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Migros Gesch채ftsbericht 2005 61606_435x270_mgb_05_CovRuck_d.i1 1

2005 Gesch채ftsbericht

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2005 Gesch채ftsbericht

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Inhaltsverzeichnis

Bildteil Bildteil

11

Geschäftsbericht 1

Tabelle der Kennzahlen

61

2

Bericht der Präsidenten

63

3

Entwicklung der konsolidierten Gruppenergebnisse

66

4

Die Organisation der Migros Die Migros-Gemeinschaft Delegiertenversammlung Verwaltung MGB Generaldirektion MGB Direktionsbereiche MGB Kontrollstelle MGB Konzernprüfer Corporate Governance

68 69 70 71 71 71 71 72

5

Umsätze

76

6

Investitionen

77

7

M-Vertriebsnetz 2005

79

8

Detailhandel Allgemeines zum Detailhandel der Migros Marktanteile M-Cumulus M-Infoline Die zehn regionalen Genossenschaften Ökologie und Soziales Ethische Labels Engagement Soziale und ökologische Mindeststandards Ethische Projekte Nachhaltigkeit und Umwelt (Ökologie) Umweltkennzahlen

81 83 84 84 85 91 91 92 93 95 97 99


Qualitätssicherung/Food Safety Food-/Near-Food-Sortiment Non-Food-Sortiment Fachmärkte Wellness Fitnessparks Golfparks Gastronomie Übriger Detailhandel LeShop.ch und migros-shop.ch Ex Libris Globus-Gruppe

9

109 110 111

113 115 115 115 116 116 117 117 117 118 118 119 119 119 120 120 121 122

Dienstleistungsunternehmen Hotelplan Limmatdruck Migrol Migrosbank

11

108 108 109

Migros-Industrie Übersicht Bischofszell Nahrungsmittel Chocolat Frey Estavayer Lait Jowa Mérat Mibelle Micarna Midor Mifa Mifroma Mifroma France Migros-Betriebe Birsfelden (MBB) Optigal Riseria Taverne Seba Aproz Walter Leuenberger Handelsunternehmen innerhalb der Industriegruppe Scana Lebensmittel

10

100 101 104 106

123 124 124 126

Logistik und Informatik Migros-Verteilzentrum Suhr (MVS) Migros-Verteilbetrieb Neuendorf (MVN) Logistik und Transport IT-Services

128 128 129 129

12

Immobilien

131

13

Migros-Medien

132

14

Sponsoring

133

15

Wirtschaftspolitik

134

16

Personelles und Human Resources

136


17

Kulturprozent Kultur und Soziales Klubschulen Monte-Genoroso-Bahn Aufteilung des Kulturprozents

18

141 142 143 144

Stiftungen Eurocentres Gottlieb-und-Adele-Duttweiler-Stiftung Gottlieb-Duttweiler-Institut (GDI) Parks im Grünen Stiftung Adele-Duttweiler-Preis

145 145 146 147 147

Zahlenteil 1

Zahlen Migros-Gruppe Finanzieller Lagebericht Gruppenwertschöpfungsrechnung Fünfjahreskennzahlen der Gruppe Gruppenbilanz Gruppenerfolgsrechnung Gruppengeldflussrechnung Veränderungen des konsolidierten Eigenkapitals der Migros-Gruppe Anhang zur Gruppenrechnung Grundsätze der Rechnungslegung Erläuterungen zur Gruppenbilanz Erläuterungen zur Gruppenerfolgsrechnung Erläuterungen zur Gruppengeldflussrechnung Sonstige Angaben Bericht des Konzernprüfers Migros-Pensionskasse

2

149 154 155 156 157 158 159 160 166 172 175 176 179 180

Zahlen Migros-Genossenschafts-Bund Fünfjahreskennzahlen MGB Bilanz MGB Erfolgsrechnung MGB Erläuterungen zur finanziellen Berichterstattung Anhang Bericht der Kontrollstelle

183 184 186 187 193 194

3

Migros-Konsolidierungskreis

195

4

Erklärung der Fachausdrücke in der Gruppenrechnung

201

Adressen

202

Impressum

209


Die Schweiz Die MIGROS Eine Liebesgeschichte in 23 Bildern VON FRANÇOIS HALARD

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We love Migros Beat liebt die Migros wegen der Zahnpasta. Anna wegen der Haselnussjoghurts. Patrick liebt die Migros der intelligenten Werbung wegen und weil man hinter allem einen Gedanken spürt. (Er liebt die Migros auch wegen der Schriften des Gottlieb Duttweiler Instituts.) Peter liebt die Migros wegen der «Crème brûlée» der Linie Sélection. Jochen liebt die Migros, weil er Deutscher ist und nur ganz andere Läden kennt, solche, die aussehen wie Lagerhallen. Ausserdem liebt Jochen die Migros der Kräutertees wegen, die er in schöner Regelmässigkeit und mittlerer Quantität im Autokofferraum für seinen persönlichen Bedarf in seine Heimat importiert. Julia liebt die Migros, weil sie das Budget-Sortiment cool findet, das ihr das Gefühl gibt, wirklich nur für das zu bezahlen, was sie kaufen will. Und sie mag die 077er-Vorwahl des Budget-Handys. Daneben ist sie eine grosse Freundin der roten Pilchards-Konserven, der Sardinen aus dem Nordostatlantik in Tomatensosse (Fr. 2.20, 367 g), die sie gerne mit ein bisschen Weissbrot verputzt. Finn liebt die Migros schlichtweg wegen ihrer Schlichtheit. Madlaina liebt die Migros wegen der Kassiererinnen, weil die aus verschiedenen Ländern stammen und für eine multikulturelle Schweiz stehen. Kathrin liebt die Migros, weil sie die Frischfischabteilung super findet. Thomas liebt die Migros der Klubschule wegen, weil er dort einer Frau zuliebe einmal einen Ikebana-Kurs besucht hat und sich das absolut ausbezahlt hat (sowohl was seine Ikebana-Künste wie auch die Liebe betrifft). Claudia liebt die Migros wegen der Schokoladen, sowohl die Schokoladen selbst als auch die Namen. «Tourist» ist ihr Favorit. Auf Platz zwei: «Farmer». Drei: «Noxana». Ausserdem findet Claudia das Kulturprozent bemerkenswert. Sie sagt, es verrät eine Betriebskultur. Emanuel liebt die Migros weil er die Farbe Orange liebt und M einen sehr sympathischen Buchstaben findet, mit dem viele schöne Wörter beginnen (Madeira, Makramee, Minibar etc.). Ich liebe die Migros, weil sie Erinnerungen weckt. Natürlich liebe ich die Migros auch aus ganz anderen Gründen, manche von ihnen sind deckungsgleich mit zuvor genannten Angelegenheiten (ich teile zum Beispiel Peters beispiellose Begeisterung für die «Crème brûlée» vollumfänglich). Aber vor allem liebe ich die Migros, weil sie die Fähigkeit hat, mich erinnern zu lassen. Kürzlich ging ich, der Zufall wollte es so, an der Migros-Filiale meiner Kindheit vorbei. Sie steht in 4460 Gelterkinden, Baselland, zwischen Bahnlinie und einem Fluss namens Ergolz, ein paar Kilometer über die Hügel von dem noch viel kleineren Dorf entfernt, in dem ich aufgewachsen bin. 20 Jahre war ich nicht mehr in Gelterkinden, es gab nie einen Grund. Manchmal fuhr ich vorbei, im Zug, von Basel Richtung Olten und dann weiter. Oder umgekehrt. Dann sah ich aus dem Fenster auf das offene Parkdeck auf dem Dach der Dorffiliale und habe mich erinnert, ein bisschen, wie ich dort als Knirps aus dem senfgelben Toyota Corolla Kombi hüpfte in kurzen Hosen im Sommer und in den Laden stürmte mit bestimmten Vorstellungen im Kopf und langen Listen von Dingen, die ich wollte, brauchte, haben musste. Dann fuhr der Zug schon weiter und bald war er im Tunnel und die Episode verblasst. Als ich jedoch an der Migros-Filiale meiner Kindheit vorbeispazierte, überkam mich die Erinnerung, ich wurde von einer ungeheuren Nostalgie erfasst, und plötzlich war ich wieder klein und ging hinein. Heute sieht das Gebäude ganz anders aus. Früher war es ein flacher Bau aus Beton. Heute aus Glas. Kein Jahr alt. Doppelt so gross wie früher. Aufgestockt.

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Aber das Gefühl — es war wie vor über 20 Jahren. Damals. Vor mehr als 20 Jahren. Mit dem senfgelben Toyota Corolla Kombi acht Kilometer über die Hügel nach Gelterkinden zum Einkaufen in die Migros. Mutter und ich. Jede Woche einmal. Es war ein kleines Abenteuer. Obwohl, wenn ich so zurückdenke, dann war es sogar ein mittelgrosses Abenteuer. Sicher der Höhepunkt der Woche. Zwar gab es im Nachbardorf eine Filiale eines anderen Detaillisten, aber trotzdem nahm meine Mutter den längeren Weg zur Migros in Gelterkinden in Kauf. Die Dinge waren einfach besser — und günstiger. In der Migros wartete die wunderbare Welt der Waren. Drei Dinge wurden zu bis heute glänzenden Monumenten meiner Kindheit. 1. Die Gef lügelwürzmischung, die Sonntag für Sonntag zum Einsatz kam, mit der die Poulets eingerieben wurden und sie knusprig werden liess. Der Duft eines perfekten Tages. 2. Die Schachteln mit den grünen Drops. Sie hiessen «Sport Fresh». Auf der Schachtel war ein Fussballer abgebildet. Die Schachtel war ein ständig rasselnder Wegbegleiter. Eines der ersten Geräusche, an das ich mich erinnern mag: wie die «Sport Fresh»-Packung schepperte, im Rucksack, auf der Schulreise, als wir von der Sissacher Fluh abstiegen. 3. Das Stück Schwarzwäldertorte, das wir Vater mitbringen mussten, wir selber aber unsere vor Ort im Migros-Restaurant verputzten. Vater bestand auf das Stück Torte. Immer Schwarzwälder. Nur einmal hatte er eine St.-Honoré-Phase. Sie war aber von kurzer Dauer. Und ich stellte mir vor, wie es wäre, wenn meine Mutter mich vergessen würde, eine ganze Nacht lang in dem grossen Einkaufsladen. Dass sie alleine nach Hause fährt, und der Laden schliesst, die Lichter gelöscht werden. Dass ich ganz alleine mit viel Zeit und Ruhe die Migros inspizieren kann, die ganze Nacht lang. Wenn ich Hunger habe, dann träume ich diesen Traum auch heute noch. Nach der Migros der Kindheit kam die Migros der Jugend. Auf der Schlenderstrecke von der Schule zum Postauto lag die Migros in Gelterkinden ziemlich günstig direkt am Weg. Nun nicht mehr die mütterliche Abhängigkeit: Erstes eigenes Geld wurde investiert. Vor allem in Flips. Die kleinen, luftigen Erdnusswürmer waren nicht nur erstaunlich günstig, sondern vor allem extrem gut. Eine Tüte reichte genau für die Strecke bis zur Postautohaltestelle. Manchmal sogar ein bisschen weiter. Und die grünen «Sport Fresh» wurden von den schwarzen SpitzwegerichDrops abgelöst, denn schliesslich wurde man älter und stellte sich komplexeren Geschmäckern mit komplizierterem Charakter. Die Schlenderstrecke wurde zur Schleckerstrecke. Dafür liebe ich die Migros. Dass es diese Dinge noch gibt. Dass die Schwarzwäldertorte noch so genial schmeckt wie damals. Dass die Flips immer noch so erdnussig und salzig und knusprig sind. Dass die «Sport Fresh» immer noch grün sind und die Spitzwegerich-Drops schwarz. Die Migros ist ein Teil von mir. Jeder Besuch in der Migros ist auch ein Besuch bei mir selbst, ein Spaziergang in meiner Kindheit, meiner Jugend, meinem Damals. Was kann es Schöneres geben? Man nennt es auch Heimat. Max Küng, März 2006 PS: Vergessen: Risoletto. Nur beste Erinnerungen. Immer wieder. Bei jedem Migros-Besuch, jetzt.

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WIR LIEBEN DAS LEBEN: Die besonderen Momente im Leben stecken oft voller Überraschungen. Eine Gitarre, ein Stück Käse, ein Hutständer, ein paar Tomaten — hier ist genau das die Kombination, die glücklich macht. Jeder Mensch ist anders. Aber alle finden alles in der Migros. Unter einem Dach.

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WIR MACHEN SCHÖNE AUGEN: Es ist immer wieder ein Genuss, in die Migros zu gehen. Hier ist Einkaufen auch ein Fest für die Sinne. Dass die Produkte gut und günstig sind, kommt noch hinzu.

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WIR SIND INTERNATIONAL: Jedes Kind kennt die Migros. Durch die Regale zu bummeln,

das ist so etwas wie die erste Weltreise: Alle Regionen rund um den Globus sind mit ihren Produkten vertreten oder irgendwie an der Herstellung beteiligt. Die Migros, Inbegriff einer weltoffenen Schweiz.

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WIR GRATULIEREN: Hierzulande können auch Kühe Schönheitskönigin werden. «Krone» ist unsere Miss Schweiz. Hier steht sie vor dem grössten Chalet der Schweiz. Ein symbolträchtiges Bild. Wenn es um Superlative geht, muss die Migros den Wettbewerb nicht fürchten.

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WIR SIND FRISCH VERLIEBT: Normalerweise haben Vitamine eine lange

Reise vor sich, bis sie auf dem Teller der Konsumenten landen. Nicht so bei der Migros. «Möglichst schnell, möglichst frisch» ist das Motto.

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WIR HABEN EIN HERZ FÜR MINDERHEITEN: Zum Beispiel die Feinschmecker. Sie sind

so anspruchsvoll, dass nur das Beste gut genug ist. Sie achten in der Migros auf die Edellinie «Sélection». Da gibt es etwa «Pata negra», den Schinken des legendären iberischen Schwarzfussschweins. Eine Delikatesse.

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WIR ENGAGIEREN UNS : Ist das Produkt besonders umweltfreundlich? Ethisch unbedenklich?

Sozial vertretbar? Wer Wert auf einen positiven Bescheid legt, schaut auf das Zeichen «Engagement». Konsumieren mit gutem Gewissen. Die Migros ist sich ihrer Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft bewusst.

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WIR SIND KONSEQUENT: Was war zuerst? Huhn oder Ei? Egal. Migros macht Ernst im Bereich artgerechte Haltung. Jedes Jahr profitieren 1 Million Tiere davon. Auch Tiere haben ein Anrecht auf Lebensqualit채t.

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WIR SCHAUEN NACH VORN: Auch die n채chsten Generationen sollen noch wissen, was das ist: Wald. Die Migros verwendet mit Vorliebe Holz aus umwelt- und sozialvertr채glich bewirtschafteten W채ldern ( FSC).

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14.3.2006 14:40:05 Uhr


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WIR WALDMENSCHEN: Die Bäume wachsen bis in unser Wohnzimmer. Dort heissen sie bloss anders: Möbel. Die Migros hat Respekt vor der Natur.

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14.3.2006 14:40:25 Uhr


WIR STADTMENSCHEN: Die Migros greift die neusten Trends auf, verbindet sie aber mit dem traditionellen Bewusstsein f체r Qualit채t.

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14.3.2006 14:40:39 Uhr


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14.3.2006 14:40:43 Uhr


WE LOVE BIO : Why? Because: Bio-Baumwoll-Anbau bedeutet, dass sich die

Bauern die Kosten f端r Pestizide, Kunstd端nger und Herbizide sparen. Der Boden bleibt fruchtbar, Grundwasser und Fl端sse bleiben sauber. Okay, oder?

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14.3.2006 14:40:43 Uhr


WIR KOMMUNIZIEREN GERN: Die Migros liebt den direkten Kontakt mit ihren Kunden und Kundinnen. Im Geschäft. Am Telefon. Im Internet. Aber auch mit dem wöchentlichen «Migros-Magazin», der auf lagenstärksten Zeitschrift der Schweiz.

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14.3.2006 14:41:04 Uhr


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14.3.2006 14:41:07 Uhr


WIR BRĂœCKENBAUER: Was haben die Migros und die Jungen gemeinsam? Beide sind cool.

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14.3.2006 14:41:17 Uhr


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14.3.2006 14:41:21 Uhr


WIR KÜMMERN UNS : Keine Kinderarbeit. Das gilt für alle Betriebe, mit denen die Migros zusammenarbeitet. Kinder gehören nicht in die Fabrik, sondern in die Schule. Deshalb hat die Migros in Indien, wo das noch immer nicht selbstverständlich ist, die Kids School ins Leben gerufen.

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WIR VEREINEN DIE NATIONEN: Herr Singh kann auch die exotischsten asiatischen

Spezialitäten kochen — mit Migros-Produkten. In der Migros-K lubschule hat er Schweizerdeutsch gelernt. Nur das Schweben hat er sich selbst beigebracht.

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14.3.2006 14:41:31 Uhr


WIR SIND EINZIGARTIG : Das gibt es sonst nirgendwo auf der Welt: Über 10 0 Millionen des Umsatzes spendiert die Migros jedes Jahr für kulturelle und soziale Projekte. «Kulturprozent» heisst das im Volksmund.

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14.3.2006 14:41:51 Uhr


WIR SIND KULT: Grosse Familien und kleine Budgets sollen entlastet werden, das war die urspr체ngliche Idee von M-Budget. Inzwischen ist das Label l채ngst Kult.

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14.3.2006 14:42:09 Uhr


WIR SIND DUTTI: Mit f端nf Verkaufswagen legte Gottlieb Duttweiler 1925 den Grundstein zur Migros. Er war ein Pionier. Ein Mann mit Prinzipien. So verf端gte er beispielsweise, dass Alkohol und Zigaretten nicht verkauft werden d端rfen. Die Migros ist Duttis Philosophie bis heute treu geblieben.

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14.3.2006 14:42:24 Uhr


WIR LIEBEN DIE MIGROS : Die Migros ist mehr als das Gesch채ft,

in dem wir einkaufen. Sie ist ein St체ck Schweiz. Nicht umsonst wurde die Migros zur beliebtesten Marke der Schweiz gew채hlt.

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14.3.2006 14:42:50 Uhr


Jahresbericht/Finanzteil 2005


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Migros Facts

Kennzahlen

K ENNZ AHLEN I N M IO . CHF

2005

2004

20 385

20 303

+ 0,4

+ 1,4

14 621

14 651

– 0,2

+ 2,5

1 460

1 397

7,2

6,9

E BIT

607

543

in % vom Gruppenumsatz

3,0

2,7

699

545

3,4

2,7

1 378

1 187

6,8

5,8

319

301

1 127

996

B ILANZSUMME

16 782

16 839

› Eigenkapital inkl. Minderheiten

9 634

8 928

57,4

53,0

112

114

81 049

82 272

1 982 033

1 957 804

G RUPPENUMSATZ Veränderung in % zum Vorjahr – U MSÄTZE DER G ENOSSENSCHAF TEN (Inland und Ausland) Veränderung in % zum Vorjahr – E BITDA in % vom Gruppenumsatz –

– G RUPPENGEWINN in % vom Gruppenumsatz – C ASHFLOW in % vom Gruppenumsatz – F REE C ASHFLOW I NVESTITIONEN –

› in % der Bilanzsumme – A UFWENDUNGEN FÜR KULTURELLE , SOZIALE UND WIRTSCHAF TSPOLITISCHE Z WECKE – P ERSONALBESTAND Anzahl Personen Jahresdurchschnitt

– M IGROS -G ENOSSENSCHAF TER (Mitglieder)

JAHRESBERICHT


Von links nach rechts: Gisèle Girgis, Urs Riedener, Joerg Zulauf, Herbert Bolliger (Präsident der Generaldirektion), Claude Hauser (Präsident der Verwaltung), Jakob Knüsel, Andreas Münch


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Migros Facts

Bericht der Präsidenten

Wir senken die Preise und handeln in Respekt vor Mensch, Tier und Natur Mehr fürs Geld: Die Migros hat im vergangenen Jahr die Preise um durchschnittlich 1,2 Prozent gesenkt.

Die Idee ist ebenso reizvoll wie naheliegend. Sie lautet: Alles unter einem Dach. Oder: Über 30 000 Artikel in einer einzigen Filiale und erst noch zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Das ist die Migros. Diesem Grundsatz bleiben wir auch in Zukunft treu. So wahren wir die Interessen der fast zwei Millionen Genossenschafterinnen und Genossenschafter und sichern die Vorteile, die sich daraus ergeben: Unsere Kundinnen und Kunden sparen Zeit, Geld und verursachen weniger Einkaufsverkehr. Deshalb haben wir im vergangenen Jahr entschieden, in die Telefonie einzusteigen und den günstigsten Prepaid-Handytarif anzubieten. Das hat Bewegung in den Markt gebracht. Die Preise kamen ins Rutschen. Nach wenigen Monaten telefonieren bereits über 170 000 Kunden mit M-Budget Mobile. Im letzten Jahr haben wir uns auch mit verschiedenen Produzenten auserlesener Produkte zusammengetan und die Linie Sélection entwickelt. Wir bieten Spezialitäten an, die in der Schweiz und in Europa mit viel Sorgfalt, oft in Handarbeit, hergestellt werden und für eine ausserordentliche Qualität stehen. Mit diesem neuen Sortiment für Feinschmecker runden wir unser Angebot – bestehend aus der zu einem Vollsortiment ausgebauten Discount-Linie M-Budget, den Engagement-Produkten, den Markenartikeln sowie den einzigartigen Eigenmarken – nach oben ab. Um dem Bekenntnis nach guter Qualität zu günstigen Preisen nachzukommen, haben wir 2005 die Preise im Durchschnitt um 1,2 Prozent gesenkt. Das Gleiche machen wir auch im laufenden Jahr. Im Finanzplan sind erneut über 150 Millionen Franken für Preissenkungen vorgesehen. Das wiederum können wir nur tun, wenn wir entschlossen die Kostensenkungs-Potenziale ausschöpfen. Sei dies durch einen noch besseren Einsatz von neuen Technologien, durch eine noch effizientere Logistik oder noch günstigere Konditionen bei der Beschaffung der Rohstoffe. So haben wir letztes Jahr beispielsweise die tieferen Preise aus der Schweizer Brotgetreide-Ernte von 3,5 Millionen Franken konsequent mit Preisabschlägen auf einzelnen Brotsorten an die Konsumenten weitergegeben.


Migros Facts

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Im Kampf gegen ungerechtfertigt überhöhte Preise, verursacht durch politische Rahmenbedingungen, haben wir die Wettbewerbskommission aufgefordert, zu zwei exemplarischen Fällen (Kinder-Milchschnitte von Ferrero und Philadelphia-Käse von Kraft Foods) Stellung zu beziehen. Die Antworten stehen noch aus. Inzwischen haben wir aber auch selbst gehandelt: Die Milchschnitte führen wir seit Anfang Jahr als M-Budget-Produkt und Kraft Foods kommt uns mit wesentlich tieferen Einstandspreisen entgegen. Zu Gottlieb Duttweilers Überzeugungen gehörte ja auch, den preistreibenden Zwischenhandel möglichst auszuschalten. Auch diesem Credo bleiben wir treu. Im Fernen Osten haben wir zusätzlich zu unserem Büro in Hongkong eines in Shanghai eröffnet. An diesen Standorten pflegen wir den direkten Kontakt zu den auch für die Migros zunehmend wichtigeren Herstellern in China. Die Migros sorgt aber nicht nur mit Preissenkungen und den dafür notwendigen kämpferischen Massnahmen immer wieder für Schlagzeilen, sondern auch in einer ganz anderen Rolle: als ethisch handelndes Unternehmen. Denn unser soziales und ökologisches Engagement ist beispielhaft. Wir setzten uns für ökologische Produktionsbedingungen und verantwortungsvolle Arbeitsbedingungen ein, aber auch dafür, dass wirtschaftliche Umstrukturierungen sozialverträglich erfolgen. Dazu nur einige Beispiele: Wir sind mit unserem Umsatz von 1,67 Milliarden Franken der grösste Anbieter von besonders nachhaltig hergestellten Produkten, die als verbindendes Symbol mit dem Dachlabel Engagement gekennzeichnet sind. Oder: Vor einigen Monaten konnten wir das zehnjährige Bestehen unseres eco-Programms feiern. Vor zehn Jahren hat die Migros nämlich begonnen, ihr Textilsortiment Schritt für Schritt auf umweltgerechte Herstellungsprozesse umzustellen. Das heisst, die Lieferanten sind verpflichtet, strenge ökologische Richtlinien einzuhalten. Inzwischen stammen gut 70 Prozent aller Kleider und Heimtextilien der Migros aus dieser von unabhängigen Profis kontrollierten Produktion. Zudem umfasst unser Einsatz ethische Projekte, die aktuelle Themen aufgreifen und vorbildliche Lösungen aufzeigen. So haben wir vor sechs Jahren in der südindischen Textilstadt Tirupur die Migros-Kids-Schule eröffnet. Heute gehen dort 750 Kinder zur Schule. Als nächster Schritt ist nun der Bau einer Kindertagesstätte geplant, die die Betreuung und Versorgung der Schülerinnen und Schüler verbessert.


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Migros Facts

Wir engagieren uns aber auch rund um den Globus für mehr Bewusstsein in sozialen Fragen. Dabei geht es uns um bessere Arbeitsbedingungen. Zu diesem Zweck haben wir den Code of Conduct, einen Verhaltenskodex, für unsere Lieferanten erstellt. Er umfasst im Wesentlichen acht Grundsätze zum Wohl der Arbeiter, die jeder Produzent beachten muss, wenn er mit der Migros zusammenarbeitet. Ende letzten Jahres haben wir entschieden, uns zusätzlich der Global-Compact-Initiative der Uno anzuschliessen. Dabei handelt es sich um ein internationales Netzwerk, das Staaten, NGOs und Wirtschaftsvertretern die Möglichkeit bietet, gemeinsam nach Lösungen für globale Probleme zu suchen. In diesem Sinn werden wir unsere Strategie so verantwortungsvoll wie nur möglich auch im laufenden Jahr weiterverfolgen und gleichzeitig unsere Leaderposition ausbauen. Dass sich die ganze Migros-Gruppe mit ihren zahlreichen Unternehmungen auch im vergangenen Jahr so positiv entwickeln konnte, verdanken wir vor allem den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Unser Dank gilt natürlich auch den zuverlässigen Geschäftspartnern und allen Kundinnen und Kunden, die uns ihr Vertrauen schenken.

Claude Hauser, Präsident der Verwaltung (Verwaltungsrat)

Herbert Bolliger, Präsident der Generaldirektion


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Migros Facts

Die Entwicklung der konsolidierten Gruppenergebnisse

GRUPPENUMSATZ (in Mio. CHF) 20 000

15 000

20 174

19 824

20 013

20 303

20 385

2001

2002

2003

2004

2005

10 000

5 000

0

EBITDA (in Mio. CHF) 1500

1200

900

1 284

1 268

1 290

1 397

1 460

2001

2002

2003

2004

2005

600

300 0

GRUPPENGEWI NN (in Mio. CHF) 800

600 285

178

372

545

699

2001

2002

2003

2004

2005

400

200

0


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Migros Facts

PERSONALAUF WAND (in Mio. CHF)

PERSONALBESTAND (Anzahl Personen)

5000 80 000 4000 4 187

4 396

4 499

4 488

4 517

82 018

83 149

81 600

82 272

81 049

2001

2002

2003

2004

2005

60 000

3000 40 000 2000 20 000 1000 0 0

2001

2002

2003

2004

2005

KULTURPROZEN T (in Mio. CHF) 120

90

60 120

123

114

114

112

2001

2002

2003

2004

2005

30

0

I NVESTITIONEN (in Mio. CHF)

FREE CASHFLOW (in Mio. CHF) 300

1200

200 900

202

43

2001

2002

301

319

2004

2005

100 600 1 140

1 208

1 319

996

1 127

0

300

0

2003 –162

2001

2002

2003

2004

2005

–150


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Migros Facts

Die Migros-Gemeinschaft

10 REGIONALE GENOSSENSCHAF TEN

20 05: 1 982 033 Mitglieder (+ 1,2 %) A ARE

439 061 Mitglieder (+ 0,9 %) BASEL

174 605 Mitglieder (+ 0,5 %) GENF

DELEGI ERTENVERSAMMLUNG

Präsident 10 0 Mitglieder aus zehn regionalen Genossenschaftsräten 10 Mitglieder aus zehn regionalen Verwaltungen

VERWALTUNG (VERWALTUNGSRAT)

111 389 Mitglieder (+ 0,7 %) LUZERN

166 076 Mitglieder (+ 2,9 %) NEUENBURG FREI BURG

Präsident – Präsident der GD – Je ein Vertreter der angeschlossenen Genossenschaften – Zwei Mitarbeiter-Vertreter – Sieben bis neun externe Mitglieder Ausschüsse: Detailhandel Migros, Personalpolitik, Personelles und Entschädigung, Finanzen, Audit

109 0 01 Mitglieder (+ 4,4 %) GENERALDI REKTION OSTSCHWEIZ

382 468 Mitglieder (+ 0,9 %)

Präsident der Generaldirektion Stabsstellen

TESSI N

84 276 Mitglieder (+ 0,9 %) WA ADT

148 999 Mitglieder (+ 1,6 %)

DEPARTEMEN T I

HR, Kulturelles und Soziales, Freizeit

DEPARTEMEN T I I

Marketing

DEPARTEMEN T I I I Logistik und

Informatik

WALLIS

68 831 Mitglieder (+ 1,6 %)

DEPARTEMEN T I V Industrie

ZÜR ICH

297 328 Mitglieder (+ 0,6 %)

DEPARTEMEN T V

Finanzen


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Migros Facts

Delegiertenversammlung AMTSDAUER 1. JULI 2004 BIS 30. JUNI 2008 (STAND 1. JANUAR 2006) Büro der Delegiertenversammlung Präsident: Kurt Pfister – Vizepräsidentin: Conchita Büchi, Migros Aare Weitere Mitglieder: Nicolas Bürgisser, Migros Neuenburg-Freiburg – Charlotte Grant, Migros Zürich – Johanna Widmer, Migros Genf Die Delegiertenversammlung hat 2005 zweimal getagt.

Delegierte

M IGROS LUZERN

Gotthard3,

M IGROS A ARE

Aeby Walter, Worben Agner-Heller Katharina, Liebefeld Bhend Adrian, Grossaffoltern Brogli Werner, Möhlin Brönnimann Martin1, Thun Büchi-Jucker Conchita, Schüpfen Hausmann Ernesto, Widen Lehmann Jean-Luc, Konolfingen Meier-Bruhin Ruth, Ittigen Nold-Meier Ursula, Köniz Rothenbühler-Käsermann Corinne, Muri Santini Roland, Egliswil Studer-Bussmann Lydia, Schönenwerd Studer-Rohrer Beatrice, Bettlach Sutter Hans Peter2, Krauchthal Thomi-Keller Eva3, Biel M IGROS BASEL

Böhi Dieter Dr., Liestal Buser Monica, Tenniken Gass Hanspeter, Basel Limbeck Lothar, Pratteln Linder Karl 1, Basel Mutschler Ernst, Basel Sarbach Suzanne, Hagenthal-le-Bas Vergeat Dagmar, Basel Zuber Christian2, Soyhières M IGROS GENF

Anthonioz Bernard2 3, Genève Buchser-Theler Agnès, Genève Gal Martine, Genève Graisier-Stoeckli Monique, Genthod Guy Chantal, Genève Lawrence Graham, Vandœuvres Seematter Violeta, Prangins Tinguely-Oderbolz Monique, Vésenaz Widmer-Wirth Johanna, Thônex

Amstutz Rothenburg Arcon Christine1, Oberägeri Betschart Marianne2, Emmenbrücke Bühlmann Monica, Baar Christen-Schuler Marie, Zug Duss Roland, Zug Gerhard-Frieden Ruth, Zug Pfammatter Matthias, Meggen Püntener Esther, Bürglen M IGROS NEUENBURG FREI BURG

Berset-Oberson Monique, Vaulruz Bürgisser Nicolas, Giffers Caperos-Heer Agnès2, Neuchâtel Dell’Acqua Dominique, Chézard-St-Martin Fellrath Nathalie, Marin Guignard Eric, Neuchâtel Hofner Jean-Patrice, Couvet Virdis Yerly Dominique3, Marly

M IGROS WA ADT

Angéloz-Niedermann Doris, Echandens Chappuis-Briaux Valérie, Lussery-Villars Duvoisin-Miéville Rose-Marie, Bonvillars Marendaz Bernard, Mathod Pittet Bernard, Pampigny Rochat Manuela2, Pully Reymond-Candaux Paulette, Le Brassus Stern Werner, Pully von Ritter Franca1, Lausanne M IGROS WALLIS

Ceccarelli-Pitteloud Marie-Andrée3, Martigny Kalbermatter Germaine, Baltschieder Marcoz Sabine, Aproz Mooser Trudy2, Baltschieder Morand Christophe, Martigny Morand Pascal, Monthey Ruffiner André1, Leuk Stadt

M IGROS OSTSCHWEIZ

Bont Hans-Ruedi 3, Arbon Cajochen-Forst Josef, Appenzell Eberle-Signer Maria, Goldach Grüninger Roland, Widnau Hindermann Martin, Frauenfeld Merlo Bertram, Pfäffikon Mörtl-Luff Cindy, Hettlingen Rickenmann Heinz1, Wattwil Trüssel-Ackermann Barbara, Laax Vögeli-Baldamus Claudia, Langwiesen Wegmüller Hanspeter 2, Winterthur Wohlgenannt Norbert, Wolfurt Wyss-Schlichtherle Birgit, Buchs M IGROS TESSI N

Bernaschina Tiziano, Ascona Cassina Giuseppe2, Cureggia Ceschi Aldo, Minusio Klaus Roberto, Viganello Schmid Simone, Giubiasco Vitta Christian, San Antonino Scascighini Pia, Minusio

M IGROS ZÜR ICH

Büchel Tony1, Pfäffikon Donau-Elsener Loredana, Zürich Dudler Gertraud2, Greifensee Grant Charlotte, Bülach Hediger Esther, Greifensee Koch Rolf 3, Herrliberg Meyer Marianne, Mellingen Mohler Johanna, Schleinikon Schönbächler-Baruffo Elisabeth, Einsiedeln Sieber Lüscher Martina, Horgen Schweizer Helmer, Bassersdorf Sigg Marcel, Uster Zürcher Sergej, Zürich

1 Arbeitsgruppe «Geschäftsbericht

der Verwaltung» 2 Arbeitsgruppe «Besondere Geschäfte» 3 Arbeitsgruppe «Hilfsfonds»


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Migros Facts

Verwaltung MGB (Verwaltungsrat) AMTSDAUER 1. JULI 2004 BIS 30. JUNI 2008 Präsident der Verwaltung

NEUENBURG -FREI BURG :

Claude Hauser 5

Elie Amsellem (bis 30.8.05) Fabrice Zumbrunnen (ab 1.9.05) 1 OSTSCHWEIZ : Christian Biland 1 TESSI N : Lorenzo Emma 1, 2 WA ADT : Philippe Bürki 1, 4 WALLIS : vakant bis 30.5.05 Roland Sprenger (1.6.05 bis 31.10.05) Max Alter (ab 1.11.05) 1 ZÜR ICH : Oswald Kessler 1

Präsident der Generaldirektion Anton Scherrer (bis 30.6.05) Herbert Bolliger (ab 1.7.05)1, 5

Vertreter der angeschlossenen Genossenschaften A ARE : Herbert Bolliger (bis 30.6.05) Beat Zahnd (ab 1.7.05) 1 BASEL : Werner Krättli 1 GENF : Guy Vibourel 1 LUZERN : Ernst Weber, Vizepräsident 1, 4, 5 Persönliche Angaben der Mitglieder der Verwaltung Doris Aebi, *1965, Schweizerin Mitglied der Verwaltung seit 2003; Dr. phil., Executive Search Consultant; Mitinhaberin von aebi + kuehni ag, Zürich Max Alter, *1961, Schweizer Mitglied der Verwaltung seit 2005; Geschäftsleiter Genossenschaft; Migros Wallis, Martigny. Christian Biland, *1956, Schweizer Mitglied der Verwaltung seit 2001; Geschäftsleiter Genossenschaft Migros Ostschweiz, Gossau SG Herbert Bolliger, *1953, Schweizer Mitglied der Verwaltung seit 1997; Präsident der Generaldirektion des Migros-Genossenschafts-Bundes, Zürich; Verwaltungsratsmandate: Migrosbank AG, Zürich (Präsident); Hotelplan AG, Glattbrugg (Präsident); Globus-Gruppe, Spreitenbach (Präsident); Limmatdruck AG, Spreitenbach Andrea Broggini, *1956, Schweizer Mitglied der Verwaltung seit 2004; Dr. iur. LL.M., Rechtsanwalt, Lugano; Verwaltungsratsmandate: Generali (Schweiz) Holding, Adliswil; Fondiara-SAI S.p.A., Florenz; March Limited, Hamilton; Banca Euromobiliare (Suisse) SA, Lugano Philippe Bürki, *1958, Schweizer Mitglied der Verwaltung seit 2003; Geschäftsleiter Genossenschaft Migros Waadt, Eclubens; Verwaltungsratsmandate: Micarna SA, Bazenheid/Courtepin; Ilem SA, Plan-les-ouates; andere Mandate: Fondation Pré Vert du Signal de Bougy, Bougy-Villars (Präsident des Stiftungsrats); Fondation ReyWiller, c/o Migros Vaud, Eclubens Lorenzo Emma, *1957, Schweizer Mitglied der Verwaltung seit 2004; Dipl. Ing. ETH, MBA IMD; Geschäftsleiter Genossenschaft Migros Tessin, San Antonino Claude Hauser, *1942, Schweizer Mitglied der Verwaltung seit 1984; Ökonom; Präsident der Verwaltung des Migros-Genossenschafts-Bundes, Zürich; Verwaltungsratsmandat: Clinique Générale-Beaulieu, Genf (Präsident); andere Mandate: CIES (The Food Business Forum), Paris (Chairman of the Board of Directors)

Vertreter der Mitarbeiter

Externe, von der Migros-Gruppe unabhängige Mitglieder Doris Aebi, Vizepräsidentin 5 Andrea Broggini 3 Josef Leu 3 Salomé Paravicini 3 Emil Rebmann 3 Thomas Rudolph 2 Ursula Schoepfer 2 Gabriela Winkler 5 Heinz Winzeler 2

Harold Sacher 4 Daniela Suter Oswald Kessler, *1947, Schweizer Mitglied der Verwaltung seit 2004; Geschäftsleiter Genossenschaft Migros Zürich, Zürich; andere Mandate: Migros-Pensionskasse, Zürich (Stiftungsrat); Gottlieb Duttweiler Institut GDI, Rüschlikon (Stiftungsrat) Werner Krättli, *1951, Schweizer Mitglied der Verwaltung seit 1996; Geschäftsleiter Genossenschaft Migros Basel, Basel; Verwaltungsratsmandat: Globus, Spreitenbach Josef Leu, *1950, Schweizer Mitglied der Verwaltung seit 1996; Ing. HTL; Inhaber eines Landwirtschaftsbetriebes, Hohenrain; Verwaltungsratsmandat: Hochdorf Nutritec AG, Hochdorf; andere Mandate: Nationalrat Salomé Paravicini, *1943, Schweizerin Mitglied der Verwaltung seit 1984; Lic. iur., Rechtsanwältin, Genf; andere Mandate: Schweizerischer Nationalfonds, Bern (Stiftungsrätin) Emil Rebmann, *1938, Schweizer Mitglied der Verwaltung seit 1996; Lic. oec. HSG, MBA; selbstständig, Zufikon; Verwaltungsratsmandate: Just Gruppe, Walzenhausen; Leuthard Gruppe, Merenschwand; Nussbaum Gruppe, Matzingen; Nauer AG, Bremgarten AG; andere Mandate: AWI Anlagestiftung, Winterthur (Stiftungsrat) Thomas Rudolph, *1962, Deutscher Mitglied der Verwaltung seit 2003; Prof. Dr.; Professor für Marketing und internationales Handelsmanagement, Direktor Institut für Marketing und Handel, Universität St. Gallen; Verwaltungsratsmandate: Otto’s AG, Sursee; Jeko AG, Bern Harold Sacher, *1946, Schweizer Mitglied der Verwaltung seit 1996; Elektromechaniker; Präsident Peko und Lako, Genossenschaft Migros Aare, Schönbühl Ursula Schoepfer, *1956, Schweizerin Mitglied der Verwaltung seit 2004; Lic. rer. pol., MBA, Ökonomin; Geschäftsführerin Dispopharm Services GmbH, Basel; Verwaltungsratsmandate: Medial D&P Ltd., Allschwil (Präsidentin); Pharmatrans Sanaq AG, Basel (Präsidentin) Daniela Suter, *1956, Schweizerin Mitglied der Verwaltung seit 2004; Verkaufsleiterin; Leiterin Category Management, Migros-Genossenschafts-Bund, Zürich

Guy Vibourel, *1951, Franzose Mitglied der Verwaltung seit 2000; Ökonom; Geschäftsleiter Genossenschaft Migros Genf, Genf; Verwaltungsratsmandate: Centre Balexert SA, Genf (Präsident); Ilem SA, Genf (Präsident); Simga SA, Genf (Präsident), Migros-Verteilzentrum Suhr MVS, Suhr; andere Mandate: Migros France SA, Etrembières F (Präsident der Generaldirektion); Stiftung Adele-Duttweiler-Preis, Rüschlikon (Präsident); Fondation Pré Vert du Signal de Bougy, BougyVillars (Stiftungsrat) Ernst Weber, *1949, Schweizer Mitglied der Verwaltung seit 1997; Betriebsökonom HWV; Geschäftsleiter Genossenschaft Migros Luzern, Dierikon; Verwaltungsratsmandat: Radio Pilatus AG, Luzern Gabriela Winkler, *1953, Schweizerin Mitglied der Verwaltung seit 2004; Dipl. sc. nat. ETH; cert. Master Practitioner DVNLP; Inhaberin Gabriela Winkler Kommunikationsberatung, Oberglatt; andere Mandate: SSW Management GmbH, Oberglatt (geschäftsführende Präsidentin); asc webfactory GmbH, Urdorf (geschäftsführende Mitinhaberin); Kantonsrätin Zürich Heinz Winzeler, *1951, Schweizer Mitglied der Verwaltung seit 2003; Lic. oec. HSG; Partner Von Graffenried AG, Zürich; Verwaltungsratsmandate: Von Graffenried & Partner AG, Zürich; Shockfish SA, Lausanne; Sigma Holding AG, Zug; Trivon AG, Zug; Von Hoff AG, Schlieren Beat Zahnd, *1958, Schweizer Mitglied der Verwaltung seit 2005; phil 1; Geschäftsleiter Genossenschaft Migros Aare, Schönbühl Fabrice Zumbrunnen, *1969, Schweizer Mitglied der Verwaltung seit 2005; Lic. ès sciences économiques & sociales; Ökonom; Geschäftsleiter Genossenschaft Migros Neuenburg-Freiburg

1 Ausschuss Detailhandel Migros 2 Finanzausschuss 3 Auditausschuss 4 Ausschuss Personalpolitik 5 Ausschuss Personelles und Entschädigung


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Migros Facts

Generaldirektion MGB STAND: 1. JANUAR 2006 Präsident

Andreas Münch (ab 1.4.05; Gisèle Girgis,

Anton Scherrer (bis 30.6.05)

1.1. bis 31.3.05 vakant)

Leiterin Departement

Herbert Bolliger (ab 1.7.05)

Leiter Departement Logistik

Human Resources, Kulturelles und Soziales, Freizeit

Vizepräsident

und Informatik Urs Riedener,

Jakob Knüsel,

Joerg Zulauf,

Leiter Departement Marketing

Leiter Departement Industrie

Leiter Departement Finanzen

Direktionsbereiche MGB STAND 1. JANUAR 2006 Reto Battaglia Leiter SQTS Fredi Beutler Leiter Personelles MGB Jörg Brun Leiter Food Hans-Rudolf Castell Leiter Human Resources Jean-Claude d’Hondt Generalsekretär Peter Diethelm Leiter Frische Daniel Furrer Leiter Non-Food Monica Glisenti Leiterin Corporate Communications Hedy Graber Leiterin Kultur und Soziales Fritz Hähni Leiter Immobilien

André Knubel Auditor Migros-Gruppe Beda Ledergerber Leiter Treasury M-Gemeinschaft Ernst Marti Leiter Marketing Services Bernd Messerer Leiter Controlling Migros-Gruppe Bernhard Metzger Leiter Logistik Transport René Meyer Leiter Logistik Bauwesen Markus Neukom Leiter Planung/Expansion Andreas Niess Leiter Accounting M-Gemeinschaft Willi Rossi Leiter Marketing-Systeme Adrian Ryser Leiter Treasury/Finanzen MGB

Martin Schläpfer Leiter Wirtschaftspolitik Thomas Schmutz Leiter Koordination Klubschulen Rudolf Schwarz Leiter IT Services Alex Sieber Leiter Near-Food Michael Spiess Leiter Fachmärkte Pierre-André Steim Leiter Corporate Development Reto Waidacher Leiter Rechtsdienst Roger Weber Leiter Rechnungswesen & Controlling MGB

Kontrollstelle MGB AMTSDAUER 1. JULI 2004 BIS 30. JUNI 2006 Mitglieder PricewaterhouseCoopers AG – Walter Matzinger, Wetzikon ZH – Christian Meier, Toffen BE

Suppleanten Kurt Ott, Räterschen ZH – Doris Weber

Konzernprüfer AMTSDAUER 1. JULI 2004 BIS 30. JUNI 2008 PricewaterhouseCoopers AG


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Migros Facts

Corporate Governance

Transparenz und Effizienz Die Migros-Gemeinschaft, ein Genossenschaftsverband, funktioniert als eine Organisation, in der Kompetenz, Transparenz und Effizienz ausgewogen vereinigt sind.

Die Delegiertenversammlung, die einer Generalversammlung entspricht, ist das oberste Organ des Migros-Genossenschafts-Bundes (MGB). Sie besteht aus 110 Vertretern der zehn angeschlossenen Genossenschaften und wird von einem unabhängigen Präsidenten geleitet. Zu ihren Kompetenzen zählen insbesondere die Festsetzung und Änderung der Statuten, die Wahl und Abberufung von Mitgliedern der Verwaltung, die Auflösung des MGB oder der Zusammenschluss mit anderen Vereinigungen, die Genehmigung von Jahresbericht und -rechnung, die Entlastung der Verwaltung und der Generaldirektion sowie die Wahl und Abberufung der Kontrollstelle. Der Verwaltung (Verwaltungsrat) gehören unter anderen je ein Vertreter pro Genossenschaft (10) und annähernd so viele externe Verwaltungsräte (9) an. Geleitet von einem unabhängigen Präsidenten, sind der Verwaltung unter anderem folgende, nicht delegierbare Aufgaben vorbehalten: Verantwortung für die Gesamtleitung der Migros-Gemeinschaft; Festlegung der geschäftlichen und ideellen Ziele des MGB und der Migros-Gemeinschaft sowie Überwachung und Koordination bei der Verwirklichung dieser Ziele; Festlegung der Strategie und der Organisation des MGB und der Migros-Gemeinschaft; Wahl und Abberufung des Präsidenten und der Mitglieder der Generaldirektion. Die Verwaltung überträgt die Geschäftsführung des MGB und die Koordination der Aktivitäten der Migros-Gemeinschaft an die Generaldirektion. Der Präsident der Generaldirektion trägt die Gesamtverantwortung für die operationelle Geschäftsführung. Für definierte Sachfragen setzt die Verwaltung permanente Ausschüsse ein. Diese erleichtern die Arbeit der Verwaltung bei der Analyse der Dossiers und bieten Unterstützung bei Entscheidungen und Kontrollaufgaben. Es handelt sich um die folgenden Ausschüsse:


Migros Facts

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AUDITAUSSCHUSS

Der Auditausschuss setzt sich aus vier von der Migros-Gruppe unabhängigen Mitgliedern der Verwaltung zusammen. Die Pflichten und Befugnisse sind in der Richtlinie vom 1. Februar 2002 festgehalten, welche von der Verwaltung erlassen wurde. In Ausübung seiner Funktion hat er unbeschränkt Zugang zum Management, zu den Geschäftsbüchern und Akten aller Firmen der Migros-Gruppe. Der Auditausschuss unterstützt die Verwaltung bei der Überwachung der Revision durch eine direkte Verbindung zur externen Revisionsstelle sowie zur internen Revision. Die Hauptaufgaben des Auditausschusses umfassen unter anderem die Erarbeitung von Empfehlungen zuhanden der Verwaltung betreffend Nomination einer externen Revisionsstelle; die Besprechung der Revisionsverfahren, einschliesslich des vorgeschlagenen Umfangs und der Ergebnisse der Revision; die regelmässige Informationsbeschaffung betreffend wichtige Ergebnisse und Fortschreiten der Revisionen; die Präsentation der Schlussfolgerungen betreffend die Genehmigung der finanziellen Berichterstattung zuhanden der Verwaltung; die Qualitätskontrolle der internen und externen Revision. Der Auditausschuss berichtet regelmässig der Verwaltung über die Ergebnisse der Kontrolle und schlägt gegebenenfalls entsprechende Massnahmen vor. Die Verantwortung für die Genehmigung der finanziellen Berichterstattung bleibt bei der Verwaltung. Im Jahre 2005 wurden sechs Sitzungen abgehalten, an denen 45 Traktanden behandelt wurden. FINANZAUSSCHUSS

Der Finanzausschuss stellt unter Berücksichtigung der verabschiedeten Strategien, Pläne und Vorgaben der M-Gemeinschaft den Einsatz der verfügbaren Mittel des MGB und dessen Tochtergesellschaften sicher. Im Speziellen beurteilt er vorgeschlagene Käufe und Verkäufe von Geschäften bzw. Geschäftsbereichen sowie Grossinvestitionen oder Desinvestitionen, soweit diese in den Verantwortungsbereich der Verwaltung fallen. 2005 haben sich die vier Mitglieder des Finanzausschusses sechsmal getroffen und sich unter anderem mit dem Finanzplan, der Finanzpolitik sowie mit verschiedenen Geschäften im Bereich finanzieller Restrukturierung befasst. AUSSCHUSS DETAILHANDEL MIGROS

Dieser Ausschuss ist für die Erarbeitung von Strategien als Antrag an die Verwaltung und für Beschlüsse über Konzepte, Richtlinien und operative Pläne im Detailhandel zuständig. Er hat folgende Aufgaben und Kompetenzen: Ausarbeitung von Strategien im Zusammenhang mit allen Bereichen des Waren- und Detailhandels des orangen M und diesbezügliche Antragstellung zuhanden der Verwaltung; Festlegung von verbindlichen Massnahmeplänen, Prioritäten und Aktivitäten zur Umsetzung der Budgets; Überwachung und Kontrolle der Budgets; Entscheid über Massnahmen bei Abweichungen von Budgets. Die 16 Mitglieder (sechs Mitglieder der Generaldirektion MGB und zehn Leiter der regionalen Genossenschaften) trafen sich 2005 achtmal.


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Migros Facts

AUSSCHUSS PERSONALPOLITIK

Diesem Ausschuss wurde 2005 kein Dossier übertragen. AUSSCHUSS PERSONELLES UND ENTSCHÄDIGUNG

Dieser Ausschuss ist für die adäquate Besetzung der Verwaltung und die Festsetzung einer entsprechenden Entschädigung besorgt. Überdies unterstützt er die Verwaltung bei der optimalen Auswahl der Mitglieder der Generaldirektion, der Verwaltungsräte der Tochterunternehmen des MGB und der Stiftungsräte der M-Gemeinschaft sowie bei der Festsetzung der entsprechenden Entschädigung dieser Organe. Im Laufe des Jahres 2005 haben sich die vier Mitglieder des Ausschusses zehnmal getroffen. Dabei haben sie insbesondere folgende Themen behandelt: Rekrutierung des neuen Chefs des Departements Logistik und Informatik; Zuweisung von Verwaltungsratsmandaten in den Unternehmen und Stiftungen der Migros; Honorare und Sitzungsgelder für die Mandate innerhalb der Migros-Organe; Salärbänder der oberen Kader; Gehälter der Generaldirektion; Beziehungen zur G. und A. Duttweiler-Stiftung.

ANZAHL MITGLIEDER PRÄSIDIUM

ZUSAMMENSETZUNG MITGLIEDER

AUSSCHUSS D E TA I L H A N D E L MIGROS 16

AUSSCHUSS M-PERSONALPOLITIK 3–5

AUSSCHUSS PERSONELLES UND ENTSCHÄDIGUNG 3–5

EXTERNES MITGLIED E. Rebmann

INTERNES ODER PRÄSIDENT EXTERNES MITGLIED GENERALDIREKTION H. Winzeler H. Bolliger

INTERN ODER EXTERN E. Weber

PRÄSIDENT V E R WA LT U N G S R AT C. Hauser

EXTERNE MITGLIEDER A. Broggini J. Leu S. Paravicini

EXTERNE MITGLIEDER 1 0 G E N O S SE N (MIN. DIE HÄLFTE) SCHAFTSLEITER Th. Rudolph 5 MITGLIEDER U. Schoepfer G E N E R A L D I R E K T I O N INTERNES MITGLIED L. Emma

1 GENOSSENSCHAFTSLEITER P. Bürki 1 M I TA R B E I T E R VERTRETER H. Sacher

1 E X T. M I T G L I E D ( M I N . ) G. Winkler VIZEPRÄSIDENT VR D. Aebi PRÄSIDENT GENERALDIREKTION H. Bolliger 1 GENOSSENSCHAFTSLEITER E. Weber (ab 26.1.2006)

A U D I TA U S S C H U S S 3–5

E I N S I T Z B E R AT E N D

FINANZAUSSCHUSS 3–5

MITGLIED GD (FINANZEN) J. Zulauf

MITGLIED GD (FINANZEN) J. Zulauf

MITGLIED GD (HR) G. Girgis

Entschädigungen GEHÄLTER DER GENERALDIREKTION

Die sechs Mitglieder der Generaldirektion des MGB (inklusive des Präsidenten) haben im Jahr 2005 insgesamt 3,7 Millionen Franken erhalten (2004: 3,6 Millionen Franken). Sie haben keine Bonifikationen oder andere Entschädigungen bezogen.


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Migros Facts

HONORARE DER MITGLIEDER DER VERWALTUNG

Die Mitglieder der Verwaltung des MGB haben im Jahr 2005 insgesamt 0,8 Millionen Franken erhalten (2004: 0,9 Millionen), inklusive Sitzungsgelder Ausschüsse. Von dieser Summe sind dem Präsidenten 0,36 Millionen Franken und den neun externen Mitgliedern 0,44 Millionen Franken bezahlt worden. Der Präsident der Generaldirektion und die Geschäftsleiter der angeschlossenen Genossenschaften haben in ihrer Eigenschaft als Verwaltungsräte des MGB keinerlei Entschädigung erhalten. REVISIONSHONORAR UND ZUSÄTZLICHE HONORARE

Für Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Prüfung der Jahresrechnung sowie für andere Dienstleistungen in den Bereichen Unternehmensbewertung, Steuerberatung, Rechnungslegung, interne Revision und Sorgfaltsprüfungen stellten PwC und Mitreva in Rechnung:

(IN

TAUSEND CHF)

PWC Migros-Genossenschafts-Bund, Globus-Gruppe, Hotelplan-Gruppe, Migrosbank, Migros-Pensionskasse, Anlagestiftung und konsolidierte Jahresrechnung der Migros-Gruppe MITREVA Übrige Gruppengesellschaften

PRÜFUNGSDIENSTLEISTUNGEN 2005 2004

SONSTIGE DIENSTLEISTUNGEN 2005 2004

T O TA L 2005

2004

2 158

1 915

864

1 207

3 022

3 122

3 531

3 571

235

581

3 766

4 152


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Migros Facts

Umsätze

G E S A M T U M S AT Z M I G R O S - G R U P P E MIO. CHF

NET TOERLÖSE AUS LI EFERUNGEN UND LEISTUNGEN NACH SEGMEN TEN 2005

71,3 %

Detailhandel

5,8 %

Grosshandel

3,7 %

Gastro

0,5 %

Freizeit

0,8 %

Bildung

8,6 %

Reisen

2005 14 400

Genossenschaften Inland Globus Inland

1 097

1 171

Migrol

1 464

1 248

Ex Libris DETAILUMSATZ SCHWEIZ Genossenschaften Ausland

Brenn- und Treibstoffe

2,2 %

Liegenschaftenerträge/ Übrige

Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen (exkl. MwSt.) sind mit Dritten erzielt und beinhalten keine gruppeninternen Transaktionen.

NET TOERLÖSE AUS LI EFERUNGEN UND LEISTUNGEN NACH GEOGRAFISCHEN MÄRKTEN (in Mio. CHF)

15 000

12

Industrie Dienstleistungs- und übrige Unternehmen

4 620

4 479

2 361

2 406

MGB

5 727

5 883

DETAILUMSATZ AUSLAND

18 332

2005

2004

379

382

–10 057

– 10 094

20 385

20 303

Aufteilung der Nettoumsätze (exkl. MwSt.) nach Einheiten oder nach Bereichen. Diese Aufstellung bildet die Überleitung der generierten externen und internen Nettoumsätze zum Gruppenumsatz mit Dritten ab.

