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BY PEDALIÉRO

T T R A I L S

TRAILSTUFF, TRAILSPOTS, TRAILPEOPLE, TRAILSPIRIT & 15 TRAILRAKETEN IM TEST


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º EDITORIAL

NEU pedaliéro-Spezial

T T R A I L S

Der Trail ist das Ziel! Er ist die Essenz, das Elixier, Ziel und Wesen für viele Mountainbiker: der Trail. Abseits von Forststraßen, Schotter und Radwegen schlängelt er sich durch den Wald, über Wiesen, durch Steinfelder, ist mal flowig, mal verblockt, mal technisch. Er fasziniert uns, verlangt uns alles ab, begeistert – und auch noch nach Jahren erinnert man sich an die Besten. Trailriding ist Mountainbiking, Grund genug die­ sem heiligen Gral ein gesamtes Magazin zu wid­ men. In „Trails“ dreht sich alles rund um dieses große Thema – nicht Wettbewerb, Kunststücke und Höchstleistung stehen im Fokus, es geht um Mountainbiken für jedermann. Flow, Freiheit, Genuss, Bewegung und Spaß auf dem Trail – das, was die ursprüngliche Idee des Mountainbikens vielleicht am besten widerspiegelt. Wir waren für euch viel unterwegs, haben gesammelt, getestet, Interviews geführt, Fotos geschossen. Von Dänemark über die Alpen bis nach Amerika hat uns der Weg geführt, um euch ein buntes Potpourri zu bieten. Wir haben Bobby Root getroffen, den Evel Knievel der Bike­ szene, bekannt für Front-Wheelies mit über 90 km/h, absurd weite Sprünge und Monsterdrops. Unterwegs im Land der Cowboys, haben wir uns an seine Fersen geheftet und dabei jede Menge Staub geschluckt.

Schrift

Andreas

Sawitzki

Und weil wir gerade in Kalifornien wa­ ren, haben wir gleich auch noch Free­ ride-Legende Richie Schley besucht. Er zeigte uns seinen Arbeitsplatz in Laguna Beach, der vermutlich zu den schönsten der Welt gehört. Und noch nicht einmal auf Weihnachtsgeld muss er verzichten! In den Alpen haben wir uns auf den Stoneman-Trail gewagt. Er gilt als eine der schönsten und anspruchsvollsten MTB-Rundstrecken Europas. Wir waren mit Roland Stauder, dem Vater dieses Abenteuertrails, in den Dolomiten un­ terwegs. Der „GURU HIMSELF“ schenkte uns Einblicke, Ausblicke und eine ganz besondere Form der Demut. Und natürlich haben wir auch wieder einiges für euch ausprobiert: die inte­ ressantesten Trailbikes mit und ohne Motor, Hardtails als auch Fullys. Sie alle versprechen höchsten Trailgenuss mit einer Extrakirsche auf der Sahne. Das und vieles mehr findet ihr in unserem neuen Magazin! Viel Spaß beim Schmökern! Herzlichst, euer pedaliéro-Team!


Das intuitive E-Bike-System für Spaß und grenzenlose Freiheit

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08 STONEMAN-TRAIL AUF DIE PLÄTZE, FERTIG - DEMUT!

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TRAILSTUFF ZUM LIEBHABEN

TRAILBIKES ZUM LIEBHABEN

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NEUES AUF STOLLENREIFEN

BOBBY ROOTS WILD WILD WEST

Impressum

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THE SPIRIT OF RIDING SIEBEN TAGE SCHUFTEN IM GARTEN EDEN

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AUSGEWÄHLT FÜR DICH

20

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|

BC BIKE RACE DAS ULTIMATIVE TRAIL RENNEN

Editorial

TRAIL INHALT ZUM STOE BERN

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FLOW

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UND PLÖTZLICH WIRD ALLES GANZ LEICHT …

TRAILBIKES 2017!

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DIE BESTEN BIKES DES JAHRES IM FAHRBERICHT

E-TRAILBIKES 2017!

88

DIE BESTEN E-MTBS DES JAHRES IM FAHRBERICHT

TRAILDOG THIS IS HOME

82 LIVING THE LIFE MIT RICHIE SCHLEY IN LAGUNA BEACH

ROCKY MOUNTAIN ALTITUDE 2018

BY PEDALIÉRO

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T T R A I L S

TRAILSPOTTING HANS REY & BRIAN LOPES UNTERWEGS IN LIVIGNO

TRAILSTUFF, TRAILSPOTS, TRAILPEOPLE, TRAILSPIRIT & 15 TRAILRAKETEN IM TEST

Foto Margus Riga/BC Bikerace

PROJEKT TRAUMBIKE


S T O N E M A N - T R A I L Schrift

Norbert

Eisele-Hein

&

Andreas

Sawitzki

Fotos

AUF DIE PLÄTZE, FERTIG – DEMUT!

Der Stoneman-Trail gilt als eine der schönsten MTB-Rundstrecken der Alpen. Und als eine der härtesten: 120 Kilometer und 4.560 Höhenmeter durch die Berge sind hart, steinhart. Ihren Namen verdankt die Tour den vielen Steinmännern am Wegesrand, die zuverlässiger als jedes GPS funktionieren. Wir waren mit Roland Stauder, dem Vater dieses Abenteuertrails, in den Dolomiten unterwegs. Er schenkte uns Einblicke, Ausblicke und eine ganz besondere Form der Demut.

Jan

Volbracht


ยบ TRAILEXPERIENCE

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Bei Sonnenaufgang geht es los. Wir haben viel vor.


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º TRAILEXPERIENCE

OBEN AM MARKINKELE SPIEGELT SICH DIE GESAMTE GARDE DER HOCHPUSTERTALER DOLOMITEN IN WINZIGEN BERGSEEN.

„Ist die ‚Demut-Passage‘ befahrbar?“, fragt ein Biker, der mit seiner Gruppe neben uns hält. Ich zucke mit den Schultern. „Keine Ahnung, aber du kannst ja mal Roland fragen. Er steht dort drüben!“, antworte ich ihm. „Ro­ land Stauder?“, fragt der Biker ungläubig und ein Strahlen erleuchtet sein Gesicht. „Ja!“, sage ich, „höchstpersönlich!“, während der Biker mir schon nicht mehr zuhört und unterwegs zum „Guru himself“ ist. „Das ist ja wirklich ein Zufall“, erklärt mir eine junge Frau, die mit zur Gruppe gehört. „Mein Vater ist totaler Fan von Roland. Ihn hier zu treffen … toll!“ Es ist nicht schwer, Fan von Roland Stauder zu sein. Er ist nicht nur ein ausgesprochen liebenswerter und netter Mensch, er hat au­ ßerdem auch noch den Stoneman erfunden. Das Konzept ist einfach und genial, Roland hat die Logistik und den Ablauf kongenial or­ ganisiert. Jeder Aspirant erhält ein Armband, mit dem er von Sexten, Toblach, Sillian oder Padola aus starten kann. Auf den höchsten Punkten, dem Markinkele (2.545 Meter), der Sillianer Hütte (2.447 Meter), dem Passo Sil­ vella (2.329 Meter), dem Valgrande (1.362 Me­ ter) und der Rotwandwiesenhütte (1.900 Me­ ter) hat Roland Stempelstellen zur Kontrolle installiert. Dort stanzen die Biker mit einer Zange selbst Kontrollmarken in ihre Arm­ bänder. Wer die Runde an einem Tag packt,

bekommt einen Stoneman in Gold, wer zwei Tage dafür benötigt, erhält Silber. Wer mit gut 1.500 Höhenmetern täglich bedient ist – und dieses Pensum sorgt bei Otto-Normal-Bikern durchaus schon für angesäuerte Waden – bekommt Bronze. So individuell wie das Pro­ jekt sind auch die Trophäen. Die Steinmänner werden von Roland handgefertigt. Vier bis fünf faustgroße Kalksteine aus den Dolomi­ ten, mit einem Spezialkleber zum Steinmann aufgerichtet, ruhen auf einem gehobelten, schwarz lackierten Holzsockel. Die Spitze des Steinmanns wird je nach Leistungs- und Lei­ densbereitschaft der Biker gold, silber oder bronze lackiert. Wir sind von Sexten aus gestartet, der Caravan Park Sexten war uns ein erstklassi­ ges Basislager. Über Innichen und weiter auf dem Drau-Radweg geht‘s nach nach Toblach. Satte 1.425 Höhenmeter schrauben sich die Serpentinen hoch zur ersten Kontrollstelle. Roland referiert ohne zusätzlichen Schnaufer locker seinen Werdegang. „Eigentlich bin ich über das Bergsteigen und Rennradfahren zum Biken gekommen. Rings um Sexten habe ich schon in meiner Schulzeit und spä­ ter während meiner Ausbildung zum Tischler so gut wie alle Gipfel bestiegen. In den Ferien jobbte ich oft im Schwimmbad. Eine junge Bademeisterin kam damals täglich mit dem Rennrad von Niederdorf nach Sexten. Mit einem richtig coolen Rennanzug. Das hat mir mächtig imponiert und so bin ich eigentlich auch zum Radsport gekommen und später dann hängengeblieben.“ Oben am Markinkele spiegelt sich die ge­ samte Garde der Hochpustertaler Dolomiten in winzigen Bergseen. An der Kontrollstation stanzen wir unser Armband und legen einen ersten Energieriegel nach. Hier treffen wir auch auf die Gruppe Mountainbiker, für die es eine besondere Ehre ist, ihren Helden zu treffen.

Roland Stauder, Herr und Schöpfer des Stoneman-Trails, erklärt uns seine Welt.

Die massive Kontrollstation auf dem Markinkele hat Roland alleine aufgestellt. Mit seinem alten Van hat er einen Beton­ kübel mit versenkter Eisenstange hochge­ fahren, mehrfach setzte das Fahrzeug un­ terwegs auf. Er vergrub den Kübel metertief und installierte mit der Entschlossenheit eines Bulldozers eine rund 70 Kilogramm schwere Stahlplatte darauf. Wir queren zur Hochrast und rauschen 1.495 Höhenmeter feine, steile Singletrails und breitere Pisten hinab zum Winnebach. Der zweite Streich führt ebenso steil wieder hoch zur Sillianer Hütte. Bei einer Monster­ portion Spaghetti plaudert Roland über die Anfangsschwierigkeiten bei der Realisierung des Stonemans. „Die meisten standen dem Projekt von Anbeginn sehr aufgeschlossen gegenüber. Natürlich gibt es auch Skeptiker oder Leute, die einen gleich für verrückt erklären. Die Route führt ja durch viele Gemeinden und verläuft hier am Karnischen Höhenweg auch auf der österreichischen Seite. Wegerechte und Versicherung sind da immer ein heikles Thema. Zum Glück gewährte mir der Tourismusdirektor des Hochpustertals, Alfred Prenn, der selbst pas­ sionierter Biker ist, seine professionelle und enthusiastische Unterstützung.“ Wir klettern mit vollen Mägen zum 2.550 Meter hohen Hornischegg. Es folgt die Demutpassage. Ein stets auf Messers Schneide tänzelnder Sing­ letrail mit überwältigendem Panorama. Wohl eine der schönsten Passagen der Alpen. Bei der Abfahrt von der Demut (2.592 Meter) füh­ len wir uns plötzlich wie in Tibet. An einem besonders massiven Steinmann hat Roland unzählige Gebetsfahnen installiert. Lautstark flattern sie im Wind.


TRAILEXPERIENCE º

„DER STONEMAN SOLL EINEN SPANNENDEN MIX AUS INTENSIVEM NATURERLEBNIS UND DEM AUSLOTEN SPORTLICHER GRENZEN LIEFERN.“

Die Demutpassage. Der Name sagt alles.


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Tibetische Gebetsfahnen in luftiger Höhe. Sie sollen dem Universum Frieden, Weisheit und Glück bringen.

Kleine Kunstwerke: Steinmänner weisen den Weg.


TRAILEXPERIENCE º

„BIKER SOLLEN POSITIVE EMOTIONEN UND EINE GUTE PORTION ZUFRIEDENHEIT MIT NACH HAUSE NEHMEN.“

In Padola starten wir zum letzten großen Uphill über den Kreuzbergpass hoch zu den Rotwandwiesen. Es wird schon schat­ tig. Zum Glück lassen sich die letzten 700 Höhenmeter einfache Forststraße auch mit der letzten Reserve abspulen. Die Rotwand macht ihrem Namen alle Ehre und erstrahlt bereits im Sonnenuntergang. Der finale Downhill zementiert bereits ein anhaltendes Dauergrinsen in meinem Gesicht. Wie hatte es Roland so trefflich bei unserem ersten Ge­ spräch formuliert: „Der Stoneman soll einen

Das haben wir uns verdient: relaxte SUP-Session am Pragser Wildsee.

spannenden Mix aus intensivem Naturerleb­ nis und dem Ausloten sportlicher Grenzen liefern. Biker sollen positive Emotionen und eine gute Portion Zufriedenheit mit nach Hause nehmen.“ Stimmt! Auch wenn meine Grenzen leicht überschritten wurden. Physisch bin ich ein Wrack. Meine Beine werden noch in ein paar Tagen schmerzen. Aber psychisch wallt ge­ rade ein regenbogenfarbener Tsunami in mir hoch. Was für eine hammergeile (Tor)tour!


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Vorbei am Stoneman, hinein in den Trail


TRAIL STUFF ZUM LIEB HABEN!

RAUS AUF DEN TRAIL, DOCH HOFFENTLICH MIT DEN KORREKTEN KLAMOTTEN! DENN NICHTS VERSÜSST DEN FLOW MEHR ALS EQUIPMENT, DAS GUT PASST, GUT FUNKTIONIERT, GUT AUSSIEHT. WIR HABEN EINMAL QUER DURCHS REGAL GEGRIFFEN UND EIN PAAR RICHTIG FEINE TEILE GEFUNDEN. FÜR EUCH ZUSAMMEN­ GESTELLT, NEUES ZUM LIEBHABEN!

CONTI / ADIDAS TERREX CMTK Wo Leidenschaft auf Kompetenz trifft, wird ein Schuh draus. Ebenso, wenn Mountainbiking auf Crosslauf trifft, die Experten von Continental und adidas TERREX Kräfte vereinen und mit dem CMTK einen Hybrid erschaffen, unten Reifen, oben Schuh. Ganz und gar Reifen ist der frisch überarbeitete Conti Mountain King, der dem adidas CMTK sein Profil spendierte. Einblicke in diese Liaison geben www.continental-reifen.de/fahrrad und www.adidas.de/terrex.

SRAM GX EAGLE Wahre Höhenflüge in Sachen bezahlbarer Antriebstechnik verspricht die „SRAM GX Eagle“-Gruppe. Für unter € 500,- gibt es das volle Programm: federleichte 12-fach-Kassette mit 500 % Übersetzungsbandbreite, geschmiedeter Direct-Mount-Kurbel­ satz, präzises Schaltwerk, Kette, Trigger – gehüllt in pragmatisches Schwarz. Gebaut, um Grenzen zu überwinden. Alle Infos zur GX Eagle gibt’s unter www.sram.com.

SOURCE HIPSTER Packesel war gestern. Sources neues Trinksystem für sportliche Aktivitäten ist in einen breiten Mesh-Gürtel genäht, bietet reichlich Komfort und Bewegungsfreiheit, ist atmungsaktiv und verhindert Druckstellen. 1,5 Liter passen in den Tank. Dazu ein paar Täschchen für Schlüssel und Geld, und der Wüstendurchquerung steht nichts mehr im Weg. Fühl dich als Biker, nicht als Packesel. € 78,95 in Schwarz, Orange oder Purple.


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º TRAILSTUFF

SUPLEST OFF ROAD PRO Suplest bleibt nicht nur bei seinen Leisten, sondern tüftelt Jahr für Jahr weiter an ihnen herum. Im neuen Design erstrahlt der Offroad-Pro für ambitionierte Radsportler mit Hang zur Exklusivität. Boa-Verschluss, rutschfeste SUPtraction-Außen- und 360°-Innensohle sorgen für festen Halt beim Race und im Alltag. Den Offroad-Pro bekommst du für € 199,-. Emmentaler Ehrenwort! Alles Weitere auf www.suplest.ch.

MAVIC DEEMAX PRO Durch die Adern Mavic’s fließt gelbes Blut. Weniger auffällig als das ikonisch-knallgelbe DH-Modell hat es das Enduro-orientierte Deemax Pro faustdick hinter den Ohren. Mit 1.700 g auf 27,5“ tragen die Laufräder Made in France Modelmaße und sind dabei so tough wie Jean-Claude van Dam­ me. Für den Einsatz am E-Bike bietet Mavic eine verstärkte Ausführung. Ab € 999,- pro Paar. Mehr Gear für dein Plaisir auf www.mavic.com.

CRAFT XT SHORTS Craft schnürt uns ein dickes Paket neuer Bikeshorts und wir haben nun die Qual der Wahl. Die Functionwear-Pioniere bringen vier Hosen in vier Schnitten für vier Einsatzbereiche – vereinfacht gesagt: vier Hosen für vier Spezies der Gattung Endurae. Vom Tourenradler über den Draufgänger bis zum Athleten wurde an alle gedacht. Ab € 99,95 gibt’s das individuelle Quartett. Was verrät deine Hose über dich?

SEVEN IDP M2 HELM Weil der Schutz unseres Kopfes am Allerwichtigsten ist, gibt es für alle Trailrocker den extrem lässigen SEVEN iDP M2-Helm. Die ConeHead-Technologie sorgt für erhöhte Schutzwirkung, der Nackenbereich bietet verlängerten Schutz, 19 Belüftungsöffnungen halten das Klima mild. Leichte 317 g verzaubern den Bikerkopf, das camouflagefarbene Wunderding gibt es für schlappe € 129,99. Mehr Infos unter cosmicsport.de!


SHIMANO SCHUHE & PEDALEN Bei der Entwicklung neuer Produkte arbeitet man bei Shimano gern mit Experten. Wer sonst wäre als Pro in Sachen Schnell­ fahrens besser geeignet als Familie Atherton? Vier Pedale und fünf Schuhe sind das Ergebnis der Affäre, ein bisschen Flat, ein bisschen Klick. Großes Augenmerk wurde auf Passform und Grip gelegt, ebenso auf die Harmonie zwischen Schuh und Pedale. Alle Infos und Preise auf www.paul-lange.de.

KNOG PWR RIDER Knog, seines Zeichens helles Köpfchen, geht mit der PWR Rider Helmlampe eines der elementaren Probleme der Neuzeit an. Die 450-Lumen-Lampe ist zugleich Powerbank mit 2.200 mAh zum Nachbetanken von Smartphone, Actionkamera oder Fahrradnavi. Die PWR Rider ist wasserabweisend und im schlanken CNC-Korpus ein wahres Leichtgewicht. Das Gadget für € 69,99 findest du auf www.knog.com.au.

