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zwei Konsonanten: MK - und der mann dahinter Michéle Keller 41 Jahre alt, Friseur mit eigenem Salon, MK Haarschnitt in Worms, ist für viele die erste Adresse, wenn’s um ein neues Styling geht. Dass er sich in den letzten Jahren in die nationale und internationale FrisurenSzene vorgearbeitet hat, wissen noch nicht alle – wir hören mal genauer nach!

Was war Ihre Motivation Friseur zu werden und wann haben Sie Ihren Salon eröffnet? Ich wollte schon von klein auf Frauen verschönern. Den ersten Salon habe ich 1991 mit zwei Freunden eröffnet, meinen eigenen Salon MK-Haarschnitt 1996. Was ist Ihre Definition für Qualität im Friseurhandwerk und wie setzen Sie die Ansprüche an Ihr Handwerk um? Qualität bedeutet vor allem, Liebe zum Beruf und ein sehr genaues technisches Arbeiten! Das Thema Farbe z.B. ist ein sehr komplexes und schwer zu verstehendes Gebiet. Dafür haben wir im Salon eine ausgebildete Color Artistin, Olga Klein. 00

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Die wenigsten Friseure sind in der Lage, komplexe Farbspiele zu erarbeiten. Dafür benötigt man einfach eine spezielle Ausbildung, um diese Qualität zu bringen. Aus Ihrem Umfeld ist immer wieder zu hören, dass Sie Erfolge auf nationaler und internationaler Ebene haben, was können wir uns darunter vorstellen? Ich habe es mit meinem Team als einziger Friseur in Worms und Umgebung geschafft, eigene Kollektionen in Haarschnitt und Farbe zu erstellen, welche weltweit regelmäßig in 16 Ländern publiziert werden. Aufgrund unserer Kollektionen und Bühnenshows haben wir zahlreiche nationale und internationale Auszeichnun00


gen erhalten. Dadurch waren wir in der Lage, eine enorme Bekanntheit unter den Trendsettern der Friseurbranche aufzubauen. Deshalb finden Sie MKHaarschnitt meistens neben großen Namen wie z.B. Tony & Guy, Rezzos, Vidal Sasson usw. Das Resultat daraus ist, dass MK-Haarschnitt seit Januar 2009 zum „Top Akteur Team“ der Firma Wella berufen wurde.

ze meines Berufs. Zum Glück kann ich mich dabei auf mein Team 100 % ig verlassen, denn sie unterstützen mich, wo sie nur können.

Auf was sind Sie im Moment besonders stolz?

Ich möchte international gesehen bis 2013 mit meiner Marke MK-Haarschnitt als eines der 10 kreativsten Friseurunternehmen wahr genommen werden. Und für Worms gilt: Dieses Jahr noch den schönsten Friseursalon zu realisieren, sowie MK Haarschnitt zum beliebtesten Arbeitgeber der Region zu machen.

Im September ist mein Team bei der Endauswahl für das Finale des Trend Vision Award in Köln. Um soweit zu kommen, haben sich Susanne Pauly und Florian Ferino gegen 400 Bewerber aus Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgesetzt. Ich selbst habe die Ehre, bei dem weltweit renommiertesten Friseurwettbewerb der Branche nominiert zu sein: Dem AIPP (Association International Press Professional Coiffure) in Paris. Unsere neue Videokollektion dazu wurde unter die Top 7 weltweit gewählt.

Verraten Sie uns, welche Zielmarke Sie als nächstes anvisieren?

Wo sehen Sie den wesentlichen Unterschied zwischen Ihrem und anderen Salons? Würden Sie sich als Starfriseur bezeichnen? Ich selbst fühle mich nicht als Starfriseur – auch wenn ich häufig so wahrgenommen werde. Meine Meinung und meine

Solche Erfolge erreicht man sicher nicht einfach so, können Sie uns beschreiben, was Sie neben Ihrem Salongeschäft alles dafür tun? Ich halte regelmäßige Meetings mit meinem Team zur Entwicklung neuer Trends, die wir dann in Fotokollektionen, Bühnenshows und Haarschneideseminaren an andere Friseure weiter geben, d.h. neben dem Salonalltag, auch am Wochenende für den Beruf da zu sein. Ich sitze zur Zeit an zwei von vier Wochenenden im Monat im Flieger, um Seminare, Fotoshootings und Bühnenshows abzuhalten. Das ist auch die Wür00

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Ideen schätzen viele Leute in der Branche. Bei meinen Bühnenshows habe ich viele Bewunderer und ich bekomme oft Feedback von begeisterten Friseuren. Am Ende ist genau das mein Ziel: Andere zu begeistern und glücklich zu machen. Bekanntheit ist nichts, was man sich kaufen kann – man muss begeistert von seinem Beruf sein, das ist das, was Sie ausstrahlen und von anderen wahrgenommen wird.

Auf was legen Sie im Salon am meisten wert, was schätzen Ihre Kunden an Ihnen besonders?

immer mein Traum. Menschen zu treffen, die ich früher nur aus Zeitschriften kannte, zu denen ich aufsehe, weil sie charismatische Persönlichkeiten sind und visionär handeln - einfach ihren eigenen Weg gehen.

Wir nehmen uns für jeden Kunden die Zeit, die wir benötigen, um ein optimales Ergebnis zu erarbeiten. Das zeigt sich in sehr zufriedenen Kunden und perfekten, einfach zu pflegenden Haarschnitten sowie gesundem Haar.

Welcher Friseur hat Sie inspiriert?

Wie definieren Sie Ihre Zielgruppe?

Meine Augen.

Kunden, die Wert auf sehr gute Qualität in Haarschnitt und Farbe legen. Verständnis haben, dass ein guter Haarschnitt nicht in einer halben Stunde zu erarbeiten ist.

Ihre Augen?

Welche Einflüsse finden sich in den von Ihnen umgesetzten Ideen wieder? Die Natur, Architektur, einfach schöne Dinge. Welche Tipps würden Sie anderen Friseuren geben, um der Wirtschafts­krise stand zu halten? Qualität, Ehrlichkeit und Know-How übersteht jede Wirtschaftskrise. Was begeistert Sie an Ihrer Tätigkeit am meisten? Dass man mit Haaren alles kreieren kann und wie man nur mit Haarschnitt und Farbe einen Typ verändern kann. Was motiviert Sie zur Zeit besonders? Ja, mein momentanes Leben in der Friseurszene, es dort hin zu schaffen, war

Vidal Sassoon und dessen Lebenswerk – er hat den Bob erfunden. Was ist Ihr wichtigstes Werkzeug?

Ja, Sie zeigen mir den Weg, den ich gehen muss, um das optimale Ziel zu erreichen. Zu wem sehen Sie noch auf? Zu allen Kollegen weltweit, die ihren Erfolg einer eigenen Leistung und nicht irgendwelchen Werbemaßnahmen oder Vereinen zu verdanken haben. Die Splush-Spezial-Frage: Seit vielen Jahren bemühen sich diverse Teams darum, Worms als Einkaufstadt attraktiver zu machen. Wenn Sie das Sagen hätten, was würden Sie veranlassen, um Worms nach vorne zu bringen?

Um einkaufen zu gehen, benötigt man Kaufkraft. Ich würde versuchen, einen größeren Mix der Industrie anzusiedeln. Den Weg zum Objekt der Kaufbegierde attraktiver zu gestallten. Der Rest kommt von ganz alleine. 00

MK Haarschnitt - Interview Splush Magazine  

Michèle Keller - MK - zwei Konsonaten und der Mann dahinter

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