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Das Kultur- und Stadtmagazin beider Rheinfelden

74 | Januar / Februar 2021 | gratis erhältlich

SCHWERPUNKT

WERTE

WIR BERICHTEN ÜBER JUGENDARBEIT IN FUSSBALLVEREINEN DIE ARBEIT EINER POLIZISTIN WERTE VERSCHIEDENER GENERATIONEN NACHBARSCHAFTSHILFE UND SOLIDARITÄT NACHHALTIGKEIT BEIM EINKAUF U.V.M. MIT DEN VERANSTALTUNGSTIPPS IM JANUAR UND FEBRUAR


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2x Rheinfelden wünscht Ihnen und Ihren Familien viel Gesundheit, ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. 2


Liebe Leserin, lieber Leser

Rheinfelden Lebenswert. Liebenswert.

IMPRESSUM Herausgeber Stadt Rheinfelden (Schweiz), Stadt Rheinfelden (Baden) Redaktion Heft 74 Brigitte Brügger, Michelle Geser, Henrike Fuder, Martina Schilling, Peter Löwe Fotos Inhalt Autoren, wenn nicht anders vermerkt Titelfoto zVg. FC Rheinfelden Realisation Peter Löwe, www.Loewe-Werbeagentur.com Druck Effingermedien AG Brugg Auflage 4.500 Exemplare ISSN 1664-4778 Verteilung Auslage in Gemeindeverwaltungen, Geschäften, Bibliotheken, Schulen und Kultureinrichtungen Bezug im Abo möglich: Infos auf der vorletzten Seite Rheinfelden (Schweiz): Verteilung an Abonnenten der Neuen Fricktaler Zeitung Kontakt für Redaktion und Inserate in Rheinfelden/D Kulturamt der Stadt, Henrike Fuder, Rathaus, Kirchplatz 2, D-79618 Rheinfelden H.Fuder@rheinfelden-baden.de, Tel.: +49 7623 95-374 Kontakt Kalender Rheinfelden/D: kulturamt@rheinfelden-baden.de Kontakt für Redaktion, Kalender in Rheinfelden/CH Stadtbüro/Kulturbüro, Brigitte Brügger Rathaus, Marktgasse 16, CH-4310 Rheinfelden 2xrheinfelden@rheinfelden.ch, Tel.: +41 61 835 51 11 Kontakt für Inserate in Rheinfelden/CH Fricktaler Medien AG, Frau Karin Stocker, Baslerstrasse 10, 4310 Rheinfelden karin.stocker@fricktalermedien.ch, Tel. +41 61 835 00 52 Inserate- und Redaktionsschluss für die Ausgabe März / April 2021: 31. Januar 2021

Schwerpunkt: Werte

„Werte - Zusammen - Leben“ – Unter dieses Motto haben wir unser „WERTE-JAHR 2020/21 in Rheinfelden (Baden)“ gestellt. Da wussten wir noch nicht, vor welch großer Herausforderung unsere Gesellschaft in diesem Jahr stehen würde. In den letzten zwei Jahren hatten wir in vielen Workshops mit Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Institutionen und Unternehmen zu den Themen Integration und Teilhabe diskutiert. Es kristallisierte sich ein Konsens heraus, wonach eine Stadtgesellschaft von Werten getragen wird und man sich eine Werte-Diskussion auf breiter Ebene wünscht. Der Gedanke für das „WERTE-JAHR 2020/21“ war geboren. Für die Zusage von Fördermitteln des Landes Baden-Württemberg war entscheidend, dass wir als eine der ersten Städte in Baden-Württemberg zu dieser Frage auf breiter Basis mit Einwohnerinnen und Einwohnern ins Gespräch kommen wollen. Inzwischen gibt es eine breite öffentliche Diskussion darüber, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie und deren Folgen auf Wertevorstellungen der Menschen haben. Wie sich Hoffnungen, Sehnsüchte und Erwartungen an die Zukunft verändern. Und was sich aus einem veränderten Werteverständnis für das zukünftige Verhalten der Menschen ableiten lässt. Auch unser Projekt blieb von den „Corona-Auswirkungen“ nicht verschont: Viele geplanten Veranstaltungen, Workshops und Projekte mussten abgesagt werden. Unser Werte-Jahr wurde verlängert bis Mitte 2021. Inzwischen sind wieder viele neue Ideen – auch unter Einfluss des persönlichen Erlebens mit den Einschränkungen durch Corona – entstanden, bereits umgesetzt oder werden in den nächsten Monaten realisiert. Als Fazit bisher können wir sagen: Wichtig sind den Menschen in Rheinfelden (Baden) die Solidarität mit ihrem Nächsten, das Miteinander, Demokratie, Fürsorge und Achtsamkeit. Zum Jahresanfang überlegen wir oft, was uns im kommenden Jahr oder überhaupt im Leben wichtig ist. Vielleicht stellen Sie sich die Frage einmal anders: Welche Werte sind Ihnen persönlich und im Zusammen - Leben wichtig? Gerne dürfen Sie sich mit Ihren Antworten in die weitere Diskussion einbringen. Diana Stöcker Bürgermeisterin Rheinfelden (Baden)

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Generationengespräch zum Thema Werte

Zusammenhalt und Austausch Ein Jugendlicher und ein Senior treffen sich. Fast 60 Jahre Altersunterschied trennen die beiden. Lebenswelten liegen zwischen ihnen. Gibt es auch beim Thema Werte Unterschiede? 2xRheinfelden hat mit dem 15jährigen Louis Hulin und dem 73jährigen Fritz Grässlin über ihre Einstellung zum Thema Werte gesprochen.

wünscht. Bei der Sprache ist es wirklich so, dass sie nicht immer schätzend ist. Von vielen Jugendlichen wird das als Spaß betrachtet, und die denken gar nicht daran, dass es verletzend rüber kommen kann oder wie sich der andere dabei fühlt.

geht es mir zuerst um die Anerkennung und uneingeschränkte Beachtung der allgemeinen Menschenrechte, um den demokratischen Diskurs, Solidarität und Selbstverantwortung. Unter diesen Vorzeichen ist mir dann die individuelle Frei-

Eine provokante Frage zu Beginn: Gehen alte Werte verloren? Hat die junge Generation keine Werte mehr? Grässlin: Die jungen Leute, die ich kenne, haben eine sehr ausgeprägte Wertehaltung, die ideologiefreier ist, als ich es erwartet hätte. Es ist schön zu sehen, wie die Jungen in der Sache mitdenken, interessiert sind und wissen wollen, wie ich als Alter über bestimmte Dinge denke. Interessant finde ich, dass sie, im Gegensatz zu ihrem manchmal entwertenden Sprachgebrauch mit Begriffen wie „Du Opfer“ in der echten Begegnung sehr wertschätzend, kooperativ und auch lösungsorientiert sind. Schwierig empfinde ich manchmal die Kommunikation, die ich unter Jungs erlebe, wenn Bedürfnisse und Sorgen nur in entwertenden Sprüchen geäußert werden. Das wirkt distanzierend und unverbindlich. Hulin: Persönlich erlebe ich es so, dass Jugendliche hohe Werte haben. Wir Jugendlichen bringen uns politisch ein und möchten mitgestalten. Das erlebe ich so in meinem Freundeskreis. Ich möchte

»Persönlich erlebe ich es so, dass Jugendliche hohe Werte haben. « meiner Generation auch eine Stimme bieten und setze mich konkret ein: Zum Beispiel für die Digitalisierung und Modernisierung an den Schulen, die sich viele Jugendliche wünschen. Hier könnte man der Jugend Wertschätzung entgegen bringen, indem man umsetzt, was sie sich

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Was sind zentrale gesellschaftliche Werte für Sie? Hulin: Für mich ist Wertschätzung ein zentraler Wert. Weil es sehr wichtig ist, dass man einen Menschen wertschätzt und er merkt, was man an ihm hat. Das sollte man auch in einer Freundschaft dem anderen konkret sagen. Dann sind für mich Hilfsbereitschaft und Unterstützung noch wichtig. Für mich persönlich sollte es in einer Gemeinschaft Hilfsbereitschaft geben. Und Fürsorge ist wichtig. Es ist wichtig mit den Leuten über ihre Probleme zu reden, Fürsorge zu zeigen und Unterstützung zu bieten, damit sie nicht alleine durch schwere Zeiten gehen müssen. Grässlin: Mir liegt daran, uns Menschen grundsätzlich als verletzliche Wesen anzuerkennen, die Empathie, Freundschaft, den Schutz der Gesellschaft und der demokratischen Strukturen brauchen. Dabei

Louis Hulin ist 15 Jahre alt und hat eine Schwester. Er wohnt in Rheinfelden und besucht die Gertrud-Luckner-Realschule. Hulin betreibt die Facebookgruppe „Rheinfelden früher und heute“ und einen Stammtisch zur Stadtgeschichte.

heit und die Loyalität gegenüber Gesetzen und politischen Entscheidungen wichtig. Sorge bereitet mir hier, wenn wertschätzende Begegnungen ausbleiben oder die Verhinderung von entwertendem Verhalten gegenüber Mitmenschen oder der Umwelt unbeachtet geschehen kann. Sind diese Werte idealistische Vorstellung oder können sie im Alltag umgesetzt werden? Grässlin. Diese Werte sind Voraussetzung, dass ich Lust habe mich mit anderen auseinander zu setzen, sei es im Freundeskreis oder beispielsweise in der Zusammenarbeit mit Geflüchteten. Dabei halte ich lieber eine Unsicherheit aus und suche die interessierte Auseinandersetzung anstelle der einfachen, manchmal billigen Antworten auf komplexe Fragestellungen. Schnelle Antworten dienen oft ja nur der


Vermeidung von konkretem Nachdenken und möglicherweise unbequemen Konsequenzen, zum Beispiel zu akzeptieren, dass unsere Gesetze und politischen Ent-

»Schnelle Antworten dienen oft ja nur der Vermeidung von konkretem Nachdenken und möglicherweise unbequemen Konsequenzen.« scheide solange unumstößlich sind, bis sie über den demokratischen Diskurs neu entschieden werden.

von gesellschaftlichen Werten. Grässlin: Es wäre mein Wunsch, dass die Jugend solidarischer aufritt. Ich habe den Eindruck, dass, wenn einer „Opfer“ schimpft, die anderen teilnahmslos drum herum stehen. Da denke ich, dass hier ein Füreinander-Eintreten fehlt. Die Entwertung wird oft zu locker genommen. Wollen Sie darauf etwas entgegen, Herr Hulin?

so demokratische Werte direkt über das Handeln vermittelt werden können. Also darüber nachdenken, reden und machen, was Geflüchtete für ihre Integration oder unter Umständen auch für eine gelingende Rückkehr brauchen. Hulin: Ich führe im Rahmen des Wertejahrs 15 Interviews zur Stadtgeschichte mit der Frage „Was für einen Wert hat die Stadtgeschichte für Sie persönlich?“. Ich habe auch eine Facebookgruppe „Rheinfelden früher und heute“. Da merke ich deutlich, dass alte Gebäude ein großes Thema für viele Leute, wie für mich persönlich, sind. Weil ich mich für die alten Gebäude auch einsetzen möchte, finde ich es interessant, die Meinung von den Leuten dazu zu hören und die Interviews zu führen. Die Interviews sollen auf der Webseite der Stadt und in meiner Facebookgruppe veröffentlicht werden. Es ist immer spannend, was die Leute antworten. Auf welche Werte kommt es Ihrer Meinung nach angesichts gesellschaftlicher Herausforderungen wie die Klimaerwärmung oder die Corona-Pandemie an?

Fritz Grässlin ist 73 Jahre alt, verheiratet, Vater und Großvater. Vor der Rente arbeitete er als Leiter der Psychotherapiestation für Kinder und Jugendliche in Basel. Der Rheinfelder ist seit fünf Jahren Vorsitzender des Familienzentrums Rheinfelden und im Freundeskreis Asyl aktiv.

Hulin: Hilfsbereitschaft kann man sehr gut im Alltag umsetzen. Jetzt in der Corona-Pandemie sieht man, dass sich viele Gruppen zusammenfinden, die Einkaufshilfen für Risikogruppen anbieten. Ich mache auch in einer Gruppe mit. Hilfsbereitschaft sehe ich auch im Ehrenamt, etwa in der Feuerwehr, bei Ministranten oder anderen Sachen, wo ich dabei bin. Auch Wertschätzung ist eigentlich etwas ganz Einfaches, das sich alleine durch den Sprachgebrauch umsetzen lässt. Was sind die Unterschiede bei den Werten zwischen den Generationen? Hulin: Ein bisschen anders betrachten wir es auf jeden Fall, aber ich glaube, wir beide wollen dasselbe aussagen. Wir haben sicherlich auch unterschiedliche Meinungen, aber doch dieselben Vorstellungen

Hulin: Ja, das Füreinander-Eintreten fehlt mir auch ein bisschen. Das machen leider zu wenig Jugendliche. Deswegen gibt es auch vermehrt Depressionen in unserem Alter, weil Mobbing und ein gezieltes Auf-Einen-Losgehen immer schlimmer wird. Daraus entwickeln sich psychische Probleme. Wie bringen Sie Ihre Werte ein? Grässlin: Ich rede über meine Werte gerne in direkten Gesprächen, zum Beispiel mit anderen Männern über unsere Rollen als Väter und was wir unseren Kindern weitergeben wollen. Das Familienzentrum Rheinfelden ist für mich ein Begegnungsort, für den ich gerne eintrete, weil er in jeder Hinsicht für wertvolle Begegnungen steht, wo es konkret um gelingendes familiäres Zusammenleben geht. Der dritte Aspekt sind Patenschaften für Flüchtlinge, die eine Möglichkeit sind, Integration bestmöglich zu fördern, da

Hulin: In der Corona-Pandemie insbesondere auf den Zusammenhalt. Im Lockdown habe ich gemerkt, dass der Zusammenhalt unter den Menschen größer geworden ist, weil durch Corona alles anders wurde. Man hat es mehr wertgeschätzt, wenn man wieder Zeit miteinander verbringen konnte. Ich war für einen Monat nicht draußen, weil wir mit meinen Großeltern zusammen in einem Haus wohnen. Als ich wieder raus durfte, war das nach so einer langen Zeit, etwas ganz anderes, als immer nur zu telefonieren oder WhatsApp zu schreiben. Grässlin: Auf den Austausch. Das AufEinander-Hören. Mit Interesse den Überlegungen der anderen gegenübertreten. Zum Beispiel eher konservative Werthaltungen in Verbindung zu fortschrittlichen Überlegungen zu setzen und damit gemeinsam umsetzbare Lösungen zu erarbeiten, statt hilf- und kompromisslos die Menschen in Gute und Böse, Brauchbare und Andere einzuteilen. Das Gespräch führte Horatio Gollin.

