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Das Kultur- und Stadtmagazin beider Rheinfelden

65 | Juli/August 2019 | gratis erhältlich

SCHWERPUNKT

HEIMAT

WAS IST HEIMAT? WAS VERBINDEN WIR MIT HEIMAT? WIR HABEN NACH­GEFRAGT UND UNS UMGEHÖRT… MIT DEN VERANSTALTUNGSTIPPS IM JULI UND AUGUST

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Rheinfelden Lebenswert. Liebenswert.

IMPRESSUM Herausgeber Stadt Rheinfelden (Schweiz), Stadt Rheinfelden (Baden) Redaktion Heft 65 Brigitte Brügger, Michelle Geser, Claudius Beck, Stephanie Braun, Peter Löwe Fotos Inhalt Autoren, wenn nicht anders vermerkt Titelfoto Fotolia.com (anela47) Realisation Peter Löwe, www.Loewe-Werbeagentur.com Druck Effingermedien AG Brugg Auflage 6.000 Exemplare ISSN 1664-4778 Verteilung Auslage in Gemeindeverwaltungen, Geschäften, Bibliotheken, Schulen und Kultureinrichtungen Bezug im Abo möglich: Infos auf der vorletzten Seite Rheinfelden (Schweiz): Verteilung an Abonnenten der Neuen Fricktaler Zeitung Kontakt für Redaktion und Inserate in Rheinfelden/D Kulturamt der Stadt, Claudius Beck, Rathaus, Kirchplatz 2, D-79618 Rheinfelden c.beck@rheinfelden-baden.de, Tel.: +49 7623 95-237 Kontakt Kalender Rheinfelden/D: s.braun@rheinfelden-baden.de Kontakt für Redaktion, Kalender in Rheinfelden/CH Stadtbüro/Kulturbüro, Brigitte Brügger Rathaus, Marktgasse 16, CH-4310 Rheinfelden 2xrheinfelden@rheinfelden.ch, Tel.: +41 61 835 51 11 Kontakt für Inserate in Rheinfelden/CH Fricktaler Medien AG, Frau Karin Stocker, Baslerstrasse 10, 4310 Rheinfelden karin.stocker@fricktalermedien.ch, Tel. +41 61 835 00 52 Inserate- und Redaktionsschluss für die Ausgabe September/Oktober: 31. Juli 2019

Schwerpunkt: Heimat

Susanna Schlittler

Liebe Leserin, lieber Leser „Heimat entsteht in der Fremde“ schreibt der Schweizer Autor Walter Ludin – dem kann ich nur zustimmen. Ich bin zwar in der Schweiz geboren, verbrachte jedoch meine Kindheit in Südamerika und besuchte dort in den ersten sieben Schuljahren sechs verschiedene Schulen in vier Ländern. Mein Vater baute als Bauingenieur Kraftwerke in Peru, Argentinien und Bolivien. Umzüge waren für uns Kinder ganz normal. Als jemand, der in einer fremden Kultur gross geworden ist, werde ich immer wieder mal gefragt, wo denn meine Heimat sei? In Südamerika, wo ich aufgewachsen bin, oder im Land wo ich geboren bin und nun seit über 40 Jahren lebe? „Für mich ist Heimat da, wo mein Lebensfaden verankert ist und den habe ich vor 28 Jahren definitiv in Rheinfelden festgemacht.“ Neben dieser örtlichen Verwurzelung bin ich überzeugt, dass nur derjenige der „bei sich selbst zu Hause“ ist, in tiefer Verbundenheit mit anderen leben kann. Dieses Gefühl der Verbundenheit bedeutet für mich auch ein Stück Heimat und hat bei mir seinen Ursprung in meiner Familie, in meinem Freundeskreis und in meinen sozialen und politischen Netzwerken. Trotzdem ist mir das Gefühl des Heimwehs fremder als das des Fernwehs. Ich reise sehr gerne. Da ich mehrsprachig aufgewachsen bin, fühle ich mich, ohne die Sprachbarrieren, auch in der Fremde schnell zuhause. Was wäre aber das Reisen ohne das Heimkommen. Wie wunderbar ist es doch durch s`Städtli zu gehen und immer mal bekannte Gesichter zu sehen oder ein freundliches Grusswort zu geben oder zu hören. Gerade das ist Heimat für mich! Seien Sie nun gespannt auf die Beiträge, Interviews und Statements in dieser Ausgabe, die das Thema „Heimat“ aus philosophischer, soziologischer, politischer und gesundheitlicher Sicht beleuchten. Ein bunter Strauss der uns motivieren kann gemeinsam mit den nächsten Generationen den Prozess der Verwurzelung in unserem Rheinfelden fortzusetzen – denn wer gut verankert ist, kann sich weit hinauslehnen.

Susanna Schlittler, Stadträtin Rheinfelden CH

EDITORIAL

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«Wer Heimat als einen in sich stimmigen, fixen Ort sucht, sucht wohl vergeblich.»

Heimat – eine Annäherung

Wenn ich an Heimat denke, kommt mir Max Frisch in den Sinn. Er verstand Heimat als einen Ort, an dem niemand Angst haben muss. Daran lässt sich anknüpfen. Was ist Heimat? Der Schriftsteller bezog sich auf „Gastarbeiter“ und Vertriebene. Heute zwingt die Klimaerwärmung immer mehr Menschen zur Flucht. Sie suchen eine neue Heimat. Und wir?

Foto: Eleni Kougionis

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n meinem roten Pass stand bislang: Heimatort Agriswil (FR). Diese Gemeinde ist mir vertraut. Sie zählt 150 Leute. Unsere Familienausflüge führten ab und zu dorthin. Unser Vater zeigte uns, auf welchem Hof er aufgewachsen war. Inzwischen fusionierte mein Heimatort mit einer anderen Gemeinde. Seither steht in meinem Pass: Heimatort Ried. Diese Gemeinde ist mir fremd. Näher sind mir Sissach und Basel, geographisch und emotional. Da verbrachte ich meine Jugend und Arbeitszeit. Und jetzt wohne ich schon ein paar Jahre in Rheinfelden. Hier fühle mich allmählich zuhause: in der Altstadt, im Park, im Gartenbad. Ja, sogar auf dem Friedhof. Hier ruhte bis vor wenigen Wochen ein Schulfreund. Nun ist sein Grab aufgehoben. Das ist gut verständlich, aber für mich ein Verlust. Wie die Gemeinde ihren einzigartigen Wald-Friedhof umgestalten will, debattierte sie im Dezember 2018 an einer eindrücklichen Versammlung. Da kamen Fragen zu unserer Endlichkeit, zu Nähe und Distanz, zu Ruhe und Hektik und dazu auf, was eigentlich wichtig ist im Leben. Am Schluss stand ein erstrittener Kompromiss. Er vereinbart persönliche und öffentliche Anliegen. Eine demokratische Kultur der Auseinandersetzung ermöglichte ihn. Sie passt zu meinem Verständnis von Heimat. Rückwärts- und vorwärts gewandt Frühere Konzepte definierten Heimat als örtliche Geborgenheit. Zur gemeinschaftlichen Stallwärme gehörten klare Vorstellungen darüber, wer teilhaben darf. Enge Kontrollen und Normen dominierten die

«Heimat lebt auf, wenn wir gemeinsam versuchen, freiheit­ liche Geborgenheit für alle zu verwirklichen.» scheinbare Idylle. Das bewegte besonders Junge dazu, aus fest gezurrten Verhältnissen aufzubrechen. Sie suchten eine andere Heimat mit mehr Freiheit in der Anonymität. Die erstrebte „Coolness“ erwies sich aber bald als zu „cool“. Denn der gesell-

schaftliche Wandel vollzieht sich rasch. Und das Geld durchdringt schier sämtliche Lebenswelten. Das beflügelt neue, teilweise flüchtige Diskurse über Heimat, rückwärts- und vorwärts gewandt. Die einen wollen sich, hier arg verkürzt dargestellt, ins Schneckenhaus verkriechen und ihr Gärtchen pflegen. Eine möglichst homogene Bevölkerung soll ihre gesittete Ordnung schützen. Eine verhärtete provinzielle Position bewirtschaftet diese Konzeption. Eine andere Option kommt super liberal daher. Sie tritt für eine Offenheit ein, die alles offen lässt und gläubig dem Markt anvertraut. Die forcierte Konkurrenz soll das Wachstum steigern und die flexibilisierte Heimat permanent optimieren. Die rückwärts- und die vorwärts gewandte Variante sind Kehrseiten einer ausgrenzenden Heimat. Alternativen sind gefragt. Soziales Miteinander Wer Heimat als einen in sich stimmigen, fixen Ort sucht, sucht wohl vergeblich. Es gibt keine Vertrautheit, die in der warmen Stube auf uns wartet oder sich ein für alle Mal einrichten lässt. Heimat findet nach neueren soziologischen Ansätzen in sozialen Prozessen und Vereinbarungen statt. Aber ist es überhaupt sinnvoll, den zwiespältig überhöhten Begriff weiter zu verwenden? Ich finde ja. Er ist zu wichtig, um ihn jenen zu überlassen, die ihn für eigene Zwecke vereinnahmen. Heimat realisiert sich annäherungsweise, wenn wir sie mitgestalten und weiter führende Prozesse miteinander vereinbaren. Wohl wissend, unterwegs zu bleiben. Heimat ist weder Mittel noch Zweck. Sie ist auch kein Heil. Heimat lebt auf, wenn wir gemeinsam versuchen, freiheitliche Geborgenheit für alle zu verwirklichen. Und das gelingt uns immer nur beschränkt. Wobei die erwähnte Erfahrung gesellschaftlicher „Coolness“ auch die Bereitschaft fördern kann, aus freien Stücken wieder verbindlichere Beziehungen eingehen zu wollen. Das ist eine Chance. Sie lässt sich emanzipativ aufnehmen. Aber wie? Grund- und Menschenrechte helfen, die Heimat als Gut für alle anzugehen.

Ihre Umsetzung verlangt gerechte Strukturen. Dazu gehören eine demokratische Politik, ein fairer wirtschaftlicher Austausch, soziale Sicherheiten und ein sorgsamer Umgang mit Ressourcen. Wenn wir uns auf Kosten der Natur oder anderer Menschen bereichern, verschlechtern wir deren und letztlich auch unsere Lebensbedingungen. Heimat benötigt faire Voraussetzungen. Sie gedeiht im sozialen Mitei-

«Heimat duldet keine Aus­ grenzung. Sie fordert uns heraus, uns selbst kritisch auf uns und andere einzulassen.» nander. Vertrautheit kommt auf, wenn sich alle auf Augenhöhe begegnen und möglichst geborgen, sicher und frei fühlen können. Heimat duldet keine Ausgrenzung. Sie fordert uns heraus, uns selbst kritisch auf uns und andere einzulassen. So entsteht eine demokratische (Streit-) Kultur respektvoller Auseinandersetzung, die Halt und Wärme vermittelt. Sie fördert ein lebendiges (Zusammen-)Leben und bringt uns einer Heimat näher, in der alle möglichst wenig Angst haben müssen. Ueli Mäder

Zum Autor dieses Textes: Ueli Mäder ist Soziologe, emeritierter Professor der Universität Basel.

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Eveline Klein, Ortsvorsteherin, Historikerin und Vorsitzende des Fördervereins, inmitten der historischen bäuerlichen Exponate im Dinkelbergmuseum in Minseln.

Das Dinkelbergmuseum in Minseln bewahrt ein Stück Heimatgeschichte

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Wie das bäuerliche Leben ANNO DAZUMAL war

m vier Uhr morgens gingen die Männer mit scharf gedengelten Sensen zu den Wiesen und begannen das Gras zu schneiden bis gegen neun Uhr. Gegen sieben Uhr brachten die Frauen das Morgenessen, meist eine Mehlsuppe. Die Frauen mussten jetzt das Gras „warben“...“. So berichtet Hermann Maier aus Minseln, Jahrgang 1907, wie einst bei der Heuernte die Matten gemäht, das Heu auf Leiterwagen aufgeladen und in der Scheune von Hand auf den Heustock befördert wurde. Wie das bäuerliche Leben früher war, welche Gerätschaften die Bauersleute verwendeten: Das wird im Dinkelbergmuseum in Minseln anschaulich gemacht. Dort wird die Erinnerung an die Zeit wach gehalten,

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als das Dorf und die umliegenden Orte noch vorwiegend von Landwirtschaft geprägt waren: ein Stück Heimatgeschichte wird bewahrt. Die Exponate geben ein authentisches Abbild des Bauernlebens anno dazumal auf dem Dinkelberg. Das alte Rathaus, in dem sich das Museum befindet, wurde 1824 als Schulhaus erbaut. Zeitweise waren Schule und Rathaus unter einem Dach untergebracht. Heute hat die Ortsverwaltung hier ihr Domizil. Im Dachgeschoss, das als Speicher und Lagerraum diente, wurde im Jahr 2000 das Heimatmuseum Dinkelberg, wie es damals hieß, eingerichtet. Den rührigen Förderverein, der sich für das Heimatmuseum stark gemacht hat, gibt es seit 1986. Vor dem Hintergrund, dass im Dorf immer mehr

Bauernhäuser abgerissen wurden, kam die Initiative auf, die Utensilien, Dinge und Gerätschaften des bäuerlichen Alltagslebens aufzubewahren. Viele Bewohner gaben Geräte, Mobiliar, Textiles und Gebrauchsgegenstände ab, die den Grundstock für das Museum bildeten. Der „Vater“ des Museums sei Ernst Spitz gewesen, erzählt Ortsvorsteherin und Historikerin Eveline Klein, die Vorsitzende des Fördervereins. In ehrenamtlicher Arbeit brachten sich die Vereinsmitglieder in den Aufbau des Museums ein, seit damals im Vorstand aktiv dabei ist Elmar Döbele. Das Dachgeschoss mit rustikalem Holzgebälk und Holzboden bietet das passende Ambiente für die Exponate aus der bäuerlichen Lebens- und Arbeitswelt des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, die einen authen-


tischen Eindruck geben von der Arbeit auf Feld, Acker, in Stall und Gehöft. Die Dauerausstellung wurde so konzipiert, dass sie den Kreislauf der Jahreszeiten und der bäuerlichen Tätigkeiten darstellt. Der Rundgang beginnt beim Pflügen, Eggen, Säen, der Feldarbeit im Frühjahr und geht weiter über die Heuernte im Sommer bis zum häuslichen Bereich, der im Winterhalbjahr eine stärkere Rolle spielte. Historische Fotografien aus Minseln, Nordschwaben und Adelhausen machen sichtbar, wie die Bauernfamilien bei der Ernte anpackten, wie Ochsen, Kühe und Pferde als Zugtiere eingesetzt wurden. Gerätschaften und Utensilien wie Polsterkummet, Stirnjoch, Egge, Pflug, Flachsbreche oder eine Seildrehmaschine verdeutlichen die schwere ländliche Arbeit. Zwischen Strohballen finden sich eine Handdreschmaschine, Rechen, Heugabel, Dreschflegel, sogar ein Graswagen, ein alter Handwagen von 1900, auf dem Gras und Heu transportiert wurde. Auch Dengelstock und Dengelhammer, Windfege und eine Üselwanne, mit der die Spreu vom Korn getrennt wurde, waren übliche Arbeitsgeräte. In irdenen Töpfen stehen Roggen, Weizen, Dinkel, Hafer und man erfährt Interessantes über die Getreideernte. In der kälteren Jahreszeit spielte sich das arbeitsame Tun in Küche und Stube ab. Dieser häusliche Bereich wird durch Kleidung, Stoffe, Strohfinken, einen Schrank mit Decken, Spinnrad und einen alten Herd mit Töpfen und Pfannen, Waffeleisen und Schöpfkelle veranschaulicht. Im Blickpunkt steht die Markgräfler Tracht mit Hörnerkappe, Schultertuch und Schürze, die an

Sonn- und Feiertagen getragen wurde. Eine festliche Tracht in Schwarz ist zu bewundern, ebenso ein Gehrock um 1900, Zylinder, Körbe, Hauben und Trachtentücher. Auch ein handgewebtes Leinenhemd aus dem 19. Jahrhundert ist Teil dieser textilen Abteilung. Zum bäuerlichen Alltag gehörte auch das Buttermachen. Milchkannen, Bottiche, Milchsiebe, ein Holzbutterfass mit Handkurbel, ein Butterstoßkübel zeugen davon. Auch Gerätschaften zum Schnapsbrennen und Holzmachen haben in der Dauerausstellung ihren Platz. In zahlreichen Sonderausstellungen wurden lokale Themen aufgegriffen. So gab es Schauen über Streuobstwiesen, Wald- und Forstwirtschaft und die Geologie des Dinkelbergs. Vorgestellt wurde altes Handwerk wie die Schneiderei mit Utensilien aus der früheren Schneiderwerkstatt Josef Sailer und alten Bügeleisen. „Vom Flachs zum Leinen“ hieß eine andere Präsentation. Auch die Markgräfler Tracht war ein Thema, ebenso wie Bilderbücher und historische Poesiealben. Aber auch künstlerisches Schaffen aus dem Ort stand im Blickpunkt. So gab es zum Auftakt eine Hommage an den Malerpoeten, Holzschneider und Dichter Alban Spitz, der ein echtes Minsler „Original“ war. Ebenso waren Werke des Grafikers und langjährigen Vorstandsmitglieds und Kurators Dietmar Biermann und seiner verstorbenen Frau Käthe zu sehen. Großen Publikumserfolg hatten die fünf Auflagen von „Dinkelberg kreativ-aktiv“, bei denen Kunstschaffende vom Dinkelberg Malerei, Keramik, Objekte aus Pappmaché, Holzarbeiten und anderes zeigten. Auch Vereinsjubiläen der Froschenclique und des Gesangsvereins oder das

