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2015

Verein Frauenhaus Villach Jahresbericht


2015

Verein Frauenhaus Villach Jahresbericht


Vorwort der Vorstandsvorsitzenden

Liebe Leserinnen und Leser, geschätzte Unterstützerinnen und Unterstützer des Frauenhaus Villach! Wie gewohnt übermitteln wir Ihnen den Jahresbericht des Frauenhauses Villach mit Daten und Fakten des vergangenen Jahres. Wie Sie den Belegzahlen entnehmen können, war unsere Einrichtung auch im Jahr 2015 unentbehrlich für Frauen und deren Kinder, die in ihrem privaten Umfeld physischer und psychischer Gewalt ausgesetzt waren. Die Herausforderungen für das gesamte Team waren wie immer groß, die Problemstellungen der Klientinnen sind häufig vielfältig und diffizil und erfordern hohe Professionalität und Empathie. Insbesondere die schwierige Situation am Wohnungs- und Arbeitsmarkt macht den Weg in ein selbstbestimmtes Leben für die Frauen zunehmend schwierig, was sich auch in der Statistik spiegelt, die Aufenthaltsdauer im Haus ist in den letzten


Jahren länger geworden. Ich bedanke

beit und bei den jungen Kolleginnen für

mich daher sehr herzlich bei unserer Ge-

die Bereitschaft, sich in unserem Verein

schäftsführerin Gerith Laure-Kelz, allen

einzubringen und sich ehrenamtlich zu

Mitarbeiterinnen

ehrenamtlichen

betätigen. Mein Dank gilt aber natürlich

Mitarbeiterinnen für ihr Engagement und

und

auch meinen seit der Vereinsgründung

ihren Einsatz!

aktiven Vorstandskolleginnen Helga Sacherer, Christine Gaschler-Andreasch, Ing-

Seit der Gründung des Vereins Frauen-

rid Schatzmayr und Barbara Schabata. Mit

haus vor 19 Jahren gab es kaum personel-

der Vergrößerung und gleichzeitig Ver-

le Veränderungen im Vorstand. Im letzten

jüngung unseres Vorstandsgremiums ist

Jahr gaben unsere bewährten Rechnungs-

uns ein wichtiger Schritt für die nachhal-

prüferinnen Christl Hundegger und Maria

tige Zukunft unseres Vereins gelungen.

Leeb ihre Tätigkeit auf und übergaben an Sabrina Moser-Schellander und Olivia

Schließen möchte ich mein Vorwort mit

Bluder.

einem großen Dank an das Land Kärnten, das auch in finanziell schwierigen Zeiten

Im Zuge dieses Generationenwechsels ha-

die Finanzierung des Hauses gesichert hat

ben wir noch drei weitere junge Frauen

sowie an die Stadt Villach, die Bundes-

für die Vorstandsarbeit gewinnen kön-

ministerien für Frauen und Bildung und

nen: Barbara Lex, Lena Muttonen und

Familie für die finanzielle Unterstützung

Aliza Zwittnig verstärken nun das Vor-

und an alle Spenderinnen und Spender,

standsteam. Ich bedanke mich bei Christl

die uns auch im vergangenen Jahr groß-

Hundegger und Maria Leeb für ihr 19-

zügig bedacht haben.

jähriges Engagement und die stets wertvolle und unterstützende Zusammenar-

Sigrun Alten Vorstandsvorsitzende


Vorwort der Geschäftsführerin

Es ist immer wieder erstaunlich und bewundernswert, wie unsere Klientinnen nach oft jahrelanger häuslicher Gewalt versuchen, positiv in die Zukunft zu blicken und für ein gewaltfreies Leben kämpfen. Die vielfach „starken Stürme“, die sie aushalten und gegen die sie sich stemmen müssen sind dabei nicht so stark wie ihre Wurzeln, die sie halten und fest daran glauben lassen, dass es für sie ein Leben ohne Angst vor dem eigene Partner geben wird. Seit der Eröffnung des Villacher Frauenhauses im März 1997 wurde 577 Frauen mit 638 Kindern Schutz und Unterkunft geboten, im Jahr 2015 konnten 30 Frauen mit 32 Kindern betreut, begleitet und unterstützt werden. Zusätzlich gab es 606 Beratungs- und Nachbetreuungskontakte. Immer mehr Klientinnen sind armutsgefährdet oder von Armut betroffen, passende Arbeit sowie eine finanzierbare Wohnung zu finden gestalten sich schwierig. Bemerkbar machen sich


„Mögest Du starke Wurzeln haben in den wechselhaften Winden der Zeit.“

aus Irland

diese steigenden Herausforderungen an

Ein objektiv feststellbares, belastendes

der durchschnittlichen Aufenthaltsdau-

Erlebnis außerhalb der Erfahrungsnorm

er im Frauenhaus – die Verweildauer ist

gepaart mit dem subjektiven Erleben von

gestiegen, da es mehr Zeit in Anspruch

Hilflosigkeit, Ohnmacht, intensiver Furcht

nimmt, bis die Klientinnen es in die Selb-

und Entsetzen kann bei Erwachsenen zu

ständigkeit schaffen. Zusätzlich wird das

psychischer Traumatisierung führen. Mit

Angebot der Nachbetreuung vermehrt

hoher Wahrscheinlichkeit traumatisierend

angenommen – vor allem Lebensmittel-

sind das Erleben von Kriegshandlungen,

spenden und Spenden an Hygieneartikeln

Natur- und Verkehrskatastrophen, schwe-

finden großen Anklang.

ren Unfällen und Krankheiten, kriminelle Handlungen wie Misshandlungen, Ver-

Immer wieder wird uns die Frage gestellt,

gewaltigung, Gewalt in der Familie, bei

warum Klientinnen sich nicht schon früher

Kindern schwere emotionale Vernach-

aus der gewaltvollen Beziehung gelöst

lässigung u.v.m.. Auch die Zeugenschaft

und den Weg in ein eigenständiges Leben

solcher Ereignisse kann zu psychischer

gesucht haben. Doch genau diesen Schritt

Traumatisierung führen. Nach Fischer,

zu schaffen ist ein mitunter gefährlicher

Riedesser, 1998, ist ein psychisches Trauma

Kraftakt, der oftmals ohne Unterstützung

ein vitales Diskrepanzerlebnis zwischen

nicht möglich ist. Viele unserer Klientin-

bedrohlichen Situationsfaktoren und den

nen sind aufgrund der Gewalterlebnisse

individuellen

traumatisiert. Sabine Lehmann beschreibt

ten, das mit Gefühlen von Hilflosigkeit

in ihrer „Traumaformel“, wie es zu einer

und schutzloser Preisgabe einhergeht

psychischen

und so eine dauerhafte Erschütterung des

kann:

Traumatisierung

kommen

Bewältigungsmöglichkei-

Selbst- und Weltverständnisses bewirkt.


Vorwort der Geschäftsführerin

Das Erleben häuslicher Gewalt kann also

im Widerspruch zu den persönlichen und

zu psychischer Traumatisierung führen

auch wirtschaftlichen Ressourcen und die

und kann enorme Auswirkung auf die

Mitarbeiterinnen sind gefordert, dies den

Handlungsfähigkeit Betroffener haben.

Klientinnen zu verdeutlichen und sie zu

Viele traumatische Erlebnisse werden

motivieren, sich ein wenig Zeit für die Lö-

fragmentiert gespeichert und behalten

sung von Problemen zu geben.

unverändert

ihre

Erlebnisqualität.

