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2017

Verein Frauenhaus Villach Jahresbericht


Bundeskanzleramt Ă–sterreich


2017

Verein Frauenhaus Villach Jahresbericht


Vorwort der Vorstandsvorsitzenden

Liebe Leserinnen und Leser, geschätzte Unterstützerinnen und Unterstützer des Frauenhauses, Gewalt gegen Frauen hat im vergangenen Jahr durch die #metoo Debatte zu großer medialer Aufmerksamkeit und zahlreichen Diskussionen geführt, die auch vor Österreich nicht Halt gemacht haben. Der Zusammenhang von Macht, Abhängigkeit und Gewalt wurden sehr klar aufgezeigt und patriarchale Strukturen demaskiert. Aber die Frauen, die mutig ihre Erfahrungen öffentlich machen, sahen sich nicht nur mit Verständnis und Unterstützung konfrontiert, sondern mit Beschimpfungen, Hass-Postings und Verächtlichmachung, also nochmals mit Gewalt. Was wir derzeit erleben, ist einerseits ein vor allem durch Social Media unterstütztes feministischen

Aufbegehren,

anderer-

seits ein Erstarken rechter Politik, deren Agenda nicht gerade mit feministischen Themen und Programmen auffällt, sonFoto: Sigrun Alten, Vorstandsvorsitzende

dern sehr traditionelle, patriarchale Werte und Gesellschaftsformen vertritt. Es ist ein Widerspruch in sich, gegen Gewalt an Frauen und Kinder aufzutreten, aber gleichzeitig gesellschafts-, sozial- und


wirtschaftspolitische Weichen zu stellen,

ordnete Übergabe im April der reibungs-

die der Gleichstellung von Frauen, einem

lose Ablauf im Haus gewährleistet ist. Ich

selbstbestimmten Leben und einem an-

wünsche Frau Mag.a Kraker-Kölbl einen

gemessenen Gehalt zuwiderlaufen. Nur

guten Start, viel Erfolg und freue mich

eine Politik, die dafür sorgt dass Männer

auf eine sicherlich gute und konstruktive

und Frauen auf Augenhöhe miteinander

Zusammenarbeit.

leben und arbeiten, leistet einen wirksaBedanken möchte ich mich auch bei al-

men Beitrag gegen Gewalt.

len Mitarbeiterinnen für ihr Engagement Das Frauenhaus Villach besteht nunmehr

und ihre Professionalität, bei meinen Vor-

seit 21 Jahren; 19 Jahre hat Frau Mag.a

standskolleginnen für die Unterstützung

Gerith Laure-Kelz das Haus umsichtig, ver-

und gute Zusammenarbeit.

antwortungsvoll und kompetent geleitet und war dem Vorstand und vor allem mir

Besonders danke ich aber wieder unseren

als Obfrau eine wertvolle und verlässliche

Spenderinnen und Spendern und unse-

Laure-Kelz

ren FördergeberInnen, allen voran dem

wird nun eine neue berufliche Herausfor-

Land Kärnten und der Stadt Villach, dem

derung annehmen und ich bedanke mich

Bundesministerium für Gesundheit und

im Namen des gesamten Vorstands für die

Frauen sowie dem Bundesministerium für

großartige Arbeit und wünsche ihr viel

Familie. Alle zusammen geben unserer

Glück, Erfolg und Freude in ihrem neuen

Einrichtung die finanzielle Sicherheit, die

Betätigungsfeld. Es freut mich, dass wir

die Arbeit für unsere Klientinnen und de-

mit Frau Mag.a Christina Kraker-Kölbl eine

ren Kinder erst ermöglicht.

Unterstützung. Frau Mag.

a

sehr erfahrene und kompetente Nachfolgerin gefunden haben und durch eine ge-

Sigrun Alten Vorstandsvorsitzende


Vorwort der Geschäftsführerin

Was tun, wenn aus dem romantischen Zauber

einer

liebevollen

Partner-

schaft Gewalt wird? Ein Paar lernt sich kennen, ist verliebt, die Welt erscheint wunderschön. Der Mann sagt er liebe seine Freundin so sehr, dass er immer mit ihr zusammen sein will, jede freie Minute, weil er sie so liebe. Sie muss sich nicht mit Freundinnen treffen, schließlich geht es ihnen ja so gut zusammen. Die Beziehung wird immer enger, aber auch immer einsamer, die Eifersucht ist sehr groß, es gibt immer weniger Freiräume - bis die Situation zum ersten Mal eskaliert. So könnte es aussehen, wenn ein zauberhafter Beginn einer Partnerschaft sich zu einer gewaltvollen Beziehung wandelt. Foto: Mag.a Gerith Laure-Kelz, Geschäftsführerin

Und dann? Das Jahr 2017 ist ein Jubiläumsjahr für den Opferschutz. Seit 1997 gibt es das Gewaltschutzgesetz, das es der Exekutive


„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne ....“ Hermann Hesse

erstmals ermöglichte, bei Gewalt im häus-

waltungsstrafe. In vielen Familien steht

lichen, familiären Bereich einzugreifen.

Gewalt an der Tagesordnung, es kommt zu wiederholten Polizeieinsätzen, eine

Seit 20 Jahren gibt es also die Möglichkeit,

Loslösung von dem gewaltvollen Partner

Gefährder aus der Wohnung zu weisen –

wird aber trotzdem nicht geschafft. Aber

anfänglich mit einem Rückkehrverbot von

warum ist es so?

10 Tagen. Die Polizei meldet die Daten an das Gewaltschutzzentrum, eine Be-

Gewalt an sich ist nicht vorhersehbar, nur

ratungseinrichtung, die ebenfalls seit 20

das Risiko lässt sich feststellen. Es gibt

Jahren tätig ist. Eine Mitarbeiterin setzt

auch nicht den typischen häuslichen Ge-

sich mit dem Opfer in Verbindung und

walttäter, es sollte eher von einer Täterdy-

bietet Begleitung und Unterstützung an.

namik gesprochen werden, es gibt einen Kreislauf der Gewalt.

In den 20 Jahren wurde laufend „nachgebessert“ – so gilt die Wegweisung heute

Eskalation - Honeymoon-Phase - Anspan-

für 14 Tage, mittels Einstweiliger Verfü-

nung – diese steigert sich wieder bis die

gung kann diese ausgedehnt werden. Aus

Eskalation folgt und alles von vorne be-

traurigem Anlass – weil ein Vater seinen

ginnt.

Sohn in der Schule erschossen hat – wurde das Gesetz erweitert. Das Betretungsver-

Dieser Kreislauf zieht sich oft über Jahre

bot kann, wenn Kinder direkt von Gewalt

oder Jahrzehnte. Die Täter sind meist sehr

betroffen sind, auch auf Pflichtschulen

abhängige Personen, abhängig von der

ausgedehnt werden. Nur der Behörde ist

Partnerin, brauchen Nähe, es kommt zu

es möglich, diese Maßnahme aufzuhe-

Kontrolle, Bedrohung; durch die Senkung

ben; bei Zuwiderhandeln gibt es eine Ver-

des Selbstwertes der Partnerin sorgt der


Vorwort der Geschäftsführerin

Fotos rechte Seite: Eindrücke vom „Nachmittag der offenen Tür“ im Villacher Frauenhaus.

häusliche Gewalttäter dafür, dass die Frau

wir klar mit ja – denn all diesen Frauen

ihn nicht verlässt – sich ein Leben alleine

und Kindern konnte eine sichere Wohn-

nicht mehr zutraut.

möglichkeit sowie professionelle Unterstützung zur Verfügung gestellt werden

Im Jahr 2017 haben es 32 Frauen mit 22

und jede Loslösung aus einer gewaltvol-

Kindern geschafft, diesen Kreislauf der

len Partnerschaft ist zu „feiern“.

