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2016

Verein Frauenhaus Villach Jahresbericht


2016

Verein Frauenhaus Villach Jahresbericht


Vorwort der Vorstandsvorsitzenden

Liebe Leserinnen und Leser, geschätzte Unterstützerinnen und Unterstützer des Frauenhauses, das Frauenhaus Villach begeht im März 2017 seinen 20. Geburtstag. Die Tatsache, dass Frauenhäuser nach wie vor unverzichtbare Institutionen sind, in einer an sich hochentwickelten und scheinbar

gleichgestellten Gesellschaft,

gibt nicht wirklich Anlass zu feiern. Solange aber Gewalt in so vielen Familien und Paarbeziehungen an der Tagesordnung ist, sind Opferschutzeinrichtungen unverzichtbar. Dass darüber gesellschaftspolitischer Konsens herrscht und die Einrichtungen mit öffentlichen finanziellen Mitteln abgesiFoto: Sigrun Alten, Vorstandsvorsitzende

chert werden, ist ein großer Erfolg der Frauenbewegung der 70er und 80er Jahre und zeigt den Gesinnungswandel in frauenpolitischen Fragen in Politik und Gesellschaft.


Ein Rückblick auf 20 Jahre Frauenhaus ist

allem auch im Namen der vielen Frauen,

nicht möglich, ohne eine Frau besonders

die im Frauenhaus Zuflucht gefunden ha-

zu würdigen: Mag.a Nicole Cernic.

ben!

Sie war es, die 1994 mit Frauen aus un-

Für mich war die Mitarbeit bei der Grün-

terschiedlichen Villacher Frauenorgansa-

dung des Frauenhaus Villach eine meiner

tionen die Initiative zur Gründung eines

ersten Aufgaben als Frauenbeauftragte

zweiten Frauenhauses in Kärnten starte-

der Stadt Villach, als ich im Sommer 1995

te. Im Frühsommer 1996 wurde im Kärnt-

meine Tätigkeit aufnahm und ich begleite

ner Landtag einstimmig die Errichtung

daher das Haus und den Verein seit der

eines zweiten Frauenhauses mit Standort

ersten Stunde, zuerst als Vorstandsmit-

Villach beschlossen, im Herbst eine ent-

glied und seit Sommer 2008 als Vorstands-

sprechende Immobilie vom Land erwor-

vorsitzende. Vor allem die ersten Jahre

ben und aus der Initiativgruppe gründete

habe ich als besonders spannend und her-

sich der überparteiliche Verein „Frauen-

ausfordernd in Erinnerung, aber auch au-

haus Villach“, der als Trägerorganisation

ßerordentlich lehrreich und interessant.

fungierte. Als deren Obfrau wirkte Mag.a Nicole Cernic bis zu ihrer Ernennung zur

Worauf ich besonders stolz bin, ist die

Landesrätin im Sommer 2008. Sie leitete

fortwährende Qualitätsentwicklung, die

den Verein mit sehr hohem persönlichen

über all die Jahre gelungen ist, sei es in

Einsatz und mit viel Umsicht und setzte

der Betreuung unserer Bewohnerinnen,

die wesentlichen Weichenstellungen für

sei es im baulichen Bereich oder in der

den Erfolg unseres Hauses. Herzlichen

Qualifizierung unserer Mitarbeiterinnen.

Dank dafür an dieser Stelle von Seiten des

Dies war nur möglich durch die gemeinsa-

Vorstandes, der Mitarbeiterinnen und vor

me engagierte Arbeit und Zusammenar-


Vorwort der Vorstandsvorsitzenden

beit von Vorstandsfrauen, Geschäftsfüh-

rinnen auch sind in Bezug auf Herkunft,

rung und Mitarbeiterinnen und natürlich

Religion, Hautfarbe, Sprache, Bildung und

durch die hervorragende Unterstützung,

sozialer Stellung – es verbindet sie alle die

die einerseits vom Land Kärnten und der

Gewalterfahrung und Traumatisierung

Stadt Villach von Beginn an gewährt wur-

durch ihren Partner oder Ehemann und

de, andererseits durch die Großzügigkeit

die Flucht ins Frauenhaus in Ermangelung

privater Spenderinnen und Spender bzw.

anderer Alternativen.

von Clubs, Firmen und Vereinen. Dieser Schritt bedarf viel Mut und ÜberDie Entscheidung, sein bisheriges Leben

windung und geht einher mit Ängsten,

aufzugeben und ins Frauenhaus zu flüch-

Scham und Sorge um die Zukunft. Aber

ten, ist unglaublich schwer, alles zurück zu

dieser Schritt ist für sehr viele Frauen ein

lassen ohne zu wissen, wie es weitergehen

Schritt in ein selbstbestimmtes, gewalt-

soll, wie ein Leben nach einer Beziehung,

freies Leben. Im Laufe der 20 Jahre, die

ohne Existenzsicherung, oft ohne familiä-

unser Haus nun besteht, haben unzählige

re Bindungen aussehen und wie es in die-

Frauen mit unserer Unterstützung diesen

ser neuen Umgebung mit anderen Frauen

Schritt erfolgreich gemeistert.

sein wird. Sich untereinander zu verständigen, das Anderssein der Mitbewohner-

Die

innen zu akzeptieren, Gemeinsamkeiten

Thematik familiärer Gewalt ist schwierig,

zu entdecken und Konflikte zu bewälti-

die Arbeit mit den Betroffenen erfordert

gen ist für viele eine neue Erfahrung, die

hohe Kompetenz, Empathie und auch

nicht immer leicht ist und die die Bewoh-

die nötige Distanz. Ich möchte mich

nerinnen und die Mitarbeiterinnen durch-

an

aus fordert. So vielfältig unsere Bewohne-

Mitarbeiterinnen, allen voran unserer

Auseinandersetzung

dieser

Stelle

bei

mit

allen

der

unseren


Geschäftsführerin Mag.a Gerith Laure-

Nach 20 Jahren Erfahrung mit der Institu-

Kelz für ihr Engagement, ihre Loyalität

tion Frauenhaus und der Wahrnehmung,

und ihre Verlässlichkeit danken. Sie sind

dass Gleichstellung und das Miteinander

es, die täglich mit dem ganzen Ausmaß

von Männern und Frauen auf Augenhöhe

an Traumatisierung, Ängsten, sozialer

und gegenseitigem Respekt nach wie vor

Unsicherheit, dem Leid der Kinder und

keine gesellschaftliche Realität für alle

den Mühen der Frauen, ihr Leben in neue

ist, ist mein Wunsch, dass diese Zuflucht-

Bahnen zu lenken, konfrontiert sind und

stätte einmal nicht mehr gebraucht wird,

mit großem Sachverstand diesen Prozess

im Reich der Visionen anzusiedeln. Da-

begleiten und unterstützen.

her hoffe ich für die Zukunft, dass unsere Geldgeber/innen weiterhin die Notwen-

Ich danke meinen Vorstandskolleginnen,

digkeit und den Wert von Frauenhäusern

die mit viel Engagement ihrer ehrenamt-

erkennen und die nötigen finanziellen

lichen Tätigkeit nachkommen. Die Konti-

Unterstützungen trotz Sparpaket und Kri-

nuität und das ausgezeichnete Klima im

se zur Verfügung stellen. Nur so ist auch

Vereinsvorstand haben wesentlich zur

zukünftig gesichert, dass Frauen und Kin-

gedeihlichen Entwicklung unseres Hauses

dern rasch, professionell und nachhaltig

beigetragen.

geholfen werden kann, der familiären Gewaltspirale zu entkommen.

Abschließend gilt mein besonderer Dank allen Subventionsgeber/innen von Stadt,

Sigrun Alten

Land und Bund sowie allen Unterstütze-

Vorstandsvorsitzende

rinnen und Unterstützern, die unserem Haus seit 20 Jahren gewogen sind.


