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PIERRE JUILLERAT > OCEANAUTES


A MON PERE


PIERRE JUILLERAT OCEANAUTES


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> O. T. (I.O.H.W.I.B.), 2005


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EINFÜHRUNG

«Ich sah sie an und dachte ‹Rums›.»1 Eberhard Roters (1929–1994), dem

Von einer auf den ersten Blick makellosen Oberfläche sind auch Juil-

ehemaligen Abteilungsdirektor an der Akademie der Künste in Berlin

lerats Figuren. Eine unwirkliche, geradezu beklemmende Körperlich-

und Gründer der Berlinischen Galerie, fehlten offensichtlich die Worte,

keit prägt sie. Es sind muskelbepackte, sehnige Männer: Kämpfer,

als er zum ersten Mal Bildern der Neuen Wilden begegnete. Genauso

Schwimmer, Fechter und immer wieder Duschende (Der Fechter, 2004;

erging es einem Gymnasiasten, als er sich 1985 auf Klassenfahrt ins

Matin au lac, 2004; Red Skin, 1993; Core III, 2003). Es sind modelarti-

Kunstmuseum Basel vor einem riesigen Gemälde Rainer Fettings wie-

ge Frauen, die in ihrer amazonenhaft androgynen Athletizität und mit

derfand. Geblieben ist der Ausruf sprachloser Beeindruckung, mit dem

ihren bisweilen auffallend breiten Schultern und durchtrainierten Hüf-

er sich an dieses Erlebnis erinnert. Und der Entschluss, ebenfalls zu

ten die Stärke und das Selbstbewusstsein einer Lara Croft ausstrah-

malen.

len (Passante I, 2003; Junge Frauen an der Aare, 2004; Fille et mère, 2004). Einzig der Beduinin (1993) wird Leibesfülle zugestanden, deren Kontu-

Heute, nach 20 Jahren, blickt Pierre Juillerat auf eine ungewöhnliche

ren jedoch unter ihrem wallenden Gewand bloss zu erahnen sind. – Ob

Werkgenese zurück. Gleichzeitig steht er vor einer Neuorientierung,

Akt oder Verschleierung: Bei diesen Wesen nimmt die Sinnlichkeit stets

wie ein Blick auf seine jüngsten Bilder zeigt, die in dieser Publikation

einen Umweg über die Phantasie des Künstlers und des Betrachters.

versammelt sind. Das Ungewöhnliche an Juillerats Entwicklung sind die Umstände, unter denen sich die Malerei durchgesetzt hat: Der Vielfach-

Die Anfänge von Pierre Juillerats Malerei liegen zwar in der Inspiration

talentierte studierte Geige am Konservatorium in Bern, später Archi-

durch die Neuen Wilden. Im Gegensatz zu diesen hat er jedoch nichts

tektur an der ETH in Zürich, führte Kamera zu Videoclips, illus­trierte für

mit Kunstschulen oder -szenen zu schaffen, sondern treibt sein Werk

Zeitschriften und Plattencovers, hatte keine Scheu vor Industrie- und

autodidaktisch in der stillen Kammer voran. Die einstige Orientierungs-

Werbedesign, wurde Pilot. Über allem stand und steht seine Leiden-

grösse ist inzwischen zum Gegenpol geworden.

schaft für Musik, von Klassik über Folk-Punk bis Hardcore und Experimental. Eigentlich zählt bei Juillerat auch die Malerei zur Musik. Bezie-

Der Begriff ‹Les Nouveaux Fauves› oder ‹Neue Wilde› geht auf die

hungsweise die Musik zur Malerei.

gleichnamige Ausstellung in der Neuen Galerie/Sammlung Ludwig in Aachen im Jahr 1980 zurück, Fauvismus und Expressionismus standen

Jeder Pinselstrich spricht davon: wild und voller Energie, in „schrei-

ihm Pate. Er etablierte sich für Gruppen von Malern in Berlin, Köln und

enden“ Farben. Die Triefspuren auf den Leinwänden sind geblieben,

Hamburg, mit vereinzelten Satelliten wie den Schweizern Martin Disler

doch die Oberflächen wurden über die Jahre materiell wie inhaltlich

oder Klaudia Schifferle. Diese Künstler verhalfen der Figuration in der

hermetisch. Laute Nolimetangere findet man auf den Leinwänden, die

Malerei zu einer Renaissance und pflegten, wie zum Beispiel Rainer Fet-

nicht selten vier, fünf Quadratmeter gross sind. Im abstrakten und aus-

ting in seinen Selbstporträts als Indianer, den Topos des Rebel Artist.

nahmsweise nicht-figurativen AB0401 haben sie einen bisherigen Extrempunkt erreicht: Es ist die rasche, horizontale Bewegung, wie von

In dieser Tradition steht Juillerat – und ist doch inzwischen weit von ih-

einem in Nacht und Nebel vorbeirasenden Zug. Und doch verweigert

ren Ursprüngen entfernt. Mit ihr verbinden ihn Motive wie der Dusche

der versiegelnde Glanz des Asphaltlacks jegliche Tiefenwirkung.

oder dem Indianer, der in Core wiederkehrt. Oder die Dynamik des

1

«Im Westen nichts Neues», Ausst.kat. Kunstmuseum Luzern, 1981.