Gewalt zu durchbrechen, sich aus der gewaltvollen Partnerschaft zu lösen und

Für das Jubiläum „20 Jahre Frauenhaus

Unterstützung und Begleitung im Vil-

Villach“ haben wir uns entschlossen, die

lacher Frauenhaus zu suchen. Der Weg

Türen des Frauenhauses für geladene Gäs-

in ein hoffentlich gewaltfreies Leben ist

te zu öffnen, um unseren Subventionsge-

beschwerlich, oft schmerzhaft und sehr

berInnen, SpenderInnen und FörderInnen

kräftezehrend. Umso schöner ist es zu

zu zeigen, was sich in den 20 Jahren des

sehen, dass

unsere Klientinnen neuen

Bestehens geändert, wie sich der Ver-

Lebensmut fassen, selbstbewusst werden

ein entwickelt hat und nicht zuletzt, um

und nach und nach wieder selbstbestimmt

den Umbau der Räumlichkeiten und die

leben können.

neuen Küchen zu präsentieren. Wir haben uns sehr über einen gelungenen, gut

Die erste Klientin bezog am 22. März 1997

besuchten Nachmittag der offenen Türe

ein Zimmer im Villacher Frauenhaus; in

gefreut. Vielen Dank an Frau Michaela

den 20 Jahren des Bestehens konnte 627

Widnig-Tiefenbacher für das ausgezeich-

Frauen mit 670 Kindern eine geschützte

nete Buffet und die professionelle und

Unterkunft gewährt werden. Die Frage,

herzliche Betreuung unserer Gäste. Vielen

ob 20 Jahre Frauenhaus Villach einen

Dank an die Privatstiftung der Kärntner

Grund zum Feiern darstellt, beantworten

Sparkassen sowie der Wiener Städtischen


Versicherung für die finanzielle Unter-

zung von Firmen und Privatpersonen ist

stützung und ein herzliches Dankeschön

es uns möglich, Klientinnen das Einrich-

an alle Mitwirkenden, die diesen Tag zu

ten der Wohnungen zu erleichtern oder

einem gelungenen Fest gemacht haben!

bei dringend nötigen Investitionen unter die Arme zu greifen.

Neben einer soliden Grundfinanzierung unseres Hauses freuen wir uns sehr, von

Besonders bedanken möchte ich mich bei

treuen Spenderinnen und Spendern be-

Regina Albietz sowie ihren Kolleginnen,

gleitet zu werden. Durch die Unterstüt-

die sich nach Auflösen des Leo Clubs als


Vorwort der Geschäftsführerin

Privatpersonen weiter für das Frauenhaus engagieren und dafür sorgen, dass unsere Kinder z.B. wunderschöne Oster- und Weihnachtsgeschenke erhalten haben. Ein besonderer Dank gilt Frau Rosalia Domanig,

die

gemeinsam

mit

ihren

Töchtern wieder einen Weihnachtsbasar auf die Beine gestellt und Nikolaussackerln für unsere Kinder organisiert hat. Der Erlös des Basars wurde unseren Frauen zur Verfügung gestellt. Der Überbringung der Geldspende schloss sich auch wieder Frau Michaela Winkler an, die ebenfalls einen großzügigen Betrag – wie bereits in den Vorjahren – zur Verfügung stellte. Vielen herzlichen Dank dafür. Besonders

Bienenzuchtverband

bedanken möchte ich mich auch bei Herrn

Rudolf Köchel hat uns auch heuer wieder

Franz Krall. Er hat in seinem Betrieb auf

den Alltag versüßt und unseren Frauen

eine Weihnachtsfeier verzichtet, dafür

und Kindern hochwertigen Bienenhonig

großartige

zur Verfügung gestellt – vielen herzlichen

unsere für

Weihnachtsgeschenke

Kinder

unsere

und

Frauen

für

Möbelgutscheine gekauft.

unter

Obmann

Dank!

Vielen

Dank für dieses großzügige und sehr

In den letzten 20 Jahren hat sich natürlich

hilfreiche

auch in der Betreuungsarbeit viel verän-

Geschenk!

Und

auch

der


dert, der Computer ist für Dokumentati-

sowohl Betreuungs- als auch Arbeitsbe-

on, Kommunikation und Vernetzung im-

reitschaftsteam wieder vollzählig sind

mer mehr in den Mittelpunkt gerückt. Das

und die Kolleginnen ihre Dienste gesund

PC-System wurde im Laufe der Jahre Stück

wieder antreten konnten.

für Stück erweitert – bis dieses „Stückwerk“ sehr fehleranfällig wurde.

Das Leben ist Veränderung. Diesem Prozess müssen sich unsere Klientinnen stel-

Um verlässlich arbeiten zu können und

len, um wieder selbstbestimmt leben zu

der umzusetzenden Datenschutzneuver-

können. Aber auch ich habe mich nach

ordnung gerecht zu werden, konnten mit

fast 19 Jahren Frauenhausarbeit zu ei-

der Subvention der Stadt Villach neue PCs

ner Veränderung entschieden und werde

angekauft, zeitgemäß eingerichtet und

mich als Leiterin des Hauses verabschie-

für Datensicherheit gesorgt werden. Vie-

den – mit einem weinenden und einem

len Dank dafür!

lachenden Auge. Ich bedanke mich sehr herzlich für das große Vertrauen, das mir

Neben den Feierlichkeiten brachte das

von Seiten des Vorstandes und der Kolle-

Jahr 2017 aber auch viele Herausforde-

ginnen entgegengebracht wurde, für die

rungen mit sich. Ich bedanke mich sehr

Möglichkeit der Entwicklung, für die sehr

herzlich bei dem Vereinsvorstand, der

lehrreiche Zeit, für einen tollen Arbeits-

stets um rasche Lösungen bemüht ist. Ein

platz. Das Frauenhaus ist mir Herzensan-

herzliches Dankeschön an meine Kollegin-

gelegenheit – und daran wird sich auch

nen aus dem Betreuungsteam und dem

künftig nichts ändern. Vielen herzlichen

Team Arbeitsbereitschaft für die große

Dank!

Einsatzbereitschaft und Unterstützung. Ganz besonders aber freut es mich, dass

Mag.a Gerith Laure-Kelz Geschäftsführerin


Das Frauenhaus Villach Team


Vorstand Sigrun Alten

Dr.in Olivia Bluder

Vorsitzende

Rechnungsprüferin

Ingrid Schatzmayr

Mag.a Sabrina Moser-Schellander

stellvertretende Vorsitzende

Rechnungsprüferin

Mag.a Barbara Lex Finanzreferentin

Mag.a Barbara Schabata stellvertretende Finanzreferentin

Helga Sacherer Schriftführerin

RRin AlStv.in Christine Gaschler-Andreasch Mag.a Dr.in Lena Muttonen Aliza Zwittnig, MBA


Das Frauenhaus Villach Team

Team Mag.a Gerith Laure-Kelz

Name zum Datenschutz entfernt

Geschäftsführerin, Sozialarbeit Frauen (31 Wochenstunden)

Sozialarbeit Frauen (30 Wochenstunden)

Ablauforganisation, Teamführung, Krisenintervention, Qualitätsentwicklung, Administration, Öffentlichkeitsarbeit, Beratung und Begleitung im Sinne der Frauenbetreuung

Beratung, Begleitung und Unterstützung bei Behörden- und Gerichtswegen sowie Hilfe bei Schuldenregulierung, Arbeits- und Wohnungssuche; Kassenführung; Krisenintervention

Name zum Datenschutz entfernt

Name zum Datenschutz entfernt

stv. Geschäftsführerin, Sozialarbeit Frauen (30 Wochenstunden)

Sozialarbeit Frauen (25 Wochenstunden)

Beratung, Begleitung und Unterstützung bei Behörden- und Gerichtswegen sowie Hilfe bei Schuldenregulierung, Arbeits- und Wohnungssuche, Krisenintervention

Beratung, Begleitung und Unterstützung bei Behörden- und Gerichtswegen sowie Hilfe bei Schuldenregulierung, Arbeits- und Wohnungssuche, Krisenintervention

Name zum Datenschutz entfernt Organisation und Betreuung Wohnbereich (30 Wochenstunden) Frauenbetreuung im Sinne der Hausorganisation; Sachspendenverwaltung; Einkauf; Organisation von Reparaturen und Instandhaltung; Haussitzungen; sozialpädagogische Gruppenstunden; Journaldienst; Krisenintervention


Name zum Datenschutz entfernt

Name zum Datenschutz entfernt

Sozialarbeit Kinder und Jugend (32 Wochenstunden)