Orts-Jubiläum von Nordschwaben wurden im Museum dokumentiert. Vorführungen machen das bäuerliche Leben greifbar: So wurde Butterherstellung wie früher praktiziert, mit Hilfe der Dinkelberger Landfrauen. Monika Haller rückte als „Wöschwiib“ mit Zuber, Waschbrett, Lauge und Wurzelbürste an, um einen Wäschetag wie zu Großmutters Zeiten vorzuführen. Im Museumsschopf hinter dem Haus sind größeres Gerät wie Egge, Pflug und Pritschenwagen untergebracht, im Museumsstübli ist eine historische Schuhmacherwerkstatt und Wagnerei aufgebaut. Seit 2018 können im Dinkelbergmuseum aus brandschutztechnischen Gründen keine Ausstellungen mehr gemacht werden. „Das Hauptproblem ist, dass wir keinen zweiten Rettungsweg haben“, schildert Eveline Klein die Situation. Bis die Baumaßnahmen für die nötige Rettungstreppe realisiert sind, muss das Museum seine Aktivitäten und Veranstaltungen nach draußen in den Hof und an andere Orte verlegen. Klein und ihre Mitstreiter hoffen, dass die Gelder für die Planung der Brandschutzmaßnahmen schon 2020 im Haushalt bereit stehen. In der Zwischenzeit behilft sich der Förderverein, indem er außer Haus Aktionen und Veranstaltungen anbietet wie zuletzt eine Grenzstein-Wanderung, eine Brunnenführung und einen Blick in den ehemaligen Ortsarrest von Minseln. Beim Dorffest in Minseln wird am 14. Juli im Foyer der Alban Spitz-Halle eine Fotoaktion unter dem Motto „Wir setzen Ihnen Hörner auf“ durchgeführt. Besucherinnen können sich mit Hörnerkappe und Schultertuch der traditionellen Markgräfler Tracht ablichten lassen und das ausgedruckte Foto mitnehmen. Im Herbst öffnen sich bei einem Aktionstag im Museumshof die Tore des Schopfes, wo die Großgeräte stehen, und des Stüblis mit den alten Schuhmacher- und Zimmermanns-Werkzeugen: altes Handwerk zum Anfassen. Wie Eveline Klein betont, nimmt der Verein weiterhin alte Gerätschaften und historische bäuerliche Utensilien entgegen, um die Dauerausstellung damit ergänzen zu können. Roswitha Frey

Fotoaktion beim Dorffest 14. Juli in der Alban-Spitz-Halle Minseln Info: www.dinkelbergmuseum.de Alter Herd aus einem Bauernhaus.

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FRICKTALER MUSEUM, Marktgasse 12, 4310 Rheinfelden. Das Museum ist jeweils Di, Sa und So von 14–17 Uhr geöffnet. www.fricktaler-museum.ch

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Kathrin Schöb und Ute W. Gottschall vor «ihrem» Museum


Das Fricktaler Museum hiess früher Fricktaler Heimatmuseum

Hier kommt man DER HEIMAT AUF DIE SPUR Früher hiess das heutige Fricktaler Museum Fricktalisches Heimatmuseum. Nicht von ungefähr: Das Museum für naturkundliche und kulturgeschichtliche Gegebenheiten von Rheinfelden hat einiges mit Heimat zu tun. Es sind vor allem Menschen, Objekte und Geschichten von anno dazumal bis heute, welche dazu beitragen, hier Heimat zu festigen oder vielleicht gar zu finden.

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chlendert man durch die geschichtsträchtigen Räume im herrschaftlichen Haus «Zur Sonne» an der Marktgasse 12, wo sich das Fricktaler Museum heute befindet, so kann das durchaus dazu beitragen, seine Heimat Rheinfelden zu festigen, zu entdecken oder gar zu finden. Das Fricktaler Museum bietet anhand seiner zahlreichen Exponate, Objekte, Bilder, Themen und Geschichten eine spannende Zeitreise von der Frühgeschichte übers Mittelalter bis hin zur Neuzeit. Soeben zu Ende gegangen ist die erfolgreiche Sonderausstellung «Rheinfelden – anno dazumal und heute». Gezeigt wurden Geschichten, Menschen und Erinnerungen aus verschiedenen Blickwinkeln. Es war eine Ausstellung wider das Vergessen, welche anfangs dieses Jahres mit Bildern und Objekten des einstigen noblen Kurhotel Krone ergänzt wurde. Die ausgestellte Kabine des vornehmen «Stigler-Liftes» im Eingangsbereich des Hotels lässt einen erahnen, wie gediegen es in Rheinfelden einst zugegangen ist. Reflektion über den Begriff Heimat Aber was bedeutet eigentlich Heimat? Und wie findet man Heimat? Wo liesse sich diesen Fragen besser auf die Spur zu kommen als im Museum an der Marktgasse in Rheinfelden. Für Kathrin Schöb, Leiterin und Kuratorin des Museums gibt es darauf allerdings nicht nur eine Antwort. Jede und jeder definiert es etwas anders und aus ganz persönlicher Sicht. Sich wohl- und daheimfühlen hat zweifellos viel mit Heimat zu tun, so Kathrin Schöb. Für Ute W. Gottschall, stellvertretende Leiterin/Kuratorin des Museums kann sich Heimat im Laufe eines Lebens durch das Erlebte durchaus auch verändern. Einig ist man sich, dass Objekte aus vergangenen Zeiten, wie sie

im Museum ausgestellt werden, Prozesse auslösen können, die dazu führen sich heimisch zu fühlen. Das kann zum Beispiel eine antike Tasse sein, die einen ans Elternhaus erinnert. Menschen, Geschichten und Erinnerungen sind dabei ebenso wichtig

«Die ganze Welt ist für mich meine Heimat, wenn meine Familie dabei ist.» wie Ereignisse oder Bilder von Hotels und Unternehmen, die es schon längst nicht mehr gibt. Eine Institution wie das Fricktaler Museum, wo genau dies zu sehen und zu erleben ist, kann dazu beitragen, Heimat zu vermitteln. Fricktaler Museum – ein Besuch lohnt sich! Auch wenn die erwähnte Sonderausstellung im Haus zur Sonne soeben zu Ende gegangen ist, lohnt sich ein Besuch im Fricktaler Museum allemal. Die Sammlung ist vielfältig von archäologischen Bodenfunden aus der Frühzeit über mittelalterliches Handwerk mit heute ausgestorbenen Berufen bis hin zu Reliquien und Bildern der einst kaiserlichen Habsburgerzeit. Das Spektrum der Themen rund um die Geschichte Rheinfeldens ist breit gehalten. Nebst Alltagsobjekten aus früheren Zeiten erfährt man viel Wissenswertes, zum Beispiel über das Wohnen, das Musizieren oder die einstige Salmen-Fischerei. Bewusst wird darauf geachtet, dass die Themen allgemein verständlich und alles andere als verstaubt daherkommen. Wer eine lebendige Zeitreise durchs einstige und heutige Rheinfelden erleben möchte, ist im Fricktaler Museum

an der richtigen Adresse. Und gerade in Zeiten von Globalisierung und weltweiter Vernetzung, Google und Facebook dürfte das Nahe in Zukunft eher an Wichtigkeit gewinnen, stillt es doch ein urmenschliches Verlangen nach Nähe, Geborgenheit und Vertrautem. Auch für Junge ist Heimat wichtig Fragt man Jugendliche, was ihnen Heimat bedeutet, so sind auch heute die Familie, Freunde, die Schule und der Ort sehr wichtige Komponenten. Lena Parschauer ist Klassenlehrerin der 4. Klasse im RoberstenSchulhaus in Rheinfelden. Heimatliches ist für sie sehr wichtig. Im Rahmen der «Heimatkunde» unternahmen sie mit ihrer Klasse ein ganz besondere Stadtführung über die Geschichte Rheinfeldens und insbesondere der berühmten Sage vom listigen Schneider von Rheinfelden. Darüber hinaus machten sich die Schülerinnen und Schüler Gedanken zum Thema Heimat und nannten ebenfalls ihr nächstes Umfeld, also Familie, Freunde, Schule als Wichtigstes. Gwendolyn Peter bestätigt dies: «Heimat ist, wo meine Familie ist. Heimat ist dort, wo es mir gut geht. Heimat ist, was ich vermisse, wenn ich weg bin.» Tim Derrer spannt den Bogen etwas weiter: «Die ganze Welt ist für mich meine Heimat, wenn meine Familie dabei ist.» Stephan Schöttli

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WAS IST und bedeutet HEIMAT,

was verstehen die Menschen unter Heimat?

Heimat ist vielleicht ein altmodischer Begriff, doch Heimat ist gerade heute in unserer heutigen schnelllebigen Zeit sehr wichtig“, hat kürzlich der frühere Ministerpräsident von Baden-Württemberg Erwin Teufel in einem Vortrag gesagt. Und mehr noch: „Heimat liefert Orientierung, Austausch und bietet Halt“, erklärte er. Wir haben uns in Rheinfelden mal ein wenig umgehört zum Begriff Heimat. „Heimat – das ist für mich der Dinkelberg, unsere liebenswerten Orte und Menschen, unsere Sprache, der Geruch der Landschaft“, sagt Ewald Lützelschwab aus Minseln. „Heimat, das ist ganz einfach da, wo man sich hingezogen und geborgen fühlt, wo man gerne da ist“, fügt er hinzu. „Für mich ist Heimat der Lebensort, in dem ich zu Hause bin, wo ich lebe, wo ich meine Familie und meine Bindungen habe, mich wohlfühle und mich einbringen kann“, lässt Karin Reichert-Moser wissen. In Degerfelden lebe ich seit meiner Geburt, aufgewachsen in trautem Umfeld einer Mehrgenerationenfamilie und der Dorfgemeinschaft. Meine Identität, meine Vita, meine aktive Lebensgestaltung haben sich von hier aus entwickelt. Glücklich, zufrieden und dankbar bin ich, hier zu Hause zu sein und wo mir die Möglichkeit gegeben wurde, mich in meiner Heimat auf unterschiedliche Weise einzubringen.“ „Heimat ist das, was wir zurücklassen, wenn wir unser Elternhaus verlassen“, sagt Annette Lohmann, aufgewachsen in Nordrhein-Westfalen und seit 1977 in Rheinfelden. „Heimat meiner Kindheit ist heute nur noch ein Gefühl. Flüchtlinge andererseits sehnen sich immer nach ihrem oft zerstörten Zuhause und den Menschen, mit denen sie zusammen gelebt haben. Heimat ist für mich das Zusammengehörigkeitsgefühl, das mir meine Familie geschenkt hat. Heimat ist hier, wo ich mit meiner Familie in Frieden lebe. Und: Heimat ist überall dort, wo Freunde und Menschen sind, die mich mögen.“

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„Heimat, als Begriff, bezieht sich auf Dinge, Sprache, Religion usw. indem sich das Individuum, als „geistige Heimat“ erkennt und mit dem es sich identifiziert“, weiß Gustav Fischer. „Heimat bezeichnet also nicht immer einen konkreten Ort. Erst beim Nachdenken darüber, warum verbinden sich diese Abstrakta mit Gefühlen, mit Empfindungen, angesiedelt zwischen Schmerz und Freude, wird der Begriff Heimat gegenständlicher.

Arlind Krasniqi

Sirwan Rasho

„Mir geht es gut in Deutschland und mir gefällt es in Rheinfelden“, sagt Sirwan Rasho aus dem Irak. „Doch meine Heimat ist der Irak, da ist mein Blut, dort sind meine Wurzeln“, erklärt er. Dorthin fühlt er sich verbunden, sind die Menschen, die er gut kennt, sind seine Freunde und seine Familie, die ihm viel bedeuten und Heimat sind. „Und ich hoffe, dass ich dorthin irgendwann einmal wieder zurückkehren kann“, sagt er.

Ähnlich denkt auch Arlind Krasniqi aus dem Kosovo. Er ist zwar hier und in der Schweiz aufgewachsen, lebt seit vielen Jahren hier, ebenso wie auch seine Eltern. Ihm gefällt es hier, er fühlt sich mit seiner eigenen kleinen Familie wohl. „Doch meine Heimat ist Kosovo“, macht er deutlich. Das spüre er stets bei seinen mehrmaligen Besuchen im Jahr dort, wo er ursprünglich herstammt. „Dort sind meine Verwandten und Freunde“, sagt er – und eines Tages will er auch in den Kosovo zurückkehren. Es ist dieser Ort in dem man geboren und aufgewachsen ist. Der Ort an dem man sich durch den ständigen Aufenthalt zu Hause fühlt. Die enge Verbundenheit gegenüber der Landschaft und den Menschen, mit denen man durchs Leben geht, die zum Teil nicht mehr unter uns weilen, die einem aber, für den Rest des eigenen Lebens, geprägt haben. Kurz, Heimat ist jener Schmerz, der sich einstellt, wenn ich an unsere beide Städtli denke und kann nicht da sein.“ Gerd Lustig


Stadtführerin Ulrike Maunz liebt ihren Job und die Stadt

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„Schon damals gab es nachhaltige Planung.“

er Stadtführungen machen will, der muss sich in seiner Stadt gut auskennen. Schließlich gehe es bei den Trips ja nicht allein um die bloße Info, sondern auch gerne um die Story und die Geschichte dahinter. Dabei muss die Person nicht zwangsweise aus Rheinfelden selbst stammen. Engagement, Wissensdurst und Begeisterung vorausgesetzt, können Stadtführungen auch von Menschen, die zugezogen sind, spannend und informativ gestaltet und angeboten werden.

Führungen aber auch, den Leuten zu zeigen, wie schön Rheinfelden eigentlich ist“, sagt sie. Immer wieder stelle sie fest, dass Viele den Wert und das Schöne in der Stadt nicht so richtig schätzten. „Doch wer mal bei einer Führung dabei war, denkt ein bisschen anders“, ist sie sich sicher. Zwar sei in der noch jungen Kommune schon Einiges an Historischem wieder abgerissen worden. „Doch es ist auch viel Tolles, Spannendes, Nachhaltiges entstanden“, betont sie.

»Wichtig ist mir bei meinen Führungen aber auch, den Leuten zu zeigen, wie schön Rheinfelden eigentlich ist.« Eine davon ist Ulrike Maunz. Seit gut einem Jahrzehnt lebt die Architektin aus dem schwäbischen Raum mit ihrer Familie in der Großen Kreisstadt und ihrer liebenswerten Umgebung. Sie fühlt sich hier sehr wohl, ja mehr noch: Die Stadt ist zu ihrer zweiten Heimat geworden. Und ein kleines bisschen hat das auch mit den Stadtführungen zu tun. Vor etwa sieben Jahren nahm sie mal an einer Stadtführung für Zugezogene mit Gabriele Zissel teil. Und spontan beschloss sie, ebenfalls Stadtführerin zu werden. Sie absolvierte einen Einführungskurs – und schon ging’s los. Bedingt durch ihren Beruf als Architektin, kristallisierten sich schnell spezielle Themen dabei heraus, nämlich die Baugeschichte Rheinfeldens oder auch die

Ulrike Maunz ist Stadtführerin in Rheinfelden (Baden).

eigentliche Keimzelle der Stadt, das alte Flusskraftwerk. Und was ihr besonders gut gefällt: „Wir, die insgesamt sieben Stadtführerinnen, sind ein tolles Team“, schwärmt sie. Das seien alles wunderbare Frauen, die jede auf ihre Art Spannendes und Informatives bei den Touren zu erzählen haben. Einmal im Monat trifft man sich. „Da tauschen wir uns aus, warten gespannt darauf, was es wieder Neues gibt“, so Maunz. Klar, dass sie als Architektin, also quasi vom Fach, die Baugeschichte der noch jungen Stadt, die jüngere Entwicklung hin zur Stadt mit Fußgängerzone und Aufenthaltsqualität sowie auch die Entstehung der Gemeinde durch den Kraftwerksbau interessieren. „Wichtig ist mir bei meinen

Spannend ist für die Stadtführerin auch, dass es hier mal einen großen Planer in den 1950er Jahren gab, nämlich Eduard Steffen, dessen Ideen vielfach in die Entwicklung der (Innen)Stadt eingeflossen sind. Spannend ist für sie überdies, dass bereits der Flächenutzungsplan von 1957 viele und wesentliche Grundzüge der aktuellen Planungen aufwies. „Schon damals gab es nachhaltige Planung“, freut sich Ulrike Maunz.

