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Winter 2012/2013

Das Bremer Citymagazin

Breminent

Im Mittelpunkt

Unterwegs mit …

„Drehen, drehen, drehen … Love it“

Quo vadis Innenstadt?

Wo Mode rockt

Perspektiven für Bremens Stadtkern

Evelyn Frisinger im Porträt

Seite 12

Seite 18

Interview mit Katja Riemann

Seite 11


Ruhepol Das Elementare berührt die Sinne – USM Möbelbausysteme harmonieren mit zeitgenössischem Lebensstil. Fragen Sie nach detaillierten Unterlagen beim autorisierten Fachhandel.

pro office GmbH Bremen Wohnen & Bürokultur Martinistr. 47 - 49, 28195 Bremen Tel. 0421-33 39 30 0, Fax 0421-33 39 30 22 info.bremen@prooffice.de, www.prooffice.de


Erscheinung: Mitte Bremer City Magazin, November 2012 210 x 297 mm

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser! Braucht Bremen noch ein neues Magazin? Den Gedanken hatten wir zu Beginn auch. Aber da Sie die erste Ausgabe in den Händen halten, kennen Sie unsere Antwort auf diese Frage.

Jack Kraska (l.) und Daniel Günther

neU iM schAUspieL

Jahren wird darüber diskutiert, wie das Zentrum der Hansestadt künftig aussehen soll. Wir beleuchten diese Entwicklung ab Seite 12.

Sie ist derzeit wieder auf den Kinoleinwänden zu sehen und hat noch immer Wie der Name schon verrät, eine enge Beziehung zu legt das Bremer Citymagazin Bremen: Katja Riemann. Wir sprachen mit der Schaueinen Fokus auf die Innenspielerin über ihren Job und stadt. Wir schauen hinter über Bremen. Das Interview die Kulissen Bremens guter Stube, stellen Menschen vor, finden Sie auf Seite 11. die hier verwurzelt sind und erzählen Ihnen Geschichten, Und damit Sie für Ihre die Sie die City mit anderen nächste Shoppingtour durch die City schon ein Augen sehen lassen. paar Ideen haben, finden Kurzum: Wir möchten Sie Sie auf Seite 10 einige anregen, die Innenstadt Tipps. neu zu entdecken. Den Auftakt machen wir mit der Frage „Quo vadis Innenstadt?“ Seit vielen

Wir wünschen viel Freude beim „Neuentdecken“ der City!

Impressum Herausgeber: Daniel Günther, Jack Kraska Redaktion: DIALOG Public Relations Daniel Günther e.K. Altenwall 24, 28195 Bremen www.dialog-pr.com Chefredaktion: Bastian Korte E-Mail: redaktion@mitte-magazin.de Telefon: 0421/32 88 110 Design: kraska – gestaltung, Jack Kraska Altenwall 24, 28195 Bremen Telefon: 0421/32 88 119 kontakt@kraska.net, www.kraska.net

Druck: Asco Sturm Druck GmbH Anzeigeninformationen finden Sie im Internet unter www.mitte-magazin.de Auflage: 40.000 Die Ausgabe 1/2013 erscheint in der Kalenderwoche 7.

Das Leben auf Der Praça rooseveLt von Dea Loher, Regie: Alize Zandwijk

sickster Uraufführung nach dem Roman von Thomas Melle Regie: Felix Rothenhäusler

„Mit einem reinigenden künstlerischen Gewitter meldet sich das Theater Bremen zurück unter den Spitzentheatern Deutschlands.“ Die Welt „Ein Hauch von Zauber steckt in diesem Anfang am Goetheplatz.“ Süddeutsche Zeitung „Die Bilanz des Wochenendes heißt also 2:0 für Bremen – das gab es in der Stadt länger nicht.“ Frankfurter Rundschau

Kooperationspartner:

Bildnachweise: Cosima Hanebeck (S. 3, 4, 8, 9, 10, 15, 18, 19, 20, 21, 22), Jens Lehmkühler (Titel und S. 14) Kay Michalak (S. 5 & 12), Seite 6: NAMIDA AG Glarus/Schweiz, CityInitiative Bremen Werbung e.V., Schlachte Marketing und Service Verband e.V, Theater Bremen GmbH, Seite 7: St. Petri Domgemeinde, ESN Michael Heckel 2012, by-studio - Fotolia.com (Seite 8), Seite 10: Sahling/Albrecht & Dill, photocase.com (chriskuddl ZWEISAM, una.knipsolina, coralie), Marc Cain, Cini & Nils, Liebeskind Berlin, Bianca Schmidt (Riemann S. 4 & 11), Daniel Günther (S. 13 & 15), Justus Grosse GmbH (Animation S. 14), Seite 16: Robert Hüser (Wikimedia), BTZ (Ingrid Krause, Birgit Benke, Sylvia Schuchardt), Light Impression - Fotolia.com (S. 17), Fritz Haase (S. 18 klein & S. 19 groß)

Seite 3

www.theaterbremen.de

Mitte – Das Bremer Citymagazin


Inhalt

Schnappschuss

Breminent

Im Quartier

Licht und Schatten

„Drehen, drehen, drehen … Love it“

Nah am Wasser gebaut

Seite 05

Mittendrin

Seite 11

Seite 16

Highlights in der Bremer City

Mittach!

Seite 06

Viel hilft viel und weniger ist mehr

Durchs Schaufenster

Tischlein deck‘ dich Seite 08

Die Bremer Schlachte im Fokus

Die Kolumne

Seite 17 Interview mit Katja Riemann

Unterwegs mit … Im Mittelpunkt

Quo vadis Innenstadt?

Wo Mode rockt Seite 18

Seite 12

Unternehmensporträt D. F. Rabe & Co.

Mitbringsel

Trendtipps und Bestseller Von Verkäufern und Konsumenten

Leitthema: Perspektiven für Bremens Stadtkern

Seite 10

Boutiquebesitzerin Evelyn Frisinger im Porträt

Seinerzeit

Vorbild für das Bremer Rathaus Die Historie der Stadtwaage

Seite 20 Zu guter Letzt

„Die Menschen müssen Lust auf die City haben“ Ein Gespräch mit Harm Hesterberg – Geschäftsführer von Stiesing Mode

Seite 22 Mitte – Das Bremer Citymagazin

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Schnappschuss

Licht und Schatten Manchmal bahnt sich die Natur ihren Weg, selbst durch von Menschenhand hochgezogene Mauern. Hier, am Ende der Schlachte, kurz vor der Überseestadt, lässt sich der Baumstamm scheinbar auch nicht von der steinernen Fahrradund Fußgängerrampe aufhalten. Der Schatten eines Laternenpfahls kommt ihm dabei zu Hilfe, während im Hintergrund die Pfarrkirche St. Stephani thront. Aufgenommen wurde dieser Moment an einem sonnigen Herbsttag im November 2000. Fotograf Kay Michalak war zur richtigen Zeit am richtigen Ort und drückte mit seiner alten Nikon F2 ab. „Ich habe zwar nicht gezielt nach Motiven gesucht“, sagt er, „aber als Fotograf gehe ich nun mal immer mit offenen Augen durch die Welt.“ Des Öfteren habe Michalak versucht, das Bild auch in Farbe nachzustellen, aber nie hat sich diese Konstellation aus Licht und Schatten noch mal ergeben. Und das wird auch in Zukunft so bleiben: Der Baum steht nicht mehr. Am Ende behält der Mensch gegenüber der Natur eben doch oft die Oberhand. www.fotoetage.de

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Mitte – Das Bremer Citymagazin


Mittendrin

Highlights in der Bremer City 06.10.2012 bis 17.02.2013

„Abenteurer, Entdecker, Forscher“ im ÜberseeMuseum Zwölf Biographien von großen Persönlichkeiten der Geschichte werden in der neuen Sonderausstellung vorgestellt. Auf Entdeckerund Forscherpfaden erhalten Besucher Einblicke in die Tagebücher von James Cook oder Charles Darwin. Film- und Hörstationen sowie ein „Future-Lab“ runden den Besuch ab. Öffnungszeiten: Di. bis Fr. 9 bis 18 Uhr, Sa. & So. 10 bis 18 Uhr www.uebersee-museum.de

08.12.2012

Lange Shopping-Nacht

20.10.2012 bis 17.02.2013

Friederich Hundertwasser: Gegen den Strich

29.11. bis 23.12.2012

Weihnachtsmarkt & SchlachteZauber Zum Beginn der Adventszeit ist es wieder soweit: City-Shopping bis Mitternacht! Also: erst zum Weihnachtsmarkt und dann die noch fehlenden Weihnachtsgeschenke einkaufen.