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«Diese Tätigkeit ist sehr sinnhaft und sinnstiftend», sagt Regina Tegtmeier. Seit 2009 ist sie Friedensrichterin beim Friedensrichterkreis XIV in Rheinfelden.

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Vertraulichkeit ist das ‹A und O› Regina Tegtmeier ist geschäftsführende Friedensrichterin in Rheinfelden

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er zivilrechtlich klagt, muss in den meisten Fällen zuerst vor den Friedensrichter. «Schlichten vor Richten» ist hier die Devise, wie die langjährige Friedensrichterin Regina Tegtmeier erklärt. Wo früher heile Welt war, kommt es zu einem grossen Kampf, weil Nachbars Baum aus Sicht des Klägers zu weit über das eigene Grundstück ragt. Der Streit zwischen den zwei Nachbarn artet aus, und die beiden wechseln kein Wort mehr miteinander. Bevor sie vor Gericht gehen und Geld für Anwälte und Gerichtskosten

«Alle Zivilklagen müssen bei uns verhandelt werden. Mit wenigen Ausnahmen.» ausgeben, treffen sie sich beim Friedensrichter. «Alle Zivilklagen müssen bei uns verhandelt werden. Mit wenigen Ausnahmen», sagt Regina Tegtmeier. Seit 2009 ist sie zusammen mit Christine Salkeld Leisinger, Stephan Koller und Claudia von Tobel-Kaeser als Friedensrichterin im Kreis XIV Rheinfelden tätig. Hier wird das Friedensrichteramt nebenberuflich und ehrenamtlich ausgeübt. Dem Friedensrichterkreis XIV gehören die Gemeinden Hellikon, Kaiseraugst, Magden, Möhlin, Mumpf, Obermumpf, Olsberg, Rheinfelden, Schupfart, Stein, Wallbach, Wegen­ stetten, Zeiningen und Zuzgen an. Schlichtungs- anstelle von Gerichtsverhandlung Wenn Kläger und Beklagte in Rheinfeldens Schlichtungszimmer kommen, geht es nicht um eine Gerichts-, sondern um eine Schlichtungsverhandlung. Die streitenden Parteien können beispielsweise Nachbarn, Kunde und Liefe-

rant, Stockwerkeigentümer oder Erbgemeinschaften sein. Das Ziel von Regina Tegtmeier ist immer das gleiche: am Ende der Verhandlung einen Kompromiss zu finden, der für beide Parteien vertretbar ist. Während des Gesprächs hat die Friedensrichterin die Aufgaben der Moderatorin, Vermittlerin und Schlichterin. Sie muss weder die Schuld- noch die Haftungsfrage klären. «Die ersten zehn Minuten sind oftmals sehr emotional», erzählt sie. Sie versucht dann, gemeinsam mit dem Kläger und dem Beklagten, in Ruhe aufzugleisen, was genau schiefgelaufen ist. Nach einer gewissen Zeit schlägt sie eine Kompromisslösung vor, mit welcher im Idealfall beide Parteien einverstanden sind. «Oftmals sind es am Schluss Kläger und Beklagte, die einerseits etwas gewinnen, aber auch etwas verlieren», beschreibt die erfahrene Friedensrichterin. Wenn mit Kläger und Beklagtem eine versöhnliche Lösung gefunden wurde, dann schliessen die Parteien einen Vergleich, und das Verfahren wird beendet. Können sie sich nicht einigen, stellt Regina Tegtmeier der klagenden Partei die Klagebewilligung aus. Diese berechtigt zur Einreichung einer gerichtlichen Klage vor dem Bezirksgericht innert einer Frist von drei Monaten. 400 Verhandlungen geführt Regina Tegtmeier hat in den letzten zehn Jahren rund 400 Verhandlungen geführt. Das Ziel jeder Verhandlung ist ein Vergleich. Hier dauert die durchschnittliche Verhandlungszeit zwischen einer und eineinhalb

«Am Ende der Verhandlung bin ich manchmal richtig ausgelaugt.» Stunden. «Das kann sehr anstrengend sein. Am Ende der Verhandlung bin ich manchmal richtig ausgelaugt», schildert die Friedensrichterin. Sie schätzt ihre nebenberufli-

che Arbeit und sagt: «Diese Tätigkeit ist sehr sinnhaft und sinnstiftend.» Voraussetzung für das Friedensrichteramt ist nicht ein Jurastudium, sondern Lebenserfahrung, Sozialkompetenz, Gelassenheit und, wie Regina Tegtmeier beschreibt, ein bisschen Humor. Es sei es wichtig, dass man sich gerne auf verschiedene Menschen aus unterschiedlichen sozialen Schichten einlasse und ihnen immer mit Respekt und Anstand begegne. «Man muss die Leute so nehmen wie sie sind», sagt die Friedensrichterin. Und Vorurteile? «Vorurteile sind menschlich. Es ist Übungssache, richtig mit ihnen umzugehen», antwortet Regina Tegtmeier. «Vertraulichkeit ist das ‹A und O› bei dieser Tätigkeit», bemerkt sie und schildert, dass neben gesundem Menschenverstand juristisches Interesse von Vorteil sei. Ihre «Bibel», die schweizerische Zivilprozessordnung, liegt jedenfalls im Schlichtungszimmer immer in ihrer Nähe. Ein dickes Fell Bisher habe sie sich während einer Verhandlung noch nie bedroht gefühlt. «Ein dickes Fell» sei aber in ihrer Funktion als Friedensrichterin trotzdem wichtig. Auch sei es manchmal von Vorteil, die eigenen Werte zurückzustellen. «Sie sind nur zu einem kleinen Teil relevant», erklärt sie. Und wenn sie nach einer struben, hartnäckigen Verhandlung nach Hause geht. Kann sie abschalten? «Ja, wenn ich meinen Blazer ablege, welchen ich immer zu den Verhandlungen trage, ist fertig.» Und oftmals geht sie auch mit einem sehr guten Gefühl nach Hause. Dann, wenn sie schlichten und für Kläger und Beklagten einen Kompromiss vorschlagen konnte. Und im Idealfall wird, nachdem sich die beiden Parteien endlich wieder einmal in die Augen geschaut haben, aus dem jahrelangen Nachbarschaftsstreit wieder ein friedliches Zusammenleben. Janine Tschopp

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in Quarantäne müssen, im Alltag unterwei junge Frauen hatten sie für hilfreiche Dienste zur Verfügung stützen? Also startete die 27-Jährige auf Faim vergangenen Frühstehen. „Überall, über die ganze Region cebook eine Hilfs­initiative. Als sie feststelljahr, als die Corona-Panverteilt haben wir Helfer gefunden“, so te, dass gleichzeitig auch Jessica Krauth demie ausbrach, unabSabrina Launer über den riesigen Pool an eine ähnliche Aktion ins Leben gerufen hängig voneinander die hilfsbereiten Personen aus Lörrach, Rheinhatte, führten die patenten jungen Frauen selbe Idee: Sie wollten felden, Grenzach-Wyhlen, Weil am Rhein, ihre Netzwerke zusammen. In kürzester Menschen helfen, die Schopfheim, dem Wiesental, die sich soZeit hatten sie eine Gruppe von mehr als wegen ihres Alters oder fort mit dem Auto oder Fahrrad oder zu 1300 Helferinnen und Helfern beisameiner Erkrankung zur Risikogruppe gehöFuß auf den Weg machen, wenn sich ein men, die sich bei der ren und möglichst Hilfsbedürftiger meldet. Im Internet und Nachbarschaftshilfe nicht aus dem Haus über Flyer wird die Nachbarschaftshilfe »Leuten helfen, die sich nicht gehen sollten. Die selber helfen können, war schon einbringen. Die Ini- kommuniziert. Online, per E-Mail oder per tiatorinnen zeigten Jurastudentin SabTelefon können sich die Hilfesuchenden immer ein Anliegen von uns.« sich „überwältigt rina Launer, die in melden. Vorwiegend seien es ältere Menvon der Hilfsbereitschaft“. Aus dem ganWeil am Rhein wohnt, und die in Steinen schen, die aus Vorsicht nicht mehr selber zen Landkreis signalisierten Leute, dass lebende Pflegefachkraft Jessica Krauth, die einkaufen gehen. Aber auch Einzelpersoin Lörrach arbeitet, starteten parallel eine kreisweit laufende Hilfsaktion. Dann legten die sozial engagierten Initiatorinnen ihre Netzwerke zusammen und bieten bis heute diese Nachbarschaftshilfe an, die sich an Menschen aus dem ganzen Landkreis Lörrach wendet. „Daas mache ma gärn“ heißt es in Mundart in dieser „Nachbarschaftshilfe Lörrach“. „Leuten helfen, die sich nicht selber helfen können“, war schon immer ein Anliegen von Sabrina Launer. Als der erste Lockdown verordnet wurde und die Schulen, die meisten Läden und Restaurants schließen mussten, überlegte sie sich: Wie kann man ältere Menschen, die sich vor dem Virus schützen und zu Hause bleiben sollen, und auch jüngere Leute, die Einkaufen gehen gehört zur Nachbarschaftshilfe, um Menschen in Corona-Zeiten zu unterstützen.

Ein Netzwerk der HILFSBEREITSCHAFT Sabrina Launer und Jessica Krauth haben Initiativen der Nachbarschaftshilfe gestartet, um Menschen im ganzen Landkreis in der Corona-Zeit zu helfen

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„D

ie Leute sind ausnahmslos sehr dankbar“, erzählt Sabrina Launer von rührenden Rückmeldungen. „Gerade die Menschen, die sich wegen der Isolation einsam fühlen oder deren Angehörige wegen der CoronaEinschränkungen nicht kommen können, freuen sich, dass jemand an sie denkt und für sie Besorgungen macht.“ Manche ältere Menschen hätten anfangs noch Scheu,

nehmen das Angebot dann aber doch gerne an. „Ich wüsste gar nicht, was ich ohne euch gemacht hätte“, solche Reaktionen hört Sabrina Launer oft. Viele, die unter der Einsamkeit leiden, seien auch froh, am Telefon mit jemanden reden zu können.

Ü

ber ähnliche Erfahrungen berichtet Jessica Krauth. Als examinierte Altenpflegerin in der Sozialstation hat sie mitbekommen, wie viele Menschen

4000 Mund-Nasen-Masken angefertigt haben. „Sie haben sich schier die Finger wund genäht.“ Die Schutzmasken seien an private Haushalte, Seniorenheime, Arztpraxen und therapeutische Einrichtungen gegangen. Wenn es fachliche Fragen zum Thema Corona-Virus gibt, werden diese von einer Expertin beantwortet: Stefanie Krauth, die Schwester von Jessica Krauth, ist Epidemiologin im schottischen Glasgow und

Foto: Krauth

nen oder Familien, die in Quarantäne sind, nützen die angebotenen Hilfsleistungen. Einmal brauchte eine junge Mutter, deren Sohn erkrankt war, Lebensmittel. „Primär sind Einkaufshilfen gefragt“, so Launer. Sie selbst und andere Helferinnen und Helfer nehmen Verbindung mit den Menschen auf, fragen, was gebraucht wird, und kaufen das Gewünschte ein. Damit die Einkaufshilfen kontaktlos vonstatten gehen, werden die Taschen mit den Einkaufszetteln draußen an die Türgriffe gehängt. Oder die Einkaufsliste wird telefonisch oder online durchgegeben. Die Einkäufe werden dann direkt vor der Haustür abgestellt. Um persönlichen Kontakt zu meiden, legt Sabrina Launer auf Vertrauensbasis die Kosten für den Einkauf aus und bekommt das Geld überwiesen. Das Geld kann aber auch bar im Umschlag mitgegeben werden. Neben Einkäufen übernehmen die HelferInnen auch andere Botengänge und Besorgungen, sei es um Medikamente in der Apotheke zu holen oder etwas auf der Post zu erledigen. Nachgefragt wird auch Unterstützung beim Versorgen der Haustiere: Etwa Gassigehen mit dem Hund. So fragte eine Dame, deren Familienangehörige sich mit dem Corona-Virus angesteckt hatten, vorsorglich nach jemanden, der mit ihrem Hund spazieren gehen könne. Einer anderen Hundebesitzerin, die krank geworden war, konnte dringend benötigtes Hundefutter vorbeigebracht werden. Einmal habe man sogar einen Umzugstransporter für ein junges Mädchen organisieren können, deren Mutter ins Krankenhaus musste. Geholfen werden konnte auch einem jungen Mann, der aufgrund der Corona-Pandemie Probleme bei der Wohnungssuche hatte. Einmal ging aus Rheinfelden eine Anfrage nach Begleitung beim täglichen Spaziergang ein.

Die Pflegefachkraft Jessica Krauth engagiert sich für Nachbarschaftshilfe in Corona-Zeiten.

Die Jurastudentin Sabrina Launer setzt sich gern für andere Menschen ein.

seit Ausbruch der Corona-Pandemie angerufen hätten, die Hilfe brauchten und verzweifelt waren. „Da muss man doch etwas machen“, dachte sich die 37-Jährige, die sich als „offener und hilfsbereiter Mensch“ bezeichnet. Es habe Sinn gemacht, ihr Netzwerk mit dem von Sabrina Launer zusammenzuschließen, denn dadurch könne man mehr Leute erreichen. Trotz anstrengendem Beruf und Familie nimmt sich Jessica Krauth gerne die Zeit, um die Nachbarschaftshilfe zu organisieren. „Ich fand es traurig, dass die Menschen so egoistisch geworden sind und sich keine Gedanken um ihre Mitmenschen machen.“ Durch die Corona-Krise habe bei vielen Menschen ein Umdenken stattgefunden, die Ausnahmesituation habe ein anderes Denken, mehr Hilfsbereitschaft, Zusammenhalt und Gemeinschaftssinn ausgelöst, so Jessica Krauth. Sie erzählt von Anrufen von Menschen, deren Verwandte aus der Schweiz oder dem Elsass in der Zeit der Grenzschließungen nicht zu Besuch kommen konnten. Beeindruckt sind Sabrina Launer und Jessica Krauth von der Extragruppe der freiwilligen Näherinnen und Näher, die rund

beschäftigt sich mit Covid-19. Auf entsprechende Fragen hin informiert sie die Ratsuchenden online.

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achdem im vergangenen Frühjahr viele Menschen aus Risikogruppen die Nachbarschaftshilfe in Anspruch nahmen, ging die Nachfrage im Sommer, als es Lockerungen der Corona-Regeln gab und die Infektionszahlen gesunken waren, merklich zurück. Beim Teil-Lockdown und der verschärften Situation im November zog der Bedarf bei den Hilfesuchenden wieder an, bestätigen Sabrina Launer und Jessica Krauth. Ihr Anliegen ist es, die Nachbarschaftshilfe auch nach Corona weiterzuführen. Auch in der Zeit nach der Pandemie sei es wichtig, ein soziales Hilfsnetzwerk zu haben und zu schauen, wie es dem Nachbarn im Haus oder im Wohnblock nebenan geht. Roswitha Frey INFO Nachbarschaftshilfe erreichen Sie über E-Mail: loerrachhilft@gmail.com oder Telefon: 0179 297 74 98

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„Die Trainer dürfen heute nicht mehr schimpfen.“

sagt Florim Zenuni Jugendtrainer im FC Rheinfelden.

