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1. Ausgabe | Mai 2019 www.motor-goerlitz.de

AN EINEM STRANG ZIEHEN FÜR GÖRLITZ

Im November 2018 machten 70 Görlitzer ihren Fluss sauber. Was an der Neiße gelang, soll auch im Stadtrat möglich werden: Gemeinsam an Lösungen arbeiten, ohne auf Parteigrenzen zu achten. Motor Görlitz steht für dieses Miteinander und ist die neue unabhängige Kraft in der Stadtpolitik.

Gute Tat statt Plakat Motor Görlitz verzichtet auf Materialschlacht und sammelt Spenden für gute Zwecke Am 26. Mai steht Görlitz ein „Superwahltag“ bevor. So schön für die Demokratie, so unattraktiv für das Stadtbild. Bereits vor Ostern begannen die ersten Plakatierungen für die Europawahl. In den kommenden Wochen wird die Stadt einem Schilderwald gleichen. Insbesondere die im Bundestag vertretenen Parteien werden eine regelrechte Materialschlacht veranstalten. Die Stadtratskandidaten der

Freien Liste Motor Görlitz können und wollen sich daran nicht beteiligen. Sie haben stattdessen die Aktion „Gute Tat statt Plakat“ ausgerufen. Motor-Sprecher Mike Altmann: „Wir wollen unsere Freunde und Bekannten bitten, für einen guten Zweck zu spenden. Mit dem Geld unterstützen wir Vereine und Initiativen, die unsere Stadt voranbringen.“ Die Motor-Kandidaten sammeln u.a.

für die Basketballer der BC Squirrels, das viaThea Straßentheater, die Parkeisenbahn, die ISG Hagenwerder, Kinder- und Jugendarbeit am Segelstützpunkt Berzdorfer See, den Tierra - Eine Welt e.V. und das Alkanti-Projekt für Suchtgefährdete. Wer sich an der Spendenaktion beteiligen möchte, findet alle Infos auf www.motorgoerlitz.de.

Nicht schön und auch verboten: Plakate an historischen Straßenlaternen in der Altstadt.


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Wir sind die Neuen in der Stadtpolitik

Die Stadt bewegen MOTOR Görlitz ist als Stadtbewegung ein parteiunabhängiges Netzwerk von und für engagierte Görlitzer. Uns vereint das Ziel, die demokratische Beteiligung in der Stadt Görlitz zu stärken. Für die besten Lösungen braucht es die Ideen und das Engagement vieler. Im Oktober 2018 haben wir dafür den Verein „Kommunal-

politisches Netzwerk Motor Görlitz e.V.“ gegründet, der über 40 Mitglieder zählt. Motor lädt alle zum Mitmachen ein, die sich für Görlitz engagieren wollen. Dafür muss man kein Vereinsmitglied sein. Wie gut das funktioniert, haben unsere bisherigen Aktionen gezeigt, die wir hier vorstellen.

Aktion saubere Neiße

Nach den Bundestagswahlen 2017 trafen sich über 100 Menschen. Bunt gemischt. Von jung bis alt. Der Lagerist neben der Vorstandschefin. Konservative und Linke friedlich vereint. Eine Frage beschäftigte besonders: Sollen und wollen wir Verantwortung im Görlitzer Stadtrat übernehmen? Die Beantwortung hat eine ganze Weile gedauert. Eine weitere Wählervereinigung, eine neue Partei – das braucht Görlitz nicht. Entstanden ist Motor Görlitz, eine Stadtbewegung, parteipolitisch unabhängig. Ein kommunales Netzwerk, das Parteigrenzen überwinden will. Das direkte Beteiligung der Bürger stärken möchte. Von außen lässt sich das schwer umsetzen. Deshalb gibt es „Motoristen“, die am 26. Mai für den Stadtrat kandidieren. Diese Frauen und Männer und konkrete Ideen für Görlitz wollen wir in unserem MOTOR-BOTEN vorstellen.

IMPRESSUM: Motor-Bote – Sonderzeitung zur Kommunalwahl 2019 Herausgeber: Kommunalpolitisches Netzwerk Motor Görlitz e.V., Jakobstraße 5a, 02826 Görlitz, www.motor-goerlitz.de V.i.S.d.P.: Mike Altmann (Sprecher)

Falls Sie nach einem Wahlprogramm suchen: Wir haben keins. Motor Görlitz verzichtet auf jegliche Parteifolklore und setzt auf unabhängige Kandidaten. Der Stadtrat ist kein Ort, an dem man Bundestag spielen sollte. Hier geht es um die besten Lösungen für Görlitz. Wir laden Sie herzlich ein, Motor Görlitz und seine Kandidaten für den Stadtrat näher kennenzulernen und wünschen uns von Ihnen, dass Sie am 26. Mai für Ihr Görlitz wählen gehen. PS: Mancher stolpert über den Namen. Motor Görlitz – das war doch mal ein Sportverein, oder? Das ist richtig. Wir haben den Namen bewusst gewählt. Zum einen als Verbeugung vor der Tradition, die es in Görlitz überall zu finden gibt. Motor Görlitz steht stellvertretend dafür. Zum anderen wollen wir Motoren für unsere Stadt sein. Deshalb Motor Görlitz.

Druck & Verteilung: Wochenkurier Lokalverlag GmbH & Co KG Auflage: 35.000 Exemplare, Verteilung an alle Haushalte in der Stadt Görlitz Nachdruck und sonstige Weiterverbreitung oder Nutzung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Herausgebers.

Mit vereinten Kräften gegen Entengrütze und Müll in der Neiße.

Am 11. November 2018 befreiten rund 70 Görlitzer die Neiße von Unrat und Müll. Dieser hatte sich durch den trockenen Sommer auf einem dichten Teppich aus Entengrütze vor der Altstadtbrücke angesammelt. Da sich die Behörden nicht einigen konnten, wer zuständig ist, rief kurzerhand die Stadtbewegung Motor Görlitz zu einem Arbeitseinsatz auf. Koordinator und Stadtratskandidat Raimund Kohli freute sich über die vielen Helfer: „Die Aktion hat gezeigt, dass die Görlitzer zusammenhalten, wenn es um ihre Stadt geht.“ Besondere Unterstützung kam von den Freiwilligen Ortsfeuerwehren Stadtmitte und Weinhübel, die mit einem Boot anrückten, die Helfer im Wasser

sicherten und mit ihren Schläuchen die hartnäckige Entengrütze in Bewegung brachten. Die Kameraden der Berufsfeuerwehr überwachten die Aktion. Logistische, organisatorische und materielle Hilfe kam außerdem von der Stadtverwaltung Görlitz, dem städtischen Betriebshof, vom Lions Club Görlitz, der Niederschlesischen Entsorgungsgesellschaft, dem Senckenberg-Museum und der Landskronbrauerei. Zahlreiche weitere Vereine und Einwohner schlossen sich der Aktion an. Dadurch konnten innerhalb von drei Stunden rund zehn Kubikmeter Müll und Wasserunkraut aus der Neiße gefischt und auf einen Container verladen werden.


Motor-Bote

Kampf um den Sportplatz Hagenwerder

Auch per Video wurde auf die Situation aufmerksam gemacht. Im Internet schauten sich mehr als 7500 Leute den Film an.

Im Herbst 2018 wurde der Sportplatz Hagenwerder gesperrt. Die kleinen und großen Fußballer durften nicht mehr trainieren oder um

Punkte spielen. Grund war ein Streit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Stadt Görlitz. Es ging um Fördermittel, die nach dem Hochwasser 2010

ins Stadion der Freundschaft gesteckt wurden. Dresden forderte, dass deshalb der Sportplatz Hagenwerder nicht mehr für den Sport genutzt werden darf. Ausbaden mussten es die Sportler. Motor-Sprecher und Kommunikationsfachmann Mike Altmann traf sich mit der ISG-Spitze. Gemeinsam wurde ein Plan entwickelt, um möglichst viel Gegenwind zu erzeugen. Das gelang eindrucksvoll. Allein die Online-Petition wurde über 3000 mal unterzeichnet. Das ZDF berichtete, weitere Medien schlossen sich an. Bei soviel Druck auf dem Kessel musste die Staatsregierung einlenken und verkündete kurz vor Weihnachten, dass in Hagenwerder wieder Fußball gespielt werden darf.