Die Kunsthalle Bremen wirft einen frischen Blick auf die Werke des österreichischen Künstlers aus den Jahren 1949 bis 1979. Zu sehen sind ausgewählte Zeichnungen, Graphiken und Aquarelle sowie großformatige Gemälde.

www.bremen-city.de

Öffnungszeiten: Di. 10 bis 21 Uhr, Mi. bis So. 10 bis 18 Uhr Image_Designgeschichte_67,5x93 23.10.12 16:34 Seite 1 www.kunsthalle-bremen.de

Sie schreiben Designgeschichte in Glas, Porzellan, Silber und Stahl, weltweit preisgekrönt für Funktion und ästhetische Ausdruckskraft ihrer Formen, Farben und Dekore. Wie selbstverständlich gehören sie zu Haushalt, Küche und kultivierter Gastlichkeit, bereichern unser Leben immer wieder neu. Bei der Zubereitung eines guten Essens oder dem Genuss eines edlen Tropfens, beim kleinen Frühstück oder an der festlich gedeckten Tafel, denn dafür wurden sie geschaffen.

Vorweihnachtszeit in Bremen heißt auch der Duft von Glühwein und frisch gerösteten Mandeln zwischen Dom und Markt bis hin zur Schlachte. Der Weihnachtsmarkt lädt auch in diesem Jahr mit über 170 Ständen rund ums Rathaus zum Bummeln ein. Und auch der mittelalterliche Schlachte-Zauber mit seinen Aufführungen und Schaustellern lässt die Schlachte zur Entdeckermeile werden.

08., 15., 22. und 25.12.2012

Die Zauberflöte

Nicht zuviel, nicht zuwenig sondern nützlich und einfach schön – eben moderne Klassiker bei Rabe am Wall.

Das Theater am Goetheplatz nimmt die große Oper in zwei Aufzügen von Wolfgang Amadeus Mozart wieder ins Programm. Jeweils ab 18 Uhr versucht Tamino die entführte Pamina aus den Händen des Bösewichts Sarastro zu befreien.

D.F. Rabe & Co. · Am Wall 153-156 · 28195 Bremen T 0421-32 50 79 · F 0421 32-52 37

www.theaterbremen.de

Mitte – Das Bremer Citymagazin

www.bremerweihnachtsmarkt.de www.schlachte-zauber.de

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Mittendrin

Noch bis zum 21. Dezember zeigt das Staatsarchiv Bremen eine besondere Foto-Ausstellung mit BremenAnsichten von Rudolph Stickelmann und Susanne Frerichs. Historischen Aufnahmen werden aktuelle gegenübergestellt, um den strukturellen Wandel abzubilden.

23.12.2012

Weihnachtsliederabend im St. Petri Dom

01.02. bis 02.02.2013 10. bis 15.01.2013

Sixdays Bremen

SambaKarneval

Auf den Weihnachtsmarkt trotz Bremer Schmuddelwetter? Vom 22.11. bis zum 29.12. findet ein überdachter Weihnachtsmarkt in der LLOYD PASSAGE statt – mit ausgewählten Ausstellern und besonderen Angeboten.

Europas größter SambaKarneval findet in Norddeutschland statt! Sambarhythmen, exotische Kostüme und Tänzer, imposante Stelzenläufer und phantasievolle Masken bestimmen dann das Bild in Innenstadt und Viertel. Bis zu 35.000 Schaulustige verfolgen alljährlich das bunte Spektakel vom Straßenrand aus.

Schnäppchenjäger aufgepasst! Vom 27. bis zum 31. Dezember heißt es zwischen Wall und Weser: „Bremen sieht rot“. Rotstift und Rabatte reichen sich die Hand. Wem der Weihnachtsmann Bares unter den Baum gelegt hat, dem bietet die letzte Dezemberwoche zu den gewohnten Öffnungszeiten eine buchstäblich günstige Gelegenheit.

www.bremer-karneval.de Bei der Veranstaltung mit über 80-jähriger Tradition musizieren alle Gruppen der Dommusik mit und für die Gäste. Der Eintritt für Kinder bis 14 Jahre ist frei. Kartenvorverkauf über Nordwest-Ticket, Kapitel 8, Domshop im Dom und an der Abendkasse. www.stpetridom.de

12.01.2013

Glocke backstage – Besucherführung

12 Mannschaften mit 24 Fahrern kämpfen um Punkte und Runden beim 49. Bremer 6-Tage-Rennen. Eingebettet werden die Wettkämpfe in der ÖVB-Arena in ein neues Unterhaltungsprogramm: Zusätzliche Aktionsbühnen, Kindernachmittage und vieles mehr. Auch 2013 sind die Sixdays wieder Ziel für Sportbegeisterte, Partygänger und die ganze Familie.

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Farbenfrohe Trachten und schicke Uniformen – auf der Musikschau der Nationen kommen in der ÖVB-Arena die Spitzenorchester aus aller Welt zusammen. Die weltweit größte Hallenblasmusikveranstaltung mit rund 800 Musikern und Tänzern steigt wieder vom 13:15 25. bis zum 23.10.2012 Uhr Seite 1 27. Januar 2013.

www.sixdaysbremen.de

Die Glocke an der Domsheide zählt dank ihrer hervorragenden Akustik zu den besten Konzerthäusern weltweit. Zudem ist sie Schauplatz für Lesungen, Kabarett- und Theateraufführungen. Werfen Sie ab 14 Uhr einen Blick hinter die Kulissen der Säle und des Foyers im ArtDéco-Ambiente. Eine Voranmeldung unter 0421.33 66 99 wird empfohlen. www.glocke.de

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„Wir arbeiten mit Silber. Die Beratung war für uns Gold wert.“ Björn Brendow

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Mitte – Das Bremer Citymagazin


Durchs Schaufenster

Tischlein deck‘ dich Seit über 170 Jahren führt D. F. Rabe & Co. feinstes Porzellan, Silber und Kristall Text Christine Peters

Das Wort „Porzellan“

Der berühmte Abenteurer Marco Polo brachte Ende des 13. Jahrhunderts zum ersten Mal Porzellan aus China mit nach Europa. Der Begriff Porzellan leitet sich vom italienischen Namen für die Kaurischnecke („porcellana“) ab. Ihr weißes Schneckengehäuse, das früher auch als Zahlungsmittel verwendet wurde, ähnelte dem Porzellan und wurde somit auf den Wertstoff übertragen.

Stefan Storch, seit 18 Jahren Rabe-Geschäftsführer, inmitten seines Ladens.

A

m Wall 153-156 glänzen poliertes Silber, edles Kristall und strahlend weißes Porzellan um die Wette. Hinter beleuchteten Glasvitrinen reihen sich handbemalte Porzellantassen mit zarten Blumenranken, Servierplatten und Teller aneinander. Geradezu wie im Museum ist das „weiße Gold“ bei D. F. Rabe & Co. ausgestellt, aber anders als im Museum darf man hier alles ausgiebig begutachten. „Porzellan ist zum Anfassen da“, sagt Geschäftsführer und Inhaber Stefan Storch und balanciert einen filigranen Teller in seinen Händen. Unsere Großeltern und Eltern hätten uns immer zur Vorsicht erzogen. Edles Geschirr lande deshalb in vielen Haushalten fest verschlossen im Wohnzimmerschrank. Doch wozu? „Geschirr muss benutzt werden, zum Wegschließen ist es viel zu schade“, findet der gebürtige Bremer.

Vom Markt an den Wall Der gelernte Einzelhandelskaufmann Stefan Storch hat den Umgang mit Porzellan, Silber und Kristall von der Pike auf gelernt. Mit D. F. Rabe &

Mitte – Das Bremer Citymagazin

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Co. hat er vor 18 Jahren ein Traditionsunternehmen übernommen, das die Bremer schon seit 1839 mit all jenen Dingen versorgt, die auf einen fein eingedeckten Tisch gehören. Bei seiner Gründung saß das Unternehmen noch an Bremens prominentestem Standort: am Markt, dort wo sich heute die Bremer Bürgerschaft befindet. Seitdem hat D. F. Rabe & Co. einen beachtlichen Teil bremischer Geschichte und gesellschaftlichen Wandels miterlebt, der stets auch Einfluss auf das Produktsortiment hatte. So wurde zunächst viel mit Majoliken und Fayencen gehandelt – Vorgänger des Porzellans, die sich jedermann leisten konnte. Das edle Porzellan hingegen sei zunächst nur für den Adel bestimmt gewesen. Stefan Storch weiß: „Porzellan gibt es erst seit der Industrialisierung für die breite Masse.“ Heute findet der Kunde bei D. F. Rabe & Co. neben einer breiten Auswahl an hochwertigem Porzellan weltbekannter Manufakturen wie KPM Berlin, MEISSEN, Herend oder Royal Copenhagen auch englisches Steingut im Landhausstil und Kristall von Theresienthal. Aber auch Produkte aus Bremer Silbermanufakturen wie Koch & Bergfeld bereichern das Sortiment. Dazu kommen modernere Produkte,


