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2013 Band 1

Ingo Wolf

WERTANLAGE statt GELDANLAGE [Metallanlage und Metallhandel f端r den Privatanleger] Leseprobe

Im Eigenverlag der Science-TV GmbH Mit Unterst端tzung des Teams der Commodity-TV


Ingo Wolf beschreibt in humorvoller Form die Notwendigkeit der Wertanlage in strategische Metalle. Er weist auf Stolpersteine hin und erklärt die wichtigsten Grundregeln, um den Metallmarkt eigenständig einschätzen zu können. Ein Buch über die Vergänglichkeit von Geld und der Notwendigkeit in Metalle zu investieren. Über den Autor: www.ingowolf.info

Der Autor: Um eine kleine Bibel des Metallhandels für Privatanleger zu schaffen, bedurfte es vieler Gespräche mit Fachleuten der Branche. Ich möchte mich gerne besonders bei dem Redakteur des CommodityTV Senders, Jochen Staiger, bedanken. Außerdem freue ich mich, auf weitere Publikationen hinweisen zu dürfen: Ingo Wolf – Grundlagen der Wertanlage in Einzelmetalle Ingo Wolf – Periodensystem für Metallanleger


Ingo Wolf

WERTANLAGE statt GELDANLAGE [Metallanlage und Metallhandel f端r den Privatanleger]


www.sophia-publishing.de

Š Copyright der Deutschen Ausgabe von 2013: Science-TV GmbH Satz: Karina Schneider Illustration: Verena Binder Lektorat: Astrid Simon Druck: Sophia-Publishing, ein Projekt der Science-TV GmbH ISBN: 978-3-944617-05-3 Alle Rechte der Verbreitung, auch des auszugsweisen Nachdrucks, der elektronischen und fotomechanischen Wiedergabe und der Verwertung in Datenbanken vorbehalten. Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie. Weitere Informationen im Internet unter www.Literatur-TV.com

Science-TV GmbH HĂśllriegelskreuther Weg 3 82065 Baierbrunn Tel: +49 (89) 7 44 88 88 13 Fax: +49 (89) 7 44 88 88 19 Info@science-tv.com www.science-tv.com


Wertanlage statt Geldanlage – Ingo Wolf

Inhaltsverzeichnis

Die Bibel des Metallhandels für Privatanleger.

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Einleitung

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Metalle regieren die Welt

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Ist Geld sein Geld wert?

25

Auf der Suche nach Anlageoptionen sind Metalle die erste Wahl

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Besitz oder Eigentum?

37

Ich werde Metallanleger!

42

Die klassischen Anlagemetalle

56

Die zur Anlage interessantesten Metalle

63

Oxide und Low Grades

66

Sicherheit und Wertstabilität

72

Die Wertdichte

78

Kleines Lexikon des Metallhandels

80

Massen, Maße und Gewichte, Konzentrationen Bestimmung, Benennung und Klassifizierung von Metallen Metallische Kristallisation Produktform

80 89 110 112

Geschichte der Krisen

117

Griechische Geschichte Die römische Republik Im Mittelalter Krisen in der Neuzeit

118 119 122 126

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Wertanlage statt Geldanlage – Ingo Wolf

Die Bibel des Metallhandels für Privatanleger.

E

ine nicht ganz ernst gemeinte alttestamentarische Einführung,….

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde und an die neunzig nutzbare Elemente. Er teilte die Elemente in Metalle, Halbmetalle und Nichtmetalle. Mit der Gabe der Allwissenheit ausgestattet, subsumierte er bei der legendären Schaffung von „Himmel und Erde“ wohl die wichtigen Industriemetalle, seltenen Erden und Refraktärmetalle gleich unter Erde.

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Wertanlage statt Geldanlage – Ingo Wolf