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Strichs, die Intensität und Aggressivität der Farbe, an die Juillerat sich

wenn sie scheinbar entspannt dasitzen (Elodie, 2004) oder rauchen

lange Zeit ohne viel Transformationen gehalten hat. Aber es ist weder

(Fille et mère, 2004), machen sie den Eindruck, als wären sie stets auf

eine emotionale Bildsprache in Abkehr von den systematischen und

dem Sprung. Über ihnen liegt ein expressiver Gestus, der sich wie ein

strengen Mitteln der Minimal Art noch eine politische Sprengkraft

Schleier zwischen das Bild und den Betrachter legt, statt es ihm näher

durch Ironisierung, die seine Bilder vermitteln. Es geht ihm nicht um

zu bringen. Er verhindert jede Annahme, doch noch einer Form von

das «Lockern der Krawatte». Von Homoerotik – bei vielen der Neu-

Erregtheit auf die Spur gekommen zu sein.

en Wilden zentral – keine Spur; die Darstellung äusserer Geschlechtsmerkmale ist auf weibliche Brüste beschränkt, ein durch die Werbewelt

In den jüngsten Bildern lösen sich die holzschnittartigen Konturen der

längst entsexualisierter Körperteil. Auch vermitteln seine Arbeiten we-

Figuren, die über die Neuen Wilden an den Expressionismus eines Ernst

der einen unmittelbaren Ausdruck der Lebensumstände, noch sind sie

Ludwig Kirchners angeschlossen haben, zunehmend in breite Pinselwi-

von Urbanität oder Subkulturen geprägt. Während die Neuen Wilden

sche auf. Das Endzeitliche aus Landschaften wie Bergfluss (1992), in der

die radikale Subjektivierung der Kunst einläuteten, entsubjektiviert

Wasser wie glühende Lava das Erbe Bernd Zimmers offen legt, tritt in

Juillerat. Ein Zeitgeist lässt sich eben nicht wiederholen, dessen künst-

überhöhter Form auf. Und doch ist es weniger die Zeit nach der ato-

lerischer Ausdruck folglich genauso wenig.

maren Katastrophe, von der Postnuclear summer. Pyongyang I (2005) aufgrund des Titels künden mag. Vielmehr scheint sie von einer finalen

Bei allem emotionalen und visuellen Feuer strahlen Juillerats Bilder

Entfremdung zu zeugen – und erzeugt grosse Neugier auf Pierre Juille-

Kühle, Distanz, Anonymisierung in gesteigerter Spannung aus. Seine

rats weiteren Weg als Künstler.

Figuren sind «Nestflüchter» und trotz ihrer muskulösen Körper nie aggressiv, sondern gefährdet wie Ikarus, der seinen Absturz vor dem inneren Auge hat. Es sind Idealkörper, denen das Ideal zum Fehler beziehungsweise die scheinbare Unversehrtheit zur verborgenen Verletzung geworden ist: die zu langen Arme und Beine, die zu grossen Hände machen aus ihnen Übermenschen, die in ihrer Disziplin unfähig geworden sind. Das geht bis hin zur Lähmung wie beim Schwimmer in Back crawl III (2000), der in der Bewegung im weissen Wasser, das seinen ausgezehrten Leib wie ein Leichentuch umschmiegt, erstarrt scheint. Oder der Geiger in Family’s victim (1992), dessen zu langer Unterarm Unbeweglichkeit suggeriert und dessen Riesenpfote den viel zu kleinen Geigenhals zu zerquetschen scheint. Oder der Nageur II (1994), dessen Hände wie Schaufeln oder Krallen nutzlos daliegen, animalisch, stets bereit für das Startsignal. Letztlich wollen sie nicht Menschen sein, nicht einmal Körper, sondern Bewegung in reinster Form. Auch

> Regula Freuler, August 2005


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INTRODUCTION

«Je les ai vus et j’ai pensé ‹waouh›» 1, déclarait Eberhard Roters (1929–

mouvement rapide et horizontal, comme un train filant à travers nuit et

1994). Manifestement, les mots manquaient à l’ancien directeur de

brouillard. En même temps, l’éclat vitrifié du vernis à l’asphalte bloque

l’Akademie der Künste de Berlin, également fondateur de la Berlini-

tout effet de profondeur.

sche Galerie, lorsqu’il est tombé pour la première fois sur les tableaux des Nouveaux Fauves. C’est à peu près la même réaction qu’eut un

Au premier regard, les silhouettes de Pierre Juillerat font aussi l’effet

lycéen lorsqu’en 1985 une sortie scolaire au Kunstmuseum de Bâle

de surfaces impeccables. Elles sont à la fois corporellement irréelles

l’amena devant une immense peinture de Rainer Fetting. Il a gardé de

et oppressantes. Les hommes sont des paquets de muscles et de

cet événement le souvenir d’un même cri d’impression sans paroles. Et

nerfs: combattants, nageurs, escrimeurs, et toujours ces personnages

la résolution de peindre lui aussi.

se douchant (Der Fechter, 2004; Matin au lac, 2004; Red Skin, 1993; Core III, 2003). Et puis ces femmes à l’allure de mannequins, dont

Aujourd’hui, 20 ans plus tard, Pierre Juillerat se repenche sur la genè-

l’esthétique amazone et androgyne, les épaules parfois exagérément

se insolite de son œuvre, tout en étant au seuil d’une nouvelle orien-

larges et les hanches de sportives évoquent la force et l’aplomb d’une

tation, comme le montrent ses dernières peintures regroupées dans

Lara Croft (Passante I, 2003; Junge Frauen an der Aare, 2004; Fille et

cette publication. L’évolution de cet artiste a un côté étrange, tout

mère, 2004). Seule la Beduinin (1993) a droit à quelque embonpoint,

comme les circonstances dans lesquelles la peinture s’est imposée à

dont on ne fait que deviner les contours sous un vêtement flottant.

lui. Cet homme aux multiples talents a tout d’abord fait du violon au

Nus ou voilés, la sensualité de ces êtres fait toujours un détour par

conservatoire de Berne, puis étudié l’architecture à l’EPF de Zurich, il

l’imagination de l’artiste et par celle de l’observateur.

