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02. 2007

www.tango-online.ch

zeitschrift von/f端r berufs- und mittelsch端lerInnen

5 Jahre tango!


kurzgeschichte

Eifersucht nde le u ra k ch li rt ä z ch o n er rh o v Seine mich icht zu es G r ih t, ig ft ä ch es b it m a d Hand ist nun or v h ic e ch o k ch li er n n I l! er streicheln. Mistk . en k er m n a ts h ic n er b a ir m e Wut, lass

Alina Konter BWZ Brugg Er ist einfach umwerfend! «Du bist eine Schönheit, weisst du das, meine Kleine?», flüstert er mir zärtlich ins Ohr. Dieser Mann riecht nach Milch und Honig. Ich liebe diesen Duft! Eng kuschle ich mich neben ihn auf unser geblümtes Sofa und geniesse seine Wärme. Er hat eine Hand, die mich versteht, die mir sanft den Kopf streichelt und unter dem rechten Ohr verharrt. Oh Wonne, oh Wohlbehagen! Ein lautes Räuspern holt mich unsanft von Wolke sieben hinunter; An-

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«Dieser Mann riecht nach Milch und Honig. Ich liebe diesen Duft!»

nika sieht uns genervt an und verdreht die Augen. «Du beachtest mich ja gar nicht, du hast nur Augen für sie», fährt sie meinen Halbgott an. Was wundert sie das? Ich bin um einiges faszinierender als Annika, wo ich mich doch viel graziler als sie bewege und um einiges selbstständiger bin! Alle sagen, dass sie meine Eleganz bewundern. Während ich mir Gedanken mache, lacht mein Traumprinz aus vollem Halse und findet Annikas Eifersuchtsanfall einfach nur lächerlich, wenn auch etwas süss. Dann beugt er sich zu ihr hinüber und fängt an, sie leidenschaftlich zu küssen. Seine mich vorher noch zärtlich kraulende Hand ist nun damit beschäftigt, ihr Gesicht zu streicheln. Mistkerl! Innerlich koche ich vor Wut, lasse mir aber nichts anmerken. Springe vom Sofa runter und mache mich, hoch erhobenen Hauptes, davon. Es gab mal Zeiten, da stritten Annika und ich nicht um die Beachtung von Männern. Ich war da noch kleiner und wollte viel lieber spielen. Annika hatte voller Vergnügen mit mir gespielt! Mit der Zeit war ihr die Lust am Spielen

vergangen und ich habe stundenlanges Spazieren für mich entdeckt. Irgendwann höre ich die Tür ins Schloss fallen und Annika sucht mich auf, um sich einzuschleimen. «Flöckchen, ich habe hier was ganz Leckeres für dich. ‹Sheba›, das wird dich sicher glücklich machen», lockt sie. Ihr ist definitiv verziehen!

Alina Konter, 17, aus Brugg, macht eine kaufmännische Lehre. Am besten gefallen ihr Sprachfächer, ruhige Minuten nutzt sie zum Lesen oder aber sie tobt sich bei lateinamerikanischen Tänzen aus. Nach abgeschlossener Lehre möchte sie sich im Bereich Kommunikation oder Personalwesen weiterbilden, «denn mich faszinieren Menschen».

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kurzgeschichte

Der See

und watete s u a h c i m Ich zog e hinein. e S n e d n i langsam Leiche, e i d e t h c i Ich erre inem Fuss, e n a e i s pack te ns mir zuruck a t i m e i s zerrte ste sie. s u . k d n u r e Uf

seine Kreise, mit einer Anmut, wie sie nur Tiere an sich haben. Ich schoss ihn vom Himmel, er klatschte mit einem unerwartet lauten Knall aufs Wasser, ein Geräusch, das sich so sehr von dem beruhigenden dumpfen Plumpsen der Steine unterschied, die wir ins Wasser Flurina Buser Gymnasium Köniz-Lebermatt geworfen hatten. Ich zog mich aus und watete langWir warfen Steine ins Wasser, ersam in den See hinein. Das Wasser war freuten uns an den Kreisen, die sich so dunkel, dass ich meine Füsse bereits auf der Wasseroberfläche ausbreiteten. nicht mehr sehen konnte, als ich erst bis Lavendelduft schwängerte die Luft zu den Knien im Wasser stand. Der See nichts Vergleichbares. Ich küsste ihn und über den von zartem Wind gestreinahm mich auf, trotzdem, auf den aufklaffenden Mund chelten Feldern Er stort das als wäre ich ein mit dem stummen ewigen Schrei auf sirrte die Hitze. Bild, wie er Teil von ihm. Das den Lippen. Da musste sich ein Tier in Im Schatten der Wasser fühlte sich seinem Rachen eingenistet haben, denn da so reglos Felsen war es anso leicht an, als etwas stieg ganz aufgeregt auf das Spiel auf dem genehm kühl, der würde ich durch mit meiner Zunge ein… Sand feucht und Wasser treibt, Luft schwimmen. Klemens übergab sich. Er kotzte über körnig. Und da lag aufgequollen Das Gefühl wurde das Klemmbrett mit dem Notizblock, der See, ruhig und und mit weit von den Wolken und von dort tropfte das retournierte dunkel wie aus eiaufgerissenen verstärkt, die, auf Frühstück gemächlich in seinen Schoss. ner anderen Welt, der Wasseroberflä«Das ging mir genauso», sagte das Augen verwunschen. che gespiegelt, um Mädchen. Ich weiss wirkmich herum trieben. lich nicht, warum ich ihn erschossen Ich erreichte die Leiche, packte sie habe. Er stört das Bild, wie er da so regan einem Fuss und zerrte sie mit mir zulos auf dem Wasser treibt, aufgequollen rück ans Ufer. Er stank bestialisch, der und mit weit aufgerissenen Augen. Erst Geruch ist nicht zu beschreiben, es gibt heute Morgen hat der See ihn wieder hergegeben. Ich hatte ja keine Ahnung, wie lange es dauert, bis die Gärungsprozesse im verwesenden Körper so viel Gas entstehen lassen, dass die Leiche an Flurina Buser, 18, machte im Sommer die Matura und geht jetzt für die Oberfläche getrieben wird. Ein Vogel zog hoch über dem See ein Jahr nach Afrika, um in einem Kinderhilfswerk zu arbeiten. «Ich interessiere mich für andere Länder und deren Kulturen, lese, schreibe, fotografiere und schwimme gerne und möchte später einmal mit behinderten Kindern arbeiten», sagt sie.

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report

Es werde Licht

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Antonio Galluccio und Dorian Kostanjsek GBS St.Gallen, Abteilung BMS Wie setzt sich Licht zusammen? Wie wirkt Licht auf Menschen und Pflanzen? Was versteht man unter «Lichtverschmutzung»? Wie erklärt sich das Lichtphänomen «Blitz»? Diese und weitere Fragen wollten wir in unserer interdisziplinären Projektarbeit zum Thema «Licht» klären. Speziell daran ist, dass wir unsere Erkenntnisse in einer Ausstellung präsentieren wollen – und zwar nicht im Schulhaus, sondern in einem Schaufenster eines Optikergeschäfts mitten im belebten Zentrum der Altstadt. Dies erfordert einen enormen Mehraufwand, da wir mit diversen beteiligten Firmen und Fachleuten kooperieren müssen, damit die Arbeiten

fachlich korrekt und die Schaufenster ansprechend und kreativ gestaltet werden. An einem Montagmorgen richten wir die zahlreichen Schaufenster ein, und trotz arger Zeitnot schaffen wir es. Wie hätte es denn ausgesehen, wenn zu den Öffnungszeiten eine Klasse mit Brettern und Lampen in den Schaufenstern am Werkeln gewesen wäre? Schnell noch decken wir die Schaufenster ab und bereiten einen Apéro vor – dann ist es plötzlich so weit. Schweissausbrüche, Panikattacken und zitternde Hände, denn viele Leute sammelten sich um uns herum. Wir rücken immer näher zusammen. Obwohl zu Beginn eine gewisse Angespanntheit herrscht, gelingt es uns, die Aufmerksamkeit des Publikums zu gewinnen. Wir begeistern durch eine klare Sprache, interessante Aspekte, kritische Betrachtungsweisen und künstlich erzeugte Blitze. Ein riesiger Applaus belohnt uns für unseren enormen Aufwand. Auf unsere Schaufenster können wir stolz sein!

Antonio Galluccio, 22, aus Altstätten, mag Bücher, Musik und Filme. Am liebsten würde er nach der BMS eine «coole Pizzeria mit Fernsehern und Swimming Pool» errichten.

Dorian Kostanjsek, 22, aus Wil, liebt Sport, Musik und Ausgang. Er träumt von einer Karriere als Party-Veranstalter.

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report

Die Kraft der Gedanken , lich sein g ö m st in e r e d s e Wird assen mit künstliche Gliedm en zu steuk n a d e G n o v fe il H ung, die ll e st r o V se ie D ? n er n neue e h sc n e M n te r e d behin en würih le r e v t tä li a u sq Leben beiden Maie d e lt e g ü fl e b , e d l Blaser und e a h p a R n e d n a r tu Eric Stassen.

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Raphael Blaser und Eric Stassen Kantonsschule Glattal In einem Zeitungsartikel stiessen wir auf ein faszinierendes Experiment, in dem ein gelähmter Patient nur mit seinen Gedanken bzw. seinen Hirnstromwellen die Tastatur eines Computers steuern konnte. Nun besitzt die Kantonsschule Glattal seit kurzer Zeit ein Gerät zur Messung von Hirnstromwellen (kurz: EEG), das sofort unser Interesse weckte. Daher wollten wir für unsere gemeinsame Maturarbeit erforschen, ob wir Bewegungen von Armen, Beinen oder der Augenlider durch Hirnstromwellen erkennen können – vielleicht sogar nur «gedachte» Bewegungen eines gelähmten oder arm- bzw. beinamputierten Patienten. Wir hatten einmal von der Leistungsfähigkeit neuronaler Netzwerke gehört, die in der Lage sind, komplexe Vorgänge zu lernen. Wir dachten uns, dass ein neuronales Netz auch lernen könnte, Bewegungen aus den Hirnstromwellen abzulesen. Wie komplex und aufwändig dieses Projekt war, wurde uns allerdings

erst nach und nach bewusst… Nach ersten erfolglosen Tests versuchten wir sieben verschiedene Bewegungen bzw. Zustände hintereinander zu messen. Die Messdaten wurden aufbereitet, geschnitten und mithilfe von einem eigens von uns geschriebenen Computerprogramm verglichen. Dies beanspruchte enorm viel Zeit, so dass ein grosser Teil unserer Freizeit draufging. Das EEG misst ein Signal aus vielen überlagerten Frequenzen. Um bessere Resultate zu erreichen, entschieden wir uns, dieses Signal wieder in die Einzelfrequenzen aufzuteilen – einen Vorgang, den man «Spektralanalyse» nennt. Die Unterscheidung der einzelnen Bewegungen übernahm das programmierte neuronale Netz, das die Struktur und die Lernweise des Gehirns zu simulieren versuchte. Nach unzähligen Fehlerbehebungen sowie Anpas-

sungen und Optimierungen erzielten wir das gewünschte Ergebnis: Unser Programm konnte die eingegebenen Daten unterscheiden und zu 95% der richtigen Bewegung zuordnen. Da unser Betreuer von unserer Arbeit sehr angetan war, meldeten wir sie bei «Schweizer Jugend forscht» an. Bei diesem nationalen Wettbewerb trafen wir viele Jungforscher aus der ganzen Schweiz und durften unser Projekt vor grossem Publikum präsentieren. Völlig überraschend erhielten wir eine Einladung zum «European Union Contest for Young Scientists», der im September in Valencia stattfindet.

«Vereinfacht gesagt, versuchten wir die Hirnaktivitäten aufzuzeichnen, die zum Beispiel aus einem Augenzwinkern resultieren»

Raphael Blaser, 20, aus Dübendorf, interessiert sich für alles, was mit Physik und Computer zu tun hat: «Ich freue mich darüber, dass ich meine Hobbys mit einer Arbeit verknüpfen konnte, und bin stolz darauf, dass diese Anerkennung findet.»

Erich Stassen, 20, aus Dübendorf, bezeichnet sich als «ruhig, humorvoll und engagiert». Er beginnt nun ein Jurastudium.

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report

Kleider machen Leutedet in SekundenDie äussere Erscheinung entschei hen sc en M re de an ir w ob r, be rü da n ile bruchte eln. nz ru e rn ti S e di ir w ob er od en nd fi attraktiv Ein Strassenexperiment.

Sara Alcolea und Raphaela Rothenberger Kantonsschule am Brühl Auf dem Schul- oder Arbeitsweg, am Bahnhof, im Bus oder beim Einkaufen – überall treffen wir flüchtig auf Menschen. Ihre äussere Erscheinung entscheidet in Sekundenbruchteilen darüber, ob wir sie attraktiv finden oder ob wir die Stirne runzeln…

Wir beschlossen, ein kleines Experiment zu machen: Wir gingen auf die Strasse und fragten Passanten, ob wir ein Foto von ihnen machen dürften. Die Fotos legten wir anschliessend verschiedenen Schülerinnen und Schülern vor und testeten ihre Reaktionen:

Charakter dieser Wie schätzt du den Person ein? Mir isch alles egal» «I glaub, ihr Motto isch: ine» «Chunt mir voll sozial «En fuule Mensch»

und nöd oberflächlich» «Sie isch sicher e Liebi

Welche Beziehung könntest du dir zu dieser Person vorstellen? «Hm… e Kollegin fürs Aerobic» «Ich glaub, so e ‚hoi-und-tschau-Kollegin’»

Na, wem kommen solche Situationen irgendwie bekannt vor? Wer ist noch nie mit solchen Sprüchen über andere hergezogen? Natürlich sind solche (Vor-)urteile schnell aus einer Laune heraus dahergesagt Nur gut, dass wir zumeist unsere Gedanken für uns behalten und uns nicht fragen, wie man eventuell über uns selbst urteilen könnte…

«Mit ire cha me sicher guet umeblödle» «Ich chönt mir vorstelle, mit ire im Usgang voll abzläschtere»

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Was ist dein erster Gedanke, wenn du diese Frau anschaust? «Isch si uf Männerjagd oder was?» «Sie schint öppis z’sueche, wo si nöd findet» «I glaub, sie unterschätzt ihr Alter zimli» «Hippy Flirtqueen»

Wie schätzt du diese Frau als Mutter ein? «Sie goht sehr wohrschinlich lieber is Nagelstudio als zum Eltereobig» «Z’ viel Make-up»

Was ist dein erster Eindruck VON dieser Person? «Was isch denn das für en Misch-Masch? – So würd i nie umelaufe» «I säg eifach: blond»

Raphaela Rothenberger, 17, aus Goldach liebt es, zu tanzen, zu snow-

«Isch das ihres Chind oder ihres Accessoire?»