1 354

18 405 (+73)

226 238

Migros-interner Umsatz

235 1 325 (–29)

221 230

GRUPPENUMSATZ

20 000

165 17 009

9

Andere betriebliche Erträge

276 (+41)

164 17 125

Globus Ausland

7,1 %

2004

14 425

10 000

5 000

0

Exporte

Ausland

GESAMTUMSATZ I N- UND AUSLAND DER M-GENOSSENSCHAF TEN (in Mio. CHF) TOTAL 14 621

221 (–5)

Inland GESAMTUMSATZ I N- UND AUSLAND DER GLOBUS -GRUPPE (in Mio. CHF) TOTAL 1 106

9 (–3)

226

15 000

11 250

14 400 (–25)

20 000

900

15 000

14 425

600

3 750

300

2005

12

1200

7 500

0

GRUPPENUMSATZ NACH NET TO UMSÄTZEN UND ERTRÄGEN (in Mio. CHF) TOTAL 20 385

0

2004

Ausland

Inland

1 097 (–74)

1 171

379 (–3)

382

20 006 (+85)

19 921

2005

2004

10 000

5 000

2005

2004

0

Andere betriebliche Erträge Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen


77

Migros Facts

Investitionen

Die Migros ist ein Grossinvestor Zukunftsgerichtet investiert die Migros insbesondere in die Erweiterung der Verkaufsflächen. Mit über einer Milliarde Franken im Jahr 20 05 zählt die Migros zu den grössten Investoren in der Schweiz. Im Rahmen der strategischen Ausrichtung investieren die Teilbereiche mit dem Ziel, eine gesunde Entwicklung und ein sinnvolles Wachstum zu ermöglichen. Die Genossenschaften konzentrieren sich auf die Flächenerweiterung und die Revitalisierung bestehender Verkaufsflächen. Die Industrie setzte den Fokus auf jene Produktionsbereiche, die das Bestehen im internationalen Wettbewerb fördern und die Produktivität steigern. Das hohe Investitionsniveau wird in den nächsten Jahren anhalten. Da die Investitionen zum überwiegenden Teil in der Schweiz erfolgen, wurden und werden damit nicht nur in der Migros, sondern auch darüber hinaus Tausende von Arbeitsplätzen gesichert. BEREICH (MIO.

CHF)

2005

2004

759

624

Logistik

25

24

MGB

57

43

198

207

Genossenschaften

Industrie Globus-Gruppe

50

52

Übrige Migros-Unternehmen

38

46

1 127

996

TOTAL

Genossenschaften Die Genossenschaften haben 20 05 acht neue Verkaufsstandorte eröffnet sowie vier Ersatzneubauten und sieben grössere Umbauten mit Erweiterungen realisiert. Hervorzuheben sind die drei neuen Obi/Fachmarktstandorte Moosbühl BE, Bülach ZH und San Antonino TI, der neue MMM-Supermarkt im Wynecenter Buchs AG sowie die Schlusseröffnung des beträchtlich erweiterten Zentrums Zugerland. Dieses ist nicht nur aus Kundensicht, sondern auch hinsichtlich

Raumplanung und Umweltschutz beispielhaft. Auch an vielen anderen Standorten wurde gezielt in die qualitative Aufwertung der Verkaufsstellen investiert. Die wichtigste Investition im Bereich Freizeit betrifft den neu eröffneten Fitnesspark-Hamam in Baden. Die Investitionstätigkeit der Genossenschaften wird auch im Jahr 2006 auf dem bisherigen Niveau weitergeführt. Bei der Flächenexpansion gilt es, die Verzögerungen wettzumachen, die auch im vergangenen Jahr vor allem durch Einsprachen entstanden sind. Im Vordergrund stehen folgende Projekte: EKZ BuchsWynecenter (Gesamteröffnung), Obi und Fachmarkt Oftringen sowie Obi in Winterthur Grüze. Im Bereich Freizeit und Klubschulen laufen verschiedene Projekte, die jedoch erst im Jahr 2007 eröffnet werden. MGB Der MGB konzentriert seine Investitionsmittel auf die Renovation von Liegenschaften sowie auf Erneuerungen der IT-Infrastruktur. Migros-Industrie Im Wynenfeld in Buchs AG ist das Ausbauprojekt «Allegro» erfolgreich abgeschlossen worden. Chocolat Frey investierte insgesamt 46 Millionen Franken für die Erhöhung der Produktionskapazität sowie die strikte Trennung von «sauberen» und «schmutzigen» Verarbeitungsschritten. Estavayer Lait hat die Optimierung der internen Logistik abgeschlossen. Nach einer Investition von total 18,5 Millionen Franken für einen zweiten Logistiktunnel mit Pufferlager kann der Warenfluss von uperisierten Produkten vollständig getrennt betrieben werden. Bischofszell Nahrungsmittel baut die Kompetenz im Bereich aseptische Abfüllung von kohlesäurenfreien Getränken in PET aus: Die Montage der neuen, hochflexiblen Abfüllanlage für 14,9 Millionen


Migros Facts

Franken läuft auf Hochtouren, und die Linie wird Anfang 2006 in Betrieb genommen. Nach Jahren intensiven Wachstums benötigt Mibelle Cosmetics mehr Raum für Produktion und Logistik. Für das Projekt «Grow+» wurden insgesamt 14,4 Millionen Franken aufgewendet. Die baulichen Massnahmen erlauben ab 20 06 ein weiteres Wachstum und ermöglichen eine noch kostengünstigere Fabrikation und Abfüllung. Seba-Aproz optimiert die Produktions- und Abfüllprozesse. Eine Erweiterung der Produktionsfläche durch das Projekt «Extension Est», für das total 11,5 Millionen Franken verbaut werden, steigert ab 2006 die Produktivität und optimiert die Warenflüsse.

78

Der Gastrobelieferer Scana schliesst den Ausbau des Lagers Regensdorf ab. Insgesamt wurden 12 Millionen Franken für die Möglichkeit der Aufnahme von zusätzlichen Sortimenten sowie die Einführung einer Alltemperatur-Logistik aufgewendet. Globus Um den sich wandelnden Kundenbedürfnissen zu entsprechen, richtet sich in der Globus-Gruppe der Fokus auf die Erneuerung der Globus-Warenhäuser und der Interio-Einrichtungshäuser bzw. -Boutiquen. Darüber hinaus wird das Verkaufsstellennetz von Office World um weitere Fachmärkte ergänzt.


79

Migros Facts

M-Vertriebsnetz 2005 ANZ AHL STANDORTE

ANZ AHL STANDORTE

VERKAUFS FLÄCHEN ( M 2 )

VERKAUFS FLÄCHEN ( M 2 )

2005

2004

2005

2004

M

289

290

189 915

188 513

MM

202

199

477 974

471 489

M-V ERTR IEBSSTANDORTE Migros-Standorte

MMM

40

40

339 146

335 615

T OTAL

531 41

529

995 617

39

1 007 035 198 589

Spezialläden (Fundgruben usw.)

13

14

4 987

5 084

T OTAL

54

53

203 576

170 386

MParcs/Fachmarktcenter/Obi

Eigenständige Restaurants

T OTAL S TANDORTE

165 302

5

5

1 312

1 312

590

587

1 211 923

1 167 315

531

529

795 657

786 394

11

11

10 143

10 143

542

540

805 800

796 537

61

63

111 178

109 923 73 210

– M-V ERTR IEBSLINIEN Supermärkte

M, MM und MMM übrige Supermärkte 1

T OTAL S UPERMÄRKTE Fachmärkte

Do it + Garden Micasa

39

41

77 363

sportXX

39

34

46 322

41 189

m-electronics

53

53

28 109

27 849

Obi-Baumarkt/Garten

T OTAL F ACHMÄRKTE

7

4

53 252

27 942

199

195

316 224

280 113

5

5

1 312

1 312

M-Restaurants integriert

199

205

88 587

89 353

T OTAL R ESTAURANTS

204

210

89 899

90 665

Migros-Gastronomie M-Restaurants eigenständig

– G ENOSSENSCHAF TEN UND D I VERSE Detaillisten mit Migros-Produkten Avec Verkaufswagen

90

89

31 011

30 338

(29)

(27)

2

2

119

117

11 039

10 879

– D ETAILHANDEL T OCHTERUNTERNEHMEN Ex Libris (nur Inland) Migrol Tankstellen Total

317

321

Migrol-Auto-Service/Migrol-Service

177

177

Tankstellen (Automat)

140

144

(135)

(135)

8 798

8 697

21

20

Migrol-Shops – F REIZEIT -S TANDORTE UND S TIF TUNGEN Fitnessparks, Fitnessanlagen und Sportparks Bäderparks

1

1

Golfparks

6

6

28

27

4

4

T OTAL F REIZEIT Stiftungen Park im Grünen 1 In MParcs/Fachmarktcenter und Spezialläden integriert


80

Migros Facts

ANZ AHL STANDORTE

ANZ AHL STANDORTE

VERKAUFS FLÄCHEN ( M 2 )

VERKAUFS FLÄCHEN ( M 2 )

2005

2004

2005

2004

MMM Thoiry

1

1

6 100

6 100

MMM Etrembières

1

1

5 261

5 261

T OTAL F RANKREICH

2

2

11 361

11 361

MM Lörrach

1

1

3 045

3 045

MM Bad Säckingen

1

1

1 490

1 490

V ERKAUFSFLÄCHE A USLAND Frankreich (Migros France)

Deutschland (GM Basel)

MM Freiburg i.Br.

1

1

2 488

2 488

T OTAL D EUTSCHLAND

3

3

7 023

7 023

– G LOBUS -V ERTR IEBSNETZ 2005 V ERTR IEBSSTANDORTE Globus-Warenhäuser Herren-Globus Oviesse/ Globest Interio-Gruppe Interio CH Interio D Office World CH

G LOBUS -G RUPPE

13

13

81 148

82 168

22

22

10 371

10 357

12

6 376

21

25

41 935

43 034

20

21

40 325

39 991

1

4

1 610

3 043

18

17

14 447

14 062

74

89

147 901

155 997


Migros Facts

81

Allgemeines zum Detailhandel der Migros

Die Migros festigt die führende Marktposition Mit innovativen und kultigen Konzepten belebt die Migros den Markt. Damit konnten in ausgewählten Warengruppen die Marktanteile weiter gesteigert werden.

Trotz einem leichten Rückgang der Kassenumsätze in den zehn Genossenschaften um 0,3 Prozent auf 14,3 Milliarden Franken hat die Migros in ausgewählten Warengruppen ihre Marktanteile auch 2005 erhöht. Einen Wachstumsbeitrag leisteten 2005 die Sortimente der Bereiche Near-Food, Convenience und die Fachmärkte sportXX und Obi. Unter der negativen Teuerung litten insbesondere die Frischesortimente, aber auch die Bereiche Elektronik sowie Bekleidung. Im Abschluss 2005 macht sich auch die Tatsache bemerkbar, dass die Migros im Super-/Verbrauchermarktskanal nur eine geringe Expansion ausweisen kann. Die Zunahme der Verkaufsfläche um 44 608 Quadratmeter resultiert zum allergrössten Teil aus den drei neuen Obi-Filialen und einigen neuen Fachmärkten. Das gesamte Verkaufsnetz umfasst neu 590 Standorte (+ 3) mit 1 211 923 Quadratmetern (+ 3,8 Prozent). Auch 2005 ging die Revitalisierung des Migros-Filialnetzes weiter. Die vor drei Jahren gestartete Offensive bezüglich Um- und Ausbaus des bestehenden Filialnetzes wurde nochmals intensiviert um den Kundinnen und Kunden eine verbesserte Einkaufsconvenience zu bieten, ihnen die Orientierung in Laden und Regal weiter zu erleichtern und den Aufenthalt in unseren Filialen noch angenehmer zu gestalten. Da diese Massnahmen bei Kundenbefragungen durchwegs positiv beurteilt werden, wird die Filialerneuerung durch die zehn Genossenschaften auch in den nächsten Jahren vorangetrieben. Trotz sinkenden Preisen bleibt die Schweiz ein Qualitätsmarkt.

Die Schweizer Kundschaft weiss nicht nur das erneuerte Filialnetz zu schätzen. Sie belohnt auch die ständigen Bemühungen der Migros, das Waren- und Dienstleistungsangebot zu verbessern. Dass die Migros dabei immer ihren Anspruch im Auge behält, die besten Leistungen auch zu den besten Preisen anzubieten, zeigten zahlreichen Qualitätstest- und Preisvergleiche, die 2005 von diversen unabhängigen Organisationen und Instituten durchgeführt wurden. Dass die Migros durchaus bereit ist, zu Gunsten ihrer Kundschaft auch mal den unbequemen Weg einzuschlagen, zeigte sich am Beispiel des Konflikts um die Kinder-Milchschnitte. Dies war 2005 nur ein Beispiel dafür, wie sich die Migros tagtäglich für gerechte Konsumentenpreise einsetzt.


Migros Facts

82

Sowohl von diesen Bemühungen wie auch vom sich verändernden Konsumverhalten profitiert das Online-Shopping. Auch im zweiten Jahr der Kooperation von Migros und LeShop.ch wuchs dieser Bereich weiter. Das gemeinsam betriebene Portal war 2005 mit 47 Millionen Franken Umsatz (+ 45 Prozent) der mit Abstand beliebteste Online-Einkaufskanal der Schweizer Kundschaft für Güter des täglichen Bedarfs. Migros-Eigenmarken als Rückgrat einer erfolgreichen Strategie

Der Erfolg der Migros-Eigenmarken zeigt einmal mehr, welches Vertrauen die Kundschaft der Migros-Qualität schenkt. So nahmen die Umsätze von Heidi, Léger, Anna’s Best, Total und auch M-Budget sowie von Produkten aus den Programmen «Aus der Region für die Region» stark zu. Diese Marken sind inzwischen so gut akzeptiert, dass sie in der Lage sind, internationale A-Marken unter Druck zu setzen, wie das Beispiel Energy-Drink eindrücklich zeigt. Und auch die erfolgreichsten Schweizer Firmen ausserhalb des Detailhandels nutzen die Plattform, welche ihnen die starken Migros-Eigenmarken bieten. Die Lancierung des M-Budget-Mobile-Angebots, eines Discountangebots im Bereich Mobiltelefonie, welches gemeinsam mit der Swisscom betrieben wird, zeigt das eindrücklich. In den dreieinhalb Monaten von der Lancierung im September bis zum Jahresende 2005 konnte dieses Angebot 110 000 Kunden gewinnen, womit sämtliche Schätzungen bei weitem übertroffen wurden. Im Oktober 2005 wurde die Premium-Eigenmarke Sélection, mit anfänglich rund 40 Artikeln und einer geplanten Ausweitung auf 100 Artikel bis Ende 2006, lanciert. Bei diesen besonderen Angeboten für Geniesser setzt die Migros auf höchste Qualitätsstandards und exklusive Produkte mit interessanten Herkunftsgeschichten. Die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten dürfen sich auch 2006 auf zahlreiche Innovationen an ihrem bevorzugten Einkaufsort freuen. Auch weiterhin gilt das Programm «Die Migros macht den Markt», welches 2006 unter dem Stichwort «Mehrwert» läuft.


83

Migros Facts

Marktanteile

Die Migros hält 17,9 Prozent Anteil am Schweizer Detailhandel Im Bereich Lebensmittel liegt der Marktanteil der Migros-Gruppe bei 25 Prozent.

Der schweizerische Gesamtdetailhandelsumsatz ist im letzten Jahr um 1,2 Prozent auf 86,9 Milliarden Franken gestiegen. Mit einem Umsatz von 15,6 Milliarden Franken weist die Migros (inklusive Globus-Gruppe Inland und Ex Libris) einen Marktanteil von 17,9 Prozent auf. Ohne Globus-Gruppe Inland liegt der Marktanteil der Migros inklusive Ex Libris bei 16,5 Prozent. Das entspricht einem Umsatzrückgang von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Bereich Lebensmittel (inklusive Gastronomie) verzeichnet die Migros (ohne Globus-Gruppe Inland) einen Anteil am Gesamtmarkt von 24,5 Prozent (inklusive Globus-Gruppe Inland sind es 25 Prozent). MARKTAN TEI LE M IGROS (in %)

S C H W E I Z E R D E TA I L H A N D E L (QUELLE: CH-KONSUM, BAK BASEL ECONOMICS)

MRD. CHF

Total* Food Non-Food*

2001

84,8 39,1 45,7

2002

84,7 39,6 45,1

2003

84,6 40,6 44,0

inkl. Ex Libris und Globus-Gruppe Inland 2004

85,8 41,3 44,5

2005

86,9 41,3 45,5

* ohne Motorfahrzeuge, Treib- und Brennstoffe

2001

Total Food Non-Food

15,0 9,4 5,6

2002

15,2 9,6 5,6

2003

15,3 10,1 5,2

18,0

18,1

18,2

17,9

12,2

12,4

11,9

11,9

11,5

10

24,0

24,3

24,8

25,1

25,0

0

2001

2002

2003

2004

2005

30

20

M I G R O S - U M S AT Z I N K L . G L O B U S F Ü R B E R E C H N U N G D E R M A R K TA N T E I L E MRD. CHF

17,7

2004

15,6 10,4 5,3

2005

15,6 10,3 5,2

Food

M I G R O S - U M S AT Z O H N E G L O B U S F Ü R B E R E C H N U N G D E R M A R K TA N T E I L E MRD. CHF

2001

Total Food Non-Food

13,4 9,2 4,2

2002

13,7 9,4 4,3

2003

14,0 9,8 4,1

2004

14,4 10,1 4,3

Non-Food

MARKTAN TEI LE M IGROS (in %) inkl. Ex Libris (exkl. Globus-Gruppe Inland)

2005

14,4 10,1 4,2

Der Migros-Umsatz 2 0 01 bis 2 0 05 beinhaltet den Umsatz der Genossenschaften (ohne Direkt-/Engroslieferungen, Detaillisten mit Migros-Produkten, Autocenter/Tankstellen und Freizeitanlagen) sowie die Umsätze der Ex Libris. Ab 2 0 03 umfasst die MigrosKassenumsatz-Statistik die Umsätze der Vertriebssparten (Super-/ Verbraucher- und Fachmärkte) und Gastronomie (exkl. Partyservice und Catering). Die Bruttoumsätze der Globus-Gruppe Inland sowie der Ex Libris (Filialen und Online-Shop) wurden für die Berechnung des Marktanteils ebenfalls berücksichtigt.

30

15,8

16,2

16,5

16,8

16,5

9,2

9,5

9,4

9,6

9,3

23,5

23,8

24,3

24,5

24,5

2001

2002

2003

2004

2005

20

10

0


84

Migros Facts

M-Cumulus Noch mehr Transparenz Schon 2,164 Millionen Kundinnen und Kunden kaufen mit der M-Cumulus-Karte ein. Die Zahl der aktiven Cumulus-Kontoinhaberinnen und -inhaber ist per Ende November 2005 um weitere rund 100 000 auf nunmehr 2,164 Millionen gestiegen. Der über die Cumulus-Karte erfasste Umsatzanteil im Detailhandel liegt inzwischen bereits bei 73 Prozent, was ein Plus von 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Eine Kontrolle des Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten bei M-Cumulus ergab einen «überwiegend positiven» Befund. Einige vorgeschlagene Anpassungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen erhöhen die Transparenz für die Kundschaft, die im November darüber informiert wurde. Die Kundinnen und Kunden wissen nun von der zuständigen Stelle, dass bei M-Cumulus der Datenschutz und die Datensicherheit gewährleistet sind.

Das Datenschutzgütesiegel «GoodPriv@cy» konnte im Juli 20 05 mittels eines Wiederholungsaudits der neutralen Zertifizierungsstelle SQS erneuert werden. Auf www.m-cumulus.ch können Cumulus-Teilnehmer seit September 2005 nach einem persönlichen Log-in Einsicht in alle gesammelten Einkaufsdaten nehmen. Sie haben somit volle Transparenz über die gesammelten Informationen. Alle der Migros zur Verfügung stehenden detaillierten Einkaufsdaten stehen nun auch der Kundschaft zur Verfügung. Durch diese Möglichkeit können zum Beispiel auch Kaufbelege (Kassenzettel) für Versicherungs- oder Garantiefälle ausgedruckt werden. Die Cumulus-Infoline bearbeitete 20 05 über 250 000 Kundenanliegen. Sehr erfolgreich ist der Ausbau der Punktesammel-Partnerschaft mit Migrol im Juni 20 05 angelaufen. Seither kann mit der Cumulus-Karte bei allen bedienten Migrol-Stationen gepunktet werden. Dies nicht nur beim Tanken, sondern auch im Shop und auf allen anderen Migrol-Leistungen.

M-Infoline Die Stimme der Kundinnen und Kunden Innovative neue Technologien machen die M-Infoline noch effizienter und leistungsfähiger. Die Migros hat täglich 1,4 Millionen Kundinnen und Kunden. Der Kundendienst ist darum ein erstrangiges Anliegen. Seit dem 1. September 2005 können Fragen, Anregungen und Kritik noch rascher und umfassender bearbeitet werden. Durch einen neuen, externen Partner mit erfahrenen Kundenberaterinnen und -beratern sowie einer innovativen Call-CenterTechnologie konnten die Prozesse vereinfacht werden. Dadurch ist die M-Infoline noch leistungsfähiger geworden und so noch näher zu den Kundinnen und Kunden gerückt.

Rund 85 Prozent der insgesamt rund 90 000 Kundenanliegen betreffen generelle Auskünfte und Informationen zu Produkten wie Verfügbarkeit, Neulancierungen, Werbung, Qualität oder Labels sowie zur Geschäfts- und Wirtschaftspolitik der Migros. Die Anfragen zu Produkten haben 2005 am stärksten zugenommen. Auf besonders reges Interesse stiess etwa das M-Budget-Handy. Sehr viele Bestellungen gingen für die neue Broschüre über Zusatzstoffe in Lebensmitteln ein. Über 20 0 0 Anregungen erreichten 20 05 über den M-Infoline-Kanal die Migros. Dies zeigt einmal mehr, wie stark sich die Kundinnen und Kunden mit der Migros verbunden fühlen.


85

Migros Facts

Die zehn Genossenschaften

GESAMTUMSATZ I NLAND 2005

GESAMTUMSATZ -VERÄNDERUNG 2005

(in Mio. CHF, Total 14 400 Mio. CHF)

(in % zum Vorjahr, Total –0,2%)

493

Wallis

523

Tessin

0,9

Wallis

NeuenburgFreiburg

2,0

Tessin 802

NeuenburgFreiburg

–1,7

Genf

1 093

Genf

–0,4

Basel

1 038

Basel

–2,2 –0,9

Waadt

1 242

Waadt

Luzern

1 269

Luzern 2 236

Ostschweiz

600

1200

1800

2400

0,7

Zürich 3 106

Aare

0

–1,1

Ostschweiz 2 598

Zürich

0,8

0,3

Aare

–2

3000

GESAMTUMSATZ AUSLAND 2005

69

Wallis

30

60

90

120

150

2

2

0

2

4

PERSONALBESTAND 2005 (Anzahl Personen im Jahresdurchschnitt)

2 374 2 029

Tessin NeuenburgFreiburg

30 26

Waadt 53

Luzern

155

3 974

Basel

3 982 4 533 5 919

9 654

Zürich 228

Aare

100

9 237

Ostschweiz

87

50

Genf

Luzern

Ostschweiz Zürich

3 321

Waadt

66

0

1,5

(in Mio. CHF, Total 701 Mio. CHF)

19

Basel

1,0

I NVESTITIONEN 2005

34

Genf

0,5

3,4

Wallis

Tessin

0

–4,4

4

3

NeuenburgFreiburg

–0,5

Genf (Frankreich) Basel (Deutschland)

152

0

–1

GESAMTUMSATZ -VERÄNDERUNG AUSLAND 2005 (in % zum Vorjahr, Total –2,1 %)

(in Mio. CHF, Total 221 Mio. CHF)

Genf (Frankreich) Basel (Deutschland)

–1,5

150

200

11 951

Aare

0

2400

4800

7200

9600

12 000


86

Migros Facts

-

M IGROS A ARE

Mehrere Ausbauprojekte realisiert Grundsätzlich erfreulich ist 2005 für die Migros Aare verlaufen, hat sie doch in einem stagnierenden Umfeld mit rückläufigen Verkaufspreisen weitere Marktanteile gewonnen. Erstmals in der Geschichte der Migros Aare konnte Mitte November 2005 in Moosseedorf ein Obi-Fachmarkt eröffnet werden, dessen Erfolg selbst Optimisten überraschte. Neben Umbauten wie in Stein, in Wabern, in Huttwil und in Ostermundigen – samt Fitnesszentrum «Time Out» – gilt das Augenmerk dem Totalumbau des Wynecenters in Buchs AG, wo Gartencenter, Migros-Supermarkt, sportXX und m-electronics der Kundschaft übergeben werden konnten. Der Umbau des Zentrums geht aber noch bis am 6. Juni 2006 weiter. Erfolgreich war auch der kleine Skilift für Kinder im Park im Grünen auf dem Gurten: Während den 66 Betriebstagen war die Anlage ein grosses Medienthema. Mitte 2005 übernahm Beat Zahnd die Geschäftsführung der Genossenschaft Migros Aare, nachdem der bisherige Geschäftsleiter Herbert Bolliger Präsident der MGB-Generaldirektion geworden war.


Migros Facts

87

M IGROS BASEL

In Deutschland weiter gewachsen Eine erfreuliche Umsatzzunahme konnte die Migros Basel vor allem in ihren drei Filialen in Deutschland – in Lörrach, Bad Säckingen und Freiburg im Breisgau – verzeichnen. Im Nordwestschweizer Stammgebiet lässt der Wirtschaftsaufschwung weiter auf sich warten. Trotzdem wurden 2005 mehrere Bauprojekte realisiert. Im Juni wurde nach neunmonatiger Umbauzeit das Einkaufszentrum MM Gelterkinden fertig gestellt. Ende Dezember zügelte der M Binningen an seinen neuen Standort. Für das Grossprojekt «Drachen» an einem strategisch optimalen Standort mitten in der Basler City läuft die Planung betreffend Nutzung und Gestaltung. Ein neues Einkaufszentrum entsteht in Bubendorf, und das Schönthal-Center in Füllinsdorf soll erweitert und saniert werden. 2005 feierte die Genossenschaft Migros Basel ihr 75-jähriges Bestehen mit zahlreichen Geburtstagsaktionen für die Kundschaft, aber auch mit einem Personalfest. Im Park im Grünen in Münchenstein wurde zum 25. Geburtstag das Restaurant Seegarten ausgebaut.

M IGROS GENF

Nachhaltige Entwicklung unterstützt In ihrem 60. Jahr war die Migros Genf an allen Fronten gefordert. Die Kaufkraft der Genfer Konsumenten schwindet, und die Konkurrenz eröffnet neue Verkaufsflächen. Um den Verkauf zu fördern, wurde der Markt Fusterie renoviert, zudem wurde mit der Umwandlung des Supermarktes Villereuse begonnen. Im M-Parc La Praille wurde eine Orientteppich-Micasa geschaffen. Am 27. Oktober, dem Jubiläumstag, begab sich das gesamte Personal in die Filialen, um die Kunden zu begrüssen, ihnen zu danken und Leckerbissen zu offerieren. Um die Kommunikation zu verbessern, wurde eine regionale Internetsite lanciert. Zusammen mit den Vereinten Nationen sowie Stadt und Kanton Genf beteiligte sich die Migros Genf an einem Fest zu Gunsten nachhaltiger Entwicklung. Intern stand das Jahr im Zeichen des Optimierungsprogramms «Opteam», mit dem Einsparungen und neue Gewinnquellen gesucht werden. Im Bemühen um das Know-how der Mitarbeiter konnte der erste Jahrgang von Diplomempfängern der Ausbildung «Qualifikation von Filial-Kassierern/-innen» gefeiert werden. Diese berufliche Anerkennung wurde zusammen mit dem Kanton entwickelt und führt zu einem kantonalen Fähigkeitsnachweis.

M IGROS LUZERN

Trotz Schwierigkeiten erfolgreich geblieben Trotz schwieriger Wirtschaftslage, diversen Filialumbauten und -neubauten (Einkaufscenter Zugerland Steinhausen, MM Meierhöfli Emmen, M Rigi-Märt Küssnacht und Fundgrube Dierikon) sowie sinkenden Preisen blickt die Genossenschaft Migros Luzern auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Sie erwirtschaftete 2005 einen Nettoumsatz von 1,269 Milliarden Franken,


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0,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Bereinigt man diesen Umsatz mit dem Viehhandel, den die Migros Luzern per Ende 2004 an die Micarna abgetreten hat, ergibt dies sogar eine Umsatzzunahme von 2 Prozent (plus 25,5 Millionen Franken). Wird die Minusteuerung von 1,2 Prozent berücksichtigt, ergibt sich ein reales Umsatzwachstum von 3,2 Prozent. Der Erfolg der Migros Luzern ist dem Engagement der 5800 Mitarbeitenden zu verdanken. Ebenfalls sehr erfreulich ist, dass 2005 über 460 000 Kundinnen und Kunden mehr die Filialen der Migros Luzern besucht haben: Insgesamt konnten über 29 Millionen direkte Kundenkontakte verzeichnet werden – ein echter Vertrauensbeweis. M IGROS NEUENBURG -FREI BURG

Umfangreiche Expansion und Renovationen geplant Der Umsatz der Migros Neuenburg-Freiburg ging zwar 2005 gegenüber 2004 leicht zurück. Dennoch konnte die Frequenz in den Filialen gehalten werden. Im gesamten Filialnetz wurden neue Informatikinstrumente installiert. Mehrere Filialen wurden umgebaut oder erweitert, darunter der MM Cernier, dessen Verkaufsfläche sich verdoppelte. Eine breit angelegte Kundenumfrage hilft, die kommerziellen Massnahmen noch besser auf die Regionen und Filialen auszurichten. Die Migros Neuenburg-Freiburg blickt zuversichtlich in die Zukunft: In den nächsten vier Jahren werden über 250 Millionen Franken in das Expansions- und Renovationsprogramm des Verkaufsnetzes investiert. 2006 werden bereits mehrere Projekte realisiert, vor allem die Totalrenovation des MM Marly und die Eröffnung des neuen M Cormanon in Villars-sur-Glâne. In Tourde-Trême, Châtel-St-Denis, Düdingen und Avenches werden ebenfalls neue Verkaufspunkte eröffnet, und in der Neuenburger Uferregion werden wichtige Um- und Neubauprojekte in Marin, Peseux und Portes-Rouges verwirklicht. Am 1. September 2005 übernahm Fabrice Zumbrunnen als Nachfolger von Elie Amsellem die Leitung der Genossenschaft Migros Neuenburg-Freiburg. Am 30. Juli 2005 wurde Paul Bützberger zu seiner letzten Ruhestätte begleitet. Der MigrosPionier war Sekretär von Gottlieb Duttweiler und von 1949 bis 1973 erster Direktor der Migros Neuenburg-Freiburg.

M IGROS OSTSCHWEIZ

Ladenerneuerungen zahlen sich aus Im Geschäftsjahr 20 05 hat die Migros Ostschweiz einen Gesamtumsatz von 2,236 Milliarden Franken erwirtschaftet, gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Umsatzrückgang von 1,1 Prozent. Hauptgründe dafür sind die Minusteuerung auf dem Migros-Sortiment von 1,2 Prozent sowie temporäre Umsatzeinbussen, die während der Umbauzeit zahlreicher Migros-Märkte und Fachmärkte zu verzeichnen waren. Die steigenden Umsätze der bereits umgebauten Läden zeigen, dass sich die Erneuerung auszahlt. Generell entwickeln sich die Supermärkte, der umsatzstärkste Bereich der Migros Ostschweiz, erfreulich. Dies obwohl die grenznahen Filialen unter dem Einkaufstourismus ins benachbarte Ausland leiden. Insgesamt konnte die Migros Ostschweiz in ihrem Wirtschaftsgebiet den Markt-


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anteil auf hohem Niveau weiter ausbauen. Auf Kurs sind auch die Restaurants und der Partyservice Bonaparty. Schwieriger haben es die Fachmärkte: Noch immer ist bei grösseren Anschaffungen eine zurückhaltende Konsumentenstimmung spürbar. Zudem haben zahlreiche Umbauten das Ergebnis vorübergehend ungünstig beeinflusst. Die Investitionen in den Fachmarkt-Bereich werden jedoch bald erste Früchte tragen. Am 29. März 2006 wird in Winterthur der erste Obi-Baumarkt der Migros Ostschweiz eröffnet. M IGROS TESSI N

In allen Bereichen zugelegt Auch 2005 konnte die Genossenschaft Migros Tessin in allen Tätigkeitsbereichen wachsen. Die Umsatzsteigerung im Detailhandel ist hauptsächlich auf die Eröffnung von zwei neuen Verkaufsstellen – Obi-Fachmarkt in San Antonino und Supermarkt in Grancia – zurückzuführen. Das Programm zur Modernisierung des Vertriebsnetzes, das 2003 startete und 2005 die Filiale in Bellinzona betraf, hat ebenfalls zum guten Resultat beigetragen. Auch der Erfolg der Strategie «In Ticino per il Ticino» hat sich bestätigt: Das Sortiment wurde mit der Linie «I nostrani del Ticino» erweitert. Durch die enge Zusammenarbeit mit Tessiner Betrieben können vermehrt regional angebaute oder gezüchtete und nach traditioneller Rezeptur hergestellte Produkte vermarktet werden. Der Lastwagenpark der Genossenschaft Migros Tessin wurde teilweise erneuert und zählt nun zehn neue Lastwagen, die mit umweltfreundlichen Motoren ausgestattet sind. M IGROS WA ADT

Kleine Filialen erneuert Im Bestreben, nahe bei der Kundschaft zu sein und ihr das Leben zu erleichtern, hat sich die Migros Waadt 2005 der Erneuerung ihrer kleinen Filialen gewidmet. Dass diese Filialen für die täglichen Einkäufe sehr geschätzt werden, hat die Umfrage Kundissimo bei 11 000 Kunden klar gezeigt. Auf der Grundlage dieser Umfrage wurden die Erneuerungen geplant. Der M SainteCroix kam an einen neuen Standort und wurde vergrössert. Der M Yverdon im Süden der Stadt, in einer Zone, die weitere Expansion verspricht, wurde eröffnet. Und schliesslich hat der M Athénée im Stadtzentrum von Lausanne den M Marterey ersetzt, die älteste Filiale der Migros Waadt mit nur 185 Quadratmetern Verkaufsfläche. In Lausanne wurden zudem zwei DMP (Detaillisten mit Migros-Produkten) eröffnet. In Aigle entstand ein neuer Ableger der Klubschule Migros. Während des ganzen Jahres 2005 wurden wichtige Ressourcen der Genossenschaft für die Umwandlung der Produktionszentralen in Ecublens eingesetzt, wo die Hygienezertifizierung BRC im Gang ist. Die bedeutende technologische Erneuerung wird eine noch leistungsfähigere Versorgung des Verkaufsnetzes erlauben.


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M IGROS WALLIS

Halbe Milliarde erreicht Die Genossenschaft Migros Wallis hat 2005 die erfreuliche Entwicklung der Vorjahre fortgesetzt. Der Umsatz hat erstmals die symbolträchtige Marke von einer halben Milliarde Franken überschritten. Die Migros Wallis feierte 2005 Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum mit zahlreichen kommerziellen und kulturellen Aktivitäten. In der Verwaltungs- und Verteilzentrale Martigny wurde ein Tag der offenen Tür durchgeführt. Für das künftige Naturzentrum Pfyn spendete die Genossenschaft 250 000 Franken. Ein grosses Fest brachte im CERM von Martigny alle gegenwärtigen und pensionierten Mitarbeiter der Migros Wallis und ihre Familien zusammen, und in Conthey versammelten sich im November die Kader der Migros Wallis, ihre Partner und die kantonalen Behörden zu einer offiziellen Jubiläumsfeier. Die Genossenschaft hat dieses Jubiläum zum Anlass genommen, die Archive zu ordnen, damit ihre Geschichte zurückverfolgt werden kann und um sie auf der neuen Internetsite www.migrosvalais.ch zu veröffentlichen. Am 1. November 2005 übernahm Max Alter, zuvor Marketingchef Frischprodukte und Logistikchef, als Nachfolger von Interimsdirektor Roland Sprenger die Leitung der Migros Wallis. M IGROS ZÜR ICH

Zwei neue Standorte eröffnet Die Migros Zürich verzeichnete 2005 einen Umsatzzuwachs von 0,7 Prozent und eine Steigerung der Kundenzahl um 1,6 Prozent auf rund 84 Millionen. Zwei neue Migros-Standorte wurden Ende April eröffnet. Das Migros Center Bülach Süd mit über 16 000 Quadratmetern Verkaufsfläche beherbergt neben dem Migros Super- und Verbrauchermarkt auch die Fachmärkte Obi, Micasa, sportXX, m-electronics sowie rund ein Dutzend Partnergeschäfte. An der Mühlegasse im Herzen Zürichs bietet die Migros Niederdorf Produkte des täglichen Bedarfs und ein breites, auf die urbane Kundschaft abgestimmtes Take-away-Sortiment an. Nach über 40 Jahren schloss im Sommer die Migros Schmiede Wiedikon – und wurde zwei Tage später 80 Meter vom alten Standort entfernt mit doppelter Verkaufsfläche neu eröffnet. Im Oktober fand die Gesamteröffnung des Migros-Sport- und -Erlebnisparks in Greifensee statt. Neben den bereits 2004 eröffneten Fitness- und Kinderspielparks stehen auf über 200 000 Quadratmetern neu unter anderem ein Naturpool, Restaurant und Bar sowie Seminar- und Physiotherapie-Räume zur Verfügung. Unter dem Titel «Opus 1+» wurde ein umfassendes, internes Optimierungsprogramm gestartet, welches die Migros Zürich für die Herausforderungen der nächsten Jahre vorbereitet und ihren langfristigen Erfolg sichert.


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Ökologie und Soziales

Ethische Labels

BIO CHF 300,2 Mio. (+0,7 %) Produkt aus biologischer Landwirtschaft. Unabhängige Kontrolle.

FOREST STEWARDSHIP COUNCIL (FSC) CHF 50,9 Mio. (+ 19,5 %) Holz aus umwelt- und sozialverträglich bewirtschafteten Wäldern. Unabhängige Kontrolle.

MAX HAVELA AR CHF 71,1 Mio. (+9,0 %) Aus fairem Handel. Produziert nach sozialen Kriterien. Unabhängige Kontrolle.

7-PUNKTE-FLEISCH-GARANTIE CHF 637,7 Mio. (–9,6%)

ECO CHF 342,0 Mio. (+ 2,4 %) Umweltfreundliche Produktion auf allen Verarbeitungsstufen. Sichere Arbeitsbedingungen. Unabhängige Kontrolle.

Schweizer Fleisch. Kontrollierte, artgerechte Haltung und Fütterung.

BIO-BAUMWOLLE CHF 11,0 Mio. (+ 74,6 %)

IP-SUISSE CHF 238,9 Mio. (–2,4 %)

Baumwolle aus biologischem Anbau. Immer nach Eco-Richtlinien verarbeitet. Unabhängige Kontrolle.

Aus naturnaher Schweizer Landwirtschaft. Angebaut nach den Richtlinien der IP-Suisse. Unabhängige Kontrolle.

MARINE STEWARDSHIP COUNCIL (MSC) CHF 17,8 Mio. (–4,8 %) Produkt aus Fischerei, die Fischbestände schont. Unabhängige Kontrolle.

DOLPHIN SAFE CHF 29,7 Mio. (+ 1,7 %) Thunfischfang, bei dem die Delphinbestände geschont werden. Unabhängige Kontrolle.

Summe * CHF 1 666,1 Mio. (–3,1 %)

* Produkte, die zwei Labeln zugehörig sind (Migros-Bio + Max Havelaar, Eco + Bio-Baumwolle), wurden in den jeweiligen Labeln umsatzmässig miteinbezogen, jedoch im Gesamtumsatz nur einmal gerechnet.


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Engagement

Ökologisch, sozial, ethisch Das Sortiment von Produkten unter der Dachmarke Engagement wächst stetig. Die Migros fasst unter der Dachmarke Engagement die ökologischen, sozialen und ethischen Labels zusammen. All diesen ist gemeinsam, dass die Anforderungen an die jeweiligen Produkte klar über den gesetzlichen Vorgaben liegen oder eine ökologische Best Practice dahintersteht. Und alle Produktionssysteme werden unabhängig von externen Instanzen kontrolliert. Ein breites Sortiment von Food- und Non-FoodArtikeln präsentiert sich unter der Dachmarke Engagement. 2005 hat die Migros für 1,666 Milliarden Franken Produkte mit Mehrwert verkauft.

DIE EINZELNEN LABELS Die Max Havelaar-Stiftung (Schweiz) hat im Frühjahr erstmals fair gehandelte Non-Food-Produkte ausgezeichnet, darunter auch drei Watteprodukte der Migros. Mit der die Knospe vergebenden Organisation Bio Suisse wurde ein neuer Vertrag abgeschlossen. Inländische Bio-Produkte der Migros stammen somit ab 1. Januar 2006 ausschliesslich von mit der Knospe zertifizierten Landwirtschaftsbetrieben. Ein Jubiläum gab es beim Label Eco zu feiern: Seit zehn Jahren steht Eco für die umweltfreundliche Produktion in der textilen Verarbeitung. Heute sind rund 70 Prozent der in der Migros verkauften Kleider und 80 Prozent der Heimtextilien Eco-zertifiziert – ein beachtlicher Beitrag, Ressourcen wie Luft und Wasser zu schonen. Sichere und soziale Arbeitsbedingungen sind aufgrund des Verhaltenskodexes BSCI garantiert.

IP-Suisse arbeitet beim Feldlerchenprojekt mit der Vogelwarte Sempach zusammen. Die involvierten Getreideproduzenten lassen in ihren Feldern absichtlich Lücken stehen, in denen die Feldlerche nisten kann. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung dieser Vogelart. Mengenmässig ist die Migros die grösste Abnehmerin des aus diesem Getreide gebackenen Brotes. Für die Herstellung von Papier braucht es grosse Mengen Holz. Als erster Detailhändler in der Schweiz bietet die Migros seit Herbst des vergangenen Jahres Hygiene- und Haushaltspapier in FSC-Qualität an. Bis im Januar 2006 wird der Grossteil des Sortimentes auf FSC umgestellt. Der Bio Marché in Zofingen findet alljährlich im Juni statt. Die Migros engagierte sich bereits zum sechsten Mal als Hauptsponsor und präsentierte an rund zwanzig Marktständen während dreier Tage ihr attraktives Bio-Sortiment. Auch für die Fair Trade Fair Ende August in Bern wirkte die Migros als Patronatsmitglied.


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Soziale und ökologische Mindeststandards

Bessere Arbeitsbedingungen Die Migros setzt bei den Arbeitsbedingungen auf Kontrolle und Beratung der Lieferanten. Die erste Version des von der Migros erarbeiteten Verhaltenskodexes wurde Anfang 1999 an alle Bekleidungs-Lieferanten weltweit verschickt. In Zusammenarbeit mit der Clean Clothes Campaign Schweiz und zwei weiteren Schweizer Unternehmen (Veillon und Switcher) hat die Migros in den Jahren 2000 bis 2002 ein Pilotprojekt zur Umsetzung und Kontrolle des Verhaltenskodexes in Südindien und China durchgeführt. Die Erfahrungen daraus führten zu einem neuen Verhaltenskodex, der allen Non-Food-Lieferanten der Migros weltweit zugestellt wurde. Der Verhaltenskodex der Migros wurde unter dem Kürzel BSCI-Standards (BSCI steht für Business Social Compliance Initiative) von der Foreign Trade Association (FTA), der Dachorganisation des europäischen Handels, im Wesentlichen übernommen. Künftig kontrollieren alle Mitglieder der BSCI gleich. Wichtige Handelshäuser (Otto Versand und Karstadt-Quelle-Neckermann, Deutschland: Metro Gruppe, International; Zara und Mango, Spanien; Lintex, Schweden und andere) sind bereits dabei, weitere können, sollen und werden mitziehen. Der Kodex bezieht sich auf die Normen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und regelt unter anderem Fragen der Entlöhnung, der Arbeitszeiten, der Gesundheitsvorsorge und der Sicherheit. Er verbietet Diskriminierung, Kinder- und Zwangsarbeit. Zudem schreibt er Gleichbehandlung und Versammlungsfreiheit vor. Bereits 145 Kontrollen Sämtliche Lieferanten – dazu gehören unter anderen die Hersteller von Spielwaren, Elektrogeräten, Kochtöpfen, Bekleidungs- und Heimtextilien sowie von Möbeln und Gartengeräten – müssen sich verpflichten, diese sozialen Standards einzuhalten. Die Einhaltung

wird von professionellen Unternehmen kontrolliert, die von der Social Accountability International (SAI), einer weltweit anerkannten Nichtregierungsorganisation, dazu berechtigt sind. Die ersten Kontrollen – bis Ende 2005 waren es bereits 145 – fanden in Ländern wie China und Indien statt, wo unsoziale Arbeitsbedingungen noch oft festgestellt werden. Die Standards werden anhand von Firmendokumenten, Management- und Mitarbeiterinterviews, Untersuchungen und Messungen am Arbeitsplatz (zum Beispiel Lärmmessungen) von zwei Auditoren überprüft. Je nach Grösse der Fabrik dauert das ein bis zwei Tage. Der Auditfragebogen umfasst 600 Fragen. Resultat ist ein Auditbericht mit einem Massnahmenplan, in dem für die einzelnen verlangten Änderungen Termine gesetzt werden. Mit einem Re-Audit wird überprüft, ob die Massnahmen umgesetzt wurden. Die Handelspartner der Migros zeigen sich offen und machen mit. Sie haben begriffen, dass sie dadurch ihre Zukunft sichern: Sie verbessern ihre Wettbewerbsposition, steigern durch das systematische Management ihre Produktivität und können sogar Kosten sparen. Ausserdem werden sie bei der Umsetzung der Verbesserungsmassnahmen beraten und unterstützt. Für das Jahr 2006 sind Kontrollen bei 300 Non-FoodLieferanten vorgesehen. Auf einer Reise nach China erhielten schweizerische Medienschaffende vor Ort Einblick in die Arbeitsbedingungen bei den Lieferanten der Migros. Nun sind die Lebensmittel dran. Ab Januar 2006 gilt der Verhaltenskodex auch für die Lebensmittelverarbeitungsindustrie. Der Umsetzung im Food-Bereich sind im Jahr 2005 einige Testkontrollen bei Landwirtschafts- und Abpackbetrieben in Südspanien, Marokko, Peru und der Schweiz vorausgegangen. Für das Jahr 2006 sind mindestens zehn Kontrollen geplant, vorerst in Spanien und Marokko. Auf die


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Information und Beratung der Lieferanten wird grosser Wert gelegt.

GENTECHNOLOGIE

Transparenz ist nötig Alle Zutaten eines Produkts müssen bis zum Produzenten zurückverfolgbar sein. Die Schweizer Bevölkerung steht gentechnisch veränderten Lebensmitteln skeptisch gegenüber. Die Migros verzichtet deshalb so weit wie möglich auf solche Produkte im Food-Bereich. Was simpel klingt, ist in der Praxis nicht einfach umzusetzen. Denn es gibt Zutaten wie etwa Maisstärke, bei welchen der genveränderte Organismus im Endprodukt nicht mehr nachweisbar ist. Die Migros verlangt deshalb Transparenz bei der Entstehung eines Produkts und die Rückverfolgbarkeit möglichst bis zum Produzenten. Sie will sicher sein, gentechfreie Ware zu kaufen und zu verkaufen. Ab März 20 06 ist die Deklarationspflicht für alle mit Gentechnik hergestellten Produkte in der Schweiz auch gesetzlich vorgeschrieben, Die Labors der Migros führen regelmässig Analysen bei Risikoprodukten durch. Je grösser die Nachfrage nach natürlichen, nicht genveränderten Produkten weltweit ist, desto grösser sind die Chancen, langfristig gentechfreie Produkte beschaffen zu können.

EUREPGAP

Auch kleine Produzenten sind dabei Für die Schweizer Produktion wurde das System Swissgap geschaffen. Eurepgap entspricht der Integrierten Produktion (IP) in der Landwirtschaft und deckt auch einzelne soziale Aspekte ab. Mit einem speziellen Modul werden nun

auch kleine Produzenten, insbesondere in Entwicklungsländern, in das System eingebunden. Eurepgap wird heute in 60 Ländern umgesetzt und ist weltweit der wichtigste Standard für die Landwirtschaft. Die Schweizer Produktion wird über Swissgap, ein gesamtschweizerisches System, abgedeckt. Swissgap ist von Eurepgap anerkannt. Im Bereich Produktion und Handelsbetriebe beginnt die Umsetzung in den Bereichen Früchte, Gemüse und Kartoffeln im Frühling 2006.

GFSI (GLOBAL FOOD SAFETY INITIATIVE)

Lebensmittel werden sicherer Wer der Migros verarbeitete Lebensmittel liefert, braucht ein umfassendes Hygienemanagement. GFSI, die Globale Initiative für Lebensmittelsicherheit, steht für ein weltweit standardisiertes Vorgehen bei der Umsetzung und der Kontrolle im Bereich der Lebensmittelsicherheit. Dieses Vorgehen führt zu einer höheren Effizienz bei der Durchsetzung dieser Standards und damit zu einer höheren Lebensmittelsicherheit. Vier Standards – darunter die Zertifikate BRC (British Retail Consortium) und das aus Deutschland stammende IFS (International Food Standard) – sind als gleichwertig anerkannt und werden von vielen Grossverteilern akzeptiert. Die Migros-Lieferanten von verarbeiteten Lebensmitteln sind nach einem GFSI-anerkannten Standard zertifiziert oder befinden sich im Prozess der Zertifizierung. Diese verlangt ein weit reichendes, detailliertes Hygienemanagement. Neu werden auch Standards für Futtermittel und Verpackungen überarbeitet.


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Ethische Projekte

SODIS

Trinkwasser für die Ärmsten Die verblüffend einfache Methode zur Desinfektion von Trinkwasser wird weiter propagiert. 1,2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, und jedes Jahr sterben 2,2 Millionen Menschen an Durchfall. Dagegen gibt es eine ebenso einfache wie geniale Methode der solaren Desinfektion von Trinkwasser namens Sodis. Durchsichtige Plastik-Getränkeflaschen werden mit Wasser gefüllt, verschlossen und während sechs Stunden in die Sonne gelegt. Das Sonnenlicht und die erhöhte Wassertemperatur zerstören krankheitserregende Viren und Bakterien und machen das Wasser trinkbar. Die Sodis-Methode ist praktisch kostenlos; Geld aber braucht es zur Verbreitung dieser Idee und zur Schulung von lokalen Helfern. Gemeinsam mit Helvetas unterstützt die Migros die Verbreitung von Sodis während mindestens fünf Jahren mit insgesamt 1,5 Millionen Franken. Anlässlich des Weltwassertages 20 05 spendete die Migros pro verkauftes Sixpack Aproz Classic 1 Franken für ein besonderes Sodis-Projekt in Sri Lanka. Den Erlös von zirka 20 0 0 0 Franken setzt Helvetas für die Schulung von Sodis-Ausbildnern ein. Sie unterrichten die Menschen in Sri Lanka, vor allem in den Gebieten, die im Dezember 20 04 besonders schwer vom Tsunami getroffen worden sind.

MIGROS KIDS SCHOOL

Zur Schule statt in die Fabrik Auch Schweizer Kinder unterstützen mit der Migros die Schule in Südindien. Die Kinder kommen aus den Slums der südindischen «Textilhauptstadt» Tirupur und aus den umliegenden

Dörfern. Die Migros Kids School bietet ihnen eine Ausbildungsmöglichkeit, damit sie nicht als billige Arbeitskräfte in Fabriken landen. Dank der Schule können sie sich später für Jobs in der Verwaltung, bei der Post, als Bus- oder Taxichauffeur, bei der Bahn oder beim Militär bewerben. Im Dezember 2000 wurde die Migros Kids School in Tirupur für 200 Kinder eröffnet, heute gehen dort bereits 800 Kinder zur Schule. Die Schule wurde in Zusammenarbeit mit der deutsch-indischen Organisation «Kids Foundation» aufgebaut. Sie steht allen Kindern der Umgebung offen, also nicht nur den Kindern der Textilarbeiterinnen, die für die Migros Kleider herstellen. Die Migros finanzierte aus dem «Fonds für gezielte Hilfe» die Landund Baukosten. Die indischen Lieferanten der Migros beteiligen sich an den laufenden Kosten der Schule, indem sie Etiketten kaufen, die auf ihren Produkten angebracht werden. Ausserdem hat Lilibiggs, das Kinderprogramm der Migros, mit einem Stickeralbum und dazugehörigen Bildchen rund 120 000 Franken für die Schule gesammelt. Das Geld wird für die Erweiterung der Infrastruktur eingesetzt.

NACHHALTIGE PALMÖLPRODUKTION

Internationale Standards geprägt Die Pionierrolle der Migros für umweltfreundliches Palmöl zeigt weltweite Wirkung. Als erstes Unternehmen weltweit konnte Migros vor vier Jahren Margarine aus Palmöl anbieten, das ohne Tropenwaldzerstörung gewonnen worden war. Palmöl ist vielseitig verwendbar und taucht in einer Vielzahl von Lebensmitteln, aber auch in Kosmetika und Waschmitteln auf. Jahr für Jahr nimmt der weltweite Verbrauch zu, und ein Ende des Booms ist nicht abzusehen. Dies geht leider allzu oft zu Lasten der Natur – und damit der Menschen, die darin leben. Denn für Ölpalm-Plantagen werden vorab in Südostasien grosse Flächen Tropenwald abgeholzt und niedergebrannt.


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Migros Facts

Gemeinsam mit dem WWF hatte die Migros bereits im Jahr 2000 eigene Kriterien für die nachhaltige Palmölproduktion erarbeitet. Im November 2005 wurden durch die internationale Organisation «Runder Tisch für nachhaltiges Palmöl (RSPO)» in Singapur internationale Kriterien für nachhaltiges Palmöl verabschiedet. Die RSPO-Kriterien werden die Produktion eines der wichtigsten Öle auf dem Markt verbessern. Da alle am Palmölgeschäft Beteiligten bei RSPO vertreten sind – ökologische und soziale Organisationen, Pflanzer, Verarbeiter, Handel und Investoren –, sind die Kriterien breit abgestützt. Die Migros war in diesem Prozess federführend. Sie verwendet für die eigene Nahrungsmittelindustrie bereits seit 2003 ausschliesslich Palmöl, das auf nachhaltige Weise produziert wurde, das heisst nachweislich ohne Zerstörung der Natur und mit Respekt für den Menschen.

Jahren vermittelt der Animator und Chauffeur Michel Terrettaz den Schülerinnen und Schülern die Natur auf engagierte und unterhaltende Art. Viertklässler sitzen mitten in der Arktis auf Eisschollen und beobachten Eisbären beim Jagen. Zwar besteht das Eis aus Styropor, und die Tiere sind nur auf einem Bildschirm zu sehen. Trotzdem hören die Kinder begeistert zu, wenn der Animator anschaulich die Folgen des Klimawandels für die Tiere der Arktis beschreibt. Insgesamt wurden schon 290 000 Kinder im Pandamobil in die verschiedensten Themenwelten versetzt. Ab März 2006 wird es mit der neuen Ausstellung «Wasser in Not» auf Tournee sein. Die Migros unterstützt dieses Engagement des WWF als Hauptsponsor.

BIO-BAUMWOLLE AUS MALI

Das von der Migros unterstützte Naturschutzgebiet in Costa Rica wird Teil eines internationalen «Bio-Korridors». In Costa Rica wurde innerhalb einer Bananenplantage von Chiquita ein Naturschutzgebiet geschaffen, das Waldreservat Nogal. Migros, Chiquita und die deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) beteiligen sich an den Kosten für Aufforstung, Schutz der Flora und Fauna sowie für die Informationsarbeit. In einem Schulungszentrum werden die Besucher für Umweltanliegen sensibilisiert. Das Gebiet beherbergt seltene Tiere wie den weissen Milan und das Kapuzineräffchen. Wohin der Blick auch fällt, überall ist Leben. Die riesigen alten Bäume bieten vielen Tieren Schutz und Nahrung. Vögel zum Beispiel ernähren sich von Insekten und Larven, die sie hier vorfinden. Angesichts der Vielfalt von Pflanzen auf jedem Quadratmeter lohnt sich auch der Schutz von 100 Hektaren allemal. Solche Naturoasen sind aus manchen Gründen immer wichtiger. So machen hier zum Beispiel Tausende von Zugvögeln halt. Nun wird Nogal mit einem anderen Naturschutzgebiet verbunden, damit die Tiere sich weiterbewegen können. Dadurch können sie mit anderen Populationen Nachkommen zeugen und verkümmern genetisch nicht. Das sichert ihr Überleben langfristig. Das Projekt wird nun Bestandteil des umfassenderen Vorhabens eines mittelamerikanischen «Bio-Korridors», der von sechs Regierungen Zentralamerikas ins Leben gerufen wurde und zum Ziel hat, die mittelamerikanische Flora und Fauna zu vernetzen und so besser zu schützen.

NOGAL

Vernetzter Naturschutz Biologisch und erst noch fair Eine Ausstellung in der ganzen Schweiz unterstützt das Bio-Baumwolle-Projekt in Afrika. Der Anbau von Baumwolle in Entwicklungsländern macht sich oft weder für die Umwelt noch für die Bauern bezahlt. Das muss nicht sein: Es gibt umweltverträglich hergestellte und fair gehandelte Baumwolle. Das zeigt die Wanderausstellung «Cotton» von Helvetas, die im Gewerbemuseum Winterthur gestartet wurde und seitdem durch viele Orte in der deutschen und französischen Schweiz getourt ist. Die Ausstellung macht auf globale Zusammenhänge im Baumwollhandel und auf die Vorteile von nachhaltigen Anbaumethoden aufmerksam. Im Zentrum der Ausstellung steht das Bio-Baumwolle-Projekt von Helvetas im westafrikanischen Mali. Die Migros unterstützt dieses Projekt finanziell und durch eine Abnahmegarantie für die Bio-Baumwolle, die sie in ihren Produkten verarbeitet. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) und die Migros sind die Hauptsponsoren der Ausstellung.