»Ich laufe stets mit offenen Augen durch die Stadt, da sieht und bemerkt man immer Neues und Interessantes..« Und die Weiterbildung einer Stadtführerin?“ „Wir lernen ständig neu dazu“, erklärt sie uns und meint dabei natürlich Lesen, Gespräche mit interessanten Menschen, den Austausch mit den anderen Stadtführerinnen und – last but not least: „Ich laufe stets mit offenen Augen durch die Stadt, da sieht und bemerkt man immer Neues und Interessantes.“ Gerd Lustig

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«Der HEIMATBEGRIFF ist oft mit SEHNSUCHT nach etwas Vergangenem verbunden.» Wir sprechen mit Hanspeter Flury, Chefarzt und Klinikdirektor bei der Klinik Schützen in Rheinfelden, wie wichtig Heimat den Menschen ist und welche Relevanz sie bei psychischen Erkrankungen hat.

Herr Flury, was bedeutet für Sie Heimat? Heimat ist ein Gefühl, die eigenen Wurzeln zu spüren, des Vertrautseins, der Zugehörigkeit und des Geborgenseins. Interessanterweise geht es mir wie den meisten Leuten: am besten kann ich meine Heimat beschreiben, wenn ich in der Fremde bin. Als Schweizer fühle ich sie am stärksten im Ausland.

Gibt es weitere Beispiele? Wenn jemand den Wohnsitz wechselt, fühlt er sich häufig heimatlich stärker mit dem Herkunftsort verbunden, als mit dem neuen Wohnort. Oftmals trägt man dann innere Bilder des Heimatorts mit sich, die nicht mehr der Realität entsprechen, weil man in der Erinnerung vieles verklärt, und sich am Herkunftsort in der Zwischenzeit einiges verändert hat.

Inwiefern hat das Thema «Hei­ mat», respektive «Fremdsein» eine Bedeutung bei psychischen Krankheiten? Viele psychische Krankheiten gehen mit einer gewissen Selbstentfremdung oder Weltentfremdung einher. Ein depressiver Mensch zum Beispiel hat keinen Zugang mehr zu seiner Freude, zu seiner Energie oder zu seiner Zuversicht. Das Selbstvertrauen, über das er normalerweise verfügt, fehlt. Oder jemand hat plötzlich Panik, sich unter Menschen zu begeben. Diese Menschen erleben bei sich etwas, das ihnen fremd ist, und fühlen sich

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dann auch sich selber gegenüber fremd. Bei gewissen psychischen Krankheiten erlebt man die Veränderung nicht bei sich, sondern in erster Linie in der Aussenwelt. Zum Beispiel im Rahmen einer Entwicklungskrise oder einer schweren Verwirrung. Auch wer sich plötzlich nicht mehr gleich eingebettet fühlt wie vorher, ob dies partnerschaftlich, familiär, gesellschaftlich oder beruflich ist, verliert in gewisser Weise seine Heimat. Letztlich ist der Heimatbegriff oft mit Sehnsucht nach etwas Vergangenem verbunden. Man sieht die Vergangenheit verklärt, hat das Gefühl, dass früher alles besser war.

Heimat ist eigentlich ein schwie­ riger Begriff. Sobald man meint, Heimat zu spüren, ist sie schon entglitten? Ja, das stimmt. Das Gefühl von Geborgenheit und Vertrautheit brauchen wir jeden Tag, wir nehmen es häufig nur unterschwellig war. Wenn dies nicht mehr selbstverständlich, fast unausgesprochen da ist, beginnen wir es mit Sehnsucht und Unbehagen als Verlust zu vermissen, zu beklagen oder zu suchen.

Heute wird ja der Begriff Heimat, auch bei uns in der Schweiz, stär­ ker gelebt. «Swissness» ist in, und typisch schweizerische Brauchtü­ mer, wie zum Beispiel Schwingen und Jodeln, sind populär. Aber wie oft im Leben sind Schweizer wie Sie und ich tatsächlich an einem Jodler-

fest oder an einem Schwingfest anzutreffen? Wenn überhaupt nur an speziellen Anlässen. Auch das, was wir im SouvenirShop finden, ist nicht wirklich das, was uns selber Heimat bedeutet. Faktisch ist die Schweiz mit ihren vier Sprachen noch immer ein multikulturelles Land. Wir Schweizer waren es schon immer gewöhnt, uns mit Fremden zu arrangieren und zusammenzufinden.

Trotzdem, auch ohne Kühe, Schwingen und Jodeln, können wir doch, wo auch immer wir ge­ rade sind, Heimat verspüren? Ja. Heimat spüren wir dort, wo wir mit dem Umfeld in guter, stimmiger Verbindung stehen. Wo wir uns wohl fühlen und so sein können, wie wir sind.

Apropos Multikulti: Welche Be­ wandtnis haben unterschiedliche Kulturen in der Psychiatrie? In der Psychiatrie sind Kulturunterschiede ein grosses Thema, insbesondere in Zusammenhang mit Migration. Migranten werden häufig ausgegrenzt, offen oder indirekt, und leiden darunter. Doch auch ihnen selbst stellt sich die Frage: Wie stark will, kann und soll ich mich an eine fremde Kultur anpassen? Neben Ausgrenzung durch andere gibt es auch das Phänomen, dass viele Migranten sich selber stärker ausgegrenzt erleben, als sie es wirklich sind, weil sie der Tatsache, dass sie von ortsfremder Abstammung sind, übergrosse Bedeutung zumessen. Die Frage der Zugehörigkeit beschäf-


tigt nicht nur die erste Generation von Menschen mit Migrationshintergrund, sondern auch die zweite. Auch wenn es dann nur noch der Name oder vielleicht die Hautfarbe sind, welche anders sind. Viele sind übermässig verunsichert und fühlen sich heimatlos. Sie fühlen sich hinund hergerissen, weder der Ursprungsheimat ihrer Eltern noch der neuen «Heimat» wirklich zugehörig zu sein. Bei vielen psychischen Krankheiten sind Menschen im Wandel und erleben sich selber ganz anders als früher. Manche gehen dann weg, zum Beispiel auf Wanderschaft, und stellen fest, dass sie sich auch am neuen Ort nicht finden. Sie gehen weg, um vor der eigenen Veränderung, die sie als nicht stimmig erleben, zu flüchten. Sie versuchen sich, dieser Unstimmigkeit zu entziehen, nehmen sie aber mit. Wenn einem nicht die Neugierde wegtreibt, sondern die Flucht vor der eigenen Veränderung, kann der Plan des Weggehens schiefgehen. Insbesondere, wenn ein Mensch stark verunsichert ist.

Haben Burnout-Erkrankungen auch mit Entfremdung sich selber gegenüber zu tun? Burnout ist primär ein Krankwerden an einer Belastung durch die Aussenwelt, vor allem in der Arbeitswelt. Man probiert, gegen eine anhaltende äussere Überbelastung anzustemmen, und brennt aus, auch am inneren Anspruch. Man fühlt sich in der Rolle in Partnerschaft, Familie oder Beruf nicht mehr wohl und stellt fest: «Das bin nicht mehr ich.» Man wird sich selber fremd, versucht dagegen anzukämpfen, verliert aber kontinuierlich Energie und Zuversicht, und Ängste kommen auf.

Wie können Patienten geheilt werden, welche an dieser Krank­ heit leiden? Wichtig ist, dass diese Menschen wieder zu ihren Kräften kommen, die ihnen bei einem ausgeprägten Burnout fehlen. Danach beginnt eine Phase von Neuorientierung. Wo soll in Zukunft meine Heimat sein? Welche Umgebung, welche Menschen sind gut für mich? Inwiefern kann ich auf die bestehende Umgebung Einfluss nehmen, damit sie mir eher entspricht, damit ich mich dort eher zu Hause fühle, dass es für mich passt? Viel-

leicht muss man sich auch selber verändern, und nicht nur die Aussenwelt. Dann, wenn man sich selber verändert, kann es sein, dass man anderen Menschen, denen man zuvor vertraut war, fremd wird. Und in der nächsten Phase gilt es, die nötigen Veränderungen auszuprobieren, umzusetzen und zu verankern.

Ist es nicht immer so, dass der Mensch mit dem Vertrauten am stärksten verbunden ist? Ja, es kann sein, dass man wieder zum Vertrauten zurückkehrt. Aber manchmal geht es auch darum, aufzubrechen, sich etwas Neuem zu stellen und herauszufinden, was einem wirklich wichtig ist. Man kann auch eine neue Geborgenheit und Vertrautheit finden, die man selber mitgestaltet hat. Vielleicht eine Mischung aus dem, was bisher war, und etwas Neuem, das uns zusätzlich wichtig geworden ist.

Ist es wichtig, dass der Mensch mitgestalten kann? Ja, jeder Mensch will mitgestalten, von Natur aus. So macht es Sinn, herauszufinden, was eine eigene Umgebung heute ausmachen könnte, damit man sich genügend zu Hause fühlt? Doch obschon es unsere Spezies auszeichnet, dass wir anpassungsfähig sind, ist es oft – gerade bei grossen und schnellen Veränderungen – schwierig, sich immer wieder auf Neues einzustellen.

Leiden heute mehr Menschen an einer psychischen Krankheit im Vergleich zu früher? Früher hatten die Menschen weniger Möglichkeiten, sich zu verändern. Wenn jemand zum Beispiel Bäcker gelernt hatte, blieb er Bäcker, ob ihm das Spass machte oder nicht. Er überlegte nicht, daran etwas zu verändern. Das hatte Nachteile, aber auch Vorteile. Heute ist der Veränderungs- und Leistungsdruck auf allen Ebenen grösser, und Menschen stehen viel mehr unter Druck, sich darauf einzustellen und zu optimieren. Früher litten die Menschen auch unter gewissen Situationen, nahmen dies aber viel weniger bewusst wahr als Menschen dies heute tun. Heute sind leidende Menschen eher bereit, bei Problemen Unterstützung und Hilfe anzunehmen, während sie sie früher beispielsweise mehr in Sucht zu ertränken versuchten. Und wir haben heute die Möglichkeit, ihnen diese Unterstützung und Behandlung zu bieten – zum Glück für alle. Janine Tschopp

Nochmals zurück zum Begriff «Heimat». Gibt es Patienten, die aufgrund des Verlusts ihrer Heimat zu Ihnen in Behandlung kommen? Es kommt nie jemand zu mir und sagt: «Ich suche meine Heimat.» Was jedoch sicher ein Thema ist, sind fehlende Geborgenheit, Vertrautheit oder Stimmigkeit. Wichtig für eine soziale Gemeinschaft und dass Menschen sich darin wohl fühlen, sind genügend Vertrautheit und Sicherheit, aber auch Raum und Freiheit für jedes einzelne Individuum. Freiheit und Zugehörigkeit also. Gerade Menschen mit psychischen Problemen dürfen nicht ausgegrenzt oder «entheimatet» werden. Ihr würdiger Platz in der Gesellschaft ist für sie sehr wichtig.

Dr. med. Hanspeter Flury,

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, ist Chefarzt und Klinikdirektor bei der Klinik Schützen in Rheinfelden.

«Wer sich plötzlich nicht mehr gleich eingebettet fühlt wie vorher, ob dies partnerschaftlich, familiär, gesellschaftlich oder beruflich ist, verliert in gewisser Weise seine Heimat», sagt Hanspeter Flury.

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Heimatgefühl aus vielen Facetten

Wo ich FAMILIE UND FREUNDE habe „Zur Gartenarbeit gehört auch mal mit meinen Gartennachbarn zusammenzusitzen, mit denen ich die Parzelle teile. Das macht Spaß, sich einfach zusammenzusetzen, ein Bier trinken oder auch zu grillen“, sagt Heinz Thoma, der in seinem Schrebergarten Salat und Gemüse zieht oder mit den Enkelkindern spielt.

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er Schrebergarten liegt nur unweit von seiner Wohnung in Nollingen. Wenn die Enkel wollen geht es auch auf den Abenteuerspielplatz in die Stadt. Thoma wurde 1947 im Hotzenwald geboren und hat die längste Zeit in Rheinfelden verbracht, wohin seine Eltern zogen, als er zwölf Jahre alt war. Trotz Ruhestand ist er alles andere als inaktiv und der gelernte Industriekaufmann ist immer noch für ein Start-Up in Lörrach ein bisschen in der Akquise tätig. „Das macht mir Spaß, mit Jüngeren zu arbeiten und zu sehen, dass man noch gebraucht wird.“

Ein Heimatgefühl besteht für Thoma aus vielen Facetten. „Heimat ist da, wo ich mich wohl fühlen, wo ich aufgewachsen bin, wo ich Familie und Freundeskreis habe. Das bedeutet das Gefühl von Heimat für mich.“ Seine Ausbildung hatte er in Wehr-Brennet gemacht. Außer seinem zweijährigen Bundeswehrdienst bei der Marine in Flensburg, wohnte er noch ein paar Jahre in Freiburg, bevor er 1972 wieder zurück nach Rheinfelden kam, um als Einkäufer für ein Maschinenbau-Unternehmen in der Schweiz zu arbeiten. 1977 wechselte er als Einkäufer in die deutsche Niederlassung, dann wurde er Kundendienstleiter und schließlich Betriebsleiter. Thoma heiratete eine Nollingerin. Die zwei Söhne schenkten den beiden dann fünf Enkelkinder, von denen das älteste neun Jahre alt ist. „Die verwöhnen wir gerne.“ Familie ist einer der Akzente, die Heimat ausmachen, und den Großeltern ist der Kontakt zu ihren Kindern und Enkelkindern, die in der erweiterten Region leben, wichtig. Als weiterer Aspekt des Heimatgefühls gelten für Thoma die Freunde. „Die Kontakte aus der Schule haben wir aus der Klasse heraus sehr gepflegt. Wir waren immer eine verschworene Gemeinschaft und sind als Teenager immer viel unterwegs gewesen.“ Aus diesem Grund hat Thoma nie den Bezug zu Rheinfelden verloren. Thoma hatte sich schon vor seiner Bundeswehrzeit in der Fasnachtsclique Höllhooge Bruet eingebracht und war einer der Mitbegründer des Judoclubs Rheinfelden. 1973 gehörte er zu den Gründern der Dinkelberg-Schrate. „Ich habe überall Spuren hinterlassen, aber nichts zu Ende geführt“, sagt Thoma, denn Familie und Freundeskreis gewannen mehr und mehr an Bedeutung gegenüber dem Vereinsleben. „Ich gehe heute noch immer gerne in die Stadt.“ Der Innenstadtbereich hat sich gut entwickelt und zum Flanieren gefällt Thoma das Dreieck aus Zähringer, Kapuziner und Karl-Fürstenberg-Straße gut, obgleich einzelne alte Gebäude nicht ins moderne Straßenbild passen. „Die Fußgängerzone in der Kapuzinerstraße sollte man noch zu Ende denken.“ In der Friedrichstraße empfindet er den

Durchgangsverkehr als störend. „Aber dass lässt sich wohl nicht ändern. Darunter leiden auch die Geschäfte.“ Er bedauert, dass es nicht mehr das gastronomische Angebot wie früher gibt. Lange Zeit die Stadt prägende Restaurants wie das Café Asal, das Café Paul, das Gasthaus Sängerhalle oder das Hotel-Restaurant Danner

gibt es nicht mehr oder haben auf internationale Küche umgestellt. „Für badische Küche muss man immer aus der Stadt raus. Das würden wir auch gerne zu Fuß oder mit dem Fahrrad machen, aber das gibt es in Rheinfelden gar nicht mehr.“ Bei schönem Wetter geht es raus aus der Stadt. Die Natur gehört ebenso zum Heimatgefühl und Thoma ist mit seiner Ehefrau oder in der Gruppe gerne auf Wanderungen. Im Schwarzwaldverein ist er auch Wanderführer und organisiert Wanderwochen. Allerdings nicht in der Heimat, sondern im vergangenen Jahr auf Mallorca und im diesjährigen Juni in den Dolomiten in Südtirol. 18 Personen haben sich angemeldet. Mit der Nordic Walking Gruppe des Vereins ist er regelmäßig in der Gegend unterwegs. Auch mit den Enkelkindern geht es in den Wald, zur Fliehburg bei Degerfelden oder zum Eigenturm zwischen Degerfelden und Herten. Den Adelberg und den Rheinuferweg empfindet Thoma ebenso als reizvoll, und im Sommer geht es mit den Enkelkindern dorthin zum Schwimmen oder Steinewerfen. Horatio Gollin

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HEIMAT-VER

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Das Wort „Heimat“ ruft den Ort in Erinnerung, an dem wir aufgewachsen sind und sozialisiert wurden. Mit dieser Erinnerung sind starke Gefühle verbunden, deren Kraft aus der gewachsenen Vertrautheit mit Geräuschen, Gerüchen, Räumlichkeiten, Dingen, sprachlichen Lauten und nahe stehenden Menschen stammt.

m Netz vielfältiger Sinneseindrücke und Beziehungen hat sich unsere Individualität herausgebildet. Die Auseinandersetzungen mit der Umwelt und den Wertvorstellungen der Mitmenschen haben nicht nur unsere Entwicklung und Umgangsformen nachhaltig geprägt, sondern vor allem unsere Selbstpositionierung im Schoss eines Kollektivs gefördert, das Schutz und Geborgenheit bot. Dass die Heimat nicht naturgegeben ist, sondern ein stets gefährdeter und mit allen Kräften zu bewahrender Lebensraum, ist in christlichen Kulturen die Botschaft des Alten Testaments, das vom Trauma des ersten Heimatverlustes erzählt. Aus ihrer ursprünglichen Heimat, dem Paradies, wurden Adam und Eva vertrieben, weil sie sich als der Gemeinschaft mit dem Schöpfergott nicht würdig erwiesen hätten. Die Bibel beschreibt all die schlimmen Folgen, mit denen die aus dem Garten Eden Ausgestossenen nach ihrer Entwurzelung zu kämpfen hatten: Ängs-

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te, Krankheiten, Schmerzen, lebensbedrohliche Risiken, Mord und Tod. Diesem Szenario einer heimatlos gewordenen menschlichen Existenz begegnet man auch heute weltweit wieder – mit dem entscheidenden Unterschied, dass ein machtgieriger Potentat die Stelle Gottes für sich beansprucht und um seines Machterhalts willen das Volk durch willkürliche Gewaltakte in die Flucht treibt. Eine Pflanze kann man versetzen, indem man sie mitsamt ihren Wurzeln ausgräbt und an einer anderen Stelle wieder eingräbt. Sie wird jedoch verkümmern, wenn ihre Wurzeln im neuen Boden nicht heimisch werden, weil sie nicht die gewohnte Erde vorfinden, aus der sie ihre Nahrung bezogen. So ergeht es auch Menschen, wenn sie gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen, und auf fremdem Boden Wurzeln schlagen sollen. Bringen sie zu viel Heimaterde mit, schotten sie sich gegen die neue Bodenbeschaffenheit ab, so dass sie ihnen fremd bleibt. Um sich trotzdem heimisch zu fühlen,

bilden sie mit Menschen gleicher Herkunft kleine Ghetto-Inseln im Acker des abgelehnten Andersartigen. Wer umgekehrt jeden Krümel Heimaterde abstreift in der Hoffnung, sich umso schneller im neuen Boden einwurzeln zu können, erlebt oft das genaue Gegenteil. Einerseits wirkt der Verlust der ersten Heimat schmerzhaft nach und erschwert die Bildung einer neuen Identität. Andererseits erfolgt seitens der Ersatzheimat, die sich ihrerseits gegen die Fremdheit des Neulings zur Wehr setzt, eine Abstossungsreaktion. Der Integrationsprozess, in dessen Verlauf es gelingen soll, neue Wurzeln zu schlagen, ohne dass Altgewohntes und Liebgewonnenes gänzlich preisgegeben werden muss, erfordert von allen Beteiligten die Bereitschaft, Andersheit nicht nur als Bedrohung zu betrachten, sondern sich einfühlsam, mit Neugier und Respekt darauf einzulassen, darum wissend, was es heisst, seine Heimat verloren zu haben.


