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Es wird heute sehr viel darüber gesprochen, dass es an der Zeit ist, der Umwelt unter die Arme zu greifen. Wir alle wissen aber, dass sich die klimatischen Veränderungen vom Reden alleine nicht mehr aufhalten lassen. Die J•S EnviTec ist ein weltweit agierendes Unternehmen, das sich auf die CO2 Reduktion durch Rauchgasextraktion und gleichzeitige Umwandlung des CO2 zu verwertbarem O2 spezialisiert hat. Mit dieser evolutionären Biotechnologie made in Austria sind wir bereits heute in der Lage den weltweiten CO2 Ausstoß nicht um 20 %, sondern um 90% zu reduzieren und das innerhalb kürzester Zeit. Dadurch gewährleisten wir unseren Nachkommen eine Welt, in der es sich lohnt im Einklang mit der Natur zu leben. Und Sie können uns dabei unterstützen. Wie? Ganz einfach, wo immer Sie auf Umweltprobleme stoßen, bringen Sie unser Unternehmen ins Gespräch, wir haben die Lösung dafür.

J•S EnviTec Umwelttechnik GmbH Steinhüblstraße 1 · 4800 Attnang-Puchheim · Österreich Tel.: +43 (0) 7674/206 25 · Fax: +43 (0) 7674/206 26 E-Mail: office@jsenvitec.at · www.jsenvitec.at

J S EnviTec Umwelttechnik GmbH

Visionen und Wirklichkeit

Special Beautiful Life Special

g Evolutionäre Biotechnologie g IRENA / MASDAR Fabriken ohne Schornsteine Masaru Emoto Algenzeitalter g Visionär Johann Staudinger * * * * * * Daniell Porsche

www.nkp.at

Heute an morgen denken.

SONDERAUSGABE 1

Beautiful Life JOHANN STAUDINGER: VISIONEN WERDEN WIRKLICHKEIT

Special

Visionär auf dem Boden der Realität Johann Staudingers Lösungen für eine lebenswerte Zukunft

Evolutionäre Biotechnik made in Austria Pilotanlagen auf dem Gelände der Energie AG

Die Rückkehr des Algenzeitalters Algen halten die Erde für uns bewohnbar

Die emissionsfreie Zukunft beginnt heute J•S EnviTec-Anlagen wandeln CO2 in O2 um

ohne J•S EnviTec

mit J•S EnviTec

MASDAR Emissionsfreie Stadt

MEDICAL WELLNESS • VISIONEN • GANZHEITLICHES DENKEN • WASSER • ENERGIETECHNIK


Voller Energie aus verlässlicher Wasserkraft.

Wasserkraft ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Energieversorgung – sie liefert uns verlässlich sauberen Strom und sichert Österreichs Unabhängigkeit. Deshalb arbeiten wir kontinuierlich am Ausbau der Wasserkraft. Mehr darüber, wie wir aus Wasser nachhaltig Energie für Generationen erzeugen und dabei gleichzeitig Umwelt und Klima schonen, erfahren Sie unter www.energieag.at


Editorial Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Yes, we can! ist die Botschaft des US-Präsidenten Barack Obama. Yes, we can! meint auch der Zukunftsforscher Johann Staudinger. Ja, wir können unsere Emissionen an Treibhausgasen verringern. Ja, wir können unsere Umwelt rein halten. Ja, wir können unseren Kindern eine blühende Erde übergeben. Wer ist dieser Anwendungsforscher und Visionär aus Oberösterreich? Dieser Frage gehen wir in dieser Sonderedition nach. Das Magazin Beautiful Life begleitet die Forschungsarbeit Johann Staudingers schon seit vielen Jahren. Nun gehen wir seinen Arbeiten erstmals umfassend auf den Grund. Die treibende Kraft hinter den Bemühungen Johann Staudingers ist sein Bestreben, das Ruder des ökologischen Chaos herumzureißen und den nachfolgenden Generationen einen lebenswerten Planeten zu hinterlassen. Fragt man Johann Staudinger, wie er mit den fünf »Bs« eines Visionärs – belächelt, bemitleidet, bekämpft, bewundert, beneidet – umgeht, zuckt er gelassen mit den Schultern und meint: »Ich möchte ohnehin nicht glorifiziert werden. Die Menschen müssen umdenken. Dazu will ich sie anregen und einen wesentlichen Beitrag leisten. Es ist mir egal, was die Leute über mich denken. Hauptsache sie denken um!« Staudingers Meinung nach ist das Zeitalter fossiler Brennstoffe praktisch vorüber, obwohl derzeit noch ausreichend Bodenschätze vorhanden sind. Aber: »Die Steinzeit ist auch nicht an einem Mangel an Steinen zu Ende gegangen« fügt er humorvoll hinzu. Es ist Zeit, in der Energiewirtschaft geschlossene Kreisläufe einzuführen, in denen Emissionen rückgewonnen werden. Algen, die in der fernen Vergangenheit die Atmosphäre für uns bewohnbar gemacht haben, sind die Organismen der Zukunft. Mit ihnen bricht das neue Algenzeitalter an. In dieser Ausgabe bieten wir Ihnen eine Vertiefung des Wissens über neue technologische Entwicklungen des innovativen Erfinders Johann Staudinger. Viele interessante Denkansätze wünscht Ihnen

Gabriele Iazzetta Herausgeberin und Chefredakteurin

Sonderedition Johann Studinger: Visionen werden Wirklichkeit


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Inhalt Fabriken jetzt…

und in der Zukunft.

MASDAR - die Ökostadt

Heute umdenken... 08 Visionär auf dem Boden der Realität Staudingers Lösungen für die Zukunft

12 Emissionsfreie Zukunft Pyramide, Wasserlinsen, Algenzucht, Biotop und Labor: Staudingers Refugium

20 Das neue Algenzeitalter Algen machten in grauer Vorzeit die Erde für uns bewohnbar – jetzt kehren sie zurück Impressum Herausgeber: Gabriele Iazzetta Lizenznehmer: J•S EnviTec Umwelttechnik GmbH Johann Staudinger, Steinhüblstraße 1, A-4800 Attnang-Puchheim Tel: +43(0)7674/ 206 25, Fax: +43(0)7674/206 26, E-Mail: office@jsenvitec.at Chefredakteurin: Gabriele Iazzetta Redaktion: Sara Sasko, Mag. Dalida Horvat, Peter Daniell Porsche, Dragan Popov, Dr.med. Dr.med.dent. Dr.phil. Christian Kobau, Johann Staudinger, Norbert Kronberger, Gabriele Iazzetta Art-Director: Maria Pflug-Hofmayr Fotos: PIXELIO.de, Fotolia, Mag. Dalida Horvat, Sara Sasko, Gabriele Iazzetta, www.nkp.at, Wikipedia Titelseitenfoto: www.nkp.at Schlussredaktion: Maria Pflug-Hofmayr Druck: Niederösterreichisches Pressehaus, Druck- und Verlagsgesellschaft m.b.H. Nachdruck nur mit Genehmigung der Beautiful Life Passau GmbH und J•S EnviTec Umwelttechnik GmbH

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Beautiful Life

22 Evolutionäre Biotechnologie Die Pilotalgenzuchtanlage auf dem Gelände der Energie AG in Timelkam

28 Fabriken ohne Schornsteine Kraftwerke in fünf Jahren emissionsfrei dank neuester Technologie

32 Ideen für die Welt von morgen Nützliche Produkte und Konzepte für den Alltag der Zukunft


Algenzuchtbecken

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Inhalt

Untersuchung von Algenproben

...für die Zukunft unserer Kinder! 38 IRENA und MASDAR Konzepte und Umsetzung einer emissionsfreien Stadt in der Wüste

44 Daniell Porsche: Unsere Zukunft Kleine Tropfen auf den heißen Stein vermögen einen heißen Stein zu kühlen

48 Sparen und die Umwelt schonen Weniger Schadstoffe und Betriebskosten durch Flüssiggas

54 Die Wüste lebt Die zehn Thesen des Plankton-Manifests von Axel Limberg

58 Jojobaöl – flüssiges Gold Eine immergrüne Wüstenpflanze liefert einen der wertvollsten Rohstoffe der Welt

62 Gedankenkraft Starker Glaube an eine Sache ist die Grundlage schöpferischen Handelns

68 Wasser der Weltrekorde Neue Maßstäbe für die Gesundheit durch bessere Ver- und Entsorgung in den Zellen

72 Wasserforscher Masaru Emoto Jeder Wasserkristall besitzt eine einzigartige Struktur, die von der Wasserqualität abhängt

76 Faszination Schwingung Durch Schwingung wird die Energie verschiedener Stoffe aufeinander übertragen

80 Sunnseit’n-City Timelkam – die sonnige Oase für clevere Konsumenten!

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VISIONÄR AUF DEM BODEN

DER REALITÄT

Lösungen, die in die Praxis umsetzbar sind und funktionieren, sind das Spezialgebiet des Anwendungsforschers Johann Staudinger.

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Visionär Johann Staudinger betrachtet es als seine Aufgabe Lösungen anzudenken und diese gut durchdachten Lösungen in die Realität umzusetzen. Er ist fest überzeugt, dass nun die Zeit reif ist, seine Pilotprojekte in großen Umfang zu verwirklichen und konkrete und tiefgreifende Schritte in Richtung emissionsfreie Zukunft zu setzen.

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Während man Johann Staudinger auf dem Rundgang durch seinen Hof begleitet, erfährt man nicht nur jede Menge über seine Projekte, sondern auch einiges über die Person Johann Staudinger selbst. Wie die Flüsse Ager und Vöckla fließt er unaufhaltsam von der Quelle aus seiner Bestimmung entsprechend durch allerlei Gelände, um sich irgendwann am Ort der weit entfernten Mündung in den weiten Ozean zu ergießen. Der Ursprung Johann Staudingers liegt auf der Sonnenseite von Timelkam, in Kalchofen, wo seine Kindheit sehr stark von seiner willensstarken Mutter geprägt wurde und wo der Grundstein für seine herausragende Spezialität, nämlich in Lösungen zu denken statt Problem zu wälzen, gelegt wurde. Lösungen zu entwickeln genügt allerdings nicht. Der nächste Schritt ist die Umsetzung seiner evolutionären Lösungen in die Praxis. Dazu bedarf es einer großen Portion an Selbstvertrauen, das er als Nebenprodukt aus seinen gelungen Projektversuchen gewinnen konnte, und das ihn bei der geplanten gigantischen Umsetzung mit der notwendigen Energie versorgt. Ein besonderes Talent, über das er verfügt und das er vor zirka 30 Jahren als 22-Jähriger in seinem Lebensfluss entdeckte, erleichtert ihm sein lösungsorientiertes Denken und wird von ihm folgendermaßen beschrieben: »Ich kann ein Problem in mein Unterbewusstsein hineingeben, und dieses erledigt es für mich über Nacht. In der Früh, wenn ich mich zum Beispiel rasiere und in den Spiegel blicke, ist dann die Lösung ganz klar in meinem Kopf. Ich habe eben eine bestimmte Möglichkeit in meinem Hirn, die man nicht einfach so lernen kann.« Damals, als er sich seines außergewöhnlichen Talents bewusst wurde, war er als gelernter Elektriker bei der Firma TEMIC, die Halbleiter herstellte, beschäftigt und hat sich dort ein beträchtliches Wissen, das ihm für seine späteren Forschungen zugute kam, angeeignet. Da er nie durch seine Tätigkeit ausgelastet war, blieBeautiful Life

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Nach dem Motto »Man muss nichts neu erfinden« setzt Johann Staudinger Algen zur Verbesserung der Luftqualität ein.

ben ihm genügend Zeit und Energie um seinen Wissensdurst zu stillen, zu forschen und seine (r)evolutionären Ideen anzudenken. Johann Staudinger hat sich sehr schnell in seiner Firma zum Schichtmeister hochgearbeitet und zur Entwicklung neuer Prozesse wesentlich beigetragen. Als er zum Aufbau eines Zweigwerkes nach Braunau versetzt wurde, lernte er dort seine Frau Elfriede kennen. Nach vollendeter Aufgabe kehrte er mit ihr nach Vöcklabruck zurück um wie die wiedervereinten Flüsse Vöckla und Ager den Weg mit ihr gemeinsam fortzusetzen. Zahlreiche Ausbildungen in den Bereichen Naturwissenschaft, Molekulartechnik und Anwendungsforschung ergänzten Johann Staudingers praxisorientiertes Wissen. Den Höhepunkt seiner beruflichen Laufbahn bei Telefunken stellte die technische Planung und Prüfung eines neuen Werkes in Shanghai dar. Dann nahm seine berufliche Laufbahn eine entscheidende Wende: Johann Staudinger wählte den Weg der Selbständigkeit und meldete 1994 sein erstes Patent – »Verfahren zu Einbringung von Gasen und Gasgemischen in Flüssigkeiten« – an. Drei Jahre später gründete er ein Einzelunternehmen, kurz darauf die Aqua Vital Getränke GmbH, und 2001 führte er das O2 max, ein spezielles mit Sauerstoff angereichertes Wasser, auf dem Markt ein. Sein vielschichtiges Interesse und seine Faszination für die verschiedensten Herausforderungen zeigt sich in seinem weiteren Werdegang: 2005 beschäftigte er sich intensiv mit Fischzucht (Fischzucht »Alpenlachs«, Höllental Niederösterreich), 2006 begann er mit der 10

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Grundwassersanierung in Berndorf, und 2008 startete er sein Projekt zur CO2-Reduktion mittels innovativer Algentechnologie in Timelkam. Bei allem, was Johann Staudinger anpackt, kommt sein Motto »Man muss nichts neu erfinden, sondern Bestehendes um eine Spur besser machen« zum Tragen, wobei es immer sein Ziel ist, Verbesserungen nicht nur im Kommastellenbereich zu erreichen, sondern zumindest eine zweistellige Ziffer vorweisen zu können. Eine weitere für die Forschungsarbeit sehr förderliche Spezialität ist es seine Visionen, seine Intuitionen und seine Ideen praxistauglich zu machen. Ausgehend von einem Ist-Zustand und einer umfassenden Analyse, die die exakte Beobachtung und das Verstehen der Natur einschließt, setzt sich Österreichs profundester Anwendungsforscher realistische Ziele, steckt die Grenzen ab und erarbeitet praktikable Lösungen, die zum Idealzustand führen, und die oftmals bewirken, dass bislang Unmögliches möglich wird! Johann Staudinger liebte schon als Kind die Natur, hielt sich sehr oft an der Vöckla, wo er seine persönlichen Wasserwege baute, und im Wald oder Garten, wo er Bäume veredelte, auf. Durch diesen nahen Kontakt mit und zu der Natur hat er sein intuitives Gespür geschärft und eine Vielfalt an Impulsen in der Natur gefunden und sich diese für seine Forschung zunutze gemacht. Er hat gelernt, dass sich die Natur über einen Zeitraum von vielen Millionen Jahren ein unbeschreibliches Wissen angeeignet hat, das die Menschheit heutzutage in Zeitraffer anzapfen und anwenden darf, wobei die wichtigste Voraussetzung für das Kopieren der Natur


»Es ist mir egal, was die Leute über mich denken. Hauptsache sie denken um!«, meint Johann Staudinger über seine Arbeit.

das richtige Verstehen der Vorgänge in der Natur ist. Diese bionische Denkweise stellt die Hauptgrundlage für Johann Staudingers wissenschaftliche Arbeit dar. Die Bionik, eine Wortzusammensetzung aus Biologie und Technik, bedeutet systematisches Lernen von der Natur und hat die Entcodierung von Phänomenen und Funktionsweisen der belebten Natur und ihre innovative Umsetzung in der Technik zum Inhalt. Ebenso wie Leonardo da Vinci als ein genauer Beobachter der Natur beispielsweise den Vogelflug analysierte um diese Erkenntnisse sodann auf technische Flugmaschinen anzuwenden, setzt sich Johann Staudinger intensiv mit den Erfindungen der ihn umgebenden Natur auseinander und sammelt seine persönlichen Impulse unter anderem bei seinen täglichen Spaziergängen. Seine frühmorgendliche Route führt ihn an der idyllischen Vöckla entlang dem unberührten Morgen entgegen, wobei er entweder mit dem Strom oder gegen die Flussrichtung wandert, seine Beobachtungen macht und Kraft für seine Tätigkeiten sammelt. Das Erscheinungsbild des Wassers übt eine tiefe Faszination auf ihn aus. Bei einer seiner Wanderungen stellte er fest, dass sich das Erscheinungsbild je nach Gehrichtung verändert: Bewegt er sich am Ufer entlang stromabwärts, erscheint ihm die Wasseroberfläche leicht verschwommen und grau, während sie sich klar und hell präsentiert, sobald er sich stromaufwärts wendet.