Durchs Schaufenster

Pflegetipp Jeder kennt das: Bei Zimmertemperatur bekommt Silber nach kurzer Zeit bräunliche oder blau-schwarze Flecken – es läuft an. Doch was hilft dagegen?

die mit dem Zeitgeist gehen: Farbenfrohe Tassen von Dibbern oder Designer-Stücke von Alessi. Und jetzt, zur kalten Jahreszeit, gibt es hier auch all jene Dinge, die das Haus gemütlicher machen – Kerzen, Servietten und herbstliche Deko-Artikel schmücken Verkaufstische und Regale. Die Einkaufsmeile gegenüber der grünen Wallanlagen sieht Storch als Anlaufpunkt für das Spezielle: „Hier finden sich zahlreiche Fachgeschäfte für alle Lebensbereiche, bei denen zwei Dinge im Mittelpunkt stehen: Qualität und Beratung. Jedoch könnte die Stadt mehr tun, um den Wall auch für Laufkundschaft besser anzubinden.“ Bisher suchen Stefan Storchs Kunden aus Bremen und dem weiteren Umkreis sein Geschäft oft ganz gezielt auf, um sich von dem vierköpfigen Rabe-Team beraten zu lassen. Besucher und Kunden vereint dabei der gemeinsame Wunsch, sich etwas Besonderes zu gönnen. Der Kundenstamm ist bunt gemixt: junge Leute, Hochzeitspaare sowie Stammkunden, die schon seit Jahrzehnten kommen.

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Essgewohnheiten gemeinsam ermitteln Während viele Interessenten genau wissen, was sie wollen, kommen andere ganz ohne Vorstellung. „Wir holen die Kunden genau dort ab, wo sie stehen“, so der Geschäftsführer, „wenn jemand noch gar nicht weiß, was er sucht, fangen wir ganz von vorne an.“ Dabei wird den persönlichen Tagesrhythmen auf den Grund gegangen: Wie sieht eigentlich mein Frühstück aus? Wie viel Zeit habe ich überhaupt fürs Essen? Denn die Auswahl des passenden Geschirrs hänge eng mit der individuellen Esskultur zusammen. „Wenn ich fünf Stunden in der Küche gestanden und gekocht habe, ist es dann nicht schöner, sich auch für das Essen mehr Zeit zu nehmen? Am Tisch reden wir miteinander und tauschen uns aus“, so Storch, für den der gedeckte Tisch das Zentrum des Familienlebens ist.

Fachmann Stefan Storch rät: „Am besten ist es, das Silber so oft wie möglich zu benutzen.“ So könne einem schnellen Oxidationsprozess schon ganz von allein vorgebeugt werden. „Um gelegentliches Polieren mit einem guten Pflegemittel kommt allerdings niemand herum.“

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Mitte – Das Bremer Citymagazin


Mitbringsel

Trendtipps Gerade für die kalte Jahreszeit kann ich die Duftserie „Honour“ von Amouage sehr empfehlen. Hier lebt die arabische Kunst der Parfumherstellung wieder auf: 120 Natürliche Zutaten beinhalten die Amouage-Kreationen. Während „Honour women“ (50ml, 195 Euro) mit einem Bouquet aus weißen Blüten wie Jasmin oder Maiglöckchen bezaubert, runden bei „Honour men“ (50ml, 175 Euro) Pfeffer und Muskatnuss das würzig-holzige Eau de Parfum ab. Auch ein Highlight der Saison: „Not a Perfume“ von Juliette has a Gun (50ml, 72 Euro). Es besteht aus nur einem einzigen Inhaltsstoff, dem Ambroxan. Dieser entfaltet sein ganzes Volumen erst beim Kontakt mit der Haut. Mein besonderer Tipp fürs Weihnachtsfest: „Artemisia“ von Penhaligon’s (50ml, 100 Euro). Nektarine, grüne Blätter, Apfel sowie Ambra und Vanille krönen diesen Duft und machen ihn besonders weich, warm und weiblich. Bei Penhaligon’s wird noch selbst kreiert und manuell abgefüllt. Der luxuriöse Flakon wurde 1870 entworfen und ist seitdem unverändert.

Die Expertin Patrizia Malczyk (32) ist seit 16 Jahren im Einzelhandel tätig und spezialisiert auf Gesichtspflege sowie Düfte aus aller Welt. Bei Sahling bietet sie vor allem sogenannte Nischenmarken an, die in Bremen exklusiv nur hier erhältlich sind. Sahling Domshof 22 28195 Bremen

Bestseller

Sigrid Behntke aus Verden Mit der Mode von Marc Cain habe ich gute Erfahrungen gemacht, weil die Qualität einfach stimmt. Die Pullover leiern nicht aus und dieser besteht zu knapp 60% aus Mohair, den Haaren der Angoraziege.

Preis: 279,00 Euro Weitere Marc Cain Produkte gibt es beim Ristedt CityModehaus am Ansgarikirchhof neben dem Parkhaus Am Brill.

Cuboluce von Cini & Nils, Maße 10 x 10 x 11cm, in verschiedenen Farbdesigns ab 89,00 Euro bei Licht Am Wall erhältlich. Am Wall 169

Peer Stengler aus Bremen Mir gefiel sofort die Idee der Lampe. Beim Öffnen des Kubus geht das Licht an und über den Öffnungswinkel lässt sich die Lichtstärke regulieren.

Anna Lehmann aus Bremen Ich habe schon einige Zeit mit der Tasche geliebäugelt. Die Seitenfächer sind praktisch, darin kann ich allerhand Krimskrams verstauen. Und durch den abnehmbaren Trageriemen kann ich die Tasche auch über die Schulter hängen.

Handtasche Milena von Liebeskind Berlin. 259,00 Euro bei Peek & Cloppenburg Obernstraße 2-12

Neu dabei Büx Männerwäsche Ein Geschäft nur für Männerwäsche und Bademoden abseits der „Wäscheecken“ der Herrenausstatter – das fehlt Bremen, dachten sich die Macher von Büx Männerwäsche. Seit Anfang November bieten sie in der Kahlenstraße 5 ein hochwertiges Sortiment internationaler Marken wie Calvin Klein, Armani, Bugatti und viele mehr. Auch Sports- und Leisurewear sowie feine Accessoires zählen zum Angebot. www.buexdeluxe.de

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Mitte – Das Bremer Citymagazin

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handlung, nun in der Faulenstraße 44 im Stephani-Viertel. Über 100 frisch renovierte Quadtratmeter bieten genügend Platz für individuelle Beratung und einen tollen Ausblick über die Dächer Bremens und den Radio Bremen-Komplex gibt es gratis dazu. www.hautquartier.de

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Breminent

„Drehen, drehen, drehen … Love it“ Seit dem 25. Oktober läuft ihr neuer Film „Der Verdingbub“ in den Kinos. Die Geschichte eines Schweizer Waisenkindes, das an eine Bauernfamilie im Emmental verdingt wird. Das Mitte-Magazin traf Katja Riemann für einen kurzen Plausch über ihre Projekte und über Bremen. Interview Daniel Günther

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rau Riemann, wir erwischen Sie bei Dreharbeiten. Für welchen Film stehen Sie vor der Kamera? Wir drehen gerade ein bezauberndes Fernsehspiel. Es erzählt die Geschichte einer Freundschaft zwischen einer sehr jungen Schwangeren (18) und einer sehr alten Schwangeren (45). Sie können sich denken, wen ich dabei spiele... Regisseur ist Matthias Steurer, „Kleine Schiffe“ heißt der Film und wird voraussichtlich 2013 in der ARD gesendet.

beite ich mit dem Gitarristen Arne Jansen zusammen, mit dem ich einen RammsteinAbend und zuletzt einen Abend für die Ruhrfestspiele in Recklinghausen konzipierte. Er heißt „Winter. Ein Roadmovie“. Hier habe ich versucht das Wintermärchen von Heinrich Heine mit der Winterreise von Franz Schubert in Form einer inneren und äußeren Reise in Einklang zu bringen. Hoffentlich spiele ich das mal in Bremen, dann müsst ihr alle kommen, es ist sehr lustig.

Wie sieht denn Ihr Tag am Set aus? 6 Uhr aufstehen, 7 Uhr zum Set fahren, Maske, dabei einen Tee und ein Brot. Kostüm. Probe. Technische Einrichtung, meistens Ton verkabeln. Drehen, drehen, drehen. 30 Minuten Mittagspause. Drehen, drehen, drehen. Abends um 20 Uhr zurück ins Hotel. Abschminken. Vielleicht noch in den Bioladen schleppen oder zum Inder. Essen, E-Mails checken. Mit meinem Kind telefonieren. In den Schlaf fallen, vorher Wecker stellen. So in der Art... Love it.

