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MR. GREEN TIMES Die auflagenstärkste Recycling-Zeitung der Welt Extrablatt, Dezember 2017

8 Jahre Mr. Green

Es scheint, als wäre es gestern gewesen und doch ist es nun fast 8 Jahre her: die Gründung von Mr. Green. Alles begann in einer partyfreudigen 4er WG nach einem langen Wochenende. Was hatte sich auf ihrem Balkon nicht alles angesammelt: Altglas türmte sich in schwindelerregende Höhen, flankiert von unzähligen PET-Flaschen und der Kiste für Batterien, auf der sich schon eine beachtliche Staubschicht angesammelt hatte. Erschrocken ab dem Anblick,

aber auch ein bisschen beflügelt von der vorbildlichen Sortierungspolitik, begab sich die Wohngemeinschaft auf die Suche nach einer nachhaltigen Lösung ihres Problems. Die Geburtsstunde von Mr. Green hat geschlagen: Es sollte ein Recycling-Service geschaffen werden, welcher einem das Sortieren und Entsorgen der Wertstoffe unkompliziert abnimmt. Ganz nach dem Motto: “Verbringen Sie ihre Zeit mit Freunden, nicht mit Flaschen!” Bald stellte sich

heraus, dass der schelmisch lächelnde Held mit seiner umweltschonenden Vision auf grosse Zustimmung in der Bevölkerung zählen konnte. Was bekanntlich nicht bei allen Superhelden der Fall ist. Seither sind einige Jahre ins Land gezogen; mittlerweile sind es tausende Bags pro Monat, die sortiert und deren Inhalt wiederverwertet wird. Das Einzugsgebiet reicht nun bis Rapperswil im Osten und Winterthur im Norden. Geblieben sind die heldenhaften Werte: Das clevere Recycling-Abo mit Herz hilft nicht nur, die Umweltbelastung zu verringern, es erleichtert auch Menschen mit Beeinträchtigungen oder schwierigem Lebenslauf den Weg in die Arbeitswelt und gibt ihnen die Möglichkeit, einer erfüllenden Tätigkeit nachzugehen. Es gibt Dinge, die nicht in Zahlen, dafür in glücklichen Gesichtern gemessen werden können. Eine wahrliche Heldentat, die nur dank Ihnen möglich ist. Und dafür wollen wir uns herzlichst bedanken, liebe Heldinnnen und Helden.


Mr. Green und die Brühlgut Stiftung

eine Lovestory

Neue Websi

Unsere Website erst Glanz. Alle Infos zum cling-Abo übersichtl aufbereitet: www.m viele Besuche und wir uns.

Mr. Green im Freilager

Es war Liebe auf den ersten Blick. Damals, vor drei Jahren, als Mr. Green und VelAfrica einen Partner suchten, um ausgediente Drahtesel zu sammeln und diese für ein zweites Leben nach Afrika zu schicken. Die Stiftung Brühlgut war Feuer und Flamme für die Idee, allen voran der charismatische Abteilungsleiter Michael Loetscher, dessen Organisation das Ziel hat, Menschen mit Beeinträchtigung in die Arbeitswelt zu intergrieren. In einer äusserst erfolgreichen Aktion sammelten drei Teams der Stiftung über 800 Velos in Winterthur, mehr als doppelt so viele wie erwartet. Es funkte zwischem dem jungen Start-Up und der altehrwürdigen Stiftung. Und wie es so oft in der

Liebe der Fall ist, gab es danach kein Halten mehr: Sogleich wurden Pläne für eine gemeinsame Zukunft geschmiedet. “Wir wollten mehr als nur die Sortierung der Bags übernehmen”, sagt Michael Loetscher. “Wir wollten die ganze Dienstleistung vom Einsammeln bis zum Trennen anbieten und helfen, Mr. Green in Winterthur aufzubauen.” Nach einem erfolgreichen Testlauf war die Sache besiegelt: Mr. Green und die Brühlgut Stiftung waren nun offiziell ein Paar. Eine glückliche Beziehung auf Augenhöhe also? “Die Zusammenarbeit ermöglicht unseren Mitarbeitern eine sinnstiftende Arbeit, die sie selbstständig ausführen können”, sagt Loetscher. “Die abwechslungsreiche