Vorwort der Geschäftsführerin

Das 20. Jahr des Bestehens des Villacher Frauenhauses war geprägt von vielen Veränderungen und Erneuerungen. 20 Jahre hinterlassen einerseits Spuren der Abnützung im Haus, außerdem hat sich die Frauenhausarbeit stark verändert, Anforderungen sind gestiegen, die Betreuungsarbeit wurde herausfordernder und auf das Thema Sicherheit musste durch die rasende Entwicklung im IT-Bereich großes Augenmerk gelegt werden. Mobiltelefone und soziale Netzwerke stehen im Widerspruch zu Anonymität, das Leben wird transparenter und es ist nötig, Konzepte anzupassen und zu verändern, um weiterhin größtmögliche Sicherheit bieten und bestmöglich betreuen, beraten und begleiten zu können. Wir wurden daher im Jahr 2016 nicht müde, tatkräftig anzupacken und sowohl unser Konzept als Foto: Mag.a Gerith Laure-Kelz, Geschäftsführerin

auch die Räumlichkeiten anzupassen, zu verändern und zu verbessern. Ein Meilenstein für die Sicherheit der Bewohnerinnen und auch Mitarbeiterinnen


„Müde macht uns die Arbeit, die wir liegen lassen, nicht die, die wir tun.“ Marie von Ebner-Eschenbach

war das Ablösen des Rufbereitschaftssys-

bezugsfertig. Seit 2. Mai 2016 ist nun auch

tems durch eine Anwesenheit von Mitar-

im Villacher Frauenhaus immer eine Mit-

beiterinnen in Nächten und an Wochen-

arbeiterin vor Ort, um für bestmögliche

enden. Durch eine Finanzierungszusage

Sicherheit zu sorgen. Ich bedanke mich

des Landes Kärnten im Dezember 2015

beim Land Kärnten, der Stadt Villach, den

konnten wir mit Mai 2016 mit einem neu-

beteiligten Firmen und SpenderInnen,

en, verbesserten Konzept starten.

beim Vereinsvorstand und ganz besonders bei allen Mitarbeiterinnen, dass das

Mit Jahresanfang haben wir begonnen

neue Konzept ermöglicht wurde und die

12 Mitarbeiterinnen für Arbeitsbereit-

Umstellung so lückenlos und reibungslos

schaft zu suchen, zu schulen und auf die

funktioniert hat.

ersten Dienste vorzubereiten. Zeitgleich wurde ein Bereitschaftszimmer einge-

Um neue effektive Wege im Bereich des

richtet sowie das Dokumentationssystem

Opferschutzes zu beschreiten, haben die

angepasst und erweitert. Natürlich lief

Kärntner Frauenhäuser ein Projekt von

nicht alles nach Plan – es musste näm-

ZÖF (Zusammenschluss Österreichischer

lich die Heizung nach einem gewaltigen

Frauenhäuser)

Wasserschaden neu verrohrt werden, in

begonnen,

6 Zimmern sowie dem Treppenhaus wur-

Angebotes von Klärungsgesprächen mit

de gebohrt, gestemmt und gehämmert,

Klientinnen zu arbeiten. Seit 1. April

Leitungen wurden neu verlegt – das alles

2016 ist der Verein zur Gewaltprävention

neben dem Betreuungs- und Beratungs-

Man(n)agement tätig und bietet un-

betrieb. Pünktlich aber zum Start des neu-

ter Obmann Herrn Rainer Tripolt, BA

en Betreuungskonzeptes waren alle Ar-

MA,

beiten erledigt, das Bereitschaftszimmer

Opferschutz opferorientierte Täterarbeit

als

an

übernommen der

Beitrag

Umsetzung

zum

und des

umfassenden


Vorwort der Geschäftsführerin

Fotos rechte Seite: Die neue Bewohnerinnenküche bietet 2 Herde; ein großer Tisch lädt zu gemeinschaftlichen Mahlzeiten ein.

an. Gemeinsam mit Beratern des Vereins

Landes Kärnten, der Stadt Villach und der

Man(n)agement

Mitarbeiterinnen

Landesimmobiliengesellschaft

werden

unter

konnten wir im Spätsommer mit dem Pla-

der

bestimmten rungsgespräche ihre

und

Frauenhäuser

Voraussetzungen für

(Ex)-Partner

Kärnten

Klä-

nen der Küchen beginnen, im November

Klientinnen

und

startete der Umbau und bis Weihnachten

angeboten,

um

war es möglich, alle neu gestalteten Räu-

deeskalierend einzuwirken und auf eine

me zu nutzen.

gezielte Fragestellung eine rasche und gewaltfreie Antwort zu finden. Mit einer

Die ehemalige Küche wurde zu einem

guten Täterarbeit ist sehr viel für den

Mehrzweckraum mit Teeküche umgestal-

Opferschutz getan und wir freuen uns

tet, es ist nun Platz vorhanden, um mit

sehr auf die Zusammenarbeit mit dem

Kindern zu basteln, Vernetzungstreffen

Verein Man(n)agement.

abzuhalten, ein Mittag- oder Abendessen einzunehmen u.v.m..

In den letzten 20 Jahren haben sich natürlich auch die Räumlichkeiten im Frau-

Die neue Bewohnerinnenküche bietet 2

enhaus abgenutzt, in der Küche reichten

Herde, einen Kühlschrank für Lebensmit-

Reparaturen nicht mehr aus, um eine

tel, die das Frauenhaus zur Verfügung

passende und hygienische Kochgelegen-

stellt – aber auch einen Kühlschrank für

heit bieten zu können. Außerdem waren

private Lebensmittel der Klientinnen. Au-

die

ßerdem lädt ein großer Tisch zur Gemein-

Gemeinschaftsräume

genutzt,

ungenügend begrenzt

schaft ein. Das Kinderzimmer wurde in

und ein Raum für Vernetzungsgespräche,

Lagermöglichkeiten

das ehemalige Wohnzimmer verlegt – di-

Dolmetschgespräche oder Teamsitzungen

rekt neben die Bewohnerinnenküche. Für

nicht vorhanden. Mit Unterstützung des

die Klientinnen ist es nun wesentlich an-


Fotos linke Seite: Kinderzimmer und Bewohnerinnenküche liegen jetzt unmittelbar nebeneinander. Für die Klientinnen ist es nun wesentlich angenehmer und einfacher, ein Essen zuzubereiten und die Kinder zu beaufsichtigen.

genehmer und einfacher, ein Essen zuzu-

Bauarbeiten fast voll belegt. Ich danke

bereiten und die Kinder zu beaufsichtigen

allen Kolleginnen ganz herzlich für das

– dies stellt eine enorme Verbesserung der

Anpacken in dieser sehr intensiven Zeit!

Wohnqualität im Haus dar. Eine enorme Verbesserung ist auch die Neugestaltung

Das Ergebnis ist wirklich zeitgemäß, funk-

der Lagerräume. Lebensmittellager, Spen-

tionell und nicht zuletzt sehr sehr schön

denlager für Bekleidung, Schuhe, Hygie-

geworden. Vielen Dank!

neartikel und Hausrat sind übersichtlich angeordnet und nicht mehr über das ge-

Die „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“

samte Haus verteilt. Der gesamte Umbau

haben wir genutzt, um auf das Thema

konnte neben dem laufenden Betreu-

häusliche Gewalt aufmerksam zu ma-

ungsbetrieb geschafft werden – und na-

chen. An Stadteinfahrten wurde über

türlich war das Haus genau während der

LED-Tafeln der Stadt Villach ein Sujet ein-

„Hinschauen“-Sujet auf den LED-Rolling Boards an den Villacher Stadteinfahrten


Vorwort der Geschäftsführerin

gespielt, das aufrütteln soll hinzuschau-

giges Seminar für alle ZÖF-Mitarbeiterin-

en, wenn Gewalt gesehen oder vermutet

nen (Zusammenschluss Österreichischer

wird. Ein erster Beitrag zur Verhinderung

Frauenhäuser)

von häuslicher Gewalt ist geleistet, wenn

heitsvorsorge“ im Stift St. Georgen am

Betroffene von Hilfsmöglichkeiten erfah-

Längsee. In einzelnen Workshops wurde

ren und gestärkt werden.

dargestellt, wie man Konflikten ressour-

zum

Thema

„Gesund-

cenvoll begegnen und Belastungen hinter Die Frauenhausarbeit hat sich im Laufe

sich lassen kann, es gab eine Anleitung zur

der Jahre verändert und wir versuchen

Selbstreflexion und die Hilfe der Intuition

laufend, geschult und informiert zu sein.

wurde betrachtet. Mit eigenen Ressour-

So haben wir uns im Zuge von Fortbildun-

cen umgehen zu können, reflektiert und

gen intensiv mit dem Thema „Wir und die

konfliktfähig zu sein und seine Grenzen

Anderen“ auseinandergesetzt. Dem The-

im Bereich Belastbarkeit zu kennen sind

ma Risikoeinschätzung widmete sich eine

wichtige Voraussetzungen, um gut und

Fachtagung

Bundeskriminalamtes,

gesund im Opferschutz arbeiten zu kön-

Referat 5.1.2 qualifizierter Opferschutz,

nen. Mit dem Fortbildungsangebot gab

Victim at Highest Risk. Das Team besuch-

es eine ausgewogene Mischung zwischen

te außerdem eine Schulung „Neuerungen

fachlicher Weiterbildung und Vertiefung

im Familienrecht sowie Richtlinien zur

und dem Angebot, eigene Ressourcen zu

Gutachten-Erstellung“, alle Mitarbeiterin-

betrachten und zu stärken.

