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Kampfsport-Abteilung mit einzigartiger Entwicklung

Karate: Ohne Druck, aber mit Disziplin Schongau | Eine einzigartige „Ob Sie’s glauben oder nicht — noch schlüpft Steiner konsequent Aufwärts-Entwicklung nimmt die das Thema Kreuzschmerzen hat zweimal in der Woche in den Gi; Karate-Abteilung im Schongauer sich bei mir erledigt“, sagt Erich so heißt der weiße Karate-KampfTSV. Der Ausspruch „von null auf Edgar Steiner, der einen Büro- anzug. hundert“ trifft exakt den Mitglie- Job hat. Das Karate-Training über Andreas Wölfle aus Schongau ist derzuwachs in den neun Jahren, eineinhalb Stunden sei zwar „un- seit sieben Jahren dabei. „Ich hab‘ seitdem die Sparte besteht. Dies wahrscheinlich fordernd“, den- mich schon immer für Kampfsport ist der Verdienst des interessiert“, sagt der Dojoleiters Mario Baars. 17-Jährige, der in die Ohne Druck, aber mit elfte Klasse geht. Er trägt Disziplin und mit Spanebenso den brauen Gürnung läuft bei ihm an tel wie sein gleichaltridrei Abenden und an eiger Freund Jan Sonsko, nem Nachmittag in der der früher Leichtathlet Woche das Training ab. war, aber aufgehört und Im Training ist dagegen nach einer Alternative nix mit „von null auf gesucht hat. Da sei ihm hundert“. Die Übungsvor mehreren Jahren ein stunden in der TurnhalFlyer mit dem Karatele beginnen mit einer Einsteigerkurs gerade kleinen Meditation, die recht gekommen, den seit kurzem mit einem die Mutter mal nach großen Gong eingeleitet Hause gebracht hat. wird. Kinder, JugendAndreas Wölfle und liche und Erwachsene Jan Sonsko, die ans sammeln sich in der Schongauer GymnasiStille, achten auf die um gehen, gehören zu Atmung, konzentrieren dem Kern von Karatesich. Die KampfsportKampfsportlern, der Übungen, die jeden inzwischen auch das gehörig ins Schwitzen Training übertragen bringen, folgen später. bekommt, wenn AbteiUnd wenn die Jugendlungsleiter Mario Baars lichen und ErwachseFitnesstests mit Kindern nen den Kampfschrei absolviert, Abzeichen „Kiai“ ausstoßen, dann abnimmt bzw. mal ver„tut das absolut gut“, hindert ist. Genauso wie Erich Edgar Steiner wie Steffi Rauch. Die aus Peiting bekundet. 16-Jährige aus SchonDer 42-Jährige bezeichgau, Tochter des TSVnet sich als „SpäteinVorsitzenden Johannes steiger“. Seine beiden Rauch, ist seit fünf JahBuben Markus (10) und ren in der Abteilung. Erich André (12) sind Oben: Techniken der Selbstverteidigung, hier mit Sie möchte im Sommer Martin Beer und Steffi Rauch. Unten beim Bauchmus- den zweiten braunen auch dabei. Am Karate schätzt er den keltest fürs Karatesportabzeichen: Erich Edgar Steiner Gurt „machen“, der bei „ganzheitlichen Ansatz“. und Mario Baars (hinten) mit Leon Zeber. den Leistungsstufen weit

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oben einzuordnen ist. Sie ist über ihren Bruder Andreas zum Karate gekommen. Was sie besonders schätzt? Die Techniken der Selbstverteidigung. „Das macht selbstbewusst“, kommentiert Steffi.

Die Schwächeren ebenso mitnehmen Das ist „herausragend, was da geleistet wird“, Schongaus TSVVorsitzender Rauch ist beeindruckt von der Arbeit in der KarateAbteilung. Da sei „viel Substanz“ vorhanden in einer gemischten Altersstruktur von 7 bis 55 Jahren. Wichtig erscheint Rauch, dass kein Schwerpunkt auf Wettkämpfe gelegt werde, sondern das Training im Mittelpunkt stünde. Dabei

würden die Schwächeren ebenso wie die Starken „mitgenommen“. Rauch verweist zudem auf die „klaren Spielregeln“ beim Training: „Das brauchen die jungen Leute“. Motor beim Karate in Schongau ist Mario Baars. Der 40-jährige Budoka verfügt über den B-Schein im Leistungssport Karate und den dritten Schwarzgurt. Verschiedene Qualifizierungen wie die Selbstverteidigungslizenz im Bayerischen Karate Bund oder die Prüferlizenz bis Schwarzgurt auf Bundesebene hat er mit der Zeit erworben. Baars bezeichnet das Karate schlicht als „Leidenschaft“. Bei all den Trainingseinheiten an drei Abenden und am Samstagnachmittag nimmt er sich noch die

der altlandkreis | Ausgabe 5 | Mai/Juni 2011  

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