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MOBIMO MAGAZIN FOKUS ZUKUNFT

SMART

CITY

AUTO VISION

MEGA

TRENDS


EDITORIAL SEITE 4

Vertikale Gärten, digital vernetzte Städte und selbstfahrende Autos: Die Zukunft hat längst begonnen. Das lässt hoffen (gerade wenn man an das Verkehrschaos in Städten denkt), schürt aber auch Ängste (betrachtet man die allumfassende Vernetzung). In diesem Magazin spüren wir Trends nach, machen uns Gedanken über städtebauliche Visionen und unterhalten uns mit Personen, die das Projekt AGGLOlac in Biel kritisch begleitet haben: Noch nie haben sich hierzulande so viele Menschen aktiv an einem städtebaulichen Entwicklungsprozess beteiligt, was einen grossen Mehrwert für das gesamte Projekt bedeutet.

URBAN

SMART CITY «Das digitale Spinnennetz wird zum allumfassenden Thema», sagt Stefan-Martin Dambacher, Leiter Projektentwicklung bei Mobimo. Und kommentiert sieben grosse städtebauliche Visionen.

Ich wünsche Ihnen unterhaltsame Lektüre! Dr. Christoph Caviezel, CEO

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Jardins verticaux, villes connectées et voitures autonomes: le futur a déjà commencé. Il engendre de l’espoir (les embouteillages pourraient disparaître) et des peurs (notamment en matière de protection des données). Dans ce magazine, nous nous intéressons aux tendances et aux visions urbanistiques qui se dessinent. Et nous nous entretenons avec des gens qui ont accompagné le projet AGGLOlac, à Bienne: jamais encore, autant de personnes n’avaient participé à la conception d’un nouveau quartier, ce qui représente une valeur ajoutée importante pour l’ensemble du projet.

VISION

NUTZEN STATT STATUS Sharing heisst das Zauberwort. Mobility-Geschäfts­ führerin Viviana Buchmann über die Hintergründe des Erfolgsmodells – und die Zukunft der Mobilität.

Je vous souhaite une excellente lecture! Dr. Christoph Caviezel, CEO

Impressum Herausgeberin: Mobimo Management AG Projektleitung: Christine Hug, Mobimo Management AG  Redaktion: Matthias Mächler, www.diemagaziner.ch Optik / Realisation: Baldinger & Baldinger AG, Aarau, www.bald.ch  Übersetzungen: Bertrand Denzler Korrektorat: Ilse Rimoldi, Rimoldi AG  Produktion: Christoph Zurfluh, www.diemagaziner.ch  Druck und Versand: Kromer Print AG, Lenzburg  Auflage: 7000 Exemplare  Erscheint: einmal jährlich  Bestellungen: Mobimo Magazin, Seestrasse 59, CH-8700 Küsnacht, info@mobimo.ch  Titelbild: Illustration Jonas Hofmann In dieser Publikation vermittelte Informationen über Dienstleistungen und Produkte stellen kein Angebot im rechtlichen Sinne dar.


SEITE 12

INDEX ANDERSWO

TREND

WENN DAS AUTO SELBER FÄHRT Michael Krohn hat mit Design-Studenten Mobilitäts­ szenarios für Zürichs Zukunft entwickelt.

In Abu Dhabi wird eine CO2 -neutrale, abfallfreie Zukunftsstadt aus dem Wüstenboden gestampft. Seite 2

INNOVATION Schneller, schöner, vernetzter: 10 Haushalthelfer, die heute schon Zukunftsmusik spielen. Seite 26

MOBIMO PORTFOLIO

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Top 15: Diese Mobimo-Immobilien setzen Massstäbe. Seite 36 Das Tatar-Duell: Mobimo-Direktor Marc Pointet fordert einen Zürcher Journalisten heraus … Seite 43

VERWANDLUNG

MITSPRACHE ERWÜNSCHT AGGLOlac, à Bienne, est en Suisse le premier projet de construction auquel participent autant de personnes.

Architektur bedeutet Emotion: die Lieblings­bauten der Mobimo-Abteilungsleiter Seite 46

KOLUMNE Max Küng und sein Möbel-Esel – für Pinguine. Seite 53

MOBIMO & ART SEITE 54

Für den Genfer Künstler Christian Gonzenbach ist Kunst ein Mittel, die Welt zu erforschen. Seite 64

INSIDE Teodor Teodorescu a débuté comme ouvreur. Aujourd’hui, il élabore la stratégie de Pathé Suisse. Seite 70

INSPIRATION DSCHUNGELFIEBER

Nach «Urban Gardening» kommt jetzt «Plant Design». Ein Besuch bei Michael Aebi, dem besten Interior-Gärtner der Schweiz.


ANDERSWO

DER ÖKOPLAN Man könnte denken, Öldollars beflügeln selbst hochtrabendste Pläne. Doch eine CO2-neutrale und abfallfreie Vorzeige-Zukunftsstadt aus der Wüste zu stampfen, braucht selbst im Emirat Abu Dhabi seine Zeit. 2008 wurde mit dem Bau von Masdar begonnen. 2016 wird nicht, wie geplant, die ganze «Welthauptstadt der Ökologie» bezugsbereit sein, sondern nur ihr Kern: Masdar Plaza. Bis 2025 schliesslich soll Masdar Heimat werden von 47 500 Einwohnern und rund 1 500 Firmen und Instituten aus dem Ökologiesektor. So wird sich etwa das Masdar Institute of Science and Technology als erste Hochschule der Welt ausschliesslich dem Themenkomplex der ökologischen Nachhaltigkeit widmen.

Foto: LAVA Laboratory for Visionary Architecture

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URBAN

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SMART  CITY

Auf welche Visionen baut die Stadt von morgen – und wie weit sind wir heute in der Schweiz? Sieben grosse städtebauliche Kernthemen, kommentiert von Stefan-Martin Dambacher, Leiter Projektentwicklung bei Mobimo. Text: Matthias Mächler  |  Fotos: Michael Kessler, Catherine Leutenegger und Anita Vozza

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«DAS DIGITALE SPINNENNETZ WIRD ZUM ALLUMFASSENDEN THEMA» Betrachtet die Vernetzung als grosse Herausforderung: Stefan-Martin Dambacher, Leiter Projektentwicklung bei Mobimo.

Schon heute organisieren wir weite Teile unseres Lebens der Bürger in der Stadt von morgen hingen darum stark von über die Apps auf unseren Handys und übers Internet. der «Urban Governance» ab, sagt Dambacher: «Es braucht Entsprechend vernetzt wird die Stadt von morgen sein. «Das neue Lenkungsformen, die das öffentliche, private und digitale Spinnennetz wird zum allumfassenden Thema», zivile Leben regeln – mit dem Ziel einer gemeinschaftlichen sagt Stefan-Martin Dambacher. «Wir Handlungsfähigkeit.» werden bereits in naher Zukunft nicht «Vernetzung mehr von der Stadt an sich sprechen, Mit «Urban Governance» sind unter anderem macht eine Stadt sondern von urbanen Systemen, die politische Entwicklungsprozesse durch untereinander kommunizieren.» Neben Einbindung der Stadtbewohner gemeint. auch äusserst stadtsoziologischen und infrastrukturellen Also Massnahmen, um komplexe Entscheidungs­ verwundbar.» Aspekten sei diese digitale Vernetzung prozesse transparenter zu gest­alten und die die grösste Herausforderung der nächsten verschiedenen Interessen­gruppen bereits in Jahre und werde uns noch weit mehr beschäftigen als die Planungsphase einzubinden. Dambacher: «Beim Thema Energieneutralität oder intelligente Werkstoffe, prophezeit der Governance gilt es aber auch sicherzustellen, dass durch Leiter Projektentwicklung bei Mobimo. die digitale Vernetzung der urbanen Systeme die Stadt­ entwicklung nicht nur von den Interessen der grossen Dieses digitale Netz wird sämtliche Themenfelder des Informations- und Kommunikationsanbieter dominiert wird, urbanen Lebens umspannen – und eine Stadt auch äusserst sondern vor allem den Bewohnern der Stadt dient.» verwundbar machen. Die Funktionsfähigkeit und die Sicherheit

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URBANE PROZESSE

Reges Interesse: Vernissage der Ausstellung «Das städtebauliche Konzept» in Biel.

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Dambacher: Das Thema Partizipation ist zentral für urbane Prozesse: Grosse städtebauliche Erweiterungen werden es schwer haben ohne Einbezug der stimmberechtigten Bevölkerung – also auch der Projektgegner. Wer als Projekt­ initiant an der Urne die Mehrheit erreichen will, muss aber gleichzeitig aufzeigen, wo die Grenze des Partizipationsprozesses liegt. Partizipation ist eine Führungs­ aufgabe, die klar beim Initianten liegt: Eine Mitwirkung darf nicht endlos laufen, da sie sonst an Prägnanz verliert. Zudem müssen Gegenargumente bewusst in den Entwicklungsprozess aufgenommen werden, sonst widerspricht der Initiant seinem eigenen Handeln. Nur Städte mit griffigen Steuerungs­möglichkeiten werden deshalb eine Chance haben, urbane Prozesse erfolgreich durchzusetzen.

Vision: In der Smart City sind die Wege der Bewohner kurz, die Lebens- und Arbeitsstile individuell. Und bei der Weiter­entwicklung ihrer Stadt geniessen die Bewohner zahlreiche Möglichkeiten zur Mitbestimmung.

Beispiel Mobimo: Beim Projekt AGGLOlac hat Mobimo in enger und kollegialer Zusammenarbeit mit den Gemeinden Nidau und Biel die gesamte Bevölkerung in einen mehrstufigen Partizipationsprozess einbezogen und so ein mehrheitsfähiges Entwicklungsprojekt initiiert – ein grosses, neues Stadtquartier am See.

ENERGIENEUTRALITÄT

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Vision: Ziel der Smart City sind die «CO2 -Neutralität» und eine eigenständige Energieversorgung. Die Bewohner sind sogenannte Prosumenten: Verbraucher, die gleichzeitig Energie produzieren. Als hybrider Energie­speicher wird die Smart City die Speichermedien der Bewohner virtuell vernetzen und ausbalancieren.

Sieht schön aus und macht Sinn: Vertikalgarten.

Dambacher: Wir werden in zehn Jahren noch nicht CO2-neutral sein. Aber im Vergleich zu heute werden wir einen grossen Schritt weiter sein. Obwohl es heute schon technisch möglich wäre, dass jedes Haus seine eigene Energie erzeugt, verlangsamt die Verflechtung von wirtschaftspolitischen Interessen die Entwicklung. Aufgrund noch nicht ausgereifter Technologien sind Gas oder Öl teilweise immer noch billiger. Es hängt viel vom Willen des Konsumenten ab, für Nachhaltigkeit tiefer in die Tasche zu greifen. Oder vom Coolnessfaktor einer Firma wie Tesla: Die Herstellerin von Elektroautos will ihre Kunden in den nächsten zehn Jahren mit Geräten ausstatten, die nicht nur für ihre Autos Strom herstellen, sondern auch für ihre Häuser.

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Beispiel Mobimo: Mobimo bekennt sich seit Jahren zur Idee von CO2 -­ neutralen Quartieren und kauft und entwickelt nur in unmittelbarer Nähe von Bahnstationen Areale. Die Entwicklung dieser Stadt­ quartiere erfolgt nach neuesten Zertifizierungen, beispielsweise des DGNB-Labels, das alle Aspekte einer Entwicklung ganzheitlich betrachtet. Wie das Aeschbach-Quartier in Aarau, das bereits im Bau ist und 2018 fertiggestellt sein wird.


ARCHITEKTUR UND STÄDTEBAU

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Vision: Flexible Fassaden können Energie gewinnen, Lärm reduzieren, die Luft filtern sowie chemische und biologische Schad­­stoffe bekämpfen. Im Zuge des verdichteten Bauens werden die Dächer als Begegnungsoasen genutzt. Die Bewohner fühlen sich wohl in ihren Quartieren und müssen keine weiten Wege gehen, um Abwechslung zu finden.

Dachgarten in «Les Pépinières» in Lausanne.

Dambacher: Die Entwicklung neuer Technologien ist in vollem Gang. Speicher­ medien werden immer besser, Dämmmaterialien immer dünner, Glas lässt immer weniger Hitze und Kälte durch, Häuser speichern Wärme immer besser. Mindestens so wichtig sind aber auch stadtsoziologische Themen: Im Gegensatz zu vielen Retortenquartieren, die in den letzten 20 Jahren entstanden sind, streben wir einen nachhaltigen Städtebau mit durchdachten Begegnungs- und Interaktionsflächen an. Wir sind überzeugt: Ein Quartier funktioniert nur, wenn sich die Menschen tat­­­sächlich begegnen. Bei Quartiersentwicklungen sind für Mobimo darum der nicht gebaute Raum und die Etablierung von Quartierzentren zentral.

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Beispiel Mobimo: Bei den Aussen­ raumplanungen im Quartier du Flon in Lausanne, im Aeschbach-Quartier in Aarau und im «AGGLOlac» in Nidau und Biel setzte sich Mobimo stets stark für funktionierende Begegnungsmöglichkeiten ein – von Dachgärten oder Plätzen mit Restaurants und Cafés bis zu Pärken.

PRODUKTION UND LOGISTIK Vision: Die Smart City importiert möglichst wenig und produziert möglichst viel für den Eigenbedarf selber. Zur Aufgabe der Stadt gehört es, effiziente Produktionsstätten und eine funktionierende Logistik zu fördern.

Industrienutzung, neu definiert: Rheinmetall-Areal.

Dambacher: Das ist ein sehr komplexes Thema – und gerade sehr aktuell in allen grösseren Städten weltweit. Die Zeiten, in denen sich innerhalb grosser Städte in der Schweiz produzierende Industrie angesiedelt hat, sind längst vorbei. Es geht nicht nur um den Raum, den solche Produktionen benötigen, sondern vor allem um Emissionen, Lärm und die Ver- und Entsorgung von Gütern in einem Umfeld, das geprägt ist von einer vielfältigen Mischnutzung aus Arbeit, Freizeit und Wohnen. Ich denke, wir müssen den Industriebegriff innerhalb eines urbanen Systems völlig neu definieren. Leider wird diese Diskussion heute oft noch viel zu idealistisch geführt.

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Beispiel Mobimo: Bei der Entwicklung des Rheinmetall-Areals in ZürichOerlikon ist Mobimo derzeit daran, den Begriff «Industrie 4.0» innerhalb der Stadt neu zu definieren.


MOBILITÄT UND VERKEHR

Weniger Parkplätze: Car- und Bikesharing-Angebote sorgen trotzdem für Mobilität.

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Dambacher: Das selbstfahrende Auto ist bereits Realität. Es ist nur eine Frage der Zeit, dass diese Technologie massentransporttauglich wird. In Japan hat sogar die Regierung einen Autobauer bei der Entwicklung einer Wasserstoffbrennstoffzelle unterstützt. Ikea hat in London einen ganzen Stadtteil gebaut und mit modernster Mobilitäts- und Kommunikationstechnologie ausgestattet. Die Frage ist: Müssen wir als Mobimo aufpassen, dass wir unsere Kernkompetenz nicht an Firmen wie Google, Tesla oder Ikea abgeben, welche die Trends besser wahrnehmen und bereit sind, echte visionäre Ideen zu denken? Reicht es noch, wenn wir als Mobimo unsere Rolle lediglich als Immobilieninvestorin sehen? Momentan denke ich noch: ja – da wir sozusagen die «Hardware» für unsere Mieter, also unsere «Software», bereit­stellen. Diese Software ist vermutlich stärker von Trendentwicklungen betroffen, gerade im informations- und kommunikationstechnologischen Bereich. Die Immobilienwelt ist nach wie vor eine spezielle Industrie. Was nicht heisst, dass wir diese Entwicklungen nicht sehr genau verfolgen und aktiv in unsere Planungen mit einbeziehen.

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Vision: Der Sharing-Gedanke ist umfassend. Sämtliche Mobilitäts­ systeme kommunizieren miteinander, Staus und Verkehrsunfälle gibt es praktisch keine mehr. Das selbst­ fahrende Auto (siehe Seite 12) ist Standard. Sämtliche Verkehrsträger sind emissionsneutral.

Beispiel Mobimo: Sowohl beim Projekt AGGLOlac in Biel/Nidau wie auch beim Aeschbach-Quartier in Aarau trägt Mobimo dieser Entwicklung Rechnung und baut weit weniger Parkplätze als gesetzlich vorgeschrieben. Dank gutem Carund Bike-Sharing-Angebot und den Bahnhöfen in unmittelbarer Nähe werden die Bewohner trotzdem eine hohe Mobilität geniessen.


INFORMATION UND KOMMUNIKATION

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Vision: Flexibel, vernetzt, integriert und effizient: Die Smart City basiert auf aktuellen Informationen, umfassender Kommunikation, permanentem Datenaustausch und Vernetzung in Echtzeit.

Immer und überall informiert: Im Lausanner «Flon» gehört Gratis-WiFi zum Konzept.

Dambacher: Ob ultraschnelles Gratis-WiFi auf der ganzen Stadtfläche, wie Google es gerade in New York anstrebt, oder Solarzellen für die Häuser: Die Vernetzung ist nicht aufzuhalten. Sehr viele grosse Konzerne werden dabei sehr viel Geld verlieren und darum alles daran setzen, die Zukunft noch ein wenig hinauszuzögern. Schon heute aber regeln wir via App die Fussbodenheizung zu Hause und laden unser Flugticket aufs Smartphone. Die Zukunft wird durch Informationssysteme gesteuert – wir sind schon mittendrin.

Beispiel Mobimo: Im «Flon» in Lausanne bieten wir Gratis-Wifi flächendeckend an. Besucher und Bewohner sind über die Flon-Website genau informiert, wo welches Kultur-, Einkaufs- oder GastronomieAngebot, ein Parkplatz oder das nächste Tram zu finden sind. Das stärkt auch die Identität des Ortes.

SICHERHEIT UND SCHUTZ Vision: Nicht nur die Polizei wird in der Smart City für Ruhe und Ordnung sorgen: Jeder Bürger und jedes öffentliche Gebäude ist Teil eines umfassenden Konzepts zur Widerstandsfähigkeit gegen­ über Sicherheitsrisiken.

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Der Mix machts: Heterogen gebauter Aussenraum wie im Aeschbach-Quartier in Aarau bietet auch Schutz.

Dambacher: Retortenquartiere werden viel grössere Sicherheitsrisiken haben als ein heterogen gebautes Quartier, wo am Morgen um sechs die Bäckerei öffnet und um ein Uhr nachts die Bar schliesst, wo Begegnungsorte für einen sozialen Mix sorgen und die Menschen interagieren lassen. Das bedeutet automatisch auch Sicherheit und Schutz.