des

nen nahmen an einem „Erste-Hilfe-Auffrischungskurs“ teil. Neben regelmäßigen

Unsere Klientinnen so effizient auf dem

Vernetzungstreffen mit den Kolleginnen

Weg in ein gewaltfreies Leben begleiten

der Kärntner Frauenhäuser organisierte

zu können funktioniert nur, wenn viele

die ARGE Kärntner Frauenhäuser ein 2-tä-

Faktoren zusammenspielen. Die Grundfi-


nanzierung des Hauses muss auf soliden

und wir erhalten eine finanzielle Unter-

Beinen stehen, Mitarbeiterinnen benöti-

stützung, die wir in Form einer Starthilfe

gen passende Rahmenbedingungen, ein

unseren Frauen mit in die Wohnung geben

gutes Netzwerk ist nötig, nicht zuletzt

können. Herr Mag. Christoph Kampitsch

aber braucht es Spenderinnen und Spen-

veranstaltet regelmäßig Charity-Events

der, die uns unterstützen und Hilfestel-

für das Villacher Frauenhaus. Im Sommer

lung möglich machen, die wir ohne sie

2016 ist er den Karnischen Höhenweg ge-

nicht leisten können.

wandert – bei sehr widrigen Witterungsbedingungen. Für jeden gewanderten

Wir erhalten Sachspenden, Hausrat und

Kilometer hat er um eine Unterstützung

Bekleidung und können unsere Frauen

für uns gebeten und letztendlich den Be-

damit versorgen. Viele SpenderInnen un-

trag noch aufgerundet. Vielen Dank für

terstützen uns mit enormen persönlichem

diesen besonderen Einsatz und die groß-

Einsatz. Frau Rosalia Domanig und Frau

artige Hilfe! Besonders bedanken möchte

Dr.in Stella Domanig veranstalten seit Jah-

ich mich beim Leo Club Villach. Seit Jahren

ren einen Basar, mit dem Erlös werden Ni-

begleiten uns die jungen Damen mit gro-

kolaussackerln für unsere Kinder gekauft

ßem Engagement; immer wieder konnte

Charity: Der Basar von Familie Domanig, Weihnachtsgeschenke für die Frauenhaus Kinder vom Leo Club


Vorwort der Geschäftsführerin

Klientinnen dadurch weitergeholfen wer-

jeder Spenderin und bei jedem Spender

den. Auch im Jahr 2016 haben die Augen

persönlich zu bedanken. Dass wir unsere

unserer Kinder und auch Frauen gestrahlt,

Klientinnen so effizient auf dem Weg in

als sie die Weihnachtsgeschenke erhalten

ein gewaltfreies Leben begleiten können,

haben – allesamt vom Leo Club besorgt,

ist der Verdienst aller UnterstützerInnen!

verpackt und zum Verschenken bereit

Danke dass Sie mit uns gemeinsam gegen

an das Frauenhaus gebracht. Da sich der

Gewalt an Frauen und Kindern arbeiten!

Club leider mit Jahresende aufgelöst hat, bedanke ich mich ganz besonders für die

Neuerungen hat es im Jahr 2016 aber

Hilfe und das so große persönliche En-

nicht nur baulich gegeben. Auch im Team

gagement für das Villacher Frauenhaus!

gab es einige Veränderungen. So hat Frau

Es ist mir leider nicht möglich, mich bei

Mag.a Stefanie Haub ihre Mitarbeit mit

Das neue Bereitschaftszimmer für die Nacht- und Wochenenddienste der Frauenhaus Mitarbeiterinnen


Ende April 2016 beendet. Ich bedanke

Jahre als ehrenamtliche Mitarbeiterin be-

mich sehr herzlich für ihr sehr engagiertes

gleitet hat.

Mitwirken im Frauenhaus und wünsche ihr für ihre Zukunft das Allerbeste.

Das Jahr 2016 war sehr intensiv, arbeitsreich und hat viele Veränderungen, Ver-

Bedanken möchte ich mich auch bei Frau

besserungen und Erneuerungen mit sich

Julia Lex BSc MSc, die von Jänner bis Juli

gebracht. Ich bedanke mich sehr herzlich

als Bildungskarenzvertretung das Team

bei allen Vorstandsfrauen, die ehrenamt-

bereichert hat. Sie hat die Aufgaben für

lich die Verantwortung für den Verein tra-

die Organisation und Betreuung Wohn-

gen, die Weiterentwicklung unterstützen

bereich ausgezeichnet erfüllt und hat es

und mit Rat und Tat zur Seite stehen.

geschafft, dieses umfassende Tätigkeitsfeld rasch zu erfassen und die Arbeit bes-

Danke meinen Kolleginnen, die nicht

tens zu erledigen. Vielen Dank dafür!

müde werden, in Not geratenen Frauen mit ihren Kindern zu helfen und daran zu

Maria Sitter, BA hat ihre Bildungskarenz

arbeiten, dass unser Betreuungskonzept

bestens genutzt und das Studium Soziale

zeitgemäß und effektiv ist. Danke dass

Arbeit an der FH Feldkirchen abgeschlos-

Ihr mit mir gemeinsam täglich daran ar-

sen – herzlichen Glückwunsch zu dieser

beitet, dass das Recht auf ein Leben ohne

großartigen Leistung.

Gewalt umgesetzt wird!

Die allerbesten Wünsche sollen Frau Sab-

Mag.a Gerith Laure-Kelz

rina Steffler begleiten – sie erwartet ein

Geschäftsführerin

Baby. Ein großes Dankeschön an Frau ASA Mag.a Ines Jäger, die unseren Verein viele


Das Frauenhaus Villach Team

Bastelarbeit von Kindern aus dem Villacher Frauenhaus


Vorstand Sigrun Alten

Dr.in Olivia Bluder

Vorsitzende

Rechnungsprüferin

Ingrid Schatzmayr

Mag.a Sabrina Moser-Schellander

stellvertretende Vorsitzende

Rechnungsprüferin

Mag.a Barbara Lex Finanzreferentin

Mag.a Barbara Schabata stellvertretende Finanzreferentin

Helga Sacherer Schriftführerin

AlStv.in LSI Christine Gaschler-Andreasch Mag.a Dr.in Lena Muttonen Aliza Zwittnig


Team Arbeitsbereitschaft

Jahresbericht des Arbeitsbereitschafts-Teams Seit 1. Mai 2016 ist im Villacher Frauen-

Frauenhaus bereits seit vielen Jahren als

haus rund um die Uhr eine Mitarbeiterin

ehrenamtliche Mitarbeiterin begleitet hat

vor Ort. Das Betreuungsteam wird von 12

und ihre Erfahrung und ihr Wissen nun an

geringfügig beschäftigten Kolleginnen

neue Kolleginnen weitergibt. Vielen Dank

ergänzt, die Arbeitsbereitschaft leisten

allen Kolleginnen dafür, dass die Konzep-

und damit sicherstellen, dass Klientinnen

tumstellung lückenlos und reibungslos

zu jeder Tages- und Nachtzeit die nötige

geklappt hat, ihr mit großem Interesse

Unterstützung erhalten.

und großer Einsatzfreude eure Dienste verseht und einen wesentlichen Teil dazu

Koordiniert wird das Team Arbeitsbereit-

beitragt, dass unsere Frauen und Kinder

schaft höchst engagiert und professionell

sich sicher und geschützt fühlen!

von Frau Mag.a Angelika Latzel, die das

Übersicht der Mitarbeiterinnen aus Datenschutz Gründen in der Online Version entfernt!


Mit Blick auf das abgelaufene Jahr 2016

nötigt. Hinzu kommt, dass diese Art der

stellen wir mit großer Erleichterung fest,

Teamaufstellung sehr stark davon ge-

dass uns während unseres Bemühens,

prägt ist, dass dem Moment einer optima-

Frauen, die systematisch psychischer oder

len Vernetzung durchgehend Rechnung

physischer Gewalt ausgesetzt waren, hel-

getragen wird. Dieses Team, ein Arbeits-

fend zur Seite zu stehen nicht vielerlei,

bereitschaftsteam, das ergänzend zum

sondern viel gelungen ist.

