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# 2/2012

Tresengötter

Bargedöns

Hechtsuppe

Fallen die Götter oder wanken sie nur? Sind die Großen auf dem Barolymp zu Unrecht angeklagt? Schumann und Brandl im Ringen mit der Ambrosia.

Dezent ist dann doch anders. Der virale Klickhit »Shit Bartenders Say« nimmt einen ganzen Berufsstand auf die Schippe. Pardon, auf den Barlöffel.

Von MBG-Hechten und anderen großen Fischen im Teich. Ein Interviewtermin mit Herrn Herb, bei dem es um mehr als Anglerlatein geht.

Neue Bars — Reingold Bar

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facebook.com/mixology

Werte Leser, auch in dieser Ausgabe schließen wir wieder eine Lücke bis zur nächsten Printausgabe von MIXOLOGY, die am 5. April erscheinen wird. Was sich Funkelndes am Barfirmament zugetragen hat, finden Sie auf den folgenden Seiten in kurzweiligen Gedankensplittern. Darüber hinaus haben unsere Autoren aktuelle Themen in kompakter Form aufbereitet. Charles Schumann, die deutsche Barlegende, hat sich nach Meinung unseres Autors Steffen Hubert einige Lässlichkeiten in der neuen Edition seines Klassikers American Bar erlaubt, auf die wir kürzlich auf MIXOLOGY ONLINE mit gebührendem Respekt hingewiesen haben. Ein weiterer Doyen der Bar-Branche ist Franz Brandl, der nun als Plagiator im Verdacht steht. Wir haben genauer hingesehen. Gibt es eine Götter-

twitter.com/mixology_DE dämmerung oder nur das eitle Geschwätz junger Neider? Spannend zu lesen ist auch das Interview mit Andreas W. Herb von MBG über geile Hechte, Marketinggeschwätz und sogenannte Fachmagazine, die dieses beinahe ungefiltert abdrucken. Teuflisch gut, voller himmlischer Zoten und Branchenspott. Göttlich entwickelt hat sich auch ein als Spaßvideo konzipierter Videoclip auf Youtube, der auf amüsante Weise über neue Bartrends informieren will. Wir erzählen die Geschichte und sprachen mit dem Macher über die Hintergründe. Nun wünschen wir Ihnen eine unterhaltsame Lektüre und freuen uns wie immer auf Kritik, Anregungen, Meinungen. Ihr Markus Orschiedt

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11  Stil

3  Bars & Menschen

13  Die Schwarze Seite

Denkmalsturz oder Neidkampagne

Social Media Ranking

6  Neues & Notizen

14  Veranstaltungen & Wettbewerbe

Von Bar-Samurai und Vodka-Auferstehung

8  mixtur Cocktaillovers, Jobs, News

9  Neue Bars Nachsitzen mit Champagner und Showküche

10  Veranstaltungen & Wettbewerbe Aufgalopp der Big Player

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Neue Bars — Reingold Bar

Video killed the Bartenderstar

Eine Bar im Pool der starken Ideen

15  Neues & Notizen Neuigkeiten von MIXOLOGY und dem BCB

16  On The Road Zürich lernt Mixen

17  Markenportrait Raubfische unter sich


Bars & Menschen

Franz Brandl vs. Mangomix. Muss das sein? Text Steffen Hubert

Bereits vor Kurzem hat sich unser Autor kritisch mit einem der Heroen der Barkultur, Charles Schumann, auseinandergesetzt. Geht die Götterdämmerung weiter? Der bekannte Autor für Spirituosen- und Cocktailbücher Franz Brandl ficht seit mehreren Jahren eine Fehde mit einem Connaisseur aus. Dabei fühlen sich beide unter der Gürtellinie angegangen. In der neusten Auflage des Dauerbrenners geht es um ein Plagiat, Beleidigungen und negative Aspekte der Moderne.

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ls sich die deutsche Bartender-Legende Franz Brandl und ein Connaisseur mit dem Internet-Alias Mangomix das letzte Mal in die Haare gerieten, versuchte MIXOLOGY Herausgeber Helmut Adam die Gemüter zu beruhigen. Er hoffte, »dass beide Seiten aus der Sache lernen«, sobald die »Emotionen wieder abgekühlt sind«. (Hier den Verweis auf altes Forum: — bit.ly/x19dU7) Drei Jahre und einen erneuten »Eklat« später muss man

leider konstatieren: Die Emotionen scheinen derart zu glühen, dass sie alsbald nicht abkühlen werden. Was geschah: Der online im Cocktail & Dreams (C&D) Forum und Wikipedia aktive Mangomix fand im neuen Brandl Buch »Liköre« ein Plagiat aus einem seiner eigenen Wikipedia-Texte und wies die C&D Gemeinde darauf hin. Fix wurde die Geschichte durchs Internet-Dorf getrieben. Noch vor Weihnachten 2011 war

