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Alle Jahre wieder….

Die Zeitung von AltpetrinerInnen für AltpetrinerInnen

news

Nr. 57, November 2011

Immer wieder das gleiche Ritual zu dieser Zeit: Rückblick, Abrechnung, hektisches Nachholen von scheinbar Versäumtem, alles in Ordnung bringen, um für den großen Neubeginn gerüstet zu sein. Ist diese Umstellung des Datums im Kalender wirklich so wichtig – oder steckt doch etwas anderes dahinter? Ich denke, wir Menschen schließen gerne von Zeit zu Zeit Kapitel und Epochen ab, um frei zu sein für einen Neubeginn. Nur so kann es Weiterentwicklung geben, ähnlich wie wir es von der Natur gelernt haben, die sich strikt an die Jahreszeiten mit Wachstum, Blüte, Ernte und Verfall hält. Als Obmann des Verbands der Altpetriner wünsche ich allen Lesern und Leserinnen unserer Zeitung, dass sie die Kraft aufbringen, die Aufgaben dieses Jahres zu meistern und noch offenstehende Angelegenheiten aufzuarbeiten, um den Geist für Weihnachten frei zu haben und diese schöne Zeit entsprechend genießen zu können. In diesem Sinne, frohe und erholsame Weihnachten und viel Kraft, Gesundheit und Freude für das kommende Jahr 2012! Heinz Einladung zurWiesinger, MJ 1974


Einladung zur

ordentlichen GENERALVERSAMMLUNG am Freitag, den 20. Jänner 2012, um 17:30 Uhr im Petrinum, Medienraum 1, 1. Stock.

Tagesordnung: 1. Begrüßung 2. Bericht des Obmannes 3. Bericht des Kassiers 4. Bericht des Rechnungsprüfers 5. Entlastung des Kassiers und des Vorstandes 6. Neuwahl des Vorstandes 7. Beschlussfassung über eingebrachte Anträge 8. Allfälliges

Die Generalversammlung ist bei Anwesenheit der Hälfte der Vereinsmitglieder beschlussfähig. Ist die Generalversammlung zur festgesetzten Stunde nicht beschlussfähig, so findet die Generalversammlung 30 Minuten später mit derselben Tagesordnung statt. Diese Generalversammlung ist ohne Rücksicht auf die Anzahl der Erschienenen beschlussfähig. Erfahrungsgemäß ist die Generalversammlung zur festgesetzten Zeit nicht beschlussfähig, sodass man davon ausgehen kann, dass sie um 18 Uhr (s.t.) beginnt. Allfällige Anträge sind beim Vorstand zwei Wochen vor der Generalversammlung schriftlich einzureichen. Der gemütliche Ausklang des Abends findet im „alten Speisesaal“ (1. UG) statt

Gratulation den Maturanten und Maturantinnen 2011!

Wir gratulieren euch, dass ihr die Jahre im Petrinum mit Erfolg abgeschlossen habt und hoffen, dass ihr weiterhin Kontakt zueinander und auch zur Schule halten werdet. Der Altpetrinerverband versteht sich als Kommunikationsplattform, veranstaltet Treffen und informiert zweimal jährlich durch die „VA-News“ über Vorgänge im Petrinum. Wie es euch aus den letzten Jahren noch in Erinnerung ist, wollen wir auch weiterhin bedürftigen Schülern hilfreich zur Seite stehen. Daher ersuchen wir euch alle, unserem Absolventenverband beizutreten und aktiv am Verbandsleben teilzunehmen. Auf der Homepage www.altpetriner.at einfach das Anmeldeformular ausfüllen und gleich absenden!


Neues aus dem Petrinum So wie schon in den letzten Jahren so habe ich auch heuer wieder die Erfahrung gemacht, dass das Schuljahr schnell Fahrt aufnimmt. So haben schon im Herbst alle wichtigen schulischen Gremien getagt, erstmals auch mit unserem neuen Schulseelsorger Mag. Martin Schrems. Im Beirat haben wir unter anderem die Frage diskutiert, wie sich das Petrinum angesichts der flächendeckenden Einführung der Neuen Mittelschule positionieren soll. Eine grundsätzliche Richtungsänderung ist nicht geplant, aber es ist gut, sich vor Augen zu halten, dass wir schon in Kürze jene Schülerinnen und Schüler aufnehmen werden, die 2020 maturieren. Uns beschäftigen natürlich auch die tagespolitischen Aufreger Gesamtschule, Standards, Zentralmatura, Ganztagsschule, usw., aber all das darf uns den Blick auf die Frage nicht verstellen, was wir unseren Schülerinnen und Schülern mitgegeben haben werden, wenn sie 2020 ihre Schullaufbahn abgeschlossen haben. Dieser Blick in die vermeintlich weite Zukunft gibt uns Sicherheit für die Gegenwart. Die Generalversammlung des Trägervereines hat sich mit der finanziellen Situation des Petrinums beschäftigt und für nächstes Jahr eine moderate Schulgelderhöhung um 5€ beschlossen. Das Haus ist mit 534 Schülerinnen und Schülern, die in insgesamt 24 Klassen unterrichtet werden, sehr gut ausgelastet, Renovierungen und Modernisierungen bleiben aber ein Dauerthema. Der Schulgemeinschaftsausschuss hat unter anderem über Projektwochen und Schulveranstaltungen diskutiert.

Seit 11.11.2011 ist auch unsere neue Homepage, die in Zusammenarbeit mit einer Projektgruppe der Fachhochschule Hagenberg entwickelt wurde, freigeschaltet. Es fehlen noch eine ganze Reihe von Inhalten und Verknüpfungen (die Altpetrinerinnen und Altpetriner haben wir aus Zeitgründen bisher etwas stiefmütterlich behandelt, mea culpa!), insgesamt glauben wir aber, dass wir mit dieser Homepage der Schule ein freundliches, einladendes Gesicht gegeben haben. Die Zusammenarbeit mit den Studentinnen und Studenten und ihren Professorinnen und Professoren habe ich sehr erfrischend, anregend und unkompliziert erlebt. Auch die Sternwarte gedeiht. Im letzten Sommer hatten wir zwar eine Schrecksekunde, als sich während eines Sturms ein Teil des Shutters gelöst hat. Mittlerweile ist aber wieder alles repariert. Im Herbst haben wir im Rahmen des Festivals „Origin – wie alles beginnt“ mit dem Ars-Electronica-Center kooperiert und in diesem Zusammenhang auch einen Astronomen der NASA im Petrinum zu Gast gehabt. Und jetzt mache ich mich an die Vorbereitung des nächsten schulischen Höhepunktes: Nächste Woche wird nämlich Prof. Hubert Gaisbauer sein neues Buch über Johannes XXIII. im Petrinum vorstellen. Während Sie diese Zeilen lesen, ist auch diese Veranstaltung schon wieder Vergangenheit …

