Page 1

in DeutSChlanD | APRIL/MAI 2010 unaBhÄngigeS magaZin FÜr auto, moBilitÄt, reiSen unD Verkehr

autoBahnmaut

JetZt! Warum Wir DeutSChen gelD VerSChenken!

AUTOVERMIETER groSSer mietWagentariFVergleiCh MOBILES LEBEN Die neueSten SmartPhoneS

mÜnchen

INTERVIEWS ramSauer, Sutil, WoWereit unD uDe


Liebe Leser, kennen Sie Mobil in Deutschland e.V.? Nein? Dann wird es höchste Zeit. Erlauben Sie, dass wir uns vorstellen: Mobil in Deutschland ist erstens ein Automobilclub. Ein Automobilclub, der zwar lange nicht so viele Mitglieder zählt wie manch andere, aber jede Menge zu bieten hat. So gibt es bei uns zwei Arten von Mitgliedschaften: Zum einen die Basis-Mitgliedschaft. Sie kostet 24 € im Jahr und bietet automobilen Schutz & Service mit unserem Deutschland-Schutzbrief. Zum anderen die Premium-Mitgliedschaft. Und die ist neu. Sie kostet 54 € bzw. 66 € – inklusive (Ehe-)Partner und, falls vorhanden, minderjährige Kinder – im Jahr und beinhaltet Schutz & Service für Europa und die Welt. Wir nennen diesen Schutzbrief unseren Europa- und Weltschutzbrief. Das ist sowohl ein fahrzeug- als auch ein personenbezogener Schutz, den wir zusammen mit unserem Partner, der D.A.S. geschnürt haben und bei dem wir ein herausragendes Preis-/ Leistungsverhältnis auf dem deutschen Markt anbieten. Wenn Sie sich jetzt fragen, warum wir so günstig sind, dann lässt sich das einfach beantworten: Wir haben eine sehr schlanke Verwaltung, wickeln vieles online ab und haben mit der DAS einen professionellen und zuverlässigen Partner. Doch Mobil in Deutschland kann noch mehr. Denn wir sind zweitens auch ein Mobilitäts- und Verkehrsverein. Einer, der Fragen stellt, Initiativen startet, zuhören kann und manchmal auch ein heißes Eisen anfasst. Bei der großen Mobil in Deutschland Verkehrsumfrage etwa ließen wir die deutschen Autofahrer zu Wort kommen. Mit einer sehr guten Beteiligung zeichneten Sie uns ein hochaktuelles Bild von deutschen Nöten und Wünschen im Bereich Verkehr. Schon jetzt thematisieren wir einige davon in dieser aktuellen Ausgabe unseres Magazins. Drei Mal im Jahr veröffentlichen wir unser Magazin, an dem Sie teilhaben können, wenn Sie sich zu Wort melden. Schreiben Sie uns! Abonnieren Sie unseren Newsletter. Vernetzen Sie sich mit uns auf www.mobil.org, Facebook oder XING. Meckern Sie. Loben Sie. Diskutieren Sie mit. Sagen Sie uns, was sich in Deutschland noch bewegen muss. Deutschland muss mobil bleiben! Wir möchten, dass Sie mobil in Deutschland sind. Viel Spaß beim Lesen!

inhalt 04-05

titeltema Wann kommt endlich die für uns kostenneutrale Autobahnmaut?

06

interVieW Der Bundesverkehrsminister spricht Klartext

08–09 automoBil Flott und schick unterwegs – die Neuheiten von der AMI Leibzig

10

teChnik & SerViCe Nie mehr Stress beim Einparken

14

VermiSChteS Christina Surers Kolumne

15

umFrage Große Online-Verkehrsumfrage 2010

16–17

SerViCe Der große Mietwagenvergleich

18–19

moBile ZukunFt Freie Fahrt für die mobile Zukunft

20-21

reiSen & Fliegen Fliegen ohne schlechtes Gewissen

22-23

moBileS leBen Smartphones im Vergleich

24

rat & reCht Alles was Recht ist

Dr. Michael Haberland 1. Vorsitzender Mobil in Deutschland e.V. www.mobil.org

impressum

mobil in deutschland magazin, unabhängiges magazin für auto, mobilität, reisen und Verkehr • ausgabe: april / mai 2010 • erscheinungsWeise: dreimal im Jahr • auFlage: 210.000 stück für berlin und münchen • herausgeber: haberland beratungs- und Verlagsgesellschaft, tulpenweg 24, 81379 münchen • Verein: mobil in deutschland e.V. , postfach 70 20 26, 81320 münchen, tel.: (089) 780 785 14; Fax: (089) 780 785 15, e-mail: verein@mobil.org, www.mobil.org • VerantWortlich: dr. michael haberland • cheFredaktion: Julitta ammerschläger • redaktion: ralf baumeister, stefan alsbach, martin Wagner, stefanie Will , Janine haberland • gestaltung/graFik/dtp: suny mayer, die denkbar Wolfgang greiner • druck: pva, druck und medien dienstleistungen gmbh • gerichtsstand und erFÜllungsort: münchen. alle rechte vorbehalten. nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher genehmigung. namentlich gekennzeichnete artikel geben die meinung des Verfassers wieder.

26–27 Politik Weg mit der Unsinn-Zone

28-29

Zwei Stadtoberhäupter sprechen Klartext – Ude für München und Wowereit für Berlin

30

PerSÖnliChkeiten In der Fromel 1 ganz vorne mit dabei: Adrian Sutil


04 ..........................................................................mobil in deutschland // april/mai 2010

Wann kommt enDliCh Die FÜr unS koStenneutrale autoBahnmaut? sie dacHten, deutscHLand ist beLiebt für sein gutes essen, die Handgefertigten kuckucksuHren, für seine prunkvoLLen kÖnigsscHLÖsser, für die gastfreundLicHen einwoHner, fürs gute bier auf dem oktoberfest? mÖgLicH. docH eine sacHe, von denen ausLänder weLtweit scHwärmen, sind erstaunLicHerweise stets die deutscHen autobaHnen. so sagte sir roger moore vor kurzem zu mobiL in deutscHLand: „icH Liebe es, in deutscHLand auto zu faHren. die autobaHnen sind einfacH der Hit.“ und nico rossberg äusserte sicH gegenüber unseres magazins mit den worten: „in meinem HeimatLand monaco kann icH mein auto gar nicHt ricHtig nutzen. desHaLb freue icH micH Jedes maL, wenn icH nacH deutscHLand auf einen termin faHren darf. die autobaHnen sind wirkLicH ein autofaHrer-traum. daran soLLten sicH die anderen europäiscHen Länder maL eine scHeibe abscHneiden.“

titelthema

Unsere Autobahnen sind beliebt. Kein Wunder: Deutschland hat eines der dichtesten Autobahnnetze der Welt und mit ca. 12.550 Kilometern nach dem Interstate Highway System (75.376 km) in den Vereinigten Staaten und dem National Trunk Highway System (45.400 km) der Volksrepublik China das drittlängste. Und unsere beliebteste „Sehenswürdigkeit“ lassen wir Deutschen uns auch so einiges kosten. Die reinen Baukosten in durchschnittlich schwierigem Gelände betragen in Deutschland je nach Quelle sechs bis zwölf Millionen Euro pro Kilometer. Eine weitere Untersuchung, durch die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen sagt, dass jährlich ca. 2,70 EUR pro Quadratmeter in bestehende Autobahntrassen investiert werden müssten, um diese auch ausreichend zu erhalten. Im Investitionsrahmenplan für die Verkehrsinfrastruktur aus dem Jahr 2007 ist eine Steigerung der Erhaltungsinvestitionen einschließlich der Erhaltungsanteile im Zusammenhang mit Ausbau-, Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen von 1,8 Mrd. EUR im Jahr 2005 auf rund 2,3 Mrd. EUR in den Jahren 2009 / 2010 geplant. Damit soll die Substanz deutscher Autobahnen verbessert werden. Die Deutschen lassen sich ihre Autobahnen also einiges kosten.

Und die Deutschen lassen sich ihr Auto einiges kosten. Genau fünfmal greifen wir für Steuern tief in die Tasche, nur um ein KFZ fahren zu können: 1. Wir zahlen jährlich KFZ-Steuer, dann 2. richtig viel Mineralölsteuer, seit einigen Jahren 3. Ökosteuer und 4. auf den Spritpreis noch mal Mehrwertsteuer. Zuletzt und 5. zahlen wir noch Versicherungssteuer auf die KFZ-Versicherung. In der Summe können das je nach Fahrleistung 1.000 EUR im Jahr, aber auch 2.000 EUR und mehr sein. Den größten Anteil der Treibstoffpreise an den Tankstellen machen die Steuern aus. Allein die Mineralöl- und Ökosteuer auf Benzin beläuft sich inzwischen auf 65,5 Cent pro Liter (Mineralölsteuer: Benzin 50,1 Cent / Diesel 31,64 Cent, Ökosteuer immer: 15,4 Cent). Die Mehrwertsteuer von 19 % wird auch auf die Mineralöl- und Ökosteuer erhoben und macht bei einem Preis von 150 Cent 24 Cent pro Liter aus. Bei einem Tankstellenpreis von 150 Cent pro Liter Benzin zahlen die Autofahrerinnen und Autofahrer also 89,4 Cent pro Liter an Steuern. Damit fließen 60 Prozent des Benzinpreises in die Kassen des Staates. Die durchschnittliche Fahrleistung des Autofahrers liegt seit Jahren stabil bei 12.000 Kilometern im Jahr oder rund 1.000 Kilometern im Monat. Der durchschnittliche Verbrauch von Benzinern liegt heute bei 8 Litern auf 100 km, beim Diesel sogar noch darunter bei rund 7 Litern. Die Rechnung: 12.000 km bei rund 7,5 Litern auf 100 km macht einen Spritverbrauch von rund 900 Litern im Jahr aus – mit fallender Tendenz. 15,4 Cent pro Liter bei 900 Litern Jahresverbrauch sind 138,60 EUR pro Jahr, die wir Ökosteuer auf Sprit bezahlen. Eine Steuer ohne Lenkungsfunktion, die ein autofeindliches Relikt aus der Regierung Schröder/ Trittin war. Die Deutschen zahlen, während die Ausländer von den deutschen Autobahnen schwärmen, die wir finanziert haben. Läuft da nicht irgendwas falsch? Da kommt spätestens jeder ins Grübeln, der einen Blick auf den Leuchtglobus oder die guten alten Straßenkarten wirft. Denn: Deutschland ist rein geographisch gesehen das Herz Europas. Eines der wichtigsten Transitländer im täglichen Personen- und Güterverkehr. 2003 wurde von der Bundesanstalt für Straßenverkehr für das Autobahnnetz eine durchschnittliche Verkehrsstärke von 4.043 ausländischen Kraftfahrzeugen pro Tag (24 Std.) ermittelt. 49,5 % dieser Fahrzeuge gehörten zum Personenverkehr, 50,5 % zum Güterverkehr. Es ergab sich ein Anteil ausländischer Kraftfahrzeuge von 8 %. Dieser Anteil liegt mittlerweile um einiges höher. Dr. Michael Haberland von Mobil in Deutschland geht davon aus, dass heute 15 %


05 • Frankreich: Fast alle autobahnstrecken sind mautpflichtig, für pkw kosten 100 autobahnkilometer etwa 5 eur. 2.000 km autobahn kosten sie rund 100 eur. • dänemark: einmal auf die Öresund-brücke zwischen kopenhagen (dänemark) und malmö (schweden) kostet sie als autofahrer 36 euro. das gilt auch für andere brücken. • italien besitzt das älteste mautsystem in europa mit rund 80 gebührenpflichtigen strecken. die gebührenhöhe richtet sich nach der streckenlänge. pro 100 kilometer sind für pkW etwa 5 eur fällig. 2.000 km autobahn kosten sie 100 eur. • niederlande: es gibt drei gebührenpflichtige strecken: den kiltunnel, die Willem-alexander-brücke und den tunnel von coudorpen. sie kosten für pkW zwischen 1,50 eur und 4,50 eur. • Österreich: Für die benutzung der autobahnen besteht Vignettenpflicht. es gibt Jahres-, Zweimonats- und 10-tages-Vignetten. sie kosten für pkW 76,20 eur, 22,90 eur bzw. 7,90 eur. Für motorräder 30,40 eur, 11,50 eur bzw. 4,50 eur. • polen: die autobahn a4 von katowitz nach krakau (61 km) ist mautpflichtig. die gebühren betragen für pkW, minibusse und

mobil in deutschland // april/mai 2010 ........................................................................

die autobahnmaut ist europäisch Wie der euro

Wohnmobile etwa 2 eur.

es spricht Vieles FÜr die einFÜhrung einer pkW-maut in deutschland • mit einer pkW-maut auf deutschen autobahnen zahlen die deutschen keinen cent mehr. denn gleichzeitig zur einführung der pkW-maut (100 – 150 eur) könnte die Ökosteuer (100 – 150 eur) abgeschafft werden. • mit einer pkW-maut hätte der staat 1 – 1,5 mrd. eur mehreinnahmen, die er bisher verschenkt hat. dringend nötiges geld für die straßeninfrastruktur. • mit der pkW-maut werden ausländische autofahrer an der Finanzierung der deutschen autobahnen beteiligt. • mit einer pkW-maut könnte man nach 20 Jahren aufbau ost endlich das bitter notwendige „nachholprogramm West“ auf deutschen straßen starten. • erhebungs- und Verwaltungskosten, die die einführung einer pkW-maut mit sich bringen, sind meist geringer als angenommen. • 71 % der deutschen würden diese Variante begrüßen, nur 25 % ablehnen.

so stellt sich mobil in deutschland den maut-Fahrplan Vor: • Zunächst muss geklärt werden, welche belastung des autofahrers in gleicher höhe wegfallen könnte. das muss glaubwürdig von seiten der politik ohne tricks geschehen – © tom higgins pixelio.de

mobil in deutschland e.V. empfiehlt die abschaffung der Ökosteuer, weil sie als bundessteuer am einfachsten abzuschaffen ist. • gleichzeitig soll die einführung einer Vignette geplant werden. kosten: 100 – 150 eur pro Jahr. daneben sollte es auch monats- und Wochenvignetten geben. • planung ein Jahr, umsetzung ein Jahr. alle kritiker, die daran zweifeln, sollten sich einen guten rat in Österreich oder in der schweiz holen.

