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AUSGABE SEPTEMBER 2009

CHOMA | ZAMBIA

mmabana community outreach Begrüßung project

„Er führt mich zu frischen Quellen. Er gibt mir neue Kraft.”

Agenda Feedback KIDS CLUB MMABANA YOUTH – “UNSER FORUM”

Herausforderungen & Möglichkeiten ZURÜCK ZUR SCHULE

Persönliche News MEINE ERFAHRUNGEN MIT DEM MCOP IN CHOMA

Danksagung NEUES ZUHAUSE FÜR DAS MCOP

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(Psalm 23:2.5-3.5)

There’s a time of still waters that comes to us all, a time when we hear the Lord’s soft, gentle call. He asks us to trust to be still and rest, as he works to accomplish his will for our best.

Feedback KIDS CLUB Der Kids Club hat wieder begonnen. Dieses Mal mit dem Thema: “Begegnungen mit Jesus”. Wir werden mit den Kindern bekannte Bibelstellen sowie persönliche Erfahrungen besprechen. Geschichten wie die von Paul, den Jüngern und die Begegnungen der Ausgeschlossenen mit Jesus. Zeugnis Judy Banda, eins der Kids Club Kinder: „Ich mag den Kids Club, denn hier lerne ich so viele Dinge wie zum Beispiel Geschichten von Jesus und seiner großen Liebe. Als ich noch nicht zum Kids Club kam, fühlte ich mich oft einsam. Ich war allein zu Hause und dachte über die große Leere nach, die der Tod meiner Eltern hinterlassen hatte. Jetzt hingegen kann ich mit anderen Kindern spielen und freue mich dass die Freiwilligen uns so sehr lieben. Jetzt kann ich Schau laufen und jeden Tag ich dass Gott mich sehr liebt. Der Kids Club fehlt mir während den Schulferien, deshalb bin ich froh, dass der Kids Club neu begonnen hat. Danke Mmabana!“


Registration number (ors/102/52/686) under the societies rules of Zambia Section 7[2] of Societies Act cap 119

Feedback “UNSER FORUM”- DIE STARKE STIMME DES JUNGEN HERZENS Am 25. September wurde die Mmabana Jugend eingeladen an der Veranstaltung „ Unser Forum“ der Jugendentwicklungsorganisation (YDO- Youth Development Organisation) von Choma teilzunehmen. Diskutiert wurde das Thema Bildung. Diese Veranstaltung war die erste ihrer Art und gab den Jugendlichen die Möglichkeit Entscheidungen, die ihren Schulalltag beeinflussen, zu hinterfragen. Die Veranstaltung war sinnvoll, jedoch war die Mmabana Jugend aufgrund fehlender anderer Jugendorganisationen in Choma, die einzige teilnehmende Jugendgruppe. Trotzdem hatte die Mmabana Jugend eine starke Stimme. So konnten manche von ihnen sogar aus der UN-Konvention zitieren. Themen die die Jugendlichen ansprachen waren: Freie Bildung Warum stellt die Regierung keine kostenlose weiterführende Schulbildung zur Verfügung wenn die hohe Schulaustrittsrate nur aufgrund der Arbeitslosigkeit existiert? Trotzdem bezahlen sie keine Schulgebühren! Selbst die kostenlose Grundschulbildung ist nicht ausgereift genug: kann ein Kind für Schulhefte, Bücher und Schuluniform sowie den Beitrag für den Elternbeirat nicht bezahlen muss es zu Hause bleiben.

Armut Staatliche Schulen brauchen Schulgebühren aufgrund der hohen Waisenkinderanteile. Hunger in der Schule schwächt die Konzentration was zu schlechten Noten und hohen Austrittsraten führt. Mehr Kinder die auf der Straße leben, sowie frühe Schwangerschaften sind die Folge daraus. Ergreift die Regierung „effiziente Mittel um Kinder zum regelmäßigen Besuch der Schule zu bewegen, umso die Austrittsraten zu verringern“? (zitiert aus Artikel 28.1(e) der UN-Kinderrechtskonvention)

Körperliche Strafen Was unternimmt die Regierung um körperlicher Bestrafung als Disziplinarmaßnahme in der Schule ein Ende zu setzten? Lasst uns nicht vergessen, dass diese Form von Missbrauch sich auf alle Schichten dieser Gesellschaft überträgt!