Termine im Petrinum:  2. März 2012 um 19 Uhr 30: Premiere Theater der Oberstufe  3., 7. und 8. März 2012: Theater der Oberstufe  Sonntag, 11. März 2012: Hausmesse um 9 Uhr  Sonntag, 3. Juni 2012: Hausmesse um 9 Uhr  Mittwoch, 27. Juni 2012 Petersfeuer um 19 Uhr  Samstag, 30. Juni 2012: Ball der 7. Klassen ab 19 Uhr 30

Franz Asanger


Mag. Martin Schrems ist seit Anfang des Schuljahres neuer Schulseelsorger im Petrinum.

Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse. (1 Kor 13,12a)

Liebe Altpetrinerinnen und Altpetriner! Das Petrinum hat ca. 950 Fenster. Ich weiß nicht, ob jemand schon den Versuch unternommen hat, die Türen zu zählen. Die Fenster des Petrinums sind wichtig (sie ermöglichen den Blick nach außen), doch glaube ich, dass für eine Schule die Türen fast noch wichtiger sind. Türen laden ein oder provozieren manchmal dazu, sie aufzumachen und anschließend die Räume, die dahinterliegen, zu entdecken. An meinem ersten Schultag im Petrinum betrat ich das Gebäude nicht durch die kleine Seitentüre sondern durch das geöffnete Hauptportal. Der Raum dahinter war der gleiche, wie ich ihn vorher schon oft wahrgenommen habe, doch trotzdem war an diesem Tag mein Gefühl ein ganz anderes: Für das kommende Schuljahr wird Platz gemacht! Sich öffnende Türen bereiten mir immer wieder Freude. Sie laden ein zu einer Entdeckungsreise in eine Welt, die vorher oftmals noch unbekannt ist. Am Beginn eines Schuljahres stellen sich allen Beteiligten auch viele Fragen: 

Die Erstklassler sind zum Beispiel schon gespannt, wie es in der neuen Schule sein wird.

Für die Maturantinnen und Maturanten geht es ums Ganze - das in den vergangenen 8 Jahren Gelernte soll am Ende des Schuljahrs so weit präsent sein, dass die Reifeprüfung ohne große Schwierigkeiten gut über die Bühne gehen kann.

Die Professorinnen und Professoren hoffen, dass sie über den Sommer hinweg genug Energie getankt haben, dass sie den Erwartungen - die von den verschiedensten Seiten an sie herangetragen werden (SchülerInnen, Eltern, Direktion, Lehrplan, ...) - halbwegs entsprechen können.

...und ich als neuer Schulseelsorger schaue in einen dunklen Gang hinein und weiß noch nicht genau, was mich erwarten wird.

Als Christinnen und Christen geht es uns nicht anders als vielen anderen Menschen auch: Wir hätten gerne alles geplant und möchten genau wissen, was uns erwarten wird. Doch die Erfahrungen der Menschen der Bibel sind anders: Jene, die sich auf das Wagnis des Glaubens einlassen, werden in ihrem Leben immer wieder vor offenen Türen stehen - und wenn sie eintreten, wissen sie nicht, was kommen wird. Ich wünsche allen, die daran mitarbeiten, dass das Petrinum ein Ort bleibt, an dem junge Menschen sich wohlfühlen und sich auf ihre Zukunft vorbereiten können, einen guten Start ins neue Schuljahr: Gemeinsam stehen wir am Anfang und sehen nur rätselhafte Umrisse des Kommenden. Gemeinsam werden wir am Ende des Schuljahres zurückblicken und vieles entdeckt haben. Den Schülerinnen und Schülern wünsche ich viel Freude und Erfolg. Sie werden ja (neben dem Direktor) die meiste Zeit in der Schule verbringen. Für die Erstklassler beginnt ein „New Game“ und für jene in den anderen Klassen ein „Next Level“.


Neuerscheinungen

Zwei Bücher von Altpetrinern darf ich heute vorstellen, das eine von Hubert Gaisbauer (Mj 1959) über Papst Johannes XXIII., das andere von Friedrich Buchmayr (Mj 1978) über Frida Strindberg. Beide Autoren und auch ihre jeweiligen Sujets sind mir persönlich sehr nahe. Angesichts meiner biographischen Verstrickungen gelingt es da wohl kaum, eine klassische Rezension zu schreiben. Hubert Gaisbauer habe ich zunächst als Hörer von Ö3 und Ö1 sowie als Leiter der Abteilung Religion im ORF kennengelernt, dann über die Sendereihe Menschenbilder, seine Feuiltons in der Furche, seine Bücher und zuletzt persönlich durch einen Lehrereinkehrtag, den er im Petrinum gehalten hat. Seither verfolge ich seine publizistische Tätigkeit genauer und ich habe mich über die Anfrage, ob wir im Petrinum sein neuestes Buch über Johannes XXIII. vorstellen wollen, sehr gefreut. Am 25. November 2011 wurde es im Festsaal präsentiert, in jenem Raum, in dem ich knapp 35 Jahre zuvor vom späteren Dompfarrer Bergsmann im Rahmen meiner Religionsmatura eben über diesen Angelo Giuseppe Roncalli befragt worden war. Er hat hat mich gedanklich und spirituell seither immer wieder begleitet. Ich bin gewissermaßen ein Zeitzeuge der zweiten Generation, weil die Aufbruchsstimmung nach dem 2. Vatikanum mein Kirchenbild und mein Verständnis von Theologie geprägt haben und mich auch heute noch trägt. Der Titel des Buches von Hubert Gaisbauer „Ruhig und froh lebe ich weiter“ kündet von jener optimistischen Gelassenheit, die auch ich zu leben versuche. Der Untertitel „Älter werden mit Johannes XXIII.“ könnte die Vermutung nähren, das Buch wäre vor allem für Senioren geschrieben, nicht für jemanden in der Mitte seiner Jahre. Ich jedenfalls habe das Buch nicht als ein Buch über das Älterwerden gelesen, sondern als Buch der Lebenskunst. So gesehen ist es eines für alle Jahrgänge, ein stilles, unaufdringliches, tiefsinniges, Mut machendes Buch voller kleiner Entdeckungen. Es ist stilistisch ein ausgefeiltes, kompositorisch durchdachtes Werk, das einen reich beschenkt. Es gehört für mich mittlerweile zu jenen Büchern, die man nach der Lektüre nicht zurück ins Regal stellt, sondern am Schreibtisch, auf der Couch oder auf dem Nachtkästen liegen lässt, in dem man immer wieder nachschlägt und das man seinen Freundinnen und Freunden nicht nur zur Lektüre empfiehlt, sondern das man ihnen auch gerne schenkt. Ein ganz anderes Buch hat der Stiftsbibliothekar von St. Florian Dr. Friedrich Buchmayr vorgelegt. Vorweg sei gesagt, dass wir beide aus Saxen im unteren Mühlviertel stammen, also jener kleinen Gemeinde, in der August Strindberg in den Jahren 1893 und 1894 gelebt hat. Die Klammschlucht, die er durchwandert hat und die ihn zu Schlüsselstellen in seinem Roman „Inferno“ inspiriert hat, kennen wir beide gut. Mit August Strindberg hat unser beider Heimatort Anschluss an die Weltliteratur gefunden. Der zweiten Frau Strindbergs, der in Mondsee geborenen Frida Uhl, hat Friedrich Buchmayr sein neuestes Buch gewidmet. Es ist eine Biographie. Einer ihrer großen Vorzüge ist, dass sie den Primärtexten ausreichend Raum gibt. Frieda Uhl kommt zu Wort, aber auch Strindberg.