titelthema

aller Fahrzeuge auf den Autobahnen ausländische Fahrzeuge sind. Da sei die Frage gestattet: Warum kann jeder Deutschland durchqueren und bleibt frei von irgendwelchen Gebühren? Interessant an dieser Stelle ist auch die statistische Erhebung der drei häufigsten „Transit“-Nationalitäten in Deutschland. Den höchsten Anteil an ausländischen Kraftfahrzeugen auf Autobahnen hatten 2003 Fahrzeuge niederländischer Nationalität mit 25 %, gefolgt von polnischen Fahrzeugen mit 14 % und österreichischen Fahrzeugen mit 9 %. Drei Länder, bei denen die Deutschen für die Autobahnnutzung tief in die Tasche greifen müssen. In allen drei Ländern gibt es entweder gebührenpflichtige Autobahnen oder eine Maut bis 76 EUR im Jahr. Wieso also gibt es in Deutschland immer noch keine PKW-Maut? Bei der aktuellen Verkehrsumfrage 2010 hat Mobil in Deutschland rund 2.000 Personen befragt, und siehe da: 35 % hätten gerne eine Autobahnmaut, 61 % lehnen dies ab. Wenn das aber kostenneutral für den deutschen Autofahrer passiert, würden 71 % einer Autobahnmaut zustimmen und nur 25 % dies ablehnen. Wieso verschenkt man hier also jedes Jahr Milliarden? Mittlerweile haben viele Experten angefangen nachzurechnen und man kommt auf ein jährliches Ergebnis von 5 – 7 Mrd. EUR. Das ist viel Geld. Viel, viel Geld. Geld, auf das die deutsche Regierung bisher so edel verzichtet hat. Das macht keinen Sinn. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer kündigte kürzlich an, dass er die Einführung einer PKW-Maut prüfen lassen wolle: „Wir wollen, dass das Straßennetz stärker durch die Nutzer finanziert wird“, sagte er der Passauer Neuen Presse. Und gegenüber Mobil in Deutschland sagte er jetzt: „Eine PKW-Maut steht nicht im Koalitionsvertrag und deshalb nicht auf der Tagesordnung. Es darf aber keine Denkverbote geben, wie die Infrastruktur künftig finanziert werden kann.“ Einen großen Befürworter in Sachen PKW-Maut hat er in den Politikern im Süden Deutschlands. Etwa in Baden-Württembergs designierter Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU). Dieser sagte vor kurzem zur Financial Times Deutschland: „Ich hoffe, dass wir das noch in dieser Legislaturperiode durchsetzen können, denn jedes Jahr ohne Maut ist ein verlorenes Jahr“. Mappus: „In Europa gibt es nur noch drei Länder, die für die Benutzung der Autobahnen keine Gebühr erheben: Albanien, Finnland und Deutschland. Sollen wir weiter in dieser Liga spielen?“ Auch die Bayern wollen kein Geld mehr verschwenden. Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer meinte zu diesem Thema „Ich bin überzeugt: Eine PKW-Maut schafft Gerechtigkeit. Wenn man nämlich die Benutzung der Straße generell kostenpflichtig macht und zum Ausgleich in Deutschland die Mineralölsteuer senkt, würden endlich auch die Autofahrer aus dem Ausland für die Finanzierung des Straßenbaus herangezogen. Warum sollen wir für die Straßenbenutzung im Ausland zahlen, die Ausländer aber nicht bei uns?” Und auch sein Vorgänger, der frühere bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein forderte für die Autobahnnutzung eine PKW-Vignette von 100 EUR pro Jahr. Die Steuern auf Diesel und Benzin sollten um sechs bis acht Cent gesenkt werden.“ Drei gute Stimmen, drei Kämpfer für Deutschland – doch finden sie Gehör? Warum wird die PKWMaut nicht endlich umgesetzt? Hat die Regierung Angst, Wählerstimmen zu verlieren? Völlig zu Unrecht findet Mobil in Deutschland, denn mit der Einführung der PKW-Maut kann man nur gewinnen. Wählerstimmen und Einnahmen. Mobil in Deutschland fordert daher die Einführung einer für deutsche Autofahrer kostenneutralen Autobahnmaut, und zwar schnell. Der Ansatz: Die Ökosteuer sollte fallen, dafür sollte im Gegenzug eine Autobahnmaut eingeführt werden. Im Schnitt kostet die Ökosteuer den deutschen Autofahrer 100 – 150 EUR im Jahr, das sollte auch die Autobahnvignette kosten. Damit könnte der Staat mit Einnahmen von 5 – 7 Mrd. EUR rechnen, die dringend in die Verkehrsinfrastruktur investiert werden müssten. 1 – 1,5 Mrd. EUR wären Mehreinnahmen und kämen von ausländischen Autobahnbenutzern. Geld, das der Bundesverkehrsminister sicher dringend brauchen könnte.


06 ...........................................................................mobil in deutschland //april/mai 2010

Nach dem Umweltzonenchaos herrscht in deutschen Städten Verwirrung. Ist es nicht Zeit für eine einheitliche Lösung? Ein „Umweltzonenchaos“ sehe ich nicht. Gleichwohl sieht der Koalitionsvertrag vor, bei der Einrichtung von Umweltzonen auf Wirksamkeit und Verhältnismäßigkeit zu achten. Fahrverbote sollen dort gelockert werden, wo die Einschränkungen in keinem vernünftigen Verhältnis zu dem Ziel steht, Feinstaub zu reduzieren. Dazu müssen Ausnahmeregelungen bundesweit vereinheitlicht werden. Das zuständige Bundesumweltministerium hat bereits Gespräche mit den Ländern geführt. Radarkontrollen sind ein sehr umstrittenes Thema. Wir haben schon des öfteren aufgezeigt, dass es hier längst nicht mehr um Sicherheit geht, sondern Kommunen und Länder damit ihre Haushalte aufbessern. Kann man so ein Finanzgebaren nicht unterbinden? Radarkontrollen sollten nicht durchgeführt werden, um abzukassieren. Ich sage aber auch ganz deutlich: Radarkontrollen an Unfallschwerpunkten sind wichtig. Denn wir beklagen noch immer über 4.000 Verkehrstote pro Jahr. Die Unfallursache Nummer 1 ist und bleibt zu hohe Geschwindigkeit. Ich würde mir wünschen, dass meine Länderkollegen die Geldbußen noch konsequenter der Verkehrssicherheitsarbeit zukommen ließen.

Dr. peter Ramsauer

hier SPriCht Der VerkehrSminiSter! interVieW

er Hat einen straffen terminkaLender, trotzdem naHm sicH bundesverkeHrsminister dr. peter ramsauer zeit, mobiL in deutscHLand in wicHtigen fragen rund um das tHema verkeHr und mobiLität rede und antwort zu steHen. danke! Seit einigen Monaten wird das Thema Autobahnmaut wieder diskutiert. Könnten Sie sich eine – für deutsche Autofahrer kostenneutrale – Autobahnmaut vorstellen? Eine PKW-Maut steht nicht im Koalitionsvertrag und deshalb nicht auf der Tagesordnung. Es darf aber keine Denkverbote geben, wie die Infrastruktur künftig finanziert werden kann. Was halten Sie von einem generellen Tempolimit 130 auf deutschen Autobahnen? Deutschlands Straßen zählen zu den sichersten in Europa. Und das ohne generelles Tempolimit. Die Zahlen zur Unfallentwicklung in Deutschland belegen das. Außerdem sind große Teile des deutschen Autobahnnetzes bereits zweitweise oder dauerhaft mit Geschwindigkeitsbeschränkungen belegt. Auf mehr als 1.000 Kilometern lenken intelligente Anlagen den Verkehr. Diese können je nach Verkehrslage eine Höchstgeschwindigkeit festlegen. Wir haben uns deswegen im Koalitionsvertrag ausdrücklich gegen ein generelles Tempolimit ausgesprochen.

Welche deutschen Verkehrsprojekte müssen schnellstens umgesetzt werden? Unsere Volkswirtschaft braucht leistungsfähige und optimal vernetzte Verkehrswege. Die christlichliberale Bundesregierung ist angetreten, um eine moderne Verkehrsinfrastruktur zu schaffen. Dazu gehört vor allem Ausbau und Erhalt der Straßen. Sie dürfen nicht auf Verschleiß gefahren werden. Das Straßennetz in Deutschland wird aber den erwarteten Zuwachs – vor allem des Güterverkehrs – nicht allein verkraften können. Wir benötigen alle drei Verkehrsträger – Schiene, Straße, Schiff – um das Verkehrswachstum zu bewältigen. Was halten Sie von zukunftsträchtigen, innovativen, und umweltfreundlichen Antriebstechniken? Sollte man das nicht auch staatlich fördern? Das tun wir ja bereits in großem Maße. Wir fördern die Entwicklung von Elektrofahrzeugen und deren Ladeinfrastruktur sowie die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Zusammen mit Geldern aus der Industrie stehen rund 2 Milliarden Euro zur Verfügung. Unser Ziel ist es, Deutschland zum Leitmarkt für Elektromobilität zu machen. In diesem Jahr starten Projekte in acht Modellregionen in ganz Deutschland. Dort unterziehen wir Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur einem Praxistest. Eine Millionen Elektrofahrzeuge sollen im Jahr 2020 unterwegs sein, angetrieben mit Strom aus erneuerbaren Energien. Wie sehen Sie die Rolle der Kraftstoffe Flüssiggas und Erdgas? Gasförmige Kraftstoffe können zu einer Diversifizierung der Energiebasis beitragen. Im Kraftstoffmarkt werden sie aber voraussichtlich nur einen kleineren Anteil abdecken. Würden Sie innerhalb der nächsten fünf Jahre ein E-Mobil kaufen? Wir produzieren heute in Deutschland die besten Autos der Welt. Ich bin davon überzeugt, dass wir auch in Zukunft die besten Elektrofahrzeuge der Welt bauen werden. Die Industrie muss nun schnellstmöglich serienreife und bezahlbare Fahrzeuge mit alternativen Antrieben entwickeln und auf den Markt bringen und dabei die Ansprüche der Kunden berücksichtigen. Auch eine Familie mit zwei Kindern sollte sich ein Elektroauto leisten können. Und auf dem langen Weg in den Urlaub dürfen die Menschen nicht vom Gedanken gequält werden, mit leerem Akku am Straßenrand stehen zu bleiben. Wenn das erste deutsche serienreife Fahrzeug auf dem Markt ist, können Sie mich noch einmal fragen. Sind Sie ein guter Beifahrer? Das können Ihnen nur die jeweiligen Fahrer beantworten. Auf eines möchte ich aber hinweisen: Bei den beiden älteren meiner vier Töchter habe ich mehrfach selbst auf dem Beifahrersitz gesessen. So konnte ich persönliche Eindrücke von unserem Projekt „Begleitetes Fahren mit 17“ sammeln. Und die waren durchweg positiv. Diese Maßnahme führt zu einer erheblichen Verbesserung der Fahrkompetenz. Mein Haus wird deshalb bis Ende des Jahres die gesetzlichen Änderungen umsetzen, damit sich junge Fahrerinnen und Fahrer auch künftig in Begleitung ans Steuer setzen können. Welches war Ihr erstes Auto? Ein weißer VW Käfer mit 15 Litern Verbrauch. Das war damals ganz normal für einen Käfer.


03 .................................................................... 08 ..........................................................................mobil mobil in deutschland in deutschland // september/oktober // april/mai 2009 2010

BMW 5er Touring

Flott & SChiCk unterWegS

Audi A1

acHtung! aLLe, die sicH dank der abwrackprämie bereits einen neuwagen im vergangenen JaHr geLeistet Haben, soLLten an dieser steLLe Lieber weiterbLättern. denn Hier kommen die neuwagen-HigHLigHts der ami Leipzig. ein paar ricHtige scHnittcHen – von bmw, audi, toYota, vw, opeL und peugeot. Mann, schaut der fesch aus! Auf der Auto Mobil International (AMI) in Leipzig präsentierte BMW erstmals seinen neuen 5er Touring. Von außen ein Luxusschlitten, innen ein vielseitiger Packesel. Im Vergleich zu seinem Vorgänger wuchs das Ladevolumen des neuen BMW 5er Touring um 60 auf 560 Liter. Die Heckscheibe kann separat geöffnet werden, um kleine Gegenstände schnell zu verstauen. Neu sind die im Verhältnis 40:20:40 teilbaren Rücksitzlehnen, deren Neigung zudem in sieben Stufen um bis zu elf Grad variiert werden kann. Damit schluckt der Kofferraum des BMW 5er Touring maximal 1.670 Liter (Vorgänger: 1.615 Liter). Und auch die Passagiere an Bord haben enorm viel Beinfreiheit. Das Platzangebot fällt noch üppiger aus als bisher. Ist soviel Luxus bezahlbar? Der BMW 520d Touring soll mit rund 42.500 Euro zunächst die günstigste Kombi-Variante darstellen.

Mini Countryman

automobil

Wer weniger Platz braucht, ist mit dem Audi A1 derzeit bestens bedient. Auf weniger als vier Metern gibt’s mit diesem kleinen, flotten Flitzer alle Audi-Highlights im Kleinformat. Diese Eckdaten können sich sehen lassen: Der Grundpreis für den A1 soll bei rund 16.000 Euro liegen. Der Gepäckraum fällt mit 267 Liter bescheiden aus, lässt sich aber durch Umlegen der Rückbank auf 920 Liter erweitern. Ein doppelter Ladeboden hält weiteren Stauraum bereit. Das Cockpit ist ein sportlicher Mix aus A3 und TT. Das Navi lässt sich versenken. Im Fond finden zwei Sitzplätze Platz. Den Mittelbereich der Rückbank beansprucht eine Ablage mit Cupholdern. Hingucker außen sind die Dachbögen, die sich farblich vom Grundton der Karosserie absetzen. Auf satte 200 km/h bringt es der stärkste Benziner im Audi A1. Die Spurtzeit liegt hier bei 9,2 Sekunden, der Durchschnittsverbrauch bei 5,4 Liter.

Mercedes E-klasse Cabrio

Mini startet nach Limousine, Cabrio und Clubman mit dem SUV-ähnlichen Countryman. Der um einige Zentimeter höhergelegte Mini ist 4,10 Meter lang, 1,83 Meter breit und 1,60 Meter hoch. Der Innenraum des Mini Countryman ist als Viersitzer ausgelegt. Eine Rückbank mit drei Sitzplätzen ist auf Wunsch ohne Aufpreis zu haben. Das Kofferraumvolumen liegt zwischen 350 bis maximal 1.170 Litern. Zum Serienumfang aller Varianten gehören unter anderem eine Klimaanlage, das MiniAblage-System Center Rail, eine Audioanlage mit CD-Player, Servolenkung mit Lenkunterstützung, Fahrstabilitätskontrolle DSC sowie sechs Airbags und Isofix-Kindersitzbefestigungen im Fond. Für das neue Crossover-Modell stehen ab Marktstart im September drei Benziner und zwei Diesel plus zwei Allrad-Varianten mit einem Leistungsspektrum zwischen 90 PS und 184 PS zur Verfügung. Der Top-Countryman erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 215 km/h und soll im Mittel nur 6,3 Liter verbrauchen. Los geht’s ab 25.900 Euro.

peugeot RCZ

Mercedes präsentierte in Leipzig stolz sein neues E-Klasse Cabrio. Binnen 20 Sekunden lässt sich das Verdeck vollautomatisch öffnen und schließen, und zwar sogar während der Fahrt bis zu einer Geschwindigkeit von 40 km/h. Das Cabrio-Dach findet in einer Verdeckwanne hinter der Rückwand Platz. Zur Serienausstattung des neuen Cabrios gehört auch eine mechanische Ein- und Ausstiegshilfe für die Fondpassagiere. Eine Weltneuheit ist bei diesem hübschen Sommergefährt auch mit an Bord, nämlich das automatische Windschott AIRCAP®: Es kann auf Knopfdruck ausgefahren werden und verringert dann deutlich die Turbulenzen im Innenraum des neuen Mercedes E-Klasse Cabrios:

Toyota FT-86


09 Einen Sportwagen stellte auch Toyota in Leipzig und Genf vor: Den Toyota FT-86. Einen Sportwagen im Serienbetrieb. Frühestens Anfang 2012 soll das soweit sein. Der Sportwagen übernimmt die SubaruAntriebstechnik mit Boxermotoren. Auf einen Allradantrieb muss der FT-86 aber verzichten, er wird ausschließlich mit Hinterradantrieb kommen.

Wenn das Geld für einen Rolls-Royce nicht reicht, kann man auch einen Opel Meriva nehmen! So schreibt „Auto Motor und Sport“. Der Grund für den ungewöhnlichen Vergleich: Der neue Minivan von Opel hat das gleiche Türkonzept wie der Rolls-Royce. Der Opel Meriva erhielt gegenläufig öffnende Portale. Eine Bauform, gegen die 1961 die Gesetzgeber vorgingen. Hinten angeschlagene Türen, so glaubte der zu wissen, können vom Fahrtwind aufgerissen werden, wenn sie nicht korrekt verriegelt sind. „Suicide doors“, Selbstmördertüren, nannten die Amerikaner solche Wagenschläge. Inzwischen sind die umgekehrt öffnenden Portale für den Fond wieder möglich – und wahnsinnig gemütlich. Denn die Türen öffnen im großen 84-Grad-Winkel. Für die umgekehrt öffnenden hinteren Türen gilt das Gleiche, und da die Sitze, ganz dem üblichen Van-Konzept entsprechend, etwas höher platziert sind als bei einer herkömmlichen Limousine, steigt man nicht mehr nur ein, man gleitet förmlich auf den Sitz. Passagiere in der zweiten Reihe dürfen sich auch an einer zweiten Design-Eigenart erfreuen. Der Knick der Gürtellinie sorgt für eine beträchtliche Vergrößerung der Fensterfläche, einen freien Blick. Der Opel Rolls Royce ist ein tolles Gefährt! Emotional aufregend ist das Sportcoupé Peugeot RCZ. Wer sich bei diesem Wagen nicht umdreht, hat seine Brille nicht geputzt. Auffälligstes Merkmal ist der Aluminium-Rundbogen, der sich von der Motorhaube bis zur Heckklappe zieht und an die Formgebung des Audi TT erinnert. Nur noch ein bisschen flotter aussieht – ein dickes Sorry nach Ingolstadt! Weiteres Highlight: die doppelte

MOBIL IN DEUTSCHLAND // April/mai 2010�������������������������������������������������������������������������

Auch VW lupfte auf der AMI 2010 das Tüchlein einer Weltpremiere. Der aufgefrischte Touran erhält das „Golf-Gesicht“ sowie einen veränderten Kühlergrill. Im Innenraum wird VW den Touran mit neuen Farben und Applikationen versorgen, während es beim Antrieb weitgehend gleich bleibt. So darf sich der Touran aus dem Golf-Motorenprogramm bedienen. Gestartet wird beim 1,4-Liter TSI über den 1,6-Liter TDI bis hin zum 1,8-Liter TFSI und dem Zweiliter-TDI mit Common-Rail-Einspritzung.