Es

kommt vor, dass die Vorfälle weder in ei-

Um bestmöglich auf die Bedürfnisse der

nen Raum-zeitlichen Bedeutungskontext

Klientinnen eingehen und ihre Hand-

gebracht werden noch als sprachliche Mit-

lungsweise verstehen zu können, haben

teilung kommuniziert werden können,

wir den Schwerpunkt der Teamfortbil-

wie die Notfallpsychologin und Psycho-

dung in diesem Jahr darauf gelegt, mit

therapeutin Mag.a Eva Münker-Kramer in

Dr.in Elisabeth Reif interkulturelle Kom-

einem Fachvortrag im Bundeskriminalamt

petenzen für die psychosoziale Beratung

in Wien verdeutlicht.

zu vertiefen. In unserem Haus leben viele Frauen und Kinder, alle mit Gewalterfah-

In der Betreuungsarbeit im Frauenhaus ist

rungen, aus verschiedenen Kulturen, mit

es daher keine Seltenheit, dass es Wochen

unterschiedlichen

oder Monate dauern kann, bis Klientinnen

ten, teilweise schwer traumatisiert, von

über ihre schlimmen Erfahrungen berich-

jung bis alt auf recht engem Raum zusam-

ten können bzw. beginnen können, diese

men und es freut uns sehr, dass dieses Zu-

zu verarbeiten. Der Wunsch vieler unserer

sammenleben großteils gut funktioniert

Frauen, möglichst rasch in der eigenen

und sich immer wieder sogar sehr schöne

Wohnung zu leben und die Vergangen-

und unterstützende Freundschaften erge-

heit hinter sich zu lassen, steht daher oft

ben. Basis für dieses Miteinander ist sicher

Charaktereigenschaf-


gegenseitiges Verständnis – und je besser

25. November und endend mit dem Inter-

Verhaltensweisen erklärbar sind, desto

nationalen Tag der Menschenrechte am

leichter ist auch das Zusammenleben.

10. Dezember, wird von Fraueninitiativen weltweit dazu genutzt, um auf das Recht

Mit HFK Elke Poßegger haben wir zum

auf ein gewaltfreies Leben aufmerksam

Thema „Qualitätssicherung in Hinblick

zu machen. Ebenso wichtig ist es auch

auf Hygiene“ den Alltag im Frauenhaus

aufzuzeigen, dass es Hilfseinrichtungen

genauer

Aufbewahrung

gibt, die beim Ausstieg aus der Gewalt-

Lebensmittelgruppen,

beziehung unterstützen und begleiten.

betrachtet.

verschiedenster Reinigung

und

Räumlichkeiten

Desinfektion sowie

der

der

Die Frauenreferentin der Stadt Villach,

Umgang

Frau Vizebürgermeisterin Mag.a Gerda

oder

Sandriesser, hat in Kooperation mit den

thematisiert,

Fraueneinrichtungen der Stadt Villach

ebenso die Verwendung der richtigen

diese „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“

Reinigungsmittel. Frau Poßegger wurde

zum Anlass genommen, um mit Informa-

nicht

mit

ansteckenden

Kopfläusen

Krankheiten

wurden

darauf

tionsveranstaltungen aufzurütteln und zu

hinzuweisen, dass vor allem die laufende

verdeutlichen, dass Gewalt weder tabui-

Desinfektion der Hände gepaart mit dem

siert noch verharmlost werden darf. Ne-

Ablegen von Ringen, Armketten und

ben einem Mediengespräch zum Thema

Uhren wesentlich dazu beitragen kann,

„Gewalt gegen Frauen: Weder verharm-

Ansteckungen zu vermeiden.

losen noch herunterspielen!“ gab es ein

müde,

immer

wieder

Konzert von Timna Brauer & Elias Meiri Die Kampagne „16 Tage gegen Gewalt

Ensemble mit Beiträgen von Lisa Eckert,

an Frauen“, beginnend mit dem Interna-

als Diskussionspartnerin stellte sich Sigrun

tionalen Tag gegen Gewalt an Frauen am

Alten den Fragen des Publikums. An ei-


Vorwort der Gesch채ftsf체hrerin


nem Aktionstag unter dem Motto „Diese

ZÖF entsandt. Im Rahmen der Tagungsrei-

Hand schlägt keine Frau“ konnte durch

he „Beschädigte Seele - Zusammenhänge

einen sichtbaren, farbigen Handabdruck

zwischen häuslicher Gewalt und psychi-

öffentlich ein klares Zeichen gesetzt wer-

schen Erkrankungen“ des ZÖF haben

den, sich gegen Gewalt an Frauen zu po-

Kolleginnen sehr interessante Vorträge in

sitionieren.

Wien, Graz und St. Pölten gehört und wir freuen uns, ab nun nicht nur teilnehmen,

Vielen Dank der Stadt Villach, dem Frau-

sondern auch mitwirken zu können.

engesundheitszentrum Kärnten und der Frauenberatungsstelle Villach für die Ko-

Um unsere Klientinnen bestmöglich be-

operation und Unterstützung seit vielen

treuen zu können ist es einerseits sehr

Jahren!

wichtig,

KooperationspartnerInnen

zu

haben und sich zu vernetzen sowie durch Im Dezember 2015 haben sich die Kärnt-

Fortbildungen und Austausch möglichst

ner Frauenhäuser dem Verein Zusammen-

viel Wissen und Erfahrung zu sammeln.

schluss

Frauenhäuser

Andererseits benötigen wir Unterstütze-

(ZÖF www.frauenhaeuser-zoef.at) ange-

Österreichischer

rInnen, die dort weiterhelfen, wo wir an

schlossen und wir freuen uns auf die kon-

unsere Grenzen stoßen. Die eigene Woh-

struktive Zusammenarbeit mit den Frau-

nung zu beziehen ist mit enormen Kosten

enhäusern in Wien, der Steiermark und

verbunden, unsere Bewohnerinnen wä-

St. Pölten. Als Vertreterin der Kärntner

ren vielfach nicht in der Lage, diese ohne

Frauenhäuser wurde Irmgard Pogatsch-

Hilfe aufzubringen. Ich bin sehr dankbar,

nigg, Leiterin des Lavanttaler Frauenhau-

dass das Villacher Frauenhaus seit vielen

ses und Sprecherin der ARGE Kärntner

Jahren große Unterstützung durch Spen-

Frauenhäuser in den Vereinsvorstand des

derinnen und Spender erfährt! Wir er-


Vorwort der Geschäftsführerin

halten unzählige Spenden an Bekleidung

Villach stellt finanzielle Mittel zur Verfü-

und Hausrat, die die Frauen sehr gerne

gung, der Bienenzuchtverband spendet

entgegennehmen. Frau Rosalie Domanig

hochwertigen Honig, die Faschingsgilde

und Frau Dr. Stella Domanig organisie-

Villach unterstütz mit einer großzügigen

ren einen Weihnachtsmarkt, mit dem Er-

Geldspende – und diese Aufzählung von

lös werden Nikolaussackerln besorgt und

UnterstützerInnen ist bei weitem nicht

Geld für die finanzielle Starthilfe zur Ver-

vollzählig!

in

fügung gestellt, Frau Michaela Winkler unterstützt diese Aktion großzügig. Viele

Ich bedanke mich bei allen Kooperati-

Spenderinnen und Spender stellen uns –

onspartnerInnen, UnterstützerInnen und

oft bereits seit Jahren, finanzielle Mittel

HelferInnen dafür, dass Sie es möglich

zur Verfügen. Von der Firma XXX-Lutz,

machen, unsere Frauen auf dem Weg in

„Red Chairity“ haben wir finanzielle Mit-

ein selbständiges und gewaltfreies Leben

tel für den Ankauf von Möbeln erhalten,

bestmöglich zu begleiten!