Apropos Bremen: Sie sind im Bremer Speckgürtel geboren und legten hier den Grundstein für Ihre spätere Karriere. Wie verliefen Ihre ersten schauspielerischen Schritte in der Hansestadt? Ich habe mich in Hanno verknallt und die Theater AG am Barkhof suchte noch junge Mitstreiter. Man musste nicht das Barkhof Gymnasium besuchen, ich ging ja in Leeste zur Schule. Nun, ich war 18, hatte seit meinem 12. Lebensjahr Geld für einen Führerschein und ein Auto gespart und fuhr damit nun zweimal die Woche zur Theater AG, um Hanno anzustarren. Hanno ging, ich blieb! Die Leute waren nett, also das Gegenteil zu dem, was ich in der Schule bislang erlebt hatte. Ich tanzte in dem Stück und schnitt meine Haare kurz, tauschte Brille mit Kontaktlinsen, trug kurze Röcke statt Pumphosen und befreite mich so von dem allgemeinen Dogma, dem ich sowieso nie gerecht geworden war und

Von Ihnen gibt es ja auch einiges auf die Ohren. Sie meinen meine Musik? Das letzte war ein musikalisches Hörspiel namens „Die Vögel“, das ich selbst geschrieben, inszeniert und produziert habe. Es ist für Kinder und solche, die es mal werden wollen. Dabei geht es im weitesten Sinne um Menschenrechte. Seit mehreren Jahren ar-

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bis heute nicht gerecht werde. Es war eine wichtige Zeit und man versuchte mich seitens der AG zu überreden, Schauspielerin zu werden. Aber ich wollte Tänzerin werden und das machte ich dann auch. Das mit der Schauspielerei kam erst danach. Was bedeutet Ihnen die Stadt heute? Zieht es Sie hin und wieder noch an die Weser? Ich freue mich immer ganz besonders, wenn ich in Bremen ein Konzert geben kann. Und es war eine große Ehre, als ich 2010 den Stadtmusikantenpreis erhielt – im Theater am Goetheplatz, wo ich das erste Mal in meinem Leben auf der Bühne stand. Zigeunertanz habe ich getanzt. Das war toll! Zudem lebt mein Vater in Bremen und ich besuche ihn oft. Hand aufs Herz: Haben Sie einen Lieblingsplatz in Bremen? Oh, da gibt es viele schöne Plätze, die mit Erinnerungen verbunden sind – vor allem im Viertel. Am Dobben habe ich gewohnt, als ich „Sommer in Lesmona“ drehte und am Dobben war auch meine Ballettschule, in die ich als kleines Kind ging. Im „Airport“ saß ich immer mit meinem Kumpel Hanno, der heute noch mein Kumpel ist. Und natürlich der Schnoor, denn dort war ich mit meiner Mutter in den Antikläden und dem Laden, der so tolle asiatische Kunst verkaufte. Der Osterdeich! Die Wallanlagen! Ja, Bremen ist sehr schön.

Mitte – Das Bremer Citymagazin


Im Mittelpunkt

Quo vadis Innenstadt? Perspektiven für Bremens Stadtkern Die Bremer City – für viele das Synonym für buntes Treiben in den Einkaufspassagen, auf den Märkten und in den Cafés. Doch längst befindet sich die Innenstadt in Konkurrenz mit den Shopping-Malls vor den Toren oder am Rande der Stadt. Dabei ist Einkaufen viel mehr als der bloße Tausch Ware gegen Währung und bietet die Stadtmitte bedeutend mehr als nur Konsumerlebnisse. Was macht die City also aus und was soll sie zukünftig prägen? Ein wirtschaftlicher, stadtplanerischer, wissenschaftlicher und kultureller Blick ins heute und morgen unseres Stadtzentrums. Text Bastian Korte

Mitte – Das Bremer Citymagazin

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Im Mittelpunkt

unächst einmal die Fakten: Rund 600 Gastronomie- und Einzelhandelsbetriebe tragen im Herzen der Hansestadt zu einer sichtlichen Belebung bei, mit über 65.000 Arbeitsplätzen stellt die City den bedeutendsten Wirtschaftsstandort innerhalb Bremens. Weniger als zwei Prozent der Ladenflächen stehen leer, Zählungen zeugen von hoher PassantenFrequentierung. Auf den ersten Blick also alles in Butter. Oder? Bei genauerem Hinsehen wird schnell deutlich, woran es hapert: am Platz. „Wir haben in 1A-Lagen einen Nachfrageüberschuss, vor allem für größere Ladenflächen“, so Karin Take, Projektleiterin für Unternehmensservice & Standortentwicklung bei der WFB Wirtschaftsförderung Bremen. Gerade internationale Ketten wie der spanische Textilkonzern Zara würden das Angebot in der Innenstadt sinnvoll ergänzen und weitere Besucher anlocken, finden aber seit Jahren keine geeignete Immobilie. 136.000 Quadratmeter Verkaufsfläche gibt es im Stadtkern. Diese machen aber lediglich 16 Prozent der gesamten Einzelhandelsflächen Bremens aus – der Durchschnitt in vergleichbaren Städten liegt bei 21 Prozent, in Hannover sind es gar über 30 Prozent. Hinzu kommt ein infrastrukturelles Problem: Viele Menschen halten sich vor allem in der Söge- und Obernstraße auf. Dieses „Konsumenten-L“, wie Experten es aufgrund des Straßenverlaufs nennen‚ prägt das Verhalten der Besucher und das Stadtbild. Ein paar Meter weiter geht es oft ruhiger zu, die Geschäfte Am Wall oder in der Knochenhauerstraße wirken oft abgeschnitten. Ein natürlicher Rundlauf, der die Passanten entlang aller Angebote leitet – Fehlanzeige! Doch die vermeintliche Lösung liegt bereits in den Schubläden der Stadt: Ein Einkaufszentrum in direkter City-Lage.

Magnet für alle statt abgeriegeltes Ufo Mit einem großen Einkaufscenter würden auf einen Schlag die benötigten Flächen geschaffen und neue Marken in die Hansestadt gelockt. „Es bedarf eher eines großen Wurfs statt kleiner Schritte. Denn letztlich wollen gerade die Verbraucher aus dem Umland mit einer Angebotsvielfalt davon überzeugt werden, am Ochtumpark oder an Dodenhof vorbei in die Bremer City zu kommen“, erklärt Uwe Seidel, geschäftsführender Gesellschafter der Firma Dr. Lademann & Partner, die Bremen bereits mehrfach in stadtplanerischen Fragen beraten hat. Mindestens 20.000 bis 25.000 Quadratmeter Verkaufsfläche müsse laut Seidel solch ein Center haben, um genügend Strahlkraft in die Region zu entfalten. Prof. Dr. Franz Pesch von pesch partner architekten stadtplaner, derzeitiger Gutachter

Ein typisches Bild für die Bremer Innenstadt: Wuseliges Treiben auf den vielen Märkten – ob auf dem Domshof, am Ziegenmarkt oder wie hier auf dem Unser-Lieben-Frauen-Kirchhof.

für das Innenstadtkonzept „Bremen 2020“, gibt zu Bedenken: „Es darf aber kein hermetisch abgeriegeltes Ufo sein, wo die Kunden mit dem Auto reinfahren, einkaufen und wieder rausfahren. Das Center muss mit der Innenstadt vernetzt sein.“ Ein ShoppingCenter mit Magnetfunktion für die gesamte City – auch weite Teile des Einzelhandels begrüßen die Idee. „Eine Stadt von der Größe Bremens braucht ein Einkaufszentrum, sonst bleiben wir provinziell“, meint etwa Peter Schöler, Vorsitzender des Einzelhandelsausschusses der Bremer Handelskammer und Inhaber von drei Schuhgeschäften. Doch trotz aller Einigkeit, die Frage des genauen Standorts sorgte für Diskussionen. Favorit ist das sich erstreckende Gebiet vom Parkhaus Am Brill über den Ansgarikirchhof mit dem Lloydhof-Gebäude bis zum Hanseatenhof bei C&A. Die Bremer CDU

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brachte jüngst auch das Parkhaus Mitte als potenzielles Areal ins Spiel. Für Jürgen Pohlmann, den baupolitischen Sprecher der SPD-Fraktion, ist aber etwas anderes entscheidend: „Das Projekt steht und fällt damit, dass man Investoren findet.“ Doch in den vergangenen Jahren sind viele der betreffenden Immobilien am Ansgarikirchhof zu Spekulationsobjekten verkommen, die Eigentümer wechselten häufig. Deshalb beschloss der Senat kürzlich den Ankauf des Lloydhofs für 23,8 Millionen Euro, um zukünftig das Zepter selbst in der Hand zu halten. Sofern alles glatt läuft, könnte schon 2013 ein europaweites Investorenverfahren abgeschlossen und im Jahr 2017 eingeweiht werden. Vielerorts ruhen sich die Geschäftsinhaber allerdings nicht auf den Plänen für ein künftiges City-Center aus. Sie arbeiten in Mitte – Das Bremer Citymagazin