CRANKBROTHERS KLIC PUMP Unter Hochdruck schlaue Lösungen finden? Nicht jedermanns Stärke, aber bei Crankbrothers neuer Handpumpe hat es „Klic“ gemacht. Der sicher verstaute, herausnehmbare Schlauch wird mit Magnetismus an den Tubus der Pumpe geklickt und kann dank doppelseitigem Ventilkopf Presta- und Schraderventile befüllen. Dazu gibt ein eingebautes Manometer und einen Adapter für CO2-Kartuschen im Griff. Ab € 36,99. Ka-ching.

EARLY RIDER T16 KINDERRAD

Man kann nie früh genug damit anfangen, ein echter Easy Rider zu werden. Ideales Fundament: der Early Rider T16! Solider 6061-T6 Aluminium-Rahmen für maximale Stabilität und Style, geschmiedete Ausfallenden, fetter Ritchey-Vorbau und -Lenker, Retrosattel – und als absolutes Highlight ein Riemenantrieb. Unverwüstlich und praktisch frei von Pflege! Das alles zum Taschengeldpreis von nur € 429,95! cosmicsport.de!


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º TRAILSTUFF

OAKLEY RADAR PACE PRIZM Gestatten, Oakley Radar Pace PRIZM. Mehr als eine schnittige Brille, nicht weniger als dein neuer Coach. PRIZM verfolgt deine Aktivität wie ein Personal Trainer, erstellt aus deinem Profil ein individuelles Trainingsprogramm und artikuliert Anweisungen, Auskünfte und anfeuernde Worte. Mensch und Maschine, Hand in Hand, so entstehen Terminatoren auf Klickpedalen. Alle Funk­ tionen der PRIZM liest man auf de.oakley.com. Ab € 439,-.

SONAX BIKE-PFLEGESERIE Glänzende Aussichten für 2018 beschert uns Sonax mit ihrem erweiterten Pflegeprogramm im Zweiradsegment. Mit Putzerfah­ rung seit 1950 und einem Ehrendoktor in Politurwissenschaft hat Sonax ein zweckmäßiges Paket geschaffen für die schmerzlose Bikepflege zwischendurch. Alle uns leidig bekannten, typischen Verschmutzungen wurden adressiert, auch jene der E-Bikes. Saubere Arbeit, Daumen hoch. Mehr unter www.sonax.de.

TRAIL HUNTING IN SAALBACH MIT BIG-10 Bist du ein wahrer Trail Hunter? Träumst du von nichts anderem, als ein Wochenende lang Trails zu shredden ohne Ende und ohne Gnade?!? Hier ist das Trailparadies, nach dem du suchst: In Saal­ bach Hinterglemm und Leogang wartet BIG-10 auf dich. BIG was? Lassen wir doch einfach mal Zahlen sprechen: BIG-10, das sind zwei Bike-Gebiete, zehn Seilbahnfahrten, 10.000 Tiefenmeter, 140 Kilometer Wegstrecke und unzählbare, unvergessliche Mo­ mente! Mit diesen zehn Gondelfahrten lassen sich fast alle Trails und Lines der beiden Reviere abfah­ ren. Die perfekte Bergaufstiegshilfe, um noch mehr Trails bergab zu rocken und derart viele Tiefenme­ ter an nur einem Wochenende zu vernichten! Und kaum eine Strecke muss doppelt gefahren werden – höchstens mal aus praktischen Gründen, oder weil man es selbst so will. Aber aufgepasst: Die BIG-10 setzt auf gute Ausdauer, Entschlossenheit und ein hohes Maß an Fahrkönnen. Teile der angeführten Route verlaufen auf schweren (schwarzen) Trails! Für echte Trailjäger ist BIG-10 die perfekte Art, die Region mühelos zu entdecken und ein echtes Bi­ ke-Abenteuer zu erleben. Mehr Infos findest du auf

www.saalbach.com/bike.


NOCH IMMER AUF DER ALTEN MÖHRE UNTERWEGS? MUSS DOCH NICHT SEIN! EIN NEUES BIKE BRINGT NEUEN SPASS, EIN PAAR BESONDERE LECKERBISSEN PRÄSENTIEREN WIR HIER! NEUE TRAILBIKES, UNBEDINGT ZUM LIEBHABEN!

LHASA E

TRAILBANGER

TRAIL BIKES ZUM LIEB HABEN!

CENTURION TRAILBANGER & LHASA E Trailbanger ist der Name, der mit harter Hand über die Abwärtsstrecken dieser Welt herrschen soll. Centurions 2018er Super-Enduro bietet eine ver­ änderte Geometrie, die durch geringere Überstandshöhe im Extrembereich mehr Kontrolle und Sicherheit bringen soll. Tourentauglich machen es Va­ riosattelstützen mit extralangem Hub. Ab € 3499,- kannst du die Trails nach allen Regeln der Kunst bangen, fürs Topmodell „Team“ werden € 5499,- fällig.

Das Lhasa E kommt mit einem unüblichen Feature: serienmäßig verbautem Tatendrang. Robust, vollgefedert und mit Elektrounterstützung ist kein Weg zu weit, steinig oder steil. Das All-Terrain-Bike ist eine Hommage an die tibeti­ sche Hauptstadt, die Firmengründer Wolfgang Renner, geistiger Vater für den Abenteuergeist des Lhasa, auf seiner Himalaya-Überquerung 1987 passierte. Für € 3649,- wird es dein neuer Travelbuddy. Noch nicht genug Abenteuer? Optional ist die Vollausstattung mit Licht, Gepäckträger, Schutzblechen und verstecktem PowerTube-Akku. Mehr Infos online auf www.centurion.de.


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º TRAILBIKES

KTM MACINA KAPOHO Die Toughness eines All-Mountain-E-MTB mit der Agilität eines Trailbikes, das ist Prämisse des Macina Kapoho von KTM. DiMMiX lautet das Zauber-Akronym, kurz für Dimension Mix, oder das Paaren von 29“-Rädern an der Front mit 27,5“+ am Heck. Inspiration dazu floss aus einer anderen Domäne KTMs, dem Motocross, wo fahrpräzi­ se, größere Vorderräder mit einem robusten,

kleineren Hinterrad seit Jahren kombiniert werden. 160 mm Federweg an beiden Enden und eine Boost-Nabe am Derrière sorgen für einen geschmeidigen Ritt.

men eingepasstem Bosch PowerTube-Akku und CX-Antrieb kommt das Macina Kapoho als E-MTB fast inkognito daher. Ganze fünf (!) Modelle stehen dem Trail-­ Kosmopoliten zur Wahl. Ausspionieren und durchzählen kann man sie schon mal hier:

Eleganz auf dem Trail versprühen die Maci­ na-Modelle auch optisch, denn sie sind so schlank und understated wie nie. Mit nahtlos in den Rah­

www.ktm-bikes.at

sollen Geometrie und Sitzposition sein, bei denen Komfort und Langstreckentauglichkeit stärker ge­ wichtet wurden als kompromisslose Sportlichkeit. Unter dem Lack geht es wie immer hoch­ modern zu. Hydroforming, Gesenkschmieden, CNC, Extrusion und Gravity Casting formten aus

dem blanken Metallklotz das vollendete Lycan. Markenzeichen ist wieder die in den Rahmen integrierte Antriebseinheit, deren Bosch CX-Ag­ gregat das Lycan mit Nachdruck vorantreibt. So vielfältig wie das Bike selbst, ist auch die Auswahl, fünf Varianten des Macina Lycan sind zu haben.

KTM MACINA LYCAN KTM bringt dich auf Touren, womöglich gar auf Hochtouren. Ob malerisch durch die Alpen oder mal fix über die Heimrunde, mit 125 mm rundum ist das flinke Macina Lycan die österrei­ chische Interpretation des Schweizer Taschen­ messers. Genauso unkompliziert und zuverlässig


º TRAILBIKES

ROCKY MOUNTAIN ALTITUDE POWERPLAY Ausgelegt ist der cleane Karbonrahmen für dicke Gummis in 27,5 mal 2,5“, mit üppigen Reserven für aggressive Manöver. Boost-Naben sind ebenso selbstverständlich wie das Ride-9-System zur mühelosen Geometrieverstellung. Der Wermutstropfen zum Schluss: Premium­ bikes kommen nicht ohne Premiumpreise. Zwischen € 6000,- und € 9700,- müssen für das Powerplay berappt werden. Bereit für den nächsten Spielzug? Schnell auf www.bikes.com!

ONE-SIXTY 600

ONE-FORTY 800

Mit einem besonderen Leckerbissen verwöhnt Rocky Mountain den Trails-Gour­ met von Welt. Entwickelt aus seinem motorlosen Geschwister, besitzt das Altitude Powerplay dieselbe bewährte Geometrie und Federungsperformance. Trittsensoren und der ausgeklügelte Antrieb sorgen für sensibles Einsetzen der rassigen Elektro­ power aus dem 48-Volt-Akku. Der tiefsitzende Motor sorgt durch seine kompakte Bauart für einen niedrigen Schwerpunkt und sehr kurze Kettenstreben, das Tretlager sitzt verschleißschonend im Rahmen statt direkt in der Antriebseinheit.

MERIDA ONE-FORTY & ONE-SIXTY Großer Bruder, kleiner Bruder. So ähnlich und doch so verschieden sind Meridas Trail-Talente One-Forty und One-Sixty. Und die Kleinen wollen vor allem eines: ab an die frische Luft und spielen!

preisbewussten Enduristen zu schonen, gibt es das One-Sixty statt mit Karbon-Hinterbau nun auch als Vollaluminium-Version aus dreifach endverstärkten Hydroforming-Rohren.

Markant sind die nur 430 mm kurzen Kettenstreben, die für ein verspieltes Fahrgefühl sorgen. Der lange Hauptrahmen mit tiefem Schwerpunkt, flachem Lenkwinkel und Boost-Standard sorgt für plan­ bares, sicheres Handling im harten Einsatz. Um den Geldbeutel des

Noch eine Spur agiler als das One-Sixty zeigt sich das One-Forty, das mit 140 mm die All-Mountain-Herzen erobern will. Simplicity is the key, daher wurde es ausschließlich für 1x-Antriebe konzipiert. Noch Fragen? www.merida-bikes.com ist hier, um sie zu beantworten!


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º TRAILSTUFF

VERLOSUNG! SCHNAPP DIR DEINEN GARMIN EDGE EXPLORE 820 GPS-BIKE-COMPUTER! Freunde des Trailridings, es gibt was zu ge­ winnen! Damit ihr immer auf der richtigen Fährte bleibt, spendiert euch GARMIN einen exquisiten EDGE Explore 820 GPS-Bike-Computer! Hol­ la, was diese kleine Wunderkiste so alles kann! Verpackt in ein angenehm kleines, wasserge­ schütztes Gehäuse, verstecken sich GPS und GLONASS-Sensoren, die für eine extrem exakte Standortübermittlung sorgen. Eine Routingfunk­ tion mit vorinstallierter Fahrradkarte ist ebenso mit an Bord wie eine Smart-Notifications-Funk­

tion, die dir zum Beispiel eingehende Anrufe oder SMS anzeigt. Das Ganze wird bedient über ein hochauflösendes Farb-Touchdisplay, das auch bei Sonnenlicht gut ablesbar ist. Neben allen anderen bekannten Funktionen bietet der EDGE EXPLORE 820 auch noch Wetterinformationen und eine in­ tegrierte Unfall-Benachrichtigung, die im Fall der Fälle eine automatisierte Nachricht versendet. Was müsst ihr tun? Verratet uns euren Lieb­ lings-Singletrail! Ganz egal, ob in Form eines

Videos, Fotos oder GPS-Tracks – Hauptsa­ che, wir kriegen ein paar heiße Tipps zum Nachfahren von euch! Einsendungen bitte an

konfetti@pedaliero.de Wir lassen dann den Zufall entscheiden, und vielleicht bist du bald der glückliche Mensch, der nicht mehr kopf- und ziellos durch die Gegend radelt – sondern mit einem coolen Garmin EDGE Explore 820! Mehr Infos zu dem leistungsstarken Teil findet ihr unter garmin.com!

PROMOTION º

Das bisschen Luxus sollte man sich leisten: Camping der besonders feinen Art!

UNSERE HOTELEMPFEHLUNG: CARAVAN PARK SEXTEN Ist die pedaliéro-Testcrew unterwegs, will sie stets gepflegt nächtigen. Unsere einmalige Empfehlung, glasklar wie ein Gebirgsbach, ist der Caravan Park Sexten. Am Fuße der Dolomiten gelegen, ist er idealer Aus­ gangspunkt atemberaubender Biketouren wie zum Beispiel dem Stone­ man-Trail. Großzügige Stellplätze verwöhnen Campingfreunde, aber auch zahlreiche Lodges und Chalets stehen bereit. Absolutes Highlight sind sicher die exklusiven Baumhäuser, sie bieten Luxus in schwindliger Höhe.

Drei unterschiedliche Restaurants bringen dem Gaumen Freude, Südtirol präsentiert sich hier als kulinarisches Wunderland. Nach einem aktiven Tag lässt man es sich am besten im unglaublichen Wellnessbereich gut gehen, wobei man eher von einer Wellnessoase oder einem Wellnesspa­ radies sprechen kann. Ihr meint, das sei übertrieben? Dann mal schnell hingesurft auf caravanparksexten.it und den Augen nicht mehr trauen! Ja, so kann ein Campingplatz auch aussehen!


ALTITUDE BIKES.COM


Schrift

&

Fotos

Jan

Volbracht


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º TRAILPEOPLE

T H E S P I R I T O F R I D I N G BOBBY ROOTS WILD, WILD WEST

In Zeiten, in denen unter Bikevideos noch ordentlicher Punkrock geschnitten wurde, hat Bobby Root mit seinen irren Manuals und fetten Sprüngen die Szene begeistert. Und wahrscheinlich eine ganze Generation Mountainbiker angestiftet, ihre Bikes aufs Hinterrad zu ziehen. Ganz klar, Bobby Root ist eine Legende, hinter drei Einträgen im Guinness-Buch der Rekorde steht der Name des Mannes aus Kalifornien. Gibt es einen besseren, der mir den „Wilden Westen“ zeigen könnte?

Wenn der Cowboy mit dem Lasso kommt, nimmt Bobby besser Reißaus!


Home on the Range: Bobbys Reich im Golden State

Ich warte auf Bobby. Ich habe meinen Reifen geflickt, Bobby ist nur kurz um die Ecke verschwunden. Die Son­ ne brennt, es ist totenstill. Plötzlich höre ich Stimmen. Es wird gerufen, geschrien. Bobby ist nicht alleine. Ich höre Reifen schnell durch den Sand rollen – und noch etwas anderes. Sind das etwa Pferdehufe? Auf einmal kommt Bobby über den Hügel geschossen, gefolgt von einem Cowboy auf einem galoppierenden Pferd. Ein Lasso kreist über seinem Kopf! Bloß schnell weg hier. Ich springe auf mein Rad und gebe alles, was ich habe. Willkommen im Wilden Westen! Willkommen in der Welt von Bobby Root!

Es ist der erste Tag in Kalifornien, und eigentlich wollte ich es langsam angehen lassen. Ein paar Cross-Country-Trails fahren, mich an das Klima gewöhnen. Direkt hinter Bobbys Haus startet der „Palm Canyon“-Trail und zieht sich dann bis hinunter ins Tal. Die vielen schnellen Passagen verleiten uns dann doch dazu, die Bremsen aufzumachen und einfach nur den Flow zu genießen. Langsam fahren mit Bobby Root? Unmöglich. Immer wieder gibt er Gummi, wir rauschen mit besten Ausblicken ins Tal hinab. Dann habe ich besagten Platten, und Bobby kommt mit einem Cowboy im Nacken angebraust.

Fullfacehelm geht immer, auch beim Trailriding!


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º TRAILPEOPLE

„Komm zurück!“, ruft er mir hinterher und lacht sich halbtot. „Das ist nur mein Nachbar!“ Während ich langsam zu den beiden zurück­ rolle, verzieht sich der Staub, und ich stehe zwei grinsenden Amerikanern gegenüber. Nach einem kurzen Plausch verabschie­ den wir uns von Bobbys Nachbarn und geben uns wieder dem Speed hin, fliegen von einer Kurve in die nächste. Zum Glück müssen wir nicht wieder nach oben treten, Bobbys Frau Sarah holt uns mit dem Pick-up ab. Wir laden die Räder hinten auf und ma­ chen uns auf den Weg nach Hause. Am nächsten Tag steht das Outdoor-Para­ dies Ocotillo Wells auf dem Plan. Das Gebiet ist sehr speziell, das gelborangefarbene Gestein weckt Erinnerungen an die Berge

in Utah, in denen die Rampage stattfindet. Nur ist hier alles ein paar Nummern kleiner. In den letzten Jahren hat sich hier ein richtiger Spielplatz für Outdoor- und Offroad-Begeisterte entwickelt. Motocrossbikes und Offroad-Buggys fahren an uns vorbei, einige Hügel weiter schaufeln sich ein paar Kids Kicker. Kurze Zeit später flie­ gen sie durch die Luft und filmen sich mit ihren GoPros. An der Straße parken Pick-ups, fast jeder zieht einen Wohnwagen. Wir fahren noch ein bisschen weiter auf das Gelände und finden einen Platz für uns. Bobby ist ganz in seinem Element: „Hier draußen zu campen, völlig unabhängig von allen anderen sein, auf mein Rad zu steigen und die Trails vor mir zu haben – das ist für mich Freiheit! Es gibt mir das Gefühl, alles schaffen zu können. The spirit of riding!“

LANGSAM FAHREN MIT BOBBY ROOT? UNMÖGLICH.


TRAILPEOPLE º

„ES GIBT LEIDER NICHT SO VIELE MOUNTAINBIKER IN DER GEGEND – DABEI HABEN WIR HIER DIE BESTEN VORAUSSETZUNGEN, UM RICHTIG SPASS ZU HABEN.“

Da muss sich Daddy schon mehr einfallen lassen, wenn er dem Nachwuchs imponieren will!


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Durch diese hohle Gasse muss er kommen: Quer durch die Joshua Trees.

ES GEHT ÜBER SCHMALE TRAILS, IMMER AUF DER SUCHE NACH GUTEN FOTOSPOTS.

Geht auch ohne Lasso: Lässigkeit auf Kalifornisch.


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º TRAILPEOPLE

Seine Stimme ist gefärbt mit einem breiten, kalifornischen Akzent. Wir bauen ein Lager für die Nacht, danach brechen wir auf. Uns bleibt nur noch wenig Zeit, Fotos zu machen, die Sonne kündigt bereits an, hinter den Hügeln zu verschwinden. Es geht über schmale Trails, immer auf der Suche nach guten Fotospots. Stück für Stück arbeiten wir uns den Trail entlang, bis wir alle Bilder im Kasten haben. Wieder in der Ebene ange­ kommen, pedalieren wir zum Camp zurück. Als wir kurz darauf am Lagerfeuer sitzen und unser Essen grillen, erzählt Bobby von den Anfängen seiner Karriere. Von New World Disorder und Wheelies auf Hawaii. Von Weitsprüngen und Rekorden. Seitdem sind einige Jahre ins Land gezogen, aber noch im­ mer ist er voller Motivation und ständig unter Strom. Heute lassen wir den Abend aber ganz entspannt mit kühlen Getränken unter dem sternenklaren Himmel ausklingen.