Märchenwald für die Parkeisenbahn

Übergabe der Märchenfiguren an Parkeisenbahn-Chef Daniel Schölzel (vorn im Bild)

Im Rahmen des Frühjahrsputzes bei der Parkeisenbahn wurden am 23. März sechs neue Märchenszenen auf Holz an den Vereinsvorstand Daniel Schölzel übergeben. Sie sind im Rahmen einer Aktion entstanden, zu der Motor Görlitz als Stadtbewegung aufgerufen hatte. Grund: Die alten Figuren im „Märchenwald“ an der Strecke hatten allesamt das Zeitliche gesegnet. Viele fleißige und geschickte Görlitzer Hände sorgten in vier Wochen dafür, dass es neue Märchenfiguren gibt, die

vor allem den Kleinsten ein Lächeln ins Gesicht zaubern, wenn sie mit der Parkeisenbahn unterwegs sind. Die Aktion begann am 23. Februar im Kühlhaus. Zehn „Künstler“, darunter auch ganz junge, malten, sägten und lackierten an den Figuren. Koordiniert von Motor-Vorstand Enrico Merker wurden die sechs Werke pünktlich zum Frühjahrsputz fertig. Die Märchenfiguren der Parkeisenbahn haben bereits Paten gefunden. Für 70 Euro

Jahresbeitrag sorgen die Paten dafür, dass die Kosten für die Produktion reinkommen und noch was übrig ist für die Vereinskasse der Parkeisenbahner, um die Figuren vor Wind und Wetter zu schützen. Wir bedanken uns bei: Franziska Schubert (Gestiefelter Kater), Stefan Hoffmann (Aschenputtel), Jana Krauß (Schneewittchen), DPFA-Grundschule „Regenbogen“ (Rotkäppchen), Cafe Kugel & Jakobs Söhne (Hänsel & Gretel), Spielzeugmuseum Görlitz (Bremer Stadtmusikanten).

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Kochen für die Feuerwehr 17 Tage - 17 Essen auf dem Christkindelmarkt Görlitz. Eine Aktion, von Motorist Axel Krüger 2015 ins Leben gerufen und mittlerweile fester Bestandteil des Weihnachtsmarktes in Görlitz.

Die Nudelausgabe übernahmen Stadtratskandidatin Jule Brandt (links) und OB-Kandidatin Franziska Schubert und kamen dabei mit vielen Görlitzern ins Gespräch.

Koordiniert vom Kulturförderverein Görlitz-Zgorzelec e.V. kocht jeweils ein Team pro Abend für einen guten Zweck. Am 15. Dezember 2018 stand die Stadtbewegung Motor Görlitz gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Görlitz Stadtmitte als Team „Öl ins Feuer“ an Töpfen und Pfannen. Auf dem Speiseplan: Feurige Wurstgulaschnudeln. Und eine fruchtige Gemüse-Variante für die Vegetarier. Ein wundervoller Tugutestag. Am Ende waren über 800 Euro Spenden für die Feuerwehr im Helm. Dafür wurden sage und schreibe 15 Kilo Nudeln zubereitet. Alle News:

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Superwahltag entscheidet, wohin Görlitz steuert

Am 26. Mai werden wir gleich für mehrere Wahlen an die Urne gerufen. An diesem Tag werden gewählt: • • • • •

Europaparlament Kreistag Stadtrat Ortschaftsräte Oberbürgermeister/in

Die Wahlbenachrichtigung finden Sie in Ihrem Briefkasten. Dort steht, in welchem Wahllokal Sie Ihre Stimmen abgeben können. Zur Wahl nehmen Sie die Wahlbenachrichtigung und den Ausweis mit. Falls Sie verhindert sind, beantragen Sie Briefwahlunterlagen. Dann können Sie in aller Ruhe zuhause Ihre Favoriten auswählen. Konzentrieren wollen wir uns in diesem Beitrag auf die Stadtratswahl, für die Motor Görlitz Kandidaten unterstützt. Diese Frauen und Männer stellen sich ausführlich auf den folgenden Seiten ausführlich vor. Zunächst wollen wir die Spielregeln erläutern und hinter die Kulissen blicken.

Die Stadtratswahl Der Stadtrat wird für die nächsten fünf Jahre gewählt. Sie finden einen sehr großen Wahlschein. Darauf stehen insgesamt elf sogenannte Listenvorschläge. Darunter auch die „Freie Liste Motor Görlitz“ die ganz rechts auf dem Wahlschein zu finden ist. Jede Liste besteht aus einer unterschiedlichen Anzahl an Kandidaten. Bei Motor sind es zwölf Frauen und Männer. Die Reihenfolge hat im Gegensatz zu Landtagsoder Bundestagswahlen keine Bedeutung. In den Stadtrat kommen die Kandidaten mit den meisten Stimmen. Egal, ob sie vorn oder hinten zu finden sind. Sie haben bei der Stadtratswahl drei Stimmen. Diese können Sie entweder einer einzigen Person geben oder Sie verteilen die Stimmen auf mehrere Kandidaten. Es ist also auch möglich, Personen von unterschiedlichen Listen zu wählen. Sie finden Frau Maier von der CDU gut, haben

Vertrauen in Herrn Bäcker von den Linken und wollen ihre Nachbarin von Motor Görlitz auch im Stadtrat sehen? Dann geben Sie Ihren drei Favoriten jeweils ein Kreuz. Bei der Kommunalwahl werden keine Parteien gewählt. Hier stehen die Personen im Vordergrund. Nach der Wahl werden zunächst alle Stimmen einer Liste zusammengezählt. Dann weiß man, wie viele Sitze jede Partei/Vereinigung oder Freie Liste bekommt. Insgesamt werden 38 neue Stadträte gewählt. Angenommen,

die Freie Liste Motor Görlitz bekommt fünf Sitze, dann ziehen die fünf Kandidaten mit den meisten Stimmen von der Motor-Liste in den Stadtrat ein.

Was bedeutet die Reihenfolge auf den Listen? Die Sächsischen Gesetze legen fest, dass es eine festgelegte Rangfolge geben muss. In den meisten Parteien und Wählervereinigungen wird daraus eine Taktik. Unterschiedliche Überlegungen stecken dahin-


Motor-Bote ter. Entweder man möchte einen bekannten Menschen ganz oben haben, der dann besonders viele Stimmen holt. Oder es gibt eine Art politischen Spitzenkandidaten, der für die Partei besonders wichtig ist. Wir sehen das anders. Auf der Freien Liste sind alle Kandidaten gleich wertvoll, da sie als Unabhängige antreten. Deshalb wurde die Reihenfolge per Los entschieden und von einer Versammlung beschlossen. Sie können also getrost alle Menschen auf der Freien Liste Motor Görlitz wählen. Sie

sind sehr gut. Selbst wenn sie zufällig ganz hinten zu finden sind. Gehen Motoristen fremd? Es gibt Motoristen, die auf anderen Listen kandidieren. Das wurde allen von Beginn an freigestellt. Jana Krauß zum Beispiel ist auf der Liste von Bündnis 90/Die Grünen zu finden. Hans-Christian Gottschalk und Danilo Kuscher bei den Bürgern für Görlitz. Damit stellen wir bereits auf

dem Wahlzettel unter Beweis, dass uns Parteigrenzen fremd sind. Warum sind neue Kandidaten eine gute Wahl? Das Problem besteht schon viele Jahre: Parteien und Wählervereinigungen versuchen frische Kandidaten in den Stadtrat zu bekommen. Die meisten von ihnen scheitern. Weil die „alten“ Stadträte weiterhin auf den Listen stehen. Sie sind diejenigen, deren Namen man im Zusammenhang mit Stadtpolitik am ehesten kennt. Solange sie sich zur Wahl stellen, ändert sich daran nichts. Umgehen können Sie das als Wähler, indem Sie eine völlig neue Kraft wählen, wie die Freie Liste Motor Görlitz. Oder sich intensiv mit den Kandidaten beschäftigen und gezielt einen Neuanfang wählen. Zwei von drei Räten sind seit

mindestens zehn Jahren im Amt. Bei aller Wertschätzung für die geleistete Arbeit – nach einer gewissen Zeit führt Routine zu Lösungen von gestern.Deshalb halten wir es für wichtig, dass es im Görlitzer Stadtrat eine Erneuerung gibt. Sie haben dabei reichlich Auswahl: 155 Frauen und Männer stellen sich zur Wahl. Das sind fast 40 mehr als vor fünf Jahren.

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Alle Kandidaten:

www.motor-goerlitz.de

Alte Schweden und junge Motoristen Motor Görlitz stellt die jüngste Liste bei der Stadtratswahl. Im Schnitt sind unsere zwölf Kandidaten 42,2 Jahre alt und damit einen Monat jünger als die der Linken. Platz 3 nehmen die Freien Demokraten ein, die es auf 44,5 Jahre bringen. Mit Abstand am erfahrensten sind die Kandidaten auf der Liste der Grünen. Im Durchschnitt sind sie 54,6 Jahre alt. Die bunteste Altersmischung haben die Bürger für Görlitz: Sie stellen mit Günter Friedrich sowohl den ältesten (geboren 1940) als auch den jüngsten Kandidaten (Otto Kronschwitz, Baujahr

1999). Im Schnitt sind die „Bürger“ 51,8 Jahre alt. Das Durchschnittsalter aller 155 Kandidaten liegt bei 47,7 Jahren. Für den neuen Stadtrat wäre das eine extreme Verjüngung. Es bleibt aber abzuwarten, wie viele Neulinge gewählt werden. Denn trotz aller Bekundungen der im Stadtrat vertreten Parteien und Vereine, Platz zu machen für frisches Blut, treten 31 von 38 Stadträten erneut an. Sie bringen es auf ein Durchschnittsalter von fast 60 Jahren. Viele dieser Mandatsträger sitzen bereits seit den 90er Jahren im Rat.