a pris la caméra pour tourner des clips vidéo, a illustré des magazines et des couvertures de disque, avant de s’attaquer au design industriel

La peinture de Pierre Juillerat puise son inspiration dans les Nouveaux

et publicitaire, sans oublier qu’il fut pilote. Mais demeure une grande

Fauves. Mais contrairement aux artistes de ce mouvement, il n’a rien à

affinité avec la musique, du classique au folk-punk en passant par le

voir avec les écoles ou les milieux artistiques, il élabore son œuvre en

hardcore et les sons experimentaux. En réalité, pour Pierre Juillerat, la

autodidacte, dans le calme de son atelier. Ce qui l’orienta autrefois est

peinture fait aussi partie de la musique. Au même titre que la musique

désormais aux antipodes de ce qu’il crée.

appartient à la peinture. Le concept ‹Neue Wilde› ou les ‹Nouveaux Fauves› fait référence à Sauvages et pleins d’énergie, dans des teintes éclatantes, ses coups de

l’exposition du même nom à Aix-la-Chapelle en 1980, à la Neue Galerie/

pinceau trahissent bien cette passion. Les coulures sont restées sur les

Sammlung Ludwig et s’inspire du fauvisme et de l’expressionnisme. Il a

tableaux, mais au fil des années, les surfaces sont devenues herméti-

été repris par des groupes de peintres à Berlin, Cologne et Hambourg,

ques, au niveau matériel comme en termes de contenu. D’éclatants noli

ainsi que par quelques éléments isolés comme les Suisses Martin Disler

me tangere couvrent les toiles, qui font généralement quatre ou cinq

ou Klaudia Schifferle. Ces artistes ont fait renaître la figuration dans la

mètres carrés. Ce phénomène a pour l’instant atteint son apogée dans

peinture, et reprennent le discours de l’artiste rebelle, comme Rainer

le tableau abstrait et pour une fois non figuratif AB0401. On y voit un

Fetting dans ses autoportraits en Indien.

1

Catalogue de l’exposition «Im Westen nichts Neues», Musée des Beaux-Arts, Lucerne, 1981


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Pierre Juillerat s’inscrit dans la continuité de cette tradition, tout en

dont les mains sont posées là inutilement comme des paumures ou

étant à mille lieues de ses origines. Il s’en rapproche avec des sujets

des griffes d’animal, dans l’attente permanente du signal de départ.

comme Douche ou Indien, qui reviennent dans Core, ainsi que par la

Finalement, ces silhouettes ne veulent être ni des êtres humains, ni

dynamique du trait, l’intensité et l’agressivité de la couleur, auxquelles

même des corps, elles ne recherchent que la pure incarnation du mou-

il s’est longtemps tenu, sans beaucoup de transformations. Mais ses

vement. Même lorsqu’elles sont décontractées en apparence (Elodie

tableaux ne véhiculent pas un langage imagé s’éloignant des recettes

Paris, 2004) ou lorsqu’elles fument (Fille et mère, 2004), elles donnent

fortes et systématiques de l’art minimal et n’ont pas non plus la force

l’impression d’être toujours sur le point de bouger. Elles sont drapées

explosive à dimension politique de l’ironie. Il ne s’agit pas pour lui de

dans une attitude expressive, qui glisse comme un voile entre le tableau

«desserrer la cravate». Aucune trace d’érotisme homosexuel (thème

et l’observateur, au lieu de les rapprocher. Un voile qui prévient toute

central chez beaucoup des Nouveaux Fauves), la représentation des

impression d’être sur le point de découvrir une forme d’excitation.

aspects sexuels est limitée aux seins féminins, une partie du corps depuis longtemps désexualisée par la publicité. Ses travaux ne parlent

Dans les derniers tableaux, les contours grossiers des silhouettes (qui

pas non plus directement des conditions de vie, ni ne sont imprégnés

se rapprochent de l’expressionnisme d’un Ernst Ludwig Kirchner, via

d’urbanité ou d’underground. Alors que les Nouveaux Fauves inaugu-

les Nouveaux Fauves) se fondent de plus en plus dans de larges tra-

rent le subjectivisme radical de l’art, Pierre Juillerat adopte la tendance

ces de pinceau. Sous une forme excessive, une ambiance de fin du

inverse. Il ne va pas chercher dans l’esprit du temps, ni par conséquent

monde se dégage des paysages, comme dans Bergfluss (1992), où

dans l’expression artistique contemporaine.

l’eau proche de la lave incandescente laisse affleurer l’héritage de Bernd Zimmer. Il ne s’agit pourtant pas tant de l’époque des cata-

Malgré toute leur flamboyance visuelle et émotionnelle, les tableaux

strophes nucléaires, contrairement à ce que pourrait évoquer le titre

de Pierre Juillerat diffusent froideur et anonymat dans une tension acc-

Postnuclear summer.Pyongyang I (2005). On assisterait plutôt à une

rue. Ses silhouettes sont des «oiseaux nidifuges», jamais agressifs mal-

période d’aliénation finale, qui éveille une énorme curiosité quant à la

gré leurs corps musclés, mais mis en danger comme Ikarus, dont l’œil

future orientation artistique de Pierre Juillerat.

intérieur contemple sa propre chute. Ce sont des corps idéaux, dont la perfection s’est transformée en erreur et l’aspect apparemment indemne en blessure cachée: les bras et les jambes trop longs, les mains trop grosses font d’eux des surhommes devenus inaptes dans leur discipline. Cela peut aller jusqu’à la paralysie, comme dans le nageur de Back crawl III (2000), qui semble figé dans son mouvement, dans l’eau blanche qui épouse son corps épuisé, comme un linceul. Ou le violoniste dans Family’s victim (1992), dont les avant-bras trop grands suggèrent l’immobilité et dont l’immense paluche semble écraser un manche de violon beaucoup trop petit. Ou encore le Nageur II (1994),