Sozialarbeit Kinder und Jugend (32 Wochenstunden)

Einzel- und Gruppenbetreuung der Kinder und Jugendlichen sowie der Mütter, Vernetzung mit verschiedensten Einrichtungen, Organisation von Kinderfesten, Krisenintervention, Journaldienst, Präventionsarbeit

Einzel- und Gruppenbetreuung der Kinder und Jugendlichen sowie der Mütter, Vernetzung mit verschiedensten Einrichtungen, Organisation von Kinderfesten, Krisenintervention, Erstbetreuung in der Orientierungsphase, Journaldienst, Präventionsarbeit.

vom 1.3. bis 31.10.2017 in Bildungskarenz seit 1.12.2017 im Team Arbeitsbereitschaft

Name zum Datenschutz entfernt

Name zum Datenschutz entfernt

Sozialarbeit Kinder und Jugend (32 Wochenstunden)

Sozialarbeit Frauen, Krankenstandsvertretung (30 Wochenstunden)

Einzel- und Gruppenbetreuung der Kinder und Jugendlichen sowie der Mütter, Mütterrunden, Vernetzung mit verschiedensten Einrichtungen, Organisation verschiedenster Kinderfeste, Krisenintervention; Präventionsarbeit

Beratung, Begleitung und Unterstützung bei Behörden- und Gerichtswegen sowie Hilfe bei Schuldenregulierung, Arbeits- und Wohnungssuche, Krisenintervention

vom 1.3. bis 30.06.2017 als Karenzvertretung

seit 1.12.2017 im Team Arbeitsbereitschaft

seit 1.10.2017 im Team Arbeitsbereitschaft

vom 1.5. bis 31.10.2017 im Betreuungsteam


Team Arbeitsbereitschaft

Jahresbericht des Arbeitsbereitschafts-Teams Seit 01. Mai 2016 ist im Villacher Frauen-

und engagiert koordiniert und einen lü-

haus rund um die Uhr eine Mitarbeiterin

ckenlosen Ablauf ermöglicht. Bedanken

vor Ort. Das Betreuungsteam wird von 12

möchte ich mich sehr herzlich bei allen

geringfügig beschäftigten Kolleginnen

Kolleginnen des Teams Arbeitsbereit-

ergänzt, die Arbeitsbereitschaft leisten

schaft! Vielen Dank dass ihr mit großem

und damit sicherstellen, dass Klientinnen

Interesse und großer Einsatzfreude eure

zu jeder Tages- und Nachtzeit die nötige

Dienste verseht und einen wesentlichen

Unterstützung erhalten. Vielen Dank an

Teil dazu beitragt, dass sich unsere Frauen

Frau Mag.a Angelika Latzel, die das Team

und Kinder in der neuen Wohnsituation

Arbeitsbereitschaft höchst professionell

sicher und geschützt fühlen können.


„Geschlagen zu werden ist nicht das Merkmal der Frauen, sondern einer Gesellschaft, die es duldet, in der es möglich ist.“ Bernhard C. Schlaffer

Seit Implementierung des Arbeitsbereit-

hinaus konnte den betroffenen Frauen

schafts-Teams im Mai 2016 ist dieses mitt-

nicht nur kurzfristig Unterstützung und

lerweile als fixer Bestandteil des Frauen-

Hilfe angeboten, sondern in Folge eine

hauses Villach nicht mehr wegzudenken.

Chance auf (Weiter)Entwicklung in einem geschützten Raum gegeben werden.

Im Rückblick auf das vergangene Jahr konnte dadurch wieder einer Vielzahl von

Die sehr gute Zusammenarbeit mit dem

Gewalt bedrohten und betroffen Frauen

Betreuungsteam ermöglichte den Frau-

und ihren Kindern ein Gefühl von absolu-

en – aufbauend auf ihren individuellen

ter Sicherheit gegeben werden - und das

Ressourcen – ihre eigenen Strategien zur

rund um die Uhr. Durch die professionelle

Bewältigung der erlebten Gewalt zu er-

Aufnahme durch geschultes und qualifi-

arbeiten und mögliche Perspektiven für

ziertes Personal auch außerhalb der nor-

die Zukunft zu erstellen. Dadurch sollte

malen Zeiten konnte somit in erster Linie

es den betroffenen Frauen gelingen, ein

nicht nur unbürokratische Soforthilfe,

Leben frei von Gewalt, auch nach der Zeit

sondern

im Frauenhaus, führen zu können.

professionelle

Kriseninterven-

tion geleistet werden. Für die Mitarbeiterinnen des Arbeitsbereitschafts-Teams

Personelle Veränderungen innerhalb des

bedeutet dies in Folge eine extrem hohe

Arbeitsbereitschafts-Teams

Anforderung an ihre Flexibilität.

nicht nur unseren Fähigkeitsbereich, son-

erweiterten

dern trugen dazu bei neue Perspektiven Kompetente Beratung, Begleitung und

zu gewinnen. Danke für die wertschät-

Unterstützung des Teams bewirkten in

zende und konstruktive Zusammenarbeit!

solch einer Krisensituation eine Stabilisierung nach familiärer Gewalt. Darüber


Das Frauenhaus Villach bietet folgende Leistungen: Schutz und vorübergehende Wohnmöglichkeit Sozialarbeiterische Begleitung und Unterstützung Hilfestellung und Begleitung bei Amts- und Behördenwegen Begleitung zu Gerichtsterminen Hilfestellung bei Kindergarten- und Schulwechsel sowie Vermittlung von Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und Einrichtungen Anbahnung von juristischer und psychologischer und/ oder psychotherapeutischer Hilfestellung (wenn erforderlich) Betreuung und Beratung von Müttern in sämtlichen Belangen Erarbeiten von Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit, auch im Umgang mit Kindern Hilfestellung bei der beruflichen Orientierung und Wohnungssuche Erarbeiten verschiedenster neuer Lebensperspektiven Hilfestellung beim Ordnen der finanziellen Belange Nachbetreuung (wenn erwünscht) Ambulante Beratungen (kostenlos) Telefonische Beratungen


Schutz und Hilfe

So hilft das Frauenhaus Villach Das Villacher Frauenhaus ist eine Opfer-

und Begleitperson für die Frau ist. Diese

schutzeinrichtung für von Gewalt be-

Betreuerin steht natürlich auch nach dem

drohte und betroffene Frauen und deren

Auszug für die Nachbetreuung zur Verfü-

Kinder. Der private Verein ist parteipoli-

gung. Weiters kümmert sich unsere Kin-

tisch und konfessionell unabhängig und

der- und Jugendbetreuerin speziell um

bietet unbürokratisch und rasch Hilfe,

die Belange der Kinder und Jugendlichen

Unterkunft, Schutz und Betreuung für

und unterstützt die Mütter bei Erzie-

Frauen und deren Kinder, die aus Gewalt-

hungsfragen.

situationen flüchten müssen. Das Villacher Frauenhaus ist täglich rund Das Frauenhaus bietet in erster Linie Hil-

um die Uhr unter der Telefonnummer

fe zur Selbsthilfe, also Unterstützung

04242/31031 erreichbar.

und Begleitung auf dem Weg zu einem selbstbestimmten Leben. Für die Dauer

Detaillierte Informationen finden Sie

des Aufenthaltes steht jeder Bewohnerin

auch auf unserer Website

eine Betreuerin zur Seite, die Ansprech-

www.frauenhaus-villach.at

Machen Sie betroffene Frauen und Kinder auf unsere Hilfestellungen aufmerksam: Wir bieten kostenlos Plakate, Folder und Info-Material!


Frauenbetreuung

Warum braucht die Gesellschaft „Arme“? Seit jeher hat man eine Trennung zwischen guten und schlechten bzw. würdigen und unwürdigen Armen vorgenommen. Werden Arme als unwürdig beschrieben, so wirkt sich das positiv auf die Nichtarmen aus. Das Konzept der „unwürdigen Armen“ wird auch heute noch weiterverfolgt, weil es positive Aspekte in der Gesellschaft erfüllt. Herbert Gans unterscheidet 16 Funktionen – ökonomische, gesellschaftliche, emotionale, kulturelle, religiöse und politische – die die Armen bewusst oder unbewusst erfüllen, wenn sie von Nichtarmen als unwürdig beschrieben oder behandelt werden. Gans hat seine Funktionen auf den amerikanischen Raum bezogen, sie lassen sich jedoch durchwegs – bis auf einige wenige – auf den europäischen Raum übertragen.