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Beispiel Mobimo: Im AeschbachQuartier in Aarau wird besonders stark in den Aussenraum investiert. Nicht in schöne Bänke oder tolle Lampen, sondern in Quartierzentren, Restaurants, Cafés, Kulturflächen und Parks.


SMART CITY Stefan-Martin Dambacher, responsable Développement de projets chez Mobimo, nous décrit sa vision de l’avenir. Abordant sept sujets essentiels, il imagine la ville de demain – la Smart City – et tente d’évaluer où en est la Suisse en la matière. Une chose est sûre: la numérisation en cours va avoir un impact décisif sur la ville du futur. «Dans peu de temps, nous ne parlerons plus de ville, mais de systèmes urbains communiquant entre eux», affirme-t-il.

3. Architecture et urbanisme Pour offrir une qualité de vie élevée, les quartiers doivent bénéficier d’une conception urbanistique durable intégrant des surfaces d’interaction adéquates. «Un quartier ne fonctionne que si les gens se rencontrent vraiment. Lors du développement d’un quartier, Mobimo s’intéresse donc de très près aux espaces non bâtis et à la mise en place de centres de quartier», explique Stefan Dambacher. Dans le cadre de la densification urbaine, les toits deviendront des lieux de rencontre.

4. Production et logistique La ville de demain importera le moins 1. Processus urbains possible et produira le plus possible A l’avenir, les citoyens participeront de pour couvrir les besoins de ses habiplus en plus activement à l’élaboration tants grâce à des sites de production efdes grands projets d’urbanisme. ficients et à une logistique performante. Or, dans ce contexte, la transparence Au sein de chaque système urbain, le est une priorité. Il faut en effet déterconcept d’industrie doit donc être entièminer les limites de cette participation rement redéfini. Mais il ne suffit pas de et intégrer les contre-arguments dès travailler sur les espaces qu’occupent les la phase de développement. sites de production: Le projet actuel AGGLOlac il faut surtout illustre cette nouvelle ap«Rien ne peut s’intéresser aux proche: en collaboration avec arrêter l’essor des émissions, au les communes de Nidau et bruit, à l’appro­ réseaux.» de Bienne, Mobimo a mis en visionnement et œuvre un processus particià l’élimination des déchets dans un patif en plusieurs étapes pour concevoir un nouveau quartier sur les bords du lac. environnement qui sert de cadre à de multiples activités et où coexistent habitat, travail et loisirs. 2. Neutralité énergétique La neutralité du CO2 et l’autonomie éner5. Mobilité et circulation gétique sont deux objectifs majeurs de Les réseaux seront au cœur de la mola Smart City. Les habitants contribuebilité du futur. Les moyens de transport ront à la production d’énergie et des réseront partagés et tous les systèmes de servoirs hybrides d’énergie réguleront mobilité communiqueront entre eux, les virtuellement l’offre et la demande. Deembouteillages et les accidents apparpuis des années, Mobimo s’engage afin de favoriser la construction de quartiers tiendront au passé, les voitures n’auront plus de conducteur et tous les véneutres en émissions de CO2, comme le démontre le quartier Aeschbach à Aarau: hicules seront neutres en émissions. Au Japon, le gouvernement investit situé à proximité immédiate d’une gare des milliards dans le développement ferroviaire, il bénéficie de certifications de la première voiture sans conducteur prenant en compte tous les critères de fonctionnant à l’aide d’une pile à comdurabilité. bustible à hydrogène. Or ces évolutions ont un impact direct sur la branche immobilière. Dans le cadre du projet AGGLOlac, Mobimo a imaginé des offres d’autopartage et de vélopartage de proximité et construit un nombre de places de stationnement se situant nettement au-dessous du nombre autorisé par la loi.

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6. Information et communication La Smart City de demain s’appuiera sur les réseaux, la communication en temps réel, l’échange permanent de données et l’information en continu. «Nous pouvons déjà régler le thermostat du chauffage de notre maison à l’aide d’une appli et nous téléchargeons nos billets d’avion sur notre smartphone. Demain, les systèmes d’information seront partout. Cette évolution a déjà commencé», dit Stefan Dambacher. A Lausanne, dans le Quartier du Flon, Mobimo propose un accès Wi-Fi gratuit. Le site web consacré au quartier fournit par ailleurs des informations sur l’offre gastronomique et culturelle ou sur les transports en commun et les places de stationnement. Cette plateforme contribue largement à forger l’identité du quartier. 7. Sécurité et protection Stefan Dambacher pense que la police n’assurera plus seule la sécurité et la protection de la ville de demain, mais que les citoyens et les bâtiments publics y contribueront. «Dans les ensembles construits de toutes pièces, les risques sont beaucoup plus élevés que dans les quartiers hétérogènes où le boulanger ouvre à six heures du matin et le bar ferme après minuit, où les lieux de rencontre permettent une vraie mixité sociale et une interaction entre les habitants», souligne Stefan Dambacher. C’est pourquoi, lors de la conception de ses projets de construction, Mobimo accorde une grande importance aux espaces favorisant la vie sociale, qu’il s’agisse de centres de quartier, de restaurants ou de parcs publics.  


TREND

WENN DAS AUTO SELBER FÄHRT

In der Zukunft werden wir mehr Freizeit haben: nämlich auch dann, wenn wir mit dem selbstfahrenden Auto unterwegs sind. Michael Krohn von der Zürcher Hochschule der Künste hat die Mobilität der Stadt Zürich im Jahr 2030 untersucht. Text: Michèle Roten  |  Fotos: Lukas Lienhard

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Herr Krohn, was war Ihr erstes Auto? Ein Toyota, Jahrgang 79. Das war eine rein pragmatische Entscheidung, er hat nur 3 000 Franken gekostet – dafür aber auch bald schon Öl verloren. Von Ihrem ersten Wagen zu heute, wie hat sich da die Bedeutung des Autos für die Gesellschaft verändert? Es gibt einen starken Trend vom Besitzen hin zum Benützen. Und, das haben wir in der Studie herausgefunden: Das hat nicht viel damit zu tun, dass die Menschen ökologisch bewusster geworden sind und weniger Auto fahren wollen, sondern mehr mit der Stadtentwicklung. Die bringt den Menschen weg vom Auto. Aus welchen Gründen? Wo es Parkplätze hat, hat es keine Wohnungen oder Büros. Wo es Strassen hat, hat es keine Läden. Die Stadt­entwicklung konkurriert mit dem Verkehr und die Priorität liegt klar bei einer qualitativen Stadtentwicklung, da dies einen Standort­ vorteil bedeutet. Es sind ökonomische Überlegungen: Ein Parkplatz ist, sagen wir mal, drei auf fünf Meter, also 15 Quadratmeter. Was zahlen Sie in Zürich für ein Zimmer dieser Grösse? So viel kostet die Stadt so ein Parkplatz – egal ob jemand dafür bezahlt oder nicht. Und durch diese Entwicklung wird der Stadtbewohner gezwungen, Alternativen zum eigenen Auto zu suchen? Genau. So ist es ja schon länger. Die wenigsten meiner Freunde in der Stadt haben ein Auto, das ist ja eigentlich nur mühsam im Alltag. Dazu kommen noch zwei Entwicklungen, die den Automobilmarkt durcheinanderwirbeln werden: die Elektromobilität – man denke daran, wie schnell Tesla zu einem wichtigen Player geworden ist – und das selbst­ fahrende Auto. Das selbstfahrende Auto. Kurz umrissen, wie muss man sich das vorstellen? Es ist ein Auto, das einen automatisch zum programmierten Ziel fährt, und zwar sicher und effizient. In dieser Zeit kann man Zeitung lesen oder schlafen oder arbeiten. Während es nicht benutzt wird, parkiert es sich selber, lädt sich auf, und wenn man es braucht, kommt es wieder.

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Wie realistisch ist dieses Szenario? Ich bin überzeugt davon, dass das kommen wird. Die Frage ist nur, wie wir uns als Gesellschaft darauf einstellen. Ob wir den Bildern der Vergangenheit nachhängen oder ob wir offen sind für die Zukunft. Die Vergangenheit ist halt einfach vertrauter. Ich dachte zum Beispiel sofort: Ist nicht das Steuern der eigentliche Reiz am Autofahren? Werden Kinder dereinst einfach nur dasitzen, wenn sie Auto fahren spielen? Ich glaube, dass die Vorteile überwiegen. Das Bild, das wir aus der Werbung vom Autofahren haben, von wegen über Pässe kurven und mit 150 auf der Autobahn, ist ja in der Realität inexistent. Wenn ich fahre, stehe ich oft in einer Kolonne, suche einen Parkplatz, oder es geht einfach nur langweilig geradeaus. Ich schaue ständig auf ein Heck vor mir, kann mich nicht richtig mit meiner Tochter unterhalten, die hinten sitzt, weil ich eben das Heck vorne anschauen muss. Der Fahrspass hält sich da sehr in Grenzen. Da würde ich doch viel lieber etwas anderes machen. Und dazu kommen noch die vielen Unfälle, von denen sind 90 Prozent mensch­ liches Verschulden. Es gibt also in der Zukunft keine Unfälle mehr, und der Verkehr läuft viel flüssiger? Vielleicht nicht keine – aber sicher weniger, denn dank der Schwarmintelligenz würden die Autos den sichersten Weg suchen und miteinander kommunizieren. Das haben viele an der Studie kritisiert: Wenn das Auto den Weg festlegt, ist das ein Eingriff in die persönliche Freiheit. Aber da sage ich immer: Wenn ich mit dem Zug nach Chur fahre, kann ich ja auch nicht bestimmen, welche Route genommen wird. Ich glaube, dieser Eingriff in die Entscheidungsfreiheit wird mehr als wettgemacht durch die Individualität der Zeitnutzung, die sich dadurch ergibt. Sie erwähnten vorher die Unfälle durch menschliches Verschulden. Wie sieht es denn aus mit Unfällen, die durch menschliche Reaktion verhindert werden? Gibt es Momente im Verkehr, wo der Mensch dem Computer überlegen ist? Das ist ein noch nicht ganz gelöstes Problem. Vor allem der Punkt des Vorausschauens. Der Computer reagiert ja vor

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allem auf den Jetzt-Zustand. Aber es gibt Situationen, wo ein Mensch die Lage besser einschätzen kann. Wenn zum Beispiel alte Leute eine Strasse überqueren und zögern, einen Schritt machen und dann wieder anhalten, vielleicht umkehren. Das kann ein Mensch mit dem Blickkontakt eher klären, hier entsteht eine Interaktion zwischen Fussgänger und Fahrer. Die Maschine kann das nicht. Es gab zwei Diplomarbeiten zu diesem Thema, und da hat sich herausgestellt, dass die Front des Autos ein Gesicht bekommen muss, weil der Fahrer nicht mehr das Gesicht des Fahrzeugs ist. Es wird dann vielleicht Sensoren geben, die den Blickkontakt ersetzen, Anzeigen, die vermitteln, dass jemand bemerkt wurde. Das Auto muss diesen Teil der Kommunikation für den Fahrer übernehmen. Aber genauso wichtig wie das Auto ist die ganze neue Verkehrsinfrastruktur, die es eigentlich dazu geben muss. Irgendwie interessieren sich aber alle nur für das Auto, das ist schade. Wahrscheinlich, weil uns das Auto irgendwie nah ist. Es ist oft der grösste Besitz eines Menschen und aufgeladen mit Erlebnissen. Natürlich. Gerade auch in meiner Generation war das Auto eine Art erstes eigenes Zuhause. Mit dem Auto war man frei, man hatte Sex im Auto, konnte laute Musik hören – es ist ein intimer Raum. Das unterscheidet auch das selbstfahrende Auto von den öffentlichen Verkehrsmitteln: Man ist allein. Kann Gipfeli essen, rauchen, tun, was immer man will. Und man wird es auch kom­plett individuell ausrüsten lassen können, viel mehr noch als bei heutigen Autos. Abgesehen von den Sharing-Modellen, die sich sicherlich ergeben werden: Wer wird sich so ein Auto leisten können? Am Anfang wird es vielleicht ein bisschen teurer sein, aber sehr schnell wird das selbstfahrende Auto gesellschaftlich diffun­ dieren und zum Standard werden. Vielleicht wird man irgend­ wann sogar gezwungen, sich so ein Auto zuzutun, vergleichbar etwa mit der Congestion Charge in London – dass man mehr zahlen muss dafür, nicht ein Auto dieser Art zu haben, weil es den Verkehr behindert, die Umwelt eher verschmutzt, mehr Unfälle generiert et cetera. Wird man noch eine Autoprüfung brauchen? Ich denke, eigentlich nicht. Aber das sind Fragen, die es politisch, ethisch und gesellschaftlich noch zu klären gilt. Oder auch: Wer ist schuld, falls es doch mal Unfälle geben sollte?

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Cityflitzer: Selbstfahrendes Einspurfahrzeug CIO (William Bach, ZHdK).

Wie wird das selbstfahrende Auto die Stadt verändern? Wir glauben, dass die Stadt dadurch um einiges freundlicher werden kann. Autos, die nicht gebraucht werden, verlassen die Stadt und fahren in die Agglo, die eh schon etwas unübersichtlich gebaut ist (lacht). Das eröffnet sehr attraktive Möglichkeiten. Denn es ist doch so: Die meisten wollen zwar in der Stadt wohnen und unbegrenzt mobil sein, aber doch eine schöne grüne Aussicht haben, nicht an einer lauten Strasse leben und Abgase einatmen. Mit den selbstfahrenden Autos könnte man das ein Stück weit erreichen. Sie sind klein, platzsparend, leise, emissionsfrei und nicht präsent in der Stadt, wenn sie nicht gebraucht werden. Das heisst: mehr Platz, mehr Fussgängerzonen, die Stadt kann grüner, offener und attraktiver werden. Wie wird das selbstfahrende Auto den öffentlichen Verkehr verändern? Das wird stark ineinandergreifen. Man wird zum Beispiel mit dem Zug nach Chur fahren, wo das Auto wartet und einen auf die Alp chauffiert. Wahrscheinlich werden sich auch Szenarien ergeben, wo eine Automobilfirma den öffentlichen Verkehr zeitweise mit eigenen Leistungen ergänzen kann, denn es dauert ja sehr lange, zwischen acht und zehn Jahren, bis ein grosses Neubaugebiet verkehrsmässig komplett erschlossen ist wie etwa in Zürich Nord. Da könnte nun Audi oder sonst jemand sagen: wir setzen hier mal fünfzehn Wagen ein, die dieses neue Quartier an die Stadt anbinden. Was ist eigentlich mit den Taxifahrern? Ja, für die wird es schon schwierig. Aber sie werden wohl als Serviceleistung nicht ganz aussterben, weil man ja ab und zu doch noch jemanden braucht, der einem die Koffer ins Auto wuchtet.

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Innenraumstudie (Milan Rohrer, ZHdK).

LA VOITURE QUI SE CONDUIT TOUTE SEULE A l’avenir, nous aurons plus de temps libre. Et ce, même pendant nos déplacements, car nous voyagerons à bord d’une voiture autonome. Michael Krohn, de la Haute Ecole d’art de Zurich, a mené une étude sur la mobilité en ville de Zurich à l’horizon 2030. Monsieur Krohn, qu’est-ce qu’une voiture autonome? C’est une voiture efficace et sûre qui vous emmènera à l’heure que vous avez choisie jusqu’à l’endroit que vous lui aurez indiqué – sans que vous ayez à la conduire. Pendant le trajet, vous pourrez donc lire le journal, dormir ou travailler. Lorsque vous en descendrez, elle se garera toute seule et rechargera ses batteries. Et dès que vous aurez à nouveau besoin d’elle, elle vous rejoindra. Vous pensez qu’elle se généralisera un jour? Oui, j’en suis persuadé. Reste à savoir comment notre société réagira à cette mutation. Mais la conduite n’est-elle pas justement ce qui fait le sel d’un trajet en voiture? Je crois que les avantages de la voiture autonome sont plus importants que ses inconvénients. Dans les spots télévisés, on nous montre des automobilistes

souriants qui enchaînent les virages à vive allure et qui roulent à 150 km/h sur l’autoroute. Mais la réalité est bien différente. Lorsque je conduis, je me retrouve souvent dans un embouteillage ou je cherche une place de parc. Ou alors je roule en ligne droite et je m’ennuie, les yeux rivés sur l’arrière du véhicule qui me précède. Je ne peux pas discuter tranquillement avec ma fille, installée à l’arrière, car il m’est impossible de tourner la tête. Le fameux «plaisir de conduire» est à vrai dire très limité. Sincèrement, je préfé­rerais faire autre chose. Et je ne vous parle même pas des accidents, dont 90 pour cent sont dus à une erreur humaine. Quel sera l’impact des voitures autonomes sur nos villes? Je pense que, grâce à ces voitures, les villes deviendront plus accueillantes. Car la plupart des gens veulent vivre en ville et jouir pleinement de leur mobilité, mais presque tout le monde préfère habiter dans un appartement avec vue sur la verdure, à l’abri du bruit et des gaz d’échappement. Or les voitures autonomes devraient contribuer à faire en sorte que cela devienne possible. Elles sont petites, silencieuses et propres et elles n’encombrent pas les rues lorsqu’elles ne sont pas utilisées. Ainsi, il y aura davantage de zones piétonnes et d’espaces verts, les villes deviendront plus ouvertes et plus attrayantes.

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Prof. Michael Krohn leitet den Studieng­ang Master of Arts in Design an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Im Rahmen der Audi Urban Future Initiative er­forschte er mit seinen Studierenden zukünftige Mobilitäts-Szenarios für die Stadt Zürich mit dem Schwer­punkt auf fahrerlosen Autos.


VERWANDLUNG

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VOIX AU CHAPITRE En Suisse, on n’avait encore jamais vu autant de personnes participer à la conception d’un nouveau quartier: avec AGGLOlac, Mobimo innove. Nous avons rencontré douze personnalités qui participent à l’élaboration, sur les bords de «leur» lac, d’un ensemble dont l’impact positif devrait bénéficier à toute la région. Texte: Andrea Schafroth, Monique Rijks  |  Photos: Hans Schürmann MO MA

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Une situation privilégiée: ici, un nouveau quartier de 70 000 m2 va naître.

Fait avancer la ville jusqu’au lac: AGGLOlac.

Le nouveau quartier AGGLOlac verra le jour sur un terrain de 70 000 mètres carrés situé au bord du lac de Bienne. Défriché pour l’Expo.02, il n’est pratiquement plus utilisé depuis. Développé par les communes de Bienne et de Nidau en collaboration avec Mobimo, le projet AGGLOlac se veut résolument participatif. Au niveau local, près de 400 leaders d’opinion, représentants de groupes d’intérêt et voisins ont été consultés. Les sujets les plus importants ont été débattus dans le cadre d’ateliers et de groupes de travail comme le «Forum pour la qualité de vie». La population a pu suivre l’évolution du projet grâce à plusieurs expositions et journées d’information et donner son avis lors de différents débats publics. Le processus participatif a débuté il y a près de quatre ans. Au fil du temps, les personnes concernées sont devenues des partenaires et les adversaires des amis. Nous avons rencontré douze personnalités qui participent à l’élaboration, sur les bords de «leur» lac, d’un ensemble dont l’impact positif devrait bénéficier à toute la région. AGGLOlac sera un lieu de vie et de rencontre aux multiples facettes. On viendra ici pour se balader dans la nature ou écouter un concert, faire un tour en bateau ou s’initier au stand up paddle, manger des filets de perche frits ou meunière, boire un café ou déguster un mojito.