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die Thematik erstmalig in einer nicht von Mangomix stammenden Rezension auf Amazon der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Brandl reagierte barsch und widersetzte sich den Plagiatsvorwürfen. Eine Rezension auf Amazon von Mangomix folgte, worauf Brandl, wie schon 2009, die verbale Keule auf diesen niedergehen lies: »Gehirntoter mit Computer«, »Arbeitsloser«, »Wichtigmacher«, »ahnungslose Pfeife«, »Dünnbrettbohrer«, »Vollpfosten«, »Filzlaus« ... Sämtliche Kommentare wurden von Amazon mit gutem Recht gelöscht. Ebenfalls wurde gelöscht, dass Brandl den bürgerlichen Namen von Mangomix an die Öffentlichkeit trug. Auch wenn Usenet vor langer Zeit den Realnamen bevorzugte, ist die Anonymität im Netz seit Jahren akzeptiert. So schützte Amazon, durch die Löschung des Pranger-Kommentars, die, von Mangomix bevorzugte, Anonymität tabulos.

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Bars & Menschen — Franz Brandl vs. Mangomix

Das Geständnis Im Gespräch mit e·MIXOLOGY gesteht Brandl ein versehentliches Plagiat ein, versteht aber nicht die Aufregung: »Seit Jahrzehnten schreiben Horden von mir ab, was mich immer kalt lies. Jetzt findet Mangomix drei Zeilen und plustert sich auf«. Brandl verteidigt sein Werk. Er habe »sich die Zeilen notiert«, aber dann »wohl den Überblick an der Stelle verloren und daher leider später den Text gleich übernommen«. Eine Tatsache, die Brandl im Gespräch mit e·MIXOLOGY auch bereut. Unschön, aber zu verzeihen. Ein Dorn im Auge ist Brandl die Anonymität des Kritikers: »Es darf jeder gerne kritisieren, aber solchen Heckenschützen wie Mangomix kann ich nichts abgewinnen. Ich weiß nicht, wer er ist, was er macht und was


Brandl mokiert sich weiter: Diese »ewige Debatte« über den kleinsten Tropfen: »Alles Wichtigtuerei von Leuten, die keinen Sour und erst recht keine zehn internationalen Top-Drinks ordentlich hinbekommen.« er bisher leistete. Und würden Sie als Bäcker mit einem Metzger über Brötchen diskutieren?« Darüber hinaus verweist Brandl auf persönliche Treffen mit Mangomix, in denen Mangomix ihm offenbar »auf unschöne Weise« entgegentrat. Die andere Seite erzählt e·MIXOLOGY auch von persönlichen Treffen. In diesen Darstellungen ist jedoch Brandl der böse Bube. Umgehend verweisen beide auf Zeugen, die den jeweiligen Situationen beiwohnten und die eigene Sicht der Dinge unterstreichen würden. Subjektive sowie stark emotionale Erfahrungen, die im Detail der Öffentlichkeit nicht weiter helfen.

Wichtigtuer in der Zwickmühle Brandl mokiert sich weiter: Diese »ewige Debatte« über den kleinsten Tropfen: »Alles Wichtigtuerei von Leuten, die keinen Sour und erst recht keine zehn internationalen Top-Drinks ordentlich hinbekommen.« Es erinnert ihn stark an vergangene Diskussionen zwischen Köchen, bei denen der Gast stets auf der Strecke blieb. Daneben kommen ihm wirtschaftliche Aspekte zu kurz, denn auch »in der Küche hat sich nach den endlosen Debatten gezeigt, dass man mit Schnitzel Geld macht«. Die »Basis muss in Büchern stimmen und man soll Anhaltspunkte finden«. Wer nach Brandls Meinung sucht, wie Mangomix, findet natürlich immer Fehler. Alles nachvollziehbar, schlüssig und selbst-

verständlich legitim. Aber rechtfertigt Brandls Weltbild Beleidigungen oder gar nahezu strafrechtlich relevante Verleumdungen als Antwort auf Rezensionen? Nein! Da sich aber auch Brandl nicht vernünftig behandelt dünkt, sieht es nach einer Zwickmühle aus. Eine nun jahrelang weiter verknotete, aus der es vermutlich keinen Ausweg mehr gibt. Aber allgemeine Einigkeit ist sowieso fade. Und: Unterschiedliche Meinungen sprechen für eine diversifizierte Kultur. Hobby-Cocktailians und alte Haudegen gehören dazu. Daran sollten sich alle langsam gewöhnen. Um dann sich selbst, sowie den Gegenüber, des Öfteren versuchen, besser in eine der kulturellen Sparten einzuordnen. Beim Kritisieren sowie beim Verteidigen. Das könnte böses Blut ersparen. Die Wahrscheinlichkeit steigt auf friedliches Nebeneinanderleben, wenn die erste Regel des alten Usenet von 1979 beherzigt wird. Diese gilt nämlich noch heute: »Vergiss niemals, dass auf der anderen Seite ein Mensch sitzt!« _

Link zur Diskussion auf Amazon: — amzn.to/w9AJgk Ein Verweis auf den Onlineartikel zu Schumanns Barbuch: — bit.ly/wgTdW5