PANDA MOBIL

Naturschutz als Erlebnis Ein umgebauter Migros-Verkaufswagen bringt Schweizer Schülern ferne Natur näher. Auch 2005 rollte das WWF-Pandamobil, eine mobile Ausstellung in einem umgebauten Migros-Verkaufswagen, kreuz und quer durch die Schweiz. Seit 27


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Nachhaltigkeit und Umwelt (Ökologie)

NACHHALTIGKEIT Mit einem Magazin zeigte die Migros, wie sie zwischen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Ansprüchen ein Gleichgewicht findet. Ein grosses «N» steht auf der Titelseite der Beilage, welche dem «Migros-Magazin» mit einer Auflage von 2,5 Millionen Exemplaren beigelegt worden ist. Das «N»Magazin zeigt mit interessanten Beispielen und vielen Bildern den Kundinnen und Kunden, was die Migros für Umwelt und Gesellschaft alles unternimmt. Für speziell an der nachhaltigen Entwicklung Interessierte und Experten ist im Migros-Portal www.migros.ch ein Fachbericht «Nachhaltigkeit» nach den Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) veröffentlicht worden. Dank seinen umfassenden Informationen ist dem Fachbericht das Prädikat «in Übereinstimmung mit GRI» verliehen worden. Die Migros ist eine von zwei Firmen in der Schweiz, welche diese Auszeichnung erhalten haben. Das Trägergremium Nachhaltigkeit hat für das Jahr 2005 das Thema «Gesundheit» als Schwerpunkt bestimmt. Viele Aktivitäten sind darauf gestartet worden: Gesundheitsvorsorge in den Betrieben, Risikobeurteilung des Arbeitsplatzes bei Schwangeren, Gesundheitskurse in den Klubschulen, Velofahren zur Arbeit. Mit dem Setzen von Schwerpunkten will die Migros ihre Umwelt- und Sozialpolitik effizient konkretisieren.

UMWELT

Mobilität Das Projekt «Mit dem Velo zur Arbeit» (Bike to work) hat 1600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 21 MigrosBetrieben mobilisiert. Wer während eines Monats an mindestens der Hälfte der Arbeitstage mit dem Velo oder kombiniert mit dem öffentlichen Verkehr pendelte,

war dabei. Das Mitmachen wurde durch attraktive Wettbewerbspreise gefördert. Dieses Jahr war die Migros als Pilotbetrieb dabei. Nächstes Jahr wird die organisierende IG Velo alle Schweizer Unternehmen zur Teilnahme einladen, und die Migros wird diese Aktion wieder finanziell und pedalend unterstützen. Benzinsparendes und sicheres Autofahren kann gelernt werden in «Eco drive»-Kursen. Was die Migros-Chauffeure schon lange können, sollen auch die privaten Automobilisten anwenden. An der rallye21 in Basel gewinnen diejenigen, welche eine Rundstrecke am sparsamsten zurücklegen. Die Migros unterstützte diesen Anlass und zeigte neben vielen Engagement-Produkten auch die Biogaslastwagen der Genossenschaft Migros Zürich. Seit 2000 unterhält der MGB eine Partnerschaft mit der Car-Sharing-Organisation Mobility. Jüngstes Produkt dieser erfolgreichen Zusammenarbeit ist die M-Budget-Kategorie. Die je zur Hälfte im M-Budget- und im Mobility-Look gestalteten Fiat Panda sind äusserst beliebt und gut ausgebucht. Damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ohne Auto zur Arbeit kommen können und für Geschäftsfahrten trotzdem mobil sind, schliessen immer mehr Migros-Genossenschaften und Migros-Industriebetriebe einen entsprechenden Vertrag mit Mobility ab, wie ihn der MGB schon lange hat. Der Gütertransport erfolgt auf der Strasse und der Schiene. Die Migros ist der grösste private Einzelkunde der SBB und transportiert in der Schweiz jährlich über eine Million Tonnen mit der Bahn. Die Belieferung der Filialen von den Betriebszentralen und Verteilzentren aus erfolgt grösstenteils durch Lastwagen. Die Genossenschaften arbeiten neu auch in diesem Bereich mit der Energieagentur der Wirtschaft zusammen. Verschiedene Massnahmen wie Erneuern der Lastwagenflotte oder Einführen von alternativen Treibstoffen werden getroffen, um den Ausstoss von CO2 zu reduzieren.


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Migros Facts

Abfall und Entsorgung Die Genossenschaft Migros Zürich hat mit einem Pilotprojekt gezeigt, wie durch professionelles Ausschreiben von Abfallfraktionen die Kosten der Entsorgung deutlich gesenkt werden können. Die andern Genossenschaften liessen sich vom Erfolg überzeugen und machen beim Projekt «Abfallbörse» jetzt auch mit. Die grosse Nachfrage nach der Extrabeilage «Wertstoff Abfall» im «Migros-Magazin» machte einen Nachdruck nötig. Kundinnen und Kunden werden informiert, wie sie sich umweltfreundlich verhalten können. Zudem wird gezeigt, wie die Migros die jährlich bei ihr anfallenden 210 000 Tonnen Abfälle entsorgt.

ENERGIE

Klimaschutz Die Migros unterstützt das Kyoto-Protokoll und das Schweizer CO 2 -Gesetz, welches den Ausstoss von CO2 bis ins Jahr 2010 gegenüber 1990 um 10 Prozent reduzieren will. Bei der Ausgestaltung einer CO2-Abgabe hat sie sich im Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens für eine moderate Version eingesetzt. Der rationelle Energieeinsatz hat bei der Migros eine lange Tradition. Der aktuell hohe Ölpreis führt dazu, dass Effizienzmassnahmen im Energiebereich noch schneller rentabel werden, was weitere Impulse für Verbrauchssenkungen ergibt. Die traditionelle Erfassung des Verbrauchs wurde 20 05 erstmals durch eine Massnahmenerfassung ergänzt. Damit kann die durch Massnahmen erreichte Energieeffizienz nachgewiesen werden. Die Migros arbeitet mit der Energieagentur der Wirtschaft zusammen. Die Migros-Industriebetriebe und die Genossenschaften für ihre Filialen haben 2004 mit dem Bund Zielvereinbarungen abgeschlossen. 2005 sind die Betriebszentralen dazugekommen, welche eine freiwillige Zielvereinbarung im Brenn- und Treibstoffbereich anstreben.

Immer mehr Industriebetriebe stellen ihre Wärmeund Dampfversorgung auf das weniger CO2-intensive Erdgas um. Seit diesem Jahr setzt auch die Estavayer Lait SA, eine der grössten Wärmeverbraucherinnen der Migros, Gas als Brennstoff für ihre Dampfversorgung ein. Bei den neuen Kälteanlagen für die Einkaufszentren verwendet die Migros vermehrt natürliche Kältemittel (CO2 und NH3). Damit werden FCKW und HFCKW, welche die Ozonschicht zerstören und zudem ein grosses Treibhauspotenzial aufweisen, ersetzt. Die Erfahrungen bis heute sind durchwegs positiv.

Elektrizität In den Bereichen Produktkühlung und Beleuchtung sind weitere Fortschritte erzielt worden. Mit neuen Beleuchtungskonzepten für Super- und Fachmärkte kann die Energieeffizienz deutlich gesteigert werden. Die Migros hat für die Revision der Norm SIA 380/4, welche den Elektrizitätsverbrauch im Hochbau regelt, wichtige Grundlagen geliefert. Die neue Norm bringt bei der Verkaufsbeleuchtung erstmals realistische, aber auch ambitiöse Zielwerte.

Bauten Bei allen Bauvorhaben will die Migros innovative Energielösungen realisieren. Das 20 03 lancierte Projekt «Best Practice in der Haustechnik» ist auch dieses Jahr weitergeführt worden. Einfache, bewährte und energieeffiziente Haustechnikkonzepte und -anlagen werden dokumentiert und kommen bei Um- und Neubauten zur Anwendung. Mit der Eröffnung von neuen Verkaufsflächen – vor allem der grossen ObiFachmärkte in San Antonino, Schönbühl und Bülach – entstanden aber auch bedeutende zusätzliche Energieverbraucher.


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Migros Facts

Umweltkennzahlen

2005

2004

VERÄNDERUNG

[ M IO . CHF ]

24 874

24 917

–0,2 %

[ MWH ]

2,9 %

±%

M IGROS -G EMEINSCHAF T 1 Umsatz1 Elektrizität

943 548

917 190

CHF ]

37,9

36,8

3,1 %

[ MWH ]

588 204 140 643

584 964

0,6 %

141 880

–0,9 %

5,65

5,69

–0,7 %

[ K WH /10 0 0

Elektrizität pro Umsatz Wärme

[ TONNEN ]

CO2-Emissionen aus Brennstoffen und Treibstoffen

[ KG /10 0 0

CO2-Emissionen pro Umsatz

CHF ]

Trinkwasser

[10 0 0

M 3]

8 346

8 606

–3,0%

Betriebsabfall (ohne retournierte Kundenabfälle)

[ TONNEN ]

200 667

201 160

–0,2 %

[%]

57,2 %

57,6%

–0,5 %

KM ]

10 489

11 132

–5,8 %

[ M 2]

1 211 923

1 167 315

3,8 %

[ MWH ]

517 227

493 379

4,8 %

Stofflich verwerteter Anteil des Betriebsabfalls [10 0 0

Bahntransport (Binnentransport ganze Migros) – M-F ILIALEN 2 Verkaufsfläche Elektrizität Elektrizität pro Verkaufsfläche Elektro-Grundverbrauch Filialen Typ 1 pro Verkaufsfläche

3

Kältevergleichszahl Filialen Typ 1 3 Wärme CO2-Emissionen aus Brennstoffen

[ K WH / M 2 ]

427

423

1,0 %

[ K WH / M 2 ]

248

266

–6,8 %

[ K WH / M 2 JAHR ]

4 947

5 448

–9,2 %

[ MWH ]

131 192

137 683

–4,7 %

[ TONNEN ]

29 163

30 333

–3,9 %

24,1

26,0

–7,4 %

M 3]

2 128

2 278

–6,6 %

Elektrizität

[ MWH ]

138 355

137 155

0,9 %

Wärme

[ MWH ]

59 082

59 205

–0,2 %

CO2-Emissionen aus Brennstoffen

[ TONNEN ]

10 554

9 531

10,7 %

Trinkwasser

[10 0 0

638

657

–2,8 %

Betriebsabfall (ohne Kundenabfälle)

[ TONNEN ]

96 211

96 509

–0,3 %

[%]

55,7 %

56,2 %

–0,4 %

[ KG / M 2 ]

CO2-Emissionen aus Brennstoffen pro Verkaufsfläche

[10 0 0

Trinkwasser – M-B ETR IEBSZENTRALEN , V ERTEILZENTREN

UND

MGB

Stofflich verwerteter Anteil des Betriebsabfalls

M 3]

Retournierte Kundenabfälle

[ TONNEN ]

11 811

11 797

0,1 %

Fahrleistung LKW-Flotte der Betriebszentralen

[10 0 0

KM ]

30 543

30 674

–0,4 %

CO2-Emissionen LKW-Flotte der Betriebszentralen

[ TONNEN ]

24 839

25 180

–1,4 %

Produktion

[ TONNEN ]

1 205 281

1 172 216

2,8 %

Elektrizität

[ MWH ]

287 966

286 655

0,5 %

[ K WH / TONNE ]

239

245

–2,3 %

[ MWH ]

397 929

388 075

2,5 %

[ TONNEN ]

76 087

76 836

–1,0 %

– M-I NDUSTR IE

Elektrizität pro produzierte Tonne Wärme CO2-Emissionen aus Brennstoffen

63,1

65,5

–3,7 %

Trinkwasser

[10 0 0

M 3]

5 580

5 671

–1,6%

Betriebsabfall

[ TONNEN ]

104 455

104 651

–0,2 %

[%]

58,5 %

59,0 %

–0,5 %

CO2-Emissionen aus Brennstoffen pro produzierte Tonne

Stofflich verwerteter Anteil des Betriebsabfalls

[ KG / TONNE ]

Detaillierte Umweltzahlen und Kommentierung der Zielerreichung findet man auf www.migros.ch unter Nachhaltigkeit in der Sektion Umwelt. 1 Genossenschaften mit Filialen und Betriebszentralen sowie Industrie, Verteilzentren, MGB; Umsatz: Genossenschaften Inland, Industrie und MGB; 2 Erhebung nach neuem Erfassungskonzept ab 2 0 02; 3 Typ-1-Filialen erfüllen messtechnische Minimalanforderungen; immer mehr ältere Filialen mit eher höheren Energiewerten entsprechen Typ 1, wodurch die Kennzahlen noch schwanken (m: Laufmeter Kühlmöbel); Datenstand: Februar 2 0 06


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Migros Facts

Qualitätssicherung/Food Safety

Hohe Produktqualität garantieren Die Verpackungen von Lebensmitteln werden in Zukunft noch sicherer werden. Die Migros betreibt ein umfangreiches Qualitätssicherungssystem. Dieses definiert präventive Massnahmen, die dem Ziel dienen, eine hohe Produktqualität innerhalb der Sortimente zu garantieren. Das Qualitätsmanagement koordiniert die Planung, Umsetzung und Kontrolle dieser Qualitätssicherungsmassnahmen. Im Mittelpunkt stand auch 20 05 weiterhin die Migration von Fremdstoffen aus Verpackungen in Lebensmittel, insbesondere die Migration von Weichmachern in PVC-Dichtungen von Metalldeckeln. In einer Untersuchung wurden erhöhte Phtalatwerte

in Glaskonserven festgestellt, was zu einem Warenrückzug führte. Dies zeigte auf, wie dringend es ist, in diesem Verpackungsbereich alternative und sichere Lösungen zu suchen. Die Migros hat zusammen mit Swiss Quality Testing Services (SQTS) einen Fragebogen zu Bedarfsgegenständen, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, ausgearbeitet. Der Lieferant muss in diesem Fragebogen die Zusammensetzung des Materials offen legen und eine Unbedenklichkeitserklärung ausfüllen. Nur wenn eine solche Erklärung vorliegt, wird das Produkt in das Sortiment aufgenommen. Zudem sollen Migros-Verpackungslieferanten zukünftig nach dem BRC-IoP-Standard für Lebensmittelverpackungen zertifiziert sein.


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Migros Facts

Food-/Near-Food-Sortiment

Frische

Die Frischprodukte sind der «Motor» der Super-/ Verbrauchermärkte und prägen das Ladenbild.

Brot und Convenience Die 117 Migros-In-Store-Bäckereien und MigrosHausbäckereien zeigten sich am 16. Oktober 2005 von ihrer sympathischsten Seite. Sie schufen das grösste Butterzopf-M der Welt und verteilten in der Halle des Zürcher Hauptbahnhofs über 4000 Zopfportionen an ein begeistertes Publikum. Die Haus- und In-Store-Bäckereien der Migros garantieren für absolute Brotfrische und beste Qualität. Anna’s Best, die sehr beliebte Migros-Marke für Frisch-Convenience-Produkte, gehört zu den wichtigsten Markenaufsteigern im Jahr 2005. Im September wurde das neue India-Sortiment mit authentischen Menukreationen lanciert. Die Frisch-ConvenienceAngebote in der Migros werden sehr geschätzt. Ein Umsatzplus von über 4 Prozent gegenüber dem «Superjahr 2004» zeigt die grosse Akzeptanz von Anna’s Best. Die wertmässigen Marktanteile liegen bei knapp 50 Prozent und haben dieses Jahr gegenüber der Konkurrenz wieder massiv zugelegt.

Milchprodukte Slimline war offizieller Co-Sponsor der Miss-SchweizWahl 20 05 im September. Damit verbunden war eine breit gefächerte Inseratekampagne. Miss Schweiz Lauriane Gilliéron ist zudem in ihrem «Amtsjahr» 2005/2006 während zehn speziellen Slimline-Promotionstagen in jeder Genossenschaft mindestens einmal präsent und wird für weitere Werbeaktivitäten eingesetzt. Die Migros-Eigenmarkenjoghurts sind klar die beliebtesten Joghurts der Schweiz: Auf sie entfielen bei der im Herbst bei 500 Konsumenten durchgeführten Promarca-Umfrage 32 Prozent der Nennungen.

Das Léger-Sortiment konnte die starke Position im Bereich der fettreduzierten Käse auch 20 05 halten. Im Juni 20 05 wurden neue Léger-Produkte in den weiteren Sortimentsbereichen lanciert. Zurzeit sind Artikel aus den Bereichen Fleisch, Convenience und Tiefkühlprodukte in Léger-Qualität erhältlich. Weitere Artikel sind zur Lancierung vorgesehen. Mit einer nationalen Werbekampagne wurde die Bekanntheit von Léger weiter verbessert und die Sortimentsausdehnung bekannt gemacht. Die Verpackungen der gesamten Linie wurden Anfang 2005 einem Redesign unterzogen; das neue Design kommuniziert den Genussaspekt noch stärker als bisher. Heidi hat sich im zweiten Jahr nach der Lancierung zur stärksten Eigenmarke im Milchproduktebereich entwickelt: 52 Millionen Franken Jahresumsatz, 3,2 Prozent Umsatzanteil. 20 05 gab es mehrere neue Produkte wie Rahmglacé, Butter, Molke und den Gstaader Bergkäse, die sich gut entwickeln. Heidi-Bergmilchprodukte haben sich innert kurzer Zeit zu einer fest etablierten Markengrösse bei Milchprodukten entwickelt. Dazu trug neben 50 0 Degustationstagen in grösseren Migros-Filialen und einem Messeauftritt mit einem Holzchalet auch das Hauptsponsoring beim «Heidi»-Musical in Walenstadt bei, das in den Medien schweizweit grosse Beachtung fand. Investitionen in neue Degustationsstände ermöglichten einen professionellen, einheitlichen und wirkungsvollen Auftritt in den Läden. Die mit allen strategischen Eigenmarken und weiteren bedeutenden Sortimenten durchgeführten Degustationen zeigen die bestehende Sortimentskompetenz sowie den Umfang und die Qualität der Eigenmarken. Als Vorsichtsmassnahme gegen die Vogelgrippe trat am 25. Oktober 2005 in der Schweiz ein Verbot für Freilandhaltung von Geflügel in Kraft. Das Thema fand in den Medien grosse Beachtung und verunsicherte die Konsumenten. Dadurch ging die Eiernachfrage leicht zurück, was sich vor allem bei den Import-


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eiern auswirkte. Nach rund drei Wochen entsprach der Absatz aber bereits wieder den Vorjahreswerten. Zehn Produkte von den insgesamt rund 40 Artikeln der neuen Premium-Linie Sélection wurden im Bereich Molkerei/Käse lanciert. Vor allem der Trüffel-Brie und der Riesling & Sylvaner-Weichkäse sowie die Crème Brûlée und die Crema Latte Macchiato konnten sich auf Anhieb durchsetzen. Preisabschläge auf dem gesamten Sortiment haben die ausgezeichnete Entwicklung des Vorjahres gebremst. Die Einführung weiterer sehr erfolgreicher MBudget-Produkte führte zusätzlich zu einem tieferen Preisniveau. Die Resultate des Jahres 2004 konnten darum nicht mehr ganz erreicht werden.

Fleisch, Charcuterie, Geflügel und Fisch In der Schweizer Fleischbranche zeichnen sich grössere Veränderungen ab, und wie andere Bereiche wird auch der Fleischmarkt preissensibler. Die Migros hat im Bereich Frischfleisch erfolgreich M-Budget-Produkte lanciert, die Mehrumsätze generiert haben. Auf der anderen Seite wurden auch im Frischfleischbereich hochwertige Sélection-Produkte lanciert. Im Bereich Charcuterie werden vermehrt auch an sich höherpreisige Produkte wie Trockenfleisch erfolgreich im Billigsegment platziert werden. Die Migros hat die M-Budget-Charcuterie-Produkte massiv ausgebaut und vor allem im Teilmarkt Wurstwaren auf neue Kundenbedürfnisse reagiert. Generell wird im Charcuterie-Bereich ein Trend zu grösseren und transparenten Schalen beobachtet. Nach der Sars-Epidemie in Asien 20 04 erholte sich der Geflügelmarkt im Lauf des Jahres 20 05 zusehends. Doch dann machte die Vogelgrippe Schlagzeilen, was dazu führte, dass auch die Migros massive Minderumsätze zu verzeichnen hatte. Die Ware staute sich auf und blieb im Markt. Dabei wäre der Geflügelmarkt eigentlich der dynamischste Bereich im Fleischmarkt. Denn Geflügel entspricht modernen Ernährungstrends und hat daher viel Potenzial für Convenience-Produkte. Im Fischbereich steht die Migros mit einem Marktanteil von über 50 Prozent hervorragend da. Dieses Profilierungssortiment hat zudem ein ausgezeichnetes Qualitätsimage.

Früchte und Gemüse Die Branchenlösung zur Reduktion der Acrylamidbildung bei Kartoffeln wurde erfolgreich umgesetzt. Für

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die Herstellung von gebratenen, gebackenen und frittierten Kartoffelgerichten werden den Konsumenten heute Kartoffeln, die sich aufgrund ihres geringen Zuckergehaltes und einer fachgerechten Lagerung speziell für diese Gerichte eignen, in separaten Beuteln angeboten. Die grossen Karottenlager der Ernte 2004 bauten sich wegen der vielen schlechten Posten sehr schnell ab. Die Zwiebelernte 2004 war eine Rekordernte. Tiefe Verkaufspreise waren die Folge. Die Ernte 2005 war normal. Beim Blattgemüse war der Jahresanfang 2005 geprägt durch eisige Kälte und Schneefall bis nach Spanien. Dies führte zu sehr hohen Preisen. Zahlreiche Aktionen, so bei Blumenkohl, Broccoli und Fenchel, mussten annulliert werden. Nach Ostern normalisierte sich die Lage. Im Sommer war die Tomatenschwemme ein grosse Thema in der Presse. Trotz zahlreichen Aktivitäten konnten die grossen Mengen nicht vollständig vermarktet werden. Das Kernobst – Äpfel und Birnen – war auch 20 05 der Umsatzleader bei den Früchten. Nach der sehr grossen Ernte 2004 zeichnete sich auch für die Saison 20 05 eine Grossernte mit Überschüssen ab. Durch gezielte Eliminierungsmassnahmen, die im neuen nationalen Vermarktungskonzept definiert sind, konnte der Lagerbestand reduziert und dem Bedarf angepasst werden. Im Trend sind die Sorten Gala und Braeburn, weiterhin gut gefragt sind auch die MBudget-Äpfel. Für die Sommerfrüchte waren die Wetterbedingungen nicht optimal. Einzig bei den Aprikosen gab es eine gute Ernte, und die Vermarktung konnte wie geplant durchgeführt werden. Bei Kirschen und Zwetschgen mussten zahlreiche Aktivitäten abgesagt werden. Regenfälle beeinträchtigten die Qualität massiv. Trotz zahlreichen Promotionen konnten in der Hauptsaison nicht alle Erdbeeren abgesetzt werden; mit der Kälte ab Mitte Juli wurden sie dann zur Mangelware. Der heftige Wirbelsturm in Florida hatte grossen Einfluss auf die Früchte aus Übersee. Die grossen Verspätungen der Schiffe erschwerten die Planung bei Zitrusfrüchten und Bananen.


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Near-Food

Wohlfühlinseln laden zum Verweilen

Homecare

Das Ladenkonzept «Beauty & Selfcare World» bringt markante Steigerungen der Marktanteile. Der Near-Food-Bereich realisierte 20 05 in generell stagnierenden bis leicht rückläufigen Märkten weitere beachtliche Marktanteilssteigerungen. Im direkten Vergleich mit der Hauptkonkurrenz ist die Migros klare Gewinnerin. Die Stärkung der Eigenmarkensortimente und die massvolle, aber konsequente Einführung von A-Marken hat die Sortimentskompetenz weiter erhöht.

Trotz mehrheitlich rückläufigen Märkten mit entsprechenden Konsequenzen konnte auch im Bereich Homecare (Waschen, Reinigen, Folienbeutel) die Marktstellung weiter gefestigt werden. Nachhaltiges organisches Wachstum in der neu geschaffenen Bedarfswelt Homecare brachte klare Marktanteilsgewinne. Zu diesem Wachstum haben die attraktiven Sortimente, die Neupositionierung des Papiersortimentes sowie die erfolgreiche Einführung mehrerer Innovationen wie Handymatic und das neue Total beigetragen. Durch Grosspromotionen an A-Standorten konnten im Bereich Waschen bisherige «Category-Verweigerer» für Migros-Produkte gewonnen werden.

Beauty & Selfcare Der Verdrängungs- und Konzentrationsprozess im Bereich Beauty & Selfcare schreitet weiter voran. Markant über dem Marktwachstum von 2,5 Prozent liegt der Bedarfsbereich Beauty mit einer Steigerung von 12,4 Prozent. Dazu trugen vor allem der Launch der neuen Sub-Line Zoe Moist Protect (Skin Care), die Relaunches von Jana und Sun Look sowie die sehr erfreulichen Resultate der Nivea-Einführung bei. Im Bedarfsbereich Körperhygiene übernimmt die Migros die Marktführerschaft vor allem dank verschiedenen Relaunches im Male-Grooming-Geschäft sowie der Einführung von Gillette. Im Teilmarkt Selfcare wurde die dominante Marktstellung wertmässig auf 64,1 Prozent ausgebaut und weiter gefestigt. Hier wirkten sich die Innovationen von Axanova, Pedic-Fusspflege und die Neuheiten von Kneipp positiv aus. Das attraktive neue Ladenkonzept «Beauty & Selfcare World» wurde in allen Genossenschaften weiter ausgebaut. Verschiedene interessante Standorte verfügen aber noch nicht über den neuen Auftritt. Die angenehme Wohlfühlinsel wird von den Konsumentinnen sehr geschätzt und erhöht sowohl die Frequenz als auch die Verweildauer. Die Migros-Gemeinschaft verfügt aktuell über rund hundert solcher Standorte.

Haushalt Der Bereich Haushalt sieht sich ebenfalls mit einer stagnierenden bis teilweise klar rückläufigen Marktentwicklung konfrontiert. Speziell der Bereich Papeterie stand 2005 unter hohem Preisdruck. Die Marktanteile der Migros sind auf hohem Niveau stabil bis leicht wachsend. Trotz aggressiven Wettbewerbsmassnahmen konnten die Umsätze in den Bereichen Geschirr und Haushalthilfen weiter ausgebaut werden. Der Bereich Küche setzte verschiedene Akzente im Basissortiment und konnte dadurch das gute Preis-LeistungsVerhältnis der Migros unter Beweis stellen. Im Papierserviettenmarkt verfügt die Migros mit einem wertmässigen Anteil von über 60 Prozent über eine hervorragende Stellung. Zusammen mit Office World konnten im Bereich der Beschaffung wichtige Synergiepotenziale erschlossen werden. Volumen- und Lieferantenbündelungen brachten markante Effizienzsteigerungen. Dazu trug auch die beispielhafte Zusammenarbeit mit den Büros in Hongkong und Shanghai bei.


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Non-Food-Sortiment

Lilibiggs spielen erfolgreich mit Die Migros ist in einem weiteren Bereich Marktleaderin geworden: bei den Spielwaren. Die Non-Food-Märkte sind 20 05 erneut um 2 bis 3 Prozent geschrumpft. Die Expansion ausländischer Modeketten im Schweizer Markt geht weiter. Das Überangebot drückt auf Marge und Preise. Durch den Markteintritt von Hard-Discountern geraten die ersten Preislagen unter zusätzlichen Druck. Die Anbieter modischer Oberbekleidung entdecken zusehends den Wäschemarkt. Durch diese Entwicklung, aber auch durch den verstärkten Marktauftritt von Discountern, kommen die Preise für Wäsche und Strumpfwaren unter Druck. Umso wichtiger sind Promotionen, welche die Wahrnehmung und das Preisimage bei der Kundschaft stützen. Kundenbefragungen zeigen, dass diese Promotionen Frequenz schaffen und die Kunden ein hohes Vertrauen in diese Angebote setzen. Die Migros konnte in den bearbeiteten Teilmärkten ihre Marktstellung verteidigen, teilweise sogar auf hohem Niveau noch ausbauen. Die Gesamtumsätze gingen im Vergleich zu 2004 um 3 Prozent zurück. Die Verkaufsflächen gingen um etwa 4 Prozent zurück. Dies ist auf eine Umgewichtung von Flächen zu Gunsten von anderen Sortimenten zurückzuführen. 20 05 wurden die konzeptionellen Voraussetzungen für Querbelieferungen von Fachmarktsortimenten in den Super-/Verbrauchermarkt und umgekehrt erarbeitet. Diese gehen 2006 in den Pilotbetrieb und sollen 2007 breit umgesetzt werden. Die Beschaffung wurde 2005 systematisch analysiert, und es wurden Ziele und Massnahmenpläne zur Beschaffungsoptimierung erarbeitet, welche 2006

umgesetzt werden. Ziel ist eine deutliche Lieferantenreduktion und eine engere Zusammenarbeit mit den weltweiten Partnern.

Bekleidung und Schuhe Die Wäschesortimente sind stark etabliert im Markt und gewinnen laufend Marktanteile dazu. Dabei stützt sich die Migros im Wesentlichen auf die sehr gut positionierten Eigenmarken, die durch ausgewählte A-Marken ergänzt werden. Für die Nachtwäschesortimente steht 2006 eine umfassende Sortimentsüberarbeitung bevor; der Auftritt soll sowohl inhaltlich wie vom Erscheinungsbild her zeitgemässer und attraktiver werden. Die im Frühjahr eingeführte Damenmodemarke Tom Tailor musste infolge neuer Vertriebsstrategien des Lieferanten bereits wieder abgelöst werden. 20 06 werden neue Sortimentskonzepte in der Damenoberbekleidung lanciert. Ein Bereich betrifft die grossen Grössen, ein weiterer die Bedürfnisse der modernen Kundin. Die 20 05 durch Sortimentswechsel verlorenen Marktanteile in den Strumpfwarenbereichen bei Herren und Kindern gilt es 2006 zurückzugewinnen. Im insgesamt stark rückläufigen Baby- und Kindermarkt konnte die Migros die Umsätze beinahe halten. In der Herrenoberbekleidung zeichnen sich seit Herbst 2005 die Resultate der strategischen Neuausrichtung ab. Es ist gelungen, Umsätze auf gleicher Fläche um mehrere Prozentpunkte zu steigern und einen attraktiveren Auftritt in den Läden zu erreichen. 2006 wird es eine noch stärkere Konzentration auf die Warengruppen Hemden, Jeans und Strickwaren geben. Die Arbeiten an der Neuausrichtung des Strassenschuhesortiments sind noch im Gang. Die Präsen-


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tationskonzepte für Freizeitschuhe wurden vollständig überarbeitet, die Sortimente auf den aktuellen Stand gebracht.

Spielwaren Die Migros bietet ein attraktives Jahressortiment mit Marken wie Barbie, Fisher Price, Duplo, Lego, Playmobil, Ravensburger, MB, Hasbro usw. an. Saisonschwerpunkte sind das Oster-, das Sommer- sowie das Weihnachtsgeschäft, wofür jeweils die Flächen und Sortimente massiv ausgeweitet werden. Weihnachten beginnt bereits Ende Oktober für die Kinder, denn dann erscheinen die Weihnachtskataloge. Das 40-seitige Geschenkbuch der Migros war wiederum sehr attraktiv gestaltet mit den Kinderbotschaftern Lilibiggs, welche die tolle Auswahl an Markenspielsachen in Szene setzten. Dazu gab es lustige Rätsel und

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attraktive Wettbewerbspreise. Das Geschenkbuch lag der Migros-Presse bei und fand so den direkten Weg in praktisch alle Schweizer Haushaltungen. An Weihnachten verwandelten sich die grösseren Spielwarenabteilungen in farbenfrohe Schlösschen mit Hugo, Nina und Tobi als Bewohnern. Die Abteilungen mit der grossen Auswahl an Markenspielwaren luden zum Verweilen ein. Und mit etwas Glück konnte man die Lilibiggs persönlich antreffen. Im November wurden lustige Adventskalender verteilt und im Dezember gab es gratis Schleckereien. Die Anstrengungen waren erfolgreich. Die Migros ist mit Abstand der erfolgreichste Lego-Verkäufer. Und 2005 ist die Migros erstmals Marktleader im traditionellen Spielwarenmarkt.


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Fachmärkte

DO IT + GARDEN

Die Soft-Bereiche blühen Der Bau- und Freizeitkanal der Migros positioniert sich neu und hebt sich von der Konkurrenz ab. Der Schweizer Bau- und Freizeitmarkt befindet sich weiterhin in einem starken Umbruch. Zusätzlichen Druck lösen die kompetitiven Modelle der (deutschen) Grossflächen-Baumärkte aus. Dies alles in einem wirtschaftlich gedämpften Umfeld, welches der Branche nur ein marginales Wachstum beschert hat. Dem gegenüber steht aber eine anhaltende Marktflächenexpansion von jährlich gut 10 Prozent in der Schweiz. Die Folgen davon sind schwerwiegend und nachhaltig. Die ersten Marktpreislagen im Sortiment haben weiterhin an Stellenwert gewonnen, die aggressive Intensivierung der Marktbearbeitung aller Marktteilnehmer über den Preis hat markant zugenommen. In diesem anspruchsvollen Umfeld konnte sich Do it + Garden (D+G) flächenbereinigt gut behaupten. Die starken Marktpositionen in den Soft-Bereichen wie Autozubehör, Basteln, Malen, Gartenaccessoires, Pflanzenpflege usw. konnten weiter ausgebaut werden. Die strategische Neuausrichtung am Markt wurde weiter vorangetrieben und abgeschlossen. Der neu positionierte D+G-Auftritt ist ab Februar 2006 an ersten Standorten im Mittelland umgesetzt. Dazu kommt ein neuer Werbeauftritt, der sich im primär Preisflyerdominierten Baumarktsegment wohltuend abhebt. Der Trend zur nachhaltigen Forstwirtschaft FSC hält an; die entsprechende Umstellung der Sortimente läuft plangemäss. M-Budget hat sich auch im Kanal D+G etabliert: 20 Artikel bringen etwa 1,5 Prozent des Gesamtumsatzes Das Trading-up im Gartenmöbel- und Grillsortiment wirkte sich positiv aus: Trotz suboptimalem Wetter konnte mit einem Plus von 6 Prozent ein überdurchschnittliches Wachstum verzeichnet werden. Für 2006 steht die Umsetzung bzw. Multiplizierung der Neuausrichtung mit strategischer Profilierung

des D+G klar im Vordergrund. Neu setzt D+G im so genannten Soft-Bereich verstärkt auf neue Sortimentsthemen mit den Zielgruppen Frau, Familie und Kinder.

M-ELECTRONICS

Mobiltelefonie wächst rasant Bereits 110 000 Kundinnen und Kunden telefonieren mit M-Budget Mobile. Der Schweizer Elektronikhandel war 2005 einem enormen Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Die Produktlebenszyklen werden stetig kürzer, und die Innovationsdynamik steigt. In diesem Umfeld geriet die Fachmarktsparte m-electronics in der ersten Jahreshälfte 2005 unter enormen Margendruck, der erst im letzten Quartal teilweise kompensiert werden konnte. Die Notwendigkeit einer Neuausrichtung wurde frühzeitig erkannt: Seit 1. September 2005 treibt Frank Mades die strategische Neupositionierung voran. Geschäftsbereiche wurden zum Teil umstrukturiert und Verantwortlichkeiten neu verteilt. Im Zuge der Veränderungen dominierte der Launch von M-Budget Mobile im vierten Quartal die Schlagzeilen: Mit dem ersten «No Frills»-Angebot im Detailhandel verzeichnet der Bereich Mobiletelekommunikation ein rasantes Wachstum. Ende 2005 telefonierten 110 000 zufriedene Kunden mit M-Budget Mobile. m-electronics verzeichnete im Geschäftsjahr 2005 einen Gesamtumsatz von 655 Millionen Franken. Überproportionales Wachstum gab es – neben der mobilen Kommunikation – vor allem in den klassischen Bereichen Haushalts- und Unterhaltungselektronik. 2006 steht die Neusortimentierung im Zentrum: Eine Profilierung soll vor allem in den Wachstumsbereichen Flat-TV, Handheld-Audio/Video-Player und Telekommunikation erfolgen. Ein deutlich erhöhter Anteil an Eigenmarken wird die Differenzierung und die Profitabilität unterstützen.


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MICASA

Neu eingerichtet Die ersten Micasa-Filialen wurden nach einem neuen Konzept gestaltet, weitere folgen. Die für 2005 erwartete Nachfragezunahme bei Wohnungseinrichtungen hat sich nicht eingestellt. Die immer noch angespannte Konsumentenstimmung führte einerseits zu Zurückhaltung bei Anschaffungen von investiven Konsumgütern, andererseits zum Kauf von günstigeren Artikeln. Mit der Umsetzung der Neuausrichtung von Micasa wurden die Sortimente schlanker und einfacher, und der Fokus wird auf ein starkes PreisLeistungs-Verhältnis gesetzt. Die Einstiegspreislagen wurden verstärkt. Und mit dem neuen Wohnbuch im Herbst wurden zwölf M-Budget-Artikel erfolgreich eingeführt. Die Preise zahlreicher Artikel sind über die letzten fünf Jahre bis zu 40 Prozent gesunken. Mit dem neuen Kommunikationskonzept, welches hauptsächlich die junge Familie anspricht, wurde die Ausstrahlung von TV- und Radio-Spots gestartet. Dadurch konnte der Bekanntheitsgrad von Micasa innerhalb von einem Jahr markant gesteigert werden. Das neue, ansprechende Filialkonzept mit einer übersichtlichen, kundenfreundlich gegliederten Sortimentspräsentation wurde im Herbst in der Filiale Zugerland im Midi-Format und in der Filiale Schönbühl im Maxi-Format umgesetzt. Für 20 06 stehen neue Micasa-Filialen in Amriswil, Winterthur-Grüze und Oftringen auf dem Plan. Zudem werden bestehende Micasa-Filialen wie Dreispitz Basel, La Praille Genf, Sursee, Ebikon, Pizolpark und Volketswil nach neuem Konzept schrittweise umgebaut.

OBI

Auf Expansion bauen Mit der Eröffnung von drei neuen Baumärkten mit Gartencenter wurde das Vertriebsnetz deutlich ausgebaut. 20 05 wurde drei neue Obi-Standorte eröffnet. Im neuen Flagschiff in Schönbühl bei Bern kann nun auf rund 11 000 Quadratmetern die ganze Sortimentskompetenz in den vier Kernbereichen Bau, Heimwerken, Wohnen und Garten erlebt werden. Mit San Antonino wurde auch der italienischsprachige Wirtschaftsraum im Tessin erschlossen. Nach langjährigen intensiven Bemühungen konnten in Oftringen und Winterthur die Bauarbeiten gestartet werden, womit das Vertriebsnetz 2006 auf neun Standorte anwachsen wird.

Oftringen und Winterthur setzen wie Bülach Süd und Schönbühl das erfolgreiche Fachmarktcenter-Konzept der Migros fort. Im Sinne eines vorteilhaften One-Stop-Shoppings finden die Kunden neben dem Obi-Baumarkt auch gleich weitere Migros-Fachmärkten wie Micasa, sportXX oder m-electronics vor. Im nur marginal gewachsenen Marktumfeld hat sich Obi auch flächenbereinigt gut entwickelt. Insbesondere zeigt der Profilierungsbereich Gartencenter mit seinem stetigen Wachstum die gute Kundenresonanz. Die nun auch in der Schweiz vermehrt einsetzende aggressive Werbung über den Preis bei allen Marktteilnehmern wird sich fortsetzen und den Wettbewerb weiter verschärfen. Mit den erfolgreich eingeführten Sortimentsbereichen Küchen, Fitness und Büro wurde das Angebot ergänzt. Das neue farbenorientierte Präsentationskonzept in den neu eröffneten Verkaufsstellen erleichtert den Kunden die Orientierung deutlich. Für 2006 steht neben den Standorteröffnungen und der fortlaufenden Umsetzung des neuen Präsentations- und Servicekonzeptes vor allem die weitere Standortsicherung im Vordergrund. Trotz der sehr schwierigeren Bewilligungssituation für grossflächige Fachmärkte wollen die Obi-Baumärkte in allen Wirtschaftsregionen der Schweiz für die Kunden da sein.

SPORTXX

Immer besser im Rennen Der Bekanntheitsgrad von sportXX hat sich in zwei Jahren praktisch verdoppelt. Das sportXX-Filialnetz wächst laufend: 2005 wurden vier neue Filialen eröffnet, das sind jetzt insgesamt 39. 2006 werden wiederum zwei neue sportXX-Filialen dazukommen. Das Image bei den Kunden konnte signifikant verbessert werden. Vor allem im Vergleich zur Konkurrenz konnte insbesondere das qualitative Image deutlich verbessert werden. Der ungestützte Bekanntheitsgrad von sportXX liegt inzwischen bei rund 20 Prozent – das ist zwar immer noch tief, aber bereits um 10 Punkte höher als noch vor zwei Jahren. Die laufende Expansion, das gute Image und die steigende Bekanntheit widerspiegeln sich auch in der sehr positiven Ertragsentwicklung.


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Wellness

FITNESSPARKS

GOLFPARKS

50 000 Gäste fühlen sich wohl

«Let’s play Golf»

Mit der Neueröffnung in Baden kann man in 15 Migros-Fitnessparks trainieren und sich entspannen. Grosszügige und modernste Wellnessoasen ganz im Dienste der Gesundheit und des Wohlbefindens verbunden mit einem konkurrenzlosen Preis-LeistungsVerhältnis – dies ist das Erfolgsrezept der 15 MigrosFitnessparks. Fitness- und Wellnessbegeisterte sollen sich gleichermassen wohl fühlen, und tun es auch, wie die Zahlen beweisen: Pro Jahr trainieren und entspannen sich hier 50 0 0 0 Inhaberinnen und Inhaber von Jahreskarten sowie Tagesgäste. 2005 sind weitere Highlights dazugekommen: Mit der Eröffnung des Natur-Pools und des Hauptgebäudes wurde das zweijährige Um- und Ausbauprojekt Milandia in Greifensee abgeschlossen, in das insgesamt 30 Millionen Franken investiert wurden. Auf 200 000 Quadratmetern bietet der Sport- und Erlebnispark ein breites Angebot für Jung und Alt. Ende November 20 05 wurden in Baden der 15. Fitnesspark und ein Hamam eröffnet. Neben dem Hamam gehört das 10 0 Quadratmeter grosse Kursbad, in dem Aquafit-Kurse durchgeführt werden, zu den Glanzpunkten der neuen Wellnessoase.

Mit ihrem neuen Jugendförderungsprojekt unterstreicht die Migros das Motto «Golf für alle». Golf ist spannend und abwechslungsreich – es überrascht also nicht, dass Golf von immer mehr Schweizerinnen und Schweizern als schönster Sport bezeichnet wird. Mit fünf Golfparks (18-, 9-, 6- und 3-Lochanlagen) und einem Golfcampus mit einer 6-Loch-Anlage sorgt die Migros für noch mehr Abwechslung. Weiterhin ist die Nachfrage nach dem Frischluftspiel mit dem kleinen weissen Ball ungebremst. 2005 wurden 2400 Platzreifeprüfungen abgenommen. Auch die 18,5 Millionen Golfbälle, die auf den Driving Ranges abgeschlagen wurden, unterstreichen die wachsende Popularität des Golfsports. Wie ernst die Migros ihr Motto «Golf für alle» nimmt, zeigt sich auch beim Jugendförderungsprojekt «Let’s play Golf», das 20 05 ins Leben gerufen wurde. Denn «Golf für alle» meint natürlich auch Golf für Jugendliche. Rund 8000 Schülerinnen und Schüler in der ganzen Schweiz haben bei «Let’s play Golf» mitgemacht. Die 80 besten Jugendlichen haben beim nationalen Finaltag in Otelfingen um den Sieg gespielt. Das Projekt wird 2006 weitergeführt.


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Migros Facts

Gastronomie

Bessere Luft In den Migros-Restaurants wurde das Thema Rauchen aktiv angegangen. Die Gastronomie Migros erreichte 20 05 mit 688 Millionen Franken (ohne Mehrwertsteuer) den budgetierten Jahresumsatz; er lag 0,6 Prozent unter dem Vorjahr. Die Migros-Restaurants konnten ihren Marktanteil von 55,3 Prozent (+ 0,1 Prozent) in der Handelsgastronomie in einem schwierigen Jahr halten. Die Migros-Gastronomie setzt konsequent auf Frische und Qualität zu günstigen Preisen. Die vorher in einigen ersten Genossenschaften angebotenen Saisonpromotionen wurden 2005 in allen Restaurants durchgeführt. Die drei Themen Spargeln/Erdbeeren, Tomaten/Sommerfrüchte (Beeren) und Wild/Vermi-

celles werden 2006 durch den vierten Themenbereich Kartoffeln/Äpfel ergänzt. 20 05 wurde das Thema Rauchen angegangen. Seit Mai 2005 läuft in allen Migros-Restaurants der deutschen und welschen Schweiz die Kampagne «Mehr Luft». Von 11.30 Uhr bis 13 Uhr werden im Raucherbereich die Aschenbecher nur auf Verlangen abgegeben, und mit Flyern und Tischstellern werden die Gäste aufgefordert, wenn möglich in der Hauptessenszeit aufs Rauchen zu verzichten. Die auf Freiwilligkeit basierende Kampagne hatte eine gute Resonanz bei den Gästen und die Luftqualität verbesserte sich in vielen Restaurants. Alwin Hollenstein, der langjährige Leiter der MGastronomie, wurde 2005 pensioniert. Sein Nachfolger ist André Hüsler.

Übriger Detailhandel

LESHOP.CH/MIGROS-SHOP.CH

Schwarze Zahlen in Sicht Der Umsatz des Online-Shops hat mit einem Plus von 45 Prozent die Erwartungen übertroffen. LeShop.ch und migros-shop.ch sind 2005 um weitere 45 Prozent auf 47,1 Millionen Franken Umsatz gewachsen und haben damit die Erwartungen deutlich übertroffen. Mit den neuen Fachboutiquen umfasst das Sortiment 7500 Artikel. 20 06 wird erstmals ein Quartalsabschluss mit schwarzen Zahlen erwartet. Mit einem neuen Logistikzentrum in der Westschweiz will das grösste Schweizer Online-Einkaufszentrum die Grundlage für weiteres Wachstum legen. Mit den kürzlich eingegliederten Boutiquen wie Switcher, Urech und Boots hat LeShop.ch einen wichtigen Schritt vom Supermarkt in Richtung Einkaufszentrum getan.

Heute finden die Kunden bei LeShop.ch/migros-shop. ch neben Migros-Produkten, Markenartikeln und Frischwaren auch Kleider, Parfümerie, Schmuck oder Do it + Garden-Artikel. Diese Sortimentserweiterung hat in den letzten zwei Jahren wesentlich zum anhaltenden Wachstum beigetragen. Allein im Jahr 20 05 wuchs der Kundenstamm um 25 0 0 0 neue Haushalte. Trotz sinkenden Detailhandelspreisen nahm der durchschnittliche Warenkorb um zehn auf 214 Franken zu. KENNZAHLEN

Umsatz (in Mio. CHF) Sortiment (Anzahl Artikel) Durchschnittswert pro Bestellung (in CHF)

Neukunden

2005

2004

47

33

7 500

6 000

214

204

25 800

23 900


110

Migros Facts

EX LIBRIS AG

Nummer eins im Musicdownload Der Online-Handel wächst und wächst. Im 2005 gestarteten Musicdownload ist Ex Libris schon Marktführer. In einem sprunghaften und kompetitiven Markt konnte Ex Libris, der grösste Medienanbieter der Schweiz, die Marktanteile weiter steigern. Mit 174 Millionen Franken Bruttoumsatz wurde das Rekordergebnis des Vorjahrs erreicht. Da die Preise rund 2 Prozent tiefer lagen, waren die Sortimente für die Kundinnen und Kunden noch attraktiver. Das Filialgeschäft wurde auch 20 05 weiterentwickelt, und mit Umbauten und Renovationen wurden Filialen modernisiert. Ex Libris verfügt nun über ein flächendeckendes Netz von 120 Läden, die sich in grossen Städten und Einkaufszentren, aber auch in mittleren und kleineren Orten befinden. Das Filialnetz wird 2006 weiter ausgebaut und optimiert. Der seit 2000 betriebene Handel übers Internet auf www.exlibris.ch ist zu einem der grössten und erfolgreichsten Online-Shops der Schweiz gewachsen. Durchschnittlich 1,1 Millionen Interessierte pro Monat stöbern im multimedialen Vollsortiment mit mehr als 2 Millionen Artikeln. Um den Kunden in den Filialen einen zusätzlichen Mehrwert zu bieten, beginnt Ex Libris nach einer erfolgreichen Testphase 2006 mit der Einführung eines Bestellservices in allen 120 Filialen auf der Basis

des Internetportals. Damit wird jeder Ex-Libris-Laden ein Vollsortimenter mit einem multimedialen Angebot von über 2 Millionen Produkten. Der im ersten Quartal 2005 eingeführte Musicdownload-Shop auf www.exlibris.ch hatte einen fulminanten Start, und dieser moderne Distributionskanal wurde rasch weiter ausgebaut. Im aktuellen, legalen und virenfreien Angebot sind rund zwei Millionen Songs zu finden, darunter auch das grösste Angebot an Schweizer Künstlern. Damit ist Ex Libris die Nummer eins im Schweizer Markt und gehört zu den weltweit grössten Musicdownload-Shops. Ex Libris investierte 20 05 über 1,9 Millionen Franken. Damit wurde die Attraktivität der Verkaufspunkte im stationären und im Internethandel weiter gesteigert sowie der Ausbau der Informatik vorangetrieben. Auch 20 06 wird die strategische Ausrichtung weiter auf eine marktorientierte, kundennahe und nachhaltige Sortiments-, Preis- und Aktionspolitik gerichtet sein. Die Weiterentwicklung wird durch organisches Wachstum in den bestehenden Filialen, durch Filialrenovationen und vor allem einen forcierten Ausbau des Online-Geschäftes gesichert werden. KENNZAHLEN

2005

2004

Umsatz (in Mio. CHF)

164

165

Anzahl Mitarbeitende

448

449

Ebitda (in Mio. CHF)

12,1

10,1

1,9

5,7

Investitionen (in Mio. CHF)


111

Migros Facts

Globus-Gruppe

Ertragskraft weiter gestärkt Die Strategie, die Kräfte auf die starken Marken im Inland zu konzentrieren, ist erfolgreich; die Globus-Gruppe konnte das Konzernergebnis erneut steigern.

Eine belebte Konsumentenstimmung, die Erneuerung von Geschäften und die Weiterentwicklung von Sortimenten und Markenstrategien brachten den Globus-Unternehmungen ein deutliches Umsatzwachstum. Dynamik zeigte vor allem das zweite Halbjahr 2005 mit einem der besten Weihnachtsgeschäfte seit langem. Sämtliche Warengruppen profitierten vom Trend zu wertigen, exklusiven Artikeln. Die Globus-Warenhäuser (+2,5 Prozent), Herren Globus (+5,2 Prozent) und Interio (+2,2 Prozent) erarbeiteten ihr Wachstum auf unveränderter Verkaufsfläche. Office World (+2,1 Prozent) steigerte den Umsatz bei leichter Expansion, wobei das Online-Geschäft um 15 Prozent zunahm. Zusammen mit den Liegenschaftserträgen sowie diversen Umsätzen erzielten die Detailhandelsunternehmungen einen vergleichbaren Nettoumsatz von 1104,6 Millionen Franken, was einem Wachstum von 2,5 Prozent entspricht. Die im Vorjahr abgeschlossene Restrukturierung der Gruppe (Schliessung Oviesse und Globest) sowie eine geänderte Buchungspraxis bei den Umsätzen von Drittpartnern verminderten jedoch den Nettoumsatz der Gruppe im Vorjahresvergleich um 6,5 Prozent auf 1106,0 Millionen Franken. Erstmals von Altlasten befreit, steigerte die Globus-Gruppe 2005 das operative Ergebnis (Ebit) um 33,5 Millionen Franken auf 35 Millionen Franken und übertraf damit die Erwartungen. Alle Detailhandelsunternehmungen – Globus, Herren Globus, Office World und Interio – sowie die Liegenschaften-Betrieb AG haben zu dieser markanten Steigerung beigetragen. In allen Unternehmungen wurden zudem Effizienzprojekte durchgeführt, welche die Betriebskosten gegenüber dem Vorjahr senkten. Zusammen mit dem Finanzergebnis und den Steuern ergab sich insgesamt ein Konzerngewinn von 33 Millionen Franken (2004: 13 Millionen Franken). Grösstes Globus-Projekt des Berichtsjahres war die Neugestaltung des Flagship an der Bahnhofstrasse in Zürich, das Ende September nach 14-monatiger Umbauzeit in neuem Glanz eröffnet wurde. Die Kundinnen und Kunden nahmen das Haus, in das 46 Millionen Franken investiert werden waren, mit Begeisterung auf; sie honorierten auch die Verlegung der Parfümerie in den


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Migros Facts

ersten Stock, wo eine Welt der Schönheit und des Wohlfühlens geschaffen wurde, mit Mehrumsätzen. Das Sortiment wurde vollständig überarbeitet und um 70 neue Marken erweitert. 2006 sind Umbauten im Globus in Lausanne (Parterre) und im Globus in Genf (Heim & Haushalt) geplant. Die neue Ausrichtung von Herren Globus, die den weiteren Ausbau der Modekompetenz und der Dienstleistungen zum Ziel hat, wurde in den grossen Filialen in Basel, Bern und Zürich mit nachhaltigem Erfolg honoriert. Im Bereich Businessmode erzielten die erweiterten Hugo-BossShops, in der Freizeitmode die neu eingeführten, exklusiv von Herren Globus geführten SwissCross-Shops von Strellson markante Umsatzsteigerungen. Herren Globus plant eine weitere Expansion; neue Standorte werden geprüft. 2005 wurde die Filiale in Vevey erneuert. Office World baute sowohl das stationäre als auch das Online-Geschäft aus. Ende September 2005 wurde im Einkaufszentrum Zugerland mit bester Verkehrsanbindung der 18. Fachmarkt eröffnet. Weitere Standorte werden gesucht und geprüft, um ein Verkaufsnetz mit nationaler Präsenz zu realisieren. Die Funktionalitäten und das Sortiment des erfolgreichen office-world. ch-shop wurden weiter ausgebaut. Interio verlegte sein Einrichtungshaus in Emmenbrücke ins Einkaufszentrum Meierhöfli. Das Geschäft mit einer frischen, jugendlichen Ausstrahlung wurde im März 2005 erfolgreich eröffnet. Die Gestaltung des Hauses ist Vorbild für die weitere Erneuerung der Filialkette. 2006 ist der Umbau der umsatzstärksten Interio-Filiale in Dübendorf geplant. Alles in allem hat die Globus-Gruppe im Bestreben, das finanzielle Fundament zu stärken und die Ertragskraft zu steigern, einen weiteren Schritt vorwärts gemacht. Die positive Entwicklung bestätigt die Strategie, die Investitionstätigkeit auf die starken Marken im Inland – Globus, Herren Globus, Interio und Office World – zu konzentrieren. 2006 wird ein wiederum gesteigerter Gewinn erwartet. ENTWICKLUNG NETTOUMSÄTZE ohne Steuern (MWSt)

Globus-Warenhäuser Herren-Globus Interio Schweiz Interio Deutschland 1 Office World Übrige 2 GLOBUS-GRUPPE VERGLEICHBAR Oviesse/Globest 3 Geänderte Buchungspraxis GLOBUS-GRUPPE TOTAL

2005 (MIO. CHF) 651,5

2004 (MIO. CHF) 635,6

65,2 258,1 9,0 101,2 19,6 1 104,6 1,4 – 1 106,0

62,0 252,5 11,6 99,2 16,5 1 077,4 69,4 36,0 1 182,8

1

Marktrückzug aus Deutschland Liegenschaftserträge und diverse Umsätze 3 Restrukturierung der Gruppe (Schliessung Oviesse/Globest) 2

KENNZAHLEN

2005 1 147,5

1 224,6

Anzahl Mitarbeitende

4 715

4 751

Ebitda (in Mio. CHF)

78,4

50,6

Investitionen (in Mio. CHF)

50,0

52,4

Umsatz (in Mio. CHF)

2004

ABWEICHUNG ZUM VORJAHR

+ 2,5 % + 5,2 % + 2,2 % – 22,3 % + 2,1 % +18,5 % + 2,5 %

– 6,5 %


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Migros Facts

Migros-Industrie

Die Umsätze wachsen trotz Preissenkungen Innovative Produkte, wie sie die Migros-Industrie laufend entwickelt, sind einer der Erfolgsfaktoren der Migros.