Arbeit und der tägliche Kontakt mit Kunden hilft den Mitarbeitern, sich in die Gesellschaft zu integrieren.” Ein Augenschein bei einem BrühlgutTeam während der Arbeit bestätigt dies: Auffallend sind nicht nur die frohen Gesichter, sondern auch der Elan, mit dem der Arbeit nachgegangen wird. “Innerhalb der Stiftung geniesst die Arbeit mit Mr. Green den höchsten Status”, fügt Loetscher schmunzelnd an. Obwohl noch ein junges Paar, blicken Mr. Green und die Brühlgut Stiftung zuversichtlich in die gemeinsame Zukunft. Es gibt sie noch, die wahre Liebe.

Mr. Green kooperiert mit der Überbauung Freilager im Kreis 9 der Stadt Zürich. Die Anwohner der Siedlung erhielten die Möglichkeit, das clevere Recycling-Abo drei Monate lang gratis zu testen. Dazu kommt ein eigener Recyclingpoint von Mr. Green direkt auf dem Gelände. Für maximalen Komfort - und zufriedene Heldinnen und Helden.

Mr. Green ist Getränkekarton-Sammler

der ersten Stunde

Neue Bezahlun möglichke

Neu lässt sich unser Servic quem via Kreditkarte oder verfahren (LSV) begleichen.

GASTBEITRAG

Der grüne Held war einer der allerersten Sammler von Getränkekartons (wie z.B. Eisteepackungen) in der Schweiz. Damals, im Herbst 2011, begann der Verein Getränkekarton-Recycling, das Recycling der wertvollen Verpackung zu ermöglichen. Denn das Recycling ist technisch problemlos möglich und die wertvollen Kartonfasern sind ein gefragter Rohstoff. Der Beginn der Sammlung markierte den Anfang einer Erfolgsgeschichte. Heute befindet sich das System für Getränkekarton-Recycling im Aufbau, und es kommen immer mehr Unterstützer dazu. Was noch fehlt für eine flächendeckende Sammlung ist die Finanzierung. Für die Einführung einer solchen setzt sich der Verein GetränkekartonRecycling Schweiz ein. Dass das Recycling von Getränkekartons so weit fortgeschritten ist, verdankt der Verein nebst vielen motivierten Sammlerinnen und Sammlern auch den innovativen Partnern, die sich für Stoffkreislaufschliessung einsetzen. Mr. Green gehört zu den Ersten, die sich dafür stark gemacht haben. Verein Getränkekarton-Recycling Schweiz

MR. GREEN TIMES

SAles Team

Seit kurzem macht sich les-Team auf die Suche en Heldinnen und He wünschen dem Team v auf dass neue Heldent bracht werden!


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erstrahlt in neuem s zum cleveren Recysichtlich und elegant ww.mr-green.ch Über und Feedback freuen

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Service auch beoder Lastschrifthen.