der Frauenchor Vorderberg spendete den Erlös der Weihnachtskonzerte für unsere

Bedanken möchte ich mich auch sehr

Klientinnen, die Bauerngman Villach klei-

herzlich beim Vereinsvorstand, allen vor-

det seit Jahren unsere Kinder ein, Frau

an bei der Obfrau Sigrun Alten, die stets

Brigitte Hany von der evangelischen Frau-

mit Rat und Tat zur Seite steht und sich

enarbeit Kärnten hat immer ein offenes

unermüdlich für die Rechte der Frauen

Ohr für unsere Anliegen, der Leo Club

und ein gewaltfreies Leben einsetzt. Be-

Villach

Lebensmittelsamm-

sonders bedanken möchte ich mich auch

lungen, Weihnachtsgeschenke für unsere

organisiert

bei der Finanzreferentin, Frau Mag.a Bar-

Kinder oder hilft bei finanzielle Engpäs-

bara Lex, die wesentlich dazu beigetra-

sen aus, der Elternverein der Musikschule

gen hat, das Betreuungskonzept samt


betriebswirtschaftlichen

Aspekten

für

für den lange Atem im Jahr 2015 – die Ge-

die Vertragsverlängerung mit dem Land

duld und das Glauben an eine zeitgemä-

Kärnten zu erarbeiten – vielen Dank da-

ße und sichere Konzeptanpassung haben

für!

sich ausgezahlt, wie die Bewilligung dafür durch das Land Kärnten im Dezember

Die

Frauenhaus

beweist. Ich freue mich darauf, das neue

wurde in den letzten Jahren aufwändi-

Betreuungsarbeit

im

Betreuungskonzept im Jahr 2016 mit Euch

ger, zeitintensiver und herausfordernder.

umzusetzen!

Ein besonderer Dank gilt meinen Kolleginnen, die – sei die Situation auch noch

Mag.a Gerith Laure-Kelz

so verzwickt - nach Lösungen suchen, es

Geschäftsführerin

immer wieder schaffen, Zuversicht und Sicherheit zu vermitteln und die Klientinnen in dieser schwierigen Lebenssituation betreuen. Frauenhausarbeit ist Teamarbeit, nur gemeinsam und in Kooperation mit verschiedensten Einrichtungen und Behörden kann bestmöglich unterstützt werden. Die Erarbeitung des neuen Betreuungskonzeptes mit einer Anwesenheit der Mitarbeiterinnen rund um die Uhr erforderte viel Bereitschaft zur Diskussion. Danke für das Einbringen an Ideen, für die Unterstützung und die tolle Betreuungsarbeit. Danke vor allem


Das Frauenhaus Villach bietet folgende Leistungen: Schutz und vorübergehende Wohnmöglichkeit Sozialarbeiterische Begleitung und Unterstützung Hilfestellung und Begleitung bei Amts- und Behördenwegen Begleitung zu Gerichtsterminen Hilfestellung bei Kindergarten- und Schulwechsel sowie Vermittlung von Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und Einrichtungen Anbahnung von juristischer und psychologischer und/ oder psychotherapeutischer Hilfestellung (wenn erforderlich) Betreuung und Beratung von Müttern in sämtlichen Belangen Erarbeiten von Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit, auch im Umgang mit Kindern Hilfestellung bei der beruflichen Orientierung und Wohnungssuche Erarbeiten verschiedenster neuer Lebensperspektiven Hilfestellung beim Ordnen der finanziellen Belange Nachbetreuung (wenn erwünscht) Ambulante Beratungen Telefonische Beratungen


Schutz und Hilfe

So hilft das Frauenhaus Villach Das Villacher Frauenhaus ist eine Opfer-

Für die Dauer des Aufenthaltes steht je-

schutzeinrichtung für von Gewalt be-

der Bewohnerin eine Betreuerin zur Seite,

drohte und betroffene Frauen und deren

die Ansprech- und Begleitperson für die

Kinder. Der private Verein ist parteipoli-

Frau ist. Diese Betreuerin steht natürlich

tisch und konfessionell unabhängig und

auch nach dem Auszug für die Nachbe-

bietet unbürokratisch und rasch Hilfe,

treuung zur Verfügung. Weiters kümmert

Unterkunft, Schutz und Betreuung für

sich unsere Kinder- und Jugendbetreuerin

Frauen und deren Kinder, die aus Gewalt-

speziell um die Belange der Kinder und

situationen flüchten müssen.

Jugendlichen und unterstützt die Mütter bei Erziehungsfragen.

Das Frauenhaus bietet in erster Linie Hilfe zur Selbsthilfe, also Unterstützung und

Das Villacher Frauenhaus ist täglich rund

Begleitung auf dem Weg zu einem selbst-

um die Uhr unter der Telefonnummer

bestimmten Leben.

04242/31031 erreichbar.

Machen Sie betroffene Frauen und Kinder auf unsere Hilfestellungen aufmerksam: Wir bieten kostenlos Plakate, Folder und Info-Material!


Zusammenleben im Frauenhaus

„Zeit für UNS“ Gemeinschaftsfördernde Aktivitäten im Rahmen des Zusammenlebens im Frauenhaus

Das Leben im Frauenhaus spielt sich auf-

werden, die den Frauen bei der weiteren

grund der räumlichen Gegebenheiten,

Bewältigung ihres Alltags dienlich sein

Küche, Aufenthaltsräume und Garten

können. Im Frauenhaus ist es unumgäng-

werden gemeinschaftlich genutzt, aber

lich eine gewisse Gemeinschaftlichkeit zu

auch um das Prinzip der Aufhebung der

entwickeln und sich in das Gruppenleben

Vereinzelung umzusetzen, zu einem gro-

zu integrieren, zumal der Aufenthalt im

ßen Teil in der Gruppe ab. Neben der

Frauenhaus sich bis zu einem Jahr erstre-

Einzelfallhilfe wird daher in der Frauen-

cken kann.

hausarbeit auch die Methode der Sozialen Gruppenarbeit eingesetzt.

Das Grundgerüst des Gruppenlebens bilden Ablaufregeln (Rechte und Pflichten)

Über die Gruppenarbeit sollen Prozes-

und Wertvorstellungen (absolut gewalt-

se in Gang gesetzt werden, die bildend

freier Umgang miteinander), welche von

und sozialisierend auf unsere Klientinnen

der Einrichtung vorgegeben werden. An

wirken, indem soziales Lernen ermög-

der Einhaltung dieser Vorgaben aber

licht und soziale Kompetenzen vermittelt

auch am positiven Gelingen des Gruppen-


lebens muss ständig gearbeitet werden.

Durch das Einbringen vorhandener Fä-

Dazu wurde im Jahr 2015 im Rahmen des

higkeiten konnte das Selbstbewusstsein

Aufgabenbereichs „Betreuung und Orga-

gestärkt werden, praktische Fähigkeiten

nisation Wohnbereich“ das Projekt „Zeit

wurden ausgebaut, Sprachkenntnisse ver-

für UNS“ durchgeführt, dabei wurden

bessert und die Integration in die Gruppe

Gruppenaktivitäten mit verschiedenen In-

geübt werden.

halten angeboten. Ein Schwerpunkt war das gemeinsame Ziel war es, das Gemeinschaftsgefühl in-

Kochen von neuen Gerichten. Dabei

nerhalb der Gruppe zu schaffen bzw. zu

konnten die Bewohnerinnen die Erfah-

stärken, soziale Fähigkeiten wie Kommu-

rung machen, ein gemeinschaftliches Ziel

nikation, Toleranz, Wertschätzung und

(welche Speisen sollen gekocht werden)

Konfliktlösungspotential zu verbessern,

zu erarbeiten, die Umsetzung zu planen

sich bewusst Zeit für die Gruppe zu neh-

und auszuführen. Außerdem wurden kü-

men und Abwechslung in den problembe-

chentechnische Fertigkeiten und das Spei-

lasteten Alltag zu bringen.

senrepertoire der Frauen ausgebaut.