Trotz starken Preissenkungen konnte die Migros-Industrie auch 2005 weiter wachsen. Das Wachstum im Migros-Kanal ist erfreulich, kam es doch trotz dem stark wachsenden Tiefpreissortiment MBudget, zunehmendem Importdruck und trotz Einführung weiterer A-Marken in einzelnen Sortimentsbereichen zustande. Das prozentuale Wachstum der ausgelieferten Mengen war daher grösser als das Umsatzwachstum in Franken. Zum internen Wachstum hat auch die Verschiebung des Kaffeegeschäftes vom MGB in die Industrie etwas beigetragen. Die gesamten Gastroumsätze liegen nur etwa auf dem Niveau von 2004. Im Getränkebereich sieht es nach einem durchschnittlichen Sommer gleich aus. Erfreulich ist die Entwicklung der Fleischumsätze, obschon im Geflügelbereich die Diskussionen um die Vogelgrippe die Umsätze nicht beflügelten. Von den Innovationen ist in erster Linie Delizio zu nennen. Das erfolgreiche Konzept hat das Kaffeegeschäft stark belebt, gibt es doch bereits mehr als 100 000 Besitzer von Delizio-Kaffeemaschinen, welche regelmässig Kaffeekapseln in der Migros kaufen. Im Frischwarenbereich überzeugten Neuheiten wie die India- und Risotto-Linien im Anna’s-Best-Sortiment. Der Umsatz der Innovationen aus der M-Industrie belief sich 2005 auf 448 Millionen Franken. Innovationen sind für die Migros wichtig und haben darum in allen Industrieunternehmen einen besonders hohen Stellenwert. Bei einem Nettoumsatz von total 4,53 Milliarden Franken wurde ein Wachstum von 2,9 Prozent erreicht. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die gesamte M-Industrie 2005 Preissenkungen in der Grössenordnung von 55 Millionen Franken vorgenommen hat. Rohstoffbedingte Preissteigerungen gab es nur in sehr wenigen Warenbereichen. Selbst Höchstpreise bei Haselnüssen und Mandeln konnten praktisch nicht auf die Verkaufspreise umgewälzt werden Das Wachstum der Migros-Industrie belief sich im Migros-Kanal auf 2,2 Prozent, und auf 20,1 Prozent im Export. Die gesamten Exportumsätze betrugen 291 Millionen Franken. Es werden grosse Anstrengungen unternommen, neben den Hauptmärkten in Deutschland und England auch andere Märkte zu entwickeln. Die Exportumsätze wuchsen 2005 neu auch bei Jowa, Estavayer Lait und den Migros-Betrieben Birsfelden, während die schon bisher wichtigsten Exportbetriebe Chocolat Frey, Midor, Mibelle, Mifa und Bischofszell Nahrungsmittel ihre Positionen weiter ausbauten. Im Gastrobereich sind Bischofszell Nahrungsmittel AG, Micarna SA, Mérat AG, Optigal SA und Scana AG aktiv. Scana hat 2005 zum ersten Mal national auch Tiefkühlprodukte und im Rahmen eines Versuches regional Glaces verkauft. Diese Aktivitäten werden 2006 forciert. Entsprechend der allgemeinen Entwicklung im Bereich Gastro und institutionelle Abnehmer hat Scana einen leichten Um-


114

Migros Facts

satzrückgang um –2,2 Prozent zu verzeichnen. Das Umsatztotal im Grossverbrauchergeschäft durch Direktbelieferungen aus der M-Industrie belief sich auf 243 Millionen Franken (+2,2 Prozent). Das 2003 zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit gestartete Produktivitäts- und Kostenoptimierungsprogramm «Avanti» ist, zumindest was die Analysephase betrifft, abgeschlossen. In einzelnen Unternehmen wird es aber noch ein oder zwei Jahre dauern, bis das Programm umgesetzt ist. Ohne dieses Programm wären die 2005 vorgenommenen und auch im nächsten Jahr geplanten Preissenkungen nicht möglich gewesen. «Avanti» dürfte gesamthaft zu Kostensenkungen in der Grössenordnung von 200 Millionen Franken geführt haben, wobei bereits Anschlussprogramme laufen. Im Herbst 2005 wurde entschieden, die beiden Fleisch verarbeitenden Unternehmen Micarna SA und Optigal SA auf Anfang 2006 zu fusionieren. Dies führt zu wesentlichen Synergieeffekten in den Supportprozessen in Courtepin und vereinfacht die Marktbearbeitung sowohl im Migros- als auch im Gastrokanal. Die sich daraus ergebenden Veränderungen werden im Rahmen einer Projektorganisation unter Beizug der Personalkommission bis Ende 2006 umgesetzt. Entsprechend den «Avanti»-Zielen hat sich der Personalbestand trotz erhöhten Produktionsvolumen weiter verringert. 2005 wurden durchschnittlich 9990 Mitarbeitende beschäftigt, 1,5 Prozent weniger als 2004. Erfreulicherweise konnte die Lehrlingsausbildung aber weiter intensiviert werden. Insgesamt befanden sich 2005 315 Lehrlinge in 16 verschiedenen Berufen in Ausbildung. 2005 wurden in der Migros-Industrie brutto 198 Millionen Franken investiert. Die grossen Ausbauprojekte bei Chocolat Frey und Estavayer Lait konnten abgeschlossen werden. Grössere Projekte sind bei Micarna, Optigal, Mibelle, Mifa und Jowa in Realisierung. Bei Mifroma wird ein grösseres Leitbildprojekt gestartet, das bis 2008 ausgeführt wird. M IGROS -I NDUSTR I E: NET TOUMSÄTZE 2005 (in Mio. CHF) Mérat & Cie. AG

18

Riseria Taverne SA

19

Walter Leuenberger AG

22

Seba Aproz SA

113

Mifa AG

157

Optigal SA

167

Mibelle AG

197

Scana Lebensmittel AG

209

MBB AG

213

Midor AG

237

Mifroma SA

328

Chocolat Frey AG

339

Bischofszell Nahrungsmittel AG

424

Estavayer Lait SA

657

Micarna SA

681

Jowa AG

745 0

100

200

300

400

500

600

700


115

Migros Facts

BISCHOFSZELL NAHRUNGSMITTEL AG

«Culinarium» schmeckt den Kunden Grossverbrauchergeschäft und Export kompensierten den Rückgang im Schweizer Detailhandel. Innovationen und Verbesserungen der Prozesse haben Bischofszell Nahrungsmittel in einem anspruchsvollen Umfeld ein sehr erfolgreiches Jahr ermöglicht. Rückläufige Umsätze im Detailhandel Schweiz konnten dank dem Wachstum des «Bischofszell Culinarium», der sehr erfolgreichen Verkaufsorganisation im Grossverbraucherbereich, und steigenden Umsätzen im Export kompensiert werden. Die strategischen Geschäftseinheiten Fertiggerichte, Kartoffelprodukte und Früchte zeigten dank innovativen Neukonzepten alle erfreuliche Wachstumszahlen; einzig die Geschäftseinheit Getränke erlitt einen Umsatzrückgang. Die Kompetenz der Bischofszell Nahrungsmittel AG, für die jeweiligen Kunden spezifische erfolgreiche Konzepte zu entwickeln, wurde weiter ausgebaut und wird auch in Zukunft die Basis des Erfolges sein. KENNZAHLEN

2005

2004

Umsatz (in Mio. CHF)

424

422

292

372

Anzahl Produkteneuheiten Exportumsatz (in Mio. CHF) Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr)

15

10

868

909

CHOCOLAT FREY AG

Halbfabrikaten von Chocolat Frey, zum Beispiel für Schokoladencouverturen. Im Geschäftsfeld Kaugummi konnte das ausserordentliche Vorjahresergebnis nochmals übertroffen werden. Im Inland wirkte sich der nachhaltige Erfolg des M-Budget-Kaugummis aus. Im Ausland konnte auf sehr hohem Niveau – 60 Prozent Exportanteil beim Kaugummi – trotz enormem Preisdruck noch zugelegt werden. Dank der Innovationskraft der Chocolat Frey wurde die Kundschaft auch 20 05 mit einer Vielzahl von Neuheiten sowohl im Standard- wie im Saisongeschäft – Ostern, Weihnachten – verwöhnt. Dem Trend zur Grand-Cru-Schokolade wurde mit der Produktlinie Le Monde du Cacao mit Kakaobohnen aus Ghana, Venezuela und Ecuador entsprochen. Das Jahr wurde durch die Preise bei Haselnüssen und Mandeln, die ein exorbitant hohes Niveau angenommen haben, negativ beeinflusst. Daneben wirkte sich weiterhin der Preisdruck im Detailhandel stark aus. Diesen Faktoren wurde mit einer weiteren Produktivitätssteigerung und dem Abschluss des zukunftsweisenden Ausbauprojektes «Allegro» begegnet. KENNZAHLEN

2005

2004

Umsatz (in Mio. CHF)

339

319

Anzahl Produkteneuheiten

255

255

Exportumsatz (in Mio. CHF)

92

71

Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr)

748

755

Es war ein Schokoladenjahr Ein starkes Weihnachtsgeschäft und überproportional wachsende Exporte liessen die Rekorde purzeln. Der Start ins Jahr war verhalten, doch in der zweiten Jahreshälfte konnte Chocolat Frey stark zulegen und 2005 schliesslich mit Umsatz- und Absatzrekorden abschliessen. Neben dem starken Weihnachtsgeschäft war einmal mehr das überproportionale Wachstum im Export ausschlaggebend für ein Schokoladenjahr. Die Premium-Schokolade kommt an bei der internationalen Kundschaft. Im Export entwickelten sich vor allem die Märkte in Grossbritannien und in Kanada, aber auch der Travel Retail ausserordentlich erfreulich. Auf dem leicht rückläufigen Inland-Süsswarenmarkt konnte Chocolat Frey die Vormachtsstellung als Nummer 1 unter den Schweizer Schokoladenherstellern klar halten, und in Teilmärkten, wie bei den Pralinés, gab es erfreuliche Zuwachsraten. Zudem arbeiten immer mehr Confiseure, Biskuit- und Eiswarenhersteller in der Schweiz und im Ausland mit

ESTAVAYER LAIT SA

Neuheiten bringen Erfolg Innovationen und neue Märkte lassen den Umsatz trotz Preissenkungen weiter steigen. Der Schweizer Markt wird von anhaltenden Preissenkungen geprägt. In diesem schwierigen Umfeld hat Estavayer Lait 20 05 ein Wachstum von über 3 Prozent erzielt. Zum Wachstum beigetragen hat die Lieferung von Bio-Joghurt und von Milch mit hoher Pasteurisierung an die Migros-Genossenschaften. Positiv haben sich auch die Einführung der Logistikplattform für Schweizer Weichkäse sowie die gute Entwicklung der Online-Verkäufe über LeShop.ch/migros-shop.ch ausgewirkt. Im Exportbereich wurde in die neuen Märkte Griechenland und Spanien vorgestossen, und in Frankreich konnten grosse Supermarktketten als Kunden


116

Migros Facts

gewonnen werden. Als Neuheiten der Export-Premiummarke Swiss Delice wurden Joghurt aus Bergmilch und «Milk & Drink»-Milchgetränke lanciert. Innovationen spielen eine wichtige Rolle: Gegen 7 Prozent des Umsatzes wurden 2005 mit neuen Produkten realisiert. Schwerpunkte waren dabei «Milk Mix»-Milchgetränke sowie die Ausweitung der MBudget-Linie auf die Milch. KENNZAHLEN

Umsatz (in Mio. CHF) Anzahl Produkteneuheiten Exportumsatz (in Mio. CHF) Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr)

dauerhaft Anstrengungen für Kostenreduktionen, um so die Konkurrenzfähigkeit zu erhalten. Um die täglich geforderten hohen Qualitäten auch weiterhin garantieren zu können, wurden 2005 alle acht Regionalbäckereien, zusätzlich zur Teigwarenfabrik und zur Mühle, nach BRC-Standard zertifiziert. 2005

2004

Umsatz (in Mio. CHF)

KENNZAHLEN

745

733

2005

2004

Anzahl Produkteneuheiten

252

169

657

637

Exportumsatz (in Mio. CHF)

12

16

76

7 3 386

6

5

622

598

Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr)

3 319

MÉRAT & CIE. AG JOWA AG

Gutes Brot ist frisch Im Laden laufend gebackene Produkte werden bei den Kundinnen und Kunden immer beliebter. Die Jowa konnte 20 05 ihre führende Stellung im Schweizer Brot- und Backwarenmarkt weiter festigen und den Umsatz auf ein neues Höchstniveau steigern. Die konsequente Weiterführung der Frischestrategie zahlt sich aus. So konnte 20 05 erneut eine Umsatzsteigerung mit in den Läden gebackenen Produkten erzielt werden. Es wurden zahlreiche neue Backstationen installiert. Und das In-Store-BäckereiSortiment wurde neu gestaltet und durch attraktive Neuheiten ergänzt. Die über 75 Haus- und In-StoreBäckereien bildeten auch in der Kommunikation den Schwerpunkt, zusammen mit «Brot Création». Massgeblich zum Wachstum beigetragen haben 20 05 auch die Migrol-Tankstellenshops – die Jowa ist Lieferantin für die Backstationen in diesen Shops – sowie der Export, wo mit einem internationalen Markenartikelhersteller eine neue Zusammenarbeit gestartet werden konnte. Mit über 20 0 neuen Produktideen haben auch die Innovationen zum Erfolg beigetragen, darunter neue und monatlich wechselnde Frischpizzas, Plunderspezialitäten, neue Berliner, die Pizzalinie Passione, aber auch M-Budget-Produkte wie Frischbackbrötli und Toastbrot. Auf der einen Seite konnte der Umsatz mit MBudget-Produkten praktisch verdoppelt werden, auf der anderen Seite mussten historische Höchstpreise für wichtige Rohstoffe wie Haselnüsse und Mandeln bezahlt werden. Die Jowa unternimmt auch deshalb

Spezialitäten für Restaurants Der Fleischspezialist für die Gastronomie weitet die Tätigkeit sukzessive auf die ganze Schweiz aus. 20 05 war das erste volle Kalenderjahr der vollständigen Integration der Firma Mérat in die Migros-Gemeinschaft. Erste wichtige Synergiepotenziale mit dem Mutterhaus Micarna konnten während des Jahres realisiert werden, so unter anderem die Konzentration gewisser Produktionen und die Vereinheitlichung administrativer Abläufe. Die leicht geringere Absatzmenge gegenüber dem Vorjahr (– 0,9 Prozent) resultiert aus diesem Umstand. Doch der Umsatz konnte mit wertschöpfungsintensiveren Artikeln gesteigert werden. Mérat wird der Fleischspezialist für die Gastronomie – sowohl für die Migros-Restaurants wie auch für Kunden ausserhalb der Migros-Gemeinschaft. Zusammen mit der Micarna wurde die entsprechende Strategie erarbeitet und verabschiedet. Die Tätigkeiten als Gastronomiespezialist werden sukzessive auf die ganze Schweiz ausgeweitet werden. Dabei versteht sich die Firma vor allem auch als Spezialitätenanbieter, eben «typisch Mérat». Ein automatisiertes Bestellsystem innerhalb der Migros-Gemeinschaft für Artikel aus dem Hause Mérat wurde im Dezember 2005 aufgeschaltet. Ausserdem wird ab Januar 2006 für Teilbereiche der Firma das System SAP eingeführt. 2005

2004

Umsatz (in Mio. CHF)

KENNZAHLEN

18

Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr)

35

18 36


117

Migros Facts

MIBELLE AG

Wachstum im Ausland Bereits fast die Hälfte des Umsatzes wird im Exportgeschäft erzielt. In einem weiteren schwierigen Jahr konnte die Mibelle den Umsatz um 2 Prozent steigern. Zum dritten Mal in Folge konnte nur das grosse Wachstum im Export den Minderumsatz in der Schweiz kompensieren. Damit erzielte die Mibelle 20 05 bereits 47 Prozent ihres Umsatzes im Export. Sie wächst dort auf sehr kleiner Basis seit Jahren zweistellig in Märkten, in denen die grossen Kosmetik-Brands nur noch kleine einstellige Zuwächse kennen. Beim grössten Kunden der Mibelle, der Migros, wirkte sich der volle Effekt der drei Markenwellen aus. Die von der Mibelle produzierten Eigenmarken der Migros müssen sich nun im Regal dem direkten Vergleich mit den globalen Marken mit ihren raschen Innovationskadenzen und grossen Werbebudgets stellen. Trotz diesem Wettbewerb konnte der Umsatzrückgang der Mibelle im Migros-Kanal im einstelligen Bereich gehalten werden. Es ist damit zu rechnen, dass mit der vierten Markenwelle der Umsatz der Mibelle mit der Migros weiter zurückgehen wird. Dank erheblichen Produktivitätssteigerungen ist es gelungen, bedeutende Produktionen aus dem Ausland in die Schweiz zurückzuholen. Das Umsatzwachstum hat aber nicht genügt, um die mit der Produktivitätssteigerung einhergehenden Arbeitsplatzreduktionen kompensieren zu können. KENNZAHLEN

2005

2004

Umsatz (in Mio. CHF)

197

194

Anzahl Produkteneuheiten

599

390

91

81 472

Exportumsatz (in Mio. CHF) Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr)

477

erhöht werden. Mitte 2005 wurde das neue MicarnaLogo präsentiert. Die Identifikation mit der M-Gemeinschaft ist offensichtlich. Der gewählte Slogan «Ein gutes Stück besser» ist gegen aussen ein Versprechen an alle Marktpartner und gegen innen das tägliche Leitmotiv. Der gesamte Unternehmensauftritt wurde überarbeitet. Der Qualitätsaspekt und die Arbeitssicherheit wurden noch mehr verstärkt. Das neue Hygienekonzept verpflichtet alle Mitarbeitenden und Kader der Micarna SA zu regelmässigen Ausbildungen und Informationsveranstaltungen. Im Januar 2005 wurde die Umstellung des Standortes Courtepin auf SAP in Angriff genommen. Zusätzlich wurden Optimierungen in den Produktionsprozessen realisiert wie auch zwei neue Abpacklinien in Betrieb genommen, womit das Kompetenzzentrum Fleisch in Courtepin mit modernsten Technologien ausgerüstet ist. Am Standort Bazenheid wurde im Herbst 2005 die Erneuerung der Abpackerei «Wurstwaren» abgeschlossen. Im Oktober wurde das neue Personalrestaurant eröffnet. Im Sommer 20 05 nahm der Schweineschlachthof der SBAG in Bazenheid offiziell den Betrieb auf. Die Micarna ist am Aktienkapital beteiligt. Der modernste Schlachthof Europas ist bezüglich des Umgangs mit Tieren vorbildlich ausgerichtet und mit modernster Robotertechnik ausgerüstet. Er erreicht eine Schlachtleistung von 360 Schweinen pro Stunde. Auf 1. Januar 2006 fusionierten die Optigal SA und die Micarna SA. Dadurch werden Synergien genutzt, Prozesse vereinfacht und Kosten gesenkt. Seit 1. November 2005 ist Albert Baumann neuer Unternehmensleiter; er trat die Nachfolge von Willi Enderli an, der in den Ruhestand trat. KENNZAHLEN

Umsatz (in Mio. CHF)

MICARNA SA

Anzahl Produkteneuheiten Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr)

2005

2004

681

654

29

69

1 484

1 483

«Ein gutes Stück besser» Beim Leader im Schweizer Fleischmarkt wurden die Weichen für die Zukunft gestellt. Die Schweizer Fleischbranche spürte 2005 den Strukturwandel intensiv. Die agrarpolitischen Reformen, der Konzentrationsprozess wie auch der Preiskampf gingen in hohem Tempo weiter. Die Micarna konnte in diesem anspruchsvollen Marktumfeld ihre Marktführerschaft weiter ausbauen; der Absatz in Tonnen konnte um 8,1 Prozent, der Umsatz um 4,2 Prozent

MIDOR AG

Marktanteile weiter gesteigert Mit Eiswaren für die Gastronomie ist der Auf bruch in einen neuen Absatzkanal gelungen. Den Absatz konnte die Midor 2005 um rund 1,4 Prozent steigern und damit in den Kategorien Biskuits, Dauerbackwaren und Eiswaren die Marktanteile wei-


118

Migros Facts

ter verbessern. Andererseits drückt der Preiskampf im Detailhandel auf die Umsätze. Total beträgt die Minusteuerung auf dem Schweizer Sortiment rund 2,5 Prozent. Mit 46,8 Prozent Marktanteil in der Kategorie Biskuits liegt die Migros weit über dem Fair Share, Ähnliches gilt für die Kategorie Eiswaren. Es gelingt der Midor, sowohl Artikel in der Preiskategorie M-Budget zu entwickeln und auf den Markt zu bringen wie auch qualitativ sehr hoch stehende Produkte in den Premium Linien Crea d’Or, Crème d’Or und Sélection herzustellen. Mit den Eiswaren «i gelati» ist ein Aufbruch in einen neuen Absatzkanal gelungen. Zusammen mit dem Schwesterunternehmen Scana wurde ein Verkaufsversuch mit einem Speiseeis-Sortiment von 15 Artikeln in 4-Liter-Dosen in Restaurants im Raum Zürich durchgeführt. Gleichzeitig lief auch ein Test mit Impuls-Eiswarenartikel in zwei Strandbädern. Aufgrund der erfreulichen Resultate wird der Verkauf ab 2006 auf die ganze Schweiz ausgedehnt.

einer Hand» auch Eigenmarken für Schlüsselkunden in Deutschland, Frankreich und Österreich, welche auch im letzten Jahr zu einem Zusatzvolumen führten. Zusätzlich zum Exportumsatz der Mifa wurden über die Swiss Industries GmbH, Division Mifa, weitere 8 Millionen Franken Umsatz erzielt. Im Bereich der Fette wie auch bei den Margarinen hat die Mifa deutlich Marktanteile dazugewonnen. Das gesamte Sortiment wurde den stark gestiegenen Konsumentenanforderungen in Sachen Ernährung und Anwendung angepasst. Im Markt der Butterprodukte erreichte die Halbfettbutter erneut ein starkes Wachstum und ist nach wie vor das Leaderprodukt im Léger-Bereich. Der Absatz der Grossverbraucher-Produkte konnte ebenfalls deutlich gesteigert werden. Bei praktisch allen Produkten wurde der Forderung nach Trans-Fettsäure-freien Fettstoffen entsprochen. KENNZAHLEN

Umsatz (in Mio. CHF)

2005

2004

157

158

2005

2004

Anzahl Produkteneuheiten

81

57

Umsatz (in Mio. CHF)

237

238

Exportumsatz (in Mio. CHF)

14

Anzahl Produkteneuheiten

102

69

16 313

Exportumsatz (in Mio. CHF)

35

35

644

660

KENNZAHLEN

Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr)

Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr)

308

MIFROMA SA MIFA AG

Strahlende Wirkung Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis macht Total zum meistverkauften Waschmittel der Schweiz. Im hart umkämpften Markt der Grosswaschmittel konnte die Mifa mit den Marken Total und Elan Marktanteile dazugewinnen. Total, die meistverkaufte Schweizer Waschmittelmarke, belegte in einer unabhängigen Konsumentenstudie der Promarca punkto Preis-Leistungs-Verhältnis vor den führenden Marken der internationalen Konzerne den ersten Platz. Im Markt der Automatengeschirrspülmittel glänzte die Mifa mit einer Weltneuheit unter der Marke Handymatic. Die Oxi-Speed-Pulversachets werden geschätzt dank der einfachen und hygienischen Dosierung und der schnellen Auflösung, und sie zeigen auch speziell bei Kurzprogrammen ihre strahlende Wirkung. Die internationale Nachfrage nach massgeschneiderten Eigenmarken bei Wasch- und Reinigungsmitteln hat zugenommen, darum produziert und vertreibt die Mifa unter dem Motto «Innovation aus

Produktionslinien automatisiert Der zunehmende Online-Handel und der Erfolg von M-Budget machten Preisreduktionen wett. Als Folge des Wettbewerbsdrucks wird der Schweizer Käsemarkt stark von Preissenkungen bestimmt. Trotz den Preisreduktionen konnte Mifroma 2005 gute Resultate erzielen. Dies vor allem, weil sich der Absatz über LeShop.ch/migros-shop.ch ausgesprochen positiv entwickelt und weil der Erfolg der M-Budget-Linie, deren Sortiment mit neuen Produkten erweitert wurde, weiter wächst. Zudem wurden Käse aus der Schweiz in Frankreich gut aufgenommen, was sehr gute Exportergebnisse brachte. Die Automatisierung der Produktionslinien wird fortgesetzt. Eine Ausrüstungslinie für Gruyère wurde komplett überarbeitet, womit das vollautomatische Zuschneiden eingeführt werden konnte. Im September 2005 wurde die Produktion reorganisiert, um die Verpackungslinien optimal nutzen zu können. 20 05 wurde das Projekt «Fromipac» mit dem Bau eines automatischen Lagers für Fertigprodukte und der Ausweitung der Produktionsflächen gestartet.


119

Migros Facts

KENNZAHLEN

2005

2004

328

324

Anzahl Produkteneuheiten

65

50

Exportumsatz (in Mio. CHF)

10

7

239

254

Umsatz (in Mio. CHF)

Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr)

MIFROMA FRANCE SA

Schweizer Käse für Frankreich Obwohl die Hard-Discounter sich weiter ausbreiten, blieben gute Schweizer Produkte gefragt. Die Hard-Discounter breiten sich in Frankreich weiter aus. Der Markt blieb in dieser Situation 20 05 angespannt wie schon im Vorjahr. Dank der Qualität der Produkte und der Dienstleistungen sowie der starken Position von Mifroma im französischen Markt konnten bei allen Sorten von Schweizer Käse Zuwächse verzeichnet werden. Der Mangel an Schweizer Emmentaler auf dem Markt liess die Einkaufspreise steigen. Bei der Linie der ultrafrischen Produkte hält der Aufwärtstrend an. Das Sortiment reicht von verschiedenen Joghurtvarianten wie gemischte, aus Alpenmilch hergestellte und zweiteilige Joghurts bis zu Desserts und Milchdrinks.

Die Nähe zu den internationalen Beschaffungsmärkten und eine umfassende Serviceleistung ermöglichten 2005 erstmalig einen Umsatz im Bereich Grosshandel Rohware von rund 30 Millionen Franken. Wachstumspotenziale zeichnen sich auch im Gastrobereich ab. Neben Bohnenkaffee wurde die Produktpalette mit diversen Engrospackungen in den Bereichen Trockenpilze und Gewürze erweitert. In einigen Beschaffungsmärkten sind die Rohstoffpreise 2005 markant gestiegen. So haben sich die Preise für Rohkaffee, Haselnüsse, Mandeln und zahlreiche Gewürze gegen Ende Jahr auf hohem Niveau stabilisiert. Dank der langfristig angelegten Einkaufspolitik konnte bisher auf breite Preisanpassungen verzichtet werden. Wichtige Meilensteine in der Entwicklung der MBB setzten auch zahlreiche Grossprojekte. Im Frühjahr 2005 erfolgte die Einführung von SAP im ganzen Betrieb. Bis Ende Jahr wurde erfolgreich an durchgängigen Prozessstrukturen gearbeitet und wurden wo nötig organisatorische Anpassungen vorgenommen. Im gleichen Zeitraum wurden die MBB BRC- und IFSzertifiziert, womit eine noch bessere Food Safety mit entsprechender Rückverfolgbarkeit gewährleistet ist. Ein Projekt zur Produktivitätssteigerung konnte im Dezember 2005 abgeschlossen werden und wird die MBB für die Herausforderungen der nächsten Jahre rüsten. KENNZAHLEN

2005

2004

213

167

Anzahl Produkteneuheiten

13

19

Exportumsatz (in Mio. CHF)

11

6

358

328

Umsatz (in Mio. CHF)

MIGROS-BETRIEBE BIRSFELDEN AG (MBB)

Kaffeekapseln boomen Eine markante Steigerung des Detailhandelsgeschäfts trug zu einem Rekordumsatz bei. Die Migros-Betriebe Birsfelden AG verzeichnete 2005 umsatz- und ertragsmässig ihr bisher bestes Jahr. Zum ersten Mal in der Geschichte des Unternehmens überschritt der Umsatz die 20 0-Millionen-FrankenGrenze deutlich. Das Detailhandelsgeschäft entwickelte sich dank dem Delizio-Kapselsystem und etlichen Neuheiten in den Bereichen Trockenfrüchte, Nüsse und Gewürze mit +18,5 Prozent weit über den Erwartungen. Echter Schweizer Bohnenkaffee erfreute sich 2005 auch in Deutschland grosser Beliebtheit. Durch eine Sortiments- und Distributionserweiterung der Premium-Exportmarke konnten die Abverkäufe in Deutschland mehr als verdoppelt werden.

Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr)

OPTIGAL SA

Fusion mit Micarna vorbereitet Die Vogelgrippe und ihre grosse Medienpräsenz prägten das Geflügelgeschäft im Jahr 2005. Der überraschende Hinschied von Unternehmensleiter Beat Schwander im August 2005 bedeutete für die Optigal den Verlust eines geschätzten Menschen. Das Unternehmen orientierte sich unter der interimistischen Leitung von Lutz von Strauss neu und fusionierte per 1. Januar 2006 mit der Micarna SA. Gründe für diesen Entscheid sind auch die veränderten Marktanforderungen wie etwa durch die Agrarpolitik 2007 und die Ausrichtung 2011 mit den wegfallenden Importkontingenten und der weiteren Liberalisie-


120

Migros Facts

rung. Auch können durch das Zusammengehen wichtige Synergiepotenziale genutzt und Prozessabläufe optimiert werden. Die Ausbreitung der Vogelgrippe führte im Herbst 2005 zu einem grossen Medieninteresse an der Optigal. Mit einem abgestuften Masterplan, vorbildlichen Präventivmassnahmen wie auch professioneller Kommunikation konnte das Konsumentenvertrauen in Schweizer Geflügel aus Optigal-Produktion gestärkt werden. Wesentliche Optimierungsmassnahmen konnten 2005 umgesetzt werden: Zur Verbesserung der Qualität, der Produktivität und der Führung wurden im Rahmen des Bauprojektes «Optifutura» die Abteilungen innerhalb des Schlachtbetriebes erneuert sowie die Prozesse und Abläufe neu optimiert. Bereits im März 2005 konnte Optigal die BRC-Zertifizierung feiern. Ein zweiter Meilenstein war die Einführung der neuen Verpackungslinie, der so genannten TiefzugVerpackung. Dank dieser neuen Technologie findet der Kunde seine Geflügelprodukte in einer modernen, zeitgemässen Verpackung, die auch dem umfassenden Informationsbedürfnis gerecht wird. Innerhalb des Prozesses IT/Logistik wurde eine neue Zelle PPO (Planification, Production, Ordonnancement) gebildet, um prozessübergreifend und entlang der Wertschöpfungskette – Lebendtiererzeugung, Produktion, Verkauf – die Planung zu optimieren. Ebenfalls wurde die Zentrale Warenwirtschaft (ZWW) in Angriff genommen. Mit «Optitrans» wurde ein Projekt für tierschutzkonforme Transporte gestartet, welches gesamtschweizerisch führende Standards setzt. 2005

2004

Umsatz (in Mio. CHF)

KENNZAHLEN

167

164

Anzahl Produkteneuheiten

154

178

Exportumsatz (in Mio. CHF)

0,2

0,2

Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr)

438

495

RISERIA TAVERNE SA

Neue Produkte erobern die Märkte Der Reismarkt wächst, doch der Preiskampf lässt die Umsätze nicht mitwachsen. Der Reismarkt hat sich im Schweizer Detailhandel 20 05 um +4,8 Prozent verbessert. Der Preiskampf führte jedoch dazu, dass die Umsätze in Franken nicht gewachsen sind. Die Migros konnte ihren Reis-Marktanteil in Kilogramm um 1,5 Prozentpunkte steigern. Die Spitzenreiter waren 2005 M-Budget-Reis, Max-Havelaar-Reis,

Bio-Reis und die verschiedenen Risottoreise. Das Sortiment wurde durch drei neue Produkte ergänzt. Der Export entwickelt sich nur langsam. Es wurden weitere Exportprodukte unter dem Markennamen «la riseria» entwickelt: drei Speisereis-Sorten, drei Fertigmenü-Trockenmischungen und drei Fertigmenüs mit vorgegartem Reis. Für den Grossverbrauchermarkt wurde eine leistungsfähige Reisaufbereitungs- und Verpackungsanlage in Betrieb genommen. Im Herbst wurde das Nachaudit für die ISO- und BRC-Zertifzierung erfolgreich bestanden. 2005

2004

Umsatz (in Mio. CHF)

KENNZAHLEN

19

20

Anzahl Produkteneuheiten

11

9

Exportumsatz (in Mio. CHF)

0,3

0,5

Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr)

24

25

SEBA APROZ SA

Mehr Wasser verkauft als je Mit 215,8 Millionen Liter Mineralwasser wurde der Rekord aus dem Hitzejahr 2003 gebrochen. Der alte Verkaufsrekord des Hitzejahres 2003 wurde 20 05 übertroffen: Es wurden 215,8 Millionen Liter Mineralwässer vertrieben. Dieses ausserordentliche Wachstum von 5,7 Prozent gegenüber 20 04 hat die Leaderstellung von Seba Aproz auf dem Markt verstärkt. Das M-Budget-Mineralwasser hat ein Mengenwachstum von gegen 45 Prozent erreicht. Der Gesamtumsatz in Franken (– 0,5 Prozent) konnte diesem Wachstum nicht folgen. Angesichts des Drucks auf den Umsatz wird die Wettbewerbsfähigkeit der Seba Aproz durch professionelle Kontrolle des Betriebs und durch Erhöhung der Produktivität (+12,5 Prozent) gestärkt. Seba Aproz investiert auch in die Zukunft. 2005 wurde mit dem Bau eines Gebäudes begonnen, in dem das Ausblasen und das Abfüllen der Flaschen getrennt werden können. Seine Fertigstellung im vierten Quartal 2006 wird einen optimalen Warenfluss sowie ein Ausblasen aller Flaschen in der Produktionslinie ermöglichen. KENNZAHLEN

2005

2004

113

114

Anzahl Produkteneuheiten

7

7

Exportumsatz (in Mio. CHF)

0,3

0,3

Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr)

157

166

Umsatz (in Mio. CHF)


121

Migros Facts

WALTER LEUENBERGER AG

Senf für den Connaisseur Der Ausbau und die Neugestaltung des Senfangebotes steigerten den Absatz deutlich. Das seit Jahrzehnten im Hause hergestellte Senfsortiment wurde für den Migros-Kunden in Design und Angebot neu gestaltet und erheblich ausgebaut. Der Senfumsatz konnte mit der Einführung des neuen Sortiments im August 2005 um mehr als 10 Prozent gesteigert werden. Zusätzlich wurde die M-Budget-Linie mit der 30 0-Gramm-Senftube verstärkt. In der Produktlinie Le Connaisseur wurden sechs Spezialsenfe in verschiedenen Geschmacksrichtungen lanciert. Mit den Handelsprodukten der französischen Spezialitäten Reine de Dijon und dem Original Münchner Weisswurstsenf ist das Angebot für den Senfliebhaber wesentlich erweitert worden.

Bei den Teigwaren wurde die Verlagerung der Langwarenproduktion zur Jowa AG realisiert. Damit ist die Produktion der Migros-Spaghetti, -Linguine und -Maccaroni auf der im letzten Jahr in Buchs erstellten modernsten Anlage in Europa konzentriert. Trotz dieser Verlagerung konnte der Umsatz des Vorjahres durch neue Produkte gehalten werden. Dank neuen Produkten und Kunden konnte auch das Exportgeschäft weiterentwickelt werden. Mit der Verlagerung des Fertigwarenlagers in das Migros-Verteilzentrum Suhr wurden die Logistikkosten wesentlich gesenkt. KENNZAHLEN

2005

2004

22

23

Anzahl Produkteneuheiten

8

35

Exportumsatz (in Mio. CHF)

5

5

45

46

Umsatz (in Mio. CHF)

Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr)


122

Migros Facts

Handelsunternehmen innerhalb der Industriegruppe

SCANA LEBENSMITTEL AG

Einheitliches Sortiment für die Schweiz Das Schweizer Gastronomie-Kompetenz-Center ist auch ins Tief kühlgeschäft eingestiegen. Die Konsumentenstimmung im Bereich Gastronomie ist nach wie vor zurückhaltend. Zudem hatten die Unwetterschäden in der Innerschweiz einen negativen Einfluss auf den Tourismus. Dadurch lagen die Umsätze 2005 im Drittmarkt leicht unter jenen von 2004. Demgegenüber konnten die Umsätze mit institutionellen Betrieben leicht gesteigert werden. Erfreulich entwickelte sich die Belieferung der M-Genossenschaften und der Personalrestaurants der M-Betriebe. Das ambitiöse Gesamtbudget konnte aber nicht erreicht werden. Im Mai 2005 erfolgte der Einstieg ins Tiefkühlgeschäft. Damit kann die Scana ein komplettes Sortiment für die Gastronomie in allen drei Temperaturbereichen – ungekühlt, gekühlt, tiefgekühlt – anbieten. Zusätzlich ist geplant, 20 06 ins Glacegeschäft einzusteigen. Damit kommt die Scana Lebensmittel AG einem vielfach geäusserten Wunsch vor allem von Grosskunden nach, welche ihre Einkäufe bündeln und dadurch ihren Aufwand minimieren möchten.

Im Oktober 2005 wurde die Lagererweiterung in Regensdorf in Betrieb genommen. Mit der Erweiterung konnte die Situation in der Warenannahme verbessert werden. Zusätzlich ist jetzt der dringend benötigte Lagerplatz vorhanden, um wichtige strategische Zusatzsortimente ins Angebot aufnehmen zu können. Dazu gehören vor allem Produkte aus den Bereichen Bäckerei, Getränke, Non-Food und Kioskartikel, aber auch viele Produkte aus der Migros-Industrie. Für die zusätzlichen neuen Verkaufssortimente konnte im Depot Romanel nicht genügend Lagerplatz bereitgestellt werden. Dies führte im Oktober 20 05 zum Entschluss, das Depot Romanel aufzugeben und in eine Kopfstation umzuwandeln. Die Kommissionierung erfolgt neu ab Februar 2006 zentral in Regensdorf, von wo die Ware mit Shuttletransporten nach Romanel verschoben wird. Durch die Konzentration in Regensdorf werden die Logistikabläufe noch schlanker und effizienter, und es ist möglich, in der ganzen Schweiz ein einheitliches Sortiment anzubieten. KENNZAHLEN

2005

2004

Umsatz (in Mio. CHF)

209

213

Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr)

224

216


123

Migros Facts

Dienstleistungsunternehmen

Hotelplan AG

E-Business weiter auf dem Vormarsch Das Internet wird als Informations- und Buchungskanal immer wichtiger, weshalb das wichtigste Schweizer Online-Reiseportal mehrheitlich übernommen wurde.

Kundinnen und Kunden buchen anders und reisen anders. Dieser seit längerem beobachtete Trend akzentuierte sich im Jahr 2005. Die zunehmende Bedeutung des Internets als Informations- und Buchungskanal spielt dabei eine wichtige Rolle. Die klassische Pauschalreise hingegen verliert weiter Marktanteile. Zu den Herausforderungen gehörten erneut Terror und Naturkatastrophen in den Reiseländern. Der Konzerngewinn konnte auf 16,1 Millionen Franken gesteigert werden. Dies trotz einer Umsatzabnahme von 3,6 Prozent auf 1728 Millionen Franken bei leicht erhöhter Bruttogewinnmarge und reduzierten Aufwänden. Die Hotelplan-Gruppe beförderte 1,89 Millionen Reise gäste – ein Minus von 5,4 Prozent. Trotz Umsatzeinbussen in Holland und Italien stieg der Anteil der Auslandsgesellschaften am Gesamterlös auf 58,6 Prozent. Dies vor allem dank guter Entwicklung der englischen Inghams Travel. Terroranschläge am Roten Meer sowie die Naturkatastrophen in Südasien, auf der Yucatán-Halbinsel und in den Südstaaten der USA beeinflussten vor allem die Entwicklung der Gesellschaften in der Schweiz und in Italien negativ. Mit der Mehrheitsübernahme an der Travelwindow AG mit dem wichtigsten Schweizer Online-Reiseportal travel.ch und dem dynamischen Ausbau von www.hotelplan.ch erlangte Hotelplan eine marktführende Position im rasch wachsenden Schweizer Online-Reisevertrieb. Hotelplan Italien lanciert die neue Marke T-Club mit einem Angebot an exklusiven, kleinen Hotels und Resorts an erstklassiger Lage. Die T-Club-Philosophie entspricht einem steigenden Bedürfnis nach individuellen Ferien im gehobenen Segment. Die ersten sieben T-Clubs eröffneten auf den Malediven, in Belize, Antigua, Mauritius, Kenya, Marokko und Ägypten, weitere folgen 2006 in Baja California, Mykonos, Sardinien und am Roten Meer. Spontaner, kurzfristiger, individueller und flexibler – so zeigt sich der Wandel im Buchungsverhalten der Kunden in der Schweiz. Mit dem in Basel eröffneten Travel Mart ruft die Hotelplan Swiss Group eine neuartige Form des Reisebüros ins Leben. Das neue, grossflächige Ladenkonzept ist markenneutral und besitzt die grösste Prospektauswahl der Schweiz, Reise-


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Migros Facts

literatur und Internetzugang. In ungezwungener Atmosphäre kann sich der Kunde informieren und beraten lassen. Ebenso erstaunlich wie erfreulich ist der weitgehend erfolgte Wiederaufbau der touristischen Infrastruktur in den thailändischen Ferienregionen, die von der Tsunami-Katastrophe betroffen waren. Hotelplan ist von der Qualität dieser gastfreundlichen Ferienregion überzeugt und bietet im Winter 2005/2006 mit der eigenen Ferien-Fluggesellschaft Belair den einzigen NonstopFlug ab der Schweiz nach Phuket an. KENNZAHLEN

2005

2004

Umsatz (in Mio. CHF)

1 728

1 792

Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr)

3 109

3 164

Ebit (in Mio. CHF)

26,7

24,9

LIMMATDRUCK AG

Zwei Jubiläen gefeiert Im Bereich Verpackungen wurde die führende Stellung in der Schweiz und im Ausland ausgebaut. Im Jahr des Doppeljubiläums feierten Limmatdruck ihr 60-jähriges und die Tochtergesellschaft Zeiler ihr 75-jähriges Jubiläum. Höhepunkte waren ein grosser Kunden- und ein emotionaler Mitarbeiteranlass. Dem bekannten Künstler Bruno Weber, Spreitenbach, wurde zudem ein Sponsorbetrag für die Fertigstellung des Wassergartens überreicht. Die Gemeinde Köniz erhielt den Hauptsponsorbetrag für das Kunstwerk «The Guardian» der Künstlerin Margret Hugi-Lewis. Der Bereich Verpackungen baute seine führende Stellung in der Schweiz und im Ausland aus. Dazu gehört eine Investition in eine neue 6-Farben-Bogendruckmaschine. Die Teilnahme an der grössten internationalen Verpackungsmesse Interpack im Rahmen der Kooperation Copaco dient dem Ausbau des Exportgeschäftes. Auch dieses Jahr wurde eine Verpackung mit dem begehrten Swiss Star des Schweizerischen Verpackungsinstituts SVI und zusätzlich mit dem World Star der World Packaging Organization ausgezeichnet. Es handelt sich um eine sechseckige Verpackung mit einem Drehverschluss aus Karton. Der Bereich Media Services wurde reorganisiert. Eine Anzahl Stellen wurde von Spreitenbach nach Zürich verlegt. Die Abonnentenverwaltung der «Saisonküche» wurde an einen externen Dienstleister ausgelagert. Die neuen Media Services bestehen aus

den drei Geschäftsfeldern Electronic Production/ Print Services, Digitalprinting/Lettershop und Service Center. KENNZAHLEN

2005

Umsatz (in Mio. CHF) Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr) Ebitda (in Mio. CHF) Investitionen (in Mio. CHF)

2004

243

227

572 20,6 6,2

569 21,3 9,7

MIGROL AG

Die Preise steigen stetig Dienstleistungen spielen eine immer grössere Rolle, wobei die Convenience Shops im Vordergrund stehen. Das Kerngeschäft der Migrol – der Verkauf und Vertrieb von Brenn- und Treibstoffen – war auch 2005 geprägt von einer markanten Verteuerung der Produkte. Der Durchschnittspreis erhöhte sich im Vorjahresvergleich um satte 40 Prozent, was die Konsumenten von Heizöl am stärksten und direktesten spürten. Für die Konsumenten von Treibstoffen wurden die starken Preiserhöhungen der Produkte durch die Mineralölsteuer abgedämpft, welche zusammen mit der Mehrwertsteuer über 50 Prozent des Säulenpreises ausmacht. Dennoch kostete ein Liter bleifreies Benzin kurze Zeit nach den Wirbelstürmen in den USA über 1.80 Franken, was einem historischen Rekord entsprach.


125

Migros Facts

Die Verbraucher von Heizöl gewöhnten sich zusehends an das hohe Preisniveau und passten ihre Bestellungen wieder dem effektiven Verbrauch an. Dies führte 2005 zu einer markanten Gesundung unseres Heizölgeschäfts. Wegen der anhaltend schwachen Aufstockung der Explorations- und Raffineriekapazitäten in den Förderländern ist für die nahe Zukunft mit keiner Trendumkehr an der Preisfront zu rechnen. Die Anzahl Tankstellen nahm 2005 um vier Stationen auf 317 Standorte ab. Trotzdem gelang es, den Absatz von Treibstoffen auf dem Vorjahresniveau zu halten. Dynamisch entwickelten sich dagegen die Dienstleistungen Shop, Car Wash und Auto-Reparaturwerkstätten, welche insgesamt 220 Millionen Franken Umsatz erzielten (+3,8 Prozent), wovon über 175 Millionen Franken allein auf die Convenience Shops entfielen. Für dieses Geschäft bedeutsam war die Unterzeichnung des Joint-Venture-Vertrags mit der Valora AG im Juni 2005 über die gemeinsame Nutzung des Convenience-Formats Avec. Nach der 2005 weitgehend abgeschlossenen Planungsphase sorgt das Avec-Format an den Migrol-Tankstellen und in kleinen Bahnhofsläden (bis zu 120 Quadratmeter) für einen einheitlichen Auftritt der Convenience-Shops mit Migros-Produkten im Angebot. Das Angebot des bereits 2004 an wenigen Tankstellen eingeführten, umweltfreundlichen Greenlife Plus (Diesel mit 5 Prozent Raps-Methyl-Ester-Beimischung) konnte bis Ende 2005 stark ausgeweitet wer-

den. Mittlerweile wird dieses Produkt an allen Tankstellen zwischen Genf und Winterthur sowie im Raum Basel angeboten. Damit ist Migrol die erste schweizerische Mineralölgesellschaft, die einen Treibstoff mit biologischen Komponenten flächendeckend und für alle Dieselfahrzeuge tauglich anbietet. Seit Mitte 2005 können an allen bedienten MigrolTankstellen beim Bezahlen an der Shopkasse mit allen Zahlungsmitteln (Bargeld, Debit- und Kreditkarten sowie Migrolcard) Cumulus-Bonuspunkte gesammelt werden. Der Grossteil der Investitionen floss 2005 wiederum in das Tankstellennetz. Neben der Erneuerung bestehender Tankstellen und der Errichtung neuer Stationen gewinnt die Ausrüstung mit dem neuesten Stand der Technik für Kassen und Waschanlagen zunehmend an Bedeutung. Die Expansion im Tankstellennetz wird von einem bis vor kurzem noch unbekannten Phänomen gebremst: Die Baubewilligungen für Tankstellen werden vermehrt rechtlich angefochten, was trotz einem reichlichen Portfolio möglicher neuer Standorte zu Bauverzögerungen und verspäteten Neueröffnungen führt. 2005 1 417

2004

Absatz (in Tausend m3)

KENNZAHLEN

Umsatz (in Mio. CHF)

1 464

1 248

302

318

Anzahl Mitarbeitende (Ø Jahr) Ebitda (in Mio. CHF) Investitionen (in Mio. CHF)

1 415

39

40

18,0

15,3


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Migros Facts

Migrosbank

Preisbrecher auch im Wertschriftengeschäft Die Migrosbank hat sich 2005 gut entwickelt und ihre Marktstellung weiter festigen können.

Der Bankenmarkt in der Schweiz war 2005 hauptsächlich durch zwei Aspekte geprägt. Zum einen haben die positive Wirtschaftentwicklung und der Börsenaufschwung das in der Vergangenheit getrübte Vertrauen von Investoren und Anlegern wieder gestärkt. Das hat zu höheren Umsätzen bei den Banken geführt. Zudem war die momentane Risikosituation im Kreditgeschäft – nicht zuletzt wegen der nach wie vor sehr tiefen Zinsen – durchwegs günstig, und die Banken mussten vergleichsweise wenige Rückstellungen bilden und Verluste tragen. Andererseits hat sich der Konkurrenzkampf weiter verschärft. Im Markt für Finanzdienstleistungen trifft in der Schweiz eine grosse Anzahl Wettbewerber mit relativ homogenen Angeboten auf eine insgesamt nur noch mässig wachsende Nachfrage. Dies führt zwangsläufig zu einem Margendruck auf breiter Front. Im Kreditgeschäft kommt unter solchen Umständen noch dazu, dass eine gewisse Gefahr besteht, zu hohe Risiken in Kauf zu nehmen, deren negative Auswirkungen dann erst Jahre später zu Tage treten. Hier heisst es, den Grundsätzen einer soliden Kreditpolitik treu zu bleiben und die strengen Anforderungen an die Bonität der Schuldnerschaft und die Werthaltigkeit der Sicherheiten nicht einfach zu lockern. Die Migrosbank hat sich 2005 gut entwickelt und ihre Marktstellung weiter festigen können. Die Anzahl Kunden, die Ausleihungen und die Kundengelder haben zugenommen. Erfreulicherweise übergeben immer mehr Kunden ihr Wertschriftendepot der Bank zur Verwaltung. Die Anzahl der Vermögensverwaltungsdepots ist 2005 um 38 Prozent gestiegen. Das zeugt von hohem Vertrauen der Kunden in die Kompetenz und Zuverlässigkeit der Bank. Schon immer war die Migrosbank für günstige Konditionen bekannt. Bei den variablen Hypotheken und einem grossen Teil des Sparsortimentes hat sie gar die Rolle des unbestrittenen Preisführers inne. Im vergangenen Jahr hat sie sich auch im Wertschriftengeschäft als Preisbrecher engagiert. Erstmals wird in der Schweiz von einer Bank für Wertschriftenkäufe und -verkäufe unabhängig von der Anzahl und dem Wert der Titel ein einheitlicher Tarif von nur 100 Franken für Aufträge über den Kundenberater und nur 40 Franken für Aufträge über das Internet angewandt.


127

Migros Facts

Die Bilanz zeigt im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum von 1,9 Prozent. Mit einer Bilanzsumme von 28 Milliarden Franken gehört die Migrosbank zu den zehn grössten Banken der Schweiz. Dank intensiven Verkaufsanstrengungen konnte der Geschäftsertrag um 5 Prozent gesteigert werden. Alle drei Haupteinnahmekomponenten – Zinsen, Kommissionen und Handel – trugen zu diesem erfreulichen Ergebnis bei, wobei der Handelsertrag von den deutlichen Kursgewinnen an den Börsen profitieren konnte. Die Kosten nahmen um 5,5 Prozent zu. Daraus resultierte eine Zunahme des Bruttogewinns von 4,6 Prozent. Der ausgewiesene Reingewinn belief sich auf 87 Millionen Franken. Eine wichtige Messgrösse für die Effizienz ist das Verhältnis von Geschäftsaufwand zu Geschäftsertrag (Cost/Incomeratio). Sie betrug im letzten Jahr sehr gute 48,6 Prozent, womit die Migrosbank zu den Besten der Branche gehört. Das Wachstum des Geschäftsvolumens und die hohe Profitabilität erlaubten es, zusätzliche Mitarbeiter anzustellen. Der Personalbestand erhöhte sich auf Vollzeit umgerechnet um 22 auf 1124. Die Migrosbank hat auch im vergangenen Jahr erhebliche Mittel in ihre Zukunft investiert. In Bülach, Frick, Genf und Uster wurden insgesamt fünf neue Filialen eröffnet. 2006 werden die neuen Filialen in Solothurn und in Sursee ihre Tore öffnen. Das Firmenkundengeschäft wurde strategisch neu ausgerichtet. Die Kompetenzen wurden in fünf Regionen gebündelt, ein professionelles Rating-System zur Beurteilung des Bonitäts- und Transaktionsrisikos eingeführt und die risikogerechte Festlegung der Kreditkonditionen (Risk-Adjusted Pricing) konsequent umgesetzt. Zur weiteren Effizienzsteigerung und Qualitätssicherung wurden massgebende Fortschritte bei der Prozessoptimierung, der Standardisierung und der Systemunterstützung im Kerngeschäft gemacht. Im Real Time Center (RTC) Bern, einem Gemeinschaftswerk mehrerer Banken, wo auch die Migrosbank die Informatik entwickeln und betreiben lässt, wurde mit grossem Engagement an der Modernisierung der Informatikplattform gearbeitet. Die Migrosbank ist für die Zukunft gut gerüstet. Sie ist bereit, sich weiterhin mit Leidenschaft für ihre Kundinnen und Kunden einzusetzen. Die Geschäftsaussichten für das Jahr 2006 werden positiv beurteilt. KENNZAHLEN

Bilanzsumme (in Mio. CHF)

2005 28 000

2004

27 410

Geschäftsertrag (in Mio. CHF)

528

503

Geschäftsaufwand (in Mio. CHF)

242

229

Bruttogewinn (in Mio. CHF)

286

274

Jahresgewinn (in Mio. CHF)

87

83

1 943

1 741

Eigenkapital (in Mio. CHF) Eigenkapitalrendite (in %) Anzahl Kunden Anzahl Mitarbeitende (100 %)

13,7

14,6

710 000

701 000

1 124

1 102


128

Migros Facts

Logistik und Informatik

MIGROS-VERTEILZENTRALE SUHR AG

Mitarbeitenden markant zu Gunsten der Festanstellungen verändert werden.

Ein Jahr der Rekorde Die Effizienz wurde erheblich gesteigert, was sich nachhaltig auf die Betriebskosten auswirkt. Die Erweiterung der bestehenden Kommissionieranlage und die damit verbundene Leistungserhöhung um 30 Prozent prägte das Jahr 20 05 im Migros-Verteilzentrum Suhr (MVS). Dies war eine der Massnahmen des 2004 gestarteten Effizienzsteigerungsprogramms, das im Dezember 20 05 erfolgreich abgeschlossen wurde. Das Resultat ist eine massive Produktivitätssteigerung gegenüber den Vorjahren, die sich nachhaltig mit einer jährlichen Entlastung der Betriebskosten von 14 Millionen Franken auswirkt. 20 05 war auch ein Jahr der Rekorde. So wurden Spitzenwerte mit 9649 Paletten an einem Tag erreicht, die mit 55 Bahnwagen und 260 Lastwagen ausgeliefert wurden. Im Durchschnitt wurden pro Tag 215 000 Handelseinheiten kommissioniert, 4725 Paletten mit 170 Lastwagen und 30 Bahnwagen an die Verkaufstellen bzw. die regionalen Plattformen der Migros ausgeliefert. Rekordwerte wurden mit 3082 Paletten, die mit 98 Bahnwagen, und 2692 Paletten, die mit 107 LKWs im MVS angeliefert wurden, auch bei den Warenanlieferungen registriert. Die Aktionsbelieferungen erzielten mit 619 000 Handelseinheiten und 7181 Paletten ebenfalls einen Tagesspitzenwert. Gesamthaft wurde die Umsatzmenge (Handelseinheiten) gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozent gesteigert, die Qualitätsparameter und Servicelevels verbessert und auf hohem Niveau stabilisiert. Die neue Organisation mit neuem Management und einer veränderten Personalpolitik ermöglichte die Anpassungen der Mitarbeiterstrukturen an die aktuellen Bedürfnisse und die Einführung sozialverträglicher Schichtmodelle. Damit konnte das Verhältnis der fest angestellten Mitarbeitenden zu temporären

MIGROS-VERTEILBETRIEB NEUENDORF AG

Grosse Umstellung abgeschlossen Trotz aufwändigen Umstellungsphasen konnte die Produktivität weiter gesteigert werden. Mit dem Tiefkühlsortiment wurde 20 05 das letzte Sortiment auf das System Zentrale Warenwirtschaft (ZWW) umgestellt. Diese Umstellung erfolgte dank Sondereinsätzen ohne Lieferunterbruch. Damit konnte die gesamte Umstellung auf ZWW erfolgreich abgeschlossen werden. Seit Mitte 20 05 werden auch die Logistikdienstleistungen für den Tiefkühlbereich nicht mehr zu einem Prozenttarif auf dem Wert der ausgelieferten Güter entschädigt, sondern aufgrund der erbrachten Leistungen. Dieser prozess- und leistungsorientierte Tarif soll dazu führen, dass entlang der ganzen Wertschöpfungskette in Zusammenarbeit mit dem Marketing MGB und der M-Industrie sämtliche Abläufe optimiert und dadurch kostengünstiger gestaltet werden. Im November 20 05 konnte termingerecht das neue Logistikcenter für hängende Textilien in Volketswil in Betrieb genommen werden. Die installierte Hängendanlage hat eine Kapazität für 582 000 Bekleidungsteile und verfügt über einen automatischen Sorter, wo die einzelnen Kleidungsstücke filialgerecht zugeteilt werden. Mit dieser Lösung können nun sämtliche Textilien (hängend und liegend) ab einem Standort für die ganze Schweiz ausgeliefert werden, was die Logistikkosten beachtlich senkt. Der Warenausstoss zu Belastungspreisen nahm um 0,5 Prozent auf 3,136 Milliarden Franken zu. Trotz den aufwändigen Umstellungsphasen konnte eine Produktivitätssteigerung von 4,6 Prozent erzielt


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Migros Facts

werden, was auch einen positiven Einfluss auf das erzielte Ergebnis hatte.