Johann Staudinger liebt die Farben Blau und Rot. In dieser Vorliebe kommt eine starke Symbolkraft zum Ausdruck: Blau steht für Kälte und Wasser – ein wichtiger Faktor in vielen seiner Projekte. Das Rot symbolisiert Energie und Bewegung, ebenfalls ein wesentlicher Gesichtspunkt in Johann Staudingers Arbeitsfeld. Beide Farben sind auch in seinem Logo zu finden. Der Kreis um die blauen Buchstaben JS steht für einen Reaktor, der rote Punkt symbolisiert eine Zelle. Hinter diesem Logo verbirgt sich noch eine weitere Symbolik, nämlich die der für Johann Staudinger wichtigsten Bewegung: die spiralförmige Bewegung. Die Farben Rot und Blau sind außerdem die einzigen, die bei Pflanzen, Tieren und Menschen das Zellwachstum anregen. Fragt man Johann Staudinger, wie er mit den fünf »Bs« eines Visionärs – belächelt, bemitleidet, bekämpft, bewundert, beneidet – umgeht, zuckt er gelassen mit den Schultern und meint: »Ich möchte ohnehin nicht glorifiziert werden. Mein wichtigstes Ziel ist, den Kindern dieser Welt ein lebenswertes Erbe zu hinterlassen. Das ist meine Berufung. Die Menschen müssen umdenken. Dazu will ich sie anregen und einen wesentlichen Beitrag leisten. Es ist mir egal, was die Leute über mich denken. Hauptsache sie denken um!« Und der Fluss fließt unbeirrt und unaufhaltsam seiner Mündung entgegen… Beautiful Life

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WEGE

IN EINE EMISSIONSFREIE

© Rainer Sturm / PIXELIO.de

ZUKUNFT

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Zukunftsprojekte Im Ortsteil Kalchofen der Gemeinde Timelkam gewinnt die Evolution auf besondere Art an Bedeutung. Der Anwendungsforscher und Molekulartechnologe Johann Staudinger zieht Nutzen aus dem über Jahrmillionen angesammelten und von der Natur gespeicherten Wissen und setzt weitreichende Impulse für die Zukunft. Auf einem frühlingsfrischen Rundgang durch seinen in ein Experimentierfeld verwandelten Hof stößt man auf allerlei (r)evolutionäre Projekte, die perfekt durchdacht auf ihre endgültige Umsetzung im Großen warten.

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Unweit der Stelle, wo zwei Flüsse, die Dürre Ager und die Vöckla zusammenfließen, liegt geschmiegt an den bewaldeten Hang, das einstige Jagdgebiet der Herrschaft Wartenburg, das gut erhaltene ehemalige Jagdgästehaus, das in seinen Räumen einen außergewöhnlichen Visionär beherbergt. Über eine kurze, geschotterte Auffahrt gelangt man in eine Welt, die Einblicke in eine bessere Zukunft gewährt und jeden Besucher in Staunen versetzt. Stolz und voller Überzeugung präsentiert Johann Staudinger seine Projekte, die in den letzten 30 Jahren angedacht und schließlich zu hochwertigen, zukunftsweisenden Lösungen im Einklang mit der Natur entwickelt wurden.

und wie er ihn auch gestalten wird, sobald die Umbauten abgeschlossen sind. Auf der kleinen Anhöhe neben der Pyramide blühen in zartem Blau großflächig Teppiche voller Vergissmeinnicht. Ein in Blütenpracht stehender Apfelbaum streckt seine Äste zu der Pyramide hin, als ob er die von ihr ausgestrahlte Kraft zu spüren scheint. Fragt man nach dem Zweck dieser Pyramide, öffnet Johann Staudinger die Holztür und lässt seinen Besucher eintreten. Ein Schwall an feuchter, tropenähnlicher Wärme schwappt dem unvorbereiteten Besucher ins Gesicht. »Hier drinnen schwimme ich meine Runden«, erklärt Johann Staudinger und deutet auf ein großes Schwimmbecken, das nahezu die gesamte Fläche der Pyramide in Anspruch nimmt. Durch die in allen vier Wänden der Pyramide eingebauten Fenster dringt helles Licht herein. »Das Becken ist befüllt mit einer Mischung aus Salzwasser und Jojobaöl. Ein Nachbar, der unter Neurodermitis leidet, kommt regelmäßig hierher um darin zu baden und sich Linderung für seine strapazierte und juckende Haut zu verschaffen.« Ein Thermometer zeigt eine Wassertemperatur von 34 Grad Celsius an. Die Wärme entspringt einer speziellen von Johann Staudinger entwickelten Technik: In einem kleinen, unscheinbar wirkenden Reaktor kommt es unter Einsatz geringster Energiemengen zu einer Reihe von Kettenreaktionen und Implosionen, die die Wärme erzeugen. Wie es genau funktioniert, verrät Herr Staudinger natürlich nicht… »Ich bin gerade dabei die Wände mit einer atmungsaktiven Folie zu isolieren, weil die große Feuchtigkeit ein Problem ist.« Er deutet auf eine der vier Wände, die bereits mit einer durchsichtigen Folie verkleidet ist.

Staudingers Hof präsentiert sich uns als Brutstätte von Ideen für die Zukunft. Zahllose Samen für Projekte wachsen hier zu kräftigen Pflanzen.

Staudingers Pyramide Steht man vor dem 350 Jahre alten und in seiner ursprünglichen Form belassenen Haus, fällt zunächst der Blick unweigerlich auf ein seltsames silberfarbenes und pyramidenförmiges Gebäude, das neben der Auffahrt in den Himmel ragt und bei Sonnenlicht glanzvoll erstrahlt. Zwei weiße Säulen tragen das kleine Vordach, das den Eingang dieser vierseitigen Pyramide vor Regen schützt. Um die Pyramide herum wurden dekorativ kleinere und größere Felsbrocken angeordnet und die Fläche dazwischen mit verschiedenen grünen Sträuchern bepflanzt. Es ist nicht zu übersehen, dass die Gartengestaltung einen wichtigen Stellenwert in Johann Staudingers Forscherleben einnimmt, auch wenn der Hof momentan mehr einer Baustelle – ein neues Projekt soll demnächst gestartet werden und bedarf einiger baulicher Veränderungen – gleicht als einem Garten Eden, wie ihn sich Johann Staudinger wünscht

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Bereits die alten Ägypter wussten um die außergewöhnliche Kraft der Pyramiden, die auch hier in Timelkam ihre Wirkung in einer besonderen für die Gesundheit förderlichen Kombination entfaltet. Johann Staudinger möchte die erste Pyramide um zwei weitere erweitern. Die Holzgerüste sind bereits fertig und warten auf ihre Vollendung als Therapiepyramiden. »Ich mache Dinge, die man nicht zu kaufen bekommt. In diesen neuen Pyramiden wird man sich im warmen Sand aalen können und die angenehme Infrarotwärme genießen«, verrät Johann Staudinger.

Staudingers Tierwelt

Frühmorgendliche Spaziergänge mit dem Schäfermischling Pauli rund um die Vöckla inspirieren Johann Staudinger und bringen ihn auf zahllose neue Ideen.

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Man kann sich nicht lange auf dem Hof aufhalten, ohne eines der Tiere, die mit Johann Staudinger und seiner Frau Elfriede Haus und Hof bevölkern, zu entdecken. Entweder bekommt man einen der beiden Hasen, die fröhlich und frei über die Wiese hoppeln und da und dort Gras knabbern oder die dreifärbige, wohlgenährte Glückskatze, die miauend immer wieder nach Futter und Streicheleinheiten verlangt, zu Gesicht. Manchmal streift auch die langhaarige, graue Gina elegant um die Ecke und beäugt neugierig den fremden Besucher. Mittlerweile hat sich zu Pauli, dem Schäfermischling, der tagtäglich sein Herrchen auf den morgendlichen Spaziergängen rund um die Vöckla begleitet, ein kleiner, aufgeweckter Hund dazugesellt, der jeden Besucher frech beschnüffelt.


Johann Staudinger holt die Energie ägyptischer Pyramiden in seinen Garten. In ihrem tropisch heißen Inneren befindet sich ein Becken mit Salzwasser, das mit Jojobaöl versetzt wurde. Diese Mischung hat eine heilende Wirkung für die Haut, besonders wenn sie durch Neurodermitis oder andere Leiden beeinträchtigt ist.

In den Teichen schwimmen Fische und tummeln sich Wasserflöhe, Frösche und zahlreiche Kaulquappen. Durch den Bau der Bahnunterführung unterhalb der Straße, die zu Johann Staudingers Forscherparadies und weiter durch Kalchofen führt, wurden die Feuchtgebiete eliminiert und das einstige Biotop zerstört. Die Frösche haben sich zum Glück in Johann Staudingers Teiche flüchten können und führen nun inmitten von prächtigen Seerosen oder kleinen Wasserlinsen ein neues Leben.

Staudingers Wasserlinsen und Algenzucht Mitten im Hof vor dem Haus befindet sich eine kleine, grüne Insel: In dem runden, mit Schilf bewachsenen Teich wachsen die köstlichen und gesunden Wasserlinsen, die für den Verzehr gedacht sind. Um den Teich herum ist Platz für Ribiselsträucher, Kräuter oder auch Gemüse. Schwenkt man vor dieser Fläche rechts ab und geht man um die Pyramide herum, entdeckt man einen weiteren Teich, ebenfalls bedeckt mit einem grünen Wasserlinsenteppich. Setzt man den Rundgang durch Johann Staudingers Hof vorbei an der Pyramide und an der grünen Oase fort, kommt man an der neu renovierten und adaptierten Scheune vorbei. Im ausgebauten Dachgeschoß wurde das Versuchslabor eingerichtet. Bevor man einen Blick in dieses Labor wirft, sollte man die verschiedenen Algenzuchtanlagen, die für Forschungszwecke hinter dem Haus untergebracht sind und diesem Teil des Hofes ein fantastisches Aussehen verleihen, besichtigen. Johann Staudinger präsentiert zunächst seine kleinen Zuchtbecken: In runden Edelstahlwannen, die mit einer Plexiglashaube abgeschlossen sind, werden die grünen Algen- oder Wasserlinsensuppen ununterbrochen von einem in der Mitte angebrachten Sprudler in Bewegung gehalten. Die Algen bzw. Wasserlinsen schwimmen in einer Abwasserbrühe, aus der sie ihre Nährstoffe beziehen und die sie gleichzeitig von den darin gelösten Schadstoffen reinigen. Die Abwässer stammen entweder von einem Werk der Holzindustrie oder von einer nahe gelegenen Kläranlage. Ziel dieses Experiments ist es für beide Bereiche umsetzbare, pflanzliche Lösungen zu schaffen und damit das Umweltproblem zu lösen. Neben den Edelstahlbecken gibt es noch drei andere, um ein Vielfaches größere Algenzuchtbecken, in denen verschiedene Technologien angewendet werden. Das langgestreckte, mit einer Plastikfolie überdachte Becken, das von Johann Staudinger den Namen »Erde« erhielt, ist seicht und verfügt über Bürstenantriebe, die die Algen ständig bewegen.

Das zweite Becken war ursprünglich als Schwimmteich geplant. Mit einer Tiefe von zweieinhalb Metern ist dieses Becken für die Erzeugung von Algen mit geringster Energiemenge und größtmöglichem Ertrag gedacht. »Hier wird eine neue Technik getestet. In der Mitte des Beckens befindet sich ein System, das die sich am Boden festgesetzten Algen von unten herauf holt. Das zweite System trägt die Bewegung nach außen in die Rundung des Beckens.« Johann Staudinger deutet in die Richtung der Schaumkrone, die sich in der Mitte gebildet hat und meint, dass diese noch eliminiert werden muss. Das Wasser sollte nicht aufgeschäumt werden, sondern Ziel ist es das Wasser flach drehend zu bewegen. Er erzählt weiter: »Ich gebe auch ein bisschen Jojobaöl dazu. Es entspannt die Oberfläche des Wassers, und die Algen lieben es.« Dieser Algenreaktor wurde auf den Namen »UFO« getauft, weil er nachts aufgrund seiner Beleuchtung und des kuppelförmigen Plastikdaches an eine fliegende Untertasse erinnert. Ähnlich dem Inneren der Pyramide findet man auch hier einen sehr hohen Sauerstoffgehalt und eine angenehme Wärme vor. »Da könnte man Liege- und Sitzplätze anbringen, und schon hätte man die reinste Sauerstofftherapie. Das Salzwasser trägt zur Erhöhung des positiven Effekts bei«, schwärmt Johann Staudinger und berichtet von seinen Plänen, die kurz vor der Realisierung stehen: Eine sparsaBeautiful Life

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Bei den Experimenten in den Edelstahlbecken werden Algen und Wasserlinsen eingesetzt. Abw채sser aus Holzindustrie und Kl채ranlagen liefern die N채hrstoffe f체r die Zucht.

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Das Biotop in Johann Staudingers Garten ist ein Paradies für Frösche und Goldfische.

© Günther Dotzler / PIXELIO.de

bedarf es selbstverständlich einer künstlichen Beleuchtungsanlage. Im Inneren des Silos befinden sich vier Leuchtstoffröhren und in der Mitte eine LED-Lampe, die ständig Lichtimpulse in die Algenmasse senden.

Staudingers Labor

me Stromversorgung soll demnächst durch eine Photovoltaikanlage, die in Kürze installiert werden soll und für welche die Böschung hinter den Becken bereits bautechnisch vorbereitet wurde, gesichert werden. Dann schließt er die durch hohe Feuchtigkeit leicht verzogene Tür und setzt seinen Projektrundgang zu den Turbosilos fort. Diese speziellen, in die Höhe ragenden Kunststoffsilos sind für die Zucht von großen Algenmassen auf kleinster Fläche konzipiert und eignen sich daher besonders gut für Kraftwerke. Damit ist Johann Staudinger in der Lage Kraftwerken eine komplette Lösung anzubieten, ohne dass riesige, ohnehin nicht vorhandene Flächen – das Kraftwerk in Timelkam würde eine 15 Quadratkilometer große Fläche beanspruchen – für die Algenzucht benötigt werden. Die Turbosilos haben gegenüber den anderen, flächenmäßig großen Becken noch zwei weitere Vorteile: Erstens lässt sich der von den Algen produzierte Sauerstoff leichter gewinnen, weil diese Behälter ohne großen Aufwand dicht abgeschlossen werden können. Zweitens verfügen sie über eine integrierte Erntevorrichtung, die die Algenernte natürlich wesentlich vereinfacht. Auch die Turbosilos sind mit einem Rührwerk, das die Algensuppe in Bewegung hält, ausgestattet. Um das Wachstum der Algen zu fördern,

Über eine Außentreppe gelangt man auf den umgebauten Dachboden der Scheune, in dem sich das Labor befindet und zahlreiche Proben aus den Algenzuchtbecken in großen und kleinen runden Glasbehältern unter Beobachtung stehen. Auf dem Tisch stehen drei mit Algensuppe befüllte Gläser, wobei sich in zwei Gläsern die Algen am Glasboden abgesetzt haben und das darüber liegende Wasser klar ist, während das dritte Glas eine durchgehend hellgrüne Algensuppe beinhaltet. »Das ist ein Versuch, der misslungen ist, weil sich die Algen nicht abgesetzt haben«, erläutert Johann Staudinger. Wenn sich die Algen ordnungsgemäß absetzen, dann kann das obere Wasser abgezogen werden und übrig bleibt eine dickflüssige Algenbrühe, die man durch einen Gewebesack durchlassen kann. Neben den befüllten Glasbehältern befindet sich auch ein Häufchen getrockneter, pulverförmiger Algen, die mittels dieses Verfahrens gewonnen wurden. Im ersten Augenblick klingt Johann Staudingers Aussage »Die haben einen Brennwert wie Steinkohle!« etwas unglaublich, doch Johann Staudinger weiß wovon er spricht. Außer der Verwendung als Biomasse für die Energieerzeugung lassen sich die Algen auch in Tablettenform pressen, in der Kosmetikindustrie verarbeiten oder zu Öl machen und für die Erzeugung von Biodiesel oder Kunststoff verwenden. Hinter der Schiebetüre eines Kastens verbergen sich weitere, noch größere Glasbehälter, gefüllt mit Algenproben aus den beiden Basisbecken »Erde« und »UFO«. Auffällig sind die unterschiedlichen Grüntöne der Flüssigkeiten, wobei der Farbton die Dichte der Beautiful Life

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Aus dem Algenbecken »Erde« auf Staudingers Hof werden regelmäßig Proben entnommen, in Gläser gefüllt und untersucht (Bild rechts). Algen wachsen so schnell, dass täglich 20 Prozent der Algensuppe geerntet werden können. Ein Liter Algenbrühe ergibt sechs Gramm Algentrockenmasse.