Quelle: Gans, Herbert: Über die positiven Funktionen der unwürdigen Armen (1992)


Foto © Sawapanf Photo, Fotolia.com


Frauenbetreuung

Herbert Gans unterscheidet 16 Funktionen –

oft auch nicht in Arbeitslosenstatistiken

ökonomische, gesellschaftliche, emotionale,

auf, was zur Folge hat, dass die Arbeitslo-

kulturelle, religiöse und politische – die die Ar-

senraten niedriger gehalten werden und

men bewusst oder unbewusst erfüllen, wenn

die Wirtschaft positiver erscheint als sie in

sie von Nichtarmen als unwürdig beschrieben

Wirklichkeit ist.

oder behandelt werden. Das Konzept der „unwürdigen Armen“ wird auch heute noch

3. Es besteht aber auch eine unmittelbare

weiterverfolgt, weil es positive Aspekte in der

wirtschaftliche Funktion der unwürdigen

Gesellschaft erfüllt.

Armen. Sie versorgen die Mittel- und Oberschicht mit verbotenen Gütern wie

1. Eine herkömmliche Funktion der unwür-

z.B. Amerika zur Zeit der Prohibition –

digen Armen besteht darin eine „Reser-

Versorgung von Bier, Wein und Likör.

ve-Arbeitsarmee“ zu sein, um die Löhne

Heute, da der Alkoholkonsum legalisiert

niedrig zu halten.

ist, findet man sie in der Drogenszene, wo sie die riskanten Jobs auf der unters-

2. Die meisten unwürdigen Armen erfüllen

ten Ebene des Drogenhandels überneh-

bestimmte wirtschaftliche Funktionen.

men. Arme Drogenabhängige werden oft

Oft fehlen ihnen die richtigen Bildungs-

nicht in bar, sondern mit Drogen bezahlt.

und Ausbildungsabschlüsse, oder es wird ihnen kein angemessenes Arbeitsverhal-

4. Da man in der Gesellschaft davon aus-

ten, was z.B. Pünktlichkeit und Arbeits-

geht, dass die Schicht der unwürdigen

moral betrifft, unterstellt. Daher können

Armen schlecht erzogen bzw. ausgebil-

sie leicht vom Arbeitsmarkt verdrängt

det ist und auch gefährlich (kriminell,

werden bzw. es werden ihnen gar keine

gewalttätig, etc.) sein kann, müssen

Arbeitsplätze angeboten. So scheinen sie

die unwürdigen Armen durch Umerzie-


hungsprogramme lernen, sich gesell-

wird automatisch jeder der oberhalb

schaftlich angepasst zu verhalten. Da-

steht, als würdig angesehen. Das System

durch schaffen sie indirekt Arbeitsplätze

wird so mit einem moralischen Ethos ver-

für z.B. Sozialarbeiter, Pädagogen, Psy-

sehen.

chologen, Therapeuten, Polizisten, Richter, Vollzugswachebeamte und sogar für

7. Unwürdige Arme sind von zentraler Be-

Sozialwissenschaftler, die über die „un-

deutung um soziale Normen zu stabilisie-

derclass“ forschen.

ren. Sie sind ein abschreckendes Beispiel (Kriminalität), und weiters rechtfertigen

5. Die unwürdigen Armen erfüllen sozio-

„Faule“ das eigene Arbeitsethos.

strukturelle Funktionen und helfen so den institutionalisierten Status quo zu

8. Die

unwürdigen

Armen

haben

so-

legitimieren. Sie sind unbelehrbar und

zio-emotionale und politische Verdrän-

daher braucht man auch nicht viel tun.

gungsfunktionen, die die Eliten stützen.

Der soziale Wohnbau oder die Sozialhilfe

Arme dienen automatisch als Zielscheibe

muss z.B. nicht verbessert werden, weil

für Beschuldigungen, öffentlichen Spott

man annimmt, dass diese Leute ohnehin

und Zorn. Der Ärger über soziale Miss-

nicht bereit sind, ihre Wohnungen zu

stände wie Bettler oder Obdachlose wird

pflegen und ihr eigenes Brot zu verdie-

nicht an das Wirtschaftssystem bzw. zen-

nen.

trale politische Stellen, sondern auf greifbare und wehrlose Opfer gerichtet.

6. Die zentralste Funktion ist die Legitimierung der bestehenden Hierarchie der so-

9. Die unwürdigen Armen symbolisieren die

zialen Schichtung. Werden die Menschen

Unzufriedenheit mit den bestehenden

„ganz unten“ als unwürdig bezeichnet,

sozialen Bedingungen. Hier fällt das Bild


Frauenbetreuung

des Sozialhilfebetrügers hinein. In Zeiten,

11. Eine Vielzahl von Funktionen wird für die

in denen die Arbeitslosigkeit steigt, tau-

geschaffen, die sich um karitative Dienste

chen auch die Sozialschmarotzer-Debat-

für arme Leute bemühen. Dazu gehö-

ten verstärkt auf.

ren Kommunalpolitiker, Pfarrer, Mitglieder von Kirchengemeinden, religiös wie

„Dieses Bild eines in Luxus lebenden

nichtreligiös motivierte Ehrenamtliche,

Sozialhilfebetrügers bzw. einer Sozi-

um nur einige zu nennen. Aber auch die

alhilfebetrügerin kann nicht einfach

„High Society“ kann tätig werden, indem

durch Fakten widerlegt werden, weil

sie Bälle oder Dinner für karitative Zwe-

das Bild es solchen Menschen, die über

cke organisiert. Die Guten werden tätig.

ihre Arbeit oder ihren Lohn besonders aufgebracht sind, erlaubt, ihre Unzufrie-

Herbert Gans meint, dass die christlichen

denheit auf die Armen selbst zu projizie-

Religionen und Institutionen „entspre-

ren.“(Gans, 1992)

chende religiöse Berufswege für diejenigen bereit halten, die ihr Leben darauf

Die eigenen Probleme werden so auf die

verwenden wollen, die Seelen solcher

Armen verschoben und damit verdrängt.

unglücklicher Menschen zu retten“.

10. Die unwürdigen Armen haben immer

12. In den USA haben die unwürdigen Ar-

eine bestimmte Rolle in der Kultur und

men auch politische Funktionen. Die po-

im Unterhaltungsgeschehen gespielt. Sie

litische linke Partei kann sich in den USA

beliefern die Menschen mit realistischen

nur deswegen halten, weil sie als Anwalt

Dramen und auch Musikrichtungen wie

für die Armen auftritt, sich für wirtschaft-

Jazz und Blues, heute der Rap, kommen

liche und soziale Reformen zugunsten

vorwiegend aus der Armenszene.

der Armen verwendet und sich dafür ein-


setzt, dass diese nicht als unwürdig ange-

Müllentsorgungsanlagen oder Asyle für

sehen werden.

Obdachlose oder andere Einrichtungen aufgebaut, die in den übrigen Stadtteilen

13. Weiters dienen in den USA die unwürdi-

nicht erwünscht sind. Außerdem kann

gen Armen, die keine politische Macht

die Polizei in den Gegenden Drogenver-

haben, den Rechten als Spielball. Es

kauf dulden, um ihn von anderen Gegen-

werden Missstände angeklagt und die

den der Stadt fernzuhalten.

Einschränkung von bürgerlichen Rechten erwogen. 14. Die unwürdigen Armen werden in den USA benutzt, um gegen den Wohlfahrtsstaat vorzugehen. 15. Die unwürdigen Armen dienen in der amerikanischen Innenpolitik als Sündenböcke und sind selbst weitgehend von den politischen Prozessen ausgeschlossen. Daher kann sich die Politik eher auf die Mittelschicht konzentrieren. 16. Arme Nachbarschaften lassen sich als „underclass“-Gegenden

stigmatisieren

und dadurch kann man diese Gegenden auch anders behandeln. Hier werden z.B.