Betreuungsteam tätig wird, gewährleis-

Dies ist nicht selbstverständlich, weil wir

ung von Gewalt beeinträchtigten Frauen

als Team nicht nur unterschiedliche Vor-

rund um die Uhr sicher gestellt ist. Dies ist

tet, dass in Problemsituationen die Betreu-

aussetzungen und Kompetenzen zur Verfügung

haben

und

stellen

und

daher

Hilfestellungen

un-

terschiedlich

deswegen not-

„Ohne Sicherheit vermag der Mensch

wendig,

weil

weder seine Kräfte auszubilden noch

Gewalt

über-

all und immer

die Frucht derselben zu genießen; denn ohne Sicherheit ist keine Freiheit.“ Wilhelm von Humboldt

passiert. Sicherheit hat in diesem Zusammenhang

leisten. In der täglichen Arbeit erweisen

zwei Facetten: einmal jene Sicherheit, die

sich die Fähigkeiten von Psychologinnen,

Frauen die Opfer sind, dringend brau-

Pädagoginnen, Sozialarbeiterinnen, ei-

chen und andererseits die Sicherheit, die

ner Gesundheits- und Pflegemanagerin,

der Einrichtung als solches eröffnet wird,

einer Juristin und einer Klinischen- und

wenn 24 Stunden geschultes und erfahre-

Gesundheitspsychologin als dringend be-

nes Personal zur Verfügung steht.


Zeichnung von Kindern aus dem Villacher Frauenhaus

Da es aber nicht nur um Gewalterfahrung

persönliche Beratung, professionell um-

auf Seiten der Frauen geht, darf nicht un-

gesetzte Erstversorgung, ebenso wie psy-

berücksichtigt bleiben, dass im beinahe

chologisch und pädagogisch wertvolle

gleichen Ausmaß Kinder zu Opfern wer-

Unterstützungsleistungen in einem brei-

den. Dieser traurigen Tatsache wird da-

ten Spektrum. Einen bedeutsamen Teil

durch die entsprechende Bedeutung ge-

umfasst die Dokumentation, die dem

geben, dass das Arbeitsbereitschaftsteam

Grundsatz der Kohärenz und Genauig-

über entsprechende Qualifikationen ver-

keit genügen muss. Darüber hinaus stellt

fügt, um den Jüngsten adäquate Hilfe-

der Kontakt mit Behörden und anderen

stellung zu geben.

sozialen Institutionen im lokalen, regionalen und überregionalen Bereich einen

Die Tätigkeiten, die mit großem Engage-

nicht unerheblichen Anteil in der Arbeit

ment und entsprechendem Feingefühl

dar. Es entspricht dem Verständnis des

in den spezifischen Situationen, geleis-

Arbeitsbereitschaftsteams, wenn die un-

tet werden, umfassen telefonische und

terschiedlich schwierigen Situationen mit


Empathie, Kompetenz und Aufmerksam-

In diesem Zusammenhang muss auf das

keit versehen und geeigneten Lösungen

hervorragende Verhältnis zum Betreu-

zugeführt werden.

ungsteam hingewiesen werden. Gerade, weil an den Schnittstellen zwischen Ar-

Die qualitativ hochwertige Leistung ist

beitsbereitschaftsteam und Betreuungs-

jedoch nur deshalb möglich, weil die

team fließende Übergänge bestehen,

Rahmenbedingungen

gestaltet

schaffen beide Teams jenes Ganze, das

sind, wie sie es sind. Sowohl in räumlicher

die erfolgreiche Arbeit des Frauenhauses

Hinsicht als auch in Hinblick auf die ent-

Villach bedingt und ausmacht.

derart

scheidenden Ressourcen wird von Seiten der Institution Frauenhaus alles zur Verfügung gestellt was benötigt wird, um Frauen, die aus persönlichen Krisen zu führen sind, Hilfe zu geben.

Bericht Team Arbeitsbereitschaft


Das Frauenhaus Villach bietet folgende Leistungen: Schutz und vorübergehende Wohnmöglichkeit Sozialarbeiterische Begleitung und Unterstützung Hilfestellung und Begleitung bei Amts- und Behördenwegen Begleitung zu Gerichtsterminen Hilfestellung bei Kindergarten- und Schulwechsel sowie Vermittlung von Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und Einrichtungen Anbahnung von juristischer und psychologischer und/ oder psychotherapeutischer Hilfestellung (wenn erforderlich) Betreuung und Beratung von Müttern in sämtlichen Belangen Erarbeiten von Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit, auch im Umgang mit Kindern Hilfestellung bei der beruflichen Orientierung und Wohnungssuche Erarbeiten verschiedenster neuer Lebensperspektiven Hilfestellung beim Ordnen der finanziellen Belange Nachbetreuung (wenn erwünscht) Ambulante Beratungen (kostenlos) Telefonische Beratungen


Schutz und Hilfe

So hilft das Frauenhaus Villach Das Villacher Frauenhaus ist eine Opfer-

und Begleitperson für die Frau ist. Diese

schutzeinrichtung für von Gewalt be-

Betreuerin steht natürlich auch nach dem

drohte und betroffene Frauen und deren

Auszug für die Nachbetreuung zur Verfü-

Kinder. Der private Verein ist parteipoli-

gung. Weiters kümmert sich unsere Kin-

tisch und konfessionell unabhängig und

der- und Jugendbetreuerin speziell um

bietet unbürokratisch und rasch Hilfe,

die Belange der Kinder und Jugendlichen

Unterkunft, Schutz und Betreuung für

und unterstützt die Mütter bei Erzie-

Frauen und deren Kinder, die aus Gewalt-

hungsfragen.

situationen flüchten müssen. Das Villacher Frauenhaus ist täglich rund Das Frauenhaus bietet in erster Linie Hil-

um die Uhr unter der Telefonnummer

fe zur Selbsthilfe, also Unterstützung

04242/31031 erreichbar.

und Begleitung auf dem Weg zu einem selbstbestimmten Leben. Für die Dauer

Detaillierte Informationen finden Sie

des Aufenthaltes steht jeder Bewohnerin

auch auf unserer Website

eine Betreuerin zur Seite, die Ansprech-

www.frauenhaus-villach.at

Machen Sie betroffene Frauen und Kinder auf unsere Hilfestellungen aufmerksam: Wir bieten kostenlos Plakate, Folder und Info-Material!


Foto © Elnur, Fotolia.com

GEWALT IM NAMEN DER EHRE


Frauenbetreuung

Bei „Gewalt im Namen der Ehre“ handelt

Öffentlichkeit, wenn sie in einem Ehren-

es sich um Gewaltdelikte, die aus einer

mord gipfeln. Die Schicksale zahlreicher

vermeintlichen kulturellen Verpflichtung

Mädchen und Frauen, die von ihren Fa-

heraus begangen werden um die bedroht

milien zu einem Leben gemäß einer über-

geglaubte Familienehre zu erhalten bzw.

kommener Ehrvorstellungen gezwungen

wiederherzustellen. Bei dieser Form von

werden, bleiben in der Regel unbemerkt

Gewaltdelikten handelt es sich um Men-

vom Rest der Gesellschaft.

schenrechtsverletzungen, die auf überkommene Ehrvorstellungen basieren.

Betroffen sind vor allem Mädchen und junge Frauen, die sich von den traditionel-

In der Vorstellungswelt dieser Familien

len, patriarchalischen Vorstellungen ihrer

ist Ehre etwas, das dem Kollektiv Familie

Familien lösen und ihr Leben selbstbe-

als Ganzem anhaftet. Ein Besitz, den man

stimmt und frei gestalten wollen. Zwangs-

verlieren kann und der verteidigt werden

verheiratungen und andere Ehrverbre-

muss, um das Ansehen der Familie nicht

chen sind in der Regel weniger religiös als

zu gefährden. Im Kern geht es dabei um

durch die Kultur und Tradition motiviert.

das sexuelle Wohlverhalten von Mädchen und Frauen. Diese Vorstellungen haben

Im traditionellen Ehrenkodex patriarcha-

gravierende Auswirkungen auf die Ent-

lischer Gesellschaften hängt die „Ehre“

wicklung und die Chancen von Mädchen,

der gesamten Familie von der sexuellen

aber, und dass sollte nicht vergessen wer-

„Reinheit“ der Frauen ab. Verliert eine

den, auch auf die Erziehung von Jungen.