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Inspirée: Anna Ravizza.

Doutes envolés Anna Ravizza est directrice de la maison de retraite Residenz Au Lac, située tout près du site d’AGGLOlac. «Pour moi, le concept de qualité de vie est étroitement lié au respect et à la création d’espaces de vie convenant aux différentes générations. Je suis persuadée que la cohabitation de personnes âgées, de familles et de célibataires a des effets bénéfiques pour tous. Au départ, j’étais un peu sceptique à l’égard du projet AGGLOlac. Mais mes doutes se sont envolés lorsque j’ai constaté que nos requêtes étaient prises au sérieux. La manière dont «Le débat a les initiateurs du projet ont accueilli et engendré des solutions répercuté nos suggestions nous a inspirés innovantes.» et a engendré des solutions innovantes.» L’esprit de l’Expo.02 Originaire du Seeland, Daniel Suter est président du Seeclub Biel. A la demande de Mobimo, il a effectué les premiers entretiens avec les leaders d’opinion locaux et établi une carte des points de vue, des souhaits et des critiques. «Tous ceux que j’ai rencontrés étaient d’accord pour dire qu’AGGLOlac devait faire avancer la ville jusqu’au lac. Mais l’équilibre entre espaces publics et espaces privés faisait débat. Grâce à son expérience en matière de développement, Mobimo sait heureusement comment articuler vie publique et vie privée pour satisfaire tout le monde. Pour ma part, j’espère qu’AGGLOlac permettra de faire renaître l’esprit de l’Expo.02. A l’époque, l’élégante ‹Hélix› dominait les eaux, créant un lien entre les rives et les riverains. La vie citadine s’était déplacée jusque sur les bords du lac, stimulant les Biennois et les habitants de Nidau.»

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Stimulé: Daniel Suter.

«Déplacer la vie citadine jusque sur les bords du lac.»


«Il faut du courage pour renoncer aux ‹niches› privées.»

Ecologiste: Pablo Donzé.

«Sans places de parc, impossible de faire des affaires.»

Davantage de places publiques Pablo Donzé est urbaniste, il siège au Conseil de Ville de Bienne (Les Verts) et est membre de la commission intercommunale AGGLOlac. «Au début, nous rêvions d’une petite Venise, d’un quartier sillonné de canaux avec beaucoup d’espaces verts et d’espaces piétons sans voitures. Mais lorsque, dans la présentation du concours, nous avons vu que 1 200 places de parc étaient prévues, nous avons compris que la réalité serait différente. En tant que politicien, mais aussi à titre personnel, je souhaite vraiment qu’AGGLOlac soit un lieu ouvert à tous. Je sais qu’il faut du courage pour renoncer aux ‹niches› privées. Mais je suis convaincu qu’à l’avenir, les places publiques seront plus importantes que les places de parc. Et a-t-on vraiment besoin de deux voitures lorsque l’on habite à cinq minutes de la gare?» Pas assez de places de parc Sascha Biedermann est propriétaire du magasin de surf Tropical Sunset, installé sur le port de barge qui jouxte le site d’AGGLOlac, et membre de la communauté d’intérêts Sports Nautiques. «Dans ce nouveau quartier, nous aimerions ouvrir une ‹Maison des Sports nautiques›. Mais ce projet n’est réalisable que s’il y a assez de places de stationnement. Ceux qui pratiquent une activité nautique ont un équipement encombrant et la majorité d’entre eux ne souhaite pas se déplacer à pied en le portant. Nous continuons donc à réclamer plus de places de parc. Par ailleurs, nous ne pensons pas que les magasins pourront survivre avec une clientèle uniquement constituée de promeneurs: Bienne n’est pas une grande métropole et elle attire trop peu de touristes – même si, de ce point de vue, AGGLOlac lui fera du bien.»

Sceptique: Sascha Biedermann.

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«AGGLOlac est un projet phare qui rayonnera au-delà des frontières de la commune.»

Confiante: Sandra Hess.

Créer de la qualité de vie Sandra Hess est maire de Nidau. «J’aime le charme méditerranéen du port de barge en été. Agités par le vent, les cordages des voiliers font entendre leur musique, des gens venus des quatre coins de la Suisse préparent leur bateau sous l’œil de ceux qui sont en train de déguster un verre de vin. Grâce à AGGLOlac, nous allons avoir la chance unique de créer autour de cette oasis un espace de vie pour toute la région. La genèse complexe de ce nouveau quartier montre aussi que l’on ne peut pas considérer isolément AGGLOlac: c’est un projet phare qui rayonnera au-delà des frontières de la commune.» Toute l’année Karin Roth est administratrice de biens immobiliers et présidente de la Jeune Chambre économique. Elle a participé plusieurs fois au «Forum pour la qualité de vie». «A quelques pas de notre bureau, la Suze coule en direction du lac. En été, à l’heure de l’apéritif, nous nous rendons à pied au Beachtown pour prendre un verre au bord de l’eau. Le week-end, je chausse mes rollers et je longe la rive. Un peu à l’écart de la ville, cette zone récréative de proximité est idéale. J’en ai la conviction: AGGLOlac va la valoriser et la faire vivre toute l’année. Les oasis existantes seront reliées entre elles, des restaurants ou des espaces de loisirs et de rencontre vont voir le jour. Je me réjouis déjà!»

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«La zone récréative de proximité sera valorisée.»

Enchantée: Karin Roth.


Un petit air de Méditerranée: un port du lac de Bienne.

Pugnace: Mario Cortesi.

«Monde du Temps» Mario Cortesi est entrepreneur de médias et a contribué à l’élaboration d’un concept de divertissement pour AGGLOlac. «J’étais contre l’idée de départ d’une petite Venise avec des canaux nauséabonds – et je l’ai fait savoir. Puis Bienne et Nidau ont trouvé en Mobimo un investisseur qui, grâce à son expérience, a choisi la bonne méthode. L’entreprise voulait que les gens participent à l’élaboration du projet, elle était présente et a régulièrement informé la population de manière transparente. Aujourd’hui, je suis optimiste et je rêve d’édifier sur le site un ‹Monde du Temps› pour faire honneur à notre ville horlogère. Mais personne ne sait si ce rêve se réalisera.» Un équilibre difficile à trouver Nathan Güntensperger est conseiller de Ville à Bienne et député du canton de Berne (pvl) ainsi que propriétaire de l’auberge-bistro Lago Lodge située sur le site d’AGGLOlac. «Nos suggestions ont été prises au sérieux. Grâce à nos critiques, la ceinture entre le lac et les premières maisons sera par exemple plus large. Mais il nous semble malgré tout qu’à l’avenir, beaucoup de choses ne seront plus possibles. Lorsqu’il y a un événement sur la plage, les riverains appellent la police dès 22h01 pour se plaindre du bruit. Alors qu’en sera-t-il lorsqu’il y aura de nouveaux appartements dont certains seront chers? Comment faire en sorte que ce quartier devienne un lieu où se croisent différents univers et où toutes les générations se sentent bien tout en garantissant la tranquillité des habitants? L’équilibre va être difficile à trouver!» Critique: Nathan Güntensperger.

«Beaucoup de choses ne seront plus possibles.»

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«Je rêve d’édifier ici un ‹Monde du Temps›.»

«La participation est importante, mais un tel processus est complexe.»

Diplomate: Erich Fehr.

Pas de faux espoirs Erich Fehr est maire de Bienne. «A Bienne, comme dans le reste de la Suisse, le nombre d’habitants augmente. AGGLOlac est donc une chance: un site en jachère va être transformé en un lieu de vie attrayant, ouvert à tous et bénéficiant d’une situation exceptionnelle. Dans le cadre d’un projet aussi important, la participation est une bonne chose, car elle permet à ses responsables et à la population de découvrir les besoins des uns et des autres. Mais un tel processus est complexe, coûteux et risqué. Il faut savoir comment et à quel moment on fait appel à la population et expliquer les tenants et les aboutissants de la participation afin de ne pas faire naître de faux espoirs.» Un processus surprenant Sibylle Thomke est architecte et propriétaire du bureau de planification et d’architecture SPAX. Elle a participé à l’un des groupes de travail d’AGGLOlac. «Je me méfie des processus où tout le monde a voix au chapitre, car le projet a souvent tendance à devenir flou. Heureusement, dans le cas d’AGGLOlac, il a été possible d’élaborer une vision urbanistique qui rend justice au potentiel du site. L’information et la participation de la population étaient nécessaires et elles ont eu des effets surprenants. Lorsque les différents projets ont été exposés au Palais des Congrès, il y avait parfois tellement de monde que l’on n’arrivait plus à bouger. De plus, une véritable culture du débat a vu le jour. Les gens n’essayaient pas de se battre pour sauver la vue qu’ils ont depuis chez eux: les enjeux urbanistiques étaient réellement au cœur des discussions.»

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«Dans ce cas, la participation de la population était nécessaire.» Visionnaire: Sibylle Thomke.


AGGLOlac stimule: la zone récréative des bords du lac sera valorisée.

Communicatif: Peter Lehmann.

Une participation coordonnée Peter Lehmann est directeur de la société de conseil biennoise sanu future learning qui a participé à la conception du processus de participation d’AGGLOlac. «Nous avons animé des réunions publiques pour découvrir les idées et les points de vue de la population et pour en débattre. Généralement, nous accueillions une cinquantaine de personnes dont les liens avec AGGLOlac étaient très divers: il y avait là des architectes, des acteurs de la vie culturelle, des représentants de groupes d’intérêts ou des riverains. Ces processus ‹bottom-up› sont itératifs: nous planifions qui doit être intégré au processus, quand et comment. Généralement, nous concevons quelque chose, consultons certains groupes, ouvrons le champ d’intervention au reste de la population, le refermons pour exploiter les résultats et le rouvrons plus tard si nécessaire. L’objectif a toujours été d’élaborer un projet apportant des avantages économiques, sociaux et écologiques.» Non aux idéologies Peter Moser est entrepreneur de transport, député (FDP/PLR), conseiller de Ville à Bienne et membre de la commission intercommunale AGGLOlac. «J’ai hâte de voir naître ce nouveau quartier et espère que le projet restera ambitieux, sans être freiné par les idéologies. Je souhaite notamment que la tour prévue soit bâtie. Car les constructions marquantes confèrent une identité aux quartiers, aux villes ou aux endroits où elles sont érigées: imaginez un peu le Chasseral ou le Säntis sans antenne! En outre, je trouve qu’une ville doit faire vivre les rives de son lac. Contrairement à Neuchâtel ou Zurich, Bienne et Nidau ont trop longtemps ignoré leur lac. Le site d’AGGLOlac n’a été défriché que récemment, pour l’Expo.02, et sa redécouverte a mis du temps. Nous devons enfin apprendre à apprécier notre lac.»

Motivé: Peter Moser.

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MITSPRACHE ERWÜNSCHT Noch nie haben in der Schweiz so viele Menschen an der Gestaltung eines neuen Stadtteils mitgewirkt: Mit dem Projekt AGGLOlac auf dem 70 000 Quadratmeter grossen Areal am Bielersee geht Mobimo neue Wege. Das Projekt wird von Nidau und Biel gemeinsam mit Mobimo entwickelt und ist bewusst in die Bevölkerung hinausgetragen worden: Fast 400 Gespräche mit lokalen Meinungsträgern, Interessensvertretern, Anwohnern und Nachbarn wurden geführt. Stellvertretend erklären zwölf Persönlichkeiten, wie an «ihrem» See ein neues Stück Stadt entsteht, das Mehrwert für die ganze Region schafft. Anna Ravizza, Direktorin der Senioren­residenz au Lac: «Anfängliche Skepsis» «Ich bin überzeugt, dass sich das Zusammenleben von Senioren, jungen Familien und Singles nur positiv auf das Lebensgefühl aller auswirken kann. Die anfängliche Skepsis gegenüber dem Projekt verflüchtigte sich, als sich herausstellte, dass man unsere Anliegen ernst nimmt. Die Art, wie Meinungen aufgenommen und reflektiert wurden, inspirierte uns und führte zu innovativen Lösungen.» Daniel Suter, Präsident des Seeclubs Biel: «Geist der Expo.02» «Alle waren sich einig, dass AGGLOlac die Stadt an den See rücken sollte. Unterschiedlich waren die Auffassungen darüber, wie viel davon öffentlich sein soll. Ich hoffe, dass etwas vom Geist der Expo.02 an den See zurückkehrt: Damals schwang sich eine elegante Hélix über die Seebucht und verband Ufer und Menschen – das Stadtleben verlagerte sich ans Wasser. Das beflügelte Bieler und Nidauer gleichermassen.» Karin Roth, Immobilientreuhänderin und Präsidentin der Jungen Wirtschaftskammer: «Das ganze Jahr» «Gerade weil es etwas abseits vom Stadtzentrum liegt, ist das Gelände ein wunder­ bares Naherholungsgebiet. Ich bin überzeugt: AGGLOlac wird es aufwerten und ganzjährig zum Leben erwecken. Die heute punktuellen Oasen werden mit­ einander verbunden, weitere Restaurants, Freiräume und Treffpunkte werden hinzukommen. Ich freu mich darauf!»

Pablo Donzé, Verkehrsplaner und Bieler Stadtrat (Grüne): «Plätze statt Parkplätze» «Am Anfang träumte man von einem kleinen Venedig – einem von Wasserkanälen durchzogenen Quartier mit grünen Räumen und autofreien Wegen. Als wir sahen, dass 1 200 Parkplätze geplant waren, wurde uns bewusst, dass die Realität anders aussehen könnte. Ich bin aber überzeugt, dass in Zukunft Plätze wichtiger sein werden als Parkplätze. Und wer braucht schon zwei Autos, wenn er fünf Minuten vom Bahnhof entfernt lebt?» Sascha Biedermann, Besitzer des Tropical Sunset Surfshops am Barkenhafen, Mitglied der Interessensgemeinschaft Wassersport: «Ohne Parkplätze schwierig» «Im neuen Stadtteil schwebt uns ein Haus vor, in dem sich alles um den Wassersport dreht. Das geht aber nur, wenn genügend Parkplätze für Kunden vorhanden sind: Zu unseren Sportarten gehört oft eine sperrige Ausrüstung. Ich weiss aus Erfahrung, dass niemand bereit ist, diese zu Fuss heranzuschleppen, deshalb setzen wir uns weiterhin für mehr Parkplätze ein.» Sandra Hess, Stadtpräsidentin von Nidau: «Lebensqualität schaffen» «Ich liebe das mediterrane Flair am Barkenhafen, wenn im Sommer das Tauwerk der Segelschiffe im Wind schlägt, Menschen aus vielen Ecken der Schweiz an ihren Booten hantieren und andere ihnen bei einem Glas Weisswein dabei zuschauen. Es ist eine einmalige Chance, dass wir mit AGGLOlac rund um diese Oase Lebensqualität für die ganze Region schaffen können.» Nathan Güntensperger, Bieler Stadt- und Grossrat (GLP), Besitzer Hostel und Bistro Lago Lodge: «Gratwanderung» «Unsere Anstösse sind zwar ernst genommen worden. Dennoch haben wir Bedenken, dass dereinst vieles nicht mehr möglich sein wird am See. Wie soll aus diesem Stadtteil ein belebter Ort werden, wo sich Welten treffen und sich alle Generationen wohlfühlen, aber auch die Anwohner ihre Ruhe finden? Das wird eine Gratwanderung!» Sibylle Thomke, Architektin und Inhaberin des Bieler Planungs- und

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Architekturbüros SPAX: «Erstaunliche Signale» «Ich stehe Jekami-Entwicklungspro­zessen skeptisch gegenüber, weil die Vision dabei oft verwässert wird. Mit AGGLOlac hat man nun glücklicherweise eine städte­bauliche Vision erar­beitet, die dem Potenzial des Areals gerecht wird. Die Einbindung und Information der Bevölkerung war in diesem Fall sicher nötig und hat Erstaunliches bewirkt.» Mario Cortesi, Medienunternehmer: «Welt der Zeit» «Heute schaue ich zuversichtlich über die Seebucht auf die Brache – und träume davon, auf dem Areal eine ‹Welt der Zeit› einzurichten, passend zur Uhrenmetropole Biel. Ob mein Projekt realisiert wird, steht aber noch in den Sternen.» Erich Fehr, Stadtpräsident Biel: «Keine falschen Versprechen» «AGGLOlac ist eine grosse Chance, aus einer Brache an einmaliger Lage am See einen attraktiven Wohn- und Lebensort für alle zu machen. Bei einem so wichtigen Projekt ist Partizipation sinnvoll. Aber ein solches Verfahren ist aufwendig und birgt Risiken: Man muss wissen, in welcher Phase man die Bevölkerung mitwirken lässt und was man den Beteiligten in Aussicht stellt, damit nicht falsche Erwartungen entstehen.» Peter Lehmann, Direktor der Bieler Beratungsfirma sanu future learning, Mitgestalter des Partizipationspro­ zesses: «Koordinierte Mitsprache» «Wir haben öffentliche Veranstaltungen moderiert, an denen jeweils 50 Leute mit völlig unterschiedlichem Bezug und Interesse an AGGLOlac teilnahmen. Ziel war es, ein Projekt zu entwickeln, das neben ökonomischem auch gesellschaftlichen und ökologischen Gewinn bringt.» Peter Moser, Transportunternehmer, Grossrat (FDP), Bieler Stadtrat und Mitglied der interkommunalen Kommission AGGLOlac: «Keine Ideologien» «Ich freue mich auf den neuen Stadtteil und hoffe, dass man mutig baut und jegliche Art von Ideologie vom Projekt fernhält. So wünsche ich mir, dass das geplante Hochhaus tatsächlich realisiert wird. Denn ein markanter Bau verleiht einem Quartier, einer Stadt, Identität, und ein belebtes Seeufer gehört einfach dazu.»