Wölbung in Dach und Heckscheibe. Und auch innen hat sich Peugeot mächtig ins Zeug gelegt. Mit Applikationen im Chrom-Look und dem mit Kunstleder bezogenen Armaturenbrett schaut der RCZ auch innen flott aus. Erhältlich ab rund 26.000 Euro.

Unsere nächste Messe: 13-16.Mai in Friedrichshafen Besuchen Sie uns auf dem Mobil in Deutschland Stand, Halle B1, Stand 305 und im Freigelände A2

automobil

Ein „Warmluftsee“ entsteht. Toll auch die Nackenheizung AIRSCARF® sowie das serienmäßige Akustik-Verdeck. Dank letzterem ist auch das geschlossene E-Klasse Cabrio im Innenraum eines der geräuschärmsten Fahrzeuge im Segment der 4-sitzigen Premium-Cabriolets mit Stoffdach. Die besonders hochwertige Dämmung des Verdecks bewirkt eine deutliche Schallpegelreduktion im Fahrzeuginnenraum.


03 .................................................................... 10 ..........................................................................mobil mobil in deutschland in deutschland // september/oktober // april/mai 2009 2010

nie mehr StreSS Beim einParken Männer haben‘s nicht einfach. Zuerst wird ihnen die alleinige Versorgerrolle geklaut, dann wird die Fußball-Nationalmannschaft der Frauen Weltmeister, während die Männer im Nirwana herumdümpeln. Und jetzt kommt‘s für das starke Geschlecht noch dicker: Alle Witze über Frauen und die berühmten 30 Zentimenter entbehren bald jeglicher Grundlage. Der Bestseller des glücklichen Beziehungslebens „Warum Frauen nicht einparken können...“ muss umgeschrieben werden. Und dieses selbstgefällige: „Komm Schatz, lass mich mal hinters Steuer, so kommst Du nie in die Lücke“ wird bald auch nicht mehr fallen. Denn: Der Parkassistent ist erfunden! Anfangs ein Luxusgut, gibt es ihn heute ganz simpel für jedes Auto zum Nachrüsten. Bosch sei dank! Und so funktioniert das gute Stück: ENTSpANNTE pARkpLATZSUCHE: Für manche Autofahrer ist es oft schwer einzuschätzen, ob eine Fahrzeuglücke ausreichend Platz für sicheres Einparken bietet. Die Parklückenvermessung ermittelt die Länge einer Parklücke im Vorbeifahren und informiert den Fahrer durch Symbole in drei Stufen: Rot kennzeichnet eine zu kleine Lücke, Gelb eine etwas enge, Grün signalisiert eine gut geeignete Parklücke. Lange und erfolglose Einparkversuche werden damit vermieden. Außerdem ist eine bessere Konzentration auf den vorausfahrenden Verkehr möglich, während nachfolgende Fahrzeuge weniger gestört werden – ein weiteres Plus an Sicherheit. Ultraschall vermisst Lücken: Die Parklückenvermessung ist eine Erweiterung der bekannten Einparkhilfe und nutzt einen zusätzlich seitlich am Frontstoßfänger angebrachten Ultraschallsensor, um potenzielle Parklücken zu vermessen. So sendet das System unhörbare Schallwellen aus, die von Hindernissen reflektiert werden. Sensoren erfassen den reflektierten Schall und die Einparkhilfe errechnet aus der Zeit, die der Schall für Hin- und Rückweg braucht, den Abstand zum Hindernis. Die Warnung vor Hindernissen an den Autofahrer erfolgt dann optisch und akustisch.

berechnet das System auf Basis der Position des eigenen Fahrzeugs zur vorhandenen Parkraumbegrenzung (parkende Autos, Bäume, Büsche oder andere Hindernisse) den optimalen Lenkeinschlag, um den Wagen sicher zu parken. Das Fahrzeug wird selbsttätig in die ausgewählte Parklücke gelenkt. Autofahrer müssen lediglich noch leicht Gas geben und bremsen. Selbstverständlich informiert die Einparkhilfe, die während des Parkmanövers automatisch aktiviert ist, verlässlich über den verbleibenden Abstand zum Hindernis. Autofahrer können sich entspannt zurücklehnen und den Einparkvorgang genießen. NACHRüSTEN: Die Einparkhilfe „URF 7“ ist für alle gängigen Pkw-Modelle zum Nachrüsten geeignet. Die Sensorengehäuse lassen sich in die hintere und vordere Stoßstange einbauen und können in Wagenfarbe lackiert werden. Die Einparkhilfe ist für die Nachrüstung an Heck und Front geeignet und zu Preisen ab 170 EUR plus Montage erhältlich. ANDERE pARkASSISTENTEN: Viele Autohersteller bieten gegen einen Aufpreis einen Parkassistenten an. Hochaktuell ist der „Park Assist“ von Volkswagen. Früher musste eine Parklücke 1,4 Meter länger als das Fahrzeug sein, mit dem neuen System kann das Auto auch bei einer Lücke, die nur 1,1 Meter größer ist, einparken. Das überarbeitete Technologie-Highlight kostet für den neuen Golf 107 EUR. Bereits serienmäßig bietet der Toyota Prius einen intelligenten Einparkassistenten. Mobil in Deutschland findet den Parkassistenten eine tolle Erfindung – und einen Meilenstein in Sachen Gleichberechtigung.

BOSCH pARkT AUTOS EIN: Ist eine geeignete Parklücke gefunden, kann der „Intelligente Einparkassistent“ von Bosch das Einparken übernehmen. Sobald der Fahrer die Funktion per Knopfdruck aktiviert,

technik & serVice

Mit dem parkpilot von Bosch (ab 170 EUR) parkt das Auto selbst ein.

© bosch


JETZT moBil in DeutSChlanD mitglieD WerDen!

Volle leiStung, genialer PreiS!

Wir SinD Der neue, Junge moBilitÄtS- unD automoBilCluB! Wir Wollen, DaSS Sie immer „moBil“ SinD! Wir SinD 7 tage Die WoChe, 24 StunDen am tag FÜr Sie Da! Wir SinD intereSSenSVertreter FÜr Sie in allen Belangen Der moBilitÄt!

moBil in DeutSChlanD „BaSiS-mitglieDSChaFt“ FÜr geniale 24 euro im Jahr* DeutSChlanD-SChutZBrieF  Pannen- und unfallhilfe // Wir helfen an Ort und Stelle. Wir sind bei der Wiederherstellung der Fahrbereitschaft behilflich und übernehmen die hierdurch entstehenden Kosten.  abschleppen und Bergen // Kann das Fahrzeug an der Schadenstelle nicht wieder fahrbereit gemacht werden, sorgen wir für das Abschleppen oder die Bergung.  Bahnfahrt oder Übernachtung // Ab 100 km (Luftlinie) vom Wohnort erstatten wir beides.  telefonische rechtsauskunft // Allgemeiner rechtlicher Rat im Bereich Auto, Reise und Straßenverkehr durch im Verkehrsrecht spezialisierte Anwälte der D.A.S.

Viele weitere mitgliedsvorteile, rabatte und einkaufssonderkonditionen

moBil in DeutSChlanD „Premium-mitglieDSChaFt“ FÜr geniale 54 euro im Jahr* euroPa- unD Welt-SChutZBrieF  Wie bei der Basis-mitgliedschaft, sowie...  mietwagen bei unfall, Panne oder Diebstahl  Fahrzeugrücktransport  Weiter- und rückfahrservice  krankenrücktransport  arzneimittelversand

moBil in DeutSChlanD „Premium Partner+ mitglieDSChaFt“ FÜr geniale 66 euro im Jahr* Die Premium Partner+ mitgliedschaft beinhaltet die gleichen leistungen wie die Premium-mitgliedschaft auch für ihren (ehe-) Partner und, falls vorhanden, ihre minderjährigen kinder. Warum sind wir so günstig? Wir haben eine sehr schlanke Verwaltung, wickeln vieles online ab und haben mit der D.A.S. einen professionellen und zuverlässigen Partner. Vergleichen Sie (uns und) unser Preis-/Leistungsverhältnis mit Ihrem bisherigen Automobilclub und Sie werden sehen, wechseln lohnt sich!

 Such-, rettungs- und Bergungs-Service  reiseberatung, medizinische Beratung und Betreuung  Dokumenten-Service …und vieles mehr an fahrzeugbezogenen und personenbezogenen leistungen*

Viele weitere mitgliedsvorteile, rabatte und einkaufssonderkonditionen

*Komplettbedingungen und Detailinformationen zu unseren Mitgliedschaften erhalten Sie unter www.mobil.org oder bei Mobil in Deutschland e.V., Postfach 702026, 81320 München.

Jetzt mitglied werden unter

www.mobil.org


03 .................................................................... 12 ..........................................................................mobil mobil in deutschland in deutschland // september/oktober // april/mai 2010 2009

 Nacht der keller  Weinsafari ©allesfotocom

VERkOSTEN & GENIESSEN

SÜDtiroler WeinStraSSenWoChen Vino in FeSta Vom 13. mai BiS 12. Juni 2010 Die vierte Auflage der Südtiroler WeinstraßenWochen besticht durch den besonderen Mix von Wein, Gastronomie und Kultur, von Unterhaltung und Wissen. Die unterschiedlichsten Schauplätze und der direkte Kontakt zu den Weinbauern und Kellermeistern sind der authentische Rahmen dazu und in dieser Form einmalig.

promotion

Einen Monat lang lädt ein abwechslungsreiches Programm rund um den Wein zum Verkosten und Genießen ein. Mit Spannung darf das neue Kleid erwartet werden, in dem sich heuer die traditionelle Bozner Weinkost präsentieren wird, welche wie jedes Jahr den Auftakt bildet. Beim 2. Südtiroler Genusstheater verwöhnt einer der wagemutigsten Südtiroler Starköche, Roland Trettl, mit seinem Team vom Hangar 7 in Salzburg mit kulinarischen Leckerbissen zu erlesenen Kalterer Spitzenweinen. Ein Sektfrühstück hoch über der Etsch im mittelalterlichen Ambiente der Haderburg, Frühschoppen mit frischen, fruchtigen, spritzigen, rassigen Weißweinen, Weinseminare und Vergleichsverkostungen, Musik und vieles mehr finden sich im reichhaltigen Angebot. Der krönende Abschluss der Südtiroler WeinstraßenWochen – Vino in Festa ist die Nacht der Keller am 12. Juni, wenn 31 Keller an der Südtiroler Weinstraße von 17 bis 24 Uhr ihre Tore öffnen und Einblick in ihre sonst streng gehüteten Gewölbe gewähren. Das bunte Rahmenprogramm macht die ausgiebige Kellertour zum unterhaltsamen Weinerlebnis. Shuttlebusse verkehren auf verschiedenen „Weinrouten“ zwischen den Kellereien und sorgen für ungetrübten Weingenuss. Weinliebhaber und solche, die es noch werden wollen, erleben Events auf den Weingütern, lernen die Winzer persönlich kennen – und können nach Herzenslust die edelsten Tropfen probieren. Ob bei „Polenta, Käse, Wurst und Strauben“ unter den farbenprächtigen Fresken des Puntaykellers der Kellerei Erste + Neue, bei der „Blauburgunder-Vertikalverkostung“ im Barrique-Keller vom Weingut Klosterhof, bei der Besichtigung des Neubaus der Kellerei Tramin oder des neuen Verkostungsraumes vom Weinhof Kobler – die Besucher dürfen direkt in die Kellereien und die Geheimnisse von Südtirols bekanntesten Weinmachern eintauchen. Anreisetipp: mit der Bahn täglich 5 x direkt und entspannt nach Bozen, bereits ab 39 EUR, Kinder bis 14 Jahre fahren kostenfrei mit. www.bahn.de Ferienregion Südtirols Süden tel. +39 0471 633 488 www.suedtirols-sueden.info

auF WeinSaFari

EINE ENTDECkUNGSREISE ENTLANG DER SüDTIROLER WEINSTRASSE Die magische Drei ist das Motto unserer Weinreise. Verbringen Sie mit uns einen erlebnisreichen Tag rund um den Wein. Wir beginnen die Safari in einer Sektkellerei. Dort tauchen wir in den Geschmack von drei verschiedenen Sektsorten ein. Anschließend wandern wir durch die Weinberge und lernen die Kunst des Winzers kennen. Drei edle Tropfen warten dort auf Sie. Beim Degustations-Mittagessen in einem ausgewählten Restaurant präsentiert der Winzer persönlich drei seiner erlesenen Weine. Erleben Sie Bozen als Weinstadt und vollenden die Weinreise in froher Runde im besonderen Flair mit leckeren mediterranen Köstlichkeiten. Viel Genuss und Wissenswertes aus erster Hand machen die WeinSafari zum einmaligen Weinkultur-Erlebnis. Reservieren Sie gleich Ihren Wunschtermin! • Fixe Termine: ganzjährig, jeden ersten Donnerstag im Monat • Zusätzlicher Termin: anlässlich der Südtiroler WeinstraßenWochen am Donnerstag, 27. Mai 2010 • Teilnehmer: mindestens 10, maximal 20 Personen • Extratermine: für Gruppen ab 10 Personen auf Anfrage • Kostenbeitrag: 95 EUR pro Person (inkl. Busfahrt in Begleitung eines erfahrenen Reiseführers, Verkostungen, Degustations-Mittagessen und Stadtführung durch Bozen) Verein Südtiroler Weinstraße tel. +39 0471 860 659 www.suedtiroler-weinstrasse.it


grÜne Welle Statt Zone 30 Ob in Berlin oder München Tempo 30 oder Tempo 50 auf den Schildern steht, ist meist ziemlich unerheblich. Schneller als 30 kann man auf den meisten Berliner Holperstrecken ohnehin kaum fahren. Und in München bremst die Stadtregierung einen flüssigen Stadtverkehr mit unsinniger „Roter Welle“ und neuem Straßenbahnbau ab. Und doch haben spaßige Politiker des Berliner Senats jetzt den spaßigen Vorschlag gemacht, bundesweit in Städten Tempo 30 einzurichten. Und andere ebenso spaßige Kollegen nehmen sich seither die Zeit, diesen zu diskutieren. Doch Spaß beiseite. Lassen wir lieber Fakten sprechen. Was bringt ein generelles Tempolimit von 30 km/h in Innenstädten? Mobil in Deutschland ist überzeugt, dass eine Temporeduzierung in Städten auf 30 km/h eher schadet als nutzt. Dr. Michael Haberland, Vorsitzender von Mobil in Deutschland: „Tempo 30 als innerstädtische Regelgeschwindigkeit ist ein Irrwitz und das Ende einer funktionierenden Infrastruktur mit flüssigem Autoverkehr. Ein solches Gesetz geht auf Kosten der Verkehrssicherheit!“ Fakt ist, ein generelles Tempolimit von 30 km/h macht Schleichwege wieder attraktiv. Denn wenn überall das gleiche Tempo gilt, nehmen Autofahrer den kürzesten Weg. „Dann aber bahnen sich irgendwann wieder die LKWs den Weg durch die Wohngebiete“, so Haberland. Hinzu kommt: „Eine Ausdehnung der Tempo-30-Zonen auf die Hauptstraßen werden die meisten Autofahrer als Gängelei empfinden, sie hinterm Steuer noch mehr verärgern. Das könnte wiederum dazu beitragen, dass das Unfallrisiko steigt.“ Schont Tempo 30 denn wenigstens die Umwelt? Nein. „Eine solche Geschwindigkeitsreduzierung hat keine Reduzierung der Abgas- und Lärmemissionen zur Folge. Der Ausstoß giftiger Abgase nimmt bei geringerem Tempo, aber höherer Drehzahl, nicht ab, sondern sogar zu. CO2 kann nur mit fließendem Verkehr reduziert werden - und bei 30 km/h fließt so gut wie gar nichts mehr.“ Der Vorschlag aus Berlin ist also Humbug. Dr. Michael Haberland: „Wir sollten lieber bürgernahe Entscheidungen treffen, als wieder neue Verbote aufzustellen.“ Besser findet Mobil in Deutschland: Ein sinnvolles Verkehrsmanagement, das zur Stauvermeidung beiträgt. Wie wär‘s etwa mit der längst überfälligen „Grünen Welle“? „Die Grüne Welle existiert in München und Berlin nur auf dem Papier. Warum? Die Grüne Welle schont die Umwelt, spart Zeit, Geld und Nerven. Höchste Zeit, dass sich das bis in die Rathäuser herumspricht.“ Und wie wärs weiter mit einer besseren Ausschilderung verkehrsberuhigter Zonen vor Kindergärten, Schulen und Krankenhäusern? Mit einer Ausweitung der Schülerlotsen an gefährlichen Kreuzungen? Mit der Schaffung von mehr Fahrradwegen? Deutsche Städte brauchen keine Verkehrsverbote, sondern ein angenehmes Mit- und Nebeneinander von Autofahrern, Radlern und Fußgängern.