Zusammenleben im Frauenhaus

Das Menü richtete sich nach den Wünschen

gestaltet. Eine Frau aus Asien kochte eine

der Bewohnerinnen. In einer Haussitzung

typische vietnamesische Suppe mit Glas-

wurden verschiedene Speisenvorschläge

nudeln, Rindfleisch, viel Gemüse, Zwie-

besprochen, die Wahl fiel schließlich ein-

beln und Koriander. Eine weitere Klien-

heitlich auf die Gerichte Lasagne und Tira-

tin entschied sich für Pitavariationen aus

misu. Am Gemeinschaftsvormittag wur-

Käse und Fleisch, eine Klientin zeichnete

den den Bewohnerinnen Rezeptzettel mit

für den Salat verantwortlich und eine an-

den entsprechenden Speisen ausgeteilt,

dere Bewohnerin machte zum Abschluss

auf denen sie sich während des Kochens

Palatschinken mit Schokofüllung. Das ab-

eifrig Notizen machten. Zuerst wurden

schließende gemeinsame Essen an einem

die Gerichte gemeinsam durchbespro-

schön gedeckten Tisch diente dazu, der

chen, danach wurden die Arbeitsschritte

Einnahme von Mahlzeiten den kommu-

von den Bewohnerinnen selbst unterei-

nikativen Stellenwert einzuräumen, der

nander aufgeteilt und in weiterer Folge

im Alltag oftmals keine Berücksichtigung

auch recht selbstständig erledigt.

findet. Bei dieser Gemeinschaftsaktivität konnten die Bewohnerinnen ein Stück ih-

Den Abschluss bildete das gemeinsame

rer Kultur und ihres Könnens einbringen,

Essen, das von den Bewohnerinnen und

voneinander lernen, sowie Offenheit ge-

auch den Kindern als sehr nett empfun-

genüber Fremdem üben.

den wurde und wofür sie sich auch genügend Zeit nahmen.

Am Kreativvormittag hatten die Frauen die Möglichkeit, für sich eine bunte

Beim „Multi-Kulti-Kochen und gemein-

Stofftasche für Einkäufe etc. zu nähen.

schaftlichen Essen wurde ein Menü ganz

Sie übten sich dabei im Umgang mit einer

nach den Wünschen der Bewohnerinnen

Nähmaschine, wurden ermutigt ihre Kre-


der freiwilligen Beteiligung daran lässt sich erkennen, dass solche Gruppenaktivitäten durchaus geschätzt werden. Der Gedanke, gemeinschaftsfördernd zu wirken, konnte grundsätzlich umgesetzt werden, ist aber selbstverständlich nur ein Baustein von vielen, der in der täglichen Arbeit notwendig ist um das Zusammenleben im Frauenhaus positiv zu gestalten.

ativität einzubringen und lernten sich ge-

Pitarezept zum Nachkochen:

genseitig Hilfestellung zu geben. Zuerst

Aus Mehl, Wasser, Salz und Öl einen Stru-

wurden die Arbeitsschritte erklärt, da-

delteig herstellen und rasten lassen. 3 mal

nach suchten sich die Frauen einen Stoff

Cottage Cheese, 3 Eier, Kräuter mischen,

aus und begannen mit dem Nähen. Nach

den Teig ganz dünn ausrollen, Fülle auf-

zwei Stunden intensiver Arbeit waren alle

streichen, einrollen und Schnecken for-

Taschen fertig und die Bewohnerinnen

men. Backen und danach mit Wasser be-

sichtlich stolz auf ihre Werke.

streichen.

Aus dem Interesse für die Aktivitäten und


Öffentlichkeitsarbeit

Informieren, beraten, betreuen. Unsere professionelle Arbeit wird nur

Angebot für Schutz und Unterkunft nicht

dann richtig effektiv, wenn möglichst

nur auf die Beherbergung bezieht, son-

viele der betroffenen Frauen auch von

dern ein Teil unserer Arbeit auch auf die

unserer Institution wissen. Immer wieder

(ambulante oder telefonische) Beratung

hören wir von Frauen, dass sie schon viel

fällt.

früher aus der gewaltvollen Beziehung ausgebrochen wären, hätten sie nur ge-

Eine wichtige Information für Frauen, die

wusst wohin.

subtileren Formen der Gewalt ausgeliefert sind - denn häusliche Gewalt beginnt

Wir sind daher bestrebt, das auch heu-

nicht erst mit einem „blauen Auge“.

te noch weitgehend tabuisierte Thema „Frauenhaus“ verstärkt in die breite Öf-

Auch

fentlichkeit zu tragen und über unsere

Geldentzug, Isolierung und Drohung sind

Arbeit und Hilfestellungen für von Gewalt

Formen von Gewalt. Das Wissen darüber

bedrohte und betroffene Frauen und ihre

kann zur Vorbeugung beitragen.

Beschimpfung,

Einschüchterung,

Kinder zu informieren. Ein wichtiger Bestandteil unserer ÖffentHelfen Sie mit, betroffene Frauen über

lichkeitsarbeit ist auch unsere Internet-

unser Angebot zu informieren! Wir stel-

seite: Mehr als 1.500 Benutzer haben sich

len Ihnen kostenlos Informationsmaterial

im letzten Jahr auf unserer Website infor-

(Folder, Plakate, etc.) zur Verfügung!

miert; rund 500 telefonische Beratungsund Nachbetreuungskontakte konnten

Insbesondere mit unseren Informationsfoldern wollen wir nun auch verstärkt darauf aufmerksam machen, dass sich unser

verzeichnet werden.


„Unsere professionelle Arbeit wird nur dann richtig effektiv, wenn möglichst viele der betroffenen Frauen auch von unserer Institution wissen.“


Kinder- und Jugendarbeit


„Jedes Kind ist etwas Besonderes. Kinder sind wie Schmetterlinge im Wind. Manche fliegen höher als andere, doch alle fliegen so gut sie können. Warum vergleichen wir sie miteinander? Jeder ist anders. Jeder ist etwas Besonderes. Jeder ist wunderbar und einzigartig.“

Autor unbekannt

Mit diesem Leitgedanken startete ich im

bestmögliche Ergebnis für eine Frau errei-

Jänner 2015 meine Arbeit im Kinder- und

chen zu können, welches man sich selbst

Jugendbereich im Frauenhaus Villach.

für sie und ihre Kinder wünscht. Obwohl diese Ereignisse nicht die Regel sind, war

Mein erstes Jahr im Frauenhaus war ein

es für mich doch ein Lernprozess die in-

Jahr des Lernens, ein Jahr neuer Heraus-

dividuellen Entscheidungen einer Frau zu

forderungen mit positiven Erfahrungen

akzeptieren und diese nicht mit der eige-

aber auch mit Rückschlägen und ein Jahr

nen Sichtweise zu vergleichen.

mit Geschichten, die auch persönlich nahe gingen. Schlichtweg war es ein Jahr voller

Wie die Statistik aus dem Jahr 2015 zeigt,

Höhen und Tiefen an denen man enorm

haben 30 Frauen und 32 Kinder im Frau-

wachsen konnte. Rückblickend wurde

enhaus gewohnt. Dies war natürlich eine

man gerade durch die Tiefen und Rück-

Herausforderung, denn nicht nur jedes

schläge, welche man auch einstecken

Kind ist einzigartig und braucht indivi-

musste, für die weitere Arbeit gestärkt.

duelle Betreuung, sondern jede Mutter

Aus ihnen gingen Lernerfahrungen her-

auch. Da die Geschichten der einzelnen

vor und man nahm durch sie neue Pers-

Familien und die daraus resultierenden

pektiven mit.