Wenn man so voller Euphorie schafft kommt man bestimmt leicht in Stress und wenn man Stress hat, macht man Fehler und kann man sich leider nicht mit Details aufhalten. Also haben die Elemente unglaublich unterschiedliche Eigenschaften. Manche sind bei Raumtemperatur flüssig oder sind magnetisch oder können gar den Strom leiten, den es ja noch gar nicht gab. Doch der Plan des Weltenbeherrschers ging weiter,... Eisen und Kupfer, Blei und Zinn waren sicherlich für ein solches Wesen ein wenig langweilig. Als Kenner des Periodensystems gab es also noch einiges wichtiges zu schaffen, was der Mensch erst spät entdecken würde. Bestimmt empfand Gott eine diebische Freude dabei, zu wissen, wie lange der forschende Mensch benötigen würde, um all die Erze zu finden und zu analysieren. Als ewiges Wesen hat man es da leicht. Und dann ärgert er uns auch noch mit Elementen wie Astat, das niemand brauchen kann und auch nicht wirklich in großer Menge vorliegt,… Wir glauben übrigens, dass Gott verheiratet ist, denn sonst hätte er sich nicht die Mühe gemacht so viele Edelmetalle zu erzeugen. Gold hätte doch wirklich gereicht. Aber nein, es mussten noch Palladium, Platin, Rhenium und ein paar andere dazu kommen. Wenn das nicht unter dem Einfluss einer Frau stattgefunden hat,… Er ahnte bestimmt auch bereits die Zweiklassengesellschaft und hat als Anlagemetall für den kleineren Geldbeutel das hübsche und industriell gut einsetzbare Silber erzeugt.

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Wertanlage statt Geldanlage – Ingo Wolf

Da er bereits Flachbildschirme, Prozessoren und Turbinen für den achten Tag vorgesehen hatte schuf er auch gleich Indium, Hafnium und die Lanthanoiden mit. Leider beendete Gott am siebten Tag die Schöpfung auf halber Strecke,…

Denn fertig war er damit eigentlich noch nicht,…. Ein echtes Manko der Schöpfung von Mensch und Tier war zum Beispiel deren begrenzte Haltbarkeit. Wie soll man forschen und entdecken, wenn man nur so kurz lebt. Gott sei Dank hatte Gott aber das Tantal erschaffen, so konnte der Mensch mit künstlichen Hüften sein Wandeln auf Erden verlängern. Es geht doch nichts über einen guten Plan.

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Wertanlage statt Geldanlage – Ingo Wolf

Er sprach noch, es werde Licht, doch das funktionierte nachts nicht. Die erdabgewandte Seite lag ja immer im Dunkeln. Bestimmt hat ihm das ein wenig die Motivation genommen. Dank Edison und Wolfram konnte der Mensch mit der Erfindung der Glühbirne jedoch nach nur einigen tausend Jahren zügig Abhilfe schaffen.

Nun war der Mensch am Zug mit den neugewonnenen Erzen und seinem angeborenen Entdeckerdrang den Rest der Arbeit zu tun. Die ersten beiden Menschen Adam und Eva suchten bestimmt nach der Apfelmisere und ihrer Vertreibung aus dem praktischen Shoppingcenter Paradies zunächst Gold und Silber. Schließlich muss man ja Handel treiben können und eine Währung erzeugen, die einen Bestand hat. Eigentlich ein guter Gedanke, hätten sie ihn späteren Generationen weiter gegeben. Aber nein, der Mensch musste ja Papiergeld erzeugen. Wie fatal! 12


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Eigene Entscheidungen von Bankern, Religionsführern, Staatenlenkern führen mit Papiergeld ja doch nur ins Chaos. Doch die Rache Gottes folgte auf dem Fuße. Bestimmt hatte er die Erde ursprünglich mit wohlgeordneten Haufen der Rohstoffe zurück gelassen. Der Mensch war ja noch recht artig. Doch mit den bösen Gomorrhanern konnte man nur mit einer Sintflut fertig werden. Eine gute Idee im Prinzip - hätte er doch nicht gar so sehr übertrieben. Es kam ein böses Erwachen für die Menschen. Alle wichtigen Metall hatte die Sintflut in der gesamten Erdkruste verteilt. Jetzt würde es noch schwerer werden, sie zu finden und kompliziert in Minen unter Tage abzubauen.

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Wertanlage statt Geldanlage – Ingo Wolf

Dabei sind Metalle doch so unglaublich wichtig. Die Chinesen brauchten zum Beispiel nach Mischung der ersten Explosivstoffe Farben für ihre Feuerwerke. Das geht ganz wunderbar mit Stoffen wie Strontium oder Barium als Beimischung. Großartige Verwendungen für Blei in der Gewehrkugel, Plutonium in der Atombombe oder Uran als Panzerbrechende Munition wurden gefunden. Gott wandte sich also von den Menschen ab, lies uns aber die Metalle zurück,… Wirklich wahr,… Radioaktive Metalle hätten den Weltfrieden erhalten. Bestimmt nur eine neue Prüfung für uns auf dem Weg ins Paradies. Wir müssen nun wohl allein mit dem Fiasko zurechtkommen. Aber wir Menschen haben ungeahnte Möglichkeiten, für die Nutzung aller 68 sinnvoll handelbaren Metalle. Also frisch ans Werk zur eigenen Metallanlage!