Damit werden ihr literarisches Talent, ihre Scharfzüngigkeit, ihre Modernität, ihre Beobachtungsgabe, ihr sicheres Urteil, aber auch ihr unbändiges Verlangen nach Liebe und Freiheit sichtbar. Das Buch ist aber mehr als eine Biographie, denn im Leben der Hauptperson spiegeln sich eine ganze Epoche und das Leben der Boheme in den Metropolen Paris, London, Wien, Berlin und New York. Alma Mahler Werfel wird mittlerweile (auch) als eigenständige Künstlerin rezipiert und nicht bloß als Muse ihrer bekannten Männer. Bei Frieda Strindberg ist dieser Prozess noch offen und lange nicht abgeschlossen. Die erste deutschsprachige Biographie, die nun vorliegt, ist ein erster Schritt. Es ist nicht bloß literarischer Lokalpatriotismus, der mich dieses Buch empfehlen lässt, sondern eine faszinierende, wenn auch vielfach gebrochene Persönlichkeit der Jahrhundertwende und der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Franz Asanger

Auf eine weitere Buch-Neuerscheinung möchten wir euch aufmerksam machen: Tu es - Internatsjahre 1956 - 1964 im Kollegium Petrinum Linz Autor: Prof. Karl Schmutzhard, MJ 1964 Bestellungen möglich bei: SIMB GmbH & Co. KG IMT-VERLAG Kufsteiner Wald 24 A – 6330 Kufstein Tel.: +43 5372 / 21440 Email: info@simb.at www.simb.at Das Buch kommt Anfang Dezember auf den Markt.

Karl Schmutzhard: TU ES Internatsjahre 1956 – 1964 im Kollegium Petrinum Linz IMT-VERLAG, Kufstein, ISBN: 978-3-950-2786-6-8 € 19,90 Karl Schmutzhard, Professor für Deutsch und Religion an einem Innsbrucker Gymnasium, nutzte die Muße am Beginn seiner Pension, um seine Petrinerzeit 1956 1964 zu reflektieren. Antrieb waren nicht so sehr anhaltende persönliche innere Verletzungen aus dieser Zeit als vielmehr die aufgebrochene öffentliche Diskussion über die Erziehungsmethoden in Heimen. Das ursprünglich für sich selbst „ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit“ gedachte Werk gab er nun auf Drängen einiger Freunde in Buchform heraus. Einerseits witzig (der Bub vom Land nennt seine Lehrer Professer), andrerseits emotional berührend (Heimweh, Hänseln, Sr. Canisia), immer ehrlich offen reflektiert der Altpetriner die erforderliche Entbindung und das Sich-Finden in suchender Religiosität und selbständig fundierter Ethik. Übereinstimmend mit vielen damaligen Kollegen stellt er fest, dass das Petrinum in der damaligen Zeit für Schüler vom Land eine Chance darstellte, die Matura abzulegen. Gelernt hat man geistiges Arbeiten, wenn auch oft an wenig Sinnhaftem. Heraußen in der freien Wirklichkeit hat man dann aber nicht wenige Richtungs- und Verhaltenswechsel vollziehen müssen. Das Buch mag für Altpetriner eine wertvolle Nacheinordnung der oft emotional tiefgreifenden Spuren aus dieser Lebensperiode bewirken. August Falkner, Maturakollege


Schulbeginn der anderen Art Fast 4 Jahrzehnte hat Mag. Florian Stütz (Mj. 1969) Petriner in Mathematik und Physik geschult, jetzt legt der 62-jährige Jungpensionist einen Neustart in Sachen Schule hin: in seinem Heimatort St. Georgen an der Gusen fungiert er Dienstags als Schülerlotse. Und er vollführt dieses Amt mit derselben Gründlichkeit, wie er einst seinen Unterricht ausgeübt hat. Lange hat Florian Stütz nicht Zeit zum Tratschen zwischen 7 und 8 Uhr früh. Immer wieder gilt es, Volksschüler sicher über die Straße zu geleiten. Streng hebt der ehemalige Professor, der sogar zum Oberstudienrat geadelt wurde, seine Kelle, stoppt den regen Frühverkehr und macht damit den Zebrastreifen zum sicheren Übergang für die großen und kleinen Kinder der Volksschule St. Georgen an der Gusen. Auch sein Enkerl Moritz frequentiert als Zweitklassler die Straße und sieht so seinen Opa in Amt und Würden.

sich, wenigstens eine Stunde lang keine Angst haben zu müssen, wenn sie von einer Straßenseite auf die andere wechseln möchten. Und es wäre nicht Florian Stütz, würde er nicht freundlich grüßen.

Dann und wann entspinnt sich daraus sogar eine nette Plauderei, einmal sogar mitten auf der Straße, was dem gerade anwesenden Polizisten ganz und gar nicht gefällt. Aber was soll er machen, wenn Herr Oberstudienrat persönlich die Verkehrsregelung übernommen hat.