14M��������������������������������������������������������������������������MOBIL IN DEUTSCHLAND // April/mai 2010

Thomas Hermanns Was bringt Sie im Auto auf die Palme? Ich bin fast nur im Flugzeug unterwegs. Gefühlte 100 Tage im Jahr. Autofahren ist dann so was wie Hobby für mich. Ich fahre immer nur am Wochenende, bin bekennender Sonntagsfahrer. Also eigentlich ganz entspannt unterwegs. Das einzige, was mich in meinem Auto auf die Palme bringt: Wenn mein Navi nicht will wie ich.

Lisa Martinek WAS BRINGT SIE BEIM AUTOFAHREN AUF DIE PALME? Langweiler. Diese Trödler, die durch die Straße kurven, ganz nach dem Motto: „Jetzt gucke ich mal, wo es hier lang geht.“ Dann blinken sie nicht, machen nichts, trödeln nur so vor sich hin. Solche unmotivierten Autofahrer nerven mich tierisch. Die sind Ärgernis und Unfallverursacher gleichzeitig. Meine Reaktion auf diese Straßentrödler: Ich hupe sie aus dem Weg. Da kenn‘ ich nichts.

Tommy Reeve, Musiker: Was bringt Sie im Auto auf die Palme?

Vermischtes

Im Auto werde ich nur unruhig, wenn ich bei einem Kumpel auf dem Beifahrersitz hocke. Der verwechselt nämlich immer Gas- und Bremspedal und ich klebe regelmäßig an der Scheibe. Das macht mich wahnsinnig. Ansonsten bin ich im Auto eher

Frau am Steuer Ungeheuer? Ja, meine Herren. und was haben Sie denn bitte am Herd zu suchen? Markus Lanz kocht, Johannes B. Kerner kocht und Alfons Schubeck stiehlt auch noch jeder Frau in der Küche die Show. Warum soll es am Lenkrad nicht auch mal andersherum sein? Kürzlich kam ein junges Pärchen zu mir in ein SEAT-Fahrsicherheitstraining. Er warnte mich, dass seine Freundin erst vor drei Wochen den Führerschein gemacht hätte. Natürlich blieb mir sein fieses Grinsen nicht verborgen. Wer am Ende des Tages aber gegrinst hat, war sie. Sie war nämlich in sämtlichen Übungen besser als ihr Freund. Spreche ich mit Frauen über ein Fahrsicherheitstraining, heißt es meistens: „Ich kann das nicht“. So ein Quatsch, Mädels! Traut Euch. Gerade wenn Ihr unsicher seid, müsst Ihr Euch trauen und üben. Meldet Euch für ein Fahrsicherheitstraining an und lernt, was Euer Auto kann, was Ihr könnt und wie man (oder eben Frau) im Notfall reagieren muss. Lasst Euch nichts einreden. Vielleicht liegt es daran, dass die Männer ihren Frauen gerne mal den Autoschlüssel aus der Hand nehmen, ganz beiläufig mit dem Satz: „Lass‘ mal, ich fahre schon.“ Dies mit einer selbstverständlichen Regelmäßigkeit, dass die Dame des Herzens irgendwann außer Übung ist, jegliche Routine verloren hat und total verunsichert ist. Alles nur, weil immer der Herr Gemahl fährt und ihr nichts zutraut. Wehe, so eine Frau gerät mir auf der Rennstrecke zwischen die Finger, am Besten mit Mann, dann ist es für mich eine ganz besondere Herausforderung, die Gerechtigkeit am Lenkrad wieder herzustellen. Die Frauen freuen sich über ihre neue Selbstsicherheit und die Männer heben die Augenbrauen und staunen. Frauen gehören an den Herd, aber bitte nicht hinter das Lenkrad, außer sie müssen ihre Kinder von der Schule holen oder zum Einkaufen fahren. Ja, dann ist es ok. Dann gibt es noch so schlaue Sätze, wie „Frauen können nicht einparken“! Der einzige Grund, warum Frauen nicht einparken können, ist dass Sie bekannterweise „multitasken“, also die schreienden Kinder auf dem Rücksitz beruhigen, mit der Freundin telefonieren, den Lippenstift nachziehen und einparken... Dies natürlich alles gleichzeitig. Klar, dass Frau da mal die eine oder andere Beule mit nach Hause bringt. Da darf man doch ein bisschen Verständnis zuhause verlangen. Kürzlich beobachtete ich, wie ein Mann versuchte, seinen Mini einzuparken. Nach mehreren Minuten Vorwärts- und Rückwärtsfahren ging ich zu ihm hin, klopfte an die Scheibe und fragte, ob ich ihm helfen könne. Sorry Jungs, aber ich konnte es einfach nicht lassen. Es wäre ein schönes Video für YouTube gewesen und natürlich DER Beweis dafür, dass nicht nur Frauen mal Probleme beim Einparken haben.

der gelassene Typ. Auch wenn ein Fahrer vor mir das Grünlicht an der Ampel nicht bemerkt, hupe ich nicht gleich, sondern gebe ihm noch eine Ampelschaltung. Stress am Steuer bringt nichts.

Bis bald an irgendeiner Rennstrecke dieser Welt. Eure Christina Surer


15 Wir wollen es wieder einmal genau wissen und haben daher seit einigen Wochen zu unserer großen Online-Verkehrsumfrage (www.mobil.org) 2010 aufgerufen. Bisher hatten wir rund 2.000 Teilnehmer und sind damit sehr zufrieden, weil es zeigt, dass wir mit unseren Fragen eine große Aufmerksamkeit und großes Interesse bekommen. Die Aktion läuft noch bis 31. Mai. Dann werden wir unsere Umfrageergebnisse veröffentlichen, interpretieren und kommentieren. Natürlich werden wir die Ergebnisse sowohl unserer Bundeskanzlerin Merkel als auch Bundesverkehrsminister Ramsauer überreichen, als kleinen Orientierungspunkt für gute Verkehrspolitik. Bis dahin sind Sie herzlich eingeladen, einfach mitzumachen. Es sind insgesamt 26 Fragen, für die Sie 2 Minuten brauchen. Sie finden anbei eine vorläufige Auswertung von 12 wichtigen Fragen, bei denen sehr deutliche Ergebnisse erkennbar sind!

Glauben Sie, dass die Politik 1 genügend für deutsche Autofahrer tut?

Sie mit dem Zustand der 7 Sind deutschen Autobahnen zufrieden?

Sie, dass deutsche Autofahrer viel bezahlen 2 Glauben und wenig Gegenleistung dafür bekommen?

Sie für ein Tempolimit (z.B. 130 km/h) 8 Sind auf deutschen Autobahnen?

Sie für die Abschaffung der 3 Sind Ökossteuer auf Benzin und Diesel?

Sie, dass Umweltzonen in 9 Glauben Städten ihren Zweck erfüllen?

Sie für eine Autobahnmaut 4 aufSinddeutschen Autobahnen?

Sie vor, sich innerhalb der nächsten 5 Jahre 10 Haben ein umweltfreundliches E-Mobil zu kaufen?

Sie für eine (für deutsche Autofahrer kostenneutrale) 5 Sind Autobahnmaut auf deutschen Autobahnen?

Sie, dass es bei Radarkontrollen von Polizei 11 Glauben und Kommunen nur um Sicherheit geht?

Sie, dass unsere Automobilclubs die Interessen 6 Glauben der Autofahrer genügend vertreten?

man Radarkontrollen unterbinden, wenn es 12 Sollte offensichtlich darum geht, Geld zu verdienen?

Ja 81 % // Nein 15 % // keine Angabe 4%

Ja 71 % // Nein 24 % // keine Angabe 5%

Ja 35 % // Nein 61 % // keine Angabe 4%

Ja 71 % // Nein 26 % // keine Angabe 3%

Ja 39 % // Nein 45 % // keine Angabe 16%

Ja 37 % // Nein 60 % // keine Angabe 3%

Ja 9 % // Nein 90 % // keine Angabe 1%

Ja 12 % // Nein 85 % // keine Angabe 3%

Ja 13 % // Nein 76 % // keine Angabe 11%

Ja 4 % // Nein 95 % // keine Angabe 1%

Ja 91 % // Nein 7 % // keine Angabe 2%

UMFRAGE

Ja 11 % // Nein 82 % // keine Angabe 7%

MOBIL IN DEUTSCHLAND // April/mai 2010�������������������������������������������������������������������������

Mobil in Deutschlands groSSe Verkehrsumfrage 2010


© Fotolia.com

16M��������������������������������������������������������������������������MOBIL IN DEUTSCHLAND // April/mai 2010

Der groSSe Mietwagentarifvergleich Auto mieten, Auto fahren, clever sparen Wollten Sie nicht mal die sexy Nachbarin in einem flotten Sportcoupé zum Dinner abholen? Oder brauchen Sie zum ersten Besuch bei den Schwiegereltern in spe einen familientauglichen Kombi? Dann sind Sie womöglich bald Automieter und sollten einen Blick in diesen Mietwagenvergleich werfen. Denn es gibt unter den Anbietern große Unterschiede bei Preis, Mietbedingung, Inklusivleistung und Extrakosten. Und so haben wir getestet: Für den Preisvergleich haben wir einen VW Golf gebucht – und zwar für einen Tag (Mo 10 Uhr - Di 10 Uhr), für ein Wochenende (Fr 12 Uhr - Mo 9 Uhr) und für eine Woche (Mo 10 Uhr - Mo 10 Uhr). Der günstigste Anbieter erhielt 5, der zweitgünstigste 4, der drittgünstigste 3 Punkte.

Den Umzugstransporter (Iveco Daily) buchten wir für einen Tag und benoteten den billigsten mit 3 Punkten, rechneten dann abwärts. Danach interessierten uns die Inklusivleistungen: Unbegrenzte Kilometer (2 Pkt.), Vollkasko (2 Pkt.), Rabatt bei Vorauszahlung (ab 20 % 2 Pkt.; bis 19 % Rabatt 1 Pkt.). Die Mietbedingungen benoteten wir so: Stornierbar bis zur Abholzeit: 1 Punkt; Kulanzzeit (verspätete Rückgabe kostet in dieser Zeit nichts) beträgt 1 Stunde: 1 Punkt. Einen Punkt bekamen folgende Leistungen: Navi unter 10 Euro; Kindersitz bis 5 Euro; Zusatzfahrer unter 10 Euro; Einwegmiete 0 Euro; Abholung zuhause 0 Euro. Verleiher mit Sport-/Luxusautos im Angebot erhielten 1 Punkt. Der Anbieter mit den meisten Stationen in Deutschland erhielt 3 Punkte (danach wurde abwärts gerechnet). Der „Mobil in Deutschland“ Mietwagenvergleich kommt zu folgendem Ergebnis: Unser Sieger ist Europcar, gefolgt von Enterprise und Sixt.

service

Die Internetseite TUIfly.com gehört zu den meist besuchten Online-Reise- und Flugportalen Deutschlands. Hier finden Sie nicht nur Ihren nächsten TUIfly Ferienflug zu einem der rund 30 touristischen Ziele rund ums Mittelmeer und den Kanaren, sondern jetzt auch Flüge anderer Airlines, wie etwa airberlin, Germania oder auch Germanwings. Mehr als 500 Verbindungen, mit fast 2.000 wöchentlichen Flügen zu rund 110 Zielen. Weitere Airlines sollen hinzukommen. Das Angebot wird auf der Website um TUI Pauschalreisen, einer umfassenden Hoteldatenbank und attraktiven Mietwagenangeboten ergänzt. Schon jetzt sind unter TUIfly.com auch die Flüge des TUIfly Winterprogramms 2010/11 zu buchen.

Mein TUIfly.com – Das Vorteilsprogramm für registrierte Kunden FriendChips – Mit über 100 Partnern zum Flugrabatt Mit dem neuartigen Bonusprogramm sammeln registrierte Kunden bei mehr als 100 namhaften Online-Shopping-Partnern FriendChips. Jeder einlösbare FriendChip kann als Rabatt auf die nächste Flugbuchung angerechnet werden. So führt schon ein einziger bei einem der Partner getätigter Umsatz direkt zu einer Prämie! Außerdem können nicht nur Flüge, sondern auch die zugehörigen Steuern und Gebühren komplett mit FriendChips beglichen werden.

Und so einfach geht‘ s: 1. Bei Mein TUIfly.com anmelden 2. Bei unseren Online-Partnern shoppen und dabei FriendChips sammeln 3. Flug buchen und mit Ihren gesammelten FriendChips bezahlen


17 1 tag: 98,33 € Fr-mo: 115,49 € mo-mo: 224,99 € +4 transporter: 79 �

1 tag: 45,01 € +5 Fr-mo: 134,99 € mo-mo: 260 € transporter ab 69 € +2

1 tag: 93,42 € Fr-mo: 91,43 € +4 mo-mo: 273,13 € transporter: -

1 tag: 90 € Fr-mo: 219 € mo-mo: 311 € transporter: 114 �/tag 1 tag: 47,53 € +4 Fr-mo: 71,29 € +5 mo-mo: 285,14 € transporter: 1 tag: 65 € +3 Fr-mo: 109,99 € mo-mo: 219 € +5 transporter: 68 € +3

1 tag: 104,01 € Fr-mo: 120,02 € mo-mo: 255,99 € transporter: 72 € +1

1 tag: 82 € Fr-mo: 147 € mo-mo: 245 € transporter: 1 tag: 85 € Fr-mo: 100,80 € +3 mo-mo: 227 € +3 transporter: 74,40 €

mietbedingungen

serVice/eXtras

Flotte/stationen

inklusiVe: unbegrenzte km +2; haftungsreduzierung bei schäden & diebstahl; (sb ab 850 �, sb reduziert auf 100 €: 16 €) mietbedingungen: stornierbar bis zur abholzeit +1; kulanzzeit: 59 min +1

eXtrakosten:: navi: 4 €; kindersitz: 9 €; Zusatzfahrer: 17 €; einwegmiete 15 € specials: pickup-service: 32 €; partner von porsche (z.b. panamera ab 189 €/tag) +1; avis360. de bietet Vollkasko-pakete; avisclub.de langzeitmieten; rabatt bei Vorauszahlung +1

330 stationen in d +1; 5.100 weltweit

11

inklusiVe: unbegrenzte km +2; haftungsreduzierung (sb 1.000 €); Vollkasko nicht möglich mietbedingungen: stornierung jederzeit +1; kulanzzeit: 59 min +2

eXtrakosten: navi: 5 €, kindersitz 8 €, Zusatzfahrer: 0 € +1, ab 3 tagen: einwegmiete 0 € +1, davor ab 50 € specials: pickup-service ab 15 €, angebot derzeit für bmW X3