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Wertanlage statt Geldanlage – Ingo Wolf

Einleitung

B

eginnen wir doch mit der eigentlich selbstverständlichen Information, dass Metalle nicht hergestellt werden können. Sie sind Elemente des Periodensystems und haben damit eine feste Zahl an Protonen im Kern. Diese sogenannte Kernladungszahl gibt an, mit welchem Element wir es zu tun haben. Gleichzeitig finden wir es so gleich im Periodensystem und können dort an Hand seiner Position im Groben die Eigenschaften ablesen. Die theoretische Physik sagt in einigen Theorien der Teilchenphysik den hypothetischen Zerfall eines Protons in andere Elementarteilchen voraus. Generell jedoch kann es als stabil angenommen werden. Zumindest wurde noch kein freier Protonenzerfall aufgezeichnet. Angenommen wird eine Halbwertszeit von 100.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Jahren. Ich nehme an, dass Ihre Anlageentscheidungen sich innerhalb eines kürzeren Zeitraums abspielen werden. Nun wissen wir ziemlich sicher, dass die Metalle nicht einfach zerfallen werden, sofern sie nicht radioaktiv sind. Aber kann man sie nicht trotzdem herstellen? Gold sollte ja zum Beispiel im Mittelalter hergestellt werden, zumindest setzten die herrschenden Klassen alles daran, es zu versuchen. Denn schließlich kam Gold nicht nur gediegen vor sondern auch in feiner Verteilung und in einem unscheinbaren Erz, aus dem es gewonnen werden konnte. Doch es wurde schnell klar, dass die Synthese von Gold nicht funktionieren würde. Der einfache Grund lag darin, dass Gold ein Element ist und keine Verbindung. Die Elemente sind die Grundbausteine aus denen Millionen von Verbindungen aufgebaut sind. 15


Wertanlage statt Geldanlage – Ingo Wolf

Elemente vereinigen sich in chemischen Reaktionen zu Verbindungen, deren kleinste Einheit Molekül genannt wird und welches die Eigenschaften eines Stoffes vollständig abbildet. Man kann sie, diese Moleküle, fast beliebig herstellen und wieder auflösen. Mal geschieht eine solche chemische Reaktion durch Temperaturveränderung, mal durch einen aggressiven Säureangriff, durch Oxidation oder durch die Elektrochemie. Es wird Energie hinzugeführt oder erzeugt, aber immer bleibt die Zahl der agierenden Elemente und Atome vor und nach einer Reaktion identisch. Die zugehörigen Gesetze sind die Erhaltung der Masse und das Gesetz der Erhaltung der Proportionen. Der Grund für die Unmöglichkeit der Synthese von Elementen außerhalb des radioaktiven Zerfalls liegt in der unglaublich hohen Langlebigkeit von Protonen. Sie zerfallen nicht im Kern eines Atoms. Und der Kern verändert sich nicht bei chemischen Reaktionen. Selbst wenn die unsteten Elektronen aus der Elektronenhülle im Rahmen einer Ionisierung oder einer Bindung abwandern, was ja zur Definition von Metallen gehört, so verändert sich nur die Ladung des Atoms, nicht aber seine Zahl der Protonen im Kern. 16


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Warum ist es so wichtig zu wissen, dass man die Elemente nicht herstellen kann? – Ganz einfach: Wir haben eine bestimmte Menge davon in der Erdkruste zur Verfügung. Und kein Gramm mehr! Und auch dort sind sie oft nur sehr schwer zu finden oder gar in reiner Form zu isolieren. Wir müssen uns immer vor Augen halten, dass die Mengen, die uns zur Verfügung stehen, teilweise extrem begrenzt sind! So beträgt die Weltjahresproduktion von Hafnium nur knappe 70 Tonnen. Bei seiner hohen Dichte können Sie diese gesamte Menge, auf Basis des Rauminhaltes den es benötigt, locker in einen 7,5 Tonner LKW laden - wäre er damit nicht ein wenig überladen.