„BEI ALL DEN REISEN, ÜBER ALL DIE JAHRE, DENKE ICH MIR OFT: DIE FAMILIE IST DAS WICHTIGSTE, DAS ICH HABE.“ Der nächste Tag führt uns nach Keyesville. Im Schlepptau: die ganze Familie Root. Seine Tochter fährt ein Cross-Country-Rennen für Schüler mit. „Bei all den Reisen, über all die Jahre, denke ich mir oft: Die Familie ist das Wichtigste, das ich habe. Deswegen genie­ ße ich es immer, gemeinsam mit meiner Frau und den beiden Kindern unterwegs zu sein. Dass meine Tochter jetzt auch anfängt, Mountainbike zu fahren, ist für mich natür­ lich sehr schön zu sehen“, sagt Bobby stolz, als wir am nächsten Morgen auf dem Weg zur Startlinie sind.

Wenn man nicht heizen muss, wird Holzhacken zur Trainingseinheit.

Nach dem Rennen sind alle geschafft, auch Mitfiebern strengt an. Sarah macht zur Feier des Tages Tacos. Frisch gestärkt drehen wir zusammen noch eine kleine Runde über Singletrails, die den Campingplatz umgeben. Als wir am nächsten Tag wieder nach Palm Canyon kommen, will Bobby mir unbedingt noch seinen Home­ trail in Idyllwild zeigen. „Auf diesem Trail habe ich vieles selber gebaut. Es gibt leider nicht so viele Mountainbiker in der Gegend – dabei haben wir hier die besten Voraus­ setzungen, um richtig Spaß zu haben.“ Und Spaß ist genau das passende Stichwort. Es ist ein sehr flowiger Naturtrail, an den richtigen Stellen sind zudem Anlieger gebaut und kleine Sprünge aufgeschüttet. Wir jagen uns gegensei­ tig den Hang runter. Irgendwann taucht der Trail in den Wald ein, schlängelt sich zwischen den Bäumen durch und spuckt uns dann schließlich auf einer Dirtroad aus. Es gibt High Fives und zwei strahlende Gesichter. Als wir nach Hause kommen, bin ich ziemlich erledigt, aber Bobby hat noch nicht genug. Er schnappt sich sein Bike und klettert aufs Dach. Ich bringe mich mit meiner Kamera in Position und Bobby lässt sich über die Kante rollen. „Wohoo! That was fun!“ – und darum geht es schließlich. Am Ende des Tages gibt es in den USA wirk­ lich fast unbegrenzte Möglichkeiten. Auf jeden Fall gibt es hier den „Spirit of riding“!


Fernab der Zivilisation, im Urwald British Columbias, ziehen sich dünne, von Menschenhand erschaffene Fäden durchs Un­ terholz. Ein verschlungenes Netz aus Northshore-Konstruktio­ nen und unbefestigten Pfaden, das sich durch den Wald zieht wie Venen durch einen Organismus und das pochende Herz des internationalen Sieben Tage, sechs Nächte. Ausgesetzt in der tiefen Trailzirkus versorgt. Kein anderes Etap­ Wildnis der kanadischen Pazifikküste. Zwei Räder, ein penrennen gönnt Wille. Und 600 Kontrahenten. So sieht es für die Starter den Teilnehmern eine solche Vielfalt des BC Bike Race aus, das hier ist der Singletrail-Him- an waschechten mel – auch wenn er manchmal wie die Hölle scheint. Singletrails.

Ein Muss für alle SingletrackJunkies! Mehr Trailanteil in einem Rennen geht nicht!

Anfang Juli steigt die Blutzirkulation besonders rapide. Wenn eines der spektakulärsten und härtesten MTB-Mara­ thonrennen der Welt im nunmehr elften Jahr in Folge ausge­ tragen wird, wird der kanadische Urwald hitzig.

Silver Dave Riga/ Margus

Kleinschmidt Sebastian

www.raveneyephotography.com/

Schrift

Race/ Bike Bc Fotos

SIEBEN TAGE BC BIKE RACE ULTIMATIVE SCHUFTEN IM DAS TRAIL-RENNEN GARTEN EDEN


35

º TRAILRACE

Von Vancouver aus verläuft die Route vorbei an Wasserfällen, menschenleeren Stränden, monumentalen Redwood-Wäl­ dern und verwandelt Schleichwege in Rennstrecken, bis dir nach knüppelharten sieben Tagesetappen, 210 Kilometern und 5.500 Höhenmetern Whistler zu Füßen liegt. Mitfahren darf jedermann, voraus­ gesetzt, man ergattert einen der begehr­ ten Startplätze. Die Gesamterfahrung des Rennens geht über den sportlichen Aspekt hinaus. Die eigenen Grenzen neu definieren, die Wildnis mit Muskelkraft bezwingen, aber auch mit allen Sinnen einen fast unbe­ rührten Flecken der Erde erleben – all das macht das BCBR zu dem epischen Wett­ kampf, der es ist.

Damit das Gefühl von Freiheit erst gar keine Chance hat abzuflauen, wird unter­ wegs im Zelt genächtigt. Dass das Cooldown unterm Sternenzelt statt im Jacuzzi stattfindet, ist bezeichnend für den Geist der Veranstaltung. Wer mit dem Gedanken spielt, 2018 in Kanada ans Limit zu gehen, kommt leider schon zu spät. Stunden nach Ende der Siegerehrung waren die Plätze be­ reits ausgebucht. Doch wenn du den Startplatz bestätigt kriegst, um die halbe Welt geflogen bist und in der Mitte der Königsetappe deine Entscheidungen verteufelst – am Ende des schmalen Northshore-Stegs findest du immer den Himmel.

DIE EIGENEN GRENZEN NEU DEFINIEREN, DIE WILDNIS MIT MUSKELKRAFT BEZWINGEN.

Die Karawane zieht weiter, heute mit der Fähre

Mehr Infos hier: www.bcbikerace.com


FO L

W

U N D P L Ö T Z L I C H W I R D A L L E S G A N Z L E I C H T …

Schrift

Andreas

Sawitzki

Fotos

Manfred

Stromberg

&

Tom

Bause

Sich ganz einer Sache hingeben: Für Harald Philipp ein elementares Lebensgefühl.


º TRAILSPIRIT

Wahrscheinlich hat ihn jeder schon mal erlebt: Flow. Der Moment, in dem alles ganz leicht wird, man vollständig in eine Sache versinkt, echte Glücksgefühle erlebt. Aber wie erreicht man diesen Zustand, und was hat das mit dem Flow eines Trails zu tun? Wir haben einen Experten gefragt, der es wissen muss: Harald Philipp. Er ist Mountainbike-Abenteurer und hält Vorträge zum Thema Flow. Für uns versucht er sich an der Erklärung eines Phänomens!

37


F

Der Trail gibt den Rhythmus vor, der Biker folgt.

low – diesen Begriff hört man immer wieder, besonders im Mountainbiken wird er gerne genutzt. Was verbirgt sich dahinter? Flow hat nicht zwingend etwas mit Mountainbiken zu tun. Man kann ihn dort erleben, aber auch an vielen anderen Stellen. Drei Komponenten sind dafür wichtig: Heraus­ forderung, Motivation, Fähigkeiten. Du musst Motivation mitbringen für etwas, das du voll und ganz beherrschst. Du musst alles geben wollen, für eine Sache, die dich vollständig interessiert. Was passiert, wenn das alles zutrifft und du den Flow erlebst? Dann wird plötzlich alles ganz leicht, du bist in der Lage, Optimales zu leisten, ohne dass es sich schwer anfühlt. Beim Biken kennt diese Situation fast jeder: Wenn es auf einer Trailfahrt richtig gut läuft, wenn alles ganz leicht von der Hand geht, es spielerisch wird, man an nichts anderes mehr denkt, dann erlebt man Flow. Du machst Veranstaltungen zum Thema Flow. Sind unter deinen Zuschauern nur Biker, oder sind das auch Menschen, die sich grundsätzlich für das Thema Flow interessieren? Mein Publikum ist tatsächlich stark gemischt. Ich habe zum Beispiel auf der MUNDOLOGIA in Freiburg mal gefragt, wer Biker ist, und von den 1.800 Zuschauern haben sich vielleicht 10 Prozent gemeldet. In typischen Fällen sind es ungefähr die Hälfte, wenn ich einen Vortrag beispielsweise vor einem Radsportverein halte, sind üblicherweise nur Biker da. Aber ich möchte auch nicht zu sehr als Flow-Guru daherkommen. Meine Vorträge funktionieren auch dann, wenn man sich ein­ fach zurücklehnt und ein paar Bike-Videos genießen will.

Du bist auch Filmemacher und Bikeberg­ steiger, deine Videos sind spektakulär. Mir würde dabei nicht als allererstes „Flow“ in den Kopf kommen, sondern eher „Heraus­ forderung“ oder „Extremsituation“. Flow be­ findet sich immer am Rande der Komfortzo­ ne, wenn man nicht mehr ganz genau weiß, ob man eine Sache noch kann. Flow benötigt auch ein bisschen Risiko. Mihaly Csikszent­ mihalyi, der als Entdecker des Flow-Phäno­ mens gilt, sagt, dass der Flow-Kanal zwischen Angst und Langeweile läge. Ich würde es etwas anders formulieren: Er liegt zwischen „Frechheit und Demut“. Nun benutzen die Mountainbiker den Be­ griff auch anders, ein Trail kann zum Beispiel Flow haben. Hat das Wort also unterschiedli­ che Bedeutungen? Die Biker reden von Flow in Form von Fahrfluss, abhängig von der Beschaffenheit eines Trails. Die Psychologen kennen diese Deutung nicht, sie sprechen vom inneren Flow. Diese Diskrepanz hat mich auch dazu gebracht, mich mit dem Thema zu beschäftigen. Ich fand es sehr inte­ ressant, da ich das Gefühl hatte, dass es einen Zusammenhang gibt. Es gibt anscheinend zwei unterschiedliche Bedeutungen für das selbe Wort, aber auch eine Überschneidung.


39

º TRAILSPIRIT

Welchen Zusammenhang siehst du? Flow bedeutet ja Fluss, und bei den Mountainbikern ist damit ein har­ monischer, fließender Weg gemeint, auf dem man den Fahrfluss spürt. Wenn ich es schaffe, dem Rhythmus des Trails zu folgen und ihn zu spüren, hat nicht nur der Trail Flow, ich befinde mich im besten Falle auch im Flow. Für mich ist das wie ein Musikstück, du liest die Noten, die dieser Weg dir offeriert, die Noten sind eben Steine, Wurzeln, Wellen. Und wenn du es schaffst, die Töne richtig zu spielen, dann ist die Fahrt einerseits flüssig, und man kommt andererseits in dieses psychologische Gefühl des Flows hinein.

„FÜR MICH LIEGT DER FLOW-KANAL ZWISCHEN FRECHHEIT UND DEMUT!“

Hart an der Kante, aber alles fließt.


WENN ES AUF EINER TRAILFAHRT RICHTIG GUT LÄUFT, WENN ALLES GANZ LEICHT VON DER HAND GEHT, ES SPIELERISCH WIRD, MAN AN NICHTS ANDERES MEHR DENKT, DANN ERLEBT MAN FLOW.


41

º TRAILSPIRIT

Mancher würde sagen: Krasser Mountainbiker macht derbe Tricks. Harald Philipp nennt das Flow.


42

TRAILSPIRIT º

DIE TOLLSTEN FLOWERLEBNISSE HAT MAN, WENN MAN ES NICHT ERWARTET.

Dem Flow auf der Spur: Bikebergsteiger Harald Philipp.

Muss der Trail dafür auch bestimmte Eigenschaften mitbringen? Das ist sehr individuell. Der Flow eines Trails muss nicht zwingend mit dem inneren Flow in Einklang stehen. Es gibt Wege, die eher dazu geeignet sind, Flow zu erleben, die so genannten „Flow-Trails“, aber das wird nicht von jedem gleich empfunden, da ist eine starke individuelle Komponente drin. Es gibt somit keinen Trail, den alle flowig finden? Es gibt Trails, die viele Leute flowig finden, aber nicht immer und nicht ausschließlich. Zwei Drittel des Flows bringst du selber mit. Wenn sich zum Beispiel aber deine Freundin gerade von dir getrennt hat oder dein Rad kaputt ist, wirst du auf dem besten Trail keinen Flow empfinden. Anders herum gibt es auch Trails, die wahr­ scheinlich niemand flowig findet. Es liegt ganz stark am inneren Zustand, nicht nur am Weg. Fährt man einen Trail zum zweiten Mal, ist er vielleicht gar nicht mehr so geil. In diesem Moment warst du vielleicht nicht bereit dafür. Wie passt der neue Begriff „Uphill Flow“ in dieses Konzept, der bei den E-MTB so viel beschworen wird? Das hat weniger mit dem psychologischen Phänomen zu tun, sondern eher, dass man die Mountainbike-Tour als flüssigere Fahrt wahrnimmt, sowohl bergauf als auch bergab. Beim klassischen Mountainbiken unterscheidet sich das Bergauf- und Bergabfahren stark in Sachen Fahr­ fluss. Das E-MTB egalisiert das deutlich. Ist das auch der Reiz am E-MTB, dass sich Uphill und Downhill annähern, dass man in beiden Situationen Spaß haben kann? Das ist das, was zumindest mir viel Spaß macht. Das E-MTB nimmt die Spitzen raus, die

Mehr über Harald Philipp und seine Veranstaltungen: summitride.com

„Qual-Spitzen“ beim Uphill, aber leider auch die „Spaß-Spitzen“ beim Down­ hill. Wenn ich auf einem E-MTB bergauf fahre, ist das viel spaßiger, ich sage mal so 50 bis 60 Prozent mehr Spaß als ohne E-Antrieb. Bergab büße ich dagegen aller­ dings 10 bis 20 Prozent Fahrspaß wieder ein, abhängig vom Trail. Gibt es einen Tipp, wie man schnell in den Flow-Zustand kommt? Tempo raus­ nehmen. Die Erwartungshaltung an sich und das Biken reduzieren. Die tollsten Flow-Erlebnisse hat man, wenn man es nicht erwartet. Plötzlich ist es dann richtig geil. Wenn man sehr hohe Erwartungen hat, versucht man, den Moment mit der Erwartungshaltung abzugleichen. Dadurch ist man dann nicht mehr fokussiert. Wir Mountainbiker denken zu oft an unsere Technik, an unsere Performance, an das Gerät Fahrrad, da sollte man mal den Re­ setknopf drücken und versuchen, sich von einem Trail überraschen zu lassen.


BRAAAAAPP! PIKES PEAK

PROGEO® TECHNOLOGIE Metamorphose gestartet! PROgression und GEOmetrie liegen ab sofort in deiner Hand. Mit der brandneuen PROGEO-Technologie passt du „on the fly“ den Charakter des PIKES PEAK an den Trail – ob ruppig, flowig, technisch oder full speed – an. rosebikes.de/pikespeak


Wir haben einige der allerbesten Trailgranaten für euch zusammen gestellt und präsentieren sie euch in diesem umfangreichen Fahrtest. Der Trail ist das Ziel der Sehnsüchte, aber so verschieden Sehnsüchte sind, so unterschiedlich sind auch die Bikes, die wir in dieser Kategorie bekommen haben. Der Interpretationsspielraum ist gewaltig, und nicht jedes Bike passt zu jedem Biker. Wir sehen unsere Aufgabe also nicht darin, dir zu sagen, welches Bike besser als das andere ist, sondern wir versuchen auszuloten, welches Bike am besten zu dir passt. Zu deiner Art, Fahrrad zu fahren, zu deinen Ansprüchen, zu deinem bevorzugten Revier.

Sawitzki, Andreas

Volbracht Jan

Rotermund,

Rat und Tat, hilft dir auch aus dieser Patsche!

Fotos

Michael

ke-Update braucht? pedaliéro, das Magazin für

Westerveld

Kleinschmidt,

womit? Was machen, wenn es unbedingt ein Bi-

Stefan

Sebastian Schrift

Der Trail ruft, und wir folgen dem Ruf! Aber

Volbracht,

DIE BESTEN TRAILBIKES DES JAHRES IM FAHRBERICHT – WIE IMMER GARANTIERT SUBJEKTIV!

Jan

TRAILBIKES 2017!


45

º TRAILBIKES

MERIDA BIG TRAIL 900 SALSA PONY RUSTLER CARBON KONA VWHEIHEI TRAIL DL NORCO OPTIC C7.2 TREK FUEL EX 8 ROTWILD R.C1 FS EVO (29“) TRANSALP SIGNATURE II X12 AM 2.0 CONWAY MT 827+ CONWAY MT 829 CANYON SPECTRAL CF 9.0 EX LTD

Unermüdlicher Einsatz in den Dolomiten und auf den Flowtrails von Dänemark. Die Testcrew hat es sich dreckig gegeben.

16 Bikes haben wir zu diesem Zweck unter

WELCHE UNTERSCHIEDE BIETEN DIE

vergleichbar dem der 29er ist, ist das

die Lupe genommen, mit und ohne Elektro-

LAUFRADGRÖSSEN? Insgesamt bestim-

gute Überrollverhalten ebenbürtig.

antrieb. Getestet haben wir in den schroffen

men drei Laufradgrößen das Testfeld,

Nachteil: Sie sind etwas schwerer und

Dolomiten, in Sexten und auf den flowigen

27,5, 27,5+ und 29 Zoll. 26 Zoll sind im

nicht ganz so agil.

Trails der dänischen Bikeparks, in Henne

gehobenen MTB-Segment kaum noch

Strand und Blåvand. Viele Stunden Testfahr-

zu finden.

ten wurden von unserem siebenköpfigen

29 ZOLL: 29-Zoll-Laufräder rollen aufgrund ihres großen Durchmessers leich-

Testteam ausgewertet, diskutiert und in ganz

27,5 ZOLL: Auch 650b genannt, hat die Rol-

ter über Hindernisse und Unebenheiten.

individuellen Testberichten festgehalten.

le der 26-Zoll-Bikes eingenommen. 27,5 Zoll

Mehr Bodenkontakt bedeutet schnelleres

ist bei vergleichbaren Mänteln und Laufrä-

und sichereres Vorwärtskommen. Auf-

WAS IST EIN TRAILBIKE? Grundsätzlich kann

dern die spritzigste, agilste Reifengröße. Sie

grund der größeren rotierenden Masse

man natürlich auf jedem MTB Trails fahren,

bietet hervorragende Beschleunigungswer-

rollen sie zudem sehr gut. Nachteile:

wir sehen die Kategorie der Trailbikes in der

te, aufgrund der geringsten Masse ist das

etwas höheres Gewicht im Vergleich zu

Federwegsklasse zwischen 120 und 150 mm

Gewicht theoretisch am geringsten.