120 stationen in d; 40 europaweit

14

inklusiVe: 250 km frei (0,16 €/km); haftungsreduzierung bei schäden & diebstahl (sb ab 850 €), Vollkasko 16€ mietbedinungen: stornogebühr 25 �, weniger als 72 std im voraus: 50 % des mietpreises; kulanzzeit 29 min

eXtrakosten: navi: 4 €; kindersitz: 9 €; Zusatzfahrer 17 €; einwegmiete 15 € specials: günstiger bei Vorauszahlung +1; keine lkW & sportwagen/cabrios

51 stationen in d (oft nur an Flughäfen), 3.400 stationen weltweit

5

inklusiVe: unbegrenzte km +2; haftpflicht, Vollkasko +2, teilkasko (sb Vollkaskoschäden: 1.000 €, teilkasko: 150 €) mietbedingungen: stornierung bis 24 std vor abholung; keine kulanzzeit

eXtrakosten: navi 0 € +1; Zusatzfahrer: 15 €; einwegmiete gibt’s nicht specials: pickup-service: 32 €;aktuell: 9-sitzer-special; sportwagen +1 wie bentley, porsche, bmW, mercedes, audi, etc.

keine station in münchen; 80 stationen in d; weltweit kooperation mit „holiday autos“ und „sunny cars“

inklusiVe: unbegrenzte km +2; haftpflicht, Vollkasko +2 & diebstahlschutz. sb ab 1.000 €. mietbedingungen: stornierung jederzeit +1; kulanzzeit: 30 min

eXtrakosten: navi ab 5 €, kindersitz ab 5 € +1, Zusatzfahrer ab 5 € +1, einwegmiete 0 € +1 specials: pickup-service 0 € +1; Weekend-special; bis zu 10 % rabatt bei onlinebuchung +1; keine exoten

150 stationen in d, 7.000 weltweit

19

eXtrakosten: navi 3,60 €/tag +1, kindersitz 9 €, Zusatzfahrer 6 €+1 (Familienmitglieder frei), einwegmiete 15 € specials: XXl-pickup; audi special (Q5 ab 69 €) +1, Weekend smile; buchung per handy möglich; bis zu 20 % rabatt bei Vorauszahlung +2

500 stationen in d +2, 5.300 weltweit

24

inklusiVe: unbegrenzte km bei sofortzahlung +2; später hat man 250 km frei (0,21 €/km), haftungsbeschränkung, diebstahlschutz, Vollkasko 16,72 € mietbedingungen: tarife ohne Vorauszahlung jederzeit stornierbar; kulanzzeit: 29 min

eXtrakosten: navi 8 €, kindersitz 13 €, Zusatzfahrer 45 €, einwegmiete 15 € specials: online-check-in, studenten-/Familienrabatt +1, Wochenendspecial, Fanpaket, günstige monatstarife, „hertz advance“ (online-Frühbucher): Vorausbuchung 60 tage 25 % und Vorausbuchung 30 tage 20 % rabatt +2. in italien: lotus elise sc und exige +1.

300 stationen in d, weltweit 8.000

7

inklusiVe:: rundum-sorglos-paket: inkl. kfz-diebstahl- und Vollkaskoschutz +2 mit rückerstattung der sb, erhöhte haftpflichtdeckung (mind. 2 mio. €), unbegrenzte km +2. mietbedingungen: : stornierung jederzeit +1; kulanzzeit: 1 std +1

eXtrakosten: navi 0 € +1, kindersitz ab 2 € +1, Zusatzfahrer 0 € +1, einwegmiete 0 € +1 specials: inkl. in griechenland, balearen & kanaren: hotelzustellung, einwegmieten, Fast-check-in, 4 Zusatzfahrer, 2 kindersitze sowie personen-insassen-Versicherung.

Vermittler von Ferienautos, arbeitet mit autovermietungen zusammen, die weltweit 5.000 stationen haben

9

inklusiVe:: unbegrenzte km +2 (bei kurzmieten; langmieten 300 km/tag inkl.); haftpflicht, selbstbeteiligung mietbedingungen: stornierung jederzeit +1, kulanzzeit: 1 std +1

eXtrakosten: navi 5 €, kindersitz 8,50 €, Zusatzfahrer 15 €, einwegmiete 15 €, Vollkasko ab 10 € specials: pickup-service: 25 €; rabatt bei Vorauszahlung +1; viele luxusautos, etwa bmW m3 +1

530 stationen in d +3, 2.000 weltweit

15

inklusiVe: unbegrenzte km +2; Vollkasko +2 und diebstahlschutz, (sb ab 850 €); mietbedingungen: stornierung bis zur abholzeit +1, kulanzzeit: 1 std +1

FaZit

mobil in deutschland // april/mai 2010 .........................................................................

preis

6

serVice

autoVermieter


© Fotolia.com

18 ........................................................................... ...........................................................................mobil in deutschland //april/mai 2010

Die Autos der Zukunft (v.l.) mit viel pS und wenig CO2-Ausstoß: Mercedes F800 Style, BMW Hybrid, peugeot SR1, Audi A8 Hybrid

Fahrt Frei FÜr Die moBile ZukunFt vor aLLem in den megastädten wird baLd eLektriscH gefaHren. und die e-mobiLe sind Heiss… Das Jahr 2015: Durch New York flüstern 70.000 Elektrofahrzeuge. In den Straßen von Paris sind 60.000 Stromautos unterwegs, in Shanghai zählt man immerhin 25.000. Eine weltweite Verbraucherbefragung von McKinsey hat herausgefunden, dass im Jahr 2015 Elektroautos 6 Prozent Marktanteil einnehmen und eine realistische Alternative zu Autos mit herkömmlichem Verbrennungsmotor sein.

mobile ZukunFt

Deutlich mehr als die Hälfte der bis 2015 in den drei Ballungszentren verkauften Elektrofahrzeuge werden der Studie zufolge Plug-in-Hybridfahrzeuge sein. Im Gegensatz zum reinen Elektroauto bieten Plugin-Hybridmodelle den Vorteil, dass sie nicht nur an der Steckdose aufgeladen werden können, sondern dank eines zusätzlichen Verbrennungsmotors auch eine größere Reichweite schaffen. In Paris könnten solche Autos laut Studie im Jahr 2015 rund 80 Prozent der neu verkauften Elektrofahrzeuge ausmachen. Ausschließlich batteriebetriebene Elektroautos werden McKinsey zufolge zunächst vor allem auf New Yorker Straßen zu sehen sein, und zwar vorwiegend als „Electric City Cars“. Ein kleines, elektrisches Stadtauto, das zwar eine nur geringe Reichweite schafft, dafür aber kostengünstig ist. Wichtig: Die Politik müsste die richtigen Anreize für diese umweltfreundliche Entwicklung schaffen. So ist laut der Studie für die Erstkäufer in New York das Recht, spezielle Fahrspuren (z.B. Busspuren) zu nutzen, attraktiver als ein Steuernachlass. In Shanghai dagegen rangieren geldwerte Vorteile auf Platz 1. Und: Die Studie hat gezeigt, dass die Frage nach den Ladestationen weitaus weniger ausschlaggebend ist, als bisher angenommen. Den Umfragen zufolge stellen sich die frühen Elektroautokäufer darauf ein, ihr Fahrzeug zu Hause oder im Parkhaus aufladen zu können – ein flächendeckendes Netz aus Ladestationen ist in der Startphase also gar nicht erforderlich. Zu prüfen sei aber, ob das vorhandene Stromnetz in der Lage ist, den zusätzlichen Energiebedarf zu decken oder ob es ausgebaut werden muss.

porsche Hybrid

Stehen in Deutschland für Elektroautos auch alle Ampeln auf grün? Mercedes-Chef Dieter Zetsche nimmt den Faden auf: „Wir fahren nicht nur in der Formel 1 um den Sieg, sondern auch in der ‚Formel Grün‘ – mit Automobilen, die Verantwortung und Faszination vereinen.“ Und auch bei VW setzt man auf umweltfreundliche Autos. VW-Chef Martin Winterkorn: „Das Herz der Marke schlägt in Zukunft auch elektrisch“. Doch in Zahlen klingt das Ganze weniger imposant. Denn bei VW sollen gerade mal drei Prozent der Gesamtproduktion bis 2018 elektrisch fahren.

GRüN & SEXY. DIE AkTUELLEN HIGHLIGHTS UNTER DEN UMWELT-AUTOS Immer mehr Hersteller bereiten ihre Kunden auf die Antriebsrevolution vor und zeigen, dass auch beim „Ökoauto“ schnittiges Design und massig PS möglich sind. Ferrari etwa stellte auf dem Genfer Salon den auffällig mattgrün lackierten 599 GTB Fiorano vor – mit Hybridantrieb. Er zeigt: Umweltfreundliche Autos müssen nicht wie ausgelatschte Birkenstock-Sandalen daherkommen. Auch der F800 Style von mercedes ist ein absoluter Hingucker. Der F800 Style fährt elektrisch – wahlweise mit Brennstoffzelle oder Plugin-Hybridantrieb. Und um den Fahrer im Kriechverkehr maximal zu entlasten, übernimmt das Auto das ewige Stop-and-Go selbstständig – nicht mal lenken muss er noch. So reichen 2,9 Liter für 100 km. Audi zieht mit dem Vollstrom-R8 namens e-tron mit. Auf dem


19 MOBIL IN DEUTSCHLAND UMFRAGE Während die Autohersteller basteln, ist der Markt für das Ökomobil bereits da. Das Interesse der Kunden steigt täglich, viele tragen sich schon jetzt mit Kaufgedanken. Laut der Mobil in Deutschland Verkehrsumfrage 2010 wollen sich fast 13 % der Befragten in den nächsten fünf Jahren ein umweltfreundliches E-Mobil kaufen. Das sollte die Hersteller weiter antreiben, zur Entwicklung serienreifer, sexy Ökoautos.

mobil in deutschland // april/mai 2010 .........................................................................

reicht. Maximal sollen 200 km/h drin sein. Dafür liegt der CO2-Ausstoß unter 40 g/km. toyota erweitert 2010 sein Hybridprogramm. Nach dem Prius kommt auch der Auris mit einer Kombination aus Benzin- und Elektromotor auf den Markt. Toyota-Tochter lexus glänzt mit dem MittelklasseHybridwagen Lexus HS250h. Leider derzeit nur in Japan und den USA verfügbar. Ein weiterer „sexy“ Hingucker: Das Roadster-Konzept SR1 von Peugeot mit HYbrid4-Benzintechnologie. Das ist ein Cabriokracher mit Hardtop und Kohlefaserkleid. Der bullige Kühlergrill, die stark konturierte Motorhaube und die üppigen Radläufe verleihen Peugeot ein neues Gesicht. Innovativ auch die Innenraumgestaltung: Den zwei Frontpassagieren wurde hinten mittig ein dritter Passagier zugeordnet.

Opel Flextreme

mobile ZukunFt

Genfer Autosalon hatte audi auch noch den A8 Hybrid und die Studie des Audi A1 e-tron im Gepäck. Der A1 etron wird rein elektrisch angetrieben und fährt mit bis zu 102 PS. Gespeist wird der Elektromotor von einem Lithium-Ionen-Akku im Unterboden. Dessen Kapazität reicht im Stadtverkehr rund 50 km. Geht der Akku zur Neige, lässt sich auf Knopfdruck ein „Range Extender“, ein Reichweitenverlängerer, aktivieren. Dann startet ein kleiner Verbrenner unter dem Gepäckraumboden, der einen Generator antreibt und den Strom zur Weiterfahrt produziert. Audi nutzt dafür einen Wankelmotor. Das Aggregat wiegt samt Generator nur 70 kg, bekommt einen Zusatztank mit zwölf Litern Volumen. Das reicht für weitere 200 km Fahrstrecke. Daraus errechnet Audi einen Verbrauch von 1,9 Litern. Selbst Porsche-Kunden müssen sich darauf einstellen, irgendwann lautlos und abgasfrei über den Asphalt zu rollen: Im neuen Cayenne bringt Porsche einen Hybridantrieb mit hoher elektrischer Reichweite in Serie. Der Cayenne S Hybrid soll mit nur 8,2 Litern Super auf 100 km auskommen. An der Ampel schaltet sich der Motor ab. Bis Tempo 60 rollt er rein elektrisch und bis 156 km/h kann er „segeln“. Das bedeutet, der Motor wird – wenn er gerade nicht gebraucht wird – abgeschaltet und komplett vom Antriebsstrang entkoppelt. Trotz der Elektrohighlights: Dieser Cayenne strotzt mit sagenhaften 380 PS. Beeindruckend auch die Rennwagenstudie 911 GT3 R Hybrid. Clou des Fahrzeugs: Die Energie für die zwei je 80 PS starken Elektromotoren an den Vorderrädern wird nicht in einem Akku gespeichert, sondern kinetisch in einem Schwungradspeicher auf dem Beifahrerplatz. Maximalleistung: 640 PS. Nachdem BmW bereits den X6 Active Hybrid und den 7er Active Hybrid mit einem Hybridantrieb ausgerüstet hat und auf der Detroit-Motorshow ein BMW 1er Concept ActiveE Weltpremiere feierte, soll nun auch der BMW 5er fit für den Elektrobetrieb gemacht werden. Beim 5er Active Hybrid Efficient Dynamic wird der 306-PS-Benziner von einem Elektromotor unterstützt. Dabei kommt eine AchtgangAutomatik mit Start-Stopp-Funktion und Bremsenergie-Rückgewinnung zum Einsatz. Mehr als zehn Prozent reduzierte Verbrauchs- und Emissionswerte verspricht BMW. Ganze 40 Prozent Verbrauchsvorteil weist laut VW der Touareg Hybrid dank V6-Kompressor plus EMaschine auf. Den Verbrauch beziffert VW mit 8,2 Litern. Auf dem Genfer Salon glänzte auch opel in Sachen Umweltfreundlichkeit: Mit der Elektro-Studie Flextreme GT/E. Das fünftürige Limousinen-Coupé fährt mit einem 163-PS-Elektromotor bis zu 60 km weit. Auf längeren Strecken lädt ein 72-PS-Benziner die Batterien während der Fahrt auf. Dann wächst die Reichweite auf mehr als 500 km. Leider erreicht der Flextreme Tempo 100 erst nach als 9 sec er-


© tui

20 ...........................................................................mobil in deutschland //april/mai 2010

Fliegen ohne SChleChteS geWiSSen:

© Flughafen berlin

was deutscHe fLugHäfen macHen, um die umweLt zu scHonen © germanwings

reisen & Fliegen

Fliegen ist toll. Fliegen verbindet die Kontinente. Fliegen erweitert den Horizont. Doch Fliegen erwärmt auch das Klima. Fliegen belastet die Umwelt. Darf man trotzdem – so ganz ohne das obligatorisch schlechte Gewissen – in München oder Berlin in ein Flugzeug steigen? Die Antwort: Ein eindeutiges JA! Denn der Münchner und die Berliner Flughäfen haben in Sachen Umweltfreundlichkeit die Nase ganz weit vorne.

1. aktiver umweLtscHutz Wir tun alles dafür, damit die Umwelt nicht mehr als nötig belastet wird: Das ist längst die Devise des topmodernen Flughafen in München und das ist auch das zukünfigte Konzept des gerade in Bau befindlichen „Airport Berlin Brandenburg International“. Beim aktiven Umweltschutz etwa wird darauf geachtet, dass Schadstoff- und Lärmbelastung so gering wie möglich sind. UMGANG MIT LUFTSCHADSTOFFEN // Bei Flugzeugtriebwerken ist ein Katalysator nicht einsetzbar. Hier wird versucht, die NO2 (Stückstoffdioxid)-Reduzierung über einen mehrstufigen Verbrennungsprozess zu erreichen. Anreize für den Einsatz solcher Triebwerke sind die schadstoffabhängigen Landeentgelte, die als Pilotprojekt am Flughafen München eingeführt wurden. Das bedeutet: Alle Flugzeuge, die München anfliegen, müssen drei Euro pro Emissionsäquivalent zahlen, das sich aus dem Stickoxid- und Kohlenwasserstoffausstoß des Flugzeugs errechnet. So rechnet sich die Umrüstung auf schadstoffarme Triebwerke für die Fluggesellschaften irgendwann mehr als das Anfliegen von Bayern mit einer „alten“ Maschine. REDUZIERUNG VON FLUGLÄRM // In München und Berlin zahlt jedes Flugzeug pro Landung ein lärmbezogenes Entgelt. Dieses Entgelt ist nach Lärmklassen gestaffelt. Die Zuordnung der einzelnen Flugzeugtypen in Lärmklassen erfolgt auf der Basis der für das vorangegangene Jahr jeweils gemessenen Start- und Landelärmpegels. Ein Anreiz für die Airlines, die Flughäfen mit modernem und lärmarmem Fluggerät anzusteuern.