«I find ihren Kleidergschmack voll easy»

boarden und zu… telefonieren. Sie bezeichnet sich als «offen, manch-

«Hoffentlich nimmt sie ihr Chind nöd mit is Solarium»

«Sie chunnt mir recht tussimässig ine»

Sara Alcolea, 18, aus Oberuzwil, mag Tanz, Musik und Sport. Ihr Traum: Ein eigenes Reisebüro.

mal etwas chaotisch und verträumt».

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topstory

Mode, die Freu(n)de macht lem: Jeder kennt das Prob eine Man trifft im Ausgang t den Person, hat aber nich hen. Mut, diese anzusprec ir Genau hierfür haben w deunser individuelles Mo haffen... label <<Cascada>> gesc

Stefan Märke Alte Kantonsschule Aarau Vor einem Jahr wurde die Modewelt von einer neuen Idee erschüttert: Wir, sechs Jungs der Alten Kantonsschule Aarau, gründeten «Cascada». Das wohlklingende spanische Wort für Wasserfall soll Sinnbild sein für die Leichtigkeit des Lebens, die unser Modelabel verkörpert. Der Kunde erhält also ein Kleidungsstück, das bequem zu tragen ist, Lifestyle vermittelt und einfach Freude macht. Doch seien wir ehrlich: Kleiderlabels gibt es heutzutage wie Sand am Meer. Das bedeutete für uns, dass wir unsere Zielgruppe mit einem innovativen Zusatzfeature überzeugen müssen. Aber wie? Wir kamen auf die Idee, unsere Kleidung mit einer Online-Community zu verknüpfen. Denn jeder kennt das Problem: Man trifft auf der Strasse oder im Ausgang eine Person, hat aber nicht den Mut,

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diese anzusprechen. Genau hierfür haben wir die «my cascada-community» geschaffen. Jedes unserer Kleidungsstücke trägt eine aufgedruckte individuelle Nummer, den sogenannten «cascada code». Dadurch wird einerseits jedes Stück zu einem Unikat, andererseits kann der Käufer sich mit dem Code auf unserer Homepage registrieren und ein Profil für die Community einrichten.

Sieht man also im Ausgang oder auf griff vom Handy auf die Community-Dader Strasse eine Person, die ein Cascada- tenbank ermöglicht. Da die Community ein wichtiger BauKleidungsstück trägt, und man möchte mehr über diese Person erfahren, merkt stein von «cascada clothing» darstellt, man sich den Code, surft auf cascada- wird sie ständig erweitert und verbesclothing.com und tippt den Code in die sert. So haben wir auf der Homepage ein Suchmaske ein. Und schon erfährt man Blog, ein Forum und andere Funktionen interessante De<<Man merkt sich den hinzugefügt. Dem User bietet sich tails über die beCode, tippt ihn in die auch die Möglichtreffende Person, keit, das gesuchte wie beispielsweise Suchmaske ein, und Mitglied mittels Alter, Wohnort, Instant-Messaging Ausgangsregion schon erfährt man direkt zu konoder Lieblingsinteressante Details taktieren, getreu club. In Planung unserem Werbeist auch ein SMS/ über die betreffende slogan «Mode, die MMS-Dienst, der Person>> Freu(n)de macht». einen direkten Zu-

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19.7.2007

10:07 Uhr

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hinten: Stefan Märke, Sivan Goldberg, Christoph Bürgi vorne: Remo Weber, Reto Studer, Samuel Bernet

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mode die freu(n)de macht

TA N G O - FA C T S

Stefan Märke, 18, aus Hornussen, besucht die Alte Kantonsschule Aarau und mag den Sport-, Wirtschafts- und Physikunterricht. Seine Hobbys sind Skateboarden, Rappen, Trommeln, Jiu Jitsu und Partys. Er bezeichnet sich als «schlagfertig und unternehmungslustig».

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reportage

Education First

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Sprachen lernen

im Ausland

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Internationale Sprachschulen Studienjahr im Ausland High School Year Sprachreisen er: numm Gratis 48 808 08

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Ecuador â&#x20AC;&#x201C; Land mit vielen Gesichtern

bei e ss la K r de r le hĂź Sc 0 5 le al nd si Ab jetzt SeĂąorita nd U . Âť ia ar D ta ri Ăąo Se ÂŤ i be , in mir alle n Bene ei ds en ab al m ch an m t tz je s us Daria m ruhigungstee zu sich nehmen.

Daria Bohli Kantonsschule Wettingen

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$ORTLERNEN WOANDERE&ERIENMACHEN $IE!CADEMIA%NGIADINAIN3AMEDAN3T-ORITZ ISTEINESDERFĂ&#x;HRENDEN3CHWEIZER!USBILDUNGS INSTITUTEFĂ&#x;RDIE4OURISMUS UND&REIZEITBRANCHE !USBILDUNGMIT7EITSICHT DIPL4OURISMUSFACHFRAU FACHMANN(& $ER PRAXISORIENTIERTE DREIJĂ&#x160;HRIGE 3TUDIENGANG iDIPL 4OURISMUSFACHFRAU FACHMANN (&w BE REITET DEN -ANAGERNACHWUCHS AUF DIE HERAUS FORDERNDEN!UFGABENDER&REIZEIT UND%RLEBNIS INDUSTRIEVOR$ASZWEITE3TUDIENJAHRISTEINVON DER 3CHULE BEGLEITETES 0RAKTIKUM )M DRITTEN 3TUDIENJAHR WĂ&#x160;HLEN DIE 3TUDIERENDEN EINE 6ER TIEFUNGSRICHTUNG -ARKETING +OMMUNIKATION UND-EDIENODER0RODUCT -ANAGEMENT7ERAN DER !CADEMIA %NGIADINA STUDIERT HAT IST AUF GRUNDDERBREITEN!USBILDUNGBESTENSBEFĂ&#x160;HIGT EINEERFOLGREICHE+ARRIEREANZUGEHEN +ONTAKT !CADEMIA%NGIADINA 3AMEDAN 4ELEFON &AX HFT ACADEMIA ENGIADINACH

Tango

Daria Bohli mit drei ihrer SchĂźlerInnen

Seit fßnf Monaten lebe ich in diesem fantastischen Land. Seit vier Monaten unterrichte ich an der Escuela Fiscal Mixta Fray Jodoco Ricke in Lumbisi, einer Schule in der Nähe der Hauptstadt Quito. Und seit zwei Wochen bin ich leicht verzweifelt, weil Carla, auch sie Volunteer, in die Schweiz zurßckkehrt und mich mit sechs Primarschulklassen, denen ich Englisch beibringen soll, allein lässt. Vorbei sind die Zeiten, in denen Carla und ich morgens in die Schulzimmer platzten, bewaffnet mit CD-Player und Englischbuch, und das obligatorische Guud mooning titscherr der Klasse abwarteten. Vorbei auch die Zeiten des Klassen-in-zwei-Gruppen-Aufteilens. Ab jetzt sind alle 50 Schßler der Klasse bei mir allein, bei Seùorita Daria. Und Seùorita Daria muss jetzt manchmal abends einen Beruhigungstee zu sich nehmen... Aber alles der Reihe nach: Vor fßnf 17


ecuador – land mit vielen gesichtern

TA N G O - FA C T S

Der Morgenappell zum Wochenauftakt

ECUADOR

Monaten also hab ich mich ins Flugzeug nach Quito gesetzt. Mit einem schmerzenden Herzen natürlich, aber auch mit Spannung. An vieles habe ich mich dann schnell gewöhnt: zum Beispiel an die Tatsache, dass es hier kein Duschgel, sondern nur Seife gibt. Oder daran, dass der Bus gnadenlos vollgestopft wird und einige Passagiere sogar zur offenen Türe heraushängen. Auch daran, dass in der Primarschule jeden Montagmorgen die Nationalhymne aus 250 Kinder- und Lehrerkehlen dröhnt, wobei alle in Uniform – nach Klasse und Geschlecht geordnet – strammstehen. Selbst daran, dass in der Suppe manchmal Hühnerbeine samt Klauen schwimmen, habe ich mich gewöhnen können. An vieles werde ich mich aber nicht gewöhnen: zum Beispiel daran, dass mein morgendlicher Schulweg als öffentliche Toilette genutzt wird. Daran, dass die fünfte Klasse einfach nicht kapieren will, dass die Hand in der Höhe

sein muss, wenn man etwas mitteilen will. An die vielen Familienväter, die vor den Dorfläden sitzen und sich ihre zehn Flaschen Bier pro Tag gönnen. Und natürlich an die grünen und blauen Flecken in den Schülergesichtern... Ecuador ist unglaublich vielfältig! Es gibt den mit Eis und Schnee bedeckten Vulkan Cotopáxi, es gibt Urwald, es gibt herrliche Strandabschnitte. Und auf den zu Ecuador gehörenden Galápagos erwarten einen Leguane, Seelöwen, Pinguine, Pelikane... Ecuador ist ein Land mit vielen Gesichtern: hellbraune, eckige in der Sierra, dunkle, rundlichere an der Küste, wild bemalte im Oriente. So verschieden die Menschen sind, so ungerecht ist das Geld verteilt. Da stehen durch Alarmsysteme gesicherte Luxusvillen direkt neben halbfertigen Flachbauten, dort überholt ein teurer BMW einen völlig überfüllten öffentlichen Bus. Hier steht meine LumbisiSchule mit ihren winzigen Schulräumen

«Auch daran, dass in der Suppe Hühnerbeine samt Klauen schwimmen, habe ich mich gewöhnt»

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welchen rund 6 Millionen llionen Einwohner, von Mi 12 e nah bei hat r Ecuado ülerinnen und Schülern knapp 3,5 Millionen Sch den n Vo en. leb ut in Arm In der Hauptstadt Quito rte Primarschule nicht ab. vie die % 30 d run sen schlies phabeten und arbeiten eten und 40% Halbanal hab alp An % 12 d run leben . er, Tendenz zunehmend über 5000 Strassenkind JUGENDAUSTAUSCH

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und den hauseigenen Streunerhunden, dort steht die deutsche Schule mit Dreifachturnhalle und Park. Und wo das Geld ungerecht verteilt ist, entstehen erst die richtigen Ungerechtigkeiten – und die kriege ich jeden Tag in der Schule zu spüren. Die Lehrerin der Kleinsten, der Fünfbis Siebenjährigen zum Beispiel, lässt Cynthia, Marcelo und den mageren David nicht mehr ins Klassenzimmer, weil sie dreckig seien, es nicht genug Platz im Zimmer gebe und die drei sowieso das

Jahr wiederholen müssten. Die Wahrheit ist, dass die Lehrerin sich an den Eltern der Kindern rächen will, da diese die Schulgebühren nicht bezahlen. Zweimal wurde etwas aus dem Lehrerzimmer gestohlen. Einmal das Handy der Direktorin und einmal Geld aus meinem Portemonnaie. Im Handy-Fall war der Dieb rasch geschnappt: Miguelito aus der Vierten. Trotzdem musste die Polizei in die Schule kommen, damit auch wirklich niemandem entgeht, dass Miguel ein Bösewicht ist und auch alle gleich wissen, dass man nicht stehlen soll, sonst komme man ins Gefängnis. Im Fall mit dem Geld war die Entdeckung des Täters ein Schock: Valeria aus der Sechsten, die Tochter der Lehrerin Sandrita. Sofort bat man mich, die Sache ausschliesslich in Anwesenheit der Direktorin mit Valeria zu besprechen. Und wir wurden auch darauf hingewiesen, das «peinliche Vorkommnis” bitte niemandem gegenüber jemals zu erwähnen, auch nicht gegenüber den anderen Lehrern.

«So verschieden wie die Menschen sind, so ungerecht ist das Geld verteilt»

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ecuador â&#x20AC;&#x201C; land mit vielentitel gesichtern in light

Berner Fachhochschule Schweizerische Hochschule fĂźr Landwirtschaft SHL

Mit Pferden Karriere machen?

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Wir geben Wissen weiter Lehrerinnen und Lehrer begleiten Kinder auf ihrem Lernweg und erfĂźllen damit eine wichtige Aufgabe unserer Gesellschaft. Wir bieten eine berufliche Perspektive fĂźr Lehrpersonen des Kindergartens, der Primarstufe, sowie Sekundarstufe I (Basisstudium).

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Pädagogische Hochschule Schaffhausen eine Partnerschule der Pädagogischen Hochschule Zßrich

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Der 8-jährige Miguelito arbeitet jetzt auf der Strasse. Ich sehe ihn oft auf meinem Weg nach Lumbisi, und es gibt mir stets einen Stich ins Herz, ihn Kokosnusssaft verkaufen zu sehen. Als ich ihn einmal darauf ansprach, ob er denn jetzt nie mehr in die Schule komme, schĂźttelte er nur verlegen den Kopf, ohne mir auch nur ein einziges Mal in die Augen zu sehen. Und Valeria? Valeria fehlt es an nichtsâ&#x20AC;Ś Ich habe lange gebraucht, um eine Balance zu finden und das ecuadorianische Leben geniessen zu kĂśnnen. Ein Leben zwischen prĂźgelnden Kindern, verantwortungslosen Eltern, mit Ohrfeigen strafenden Lehrern auf der einen Seite, unbeschwertem KinovergnĂźgen, Salsa-

tanzen und sich im von der Haushälterin gemachten Bett kuscheln auf der anderen Seite. Zwar ist es manchmal hart, wenn man spßrt, dass man nur wenig ändern kann. Aber andererseits ist es motivierend, wenn man bemerkt, dass man doch Kleines bewirkt. Wenn beispielsweise NoÊ sagt, er sei in der Schule glßcklicher als zu Hause oder wenn Jorge nach einer chaotischen Stunde mir zuflßstert: Seùora, die sind selbst schuld, wenn sie nicht aufpassen, dann lernen sie halt einfach nichts. An die vielen Gesichter Ecuadors werde ich mich immer erinnern. Und wenn ich nach Hause komme, will ich einen Cervelat vom Grill mit viel, viel Salat. Und mindestens einen Monat lang keine Suppe!