LOGISTIK UND TRANSPORT

Transportvolumen wachsen weiter Grosse Unterbrüche im Bahnverkehr zwangen vorübergehend mehr Güter auf die Strasse. Die Leitung des Direktionsbereichs Logistik Transport des Migros-Genossenschafts-Bundes wurde am 1. Februar 2005 neu Bernhard Metzger übertragen. Nationale Transporte Die transportierten Volumen im Inland sind im Vergleich zum Vorjahr wiederum gewachsen. Mit bis zu 40 0 Bahnwagen pro Tag blieb die Migros der wichtigste private Kunde von SBB Cargo in der Schweiz. Der Stromausfall und die Überschwemmungen, welche das Bahnnetz in der Schweiz während mehrerer Tage lahm gelegt hatten, stellten die Organisation Logistik Transport vor ausserordentliche Herausforderungen. Die Warenströme mussten kurzfristig vermehrt auf die Strasse verlagert werden, damit für die Kunden der Migros keine negativen Auswirkungen spürbar waren und die Verfügbarkeit des Sortiments in den Regalen der Verkaufsstellen jederzeit gewährleistet werden konnte. Die strategischen Parameter für die nationale Transportlogistik der Migros wurden im Projekt «Nationale Transportoptimierung» (Natro) festgelegt, welches vom Ausschuss Detailhandel Anfang Dezember 20 05 verabschiedet wurde und ab 1. Januar 20 06 umgesetzt wird. Ziel ist, die Transportabläufe weiter zu optimieren und dadurch Kosten zu senken. Zudem werden die Verantwortlichkeiten im Bereich Transport innerhalb der Migros-Gemeinschaft verbindlich geregelt. Internationale Transporte Mit der Einführung des Status «Zugelassener Empfänger» in den Verteilzentren Neuendorf (Non-Food) und Volketswil (Textil) konnte der Verzollungsprozess optimiert werden, was die Transitzeiten für Importgüter und auch die damit verbundenen Kosten substanziell reduziert. Die Transportabläufe, insbesondere für Güter aus Fernost, konnten weiter optimiert werden. Für Importe von beispielsweise Bananen konnte zudem zusammen mit den Migros-Genossenschaften ein ökologisch wie ökonomisch intelligenter Transportablauf entwickelt werden: Ganze

Zugkombinationen mit Bananen können wöchentlich von Bremerhaven direkt in die Migros-Genossenschaften abgerufen werden. In Zusammenarbeit mit dem MGB-Marketing und angelehnt an das Projekt «Natro» wurde im Beschaffungshandbuch des MGB festgehalten, dass inskünftig auch im grenzüberschreitenden Verkehr vermehrt auf Basis «FCA» (Free Carrier) bzw. «FOB» (Free on Board) beschafft werden soll, da die Migros als grösster schweizerischer Detailhändler und Transporteur auch über entsprechend gute Möglichkeiten und bewährte Abkommen mit Transportpartnern und Reedereien verfügt und dank ihres Volumens auch ab verschiedenen Provenienzen in Übersee eigene Sammeltransportdienste unterhält. Dadurch können Transportkosten und -qualität vom Herkunfts- oder Produktionsstandort bis ins Regal optimiert werden. Migros-Tauschgeräte-Management (MTM) Das am 1. Januar 2005 eingeführte neue LademittelManagement, das die Bewirtschaftung von über 7 Millionen Mehrweggebinden innerhalb der MigrosGemeinschaft zentral regelt, hat sich qualitativ erwartungsgemäss positiv und kostenmässig sogar unter den vereinbarten Vorgaben entwickelt. Die Anzahl der beteiligten Partner konnte im Laufe des Jahres um 15 Prozent auf insgesamt 700 erhöht werden. Die Implementierung des dafür eingesetzten Tauschgeräte-Informationssystems (TGIS), welches nach den Spezifikationen der Migros in Zusammenarbeit mit yellowworld, einer Tochterfirma der Schweizer Post, entwickelt wurde, verlief erfolgreich.

IT-SERVICES

Und läuft und läuft und läuft Die IT-Systeme der Migros laufen mit höchster Verfügbarkeit – selbst wenn einmal der Strom ausfällt. Es war am 22. Dezember 2005, zwei Tage vor Weihnachten. Um 5 Uhr früh fiel in weiten Teilen der Stadt Zürich der Strom aus. Der Blackout dauerte bis 6.30 Uhr. Das Migros-Rechenzentrum steht im betroffenen Gebiet. Alle Computer liefen auf Hochtouren, denn während dieser Zeit werden die Warennachschubpositionen für die Belieferung aller Migros-Filialen in der Schweiz mit Trockensortimenten, NonFood- und Near-Food-Artikeln errechnet und aufbereitet. Ebenso werden ab dieser Zeit in den MigrosIndustrie-Unternehmen wichtige Produktionsdaten benötigt. Die Systeme laufen auf Volllast wie sonst nie


Migros Facts

am Tage. Die Radiostationen, soweit sie noch Strom hatten, meldeten: 22 000 Haushalte und Betriebe ohne Strom, Trams und Trolleybusse blieben stehen. Im Migros-Rechenzentrum lief alles einfach weiter. Wie ist das möglich? Die mindestens viermal jährlich auf ihre Funktionsfähigkeit getesteten USV (Batteriestapel zur Gewährleistung der unterbruchsfreien Stromversorgung) übernehmen sofort die Aufgaben des Stromnetzes, sie überbrücken den Stromausfall in Sekundenbruchteilen. Gleichzeitig springt der immer auf Betriebstemperatur gehaltene Dieselmotor an. Er löst die Sofortüberbrückung der USV-Anlage ab und übernimmt die Stromversorgung der produktiven Rechner wie auch der wichtigsten Arbeitsplatzstationen, bis der Strom wieder aus der Steckdose verfügbar wird. Die minutengetaktete Datenversorgung der Verteilbetriebe, Betriebszentralen, Industrieunternehmen, Filialen und Büroarbeitsplätze konnte gewährleistet werden. Die Filialen verfügten über volle Verkaufsgestelle an diesen Vorweihnachtstagen. Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig das Erreichen der höchsten IT-System-Verfügbarkeit ist. 20 05 betrug die detailliert gemessene IT-System-Verfügbarkeit der Kernapplikationen 99,97 Prozent, was eine kumulierte ungeplante Ausfallzeit von zweieinhalb Stunden über ein ganzes Jahr im 7-Tage-zu-24-Stunden-pro-Woche-Betrieb ergibt. Dies war möglich dank den Notstromsystemen und den redundant ausgelegten IT-Rechnern. Am 13. Juni 20 05 wurde ein grosser Abschluss gefeiert: An diesem Tag wurden die Tiefkühlprodukte-Artikel als letztes Sortiment einer langen Kette auf den SAP-Retail-ZWW-Systemen (Zentrale Warenwirtschaft) aufgeschaltet und flächendeckend für die ganze Schweiz in Betrieb gesetzt. Damit konnte ein riesiges IT-Vereinheitlichungsprojekt zwei Jahre vor dem geplanten Umstellungstermin abgeschlossen werden. 2005 wurden noch verschiedene Feinjustierungen am System vorgenommen. Diese konzentrierten sich vor allem auf die Kundenserviceprozesse im Fachmarktbereich und auf die Datenauswertung. Nach einer Zwischenkonsolidierung mit der Entwicklung zusätzlicher Funktionen wurde die Verbreitung des einheitlichen Kassensystems in allen zehn MigrosGenossenschaften im Competence Center bei der Migros Luzern wieder aufgenommen und mit hoher Kadenz vorangetrieben. Aktuell sind 66 Prozent aller Kassen umgerüstet und in sechs von zehn MigrosGenossenschaften ist das Projekt eines einheitlichen Kassensystems vollständig umgesetzt. Die Verbreitung des SAP-Retail-Systems für Frischesortimente

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liegt in der Verantwortung der Migros Aare. Neben den bisherigen Migros-Genossenschaften Aare, Luzern und Zürich ist seit Oktober 20 05 auch die Genossenschaft Ostschweiz Nutzerin des Systems. Die Vorbereitungen in den Romandie-Genossenschaften sind gut auf Kurs. Nichts geht mehr ohne leistungsfähige Telekommunikationseinrichtungen, welche den ständig wachsenden und sich in halbjährlichen Zyklen verdoppelnden Datenverkehr gewährleisten müssen. Hier wurden neue Wege beschritten, die sich bezüglich verfügbarer Bandbreiten, aber auch Kosten enorm positiv ausgewirkt haben. Seit Herbst 2005 wird der Migros-weite Datenverkehr über zwei statt wie bisher nur einen leistungsfähigen Anbieter mit modernster Technologie abgewickelt. Viele Schweizer Unternehmen sind dem Beispiel mittlerweile gefolgt. Fünf Jahre konzentrierten sich alle IT-Aktivitäten auf die Erneuerung und Vereinheitlichung der Migros-IT-Landschaft in den Kerngeschäftsapplikationen für den Handel und die Industrie. 2005 konnten für weitere Bereiche neue, einheitliche Systeme in Betrieb gesetzt werden. Dazu gehört das SAP-Campus-System für Klubschulen, welches unter Regie der Migros Ostschweiz läuft und auch dort in den zehn Klubschulcentern mit rund 120 Arbeitstationen für alle Funktionen einer Schuladministration erfolgreich in Betrieb gesetzt wurde. Die Verbreitung des Systems in Klubschulen anderer Migros-Genossenschaften ist im Gang. Neben allen Migros-Industrie-Unternehmen und dem MGB nutzen seit 20 05 bzw. Anfang 20 06 auch Betriebe wie MVS, MVN, MBB, Scana und die Migrosbank zentral entwickelte und betriebene Supportsysteme wie Personal-, Rechnungswesen oder Logistik-Applikationen. Hotelplan betreibt seit 2005 das Reisegeschäft mit einer topmodernen SAP-Eigenentwicklung. Im Immobilienbereich wurden für wichtige Teilgebiete einheitliche Systeme gestartet, für weitere Bereiche wie Transportdisposition und zentrale Adressdatenbank liegen wegweisende Projektfreigaben vor. Neue IT-Technologien im Handel werden und wurden in Zusammenarbeit mit dem M-Labor der Uni St. Gallen (Prof. E. Fleisch) und wichtigen IT-Unternehmen weiterverfolgt und auf mögliche Pilotprojekte ausgerichtet. Da neue Technologien erfahrungsgemäss eine lange Anlaufzeit benötigen, bis sie in die breite Anwendung gehen können, wurden diese konsequent in der internen «Entwicklungsfiliale» weiter optimiert, ergänzt und ausgetestet.


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Migros Facts

Immobilien

Mehr als ein Kostenfaktor Immobilien – gleichzeitig bedeutendster Vermögensanteil und kostenintensiver Produktionsfaktor der Migros – werden zunehmend als Ressourcenpotenzial wahrgenommen. Mit zahlreichen, national gebündelten und abgestimmten Ergebnisverbesserungs- bzw. Kostenoptimierungsprojekten setzt sich die Migros-Gemeinschaft aktiv mit dem Erfolgspotenzial von Immobilien auseinander. Über innovative Lösungen und unternehmensweite Standards geförderte Professionalisierung des Immobilien-Managements zeigt sich vor allem im Führen des Immobilien-Portfolios nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen, in der Bereitstellung von funktionalem Raum für das Kerngeschäft zu Marktpreisen sowie in einer einheitlichen Bewirtschaftung der Immobilien mit den Zielen Kostentransparenz und Kostensenkung. Mit dem in Umsetzung begriffenen Immobilienflächen-Management für alle Unternehmen der Migros-Gemeinschaft wird die Dokumentation beispielsweise der Verkaufsflächen und übrigen Liegenschaftsflächen der Migros wesentlich vereinfacht. Damit wird ein präziser und kohärenter Nachweis über das verfügbare Flächenpotenzial und dessen Nutzen

ermöglicht. Die Ressource Fläche als bedeutsame Führungsgrösse für Marketing, Verkauf, Finanz- und Rechnungswesen sowie Bau und Immobilienbewirtschaftung wird neu mit einem einheitlichen System und nach einheitlichen, normierten Regeln (SIA d165) bewirtschaftet. Die Voraussetzungen für die Implementierung weiterer integrierter operativer Systeme für die kaufmännische, technische und infrastrukturelle Liegenschaftenbewirtschaftung in der M-Gemeinschaft sind geschaffen. Ebenso wurde mit einem Pilotprojekt «Gebündelte Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen im Bereiche Aufzugsanlagen» die Basis für ein einheitliches Beschaffungsmanagement (Economy of Scale) im Bauwesen und in der Immobilienbewirtschaftung gelegt. Als Competence Center Immobilien im MGB nimmt der Direktionsbereich Immobilien neu auch die Immobilien-Services für die Migrosbank wahr. Das Zusammenarbeitsmodell auf Basis eines Service Level Agreement beinhaltet alle Immobilien-Managementfunktionen bzw. -aufgaben. So können sich die Partner auf das Kerngeschäft konzentrieren und haben einen Ansprechpartner für alle immobilienrelevanten Aufgabenstellungen.


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Migros Facts

Migros-Medien

MIGROS-PRESSE

Reduktion der Leserschaft bleibt die «Saisonküche» die fünftgrösste Zeitschrift der Schweiz.

Auflage weiter gesteigert Die Migros-Presse hat gesamtschweizerisch erstmals mehr als 3 Millionen Leser. Im letzten Jahr vermochte die Migros-Presse die Auflage massiv um insgesamt 12,3 Prozent zu steigern. Neu liefern «Migros-Magazin», «Migros Magazine» und «Azione» wöchentlich über 2,3 Millionen Exemplare in die Schweizer Haushaltungen. Erstmals konnte auch die Leserschaft auf über 3 Millionen vergrössert werden. Das starke Wachstum hat einerseits mit der Integration der Cumulus-Kommunikation in die Eigenpresse und der Erschliessung dieser Cumulus-Kunden als neue Abonnenten, andererseits aber auch mit der gesteigerten Attraktivität der Produkte zu tun. KENNZAHLEN ZEITUNGEN

Migros-Magazin (Brückenbauer) Migros Magazine (Construire) Azione TOTAL

AUFLAGE

LESER

1 718 204 544 262 97 642 2 360 108

2 318 000 579 000 107 000 3 004 000

Quellen: Wemf-Auflagenstatistik und Mach Basic 2 0 05.

SAISONKÜCHE

Kochmagazine aufgefrischt Die optisch und inhaltlich überarbeiteten Rezeptzeitschriften der Migros erreichen 677 000 Leserinnen und Leser. Die «Saisonküche», das sehr erfolgreiche, in drei Sprachen erscheinende Kochmagazin der Migros, wurde im Herbst 20 05 in neuer Gestaltung und mit einem optimierten Inhaltskonzept neu lanciert. Die Auflage konnte im vergangenen Jahr auf fast 20 0 0 0 0 Exemplare gesteigert werden. Trotz einer leichten

KENNZAHLEN Saisonküche Cuisine de Saison Cucina di Stagione TOTAL

AUFLAGE

LESER

146 008 39 319 12 880 198 207

503 000 139 000 35 000 677 000

Quellen: Wemf-Auflagenstatistik und Mach Basic 2 0 05.

W W W.MIGROS.CH

Attraktivität gesteigert Mit 370000 Besuchern in einem einzigen Monat hat das Migros-Portal eine neue Rekordmarke gesetzt. Wie schon in den vergangenen Jahren nahm die Nutzung des Migros-Portals weiter stark zu. Die Zahl der Besuche auf www.migros.ch konnte von 3 Millionen im Jahr 20 04 auf rund 3,7 Millionen Besuche gesteigert werden. Im Dezember wurde mit fast 370 0 0 0 Besuchen der höchste je in einem einzelnen Monat erzielte Wert erreicht. Die Attraktivität der Migros-Website konnte weiter gesteigert werden. Unter anderem wurde der Fokus stärker auf den meistbegehrten Inhalt des Migros-Portals gelegt, die Produkte und Aktionen. Am besten genutzt neben den Aktionen bleiben Angebote aus dem Bereich Electronics/Multimedia sowie die Stellenangebote.


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Migros Facts

Sponsoring

Sport, Kultur und Show Gut für beide Seiten: Das Sponsoring macht Veranstaltungen möglich – und wirbt für die Migros. Die Migros engagiert sich als Sponsor einer Vielzahl von Veranstaltungen und Institutionen in allen Regionen der Schweiz. Damit leistet sie ihren Beitrag zu einer vielfältigen Veranstaltungslandschaft im Breitenund Nachwuchssport sowie in der populären Kultur. Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Migros profitieren vom Sponsoring auf vielfältige Weise, so etwa von vergünstigten Ticketpreisen oder von attraktiven Dienstleistungen und einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm an den Veranstaltungen selbst. Die Migros konzentriert ihre Sponsoringaktivitäten auf Veranstaltungen in den Bereichen Laufsport, Inline-Skating, Ski, Kino, Rock/Pop-Open-Air-Festivals sowie «Show und Spektakel». 20 05 war die Migros bei folgenden Veranstaltungen als Sponsor engagiert: Laufsport Hauptsponsor von zwölf der grössten Laufveranstaltungen mit insgesamt rund 150 000 Teilnehmern in der ganzen Schweiz. Nachwuchssponsor des Schweizerischen Leichtathletik-Verbandes als Laufsport-Dachorganisation mit rund 300 000 Aktiven in der Schweiz. Titelsponsor des «Migros Sprint» mit rund 40 000 Teilnehmern im Alter von 10 bis 16 Jahren in der ganzen Schweiz. Skisport Titelsponsor des «Grand Prix Migros» mit rund 6500 Teilnehmern im Alter von 8 bis 15 Jahren und einem Vielfachen an Begleitpersonen bei 14 Veranstaltungen in der ganzen Schweiz.

Hauptsponsor des jährlich stattfindenden Jugendskilagers in der Lenk, in dessen Rahmen 600 Kinder aus der ganzen Schweiz kostenlos eine Skilager-Woche in der Lenk verbringen können. Inline-Skating Hauptsponsor des «Swiss Inline Cup» mit rund 25 000 Teilnehmern an acht Veranstaltungen in der ganzen Schweiz. Hauptsponsor des «Monday Night Skate» mit über 10 0 0 0 0 Teilnehmern in mehreren Schweizer Städten. Open-Air-Festivals Hauptsponsor von sechs der renommiertesten und grössten Open-Air-Festivals mit insgesamt über 500 000 Besuchern in der ganzen Schweiz: St. Gallen, Locarno, Gurten, Paléo, Zofingen und Gampel. Kino Sponsor von vier der grössten Open-Air-Kinos mit insgesamt rund 180 0 0 0 Besuchern in der ganzen Schweiz in Basel, Bern, Genf und Zürich. Hauptsponsor der «Zauberlaterne», des Filmclubs für Kinder von 7 bis 12 Jahren, mit 66 lokalen Clubs und rund 26 0 0 0 Mitgliedern in der ganzen Schweiz. Show und Spektakel Hauptsponsor aussergewöhnlicher Showproduktionen wie «Heidi – Das Musical», «Salto Natale», «Akua» von Karl’s kühner Gassenschau, «No Limits» von Marco Rima und «Unbedingt» von Bagatello mit über 500 000 Zuschauern in verschiedenen Schweizer Städten.


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Migros Facts

Wirtschaftspolitik

Auch am Sonntag wird gerne eingekauft Im Kampf um bessere Rahmenbedingungen erzielte der Schweizer Detailhandel 2005 erste Erfolge. Die Migros engagiert sich weiterhin auf allen Ebenen, damit die Preisdifferenzen gegenüber dem Ausland kleiner werden. Beliebte Sonntagsverkäufe Politisch betrachtet war 2005 kein schlechtes Jahr für den Schweizer Detailhandel. Das Schweizer Stimmvolk nahm die Revision des Arbeitsgesetzes an, für die sich die Migros an vorderster Front eingesetzt hatte. 1996 noch hatte in vergleichbarer Konstellation ein Referendumskampf, bei dem sich ebenfalls alles um den «heiligen» Sonntag drehte, noch mit einem überwältigenden Sieg der Linken und der Kirchen geendet. Am 27. November 2005 bekannten sich die grossen Städte und Agglomerationen klar dazu, dass die heutigen Sonntagsverkäufe in Bahnhöfen und Flughäfen einem Bedürfnis entsprechen und der Status quo beibehalten werden sollte. Nur dank diesen deutlichen Ja-Mehrheiten, vorab aus Zürich, konnten jene Regionen knapp überstimmt werden, die nicht von der Sonntagsöffnung profitieren und die Vorlage ablehnten, weil sie eben nichts zu verlieren hatten. Sturmwarnung auf der «Hochpreisinsel» Erste politische Konsequenzen haben die eidgenössischen Räte erfreulicherweise im Kampf gegen preistreibende Regulierungen und Vollzugsprobleme auf dem Konsumgütermarkt gezogen. So räumten sie bei der Behandlung des Binnenmarktgesetzes eine besonders stossende Marktzutrittsschranke ab: In Zukunft darf ein Produkt, dessen Zulassung vom jeweiligen Kantonschemiker bewilligt worden ist, nicht mehr von der gleichen Instanz eines andern Kantones abgelehnt werden, was bisher leider häufig vorgekommen ist. Auch beim Zollgesetz hat das Parlament gegen

bäuerlichen Widerstand die Signale auf mehr Wettbewerb gestellt. Beim wirtschaftspolitischen Megathema «Hochpreisinsel Schweiz» sieht nun der Bundesrat ebenfalls Handlungsbedarf, nachdem dieses Thema von der Politik, der Wissenschaft und den Wirtschaftsverbänden erstaunlich lange vernachlässig worden ist. So ist die Regierung grundsätzlich bereit, das Cassis-de-Dijon-Prinzip zu übernehmen, um unsinnige Handelshemmnisse abzubauen. Allerdings konnte sie sich nicht zu einer kohärenten Politik durchringen, im Gegenteil. Sie will die nationale Patenterschöpfung explizit im Patentrecht festschreiben und somit die monopolistischen Alleinimporteure auch in Zukunft schützen. Solange die Politik der Hochpreisinsel nur halbherzig den Kampf ansagt, wird der Detailhandel dem Projekt eines Mehrwertsteuer-Einheitssatzes wenig Positives abgewinnen können. Der reduzierte Satz auf Lebensmitteln ist einer der wenigen echten Standortvorteile der Branche, die sich mit einem nach wie vor zunehmenden Einkaufstourismus konfrontiert sieht. Wenn künftig die Lebensmittel unter den Einheitssatz von voraussichtlich 6 oder mehr Prozent fallen, dürften sie in absehbarer Zeit sogar noch höher besteuert werden als in Deutschland, weil wegen der IV- und AHV-Finanzierungsprobleme weitere Drehungen an der Mehrwertsteuer-Spirale politisch programmiert sind. Die neue deutsche Bundesregierung wagte es bei der jüngsten Mehrwertsteuererhöhung bezeichnenderweise nicht, den Sondersatz von 7 Prozent für Lebensmittel anzutasten. Die Migros unterstützt die politischen Bestrebungen integral, die preistreibenden Faktoren im Konsumgütermarkt zum Wohl der Konsumentinnen und Konsumenten abzubauen. Heute bestehen nebst dem «Grenzschutz» verschiedene staatliche und private Regulierungen, die den Wettbewerb ausschalten und in der Schweiz zu einem massiv höheren Preisni-


Migros Facts

veau führen. Ferrero-Milchschnitten werden in deutschen Läden unter dem Einstandspreis der Migros angeboten. Die Migros hat diesen Fall nicht nur der Wettbewerbskommission gemeldet, sie importierte 2005 auch erstmals Milchschnitten und PhiladelphiaKäse direkt aus dem Ausland. Wetterleuchten in der Agrarpolitik Als Hauptabnehmerin der Schweizer Landwirtschaft ist die Aus- und Neugestaltung der eidgenössischen Landwirtschaftspolitik für die Migros ein wirtschaftspolitisches Kernthema. Mit der Agrarpolitik 2011 steht die vierte Reformetappe an. Diese ist aus der Sicht der Abnehmer (Verarbeitung, Lebensmittelindustrie, Detailhandel) nach wie vor zu stark auf die Produktion fokussiert. Dem langfristigen Erhalt einer leistungs- und wettbewerbsfähigen Schweizer Nahrungsmittelindustrie wird zu wenig Rechnung getragen. Auch die Interessen des Detailhandels werden nicht angemessen berücksichtigt. Als Verarbei-

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terin ist die Migros auf konkurrenzfähige Rohstoffpreise gegenüber der EU-Konkurrenz angewiesen. Besonders gravierend sind die rekordhohen staatlich fixierten Futtergetreidepreise, welche die inländische Fleischproduktion unverhältnismässig verteuern und letztlich gefährden. Deshalb ist eine rasche Annäherung der Rohstoffpreise an das EU-Niveau unabdingbar. Indem die Migros Futtergetreide als Testlauf erstmals direkt aus Deutschland importierte, trat sie auch in diesem Fall den Tatbeweis an. Schliesslich wehrt sich die Migros insbesondere auch gegen die nach wie vor sehr hohen Regulierungskosten und gegen unnötige Marktverzerrungen. Sie drohen die Vorteile der Liberalisierung und die Chancen, bestehende Marktpotenziale wahrnehmen zu können, zunichte zu machen. Nur eine konsistente Agrarpolitik und funktionierende Märkte garantieren die Wettbewerbsfähigkeit der land- und ernährungswirtschaftlichen Unternehmen – zum Wohl nicht zuletzt auch der Beschäftigten.


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Migros Facts

Personelles und Human Resources

Vorbemerkung Die seit vielen Jahrzehnten bestehende Personalstatistik der Migros-Gruppe wurde im Jahr 2005 mit einem neuen Informatiksystem ausgestattet, welches künftig umfangreichere, detailliertere und schnellere Auswertungen ermöglicht. Aufgrund der teilweisen Anpassung von Erhebungs- und Berechnungsmethoden sind die in diesem Jahresbericht aufgeführten Angaben zur Anzahl der Beschäftigten nicht mit den früher publizierten Zahlen vergleichbar. Insbesondere ersetzen Durchschnittszahlen die bisherigen Stichtagszahlen, wodurch saisonale Schwankungen in den Statistiken besser berücksichtigt werden. Die Vorjahreszahlen wurden wo nötig den neuen Definitionen angepasst.

Personalbestand

Nicht zuletzt dank den in den letzten Jahren realisierten Struktur- und Prozessoptimierungen (zentrale Warenwirtschaft) konnten die Migros-Genossenschaften ohne Beeinträchtigung der Dienstleistungsqualität Personaleinsparungen erzielen. Die GlobusGruppe schloss die Umstrukturierung (Schliessung Oviesse/Globest, Trennung von Auslandsgeschäften) im Berichtsjahr ab. Der Anteil Kader am Gesamtbestand betrug 5,5 Prozent.

AN TEI L FRAUEN (Personen und Vollzeitstellen in %)* 60

ANZAHL BESCHÄF TIGTE (Anzahl Personen und Vollzeitstellen)*

58,8

58,8

59,2

51,9

51,7

51,8

52,3

2002

2003

2004

2005

50

80 000

2001

* Migros-Gruppe Inland, exkl. Globus

40 000

20 000

10 000

0

58,5 55

2001

2002

* inkl. Globus und Ausland

2003

Köpfe

2004

Vollzeitstellen

2001

2002

2003

2004

Köpfe

84 602

85 733

84 184

82 272

2005 81 049

Vollzeitstellen

63 479

63 746

61 916

61 158

59 934

Nach einem Höchststand im Jahr 2003 sanken die Personalzahlen 2005 zum dritten Mal in Folge (– 1,5 Prozent Personen/–2,0 Prozent Vollzeitstellen). Diese Entwicklung ist mit Ausnahme von einzelnen Industrie- und Logistikbetrieben in allen Unternehmen der Migros-Gruppe auszumachen.

Köpfe

Vollzeitstellen

Der Anteil Frauen in der Migros betrug 2005 insgesamt 59,2 Prozent (auf Vollzeitstellen umgerechnet 52,3 Prozent). Während der durchschnittliche Frauenanteil in den Industriebetrieben bei 33,5 Prozent liegt, verfügen die zehn Migros-Genossenschaften über einen Frauenanteil von rund 65 Prozent. Bei Globus (in der Grafik nicht enthalten) beträgt der Frauenanteil sogar über 70 Prozent. 63 563 Mitarbeitende der Migros-Gruppe sind dem Migros-Landes-Gesamtarbeitsvertrag (L-GAV) oder den Kaderanstellungsbedingungen (KAB) unterstellt. Somit profitieren 82,5 Prozent (20 04: 83 Prozent) der Migros Belegschaft im Inland von einem sehr fortschrittlichen und im Detailhandel einzigartigen Gesamtarbeitsvertrag. Auf Vollzeitstellen umgerechnet sind 95,4 Prozent dem L-GAV unterstellt.


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Migros Facts

AN TEI L L -GAV-/KAB -UN TERSTELLT (Personen und Vollzeitstellen in %)* 100

94,3

96,5

95,9

96,0

95,4

76,3

81,8

81,4

83,0

82,5

2001

2002

2003

2004

2005

85

70

* Migros-Gruppe Inland, exkl. Globus

Köpfe

Vollzeitstellen

Nach mehreren Jahren mit sinkender Fluktuation ist die Fluktuationsrate 2005 leicht auf 11,6 Prozent gestiegen (2004: 10,6 Prozent). Die Struktur der Migros-Belegschaft zeigt einen hohen Anteil an Mitarbeitenden mit langjähriger Unternehmenszugehörigkeit. Knapp ein Drittel der Mitarbeitenden arbeitet seit über zehn Jahren bei der Migros, jeder fünfte Mitarbeitende ist über 15 Jahre im Unternehmen beschäftigt. FLUKTUATIONSRATE (in %)* 18

16,31

12,55

2001

2002

11,49

10,69

11,63

2004

2005

14

von Belastungsfaktoren formuliert wurden. Ergänzend wurden gruppenweit weitere Grundlagen und Konzepte zur betrieblichen Gesundheitsförderung zur Verfügung gestellt. Die Betriebsgruppenlösung zur Verhütung von Unfällen und arbeitsplatzbedingten Krankheiten für verkaufs- und verkaufsnahe Betriebe wurde systematisch und nachhaltig umgesetzt. Die kollektiven Lösungen (Gefahrenermittlungen, Risikoanalysen, Ausbildungsunterlagen usw.) wurden gemeinsam genutzt und praxisgerecht in den Filialen eingesetzt. Der Erfolg war schon nach kurzer Zeit messbar: Die Ausgaben für Renten, Taggelder und Heilungskosten sind erstmals rückläufig. Um der ganzen Migros-Gruppe bei der Verhütung von Unfällen und arbeitsplatzbedingten Krankheiten sowie bei der Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen klare Grundlagen, Rahmenbedingungen und praxisgerechte Werkzeuge zu bieten, wurde eine neue, alle Branchen umfassende Betriebsgruppenlösung Migros erarbeitet. Die Eidgenössische Koordinationskommission für Arbeitssicherheit (EKAS) hat diese Lösung eingehend geprüft und genehmigt. Aufgrund der Erfahrungen bei der Umsetzung in den verschiedenen Unternehmen werden die Unterlagen und Werkzeuge laufend angepasst und ergänzt. Für die Erfassung und Auswertung der Unfälle wird ein einheitliches Management-Informationssystem eingerichtet.

10 2003

* exkl. Globus

Gesundheit Das Thema Gesundheit bildete 2005 einen wichtigen Schwerpunkt. Durch die betriebliche Gesundheitsförderung soll die Arbeits- und Gesundheitssituation der Mitarbeitenden mit gezielten Massnahmen nachhaltig verbessert werden. Diesem Leitgedanken folgend fanden in allen Migros-Unternehmen zahlreiche Aktivitäten zur Förderung der Gesundheit statt. Das Schwergewicht lag im Bereich Bewegung, Ernährung und Wohlbefinden. In den Organisationseinheiten wurden die Ist-Situation erhoben, mit dem Kader der Handlungsbedarf erörtert, Ziele definiert sowie Massnahmen zur Verbesserung der Arbeits- und Gesundheitssituation der Mitarbeitenden geplant und umgesetzt. Oft wurde auch das Personal unmittelbar in diesen Prozess einbezogen, indem in freiwilligen Arbeitszirkeln Lösungsvorschläge zur Optimierung

Chancengleichheit Chancengleichheit ist ein zentraler Grundsatz, der in der Migros im L-GAV verankert ist. Die Migros fördert die Verwirklichung der Chancengleichheit für Frauen und Männer am Arbeitsplatz. AN TEI L FRAUEN I M KADER (in %)* 20

17,5

18,49

18,51

19,0

19,57

19,59

2001

2002

2003

2004

2005

15

* exkl. Globus

Der Anteil Frauen im Kader innerhalb der MigrosGruppe hatte von 1998 (Einführung einer neuen Kadereinteilung) bis 20 04 kontinuierlich zugenommen und betrug 2005 unverändert 19,6 Prozent. Die Um-


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Migros Facts

setzung der Lohngleichheit für gleichwertige Arbeit wird durch das funktions- und leistungsorientierte Führungs- und Entlöhnungssystems M-FEE unterstützt. Mit diesem System, das in der Migros-Gruppe flächendeckend eingeführt wird, arbeiteten 2005 bereits 90 Prozent der Mitarbeitenden. AN TEI L AUSLÄNDER (in %)* 28

27,3

27,1

2000

2001

26,2

26,4

28,2

2003

2004

27 26 2002

* Migros-Gruppe Inland

Die Migros-Unternehmen beschäftigten 2005 Personen aus über 150 verschiedenen Nationen. Der Ausländeranteil stieg leicht auf 28,2 Prozent (32,1 Prozent der Männer, 25,6 Prozent der Frauen). Während der Ausländeranteil in den Migros-Genossenschaften und bei Globus leicht unter dem Durchschnitt liegt, beträgt er bei den Industrie- und Logistikbetrieben über 40 Prozent. Bei den Dienstleistungsunternehmen der Migros-Gruppe liegt der Ausländeranteil bei rund 15 Prozent. 60 Prozent der in der Migros-Gruppe beschäftigten Ausländer stammen aus Ländern der EU, grösstenteils aus den Nachbarländern sowie aus Portugal und Spanien. Die Italiener bilden mit Abstand die grösste Gruppe, gefolgt von den Franzosen. Bei den Ausländern, welche von ausserhalb der EU stammen, sind neben der Türkei die Balkanstaaten (Mazedonien, Kroatien, Bosnien, Albanien) die wichtigsten Herkunftsländer. Die Migros-Unternehmen tragen der grossen Vielfalt in der Belegschaft Rechnung und setzen sich dafür ein, dass Benachteiligungen und Diskriminierungen der Beschäftigten aufgrund von Persönlichkeitsmerkmalen verhindert werden. ALTERSSTRUKTUR (Anteil Mitarbeitende nach Altersgruppen in %)* 30

4,5

9,11

27,67

23,81

22,55

12,01

0,35

5,2

10,34

21,11

27,31

22,34

12,35

1,35

< 20

20–24

25–34

35–44

45–54

55–62

15

5

* Migros-Gruppe Inland

1995

2005

> 62

Entsprechend der in der Gesellschaft zu beobachtenden Entwicklung, bewegt sich auch die Alterskurve der Migros-Mitarbeitenden nach oben. Im Zehnjahresvergleich ist die Verschiebung des Durchschnittsalters deutlich erkennbar. Um die Lücke zwischen Entwicklung und Förderung junger Mitarbeitenden und den Programmen für den Ausstieg aus dem Unternehmen (Pensionsvorbereitung) zu schliessen, hat der Migros-Genossenschafts-Bund ein «Midlife Power Program» (MPP) entwickelt. MPP richtet sich an 45- bis 55-jährige Mitarbeitende. Mit diesem Programm soll der demografischen Entwicklung Rechnung getragen und der Zielgruppe gleichzeitig zu einem Empowerment verholfen werden.

Personalentwicklung In Zeiten starker Marktdynamik ist die Migros gefordert, in allen Bereichen die strategischen Kompetenzen koordiniert umzusetzen. Einen entscheidenden Faktor für den Erfolg bilden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Migros-Gruppe. Basis der Personalentwicklung sind die implementierten und bewährten systematischen Prozesse zur Personal- und Laufbahnentwicklung. Strukturierte Modelle erlauben eine kontinuierliche Potenzialevaluation und eine den Neigungen der Mitarbeitenden und den Bedürfnissen der Unternehmen gerechte Laufbahnplanung. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden frühzeitig für neue Funktionen identifiziert und gezielt auf die künftige Aufgabe vorbereitet. Das dynamische Umfeld erfordert nicht nur betriebswirtschaftliche Methodenkompetenz, sondern stellt ebenso hohe Anforderungen an die Kader im Zusammenhang mit der Initiierung und Begleitung von Veränderungsprozessen. Die Personal- und Organisationsentwicklung begleitet diese Prozesse. Gleichzeitig findet die Thematik vermehrt Aufmerksamkeit in der Kaderausbildung. Die Entwicklungen in der Arbeitswelt verlangen noch höhere operative Effizienz von den Mitarbeitenden. Personalentwicklung und Ausbildung tragen diesem Umstand durch angepasste Lernformen und Ausbildungskonzepte Rechnung. Einen wichtigen Aspekt bildet dabei das Blended Learning. Diese Konzept wird als Kombination von Präsenzangeboten und Online-Lernprogrammen für die unterschiedlichsten Zielgruppen angewendet. So wurden im vergangenen Jahr unter anderem Ausbildungsprozesse in den Bereichen Category Management, Arbeitssicherheit für neue Mitarbeitende, betriebswirtschaftliches Grund-


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Migros Facts

wissen sowie Führen mit Kennzahlen durch Blended Learning ergänzt. In der Führungsausbildung erhöht Blended Learning die Kontinuität des Lernprozesses der modular aufgebauten Führungskurse durch kollaborative Online-Methoden. Ein Online-Lernmanagementsystem erlaubt die nachhaltige Betreuung und Schulung der Teilnehmer zwischen den Präsenzmodulen. Die Erfahrungen sind sehr positiv, und die Migros-Gruppe entwickelt diese Thematik auch 2006 weiter.

Berufsbildung 290 0 Lernende absolvieren zurzeit eine der 35 verschiedenen Grundbildungen in 40 Bildungsbetrieben der Migros-Gruppe. Mit Bildungsbeginn 2005 konnte die Anzahl der Ausbildungsplätze nochmals um 200 bzw. 7 Prozent erhöht und die Vorbildrolle als grösste Anbieterin von beruflichen Grundbildungen in der Schweiz verstärkt werden. Die positive Quote von 95,2 Prozent erfolgreicher Prüfungsabsolventinnen und -absolventen war auch 2005 Beweis für die starke Verankerung der Berufsbildung in der Migros-Gruppe mit ihren qualitativ hoch stehenden Ausbildungsaktivitäten und ihrer kompetenten persönlichen Begleitung der Lernenden. Die Berufsbildung der Migros-Gruppe setzt sich laufend und aktiv mit der Entwicklung und Entfaltung der Fach-, Sozial- und Methodenkompetenzen der Lernenden auseinander und schafft professionelle Rahmenbedingungen zur Unterstützung der für die interne praktische Ausbildung verantwortlichen Mitarbeitenden. Die Migros spielt eine aktive Rolle bei der Reform der Grundbildungsberufe im Verkauf. Im Sommer 2005 konnte die Einführung der neuen Grundbildungen der Detailhandelsfachleute sowie der Detailhandelsassistentinnen und -assistenten reibungslos vollzogen werden. Die Migros engagiert sich auch aktiv in verschiedenen Projekten, Kommissionen, Gremien und Arbeitsgruppen für das duale Bildungssystem der Schweiz und arbeitet intensiv mit Bildungspartnern zusammen. Die Migros wird ihre wirtschaftliche und soziale Verantwortung auch in Zukunft wahrnehmen und bietet per August 2006 wiederum über 1100 neue Ausbildungsplätze in den 40 Bildungsbetrieben an.

Sozialpartner, Soziales Die Sozial- und Vertragspartnerschaft im Rahmen des Landes-Gesamtarbeitsvertrages (L-GAV) konnte durch eine Neufassung der Bestimmungen über die Paritätische Kommission weiter vertieft werden. Mit der Neufassung wurde eine Zusammensetzung der Paritätischen Kommission festgeschrieben, die allen Sozial- und Vertragspartnern eine absolute Gleichbehandlung und eine gleichmässige Einflussnahme in der Vertragsgemeinschaft garantiert. Auf eine Unterscheidung nach Grösse, Bedeutung und politischem Gewicht der einzelnen Arbeitnehmerorganisationen wurde verzichtet. Neu sind der KV Schweiz, der Metzgerei-Personal-Verband, die Gewerkschaft Syna und die Landeskonferenz der Personalkommission deshalb je mit einer Person vertreten. Unter allen Beteiligten auf Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite bestand Einigkeit, dass nicht Grösse oder Gewicht der Organisation, sondern der Wille zu einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit für den Einsitz in diesem Gremium massgebend sein muss. Dieser Wille bildet die Basis dafür, dass die Paritätische Kommission ihrer grossen Verantwortung bei der Umsetzung des L-GAV gegenüber allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Migros gerecht werden kann. Die erste grosse Bewährungsprobe hatte die Paritätische Kommission in neuer Zusammensetzung bei der Anpassung des L-GAV an das revidierte Bundesgesetz über den Erwerbsersatz für Dienstleistende und die Mutterschaft (EOG) zu bestehen. Sie hat die Anpassungen des Vertrages, die durch die neuen gesetzlichen Bestimmungen notwendig wurden, ganz im Interesse einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie vorgenommen. Nach der neuen Regelung haben ab dem 1. Juli 20 05 alle Mitarbeiterinnen Anspruch auf 16 Wochen bezahlten Mutterschaftsurlaub bei vollem Lohn. Und zwar auch dann, wenn eine Mitarbeiterin keinen Anspruch auf Leistungen aus der gesetzlichen Mutterschaftsversicherung hat, weil sie nicht alle Voraussetzungen erfüllt. Vor dem L-GAV sollen alle Mütter gleichgestellt sein. Gleichzeitig wurden auch die Bestimmungen des L-GAV über die Lohnzahlung während Dienstleistungen im Landesinteresse (Militär, Zivildienst, Bevölkerungsschutz, Rotkreuzdienst) an das revidierte EOG, die Armee XXI und die Bevölkerungsschutzreform angepasst. Die Dienstleistungen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Landesinteresse erbringen, werden weiterhin durch Lohnaufzahlungen honoriert. Die Ansprüche sind neu zivilstandsunabhängig gefasst, um jede Diskriminierung zu vermeiden. Mitarbeitende


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Migros Facts

mit Unterhaltspflichten gegenüber Kindern erhalten entsprechend dem familienpolitischen Credo des LGAV während der Rekrutenschule sowie während Normal- und Beförderungsdiensten immer 10 0 Prozent des bisherigen Lohnes. Nach einem mehr als einjährigen Gesprächs- und Verhandlungsprozess hat es die Gewerkschaft Unia abgelehnt, auf der bewährten Grundlage des L-GAV, der seit mehr als 20 Jahren für eine fortschrittliche und verantwortungsvolle Vertrags-, Unternehmens- und Personalpolitik steht, die gleichen Rechte und Pflichten wie alle anderen Sozial- und Vertragspartner zu übernehmen und diese als gleichberechtigte Partner zu anerkennen. Obwohl die Gewerkschaft Unia im Vertragsbereich des L-GAV über keine repräsentative Mitgliederbasis verfügt, ist es zu bedauern, dass die

% Verhandelte Lohnerhöhung IN

Bemühungen um eine vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit erfolglos geblieben sind. Die Verhandlungen über die Lohnanpassungen für das Jahr 2006 konnten nach vier Verhandlungsrunden am 30. Oktober 20 05 erfolgreich abgeschlossen werden. Mit einer Bandbreite der Lohnanpassungen zwischen 1,5 und 2,0 Prozent der Brutto-Lohnsumme konnte ein tragfähiger Kompromiss erzielt werden. Über die Lohnvereinbarungen mit den Personalkommissionen auf Unternehmensebene wurden die Lohnerhöhungen funktions- und leistungsorientiert umgesetzt. Mit der Einführung von Referenzlöhnen von bis zu 3500 Franken wurde zudem der Mindestlohn erstmals regional differenziert und an die unterschiedlichen Wirtschafts- und Lebensräume angepasst.

2001

2002

2003

2004

2,5–3,5

3,25

1,25–1,75

1,5–2,0

2005 1,5–2,0

1,4

0,7

0,5

0,9

1,4

Massgebende Teuerung (Landesindex der Konsumentenpreise per September des Vorjahres)


141

Migros Facts

Kulturprozent

KULTUR UND SOZIALES

Mehrwert für die Gesellschaft Die Migros unterstützt Kultur, die Neugier stiftet und das Verständnis für Neues und Ungewöhnliches fördert. In einer globalisierten Welt werden Fragen nach Identität ausgeprägter. Zugleich erfährt das Thema der Integration eine Zuspitzung. An beiden Scharnieren leistet Kultur einen grundlegenden Beitrag zum Gelingen – sie schafft Brückenschläge über die Zeitdimensionen Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft, verbindet unterschiedliche kulturelle Kontexte, stiftet Neugier und ist ideales Mittel zur Förderung des Verständnisses für Neues und Ungewöhnliches. Die Migros fördert Kultur und Soziales mit einer Kontinuität, die ihresgleichen sucht. Kulturelle und soziale Projekte sind nicht primär ein Wirtschaftsfaktor, sondern stiften einen Mehrwert für die Gesellschaft. Die Aktivitäten der Direktion Kultur und Soziales sind vielfältig und breit gefächert. Sie fördert aktiv, indem sie eigene Projekte realisiert und Lücken schliesst, sie vernetzt sich mit starken Partnern und sie unterstützt mit einer klaren Vergabepolitik im Bereich Finanzierungsbeiträge. Der künstlerische Nachwuchs wird mit Studienpreisen und Wettbewerben gefördert. Die Zusammenarbeit zwischen dem MigrosGenossenschafts-Bund (MGB) und den Migros-Genossenschaften ist klar geregelt und hat sich bewährt. Der MGB engagiert sich prioritär bei Projekten von schweizweiter Relevanz, während die Förderung lokaler Kulturprojekte im Verantwortungsbereich der regionalen Genossenschaften liegt. Die Projekte entstehen im Spannungsfeld von Tradition und Innovation. Sie haben ein klar defi-

niertes Zielpublikum und erreichen dank ihrer Vielfalt breite Bevölkerungskreise. Zentrales Anliegen ist dabei, den Menschen den Zugang zu heutigen künstlerischen Ausdrucksformen zu ermöglichen: als Kulturschaffende und als Publikum. Die wichtigsten Aushängeschilder der MigrosKulturförderung sind die Projekte: Das Migros-Museum für Gegenwartskunst zeigte mit «Horizontal Memories» das erste Mal Werke von Yoko Ono einem grösseren Publikum in der Schweiz. Die Ausstellung stiess auf grosses Interesse beim Publikum und bei den Medien. «Im Hochhaus», die Kleinkunstbühne des MigrosKulturprozents im Hochhaus am Limmatplatz in Zürich, feierte seine Wiedereröffnung nach einem Umbau mit einem Galaabend. Das Publikum zeigte sich begeistert ob dem Feuerwerk an Kleinkunstkönnen. Grosse Musik mit grossen Orchestern für ein grosses Publikum: Unter diesem Motto stehen die Klubhaus-Konzerte und tragen damit die Handschrift ihres künstlerischen Leiters Armin Brunner. Thinkquest, der Internetwettbewerb für Jugendliche zwischen 11 und 19 Jahren, fand mit der siebten, erfolgreichen Durchführung seinen Abschluss. Seit der Lancierung 1998 haben gegen 30 0 0 Jugendliche aus der ganzen Schweiz mitgemacht und dabei über 500 Websites realisiert. Im Rahmen von conTAKT 05 gingen sechs Integrationsprojekte über die Bühne. Die prämierten Projekte waren gute Beispiele dafür, dass Integration tatsächlich überall stattfindet: auf dem Markt, beim Kochen, in der Kinderkrippe oder bei einem interkulturellen Stadt-Orientierungslauf. Schweizer Alpenmusik, zeitgenössisch interpretiert: Mit dem Label Musiques Suisses engagiert sich das Migros-Kulturprozent unter anderem als Ko-


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Migros Facts

produzent der offiziellen CD des Festivals Alpentöne und verhilft diesem spannenden Musikgenre zu vermehrter Aufmerksamkeit. Unsere Postproduktionsförderung für Schweizer Filme trägt Früchte: Die von uns unterstützte Produktion «Gambit» von Sabine Gisiger wurde mit einem Preis der Filmkritik am Filmfestival in Locarno ausgezeichnet und für den Schweizer Filmpreis 2005 nominiert. «Avocado – Arance – Arte», «Teig – Tofu – Tanz» oder «Thon – Thym – Théâtre»: In der ganzen Schweiz und dreisprachig wurde im Herbst 2005 das einmalige Engagement des Migros-Kulturprozents auf Tragtaschen in die Läden und unter die Leute gebracht. Die witzigen Wortspielereien kamen gut an: Einzelne Filialen berichten von Tragtaschen-Hamsterkäufen.

KLUBSCHULEN

Bildung für alle Mitreden auch in fremden Sprachen: Fast die Hälfte der Teilnehmerstunden erzielt die Klubschule mit Sprachkursen. Die grösste Weiterbildungsinstitution der Schweiz setzte auch 2005 ihren Auftrag, Bildung für alle, konsequent um: Eine halbe Million Menschen haben vom Angebot der Klubschule Migros profitiert und sich in den Bereichen Karriere und Freizeit weitergebildet. Mit 9,6 Millionen Teilnehmerstunden konnte 20 05 das beachtliche Niveau von 2004 gehalten werden. Das Bedürfnis der Bevölkerung in der Schweiz, genauso mehrsprachig wie ihr Land zu werden, hält an: 20 05 wurden fast die Hälfte (46 Prozent) aller Teilnehmerstunden der Klubschule Migros mit Sprachkursen erzielt. Während die Zahlen der Deutsch-, Französisch- und Italienischkurse auf hohem Niveau stabil blieben, wurde in den Sprachen Chinesisch, Arabisch und Russisch ein Anstieg von 10 Prozent erzielt. Die Klubschule Tessin hat in Zusammenarbeit mit dem Is.I.A.O (Istituto Italiano per l’Africa e l’Oriente) ein international anerkanntes Diplom in chinesischer Sprache und Kultur eingeführt. 2005 hat die erste Klasse den dreijährigen Lehrgang erfolgreich absolviert. Die Nachfrage nach Sprachkursen für Immigrantinnen und Immigranten in den jeweiligen Landessprachen blieb stabil. Das Bundesamt für Zuwanderung, Integration und Auswanderung (IMES) suchte 2005 bezüglich der Beurteilung von Sprachkompetenz im Rahmen von Einbürgerungen die Zusammenarbeit mit der Klubschule Migros. Die Koordinationsstelle

der Klubschulen hat das Bundesamt bei der Formulierung von Empfehlungen zuhanden von Kantonen und Gemeinden beraten. Im Bereich der beruflichen Weiterbildung behauptet sich die 20 03 eingeführte Führungsausbildung in einem wachsenden Konkurrenzumfeld mit einem Marktanteil von 35 Prozent. Die Erfolgsquote ist überdurchschnittlich: Mehr als 80 Prozent der Teilnehmenden haben das Zertifikat Leadership SVFASFC erhalten. Erstmals konnte die Führungsausbildung in der Romandie angeboten werden; auch dort sind die Prüfungsresultate überdurchschnittlich. Merchandiser heisst der neue Lehrgang im Bereich Marketing: eine Weiterbildung für ambitionierte Fachleute im Detailhandel. Der Lehrgang startete in Bern so erfolgreich, dass er 2006 auch in weitere Städte exportiert wird. Der im Herbst 2004 lancierte Diplomlehrgang Marketingassistent hat sich erfolgreich etabliert. Dank einer deutlichen Steigerung der Teilnehmerstunden konnte im Themenfeld Ausbildung für Ausbildende die führende Marktposition weiter ausgebaut werden. Das Ziel, die Marktführerschaft auch bei den eidgenössischen Fachausweisen Ausbilderin/ Ausbilder zu halten, konnte trotz harter Konkurrenz übertroffen werden: Ein Fünftel der Fachausweise wurden bei der Klubschule erworben. Der Schweizerische Verband für Weiterbildung hat anlässlich mehrerer Inspektionen der Klubschule erneut sehr hohe Ausbildungsstandards mit vorbildlicher Qualität attestiert. Das Label eduQua, welches die Qualität im Weiterbildungsmarkt überprüft und zertifiziert, hat 2005 die didaktischen und fachlichen Anforderungen an die Kursleitenden erhöht. Dies wird in den nächsten Jahren innerhalb der Klubschule mit ihren 8000 Kursleitenden, aber vor allem auch auf dem Markt zu einer erhöhten Nachfrage nach dem SVEB-Zertifikat führen. Der Einstiegsbereich Erwachsenenbildung dürfte darum weiter wachsen. Vor dem Hintergrund der immer noch rückläufigen Zahlen des IT-Bildungsmarktes sowie der rasanten technologischen Veränderungen hat der Bereich Informatik seine Strategie überprüft und wo notwendig angepasst. Auf Beginn des Schuljahres 20 05/20 06 wurden die Angebote für Power-User und IT Professionals weiter ausgebaut. Unter anderem wurden neue Lehrgänge zu Linux und Projektmanagement lanciert. Einen besonderen Schwerpunkt bildete 2005 das Firmengeschäft. Mit Unternehmen wie der SBB oder


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Migros Facts

der Mobiliar konnten neue und attraktive Kunden gewonnen werden. Zudem erhielt die Klubschule als erste Erwachsenenbildungsinstitution der Schweiz die Goldzertifizierung von Microsoft. Die Klubschule hat für jeden Geschmack einen Kochkurs und seit 2005 auch für jedes Budget: Kochen mit M-Budget-Produkten heisst das neueste Angebot. 2004 hat die drittgrösste Erwachsenenbildungsinstitution Deutschlands, die TÜV-Akademie, die Lizenz für den Lehrgang WellnessTrainer erworben. Inzwischen wird der von der Klubschule Migros konzipierte Lehrgang in den elf grössten deutschen Städten erfolgreich durchgeführt. Mitverantwortlich für die vielen positiven Entwicklungen der Klubschule ist nicht zuletzt der Internetauftritt der Klubschule als optimaler Informationsund Verkaufskanal. Der neue HTML -Newsletter informiert die Kunden gezielt über die Neuigkeiten. Mit bereits 100 000 Anmeldungen via Internet konnte dieser Verkaufskanal gegenüber dem Vorjahr um mehr als 20 Prozent zulegen. Nicht nur im Angebotsbereich, auch auf der Ebene Organisation konnten 2005 zentrale Verbesserungen realisiert werden. Die Klubschule Ostschweiz konnte das neue nationale IT-System für die Teilnehmeradministration in Betrieb nehmen. Seit Sommer 20 05 werden sämtliche Kurse und Lehrgänge über SAP Campus verkauft. Bis Ende 20 07 werden mindestens acht Genossenschaften dieses System einsetzen, das wesentliche administrative Vereinfachungen mit sich bringen wird.

MONTE-GENEROSO-BAHN AG

Attraktive Anlässe Mit Events, gastronomischer Qualität und Spezialangeboten geht es aufwärts am Monte Generoso. Um das gute Image des Monte Generoso als attraktive touristische Destination zu fördern, hat sich die Unternehmenspolitik 2005 auf das Event-Marketing konzentriert. Im Verlauf der Saison sind über 30 Veranstaltungen in den Bereichen Gastronomie und Musik durchgeführt worden. Für Kinder gab es einen Anlass mit den Lilibiggs. Vor allem bei Gruppen und in den Spezialbereichen wie Hochzeiten zeigten sich positive Auswirkungen. Trotz einem leichten Rückgang der Passagiere (–2300) ist der Umsatz der Bahn um 2,7 Prozent gestiegen; die Gastronomie wuchs um 8,6 Prozent. Zu den 20 05 eingeführten Neuheiten gehören die Winteröffnungszeit vom 8. Dezember 2005 bis 8. Januar 2006, nachdem die Bahn während drei Jahren im Winter geschlossen worden ist, und die Einführung des Halbtaxabonnements der Eisenbahnen. Obwohl vor allem im Herbst das Wetter nicht optimal war, hat die leichte touristische Erholung, die im Tessin festgestellt worden ist, der Monte-Generoso-Bahn das beste Resultat der letzten zehn Jahre ermöglicht. Die registrierten Übernachtungen erhöhten sich um 74,5 Prozent, die Erträge nahmen um 14,1 Prozent zu. Im April 2005 hat Marco Bronzini als neuer Direktor die Leitung der Monte-Generoso-Bahn von Sergio Barenco übernommen. Es war ein Jahr des Übergangs, in dem die Grundlagen gelegt wurden, um in den nächsten Jahren eine Verbesserung des Images und damit der Frequenzen zu erreichen.


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Migros Facts

Aufteilung des Kulturprozents in einzelne Bereiche MGB UND GM

2005 MIO. CHF

Kultur Bildung Soziales Freizeit & Sport Wirtschaftspolitik Verwaltungskosten/R端ckstellungen TOTAL

MGB

25 63 5 11 2 6 112

2004

% 22,3

56,2 4,5 9,8 1,8 5,4 100

MIO. CHF

28 62 4 12 2 6 114

2005 MIO. CHF

Kultur Bildung Soziales Freizeit & Sport Wirtschaftspolitik Verwaltungskosten/R端ckstellungen TOTAL

15 15 3 5 2 2 42

% 24,5 54,4 3,6 10,5 1,7 5,3 100

2004

% 35,7

35,7 7,1 11,9 4,8 4,8 100

Prozentuale Aufteilung Kulturprozent

22,3 %

Kultur

56,2 %

Bildung

4,5 %

Soziales

9,8 %

Freizeit & Sport

1,8 %

Wirtschaftspolitik

5,4 %

Verwaltungskosten/ R端ckstellungen

MIO. CHF

18 16 2 5 1 2 44

% 40,9 36,4 4,5 11,4 2,3 4,5 100


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Migros Facts

Stiftungen

EUROCENTRES

Verständnis ohne Grenzen Mit ihren weltweit 30 Sprachschulen trägt die Stiftung Eurocentres dazu bei, dass sich die Menschen besser verstehen. In einem im Vergleich zum Vorjahr geopolitisch und wirtschaftlich wieder freundlichen Umfeld entwickelten sich die Eurocentres auch 2005 sehr erfreulich. Die meisten Ziele konnten erreicht oder sogar übertroffen werden. In fast allen Märkten ist es den Eurocentres gelungen, ihre starke Stellung als Qualitätsanbieter weiter auszubauen sowie in für die Zukunft wichtigen Märkten die Ausgangsbasis für zukünftiges Wachstum zu verstärken. Weniger erfreulich ist der in den letzten Jahren stark zunehmende Preisdruck. Um genügend Teilnehmer zu gewinnen, waren teilweise aggressive Verkaufsmassnahmen nötig, die sich jedoch negativ auf die Marge auswirkten. Das Unterrichtsvolumen konnte 2005 gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent gesteigert werden. Insgesamt besuchten mehr als 11 000 Teilnehmer aus der ganzen Welt eine der 30 Schulen des weltweiten Eurocentres-Schulnetzwerks, in denen Englisch, Französisch, Spanisch, Deutsch, Italienisch und Japanisch in elf Ländern unterrichtet werden. Die zu Beginn des Jahres neu hinzugekommenen Schulen in Cairns, Australien, und Auckland, Neuseeland, haben sich erfolgreich entwickelt. In Vancouver und Toronto sind die beiden Eurocentres-Schulen innerhalb von nur vier Jahren quantitativ und qualitativ in die Topliga der örtlichen Sprachschulen aufgestiegen. Das Eurocentres-Schulgebäude in Brighton wurde innerhalb weniger Monate rechtzeitig zur Hochsaison renoviert. Seither ist ein überdurchschnittliches Wachstum zu verzeichnen. 2005 wurde die 2002 beschlossene Neuausrichtung der Eurocentres erfolgreich abgeschlossen. Dem sorgfältigen und effizienten Umgang mit den Förder-

mitteln des Migros-Kulturprozents wurde grösste Beachtung geschenkt. 2006 wird ganz im Zeichen einer nachhaltigen Weiterentwicklung der Eurocentres stehen. Dazu gehören die fortgesetzte konzentrierte Bearbeitung der Schlüsselmärkte und -regionen sowie der gezielte Weiterausbau des Schulnetzwerks, so etwa mit einer Eurocentres-Schule in Kapstadt, Südafrika. Auch 2005 haben Mitarbeiter der Eurocentres in verschiedenen internationalen Gremien zur akademischen Weiterentwicklung und Vereinheitlichung des Fremdsprachenlernens beigetragen. Speziell hervorzuheben ist die Übernahme der Präsidentschaft von der European Association for Quality Language Services (Eaquals), einer der bedeutendsten privaten Qualitätsvereinigungen für das Fremdsprachenlernen.