INNOVATION

SCHNELLER, SCHÖNER, VERNETZTER Welche Hausgeräte spielen schon heute Zukunftsmusik? Wir haben uns bei den zehn wichtigsten Herstellern und Händlern der Schweiz umgesehen. MO MA BI GA MO ZIN

Text: Matthias Mächler | Illustration: Jonas Hofmann

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V-ZUG: DAMPF ABLASSEN Eigentlich gilt V-ZUG als Küchenspezialist. Doch nicht nur in der Küche bleiben Gerüche in Kleidern hängen. Ob FondueDuft oder Zigarrenrauch: Die Zuger haben eine Lösung dagegen gefunden. Dank dem «Refresh-Butler» müssen selbst hochwertige Textilien nicht mehr in die Reinigung, sondern können bequem und schnell daheim behandelt werden: Die Auffrisch-Funktion mit der Weltneuheit «Photokatalyse» neutralisiert mittels Dampf Koch- und Zigarettengerüche. Ebenfalls mit Dampf werden Tragund Knitterfalten reduziert. Das Zu­ satzprogramm Hygienisieren entfernt Keime fast vollständig. Und die TrocknenFunktion übernimmt das schonende und energiesparende Trocknen von regennassen Textilien.

SOLIS: SPIELEND SPAREN Wenig Aufwand, grosser Spareffekt: Solis setzt auf seine Kernkompetenz, das Vakuumieren, und präsentiert im Dezember den bedienungsfreundlichen «Solis Vac Prestige» mit dem schönen Touch-Panel und dem Fingerabdruck-resistenten Edel­stahlgehäuse. Ob Aktionen, die in grossen Mengen eingekauft werden, oder aufgebrochene Verpackungen: Vakuumiert bleiben weiche, harte, feuchte und trockene Esswaren frisch und aromatisch. Ausserdem verhindert das Vakuumieren einen Gefrierbrand der Ware im Tiefkühler.

Trend: Geräte statt Menschen Das vernetzte Zuhause ist nur bei Jungen ein Thema? Von wegen! Eine repräsentative Umfrage des Zukunftsinstituts belegt das Gegenteil. Selbst bei den über 55-Jährigen glaubt ein Drittel, dass ein vernetzter Haushalt das Alltagsleben erleichtert. Fast die Hälfte der 36- bis 54-Jährigen zieht intelligente Technologien externen Dienstleistern vor. Selbst wenn Geld keine Rolle spielen würde, wären 45 Prozent mit intelligenten Hausgeräten langfristig zufriedener als mit einer persönlichen Haushaltshilfe.

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M-ELECTRONICS: COOLE SACHE Migros stellt die Hausgeräte zwar nicht selber her, aber selbstverständlich streckt auch der orange Riese seine Fühler Richtung Zukunft und «vernetztes Wohnen» aus. Demnächst wird die Migros den ersten LG-Kombi-Kühlschrank mit Smart-Diagnosis-Funktion einführen: Bei Störung des Geräts bekommt man die Diagnose direkt aufs Handy. Und bereits liebäugelt man bei der Migros mit Geräten, die über eine App melden, welche Lebensmittel demnächst ausgehen, oder Vorschläge für Rezepte aus den noch vorhandenen Lebensmitteln erstellen. Solche Geräte sind in Südkorea bereits auf dem Markt. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit …

SIEMENS: APP DIE POST! Vom australischen «Flat White» bis zum holländischen «Koffie verkeerd»: Die Spezialwünsche beliebig vieler Gäste können via App in die coffeePlaylist getippt werden. «Home Connect» übermittelt sie direkt an die Kaffeemaschine, die eine Bestellung nach der anderen zubereitet. Nach Backöfen und Geschirrspülern geht Siemens 2016 auch mit Geräten aus den Bereichen Wäschepflege, Kühlen und Kaffee online. Dabei lassen sich sämtliche Geräte über eine einzige App steuern. Diese aussergewöhnliche Bedienfreundlichkeit brachte Siemens den Red Dot Communication Design Award und die Nominierung zum UX Design Award ein.

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JURA: KAFFEE MIT P.E.P. Es ist ein bisschen, als ob man in einem Café sitzt mit Seeblick und Sonne im Gesicht: Die Arbeit geschieht dezent im Hintergrund, und plötzlich steht er da, dieser aromatische Espresso oder Ristretto, und schmeckt nach Sommer und Fernweh. Der Kaffeevollautomat Z6 von Jura zaubert diesen Geschmack dank einer Weltneuheit in die Tasse: Der PulsExtraktionsprozess «P.E.P.» ist ein von Jura entwickeltes spezielles Brühverfahren. Das Wasser wird exakt getaktet und in schnellen Intervallen durch das Pulver der fein gemahlenen Bohnen gepresst. Dadurch haben die Aromen erheblich mehr Zeit, sich maximal zu entfalten.

STADLER FORM: PAUL GLEICHT AUS­ Heizlüfter optimieren in der Übergangszeit die Raumtemperatur. Für gewöhnlich schalten sie sich ein und geben Vollgas, dann schalten sie sich wieder aus, und wenn der Raum abgekühlt ist – je nach Mess-Sensor kann die Differenz bis zu 4 Grad betragen –, blasen sie wieder aus allen Löchern. Stadler Form, das Zuger Unternehmen mit DesignAppeal, hat mit «Paul» einen Heizlüfter mit Adaptive Heat entwickelt: Die eingestellte Temperatur wird durch automatische Regulierung der Heizleistung erreicht und mit einer Genauigkeit von einem Grad gehalten – bei steter, geringer und somit leiser Leistung, ähnlich der Klimaanlage im Auto. Das ist nicht nur angenehmer, es spart auch bis zu 12 Prozent Energie!

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MIELE: SMART COOKING Okay, es ist erst eine Projektstudie, Konkretes ist noch nicht absehbar. Aber was Miele und Microsoft da brutzeln, ist Zukunftsmusik in den Ohren von Alltagsköchen: Denn dank Assistenzsystem und Online-Rezepten wird man den Herd bald so programmieren können, dass Mahlzeiten perfekt gelingen. Mit der Auswahl eines Gerichts auf der Miele-Website werden die notwendigen Zubereitungsstufen auf das Smartphone oder das Tablet gesendet und das passende Automatikprogramm über Microsoft Azure auf den Backofen geladen. Dieser bereitet die Mahlzeit unter Berücksichtigung von Betriebsart, Temperatur, Kochzeit, Feuchtigkeit und anderen Faktoren zu. Da kann kein Koch mehr den Brei verderben.

ELECTROLUX: DEN PULS FÜHLEN Für Produktegestalter in der ganzen Welt gehört er zur festen Agenda: Der Electrolux Design Lab Wettbewerb ist ein Klassiker. Jahr für Jahr werden bis zu 1 700 Entwürfe aus über 60 Ländern eingereicht. 2015 suchte Electrolux zum 13. Mal nach innovativen Ideen, diesmal zum Thema «Healthy Kids». Dem Gewinner, der Ende Oktober in Helsinki gekrönt wird, winkt ein Preisgeld von 10 000 Euro und ein bezahltes sechsmonatiges Praktikum bei Electrolux. Und natürlich rechnet sich der Design Wett­ bewerb auch für den schwedischen Konzern: Durch die jungen, talentierten Gestalter surft der Küchengeräte-Hersteller am Puls der (Design-)Welt.

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KIBERNETIK: ENERGIE TANKEN Die Buchser Firma produzierte und vertrieb 30 Jahre lang Eismaschinen. Dann startete sie durch – unter anderem mit einer Handelsabteilung, die heute jährlich über 150 000 Geräte verkauft. Das Gerät, das für die Kibernetik AG die Zukunft in ganz besonderem Masse verkörpert, ist der neue Solarstromspeicher Hycube eActive. Wer also Photovoltaik daheim hat, könnte auf diesen 150-Ampere-Batterieschrank abfahren. Das All-in-OneGerät mit einer Entladeleistung von 5,5 kW erreicht Werte, von denen andere nur träumen. Und natürlich orientiert einen der Hycube dank einer App jederzeit, wie voll er gerade ist.

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RAPIDITÉ, BEAUTÉ ET CONNECTIVITÉ Vous pensez que les logements connectés n’intéressent que les jeunes générations? Pas du tout! Un sondage représentatif du Zukunftsinstitut, un célèbre institut de futurologie, prouve le contraire. Même chez les plus de 55 ans, un tiers des personnes interrogées pensent qu’un tel logement peut leur faciliter la vie. Et près de la moitié des 36–54 ans préfèrent les technologies intelligentes aux prestataires extérieurs. A prix égal, 45 pour-cent d’entre eux choisiraient en effet des appareils intelligents plutôt qu’une aide ménagère à domicile. Mais ces appareils existentils déjà? Nous avons mené l’enquête et examiné l’offre des dix plus grands fabricants et distributeurs de Suisse. M-Electronics: vraiment cool Prochainement, la Migros va lancer sur le marché le premier réfrigérateur combiné LG avec fonction Smart Diagnosis: en cas d’anomalie, le dysfonctionnement est signalé au propriétaire de l’appareil sur son smartphone. Les fabricants de frigos sont du reste en train de travailler sur des modèles qui transmettront via une appli la liste des produits alimentaires qui vont bientôt manquer ou qui proposeront des recettes à base des ingrédients restants. V-ZUG: à toute vapeur Grâce au Refresh-Butler de V-ZUG, il n’est plus nécessaire de courir chez le teinturier: désormais, vous pouvez défroisser et hygiéniser vos vêtements à domicile. La fonction «rafraîchir» est associée en première mondiale à un procédé spécial de photocatalyse, qui neutralise avec de la vapeur les odeurs de cuisine ou de cigarette. Stadler Form: chaleur douce Stadler Form a développé un chauffage d’appoint nommé Paul avec technologie

Adaptive Heat: il adapte automati­que­ ment sa puissance pour maintenir au degré près la température choisie – en douceur et silencieusement, comme la clim de votre voiture.

Dès lors, le four préparera le repas en respectant le mode de fonctionnement, la température, la durée de cuisson, le taux d’humidité et tous les autres facteurs préconisés.

Siemens: café branché Du flat white australien au koffie verkeerd néerlandais: les souhaits d’un nombre illimité de convives peuvent être enregistrés via une appli dans la playlist de Siemens, et le système Home Connect les transmet directement à la machine à café, qui prépare dès lors les boissons l’une après l’autre. Après les fours et les lave-vaisselle, Siemens lancera en 2016 des machines à café, des lave-linge et des réfrigérateurs connectés et tous les appareils pourront être pilotés via une seule et même appli.

Electrolux: les idées de demain Chaque année, plus de 1 700 personnes originaires de 60 pays participent au concours Electrolux Design Lab. En 2015, pour la 13e édition, Electrolux était à la recherche d’idées innovantes dans un domaine que les organisateurs avaient baptisé «Healthy Kids». Fin octobre à Helsinki, le gagnant ou la gagnante se verra offrir 10 000 euros et un stage payé de six mois chez Electrolux.

Solis: vive le vide En décembre, Solis présentera son Solis Vac Prestige, un appareil facile à utiliser qui permet de mettre sous vide la nourriture. Ainsi, les aliments achetés en grand nombre lors d’une promotion ou ceux dont les emballages ont déjà été entamés restent frais et conservent leur goût, qu’ils soient mous, durs, humides ou secs. Jura: café pulsé Entièrement automatique, la machine à café Jura Z6 travaille avec le nouveau procédé d’extraction pulsée P.E.P, qui injecte l’eau chaude sous pression par petites impulsions à travers la fine mouture. Ainsi les arômes ont plus de temps pour s’épanouir pleinement. Miele: smart cooking Ce que Miele et Microsoft concoctent étonnera les cuisiniers amateurs de demain. Il suffira de sélectionner un plat sur le site web de Miele et, comme par magie, la recette sera envoyée au smartphone ou à la tablette numérique de l’internaute, tandis que le programme automatique correspondant sera transmis au four via Microsoft Azure.

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Kibernetik: le plein d’énergie Sise à Buchs, la société Kibernetik a produit et distribué pendant 30 ans des machines à glaçons. Puis elle a élargi son offre grâce aux efforts de son département commercial, qui vend aujourd’hui plus de 150 000 appareils chaque année. A l’avenir, son produit phare pourrait bien être le nouvel accumulateur d’énergie solaire Hycube eActive de 150 ampères, qui devrait ravir tous ceux qui ont des panneaux photovoltaïques chez eux. Cet appareil tout-en-un a une puissance de décharge de 5,5 kW et il se distingue par des performances dont ses concurrents se contentent généralement de rêver. De plus, il peut être contrôlé et piloté grâce à une appli.


MO PORT BI FO MO LIO


UNSERE PROJEKTE Kürzlich fertiggestellt oder Bau weit fortgeschritten

Affoltern am Albis «OVA-Areal»

Lausanne «Horizon»

Lausanne «Petit Mont-Riond»

Lausanne «Les Pépinières»

42 Wohnungen (Miete)

Bureaux, commerces

98 appartements (location)

Salle de concert, Haute École

48 Seniorenwohnungen

Investissement

Investissement

de Musique, restaurants et

Seniorenzentrum (120 Pers.)

env. CHF 54 mio.

env. CHF 57 mio.

lieux de loisirs.

Investition ca. CHF 81 Mio.

Fin de la construction

Fin de la construction

Investissement

Bauende

automne 2013

printemps 2015

env. CHF 40 mio.

Frühling 2014

Fin de la construction été 2014

Projekte in Planung oder Baustart kürzlich erfolgt

Aarau (Baufeld 2) «Aeschbach-Quartier»

Aarau (Baufeld 4) «Aeschbach-Quartier»

Horgen «Grob-Areal»

Kriens «Mattenhof»

Wohnen, Büro, Gewerbe

92 Wohnungen (StWE)

Gewerbe

Business City

Investition ca. CHF 99 Mio.

Investition ca. CHF 74 Mio.

Investition ca. CHF 52 Mio.

Investition ca. CHF 177 Mio.

Bauende

Bauende

Bauende

Bauende

Herbst 2017

Frühling 2017

Sommer 2017

ab Ende 2017

(gestaffelt)

MO MA BI GA MO ZIN

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Meilen «Gusto»

Regensdorf «Sonnenhof»

Zürich «Collina»

Zürich «Station 595»

14 Wohnungen (StWE)

141 Wohnungen (Miete / StWE)

17 Wohnungen (StWE)

41 Wohnungen, 20 Ateliers

Investition ca. CHF 27 Mio.

Investition ca. CHF 76 Mio.

Investition ca. CHF 21 Mio.

Investition ca. CHF 47 Mio.

Bauende

Bauende

Bauende

Bauende

Sommer 2015

Sommer 2015

Herbst 2014

Herbst 2014

Lausanne «Les Garages»

Luzern «Büttenenhalde»

Zürich «Labitzke»

Zürich «Letzihof»

Ateliers d’artistes et d’artisans

24 Wohnungen (StWE)

281 Wohnungen, Büro, Gewerbe

72 Wohnungen (Miete)

Investissement

Investition ca. CHF 27 Mio.

Investition ca. CHF 158 Mio.

Investition ca. CHF 47 Mio.

env. CHF 10 mio.

Bauende

Bauende

Bauende

Frühling 2016

Début de la construction printemps 2016

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Frühling 2018

Frühling 2016


AFFOLTERN

ZÜRICH

LAUSANNE

TOP FIFTEEN

Horizon 4 – 6 Avenue d’Ouchy 4 – 6

Mobimo Tower Hotel Turbinenstrasse 20

Cet édifice est un élément de notre site

Nach zweieinhalbjähriger Bauzeit

de développement. D’une superficie

öffnete der Mobimo Tower im August

de 12 600 m2, il est situé au centre de

2011 seine Tore. Das elegante Hoch­

2013 entstanden im OVA-Areal fünf

Lausanne, près de la Gare et bénéficie

haus, entworfen vom renom­mierten

Mehrfamilienhäuser mit 42 grosszügigen

notamment d’une vue imprenable

Basler Architekturbüro Diener & Diener,

und modernen Mietwohnungen,

sur le Lac Léman, la ville et les Alpes.

prägt mit seinen 81 Metern Höhe

48 Alterswohnungen sowie ein Alters-

und 24 Stockwerken die Silhouette von

und Pflegeheim. Alle Wohnungen sind

Zürich West. Der Tower beherbergt

Minergie-zertifiziert und ohne Einbussen

auf den ersten 15 Geschossen das

an Lebensqualität für die Anwohner

Renaissance Zürich Tower Hotel und

können die Ziele der 2000-Watt-Gesell­

bietet in den obersten neun Stock­

schaft zur gerechten und nachhaltigen

werken luxuriöse Eigentumswohnungen.

Nutzung der Ressourcen erreicht werden.

Région

Lac Léman

Valeur de marché

128 180 TCHF

Surface utile

34 147 m2

Année de construction

1962/2013

Usage

immeuble

commercial

Affoltern am Albis Obstgartenstrasse 9/ Alte Obfelderstrasse 27/29, 31 – 35

Region Zürich

Region Zürich

Marktwert

126 450 TCHF

Marktwert

97 310 TCHF

Nutzfläche

22 429 m

Nutzfläche

15 331 m2

2

Baujahr 2011

Baujahr 2013

Nutzung

Nutzung

Hotel und

Stockwerkeigentum

Alters- und Pflege­ heim, Alterswohnungen, Mietwohnungen

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LAUSANNE

KREUZLINGEN

LAUSANNE

ZÜRICH Friesenbergstrasse 75/ Im Tiergarten 7

Ilot du Centre Rue Beau Séjour 8

Ziil Center Leubernstrasse 3

Les Mercier «Voie-du-Chariot»

Das repräsentative Geschäfts­

De construction compacte, l’im­

Modernes Einkaufszentrum, das

Les magasins du bâtiment com­

haus befindet sich nur wenige

meuble abrite en tout 101 loge­

sämtliche Bedürfnisse abdeckt.

mercial ont un accès souterrain

Gehminuten vom Goldbrunnen­

ments de 1 à 5,5 pièces et compte

Hauptmieter sind Coop sowie

au «Parking du Centre». Au rez-de-­

platz in Zürich Wiedikon entfernt.

différents types d’appartements

Coop Bau + Hobby.

chaussée aux étages supérieurs

Nebst der zentralen Lage besticht

(appartements avec jardin, en

es durch seine moderne und auf­

duplex et en attique). Tous les

wendige Architektur. Die freund­

logements sont orientés au sud

lichen und hellen Büroräumlich­

et ont une terrasse privée.

keiten sind ideal für individuelle Bedürfnisse ausgerichtet.

Région

Arc lémanique

Region Ostschweiz Marktwert

63 525 TCHF

et se trouvent des enseignes dédiées à la santé et au bien-être.