27,5 Zoll und etwas weniger Agilität.

sich aber auch einige Hardtails im Testfeld. Im

27,5+ ZOLL: Laufräder in Plus-Größe

Neben allen schönen Worten ersetzt aber

Grunde ihrer Seele sind Trailbikes Allround-

bieten den größten Komfort. Die Reifen

nichts die eigene Erfahrung – probiert ein

künstler, gleichermaßen für Downhill und

können zudem mit sehr wenig Luft ge-

Bike aus, bevor ihr es kauft, setzt euch

Uphill geeignet, handlingorientiert, universell

fahren werden, was eine hohe Traktion

drauf, checkt die Sitzposition, das Fahrver-

einsetzbar, eben Spaßbikes.

ermöglicht. Da der Außendurchmesser

halten. Denn die besten Tester seid ihr!

Travel. Meist als Fully interpretiert, tummeln


CANYON

S P E C T R A L

C F

9 . 0

E X

L T D

»TRAILBIKE 27,5ER

SCHLICHT UND ELEGANT STEHT DAS CANYON DA, GEHT MAN NÄHER HERAN, IST ES SEXY UND WILD. MIT 140/150 MILLIMETERN FEDERWEG GIBT ES SICH ALS TRAILKLASSIKER, MIT DEM VERSPRECHEN, DIE GANZE PALETTE ABZULIEFERN. MODERN SIND FORMSPRACHE UND ANMUTUNG. WAS DIE FAHREIGENSCHAFTEN ANGEHT, DARF MAN BEI CANYON AUF EINIGES GEFASST SEIN.


47

º AUSPROBIERT

DAS SPECTRAL WIESELT FEDERLEICHT DURCH DIE KURVEN, LIEGT SATT AUF DEM TRAIL, LÄSST SICH VERSPIELT ABDRÜCKEN.

FAHREN Ich bin ein Kind der 80er. Das war nicht immer leicht. C.C. Catch, Tscher­ nobyl, „Die Supernasen “ – merkt ihr selber. Es hatte aber auch was Gutes, und dieses Gute trug das Kürzel Cindy C. Ein Supermodel von beinahe makelloser Voll­ kommenheit, unzählige Adoles­ zenten verliebten sich Hals über Kopf. Warum diese sentimen­ talen Ausschweifungen? Das Canyon Spectral ist gewisser­ maßen die Rad gewordene Materialisierung der Idee Cindy Crawford. Eine Augenweide. Diese Linien­ führung, diese Formen! Und diese Ausstat­ tung! An diesem 27,5-Zoll-Bike ist einfach alles schierer Luxus: Verarbeitung, Fahrei­ genschaften, Parts (und die ganz besonders) – immer oberstes Regal. Aber der Reihe nach. Wer sich auf das Spectral einlässt, sitzt so, wie man es sich gerne wünscht: sportlich, sehr zentriert IM Bike. Sein Lebendgewicht von 11,4 Kilogramm verdankt es nicht zuletzt seinem edlen Karbonrahmen, der lediglich 1.950 Gramm auf die Waage bringt. Mit ihm

Bis ins Detail gedacht: Canyon schützt den edlen Rahmen des Spectral mit Lenker-Anschlagschutz und SteinAbsorber am Unterrohr.

wirkt und ist das Canyon unglaublich leicht und lässt sich auch genauso easy beschleu­ nigen. Bei der Karbon-Vielfalt an Laufrädern, Lenker, Kurbel und Bremshebeln wundert das aber kaum. Selten ein Rad mit so wenig Metall gesehen. Natürlich, das findet man auch, in Gestalt der exquisiten und 12-fa­ chen SRAM XX1 EAGLE. Die Reifenwahl mit MAXXIS HIGH ROLLER II 2.3 vorne und IKON 2.2 hinten ist ebenso pfiffig gewählt und passt vorzüglich, glücklich vereinen sich dort grandioser Grip und geringer Rollwiderstand. FOXens Fahrwerk mit 150 Millimetern vorne und 140 hinten arbeitet bekannt harmonisch. Die 34 FLOAT-Gabel und der FLOAT DPS-Dämpfer lassen sich in drei Stufen (Open, Medium, Firm) feintunen. Pedaliert man bergauf, ist hinten Medium angesagt, in der Open-Stellung tendiert das Heck leicht zum Wippen. Bergab gibt‘s dann richtig Party: Das Spectral wieselt federleicht durch die Kurven, liegt satt auf dem Trail, lässt sich verspielt abdrücken – und dank 76 Zentimeter breitem RENTHAL-Lenker plus samtfein verzögernden SRAM GUIDE ULTI­ MATE-Bremsen immer mit sauviel Kontrolle. Fast zu schön, um wahr zu sein.

FAZIT Luxusteilchen und Supermodell: Das Spectral glänzt durch eine ausgereifte Geometrie und vereint Lebendigkeit, Kur­ venspaß und Laufruhe bergab in großartiger Weise. Macht bei Touren, bergauf und im Downhill gleichermaßen eine ausgezeichne­ te Figur. Die Ausstattung ist bemerkenswert durchdacht, leicht, hochwertig und praktisch kaum noch zu toppen. Ein Haute-Cou­ ture-Trailbike, einfach zum Reinverlieben.

FAHRER

Du suchst einen Trail-All­ rounder für Touren, der bergab spielerischen Fahrspaß und viel Sicherheit vermittelt, der sehr leicht und extrem hochwertig ausgestattet ist, der Preis steht bei dir erst an zweiter Stelle.

FAKTEN NAME CANYON SPECTRAL CF 9.0 EX LTD KATEGORIE Trailbike 27,5er PREIS € 5999,GEWICHT 11,4 kg FW VORNE 150 mm FW HINTEN 140 mm INFO www.canyon.com


M T

CONWAY

8 2 9

&

M T

8 2 7 +

»TRAIL-HARDTAIL 29ER & TRAIL-HARDTAIL 27,5+

ZWEI BRÜDER DERSELBEN ABSTAMMUNG, MIT DEMSELBEN FAMILIENNAMEN, GEBEN SICH IHR STELLDICHEIN. KONZIPIERT ALS TRAILHARDTAILS, EINER KATEGORIE, DIE IMMER MEHR ANHÄNGER FINDET. HIER TRETEN ZWEI LAUFRADGRÖSSEN GEGENEINANDER AN, 29 UND 27,5+ ZOLL, VERBAUT IN ZWEI BIKES, DIE SICH ÄHNELN WIE EIN HAAR DEM ANDEREN. DIREKTER KANN MAN DEN UNTERSCHIED DER SYSTEME KAUM ERLEBEN, UND WIR VERRATEN DIE UNTERSCHIEDE.

FAHREN

Die Grundzutaten eines Fahrrads sind schnell gebacken. Dann wird es sehr viel komplizierter – ein kurzlebiger Trend hier, ein neuer Hype dort. Der rastlose Fortschritt hat die ganze MTB-Welt besetzt. Die ganze MTB-Welt? Nein! Eine kleine Bastion unbeugsamer Radler zeigt sich davon weitgehend unbeeindruckt. Stabile Gussets lassen auch gröbere Aktionen zu.

Zeitlos, das sind sie nicht nur optisch, die beiden Conways der MTB-Serie. Auch konzeptionell bedienen sie die Wünsche ihrer treuen Fangemeinde von Longtravel Trail-Hardtails. Gelungen ist die Geometrie, die sich auch vor weitaus teureren Bikes nicht verstecken muss. Beim Aufsitzen fühlt sich alles natür­ lich an, Hände und Füße streben organisch zu ihrem Platz an Griffen und Pedalen. Während der Fahrt ändert sich das nicht grundlegend. Es ist alles, wo es hingehört, und es fühlt sich an wie eine runde Sache. Die zwei Modelle unterscheiden sich vor allem durch ihre Laufradgröße. Um die brettharten, im Antritt unbändigen Bikes präzise über den Trail zu zirkeln, hat sich die 29-Zoll-Version durchsetzen können. Du kannst die Räder dank Boost-System durchtauschen, sie sind kompatibel in bei­


49

º AUSPROBIERT

FAZIT Obwohl die Conway-Zwillin­ ge mit knapp € 2000,- unsere günstigs­ ten Testräder sind, bewegen wir uns auf fortgeschrittenem Preisniveau. Als Bike zum ersten Beschnuppern des Trailuniversums ist diese Investition wohl für viele zu hoch, dafür kommen Fortgeschrittene voll auf ihre Kosten. Du wirst gefordert, musst arbeiten, die Initiative ergreifen und manchmal auch ein bisschen leiden.

FAHRER Mit Autorität auf den Trails und über Jahre kultiviertem Fahrstil willst du ein spaßiges, geradliniges Bike. Du magst es hart, herzlich, vielleicht erinnert dich die rustikale Note an deine erste große Bikeliebe von damals. FAKTEN de Richtungen. Vergleicht man die beiden Bikes miteinander, wird die charakterliche Essenz der unterschiedlichen Laufradgrö­ ßen deutlich. Im Raddurchmesser nahezu identisch hämmert das 29er mit deutlich mehr Agilität und Spritzigkeit seine Spuren in den Trail. 27,5+ setzt dem viel Komfort und Lässigkeit entgegen, dank voluminöser Reifen kann ein sehr niedriger Luftdruck gefahren werden, was den Grip ins Univer­ sum katapultiert. Letztlich alles eine Frage des Fahrstils, für welche Laufradgröße man sich entscheidet, Spaß machen beide, und beide Bikes geben exzellentes Feedback über die Bodenbeschaffenheit. Zwei echte Raubeine mit Ecken und Kanten, die sich an fortgeschrittene Trailrider richten. Anfänger sind auf diesen Bikes zwar nicht fehl am Platz, um das komplette Potenzial der beiden ungleichen Geschwister ausloten zu können, braucht es aber eine erfahrene Hand.

NAME Conway MT 829 / MT 827+ KATEGORIE Trail-Hardtail 29er & Trail-Hardtail 27,5+ PREIS € 1899,95,- / € 1999,95,GEWICHT 13,6 kg / 13,4 kg FW VORNE 140 mm / 140 mm FW HINTEN -INFO www.conway-bikes.de

LETZTLICH ALLES EINE FRAGE DES FAHRSTILS, FÜR WELCHE LAUFRADGRÖSSE MAN SICH ENTSCHEIDET, SPASS MACHEN BEIDE.

Gefällig geformtes Unterrohr.


H E I

KONA

H E I

T R A I L

D L

»TRAILBIKE 27,5ER

DIE KANADISCHE FIRMA KONA HAT GERADE IM BERGAB-GESCHÄFT EINEN EXZELLENTEN RUF. DAS HEI HEI TRAIL DL WILL ANDERS SEIN, WILL ALLES KÖNNEN. DER LEICHTE KARBONRAHMEN IST MIT HOCHWERTIGER HARDWARE BESTÜCKT, EIN POTENTES FAHRWERK MIT 140 MILLIMETERN LÄSST GUTES ERAHNEN. WAS KANN KONA, WENN ALLROUNDEIGENSCHAFTEN GEFRAGT SIND?


51

º AUSPROBIERT

DAS FAHRWERK BÜGELT ALLES WEG, FAST SO POTENT WIE DIE PROCESS-LINIE VON KONA.

FAHREN

Das Kona Hei Hei Trail ist die Trailrakete in der Linie. Basierend auf der bekann­ ten Hei Hei Plattform präsentiert Kona ein Trailbike mit einem Hauch von Cross-Country-Ei­ genschaften. Das FUSE Suspen­ sion System setzt auf flexende Sitzstreben am Vollkarbonrah­ men anstelle eines Gelenks. Hin­ zu kommen präzise WTB-Kar­ bonfelgen auf Hope Pro 4-Naben mit Boost-Standard und eine 1x11 XTR-Schaltung von Shimano. Auch beim Fahrwerk von Fox mit Kashima-Coating gibt es nicht mehr viel Potenzial nach oben. Bling Bling, wohin man schaut. Allein die Ausstattung macht schon Bock, Gummi zu geben. Das Ganze hat dann auch einen stolzen Preis von € 6999,-. Gerechtfertigt? Wir sagen: Ja! Das Bike tritt sich locker und vor allem ohne spürbare Verwindung jeden Anstieg hoch. Durch die kleineren 27,5-Zoll-Räder sind auch enge, technische Passagen kein Prob­ lem bergauf. Mit langem Reach und einem 70-Millimeter-Vorbau bekommt man immer

Schöner Zugführungseingang am Unterrohr, exzellente WTB-Karbonfelgen.

genug Druck aufs Vorderrad. Die fetten Maxxis Tomahawk rollen zwar trotz ihrer Dimensi­ onen erstaunlich gut, das hohe Gewicht der Reifen macht aus dem Hei Hei Trail allerdings keine Kletterziege. Aber unser Augenmerk liegt bei einem Kona natürlich eh auf der Ab­ fahrtsperformance. Also rein in den technischen Trail zurück ins Tal. Die ersten engen Spitzkehren zeigen, wie simpel sich das Bike in die Kurve schmeißen lässt. Der etwas steilere Lenkwinkel und die breiten Laufräder präsentieren hier ihr ganzes Potenzial. Danach wird es schnell, richtig schnell! Auch hier kein Zeichen von Unsicherheit. Das Fahrwerk bügelt alles weg, fast so potent wie die Process-Linie von Kona. Der steife Rah­ men setzt jeden noch so kleinen Impuls in die gewünschte Richtung um. Die steifen Felgen bedürfen allerdings eines sehr präzisen Hand­ lings. Daran muss man sich erstmal gewöh­ nen. Ansonsten gibt es hier nix zu meckern. Einzig und allein die kleinen Bremsscheiben an den, wie gewohnt hervorragenden, Shi­ mano-XT-Bremsen würden wir für Abfahrten jenseits der 500 Höhenmeter eine Nummer größer wählen.

FAZIT Das Kona Hei Hei Trail DL ist eine tolle Kombination aus Trail-Performance und Downhillrakete. Wer Connor Fearon auf dem Rad gesehen hat, weiß, wozu es fähig ist. Der Karbonrahmen ist sauber verarbeitet und mit einigen echten High-End-Komponenten bestückt. Da passt einfach alles. Wer sich vom Preis nicht abschrecken lässt, bekommt für sein Geld ein Bike für alle Gelegenheiten, bei dem keine Wünsche offen bleiben. Du suchst das „one for all“-Bike. Dann fährst du mit dem Hei Hei Trail genau richtig. Die Plattform eines Cross-Country-Bikes mit den Abfahrtseigen­ schaften eines potenten Trailbikes wird dich begeistern.

FAHRER

FAKTEN NAME Kona Hei Hei Trail DL KATEGORIE Trailbike 27,5er PREIS € 6999,GEWICHT 12,8 kg FW VORNE 140 mm FW HINTEN 140 mm INFO www.konaworld.com


MERIDA

B I G

T R A I L

9 0 0

»TRAIL-HARDTAIL 27,5+

DAS MERIDA BIG TRAIL 900 FOLGT EINEM NEUEN, ALTEN TREND: TRAILHARDTAILS. DIE RÜCKBESINNUNG AUFS WESENTLICHE, AUF DIE ANFÄNGE DES MOUNTAINBIKENS, ALS ES NOCH WICHTIGER WAR, LINIEN LESEN ZU KÖNNEN, ALS EINE (NICHT VORHANDENE) FEDERUNG ABZUSTIMMEN. ES IST NICHT NUR EIN BIKE FÜR PURISTEN, SONDERN AUCH FÜR ALLE, DIE EIN DIREKTES FAHRGEFÜHL SUCHEN – UND NICHT ZULETZT EIN UNKOMPLIZIERTES UND LANGLEBIGES BIKE.


53

º AUSPROBIERT

AUF KURVIGEN TRAILS LIEFERT DAS MERIDA BIG TRAIL 900 SEINE GANZ EIGENE GESCHMACKSNOTE AB.

FAHREN Was ist heute noch Fahrkunst? Früher war das eindeutig. Nahezu ohne Hilfsmit­ tel und mit der ständigen Gefahr, ernsthafte Konsequenzen nach Hause zu tragen, trennte sich schnell die Spreu vom Weizen. Leichtbaumaterial, ausgeklügelte Geometrien und Hightech-Fe­ derelemente werden heute mit dem Know-how eines Formel1-Teams unentwegt verfeinert, um das Leben auf dem Bike eine Winzigkeit komfortabler zu ma­ chen und nicht zuletzt zu helfen, unsere Fahrfehler auszumerzen. Aber wohin führt das? Verlassen wir uns zu sehr auf die Technik? Apropos Federelemente. Beim Merida Big Trail 900 fehlt eines davon. Eine Hommage an eine einfachere Zeit. Disclaimer: Ich bin wahrlich kein Fort­ schrittsverweigerer, und es geht auch nicht darum, wer „real“ ist. Mein Respekt gilt jenen, die die Herausforderung annehmen, mit einfacher Technik große Leistungen zu erbringen. Und an die richtet sich das 27,5“+-Hardtail von Merida.

Schöne Systemlaufräder von DT Swiss drehen sich am Merida, innen verlegte Züge sorgen für einen ordentlichen Auftritt.

Das tiefgezogene Oberrohr charakterisiert die Silhouette des Bikes und gibt Freiraum für ungehindertes Balancieren auf dem Rad. Und das ist der Schlüssel für eine meisterhafte Bike-Kontrolle. Die Rockshox Pike RC mit 130 Millimetern ist für das Bike perfekt proportioniert. Das Cockpit wurde mit Hardware aus dem eigenen Hause bestückt, man kann diese gegen das Bling Bling seiner Wahl ersetzen, aber eigent­ lich widerspricht das schon fast der Philoso­ phie des Bikes. In der Praxis war die Ausstat­ tung angemessen. Am Antrieb finden sich SRAMs X1-Kurbel und XO1-Schaltwerk; bei der sportlichen Fahrweise, zu der das Merida verleitet, ist die MRP-Kettenführung ein Segen. Ist das Big Trail bergab und auf gerader Strecke spurstabil und laufruhig, kennt es bergauf kein Halten mehr. Das flache Cockpit und das ebenso niedrige Tretlager leiten dein Wadenschmalz effizient ans Hinterrad, des­ sen Maxxis Rekon 2.8“ sich nach Bergziegen­ art in den Humus massieren. Auf kurvigen Trails liefert das Merida Big Trail 900 seine ganz eigene Geschmacksnote ab: sehr direkt, unmittelbar, stabil. Hat man sich an den be­ sonderen Stil gewöhnt, wird man mit purem Bikespaß verwöhnt.

FAZIT

Das Big Trail beweist, dass eine Rückbesinnung kein Rückschritt sein muss. Es bringt dich an einen Punkt, an dem du den Trail anders wahrnimmst. Wurzeln oder Fel­ sen, die du bislang keines Blickes würdigend übergebuttert hast, finden nun Einzug in deine geistige Linienplanung. Eine inspirie­ rende und aufregende Erfahrung. Vielleicht ertappst du dich aber auch bald dabei, wie du deiner Trailscrew Vorträge über die gute alte Zeit hältst.

