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NEWS Die Zeitung für AltpetrinerInnen von AltpetrinerInnen Nr. 62, April 2014

Termine Altpetriner

Samstag, 24.05.2014 Altpetrinersamstag im Petrinum, Beginn: 15 Uhr. Wir laden alle Maturajahrgänge, vor allem die halb- und runde Maturajubiläen feiern, herzlich ein, den Altpetrinersamstag in der Planung des Maturatreffens zu berücksichtigen. Donnerstag, 26.06.2014 Altpetrinertreffen in Wien: Gluckgasse 5, Ecke Lobkowitzplatz, 1010 Wien, ab 18:00 Uhr. Donnerstag, 27.11.2014 Altpetrinertreffen in Wien: Gluckgasse 5, Ecke Lobkowitzplatz, 1010 Wien, ab 18:00 Uhr

Schule

Samstag, 4.; Sonntag, 5.; Freitag, 25.; Samstag, 26.04.2014 Petriner Theater „Burg Theater - Eine Versuchung“ jeweils um 19.30 Uhr im Festsaal des Petrinums Sonntag, 25.05.2014 3. Hausmesse, Beginn 9 Uhr Samstag, 28.06.2014 Ball der 7. Klassen, Beginn 19.30 Uhr

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‹Augen zu und durch› Lisa Bauer berichtet aus Kenia


Liebe Mitglieder unseres Vereins! Zunächst ein herzlicher Gruß an Euch alle! Ich hoffe, ihr findet in dieser „Frühlingsausgabe 2014“ wieder lesenswerte Informationen. Ein wichtiger Termin, zu dem wir besonders einladen, ist der Altpetrinersamstag (24. Mai im Petrinum ab 15:00 Uhr). Walter Schmuckermair nimmt gerne Anmeldungen entgegen. Die für das bisherige Schuljahr geplanten Veranstaltungen waren gut besucht und boten die Möglichkeit mit einander zu plaudern, Kontakte zu vertiefen oder neue zu knüpfen. Ein besonderer Dank gilt DI Franz Hölzl (MJ 1971), der im Anschluss an die Generalversammlung mit hoher Sachkenntnis und rhetorischem Geschick über das Thema Nachhaltigkeit referierte. Im Dezember fanden sich an einem Freitagabend etwa 25 Interessierte zu einem heiteren Abend mit bedenkenswerten Zitaten und Sprüchen aus der Antike und anschließend zu einem gemütlichen Abschluss im Speisesaal ein. Im Februar trafen wir uns im griechischen Lokal Taverna, um miteinander zu plaudern. Ende März verbringen 34 Mitglieder und Freunde unseres Vereins ein Wochenende in Prag. Dr. Thomas Rechberger (MJ 1996), der als Anwalt in Prag tätig ist, hat uns zu dieser Fahrt motiviert und wesentlich bei der Organisation mitgeholfen. Ihm gilt schon jetzt unser Dank! Mit 1. Dezember trat Mag. Klemens Keplinger, ehemals Professor für Deutsch und Latein am Stiftsgymnasium Kremsmünster, seinen Dienst als Direktor des Petrinums an. In einem herzlichen Gespräch im Rahmen einer Vorstandssitzung sicherte er uns bereits seine Bereitschaft zu, dem Verein weiterhin die nötige Infrastruktur zur Verfügung zu stellen und unsere Idee gerne mitzutragen. Wir konnten ihn unsererseits als Mitglied des Vereins gewinnen und nahmen ihn mit Freude und Offenheit in unsere Mitte auf. So darf ich dir, lieber Klemens, an dieser Stelle nochmals im Namen der Altpetriner alles Gute und Gottes Segen für deine Tätigkeit als Direktor 2

