird auf Mass gearbeitet Die Tische von «Heerenhuis» erinnern an Arbeiten von Axel Vervoordt, dem belgischen MinimalismusGuru, der mit dem Architekten Tatsuro Miki eine eigene Auslegung des japanischen Begriffs «Wabi» konzipierte. Wohnen im Geist von Wabi bedeutet Einfachheit, natürliche Ausstrahlung und Beständigkeit. Entsprechende Möbel weisen Formen auf, die auf den handwerklichen Ursprung des Werks verweisen; sie vertragen Benutzung, nehmen Patina an und werden durch langjährige Benutzung schöner, weil die Eigenschaften des Materials immer stärker zum Vorschein kommen. Die Idee ist mit der westlichen Gestaltungskultur nur teilweise vereinbar; entsprechende Möbel sind bei manchen Designliebhabern desto begehrenswerter. Für sie sind die – ausschliesslich auf Bestellung und nach Mass gefertigten – Tische von Geert Legeins Label «Heerenhuis» attraktiver als glänzende Kunststoffoberflächen, und es überrascht nicht, dass in Legeins Zimmerei schon für Axel Vervoordt gearbeitet wurde. Wer den Essai «Lob des Schattens» vom japanischen Autor Jun  ichiro Tanizaki kennt, ist der Idee des «Schöner werden durch Gebrauch» unter dem japanischen Namen «Nare» (Handglanz) begegnet. Bezogen auf die asiatische Ästhetik des Wohnens im Gegensatz zur radikal sauberen des Westens steht zu lesen: «Es ist unser Schicksal, dass wir Dinge mit Spuren von Menschenhänden, Lampenruss, Wind und Regen lieben (…). Und wenn wir in solchen Gebäuden, mitten unter solchen Gerätschaften wohnen, dann besänftigt sich unser Herz». Dies schrieb Tanizaki schon im Jahr 1933. Die These mag Patina angesetzt haben – aber das macht den Gedanken desto schöner.

LARBUS, Eiche, 240 x 100 x 76 cm, 6 990.– *

CS OV, Teakholz recycled, Metall, 300 x 170 x 76 cm, 6 690.– *

METAL CHAIR, Leder, Metall, 379.– *

CARGO, Leder, Metall, 1 250.– *

TUBE II, Teakholz recycled, Metall, 200  x 100 x 76 cm, 2 550.– *

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Bei Mobitare finden Sie folgende Marken: Artemide, Belux, Bonaldo, Chinthay, Cini & Nils, Collection Hutter, Content by Conran, Desalto, Diesel for Foscarini, Driade, Flos, Fontana Arte, Foscarini, Frigerio, Gebrüder Thonet Vienna, Gervasoni, Indera, Ingo Maurer, KFF, Kymo, Lago, Linteloo, Luceplan, Magis, MisuraEmme, Montana, Moooi, Moroso, Nemo, Opinion Ciatti, Pilat & Pilat, Riva 1920, Santa & Cole, Tobias Grau, Tom Dixon, Valenti, Verpan, Zeus, Zoeppritz

MAVERICK, Stuhl, KFF,

Vorteil auf das gesamte Sortiment.

Eiche, Leder, kiesel,

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50 x 56 x 84  cm, 564.– * SPACE, Tisch, Linteloo, Eiche, natur, 280 x 100 x 74 cm, 4 630.– *

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grau, 58 x 60 x 82 cm, 675.– *

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SMILE, Stuhl, Kriterio,

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Eiche, natur, 300 x 130 x 74 cm, 7 325.– *

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TISCH AIR, Tisch, Eiche, matt geölt, schwarz, 220 x 100 x 75 cm, 2 965.– *

SUPERNATURAL, Stuhl, Moroso, Polypropylen, weiss, 51 x 53 x 81 cm, 139.– *

CRUZ, Auszugstisch, Bontempi, kratzfestes Porphyr, beige, 190 x 102 x 75 cm, 2 630.– *

ISOLA, Tisch, Linteloo, Eiche, massiv geölt, 240 x 164 x 76 cm, 7 680.– *

STORM, Tisch, Eiche, matt lackiert, 260 x 100 x 75 cm, 4 490.– * MURANO VANITY, Stuhl, TULIPANI, Stuhl, Linteloo, Birke, weiss lackiert, 44 x 55 x 85 cm, 575.–

Magis, Polykarbonat, Stoff, *

rot, 40.5 x 49 x 81 cm, 435.– *


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WOODY Hocker, assortiert rund/quadratisch, Teakholz recycelt, 98.– statt 149.–

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Mobitare im Wohnland Dübendorf, Hochbordstrasse 4, CH-8600 Dübendorf, www.mobitare.ch Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10.00 – 20.00 Uhr, Samstag 09.00 – 18.00 Uhr Alle Preise in CHF


Frühlingshafte Atmosphären