Frau ihre Ehre – in der Regel durch „uner-

Die mit diesen Vorstellungen einherge-

laubten“ sexuellen Kontakt bzw. den Ver-

henden Menschenrechtsverstöße geraten

lust der Jungfräulichkeit – so ist nicht nur

leider meist nur dann ins Bewusstsein der

sie selbst „entehrt“ sondern zugleich sind


Frauenbetreuung

die Ehre ihres Ehemannes und / oder ih-

werden könnte – völlig unabhängig da-

res Vaters und damit die Ehre der ganzen

von was tatsächlich geschehen ist. Als sol-

Familie angegriffen. Den Frauen kann Ge-

che Situationen gelten z. B. Diskobesuche,

walt „im Namen der Ehre“ drohen, wenn

aber auch Gespräche und Blickkontakte mit fremden Männern.

sie sich den Zukunftsplänen der Familie entziehen und ihren Partner frei

Ein Angriff auf die Ehre kommt einem

wählen wollen.

Gesichtsverlust in der Gesellschaft gleich.

sie Widerstand gegen eine Heirat mit

Daher sieht sich das Familienoberhaupt

einem nicht frei gewählten, sondern

in traditionell patriarchalischen Gesell-

von der Familie ausgesuchten Mann

schaften in der Pflicht, das Verhalten al-

zeigen.

ler Familienmitglieder im Hinblick auf

sie eine außereheliche oder eine

die Einhaltung des Ehrenkodex streng zu

durch die Familie nicht geduldete Lie-

kontrollieren und zu regulieren. Gewalt

besbeziehung führen.

im Namen der Ehre kann viele Facetten

sie sich aus einer bestehenden, von

haben:

der Familie befürworteten bzw. ar•

rangierten Ehe lösen wollen.

Psychischer Druck und Erpressung

sie bei der Trennung von diesem

Nötigung

Mann für die gemeinsamen Kinder

Freiheitsentzug

sorgen wollen.

Körperliche Gewalt

Zwangsverheiratungen

Als entehrt kann eine Frau manchmal schon gelten, wenn sie sich in eine Situ-

Im äußersten Fall kann es bis zum soge-

ation begibt, in der ihre Ehre „befleckt“

nannten „Ehrenmord“ kommen.


Ehrenmord 2016

Das Schicksal der Ramia A. geboren 1986, erstochen am 7.1.2016 Herkunft: Syrien 1 Sohn (zur Tat 6 Jahre alt), sie war schwanger Täter: ihre jüngeren Brüder Mostafa (21 Jahre) und Mohamamad (26 Jahre)

Ehrenmorde sind weltweit eine Tatsache. Auch in fast allen europäischen Ländern passieren Ehrenmorde, die meisten werden aber niemals bekannt, weil sie als Unfall oder Selbstmord getarnt werden. Manchmal wird eine Frau als vermisst gemeldet, und der Rest der Familie hält still. Nach einem UNO Bericht werden jährlich weltweit mindestens 5000 Frauen Opfer sogenannter Ehrenmorde. Die Dunkelziffer dürfte allerdings um ein Vielfaches höher sein. Nur ein kleiner Prozentsatz landet vor Gericht. Statistiken, die die Zahl der Ehrenmorde belegen, existieren kaum. Obwohl viele Ehrenmorde in islamisch geprägten Staaten oder Bevölkerungsgruppen vorkommen, sind sie kein explizit religiöses Phänomen.

Im Sommer 2015 kommt Ramia als Flüchtling zusammen mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Sohn aus Syrien. Sie ist erneut schwanger. Die Vaterschaft ist unklar. Ein Bruder von Ramia lebt in der Nachbarschaft, der andere in einer Flüchtlingsunterkunft. Die beiden klingeln am 7. Jänner 2016 bei ihrer Schwester. Der Ehemann lässt sie hinein. Die Brüder stechen 12 Mal auf ihre Schwester ein. Nachbarn rufen die Polizei. Ramia wird noch lebend im Treppenhaus gefunden, stirbt aber später. Die Brüder sind auf der Flucht. Sie geraten einen Tag nach der Tat in eine Straßensperre und können festgenommen werden. Der jüngere Bruder kommt in Untersuchungshaft und gesteht die Tat – er beruft sich auf die Familienehre. Der ältere wird wegen unterlassener Hilfeleistung angeklagt. Quelle: Presse Gewalt im Namen der Ehre / Nina Scholz Linktipps: www.ehrenmord.de www.fim-frauenrecht.de


Öffentlichkeitsarbeit

Informieren, beraten, betreuen. Unsere professionelle Arbeit wird nur

Angebot für Schutz und Unterkunft nicht

dann richtig effektiv, wenn möglichst

nur auf die Beherbergung bezieht, son-

viele der betroffenen Frauen auch von

dern ein Teil unserer Arbeit auch auf die

unserer Institution wissen. Immer wieder

(ambulante oder telefonische) Beratung

hören wir von Frauen, dass sie schon viel

fällt.

früher aus der gewaltvollen Beziehung ausgebrochen wären, hätten sie nur ge-

Eine wichtige Information für Frauen, die

wusst wohin.

subtileren Formen der Gewalt ausgeliefert sind - denn häusliche Gewalt beginnt

Wir sind daher bestrebt, das auch heu-

nicht erst mit einem „blauen Auge“.

te noch weitgehend tabuisierte Thema häusliche Gewalt verstärkt in die breite

Auch

Öffentlichkeit zu tragen und über unsere

Geldentzug, Isolierung und Drohung sind

Arbeit und Hilfestellungen für von Gewalt

Formen von Gewalt. Das Wissen darüber

bedrohte und betroffene Frauen und ihre

kann zur Vorbeugung beitragen.

Beschimpfung,

Einschüchterung,

Kinder zu informieren. Ein wichtiger Bestandteil unserer ÖffentHelfen Sie mit, betroffene Frauen über

lichkeitsarbeit ist auch unsere Internet-

unser Angebot zu informieren! Wir stel-

seite: Mehr als 2.000 Benutzer haben sich

len Ihnen kostenlos Informationsmaterial

im letzten Jahr auf unserer Website infor-

(Folder, Plakate, etc.) zur Verfügung!

miert; rund 670 telefonische Beratungsund Nachbetreuungskontakte konnten

Insbesondere mit unseren Informationsfoldern wollen wir nun auch verstärkt darauf aufmerksam machen, dass sich unser

verzeichnet werden.


„Unsere professionelle Arbeit wird nur dann richtig effektiv, wenn möglichst viele der betroffenen Frauen auch von unserer Institution wissen.“


Kinder- und Jugendarbeit

„Erzähle mir und ich vergesse. Zeige mir und ich erinnere mich. Lass es mich tun und ich verstehe.“

Foto © Jenny Sturm, Fotolia.com

fernöstliche Weisheit


Kinder spielen sich ins Leben. Nicht umsonst heißt es: Das Spiel ist der „Beruf“ eines Kindes, weil es in ihm Erfahrungen über sich, sein Umfeld, die gesamte gegenständliche und natürliche Welt sowie das Zusammenleben mit anderen Menschen macht, die es sonst in dieser Qualität auf anderer Ebene nicht erfahren kann (Magistrat Eisenstadt, 2017).

Kinder, die viel und intensiv spielen, neh-

Im sozialen Bereich:

men ihre Besonderheit, ihre Einmalig-

In diesem Bereich wird ein besseres Zuhö-

keit, ihre Handlungsmöglichkeiten und

ren-Können bei Gesprächen, eine bessere

-grenzen, ihre Gefühls- und Gedanken-

Kooperationsbereitschaft,

welt wahr. Seit Jahren ist aus dem Feld

Verantwortungsempfinden und eine in-

der Spielforschung bekannt, dass Kinder,

tensivere Freundschaftspflege gefördert.

ein

höheres

die viel und intensiv spielen, in allen vier Kompetenzbereichen folgende Verhal-

Im motorischen Bereich:

tensmerkmale auf- und ausbauen:

Kinder besitzen hier eine raschere Reaktionsfähigkeit, eine fließendere Gesamtmo-

Im emotionalen Bereich:

torik, eine bessere Auge-Hand-Koordina-

Kinder lernen, das Erkennen, Erleben und

tion und eine differenziertere Grob- und

Verarbeiten von Gefühlen. Sie erlernen

Feinmotorik als auch ein besseres Balan-

eine größere Ausdauer und erleben eine

ce-Empfinden für ihren Körper.

größere Zufriedenheit. Es entwickelt sich auch ein gleichwertigeres Verhältnis der

Im kognitiven Bereich:

Grundgefühle von Angst, Freude, Trauer

Kinder zeigen ein besseres sinnverbun-

und Wut.

denes Denken (logisches Denken), eine


Kinder- und Jugendarbeit

eine

das Spielen, als auch die Interaktion im

höhere Wahrnehmungsoffenheit, einen

Spiel zwischen Mutter und Kind (Conrad,

differenzierteren Wortschatz, eine dif-

1998).