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hr spielet wie Meitli!“ ruft der Trainer aufgeregt und verärgert vom Spielfeldrand seiner Mannschaft zu, die nur aus Buben besteht. Der Schiedsrichter verwarnt ihn für diese Aussage – offensichtlich aufgrund des sexistischen Inhalts. Wenn im Kinder- und Jugendfußball über Werte gesprochen wird, muss man vor allem über den Wandel dieser Werte in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten sprechen. Nicht jeder sei ausschliesslich glücklich über diesen Wandel, meint der Juniorenobmann des FC Rheinfelden/Schweiz, Florim Zenuni (33): „Er hat positive Auswirkungen und negative.“ Aber die Gesellschaft hat sich geändert und achtet heute auf Werte, die früher kaum ein Thema waren – zumindest nicht im Fussball, für viele der Inbegriff des Sports und nicht zuletzt der Männlichkeit.

Wenn man Zenuni generell nach den Werten fragt, die Fussball vor allem jungen

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Freundschaft und die sportliche Betätigung an sich sind Werte, die den Fussball als Breitensport definieren. Doch vor allem im Juniorenfussball haben sich die Werte in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten gewandelt. Wo einst männlicher Kampfgeist emotionale Ausbrüche und einen bisweilen derben Umgangston rechtfertigte, werden Jugendtrainer heute pädagogisch geschult und für verbale Gewalt sensibilisiert. Aber nicht alle Entwicklungen seien positiv, findet der Juniorenobmann des FC Rheinfelden/Schweiz, Florim Zenuni.

Menschen vermitteln kann, sagt er als erstes spontan: Freundschaft. „Meine besten Freunde kenne ich alle aus dem Fussball“, erzählt er und erlebt immer wieder, welche Leistung der Fußball in Rheinfelden bei der Integration Zugezogener erbringe: „Wohnt man neu in einem fremden Ort, findet am besten Anschluss in den Vereinen.“ Das gel-

«Meine besten Freunde kenne ich alle aus dem Fussball.» te nicht nur für Ausländer und Flüchtlinge mit anderer Sprache und Kultur – Zenuni hat selbst albanische Wurzeln –, sondern auch für die vielen Familien aus entfernteren Regionen Deutschlands, die nicht denselben alemannischen Kulturkreis teilten. (Wobei auch Kinder und Jugendliche aus Badisch-Rheinfelden und seinen Stadtteilen im FC Rheinfelden spielten.) Natürlich seien auch Sport und Bewegung ein Wert an sich, fährt Zenuni fort. Dass dieser im vergangenen Jahr sehr leiden musste, habe er „auch körperlich bemerkt“. „Ich vermisse den Sport extrem“, sagt er: „Man muss sehr, sehr ehrgeizig sein, um sich ohne Pflichttermine wie Training und Matches zu motivieren.“ Im Endeffekt habe er 2020 mit der Zweiten Mannschaft in der Vierten Liga nur von August bis Ende Oktober Fussball gespielt. Auch der gesamte Trainings- und Spielbetrieb der Junioren-

mannschaften ruht erneut seit Ende Oktober auf unbestimmte Zeit. Zenuni spielt im FC Rheinfelden, seit er vier Jahre alt ist. Während er weiterhin mit der Zweiten Mannschaft in der Vierten Liga aktiv ist, hat er seit fünf Jahren im Verein das Amt des Juniorenobmanns inne. Er ist damit verantwortlich für den Trainings- und Spielbetrieb der 140 Buben und jungen Männer der D- bis A-Jugend zwischen elf und 20 Jahren. Der Sportbetrieb der Mädchen und jungen Frauen ist zusammen mit den Frauenmannschaften organisiert; insgesamt betreut der FC Rheinfelden über 300 Spieler unter 20 Jahren. Zenuni ist Ansprechpartner für Trainer und Eltern – und notfalls Streitschlichter. Seit zehn Jahren hat er den Trainerschein für die E- bis CJugend. Auf der Vereinshomepage finden sich unter dem Menüpunkt „Dokumente“ auch die „Verhaltensgrundsätze“. Sie fordern in kurzen Sätzen Respekt gegenüber dem Verein, den Trainern, Mitspielern, Gegnern, Zuschauern, Schiedsrichtern und dem Material. Es geht darum, Pflichttermine wahrzunehmen, sich abzumelden, wenn man ausfällt, die eigenen Wünsche hinter die Ziele des Teams zu stellen, Niederlagen zu akzeptieren und Siege nicht


auf Kosten des Verlierers zu feiern, sich nicht provozieren zu lassen, Entscheidungen des Schiedsrichters ohne Kommentare zu akzeptieren und das Sportmaterial des Vereins pfleglich zu behandeln. Diese Grundsätze wurden 2006 aufgestellt. Sie hängen auch ausgedruckt am Schwarzen Brett im Clubheim; laut Zenuni werde im Alltag aber kaum darauf eingegangen. Auch beim Eintritt in den Verein werde nicht speziell auf sie hingewiesen. Dass man männliche Spieler nicht als Mädchen beschimpfen darf, steht in diesen Grundsätzen nicht explizit. Dabei geht es weniger um den sexistischen Inhalt dieses Vergleichs: Schimpfen generell ist laut Zenuni heute für Trainer und Betreuer im Jugendsport tabu. „Es wird heute nicht mehr gern gesehen, wenn ein Trainer am Spielfeldrand laut ist und schreit“, sagt Zenuni. Heute würden Jugendtrainer geschult, das Kind auf die Seite zu nehmen und in Ruhe mit ihm Fehlverhalten oder Mängel zu besprechen. Das war zu den Zeiten, als Zenuni selbst in den Jugendmannschaften spielte, noch kein Thema. „Höflichkeit ist toll; aber man muss auch zu einer Ausgewogenheit finden“, findet er. Heute gebe es viel mehr Eltern, die auf das Prinzip „hart aber fair“ empfindlich reagierten. Doch Fussball sei eben ein sehr emotionaler und bisweilen derber Sport. Zenuni will diese Herkunft nicht leugnen: „Ich sage: Wenn wir auf dem Platz sind, spielen wir Fussball.“ Es habe auch Fälle gegeben, dass sich Trainer extrem höflich verhalten hätten und irgendwann explodiert seien. Einmal habe er Mittelsmann im Streit zwischen zwei Trainern sein müssen. Ein oder zwei Trainer hätten auch gehen müssen, nachdem sie sich zu heftig mit dem Schiedsrichter angelegt hätten. Prinzipiell will Zenuni aber klarstellen, dass er sich keine bessere Crew vorstellen könne, die ihn und den Vorstand mit ihrem Engagement extrem entlaste. Eine spezielle Schulung in Ethik habe es zu seiner Zeit in seiner Ausbildung zur CTrainerlizenz nicht gegeben, sagt Zenuni. Heute erwürben Trainer ein D-Diplom als „Jugend+Sport-Leiter Kindersport“ mit einem zweitägigen Pädagogikkurs.

Einen einzigen Fall von sexueller Belästigung hat es laut Zenuni vor 20 bis 25 Jahren gegeben. Auch bei diesem Thema sei die Sensibilität stark gestiegen: Trainer dürften heute nicht mehr mit in die Garderobe; einem Trainer habe er sogar untersagen müssen, Dehnübungen gemeinsam mit einem Kind vorzuführen, und ihn gebeten, lieber zwei Kinder zusammen die Übung vorführen zu lassen. Die heutigen Trainer würden ausserdem geschult, die Kinder nicht mehr anzufassen, nicht einmal an der Schulter zu berühren. Die Mädchen und jungen Frauen des FC Rheinfelden werden laut Zenuni vorwiegend von Frauen, vor allem Spielerinnen, trainiert und betreut. Dabei darf man Zenuni nicht falsch verstehen: Emotionalität und Derbheit hätten nichts mit Respektlosigkeit und verbaler Gewalt zu tun. Unter den Kindern auf dem Platz würden beispielsweise „böse Wörter“ geahndet. Zenuni erinnert sich an einen Fall, als ein junger Spieler vom

«Unter den Kindern auf dem Platz würden beispielsweise „böse Wörter“ geahndet.» Schiedsrichter die Gelbe Karte bekommen habe, weil er einen anderen Spieler als „H…sohn“ bezeichnet habe: „Ich nahm ihn nach dem Spiel zu mir und sagte ihm, dass er das nächste Mal aus dem Verein fliege.“ Generell allerdings findet Zenuni, der noch keine eigenen Kinder hat, die heutige Jugend sei „lieber“ geworden, „nicht mehr so dreckig wie früher“. Das zeige sich auch in den seltenen Roten Karten wegen Tätlichkeiten: „An die letzte kann ich mich gar nicht mehr erinnern.“ Er vermute einen Zusammenhang mit der stark gestiegenen Durchmischung von Schularten und dem höheren Bildungsniveau unter den Kindern. Seine Erfahrung bestätige allerdings auch, dass die Kinder heute weniger zuhörten und weniger aufmerksam seien. Auch die Ansprüche der Eltern seien gewachsen, ist Zenunis Erfahrung. Die Väter, die von der Tribüne aus dem Trainer wäh-

rend des Spiels erklären wollten, wie dieser den Sohn auf dem Feld einzusetzen habe, seien zwar seltener geworden. Regelmässig führe er aber in den ersten zwei Wochen jeder Saison fünf bis zehn Diskussionen mit besorgten Müttern – ab und zu auch während der Saison –, die forderten, ihr Sohn solle mehr spielen oder auf anderen Positionen. Dabei geht es den Müttern laut Zenuni nicht um taktische Überlegungen sondern um eine vermeintliche Benachteiligung des eigenen Kindes: „Der beste Freund meines Sohnes spielt da und da. Warum mein Sohn nicht? Der sitzt daheim und weint.“ Dafür hat Zenuni wenig Verständnis. Die Mannschaften würden nach sportlichen Gesichtspunkten zusammengestellt: „Wir bemühen uns, vor allem in der Jugend, homogene Mannschaften zu bilden. Es fördert die Kinder und Jugendlichen stärker, wenn sie mit Gleichstarken zusammen spielen.“ Die gestiegenen Ansprüche entsprächen im Allgemeinen jedoch nicht der Bereitschaft, sich auch als Eltern in die Vereinsarbeit einzubringen, ärgert sich Zenuni. Einem Grossteil der Eltern fehle heute das Verständnis, dass sie ihre Kinder in einen Verein gäben und nicht in einen Kinderhort: „Der Verein wird als Sportabo gesehen.“ Aber selbst erwachsene Spieler seien der Meinung, sie hätten mit der Zahlung des Beitrags („oft im Verzug“) ihren Teil an der Vereinsarbeit geleistet: „Mit dieser Einstellung habe ich richtig Mühe. Damit schaden sie dem Verein und letztendlich ihrer eigenen Mannschaft.“ Es sei immer derselbe harte Kern an Mitgliedern, der sich in der Vereinsarbeit ehrenamtlich engagiere: Seit zwei Jahren finde der Verein niemanden für den vakanten Posten für die Planung von Events. Dabei sei es noch einfacher, Helfer für einzelne Projekte wie etwa das jährliche Winterhallenturnier zu finden. Aber auch da akzeptiere er nicht, sagt Zenuni, wenn Leute sagten, sie kämen gerne, ihm zu helfen: „Ich sage dann: Du hilfst nicht mir; du hilfst dem Verein.“ Boris Burkhardt

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Projekt „Grünes Klassenzimmer“ hilft, die Natur kennen und schätzen zu lernen »Was man kennt, das schätzt man auch und ist bereit, es zu schützen.«

Das sagt Thomas Schwarze vom Trinationalen Umweltzentrum (TRUZ) mit Hauptsitz in Weil am Rhein. Und der Leiter der Abteilung Umweltbildung weiß, wovon er spricht. Dem Biologen und Naturpädagogen geht es vor allem um Natur und Umwelt, um Flora und Fauna, die es in ihrer Groß- und Einzigartigartigkeit zu schützen und zu bewahren gilt.

ter Linie durch seine Praxisnähe punktet und damit aufregende und faszinierende Einblicke in die Welt von Tieren und Pflanzen in der Heimat gewährt.

»Es soll eine gute Ergänzung zum Unterricht sein«, betont Schwarze. Und

dass es diese Funktion erfüllt, weiß der Abteilungsleiter Umweltbildung aus eigener Erfahrung nur zu gut. Zwei Jahrzehnte hat er selbst vielfältige Kurse geleitet und da-

Kurs „Wildes Gehopse“: Schüler zeichnen Heuschrecken und bauen Instrumente, mit denen sich der Gesang der Heuschrecken imitieren lässt.

„Je früher das im Leben eines Menschen passiert und der Schutz von und die Achtung vor der Natur sich im Bewusstsein als echter Wert manifestiert, umso besser und nachhaltiger ist es“, so Schwarze.

Leider, so sagt er, hätten junge Menschen oftmals keinen oder nur wenig Kontakt zur Natur und damit keinen richtigen Zugang. Und so hat er

beim TRUZ maßgeblich ein ganz besonderes Projekt für Kinder in Kitas und Schulen entwickelt: Das „Grüne Klassenzimmer“. Dahinter verbirgt sich ein vielfältiges Kursangebot aus Natur und Umwelt, das in ers-

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bei immer wieder die Lust der Kinder am Entdecken und den wie selbstverständlich aufkommenden Forscherdrang beobachten können.

»Die Naturkurse sind ein echtes Erfolgsmodell«, zeigt sich Schwarze stolz.

Inzwischen sorgt ein ganzes Team von Naturpädagogen beim TRUZ dafür, dass die so wichtigen Grundlagen für einen lebenslangen Wert bei vielen Kindern gelegt werden können. „Spielerisch und gleichzeitig wissensvermittelnd sollen neue Eindrücke mit möglichst vielen Sinnen aufgenommen werden“, hebt Schwarze hervor.

Selbstständiges, praxisnahes Arbeiten und Erforschen stehen dabei im Vordergrund.