Heribert Derndorfer, MJ 1971

wünschen! Ohne uns aufzudrängen helfen wir (finanziell oder mit gutem Rat) im Bereich der Schule gerne mit, wenn wir gebraucht werden. Allen, die diese Zeitung bekommen, wünsche ich ein paar ruhige Momente, um darin zu blättern und zu lesen. Wer für die Herbstausgabe bzw. für das Programm des kommenden Jahres Vorschläge einbringen oder einen Artikel verfassen möchte, ist dazu herzlich eingeladen. Wir freuen uns über alle, die in irgendeiner Form ihre Zugehörigkeit zur Gemeinschaft der Petriner/innen bekunden, mag das die Begleichung des Mitgliedsbeitrages, die Teilnahme an einer Veranstaltung, ein Vorschlag, eine Kritik oder die Abfassung eines Artikels für die Zeitung sein. Für heute grüßt euch herzlich, verbunden mit dem Dank an alle Mitarbeiter, Heribert Derndorfer, MJ 1971

Unsere Adressen: h.derndorfer@eduhi.at, Tel.: 072 72 22 051 walter.schmuckermair@liwest.at, Tel.: 0664 57 15 886


Einladung zum

Altpetrinersamstag am Samstag, den 24. Mai 2014

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ie jedes Jahr wird es auch heuer wieder einen Altpetrinersamstag im Petrinum geben. Welcher Ort eignet sich besser, um ein Maturajubiläum zu feiern, alte SchulkollegInnen zu treffen oder um seine Erinnerungen an die Schulzeit aufzufrischen? Keiner! Um Eure Motivation zum Kommen zu bestärken, kann ich Euch sagen, dass es jedes Jahr einige Neuerungen zum Kennenlernen gibt. Heuer zum Beispiel einen neuen Direktor!

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Daher laden wir alle Maturajahrgänge, vor allem die halb- und runden Maturajubiläen, herzlich ein, den Altpetrinersamstag in der Planung des Maturatreffens zu integrieren. Der Altpetrinersamstag beginnt um 15 Uhr. Für Kaffee, Kuchen und Getränke wird gesorgt sein. Wir freuen uns auf Euer zahlreiches Kommen! Christoph Redl, MJ 2002

An alle Altpetriner

ie VA News möchte ich in meiner Funktion als Kassier traditionellerweise dafür nützen, um für die Bezahlung des Mitgliedsbeitrages zu werben. Dieser wurde seit der EURO Einführung nicht verändert. Letztes Jahr haben wir wieder einige Projekte unterstützt, den Bau eines Umkleideraumes für die DSG Petrinum Faustball, den Parga Griechischsprachkurs, das Projekt von Lisa Bauer, von dem in dieser Ausgabe zu lesen ist, sowie einzelne Familien, damit die Schülerinnen und Schüler an Schulaktivitäten wie Sprachreisen teilnehmen konnten. Doch das ist nicht alles. Wir geben zwei Mal pro Jahr die VA News heraus und organisieren diverse Fahrten und Treffen, bei denen der Verband auch immer einen finanziellen Beitrag zum Gelingen leistet.

richtung Eures Mitgliedsbeitrages verwenden. Wer der Meinung ist, ein oder zwei oder vielleicht sogar mehrere Jahre keinen Beitrag geleistet zu haben, kann dies jederzeit gerne nachholen. Die Kontodaten des Vereines lauten: Empfänger: Verband der Altpetriner IBAN: AT27 5400 0000 0023 1134 BIC: OBLAAT2L Im Namen des Verbandes der Altpetriner bedanke ich mich für Eure Beiträge und Spenden sehr herzlich. Im Jahr 2013 gelang es uns, die Anzahl der zahlenden Mitglieder wiederum deutlich zu erhöhen. Vielen Dank dafür! Christoph Redl, MJ 2002

Damit wir Euch diese Leistungen auch weiterhin anbieten können, bitten wir Studenten EUR 10.und Berufstätige EUR 20.- an unser angeführtes Konto zu überweisen. Ihr könnt auch gerne die beiliegende SEPA Zahlungsanweisung für die Ent3


Zum Altpetrinersamstag am 24. Mai 2014 zeigen wir eine

Gemäldeausstellung von Prof. Dr. Kurt Andlinger im Festsaal des Petrinums.