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Motoren für den Görlitzer Stadtrat Auf den folgenden Seiten stellen sich Ihnen 16 Frauen und Männer ausführlich vor, die der Stadtbewegung Motor Görlitz angehören und auf unterschiedlichen Listen für den Stadtrat antreten. Wir hoffen, dass wir Ihnen damit Ihre Wahlentscheidung erleichtern können. Videos zu unseren „Motoristen“ finden Sie im Netz unter www.motor-goerlitz.de/kandidaten.

Enrico Merker

Freie Liste Motor Görlitz, Listenplatz 1

• am 11.03.1983 in Görlitz geboren, verheiratet, 2 Kinder (6 und 3 Jahre) • wohnhaft in der Innenstadt, aufgewachsen in der Südstadt • Studium Maschinenbau-Techniker • 1999 - 2019 bei Siemens • nebenberuflich Betreiber KUGEL Cafe & Bistro und Lokal Jakobs Söhne • stellv. Vorsitzender Second Attempt e.V. Warum ich für den Stadtrat kandidiere Die letzten Jahre konnte ich in Görlitz viele erfolgreiche berufliche und ehrenamtliche Erfahrungen machen, unter dem Motto „nicht labern sondern machen“. Ich möchte

meiner Generation eine Vertretung sein und Verantwortung übernehmen für eine zukunftsgewandte Politik im Stadtrat. Meine wichtigsten Themen Ich möchte die besten Voraussetzungen für unsere Kinder

schaffen. Mit den bestmöglichen und ausreichenden Kindergärten, Schulen, Hallen, Sport- und Freizeitangeboten. Die Jugend sollte eine eigenständige Vertretung im Stadtrat haben. Für Familien brauchen wir angemessenen und bezahlbaren Wohnraum (4- bzw. 5- Raumwohnungen). Den wirtschaftlichen und ökologischen Wandel sollten wir mit Mut und neuen Ideen gestalten. Nicht gegen, sondern gemeinsam mit den traditionellen und bereits bestehenden Unternehmen. Die Wertschöpfungen müssen in der Oberlausitz gehalten und ausgebaut werden. Wir benötigen bessere lokale Wirtschafts-

Sandro Kühn

• • • •

am 19.07.1985 in Görlitz geboren verheiratet, eine Tochter wohnt in der Innenstadt Nord Architekturstudium an der Hochschule Zittau/Görlitz

Warum ich für den Stadtrat kandidiere Entscheidungen, die im Stadtrat getroffen werden, haben direkte Auswirkungen auf die Entwicklung und das Leben in Görlitz. Deshalb möchte ich die Zukunft unserer Stadt mitgestalten und sie

• Mitarbeit in Architekturbüros in Görlitz • seit März 2017 freiberuflich als freier Architekt tätig noch schöner, attraktiver und enkeltauglich machen. Ich bin überzeugt, dass fortschrittliche, sachorientierte Stadtpolitik über Parteigrenzen hinweg möglich ist. Meine wichtigsten Themen Görlitz bietet viel Raum zur Entfaltung. Diese Freiräume

beziehungen und dürfen insbesondere die Chancen der Lausitz-Förderung nicht verschlafen. Zukunftsmut brauchen wir in Görlitz für die Entwicklung einer modernen Mobilität. Benötigt wird ein vernetztes und mit dem Umland verzahntes Verkehrskonzept. Um die Lebensqualität zu verbessern, sollten eine autofreie Altstadt oder die Beruhigung von Teilen der Innenstadt keine Denkverbote sein. Was ich gern verändern möchte Leerstand als Chance sehen. Wir haben Freiraum, den wir nutzen können. Das ist ein Potenzial, um neue „Macher“ für Görlitz zu gewinnen.

Freie Liste Motor Görlitz, Listenplatz 2

gilt es noch besser mit Leben zu füllen. Gute Stadtplanung bringt potenzielle Nutzer und bestehende Freiräume zusammen. Hierbei sind auch unbürokratische Lösungen erforderlich. Deshalb setze ich mich dafür ein, städtischen Leerstand für temporäre Nutzungen zugänglich zu machen. Außerdem bedarf es der Unterstützung gemeinschaftlicher Hausprojekte. Um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken, braucht Görlitz attraktive und zukunftsweisende Studiengänge. Ich möchte Görlitz zur namhaften, europäischen Hochschulstadt entwickeln. Dazu gehört für mich auch ein Fachbereich Bauwesen, der vor einigen Jahren geschlossen wurde. Außerdem

ist es eine Herzensangelegenheit für mich, die kulturelle Vielfalt zu erhalten. Egal ob Musik- und Volkshochschule, Hoch-, Sub- oder Industriekultur, Theater, Museen, oder Kleinkunst – dieses breite Angebot trägt zur positiven Stadtentwicklung bei. Was ich gern verändern möchte Wir brauchen zeitgemäße Entwicklungsmöglichkeiten für unsere Gründerzeithäuser. Das Flächendenkmal ist zu erhalten. Weitere Baulücken müssen wir vermeiden. Im Inneren der Häuser benötigen wir einen gelockerten Denkmalschutz. Ob Grundrissänderungen, Gauben oder hofseitige Dachterrassen – unter dem Strich sollte die architektonische Qualität das entscheidende Kriterium sein.


Motor-Bote

Doris Bach

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Freie Liste Motor Görlitz, Listenplatz 3 Meine wichtigsten Themen Zuhören, mit den Görlitzern reden, gemeinsame Dinge anpacken. Das ist für mich die wichtigste Aufgabe als Stadträtin.

• Mutter von gemeinsamen neun Kindern mit dem Görlitzer Bioladner Michael Bach • Geschäftsführerin der „Brotschmiede Görlitz“ • Mitglied der Freien Bildungsstiftung

• Gründungspersönlichkeit und langjährige Geschäftsführerin der Freien Waldorfschule Görlitz • Initiativlerin der Frei-Lern-Orte Görlitz

Warum ich für den Stadtrat kandidiere Weil ich mich für die persönlichen (Nachwende-)Geschichten der Menschen interessiere, die sich von der Politik

versetzt, enttäuscht und nicht gehört fühlen. Ich glaube, dass in diesen Menschen viel Potential liegt, unsere Stadt zu gestalten. Dieses möchte ich gerne aktivieren.

Christina Lumper

Ich möchte das Schulwesen um eine rechtlich gleichgestellte und gleichwertige Alternative erweitern. Dabei geht es um einen Langzeit-Schulversuch „Frei-LernOrt Görlitz - 365 Tage Dorf im Dorf.“ Angesiedelt in den dörflichen Randstrukturen der Stadt und wissenschaftlich begleitet. Ich bin der Auffassung, dass dieses Projekt Kraft hat, in die ganze Bundesrepublik zu erstrahlen und sich dadurch viele deutsche Bürger in unserer Region ansiedeln. Logistik und Transport sind ebenfalls ein wichtiges Thema für das Leben miteinander in unserer Region. Dieser Sektor muss durch eine Fremdfi-

Was ich gern verändern möchte Ich möchte eine Willkommenskultur für gute Ideen entwickeln. Egal ob auf Ämtern oder in anderen Einrichtungen. Wir haben so viele Vereine, Initiativen und aktive Menschen. Wenn wir sie mit ihren guten Ideen willkommen heißen, mit ihnen gemeinsam an der Umsetzung arbeiten, statt nach Gründen zu suchen, warum etwas nicht funktioniert, dann kommt unsere Stadt noch besser voran.

Freie Liste Motor Görlitz, Listenplatz 4 politischen Themen, fühle mich aber ebenso wohl bei komplexen Prozessen, die für die Zukunft unserer Stadt von Bedeutung sind.

• 43 Jahre, gebürtige Zittauerin • verheiratet, eine Tochter (16) • seit 25 Jahren Görlitzerin, wohnhaft im Stadtteil Biesnitz • Diplom der Heil- und Behindertenpädagogik und Master in Betriebswirtschaft und internationalem Management • Geschäftsführende Vorständin des Diakonie Sozialwerks Lausitz

nanzierung (Bund und Land) unterfüttert werden, so dass die Wettbewerbsfähigkeit der kleinen Betriebe nicht mit den Logistikkosten „auf der Strecke“ bleibt. Was für Wirtschaft gilt, gilt auch für die Menschen. Hier würde ich gerne mithelfen, ein Projekt für eine Görlitzer Straßenbahn zu entwickeln, die der Bürger umsonst nutzen kann.

