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725 Jahre Penzin – Chronik eines mecklenburgischen Dorfes

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März 2011 Anne Arnholz wird in Brüel Pastorin zur Anstellung und zeichnet auch für die Penziner Kirche verantwortlich.

9. Gutshaus, Dorfkirche und Mausoleum

1831/32 Der Landesbaumeister Georg Adolf Demmler hält sich bei dem befreundeten Gutsbesitzer Friedrich von Flotow in Penzin auf und macht mehrere Entwürfe für Umbauten des Gutshauses, der Kirche und von Wirtschaftsgebäuden.

Das Penziner Gutshaus – Entwurf für den Bau wahrscheinlich von G. A. Demmler

Dachreiter (Turmaufsatz) der Penziner Dorkirche – Entwurf von G. A. Demmler

Der Hofbaumeister Georg Adolf Demmler und Penzin

Georg Adolf Demmler (1804-1886) ist als Schweriner Landes- und Hofbaumeister durch Planung und Ausführung verschiedenster Bauwerke hervorgetreten, die noch heute das Gesicht der Landeshauptstadt Schwerin (Schloss, Arsenal, Marstall) und vieler andere Orte Mecklenburgs (Güstrow, Ludwigslust, Bad Doberan) prägen. 1841 erhielt er den Titel Hofbaurat. Als er sich stark politisch engagierte, wurde er 1851 aus dem großherzoglichen Dienst entlassen. 1876 wurde er sozialdemokratischer Abgeordneter im Reichstag. In einer 1914 aus dem Nachlass veröffentlichten Autobiografie von Georg Adolf Demmler48, ist zu lesen: „Mitte September 1831 reiste ich zu dem Kammerdirektor von Flotow nach seinem Gute Pentzin, wo ich sehr oft war, da ich ihm aus Freundschaft seine dortigen Bauten entwarf und leitete. Hier in Pentzin wurde ich ernstlich krank, bekam das Nervenfieber, so dass an eine Abreise nicht zu denken war, vielmehr ich dort während der Monate September, Oktober, November und im halben Dezember bleiben musste; …. . … , auch meine beiden Eltern kamen während meiner Krankheit zweimal nach Eine kurze Darstellung seine Lebens findet sich in M. Krempien (1991): Schweriner Schloßbaumeister G. A. Demmler 1804-1886. Schwerin. 48

Chronik Penzin  
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