BUNDENHEIT Auch wer freiwillig die Heimat verlässt, wird oft von Heimweh geplagt. Die Mobilität der Menschen bringt häufige Ortswechsel mit sich und verhindert Sesshaftigkeit. An die Stelle der ursprünglichen Heimat tritt dann das jeweilige Zuhause, das als Heimat auf Zeit dient: als Studentenbude, als WG, als Hotelzimmer, als Appartement. Man wohnt dort vorübergehend, versucht

«Wer auf einer Raumstation im Weltall unterwegs ist und die Erde von oben erblickt, emp­ findet den blauen Planeten insgesamt als Heimat.» jedoch die Räumlichkeit für die Dauer des Aufenthalts so herzurichten, dass man sich darin heimisch fühlt, in dem Bewusstsein, dass es sich nur um ein Provisorium handelt, um eine Etappe auf dem Weg zum zukünftigen Garten Eden als der wieder gewonnenen, nie mehr verloren gehenden Heimat. Jedes Zuhause soll ein Ort sein, an dem Heimatgefühle die Sehnsucht nach einem bleibenden Zuhause wach halten, das dauerhaft zur Heimat wird.

Je weiter man sich vom ursprünglichen Heimatort entfernt, desto ausgedehnter erscheint er mit zunehmendem Abstand. Von einem anderen Kontinent aus betrachtet verwandelt sich das Herkunftsland als Ganzes ins Heimatland. Wer auf einer Raumstation im Weltall unterwegs ist und die Erde von oben erblickt, empfindet den blauen Planeten insgesamt als Heimat. Die umgekehrte Erfahrung macht man hin und wieder bei einem Besuch der alten Heimat, die plötzlich geschrumpft zu sein scheint: alles so eng, so klein, so rückständig, sogar dann, wenn Altes verschwunden ist und Neuem Platz gemacht hat. Man vermisst gleichsam das Heimatliche der alten Heimat, nach dem man sich in der Ferne sehnte. Im verklärenden Rückblick wird vieles ausgeblendet, was im früheren Leben als bedrückend und entmutigend erfahren wurde. Jene Heimat, die wir uns als eine durch und durch heile Welt, als einen unüberbietbaren Glücksort vorstellen, existiert nicht wirklich – ausser in mythischen Berichten über unsere vorgeschichtlichen Anfänge in einem Paradies oder Goldenen Zeitalter und in utopischen Entwürfen einer posthistorischen Weltgemeinschaft, in der alle fried-

lich und freundschaftlich miteinander verkehren. Heimat muss daher ständig neu als Oase erschaffen werden – durch Gestaltung unserer Umwelt und unseres Lebensraums. Geteilte Wertvorstellungen und die Zuneigung zu anderen Menschen dienen dabei als Orientierungshilfe. Nur wo wir uns geistig, körperlich und seelisch rundum wohl fühlen, sind wir wirklich daheim. Annemarie Pieper

Zur Autorin: Annemarie Pieper ist Philosophin, war Professorin für Philosophie an der Universität Basel und moderierte beim Schweizer Fernsehen die Sendung „Sternstunde Philosophie“. Voraussichtlich im Juli 2019 erscheint ihr 3. Roman „Frag nicht, wo die Blumen sind“ – ein ebenso unterhaltsamer wie nachdenklich stimmender Entwicklungsroman voller Lebenserfahrung, dessen philosophische Dimension sich im Verlauf der Handlung ohne jegliche Aufdringlichkeit entfaltet.

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Um anzukommen, muss man offen sein

Wo Knoblauch und Tomaten wachsen

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er Teich ist abgedeckt, damit sich nicht ein Reiher über die Fische hermacht. Beete sind mit Steinen angelegt. Kräuter und Zierpflanzen wuchern der Sonne entgegen. Mit Stein- und Metallfiguren ist der Garten dekoriert, ein kleiner Elefant sitzt zwischen einer Riesenschnecke und einer Schildkrö-

der Familie, weder Eltern noch Geschwister wohnen heute noch dort. Auch Brauer zog es nach dem Zivildienst aus dem Osten auf der Suche nach Arbeit, und wegen der Gewaltbereitschaft und Fremdenfeindlichkeit in der dörflichen Region, die dort während seiner Jugendzeit existierten. Mit 20 Jahren zog er zum Arbeiten nach Freiburg im Breisgau,

Seine Freundin kam aus Bad Säckingen und er kam wieder zurück an den Hochrhein. Die beiden verschlug es nach Rheinfelden. Mit der Gründung des eigenen Malerbetriebs endete vor elf Jahren die Phase der Rastlosigkeit, auch wenn es ihm da noch nicht bewusst war. Die beiden bekamen ein Kind. Freundschaften entstanden. Den Gedanke, wieder fortzugehen, hat Brauer irgendwann verworfen, als er merkte, dass er in Rheinfelden Heimat gefunden hatte. „Wir haben uns hier halt festgesetzt, aber wenn ich schon hier bin, möchte ich zur Entwicklung in der Stadt beitragen“, erklärt Brauer, der nach einem Lehmbaulehrgang auch ein Mitbegründer des Vereins Stroh Paille Paglia ist, der sich in Deutschland, Frankreich, Italien und der Schweiz für ökologische und gesunde Bauweisen einsetzt.

Frank Brauer auf seiner Terrasse.

te. Afrikanischen und asiatischen Holzmasken hängen im Terrassenbereich. Insekten schwirren durch den Garten im Nollinger Oberdorf. Frank Brauer hat mehrere Insektenhotels selbst gebaut. „Als ich hierher gekommen bin und die Industrie und das Drumherum gesehen habe, dachte ich: Hier bleibe ich nicht. Mein erster Eindruck war grauenvoll“. Ein Gefühl von Zuhause stellte sich für Brauer lange nirgendwo ein, aber Heimat hat er schließlich doch in Rheinfelden gefunden. Brauer wurde 1976 im sächsischem Neustadt geboren und lebte bis nach der Wende in Neugersdorf. Aus Mangel an Alternativen trat er in die Fußstapfen seines Vaters und erlernte das Maler-Handwerk. Gehalten in Neugersdorf hat es aber keinen aus

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entschied er sich, den Meister zu machen, um unterrichten zu können. Er unterrichtete als Kursleiter im Berufsvorbereitendem Jahr in Bad Säckingen, aber aufgrund der schlechten Verdienstmöglichkeiten ging er nach einem Jahr nach Schweden, um die dortigen Arbeitsmöglichkeiten auszuloten. „Auch dort ist das Malerhandwerk ein hartes Brot“, stellt Brauer fest, dem auch das Leben in der Großstadt nicht gefiel.

allerdings begann damit eine lange Phase der Rastlosigkeit. In Freiburg fand er keinen Anschluss und zog wieder nach Dresden, wo er Arbeit als Maler fand. In der Firma hielt es ihn nicht lange und im Alter von 23 Jahren pendelte er für eine Leiharbeiterfirma unter der Woche in die Niederlande, wo er für verschiedene Malerfirmen tätig war. Vor 16 Jahren kam Brauer nach Rheinfelden, wo er kurz bei einer Firma in Herten anheuerte und dann in der Schweiz arbeitete. „Da habe ich das erste Mal in meinem Leben richtig Geld verdient. Das war ein gutes Gefühl, aber nach ein paar Jahren dachte ich, dass das auch nicht das Ende der Fahnenstange sein kann.“ Brauer wollte sich beruflich weiterentwickeln und da er immer einen guten Draht zu Jugendlichen hatte,

Und natürlich bringt er sich auch in der Kommune ein. „Es gibt verschiedene Wege anzukommen. Man muss einfach offen sein.“ An der Realschule gibt er Lehmbauunterricht. Im Stadtgärtle und am Nollinger Spielplatz hat er geholfen, die Lehmöfen zu bauen. Auch politisch engagiert er sich, zuletzt als unabhängiger Kandidat auf der Liste der Grünen bei der Gemeinderatswahl. „Ich tu alles auch mit Hinblick auf mein Kind und der nachfolgenden Generation, die mit dem leben muss, was wir hinterlassen.“ Umweltschutz liegt ihm besonders am Herzen. „Heimat ist da, wo man sich wohlfühlt“, sagt Brauer. „Da, wo man es sich schön machen kann, wie in meinem Garten, wo Knoblauch und Tomaten wachsen.“ Horatio Gollin


Ein Syrer in Riedmatt

Man muss auf die Leute zu gehen

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ch hatte mir nie vorgestellt nach Europa oder Deutschland zu gehen“, sagt Yazan Alkhaled, der Ende 2014 vor dem Bürgerkrieg in Syrien in die Türkei floh und zunächst in Istanbul wohnte, wo er als Zahnarzt bei einer humanitären Organisation für Flüchtlinge aus den Kriegsregionen im Nahen Osten arbeitete. Aufgrund zunehmender Schwierigkeiten in der Türkei, zog er September 2015 weiter nach Deutschland, wo er für zwei Monate in Mannheim untergebracht wurde, um dann nach Rheinfelden in die Gemeinschaftsunterkunft Schildgasse verlegt zu werden. Nach der Anerkennung zog er im Januar 2017 nach Riedmatt. „In Syrien habe ich alles geliebt, die Altstadt von Damaskus, meine Universität, meine Freunde und Kollegen, von denen nur noch wenige da sind, die meisten haben das Land verlassen oder sind im Gefängnis.“ Seine Mutter und seine drei Schwester hat er seit der Flucht nicht mehr gesehen. Sein Vater ist inzwischen verstorben. Via Skype und Whatsapp versucht Alkhaled Kontakt mit der Familie in Damaskus zu halten, aufgrund von Strom- und Internetausfällen in Syrien gelingt das aber nicht immer. Alkhaled ist 27 Jahre alt und hat Zahnmedizin in Damaskus studiert, wo er nach dem Abschluss auch als Zahnarzt praktizierte. „Mein Lieblingsort war die Altstadt, die gemütlichen engen Gassen mit den Weinblättern, die an den Häusern hochranken.“ Alkhaled stockt und erklärt, dass er das Gefühl nur schwer beschreiben kann. „Ich liebe diesen Ort, weil ich so viele schöne Erinnerungen in meinem Kopf und meinem Herz habe.“

möglich gut Deutsch sprechen. Um sich in der neuen Heimat einzubringen, brachte er sich als Helfer bei Festen ein und arbeitete auch geringfügig beim Kulturamt. Gleichzeitig bemühte er sich um die Anerkennung als Zahnarzt in Deutschland. Seine syrischen Zeugnisse wurden schließlich anerkannt und seit Januar 2018 arbeitet er in einer Praxis in Steinen als Zahnarzt mit begrenzter Berufserlaubnis. Für eine dauerhafte Berufserlaubnis muss er noch weitere Prüfungen absolvieren. In Riedmatt geht er gerne spazieren, eine Runde über den Waldfriedhof oder am Fluss. Auch die Tschamberhöhle hat er schon besucht. „Ich denke, dass ich Glück hatte, nach Rheinfelden zu kommen.“ Alkhaled hat den Eindruck, dass Rheinfelden ein guter Ort im Vergleich mit anderen Städten sei. Von Anfang knüpfte er

schnell Kontakte und erlebte eine soziale Stadtgesellschaft. „Was mir am besten gefällt, sind die Leute. Aber man muss aktiv sein, man muss mutig sein und auf sie zugehen.“ Obwohl er mit der Entwicklung zufrieden ist, hat er doch oft Heimweh und die Sorge um sein Heimatland treibt ihn um. „Die Kinder, die im Krieg geboren wurden, haben keine Bildung, in manchen Regionen besuchen sie keine Schulen mehr. Bildung ist das Wichtigste, weil ohne Bildung kann kein Land aufgebaut werden“, erklärt Alkhaled. Sein Wunsch ist, dass zwischen Deutschland und Syrien nach dem Bürgerkrieg eine Freundschaft entsteht. „In Syrien fehlt uns die große Erfahrung, die die Deutschen gemacht haben, als sie nach dem Zweiten Weltkrieg das Land wieder aufgebaut haben.“ Horatio Gollin

Der Umzug in eine Wohngemeinschaft in Riedmatt fiel ihm am Anfang nicht leicht, da es weit entfernt vom Rheinfelder Zentrum war und Alkhaled auf den Linienbus angewiesen war oder zum Bahnhof in Beuggen laufen musste. „Das Leben im Dorf war ich nicht gewohnt, weil ich immer in einer Stadt gewohnt habe.“ Er machte das Beste aus der ländlichen Ruhe und nutzte die Zeit zum Lernen. Er wollte so schnell als Yazan Alkhaled unterwegs in Riedmatt.

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Volker Habermaier, Direktor des Georg Büchner-Gymnasiums Rheinfelden, hat „zwei Heimaten“

Ein Schwabe fühlt sich in Baden heimisch Im Kabarett wird gerne über die Animositäten zwischen Schwaben und Badenern gelästert. Über solche Klischees kann Volker Habermaier nur schmunzeln. Als Schwabe, der seit 24 Jahren im Badischen lebt und sich hier längst heimisch fühlt, sagt er von sich: „Ich habe zwei Heimaten“.

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Für Volker Habermaier bedeutet Heimat Menschen, Landschaft und Kultur.

ufgewachsen ist der 56-Jährige, der seit 2016 Direktor des Georg Büchner-Gymnasiums Rheinfelden ist, in Kornwestheim. Er stammt aus einer Lehrerfamilie, deren berufliche Tradition er in fünfter Generation fortsetzt. Zu Hause wurde „ganz selbstverständlich“ schwäbisch gesprochen. „Mein Abitur habe ich auf

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schwäbisch gemacht“, erzählt Habermaier. Der Pädagoge unterscheidet aus historischer Sicht die Württemberger, die zum Protestantischen tendieren, und die Leute in Oberschwaben, die zwischen Alb und Bodensee leben und häufig zu den Katholiken zählen: ein grundverschiedener Menschenschlag, der eine puritanisch, der andere barock-sinnenfreudig.