Warum ich für den Stadtrat kandidiere Weil ich gern Teil derjenigen Kraft in Görlitz sein möchte, die sich konstruktiv und nachhaltig für die Stadt und ihre Bewohner einbringt. Politik, die mit Angst und Ausgrenzung argumentiert, betrachte ich nicht als zukunfts- oder enkeltauglich. Ich bin aufgrund der beruflichen Tätigkeit sowohl stark in den sozialen und gesundheits-

Meine wichtigsten Themen Unterschiedliche Interessen und Meinungen sind ein großes Potenzial dieser Stadt, denn das bietet die Basis für unterschiedliche Ideen und Lösungen. Sich dessen bewusst zu sein, zu fragen, wie etwas möglich wird und sich weniger zu sorgen, warum etwas nicht geht, erscheint mir ein guter Weg für Gestaltung und Entwicklung. Dann rückt das Gemeinsame wieder in den Fokus. Mein Handeln ist vom Leitsatz geprägt: „Erst die Pflicht, dann die Kür.“ Es gibt auf kommunaler Ebene Pflichtaufgaben und Herzensprojekte von Mehrheiten oder einzelnen Gruppen. Die Diskussion versachlicht sich, wenn man sich ehrlich in die

Augen schaut und Transparenz darüber schafft, was möglich und was möglicherweise erst mit viel Anstrengung, Zeit und Geduld machbar ist. Was ich gern verändern möchte Bei derzeitigen Diskussionen zu städtischen Themen vermisse ich teilweise das respektvolle Miteinander. Wer möchte, dass junge Menschen Verantwortung übernehmen, sich für ihre eigenen Interessen stark machen und sich für diese Stadt entscheiden und engagieren, sollte als gutes Vorbild vorangehen. Mich stört zudem, dass es inzwischen üblich ist, Sachargumente, die in keinem Zusammenhang stehen, missbräuchlich gegeneinander auszuspielen. Das möchte ich gern in Gemeinschaft der Stadträte positiv verändern.


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Angelika Tram

Freie Liste Motor Görlitz, Listenplatz 5 fest, das wir gemeinsam mit dem Jakuby-Fest in Zgorzelec begehen. Da ist unser grenzenloser Reichtum greifbar. Kulturell und kulinarisch. Was gibt es schöneres, als Bigos und ein frisch gezapftes Landskron?

• geboren am 03.08.1974 im polnischen Luban (Lauban) • liiert, ein Kind • ausgebildete Bürokauffrau • seit 1994 in Deutschland Warum ich für den Stadtrat kandidiere Görlitz hat mittlerweile sehr viele polnische Einwohner. Ich möchte eine Verbindungsbrücke sein und Angst voreinander nehmen. Zusammen

Raimund Kohli

• seit 2007 Wohnsitz in Görlitz • gastronomische Leiterin CARARI Event- und Erlebnisgastronomie am Berzdorfer See

sind wir stark in der Europastadt Görlitz-Zgorzelec. Es gibt für mich nichts Schöneres, als voneinander zu lernen, miteinander zu teilen und zusammen zu feiern. Das beste Beispiel ist unser Altstadt-

Meine wichtigsten Themen Ich möchte die Europastadt Görlitz-Zgorzelec weiterentwickeln. Vor allem auf dem touristischen Gebiet. Durch meine Arbeit am Berzdorfer See sehe ich jeden Tag, wie wohl sich die Menschen bei uns fühlen. Der Tourismus im Dreiländereck sollte ausgebaut werden. Wir können die Vorteile, die jedes der drei Länder hat, noch besser in eine gemeinsame Waagschale legen, positive Akzente setzen und diese Botschaft in die Welt senden. Am Herzen liegt mir auch

Was ich gern verändern möchte Die überregionale Wahrnehmung unseres Berzdorfer Sees. Wenn ich das nächste Mal bei einer Tourismusmesse bin, möchte ich nicht mehr erleben, dass die Lausitzer Seendlandschaft scheinbar am Bärwalder See endet. Kandidaten-Videos: www.motor-goerlitz.de

Freie Liste Motor Görlitz, Listenplatz 6 Meine wichtigsten Themen Verwaltung: Wir sind mit unserer Verwaltung auf einem guten Weg. Teilweise sind Bearbeitungszeiten aber sehr lang. Das hemmt mitunter Investitionen. Klar gibt es Gesetze. Aber wer, wenn nicht die Verwaltung, weiß wie es geht. Wir sollten weg von „geht nicht“ hin zum „wir werden eine Lösung finden“.

• am 06.03.1974 in Görlitz geboren • verheiratet, zwei Kinder (8 und 12 Jahre), wohnhaft in Biesnitz • 1980-1990 13. POS Rauschwalde • 1990-1994 Berufsausbildung zum Kfz-Mechaniker • seit 1998 Inhaber Skoda Autohaus Klische

die Unterstützung für junge Unternehmen und Gründer. Aufgrund der Alterung der Gesellschaft wird es außerdem in Zukunft wichtig sein, Mehrgenerationen-Projekte zu fördern.

Warum ich für den Stadtrat kandidiere Mit meinem Handeln im Stadtrat habe ich die Möglichkeit, Zukunftsthemen anzupacken und umzusetzen. Ich kann auf ein großes Netzwerk zurückgreifen, das mir dabei hilft.

Handel: Wir brauchen ein zeitgemäßes Einzelhandelskonzept für die gesamte Stadt. Waren des täglichen Bedarfs sollte es in Wohnortnähe geben, damit auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität einkaufen können. Touristen sollten wir gezielt in die Innenstadt lenken. Bislang werden unsere Gäste meist durch die Altstadt geführt, kommen aber kaum in Richtung Postplatz, Berliner Straße oder Jakobstraße, wo unsere Innenstadt-Händler sind.

Familien und Kinder: Eltern zahlen für Kita, Krippe und Hort ca. 2,2 Millionen Euro jährlich. Was würden wir erreichen, wenn wir unsere Familien davon entlasten? Wer zwei kleine Kinder hat, hätte damit 200 - 300 Euro im Monat mehr in der Tasche. Das bedeutet mehr Kaufkraft. Eine solche Maßnahme könnte auch den Zuzug ankurbeln. Was ich gern verändern möchte Ein sinnvolles Park & Ride-System fehlt: Der ÖPNV sollte besser an die Parkplätze außerhalb der Innenstadt angeschlossen werden. Sinnvoll wäre eine App, mit der Touristen bequem ein Tagesticket buchen können und Hinweise zu Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen, Gastronomie und Handel bekommen.


Motor-Bote

Jule Brandt

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Freie Liste Motor Görlitz, Listenplatz 7 dieser beiden Städte können wir deutlich besser nutzen. Ich möchte, dass die Zusammenarbeit in der Europastadt Görlitz-Zgorzelec verbessert wird. Nur gemeinsam können wir Herzens-Projekte wie das Dom Kultury oder die Stadthalle stemmen.

• geboren 1970 in Berlin • aufgewachsen in Görlitz-Biesnitz und in der Südstadt und dort auch wohnhaft • ein Mann, zwei Kinder (26 und 18 Jahre) • geschäftsführende Gesellschafterin Versicherungsmaklerbüro Brandt • seit 2015 Bürgerrätin in der Südstadt, Mitglied der Fördervereine „ViaThea“ Görlitz e. V., Förderverein Stadthalle, goerlitz21 e. V.

Mike Altmann

• 1973 in Görlitz geboren, zwei Kinder, glücklich liiert • aufgewachsen in Königshufen, wohnhaft in der Altstadt • Geschäftsführer Lausitz Matrix e.V. und Berater für KMU Warum ich für den Stadtrat kandidiere Ich möchte mich dafür einsetzen, dass in Görlitz weniger in Parteigrenzen gedacht wird. Es ist unwichtig, von wem ein Vorschlag kommt. Entschei-

Warum ich für den Stadtrat kandidiere Ich kandidiere für den Stadtrat, weil ich nicht immer nur meckern und fordern kann. Ich will selbst auch anfassen und mich engagieren für eine Stadt, in der wir alle gut leben können.

somit die Praxis der Bürgerbeteiligung. Da wünsche ich mir, dass sie einfacher umsetzbar und damit attraktiver wird. Die Stadtverwaltung sollte den Bürgern nicht nur sagen, was nicht geht, sondern lösungsorientiert an die Umsetzung herangehen.

Meine wichtigsten Themen Ich bin als Bürgerrätin in der Südstadt aktiv und kenne

Ich bin begeisterte Europastädterin und liebe diesen Gedanken. Die Potenziale

Was ich gern verändern möchte Als Südstädterin möchte ich die Verbindung an die Innenstadt verbessern. Der Bahnhof bietet kein gutes Bild für Ankommende. Hier brauchen wir mehr Sauberkeit und Barrierefreiheit. Der Bahnhof ist das Tor zur Stadt und sollte auch entsprechend gepflegt werden. Dazu muss die Kommunikation mit der Deutschen Bahn verbessert werden.

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• nebenberuflich Autor, und Kultur-Veranstalter (Poetry Slam Wordka, Lesebühne Hospitalstraße)

Industrie fehlt es an Flächen. Hier gilt es die Kooperationen mit Nachbargemeinden auszuweiten. Innerstädtisch braucht es Infrastruktur für die wachsende Zahl an Dienstleistern und Spezialisten, für Gründer und Freelancer. Bei guter Bezahlung kann das Rathaus mit bestem Beispiel vorangehen: Ich bin für soziale Kriterien bei städtischen Auftragsvergaben. Es darf nicht derjenige gewinnen, der seinen Mitarbeitern am wenigsten bezahlt.

dend ist, ob der Vorschlag gut ist. Für diese Kultur des Miteinanders möchte ich mich im Stadtrat einsetzen.

Wir brauchen frisches Blut in unserer alternden Stadt. Wichtigste Zielgruppe sind junge Familien. Deren Kinder benötigen die besten Kindergärten, Schulen, Sport- und Freizeitangebote. Das sind längst keine „weichen Standortfaktoren“ mehr.