FAHRER

Du bist Purist. Du bist fas­ ziniert von Herausforderungen, die du allen Widrigkeiten zum Trotz meistern willst. Oder du willst deine Fahrtechnik schulen. Das Big Trail ist dein Fahrtechnik-Bootcamp.

FAKTEN NAME Merida Big Trail 900 KATEGORIE Trail-Hardtail 27,5+ PREIS € 3499,GEWICHT 12,7 kg FW VORNE 130 mm FW HINTEN -INFO www.merida-bikes.com


NORCO

O P T I C

C 7 . 2

»TRAILBIKE 27,5ER

KANADA IST IN SACHEN MOUNTAINBIKE IMMER EINE HAUSNUMMER. AUCH NORCO HILFT DABEI, DIESEN RUF ZU ZEMENTIEREN. ALS BIKE VOM NORTH SHORE KOMMT DAS OPTIC MIT UNGEWOHNT FLUFFIGEN 120/130 MILLIMETERN FEDERWEG DAHER. EIN FILIGRANER KARBONRAHMEN UND 12,5 KILOGRAMM GESAMTGEWICHT WECKEN DEN SPIELTRIEB. DOCH DEN MUSS DAS OPTIC ERST EINMAL AUF DEM TRAIL BEWEISEN.


55

º AUSPROBIERT

DAS RAD LÄDT ZUM SPIELEN EIN! MÜHELOS LÄSST SICH DAS OPTIC DURCH JEDE NOCH SO KNIFFELIGE KURVE ZIRKELN.

FAHREN

Als wir das Norco zum Test aus dem Karton holen, haben wir gleich den ersten „Wow“-Moment. Der Karbonrahmen wirkt supere­ del, und das „lemon green“ wird sicherlich auch nach einer Saison nicht langweilig. Ausgestattet mit Fox-Elementen, locken 120 Milli­ meter am Heck und 130 Millime­ ter Federweg an der Front zum Trailräubern. Die Geometrie fällt mit 68° Lenkwinkel und einem 433-Millimeter-Reach in Größe M sehr moderat aus. Das Optic will den Spagat zwischen Trail­ rakete und Cross-Country-Vortrieb schaffen. Nichtsdestotrotz verbaut Norco hochwertige, robuste Race-Face-Parts und einen 2x11-Shi­ mano-Antrieb. Der Mix gefällt, und außer­ dem ist noch einer unserer Lieblings-Trailrei­ fen, der Nobby Nic von Schwalbe, verbaut. Unser Eindruck bestätigt sich schon nach den ersten Metern auf dem Trail: Das Rad lädt zum Spielen ein! Mühelos lässt sich das Optic durch jede noch so kniffelige Kurve zirkeln. Kleine Wellen werden mit kurzem Zug am

Perfekt abgestimmtes FOX-Federbein, das richtig was kann, daneben Zugeingang am Unterrohr.

Lenker „abgesurft“ oder in BMX-Manier ein­ fach als Bunny-Hop-Absprung genutzt. Auch der Antritt lässt sich sehen: Selbst ohne Plattform geht das Bike gut nach vorne, ohne im Federweg zu versinken. Die relativ leichten Laufräder und das „A.R.T“ genannte Federungssystem leisten hier gute Dienste, auch wenn es natürlich nicht die Performan­ ce eines echten XC-Racer erreicht. Aber grad in welligem Gelände und auf Singletrails mit kurzen Wechseln macht dieses kurzhubige Trailbike mega Spaß. Auch an langen Anstiegen, wie wir sie an unserer Test-Location, den Dolomiten, vor­ fanden, hat das Bike mit dem 2x11-Antrieb immer genug Reserven, um sich die langen Abfahrten zu erarbeiten. Je nach Vorliebe würden wir für einen 1,80 Meter großen Fahrer das Rad eventuell eine Nummer größer für mehr Stabilität bei ho­ hen Geschwindigkeiten und einer gestreck­ teren Position bergauf empfehlen.

FAZIT Das Optic ist ein schickes, super gelungenes Spaßgerät. Die Kombination aus kurzhubigem Trailbike mit Cross-Coun­

try-Genen, einem hochwertigen Rahmen und gutem Komponentenmix ließen das Bike schnell zum Favoriten der Tester werden. Norco bietet sehr viele interessante Details wie eine geräuschlose Zugverlegung, eine der Größe angepasste Kettenstrebenlänge oder einen angepassten Rohrsatz. Der bekannte Hinterbau funktioniert tadellos. Prädikat: Wertvoll! Du suchst einen touren­ orientierten Allrounder, der sich auf jedem Trail wohlfühlt, egal, ob dänischer Trailpark, Homespot oder Alpenüberquerung? Das Norco macht alles mit! Und für den Preis gibt es neben der durchdachten Ausstattung auch noch einen top konstruierten und verarbeite­ ten Karbonrahmen.

FAHRER

FAKTEN NAME Norco Optic C7.2 KATEGORIE Trailbike 27,5er PREIS € 4699,GEWICHT 12,5 kg FW VORNE 130 mm FW HINTEN 120 mm INFO www.norco.com


ROTWILD

R . C 1

F S

( 2 9 “ )

»TRAILBIKE 29ER

DAS ROTWILD C1 KANN MAN GETROST ALS MODERNEN KLASSIKER BEZEICHNEN. SCHON EINIGE JAHRE IM PROGRAMM, WURDE ES IM LAUFE DER ZEIT IMMER AUSGEREIFTER UND BESSER. DAS 2017ER-MODELL WILL EINE BRÜCKE SCHLAGEN ZWISCHEN SPORTLICHEN TOURENEIGENSCHAFTEN UND BESTER TRAILPERFORMANCE. WIE IHM DAS GELUNGEN IST, HABEN WIR AUF DEN RUPPIGEN WEGEN DER DOLOMITEN UND DEN FLOWTRAILS DER DÄNISCHEN BIKEPARKS UNTER DIE LUPE GENOMMEN!


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º AUSPROBIERT

SELTEN HABEN WIR AUF EINEM SO WENDIGEN 29ER-BIKE GESESSEN, ES LIEBT KURVEN UND SPITZKEHREN, IST UNGEWÖHNLICH WIESELIG UND VERSPIELT.

FAHREN Was für eine edle Erscheinung! Rotwild-Fans wissen, was sie bei der Marke bekommen, und auch das C1 bedient hohe Ansprüche bestens. Exklusiv und de luxe der Auftritt, garniert ist das Ganze mit der elektronischen Di2 von Shimano. Jaja, wissen wir, Elektronik, kann kaputtgehen, Akku muss man la­ den, aber hey, egal! Die Schaltung ist der absolute Knaller, sie wech­ selt die Gänge in Lichtgeschwin­ digkeit, sie reagiert auf minimalen Fingerdruck und kann komplett konfiguriert werde. Du entscheidest, was welcher Hebel macht, wie viele Gänge auf einmal geschaltet werden und noch vieles mehr. Das C1 markiert in diesem Test das tourenori­ entierte Ende der Skala. Leichte, große Laufrä­ der prägen den Charakter des Bikes maß­ geblich. Cross-Country-mäßig geht die Post ab, ein Bruder Leichtfuß der besonderen Art, verdammt schnell bergauf und in der Ebene. Hier kann richtig Druck gemacht werden, der

Immer im Blick: Di2 Anzeige am Cockpit, daneben attraktiver Aluminiumrahmen.

Vortrieb ist überragend. Diese Racing-Gene verbindet das Rotwild mit einer eher kom­ pakten, komfortablen Sitzposition – seit jeher Markenzeichen der Rotwild-Bikes. Die Geo­ metrie erweckt eine komplett andere Seite im C1 zum Leben, die des Trailräubers. Selten haben wir auf einem so wendigen 29er-Bike gesessen, es liebt Kurven und Spitzkehren, ist ungewöhnlich wieselig und verspielt. Es schlägt sich perfekt auf leichten und mittelschweren Trails, bringt viel Agilität mit Beschleunigungspotenzial. Der Hinterbau ist recht sportlich-straff ausgelegt, aber keines­ wegs unkomfortabel, Stufen werden locker übersurft. Klar, in dieser Preisklasse greift man auf exzellente FOX-Komponenten der Factory-Linie zurück, die hochwertigste Aus­ führung, mit FIT-Kartusche und reibungsar­ mer Kashima-Veredelung. Schnelle Passagen nimmt das C1 mit großer Laufruhe, und wer mag, kann die Fahreigenschaften an seine eigenen Bedürfnisse anpassen. Dazu lässt sich der Steuerrohrwinkel dreifach verstellen, mit wenigen Handgriffen hast du dem Bike einen anderen Charakter verschafft.

FAZIT Mit dem C1 stellt Rotwild ein extrem gelungenes Gesamtpaket auf die Beine. Tempobolzer werden ebenso bedient wie Kurvenkünstler, das Bike schafft den Spagat, beide Pole miteinander zu verschmelzen. Die Ausstattung ist standesgemäß exzellent, Shimanos Di2 ist sicherlich kein Muss, macht aber irgendwie auch süchtig. Eines der besten tourenorientierten Trailbikes im Test!

FAHRER

Du weißt genau, was du willst, welche Marke zu dir passt, welche Kom­ ponenten du willst. Bei den Fahreigenschaften willst du das ganze Spektrum. Du bist nicht bereit, Kompromisse einzugehen, aber bereit, für gute Leistung gut zu zahlen. FAKTEN NAME Rotwild R.C1 FS (29“) KATEGORIE Trailbike 29er PREIS € 5499,GEWICHT 12,6 kg FW VORNE 120 mm FW HINTEN 120 mm INFO www.rotwild.de


P O N Y

SALSA

R U S T L E R

C A R B O N

»TRAILBIKE 27,5+

MANCHE BIKES VERRATEN SCHON MIT IHREM ÄUSSEREN DEN CHARAKTER DES FAHRERS. DAS SALSA PONY RUSTLER IST INDIVIDUELL, BESONDERS, AUSSERGEWÖHNLICH. DICKE PLUS-REIFEN WECKEN ABENTEUERLUST, MIT 120/130 MILLIMETERN FAHRWERK BIETET ES EINE PERFEKTE BASIS FÜR TOUREN. DAS PONY RUSTLER WIRD VON COSMIC SPORT ALS RAHMENSET ANGEBOTEN, ANGEMESSEN BESTÜCKT LANDETE ES IN UNSEREM FAHRTEST.


59

º AUSPROBIERT

OPTISCH IST DER KARBONRAHMEN EIN ECHTES HIGHLIGHT. ER IST WUNDERBAR VERARBEITET UND BIETET EINIGE SCHÖNE DETAILS, WIE DEN STEINSCHLAGSCHUTZ AM TRETLAGER.

FAHREN Erinnert ihr euch an die Ponycars? Unkompli­ ziert, preiswert und mit ordent­ lich Haaren auf der Brust waren sie Maschinen der Freiheit, die Mitte der 60er in den USA zum Sinnbild und Träger eines neuen, juvenilen Lebensgefühls wurden. Mit sexy Sally auf dem Beifahrer­ sitz nach Monterey cruisen? Ge­ sagt, getan. Dem Vorgesetzten im Diner die Schürze auf den Tisch knallen, um unmissverständlich die Kündigung einzureichen? Was muss, das muss. Tatsächlich zeigt das Pony Rustler von Salsa einige Parallelen zu seinem automobilen Namensvetter, vielleicht liegt es ja wirklich am Namen. Satteln wir auf. Unbeschwert­ heit, Abenteuergeist und eine Portion Coolness versprüht das 27,5“+-Trailbike mit jeder Pedalumdrehung. Das Fahrwerk aus Fox 34 mit 130 Millimetern und Rockshox Monarch mit 120 Millimetern arbeitet sen­ sibel, aber souverän. Trotz dicker Schlap­ pen fährt es sich zu jeder Zeit agil – dank kurzem Hinterbau. Richtig spannend wird

Breite WTB-Felge für fette Schlappen, die Farbkombination des Rahmens weckte bei uns Abenteuerlust.

es, wenn wir den smoothen Streckenteil verlassen und ins Steinfeld abtauchen. Selbst hier kannst du dem Salsa weiter die Sporen geben, ohne dass es dich aus dem Sattel wirft. Schwing die Hufe und … Okay, genug Pferdeanalogien. Optisch ist der Karbonrahmen ein echtes Highlight. Er ist wunderbar verarbeitet und bietet einige schöne Details, wie den Stein­ schlagschutz am Tretlager. Innen verlegte Kabel sollten aber ein Muss sein. Auch der Umwerfer trifft den Charakter des Bikes nicht allzu sehr. Für ein Bike, das dich – O-Ton Sal­ sa – über jeden Singletrail der Erde bringen soll, wäre die simplere Lösung die bessere gewesen. Ein 1x-Antrieb lässt sich zum Glück leicht nachrüsten. Für einen ausgewachsenen Fahrer jenseits der 1,80 Meter ist der Rahmen in Größe L gut geschnitten, die Sitzposition war auch nach längeren Ausritten angenehm, was zum Teil der crankbrothers-Teleskopstütze zu verdanken ist. Man sitzt sehr zentral, was dem gelungenen Allroundcharakter des Bikes perfekt entgegenkommt. Das Abenteuer kann kommen, wo bist du?

FAZIT Salsas Pony Rustler ist ein Universalgenie für Trails am raueren Ende der Skala. Mit einer verblüffenden Leich­ tigkeit bewegt sich das Karbon-Vollblut durch hartes Terrain, ohne das Bedürfnis nach mehr Federweg zu erwecken. Die Verbindung aus einfacher Handhabung, sportlichem Esprit und unverfälschtem Styling beflügelt und gibt dir ein Gefühl, dass alles möglich ist – so wie einst bei den Ponycars.

FAHRER

Du bist niemand, der ein Rad von der Stange kauft. Der eigenständige Charakter und die großzügigen Reserven machen das Salsa zum loyalen Partner für verwegene Outlaws.

FAKTEN NAME Salsa Pony Rustler Carbon KATEGORIE Trail 27,5+ PREIS € 2799,- (Rahmenset) GEWICHT 12,8 kg FW VORNE 130 mm FW HINTEN 120 mm INFO www.cosmicsports.de


TRANSALP

S I G N A T U R E

I I

X 1 2

A M

2 . 0

»TRAILBIKE 27,5ER

MIT TRANSALP BETRITT EINE RECHT JUNGE MARKE DIE PHALANX DER GROSSEN PLAYER. ANSÄSSIG IN HAMBURG, HAT MAN ES SICH ZUM ZIEL GESETZT, LEICHTE MOUNTAINBIKES MIT TOP-TECHNIK ZUM MODERATEN PREIS ANZUBIETEN. DAS TRANSALP SIGNATURE II X12 AM 2.0 IST DIE TRAILVARIANTE DES ALPENÜBERQUERERS. OB DAS BIKE AUS HAMBURG AUCH TRAIL KANN, WOLLEN WIR HERAUSFINDEN!


61

º AUSPROBIERT

HIER HAT SICH WOHL JEMAND IM TEILE-REGAL VERGRIFFEN – IM, FÜR DEN KUNDEN, POSITIVEN SINNE!

FAHREN

Transalp – das schürt Emotionen, projiziert Bilder vors innere Auge, weckt Sehnsüchte. Das Transalp Signature II X12 AM 2.0 inter­ pretiert dieses Unterfangen sehr Trail-lastig. Dabei lesen sich die Spezifikationen schon sehr viel­ versprechend. 27,5 Zoll Laufrad­ größe, 12,8 Kilogramm leicht, 150 Millimeter vorn, 140 Millimeter hinten, Rock Shox Pike-Feder­ gabel, 1x11 Shimano XT-Schal­ tung. Klassisch ist der Rahmen gehalten, schwarz anodisiert geht immer. Die Aufnahme für den Umwerfer steht etwas verlassen herum, hält aber die Option zum Umrüsten auf zwei Kettenblätter offen. Die Abstufung der XT-Gruppe wird mit jedem Kunden abgestimmt, sowas nennen wir guter Service. „Heidewitzka, Herr Kapitän“, was ist das Rädchen lecker ausgestattet. Hier hat sich wohl jemand im Teile-Regal vergriffen – im, für den Kunden, positiven Sinne! „Wer soll das bezahlen?“ singen wir gleich weiter, wo gibt es für unter 3.000 Euro so viel Bike fürs

Nice Look: Maguras MT7 sieht toll aus und arbeitet gut, ordentliche Zugverlegung auf dem Unterrohr.

Geld? Neben der kompletten, superguten Shimano XT-Gruppe rollt das Bike auf tollen DT Swiss EX1501. Eine sehr gute Wahl für den Trail, die Systemlaufräder sind sehr steif, belastbar und außerdem leicht. Gebremst wird mit der Kraft von vier Kolben mit einer Magura MT7, ein cooler Karbonlenker von Acros mit 780 Millimetern Breite gesellt sich keck dazu. Begeben wir uns auf den Trail, fällt als allererstes die vortriebsorientierte Sitz­ position und die tiefe Front auf. Das Transalp will nach vorne und am liebsten gleich alle Alpenberge hintereinander nehmen. Es fühlt sich sehr leicht und spritzig an, kein Ding, es auch in einem schnellen Marathon einzu­ setzen. Geht es auf dem Trail zur Sache, sind dem Transalp langgezogene Wellen und Kur­ ven lieber als verblocktes oder sehr kurviges Geläuf. Dementsprechend sportlich-straff ist der Hinterbau, er ist vortriebsorientiert, nicht leicht aus der Ruhe zu bringen, bietet aber genug Pfund für dicke Brocken. Bei hohen Geschwindigkeiten profitiert es von einer guten Laufruhe, ein Rock Shox Monarch RT3 am Heck und eine tolle Revelation RCT3 Solo Air regeln das souverän.

FAZIT

Schaut man allein auf die prominente Komponentenliste, muss einen das Transalp Signature II X12 AM 2.0 einfach vom Hocker hauen. Das muss man erst einmal nachmachen. Das Fahrwerk macht einen guten Job, der Rahmen ist solide und langlebig, an diesem Bike wird man sicher lang Freude haben. Ausgewogene Allround­ eigenschaften in Richtung Tour dürften eine große Zahl Biker ansprechen.

FAHRER

An dein Bike kommt nur feinste Ware, trotzdem bist du preisbe­ wusst. Du suchst ausgewogene Fahreigen­ schaften und kein Spezialgerät.

FAKTEN NAME Transalp Signature II X12 AM 2.0 KATEGORIE Trailbike 27er PREIS € 2999,GEWICHT 12,8 kg FW VORNE 150 mm FW HINTEN 140 mm INFO www.transalp-bikes.com


TREK

F U E L

E X

8

»TRAILBIKE 29ER

DAS FUEL EX IST SCHON SEIT LANGEM EINES DER BELIEBTESTEN BIKES IN DER PALETTE DES US-AMERIKANISCHEN HERSTELLERS TREK. IM LAUFE DER JAHRE WURDE DAS BIKE IMMER WEITER IN RICHTUNG TRAIL GEPUSHT, DAS FAHRWERK BIETET INZWISCHEN 130 MILLIMETER FEDERWEG, DIE LAUFRADGRÖSSE 29 ZOLL. WIE WIRKEN SICH STETE ENTWICKLUNG UND FESTHALTEN AN BEWÄHRTEM AUF DIE FAHREIGENSCHAFTEN AUS? KURZ, WIE SCHLÄGT SICH DAS FUEL EX HEUTE AUF DEM TRAIL?