Er selbst bezeichnet sich als „typischen Württemberger“ mit Charaktereigenschaften wie Pflichtbewusstsein und Gewissenhaftigkeit. „Meine Tochter sagt manchmal: Papa, du bisch ein Pedant“, nimmt Habermaier diese typisch schwäbische Eigenheit mit Humor. Heimat bedeutet für den Germanisten und Historiker aber auch die starke Prägung durch


Statements zum Heimatbegriff die Kulturlandschaft Mittlerer Neckar und Dichter wie Mörike und Hölderlin. „So bin ich aufgewachsen, ich komme aus dem Stuttgarter Bildungsbürgertum.“ In Stuttgart und München hat er „lang und gern

»Über die Menschen bin ich auch in Rheinfelden daheim.« und breit“ studiert: nicht nur Germanistik und Geschichte, sondern auch Philosophie, Musik- und Kunstgeschichte, weil ihn alles brennend interessiert. Wieder zitiert er seine Tochter: „Du hast für zwei studiert.“ Als eine Stelle am Theodor-Heuss-Gymnasium Schopfheim frei wurde, verlagerte Habermaier mit seiner Familie 1995 den Lebensmittelpunkt ins Südbadische. Nach ein paar Jahren in Wiechs wohnt die Familie nun schon lange in Kürnberg, „auf dem Land“, wo es den Großstädter Habermaier immer hingezogen hat. Da seine Großmutter in den 30er Jahren in der Schweiz „in Stellung war“ und seine Mutter familiäre Wurzeln im Schwarzwald hat, war ihm das Alemannische, das Schwyzerdütsch und das Freiburger „Bobbele-Badisch“ von Haus aus vertraut. In Bezug auf das Alemannische gab es nie Verständigungsprobleme. Der Vater zweier Töchter hat sich auch in die hiesige Landschaft verliebt. „Das ist meine neue Heimat geworden“, sagt der Oberstudiendirektor. Wenn er zur Arbeit ins Gymnasium nach Rheinfelden fährt, über Dossenbach und Schwörstadt, an Beuggen vorbei den Rhein entlang, oder die andere Strecke über den Dinkelberg und Adelhausen, „dann gibt es oft Momente, wo mir das Herz aufgeht.“ Und wenn er mal in den Stuttgarter Smog und Lärm eintauchen muss, ist er immer froh, wenn ihm wieder die frische Luft und der Heugeruch in Kürnberg um die Nase weht.

Heimat ist für Habermaier aber nicht nur die Landschaft, der Dinkelberg als „Hausberg“. Mit dem Begriff Heimat verbindet er die Menschen, die Familie, die Freunde. „Über die Menschen bin ich auch in Rheinfelden daheim“, erzählt er von den „tollen Schülern“, die er hier unterrichtet. Eine enge Freundschaft verbindet ihn mit dem Mundartlyriker Markus Manfred Jung, der sein Lehrerkollege in Schopfheim war und ihn zur dortigen MundartLiteraturwerkstatt brachte, die er seit 14 Jahren als Moderator begleitet. Auf schwäbisch, genauer in „Stuttgarter Honoratioren-Schwäbisch“. Seit er im Badischen lebt, hat sich der Literatur- und Musikkenner intensiv mit Johann Peter Hebel beschäftigt und dessen alemannische Gedichte für sich entdeckt. Auch Hebel ist ein Stück Heimat für Habermaier geworden, der seit 2015 als Präsident des Hebelbundes Lörrach amtiert – als erster Nicht-Theologe und erster Schwabe in dieser Position – und Mitglied der Jury des Hebelpreises ist. Zuhause und im Dorf reden er und seine Frau schwäbisch, während die beiden Töchter zwar Alemannisch können, sich aber meist in Schriftdeutsch unterhalten. Heimatgefühle stellen sich für Habermai-

»Ich genieße schwäbische Spezialitäten wie Rostbraten oder Linsen mit Spätzle ebenso wie badisches Schüfele.« er auch beim Essen und Trinken ein. Er genießt schwäbische Spezialitäten wie Rostbraten oder Linsen mit Spätzle ebenso wie badisches Schüfele, Trollinger ebenso wie Spätburgunder. Und dass ihm seine ersten Abiturienten einen Sack voller „Bubenspitzle“ überreichten – über diesen Scherz kann der „Schwob“ heute noch lachen. Roswitha Frey

Walter Jucker, Vize-Ammann Rheinfelden (CH) «Heimat bedeutet für mich ein Ort, an dem ich mich wohl sowie geborgen fühle und an den ich nach den Ferien gerne wieder zurückkehre. In meiner Heimat bin ich Teil eines leben­ digen Beziehungsnetzes. Meine Heimatgefühle verstärken sich, wenn ich von einem leicht er­ höhten Ort auf die wunderbare Schweizer Hügellandschaft bli­ cke. In Rheinfelden wird es mir zum Beispiel beim Reservoir Berg warm ums Herz.» Dominik Burkhardt, Stadtrat Rheinfelden (CH) «In meinem Leben wohnte ich bisher in drei Ortschaften: in Pfeffingen BL, in Bad Krozin­ gen im Markgräflerland und hier in Rheinfelden. Demnach bin ich eher sesshaft als noma­ disch. Doch war mir das Thema «Wohnen» nie sehr wichtig. Funktional musste es sein, an­ genehm und ruhig – das war’s. Erst mit dem «zufälligen» Zu­ zug nach Rheinfelden änderte sich das. Erstmals fühlte ich mich über das Wohnen hinaus richtig wohl. Es stellte sich das Gefühl von «Heimat» und Ver­ bundenheit ein und daraus der Wunsch, hier zu bleiben und mich für Rheinfelden einzuset­ zen. Das gipfelte in mein Amt als Stadtrat, das mich ehrt. Rheinfelden ist eine Heimat mit unglaublich viele Qualitä­ ten. Man muss sie nur sehen und nutzen. Ein top Wohn-, Lebe-, Arbeits-, Gesundheitsund Tourismusort. Tragen wir Sorge dazu!» TITELTHEMA

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Das Chortett/gemischter Chor Rheinfelden feiert das 100-Jahr-Jubiläum

Die «Hymne an die Musik» gab den Ausschlag Es waren Hochs und Tiefs, welche der gemischte Chor in den vergangenen Jahrzehnten durchlebt hat. Gross ist die Freude bei den Mitgliedern, dass das 100-jährige Bestehen am 7. September 2019 mit einem Jubiläumskonzert gefeiert wird. «Schön, dass wir es geschafft haben. Es sah nicht immer so gut aus», sagt Monika Green. Sie singt seit zirka 25 Jahren beim Chortett/gemischten Chor Rheinfelden mit und engagiert sich seit rund zwei Jahrzehnten im Vorstand. Bernadette Häusler singt bereits seit 40 Jahren mit und ist in ihrem 26. Jahr als Präsidentin.

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erzeit sind sie Vor den Chormitgliedern mit ihrem Mitsteht die Musikerin Sogliederbestand phie Lamberbourg, die von 18 Sängeihre Sängerinnen und rinnen und Sänger zuSänger leidenschaftlich frieden. Sie erinnern sich und mit viel Herzblut leiaber auch noch an schwietet und dirigiert. «Ich habe rige Zeiten, vor gut zehn mich sehr gefreut, als ich Jahren, als ihrem Chor das Chortett übernehmen lediglich acht Personen durfte», sagt die französiangehörten. Immer wiesche Dirigentin. der kam es altershalber Das Repertoire des Chors ist zu Austritten, welche sehr vielseitig: nicht kompensiert werden konnten. Dann hiess verschiedene Sprachen, Bunt, gemischt, frisch. Und das seit 100 Jahren: Das Chortett/gemischter Chor Rheinfelden. es zusammenhalten und verschiedene Stilrichtundurchbeissen. «Wir ziehen gen, verschiedene Epoes durch», sagte die Präsidentin Bernadette 1918 fand eine Aufführung der ‹Hymne an chen. «Ich persönlich singe gerne moderne Häusler in dieser schwierigen Zeit, und das die Musik› statt, vermutlich dargeboten vom Sachen», verrät Bernadette Häusler. Beim taten sie auch. Mit viel Aufwand, durch Werbisherigen ad hoc gemischten Chor. Diese Jubiläumskonzert wird das Publikum Werbeaktionen mit Inseraten und Flyern, fanden Aufführung muss einen durchschlagenden ke aus ganz verschiedenen Epochen und sie ein paar neue Mitglieder. Auch durch die Erfolg verzeichnet haben, denn es war der unterschiedlicher Stilrichtungen zu hören damalige Dirigentin Theresia Bothe aus Meletzte Funke, der schliesslich die Gründung kriegen. xico und einem neuen, moderneren Liedgut des gemischten Chores einleitete», ist in Monika Green freut sich jetzt schon: «An kam neuer Schwung in den Chor. den Gründungsunterlagen nachzulesen. Konzerten kann man zeigen, was man geübt Der Chronist berichtete weiter, dass man hat und erhält eine gewisse Bestätigung.» Gründung am 26. März 1919 ein Rundschreiben an interessierte «Damen Auch Bernadette Häusler freut sich auf das Schon im Vorfeld der Gründung bestand ein und Herren» erliess. «Auf Anhieb meldeten Konzert und antwortet auf die Frage, warum gutes Einvernehmen zwischen dem Frauensich 49 Personen, nämlich 34 Damen und 15 sie schon seit 40 Jahren beim Chor mitwirkt: chor und dem damals schon über 80 Jahre Herren, die gewillt waren, den gemischten «Singen ist einfach schön, und auch das kaalten Männerchor in Rheinfelden. Die beiChor zu gründen. Kaum eine Woche nach meradschaftliche in unserem Chor gefällt mir den Chöre führten regelmässig gemeinsaEingang der letzten Anmeldung konnte zur sehr gut.» me Konzerte durch. Es schien, dass diese guGründungsversammlung geschritten werJanine Tschopp te Zusammenarbeit bei vielen Damen und den», heisst es weiter. Herren den Wunsch nach einem ständigen Jubiläumskonzert zum 100-jährigen Dirigentin Sophie Lamberbourg gemischten Chor in Rheinfelden wachrief. am 7. September, um 19 Uhr Kurbrunnen-Anlage in Rheinfelden Nachweislich und mit Protokoll belegt, ist An diesem Montagabend stehen 18 motider gemischte Chor Rheinfelden am 26. März vierte Sängerinnen und Sänger in der Kaam 6. September, um 19 Uhr, Openair-Konzert Kurbrunnen-Anlage in Rheinfelden 1919 gegründet worden. «Eben erst verhallte puzinerkirche in Rheinfelden und bereiten der letzte Kanonendonner des 1. Weltkriegs sich auf ihr Jubiläumskonzert vor. «Wir üben Weitere Informationen zum Chor unter (1914-1918), als in unserer Stadt ein bemerseit Anfang Jahr auf dieses Konzert», erklähttps://chortett.jimdo.com. kenswertes Ereignis stattfand. Im Winter ren Monika Green und Bernadette Häusler.

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CHORTETT/GEMISCHTER CHOR


Domefest Open Air im Juli

Fröhliche Musik, die in die Beine geht Das Domefest Open Air ist der familiäre Sommer-Event. Drei Tage lang spielt die Musik unter dem Vacono-Dome im Kulturpark Tutti Kiesi. Für jeden Geschmack und jedes Alter ist etwas dabei, die Bands kommen querbeet aus allen Genres: Pop, Rock, Folk, Rap, Hardcore und Indie.

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os geht es mit dem Full-Metal-Freitag und am Samstag gibt es Sunny Beats. Am Easy Sunday treten fünf Acts auf, darunter auch DaSnoop und Tyga mit lockerem Afrobeat, der gute Laune macht und in die Beine geht. DaSnoop, der mit bürgerlichem Namen Lucky Omagbon heißt, ist ein Flüchtling aus Nigeria, der Ende 2017 über Italien nach Deutschland kam. Als 18jähriger kam er dann vergangenen Oktober in die Gemeinschaftsunterkunft nach Rheinfelden. Der Beat liegt dem jungen Mann einfach im Blut und er hofft auf eine Zukunft als Musiker. Nicht lange nach seiner Ankunft dreht er mit einem Plattenlabel aus Villingen schon ein Musikvideo zu seinem Titel „Kiss me jeje“, das sie auf Youtube einstellten und welches schon mehr als 3.100 Aufrufe zählt. Eine schwere Vergangenheit liegt hinter dem jungen Mann, das merkt man den meisten seiner Songs aber nicht an. DaSnoop meint: „Ich singe hauptsächlich über das Leben und die Liebe. Ich mache fröhliche Musik und erkläre den Leuten, wie ich das Leben sehe.“ Afrobeat

ist sehr facettenreich, erklärt der Sänger. Afro­beat ist abwechslungsreich wie das Leben. Es gibt den ursprünglichen Afrobeat, dann wieder solchen mit Einflüssen aus Reggae oder Rhythm and Beat.

Domefest Open Air

von Freitag, 5. Juli bis Sonntag 7. Juli im Tutti-Kiesi Areal an der Werderstraße Weitere Informationen auf den Seiten 30/31 sowie unter www.rheinfelden.de/domefest oder bei Facebook/kulturinrheinfelden Ein- und Zweitages-Tickets bei Reservix.de

„Ich habe kein Lampenfieber. Ich freue mich auf das Konzert. Ich wünsche mir, dass eine große Menge vor der Bühne steht“, erklärt Sänger DaSnoop, er stand schon auf einigen Bühnen in ganz Deutschland. Er möchte seinen Style des Afrobeats den Menschen näher bringen. In Tyga hat er Verstärkung gefunden. Tyga, der eigentlich Iboyi Osao heißt, ist ebenfalls ein nigerianischer Flüchtling, der seit drei Monaten in der GU Römerstraße wohnt. Auf der Bühne unterstützt er DaSnoop als Tänzer. Die beiden haben schon ein paar Auftritte gemeisnam absolviert. DaSnoop arbeitet immer an neuen Songs. Beim Domefest Open Air des städtischen Kulturamts wird er neben „Kiss me jeje“ auch seinen neuen Titel „Baba mi lowo“ singen. Der Song handelt davon, wie man morgens aufwacht und weiter machen muss in der Hoffnung, dass die Dinge besser werden. Der neue Song „Forever“ handelt von der Verehrung für eine geliebte Frau. „Es ist fröhliche Musik, damit die Menschen zusammen kommen“, sagt DaSnoop. „Man kann dazu tanzen, auch wenn man traurig ist. Man muss sich einfach bewegen.“ Horatio Gollin

von links: DaSnoop und Tyga vor der GU Römerstraße

DOME-FESTSPIELE

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VERANSTALTUNGEN Programm | Juli/August 2019 Rheinfelden/CH Rheinfelden (Baden) S C H LO S S KO N Z E RTE B E U G G E N

Musik zu Sankt Martin Regula Mühlemann, Sopran

Schlosskonzerte Beuggen So, 28. Juli, 17 Uhr Schlosshotel Beuggen, Rittersaal Eintritt frei - Kollekte

Regula Mühlemann (Sopran) und Tatiana Korsunskaya (Klavier) Lieder der Heimat – eine musikalische Überraschung Die Schweizer Sopranistin Regula Mühlemann ist Exklusivkünstlerin von Sony Classical und gewann 2017 den Preis der Deutschen Schallplattenkritik für ihr Debütalbum Mozart Arias. Tatiana Korsunskaya ist Dozentin für Korrepetition und Kammermusik an der Hochschule für Musik Luzern sowie an der Hochschule der Künste Berlin. Sie organisiert unter anderem die Schlosskonzerte Beuggen.

jeweils Dienstag 2. Juli / 16. Juli / 13. August / 27. August 19 Uhr, Stadtkirche St. Martin Einstieg in den Feierabend mit 45 Minuten Orgelmusik in kühlender Ruhe. JUGENDTHEATER RHEINFELDEN

Wirrer Anfang – Wirres Ende 3. und 4. Juli, 20 Uhr im Bürgersaal 13 3, ermäßigt: 6 3

Kartenreservierung nur über www.fugit.de oder Abendkasse; Regie: Karin Maßen Ein verrückter AuWirrer tor sucht nach InsAnfang piration für ein Wirres neues Buch, denn Ende er will dieses an nur einem einzigen Abend fertigstellen. Seine erste Ab 03. Juli Idee ist folgende: fugit.de Eddie, ein kleiner Junge, muss aufgrund seiner kranken Eltern, die schon ganz gelb und wellig an den Rändern sind, sein Zuhause verlassen. Ungewollt gibt er sich auf eine abenteuerliche Reise mit seiner verrückten Tante und seinem verrückten Onkel. Werden Sie Teil des Prozesses und finden Sie heraus, für welche Geschichte der Autor sich letztendlich entscheidet. Mit Texten aus dem Jugendbuch von Philip Ardagh „Schlimmes Ende“, übersetzt von Harry Rowohlt (deutscher Jugendliteraturpreisträger) Theater Tempus fugit

Bachfest Degerfelden Sa, 6. Juli bis Mo, 8. Juli Dorfplatz Degerfelden

Festeröffnung am Samstag ab 18 Uhr. Ab 19 Uhr spielt der Musikverein Wollbach und ab 21 Uhr Tanz und Unterhaltung mit den Rebländern. Am Sonntag startet ab 11:30 Uhr unser Tag voller Blasmusik. Ab 18 Uhr spielen Schwarzblech und ab 20 Uhr die BRASSBUEBE. Passend dazu gibt es an diesem Abend BRASS-BURGER - nicht vergessen! Am Montag findet ab 15 Uhr der Kindernachmittag mit Instrumenten-Basteln statt und ab 16 Uhr der Handwerker- und Bürochocker- Treff, in guter alter Tradition mit leckerem Wurstsalat. Nach dem Abendkonzert lassen wir das Bachfest 2019 wieder mit Tanz und Unterhaltung der Rebländer ausklingen. Wir freuen uns auf euch! Förderverein Musikverein Degerfelden e.V. Musikverein Degerfelden e.V.

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VERANSTALTUNGEN

Es spielt: Jugendtheater Rheinfelden

Eigenproduktion Regie: Karin Maßen

03. & 04. Juli Bürgersaal Kirchplatz 2 Rheinfelden

Reservierung: +49 7621 157 840

Gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst.