Angetan mit einer knallgelben Sicherheitsjacke ist Prof. a.D. Stütz von weitem als Schülerlotse zu erkennen und wird auch als solcher geachtet. Viele Autofahrer verringern ihr Tempo schon von alleine, nicht wenige grüßen den prominenten Schülerlotsen freundlich und bieten den Kleinen gerne Vorrang. Schönen Schultag“, wünscht der erfahrene Pädagoge jeder Gruppe, für die er den Verkehr für ein paar Sekunden zum Stillstand bringt. Es sind aber nicht nur Schüler, für die Stütz das Überqueren der Straße sicher macht. Auch ältere St. Georgener freuen

Das 2. Schuljahr ist es schon, seitdem Florian diesen Dienst übernommen hat. „Der Elternverein hat erfahren, dass ich in Pension bin und weil unser Moritz damals mit der Schule begonnen hat, habe ich zugesagt“, erklärt der stolze Opa sein neues und durchaus ungewöhnliches Engagement. „Nächstes Jahr kommt die Marie in die Schule, da mache ich sicher weiter“, sagt Florian Stütz. 37 Jahre lang hat er am Petrinum unterrichtet, länger als jeder Professor zuvor, weil er wegen des damaligen Lehrermangels bereits vor seinem Studienabschluss an das Haus geholt worden war. „30 Jahre war das Unterrichten schön. Seit dem Sparkurs der


Bundesregierung hat es mir aber keine Freude mehr gemacht“, blickt er etwas betrübt zurück auf seine letzten Professorenjahre. Sein Dienst als Schülerlotse macht ihm Spaß. Er freut sich über die vielen „Danke“, die er hört, zieht um 8 Uhr seine Jacke aus, steigt auf das Fahrrad und

widmet sich wieder seinen vielen privaten Verpflichtungen in Haus und Garten. „Fad wird mir nie, da braucht niemand Angst zu haben!“

Bert Brandstetter

Neues aus der facebook Gruppe Seit der letzten Ausgabe der VA News ist die facebook Gruppe „Verband der Altpetriner“ weiter gewachsen und zählt mittlerweile 53 Mitglieder. Wer potentielle neue Mitglieder kennt, ist eingeladen, diese in unsere Gruppe einzuladen beziehungsweise elektronisch „hinzuzufügen“. Als Aktivitäten in der Gruppe wurde bisher zum Altpetrinersamstag im Mai diesen Jahres und zur Teilnahme an der Sympathicus Wahl eingeladen. Bei letzterer handelte es sich im Jahr des Ehrenamtes um eine öffentliche Wahl der Zeitung Tips in Kooperation mit dem ORF OÖ, die den beliebtesten Verein/die beliebteste Organisation gekürt hat. Ausgeschlossen von der Teilnahme waren politische Gruppierungen. Die Stimmabgabe war einerseits mittels Bekanntgabe einer Email Adresse und andererseits mittels facebook link möglich. Gegliedert war diese Wahl in zwei Abschnitte: Zuerst wurden in den Bezirken die jeweiligen Bezirkssieger ermittelt und in einem zweiten Verfahren wurde schließlich der Landessieger gekürt. Der Verband der Altpetriner schaffte die Hürde des Bezirksfinales nicht (die Platzierungen

eins bis drei je Bezirk berechtigten zur Teilnahme am Landesfinale), konnte sich jedoch im hinteren Mittelfeld des Bezirkes Linz-Stadt platzieren. Wir bedanken uns für Eure abgegebenen Stimmen! Weiters sind in der facebook Gruppe Bilder vom Altpetrinersamstag zur Verfügung gestellt worden, die den zu diesem Datum verhinderten Altpetrinern Eindrücke dieses Treffens vermitteln sollen. Außerhalb der Gruppe „Verband der Altpeteriner“ haben sich im Vorfeld des Petrinerballes einige Altpetriner formiert und über das diesjährige Kartenkontingent für den Schulball 2011 diskutiert. Da dies auf private Initiativen zurückzuführen ist und der Verband dieser Gruppierung nicht beigetreten ist, kann ich darüber nicht berichten. Falls sich zu ähnlichen Themen wieder Diskussionsbedarf ergeben sollte, seid Ihr herzlich eingeladen, Eure Beiträge in der Gruppe Verband der Altpetriner zu veröffentlichen. Der Verbandsvorstand freut sich über Eure Statusmeldungen und bittet leidenschaftliche facebooker weiterhin sich als facebook-„Beauftragte“ zu melden. Christoph Redl, MJ 2002


Ausklang des Schuljahres 2010/2011 mit Neugriechischunterricht, Kultur und Badespaß in Griechenland (Ein Schülerbericht) Am Montag der letzten Schulwoche versammelten wir1 uns bereits im frühen Morgengrauen vor dem Petrinum, um mit unseren Professoren Anschuber und Derndorfer die lang ersehnte Reise nach Griechenland anzutreten. Nach einer mehrstündigen Busfahrt konnten wir in Venedig endlich auf die Fähre umsteigen. Nach Zuteilung unserer Pullmannsitze wurden sogleich die Pokerkarten gezückt, die uns neben anderen Spielen die lange Fahrt verkürzen sollten. Nach 27 Stunden auf hoher See hatten wir endlich wieder festen Boden unter den Füßen und ein klappriger Bus brachte uns vom Hafen Igoumenitsa, begleitet von typisch griechischer Musik, zum Zeltplatz nach Parga. Bereits in der Abenddämmerung schlugen wir unsere Zelte unter den Jahrhunderte alten Olivenbäumen auf, erkundeten sogleich Parga bei Nacht, genossen zum ersten Mal griechische Spezialitäten und verkrochen uns dann todmüde in unsere Schlafsäcke. An den folgenden Tagen erweiterten wir unsere Neugriechischkenntnisse mit großer Disziplin und Regelmäßigkeit beim vormittäglichen Unterricht, auch wenn uns das Lernen bei sengender Hitze und dem ständigen Zirpen der Zikaden nicht immer leicht fiel.

Das zum Teil von „echten Griechen“ vermittelte Wissen versuchten wir dann in der Taverne, im Supermarkt oder am Strand praktisch umzusetzen. Nachmittags verbrachten wir erholsame Stunden am türkisblauen Meer, badeten, lasen oder diskutierten. Auch am Abend trainierten wir beim gemeinsamen Kochen und Zusammensitzen am Zeltplatz unsere Gemeinschafts- und Teamfähigkeit. Am Samstag feierte Dr. Honeder, der uns als ehemaliger Direktor des Petrinums bei der Reise begleitete, mit uns einen Abendgottesdienst. Zur Abwechslung besuchten wir am Mittwoch der zweiten Woche Nikopolis (Actium) und ein Odeon, wobei wir unter der Führung unserer Professoren den kulturellen Horizont erweitern konnten. Da es an diesem Tag beinahe über vierzig Grad hatte, durften wir uns in den eiskalten Quellen des Acheron erfrischen. Nach diesem ereignisreichen Tag kehrten wir müde, aber zufrieden nach Parga zurück.