GOTTLIEB-UND-ADELE-DUTTWEILERSTIFTUNG

Im Dienst des Gründers Den Grundsätzen von Gottlieb und Adele Duttweiler wird weiterhin nachgelebt. «Um eine Instanz zu schaffen, die sich zu unseren Lebzeiten und insbesondere nach unserem Ableben dafür einsetzt, dass die von uns bei der Gründung der Migros bezweckten Ziele von dieser erhalten und weiterverfolgt werden, errichten wir hiermit die Gottlieb-und-Adele-Duttweiler-Stiftung», heisst es in der öffentlichen Urkunde vom 27. Dezember 1950. Das Präsidium der Stiftung hat am 1. Januar 2005 Jules Kyburz übernommen. 2005 fanden sechs Sitzungen statt. Ein Thema war unter anderem die Anpassung der Lohnbandbreiten für die Generaldirektion, die Geschäftsleitungen der Konzerngesellschaften, der Genossenschaften sowie für das obere Kader der Migros-Gemeinschaft. Zudem wurde Einsicht genommen in das persönliche


Migros Facts

Archiv von Gottlieb und Adele Duttweiler, und dessen zukünftige Betreuung wurde diskutiert. Über verschiedene Entwicklungen innerhalb der MigrosGruppe liess sich der Stiftungsrat direkt von den zuständigen Personen informieren. In Ehren gedenkt die Gottlieb-und-AdeleDuttweiler-Stiftung Jean Vannini und Peter Riesterer. Jean Vannini, langjähriger Weggefährte von Gottlieb Duttweiler und Mitglied der Stiftung, verstarb am 17. Juni 20 05 im hohen Alter von 103 Jahren. Peter Riesterer, verstorben am 5. Dezember 2005, war ein langjähriger persönlicher Mitarbeiter von Gottlieb Duttweiler. Er betreute im Auftrag von Adele Duttweiler auch das persönliche Archiv.

GOTTLIEB DUTTWEILER INSTITUT (GDI)

Der Konsument im Mittelpunkt Als Ort des Wissens und der Begegnung konzentriert sich das GDI auf die Themenfelder Handel, Konsum und gesellschaftlicher Wandel. Das Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) kann auf ein erfolgreiches Jahr 2005 zurückblicken. Seit über vierzig Jahren steht das GDI in Rüschlikon für unabhängige Forschung in unkonventionellem Rahmen, bricht Tabus und fördert quere und provokative Denkweisen. So entstehen neue Ansätze und wegweisende Ideen. Dank weltweiter Vernetzung bietet das GDI eine Plattform des Wissens, auf der wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen am Puls der Zeit erforscht, diskutiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Hervorragend entwickelte sich die Medienpräsenz des GDI im In- und Ausland. Die Medienresonanz hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Dadurch hat sich auch die Wahrnehmung und Positionierung in der Schweiz weiter verbessert. Die wachsende Anzahl von nationalen und internationalen Anfragen für Referate und Auftragsprojekte bestätigen diesen Eindruck und belegen, dass das GDI als Think-Tank und Wissenszentrum für Trends und Forschung in seinen angestammten Bereichen anerkannt und gefragt ist. An der 55. Internationalen Handelstagung (IHT) unter dem Titel «Neue Wege zum Wohlstand» wurden Auswege aus der Ideenlosigkeit diskutiert. Der 6th European Foodservice Summit, die Plattform für die internationale Restaurantindustrie, zeichnete sich erneut durch ein internationales Teilnehmerfeld aus. Gäste aus 22 Nationen widmeten sich dem Thema

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«Innovation and Re-Invention from the Core». Nicht minder spannend verlief die praxisorientierte 2. Europäische Channels-Tagung zum Thema «Erfolgreich in der Multichannel-Welt». Besondere Highlights dabei waren die geführten Study Tours in Zürich sowie die fachspezifischen Workshops. Zum ersten Mal fand der 1. Europäische Konsumententag zum Thema «Generation Gold» statt. Fachreferenten aus Europa setzten sich mit Fragen rund um die wachsenden Bedürfnisse der Baby-Boomer-Generation im Alter auseinander. Die neu konzipierte «Food for Thought»-Reihe hat sich sehr gut eingeführt und erfreut sich grosser Beliebtheit. Zu Wort kamen international anerkannte Experten und Denker, die den Wandel unserer Zeit auf den Punkt bringen. Lord Richard Layard («Macht Wirtschaftswachstum die Menschen glücklich?»), Howard Rheingold («Die wahre Revolution der Informationsgesellschaft»), Jeremy Rifkin («Der europäische Traum») und Paola Ghillani zusammen mit Dieter Brandes («Von Preisen und Werten») haben für intellektuelle Leckerbissen gesorgt. Die Networking-Plattform für Trendsetter und Querdenker «Pioneers» hat sich mit internationalen Top-Referenten und Bestsellerautoren wie Cory Doctorow («Tomorrow People»), Peter Wippermann («Forever Young») oder Malcolm Gladwell («Intuition und Entscheidungen») etabliert und für ausgebuchte Säle gesorgt. Der Anlass für die Präsentation der Studie «Detailhandel Schweiz 2015» im September erregte grosse Aufmerksamkeit. Die Plätze waren schnell ausverkauft und die Medien berichteten ausführlich über die Thesen der Studie. Einen Grossaufmarsch von Vertretern aus dem Ernährungs-, Gastro-, Hotel- und Eventbereich gab es auch zum «Food Nations»-Anlass im Juni. Studien zu Altersfragen («Generation Gold», «Best-Age-Shoppers») sowie Ernährungstrends («Food Fictions») thematisieren wichtige Aspekte des Handels und Konsumverhaltens. Die Nachfrage nach GDI-Studien und der Studienverkauf laufen ausgezeichnet. Zudem fragen Firmen vermehrt nach Auftragsstudien. Ebenfalls erfreulich ist die sehr grosse Nachfrage nach Vorträgen der GDI-Mitarbeiter in der Schweiz und ganz Europa. So konnten 2005 rund 25 000 Zuhörer durch Vorträge erreicht werden. Der Relaunch des Wissensmagazins «GDI Impuls» lief nach Plan und wurde erfolgreich lanciert. Das neue Erscheinungsbild und das aktualisierte Textkonzept wurden von den Lesern äusserst posi-


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Migros Facts

tiv aufgenommen. Dies wurde auch dadurch bestätigt, dass keine Abonnemente gekündigt wurden, sondern bereits in kurzer Zeit neue Abonnenten dazugewonnen werden konnten. Auch mit Begegnungen für Fremdveranstalter und Firmen konnte das GDI seine Kompetenz als Konferenz- und Veranstaltungsort markant ausbauen. Die internen Verbesserungen und Qualitätsoptimierungen haben bereits Früchte getragen. So konnten die Belegungszahlen im Vergleich zum Jahr 2004 deutlich erhöht, die Warenkosten im Bereich Food & Beverage gesenkt und die Umsätze markant gesteigert werden. Der Gesamterfolg 2005 bestätigt, dass das GDI mit seiner offensiveren Marktausrichtung auf dem richtigen Weg ist.

PARKS IM GRÜNEN

Immer wieder neue Attraktionen In den vier von der Migros gestifteten Parkanlagen finden attraktive Veranstaltungen statt. Die Parks im Grünen bieten der Schweizer Bevölkerung Raum für Erholung und Begegnungen. Die vier Parks in Rüschlikon bei Zürich, in Münchenstein bei Basel, auf dem Berner Hausberg Gurten und in Signal de Bougy bei Lausanne sind eine Attraktion. Angegliederte Restaurantbetriebe bieten Verpflegungsmöglichkeiten. Hier finden auch von den regionalen Genossenschaften organisierte Events und kulturelle Veranstaltungen statt. Eine Dinosaurierausstellung in Münchenstein etwa wurde von mehr als 700 000 Personen besucht. Zum 25-jährigen Bestehen des Parks wurden zudem das Restaurant ausgebaut und der Kinderspielplatz erneuert. Im Park auf dem Gurten wurde ein kleiner Skilift aufgestellt, der Kinder während 66 Betriebstagen erfreute und in den Medien viel Beachtung fand.

STIFTUNG ADELE-DUTTWEILER-PREIS

Nachhaltige Hilfe in Äthiopien Für ihr soziales Engagement in Äthiopien wurden Marie-Luise und David Röschli mit dem Adele-Duttweiler-Preis ausgezeichnet. Seit rund zwanzig Jahren setzt sich das Schweizer Ehepaar Marie-Luise und David Röschli in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba für Kinder und Jugendliche ein. Sie haben das Selam Center zu einem der wichtigsten humanitären und sozialen Hilfswerke in der 6-Millionen-Stadt aufgebaut und entwickeln es laufend weiter Im Selam Children’s Village konzentriert sich Marie-Luise Röschli schwerpunktmässig auf die hauswirtschaftliche Ausbildung junger Mädchen. In zwei Dörfern wird über 420 Waisen ein Heim geboten. Im Kindergarten, in zwei Tagesschulen mit Gymnasium finden über 3700 Schülerinnen und Schüler eine Ausbildungsmöglichkeit. Eine medizinische Klinik, in der rund 120 Patienten täglich Hilfe finden, ein Babyhaus für Findelkinder und Aidswaisen, Beschäftigungsmöglichkeiten für Witwen sowie Projekte zur Ausbildung und Resozialisierung von Strassenkindern in Zusammenarbeit mit der Uno und mit Stadtbehörden gehören mit dazu. In den vergangenen Jahren hat David Röschli das Selam Technical & Vocational Center aufgebaut, das inzwischen nicht nur als Lehrwerkstatt, sondern auch als technische Hochschule anerkannt ist. Rund 80 0 Jugendliche werden da zu Mechanikern, Schlossern, Elektrikern und Schreinern ausgebildet und es werden Basisprodukte (Wasserpumpen, Pflüge, Erntemaschinen, Bienenkästen, Transportkarren, Baumaterial) für die Entwicklung des Landes hergestellt. Das von Marie-Luise und David Röschli aufgebaute und geleitete Hilfswerk, bei dem insgesamt 60 0 0 Menschen direkt profitieren, bietet rund 140 0 äthiopischen Mitarbeitenden Arbeitsplätze. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen sowohl Soforthilfe als auch nachhaltige Hilfe zu bieten. Das Ehepaar Röschli wurde in Anerkennung seines grossartigen Einsatzes für Kinder und Jugendliche in Äthiopien mit dem Adele-Duttweiler-Preis 2005 ausgezeichnet.


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Migros-Gruppe

Stabiler Umsatz und Stärkung der Finanzkraft in einem sich verändernden Umfeld Die Migros-Gruppe konnte den Umsatz trotz weiter gesenkten Verkaufspreisen in ihrem Kerngeschäft stabil halten und die Marktanteile entsprechend verteidigen. Die Migros stellt sich auf die veränderten Marktsituationen ein und verbesserte mit verschiedenen Optimierungsprogrammen in der Wertschöpfungskette und Restrukturierungen ihr operatives Ergebnis. Dank günstiger Finanzierung, Einsatz verschiedener Finanzinstrumente und höherem Ergebnis der Migrosbank verbesserte sich das Finanzergebnis wiederum. Der Risikoüberwachung und der Verschuldung wurde auch dieses Jahr weiterhin besondere Bedeutung zugemessen. So konnte die Effektivverschuldung bei einem Investitionsvolumen von gut 1,1 Milliarden Franken reduziert und das Verhältnis Fremd-/Eigenkapital zu Gunsten des Eigenkapitals weiter verbessert werden. KENNZAHLEN (MIO. CHF) Gruppenumsatz Bruttomarge EBITDA EBIT Finanzergebnis Gruppengewinn Cashflow Free Cashflow Selbstfinanzierungsgrad Effektivverschuldung Verschuldungsfaktor Finanzierungsverhältnis

2005 20 385 40,3 % 1 460 607 203 699 1 378 319 138 % 4 133 3,0 75 %

2004

20 303 40,5 % 1 397 543 103 545 1 187 301 140 % 4 400 3,7 89 %

Reales Wachstum, aber mit tieferen Preisen Die zehn regionalen Genossenschaften haben einen Nettoumsatz von 14,621 Milliarden Franken erwirtschaftet. Dies sind 30 Millionen Franken oder 0,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Umsatzrückgang ist vor allem auf gezielte Preissenkungen in der Höhe von 170 Millionen Franken und die Ausweitung des M-Budget-Sortiments zurückzuführen. Die Preise des Migros-Warenkorbes sind um 1,2 Prozent gesunken, während die Teuerung im Inland gemäss BFS 1,2 Prozent betrug. Die Flächenexpansion verbunden mit zum Vorjahr gleich gebliebenen Durchschnitts-

einkäufen führte zu diesem insgesamt guten Resultat. Der Detailhandel Migros im Ausland reduzierte sich um 5 Millionen auf 221 Millionen Franken und konnte sich damit in schwierigem Umfeld behaupten. Die Globus-Gruppe hat – verkaufs- und strukturbereinigt – 2,5 Prozent oder 27 Millionen Franken Umsatz zugelegt. Allerdings wird der Umsatz auf Gruppenstufe durch die wegen Schliessung wegfallenden Umsätze von Oviesse / Globus und eine veränderte Buchungspraxis des Shop-in-Shop-Geschäftes mit –77 Millionen Franken belastet. Hotelplan musste einen Umsatzrückgang von 3,7 Prozent oder 66 Millionen Franken hinnehmen. Die Preissensibilität auf dem Reiseveranstalter-Markt bleibt hoch, die Dichte an nicht beeinflussbaren Ereignissen wie Naturkatastrophen und Terrorakten steigt. Besonders Hotelplan Schweiz und Italien spüren die Auswirkungen. Vor diesem Hintergrund richtet sich insbesondere Hotelplan Schweiz in den Bereichen Touroperating, Marketing und Vertrieb neu aus. Hotelplan England, hauptsächlich tätig im Wintergeschäft, vermochte den Umsatz erneut zu steigern: dieses Jahr um 5,3 Prozent. Die direkten Kosten der Flutkatastrophe in Asien wurden der HotelplanGruppe durch eine optimale Versicherungsdeckung weitgehend zurückerstattet. Migrol wächst dank höheren Erdölpreisen um 17,3 Prozent auf 1464 Millionen Franken. Der hohe Erdölpreis wirkt eher absatzhemmend – der Absatz in Kubikmetern ist im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben – und setzt die Margen unter Druck. Dies konnte durch eine Optimierung des Produktmixes erfolgreich aufgefangen werden. Migrol kann im gesamtschweizerischen Markt die Marktanteile halten und setzt verstärkt auf das zukunftsträchtige ShopGeschäft. Hier wurde im abgelaufenen Jahr die Zusammenarbeit mit der Valora-Gruppe verstärkt. Ex Libris hat mit einem Nettoumsatz von 164 Millionen Franken das Rekordergebnis des letzten Jahres wiederholt. Neben dem boomenden OnlineKanal hat insbesondere auch die Modernisierung des Filialnetzes dazu beigetragen. Die Kunden konnten von rund 2 Prozent günstigeren Preisen profitieren.

ZAHLENTEI L

Finanzieller Lagebericht


Migros-Gruppe

Limmatdruck konnte mit plus 6,9 Prozent ebenfalls beachtliche Fortschritte erzielen und ihre Stellung im Verlags- wie auch im Verpackungsbereich festigen. Die Industrie hat sowohl mit den Genossenschaften wie auch in Drittmärkten im In- und Ausland weiter erfreulich zugelegt. Trotz sinkendem Preisniveau konnte ein Gesamtwachstum zum Vorjahr von 3,1 Prozent erzielt werden. Während das Grossverbrauchergeschäft stagnierte, stiegen die Exportumsätze um 16,2 Prozent auf 237 Millionen Franken. Operative Ergebnisse durch Prozess- und Strukturbereinigungen verbessert Die operativen Ergebnisse wurden weiter verbessert. Dazu beigetragen haben verschiedene Massnahmen in den Prozessen und Strukturen. Mit dem Projekt «Avanti» werden die Migros-Industrieunternehmen systematisch durchleuchtet und Produktivitätssteigerungen erzielt. Die Projektphase ist mittlerweile bei allen Unternehmen abgeschlossen, in einzelnen Unternehmen wurden die Massnahmen bereits vollständig umgesetzt und Nachfolgeprogramme gestartet. Die früher eingeführten Systeme der Zentralen Warenwirtschaft arbeiten reibungslos. Die Logistik wurde weiter optimiert und in Suhr, dem Zentrallager für das Trockenwarensortiment, wurde ein Prozessverbesserungs- und Effizienzsteigerungsprogramm erfolgreich realisiert. Das Projekt «Performance» überprüfte sämtliche Dienstleistungen des MigrosGenossenschafts-Bundes und passte diese an die veränderten Bedürfnisse der Gruppe an. Verschiedene Genossenschaften arbeiten ebenfalls systematisch an einer weiteren Steigerung der Effizienz in der Leistungserbringung für den Kunden. Bereinigungen und Konsolidierungen bei der Globus-Gruppe und bei Hotelplan Schweiz führten zu weiteren Verbesserungen. Die neuen Abläufe, die Überprüfung und Vereinheitlichung von Prozessen wie auch Effizienzprogramme zeigen entsprechend positive Auswirkungen bei den Resultaten. Weitere Massnahmen sind notwendig, um ein nachhaltiges Ergebnis im sich verändernden Umfeld sicherzustellen. Dazu sind Schritte mit dem Projekt «Success» bereits eingeleitet und werden in den Genossenschaften konsequent umgesetzt. Bruttomarge Die Veränderung der Bruttomarge ergibt sich aus Verschiebungen der Umsatzanteile zwischen den einzelnen Unternehmen. Der Warenhandel der Migros hat infolge Eigenproduktion eine grössere Bruttomarge. Die Bereiche Dienstleistungsunternehmen und

150

übriger Handel (insbes. Migrol, Hotelplan, Globus, Ex Libris) haben wegen fehlender Eigenproduktion kleinere Bruttomargen, dafür auch weniger operative Aufwendungen. Mit dem jährlich ändernden Mix ergeben sich kleinere Verschiebungen. Verbesserungen im Einkauf des Warenhandels werden weiterhin vollumfänglich an die Kunden weitergegeben. EBIT Der Ebit konnte durch Optimierungen und nachhaltiges Kostenmanagement um 64 Millionen Franken gesteigert werden. Die operativen Aufwendungen sind weniger angestiegen als der Umsatz. Im operativen Aufwand erfolgt nur eine leichte Zunahme des Personalaufwandes von 29 Millionen Franken, trotz über dem Branchendurchschnitt gewährten Lohnerhöhungen von 1,5 Prozent. Dies ist ein Resultat der sorgsamen und verbesserten Planung und des optimierten Einsatzes des Mitarbeiterbestandes sowie der durch die Globus-Gruppe getätigten Unternehmensschliessungen. Die Steigerung des Personalaufwandes zum Vorjahr ist auf Rückstellungen für die Altersvorsorge aus all den Optimierungsprogrammen zurückzuführen. Der Personalaufwand, welcher neben den Löhnen auch Pensionskassenbeiträge, Rückstellungen für die AHV-Ersatzrenten und andere Sozialleistungen beinhaltet, ist mit 55 Prozent neben dem Warenaufwand der mit Abstand grösste Aufwandbereich der Erfolgsrechnung. Weiter vereinfachte Prozesse und die erwähnten Sparanstrengungen führen zur Abnahme der anderen betrieblichen Aufwendungen. Die Abschreibungen bewegen sich auf Vorjahresniveau, die Gesamtinvestitionen mit gut 1,1 Milliarden Franken bewegen sich über dem Vorjahr. Eingesetzt sind diese Investitionen vorwiegend bei den Genossenschaften für neue, erweiterte und modernisierte Verkaufsstandorte und bei der Industrie für die Modernisierung und Kapazitätsausweitung der Produktionsanlagen. Finanzergebnis durch Equity-Beteiligung, Finanzrechnung und Finanztransaktionen beinahe verdoppelt Das Finanzergebnis konnte gegenüber dem Vorjahr nochmals stark verbessert werden. Neben der günstigen Zinssituation und der Reduktion der Nettofinanzschuld trugen insbesondere Wertaufholungen in Vorjahren wertberichtigter Beteiligungen, Beteiligungserträge und Finanztransaktionen zur Verbesserung bei. Die Zinskosten wurden, wo notwendig und


151

Migros-Gruppe

sinnvoll, mit Zinssatzswaps abgesichert und durch Erträge aus dem Verkauf von Optionen auf Zinssatzswaps weiter reduziert. Die bestehende Liquidität der Migros-Gruppe dient der Sicherung der operativen Flexibilität und wird entsprechend angelegt. Mit den flüssigen Mitteln, Wertschriften und Geldanlagen werden risikogerechte Erträge erwirtschaftet. Dazu kommen zusätzliche Erträge aus der Equity-Beteiligung der Migrosbank, die im Jahr 2005 das Verfahren zur Berechnung des Pauschaldelkrederes an die neue Praxis angepasst hat. Steigender Cashflow von deutlich über einer Milliarde Der aus der Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Geldzufluss reicht aus, um alle Investitionen selbst zu finanzieren. Die Migros hat das Ziel, den grössten Teil des erwirtschafteten Cashflows wiederum in den Markt für bestehende oder neue Geschäfte zu investieren. Die erarbeiteten Mittel zeigen, dass die Fähigkeit, genügend Mittel für zukünftige, langfristige Investitionen zu erwirtschaften, vorhanden ist. Optimierungen bei der Bilanzstruktur werden weiterverfolgt. Der Free Cashflow wurde zur Stärkung der Bilanz verwendet, indem Finanzschulden reduziert wurden. CASHFLOW (in Mio. CHF) 1500

1200

900

600 1 168

1 103

1 005

1 187

1 378

2001

2002

2003

2004

2005

300

0

Wertorientierte Führung und Werte auch in der Migros schaffen Die wertorientierte Führung ist heute eine weit verbreitete Form der finanziellen Unternehmensführung. Die Ausrichtung an der Mehrwertschaffung ist für alle Unternehmen, unabhängig von Tätigkeitsfeld, Unternehmensgrösse oder Rechtsform von zentraler Bedeutung. Auch die Migros hat sich zur Einführung dieses Konzeptes als Basis für die finanzielle Führung entschlossen und wendet dabei ein auf die Migros-Grup-

pe angepasstes Modell der wertorientierten Führung an. Grundlage dafür ist, dass sich die Migros-Gruppe in Bezug auf Wertschaffung und Effizienz wie alle anderen Unternehmen verhalten muss. Oberstes Ziel für die Migros ist dabei, über eine nachhaltige Wertschöpfung den langfristigen Erfolg sicherzustellen. Dazu werden differenzierte Ziele für die verschiedenen Unternehmensbereiche gesetzt. In der Verwendung der geschaffenen Werte unterscheidet sich die Migros sodann von kapitalmarktorientierten Unternehmen. Die geschaffenen finanziellen Werte stehen für die Kunden, zur Sicherung von Arbeitsplätzen, für das Kulturprozent oder für langfristige Investitionen in wichtige Projekte zur Verfügung. Dazu gibt die Wertschöpfungsrechnung weitere Informationen. Das angewandte Konzept und dessen Instrumente dienen nicht nur der Stärkung des Wertschöpfungsgedankens, sondern verbessern auch Qualität und Transparenz von Entscheidungen und stellen relevante finanzielle Führungsinformationen sicher. So wird ein stärkerer Fokus auf die nachhaltige Strategieumsetzung sowie eine verstärkte Integration von strategischer Planung, Finanz- und Investitionsplanung erreicht werden. Jährliche Resultate, Budgets und Pläne werden an vereinbarten Zielvorgaben gemessen und neue Projekte werden entsprechend bewertet. Bereichsspezifische Auswertungen mit differenzierten Zielvorgaben erlauben zudem eine vertiefte Beurteilung unserer Aktivitäten und Risiken und zeigen die Wertschöpfung der entsprechenden Bereiche oder Projekte auf. Angemessene Rendite, Wachstum und Mehrwertschaffung als zentrale Grössen werden somit Bestandteil der operativen Tätigkeit und stärken unsere Einsatzkraft in einem immer härter werdenden Konkurrenzumfeld. Dabei stehen die wichtige Denkhaltung der wertorientierten Führung sowie die positive Einstellung zur Steigerung der Attraktivität stets im Vordergrund. Finanzielles Risikomanagement Das finanzielle Risikomanagement innerhalb der Migros-Gruppe erfolgt nach einheitlichen, vom Management festgelegten Grundsätzen und Richtlinien. Diese betreffen die Sicherstellung und Bewirtschaftung der liquiden Mittel, die Absicherung der Markt-, Währungs-, Zins- und Kreditrisiken und die Beschaffung kurz- und langfristiger Finanzierungen. Die Gesellschaften der Migros-Gruppe sind für eine gesunde Finanz- und Investitionspolitik selbst verantwortlich. Das Treasury des Migros-Genossenschafts-Bundes offeriert als gruppeninternes Bank- und Service-Cen-


152

Migros-Gruppe

ter den Genossenschaften und den MGB-Tochtergesellschaften optimierte Lösungen für alle Liquiditäts-, Finanzierungs- und Devisenbedürfnisse. Dadurch erfolgen die Bewirtschaftung der Liquidität und die kosteneffiziente Beschaffung von Devisen und Finanzierungen zwecks Optimierung der Finanzmittel mehrheitlich zentralisiert. Die Überwachung der Risiken mit Limitensystemen und Sensitivitätsanalysen sowie deren Bewirtschaftung erfolgen beim MigrosGenossenschafts-Bund. Liquiditätsmanagement Zum Zweck der permanenten Gewährleistung der Zahlungsbereitschaft der Gruppe führt der Migros-Genossenschafts-Bund eine Nettoliquidität in der Grösse von mindestens 4 Prozent des Gruppenumsatzes. Damit werden ca. 72 Prozent der Gruppenliquidität durch den Migros-Genossenschafts-Bund verwaltet. − Geldmarkt- und Devisengeschäfte Mindestens 50 Prozent der Liquidität des MigrosGenossenschafts-Bundes werden im Rahmen der Liquiditäts-, Devisen- und Zinspolitik zur Liquiditätsversorgung der Gruppengesellschaften eingesetzt. Als internes Bank- und Service-Center ist der Migros-Genossenschafts-Bund zuständig für alle Liquiditäts- und Devisenbedürfnisse der Migros-Gruppe. Durch die Bündelung der internen Fremdwährungsbedürfnisse können Devisentransaktionen bezüglich Timing und Kosten optimiert abgewickelt werden. Der Migros-GenossenschaftsBund offeriert seinen Partnern neben einer Kontokorrentlösung in verschiedenen Währungen auch die Möglichkeit, kurz- oder langfristige Finanzierungen oder Anlagen zu tätigen. − Anlageportfolio Bis zu höchstens 50 Prozent der Liquidität des Migros-Genossenschafts-Bundes werden im Rahmen eines separaten Portfolios in Wertschriften angelegt. Die vom Management vorgegebene Anlagepolitik regelt mittels strategischer und taktischer Asset Allocation die Aufteilung der Anlagen nach Anlagekategorien, Märkten und Währungen.

Anlageportfolio 2005 Migros-Genossenschafts-Bund Aufteilung Wertschriften nach Anlagekategorien

14 %

Aktien

86 %

Obligationen

Aufteilung Wertschriften nachWährungen

10 %

Euro

9%

US-Dollar

6%

Übrige

75 %

Schweizer Franken

Finanzierungsmanagement Die Finanzierungspolitik setzt die Rahmenbedingungen für die Aufnahme von kurz- und langfristigen Finanzierungen am Geld- und Kapitalmarkt. Die Finanzierung basiert grundsätzlich auf einem Drei-Säulen-Konzept: den Anlagesparkonten der Migros-Mitarbeitenden, Krediten und Darlehen von inländischen und ausländischen Banken und institutionellen Investoren sowie Kapitalmarktanleihen. Dank zentraler Bündelung des Mittelbedarfs und A-Rating von Standard & Poor’s erfolgt die Kapitalbeschaffung kostenminimal und diversifiziert bezüglich Laufzeitenstaffelung und Gegenparteien. Die beiden für die Beschaffung von Fremdkapital wichtigen Finanzkennzahlen haben sich gegenüber dem Vorjahr nochmals stark verbessert: Der dynamische Verschuldungsgrad von 1,36 Mal im Vorjahr auf 1,04 Mal und der Zinsdeckungsgrad von 13,5 Mal auf 16,6 Mal, beides dank Reduktion der Finanzschuld und einem höheren EBITDA.


153

Migros-Gruppe

Aufteilung der Gruppenfinanzierung 2005 nach Gegenparteien

Mio. CHF

16 %

Anleihen

53 %

Mitarbeiter

31 %

Banken/Dritte

Aufteilung der Gruppenfinanzierung nach Fälligkeiten (Status 31.12.2005)

400

300

200

100

0

2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014

Banken/Dritte

Anleihen

Bilanzmanagement Das finanzielle Risikomanagement dient dem Zweck der Erhaltung der starken Bilanz mit gesunden Bilanzrelationen. Diese Aktivitäten basieren auf einem konservativen Ansatz, der den strategischen Finanzzielen «flexible und genügende Liquiditätsversorgung» und «Minimierung der Risiken» vor dem «Erwirtschaften einer maximalen Rendite» Vorrang einräumt. Mit langfristiger Planung des Investitionsbedarfs wird eine Strategie verfolgt, welche es erlaubt, die effektive Verschuldung auf einem tiefen Stand und die Fälligkeiten zeitlich gestaffelt zu halten. Damit soll auch weiterhin die Unabhängigkeit der Migros-Gruppe sichergestellt werden. Die Bilanzstruktur der Migros-Gruppe ist weiterhin gesund. Die Effektivverschuldung von 4,1 Milliarden Franken vergleicht sich mit einer Bilanzsumme von 16,8 Milliarden Franken und nahm um 267 Millionen Franken ab. Bei einem Eigenkapitalzuwachs von 706 Millionen Franken konnte der Eigenkapitalanteil am Gesamtkapital um 4,4 Prozentpunkte auf 57,4 Prozent verbessert werden. Auch der Grundsatz der Fristenkongruenz, wonach das Eigenkapital zuzüglich langfristigen Fremdkapitals das Anlagevermögen decken soll, ist eingehalten.

Versicherungsmanagement Der Versicherungsschutz für die Unternehmen und Stiftungen der Migros-Gruppe wird durch Eigenversicherung sowie durch Verträge mit privaten Versicherungsgesellschaften und öffentlich-rechtlichen Versicherungsanstalten gewährleistet. Die Versicherungsabteilung des Migros-Genossenschafts-Bundes tritt dabei gegenüber den Versicherungsgesellschaften als «Versicherungs-In-HouseBroker» auf. Dank Gruppenverträgen ist einerseits ein sehr umfassender und weitgehender Deckungsumfang erhältlich und andererseits sind hohe Deckungssummen möglich. Dadurch ist auch sichergestellt, dass alle Migros-Unternehmen über den bestmöglichen Versicherungsschutz zu angemessenen Prämien verfügen. Risikomanagement in Steuer- und allgemeinen Rechtsfragen Aufgrund der häufigen Änderungen im steuerlichen und rechtlichen Umfeld steigt – auch im Sinne einer verstärkten Corporate Governance – das allgemeine Bedürfnis nach einer funktionierenden und effizienten Risikokontrolle sowie Risikobewirtschaftung und damit in erster Linie nach einem umfassenden, gruppenweiten Überblick über latent drohende und bestehende Risiken in Steuer- und allgemeinen Rechtsfragen. Wie in den vorangegangenen Jahren wurden die Risiken innerhalb der Gruppe nach einheitlicher Systematik erfasst und ausgewertet. In einem fortlaufenden Prozess werden die verschiedenen Risikokategorien und -arten analysiert und die entsprechenden Massnahmen umgesetzt. Zur Grösse und Komplexität der Migros-Gruppe halten sich die Steuer- und allgemeinen Rechtsrisiken in einem vertretbaren Rahmen. Joerg Zulauf Departement Finanzen


154

Migros-Gruppe

Wertschöpfungsrechnung

Eine nachhaltige Wertschöpfung und auf die Zukunft gerichtetes Bewirtschaften der verfügbaren Mittel soll auch in schwierigen Zeiten die Sicherung des Unternehmens, der Arbeitsplätze wie auch der Leistungen an die öffentliche Hand ermöglichen. Dabei sollen die Leistungen an unsere Kunden laufend gesteigert werden. 2005

2004

M IO . CHF

%

M IO . CHF

%

Unternehmensleistung

20 385

100

20 303

100

Materialaufwand

12 160

60

12 082

59

Übriger Aufwand

1 207

6

1 335

7

B RU T TOW ERTSCHÖPFU NG

7 018

34

6 886

34

853

4

854

4

6 165

30

6 032

30

Entstehung

Abschreibungen

N ET TOW ERTSCHÖPFU NG –

Verwendung 4 517

73

4 488

74

an Kultur/Soziales (Kulturprozent)

112

2

114

2

an Kreditgeber

70

1

96

2

767

13

789

13

an Mitarbeiter

an öffentliche Hand › Steuern

101

92

› Mehrwertsteuern

142

142

› Zölle/Gebühren/Abgaben

524

an Unternehmung (Selbstfinanzierung)

N ET TOW ERTSCHÖPFU NG

555 699

11

545

9

6 165

100

6 032

100

Kennzahlen zur Wertschöpfung

2004 1 112 594

Bruttowertschöpfung je Ø Vollzeitstelle

CHF

2005 117 095

Nettowertschöpfung je Ø Vollzeitstelle

CHF

102 863

98 630

Personalaufwand je Ø Vollzeitstelle

CHF

75 366

73 384

59 934

61 158

Durchschnittliche Anzahl Vollzeitstellen

Die Zunahme der Unternehmungsleistung ist geprägt durch unterschiedliche Einflüsse. Auf hohem Niveau stabilisiert sich der Umsatz im Detailhandel, liegt jedoch u.a. durch die rückläufige Entwicklung im Reisegeschäft gegenüber Vorjahr zurück. Den Rückstand vermag aber das Brenn- und Treibstoffgeschäft dank höheren Erdölpreisen aufzuholen. Der Materialaufwand liegt auch wegen der höheren Erdölpreise marktbedingt über dem Vorjahr. Nachhaltige Kostenbewirtschaftung gleicht diesen Effekt aus, was eine über dem Vorjahr liegende Brutto- wie Nettowertschöpfung ergibt. Bei der Verwendung der Nettowertschöpfung macht der Personalaufwand unverändert mit rund 73 Prozent den Hauptanteil aus. Aufgrund der über dem Branchendurchschnitt gewährten Lohnerhöhungen von 1,5 Prozent, erforderlichen Anpassungen bei den Sozialversicherungsprämien (Tariferhöhung für die Versicherung von Nicht-Berufsunfällen) sowie der einmalig gewährten Leistungsprämie von CHF 500 pro festangestellten Mitarbeitenden nehmen die Personalkosten in absoluten Werten zum Vorjahr zu. Die Verschiebung der prozentualen Strukturwerte ist somit eine direkte Folge des gegenüber Vorjahr um 28,3 Prozent gesteigerten Gruppenergebnisses. Die Brutto- wie Nettowertschöpfung je Vollzeitstelle liegen über den Vorjahreswerten, was zum Teil den erwähnten Effekten im Personalaufwand zuzuschreiben ist. Des Weiteren trägt die laufende Optimierung der erforderlichen Personalressourcen an die Marktverhältnisse zu einem strukturbedingten Rückgang im Personalbestand bei. Die Unternehmensfortführung und die Innovationssicherung sind durch die permanente Ausrichtung der Wertschöpfungskette an die dynamische Marktentwicklung anzupassen und durch Einbehaltung eines adäquaten Gewinnes weiterhin anzustreben. 1 Anpassung der Vorjahreswerte aufgrund der neuen, ab 1.1.20 05 einheitlich und verbindlich anzuwendenden Berechnungsmethodik für den Personalbestand resp. für die Vollzeitstellen innerhalb der Migros-Unternehmen.


155

Migros-Gruppe

5-Jahres-Kennzahlen Migros-Gruppe

KENNZ AHLEN I N M IO . CHF

G RUPPENUMSATZ Veränderung in % zum Vorjahr – EBITDA in % vom Gruppenumsatz – EBIT in % vom Gruppenumsatz – G RUPPENGEWINN in % vom Gruppenumsatz – C ASHFLOW in % vom Gruppenumsatz – F REE C ASHFLOW – I NVESTITIONEN – U MLAUFVERMÖGEN in % vom Gesamtvermögen – A NLAGEVERMÖGEN in % vom Gesamtvermögen – K URZFRISTIGES F REMDKAPITAL in % vom Gesamtkapital – L ANGFRISTIGES F REMDKAPITAL in % vom Gesamtkapital – E IGENKAPITAL

2001

2002

2003

2004

2005

20 174

20 187 19 824 1

20 013

20 303

20 385

+ 2,6

+ 0,1

+ 1,0

+ 1,4

+ 0,4

1 284

1 268

1 290

1 397

1 460

6,4

6,4

6,5

6,9

7,2

488

451

484

543

607

2,4

2,3

2,4

2,7

3,0

285

178

372

545

699

1,4

0,9

1,9

2,7

3,4

1 168

1 103

1 005

1 187

1 378

5,8

5,6

5,0

5,8

6,8

202

43

– 162

301

319

1 140

1 208

1 319

996

1 127

5 294

4 813

4 844

5 017

4 561

32,1

29,3

29,2

29,8

27,2

11 194

11 611

11 744

11 822

12 221

67,9

70,7

70,8

70,2

72,8

2 902

2 981

3 195

3 184

2 795

17,6

18,2

19,3

18,9

16,7

5 741

5 423

4 999

4 727

4 353

34,8

33,0

30,1

28,1

26,0

7 845

8 020

8 394 8 928

9 634

47,6

48,8

50,6 53,0

57,4

E IGENKAPITAL INKL . M INDERHEITEN in % vom Gesamtkapital in % vom Gesamtkapital inkl. Minderheiten – B ILANZSUMME – A UFWENDUNGEN FÜR KULTURELLE , SOZIALE UND WIRTSCHAFTSPOLITISCHE Z WECKE – P ERSONALBESTAND K ONSOLIDIERUNGSKREIS › Anzahl Personen 31.12. › Anzahl Personen Jahresdurchschnitt 2 › Vollzeitstellen 31.12.

16 488

16 424

16 588

16 839

16 782

120

123

114

114

112

82 018

83 149

81 600

79 688

60 103

62 400

60 571

59 812

59 664

61 252

61 486

60 192

1 877 875

1 890 739

1 913 531

1 957 804

82 272 61 158

› Vollzeitstellen 3 › Vollzeitstellen Jahresdurchschnitt – M IGROS -G ENOSSENSCHAFTER (Mitglieder) 1

2002: Angepasster Vorjahreswert aufgrund neuer Umsatzdefinition Hotelplan-Gruppe. 2005: Neue, einheitlich angewendete Berechnungsmethode; Vorjahreswert 2004 angepasst.

2+3

81 049 59 934

1 982 033


156

Migros-Gruppe

Gruppenbilanz

ERL ÄUTERUNGEN

31.12.2005 M IO . CHF

31.12.2004 M IO . CHF

Flüssige Mittel

1/14

1 468

1 825

Wertschriften

2/14

450

510

Forderungen

3/14

738

745

Vorräte

4

1 800

1 825

Aktive Rechnungsabgrenzung

5

105

112

4 561

5 017

Aktiven U M LAU F V ER MÖGEN

T OTA L U M LAU FV ER MÖGEN – A N LAGEV ER MÖGEN 6

9 846

9 615

7/14

2 309

2 133

8

66

74

T OTA L A N LAGEV ER MÖGEN

12 221

11 822

BILANZSUMME

16 782

16 839

Sachanlagen Finanzanlagen Immaterielle Anlagen

Passiven K U R ZFR IST IGES F R EM DK A PI TA L Bankverbindlichkeiten Sonstige Verbindlichkeiten Passive Rechnungsabgrenzung

9/14

89

583

10/14

2 513

2 404

11

193

197

2 795

3 184

12/14

3 163

3 483

13

1 190

1 244

4 353

4 727

7 148

7 911

T OTA L KU R ZFR ISTIGES F R EM DK A PITA L – L A NGFR IST IGES F R EM DK A PI TA L Finanzverbindlichkeiten Rückstellungen

T OTA L LA NGFR ISTIGES F R EM DK A PITA L T OTA L F R EM DK A PITA L – E IGENKAPITAL Genossenschaftskapital Gewinnreserven Gruppengewinn

E IGEN K A PITA L EX K L . M I N DER H EITSA N TEI LE Minderheitsanteile

T OTA L E IGEN K A PITA L I N K L . M I N DER H EITSA N TEI LE BILANZSUMME

20

20

8 900

8 352

699

545

9 619

8 917

15

11

9 634

8 928

16 782

16 839


157

Migros-Gruppe

Gruppenerfolgsrechnung

ERL ÄUTERUNGEN

2005

2004

M IO . CHF

M IO . CHF

19 921

Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen

14/15

20 006

Andere betriebliche Erträge

14/16

379

382

20 385

20 303

12 160

12 082

8 225

8 221 4 488

G RU PPEN U MSATZ – Material- und Dienstleistungsaufwand der verkauften Produkte und Leistungen

B RU T TOGEW I N N AUS BETR I EBLICH ER TÄTIGK EIT – Personalaufwand Betriebliche Abschreibungen Andere betriebliche Aufwendungen

17

4 517

6/8

853

854

14/18/22

2 248

2 336

607

543

14/19

203

103

20

19

32

829

678

EBIT – Finanzergebnis Übriges Ergebnis

G EW I N N VOR S TEU ER N – Steuern

G EW I N N

21

126

131

703

547

–4

–2

699

545

– Minderheitsanteile

GRUPPENGEWINN


158

Migros-Gruppe

Gruppengeldflussrechnung ERL ÄUTERUNGEN

2005

2004

M IO . CHF

M IO . CHF

699

545

4

2

823

817

–35

–3

28

30

Geschäftstätigkeit G RU PPENGEW I N N Minderheitsanteile Abschreibungen auf: › Sachanlagen

6

› Finanzanlagen › Immaterielles Anlagevermögen

8

Buchgewinne aus Verkäufen von Vermögensteilen Nicht liquiditätswirksamer Ertrag aus Equity-Beteiligungen Abnahme von Rückstellungen

13

G ELDFLUSS AUS BETR I EBLICH ER TÄTIGK EIT VOR VER Ä N DERU NG DES N ET TOU M LAU FV ER MÖGENS Zunahme des betrieblichen Nettoumlaufvermögens

23

= G ELDFLUSS AUS G ESCH Ä F TSTÄTIGK EIT (C ASH FLOW)

–24

–20

–201

–155

–54

–170

1 240

1 046

138

141

1 378

1 187

–1 101

–972

Investitionstätigkeit Investitionen in Sachanlagen

6

67

102

Kauf von Beteiligungen

0

–10

Veräusserung von Beteiligungen

1

5

Veräusserung von Sachanlagen

Investitionen in Beteiligungen von assoziierten Gesellschaften Investitionen in immaterielle Anlagen Veräusserung von immateriellen Anlagen

= G ELDFLUSS AUS I N V ESTITIONSTÄTIGK EIT F R EE C ASH FLOW

8

–7

0

–20

–14

1

3

–1 059

–886

319

301

–487

–82

Finanzierungstätigkeiten Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

65

99

–318

–89

0

21

–740

–51

4

–4

Liquide Mittel Anfang Jahr

2 335

2 089

Liquide Mittel Ende Jahr

1 918

2 335

–417

246

Liquide Mittel

1 468

1 825

Wertschriften

450

510

1 918

2 335

Finanzanlagen Langfristige Finanzverbindlichkeiten Arbeitgeberbeitragsreserve (Fonds MGB)

= G ELDFLUSS AUS F I NA NZI ERU NGSTÄTIGK EIT WÄ H RU NGSEI N FLUSS AU F LIQU I DE M IT TEL

= A BNA H M E LIQU I DE M IT TEL ( Vorjahr Zunahme) –

Zusammensetzung des Fonds

= F ON DS LIQU I DE M IT TEL U N D WERTSCH R I F TEN


159

Migros-Gruppe

Veränderungen des konsolidierten Eigenkapitals der Migros-Gruppe WERTE I N M IO . CHF GENOSSENSCHAFTSKAPITAL

E IGEN K A PITA L 01.01.2004

KUMUL. FREMDEINBE- WÄHRUNGSHALTENE DIFFEGEWINNE RENZEN

20

8 380

TOTAL EXKL. MINDERHEITSANTEILE

MINDERHEITSANTEILE

TOTAL INKL. MINDERHEITSANTEILE

8 394

6

8 400

545

2

547

-6

Veränderung Genossenschaftskapital 545

Jahresgewinn

–1

Fremdwährungs-Umrechnungsdifferenzen

–1

–1

Dividenden Konsolidierungskreisänderungen/ Erhöhung Beteiligungsanteile –21

Erfolgsneutrale Veränderungen

3

3

–21

–21

E IGEN K A PITA L 31.12.2004

20

8 904

–7

8 917

11

8 928

E IGEN K A PITA L 01.01.2005

20

8 904

–7

8 917

11

8 928

699

4

703

Veränderung Genossenschaftskapital 699

Jahresgewinn

3

Fremdwährungs-Umrechnungsdifferenzen

3

3

Dividenden Konsolidierungskreisänderungen/ Erhöhung Beteiligungsanteile

–2

2

9 601

–2

0

Erfolgsneutrale Veränderungen

E IGEN K A PITA L 31.12.2005

20

9 619

15

9 634

Die erfolgsneutrale Veränderung des Eigenkapitals im Vorjahr erfolgte aufgrund einer Umwandlung eines Fonds bei der Migros-Pensionskasse zu nicht bilanzierungsfähigen Arbeitgeberbeitragsreserven. In der Position Einbehaltene Gewinne sind nicht ausschüttbare, gesetzliche Reserven in Höhe von CHF 89 Mio. ( Vorjahr CHF 71 Mio.) enthalten. –

Genossenschaftskapital-Nachweis G ENOSSENSCH A F TS -A N T EI LSCH EI N E 01.01.2005 Veränderung Anteilscheine 31.12.2005

10.– 1 957 615

A N T EI LSCH EI N

A N T EI LSCH EI N

30.– 466

TOTA L A N T EI LSCH EI N E

1 958 081

23 096

–249

22 847

1 980 711

217

1 980 928

19 576

14

19 590

231

–6

225

19 807

8

19 815

– G ENOSSENSCH A F TSK A PI TA L I N TCHF 01.01.2005 Veränderung Genossenschaftskapital 31.12.2005

G ENOSSENSCH A F TSK A PI TA L – STAT U TA R ISCH E B EST I M M U NGEN A N T EI LSCH EI N E :

Jede Genossenschaft gibt Anteilscheine aus, die auf den Namen lauten.

H AFTUNG :

Für die Verbindlichkeit der Genossenschaft haftet ausschliesslich das Genossenschaftsvermögen. Jede persönliche Haftung der Genossenschafter ist ausgeschlossen.


160

Migros-Gruppe

Anhang zur Gruppenrechnung Grundsätze der Rechnungslegung Allgemeine Grundlagen der Rechnungslegung Die Gruppenrechnung wird gemäss den Swiss GA AP FER vorgenommen. Die der Konsolidierung zugrunde liegenden Einzelabschlüsse werden nach einheitlichen Grundsätzen erstellt. Die Erstellung der Gruppenrechnung verlangt von der Unternehmensleitung, Einschätzungen und Annahmen zu treffen, welche die ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, Eventualverpflichtungen im Zeitpunkt der Bilanzierung sowie Erträge und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Wenn zu einem späteren Zeitpunkt derartige Einschätzungen und Annahmen, welche von der Unternehmensleitung im Zeitpunkt der Bilanzierung nach bestem Wissen getroffen wurden, von den tatsächlichen Gegebenheiten abweichen, werden die ursprünglichen Einschätzungen und Annahmen in jenem Berichtsjahr entsprechend angepasst, in dem sich die Gegebenheiten geändert haben. Konsolidierungsstichtag Abschlussstichtag aller einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember, mit Ausnahme der HotelplanGruppe, deren Geschäftsjahr am 31. Oktober endet. Konsolidierungskreis In die Gruppenrechnung einbezogen sind alle Unternehmen, welche durch die Migros-Gruppe direkt oder indirekt kontrolliert werden. Kontrolle bedeutet die Möglichkeit der massgebenden Beeinflussung der finanziellen und operativen Geschäftstätigkeiten, um daraus entsprechenden Nutzen ziehen zu können. Dies ist üblicherweise der Fall, wenn die Migros-Gruppe direkt oder indirekt mehr als 50 Prozent der Stimmrechte einer Gesellschaft besitzt. Im Laufe des Berichtsjahres erworbene oder veräusserte Gesellschaften werden ab dem Datum der Übergabe der Kontrolle der Geschäftstätigkeiten an die Migros-Gruppe und alle verkauften Gesellschaften bis zum Veräusserungsdatum in die Gruppenrechnung einbezogen resp. ausgeschlossen. Aufgrund der unterschiedlichen Tätigkeit und zur Wahrung der Bilanzklarheit wird die durch die MGemeinschaft gehaltene Migrosbank von der Vollkonsolidierung ausgeschlossen (s. Equity-Methode). Die Migrosbank veröffentlicht ihre Jahresrechnung im eigenen Geschäftsbericht.

Der Konsolidierungskreis ist im Anhang auf den Seiten 195 bis 200 dargestellt. Konsolidierungsmethode – Vollkonsolidierung Der Einbezug der Gesellschaften erfolgt nach der Methode der Vollkonsolidierung. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der angelsächsischen Methode (Purchase-Methode). Aktiven und Fremdkapital von erworbenen Gesellschaften werden auf den Zeitpunkt des Kontrollwechsels nach Gruppen-Grundsätzen neu bewertet; Mehr- und Minderwerte werden den betreffenden Bilanzpositionen zugeordnet und die verbleibende Differenz zwischen dem Kaufpreis sowie dem nach den Rechnungslegungs-Grundsätzen der Gruppe ermittelten Eigenkapital, d.h. der Goodwill, wird aktiviert und planmässig abgeschrieben. Allfällige Beteiligungen von Dritten an vollkonsolidierten Gesellschaften werden als Minderheiten am Eigenkapital und am Erfolg separat ausgewiesen. – Equity-Methode Es bestehen kleinere Beteiligungen zwischen 20 und 50 Prozent an assoziierten Gesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen. Diese werden nach der EquityMethode (anteiliges Eigenkapital) in die Gruppenrechnung integriert. Die Migrosbank wird nach der EquityMethode in die Gruppenrechnung einbezogen. Übrige Beteiligungen Alle übrigen Beteiligungen von weniger als 20 Prozent werden zu den Anschaffungskosten abzüglich der notwendigen Wertberichtigungen ausgewiesen und in den Finanzanlagen geführt. Veränderung des Konsolidierungskreises Im Berichtsjahr ergaben sich folgende Änderungen, die im Konsolidierungskreis berücksichtigt wurden: ABGÄNGE Globest AG, Rotkreuz Parikos Reisen AG, Zürich ZUGÄNGE Interhome Nordic AB, Helsinki SSP Informatik AG, Zürich Travelwindow AG, Zürich

LIQUIDIERT LIQUIDIERT

NEUGRÜNDUNG KAUF KAUF

21.07.2005 31.03.2005

31.10.2005 01.05.2005 31.10.2005


161

Migros-Gruppe

K A P I TA L E R H Ö H U N G Hotelplan Intern. Reisorg. B.V. T E U R ÄNDERUNG BETEILIGUNGSANTEIL Cevanova AG, Bern (Equity-Konsolidierung) ILEM SA, Carouge

NEU

BISHER

6 042

2 042

NEU

BISHER

50% 34,4%

33,3% 73%

FUSIONEN, NAMENSÄNDERUNGEN UND SITZVERLEGUNGEN

ESCO Reisen AG, Basel ESCO Reisen GmbH, Lörrach

Fusion mit Hotelplan AG Fusion mit ESCO-Reisen Freiburg GmbH Marti Reisebüro AG, Opfikon Fusion mit Hotelplan AG Hotelplan Int. Reiseorg. Fusion mit ESCO-Reisen GmbH, Freiburg i.Br. Freiburg GmbH Hotel und Restaurant Fusion mit Magazine Bristol AG, Bern zum Globus AG Turisanda S.p.A., Milano Fusion mit Hotelplan Italia S.p.A. Gattinoni SRL, Lecco neu: Gattinoni Travel Network s.r.l. Hotelplan Organ. Internationale neu: Hotelplan S.A.S., de Voyages SA, Paris Mulhouse F I R M E N I N L I Q U I D AT I O N Ambassador Reisen AG, Solothurn Ex Libris GmbH Deutschland, DE-Weil am Rhein

Interio GmbH, DE-Stuttgart W E I T E R E V E R Ä N D E R U N G E N – E R E I G N I S N A C H D E M B I L A N Z S T I C H TA G Auf den 1. Januar 20 06 wurden folgende Beteiligungen der Hotelplan AG verkauft: M-travel Reisburo B.V. in NL-Rijswijk und Reisburo Van Staalduinen B.V., NL-Gravenzande.

Gruppeninterne Beziehungen Alle gruppeninternen Transaktionen, Beziehungen und Zwischengewinne, mit Ausnahme der Zwischengewinne auf Warenvorräten, werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Auf die Eliminierung der Zwischengewinne auf Vorräten wird verzichtet, da sie einen unverhältnismässigen Aufwand mit sich bringen würde und die gruppeninterne Verrechnung zu Marktpreisen erfolgt. Fremdwährungsumrechnung In den Einzelgesellschaften werden Fremdwährungsaktivitäten zu den entsprechenden Transaktionskursen oder, falls sie durch Termingeschäfte kursgesichert sind, zum Sicherungskurs umgerechnet. In fremder Währung erstellte Jahresrechnungen werden für die Gruppenrechnung zum Jahresendkurs in Schweizer Franken umgerechnet. Die aus Wechselkursveränderungen gegenüber dem Vorjahr entstehenden Umrechnungsdifferenzen auf dem Nettover-

mögen werden mit dem konsolidierten Eigenkapital verrechnet. Für die Umrechnung der Erfolgsrechnungen werden Durchschnittskurse verwendet. Daraus resultierende Kursdifferenzen werden im Eigenkapital erfasst. Bewertungsgrundsätze – Flüssige Mittel Flüssige Mittel beinhalten Kassenbestände, Callgelder und Kontokorrente mit Banken und ähnlichen Instituten. Fremdwährungsbestände sind zum Jahresendkurs umgerechnet. – Wertschriften Die Wertschriften sind zu Kurswerten am Bilanzstichtag bewertet. Sie sind kurzfristig realisierbar. – Forderungen Diese sind um die erkennbaren Verlustpositionen vermindert (Einzelwertberichtigung). – Warenvorräte Die Warenvorräte sind zu Einstandswerten (Beschaffungs- bzw. Herstellkosten) oder zum niedrigeren realisierbaren Nettowert bewertet. Die Herstellkosten setzen sich zusammen aus Rohmaterial, sonstigen direkten Kosten und zurechenbaren Produktionsgemeinkosten. Der Wertansatz für die wichtigsten Vorräte basiert auf der Methode der gleitenden Durchschnitte. – Sachanlagen Grundstücke sind zum Anschaffungswert eingesetzt und werden nicht abgeschrieben. Die übrigen Anlagen werden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellkosten abzüglich betriebswirtschaftlich notwendiger Abschreibungen (linear) ausgewiesen. Die Nutzungsdauer der wesentlichen Anlagenkategorien: Gebäude Installationen und technische Anlagen Übriges Sachanlagevermögen

40–50 Jahre 12–20 Jahre 3–12 Jahre

Die nach den vorstehenden Grundsätzen ermittelten Bilanzwerte werden periodisch überprüft. Der Buchwert von Vermögensgegenständen darf nicht über dem erzielbaren Wert sein. Der erzielbare Wert eines Vermögensgegenstandes entspricht dem höheren Wert aus dem Nettoveräusserungswert oder Nutzwert. Eine notwendige Reduktion des Buchwertes auf den niedrigeren erzielbaren Betrag wird der Gruppenerfolgsrechnung als ausserplanmässige Wertverminderung von Vermögenswerten belastet. Reparaturen und Unterhaltskosten werden laufend dem Gruppenergebnis belastet.