Nutzfläche 17 821 m2

Région

Baujahr 1983/2003

Valeur de

Nutzung Geschäftshaus

marché

Arc lémanique 62 830 TCHF

Surface utile 10 366 m2

Valeur de

Region Zürich

marché

84 890 TCHF

Année de

Marktwert

Surface utile

10 271 m2

construction 2008

92 190 TCHF

Nutzfläche 22 568 m2

Année de

Usage immeuble

Baujahr 1976/1992

construction 2011

commercial

Nutzung Geschäftshaus

Usage appartements

de location

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Petit Mont-Riond Rue Voltaire 2–12 Région

Arc lémanique

Valeur de marché

57 210 TCHF

Surface utile 8 372 m2

Hochhaus Hardturmstrasse 3 Region Zürich Marktwert

57 780 TCHF

Nutzfläche

8 226 m2

Baujahr 1974/2001

Année de

Secret Garden Manessestrasse 190/192

construction 2015

Region Zürich

Usage appartements

Marktwert

55 210 TCHF

Nutzfläche

6 583 m2

de location

Dans le quartier très prisé sous-gare à Lausanne, un nouvel

Oh!mega Katzenbachstrasse 221–231 Region Zürich

Baujahr 2012

Marktwert

52 190 TCHF

Nutzung Mietwohnungen

Nutzfläche

7 948 m2

Baujahr 2009

Die neue Überbauung mit

ments ainsi qu’un parking sou­

52 Mietwohnungen steht mitten

Eine Geschäftsliegenschaft im

terrain a été réalisé. D’une archi­

in einem multikulturellen Quar­

2009 erstellte Wohnüberbau­

vom Verkehr hervorragend er­

tecture contemporaine, les trois

tier der pulsierenden Grossstadt

ung in ruhiger grüner Lage mit

schlossenen Stadtentwicklungs­

immeubles sont articulés autour

Zürich. Die Wohnungen sind im

insgesamt 69 Mietwohnungen.

gebiet Zürich-West. Markanter,

d’une cour intérieure, lieu de

Eigentumsstandard erstellt und

Optimale Erschlies­sung durch

weit herum sicht­barer Büroturm.

rencontre privilégié.

Minergie-zertifiziert.

den öffentlichen Verkehr.

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Nutzung

ZÜRICH

ZÜRICH

ZÜRICH

LAUSANNE

ensemble locatif offrant 98 loge­­­­

Nutzung Geschäftshaus

Mietwohnungen


Les Pépinières Rue des Côtes-deMontbenon 20–24

Rue de Genève 7

Région

Valeur de

Arc lémanique

Valeur de marché

Apollo Stauffacherstr. 41 Region Zürich Marktwert

48 650 TCHF

Nutzfläche

6 755 m2

Baujahr 1990/2011 Nutzung Geschäftshaus

40 200 TCHF

Région

Arc lémanique

marché

32 170 TCHF

Surface utile

5 311 m2

Sternmatt 6

Surface utile 7 562 m2

Année de

Année de

construction

1992 /2011

Marktwert

31 775 TCHF

construction 2013

Usage

immeuble

Nutzfläche

21 152 m2

Usage immeuble

commercial

Baujahr

1986 /2008

commercial

Region Zentralschweiz

Ce bâtiment à l’architecture

Nutzung Geschäftshaus

Au sud de l’Esplanade, un com­

emblématique des années

Die prägnante Geschäfts­

plexe composé de trois im­

30 et situé au cœur du Quar­

liegenschaft «Sternmatt» liegt

meubles de facture contempo­

tier du Flon, a été rénové

aussergewöhnlich verkehrs­

été construit. La majorité des

bureaux ainsi que des lofts

sowie über die Autobahn A2

städtischen Verkehrsknoten,

affectations sont orientées vers

urbains articulés autour de

erreichbar. Die S-Bahn-Station

befindet sich diese attraktive

le public et animent les lieux de

patios et donnant accès aux

«Mattenhof» liegt ebenfalls

Büro-Geschäfts-Liegenschaft.

jour comme de nuit.

terrasses en toiture.

nur wenige Schritte entfernt.

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KRIENS

öffentlichen Verkehrsmitteln

facher, einem wichtigen inner­

LAUSANNE

günstig und ist perfekt mit den

surfaces commerciales, des

LAUSANNE

en 2011. Il comprend des

des façades très différencié a

ZÜRICH

raine comprenant un traitement

An zentraler Lage am Stauf­


MOBIMO-TEAM KÜSNACHT

Firmenporträt Mobimo – eine führende schweizerische Immobiliengesellschaft Die Mobimo Holding AG wurde 1999 in Luzern gegründet und ist seit 2005 an der SIX Swiss Exchange börsenkotiert. Heute gehört Mobimo zu den führenden Immobiliengesell­ schaften der Schweiz. Nach dem Zu­ sammenschluss mit der LO Holding Lausanne-Ouchy SA Ende 2009 ge­ hört Mobimo sowohl in der Deutsch­ schweiz als auch in der Westschweiz zu den grössten Marktteilnehmern.

Attraktives Portfolio Das Immobilienportfolio umfasst per 30. Juni 2015 113 Liegenschaften im Wert von rund CHF 2 468 Mio.; davon entfallen CHF 1 862 Mio. auf Anlageobjekte und CHF 606 Mio. auf Entwicklungsobjekte. Der Nut­ zungsmix wird laufend optimiert und der Wohnanteil durch die Planung und den Bau von Anlageobjekten für das eigene Liegenschaftenportfolio schrittweise erhöht.

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Entwicklungsobjekte mit Wertsteigerungspotenzial Derzeit plant und realisiert Mobimo Anlageobjekte (CHF 920 Mio.) und Stockwerkeigentum (CHF 410 Mio.) mit einem Gesamtinvestitions­ volumen von rund CHF 1 330 Mio. Neben diesen Entwicklungen bietet Mobimo Entwicklungsleistungen für Dritte bis hin zu schlüsselfertigen Immobilienanlagen für institutionelle und private Investoren an.


Es sind nicht alle Mitarbeitenden auf diesem Bild vertreten. Foto: Michael Kessler

Dabei werden Gebiets-, Areal- und Projektentwicklungen marktgerecht und nachhaltig realisiert. Attraktive Ausschüttungsrendite Mobimo weist eine konstant hohe Ausschüttung aus. Seit dem Börsen­ gang 2005 wurden jedes Jahr CHF 9.– in Form einer verrechnungs­ steuerfreien Nennwertrückzahlung bzw. Kapitalrückzahlung an die Mobimo-Aktionäre ausbezahlt. Für die Geschäftsjahre 2013 und 2014

wurde die Ausschüttung auf CHF 9.50 erhöht. Die durchschnitt­ liche jährliche Ausschüttungsrendite (Nennwertrückzahlung bzw. Kapital­ rückzahlung) über die letzten fünf Jahre betrug rund 4,6 %, berechnet auf dem jeweiligen Jahresendkurs der Aktie. Weitere Informationen unter www.mobimo.ch

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MOBIMO TEAM LAUSANNE

Tous les collaborateurs ne figurent pas sur la photo. Photo: Arnaud Meylan

Portrait de l’entreprise Mobimo, société leader de l’immobilier suisse Fondée en 1999 à Lucerne, la société Mobimo Holding AG est cotée à la SIX Swiss Exchange depuis 2005. Mobimo compte aujourd’hui parmi les leaders de l’immobilier en Suisse. Suite au regroupement avec LO Holding Lausanne-Ouchy SA fin 2009, Mobimo compte parmi les principaux acteurs du marché, en Suisse aléma­ nique comme en Suisse romande. Un portefeuille attrayant Au 30 juin 2015, le portefeuille im­ mobilier comprenait 113 immeubles

d’une valeur totale d’environ CHF 2 468 millions, dont CHF 1 862 millions d’immeubles de placement et CHF 606 millions d’immeubles en développement. La répartition des affectations est constamment optimi­ sée et la part des immeubles d’habita­ tion progressivement renforcée par le biais de la planification et la construc­ tion d’immeubles de placement desti­ nés à étoffer le portefeuille propre. Un rendement sur distribution attrayant Mobimo a constamment distribué des dividendes élevés. Depuis son in­

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troduction en Bourse en 2005, elle a versé chaque année aux actionnaires de Mobimo CHF 9.– sous forme de remboursement sur la valeur nomi­ nale ou de capital exonéré de l’impôt anticipé. Pour les exercices 2013 et 2014, la distribution a été augmentée à CHF 9.50. Le rendement sur distri­ bution moyen annuel (remboursement sur la valeur nominale ou rembourse­ ment de capital) des cinq dernières années s’établit à quelque 4,6 % sur la base du cours de l’action à la fin de l’année. Davantage d’informations sur www.mobimo.ch


DAS TATAR-DUELL Kürzlich traf sich Marc Pointet, der für die Westschweiz zuständige Mobimo-Direktor, mit einem Zürcher Journalisten zum Lunch. Dabei ging es nicht ums Business, sondern um einen Leibspeise-Wettkampf! Text: Thomas Wyss | Fotos: Catherine Leutenegger

Der Journalist war zuerst da und stellte fest, dass sein Kontrahent den Promiplatz reserviert hatte – jenen Ecktisch, der umgeben ist von goldenen Namens­schildern der Stars, die exakt da auch schon getafelt haben; unter anderem die kompletten Rolling Stones. Ein cleverer Schachzug! Denn in der «Schützenruhe» hiess der berühmteste Gast aller Zeiten Hermann Burgermeister, er war Materialwart beim FC Zürich. 1 : 0 für Lausanne.

Siegessicher: Mobimos Marc Pointet vor dem Tatar-Duell.

Im August 2013 schrieb ein Journalist des Zürcher «Tages-Anzeigers», er habe in der Quartierbeiz «Schützenruhe» das «beste Tatar der Welt» gegessen. Das las zufällig auch Marc Pointet, Directeur Suisse Romande bei Mobimo – und griff zur Tastatur. Denn das wirklich weltbeste Tatar, schrieb er im Mail an den Journalisten, werde im «Petit Bœuf» in Lausanne serviert und trage den hübschen Namen «Natascha». Er lade den Journalisten herzlich ein, sich selber davon zu überzeugen. Der «Natascha» gefährlich nahe So traf man sich kürzlich in Lausanne zum TatarDuell über Mittag – allerdings nicht im «Petit Bœuf» (es hatte Betriebsferien), sondern in der Brasserie du Grand-Chêne im Edelhotel Lausanne Palace, die «Natascha» gemäss Pointet gefährlich nahe komme.

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Kurz darauf gesellte sich Marc Pointet an den Tisch. Die Männer, die sich bislang nur per Mail kannten, begrüssten sich herzlich – und schritten ohne weite­ res Zeremoniell zur Sache: Man orderte zweimal das Tartare d’aiguillette de bœuf «Grand Chêne». Dazu auf Vorschlag des Lokalmatadors ein bisschen Rot­ wein – und auf Insistieren des Gastes eine grosse Flasche Mineral (Wein ohne Wasser, am helllichten Tag? Der Journalist schüttelte innerlich den Kopf und stellte das Zwischenresultat auf – 1 : 1). Eine Kaper ist eine Kaper Derweil man auf das Essen wartete, wurde emsig geplaudert. Pointet erklärte in bestem «Züritüütsch», dass sich seine Eltern in der Romandie kennenge­ lernt hätten, er aber im Hirslanden-Quartier geboren sei und alle Schulen inklusive Architekturstudium in Zürich absolviert habe. «Und plötzlich war ich verhei­ ratet und hatte Kinder, und ebenso plötzlich war ich Projektleiter des Mobimo-Towers.» Lachend fügte er hinzu: «Damit wären auch meine Hobbys genannt: Die Ambition im Beruf, die mich vor zwei Jahren nach Lausanne führte, und meine Familie. Beides ist für mich das Grösste – und das Wichtigste!»

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Dann wurde das Tatar aufgetragen, und beim Punk­ testand ratterte es drauflos wie bei einem Gewinn am einarmigen Banditen. Die Präsentation im weissen Designteller: 2 : 1 für Lausanne. In der Brasserie gibt es als Beilage Pommes frites, sprich zusätzliche Kohlehydrate, die ins Gewicht gehen. In der «Schützenruhe» wird das rohe Fleisch durch ein gesundes Salatbouquet begleitet: 2 : 2. Das Toastbrot ist in Lausanne braun gebrannt, zudem gibt es halb so viel Halbscheiben wie in Zürich: 2 : 4. Auf dem «Grand Chêne»-Tatar thronte eine grosse

essen, ohne dass sich jemand über den fidelen vier­ köpfigen Nachwuchs beschwere. «Ich glaube nicht, dass das in der Kronenhalle möglich wäre.» Stimmt wohl, dennoch gabs dafür keinen Punkt. Unentschieden? Nein! Dafür war Lausanne beim Hauptaspekt Genuss eine Macht: Das Brasserie-Tatar ist gröber geschnitten, was den Geschmack facettenreicher gestaltet und intensiviert. Trois points, 5 : 5. Allerdings hat man es hier unten weniger mit der Schärfe: Obwohl wir die Speise «bien aiguisé» bestell­ ten, mussten wir nachpfeffern. In der «Schützenruhe» heisst scharf sauscharf – immer! 5 : 6. Und dann wäre da noch das Ambiente. Klar scheint es irgendwie unfair, eine mondäne Brasserie mit einer rustikalen Gartenbeiz zu verglei­ chen. Aber es ist, wie es ist – und so war es dann halt 7 : 6!

Der Journalist glaubte sich bereits auf der Verliererstrasse, als ihm un­ versehens die Garçons des «Grand Chêne» zu Hilfe eilten – oder eben Nur eine Kaper! Tartare d’aiguillette de bœuf «Grand Chêne» im «Palace». gerade nicht: Beim Nachbestellen von Toast und Butter brauchte es Kaper, umwickelt von einem Sardellenfilet. Köstlich! drei Anläufe, bis das Gewünschte serviert wurde, Doch eine Kaper ist und bleibt eine Kaper. In der in der «Schützenruhe» klappt es jeweils beim zweiten «Schützenruhe» sind die Kapern kleiner, dafür gibts Mal. Ausgleich, 7 : 7! ein Häufchen: Wer sein Tatar mit Kapern mag (wie der Journalist), ist deutlich besser bedient. 2 : 5! 7 : 7? Nein! Denn wie sang die neutral zwischen Lausanne und Zürich beheimatete Berner Band Wo das Feierabendbier heilige Pflicht ist ZüriWest im gleichnamigen Lied «7 : 7, unentschide Während man sich an die Speisearbeit machte, be­ isch’s nid, es isch 7 : 7 für mi.» Mit der eigenwilligen warb Marc Pointet seine Sympathie für das SavoirErklärung, Auswärtstreffer würden im Fussball vivre der Westschweiz: Hier gehe es legerer zu und ja auch höher gewichtet, krönte der Journalist das her, das Feierabendbier und die Zeit mit der Familie «Schützenruhe»-Tatar zum Sieger. Marc Pointet seien eine «heiligere Pflicht» als das Schuften bis tief meinte generös, er werde auf den offiziellen Protest in die Nacht. Auf der Strasse lächle man sich lieber verzichten, «doch ich weiss, dass ich im   Petit Bœuf  zu, statt auf cool zu machen. Zudem könne er am gewonnen hätte, das   Natascha  ist schlicht das Sonn­tagmittag mit der Familie in dieser Brasserie beste Tatar der Welt!»

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LE DUEL DES TARTARES

assiettes d’un blanc immaculé: 2 : 1 pour Lausanne. Ici, le steak cru est accompagné de frites hautement caloriques alors qu’au Schützenruhe, il est servi En août 2013, un journaliste du quotidien Tagesavec une belle salade mêlée, beaucoup plus saine: Anzeiger écrit que le bistro de quartier Schützen­ 2 : 2. Les toasts sont un peu trop bruns, sans comp­ ruhe, à Zurich, sert «le meilleur tartare du monde». ter qu’à Zurich, il y en a deux fois plus: 2 : 4. Le tar­ A la lecture de cette phrase, le sang de Marc Pointet, tare lausannois n’a droit qu’à une seule grosse Directeur Suisse romande chez Mobimo, ne fait câpre enroulée dans un filet d’anchois, tandis qu’au qu’un tour. Il écrit sur-le-champ un e-mail au journa­ Schützenruhe, elles sont petites, mais nombreuses: liste pour lui expliquer que, selon lui, le meilleur tar­ 2 : 5 pour les alémaniques! Arrive maintenant le tare du monde est celui du Petit Bœuf, à Lausanne, critère le plus important: le goût. Et là, Lausanne où il porte le doux nom de Natacha. Il ajoute qu’il reprend la main. Le tartare du Grand-Chêne est ha­ serait enchanté que le journaliste franchisse la ché plus grossièrement, ce qui rend sa saveur plus Sarine pour s’en convaincre. C’est ainsi que, récem­ complexe. Trois points pour les Vaudois: 5 : 5. Par ment, nos deux hommes se sont retrouvés à midi contre, le steak lausannois est moins relevé que son dans la capitale vaudoise. Leur duel n’a cependant collègue zurichois. Nos deux compétiteurs ont opté pas eu lieu au Petit Bœuf, qui était fermé pour les pour la version «bien aiguisée», vacances, mais à la Brasserie du mais ils se voient obligés de ra­ Grand-Chêne, l’un des restau­ jouter du poivre. Au Schützen­ rants du Lausanne Palace & Spa, «Au Schützenruhe, ruhe, «épicé» est synonyme de dont le tartare est, selon Marc ‹épicé› est synonyme de bouche en feu: 5 : 6. Reste à Pointet, presque aussi bon que le évaluer l’atmosphère. En la ma­   Natacha  . bouche en feu: 5 : 6.» tière, il peut paraître injuste de comparer la brasserie chic d’un Comme les Stones hôtel de luxe et un bistro de quartier. Mais c’est la loi Le journaliste arrive le premier et constate que son du sport et Lausanne marque un point: 7 : 6. adversaire a réservé la table des stars. Placée dans  

un coin de la salle, elle est entourée d’écriteaux do­ rés sur lesquels figurent les noms des célébrités qui y ont pris place – dont les Rolling Stones au grand complet. Bien joué! Car la plus grande vedette à avoir franchi le seuil du Schützenruhe est l’obscur Hermann Burgermeister, autrefois préposé au maté­ riel pour le compte du FC Zurich. 1:0 pour Lausanne. Marc Pointet ne tarde pas à arriver. Nos duellistes se saluent chaleureusement et commandent deux Tar­ tares d’aiguillette de bœuf Grand-Chêne ainsi que, à l’initiative du Lausannois, deux verres de rouge. Le Zurichois insiste pour qu’on leur apporte aussi une grande bouteille d’eau minérale. Intérieurement, il se dit: «Du vin mais pas d’eau au beau milieu de la jour­ née? Incroyable! Cela fait 1 : 1.» Les tartares arrivent et le score s’envole. La présentation et les élégantes

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Une égalisation inattendue Le journaliste pense avoir perdu la partie. Mais les garçons du Grand-Chêne vont lui venir en aide en marquant contre leur camp: le Zurichois est obligé de leur demander trois fois de lui apporter plus de toasts et de beurre, alors qu’au Schützenruhe, il n’a jamais dû insister plus de deux fois. 7 : 7, match nul! Vraiment? Non! Arguant qu’en Ligue des Champions, les buts marqués à l’extérieur comptent double, l’homme de plume déclare que le tartare suisse al­ lemand a gagné la bataille. Généreux, Marc Pointet lui réplique qu’il ne fera pas appel de cette décision injuste devant un grand jury – avant d’ajouter: «Au Petit Bœuf, j’aurais gagné haut la main. Car le ‹Nata­ cha› est le meilleur tartare du monde!»