Handlungsschritte im Bezug auf die Kinder immer komplexer werden, verlagerte

Gerade als „Neuling“ war es schwer zu

sich meine Arbeit im letzten Jahr von der

verstehen, dass es tatsächlich Frauen gibt,

Arbeit mit den Kindern vermehrt auf die

die mit ihren Kindern zum Beispiel wieder

Arbeit mit den Müttern. Wenn eine Mut-

in das Leben zurückkehren aus dem sie

ter mit ihrem Kind ins Frauenhaus kommt,

geflohen sind oder dass es trotz großer

hat sie neben der Aufarbeitung ihrer ei-

Bemühungen nicht immer möglich ist, das

genen Gewalterfahrungen auch viele


Kinder- und Jugendarbeit

behördliche Schritte das Kind betreffend

Gerade in der ersten Zeit sind auch die

zu setzen, welche oft einen langwierigen

Kinder eine Herausforderung für ihre

Weg bis zu einer Lösung mit sich bringen.

Mütter, da es nach dem Einzug in das

Gleichzeitig soll eine Mutter stark für ihr

Frauenhaus oft Veränderungen in ihrem

Kind sein und auch den Bedürfnissen ihres

Verhalten gibt und die Mütter von Schuld-

Kindes oder ihrer Kinder gerecht werden.

gefühlen geplagt sind, da sie die Kinder

Zeichnung von Kindern aus dem Villacher Frauenhaus


aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen

sehr emotional und gingen einem persön-

haben. Dies stellt eine erneute Belastung

lich sehr nahe wodurch auch ich spüren

für die Mütter dar. Kinder, egal welchen

musste, wie schwer es sein kann sich ab-

Alters, erleben die innerfamiliäre Gewalt

zugrenzen.

mit, sei es sinnlich, visuell oder atmosphärisch und dies führt natürlich zu seelischen

Schön war es jedoch letztendlich zu se-

Belastungsreaktionen.

hen, wie Mütter wieder an Stärke gewinnen und wie Kinderaugen mit der Zeit

Hier ist es einerseits wichtig die Kinder

wieder zu strahlen beginnen und man

aufzufangen und ihnen einen sicheren

spüren kann, dass sie im Frauenhaus an-

Rahmen zu bieten, andererseits müssen

gekommen sind, in einem Leben frei von

auch die Mütter für das veränderte Ver-

Gewalt. Ein Lächeln, eine Umarmung und

halten ihrer Kinder sensibilisiert werden,

emotionale Nähe von einem Kind, sind

damit sie erkennen können, dass das

das größte Geschenk für eine Mutter. Dar-

Verhalten ihrer Kinder Ausdruck des Er-

aus resultierend schöpft auch eine Mutter

lebten, aber auch Ausdruck für die Um-

wieder Kraft, Selbstvertrauen und Mut

stellung auf die neue Lebenssituation im

für sich und ihre Kinder mit der Unterstüt-

Frauenhaus sein kann.

zung des Frauenhauses ein neues Leben aufzubauen.

Daher wurde ich mit vielen, für mich neuen Situationen konfrontiert, sei es im Bezug auf die Kinder oder im Bezug auf die Mütter. Sie alle erforderten eine individuelle Betreuung und sie forderten auch mich als Person. Viele Situationen waren


Häusliche Gewalt in den Medien

Warum trennst Du Dich nicht einfach? Mit Familie wird im Allgemeinen Ruhe,

Wenn es überhaupt eine Typologie von

Frieden, Glück, Nähe, aufgehoben sein,

Männern, die Frauen gegenüber gewalt-

Sicherheit, Vertrauen und Liebe assozi-

tätig werden, geben sollte, dann wären

iert. Auch persönliche gegenteilige Erfah-

das die Männer, die eine dauerhafte, sehr

rungen führen oft nicht dazu, dass diese

enge Beziehung eingegangen sind, die

harmonischen Vorstellungen von Familie

die Partnerin nicht verlieren wollen. Im

hinterfragt werden. Viel eher wird es als

Grunde müsste eine Frau vor dem Mann

eigenes Versagen interpretiert, wenn die

am meisten Angst haben, der ihr im Le-

eigene Familie kein ständiger Platz des

ben am nächsten steht – nicht vor dem

Glücks und der Zufriedenheit ist.

Unbekannten.

Um aus der gewaltvollen Beziehung ent-

Der Rat, sich von einem gewaltvollen

kommen zu können, müssen Betroffene

Partner zu trennen, kann daher sehr

sich und anderen eingestehen, dass unter

gefährlich sein, da es vor allem in der

dem Deckmantel Familie alles andere als

Trennungsphase leider immer wieder zu

Liebe und Harmonie vorherrschen.

furchtbaren Tragödien kommt. Vielmehr


sollte geraten werden, ganz besonders

zu begleiten, damit betroffenen Frauen

auf die Sicherheit zu achten und sich Un-

geholfen werden kann und vielleicht zu-

terstützung zu holen, wenn eine Tren-

mindest seltener von so schrecklichen Tra-

nung angestrebt wird.

gödien zu lesen sein wird.

Auf den folgenden Seiten finden sie Ausschnitte von Zeitungsberichten aus Österreich über häusliche Gewalt, die wir im Jahr 2015 gesammelt haben. Dieser sehr kleine Ausschnitt soll zeigen, wie häufig Gewalt in Familien allgegenwärtig ist. Die Mitarbeiterinnen in Frauenhäusern und Beratungseinrichtungen werden weiterhin alle Mühen daran setzten, zu informieren, aufzuklären, zu unterstützen und


Soziologische Studie

Wirtschaftliche Folgen von Trennung und Scheidung Wenn Beziehungen scheitern, fällt es den

Kinder zuständig. Etwa ein Viertel der

Betroffenen nicht nur psychisch schwer,

Frauen erhält keinen Kindesunterhalt.

wieder Tritt zu fassen. Eine zusätzliche

Nach der Trennung betreuen 95% aller

Belastung stellen erhebliche wirtschaftli-

befragten Mütter mindestens ein min-

che Einbußen dar, welche vor allem das

derjähriges Kind, nach der Scheidung

Armutsrisiko von Frauen erhöhen.

trifft dies auf 23% der Väter zu. Frauen betreuen also sehr viel häufiger als ihre

Trennung und Scheidung gehören neben

ehemaligen Partner die gemeinsamen

Arbeitslosigkeit, Krankheit und niedriger

Kinder, werden aber nur teilweise und

Bildung zu den großen wirtschaftlichen

häufig unzureichend durch Unterhalts-

Risikofaktoren. Die Lebenssituation von

zahlungen für ihre Betreuungsarbeit ent-

Betroffenen verändert sich zum Teil gra-

schädigt. Diese Mütter haben auch sehr

vierend. Dazu gibt es eine Studie von den

viel häufiger die Ehewohnung verlassen:

Bielefelder Soziologen Andress, Borgloh,

41% haben sich eine neue Wohnung ge-

Güllner und Wilking (Die wirtschaftlichen

sucht, während bei den Vätern nur 31%

Folgen von Trennung und Scheidung ins-

umgezogen sind. Verschiedene Indikato-

besondere für Familien). Sie kamen zu fol-

ren deuten darauf hin, dass die höhere

genden Hauptergebnissen:

Umzugsmobilität der Frauen eine Folge ihrer begrenzten Einkommen ist.

