Chronik Penzin

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725 Jahre Penzin – Chronik eines mecklenburgischen Dorfes

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4. Die Besitzverhältnisse und die Entwicklung der Landwirtschaft vom Ende des Mittelalters bis 1945 1676

Der Barner’sche Anteil des Dorfes Penzin geht für 6.500 Gulden an David Schmidt.

1680

Schmidt verkauft seinen Anteil für 7.000 Gulden an Georg Plönnies, wozu nunmehr auch der Sperling’sche, damals zum Gut Thurow gehörige Anteil aus drei Bauernstellen gehört. Die Familie Plönnies lässt ihren Adel erneuern und behält bis 1802 ihren Besitz in Penzin.

1698

Gesuch des Schulzen zu Eickelberg Lorenz Sager und des Schulzen Hinrich Kröger zu Penzin um Rad- und Achsenholz.

1800

Durch das übliche Bauernlegen sind alle Penziner Bauernstellen um 1800 verschwunden. Penzin wird mit Kirche, See, Tannenkrug12 und einem Teerofen erwähnt. Besitzer ist Carl Stephan Nicolas von Plönnies.

1803/04 Besitzer von Penzin ist Friedrich Fuchs. 1805/12 Theodor George Peters und Erben werden Besitzer von Penzin. 1810

Penzin wird mit Kirche und Ziegelei erwähnt. Der Besitz wird durch einen Doctor Berg für die Peters’schen Gläubiger verwaltet.

1813/17

Für einen kurzen Zeitraum erwirbt die Familie Plönnies Penzin zurück. Neben See, Ziegelei und Teerofen gehört zum Besitz Carl von Plönnies, gleichfalls das Nebengut Tannenkrug.

1821

Am 30.1.1821 wird der Kammerdirector Friedrich Ludwig von Flotow vom mecklenburgischen Herzog Friedrich Franz mit dem Mannlehen-Rittergut Penzin (1632 5/16 Scheffel Einsaat, mit See und Kirche) belehnt. Er ist gleichzeitig Besitzer von Friedrichswalde (mit einem Teerofen und 393 13/16 Scheffel Einsaat), und des Allodial-Rittergutes Gneven (Mitgliedsgut im Ritterschaftlichen Creditverein, 1504 14/16 Scheffel Einsaat, ein See).

1822

Am 11.03.1822 stellt Friedrich Ludwig von Flotow den Antrag auf Teilung des Lehngutes Penzin in zwei selbständige Gebiete. Eine Fläche von etwa 150.000 qm wird vom Hauptgut Penzin abgeteilt und daraus ein für sich bestehendes Lehn- und Hauptgut mit der Bezeichnung „Friedrichswalde“ gebildet.

1833

Penzin wird mit Kirche, See, Ziegelei und Schule erwähnt. 13

1836

Penzin wird mit Kirche und 1632,5 Scheffel Einsaat erwähnt.14

1849

Das Lehngut Penzin wird in ein Allodial umgewandelt. Damit konnte der Eigentümer über seinen Besitz frei verfügen. Im gleichen Jahr wird die Familie von Huth Besitzer von Penzin.

Dabei handelt es sich um ein ehemals zu Friedrichswalde gehörendes Nebengut, möglicherweise handelt es sich um den Vorgänger von Weisse Krug 13 Mecklenburgischer Staatskalender 1834 14 Staatshandbuch f. Mecklenburg 1836 12