Andlinger studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Sein Doktorat in Philosophie befasste sich mit dem Thema „Künstlertum bei Nietzsche“. Mehr als drei Jahrzehnte unterrichtete er als Professor für Kunsterziehung die Fächer „Werkerziehung“ und „Philosophischer Einführungsunterricht“ am Petrinum.

Kurt Andlinger

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s wird die Malerei von Kurt Andlinger vorgestellt. Sein künstlerisches Werk umfasst Malerei, Graphik, Glasfenster, Sgraffitos sowie etwa 300 Portraitzeichnungen von seinen Schülern und reicht vom Gegenständlichen bis zum Abstrakten. Im Festsaal werden überwiegend Akryl und Ölbilder präsentiert – eine kleine Werkauswahl.

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Heinz Wiesinger, MJ 1974

Petriner Ball

er diesjährige Petriner Ball steht unter dem Motto „Tempus fugit – Die Zeit steht niemals still“. Er wird am 28. Juni 2014 im herrlichen Ambiente des Festsaals und des Innenhofs des Petrinums stattfinden. Zu diesem gesellschaftlichen Höhepunkt des Schuljahres laden die 7. Klassen herzlich ein. Wir hoffen auch dieses Jahr wieder auf zahlreiche Gäste.

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1937 geb. in Schönering 1957 Matura in Schlierbach 1962 Priesterweihe in Linz 1962-64 Kaplan in Münzkirchen und Windischgarsten 1969 Lehramtsprüfung für BE und WE, Lehramtsprüfung für PE 1970 Doktorat in Philosophie 1970-2002 Professor für Kunsterziehung, Werkerziehung und Philosophischer Einführungsunterricht

Der Kartenverkauf startet am 26. Mai in der 7c – Klasse. Für Karten- und Tischreservierungen sind wir folgendermaßen erreichbar: Email: pr_petrinerball_2014@gmx.at Handy: 0664/2454722 (Delia Dorninger), 0699/81709048 (Lisa Prenner) Wir würden uns über Ihr Kommen sehr freuen!


Bericht von der Ordentlichen Generalversammlung

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ei der ordentlichen Generalversammlung am 29. November 2013 waren 16 Mitglieder anwesend. Der Obmann Heribert Derndorfer bedankte sich bei Direktor Franz Asanger für die gute Unterstützung des VA in seiner Zeit als Schulleiter. Franz Asanger sicherte seine weitere Mitarbeit im VA zu. Anschließend gab der Obmann einen Überblick über die Veranstaltungen des abgelaufenen Jahres und einen Ausblick auf die geplanten Veranstaltungen im Jahr 2014. Nach einem Totengedenken (Schulseelsorger Martin Schrems, ehem. Generalpräfekt Anton Sageder, ehem. Sekretärin Herta Illich) gab er bekannt, dass die im Vorjahr beschlossene jährliche Weihnachtsspende in Höhe von Euro 500,- heuer an Mag. Christian Mayr (Missionar in Brasilien) geht. Es folgten die Berichte des Kassiers und der Kassaprüfer. Aufgrund der Berichte wurde der Antrag auf Entlastung des Kassiers und des Vorstands einstimmig angenommen. Zum Schluss erfolgte die einstimmige Neuwahl des Vorstandes, der Rechnungsprüfer und des Beirats mit folgendem Ergebnis: Obmann: Obmann-Stellvertreter: Schriftführer: Kassier: Rechnungsprüfer: Kooptierter Beirat:

Heribert Derndorfer Heinz Wiesinger Walter Schmuckermair Christoph Redl Otto Hasibeder, Josef Wiesinger Franz Asanger, Berthold Brandstetter

Walter Schmuckermair, MJ 1970

(Fotos: Franz Asanger, MJ 1977)

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Ein Neu-Petriner in der Direktion!