Geschlechterunterschiede: Im Durchschnitt überwiegen bei den

Scheidung führt häufig zur Ausweitung

Frauen die wirtschaftlichen Nachteile.

der mütterlichen Erwerbstätigkeit

Nach Trennung und Scheidung sind fast

Jede dritte Mutter mit minderjährigen

immer die Mütter für die Versorgung der

Kindern nimmt nach der Trennung bzw.


Scheidung

eine

Erwerbstätigkeit

auf

gebung, wenn man die Ehewohnung

oder weitet diese Tätigkeit aus. Kinderlo-

verlässt; das Haushaltseinkommen, weil

se Frauen sind bereits vor der Trennung

das Partnereinkommen entfällt und wo-

zum überwiegenden Teil

möglich nur unzureichend

Vollzeit beschäftigt. Auch

„Dass etwas schwer

für viele Männer ist die

ist, muss ein Grund

gen ersetzt wird sowie

mehr sein, es zu tun.“

teiligung, die an die ver-

Einkommenssituation nach einer Trennung nicht einfach, doch scheidet eine Ausweitung der Erwerbs-

Rainer Maria Rilke

durch

Unterhaltszahlun-

schließlich die Erwerbsbeänderten Einkommensbedürfnisse angepasst wird.

tätigkeit als mögliche Bewältigungsstra-

Als Endergebnis all dieser Veränderungen

tegie für die große Mehrheit aus, da sie

steht den Frauen im Durchschnitt ein sehr

ihr Erwerbspotential durch Vollzeitbe-

viel geringeres Haushaltseinkommen zur

schäftigung in der Regel bereits ausge-

Verfügung als vor der Trennung. Ein Jahr

schöpft haben. Wenn überhaupt, dann

nach der Trennung haben Frauen durch-

treten bei Männern eher Veränderungen

schnittlich ein Drittel des Pro-Kopf-Ein-

in die entgegengesetzte Richtung auf.

kommens verloren, das ihnen zwei Jahre vor der Trennung zur Verfügung stand.

Das erste Jahr nach der Trennung ist das Schwerste Trennung und Scheidung vergrößern das Insgesamt verändern sich mit einer Tren-

Armutsrisiko der Frauen

nung viele Dinge auf einmal: die Anzahl der Personen, mit denen man gemeinsam

Die Armutsquote der Frauen steigt von

wirtschaftet; Wohnung und Wohnum-

20% (zwei Jahre vor der Trennung) auf


Soziologische Studie

34% im Jahr nach der Trennung. Den-

wichtiger Risikofaktor, da diese Frauen

noch geht die Initiative zur Trennung in

seltener den beruflichen Wiedereinstieg

zwei Dritteln aller Fälle von den Frauen

schaffen.

aus. Die traditionelle Hausfrauenrolle

Hausmänner schneiden so schlecht ab

ist riskant

wie Hausfrauen

Mangelnde

das

Wenn Männer die gemeinsamen Kinder

Hauptrisiko für scheidungsbedingte Ar-

Erwerbserfahrung

ist

betreuen, haben sie nach einer Trennung

mut. Nach Meinung der Autoren fördert

ähnliche Einkommenseinbußen wie al-

das geltende Steuerrecht die traditionel-

leinerziehende Mütter. Die Hälfte der al-

le Rollenverteilung in der Ehe mit einem

leinerziehenden Väter muss Einkommens-

männlichen Hauptverdiener und einer

verluste von zehn Prozent und mehr in

weiblichen Nicht- oder Zuverdienerin. Ge-

Kauf nehmen.

rade diese Konstellation führt jedoch bei Scheidung zu den größten Problemen. So trifft eine gescheiterte Beziehung beson-

Die Zahlungsmoral lässt

ders ältere Frauen mit langer Ehedauer

zu wünschen übrig

hart. Sie hatten vor der Trennung häufig überdurchschnittliche

Eheeinkommen

Zwei Drittel der Frauen, welche Anspruch

und müssen danach oft besonders starke

auf Trennungsunterhalt haben, erhalten

Einkommensverluste hinnehmen, sodass

keine Zahlungen. Noch schlechter geht

sie unter die Armutsgrenze sinken.

es den (wenigen) anspruchsberechtigten Männern: Hier sind es rund 90%, die

Geringes Bildungsniveau ist ein weiterer

kein Geld bekommen. Die große Mehr-


Soziologische Studie

heit der Zahlungspflichtigen wäre jedoch

gen noch über mehr Einkommen als den

leistungsfähig. Nur 10 bis 20 Prozent der

so genannten „Selbstbehalt“.

unterhaltspflichtigen Männer verfügen über zu geringe finanzielle Mittel, um

Über die Hälfte der Kindesunterhaltsbe-

ihrer Verpflichtung nachkommen zu kön-

rechtigten und gut drei Viertel der Tren-

nen. Über 80 Prozent verfügen hingegen

nungsunterhaltsberechtigten

nach Abzug ihrer Unterhaltsverpflichtun-

unvollständige oder unregelmäßige Zah-

Zeichnung von Kindern aus dem Villacher Frauenhaus

nehmen


lungen des ehemaligen (Ehe-) Partners

Schlussfolgerungen

hin, ohne rechtliche Schritte einzuleiten. Eines der ersten Übergangsprobleme, mit Regelmäßiger Kindeskontakt führt zu

denen sich eine Person auseinandersetzen

regelmäßigen Unterhaltszahlungen

muss, die sich von ihrem Partner trennt, ist die Suche nach einer Wohnung bzw. die

Unterhaltspflichtige Väter entziehen sich

Finanzierung der (alten) Ehewohnung. An

den Zahlungen besonders häufig in den

dieser Stelle wird nochmals deutlich, wie

Fällen, in denen kein oder nur noch kaum

wichtig es für für Geschiedene (aber auch

Kontakt zum Kind besteht. Offenbar ist

für andere) ist, dass ein entsprechend kos-

eine Besserung der Zahlungsmoral nur

tengünstiges Wohnraumangebot zur Ver-

über eine Verbesserung des Umgangs zu

fügung steht.

erreichen. Ein weiteres wichtiges ÜbergangsproTrotz der schmerzhaften wirtschaftlichen

blem, das sich vor allem Frauen stellt, ist

Einbußen sehen Frauen aber durchaus

der berufliche Wiedereinstieg. Es braucht

Vorteile in einer Scheidung: Die allgemei-

entsprechende

ne Lebenszufriedenheit der Frauen ist ein

nahmen, speziell für diese Gruppe. Ein

Jahr nach der Trennung erheblich höher

entsprechendes Angebot von Kinderbe-

als die der Männer. Ein Viertel der Frauen

treuungseinrichtungen ist ebenfalls not-

erzielt Einkommensgewinne, und dieje-

wendig.

nigen mit einem neuen Partner erleben häufig Verbesserungen in den Bereichen Wohnung, Einkommen, Zufriedenheit.