Daria Bohli, 20, aus Scherz, hat die Matura an der Kantonsschule Wettingen bestanden und mĂśchte nun an der Uni Fribourg Medien- und

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Kommunikationswissenschaften studieren. Sie spielt gerne Fussball, fährt Snowboard und tanzt leidenschaftlich gerne.

21


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reportage

1000 Mal Hoffnung gepflanzt

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epflanzt, mich g e m u ä B 0 0 10 e b a h Ich r den Schutz mit 32 Jugendlichen fü ecken eingeb o g n o K im r e ld ä rw U der unzählige Ersetzt und bin nun um aren meine w s a D r: e h ic re n e g n ru fah n. zwölf Tage in Kameru

Johannes Küng Berufsschule Lenzburg Seit fast sieben Jahren engagiere ich mich für die Urwälder dieser Erde. Dieses Jahr reiste ich mit Gleichgesinnten nach Kamerun an die Westküste Afrikas. Dieses Land ist so gross, dass man nach zwölf Tagen zwar noch fast nichts vom Land gesehen hat, aber schon stundenlang erzählen kann. Unsere Reise beginnt in Zürich. Mit dem Nachtzug gehts nach Paris und von dort per Flugzeug in die Hauptstadt Yaoundé. Kaum angekommen, reisen wir nach Djoum im Süden des Landes, nahe der Grenze zu Gabun. Wir besuchen ein Dorf der Bakas, der Ureinwohner, die in Zelten aus grossen Blättern mitten im Wald leben. Spontan dürfen wir zwei Männer auf die Jagd nach Stachelschweinen in den Urwald begleiten und werden am Abend, als wir ins Dorf zurückkommen, zu einem Fest eingeladen. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen, und so tanzen und essen wir mit den Bakas.

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1000 mal hoffnung gepflanzt

Am nächsten Tag erhalten wir überraschend Besuch von einem älteren Herrn. Er gibt sich als Lehrer aus und fragt uns, was wir hier machten. Unser Begleiter, der aus Djoum stammt, erklärt uns später, dass dies der Bürgermeister gewesen sei, der uns wohl für die hier tätige französische Holzfirma habe ausspionieren wollen. Die Transporte mit den Baumstämmen für die Sägewerke finden meistens nachts statt, weil die Lastwagen oft illegal geschlagenes Holz geladen haben. Etwa 200 Transporter fahren in der Nacht, je sechs Stämme zwischen 60 und 160 cm Durchmesser auf jedem. Das sind alleine in der Region Djoum an einem Tag 1800 Bäume, im Jahr also 600’000. Diese Zahlen lassen sich nicht schönreden. Dabei hatte Kamerun einst sehr grosse Urwaldflächen, doch die Geldgier der europäischen Holzfirmen und die Korruption der lokalen Behörden zerstörten fast den ganzen Regenwald. Die Zerstörung geht fast ungebremst weiter – Kamerun hat die höchste Abholzrate von Afrika. Am Montag beginnen wir mit dem Aufforsten. Wir wollen in der Nähe von Mbal-

«Die illegalen Transporte finden meist nachts statt, die Geldgier der eruopäischen Holzfirmen zerstört fast den ganzen Regenwald»

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mayo, 40 km südlich von Yaoundé, 1000 Bäume pflanzen. Wir tun dies im Waldgebiet der Kooperative COVIMOF, die mit nachhaltiger Forstwirtschaft etwas Geld zu verdienen versucht. Doch fehlt es an Kunden, und die Konkurrenz ist mächtig… Nach einem halben Tag Arbeit und 500 gepflanzten Bäumchen gibt es das verdiente Mittagessen. Die Küche Kameruns – das haben wir schon bemerkt – besteht aus viel Poulet, Fisch, Reis, Maniok und Kochbananen. Am Nachmittag besucht uns der Forstverantwortliche von Mbalmayo. Als er in den Raum tritt, stehen alle auf und singen ein Willkommenslied, und wir dürfen uns erst setzen, als er sich setzt. Auch im Sinne des Lernens diskutieren wir verschiedene Fragen. Die wichtigste will ich hier beantworten: Warum muss der Urwald geschützt werden? • In den Urwäldern leben zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Viele sind noch

nicht entdeckt, andere vom Aussterben bedroht. • Millionen von Menschen leben von den Urwäldern, weil sie dort wohnen und Nahrung und Medizin aus ihnen beziehen. • Urwälder sind unerlässlich für die Klimaregulation. In ihnen ist das meiste CO2 der Erde gespeichert, das durchs Abholzen freigesetzt wird, was wiederum das Klima erwärmt. Als wir am nächsten Tag wieder aufforsten wollen, macht uns der Regen einen Strich durch die Rechnung. Der Chauffeur will nicht über die schlammige Strasse fahren, und wir wollen bei dem Regen nicht draussen arbeiten. Also machen wir etwas anderes und beginnen in verschiedenen Gruppen die Abschlussfeier am Freitag zu organisieren. Dazu gehört: Einladungen an Politiker schreiben, den Festsaal schmücken, das Programm erstellen und eine Erklärung an die Weltbank verfassen. In dieser Erklärung beschreiben wir unsere Angst vor der Zerstörung der Urwälder und unsere Forderungen. Sie soll dem

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1000 mal hoffnung gepflanzt

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• Donnerstag, 27. September 2007 • Mittwoch, 21. November 2007 • Mittwoch, 9. Januar 2008 • Dienstag, 4. März 2008 • Donnerstag, 10. April 2008 Universität St.Gallen (HSG) Dufourstrasse 50, 9000 St.Gallen, Schweiz Tel. +41 (0)71 224 37 02, Fax +41 (0)71 224 28 15 E-Mail: info@unisg.ch

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Informationstage für Maturand(inn)en an der Universität St.Gallen (HSG) Diese Veranstaltung findet an den folgenden Tagen von 10.00–17.00 Uhr statt:

Präsidenten der Weltbank in Washington übergeben werden. Diese Vorbereitungen brauchen viel Zeit, auch müssen wir noch die letzten Bäume pflanzen. So wird es ein sehr langer Tag, und es bleiben knappe fünf Stunden Schlaf bis zum Beginn der Abschlussfeier: Anwesend sind auch Frau Bertschi, Vertreterin des Schweizer Konsulats, sowie der Jugendminister und der Umweltminister der Provinz. Die Feier ist eine sehr kurzweilige Angelegenheit und zum Dank für die Einladung schenkt Frau Bertschi jedem Kind ein «Schwizerchäppi». Natürlich wird auch ausgiebig getanzt. Davon kriegen die Kameruner/innen wohl nie genug. In diesen 12 Tagen habe ich so viele Erfahrungen gemacht, wie sonst noch nie in so kurzer Zeit. Ich habe viele faszinierende Menschen getroffen und viele neue Freunde gewonnen. Die Reise war ein voller Erfolg!

TA N G O - FA C T S

«Wir begleiten zwei Ureinwohner auf die Jagd nach Stachelschweinen und werden abends spontan zu einem Fest eingeladen»

Exemplar(e)

Johannes Küng, 17, aus Wohlen, ist Zimmermannlehrling. In seiner Freizeit betätigt er sich als Jungwachtleiter, spielt Kontrabass und geht gerne snowboarden. Tango

Ganzes Blatt einsenden oder faxen an 044 924 11 12

schief? Was lief in Kamerun nusspreise stark. fielen die Kakao- und Erd Anfangs der 90er-Jahre Kamerun waren, fiel uptexportprodukte von Weil diese Güter die Ha h war die Weltrtschaftskrise. Schliesslic das Land in eine tiefe Wi neue Finanzquellen estieren, falls Kamerun bank bereit, Geld zu inv Holzindustrie, und ng fand das Geld in der erschliesst. Die Regieru Auflage, dass die o zu investieren, mit der die Weltbank begann als n. Das Problem war der aufgeforstet werde geschlagenen Wälder wie kontrollieren und und Regierung zu wenig und ist, dass Weltbank . der Abholzung verdienen korrupte Behörden an Kids-for-Forests

s-for-Forests wurde eace-Jugendaktion Kid Die internationale Greenp tlerweile auf 15 Länründet und hat sich mit 2001 in der Schweiz geg eitet: Hier sind junAsien und Afrika ausgew der in Europa, Amerika, schreiben Briefe an botschafter/-innen aktiv, ge Menschen als Urwald inden auf, urwaldn ihre Schulen und Geme ihre Regierungen, forder auf die Problematik d machen mit Aktionen freundlich zu werden un weiz engagieren sich aufmerksam. In der Sch der Urwaldzerstörung utz, davon sind fast hen für den Urwaldsch dreihundert junge Mensc en sie zusammen aktiv. Unter anderem hab zwanzig seit sechs Jahren Aktion Bruno-Manser-Fonds die mit dem WWF und dem diesem Portal findet dlich.ch lanciert: Auf www.urwaldfreun aldschutz zu tun. ist, um etwas für den Urw man alles, was wichtig 15


service

D R A O B K C BLA

Überleben auf der Flucht Médecins Sans Frontières/Ärzte ohne Grenzen (MSF) geht mit der Ausstellung «Überleben auf der Flucht» auf Tour. In einem 600 Quadratmeter grossen nachgebauten Flüchtlingslager können Besucher erleben, wie das Alltagsleben in einem Flüchtlingslager aussieht. Gezeigt werden typische Unterkünfte, Latrinen, grosse Trinkwasserbehälter sowie medizinische Einrichtungen, in denen Cholera behandelt wird oder schwer unterernährbare Kinder wieder aufgepäppelt werden. Vom 6.-30. November steht das Flüchtlingslager in der Berner Reithalle. www.msf.ch

Mach mit beim Schweizer Jugendmusical Du hast immer schon davon geträumt, auf einer grossen Bühne aufzutreten. Zusammen mit einer eingeschworenen Gruppe von neuen Freunden hast du eine mitreissende Show einstudiert. Die Welt steht für zwei Stunden still, du bist Energie pur und gibst alles. Du bist eine/r von bis zu 80 Stars in einem Schweizer Jugendmusical! – Ab diesem Jahr bringt der Verein jumu zwei Musical-Projekte auf die Bühne, informiere dich unter www.jugendmusical.net.

Schweizer Fernsehen sucht jugendliche Tester Der beste Pizzakurier, die schülerfreundlichste Bank, die coolsten Jeans. Kassensturz startet den ersten Wettbewerb «Schweizer Jugend testet». Ob allein, mit Freunden oder der ganzen Schulklasse: Ihr organisiert und führt den Test selber durch. Wichtig sind eine durchdachte Testanlage und originelle Umsetzung. Die schriftlichen Testberichte müssen bis 30. September eingereicht werden. www.sf.tv

Schweizer Cup im Debattieren Möchtest du deine Rhetorik trainieren und wortgewandt und sachverständig zu einem Thema die Pro- oder Contra-Stellung vertreten? Willst du deine Fähigkeit, lustvoll zu debattieren, unter Beweis stellen? Dann mach mit beim Projekt «Jugend debattiert». Der Schweizer Cup findet am 16.-18. November in Solothurn statt, die Sieger reisen für drei Tage nach London. Die Anmeldefrist läuft bis am 28. September 2007. www.jugenddebattiert.ch

Natur erleben pur

Jugend mit Wirkung Als nationales Netzwerk für Kinder- und Jugendförderung unterstützt «Infoklick» junge Leute, die mit eigenen Projekten etwas bewirken wollen. Hast du eine Idee, wie du in deiner Region einen Stein ins Rollen bringen könntest? Brauchst du dafür noch weitere Jugendliche, einen Raum, eine Steckdose oder eine Startfinanzierung? Hier gibt es Antworten auf deine tausend Fragen: www.infoklick.ch 

Wie sensibilisiere ich Kinder für den Wert der Natur? Wie entwickle ich ein spannendes Naturprojekt? Ein WWF-Kurs vom 23.-25. November im UNESCO-Biosphärenreservat in Sörenberg zeigt auf, wie man Natur auf erlebnisreiche und lustvolle Art erleben kann. Er richtet sich u.a. an Lager- und Jugendgruppenleiter/-innen. Infos und Anmeldung: www.wwf.ch/bildungszentrum




blackboard

Erfinder/-innen, Tßftler/-innen und Fantasten gesucht Unzufrieden mit der Welt von heute? Dann engagiere dich fßr die Welt von morgen! Mit diesem Slogan setzt die EidgenÜssische Jugendsession dieses Jahr ihr neues Konzept um: Näher an der Realpolitik, regelmässige Präsenz im Bundeshaus und ein attraktives Rahmenprogramm. Die erste jugendsession.winter findet am Freitag, 23. November zum Schwerpunktthema Sportpolitik statt. Jugendliche aus der ganzen Schweiz kÜnnen sich online fßr die Jugendsession einschreiben. www.jugendsession.ch

Schräge Klangwelten, Videoexperimente, die uns die Augen verdrehen, tanzende Roboter, Internetsites zum Schreien, Online-Tagebßcher und Blogs mit Texten und Fotos fßr heute und morgen, Poesiemaschinen, Mars-Msuik und Sternenklänge. Das sind mÜgliche Projektideen fßr den Migros-Wettbewerb bugnplay.ch. Gefragt sind nicht technische Perfektion, sondern Ideenreichtum, Originalität und Innovation. Eingereicht werden kÜnnen Projekte aus den Bereichen Audio, Video, Web, Installation und Robotic. Anmeldeschluss: 31. Januar 2008. www.bugnplay.ch

Online-Bewerbung fĂźr Lehrabgänger Der Kaufmännische Verband der Schweiz hat eine Online-Bewerbungsplattform fĂźr Lehrabgänger/-innen lanciert. So sollen sich junge Berufsleute kostenlos präsentieren, während sich Unternehmen rasch einen Ă&#x153;berblick verschaffen kĂśnnen. www.jobeinstieg.ch