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eit nunmehr knapp vier Monaten darf ich von der wunderschönen, oft lichtdurchfluteten Direktionskanzlei aus das Bischöfliche Gymnasium Petrinum leiten. Oft fällt mein Blick auf das große Kruzifix von Josef Fischnaller an der Wand gegenüber dem Schreibtisch und auf das daneben hängende Aquarell der Sternwarte und des Stiftsgymnasiums Kremsmünster (ein Geschenk meiner Kolleginnen und Kollegen, das mich von Kremsmünster nach Linz begleitet hat). Denn bei aller äußerst herzlichen, wohlwollenden und hilfreichen Unterstützung seitens des Petriner Kollegiums, der Administration und des Sekretariats gab es auch Momente, in denen ich wie Don Camillo den Gekreuzigten fragte: „Herr, was hast du da mit mir vor? Hast du mich wirklich hierher gerufen, wie du den Petrus gerufen hast? Die Leitung des Petrinums ist in der Tat eine große, schwierige und fordernde Aufgabe!“ Das Bild des Benediktinerstifts Kremsmünster und seines Gymnasiums, in dem ich bisher unterrichten durfte, erinnert mich an einen Satz aus der Regel des Hl. Benedikt: „Sooft du etwas Wichtiges zu tun beginnst, bitte zuerst den Herrn inständig, er möge es vollenden.“ Freilich bemühe ich mich, mein Bestes zu geben, doch es ist tröstlich und stärkend zugleich, dass ich dabei auf die Hilfe eines Größeren vertrauen darf. In den vielen guten Menschen, gerade auch den Altpetriner/ inne/n, die den einzigartigen Geist des Petrinums ausmachen, lässt er mich diese Unterstützung immer wieder spüren. Ich komme von einer Schule, die mit ihrem humanistisch-neusprachlichen Gymnasium ein ähnliches Schulprofil aufweist wie das Petrinum und von der Pädagogik Benedikts geprägt ist. Etwas davon möchte ich auch in mein neues Amt einbringen, denn in Zeiten einer zunehmenden Verengung des Bildungsbegriffs halte ich ein Alternativmodell, wie es katholische Privatschulen bieten können und meiner Überzeugung nach auch bieten sollen, nicht nur für unverzichtbar, sondern 6

auch für äußerst zukunftsträchtig. Ich sehe die christliche Schule als Lebens- und Lerngemeinschaft, die einen wohltuenden Unterschied zum weit verbreiteten wirtschaftlich-utilitaristischen Denken darstellt und eine andere Pädagogik anbietet: Eine Pädagogik, die dem Menschen Zeit zum Suchen und Entdecken lässt und ihn nicht verzweckt, einen langen Atem hat und geduldig ist, Freiräume für Geist und Körper öffnet sowie ein respektvolles Miteinander in der Erziehung praktiziert. Dahinter steht ein Menschenbild, das die Freiheit des Einzelnen hochschätzt und von gegenseitigem Respekt sowie Achtsamkeit geprägt ist. In einer katholischen Privatschule muss klar erkenntlich sein, dass es hier immer und in erster Linie um den Menschen geht. Diese Haltung prägt die Atmosphäre der Schule, und die Atmosphäre macht den Unterschied – mehr als Fragen der Struktur oder des Fächerkanons. Denn Erziehung ist ein personaler Prozess, der mit Kategorien wie Bildungsstandards, Kompetenzen, Qualifikationen etc. nur unzureichend zu fassen ist. Verständnis für unterschiedliche Charaktere und Persönlichkeitän, aufeinander Hören, gelebter Dialog zwischen allen Schulpartnern machen die Schule zu einem Ort menschlicher Begegnung und zum fruchtbaren Boden, auf dem jeder Einzelne seine Talente und Begabungen erfolgreich entwickeln kann. Ich hoffe und vertraue darauf, dass so das vorhandene Engagement, die Kreativität und die Leistungsbereitschaft auf allen Ebenen Früchte tragen und das Petrinum als eine lebensfrohe, ebenso einladende wie auch niveauvolle Bildungsstätte erscheinen lassen, wo Seele, Herz und Verstand sich in Freiheit und Verantwortung bestmöglich entwickeln können. Omnes alumni vivant, floreant, crescant! Klemens Keplinger