Im Mittelpunkt Eigeninitiative daran, eine attraktivere Einkaufsumgebung für ihre Kunden zu entwickeln. Im Viertel und dem Ansgari-Quartier haben sich Unternehmer schon vor Jahren zusammengetan. Die Anrainer der Sögestraße ziehen nun nach und investieren insgesamt 600.000 Euro in mehr Sauberkeit, mehr Sicherheit und ein grüneres Ambiente. Doch bei aller Fokussierung auf den Stadtkern, eine isolierte Entwicklung wäre der falsche Weg. Laut Wirtschafts- und Sozialgeograph Prof. Dr. Ivo Mossig von der Universität Bremen sollten auch Synergien mit umliegenden Quartieren angestrebt werden: „Die City ist den Stadtteilzentren übergeordnet, das muss so sein. Gleichwohl ist sie nicht in der Lage, die gesamte Nachfrage zu bedienen. Ein Beispiel für eine sinnvolle funktionale Verflechtung ist das Viertel. Hier bekommt man genau das, was man in der City nicht bekommt. Und die Kunden koppeln das, sie gehen am selben Tag sowohl im Viertel als auch in der City einkaufen.“ Dies belegt eine Studie der Bremer Uni, wonach fast jeder zweite Befragte die beiden Standorte gezielt miteinander verbindet. „Die Leute bahnen sich von allein ihren Weg, wenn das Angebot da ist“, sagt Karin Take von der Wirtschaftsförderung. „Die rund 700 Meter zwischen dem Viertel und der City werden dabei nicht als Hürde wahrgenommen.“

Gefühlte Distanzen – Bürgerforen zur Verkehrsplanung An anderen Orten, etwa beim Übergang vom Stephani-Quartier zur Überseestadt, sind die gefühlten Entfernungen teils noch etwas größer. Um sie zu verringern und die Attraktivität der Stadt insgesamt zu stärken, ist auch die Verkehrs- und WeEine 1A-Lage in Bremen: die Obernstraße. Gemeinsam mit der Sögestraße bildet sie das sogenannte „Konsumenten-L“.

Schöner wohnen Hätten Sie’s gewusst? Innerhalb der Wallanlagen wohnen lediglich 4.000 Menschen, während es außerhalb des „grünen Rings“ schon sechsstellig wird. In der City besteht also immenses Potenzial für Wohnraum, vor allem auch aufgrund des sogenannten „Trends zurück in die Stadt“. Dafür stehen die ersten Planungen und Projekte bereits in den Startlöchern. Die Wohnungsbauoffensive des Bremer Senats verfolgt etwa das Ziel, ausreichend preiswerten Wohnraum für kleine und mittlere Einkommen im ganzen Stadtgebiet zu schaffen. Ein Darlehensvolumen von knapp 40 Millionen Euro wurde hierfür bewilligt.

Kürzlich stellte Bausenator Joachim Lohse 30 geeignete Wohnbauflächen für rund 3.700 Wohnungen vor, 870 davon sind in der Stadtmitte vorgesehen.

Exklusives Wohnen mitten in der City – die „Stadtterrassen“.

Für den etwas größeren Geldbeutel entsteht derzeit beim Abbentorswall zwischen Wall und Weser die Immobilie „Stadtterrassen“.

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Die Justus Grosse Projektentwicklung GmbH plant hier 40 neue und barrierefreie 2-, 3- und 4-Zimmer-Wohnungen mit großen Süd- und Südwestbalkonen und Terrassen. Die Fertigstellung erfolgt zum Sommer 2013. Und auch an der Contrescarpe rollen die Bagger: Wenige Schritte von den Wallanlagen entfernt, direkt gegenüber der Mühle, errichtet die Grundstücksgesellschaft Contrescarpe GmbH bis Ende 2014 zwei Gebäude mit insgesamt 37 Eigentumswohnungen, die aus dem Abriss, Um- und Neubau mehrerer zusammenhängender Häuser hervorgehen. Vermarktet wird das Projekt vom Unternehmen Robert C. Spies. Die Preise sind innerstädtisch exklusiv: von 200.000 Euro bis über eine Million Euro für das Penthouse.


Im Mittelpunkt

City Galerie und City Vision

Die Bremer City: Hier vereint sich gastronomische Vielfalt mit historischem Ambiente.

geplanung ein probates Mittel. Während sich viele Bürger weniger Autos in der City wünschen würden, gibt Stadtplaner Uwe Seidel zu bedenken, „dass die Menschen bis ins hohe Lebensalter hinein nicht auf individuelle Mobilität verzichten wollen und diese als Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ansehen. Dies zeigen uns empirische Befragungen immer wieder. Zum Beispiel ist künftig über die Hälfte des Einzelhandelsumsatzes der Innenstadt von Autokunden abhängig.“ Hier verbirgt sich also Konfliktpotenzial. Dennoch ist die Bürgerteilhabe am städtischen Gestaltungsprozess durchaus gewollt: Im Rahmen des Verkehrsentwicklungsplans sind seitens der Politik in naher Zukunft regionale Bürgerforen zu unterschiedlichen Themen wie etwa alternativen Verkehrsmitteln vorgesehen. Eine immer wieder aufkeimende Idee ist zudem die Errichtung weiterer Brücken vom Osterdeich hinüber zum Stadtwerder. Dies würde für noch mehr Belebung und innerstädtischen Austausch sorgen – ob zu Fuß, per Rad oder per Auto. Sicherlich hätte dies auch eine touristische Wirkung, denn machen wir uns nichts vor: Ohne Shopping ist die City zwar keine richtige City, aber die City ist eben nicht nur Shopping! Bremen-Mitte ist der Tourismusmagnet der Stadt. Einmal dem Esel an die Hufen fassen, durch die Böttcherstraße flanieren und dann auf ein Bier an die Weser. Allerdings könnten die Besucher es noch einfacher haben, denn oft sind an der Domsheide fragende Gesichter auf der Suche nach der Schlachte oder dem Schnoor zu erkennen, obwohl beides

nur einen Katzensprung entfernt liegt. Zusätzliche und auffälligere Beschilderungen würden da schon Abhilfe schaffen.

Schmelztiegel der Kulturangebote und Urlaubs-Feeling Dass das „Erlebnis Innenstadt“ darüber hinaus eng mit dem breiten Kulturangebot verknüpft ist und dabei überdurchschnittlich stark in die Stadt und über ihre Grenzen hinaus ausstrahlt, belegen unter anderem Ergebnisse des Immobilienmarkt Reports 2012. Ob die Stadtbibliothek, das Konzerthaus Glocke, das Theater Bremen, die umgebaute Kunsthalle oder das Übersee-Museum – die City ist der unangefochtene Schmelztiegel für kulturelle Aktivitäten und Visitenkarte für ganz Bremen. Ein Ambiente, das wir in den Shopping-Malls auf der „grünen Wiese“ vergeblich suchen. Nach Herzenslust Bummeln und danach noch auf ein Glas Wein in den Ratskeller oder einen Cappuccino auf dem Marktplatz, „das hat schon etwas von UrlaubsFeeling“, findet auch Karin Take. Allen Beteiligten ist klar: Sich auf dem Standortvorteil auszuruhen, wäre fahrlässig. Es gibt eine Menge zu tun. Dennoch: Gerade die Kombination aus interessanten Einkaufsmöglichkeiten, kulturellem Angebot und historischen Sehenswürdigkeiten erzeugt ein Flair, dass jeder sofort greifen und einatmen kann, der auf dem Marktplatz mit seinem Weltkulturerbe steht und nur für einen Moment seinen Blick schweifen lässt.

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700 Quadratmeter leerstehende Fläche, mitten in der Innenstadt. Das muss nicht sein! Dachte sich auch die CityInitiative Bremen und eröffnete am Wegesende 3-4 die „City Galerie auf Zeit“, ein Zwischennutzungsprojekt für Bremer Künstler. Besucher können neben Gemälden auch Skizzen und Skulpturen begutachten. Für Dezember planen die Macher am selben Ort eine Ausstellung namens „City Vision“. Das innerstädtische Gesicht Bremens wird sich in den nächsten Jahren durch viele neue Bauprojekte deutlich verändern – die größten Vorhaben und dazugehörige Arbeiten der Künstler werden in der Ausstellung präsentiert. Einige der Bauprojekte im Überblick: Bahnhofsvorplatz Zwei Gebäude mit jeweils sieben Stockwerken und nur getrennt durch eine Passage entstehen bis Ende 2014 am Hauptbahnhof. Geschätzte Kosten: rund 100 Millionen Euro. Stadthaus Bahnhofstraße An der Ecke Bahnhofstraße/Herdentorsteinweg wird in Zukunft ein Büro- und Geschäftsgebäude stehen, das sich durch hellen Stein und viel Glas auszeichnet. Motel One Die Hotel-Kette eröffnet 2014 im ehemaligen Leffers-Gebäude am Brill mit 250 Zimmern. GOP-Varieté Am Eingang zur Überseestadt ist ab Herbst 2013 Platz für 400 Zuschauer im Varieté-Theater. Steigenberger-Hotel 139 Zimmer, vier Sterne – in unmittelbarer Nähe zum Weser Tower steht ab nächstem Jahr ein Hotel der Extraklasse. Bremer Landesbank Bis November 2013 erfolgt der Abbruch direkt am Domshof, hinter dem Rathaus. Etwa ab Frühjahr 2016 ziehen die Mitarbeiter dann in den roten Backstein-Neubau. Volksbank Bremen Der 50 Jahre alten Immobilie an der Domsheide folgt ein siebengeschossiger Neubau.