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ARCHITEKTUR BEDEUTET EMOTION Die Abteilungsleiter von Mobimo verraten, welche Schweizer Bauten sie besonders mögen – und wieso.

Jörg Brunner Leiter Corporate Accounting & Finanzbuchhaltung

Feyza Ciritoglu Leiterin Verkauf

Die Kapelle Klingenzell in Eschenz begleitet mich schon mein ganzes Leben. Als Kind war ich hier Ministrant, als Jugendlicher bildete sie den höchsten Punkt meiner Bike-Strecke, und als Erwachsener heiratete ich hier meine Frau Anja. Wenn uns heute nach Ruhe und einer wärmenden Portion Nostalgie ist, kommen wir hierher und geniessen auf dem Bänkchen vor der Kapelle die wunderbare Aussicht.

Für mich geht nichts über das kleine, feine «Kusebädli»: Das Ensemble der Bade­häuschen aus terracottafarbenem Backstein weckt bei mir jedes Mal Ferienstimmung. Sobald ich meine Saisonkarte gezückt habe und eintrete, entspanne ich. Oft lasse ich hier am Zürichee den Arbeitstag ausklingen und geniesse die feierabendliche Stimmung mit den farben­ prächtigen Sonnenuntergängen.

J’adore la chapelle Klingenzell d’Eschenz. Petit, j’y étais enfant de chœur. Ado, elle constituait la destination de mes balades à vélo. Plus tard, j’y ai épousé ma femme Anja. Lorsque nous avons besoin de tranquillité, nous venons ici pour profiter du splendide panorama.

Pour moi, rien ne vaut le Kusenbad. A la vue des maisonnettes en brique de cette piscine lacustre, je me sens en vacances. Dès que j’y arrive, je décompresse. C’est ici que je viens me reposer après le travail. On peut y admirer de merveilleux couchers de soleil dont je ne me lasserai jamais.

Was: Kapelle Klingenzell Wo: Eschenz

Was: Kusenbad Wo: Küsnacht

Foto: Tourismus Untersee/Theo Keller

Foto: Roger Frei, Architekturfotografie

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Stefan-Martin Dambacher Leiter Entwicklung

Urs Dietler Leiter Einkauf Entwicklungsobjekte

Zwei-, dreimal die Woche halte ich morgens früh beim Café La Stanza, trinke einen Doppio und überfliege die NZZ. Im hohen, hellen Raum herrscht eine unaufgeregte Stimmung, im Hintergrund läuft entspannter Jazz, die alte Faema dampft und entlässt als Essenz eines ausgeklügelten Prozesses den besten Espresso der Stadt in die Tassen. Und die Gäste geniessen diesen sinnlichen Moment vor der Arbeit.

Dieses kleine Einfamilienhaus direkt am See in Hurden SZ (Baujahr 1985) ist unspektakulär, aber trotzdem sehr wichtig für mich: Es ist das erste Neubauprojekt, das ich als Architekt in all seinen Teilen selbst verantwortete (Projekt, Ausschreibung, Ausführung, Baukosten). Den Kostenvoranschlag habe ich präzise eingehalten und die Besitzer sind immer noch begeistert vom Haus.

Deux à trois fois par semaine, je vais au Café La Stanza pour déguster un doppio et parcourir le journal. La salle est haute, lumineuse, et l’atmosphère reposante. Le percolateur Faema distille un café que je considère comme le meilleur expresso de la ville. Exactement ce qu’il me faut avant une journée de travail.

Datant de 1985, cette maison située à Hurden (SZ) n’a rien de spectaculaire. Mais c’est la pre­ mière que j’ai conçue de bout en bout en tant qu’architecte. Fermée côté route et ouverte côté lac, elle a deux géométries superposées et est dotée d’une pompe à chaleur. Le devis a été res­ pecté – et les propriétaires y vivent encore.

Was: Café La Stanza Wo: Zürich

Was: Einfamilienhaus Wo: Hurden

Foto: Café «La Stanza»

Foto: Urs Dietler

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Christoph Egli Leiter Bewirtschaftung

Eva Gehrig Leiterin Einkauf Anlageobjekte

Die grosse, weite Welt hat auch im kleinen Zürich Platz: Meine Wahl fällt auf die «LUCID BAR & LOUNGE» des Hotels Renaissance im Mobimo-Tower. Die Atmosphäre hier ist überaus stimmungsvoll, das Publikum international, undder Barkeeper versteht sein Handwerk. Meine Partnerin und ich lieben es, an einem freien Abend hierher zu kommen, uns auszutauschen und das Treiben in der Bar zu beobachten.

Vor bald 40 Jahren wurde der Hangar von den Mitgliedern der Segelfluggruppe geplant und gebaut. An unzähligen Wochenenden wurden Stahlprofile geschnitten, Löcher gebohrt und der Rohbau aufgerichtet, Wände, Dach und ein grosses Rolltor wurden angebracht. Die Kosten für das Bauwerk, das auch über Werkstatt und Clubraum verfügt, betrugen 130 000 Franken. Ein reiner Nutzbau, der viel Charme versprüht und wo auch mal ein Fest steigt.

Le vaste monde s’invite à Zurich, au «LUCID BAR & LOUNGE» de l’hôtel Renaissance, sis dans la Mobimo Tower. L’atmosphère y est chaleureuse, les convives viennent des quatre coins du globe et le barman est un as. Avec ma compagne, nous adorons venir ici le soir pour bavarder et observer ce qui se passe au comptoir.

Ce hangar a été construit il y a 40 ans par les membres du club de vol à voile de Mollis. Ils ont scié des profilés, percé des trous et édifié les parois avant d’y ajouter le toit et une im­ mense porte roulante. Ce bâtiment, qui abrite aussi un atelier et un club-house, a coûté 130 000 francs. Avant tout utilitaire, il a beau­ coup de charme et accueille de belles fêtes.

Was: LUCID Bar & Lounge Wo: Zürich

Was: Segelflughangar Wo: Mollis

Foto: LUCID Bar & Lounge

Foto: Segelfluggruppe Mollis

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Elvira Hofmann Leiterin Vermarktung

Gaétan Kameni Leiter Portfolio Management

Als ich 2007 meinen ersten Marathon lief, lag das Ziel unmittelbar vor dem Verkehrshaus in Luzern. Seither hat dieses Gebäude einen speziellen Wert für mich. Es erinnert mich einerseits an schöne, aber auch sehr emotio­ nelle Momente und gibt mir andererseits den Antrieb und Motor für meine täglich zu erbringenden Leistungen – ganz nach meinem Lebensmotto «Never give up».

Gute Architektur hat für mich immer auch mit Stimmungen, mit interessanten Licht­ verhältnissen und mit Wohlbefinden zu tun. Deshalb gefallen mir viele Bauten vom Bündner Architekten Peter Zumthor. Insbesondere die Therme in Vals empfinde ich als ideales Beispiel, um gute Architektur auch einem Laien auf einfache Weise begreifbar – und vor allem erlebbar – zu machen.

En 2007, j’ai participé à mon premier marathon. Il se terminait juste devant le Musée Suisse des Transports de Lucerne. Depuis, ce site a une valeur toute particulière à mes yeux. Il me rappelle ce moment d’une intensité rare où j’ai franchi la ligne d’arrivée et me donne de la force pour accomplir les tâches qui m’in­ combent et pour essayer de me surpasser dans tous les domaines.

Pour moi, une architecture réussie doit pro­ poser une atmosphère originale, une lumière intéressante et un surplus de bien-être. C’est pourquoi j’apprécie beaucoup le travail de l’ar­ chitecte grison Peter Zumthor. Il me semble qu’en particulier les thermes de Vals per­ mettent même aux néophytes de voir et de comprendre de manière intuitive ce que peut être une architecture réussie.

Was: Verkehrshaus Wo: Luzern

Was: Therme Wo: Vals

Foto: Therme Vals

Foto: SwissCityMarathon

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Freddy Kauflin Leiter Liegenschaften­buchhaltung

Vinzenz Manser Leiter Projektmanagement

Immer wieder dürfen wir das Ferienhaus unserer Nachbarn benützen. Es liegt im Gambarogno, vis-à-vis von Locarno, hoch über dem Lago Maggiore, und strahlt einen ureigenen Charme aus. Vielleicht würde man heute sagen «reduced to the max», denn auch ohne hochtrabenden Luxus fehlt es einem hier an nichts. Ruhe

Äusserlich ist die «Holzhütte» auf dem «Kaien» nichts Besonderes. Und trotzdem hat sie für mich eine grosse Bedeutung – denn sie zeugt von Erinnerungen an schöne Feste und glück­ liche Momente. Darum ist dieser Ort noch heute ein Höhepunkt einer Wanderung hoch über dem Bodensee und mitten im lieblichen Appenzellerland. Für mich ein wahrer Kraftort, der die Ruhe bietet, wieder Energie zu tanken und kurz dem hektischen Alltag zu entfliehen.

und Gemächlichkeit bestimmen die Tage und viel Spielraum, um sich einfach mal Zeit für sich zu nehmen. Nos voisins nous prêtent régulièrement leur maison de vacances. Dominant le lac Majeur, située en face de Locarno, dans la commune de Gambarogno, elle a un charme fou. Aujourd’hui, on la considérerait sans doute comme «minimaliste». Sans luxe ostentatoire, elle nous offre cependant ce qu’il nous faut: ici, tout est calme, beauté et volupté. L’endroit idéal pour prendre le temps de se ressourcer. Was: Ferienhaus unserer Nachbarn im Tessin Wo: Gambarogno

Foto: Privatarchiv

Cette cabane en bois posée sur les hauteurs du Kaien semble banale. Mais pour moi, elle a beau­ coup de valeur, car elle me rappelle de jolies fêtes et des moments de bonheur. J’en fais sou­ vent la destination de mes randonnées au cœur de l’Appenzell, non loin du lac de Constance. Au calme, à l’écart du stress quotidien, je viens faire le plein d’énergie.

Was: Holzhütte Wo: Kaien im Appenzellerland

Foto: Appenzellerlinks.ch

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Tabea Pfeuti Leiterin Fachbereich Notariat

René Thalmann Leiter Controlling

Die Wanderhütte Chamanna Cluozza im Herzen des Nationalparks kann nur zu Fuss erreicht werden, alleine das macht sie schon besonders. Genau wie die Ursprünglichkeit, in der sie gebaut wurde. Egal ob man den langen und beschwer­ lichen Weg von Varusch auf sich nimmt oder den kürzesten von Zernez, es lohnt sich. Ange­kommen, wechselt man sofort von den Wanderschuhen auf die Hüttenfinken und geniesst die super Gastfreundschaft und die vielen interessanten Gespräche mit den anderen Gästen.

Mit seinem anmutigen Opernhaus, der Nähe zum malerischen Zürichsee, den umliegenden Restaurants und den bunten Stühlen, die zum Verweilen einladen, verbindet der neu gestaltete Sechseläutenplatz Kultur, Natur, Zeitgeist und (Welt-)Offenheit – für mich das Juwel der Stadt Zürich.

Mon bâtiment préféré est sans aucun doute la Chamanna Cluozza, une cabane pour randonneurs nichée au plus profond du Parc National Suisse. On ne peut s’y rendre qu’à pied, une particularité que j’apprécie énormément. Résolument authen­ tique, elle est entourée d’un magnifique paysage. A chaque fois que nous venons ici, nous croisons une multitude d’animaux, notamment aux abords de l’arête du Murter. Was: Chamanna Cluozza Wo: Val Cluozza

Bordée par la belle façade de l’opéra et par de nombreux restaurants, à proximité immé­ diate des eaux chatoyantes du lac de Zurich, la place du Sechseläuten a été entièrement transformée. Désormais peuplée de chaises colorées qui invitent les passants à faire une petite pause, elle constitue une vaste inter­ face entre la culture et la nature, incarnant à la fois l’air du temps et l’ouverture sur le monde. Pour moi, cette place est le joyau de la ville de Zurich.

Was: Sechseläutenplatz Wo: Zürich

Foto: Zürich Tourismus

Foto: Chamanna Cluozza

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Marco Tondel Leiter Investitionen Dritte

Daniel Wermuth Leiter Facility Management

Unter den Lauben des Restaurants Metropol weht ein Hauch Paris durch Zürich. Am Samstagmorgen kurz nach acht nehmen Käfeler und Zeitungsleser die Tischchen in Beschlag, Besucher des benachbarten Flohmarkts machen kurz Halt und staunen über die Preise, die in keinem Verhältnis stehen zu ihren Einkäufen. Ich geniesse die Ruhe, das Grossstadt-Flair und die unterschiedlichsten Menschen, die hier zusammen in den Tag starten.

«Gefühlt» gehört das Elsass doch irgendwie noch zur Schweiz, deshalb wähle ich das Château Hombourg zu meinem Lieblings­ gebäude. Das Schloss ist nicht nur ein Schloss, sondern das Clubhaus des hiesigen Golfplatzes. Ich kenne nichts Vergleichbares. Und übrigens: Auch der Golfplatz selbst ist imposant: Der grösste Teil ist umgeben von einem tiefen, alten Wald.

Sous les arcades du restaurant Metropol, Zurich évoque Paris. Le samedi matin, juste après huit heures, buveurs de café et lecteurs de journaux s’installent autour des petites tables. Les clients du marché aux puces voisin s’arrêtent un instant et sont étonnés de voir que les prix n’ont rien à voir avec ceux de leurs achats. Savourant le calme et cette atmos­ phère urbaine, j’observe tous ces gens qui dé­ butent leur journée. Was: Restaurant Metropol Wo: Zürich

Foto: Kramer Gastronomie

Côté cœur, l’Alsace fait pour moi un peu partie de la Suisse. C’est pourquoi je me permets d’affirmer que mon bâtiment suisse préféré est le Château de Hombourg. Cette magnifique bâtisse abrite aussi le club-house du golf éponyme. Sincèrement, je ne connais pas d’endroit comparable à celui-ci. Et le green du golf est lui aussi extraordinaire: il est en grande partie bordé d’une forêt profonde et très ancienne. Was: Golf du Château de Hombourg Wo: Elsass

Foto: Golf du Château de Hombourg

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KOLUMNE

MEIN MÖBEL: DER ESEL Haustiere habe ich keine, denn ich lebe in der Stadt, und die Stadt ist – das weiss ich als Bauernbub – kein gutes Pflaster für etwa Hunde oder Katzen, egal wie gross oder klein sie sein mögen. Obwohl: Nein, das stimmt nicht ganz. Ein Haustier habe ich. Eines wohnt bei mir. Es ist ein Esel. Genauer gesagt: Ein Esel für Pinguine. Ein Esel für Pinguine: Das tönt nun schrecklich kompliziert, ist es aber ganz und gar nicht, sondern sehr simpel sogar. Penguin heisst ein englischer Taschenbuchverlag, der heuer seinen 80. Geburtstag feiert und bekannt ist für seine Design-Tradition. Und der Esel ist der Donkey, ein kleines mobiles Regal-Möbel, welches im Jahr 1939 vom Architekten Egon Riss entworfen wurde mit dem bestimmten Sinn und Zweck, passgenau eine Heimat zu sein für die Taschenbücher aus dem PenguinVerlag. In den 1960er-Jahren verpasste dann der britische Designer Ernest Race der rundlichen Möbelikone einen zeitgenössischeren Touch mit mehr Ecken und Kanten, die zweite Generation des Penguin Donkey war geboren. Und in dieser Form kam das Möbel in mein Zuhause, bei einem Händler in England hatte ich es aufgetrieben für nicht viel Geld. Nun steht es neben meinem Bett und verrichtet seine treuen Dienste. Es beherbergt nicht nur ein paar hübsche Exemplare aus dem Penguin-Verlag, sondern auch Bücher aus anderen Häusern, etwa den eben fertig gelesenen

MAX KÜNG ist Reporter und Kolumnist bei DAS MAGAZIN und lebt mit seiner Familie in Zürich. Er liebt alte Möbel, Velos und Uhren. Sein erster Roman «Wir kennen uns doch kaum» erschien kürzlich bei rororo. Zu Weihnachten wünscht er sich ein Ledersofa von De Sede.

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und sehr empfehlenswerten Roman «Flammenwerfer» der US-amerikanischen Autorin Rachel Kusher (Rowohlt Verlag, 560 Seiten). Meine Armbanduhr verbringt ihre Nächte leise tickend und mit in die Nacht hinein leuchtenden Ziffern ebenso auf dem Penguin-Donkey wie mein silberner Ehering, ein paar Münzen, Zeitschriften, Playmobil-Indianer und was sonst noch so neben ein Bett gehört. Der Penguin Donkey ist kein grosses Möbel von den Massen her, man kann es leicht übersehen, aber es ist ein grossartig praktisches Teil; und immer, wenn ich den eckigen Esel anschaue, dann muss ich lächeln, denn ich hab das Ding einfach gern, dieses Tier von einem Möbel, wie es da steht auf seinen vier Beinen, den Bauch voller Bücher. Ein Möbel, das einen zum Lächeln bringt. PS: Die Donkeys werden noch immer produziert. Mittlerweile ist sogar eine dritte Version hinzugekommen. www.isokonplus.com


Michel Aebi und seine vertikalen Gärten Wer die Aargauische Kantonalbank betritt, die Raiffeisenbank Solothurn oder das Kantons­ spital Luzern, steht unvermittelt vor einer grünen, lebendigen Wand aus einer Vielzahl sorg­­fältig zusammengestellter Pflanzen, die für ein gutes Raumklima sorgen. Dahinter stecken Michel Aebi und seine Firma Creaplant, die mit vertikalen Gärten bekannt geworden sind. Aebis Geschäft befindet sich in Gerlafingen bei Solothurn. Hier ist er aufgewachsen, hat die Lehre als Gärtner gemacht und Ende der neunziger Jahre seine Firma gegründet, die mittlerweile zehn Mitarbeiter hat und 2013 mit dem Eilo-Award ausgezeichnet wurde, dem «Oscar für Raumbegrüner».


INSPIRATION

DSCHUNGELFIEBER Nach «Urban Gardening» erobert die üppige Pflanzenwelt die Innenräume. In Wohnungen, Lokalen, Büros geht der Trend Richtung «Plant Design». Zu Besuch beim besten Interior-Gärtner der Schweiz. Text: Florian Leu  |  Fotos: Raffael Waldner

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Alles im grünen Bereich: Creaplant-Innen­ bepflanzung im Neubau des Bundesamts für Gesundheit in Bern-Liebefeld (links), Vertikal­­­­gärten im eigenen Firmensitz (unten).