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Mr. Green erobert die Welt Mr. Green wagt den Sprung in internationale Gewässer: Mitgründer Keiran Smith ist seit drei Jahren mit vollem Einsatz in Nairobi (Kenia) aktiv, um den Aufbau des Social Enterprise Mr. Green Africa voranzutreiben. Die Idee ist grundsätzlich die gleiche wie in der Schweiz: ein Recycling-System zu schaffen, das nicht nur die Umweltbelastung verringert, sondern auch einen sozialen Mehrwert für die Gesellschaft generiert. Dennoch ist die Herausforderung nicht exakt diesselbe – aus naheliegenden Gründen: „Hier gelten andere Regeln, als wir es uns von der Schweiz gewohnt sind“, meint Keiran schlicht. Von den teils schwierigen Umständen lässt er sich die gute Laune aber nicht verderben. Wie viele andere afrikanische Länder hat auch Kenia mit grossen sozialen Ungleicheiten und Umweltproblemen zu kämpfen. Mit dem wachsenden Konsum hat die Abfallmenge stark zugenommen, während der Ausbau der Infrastruktur so gut wie nicht stattgefunden hat. Der Abfall und auch das Recyclinggut landen zum grössten Teil auf Mülldeponien. Das bringt Probleme mit sich – aber auch Chancen: Tausende von Menschen aus Randgruppen haben gezwungenermassen ein Geschäft aus den Müllbergen gemacht. Als „Wastepickers“ durchwühlen sie die Unmegen von Abfall, um wiederverwertbares Material zu sammeln und es später Händlern zu verkaufen. Doch leider sind die Wastepickers den Händlern und ihrem Preisdiktat schuztlos ausgeliefert. Und genau hier setzt Mr. Green Africa an: Mithilfe eines Netzwerks von über 20 Recycling-Standorten in Nairobi werden den Wastepickers faire und konstante Preise für ihre Ware geboten. Vor Ort wird das Material dann gewaschen, geschreddert und für die Auslieferung zur Weiterverarbeitung an lokale Abnehmer vorbereitet. Der Grossteil der recycelten Stoffe wird für die Produktion von Kunststoff-Wasserspeichern verwendet, wie sie in Afrika typisch sind. Damit bleiben die Rohstoffe im Land und es entseht ein geschlossener Kreislauf, welcher der Bevölkerung hilft, einen nachhaltigen Wirtschaftszweig zu unterhalten. Vor allem aber bringt die Anstellung bei Mr. Green den Wastepickers Zugang zu medizinischer Versorgung sowie regelmässige Lohnzahlungen, die als Sicherheit für einen Mikrokredit dienen können.

Zudem bietet sich ihnen die Möglichkeit, selbstständig wirtschaftlich tätig zu sein – der Grundstein für eine nachhaltige Wirtschaft. Für Mr. Green Africa sind die Wastepickers die unsichtbaren Helden der Gesellschaft und durch unser Engagement kann ein Teil von ihnen ein faires Auskommen und sichere Arbeitsbedingungen erlangen. Ein kleiner, wichtiger Schritt für die Menschen aus Kenia und der Beginn eines rühmlichen Heldenaktes. Sind Sie fasziniert und wollen mithelfen? Finden Sie heraus wie.

www.mrgreenafrica.com

INSPIRATION

Recycling im Strassenbau

t sich unser Sauche nach neud Helden. Wir eam viel Glück; eldentaten voll-

Die Idee existiert seit den 70er Jahren, doch erst in jüngster Vergangenheit hat sie an Fahrt aufgenommen: Recyclingstoffe als Bitumenzusatz im Strassenbau wiederverwerten (siehe Box rechts). Die Vorreiter in diesem Gebiet sind meist Regionen mit Strassen, die extremen Umwelteinflüssen - Temperatur, Niederschlag, Belastung - ausgesetzt sind. Beispielsweise Gebiete im Nahen Osten oder im Norden Amerikas, wo extreme Temperaturbedingungen herrschen. Denn hier ist der Vorteil von modifiziertem Bitumen am stärksten spürbar: Die Strassen halten deutlich länger, sie reissen nicht auf oder schmelzen unter den Umwelteinflüssen dahin. Hier lohnen sich die Mehrkosten, denn eine Strasse mit modifiziertem Bitumen ist im Schnitt etwa 30-50 Prozent teurer als eine herkömmliche. Dieser Kostennachteil könnte sich in Zukunft in Luft auflösen: Ein innovativer Chemieprofessor aus Indien hat ein Verfahren patentieren lassen, welches alten Kunststoff benutzt, um das Gestein im Asphalt zusammenzuhalten. Plastikflaschen, Plastiksäcke und Verpackungsmaterial werden erhitzt, um eine dünne Schicht zwischen dem Asphaltgestein zu bilden. Eine Teststrecke in stark befahrenem Monsungebiet, mittlerweile über zehn Jahre im Betrieb, gibt dem Verfahren seine Daseinsberechtigung: trotz starker Belastung zeigt sie bis heute keine Ermüdungserscheinungen. Wavin, ein Start-up aus Holland, geht noch einen Schritt weiter: Sie arbei-