Öffentlichkeitsarbeit

Informieren, beraten, betreuen. Unsere professionelle Arbeit wird nur

Angebot für Schutz und Unterkunft nicht

dann richtig effektiv, wenn möglichst

nur auf die Beherbergung bezieht, son-

viele der betroffenen Frauen auch von

dern ein Teil unserer Arbeit auch auf die

unserer Institution wissen. Immer wieder

(ambulante oder telefonische) Beratung

hören wir von Frauen, dass sie schon viel

fällt.

früher aus der gewaltvollen Beziehung ausgebrochen wären, hätten sie nur ge-

Eine wichtige Information für Frauen, die

wusst wohin.

subtileren Formen der Gewalt ausgeliefert sind - denn häusliche Gewalt beginnt

Wir sind daher bestrebt, das auch heu-

nicht erst mit einem „blauen Auge“.

te noch weitgehend tabuisierte Thema häusliche Gewalt verstärkt in die breite

Auch

Öffentlichkeit zu tragen und über unsere

Geldentzug, Isolierung und Drohung sind

Arbeit und Hilfestellungen für von Gewalt

Formen von Gewalt. Das Wissen darüber

bedrohte und betroffene Frauen und ihre

kann zur Vorbeugung beitragen.

Beschimpfung,

Einschüchterung,

Kinder zu informieren. Ein wichtiger Bestandteil unserer ÖffentHelfen Sie mit, betroffene Frauen über

lichkeitsarbeit ist auch unsere Internetsei-

unser Angebot zu informieren! Wir stel-

te: Mehr als 2.000 Benutzerinnen haben

len Ihnen kostenlos Informationsmaterial

sich im letzten Jahr auf unserer Website

(Folder, Plakate, etc.) zur Verfügung!

informiert; rund 514 telefonische und ambulante Beratungs- und Nachbetreuungs-

Insbesondere mit unseren Informationsfoldern wollen wir nun auch verstärkt darauf aufmerksam machen, dass sich unser

kontakte konnten verzeichnet werden.


„Unsere professionelle Arbeit wird nur dann richtig effektiv, wenn möglichst viele der betroffenen Frauen auch von unserer Institution wissen.“


Kinder- und Jugendarbeit

Foto Š Altanaka, Fotolia.com

MĂśgliche Auswirkungen von miterlebter Partnergewalt bei Kindern und Jugendlichen


„Worte waren ursprünglich Zauber, und das Wort hat noch heute viel von seiner alten Zauberkraft bewahrt.“ Sigmund Freud

Die Lebensgeschichten der Frauen und Kinder, wie auch meine tägliche Arbeit im Frauenhaus haben mir die Macht des Wortes verdeutlicht. Mit Worten kann man Wunden verursachen, manche von ihnen aber auch wieder heilen.

Nachstehend möchte ich einige mögliche

Auswirkungen bei Kindern und Jugendli-

niedrige

Frustrationstoleranz

und

eine labile emotionale Befindlichkeit

chen aufzeigen, die durch das Miterleben von häuslicher Gewalt verursacht werden

können:

Kritikunfähigkeit; reagieren verletzt, enttäuscht, beleidigt oder auch aggressiv bei Schwierigkeiten

ein niedriges Selbstwertgefühl und existenzielle Angst; da die Kinder

und Jugendlichen Angst um ihre ei-

sind selten über einen längeren Zeitraum unbeschwert und zufrieden

gene Sicherheit haben und/oder um die Sicherheit bzw. das Leben einer

Bezugsperson

anfällig für Erkältungs- und Infektionskrankheiten oder leiden unter anderen somatischen oder psycho-

Ringen um die Aufmerksamkeit und

somatischen Erkrankungen wie z. B.

Zuwendung der Erwachsenen

Essstörungen

ein wahlloses, sehr anhängliches, oft

auch

Verhalten

körperlich

distanzloses

ein ausgeprägtes geschlechtsspezifisches Verhalten fällt auf; dieses Verhalten wird durch das Vorleben im


Kinder- und Jugendarbeit

Elternhaus übernommen z.B. orien-

Sie können die eigenen Gefühle kaum

tieren sich Buben am „patriarchalen“

wahrnehmen, geschweige denn dif-

Männerbild und die Mädchen an der

ferenzieren, und kennen auch die

„unterwürfigen, schwachen und ver-

eigenen Grenzen nicht; es fällt ihnen

sorgenden“ Frauenrolle

noch schwerer die Grenzen anderer wahrzunehmen und zu respektieren

Auffälligkeiten im sozialen Verhal-

(Dürmeier & Maier 2013: 335 f.)

ten; die Kinder sind verunsichert oder unangepasst, häufig auch ungeübt

Die Kinder und Jugendlichen haben Ängste und Albträume und können

Viele Kinder können einfache Situa-

unter

Schlafstörungen,

Einnässen,

tionen, vor allem Körperhaltung und

Einkoten, Sprach- und Lernschwierig-

Mimik anderer, nicht gut einschätzen;

keiten, destruktivem und selbstschä-

diese Kinder erleben Diskussionen

digendem Verhalten leiden

oder etwas lauter gesprochene Wör-

(Strasser 2013: 57)

ter als bedrohlich • •

Es können Entwicklungsverzögerun-

Einige Kinder versuchen nicht aufzu-

gen bzw. -beeinträchtigungen, ein

fallen oder wirken bei Streitigkeiten

gestörtes Selbstbild, Konzentrations-

besänftigend auf andere ein

und Schlafprobleme, extreme Fixierung auf die Mutter und Schulprob-

Manche Kinder agieren sehr laut und

leme auftreten

aggressiv oder haben einen extrem

(Kavemann 2013: 22)

großen Bewegungsdrang


Bei direktem Miterleben des Ge-

erlebt haben. Zum Vergleich, bei

waltaktes können sich ausgepräg-

Opfern von körperlichem bzw. sexu-

te Gefühle von Angst, und Mitleid,

ellem Kindesmissbrauch ist der Erhö-

teilweise auch innerer Erstarrung, ohnmächtiger Wut oder Traurigkeit,

hungsfaktor 1,9 (Kindler 2013: 32)

bei den Kindern zeigen. Manche Kinder versuchen sich innerlich vom

die Kinder fühlen sich für die Gewalt (mit-)verantwortlich

Geschehen zu distanzieren und sich selbst abzulenken bzw. zu beruhigen, wiederum andere Kinder unterneh-

sie können weniger innere Ressour-

men Versuche schlichtend oder schüt-

cen aufbauen; die Kinder können

zend einzugreifen oder zumindest im

sich weniger Bewältigungsstrategien

Nachhinein zu trösten bzw. zu helfen

aneignen und haben bei späteren

(Kindler 2013: 27)

Belastungen und Herausforderungen Schwierigkeiten diese zu überwinden

posttraumatische

Belastungsstörun-

(Kindler 2013: 34 f.)

gen können auftreten • •

durch das Miterleben von Gewalt

die Wahrscheinlichkeit an einer psy-

zeigt sich langfristig eine höhere

chischen Erkrankung (beispielsweise

Bereitschaft zum Einsatz bzw. zum

Depressionen) zu erkranken ist bei

Erdulden von Gewalt, insbesondere

Kindern die Partnergewalt miterlebt

in späteren (eigenen) Partnerbezie-

haben um den Faktor 1,7 höher als

hungen und dadurch wird auch die

bei Kindern die keine Gewalt mit-

Lebensqualität beeinträchtigt


Kinder- und Jugendarbeit

In Studien wurden auch negative Ef-

und der nachfolgenden Generation negaDie Kinder,

fekte durch miterlebte Partnergewalt

tiv beeinflusst.

im Kindesalter auf den kognitiven

die durch das Miterleben auch Opfer von

Entwicklungsstand (Gesamt-IQ), bei

Gewalt sind, haben ihre Verhaltensweisen

der Sprachfähigkeit und der abstrak-

und Überlebensmechanismen in einer wi-

ten Denkfähigkeit nachgewiesen. Es

dersprüchlichen, bedrohlichen, unsiche-

wurde gezeigt, dass es dadurch zu

ren und nicht berechenbaren Umgebung

einer durchschnittlichen IQ-Vermin-

entwickelt. Wenn es ihnen gelingt, sich

derung von 8 IQ-Punkten kommt.

im Frauenhaus sicher zu fühlen, zeigen

Im Vergleich ist es mittels geeigneter

sie sich innerhalb kürzester Zeit hungrig

Förderung nur sehr schwer 8 IQ-Punk-

nach neuen Erfahrungen und äußerst

te zu gewinnen.

wissbegierig.