Als Michel Aebi 1998 sein Geschäft gründete, bekamen die Bäume gerade ihre ersten Blätter. Mittlerweile ist er fast fünfzig und immer noch blond, die Bäume sind Mitte zwanzig und immer noch klein. Die Grundlage seines Geschäftsmodells ist schlicht: warten. Bevor Aebi sie zwischen Bildschirmen und Büromöbeln anpflanzen konnte, mussten die Baumfarne zwanzig Jahre lang in Neuseeland heranwachsen. Während Wochen in einem Schiffs­ container reisen, grüne Passagiere. In einem holländischen Gewächshaus fünf Jahre lang an Europa gewöhnt werden, Gärtner kämpften gegen das Heimweh der Pflanzen.

Dann erst wurden sie in einen Sattel­ schlepper verladen. Mit seinen Angestell­ ten trug Aebi die Bäume behutsam in das Gebäude in Bern-Liebefeld hinein, wo dieser Tage das Bundesamt für Gesundheit einzieht. Aebi war froh, dass er nur bis in den zweiten Stock musste – die Bäume passten nicht ganz in den Lift. Mann mit sauberen Händen Er ist ein ungewöhnlicher Gärtner, das verraten schon die Hände. Sie sind ent­ täuschend sauber, keine Trauerränder. Dafür sei er zu eitel, sagt er. Am Abend kratze er manchmal den Dreck weg, bis er fast blute. Aebi ist der älteste Sohn eines Gärtnerehepaars aus Gerlafingen, Kanton Solothurn. Sein

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Vater, pensioniert, aber immer noch jeden Tag im Gewächshaus, war ein wenig verstimmt, als der Sohn das Ge­ schäft nicht übernehmen wollte. Doch die Mutter war, Tugend aller Mütter, von Anfang an stolz auf alles, was der Sohn so macht. Es gibt Leute, die nachts durch die Städte ziehen und auf eigene Faust Samen streuen: Guerillagärtner. Auch Aebi bringt Farbe ins Grau, doch legal.


Seine Firma heisst Creaplant, Aebi und seine zehn Mitarbeiter, darunter die einzige Begrünungstechnikerin der Schweiz, legen Gärten im Inneren von Häusern an, in Einkaufszentren, in Büros. Weisse Schalen, die in Innenhöfen schweben und aussehen wie die Ufos von pflanzenfreundlichen Aliens. Grüne Wände, aus denen Grasbüschel ragen und an ein Fantasiehaus denken lassen. Wie Terrarien ohne Tiere Heute schreitet Aebi die Baustelle in Bern-Liebefeld ab. Er hat 203 Quadrat­ meter darin gestaltet, verteilt auf sieben Flächen, die mal wie Terrarien ohne Tiere aussehen, mal wie dreidimensionale Teppiche. Im Gartengeschoss wird sich die Kantine befinden, grosszügig wie der ganze Bau, viel Licht überall – der Berufswunsch Beamter wirkt hier vernünftig. Aebi steuert einen Innenhof an, wo zwei seiner Mitarbeiter die Baum­ farne pflanzen, die von Weitem wie Palmen aussehen, mit den Wurzeln ein

wenig grösser als Menschen sind und pro Stück rund 5 000 Franken kosten. Das klingt nach viel, aber die Bäume sollen ja auch mindestens dreissig Jahre halten – Aebi ist dann schon lange im Ruhestand.

Der Baumfarn ist sein Liebling und stammt aus dem Norden Neuseelands. Aebi greift gern in die Bäume hinein, tastet nach den Farnwedeln, die noch zusammengerollt sind. In Neuseeland überlegen sie gerade, einen zusammengerollten In der Miniatur­ Farnwedel als Symbol für «Pflanzen wirken landschaft hinter die neue Landesfahne wie eine Glas wirken zu verwenden. Die Maori Klimaanlage.» die Männer, als lassen sich das auf die stünden sie in Backen stechen, als einem Zoogehege, Abteilung Primaten, Zeichen des Friedens. Aebi geht weiter. Unterabteilung Gärtner. Aebi bleibt Im Treppenhaus riecht es nach Staub stehen, nimmt Blickkontakt zu ihnen auf. und Beton: Baustellen­parfüm. Stumm rudert er mit den Händen, als würde er beim Einparken helfen. Er will, Ein paar Stufen höher, in der zweiten dass die Farne direkt unter den Leuchten Etage, erinnert der Geruch auf einmal an stehen, die ein paar Meter weiter oben den einer Gärtnerei. Es ist auch feuchter, an Drähten hängen und jeden Tag zwölf «Pflanzen wirken wie eine Klimaanlage». Stunden lang strahlen. Aebi weist auf Aebi geht in die Knie. Auf der einen Seite die Lampen, die nun direkt ins Herz die grauen, rechtwinkligen Bürostühle der Baumfarne zünden, und bemerkt und Gestelle, auf der anderen Seite trocken: «Assimilationsbeleuchtung, die bunten, vor sich hin wachsenden 1 500 Lux.» Pflanzen – eine lautlose Rebellion.

Blick in die Tiefe: Die Begrünung im Neubau des Bundesamts für Gesundheit wirkt fast wie ein Terrarium – nur ohne Tiere (links). Blick ins Grüne: Vertikalgarten in der «Umwelt­ arena» in Spreitenbach (oben).

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Hier wächst Kunst: Virtuos begrünte Wand im Neubau des Bundesamts für Gesundheit in Bern-Liebefeld.

Es ist eine verkabelte Natur: Unter dem Mineralsubstrat verlaufen Schläuche, die beispielsweise die Baumfarne mit einer exakt kalibrierten Menge entkalkten Wassers versorgen. Die Schläuche schlängeln sich wie Lianen die Bäume empor, denn die Farne haben gerne einen feuchten Stamm. Im Boden liegen, verborgen unter dem Substrat, auch die Leitungen, welche die Peitschenlampen mit Strom versorgen. Unter einem falschen Stein laufen sie zusammen, gut versteckt. Die echten Steine, Granit aus dem Maggiatal, hat Aebi im Steinbruch ausgewählt, insgesamt neun Tonnen. Es ist auch eine heikle Natur: Während dreier Monate wird jede Woche einer

von Aebis Gärtnern vorbeikommen. Er versorgt die Bäume und Büsche mit zusätzlichem Dünger, wenn zum Beispiel die Triebe des Farns gelb werden. Oder er säuert den Boden nach, wenn eine der Moorpflanzen an einer Nekrose zu leiden beginnt, ihre Blätter zu serbeln anfangen. Später schaut der Mann noch einmal im Monat vorbei. Sollte eine Pflanze trotz der Pflege eingehen, sagt Aebi, «nehmen wir das auf unsere Kappe.»

viele seiner Pflanzen herkommen. Aebi wird rote Bananen sehen, Korallen­ bäume, Pinguinbromelien, Katzen­ schwänze, Fackelingwer. Es gefällt ihm, dass er diese Pflanzen nicht mitnehmen kann. Gewisse Blumen und Bäume wachsen nur hier, lassen sich nicht in Büros verpflanzen. Aebi mag das. Drei Wochen will er unterwegs sein, vorbei an Bäumen, die er möglicherweise in zehn Jahren einpflanzen wird.

Ein Garten so gross wie ein Land Nächstes Jahr wird Aebi fünfzig, das beste Geschenk wird er sich selber machen. Er will schon lange Costa Rica bereisen, ein Garten von der Grösse eines Landes. Es ist auch der Ort, wo

Der Flug zurück nach Europa dauert zehn Stunden. Unten auf dem Meer wird er, wenn die Sicht gut ist, vielleicht auch die Frachtschiffe erkennen, die nach Holland fahren. In den Containern grüne Passagiere.

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JUNGLE FEVER

Ensemble, les jardiniers vont planter les Après le jardinage urbain, le monde fougères dans un patio. De loin, on dirait végétal part désormais à la conquête de des palmiers et leurs racines mesurent nos intérieurs. Michel Aebi compte parmi près de deux mètres. Chacune de les meilleurs jardiniers indoor de Suisse. ces précieuses plantes coûte environ Son équipe crée des jardins dans des 5 000 francs. Cette somme peut paraître villas, des centres commerciaux ou des importante, mais il faut savoir que ces bureaux. Parfois, les plantes plantes ont une poussent dans des espérance de vie «Les plantes font soucoupes blanches qui d’au moins office de semblent planer dans les airs 30 ans. Elles vont comme les vaisseaux être installées climatiseur.» spatiaux d’extra-terrestres directement sous botanophiles. A d’autres endroits, elles des lampes placées en hauteur qui forment un mur dense qui évoque un parc resteront allumées douze heures par jour. naturel vertical. Mais quel est au juste Michel Aebi pointe du doigt les lampes, qui éclairent maintenant les fougères de le secret de cet art encore méconnu? plein fouet, et précise: «Eclairage Le temps. Pour le projet que Michel Aebi d’assimilation, 1500 lux.» Ici, la nature est est en train de réaliser à la demande en effet câblée et connectée. Sous le de l’Office fédéral de la santé publique substrat minéral, les paysagistes ont par (OFSP), il utilise des fougères exemple posé des tuyaux qui délivrent arborescentes qui ont été plantées il y aux plantes la quantité exacte d’eau a 20 ans en Nouvelle-Zélande. Au terme déminéralisée dont elles ont besoin. d’un voyage en bateau de plusieurs Telles des lianes, certains de ces tuyaux semaines, elles sont ensuite arrivées grimpent ensuite le long des troncs des en Hollande, où elles ont passé cinq ans fougères arborescentes, qui doivent être dans des serres afin de s’habituer humidifiés en permanence. Le substrat progressivement au climat européen, dissimule aussi les fils électriques qui pour finalement être transportées en alimentent en courant les lampes. Une camion jusqu’en Suisse. fois les fougères plantées, l’un des jardiniers de Creaplant passera une fois Des terrariums sans animaux En plus de Michel Aebi, la société par semaine pendant trois mois afin de Creaplant emploie dix personnes, dont donner un surplus d’engrais aux plantes la seule et unique technicienne paysagiste dont les feuilles commencent à jaunir d’intérieur de Suisse. Avec ses ou d’acidifier le sol pour soigner une collaborateurs, Michel Aebi déplace nécrose naissante. délicatement les fougères arborescentes jusque dans les locaux de l’OFSP à Un jardin de la taille d’un pays Berne-Liebefeld, où il a conçu sur L’an prochain, le jardinier fêtera son cinquantième anniversaire et il a décidé 203 mètres carrés sept espaces verts de s’offrir un cadeau dont il rêve depuis qui ressemblent à des terrariums sans longtemps: un voyage au Costa Rica, que animaux ou à des tapis tridimensionnels.

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l’on peut considérer comme un jardin de la taille d’un pays. De nombreuses plantes qu’il utilise viennent de là-bas et il veut découvrir dans leur milieu d’origine les bananes rouges, les arbres corail, les bromélias pinguin, les queues de chat et les roses de porcelaine qu’il affectionne. Il sillonnera le petit Etat pendant trois semaines et verra sans doute des arbres qu’il plantera dans dix ans. Le vol retour durera près de dix heures. Et si la visibilité est bonne, il pourra donc peut-être apercevoir depuis le ciel les bateaux qui transportent ses plantes jusqu’en Hollande.

Foto: Felix Gerber / Croci & du Fresne


VISION

Teilen macht Freude Die 62-jährige Viviana Buchmann ist seit bald zehn Jahren bei Mobility und seit 2008 Geschäftsführerin der Genossenschaft. Davor hat sie in der Reisebranche frühe Sharing–Angebote wie das Ferienwohnrechts-Konzept von Hapimag mitgestaltet. Sie lebt in der Nähe von Luzern und nutzt natürlich Mobility: «Ich fahre alle Modelle, habe aber eine besondere Schwäche für den Mini.» Neben dem Auto teilt sie Inhalte auf den gängigen sozialen Medien und findet Sharing-Ideen im Reisebereich wie etwa das Couchsurfing spannend.

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«ES GEHT UM NUTZEN STATT STATUS» Sharing ist das Zauberwort der Trend- und Zukunfts­ forscher. Mobility-Geschäftsführerin Viviana Buchmann über die Hintergründe des Erfolgsmodells – und die Zusammenarbeit mit Mobimo. Interview: Andrea Schafroth  |  Fotos: Roland Tännler

Frau Buchmann, Sharing war bei Mobility schon im letzten Jahrhundert Konzept. Löst der Begriff bei Ihnen nur noch ein müdes Lächeln aus? Nein, im Gegenteil: Wir sind ja Teil dieser Entwicklung. Vor 28 Jahren haben in der Schweiz zwei Organisationen das Konzept des Carsharing erfunden – mit der Idee, das Auto nicht als Produkt, sondern als Dienstleistung anzusehen. Das Konzept war damals ideologisch geprägt. Was ist daraus geworden? Als die Idee geboren wurde, war das Thema Waldsterben sehr präsent und der Umweltgedanke sicher wichtig. Aber es ging schon damals auch darum, die Kosten fürs Auto und die anfallende Arbeit zu teilen. Heute spielt der ökologische Faktor zwar noch eine Rolle, aber der ökonomische Vorteil steht im Vordergrund. Was heisst das konkret? Ein Auto steht im Schnitt 23 Stunden am Tag, kostet aber auch, wenn es ungenutzt ist. Zudem sind Parkplätze in den Städten rar und teuer. Beim Carsharing muss man sich um nichts kümmern: Man holt das Auto, stellt es wieder zurück, alles andere – Service, Pneu wechseln, Versicherungen organisieren – macht jemand anderes.

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Service, Entlastung und Vereinfachung sind in einer Gesell­ schaft, deren Takt immer schneller schlägt, viel zitierte Werte. Der Erfolg der Sharing-Economy ist eng mit der veränderten Bedeutung von Luxus verknüpft: Für die nach 1980 Gebo­renen der Generation Y bedeuten selbstbestimmte Zeit, nieder­ schwellige Dienstleistungen und Erlebnisse Luxus. Und dabei spielt Teilen auf den sozialen Netzwerken eine zentrale Rolle. Auf den Plattformen werden Informationen ausge­ tauscht, Erlebnisse geteilt (mit Fotos, Videos, Musik), aber auch handfeste Produkte und Dienstleistungen: von der Ferienwohnung über die Bohrmaschine bis zur ChanelHandtasche. Für diese Generation steht nicht der Besitz, sondern der Nutzen der Dinge im Vordergrund. Das heisst, sie träumen nicht mehr vom eigenen Audi, sondern werden künftig alle glücklich mit Ihren Mobility-Fahrzeugen? Jedenfalls weiss man, dass die jungen Leute den Fahrausweis immer später machen und die Käufer von neuen Autos immer älter werden. Vor allem in den Städten steigt die Zahl der Haushalte ohne Autos. Eine neue Studie von Autoschweiz hält fest, dass die Bereitschaft zum Teilen eines Autos seit 2009 von gut einem Drittel auf 56 Prozent gestiegen ist. Die Automobilhersteller bezeichnen sich heute als Mobilitäts­ anbieter. Und wenn man ihre Flotten anschaut, setzen sie inzwischen auch mehr auf Nutzen als auf Status.

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Die Mikropole Mattenhof in Luzern Süd Mit der Überbauung Mattenhof in Kriens realisiert Mobimo einen urbanen Lebensraum mit rund 300 Mietwohnungen, 20 000 m2 Bürofläche und einem vielseitigen Angebot an Geschäfts- und Ladenlokalen samt Hotel mit 155 Zimmern. Die ersten Gebäude werden ab Sommer 2018 bezugsbereit sein. Mobimo plant auf diesem Areal die Umsetzung eines Mobilitätskonzepts inklusive Carsharing. Die gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr und an das Rad- und Fusswegnetz erlaubt die Beschränkung auf ein Minimum von Parkplätzen mit maximalem Sharing-Nutzen. Dafür werden im Mattenhof 1  200 Velo-Abstellplätze und ein Bike-Sharing-Angebot bereitstehen. Mobimo festigt damit das Image als moderner Vermieter, der sich um eine nachhaltige Verkehrsabwicklung kümmert.

In der Digitalisierung des Alltags spielt das Erlebnis, die Lust am Teilen eine wichtige Rolle. Man schafft sich seine eigene individuelle Erlebniswelt. Passen die ewig roten Mobility-Autos da hinein? Unsere Umfragen zeigen, dass es keine grosse Rolle spielt, ob die Autos gelb, violett oder rot sind. Was nicht heisst, dass wir eine möglichst langweilige Flotte haben wollen. Es gibt heute Minis, Cabriolets, BMWs, Mercedes und auch schwarze und silberne Autos im Angebot. Den Trend zur Individualisi­e ­ rung spüren wir insofern, als dass unsere Kunden maximale Unkompliziertheit und Flexibilität erwarten. Eine Antwort darauf ist zum Beispiel unser neustes Pilotprojekt «Catch a Car»: Da können Sie ein Auto orten, damit irgendwohin fahren und es danach innerhalb eines bestimmten Gebiets auf einen öffentlichen Parkplatz stellen. Diese Autos sind übrigens weiss. Heisst das, Mobility hat mit der Digitalisierung des Teilens Schritt gehalten? Die Sharing Economy ist mit dem technologischen Fortschritt gewachsen – Mobility ebenso. Der Erfolg von Carsharing ist an die Automatisierung und kontinuierliche Vereinfachung der Abläufe geknüpft. Mobility hat bereits in den 1990er-Jahren Bordcomputer eingeführt und Internetplattformen auf­ geschaltet. In der Gründerzeit musste man sich noch in ein Bordbuch eintragen: Heute kann man auf unserer App das Handy schütteln und sieht sofort, welche Autos im nächsten Umkreis zur Verfügung stehen. Eine stete technologische Weiterentwicklung ist aber nicht nur für die Kunden, sondern auch für die Mitarbeitenden wichtig.

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Inwiefern? Carsharing ist ein Massengeschäft, wir haben rund 350 000 Telefonanrufe pro Jahr, obwohl unsere E-Business-Quote 94 Prozent beträgt. Wäre sie niedriger, wären die Anrufe gar nicht bewältigbar für uns. Mobility hat in den letzten Jahren verschiedene neue Geschäftsfelder aufgebaut. Unter anderem ist man zunehmend in die Entwicklung von Wohnsiedlungen und Quartieren involviert. Wie muss man sich das vorstellen? Wir haben vor gut zwei Jahren das Angebot mobility@home lanciert. Bei diesem Modell werden Mobility-Autos in Wohnsiedlungen integriert, und die Mieter erhalten mit dem Mietvertrag ein kostenloses Mobility-Abonnement. Das ist eine Win-Win-Situation: Wir können wachsen, und der Immobilienentwickler kann statt vieler Parkplätze oder teurer Einstellplätze mehr Grünflächen und bezahlbare Neubau­ wohnungen erstellen. Zu den Entwicklungsprozessen von Mobimo gehören heute Mobilitätskonzepte, die auch Mobility-Standorte beinhalten. Auch das scheint Ihnen in die Hände zu spielen? Die Trends in der Immobilienentwicklung illustrieren das Bestreben, die Ressource Raum besser und sinnvoller zu nutzen: Es werden Wohnungen erstellt, die flexibel nutzbar sind – die einfach von der 5- in eine 3-Zimmer-Wohnung umgewandelt oder als Arbeitsateliers genutzt werden können. Das Teilen von Gemeinschaftsräumen, Terrassen, Gärten ist auch hier aktuell. Eigentlich ist das eine Rückkehr in die 60er-, 50er-, 40er-Jahre, einfach modern interpretiert: Trotz Ver­ dichtung möchte man grosszügige Aussenräume und eine hohe Lebensqualität schaffen.