> Regula Freuler, août 2005 > Traduction: Véronique Durand


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INTRODUCTION

«I looked at them and I thought ‹bang!›» 1. Eberhard Roters (1929–1994),

an extreme point in the form of the rapid horizontal movement, like a

the former head of the fine arts department at the Akademie der Kün-

train roaring past on a foggy night. And yet the sheen of the asphalt

ste in Berlin and founder of the Berlinische Galerie, was obviously at

paint with its sealing effect rejects any impression of depth.

a loss for words when he came across the pictures of the Neue Wilde (New Savages) movement for the first time. The pictures had exactly

At first sight Juillerat’s figures also have an immaculate outer surface.

the same impact on a schoolboy who visited the Museum of Art in

They are characterised by an unreal and almost oppressive physicality.

Basle on a school trip in 1985 and stood gazing at a huge painting by

They are muscle-bound, wiry men: fighters, swimmers, fencers and

Rainer Fetting. He can still remember his speechless cry of amazement

men constantly showering (Der Fechter, 2004; Matin au lac, 2004;

and making the decision to become a painter himself.

Red Skin, 1993; Core III, 2003). They are women who look like models, with an Amazonian, androgynous athleticism, and with occa-

Now, 20 years later, Pierre Juillerat has the opportunity to look back

sionally striking broad shoulders and muscular hips, who radiate

over the unusual origins of his work. And at the same time he is taking

the power and the self-confidence of a Lara Croft (Passante I, 2003;

a new direction, as a glance at his most recent paintings, which are

Junge Frauen an der Aare, 2004; Fille et mère, 2004). Only the

collected together in this publication, will show. One of the unusual

Beduinin (1993) has a fuller figure, but her contours can only be guessed

features of Juillerat’s development is the circumstances under which

at under her flowing robe. Whether naked or veiled, the sensuality of

he carried through his decision to paint. He is a multitalented man who

his figures takes a detour via the artist’s and the observer’s imagina-

first studied the violin at the Berne Conservatory, then later turned

tion.

to architecture at the Swiss Federal Institute of Technology in Zurich, became a cameraman for video clips, produced illustrations for maga-

The roots of Pierre Juillerat’s painting lie in the inspiration of the Neue

zines and album covers, immersed himself in industrial and advertising

Wilde movement. However, in contrast to these artists he has dis-

design and trained to be a pilot. The guiding force behind all of this is

tanced himself from art schools and art scenes and works alone and

his passion for music, from classical right through to folk-punk, hard-

self-taught in a quiet room. His original orientation has now become

core and experimental. For Juillerat painting is part of music and vice

the antithesis of his work.

versa. The name ‹Les Nouveaux Fauves› or ‹Neue Wilde› goes back to the exEvery brush stroke demonstrates this with wild and overwhelming

hibition of the same name in the New Gallery/Ludwig Collection in Aa-

energy and garish colours. The traces of drips remain on the canvas,

chen in 1980. The forces behind the movement were Fauvism and Ex-

but over the course of the years the surfaces of the work have be-

pressionism. It was established by groups of painters in Berlin, Cologne

come hermetically sealed, both in terms of materials and content. The

and Hamburg, with individual satellites such as Martin Disler or Klaudia

canvases, which are often four or five square metres in size, convey a

Schifferle from Switzerland. These artists introduced a renaissance of

strong sense of “noli me tangere”. In the abstract AB0401, which is ex-

figuration in painting, and cultivated the theme of the “rebel artist”, as

ceptional in not having a figurative theme, his paintings have reached

for example in Rainer Fetting’s self-portraits as a native American.

1

«Im Westen nichts Neues», exhibition catalogue, Lucerne Museum of Art, 1981


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Juillerat is part of this tradition and yet is totally distanced from it. Mo-

Or the Nageur II (1994), whose animal-like hands lie uselessly like shov-

tifs such as Dusche or Indianer, which recurs in Core, link him to this

els or claws, ready for the start signal. In the end they don’t want to be

movement, in the same way as the dynamic of the line and the intensity

people, not even bodies, but instead movement in its purest form. Even

and aggression of the colour which have characterised Juillerat’s work

when they are sitting down apparently relaxed (Elodie Paris, 2004) or

consistently for some time. However his pictures do not convey an

smoking (Fille et mère, 2004), they give the impression of always being

emotional visual language as a rejection of the strict, systematic meth-

ready for action. They are surrounded by an expressive air, which hangs

ods of Minimal Art, nor an explosive, political force through the use

like a veil between the picture and the observer, rather than bringing

of irony. He is not interested in “loosening the tie”. In his work there

the picture closer to him. The veil blocks any form of acceptance, but

is no trace of homoeroticism, a theme which is central to the work of

seems to be in search of some sort of arousal.

many of the members of the Neue Wilde movement. The only external sexual organs he portrays are female breasts, which have long since

In the most recent pictures, the woodcut-like contours of the figures,

been desexualised by the advertising world. His work does not convey

which are linked via the Neue Wilde to the expressionism of Ernst Lud-

an immediate impression of his personal circumstances, nor is it char-

wig Kirchner, have relaxed increasingly into broad brush strokes. The

acterised by urbanity or subcultures. While the Neue Wilde heralded

apocalyptic message of landscapes such as Bergfluss (1992), where the

the radical subjectivisation of art, Juillerat’s work has a desubjectivis-

water, like glowing lava, reveals the legacy of Bernd Zimmer, is con-

ing theme. It simply is not possible for a Zeitgeist to be repeated and

veyed in an excessive form. And yet, despite its title, Postnuclear sum-

therefore its form of artistic expression cannot be repeated either.