Algenmasse anzeigt. Eine große Algenmasse ergibt einen dunkelgrünen Farbton, während eine dünne Masse eher hellgrün aussieht. Um eine gleichmäßige Versorgung mit Licht zu gewährleisten befindet sich auch in diesem Kasten eine violett schimmernde Beleuchtungsanlage, die für ein optimales und stetiges Wachstum der Algen sorgt. Da Algen auch ständig bewegt werden müssen um sich gut zu entwickeln, stehen die Gläser auf einem elektrischen Magnetrührer, der den am Glasboden angebrachten Stab in Rotation versetzt. »Das sind die am besten untersuchten Einzeller, die es gibt! Sie werden jede halbe Sekunde mit Laser beschossen, um ihren Zustand zu überprüfen. Sind sie im Stress? Fehlt ihnen etwas? Haben sie Kopfweh oder Bauchweh? Solche Sachen werden dann aufgezeichnet und ausgewertet.« erzählt Johann Staudinger schmunzelnd, während er mit einem Glasstab in der dicken, dunkelgrünen Algenbrühe umrührt. Diese Algen haben sich bereits am Glasrand angelegt und können geerntet werden. Auf den Gläsern sind zwei Markierungen angebracht: Die obere zeigt 7,5 Liter, die untere sechs Liter an. Täglich werden 20 Prozent der Algenbrühe, das sind 1,5 Liter, entnommen, die Algen vom Wasser abgetrennt und getrocknet. Anschließend wird der fehlende Anteil durch Konzentrat wieder auf die 7,5 Liter aufgefüllt. Die Algen vermehren sich folglich täglich um mindestens 20 Prozent, wobei das Wachstum noch gesteigert werden könnte. Johann Staudinger will durch diese Experimente nachweisen, dass das Algenwachstum unter entsprechenden Bedingungen bestens funktioniert und eine tägliche Algenernte von 20 Prozent möglich ist. Bei einem Becken mit 10.000 Kubikmeter Inhalt erhält man dementsprechend eine tägliche Algenernte von 2000 Kubikmeter, wobei jeder Liter sechs Gramm Algentrockenmasse ergibt! Johann Staudinger lässt seine Versuchsgläser wieder hinter der Schiebetüre verschwinden und geleitet seinen Besucher in den 18

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angrenzenden Raum. Auf einem Tisch liegen mehrere Leuchtstoffröhren, die mit einer Flüssigkeit gefüllt sind und rote und blaue Lichtpunkte aufweisen. »Das sind die Leuchtstoffröhren der Zukunft. Das herkömmliche Beleuchtungssystem kann eine dichte Algenmasse nicht durchleuchten. Mit diesem LED-System werden kräftige Lichtimpulse ausgesendet, die auch die dichteste Algenmasse sehr gut durchdringen und dadurch das Algenwachstum enorm vorantreiben«, beschreibt Johann Staudinger die zukünftige Beleuchtungsform. Entwickelt wurden diese neuartigen, sparsamen LED-Leuchtstoffröhren, die im Wasser einen Rot-Blau-Lichtkegel und ein für die Algen optimales Lichtspektrum erzeugen, gemeinsam mit der Universität in Duisburg. Das dortige Team kümmert sich um alle Angelegenheiten, die mit Beleuchtung zu tun haben. Zum Abschluss des Rundganges serviert Johann Staudinger seinem Besucher ein Glas des köstlichen mit Sauerstoff angereicherten Wassers O2 und ein Butterbrot, belegt mit Schnittlauch und proteinreichen Wasserlinsen. Gemütlich sitzend vor dem alten Wohngebäude kann man den Blick noch einmal über Johann Staudingers Projekte wandern lassen und hoffen, dass es der Menschheit gelingt umzudenken, nicht morgen – sondern heute!


Geniale Lösung für Kraftwerke: In den Turbosilos können auf kleinster Fläche große Algenmengen gezüchtet und geerntet werden.

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Die Rückkehr des

Algenzeitalters © Stephan R. / PIXELIO.de

Wenn wir in der Evolution in Riesenschritten rückwärts schreiten, weit zurück bis zu jenem Zeitalter, als auf unserer Erde noch keine Spur von menschlichem Leben zu finden war und weder Pflanzen noch Tiere sie bevölkerten, stoßen wir auf jene winzigen organischen Mikropflanzen, die durch die Produktion des lebensnotwendigen Sauerstoffes die Geburtsstunde des Lebens einläuteten, und die heute von der Wissenschaft als Rohstoff der Zukunft entdeckt wurden.

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Unsere Erde vor ungefähr 3,8 Milliarden an Jahren: dunkel und lebensfeindlich zieht sie ihre Bahnen durch das ebenfalls finstere und kalte Universum. Eine unwirtliche Ursuppe bestehend aus flüssigem Wasser und einer gewaltigen Menge an anorganischen Molekülen bedeckt ihre Oberfläche, die in eine Atmosphäre aus Wasserdampf, Kohlendioxid, Schwefelwasserstoff, Ammoniak und Methan gehüllt ist. Das Kohlendioxid löst sich in großen Mengen in den weitläufigen Wassermassen auf und bildet die wesentliche Grundlage für das spätere Wachstum von organischen Molekülen, winzige Bakterien, die aus dem anorganischen Material entstehen und ihren Energiebedarf aus chemischen Reaktionen mit Schwefelwasserstoff oder Wasserstoff decken. Die ersten einfachen Algen, Vorläufer unserer Landpflanzen tauchen fast zeitgleich auf, ernähren sich von dem im Wasser gelösten CO2 und betreiben

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ebenfalls oxygene Photosynthese, wodurch die Kohlenstoffkonzentration abnimmt und der Sauerstoffgehalt stetig ansteigt. Viele Millionen Jahre später formt sich die erste Ozonschicht und wieder Millionen Jahre später erreicht der Sauerstoffgehalt der Erdatmosphäre dank der regen Produktion der Mikroalgen seinen heutigen Wert – das sind knapp 21 Prozent unserer Lufthülle. Ungefähr so könnte die Entwicklung des Lebens ihren Anfang genommen haben. Da marine Algen kaum fossilisierbare Strukturen ausbilden und daher kaum Fossilien aus jenem Erdzeitalter existieren, kann dieser Abschnitt der Erdentwicklungsgeschichte


Algen nur schwer rekonstruiert werden. Trotzdem sind sich Forscher und Wissenschaftler einig, dass Bakterien und pflanzenartige Algen, die ältesten uns bekannten Organismen, durch die kontinuierliche Produktion an Sauerstoff wesentlich am Aufbau der Biosphäre unserer Erde beteiligt gewesen sind und damit die Grundlage für das pflanzliche, tierische und menschliche Leben gelegt haben. Auch wenn die fossile Aufzeichnung lückenhaft ist, kann man somit behaupten, dass erst Bakterien und einzellige Algen als Primärproduzenten unseren Planeten für Tiere und uns Menschen bewohnbar gemacht haben. Algen verfügen also über eine sehr lange Evolutionsgeschichte, wodurch diese Einzeller verschiedene Lebensstrategien, viele Variationen des Stoffwechsels, der Zellteilung, der Fortpflanzung und des Aufbaus ausprobieren und ihre Lebensweise im Laufe der Evolution optimieren konnten. Dieser Aspekt macht Algen für die Erforschung besonders attraktiv. Leider haben viele Menschen ein sehr negativ besetztes Bild von den Algen, ohne aber besonders viel über diese winzigen Einzeller zu wissen. Sie empfinden Algen als lästig, uninteressant, störend oder sogar als abstoßend. Algen werden als eine grüne, unansehnliche Masse, die den Swimmingpool oder die Gewässer (»Algenplage«) verschmutzt und bekämpft werden muss, betrachtet. Algen machen Steine glitschig und gefährlich, da man darauf ausrutschen kann. Selbst als Nahrungsmittel werden Algen bloß von wenigen Menschen geschätzt, obwohl sie reich an Mineralstoffen, Spurenelementen, Kohlenhydraten und Fettsäuren und daher sehr gesund sind. Oftmals wird bei diesen Überlegungen vergessen, dass eine Wucherung der Algen im Meer auf ein ökologisches Ungleichgewicht hindeutet, an dem nicht selten der Mensch selber schuld ist, und es die winzigen Einzeller sind, die ihrer bedeutenden, reinigenden Aufgabe im globalen Ökosystem nachkommen. Bedenkt man auch, dass mehr als 98 Prozent der Pflanzen in unseren Meeren Algen sind, dass sie für die Existenz aller im Wasser lebenden Organismen unentbehrlich sind und dass sie die Nahrungsmittelbasis für kleine Krebse und für das Zooplankton bilden, dann rücken diese mit freiem Auge kaum sichtbaren Mikropflanzen

vielleicht auch im Bewusstsein der Allgemeinbevölkerung in ein besseres Licht. Eine weitere enorm wichtige Rolle kommt den Algen bei der Sauerstofferzeugung zu: Sie produzieren aus Kohlendioxid, Sonnenlicht und Mineralien unseren lebensnotwendigen Sauerstoff und sie – nicht wie man annehmen könnte die Pflanzen auf dem Festland – liefern damit mehr als die Hälfte der gesamten photosynthetischen Leistung auf unserem Planeten. Anders ausgedrückt: Mikroalgen absorbieren die Hälfte des auf der gesamten Erde vorhandenen CO2, also genauso viel wie alle Wälder der Erde zusammen! Sie wirken somit dem Treibhauseffekt entgegen, indem sie Kohlendioxid aus der Luft in organische Materie einbinden. Die Wissenschaft hat die große Bedeutung der Algen für unser Ökosystem erkannt. Zahlreiche Forscher und Wissenschaftler auf dem gesamten Globus setzen sich mit diesen mikroskopisch kleinen Einzellern intensiv auseinander um das enorme Potenzial und die wertvollen und schützenden Inhaltsstoffe, die die Algen in den vielen Jahrmillionen aufgrund ihrer Anpassung entwickelt haben, möglichst umfassend nützen zu können. Einer dieser Forscher befindet sich in Timelkam, einer kleinen oberösterreichische Gemeinde unweit von Attnang Puchheim: der Molekulartechnologe und Anwendungsforscher Johann Staudinger. Sein oberstes Ziel ist es zur Verwirklichung einer emissionsfreien Zukunft innerhalb kürzestmöglicher Zeit beizutragen. Es sind die Mikroalgen, die ihn bei der Umsetzung und Realisierung seines Zieles unterstützen, indem sie das im Überfluss von Kraftwerken und Fabriken ausgestoßene CO2 zur Bildung von Biomasse und Erzeugung von Sauerstoff verwerten und damit gleichzeitig wesentlich zur Lösung des Treibhaus-Problems beitragen. Johann Staudinger erhielt im Jahre 2008 die Möglichkeit eine Algenzuchtpilotanlage in das in Timelkam ansässige Kraftwerk zu integrieren. Zusätzlich zu den Algenzuchtanlagen, die er auf seinem Hof in Kalchofen betreibt, forscht er sozusagen direkt vor Ort, an der Quelle, wo die für unsere Umwelt belastenden Mengen an CO2 entstehen, und lässt auf dem Areal der Energie AG in zwei riesigen Zuchtbecken die wertvollen Einzeller, den vielversprechenden Rohstoff der Zukunft, erblühen.

Algen sind reich an Mineralstoffen, Spurenelementen, Kohlenhydraten und Fettsäuren und daher sehr gesund.

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EVOLUTIONÄRE

Bilder: Gabriele Iazzetta, www.nkp.at

BIOTECHNOLOGIE

Algen sind genügsame Lebewesen, die Ungeheures leisten, etwa bei der Reinigung von mit Rauchgas angereichertem Wasser.

made in Austria.


Biotechnologie Seit 2008 befindet sich auf dem Gelände der Energie AG in Timelkam unter der technischen Leitung von Johann Staudinger eine Pilotalgenzuchtanlage, die das aus den Abgasen des Kraftwerks gewonnene CO2 verwertet und daraus Sauerstoff und Biomasse erzeugt. Das im Rauchgas enthaltene CO2 wird mittels einer von Johann Staudinger entwickelten Technologie abgezogen und in einem wässrigen Substrat gelöst.

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Die Energie AG verfügt in Timelkam über vier thermische Kraftwerksblöcke – darunter ein umweltfreundliches Biomassekraftwerk und ein modernes Gasturbinenwerk –, welche Strom und Fernwärme für den Großraum Vöcklabruck erzeugen. Ein Schwerpunkt der Energie AG ist die ökologisch nachhaltige Stromerzeugung. Obwohl bei der Brennstoffbeschaffung durch die Energie AG sowohl ökologische als auch ökonomische Kriterien ausschlaggebend sind, lässt sich nicht vermeiden, dass die bei der Verbrennung entstehenden Emissionen entsprechende Auswirkungen auf die Umwelt haben. Da die Energie AG aufgrund ihres Interesses an umweltfreundlicher Energieproduktion ständig Ausschau nach neuen Verbesserungsmöglichkeiten hält, war die Betriebsleitung von der Aussicht auf eine emissionsfreie Energieerzeugung und auf eine sinnvolle Nutzung des CO2 begeistert und von dem Vorschlag, eine Versuchsanlage für die Algenzucht und einen Rauchgasextraktor auf dem Betriebsgelände zu integrieren, leicht zu überzeugen. Die Energie AG erklärte sich bereit, das Gelände und die Abgase aus dem Kraftwerk für das Forschungsprojekt, das von der See-O-Two Biotech GmbH finanziert wird, zur Verfügung zu stellen. Gemeinsam mit weiteren Kooperationspartnern aus Deutschland und Österreich, darunter die Pytholutions GmbH, die Universität Duisburg/Essen, die Lenzing Technik GmbH und die TU Graz, wurde unter der technischen Leitung von Johann Staudinger das Konzept für dieses Projekt entwickelt und mit der Umsetzung begonnen. Bereits im September 2008 ging auf dem Kraftwerksareal buchstäblich die Sonne auf: Das erste Basisbecken »Sonne 1« wurde in Betrieb genommen, und kurze Zeit später kam das zweite Algenzuchtbecken »Sonne 2« dazu.

Die Alge benötigt neben der richtigen Basislösung in erster Linie vier wesentliche Faktoren für ihr Wachstum: Licht, Wärme, CO2 und Nahrung. Der erste Faktor, das Licht, ist tagsüber im ausreichenden Ausmaß vorhanden. Soll die Anlage möglichst effizient genutzt werden, ist eine künstliche Beleuchtung während der Nachtstunden und in Zeiten geringer Sonnenstrahlung sinnvoll, um einen Leerlauf zu vermeiden. Der Output der Zuchtanlage ist am größten, wenn sie rund um die Uhr betrieben wird und die Algen in

STAUDINGERS ALGENREAKTOR Beide überdachten Becken sind jeweils 48 Metern lang, 9,60 Meter breit und bieten für die Aufzucht von Mikroalgen (Nannochloropsis salina) optimale Voraussetzungen. Da es sich um eine marine Mikroalge handelt, gedeiht sie natürlich nur in einem salzigen Substrat, das durch Beifügung von Meersalz zum Süßwasser erreicht wird.

Riesige Algenbecken säubern das mit den Emissionen eines Kraftwerks angereicherte Wasser und zerlegen Kohlenstoffdioxid, wobei sie Sauerstoff freisetzen. Beautiful Life

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Herzstück der Anlage ist der Rauchgasextraktor – eine aufwändige Vorrichtung, mit der Rauchgase in Wasser gelöst werden, das im Algenbecken gereinigt wird.

ihrer Produktion nicht zum Stillstand kommen. Da die Eindringtiefe des Lichts normaler Weise maximal zehn Zentimeter beträgt und die tiefer liegenden Algenschichten kaum mit Licht versorgt werden, wurde gemeinsam mit der Universität Duisburg an einem neuen Beleuchtungssystem, welches demnächst zum Einsatz kommt und ein für Algen optimales Lichtspektrum erzeugt, gearbeitet. Der zweite Faktor, die Wärme, beeinflusst ebenfalls wesentlich die Vermehrung der Algen. Um eine gleichmäßige, für das Wachstum optimale Temperatur von 22 Grad Celsius zu erreichen, verfügt die Anlage über ein Konzentratbecke als Wärmepuffer. In diesem Bekken wird tagsüber die Wärme gespeichert und nachts an das Algenbecken abgegeben. Eine weitere Möglichkeit die Algen mit einer konstanten Wärme zu versorgen besteht darin, die bei der Rauchgasextraktion gewonnene Wärme direkt dem Algenreaktor zuzuführen. Der dritte Faktor ist das Kohlendioxid, das die Einzeller für ihre Entwicklung benötigen. Zusammengenommen produzieren das Biomassekraftwerk und der Gas- und Dampfgenerator der Energie AG ungefähr eine Million Tonnen CO2 pro Jahr, das den Algen zur Umwandlung in Sauerstoff zur Verfügung stehen könnte. Zunächst muss das CO2 allerdings aus dem Rauchgas extrahiert werden, sodann durch Johann Staudingers spezielle Implosionstechnologie in Wasser gelöst und von unten in das Algenbecken eingebracht werden.