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neues & Notizen

++ Fernost trifft auf boston shaker Im Land der aufgehenden Sonne haben Sake, Shochu und Samurais eine tief verwurzelte Tradition. Transferiert man diesen Ritus nun auf das Können von sieben erstklassigen Bartendern, erhält man die Verschmelzung von fernöstlicher Handwerkskunst und europäischer Barkultur. Diesem Projekt hat sich der Importeur japanischer Köstlichkeiten, die UENO GOURMET GmbH, angenommen. Die sieben shakenden Samurais, Arnd-Henning Heißen, Thomas Huhn, Klaus St. Rainer, Thomas Röllig, Ewald Stromer, Hidetsugu Ueno und Enrico

Wilhelm, entwickeln jeweils sieben Signature Drinks mit Sake und Shochu, welche in den Bars der sieben Bartender im monatlichen Wechsel die Gaumen der Durstigen benetzen. Dabei stehen die japanischen Aromen im Mittelpunkt. Die sieben Bartender versuchen sich an der Gratwanderung zwischen kreativen weltoffenen Drinks und dem Wahren des kulinarischen Erbes Japans. Das Bewusstsein für Cocktails mit Sake und Shochu kann ab dem 29. Februar bei Liebhabern inspirierter Drinks in der Goldenen Bar München geweckt werden. — japan-gourmet.com

++ Green Mark Vodka Alte Tradition in neuen Flaschen In den zwanziger Jahren wurde das Gremium Glavspirttrest als staatliche Kontrollbehörde für russischen Vodka ins Leben gerufen. Jeder in der Sowjetunion produzierte Vodka musste festgeschriebene Qualitätsanforderungen. Als Auszeichnung dafür erhielten die Flaschen das begehrte Green Mark-Siegel. Mit der Auflösung des Gremiums im Jahr 1950 gingen

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viele dieser Rezepte verloren. Im Jahr 2001 entdeckte die Russian Alcohol Group die GlavspirttrestRezepturen wieder und begann mit der Produktion eines russischen Premiumvodkas. Die Green Mark Vodkatradition vertreibt Borco ab sofort in Deutschland und Österreich. Na sdorowje! — borco.com


NEU: FLU¨GEL FU¨R JEDEN GESCHMACK. DIE EDITIONS VON RED BULL.

Was gibt es Schöneres als Gäste mit Geschmack? Ganz einfach, ihnen das passende Angebot machen zu können. Und zwar mit den neuen Editions vom Marktführer Red Bull: The Red Edition schmeckt nach herb-süßer Cranberry, The Silver Edition nach spritzig-frischer Limette, The Blue Edition nach

kräftig-fruchtiger Heidelbeere. Alle drei vereint natürlich die Geist und Körper belebende Wirkung von Red Bull. Die Wirkung für Sie: Die neuen Red Bull Editions versprechen zusätzliches Wachstum durch Neukunden sowie durch Mehrkonsum bestehender Käufer.

Darüber hinaus wird der Kategorie Energy Drinks im deutschen Markt in den kommenden fünf Jahren eine Verdopplung des Absatzes prognostiziert.* Falls Ihre Gäste also die Geschmacks frage stellen, haben Sie die passende Antwort: Red Bull verleiht Flüüügel.

* Quelle: Canadean, Global Beverage Forecasts 2011 (2010 - 2015)


++ Jobs im MIXOLOGY ONLINE-Forum Es war ein vielfach geäußerter Wunsch. Nach dem Relaunch von MIXOLOGY ONLINE im letzten Jahr haben viele Leser das Forum vermisst. Wir haben diesem Wunsch Rechnung getragen und die Plattform in der Hauptmenüseite gut sichtbar als eigenständige Rubrik im Januar neu implementiert. Im wiederbelebten Forum können nun Interessierte sich über alle relevante Themen der Branche austauschen oder Jobgesuche einstellen. Selbstverständlich gilt dies auch für Jobsuchende. MIXOLOGY ONLINE bittet darum, die Forumsrichtlinien zu beachten. — bit.ly/y8B9ID

++ Cocktail Lovers Die Cocktail-Liebhaber Mr. G und Ms. S, sind kürzlich mit ihrem e-Magazin herausgekommen. Auf 54 Seiten werden auch in der zweiten Ausgabe Bar- und Life-Style-Themen sowie ein Spezialteil über die Berliner Barkultur behandelt. Das Magazin ist wertig und lebt von der Hingabe der beiden Macher an gute Drinks, das Nachtleben und seine Protagonisten. Mixtur aus Magazin und Buying Guide. — bit.ly/wcYdXG

newsticker +++++++++++++++++++++++++++++++ Mit Deichkind auf die Bühne. Die »Jägermeister Schubrakete« bietet die Chance, beim SonneMondSterne Festival zusammen mit Deichkind Krawall und Remmidemmi zu machen. — on.fb.me/yqjWBC +++++++++++++++++++++++++++++++ Borchardts neues Restaurant. Roland Mary eröffnet in der Friedrichstraße in Berlin Mitte das »Fritz 101«. Seit dem 10. Februar gibt es dort deutsche Küche auf höchstem Niveau in rustikalem Ambiente. — on.fb.me/xEc3Ig +++++++++++++++++++++++++++++++