Meine wichtigsten Themen Görlitz benötigt gut bezahlte, attraktive Arbeitsplätze. Für

Görlitz hat 7.500 Aktive in 60 Sportvereinen. Ich war selbst

Fußballer bei Motor Wama und habe Handball bei Koweg gespielt. Sport wirkt als Motor, erhält die Gesundheit und schweißt die Gesellschaft zusammen. Stadtverwaltung, Wirtschaft und Sportvereine gehören regelmäßig an einen Tisch. Gemeinsam kann noch mehr Gutes auf die Beine gestellt werden. Was ich gern verändern möchte Wie in anderen Städten bereits erfolgreich umgesetzt, wünsche ich mir für Görlitz ein Jugendparlament, das über einen Jugendbeirat mit dem Stadtrat verzahnt wird. Dann haben die jungen Leute ein Sprachrohr und können ihre Wünsche besser artikulieren. „Fridays for future“ ist eine prima Protestform – der nächste Schritt ist Verantwortung übernehmen und die Gesellschaft aktiv gestalten.


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Axel Krüger

• geboren 1964 im bergbaugeprägten Saarland • seit 1991 in Görlitz, verheiratet • Inhaber der Agentur Machtwort

Warum ich für den Stadtrat kandidiere Ich kandidiere für den Stadtrat, um mein unternehmerisches Denken und meine enorme Leidenschaft für die Region noch wirksamer in den politischen Prozess einzubringen.

• Lehrbeauftragter der Hochschule Zittau/Görlitz • Kommunikations-Trainer, Moderator, Weinliebhaber, Wassersportler Meine wichtigsten Themen Als wichtigste Themen für Görlitz sehe ich ein effektvolles Marketing nach innen und außen. Anstatt sich im Gegeneinander zu zerreiben, sollten alle Teile der Stadtgesellschaft miteinander ins Gespräch kommen und frei von Abgrenzungen und persönli-

Andreas Kolley

• 1975 in Löbau geboren • zwei Töchter (10 und 7 Jahre), glücklich liiert • wohnhaft in der Innenstadt Ost • Studium „Werbung und Marktkommunikation“ • fast 10 Jahre Marketing-Manager bei Landskron • seit 2019 Bereichsleiter Marketing und Kundendienst bei den Görlitzer Verkehrsbetrieben • nebenberuflich Inhaber der Sudost Bierkultur

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chen Eitelkeiten Görlitz stark machen - für seine Rolle als vierter Leuchtturm in Sachsen und als eine der bedeutendsten Städte der Lausitz. Dazu sind ständige Werkzeuge der Bürgerbeteiligung, unbedingt auch digital, einzurichten. Weder Stadtverwaltung noch Stadtrat können annähernd so gute und kluge Ergebnisse erzielen wie die Schwarmintelligenz der Stadtgesellschaft.

Die Neuorientierung nach dem beschlossenen Kohleausstieg birgt bei allem Schmerz auch ein großes Potential für neue Arbeitsfelder. Und nicht zuletzt ist die besondere Situation der Doppelstadt Görlitz/ Zgorzelec ein Alleinstellungsmerkmal, um internationale Forschung und grenzüberschreitende Wirtschaftsunternehmen auf uns aufmerksam zu machen.

Nach außen gilt es, Görlitz noch intensiver als familienorientierte Chancenstadt mit bemerkenswert hoher Lebensqualität zu vermarkten. Görlitz und sein Umland bieten eine Fülle an Möglichkeiten für Menschen aller Altersklassen, die dem Druck und dem lebenszerstörenden Tempo der Großstädte und Ballungszentren ausweichen wollen. Urbaner Charme und ländliche Gelassenheit liegen hier fußläufig beieinander.

Was ich gern verändern möchte Ich möchte gern das Gezänk der Parteien beenden. Lasst uns klug miteinander reden und arbeiten. Auf kommunaler Ebene braucht es keine Partei- und Fraktionsgrenzen. Vielmehr Menschen, die sich gemeinsam für ihre Stadt und Region stark machen und konstruktiv um die besten Lösungen ringen. Insgesamt wünsche ich mir im Stadtrat eine Lust auf mehr Wir und weniger Gegeneinander.

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Warum ich für den Stadtrat kandidiere Görlitz ist meine Heimat und darüber hinaus eine wunderschöne Stadt mit großem wirtschaftlichem, touristischem, kulturellem und kreativem Potential. Ich möchte versuchen, mit guten Ideen und klugen Entscheidungen einen Beitrag zu einer nachhaltigen und enkelgerechten Entwicklung unserer Stadt zu leisten.

Meine wichtigsten Themen Görlitz muss sich mehr denn je als attraktive Stadt für Beruf, Familie und Freizeit, als attraktiver Wirtschaftsstandort und kreativer Freiraum positionieren. Dabei hat Görlitz die richtige Größe und das Potential, gemeinsam mutige Ideen, frische Modelle und neue Ansätze für eine nachhaltige Stadtentwicklung zu erarbeiten und gleichzeitig zu erproben. Mit einem hohen Maß an Lebensqualität, einer guten Infrastruktur, einem vielfältigen Kultur- und Freizeitangebot, einer lebendigen Vereinslandschaft und vielen freien Spielwiesen für Macher, Querdenker und Gestalter hat Görlitz die besten Argumente, sich mit breiter Brust als attraktives Gegenmodell zur Großstadt zu positionieren und damit Menschen zum Bleiben und Kommen

zu bewegen. Das sollten wir ausbauen, vorantreiben und vermarkten. Wir können noch besser zusammenarbeiten, unsere Kräfte bündeln und die richtigen Strategien entwickeln, um Görlitz zu einem Zugpferd für eine ganze Region zu entwickeln. Mit gut bezahlten Arbeitsplätzen und einer gut gelaunten Stadtgesellschaft, für die wir Görlitzer mal bekannt waren. Was ich gern verändern möchte Es geht mir nicht vorrangig um Veränderung. Eher um Verbesserung. Ich möchte, dass in Görlitz Entscheidungen über Partei- und Fraktionsgrenzen hinaus vorangetrieben werden. Es sollte immer um die Dinge gehen, die unsere Stadt voranbringen. Nicht um Parteien oder persönliche Befindlichkeiten.


Motor-Bote 11

Adrian Rosenthal

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Freie Liste Motor Görlitz, Listenplatz 11

geboren am 14.2.1983 gelernter Einzelhandelskaufmann derzeit tätig als Lagerist in Görlitz glücklich liiert

• seit 14 Monaten stolzer Papa eines Sohnes • unterstützt ehrenamtlich den Bürgerrat Südstadt und die Partyreihe Loggia Days and Nights

Warum ich für den Stadtrat kandidiere Weil ich in Görlitz was bewegen möchte. Ich möchte nicht nur meckern, davon ändert

sich nichts. Man muss sich schon selbst drehen. Außerdem soll sich der Görlitzer Nachwuchs auch in zehn Jahren noch mindestens genauso wohl fühlen wie ich und

Ricardo Schramm

stolz darauf sein, in Görlitz zu leben.

sich die deutsch-polnische Zusammenarbeit verbessert.

Meine wichtigsten Themen Ich möchte, dass sich die Jugendarbeit in Görlitz verbessert, ohne dass dabei einzelne Stadtteile abgehängt werden. Für mich als Einwohner der Südstadt ist der Bahnhof ein wichtiger Ort, der sich attraktiver als bisher darstellen sollte. Dazu gehört insbesondere ein barrierefreier Zugang. Für die Zukunft unserer Stadt brauchen wir moderne Kindergärten und Schulen. Hier sollte investiert werden, da schon jetzt Krippen- und Kitaplätze fehlen und es in den Klassen eng wird. Die Bürgerbeteiligung ist auf einem guten Weg. Sie sollte aber attraktiver gestaltet werden. Ehrenamtliche Bürgerräte brauchen einen einfacheren Draht zur Stadtverwaltung. Als Einwohner einer Europastadt wünsche ich mir, dass

Was ich gern verändern möchte Wenn ich die Chance dazu hätte, würde ich den Wirtschaftsstandort Görlitz stärken, um unsere Leute zum Hierbleiben zu bewegen und neue Menschen anzulocken.

26.Mai 2019 18 Uhr Jakobs Söhne Alle Termine:

www.motor-goerlitz.de

Freie Liste Motor Görlitz, Listenplatz 12

den. Als Vater dreier Kinder weiß ich um die Sorgen und Nöte in Kita und Hort. Konkret: Abschaffung der Risikoanalyse und Zuwachs an Personal, finanziert über das Gute-Kita-Gesetz.