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Im Quartier

Nah am Wasser gebaut Die Bremer Schlachte Ein bisschen wie im Urlaub und doch zu Hause: An der Schlachte lässt sich der Alltag schon mal für kurze Zeit vergessen. Ob Kajenmarkt, Maritime Woche oder winterlich „verzaubert“ – die Flaniermeile ist das ganze Jahr über ein beliebtes Ziel für Bremer. Ein Boulevard aus Kultur, Unterhaltung und gastronomischer Vielfalt, aber auch Wirtschaftsstandort und wichtige Verbindung zwischen City und Überseestadt. Text Lisa Schwarzien

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Biersorten aus 36 Ländern, Bremer Knipp oder gar ein Trüffel-Burger vom Grill? Die knapp einen Kilometer lange gastronomische Meile lässt fast keine Wünsche offen. An der unteren Schlachte setzt sich die kulinarische Vielfalt fort: An Bord der „Perle“ beginnt der Tag mit einem Leichtmatrosenfrühstück und auf der „NEDEVA“ können ihn Romantiker mit einem Candle-Light-Dinner ausklingen lassen. Wer die Schlachte auch im Schlaf erleben will, findet an Bord der Hotelschiffe oder auf dem nachgebauten historischen Weserraddampfer, der heute zur Jugendherberge Bremen gehört, eine Übernachtungsmöglichkeit. Ganz im Zeichen der Geschichte ist auch die „Roland von Bremen“ unterwegs. Die Hansekogge, schwimmendes Wahrzeichen Bremens, erzählt von der hanseatischen Vergangenheit der Stadt.

Heute Bodega, früher Hafenkneipe Denn wo sich heute Bars und Bistros aneinanderreihen, säumten schon im 17. Jahrhundert Gasthäuser und Kellerschänken den Schlachtehafen. Dieser war durch die Weseruferbefestigung im 13. Jahrhundert entstanden, die der heutigen Promenade ihren Namen gab: Der Begriff „slait“, später „slagte“, bezeichnete das Einschlagen der Uferpfähle. Um 1600 war die Schlachte der bedeutendste Hafen Bremens, an dem sich Unternehmer und Kaufleute ansiedelten. So auch Carl Heinrich Schünemann, der 1810 in der Zweiten Schlachtpforte ein Verlagshaus gründete. Mit der Entstehung des Freihafens und der Stadt Bremerhaven verlor die Schlachte an Bedeutung. Nach dem Wiederaufbau in den 1950er Jahren wurde sie vor-

rangig als Grünanlage und Parkplatz genutzt. Erst mit der städtebaulichen Aufwertung um das Jahr 2000 lebte das einst quirlige Quartier wieder auf. „Der Wandel der Schlachte war der Wahrnehmung Bremens als ‚Stadt am Fluss’ sehr zuträglich“, so Hermann Schünemann, der den Carl Ed. Schünemann Verlag heute mit seiner Cousine Julia Kracht-Schünemann leitet. Das Traditionsunternehmen ist der älteste noch am Gründungsort bestehende Verlag Deutschlands.

Anlegestelle für Kultur und Medien Etwas von dem einst geschäftigen Treiben des Hafenquartiers hat die Schlachte beibehalten: Von April bis September läutet der Kajenmarkt jeden Samstag mit Live-Musik und hanseatischen Spezialitäten das Wochenende ein. Ebenfalls ein beliebter Treffpunkt: der Antik- und Trödelmarkt. Außerdem ist die Schlachte ein bedeutender Teil der „Medienmeile“: Unternehmen wie Radio Bremen, RTL Nord, Radio Energy Bremen sowie die taz haben sich hier niedergelassen. Und auch Kultur und Unterhaltung liegen hier vor Anker: Das Theaterschiff führt Komödien, Musicals und Jazz auf und das Deck der Treue, einem 1943 erbauten Betonschiff, rocken heute internationale Bands. Neben innerstädtischer Uferpromenade ist die Schlachte nicht zuletzt eine wichtige Verbindung zur Überseestadt. Aktuell wird sie im Zuge der Hochwasserschutzerneuerung um weitere 270 Meter verlängert. Mit welchen Angeboten die Schlachte hier demnächst Passanten lockt, wird sich nach der Fertigstellung im Juli 2013 zeigen.

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Unsere Tipps für die Vorweihnachtszeit: Am 29. November wird der SchlachteZauber mit einem Feuerwerk eröffnet. Dieses Jahr zum ersten Mal im Angebot: am Feuer gebratener „Flammlachs“. Auf der Suche nach ausgefallenen Weihnachtsgeschenken? Im Schünemann-Haus geht es nicht nur um Bücher, auch Designund Schmuckartikel sind in der Verkaufsausstellung erhältlich (Zweite Schlachtpforte 7, Mo. bis Fr., 8 bis 17 Uhr. www.schuenemannhaus.de).


Mittach!

Viel hilft viel und weniger ist mehr Eine Kolumne von Thorsten Nordberg

Geprahlt wird auf Sylt, nicht in der Sögestraße So, Pfälzer Käserahmtorte. Das hilft bestimmt. Viel hilft viel, heißt es ja. Wobei weniger auch mehr ist. Verstehen Sie

das? Während „Viel hilft viel“ eher etwas Generöses, aber auch Inflationäres hat, kleidet sich „Weniger ist mehr“ ja in ein edles Gewand vornehmer Zurückhaltung. Letzteres dürfte dem Bremer an sich eher liegen, schließlich sind die Hanseaten für ihr Understatement durchaus bekannt. Geprahlt wird auf Sylt, aber nicht in der Sögestraße. Jahr um Jahr stellt Bremen neue Rekorde auf, wenn es um die Besucherzahlen der Stadt geht. Doch wer von uns kennt das nicht: Wir haben Freunde zu Gast, sie sind zum ersten Mal in der Hansestadt. Vom imposanten Rathaus biegen wir um die Ecke und blicken auf die vier gestapelten Sagenfiguren. Aber wir blicken auch in fragende Gesichter: „So klein sind die?“ – „Ja, sind sie, denn weniger ist mehr!“ Andererseits: Wenn Werder viele Tore schießt, hilft das in der Regel auch viel. Der Mannschaft, dem Trainer und den Fans. Aber es hilft eben nur dann, wenn die Grün-Weißen am Ende auch gewinnen. Drei Tore zu schießen und dennoch verlieren – das wäre doch vergebene Liebesmüh. Also meine Herren Petersen, Füllkrug und Arnautovic: Viel hilft viel, aber weniger ist mehr, wenn das „Weniger“ mehr ist als bei den anderen. Alles klar? Im Café Stecker – so viel steht fest – gilt aber auf jeden Fall die Prämisse „Viel hilft viel“. Denn stünde auf dem Regal nur ein Nussknacker, wäre dies bei weitem nicht so eindrucksvoll wie die … Tja, wie viele sind es eigentlich? Eins, zwei, drei, vier …

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„Stehen die da immer?“ Die Kellnerin blickt fragend: „Die Nussknacker? Nein, die tauschen wir im Herbst immer gegen die Kaffeekannen aus. Was darf’s denn sein?“ – Ich sitze im Café Stecker in der Knochenhauerstraße. Über dem Tresen auf einem Regal stehen Nussknacker soweit das Auge reicht, in allen Größen und Farben. „Wie viele sind das denn?“ – „Zählen Sie doch mal!“ Die Redaktion sagte mir: Setz dich mal zu Stecker, geh deinen Gedanken nach und schreib eine Kolumne. Und nun sitze ich hier. Zwischen zig verschiedenen Sorten Butterkuchen, Wallnussbergen und ChampagnerBlaubeer-Törtchen. Hier fühle ich mich wohl. Wenn da nicht diese Kolumne wäre. Dabei sind die Voraussetzungen gut. Die Sonne scheint durchs Fenster, das Klappern des Kaffeegeschirrs sorgt für heimelige Atmosphäre, es gibt Tee. Die Menschen erkundigen sich, ob der Baumkuchen hier tatsächlich noch von Hand gemacht wird. Beim Verlassen des Hauses kommt es schon mal zu kleinen Rangeleien unter den Paaren, wer die Tüte tragen darf. Und wenn’s um die Entscheidung für ein Stück Torte geht, dann „lassen Sie sich doch einfach von den Damen am Tresen beraten.“ Das mache ich, dann fällt mir das Schreiben auch leichter. Moment bitte …

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Unterwegs mit …

Wo Mode rockt Evelyn Frisinger im Porträt

Text Jessica Renziehausen

Innenstadt ... ist

„... für mich wichtig, wegen der Kunden und Marken, die ich verkaufe; ich brauche eine 1A-Lage. Ich liebe Bremen, es ist so überschaubar hier. Aber die Leute könnten modisch ein bisschen mehr wagen.“ Evelyn Frisinger

Z

ugegeben, es ist nicht so leicht, mit Evelyn Frisinger einen Termin zu vereinbaren. Es gibt so wahnsinnig viele andere Verpflichtungen, und – oh, ein Kunde kommt herein, Moment. Ha, der Mantel passt wie angegossen. „Ja, fragen Sie Ihre Frau, ob Sie einen neuen Mantel brauchen und dann kommen Sie einfach wieder!“ Zurück aufs rote Ledersofa, noch mal von vorn.