Als Nährstoffe werden den Algen jene bei der Rauchgasextraktion gewonnenen Schadstoffe und die Abfallprodukte einer in der Nähe befindlichen Kläranlage und der Berndorfer Grundwassersanierungsanlage verabreicht. Die ständige Bewegung der Algen ist für ein gutes Gedeihen unerlässlich. Auch das Meer ist immer in Bewegung, sodass sich diese marinen Kleinstpflanzen niemals im stehenden Gewässer befinden. Für die notwendige Strömung sorgt eine von Johann Staudinger der Fischerei abgeschaute und entsprechend adaptierte und ausgebaute Bürstentechnik, die den Algen die benötigten Streicheleinheiten zukommen lässt. Unter guten Bedingungen ist die Wachstumspotenz der Mikroalgen enorm. Da sich die kleinen Einzeller äußerst schnell teilen, sind sie in der Lage ihre Biomasse innerhalb von drei bis sechs Tagen mindestens zu verdoppeln. Diese gigantische Leistung kann von keiner anderen Pflanze erbracht werden – Landpflanzen würden ungefähr 20 Jahre benötigen um sich zu verdoppeln. Eine Wiese beispielsweise kann im Jahr zwei bis drei Mal gemäht werden. Bei den Algen hingegen ist eine tägliche Ernte von 20 Prozent möglich! Dadurch produzieren sie auf gleicher Fläche bis zu zehnmal mehr Biomasse als andere Pflanzen. Gerade dieser Umstand macht die Algen für die Produktion von Biomasse so interessant. Um das gesamte CO2, das derzeit größtenteils durch die Rauchfänge der Kraftwerke entweicht, als Basis für die Photosynthese

Eine Wiese kann im Jahr zwei bis drei Mal gemäht werden. Bei den Algen hingegen ist eine tägliche Ernte von 20 Prozent möglich!

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Silos sind eine Möglichkeit für Kraftwerke die Algentechnologie einzusetzen. Andernfalls wäre der für ein thermisches Kraftwerk benötigte Platz zu groß.

der Algen verwerten zu können, hat Johann Staudinger im Gegensatz zu anderen Forschern und Wissenschaftlern, die an dem riesigen Flächenbedarf für so ein Projekt scheitern, bereits eine praktikable Lösung im Ärmel: die Turbosilos. Die auf dem Gelände der Energie AG leer stehenden, ehemaligen Gastürme würden sich durchaus zur Verwendung als Turbosilos eignen. Darin hätten 20.000 Kubikmeter Flüssigkeit Platz. Wenn man davon ausgeht, dass man täglich durchschnittlich sechs Gramm Algen aus einem Liter Flüssigkeit gewinnen kann, dann sind es pro Kubikmeter Flüssigkeit sechs Kilogramm Algen. In den Turbosilos würden also täglich riesige Mengen (120.000 Kilogramm!) an Algenmasse heranreifen und auf weitere, sinnvolle Verwendung in den unterschiedlichsten Bereichen warten. Johann Staudingers patentierte Biosphären-Technologie ist den von anderen Wissenschaftlern benutzten Algenreaktoren weit überlegen. Die meisten Algenexperimente werden entweder in einem aus Glas und Stahl bestehenden Röhrensystem, das relativ teuer ist und noch über keine geeignete Erntetechnik verfügt, oder in V-förmigen, durchsichtigen Plastiksäcken, die sich für eine umfangreiche Algenproduktion kaum eignen, durchgeführt. Was die Erntetechnik anbelangt, ist Johann Staudinger der Konkurrenz ebenfalls einen Schritt voraus. Der Bau einer Ernte- und

Trocknungsanlage nach neuster J.S.-Technologie, die mit der Abwärme aus dem Kraftwerk funktioniert, ist derzeit in konkreter Planung. Durch die energiefreundliche Produktion an Biomasse in Turbosilos würden natürlich auch riesige Mengen an CO2 in Sauerstoff umgewandelt werden. Im Gegensatz zu der Verpressung von CO2 im Boden, einer derzeit im Versuchsstadium befindlichen Entsorgungsmethode, ist die Algenmethode eine umweltfreundliche, nachhaltige und sichere Lösung für den Problemstoff CO2, wobei gleichzeitig der Wirkungsgrad des Kraftwerkes erhöht wird. Ein Kilogramm Algenbiomasse bindet zirka 2,2 Kilogramm CO2 und gibt diese Menge wieder als Sauerstoff ab! Der Sauerstoff ist ein wertvolles Nebenprodukt der Algenzucht, das von den Einzellern durch Photosynthese erzeugt wird. Zwei Kubikmeter Algen produzieren mehr Sauerstoff als ein Baum in hundert Jahren! Bei der Sauerstoffgewinnung bieten die Turbosilos gegenüber den großflächigen Becken einen wesentlichen Vorteil: Der Sauerstoff kann nicht so leicht entweichen, weil eine Abdichtung bei einer kleinen Oberfläche wesentlich einfacher erfolgen kann. Der gewonnene Sauerstoff kann für die Aufbereitung des Rauchgases, das nach Extraktion des CO2 anschließend in die Verbrennung rückgeführt wird, genutzt werden. Dadurch kann ein geschlossener Kreislauf,

Sauerstoff ist ein wertvolles Nebenprodukt der Algenzucht. Zwei Kubikmeter Algen produzieren mehr Sauerstoff als ein Baum in hundert Jahren!

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Um die Algenzucht effizienter durchzuführen werden Lichtquellen in die Zuchtbecken eingebracht, welche das Algenwachstum anregen. So kommt es auch während der Nachtstunden zu keinen Leerläufen. Unten: das Kraftwerk Timelkam.

ohne Emissionen gefahren werden, und es kommt zu keinem Wärmeverlust. Eine weitere sinnvolle Verwendungsmöglichkeit wäre, den Sauerstoffanteil der bei der Verbrennung in der Gasturbine zugeführten Luft auf 27 Prozent zu erhöhen und dadurch den Wirkungsgrad dieses Kraftwerks zu steigern. Normalerweise entstehen in Timelkam bei der Verbrennung des Gases pro Stunde 1,8 Millionen Kubikmeter Rauchgase mit einem Restsauerstoffanteil von 15 Prozent. Ergänzt man nun diesen Anteil mit Algensauerstoff auf 27 statt auf die üblichen 21 Prozent, kann das Rauchgas im Verbrennungsprozess im Kreis geführt werden, man spart sich das Ansaugen von Luft, und es kommt zu keiner Emission. Die in den Biosphären produzierte Biomasse ist reich an wertvollen Inhaltsstoffen – das sind Proteine, Lipide, Aminosäuren, Spurenelemente, Mineralstoffe und Vitamine –, die in der Lebensmittel-, in der Tierfutter-, in der Pharma- und in der Kosmetikindustrie bereits in Verwendung sind. Algen können aber auch in der Kunststofferzeugung und zur Herstellung von Öl und Biodiesel genutzt werden. 26

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Die ständige Bewegung der Algen ist für ein gutes Gedeihen unerlässlich. Auch das Meer ist immer in Bewegung, sodass sich diese marinen Kleinstpflanzen niemals im stehenden Gewässer befinden. Die Bandbreite dieses im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen nachwachsenden Rohstoffes ist sehr vielfältig und vielversprechend. Energie aus Algen könnte folglich eine praktikable und günstige Alternative zu den fossilen Brennstoffen darstellen und diese in Zukunft ersetzen. Algen bieten im Gegensatz zu Landpflanzen wie zum Beispiel Mais oder Raps, die sich ebenfalls zur Herstellung von Biodiesel eignen, erhebliche Vorteile: Zum einen benötigen sie weit weniger Fläche, zum anderen können sie auch in unfruchtbaren, ja sogar unwirtlichen Gegenden, etwa in der Wüste, gezüchtet werden. Werden Mais und Raps zur Energiegewinnung herangezogen, stehen sie in Konkurrenz zu den Nahrungspflanzen, was nicht auf die Algen zutrifft, da Algen überall dort wachsen können, wo andere Pflanzen nicht gedeihen. Auch der Ölanteil der Alge, der bis zu 24 Prozent ihres Gewichts ausmacht, ist höher als bei anderen Pflanzen, was eine größere Ausbeute ermöglicht. Ein weiterer Vorteil ist, dass Mikroalgen ohne das zumeist knappe

Süßwasser auskommen können, da man zur Produktion nur Meerwasser benötigt und dieses in vielen Ländern reichlich zur Verfügung steht. Ein Aspekt, der in der Forschung zufällig entdeckt wurde, ist die Fähigkeit der Algen als Stoffwechselprodukt Wasserstoff zu erzeugen, und zwar in Stresssituationen, wenn es zu einem bestimmten Nährstoffmangel kommt. Da bei der Verbrennung von Wasserstoff bloß Wasser übrig bleibt, wird er als Energieform der Zukunft betrachtet. Mit der J.S.-Technologie made in Austria wird es gelingen, diesen Rohstoff der Zukunft, der ein gewaltiges Pozential in sich birgt und in der Lage ist unseren Planeten wieder ins Gleichgewicht zu bringen, an jedem beliebigen Ort zu produzieren und eine Stabilisierung unserer Umwelt zu erwirken. Zusammen mit seinem weltweit tätigen Forscherteam entwickelt Johann Staudinger für jede spezielle Herausforderung ein Lösungskonzept für eine friedliche Kooperation von Mensch und Natur. Denn die Zeit ist reif für Veränderung im großen Stil! Beautiful Life

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Bilder: www.nkp.at, Gabriele Iazzetta

FABRIKEN

Das Verhältnis von Sauerstoff zu CO2 ergibt im Rauchgas immer 21 Prozent. Mit dem Rauchgasextraktor kann dieses Verhältnis umgekehrt werden. Ohne Extraktor beträgt der CO2-Ausstoß 17,8 Prozent, der Restsauerstoffgehalt nur 4,48 Prozent, das ist ein O-Defizit von 17,8 Prozent.

Angst vor einer drohenden globalen Klimakatastrophe zwingt den Menschen Handlungen zu setzen. Klimaschutz ist folglich ein heiß diskutiertes Thema. Die Vertragsstaaten des Kyoto-Protokolls wollen bis 2012 eine durchschnittliche Reduktion der Treibhausgase um 5,2 Prozent erreichen. Johann Staudinger hingegen gibt sich nicht mit niedrigen Prozentsätzen zufrieden. Mit seiner neuesten Technologie ist es möglich ein Kraftwerk innerhalb von weniger als 5 Jahren emissionsfrei zu machen! 28

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OHNE SCHORNSTEINE

STATT KLIMAKATASTROPHE

Mit dem Rauchgasextraktor wird das Verhältnis Sauerstoff zu CO2 umgekehrt. Nun beträgt der CO2-Gehalt 4,48 Prozent und der Restsauerstoffgehalt 17,8 Prozent. Das bedeutet, das Sauerstoffdefizit beträgt nur noch 4,48 Prozent. Die rasant wachsende Weltbevölkerung bewirkt einen steigenden Energie- und Lebensmittelverbrauch, der zu einer vermehrten Produktion führt und in weiterer Folge natürlich einen erhöhten Ausstoß an Treibhausgasen durch die Kraftwerke und die Industrie bewirkt. Jährlich gelangen gigantische Mengen des umweltbelastenden CO2 in die Luft und verursachen eine globale Erwärmung, die große Risiken für die Gesundheit der Menschen, für die Umwelt und für die Wirtschaft in sich birgt. Die Intensivierung der Landund Viehwirtschaft, die fortschreitende Rodung der Wälder und der steigende Verkehr tragen ebenfalls in beträchtlichem Ausmaß zur Verschmutzung der Atmosphäre mit Treibhausgasen bei.

Neben Kohlendioxid zählen Methan, Fluorchlorkohlenwasserstoffe, Lachgas und Schwefelhexafluorid zu den Treibhausgasen, die die Atmosphäre belasten. Da die Schadstoffe nicht nur am Ort der Entstehung Auswirkungen haben, sondern großräumig ihren schädigenden Einfluss ausüben, kann eine effiziente Reduktion der Emissionen nur durch eine Zusammenarbeit der Industriestaaten erfolgen. Aus diesem Grund haben zahlreiche Staaten das Kyoto-Protokoll unterzeichnet und sich darin verpflichtet zum Klimaschutz beizutragen. Das Protokoll sieht vor, den jährlichen Ausstoß an Treibhausgasen innerhalb der Industrieländer im Zeitraum 2008 bis 2012 um durchschnittlich 5,2 Beautiful Life

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Bei Nebelwitterungslage werden die Schadstoffe aus der Luft im Nebel gebunden. Dies kommt beim Rauchgasextraktor zur Anwendung, indem die Schadstoffe mit einem künstlich erzeugten Nebel gebunden und zum Ausregnen gebracht werden. Prozent gegenüber dem Stand von 1990 zu reduzieren, wobei für die einzelnen Länder unterschiedliche Vorgaben festgelegt wurden. Innerhalb der EU sollte eine Senkung der Emissionen um 8 Prozent erreicht werden, wobei sich beispielsweise Deutschland zu einer Verringerung um 21 Prozent, Spanien um 15 Prozent und Österreich zu einer Reduktion um acht Prozent verpflichtet hat. Für den Zeitraum bis 2020 wird innerhalb der EU eine Reduktion um 20 Prozent angestrebt. Diese Nachfolgevereinbarung soll auf dem Weltklimagipfel im Dezember 2009 beschlossen werden. Wie kann dieses Ziel erreicht werden? Welche Möglichkeiten gibt es, die Treibhausgase effektiv und wirtschaftlich zu senken? Die Energiegewinnung durch fossile Brennstoffe verursacht den Hauptanteil an Treibhausgasen. Erneuerbare Energienlieferanten wie Wind, Sonne und Biomasse kommen daher vermehrt zum Einsatz. Auch an der Entwicklung umweltfreundlicher und die Energieeffizienz steigernder Technologien wird weltweit intensiv gearbeitet. Trotzdem konnte bisher kaum ein Erfolg in Sachen CO2-Reduktion verzeichnet werden. Bislang fehlte es an einer effizienten und kostengünstigen Technologie, die eine vollständige Abtrennung des CO2 aus dem Rauchgas ermöglicht, und an sicheren Entsorgungsmöglichkeiten für das gewonnene CO2. Dort, wo namhafte Wissenschaftler und Forscher anstehen, setzt Österreichs aktivster Forscher und Erfinder Johann Staudinger an, bedient sich seines enormen Wissens und seiner Erfahrungen, 30

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schaut der Natur über die Schulter und entwickelt nicht nur ein kostengünstiges System zur Rauchgasextraktion, sondern ein Komplettsystem, das sich innerhalb von 5 Jahren amortisieren kann. Dieses System ist in der Lage Industrien und Kraftwerke emissionsfrei zu machen, indem durch ein innovatives Stoffstrommanagement eine Kreislaufführung von Prozessstoffen erfolgt und Schornsteine mehr oder weniger überflüssig werden. Unter seiner Leitung wird derzeit in Timelkam eine Versuchsanlage in Zusammenarbeit mit der Energie AG und zahlreichen anderen Kooperationspartnern betrieben.

UNÜBERTROFFEN – STAUDINGERS RAUCHGASEXTRAKTOR Seit Dezember 2008 wird ein Prozent der gesamten vom Biomassekraftwerk Timelkam ausgestoßenen Menge an Rauchgas abgezapft, das sind 500 bis 1000 Kubikmeter, und durch einen von Johann Staudinger entwickeltes Rauchgasseperator geschickt. Das Rauchgas wird zuerst mithilfe eines Ventilators in die Nebelzone befördert. Zur Erzeugung von feinstem Nebel wird ein aus Deutschland stammendes und in Frankreich im Weinbau angewandtes Fogsystem, das äußerst sparsam im Energieverbrauch ist, benutzt. Das Rauchgas durchströmt mit einer Anfangstemperatur von zirka 160 Grad Celsius die Nebelzone. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit des Nebels sinkt die Temperatur des Rauchgases gewaltig ab, und zwar je nachdem wie viel Nebel zugeführt wurde.


