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17 errichtet worden – und noch nicht sicher ist, ob die zum Rübenbau erforderliche Fläche auf lange Sicht in ausreichendem Maße zur Verfügung gestellt werden kann, lehnt das Finanzministerium in Schwerin das Vorhaben ab. 1886 Die Blankenberger und Wipersdorfer fordern in einer Eingabe eine eigene Schule, die zweckmäßigerweise auf der Wipersdorfer Feldmark zwischen Wipersdorf und Blankenberg errichtet werden soll. Die Kinder aus Blankenberg, deren Zahl durch den weiteren Ausbau Blankenbergs als Verkehrsknoten noch weiter wachsen wird, besuchen bis dahin die Schule in Tempzin, die Kinder aus Wipersdorf die Schule in Brüel. Beider Schulweg ist rund vier Kilometer lang und führt teilweise über Acker und feuchte Wiesen. Nasse Füße, Erkältungen und Schulausfall sind an der Tagesordnung. Bei mangelndem Schulbesuch werden Eltern wiederholt zu Geldstrafen und sogar zu Gefängnis verurteilt. Obwohl die Notwendigkeit einer Änderung der Schulverhältnisse erkannt wird, zieht sich das Projekt noch mehr als zehn Jahre hin. Die Grenze zwischen der Friedrich-Franz-Eisenbahn und der Wismar-Brüeler Chaussee wird festgelegt. 1887 Am 14. November wird die 71,43 Kilometer lange Strecke der Wismar-KarowerEisenbahngesellschaft von Hornstorf über Blankenberg nach Karow eröffnet. Mit dem dadurch entstandenen Eisenbahnkreuz in Blankenberg wächst die Bedeutung des Ortes als Verkehrsknotenpunkt. Auf dem Bahnhof Blankenberg werden für die neue Strecke ein Stationsaufseher, zwei Stationsarbeiter und ein Streckenwärter für den Bahnpolizeidienst verpflichtet. Die sich in Blankenberg kreuzenden Linien gehören jedoch vorerst verschiedenen Eisenbahngesellschaften.

Chronik Blankenberg  
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