Gleichwohl haben die Naturpädagogen auch Unterschiede bei den Kindern ausgemacht, was ihre Wohnherkunft betrifft. So sind Kin-

der aus eher städtisch geprägten Regionen deutlich skeptischer als jene aus dem ländlichen Raum. „So schaut ein Kind aus der Stadt eher kritisch, wenn es erstmals eine Schnecke in der Hand hält, während eines vom Dorf sich das Kriechtier auch mal ins Gesicht setzt, um ein lustiges Foto zu schießen“, schmunzelt Schwarze. Sehr glücklich schätzt sich daher die Stadt Rheinfelden, dass sie neben Weil am Rhein ebenfalls ein Standort ist, an dem Kurse des „Grünen Klassenzimmers“ angeboten werden. Die kleine Gartenschau „Grün 2007“ hat es nämlich möglich gemacht, dass das TRUZ in der Großen Kreisstadt eine Außenstelle eröffnete. Und seitdem werden die Naturkurse auf dem sogenannten Hügelbiotop (ehemalige Metzgergrube) gegenüber des Tutti Kiesi-Areals erfolgreich angeboten. Hinter dem Konzept steht natürlich auch der Gemeinderat. Zuletzt wurde die Verlängerung des Fördervertrags mit dem TRUZ einstimmig um fünf weitere Jahre mit einer jährlichen Summe von 4500 Euro genehmigt.

Und in der Tat, die Kurse sind beliebt und werden sehr geschätzt. In 13 Jah-

ren nutzten bislang knapp 500 Gruppen aus Kindergärten und Schulen (bis zur sechsten Klasse) die Chance auf den praxisnahen Unterricht; etwa zwei Drittel kamen dabei aus Rheinfelden selbst mit 6200 Teilnehmern. Besonders beliebt waren die Kurse „In der Mauerritze und unter Steinen“, „Am Bach“, „Wie lebt Biene Maja wirklich“ oder auch „Schnirkelschnecken“ und „Biotop-Safari“. Im nächsten Jahr, so Corona es zulässt, soll ein spezieller Insektenkurs ins Angebot aufgenommen werden. Mittels Becherlupen wird es dabei um das genauere Kennenlernen der einzelnen Arten gehen. Gerd Lustig


Ein natürliches Erfolgsmodell Kurs „Schnirkelschnecken unterwegs“: Schüler untersuchen, was Schnecken fressen

Kurs „Schnirkelschnecken unterwegs“: Schüler veranstalten ein Schneckenrennen

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Zentrale Werte unserer Gesellschaft sind

Selbstverwirklichung, Selbstbestimmung, Freiheit, Familie und Erfolg

Barbara Heimberg ist Polizistin bei der Regionalpolizei unteres Fricktal. Im Interview spricht sie unter anderem über wichtige Werte bei ihrer Arbeit und warum das Vertrauen in die Polizei in ländlichen Regionen grösser ist.

Auch Verantwortung gehört zu den wichtigen Werten. Einerseits trägt die Polizei die Verantwortung für die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, aber auch ich trage Verantwortung in die mir anvertrauten Informationen und Aufgaben. Mir persönlich sind zudem Werte wie Respekt und Gerechtigkeit sehr wichtig. Man soll dem Gegenüber den nötigen Respekt entgegenbringen. Unabhängig von irgendwelchen Hintergründen. Wenn ich von jemandem Respekt erwarte, dann sollte es selbstverständlich sein, dass ich dieser Person ebenso Respekt zolle.

2x Rheinfelden: Frau Heimberg, nach welchen Werten erledigen Sie Ihre Arbeit? Barbara Heimberg: Meine Arbeit erledige ich aufgrund der Rechtmässigkeit und der gesetzlichen Grundlagen. Ich bin durch meine Vereidigung zur Polizistin der Wahrheit verpflichtet und dieser Wert schafft Vertrauenswürdigkeit. Das Vertrauen, welches die Bevölkerung in die Polizei setzt, ist ein sehr hohes Gut und es muss gepflegt werden. Ist dieses Vertrauen bei der Bevölkerung noch vorhanden? In der Schweiz sind das Ansehen der Polizei und das Vertrauen in das Rechtssystem bei der Bevölkerung noch intakt. Wiederkehrende Umfragen bestätigen dies. Das Vertrauen ist hoch und diesen Umstand gilt es zu schützen und zu pflegen. Jeder Polizist und jede Polizistin hat diese Verantwortung und sollte sich dessen bewusst sein.

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Das ist aber nicht überall so? Es gibt viele Länder, in denen die Polizei korrupt und willkürlich ist. Dass so kein Vertrauen entstehen kann, ist verständlich. Solche Zustände haben wir in der Schweiz glücklicherweise nicht.

Welche Werte vermissen Sie bei der Gesellschaft von heute? Die Gesellschaft, die Ziele die wir verfolgen und die Werte wandeln sich. Beim oft erwähnten «Wertezerfall» gibt es nicht zwingend weniger Werte, aber die Gewichtung, die Prioritäten ändern sich. Werte sind nicht in Stein gemeisselt. Auch ich verändere mich mitsamt gewisser Wertvorstellungen. Unterschiedliche Wertvorstellungen können natürlich auch zu Problemen führen. Im Arbeitsalltag kann ich zum Beispiel das unterschiedliche Sicherheitsbedürfnis der Menschen erwähnen. Manche wünschen sich viel mehr Polizeipräsenz, sind auch dafür, dass Plätze, Stationen des öffentlichen Verkehrs etc. mit Kameras überwacht werden. Andere wiederum stört die Anwesenheit der Polizei und sie fühlen sich eingeschränkt. Heute sind sicher die Werte «Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung, Freiheit, Familie, Erfolg» zentrale Werte unserer Gesellschaft.

Gibt es weitere wichtige Werte? Ein weiterer Wert ist die Neutralität. Polizisten sind keine «Übermenschen». Auch wir tendieren zur Bildung von Vorurteilen wie andere Menschen. Aufgrund meiner Tätigkeit bin ich jedoch zur Neutralität verpflichtet. Neutralität wird von mir als Polizistin erwartet, dies schafft wiederum Vertrauen.

Ich persönlich vermisse Respekt und Anstand, es wird viel mehr «geellbögelt». Man will immer mehr, immer schneller, jeder schaut für sich und gönnt dem anderen wenig. Dies hat natürlich auch damit zu tun, dass wir in einem kapitalistischen System leben und dass sich viele Menschen darüber definieren. Die Menschen

In ländlichen Regionen sind Respekt und Vertrauen sicher auch darum grösser, weil die Bevölkerung den Polizisten oder die Polizistin oft persönlich kennt und als Person – als Mitglied der Gesellschaft – wahrnimmt.


reden nicht mehr miteinander. Sehr vieles wird sofort an die Polizei delegiert, es wird mit der Polizei gedroht etc. Da kennen Sie sicher auch viele Beispiele? Ja. Nachtruhestörung. Bevor mit dem Nachbarn nur gesprochen worden ist und er auf das Anliegen aufmerksam gemacht wurde, wird schon die Polizei gerufen. Auch in Beziehungen wird nicht mehr miteinander gesprochen. Das fängt im Kleinen an und geht bis ins heute herrschende politische Klima. Weiter ist die Hemmschwelle für Gewalt gesunken. Es wird schneller und heftiger zugeschlagen und es gibt kein Limit. Nach welchen Werten sollte eine Gemeinschaft nach Ihrer Ansicht leben? Der Mensch strebt nach Sicherheit und einem friedlichen Miteinander. Das sollte viel mehr umgesetzt werden. Das Miteinander und Füreinander, mehr Toleranz. Mehr Achtsamkeit im Umgang miteinander und mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen. Wie wichtig sind Werte bei Ihrer täglichen Arbeit? Werte sind immer präsent. Jedes Handeln und Denken beruht auf Werten. Die Werte werden uns von unserer Kultur, Religion, sozialem Umfeld, schon von klein auf nähergebracht. Sie sind geprägt durch eigene Erfahrungen, Kindheit, Erziehung. Die Werte einer südländischen Kultur unterscheiden sich von denen einer zentraleuropäischen Kultur. Die Werte innerhalb verschiedener Religionen unterscheiden sich, verschiedene Generationen haben andere Werte. Das alles gilt es in der täglichen Arbeit zu berücksichtigen. Bei Ihrer Arbeit haben Sie ja sicher auch oftmals mit Menschen anderer Kulturkreise zu tun? Ja. Wir haben in unserem Beruf mit vielen Menschen aus anderen Kulturkreisen zu tun. Das Bewusstsein, dass diese Menschen andere Werte haben, kann uns die Arbeit erleichtern. Unterschiedliche Wertvorstellungen können dazu führen, die eigene Sichtweise zu hinterfragen, eine andere Perspektive einzunehmen und das Gegenüber so besser verstehen zu können. Ich mit meinen bald 52 Jahren habe sicher andere Wertvorstellungen als ein junger Polizist. Das Bewusstsein oder das Verständnis dafür lässt die Zusammenarbeit aber gut funktionieren.

Gelten die Wertvorstellungen, die Sie als Polizistin leben, auch in Ihrem privaten Bereich? Ja. Ich werde irgendwie immer als Polizistin wahrgenommen. Die Werte, die man von einem Polizisten erwartet, gelten auch im Privaten. Die moralischen Erwartungen sind durch meinen Beruf auch im Privatleben relativ hoch. Mir wird viel mehr «auf die Finger geschaut» und man erwartet selbstverständlich von mir, dass ich mich an das Gesetz halte. Mein Verhalten im Privatleben ist wie ein Spiegel, eine Verpflichtung. Polizistin bin ich immer. Bei welchen Situationen sind Sie im Einsatz? Immer, wenn Menschen die Hilfe der Polizei benötigen. Das können Verkehrsunfälle (medizinische Erstversorgung, Verkehrsregelung), Fahndungen nach vermissten Personen, häusliche Gewalt, sonstige Streitereien, Menschen in psychischen Ausnahmezuständen sein. Für verschiedene Ämter sind wir die letzte Rückfallebene. Wenn beispielsweise die Einwohnerkontrolle, das Betreibungsamt, das Gericht oder das Strassenverkehrsamt Personen nicht erreichen können, leisten wir Amtshilfe. Wir rücken auch aus, wenn Tiere zugelaufen, entlaufen oder überfahren wurden, obwohl dies grundsätzlich keine Polizeiaufgabe ist, da kein Straftatbestand vorliegt. Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer Arbeit? Die Abwechslung und das Unvorhergesehene. Kein Tag ist wie der andere. Ich schätze das selbständige Arbeiten, Entscheidungen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften fällen zu können. Spannend finde ich, mich immer wieder auf neue Situationen einzulassen, welche die unterschiedlichen Einsätze mit sich bringen. Man hat in den allermeisten Fällen mit Menschen zu tun und das macht den Job sehr interessant. Zudem passen mir die unregelmässigen Arbeitszeiten sehr. Nach all den Jahren kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, einem Job mit geregelten Arbeitszeiten nachzugehen. Arbeiten Sie auch gerne nachts? Ja, sehr gerne. Da herrscht oft eine ganz andere Atmosphäre als tagsüber. Gibt es auch Dinge, die Ihnen an Ihrem Beruf weniger gefallen? Weniger gut gefällt mir, dass die Wertschätzung für unseren Beruf abnimmt. Der Respekt schwindet und die Gewaltbereitschaft nimmt immer mehr zu.

Erinnern Sie sich an ein besonders schönes Erlebnis als Polizistin? Schöne Erlebnisse sind sicher diejenigen Einsätze, bei welchen die Menschen dankbar für unsere Hilfe sind. Wenn man jemandem aus einer schwierigen Situation

«Besonders schön ist es, wenn man jemandem aus einer schwierigen Situation helfen konnte.» helfen konnte. Sei dies durch Aufzeigen von Möglichkeiten oder auch nur durch Zuhören. Dieser Dank erreicht uns manchmal auch in Form von Briefen oder Mails. Das empfinde ich als besonders schön. Und weniger Schönes? Weniger schön sind Unfälle mit schwer verletzten Personen. Oder Situationen, in denen die Vereinsamung einer Person besonders deutlich ist. Da ruft jemand an, weil der Nachbar seit Wochen nicht mehr gesehen wurde, der Briefkasten überquillt und es im Treppenhaus stinke. Es ist auch nicht schön, wenn ich Einblick in besonders tragische Lebenssituationen erhalte. Da gehen einem schon einige Gedanken durch den Kopf. Können Sie abschalten, wenn Sie an Feierabend zu Hause sind und die blaue Uniform abgelegt haben? Glücklicherweise kann ich das und trage die Schicksale nicht nach Hause. Ich träume auch nicht von Ereignissen. Man entwickelt schon eine etwas «dickere Haut». Das heisst keinesfalls, dass das Erlebte an mir abprallt oder mir egal ist. Ich könnte diesen Job jedoch nicht machen, wenn mir jedes Schicksal derart nah gehen würde. Eine gewisse Distanz muss man behalten. Das Gespräch führte Janine Tschopp. ZUR PERSON Barbara Heimberg (51) absolvierte die Polizeischule 2003 bei der Kantonspolizei Basel-Landschaft. 2017 wechselte sie in die Privatwirtschaft. «Bereits nach kurzer Zeit habe ich meine Entscheidung bereut», sagt sie. Nach sechs Monaten hatte sie die Möglichkeit als Polizistin bei der Regionalpolizei unteres Fricktal anzufangen. «Ich habe die Polizeiarbeit sehr vermisst und bin froh, wieder in der blauen Uniform arbeiten zu dürfen.»

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FSV-Fußballjugend übt WERTE SPIELEND ein Im Mannschaftssport zählen Fairness, Teamgeist, Respekt und Achtsamkeit

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as Rheinfelder „Wertejahr 2020/21“ hat in der Stadt eine rege Diskussion über das gesellschaftliche Zusammenleben der Bürger in Gang gesetzt. Schulen, Vereine, Kirchen und Gruppen starteten Projekte, Workshops und Begegnungen. Auch im Sport regte das Thema zum Nachdenken an. Fußballvereine rücken die Wertebildung in ihrer Jugendarbeit in den Fokus. Gemeinschaftsbildende Elemente sind gefragt. Im Gespräch mit dem Vorsitzenden des FSV Rheinfelden, Patrick Da Rugna, erfahren wir, dass Werte in seinem Verein eine zentrale Rolle spielen. „Fußball besteht nicht nur aus Toren und Gewinnen. Ohne Toleranz, Fairness, Gemeinschaft, Achtsamkeit, Vertrauen, Rücksicht oder auch Begeisterung und Leidenschaft ist gute Jugendarbeit nicht zu leisten“, sagt der engagierte Vereinschef.