Backstage mit den Rolling Stones

Evelyn Frisinger, Jahrgang ‘47, ist Bremerin, ehemalige Waldorfschülerin, Musikjournalistin, anglophile Modedesignerin, Ladenbesitzerin, Kunstliebhaberin, Trendsetterin, Jazzsängerin, Mutter – und mit Sicherheit noch sehr vieles mehr. Ihr Modegeschäft „Evelyns Showroom“ besteht seit 45 Jahren, davon die letzten zehn Jahre im Kontorhaus am Markt. Auf großzügiger Fläche erstrecken sich Kleiderstangen mit exklusiver Ware. Hot stuff, big names: Balenciaga, Donna Karan, Dolce & Gabba-

Zur Mode gekommen ist Evelyn Frisinger eher ungeplant. Oder doch nicht? Eigentlich war der freiheitsliebende Teenie in den 1960er Jahren erst einmal als Au-Pair in London, wo sie abendlich ihrer Musikleidenschaft frönte und in den angesagten Clubs den angesagten Stars zuhörte: The Who, Jimi Hendrix, die Stones. Dank Presseausweis vom OK-Magazin durfte sie schon bald ganz offiziell backstage die Rockidole interviewen. Musik – und Mode, die zweite Leidenschaft, die sich in London Bahn brach. „Ich bin im

na. Fashion-Kunstwerke, besonders, wenn Evelyn Frisinger Bilder von nostalgischen Schätzen zeigt. Und Nostalgiewert haben viele ihrer Kleidungsstücke und Accessoires, schließlich hat sie ab 1966 die Kostüme für den von Radio Bremen produzierten „Beat Club“ entworfen und geschneidert.

Mitte – Das Bremer Citymagazin

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dunkelblauen Faltenrock angekommen und im Mini zurück“, so fasst sie kurz die modische Revolution zusammen. Wieder in Bremen macht sie in der Museumsstraße nahe der Wallanlagen kurzerhand ihren ersten Laden auf: Evelyn. Eine Boutique mit modischen Kleinodien aus der britischen Metropole. Damit der Laden mehr auffällt, erhält er ein bis heute bestehendes Markenzeichen, den roten Mund. Die Mode ist zeitgemäß, provokant und vor allem: unkonventionell. Ihre Schlaghose ist ein Dauerbrenner und sichert das Kapital für die erste Eigentumswohnung. „Beat-Club“-Gast Carlos Santana flimmert im TV-Bild wegen eines doof gestreiften Hemds? Ab zu Evelyn. Eine Angestellte bekommt einmal sogar Ärger mit ihrem Ehemann, der Zeuge davon wird, wie eng die Röhrenhosen an Rockerbeinen abgesteckt werden. Nach dem Aus des „Beat Clubs“ 1972 folgt der „Musikladen“, auch hier sorgt Eve-


Unterwegs mit …

Das Kontorhaus am Markt Im Mai 2012 feierte das unter Denkmalschutz stehende Gebäude in seiner neuen Form zehnjähriges Jubiläum. Errichtet wurde es ursprünglich zwischen 1910 und 1912. Während die oberen Geschosse Hauptsitz der Wirtschaftsförderung Bremen sind, können Besucher im Erd- und

Paris? Mailand? Nein, dieses Fotoshooting spielte sich in den 1970er Jahren auf dem Bremer Marktplatz ab. Öffentlichkeitswirksame Aktionen sind eben ganz nach dem Geschmack von Evelyn Frisinger.

lyn Frisinger für die Kostüme. Ihre Boutique zieht in die Katharinenstraße, und irgendwann beschließt sie, nicht mehr selbst Mode zu nähen, sondern ausgewählte Stücke internationaler Designer zu verkaufen. Ihr Gespür für Stil, Trend und Zeitloses sorgt für eine Auswahl, die bis heute in Bremer Modegeschäften ihresgleichen sucht. Dabei gilt Bremen unter Modedesignern nicht gerade als Fashion-Hochburg. Der Salesagent von Donna Karan etwa rümpfte 1987 noch die Nase über den Standort.

„Jeder Tag ist unterschiedlich“ Um die Verkaufsfläche im Kontorhaus zu füllen, ist Evelyn Frisinger ständig unterwegs. Modenschauen sind Luxus, findet sie, dafür fehle häufig die Zeit. Wenn sie selbst nicht da ist, kümmern sich ihre langjährigen

Kunsthalle Bremen

Hundertwasser

Detail aus 178 Die politische Gärtnerin, 1954, © 2012 NAMIDA AG, Glarus/Schweiz

Friedensreich

Angestellten Sylvie und Lars um den Laden, dazu gibt es feste Aushilfen. Der Kundenkontakt ist Evelyn Frisinger extrem wichtig, daher käme auch ein Online-Shop für sie nicht in Frage. „Ich muss schon gucken, dass die Frau, die hier reinkommt, glücklich wieder rausgeht“, so ihre Devise. Männer natürlich auch. Es sind die persönlichen Geschichten, die ihr Impetus sind: Die ältere Dame, die neulich ihr Kleid zurückbrachte, in dem sie ihren Mann kennengelernt hatte. Sie würde es nie wieder anziehen, der Mann war verstorben. Oder dass einmal Schauspieler John Malkovich im Laden stand und Jazz zu hören verlangte. „Jeder Tag ist unterschiedlich. Jemand, der hier reinkommt, gestaltet ihn mit.“ Und das ist wahrscheinlich ziemlich gut so, denn Routine und Langeweile passen so gar nicht – Moment, da kommt gerade eine Kundin …

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Untergeschoss in ausschließlich inhabergeführten Geschäften ihrer Pasta-Leidenschaft frönen, sich kosmetisch verwöhnen, Kaffeekultur genießen oder nach ausgesuchten Möbeln und Accessoires stöbern. www.kontorhaus-bremen.de

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Seinerzeit

Vorbild für das Bremer Rathaus

Die Stadtwaage gehört zu den prachtvollsten Gebäuden der Bremer Innenstadt. Seit dem späten 16. Jahrhundert wurden hier öffentlich Waren aller Art abgewogen. Heute dient das Gebäude als Kulturhaus der Sparkasse Bremen und ist Sitz der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen sowie der Günter-Grass-Stiftung.

Text Robert Uhde

W

er heute auf dem Markt einkauft, der kann davon ausgehen, dass der bezahlte Preis dem tatsächlichen Gewicht der ausgesuchten Waren entspricht. Im Mittelalter war das anders. Da konnten Gewichte von Stadt zu Stadt erheblich voneinander abweichen. Um vor Betrug zu schützen und fällige Steuern zu berechnen, mussten die Kaufleute ihre Waren deshalb in vielen Städten in einer öffentlichen Waage überprüfen lassen. Für die Hansestadt Bremen ist eine Wiegeordnung bereits für das 14. Jahrhundert verbrieft. 1586 wurde dann mit dem Bau einer repräsentativen fünfgeschossigen Stadtwaage in der Langenstraße 13 begonnen: „Der nach Plänen des Architekten Lüder von Bentheim errichtete Backsteinbau zählt zu den bedeutendsten Werken der

Die historische Fassade der Stadtwaage: Einst zerstört, wurde sie nach alten Plänen originalgetreu wieder aufgebaut.

Weserrenaissance, wurde aber auch durch Ideen aus den Niederlanden und aus Italien beeinflusst“, erklärt Bremens oberster Denkmalschützer Prof. Dr. Georg Skalecki. „Auffallende Details sind die prachtvollen Sandsteinverzierungen, die dekorativen Blendpfeiler und die muschelförmigen Schmuckelemente oberhalb der Fenster.“ Entsprechend beeindruckt zeigte sich damals auch der Rat der Stadt. Denn nur kurze Zeit später wurde von Bentheim auch mit der Umgestaltung des damals noch relativ nüchtern gehaltenen Rathauses beauftragt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als es immer mehr andere geeichte Waagen gab, wurde der Waagebetrieb schließlich eingestellt. 1877 zog deshalb mit dem Steuer- und Katasteramt ein neuer Nutzer ein.