Schultransport Die Busse sind überladen und die Wege sind gefährlich!

Herausforderungen & Möglichkeiten ZURÜCK IN DIE SCHULE - HUNGER IN SAMBIA AUS DER VOGELPERSPEKTIVE Vor zwei Wochen begann in Sambia, nach langen Winterferien, wieder die Schule. In Sambia bedeutet dies nicht zwangsläufig eine Zeit der Entspannungdieser Luxus ist nur den Kindern aus wohlhabenden Familien gegönnt. Viele der Kinder arbeiten in den Ferien als Straßenverkäufer. Diejenigen, die nicht das Glück haben, über die Ferien Arbeit zu finden, haben zu Beginn des neuen Jahres große Probleme die anfallenden Schulkosten zu bezahlen. Das MCOP sah dem Schulanfang positiv entgegen, da die Jugendlichen sich auf die Fortsetzung der Schulpatenschaften freuten. Wir glauben fest daran, dass die teilnehmenden Kinder sich ebenso darüber freuten zurück in der Schule zu sein. Die Patenschaften wurden ins Leben gerufen, um den Kindern Hausaufgabenhilfe zu geben um dadurch ihre schulischen Leistungen zu verbessern. Die meisten Kinder sind Waisen und leben bei ihren ungebildeten Großeltern. Durch einen großen Verwaltungsaufwand – z.B. Anwesenheitslisten – versuchen die Paten, die Kinder möglichst individuell zu betreuen. Gleichzeitig hoffen wir bei den Kindern ein Bewusstsein für soziale Probleme zu schaffen und die Liebe Gottes mit ihnen zu teilen. Dennoch trifft das Programm langsam auf schwere Herausforderungen: Einige Kinder können nicht regelmäßig zur Schule gehen, sind aber trotzdem Teil des Patenschaftsprogrammes. Die Konzentration im Unterricht leidet unter dem ständigen Hunger der Kinder. Wir würden die Kinder gerne verpflegen um ihre Leistungen zu steigern, können dies aber aufgrund finanzieller Probleme des MCOP nicht verwirklichen. Hunger ist ein großes Problem in Sambia. Verpflegungsprogramme können der extrem hohen Nachfragen nicht nachkommen. Außerdem werden die Regelungen zur Produktivität und Verarbeitung von Nahrungsmitteln nicht verbessert.

2 Registration number (ors/102/52/686) under the societies rules of Zambia Section 7[2] of Societies Act cap 119


Registration number, number (ors/102/52/686) (ors/102/52/686)under underthe thesocieties societiesrules rulesof ofZambia ZambiaSection Section7[2] 7[2]of ofSocieties SocietiesAct Actcap cap119 119

Die sozialen Folgen des Hungers werden sogar in den staatlichen Schulen beobachtet. Die meisten Schulen arbeiten mit Schichtsystem: Die Morgengruppe geht vor dem Mittagessen nach Hause, die Nachmittagsgruppe beginnt den Unterricht nach der Mittagspause. Die Regierung argumentiert, dass dies notwendig wäre, da die Schulen nicht alle Schüler gleichzeitig fassen könnten. Doch sowohl Schulmitarbeiter als auch Vertreter gemeinnütziger Bürgerinitiativen räumen ein, dass der Mangel an Essen mit Grund dafür sei, dass die Schüler nicht über Mittag in der Schule bleiben. Die meisten Schüler gehen in den Unterricht ohne gefrühstückt zu haben. „Vesperdosen“ sind nicht mehr als ein Wort, weil die Wenigsten während den Pausen etwas zu essen haben. Beweise dafür sind leicht zu finden: Wenn man Kinder in die Schule laufen sieht, fällt auf, dass ihre Taschen gerade einmal ein paar Bücher fassen. Wie sollen Kinder, ohne eine Schulmensa, Essen bekommen um sich besser konzentrieren zu können? Und wenn es der Hunger ist, der die Bildung unserer Kinder behindert, zu welchem Schluss führt uns das? Hunger ist ein ernsthaftes Problem, mit dem es umzugehen gilt.