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Die Jugendlichen sieht er als die Wurzeln des Vereins. Nur wenn diese gesund seien, könne sich ein Verein positiv entwickeln und hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Werte aktiv leben Auf dem Fußballfeld lasse sich werte­ orientiertes Verhalten in idealer Weise einüben. „Mannschafts- und Vereinssport leben davon, dass nicht nur das sportliche, sondern auch das soziale Zusammenspiel funktioniert“, schreibt die Bertelsmann Stiftung in einem dieser Tage herausgebrachten Handbuch für Fußballjugendtrainer. In einem Modellprojekt mit westfälischen Fußballvereinen überlegten sich Verantwortliche im Jugendbereich, wie sich im Fußballalltag Werte aktiv leben, soziale Kompetenzen stärken und respektvolles Miteinander gestalten lassen. Für die Rheinfelder Fußballer ist das kein

Neuland. „Wir leisten auf diesem Gebiet einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag, denn es geht um die Übernahme von Verantwortung, Vereinswerten und Vereinskultur“, bemüht sich der Vorsitzende um Rückhalt bei den 500 Mitgliedern. Vorstand und Jugendabteilung entwarfen Visionen einer zielorientierten Arbeit. In ihrem Jugendund Juniorenkonzept bekennen sie sich zu einer an Werten orientierten Ausbildungskultur. Selbstverständlich geht es im Training auch um Technik, Taktik und Strategie. Denn was wäre Fußball ohne spannende Spiele, ohne Tore und ohne Siege? Mitverantwortung im Verein In Kurzform finden sich auf der gut präsentierten Homepage des Vereins bemerkenswerte Sätze wie „Unsere Spieler verhalten sich diszipliniert und respektvoll – nicht nur auf dem Fußballplatz.“, „Sie tragen


auch Mitverantwortung und unterstützen den Verein bei Veranstaltungen und Arbeitseinsätzen.“ Toleranz und Anstand zählen für die Fußballjugend zum guten Ton des Umgangs miteinander. Wer dies alles toleriert und beachtet, ist beim FSV willkommen und zum Schnuppern beim Probetraining eingeladen. Jugendleitung, Jugendtrainer und Vorstand sehen die Werte- und Persönlichkeitsbildung der jungen Kicker als wichtige Elemente ihrer Arbeit. Das beginnt schon bei kleinen Dingen. Wer im Verein Pünktlichkeit, Verlässlichkeit und Teamarbeit übe, profitiere davon auch in seinem Berufsumfeld, ist Da Rugna überzeugt. Für die schon etwas älteren Jugendlichen gibt es beim Verstoß gegen Regeln kleine Strafen. Wer unpünktlich zum Training kommt und gemeinschaftliches Verhalten vermissen lässt, muss zwei Runden um den Fußballplatz drehen. Demokratisches Miteinander sei im Jugendfußball Teil der Persönlichkeitsbildung. Als praktisches Beispiel zur Übung demokratischer Normen nannte der Vorsitzende die Wahl des Mannschaftskapitäns. Für die Jugendtrainer sei es selbstverständlich, darauf zu achten, dass ihre Schützlinge das Fair Play im Sport ernst nehmen – auch bei Niederlagen. Spielen Vorbilder für die jungen Fußballer eine Rolle? „Ihre Trainer sollten für sie Vorbilder sein“, sagt Da Rugna. Natürlich seien Profis der Bundesliga, Nationalspieler und manche Weltstars ihre Lieblinge. Und wer wollte im fußballerischen Können nicht einem Diego Maradona oder Christiano Ronaldo nacheifern?

werde es für sie ein böses Erwachen geben. Dann nämlich, wenn für die aktiven Mannschaften kein Nachwuchs aus dem eigenen Verein zur Verfügung stehe. Der junge Vereinsboss plädiert für neue, innovative Wege in den Amateurvereinen. Großen Wert legt er auf gut ausgebildete und qualifizierte Jugendtrainer. Sie müssten in der Lage sein, junge Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten der Bevölkerung und mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen zu motivieren und ihre Entwicklung zu fördern. Sie legten mit ihrer hoch einzuschätzenden Arbeit die Fundamente zum Erfolg. Für Da Rugna muss der Coach Mentor, ja auch ein Freund der Jugendlichen sein, der Probleme in der Mannschaft oder bei einzelnen Spielern erkennt und sensibel darauf reagiert. Da Rugna erzählt von zwei Mannschaften, die der Verein beim Verband abgemeldet hat, weil deren Verhalten zu wünschen übrig ließ und üble Beleidigungen sowie gegenseitige Beschimpfungen ihr Auftreten do-

Ohne Jugend keine Zukunft Die gute Jugendarbeit des FSV hat sich herumgesprochen. Der Stadtverein im Fußball erlebt derzeit trotz der von „Corona“ auferlegten Zwangspause einen wahren Boom, freut sich Da Rugna. 188 Jugendliche in zwölf Jugendteams, angefangen

»Ohne gute Jugendarbeit haben Vereine keine Zukunft.« von den dreijährigen Bambinis bis zu den demnächst wieder startenden A-Junioren, begeistern sich für den Fußballsport. Etwas stolz blickt Da Rugna auf den FSV-Nachwuchs. „Ohne gute Jugendarbeit und ohne gut ausgebildeten Nachwuchs haben Vereine keine Zukunft“, ist er überzeugt. Wenn die Fußballvereine dies nicht erkennen,

Patrick Da Rugna (30): Er begann im Alter von 9 Jahren beim VfR Fußballspielen, wechselte später zum SV Nollingen. Schon früh reizte es ihn, als Jugendtrainer mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten. Beim 2011 neugegründeten Stadtfußballverein FSV wurde er 2015 Jugend­ leiter und 2017 Vorsitzender.

minierten. „Für den Verein ein Tiefpunkt in der Jugendarbeit“, so der Vorsitzende. Inzwischen habe man Boden gut gemacht, erlebe in der Jugendarbeit einen neuen Aufschwung. Positiv äußert er sich über die Unterstützung der Eltern. Ist Frauenfußball beim FSV out? „Ja, zur Zeit schon.“ Einige Mädchen spielen in der einen oder anderen Mannschaft mit. Frauenfußball soll jedoch wieder aktiviert werden, sagt Da Rugna. „Aber eins nach dem anderen.“ Er spricht in diesem Zusammenhang den Bau der neuen Vereinsanlagen in Warmbach an, bei deren Planungen man sich von Umweltschutz und Klimawandel leiten ließ. „Für Vorstand und Verein eine gewaltige Herausforderung.“ Für die Jugendabteilung ist Vincenzo Campana als Jugendleiter verantwortlich. 15 Jugendtrainer vermitteln den Jugendlichen in unterschiedlichen Leistungs- und Altersstufen die Grundlagen des Fußballspiels. Wichtig sei ihm, so Da Rugna, die jungen Menschen in den Verein zu integrieren. Vielleicht ließen sie sich später auch für ehrenamtliche Aufgaben im Verein gewinnen. 60 Prozent mit Migrationshintergrund Etwa 60 Prozent der Jugendlichen haben beim FSV einen Migrationshintergrund. Diskriminierungen oder rassistische Äußerungen seien im Verein tabu, betonte unser Gesprächspartner. Im Fußball funktioniere das Zusammenleben von Menschen aus unterschiedlichen Nationen bestens. Bewusst fördere der FSV die Integration von Jugendlichen aus Migrantenfamilien, unterstützt sie nachhaltig und verzichtet, falls erforderlich, auf den Mitgliedsbeitrag, hilft beim Ausfüllen von Formularen, steht ihnen bei der Sprachausbildung zur Seite oder bietet ihnen Hilfe bei der Suche eines Ausbildungsplatzes an. Viele Freundschaften seien unter Jugendlichen im Verein entstanden. Da Rugna: „Erfreuliche Beispiele einer gelungenen Integration.“ Horst Donner

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Einkaufen – einfach NUR SO

An der Geissgasse verkauft Brigitta Fend Produkte des täglichen Bedarfs ohne jegliche Verpackung

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In letzter Zeit öffnen in der aufzugeben, war für sie auch keine Option. Schweiz immer mehr UnverMittlerweile hat sie ihr Sortiment seit der packt-Läden ihre Tore. Unter dem Eröffnung fast verdoppelt. Dass inzwischen Namen «Nur so» bietet Brigitta auch die grossen Detailhändler vermehrt Fend auch in Rheinfelden an der auf unverpackte Produkte setzen, bestätigt Geissgasse 7 seit Februar 2020 sie nur noch mehr in ihrem Vorhaben. ganz in diesem Sinne ein breiUnnötige Plastikverpackungen tes Sortiment an unverpackten Onlinehandel, immer kleinere VerpackunLebensmitteln, Putzmitteln und Naturgen für Ein- oder Zweipersonenhaushalte, kosmetik an – alles ökologisch, sozial und vorportionierte Produkte, To-go- Becher und nachhaltig produziert. Dabei wird nicht nur Einwegprodukte, dies und noch vieles mehr auf aufwendige (Plastik)Verpackung verlassen die Plastikberge weiter anwachsen. zichtet, sondern man kann in individuell Rund die Hälfte der Lebensmittelverpagewählter Menge einkaufen und beugt so ckungen bestehen auch der unnötiheute aus Kunststoff gen Lebensmittelund die Tendenz ist verschwendung trotz Einsicht und sinnvoll vor. allerlei Bestrebun Irgendwie gen der Produzenten erinnert einen und Grosshändler dieses bewussleider immer noch te Einkaufen bei steigend. Und das Brigitta Fend in ist – wir wissen es – ihrem Laden an sehr schlecht für under Geissgasse 7 sere Umwelt, da sich an die alten PrinPlastik aus Abfällen zipien des «Tante in Küstengebieten Emma-Ladens». sowie vor allem im Und Brigitta Fend Meer wiederfindet ist in RheinfelBrigitta Fend in ihrem Geschäft an der Geissgasse oder als Mikroplasden beileibe keitik in den Mägen ne Unbekannte: zahlreicher Meeresbewohner landet. Dazu Viele Jahre bewirtete sie im «Piazza» am kommt, dass sich Kunststoff auf kurz oder Albrechtsplatz ihre Gäste mit viel Charme lang auch nachteilig auf die menschliche und Herzblut. 2019 reifte die Idee nochmals Gesundheit auswirkt. Denn: Gewisse Stoffe etwas Neues und Nachhaltiges zu beginaus der Verpackung können in unsere Lenen. Sie selbst sagt, dass sie sich mehr und bensmittel übergehen und so unbemerkt in mehr über die unnötigen Verpackungen, unseren Körper eindringen um langfristige Plastik und Abfall unserer Lebensmittel gesundheitliche Schäden und Krankheiten ärgerte. Und so reifte zusammen mit ihrer hervorzurufen. Schwester die Idee, in Rheinfelden ein Geschäft mit Waren ohne Verpackungen zu Anspruchsvolles Einkaufen eröffnen. Im Februar 2020 war es dann soIm Geschäft von Brigitta Fend findet man weit – just dann als auch uns die Pandemie keine unnötigen Plastikverpackungen. mit dem Coronavirus erreichte. Ein denkUnd trotzdem ist das Angebot sehr einbar unglücklicher Zeitpunkt während des ladend und breit. Aber man steht nicht Lockdowns, wo das Stedtli praktisch ausgeeinfach vor vollen Regalen und kann sich storben war. Aber deswegen bereits wieder

nehmen, was man will. Brigitta Fend sagt dann auch, dass ihre Kundschaft etwas aus der gewohnten Komfortzone heraustreten müsse, was sich aber allemal lohnt. Persönliche Kundenbeziehungen sind ihr dabei sehr wichtig. Ihre Kundschaft ist vornehmlich aus Rheinfelden und der umliegenden Region. Altersmässig reicht die Bandbreite von jung bis zu Senioren. Speziell Singles und Alleinstehende schätzen es, dass auch punkto Menge durchaus kleinere Portionen gekauft werden können. Dazu kommt der Aspekt der sozialen Kontakte, Beratung und Begegnungen, welche im grossen Supermarkt meist auf der Strecke bleiben.

Alles um gut zu leben

Das Angebot im Laden von Brigitta Fend ist breit, vieles ist regional und das meiste aus biologischem Anbau und Verarbeitung. Auch vegane und glutenfreie Produkte finden sich mehr und mehr in ihrer Produktepalette. Diese reicht von ausgewählten Weinen, Bieren, Spirituosen, verschiedensten Teigwaren, Mehlen, Trockenfrüchten, Nüssen, feinen Schokoladenspezialitäten aus Rheinfelden, Biskuits, hochwertigen Ölen und Essigen, Körnern, Flocken, Gewürzen und Gewürzmischungen und vielem mehr bis hin zu nachhaltigen Kosmetikund Reinigungsprodukten. Achtundvierzig sogenannte Silos beinhalten in schmucken Glasbehältern die verschiedenen Produkte ansehnlich und appetitlich. Das Einkaufen findet hier im wahrsten Sinne des Wortes mit allen Sinnen statt. Dies dauert zwar alles etwas länger als gewohnt, aber dies lohnt sich in jedem Fall, sei für das eigene Wohlbefinden oder aber natürlich auch für unsere Umwelt. Stephan Schöttli

Nur so… UNVERPACKT EINKAUFEN Geissgasse 7, 4310 Rheinfelden Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10 – 18 Uhr Samstag 09 – 16 Uhr

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In Eichsel und in der ganzen Welt zu Hause: Chris Rütschlin mit Kater Gismo.

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as Interesse an anderen Kulturen hat bei Chris Rütschlin schon früh angefangen. „Das fing schon in der Schule an“, erzählt die Kulturjournalistin und Fotografin aus Eichsel, „ich hatte 38 Brieffreundschaften rund um den Globus.“ Nach und nach hat sie ihre Brieffreundinnen in Finnland, Norwegen, Schweden, Großbritannien und Frankreich besucht. Und bekam auch Gegenbesuch, unter anderem aus Kanada. „Ich wollte auch immer die jeweiligen Sprachen lernen.“ Schon im zarten Alter von zwölf Jahren saß sie in einem Volkshochschulkurs, um Italienisch zu lernen – die Jüngste im Kurs. Am Gymnasium ging sie nachmittags in den RussischUnterricht. Mit 17 nahm sie an einer organisierten Russland-Reise teil, besuchte Leningrad und Moskau noch in der Zeit vor Glasnost.