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+++++++++++++++++++++++++++++++ Neues Red Bull. Mit der Special Edition bringt Red Bull Beflügelndes in den Geschmacksrichtungen Cranberry, Limette und Heidelbeere auf den Markt. Ab März auch in Deutschland erhältlich. — bit.ly/AwXaZR +++++++++++++++++++++++++++++++ Gesellschafterwechsel bei Thomas Henry. Jan Berentzen tritt seine Unternehmensbeteiligung (18%) ab. Finanzinvestor Ralf Huep übernimmt die Anteile als Privatengagement. Insgesamt hält Huep 33 % an Thomas Henry. — www.inside-getraenke.de +++++++++++++++++++++++++++++++


Champagner mit Butterstulle Text Christian Kopp

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mal auf dem Trockenen lag, wird sich in den Räumlichkeiten einfinden. In den oberen Stockwerken befinden sich Kunstgalerien. Neben Hausherr Michael Fuchs stellen hier auch Camera Work Contemporary und Eigen & Art Lab aus. Während sich zur Eröffnung das Publikum, zudem auch Topmodel Naomi Campbell gehörte, überwiegend mit in Butterbrotpapier verpackten Stullen und Champagner eindeckte und sich an der Bar drängte, fand man in den Galerien Zeit, um sich mit einem Glas prickelnden Traubenwassers ruhig zu unterEinschulung von Genießern halten, durchzuatmen und sich die Bilder an_ Im Inneren des roten Klinkerbaus, finden zusehen. Kunst und Esskultur zueinander. Unter dem von Andy Warhol gemalten Blick des Alten — paulysaal.de Fritz wird in Zukunft die Schulspeisung aus- — bit.ly/yAW22g (kompletter Artikel online) gegeben. Im »The Kosher Classroom«, beherbergt im alten Biologieraum, speist man zu Füßen ausgestopfter Vögel und sitzt in den aufgepolsterten Sesseln aus Schulzeiten. Serviert wird, wie der Name sagt, nur als koscher zertifiziertes Essen. In der alten Turnhalle befindet sich der Pauly Saal, eine Dependance der Macher vom Grill Royal. Auch eine Bar, die von Mario Brach geleitet wird, zur Eröffnung vorwiegend den ständigen Champagnerausschank zu bewältigen hatte und zwischenzeitlich auch

enn sich der anspruchsvolle geladene Gast in einer langen Schlange einreiht und sich in winterlicher Berliner Luft die Füße in den Bauch steht, geht hinter der Eingangstür Großes vor. Groß im wahrsten Sinne. Gleich eine ganze Schule wurde in der Auguststraße in Berlins Mitte unter strengsten Denkmalschutzauflagen von Keller bis Dachboden saniert. Die ehemalige Jüdische Mädchenschule hat ein neues Gesicht bekommen, ohne den alten Geist zu verlieren.

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Diageo World Class Die Diageo World Class 2012 ist am Rollen. Seit dem Kick-off auf dem BCB 2011 gab es schon die ersten zwei Flights des derzeit wohl größten und aufwendigsten Cocktail-Wettbewerbs. Im November erreichten Sven Riebel (Frankfurt), Katrin Reitz (Bad Honnef), Alexandra Bisanz (Lech am Arlberg) und Dino Zippe (Stuttgart) die nächste Runde. Im zweiten Flight im Februar kamen David Deck (München), Reinhard Pohorec (Wien), Eyck Thormann (Hamburg) und Harry Glockler (Berlin) weiter.

Nun steht die dritte Runde unter dem Thema »Asian Inspired« an, für die zuletzt auch die Termine leicht geändert wurden. Marian Beke aus dem Londoner Nightjar wird die Jury in Dresden (6.3), Berlin (7.3), Graz (19.3) und Frankfurt (20.3) leiten. Da Beke ein Perfektionist der Bewegungskunst ist, kann e·MIXOLOGY zum dritten Flight nur raten, auch auf die Motorik der eigenen Finger etwas genauer zu achten. — facebook.com/WorldClassGSA

Academia del Ron 2012 Neues Jahr, neues System. Die vom kubanischen Spirituosenproduzenten Havana präsentierte Schulungsplattform Academia del Ron geht mit dem dazugehörigen Wettbewerb nun in die dritte Runde und wartet erneut mit einem anspruchsvollen Konzept auf. Als wesentliche Neuerung wird die Academia del Ron ab 2012 noch um die Academia del Ron - Edición Talento erweitert. Für die Edición Talento, die dreimal eintägig in Frankfurt, München und Berlin stattfinden wird, können sich junge Bartender bewerben, die nicht mehr als drei Jahre Berufserfahrungen haben und an noch keiner Academia del Ron bisher teilgenommen haben. Im Rahmen der Talentveranstaltungen kann man sich für die Hauptveranstaltung qualifizieren. Mit Ausnahme