Bestimmt haben Sie in der Schule auch von Isotopen gehört. Die Isotope eines Metalls haben die gleiche Kernladungszahl, jedoch eine unterschiedliche Anzahl an Neutronen im Kern. Das verändert zwar das Atomgewicht des Elementes, nicht jedoch seine chemischen Eigenschaften. Cäsium 137 ist radioaktiv, Cäsium 133 17


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ist es nicht. Wenn Sie es in Wasser werfen, explodiert beides, da es als Alkalimetall unglaublich reaktiv ist. Und es sieht auch identisch aus. Das jedoch ist reine Chemie. Als Chemie bezeichnet man die Prozesse, die auf Basis von Veränderungen in der Elektronenhülle zwischen Elementen geschehen. Das chemische Verhalten ist von der Zahl der Elektronen im Atom abhängig. Diese Zahl ist, um ein elektrisches Gleichgewicht zwischen Kern und Elektronen herzustellen, bei einem ungeladenen Atom identisch mit der Kernladungszahl. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass im radioaktiven Zerfall von Atomen Neutronen zerfallen und dabei Protonen im Kern zurücklassen. Dadurch wird tatsächlich ein Element erzeugt, was dann jeweils mehr Kernteilchen besitzt, als das Ausgangselement. So sollten Sie allerdings Elemente nicht herzustellen versuchen. Sie benötigen einen Kernreaktor und oft ist das Endergebnis doch nur Blei am Ende der Zerfallsreihe. Und ganz ehrlich, das bekommen Sie auch einfacher und wesentlich billiger!  Wir halten fest: Man kann Metalle nicht herstellen sondern nur suchen, finden und isolieren.

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Wertanlage statt Geldanlage – Ingo Wolf

Metalle regieren die Welt

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s gibt keinen Bereich in unserem modernen Leben mehr, der nicht durch Metalle maßgeblich geprägt ist. Mit der Industrialisierung haben sich Eisen und Co einen Namen gemacht. Doch heute sind die Anwendungsformen von Metallen so akribisch untersucht worden, dass Erfinder auf der ganzen Welt nach Herzenslust erfinden können. Es wird schon ein Metall dabei sein, welches die Bedingungen der neuen Maschine erfüllen wird.

Sie wollen einen Glühfaden haben, der bei 3.000 Grad noch nicht schmilzt? Kein Problem, Wolfram kann das. Der Schalter, den Sie bauen wollen, soll in der Lage sein, schnell auf eine Lageveränderung zu reagieren? Dafür sollte das Metall den Strom leiten und bei Raumtemperatur flüssig sein. Wie wäre es mit Quecksilber oder einer niedrigschmelzenden Legierung? 19


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Ein Leiterfaden soll dünn und fast durchsichtig sein und auf Ihrem Bildschirm den Strom zu jeder Leuchtzelle bringen? Dann nehmen Sie doch Indium. Sie möchten einen Stoff, der als Katalysator an einer Reaktion nicht teilnimmt, sie aber beschleunigt? Das Ziel ist die verbesserte Verbrennung von Abgasen? Platin steht bereit für Sie. Vielleicht darf es ein fast unverwechselbares Metall sein, welches mit wenig anderen Stoffen reagiert, um als Zahlungsmittel eingesetzt zu werden? Silber und Gold können das. Sie müssen Reaktionsbehälter in der chemischen Industrie herstellen, die nicht mit Schwefelsäure reagieren? Nehmen Sie doch bitte Tantal als Innenbeschichtung. Ihr Hartmetall fällt auseinander und benötigt einen Binder, um wieder die Härte nahe des Diamanten zu erreichen? Sintern Sie doch einfach mit Kobalt. Im Prinzip ist es also eine bunte Welt, in der fast alles möglich ist - hat man nur das richtige Metall zur Verfügung. Nun geht der Verteilungskampf auch schon los. Batterien benötigen Lithium, um eine hohe Ladungsdichte zu erzeugen. Kein Problem, los geht’s. Oder auch nicht, da Sie gerade kein Lithium griffbereit haben. Nun, dann müssen Sie es kaufen. Dafür gibt es Metallhändler auf der ganzen Welt. Hoffentlich kann Ihr Händler das Lithium zu einem günstigen Preis besorgen und hoffentlich ist die Reinheit ausreichend. Oder stehen gerade politische Verwicklungen vor der Auslieferung über eine Landesgrenze? Sollten Sie ein Metall nicht so einfach bekommen können, zahlen Sie zunächst einen höheren Preis und wechseln Ihre Quelle. Wenn es aber gar zu teuer wird und oder wenn Sie ein Metall vielleicht gar nicht mehr bekommen können, was dann? Normalerweise setzt man ein Team von Ingenieuren hin, das den Auftrag hat, eine Substitution zu finden. Also ein Metall oder eine Legierung oder eine Verbindung, die die gleichen Eigenschaften oder