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Schüler aus der 5. und 6. Klasse, die Griechisch als alternativen Pflichtgegenstand gewählt haben.


Die letzten Tage genossen wir wieder im schönen Städtchen und packten am Tag vor der Abreise nicht ohne Wehmut unsere Habseligkeiten zusammen, um für die lange Heimreise pünktlich gestellt zu sein. Kaum hatten wir am Tag der Abfahrt in aller Frühe die Zeltplatzkontrolle durch das strenge Auge unserer Begleiter gut überstanden, wartete schon der Bus, der uns wieder zum Hafen bringen sollte. Nach wiederum 27 Stunden auf blauer See und weiteren acht Stunden im Bus kamen wir wohlbehalten in Linz an, wo wir von unseren Eltern schon sehnsüchtig erwartet wurden. Die zwei Wochen in Parga waren für uns alle eine Bereicherung. Wir lernten wichtige Alltagsphrasen und die grundlegende Grammatik des Neugriechischen, übten uns im Zusammenleben mit anderen Mitschülern in unserer Zeltstadt und verbrachten viele schöne gemeinsame Stunden, auf die wir in froher Erinnerung und mit Dank2 zurück blicken. Georg Ehling, Johanna Haunschmidt, Ulrike Hauer, Matthias Rechberger, Karoline Mayer Wir gratulieren: Studienabschlüsse: Theresa Liebl, MJ 2005, promovierte an der Paracelsus Universität in Salzburg. Victoria Singer, MJ 2005, feierte ihre Sponsion an der WU Wien (internationale BWL). Kristina Kaltenböck, MJ 2005, schloss erfolgreich ihr Italienisch-Studium an der Universität Wien ab. Alexandra Hofer, MJ 2005, feierte ihre Sponsion an der JKU Linz (Magistra der Wirtschaftswissenschaften) Johannes Eberl, MJ 2005, schloss das Bachelor-Studium in Psychologie an der Uni Salzburg ab. Sebastian Leitner, MJ 2005, Schriftführer des Verbands, beendete erfolgreich das Studium. Es wurde ihm an der JKU Linz der Titel eines Dipl.Ing. des Wirtschaftsingenieurwesens – Technische Chemie – verliehen.

Hochzeiten:

Wir gratulieren zur Eheschließung und wünschen alles Gute: Eva Tüchler MA und Simon Schmuckermair MA, heirateten am 20. August 2011 in Wilhering, MMag. Karin Wenzelhuemer und Dr. Michael Derndorfer heirateten am 1. Oktober 2011 in Eferding Der langjährige Obmann-Stv. des Verbandes, Dipl.Ing.(FH) Florian Burgstaller (MJ 1997) und Mag. (FH) Karin Enser haben sich am 10. Juni 2011 das Ja-Wort gegeben. Am 13. August 2011 kam Moritz Paul auf die Welt. Wir gratulieren der frisch gebackenen Familie aufs Herzlichste! Ebenfalls Gratulation an Dr. Susanna Peichl und Dr. Chistoph Huber (MJ 1997) zur Geburt ihres Raphael Noah am 11. August 2011!

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Christoph Huber und Florian Burgstaller mit Raphael und Moritz

Dieser Dank gilt auch dem Verband der Altpetriner, der uns mit einer Spende unterstützte.


AM ALTPETRINERSAMSTAG 2011

Ein Bericht von Josef Kern, MJ 2002

Unser Gymnasium konnte zahlreiche Absolventen vor allem der "geraden" Maturajahrgänge bei der Veranstaltung im vergangenen Mai begrüßen. Diese hatten die Möglichkeit, im Festsaal bei einem von Schülern organisierten Buffet mit Kaffee und Kuchen zusammenzusitzen oder die Führungsangebote durch das Petrinum und auf die Sternwarte zu nutzen. Vor allem von den älteren Maturajahrgängen wurde die Führung durch das Haus, das sich in mancher Hinsicht so sehr verändert hat, gerne in Anspruch genommen. Für mich war dieser Altpetrinersamstag der erste, an dem ich teilnahm. Als einziger Vertreter meines Jahrgangs erlebte ich ihn durch die Mischung aus Fremdheit und Vertrautheit ähnlich wie ein Sitzenbleiber den ersten Tag in der neuen Klasse erleben mag: Man kennt den Lehrer, kennt den Ort und ist doch unter Fremden. So entdeckte ich zwar manch bekanntes – inzwischen mehr oder weniger gealtertes – Gesicht unter den Absolventen von 2001, die sich später in kleinen Gruppen in der Laube im Hof und an anderen Orten fanden. Aber trotz der Nähe sind ihre Erinnerungen nicht meine. So hielt ich mich lieber an andere Einzelstücke: Eine besondere Freude war es für mich, unseren Physiklehrer Florian Stütz wieder zu treffen und festzustellen, dass er sich – wie erwartbar – nicht an mich erinnern konnte.

Zu den besonderen Erfahrungen einer Rückkehr ins Haus gehört es für mich immer, allein durch die Gänge zu gehen und nach Bildern meiner Kindheit zu suchen – sowohl im übertragenen als auch im wörtlichen Sinn. So stand ich vor Gemälden und den Maturafotos, den Türen zu Klassenzimmern, in denen ich viele Stunden verbracht hatte, und saß am Brunnen im Hof. Was hat sich verändert, was ist noch, wie ich es kenne – woran habe ich mich falsch erinnert? Ich war überrascht, wie viele Zwischentüren es in den Gängen gibt, die in meiner Erinnerung weit und von einem Ende zum anderen durch offen sind. Ich meine, das sagt etwas darüber aus, wie ich meine Schulzeit am Petrinum erlebt habe. Was den Altpetrinersamstag vor einfachen Maturatreffen auszeichnet ist, dass er die Chance bietet, die eigene Schulzeit zu durchstreifen – alte Bekannte kann man überall versammeln, aber einen solchen Zugang zu erinnerten Erfahrungen kann es nur am Haus selbst geben. Allein für diese Möglichkeit möchte ich der Schule und dem Direktor meinen Dank ausdrücken. Und meinen ehemaligen Mitschülern die Hoffnung, dass zum 10-jährigen Jubiläum unseres Jahrgangs im kommenden Jahr ebensoviele Kollegen erscheinen werden, wie dieses Mal vom Jahrgang 2001.