(Kindler 2013: 38)

(Kindler 2013: 36 f.)

Die Kinder können EntwicklungsrückstänDurch die oben aufgelisteten Punkte soll

de aufholen und ihre sozialen und emoti-

gezeigt werden, dass miterlebte Partner-

onalen Fähigkeiten erweitern. Dieser Pro-

gewalt in der Kindheit das Erlernen von

zess kann aber immer wieder durch Krisen

Beziehungsfähigkeiten und damit einen

und Rückschritte durchbrochen werden,

für das Lebensglück zentralen Bereich be-

beispielsweise auch, wenn die Mutter von

einträchtigen kann.

existenziellen Sorgen betroffen ist (z. B. der vor angstmachenden Gerichtstermi-

Durch die erlebte Gewalt ist auch die Ten-

nen steht). (Dürmeier & Maier 2013: 336f.)

denz zur Wiederholung dieser Gewalt in späteren Beziehungen erhöht, und da-

Deshalb ist es auch sehr wichtig mit den

durch auch das Leben anderer Menschen

Müttern zu arbeiten, um ihnen zu hel-


fen sich um die Bedürfnisse ihres Kindes zu kümmern bzw. diese zu erkennen und unterstützend, wie auch psychisch stabilisierend zur Seite zu stehen. Aus diesem Grund ist es ein Leitgedanke im Kinderund Jugendbereich, die Bedürfnisse der einzelnen Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt zu stellen und ihnen einen Ort der Geborgenheit und Sicherheit zu bieten, an dem sie sich wertgeschätzt und angenommen fühlen und ganz einfach Kind sein dürfen. Im Kinder- und Jugendbereich im Frauenhaus zu arbeiten heißt für mich, jeden Tag zu lernen: sich allem offen zu stellen und durch die Mitmenschen seinen Horizont zu erweitern, seine Grenzen kennenzulernen, sich auf neue Begebenheiten einzustellen, neues Wissen zu erlangen, aus Überforderungen und Schwierigkeiten zu lernen, intuitiv aber auch auf Wissen gestützt zu agieren, Situationen zu hinterfragen, Gefahren einschätzen zu können, mit Frauen und Kindern mitzufühlen aber auch mit ihnen zu lachen…

Literatur: Dürmeier, Waltraud & Maier, Franziska (2013). Wieder Kind sein dürfen – Hilfen für Mädchen und Jungen im Frauenhaus. In: Kavemann, Barbara & Kreyssig, Ulrike (Hrsg.). Handbuch Kinder und häusliche Gewalt (3. Auflage). Wiesbaden: Springer Fachmedien, 331-345. Kavemann, Barbara (2013). Häusliche Gewalt gegen die Mutter und die Situation der Töchter und Söhne – Ergebnisse deutscher Untersuchungen. In: Kavemann, Barbara & Kreyssig, Ulrike (Hrsg.). Handbuch Kinder und häusliche Gewalt (3. Auflage). Wiesbaden: Springer Fachmedien, 15-27. Kindler Heinz (2013). Partnergewalt und Beeinträchtigungen kindlicher Entwicklung: Ein aktualisierter Forschungsüberblick. In: Kavemann, Barbara & Kreyssig, Ulrike (Hrsg.). Handbuch Kinder und häusliche Gewalt (3. Auflage). Wiesbaden: Springer Fachmedien, 27-47. Strasser, Philomena (2013). „In meinem Bauch zittert alles“ – Traumatisierung von Kindern durch Gewalt gegen die Mutter. In: Kavemann, Barbara & Kreyssig, Ulrike (Hrsg.). Handbuch Kinder und häusliche Gewalt (3. Auflage). Wiesbaden: Springer Fachmedien, 47-60.


Organisation Wohnbereich

Leben im Frauenhaus Der Aufenthalt im Frauenhaus kann sich,

fremde Lebensweisen zu akzeptieren so-

je nach persönlicher Situation der Klien-

wie Raum und Leben mit anderen zu tei-

tinnen, bis zu einem Jahr erstrecken. In

len.

dieser Zeit des Umbruchs haben die Bewohnerinnen eine Vielzahl an Heraus-

In diesem Bericht sollen einige Bewohne-

forderungen zu bewältigen. Das „alte

rinnen nun selbst zu Wort kommen und

Leben“ wird zu einem Großteil zurückge-

erzählen, was ihnen bei der Bewältigung

lassen, das „neue Leben“ muss organisiert

des Lebens im Frauenhaus hilft, was ihnen

werden und nicht zuletzt geht es auch da-

schwerfällt und was sie sich wünschen

rum, sich auf die Übergangszeit, also die

würden.

Zeit und das Leben im Frauenhaus, einzulassen. Sich einzulassen auf eine veränder-

„Das hilft mir ... „

te Wohnsituation, neue Alltagsstrukturen, auf das Leben in einer Gemeinschaft,

Im Frauenhaus kann ich mich beruhigen,

sowie auf vorgegebene Abläufe und Re-

die Gedanken einsammeln und leise die

geln.

nahe Zukunft planen. Frau H. 48 Jahre

Dies gelingt vielen Klientinnen ohne große Probleme, denn Regeln und Strukturen

Die Betreuung im Haus hilft mir sehr. Alle

geben auch ein Stück weit Orientierung

sind sehr freundlich und ich kann vertrau-

in dieser Zeit der Neugestaltung und die

en. Auch die Gespräche mit anderen Frau-

Gemeinschaft mit den anderen Bewohne-

en helfen. Es ist gut, dass es einen Garten

rinnen gibt vielfach Stärke und Halt.

gibt, die erste Zeit konnte ich dort sehr gut Ruhe finden. Die Zeit im Frauenhaus

Manchen Frauen fällt es aber auch schwer sich auf ein Miteinander einzustellen,

hilft mir wirklich ins seelische Gleichge-


wicht zurückzukommen. Die Kleiderspen-

anderen Bewohnerinnen helfe, wäre es

den sind auch gut, habe dort schon viel

schön ein Dankeschön zu bekommen.

gefunden und das spart mir Geld.

Frau H. 57 Jahre

Frau V. 38 Jahre

Ich habe oft Heimweh. Arbeiten zu gehen, ohne dass ich Angst

Frau V. 38 Jahre

habe was passiert, wenn ich nach Hause komme. Sich mit den Mitbewohnerinnen

Über einige Dinge zu sprechen.

auszutauschen.

Frau M. 56 Jahre

Frau M. 56 Jahre

Mich manchmal auf Sachen zu konzentUnterstützung durch Begleitungen bei

rieren und positiv zu denken.

behördlichen Wegen, Zeit für Gespräche,

Frau H. 25 Jahre

Austausch mit anderen Frauen. Frau H. 25 Jahre

Die anderen schweren Geschichten der Frauen zu hören.

Ich habe hier im Frauenhaus immer je-

Frau R. 38 Jahre

manden zum Sprechen. Frau R. 38 Jahre

„Das wäre schön ... „

„Das fällt mir schwer ...“

Einen kleinen Aufenthaltsraum zu haben, eventuell mit Trainingsgeräten wäre

Es fällt mir schwer den Mund zu halten,

schön.

wenn mich wer schimpft von den Frau-

Frau H. 57 Jahre

en, noch dazu ungerecht. Wenn ich den


Organisation Wohnbereich

Vielleicht wäre es in der Zukunft möglich,

Prägungen ist ein Prozess an dem perma-

ein paar Fitnessgeräte zu kaufen.

nent gearbeitet werden muss. Dazu gibt

Frau H. 48 Jahre

es im Frauenhausablauf u. a. wöchentliche Haussitzungen, in denen darüber

Gutscheine für Aktivitäten mit Kindern,

diskutiert und reflektiert wird, was gut

wie z. B. Lollipop, Theater. Ein Internetan-

läuft oder wo es Konflikte und Verbesse-

schluss wäre auch toll.

rungsbedarf gibt. Aber auch die regelmä-

Frau V. 38 Jahre

ßig stattfindenden sozialpädagogischen Gruppenangebote bieten den Rahmen

Es passt alles. Ich wüsste im Moment nicht,

sich besser aufeinander einzustellen und

was man besser machen könnte.

das Miteinander zu üben.