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vielleicht sogar bessere Eigenschaften als das ursprünglich eingesetzte Metall hat. Das Thermometer wurde ein Jahrhundert lang mit Quecksilber gefüllt. Leider ist Quecksilber aber sehr giftig und wird in der Leber eingelagert. Vor allem die Dämpfe des Metalls sind unglaublich gefährlich. Um es zu ersetzen, wurde eine Kombination von Metallen aus Indium, Gallium und Bismut gefunden, die unter null Grad Celsius flüssig ist, damit war ein Einsatzbereich des Metalls substituiert. Aber manchmal geht das nicht so einfach. Wenn Sie zum Beispiel in einem Reaktor Hafnium benötigen, um Neutronen einzufangen, dann kann das kein anderes Metall so effektiv. Hafnium zu ersetzen bedeutet, ganz neue Arten von Atomreaktoren erfinden zu müssen. Also doch besser Hafnium, auch wenn es teuer ist und immer teurer wird,…. Ein Basisfaktum der aktuellen Weltlage ist die Notwendigkeit des Zugriffs auf Rohstoffe. Unter den Rohstoffen sind neben Wasser, Nahrung und Brennstoff die wichtigsten Rohstoffe die Metalle. Genau genommen sind sie auch nötig, um die drei anderen Rohstoffe zu gewinnen. Zusammenfassend kann man deshalb sagen: „Metalle regieren die Welt!“ Und die Regenten der Welt wissen das und schaffen sich Zugriff auf die strategischen Metalle. Oft höre ich bei meinen Vorträgen und in Einzelgesprächen vorsichtige Ausdrücke wie „Metalle verändern die Welt“ oder „Metalle sind die Bausteine einer modernen Welt“, ich möge doch 21


Wertanlage statt Geldanlage – Ingo Wolf

nicht dramatisieren. Daran spüre ich immer wieder, dass die Bedeutung der Verknappung strategischer Metalle noch lange nicht als das gravierende Problem in den Köpfen der Menschen angekommen ist, welches es ohne Wenn und Aber darstellt. Noch gibt es ja alle hübschen technischen Geräte zu kaufen. Doch den Begriff „Regieren“ wähle ich mit Bedacht. Denn kommt es in einem Land zur realen Verknappung einer Ressource, mischen sich die Regierungen in deren Beschaffung ein. Dann beginnt ein Verteilungskampf in der Regel auf politischem Wege, bis es keinen Ausweg mehr gibt und Kriege begonnen werden. Die Notwendigkeit bestimmte Rohstoffe zu besitzen, wächst für alle Volkswirtschaften der Erde jeden Tag. Die Regierungen der nächsten Jahrzehnte werden davon abhängen. Und dabei geht es schon lange nicht mehr nur um Erdöl, Wald und Kupfer. Es geht um seltene Vorkommen fast unbekannter Metalle. Klug ist, wer dann ein Metalldepot besitzt. Die stärkste Wirtschaftsmacht der Welt, die katholische Kirche begann bereits sehr früh damit Land und Besitz zu horten. Nun sind auch Metalle in den Fokus gerückt. Ganz ehrlich fühle ich mich aber nicht wohl bei dem Gedanken, dass religiöse Führer die wichtigsten Ressourcen des Planeten kontrollieren.

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Diese unverkäufliche Leseprobe wurde Ihnen zur Verfügung gestellt von der Metall Rocks Vertriebs GmbH.

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Ingo Wolf „Wertanlage statt Geldanlage“ Sophia-Publishing 2013, 124 Seiten ISBN-13: 9783944617053, 39,00 Euro

Metall Rocks Vertriebs GmbH, Contrescarpe 46, 28195 Bremen, Telefon: 0421 / 13 14 2, Fax: 0421 / 1 69 27 31, E-Mail: info@metall-rocks.de, www.metall-rocks.de


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