Grenzüberschreitendes Rheinschwimmen So, 21. Juli Start 11 Uhr beim Inseli Rheinfelden CH und Ziel Ruderclub Rheinfelden (Baden) Keine Nichtschwimmer!! Bei Kindern liegt die Verantwortung bei den Eltern.

MUSICAL

„Honk“ – Ach du dickes Ei! Premiere am Fr, 12. Juli, 19 Uhr; Weitere Aufführungen am So 14. Juli, 15.30 Uhr und Mo 15. Juli, 19 Uhr jeweils auf der Bühne des St. Josefshaus 15 3 / 8 3, ermäßigt: 8 3 / 5 3 Tickets: Sekretariat des GBG, Buchhandlung Merkel, Pforte des St Josefshauses oder Abendkasse Die Geschichte des Musicals Honk basiert auf dem Märchen des dänischen Dichters Hans Christian Andersen „Das hässliche Entlein“ und erzählt von Toleranz, Akzeptanz und einer wunderbaren Freundschaft. Über 30 Schüler/innen der Musical-AG aus den Klassen 5-11 proben seit Beginn dieses Schuljahres jeden Freitagnachmittag. Insgesamt tragen über 100 Personen zum Gelingen des Projekts bei. Finanziell unterstützt wird das Musicalprojekt vom Freundeskreis des GBG, der Pfeiffer & May-Stiftung und der Sparkassenstiftung Jugend Umwelt - Bildung der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden.

25 Jahre Familienzentrum Großes Familienfest Sa, 13. Juli von 14–18 Uhr Tutti-Kiesi-Areal

Mit zahlreichen Mitmach- und Spielangeboten, Bühnenprogramm und leckerem Essen. Beteiligt sind: Diakonisches Werk, Die Pfeilerei, Evangelische KiTas, Evonik Young Spirits, Familienzentrum Schopfheim, Weil am Rhein und Lörrach, Freiwilligenagentur Rheinfelden, Frühe Hilfen, Gewerbeschule Rheinfelden, Gospelchor St. Josef, Inklusive Familienhilfe im St. Josefshaus Herten, Kath. KiTa St. Josef, Kath. KiTa St. Michael, Kath. KiTa St. Anna, Kinderschutzbund Schopfheim, KiSEL, Kunstküche St. Josefshaus Herten, Leuchtturm, MetaMorphose, Osypka AG, SAK Quartier Mobile Jugendarbeit, Spieldorf Herten, Stadtbibliothek Rheinfelden, TonArt Frauenchor, VHS Rheinfelden.

PlugIn „Live am Rhy“ Sa, 10. August, 14 – 23 Uhr, Stadtpark Ost Freier Eintritt. Das kleine, aber feine Openair in malerischer Kulisse direkt am Rhein. Von Folk bis Jazz und Funk; musikalische und kulinarische Leckerbissen aus der Region, für die Region. www.facebook.com/PlugIn-Rhyfälde

Auch in diesem Jahr findet wieder das grenzüberschreitende Rheinschwimmen der beiden Rheinfelden bei hoffentlich idealem Wetter statt. Während dieser Zeit ist dieser Rheinabschnitt für die Grossschifffahrt gesperrt. Kleine Schiffe werden gewarnt und zu Vorsicht und Rücksichtsnahme aufgerufen. Entlang der ca. 1‘400 Meter langen Schwimmstrecke werden auch in diesem Jahr der Rheinrettungsdienst Rheinfelden (Aargau) und die DLRG Rheinfelden (Baden) die TeilnehmerInnen begleiten und überwachen. Alle RheinschwimmerInnen werden vom Zielort beim Ruderclub wieder mit Booten zurück zum Inseli transportiert, hierfür stehen wieder Boote der Pontoniere Rheinfelden (Aargau), der Wassersportfreunde Rheinfelden (Baden) und dem THW Lörrach zur Verfügung. Auf dem Inseli werden Helfer die Teilnehmer vor dem Start registrieren und auf deren privaten Gegenstände aufpassen, bis diese wieder, nach dem Schwimmen, zurückkehren. Die TeilnehmerInnen sind gebeten, sich rechtzeitig auf dem Inseli einzufinden, damit der Start pünktlich, nachdem sich alle eingeschrieben haben, erfolgen kann. Es wird in diesem Zusammenhang auf die Nutzung der „Wickelfische“ (Schwimmsäcke) verwiesen. Diese nützliche Schwimmsäcke können bei den Touristeninformationen (Stadtbüro/Bürgerbüro) oder vor dem Start auf dem Inseli käuflich erworben werden.

VERANSTALTUNGEN

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Coop Openair Air Cinema Rheinfelden CH

13. – 17. August, Schalanderplatz der Brauerei Feldschlösschen

43. GP Rüebliland 1. Etappe: Rheinfelden-Schupfart Fr, 30. August, Start: 14.30 Uhr

Mit Monsieur Claude und seine Töchter 2, Green Book, Bohemian Rhapsody, Wolkenbruch und Lion King bietet das Freilichtkino vor historischer Kulisse eine sensationelle Auswahl an aktuellen Filmen. Insbesondere die Neuverfilmung von Lion King, welche hierzulande erst im Juli in die Kinos kommt, verspricht ein Publikumsmagnet zu werden und viele begeisterte Kinobesucher anzuziehen. Ein idealer Kinospass für die ganze Familie! Der Kinobesuch ist natürlich – wie jedes Jahr – nicht das einzige Highlight des Coop Open Air Cinema Rheinfelden: Um 18.30 Uhr öffnen jeweils die Abendkasse und das Kinodorf, ab 19 Uhr kann den Mundart-, Blues- und Rock-Klängen regionaler Bands gelauscht werden. Die Bands der Kinowoche 2019 können sich sehen bzw. hören lassen; Angelo Pisano & Band, Roundabout, Manu Hartmann & the City Blues Band, ANNA LU und Brässkalation sorgen für einzigartige musikalische Unterhaltung im Kinodorf. Weitere Informationen zu den Filmen und Bands unter: www.coopopenaircinema.ch oder www.openairkino-rheinfelden.ch

Der Grand Prix Rüebliland, ist das einzige internationale Junioren-Etappenrennen in der deutschen Schweiz. Das Fahrerfeld umfasst etwa 25 Mannschaften zu je sechs Fahrer. Auf Einladung nehmen Nationalmannschaften aus Europa sowie Übersee teil. Das Interesse ausländischer Mannschaften zur Teilnahme ist sehr gross, da die Welt­meisterschaften vor der Türe stehen. Das ermöglicht, dass die stärksten Nachwuchs-Mannschaften spannenden Radrennsport auf den Strassen des Kantons Aargau bieten können. www.gp-ruebliland.ch

Wir feiern den Geburtstag der Schweiz Der Schweizer Nationalfeiertag wird traditionsgemäss auf der Kurbrunnenanlage gefeiert. Erneut sorgen Angelo Pisano & Band für die musikalische Umrahmung und die Festwirtschaft für das leibliche Wohl Dieses Jahr begeistern zudem die Alphornfreunde Dinkelberg mit ihren Klängen und als Festrednerin wird Susanne Ammann alias Agnes von Rheinfelden auf der Bühne stehen. Für Jung und Alt findet um 21.45 Uhr der Lampionumzug statt. Das Feuerwerk startet gegen 23 Uhr.

Agnes von Rheinfelden Königstochter, Ehefrau, Herzogin

Mein Rheinfelden: Stadtführer erzählen

„Seit sie sich hierhin gesetzt hat mochte ich sie – die geheimnisvolle junge Frau auf der Sitzbank. Nun wurde Agnes von Rheinfelden „zum Leben erweckt“. Sie erzählt, wie sie auf der Burg Stein auf dem Inseli aufgewachsen ist, wie sie hier gespielt, gelernt, gelebt, gebetet, gehadert, gestickt hat. Sie erinnert sich an ihren berühmten Vater Rudolf von Rheinfelden und an ihren Ehemann, Bertold II. Durch ihn wurde sie Herzogin von Zähringen. Hätte sie einen andern geheiratet – wer weiss, ob Rheinfelden zu einer solch schmucken Stadt geworden wäre...“ Susanne Ammann, Agnes-Darstellerin und Stadtführerin seit 2018

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VERANSTALTUNGEN


Gogol & Mäx

Drei Tage lang sind die alte Rheinbrücke und die Plätze rund herum im Zentrum eines bunten Spektakels.Tausende Besucher lassen sich von den 25 Künstlergruppen begeistern, die mit Artistik, Clownerie, Zauberei, Schauspiel und Musik aufwarten. Über 100 Shows sorgen dafür, daß das Wochenende zum Höhepunkt des Kulturgeschehens beider Rheinfelden wird. Gogol & Mäx auf dem Inseli und ein abschließendes Feuerspektakel auf dem Dach des Rheinparkings eröffnen das Festival. Das Feuerspektakel mußte im letzten Jahr wegen der E1NZ Trockenheit ausfallen. Am Samstag und Sonntag wird pausenlos an rund 12 Plätzen Programm geboten. Ein einmaliges Bühnengastspiel gibt es am Samstag Abend mit Starbugs Comedy. wird gramm o r P e u a unter: Das gen Freitag, 23.08. ab 18.30 Uhr entlicht f f ö r e v i l n.de Mitte Ju Samstag, 24.08. 13 – 23 Uhr einfelde

Sonntag, 25.08.

12.30 – 20 Uhr

Alex & Joschi (DE) Belcirque (BE) Cirque exalté (FR) Duett Complett (DE) Duo Scacciapensieri (CH) E1NZ (CH) Feuerwerkskunst (CH) – nur Freitag Gogol & Mäx (DE) – nur Freitag Grusel-Gewusel (De) Herbert & Mimi (A) Iwan Dam (NL) Lupo é Sirene (AT) Marianne Engels (DE) minimal circus (DE) Slampampers (NL) Spot the drop (DE) Starbugs (CH) – nur Samstag Stefan Sing & Christiana Casadio (DE) The Sporthorses and the Guggenheim Box (CH) Théatre de la Toupine (FR) Tom & Ayla (DE) Traberproduktionen (CH) Variété Pavé (CH) ZEBRA Stelzentheater (DE)

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Programmbroschüre ab Juli zur erhalten. Gastronomie Rheinbrückstraße (D) Wie immer wird kein Eintritt erhoben, dafür aber deutlich zur Hutsammlung aufgerufen. Präsentiert von Veranstalter Kulturamt Rheinfelden (Baden) und Kulturbüro (Rheinfelden (CH)

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Kunstprojekt «Salz der Erde» im Salzdom 2 in der Saline Riburg Rheinfelden Salzdom 2 in Rheinfelden/Möhlin Vernissage: Do, 22. August ab 18 Uhr, bis 19. September

Der Salzdom 2, die grösste Holzkuppel Europas, wird für die Lagerung von Streusalz verwendet.

Beteiligte Künstler*innen und ihre Projekte Caspar Abt, Madeleine Burn-Kaufmann, Wolfgang Burn bauen einen 8 Meter langen Steg mit mehreren Figuren. Ihre Installation im Innern des Salzdom 2 trägt den Titel „Wo ist das Meer“. Sylvia Goeschke beschäftigt sich in ihrer Skulptur mit der Ur-Form des Salzes, also einem Moleküls NaCI in Würfelform, das vor dem Salzdom aufgebaut wird. Barbara Groher wird zwei Objekte mit dem Titel „Salz Stein Brot“ beim alten Salzborturm installieren. Dominik His Installation „Sole Cloud“ wird sich im Laufe der Ausstellung von einem reinen und makellosen Schneeweiss durch die Witterung und den

Seit 1812 kümmert sich die Basler Künstlergesellschaft um Künstlerinnen und Künstler aller Sparten, wie Maler*Innen, Fotograf*Innen, bildhauende Künstler*Innen, Musiker*Innen, Bühnenkünstler*Innen und Schriftsteller*Innen. Diese Vielfalt ermöglicht und fördert den interdisziplinären Austausch aller Kunstdisziplinen. Nun ist es der Basler Künstlergesellschaft gelungen, die Schweizerischen Salinen für ein Kunstprojekt zu gewinnen, wie es in dieser Form in der Schweiz noch nie realisiert wurde. Im Salzdom 2 werden im Innen- und Aussenbereich neun Kunstprojekte von 13 Künstlerinnen und Künstlern einen Dialog zu dieser einmaligen «Salz-Welt» aufnehmen. Die vergänglichen Kunstprojekte, die technisch und inhaltlich das Thema Salz in unterschiedlicher Weise aufgreifen, werden ausschliesslich für diesen Anlass erarbeitet. Regen verändern. Pascal Joray erarbeitet zwei Fahnen-Themenstrassen mit gemalten Wasserstudien und literarischen Salz-Texten. Diese Fahnenbilder werden auf spielerische Art auf das Kunstprojekt in und um den Salzdom schon von ausserhalb des Werkgeländes aufmerksam machen. Sybille Krauer-Büttiker zeigt ein Triptychon im Innern des Salzdomes 2 mit dem Titel „Salzaltar“ und spielt mit der Assoziation zu einem Kirchenaltar. maboart mit Ursula Bohren und Claudio Magoni verwirklichen eine Licht-Installation im Innern des Salzdomes 2 mit dem Titel „Morgen ist Salz“. Roman Müller wird ebenfalls im Innern des Salzdom 2

3. Kunstsonntag

So, 14. Juli, 13 – 18 Uhr, Tutti Kiesi Areal 13 Uhr Präsentationen, Aktionen, Ausstellungen und Workshops 13.30 Uhr Ballettkurse der VHS tanzen im Vacono-Dome 15 Uhr Bands der Musikschule 16 Uhr Präsentation der Skulpturenwerkstatt Für einige Stunden dreht sich alles um Kunst. Die Skulpturenwerkstatt hat ihren letzten Arbeitstag, im Laufe des Sonntags werden die Ergebnisse präsentiert. Die Einrichtungen der Kulturpädagogik beteiligen sich alle und bieten für alle Altersstufen Kreativwerkstätten. Es darf gemalt, geformt, getrommelt oder jongliert werden. Verschiedene Kunsttechniken können kostenlos kennengelernt werden. Rheinfelder Künstler zeigen ihre Werke in einer Präsentation. Im Vacono-Dome Ballett- und Musikvorführungen. Für Essen und Trinken sorgt der Rheinfelder Kiwanis Club. Veranstalter: Kulturamt unter Mitwirkung der Dieter-KaltenbachStiftung, Kunstküche des St. Josef-Hauses, Kunstschule Quici, Musikschule und VHS.

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AUSSTELLUNGEN

eine wolkenartige Skulptur mit dem Titel „Schwarm“ in die Höhe hängen. Die Interaktion “Salz der Erde“ von Ruth Urech und Gido Wiederkehr wird am Eingangstor des Salzdomes 2 angebracht. Das ganze Projekt spielt mit reinem Primär- und Sekundär­ farbenspiel des Farbkreises. Buchprojekt „Unser Salz“ Zudem wird ein Buch realisiert, welches die neun Projekte bzw. die Künstlerinnen und Künstler bei der Entstehung ihres Kunstprojekts fotografisch und textlich begleitet. www.basler-kuenstlergesellschaft.ch

4. Rheinfelder Skulpturenwerkstatt

Arbeitszeiten zum zusehen: Fr, 12. und Sa, 13. Juli, 10 – 18 Uhr sowie So, 14. Juli von 10 – 16 Uhr Präsentation der Skulpturen: Kunstsonntag, 14. Juli, 16 Uhr, Tutti Kiesi Areal Ein Jahr nach der GRÜN 07 fand parallell zum damaligen Zeltfestival im Areal Tutti-Kiesi ein erster öffentlicher Workshop statt, bei dem vier Bildhauer der Region innerhalb drei Tage eine Skulptur fertigten. Eine der Arbeiten von Ralf Rosa steht noch heute neben dem Vacono Dome. Der Rheinfelder Künstler Nicola Quici hatte die Initiative ergriffen und das Kulturamt lud ein, was nun im Abstand von mehreren Jahren zum vierten Mal stattfindet. Die Bildhauer, die von einer kleinen Jury ausgewählt werden, müssen an drei Tagen das Werk vollenden und es wird für ein Jahr angemietet und ausgestellt. Ein Teil der Werke werden von der Stadt Rheinfelden angekauft und finden ihren Platz im Areal oder auch an anderen Orten der Stadt. Auffallend in diesem Jahr ist Auswahl mit internationaler Beteiligung: Uwe Bürkle (Tübingen), Olaf Jung (Ihringen), Maurizio Perron (Turin), Ralf Rosa (Grafenhausen) und Bernhard Witsch (Tirol)


2. bis 14. Juli

Architekturwettbewerb Zentrales Feuerwehrgeräte­haus Rathausgalerie; Mo–Do 9–17 Uhr, Fr 9–13 Uhr Vernissage 1. Juli, 18 Uhr Öffentliche Führung 8. Juli, 18 Uhr

Zur Planung des neuen Feuerwehrgerätehauses war ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben, über den das Preisgericht am 27. Juni entschied. Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden in einer Ausstellung im Rathaus präsentiert. Neben der Arbeit des Siegers werden die Pläne aller beteiligten Architektenbüros zu sehen sein. Veranstalter: Stadt Rheinfelden (Hauptamt)