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derjenigen, die sich für die Edición Talento beworben haben, können sich alle Bartender mit dreijähriger Berufserfahrung zur Academia del Ron bewerben. Zur Bewerbung muss ein selbstkreiertes Cocktailrezept eingereicht werden. Zusätzlich ist ein Online-MultipleChoice-Test zu absolvieren, bei dem, bei dem man gegen ein tickende Uhr Fragen über Rum beantwortet. Vor Ort werden sich bei allen Schulungen, wie üblich, Koryphäen der Branche aus aller Welt um die Schüler der zwei Akademien kümmern. Der Sieger der Academia del Ron wird nach Kuba fliegen und dort beim Havana Club Cocktail Grand Prix teilnehmen. — academiadelron.de — facebook.com/hc.academiadelron


shit bartenders say Text Helmut Adam

Ein Video mit Bar-Trends wird zum viralen Hit. Wir beschreiben den erstaunlichen Vorgang hier in einer gekürzten Fassung. Die Vollversion finden Sie auf MIXOLOGY ONLINE.

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m Januar 2012 wurde ein kleines Filmchen auf Youtube hochgeladen. Es sammelte innerhalb von zwei Wochen satte 200‘000 Klicks ein. Ein viraler Erfolg. Dabei handelte es sich nicht um ein mit großem Aufwand produzierten Werbefilm einer Marke, sondern um ein einfach geschnittenes Video über »Shit Bartenders Say«. e·MIXOLOGY sprach mit dem Urheber Bob Hemauer.

Das sogenannte »Shit…Say«-Mem1, kursiert seit einigen Monaten durch die sozialen Netze. In den Beiträgen werden bestimmte Zielgruppen mit den von ihnen angeblich viel benutzten Worthülsen hochgenommen. Auf das Mem aufmerksam wurde auch Bob Hemauer, der Manager des Tornado Clubs, einem etablierten Restaurant in Madison, Wisconsin. Seine Verlobte Mel Troudeau, die ebenfalls ein Restaurant betreibt, gab schließlich am Neujahrsmorgen die Initialzündung für die Anwendung auf den Bartender als Zielgruppe. Ge-

meinsam schrieben sie daraufhin beim Brunch das Drehbuch und verfilmten es eine Woche später mit ihrer Bekannten Emily Julka.

Der Mixologe als Phrasendrescher Ein bärtiger Bartender gibt in diesem Kurzfilm im Sekundentakt vor und hinter dem Tresen pausenlos Phrasen von sich. Er verdammt Sake und Aquavit, stammelt etwas von einem Cherry Bark Cayenne Bitters, teilt der Welt mit, wie verkatert er sei, shaket sich in eigentümlichen Bewegungen die Seele aus dem Leib und verlangt am Ende satte 18,50 US-Dollar für einen Drink.

Die Trends in den Vereinigten Staaten Das Video eignet sich übrigens auch trefflich dazu, die derzeit in den Vereinigten Staaten unter Bartender heiß gehandelten Themen und Produkte zu extrahieren:

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1) Klassische Cocktails aus der Zeit der Prohibition 2) Craft Cocktail Menu – Cocktail-Karte mit sog. Boutique-Produkten 3) Tales of the Cocktail – großes amerikanisches Cocktail-Konsumenten-Festival 4) Selbst hergestelltes Tonic Water 5) Selbst produzierter süßer Wermut 6) Mixologe – Bezeichnung für den Cocktail-Bartender 7) Artesenal overproof rye – handabgefüllter/ -produzierter hochprozentiger Roggen-Whiskey 8) Portland, San Francisco, Brooklyn – Städte und Stadtteile mit führenden amerikanischen Bars 9) Eigene Bitters und Tinkturen 10) Mezcal – derzeit hochgehandelte Spirituosen- kategorie 11) Gin – Kategorie ist gesättigt 12) Smoke – Aromatisieren von Cocktails mit Rauchnoten 13) Amaro – Wachsender Fokus auf Kräuterbitter in den USA 14) Barrel Aged Cocktails – Fassgereifte Cocktails 15) Herstellung von eigenem Eis

Aber wer ist nun der Hauptdarsteller in dem Video? »Der Bartender ist kein Bartender«, klärt Hemauer auf. »Jesse Neumann ist ein Baumpfleger aus Austin, Texas. Ich denke, das Stampfen und Shaken fiel noch besser aus, weil er es noch nie getan hatte.« »Es ist schön zu sehen, dass sich das kleine Video, das wir nur erstellten, um uns zu amüsieren, zu einem Phänomen entwickelt«, sagt Hemauer, der seit über zehn Jahren in der Gastronomie tätig ist. Bei aller neu gewonnenen Ernsthaftigkeit, über die sich der Berufstand des Bartenders freuen kann, ist die Botschaft des Filmchens »Shit Bartenders Say« klar und erfrischend: »Nehmen wir uns nicht zu ernst!«

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Stil — Shit Bartenders Say

»You should try my Cherry Bark Cayenne Bitters!«

to Das Videoclick auf Youtube:

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— youtu.be/EB2aVzmPxxM

Weitere Infos Die Interpretation des Mems für Kellner: — youtu.be/fGOSicBXd7Y Und eine Version für Gäste: — youtu.be/LRAXQKZ6RLc Die ausführliche Version des Artikels auf MIXOLOGY ONLINE. — bit.ly/xE99WD