Persönliche News MEINE ERFAHRUNGEN MIT DEM MCOP IN CHOMA Ich bin Arnaud Munezero und komme aus Burundi. Zurzeit beschäftige ich mich mit theologischen Studien in Südafrika und versuche in weite Teile Afrikas zu kommen. In Swasiland habe ich, durch einen Freund von mir, zum ersten Mal von Mmabana aus Choma, Sambia gehört. Während dieser Zeit, fragte ich Gott, ob es sein Wille wäre, dass ich für ein paar Wochen nach Choma fahren würde. Er antwortete mir und öffnete seine Türen für Nosiku und Patrick. Am 23. September fuhr ich 30 Stunden von Johannesburg nach Choma wo ich von Nosiku, Patrick und Ernest, einem Jugendleiter, in Empfang genommen wurde. Früh am nächsten Morgen, nachdem wir gefrühstückt und Gott für die gute Reise

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gedankt hatten, führte mich Nosiku in das Tagesprogramm ein. Wir sollten die Menschen der Chandamali Gemeinde besuchen, die circa 4km nördlich von Choma liegt. In Chandamali trafen wir die Vertreter der „Airport Community School“ die uns von ihren Problemen berichteten. Die staatlichen Schulen Sambias werden vom ärmsten Teil der Bevölkerung geführt. Wenn ein blindes Schaf eine blinde Herde leitet, ist das System wohl zum Scheitern verurteilt. Es hat mir das Herz gebrochen, 70 Kinder in ein winziges Klassenzimmer gequetscht zu sehen. Während der Mittagspause bleiben einige wenige Kinder mit Essen im Klassenraum. Die anderen müssen hungrig den Raum verlassen. Das Essen ist nicht mehr als eine „Lösung“, die die Kinder mit Zucker und Wasser zubereiten. Wir haben uns außerdem noch mit den Vorstehenden der Gemeinde Chandamali getroffen. Obwohl das Dorf nur 4km von Choma entfernt ist, ist es sehr ländlich. Es gibt keinen Wasserhahn und keine Elektrizität. Der Vorsitzende der Gemeinde rief uns die hohe Anzahl der Waisenkinder ins Gedächtnis. Nosiku und Patrick hörten all den Gesuchen aufmerksam zu und ermutigten die Gemeinde mit ihrer eigenen Kraft positive Veränderungen herbeiführen zu können. In meiner Zeit in Choma wurde mir einmal mehr klar, dass Gott Menschen wie Nosiku und Patrick aussendet um andere die Hilfe brauchen aus ganzem Herzen und mit all ihrer Kraft zu unterstützen. „Ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. Ich bin nacktgewesen, und ihr habt mich gekleidet.“ Matthäus 25, 35-36

Danksagung NEUES ZUHAUSE FÜR DAS MCOP Dank sei Gott und all denen die uns bei der Anmietung eines größeren Hauses unterstützt haben. Wir könne es nun zur Unterbringung der Freiwilligen sowie zur Ausrichtung von Workshops sowie des Computer Kurses nutzen. Bisher befand sich das Büro des MCOP in einem kleinen Haus im Shaampande Areal. Sei Gottes Segen mit Ihnen. Vielen Dank fürs Lesen und eure Unterstützung! Mit liebevollen Gruß, Jean-Christophe Dalka & Editors

Sollten Sie Fragen bezüglich des Projekts haben oder Ideen, wie man diesen Brief verbessern könnte, so fühlen Sie sich bitte frei und melden Sie sich unter: mmabana@gmail.com

einfach Anfrage an mmabana@gmail.com schicken

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MCOP_NL_200909 (de)  

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