Migros-Gruppe

Leasing Die Sachanlagen im Rahmen von Finanz-Leasing-Verträgen werden über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Bezahlte Mieten unter Operating-Leasing-Verträgen werden erfolgswirksam über die Dauer des Vertrags erfasst. Finanzanlagen Übrige nicht konsolidierte Beteiligungen sind zum Anschaffungswert abzüglich allfällig notwendiger Abschreibungen für nachhaltige Wertverminderungen bilanziert. Immaterielles Anlagevermögen Das immaterielle Anlagevermögen enthält von Dritten übernommene Lizenzen, Patente und ähnliche Rechte, Leistungen für Software-Entwicklungen sowie Goodwill. Die Zugänge von Lizenzen, Patenten und ähnlichen Rechten sowie Leistungen für Software-Entwicklungen werden zu Anschaffungswerten erfasst. Die aktivierten Werte werden jährlich auf Werthaltigkeit überprüft und über die erwartete Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Der Goodwill aus Kapitalkonsolidierung entspricht der Differenz zwischen dem Erwerbspreis und den «fair values» der akquirierten identifizierbaren Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung werden nicht aktiviert, sondern direkt der Erfolgsrechnung belastet. Das immaterielle Anlagevermögen wird über dessen wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer der wichtigsten Kategorien beträgt: 5–10 Jahre Goodwill 5–10 Jahre Lizenzen, Patente, ähnliche Rechte oder kürzere rechtliche oder wirtschaftliche Nutzungsdauer 5–10 Jahre Entwicklungskosten EDV oder kürzere rechtliche oder wirtschaftliche Nutzungsdauer

Rückstellungen Rückstellungen werden gebildet, sofern eine gesetzliche Pflicht oder eine Verpflichtung aus bisherigen Ereignissen entstanden ist, die wahrscheinlich zu einem Mittelabfluss führen wird und dieser zuverlässig bewertet werden kann. Die gebildeten Rückstellungen stellen die bestmögliche Einschätzung der endgültigen Verpflichtung dar. Mögliche Verpflichtungen, deren Existenz durch zukünftige Ereignisse noch bestätigt werden muss oder deren Höhe nicht

162

zuverlässig eingeschätzt werden kann, werden den Eventualverbindlichkeiten zugeordnet. Steuern Alle Ertragssteuern, die sich aufgrund der steuerlichen Gewinne des Geschäftsjahres ergeben, sind der Erfolgsrechnung belastet, unabhängig vom Zeitpunkt der Fälligkeit. Darüber hinaus entstehen aufgrund der zeitlich befristeten Abweichungen zwischen Steuer- und Gruppenwerten Rückstellungen für latente Steuern. Die Berechnung der latenten Steuerverbindlichkeiten erfolgt aufgrund eines gesamtschweizerischen Durchschnittssatzes von 21 Prozent wie im Vorjahr. Der auf das Berichtsjahr entfallende Betrag wird in der Erfolgsrechnung berücksichtigt. Latente Steuerguthaben aus steuerlichen Verlustvorträgen werden nicht aktiviert. Wo keine Ausschüttung von Gewinnen vorgesehen ist, sind Quellensteuern und andere Steuern auf mögliche spätere Ausschüttungen von zurückbehaltenen Gewinnen der Gruppengesellschaften nicht berücksichtigt, da diese Gewinne in der Regel reinvestiert werden. Methodenänderung und deren Auswirkung Die Migrosbank wird nach der Equity-Methode in die Gruppenrechnung einbezogen. Diese hat 2005 das Verfahren zur Berechnung des Pauschaldelkrederes an die neue Praxis angepasst. Dies führt zu einem einmaligen Ertrag von CHF 63 Mio. (vgl. auch Erläuterungen unter Ziffer 7 und 19). Personalvorsorge In der Schweiz bestehen unabhängige Vorsorgeeinrichtungen zu Gunsten der Mitarbeitenden, welche durch Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge finanziert werden. Der Vorsorgeplan der Migros-Pensionskasse beruht auf dem Leistungsprimat. Die meisten Mitarbeitenden der Gruppe sind im Genuss von leistungsorientierten Vorsorgeplänen, im Allgemeinen auf der Basis vom letztbezogenen versicherten Einkommen und der Beschäftigungsdauer. Der Arbeitgeber kann im Falle einer Unterdeckung der Pensionskasse zu Sanierungsbeiträgen verpflichtet werden. Die Altersvorsorge ausländischer Gesellschaften ist durch die jeweilige staatliche Institution sichergestellt. Zusätzliche Verpflichtungen aus der ergänzenden Altersvorsorge in Form von AHV-Übergangsrenten (Pensionierung von Mann und Frau mit 63 Jahren) sind in der Jahresrechnung berücksichtigt.


Migros-Gruppe

Die Migros-Pensionskasse schliesst ihre Jahresrechnungen nach Swiss GA AP FER 26 ab. Gemäss der überarbeiteten Fachempfehlung Swiss GA AP FER 16, welche hier rückwirkend auf den 1.1.20 05 angewendet wird, sollen die Informationen von Swiss GA AP FER 26 genutzt werden zur Klärung, ob zusätzlich zu den berücksichtigten Beitragsleistungen der MigrosGruppe weiterer wirtschaftlicher Nutzen besteht oder weitere wirtschaftliche Verpflichtungen vorliegen. Die Frage der Klassifizierung in beitrags- und leistungsorientierte Vorsorgepläne entfällt. Erfassung von Erträgen, Kosten und Aufwendungen Der ausgewiesene Umsatz entspricht den erfolgten Verkäufen und Lieferungen von Produkten und erbrachten Leistungen an Dritte nach Abzug von Verkaufssteuern und Rabatten. Abgrenzungen für Lieferanten-Boni werden in derselben Periode verbucht wie die zugehörigen Materialaufwendungen. Transaktionen mit nahe stehenden Personen (siehe Ziffer 14) Die Geschäftstätigkeiten mit nahe stehenden Personen werden zu marktkonformen Konditionen abgewickelt und beinhalten keine aussergewöhnlichen Transaktionen.

Grundsätze des finanziellen Risikomanagements Risikomanagement Die Migros-Gruppe ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von Finanzrisiken ausgesetzt, etwa im Zusammenhang mit Währungs- und Zinsrisiken, Änderungen der Finanzierungsstruktur oder Veränderungen der Preise am Aktienmarkt. – Marktrisiko Die Migros-Gruppe ist Marktrisiken ausgesetzt, welche vorwiegend die Marktwerte der investierten liquiden Mittel, Wertschriften und Beteiligungen betreffen. Diese Risiken werden laufend überwacht. In Übereinstimmung mit der internen Risikopolitik werden derivative Instrumente eingesetzt, um einzelne Risiken zu bewirtschaften und abzusichern. Die Migros-Gruppe geht keine Finanztransaktionen ein, welche zum Zeitpunkt des Abschlusses der Transaktion ein nicht abschätzbares Risiko enthalten. – Fremdwährungsrisiken Als Detailhandelsgruppe mit vorwiegender Verkaufsaktivität in der Schweiz erfolgt der Einkauf der Handelswaren auch zu einem bedeutenden Ausmass im

163

Ausland und in Fremdwährung. Zudem bestehen Aktivitäten im Ausland wie z.B. Hotelplan. Wechselkursschwankungen können deshalb erheblichen Einfluss auf die Erfolgsrechnung haben, vor allem in Form von Transaktionsrisiken und in begrenztem Ausmass von Umrechnungsrisiken. Die Währungsrisiken werden laufend überwacht und, wenn angebracht, werden Transaktionen mit dem Ziel der Werterhaltung der Vermögenswerte durchgeführt. Als Absicherungsinstrumente kommen vor allem Devisentermingeschäfte zur Anwendung, um gewisse in Fremdwährung erwartete Ausgaben abzusichern. – Zinsrisiken Die Migros-Gruppe ist aufgrund der Volatilität der Marktzinssätze einem Zinsrisiko ausgesetzt. Sichtguthaben, Geldmarkt- und Obligationenanlagen unterliegen einem Zinsrisiko, welches materielle Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage der Gruppe haben kann. Ebenso bestehen Zinsrisiken auf der Finanzierungsseite, die sich aus variabel verzinslichen Roll-over-Krediten von nationalen und internationalen Banken, festverzinslichen Kapitalmarktaufnahmen sowie aus variabel verzinslichen Mitarbeiteranlagen zusammensetzen. Falls notwendig werden die daraus resultierenden Zinssatzrisiken mit Finanzinstrumenten wie Interest Rate Swaps und Forward Rate Agreements abgesichert. – Aktienrisiko Migros kauft in beschränktem Umfang Aktien zur Anlage der liquiden Mittel. Dabei wird auf eine angemessene Diversifikation der Aktienanlagen nach Märkten, Titeln und Branchen geachtet. Risiken des Wertverlustes werden durch Analysen vor dem Kauf, durch Konzentration des Portfolios auf erstklassige Wertschriften sowie durch laufende Überwachung der Performance und Risiken der Investitionen reduziert. – Commodities Migros ist einem Preisrisiko ausgesetzt in Bezug auf voraussichtliche Käufe von Commodities, die als Rohmaterialien im Gruppengeschäft eingesetzt werden. Zur Bewirtschaftung der Preisfluktuationen auf diesen geplanten Käufen tätigt die Migros-Gruppe Warentermingeschäfte. – Gegenparteirisiken Die Gegenparteirisiken umfassen das Bonitätsrisiko bei marktgängigen Wertschriften, das Ausfallrisiko bei derivativen Finanzinstrumenten und das Kreditrisiko auf Kontokorrentbeständen und Festgeldern.


Migros-Gruppe

Das Bonitätsrisiko wird reduziert, indem grundsätzlich Obligationen von Schuldnern gekauft werden, die mindestens ein A-Rating oder ein entsprechendes Rating einer schweizerischen Grossbank aufweisen. In Einzelfällen werden auch Obligationen von Schuldnern mit einem tieferen Rating gekauft, allerdings erst nach eingehender Analyse und positiver Beurteilung allfälliger Risiken. Zur Vermeidung von Klumpenrisiken ist das Obligationenportfolio breit diversifiziert. Das Ausfallrisiko wird vermindert, indem als Gegenparteien nur sehr gute Banken und Finanzinstitute gewählt werden. Die Kreditrisiken werden mittels Limitensystem streng überwacht und begrenzt. Die pro Gegenpartei ausgesetzten Limiten basieren auf einem internen Rating, welches auf der Basis eines offiziellen Ratings, eines Grossbankenratings oder aufgrund eigener Analyse vergeben wird. – Liquiditätsrisiken Die Gesellschaften der Migros-Gruppe sind für die Bewirtschaftung der liquiden Mittel grundsätzlich selbst verantwortlich. Die Anlage von nicht betriebsnotwendigen liquiden Mitteln wie die Beschaffung von Darlehen zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen wie auch zur Finanzierung von Investitionen können zentral beim Migros-Genossenschafts-Bund erfolgen, der die Funktion einer internen Bank einnimmt. Diese Funktion erlaubt es dem Migros-Genossenschafts-Bund, den Liquiditätsfluss innerhalb der Gruppe mehrheitlich zu kontrollieren. Für die jederzeitige Erfüllung der daraus entstehenden Liquiditätsanforderungen werden vom Migros-Genossenschafts-Bund ausreichende Barreserven und leicht realisierbare Wertschriften gehalten. Darüber hinaus erlaubt die Kreditwürdigkeit der Gruppe die günstige Beschaffung von liquiden Mitteln für Finanzierungstätigkeiten auf dem nationalen und internationalen Kapitalmarkt. Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente werden zur Optimierung und Absicherung der Warenflüsse und der Finanzpositionen im Rahmen des Asset- und LiabilityManagements der Gruppe eingesetzt. Die Übersicht auf Seite 177 zeigt die angewendeten derivativen Finanzinstrumente mit den zugrunde liegenden Kontraktwerten und den positiven oder negativen Brutto-Wiederbeschaffungswerten. Die dargestellten Wiederbeschaffungswerte stellen die Marktwerte zum Bilanzstichtag dar. Die mittel- bis langfristigen Bankkredite sind in der Regel variabel verzinslich. Wo sinnvoll, wird de-

164

ren Verzinsung mittels Interest Rate Swaps über die Laufzeit fixiert. Ebenfalls werden geplante zukünftige Mittelaufnahmen am Kapitalmarkt mit Interest Rate Swaps teilweise oder ganz gegen einen potenziellen Zinsanstieg abgesichert. Risikomanagement spezifischer Einzelunternehmen – Migrosbank Im Bereich des Bankgeschäfts kommt dem Risikomanagement eine wichtige Rolle für den Unternehmenserfolg zu. Deshalb wird die Wahrnehmung, Bewirtschaftung und Steuerung der Risiken in der Migrosbank als zentrale Kernkompetenz betrachtet und gesamtheitlich vorgenommen. Die Überwachung der primären Risikokategorien (Kreditrisiko, Finanzmarktrisiko, operationelles Risiko inkl. IT-Sicherheit, rechtliches Risiko und Compliance) erfolgt auf Geschäftsleitungsebene, im Risk Council. – Hotelplan Das Geschäft eines Reiseveranstalters ist von kleinen Margen geprägt. Dem stehen hohe Auslastungsrisiken (Betten, Flüge) und zusätzlich Währungs- und Preisrisiken gegenüber. Hier hat das Risikomanagement in zweifacher Hinsicht eine zentrale Bedeutung: einerseits um die Kalkulation zu sichern und andererseits um Auslastungsrisiken zu optimieren. Die Gesamtüberwachung erfolgt auf Gruppenleitungsebene. Mit der Einführung eines Business Warehouse kann nun im Flug- und Landrisiko eine verbesserte Risikobewirtschaftung erfolgen. Das Business Warehouse lässt als einheitliches Führungsinstrument für die Hotelplangruppe Daten von unterschiedlichen Systemen tagfertig darstellen. Eine weitere Optimierung und entsprechende Anpassungen der Prozessorganisation sind vorgesehen. – Migrol Bei Migrol kommen vor allem die Preis- und Währungsrisiken des Ölgeschäftes zum Tragen. Diese Risiken werden zum Teil über Währungs- und Warentermingeschäfte abgesichert. Wo Absicherungsinstrumente fehlen, werden durchschnittliche Erfahrungswerte in die Kalkulation einbezogen. Versicherungsmanagement Generell wird aufgrund der vorliegenden Risikosituationen, des möglichen Schadenpotenzials mit den Kriterien Eintretenswahrscheinlichkeit und Schadenausmass entschieden, ob ein Risiko selbstfinanziert, d.h. über die «Eigenversicherung» getragen werden sollte, oder ob dieses mit einer geeigneten Versicherung zu überwälzen ist.


Migros-Gruppe

– Sach-/Betriebsunterbrechungsversicherung Für die Sachrisiken (Feuer, Elementar, Einbruchdiebstahl, Wasser, EDV) betreibt der MGB eine «Eigenversicherung», d.h., häufige Risiken bis zu einer gewissen Summe werden selber getragen. Gross- und Katastrophenrisiken sind über eine Gruppen-Police abgedeckt. – Haftpflichtversicherung Für alle zur Migros-Gruppe gehörenden Betriebe besteht für Betriebshaftpflicht- und Produktehaftpflichtrisiken Versicherungsschutz über einen Basisund einen Exzedenten-Vertrag.

165

– Transportversicherung Die Importe und Exporte von Food- und Non-FoodProdukten werden über eine «Eigenversicherungs-Lösung» abgedeckt. Grossschäden sind über eine «Rückversicherung» abgesichert. – Motorfahrzeugversicherung Für die obligatorische Haftpflichtversicherung und die Kaskorisiken besteht eine Gruppen-Flotten-Versicherung. – Übrige Risiken Für Spezialrisiken wie Neu-/Umbauten, Maschinen, Ausstellungen etc. bestehen je nach Risikosituation und Versicherungswürdigkeit separate Policen.


166

Migros-Gruppe

Erläuterungen zur Gruppenbilanz

1

2005

2004

M IO . CHF

M IO . CHF

F LÜSSIGE M I T T EL

Kassa/Post/Bankbestände

665

644

Festgelder (mit Restlaufzeit unter 12 Monaten)

803

1 181

1 468

1 825

360

428

T OTA L –

2

WERTSCH R I F T EN

Obligationen Aktien

T OTA L

90

82

450

510

466

433

3

F OR DERU NGEN

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Übrige kurzfristige Forderungen

T OTA L

272

312

738

745

274

276

4

VOR R ÄT E

Rohmaterial, Hilfs- und Betriebsstoffe Produkte in Arbeit Handelsware Pflichtlager

T OTA L

70

62

1 438

1 468

18

19

1 800

1 825

5

A KT I V E R ECH N U NGSA BGR ENZ U NG

Zinsen Vorausbezahlte Aufwendungen Übrige Abgrenzungen

T OTA L –

11

15

43

40

51

57

105

112

> Der Festgeldbestand umfasst u.a. eine Tranche von CHF 75 Mio. (Vorjahr CHF 140 Mio.), die bei der Migrosbank angelegt ist. Im Vorjahr war der Bestand wegen der anstehenden Rückzahlung einer Anleihe von CHF 250 Mio. entsprechend erhöht. — > Die Wertschriften des Umlaufvermögens dienen ebenfalls der Liquiditätssicherung. Die Bewertung erfolgt zu Marktwerten am Bilanzstichtag. Die Zielsetzung der Wertschriftenanlagen besteht darin, eine positive Rendite auf dem eingesetzten Kapital zu erwirtschaften, welche langfristig über den Refinanzierungskosten der Migros-Gruppe liegt. Im Berichtsjahr wurden fällige Obligationen nicht erneuert. — > Die übrigen Forderungen enthalten unter anderem Verrechnungssteuer-Guthaben, Vorauszahlungen für Dienstleistungen, Abrechnungskonten aus dem Liegenschaften- und Personalbereich sowie Guthaben aus dem Kontokorrentverkehr mit Stiftungen. — > Die konsequente Bestandesführung, u.a. durch die Zentrale Warenwirtschaft, ergibt die Abnahme per Bilanzstichtag. —


167

Migros-Gruppe

6 S ACH A N LAGEN (W ERT E I N M IO . CH F)

GRUNDSTÜCKE U. BAUTEN

TECHN . ANLAGEN U. MASCHINEN

ÜBRIGES SACHANL .VERMÖGEN

ANLAGEN IM BAU

TOTAL SACHANLAGEVERMÖGEN

2005

2004 19 300

A NSCHAFFUNGSWERTE 8 456

9 012

1 654

349

19 471

Zugänge

154

460

102

385

1 101

972

Abgänge

–113

–349

–101

–7

–570

–696

97

82

5

–184

0

–2

2

1

1

4

–3

Stand 31.12.2004

Umgliederungen Währungsdifferenzen Veränderung Konsolidierungskreis

S TA N D 31.12.2005 › davon Finanzleasing

–100

8 596

9 206

1 661

543

20 006

19 471

2

2

5

3 165

5 537

1 154

9 856

9 716

215

500

108

823

817

–80

–345

–96

–521

–610 –

– A BSCHREIBUNGEN Stand 31.12.2004 Laufendes Jahr Abgänge

19

–18

–1

0

Währungsdifferenzen

1

1

2

Veränderung Konsolidierungskreis

–67

S TA N D 31.12.2005

3 320

5 675

1 165

10 160

9 856

B I LA NZ W ERT N ET TO 31.12.2005

5 276

3 531

496

543

9 846

9 615

1

1

3

Umgliederungen

› davon Finanzleasing

I N DEN A NLAGEN SIND I NVESTITIONEN FÜR DAS P ROJEKT WEST SIDE ENTHALTEN . Die Migros Aare beabsichtigt ein Freizeit- und Einkaufszentrum WESTside in Brünnen, westlich von Bern, zu realisieren. WESTside ist eingebettet in die Gesamtüberbauung Bern-Brünnen, die Wohn- und Lebensraum für 260 0 Menschen schafft und mit S-Bahn, Tram-, Bus- und Autobahnanschluss über ein wegweisendes Verkehrskonzept verfügt. Mit Datum vom 12.8.20 03 wurde dem Bauvorhaben WESTside vom Regierungsstatthalter die Gesamtbewilligung erteilt. Einsprachen bei den Beschwerdeinstanzen Bau-, Verkehr- und Energiedirektion des Kantons Bern und Verwaltungsgericht wurden abgewiesen bzw. konnten mit Projektänderungen erfüllt werden. 13 Beschwerdeführer/innen haben beim Schweizerischen Bundesgericht am 31.1.20 05 Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht. Genau 127 Tage nach Eingang der Beschwerde entschied das Bundesgericht zu Gunsten der Bauherrin Neue Brünnen AG (NBAG) und wies die Beschwerde ab. Die NBAG ist eine 10 0-prozentige Tochter der Migros Aare. Das Gericht bestätigte, wie die drei Vorinstanzen, die Umweltverträglichkeit des Freizeit- und Einkaufszentrums. Die Migros Aare hat über die NBAG per 31.12.20 05 CHF 156,6 Mio. investiert und aktiviert. Rund 40 % davon sind Land- und Infrastrukturleistungen, 35 % Planungs-/Baukosten und 25% Bauherrenleistungen. In diesen Investitionen sind Aufwendungen für die Promotion (Verkauf und Vermietung von Teilbereichen) enthalten. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung gehen davon aus, dass das Projekt ohne wesentliche Änderungen realisierbar ist, Teilbereiche verkauft und mit den Vermietungen eine angemessene Gesamtrendite erwirtschaftet werden kann. – W ERTBERICHTIGUNGEN Im Berichtsjahr wurden Werthaltigkeitstests auf spezifischen Anlagenobjekten durchgeführt. Infolgedessen resultierten Wertberichtigungen auf den jeweiligen Buchwerten in Höhe von CHF 27 Mio., die in der Zeile Abschreibungen laufendes Jahr enthalten sind. – B RANDVERSICHERUNGSWERTE

2005

2004

Mobilien

8 460

8 166

Immobilien

11 450

11 587

– F INANZLEASING In der Berichtsperiode sind Sachanlagen aus Finanzierungs-Leasing mit einem bilanzierten Nettowert von CHF 1 Mio. enthalten. Die betreffenden Verbindlichkeiten sind mit CHF 1 Mio. unter Position 12 Finanzverbindlichkeiten – Banken und andere Kreditinstitute – erfasst.


168

Migros-Gruppe

2005

2004

M IO . CHF

M IO . CHF

Langfristige Bankguthaben

148

145

Übrige langfristige Forderungen

106

174

1 951

1 747

104

67

2 309

2 133

7

F I NA NZA N LAGEN

Nach Equity-Methode bewertete Beteiligungen Übrige nicht konsolidierte Beteiligungen

T OTA L –

8

I M M AT ER I ELLE A N LAGEN (W ERT E I N M IO . CH F)

> Die langfristigen Bankguthaben beinhalten unverändert zum Vorjahr ordentliche und nachrangige Darlehen von CHF 110 Mio. an die Migrosbank. Die Gewährung der nachrangigen Darlehen an die Migrosbank steht im Zusammenhang mit den Eigenkapitalvorschriften laut Bankengesetz. Die Abnahme der übrigen langfristigen Forderungen ist durch Darlehensrückzahlungen von Dritten in Höhe von CHF 41 Mio. begründet. In der Position sind unter anderem Darlehen an Migros nahe stehende Stiftungen im Umfang von CHF 18 Mio. enthalten. Equity-Beteiligungen: Die Position enthält im Wesentlichen die Beteiligung an der Migrosbank, welche im Jahr 2005 das Verfahren zur Berechnung des Pauschaldelkrederes an die neue Praxis angepasst hat, was die EquityBeteiligung zusätzlich erhöht. —

ENTWICKLUNGSKOSTEN (EDV)

LIZENZEN , PATENTE , VERLAGS RECHTE

GOODWILL

ORGANI SATIONS KOSTEN

126

25

269

Zugänge

13

2

5

Abgänge

TOTAL IMMATERIELLE ANLAGEN

2005

2004

14

434

440

20

21 –11

A NSCHAFFUNGSWERTE Stand 31.12.2004

–21

–2

–23

Umgliederungen

1

1

2

Währungsdifferenzen

1

1

Veränderung Konsolidierungskreis

S TA N D 31.12.2005

–18

118

27

274

14

433

434

88

18

247

7

360

352

– A BSCHREIBUNGEN Stand 31.12.2004 Laufendes Jahr Abgänge

15

3

8

2

28

30

–20

–2

–22

–10

Umgliederungen

1

1

Währungsdifferenzen

–12

S TA N D 31.12.2005

83

22

253

9

367

360

B I LA NZ W ERT N ET TO 31.12.2005

35

5

21

5

66

74

Veränderung Konsolidierungskreis

Entwicklungskosten (EDV ): In Ausnahmefällen sind die selbst entwickelten EDV-Lösungen wie auch die zugekaufte Software aktiviert und werden in 3 bis 5 Jahren amortisiert. Wesentliche Entwicklungskosten sind insbesondere SAP-Softwarelizenzen sowie die Entwicklungskosten für ein Kassensystem. Goodwill aus Kapitalkonsolidierung: Der Zugang beim Goodwill ist auf den erstmaligen Einbezug der Cevanova AG nach der Equity-Methode sowie auf einen Unternehmenserwerb bei der Hotelplan-Gruppe (siehe Veränderung im Konsolidierungskreis) zurückzuführen.


169

Migros-Gruppe

9

2005

2004

M IO . CHF

M IO . CHF

89

583

B A N KV ER BI N DLICH K EI T EN

T OTA L –

10

S ONST IGE VER BI N DLICH K EI T EN 1 462

Lieferungen und Leistungen

1 375

Personal- und M-Partizipationskonten

236

230

Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

815

799

2 513

2 404

26

22

T OTA L –

11

PASSI V E R ECH N U NGSA BGR ENZ U NG

Kursgelder der Klubschulen Mieten

2

2

Zinsen

45

55

120

118

193

197

Übrige Abgrenzungen

T OTA L

> Die Bankverbindlichkeiten nehmen aufgrund der planmässigen Rückzahlung von zwei Anleihen des MGB in Höhe von CHF 500 Mio. im Berichtsjahr ab. — > Die Personalkonten werden zu üblichen Kontokorrentsätzen verzinst, während für die Partizipationskonten ein Vorzugszins zur Anwendung kommt. Die Übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten unter anderem Vorauszahlungen von Kunden, zu erwartende Garantieleistungen und offene Mehrwertsteuer-Abgaben sowie die Verpflichtung aus dem M-CumulusProgramm gegenüber Kunden. — > Bei den Übrigen Abgrenzungen sind im Wesentlichen Abgrenzungen für Ferien- und Überzeitguthaben von Mitarbeitenden, für kulturelle Aktionen sowie für sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten. —

12

F I NA NZ V ER BI N DLICH K EI T EN

Obligationen-Anleihen HERAUSGEBENDE S UN TERNEHMEN FÄLLIGKEI T

LAUFZEI T

ZI NSSATZ

MGB

25.04.2008

2001–2008

3,75

350

350

MGB

03.05.2011

2004–2011

2,5

200

200

Total Obligationen-Anleihen

550

550

Grundpfandgesicherte Verbindlichkeiten

145

152

1 613

1 610

724

1 025

Personal-Anlagekonten Banken und andere Kreditinstitute Übrige Festgelder und Darlehen

T OTA L

131

146

3 163

3 483

> Die Personal-Anlagekonten geniessen einen Vorzugszins und sind für die Mitarbeitenden der Migros-Gruppe eine beliebte Anlagemöglichkeit. Die zur Verfügung gestellten Gelder unterstehen einer 3-monatigen Kündigungsfrist für Bezüge über CHF 25 000. Die Position Banken und andere Kreditinstitute enthält Aufnahmen in Schweizer Franken und in Euro. Der Bestand Ende 2004 war leicht erhöht, da damit ein Teil der 2005 zur Rückzahlung anstehenden Anleihen refinanziert wurde. —


170

Migros-Gruppe

13 RÜCKST ELLU NGEN (W ERT E I N M IO . CH F)

LATENTE STEUERN

STEUER- U. RECHTS FÄLLE

M -AHVERSATZ RENTE

ÜBRIGE PERSONAL VORSORGE

ZWECKPAR AGR APH

ÜBRIGE

TOTAL

696

46

369

28

8

267

1 414

47

18

14

2

2

91

174

Zugang Konsolidierungskreis

1

1

Verwendung (Inanspruchnahme)

–7

–41

–4

–1

–92

–145

Abgang Konsolidierungskreis

–1

–1

–2

Buchwert per 01.01.2004 Bildung (Zuführung)

–7

–10

–30

–4

–50

–101

Reklassifizierung

–27

–70

–97

Währungsdifferenzen

736

20

311

22

9

146

1 244

736

20

311

22

9

146

1 244

30

4

29

7

2

62

134

Zugang Konsolidierungskreis

Verwendung (Inanspruchnahme)

–14

–31

–4

–4

–79

–132

Abgang Konsolidierungskreis

–5

–2

–3

–3

–43

–56

Reklassifizierung

Währungsdifferenzen

761

8

306

25

4

86

1 190

Auflösung

Buchwert per 31.12.2004 – B UCHWERT PER 01.01.2005 Bildung (Zuführung)

Auflösung

B UCH W ERT PER 31.12.2005

Die Rückstellung für latente Steuern wird aus dem Unterschied der Eigenkapitalien gemäss den statutarischen Bilanzen und den Werten der Konzernbilanz ermittelt. Im Berichtsjahr sind die latenten Steuern mit dem unveränderten durchschnittlichen Konzernsteuersatz von 21 Prozent berechnet. Die Migros-Unternehmen sind für die Übergangsjahre vom generellen Migros-Pensionierungsalter bis zum ordentlichen Rentenalter zur Zahlung einer AHV-Überbrückungsrente verpflichtet. Die aufgelaufenen Verpflichtungen per Bilanzstichtag sind in der Position M-AHV-Ersatzrente ausgewiesen. Im Vorjahr musste die Rückstellung für die M-AHV-Ersatzrente aufgrund der genehmigten Statutenänderung wesentlich angepasst werden. Dabei sind einerseits Übertragungen der laufenden Ersatzrenten an die MPK erfolgt, andererseits ergab die Erhöhung des Rentenalters auf 63 Jahre eine Abnahme der erforderlichen Verbindlichkeiten. Die übrigen Rückstellungen enthalten wesentlich Verbindlichkeiten für Schadenrisiken, die aufgrund der laufenden Beurteilung zu entsprechenden Bildungen bzw. Auflösungen im Berichtsjahr führten. –


171

Migros-Gruppe

14

N A H E ST EH EN DE P ERSON EN (W ERT E I N M IO . CH F) MIGROSBANK U. STIFTUNGEN MIT KOMMERZ . B ILANZ ZWECK

STIFTUNGEN PERSONAL - UND GESELL VORSORGE - SCHAFTEN IM STIF - R AHMEN DES TUNGEN KULTUR-%

TOTAL

2005

2004 236

179

179

Wertschriften

0

8

Forderungen

2

8

10

15

Flüssige Mittel

Verkäufe von Sachanlagen Finanzanlagen (davon nachrangige Darlehen) Bankverbindlichkeiten (kfr.) Sonstige Verbindlichkeiten (kfr.) Finanzverbindlichkeiten

156 (60)

18

174 (60)

171 (60)

17

17

14

1

80

6

87

86

45

42

87

111

E RFOLGSRECHNUNG Nettoerlöse aus Lief. u. Leist.

4

6

9

19

13

Andere betriebliche Erträge

5

1

11

17

15

Andere betriebl. Aufwendungen

34

10

44

42

Zinsertrag

8

6

14

15

Zinsaufwand

2

1

8

11

4

F INANZERGEBNIS

> In der konsolidierten Gruppenrechnung sind nebenstehende Forderungen und Verbindlichkeiten sowie aus Transaktionen resultierende Aufwendungen und Erträge enthalten. Unter Einhaltung der Swiss GAAP FER 15 werden sämtliche Transaktionen mit nahe stehenden Personen, welche in den Positionen der Bilanz und Erfolgsrechnung enthalten sind, ausgewiesen. Die Transaktionen erfolgen zu marktkonformen Bedingungen. —


172

Migros-Gruppe

Erläuterungen zur Gruppenerfolgsrechnung

15 UND

2005

2004

M IO . CHF

M IO . CHF

14 505

14 539

1 104

1 181

N E T TOER LÖSE AUS L I EFERU NGEN L EIST U NGEN NACH B ER EICH EN

Genossenschaften Globus Industrie Handel & Logistik MGB

T OTA L

751

693

3 432

3 283

214

225

20 006

19 921

15

N E T TOER LÖSE AUS L I EFERU NGEN U N D L EIST U NGEN NACH S EGM EN T EN Detailhandel

14 262

14 374

Grosshandel

1 167

1 139

Gastro

734

745

Freizeit

100

95

Bildung

168

165

Reisen

1 717

1 784

Brenn- und Treibstoffe

1 413

1 206

Liegenschaftenerträge/Übrige

T OTA L

445

413

20 006

19 921

> Im Berichtsjahr erzielte Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen mit Dritten gruppiert nach Bereichen. Bei der Globus-Gruppe ist der Umsatzrückgang auf Verkaufsund Strukturbereinigungen zurückzuführen. Die Zunahme bei der Industrie ist grösstenteils durch die gesteigerte Export-Tätigkeit begründet. Im Bereich Handel & Logistik verzeichnet die Migrol dank höheren Erdölpreisen ein entsprechendes Umsatzwachstum. — > Für eine höhere Transparenz bezüglich Umsatzerzielung erfolgt der Ausweis der Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen nach Geschäftssegmenten. Mit dieser Zusatzinformation erfolgt eine gezielte Information zu den einzelnen Geschäftstätigkeiten der Migros-Gruppe. Die Inhalte der einzelnen Segmente sind wie folgt definiert: - Detailhandel: Erlöse aus Verkaufsstellen Migros, Globus, Ex Libris und Tankstellenshops - Grosshandel: Erlöse aus Warenverkauf (Konsumgüter), welche nicht über das eigene Verkaufsstellennetz abgewickelt werden - Gastro: Erlöse aus Restaurantund Hotel-Betrieben - Freizeit: Erlöse aus Fitness-, Wellness- und Golfparks - Bildung: Erlöse aus Klubschulen und kulturellen Veranstaltungen - Reisen: Erlöse aus Ferien- und Reisegeschäften - Brenn- und Treibstoffe: Erlöse aus dem Brenn- und Treibstoffgeschäft - Liegenschaftenerträge/Übrige: Erlöse aus Immobilienvermietung, sowie wesentliche Erlöse aus Druckereigewerbe und Transportdienstleistungen —


173

Migros-Gruppe

15 UND

2005

2004

M IO . CHF

M IO . CHF

N E T TOER LÖSE AUS L I EFERU NGEN L EIST U NGEN NACH G EO -M Ä R KT EN 18 405

18 332

Ausland

1 325

1 354

Export

276

235

20 006

19 921

Inland

T OTA L –

16

A N DER E BE T R I EBLICH E E RT R ÄGE

Werbebeiträge

75

Aktionsbeiträge

77

82

219

213

Sonstige betriebliche Erträge Aktivierte Eigenleistungen

T OTA L

80

8

7

379

382

> Die Nettoerlöse sind nach folgenden Kriterien in Geo-Märkte aufgeteilt: - Inland = Umsatzerzielung in der Schweiz - Ausland = Umsatzerzielung der Tochtergesellschaften im Ausland - Export = Umsatzerzielung mit Exportgeschäften von der Schweiz ins Ausland Die Zunahme beim Export ist wesentlich auf die Industrie mit einer Steigerung von 16,2% zum Vorjahr zurückzuführen. — > In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind u.a. Erträge aus Franchiseverträgen, aus Versicherungsleistungen wie auch Einnahmen von Personalrestaurants enthalten. —

17

P ERSONA LAU F WA N D

Löhne und Gehälter Altersvorsorge Übrige Sozialleistungen Übriger Personalaufwand

T OTA L

3 578

3 577

747

711

57

52

135

148

4 517

4 488

18

A N DER E BE T R I EBLICH E A U F W EN DU NGEN

Mieten

441

448

Anlagenunterhalt

340

366

Energie und Verbrauchsmaterial

394

407

Verwaltung

252

286

Werbung

445

440

Übriger Betriebsaufwand

376

389

2 248

2 336

T OTA L

> Die Migros-Unternehmen gewährten im Jahr 2005 – individuell und leistungsbezogen – eine Lohnerhöhung von 1,5%. Dass der Personalaufwand dennoch auf Vorjahresniveau bleibt, ist das Resultat der sorgsamen Planung und des verbesserten Einsatzes des Mitarbeiterbestandes. Der übrige Personalaufwand enthält wesentlich Lohnbelastungen von temporär beschäftigten Arbeitskräften, welche aufgrund von erfolgreich abgeschlossenen Grossprojekten im Vergleich zum Vorjahr reduziert werden konnten. — > Infolge des Abschlusses der Zentralen WarenwirtschaftsProjekte reduzieren sich die im Verwaltungsaufwand enthaltenen IT-Beratungskosten gegenüber der Vorperiode. —


174

Migros-Gruppe

2005

2004

M IO . CHF

M IO . CHF

Erträge aus flüssigen Mitteln und Wertschriften

204

203

Erträge aus Equity-Beteiligungen

236

190

19

F I NA NZERGEBN IS

Übrige Beteiligungserträge Wertaufholung auf Finanzanlagen

F I NA NZERTR AG F I NA NZAU FWA N D T OTA L

6

3

37

10

483

406

280

303

203

103

20

Ü BR IGES E RGEBN IS

Gewinn aus Verkäufen von Anlagevermögen

25

20

2

21

27

41

Verlust aus Verkäufen von Anlagevermögen

6

6

Übriger Aufwand

2

3

Übrige Erträge

Ü BR IGER E RTR AG

> Die Erträge aus flüssigen Mitteln und Wertschriften enthalten realisierte und nicht realisierte Fremdwährungsgewinne von CHF 75,9 Mio. (Vorjahr 91,6 Mio.) Equity-Beteiligungen: Die Position enthält im Wesentlichen die Beteiligung an der Migrosbank, welche im Jahr 2005 das Verfahren zur Berechnung des Pauschaldelkrederes an die neue Praxis angepasst hat. Der Finanzaufwand enthält gleichfalls realisierte und nicht realisierte Fremdwährungsverluste in Höhe von CHF 64,3 Mio. (Vorjahr CHF 89,2 Mio.). — > Im Gewinn aus Verkäufen von Anlagevermögen ist ein Immobilienverkauf der Genossenschaft Genf enthalten. —

Ü BR IGER A U FWA N D T OTA L

8

9

19

32

21

S T EU ER N

Laufende Ertragssteuern/Kapitalsteuern Latente Steuern

T OTA L

101

92

25

39

126

131

22

A U F W EN DU NGEN FÜ R KU LT U R ELLE , SOZI A LE Z W ECK E

U N D W I RTSCH A F TSPOLI T ISCH E

Kultur

25

28

Bildung

63

62

Soziales

5

4

Freizeit und Sport

11

12

Wirtschaftspolitik

2

2

Verwaltung / Rückstellungen

6

6

112

114

T OTA L

> Aufgrund der erfreulichen Ergebnisentwicklung in den einzelnen Unternehmen sind entsprechend höhere Abgaben in Form von Ertrags- und Kapitalsteuern zu berücksichtigen. — > Diese Aufwendungen sind im betrieblichen Aufwand enthalten. —


175

Migros-Gruppe

Erläuterungen zur Gruppengeldflussrechnung

G ESCHÄFTSTÄTIGKEIT Der Geldfluss aus betrieblicher Tätigkeit steigert sich zum Vorjahr um CHF + 191 Mio. auf insgesamt CHF 1378 Mio. Dieser Zuwachs ist auf die Gewinnsteigerung von 28,3 Prozent sowie die im Vorjahresvergleich geringere Abnahme bei den Rückstellungen ( Vorjahr CHF –170 Mio.) zurückzuführen. 2005

2004

M IO . CHF

M IO . CHF

–35

–21

23

VER Ä N DERU NG DES BE T R I EBLICH EN N E T TOU M LAU F V ER MÖGENS

Forderungen aus Lieferungen/Leistungen Sonstige Forderungen

41

57

Warenvorräte

23

36

8

2

Verbindlichkeiten aus Lieferungen/Leistungen

89

–27

Sonstige Verbindlichkeiten

16

83

Aktive Rechnungsabgrenzung

Passive Rechnungsabgrenzung

T OTA L

–4

11

138

141

I N V EST I T IONSTÄT IGK EI T Wie im Vorjahr liegen die getätigten Investitionen wiederum über einer Milliarde Franken, wobei der Hauptanteil in Sachanlagen investiert wurde. Die entsprechenden Vermögenszugänge sind in den jeweiligen Kategorien der Anlagenspiegel gemäss Punkt 6 und 8 der Erläuterungen ausgewiesen.

F I NA NZI ERU NGSTÄT IGK EI T Die planmässige Rückzahlung von im Berichtsjahr fälligen Anleihen führt zu einem Teil zur Abnahme bei den Verbindlichkeiten. Der erwirtschaftete Free Cashflow sowie ein gezieltes Liquiditätsmanagement ermöglichen zusätzlich einen Abbau von Finanzverbindlichkeiten. –


176

Migros-Gruppe

Sonstige Angaben

2005

2004

M IO . CHF

M IO . CHF

76

110

3

7

1 064

952

E V EN T UA LV ER PFLICH T U NGEN Bürgschaften, Garantieverpflichtungen, Pfandbestellungen zu Gunsten Dritter › davon mit nahe stehenden Personen Es bestehen bei der Hotelplan-Gruppe Rückbauverpflichtungen in unbekannter Höhe bezüglich eines Gebäudes. Diese können zum heutigen Zeitpunkt nicht abschliessend quantifiziert werden. Die Situation wird jährlich neu beurteilt. – VER PFÄ N DU NGEN , Z ESSION EN , E IGEN T U MSVOR BEH A LT E Buchwert der verpfändeten/abgetretenen Aktiven › davon mit nahe stehenden Personen

379

412

Beanspruchung

305

267

96

97

3 143

3 272

› davon mit nahe stehenden Personen – WEI T ER E N ICH T ZU BI LA NZI ER EN DE VER PFLICH T U NGEN Langfristig eingegangene Mietverträge › davon mit nahe stehenden Personen Baurechtsverträge › davon mit nahe stehenden Personen Langfristige Abnahmeverpflichtungen

446

461

1 025

1 044

172

175

62

82

> Bei den langfristigen Mietund Baurechtsverträgen handelt es sich grösstenteils um eingegangene Verpflichtungen zur langfristigen Sicherung von Standorten für Verkaufsstellen der Genossenschaften. —


177

Migros-Gruppe

D ER I VAT I V E F I NA NZI NST RU M EN T E KONTR AKT VOLUMEN

WIEDERBESCHAFFUNGSWERTE POSITIV NEGATIV IN MIO. CHF

Z INSINSTRUMENTE Swaptions, Caps Ü BRIGE DERIVATIVE I NSTRUMENTE Terminkontrakte, Stillhalteroptionen Devisen

2005

2004

2005

2004

2005

2004

0

0

35

51

2 778

2 434

5

4

2

9

53

60

14

26

0

35

1 275

1 025

L EASI NGV ER PFLICH T U NGEN AUS OPER AT I V EN L EASI NGGESCH Ä F T EN FÄLLIGKEIT 2006 Mio. CHF –

16

2007

2008 UND FOLGENDE

TOTAL GRUPPE

15

27

58

> Die variabel verzinslichen Bankkredite werden teilweise mittels Zinssatzswaps in fix verzinsliche Verbindlichkeiten umgewandelt. Mit Zinssatzswaps werden auch geplante zukünftige Mittelaufnahmen am Kapitalmarkt teilweise gegen einen potenziellen Zinsanstieg abgesichert. Devisentermingeschäfte dienen der Absicherung der Währungsrisiken des Wareneinkaufs, Warenterminkontrakte der Absicherung der Preisschwankungen beim Einkauf von Kaffee und Heizöl. Mit dem Verkauf von Swaptions (Optionen auf Zinssatzswaps) und Caps (Optionen auf Zinsobergrenzen) werden zusätzliche Erträge zur Reduktion der Zinskosten erwirtschaftet. Stillhalteroptionen sind zu 100% unterlegt und dienen der Ertragsoptimierung der unterliegenden Aktienpositionen. — > In den ausgewiesenen Verpflichtungen sind Leasingverträge aus der HotelplanGruppe für zwei Flugzeuge des Typs Boeing B 757-200 ER und für ein Flugzeug des Typs Boeing B 767-300 ER enthalten. Diese Leasingverträge sind auf eine Dauer von 10 Jahren bzw. 3 Jahren abgeschlossen. Für den Leasingvertrag mit einer Dauer von 3 Jahren wurde die Option einer Verlängerung um weitere 3 Jahre im Jahr 2005 eingelöst. Die jährlichen Kosten aus den Verbindlichkeiten von operativen Leasinggeschäften sind der Erfolgsrechnung, Position Mieten, angelastet. Im Jahre 2005 betragen sie CHF 19 Mio. (Vorjahr CHF 18 Mio.). —


178

Migros-Gruppe

P ERSONA LVORSORGE In Übereinstimmung mit Swiss GA AP FER 16 ist die Arbeitgeberbeitragsreserve nicht aktiviert, da zum heutigen Zeitpunkt keine Absicht besteht, einen wirtschaftlichen Nutzen aus diesen Reserven zu ziehen. Die Vorsorgeansprüche der Versicherten der Migros-Pensionskasse sind mit einem Deckungsgrad nach FER 26 von 117,6 % per 31.12.20 05 voll gedeckt. Da die Wertschwankungsreserve der MPK aber noch nicht voll dotiert ist, kann keine im Sinne von FER 16 aktivierungsfähige Überdeckung ausgewiesen werden. A R BE I T GE BE R BE I T R AG SR E SERV E (AGBR) ( I N M IO . CHF ) Vorsorgepläne ohne Über-/ Unterdeckung (MPK) W I RTSCH A F T L ICH ER N U T ZE N/ W I RTSCH A F T L ICH E V ERPFLICHTUNG U N D VOR SORGE AU F WA N D ( I N M IO . CHF )

VERWEN DUNGS VERZICHT

31.12.2005

31.12.2005

187

ÜBER-/ UNTERDECKUNG GEM . FER 26

Vorsorgepläne ohne Über-/ Unterdeckung (MPK) 1

NOMINAL WERT

ANDERE WERT BERICHTIG .

ERGEBNIS AUS AGBR

BILANZ

BILANZ

BILANZ

31.12.2005 31.12.2005

31.12.2004

31.12.2003

2005

2004

176

153

11

23

187

VER ÄNDERUNG Z . VJ BZW. ERFOLGS WIRKSAM IM GJ

WIRTSCHAFTLICHER ANTEIL DES UNTERNEHMENS

31.12.2005

31.12.2005

31.12.2004

AUF DIE PERIODE ABGEGRENZTE BEITR ÄGE 1

747

VORSORGE AUFWAND IM PERSONAL AUFWAND

2005

2004

747

711

Einschliesslich Ergebnis aus Arbeitgeberbeitragsreserve.

F R EM DWÄ H RU NGEN

2005

2004

Wesentliche Wechselkurse

B ILANZ 1 USD

US-Dollar

1,32

1,13

1 GBP

Britisches Pfund

2,27

2,18

1 EUR

Euro

1,55

1,54

Euro

1,55

1,54

E RFOLGSRECHNUNG 1 EUR –

> Für die Umrechnung der Erfolgsrechnungen wurden Durchschnittskurse verwendet. —


179

Migros-Gruppe

Bericht des Konzernprüfers

Bericht des Konzernprüfers an die Verwaltung des Migros-Genossenschafts-Bundes Zürich Als Konzernprüfer haben wir die konsolidierte Jahresrechnung (Bilanz, Erfolgsrechnung, Geldflussrechnung, Aufstellung über die Veränderung des Eigenkapitals und Anhang, Seiten 156 bis 178 sowie der im Anhang publizierte Konsolidierungskreis) der Migros-Gruppe für das am 31. Dezember 20 05 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. Die Jahresrechnungen der regionalen Genossenschaften sowie eines wesentlichen Teils der übrigen Gesellschaften wurden durch die MITREVA Treuhand und Revision AG geprüft. Für die konsolidierte Jahresrechnung ist die Verwaltung verantwortlich, während unsere Aufgabe darin besteht, diese zu prüfen und zu beurteilen. Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich Befähigung und Unabhängigkeit erfüllen. Unsere Prüfung erfolgte nach den Schweizer Prüfungsstandards, wonach eine Prüfung so zu planen und durchzuführen ist, dass wesentliche Fehlaussagen in der konsolidierten Jahresrechnung mit angemessener Sicherheit erkannt werden. Wir prüften die Posten und Angaben der konsolidierten Jahresrechnung mittels Analysen und Erhebungen auf der Basis von Stichproben. Ferner beurteilten wir die Anwendung der massgebenden Rechnungslegungsgrundsätze, die wesentlichen Bewertungsentscheide sowie die Darstellung der konsolidierten Jahresrechnung als Ganzes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine ausreichende Grundlage für unser Urteil bildet. Gemäss unserer Beurteilung vermittelt die konsolidierte Jahresrechnung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung mit den Swiss GA AP FER und entspricht dem schweizerischen Gesetz. Wir empfehlen, die vorliegende konsolidierte Jahresrechnung zu genehmigen.

Zürich, 16. März 20 06

PricewaterhouseCoopers AG P. Brand

H. Heiber


180

Migros-Gruppe

Migros-Pensionskasse

Die Migros-Pensionskasse ist eine vollautonome Vorsorgeeinrichtung, d.h., sie deckt alle Risiken selbst ab, ist nach dem Leistungsprimat aufgebaut und wird mit Durchschnittsbeiträgen finanziert. Die Beiträge und Leistungen sind in einem einheitlichen Reglement festgelegt. Der Rechnungsabschluss der Migros-Pensionskasse wurde nach dem Rechnungslegungsstandard Swiss GA AP FER 26 erstellt. Das ausgewiesene Vorsorgekapital beruht auf dem versicherungstechnischen Gutachten per 31. Dezember 20 05.

Betriebsrechnung N ET TOERGEBNIS AUS DEM V ERSICHERUNGSTEIL

2005

2004

M IO . CHF

M IO . CHF

–571,0

–506,1

707,4

687,3

Abfluss für Leistungen und Vorbezüge

–631,2

–577,4

Bildung Vorsorgekapitalien, technische Rückstellungen, Beitragsreserve

–643,0

–612,0

–4,2

–4,0

1 498,7

553,2

Zufluss aus Beiträgen und Eintrittsleistungen

Beiträge an Sicherheitsfonds – N ET TOERGEBNIS AUS V ERMÖGENSANLAGE Ertrag aus operativen Aktiven

0,6

0,5

Zinsen auf Hypotheken

7,8

9,3

1 339,3

394,4

162,9

160,7

Ertrag und Wertveränderung auf Darlehen und Wertschriften Ertrag und Wertveränderung auf Immobilien Zinsaufwand

–0,6

–0,5

Verwaltungsaufwand der Vermögensanlage

–11,3

–11,2

0,1

7,2

–7,8

–7,6

920,0

46,7

–920,0

–46,7

0,0

0,0

– A UFLÖSUNG NICHT TECHNISCHE R ÜCKSTELLUNGEN – V ERWALTUNGSAUFWAND – E RTRAGSÜBERSCHUSS VOR V ERÄNDERUNG W ERTSCHWANKUNGSRESERVE – B ILDUNG W ERTSCHWANKUNGSRESERVE – E RTRAGSÜBERSCHUSS –


181

Migros-Gruppe

Bilanz Migros-Pensionskasse Aktiven V ERMÖGENSANLAGEN

31.12.2005 M IO . CHF

31.12.2004 M IO . CHF

15 686,3

14 102,1

15 684,2

14 100,2

66,7

72,6

15 617,5

14 027,6

– O PERATIVE A KTIVEN – K APITALANLAGEN Darlehen

503,5

554,8

Hypotheken

256,0

296,0

Anleihensobligationen

6 391,8

6 091,5

Aktien und ähnliche Wertschriften oder Beteiligungen

4 507,9

3 284,6

Alternative Anlagen Immobilien

A KTI V E R ECH N U NGSA BGR ENZU NG

309,3

237,2

3 649,0

3 563,5

2,1

1,9

15 686,3

14 102,1

56,5

35,1

9,1

9,7

185,6

176,7

91,5

91,6

Passiven V ERBINDLICHKEITEN – P ASSIVE R ECHNUNGSABGRENZUNG – A RBEITGEBER -B EITRAGSRESERVE – N ICHT TECHNISCHE R ÜCKSTELLUNGEN –

13 050,8

12 416,2

Vorsorgekapital Aktive Versicherte

6 082,7

6 034,4

Vorsorgekapital Rentner

5 774,6

5 225,3

1 193,5

1 156,5

2 292,8

1 372,8

F REIE M IT TEL

0,0

0,0

Stand zu Beginn der Periode

0,0

0,0

Ertragsüberschuss

0,0

0,0

V ORSORGEKAPITALIEN UND TECHNISCHE R ÜCKSTELLUNGEN

Technische Rückstellungen –

WERTSCH WA N KU NGSR ESERV E –


182

Migros-Gruppe

Erläuterungen zur Betriebsrechnung und Bilanz der Migros-Pensionskasse

Betriebsrechnung Das Nettoergebnis aus dem Versicherungsteil betrug CHF –571,0 Mio. gegenüber CHF –506,1 Mio. im Vorjahr. Darin eingeschlossen ist die Bildung einer Rückstellung für die Absenkung des technischen Zinssatzes von 4 % auf 3,75 %, was die Rechnung einmalig mit CHF 461,5 Mio. belastete. Unter Berücksichtigung der Vermögenserträge von CHF 1498,7 Mio. (CHF 553,2 Mio.), der Auflösung der nicht technischen Rückstellungen von CHF 0,1 Mio. (CHF 7,2 Mio.) und des Verwaltungsaufwandes von CHF 7,8 Mio. (CHF 7,6 Mio.) resultierte ein Ertragsüberschuss vor Veränderung der Wertschwankungsreserve von CHF 920,0 Mio. (CHF 46,7 Mio.), was gegenüber dem Vorjahr einer Ertragszunahme von CHF 873,3 Mio. entspricht. Dieses sehr gute Ergebnis erklärt sich mit den hohen Vermögenserträgen bzw. den Wertsteigerungen bei den Aktien, alternativen Anlagen und Fremdwährungsobligationen. Der Überschuss wurde vollumfänglich der Wertschwankungsreserve zugeführt. Anlageperformance und Risiko In der Berichtsperiode wurde auf den gesamten Kapitalanlagen eine Performance von 10,7 % (4,1 %) erzielt, während die Anlagestrategie, basierend auf dem aktuellen Anlagekonzept, eine Performance von lediglich 9,3 % erwarten liess. Für das gute Ergebnis ist vollständig die taktische Ausrichtung des Vermögens, also die Über- und Untergewichtung einzelner Anlagekategorien gegenüber der Anlagestrategie, verantwortlich. Das Risiko des Wertschriftenvermögens betrug 4,1 % und lag damit um 0,3 Prozentpunkte höher als dasjenige der Anlagestrategie. Im Jahresrückblick prägten folgende Faktoren das Finanzmarktumfeld: – Der Jahresanfang 2005 war von Zinsängsten geprägt. Trotz weiter ansteigenden Energie- und Metallpreisen sowie laufenden Zinserhöhungen der US-Notenbank überwogen bis Jahresende die positiven Mel-

dungen. Die anfänglich verhaltenen Konjunkturprognosen verbesserten sich laufend, Unternehmen vermeldeten Rekordgewinne und die mittel- und langfristigen Obligationenkurse litten kaum unter dem Anstieg der Geldmarktsätze. Insgesamt kann der Berichtszeitraum als das beste Anlagejahr seit Beginn des Jahrzehnts bezeichnet werden. – Der Swiss Performance Index (+35,6 %) konnte als Spiegelbild des Schweizer Aktienmarkts die beste Performance seit 1997 ausweisen. Gute Gewinnausweise vieler Unternehmungen und positive Zahlen zum Wirtschaftswachstum liessen im Berichtsjahr den Schweizer Markt in der europäischen Spitzengruppe abschliessen. An den weltweiten Aktienmärkten konnte die MPK ein Ergebnis von 28,5 % erzielen. Die Berichtsperiode kann als das Jahr der europäischen und vor allem der asiatischen Märkte bezeichnet werden. Die Renditen der Fremdwährungsobligationen waren hauptsächlich im USD-Raum stark von den Währungsbewegungen abhängig. So resultierte auf USD-Obligationen eine Rendite von 17,8 %, während die europäischen Obligationen aufgrund der geringen Währungsbewegungen und wegen des höheren Zinsniveaus eine etwas tiefere Performance aufwiesen. Bilanz Bei Aktiven von CHF 15,7 Mrd. und Verpflichtungen von CHF 13,4 Mrd. ergibt sich ein Vermögensüberschuss von rund CHF 2,3 Mrd. (CHF + 0,9 Mrd.), was einen Deckungsgrad von 117,6 % ergibt (111,1 %). Der Vermögensüberschuss entspricht der Summe der ausgewiesenen Wertschwankungsreserve, welche 14,6 % (9,7 %) der Bilanzsumme beträgt. Die Zielgrösse dieser Reserve wurde im Berichtsjahr zwecks Verbesserung der Sicherheit der Kasse auf 17 % angepasst (10,85 %). Aufgrund dessen erhöhte sich das Reservedefizit per Bilanzstichtag auf CHF 373,9 Mio. (CHF + 216,6 Mio.). Alle laufenden und künftigen Ansprüche der Versicherten sind voll gesichert.