Mag. Klemens Keplinger in Stichworten geb. 1963 in Linz Matura am Akademischen Gymnasium Linz Zivildienst im Behindertendorf Altenhof Studium der Klassischen Philologie und Germanistik (Lehramt Latein und Deutsch) Lehrer am Stiftsgymnasium Wilhering ECHA-Lehrer (Begabungsförderung) Leiter von Talentförderkursen langjähriger Klassenvorstand und ARGE-Leiter Lehrbuchautor Lektor, Firmgruppenleiter und Pfarrgemeinderat in der Pfarre Linz, Herz-Jesu Redakteur des Pfarrmagazins in der Stadtpfarre Wels Lehrer am Stiftsgymnasium Kremsmünster verheiratet, 1 Tochter

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Burg Theater – Eine Versuchung

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nter diesem Titel wird seit Oktober für das diesjährige Petriner Theater fleißig geprobt. Schauplatz dieses Stücks, das nach einer Vorlage von Karl Valentin entstand, ist eine Burg mit ihren Bewohnern zur Zeit der Ritter und Edelleute. Wer meint, es handle sich um ein Stück über die gehobene Gesellschaft, der irrt. Man erkennt sich in den Charakteren wieder. Da gibt es die Tochter, die dem Vater ein Geheimnis anvertrauen will, aber es aufgrund seines Zornes nicht schafft. Da erzählt ein Geist seine Lebensgeschichte, weil er sich langweilt. Da

(Foto: Klemens Keplinger)

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sind Wächter, die mit einem Angriff konfrontiert werden, überfordert. Das Stück wird am 4. und 5. April, sowie am 25. und 26. April 2014 jeweils um 19.30 Uhr im Festsaal des Petrinums zu sehen sein. Eintritt: freiwillige Spende Nach der Aufführung gibt es die Möglichkeit, im kleinen Speisesaal gemütlich zu plaudern. Für das leibliche Wohl ist gesorgt! Klemens Keplinger


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Weltanschauen

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mit Christoph Mülleder, Mj 1984

chon immer gerne unterwegs, organisiere ich mit meinem Unternehmen Weltanschauen seit 2012 sozial-ökologische Reisen auch für andere. Das sind Reisen, die ein anderes und vielschichtiges Bild des besuchten Landes zeigen. Ich will vermitteln, dass in allen Ländern, selbst in den „armen“, großartige Schätze schlummern – Menschen, die unter schwierigsten Bedingungen Ungeheures leisten, Naturjuwelen, die es zu erhalten gilt, beeindruckende und fremde Traditionen und Bräuche, Kulturschätze…. Am Programm stehen immer auch Begegnungen mit Menschen, die zivilgesellschaftlich aktiv sind, gutes Essen und Bewegung in der Natur (zu Fuß, mit dem Kanu, mit dem Fahrrad). Mit WELTANSCHAUEN versuche ich nachhaltig zu sein. Nach Möglichkeit wird ökologisch und sozial verträglich gereist. Bewusst wählt man daher z.B. für An- und Rückreise nicht das Flugzeug, damit kein zu großer Fußabdruck hinterlassen wird und auch die Seele Zeit zum Ankommen hat. Das heißt auch: lokale Unterkünfte statt internationaler Ketten, regionales Slow Food statt internationalem Fast Food, Gehen statt Fahren, bio und fair statt Chemie und Ausbeutung. Mit der Reise werden regionale nachhaltig wirtschaftende Klein- und Familienbetriebe unterstützt und es wird ein Gegentrend zu den oft für Mensch und Natur zerstörerischen Auswüchsen des Massentourismus gesetzt. Es geht daher auch um Lebensstilfragen, Solidarität, Mitbauen an einer gerechteren Welt und Bewusstseinsbildung („Wir müssen einfacher leben, damit andere einfach leben können“). Als promovierter Wirtschaftswissenschafter und nach wie vor auch in der Caritas Linz für die Zusammenarbeit mit Rumänien und Serbien zuständig, sehe ich mein Unternehmen als „social business“. Ziel ist nicht Gewinnmaximierung um jeden Preis, sondern ein Beitrag zur Lösung eines gesellschaftlichen Problems – im Falle von 10