Frau M. 56 Jahre

Im letzten Jahr wurde dahingehend wieMit einem Lachen aus dem Frauenhaus zu

der gemeinsam gekocht, gebastelt und

gehen und auf eigenen Beinen zu stehen;

gefeiert. Einige bildliche Eindrücke davon

Noch mehr an Stärke zu gewinnen.

sollen nun diesen Bericht abschließen und

Frau H. 25 Jahre

einen kleinen Einblick in das Leben im Frauenhaus vermitteln.

Die Möglichkeit Fitness zu machen würde sehr helfen. Frau R. 38 Jahre

Das Gelingen des Zusammenlebens vieler unterschiedlicher Menschen, mit unterschiedlichen Lebensgeschichten und


Fotos: Gemeinsame Aktivitäten der Frauen


Finanzierung

Wir bedanken uns für die Unterstützung! Seit in Kraft treten des Kärntner Mindest-

abgedeckt und ausgeglichen werden –

sicherungsgesetzes und der damit ver-

vielen Dank dafür!

bundenen gesetzlichen Absicherung der Kärntner Frauenhäuser war die Finanzie-

In Vorgesprächen mit dem Land Kärnten

rung des Villacher Frauenhauses mit dem

wurden für die Jahre 2018 bis 2020 wie-

Land Kärnten für mehrerer Jahre vertrag-

der

lich festgesetzt.

rungen in Aussicht gestellt, über die wir

Mehrjahres-Finanzierungsvereinba-

uns natürlich sehr freuen würden. Für das Jahr 2017 konnten wir wie im Vorjahr mit dem Land Kärnten, Frau LHStv.in

Besonders freuen wir uns, dass die Stadt

Dr.in Beate Prettner, eine Finanzierungs-

Villach dem Verein Frauenhaus Villach

vereinbarung unterzeichnen und damit

eine Subvention vertraglich zugesichert

einen

Betreuungsablauf

für 3 Jahre zur Verfügung stellt. Im Jahr

sicherstellen. Durch die Bewilligung ei-

2017 konnten wir damit unser veralte-

ner Subvention konnten Sonderausgaben

tes und fehleranfälliges Computersystem

bedingt durch personelle Veränderungen

erneuern und damit u.a. sicherstellen,

reibungslosen


nach Richtlinien der Datenschutzneuver-

Sachspenden und finanzielle Unterstüt-

ordnung zu arbeiten. Vielen Dank an die

zung von Privatpersonen und Firmen

Stadt Villach, die uns seit Eröffnung des

haben uns auch im Jahr 2017 enorm ge-

Hauses großartig unterstützt.

holfen, damit unsere Frauen und Kinder eingekleidet werden, sie Hausrat für die eigene Wohnung erhalten und eine fi-

Vom Bundesministerium für Gesundheit

nanzielle Starthilfe mit auf den Weg be-

und Frauen sowie dem Bundesministeri-

kommen können.

um für Familien und Jugend wurden auch im Jahr 2017 die Stelle einer Betreuerin

Ein herzliches Dankeschön allen, die es

im Frauenbereich und die Stelle der Be-

mittragen, dass es seit über 20 Jahren ei-

treuerin im Kinder- und Jugendbereich

nen Zufluchtsort für Frauen mit ihren Kin-

gefördert und damit sichergestellt, mit

dern in Villach gibt. Danke, dass sie sich

ausreichend Personal professionell und

klar gegen häusliche Gewalt positionie-

qualitativ hochwertig beraten und be-

ren!

treuen zu können.

Bundeskanzleramt Österreich


Finanzierung

Ehrentafel der SpenderInnen und KooperationspartnerInnen Albiez Regina

Evang. Frauenarbeit Trebesing

Leo Club Villach

Margit Oberlerchner

Atrio Betriebsgesellschaft m.b.H.

Evang. Frauen Zlan

Bauerngman Villach

Waltraud Laber

Martin Mayerhofer BBA

Evang. Pfarrgemeinde A.B. Villach Nord

Bergner Sabine

Evang. Superintendentur A.B.

Bienenzuchtverband

Fair Elisabeth und Alistair

Obmann Rudolf Köchel

Bundespolizeidirektion Villach

Fiausch Kornelia

Mag.a Esther Krug

Fischill Doris

Mag.a Cernic Nicole

Freiheitlicher Gemeinderatsclub

Dekanatsamt Villach Stadt

DI Fugger Wolfgang

Der Standard

Gfrerer Mirijana

Mag.a Ingrid Müller-Simhofer

Domanig Rosalia

Glanznig Bau GmbH Ing. Karl Glanznig

Dr.in Domanig Stella

Golser Melitta

Eichholzer Astrid

Mag. Kampitsch Christoph

MMag.a Dr.in Kathrin Ertl-Reiner EPLAN 4U KG

Leiner Villach Hr. Klaus Frühstück

Ing. Dieter Laure

Kindergärten und Schulen

Evang. Frauenarbeit Kärnten

Koubek Brunhilde

Brigitte Hany

Krall Franz

Evang. Frauen Feistritz/Drau

Personalbereitstellung

Evang. Frauenkreis Feffernitz

Kreiner Bärbel


Ein herzliches Dankeschön allen unseren SpenderInnen für die großartige Unterstützung! Wir danken allen unseren KooperationspartnerInnen für die ausgezeichnete Zusammenarbeit!

Nuck Elisabeth und Horst Alfred

Soroptimistclub Villach

ÖVP Frauenbewegung Fellach/Oberdörfer/Heiligengeist

Soroptimistclub Hermagor

ÖVP Frauen Villach Petrasch Sabine Pfarre Hl. Dreifaltigkeit

SPÖ Frauen Villach Tischler Anna-Maria Trecolore Architects

Mag. Gatterer Kurt

Marketing Services Martin Gfrerer

Pfleger Erika

Tropper Marco

Dr. Pickerle Josef

Trubka GmbH

Mag.a Pippan Annemarie Petrasch Sabine LHStv.in Dr.in Prettner Beate

Thomas Platzer

Urbanek Möbel Urschitz Sybille

Porsch Immobilien GmbH

Verein der Eltern und Freunde der Musikschule Villach

Ing. Porsch Johannes

DI Wladyslaw Krainski

Privatstiftung Kärntner Sparkasse

Warmbaderhof Kur- Golf- und Thermenhotel

Dr. Richter Andreas

Susanne Wagner

Rieder Christa

Winkler Michaela

Rossmann Johanna

Wiener Städtische Versicherung

Leo Club Villach

Vbgmst.in Mag.a Gerda Sandriesser GRin Katharina Spanring Schwarz Ursula-Karin Schwarz Wolfgang


2017

Verein Frauenhaus Villach Jahresstatistik

Im Kalenderjahr 2017 haben wir im Frauenhaus Villach insgesamt 34 Frauen beherbergt. Der überwiegende Teil der Frauen war zwischen 31 und 50 Jahre alt. Abgesehen von den Aufnahmen wurden zusätzlich folgende Beratungen durchgeführt:

telefonisch: 270 ambulant: 26 Online (E-Mail): 8

Nachbetreuungskontakte: telefonisch: 178 ambulant: 40 Online (E-Mail): 6


Jahresstatistik 2017

Alter der beherbergten Frauen 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

Von insgesamt 34 beherbergten Frauen waren ... A

bis 20 Jahre

1

2,94 %

B

21 bis 30 Jahre

7

20,59 %

C

31 bis 40 Jahre

9

26,47 %

D

41 bis 50 Jahre

11

32,35 %

E

51 bis 60 Jahre

4

11,76 %

F

Ăźber 60 Jahre

2

5,88 %


Familienstand 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

Von insgesamt 34 beherbergten Frauen waren ... A

verheiratet

14

41,18 %

B

in Lebensgemeinschaft

12

35,29 %

C

alleinlebend

-

-

D

geschieden

8

23,53 %

E

verwitwet

-

-

F

keine Daten

-

-


Jahresstatistik 2017

Ausbildung 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

Von insgesamt 34 beherbergten Frauen hatten ... A

Pflichtschule (auch abgebrochen)