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BRÜCKENBAUERIN

Die Fotografin und Journalistin Chris Rütschlin setzt sich für

Die Faszination für fremde Länder, Menschen und Sprachen setzte sich fort, als Chris Rütschlin Romanistik, Anglistik und Politikwissenschaft studierte. Paral-

»Ich wollte immer zu den Einheimischen, weil ich mich für die Schicksale und Lebensgeschichten der Menschen interessiere.« lel zum Studium in Freiburg ging sie auf Universitäten in Edinburgh, Siena und Paris und lernte internationale Studierende kennen. „Ich bin ein offener Mensch“, sagt die Medienfrau und Fotokünstlerin, die fließend englisch, französisch, spanisch und italienisch spricht. „Ich wollte immer zu den Einheimischen, weil ich mich für die Schicksale und Lebensgeschichten der Menschen interessiere.“ Seit fast 20 Jahren beschäftigte sich Chris Rütschlin, die auch Kontakte zum Infor-

mationszentrum 3. Welt in Freiburg hat, mit dem Kontinent Afrika. Sie unternahm Reisen nach Uganda, Kenia, Tansania, unterstützte ein Waisenkind-Projekt in Kenia und knüpfte Freundschaften, die bis heute halten. Auch in den Nahen Osten reist Chris Rütschlin regelmäßig, seit sie 1997 zum ersten Mal in Israel war. „Damals konnte man zum ersten Mal zu Fuß von Jerusalem über die Grenze nach Ramallah“, erinnert sie sich an dieses eindrückliche Erlebnis. Auch Beduinenorte hat sie aufgesucht. Toleranz, Solidarität und Respekt für andere Kulturen und Religionen sind ihr wichtig. Sie ist Gründungsmitglied des jüdischdeutschen Freundeskreises Lörrach. In den vergangenen fünf Jahren hat sie internationale Begegnungen von Schülerinnen und Schülern aus Lörrach in Israel organisiert, zuletzt 2019 einen Jugendschulaustausch zwischen Lörrach und Tel Aviv. In diesem Jahr musste die Begegnung wegen der Co-


Multikulturelles Leben spiegelt sich in den Fotografien von Chris Rütschlin

zwischen den Kulturen

Toleranz, Solidarität und Respekt gegenüber Menschen aus anderen Ländern ein

rona-Pandemie abgesagt werden, so wie das Reisen durch die Einschränkungen schwierig geworden ist. Bei ihren Aufenthalten in Ost-, West- und Nordafrika und im Nahen Osten hat Chris Rütschlin viele gastfreundliche Menschen getroffen. „Ich suche den Kontakt

»Ich suche den Kontakt zur Weltbevölkerung, deshalb empfinde ich die aktuelle Situation als doppelt schmerzhaft.« zur Weltbevölkerung, deshalb empfinde ich die aktuelle Situation als doppelt schmerzhaft.“ Eine Zeitlang war Chris Rütschlin bei Pro Asyl in Rheinfelden aktiv, hat Familien in der Unterkunft für Flüchtlinge und Asylbewerber besucht, mit Menschen gesprochen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten und hier Zuflucht suchen, und versucht zu helfen.

„Ich bin immer nah an den Schicksalen“, so Rütschlin, „ich habe großen Respekt vor den Leuten, die sich in den Initiativen für Flüchtlinge engagieren.“ Sie sieht sich als Brückenbauerin, die „mit großem Interesse, Offenheit und Neugierde auf andere Kulturen zugeht“: „Die Politik darf die Begegnungen zwischen den Menschen nicht zerstören. Was zählt, ist die Geste, die Begegnung.“ Seit zwölf Jahren pendelt Chris Rütschlin zwischen Rheinfelden und ihrer zweiten Heimat Paris, wo sie einen Wohnsitz, Verwandte und viele Freunde hat. Das Leben in der französischen Metropole hat sie stark geprägt. Die Initiatorin und Mitbegründerin der trinationalen Fotogruppe F7 ist immer mit ihrer Kamera unterwegs und lässt sich von Land und Leuten, von Menschen unterschiedlicher Nationalitäten inspirieren. In ihren Fotografien, die bei Ausstellungen in Rheinfelden, Bad Säckin-

gen, Grenzach-Wyhlen, Basel und Schopfheim zu sehen waren, spiegelt sich dieses multikulturelle Leben. Ob es Porträts eines Erdnussverkäufers oder eines Salzarbeiters im Senegal sind, eindrückliche Aufnahmen von Pilgern und Gläubigen in Jerusalem, wo Menschen aus drei Weltreligionen aufeinander treffen, Bilder über Migration und Flüchtlinge, Großstadtimpressionen aus Paris oder aktuell Fotos von Menschen mit Masken in diesen Corona-Zeiten: Chris Rütschlin geht es in ihren Fotografien nicht nur um ästhetische Aspekte, um das Spiel mit Licht, Schatten und Spiegelungen, sondern um Einblicke in die oft schwierigen Lebenssituationen von Menschen. In Bildern und Installationen macht sie auf Spuren des Kolonialismus, der Unterdrückung, der Ausbeutung, der Konflikte aufmerksam. „Mir ist es wichtig, dass Kunst zuweilen politisch und kritisch ist und die Betrachter aufrüttelt.“ Roswitha Frey

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Was haben die Online-Schulung „kNOw HATE CRIME!“, die Wanderausstellung der Stiftung BundespräsidentTheodor-Heuss-Haus „Demokratie als Lebensform“ im Rheinfelder Rathaus und ein Filmprojekt zum Thema „Welche Werte sind uns wichtig?“ gemeinsam? Sie alle sind Maßnahmen des Rheinfelder „Werte-Jahres 2020/21“.

WERTE-JAHR 2020/21 WERTE - ZUSAMMEN - LEBEN

In einem Workshop am 03.12.2019 wurden mit verschiedenen zivilgesellschaftlichen Akteuren Ideen für Projekte und Veranstaltungen im Rahmen des Werte-Jahres gesammelt. Foto: Stadtverwaltung Rheinfelden (Baden)

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Die deutschlandweit gefragte Wanderausstellung der Stiftung Bundespräsident-TheodorHeuss-Haus „Demokratie als Lebensform“ zeigte am Leben des ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss und seiner Ehefrau Elly Heuss-Knapp die Entwicklung demokratischer Vorstellungen zwischen dem Deutschen Kaiserreich und den frühen Jahren der Bundesrepublik auf. Foto: Stiftung Bundespräsident Theodor-Heuss-Haus

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ie Idee zu diesem thematischen Diskurs in 2020 – lange bevor die Pandemielage vielen Menschen den Impuls gab, über ihre persönlichen Werte nachzudenken – entstand im Rahmen des Projektes „Konzept für Integration und Teilhabe 2025“, das von 2018 bis 2019 erarbeitet wurde. Viele TeilnehmerInnen an den damaligen Workshops wünschten sich eine Auseinandersetzung zu den Fragen „Von welchen Werten wird eine Stadtgesellschaft getragen?“, „Welche Werte bestimmen das Zusammenleben?“, „Wie kann man diese Werte vermitteln?“. Die Steuerungsgruppe um Bürgermeisterin Diana Stöcker entschloss sich, diesem Wunsch zu entsprechen und Fördermittel für ein Projekt „Werte-Jahr 2020“ beim Land Baden-Württemberg zu beantragen. Die Idee und das Konzept überzeugte das Land und Rheinfelden (Baden) erhielt 40.000 4,

um den Diskurs zu Werten in der Stadt zu führen. Wieder wurden zahlreiche Institutionen, Vereine, Privatpersonen eingebunden und um Beteiligung gebeten. Ein spezieller Projekttopf unterstützt die Ideen der Teilnehmer. Der Steuerungsgruppe, bestehend aus Bürgermeisterin Diana Stöcker, Armin Zimmermann (Amtsleiter Amt für Familie, Jugend und Senioren), Dario Rago (Leiter Stabsstelle Integration und Flüchtlinge) und Stefanie Franosz (stv. Abteilungsleiterin Soziale Stadt und Services), war dabei von Anfang an wichtig, dass viele ihre Ideen einbringen und auch eigene Schwerpunkte setzen, um damit das Thema Werte aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Bislang wurden 27 Projekte angemeldet und viele auch bereits umgesetzt. Angesichts der Corona-Pandemie hat das Land Baden-Württemberg den Projektzeitraum bis Mitte 2021 verlängert. Dadurch ist es gelungen, Konzepte und Maßnahmen anzupassen und neue Ideen aufzunehmen, welche das Werte-Jahr trotz der Pandemie weitergetragen haben. Parallel bietet die Stadt mit eigenen Veranstaltungen und Aktivitäten einen inhaltlichen Rahmen. Dario Rago Auch in 2021 sind eine Reihe von Veranstaltungen und Teilprojekten geplant. Außerdem ist es weiterhin möglich, Projektideen anzumelden. Die Projekte und Veranstaltungen des Werte-Jahres werden fortlaufend auf der städtischen Homepage ergänzt, so dass sich unter folgendem Link immer aktuelle Informationen zum Werte-Jahr finden lassen: www.rheinfelden.de/ de/lebenswert/Integration-Teilhabe/Wertejahr-2020


Werte im Wandel Was bedeuten Werte in Zeiten von Corona?

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ls wir im März 2020 in den Lockdown schlitterten, dachten viele noch: „In zwei bis drei Wochen ist dieser Spuk sicher vorbei. Das kann doch gar nicht sein!“ Auch aus meinem Bekannten- und Kollegenkreis kenne ich diese Aussage. Viele von uns wollten und konnten sich an die „neue Normalität“ schwer gewöhnen. Psychologisch betrachtet ist dieses Muster eine normale, menschliche Reaktion. Denn unser Gehirn hat eine spezielle Art mit neuen, ungewohnten Eindrücken umzugehen. Es verändert Wahrnehmungen aus

Seit 12 Jahren lebt Veronika Plank mit ihrer Familie im Schweizer Rheinfelden und begleitet seit über 15 Jahren Menschen, Gruppen und Teams in den unterschiedlichsten Wachstums- und Veränderungsprozessen. Sie leitet den Fachbereich Berufliche Bildung der VHS Rheinfelden (Baden), ist Schulleiterin des Abendgymnasiums und in einem zweiten beruflichen Standbein selbstständig als Trainerin und Coach.

dem Außen so, dass sie zu alten, bestehenden Denk- und Verhaltensmustern passen. Meistens braucht es relativ viele der neuen Eindrücke, um Veränderungen in den kognitiven und emotionalen Strukturen zu bewirken. Einerseits sorgt das für wohltuende Kontinuität. Andererseits aber steckt darin das Risiko, den Anschluss an die neue Situation zu verlieren. Und so geben die letzten Monate, in denen so vieles neu und einiges auch schwierig war, auch die Gelegenheit, Gewohnhei-

ten im Denken, Handeln und Fühlen zu reflektieren. Die starken Veränderungen in der Umwelt haben es einfach schwierig gemacht, sich so zu verhalten wie wir das vor Corona gewohnt waren. In Herausforderungen entdecken wir, was uns für unser Leben wichtig ist, was Werte für uns sind. Als „Wert“ bezeichnet man wünschenswerte Zustände, nach denen wir unsere Ziele ausrichten. Sie sind kognitive Konzepte, die situationsübergreifend Bedeutung für uns haben. Individuelle Werte können vier globalen Wertetypen zugeordnet werden: Offenheit für Wandel, Bewahrung des Bestehenden, Selbstverstärkung und Selbstüberwindung (Schwartz, 2004). Ganz individuell geben uns die Veränderungen im Außen die Gelegenheit, neue oder altbekannte Werte lebendig werden zu lassen. Manche von uns haben durch die „gewonnene“ Zeit erkannt, wie gerne sie draußen in der Natur sind. Dahinter könnte ein Wert wie „das Leben genießen“ stehen. Andere berichten, dass sie die Zeit nutzen, um viel mit der Familie zu unternehmen. Für sie ist vielleicht der Wert Fürsorge und Verlässlichkeit wichtig. Wieder andere haben Hobbies (wieder-) entdeckt und nutzen dafür ihre Zeit. Für sie könnte es ein Wert, also wert-voll sein, Anregungen in neuen Herausforderungen zu finden. Das Umsetzen von Werten in Handlungen macht ein großes Stück unseres subjektiven Wohlbefindens (Diener, 2009) aus. Wir spüren eine besondere Art von Glücksgefühl, wenn wir im Einklang mit unseren Werten leben und Sinn im Leben finden. Aber es sind nicht nur Qualitäten dazu gekommen. Wir müssen aktuell auf einiges verzichten. Viele von uns sind durch die Corona-Einschränkungen beeinträchtigt und das wirkt auch auf den Gemütszustand. Diese Sorgen sind nachvollziehbar und man sollte sie auf keinen Fall schönreden. Gleichzeitig sind die entstehenden unangenehmen Gefühle auch für etwas gut, denn sie machen uns auf „verletzte“ Werte aufmerksam. Ganz intuitiv merken wir, wenn wir wichtige Werte nicht mehr

nach außen umsetzen können. Denn das fühlt sich einfach nicht gut an! Manchmal sind es Kleinigkeiten, die uns „sauer aufstoßen“, manchmal die „big points“. Ich pendle zum Beispiel sehr regelmäßig zwischen meinem Wohnort im Schweizer Rheinfelden und meinem Arbeitsort im deutschen Rheinfelden. Der geschlossene Grenzübergang am Kraftwerk hat mich gefühlt ein großes Stück in meiner (Bewegungs-) Freiheit eingeschränkt. Und so ergeht es anderen vielleicht ähnlich: Das Bewusstsein für das, was uns in unserem Leben Sinn gibt, ist gestiegen. Wie wir uns verhalten und mit der Umwelt agieren ist von Werten geleitet. In dieser schwierigen Zeit haben wir die Chance, unserer Werte bewusster zu sein und sie dann auch mehr durch unser Handeln zu zeigen. So kann es natürlich sein, dass wir

»Das Bewusstsein für das, was uns in unserem Leben Sinn gibt, ist gestiegen.« aneinandergeraten, weil Werte scheinbar nicht im Einklang sind. Es passiert auch unter Freunden, dass es unterschiedliche Einstellungen zu der aktuellen Lage, z.B. in Hinblick auf physische Distanz, gibt. Was wir tun können, wenn Werte in Konflikt geraten? Wenn uns andere Menschen wichtig sind, bleibt als beste Lösung, ins Gespräch zu kommen: Was möchte der andere für sich und seine Familie sicherstellen? Welche Werte stecken dahinter? Was könnten bei all den Differenzen auch positive Gemeinsamkeiten sein? Wenn es uns gelingt, die Welt durch die Augen des anderen zu sehen, sind wir meist schon ein großes Stück weiter. Denn auch wenn uns das Verhalten des anderen nicht passt: Die Werte, die dahinterstecken, können wir meistens verstehen. Im Austausch über Werte entwickeln wir Verständnis und bauen gegenseitiges Vertrauen auf. Veronika Plank Diener, E. (2009). The science of well-being: The collected works of Ed Diener (Vol. 37). Dordrecht: Springer. Schwartz, S. H., & Boehnke, K. (2004). Evaluating the structure of human values with confirmatory factor analysis. Journal of research in personality, 38(3), 230-255.