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º AUSPROBIERT

DER SEHR GUT FUNKTIONIERENDE HINTERBAU UND DIE 29-ZOLLREIFEN VERMITTELN VIEL SICHERHEIT.

FAHREN In schickem Dunkelgrau mit roten Akzenten rollt das Fuel EX 8 bei uns aus der Kiste. Trek hat die aktuelle Version des beliebten Trailbikes vorne wie hinten mit 130 Milli­ metern Federweg ausgestattet. Im Vergleich zum Vorgänger ist der Lenkwinkel flacher gewor­ den, der Reach länger und das Tretlager tiefer. Das alles soll die Bergab-Performance des 29ers fördern. Um das noch zu unterstützen, wurde der Rah­ men noch mal steifer konst­ ruiert: Das Unterrohr ist jetzt nicht mehr am Übergang zum Steuerrohr abgeknickt, sondern läuft in einer geraden Linie aus. Im gleichen Atemzug hat Trek das Knock-Block-System eingeführt, das die Gabel vor unerwünschtem Kontakt mit dem Rahmen schützt. Die Ausstattung besteht aus den Fox-Federelementen, einer Shima­ no-XT-Schaltung und wird mit hauseigenen Bontrager-Komponenten abgerundet. Noch bevor wir das erste Mal auf das Fuel EX steigen, greift Trek uns schon unter die Arme.

Bontrager, Treks Hausmarke, stellt die Laufräder. Daneben ein großvolumiges Federbein, speziell für Trek entwickelt.

Mit wenigen Klicks findet man auf der Homepage die richtigen Werte, um das Fahrwerk abzustimmen. Die ersten Meter bescheren uns gleich ein Wohlgefühl. Die Sitzposition ist ausgewogen, und man hat den Eindruck, im Bike zu sitzen und viel Kontrolle zu haben.Bergauf muss man den Dämpfer dank der RE:aktiv-Technologie fast nie blockieren. Das Bike ist nahezu wippfrei, der Vortrieb groß. Zusätzlich hilft das zweite Kettenblatt, wenn es mal wirklich steil berg­ auf gehen soll. Wenn der Trail bergab zeigt, freut sich das Fuel EX genauso wie sein Fahrer. Der sehr gut funktionierende Hinterbau und die 29-Zoll-Reifen vermitteln viel Sicherheit. Das Trek gibt kontrolliert Feedback vom Unter­ grund, ohne zu viel oder zu wenig Federweg freizugeben. Der RE:aktiv-Dämpfer öffnet bei größeren Stößen automatisch die zweite Luftkammer und vermittelt so das Gefühl, mit mehr Federweg als 130 Millimetern unterwegs zu sein. Selbst auf den Sprüngen unseres Hometrails haben wir uns auf dem Fuel EX sehr gut aufgehoben gefühlt, es liegt sicher in der Luft und bietet ein ausgezeich­ netes Handling.

FAZIT Trek hat mit dem Fuel EX 8 einen sehr guten Allrounder in unseren Test geschickt. Ein schön flacher Lenkwin­ kel, langer Reach und kurze Kettenstreben verstehen sich wunderbar mit 130 Millime­ tern Federweg an Front und Heck. Der sehr gute Hinterbau verführt dazu, bergab das Gas stehen zu lassen und mit dem Trail zu spielen. Dank des RE:aktiv-Dämpfers stellen auch steile Anstiege keine besondere Her­ ausforderung dar. Die Komponenten sind clever gewählt, der Preis geht in Ordnung.

FAHRER

Du wirst dieses Rad lieben, wenn du einen vortriebsorientierten, aggressiven Fahrstil hast und ein robustes Allround-Trailbike suchst.

FAKTEN NAME Trek Fuel EX 8 KATEGORIE Trailbike 29er PREIS € 2999,GEWICHT 14,2 kg FW VORNE 130 mm FW HINTEN 130 mm INFO www.trekbikes.com


E-TRAILBIKES 2017! DAS E-MTB FIEBER GREIFT UM SICH! UND WIR HABEN EINIGE FÃœR EUCH AUSPROBIERT!


65

º AUSPROBIERT

BERGAMONT E-TRAILSTER 9.0 SPECIALIZED TURBO LEVO FSR ROTWILD X+ FS COMP ROSE ELEC TEC STEVENS E-WHAKA+ ES

E-MTB verlocken, verzaubern, begeistern – auch unsere Testcrew!

Wer einmal auf einem E-MTB gesessen hat,

spruchsvollen Geläuf, und es wird schlagartig

Falle eines Akkutausches auf ein Standard-Er-

kann sich der Faszination nur schwer entzie-

klar, wie anstrengend das sein kann.

satzteil zurückgegriffen werden kann, da es sich nicht um eine Speziallösung handelt. Die

hen. Es ist, als betrete man eine völlig neue Welt, plötzlich übt man eine neue Sportart

Wie bei den unmotorisierten Kollegen

großen Player in Sachen E-MTB-Antrieb heißen

aus. Die Vorteile von E-Bikes sind hinlänglich

tummeln sich bei den E-MTB verschiedene

Bosch, Brose und Shimano. Jede Lösung hat

bekannt, beim Mountainbiken kommt noch

Laufradgrößen, in unserem Test kommen

spezielle Eigenschaften, die wir euch anhand

eine besondere Komponente hinzu. Dadurch,

zwei besonders beliebte zum Einsatz, 27,5

der folgenden Bikes erläutern wollen.

dass sich die Zeit bergauf deutlich verringert,

und 27,5+ Zoll. Auch hier gilt, dass 27,5 Zoll

bleibt viel mehr Zeit für Spaß auf dem Trail.

die spritzigere, agilere, handlingorientierte-

E-MTB werden von der Öffentlichkeit nicht

Dazu kommt der berühmte Uphill-Flow. Kur-

re Variante ist, die Plus-Größe trumpft mit

immer emotionslos wahrgenommen. Umso

vige Trails hochzufliegen ist eine ganz neue

massivem Grip und viel Komfort auf.

wichtiger, dass wir uns als Mountainbiker dieser Situation bewusst sind und uns entsprechend

Erfahrung und eine ganz neue Spielart des Bikens. Plötzlich sind fahrtechnisch Dinge

Bei den Antrieben setzt sich immer mehr die

verhalten. Die Trailrules des DIMB (dimb.de/

möglich, an denen man vorher gescheitert ist.

integrierte Bauweise durch. Gefälligeres Design

aktivitaeten/open-trails/trail-rules) sind sicher

Die Art des Fahrradfahrens verändert sich,

und ein stimmiges Gesamtkonzept sprechen

eine ausgezeichnete Richtschnur, um Konflik-

was nicht heißen soll, dass E-MTB unsportlich

für diese Ausführung. E-MTB mit aufgesetztem

ten vorzubeugen – schließlich wollen wir noch

sind, im Gegenteil. Ein halber Tag im an-

Akku bieten allerdings den Vorteil, dass im

lange energiegeladen durch die Berge cruisen!


BERGAMONT

E - T R A I L S T E R

9 . 0

»E-TRAILBIKE 27,5ER

DAS TRAILSTER IST BERGAMONTS TRAIL-IKONE. IN VERBINDUNG MIT EINEM BOSCH-MOTOR WIRD DARAUS DAS E-TRAILSTER, BEI UNS IM TEST IN DER 9.0-VARIANTE, DER DELUXE-AUSFÜHRUNG. SATTE 150/140 MILLIMETER WOLLEN DEN TRAIL IN BRAND SETZEN UND FÜR ECHTES FEUERWERK SORGEN. OB WIR DA MIT DEM LÖSCHEN HINTERHERKOMMEN?


º AUSPROBIERT

RAUS AUF DEN TRAIL, DAS E-TRAILSTER WILL AUF DIE TOUR! VOR ALLEM AUF SCHNELLEN, FLOWIGEN TRAILS FÜHLT SICH DAS E-BIKE AUS HAMBURG ZU HAUSE.

FAHREN

Das auffäl­ lige E-MTB aus Hamburg ist tatsächlich das einzige E-MTB in unserem Test mit dem weit verbreiteten und be­ liebten Bosch-Antrieb. Der 500-Wh-Akku hat ordentlich Ausdauer, über die gesamte Testdauer hat er uns nie im Stich gelassen. Es können vier unterschiedliche Unterstüt­ zungsmodi gewählt werden, zu­ sätzlich bietet Bergamont noch eine Schiebehilfe, die wir für das etwas über 20 Kilogramm schwere Bike gerne benutzen. An der Ausstattung sieht man, dass die Jungs und Mädels auf St. Pauli sich ordentlich Gedanken gemacht haben. Hin­ ten ist ein Rock Shox Monarch RT3 verbaut, vorne federt die bewährte Rock Shox Pike RCT3. Abgerundet wird das Trailster 9.0 mit Magura MT4-Bremsen, einem Cockpit von Answer und der Sram EX1, die speziell für E-Bikes konzipiert ist. Die Kette wird über eine Umlenkrolle über dem Ritzel zum Schaltwerk geleitet. So wird der Hinterbau von Antriebsanflüssen entkoppelt und das Kettenklappern minimiert. Der hochwertig

Bewährtes Kraftpaket: Bosch Performance CX Antrieb. Zupackende Magura MT4-Bremsen.

verarbeitete Rahmen hat mit 443 Millime­ tern einen relativ langen Reach. In Kom­ bination mit einer flachen Front und dem flachen Lenkwinkel ergibt sich eine sportli­ che, leicht gestreckte Sitzposition. Raus auf den Trail, das E-Trailster will auf die Tour! Vor allem auf schnellen, flowigen Trails fühlt sich das E-Bike aus Hamburg zu Hause. Gabel und Hinterbau funktionieren sehr gut zusammen und lassen auch bei Highspeed keine Unruhe aufkommen. In Kombination mit der langen Geometrie ist das E-Trailster extrem laufruhig. Auch beim Uphill spielt dem Bergamont sei­ ne lange Geometrie in die Karten. Man hat nie das Gefühl, dass das Vorderrad vom Boden abhebt. Steile, technische Anstiege klettert es, unterstützt von dem kräftigen Bosch-Motor, mühelos hinauf. Je nach Untergrund ist man sogar gezwungen, eine niedrige Unterstüt­ zungsstufe zu wählen, um die Kraft über­ haupt auf den Boden zu übertragen.

FAZIT

Mit seiner langen Geometrie versprüht das Bergamont E-Trailster 9.0 einen Hauch Cross-Country-Charme. Auf flowigen Trails begeistert es mit seiner Laufruhe und dem komfortab­ len Fahrwerk. Der kräftige Bosch-Motor unterstützt sehr spritzig und macht so auch den Uphill zum Spaß. Der Rahmen ist hochwertig verarbeitet und fällt mit seiner schwarz-gelben Lackierung positiv auf. Das Gesamtkonzept ist sehr stimmig und die Ausstattung gut durchdacht.

FAHRER Du suchst ein E-Bike für lange Touren auf schnellen Trails und hast keine Angst vor Uphills? Dann findest du im Bergamont E-Trailster 9.0 den perfek­ ten Begleiter!

FAKTEN NAME Bergamont E-Trailster 9.0 KATEGORIE E-Trailbike 27,5er PREIS € 5199,-

Das Bergamont E-Trailster 9.0 ist wie eine gute Nacht auf dem Kiez: Spaßig geht es bergauf, und wenn es bergab geht, ist es nicht aus der Ruhe zu bringen.

GEWICHT 21,5 kg FW VORNE 150 mm FW HINTEN 140 mm INFO www.bergamont.com


ROSE

E L E C

T E C

»E-TRAILBIKE 27,5ER

AKKU UND MOTOR DEZENT IM RAHMEN VERSTECKT, POTENTE 120 MILLIMETER FEDERWEG AN DER FRONT, BRACHIALES RAHMENDESIGN – SO SIEHT DAS ERSTE E-MTB VON ROSE AUS! DAS ELEC TEC IST ALS TRAIL-HARDTAIL AUSGELEGT, EIN FLINKER WEGGEFÄHRTE MIT ORDENTLICH SCHUB UNTER DER HAUBE. ES IST KOMPATIBEL MIT 29- UND 27,5-ZOLL-LAUFRÄDERN, WAS DEM EINSATZBEREICH DES BOLIDEN ZUGUTE KOMMEN SOLL.


69

º AUSPROBIERT

AUFFALLEND GUT IST DIE TECHNISCHE UMSETZUNG DIESER INTEGRATION GELUNGEN, DIE SPALTMASSE SIND MINIMAL, DIE ÜBERGÄNGE PERFEKT.

FAHREN

„Wenn, dann richtig“ wird sich ROSE wohl gedacht haben und hat sich mit der Entwicklung des ersten E-MTBs deutlich Zeit gelassen. Augenscheinlich wollte man nicht überstürzt ein Konzept mit aufgesetztem Akku auf den Markt bringen, sondern gleich zeigen, welche Richtung man zukünftig einschlagen möchte. Und diese Richtung heißt Integration. Als Partner hat man sich den Auto­ motiv-Spezialisten Continental ins Boot geholt, gemeinsam wurde eine kompakte Motor­ gehäuse-/Unterrohr-Einheit entwickelt, die Antrieb und Akku elegant im Rahmen verbirgt. Contis eBIKE SYSTEM bietet den Vorteil, dass es auf ein großes, bestehendes Service-Netz zugreift, im Falle einer Reparatur kann schnell und professio­ nell geholfen werden. Auffallend gut ist die technische Umsetzung dieser Integration gelungen, die Spaltmaße sind minimal, die Übergänge perfekt, im Vergleich zu den Mitbewerbern hat das ELEC TEC die Nase hier ganz weit vorn. Das

Sehr gediegenes Rahmendetail, futuristisch mutet das Lichtspiel an.

Design ist futuristisch, brachial, der Look definitiv ungewöhnlich. Es lohnt sich, einen Blick auf die technischen Features des Bikes zu werfen, hier hat das ELEC TEC was auf dem Kasten. Das Display outet sich als viel­ seitige Schaltzentrale, Stichwort Connec­ tivity! Eine Bluetooth-4.0-Schnittstelle verbindet mit dem Smartphone, neben verschiedenen Fitness- und Wetter-Funkti­ onen gibt es ein schlaues Navi, das Rou­ ten abhängig von der noch verfügbaren Reichweite und dem daraus resultierenden Unterstützungsmodus berechnet. Clever, clever! Jetzt aber schnell ins Gelände! Satt schiebt der 250-Watt-Motor uns an, 90 Newtonmeter maximaler Drehmoment ste­ hen parat. Erst, wenn man die Leistung voll nutzt, kann man den Motor wahrnehmen, vorher ist er flüsterleise. Mit 120 Millime­ tern soll die Trailperformance gepusht werden, und vorne nehmen wir die Extra­ zentimeter Federweg erfreut zur Kenntnis. Hinten liegt das Bike satt auf dem Trail, lässt sich aber aufgrund kurzer Kettenstreben wieselig bewegen. Das ELEC TEC ist zudem erstaunlich sportlich, ohne Motorunterstüt­ zung lässt es sich gut um die 30 Stunden­ kilometer bewegen, entsprechende Fitness vorausgesetzt.

FAZIT

Technisch greift das ELEC TEC auf sehr hohem Level an und kann mit jeder Menge toller Lösungen punkten. Ein kräftiger, hochwertiger Conti-Antrieb, ein Display mit umfangreicher und intelligenter Software, dazu ein sportlicher, agiler Rahmen – hier zeigt sich ein idealer E-Allrounder. Die hohe Fertigungsqualität, die man von ROSE ge­ wöhnt ist, ist ein weiterer Pluspunkt. Ein soli­ des und trotzdem aufregendes E-Trailbike!

FAHRER Qualität und Funktion sind für dich maßgeblich, ein hoher Funktions­ umfang erwünscht. Du setzt dich gerne mit deinem Bike auseinander, erwartest aber auch Zuverlässigkeit und Top-Service.

FAKTEN NAME ROSE ELEC TEC KATEGORIE E-Trailbike 27,5+ PREIS € 3999,GEWICHT 22,6 kg FW VORNE 120 mm FW HINTEN -INFO www.rosebikes.de


ROTWILD

X +

F S

C O M P

»E-TRAILBIKE 27,5ER

IN PUNCTO E-MTB SIND ROTWILD ALTE HASEN IM GESCHÄFT. IHRE AKTUELLE LINIE KONZENTRIERT SICH AUF INTEGRIERTES RAHMENDESIGN UND NIMMT BEZUG AUF DIE UNMOTORISIERTEN MOUNTAINBIKES. SO STEHT DAS R.X+ IN DIREKTER VERWANDTSCHAFT ZUM TRAILBIKE R.X1 UND WILL WIE DIESES EIN ECHTER TRAILKÜNSTLER SEIN. OB IHM DAS GELINGT? WERDEN WIR SEHEN!


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º AUSPROBIERT

DAS HANDLING IST EXZELLENT, BEINAHE KOMMT BMX-FEELING AUF.

FAHREN Das Rotwild X+ FS COMP ist garantiert eines der schönsten E-MTB unter der Sonne. Für Laien ist die Motorisierung kaum erkenn­ bar, ein fettes Unterrohr lässt E-Power erahnen, das gesamte Rahmenkonzept ist aber so dezent und gelungen, dass ein pedaliéro-Designpreis angebracht wäre. Rotwild hat einfach den Dreh raus, hübsche Bikes zu bauen. Schön auch die Möglichkeit, das Bike mit drei unterschiedlichen Laufradgrö­ ßen auszustatten, denen die Dieburger direkte Charakterei­ genschaften zuordnen: Transalp (29“), Trail (27,5“) und Traction (27,5“+). Sagt eigent­ lich alles. Wir haben uns zum Test für die 27,5-Zoll-Ausführung entschieden. Rotwild setzt auf eine „Integrated Pow­ er Unit“ (IPU) mit 500 Wattstunden, eine extrem ausgereifte Technologie. Der Bro­ se-Antrieb entwickelt sehr harmonischen Vortrieb, kein Ruckeln und Zuckeln quält. Nach dem Überschreiten von 25 km/h macht sich der Vorteil eines entkoppelten

Das Design so nah wie möglich am normalen MTB: Dezente Motoreinheit, Display klein, aber ausreichend groß.