• 34 Jahre • verheiratet, drei Kinder (2, 9 und 10 Jahre) • in Görlitz geboren, hier lebend mit einer Unterbrechung von acht Jahren • wohnhaft in der Innenstadt am Wilhelmsplatz • Rettungssanitäter, Sozialassistent und derzeit Erzieher in Ausbildung (in einer Kita beim ASB)

Wahlparty

Warum ich für den Stadtrat kandidiere Ich möchte mitbestimmen, Politik transparenter machen und, wenn nötig, unbequeme Fragen stellen. Meine wichtigsten Themen Ich möchte die Kita-Landschaft in Görlitz verbessern. Wir brauchen dringend mehr Personal und Abbau von Bürokratie, um den Kindern ganzheitlich gerecht zu wer-

Zweitens: Stärkung alleinerziehender Mütter und Väter. Ich möchte mit Unternehmen sprechen, um den Nutzen von Mutti- und Vati-Schichten zu erläutern und wieder aufleben zu lassen. Stets in enger Verbindung mit den Betreuungseinrichtungen. Konkret: Aufbau von Betreuungsgruppen, in denen sich Betroffene die Betreuung organisieren. Das wird mit einer Ehrenamtspauschale vergütet. Und schließlich: Kampf gegen Mobbing und Sucht. Mobbing ist kein Hirngespinst mehr. Wir brauchen dringend einen einheitlichen Leitfaden für

alle Einrichtungen. Außerdem benötigen wir kampagnenmäßige Aufklärung zum Thema Sucht aller Art. Wir müssen uns kümmern, bevor es zu spät ist. Das sind wir vor allem den Kindern schuldig. Konkret: Erarbeitung eines Mobbingleitfadens und einer Anti-Sucht-Kampagne in Zusammenarbeit mit Jugendamt und Schulsozialarbeitern. Was ich gern verändern möchte Ich möchte sozial verträglichere und individuelle Betreuungskosten. Der Personalschlüssel soll rauf. Damit jedes Kind die optimale Betreuung bekommt. Ich wünsche mir, dass zehn bis 15 Prozent der Kapazität in Kitas und Horten als „Vakanz-Plätze“ vorgehalten werden. Damit bekommen Eltern, bei denen sich die die berufliche Situation ändert, sofort einen Platz für ihre Kinder.


12 Motor-Bote

Dr. Jana Krauß

Bündnis 90/Die Grünen, Listenplatz 1 Warum ich für den Stadtrat kandidiere Ich lebe sehr gern in dieser schönen Stadt mit ihren wunderbaren Menschen, sehe viele Möglichkeiten und beteilige mich in verschiedensten Bereichen für die Zukunft von Görlitz. Eine dieser Möglichkeiten ist das Engagement als Stadträtin.

• geboren 1973 in Dahme, Spreewald, verwitwet • ein Sohn (18 Jahre) • lebt in der Görlitzer Südstadt • Studium der Biochemie, Promotion in Entwicklungsgenetik, Forschung und Lehre am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie und an der

Universität in Tübingen • Inhaberin eines Fotostudios und Fotolabors in Tübingen und Görlitz • seit 2013 freiberufliche wissenschaftliche Lektorin • seit 2014 Inhaberin von Art Goreliz, Buchhandlung und Antiquariat in der Brüderstraße 3 in Görlitz

Meine wichtigsten Themen Bürgernahe Politik: Hierzu gehören unter anderem die vollständige Umsetzung der Bürgerbeteiligungssatzung; Jugendbeteiligung an städtischen Planungs- und Entscheidungsprozessen; der (Online)Zugang zu wichtigen Dokumenten und ein kommunales Beteiligungsportal im Internet.

Liste „Bürger für Görlitz“, Listenplatz 11

Stadtrat am besten mit einer Oberbürgermeistern Franziska Schubert erreichen kann.

Warum ich für den Stadtrat kandidiere Ich möchte Bedingungen schaffen, dass meine erwachsenen Kinder den Wunsch verspüren, wieder hierher zurückzukehren und meine

• bis 2018 Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Städtischen Klinikums Görlitz • weiterhin tätig als Seniorchef für Neu- und Frühgeborenenmedizin

kleinen Kinder gesund, fröhlich und sicher in dieser Stadt aufwachsen; damit sie ein Gefühl von Heimat entwickeln, welches sie ein Leben lang begleiten und behüten soll. Ich bin zutiefst der Überzeugung, dass ich dieses Ziel als

Bildung, Wirtschaft, Denkmalschutz: Diese drei Bereiche lassen sich in Görlitz wunderbar miteinander verbinden. Sanierung und Erhalt von denkmalgeschützten Häusern ist nicht automatisierbar, hier wird handwerkliche Expertise auch in Zukunft gebraucht. Dafür benötigen junge Menschen die bestmögliche Bildung, mit engagierten Lehrkräften in Schulen und Ausbildungsbetrieben und Ermutigung, selbst zu Unternehmern in Görlitz zu werden – auch ohne Abitur.

Mobilität: Ein kluges Verzahnen der verschiedenen Mobilitätsarten trägt zu mehr Lebensqualität und Sicherheit

Dr. Hans-Christian Gottschalk

• geboren am 30.03.1949 in Görlitz, verheiratet • Vater von fünf Kindern • Schule und Abitur in Görlitz • Medizinstudium in Halle und Berlin

bei, wie beispielsweise Parkand-Ride, Carsharing, Bikesharing, Ausbau des Radwegenetzes und des öffentlichen Nahverkehrs.

Meine wichtigsten Themen Da gibt es einerseits Dinge, die mir meine Kinder aufgetragen haben: eine saubere Stadt durch mehr Papierkörbe, eine bessere Straßenbeleuchtung, eine Jump- und Trampolinhalle, überhaupt mehr Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Und da gibt es die „größeren Dinge“: Das Städtische Klinikum als Eigenbetrieb der Stadt muss mit all seiner Vielfalt und seinen Spezialisierungen erhalten bleiben. Als Hauptproblem der Zukunft sehe ich die äußerst angespannte Personalsituation bei Pflegepersonal und Ärzten. Es bedarf hier einer stabilen Lösung, die nicht zu Lasten der pflegerischen Qualität am Patienten geht, sondern zu

mehr menschlicher Zuwendung führt. Was ich gern verändern möchte In unserer Region gibt es viele Krankenhäuser. Angesichts der zukünftigen demographischen Situation wir es nur ein „Überleben“ geben, wenn ein umfassender Kooperationsgedanke entsteht. Dazu braucht es zeitnahe Lösungen, an denen ich gerne mitarbeiten möchte. Sonst wird es nur Verlierer geben.

Motor-Blog:

www.motor-goerlitz.de


Motor-Bote 13

Danilo Kuscher

Liste „Bürger für Görlitz“, Listenplatz 13 immer mehr junge Leute in die Region. Ich möchte, dass dieser Trend beibehalten wird. Dafür brauchen wir eine jung denkende, mutige, pragmatische, kreative Politik.

• 1984 in Görlitz geboren, in Zodel aufgewachsen • Ausbildung Konstruktionsmechaniker im Waggonbau • ab 2006 Selbständiger (Solaranlagen, Großbaustellen, Elektrik) • Gründungsmitglied im KühlhausProjekt • seit 2012 Vorstandsvorsitzender Kühlhaus Görlitz e.V.

Warum ich für den Stadtrat kandidiere Unsere Stadt hat in den letzten Jahren eine unglaublich positive Entwicklung hingelegt. Es gibt eine reichhaltige Kulturlandschaft, viele kreative Menschen und es kommen

Meine wichtigsten Themen Unsere Welt befindet sich im Wandel. Industriearbeitsplätze werden weniger. In Zukunft kommt es auf andere Fähigkeiten an. Ideen und Innovationen werden immer wichtiger, ebenso Kooperation und interdisziplinäre Zusammenarbeit. Görlitz war Pionierregion, als die Industrialisierung begann. Heute kann Görlitz wieder Pionierstadt sein, wenn die Industrialisierung durch die Digitalisierung abgelöst wird und Kreativschaffende die Arbeiter der Zukunft sind. In allen Großstädten klagen junge, kreative Menschen,

dass es keine Freiräume mehr gibt, die man zu erschwinglichen Preisen erschließen kann, zum Leben und Arbeiten. Wir haben hier ein enormes Potenzial, solche Freiräume anzubieten und damit viele neue Leute anzulocken. Davon profitiert auch die kulturelle Vielfalt in der Stadt, die mir am Herzen liegt. Was ich gern verändern möchte Leerstand sollten wir völlig neu denken und managen, Verwaltung weiter vereinfachen und mehr Experimentierraum ermöglichen. Wenn sich Vorhaben aufgrund verfestigter Strukturen und veralteter Gesetze nicht umsetzen lassen, können wir uns angucken, wie es andere Städte machen. Oder Dinge wagen, die völlig neu sind.

Motor-Meinungen Motor-Meinungen Motor-Meinungen Motor-Meinungen Motor-Meinungen Motor-Meinungen

Wahrheit zur Stadthalle In der Stadtgesellschaft herrscht Einigkeit darüber, dass kein Einzelprojekt die gesamte Stadt lähmt. Auch nicht die Stadthalle. Aufgabe des Stadtrates ist es künftig, mit Wahrheit und Klarheit aufzutreten. Wie teuer wird der Betrieb wirklich? Welche Dinge können wir uns dann nicht mehr leisten? Diese grundlegenden Informationen dürfen nicht aus falscher Rücksicht auf vermeintliche Wahlaussichten verschwiegen werden. Die Haltung der Motor-Kandidaten dazu ist klar: Die Stadthalle soll wieder zu Görlitz gehören, aber nicht um jeden Preis. Jährliche Zuschüsse von 1,5 Millionen Euro kann sich die Stadt nicht leisten. Dafür braucht es Unterstützung von Freistaat und Bund. Nicht nur bei der Sanierung, sondern auch beim Betrieb.