WERTE

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Einkaufen & Gastro Rheinfelden (Baden)

STARKES ZEICHEN der Solidarität und lokalen Verbundenheit

D

er Rheinfelder Einzelhandel und die örtliche Gastronomie zeigen sich solidarisch und stark mit der Stadt Rheinfelden (Baden) verbunden. Über 60 Gastronomen und mehr als 140 Einzelhändler sind Teil eines gemeinsamen, lokalen Internetauftritts für Rheinfelden (Baden): www.einkaufen-rheinfelden.de Die Wirtschaftsförderung und Standortentwicklung Rheinfelden (Baden) GmbH hat in den letzten Monaten die vollständige Überarbeitung der Webseite vorgenommen und zu einem digitalen Schaufenster für den Einzelhandels- und Gastronomie­ standort Rheinfelden (Baden) weiterentwickelt. „Die Plattform soll keinen Ersatz für den stationären Handel bieten, sondern ein Schaufenster sein“, so Wendland. Laut Citymanager Steffen Günther bereiten mehr als die Hälfte aller Kunden Ihren

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WERTE

Einkauf im stationären Einzelhandel digital vor. Die WST möchte mit der Plattform „Einkaufen & Gastro Rheinfelden (Baden)“ dem örtlichen Einzelhandel und der Gastronomie die Möglichkeit bieten, ihr vielfältiges Angebot gemeinschaftlich digital zu präsentieren. Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste der Stadt Rheinfelden (Baden) können über die Plattform relevante Informationen zum Einkaufen und Gastronomiebesuch gebündelt abrufen. Dies ist sowohl Zuhause am PC als auch unterwegs über das mobile Endgerät möglich. Immer und überall kann man sich über das Einzelhandels- und Gastronomieangebot sowie stattfindende Aktionen und Veranstaltungen informieren. „Der Kunde sucht heutzutage im Internet nach einer Lösung für sein Problem – da muss der stationäre Händler sichtbar sein und zeigen: Hier, ich habe die Lösung für dich“, so Citymanager Steffen Günther. Deshalb kann auf der Plattform gezielt nach Produkten und

Sortimenten wie beispielsweise „Schuhe“ oder „Parfüm“ gesucht werden. Die Plattform schlägt daraufhin zur Suche passende Rheinfelder Geschäfte vor. Gleichermaßen kann bei Gastronomen nach Speisen gesucht und mit Filtern Küchenrichtungen sowie vegetarische und vegane Gerichte ausgewählt werden. Interaktive Karten geben darüber hinaus wichtige Informationen zur Lage des Geschäfts und den Parkmöglichkeiten vor Ort und lassen sich als Navigationshilfe verwenden. Einfach und schnell das Angebot in Rheinfelden (Baden) erfahren und wertvolle Informationen zu Aktionen und Veranstaltungen erhalten: Das digitale Schaufenster „Einkaufen & Gastro Rheinfelden (Baden)“ macht es möglich. Eine wahrlich solidarische Aktion der WST, des Handels und der Gastronomie für die Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste der Stadt Rheinfelden (Baden). Steffen Günther


RHEINFELDER LICHTERGLANZ

Noch bis Mittwoch, 6. Januar 2021 erstrahlt Rheinfelden in festlichem Lichterglanz. Zusätzlich zur Weihnachtsbeleuchtung in den Altstadtgassen und den grossen, geschmückten Weihnachtsbäumen vor dem Rathaus und im Rathaus-Innenhof bietet das Adventsfunkeln in diesem Jahr einen Lichterzauberweg durch den Stadtpark, weihnachtliche Projektionen am Obertorturm, eine beleuchtete Rheinbrücke und ein illuminiertes Inseli mit 9 grossen Leuchtsternen. Ergänzt wird das neue, coronakonforme Format mit einer heimeligen Winterbuvette und romantischen Kutschenfahrten durch das Städtli.

RHEINFELDER LICHTERGLANZ

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VERANSTALTUNGEN Programm | Januar / Februar 2021 Rheinfelden/CH Rheinfelden (Baden)

MEISTERKONZERT

Leipziger Kammersolisten Mitglieder des Gewandhausorchesters Leipzig

So, 21. Februar, 18 Uhr, Bürgersaal Kategorie 1: 31 4, Kategorie 2: 28 4, ermäßigt 25 4, VVK: Tourist-Info und rheinfelden.reservix.de Programm: • Johann Christian Bach Flötenquartett C-Dur op. 8 Nr. 1 • Ludwig van Beethoven Serenade D-Dur op. 25 für Flöte, Violine und Viola • Wolfgang Amadeus Mozart Streichquartett G-Dur KV 387, Fassung für Flötenquartett Südwestdeutsche Mozart Gesellschaft e.V. in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt

(Nachholkonzert vom April der Saison

2019-2020 statt Beethovens 9. Sinfonie)

Pressebild: Josua Waghubinger

KABARETT IM BÜRGERSAAL

Waghubinger: „Jetzt hätten die guten Tage kommen können“ Do, 18. Februar, 20 Uhr, Bürgersaal 22 4, VVK: 19 4, ermäßigt 13 4 VVK: Tourist-Info und rheinfelden.reservix.de Mit seinem dritten Soloprogramm hat es Stefan Waghubinger endlich ganz nach oben geschafft. Auf dem Dachboden der Garage seiner Eltern sucht er eine leere Schachtel und findet den, der er mal war, den, der er mal werden wollte und den, der er ist. Es wird also eng zwischen zerbrechlichen Wünschen und zerbrochenen Blumentöpfen, zumal da noch die Führer der großen Weltreligionen und ein Eichhörnchen auftauchen. Es erwartet Sie glänzende Unterhaltung trotz verstaubter Oberflächen. Aber Vorsicht, zwischen den morschen Brettern geht es in die Tiefe. „Sarkasmus in die Vollen. Weltklasse“ lobt die „Kleine Zeitung“ aus Österreich, und die „Allgemeine Zeitung Mainz“ stellt fest: „Es gibt nur wenige Kabarettisten, die es mit Waghubingers Formulierungskunst aufnehmen können“. Veranstalter: Kulturamt

(G)Wunderzyt mit Bilderbuech

Mi, 27. Januar und Mi, 31. März jeweils 10.30 – 11.15 Uhr Stadtbibliothek Rheinfelden, Marktgasse 10 Silvia Niederhauser, Leseanimatorin SIKJM. Für Kinder zwischen 3 und 4 Jahren mit Be­gleit­person(en), kostenlos

Ryte, ryte Rössli...

Nur mit ! Anmeldung

Mi, 27. Januar, Mi, 31. März jeweils 9.30 – 10 Uhr Stadtbibliothek Rheinfelden, Marktgasse 10 Silvia Niederhauser, Leseanimatorin SIKJM. Für Kinder zwischen 9 und 36 Monaten mit Be­gleit­person(en), kostenlos Bitte melden Sie sich per Email an: stadtbibliothek@rheinfelden.ch

26 VERANSTALTUNGEN


Die Werkstatt der Schmetterlinge Für Bastler ab 4 Jahren

Mi, 3. Februar, 15 Uhr Kapuzinerkirche Rheinfelden/Schweiz Bitte reservieren sie unter info@schjkk.ch oder Tel. 061 831 72 63 Bitte beachten sie die Schutzbestimmung für den Theaterbesuch, die wir 14 Tage vor der Veranstaltung online auf www.schjkk.ch veröffentlichen. Do, 4. Februar, 15.30 Uhr Fr, 5. Februar, 10.30 und 15.30 Uhr Jugendhaussaal, Rheinfelden (Baden) Eintritt 5 4, VVK in der Stadtbibliothek: 4 4 Information und Gruppenanmeldungen: Jugendreferentin Stefanie Behringer: 07623-95312 oder s.behringer@rheinfelden-baden.de Puppenspiel nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Gioconda Belli. Es erzählt die Geschichte des jungen Rodolfo, welcher als Gestalter aller Dinge das Erschaffen erst erlernen muss. Rodolfo ist einer von vielen ‚Gestaltern aller Dinge‘, welche die Aufgabe haben, sich jedes Lebewesen und jedes Ding auf der Erde mit grösster Weisheit auszumalen und zu verwirklichen. Die Erde ist noch komplett leer und grau. Rodolfos Traum ist es, ein Wesen zu erschaffen, das wie ein Vogel und gleichzeitig wie eine Blume sein soll. Als Rodolfo und seine Freunde zur Arbeit in der nicht allzu beliebten Insektenwerkstatt eingeteilt werden, erkennt er seine Chance. Der bisher grösste Erfolg der Erfinder in der Insektenwerkstatt waren Spinnen – doch dies soll sich von nun an ändern. Mit Tausenden von Entwürfen und stundenlangen Naturstudien erspinnt sich Rodolfo sein neues Geschöpf. Ein Geschöpf, das er ‚Schmetterling‘ nennen will.

Anzeige

Eintritt ins Solebad für 1 1/2 Stunden, inkl. freier Nutzung von Ruhezonen und Achtsamkeitsgarten. CHF 54.–

Spa-Brunch

samstags und sonntags, 10–14 Uhr

Köstlichkeiten aus dem reichhaltigen Frühstücksangebot werden am Tisch serviert und dürfen mit unserer Auswahl an Vorspeisen, warmen Gerichten sowie Desserts nach Lust und Laune kombiniert werden. Für den Solebad-Besuch haben wir Zeitfenster festgelegt, die Sie bei Ihrer Reservation buchen können. Hotel EDEN im Park **** Froneggweg 3, 4310 Rheinfelden, T +41 (0)61 836 24 24, hoteleden.ch

VERANSTALTUNGEN


Kabarett-Abo 2021

Abo-Verkauf läuft bereits! Bis 31.12. gibt es das Abo zum Vorteilspreis von 110 4 (erm. 75 4) danach 130 4 (erm. 85 4). Bürgersaal Rheinfelden. Beginn 20 Uhr, Einlass 19.30 Uhr, freie Platzwahl

Kabarettuf Abo-Verka ! s it re e läuft b

Auch wenn die Veranstaltungen des Kulturamtes der Stadt Rheinfelden (Baden) aufgrund der aktuellen Corona-Verordnung des Landes bis 10. Januar 2021 abgesagt werden müssen, verspricht das Programm „Kabarett im Bürgersaal“ für das kommende Jahr viele kurzweilige und unterhaltsame Stunden. Die Bandbreite der Darbietungen reicht auch im kommenden Jahr von politischem Kabarett und Comedy über Clownerie bis hin zu acappella Auftritten. Einige der Künstler waren bereits für dieses Jahr vorgesehen, mussten aber coronabedingt verschoben werden. Erstmalig finden die Kabarettabende im Bürgersaal nicht nur donnerstags, sondern auch am Freitag- und Samstagabend statt. „Damit haben wir einen Wunsch unseres Publikums aufgegriffen“, erklärt Kulturamtsleiterin Henrike Fuder.

ÜBERSICHT 2021

9 x Kabarett im Bürgersaal 1 | Donnerstag, 18. Februar 2021 | 20:00 Uhr Stefan Waghubinger Jetzt hätten die guten Tage kommen können 2 | Donnerstag, 4. März 2021 | 20:00 Uhr Alte Mädchen | Macht 3 | Donnerstag, 22. April 2021 | 20:00 Uhr Nessi Tausendschön feat. William Mackenzie 30 Jahre Zenit 4 | Freitag, 21. Mai 2021 | 20:00 Uhr Jörg Knör | Die Jahr-100-Show 5 | Freitag, 11. Juni 2021 | 20:00 Uhr Barbara Ruscher | Ruscher hat Vorfahrt 6 | Donnerstag, 30. September 2021 | 20:00 Uhr FÜENF | FÜENF singen Kriwanek 7 | Freitag, 29. Oktober 2021 | 20:00 Uhr Christof Spörk | Kuba 8 | Samstag, 20. November 2021 | 20:00 Uhr Junge, Junge | Hut ab! 9 | Donnerstag, 09. Dezember 2021 | 20:00 Uhr Anka Zink | Das Ende der Bescheidenheit Dieses Abonnement gilt für eine Person bei 9 Kabarettveranstaltungen des Kulturamtes und ist nicht übertragbar. Die Mitgliedskarte dient als Eintrittskarte und ist bei Einlass vorzuzeigen.

Erhältlich ist das Kabarett-Abo bei der Tourist-Info. Die Kunden können bar oder mit der EC-Karte bezahlen. Nach dem Zahlungseingang wird den Kunden die Abokarte, neu in Form einer Plastikkarte in Größe einer Scheckkarte, zugeschickt. Ebenso kann das Abo über ein entsprechendes Formular auf der städtischen Homepage unter https://www. rheinfelden.de/de/vielseitig/Kultur-erleben/Kabarett,-Literatur-undTheater bestellt werden.

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VERANSTALTUNGEN

Änderungen sind vorbehalten. Bitte beachten Sie die aktuellen Ankündigungen. Preis bis 31.12.2020: 110 € | ermäßigt: 75 €, danach 130 € | ermäßigt: 85 € Der ermäßigte Preis gilt für Menschen in Ausbildung, Schwerbehinderung (mind. 50%) und andere Personen nach den Richtlinien des Kulturamtes.

Da in diesem Jahr sieben Veranstaltungen coronabedingt abgesagt werden mussten, erhalten aktuelle Abonnenten eine Erstattung in Höhe von 63 Euro, die beim Kauf eines neuen Abos verrechnet werden. Hierzu muss beim Kauf das alte Abo vorgelegt oder bei einer Bestellung über die Homepage ein Foto vom alten Abo mitgeschickt werden.


Stadtrundgänge 2021 Rudolf von Rheinfelden, Agnes von Rheinfelden, der Henker Theodor Mengis, der Nachtwächter und weitere schillernde Persönlichkeiten aus der Vergangenheit nehmen Sie mit auf eine Zeitreise.