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Carsharing passt offensichtlich perfekt in das neue urbane Lebensbild. Gehört Ihnen die Zukunft? Carsharing wird ein wichtiges Glied der Mobilitätskette sein, und zwar weltweit. Studien zeigen am Beispiel von Lissabon auf, dass 10 Prozent der Fahrzeuge ausreichen würden, um dieselbe Mobilität sicherzustellen – wenn man alle selbst­ fahrenden Autos im Carsharing-Modell betreiben würde. Kann man das nicht auch mit dem Ausbau des Öffentlichen Verkehrs erreichen? In der Schweiz ist man mit dem öffentlichem Verkehr und dem Velo bereits heute weitgehend mobil. Aber die IKEA wird immer eine Autodestination bleiben, ein Billy-Regal bringen Sie schlecht ins Tram. In Zukunft werden sich die Verkehrs­ mittel mehr vermischen, der private Verkehr wird öffentlicher und der öffentliche Verkehr privater.

«L’UTILITÉ PRIME SUR LES APPARENCES»

Was meinen Sie damit? Schon heute gibt es zum Beispiel den Rufbus, wenn Linien zu gewissen Zeiten schlecht ausgelastet sind. Da wird das öffentliche Verkehrsmittel quasi privat genutzt. Andererseits gibt es Plattformen, auf denen die Leute ihr Privatauto öffentlich zur Verfügung stellen. Die Frage lautet immer weniger: Nehme ich das Auto oder den Zug? Sondern: Wie komme ich am einfachsten, schnellsten und günstigsten von A nach B?

appartements abordables et aménager plus d’espaces verts en lieu et place des parkings habituels.

Le partage est le maître-mot des futurologues et des experts ès tendances. Directrice de Mobility, Viviana Buchmann nous parle du succès de ce modèle – et de sa collaboration avec Mobimo.

L’autopartage semble parfaitement correspondre à la ville contemporaine. Est-ce que l’avenir vous appartient? Demain, l’autopartage sera certain­e­ment un maillon important de la chaîne de mobilité. Et ce, à l’échelle planétaire. A Lisbonne par exemple, des études ont montré que, grâce à ce concept, il serait possible de se passer de 90 pour cent des véhicules en circulation sans pour autant diminuer la mobilité des habitants.

Madame Buchmann, Mobility a misé sur le partage dès la fin du siècle dernier. Ce concept désormais omniprésent vous semble-t-il galvaudé? Non, bien au contraire. Nous avons contribué à le faire connaître: il y a 28 ans, deux organisations ont inventé en Suisse l’autopartage, dont l’idée est de considérer la voiture comme un service et non comme un produit. Aujourd’hui, Mobility participe aussi à la conception de certains quartiers. Pouvez-vous nous en dire plus? Il y a un peu plus de deux ans, nous avons lancé l’offre mobility@home. Il s’agit en fait d’intégrer nos voitures au quartier, les locataires des appartements recevant un abonnement Mobility gratuit au moment de signer leur bail. C’est un modèle gagnant-gagnant: le nombre de nos abonnés augmente et la société immobilière peut construire des

Désormais, on construit des apparte­ ments qui peuvent être utilisés en toute flexibilité, un 3 pièces pouvant se transformer facilement en un 5 pièces ou un atelier. D’autre part, le partage des espaces communs, des terrasses ou des jardins est en plein boom.

Parmi les différents processus de développement de Mobimo, on trouve des concepts de mobilité intégrant des sites Mobility. Est-ce un atout pour vous? Oui, bien sûr. Dans l’immobilier, les évolutions en cours sont proches de notre préoccupation majeure: utiliser de manière plus judicieuse la ressource que constitue l’espace disponible.

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Von der Biologie zur Kunst Christian Gonzenbach lebt und arbeitet in Genf. Nach der Matur studierte er ein paar Semester Biologie, bevor er sich an die Haute Ecole d’Art et Design in Genf einschrieb. Nach dem Bachelor holte er sich einen M.A. am Londoner Chelsea College of Art and Design. Seine Arbeiten stehen in der Schweiz und im benachbarten Frankreich. Ausserdem unterrichtet Gonzenbach an der Genfer Kunst- und DesignHochschule.


WAS WÄRE WENN? Für den Genfer Künstler Christian Gonzenbach ist die Kunst ein Mittel, um die Welt zu erforschen. Dabei hinterfragt er scheinbar Banales. Was dabei herauskommt, sprengt Dimensionen. Text: Monique Rijks | Fotos: Catherine Leutenegger

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Wo Kunst zur Selbst­verständlichkeit wird: Mobimo-Überbauung Sonnenhof in Regensdorf.

Welche Form nimmt eine Paprikasauce an, wenn man sie über gekochte Teigwaren giesst? Wie verändert sich ein Curry, wenn man es über Reiskörner träufelt? Die Antworten auf diese Fragen thronen überdimensional in orangem und gelbem Beton in der Garten­anlage der Mobimo-Überbauung Sonnenhof in Regensdorf. Es ist ein sonniger Abend unter der Woche, Kinder spielen zwischen den weissen Wohnblöcken mit den auffälligen Balkonen, ein Mann trägt Einkaufstüten heim, eine junge Frau stellt ihr Velo in den Unterstand; Alltagsleben in der Wohnüberbauung Sonnenhof. «Paprika» und «Curry», die beiden Arbeiten von Christian Gonzenbach, werden von den Bewohnern kaum beachtet. Sie gehören wie selbstverständ­ lich dazu. «Der Standort von Skulpturen hat einen grossen Einfluss auf ihre Funktion», sagt Gonzenbach. «In einem Museum wollen sie betrachtet werden, im Herzen einer Wohnüberbauung gehören sie zum Leben.» Hier sollen sie Menschen zum Schmunzeln bringen, ihnen ein Stück

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Keine Ausstellungsobjekte, sondern Teil des Siedlungsalltags: die Skulpturen «Paprika» (links) und «Curry» der Regensdorfer Überbauung Sonnenhof.

Identität vermitteln, sie zum Nachdenken animieren – aber ohne dass sie sich aufdrängen.

Die Tiere verstören mit ihrer bizarren, verletzlichen Ausstrahlung und sollen die Betrachter zum Nachdenken über ihre Beziehung zu Haustieren animieren.

Das Universum Gonzenbach Zwei Tage später in Gonzenbachs Atelier in der Nähe des Um «Andersrum» geht es auch bei der 5 Meter hohen Büste CERN in Genf. In der Mitte des Raums steht ein raumhohes des Autofabrikanten Louis Chevrolet. «Eine Statue gilt Holzgerüst, darin hängt ein Teil eines Giraffen-Skeletts. als höchste Form der Verehrung», erklärt Gonzenbach. «Ich Rundum stehen Regale, vollgestopft mit Keramik, Steinen, wollte diese Tradition aufnehmen, sie aber nicht ganz so echten Tierschädeln und Totenköpfen aus traditionell umsetzen.» Anhand einer Foto­ Beton; am Boden stapeln sich Holzlatten, grafie konstruierte er einen dreidimensio­ «Ich bin ein dazwischen liegen Werkzeuge. Im nalen Chevrolet, den er mit Hilfe einer Universum Gonzenbach wird viel mit den neugieriger Mensch» Silikonform umstülpte und aus Edelstahl Händen gearbeitet und ausprobiert. «Ich giessen liess. Heute dominiert die Plastik bin ein neugieriger Mensch. Ich kehre die den Parc de l’Ouest in La Chaux-de-Fonds, Dinge gern um, will sehen, was sich auf der anderen Seite der Heimatstadt Chevrolets. In der glänzenden Oberfläche versteckt oder welche Welt sich in ihrem Inneren auftut», spiegelt sich die Umgebung. Im Sommer, wenn die um­­­lie­ erklärt der Künstler. Für das Projekt «Eversions» hat genden Bäume dicht mit Blättern bewachsen sind, ver­­­ er verstorbene Hunde, Kaninchen und sogar ein Reh so schwindet die Skulptur beinahe im Grün; an kahlen Winter­ präpariert, dass statt dem Fell die Haut nach aussen zeigt. tagen ist sie dafür umso präsenter.

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Einfach mal schauen, was passiert: Bei seiner Arbeit interessiert Christian Gonzenbach der Prozess oft mehr als das Resultat. Das passt: Sein Atelier befindet sich in der Nähe des CERN in Genf …

Teilchenphysik und Fantasie Ganz Sohn zweier Naturwissenschaftler, erforscht Christian Gonzenbach in seinen Arbeiten Themen, auf die er in seinem Alltag stösst. Die Bedenken über mögliche gesundheitliche Auswirkungen der riesigen Starkstrom­ leitungen in unmittelbarer Nähe seines Ateliers hat er in «Pollux» verarbeitet, einem 12 Meter grossen gelb-orangen Starkstrommast aus Holz. Seine Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit der Dinge manifestierte sich in «Micromegas», einem im Gras liegenden, 20 Meter langen Riesen, der langsam vermoderte, bis er sich schliesslich in der Natur auflöste. Bei den beiden Skulpturen «Curry» und «Paprika» erforscht Christian Gonzenbach die Frage, was geschieht, wenn unsichtbare Formen – in diesem Fall Flüssigkeit – dank Elementen aus der Teilchenphysik wie Quarks, Elektronen und Positronen Gestalt annehmen. Während die Wissen­ schaft die theoretische Antwort liefert, paarte der Künstler für die Umsetzung Fantasie mit handwerklichem Geschick.

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Um der Flüssigkeit eine Gestalt zu geben, liess er sich riesige Styroporblöcke liefern, stieg auf eine Leiter und führte auf dem Styropor erhitzte Objekte spazieren, eine kleine Statue oder eine Boccia-Kugel an einer langen Stange. Die Vertiefungen der auf diese Weise zufällig entstandenen Schmelzgebilde füllte er mit eingefärbtem Flüssigbeton, liess ihn trocknen und pellte ihn aus der Form. «Ich hatte zwar eine Vorstellung davon, wie das Resultat aussehen könnte, das Endprodukt blieb aber eine Überraschung, und das ist richtig so», sagt Gonzenbach und nippt an einem Espresso. «Denn bei dieser Arbeit interessierte mich in erster Linie der Prozess.» Dass das Resultat nicht im Museum, sondern in einer Wohn­ siedlung steht, macht ihn glücklich: «In Japan und in China steht vor jedem wichtigen Gebäude ein Stein. Er symbolisiert einer­ seits die Kraft der Berge. Andererseits soll er eine möglichst diffuse Form aufweisen, damit man wie bei Wolkenbildern seine Fantasie walten lassen kann. Ich hoffe, auch ‹Curry› und ‹Paprika› verführen in Regensdorf zu kleinen gedanklichen Alltagsfluchten.»

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Künstlerischer Dialog Die Lancierung von Mobimo & Art ist ein Bekenntnis von Mobimo zur gesellschaftlichen Aufgabe, die das Bauen mit sich bringt. Wie in der Architektur engagiert sich die Mobimo auch in der Kunst auf hohem Niveau: Für neue Überbauungen werden über Wettbewerbe von kunstkompetenten Jurymitgliedern die passenden Künstler ermittelt. Denn jedes Projekt ist eng an den Bau gekoppelt: Kunst und Architektur stehen von Anfang an in einem Dialog und lassen so für die Bewohner, Benützer und Besucher ein unverwechselbares und inspirierendes Umfeld entstehen.

ET SI … ? Quelle forme prend une sauce au paprika lorsqu’on la verse sur des pâtes cuites? Comment un curry se transforme-t-il quand on le répand sur des grains de riz? La réponse à ces questions trône sous la forme de deux grandes sculptures en béton orange et jaune qui ornent le lotissement Mobimo «Sonnenhof», à Regensdorf. Elles sont l’œuvre de l’artiste genevois Christian Gonzenbach, pour qui l’art est un moyen d’explorer le monde. Les habitants ne s’arrêtent plus pour contempler «Curry» et «Paprika», car ces sculptures font désormais partie intégrante de leur environnement. «Le lieu où est installée une sculpture a un impact décisif sur sa fonction. Dans un musée, elle demande à être regardée. Dans un lotissement, elle fait partie de la vie», explique Christian Gonzenbach. Imagination et pratique Ces deux travaux ont permis à Christian Gonzenbach d’observer ce qui se passe lorsque des formes invisibles – dans ce cas, des liquides – prennent corps grâce à des phénomènes décrits par la physique des particules, qui étudie notamment les quarks, les électrons ou les positrons. Tandis que la science nous livre une

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réponse théorique à ce genre de problématiques, l’artiste a choisi de les aborder en faisant appel à son imagination et à la pratique. Pour donner une forme au liquide, il a commandé d’énormes blocs de polystyrène, il est monté sur une échelle et a laissé des objets chauffés se promener sur le polystyrène afin de le faire fondre, notamment une petite statue ou une boule de pétanque. Ensuite, il a rempli les cavités ainsi obtenues avec du béton liquide coloré, avant de laisser sécher le tout et de démouler le béton. Il est très heureux que ces deux œuvres ne se soient pas retrouvées dans un musée, mais bien au cœur d’un lotissement: «J’espère que ‹Curry› et ‹Paprika› permettent aux gens qui les côtoient de s’offrir de petites escapades imaginaires.» De l’art de haut niveau Le lancement de Mobimo & Art illustre la volonté de la société d’assumer pleinement les responsabilités sociales qui découlent de ses activités. Tout comme dans le domaine de l’architecture, Mobimo s’engage en faveur d’un art de haut niveau. Lors de la réalisation de nouveaux bâtiments, les artistes sont sélectionnés grâce à des concours dont le jury est formé d’experts reconnus. L’œuvre étant au final étroitement liée à la construction, l’art et l’architecture dialoguent dès le début du projet, ce qui permet de créer un environnement original qui inspirera les habitants et les usagers des bâtiments.

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INSIDE

La vie est une formidable aventure! Texte: Hélène Demont | Photos: Catherine Leutenegger

Son chemin l’a mené très jeune à faire confiance à ses intuitions et à emprunter des chemins de traverses; des choix poussés par une soif de l’inconnu et la recherche constante de nouveaux défis. Comme le physicien qu’il aurait dû devenir, Teodor Teodorescu analyse et expérimente tout de manière quasi scientifique. Rencontre avec un observateur actif, passionné et curieux. «Un film ne revient pas en arrière, il défile, vous transporte ailleurs, vous fait découvrir des paysages, et suscite des émotions», raconte-t-il enthousiaste, «tout comme lorsque je marche en montagne. Jamais deux fois le même lieu ni le même sentier … pour le pur plaisir de la découverte, pour apprécier ce qui est, se laisser surprendre et s’échapper d’un contexte le temps d’une course. Cela me ravit toujours; le silence des sommets me nourrit autant qu’un très bon film. J’ai voyagé à travers le monde et découvert de magnifiques paysages en Asie ou aux Etats-Unis, mais le vrai dépaysement se trouve tout près de nous. Nos Alpes sont aussi majestueuses­ que mystérieuses et offrent des aventures chaque fois différentes.» Un goût de la découverte qu’il partage avec son épouse complice, grande lectrice, mais qui préfère laisser à leurs enfants les joies de suivre Teodor Teodorescu en altitude et dans les salles obscures. «La beauté des paysages permet de se recentrer, on est vraiment tout petit face à la nature et il ne faut jamais oublier qu’il y a tant de belles choses, bien plus importantes que le nombre d’entrées au cinéma! Ma carrière dans le domaine de l’exploitation de salles de cinéma a commencé par un simple job d’étudiant en tant que placeur. Les responsabilités se sont rapidement enchaînées et à chaque carrefour, je me demandais si je devais changer de voie ou accepter le défi suivant; j’ai toujours choisi de continuer et même réussi à jongler avec mon emploi du temps pour faire un MBA. Mon plus grand moment professionnel a été l’ouverture du cinéma au Flon; c’était grisant, comme

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d’atteindre un sommet après de longues heures de marche. Le lendemain, je me suis senti désœuvré, le but était atteint et il fallait en trouver un autre. On court beaucoup, la tête remplie de projets, on avance. Dans cette vie trépidante, deux ruptures pourtant m’ont profondément marqué et fait réfléchir sur le sens de la vie et la douleur. Mais il ne faut rien regretter et je préfère ne pas me retourner sur le passé. J’aimerais tant avoir tout vu, mais je crois que cela me sera impossible d’étancher ma soif. Il ne faut surtout pas que ça s’arrête; la vie est une formidable aventure!»

«DAS LEBEN IST EIN WUNDERBARES ABENTEUER!» Teodor Teodorescu legt seit 2013 als operativer Direktor Pathé Schweiz die Strategie der Kette in der Schweiz fest. Seine Karriere begann als Platzanweiser, sein beruflicher Höhepunkt war die Eröffnung des Kinos im Flon-Quartier. Teo ist von seinem Métier begeistert: «Ein Film nimmt Sie mit auf eine Reise, entführt Sie an andere Orte, lässt Sie Landschaften entdecken und weckt Gefühle, ähnlich wie eine Wanderung in den Bergen.» Die sieben Kinosäle des Pathé Flon, das 2003 auf einer Fläche von etwa 8000 m2 erbaut wurde, bieten zwischen 190 und 486 Plätze, insgesamt 1 944 Sitze. Aufgrund seines familienfreundlichen Programms war das MultiplexKino von Anfang an ein grosser Erfolg. Das soll noch lange nicht das letzte Projekt von Teodorescu gewesen sein – seine Lust am Entdecken ist grenzenlos: «Ich möchte so gerne alles gesehen haben, ich glaube, ich bin ausserstande, meinen Lebenshunger zu stillen. Das Wichtigste ist, dass das nicht aufhört – das Leben ist ein wunderbares Abenteuer!»

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La création et la réalisation du cinéma multiplex du Flon a été l’un des projets phares de Teodor Teodorescu, alors Directeur des opérations pour Europlex jusqu’en 2006. Il est devenu ensuite Directeur de Pathé Romandie, en reprenant le management des 5 cinémas Pathé en Suisse romande. Depuis 2013, Teodor Teodorescu définit la stratégie des cinémas au niveau Suisse en tant Directeur Opérationnel Pathé Suisse.

Pathé Flon Lausanne Construit en 2003 sur une surface de quelque 8 000 m2, les 7 salles de cinéma Pathé Flon offrent chacune de 190 à 486 places et totalisent 1 944 sièges. Le multiplex du Flon rencontre depuis ses débuts un grand succès grâce à une programmation familiale s’adressant à un large public.


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