183

Migros-Genossenschafts-Bund

Kennzahlen über 5 Jahre Migros-Genossenschafts-Bund

2001

2002

2003

2004

2005

3 984 912

4 302 977

5 369 518

5 882 516

5 727 262

+0,5

+8,0

+24,8

+9,6

–2,6

41 958

59 911

72 366

116 745

99 292

1,0

1,4

1,4

2,0

1,7

27 576

–48 713

68 020

127 180

126 011

0,7

–1,1

1,3

2,2

2,2

168 052

245 160

–11 128

292 662

136 087

4,2

5,7

–0,2

5,0

2,4

68 820

110 584

256 237

39 217

39 893

3 115 083

2 756 201

2 909 302

3 074 732

2 816 131

47,1

41,9

45,4

45,4

43,8

3 503 454

3 816 687

3 499 641

3 701 726

3 613 663

52,9

58,1

54,6

54,6

56,2

1 500 259

1 722 888

1 924 633

1 979 580

1 737 114

22,7

26,2

30,0

29,2

27,0

3 779 861

3 560 896

3 127 186

3 313 174

3 083 565

57,1

54,2

48,8

48,9

48,0

1 338 417

1 289 104

1 357 124

1 483 704

1 609 115

20,2

19,6

21,2

21,9

25,0

6 618 537

6 572 888

6 408 943

6 776 458

6 429 794

47 944

48 874

45 754

44 407

41 963

KENNZ AHLEN I N TAUSEND CHF

N ET TOUMSATZ Veränderung in % zum Vorjahr – B ETR IEBSERGEBN IS VOR A BSCHREIBUNGEN (E BITDA ) in % vom Umsatz – U NTERNEHMENSERGEBNIS in % vom Umsatz – C ASHFLOW 1 in % vom Nettoumsatz – I NVESTITIONEN – U MLAUFVERMÖGEN in % vom Gesamtvermögen – A NLAGEVERMÖGEN in % vom Gesamtvermögen – K URZFR ISTIGES F REMDKAPITAL in % vom Gesamtkapital – L ANGFR ISTIGES F REMDKAPITAL in % vom Gesamtkapital – E IGENKAPITAL in % vom Gesamtkapital – B ILANZSUMME – A UFWENDUNGEN FÜR KULTURELLE , SOZIALE UND WIRTSCHAF TSPOLITISCHE Z WECKE – D URCHSCHNIT TLICHER P ERSONALBESTAND

1 644

1 774

1 860

2 095

1 985

(1 473)

(1 609)

(1730)

(1951)

(1 848)

Anzahl Personen (auf Vollzeit umgerechnet) 1

Unternehmensergebnis + nicht geldwirksamer Aufwand – nicht geldwirksamer Ertrag


184

Migros-Genossenschafts-Bund

Bilanz Migros-Genossenschafts-Bund

Die vorliegende Jahresrechnung ist nach den aktienrechtlichen Vorschriften erstellt.

Aktiven

ERL ÄUTERUNGEN

31.12.2005

31.12.2004

TCHF

TCHF

U M LAU F V ER MÖGEN Flüssige Mittel und Festgelder

1

965 941

1 296 494

Wertschriften

2

404 873

367 854

Kfr. Forderungen:

3

1 035 349

954 341

35 465

56 504

› gegenüber Unternehmen der Gruppe › aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten Andere kfr. Forderungen

4

98 147

95 883

Vorräte

5

228 549

261 294

Aktive Rechnungsabgrenzung

T OTA L U M LAU FV ER MÖGEN

47 807

42 362

2 816 131

3 074 732

1 497 750

– A N LAGEV ER MÖGEN F I NA NZA N LAGEN Lfr. Forderungen:

Beteiligungen:

› gegenüber Unternehmen der Gruppe

6

1 491 565

› gegenüber Dritten

7

28 538

98 750

› an Unternehmen der Gruppe

8

1 728 339

1 728 280

› an Dritten Sachanlagen Immaterielle Anlagen

T OTA L A N LAGEV ER MÖGEN BILANZSUMME

9

50 384

44 815

10

312 456

332 131

2 381

0

3 613 663

3 701 726

6 429 794

6 776 458


185

Migros-Genossenschafts-Bund

Passiven

ERL ÄUTERUNGEN

31.12.2005

31.12.2004

TCHF

TCHF

K U R ZFR ISTIGES F R EM DK A PITA L Finanzverbindlichkeiten

11

0

500 000

Verbindlichkeiten:

12

1 116 376

839 479

312 348

347 288

13

139 053

130 203

10 124

10 451

14

92 163

75 802

› gegenüber Unternehmen der Gruppe › aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten

Andere kfr. Verbindlichkeiten Personal- und M-Partizipationskonten Kurzfristige Rückstellungen

67 050

76 357

1 737 114

1 979 580

› gegenüber Dritten

730 160

1 029 789

› gegenüber Unternehmen der Gruppe

80 000

85 000

Passive Rechnungsabgrenzung

T OTA L KU R ZFR ISTIGES F R EM DK A PITA L – L A NGFR IST IGES F R EM DK A PI TA L Verbindlichkeiten:

Personal-Anlagekonten

15

1 612 900

1 512 444

Obligationen-Anleihen / Privatplatzierungen

16

550 000

550 000

Langfristige Rückstellungen

17

110 505

135 941

3 083 565

3 313 174

4 820 679

5 292 754

15 000

15 000

T OTA L LA NGFR ISTIGES F R EM DK A PITA L T OTA L F R EM DK A PITA L – E IGEN K A PI TA L Genossenschaftskapital Gesetzliche Reserven Sonstige Reserven

18

Bilanzgewinn

19

T OTA L E IGEN K A PITA L BILANZSUMME

20 000

20 000

1 448 007

1 321 007

126 108

127 697

1 609 115

1 483 704

6 429 794

6 776 458


186

Migros-Genossenschafts-Bund

Erfolgsrechnung Migros-Genossenschafts-Bund

ERL ÄUTERUNGEN

2005

2004

TCHF

TCHF

Nettoumsatz

20

5 727 262

5 882 516

Sonstige Betriebserträge

21

406 949

406 642

6 134 211

6 289 158

5 356 393

5 480 650

777 818

808 508

G ESA MTERTR AG AUS BETR I EBLICH ER TÄTIGK EIT – Material-, Waren- und Dienstleistungsaufwand

B RU T TOGEW I N N AUS BETR I EBLICH ER TÄTIGK EIT – Personalaufwand

22

232 304

242 538

Werbeaufwand

23

280 289

271 497

Verwaltungs- und Betriebsaufwand

24

165 933

177 728

Betriebliche Abschreibungen

25

49 903

45 225

49 389

71 520 56 410

E BIT (E RGEBN IS VOR Z I NSEN U N D S TEU ER N) – Finanzergebnis

26

89 112

Übriges Ergebnis

27

521

5 920

139 022

133 850

13 011

6 670

126 011

127 180

G EW I N N VOR S TEU ER N – Steuern

GEWINN


187

Migros-Genossenschafts-Bund

Erläuterungen zur finanziellen Berichterstattung

Bilanz

1

31.12.2005

31.12.2004

TCHF

TCHF

F LÜSSIGE M I T T EL U N D F ESTGELDER 177 316

121 029

Festgelder

788 625

1 175 465

T OTA L

965 941

1 296 494

Obligationen CHF Inland

161 797

165 843

Obligationen CHF Ausland

131 532

132 826

Obligationen Fremdwährung Ausland

53 558

42 392

Aktien Inland

10 587

16 668

Aktien Ausland

47 399

10 125

404 873

367 854

Flüssige Mittel

2

WERTSCH R I F T EN (zur Liquiditätshaltung)

T OTA L

> Von den Festgeldern sind CHF 75 Mio. (Vorjahr CHF 140 Mio.) bei der Migrosbank angelegt. Diese Position dient der Liquiditätshaltung für die Migros-Gemeinschaft. Der Vorjahresbestand war wegen der anstehenden Rückzahlung einer Anleihe von CHF 250 Mio. entsprechend erhöht. — > Die Wertschriften des Umlaufvermögens dienen der Liquiditätssicherung. Die Bewertung der Wertschriften erfolgt zu Marktwerten am Bilanzstichtag. —

3

K U R ZFR IST IGE F OR DERU NGEN U N T ER N EH M EN DER G RU PPE

GEGEN Ü BER

T OTA L

1 035 349

954 341

4

A N DER E KU R ZFR IST IGE F OR DERU NGEN D R I T T EN

GEGEN Ü BER

Geldanlagen bei Nichtbanken Personalvorsorgeeinrichtungen Übrige

T OTA L

57 162

65 000

223

0

40 762

30 883

98 147

95 883

225 123

247 395

5

VOR R ÄT E

Handelsware Übriges Material/Anzahlungen

T OTA L –

3 426

13 899

228 549

261 294

> Der Leistungsaustausch innerhalb der Gruppe wird bargeldlos über ein Clearing-System abgerechnet, das vom MGB betrieben wird. Der Saldo resultiert aus dem entsprechenden Kontokorrentverkehr. —

> Geldanlagen bei Nichtbanken setzen sich zusammen aus Darlehen an Städte oder Kantone im Umfang von 40 Mio. sowie aus Darlehen an Unternehmen von CHF 17,2 Mio. Die Position «Übrige» beinhaltet Rückforderungen aus Verrechnungssteuern, ausländische Mehrwertsteuern, Guthaben aus Kontokorrentverkehr mit Stiftungen sowie diverse Vorschüsse. — > Die Vorräte beinhalten vorwiegend die Bestände in den beiden Zentrallagern Suhr und Neuendorf. —


188

Migros-Genossenschafts-Bund

31.12.2005

31.12.2004

TCHF

TCHF

6

L A NGFR IST IGE F OR DERU NGEN GEGEN Ü BER U N T ER N EH M EN DER G RU PPE

T OTA L

1 491 565

1 497 750

7

L A NGFR IST IGE F OR DERU NGEN GEGEN Ü BER D R I T T EN

T OTA L

28 538

98 750

8

B E T EI LIGU NGEN A N U N T ER N EH M EN G RU PPE

DER

T OTA L

1 728 339

1 728 280

9

B E T EI LIGU NGEN A N D R I T T EN

T OTA L

50 384

44 815

10

S ACH A N LAGEN 262 074

284 226

44 446

42 187

Übrige Sachanlagen

3 674

2 660

Anlagen im Bau

2 262

3 058

312 456

332 131

Grundstücke und Bauten Technische Anlagen/Maschinen

T OTA L

> Davon sind CHF 110 Mio. ordentliche und nachrangige Darlehen an die Migrosbank gewährt. —

> Hiervon entfallen unverändert zum Vorjahr CHF 18 Mio. auf Darlehen an Migros nahe stehende Stiftungen sowie CHF 9 Mio. auf Geldanlagen bei Kantonalbanken (Vorjahr CHF 50 Mio.). —

> Die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten abzüglich der notwendigen Abschreibungen bilanziert. —

> Die Position beinhaltet im Wesentlichen die Beteiligung an der Versicherungsgesellschaft Generali (Schweiz) Holding AG und zu einem kleineren Teil die Beteiligung an der Migros Türk Ticaret A.S. Die Generali-Aktien stammen aus dem Verkauf der Secura und sind bis 2006 gesperrt. Die Saldoveränderung zum Vorjahr resultiert vorwiegend aus dem Kauf von Anteilen der Centravo AG in Höhe von CHF 7,1 Mio. —

> 2005 wurden für CHF 28,1 Mio. Investitionen in Sachanlagen getätigt. CHF 23,4 Mio. entfallen davon auf Technische Anlagen/ Maschinen und hier insbesondere auf den Ausbau der IT-Infrastruktur sowie auf die Sanierung der Haustechnik im Hochhaus am Limmatplatz. —


189

Migros-Genossenschafts-Bund

11

31.12.2005

31.12.2004

TCHF

TCHF

0

500 000

F I NA NZ V ER BI N DLICH K EI T EN

T OTA L –

12

VER BI N DLICH K EI T EN GEGEN Ü BER U N T ER N EH M EN DER G RU PPE (kurzfristig) 1 116 376

839 479

Personalvorsorgeeinrichtungen

74 297

69 966

AHV-Ausgleichskasse/Stiftungen

17 448

19 772

Migros-Geschenkgutscheine

35 517

34 305

Übrige

11 791

6 160

139 053

130 203

T OTA L –

13

A N DER E KU R ZFR IST IGE VER BI N DLICH K EI T EN D R I T T EN

GEGEN Ü BER

T OTA L

> Die Position betrifft Obligationen-Anleihen. Im Berichtsjahr wurden zwei Anleihen über je CHF 250 Mio. planmässig zurückbezahlt. Die Anleihen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr sind unter der Position «Obligationen-Anleihen» bilanziert (vgl. Erläuterung 16). — > Der Leistungsaustausch innerhalb der Gruppe wird bargeldlos über ein Clearing-System abgerechnet, das vom MGB betrieben wird. Der Saldo resultiert aus dem entsprechenden Kontokorrentverkehr. —

> Die Personalvorsorgeeinrichtung hat einen Teil ihrer liquiden Mittel beim MGB angelegt. Bei den Geschenkgutscheinen handelt es sich um verkaufte Gutscheine, welche sich noch im Umlauf befinden. —

14

K U R ZFR IST IGE R ÜCKST ELLU NGEN

Rückstellungen für 7 869

213

› Versicherungsschäden

5 163

4 804

› Gruppenrisiken

3 573

4 508

› Ertrags- und Kapitalsteuern

› Risiken für Waren- und Geldgeschäfte

28 344

35 710

› Sonstiges

47 214

30 567

T OTA L

92 163

75 802

1 612 900

1 512 444

> In den sonstigen Rückstellungen ist unter anderem die Rückstellung für die Mitarbeiterprämie 2005 von CHF 33 Mio. enthalten. Diese wird im März 2006 ausbezahlt. —

15

P ERSONA L -A N LAGEKON T EN

T OTA L –

> Mitarbeiter der M-Gemeinschaft haben Gelder mit 6-monatiger Kündigungsfrist für Bezüge über CHF 25 000 zur Verfügung gestellt. Die Personal-Anlagekonten geniessen einen Vorzugszins. Dieser ist auf ein Guthaben von CHF 200 000 pro Mitarbeiter beschränkt und entspricht dem variablen Zinssatz für erste Hypotheken der Migrosbank. 2005 übertrug die Genossenschaft Migros Ostschweiz die Anlagekonten ihrer Mitarbeitenden im Umfang von rund CHF 100 Mio. an den MGB. —


190

Migros-Genossenschafts-Bund

31.12.2005

31.12.2004

TCHF

TCHF

16

O BLIGAT ION EN -A N LEI H EN/ P R I VAT PLATZI ERU NGEN

> Die nebenstehenden Anleihen sind an der Börse in Zürich kotiert. —

FÄLLIGKEI T

LAUFZEI T

ZI NSSATZ

25.04.2008

2001–2008

3,75

350 000

350 000

03.05.2011

2004–2011

2,5

200 000

200 000

T OTA L O BLIGATION EN -A N LEI H EN

550 000

550 000

17

L A NGFR IST IGE R ÜCKST ELLU NGEN

Freiwillige Personalvorsorge

24 287

23 636

Versicherungsfonds

20 000

20 000

Allgemeine Geschäftsrisiken

61 218

87 305

Sonstiges

5 000

5 000

T OTA L

110 505

135 941

1 321 007

1 302 007

127 000

19 000

1 448 007

1 321 007

18

S ONST IGE R ESERV EN

Vorjahr + Zuweisung aus Gewinnverwendung

T OTA L

> Für die Übergangsjahre vom generellen M-Pensionierungsalter bis zum ordentlichen Rentenalter verpflichtet sich der MGB zur Zahlung einer AHV-Überbrückungsrente. Für diese aufgelaufenen Verpflichtungen sowie für Renten im Rahmen von Frühpensionierungen sind entsprechende Rückstellungen gebildet. Durch die Inanspruchnahme der Rückstellungen für allgemeine Geschäftsrisiken hat sich der Bestand reduziert. Weiter wurden 2005 Rückstellungen im Betrag von CHF 4,6 Mio. aufgelöst. —

> Die Zuweisung erfolgt jeweils gemäss Beschluss der Delegiertenversammlung. —

19

B I LA NZGEW I N N

Vorjahr Jahresgewinn

T OTA L –

97

517

126 011

127 180

126 108

127 697

> Der Antrag der Verwaltung zur Verwendung des Bilanzgewinnes 2005 ist aus dem Anhang ersichtlich. —


191

Migros-Genossenschafts-Bund

Erfolgsrechnung

20

2005

2004

TCHF

TCHF

N E T TOU MSATZ

Nettoumsatz Warenhandel nach Kundenklassen: Dritte Gruppengesellschaften Nahe stehende Personen

T OTA L

191 517

203 521

5 534 715

5 677 994

1 030

1 001

5 727 262

5 882 516

21

S ONST IGE B E T R I EBSERT R ÄGE

Unternehmen der Gruppe: › Aktions- und Werbebeiträge › Übrige Erträge Gruppe

174 587

171 779

92 830

87 576

267 417

259 355

122 980

128 770

15 733

18 342

> Die leicht rückläufigen Umsätze mit den Gruppengesellschaften resultierten überwiegend aus der Verlagerung der Beschaffung im Bereich Frische. Hier erfolgt die Beschaffung zunehmend direkt durch die Regionalgenossenschaften oder die Industriebetriebe der Migros. Der Nettoumsatz wird neu analog der Darstellung in der Gruppenrechnung gegliedert. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst. —

> Die Lieferanten beteiligen sich an den Kosten von Aktionen und der Marktbearbeitung in Form von Aktions- und Werbebeiträgen. —

Dritte: › Aktions- und Werbebeiträge › Übrige Erträge Dritte Aktivierte Eigenleistungen

T OTA L

819

175

406 949

406 642

177 402

187 516

22

P ERSONA LAU F WA N D

Löhne Sozialversicherungen

20 663

18 579

Personalvorsorgeeinrichtungen

22 666

23 787

Sonstiges

11 573

12 656

T OTA L

232 304

242 538

280 289

271 497

> Die Lohnerhöhung 2005 betrug 1,5 %, jedoch sank der Personalbestand gegenüber dem Vorjahr um rund 100 Mitarbeiter, so dass der Personalaufwand insgesamt um 4,2 % abgenommen hat. —

23

WER BEAU F WA N D

T OTA L –

> Für die Stärkung der Marke Migros sowie Produkte- und Aktionswerbung wurden 3 % mehr aufgewendet als im Vorjahr. —


192

Migros-Genossenschafts-Bund

24

2005

2004

TCHF

TCHF

9 855

9 994

22 676

25 592

VERWA LT U NGS - U N D B E T R I EBSAU F WA N D

Miete/Baurechtszins Anlagenunterhalt

6 025

5 740

Verwaltungsaufwand

73 725

86 493

Kulturelle Aufwendungen

15 065

15 320

Energie und Verbrauchsmaterial

Dienstleistungen

9 375

7 591

Übriger Aufwand

29 212

26 998

165 933

177 728

T OTA L

> Durch den Abschluss der ZWWProjekte haben sich die im Verwaltungsaufwand enthaltenen IT-Beratungskosten weiter vermindert. —

25

B E T R I EBLICH E A BSCH R EI BU NGEN

Grundstücke und Bauten

23 520

9 423

Technische Anlagen/Maschinen

21 975

25 811

Übrige Sachanlagen

1 618

4 612

Immaterielle Werte

2 790

3 479

Beteiligungen

T OTA L

0

1 900

49 903

45 225

26

F I NA NZERGEBN IS

Zinsertrag Zinsaufwand

82 360

94 045

–131 749

–141 530

Saldo Währungsdifferenzen

14 351

1 773

Wertschriftenerfolg

9 482

7 060

114 668

95 062

89 112

56 410

Beteiligungsertrag

T OTA L F I NA NZR ECH N U NG

> Die Abschreibungen erfolgen nach handels- und steuerrechtlichen Vorschriften. Im Jahr 2005 erfolgten zusätzliche Wertberichtigungen auf Immobilien in Höhe von CHF 17 Mio. Die Abschreibungen auf immateriellen Werten betreffen Softwarelizenzen. —

> Aufgrund des tiefen Zinsniveaus sowie des Abbaus liquider Mittel hat sich der Zinsertrag gegenüber dem Vorjahr vermindert. Beim Zinsaufwand wirken sich ebenfalls die konstant tiefen Zinsen sowie die Verminderung der Finanzverbindlichkeiten positiv aus. —

27

Ü BR IGES E RGEBN IS

Buchgewinn aus Abgängen von Sachanlagen

578

Buchverlust

–58

–76

1

2 112

521

5 920

Ausserordentliche Erträge

T OTA L

3 884

> Der Buchgewinn stammt vorwiegend aus dem Verkauf von nicht mehr benötigter IT-Hardware. Der ausserordentliche Ertrag im Vorjahr betrifft den Buchgewinn aus dem Verkauf eines ausländischen Logistikunternehmens. —


193

Migros-Genossenschafts-Bund

Anhang

R ECH N U NGSLEGU NGSNOR M Die Jahresrechnung des Migros-Genossenschafts-Bundes, Zürich, ist in Übereinstimmung mit den aktienrechtlichen Vorschriften erstellt.

Informationen zur Bilanz

31.12.2005

31.12.2004

TCHF

TCHF

B R A N DV E R S IC H E RU NG S W E RT E : 252 183

217 866

605 683

595 042

710

0

0

44 417

1 098

1 539

126 879

128 172

› Pfandbelastung

20 000

20 000

› Beanspruchung

10 957

7 016

74 297

69 966

› Mobilien › Immobilien – Nicht bilanzierte Leasing-Verbindlichkeiten – Aufgelöste Stille Reserven – Bürgschaften, Garantieverpflichtungen, Pfandbestellungen zu Gunsten Dritter – Eigentumsbeschränkung für eigene Verpflichtungen: › Bilanzwert

– Verbindlichkeiten gegenüber Personalvorsorgeeinrichtungen Beteiligungen: Siehe Verzeichnis der Migros-Unternehmen im Anhang zur Gruppenrechnung.

Verwendung des Bilanzgewinnes A N T R AG DER VERWA LT U NG Ü BER DI E VERW EN DU NG DES B I LA NZGEW I N N ES :

2005 TCHF

Gewinnvortrag vom Vorjahr

97

Gewinn des laufenden Jahres

126 011

B ILANZGEWINN ZUR G ENEHMIGUNG DURCH DIE D ELEGIERTEN VERSAMMLUNG

126 108

4 % Zins auf das Genossenschaftskapital MGB Zuweisung an die sonstigen Reserven

VORTR AG AU F N EU E R ECH N U NG

600 125 000 508

– A U F W EN DU NGEN FÜ R KU LT U R ELLE , SOZI A LE U N D W I RTSCH A F TSPOLI T ISCH E Z W ECK E

2005

2004

TCHF

TCHF

Kultur

14 792

17 813

Bildung

14 919

15 999

Soziales

3 060

2 614

Freizeit & Sport

5 226

4 746

Wirtschaftspolitik

1 529

857

Anteilmässige Verwaltungskosten/Rückstellungen

2 437

2 378

41 963

44 407

T OTA L


Migros-Genossenschafts-Bund

194

Bericht der Kontrollstelle

Bericht der Kontrollstelle an die Delegiertenversammlung des Migros-Genossenschafts-Bundes Zürich Als Kontrollstelle haben wir die Buchführung, die Jahresrechnung (Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang) sowie die Geschäftsführung des Migros-Genossenschafts-Bundes für das am 31. Dezember 20 05 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. Für die Jahresrechnung und die Geschäftsführung ist die Verwaltung verantwortlich, während unsere Aufgabe darin besteht, die Jahresrechnung und die Geschäftsführung zu prüfen und zu beurteilen. Wir bestätigen, dass wir die Anforderungen hinsichtlich Befähigung und Unabhängigkeit erfüllen. Unsere Prüfung erfolgte nach den Schweizer Prüfungsstandards, wonach eine Prüfung so zu planen und durchzuführen ist, dass wesentliche Fehlaussagen in der Jahresrechnung mit angemessener Sicherheit erkannt werden. Wir prüften die Posten und Angaben der Jahresrechnung mittels Analysen und Erhebungen auf der Basis von Stichproben. Ferner beurteilten wir die Anwendung der massgebenden Rechnungslegungsgrundsätze, die wesentlichen Bewertungsentscheide sowie die Darstellung der Jahresrechnung als Ganzes. Bei der Prüfung der Geschäftsführung wird beurteilt, ob die Voraussetzungen für eine gesetzes- und statutenkonforme Geschäftsführung gegeben sind; dabei handelt es sich nicht um eine Zweckmässigkeitsprüfung. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine ausreichende Grundlage für unser Urteil bildet. Gemäss unserer Beurteilung entsprechen die Buchführung, die Jahresrechnung und die Geschäftsführung sowie der Antrag über die Verwendung des Bilanzgewinnes dem schweizerischen Gesetz und den Statuten. Ferner stellen wir fest, dass die Jahresrechnung nach den aktienrechtlichen Vorschriften erstellt worden ist. Wir empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.

Die Kontrollstelle W. Matzinger

Ch. Meier

PricewaterhouseCoopers AG P. Brand

Zürich, 16. März 20 06

C. Föllmi


195

Migros-Gruppe

Migros-Konsolidierungskreis

UN TERNEHMEN

SI TZ

BE TEI LIGUNG IN %

GRUNDKAPI TAL I N TAUSEND

GE NOSSE NSCH A F T E N Genossenschaft Migros Aare

Moosseedorf

CHF

4 390

Mass AG

Suhr

100

CHF

100

Neue Brünnen AG

Bern

100

CHF

1 000

Oppidum AG

Bern

100

CHF

100

Shopping Center Brünnen AG

Bern

100

CHF

918

Shoppyland, Shoppy

Moosseedorf

100

CHF

100

Time-Out

Moosseedorf

100

CHF

100

CHF

1 747

Genossenschaft Migros Basel

Basel

Migros Deutschland GmbH

DE-Lörrach

100

EUR

5 120

Migros Freiburg GmbH

DE-Lörrach

100

EUR

1 000

Migros Lörrach GmbH

DE-Lörrach

100

EUR

520

Münchenstein

100

CHF

50

CHF

1 113

Semiba AG Société coopérative Migros Genève

Carouge

Centre Balexert SA

Genève

100

CHF

500

ILEM SA (weitere 17,2% im Besitze der Société coopérative Migros Vaud)

Carouge

17,2

CHF

530

M-Etrembières SA

Carouge

100

CHF

100

M-Thoiry SA

Carouge

100

CHF

100

FR-Etrembières

100

EUR

1 500

E.R.A.S.M.

FR-Etrembières

100

EUR

100

Sogadis SA

FR-Gaillard

100

EUR

38

FR-Etrembières

100

EUR

300

SCI Les Blanchardes

FR-Etrembières

100

EUR

1

SCI M-Etrembières

FR-Etrembières

100

EUR

1

Migros France SAS

Société des restaurants Migros S.à.r.l.

SCI M-Thoiry

FR-Etrembières

100

EUR

1

SCI Neydgalerie

FR-Etrembières

100

EUR

1

SCI Neydloisirs

FR-Etrembières

100

EUR

1

SCI Neydmigros

FR-Etrembières

100

EUR

1

Dierikon

CHF

1 660

Marin

CHF

1 090

Gossau

CHF

3 824

CHF

400

Genossenschaft Migros Luzern Société coopérative Migros Neuchâtel-Fribourg Genossenschaft Migros Ostschweiz Randenburg Immobilien AG Società cooperativa fra produttori e consumatori Migros-Ticino

Schaffhausen

71,24

San Antonino

CHF

843

Société coopérative Migros Valais

Martigny

CHF

683

Société coopérative Migros Vaud

Ecublens

CHF

1 490

CHF

530

CHF

2 974

ILEM SA (weitere 17,2 % im Besitze der Société coopérative Migros Genève) Genossenschaft Migros Zürich

Carouge Zürich

17,2


196

Migros-Gruppe

UN TERNEHMEN

SI TZ

M IGROS - GE NOSSE NSCH A F T S -BU N D

BE TEI LIGUNG IN %

Zürich

GRUNDKAPI TAL I N TAUSEND CHF

15 000

im Besitze der regionalen Migros-Genossenschaften – BA N K Migrosbank (inkl. Zweigstellen)

EK

Mileda Gesellschaft für Leasing und Privatdarlehen AG

Zürich

100

CHF

700 000

Basel

100

CHF

1 000

Wallisellen

66,7

CHF

15 000

– D I V ERSE AG Einkaufszentrum Glatt-Zürich (restliche 33,3 % im Besitze von Globus) Betriebsgesellschaft Zentrum Glatt AG (restliche 25 % im Besitze von Globus)

Wallisellen

75

CHF

200

Cevanova AG

EK

Bern

50

CHF

6 000

Ferrovia Monte Generoso SA

NK

Capolago

100

CHF

3 500

Immobiliengesellschaft Pereyvia AG

Zürich

100

CHF

2 000

Kornhof GmbH

Zürich

100

CHF

2 000

5 120

Migros Liegenschaften GmbH (restliche 6 % im Besitze von: Genossenschaft Migros Basel 2 %, Migros Deutschland GmbH 4 %) SA Pedemonte Melano SCI des Voirons S.I. Soleya SA

DE-Lörrach

94

EUR

Melano

100

CHF

50

FR-Cranves-Sales

100

EUR

991

Avry-sur-Matran

55

CHF

2 000

sportX X AG

Zürich

100

CHF

1 000

SSP Informatik AG

Zürich

100

CHF

1 00

Neuendorf

100

CHF

2 500

TKL Tiefkühllager AG EK = Equity-Konsolidierung NK = nicht konsolidiert


197

Migros-Gruppe

UN TERNEHMEN

SI TZ

BE TEI LIGUNG IN %

GRUNDKAPI TAL I N TAUSEND

I N DUS T R I E BE T R I E BE Bischofszell Nahrungsmittel AG

Bischofszell

100

CHF

6 000

Chocolat Frey AG

Buchs

100

CHF

4 000

Estavayer Lait SA

Estavayer-le-Lac

100

CHF

3 500 10 000

Jowa AG inkl. Produktionsstätten Jowa France S.A.R.L.

Volketswil

100

CHF

FR-Etrembières

100

EUR

750

Buchs

100

CHF

2 000

Courtepin

100

CHF

8 000

Mibelle AG Micarna SA inkl. Micarna AG, Zweigniederlassung Bazenheid Mérat & Cie AG Schlachtbetrieb St. Gallen AG Midor AG Mifa AG Frenkendorf Mifroma SA Mifroma France SA

EK

Bern

100

CHF

50

Gossau

42,2

CHF

9 000 2 000

Meilen

100

CHF

Frenkendorf

100

CHF

2 000

Ursy

100

CHF

3 000

FR-Chalamont

100

EUR

1 105

Migros-Betriebe Birsfelden AG

Birsfelden

100

CHF

1 000

Optigal SA

Courtepin

100

CHF

2 000

Riseria Taverne SA Scana Lebensmittel AG Seba Aproz SA

Taverne

100

CHF

100

Regensdorf

99,9

CHF

8 000 850

Aproz

97,3

CHF

Swiss Industries GmbH

DE-Weil am Rhein

100

EUR

125

Walter Leuenberger AG

Huttwil

100

CHF

8 000

EK = Equity-Konsolidierung


198

Migros-Gruppe

UN TERNEHMEN

SI TZ

BE TEI LIGUNG IN %

GRUNDKAPI TAL I N TAUSEND

DI E NS TL E IS T U NG SU N TE R N E H M E N Ex Libris AG Ex Libris GmbH Deutschland in Liq.

3 000

Dietikon

100

CHF

DE-Weil am Rhein

100

EUR

128

Opfikon

100

CHF

10 000

Hotelplan AG inkl. Tochtergesellschaften: Schweiz › Belair Airlines AG

Kloten

100

CHF

3 500

› Hotel Disentiserhof AG

Disentis

99,5

CHF

3 000

› Interhome AG

Opfikon

100

CHF

4 500

› Parcolago SA

Opfikon

100

CHF

500

› RT Royal Tours SA

Opfikon

100

CHF

100

Zürich

60

CHF

100

Opfikon

100

CHF

1 000

› Travelwindow AG › Utoring AG Belgien

› Interhome SA

Deutschland

› ESCO-Reisen Freiburg GmbH

Bruxelles

100

EUR

126

Freiburg i.Br.

100

EUR

256

Aachen

100

EUR

128

Düren

100

EUR

30

Frankfurt

100

EUR

51 50

› Fliegender Holländer GmbH › Interhome (Deutschland) GmbH › Interhome GmbH Finnland

› Interhome Nordic AB

Helsinki

100

EUR

Frankreich

› Hotelplan Inghams Sarl

Chamonix

100

EUR

8

› Hotelplan S.A.S.

Mulhouse

100

EUR

305

› Interhome Gestion Sarl

Paris

100

EUR

77

› Interhome Sarl

Paris

100

EUR

122 2 400

› Mer et Soleil Provence SA Griechenland

Hyères

100

EUR

› Horizontes Club Holidays Ltd.

Athen

100

EUR

18

› Ikaros Village Enterprises SA

Malia

100

EUR

3 240

Grossbritannien › Bladon Group PLC

London

100

GBP

1 960

› Hotelplan Ltd.

London

100

GBP

1 000

› Hotelplan (Transport) Ltd.

London

100

GBP

2

› Hotelplan (UK Group) Ltd.

London

100

GBP

500

Twickenham

100

GBP

50

London

100

GBP

30

Siena

100

EUR

10

Lecco

34

EUR

855

› Horizonte Club Italia S.r.l.

Milano

100

EUR

10

› Hotelplan Italia S.p.A.

Milano

100

EUR

5 100

› Interhome Srl

Milano

100

EUR

30

› Interhome Ltd. › Westbury Travel Ltd. Italien

› Casaclub SRL › Gattinoni Travel Network s.r.l.

EK = Equity-Konsolidierung

EK


199

Migros-Gruppe

UN TERNEHMEN

SI TZ

BE TEI LIGUNG IN %

GRUNDKAPI TAL I N TAUSEND

D I E N S T L E I S T U N G S U N T E R N E H M E N (Fortsetzung) Niederlande

Haarlem

50

EUR

› Brooks Beheermaatschappij B.V.

Rijswijk

100

EUR

16

› Brooks Reisburo B.V.

Rijswijk

100

EUR

45

› Hotelplan Internationale Reisorganisatie B.V.

Rijswijk

100

EUR

6 042

Rijswijk

100

EUR

70 45

› Airplan C.V.

EK

› Interhome BV › M-travel Reisburo B.V. › Reisbureau Schoenmaeckers B.V. › Reisburo Van Staalduinen B.V.

Polen Spanien

100

EUR

100

EUR

23

Gravenzande

80

EUR

25

Zoetermeer

100

EUR

23

Innsbruck

100

EUR

36

› Interhome GesmbH

Innsbruck

100

EUR

80

› Interhome Sp z oo

Warschau

64,7

PL N

200

› IHOM Sp z oo

Warschau

96,8

PL N

1 000

› Horizonte Club España SA

Barcelona

100

EUR

24

Cambrils

100

EUR

180

Barcelona

100

EUR

70

Cambrils

100

EUR

1 533 4 000

› Hotelplan España SA › Interhome Srl. › Playas des Sur de Cambrils SA Tschechien

› Interhome Sro

Tunesien

› Horizonte Tunisie Sarl

USA

Rijswijk Maastricht

› Hotelplan Intern. Reiseorganisation GesmbH

› Zuid-Tours B.V. Österreich

23

› Interhome Inc.

Limmatdruck AG

Brno

80

CZ K

Midoun, Djerba

100

TND

50

North Miami, Florida

100

US D

200

Spreitenbach

100

CHF

6 000 1 000

Spreitenbach

100

CHF

M-Cumulus Marketing Services AG

Zürich

100

CHF

100

Migrol AG

Zürich

100

CHF

52 000 200

Zeiler AG

Widmer AG Brenn- und Treibstoffe Migros (Hong Kong) Ltd. Migros-Verteilbetrieb Neuendorf AG Migros-Verteilzentrum Suhr AG EK = Equity-Konsolidierung

Oftringen

100

CHF

HK-Kowloon

100

HKD

100

Neuendorf

100

CHF

4 500

Suhr

100

CHF

35 000


200

Migros-Gruppe

UN TERNEHMEN

SI TZ

BE TEI LIGUNG IN %

GRUNDKAPI TAL I N TAUSEND

GL OBUS - GRU PPE Spreitenbach

100

CHF

62 228

AG Einkaufszentrum Glatt-Zürich

Wallisellen

33,3

CHF

15 000

Betriebsgesellschaft Zentrum Glatt AG

Wallisellen

25

CHF

200

Zürich

100

CHF

100

Spreitenbach

100

CHF

1 000

Zürich

100

CHF

1 000

Spreitenbach

100

CHF

3 000

Magazine zum Globus

Globi-Verlag Globus Holding AG Globus Office World AG Liegenschaften-Betrieb AG – S T I F T U N G E N (nicht konsolidiert) Fondation Mi-Terra Fondation «Pré Vert du Signal de Bougy»

Carouge Bougy-Villars VD

G.-und-A.-Duttweiler-Stiftung

Zürich

G.F. Zeiler Stiftung

Lenzburg

Migros-Pensionskasse

Zürich

Pensionskasse der Globus-Unternehmungen

Spreitenbach

Personalfürsorgestiftung der Scana Lebensmittel AG

Regensdorf

Personalstiftung der Zeiler AG

Lenzburg

Stiftung Adele-Duttweiler-Preis

Rüschlikon

Stiftung für Europäische Sprach- und Bildungszentren (Eurocentres)

Zürich

Stiftung «Gurten-Park im Grünen»

Bern

Stiftung «Im Grüene» Gottlieb Duttweiler Institut für wirtschaftliche und soziale Studien Stiftung «Im Grünen»

Rüschlikon

Münchenstein


201

Migros-Gruppe

Fachausdrücke in der Gruppenrechnung

C ASH FLOW (G ELDFLUSS AUS G ESCH Ä F TSTÄTIGK EIT)

F R EE C ASH FLOW

Gruppengewinn + Abschreibungen + nicht liquiditätswirksame Aufwendungen ./. nicht liquiditätswirksame Erträge +/– die Veränderungen des betrieblichen Umlaufvermögens

Geldfluss aus Geschäftstätigkeit ./. Geldbedarf aus Investitionstätigkeit. Massstab für die Flexibilität; je höher der Free Cashflow, desto breiter der Spielraum für finanzpolitische Entscheidungen der Geschäftsleitung.

C ASH FLOW -M A RGE Cashflow (Geldfluss aus Geschäftstätigkeit) in % vom Gruppenumsatz

C ASH R ATIO Liquidität auf kurze Sicht. Flüssige Mittel im Verhältnis zum kurzfristigen Fremdkapital.

C U R R EN T R ATIO Strukturelle Liquidität. Umlaufvermögen im Verhältnis zum kurzfristigen Fremdkapital.

D ETA I LU MSATZ G ENOSSENSCH A F TEN Nettoumsätze (exkl. MwSt.) erzielt mit Dritten, nahe stehenden Personen und konsolidierten Unternehmen. Zeigt die Umsatzgenerierung aus Detailhandel, Grosshandel, Gastro, Freizeit, Klubschule, Übrige auf.

D U RCHSCH N IT TLICH E A NZA H L VOLLZEITSTELLEN Durchschnitt zwischen den Vollzeitstellen am Ende des Vorjahres und per Bilanzstichtag

D Y NA M ISCH ER VERSCH U LDU NGSGR A D Netto-Finanzschuld / EBITDA. Massstab für die Fähigkeit, die Netto-Finanzschuld aus dem EBITDA zurückzuzahlen: Ein Wert von 1,5x bedeutet, dass die Netto-Finanzschuld bei gleich bleibendem EBITDA innerhalb von 1,5 Jahren zurückbezahlt werden kann.

EBIT (E A R N I NGS BEFOR E I N TER EST A N D TA X ES) Betriebsergebnis/Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern

EBITDA (E A R N I NGS BEFOR E I N TER EST, TA X , DEPR ECI ATION A N D A MORTIZATION) Betriebsergebnis/Betriebsgewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellem Anlagevermögen.

E FFEKTI V V ERSCH U LDU NG Effektive Schulden per Bilanzstichtag. Schulden ./. Flüssige Mittel + Forderungen.

F I NA NZI ERU NGSV ER H Ä LTN IS (D EBIT EQU IT Y R ATIO) Fremdkapital/Eigenkapital. Je höher diese Kennzahl ist, umso höher das Risiko für eine Gruppe: Schwierigkeiten könnten entstehen, die Zinsen und Tilgungen der Finanzschulden zu zahlen oder neue Finanzierungsmittel zu bekommen.

G ESA MT U MSATZ Nettoumsätze (exkl. MwSt.) mit Dritten, nahe stehenden Personen und konsolidierten Unternehmen. Erzielt auf Unternehmensstufe oder Bereich (Bsp. Genossenschaften).

G RU PPEN U MSATZ Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen (exkl. MwSt.) und andere betriebliche Erträge der konsolidierten Migros-Unternehmen erzielt mit Dritten und nahe stehenden Personen

I N V ESTITION EN Neu- und Ersatzinvestitionen in materielles und immaterielles Anlagevermögen

K ASSEN U MSÄTZE G ENOSSENSCH A F TEN Kassenumsätze (inkl. MwSt.) der Verkaufs-Genossenschaften aus den Geschäftsbereichen Supermarkt/Verbrauchermarkt, Fachmarkt und Restaurants

N ET TO -F I NA NZSCH U LD Summe der zinstragenden Verbindlichkeiten abzüglich flüssige Mittel, Wertschriften und zinstragende Forderungen

P ERSONA LBESTA N D Anzahl Mitarbeitende per Stichtag

Q U ICK R ATIO Liquidität auf mittlere Sicht. Flüssige Mittel + kurzfristige Forderungen im Verhältnis zum kurzfristigen Fremdkapital.

S ELBSTFI NA NZI ERU NGSGR A D Verhältnis der Investitionen zum Unternehmens-Cashflow

U N TER N EH M ENS -C ASH FLOW Unternehmensergebnis/Gruppengewinn + Abschreibungen als Grundlage für die Berechnung des Selbstfinanzierungsgrades

VERSCH U LDU NGSFA KTOR Massstab für die Fähigkeit, die effektiven Schulden aus dem Cashflow zu begleichen.

Z I NSDECKU NGSGR A D (I N TER EST COV ER AGE) EBITDA/Netto-Zinsaufwand: Massstab für die Fähigkeit, den Netto-Zinsaufwand (Zinsaufwand abzüglich Erträge aus flüssigen Mitteln und Wertschriften) mit dem EBITDA zu begleichen.


202

Migros-Gruppe

Adressen MIGROS-GENOSSENSCHAF TS-BUND LIMMATSTR ASSE 152, POSTFACH 1766, 8031 ZÜRICH TEL. 044 277 21 11, FA X 044 277 25 25, W W W.MIGROS.CH

Migros-Genossenschaften Jede Genossenschaft publiziert einen eigenen Jahresbericht, der unter den nachfolgenden Adressen bezogen werden kann. A ARE Industriestrasse 20, 3321 Schönbühl Tel. 031 858 81 11, Fax 031 859 24 83 Verwaltung (Präsident): Max Meyer Geschäftsleitung: Herbert Bolliger (bis 30.6.05), Beat Zahnd (ab 1.7.05) Genossenschaftsrat (Präsidentin): Ursula Nold-Meier BASEL Ruchfeldstrasse 11–17 4142 Münchenstein Tel. 061 415 55 55, Fax 061 415 55 77 Verwaltung (Präsident): Jacqueline Guggenbühl-Hertner (bis 31.12.2005), Rudolf Grüninger (ab 1.1.2006) Geschäftsleitung: Werner Krättli Genossenschaftsrat (Präsident): Hanspeter Gass www.migrosbasel.ch GENF rue Alexandre-Gavard 35 1227 Carouge Tel. 022 307 51 11, Fax 022 307 51 50 Verwaltung (Präsident): Marian Stepczynski Geschäftsleitung: Guy Vibourel Genossenschaftsrat (Präsidentin): Chantal Guy www.gmge.migros.ch

LUZERN Industriestrasse 2, 6036 Dierikon Tel. 041 455 71 11, Fax 041 455 71 71 Verwaltung (Präsident): Markus Mosele Geschäftsleitung: Ernst Weber Genossenschaftsrat (Präsidentin): Ruth Gerhard www.migros-luzern.ch

WA ADT Chemin du Dévent, 1024 Ecublens Tel. 021 694 61 11, Fax 021 691 03 53 Verwaltung (Präsident): Michel Renevey Geschäftsleitung: Philippe Bürki Genossenschaftsrat (Präsident): Bernard Marendaz

NEUENBURG-FREIBURG rue Fleur-de-Lys 26, 2074 Marin Tel. 032 755 81 11, Fax 032 755 88 85 Verwaltung (Präsident): Damien Piller Geschäftsleitung: Elie Amsellen (bis 31.8.05), Fabrice Zumbrunnen (ab 1.9.05) Genossenschaftsrat (Präsidentin): Dominique Virdis Yerly

WALLIS rue des Finettes 45, case postale 736, 1920 Martigny Tel. 027 720 44 00, Fax 027 720 44 01 Verwaltung (Präsident): Jean-René Germanier Geschäftsleitung: Roland Sprenger (a.i. bis 31.10.05), Max Alter (ab 1.11.05) Genossenschaftsrat (Präsident): Dominique Imhof www.migros-valais.ch

OSTSCHWEIZ Industriestrasse 47, 9201 Gossau SG Tel. 071 493 21 11, Fax 071 493 27 87 Verwaltung (Präsident): Andres Gut Geschäftsleitung: Christian Biland Genossenschaftsrat (Präsident): Josef Cajochen-Forst www.migros-ostschweiz.ch/gmos/

ZÜRICH Pfingstweidstrasse 101, 8021 Zürich Tel. 044 278 51 11, Fax 044 278 58 86 Verwaltung (Präsident): Christoph Stüssi Geschäftsleitung: Oswald Kessler Genossenschaftsrat (Präsidentin): Loredana Donau

TESSIN Postfach, 6592 San Antonino Tel. 091 850 81 11, Fax 091 850 84 00 Verwaltung (Präsident): Ulrich K. Hochstrasser Geschäftsleitung: Lorenzo Emma Genossenschaftsrat (Präsident): Giuseppe Cassina www.migrosticino.ch


203

Migros-Gruppe

Migros-Industrie BISCHOFSZELL NAHRUNGSMIT TEL AG Industriestrasse 1, 9220 Bischofszell Tel. 071 424 91 11, Fax 071 424 94 94 Produktion: Konserven, Fruchtsäfte, Ice Tea,Tiefkühlprodukte, Konfitüren, Kartoffelprodukte. Unternehmensleitung: Mark Aegler www.bina.ch

C HOCOLAT F R EY AG Bresteneggstrasse, 5033 Buchs Tel. 062 836 26 26, Fax 062 836 25 01 Produktion: Schokolade, ConfiserieArtikel, Kaugummi, Halbfabrikate. Unternehmensleitung: Wolfgang Brokatzky www. chocolatfrey.ch

E STAVAY ER L A IT SA Route de Payerne 2–4 1470 Estavayer-le-Lac Tel. 026 664 91 11, Fax 026 664 91 21 Produktion: Milchprodukte, Käse, Essig, Mayonnaise, Salatsaucen. Unternehmensleitung: Gilles Oberson www.elsa.ch

J OWA AG Erlenwiesenstrasse 9, 8604 Volketswil Tel. 044 947 91 11, Fax 044 947 97 96 Produktion: Brot-, Back-, Konditorei-, Tiefkühlbackwaren und Pasta. Unternehmensleitung: Dietmar Löffler (bis 31.5.2005), Martin Häuptli (ab 1.6.2005) www.jowa.ch

M ÉR AT & C I E . AG

M I FROM A SA

Mühlemattstrasse 55, 3007 Bern Tel. 031 378 45 45, Fax 031 378 45 46 Fleisch, Fleischwaren und artverwandte Produkte. Unternehmensleitung: Willi Enderli (bis 31.1.2005), Peter Glanzmann (ab 1.2.2005) www.merat.ch

1670 Ursy Tel. 021 909 11 11, Fax 021 909 11 00 Dienstleistungen: Einkauf, Reifung, Lagerung, Verpackung von Käse. Unternehmensleitung: Gilles Oberson www.mifroma.ch

M I BELLE AG

M ICA R NA SA

Hafenstrasse 120, 4127 Birsfelden Tel. 061 315 77 88, Fax 061 315 77 89 Beschaffung, Veredelung und Vermarktung von Roh- und Handelswaren. Produktion: Kaffee, Tee, Trockenfrüchte, Nüsse, Gewürze, Pilze, Kerne, Hülsenfrüchte. Unternehmensleitung: Adrian Zigerli www.m-bb.ch

1784 Courtepin Tel. 026 684 91 11, Fax 026 684 10 31 Produktion: Frischfleisch, Charcuterie, Geflügel, organische Dünger. Unternehmensleitung: Willi Enderli (bis 31.1.2005), Albert Baumann (ab 1.2.2005) www.micarna.ch

v. Ponte Vecchio, 6807 Taverne Tel. 091 935 73 00, Fax. 091 935 73 03 Dienstleistung: Veredelung von Reis und Reisprodukten. Unternehmensleitung: Ernst Amstutz www.riseria.ch

Bolimattstrasse 1, 5033 Buchs Tel. 062 836 11 11, Fax 062 836 13 13 Produktion: Produkte zur Haut-, Haar- und Mundpflege. Unternehmensleitung: Sven Strunk www.mibelle.ch

M IGROS B ETR I EBE B I RSFELDEN AG

R ISER I A TAV ER N E SA

M I DOR AG

S CA NA L EBENSM IT TEL AG

Bruechstrasse 70, 8706 Meilen Tel. 044 925 81 11, Fax 044 925 84 84 Produktion: Biskuits, Eiswaren, Apéro-Gebäck, Apéro-Nüsse, Dessertpulver. Unternehmensleitung: Martin Häuptli (bis 31.5.2005), Marcel Bühlmann (ab 1.6.2005) www.midor.ch

Althardstrasse 195 8105 Regensdorf-Zürich Tel. 044 870 82 00, Fax 044 870 82 01 Dienstleistung: Distribution Food und Non-Food im Grossverbrauchermarkt. Unternehmensleitung: Walter Hilti (bis 31.10.05), Walter Brandenberger (ab 1.11.2005) www.scana.ch

M I FA AG Rheinstrasse 99, 4402 Frenkendorf Tel. 061 905 91 11, Fax 061 905 93 93 Produktion: Wasch- und Reinigungsmittel, Speisemargarinen und -fette. Unternehmensleitung: Luigi Pedrocchi www.mifa.ch


204

Migros-Gruppe

S EBA A PROZ SA

M IGROL AG

E X L I BR IS AG

Case postale 1248, 1951 Sion Tel. 027 345 51 11, Fax 027 345 51 01 Produktion: Mineralwasser, Softdrinks, Sirup. Unternehmensleitung: Michel Charbonnet www.aproz.ch

Badenerstrasse 569, 8048 Zürich Tel. 044 495 11 11, Fax 044 495 13 37 Dienstleistungen: Treib- und Brennstoffhandel, Tankstellen, AutoService-Betriebe, Tankrevisionen und Anlagenbau. Unternehmensleitung: Daniel Hofer www.migrol.ch

Grünaustrasse 23, 8953 Dietikon Tel. 044 743 72 72, Fax 044 743 72 30 Verkauf von Büchern, Tonträgern, Videos, DVD und PC-Software; Internetshop mit Music Download. Unternehmensleitung: Peter Bamert www.exlibris.ch

M IGROSBA N K

Industriestrasse 171, 8957 Spreitenbach Tel. 058 455 21 11, Fax 058 455 21 10 Globus-Warenhäuser, Herren Globus, Interio, Office World, Globi-Verlag. Unternehmensleitung: Thomas Kern www.globus-gruppe.ch

S W ISS I N DUSTR I ES G M B H Hafenstrasse 45 D-79576 Weil s/Rhein Tel. +49 7621 422 03 83 05 Fax +49 7621 422 03 83 06 Dienstleistungen: Produktion und Handel mit Artikeln aller Art. Unternehmensleitung: Luigi Pedrocchi

WA LTER L EU EN BERGER AG Bernstrasse 18, 4950 Huttwil Tel. 062 959 83 83, Fax 062 959 83 84 Produktion: Pasta, Senf. Unternehmensleitung: Dietmar Löffler (bis 31.5.2005), Martin Häuptli (ab 1.6.2005) www.walterleuenberger.ch

Seidengasse 12, 8023 Zürich Tek. 044 229 81 11, 044 229 87 12 Alle Bankgeschäfte. Unternehmensleitung: Harald Nedwed www.migrosbank.ch

SQTS – S W ISS Q UA LIT Y T ESTI NG S ERV ICES Grünaustrasse 23, 8953 Dietikon Tel. 044 277 31 41, Fax 044 277 31 70 Qualitätssicherung für Lebensmittel, Textilien und Konsumgüter. Unternehmensleitung: Reto Battaglia www.sqts.ch Übriger Detailhandel

Dienstleistungsunternehmen

L I M M ATDRUCK AG Pfadackerstrasse 10, 8957 Spreitenbach Tel. 056 417 51 11, Fax 056 417 53 84 Kompetenzzentrum für Medien, Redaktionen/Verlage, Media Services, Verpackungen. Unternehmensleitung: Jean-Pierre Pfister www.limmatdruck.ch

M IGROS -S HOP/L E S HOP SA Chemin des Chalets 7 1279 Chavannes-de-Bogis Tel. 022 960 89 99, Fax 022 960 89 98 Internetshop, Online-Detailhandel mit Migros-Artikeln und Markenartikeln. Unternehmensleitung: Unternehmensleitung: Christian D. Wanner www.migros-shop.ch – www.leshop.ch

G LOBUS -G RU PPE

Logistik

M IGROS VERTEI LZEN TRU M S U H R AG Wynenfeldstrasse, 5034 Suhr Tel. 062 855 61 11, Fax 062 855 62 77 Logistik, Lagerhaus. Unternehmensleitung: Daniel Waltenspühl www.migros-mvs.ch

M IGROS -VERTEI LBETR I EB N EU EN DOR F AG 4623 Neuendorf Tel. 062 388 71 11 Logistikbetrieb für Non-Food, Near-Food und Tiefkühlprodukte. Unternehmensleitung: Hans Kuhn www.mvn.ch


Herzlichen Dank Ammann Silvio, Ammann Tobias, Anderegg Roger, Andri, Anina, Arand Jessica, Ariel, Arquint Men Duri, Basil, Baumgartner Werner, Baur Gregory, Benard Mikael, Berger Rahel, Berghotel Muottas Muragl, Bisig Elsbeth, Blum August, Borsani Fausta, Brotschi Urs, Cadonau Hans Peter, Cavegn Andrea, Charcuterie Arles, Chresta Yvonne, Christen Willi E., Colby Anna, Community, Dändliker Damaris, Dettling Michel, Eggenberger Hanspeter, Fanzun Jon, Flipp, Flum Noë, Herr Frach, Frau Frey, Gantenbein Köbi, Ganz Daniel, Gerber Verena, Germania Antonella, Götz Erwin, Hafner Nadja, Hess Martin, Howald Nora, Jasper, Jens, Just Marcel, Klossowska de Rola Setsuko, Knapp Claudia, Kovacic Nenad, Krone, Kunz Stefanie, Künzli Erich, Ley Laura, Mächler Jonas, Macor Bruno, Marini Guya, Meier Anna, Meier Martina, Morgenstern Anne, Moritz, Restaurant Adlisberg, Rittener Pascal, Ruch Peter, Ruchti Ruth, Rueti Thomas, Sarah, Schalow Tina, Schmid Rebecca, Schmid Noa, Schmidt Martina, Sigrist Josef, Simonett Dino, Singh Satpal (Baba), SLS Illusion & Construction, Stampa Diego, Stücheli Basil, Tellini Peter, Teuscher Vinni, Thelen Diego, Van Orsouw Bob, Vogel Dorothée, Von Grünigen Anita, Von Grünigen Johann, Von Tscharner Gian Batist, Waldsburger Ruedi, Walter Jeannette, Wellnitz Andreas, Wettstein Kay, Wiederkehr Agnes. Und allen, die wir vergessen haben.

François Halard François Halard wurde im Jahr 1961 geboren, studierte an der Ecole des Arts Décoratifs in Paris und begann im Jahr 1981 für «Décoration international» zu arbeiten. Später wurde er von Alex Lieberman (Art-Director-Legende von Condé Nast USA) engagiert und zog nach New York City, wo er Architektur und Porträt kombinierte und regelmässig für «Vogue US», «Vanity Fair», «GQ» und «House and Garden» tätig war. Darüber hinaus arbeitete er für «Harper’s Bazaar». In seinem persönlichen Werk beschäftigt er sich mit der Darstellung von Ateliers; so fotografierte er die Studios von Jean-Charles Blais, Cy Twombly, Robert Rauschenberg, Julian Schnabel und anderen bekannten Künstlern sowie das Vermächtnis von Beuys (cf. Video). Im Rahmen des Fotofestivals von Arles 20 03 bestritt er eine Einzelausstellung über das Haus von Malaparte.

Max Küng *1969, arbeitet als Reporter für DAS MAGAZIN und liebt nebst der Migros: die Bündner Berge, den Bird Chair von Harry Bertoia, die Arbeit «Haare» von Hans-Peter Feldmann, eine Passfahrt mit dem Velo, die neue CD von Isobel Campbell, den Blick von einem bestimmten Balkon in Positano, ein Glas Wein, den Geruch von frisch geschnittenem Gras. Und natürlich Frau und Kind: sehr, sehr.

Migros – Geschäftsbericht 20 05 Herzlichen Dank.


Impressum MIGROS-GENOSSENSCHAFTS-BUND, Zürich Gesamtverantwortung MONICA GLISENTI, Corporate Communications, www.migros.ch Konzept STUDIO ACHERMANN, Zürich, BEDA ACHERMANN, MARKUS BUCHER, CHR ISTI AN K ÄMMERLING, MONICA GLISENTI Fotograf FR ANÇOIS HALARD, New York Artwork STUDIO ACHERMANN, PATR ICK ROPPEL, ADR IAN EHR AT, FR ANZISK A KÖNIG, ALEXIS SAILE, Zürich Text MA X KÜNG, Basel Bildredaktion / Koordination BEATR ICE MÄCHLER, MI A BONZANIGO, NOR INA FREY, Zürich Foto-Assistenz CÉCIL MATHIEU, Paris, FELIX RODR IGUEZ, New York Satz ROGER FURRER, Zürich Fotografische Prints RONNY OCHSNER / TR ICOLOR, Zürich Pre Press STR AUMANN AG, Dielsdorf Druck OFFSETDRUCK GOETZ AG, Geroldswil Buchbinderei EIBERT, Eschenbach

Informationspolitik Die Migros-Gemeinschaft verfolgt eine offene Informationspolitik, sie publiziert geprüfte Jahresberichte nach einheitlichem Standard. So weit wie möglich haben wir uns auch an den Global-Reporting-Initiative-(GR I)-Standard gehalten.

Migros – Geschäftsbericht 20 05 Impressum.


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15.3.2006 10:13:51 Uhr


Migros Gesch채ftsbericht 2005 61606_435x270_mgb_05_CovRuck_d.i1 1

2005 Gesch채ftsbericht

15.3.2006 10:13:51 Uhr


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