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Mehr Erfolg mit dem TCS! sÂŹ$ERÂŹGRĂ&#x161;SSTEÂŹ+URSANBIETER sÂŹ$IEÂŹGRĂ&#x161;SSTEÂŹ%RFAHRUNGÂŹ sÂŹ$IEÂŹBESTENÂŹ:ENTREN sÂŹ$IEÂŹBESTENÂŹ,EISTUNGEN sÂŹÂŹ'Ă NSTIGSTESÂŹ-IETAUTO !NGEBOTÂŹ INÂŹDENÂŹMEISTENÂŹ:ENTREN sÂŹ-EHRÂŹ2ABATTEÂŹALSÂŹ4#3ÂŹ-ITGLIED sÂŹ#LUB 'EFĂ HLÂŹERLEBEN

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tcs


ciao

inhalt

topstory

Jede/r kennt das Problem: Man trifft im Ausgang eine

URWALD

wildfremde Person, hat aber nicht den Mut, diese

Urwälder sind unerlässlich für die Klimaregulation. In

anzusprechen. Genau hierfür haben sechs Jungs der

ihnen ist das meiste CO2 der Erde gespeichert, das durchs

Alten Kanti Aarau «Cascada clothing» geschaffen. Der

Abholzen freigesetzt wird, was wiederum das Klima

Clou des neuen Modelabels: Jedes der über die Casca-

erwärmt. Der 17-jährige Lehrling Johannes Küng enga-

da-Homepage vertriebenen Kleidungsstücke trägt ei-

11 URWALD 1000 Mal Hoffnung gepflanzt

giert sich seit sieben Jahren für den Schutz des Urwalds.

nen gut sichtbaren indi-

In diesem Sommer reiste er mit Gleichgesinnten ins afri-

viduellen Code. Dank der

17 GEGENSÄTZE Ecuador – Land mit vielen Gesichtern report

kanische Kongobecken. In seiner Reportage erzählt er

«my

davon, was in Kamerun schief lief. Fazit seiner Reise: «In

nity» kann man online

diesen 12 Tagen habe ich so viele Erfahrungen gemacht,

oder per SMS mehr über

wie sonst noch nie in so kurzer Zeit.»

diese Person erfahren,

22 CASCADA Mode, die Freu(n)de macht reportage

26 EXPERIMENT Kleider machen Leute

cascada-commu-

wie beispielsweise Alter, Wohnort,

Ausgangsre-

gion oder Lieblingsclub

GEGENSÄTZE

– getreu dem Werbeslo-

28 HIRNSTRÖME Die Kraft der Gedanken

Daria Bohli hat sich nach der Matura ent-

gan «Cascada – Mode,

schlossen, für einige Monate als Eng-

die Freu(n)de macht».

32 SCHAUFENSTER Es werde Licht kurzgeschichte

lischlehrerin in Ecuador tätig zu sein.

34 REGLOS Der See 36 MISTKERL Eifersucht humor

HIRNSTRÖME

Eine Superidee, fanden

Um die 50 Kinder in ihrer Klasse in

«Wird es dereinst möglich sein, künstliche Glieder mit Hilfe von Gedanken

wir, und haben die Jungunternehmer gleich mit einem

Zaum zu halten, braucht «Seño-

zu steuern? Diese Vorstellung, die beispielsweise bein- oder armamputierten

grösseren start up-Betrag unterstützt. Die ausführliche

rita Daria» starke Nerven. Wäh-

Menschen neue Lebensqualität verleihen würde, beflügelte die beiden Matu-

Erfolgsstory beschreibt Firmenmitglied Stefan Märke

rend sie sich bemüht, allen

randen Raphael Blaser und Eric Stassen. Aufgrund der Leistungsfähigkeit neu-

in diesem Heft.

Kindern gerecht zu werden,

ronaler Netzwerke versuchten sie verschiedene Bewegungen zu messen und

sind die sozialen Gegensät-

zu programmieren. Ihre ungewöhnliche Arbeit wurde prämiert und wird nun

Wenn du auch eine gute Idee hast, so wende ich mit

ze ausserhalb der Schule un-

in Valencia einem grossen Publikum vorgestellt.

einem Mail an redaktion_tango@hotmail.com. Wir freuen uns über jede Zuschrift und jeden redaktio-

übersehbar…

28

3 DAS FÄNGT JA GUT AN Schule 2070 service 6 blackboard 38 aufruf

nellen Beitrag. Und wir beantworten jedes Mail (auch wenn es manchmal dauert…)! Auch für die nächste Nummer, die im März erscheint, hoffen wir also wieder auf spannende Porträts von Jugendlichen, die etwas bewegen und in Bewegung sind. Auf Fotoreportagen von initiativen Schulklassen. Auf Schulprojekte, die Schlagzeilen machen. Auf gut geschriebene Kurzgeschichten, Essays, Umfragen,

MISTKERL

aber auch auf Comics und Cartoons… Für jeden ab-

«Da bewegt er sich zu ihr herunter und fängt an, sie leidenschaft-

gedruckten Beitrag verdoppeln wir neu das Honorar

lich zu küssen. Seine mich vorher noch zärtlich kraulende Hand ist

auf satte 222 Franken! Beachte bitte unseren Aufruf

nun damit beschäftigt, ihr Gesicht zu streicheln. Mistkerl! Innerlich

zum Mitmachen in der Heftmitte.

koche ich vor Wut, lasse mir aber nichts anmerken. Springe vom Sofa Viel Spass mit tango wünscht

runter und mache mich, hoch erhobenen Hauptes, davon.» – Eine witzige Kurzgeschichte von Alina Konter.

36

An Nguyen Moni Rimensberger gestaltete tango. «Stell dir vor: Soeben ist ein herrliches Spätsommergewitter vorbei, du stehst im Wald und die Sonne durchdringt die Delila Kurtovic, 18, besucht die Wirtschaftsmittelschule.

Wolkendecke.

Ihre Hobbys: Lesen, Schreiben, Ausgang, Sport und Nichts-

glitzern, das Grün glänzt,

Tropfen

tun. Delila: «Ich bin laut, verrückt, kreativ und stur». Luca

die

Talarico, 20, beschäftigt sich gerne mit seiner Freundin und

scheinen zum Anfassen.

mit dem PC. Er bezeichnet sich als «lustig, ehrlich, kreativ

– Das mag ich.»

Sonnenstrahlen

und flexibel».






das fängt ja gut an

SCHULE 2070

Corinne Sutter, 22, hat soeben ihre Ausbildung zur Primarlehrerin beendet. Sie fertigt gerne Karikaturen an, spielt Geige sowie Klavier, schreibt, tanzt, singt und sagt von sich: «I’m a liveaholic».




beratung

Mein Freund will eine Beziehungspause

Wohlsein

«EINE SCHULKOLLEGIN

igen? t mit Gleichaltr ak nt Ko hr me h n in Ruhe Wie bekomme ic kämpfen oder ih nd eu Fr en in me den Soll ich um ? Wie kann ich et ld me er ed wi sich n? Gibt lassen, bis er nnten verarbeite ka Be en ig tr al ut mit dem Tod einer gleich ngo spannt erne ta – »? e» og Dr , es die ««K.-o.chau.ch zusammen ts n vo m ea st ng Beratu professionellen beantwortet. das eure Fragen

Letztes Wochenende ist eine Bekannte von mir verstorben. Sie war erst 18, ihr Tod kam völlig überraschend. Ich kannte die Verstorbene nicht allzu gut, sie ging in die Parallelklasse, aber es hat mich trotzdem sehr getroffen und ich habe viel geweint. Sie ging gleich nebenan zur Schule, wo eine Art Altar mit Blumen und Bildern und einem Buch, in das man etwas hineinschreiben kann, aufgestellt wurde. Es ««Sie war so alt wie ich. Ich verstehe macht mich so traurig, das alles nicht»» sie war so alt wie ich. Ich habe versucht, ihr zu schreiben, aber auch dann muss ich immer weinen. Ich verstehe das alles nicht! Warum ist sie tot? Was soll ich tun?

age r F e n i e a d e b Ich ha Beziehungen

NE «MEIN FREUND WILL EI

BEZIEHUNGSPAUSE»

Mein Freund hat mir mitgeteilt, dass er eine Beziehungspause brauche. Er sagte, er wolle wissen, wie es sei, von mir getrennt zu sein, er könne mir aber nicht garantieren, dass wir nachher wieder zusammenkämen. Nun weiss ich ««Soll ich um ihn kämpfen von vielen Freunden, die eine «Pause» oder ihn in Ruhe lassen?»» eingelegt haben, dass sie nie wieder zusammenkamen. Ich würde ihn gerne anrufen und ihm so viele Dinge sagen, aber ich weiss nicht, ob ihn das nur nerven würde. Soll ich um ihn kämpfen oder ihn in Ruhe lassen, bis er sich wieder meldet? Es ist verständlich, dass dich diese Beziehungspause, die anscheinend für dich überhaupt nicht notwendig ist, verunsichert und sich für dich viele Fragen auftun. Vielleicht kannst du all die Gedanken, die dir durch den Kopf gehen und besonders jene Überlegungen, die dir sehr wichtig erscheinen, wie z. B. «Ich habe Angst, dass wir nach der Pause nicht mehr zusammenkommen, unsere Beziehung ist mir sehr wichtig, ich würde auch gerne daran arbeiten etc.» in einem Brief an deinen Freund schreiben. So hast du die Möglichkeit, ihm all die Dinge, die dich beschäftigen, ihm mitzuteilen und er erfährt es, ohne dass er gleich darauf reagieren muss. Bestimmt wird er dies in seine Überlegungen miteinbeziehen. – Es wäre eine Möglichkeit, zu «kämpfen», in der das Gegenüber erfährt, was einem sehr wichtig ist, bzw. wie wichtig er/sie einem ist, ohne dass sich jemand bedrängt fühlt. Versuche auch, mit dir vertrauten Personen darüber zu reden. Oft klärt sich dabei einiges oder verschafft einem wieder etwas Abstand zu solch intensiven Erlebnissen. Alles Gute und herzliche Grüsse vom tschau.

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IST VERSTORBEN»

Sucht und Drogen

Es tut mir sehr leid, zu lesen, dass eine Bekannte so plötzlich gestorben ist. Der Tod löst immer eine Welle von heftigen Gefühlen aus. Er ist so endgültig, unausweichlich und oft auch völlig unbegreiflich. In unserer so geordneten Welt ist das ein Einbruch in unseren Alltag, der verarbeitet werden muss. Das erfordert viel innere Arbeit und Auseinandersetzung mit Themen, die wir vielleicht gerne von uns weisen möchten. Aber du machst das wirklich gut: Du weinst und lässt deine Trauer zu, du machst dir Gedanken, schreibst und versuchst auch deine Beziehung zur Verstorbenen zu ordnen. Trauerarbeit braucht seine Zeit und benötigt oft verschiedene Schritte. Lass dir einfach Zeit zu trauern, teile deine Gedanken und Gefühle mit anderen, die darüber reden mögen, vielleicht schreibst du dann doch noch einen Brief, oder du formulierst in deinem Herzen einige Gedanken und schickst sie so ab. Ganz liebe Grüsse von deiner tschauBeraterin.

GE›?»

«GIBT ES DIE ‹K.-O.-DRO

Ich habe eine Frage: Woraus besteht diese K.-o.Droge, an der Leute sterben können? Handelt es sich dabei um ein Gemisch aus verschiedenen Drogen? Oder ist diese Droge etwas Neues? Ich will einfach ««Handelt es sich dabei um ein Gemisch etwas über aus verschiedenen diese Droge Drogen?»» wissen.

Ich bin nicht sicher, ob du die K.-o.-Tropfen meinst. Zusammen mit alkoholischen Getränken führen sie zu einer rasch eintretenden, kurzfristig anhaltenden Bewusstlosigkeit. Sie werden häufig im Zusammenhang mit Raub- und Sexualdelikten verabreicht. Aus diesem Grunde sollte man sein Getränk im Ausgang nie unbeaufsichtigt lassen. Die Inhaltsstoffe der Tropfen sind meistens Benzodiazepine (Flunitrazepan, GHBRhypnol etc.), die stark betäubend wirken. Die Wirkung hält bis zu zwei Stunden an, danach leidet man während Tagen unter Kopfschmerzen. Liebe Grüsse, dein tschau.

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Im Sommer 2006 habe ich meine Lehre angefangen, und sie gefällt mir sehr gut! Das einzige Problem, das ich habe, ist die Berufsschule: Ich war schon immer sehr ruhig, weil ««Ich wurde schon immer mich die anderen immer geärgert und gehänselt»» ärgerten und hänselten. Ich habe daher eher wenig Kontakt mit Gleichaltrigen, ausser mit meinen zwei besten Freundinnen. Wir waren immer die stille Truppe, wurden nie zu Partys eingeladen, etc. Ich habe mir zwar vorgenommen, guten Kontakt zu den Mitschülerinnen aufzubauen (wir sind eine reine Mädchenklasse…), aber immer wenn sie mich etwas fragen oder ich ihnen etwas sage, stottere ich und erzähle irgendeinen Stuss. Dabei bin ich eigentlich ein ganz fröhlicher, offener Mensch! Warum bin ich so schüchtern? Es ist wirklich nicht leicht, so leidvoll erlernte Unsicherheiten und Verhaltenweisen wieder loszuwerden. Es scheint, dass tief in dir drin noch die verletzte Schülerin steckt, die immer wieder von ihren Mitschülerinnen gehänselt und gedemütigt wurde. Das kommt dir, ob bewusst oder unbewusst, in ähnlichen Situation immer wieder in die Quere. Dabei weisst du, dass in dir drin auch ein fröhlicher und offener Mensch steckt, der sich auch gerne zeigen würde. Du hast jetzt einen Anfang gemacht und über deine schlechten Erfahrungen in der Schule geschrieben… Vielleicht gibt es noch andere Gelegenheiten, wo du darüber reden kannst? Darüber reden kann viel helfen, denn du kannst dadurch lernen, dass du nicht nur ruhig bist, sondern dass der offene Teil in dir stärker wird. Gibt es unter deinen Mitschülerinnen vielleicht eine, mit der du über deine schlechten Erfahrungen reden könntest, eine neue Vertraute sozusagen? Damit kannst du einen Anfang machen und dir einen kleinen Rückhalt schaffen. Denn ich könnte mir gut vorstellen, dass es in der Berufsschule andere Schülerinnen gibt, die vielleicht Ähnliches erlebt haben wie du. So kannst du dich gewissermassen vorarbeiten und lernen, über deine eigenen Erfahrungen zu reden und dir dabei Verbündete zu schaffen. Ich wünsche dir alles Gute und viele fröhliche Momente, dein tschau.