Christoph Mülleder, Mj 1984

Weltanschauen zur Entwicklung des Reisemarktes hin zu mehr Nachhaltigkeit und Fairness. Die nächsten Reisen führen auf einer europäischen Zeitreise mit dem Fahrrad von Aachen nach Luxemburg, zur Erkundung des schwedischen Sozialmodells und zur Feier der Mittsommernacht nach Stockholm, per pedes über die Berge von Montenegro nach Albanien und im August mit der Transsibirischen Eisenbahn von Moskau nach Peking mit einem längeren Aufenthalt auf einer Insel im Baikalsee. Mehr dazu unter www.weltanschauen.at oder 0676 760 2313. Christoph Mülleder, Mj 1984


Wir gratulieren

Alois Dornetshuber

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nfang März feierte Alois Dornetshuber den 60. Geburtstag. Er ist für viele Petriner/innen untrennbar mit unserer Schule verbunden. Als Haustechniker kommt er seit Jahrzehnten seiner Verantwortung in einer Weise nach, als ob er sich um sein eigenes Haus und seine eigene Familie kümmerte. Lieber Lois, wir Altpetriner gratulieren dir von Herzen und bedanken uns für dein unentwegtes Engagement, mit dem du für das Petrinum sorgst. Dein Dienst war stets weit mehr als ein Job, in allen Belangen des Hauses freutest du dich über Gelungenes und littest mit, wenn es da und dort Probleme gab. Zahlreiche technische Änderungen, die Erhaltung der Bausubstanz, das Funktionieren der Infrastruktur und vieles mehr wurde von dir mitgetragen, überwacht und betreut. Bei Veranstaltungen unseres Vereins konnten wir uns ebenso auf dich verlassen und wir spür-

ten, dass du dich uns verbunden fühlst. Bei einem der letzten Abende redeten wir im Scherz und doch ernst gemeint darüber, dass du ohne es zu wissen Mitglied des Vereines bist. Du lachtest herzlich darüber und wir spürten deine Freude. So wünschen wir dir nochmals alles Gute, vor allem Gesundheit und den Segen Gottes. Die Monate, in denen du noch aktiv im Petrinum deinen Dienst versiehst, sind ja gezählt, wisse aber, dass du auch in Zukunft noch zu uns gehörst und wir uns freuen, wenn wir dich in unserer Mitte haben. Heribert Derndorfer, MJ 1971

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„Habari yako“ – „Nzuri sana“ „Wie geht es dir?“ – „Sehr gut“ Träume, was du träumen möchtest, gehe, wohin du gehen möchtest, sei, wer du sein möchtest, denn du hast nur ein Leben und eine Chance, die Dinge zu tun, die du tun möchtest.

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as ist wohl der Grund, weshalb ich nun auf einem Flughafen stehe, der vor einem Monat abgebrannt ist (oder wurde?), mitten in einer Großstadt, in welcher vor wenigen Tagen 70 Menschen bei einem Anschlag auf ein Einkaufszentrum getötet wurden. „…die Dinge zu tun, die du tun möchtest“, möchte ich das wirklich tun? Ja, ich will. Lange genug hab ich darüber nachgedacht und lange genug auf einen guten Zeitpunkt gewartet. Afrika, hier bin ich! Kenia, mein neues Zuhause.