Barrierefreier Bahnhof

Die katastrophalen Zustände am Bahnhof-Südausgang und im Tunnel müssen schnellstmöglich behoben werden. Da die Bahnhofshalle zwischen 22.45 Uhr und 4.45 Uhr dicht ist, werden die Reisenden von immerhin 14 Zügen gezwungen, den Südausgang mit seinen steilen Treppen zu nutzen. Mit Koffern, Kinderwagen, Rollator oder gar im Roll-

stuhl. Wer dann noch in die Innenstadt möchte, muss den dunklen, im Winter schlecht gestreuten Weg durch den Jakobstunnel nutzen. Hier muss politischer Druck auf die Bahn als Eigentümerin ausgeübt werden. Verbesserungen wünschen wir uns auch in Sachen Wegweiser, Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Papierkörbe am Südausgang.

Faire Bezahlung Thema Nummer eins für viele Görlitzer: Das niedrige Lohnniveau. Es treibt Menschen weg aus der Region. Und potenzielle Rückkehrer werden abgeschreckt. Hier kann die Stadtverwaltung mit gutem Beispiel vorangehen. Öffentliche Aufträge sollten nur noch Unternehmen bekommen, die sich zur Tariftreue bekennen. Es sollen nicht die gewinnen, die auf Kosten ihrer Angestellten wirtschaften. Es mag kurzfristig den Haushalt belasten. Langfristig trägt es zu einem höheren Lohngefüge in Görlitz bei. Was eine wesentliche Voraussetzung ist, um im Wettbewerb der Regionen zu bestehen. Mit den „Faire-Löhne-Vergaben“ kann sofort dort begonnen werden, wo es verbindliche Mindestlohntarife gibt. Zum Beispiel im Bau, in der Gebäudereinigung oder der Abfallwirtschaft (einschließlich Straßenreinigung und Winterdienst).


14 Motor-Bote

Franziska Schubert

OB-Wahl 2019

Das beste Angebot für Görlitz

Franziska Schubert: Görlitz im Blick - Zukunft im Sinn - Kraft im Herzen

Im Kreis der Initiatoren von Motor Görlitz stellte sich Anfang 2018 die Frage, was eigentlich geschieht, wenn Siegfried Deinege nicht mehr antritt. Wir überlegten, wer für eine Stadtpolitik steht, die sich an der Zukunft orientiert, Spaltungen überwindet und die Bürgerschaft noch intensiver als bisher an den Entscheidungen beteiligt. Schnell waren wir bei Franziska

Schubert. Im März 2018 wurde sie gebeten, als OB-Kandidatin ins Rennen zu gehen. Sie sagte nach kurzer Überlegung zu. Franziska Schubert wird durch ein Bündnis aus Bürger für Görlitz, Bündnis 90/Die Grünen und Motor Görlitz getragen. Die SPD empfiehlt ebenfalls ihre Wahl. Durch ihre aktive Arbeit in Stadtrat, Kreistag und Landtag kennt Franziska Schubert

unterschiedliche politische Ebenen und bringt damit exzellente Kenntnisse und Kontakte mit. Ihre Arbeit fußt auf solidem Wissen: Sie ist studierte Wirtschafts- und Sozialgeografin. Als Netzwerkerin (allein das Bündnis Zukunft Oberlausitz umfasst 700 Menschen) und überzeugte Oberlausitzerin legt sie dieses Wissen seit vielen Jahren für ihre Heimat in die

Waagschale. Ob bei Haushalt und Finanzen, bei der Entwicklung des ländlichen Raums oder der Bürgerbeteiligung – sie gehört zu den klügsten politischen Köpfen in der Oberlausitz. Franziska Schubert ist damit in unseren Augen das beste Angebot, das wir den Görlitzern unterbreiten können, um gemeinsam die Zukunft zu gestalten.

Görlitz ist ein sächsischer Leuchtturm Interview mit OB-Kandidatin Franziska Schubert

• in der Oberlausitz geboren und katholisch getauft • aufgewachsen als Tochter einer Handwerkerfamilie • Abitur gemacht in der Oberlausitz • Studium in Osnabrück und Budapest, Wirtschafts- und Sozialgeographie mit den Schwerpunkten Stadtentwicklung, Demografie, Grenzregionen • Lehrtätigkeiten Hochschule ZittauGörlitz, TU Dresden und TU Chemnitz • Abgeordnete des Sächsischen Landtages mit dem Schwerpunkt Finanz- und Haushaltspolitik, Kommunalfinanzen • Mitglied des Kreistages im Landkreis Görlitz

Welche Chancen sehen Sie für die Görlitzer Zukunft? Görlitz ist für mich der vierte Leuchtturm Sachsens. Diese europäische Stadt hat das Potential, sich weiterhin zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort und Lebensmittelpunkt für Menschen unterschiedlicher Generationen zu entwickeln. Die Veränderungen im Wirtschaftsbereich mit Digitalisierung und neuen Branchen sollten wir mutig annehmen und uns als Standort anbieten. Lebensqualität und moderne Wertschöpfung in einer Europastadt - damit können wir selbstbewusst werben.

Für die meisten Görlitzer das Top-Thema: Ausreichend Arbeitsplätze, die auch gut bezahlt werden sollen. Wo setzen Sie hier den Hebel an? Ich möchte ebenfalls gut bezahlte Arbeitsplätze, nachhaltige Produktion und Zukunftsbranchen nach Görlitz holen. Wichtig sind die Bereiche Gesundheitswirtschaft und Tourismus, Energietechnik, Mobilität, IT und Handwerk. Die Hochschulen und Universitäten der Region spielen dabei eine große Rolle. Neben der Einladung nach außen, sich in Görlitz anzusiedeln, ist die Pflege der bestehenden Betriebe wichtig.

Das ist eine alte Faustregel: Die größte Entwicklung, auch bei Arbeitsplätzen, entsteht durch die Förderung der einheimischen Unternehmen. Welche konkreten Vorhaben sind im Fokus? Die meisten Arbeitsplätze haben wir in Görlitz im Bereich Gesundheit, Soziales und Erziehung. Schon deshalb möchte ich sowohl das Städtische Klinikum als auch das Carolus Krankenhaus sowie den gesamten sozialen Sektor stärken. Nachlegen muss Görlitz bei den Gewerbeflächen. Wenn unsere Betriebe wachsen oder Interessenten


Motor-Bote 15 an die Tür klopfen, brauchen wir Platz. Dafür möchte ich die Zusammenarbeit mit den Gemeinden im Umland verbessern. Drittens: Wir haben hier enorm viele Objekte, die aktuell leer stehen. Dies als Freiraum zu begreifen, den Kreative, Gründer und Handwerker mit modernem Inhalt füllen, hilft auch bei der Imagepflege. Das Bild einer aktiven und attraktiven Stadt zu prägen, Menschen anzulocken, ob als Gäste oder als neue Bewohner, wird die entscheidende Aufgabe der Zukunft sein. Entsprechend wichtig sind auch solche Vorhaben wie die Weltkulturerbe-Bewerbung, die Vermarktung von Görliwood und die Entwicklung des Berzdorfer Sees. Sie sind Finanzexpertin. Inwiefern ist dieses Wissen als OB hilfreich? Es ist sehr hilfreich, wenn man weiß, wo die Geldtöpfe stehen. Europäische Fördermittel möchte ich nach Görlitz lenken. Von den Bundesmitteln zum Strukturwandel will ich einen beträchtlichen Beitrag in unsere Stadt holen. Ansonsten kann ich nicht zaubern und stehe für solide Stadtfinanzen: die Einnahmen bestimmen die Ausgaben. Als Wirtschafts- und Sozialgeografin haben Sie gelernt, Kommunen und Regionen zu entwickeln. Wo setzen Sie den Hebel in Görlitz an? Ich möchte unsere Europastadt gemeinsam mit Zgor-

zelec so entwickeln, dass wir hier alle gut, gerne und sicher leben können. Dafür braucht es ausreichende Kitaplätze, moderne Schulen, ein vielfältiges Freizeit- und Kulturangebot, Mobilität für alle und die Möglichkeit, sich ehrenamtlich zu engagieren. Ich möchte kein Gegeneinander und mehr Miteinander. Als Oberbürgermeisterin setze ich mich dafür ein, dass Menschen hierherziehen oder Weggezogene zurückkehren. Und wie soll das konkret gelingen? Dafür brauchen wir Investitionen in Dinge, die unser Leben gut und sicher machen. Positiv ist doch schon mal, dass in der Innenstadt ein neues Schulgelände entsteht und wir ein modernes Feuerwehrgerätehaus bauen. Durch die Gründung einer städtischen Verkehrsgesellschaft haben wir es selbst in der Hand, den Nahverkehr benutzerfreundlicher zu gestalten. Saubere Straßen, gepflegte Parks und Grünanlagen sind wichtig für unser aller Wohlergehen. Da möchte ich in Zukunft mutiger anpacken. Das Weinbergareal mit dem ehemaligen Volksbad etwa, ist eine Perle, die wir uns nochmal genauer anschauen. Gleiches gilt für das Helenenbad. In den Ortsteilen möchte ich die Nahversorgung verbessern, damit man nicht für jede Kleinigkeit in die Stadt fahren muss. Und schließlich gibt es viele weitere Dinge, die an mich herangetragen wurden

Eine Frau, die anpackt. Franziska Schubert stieg im November 2018 mit in die Neiße, um den Fluss vom Schmutz zu befreien.