1. Mem – Gedankeneinheit, die sich durch Kommunikation ihrer Träger vervielfältigt. (Quelle: Wikipedia)


die schwarze seite

Top 10 Facebook Spirituosen in Deutschland

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»Zeit für ein bisschen Kreativität: Wenn ihr nächstes Wochenende eine Party schmeißen würdet, dürfte nicht fehlen: Smirnoff und ___?« (132 Likes / 139 Kommentare)

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Smirnoff Deutschland — 253.961 Fans — facebook.com/SmirnoffDeutschland

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»Habt Ihr schon einmal einen besonderen Drink mit Jack Daniel’s gemixt und ihm einen speziellen Namen gegeben?« (1.573 Likes / 266 Kommentare)

Jägermeister Deutschland — 76.601 Fans — facebook.com/jaegermeisterDE

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Jack Daniels Deutschland — 237.363 Fans — facebook.com/JackDanielsDeutschland

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»Mitte der Woche... ich sage: Revolution! Verlegen wir das Wochenende diese Woche ein paar Tage nach vorne. Darauf ein Glas Captain & Cola!« (680 Likes / 50 Kommentare) Captain Morgan Deutschland — 228.962 Fans — facebook.com/CaptainMorganDeutschland

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Aperol Spritz Deutschland — 116.325 Fans — facebook.com/aperol.de

»...und einen FICKEN - Partyschnaps dazu...geile Idee« (90 Likes / 16 Kommentare) FICKEN — 40.754 Fans — facebook.com/ficken.fans

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»Bist du ein Original?« (291 Likes / 59 Kommentare)

»107.573 Fans! Freitag! Wochenende! Eisgekühlter Spritz! We Like! Ihr auch?« (400 Likes / 32 Kommentare)

»Freitag Abend! Wir so: Hier so. Und Ihr so?« (Mit Bild von Raspberry Fizz.) (387 Likes / 35 Kommentare) Bacardi Razz — 46.060 Fans — facebook.com/bacardi.razz

»Welcher Song hat euch in eurem Leben stark inspiriert oder gibt es konkrete Zeilen, die euch im Leben voran gebracht haben?« (32 Likes / 35 Kommentare) Johnny Walker Deutschland — 29.460 Fans — facebook.com/JohnnieWalkerDeutschland

Baileys Deutschland — 219.319 Fans — facebook.com/BaileysDeutschland

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»Das größte Kühlfach der Welt. :) Oder wie bringt Ihr Euren Jägermeister auf die richtige Temperatur? (Mit Bild von Jägermeister-Flasche im Schnee.)« (1.188 Likes / 91 Kommentare)

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»Was ist für dich Absolut Freitag?« (64 Likes / 6 Kommentare) Absolut Vodka Deutschland — 22.843 Fans — facebook.com/AbsolutDeutschland

Das Ranking wurde mit Hilfe des Aggregators socialbakers.com ermittelt und entspricht dem Stand vom 13.2.2012. Die Zahlen für Marken wie z.B. Bacardi und Martini, die ihre Facebook-Seiten neuerdings zentral über die Geo-Lokalisierung des Nutzers splitten, konnten nicht erhoben werden. Das Ranking erhebt daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Anfragen bezüglich der detaillierten Zahlen laufen. Sie vermissen eine Seite im Ranking? Schreiben Sie uns: office@mixology.eu

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Der Glenfiddich Pioneer Award Starke Ideen braucht das Land

Der Scotch mit Hirsch und die Zeitschrift für Expressionisten unter den Managern, Business Punk, luden ins Prince Charles am Berliner Moritzplatz. Verliehen wurde der Glenfiddich Pioneer Award für ein neues, junges Geschäftskonzept. Unter den vielen Einsendungen von Vorschlägen wurden zehn Finalisten nach Berlin geladen, um ihren Businessplan bei einem siebenminütigen Slam auf der Bühne zu präsentieren und ihre Anwärterposition auf 5.000 € Preisgeld vor der Jury zu festigen. Aus den verschiedensten Ideen, die von Popcorn mit Currywurstaroma bishin zur »Bar die es nicht gibt« reichten, gewann das Fitnessprojekt »City Boot Camp« von Michael Haase. Eine Idee, die Cardio- und Kraft-

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training für jedermann in der Natur bietet und nach einem erfolgreichen Start in Leipzig ab März auch in die Bundeshauptstadt kommt. Den zweiten Platz teilen sich punktgleich »Paletta«, die Idee eines Couchtisches aus Europaletten und »Musik liebt dich«, ein Konzept, das personalisierten Klavierunterricht via Internet bietet. Feucht-fröhlich war der Ausklang des Abends. Gastgeber Matthias Reeder aus dem Prince Charles und 3 weitere Topbartender aus Berlin verköstigten die Gäste mit selbst kreierten Glenfiddich-Signature-Drinks und sorgten dafür, dass es im alten Schwimmbad immer genug Flüssiges und Feuchtes gibt. — glenfiddich-pioneer-award.com