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kurzgeschichte

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Michelle Frank Für d hat mir gesagt, du vermisst mich. Ich habe ein schlechtes Gewissen, weil mich das glücklich macht Erinnerst du dich an den Tag, an dem ich an deiner Schulter geweint habe? Leise, in der Hoffnung, du würdest es nicht merken. Ich glaube, du hast es nicht gemerkt, also wirst du dich wohl nicht daran erinnern. Aber ich erinnere mich. Ich erinnere mich, wie du dich fein gemacht hast, wenn wir ausgegangen sind, und dass ich nie recht wusste, ob du es für mich machst oder um jemand anderen zu beeindrucken. Ich nahm immer an, es sei für mich. Es machte das Zusammensein mit dir einfacher. Ich erinnere mich an all die Dinge, die du getan hast, die Dinge, die du gesagt hast ohne nachzudenken, und wie du mich mit ihnen verletzt hast. Ich habe es nie erwähnt. Zu verängstigt, dass du mich verlassen würdest, wenn ich anfangen würde, dir zur Last zu fallen. Ich war nie speziell genug, als dass du dir Mühe gegeben hättest meinetwegen. Ich erinnere mich an meine Gedanken darüber, dass du bestimmt niemanden willst, der an dir hängt wie eine Klette. Ich versuchte, selbstbewusst und stark zu sein, so dass du stolz auf mich sein konntest. Du hast meine erbärmlichen Versuche nie bemerkt, aber auch nicht, wie kläglich sie scheiterten, und darüber bin ich froh. Ich traute mich nicht, um deine Aufmerksamkeit zu bitten, aber ich sass wartend neben dem Telefon. Mein Herz schlug schneller, wenn immer es klingelte, und schien sich zu verkrampfen, wann immer es nicht du warst. Du hast nie angerufen. Ich musste immer den er32

Du

Meeresblau existiert nicht

Und ich erinnere mich daran, wie ich neben dir lag, meinen Kopf an deiner Brust. Und wenn ich ganz still lag, konnte ich dein Herz schlagen hören. Und manchmal, für einige Momente, schlug es im selben Rhythmus wie meines.

Und dort, wo der Schwertfisch aus dem Wasser springt, schäumt die Gischt für einige Sekunden weiss auf, bevor sie wieder zwischen den Wellen verschwindet und sich in den Weiten des Meeres verliert. Ein Kommen und Gehen. Ein Leben und Sterben.

sten Schritt machen. Und nicht, weil ich die Mutigere von uns beiden war. Weil du mich nie so gebraucht hast, wie ich dich brauchte. Und ich hasse es, dass ich so bin. Ich erinnere mich an das aufgesetzte Lächeln, das ich mir abrang, wenn du mir von jemandem erzählt hast, den du getroffen hast. Jemand, mit dem du Zeit verbracht hast. Jemand, den du mochtest. Jemand, der nicht ich war. Und ich weiss, dass du mich nicht verletzen wolltest. Du hast es nur nicht gemerkt. Und das macht es schlimmer, denn wenn es anders wäre, könnte ich immerhin sagen, dass du mich genug mochtest, um zu versuchen, mich eifersüchtig zu machen. So kann ich mir nicht einmal etwas vormachen. Aber ich erinnere mich auch an deine Reden über die Falschheit der Menschen und wie wenig du sie leiden magst. Und ich wusste, wann du gelogen hast, und ich glaube, du wusstest auch, dass ich es merke. Danke, dass du mir wenigstens so viel gegeben hast. Und ich erinnere mich an die Zeiten,

in denen wir zusammen gelacht haben. Wie du mich aufge-muntert hast, als ich traurig war. Und wie du gesagt hast, dass du jeden verfolgen würdest, der es wage, mir wehzutun. Ohne zu wissen, dass du mir immer am meisten wehgetan hast. Und ich erinnere mich daran, wie ich neben dir lag, meinen Kopf an deiner Brust. Und wenn ich ganz still lag, konnte ich dein Herz schlagen hören. Und manchmal, für einige Momente, schlug es im selben Rhythmus wie meines.

2004

2007

Michelle Frank, 22, aus Geroldswil, hat diese Texte für tango 1/2004 geschrieben. Nach der Diplommittelschule an der Kanti Riesbach hat sie eine Lehre als Buchhändlerin gemacht und soeben abgeschlossen. Die ehemalige Torhüterin der Schweizer Rollhockey-Nationalmannschaft sagt über sich: «Ich bin immer auf der Suche nach dem kleinen Bisschen, das das Leben besser macht.»

Meeresblau existiert nicht. Wasser ist nicht blau, egal, was manche behaupten mögen. Algen schimmern aus der Meerestiefe und färben es grün, die Sonnenstrahlen brechen sich an der Oberfläche und können sich im Wasser in allen Farben reflektieren, aber Wasser selbst ist niemals blau. Und nachts, nachts ist es schwarz. Und dort am Horizont, wo es den Himmel berührt, mischt sich das Schwarz des Meeres mit dem Schwarz der Nacht und für einen Moment entsteht Unendlichkeit. Und dort, wo der Schwertfisch aus dem Wasser springt, schäumt die Gischt für einige Sekunden weiss auf, bevor sie wieder zwischen den Wellen verschwindet und sich in den Weiten des Meeres verliert. Ein Kommen und Gehen. Ein Leben und Sterben. Und im Mondlicht glitzern die Schuppen derjenigen Fische, die mutig genug sind, hoch genug zu schwimmen, um das blasse Mondlicht direkt unter der Meeresoberfläche aufzufangen, bevor es in der dunkeln Kälte verschwindet.

Und nachts, nachts ist es schwarz. Und am Strand ist ein roter Fleck zu sehen. Und wenn wir näher gehen, erkennen wir ein Mädchen. Ihr nackter Rücken von Sommersprossen bedeckt, das schulterfreie weisse Kleid sorgfältig um die angewinkelten Beine drapiert, und die langen roten Haare wippen leicht im aufkommenden Wind, sehen aus wie züngelnde Flammen und wir fühlen uns für einen Moment warm und sicher, bevor es uns schaudert. Und nachts, nachts ist es schwarz. Und ihre Augen? Bei Tag würden wir sagen, sie sind meeresblau. Doch jetzt blicken wir aufs Meer hinaus, sind um Worte verlegen und lassen uns dazu hinreissen, einfach nur zu sagen: »Sie sind schön«, und es ist genug. Ihre Haut ist weiss wie Elfenbein und leuchtet im Mondschein unmenschlich hell. Sie gräbt ihre Hand in den Sand, auf dem sie sitzt, hebt sie und lässt sie wenige Zentimeter über dem Boden in der Luft hängen, während ihre Augen dem Sand folgen, der durch ihre Finger rieselt und zurück auf den Boden fällt, wo er sich mit dem restlichen Sand vermischt. Und jedes Sandkorn gleicht dem anderen und für einen Moment entsteht Unendlichkeit. Und nachts, nachts ist es schwarz. Und sie schaut auf das Meer hinaus und lächelt.

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aus tango 02/2002

«Spice Bees in Space» – wie unsere Bienen im Weltall verglühten

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Von Adina Seeger Den Tag, als unser Lehrer vor die Klasse trat und uns mitteilte, dass wir die Chance hätten, an einem Weltraumprojekt der NASA mitzumachen, vergesse ich nie mehr. Seither sind zweieinhalb Jahre vergangen, das Projekt läuft noch immer und fasziniert mich mehr denn je. «Spice Bees in Space» – der Name steht für die schönste und zugleich wertvollste Schulerfahrung, die ich bisher gemacht habe. Mit dem Programm STARS (Space Technology and Research Students) gibt

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die NASA Schülerinnen und Schülern aus aller Welt die Möglichkeit, ein Forschungsprojekt ins Leben zu rufen. An diesem Projekt nehmen derzeit Schulklassen und Studierende aus den USA, China, Australien, Israel und Japan teil. Wir Liechtensteiner sind somit die einzigen europäischen Teilnehmer. Unser Ziel ist es, Unterschiede im Verhalten von Kleintieren auf der Erde und in der Schwerelosigkeit festzustellen. Ein Jahr lang machten wir uns über die Weltraumfahrt kundig und suchten nach einem geeigneten Tier für unser Projekt. Wir entschieden uns schliesslich, die Carpenterbiene als Experimenttier ins All zu schicken. Unser Projekttier ist keine Honigbiene, sondern

eine schwarze, 2–3 cm grosse Biene, die in den Tropen und Subtropen sowie in Israel und Arizona heimisch ist. Nach langem Suchen und Erkunden gelang es uns Anfang letzten Jahres schliesslich, 18 muntere Bienen aus der Wüste Arizonas zu beziehen. Somit konnten wir unsere wissenschaftliche Arbeit in Angriff nehmen. Wir fertigten spezielle Habitate an und untersuchten ihr Bohr- und Fressverhalten sowie ihre Bewegungsabläufe und ihr Sozialverhalten. Immer wieder wurden neue Frachten Bienen nach Liechtenstein importiert, bis wir die endgültigen Hypothesen bezüglich des Verhaltens der Bienen im Weltall aufstellen konnten: Bei früheren Versuchen mit Kleintieren hatte man festgestellt, dass sich das Leben in der Schwerelosigkeit schneller als auf der Erde entwickelt.

Wir vermuten daher, dass die Puppen der Carpenterbienen im Weltall schneller schlüpfen. Unsere zweite Hypothese: Weil in der Schwerelosigkeit weniger Energie als auf der Erde verbraucht wird, müsste die Carpenterbiene im All

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impressum

spice bees – wie unsere bienen im weltall verglühten

Verlag, Redaktion, Anzeigen tango zeitschrift von/für berufs- und mittelschülerInnen Postfach 2133 9001 St. Gallen Telefon 076 513 28 57 Fax 071 310 13 17 redaktion_tango@hotmail.com Herausgeber Andreas Wittwen (awittwen@dplanet.ch) MitarbeiterInnen dieser Ausgabe Sara Alcolea Daria Bohli Flurina Buser Remo Faseth † Michelle Frank Antonio Galluccio Michael Hauri Alina Konter Dorian Kostanjsek Mirjam Krobisch Johannes Küng Stefan Märke An Nguyen Toan Nguyen Raphaela Rothenberger Andreas Rusch Adina Seeger Eric Stassen Corinne Sutter Luca Talarico Eleonora Vinh Korrektorat Peter Litscher Gestaltung

Moni Rimensberger

Druck

AVD Goldach Sulzstrasse 10 9403 Goldach

Auflage

26‘000 Exemplare (1‘300 Schulklassen)

Abonnement Einzelausgabe: Fr. 5.– Jahresabonnement: Fr. 10.– Erscheinungsweise halbjährlich (15. März / 15. September) Redaktions- und Anzeigenschluss 15. Februar / 15. August

eigentlich fleissiger im Holz bohren als auf der Erde. Während der 16-tägigen Mission werden die Tiere von zwei Kameras gefilmt, die stündlich ein Bild und täglich eine Filmsequenz von fünf Minuten übermitteln, welche beide ins Internet übertragen werden. Zeitgleich werden wir die Bienen auf der Erde beobachten und unsere Forschungsergebnisse festhalten. Drei Monate nach der Mission sollten die Ergebnisse vorliegen, und der Film wird präsentiert. Es ist erstaunlich, was bisher alles mit diesem Projekt verbunden war: Drei Vertreter der NASA besuchten unsere Klasse um über die Vorbereitungen und den Start des Space Shuttle zu diskutieren. Auch Fürst Hans Adam II., das liechtensteinische Staatsoberhaupt, und Othmar Hasler, der Regierungschef, wurden auf unser Projekt aufmerksam und luden uns ein, dieses ihnen persönlich vorzustellen.

Schliesslich war es möglich, den bisher einzigen Schweizer Astronauten, Claude Nicollier, in unserer Schule zu begrüssen. Er hielt einen spannenden Vortrag und gab uns Tipps, wie wir unsere Hypothesen verbessern könnten. Er beeindruckte mich mit seiner überaus angenehmen, besonnenen Art. In diesem Frühjahr wurde sogar eine Briefmarke zu unserem Projekt herausgegeben! Pascal, einer meiner Mitschüler, hatte nämlich die Idee gehabt, eine Briefmarke zu gestalten, und stellte diese der zuständigen Behörde vor. Und siehe da: Die Idee wurde mit Freude aufgenommen und weiterentwickelt. Ein weiterer Höhepunkt war der Mission Simulation Test (MST) an der Universität von Boulder in Colorado. Einige aus der Klasse flogen nach Colorado um die Vorbereitung des Habitats an der

1x Dienst et voilà!