Systems bemerkbar, geschmeidig und ohne Verlust kann pedaliert werden, so stellt man sich das vor. Die COMP-Ausstattung markiert die günsti­ ge Variante des X+. Hier wurden solide Parts gewählt, die vielleicht etwas schwerer sind, aber durchweg technisch hohes Niveau bie­ ten. So können wir Shimanos SLX-Schalt­ werk und Bremsen beste Performance attestieren, ein paar Gramm Mehrgewicht sind bei einem E-MTB für unser Verständnis zu vernachlässigen. Lediglich bei der Sattel­ stütze hat der Rotstift zu sehr zugeschlagen, ein Bike mit diesem Einsatzbereich verdient natürlich eine Remote-Post. Womit wir auf dem Trail sind. Die Ver­ wandtschaft zum X1 ist sofort zu spüren, nicht nur Geometrie und Sitzposition kommen aus einer Hand, auch die Trail­ performance. Das Handling ist exzellent, beinahe kommt BMX-Feeling auf, das X+ lässt sich erstaunlich gut springen. Variabi­ lität, wohin man blickt, Steuerwinkel und Hinterbaulänge lassen sich variieren, die Charakteristik des Bikes stark verändern, um es ganz an seine Vorstellungen anzu­ passen. Der Hinterbau macht einen sehr

guten Job, er hält aktiv Bodenkontakt und steckt auch fette Sprünge unaufgeregt weg.

FAZIT

Was für ein Verwandlungs­ künstler! An diesem Bike kannst du tunen, bis der Arzt kommt, unglaublich viele Para­ meter sind veränderbar. Die von uns gefah­ rene Variante mit „kleinen“ 27,5-Zoll-Lauf­ rädern ist ein quirliger Trailräuber, sehr gut im Handling, mit riesigem Einsatzbereich. Das Rahmenkonzept ist hervorragend, die Optik perfekt, den Preis kann man fast als Schnäppchen bezeichnen.

FAHRER

Für Designliebhaber und Technikexperten, Tuningfreaks und All­ roundartisten – kurz für alle, die Mountain­ biken lieben.

FAKTEN NAME Rotwild X+ FS COMP KATEGORIE E-Trailbike 27,5er PREIS 5399,GEWICHT 21,4 kg FW VORNE 140 mm FW HINTEN 140/145 mm INFO www.rotwild.de


T U R B O

SPECIALIZED

L E V O

F S R

E X P E R T

6 F A T T I E

»E-TRAILBIKE 27,5+

ES HAT EINE ZEIT GEDAUERT, BIS SICH AUCH SPECIALIZED MIT DEM E-MTBFIEBER ANGESTECKT HAT. WAS DANN ABER AUS KALIFORNIEN AUF DIE TRAILS LOSGELASSEN WURDE, KANN SICH SEHEN LASSEN. DAS LEVO WILL NICHT WENIGER ALS MASSSTÄBE SETZEN. INTEGRIERTES RAHMENDESIGN UND SATTE 140 MILLIMETER FEDERWEG BEI PLUS-REIFENGRÖSSE GEBEN EINEN DEZENTEN HINWEIS DARAUF, WAS DER BIKER ERWARTEN DARF.


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º AUSPROBIERT

DAS TURBO LEVO DEFINIERT SICH OHNEHIN ÜBER SEINE HERAUSRAGENDEN FAHREIGENSCHAFTEN BERGAB.

FAHREN Kein E-Bike sorgte bei der Vorstellung für mehr Aufsehen als das Turbo Levo von Specialized. Da konn­ ten wir es uns natürlich nehmen lassen, dieses Technik-Wunder auch für unser Trail-Special auf Herz und Nieren zu prüfen. Die Erscheinung des Levo ist auf den ersten Blick erstmal angenehm schlicht. Selbst einen fetten Specialized-Schriftzug vermisst man hier. Der verbaute Brose-Motor ist relativ unauffällig im Rahmen integriert, und das voluminöse Unterrohr, das den Akku verbirgt, könnte auch aus einem groß dimensionierten Downhillbike stammen. Dämpferposition und Pike-Gabel fügen sich kompakt wie bei allen anderen „Speci“-Bikes in die Gesamterscheinung ein. Man hat fast das Gefühl, das Rad wurde um den An­ trieb herum konstruiert, ohne dabei auf die typischen Charakteristika zu verzichten. Die Integration von Motor und Akku ist sensati­ onell gut gelungen, harmonisch schwingen die Rohre, ein atemberaubendes Design!

LED zeigen den Ladezustand an, die Motoreinheit ist sehr gelungen integriert.

Allein die Spaltmaße des Motorgehäuses könnten kleiner sein, verderben den Gesam­ teindruck aber nicht. Jetzt aber ab auf den Trail! Das Gewicht von 22 Kilogramm schreckt uns erstmal ein wenig ab. Dieser Zweifel verfliegt aber sofort nach den ersten Metern. Das Handling ist absolut grandios und steht einem klassi­ schen Trailbike in fast nichts nach. High­ speed, Richtungswechsel oder auch kleine Jumps machen unglaublich viel Spaß. Mit diesem Wohlgefühl erhöhen wir sofort das Tempo und wagen uns auch an technisch verwinkelte Sektionen heran – alles kein Problem mit dem Levo. Bergauf schiebt der Brose-Motor sehr neu­ tral an, ohne einen direkt in den Vortrieb zu „kicken“. Das mag vielleicht einigen E-Bike-Fahrern zu sanft sein, uns kam es als Gesamtkonzept näher an ein Non-E-Bike heran. Das Turbo Levo definiert sich ohne­ hin über seine herausragenden Fahreigen­ schaften bergab.

Motorsteuerung noch einmal in drei Schrit­ ten variieren und bietet eine Restreichwei­ ten-basierte Navigation.

FAZIT Das Levo ist ein komplett gelun­ genes E-MTB. Design und Funktion passen super zusammen. Der Motor arbeitet sehr homogen und unterstützt den Fahrer immer angemessen, ohne einen unerwarteten Schub zu geben. Mit der Mission Control App bietet Specialized ein klares Alleinstellungs­ merkmal und setzt Maßstäbe in der Motor­ konfiguration. Dazu fährt sich das Bike wie ein reinrassiges Trailbike ohne Abstriche! Du suchst ein E-Bike mit echtem Trailpotenzial, das dazu noch schick aussieht. Das Levo gibt dir beides! E-Bike mit Eisdielenfaktor UND Trailräuber.

FAHRER

FAKTEN NAME Specialized Turbo Levo FSR Expert 6Fattie KATEGORIE E-Trailbike 27,5+ PREIS € 6499,GEWICHT 22,46 kg

Technisch bietet Specialized mit der Mission Control App außerdem noch ein weiteres Highlight an. Über diese App lässt sich die

FW VORNE 140 mm FW HINTEN 140 mm INFO www.specialized.com


STEVENS

E - W H A K A +

E S

»E-TRAILBIKE 27,5+

DER NORDEN ELEKTRISIERT! UND DAS TRIFFT IM GANZ BESONDEREN AUF DAS E-WHAKA+ ES VON STEVENS ZU. ALS EINZIGE SCHICKEN DIE HAMBURGER JUNGS EIN E-MTB MIT SHIMANOS STEPS-ANTRIEB AUF DEN KURS. DAS FAHRWERK MIT 130 MILLIMETERN DEUTET GUTE ALLROUNDEIGENSCHAFTEN AN, AUSSTATTUNGSTECHNISCH BEWEGT MAN SICH MIT EINER DIGITALEN DI2SCHALTUNGSGRUPPE VON SHIMANO AUF EXTREM HOHEN NIVEAU. KLINGT VIELVERSPRECHEND, KLINGT NACH „DER NORDEN ROCKT!“.


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º AUSPROBIERT

DAS BIKE IST EINE ECHTE TRAILRAKETE, WENDIG UND SPRITZIG, IMMER BEREIT, ÜBER DIE NÄCHSTE GEEIGNETE WURZEL ABZUZIEHEN.

FAHREN Kann es sein, dass schon Shakira dieses Bike besungen hat? „Tsamina mina, eh eh. Waka waka, eh eh … “ – man könnte es fast annehmen. Denn das E-Whaka macht richtig was her. Richtig maskulin sieht es aus, dickes Unterrohr, schön integ­ rierte Motoreinheit, coole Farbe. Selbst der aufgesetzte Akku, der bei vielen Bikes dieser Art den Gesamteindruck trübt, passt sich gut ins Rahmendesign ein. Das Bike wirkt sehr hochwertig, was auch an der hervorragenden Ausstattung liegt. Allen voran ist hier eine Di2 zu nennen. An einem Bike, an dem so viel Technik verbaut ist, passt auch ein elektronisches Schaltwerk perfekt ins Bild. Die Performance dieser Top­ gruppe ist wirklich klasse, man kann nach Lust und Laune Schaltungseinstellungen vorneh­ men, zudem funktioniert der Schaltvorgang unvergleichlich schnell mit minimalsten Fingerdruck. Perfekt. Ebenso gut zu bedie­ nen ist das Display des Shimano-Steps-An­ triebs. Per Fernbedienung steuert man den

Kann was: Shimanos neuer StepsAntrieb mit passendem Display.

Unterstützungsgrad, zusätzlich werden die geläufigen Parameter sowie der aktuelle Gang angezeigt. Als nette Zugabe werden auch noch Trittfrequenzmesser und Wattzahl dargestellt. Shimanos neuer Steps-Antrieb zeigt eindrucksvoll, was die Japaner auf dem Kasten haben. Der Motor schiebt dezent, aber kraftvoll nach vorne, im Turbo-Modus tritt er sogar sehr auffällig mit. Fast unsichtbar wirkt er im mittleren Energiemodus, was wir als perfekten Unterstützungsgrad empfanden. Auch das E-Whaka hat ein nicht motorisiertes Brüderchen, an dessen Charakteristik hat man sich orientiert. Das Bike ist eine echte Trailra­ kete, wendig und spritzig, immer bereit, über die nächste geeignete Wurzel abzuziehen. Die Front ist recht tief gehalten, man sitzt sehr kompakt auf dem Kurvenflitzer. Der Hinter­ bau mit Horst-Link und stehendem Dämpfer profitiert von einer tausendfach bewährten Technologie. Er ist eher komfortabel ausge­ richtet als sportlich straff, unterstützt somit den sehr großen Einsatzbereich. Bergauf ist kaum Wippen zu provozieren, bergab lässt man es gerne stehen, 130 Millimeter, die sich nach deutlich mehr anfühlen.

FAZIT

Ein richtig tolles Paket, das Ste­ vens da anbietet, zum ziemlich verlockenden Preis. Wenn man bedenkt, dass sogar eine Di2 verbaut ist, müssen sich manche Mitbewer­ ber warm anziehen. Aber auch die Fahreigen­ schaften sind ausgeschlafen und dürften den Geschmack sehr vieler Biker treffen. Ein Bike, das einfach nur Spaß macht!

FAHRER

Dein Bike hat alle techni­ schen Spielereien, inklusive elektronischer Schaltung, lässt sich spielerisch durchs Gelände bewegen und sieht auch noch ver­ dammt gut aus.

FAKTEN NAME Stevens E-Whaka+ ES KATEGORIE E-Trailbike 27,5+ PREIS € 5599,GEWICHT 21,6 kg FW VORNE 140 mm FW HINTEN 130 mm INFO www.stevensbikes.de


SO OFT WAREN WIR SCHON ZUSAMMEN AUF DIESEM TRAIL, UNSEREM TRAIL ICH KANN KAUM SO WEIT ZÄHLEN UND DOCH SIEHT ES HIER JEDES MAL ANDERS AUS

Schrift

&

Fotos

Jan

Volbracht

RIECHT ANDERS, ABER UNSER FLOW IST DERSELBE

T H I S I S H O M E


ยบ TRAILDOG

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Ein Mann, ein Bike, ein Hund: eine unschlagbare Kombi.


Kann es kaum erwarten: Lotte auf dem Sprung.

SEIT WIR IM AUTO SITZEN, FREUE ICH MICH ICH WILL LOS, ICH WILL AUF DEN TRAIL DANN SIND WIR ENDLICH DRAUSSEN, ENDLICH DER GERUCH DER NASSEN GRÄSER IN MEINER NASE

MEIN HERZ SCHLÄGT HÖHER, ALS ICH DIE STEILKÜSTE SEHE JETZT GIBT ES NUR NOCH LENNART, MICH UND DEN TRAIL ICH JAGE IHM HINTERHER KÖNNTE IN SEINEN HINTERREIFEN BEISSEN


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º TRAILDOG

VON LINKS NACH RECHTS, DIE KÜSTE ENTLANG ICH RIECHE, WIE DAS MEER UNTER UNS SCHÄUMT DIE ZUNGE HÄNGT MIR AUS DEM HALS ABER ICH BLEIBE AN IHM DRAN

Nicht jeder Hund ist Trailrunner, Lotte würde ihr letztes Leckerli dafür hergeben.


º TRAILDOG 80

AM KLEINEN BACH MACHEN WIR TRINKPAUSE KURZ VERSCHNAUFEN. WASSER, ATMEN, WASSER, ATMEN ICH HÖRE DIE REIFEN LOSROLLEN, LENNART TRITT WIEDER AN ICH BEEILE MICH, BIN WIEDER DIREKT HINTER IHM

Paradies für Traildogs: der Steilküstentrail zwischen Bülk und Schwedeneck an der Ostsee.

MEINE PFOTEN FLIEGEN NUR SO ÜBER DEN TRAIL ÜBER UNSEREN HOMETRAIL WIR BRAUCHEN NUR UNS THIS IS HOME


Enjoy the hard work


L I V I N G I N

T H E

L I F E

L A G U N A B E A C H Schrift

&

Fotos

Jan

Volbracht

Träumen wir nicht alle heimlich davon auszuwandern? Dort wohnen, wo es warm ist. Die Trails hinter dem Haus, das Meer vor der Tür. Die Sonne geht jeden Abend im Ozean unter. Das Essen ist lecker und Marihuana legal. Milch und Honig fließen in den Flüssen. Freiheit ist grenzenlos. Kurz: das Paradies! Diese Gedanken sind auch Richie Schley jahrelang durch den Kopf gegangen. Jetzt wohnt der Kanadier seit ein paar Jahren in Kalifornien.


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º TRAILLIFE

Richies Luxus: jeden Tag surfen können.

Die Sonne spiegelt sich auf dem Meer, als ich nach Laguna Beach fahre. Die Stra­ ßen sind gesäumt von hübschen, kleinen Läden und Galerien. Surfer sind auf dem Weg zum Strand. Große Pick-up-Trucks rollen an mir vorbei. Als ich am „Main Beach Park“ vorbeifahre, spielen ein paar Jungs auf einem Freiplatz Basketball.

Ich treffe Richie in seinem Lieblingsrestau­ rant. Wir sitzen auf der Terrasse, es gibt Tacos und frisch gepresste Säfte. Richie erzählt, dass er sich in Whistler natürlich auch wohl gefühlt hat. „Aber hier scheint einfach jeden Tag die Sonne – das gibt es in Kanada leider nicht. Sonst wäre ich gerne dort ge­ blieben. Außerdem wohnen meine Kumpels Brian Lopes und Hans Rey hier in Laguna.


Gleich um die Ecke ist auch mein langjähriger Sponsor CrankBrothers ansässig. Das alles hat meine Entschei­ dung damals dann doch relativ leicht gemacht.“ Seit vier Jahren lebt Richie jetzt in Laguna, und heute will er mir zeigen, warum. Wir beenden unser Frühstück, um ein paar Trails fahren zu gehen. „Life is easy here in Laguna!“, sagt er und steigt in sein Golfcart. Ich springe hinten drauf, und wir fahren zu ihm nach Hause. Als wir ankommen, tauschen wir die Flip Flops gegen Bikeschuhe. In seinem Schuppen hängt ein Bike neben dem anderen, Kisten voller Reifen und anderer Bike­ parts stapeln sich übereinander. Am liebsten hätte ich noch ein bisschen gestöbert, aber Richie sitzt schon im Sattel. Ob Welle oder Berg: Steil sollte beides sein.

EIN PAAR KURVEN WEITER NEIGT SICH DER TRAIL KOMPLETT RICHTUNG FALLLINIE.

Also machen wir uns zusammen an den Uphill. Über eine ruhige Straße pedalieren wir vorbei an schönen Häusern, vor denen dicke Trucks und SUVs stehen. Aber nicht nur: Selten habe ich so viele Elektroautos auf einem Fleck gesehen. Immer wieder haben wir eine wunderbare Aussicht auf das glitzernde Meer. Wir kommen an einen kleinen Aussichtspunkt, an dem sich die Touristen tummeln und Selfies machen. Richie warnt mich: „Sei ein bisschen vorsichtig, die Trails sind ziemlich zugewachsen, und es gibt immer wieder Stellen mit Poison Oak, Gifteichen, die sind wie Brennnesseln, nur noch giftiger. Und ab und zu ver­ irren sich auch kleinere Schlangen oder Skorpione auf die Trails.“ Alles klar, also besser nicht absteigen,


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º TRAILLIFE

denke ich mir, und wir droppen in den Trail. Der Einstieg ist offen und schnell. Wir fliegen über kleine Sprünge und durch Anlieger. Das Terrain ist noch sehr offen und lädt zum Spielen ein. Das ändert sich aber schnell, als wir in den richtigen Trail einbie­ gen. Die Büsche am Rand kommen immer näher. Die Kurven werden immer enger. Der Staub auf dem Boden wird immer tiefer. Der Staub in der Luft wird immer dichter. Der Staub in meinem Mund wird immer mehr. Ich lasse mich ein wenig zurückfallen,

um wieder mehr zu sehen und durchzuatmen. Gerade rechtzeitig sehe ich die Steilstelle über einen großen Fel­ sen. Puh. Arsch hinter den Sattel und Richies Staubwolke hinterher! Ein paar Kurven weiter neigt sich der Trail komplett Richtung Falllinie. Jetzt wird es noch steiler und technischer. Eine kleine Mutprobe jagt die nächste. Zum Glück kennt Richie die beste Linie, und ich versu­ che, ihm zu folgen. An einem etwas größeren Drop war­ tet er auf mich und zeigt mir den Chicken Way, bevor er über die Kante rollt. Bin ich froh, dass ich da nicht runter muss. Ein paar schnelle, flowige Turns später rollen wir durch den Laguna Canyon zurück Richtung Stadt.

LIFE IS EASY HERE IN LAGUNA!

Wer da nicht Fernweh bekommt, hat keine Gefühle.


ES GIBT HIER IN LAGUNA WIRKLICH VIELE TRAILS UND AUCH EINE RELATIV GROSSE, AKTIVE MOUNTAINBIKESZENE.

In den Bergen über Laguna Beach hat auch ein Herr Schley Freude.


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º TRAILLIFE

Wer Richie besucht, darf mal in seine Garage gucken.