Im Moment ist das Planen eines Anlasses alles andere als einfach. Wenn es die Umstände wieder erlauben, beraten wir Sie gerne und helfen Ihnen, ein passendes Rahmenprogramm zu gestalten. Auch im 2021 finden hoffentlich wieder unsere beliebten öffentlichen Führungen statt. Diese finden Sie hier auf dem Jahresplan. Eine Reservation wird aufgrund der aktuellen Situation für alle Führungen empfohlen. Die aktuellen Informationen zur Durchführung finden Sie auf unserer Internetseite. Stadtbüro, Marktgasse 16, 4310 Rheinfelden, tourismus@rheinfelden.ch Telefon: +41 61 835 52 00 www.tourismus-rheinfelden.ch

Datum Uhrzeit Sa, 6. März 14:00 Sa, 13. März 14:00 14:00 Sa, 20. März 15:00 Sa, 20. März 20:00 Sa, 27. März 14:00 Sa, 3. April Sa, 10. April 14:00 Sa, 17. April 15:00 Sa, 17. April 17:30 14:00 Sa, 24. April 14:00 Sa, 1. Mai Sa, 8. Mai 14:00 Sa, 8. Mai 15:00 14:30 Sa, 15. Mai 14:00 Sa, 22. Mai 14:00 Sa, 5. Juni Sa, 12. Juni 15:00 14:00 Sa, 12. Juni Sa, 26. Juni 17:30 14:30 Sa, 26. Juni 14:00 Sa, 3. Juli Sa, 10. Juli 14:00 Sa, 17. Juli 14:00 Sa, 24. Juli 21:00 Sa, 7. August 14:00 Sa, 14. August 14:00 Sa, 21. August 21:00 17:30 Sa, 28. August 14:30 Sa, 28. August Sa, 4. September 14:00 Sa, 11. September 20:00 Sa, 18. September 15:00 Sa, 25. September 14:00 Sa, 9. Oktober 14:00 Sa, 16. Oktober 14:00 Sa, 23. Oktober 17:30 Sa, 6. November 14:00 Sa, 12. November 14:00 Sa, 20. November 18:00 Sa, 4. Dezember 14:00 Fr, 10. Dezember 18:00

Führung Die ganze Geschichte – Altstadtführung Agnes von Rheinfelden – Prinzessin und spätere Herzogin von Zähringen Unentdeckt – Versteckte Geschichten in der Kirche zu St. Martin E-Scooter-Tour „Von Bauern, Brauern und Bieren“ Wenn die Tore schliessen – Nachtführung Die ganze Geschichte – Altstadtführung Leben, Lieben und Leiden im Mittelalter E-Scooter-Tour „Von Bauern, Brauern und Bieren“ Salz Gourmet Tour – Kulinarische Führung mit 3-Gang-Salz-Menü Häuser, die Geschichte(n) erzählen Die ganze Geschichte – Altstadtführung Bienvenue à Rheinfelden les Bains E-Scooter-Tour „Von Bauern, Brauern und Bieren“ Segway-Führung "Von damals bis heute" Agnes von Rheinfelden – Prinzessin und spätere Herzogin von Zähringen Die ganze Geschichte – Altstadtführung E-Scooter-Tour „Von Bauern, Brauern und Bieren“ Der listige Schneider von Rheinfelden – Familienführung Bier-Beizen-Bummel* Segway-Führung "Von damals bis heute" Die ganze Geschichte – Altstadtführung Die ganze Geschichte – Altstadtführung Die ganze Geschichte – Altstadtführung Die Pest in Rheinfelden Die ganze Geschichte – Altstadtführung Leben, Lieben und Leiden im Mittelalter Wenn die Tore schliessen – Nachtführung Salz Gourmet Tour – Kulinarische Führung mit 3-Gang-Salz-Menü Segway-Führung "Von damals bis heute" Die ganze Geschichte – Altstadtführung Zum Henker… nach Rheinfelden E-Scooter Tour "Von Bauern, Brauern und Bieren" Bienvenue à Rheinfelden les Bains Die ganze Geschichte – Altstadtführung Agnes von Rheinfelden – Prinzessin und spätere Herzogin von Zähringen Bier-Beizen-Bummel* Die ganze Geschichte – Altstadtführung Frauenführung Pestführung Die ganze Geschichte – Altstadtführung Weihnachtsführung – Rundgang durch die vorweihnachtliche Altstadt

Di, 28. Dezember

Adventsfensterrundgang

18:00

* Anmeldung erforderlich: tourismus@rheinfelden.ch, Telefon +41 61 835 52 00 (Bis auf Weiteres ist für jede Führung eine Anmeldung erforderlich und es besteht Maskenpflicht)

Tourismus Rheinfelden, Marktgasse 16, 4310 Rheinfelden, +41 61 835 52 00, tourismus-rheinfelden.ch

TOURISMUS

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VERANSTALTUNGEN Kalender | Januar / Februar 2021 Rheinfelden/CH Rheinfelden (Baden) Montag, 25. Januar

Crossiety – Neu für Rheinfelden

10 Uhr, 16 Uhr oder 19 Uhr Drei Workshops Digital über Clickmeeting Mittwoch, 27. Januar

Donnerstag, 4. Februar KINDERTHEATER

Die Werkstatt der Schmetterlinge

15.30 Uhr, Jugendhaussaal Eintritt: 5 4 VVK in der Stadtbibliothek: 4 4 Information und Gruppenanmeldungen: Jugendreferentin Stefanie Behringer: 07623-95312 oder s. behringer@rheinfelden-baden.de Kulturamt Freitag, 5. Februar KINDERTHEATER

Bis Mittwoch, 6. Januar

Die Werkstatt der Schmetterlinge

Adventsfunkeln

Illuminationen und Gastronomie vom Stadtpark bis Inseli Bis 6. Januar https://www.rheinfelden.ch/ anlaesseaktuelles Stadtpark West bis Inseli

Ryte, ryte Rössli...

9.30 – 10 Uhr Stadtbibliothek

(G)Wunderzyt mit Bilderbuech

Donnerstag, 14. Januar LESE-INSEL

Henriettes Heim für schüchterne und ängstliche Katzen

Vorlesen für Kinder ab 4 Jahren 15 Uhr, Lesesaal der Stadtbibliothek Stadtbibliothek Rheinfelden (Baden)

10.30 – 11.15 Uhr Stadtbibliothek Die Anzahl Teilnehmer ist begrenzt. Bitte melden Sie sich deshalb per Email an unter: stadtbibliothek@rheinfelden.ch www.stadtbibliothek@rheinfelden.ch Donnerstag, 28. Januar

Sonntag, 17. Januar KABARETT IM BÜRGERSAAL

19 Uhr, Bürgersaal 28 4, VVK 25 4, ermäßigt 15 4 VVK: Tourist-Info und rheinfelden.reservix.de Kulturamt

20 Uhr, Bürgersaal 22 4, VVK: 19 4, ermäßigt 13 4 VVK: Tourist-Info und rheinfelden.reservix.de Kulturamt

19.15 Uhr, Bahnhofsaal Rheinfelden www.argoviaphil.ch Freitag, 22. Januar

Freitag, 19. Februar LESE-INSEL

Foto: Henri Leuzinger

Leon hat doch keine Angst vor wilden Monstern

KALENDER

Vorlesen für Kinder ab 4 Jahren 15 Uhr, Lesesaal der Stadtbibliothek Stadtbibliothek Rheinfelden (Baden)

KABARETT IM BÜRGERSAAL

argovia philharmonic Mozart!

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Raus aus den Federn!

Waghubinger „Jetzt hätten die guten Tage kommen können“

Donnerstag, 21. Januar

19.30 Uhr, Bahnhofsaal www.capriccio-barock.ch VV 7

Donnerstag, 11. Februar LESE-INSEL

Donnerstag, 18. Februar

5. Rheinfelder Lachnacht

Capriccio Barockorchester Quattro Stagioni

10.30 Uhr und 15.30 Uhr Jugendhaussaal Eintritt: 5 4 VVK in der Stadtbibliothek: 4 4 Information und Gruppenanmeldungen: Jugendreferentin Stefanie Behringer: 07623-95312 oder s. behringer@rheinfelden-baden.de Kulturamt

Vorlesen für Kinder ab 4 Jahren 15 Uhr, Lesesaal der Stadtbibliothek Stadtbibliothek Rheinfelden (Baden) Mittwoch, 3. Februar KINDERTHEATER

Die Werkstatt der Schmetterlinge

Für Kinder ab 4 Jahren 15 – 15.50 Uhr, Kapuzinerkirche www.schjkk.ch Bitte beachten sie die aktuellen Covid Massnahmen, die wir auf unserer Website www.schjkk.ch jeweils veröffentlichen.

Öffentliche Führung zum Fastentuch

19 Uhr, Christkath. Kirche St. Martin https://christkatholisch.ch

Sonntag, 21. Februar MEISTERKONZERT

Leipziger Kammersolisten Mitglieder des Gewandhausorchesters Leipzig

18 Uhr, Bürgersaal Kategorie 1: 31 4, Kategorie 2: 28 4, ermäßigt 25 4, VVK: Tourist-Info und rheinfelden.reservix.de Südwestdeutsche Mozart Gesellschaft e.V. in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt Dienstag, 23. Februar KINDERTHEATERTAGE

Frida und das Wut

10 Uhr und 14 Uhr, Bürgersaal Eintritt: 6 4, Vorverkauf in der Stadtbibliothek: 5 4 Kulturamt Mittwoch, 24. Februar KINDERTHEATERTAGE

König Drosselbart

10 Uhr und 14 Uhr, Bürgersaal Eintritt: 6 4, Vorverkauf in der Stadtbibliothek: 5 4 Kulturamt Donnerstag, 25. Februar KINDERTHEATERTAGE

Maulwurf

10 Uhr und 14 Uhr, Bürgersaal Eintritt: 6 4, Vorverkauf in der Stadtbibliothek: 5 4 Kulturamt LESE-INSEL

Linas Reise ins Land Glück

Vorlesen für Kinder ab 4 Jahren 15 Uhr, Lesesaal der Stadtbibliothek Stadtbibliothek Rheinfelden (Baden) Freitag, 26. Februar KINDERTHEATERTAGE

Firiwizi

10 Uhr und 14 Uhr, Bürgersaal Eintritt: 6 4, Vorverkauf in der Stadtbibliothek: 5 4 Kultuarmt


Adressen und Veranstaltungsorte/D Alban-Spitz-Halle Minseln Wiesentalstraße 13, 79618 Rheinfelden Buchhandlung Merkel Karlstraße 10, 79618 Rheinfelden, Tel. +49 7623 61876, www.buchhandlung-merkel.com Bürgersaal, Rathaus Rheinfelden Kirchplatz 2, 79618 Rheinfelden, www.rheinfelden-baden.de Campus Ganztageshaus Jahnstraße 1A, 79618 Rheinfelden Christuskirche Karl Fürstenberg Straße / Kirchplatz (neben Rathaus) Dinkelberghalle Adelhausen Dr.-Karl-Fritz-Platz 3, 79618 Rheinfelden Familienzentrum Rheinfelden Elsa-Brandström-Straße 18, 79618 Rheinfelden, Tel. +49 7623 20203, www.familienzentrum-rheinfelden.de Fridolinhalle Degerfelden Anton-Winterlin-Straße 4, 79618 Rheinfelden-Degerfelden Hans-Thoma-Halle Eichbergstraße 42, 79618 Rheinfelden-Warmbach Haus Salmegg Rheinbrückstraße 8, 79618 Rheinfelden Gemeindehalle Nordschwaben Schopfheimer Straße 8, 79618 Rheinfelden

Hebelhalle Nollingen Dürerstraße 20, 79618 Rheinfelden Jugendhaus Tutti-Kiesi-Weg 1, Telefon 07623 95-312 Kath. Pfarreizentrum Karsau St. Michael Kapfbühlstr. 51/53, 79618 Rheinfelden Spiel- und Kulturhaus Tutti-Kiesi Werderstraße 49, 79618 Rheinfelden, Telefon +49 7623 7174287, www.tuttikiesi.de, info@tuttikiesi.de Sonnenrainhalle Karsau Steigweg 4, 79618 Rheinfelden Paulussaal Blauenstraße 45, 79618 Rheinfelden (Träger: Ev. Paulusgemeinde) Pfarreizentrum und Kath. Kirche St. Josef Friedrichstraße 32, 79618 Rheinfelden Rathausgalerie Kirchplatz 2, 79618 Rheinfelden Schauraum des Kulturamts Karl-Fürstenberg-Straße 17, 79618 Rheinfelden Tel. 07623 966 87-20 (Tourist-Information Rheinfelden) April–Oktober: Mo–Fr 10–18 Uhr, Sa 10–13 Uhr, November–März: Mo-Fr 10–16 Uhr, Sa 10–13 Uhr Scheffelhalle Herten Steinenstraße 5, 79618 Rheinfelden-Herten

Schlosshotel Beuggen Schloss Beuggen 1, 79618 Rheinfelden-Beuggen, Telefon 07623 7519-0, www.schlosshotel-beuggen.de St. Josefshaus Herten Hauptstraße 1, 79618 Rheinfelden, Telefon +49 7623 4700, www.sankt-josefshaus.de Stadtbibliothek Rheinfelden Kirchplatz 6, 79618 Rheinfelden, Telefon 07623 95 500, www.stadtbibliothek-rheinfelden.de VACONO-DOME im Kulturpark Tutti Kiesi beim Festplatz, Werderstraße 49 VHS-Haus Hardtstraße 6, 79618 Rheinfelden, Telefon 07623 7240-0, www.vhs-rheinfelden.de Vorverkaufsstellen Rheinfelden/D 1 Bürgerbüro im Rathaus, Kirchplatz 2, Tel. 07623 95-0, Mo 7–17 Uhr, Di, Mi 8–17 Uhr, Do 8–18.30 Uhr, Fr 8–13 Uhr 2 Tourist-Information Rheinfelden, Karl-Fürstenbergstr. 17 www.tourismus-rheinfelden.de, Tel. 07623 966 87-20 April–Oktober: Mo–Fr 10–18 Uhr, Sa 10–13 Uhr, November–März: Mo-Fr 10–16 Uhr, Sa 10–13 Uhr 3 VHS Rheinfelden, Hardtstraße 6, 79618 Rheinfelden, Mo–Fr (außer Mi) 9.30–12/14.30–17 Uhr, Mi 14.30–19 Uhr

Capriccio Barockorchester

Fr, 22. Januar, 19.30 Uhr, Bahnhofsaal (www.capriccio-barock.ch)

Adressen und Veranstaltungsorte/CH Aglio e olio Geissgasse 9, 4310 Rheinfelden Bahnhofsaal Bahnhofstrasse 21, 4310 Rheinfelden Christkath. Stadtkirche zu St. Martin Kirchplatz, 4310 Rheinfelden Colonia Libera Italiana Kirchgässli 17, 4310 Rheinfelden Evang. ref. Kirche Zürcherstrasse, 4310 Rheinfelden Evang. ref. Kirchgemeindehaus Roberstenstrasse 22, 4310 Rheinfelden Familien Informationszentrum Habich-Dietschy-Str. 1, Rotes Haus, 4310 Rheinfelden Fricktaler Museum Marktgasse 12, 4310 Rheinfelden Hotel Eden im Park Froneggweg 3, 4310 Rheinfelden Kapuzinerkirche Kapuzinergasse, 4310 Rheinfelden Kunsteisbahn Baslerstrasse 72, 4310 Rheinfelden Ludothek Spieltruhe Rindergasse 2, 4310 Rheinfelden Kurbrunnenanlage Habich-Dietschy-Str. 14, 4310 Rheinfelden

Musikschule Rheinfelden/Kaiseraugst Lindenstrasse 3, (1. OG Migros), 4310 Rheinfelden Pelikan Ökumenisches Haus, Augartenzentrum, 4310 Rheinfelden RJZ – Rheinfelder Jugendzentrum Schützenweg 6, 4310 Rheinfelden Römisch-katholische Kirche Hermann-Keller-Strasse, 4310 Rheinfelden Rotes Haus, Seffel Raum Habich-Dietschy-Str. 1 Hotel Schützen Kulturkeller Bahnhofstrasse 19, 4310 Rheinfelden, Tel. +41 61 836 25 25 Stadtbibliothek Salmen, Marktgasse 10, 4310 Rheinfelden Vorverkaufsstellen Rheinfelden /CH 6 Tourismus Rheinfelden, Stadtbüro Montag: Vormittag geschlossen | 13.30 – 18.30 Uhr Dienstag – Freitag: 8 – 12 Uhr | 13.30 – 17 Uhr Jeden 1. und 3. Samstag im Monat von 8 – 12 Uhr

7 Seminarhotel Schützen Bahnhofstr. 19, 4310 Rheinfelden, Tel. +41 61 836 25 25, willkommen@hotelschuetzen.ch

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2xRheinfelden Januar/Februar 2021  

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