Josef Kern, MJ 2002


Fotos vom Altpetrinersamstag 2011

Bitte vormerken: n채chster Altpetrinersamstag am 2. Juni 2012!


Geburtstagsfeier Josef Honeder

Am 30. August 2011 wurde für mich die Geschichte des Verbands der Altpetriner be-/ greifbar. Der Rahmen dafür konnte eigentlich nicht passender sein: Eine spätsommerliche Abendstimmung bot uns einen fantastischen Ausblick über Linz und der Pöstlingberg ließ mich unweigerlich an meine Schulzeit, vor allem an die Gottesdienste am Beginn und am Ende eines jeden Schuljahres, die in den Jahren 1994 bis 2002 in unregelmäßigen Abständen in der Wallfahrtsbasilika am Pöstlingberg stattfanden, zurückdenken. Anläßlich des vollendeten 80. Lebensjahres von Josef Honeder versammelten sich die Gründungsväter des Verbands, Josef Honeder (ehemaliger Direktor des Petrinums, MJ xy), Franz Penninger (Anwalt in Vöcklabruck, MJ xy), Bert Brandstetter (allen vom ORF OÖ bekannt, MJ xy), sowie Walter Schmuckermaier (Administrator des Petrinums, MJ xy) und Franz Asanger (Direktor des Petrinums, MJ xy) als Vertreter der aktiv in der Schule tätigen Altpetriner und Heinz Wiesinger (Zahnarzt und Obmann des Altpetrinerverbandes, ML xy), um den Jubilar hochleben zu lassen. Ich durfte diese Runde als jüngstes Vorstandsmitglied abrunden und dabei die Entstehungsgeschichte des Verbands der Altpetriner hautnah erfahren.

Es ist der Initiative und dem Weitblick Josef Honeders zu verdanken, dass Altpetriner Ihre Verbundenheit zur Schule und zum Haus allgemein über den Verband der Altpetriner leben können. Auf seinen Anstoß hin kam es im Frühjahr des Jahres 1993 unter Mithilfe von Franz Penninger zur Formulierung der Statuten unserer Gemeinschaft mit anschließender Errichtung unseres Vereines durch das Vereinsreferat der Bundespolizeidirektion Linz. An der Spitze der ersten organschaftlichen Vertreter agierte Bert Brandstetter neun Jahre lang bis er 2002 von unserem jetztigen Obmann, Heinz Wiesinger, abgelöst wurde. Walter Schmuckermaier, der bereits seit den 70er-Jahren im Petrinum als Lehrer tätig ist, begleitet den Verein ebenfalls schon lange Zeit und bringt sich dabei immer wieder als Brückenbauer zwischen den Generationen von Altpetrinern ein. Franz Asanger stellt in seiner Funktion als Direktor seit Jahren die Verbindung zwischen den Absolventen und den aktuellen Entwicklungen im Petrinum her und hält uns Altpetriner auf dem Laufenden, was die Schule an sich, ihre Anliegen und Sorgen betrifft. Da ich erst seit mehr als einem Jahr zum Gelingen des Verbands der Altpetriner beitrage, hat es mich sehr gefreut, dass ich mich dieser Runde anschließen und Josef Honeder zum Geburtstag gratulieren durfte.


Wer die Geschichte des Altpetrinerverbandes ebenfalls von „Zeitzeugen“ erfahren möchte, dem kann ich nur empfehlen, eine unserer kommenden Veranstaltungen, wie etwa den Altpetrinersamstag im Juni 2012, zu

nützen und mit den genannten Akteuren ins Gespräch zu kommen. Es lohnt sich! Christoph Redl, MJ 2002

Petrus-Darstellungen aus aller Welt In unserer Reihe „Petrus-Darstellungen“ möchten wir diesmal – als Abwechslung zu den zuletzt vorgestellten Statuen – wieder einmal eine Mosaik-Darstellung abbilden. Diesmal betätigten wir unseren Fotoapparat im reich mit Mosaiken ausgestatteten Ravenna, und zwar in der Basilika di San Vitale, die zu den bedeutendsten Kirchenbauten der spätantik-frühbyzantinischen Zeit zählt. Die Wand- und Deckenmosaiken überziehen nahezu den gesamten Altar- und Apsisbereich, die Laibung des Triumphbogens zeigen Bildnismedaillons von Christus und seinen zwölf Aposteln.

Wir trauern um: Johann Andeßner, ehemaliger Generaldechant der Diözese Linz, verstarb im November 2011 in Vöcklabruck. Dr. Franz Braumann ist knapp nach seinem 92. Geburtstag den Weg zu Gott vorausgegangen. Er kam 1949 als Präfekt ins Petrinum und war von 1956 bis 1991 für die Verwaltung des Hauses verantwortlich. Dankbar blicken wir auf alles zurück, was er für das Haus geleistet hat und werden ihn in ehrenvollem Gedenken behalten.


Ein Aufruf unsres Kassiers Christoph Redl Die VA News möchte ich in meiner Funktion als Kassier nützen, um mich in der Angelegenheit des Mitgliedsbeitrages an Euch zu wenden. Auf Grund der Versandbestimmungen der Österreichischen Post AG ist es nicht gestattet, in unserer Zeitung an den Mitgliedsbeitrag zu erinnern bzw. verteuern die Beilage eines Zahlscheines oder das Einscannen und Abdrucken eines Zahlscheinmusters als Zahlungserinnerung den Versand der VA News erheblich. Spendenaufrufe sind jedoch erlaubt. Als Kassier des Verbands der Altpetriner bitte ich daher alle jene Mitglieder, die heuer oder vielleicht auch in den vergangenen Jahren noch nicht bezahlt haben, uns nach dem Lesen dieses Artikels eine SPENDE zukommen zu lassen. Seitdem ich Mitglied des Verbands der Altpetriner bin - das sind jetzt fast 10 Jahre – kann ich mich erinnern, dass Beträge EUR 10,bzw. EUR 20,- nicht verändert worden ist. In diesen 10 Jahren sind die laufenden, jährlichen Kosten des Vereines (v.a. Erstellung und Versand von zwei Ausgaben der VA News, Internetauftritt, Unterstützung von Schülern, …) jedoch stetig gestiegen. Zusätzlich nimmt die Anzahl der geleisteten Beiträge von Jahr zu Jahr trotz steigender Mitgliederzahlen ab. Bitte unterstützt den Vorstand des Verbands der Altpetriner in seinen Bestrebungen, die bisher gelebte Kultur, Mitglieder nicht zu mahnen, weiter zu praktizieren und übermittelt uns Eure Spenden. Darüber hinaus würden wir uns über weitere freiwillige Mehrleistungen sehr freuen. Die Kontodaten des Vereines lauten: Empfänger: Verband der Altpetriner Kontonummer: 231134 BLZ: 54000 Für Zahlungen aus Empfänger: IBAN: BIC:

dem Ausland: Verband der Altpetriner AT27 5400 0000 0023 1134 OBLAAT2L

Im Namen des Verbands der Altpetriner bedanke ich mich für Eure Spenden sehr herzlich!