mer. Pyongyang I (2005) does not really portray the time after a nuclear catastrophe. Instead it seems to bear witness to a final alienation and

Despite their emotional and visual fire, Juillerat’s picture radiate cool-

arouses deep curiosity about Pierre Juillerat’s artistic future.

ness, distance and anonymisation through increased tension. His figures are people who have flown the nest at an early age and, despite their muscular bodies, they never seem aggressive, but instead vulnerable like Ikarus, who already has his downfall in his mind’s eye. They are ideal bodies, where the ideal has become a fault or where their apparent integrity has been turned into a hidden injury. Their overlong arms and legs and their oversized hands transform them into superhuman beings who have become incapable of performing their discipline. This extends as far as paralysis, like the swimmer in Back crawl III (2000), whose movement seems to have turned to stone in the white water which envelops his exhausted body like a shroud. Or the violinist in Family’s victim (1992), whose overlong forearm suggests immovability and whose huge hand seems to crush the neck of his tiny violin.

> Regula Freuler, August 2005 > Translation: Kate Latchem


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> MATIN AU LAC, 2004


14

> BACK CRAWL III, 2000


16

> C + B BERLIN, 2004


18

> FILLE ET MERE, 2004


20

> CORE III, 2003


22

> CORE IV, 2004


24

> GENEVE III, 2003


26

> 923, 2003


28

> ELODIE PARIS, 2004


30

> JUNGE FRAUEN AN DER AARE, 2004


32

> SB01, 2004


34

> DER FECHTER, 2004


36

> SB02, UMKLEIDERAUM, 2004


38

> STANDBY, ICARUS, 2005


40

> JACQUELINE, 2005


42

> LOSS OF LICENCE I, 2004


44

> POSTNUCLEAR SUMMER. PYONGYANG I, 2005


46

> PREGNANT MAN, 2005


48

> FUGITIFS (DIE RUDERER III), 2005


50

> GENEVE IV, 2005


52

> LA JEUNE FILLE ET LA MORT, 2005


54

> FAMILY’S VICTIM II, 2005


56

> NUCLEUS, 2003


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Meine erste Begegnung mit Pierrots Bildern fand 1991 im Dachge-

aus. Manche Bilder erinnern mich zudem an Skulpturen, die Figuren

schoss seiner Wohnung an der Neubrückstrasse in Bern statt. Pierrot

scheinen aus der Leinwand zu ragen (Core III oder Jacqueline).

hatte mich in das obere Geschoss geführt, wo die vier Quadratmeter grossen Werke hingen und die Wände bedeckten. Für mich war es Lie-

Mit seiner Malerei hat Pierrot eine Reise angetreten, deren bisheriger

be auf den ersten Blick, und diese Liebe hält bis heute.

Verlauf unglaublich spannend und anregend ist. Diese Reise geht weiter und ich bin sehr neugierig, wohin sie führt.

Was mich an Pierrots Arbeiten stets aufs Neue beeindruckt und anzieht, ist ihre direkte Bildsprache. Es sind Bilder, die ohne einen Umweg über den Kopf zu nehmen, den „Bauch“ treffen und einen unmittelbar berühren. Man kann sich ihnen kaum entziehen, sie dominieren die Räume, in denen sie hängen. Selbst die Bilder kleineren Formats oder die Zeichnungen fallen auf und ziehen den Blick der Betrachter unweigerlich auf sich. Sie alle sind intensiv und geben wohl gerade auch dadurch den Blick auf den Menschen, der sie geschaffen hat, frei.

Sämtliche Werke lassen einen spüren, dass hinter ihnen ein sensibler und scharfer Beobachter steht, der seine Umgebung äusserst präzise betrachtet und erfasst. Die Themen, die Pierrots Leben neben der Malerei zu einem wesentlichen Teil bestimmen, tauchen in den Bildern immer wieder auf, sei es die Musik, das Schwimmen oder die Fliegerei, sei es die Landschaft, in der er lebt oder die Personen, die ihn umgeben. Pierrots ausgeprägtes Gespür und sein genauer Blick für seine Umgebung werden besonders in den Portraits sichtbar. Die wiedergegebenen Personen werden mit ihrer Ausstrahlung greifbar und lebendig, die Grenze zwischen Bild und Wirklichkeit verschwimmt. Ich fühle mich immer wieder als Voyeurin, wenn ich das Bild Chrigi Bienne betrachte, und möchte mich am liebsten bei ihr für mein Eindringen entschuldigen.

Pierrots Bilder und Zeichnungen sind sehr lebendig, energiegeladen und kraftvoll. Die vorwiegend starken Farben und die zügigen Striche lassen eine unbändige Energie spüren und strahlen gleichzeitig Ruhe

> Chantal Bolzern, August 2004


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MAÏEUTIQUE D’UNE COULEUR

Un artiste c’est la condition humaine exacerbée au coeur d’un homme. Une énergie vitale se nourrissant de temps, de douleur, de révolte, de rêves et de mystères qui, grandissant comme un foetus, doit un jour voir le monde de cette planète presque ronde. Tel un enfant, cette puissance pousse un jour son créateur, le blessant, le bouleversant, elle déborde puis s’extrait de lui. Naissant elle met au monde un artiste. Un lien particulier, une ressemblance et une communication s’installent. Semblable au regard de l’homme sur le monde, ce débordement de vie, ce cri d’existence devient littérature, musique, danse, …, peinture.