Qualifizierungsmaß-


Finanzierung

Wir bedanken uns für die Unterstützung! Seit in Kraft treten des Kärntner Min-

stellt eine enorme Verbesserung für die

destsicherungsgesetzes und der damit

Betreuungsqualität und die Sicherheit der

verbundenen gesetzlichen Absicherung

Bewohnerinnen

der Kärntner Frauenhäuser war die Finan-

dar. Vielen Dank für die Angleichung in

zierung des Villacher Frauenhauses mit

der Finanzierungsvereinbarung für 2016!

und

Mitarbeiterinnen

dem Land Kärnten für mehrere Jahre vertraglich festgesetzt. Im Jahr 2015 ist der Finanzierungsvertrag

ausgelaufen

Die Stadt Villach stellte dem Verein im

und

Jahr 2015 wiederum € 10.000.- zur Ver-

wir konnten mit dem Land Kärnten, Frau

fügung, die zur Qualitätsverbesserung

LHStv.in Beate Prettner, eine weitere Finan-

eingesetzt werden. So konnten alle Ma-

zierungsvereinbarung für das Jahr 2016

tratzen in den Zimmern der Bewohnerin-

unterzeichnen. Es freut uns ganz beson-

nen erneuert werden, die nötigen Adap-

ders, dass es uns mit dieser Vereinbarung

tierungsarbeiten für die Umsetzung der

erstmals möglich ist, den Betreuungsbe-

Konzeptanpassung können in Auftrag ge-

trieb mit Hilfe von geringfügig beschäf-

geben werden. Da die Finanzierungsver-

tigten Mitarbeiterinnen zu erweitern, die

einbarung mit dem Land Kärnten erst im

vor Ort Arbeitsbereitschaft anbieten und

Dezember unterzeichnet werden konnte,

damit eine Anwesenheit von Mitarbeite-

werden Aufträge für die Einrichtung ei-

rinnen rund um die Uhr möglich ist. Dies

nes Bereitschaftszimmers erst im Frühjahr


2016 vergeben – vielen Dank für dieses

nach Jahreszeit einkleiden können. Zu-

Entgegenkommen und die tolle Koopera-

sätzlich sind wir in der Lage, unsere Be-

tion seit Bestehen des Hauses!

wohnerinnen mit gespendetem Hausrat (Geschirr, kleinere Küchengeräte etc.) zu

Vom BMBF sowie dem BMFJ wurden auch

versorgen, damit der Umzug in die eigene

im Jahr 2015 die Stelle einer Betreuerin

Wohnung finanzierbar wird. Durch finan-

im Frauenbereich und die Stelle der Be-

zielle Spenden können wir unseren Klien-

treuerin im Kinder- und Jugendbereich

tinnen eine Starthilfe auszahlen, damit

gefördert und damit sichergestellt, mit

z.B. eine Waschmaschine angekauft oder

ausreichend Personal professionell und

ein Kinderzimmer eingerichtet werden

qualitativ hochwertig beraten und be-

können.

treuen zu können. Ein herzliches Dankeschön allen, die es Trotz der vorbildlichen Finanzierung des

mittragen, dass es seit beinahe 19 Jahren

Vereins sind wir auf finanzielle Spenden

einen Zufluchtsort für Frauen in Villach

und Sachspenden von Privatpersonen und

gibt. Danke, dass Sie ein klares Zeichen

Firmen angewiesen. Wir sind sehr froh da-

gegen häusliche Gewalt setzen!

rüber, dass unser Kleiderlager stets gefüllt ist und wir unsere Frauen und Kinder je


Finanzierung

Ehrentafel der SpenderInnen und KooperationspartnerInnen Albiez Regina

Evang. Frauen Zlan

Leo Club Villach

Waltraud Laber

Atrio Betriebsgesellschaft m.b.H.

Fair Elisabeth

Bauerngman Villach

Faschingsgilde Villach

Ing. Dietmar Karl

Bienenzuchtverband Peter Warmuth / Thomas Schuster

Boutique Liebert’s Christine Liebert

Bundespolizeidirektion Villach

Fiausch Kornelia Frauenchor Vorderberg Beatrice Zwick

Glanznig Bau GmbH Ing. Karl Glanznig

Mag.a Esther Krug

Golser Melitta

Mag.a Cernic Nicole

Fa. Elbe

Contrapunkt Textil

Frauengesundheitszentrum Kärnten

Dekanatsamt Villach Stadt

HIPER CAST GmbH

Der Standard

Astrid Eichholzer

Mag.a Ingrid Müller-Simhofer

Mag. Kampitsch Christoph

Domanig Rosalia

Kath. Frauenbewegung

Dr.in Domanig Stella Evang. Frauenarbeit Kärnten

KIKA Villach Hr. Klaus Frühstück

Brigitte Hany

Kindergärten und Schulen

Evang. Frauenkreis Feffernitz

Kiwanisclub Frauen Triquetra

Evang. Frauen Feistritz/Drau Ev. Frauenarbeit Trebesing Margit Oberlerchner

Ulrike Wetzlinger

Koubek Brunhilde


Ein herzliches Dankeschön allen unseren SpenderInnen für die großartige Unterstützung! Wir danken allen unseren KooperationspartnerInnen für die ausgezeichnete Zusammenarbeit!

Dr.in Sieglinde Krampl und DI Gunter Krampl Kreiner Bärbel Dr.in Lajtai-Nagl Birgit LIG Kärnten GmbH

Rieder Christa Schwarz Wolfgang Soroptimistclub Villach Soroptimistclub Hermagor Elisabeth Unterweger

Dr. Nöhammer Bernd

SPÖ Frauen Villach

Nuck Elisabeth

Telekom Building Systems GmbH Ing. Dieter Laure

ÖVP Frauenbewegung Fellach/Oberdörfer/Heiligengeist

Trecolore Architects

ÖVP Frauen Villach

Marketing Services Martin Gfrerer

Petrasch Sabine Pfarre Hl. Dreifaltigkeit Mag. Gatterer Kurt

Pfleger Erika Dr. Pickerle Josef Mag.a Pippan Annemarie LHStv.in Dr.in Prettner Beate Primig Tamara Leo Club Villach

Ing. Porsch Johannes Posratschning Christian Dr. Richter Andreas

Verein der Eltern und Freunde der Musikschule Villach DI Wladyslaw Krainski

Warmbaderhof Kur-,Golf- und Thermenhotel Susanne Wagner

Winkler Michaela WMF Atrio Villach Woman Vera Adamek Agnes Ferner

XXX-Lutz Red Chairity


2015

Verein Frauenhaus Villach Jahresstatistik

Im Kalenderjahr 2015 haben wir im Frauenhaus Villach insgesamt 30 Frauen beherbergt. Der 체berwiegende Teil der Frauen war zwischen 21 und 30 Jahre alt. Abgesehen von den Aufnahmen wurden zus채tzlich folgende Beratungen durchgef체hrt:

telefonisch: 307 ambulant: 33 Online (E-Mail): 10 Aus Platzmangel konnten 2 Frauen nicht aufgenommen werden und wurden an andere Frauenh채user weitervermittelt. Nachbetreuungskontakte: 256


Jahresstatistik 2015

Alter der beherbergten Frauen 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

Von insgesamt 30 beherbergten Frauen waren ... A

bis 20 Jahre

-

-

B

21 bis 30 Jahre

6

20,00 %

C

31 bis 40 Jahre

10

33,33 %

D

41 bis 50 Jahre

8

26,67 %

E

51 bis 60 Jahre

3

10,00 %

F

端ber 60 Jahre

3

10,00 %


Familienstand 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

Von insgesamt 30 beherbergten Frauen waren ... A

verheiratet

19

63,33 %

B

in Lebensgemeinschaft

7

23,33 %

C

alleinlebend

4

13,33 %

D

geschieden

-

-

E

verwitwet

-

-

F

keine Daten

-

-


Jahresstatistik 2015

Ausbildung 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

G

H

I

Von insgesamt 30 beherbergten Frauen hatten ... A

Pflichtschule (auch abgebrochen)

8

26,67 %

B

nicht abgeschlossene Lehre

-

-

C

abgeschlossene Lehre

D

Mittelschule

10

33,33 %

3

10,00 %

E

Matura

2

6,67 %

F

weiterf端hrende Ausbildung

1

3,33 %

G

Studium (auch abgebrochen)