Mitte – Das Bremer Citymagazin

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Und ab 1925 diente das Gebäude als Sitz der NORAG, des ersten Rundfunksenders in der Hansestadt.

Von der Stadtwaage zum Kulturhaus Es folgten der 2. Weltkrieg und die Luftangriffe auf Bremen, bei denen am 6. Oktober 1944 auch die Stadtwaage getroffen wurde. Von dem reich verzierten Renaissance-Bauwerk blieb nur eine ausgebrannte Ruine. „Lange wurde anschließend um den Wiederaufbau gerungen“, so Prof. Dr. Georg Skalecki. „Doch erst durch das Engagement des Baudenkmalpflegers Rudolf Stein und die finanzielle Unterstützung der Sparkasse Bremen konnte das Projekt tatsächlich realisiert werden.“ Die repräsentative Front wurde dabei Stück


Seinerzeit

Wegweiser

Symbol für die ursprüngliche Funktion: Die goldene Waage prangt gut sichtbar am Gebäude in der Langenstraße.

für Stück nach alten Plänen und Fotos und unter Verwendung erhaltener Giebelteile neu errichtet. Und im Innenraum wurde statt der früheren Lagerräume in den Obergeschossen ein hochwertiger Festsaal in zeitgenössischer Architektur eingefügt, der seitdem als Veranstaltungsort für Lesungen, Konzerte oder Vorträge der Sparkasse genutzt wird. Darüber hinaus dient das „Kulturhaus Stadtwaage“ seit 2000 auch als Sitz der Günter-Grass-Stiftung und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.

Eine weitere Zäsur erlebte die Stadtwaage 2011. Denn pünktlich zur 50-Jahr-Feier der Wiedereröffnung 1961 wurde das Haus aufwändig saniert und erstrahlt seitdem in neuem Glanz. Höchste Zeit also, sich das Baudenkmal mit der goldfarbenen Waage im Giebel etwas genauer anzusehen! Zum Beispiel bei der Ausstellung „Grimmland – Märchenhaft. Da favola.“, die die GünterGrass-Stiftung am 18. November im Rahmen der globale° 2012 in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Italien zeigt.

Die Bremer Innenstadt – das ist nicht nur Shopping-Zentrum, sondern auch historisch gewachsener Stadtkern. Zahlreiche Straßennamen sind Zeugen dieser langen Geschichte. Doch was steckt hinter ihnen? Diesmal: der Stavendamm am weserseitigen Eingang zum Schnoor. „Staven“ ist das plattdeutsche Wort für „Stuben“. Damit waren im Mittelalter vornehmlich öffentliche Badestuben gemeint. Viele Bürger empfanden sie als unmoralisch, da sowohl Männer als auch Frauen Zugang besaßen. Noch heute hält sich die Legende, dass die Bremer Bürgermeister die Badestuben durch einen unterirdischen Gang vom Rathaus besuchten, um unerkannt zu bleiben. Heutzutage buchen die Bremer an dieser Stelle Kreuz- sowie Flussfahrten bei Transocean und kleiden sich dazu passend bei Albers Maritim ein. Aber auch die Vergangenheit wird hier lebendig gehalten – im Bremer Geschichtenhaus mit seinen zahlreichen Darstellern.

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22.10.12 15:05

Mitte – Das Bremer Citymagazin


Zu guter Letzt

„Die Menschen müssen Lust auf die City haben“ Ein Gespräch mit Harm Hesterberg – Geschäftsführer von Stiesing Mode und 1. Vorsitzender der CityInitiative Bremen. Interview Daniel Günther

H

err Hesterberg, würden Sie sagen, die Mode wurde Ihnen in die Wiege gelegt? Das ist wohl so. Ich führe das Geschäft mit meinem Bruder zusammen in der 4. Generation. Und ich habe mir nie die Frage gestellt, was ich mal werden will, das war einfach klar. Im Grunde bin ich ja auch im Laden aufgewachsen, wir haben ja hier in der Sögestraße gewohnt. Mein Büro, in dem wir gerade sitzen, war früher unsere Küche.

wir Menschen immer wieder Lust auf etwas Neues. Deshalb müssen wir uns auch immer wieder neu erfinden. Gilt das auch für die Bremer City? Absolut! Die Stadt ist heute in vielen Bereichen optisch schon sehr schön. Tatsächlich ist es aber so, dass die Handelsstruktur hier überaltert ist und sich eben nicht neu erfunden hat. Darin steckt eine große Gefahr, denn wenn sich die Innenstadtflächen nicht modernisieren, wird irgendwann die Frage aufkommen, ob die Menschen überhaupt noch in die City kommen.

auch das Viertel gehört dazu, das ich gern das Soho der Innenstadt nenne. Darum ist es wichtig Verbindungen zu schaffen, um die Vielseitigkeit als ein Ganzes erlebbar zu machen.

„Die Stadt braucht Qualität“ Aber liegt dann nicht vieles in den Händen der Kaufmannschaft selbst? Ja, wir müssen unseren Beitrag leisten und den aktuellen Trend nutzen: weg von der Peripherie und zurück in die Städte. Handel ist ja heute zu großen Teilen ein Massenmarkt, wo alles gleich ist. Darum sind Nischen ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal. Die Leute sind es satt, überall das Gleiche zu finden. Heute ist es spannender in Geschäften zu stöbern, in denen Sie überraschende Sortimente finden und auch DNA Ihrer Gegend. Hier sollten auch wir Bremer ansetzen. Was die Stadt braucht, ist Qualität. Das geht nur über Andersartigkeit, echte Alleinstellungsmerkmale und Kreativität. Damit laufen wir auch Städten wie Münster und Oldenburg wieder den Rang ab und hätten gegenüber Hamburg den großen Vorteil der kürzeren Wege. Aber es gibt doch durchaus Nischengeschäfte, Ihres ist doch das beste Beispiel. Ja, es gibt solche Beispiele wie Grashoff am Herdentor oder den Krämerladen im Viertel. Aber genau hier liegt das Problem. Die Dinge sind schwer erlebbar, weil sie nicht nebeneinander sind. Die City reicht eben nicht nur vom Wall bis zur Weser,

„Wir müssen Dinge infrage stellen“ Wie läuft denn das Geschäft? Wir sind sehr zufrieden. Wir sind ja wie Trüffeljäger immer auf der Suche nach exquisiter, andersartiger Ware, denn davon leben wir. Bei uns gibt es eben den Regenschirm aus der Garage in Mailand, der dann aber der weltbeste ist. Wir führen viele Topmarken, sind aber selbstbewusst genug zu sagen: Die Marke, die wir vertreiben, heißt Stiesing. Dabei müssen wir aber immer auch Dinge infrage stellen. Nicht, weil das Alte schlecht war, sondern um Sachen neu in Bewegung zu bringen. Schließlich haben

Mitte – Das Bremer Citymagazin

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Wie sieht die Innenstadt in 20 Jahren aus? Dann haben wir zwei geschlossene Rundläufe, vergleichbar mit einer Acht. Den Knotenpunkt sehe ich hier in der Sögestraße. Der eine Rundlauf verläuft durch die Obernstraße, Hutfilterstraße, vorbei an der Handwerkskammer zur Knochenhauerstraße zurück zur Sögestraße. Der zweite Kreis verläuft über den Wall bis zur Kunstmeile, in den Schnoor, durch die Böttcherstraße und über den Marktplatz zurück. Kurzum: Die Flächen, die da sind, müssen charmant aufbereitet und verbunden sein, damit die Menschen auch nachhaltig Lust haben sich in der City aufzuhalten.

„Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ Das sind schöne Gedanken, aber halten Sie das für machbar? Für viele Dinge brauchen Sie eine Grundidee. Und manchmal gehen Sie auch Wege, bei denen Sie sich vertüddeln. Aber jede große Idee lebt im Kern erst einmal davon, dass sie falsch ist. Denn darin liegt die große Chance, etwas draus zu machen. Da gilt nach wie vor: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Sie legen sich ja ordentlich ins Zeug. Was bedeutet Ihnen Bremen denn? Ich bin überzeugter Bremer, weil ich die Stadt einfach sexy finde. Letzte Saison war ich mit einem Freund im Stadion. Nach dem Spiel saßen wir mit einem Bier an der Weser. Werder hatte gewonnen. Wir schauten die Weser runter, wo zwei Schiffe in den Sonnenuntergang fuhren. Von einem Schiff hallten die Rufe „Werder“ und vom anderen „Bremen“. Wir haben uns angeschaut und waren uns einig: Coole Stadt!


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Mitte Herbst/Winter 2012