Alles was man zur Vorbereitung über Kenia gelesen hat, verblasst wenn man erst mal hier ist. Die Straßen sind voller Müll, aber auch voller Menschen. Und man beginnt zu schmunzeln sobald man sie Englisch sprechen hört… Getrost kann man alles vergessen, was man bei Prof. Siegl in der Englischstunde gelernt hat. Man staunt, dass die „Gemütlichkeit“ auf dem „Tisch“ sitzt, wo man sich doch jahrelang bemüht hat, das Wort „komftbl“ statt „comforTABLE“ über die Lippen zu bringen. Andererseits kann man froh sein, wenn man die Kenianer überhaupt versteht, da sie meistens in ihrer Muttersprache Kisuaheli oder einem ihrer unzähligen Stammesdialekte kommunizieren. Hat man sich an die Sprache und den Müll gewöhnt, muss man sich „nur“ mehr mit der Verkehrssituation abfinden. So freundlich und höflich die Kenianer im persönlichen Kontakt sind, sobald sie in einem Auto sitzen, sind sie alles andere als rücksichtsvoll. Da heißt’s ‚Augen zu und durch‘, was zugegebener Weise auch kein gutes Motto ist, sondern nur zu einer weiteren Verkehrstodesanzeige 12

(Foto: Lisa Bauer, MJ 2005)

in der Zeitung führen würde. Und was mache ich hier zwischen den tausenden Afrikanern, die über die durch permanenten Stau blockierten Highways laufen? Ich habe beschlossen, für ein halbes Jahr als Volunteer in einem kenianischen Kinderheim zu arbeiten. Beweggründe gibt es genug. Viel zu selten machen wir uns bewusst, in welchem Luxus wir leben und viel zu selten freuen wir uns über die Kleinigkeiten im Leben. Für uns steht außer Frage, dass der Kühlschrank voll ist, die Häuser im Winter geheizt sind und wir zur Schule gehen können. Inmitten dieser Selbstverständlichkeit ist es schön, einmal inne zu halten und dankbar für unser Leben zu sein. Dankbar da-


(Foto: Lisa Bauer, MJ 2005)

für, dass wir es so einfach haben. Aus diesem Gefühl heraus wollte ich meine Lebensfreude gerne mit Menschen teilen, die keinen so leichten Start ins Leben hatten. Anfangs arbeitete ich in einem Kinderheim in einem kleinen Ort nördlich von Nairobi. Da dieser Ort auf 2400m Seehöhe lag, kam man beim Wäschewaschen schon beinahe außer Atem und das Fußballfeld erschien plötzlich drei Mal so groß wie das Linzer Stadion. Nach zwei Monaten wechselte ich dann in ein ziemlich großes Kinderheim in Nairobi. Dieses ist mit einer Privatschule zusammengeschlossen, deren Schulgelder 50 % der Kosten des Kinderheims abdecken können. Neben

alltäglichen Tätigkeiten (z.B. Freizeitgestaltung, Hilfe bei den Hausaufgaben), darf ich nun auch meine Fähigkeiten als Sportlehrerin unter Beweis stellen. So freue ich mich jeden Tag wieder darüber, mit welcher Begeisterung die kenianischen Schüler/innen am Sportunterricht teilnehmen. Neben dieser Privatschule werden noch zwei weitere Schulen betreut, die jedoch keine Einnahmen bringen: ein Rescue-Center für Maasai-Mädchen (Maasai ist jener Stamm, der für seine prachtvollen Kleider und seinen außergewöhnlichen Schmuck bekannt ist) und eine Schule inmitten des größten Slums Afrikas (Kibera). Es ist ein merkwürdiges Gefühl, sich 13


als Weißer durch diesen Slum zu bewegen. Jeder weiß, dass man nicht hierher gehört und so fühlt man sich wie ein Tourist, der das Motiv vor der Kameralinse von Giraffen und Elefanten zu den ärmsten Lebensverhältnissen der Welt gewechselt hat. Nur, dass die Kamera das Gesehene schneller verarbeiten kann, als es mein Gehirn schafft. Diese Realität ist mir unbekannt und so erscheint sie mir anfangs wie ein Film. Inmitten dieser Armut ist unsere Schule ein kleiner Hoffnungsschimmer für all jene Kinder, die einen Schulplatz bekommen

(Foto: Lisa Bauer, MJ 2005)