Sind Sie der nächste Durchdiener? Mission zu simulieren und um aufgetretene Fragen fachmännisch beantworten zu lassen. Ziel des Testlaufs war es, die Weltraumtauglichkeit aller sechs Experimente in einer Zentrifuge sicherzustellen. Vielleicht kann man nun nachvollziehen, warum ich «Spice Bees in Space» als die schönste und zugleich wertvollste Erfahrung, die ich bisher gemacht habe, bezeichne. Doch dann, einige Monate später, der absolute Höhepunkt: Amerika, ein Lichtermeer. Die Skyline von New York, Washington, Jacksonville und schliesslich Orlando bei Nacht. Fasziniert von diesen Eindrücken, berieselt von diversen Hollywood-Produktionen, entsteigen wir dem Flugzeug. Auf uns warten siebzehn Tage Arbeit und viel Spass. Ziel: Unsere «Weltraumbienen» «ready to fly» machen. Die letzten Tage vor dem Start wind dazu da, die Habitate (Wohnraum) der Carpenterbienen minutiös vorzuberei-

Durchdiener sind Milizsoldaten, die ihren gesamten Militärdienst in 300 Tagen erfüllen. Danach bleiben sie während zehn Jahren in der Reserve eingeteilt und leisten keine Wiederholungskurse. www.durchdiener.ch

ich weiss, was ich will! Frauen in der Armee sind selbstbewusst, engagiert und unabhängig. Interessiert? Bestellen Sie die Dokumentation kostenlos via SMS: «fda d name vorname strasse PLZ ort jahrgang». Senden an die Nummer 723. Mehr Info auf www.fda.ch

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rubrik

ten. Wir präparieren das Holz, in welchem die Bienen bohren sollten, streichen einen Pollen-Speichel-Mix als Futterquelle darauf und desinfizieren alles. Mit einiger Verspätung treffen endlich auch die Carpenterbienen ein, die von der NASA aus der WĂźste Arizonas eingeflogen wurden. Die ÂťLoading ProcedureÂŤ ist nun beendet, aufgeregt und angespannt freuen sich alle auf den Start. Dann kommt der 15. Januar, wir sind noch angespannter als zuvor. Wir wissen, dass bis zur dritten Sekunde vor dem Start, bis zu jenem Moment also, in dem die Haupttriebwerke gezĂźndet werden, eine Mission auch wieder abgesagt werden kann. Wir nutzen die Wartezeit, um mit anderen Teams und mit den Spezialisten, die unsere Experimente mit uns vorbereitet haben und uns unterstĂźtzten, Ăźber die Mission zu sprechen. Fiveâ&#x20AC;Ś, fourâ&#x20AC;Ś, threeâ&#x20AC;Ś, two... one! Atemberaubend schĂśn steigt der Shuttle langsam in die HĂśhe, hĂśher und hĂśher, schrumpft binnen Sekunden zu einem kleinen Stern, während sich am Boden ein riesiges Wolkengebilde ausdehnt. Freude und Erleichterung bei uns allenâ&#x20AC;Ś

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3TELLENF~R 3ENKRECHTSTARTER

!USBILDUNGZUR&LUGVERKEHRSLEITERINZUM&LUGVERKEHRS LEITERÂŻERLERNEN3IEAM3KYGUIDE4RAINING#ENTEREINENDER SPANNENDSTEN"ERUFEDER,UFTFAHRT

WWWSKYGUIDECHDEJOBS

2002

Unter diesen EindrĂźcken verlassen wir Banana Creek, wohl wissend, was dies nun bedeutet. ÂťThis is the end of the beginning, the actual work will begin as soon as you have the first pictures out of spaceÂŤ, sagt unser Betreuer treffend. Und tatsächlich: Bald kĂśnnen wir die ersten Bilder unsere Bienen aus dem All betrachten. Sie scheinen den Ă&#x153;bergang in die Schwerelosigkeit gut gemeistert zu haben und fĂźhlen sich, soweit wir dies bewerten kĂśnnen, wohl. Wir wissen, dass es Monate dauern wird, bis wir alle Bilder und Daten ausgewertet haben. Wir verlassen Orlando, während die Columbia noch immer im All kreist. Als wir wenige Tage nach unserer Ankunft die TV-Bilder eines abstĂźrzenden Shuttles sehen, läuft es uns kalt den RĂźcken hinunterâ&#x20AC;Ś

2007

Adina Seeger, 21, aus Eschen/FL, studiert mittlerweile in Wien Geschichte und Philosophie. Sie interessiert sich fĂźr Kunst und Politik, vor

Mach dich auf die Socken!

allem aber ÂŤfĂźr Menschen, die mir am Herzen liegenÂť.

Studieren in Luzern Informationstag 2007 Freitag, 23.11.2007 | Universität Luzern, Union, LÜwenstrasse 16, 6004 Luzern Anmeldung und weitere Infos: www.unilu.ch


reportage rubrik

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aus tango 01/ 2006

g eines obdachlosen Wie sieht der Allta hlägt man sich auf sc ie w d un s, au s er Bettl t Wie denkt und fühl der Strasse durch? t ausgestossener af ch ls el es G r de n ein vo als Bettlerin. ch su er tv bs el S in E Mensch?

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Mirjam Krobisch Für die Gesellschaft sind Bettler nichts als Störenfriede. Wir alle wissen, wie sie aussehen und wie sie sich uns gegenüber verhalten, aber über ihre Denkweise und ihre Gefühle wissen wir sehr wenig. Gemeinsam mit meiner Schulkameradin Franziska Ramseier machte ich mich daran, das Leben am Rande der Gesellschaft zu erkunden. Mit einem mulmigen Gefühl standen wir am Zürcher Limmatquai, wo sich bekanntlich immer eine Gruppe von obdachlosen Bettlern befindet, und trauten uns nicht recht, jemanden anzusprechen. Wir hatten keine Ahnung, wie die Bettler auf uns reagieren würden. Etwas abseits, aber doch zur Gruppe gehörend, stand ein Strassenmagazinverkäufer. Wir beschlossen, ihn anzusprechen. Leise und unsicher stotterte ich etwas «Für die MaturitätsarGesellschaft sind von beit, Bettler und Bettler nichts als Interview. Als er uns offen und symStörefriede» pathisch antwortete und uns mit echter Hilfsbereitschaft seinen Freunden vorstellte, verloren wir die anfänglichen Hemmungen. Die erste Hürde war genommen, und es entwickelte sich nach und nach, über Wochen hinweg, ein kollegiales Verhältnis mit 23


RZ_Persins_2332_Handballer

29.8.2006

8:34 Uhr

rubrik

Seite 1

häsch mer en stutz

Mirjam

Ich bin Polizist

bei der Stadtpolizei Zürich.

Pirmin 31, Handballer

Polizistin oder Polizist in der grössten Schweizer Stadt zu sein, ist spannend und anspruchsvoll – im Streifenwagen, auf dem Motorrad, auf dem See, in Uniform oder in Zivil. Für diese aussergewöhnliche Aufgabe brauchen Sie Motivation, Besonnenheit und eine gute Ausbildung. Aufgeweckte, kontaktfreudige 20- bis 35-jährige Schweizerinnen und Schweizer mit Berufsabschluss, Matur oder anerkanntem Diplom bilden wir während zwei Jahren bei vollem Lohn zu verantwortungsbewussten, kompetenten Polizistinnen und Polizisten aus. Unsere künftigen Mitarbeitenden sollten körperlich fit und mental belastbar sein. Tag für Tag an vorderster Front dabei sein. Ein angesehener, vielseitiger und fordernder Beruf! Wenn Sie die Herausforderung annehmen möchten, bestellen Sie die Bewerbungsunterlagen bei der Stadtpolizei Zürich: Personalwerbung Polizeischule, Postfach, 8023 Zürich, Telefon 044 411 92 16/17 oder über www.stadtpolizei.ch

gegenseitigem Respekt und Vertrauen. Vor allem mit Dirk und Andrea führten wir interessante Gespräche. Dirk erzählte uns, wie er zuhause hinausgeschmissen wurde, daraufhin die Schule abbrach und so in die Szene hineinrutschte. Andrea hingegen begann bereits als 14-Jährige zu fixen, hatte ebenfalls familiäre Probleme und brach dann die Ausbildung als Krankenschwester ab. Wir bekamen viele solcher Lebensgeschichten zu hören und verstanden bald einmal das «Lebensmuster» der obdachlosen Bettler. Um uns in die Situation eines Bettlers besser einfühlen zu können, planten wir ein Experiment, bei welchem wir als Bettlerinnen verkleidet auf die Strasse gingen und die Leute nach einem «Stutz» fragten. Wir wollten damit einen Perspektivenwechsel wagen und selbst die Erfahrung machen, was es heisst, auf der Strasse zu leben. Unsere Kleidung und das Gesicht beschmutzten wir mit etwas Erde, die Augenpartie röteten wir mit Schminke. Zuletzt besorgten wir uns ein Dosenbier, schütteten die Hälfte davon über die Haare und nahmen das Experiment in Angriff. Wir gingen nacheinander einzeln auf die Strasse und filmten uns gegenseitig von einem unauffälligen Ort aus. Als ich in der belebten Zürcher Innenstadt stand, hatte ich ein äusserst beklemmendes Gefühl. Zuerst sass ich nur am Strassenrand und beobachtete die Passanten. Einige musterten mich mit prüfendem Blick, andere tuschelten. Vor allem ältere Menschen hielten an, um mich entrüstet anzugaffen, die Jüngeren nahmen nicht sonderlich Notiz von mir.

Danach ging ich selber auf die Leute zu, um sie nach Geld zu fragen. Es kostete mich jedes Mal erneut Überwindung. Die meisten antworteten nicht auf meine Anfrage oder erwiderten beim Vorbeigehen ein trockenes «Nein». Ältere, elegante Frauen machten mit erhobenem Kopf einen riesigen Bogen um mich. Als mich ein Mann über mein Leben ausfragen und anschliessend zur Polizei bringen wollte, hatte ich genug. Erschöpft kehrte ich zu meiner Kollegin zurück, um sie abzulösen. Am Ende des Tages zogen wir Bilanz: Das Strassenexperiment war für uns eine Herausforde«Einige Passanten Strasse mit all den rung, eine Mutprodazu gehörenden be und gleichzeitig musterten mich mit Problemen, Freuden prüfendem Blick, und Leiden gewonein grosses Abenteuer. Überraschend andere tuschelten» nen. In den Mediwar der finanzielle en werden Bettler Unterschied. Franziska hatte nach rund meistens verurteilt und als Problemfeld einer Stunde 250 Franken, ich dagegen dargestellt. Natürlich ist es richtig, dass 33 Franken erhalten. Offenbar übten ihr Dasein auch Probleme hervorruft, wir eine sehr unterschiedliche Wirkung wie beispielsweise Verunreinigung oder auf die Passanten aus. Belästigung, aber diese Menschen leben Heute ist mir die Strassenszene in Zü- zumeist unfreiwillig auf der Strasse, sind rich recht vertraut. Ich kenne viele Bett- friedlicher Natur und viel harmloser, als ler persönlich, und ich habe eine realis- sie aussehen. Das sollte man nicht vertischere Vorstellung vom Leben auf der gessen.

2007

Mirjam Krobisch, 21, aus Wädenswil, hat diesen Text im Frühjahr 2006 für tango geschrieben. Sie bezeichnet sich als «lebhaft, unkompliziert, kontaktfreudig, abenteuerlustig, unvoreingenommen und nachdenklich». Sie macht derzeit ein Praktikum an einer heilpädagogischen Schule und beginnt im Herbst mit einem Logopädiestudium.

2006

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kurzgeschichte

Einsteins Biss



aus tango 02/2005

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Remo Faseth ÂŤDu kommst zu spät, das dritte Mal diese Woche. Wie du wieder aussiehst â&#x20AC;&#x201C; die langen Haare ungekämmt und fettig, die schwarzen Kleider zerknittert und stinkig. Die roten Schuhe sind dreckig und passen nicht zu den grĂźnen Socken. Das wäre alles halb so schlimm, aber du hast in der Schule nur einen knappen Vierer. Auf der Baustelle hast du immer die Hände im Hosensack und brauchst fĂźr alles eine halbe Ewigkeit. Remo, ich habe dir schon tausendmal gesagt: Zeit ist Geld! Kapiert? Ich gebe dir eine letzte

Chance. Ab Montag will ich, dass du in anständigen Kleidern und mit geschnittenen Haaren erscheinst. Ist das klar? Ich hoffe es, ansonsten mĂźssen wir unsere Zusammenarbeit beenden.Âť Wortlos und mit gesenktem Kopf dampfe ich ab. Der Chef kann mich malâ&#x20AC;Ś Ausgerechnet mit ihm muss ich heute meinen 18. Geburtstag ÂŤfeiernÂť. Der nutzt die Lehrlinge schamlos als Handlanger aus. Nach Feierabend skate ich nach Hause. Es kann doch nicht sein, dass keine Sau an meinen Geburtstag denkt. Diese Vollidioten haben es bestimmt vergessen! Als ich in die Palmstrasse einbiegen will, quietscht es heftig hinter mir. Erst jetzt fällt mir auf, dass ich mitten auf der Strasse skate. Schnell springe ich auf das Trottoir und zeige dem Fahrer den Stinkefinger. Super: Zuerst verpenne

ich, dann staucht mich der Chef zusammen, dann gratuliert mir kein Schwein zum Geburtstag und am Ende werde ich beinahe von einem Sonntagsfahrer Ăźberkarrt. Sonst noch was? Kaum habe ich die HaustĂźre geĂśffnet, knallt es laut. Vor Schreck werfe ich mich flach auf den Boden. Toll, jetzt wird schon auf mich geschossen, danke! Das Licht geht an. Als ich die Augen Ăśffne, steht meine Freundin Daniela mit einer offenen Champagnerflasche in der Hand vor mir, hinter ihr meine ÂŤheiss geliebteÂť Familie. Oh shit, jetzt hat Daniela meine peinlichen Eltern und meinen oberblĂśden Bruder kennen gelernt und mein grĂźn gefärbtes Frettchen Einstein wird sicher an einem Herzinfarkt gestorben seinâ&#x20AC;Ś Nach Mitternacht sind alle endlich nach Hause getorkelt, und ich

Einstein die Reste des Hamburgers von vorgestern in den Käfig und knalle die Tßre hinter mir zu. 888

falle ins Bett. Am nächsten Morgen verpenne ich prompt. Der Chef sagt nur: ÂŤWer nicht hĂśren will, muss fĂźhlen.Âť â&#x20AC;&#x201C; ÂŤDie werden noch ihr blaues Wunder erlebenÂť, sage ich leise zu mir. 888 Ich sitze auf dem Stuhl, die Coiffeuse kommt mit der Schere angetanzt und fragt: ÂŤSpitzen schneiden, wie immer?Âť â&#x20AC;&#x201C; ÂŤ Nein, ich mĂśchte eine Frisur, die kurz, frech und cool aussiehtÂť, entgegne ich ihr. Die Coiffeuse schaut entsetzt: ÂŤWas ist los? Seit sechs Jahren trägst du deine Haare lang.Âť â&#x20AC;&#x201C; ÂŤWas soll ich machen? Mein Chef feuert mich sonstÂť, murmle ich. Das Schneiden dauert 15 Minuten, doch es kommt mir wie eine halbe Ewigkeit vor. Bei jedem Schnitt zucke ich zusammen. Immer mehr Haare fallen zu Boden, ich fĂźhle mich beschissen. Ich schaue in den Spiegel, mir ist zum Heulen: ÂŤJetzt sehe ich wie mein spiessiger kleiner Bruder aus.Âť Als ich nach Hause komme, schmeisse ich meine neuen Klamotten aufs Bett und schaue nach meinem Frettchen. Einstein guckt mich an, quietscht laut und verkriecht sich in seiner HĂśhle. Ich rufe nach ihm, aber er lässt sich nicht blicken. Als ich in die HĂśhle greife, beisst mir Einstein volle Kanne in den Mittelfinger. ÂŤAua!Âť, schreie ich, ÂŤmein dickes grĂźnes Frettchen erkennt nicht mal mehr sein Herrchen!Âť Ich schmeisse