3

10,00 %

H

keine abgeschlossene Schulbildung

1

3,33 %

I

keine Daten

2

6,67 %


Beruf/Einkommen bei Einzug 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

G

H

I

J

Von insgesamt 30 beherbergten Frauen waren ... A

unselbständig erwerbstätig

4

13,33 %

B

selbständig erwerbstätig

2

6,67 %

C

Pension

2

6,67 %

D

Kinderbetreuungsgeld

6

20,00 %

E

AMS-Bezug (oder Notstandshilfe)

8

26,67 %

F

geringfügig beschäftigt

-

-

G

BMS

2

6,67 %

H

andere Einkommen

2

6,67 %

I

ohne Einkommen

4

13,33 %

J

keine Daten

-

-


Jahresstatistik 2015

Beruf/Einkommen bei Auszug 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

G

H

I

J

Von insgesamt 30 beherbergten Frauen waren ... A

unselbst채ndig erwerbst채tig

4

13,33 %

B

selbst채ndig erwerbst채tig

2

6,67 %

C

Pension

2

6,67 %

D

Kinderbetreuungsgeld

5

16,67 %

E

AMS-Bezug (oder Notstandshilfe)

6

20,00 %

F

BMS

1

3,33 %

G

andere Einkommen

1

3,33 %

H

ohne Einkommen

3

10,00 %

I

keine Daten

-

-

J

zum Stichtag im FH

6

20,00 %


Kinder im Frauenhaus 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A+B

C

D

E

F

G

Mit den beherbergten Frauen wurden 32 Kinder mitbetreut ... A

M채dchen

22

68,75 %

B

Buben

10

31,25 %

C

bis 24 Monate

6

18,75 %

D

2 bis 5 Jahre

10

31,25 %

E

6 bis 10 Jahre

12

37,50 %

F

11 bis 15 Jahre

3

9,38 %

G

채lter als 15 Jahre

1

3,13 %

Von den 32 Kindern wurden 22 ebenfalls misshandelt.


Jahresstatistik 2015

Aufenthaltsdauer 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

G

H

Von insgesamt 30 beherbergten Frauen blieben ... A

1 bis 3 Tage

5

16,67 %

B

4 bis 7 Tage

2

6,67 %

C

8 bis 14 Tage

3

10,00 %

D

15 bis 30 Tage

2

6,67 %

E

31 bis 90 Tage

7

23,33 %

F

91 bis 180 Tage

2

6,67 %

G

181 bis 365 Tage

2

6,67 %

H

mehr als 365 Tage

1

3,33 %

Anzahl der Frauen, die bereits 2014 im Haus wohnten: 2; zum Stichtag 31.12.2015 noch im Haus: 6 max. Aufenthaltsdauer: 428 Tage; 9 Personen waren durchschnittlich im Haus (davon 5 Kinder)


Auslastung in Belegstagen Belegstage

500

400

300

200

100

0

Jan

Feb

März

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Die 8 Zimmer und 18 Betten des Frauenhauses waren wie folgt belegt: Monat

Frauen

Kinder

Monat

Frauen

Kinder

Jan

201

176

Jul

86

116

Feb

143

101

Aug

105

87

März

107

115

Sep

157

148

April

31

91

Okt

159

158

Mai

85

198

Nov

194

156

Jun

122

239

Dez

161

121

Die höchste Auslastung gab es im Jänner mit insgesamt 377 Belegstagen.


Jahresstatistik 2015

Wie kamen die Frauen zu uns 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

G

H

I

K

Durch wen wurden die insgesamt 30 beherbergten Frauen vermittelt? A

Ämter/andere Institutionen

7

23,33 %

B

Fraueneinrichtungen

2

6,67 %

C

Interventionsstellen/GSZ

-

-

D

Jugendwohlfahrt

3

10,00 %

E

Polizei

1

3,33 %

F

Ärzte/Spitäler

-

-

G

Bekannte/Verwandte

9

30,00 %

H

Medien/Internet

4

13,33 %

I

War schon im Frauenhaus

2

6,67 %

K

Sonstige oder keine Daten

2

6,67 %


Woher kamen die Frauen 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

G

H

I

J

K

L

Wo war der letzte ordentliche Wohnsitz der 30 beherbergten Frauen? A

Villach-Stadt

12

40,00 %

G

Wolfsberg

1

3,33 %

B

Villach-Land

C

Klagenfurt-Stadt

10

3,33 %

1

3,33 %

H

St. Veit/Glan

-

-

I

Feldkirchen

-

-

D

Klagenfurt-Land

1

3,33 %

J

Vรถlkermarkt

-

-

E

Spittal/Drau

4

13,33 %

K

andere Bundesl.

-

-

F

Hermagor

1

3,33 %

L

Ausland

-

-


Jahresstatistik 2015

Nationalität der Frauen 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

G

H

Die Nationalität der insgesamt 30 beherbergten Frauen verteilt sich ... A

Österreich

12

40,00 %

B

EU-Länder

9

30,00 %

C

Süd-Ost-Europa 1)

4

13,33 %

D

europ. Nicht-EU-Länder )

1

3,33 %

E

Asien

3

10,00 %

2

F

Afrika

-

-

G

anerkannte Flüchtlinge

1

3,33 %

H

staatenlos

-

-

) Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Montenegro, Moldau, Albanien, Serbien, Kosovo ) Schweiz, Norwegen, Ukraine, Weißrussland, europäischer Teil Russlands

1 2


Nationalität der Misshandler 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

Von den insgesamt 30 Misshandlern waren ... A

österreichische Staatsbürger

18

60,00 %

B

EU-Bürger

5

16,67 %

C

Nicht-EU-Bürger

6

20,00 %

D

staatenlos

1

3,33 %


Jahresstatistik 2015

Daten 체ber den Misshandler ... 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

Von den insgesamt 30 Misshandlern waren ... A

Ehemann

19

63,33 %

B

Lebenspartner

8

26,67 %

C

Expartner

-

-

D

Eltern/Schwiegereltern

-

-

E

Frauenh채ndler/Zuh채lter

-

-

F

andere Person

3

10,00 %


... und seine berufliche Situation 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

G

Von den insgesamt 30 Misshandlern waren ... A

unselbst채ndig erwerbst채tig

16

53,33 %

B

selbst채ndig erwerbst채tig

3

10,00 %

C

in Pension

3

10,00 %

D

arbeitslos

5

16,67 %

E

ohne Einkommen

2

6,67 %

F

andere Einkommen

1

3,33 %

G

keine Daten

-

-


Jahresstatistik 2015

Konsequenzen 32 30 28 26 24 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 0

A

B

C

D

E

F

G

Wohin gingen die Frauen nach ihrem Aufenthalt im Frauenhaus? A

zur端ck zum Misshandler

6

20,00 %

B

zur端ck in die alte Wohnung (ohne Misshandler)

2

6,67 %

C

in eine eigene Wohnung

8

26,67 %

D

zu Verwandten oder Bekannten

4

13,33 %

E

in andere Institutionen

4

13,33 %

F

zum Stichtag noch im Frauenhaus

6

20,00 %

G

keine Daten

-

-


Impressum (Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz) Herausgeber und Medieninhaber: Verein Frauenhaus Villach, 9500 Villach, Postfach 106 Geschäftsführung: Mag.a Gerith Laure-Kelz Für den Inhalt verantwortlich: Verein Frauenhaus Villach. Alle Inhalte und Daten wurden sorgfältig recherchiert. Für eventuell fehlerhaft dargestellte Angaben können wir jedoch keine Haftung übernehmen. Layout und grafische Gestaltung: Trecolore Marketing Services Fotos: Agentur Fotlia.com, Frauenhaus Villach, Martin Gfrerer Villach, im März 2016


www.frauenhaus-villach.at Notruf 04242/31031

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Verein Frauenhaus Villach Jahresbericht 2015  

Verein Frauenhaus Villach Jahresbericht 2015  

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