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haben. Auch wenn es Spaß macht, morgens inmitten einer Kuhherde zur Arbeit zu laufen oder am Weg zum Obst- und Gemüsestand einem Kamel zu begegnen, ist das Leben hier nicht immer einfach. Eine neue Kultur kennen zu lernen, bedeutet für mich Freundschaften zu knüpfen. Nur im Kontakt mit Einheimischen können spannende Unterschiede sichtbar und bewusst werden. Genau dieses Freundschaften Knüpfen, das für


uns so selbstverständlich ist, gewinnt hier eine ganz andere Bedeutung. Immer muss man sich fragen, ob dieser Kenianer nun freundlich ist, weil er tatsächlich an einem Gespräch interessiert ist, oder ob es doch eher das Geld ist, das ihn anlockt. Denn unsere weiße Hautfarbe wird automatisch mit ‚Geld‘ assoziiert und der Besitz von Geld wiederum bedeutet das Ende aller Sorgen. Es hat mich immer interessiert, wie es sich wohl anfühlt, anders als die anderen auszusehen. Nun kann ich sagen, dass ich dieses Gefühl nicht gerne mag. Es ist mühsam, ständig darauf zu achten, dass man für eine Busfahrt oder eine Ananas nicht den doppelten Preis bezahlt, nur weil man ein ‚Mzungu‘ ist (Kisuaheli: Mzungu = Europäer). Aber spätestens in den Nationalparks, in denen man als Ausländer häufig den 10-fachen Eintrittspreis zahlen muss, muss man einfach akzeptieren, dass dieses teuer ist. Die Frage, ob dies nicht rassistisch wäre, wollte mir bis jetzt niemand beantworten. Da leider jedes schöne Stück Land außerhalb der Städte und Dörfer als Nationalpark deklariert ist, wird jegliche Freizeitgestaltung zu einem teuren Unterfangen. Auch darf man sich im Dunklen nicht mehr im Freien bewegen, da die Gefahr, überfallen zu werden, viel zu groß ist. Ich muss gestehen, dass diese Tatsachen eine gewaltige Freiheitseinschränkung für mich darstellen und somit auch meine Lebensqualität negativ beeinflussen.

(Foto: Lisa Bauer, MJ 2005)

Helfens und ist so vielseitig, dass jeder seinen Platz finden kann. Wer Genaueres zu meiner Arbeit, der Organisation, Projektpartnern usw. wissen möchte, kann mich sehr gerne unter lisa-ba@ hotmail.com kontaktieren. … denn du hast nur ein Leben und eine Chance, die Dinge zu tun, die du tun möchtest. Lisa Bauer, MJ 2005

Trotz oder gerade aufgrund dieser Erkenntnisse, ermöglicht Volunteer-Arbeit viele interessante Erfahrungen. Und dies ist meiner Meinung nach auch ihr Ziel. Als Volunteer muss man sich dessen bewusst sein, dass man durch seinen Einsatz nicht die Welt retten wird. Vielmehr geht es darum, mehr von der Welt kennen zu lernen, um danach langfristig Teil einer Veränderung zu sein. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es dennoch sehr wichtig ist, einen Volunteer-Platz zu finden, an dem man gerne arbeitet und seine Fähigkeiten nutzen kann. Sorgfältige Recherche und eine realistische Abklärung der Aufgaben im Vorfeld ersparen später viel Kopfzerbrechen. VolunteerArbeit ist eine einzigartige Art des Lernens und 15


NATUR DIE MAN SCHMECKT JAUSENSTATION & MOSTHEURIGER

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+43 (0)7239 5256 Do-Sa. 14.00-22:00 Uhr

office@koeglerhof.at www.koeglerhof.at

VA-News: Informations- und Kommunikationsorgan des Verbandes der Altpetriner Medieninhaber und Herausgeber: Verband der Altpetriner, 4040 Linz Redaktion: Christoph Redl Adresse: Petrinumstraße 12, 4040 Linz Internet: www.altpetriner.at Ausgabe Nr. 62, April 2014

Österreichische Post AG/Sponsoring.Post Vertragsnummer: 12Z039263 S

Absender: Verband der Altpetriner Petrinumstr. 12 4040 Linz


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