höhere

Konzentrationsfertigkeit,

ferenziertere Sprache und eine größere Lange Zeit befand sich auch das Spielzim-

Fantasie (Krenz, 2001, S.8-9).

mer im Frauenhaus im Kellerbereich des Kinder lernen im Spiel jene Fähigkeiten

Hauses. Für Mütter war es oft sehr schwie-

und Fertigkeiten, die notwendig sind, ein

rig und mühsam sich mit den Kindern im

selbstständiges, selbstverantwortlicheres

Spielzimmer aufzuhalten, da sie meist

und teilautonomes Leben zu führen, Si-

auch

tuationen zu entschlüsseln und mitzuge-

nachkommen mussten, wie beispielsweise

stalten, Notwendigkeiten für ein soziales

dem Kochen. Dem Spielzimmer wurden

Verhalten zu erkennen und fremde sowie

dann häufig die elektronischen „Famili-

eigene Wünsche und Bedürfnisse mitein-

enmitglieder“, sprich Handy und Tablet

ander abzuwägen.

vorgezogen, denn die Kinder konnten da-

hauswirtschaftlichen

Tätigkeiten

mit an jedem Ort spielen, waren dadurch Das Thema „veränderte Kindheit“ be-

beschäftigt und die Mütter konnten ih-

stimmt jedoch leider unsere heutige Zeit,

ren „Verpflichtungen“ nachkommen. Das

denn nicht nur die Spielumwelt, auch das

Spielzimmer blieb dabei oftmals unge-

Spielverhalten der Kinder hat sich gewan-

nutzt.

delt. Der Fernseher, das Handy, das Tablet etc. sind mittlerweile zu vollständigen

Durch den Umbau im Frauenhaus ergab

„Familienmitgliedern“

und

sich die Möglichkeit, das Spielzimmer vom

reduzieren die Möglichkeit des sozialen

Kellerbereich in das Erdgeschoss, direkt

Umgangs der Kinder untereinander durch

angrenzend an die Küche zu verlegen. Für

geworden


Fotos: Das neue Spielzimmer im Villacher Frauenhaus


Kinder- und Jugendarbeit

Mütter ergibt sich nun die Möglichkeit,

Elektronische Medien nehmen in der heu-

dass ihre Kinder im Spielzimmer spielen

tigen Zeit viel Platz ein und werden auch

können und sie dennoch ihre Tätigkeiten

in der Zukunft der Kinder eine wesentli-

erledigen können. Das Spielzimmer wur-

che Rolle spielen, jedoch werden Kinder

de völlig neu gestaltet und mit neuen, an-

noch früh genug damit konfrontiert. Die

sprechenden Spielmaterialien für Kinder

Erfahrungen, welche Kinder im Umgang

ausgestattet. Es war uns ein großes Anlie-

mit Spielmaterialen und im gemeinsamen

gen, das Spielzimmer so zu gestalten, dass

Spiel mit der Mutter oder einem anderen

es nun wieder einen Anreiz für Kinder, als

Kind machen können, kann kein elekt-

auch für Mütter hat und dadurch der Reiz

ronisches Gerät ersetzen. Denken wir an

der elektronischen „Familienmitglieder“

unsere eigene Kindheit zurück, eine Zeit,

wieder in den Hintergrund gerückt wird.

welche noch nicht von Fernseher, Handy


und Tablet geprägt war. Wie sehr haben

bedenkt aus welch belastenden Situati-

wir es genossen ein Buch vorgelesen zu

onen Frauen und Kinder ins Frauenhaus

bekommen und dabei mit der Mutter zu

kommen. Durch das neue Spielzimmer

kuscheln oder gemeinsam mit der Mutter

sollen diese Werte wieder ins Leben geru-

oder einer anderen wichtigen Bezugsper-

fen werden und wir hoffen, dass uns dies

son ein Spiel zu spielen.

mit der Umgestaltung des Spielzimmers gelungen ist.

Dieses Verhalten fördert auch die emotionale Basis zwischen Mutter und Kind und es entwickelt sich auch das Gefühl der Geborgenheit und Nähe, welche sicher wichtige Aspekte sind, gerade wenn man Literatur: Krenz, A., (2001). Kinder spielen sich ins LebenDer Zusammenhang von Spiel und Schulfähigkeit. In: WWD 2001, Ausgabe 75. Magistrat Eisenstadt: Zugriff am 20.01.2017 http://www.eisenstadt.gv.at/buergerservice/ kinder/kindergaerten/webseiten-kindergaerten/ kindergarten-oberberg/bedeutung-des-spielsfuer-das-kind.html Conrad, S., (1998). Veränderte Kindheit- andere Kinder- andere Räume- andere Möglichkeiten. In: Textor, M. R., (Hrsg), Das Kita- Handbuch: Zugriff am 20.01.2017 http://www.kindergartenpaedagogik.de/940.html


Organisation Wohnbereich

Rückblick auf ein turbulentes Jahr Das Jahr 2016 war für den Arbeitsbereich

ßere Renovierungsarbeiten - die sich über

Betreuung und Organisation Wohnbe-

mehrere Wochen erstreckten - mit sich

reich von vielen Veränderungen geprägt

brachte.

und kann daher - ohne zu übertreiben als turbulentes Jahr bezeichnet werden.

Im Mai kam es dann zu einer Neustrukturierung des Betreuungsangebotes des

Begonnen hat es damit, dass mir dankens-

Frauenhauses, indem eine „Rund um die

werterweise von der Geschäftsführung

Uhr Anwesenheit“ installiert wurde. Für

und dem Vorstand die Inanspruchnahme

diese Qualitätsverbesserungsmaßnahme

von sechs Monaten Bildungskarenz für

wurde ein neues Team zusammengestellt,

den Abschluss meines Studiums der Sozi-

welches die Wochenend- und Nachtdiens-

alen Arbeit ermöglicht wurde. Für die Zeit

te abdeckt. Von Mai bis August hatte ich

von Februar bis August konnte Frau Julia

die Möglichkeit, mich in diesem Team ein-

Lex aus dem Team der ehrenamtlichen

zubringen und die Frauenhausarbeit von

Kolleginnen als Vertretung gewonnen

einem anderen Arbeitsbereich heraus zu

werden. Nach einer intensiven Einschu-

erleben. Meine erste Nacht im Frauen-

lungsphase hat sie diesen umfangreichen

haus war wirklich eine ungewohnte, aber

Aufgabenbereich Anfang Februar über-

interessante Erfahrung!

nommen und die Anforderungen bravourös gemeistert.

Im August habe ich dann wieder in meinen „alten“ Arbeitsbereich gewechselt

Nicht nur, dass die „normale“ Arbeit in

und die Betreuung und Organisation des

diesem Arbeitsfeld genug Herausforde-

Wohnbereichs übernommen. Und wieder

rung geboten hätte, gab es in dieser Zeit

galt es nicht lange Business as usual - so-

auch noch einen Wasserschaden, der grö-

fern dies in der Frauenhausarbeit über-


Fotos: Der neue Aufenthaltsraum


Organisation Wohnbereich

haupt möglich ist - zu praktizieren, son-

kocht. Aufgrund der Küchengröße war

dern schon bald stand die nächste große

es nur schwer möglich, dass zwei Bewoh-

Herausforderung, nämlich die Umsetzung

nerinnen gleichzeitig kochten, überdies

eines neuen Raumkonzepts, die öffentli-

war es für die Klientinnen sehr heraus-

chen Räume im Frauenhaus betreffend,

fordernd den Spagat zwischen Kochen

an.

und Kinderaufsicht zu bewältigen, da es in der Küche oftmals sehr „lebendig“

Die Frauenhausküche musste dringend

zuging. Mit der Verlegung der neuen

erneuert werden, da die intensive Inan-

Küche ins größere Speisezimmer und der

spruchnahme in den letzten 19 Jahren

Umgestaltung des angrenzenden Wohn-

deutliche Spuren hinterlassen hatte. Au-

zimmers zum Kinderspielzimmer, konnte

ßerdem entsprach die Küche nicht mehr

wesentlich zu einem entspannteren Ta-

den Anforderungen des jetzigen Kon-

gesablauf im Frauenhausalltag beigetra-

zepts, welches vorsieht, dass jede Be-

gen werden. Im Zuge der Realisierung

wohnerin für sich und ihre Kinder selbst

des neuen Raumkonzeptes wurde auch


der Lager- und Spendenbereich adaptiert

haben sich gelohnt, alles ist wirklich sehr

und von den verschiedenen - im ganzen

schön geworden und den Bewohnerinnen

Haus verstreuten - Kammerln im Kellerbe-

stehen jetzt modernisierte und anspre-

reich zusammengelegt. Außerdem wurde

chende Räumlichkeiten für die Zeit ihres

ein Mehrzweckraum geschaffen, der von

Frauenhausaufenthalts zur Verfügung.