Bis 11. August

arteTEMPORIS 4

Marktgasse 25–27, Sa, So 13–16.30 Uhr Die Ausstellungsreihe „arteTemporis“ ist mit ihren vielen Besuchern und verkauften Objekten und Bilder ein grosser Erfolg. Wieder konnten 10 bekannte Kunstschaffende gewonnen werden: Doris Herzog, Maria Martin, Patricia Brunner, Irene Merz, Judith Mund­ wiler, Simone Thiele, Barbara Frommherz, Anna-Katharina Rientelen, Eunjin Kim und Charles Blockey. www.kulturtreffpunkt.ch

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5. Juli bis 27. Juli

4. Fotomarathon 2019

Schauraum Rheinfelden Vernissage und Prämierung: So, 7. Juli 17 Uhr Mo–Fr 10–18 Uhr, Sa: 10–13 Uhr Sa, 6. und So, 7. Juli ganztägig geöffnet Zum vierten Mal fand am 29. Juni der Fotomarathon statt. Die Ergebnisse des Fotomarathons werden in Kooperation mit dem Kulturamt Rheinfelden ausgestellt und prämiert. Veranstalter: VHS und Kulturamt Bis 28. Juli 2019

Sonia Itten – You are here

Haus Salmegg Galerie Sa, So, feiertags 12–17 Uhr

„You are here“ – diese drei Worte finden Touristen häufig in Stadtplänen oder Wanderkarten. Das „Wo bin ich im Strom der Zeiten?“ ist die Frage, die Sonia Itten in ihren Werken stellt. In Ihrer Werkreihe „You are here“ korrespondieren malerische Zitate aus Antike, Mittelalter und Renaissance bis hin zu hoch aktuellen Gegenwartsthemen miteinander. Kulturamt 23. Juli – 30. August 2019

Schüler der Kunstschule Quici

7. August – 14. September

Leonhard Eder – Homo Sapiens Schauraum Rheinfelden Vernissage: Di, 6. August, 19 Uhr Mo–Fr 10–18 Uhr, Sa 10–13 Uhr

Leonard Eder, einer der bedeutendsten Künstler in Rheinfelden gestaltet seine letzte Ausstellung. Figuren und Bilder rund um das Thema Homo Sapiens werden zu sehen sein. Mythos und Kultur des Homo Sapiens stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. Kulturamt Bis 30. September

Roland Senger – Fotografie

Hotel Eden im Park Begegnung mit dem Künstler: Do, 22. August, 17.30–19.30 Uhr, inklusiv Apéro www.rolandsenger.de

Vernissage: Mo, 22. Juli, 20 Uhr Rathausgalerie; Mo–Do 9–17 Uhr, Fr. 9–13 Uhr

Bis 11. Oktober

Die Schüler zeigen ihre neuen Werke aus den Bereichen: Zeichnen, Malen und Bildhauerei. Veranstalter: Kulturamt

9–17 Uhr (So bis 15 Uhr) St. Josefshaus Herten Eine Ausstellung rund um den Dienst der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz im St. Josefshaus. Bewohner, Rentner und die Schwestern selbst erzählen im Jubiläumsfilm von ihren Erlebnissen.

Fricktaler Museum

Di, Sa, So 14–17 Uhr, www.fricktaler-museum.ch

Das Museum lädt mit verschiedenen Sammlungsschwerpunkten der Ur- und Frühgeschichte, des Mittelalters und der Neuzeit zu einer Zeitreise ein.

Di, 16. Juli, 20 Uhr Deutschland 2018, 145 Minuten. 303 ist ein deutsches „Liebes­roadmovie“ des österreichischen Regisseurs und Drehbuchautors Hans Weingartner aus dem Jahr 2018. Der „Anti-Tinder-Film“ handelt von der allmählichen Annäherung zweier Studenten, gespielt von Mala Emde und Anton Spieker, während einer etwa einwöchigen Reise von Berlin nach Portugal in einem Wohnmobil.

140 Jahre Schwestern im St. Josefshaus

25 km/h

Di, 20. August, 20 Uhr Deutschland 2018, Roadmovie, 116 Minuten. Die Brüder Christian und Georg haben sich seit langer Zeit nicht mehr viel zu sagen. Als ihr Vater stirbt, beschließen sie, gemeinsam die Mofatour zu machen, die sie schon als Jugendliche vorhatten. Also geht es für die beiden vom Schwarzwald bis nach Rügen – bei konstant 25 Kilometer pro Stunde. Auf ihrem ungewöhnlichen Roadtrip erleben sie jede Menge Abenteuer und kommen sich außerdem wieder näher.

KINO

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I CUT OUT YOUR NAME Metal/ Hardcore (DE) Die Lokalmatadoren aus dem Dreiländereck spielen eine Mischung aus modernen melodischen Metal mit einem Hauch von 90er Hardcore.

SuicidiuS Trashcore (DE) Die Band aus Neuenburg, die im Dreiländereck bereits seit 2014 Metal-, Punk- und Rock-Konzert-Events aufmischt wird ihr neues Album „Supremacy of Destruction“ präsentieren.

Samstag, 6. Juli ab 15 Uhr Freitag, 5. Juli ab 18 Uhr FIRST BLOOD

IN OTHER CLIMES Der erste Abend des Domefest Open Airs CADAVERES SUICIDIUS gehört den Fans des harten Sounds. I CUT OUT YOUR NAME

VVK 7 3 (zzgl. Gebühr), AK 10 3

First Blood FATONI & HULK HODN HardcoreRETROGOTT (USA)

THOMAS DAMAGER DEGGA x YANNO First BloodPA$TAPAT ist eine 2002 gegründete US& FRIENDS amerikanische Hardcore-Punk-Band aus LUPARA PATAGONIA BOYS der San Francisco Bay Area. Sie benannte

sich nach dem gleichnamigen Film First Blood, der DIKANDA in der deutschen Fassung unter dem Titel Rambo erschienen ist. Der BETWEEN OWLS APE ME! Stil von First Blood ist stark geprägt durch ONEONONE metallischen sogenannten „Tough Guy“ DASNOOP New School Hardcore, gleichsam aber auch durch viele Metalcore- bzw. MetalAnleihen.

In Other Climes Hardcore (FR) Der Name (zu deutsch in etwa „In anderen Ländern“)WWW.RHEINFELDEN.DE/DOMEFEST ist bei der französischen Band Programm, denn sie waren neben zahlreiTICKETS: RESERVIX chen europäischen Ländern auch schon an IN RHEINFELDEN Orten wie Japan,KULTUR Kenia und Kuba auf Tour. In Rheinfelden präsentieren sie ihr neues Album „Ruthless“, das am 7. Juni erschien und bereits jetzt für Furore sorgt.

Am zweiten Abend des Domefest Open Airs ist Hiphop angesagt. VVK ab 12 3 (zzgl. Gebühr), Kombiticket Sa/So ab 20 3 (zzgl. Gebühr)

Cadaveres Modern Metal (HUN) Sie gehören zu den wichtigsten Bands der ungarischen Underground Metal- Szene und haben bereits auf zahlreichen Festivals wie dem Sziget Festival, Wanted Festival, Hegyalja Festival, TopVar Rockfest, Vollmond Festival gespielt.

Fatoni Er gilt seit „Yo, Picasso“ und später mit dem „Im Modus“-Mixtape als Deutschraps schärfster Beobachter - und live einer der besten Entertainer des Genres. Der Grenzgänger zwischen Hip-Hop und Theaterbühne stellt sein bereits vielbeachtetes brandneues Album „Andorra“ vor.

Retrogott & Hulk Hodn Das Kölner Underground Duo verhält sich zu kommerzieller und kommerzialisierter Musik auf einem Spektrum von Hass bis Gleichgültigkeit. Am Verbraucher mit digitaler Aufmerksamkeitsspanne geht »Kontemporärkontamination« mit Absicht vorbei.

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2. DOME-FESTSPIELE

First Blood (Foto: M. Woerz)


Thomas Damager Der Mann fürs Grobe mit Hits wie „Beste Leben“ und „Killer!“ ist in Crimefelden eine Legende. Und seine Mission ist klar: Die Welt ein kleines Stück lustiger machen!

Degga x Yanno Das Rap-Duo aus Weil am Rhein besticht mit roughem, authentischem und experimentiellem Streetrap.

Lupara Der RAPTAGS Finalist 2018 produziert seit 2007 eigene Rap-Musik und überzeugte als Support für Plusmacher und Curse. Dikanda

PA$TA PAT und seine Homies Wenn in Lörrach und Wiesbaden die Sonne untergeht und die Straßen für viele wieder fremd werden, beginnt der Tag erst richtig für PA$TA PAT und seine Homies.

Warm-Up mit Patagonia Boys Die DJs aus Frankfurt a.M. und Innsbruck stehen hinter ‚is this darkness or the dawn?‘ – einer Plattform zur Vermittlung von alternativer elektronischer Musik und Design. Seit 2015 prägt die gleichnamige Veranstaltungsreihe die Klubkultur im international anerkannten Tante Emma Club in Innsbruck.

Aftershow im Jugendhaus mit Sigmund Dro!t & Voodoo Kid Die Freiburger Herzbuben alias Sigmund Dro!t und Voodoo Kid kredenzen Stromgitarrenmusik sämtlicher Dekaden von Garage bis Pop, Punk bis Indie und Rock`n`Roll zu Trash über Hip Hop.

Between Owls (Foto: Severine Kpoti)

Sonntag, 7. Juli ab 17.30 Uhr Der dritte Abend des Domefest Open Airs steht unter dem Motto „Easy Sunday“. VVK ab 12 3 (zzgl. Gebühr), Kombiticket Sa/So ab 20 3 (zzgl. Gebühr)

Dikanda Die Musiker*innen aus Stettin/Polen begeistern mit Folk-Eigenkompositionen, inspiriert vom Balkan, von Israel, Weißrussland und Indien. Sie haben bereits sieben Platten veröffentlicht und zahlreiche Preise gewonnen. Die Band schafft eine außergewöhnliche Atmosphäre während ihren Konzerten - es ist eine emotionale Reise durch ethnische Sounds, ein einzigartiges Erlebnis voller Energie, Lebensfreude und Charisma.

Ape Me! Sie begannen schon vor Jahren ihre ersten musikalischen Schritte in der südbadischen Musikszene, um nun mit vereinten Kräften die Punk-Super-Bombe zu zünden. Das Ergebnis ist schnörkelloser, durchdachter Punkrock - weder altbacken noch genrefixiert, auf den Punkt gespielt und mit Hooks für die Ewigkeit. Ape Me! machen unsere Welt zu einer Besseren... give it a try.

One On One Die Gewinner des Live Check Bandcontest des SAK Lörrach freuen sich darauf bald ihr erstes Openair in Rheinfelden spielen zu dürfen und auch hier mit modernem Trap zu begeistern.

Between Owls

DaSnoop

„Musik, die Deinen Eltern gefällt“ stand neulich auf dem Konzertflyer und so ganz FIRST daneben ist dasBLOOD nicht: wunderbar luftigIN OTHER CLIMES leichter, beschwingter Indie-Post-PunkCADAVERES Pop-Garage-Mix mit teils deutschen, teils SUICIDIUS englischen Texten und mehrstimmigem I CUT OUT YOUR NAME Male/Female-Gesang. In den punkigen Momenten schimmern die 80er Jahre mit FATONI Hans-A-Plast und Trio& durch, den ruhiRETROGOTT HULK in HODN geren wunderbar melancholischer IndieTHOMAS DAMAGER DEGGA x YANNO PowerPop, in den trashigen Garage-Sound.

DaSnoop mag die sanften, betörenden Töne, Musik, die gute Laune macht. Er macht Pop mit Einflüssen aus Reggae und Rhythm and Blues.

WWW.RHEINFELDEN.DE/DOMEFEST TICKETS: RESERVIX KULTUR IN RHEINFELDEN

PA$TAPAT & FRIENDS LUPARA PATAGONIA BOYS

DIKANDA

BETWEEN OWLS APE ME!

2. DOME-FESTSPIELE

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VERANSTALTUNGEN Kalender | Juli/August 2019 Rheinfelden/CH Rheinfelden (Baden) Montag, 1. Juli

Architekturwettbewerb Zentrales Feuerwehrgeräte­haus Vernissage 18 Uhr, Rathausgalerie Mütterlichkeit hat kein Geschlecht

Vortrag mit Helga Kürger-Kirn 19.30 Uhr, VHS-Haus Jubiläum Familienzentrum Dienstag, 2. Juli

Musik zum Feierabend

19 – 20 Uhr, Kirche St. Martin Mittwoch, 3. Juli

Cityflohmarkt

10 – 18 Uhr, Innenstadt SüMa Maier

Wirrer Anfang – Wirres Ende

Tempus fugit, Jugendtheater Rheinf. 20 Uhr, Bürgersaal 13 3, ermäßigt: 6 3 Donnerstag, 4. Juli

Rafting-Tour auf dem Rhein

18 Uhr, Treffpunkt Kraftwerk Anmeldung Tourist-Info Rheinfelden 29 3, Kinder bis 14 Jahre 19 3

Wirrer Anfang – Wirres Ende

Theater Tempus fugit, Jugendtheater Rheinfelden 20 Uhr, Bürgersaal 13 3, ermäßigt: 6 3 Freitag, 5. Juli

Flohmarkt

der Pfalzergruppe Herten, mit Kaffeestube 14 – 18 Uhr, DRK – Depot Rheinfelden

Domefest Open Air

Full Metal; ab 18 Uhr Vacono-Dome; Infos S. 30-31 Kulturamt Samstag, 6. Juli

Flohmarkt

der Pfalzergruppe Herten 9 – 12 Uhr, DRK – Depot Rheinfelden

Kulinarischer Samstag

Lunch im Glas 10–14 Uhr, Buchhandlung Merkel

Musik zu Marktzeit

DIE GANZE GESCHICHTE

Altstadtführung

15 Uhr, Rathaus Innenhof www.tourismus-rheinfelden.ch

Domefest Open Air

HipHop; ab 15–22.30 Uhr Vacono-Dome; Infos S. 30-31 Kulturamt

Bachfest Degerfelden

ab 18 Uhr, Dorfplatz Degerfelden Musikverein Degerfelden

Musical-AG des Georg-BüchnerGymnasiums 15.30 Uhr, Premiere Halle St. Josefhaus Herten 15,- 3 /8,- 3, ermäßigt 8,- 3 /5,- 3 VVK: 3, St. Josefhaus, GBG

Domefest Open Air

Großes Familienfest

Easy Sunday; ab 17:30 Uhr Vacono-Dome; Infos S. 30-31 Kulturamt

„3000-Schritte“-Rundweg

Kostenlos, mit anschl. Apéro 11 Uhr, Treffpunkt Rathausbrunnen Pro Rheinfelden Stadtmarketing

Bachfest Degerfelden

ab 11:30 Uhr, Dorfplatz Degerfelden Musikverein Degerfelden Montag, 8. Juli

Bachfest Degerfelden

ab 15 Uhr, Dorfplatz Degerfelden Musikverein Degerfelden

Architekturwettbewerb Zentrales Feuerwehrgeräte­haus Öff. Führung 18 Uhr, Rathausgalerie Gott allein! Spiritualität in Christentum und Islam – verwandt? Mit Bernhard Uhde

19.30 Uhr, Pfarreizentrum St. Josef, Friedrichstr. 32 VHS Rheinfelden Mittwoch, 10. Juli

Pub-Quiz

18.30 Uhr, Bürgertreff Gambrinus Donnerstag, 11. Juli LESE-INSEL

Immer Ärger mit Frau Bär

von Chista Kempter u. Frauke Weldin Vorlesezeit für Kinder ab 4 Jahren 15 Uhr, Stadtbibliothek / Kinderinsel Freitag, 12. Juli

25 Jahre Familienzentrum

63. Radkriterium Rheinfelden

Skulpturenwerkstatt

KALENDER

Musical Honk

Samstag, 13. Juli

Mit Ceciel Strouken, Bratsche 11 Uhr, Christuskirche

32

Danny Stoll 18 Uhr, VHS-Haus, Cafeteria; 6 3 VHS Rheinfelden

Sonntag, 7. Juli

Öffentliches Gespräch mit Gästen 10 Uhr, Jugendhaussaal Familienzentrum

13–22.30 Uhr, Oberrheinplatz RSV Rheinfelden 1948 e.V.

Die Weimarer Reichsverfassung: Zum Scheitern verurteilt?