Blick in die Nebelkammer des Rauchgasextraktors

Das abgekühlte Rauchgas wird nun mit Sauerstoff angereichert, sodass anschließend die Schadstoffe im Nebel gebunden werden können und der Nebel in weiterer Folge ausregnet. Die Flüssigkeit wird in einem Ausgleichsbecken aufgefangen. Das gereinigte Rauchgas verlässt das System mit einer Temperatur von zirka 20 Grad. Die in dem Prozess gewonnene Wärme befindet sich nun im Wasser und kann zum Beheizen der Algenbecken oder für die Trocknung der Algen genutzt werden. Durch dieses System werden die komplizierten Wärmetauscher überflüssig. Neben dem Kohlendioxid werden durch diese patentierte JSExtraktionstechnologie auch Stickoxide, Schwefel, Staubpartikel und Chloride abgetrennt, die im Wasser gelöst als Nahrung in die Algenzuchtbecken eingebracht werden. Würde man diese Pilotanlage gemäß Johann Staudingers Plänen zu einer Komplettlösung (siehe Grafik) ausbauen, könnte das Kraftwerk Timelkam innerhalb der nächsten fünf Jahre emissionsfrei Energie erzeugen und über ein optimales Stoffstrommanagement verfügen. Und so funktioniert die Komplettlösung: Das durch die Rauchgasextraktion gewonnene und in Konzentrat-Tanks gespeicherte CO2 steht den Mikroalgen für die Photosynthese zur Verfügung, wobei sie daraus Sauerstoff erzeugen. Die im Wasser gelösten Stoffe und Staubpartikel gelangen als Nahrung ebenfalls in die Algenzuchtbecken. Das 3-Phasen-Wachstumssystem (Algenanzuchtbecken – Schnellzuchtbecken – Erntesilo) garantiert einen hohen Output an Algenbiomasse und ermöglicht die Gewinnung von Sauerstoff. Das bei der Algenernte abgetrennte Prozesswasser versorgt das Fogsystem und den Rauchgasextraktor. Der durch Photosynthese gebildete Sauerstoff gelangt ebenfalls wieder in den Kreislauf. Er wird einerseits im Rauchgasextraktor zum Auswaschen des CO2

benötigt. Andererseits lässt sich damit der Sauerstoffanteil des Rauchgases, das nach der Verbrennung von Biomasse einen Restsauerstoffgehalt von zirka vier Prozent aufweist, auf 21 Prozent erhöhen, wonach das Rauchgas wieder dem Verbrennungsprozess zugeführt werden kann. Damit ist eine Führung der Prozessstoffe im Kreislauf gewährleistet und ein Kreislaufbetrieb ohne Emissionen Wirklichkeit geworden. Die gewonnene Algen-Biomasse kann entweder direkt zur Energieerzeugung zum Einsatz gelangen oder auch zur Weiterverarbeitung verkauft werden. Die CO2-Konzentrat-Tanks sind mit Photovoltaik-Flächen versehen und liefern umweltfreundlichen Strom für die Beleuchtungsanlage und für die Luftpumpen im Algenreaktor. Damit es zu keinem Energiedefizit kommt, werden in den nächsten 30 Monaten spezielle Batterien entwickelt, die in der Lage sein werden die überschüssige Energie zu speichern. Diese speziellen Batterien sollen kostengünstig sein, nur ungefähr 15 Kilogramm wiegen, über eine lange Lebensdauer verfügen und schon bei einer Größe von 0,8 Kubikmetern eine enorme Leistung bringen. Man wird sie außerdem auf dem Autodach oder an senkrechten Gebäudewänden anbringen können. Johann Staudinger beweist mit seinen ausgeklügelten, gut konzipierten und erprobten Technologien, dass emissionsfreie Kraftwerke und Fabriken bereits in naher Zukunft realisierbar sind. Warum sollte sich die Menschheit mit einer noch nicht gewährleisteten Reduktion der Treibhausgase um 5,2 Prozent zufrieden geben, wenn mit den JS-Technologien mindestens 90 Prozent erreicht werden können?

Wasser transportiert Schadstoffe und CO2 zu den Algen. Diese verwenden die Schadstoffe aus dem Rauchgas als Nahrung und separieren für sie unverdauliche Bestandteile. Das Wasser wird danach zum Rauchgaswäscher zurückgeführt. Beautiful Life

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Ideen FÜR DIE ALLTÄGLICHE WELT VON MORGEN

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Vision Johann Staudinger versteht es Visionen, Intuitionen und Ideen praxistauglich zu machen. Durch sein Denken in Lösungen und durch die Entwicklung innovativer Technologien und praktischer, im Alltag nützlicher Produkte gelingt es ihm Unmögliches möglich zu machen! Der Erfinder entführt uns schon heute in eine bessere, gesündere Alltagswelt von morgen…

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© Vlad Kochelaevskiy - Fotolia.com

Die Zeit gib Johann Staudinger recht: Die Samen seiner ganzheitlichen und nachhaltigen Projekte gehen auf, wachsen zu kräftigen Pflanzen heran und warten auf ihre weltweite Verbreitung. Johann Staudinger beweist mit seinen Anlagen und Technologien, dass perfekte Lösungen nicht teuer sein müssen und dass es für jedes Umwelt- und Energieproblem eine passende und unkomplizierte Geht es nach Johann Staudinger, sorgen im Wohnzimmer der Lösung gibt. Er ist fest davon überZukunft Algenwände nicht nur für genügend Sauerstoff, sondern zeugt, dass Ökologie und Ökonomie auch für eine gute Luftqualität und ein gesundes Raumklima. zusammengeführt werden müssen, um marktfähige und nachhaltige Proaber dafür ging auch viel Wärme verloren. Heutzutage dichten dukte erfolgreich einführen zu können. Bei der Entwicklung neuer Fenster wesentlich besser ab als früher, was für die WärmeisolieProdukte bedenkt er nicht nur die Probleme und die Schwierigkeirung durchaus positiv ist, aber bei unzureichender Lüftung zu einer ten von Kraftwerken und Industrien, sondern auch jene Probleme, schlechten Sauerstoffversorgung beiträgt. die im Alltag jedes Einzelnen auftauchen. Durch die Erfindung prakBei Sauerstoffmangel in Wohnräumen können die kleinen, grünen tischer und im täglichen Leben einsetzbarer Produkte will er einen Mikroalgen Abhilfe schaffen. Sie sind wahre Sauerstofffabriken, die Beitrag zu einer gesünderen und glücklicheren Zukunft leisten. das durch die menschliche Atmung ausgestoßene CO2 zerlegen, Begleiten Sie, lieber Leser, unseren österreichischen Erfinder und in Sauerstoff umwandeln und diesen dann in den Raum abgeben. Forscher auf einer sensationellen Reise in eine Welt von Morgen Sie benötigen nichts anderes als ein salziges Substrat, CO2, Licht und lernen Sie geniale Produkte für Ihr tägliches Leben kennen! und ein bisschen Dünger. Algen im Wohnzimmer Stellen Sie sich nun eine Wand in Ihrem Wohnzimmer vor. NormaHaben vielleicht auch Sie das Problem, dass es manchmal schwielerweise befinden sich dort Bilder, ein Schrank oder Regale, vielrig ist ausreichend zu lüften, weil es draußen entweder besonders leicht ziert eine Tapete die Wand und bringt Farbe in den Raum. In kalt oder extrem laut ist? In ungenügend gelüfteten Räumen manunserer Vorstellung wollen wir diese Wand nun auf eine ganz gelt es an Sauerstoff, der Mensch wird müde und träge und verbesondere Weise gestalten: Wir nehmen schmale und durchsichtisucht durch Gähnen mehr Sauerstoff zu bekommen. Früher, als es ge Glasbehälter, ähnlich jenen, die für Aquarien verwendet werden, durch alle Ritzen zog, gab es zwar genügend Frischluft im Raum, ungefähr in der Größe 50 mal 50 Zentimeter, fünf bis zehn ZentiBeautiful Life

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meter tief, befestigen diese an der Wand und befüllen sie mit Salzwasser. Dann besorgen wir uns jene wunderbaren, grünen Kleinstpflanzen, die mittels Photosynthese das von uns ausgeatmete CO2 verwerten und für uns genügend Sauerstoff produzieren. Und schon ist unsere ganz persönliche Sauerstofffabrik fertig! Der Mensch benötigt pro Minute vier Liter Sauerstoff. Kein Problem für unsere kleinen Pflänzchen. Auf einer Fläche von 16 Quadratmetern erzeugen Algen genug Sauerstoff für vier Menschen! Mit einer dekorativen Beleuchtung lassen sich tolle Lichteffekte erzielen, und die Wand schillert in den unterschiedlichsten Grüntönen, je nachdem ob die Algenmasse sehr dicht oder eher dünn ist. Grün ist die Farbe der Natur, die Farbe der Wiesen und der Wälder. Grün ist eine beruhigende und entspannende Farbe, die für Harmonie, Sicherheit und Erneuerung im Leben steht. Sie ist die Farbe des Lebens und des Frühlings. Wegen ihrer positiven Heilwirkung für Körper und Seele wurde in früheren Zeiten sehr gerne Grün als Farbe für die Wohnräume gewählt. Auch Hildegard von Bingen wusste die Farbe Grün und ihre Heilwirkung sehr zu schätzen. Algen bringen also in doppeltem Sinne Leben in unser Wohnzimmer: Einerseits produzieren sie für uns den lebenswichtigen Sauerstoff, andererseits gelangt durch ihr beruhigendes Grün Harmonie, Erneuerung und Lebensenergie in unser Wohnzimmer und damit in unsere Psyche. Genial, nicht wahr? Nicht nur in Privatwohnungen kann so eine dekorative Algenwand zur Sauerstoffversorgung beitragen, sondern auch in der Gastwirtschaft. Dort ist es zusätzlich die Problematik zwischen Rauchern und Nichtrauchern, die so manchen Gastwirt plagt. Auch in diesem Bereich können die grünen Mikroorganismen behilflich sein: Sie verwandeln nicht nur das Kohlendioxid in Sauerstoff, sondern entsorgen auch liebend gerne den Zigarettenrauch. Der Nichtrau34

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cherbereich könnte durch einen außergewöhnlichen Raumteiler, der wiederum aus einzelnen, mit Salzwasser und Algen befüllten Glasbecken besteht, vom Raucherbereich abgetrennt werden. Auch hier können wunderschöne Effekte durch den Einsatz von Beleuchtung erzielt werden und dem Lokal ein einzigartiges Flair verleihen.

Hunde, Sackerl & Co Johann Staudinger macht sich nicht nur Gedanken über umweltfreundliche Technologien, sondern auch über zwischenmenschliche Probleme. Als Besitzer zweier Hunde kennt er die Kontroverse zwischen den Hundehaltern und der hundelosen Bevölkerung besonders gut. Vor allem in Großstädten, wo sich die Menschen gerne in die Natur der Parks flüchten um frische Luft und Energie zu tanken, ist diese Auseinandersetzung zwischen Besuchern mit und solchen ohne Hund stark ausgeprägt. Hundezonen, das in Wien eingeführte »Sackerl fürs Gackerl« und angedrohte Strafen bringen zwar das Thema mehr in das Bewusstsein der Hundehalter, schaffen das Problem aber nicht zur Gänze vom Tisch. Der Hundekot verunreinigt nach wie vor Straßen und Parkanlagen und löst eine Menge Ärgernisse aus. Schließlich gibt es doch nichts Schlimmeres als in ein frisch hinterlassenes, stinkendes Häufchen zu treten… Für den Hundehalter ist es natürlich auch nicht das reinste Vergnügen in die Hinterlassenschaften seines Lieblings zu greifen, auch wenn ein Stück Plastik dazwischen ist… Johann Staudinger hat für dieses Problem eine Lösung parat: Er hat ein talkumhältiges Mineralpulver entwickelt, das jeder Hundebesitzer auf seine Spaziergänge mit dem Vierbeiner mitnehmen sollte. Fünf Dekagramm dieses Pulvers, dem natürliche Kräuter


Fische legen ihre Eier in Quarzsand. Die Eigenschaften dieses Minerals brachte Johann Staudinger auf die Idee, ein Pulver zu entwickeln, das er seiner Algenzucht beimengt, um Fäulnis zu verhindern. Dieses Pulver bietet sich auch für andere Anwendungen an.

wie beispielsweise Zitronenmelisse oder Pfefferminze eine angenehme Duftnote verleihen, genügen um so ein Hundetrümmerl unschädlich zu machen. Das weiße Pulver wird einfach darüber geleert und bindet sofort die unangenehmen Gerüche. Auch die Feuchtigkeit wird entzogen, sodass der Hundehalter nun ohne Widerwillen mehr oder weniger ein Häufchen weißen Pulvers ins Plastiksäckchen befördern kann. Selbst wenn der Hundehaufen nicht entsorgt wird, verbreitet er keine störenden Gerüche, lockt nicht andere Hunde an und klebt auch nicht am Schuh fest, sollte jemand hinein steigen. Mit der Erfindung dieses nützlichen Pulvers könnte Johann Staudinger den Grundstein für Frieden zwischen Hundebesitzern und Menschen ohne bellende Vierbeiner gelegt haben…

Fische legen ihre Eier in Quarzsand. Das ist sehr schlau, nicht nur weil sie von feindlichen Genossen nicht gefressen werden können, sondern auch weil Quarzsand durch Ausstrahlen einer bestimmten elektrischen Ladung Fäulnis verhindert. Schon seit langem wissen auch die Bauern um diese Eigenschaft des Quarzsandes Bescheid und legen Karotten und sonstiges Wurzelgemüse in Sand um es für den Winter aufzubewahren und vor Fäulnis zu schützen. Da Quarzsand in seiner Struktur sehr grob ist, sollte er nicht in unbehandelter Form in das Algenwasser gelangen, weil er ansonsten die Pumpen beschädigt. Um den Quarzkörnern ihre Schärfe zu nehmen, werden sie zu feinem Pulver vermahlen, das anschließend mittels eines speziellen Verfahrens mit Talkum beschichtet wird. Bei der Algenzucht bietet der speziell behandelte Quarzsand noch weitere Vorteile: Er fungiert als Trägermaterial für den Algendünger und das Katalysatormaterial, wodurch ein Verderben des Futters verhindert wird. Die darin verankerten Nährstoffe werden langsam herausgelöst. Außerdem bildet das Talkum eine Art Schwimmreifen und verhindert, dass der schwere Quarzsand zu Boden sinkt und wirkungslos wird.

Grün ist die Farbe der Natur, der Wiesen und der Wälder. Diese Farbe beruhigt und entspannt und steht für Harmonie und Erneuerung im Leben.

Von der Natur abgeschaut Die Idee für dieses »Wunderpulver« hat sich Johann Staudinger als ein guter Beobachter und Kenner der Natur wie so viele andere Ideen von der Natur selbst abgeschaut. Da es bei der Algenzucht vorkommen kann, dass die Algenmasse kippt, das heißt faulig wird, suchte Johann Staudinger nach einer Lösung für dieses Problem. Und er hat sie im Fischreich gefunden:

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Nun kann dieses Mineralpulver auch bedenkenlos in der Landwirtschaft zur Geruchsbeseitigung bei Gülle verwendet werden, ohne dass landwirtschaftliche Maschinen Schaden nehmen. Im Stall eingesetzt schafft es ein besseres Stallklima. Auch im Haushalt kann das Mineralpulver wahre Wunder wirken. Streut man eine kleine Menge davon in den Abfluss, wird Fäulnis unterbunden und das selten notwendige Reinigen der Abflüsse kann ohne Geruchsbelästigung verlaufen. Als Zusatz in den Biokübeln beugt es ebenfalls der Geruchsbildung vor.

CO2 verwenden statt verschwenden Heutzutage wird das CO2 in den Medien als Klimakiller propagiert, da große Mengen an CO2 über die Schornsteine der Fabriken und Kraftwerke in die Luft gelangen und zur Erwärmung der Erdatmosphäre beitragen. Johann Staudinger hingegen will das CO2 nicht verteufeln, sondern 2 plädiert für seine sinnvolle Verwendung. Die Palette der Verwendungsmöglichkeiten ist sehr breit: CO2 ist in der Lage verunreinigte Böden zu reinigen, kann in Molkereien, zur Optimierung von Waschprozessen und für die Reaktion zur Neutralisation von Abwässern eingesetzt werden. In der Landwirtschaft kann es als Dünger sinnvoll verwendet werden und eine Produktivitätssteigerung bewirken. In Gewächshäusern wird die Atmosphäre mit CO2 angereichert. In Feuerlöschern eingesetzt bewirkt CO2 einen zusätzlichen Löscheffekt, da es Sauerstoff vom Brandherd verdrängt. Wird es dem Löschwasser von Tankwägen beigefügt, erhöht sich die Löschwirkung um das Dreifache, und beim Löscheinsatz werden weniger

Fahrzeuge benötigt. Bei Brandkatastrophen werden gewaltige Mengen an CO2 freigesetzt. Auch da könnte CO2, auch in Form von Trockeneis, zu einer rascheren Brandbekämpfung beitragen und damit helfen die Schäden zu reduzieren. CO2 im festen Aggregatzustand ist als Trockeneis bekannt und hat eine Temperatur von minus 70 Grad Celsius. Es ist ungiftig, geschmacksfrei, geruchlos, nicht brennbar und wirkt bakteriostatisch. Trockeneis schmilzt nicht, sondern sublimiert, wobei ein weißer Nebel entsteht. Diesen Effekt machte man sich früher auf der Bühne zunutze. Trockeneis könnte in den Kühlregalen der Supermärkte verwendet werden um Insekten, die im CO2 nicht überleben können, abzuwehren und das Wachstum der Bakterien zu hemmen. Bei der Verpackung von empfindlichen Lebensmitteln wie Wurst, Käse oder Frischfleisch könnte etwas Trockeneis beigefügt werden um die Ware auf dem Transportweg nachhause kühl zu halten und vor dem Verderb zu schützen. Trockeneis ließe sich auch zum Desinfizieren von Teppichen und Matratzen gebrauchen, wobei die lästigen Staubmilben bei einer Behandlung mit Trockeneis absterben und anschließend aufgesaugt werden können. Als Zusatz in Biomülltonnen unterbindet es das Wachstum von Fäulnisbakterien und damit die unangenehmen Gerüche. Eine besondere Vision in Johann Staudingers Kopf ist die Idee, Trockeneis zu den Gletschern zu bringen und damit die Gletscherschmelze einzudämmen. Sein Prinzip ist ein ähnliches, wie es früher in Kühlräumen zur Anwendung kam, als es noch keine Kühlschränke gab. Damals wurden riesige Eisblöcke aus gefrorenen

Wird bei einem Brand dem Löschwasser im Tankwagen CO beigefügt, erhöht sich die Löschwirkung um das Dreifache.