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neues & Notizen

NEUE MIXOLOGY ABO-PREISE

BAR CONVENT BERLIN BLEIBT TEIL DES ABO-PAKETS Ab dem 5. April 2012 erhöhen sich die Preise für das Abonnement des Print-Magazins. Die Anpassung der Preise entspricht der Verteuerung von Druck und Versand und ist die zweite Preiserhöhung im bald zehnjährigen Bestehen von MIXOLOGY, Magazin für Barkultur. Während in Deutschland der Preis von 35 auf 40 Euro erhöht wird, werden künftig für Abonnenten in Österreich und der Schweiz die gleichen Preise wie für andere AuslandsAbonnenten gelten. Dieses Abonnement kostet ab April 65 Euro (vormals 50 Euro). MI-

XOLOGY passt damit die Preise den erheblich höheren Versandkosten in diese Länder an. Was für alle Abonnenten, ob in Österreich, Schweiz oder Deutschland sesshaft, aber gleichbleibt, ist die Möglichkeit, gratis an der Berliner Bar- und Spirituosenmesse BAR CONVENT teilzunehmen. Sie sparen mit vorheriger Online-Registrierung 40 Euro Eintritt zu »Bartender’s Christmas«, wie die Messe in der Barszene mittlerweile genannt wird. — mixology.eu/abonnement

++ BAR CONVENT BERLIN 2012 ERSTMALS DIENSTAG & MITTWOCH

TICKETS FÜR BAR- UND SPIRITUOSENMESSE AB SOFORT IM VERKAUF Die Berliner Bar- und Spirituosenmesse BAR CONVENT BERLIN (BCB) geht in ihr sechstes Jahr. Tickets für die zweitägige Fachmesse kosten dieses Jahr 40 Euro an der Tageskasse und 30 Euro im Vorverkauf im Internet. Abonnenten von MIXOLOGY können sich auf der Internetseite des Convents unter Angabe ihrer Abonnenten-Nummer (Kunden-Nummer) ein kostenfreies Ticket sichern. Erstmals findet der BAR CONVENT BERLIN dieses Jahr an einem Dienstag und einem Mittwoch (9. Und 10. Oktober 2012) statt. Damit trägt das Organisations-Team dem

größeren Aufwand beim Aufbau der Messe Rechnung. Die Verleihung der begehrten MIXOLOGY BAR AWARDS von MIXOLOGY, die traditionell im Rahmen des BCB vergeben werden, findet dieses Jahr am Montag, den 8. Oktober 2012, also einen Tag vor der Messe in Berlin statt. Für die Award-Veranstaltung wird es erstmals ein eigenes Ticketing geben. Mehr Details dazu erfahren unsere Leser demnächst auf MIXOLOGY ONLINE. Jetzt Tickets für den BCB 2012 sichern unter: — barconvent.de/tickets

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neues & Notizen

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Barfachschule Zürich Kein Tropfen auf den heiSSen Stein

Das Lehrwerk ist Shaken, die Schulspeisung rein flüssiger Natur und im Muttiheft stehen ausschließlich Cocktailrezepte. In Zürich, jener Stadt der Schweiz, in der sonst vorwiegend die Limmat und das Geld fließen, fließen in der neuen Barfachschule Zürich künftig auch Spirituosen und Säfte. Dabei bieten die Unterweisungen Wissenswertes für den ambitionierten Freizeitmixologen bis zum nie auslernenden Profitender. Den Rotstift bei den Lehrlingen setzen die international erfahrenen Bartender und Ausbilder Alex Armbrüster und Rick Ruetz an. Zusammen haben die beiden Bartrainer im Auftrag verschiedener Bars und Barschulen mehr als 3.000 Mixologen ausgebildet. Mit der Barfachschule Zürich bieten sie nun Kurse im eigenen Haus. Gerade einmal zehn Gehminuten vom Züricher Hauptbahnhof, über Armbrüsters »Baradox Bar« liegen die Klassenräume, in denen Theorie und Praxis des Shakens und Rührens wissensdurstigen Schüler eingeflößt werden. »Hier haben wir die Möglichkeit, nicht nur Schulungen anzubieten, sondern auch das Er-

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lernte direkt in der Baradox Bar in die Praxis umzusetzen«, erklärt Alex Armbrüster eine der Ideen der neu gegründeten Barfachschule Zürich. Da man bei den Eidgenossen den Beruf des Bartenders nicht in einer klassischen Ausbildung erlenen kann, entwickelten Armbrüster und Ruetz ihr Konzept aus der Nische heraus. So können alle Hobby-Bartender, die privat ihre Gäste verwöhnen möchten, die wichtigsten Grundlagen und Kniffe im Hobby-MixKurs erlernen. In drei Stunden werden die notwendigen Barutensilien besprochen, die Zubereitung und Degustation der wichtigsten Drinks erlernt und Anwendungstipps aus der Praxis weitergegeben. Vorkenntnisse sind dafür keine erforderlich. Deutlich umfangreicher ist hingegen der Bar-Profi-Intensiv-Kurs, welcher innerhalb von fünf Tagen das Barhandwerk von Grund auf lehrt. Der Umgang mit dem Gast, die Herstellung der Getränke, die gesetzlichen Vorschriften, ein grundlegendes Weinseminar und ebenfalls eine Einführung ins Mixen von molekularen Drinks werden den angehenden Bartendern vermittelt. Wer die Prüfung besteht, erhält abschließend das Diplom der Barfachschule Zürich.