Zwei „grüne“ Drehscheiben für den Luftverkehr: Der Flughafen München „Franz Josef Strauß“ (unten) & der Airport Berlin Brandenburg International (links) © Flughafen münchen


21 ANWOHNER-SCHUTZGEBIET // Rund um den Flughafen München und die Berliner Flughäfen gibt es ein Anwohner-Schutzgebiet. Innerhalb dieses Gebiets haben von Fluglärm betroffene Bürger die Möglichkeit, Schallschutzmaßnahmen in Aufenthalts- und Schlafräumen nachrüsten lassen. Im Münchner Umland des Flughafens etwa wurden deswegen 21.000 Schallschutzfenster und rund 20.000 Lüftungsanlagen (falls der erforderliche Schallschutz nur bei geschlossenem Fenster erreicht werden kann) eingebaut. Seit 1992 wurden dafür insgesamt 62 Millionen Euro investiert.

2. Der „grüne Flughafen“ Berlin In Berlin wird gerade der „grüne Flughafen der Zukunft“ gebaut: Der Hauptstadt-Flughafen Berlin Brandenburg International (BBI). Die Konzentration des Berliner Flugverkehrs auf nur einen Standort bietet eine positive ökologische Gesamtbilanz gegenüber dem jetzigen, aufgrund der historischen Teilung Berlins zersplitterten Flughafensystem – sowohl beim Flächenverbrauch als auch bei der Lärm- und Verkehrsbelastung. Im Gegenzug zum Schönefeld-Ausbau wurde in einem ersten Schritt der Flughafen Tempelhof zum 30. Oktober 2008 geschlossen. Die Schließung des Flughafens Tegel folgt 2011 mit Eröffnung des BBI. Durch die Verlagerung des Luftverkehrs an den Stadtrand werden mehrere 100.000 Berliner und Brandenburger dauerhaft vom Fluglärm entlastet. Die Schönefeld-Anwohner werden durch umfangreiches Nachrüsten von Schallschutzmaßnahmen geschützt. Günstige Betriebs- und Unterhaltungskosten sind ein wesentlicher Teil bei den BBI-Planungen. Besonderen Wert legen die Planer auf einen optimalen Energieverbrauch der einzelnen Bauten. Neben der Nutzung von hochinnovativen Wärmerückgewinnungssystemen wird auch die Integration von regenerativen Energiesystemen – z.B. Geothermie oder Kühlung mit Regenwasser – in die Planung einbezogen.

3. Energieeffizienz am Flughafen München Mit der Schließung der Bestandsflughäfen in Berlin und dem energieeffizienten Neubau des Airports Berlin Brandenburg International sowie der Umstellung der Energieerzeugung lassen sich die CO2-Emissionen für die Versorgung der Infrastruktur um 48 Prozent verringern: von 74.600 Tonnen pro Jahr (2007) auf 38.700 Tonnen pro Jahr. Doch auch München hinkt diesem „grünen Flughafen der Zukunft“ in seiner Energieeffizienz in keinster Weise hinterher.

Innovative Kühlung // Zur Kühlung und Entfeuchtung der Frachtkantine wurde eine solare sorptionsgestützte Klimatisierung eingebaut. Der innovative Entfeuchtungsteil besteht aus einem Absorber und einem Regenerator. Im Vergleich mit einer konventionellen Lüftungsanlage mit Kühlregister und Kompressions-Kältemaschine können bis zu 25 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Auf dem BBI soll u.a. mit Regenwasser gekühlt werden. Alternative Antriebskonzepte // Seit dem Jahr 2007 beschäftigt sich der Flughafen München mit alternativen Antriebsarten für die am Airport eingesetzten Fahrzeuge. Im Rahmen des Projektes werden 115 Fahrzeuge mit einer Diesel-Pflanzenöl-Mischung und 39 Fahrzeuge mit Bioethanol-Antrieb. Die Tests mit Biogas- und Elektrofahrzeugen sind derzeit in Vorbereitung – sechs Fluggasttreppen mit Elektroantrieb ersetzen bereits dieselbe Anzahl an Dieseltreppen. Durch bereits ergriffene Maßnahmen konnten im Jahr 2008 rund 400 Tonnen CO2 eingespart werden. Intelligentes Bauen // Beim Neubau von Gebäuden steht der Einsatz von erneuerbaren Energiequellen ganz vorne. So will der Flughafen München eine Reduzierung der CO2-Emissionen um 40 Prozent im Vergleich zu den Gebäuden des heutigen Bestands schaffen. Beispielsweise ist geplant, über die natürlichen Energiespeichereffekte von Gebäudebauteilen wie Boden, Decken und Wänden hinaus ein so genanntes „Phase Changing Material“ einzusetzen. Dieses Material nutzt den Effekt der Zustandsphasenänderung für eine Speicherung von Energie beispielsweise aus kühler Außenluft während der Nacht ohne zusätzlichen Antrieb durch Fremdenergie. Zur Klimatisierung des Gebäudes ist anstelle einer konventionellen Klimaanlage ein Quellluftsystem geplant, das bis zu zwei Drittel weniger Energie benötigt. Zusätzlich werden zur Reduzierung des Stromverbrauches drehzahlgeregelte Ventilatoren und Hocheffizienzpumpen eingesetzt. Durch ein intelligentes Energie-Managementsystem, das Raumtemperatur und Luftqualität etwa an Passagierfrequenzen in Wartebereichen anpassen kann, sollen die Energieströme bedarfsgerecht und damit effizient verteilt werden. Einen weiteren Beitrag zur Senkung des Energieverbrauches kann die vorgesehene bereichsweise tageslichtabhängige Dimmung der künstlichen Beleuchtung bei gleichzeitiger Verwendung von energieeffizienten Beleuchtungssystemen leisten. Darüber hinaus bietet der derzeitig vorgesehene und künftig mögliche Einsatz von LEDs für Beleuchtungszwecke im Innen- und Außenbereich weitere zusätzliche Einsparpotenziale, die an den technologischen Fortschritt dieser Beleuchtungstechnik gekoppelt sind.

4. Bewusstsein stärken Die Reduktion der Umweltbelastungen hängt entscheidend vom Verhalten der Mitarbeiter im Unternehmen ab. Die Mitarbeiter vom Flughafen München und vom Flughafen Berlin werden durch umfangreiche Weiterbildungsprogramme für das Thema Umwelt und Klimaschutz sensibilisiert.

Und so können Sie helfen!

Sie können Ihren klimaschädlichen CO2-Ausstoß beim Reisen mit dem Flugzeug kompensieren, indem Sie CO2-einsparende Projekte unterstützen. Das Internetportal www.atmosfair.de ermöglicht die Berechnung Ihres CO2-Ausstoßes bei Flugzeugreisen und bietet Ihnen an, einen passenden Beitrag in Klimaschutzprojekte zu investieren, der Ihren CO2-Ausstoß ausgleicht. Mit der Klimagebühr für Flugzeuge werden z.B. Solarküchen in Indien oder Biogasanlagen in Thailand finanziert, die die dortige CO2-Produktion senken. Ein Hin- und Rückflug von München nach Berlin kostet etwa 9 EUR an CO2Kompensationsgebühren.

MOBIL IN DEUTSCHLAND // April/mai 2010�������������������������������������������������������������������������

STRENGE NACHTFLUGREGELUNG // In Tegel gilt von 23 bis 6 Uhr ein Nachtflugverbot, wobei für unvermeidbare verspätete Landungen eine Toleranz von einer Stunde berücksichtigt wird. Ausgenommen von dieser Regelung sind Nachtpostflüge, Rettungsflüge und genehmigungspflichtige Sonderflüge. Die Runway in Schönefeld ist zwischen 24 und 6 Uhr gesperrt. Auf dem Flughafen München ist zwischen 24 und 5 Uhr weitestgehend kein Flugverkehr gestattet.

Blockheizkraftwerk // Der Flughafen München nutzt die Abwärme der eigenen Stromerzeugung vor Ort. Über die Hälfte der am Flughafen München benötigten Energie wird in einem eigenen Blockheizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung erzeugt. Durch den hohen Wirkungsgrad (circa 80 Prozent) dieser Art der Energiebereitstellung werden gegenüber herkömmlichen Methoden jährlich rund 30.000 Tonnen CO2 eingespart.

reisen & fliegen

UMWELTSCHONENDES ANFLUGVERFAHREN // Am Flughafen München wird derzeit ein umweltschonendes Anflugverfahren, der sogenannte Continuous Descent Approach (CDA), erprobt. Mit einem CDA soll es den Piloten ermöglicht werden, die Triebwerke während des Sinkflugs über einen möglichst langen Zeitraum im „Leerlauf“ zu betreiben, um so eine Reduzierung der CO2-Emissionen sowie des Treibstoffverbrauches zu erreichen. Der kontinuierliche Sinkflug führt je nach Flugzeugtyp, Flugstrecke und meteorologischen Gegebenheiten zu Einsparungen von 50 bis 150 Kilogramm Kerosin pro Anflug, was CO2Einsparungen zwischen 160 und 470 Kilogramm bedeutet. Im Idealfall besitzt das Verfahren auch das Potenzial, die Schallemissionen positiv zu beeinflussen.


22 ..........................................................................mobil in deutschland // april/mai 2010

präsentiert Von

Die Smarten alleSkÖnner HandYs waren gestern. mobiLe teLefone Heissen Heute smartpHones. smart gLeicH scHLau. docH: was ist eigentLicH das scHLaue an den smartpHones? und warum wiLL Jeder eins Haben?

Da wäre zum einen der große Touchscreen-Display mit den gestochen scharfen Farben, zum anderen die „Apps“. Eine Abkürzung für Applikationen. Über 100.000 dieser Anwendungen bietet allein Apple an, der mit seinem iPhone als „Urvater“ der Smartphones gilt. Von Spielen über Nachrichtendienste, von Internetseiten bis hin zu mehr oder weniger nützlichen Tools z.B. fürs Überleben im Dschungel reichen die Angebote. Eine Spielerei, die Spaß und aus dem Telefon ein eigenes, kleines Individuum macht. Handys waren Masse, Smartphones schaffen Persönlichkeit. Und noch was überzeugt: Die „klugen“ Telefone machen unabhängig – vor allem vom Computer. Sie bieten alles in einem: Telefon, Kalender, Adressbuch, Diktiergerät, Spielkonsole, Zeitung, Kamera, MP3-Player, Video-Player, E-Mail, Internet, und vieles mehr. Auf seinem Smartphone kann man sein ganzes Leben in der Hosentasche überall mit sich herumtragen. Klar, dass Apple mit seinem iPhone da nicht lange allein blieb. Auch alle anderen Handy-Hersteller haben mittlerweile mindestens ein Smartphone im Programm. Und tatsächlich lohnt sich ein genauer Blick auf Apples Nachfolger: „Mobil in Deutschland“ hat für Sie eine Auswahl von Smartphones verschiedener Hersteller zusammengestellt. Sie alle bestechen durch innovative Bedienkonzepte, jede Menge Tools und Anwendungen – und nerven nur mit kleinen Makeln. Doch sehen Sie selbst!

apple iphone 3gs

acer liQuid

toshiba tg01

apples iphone 3gs hat endlich eine Funktion, um Videos aufzunehmen, und wurde mit deutlich höherer akkuleistung, sprachsteuerung und einem kompass ausgestattet. leider wurde die Qualität der kamera nicht wesentlich verbessert. highlight: das riesenangebot im app-store.

das acer liquid bietet eine „documents to go“ officeanwendung. es ist schnell in der reaktionszeit sowie bei datenübertragung und ladezeit. mit drei leds zeigt es verpasste anrufe an. das programm „spinlets“ macht das streaming von musik & Videos an Freunde zum kinderspiel.

das besondere am toshiba tg01 ist sein schneller 1 ghzprozessor. dazu kommt das „riesige“ display, auf dem man Filme und internetseiten in voller größe ansehen kann. sein gehäuse ist ultraflach, der Zugriff auf programme ist schnell und personalisierbar, zusätzlich hat es eine schüttel- und klopfbedienung. leider ist der akku etwas schwach.

mobiles leben

grÖsse: 115,5 x 62,1 x 12,3 mm maX. gesprächsZeit: 12h (3g), 5h (2g) kamera: 3,1 megapixel, autofokus mit Fingertipp, Videoaufnahme, geotagging displaY: 320 x 480 pixel, 3,5-Zoll multi-touch-Widescreen speicher: bis zu 32 gb betriebssYstem: iphone os 3.1 (os 4 angekündigt) preis: ab 0,- euro mit t-mobile Vertrag

blackberrY storm2 Weil blackberry-nutzer die mechanische tastatur schätzen, gibts beim blackberry storm 2 einen touchscreen mit „surepress“, d.h. er gibt nach wie „echte“ tasten. der storm 2 ist ideal für geschäftsleute: mit dem programm „documents to go“ kann man excel-, Word und powerpointdateien ansehen, daten sind mit outlook synchronisierbar, ein instant messenger ist integriert. der Webbrowser ist leider etwas träge. grÖsse: 112,5 x 62,2 x 13,95 mm maX. gesprächsZeit: 6h kamera: 3,2 megapixel, 2-facher digi-Zoom, bildstabilisierung, autofokus, Videoaufnahme displaY: 480 x 360 pixel, 3,25-Zoll touchscreen speicher: 256 mb ram, integrierte multimedia-karte mit 2 gb, erweiterbar auf bis zu 32 gb betriebssYstem: blackberry os 5 preis: 549,- euro

grÖsse: 115 x 62,5 x 12,5 mm maX. gesprächsZeit: 5h kamera: 5 megapixel, autofokus, Videoaufnahme displaY: 480 x 800 pixel, 3,5-Zoll touchscreen speicher: 256 mb ram, 512 mb, 2 gb microsd-karte betriebssYstem: android 1.6 preis: 349,- euro

htc desire beim htc desire beeindruckt neben dem 1 ghz snapdragon-prozessor das visuelle erlebnis: Fotos, Videos und internet sind bestechend scharf. Zur besseren navigation gibts eine optische maus und htc sense mit „newsreader“-Funktion und eine „helikopter“-ansicht auf die inhalte der sieben screens. die anwendung „htc Friends stream“ fasst soziale netzwerke wie Facebook zusammen.

grÖsse: 119 x 60 x 11,5 mm maX. gesprächsZeit: 7h kamera: 5 megapixel, led-blitz, Videoaufnahme displaY: 80 x 800 pixel, 3,7 Zoll WVga amoled-display. strahlt wegen „active matrix organic light emitting diode“ besonders hell. speicher: 576 mb ram, 512 mb intern, mit microsd-karte bis zu 32 gb betriebssYstem: android 2.1 preis: 499,- euro

grÖsse: 130 x 70 x 9,9 mm maX. gesprächsZeit: 4h (3g) kamera: 3,2 megapixel, autofokus displaY: 800 x 480 pixel, 4,1-Zoll WVga touchscreen speicher: 512 mb, 256 mb ram, microsd-karte mit 8 gb (erweiterbar auf bis zu 32gb) betriebssYstem: Windows mobile 6.5 professional preis: 500,- euro

sonY ericsson Xperia X10 das sony ericsson Xperia X10 besticht durch seine 8,1 megapixelkamera mit lächel-erkennung & „geo-tagging“ (Fotos werden mit geographischen daten verortet). integriert sind anwendungen wie google maps, google mail und Youtube. die internetverbindung ist sehr schnell. durch das große display hat man beim surfen außerdem eine gute Übersicht. top auch: die bequeme Verwaltung der kontakte und multimediadaten sowie das ukW-radio. grÖsse: 199 x 63 x 13 mm maX. gesprächsZeit: 10h kamera: 8,1 megapixel, 16-fach digitaler Zoom, autofokus, Videoaufnahme displaY: 480 x 854 pixel, 4-Zoll tFt touchscreen kratzfest speicher: bis zu 1 gb, microsd speicherkarte (8 gb) betriebssystem: google android donut, 1.6 preis: 699,- euro