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Die Wasserlinse vermehrt sich ungeschlechtlich durch Sprossung und ist die einzige Pflanze, die sich selbst klont – und das unglaublich schnell!

Seen ausgeschnitten und in die Kühlhäuser gebracht. Das Eis hielt die Räume bis Ende September oder sogar bis in den Oktober hinein kühl. Ebenso ließe sich in den Gletschern ein Depot an Trockeneis anlegen, das durch seine tiefe Temperatur ein Schmelzen des Gletschers verhindern würde. Diese Vision soll schon bald in Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck zu einem Prototyp, der auf einem Gletscher getestet werden soll, ausgebaut werden.

Kleine Wasserlinse – die Pflanze des Jahrhunderts Die kleine Wasserlinse wird im Volksmund als Entengrütze oder Entengrün bezeichnet, weil sie von Enten und Gänsen, aber auch von Fischen sehr gerne gefressen wird. Man findet sie sehr oft auf der Oberfläche von stehenden Gewässern, wie etwa Tümpeln und Teichen. Wasserlinsen bestehen aus einem oder mehreren Blättchen und einer Wurzel, die Mineralien, aber auch andere organische Stoffe aus dem Wasser aufnimmt. Sie sind in der Lage die Gewässer zu reinigen und sollten daher laut Johann Staudinger zusammen mit Algen zu Klärung von Wasser eingesetzt werden. Dadurch würden riesige Mengen Biomasse entstehen, die wiederum zur Energiegewinnung gebraucht werden könnten. Er betrachtet die Wasserlinse als ebenso wichtig wie die Algen. Sie stellt für ihn die Pflanze des Jahrhunderts dar. Sie vermehrt sich ungeschlechtlich durch Sprossung und ist die einzige Pflanze, die sich selbst klont, und das unglaublich schnell: Ein Quadratmeter

Wasserlinsen am Monatsanfang wächst bei idealen Verhältnissen bis zum Monatsende auf einen Hektar an! Die Wasserlinse ist äußerst gesund, denn sie ist reich an Eiweiß, das dem tierischen am nächsten kommt, und an Stärke und sollte daher gemäß Johann Staudinger in jedem Supermarkt wie Kresse erhältlich sein. Auf einem Stück Butterbrot entfalten die Wasserlinsen ihren angenehm milden und nussigen Geschmack und harmonieren sehr gut mit Schnittlauch. Beenden wir an dieser Stelle doch unsere kleine Reise in die Welt der zukünftigen Produkte, auch wenn sich bestimmt noch unzählige praktische Ideen in Johann Staudingers Kopf befinden und ebenfalls auf ihre Umsetzung warten. Folgen wir ihm stattdessen in die Wüste und schauen wir zu, wie sie sich Schritt für Schritt mit Leben füllt und dadurch zahlreiche Probleme der Menschheit mit einem Schlag gelöst werden! Beautiful Life

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SONNENDURCHFLUTETE

PERSPEKTIVEN

© Gerd Altmann - geralt / PIXELIO.de

IRENA UND MASDAR

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IRENA / MASDAR Hohe Treibhausgasemissionen, Klimawandel, steigende Energiepreise, Erschöpfung der natürlichen Ressourcen, Wirtschaftskrise, zunehmender Energiebedarf und die fehlende Energieversorgung in den ärmsten Ländern der Welt stellen Herausforderungen dar, die nach einer globalen und nachhaltigen Lösung verlangen. Zum Glück gibt es Sonne, Wind, Biomasse und Erdwärme – Energielieferanten, die allen Menschen endlos zur Verfügung stehen und nur darauf warten, endlich weltweit und in großem Umfang genutzt zu werden. Erneuerbare Energien sind in der Lage die Klimakatastrophe abzuwenden, den ärmsten Ländern eine Chance auf Entwicklung zu gewähren und die Nachhaltigkeit in den Vordergrund und ins Bewusstsein der Menschheit zu rücken.

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Windkraft, Solarenergie und andere regenerative Energien sind unerschöpflich, überall verfügbar und in der Lage, den weltweiten Bedarf an Energie zu decken. Erneuerbare Energien verringern die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, die derzeit nach wie vor den überwiegenden Beitrag zur Energieversorgung liefern, und helfen die heimische Energieversorgung zu stärken. Sie liefern nicht nur Strom, sondern können auch für den Antrieb von Fahrzeugen eingesetzt werden, ohne die Umwelt zu schädigen. Trotzdem ist der Anteil der alternativen Energien mit 18 Prozent am Gesamtenergieverbrauch noch sehr gering, wobei der Großteil davon auf Biomasse entfällt. Wind, Sonne und Erdwärme werden für die Energieversorgung leider noch viel zu wenig in Betracht gezogen (siehe Tortendiagramm). Sollen das ungeheure Potential der erneuerbaren Energien ausgeschöpft und die katastrophalen Auswirkungen der Emissionen durch die Industrie und die Kraftwerke auf unser Klima und auf unsere Umwelt gestoppt werden, müssen weltweit dementsprechende Maßnahmen in der Energiepolitik getroffen werden. Überall auf der Welt sind seit vielen Jahren Wissenschaftler und Forscher am Werk um neue und bessere Technologien zu entwickeln und Lösungen für die Umweltprobleme zu finden. Ständig steigende Investitionen in erneuerbare Energien tragen dazu bei, dass viele der neu-

en Technologien mittlerweile ausgereift sind und somit der Boden für eine nachhaltige, erschwingliche und moderne Form der weltweiten Energieversorgung bereitet wurde. Parallel dazu ist ein Rückgang der Kosten für alternative Stromerzeugung zu beobachten und macht diese Form der Energiegewinnung gleichermaßen für Industrie- und Entwicklungsländer leistbar. Gerade die ärmeren Länder können von dieser Entwicklung profitieren und die leidvollen Erfahrungen der Industrieländer mehr oder weniger überspringen, indem sie mit einer gezielten Unterstützung in den alternativen Energiesektor einsteigen. Die Regierungen vieler Länder leisten bereits einen wesentlichen Beitrag zur Förderung von erneuerbaren Energien, indem sie die notwendigen Voraussetzungen für deren Ausbau schaffen und nachhaltige Projekte unterstützen. Zwei groß angelegte Projekte, die an einem Strang ziehen und die beide zum Ziel haben, nachhaltige und umweltfreundliche Energieformen zu unterstützen, sind IRENA, eine international tätige Agentur, die erst kürzlich durch die Unterstützung der Bundesdeutschen Regierung ins Leben gerufen wurde, und

In den Vereinigten Arabischen Emiraten entsteht Masdar, eine emissions- und abfallarme Ökostadt ohne Autos. Beautiful Life

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© www.masdarpv.com

Am 20. August 2009 fand in Ichtershausen bei Erfurt der erste Spatenstich für den Aufbau der Masdar PV Dünnschicht Modulfertigung in Deutschland statt.

© Masdar Initiative (7)

MASDAR in den Vereinigten Arabischen Emiraten. MASDAR ist ein Staatsunternehmen, das den Auftrag hat, Abu Dhabi zu einem Zentrum für erneuerbare Energie zu machen. Geplant ist die Errichtung einer emissions- und abfallfreien Stadt bis 2012. Im Rahmen dieses Projekts wird das Österreichische Unternehmen J.S. EnviTec Umwelttechnik GmbH seine patentierten Umwelttechnologien zur Verfügung stellen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Emissionsfreiheit der Ökostadt der Zukunft leisten. Die von Johann Staudinger entwickelten Systeme, die für so ein Projekt wie geschaffen sind, werden nicht nur in MASDAR zum Einsatz kommen, sondern zusätzlich die CO2-Freiheit der Raffinerien, Fabriken und Kraftwerke im gesamten Raum der Vereinigten Arabischen Emirate ermöglichen. Die für die Kooperation notwendigen Verträge zwischen dem bevollmächtigten Vertreter der J.S. EnviTec Umwelttechnik GmbH und den Vertretern der Vereinigten Arabischen Emirate wurden bereits im Mai unterfertigt. Damit ist ein wichtiger Grundstein für eine bedeutende Zusammenarbeit im Bereich der Forschung und der Umwelttechnologie zwischen einem österreichischen Unternehmen und den Vereinigten Arabischen Emiraten gelegt worden. »Ich fühle mich geehrt, in diesem maßgebenden Zukunftsprojekt eine Rolle spielen zu dürfen«, kommentiert Johann Staudinger seine bevorstehende Zusammenarbeit mit den Vereinigten Arabischen Emiraten, die nicht nur in Österreich, sondern auch in anderen Europäischen Ländern nachhaltige Projekte, die der Förderung der erneuerbaren Energien und anderer ökologischer Technologien dienen, mit beträchtlichen Summen an Forschungsgeldern unterstützen.

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Der ehemalige britische Premierminister Tony Blair war einer der Stargäste beim World Energy Future Summit 2009. Oben sind Modelle von Masdar zu sehen. Ein Teil der Entwürfe stammt vom Stararchitekten Norman Foster.


Mit der Gründung von IRENA(International Renewable Energy Agency), einer weltweit tätigen Agentur zur Förderung erneuerbarer Energien, ist ein wesentlicher Schritt in Richtung Nachhaltigkeit gesetzt worden. Die Idee, erneuerbare Energien durch die Gründung einer internationalen Organisation zu forcieren, wurde im Jahre 1990 ursprünglich von EUROSOLAR und dem Weltrat für erneuerbare Energien geboren und seitdem auf weltweiter Ebene gründlich debattiert. Im Jahre 2001 waren es 400 Teilnehmer aus der ganzen Welt, die an der IRENA Impulskonferenz teilnahmen. 2005 wurde die IRENA Initiative in den Koalitionsvertrag der deutschen Bundesregierung, die in den folgenden Jahren als treibende Kraft dieser Agentur weltweites Interesse erregen und sich die Unterstützung zahlreicher Länder sichern konnte, aufgenommen. 2008 wurde schließlich der schrittweise Vorbereitungsprozess vor allem

Die Beratung politisch Verantwortlicher und die Aufklärung der Öffentlichkeit über das Potenzial erneuerbarer Energien gehört zu den Zielen von IRENA. von Deutschland, Spanien und Dänemark intensiviert, die ersten Konzepte für eine mögliche Struktur entstanden und zahlreiche Themen wurden umfassend erörtert. Im Jänner 2009 war es dann endlich soweit: IRENA wurde offiziell in Bonn gegründet und insgesamt 75 Staaten unterzeichneten das Statut der Agentur. In der Zwischenzeit ist die Zahl der Länder, die sich an der Förderung von erneuerbaren Energien beteiligen, auf 82 angewachsen. Die nächste Sitzung der Vorbereitungskommission wird Ende Juni in Sharm El Sheikh in Ägypten stattfinden. Dort werden die Unterzeichner den vorläufige Generaldirektor und den Sitz von IRENA bestimmen sowie über das Arbeitsprogramm und das Budget für 2009 beraten. Um den Sitz von IRENA haben sich neben anderen europäischen Ländern Deutschland mit Bonn und die Vereinigten Arabischen Emirate mit Abu Dhabi beworben. Als internationale Regierungsorganisation arbeitet IRENA im Auftrag ihrer Mitgliedstaaten und fördert den Wandel zu einer nachhal-

Nur ein geringer Teil des Energiebedarfs wird derzeit mit erneuerbaren Energien gedeckt.

Copyright © 2008 Turret Middle East Limited

IRENA – Ökoagentur für globale Nachhaltigkeit

Dr. Sultan Ahmed Al Jaber ist Chief Executive Officer der Abu Dhabi Future Energy Company (ADFEC), die von der Regierung ermächtigt ist Masdar zu realisieren. tigen Wirtschaft, in der regenerative Energiegewinnung vorherrscht. Die Steigerung des Marktanteils der erneuerbaren Energien am weltweiten Primärenergieverbrauch ist das vorrangige Ziel von IRENA. Um dieses Ziel zu erreichen will IRENA als internationale Organisation sowohl Industrie- als auch Entwicklungsländer bei der Nutzung von erneuerbaren Energien praxisnah beraten und unterstützen. Die Einführung sowie nachhaltige Nutzung von regenerativer Energie weltweit soll dadurch beschleunigt werden und die globale Energieversorgung gesichert werden. Die Beratung politisch Verantwortlicher sowie die Aufklärung der breiten Öffentlichkeit über die Vorteile und das Potenzial erneuerbarer Energien gehört ebenfalls zu den Zielen von IRENA. Weiters bietet IRENA den Mitgliedsstaaten eine individuelle, umfassende Beratung bei der Auswahl und Anpassung der Energieträger, bei den Technologie- und Systemkonfigurationen sowie bei der Schaffung geeigneter organisatorischer und ordnungspolitischer Rahmenbedingungen. Zusätzlich will IRENA die Länder bei der Suche nach verfügbaren Finanzierungsmöglichkeiten und nach der optimalen Finanzierungsstruktur unterstützen. Weiters wird diese Agentur politischen Entscheidungsträgern bei der Erarbeitung von Maßnahmen zur Förderung von erneuerbaren Energien beistehen und dazu beitragen, dass der Technologietransfer und der Zugang zu sachbezogenen Informationen durch den Aufbau einer umfangreichen, technischen, ökologischen und ökonomischen Datenbank erleichtert werden. Die erforderlichen Beautiful Life

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Jeder einzelne Mensch sollte sich aufgerufen fühlen, seinen Beitrag für eine lebenswerte Zukunft zu leisten – nicht morgen, sondern jetzt und heute! Technologien sollen auch den Entwicklungsländern zur Verfügung gestellt werden, was mit entsprechenden Anstrengungen verbunden sein wird. Auch die Ausbildung von Fachkräften wird vorangetrieben werden. Im Rahmen ihrer Tätigkeit wird IRENA Organisationen der Energiewirtschaft, öffentliche Institutionen, Universitäten und Zivilgesellschaften einbeziehen und eng mit Netzwerken, die bereits auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien tätig sind, zusammenarbeiten. Dadurch kann ein wechselseitiger Austausch von Fachwissen stattfinden und eine gegenseitige Unterstützung und Entwicklung neuer Ideen und Konzepte erfolgen. Die Finanzierung von IRENA soll in erster Linie durch die Pflichtbeiträge der Mitgliedsstaaten gesichert werden. Da es für die Erreichung der Ziele nur förderlich ist, wenn die Zahl der Mitgliedsstaaten weiter wächst, lädt IRENA alle UN-Mitgliedsstaaten ein, der Agentur beizutreten und im Einklang mit nationalen Konzepten an den gemeinsamen Projekten zum Wohle aller Bürger zu arbeiten.

MASDAR – Ökostadt in der Wüste

© Masdar Initiative (5)

Die Vereinigten Arabischen Emirate gehören zu den ölreichsten Ländern der Welt und verdanken ihren großen Reichtum dem Ölexport. Gerade dieses Land mit der weltweit zweithöchsten Emissionen pro Kopf will der Welt demonstrieren, dass erneuerbare Energien nicht als Bedrohung für das Ölgeschäft angesehen werden müssen, sondern dass sich beide Formen der Energiegewinnung durchaus ergänzen können und dass es strategisch sinnvoll und notwendig ist, als langfristiges Ziel Unabhängigkeit von den fossilen Rohstoffen anzustreben. Initiiert wurde dieses ehrgeizige Projekt 2006 von der Abu Dhabi Future Energy Company (ADFEC) und Scheich Muhammad bin Zayid Al Nahyan. Die gründlich geplante und seit Februar 2008 in Bau befindliche Ökostadt MASDAR soll beweisen, dass ein ökologisches und nachhaltiges Leben realisierbar, leistbar und für den Menschen attraktiv ist.

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Zum ersten Mal verlieh das Emirat Abu Dhabi auf dem World Energy Future Summit 2009 den mit 1,5 Millionen Dollar dotierten Zayed Future Energy-Preis, und zwar an den Photovoltaik-Pionier Dipal Chandra Barua aus Bangladesch.