Barfachschule Zürich Sihlstrasse 73, 8001 Zürich (Schweiz) — barfachschulezuerich.ch


Geile Hechte Text Steffen Hubert

Ohne Blatt vor dem Mund stürzt sich Andreas W. Herb, der Geschäftsführer des Paderborner Unternehmens MBG, in ein Gespräch mit e·MIXOLOGY. Medien der Getränkebranche, MBG Marken und zukünftige Trends stehen auf der Gesprächsliste.

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rstmal darf man als Medienvertreter der Getränkebranche stolz auf sich sein, wenn man das Gespräch mit ihm gefunden hat. Denn eigentlich hält Andreas W. Herb von Fachmagazinen nicht viel. Sie sind »Verlautbarungsblätter der Industrie, drucken nur Pressemitteilungen ab und lassen jeglichen investigativen Journalismus vermissen«. Zum Glück sieht Herb bei Mixology mehr Potenzial. Immerhin der »einzige Grund, für einen Interview-Termin«.

in Ofen war«. MBG hat den Cider zwar noch nicht aufgegeben, aber »fette Partys« feiern sie damit nicht.

Hochmut vor dem Fall

Es wird keine Pressemitteilung zum einjährigen Masai Jubiläum geben, in der steht, dass alles »supertoll« läuft. Dieses »einseitige alles-ist-geil Marketinggeschwätz« nervt ihn und »zerstört die Glaubwürdigkeit«. Herb verweist auf Bionade und den Hochmut vom Vor 15 Jahren, als sein »Ego noch in der Pu- ehemaligen Inhaber Kowalsky, der die ganze bertät« steckte, hätte Herb die heute weit- Welt sofort erobern wollte: »Hochmut kommt verbreiteten Blätter vielleicht genutzt: »Geld vor dem Fall. Wenn ich sage, wir ziehen mit in Rachen werfen, danach zwei Seiten lang effect 2012 an Red Bull vorbei, müsste man lesen, dass der Herb der Geilste ist.« Heute mich einliefern.« Besser findet er Jungs wie weiß Herb, dass er »der geilste Hecht ist und Thomas Henry, denn »die haben Eier in der MBG die Geilsten sind«. Er weiß aber auch, Hose«. Trotzdem machen sie laut seinen In»dass Scheiße passiert«. So gesteht er sich ein, formationen nur 4000 Hektoliter im Jahr dass »der eigene Masai Cider wohl ein Schuss und »das ist eben noch gar nichts«. Trotzdem

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gleich das Versprechen an Thomas Henry: Wenn er mal ein Problem mit ihnen hat, heißt es »MBG gegen Thomas Henry und nicht Verein für ...«. Abmahnvereine findet Herb nämlich »zum Kotzen«.

Ist der Filter am Arsch?

ge Ausführungen. Für ihn ist jeder dreifach destillierte Vodka von Top-Qualität. Und wenn dann welche kommen, die noch 8fach filtern, würde er sie am liebsten Mal fragen, »ob denn ihr Filter am Arsch« sei. So fließt Marketing mit ein und »natürlich«, erklärt Herb, »zehrt auch Three Sixty Vodka von Marketing«. Und zumindest bei ihm selbst hat es gewirkt. Denn Three Sixty Vodka ist seine favorisierte Spirituose. Andererseits gesteht er auch ein, dass, wenn jeder so viel Alkohol trinken würde wie er, »MBG schon längst pleite wäre«. Bleibt noch die klassische Frage nach den Trends. Da ist sich Herb ganz sicher, der Hugo steckt noch in den Kinderschuhen: »Hugo wird uns überrollen wie ein Tsunami.« Na, BMG ist ja mit Scavi & Ray Hugo sowie John‘s Holunderblüte schon bereit für den Sommer. Sie sind aber auch nicht alleine. Lesen sie mehr vom Hugo, in der kommenden Print Ausgabe des MIXOLOGY MAGAZINS. _

Herb will kritische, lesenswerte Stimmen in Magazinen. Meinungen und »In-Sights aufnehmen.« Super. e·MIXOLOGY wollte sowieso schon immer wissen, was eigentlich diese hochgelobte Diamantfiltrierung der MBG-Marke Three Sixty Vodka effektiv am Produkt verändere. Eine Frage, auf die wohl kaum jemand eine handfeste Antwort hätte liefern können. Auch Herb muss passen. Das System der Filtrierung ist ihm bekannt, aber Auswirkungen können ad hoc nicht benannt werden. Einer seiner technischen Mitarbeiter wisse da sicher mehr. Diesen fragen wir dann bei Gelegenheit mal. Spannender und unterhaltsamer sind im Augenblick Herbs beiläufi- — mbgglobal.net

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Lord Byron in »Don Juan«, 1820

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Neue Bars — Reingold Bar

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eMixology Issue 2/2012  

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