Das Surren hÜrt sich an wie eine Fliege im Todeskampf, die sich in einem Spinnennetz verfangen hat. Stiche zucken beinahe unerträglich durch meinen KÜrper. Ich vertraue Mike, den ich vor fßnf Jahren an einem HeavymetalKonzert kennen gelernt habe. Was er wohl fßr ein Motiv ausgewählt hat? Einen Totenkopf? Einen Feuer speienden Drachen? Eine Schlange, die sich in den Schwanz beisst? Was, wenn es mir nicht gefällt? Dann wären die vielen Stunden voller Schmerzen umsonst, und ich habe dieses Tattoo mein ganzes Leben lang auf dem Rßcken. Endlich ist Mike fertig und ich betrachte das das Tattoo im Spiegel. Wow, das Teil sieht echt geil aus. Hätte ich nicht besser aussuchen kÜnnen. Er hat mir einen Headbanger tätowiert: Die Haare, die fast bis zum Arsch reichen, wirbeln wild durch die Luft, er spielt auf einer schwarzen Gitarre. Breitbeinig steht er da, trägt schwarze Lederhosen mit glänzenden Nieten. Auf dem olivgrßnen T-Shirt steht: King of Fools. Mein Rßcken ist ein einziger Schmerz, aber ich fßhle mich grossartig. Am Abend verabrede ich mich mit Daniela. Wir treffen uns bei unserem Lieblingsitaliener. Daniela ist entzßckt von meinem neuen Outfit und drßckt mir einen fetten Kuss auf den Mund. Endlich kann ich mich mit dir blicken lassen. Der Kellner bringt Spaghetti fßr Daniela und eine Pizza Surprise fßr mich. Ich lächle Daniela an, spßre meinen Rßcken und beisse kräftig in meine Pizza.

Remo Faseth aus Seltisberg war 18 und machte eine Lehre als LĂźftungsanlagenbaue, als er fĂźr die tango-Herbstausgabe 2005 diesen Text schrieb Er beschrieb sich so: ÂŤIch bin ein eher ruhiger und gelassener Typ und halte mich, wenn es irgendwie mĂśglich ist, eher im Hintergrund. Ich kann jedoch, wenn es sein muss, ziemlich subversiv und rebellisch sein.Âť Remo Faseth ist leider im Januar 2006 tĂśdlich verunfallt. 2005

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comic

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aus tango 02/2004

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16

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2007

18 2004

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nie, ob man nicht eine Idee hat.»

«Ich spiele gerne den Clown, um meine Freunde zum Lachen zu bringen, und habe immer einen Stift zum Zeichnen dabei, denn man weiss

sichter merken, bin selbstkritisch, absolut nicht nachtragend, oft zu faul und politisch interessiert.» Heute sagt die Wirtschaftsinformatikerin:

Eleonora Vinh, 20, aus Arbon, hat diesen Manga 2004 für tango gezeichnet. Sie sagte damals über sich: «Ich kann mir keine Namen und Ge-

wenn ich dich nicht getroffen hätte


reportage

, als er an Andreas Rusch war 17 igenes e Krebs erkrankte. Sein er in seiner rt Schicksal thematisie Maturaarbeit. Andreas Rusch

«Sport und Rauch vertragen sich nicht. Ich geniesse rauchfrei – immer und überall.» Davide Callà, FC St.Gallen

RZ_07_099_zhaw_ph_88x132.qxd Passivrauchen schadet. Die

15.8.2007 11:40 Uhr Zukunft ist rauchfrei.

Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften

Seite

Infotage an der HfH Zürich Mittwoch, 7. November 2007, 15 – 17h Schulische Heilpädagogik – Master of Arts

Gesundheit

→ Pädagogik bei Schulschwierigkeiten → Pädagogik für Menschen mit geistiger Behinderung → Pädagogik für Körper- und Mehrfachbehinderte → Pädagogik für Schwerhörige und Gehörlose → Pädagogik für Sehbehinderte und Blinde → Heilpädagogische Früherziehung - Ergänzungsstudium

Wenn ich mich zurückerinnere, wird mir bewusst, wie schnell und unerwartet die ganze Angelegenheit in mein Leben platzte. Anfangs hatte ich den Husten, den Gewichtsverlust und die nächtlichen Schweissausbrüche noch als Grippe abgetan. Doch als die Atemprobleme beim Sport immer schlimmer wurden, suchte ich meinen Hausarzt auf. Dieser vermutete einen Tumor, der auf die Lunge drückte, und überwies mich sogleich ins Kantonsspital. Nach etwa einer Woche auf der Intensivpflegestation wurde mir die niederschmetternde Diagnose bekannt gegeben: Krebs! Es handelte sich um einen Vorläufer des T-Zell-Non-Hodgkin-Lymphoms. Wie nahe ich dem Tod war, realisierte ich erst, als mir das ge-

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Bachelorstudiengang Pflege Samstag, 22.09.2007, 09:30 –13:00 Uhr* Dienstag, 06.11.2007, 16:00 –17:30 Uhr Dienstag, 04.12.2007, 17:00 –18:30 Uhr

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aus tango 02/2006

naue Ausmass meiner Erkrankung erläutert wurde, denn bereits hatten sich verschiedene Turmorableger gebildet. – Was ist das wohl für ein Gefühl, wenn man als 17-jähriger sportlicher Nichtraucher plötzlich vom Arzt als todkrank beurteilt wird? In den ersten Tagen war ich mit der neuen Situation total überfordert. Ich war mir nicht im Geringsten bewusst, welche Auswirkungen die nun folgende Therapie auf mich, mein Leben und meine Gewohnheiten haben würde. Und dann kamen auch überall in meinem Umfeld die betroffenen und schockierten Gesichter dazu, die einem verdeutlichten, wie schlimm es um einen stand. Aber für mich war klar: Ich wollte nicht aufgeben, etwas anderes als Heilung gab es für mich nicht. Von nun an wurde ich einem

Mittwoch, 21. November 2007, 15 – 17h Logopädie – Bachelor of Arts Psychomotoriktherapie – Bachelor of Arts Gebärdensprachdolmetschen GSD 044 317 11 61 / 62 - therapeutischeberufe@hfh.ch

*alle Studiengänge Departement Gesundheit

Bachelorstudiengang Hebamme Samstag, 22.09.2007, 09:30 –13:00 Uhr* Mittwoch, 17.10.2007, 16:30 –18:00 Uhr Donnerstag, 22.11.2007, 16:30 –18:00 Uhr Donnerstag, 13.12.2007, 16:30 –18:00 Uhr

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044 317 11 41 / 42 - lehrberufe@hfh.ch

Informationsveranstaltungen

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Diagnose: Krebs

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Schaffhauserstrasse 239 CH-8057 Zürich Tel 044 317 11 11 - info@hfh.ch www.hfh.ch

ZHAW Mäander, Theaterstrasse 15c, Winterthur Weitere Informationen und Daten von Informationsveranstaltungen finden Sie unter www.gesundheit.zhaw.ch

13


diagnose: krebs

Onkologen anvertraut und mit Chemotherapie behandelt. Darunter versteht man die Behandlung mit chemischen Medikamenten, welche vorwiegend die Tumorzellen im Körper schädigen und so zu einer Verkleinerung oder einer vollständigen Rückbildung von Krebsgewebe führen. Diese Medikamente sind vorwiegend Zellgifte (Zytostatika) und hindern Zellen daran, sich zu teilen. Der schnelle Zellteilungsvorgang bei Krebszellen wird durch diese Chemotherapeutika stark unterdrückt und führt dann zum gewünschten Resultat. Die Medika-

mente beeinträchtigen aber auch Zellteilungsvorgänge in gesundem Gewebe und verursachen damit unangenehme Nebenwirkungen. So ist zum Beispiel die Blutproduktion im Knochenmark während einer Therapie stark eingeschränkt. Eine Chemotherapie wird deshalb immer in Blöcken durchgeführt, damit sich das Knochenmark in der Zwischenzeit wieder erholen kann. Die Schädigung der Blutproduktion hat auch eine massive Schwächung des Immunsystems zur Folge und Infektionen werden zur Normalität. So war die Chemotherapie für mich der schlimmste und längste Teil auf dem Weg zur Heilung. Mein Leben war also geprägt von

Zeitweise reichte meine Energie für nichts mehr und ich hätte am liebsten meinen Körper für eine gewisse Zeit verlassen.

Spitalaufenthalten. Alle sechs Wochen war ich für zwei bis drei Wochen im Krankenhaus stationiert und liess die Chemotherapie über mich ergehen. Nebenwirkungen, wie Durchfall, Fieber, Übelkeit und Schleimhautschäden im Mund, quälten mich Tag für Tag. Die schlimmste Folge der Therapie war jedoch die unbeschreibliche Abgeschlagenheit. Zeitweise reichte meine Energie für gar nichts mehr ausser Daliegen. An diesen Tagen des kompletten Unwohlseins hätte ich am liebsten meinen Körper für eine gewisse Zeit verlassen. Dennoch versuchte ich, meine positive Einstellung zum Leben zu bewahren und freute mich über jeden Besuch und auf die vierwöchigen Zwischenpausen.

An einen Abbruch der Therapie dachte ich jedoch nie. Natürlich fragte ich mich schon, weshalb gerade ich, der doch jung und sportlich war, an diesem Krebs erkrankt war. Aber ich versuchte, diese sinnlosen Fragen sofort wieder zu verwerfen, da sich für mich sowieso nichts verändert hätte. Ich wusste bei Behandlungsbeginn nicht, in welchem Umfang ich den Unterricht überhaupt noch besuchen konnte, und rechnete eigentlich damit, eine Klasse repetieren zu müssen. Trotzdem ging ich, so oft ich konnte, zur Schule. Ich freute mich immer darauf, meine Freunde in der Schule wieder zu sehen. Nach dem Unterricht holte ich oft mit einigen Mitschüler(inne)n den Schulstoff nach. So konnte ich dank eiserner Disziplin und der grossen Unterstützung der Lehrpersonen und Mitschüler(innen) den Anschluss behalten und diesen Sommer die Matura mit meiner Klasse absolvieren. Für meine Klassenkamerad(inn)en war es sicherlich eine einschneidende und zusammenschweissende Erfahrung,

einen krebskranken Mitschüler zu haben. Sie erlebten mich nach einem Chemoblock oft ganz abgemagert und bleich. Zudem war ich absolut kahl. Die anfänglich skeptischen Blicke anderer Schüler(innen) an der Kanti Trogen verschwanden mit der Zeit und mir wurden oft Komplimente für meine positive Einstellung zu meiner Krankheit gemacht. Ich habe als Krebskranker wirklich nur positive Erfahrungen gemacht mit dem Umgang mit Menschen. Der letzte Chemotherapieblock fiel genau in die Zeit vor der Abgabe der Maturaarbeit. Für mich war deshalb von Anfang an klar, dass ich meine Arbeit über die Behandlung meiner Erkrankung schreiben würde. Ich hatte mich bereits eingehend über dieses Thema informiert und konnte natürlich die eigenen Erlebnisse einfliessen lassen. Der Titel der Arbeit lautet: «Die Behandlung

eines T-Zell-Non-Hodgkin-Lymphoms durch Chemotherapie». Heute gelte ich als geheilt. Ich muss lediglich viermal jährlich für eine Routinekontrolle ins Spital, um frühzeitig einen möglichen Wiederausbruch der Krankheit zu erkennen. Ansonsten führe ich wieder ein ganz normales Leben, so wie zuvor. Rückblickend betrachte ich die 18-monatige Therapie sogar als positive Erfahrung, trotz einiger sehr unangenehmer Erlebnisse. Der Umgang mit kranken oder behinderten Menschen fällt mir jetzt leichter. Auch welche Werte im Leben wirklich wichtig sind, ist mir viel bewusster geworden. Und es gibt noch einen Vorteil: Ich muss nicht in die Rekrutenschule...

Welche Werte im Leben wirklich wichtig sind, ist mir viel bewusster geworden.

Andreas Rusch, 20, hat diesen Text 2006 für tango geschrieben und damit viele Reaktionen ausgelöst. Nach einem Zwischenjahr in Südamerika beginnt er nun ein Medizinstudium. Seine Hobbys: Wasserspringen, Beachvolleyball, Tanzen und Reisen. Andreas: «Ich bin vielseitig interessiert, offen und kontaktfreudig.»