© www.nkp.at

Das Wort »masdar« bedeutet auf Arabisch Quelle oder Ursprung und versinnbildlicht die dahinter stehende Absicht, mit dieser Stadt eine unerschöpfliche Quelle an regenerativer Energie zu erschaffen. Auf sechs Quadratkilometern wird diese umweltfreundliche und im traditionell arabischen Architekturstil angelegte Stadt 30 Kilometer östlich von Abu Dhabi entstehen und an den internationalen Flughafen angebunden werden. Um das Leben mit den hohen Temperaturen erträglich zu machen, greift man auf den traditionellen Baustil arabischer Siedlungen zurück und errichtet Häuser, die eng aneinander gestellt werden. Die Straßen sind schmal und überdacht, damit möglichst wenig Sonne eindringen kann. Windtürme und Springbrunnen, wie sie früher im gesamten arabischen Raum zur Kühlung eingesetzt wurden, sollen auch in dieser modernen Ökostadt für eine angenehme kühle Brise sorgen. Auf energieintensive Klimaanlagen soll gänzlich verzichtet werden. MASDAR wird Platz für rund 40.000 Einwohner sowie 1.500 Firmen bieten und völlig autofrei sein. Als Transportmittel sind innerhalb der Stadt unterirdisch verkehrende, elektrisch betriebene und fahrerlose Fahrzeuge vorgesehen. Auf den Straßen der modernen Stadt sollen sich nur Fußgänger und Radfahrer bewegen. Eine Hochbahn bringt die Menschen in andere Stadtteile und zum Flughafen. Die Energieversorgung soll ausschließlich durch regenerative Energien sichergestellt werden. Solarkraftwerke und Windkrafträder werden diese emissions- und abfallfreie Stadt mit sauberer Energie versorgen. Das erste Gebäude, das bereits Ende 2009 bezogen werden soll, ist die neue Universität Masdar Institute of Science and Technology, die in Zusammenarbeit mit dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) entstanden ist und sowohl hochqualifizierte Ausbildungen auf dem Sektor nachhaltiger Energien und Ökologie anbieten als auch als wissenschaftliches Forschungsinstitut tätig sein wird. Zahlreiche Institute, Organisationen und Firmen der Welt, darunter General Electric, BP, Shell, Mitsubishi und RWTH Aachen, beteiligen sich an diesem einzigartigen Projekt. Sollte es den Vereinigten Arabischen Emiraten gelingen, den Sitz von IRENA für sich zu beanspruchen, wäre MASDAR nicht nur die erste Ökostadt der Welt, sondern auch das weltweite Zentrum für erneuerbare Energien, von dem aus die internationale Agentur IRENA an einer ökologischen und nachhaltigen Zukunft arbeitet. MASDAR würde sich zu einem Sammelpunkt für führende Wissenschaftler, Forschungs- und Bildungseinrichtungen entwickeln und einen Pool an neuesten Technologien für nachhaltige und ökologische Energiegewinnung schaffen. Wie auch immer die Entscheidung für den Sitz von IRENA ausfällt, ein Faktum ist offensichtlich: Die Agentur IRENA und die Ökostadt MASDAR erlauben der Menschheit einen hoffnungsvollen Blick in eine Zukunft, in der Energie erschwinglich, sauber und nachhaltig ist und die Menschen achtsam mit ihrer Umwelt und der Natur umgehen. Solche richtungweisenden Projekte sind der unermüdlichen und zielstrebigen Tätigkeit unzähliger Forscher, Unternehmer und Wissenschaftler auf der ganzen Welt zu verdanken, die nach

„Ich fühle mich geehrt, in diesem maßgebenden Zukunftsprojekt eine Rolle spielen zu dürfen“, kommentiert Johann Staudinger seine bevorstehende Zusammenarbeit mit den Vereinigten Arabischen Emiraten. immer neuen Wegen suchen, um die drohende Klimakatastrophe zu verhindern und einen Beitrag für eine gesündere und bessere Welt zu leisten. Unternehmen wie die J.S. EnviTec Umwelttechnik GmbH unter der Leitung von Johann Staudinger und ihre weltweit tätigen Kooperationspartner verdienen als Wegbereiter einer emissionsfreien Zukunft gebührende Achtung und Wertschätzung für die Leistung, die sie zum Wohle der Umwelt und der Menschheit erbringen. Dank solcher engagierter Forscher und nur wenn sich ein globales Umdenken einstellt und konkrete Schritte in der Energiepolitik gesetzt werden, können die Emissionen minimiert, das Klima stabilisiert werden und die ärmsten Länder in ihrer Entwicklung voranschreiten. Nicht nur jedes Land dieser Welt, sondern auch jeder einzelne Mensch sollte sich aufgerufen fühlen, seinen Beitrag für eine lebenswerte Zukunft zu leisten – nicht morgen, sondern jetzt und heute!

Tipps zum Thema Die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) im Internet: www.irena.org Das Projekt MASDAR im Internet: www.masdaruae.com Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Masdar

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Daniell Porsche, nicht nur Tr채ger eines ber체hmten Namens, sondern auch der Initiator der ParacelsusSchule Salzburg, ist die Galionsfigur einiger Projekte des Forschers Johann Staudinger.

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Daniell Porsche

Was erwarten wir von unserer Zukunft?

Daniell Porsche ist die Galionsfigur Johann Staudingers, und das aus gutem Grund. Auch wenn die Berührungspunkte nicht auf den ersten Blick offensichtlich sind, sind sie dennoch zahlreich vorhanden. Ein großes gemeinsames Ziel ist der Einsatz für Kinder. Daniell Porsche investiert große Summen in den Betrieb und die Erhaltung einer Schule für seelenpflege-bedürftige Kinder. Das Engagement Staudingers geht in eine ähnliche Richtung. Schon mehrmals reiste er in den Kosovo, um für Schulprojekte und multiethische Camps, die von der „Mutter Theresa des Kosovo“ Schwester Johanna initiiert wurden, zu arbeiten. Dort sah er mit eigenen Augen, was Armut für Kinder bedeutet. Daniell Porsche und Johann Staudinger möchten beide das Elend für Kinder so klein wie möglich halten, und beide tragen dazu bei, dass die Erde, wenn wir sie an unsere Kinder übergeben, nicht knapp am kollabieren ist, sondern ein blühendes Paradies, das Lebensraum und Reichtum für alle Menschen der Erde bietet. Beautiful Life

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Daniell Porsche im Gespräch mit Johann Staudinger. Beiden Visionären liegt die Zukunft unseres Planeten am Herzen.

Es ist eine grundlegende Gesetzmäßigkeit unseres Lebens und dieser Erde, dass sich Dinge der Gegenwart und der Zukunft immer aus der Vergangenheit heraus entwickeln und somit unsere Taten und Entscheidungen von heute immer Errungenschaften aus der Vergangenheit sind und Wirkungen für die Zukunft bilden. Betrachten wir aus gegenwärtiger Sicht unsere Erde, so könnte man mit vielen Gesichtspunkten Sorge in die Zukunft begründen. Unser Klima, unsere Umweltverschmutzung, die verschiedensten Arten von Genmanipulationen, Machtspielereien im Finanzwesen, Vertrauensbrüche in sozialen zwischenmenschlichen Belangen, sowie die Verbreitung eines allgemeinen Angstgefühles, welches lediglich zu lähmen, aber nicht zu verbessern imstande ist. Was ist es wirklich, was wir von unserer Zukunft erwarten, und was sollten wir aus unserer derzeitigen Gegenwart heraus in die Wege leiten, um diesen Erwartungen auch zu genügen. Aussagen wie: »Ich kann dazu als einzelne Person ohnedies nichts Wesentliches beitragen« oder etwa »jeglicher Beitrag im Kleinen ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein« haben durchaus ihre Berechtigung, sollten uns jedoch nicht die Grundlage unserer Entscheidungen bilden.

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In der gegenwärtigen Zeit gibt es eine Reihe von durchaus fruchtbringenden Erfindungen, welche alleine mangels finanzieller Mittel oder aber durch verschiedene Menschengruppierungen verhindert, nicht zur Umsetzung gebracht werden können. Viele Erfindungen und Innovationen werden bislang aus Macht- und Profitgier in Schubladen verwahrt und vor einem sinnvollen Gebrauch zurückbehalten. Es soll dieser Artikel nicht einer Predigt nahe kommen, aber aufmerksam machen dafür, dass es grundsätzlich die Möglichkeit gäbe, mit unserer Umwelt für eine gemeinsame lebenswerte Zukunft derart umzugehen, auch für unsere Folgegenerationen noch einen lebens- und liebenswerten Umraum zu erhalten. Blicken wir in die Augen eines neugeborenen Kindes, so fühlen wir uns unmittelbar mit einem Höheren, Geistigen verbunden. Das Lächeln und die absolut hingebungsvolle Offenheit dieses jungen Erdenbürgers gewährt uns einen Blick in das Paradies. Auch unsere Umwelt, das Mineralreich, das Pflanzenreich und die Tierwelt sind uns in vielen Bereichen wohl gesonnen und sie dienen der Menschheit, aber die Menschen haben es verlernt, diesen

Es geht durchaus darum, auch »kleine Tropfen auf den heißen Stein« zu bringen, denn viele Tropfen vermögen auch einen heißen Stein zu kühlen.


Ihre Spende hilft

www.paracelsusschule.at

Die Bildungsstätte für seelenpflege-bedürftige Kinder und Jugendliche dankt Ihnen für jegliche finanzielle Unterstützung. Der Verein ParacelsusSchule Salzburg sagt herzlich dankeschön!

Spendenkonto 111076360 BLZ 15090 Wenn wir als Menschen es auch nur im Kleinen schaffen könnten, im Miteinander unsere Kraft zu sehen, wären wir wohl schon einen gewaltigen Schritt in die richtige Richtung unterwegs.

BIC/SWIFT: OBKLAT2L IBAN: AT56 1509000111076360

Humorvolle Gedichte von Daniell Porsche Bereichen in jener Form zu dienen, ihre ureigensten Qualitäten voll zur Entfaltung bringen zu können. So geht es auf der einen Seite durchaus darum, auch »kleine Tropfen auf den heißen Stein« zur Umsetzung zu bringen, denn viele Tropfen vermögen auch einen heißen Stein zu kühlen, auf der anderen Seite hingegen darum, wieder einen Weg zu finden, die Geistigkeit hinter allen uns physisch erscheinenden Dingen und Lebewesen unserer Erde als tatsächliche Realität anerkennen zu lernen. Wie unsere derzeitige Wirtschaftskrise mehr Zusammenarbeit, Vertrauen und Sparsamkeit einfordern wird, so könnten diese Qualitäten von Zusammenarbeit, Vertrauen und Sparsamkeit unserer Umwelt dabei helfen, ihre ureigenen Lebenskräfte wieder zu einer Verbesserung unserer gesamten Lebenssituation einsetzen zu können. Angst hilft nur wenig, aber Zuversicht vermag Berge zu versetzen. Wenn wir als Menschen es auch nur im Kleinen schaffen könnten, im Miteinander unsere Kraft zu sehen und nicht im Gegeneinander sich seine Macht zu erzwingen, wären wir wohl schon einen gewaltigen Schritt in die richtige Richtung unterwegs. »Denn es müssen in Zukunftszeiten die Menschen füreinander sein und nicht einer durch den anderen. So wird das Weltenziel erreicht, wenn jeder in sich selber ruht und jeder jedem gibt, was keiner fordern will.« (Dr. Rudolf Steiner) Daniell Porsche

10 Euro Spende

»Das Vorhangschloß«, »Der Zitronenfalter« und »Der Wegweiser« werden zu einem Stückpreis von 35,– Euro verkauft. 10,– Euro des Verkaufserlöses kommen den seelenpflegebedürftigen Kindern und Jugendlichen der Paracelsus-Schule zugute. DANKE! Fadenheftung, fester Umschlag, 144 Seiten, über 60 farbige Illustrationen von Manfred Kiwek, www.kunstschrift.at, Tel.: +43 662 45 53 00


Sparen und dabei die

Š Gerd Altmann - geralt / PIXELIO

Umwelt schonen

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Flüssiggas

Trotz der derzeitigen Entlastung am Rohölmarkt und gesunkener Dieselpreise sind sich alle Experten einig: Der nächste Preisanstieg kommt bestimmt. Sobald sich die Konjunktur in den Industrieländern erholt hat, wird der Ölpreis wieder anziehen. Anzunehmen ist auch, dass der Bedarf an Öl in den großen Volkswirtschaften China, Indien und Brasilien nicht abnehmen wird. Busunternehmer und städtische Betreiber von Omnibusflotten sowie Spediteure, die in die Zukunft schauen, tun deshalb gut daran, auf preiswertere Antriebsarten zu setzen. Eine davon ist ohne Zweifel der Flüssiggasantrieb, der zudem erheblich umweltfreundlicher ist als der Dieselmotor.

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Bis vor kurzem war eine Fahrzeug-Umrüstung auf den deutlich preiswerteren Treibstoff Flüssiggas den Besitzern von Fahrzeugen mit Benzinmotor vorbehalten. Doch die technische Entwicklung schreitet voran: Jetzt ist es möglich, den enormen Preisvorteil von LPG (Liquified / Liquefied Petroleum / Propane Gas, Flüssiggas) auch bei großen Nutzfahrzeugen und Omnibussen zu nutzen. Die Greencar GmbH aus Itzehoe in Schleswig-Holstein hat eine Technologie entwickelt, mit der auch große Dieselmotoren mit Flüssiggas betrieben werden können. Umgesetzt wird das Konzept von BU Drive, einer Tochtergesellschaft der Bücker-Gruppe (siehe Kasten am Ende des Artikels). Die Ingenieure aus Lingen mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung in der Revision von großen Dieselmotoren sind der ideale Partner, um die Greencar-Technologie praxisreif zu machen. Motorenbauer, Softwarespezialisten und Flüssiggas-Experten waren an der Entwicklung beteiligt, ebenso die Fachhochschulen

Heide/Holstein (Elektrotechnik) und Flensburg (Motorentechnologie). Greencar-Geschäftsführer Ingo Börner: »Unser Konzept ist einfach unschlagbar, da die Vorteile auf Anhieb überzeugen: Geringere Kosten bei gleichzeitiger Entlastung der Umwelt.« Der Motorbetrieb gemäß Dieselverfahren mit Dieselsteuergerät musste dabei auf Ottoverfahren mit Zündanlage und Gasmotorsteuergerät umgestellt werden. Zusätzlich erhielt der Motor ein elektronisches Steuergerät. Im Kern wurden lediglich das Kurbelgehäuse sowie einige Anbauteile wie Generator, Pumpen oder Anlasser aus einem konventionellen Actros-Diesel-Motor übernommen, sodass Greencar mit Recht von einer Eigenentwicklung spricht. Zudem muss – anders als bei Personenkraftwagen – nicht mehr auf die Ursprungsenergie für den Anlasser zurückgegriffen werden. Der Lkw ist auf monovalente, nur für Flüssiggas geeignete Fahrweise ausgerichtet und erlaubt getriebeseitig das Schalten von halben Gängen im vollautomatisierten 16-Schaltgetriebe.

Durch enorme Preissteigerung bei Treibstoffen ist der Betrieb mit Flüssiggas auch für große Nutzfahrzeuge rentabel geworden – gut für die Umwelt!

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Konstrukteur Dragan Popov (links) im Gespräch mit Staatssekretär Jost de Jager, energiepolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Manfred Ritzek.

Schadstoffreduktion

Besonderheiten des Gasmotors

Weniger Schadstoffe durch Flüssiggas-Antrieb • Verminderung von CO um bis zu 80 % • Verminderung von NOX um bis zu 80 % • Verminderung von HC um bis zu 60 % • Verminderung von CO2 um bis zu 15 % • Kein Partikelausstoß bei LPG • Verminderung von toxischen und gesundheitsschädlichen Emissionen, wie zum Beispiel polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Aldehyde, Benzole, Toluolen usw. CO = Kohlenmonoxid, hochgiftig, klimazerstörend NOX = Stickoxid, hochgiftiger Mitverursacher von saurem Regen HC = Kohlenwasserstoff, hochgiftig CO = Kohlenstoffmonoxid, hochgiftig, klimazerstörend

Quelle: Studie TÜV-Süd

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Beim Blick auf den umgerüsteten Dieselmotor stechen einige besondere Merkmale hervor: Er besteht aus einem Katalysator, einer eigenständigen Zündung und einem selbst entwickelten Steuergerät. In den Ansaugtrakt musste eine Drosselklappe integriert werden, da ein Dieselmotor bekanntlich über die Menge des Kraftstoffes geregelt wird, die Nutzung als Ottomotor mit Flüssiggas jedoch eine Lastreglung notwendig macht. Außerdem mussten für die Gastanks an den Seiten spezielle Halter entworfen werden, die zudem noch crashsicher sein und den Vorgaben des TÜV genügen mussten. Die für die Gemischbildung und Verbrennung wichtigen Teile werden eigens für den Greentec-Motor angefertigt beziehungsweise modifiziert. Im Vergleich zu einem Dieselmotor ist der GreentecMotor deutlich schadstoffärmer, er ist leistungsfähiger, leiser und dazu auch noch wirtschaftlicher. Der 13-Liter-Hubraummotor (6-Zylinder) mit 240 Kilowatt Leistung verfügt über eine Singlepoint-Flüssiggas-Einblasung, das heißt für jeden Zylinder kommen Einspritzventile zum Einsatz. Um die Prozesse zwischen dem originalen Diesel-Steuergerät und dem neu


Der bewährte V6-Motor des Daimler »Actros«, nach Umrüstung »wie neu«

eingesetzten Otto-Steuergerät zu synchronisieren, wurde eine eigens entwickelte Elektronik-Einheit, eine so genannte G-Box, zwischengeschaltet. Sie ist mit einem Mikrocontroller ausgestattet und steuert die Einspritzung des Additivs. Als Zündkerzen kommt ein speziell für den Gasbetrieb entwickeltes Modell zur Anwendung. »Damit ist die Anlage auf dem modernsten Stand.«, meint Ingo Börner und unterstreicht nochmals das hohe technische Niveau der Innovation. Nach der Abnahme durch den TÜV liegen nunmehr alle Gutachten vor, die dem Unternehmen eine ungewöhnliche und einzigartige Chance am Markt bieten.