„Es gibt hier in Laguna wirklich viele Trails und auch eine relativ große, aktive Moun­ tainbike-Szene. Das macht wirklich Spaß und zwar das ganze Jahr über. Das hatte ich damals in Kanada so auch nicht“, erzählt Richie, als wir von der Landseite aus durch die Straßen von Laguna Beach rollen. An vielen Ecken sind kleine Cafés und Bars, die Straßen sind ziemlich belebt. Alles ist sehr familiär, ganz anders, als man es aus den amerikani­ schen Großstädten kennt. Als wir wieder bei Richie ankommen, sagt er: „Jetzt will ich dir aber noch einen Grund zeigen, warum ich Laguna so liebe!“ Im nächs­ ten Moment finde ich mich noch mal im Golf­ cart wieder, neben mir hängt Richies Surfbrett in der Halterung, und wir düsen zum Strand. „Ich bin kein Profi im Stand Up Paddling. Aber SUP macht einfach unglaublich viel Spaß, es ist etwas Besonderes, täglich aufs Wasser zu können und ein paar Wellen zu reiten.“ Mit diesen Worten springt er aufs Board und paddelt raus aufs Meer. Ich mache es mir am Strand bequem. Eine Welle nach der ande­ ren surft Richie bis zum Strand und paddelt dann wieder nach draußen. Meine Gedanken schweifen ab. Ich glaube, ich verstehe inzwi­ schen sehr gut, warum Richie sich Laguna Beach als neue Wahlheimat ausgesucht hat. Trails, Strand, schöne Stadt, gutes Essen, gutes Wetter … Es ist eben ein kleines Paradies.


Schrift Mitch Rotermund Fotos Jan Volbracht & Marco

Knopp

Es ist der endlose Traum vieler Biker: das eine Rad zu finden, das für alles passt. Das unterschiedlichstes Terrain rockt, heftiger Spaß auf dem Trail, smoothe Feierabendrunden mit der Gang, eben ein Bike für weniger Stress und mehr Zeit im Sattel. Ein Bike für jeden Tag. Unser Traumbike ist so ein Chamäleon: ausgesprochen leicht, mit ordentlich Federwegsreserven, dazu traumhafte Fahreigenschaften und pfiffige Ausstattung. Hier kommt unser Traum-Trailbike: ein Rad, das die Idee des Mountainbikens nahezu perfekt widerspiegelt.


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º PROJEKT TRAUMBIKE

DER RAHMEN Heißer Shice: Das Herzstück unseres Traumboliden bildet der Rahmen des nigelnagelneuen Rocky Mountain Alti­ tude Carbon. Rockys Interpretation des Themas Trailbike flasht nicht nur durch seine zuckersüße Kolorierung. 150 mm Federweg, 27,5er Laufradgröße, merke: In Kanada waren Trails schon immer

eine Spur wilder. Per Ride-9-Technolo­ gie lassen sich Sitz- und Lenkwinkel fix verändern, um die Geometrie verschie­ denen Fahrstilen, persönlichen Vorlie­ ben, unterschiedlichem Terrain und vari­ ierendem Körpergewicht anzupassen. Apropos Geo: Gegenüber dem weltbe­ rühmten Vorgänger ist das neue Altitude

länger und flacher geworden (Lenkwinkel bis 65°), kurz: moderner. Und sonst so? Jede Menge Tec-Tops: Boost-Standard, FOX-Dämpfer mit metrischen Einbauma­ ßen, innen liegende Kabelführung, vor­ bereitet für Di2-Systeme. Der Preis? Wer sich in dieses Karbon-Fully von Rocky verknallt, fragt nicht danach. Period.


PROJEKT TRAUMBIKE º

DIE GABEL Ein Quasi-Standard: Die Fox 34 Flo­ at Kashima sieht sich die Konkurrenz am liebsten von oben an. 150 mm Federweg mit sahnig-feinem Ansprechverhalten, bester Performance und schluckfreudig wie Keith Richards. Mit steifer 15-mm-Steckachse, edlem Kashima-Coating und einem Gewicht von unter 1.800 g. Die Druckstufen-Dämp­ fung lässt sich zwischen Open, Medium und Firm umswitchen, das ist perfektes Tuning für wechselnde Trail-Bedingungen.

SCHALTUNG & BREMSEN Blitzschnell und superpräzise: Die SHI­ MANO Deore XT Di2 ermöglicht Schalten in einer neuen Dimension, und das, ohne monetär in anderen Galaxien zu schweben. Extratoll: Bei 2-fach-Antrieb schaltet man mit nur einem Shifter via Syncro-Shift wie von Zauberhand Umwerfer und Schaltwerk gemeinsam. Zukunftsweisend: Per Smart­ phone-App E-TUBE PROJECT lassen sich Gangwechsel-Geschwindigkeit oder Schalt­ präferenzen konfigurieren. Als Speed-Re­ duzierer ist ebenfalls Deore XT montiert: Allerfeinst zu dosieren ist Shimanos Scheibenbremsen-Dauerbrenner, kraftvoll zudem und beschenkt mit einem ele­ gant-schlanken Geberzylinder im XTR-Style. Dazu werkzeuglose Griffweiteneinstellung, einstellbarer Druckpunkt – Bremserherz, was willst du mehr.

LAUFRÄDER Das Auge fährt auch mit: Die Cobalt 3 Laufräder von crankbrothers gehören immer noch zu den bezauberndsten ihrer Sippe. Und stecken voller technischer Finesse: 24 konifizierte Edelstahlspeichen, paarweise an einem speziellen Felgenflansch aufgehängt, die in extralange, zentrierbare Aluminium­ nippel münden. Yummy! Mit 1.650 g nicht viel schwerer als Karbonlaufräder, aber nur halb so teuer. Und mindestens genauso blingbling. Die Budget-Alternative mit breiterer Felge ist links zu sehen: FSA Afterburner WideR. 27 mm messen die, bei 25 mm Höhe. Die asymmetrischen Alu-Rundlinge sind steif, robust und Tubeless-kompatibel.


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REIFEN & MILCH Gib Gummi: Das Decken-Dreamteam entspringt dem Hause Continental. Vor­ ne sorgt ein 2.4er X-King in der ProTecti­ on-Version mit BlackChili-Compound für top Grip, hinten macht ein Race King in 2.2 ordentlich Druck. Geringer Rollwiderstand und niedriges Gewicht sind Ehrensache bei den beiden Titanen der Tubelessness. Und diese Milch macht‘s: Slimes STR Reifen­ dichtmittel schützt vor Rissen und Schlitzen, ist CO2-kompatibel, frei von Allergenen und verteilt sich hübsch gleichmäßig im Reifen. Premium. Wer auf noch breitere Puschen steht: Schwalbes Rocket Ron in 2.6 rockt unser Traumbike. Lässt sich durch das große Volumen auch mit niedrigem Druck fahren, überzeugt mit sattem Grip und überrollt alles, was so auf dem Trail auftaucht.

DAS COCKPIT Als Lenkzentrale fungiert der Koryak Di2 Riser von PRO. Wie der Name zart andeutet, verfügt er über eine integrierte Kabelführung für Shimanos Di2. Der Rise beträgt 20 mm, die Breite: 760 mm. Erschaffen aus 2014er Aluminium, ist er mit rund € 60,- ein lupenreiner Preis-Leistungs-Killer. Gehalten wird er von einem Renthal Apex-Vorbau, ebenfalls mit einem 2014er Aluminiumkörper, CNC-gefräst. Mit spektakulärer 240°-Twin-Lenkerklemmung und einem Design vom anderen Stern. Alternativ passt natürlich auch der Renthal Fatbar Carbon Riser optimal. 780mm breit, 225g leicht, € 169,99, verdammt stabil und sexy! Dazu Griffe in babyblau namens DMR Brendog Death Grip.

PEDALE Was für ein guter Auftritt! crankbro­ thers‘ Plattformpedale Stamp halten fest, was sich ungewollt absetzen will. Gibt‘s in zwei Größen, wir haben uns für large entschieden, und Junge, die sind groooß! Mit geschmiedeter Stahlachse und eben­ solchem Aluminiumkörper, Premiumla­ ger und -dichtungen sind sie ein seriöses Versprechen auf lange Lebensdauer. Gibt‘s auch in Knallrot.

SATTEL & STÜTZE Platz genommen wird auf einem Tundra M1 Carbon Braided von fi’zi:k. Mit seinem geflochtenen Karbonge­ stell und seinen 160 g Lebendgewicht versprüht er einen dezenten Hauch von Luxus. Das wird noch gesteigert durch die Customize-Option: Sattel­ decke, Schriftzug und Logo können vom Kunden individuell farblich gepimpt werden. Dieses Schmuck­ stück thront auf einer Highline-Re­ mote-Sattelstütze von crankbrothers. Per Fernbedienung und Daumen ist die um 125 mm smooth und stufen­ los absenkbar.


TRAILSPOT º

T R A I L S P O T T I N G W I T H

HANS REY UND BRIAN LOPES

HEUTE: DIE „TUTTI FRUTTI EPIC“MTB-TOUR IM „CAROSELLO 3000“-MOUNTAIN PARK LIVIGNO

Morgen gibt es gutes Wetter, Lopes und Rey fliegen heute tief.


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Da haben sich zwei gefunden: Hans Rey und Brian Lopes. Ist jeder für sich schon eine Legende, können sie es im Doppelpack locker mit den Power Rangers aufnehmen. Auf ihrer neuesten Mission ballern die beiden auf ein paar extrem flowigen und gut geshapten Trails in Livigno, auf der „Tutti Frutti Epic“-MTB-Tour. Diese gemischten Früchtchen waren ganz nach dem Geschmack der beiden, eine perfekte Trail-Delikatesse!


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E Schrift

Hans

Rey

Es war nur eine Frage von Minuten, um meinen alten Kumpel Brian Lopes zu diesem Trip zu überreden. Eine epische Tour, 45 Kilometer lang, mit nur wenigen Höhenmetern bergauf, alle Trails mit der Gondel zu erreichen – das klang nach jeder Menge Spaß. Brian ist nicht nur ein langjähriger, guter Freund von mir, sondern auch mehrfacher World-Champion und wie ich aufgenom­ men in der „Mountain Bike Hall of Fame“. Lopes hat eine ganz besondere Ver­ bindung zu Livigno. 2005 hat er hier die 4X-Weltmeisterschaft gewonnen. Für diesen Trip brachten wir beide unse­ re Trailbikes mit, mein GT hat 150 mm vorne/130 mm hinten und Brians Intense kommt auf 160 mm Federweg vorne und hinten. Für diesen Trip perfekt geeignet, leicht, wendig – eben echte Spaßgeräte. Die Trail-Crew aus Livigno hat in den vergangenen Jahren über 25 Kilometer neue Wege gebaut, entsprechend einer Art Masterplan, den ich vor sieben Jahren mit Trail-Designer Diddie Schneider ent­ wickelt habe. Sie erweitern das bestehen­ de Trailnetz auf über 3.500 Höhenmeter, Livignos Slogan „Feel the Alps“ lautet jetzt inoffiziell „Feel the Flow“. Die neue Tutti Frutti Epic ist eine Tour für jeden, man muss also keineswegs

Fotos

Markus

Greber

die Fähigkeiten meines Partners Lopes mitbringen. Alle Strecken sind entweder rot oder blau, also für Fortgeschrittene oder Anfänger ausgewiesen, und bestens geeignet für Cross-Country-, All-Moun­ tain- und Endurobikes. Die Tutti Frutti Epic beginnt und endet an der Gondelstation „Livigno Centro“ mitten in der City. Ein Fahrradtagespass von Carosello 3000 ermöglicht es, alle Abschnitte zu nutzen, um dieses Epos komplett zu erleben. Die gesamte Strecke ist mit Kontrollpunkten in numerischer Reihenfolge markiert, Karten und Apps stehen außerdem zur Verfügung. Die erste Gondel bietet einen herrlichen Blick auf das abgelegene Bergdorf Livigno und seinen See mitten im Herzen. Oben angekommen, geht es am Restaurant Cost­ accia los, der „Roller Coaster“ wartet, einer meiner Favoriten. Es ist ein roter Pfad, vier Kilometer lang, und über die gesamte Län­ ge als Flow Trail ausgelegt, mit Anliegern, Wellen und unglaublichen Aussichten. Wir fahren noch höher hinauf, dieses Mal mit dem Vetta-Sessellift. Der nächste Abschnitt umfasst eine ganze Reihe von Trails, darunter den „Coast To Coast“, den „S-Way“ und den letzten Teil des „H-Dre­ am“, bevor man auf der anderen Seite des Berges an der anderen Gondel, der Caro­ sello 3000 Mid Station, ankommt.


º TRAILSPOT

Mehr Panorama, als man verarbeiten kann. Livigno kann sich sehen lassen.

DIE TRAIL-CREW AUS LIVIGNO HAT IN DEN VERGANGENEN JAHREN ÜBER 25 KILOMETER NEUE WEGE GEBAUT.

Achterbahn auf Italienisch: Die TÜV-Prüfer bei der Arbeit.


Ballern de luxe: Die Trails gehรถren zu den besten, die man in den Alpen finden kann.

DIE AUSSICHT IST UNGLAUBLICH, WIR HABEN EINEN KLAREN BLICK AUF EINIGE DER Hร–CHSTEN BERGE ITALIENS


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º TRAILSPOT

Eine kurze Gondelfahrt und zwei Cap­ puccino später kreuzen wir den neuesten Trail auf der Route, „Bikers United“, und wir sind die ersten, die ihn fahren dürfen. Es ist immer lustig, Brian zu folgen, seine Skills sind so unglaublich, auch einen Flowtrail kann er zum Kochen bringen. Immer wieder kom­ biniert er neue und interessante Linien oder verbindet zwei unverdächtige Wellen zu einem gigantischen Double. Nach einem schnellen Selfie mit einem schottischen Highland-Rind, das in der Ge­ gend herumsteht, vollziehen wir in der Gon­ del ein überfälliges Instagram-Update und gönnen unseren Armen eine kleine Pause.

Unser letzter Gang auf der „Tutti Frut­ ti“-Menükarte ist der „Madonon“-Trail. Rund 25 Minuten müssen wir bergauf treten, aber es lohnt sich, denn es ist sicher ein Highlight der Tour. Für mich ist diese Stelle etwas ganz Besonderes. 2008 war ich das erste Mal hier, zusammen mit meiner Frau Carmen. Zu unse­ rer Überraschung fanden wir eine charmante, kleine Berghütte mit Blick auf das ganze Tal sowie die Gletscher des Bernina-Massivs. Hüt­ ten wie diese sind um ganz Livigno verstreut und offen für alle. Man kann dort auch schla­ fen, oft gibt es einen Herd und immer bieten sie Schutz vor schlechtem Wetter. Und wenn man Glück hat, findet man eine Flasche Wein von den letzten Besuchern dort.

Schließlich erreichen wir den Gipfel des „Carosello 3000“-Mountain Park und befinden uns, wie der Name vielleicht vermuten lässt, auf 3.000 Höhenmetern. Wir halten zum Mittagessen und entspan­ nen für einen Moment im Sonnenstuhl. Die Aussicht ist unglaublich, wir haben einen klaren Blick auf einige der höchsten Berge Italiens, den Ortles-Cevedale, den Gran Zebru und den Stelvio-Gletscher. Die cha­ rismatische Bergstadt Livigno liegt idyllisch weit unter uns mit all ihren schönen Hotels und Geschäften. Früher war Livigno wäh­ rend der Wintermonate vom Rest der Welt abgeschnitten, der Schnee verhinderte, dass die Pässe überquert werden konnten. Das hat sich mittlerweile geändert, Livig­ no ist im Winter ein Ski-Eldorado und außerdem zollfreie Zone, was es auch als Einkaufsziel interessant macht.

Eine Madonnen-Statue verleiht dem hier startenden Trail seinen Namen. Der Singletrail führt am winzigen See Lac Salin vorbei und auf die Rückseite des „Carosello 3000“-Berges. Von hier aus geht es auf einem natürlichen Downhill hinab ins Tal „Val Fe­ deria“, ein echter Livigno-Klassiker. Der Weg führt durch eines der schönsten und abgele­ gensten Täler, das man sich vorstellen kann. Auf halbem Weg legen wir eine letzte Rast ein, auf der „Alpe Federia“. Hier verbringen alle Kühe von Livigno ihren Sommer. In der Gastwirtschaft stoßen wir mit einem Bier an, schließlich ist unsere Tour fast zu Ende. Drei­ ßig Minuten später sind wir zurück in Livigno. Brian besteht darauf, im See zu schwimmen, während ich mich zur Gelateria Talgliede aufmache. Ich weiß, dass der Besitzer bereits einen neuen Eiscreme-Geschmack kreiert hat. Der Name: Tutti Frutti.

Mehr Infos: Carosello 3000 Mountain www.carosello3000.com/en/mountain-bike


Greber

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Foto

Markus

º TRAILS IMPRESSUM

Hans Rey und Brian Lopes rocken Livigno.

IMPRESSUM HERAUSGEBER Andreas Sawitzki & Michael Rotermund TRAILS ist eine Sonderausgabe des pedaliéro – Magazin für Geländeradsport REDAKTIONSANSCHRIFT pedaliéro – Magazin für Geländeradsport | Klausdorfer Weg 167 | 24148 Kiel Fon +49 (0) 431.719 74 14 Fax +49 (0) 431.996 99 86 post@pedaliero.de | www.pedaliero.de

EDITORIAL DESIGN Outline-Graphix UG (haftungsbeschränkt) www.outline-graphix.de Klausdorfer Weg 167 24148 Kiel ANZEIGEN Michael Rotermund pedaliéro – Magazin für Geländeradsport | Klausdorfer Weg 167 | 24148 Kiel, Fon +49 (0) 431.719 74 14 | Fax +49 (0) 431.996 99 86 post@pedaliero.de | www.pedaliero.de Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, Aufnahme in elektronische Datenbanken sowie sonstige Vervielfältigungen nur mit ausdrück­ licher Genehmigung der Herausgeber. Für unverlangt eingesandtes Bildmaterial wird keine Haftung übernommen.

CHEFREDAKTEUR Andreas Sawitzki MITARBEITER AN DIESER AUSGABE Natalie Baumgärtner, Norbert Eisele-Hein, Manuel Gruber, Marco Knopp, Sebastian Kleinschmidt, Mark Liedtke, Lennart Preuss, Hans Rey, Michael Rotermund, Jan Volbracht, Stefan Vesterfeld FOTOGRAFEN Jan Volbracht, Norbert Eisele-Hein, Marco Knopp, Andreas Sawitzki, Florian Spieth

Unter Hinweis auf § 5 Abs. 3 MarkenG nehmen wir Titelschutz in An­ spruch für pedaliéro in allen Schreibweisen, Schriftarten, Wortverbin­ dungen, Darstellungsformen, Abwandlungen, Abkürzungen, Titel­ kombinationen, graphischen Gestaltungen, entsprechenden Zusätzen, Untertiteln und Zusammensetzungen für alle Medien, insbesondere Druckerzeugnisse wie Magazine, Zeitungen, Zeitschriften, Bücher und allen anderen Printprodukte, sowie Tonträger und Merchandising, Bild­ tonträger, Film, Hörfunk, Fernsehen, Software, Off- und Onlinedienste, Internet, CD-Rom, CD-I, DVD und MD (MiniDisc) und andere Datenträger sowie für sonstige audiovisuelle, elektronische und digitale Medien und Netzwerke, Domains, Veranstaltungen und Dienstleistungen aller Art.


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