2006

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2007

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fotoreportage

AUS DER JURTE IN DIE DISCO ine aussere o g n ta e rt ie liz b u p 2003 portage des re to o F e h lic n h ö w e g ten Michael s ia s a n m y G n e g ri h 20-jä bereiste. Vier n ie n ä m u R r e d , ri u a H wissen, was ir w n e llt o w r te ä p s Jahre fotografen e is e R n e rt e ti n le ta aus dem rten ihn in e b tö s d n u t, is n e rd gewo grafie stuto o F r… e o w f, u a r Hannove ischenzeit die w Z r e d in t a h ri u a H diert. Rumäniile e T re e it e w d n u i Mongole ens bereist.






aus der jurte in die disco

Michael Hauri Hört man hierzulande von der Mongolei, so weckt das häufig Sehnsüchte nach Nomaden, Pferden, weiten Landschaften und nach einem ursprünglichen Lebensstil. Auf der Suche nach diesen Klischees musste ich während einer Reise ins Land des Dschingis Khan feststellen, dass selbst in entlegenen Steppenregionen das Leben zunehmend durch westliche Konsumgüter beeinflusst wird. Zwar geschieht dieser Vorgang schleichend – in der Jurte steht die neue Stereoanlage dezent im Hintergrund und draussen traben die Pferde seelenruhig neben den geparkten Autos vorbei, als ob die schon immer da gewesen wären. Aber verständlicherweise fragen sich viele Jugendliche, die ich in der Mongolei aufgesucht habe, ob das entbehrungsreiche Nomadenleben noch das richtige ist für sie. Immerhin lockt die Stadt mit Arbeitsplätzen, Wohnungen, Supermärkten, Discos und mit allem, was man sonst noch so aus dem Westen kennt. Da die Hoffnungen auf ein besseres Leben aber meist nicht erfüllt werden und ein Umzug in die Stadt oft in Arbeitslosigkeit, Kriminalität und Alkoholismus endet, bleibt zu hoffen, dass die einfachen Menschen in der Steppe nicht zu den Verlierern der umfangreichen kulturellen und gesellschaftlichen Modernisierung gehören werden, die in der Mongolei

«In der Jurte steht die neue Stereoanlage dezent im Hintergrund, die Pferde traben seelenruhig an den geparkten Autos vorbei» 




aus der jurte in die disco

«Abgeschirmt durch die Karpaten, überlebten hier Traditionen, die in anderen Teilen des Landes verschwunden sind» begonnen hat. *** Als im Dezember 1989 der kommunistische Diktator Ceauescu von Aufständischen gestürzt wurde, begann in Rumänien eine Periode der politischen Instabilität, die mit dem Beitritt zur EU am 1. Januar 2007, siebzehn Jahre nach der Revolution, ein vorläufiges Ende fand. Innerhalb Rumäniens aber vollzieht sich die Modernisierung mit ganz unterschiedlichen Tempi. Während im Ballungsraum um Bukarest und in Siebenbürgen die Wirtschaft und das Kulturleben floriert, scheint in den ländlichen Randgebieten des Landes die Anpassung an westeuropäische Strukturen vorerst nur langsam voranzukommen. Eine der ärmsten Ecken Rumäniens ist die Maramure , die im Norden des Landes an die Ukraine grenzt. Abgeschirmt durch die Karpaten, ist diese Region nicht einfach zu erreichen. Aus Bukarest gibt es mit dem Zug gerade einmal drei Direktverbindungen in die Kreishauptstadt Baia Mare, die kürzeste dauert über zehn Stunden. Im Auto führt der Weg zumeist über holprige und kurvenreiche Gebirgsstrassen. Gerade deshalb überlebten hier Traditionen, die in anderen Teilen des Landes verschwunden sind. Besonders bemerkenswert fand ich auf meiner Reise, dass sich im Zusammenhang mit dem EU-Beitritt Rumäniens das bäuerliche Leben in der Maramure zwar teilweise sichtbar verändert hat, gleichzeitig bestehen traditionelle Arbeits- und

Lebensweisen aber weiterhin fort. Beispielsweise arbeiten viele Bauern mittlerweile in der Baubranche, wo sie die modernsten Gerätschaften bedienen müssen. Da viele die Landwirtschaft aber noch nicht ganz aufgegeben haben, ist es nicht unwahrscheinlich, dass man den Baggerfahrer vom Vormittag am Abend mit einem Pferdegespann voller Heu durch die Gassen ziehen sieht. In der Maramure trifft man heute noch auf landwirtschaftliche Arbeitsweisen, die man in Westeuropa zuletzt vielleicht noch vor dem Zweiten Weltkrieg angewendet hat. So wird das Pflanzen, Melken, Heuen und Pflügen meistens noch in Handarbeit erledigt. Immer noch überleben viele der über eine halbe Million Einwohner der Maramure nur durch Selbstversorgung oder durch Unterstützung von Familienmitgliedern, die im Ausland arbeiten. Mehrmals wöchentlich holen Kleinbusse die Leute aus den Dörfern ab und bringen sie über die Städte Sighet und Baia Mare direkt nach Italien oder Spanien. Dort stammt inzwischen in vielen Gegenden die Mehrzahl der Gastarbeiter in der Landwirtschaft und im Baugewerbe aus Rumänien. Mit dem Geld, das sie nach Hause schicken, können sich die Familienmitglieder beispielsweise eine dringend nötige Renovation des Wohnhauses oder die Anschaffung eines Autos oder einer Waschmaschine leisten. Ein Negativeffekt der grossen Emigrationswelle ist hingegen die Auflösung der bewährten Familienstrukturen. Während ihre Eltern in Westeuropa arbeiten, werden Kinder nicht selten von den Grosseltern grossgezogen

Michael Hauri, 24, aufgewachsen in Hölstein, Matura am Gymnasium Liestal, studiert Fotografie an der Fachhochschule Hannover. Hobbys: «Ich bin dabei, mein Hobby zum Beruf zu machen.» Selbstcharakterisierung: «Direkt und freundlich (manchmal auch umgekehrt).» 2003

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2007

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ciao

inhalt

topstory

Wow, 5 Jahre tango!

26 BIENEN IM ALL Spice Bees in Space – wie unsere Bienen im Weltall verglühten

Für unsere Jubiläumsnummer haben wir im tango-Archiv gekramt, einige Storys ausgewählt und neu bearbeitet. Zudem haben wir recherchiert, was aus den Autoren von damals geworden ist.

reportage

23 BETTLER Häsch mer en Stutz?

Am liebsten hätten wir noch viel mehr Beiträge abgedruckt, denn es ist erstaunlich, was wir von euch immer

report

6

13 KREBS Diagnose: Krebs

fotoreportage

6 MONGOLEI Aus der Jurte in die Disco

kurzgeschichte

20 VERÄNDERT Einsteins Biss 33 NACHTS Meeresblau existiert nicht

comic

16 MANGA Wenn ich dich nicht getroffen hätte

essay

32 ERINNERUNG Du

beratung

Schüler aus Eschenbach seinen berühmten Banknachbarn: Den frisch gekürten Doppelolympiasieger Simon Ammann. Und vor der Fussball-WM

KREBS

2006 pilgerte ein Jugendfreund von

Vor vier Jahren publizierte tango eine aussergewöhnliche Fotore-

Wenn ich mich zurückerinnere, wird mir bewusst, wie

Tranquillo Barnetta nach Deutschland

portage des 20-jährigen Gymnasiasten Michael Hauri, der Rumänien

schnell und unerwartet die ganze Angelegenheit in mein

und schrieb für uns ein Exklusiv-Porträt

bereiste. Nun wollten wir wissen, was aus dem talentierten Reisefo-

Leben platzte. Anfangs hatte ich Husten, den Gewichts-

des Nati-Stars.

tografen geworden ist, und stöberten ihn in Hannover auf, wo er…

verlust und die nächtlichen Schweissausbrüche noch

Fotografie studiert. Hauri hat in der Zwischenzeit die Mongolei und

als Grippe abgetan. Doch als die Atemprobleme beim

Nicht schlecht staunten wir auch, als sich bei uns ein

weitere Teile Rumäniens bereist.

Sport immer schlimmer wurden, suchte ich einen

Schüler mit ägyptischen Wurzeln meldete, der für sei-

Arzt auf. Nach etwa einer Woche im Kantonsspi-

ne Maturitätsarbeit ein Krokodil nach altägyptischem

tal wurde mir die niederschmetternde Dia-

Ritus mumifizierte. Wir erinnern uns an die die Bünd-

BIENEN IM ALL

gnose bekannt gegeben: Krebs! Was

ner Klasse, die uns eine Reportage aus dem philippi-

Vaduzer Gymnasiasten führen für die NASA ein ausserordentliches

ist das wohl für ein Gefühl, wenn

nischen Dschungel schickte. Oder aber die Schüler-

Experiment zum Verhalten von Bienen im Weltall durch. «Spice Bees

man als 17-jähriger sportlicher

firma, die aus alten Zeitungen… Gürtel fertigte und

in Space» – der Name steht für ein Mammutprojekt und gleichzei-

Nichtraucher plötzlich vom Arzt

erfolgreich verkaufte! Ein Student berichtete von einer

als todkrank beurteilt wird?»,

spektakulären Höhenforschungsexpedition auf 7500

fragt Andreas Rusch in sei-

Metern in Tadschikistan. Zwei talentierten Berufs-

nem sehr persönlichen

schülern konnten wir die Produktion einer Hip-Hop-

MONGOLEI

tig für die schönste Schulerfahrung der liechtensteinischen Klasse. Doch für die Schüler ist der Schock gross, als die Raumfähre Columbia abstürzt, denn an Bord befindet sich auch ihr Bienenexperiment. Für tango berichtet Adina Seeger, wie das Projetkteam das Experiment vorbereitet, nach Orlando reist und die Tragödie miterlebt.

34 TSCHAU.CH Mein Freund will eine Beziehungspause

wieder erhalten. 2002 beschrieb ein

CD ermöglichen, die wir sogleich dem Heft beilegten.

Beitrag.

13

Als in Südostasien ein mörderischer Tsunami über die Küsten fegte, sammelten drei Schüler über 200‘000 Franken für die Opfer der Flutkatastrophe. Während des Libanon-Krieges meldete sich ein Austauschschüler, der Raketenangriffe am eigenen Leib miterlebte. Und, und, und… Auch für die nächsten 5 Jahre gilt daher: tango ist

humor

die Zeitschrift, in der Junge für Junge schreiben und

3 DAS FÄNGT JA GUT AN Cartoon

Erwachsene – endlich einmal – zu schweigen haben. In tango kannst du die Themen aufgreifen, die dich besonders interessieren und betreffen. Also: Wir brauchen dich. Ob als Geschichtenerzähler/-in, als Foto-

38 aufruf 28 impressum



20

VERÄNDERT

Martin Hörler, 21, und Pascal Buff, 21, posierten 2004 fürs

graf/-in, als Journalist/-in oder als Cartoonist/-in – in

«Super: Zuerst verpenne ich, dann

tango-Cover. Martina («Ich bin eine offene, kommunika-

tango hat vieles Platz, vorausgesetzt, dein Beitrag ist

staucht mich der Chef zusammen,

tive und soziale Person, die gerne neue Leute und Kul-

gut geschrieben und auch für andere Schüler/-innen

kein Schwein gratuliert mir zum

turen kennenlernt») studiert inzwischen an der Pädago-

spannend. Beachte unseren Aufruf zum Mitmachen in

Geburtstag und am Ende werde ich

gischen Hochschule und möchte Primarlehrerin werden.

der Heftmitte. Wir freuen uns auf deinen Beitrag!

fast von einem Sonntagsfahrer über-

Pascal («Ich bin spontan, aufgestellt, humorvoll, selbstbe-

karrt. Sonst noch was?» – «Einsteins

wusst und ehrgeizig») hat eine Lehre als Hochbauzeichner

Biss», eine witzig-schräge Kurzge-

abgeschlossen und beginnt nun eine Ausbildung bei der

schichte von Remo Faseth.

Polizeischule.

An Nguyen




das fängt ja gut an

tango

zeitschrift

01/2002

Hi, ich bin der Markus. Bin für drei Wochen Auslandkorrespondent der Schülerzeitschrift «tango» und mache eine Umfrage. Äh... Erste Frage: Hast du derzeit einen Freund?

en

elschülerInn

von/für mitt

in a life ahr: A year Austauschj en Spezies e aufbauen eine Schul rgewöhnlich In Rumänien einer ausse leinsatz: ler: Studie ! Sozia Mittelschü ich mich nackt Handy fühle Boom: Ohne

aus tango 01/2002

Toan Nguyen, 23, hat diesen Cartoon 2002 für die allererste tango-Ausgabe gezeichnet. Er studiert mittlerweile Film an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich. Toan über Toan: «Ich esse gerne Lasagne und kratze mit dem Messer die geschmolzene Mozarella aus.» 2002

2007




tango sucht dich

aufruf

OTOGRAFIEREN • ZEICHNEN • SCHREIBEN • DICHTEN • INTERVIEWEN • GESTALTEN • EXPERIMENTIEREN • BERICHTEN • FORSCHEN • FRAGEN • SKIZZIEREN • ERZÄHLEN • ENTDECKEN • FABULIEREN • SCHILDERN • KOMPONIEREN • STU DU

BIST

KREATIV

• schreibst gerne (und gut) • möchtest vielleicht später bei Presse, Radio, TV einsteigen und schon jetzt journalistische Erfahrungen sammeln • schreibst spannende Reportagen • verfasst originelle Kurzgeschichten • schiesst starke Fotos • zeichnest witzige Cartoons, Comics, Karikaturen • verfasst eine spezielle Matura-, Diplom- oder Facharbeit • Dann brauchen wir dich als GeschichtenerzählerIn oder ReporterIn oder FotografIn oder CartoonistIn...

TA N G O wird gemacht von 17-21-Jährigen, die gerne schreiben • für 17-21-Jährige, die gerne lesen • gratis • 1 x im Semester • farbig • in einer Auflage von 26’000 Exemplaren • direkt ins Klassenfach • und: Wir bezahlen dir für jede veröffentlichte Story

Fr. 222.– Du möchtest tango nach Hause geliefert bekommen? Für Fr. 10.– schicken wir dir das Heft zweimal im Jahr direkt auf deinen Schreibtisch. Schreib eine E-Mail an: redaktion_tango@hotmail.com

Die Klasse 4C der Kanti Obwalden gewann den Wettbewerb in tango 01/2007 und fährt gemeinsam nach Deutschland in den Europa-Park

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uns r schicke e d o g la h helvorsc otos, Zeic inen Artik F e e s iv n t u k a e r h Beitrag ipt • Att te Mac Manuskr n! • Dein e rum soll c in a e n d a d , h h C ig ic t e le eiehr wich oder g öhen dein ht überst s h ic ll r t n e e is ) . in c n t t e ä e ig t it r Quali Vorlanungen end, o . 3 A4-Se g spann ss du alle ichen (ca alls du a a e F r d Z . it , 0 e in 0 ig B e 0 s % 8 0 dein rend n dir 10 r sollte faszinie arantiere est, abe g t an: ir h c W ö • sonstwie m Schreibe en gen • h . c allen t , a s t m b m u it m a o 9001 St. G bek eit r k – c iz 3 ü e gerne m 3 r r 1 u F 2 z e h n c glich Postfa ob ge chule je n tango – hrkraft, e io t L ail.com k e a dir die S d iv e t R n go@hotm initia e n a e d t _ in in n e t io u t k proje r redak fragst d s Schreib st! ode e s h lä lc n o e s u sich ein ht einba Unterric 39


tango