23 das nokia n97 mini bietet neben den standards eine zweite kamera für Videotelefonie, ein ukW-radio, sprachsteuerung, einen pdF-reader und powerpoint-anzeige, eine mechanische tastatur und eine geradezu brillante auflösung für scharfe bilder. minuspunkte: der bildschirm ist etwas klein und die handhabung dadurch etwas schwierig.

grÖsse:115,8 x 60 x 13,7 mm maX. gesprächsZeit: 6,5h kamera: 4,9 megapixel, Fotoleuchte, 4fach digitaler Zoom, geotagging displaY: 854 x 480 pixel, 3,7-Zoll tFt-touchscreen speicher:300 mb, mit speicherkarte erweiterbar auf maximal 31 gb betriebssYstem: android 2.0 preis: 499,- euro

grÖsse: 113 x 52.5 x 14,2 mm maX. gesprächsZeit: 7h kamera: 5 megapixel, autofokus, bis zu 14-facher digitaler Zoom, Videoaufnahme (bis 90 min pro clip) displaY: 640 x 360 pixel, 3,2-Zoll tFt-touchscreen speicher: 8 gb, erweiterbar auf bis zu 16 gb mit microsd speicherkarte betriebssYstem: symbian os 9.4 preis: 559,- euro

palm pre das palm pre wird exklusiv von o2 vertrieben. auch hier gibt es neben den üblichen anwendungen wie google maps, Facebook oder Wikipedia keine richtigen highlights. die suchfunktion ist einfach zu handhaben, es gibt eine multitasking-Funktion und auch hier für liebhaber langer nachrichten eine echte schreibtastatur. größter nachteil: der speicher ist nicht erweiterbar. außerdem kann die ohnehin schon mittelmäßige kamera keine Videos aufzeichnen und Flash-inhalte können probleme verursachen. schön: kalender, adressen und mails verschiedener internetdienste (Facebook, gmX, outlook, google) sind synchronisierbar. grÖsse: 100,5 x 59,5 x 16,95 mm maX. gesprächsZeit: bis 5h kamera: 3 megapixel, led-blitz, autofokus, digital-Zoom, geo-tagging displaY: 320 x 480 pixel, 3,1 Zoll-touchscreen speicher: 256 mb ram, 8 mb integriert (7 mb frei für daten) betriebssYstem: palm webos preis: 409,- euro

neXus one (google)

unendlich viele Funktionen dank den „app“-stores, mobiler Zugriff auf die sozialen netzwerke – kein Wunder, dass man sich nicht mehr nur mit einem einfachen handy zufrieden gibt. ein smartphone speziell für Frauen (es bietet z.b. einen programmierbaren täuschungsanruf, der von langweiligen dates befreit), kaffeekochen kann bisher keines der schlauen telefone. grÖsse: 101 x 55 x 13,4 mm maX. gesprächsZeit: 10h kamera: 3,2 megapixel, 2-fach digitaler Zoom, smile-shot Funktion, lomo-effekt (für künstlerische Fotografien), beauty-retusche displaY: 320 x 280 pixel, 2,8-Zoll tFt-touchscreen speicher: 84 mb intern, mit microsd-karte erweiterbar auf bis zu 8gb preis: 249,- euro

samsung omnia ii

auf das nexus one von google müssen Fans leider noch warten, es ist bisher nicht in deutschland erhältlich. hier trotzdem kurz einige Features: google maps navigation mit sprachausgabe (eignet sich so als mobiles navi) und google mail sind integriert, 18.000 andere anwendungen stehen im android market bereit. der trackball hat eine dreifarbige benachrichtigungsled, die neue mails, sms und chats anzeigt. die tastatur ist ebenfalls sprachgesteuert, was manuelles tippen überflüssig macht. Für personalisierungs-Fetischisten: auf der rückseite können bis zu 50 Zeichen per laser graviert werden.

im samsung omnia ii sind ein Wörterbuch, 3d-spiele und 3d-landkarten zur mobilen navigation integriert und es hat die midomi-musikerkennung schon drauf. ein nettes Feature des herstellers ist der etikettemodus: beim umdrehen auf das display wird das telefon automatisch lautlos. leider gibt es bei der bedienung teilweise leichte Verzögerungen, auch wenn die Finger leichtes spiel auf dem großen display haben. Zu microsoft office mobile, Windows live messenger und einer Video-blogging Funktion können weitere anwendungen aus dem Windows marketplace geladen werden.

grÖsse: 119 x 59,8 x 11,5 mm maX. gesprächsZeit: 10h (2g), 7h (3g) kamera: 5 megapixel, autofokus, led-blitz, 2-fach digitaler Zoom, Videoaufnahmen (mpeg4) displaY: 800 x 480 pixel, 3,7-Zoll WVga amoled-touchscreen speicher: 512 mb Flash, 512 mb ram, 4gb micro sd card (erweiterbar bis 32 gb) betriebssYstem: android mobile technology platform 2.1 preis: noch nicht in deutschland erhältlich

grÖsse: 118 x 60 x 12,3 mm maX. gesprächsZeit: 11,3h (2g), 6,5h (3g) kamera: 5 megapixel, autofokus, 4-fach digitaler Zoom, Videoaufnahme, zwei Fotolichter, gesichtserkennung, „smile shot“Funktion, bildstabilisator, geotagging displaY: 3,7-Zoll amoled-touchscreen speicher:8 gb, erweiterbar auf bis zu 32 gb betriebssYstem: Windows mobile 6.5 preis: 649,- euro

moBil in DeutSChlanD

geWinnSPiel

Wie bezeichnet man die neuesten handymodelle? a) smartphones b) cleverphones mobil in deutschland verlost unter allen einsendungen jeweils ein blackberry storm2, sony ericsson experia X10, palm pre, nokia n97mini und htc hd2. einsendungen an: mobil in deutschland e.V., postfach 702026, 81320 münchen oder per Fax an 089 / 780 785 15 oder per mail an info@mobil.org. einsendeschluss ist der 31. mai 2010, der rechtsweg ist ausgeschlossen!

samsung glamour s7070

präsentiert Von

mobil in deutschland // april/mai 2010 .........................................................................

nokia n97 mini

motorolas milestone könnte man als „solider durchschnitt“ bei den smartphones bezeichnen. es hat keine wirklichen highlights, zeichnet sich aber durch einfache bedienbarkeit, gute e-mail und sms-Funktionen und seine mechanische QWertZ-tastatur aus. nachteil: die sprachqualität beim telefonieren ist ebenfalls mittelmäßig.

mobiles leben

motorola milestone


24 ..........................................................................mobil in deutschland // april/mai 2010

präsentiert Von

alleS WaS reCht iSt. DaS Sagen aktuelle VerkehrSurteile wer Hinten auffäHrt, zaHLt. und poLizeiwagen mit bLauLicHt Haben immer vorfaHrt. ricHtig? faLscH! die aktueLLe gericHtssprecHung entscHeidet von faLL zu faLL. Hier einige interessante urteiLe, die mit so mancHen irrtümern im strassenverkeHr aufräumen. NAVI-BEDIENUNG WÄHREND DER FAHRT GROB FAHRLÄSSIG Wer während der Fahrt sein Navigationsgerät bedient und dabei einen Auffahrunfall verursacht, haftet voll für den entstehenden Schaden. Das Verhalten – und dazu gehört bereits der Blick auf das Display – ist als grob fahrlässig anzusehen. Dies entschied nach Mitteilung der D.A.S. das Landgericht Potsdam. (Az. 6 O 32/09) kEIN FAHRRADVERBOT NACH ALkOHOLMISSBRAUCH Fällt ein Fahrradfahrer, der keinen KFZ-Führerschein besitzt, zum ersten Mal beim Radeln in betrunkenem Zustand auf, kann man ihm nicht das Fahrradfahren verbieten. Ein solches Verbot ist nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz nur im Wiederholungsfall angemessen. (Az. 10 B 10930/09)

pANNENSCHUTZ OHNE WARNDREIECk Wer als Pannenhelfer vergisst, das Warndreieck in ausreichendem Abstand hinter einem liegen gebliebenen Fahrzeug aufzustellen, macht sich mitschuldig, wenn es dadurch zu einem Auffahrunfall auf das ungesicherte Auto kommt, entschied der Bundesgerichtshof. Nicht vergessen: Je nach Straße sollte ein Warndreieck 100 bis 200 Meter hinter dem Pannenfahrzeug abgestellt werden. (Az. VI ZR 313/1999) NUTZUNG EINES SCHEIDUNGS-AUTOS Das im gemeinsamen Eigentum stehende Auto ist bei einer Ehescheidung in der Regel demjenigen der beiden Ex-Partner vorläufig zuzuweisen, der es vor allem beruflich nutzt. Darauf hat jetzt das Oberlandesgericht Köln bestanden (Az. 4 WF 128/09). Der nach Ansicht der Richter den Wagen zu Recht beanspruchende Mann muss täglich seine Arbeits-

stelle in erheblicher Entfernung vom Wohnort erreichen und ist deshalb auf ein Fahrzeug besonders angewiesen. Der Frau dagegen, die das Fahrzeug allein für familiäre Zwecke beanspruchen will, könne zugemutet werden, ihre Besorgungen entweder mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß zu erledigen, ist sie doch erwerbslos und kann sich dementsprechend ihre Zeit einteilen. BEI BLAULICHT ZU SpÄT GEBREMST Ein Polizeiwagen fuhr mit eingeschaltetem Blaulicht bei Rot über eine Kreuzung. Der erste aus dem Querverkehr einfahrende PKW konnte rechtzeitig bremsen, der Hintermann nicht – er fuhr auf. Seine Klage vor dem KG Berlin hatte Erfolg. Grund: Der Polizeiwagen fuhr ohne Martinshorn, nur mit Blaulicht stand ihm daher kein Sonderrecht zu. Allerdings hätte der Geschädigte einen größeren Abstand halten müssen, bekam daher nur die Hälfte des Frontschadens von der Polizei ersetzt. (Az. 12 U 50/04) OBERLEHRER Autofahrer sollten nicht versuchen, andere Verkehrsteilnehmer aus Wut über ihr Verhalten durch Fahrmanöver wie Ausbremsen zu maßregeln. „Oberlehrer“, die durch solches Verhalten im Straßenverkehr einen Unfall provozieren, laufen Gefahr, für die Schäden allein haftbar gemacht zu werden. Im konkreten Fall hatte sich ein Mann über das Verhalten einer Autofahrerin massiv geärgert, ihr Auto überholt und anschließend scharf abgebremst. Es kam zu einem Auffahrunfall, für deren Folgen der Kläger die Frau als Auffahrende haftbar machen wollte. Dies lehnte das Gericht – zu Recht – ab. (LG Mönchengladbach, 5 S 86/01)

rat & recht


RUBRIK 1

MOBIL IN DEUTSCHLAND // September/Oktober 2009 ������������������������������������������������������

25


© Fotolia.com

26M��������������������������������������������������������������������������MOBIL IN DEUTSCHLAND // April/mai 2010

Politik


Wenn Sie von München mit dem Auto nach Berlin oder Hannover fahren, sollten Sie sich fragen, ob Sie einen an der Scheibe haben. Einen richtigen an der Scheibe. Denn Sie kommen in Deutschland als Autofahrer nicht mehr weit ohne den richtigen Umweltzonen-Aufkleber. Nur, welcher ist in welcher der mittlerweile 50 Zonen-Städte in Deutschland der richtige? Die Umweltzone (von Bürokraten für Bürokraten) ist wie geschaffen für den deutschen Ordnungswahn: Allerorts treibt sie neue, unsinnige Blüten, so dass sie im Volksmund auch schon treffend Unsinn-Zone genannt wird. Beispiel Berlin: Über 150.000 Berliner Autofahrer dürfen seit dem 1. Januar nicht mehr ihre gewohnten Straßen in der Hauptstadt befahren, falls diese in der Umweltzone liegen. Nicht etwa, weil ihr Auto keine Umweltplakette hätte. Nein. Es handelt sich hierbei überwiegend um Diesel-PKW, die bis vor kurzem von der Politik noch als ein Wunder an Umweltfreundlichkeit hofiert wurden. An ihren Scheiben prangt deshalb ein roter oder gelber Umweltpunkt. Der ist aber nicht mehr gut genug für Berlins Mobilitätsbremser. Seit Jahresbeginn muss in Berlin alles grün sein, sprich: In der Zone gelten die strengsten Abgasbestimmungen. Wer ein Auto mit rotem und gelbem Punkt auf der Scheibe hat, ist raus, wenn er denn nicht 40 Euro Strafe zahlen und einen Punkt in Flensburg riskieren will. Beispiel München: Hier dürfen die 150.000 Berliner wie der Rest der Republik mit der ganzen Farbpalette der Unsinn-Plakette durch die Zone düsen. Erst ab Oktober diesen Jahres müssen in München zunächst Fahrzeuge mit rotem Punkt draußen bleiben, und erst im Oktober 2012 ist die Münchner Umweltzone vollständig grün. Bis es soweit ist und vermutlich auch noch danach, gibt es (wie in Berlin übrigens auch) jede Menge Ausnahmeregeln, die ein paar Seiten dieses Magazins füllen würden. Was die Unsinn-Zone noch unsinniger macht. Beispiel Hannover: Auch hier hat seit Jahresbeginn ein jeder einen richtig grünen an der Scheibe zu haben, sonst ist Schluss mit Lustig. Aber auch in Hannover gibt es viele Ausnahmen von den Regeln, allerdings: Wer mit seinem gelben Punkt an der Scheibe und seiner Ausnahmebescheinigung von Hannover in die Berliner Unsinn-Zone eindringt, muss zahlen. Die Ausnahmeerlaubnis einer Stadt ist nämlich in einer anderen Stadt nicht gültig. Wenn also beispielsweise ein Spediteur mit Ausnahmebescheinigung die Möbel von, sagen wir mal, Herrn Gerhard Schröder von Hannover nach Berlin transportieren soll, zahlt er dort 40 Euro. Schwerer als das ärgerliche Bußgeld wiegt jedoch der Strafpunkt in Flensburg, da Spediteure regelmäßig in verschiedenste deutsche Städte liefern müssen. Deshalb fordert Mobil in Deutschland e.V. Vorsitzender Dr. Michael Haberland: „Es muss dringend eine einheitliche und klare Regelung für die Umweltzonen her. Dieses Durcheinander stellt für viele Autofahrer ein unkalkulierbares Risiko dar. Niemand sollte seinen Führerschein verlieren, nur weil die Umweltzonen undurchsichtige Grauzonen sind. Hinzu kommt, dass eine Wirksamkeit nicht mal nachgewiesen ist, am besten schafft man diese Unsinn-Zonen komplett ab!“

Und folgt damit dem Beispiel Nürnberg: Dr. Ulrich Maly (SPD) will keine Unsinn-Zone in seiner Stadt. Weil es nix bringt außer Ärger und Verdruss für die Bürger. Nürnberg will andere Wege gehen. Zu Mobil in Deutschland sagt Dr. Maly: „Wir setzen in Nürnberg darauf, mit einem umfangreichen Paket an technischen und verkehrsgestaltenden Maßnahmen wirkungsvoller zur Verbesserung der Luftgüte beitragen zu können, als mit Einführung einer Umweltzone, zumal sich die Regelungen der Plakettenverordnung auf die Feinstaubemissionen beziehen und nicht auf den in Nürnberg maßgeblichen Luftgüteparameter Stickstoffdioxid.“ Die ungeklärte Wirksamkeit der Zonen: Bisher gibt es noch keine seriösen Studien, die beweisen, dass Umweltzonen tatsächlich den Feinstaub in Ballungsräumen reduzieren können. Experten, die dies trotzdem behaupten, argumentieren oft mit dem Vergleich von Äpfeln und Birnen, indem sie nur die Feinstaubmessungen vor und nach der Einführung der Zonen heranziehen. Unbestritten aber ist das Wetter der wichtigste Faktor bei der Entstehung dieser Umweltbelastung. Und das lässt sich neben vielen weiteren Einflüssen auf die Luftqualität nicht mit einem Aufkleber beeinflussen… Mobil in Deutschland fordert deshalb die Bundesregierung auf, die Wirksamkeit von Umweltzonen endlich wissenschaftlich nachzuweisen und bis dahin, das Chaos durch eine einheitlich verbindliche Regelung in allen Städten zu beenden! Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sagt auf Anfrage von Mobil in Deutschland: „Ein ‚Umweltzonenchaos‘ sehe ich nicht. Gleichwohl sieht der Koalitionsvertrag vor, bei der Einrichtung von Umweltzonen auf Wirksamkeit und Verhältnismäßigkeit zu achten. Fahrverbote sollen dort gelockert werden, wo die Einschränkungen in keinem vernünftigen Verhältnis zu dem Ziel steht, Feinstaub zu reduzieren. Dazu müssen Ausnahmeregelungen bundesweit vereinheitlicht werden. Das zuständige Bundesumweltministerium hat bereits Gespräche mit den Ländern geführt.“ Neben Nürnberg hat auf diese Ankündigung auch Hamburg reagiert: Die Umweltzone vorerst eine Idee – Realisierung mehr als fraglich. Fazit: „Dieses unsinnige Treiben mit der Umweltzone muss ein Ende haben“, fordert Mobil in Deutschland e.V. Vorsitzender Dr. Michael Haberland. „Bisher wurde damit von den Behörden nur erreicht, den Menschen das Leben schwerer zu machen. Das können wir so nicht hinnehmen. Deshalb fordert Mobil in Deutschland: Weg mit der Unsinn-Zone“! Wichtige informationen zum Umweltzonenchaos finden Sie auf www.mobil.org, eine Übersicht über alle Städte und Details zur Einführung von Umweltzonen auf www.umwelt-plakette.de.