Das wäre ein starkes Team für die Europastadt: Franziska Schubert und der Zgorzelecer Bürgermeister Rafał Gronicz.

und deren Umsetzung gut für unser Leben hier wären. Dazu zählt eine Kletterhalle ebenso wie ein Hundespielplatz in der Innenstadt. Was ist mit der Stadthalle? Die Stadthalle ist eine Chance für die Europastadt. Eine Halle für Alle ist mein Wunsch. Ich habe dazu im Februar eine offene Werkstatt durchgeführt, weitere Gespräche laufen seit Monaten. Meine Zusammenfassung: Wir brauchen eine multifunktionale Nutzung. Sinnvoll ist eine Kooperation mit dem Studiengang Kultur und Management der Hochschule. Parallel zum Bau sollte bereits das Stadthallen-Management arbeiten, um z.B. Angebote zu entwickeln und Kontakte aufzubauen. Wichtig sind mir Klarheit und Wahrheit: Die Stadthalle gehört zu Görlitz, sie wird aber nicht ohne Defizite zu bewirtschaften sein. Mein Ziel ist es, die Betreibung so aufzubauen, dass die Stadthalle im Gefüge der städtischen Unternehmen für eine Steueroptimierung sorgt. Fragezeichen sehe ich allerdings bei der Investition in den Bau: Die CDU-geführte Landesregierung hat die zugesagten 18 Millionen Euro nicht im Haushalt festgeschrieben. Ich bin gespannt, wo das Geld nun herkommt. Besonders am Herzen liegt Ihnen die Bürgerbeteiligung. Warum? Ich bin überzeugt, dass Menschen ihre Meinung einbringen wollen, wenn es um ihre Stadt geht. Das wird Chefinnensache. Die Görlitzerinnen

und Görlitzer sollen wissen, dass sie gehört werden. Ich möchte zum Beispiel, dass sie beteiligt werden, wenn über die Stadtfinanzen beschlossen wird. Vieles ist bereits im Fluss. Wir haben in Görlitz ein Beteiligungs-Konzept und erste Dinge umgesetzt. Dazu gehören die Bürgerräte in den Stadtteilen. Die möchte ich finanziell besser ausstatten, denn sie machen eine wertvolle Nachbarschafts-Arbeit. Fördern möchte ich in der Zukunft die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Sie brauchen Gehör in der Stadtpolitik. Wenn Sie neue Oberbürgermeisterin werden, was möchten Sie anders machen als Ihr Vorgänger? Siegfried Deinege hat die Stadt in den letzten sieben Jahren mit ruhiger Hand in einer schwierigen Zeit vorangebracht. Ihm gebührt großer Dank. Meine Stärke liegt darin, dass ich zuhöre, Menschen zusammenbringe, vermittle und versöhnend wirken kann. Miteinander reden, Gemeinsamkeiten suchen, Kompromisse finden – das ist mir wichtig. Genau wie ein positiver Blick auf Görlitz: Es wurde viel geleistet in der Stadt. Das verdient Wertschätzung und macht Mut, Neues zu probieren und zuversichtlich gemeinsam voranzugehen.

Mehr Infos: franziska-fuer-goerlitz.de


16 Motor-Bote

Görlitz braucht neue Ärzte Die Zahlen beunruhigen: 60 Prozent der niedergelassenen Ärzte sind 60 Jahre und älter. Den drohenden Ärztemangel können wir nur verhindern, wenn wir jetzt etwas dagegen unternehmen. In Kooperation mit dem Landkreis und seinen Städten und Gemeinden gilt es, Ärzte und medizinisches Personal anzuwerben.

IT-Campus Klingewalde? Viele Arbeitsplätze der Zukunft werden in der IT- und Dienstleistungs-Branche entstehen. Görlitz braucht jede Menge Platz, um Firmenansiedlungen und Neugründungen an der Neiße zu ermöglichen. Seit Jahrzehnten liegt das „Gewerbegebiet Klingewalde“ brach. Könnte man hier einen IT- und Dienstleistungs-Campus im Grünen entwickeln? Im Rahmen eines strategischen Standort-Managements sollten neben Klingewalde weitere Flächen geprüft werden, auf denen sich ein moderner

Bürokomplex aufbauen lässt. Gefragt sind außerdem kluge Verzahnungen von Unternehmen mit den Forschungsinstituten, die sich in nächster Zeit ansiedeln. In diesem Umfeld entstehen zukunftsfeste Arbeitsplätze. Um für Anfragen von Industrie- und Gewerbe gewappnet zu sein, brauchen wir aktive Partnerschaften mit den Umlandgemeinden wie Kodersdorf, Schöpstal, Markersdorf und Ostritz. Gemeinsam lassen sich Standorte entwickeln und vermarkten.

Neue Wege in der Kinderbetreuung

Städtische Unternehmen wertschätzen

In der Innen- und Südstadt fehlen Kita-Plätze. Hier heißt es für die Stadt Görlitz nachzusteuern. Wünschenswert wäre ein stadtweiter Kita-Förderverein mit integriertem Mängelmelder. Zukunftsprojekt sollte die Verbindung von Kindern und Senioren in einem „Haus der Generationen“ sein. Das wäre ein gutes Signal für mehr Miteinander und weniger Einsamkeit. Wir haben ab Juni die Möglichkeit, die Weichen zu stellen. Der Landeszuschuss pro Platz und Kind wird sich um 300 Euro erhöhen und über das „Gute-Kita-Gesetz“ und das Kinderförderungsgesetz ist eine Finanzierung möglich. Es bedarf guter Konzepte und einer klugen Fördermittelakquise.

Für die moderne Stadtentwicklung muss das Wissen der städtischen Gesellschaften besser genutzt werden. Ob Stadtwerke, Klinikum, Verkehrsbetriebe oder Kommwohnen – hier arbeiten kluge Köpfe an zukunftsfähigen Lösungen: die medizinische Versorgung einer alternden Gesellschaft, die Digitalisierung des städtischen Lebens, zeitgemäßes Wohnen und Arbeiten sowie der Aufbau eines attraktiven regionalen Nahverkehrs. Hier muss nach den Wahlen ein frischer Wind wehen. Das beginnt bei der Besetzung der Aufsichtsräte. Der Stadtrat sollte diese Positionen nicht nach Parteienproporz vergeben, sondern nach fachlicher Eignung.

Was bei Firmenansiedlungen funktioniert, muss erst recht für die Gesundheitsversorgung unserer Bürger möglich sein: zusätzliches Geld bereitstellen, Kampagnen entwickeln und in ganz Europa nach Medizinern für die Oberlausitz werben. Nach derselben Strategie werden wir uns auch um Lehrer,

Erzieher und Pflegekräfte bemühen müssen. Auch hier ist bereits ein Mangel sichtbar und keine übergeordnete Stelle wird uns die Fachkräfte vor die Haustür bringen. Diese Daseinsvorsorge wird in den kommenden Jahren zu einer der wichtigsten Aufgaben des Standortmarketings.

Sporthalle Jägerkaserne

Die neue Sporthalle an der Jägerkaserne kann pünktlich zum neuen Schuljahr eröffnet werden. Das ist sehr gut. Ein Wermutstropfen bleibt der Name. Emil-von-Schenckendorff soll die Halle heißen. Ist es zeitgemäß, einem preußi-

schen Offizier zu huldigen, der den Drill bei Sport und Spiel einführte und das Buch „Wehrkraft durch Erziehung“ schrieb? Der Stadtrat sollte seinen Beschluss überdenken und die Görlitzer über den Namen entscheiden lassen.

Übungsleiter und Sportstätten

Rund 7.500 Görlitzer sind in über 60 Sport-Vereinen aktiv. Um insbesondere Kinder und Jugendliche wieder stärker in die Sportvereine zu holen, braucht es neue Lösungen. Eine wesentliche Frage: Wie können Übungsleiter Ehrenamt und Beruf besser miteinander verbinden? Dazu sollte es einen Sport-Gipfel von Verwaltung, Vereinen und Wirt-

schaft geben. Schwerpunkt zwei ist die Infrastruktur. Für den langfristigen Erhalt der Sportstätten sollte ein Fonds aufgelegt werden. Dieser ist schon deshalb nötig, um den Sportplatz Hagenwerder in Schuss zu halten, da dort in den nächsten 20 Jahren keine Fördermittel verbaut werden dürfen.

Profile for Mike Altmann

MOTOR-BOTE  

Informationen der Stadtbewegung Motor Görlitz zur Kommunalwahl am 26. Mai 2019.

MOTOR-BOTE  

Informationen der Stadtbewegung Motor Görlitz zur Kommunalwahl am 26. Mai 2019.

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