Pierre est un regard, un oeil qui voyage à travers les tableaux de l’existence. Chaque émotion est une couleur, chaque instant une image. Ses toiles sont un cordon violent de tension possédant les corps, les ciels et les lignes. Il est ce corps rouge au regard caché vers l’avenir, ce masque trop grand aux yeux tristes et malicieux, ce musicien dont la grâce donne à ses couleurs la souplesse du danseur. Chaque trait est un souffle vital dont l’absence se ferait meurtrière.

Ainsi paysages et objets prennent vie, respirant au même rythme que leur créateur, portant le même parfum de cet instant donné. Intemporel, excessif, instinctif est cet acte, cette parenthèse à la vie commune puisqu’il est la vie simplement.

Un peintre généreux, impudique, tendrement violent dont l’interprète est un pinceau, le langage trois couleurs déclinées à l’infini, parlant aux humains du monde et de sa vie avec sincérité, intégrité et amour. Le regard extérieur ne peut que ressentir, découvrir et se laisser posséder par un vent d’émotions, tantôt brise, tantôt ouragan, mais qui à chaque fois ébouriffe et lui rappelle l’intensité de l’instant figé, éternel.

> Elodie Forestier, octobre 2004


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> CATALOGUE OF ILLUSTRATED WORKS

p 05 > O. T. (I.O.H.W.I.B.) 2005 mixed media on cotton 110,5 x 98 cm 43,8 x 38,9 in private collection

p23 > CORE IV 2004 dispersion on cotton 220 x 168 cm 87,3 x 65,1 in

pp 34/35 > DER FECHTER 2004 mixed media on cotton 188 x 240 cm 74,6 x 95,2 in

pp 46/47 > PREGNANT MAN 2005 mixed media on cotton 207 x 260 cm 82,1 x 103,2 in

p 59 > CORE II 2002 mixed media on paper 21 x 30 cm 8,3 x 11,9 in private collection

p 13 > MATIN AU LAC 2004 lacquer on cotton 200 x 110 cm 79,4 x 43,7 in

p 25 > GENEVE III 2003 lacquer on cotton 98 x 110 cm 38,9 x 43,7 in

p 37 > SB 02, UMKLEIDERAUM 2004 mixed media on cotton 115 x 88 cm 45,6 x 34,9 in

pp 48/49 > FUGITIFS (DIE RUDERER III) 2005 mixed media on cotton 200 x 270 cm 79,4 x 107,1 in

p 61 > DOUCHE XX 2005 mixed media on paper 23 x 21 cm 9,1 x 8,3 in private collection

p 15 > BACK CRAWL III 2000 synthetic resin on canvas 80 x 130 cm 31,7 x 51,5 in

p 27 > 923 2003 mixed media on cotton 80 x 130 cm 31,7 x 51,5 in

pp 38/39 > STANDBY, ICARUS 2005 mixed media on cotton 186 x 210 cm 73,8 x 83,3 in

p 51 > GENEVE IV 2005 mixed media on cotton 123,5 x 107 cm 49 x 42,5 in collection Ville de Nyon

p 63 > DANCE XI a 1992 block print on paper 21 x 30 cm 8,3 x 11,9 in private collection

pp 16/17 > C + B BERLIN 2004 mixed media on paper 45 x 32 cm 17,9 x 12,7 in private collection

pp 28/29 > ELODIE PARIS 2004 lacquer on cotton 168 x 220 cm 87,3 x 66,7 in

p 41 > JACQUELINE 2005 mixed media on cotton 200 x 110 cm 79,4 x 43,7 in private collection

pp 52/53 > LA JEUNE FILLE ET LA MORT 2005 mixed media on cotton 60 x 80 cm 23,8 x 31,7 in

p 65 > STADTINDIANER II 2004 mixed media on paper 16 x 13 cm 6,3 x 5,2 in

p 19 > FILLE ET MERE 2004 lacquer on cotton 200 x 160 cm 79,4 x 63,5 in

p 31 > JUNGE FRAUEN AN DER AARE I 2004 mixed media on cotton 109 x 98 cm 43,3 x 38,9 in

p 43 > LOSS OF LICENCE I 2005 mixed media on cotton 200 x 160 cm 63,5 x 79,4 in

p 55 > FAMILY’S VICTIM II 2005 mixed media on cotton 220 x 132 cm 87,3 x 52,4 in

p 67 > DOUCHE IV 1993 / 2004 mixed media on paper 18 x 13 cm 7,1 x 5,2 in

p 21 > CORE III 2003 dispersion on cotton 200 x 110 cm 79,4 x 43,7 in

p 33 > SB 01 2004 mixed media on cotton 110 x 98 cm 43,7 x 38,9 in

p 45 > POSTNUCLEAR SUMMER. PYONGYANG I 2005 mixed media on cotton 220 x 168 cm 87,3 x 66,7 in

pp 56/57 > NUCLEUS 2003 mixed media on paper 32 X 43 cm 12,7 X 17,1 in

p 70 > O.T. 2005 mixed media on paper 7 x 10 cm 2,8 x 3,9 in


64

> PIERRE JUILLERAT

> 1967 in Bern geboren, lebt und arbeitet in Nyon und Genf. > né à Berne en 1967, vit et travaille à Nyon et à Genève. > born in 1967 in Berne, lives and works in Nyon and Geneva.