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ten mit dem französischen Energiekonzern Total und dem niederländischen Bauunternehmen KWS an Asphaltelementen, die komplett aus recycelten Kunststoffen bestehen und so günstige und umweltfreundliche Strassen ermöglichen sollen. Vor allem beim Bau der Strasse soll eine starke Effizienzsteigerung möglich sein. Eine erste Teststrecke ist für 2018 geplant.

Bitumen Asphalt besteht zum grossen Teil aus Gestein. Damit die losen Gesteinsstücke zusammenhalten, braucht es gewissermassen einen «Klebstoff» wie Bitumen. Dieser ist ein bereits seit der Antike verwendeter Werkstoff. Durch Modifizierung des Bitumens können die Eigenschaften von Asphalt massgeblich beeinflusst werden. Während in der Vergangenheit alles mögliche Material in das Bitumen eingemischt wurde - auch Sonderabfälle wie asbesthaltige Schlacke - sieht die Zukunft umweltfreundlicher aus. Moderne Bitumenmischungen verwenden Kunststoffe als Verbindungszusatz. Die Zukunftsaussichten für die Branche sind rosig: Der weltweite Markt für modifiziertes Bitumen hatte letztes Jahr ein Volumen von 9.5 Milliarden US-Dollar; bis 2024 wird eine Steigerung auf 14 Milliarden US-Dollar erwartet.


Mr. Green im Zürcher Oberland

IMPRESSUM Herausgeber: Mr. Green Recycling-Service GmbH Kontakt: info@mr-green.ch Redaktion: Maurice Alabor Gastbeitrag GKR: Simone Alabor Gestaltung: Floid AG Druck: Printoset Zürich

Seit Anfang 2017 dürfen wir ein neues Mitglied in der Mr. Green Heldenfamilie begrüssen: Die Stadt Uster und Mr. Green machen gemeinsame Sache! Gemeinsam mit dem Verein also! bietet das herzliche Trio das clevere Recycling-Abo in Uster an. Das Sammeln und Sortieren übernimmt der Verein also!, die Verwertung der Wertstoffe die Stadt Uster, Mr. Green kümmert sich neben der Produktgestaltung und der Kundenbetreuung um alles andere. Die Zusammenarbeit trägt erste Früchte: „Wir erreichen mit der neuen Kooperation auch Leute, die zu wenig Zeit haben, um zu entsorgen. Damit erhöhen wir die Sammelquoten.“, so Markéta Bregenzer, Stv. Leistungsgruppenleiterin Abfall und Umwelt der Stadt Uster. Das freut nicht nur die Umwelt: Die Stadt Uster finanziert das clevere Recycling-Abo für IV-Bezüger und Senioren und die Stiftung also! hilft Menschen bei der Wiedereingliederung in die Arbeitswelt. Und das Schönste an der Geschichte: Sie bringt Menschen zusammen, die gleiche Wertvorstellungen haben.

Schenken Sie ihren Liebsten etwas (Ver)wertbares. Das clevere Recycling-Abo mit Herz als Geschenkgutschein oder Geschenkbox. Mehr Infos unter www.mr-green.ch oder 044 271 30 30

Falls der neugierige Nachbar oder der übereifrige Hausabwart sich an ihren Bags zu schaffen macht: hier abtrennen und auf den Bag kleben!

Ach du Ein unb liebes bissch eaufsich e tigter Bn! ag!

Mr. Green 044 271 30 30 www.mr-green.ch

Dieser Bag wird abgeholt! Unsere Heldinnen und Helden sind unterwegs! Einen schönen Tag :) MR. GREEN TIMES

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In der auflagenstärksten Recycling-Zeitung der Welt erfahren Sie mehr über Mr. Green. Die Jubiläumsausgabe berichtet neben der Story über di...

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