Wie meldet Ihr euch an? Auf der Homepage www.altpetriner.at einfach das Anmeldeformular ausfüllen und gleich absenden! Ihr erhaltet dann zweimal jährlich die aktuellen VA-News mit allen Terminen, Berichten und Aktualisierungen.

Außerordentlich wichtig für uns ist, dass ihr uns Adressänderungen sendet und ab und zu ein Lebenszeichen, wenn es etwas zu berichten gibt (Erfahrungsberichte, Sponsions- oder Promotionsanzeigen usw.)


Tras las huellas de Cristo – Auf den Spuren Christi

Seit nunmehr fast 9 Jahren gibt es das Hilfsprojekt „Tras las Huellas de Cristo“, das von Tirol aus (Reith bei Kitzbühel) mit dem Verein BAUSTEIN-PERU einigen Straßenkindern in der peruanischen Großstadt Arequipa hilft, aus dem Teufelskreis von (zukünftiger) Arbeitslosigkeit, Armut, Alkohol, Drogen und Gewalt zu entkommen.

Vor mehr als 9 Jahren wurde in Peru, inmitten eines der größten Armenviertel der Stadt neben den Müllhalden der Stadt Arequipa, mit Hilfe von Spenden ein altes Haus gekauft um dem größten Übel der dort lebenden Straßenkinder entgegenzuwirken: dem Hunger! Eine kleine Küche und ein Essraum

boten die Möglichkeit, extrem armen und unterernährten Kindern täglich eine warme Mahlzeit anzubieten. Die Arbeit funktionierte gut und ein Jahr später drängten sich bereits über 40 Kinder um die kleinen Tische. Im großen Hinterhof des Hauses entstand ein Anbau mit Räumen für Kindergarten, Lernhilfe und ärztliche Versorgung. Jahr für Jahr wurde die Arbeit verbessert – doch das alte Haus wurde immer baufälliger, und das in einer Erdbebenzone!

2009 wurde beschlossen, Geld zu sammeln und eine große Renovierung in die Hand zu nehmen. Viele Menschen sind dem Aufruf mit


der Bitte um eine Baustein-Spende für das Haus der Kinder in Peru gefolgt. Insgesamt konnten € 35.000.- bereit gestellt werden, ein großartiges Ergebnis – und ein tolles Geschenk für die Kinder, die auf jegliche Hilfe angewiesen sind und nun seit mehr als einem Jahr wieder ein Dach über dem Kopf haben.

finanziert. Da es sich um eine ausschließlich private Initiative handelt mit nur ehrenamtlichen Helfern kommt jeder Cent den Kindern und dem gesamten Projekt zu Gute und wird auch laufend durch den Verein BAUSTEIN-PERU kontrolliert. Was hat das alles mit dem Petrinum zu tun? Einer der ehrenamtlichen Mitarbeiter des Projektes ist der Altpetriner Dkfm. Josef Preinerstorfer, MJ. 1963. Ich möchte Sie einladen, an diesem Projekt mitzuwirken. Was wir tun, ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber wenigsten für ein paar Kinder ändert diese Arbeit das ganze Leben. Besuchen Sie unsere Homepage www.baustein-peru oder melden sie sich direkt bei mir, Josef Preinerstorfer, Tel. 0664 338 7660, oder josef_preinerstorfer@aon.at wenn sie mehr über dieses Projekt wissen möchten und mitmachen wollen.

Zur Zeit werden nun 140 Kinder, davon 40 in einem neu eröffneten Kindergarten betreut. Sie erhalten täglich eine warme Mahlzeit. 1x in der Woche erhält die Mutter Lebensmittel für 7x Frühstück, die Kinder erhalten das notwendigste für den Schulbesuch. Daneben kümmern wir uns dort auch noch um die Mütter der Kinder, um die Alten und Jugendlichen, um auch deren trostlose Situation wenigstens ein wenig zu verbessern.

Die gesamte Einrichtung wird ausschließlich durch Patenschaften und durch Spenden

Mein Traum oder doch auch eine Bitte ist es, dass einige aus der Gemeinschaft der Altpetriner an diesem Projekt mithelfen. Ihr könnt sicher sein, dass jeder EURO den Menschen dort zu Gute kommt, ich bin derjenige, der die Verwendung der Mittel zusammen mit dem Verein kontrolliert. Alle Helfer in Österreich arbeiten ehrenamtlich, nur die Mitarbeiter in Peru, meist mittellose Indiofrauen bekommen für ihre Arbeit ein wenig Geld, damit die ihrerseits ihren Familien helfen können. Josef Preinerstorfer, MJ 1963