nun an dem Team als Aufenthaltsraum,

Man sieht also, das Jahr 2016 war wahr-

für Vernetzungstreffen mit anderen In-

haftig ein turbulentes und arbeitsintensi-

stitutionen, aber auch für Bastel- und

ves Jahr. Vieles wurde verändert, erneu-

Kreativstunden und vieles mehr zur Ver-

ert, verbessert - so soll es auch sein, denn

fügung steht.

auch in der Frauenhausarbeit gilt der Grundsatz:

So waren alles in allem sechs Räume neu zu gestalten, was neben dem normalen

Wer aufhört, besser zu werden, hat auf-

„Geschäftsbetrieb“ eine beachtliche Her-

gehört, gut zu sein!

ausforderung darstellte. Doch die Mühen

(Philip Rosenthal)


Finanzierung

Wir bedanken uns für die Unterstützung! Seit in Kraft treten des Kärntner Min-

me Verbesserung für die Betreuungsqua-

destsicherungsgesetztes und der damit

lität und Sicherheit der Bewohnerinnen

verbundenen gesetzlichen Absicherung

und Mitarbeiterinnen dar. Vielen Dank

der Kärntner Frauenhäuser war die Finan-

für die Angleichung in der Finanzierungs-

zierung des Villacher Frauenhauses mit

vereinbarung für 2016! In Vorgesprächen

dem Land Kärnten für mehrere Jahre ver-

mit dem Land Kärnten wurden für die

traglich festgesetzt. Im Jahr 2015 ist der

Jahre 2017 bis 2019

Finanzierungsvertrag

und

res-Finanzierungsvereinbarungen in Aus-

wir konnten mit dem Land Kärnten, Frau

sicht gestellt, über die wir uns natürlich

LHStv. Dr. Beate Prettner, eine weitere

sehr freuen würden. Bedanken möchten

Finanzierungsvereinbarung für das Jahr

wir uns sehr herzlich bei Frau Mag.a Birgit

2016 unterzeichnen. Es freut uns, dass

Fischer, die die Bedürfnisse und Besonder-

es uns mit dieser Vereinbarung erstmals

heiten unserer Opferschutzeinrichtung

möglich wurde, den Betreuungsbetrieb

wahrnimmt und uns bei der Umsetzung

um geringfügig beschäftigte Mitarbeite-

großartig unterstützt.

in

ausgelaufen

wieder Mehrjah-

in

rinnen zu erweitern, die vor Ort Arbeitsbereitschaft anbieten und damit eine An-

Die Stadt Villach stellte dem Verein im

wesenheit von Mitarbeiterinnen rund um

Jahr 2016 wiederum € 10.000.- zur Verfü-

die Uhr möglich ist. Dies stellt eine enor-

gung, die zur Qualitätsverbesserung ein-


gesetzt wurden. Durch die Subvention der

im Frauenbereich und die Stelle der Be-

Stadt Villach war es uns möglich, die nach

treuerin im Kinder- und Jugendbereich

fast 20 Jahren Nutzung bereits sehr deso-

gefördert und damit sichergestellt, mit

late Bewohnerinnen-Küche zu erneuern.

ausreichend Personal professionell und

Im Zuge dieser Umbauarbeiten wurde das

qualitativ hochwertig beraten und be-

Raumkonzept angepasst, 6 Räume wur-

treuen zu können.

den umgestaltet. So wurden eine Bewohnerinnen-Küche und ein Mehrzweckraum

Sachspenden und finanzielle Unterstüt-

neu eingerichtet, das Kinderzimmer in

zung von Privatpersonen und Firmen

das Erdgeschoss verlegt und Lagerräum-

haben uns auch heuer enorm geholfen,

lichkeiten neu gestaltet. Vielen Dank der

damit unsere Frauen und Kinder einge-

Stadt Villach für die Mitfinanzierung und

kleidet werden, sie Hausrat für die eigene

die großartige Unterstützung seit Beste-

Wohnung erhalten und eine finanzielle

hen des Hauses.

Starthilfe mit auf den Weg bekommen können. Ein Dankeschön allen, die es

Vom Bundesministerium für Gesundheit

mittragen, dass es einen Zufluchtsort für

und Frauen sowie dem Bundesministeri-

Frauen mit ihren Kindern in Villach gibt

um für Familien und Jugend wurden auch

und sich klar gegen häusliche Gewalt po-

im Jahr 2016 die Stelle einer Betreuerin

sitionieren!


Finanzierung

Ehrentafel der SpenderInnen und KooperationspartnerInnen Albiez Regina

Evang. Frauen Zlan

Leo Club Villach

Waltraud Laber

Atrio Betriebsgesellschaft m.b.H.

Evang. Pfarrgemeinde A.B. Villach Nord

Bauerngman Villach

Evang. Superintendentur A.B.

Martin Mayerhofer BBA

Bienenzuchtverband

Fair Elisabeth und Alistair

Thomas Schuster / Peter Warmuth

Fiausch Kornelia

Böheim Ulrike

DI Fugger Wolfgang

Bundespolizeidirektion Villach

Gfrerer Mirijana

Mag.a Esther Krug

Mag.a Cernic Nicole

Glanznig Bau GmbH Ing. Karl Glanznig

Contrapunkt Textil

Golser Melitta

Dekanatsamt Villach Stadt

Fa. Elbe

Der Standard

Mag. Kampitsch Christoph

Mag.a Ingrid Müller-Simhofer

Domanig Rosalia

Kath. Frauenbewegung Leiner Villach

Dr.in Domanig Stella

Hr. Klaus Frühstück

EPLAN 4U KG

Kindergärten und Schulen

Ing. Dieter Laure

Erste Group Bank AG

Koubek Brunhilde

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Dr.in Krampl Sieglinde und DI Gunter

Evang. Frauenarbeit Kärnten

Kreiner Bärbel

Brigitte Hany

Evang. Frauen Feistritz/Drau

Dr.in Lajtai-Nagl Birgit


Ein herzliches Dankeschön allen unseren SpenderInnen für die großartige Unterstützung! Wir danken allen unseren KooperationspartnerInnen für die ausgezeichnete Zusammenarbeit!

LIG Kärnten GmbH

Schwarz Wolfgang

Dr. Nöhammer Bernd

Soroptimistclub Villach

Nuck Elisabeth und Horst Alfred

Soroptimistclub Hermagor

Fair Flair ÖVP Frauenbewegung Fellach/Oberdörfer/Heiligengeist ÖVP Frauen Villach Petrasch Sabine

Elisabeth Unterweger

SPÖ Frauen Villach Stattmann Nicole Telekom Building Systems GmbH Ing. Dieter Laure

Pfarre Hl. Dreifaltigkeit

Trecolore Architects Marketing Services

Mag. Gatterer Kurt

Martin Gfrerer

Pfleger Erika

Urbanek Möbel

Dr. Pickerle Josef

Verein der Eltern und Freunde der Musikschule Villach

Mag.a Pippan Annemarie

DI Wladyslaw Krainski

LHStv.in Dr.in Prettner Beate

Wabin Roland

Primig Tamara

Warmbaderhof Kur- Golf- und Thermenhotel

Leo Club Villach

Ing. Porsch Johannes Dr. Richter Andreas Rieder Christa Vzbgmst.in Mag.a Gerda Sandriesser Samariterbund Kärnten

Susanne Wagner

Winkler Michaela SR Mag. Weidinger Peter


2016

Verein Frauenhaus Villach Jahresstatistik

Im Kalenderjahr 2016 haben wir im Frauenhaus Villach insgesamt 27 Frauen beherbergt. Der überwiegende Teil der Frauen war zwischen 31 und 50 Jahre alt. Abgesehen von den Aufnahmen wurden zusätzlich folgende Beratungen durchgeführt:

telefonisch: 299 ambulant: 31 Online (E-Mail): 2

Nachbetreuungskontakte: telefonisch: 266 ambulant: 57 Online (E-Mail): 11


Jahresstatistik 2016

Alter der beherbergten Frauen 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