> Solo exhibitions

> Group exhibitions

2006

Art Ahead, Showroom, Basel

2007

Bâtiment des Forces Motrices, Geneva

2006

Festival d’Arts Visuels, La Ferme Pierre-à-Bot,

2006

Galerie l’Endroit, Lyon

Neuchâtel

2006

Océanautes I, Le Garage, Geneva

Parallax, Nyon, with Aurélien Stuby, Petronilla

2004

Maïeutique d’une couleur, Esp’Asse, Nyon

Hohenwarter and Olivier Juredieux

1994

Harz, Kunstmausoleum, Biel/Bienne

Art Forum Montreux, Centre des Congrès, Mon-

1993

Millilitre, Bahnweg, Biel/Bienne

treux

1990

WG69, Berne

2006

2005

2005

2005

Art Sud Design International, Jardin d’hiver, Sanary Sur Mer, Toulon

> Work in public collections

Association des Peintres et Sculpteurs de la

Côte, Collège de Grandchamp, Gland 2005

Art’air, Jardin Anglais, Geneva

2005

Pix Mix, Kulturhallen Dampfzentrale, Berne

2005

Traumgebilde, Soziokulturelles Zentrum Buckau, Magdeburg

2003

TV-Stars, Kunstraum Polygon, Berne

1993 - 2003

Permanent exhibition, Blue Steel Art, Berne

1993

Weihnachtsausstellung, Centre Pasquart, Kunsthaus Biel/Bienne

1993

Einstellung, Bahnweg, Biel/Bienne, with Michael Giertz, Andrea Luginbühl and Hari Kinsbergen

1992

Jahresausstellung, ETHZ, Zürich

Collection de la Ville de Nyon


66

> IMPRINT

> Publisher

> Copyright

W.Y.B.A.U.I? Edition, Nyon

© 2006 Prolitteris Zürich, Pierre Juillerat, Nyon, W.Y.B.A.U.I?Edition, Nyon, the authors and translators.

> Printing Ediprim AG/SA Satz, Druck, Verlag, Biel/Bienne

All rights reserved. No part of this publication may be used or reproduced in any manner whatsoever without written permission from the

> Binding

editor except in case of brief quotations forming part of critical articles

Buchbinderei Grollimund AG, Reinach/BL

or reviews.

> Conception

> Cover

Pierre Jullierat, Nyon

Front: Fugitifs (Die Ruderer III), 2005 Back: Wannabe, 2005

> Photography credits Gérald Friedli, objectif 31, Nyon

This book is published to accompany the exhibition OCEANAUTES I, Le Garage, Geneva, April 2006.

> Reprographics Jeroen Seyffer, Atelier für Fotografie, Berne

The making of this publication was generously supported by the City of Nyon and anonymous donators.

> Production supervision Michael Rothenbühler, co.dex productions ltd., Biel/Bienne

> ISBN 2-8399-0044-0 Printed in Switzerland

> Introduction Regula Freuler, arts editor of the “NZZ am Sonntag”

> Edition

and freelance art historian, Zurich

500 numbered copies.

> Text

> For information please write to the publisher:

Chantal Bolzern, Zurich & Berlin

W.Y.B.A.U.I? Edition

Elodie Forestier, Lausanne

P.O. Box 1213 CH-1260 Nyon

> Translations

+ 41 (0) 22 344 92 28

Alphadoc, Neuchâtel

p.air@freesurf.ch

> Proof-reading Iris Diem, Diem.Text, Biel/Bienne

> Legal deposit 2006, Bibliothèque Nationale Suisse, Berne


68

NFT > Marcel Birrer > Urs Jost > The Ghost of Cain > Gerhard Boller

de Nyon > Fabrice Gnoni > QNH > Centre Pasquart Kunsthaus Biel

> Michelle Meyer > Claudine Montavon > Elodie Forestier > Albeiro

> Niklaus Haug > Juliette Keller > Harri Lehmann > Caroline Perrin

Sarria > Satch Brzak > Tar > Le Jean > Michel Thiery > Stephan Herzog

> Eliane Raeber > Asphaltlack > RecRec > Christian Streit > Corinne

> Petra Hohenwarter > Jacqueline Paglialonga > Christian Hosmann

Moesching > Alain Andrey > Nakash > Barbara Geser > Would You Buy

> Olivier Juredieu > Sherline Alphonse > Regula Freuler > Adrian Bla-

An Used Ideology? Records > Christoph Hirter > Robert Heateon >

ser > Rainer Fetting > Luca Notari > Bernd Zimmer > Chantal Bolzern

Fondation Pro-Jet > Jean-Claude Bouvrot > Marianne Wille > Yolanda

> Thomas Bachmann > Coven 8 > Gregor Wyder > Justin Sullivan >

Canonica > Art Ahead Basel > Business For Lunch > Patricia Gelissen

Q-Tips > Edouard Smits > Ivo Schmid > Goga Lazic-Tschanz > Kalou

> Alphadoc Neuchâtel > Partisanenrock > The Beyond > Silvio Ragaz

> Vania Repond > Mike Chanfreut > DS Interprint > Les Claypool >

> Jean-Claude Rochat > Juan Martinez > André Costis > Carole Pas-

Judith Zaugg > Mik Rothenbühler > Ueli Denzler > co.dex > essor >

qual > Lorenz Hasler > Sandra Rüttimann-Zahnd > Philippe Costis >

Jeroen Seyffer > Michel Wicht > Bernard Garo > Helmut Middendorf

Marie-Noëlle Favre > Yves Mitaine > Jürg Schär > Suzanne Nabulon

> Muse > Luciano Castelli > Ernst Lattmann > Büro Destruct > Regula

> Thomas Böni > Zbynek Brzon > Daniel Contessotto > Luc Georgi

Voegelin > Christine Blättler > Lucha Libro Editorial > Gian Piero Bol-

> Gabi Grossenbacher > Cornelia Häfliger > Tarkin > Leni Volgger >

zern > Andrea Müller > Michael Giertz > Helmet > Thierry Vagnières

François Pannatier > Alexandra Stepczynski > Vinyl Overdose > Wille-

> Maximilian Tomei > Martin Bornand > Gert Stäuble > Tool > Tonus

mine Pernette & Floris Leeuwenberg > Karl Horst Hödicke > Andrea

Music Sound Research > Daniel Richter > Michel Page > Evergreene

Luginbühl > Hari Kiensbergen > F-BSEP > Michel Juillerat > Pierre

> William Corneo > Adrienne Juillerat > The Young Gods > Philippe

Schwerzmann > Véronique Klein > Armin Renggli > Pierre Sgamma >

Légeret > Der Böse Bube Eugen > Christine Kolb > Reto Meichtry >

Michel Currat > Mireille Forestier > Marion Schürch > Norm > Monika

Andrea Grass > Caren Franzen > Christine Aebischer > Chris Haag >

Bielser > Elisabeth & Michael Mildner > Alain Huck > Kate Latchem >

Bruno Heim > Maurice Ottiger > Anne-Marie von Stürler > Harri Leh-

Véronique Durand > Armande Reymond > Treekillaz > Heinrich Klotz >

mann > Nadia Moffa > Iris Diem > Laurent Mäusli > Nikunja > Matti

Marc Décosterd > Aleister Crash > Eiger Nordwand > The Ventilators

Bürgi Ragaz Hitz Architekten > Ruth Schwegler > Martin Disler > Dor-

> Central Services > Fifty Fingers > Sacha Kahn > Bikini Test > Arlette

raine Chatelain > Janine Juillerat > Secavia > Pierre-André Forestier

Liechti > Örni > The Loonybin > Nathalie Baechlin > Harry > Rolf Jä-

> I Madman > Thierry Hausermann & Idpure > Cop Shoot Cop > Jan

germann > Klaus Vetter > Le Renard > Alboth! > Club 111 > Léonard >

Messerli > Daniel Martel > Paul Berclaz > Mona & Daniel Rohrbach >

Floating Kidney > Georges Glauser > René Schütz > Bahnweg > Olivier

New Model Army > André Stauffer > Géraldine Dunoyer > Professeur

Hebeisen > Katja Gipp > Jérôme Picavet > Grazia Pergoletti > Jonas

Piguet > Aline Rohrbach > Dominique Wicht > Jean-Marc Hochuli >

Brandenberg > Apple Computers > Patrick Duperron > Marie J. John

Gérald Friedli > Alain Juillerat > William Dupont > Parallax > Tarmac

> Jean-Luc Altherr > Jean-Yves Piffard > Reithalle Bern > Pierre Queloz

> Inouï > Philippe Marquis > Jean Sinke > John Rahm > Michael Ha-

> Natacha Dind > Bad Brains > Monique Voélin > Barbarie Biel/Bien-

seney > Walter Dahn > Bettina Rheims > Frédéric Terrier > Aliscaphe

ne > Georges Schweikart > Serge Labégorre > Borobudur > Stefan

Favignana > Auto Flt FCU 1+2 Fault > Cecily Brown > Enki Bilal > Edi

Gandl > Albert Falco > Hans B. Burgunder > J24 > Blanik > Ed Alleyne

Glauser > HNY Rotterdam > Aurore Brahier > HB-IIE > Quai 23 > Ville

Johnson > Millilitre > Harz > Eject > Brest > Peter Doig > Unikum >


69

Kunstmausoleum Biel/Bienne > Mystère 50 > Le Garage > Schür > FriSon > Alexandra Gerny > Coupole Bienne > Record Junkie > A008 > Qeens Hall Bradford > XD7 > Velokurier Bern > Sceamfeeder > Kong > Fiat Ducato > Modulor > Die Brücke > Solar > Andi Michel > Cardair Aviation Liveries > Elvira Huber > Editions P.I. > Joerg Jaegglin > Zbynek Otahal > WG69 > Silke Hotz > Philippe Girard > Azart > La Côte > Edouard Roch > Boucq > Atelier 5 > Geile Tiere Berlin > George Bain > Once we are lost, we can be found > Lukla > Robin Zammit > Jeanette & André Wyss > Daniel Chariatte > Nara > Henry Lüscher > Joanna Majcher > Urs Stettler > Colette Stähli > Joe Rimensberger > Manuel Negrerie > Eva Mosimann > Moskito > Jonquille Levèque > Marianne Linder > Jean Gireaud > Catherine Egger > Daniel Häusler > Alice In Chains > BSG > Otto Mueller > Pier Luigi Nervi > Soul Coughing > POOC > Parabellum > Ballad Of Bodmin Pill > Salomé > Terry Callier > Michel Scyboz > Devin Du Village > Contax > Okapi > Tintin chez les Talibans > George Holz > Motettenchor Bern > Bitch Magnet > Marisa Leaf > Halbtanz > Romano Germann > Marcel Faé > Aurélien Stuby > Antoine Dematraz > PJ Harvey > Albert Oehlen > Robert Flückiger > Claudia de Matos > May Carrel > Marie Bonzom > Huguette Adam > Tauto Agana > Vincent Pont > Marc Jeanfavre > Synaya > Walter Kirberger > Wesley Turner > Annette Feller > Markus Bhend > Geneviève Crettaz - Perraudin > Angelika Chollet > Harald Grov > Claire Goldfuss > Didier Bürgi > Camelia Spruyt > Starfrosch > Sophie Rey > Absolutearts > Justine Keller > Richard Neutra > Al Comet > Rolo Böhlen > Pix Mix > Silvia André > Audrey Mayet > Hansruedi Weyrich > Sandra Reck > Véronique Berchier > Manuel & Liliane Hurtado > Space Board Galuga > Nicole Müller


> W.Y.B.A.U.I? Edition, © 2006 > L.0601. > ISBN 2-8399-0044-0


PIERRE JULLIERAT  

Kunstbuch, Artbook

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