13

38,24 %

B

abgeschlossene Lehre / mittlere Schule

12

35,29 %

C

Matura

4

11,76 %

D

Studium (auch abgebrochen)

3

8,82 %

E

keine abgeschlossene Schulbildung

-

-

F

keine Daten

2

5,88 %


Beruf/Einkommen bei Einzug 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

G

H

Von insgesamt 34 beherbergten Frauen waren ... A

unselbst채ndig erwerbst채tig

7

20,59 %

B

selbst채ndig erwerbst채tig

1

2,94 %

C

Pension

9

26,47 %

D

Kinderbetreuungsgeld

4

11,76 %

E

AMS-Bezug (oder Notstandshilfe)

8

23,53 %

F

Bundesminestsicherung (BMS)

2

5,88 %

G

ohne Einkommen

2

5,88 %

H

keine Daten

1

2,94 %


Jahresstatistik 2017

Beruf/Einkommen bei Auszug 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

G

H

I

Von insgesamt 34 beherbergten Frauen waren ... A

unselbst채ndig erwerbst채tig

6

17,65 %

B

selbst채ndig erwerbst채tig

1

2,94 %

C

Pension

9

26,47 %

D

Kinderbetreuungsgeld

2

5,88 %

E

AMS-Bezug (oder Notstandshilfe)

7

20,59 %

F

Bundesmindestsicherung (BMS)

2

5,88 %

G

ohne Einkommen

1

2,94 %

H

keine Daten

1

2,94 %

I

zum Stichtag im FH

5

14,71 %


Kinder im Frauenhaus 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A+B

C

D

E

F

G

Mit den beherbergten Frauen wurden 22 Kinder mitbetreut ... A

Mädchen

11

50,00 %

B

Buben

11

50,00 %

C

bis 24 Monate

6

27,27 %

D

2 bis 5 Jahre

7

31,82 %

E

6 bis 10 Jahre

6

27,27 %

F

11 bis 15 Jahre

3

13,64 %

G

älter als 15 Jahre

-

-


Jahresstatistik 2017

Aufenthaltsdauer 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

G

H

Von insgesamt 34 beherbergten Frauen blieben ... A

1 bis 3 Tage

7

20,59 %

B

4 bis 7 Tage

7

20,59 %

C

8 bis 14 Tage

1

2,94 %

D

15 bis 30 Tage

1

2,94 %

E

31 bis 90 Tage

11

32,35 %

F

91 bis 180 Tage

4

11,76 %

G

181 bis 365 Tage

3

8,82 %

H

mehr als 365 Tage

-

-

Anzahl der Frauen, die bereits 2016 im Haus wohnten: 3; zum Stichtag 31.12.2017 noch im Haus: 5 max. Aufenthaltsdauer: 261 Tage; 6 Personen waren durchschnittlich im Haus


Auslastung in Belegstagen Belegstage

500

400

300

200

100

0

Jan

Feb

März

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Die 8 Zimmer und 18 Betten des Frauenhauses waren wie folgt belegt: Monat

Frauen

Kinder

Monat

Frauen

Kinder

Jan

80

45

Jul

38

-

Feb

106

5

Aug

103

49

März

141

-

Sep

134

77

April

112

4

Okt

186

103

Mai

128

10

Nov

215

99

Jun

91

6

Dez

166

102

Die höchste Auslastung gab es im November mit insgesamt 314 Belegstagen.


Jahresstatistik 2017

Wie kamen die Frauen zu uns 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

G

H

I

Durch wen wurden die insgesamt 34 beherbergten Frauen vermittelt? A

Ämter / andere Institutionen

2

5,88 %

B

Fraueneinrichtungen / GSZ

4

11,76 %

C

Jugendwohlfahrt

6

17,65 %

D

Polizei

2

5,88 %

E

ÄrztInnen / Spitäler

4

11,76 %

F

Bekannte / Verwandte

4

11,76 %

G

Medien / Internet

3

8,82 %

H

War schon im Frauenhaus

8

23,53 %

I

Sonstige oder keine Daten

1

2,94 %


Woher kamen die Frauen 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

G

H

I

J

K

L

Wo war der letzte ordentliche Wohnsitz der 27 beherbergten Frauen? A

Villach-Stadt

18

52,94 %

G

Wolfsberg

-

-

B

Villach-Land

9

26,47 %

H

St. Veit/Glan

-

-

C

Klagenfurt-Stadt

2

5,88 %

I

Feldkirchen

-

-

D

Klagenfurt-Land

1

2,94 %

J

Vรถlkermarkt

-

-

E

Spittal/Drau

4

11,76 %

K

andere Bundesl.

-

-

F

Hermagor

-

-

L

Ausland

-

-


Jahresstatistik 2017

Nationalität der Frauen 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

G

H

I

Die Nationalität der insgesamt 34 beherbergten Frauen verteilt sich ... A

Österreich

17

50,00 %

B

EU-Länder

7

20,59 %

C

Süd-Ost-Europa 1)

1

2,94 %

D

europ. Nicht-EU-Länder )

7

20,59 %

E

Asien

-

-

2

F

Afrika

-

-

G

Lateinamerika

-

-

H

anerkannte Flüchtlinge

2

5,88 %

I

staatenlos

-

-

) Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Montenegro, Moldau, Albanien, Serbien, Kosovo 2 ) Schweiz, Norwegen, Ukraine, Weißrussland, europäischer Teil Russlands 1


Nationalität der Gefährder 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

Von den insgesamt 34 Gefährdern waren ... A

österreichische Staatsbürger

19

55,88 %

B

EU-Bürger

5

14,71 %

C

Nicht-EU-Bürger

9

26,47 %

D

staatenlos

1

2,94 %


Jahresstatistik 2017

Daten über den Gefährder ... 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

Von den insgesamt 34 Gefährdern waren ... A

Ehemann

16

47,06 %

B

Lebenspartner

17

50,00 %

C

Expartner

1

2,94 %

D

Eltern / Schwiegereltern

-

-

E

Frauenhändler / Zuhälter

-

-

F

andere Person

-

-


... und seine berufliche Situation 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

G

H

Von den insgesamt 34 Gefährdern waren ... A

unselbständig erwerbstätig

B

selbständig erwerbstätig

C

in Pension

12

35,29 %

1

2,94 %

11

32,35 %

D

AMS-Bezug (oder Notstandshilfe)

5

14,71 %

E

BMS

1

2,94 %

F

ohne Einkommen

2

5,88 %

G

andere Einkommen

1

2,94 %

H

keine Daten

1

2,94 %


Jahresstatistik 2017

Konsequenzen 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

G

Wohin gingen die Frauen nach ihrem Aufenthalt im Frauenhaus? A

zur체ck zum Gef채hrder

B

zur체ck in die alte Wohnung (ohne Gef채hrder)

C

in eine eigene Wohnung

3

8,82 %

5

14,71 %

11

32,35 %

D

zu Verwandten oder Bekannten

5

14,71 %

E

in andere Institutionen

4

11,76 %

F

zum Stichtag noch im Frauenhaus

5

14,71 %

G

keine Daten

1

2,94 %


Impressum (Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz) Herausgeber und Medieninhaber: Verein Frauenhaus Villach, 9500 Villach, Postfach 106 Geschäftsführung: Mag.a Gerith Laure-Kelz Für den Inhalt verantwortlich: Verein Frauenhaus Villach. Alle Inhalte und Daten wurden sorgfältig recherchiert. Für eventuell fehlerhaft dargestellte Angaben können wir jedoch keine Haftung übernehmen. Layout und grafische Gestaltung: Trecolore Marketing Services Fotos: Agentur Fotolia.com, Frauenhaus Villach, Martin Gfrerer Villach, im März 2018


www.frauenhaus-villach.at Notruf 04242/31031

Verein Frauenhaus Villach Jahresbericht 2017  

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