11–18 Uhr, Tutti-Kiesi-Areal Kulturamt Rheinfelden

25 Jahre Familienzentrum 14–18 Uhr, Tutti-Kiesi-Areal Familienzentrum und viele Partner

Skulpturenwerkstatt

11–18 Uhr, Tutti-Kiesi-Areal Kulturamt Rheinfelden

Integration & Teilhabe

Vorstellung des Konzepts 9–12 Uhr, Jugendhaus, Tutti Kiesi Stabstelle Integration und Flüchtlinge

Dorffest Minseln

18 Uhr Fassanstich, Alban-Spitz-Halle, Minseln DIE GANZE GESCHICHTE

Altstadtführung

15 Uhr, Rathaus Innenhof www.tourismus-rheinfelden.ch Sonntag, 14. Juli

3. Kunstsonntag

13–18 Uhr, Tutti Kiesi Areal Kulturamt Rheinfelden

Dorffest Minseln

Alban-Spitz-Halle, Minseln

Musical Honk

Musical-AG des Georg-BüchnerGymnasiums 19 Uhr, Halle St. Josefhaus Herten 15,- 3 /8,- 3, ermäßigt 8,- 3 /5,- 3 VVK: 3, St. Josefhaus, GBG Montag, 15. Juli

Dorffest Minseln

18 Uhr Fassanstich Alban-Spitz-Halle, Minseln

Musical Honk

Musical-AG des Georg-BüchnerGymnasiums 19 Uhr, Halle St. Josefhaus Herten 15,- 3 /8,- 3, ermäßigt 8,- 3 /5,- 3 VVK: 3, St. Josefhaus, GBG

Dienstag, 16. Juli

Musik zum Feierabend 19–20 Uhr, Kirche St. Martin UNSER FILM

303

20 Uhr, Rheinflimmern Verein Stadtkino Rheinfelden in Kooperation mit Kino Rheinflimmern Freitag, 19. Juli

16. DIGA Gartenmesse

10–18 Uhr, Schloss Beuggen SüMa Maier

Frauen-Kultur-Frühstück 10–12 Uhr Bürgertreffpunkt Gambrinus SAK Quartier Samstag, 20. Juli

16. DIGA Gartenmesse

10–22 Uhr, Schloss Beuggen SüMa Maier

Musik zur Marktzeit

Mit Orchesterschüler des Kirchenbezirks Markgräflerland 11 Uhr, Christuskirche Ev. Kirchenmusik DIE GANZE GESCHICHTE

Altstadtführung

15 Uhr, Rathaus Innenhof www.tourismus-rheinfelden.ch Sonntag, 21. Juli

Öffentliches grenzüberschreitendes Rheinschwimmen

auf dem offenen Rhein, Start Inseli, Ziel Ruderdepot (D) 11 Uhr, Start Inseli Keine Nichtschwimmer!! Bei Kindern liegt die Verantwortung bei den Eltern. www.rheinfelden.ch

Eichsler Umgang

Ab 9.30 Uhr, St. Gallus Kirche Eichsel IG Eichsler Umgang und Pfarrgemeinde Eichsel

16. DIGA Gartenmesse

11–18 Uhr, Schloss Beuggen SüMa Maier

Stadtführung Natur-Energie-Weg

15–16.30 Uhr Treffpunkt Haus Salmegg Tourismus Rheinfelden (Baden)

Ü60-Fescht

17 Uhr, Halle des St. Josefshaus TuS Herten


Montag, 22. Juli VERNISSAGE

Kunstschule Quici – Schüler der Kunstschule stellen aus 20 Uhr, Rathausgalerie Kulturamt

Donnerstag, 25. Juli KREATIVER DONNERSTAG

„Traumhaft – wir gestalten Traumfänger“

14.30–16 Uhr, Kita St. Josef Kita St. Josef und Familienzentrum LESE-INSEL

Lilia, die kleine Elben­ prinzessin von Stefanie Dahle

Vorlesezeit für Kinder ab 4 Jahren 15 Uhr, Stadtbibliothek / Kinderinsel Freitag, 26. Juli SPORTLICHE LESUNG

Angewandte Sportpsycho­ logie für den Leistungssport Dr. Katrin Staufenbiel und Alisa Vetterlin; (AK 10 3, VVK 8 3) 19.30 Uhr, Buchhandlung Merkel

Samstag, 27. Juli

Die Habsburger – 1415

15 Uhr Rathaus Innenhof Dauer ca. 1,5 Std.; Kosten CHF 10 www.tourismus-rheinfelden.ch

Rheinfelden Tanzt

10–18 Uhr, Oberrheinplatz Tanzcenter Just Dance R. Kunzmann und WST Rheinfelden Sonntag, 28. Juli

Schlosskonzert Beuggen

Liederabend „Lieder der Heimat“ 17 Uhr Schloss Beuggen, Rittersaal Eintritt frei, Spenden willkommen Donnerstag, 1. August

Rafting-Tour auf dem Rhein

18 Uhr, Treffpunkt Kraftwerk Anmeldung Tourist-Info Rheinfelden 29 3, Kinder bis 14 Jahre 19 3

1. August-Feier

Ab 18 Uhr, Kurbrunnenanlage www.tourismus-rheinfelden.ch Samstag, 3. August DIE GANZE GESCHICHTE

Altstadtführung

15 Uhr, Rathaus Innenhof www.tourismus-rheinfelden.ch

Sonntag, 4. August

3000-Schritte-Rundweg

Kostenfrei, mit anschl. Apéro 11 Uhr, Haus Salmegg Pro Rheinfelden Stadtmarketing Dienstag, 6. August VERNISSAGE

Leonhard Eder – Homo Sapiens 19 Uhr, Schauraum Rheinfelden Kulturamt Mittwoch, 7. August

Cityflohmarkt

10–18 Uhr, Innenstadt SüMa Maier Donnerstag, 8. August LESE-INSEL

Meine liebsten Dinge müssen mit

von Sephideh Sarihi und Julie Völk Vorlesezeit für Kinder ab 4 Jahren 15 Uhr, Stadtbibliothek / Kinderinsel Freitag, 9. August

Flohmarkt

der Pfalzergruppe Herten, mit Kaffeestube 14 – 18 Uhr, DRK – Depot Rheinfelden

Samstag, 10. August

Flohmarkt

der Pfalzergruppe Herten 9 – 12 Uhr, DRK – Depot Rheinfelden

Bierculinarium 2019

Brauerei Feldschlösschen und Region Rheinfelden www.bierculinarium.ch

Openair „Live am Rhy

14 – 23 Uhr Stadtpark Ost www.facebook.com/PlugIn-Rhyfälde

Die Faszination Orgel

15 Uhr, St. Martinskirche Dauer ca. 1,5 Std.; Kosten CHF 10 www.tourismus-rheinfelden.ch

Saisoneröffnung 19/20 Open Air

19.15 – 21 Uhr, Eintritt CHF 45 Hof der Johanniterkommende www.capriccio-barock.ch Dienstag, 13. August

Coop Openairkino Rheinfelden ab 18.30 Uhr, Schalanderplatz, Brauerei Feldschlösschen, Info S. 26 www.openairkino-rheinfelden.ch

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s f r e it a g Jeweils ir Ihnen r en w offerie eu r don b l o C m u der z swein o u a H s f t es e in G la h g e z ap c s i r f n ei Bier.

Cordon bleu am Freitag

Hausgemachtes Kalbs-Cordon-bleu mit Bauernschinken, Greyerzer und Freiburger Vacherin, serviert mit Pommes Allumettes und frischem Marktgemüse Hotel Schiff am Rhein*** Marktgasse 60 | CH-4310 Rheinfelden | T +41 (0)61 836 22 22 | hotelschiff.ch KALENDER

33


Dienstag, 13. August

Musik zum Feierabend

19 bis 20 Uhr, Kirche St. Martin Mittwoch, 14. August

Coop Openairkino Rheinfelden ab 18.30 Uhr, Schalanderplatz, Brauerei Feldschlösschen, Info S. 26 www.openairkino-rheinfelden.ch Donnerstag, 15. August

Coop Openairkino Rheinfelden ab 18.30 Uhr, Schalanderplatz, Brauerei Feldschlösschen, Info S. 26 www.openairkino-rheinfelden.ch Freitag, 16. August

Coop Openairkino Rheinfelden ab 18.30 Uhr, Schalanderplatz, Brauerei Feldschlösschen, Info S. 26 www.openairkino-rheinfelden.ch Samstag, 17. August

Agnes von Rheinfelden

Schauspielführung 15 Uhr, Rathaus Innenhof Dauer ca. 1,5 Std.; Kosten CHF 15 www.tourismus-rheinfelden.ch

Coop Openairkino Rheinfelden ab 18.30 Uhr, Schalanderplatz, Brauerei Feldschlösschen, Info S. 26 www.openairkino-rheinfelden.ch

Sonntag, 18. August

Westweg Etappe 2

Nordschwarzwald 7 Uhr, Abfahrt VHS Rheinfelden SWV Rheinfelden/ Tourismus Rheinfelden (Baden)

Tanzen in der Reha Klinik 10–11 Uhr Reha, (öffentlich) Trachtengruppe Rheinfelden Dienstag, 20. August

Flying Science

Kurzvortrag A. Pieper 19 Uhr, Hotel Eden im Park www.flyingscience.ch UNSER FILM

25 km/h

20 Uhr, Rheinflimmern Verein Stadtkino Rheinfelden in Kooperation mit Kino Rheinflimmern Donnerstag, 22. August LESE-INSEL

Alle seine Entlein

von Julia Friese Vorlesezeit für Kinder ab 4 Jahren 15 Uhr, Stadtbibliothek / Kinderinsel

Freitag, 23. August

13. Strassentheaterfestival Brückensensationen 18.30–23 Uhr Uhr Rund um die Alte Rheinbrücke Eintritt frei, Spenden erbeten Samstag, 24. August

13. Strassentheaterfestival Brückensensationen 13.30–24 Uhr Rund um die Alte Rheinbrücke Eintritt frei, Spenden erbeten

Wenn die Tore schliessen

Nachtführung in der Altstadt 21 Uhr, Rathaus Innenhof Dauer ca.1,5 Std.; Kosten CHF 10 www.tourismus-rheinfelden.ch Sonntag, 25. August

13. Strassentheaterfestival Brückensensationen 12–20 Uhr Rund um die Alte Rheinbrücke Eintritt frei, Spenden erbeten Dienstag, 27. August

Musik zum Feierabend

19 bis 20 Uhr, Kirche St. Martin

Dienstag, 27. August

Flying Science

Kurzvortrag Dr. med. H. Flury 19 Uhr, Hotel Eden im Park www.flyingscience.ch Freitag, 30. August

43. GP Rüebliland

1. Etappe: Rheinfelden-Schupfart 14.15 Uhr, Start Zähringerplatz www.veloclubrheinfelden.ch

52. Trottoirfest Rheinfelder Stadtfest

Ab 19 Uhr Friedrichplatz und Alte Landstraße Trottoirfestverein Samstag, 31. August

52. Trottoirfest Rheinfelder Stadtfest

12–1 Uhr Friedrichplatz und Alte Landstraße Trottoirfestverein Sonntag, 1. September

52. Trottoirfest Rheinfelder Stadtfest

12–22 Uhr Friedrichplatz und Alte Landstraße Trottoirfestverein

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7. J u li zz oma Ja Casa L Band ust 11. Au g s Jeeper rs e p Cree

Kultur Schützen. Jazz im Garten Musik trifft auf Kulinarik – Sonntag, 7. Juli & 11. August, 11.30 Uhr Konzert und 3-Gang-Menü, CHF 68.– (exkl. Getränke)

Hotel Schützen Rheinfelden*** Bahnhofstrasse 19, CH- 4310 Rheinfelden, T 061 836 25 25, hotelschuetzen.ch


Adressen und Veranstaltungsorte/D Alban-Spitz-Halle Minseln Wiesentalstrasse, 79618 Rheinfelden Buchhandlung Merkel Karlstraße 10, 79618 Rheinfelden, Tel. +49 7623 61876, www.buchhandlung-merkel.com Bürgersaal, Rathaus Rheinfelden Kirchplatz 2, 79618 Rheinfelden, www.rheinfelden-baden.de Campus Ganztageshaus Jahnstraße 1A, 79618 Rheinfelden Christuskirche Karl Fürstenberg Str. / Kirchplatz (neben Rathaus) Dinkelberghalle Adelhausen Dr.-Karl-Fritz-Platz 3, 79618 Rheinfelden Familienzentrum Rheinfelden Elsa-Brandström-Str. 18, 79618 Rheinfelden, Tel. +49 7623 20203, www.familienzentrum-rheinfelden.de Fridolinhalle Degerfelden Anton-Winterlin-Str., 79618 Rheinfelden-Degerfelden Hans-Thoma-Halle Eichbergstr. 42, (Warmbach), 79618 Rheinfelden Haus Salmegg Rheinbrückstr. 8, 79618 Rheinfelden Gemeindehalle Nordschwaben Schopfheimer Str. 8, 79618 Rheinfelden

Hebelhalle Nollingen Dürerstr. 20, 79618 Rheinfelden Jugendhaus Tutti-Kiesi-Weg 1, Telefon 07623/95-312 Kath. Pfarreizentrum Karsau St. Michael Kapfbühlstr. 51/53, 79618 Rheinfelden Kulturpark Tutti Kiesi Werderstrasse 49, 79618 Rheinfelden, Tel. +49 7623 7174287, www.tuttikiesi.de, info@tuttikiesi.de Sonnenrainhalle Karsau Steigweg 4, 79618 Rheinfelden Paulussaal Blauenstr. 45, 79618 Rheinfelden (Träger: Ev. Paulusgemeinde) Pfarreizentrum und Kath. Kirche St. Josef Friedrichstraße 32, 79618 Rheinfelden Schauraum Karl-Fürstenberg-Straße 17, 79618 Rheinfelden Tel. +49 7623 966 87-20 (Tourist-Information Rheinfelden) Scheffelhalle Herten Steinenstr. 5, 79618 Rheinfelden-Herten Schlosshotel Beuggen Schloss Beuggen 1, 79618 Rheinf.-Beuggen, Telefon +49 7623 7519-0, www.schlosshotel-beuggen.de

St. Josefshaus Herten Hauptstraße 1, 79618 Rheinfelden, Telefon +49 7623 4700, www.sankt-josefshaus.de Stadtbibliothek Rheinfelden Kirchplatz 6, 79618 Rheinfelden, Tel. +49 7623 95 500, www.stadtbibliothek-rheinfelden.de VACONO-DOME im Kulturpark Tutti Kiesi beim Festplatz, Werderstraße 49 VHS-Haus Hardtstraße 6, 79618 Rheinfelden, Telefon +49 7623 7240-0, www.vhs-rheinfelden.de Vorverkaufsstellen Rheinfelden/D 1 Bürgerbüro im Rathaus, Kirchplatz 2, Tel. 07623 95-0, Mo 7–17 Uhr, Di, Mi 8–17 Uhr, Do 8–18.30 Uhr, Fr 8–13 Uhr 2 Tourist-Information Rheinfelden, Karl-Fürstenbergstr. 17 www.tourismus-rheinfelden.de, Tel. 07623 96687-20 April–Oktober: Mo–Fr 10–18 Uhr, Sa 10–13 Uhr, November–März: Mo-Fr 10–16 Uhr, Sa 10–13 Uhr 3 Buchhandlung Merkel, Karlstr. 10, Tel. 07623 61876 Mo–Fr 9–12.30 Uhr/14–18.30 Uhr, Sa 8.30–14 Uhr 4 Badische Zeitung, Karl-Fürstenberg-Str. 17, Tel. 07623 968-0 Mo–Fr 8-12 Uhr/14–17 Uhr, Sa 9–12 Uhr 5 Vhs Rheinfelden, Hardtstraße 6, 79618 Rheinfelden, Mo–Fr (außer Mi) 9.30–12/14.30–17 Uhr, Mi 14.30–19 Uhr

Brückensensationen

23.–25. August, Rund um die Alte Rheinbrücke

Im Bild: Lupo é Sirene

Adressen und Veranstaltungsorte/CH Aglio e olio Geissgasse 9, 4310 Rheinfelden Bahnhofsaal Bahnhofstrasse 21, 4310 Rheinfelden Christkath. Stadtkirche zu St. Martin Kirchplatz, 4310 Rheinfelden Colonia Libera Italiana Kirchgässli 17, 4310 Rheinfelden Evang. ref. Kirche Zürcherstrasse, 4310 Rheinfelden Evang. ref. Kirchgemeindehaus Roberstenstrasse 22, 4310 Rheinfelden Familien Informationszentrum Habich-Dietschy-Str. 1, Rotes Haus, 4310 Rheinfelden Fricktaler Museum Marktgasse 12, 4310 Rheinfelden Hotel Eden im Park Froneggweg 3, 4310 Rheinfelden Kapuzinerkirche Kapuzinergasse, 4310 Rheinfelden Kunsteisbahn Baslerstrasse 72, 4310 Rheinfelden Ludothek Spieltruhe Rindergasse 2, 4310 Rheinfelden Kurbrunnenanlage Habich-Dietschy-Str. 14, 4310 Rheinfelden

Musikschule Rheinfelden/Kaiseraugst Lindenstrasse 3, (1. OG Migros), 4310 Rheinfelden Pelikan Ökumenisches Haus, Augartenzentrum, 4310 Rheinfelden RJZ – Rheinfelder Jugendzentrum Schützenweg 6, 4310 Rheinfelden Römisch-katholische Kirche Hermann-Keller-Strasse, 4310 Rheinfelden Rotes Haus, Seffel Raum Habich-Dietschy-Str. 1 Hotel Schützen Kulturkeller Bahnhofstrasse 19, 4310 Rheinfelden, Tel. +41 61 836 25 25 Stadtbibliothek Salmen, Marktgasse 10, 4310 Rheinfelden Vorverkaufsstellen Rheinfelden /CH 6 Tourismus Rheinfelden, Stadtbüro Montag: Vormittag geschlossen | 13.30 – 18.30 Uhr Dienstag – Freitag: 8 – 12 Uhr | 13.30 – 17 Uhr Jeden 1. und 3. Samstag im Monat von 8 – 12 Uhr

7 Seminarhotel Schützen Bahnhofstr. 19, 4310 Rheinfelden, Tel. +41 61 836 25 25, willkommen@hotelschuetzen.ch

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