27 mobil in deutschland // april/mai 2010 .........................................................................

die zaHLen sprecHen für sicH: Laut der grossen onLine-verkeHrsumfrage 2010 von mobiL in deutscHLand gLauben fast 85 prozent der deutscHen autofaHrer, dass umweLtzonen der bLanke unsinn sind! mobiL in deutscHLand fordert desHaLb: weg mit der unsinn-zone! Hier aLLe fakten rund um dieses tHema.

politik

Weg mit Der unSinn-Zone!


© ulrich antas minden pixelio.de

© spd-berlin.de

28 ..........................................................................mobil in deutschland // april/mai 2010

© thomas hugel pixelio.de © jena.de

© michaela schöllhorn pixelio.de © dirk suhm pixelio.de

politik

Der regierende Bürgermeister von Berlin klaus Wowereit und Münchens Oberbürgermeister Christian Ude im Gespräch mit Mobil in Deutschland e.V.

Wie lÄuFt‘S im Verkehr in ihrer StaDt? Fragen an Die BeiDen StaDtoBerhÄuPter klauS WoWereit unD ChriStian uDe

Welche städtischen Verkehrsprojekte müssen schnellstens umgesetzt werden? WoWereit: Kurzfristig geht es in Berlin um die Beseitigung der Winterschäden. Die Fahrbahnen haben unter dem Dauerfrost und dem Schnee des vergangenen Ausnahme-Winters mehr gelitten als sonst. Wir haben Mittel zur Verfügung gestellt, um die Sicherheit des Verkehrs auf Berlins Straßen zu gewährleisten. Im Fokus steht aber selbstverständlich 2011 die Eröffnung des neuen „Willy-Brandt-Flughafens“ für Berlin und Brandenburg. Der Airport in Schönefeld ist das wichtigste Verkehrs- und Wirtschaftsprojekt in unserer Region. Dem Berliner Senat lag dabei besonders die schnelle Bahnverbindung zwischen Flughafen und Innenstadt am Herzen. Das wird Zug um Zug umgesetzt, aber ich denke, dass wir da von Anfang an besser sind als beispielsweise noch heute Münchens „Franz-Josef-Strauß“. uDe: Bei unserem eigenen Verkehrsunternehmen MVG sind alle Weichen bereits richtig gestellt: Das Angebot von U-Bahn, Tram und Bus wird weiter verbessert, insgesamt investiert die MVG in diesem Jahr 160 Mio. Euro. So beginnen jetzt die Bauarbeiten für die neue Trambahnstrecke vom Effnerplatz nach St. Emmeram. Die Planungen für die Tram-Westtangente (der 8,7 km langen Strecke vom Romanplatz zur Aidenbachstraße) haben begonnen. Ende 2010 wird die U-Bahnlinie U 3 im Münchner Nordwesten verlängert. Am Moosacher Bahnhof entsteht dadurch eine weitere Verknüpfung zwischen U- und S-Bahn mit Umsteigemöglichkeiten zur Flughafenlinie S 1. Neben dem Ausbau des ÖPNV will die Stadt auch den Anteil des Radverkehrs steigern. Mit der Öffnung von Einbahnstraßen für Radfahrer, neuen Fahrradstreifen und Verbesserungen an unübersichtlichen Knotenpunkten soll dies erreicht werden. Dafür wurde die Radverkehrspauschale von 1,5 auf 4,5 Mio. Euro pro Jahr erhöht. Das größte und teuerste Projekt für den Autoverkehr ist natürlich der letzte der drei per Bürgerentscheid beschlossenen Ringtunnel am Luise-KiesselbachPlatz, der jetzt in Angriff genommen wird. Wo liegen Ihre größten Aufgaben im ÖPNV? WoWereit: Die deutsche Hauptstadt hat einen hervorragend ausgebauten ÖPNV. Mehrere Unternehmen, darunter die BVG und die Deutsche Bahn AG, koordinieren sich im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg. Dieser Verbund leistet gute Arbeit. Es ist mehr als bedauerlich, dass die in Regie der Bahn fahrende Berliner S-Bahn in den vergangenen Monaten durch technische Mängel auf einigen Strecken völlig ausgefallen ist und ihre Verkehrsleistungen nur noch fragmentarisch erbracht hat. Wir werden alles tun, was uns politisch möglich ist, damit die Berliner eines hoffentlich nahen Tages wieder auf „ihre“ S-Bahn so stolz sein können wie früher. uDe: Die dringendste verkehrspolitische Zukunftsfrage für München ist ohne Zweifel der längst überfällige Ausbau des S-Bahn-Systems, der die Grundlage der Entwicklung für die ganze Region und die beste Investition in den Umweltschutz ist. Nach allen verfügbaren Erkenntnissen und vorliegenden Gutachten gibt es dazu keine bessere und wirtschaftlichere Alternative als die vom Freistaat bereits fertig geplante Entlastung dieses Nadelöhrs durch einen zweiten S-Bahn-Tunnel. Eng damit verknüpft ist auch die Verbesserung der Flughafenanbindung über die Osttrasse der S8. Nach dem Beschluss des bayerischen Kabinetts hat sich jetzt auch der Münchner Stadtrat mit einer 80-prozentigen Mehrheit für diese beiden Projekte ausgesprochen. Ist Ihre Stadt auf das E-Mobil vorbereitet? WoWereit: Berlin ist auf diesem Gebiet führend. Auf unseren Straßen testen BMW mit dem Mini und Daimler mit dem Smart-Modell Elektroautos und die zugehörige Infrastruktur in Großversuchen. Seit 2009 sind in Berlin insgesamt 100 Mini E-Fahrzeuge unterwegs. Die Fahrzeuge werden an Ladestationen im Berliner Stadtgebiet oder an speziell installierten Boxen in der Nähe des Arbeitsplatzes und der Wohnung der


19410 / 21610

Stadt-, FERn- Flughafen-, Patienten-, Lotsenfahrten sowie Besorgungen und Starthilfe zum normalen Tarif. Limousinen•kombis•Pkw‘s•kleinbusse bis zu 8 personen info@ taxi-muenchen.com

www.taxi-muenchen.com

munen im Bereich des Straßenverkehrs die Hauptlast der Feinstaubbekämpfung aufgebürdet wird. Die Erfolgsaussichten kommunaler Maßnahmen sind bei allen Anstrengungen auf lokaler Ebene eng begrenzt, solange der Schadstoffausstoß von PKW und LKW nicht durch geeignete Maßnahmen auf Europa- und Bundesebene – etwa der verbindlichen Anordnung von Rußfiltern – gesenkt wird. Dass es bei der Einrichtung von Umweltzonen zu Unterschieden im bundesweiten Vergleich kommt, halte ich bis zu einem gewissen Grad für unvermeidbar, da die Städte die Verhältnisse vor Ort berücksichtigen müssen. Bei der Regelung von Ausnahmen, beim Umgriff der Umweltzone und bei der zeitlichen Abstufung ihrer Einführung müssen die Städte mit Augenmaß vorgehen, um einerseits das Ziel der Feinstaubbekämpfung so weit wie möglich zu erreichen, ohne dabei die berechtigten Interessen der betroffenen Autofahrer aus den Augen zu verlieren. Fakt ist aber auch: Die Umweltzonen führen zwar zur schrittweisen Reduzierung von Feinstaub, allein können sie aber – wie die in manchen Städten eingeführten Lkw-Transitverbote – das Problem nicht lösen. Wie wichtig sind geschlossene Autobahnringe in Ihrer Stadt? WOWEREIT: Mit dem Berliner Ring haben wir einen weitgehend außerhalb der Stadtgrenzen liegenden Autobahnring, und es gibt einen weiteren innerstädtischen Ring, über dessen Weiterbau es derzeit eine Diskussion in der Stadt gibt. Ich halte das Konzept nach wie vor für gut. Beide Ringe erfüllen wichtige Verkehrsaufgaben und sind für Berlin unverzichtbar. UDE: In München teilt die Stadtspitze die Auffassung des Bayerischen Verkehrsministers, den Bau einer A99 Süd, die den Autobahnring um München schließen würde, werde man nicht mehr erleben! Die Tunnelvarianten der vorliegenden Untersuchungen sind zwar umweltschonender, dafür aber wesentlich teurer als oberirdische Lösungen. Die kostengünstigste Variante ganz ohne Tunnel würde den Perlacher Forst zum Teil zerstören und sowohl Isar als auch Würm mit langen Brücken queren. Eine verkehrliche Entlastung bestehender Siedlungen konnte laut Zwischenbericht nicht bestätigt werden. Eine Untersuchung der Auswirkungen eines künftigen Südrings auf die stark belasteten Abschnitte der A 99 im Norden und Osten Münchens hat ergeben, dass bei Zugrundelegung einer Verkehrsprognose für 2025 lediglich eine Entlastung von 10 % zu erzielen wäre. Zudem bringt keine der Varianten einen nennenswerten Fahrtzeitgewinn.

MOBIL IN DEUTSCHLAND // April/mai 2010�������������������������������������������������������������������������

29 Was halten Sie von der uneinheitlichen Einführung der Umweltzonen in deutschen Städten? WOWEREIT: Berlin ist mit der Einführung von Umweltzonen vorangegangen. Ich halte die Einführung von Umweltzonen in Städten für richtig, und es gibt eigentlich gar keinen Grund, die bundesrechtlich erforderliche Einführung bis zum letzten Moment hinauszuzögern. Ob eine bundeseinheitliche Lösung nicht sinnvoller ist? Ich denke, dass die Einführung schon flexibel und orientiert an den lokalen Gegebenheiten erfolgen musste. Fakt ist: Umweltzonen erfüllen ihren Zweck. Messungen in Berlin haben da ermutigende Zahlen ergeben. Ebenso hat das Berliner Verwaltungsgericht in seinem Urteil vom Dezember 2009 bestätigt, dass Umweltzonen ein geeignetes Mittel zur Reduzierung der Schadstoffbelastung sind. Aber man muss natürlich akzeptieren, dass die Umweltzone nur eine Maßnahme unter vielen ist, die uns bessere Luft bringen. UDE: Ich halte es vor allem für völlig inakzeptabel, dass den Kom-

TAXI ZEntrale

Politik

Testfahrer geladen. BMW kooperiert mit dem in unserer Stadt aktiven Energieunternehmen Vattenfall. Daimler startete gerade jetzt, Mitte März 2010, ein gemeinsames Pilotprojekt mit RWE. Bis Ende Mai 2010 werden 100 Smarts im Testbetrieb auf den Straßen Berlins unterwegs sein. 500 Stromzapfsäulen werden im gesamten Stadtgebiet installiert. Die Nachfrage ist übrigens größer als die Zahl der Smarts Electric Drive-Modelle, die produziert werden können. Das ist ein erfreulicher Trend und beweist wie aufgeschlossen die Bürger dieser Stadt für neue Techniken sind. UDE: In den nächsten Jahren werden die SWM im Münchner Stadtgebiet eine bedarfsgerechte Lade-Infrastruktur aufbauen, die mit Ökostrom-Tankstellen auch fernab der Heimladestationen das Betanken mit grünem Sprit sicher stellt und damit Elektromobilität für alle ermöglicht. München wurde vom Bundesverkehrsministerium zu einer von acht „Modellregionen Elektromobilität“ erklärt. Als der Energieexperte vor Ort wurden die SWM als regionale Projektleitstelle für München ausgewählt. Unverzichtbare Grundbedingung ist natürlich, dass der verwendete Strom ausschließlich aus CO2-freier Produktion stammt. Die Förderung der Elektromobilität in München ergänzt sich also hervorragend mit der Ausbauoffensive für erneuerbare Energien der SWM. Um bis zum Jahr 2025 den gesamten Strombedarf Münchens aus erneuerbaren Energien decken zu können, investieren die SWM jährlich rund 500 Mio. Euro – bis 2025 insgesamt neun Milliarden Euro. Sie setzen auf ein möglichst breites Spektrum regenerativer Energien und engagieren sich in den Regionen, in denen die entsprechenden Potenziale vorhanden sind. Schwerpunkte dabei sind Geothermie- und Biomasse-Anlagen, Beteiligungen an Off- und Onshore-Windkraftanlagen sowie Solar- und Wasserkraftanlagen.


30 ..........................................................................mobil in deutschland // april/mai 2010

Mein erstes Auto war... Ein Smart Roadster, als ich noch Mercedes Junior war. Mein Lieblingsfilm ist... Last Samurai und alle James Bond Filme: Im Geheimdienst ihrer Majestät, Goldfinger, Liebesgrüsse aus Moskau, Sag niemals nie. Den Oscar würde ich überreichen an... Sean Connery Meinen Ruhestand möchte ich in ... verbringen. In der Schweiz oder auf einer Insel in Asien. Auf jeden Fall nicht in einer Großstadt.

ganZ PerSÖnliCh: aDrian Sutil Name: Adrian Sutil // Nationalität: Deutsch // Beruf: Formel 1-Pilot Rennstall: Force India // 1. Start: Australien 2007 // Geburtsort: Starnberg Geburtsdatum: 11.01.1983 // Grösse: 183 cm // Gewicht: 75 kg

... sollte ich mal Blumen schicken, weil... Meiner Mutter sollte ich mal Blumen schicken, weil sie immer für mich da ist. Mein Traummobil der Zukunft wäre... Eine Kombination aus Auto und Flugzeug in einem. Auf die Palme bringt mich immer... Unordnung und schlechte Organisation

persÖnlichkeiten

Mein jüngster Lustkauf war... Ein Holz-Modellschiff in Melbourne.

Meinen Kindern möchte ich mitgeben, dass... Soweit ist es noch nicht. Darüber mache ich mir Gedanken, wenn dann mal welche da sind...

Mein Lieblingsmaler ist... Ich interessiere mich für Kunst, habe aber keine Favoriten.

Meine Lieblingsweisheit: Nichts ist von Dauer, das einzig Dauerhafte ist die Veränderung.

Dieses Buch kann ich wärmstens empfehlen: Da muss ich leider passen. Wird mal wieder Zeit, zu lesen...

Danke, Mama, dass Du mir... ...Klavierspielen beigebracht hast.

Meine Leibspeise ist... Ich esse sehr gerne asiatisch. Zum Nachtisch Kaiserschmarrn, den kann ich auch selber ganz ordentlich machen.

Luxus ist für mich... Gesund, sorgenfrei und zufrieden zu leben. Als nächstes möchte ich unbedingt nach ... reisen. Neuseeland In meiner Freizeit mache ich am liebsten... Filme schauen, Sport, PC Games, durch die Berge der Schweiz fahren. Mein Lieblingstier Hund Nie essen würde ich... Innereien Mein Plan B im Leben wäre... Stuntman


Mobil in Deutschland Magazin April/Mai 2010  

Mobil in Deutschland Magazin April/Mai 2010

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you