Von insgesamt 27 beherbergten Frauen waren ... A

bis 20 Jahre

-

-

B

21 bis 30 Jahre

3

11,11 %

C

31 bis 40 Jahre

9

33,33 %

D

41 bis 50 Jahre

9

33,33 %

E

51 bis 60 Jahre

2

7,41 %

F

Ăźber 60 Jahre

4

14,81%


Familienstand 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

Von insgesamt 27 beherbergten Frauen waren ... A

verheiratet

B

in Lebensgemeinschaft

21

77,78 %

2

7,41 %

C

alleinlebend

-

-

D

geschieden

4

14,84 %

E

verwitwet

-

-

F

keine Daten

-

-


Jahresstatistik 2016

Ausbildung 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

G

H

I

Von insgesamt 27 beherbergten Frauen hatten ... A

Pflichtschule (auch abgebrochen)

5

19,23 %

B

nicht abgeschlossene Lehre

2

7,69 %

C

abgeschlossene Lehre

6

23,08 %

D

Mittelschule

1

3,85 %

E

Matura

3

11,54 %

F

weiterfĂźhrende Ausbildung

-

-

G

Studium (auch abgebrochen)

6

23,08 %

H

keine abgeschlossene Schulbildung

1

3,70 %

I

keine Daten

3

11,11 %


Beruf/Einkommen bei Einzug 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

G

H

I

J

Von insgesamt 27 beherbergten Frauen waren ... A

unselbständig erwerbstätig

6

22,22 %

B

selbständig erwerbstätig

-

-

C

Pension

4

14,84 %

D

Kinderbetreuungsgeld

4

14,81 %

E

AMS-Bezug (oder Notstandshilfe)

7

25,93 %

F

geringfügig beschäftigt

-

-

G

BMS

-

-

H

andere Einkommen

1

3,70 %

I

ohne Einkommen

5

18,52 %

J

keine Daten

-

-


Jahresstatistik 2016

Beruf/Einkommen bei Auszug 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

G

H

I

J

Von insgesamt 27 beherbergten Frauen waren ... A

unselbst채ndig erwerbst채tig

6

22,22 %

B

selbst채ndig erwerbst채tig

1

3,70 %

C

Pension

4

14,81 %

D

Kinderbetreuungsgeld

2

7,41 %

E

AMS-Bezug (oder Notstandshilfe)

5

18,52 %

F

Bundesmindestsicherung (BMS)

2

7,41 %

G

andere Einkommen

1

3,70 %

H

ohne Einkommen

3

11,11 %

I

keine Daten

-

-

J

zum Stichtag im FH

3

11,11 %


Kinder im Frauenhaus 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A+B

C

D

E

F

G

Mit den beherbergten Frauen wurden 27 Kinder mitbetreut ... A

Mädchen

13

48,15 %

B

Buben

14

51,85 %

4

14,81 %

12

44,44 %

C

bis 24 Monate

D

2 bis 5 Jahre

E

6 bis 10 Jahre

4

14,81 %

F

11 bis 15 Jahre

6

22,22 %

G

älter als 15 Jahre

1

3,70 %


Jahresstatistik 2016

Aufenthaltsdauer 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

G

H

Von insgesamt 27 beherbergten Frauen blieben ... A

1 bis 3 Tage

4

14,81 %

B

4 bis 7 Tage

5

18,52 %

C

8 bis 14 Tage

3

11,11 %

D

15 bis 30 Tage

4

14,81 %

E

31 bis 90 Tage

5

18,52 %

F

91 bis 180 Tage

1

3,70 %

G

181 bis 365 Tage

5

18,52 %

H

mehr als 365 Tage

-

-

Anzahl der Frauen, die bereits 2015 im Haus wohnten: 6; zum Stichtag 31.12.2016 noch im Haus: 3 max. Aufenthaltsdauer: 357 Tage; 8 Personen waren durchschnittlich im Haus (davon 4 Kinder)


Auslastung in Belegstagen Belegstage

500

400

300

200

100

0

Jan

Feb

März

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Die 8 Zimmer und 18 Betten des Frauenhauses waren wie folgt belegt: Monat

Frauen

Kinder

Monat

Frauen

Kinder

Jan

180

159

Jul

81

80

Feb

178

116

Aug

64

73

März

155

93

Sep

74

104

April

111

62

Okt

128

102

Mai

93

31

Nov

145

138

Jun

26

9

Dez

129

138

Die höchste Auslastung gab es im Jänner mit insgesamt 339 Belegstagen.


Jahresstatistik 2016

Wie kamen die Frauen zu uns 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

G

H

I

K

Durch wen wurden die insgesamt 27 beherbergten Frauen vermittelt? A

Ämter/andere Institutionen

2

7,41 %

B

Fraueneinrichtungen

5

18,52 %

C

Interventionsstellen/GSZ

-

-

D

Jugendwohlfahrt

2

7,41 %

E

Polizei

3

11,11 %

F

Ärzte/Spitäler

-

-

G

Bekannte/Verwandte

9

33,33 %

H

Medien/Internet

2

7,41 %

I

War schon im Frauenhaus

1

3,70 %

K

Sonstige oder keine Daten

3

11,11 %


Woher kamen die Frauen 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

G

H

I

J

K

L

Wo war der letzte ordentliche Wohnsitz der 27 beherbergten Frauen? A

Villach-Stadt

19

70,37 %

G

Wolfsberg

-

-

B

Villach-Land

5

18,52 %

H

St. Veit/Glan

-

-

C

Klagenfurt-Stadt

1

3,70 %

I

Feldkirchen

-

-

D

Klagenfurt-Land

2

7,41 %

J

Vรถlkermarkt

-

-

E

Spittal/Drau

-

-

K

andere Bundesl.

-

-

F

Hermagor

-

-

L

Ausland

-

-


Jahresstatistik 2016

Nationalität der Frauen 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

G

H

I

Die Nationalität der insgesamt 27 beherbergten Frauen verteilt sich ... A

Österreich

7

25,93 %

B

EU-Länder

5

18,52 %

C

Süd-Ost-Europa 1)

6

22,22 %

D

europ. Nicht-EU-Länder )

3

11,11 %

E

Asien

1

3,70 %

2

F

Afrika

1

3,70 %

G

Lateinamerika

1

3,70 %

H

anerkannte Flüchtlinge

3

11,11 %

I

staatenlos

-

-

) Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Montenegro, Moldau, Albanien, Serbien, Kosovo 2 ) Schweiz, Norwegen, Ukraine, Weißrussland, europäischer Teil Russlands 1


Nationalität der Gefährder 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

Von den insgesamt 27 Gefährdern waren ... A

österreichische Staatsbürger

15

55,56 %

B

EU-Bürger

5

18,52 %

C

Nicht-EU-Bürger

7

25,93 %

D

staatenlos

-

-


Jahresstatistik 2016

Daten über den Gefährder ... 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

Von den insgesamt 27 Gefährdern waren ... A

Ehemann

21

77,78 %

B

Lebenspartner

4

14,81 %

C

Expartner

-

-

D

Eltern/Schwiegereltern

-

-

E

Frauenhändler/Zuhälter

-

-

F

andere Person

2

7,41 %


... und seine berufliche Situation 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

G

H

Von den insgesamt 27 Gefährdern waren ... A

unselbständig erwerbstätig

9

33,33 %

B

selbständig erwerbstätig

3

11,11 %

C

in Pension

6

22,22 %

D

AMS-Bezug (oder Notstandshilfe)

7

25,93 %

E

BMS

1

3,70 %

F

ohne Einkommen

-

-

G

andere Einkommen

-

-

H

keine Daten

1

3,70 %


Jahresstatistik 2016

Konsequenzen 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

G

Wohin gingen die Frauen nach ihrem Aufenthalt im Frauenhaus? A

zurĂźck zum Misshandler

B

zurĂźck in die alte Wohnung (ohne Misshandler)

C

in eine eigene Wohnung

6

22,22 %

3

11,11 %

10

37,04 %

D

zu Verwandten oder Bekannten

4

14,81 %

E

in andere Institutionen

1

3,70 %

F

zum Stichtag noch im Frauenhaus

3

11,11 %

G

keine Daten

-

-


Impressum (Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz) Herausgeber und Medieninhaber: Verein Frauenhaus Villach, 9500 Villach, Postfach 106 Geschäftsführung: Mag.a Gerith Laure-Kelz Für den Inhalt verantwortlich: Verein Frauenhaus Villach. Alle Inhalte und Daten wurden sorgfältig recherchiert. Für eventuell fehlerhaft dargestellte Angaben können wir jedoch keine Haftung übernehmen. Layout und grafische Gestaltung: Trecolore Marketing Services Fotos: Agentur Fotolia.com, Frauenhaus Villach, Martin Gfrerer Villach, im März 2017


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Verein Frauenhaus Villach Jahresbericht 2016  

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