Dr. Bert Brandstetter, MJ 1969, studierte in Salzburg Psychologie, schlug 1975 die journalistische Laufbahn ein und war bis 2009 beim Aktuellen Dienst des ORF tätig. Aufgrund seiner Leidenschaft zur Musik besuchte er das Mozarteum und leitete 35 Jahre lang den Kirchenchor von Neumarkt im Mühlkreis. Er war Gründungsobmann des Altpetrinerverbandes und übte seine Funktion 9 Jahre lang aus. Jetzt wurde er zum Präsidenten der Katholischen Aktion gewählt und wir wünschen ihm für seinen neuen Aufgabenbereich alles Gute! Liebe Petrinerfamilie! Dass ein Präsident der katholischen Aktion in der Zeitung der Altpetriner schreiben darf, ist eine Premiere, eine ehrenvolle noch dazu. Bei mir ist die Sache freilich ein wenig anders, bin ich doch ein Petriner durch und durch. 1969 habe ich im Petrinum nach durchaus auch mühevollen Schuljahren maturiert und erst später das lebensnotwendige Selbstvertrauen gewonnen. Jüngere seien erinnert: es waren die Jahre des verpflichtenden Internates, es waren aber auch die Jahre, wo sich das Petrinum von seiner Uridee verabschiedet hat, Priesternachwuchs zu „produzieren“. Die Schule war streng, nicht alle Professoren konnten sich auf Schüler einstellen, die einem Hauch von 68-Generation (Ö3, Beatles, Hair…) auch im Petrinum Einlass gewähren lassen wollten. Meine anschließenden Studien ließen meine inneren Verunsicherungen und Verwundungen heilen: so sehr, dass alle meine 4 Söhne zumindest kurzzeitig zu Petrinern wurden, 2 haben oben maturiert. Ich habe mit ihnen ein Petrinum erlebt, das sich in nur wenigen Jahren sehr gewandelt hat. Von einer weitgehend dunklen zu einer hellen, lebensfreundlichen Schule, in der es möglich ist, dass sich jugendliche Charaktere entwickeln und dabei gefördert werden. Und doch: als ich am 4. November zum Präsidenten der katholischen Aktion gewählt war, kam ich in einem Interview auf meine damalige Petrinerzeit zu sprechen und geriet ins Schwärmen. Weil es damals doch noch etwas gab, was uns und mir Halt gab, was uns und mich nicht aufgeben ließ: die Musik und der Religionsunterricht. Musikalisch fanden wir uns damals vom leider verstorbenen späteren Dompfarrer Johann Bergsmann angeregt, vor allem aber väterlich verstanden und seelisch betreut. Im Religionsunterricht war es Gunter Janda, dessen Unterricht und Predigten wahre Highlights in der Unterrichtswoche waren. Er formte viele von uns zu aufgeweckten und kritischen Geistern. Alles hinterfragen dürfen, ja sogar müssen: das war es, was uns damals aufgebaut und für das spätere Leben geprägt hat. Mein persönlicher Weg führte mich über ein kurzes Theologie- zum Psychologie- und Gesangsstudium, beruflich dann aber zum Journalismus. Wurde mir des Öfteren eine gar etwas kritische Art zu fragen nachgesagt, erinnerte ich mich immer wieder an meinen Religionslehrer Gunter Janda, der genau das von uns eingefordert hatte. Bis heute bin ich ihm dafür dankbar. Viel zu selten hinterfragen Journalisten heutzutage das, was ihnen vorgesetzt wird. Viel zu oft wird fraglos abgedruckt oder in TV und Radio wieder gegeben, was per mail an die Redaktionen gesendet oder auf Pressekonferenzen verkündet wurde. Es ist der Zeitdruck, der es vielen Journalisten oft verunmöglicht, Dingen auf den Grund zu gehen. Zutage tritt für mich dabei aber auch ein ganz wesentlicher Mangel in der Ausbildung, vielleicht sogar in der Formung der Charaktere der Journalisten. Charismatische Lehrer wie der damalige Petriner Professor Gunter Janda hätten heute mehr denn je ein dringend nötiges Betätigungsfeld. Auf spätere Journalisten bezogen wäre es auch ein Betätigungsfeld ganz im Sinne der Demokratie. Weil kritischer Journalismus für eine funktionierende Demokratie unerlässlich ist. Dr. Bert Brandstetter (Mj. 1969) Präsident der katholischen Aktion Oberösterreich


Steckbrief P. Winfried Johann Egler, CMM - Altpetriner in der Mission

Matura am Petrinum 1960 Eintritt bei den Mariannhiller (Kongregation der Missionare von Mariannhill) 1960 Noviziat 1961 – 1962 in Brig, Schweiz Philosophie und Theologie Studium von 1962 – 1967 in Würzburg, Deutschland Priesterweihe 1967 in Linz Aussendung in die Mission 1968, Süd Afrika Seit 1968 bis jetzt Tätigkeit in der Diözese Mthatha Ich erlebte noch den Höhepunkt oder „Blütezeit“ oder Stärke des Apartheid Systems Meine Diözese war damals in dem Homeland Transkei, Siedlungsgebiet der Xhosas. 1976 Unabhängigkeit der Transkei mit allen Nachteilen Bis in die Anfangs 90er Kampf des ANCs um die Überwindung des Apartheid Systems 1994 erste freie demokratische Wahlen Von 1994 bis jetzt Schwierigkeiten der Regierung aus den verschiedenen Rassen eine „Regenbogennation“ zu bauen. Impressum: VA-News: Informations- und Kommunikationsorgan des Verbandes der Altpetriner Medieninhaber und Herausgeber: Verband der Altpetriner, 4040 Linz Redaktion: Heinz und Claudia Wiesinger Adresse: Petrinumstraße 12, 4040 Linz Internet: www.altpetriner.at Ausgabe Nov 2011

Ausschnitt aus der „Petriner Weihnachtskrippe“, Projekt des Werkunterrichts

Wir wünschen ein gesegnetes Weihnachtsfest und schöne Feiertage!


Diese Ausgabe der VA-News wird nicht nur an die Verbandsmitglieder, sondern an alle Altpetriner und Altpetrinerinnen gesandt. Solltet ihr die vergangene Ausgabe vom April 2011 nicht erhalten haben, so ist eure Adresse nicht in unserer Kartei und ihr seid nicht als Mitglied gemeldet. Wenn Interesse besteht, laufend Informationen zu erhalten und dem Verband der Altpetriner beizutreten, bitte um Anmeldung beim Verband: entweder über die Homepage www.altpetriner.at oder einen kurzen Brief mit Angabe des Maturajahrgangs an den Verband der Altpetriner, Petrinumstraße 10-12, 4040 Linz, senden! Termine des VA:  Generalversammlung: 20. Jänner 2012, ab 17:30 Uhr im Petrinum mit gemütlichem Ausklang  Altpetrinertreffen in Wien: Do 22. März 2012, Do 21. Juni 2012 und Do 21. November 2012 im Stüberl des Gasthauses Reinthaler, Gluckgasse 5 (Ecke Lobkowitzplatz), 1010 Wien, ab 18 Uhr. Kontakt: Franz Födermayr: franz@foedermayr.net, Tel.: 01- 478 5335.  Altpetrinertreffen in Salzburg: Kontakt: Johannes Hofinger: johanneshofinger@hotmail.com  Altpetrinersamstag: 2. Juni 2012 (runde Maturatreffen aus organisatorischen Gründen bitte an diesem Tag ansetzen und in der Direktion anmelden!)

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