durch einen LPG-angetriebenen Omnibus spürbar niedriger ist als bei einem Dieselmotor. Noch ausgezeichneter sind wegen der guten Verbrennungseigenschaften von Flüssiggas die Schadstoffwerte. Feinstaubpartikel sind fast überhaupt nicht zu ermitteln. Damit kommen die Greencar-Fahrzeuge locker über die Euro 5 und EEV Abgasnorm. Somit ist der Motor nicht nur äußerst umwelt-

Flüssiggas Das ist Flüssiggas Flüssiggas (Propan, Butan und deren Gemische) wird auch Autogas

Flüssiggas schont die Umwelt

oder LPG (= Liquified Petroleum Gas) genannt. Es wird als beson-

Dicke Pluspunkte sammeln die Flüssiggasfahrzeuge beim Klimaschutz: Flüssiggas ist umweltfreundlich. Obwohl auch Benzin- und Dieselmotoren etwas weniger Schadstoffe ausstoßen als noch vor zehn Jahren, stellen Giftstoffe wie Benzol und Rußpartikel weiterhin eine erhebliche Umweltbelastung dar. Gerade in der Stadt sollte ein schadstoffarmer Treibstoff erste Priorität haben. Die Umweltbilanz von Flüssiggas als Treibstoff ist hervorragend, stellte der TÜV-Süd in einer unabhängigen Studie fest (siehe Kasten). Die CO2-Reduktion gegenüber der gleichen gefahrenen Strecke mit einem Dieselfahrzeug beträgt rund 12 bis 15 Prozent. Auch nicht zu vernachlässigen ist, dass die Geräuschbelastung

ders leichtes Mineralölprodukt bei der Erzeugung von Erdgas und Rohöl sowie in den Raffinerien gewonnen. Gegenüber Erdgas hat Autogas den Vorteil, dass die Tanks kleiner sind und nur einen Druck von 8 bar (gegenüber ca. 200 bar bei Erdgas) aufweisen, da sich Autogas bereits bei geringem Druck verflüssigt und dann nur noch 1/260 seines gasförmigen Volumens aufweist. Der gegenüber Benzin und Diesel deutlich niedrigere Preis erklärt sich aus der günstigeren Besteuerung, die bis zum Jahr 2018 garantiert ist. Das Tankstellennetz wächst täglich, der derzeitige Stand liegt bei ca. 4.000 in Deutschland (Stand 1. November 2008)

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VW Bus in MIDI-Bus-Ausführung der Firma Kutsenitz, Mercedes Citaro im Stadtverkehr Pinneberg, Mercedes Citaro im Stadtverkehr Elmshorn, Mercedes Actros als Flüssiggas-Verteilerfahrzeug, alle mit Flüssiggasantrieb. freundlich, er ist auch zukunftsweisend und kann ohne Abstriche noch mindestens vier Jahre in der jetzigen Form auf dem Markt angeboten werden. Trotzdem will Greencar bis dahin nicht untätig sein. Geplant ist, in Itzehoe zusammen mit der Fachhochschule Heide noch im Jahr 2010 die Euro 6 Abgasnorm zu erreichen. Deshalb darf es nicht verwundern, dass bereits jetzt mehrere hundert Vorbestellungen bei Greencar vorliegen. Außerdem wird die kühne Idee dieses Unternehmens in das Buch »Die hundert besten Ideen des Jahres 2007«, das die Kommunikationsagentur Scholz & Friends herausgibt, aufgenommen.

Vorteile Flüssiggas Sieben Pluspunkte für Flüssiggas im Omnibus 1. deutlich niedrigere Abgaswerte 2. um 15 Prozent geringere CO2-Werte 3. geringere Lärmemissionen 4. günstiger Umrüstpreis durch Werksfertigung 5. deutlich niedrigerer Kraftstoffpreis 6. Niedriger Steuersatz für Autogas bis 2018 garantiert 7. Fördermittel der KfW-Bank möglich

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Flüssiggas hilft Betriebskosten sparen Beide Faktoren – Einsparung an Betriebskosten und Entlastung der Umwelt – zählen im Personennah- und Lastenverkehr in ganz besonderem Maße. Was die Ersparnis bei den Betriebskosten angeht, so zeigen unsere Tabellen den signifikanten Vorsprung des Flüssiggasantriebs sowohl vor dem Ergas- als auch vor dem Diesel-Omnibus. Beim Kraftstoffverbrauch wurde nicht auf den vom Hersteller angegebenen DIN-Verbrauch abgestellt, vielmehr sind die Zahlen das Ergebnis von mehreren Hunderttausend Test-Kilometern mit den entsprechenden Fahrzeugen. Einige Speditionen und Omnibusunternehmen haben bereits ihre eigene Flüssiggas-Tankstelle auf dem Betriebsgelände in Betrieb genommen: Gerade im Omnibusbetrieb ist damit völlige Unabhängigkeit von Tankstellen-Öffnungszeiten gewährleistet. In diesem Zusammenhang sollen zwei Zahlen für die betriebsinterne Kalkulation erwähnt werden: Kostet das Aufstellen einer Flüssiggas-Tankstelle für Omnibusse und Lkw um die 40.000 Euro, so erfordert eine betriebseigene Erdgas-Tankstelle die Investition von satten 500.000 Euro. Stichwort Tankstelle: Ein Unternehmer, der eine LPG-Tankstelle betreibt, ist besonders von der Sauberkeit des Treibstoffs angetan: »Die Sauberhaltung der Zapfeinrichtung und deren Umgebung erfordert bei Flüssiggas erheblich weniger Auf-


Prüfstand der Firma GREENCAR mit dem Mercedes Actros Motor (235 KW)

wand als bei Dieseltreibstoff – ich spare hier also noch zusätzlich.« Fazit: Autogas als Treibstoff für Busse und Lkw bietet unterm Strich deutliche Vorteile, sowohl in Bezug auf eine deutliche Einsparung in Euro und Cent als auch in Hinsicht auf deutlich reduzierte Schad-

stoffe. Zwei gewichtige Argumente, die auch die Wiener Verkehrsbetriebe überzeugt haben: Inzwischen fährt die gesamte Autobusflotte (zirka 500 Busse) mit Flüssiggas. Dragan Popov

Die Unternehmen BU Drive Bücker + Essing

Insgesamt erzielten die beteiligten Unternehmen im vergangenen Jahr

Das Unternehmen Bücker + Essing wurde 1963 von Josef Bücker und

einen Umsatz von mehr als 40 Mio. Euro und beschäftigen rund 250 Mit-

Herrmann Essing als Instandsetzungsbetrieb für Motoren gegründet.

arbeiter. In Lingen ist man stolz darauf, wirtschaftlich unabhängig zu sein.

Durch Wachstum und Neugründungen wuchs die Firma zur Unterneh-

www.bu-drive.de

mensgruppe mit zehn Tochtergesellschaften. Das Leistungsprogramm

Greencar

umfasste zunächst die Überholung von Kurbelwellen, Bohren und Honen

Greencar ist ein junges Unternehmen mit Sitz im Innovationszentrum

von Motorblöcken und Zylindern sowie Dreh- und Montagearbeiten.

IZET in Itzehoe in Deutschland, das sich in erster Linie mit der Techno-

Im Jahr 2000 übernahm Dr. Carsten Bücker das Unternehmen und form-

logie flüssiger Gase und mit entsprechenden Motoren beschäftigt. In

te einen zukunftsorientierten Systemanbieter für Antriebstechnik. Im Jah-

Zusammenarbeit mit den Fachhochschulen Heide und Flensburg hat

re 2008 wurden die Firmen BU Turbo Systems, BU Bücker & Essing und

Greencar nach mehrjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit sein

die Schmitz & Krieger Gruppe aus Köln unter dem Dach der BU Drive

Projekt zur Serienreife gebracht. Geschäftsführer ist Ingo Börner, Projekt-

GmbH zusammengeführt, um gemeinsam neben regionalen auch deut-

entwickler Dragan Popov. Greencar arbeitet auch mit dem österreichi-

sche und internationale Kunden zu gewinnen: Dies sind große PKW- und

schen Unternehmen J.S. EnviTec Umwelttechnologie GmbH im Bereich

Nutzfahrzeughersteller, Fahrzeugteile-Großhändler, Betreiber von Fahr-

Abgasreduzieung eng zusammen.

zeugflotten, Stationäraggregaten und Industriemotoren.

www.greencar-consult.de

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© Huber / PIXELIO.de

© Bernd Loewe / PIXELIO.de

DIE WÜSTE

lebt

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Wüste Eines der Hauptprobleme der Menschheit ist mit Sicherheit die Überbevölkerung und in weiterer Folge die damit einhergehende Nahrungsmittelknappheit in verschiedenen Ländern der Erde. Um dieses Problem bewältigen zu können, müssen wohl Forschung und Wissenschaft ungewöhnliche Wege einschlagen. Einer davon könnte darin bestehen, die Algentechnologie einzusetzen um die Wüsten der Erde zum Leben zu erwecken…

E

Ein wichtiger Impulsgeber in Johann Staudingers zeugt, dass es durchaus lohnend wäre, die Forscherleben war Axel Limberg mit seinem Buch unfruchtbaren und kargen Landschaftsge»Das Plankton Manifest«. In seinem Buch führt biete der Erde produktiv zu nützen und der Autor aus, wie Algen die Welt verändadurch wieder Leben in die Wüsten zu bringen. Bedenkt man, dass jährlich dern könnten. Er meint, dass nur ein Tausende an Quadratkilometern Prozent der gesamten Wüstenfläche Land austrocknen und zu Dürregegenüge, um darauf eine riesige bieten werden, kann man Johann Algenzucht aufzubauen und TreibStaudinger und Axel Limberg nur stoff, Strom und Gas für die gesamte zustimmen und hoffen, dass in naher Menschheit ohne negative Auswir© Kerstin Schlitter/Lightpainter Photography Zukunft konkrete Schritte in Richtung kungen auf das Klima zu erzeugen. Wiederbelebung der Wüsten gesetzt Mit der Planktonindustrie ließen sich werden. somit die größten Probleme der geNur wenn sich die Planktonindustrie samten Weltbevölkerung lösen und weltweit etablieren kann, können die eine neue industrielle Revolution einzehn Thesen des Plankton Maniläuten. fests, die von Axel Limberg in seinem Im Gegensatz zu Axel Limberg, der Buch aufgestellt und von Johann davon ausgeht, dass AlgenzuchtanStaudinger entsprechend seiner lagen in Gegenden mit wenig SonÜberzeugung im Punkt drei ergänzt nenenergie nicht wirtschaftlich seien, wurden, bestätigt werden. betont Johann Staudinger, dass die1. Ökologische und gesellschaftliche Missstände zwingen die se nachhaltige Industrieform nicht nur in der Wüste sinnvoll wäre, Menschheit, Zusammenleben und Wirtschaften grundlegend zu sondern weltweit dort angesiedelt werden sollte, wo die CO2Emissionen entstehen. Die Voraussetzung dafür ist natürlich ein verändern. System, wie es Johann Staudinger entworfen hat, welches ohne 2. Jeder Mensch ist Teil der globalen Schicksalsgemeinschaft. Nur großen Energieaufwand auch in Ländern mit wenig Sonnenenergie wenn diese Gemeinschaft zu einer Weltgesellschaft heranreift, funktioniert. Nichtsdestotrotz ist auch Johann Staudinger überwerden sich die Missstände beseitigen lassen.

Große Herausforderungen warten auf Lösung: die Erderwärmung, der ungerechte Welthandel und die desolate Lage Afrikas.

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© Michael Wolf / Wikipedia

© Zaunkönig / Limberg

In Schläuchen wird hier Plankton gezüchtet.

Die genügsame Jojobapflanze dient der Festigung des Wüstenbodens. Mit ihren Pfahlwurzeln hält sie das Erdreich zusammen. 3. Die vielschichtigen Herausforderungen lassen sich mit einer einzigen Strategie bewältigen: Der Zucht von marinen Mikroalgen auf allen Kontinenten und auch in den Wüsten der Erde. 4. Die Planktonwirtschaft bietet den Ärmsten eine historische Chance. Armut, Hunger, Durst und Überbevölkerung können damit überwunden werden. 5. Der neue Rohstoff ist energetisch universell einsetzbar. Das Plankton kann die fossilen Energieträger Erdöl, Kohle und Erdgas komplett ersetzen. 6. Durch die Planktonindustrie kommen natürliche Kreisläufe wieder in Gang. Atmosphäre und Böden werden entlastet. Fischbestände, Urwälder und Süßwasserreserven erholen sich. 7. Die Machthaber der Gesellschaft können die Planktonwirtschaft nur bremsen. Die Gesellschaft selbst wird die neue Wirtschaft verhindern, wenn sie ihre Wertvorstellungen nicht ändert. 8. Sanfter Kapitalismus mit ökologischen und sozialen Standards muss als Grundlage des weltwirtschaftlichen Handelns durchgesetzt werden. 9. Nur wer die Komplexität der natürlichen Systeme in ihrem Zusammenspiel mit dem menschlichen Handeln begreift, wird die richtigen Lösungen finden. 10. Wer nicht an die Machbarkeit der Ideen in diesem Manifest glaubt, soll erklären, warum es möglicher sein soll, Menschen auf den Mond zu schicken. Begeben wir uns nun in die Wüste und beobachten wir, wie die kleinen Mikroalgen mit dem seltsamen Namen Nannochloropsis salina ans Werk gehen und unterstützt durch die richtigen Technologien Stück für Stück Leben in die Wüste bringen: Die Wüste. Trockene und heiße Tage, kalte Nächte. Keine Vegetation, kaum Tiere. Endlose Flächen voll Sand. Unvorstellbar, wie hier Leben entstehen und existieren soll…

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© Zaunkönig / Limberg

In groß angelegten Pilotprojekten wird untersucht, ob und wie sich die Idee, mithilfe von Algen und Sonnenenergie die größten Probleme der Menschheit zu lösen, verwirklichen lässt: Klimakatastrophe, Welthunger und Energiekversorgung. Doch nun werden riesige Becken ausgehoben, mit Folie ausgekleidet und mit Wasser aus einem nahe gelegenen Meer befüllt. Und schon geht die Algenzucht los. Sonne ist in ausreichendem Maße vorhanden und spendet den Algen Licht und Wärme, Meerwasser steht ebenfalls reichlich zur Verfügung. Weiters benötigen die Algen CO2 und ein wenig Dünger. Da Algen wesentlich schneller wachsen als Landpflanzen, dauert es nicht lange und die Algenzucht ist in vollem Gange. Den für die Algenproduktion benötigten Strom liefert eine Photovoltaik-Anlage, die die Strahlungsenergie der Sonne auffängt und in Strom umwandelt. Zur Festigung des Bodens und als Schutz vor Erosion durch Wind werden langlebige und kräftige Jojobapflanzen gepflanzt. Dieser wild wachsende, immergrüne Strauch stammt aus der Halbwüste Sonora und ist für das Leben in der Wüste perfekt gerüstet: Seine Wurzeln können bis zu einer Tiefe von sechs Metern eindringen. Seine nussähnlichen Samen enthalten das wertvolle Jojobaöl, das aufgrund seiner pflegenden und schützenden Eigenschaften vor allem für Kosmetikprodukte verwendet wird. Parallel zur Zucht von pflanzlichen Mikroalgen wird in einem separaten Becken Zooplankton, das sich von Pythoplankton ernährt und den Sauerstoff aus der Algenproduktion konsumiert, kultiviert. Um ein Ausfischen der Meere zu vermeiden, werden auch Fische, deren Nahrungsbasis wiederum das Zooplankton ist, gezüchtet. Ein ungewöhnlicher Weg um Überbevölkerung, Armut, Hunger und das Energieproblem aus der Welt zu schaffen, nicht wahr? Aber so könnte es funktionieren… Vorausgesetzt die Menschheit denkt um und beginnt im Einklang mit der Natur zu handeln. Jeder Einzelne ist aufgerufen seinen Beitrag für eine intakte Umwelt zu leisten, die Natur zu respektieren und seine Wertvorstellungen zu ändern, damit die Kinder dieser Erde auch morgen eine lebenswerte Welt vorfinden!

Tipps zum Thema Das Plankton-Manifest Edition Zaunkönig

Axel Limberg

Am Hasenberge 35

D-22335 Hamburg

www.plankton-manifest.de

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JOJOBAÖL

Flüssiges Gold

Rosino / Flickr / edited by Buchling

Schon die indianischen Ureinwohner der Baja California wussten die pflegende und heilende Wirkung des Jojobaöls zu schätzen. Sie gewannen das kostbare Öl aus den Samen des Jojobastrauches und verliehen ihm wegen seiner goldgelben Farbe die Bezeichnung „Flüssiges Gold“.

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Gesundheit

Der Jojobastrauch, eine trockenresistente, immergrüne Wüstenpflanze, kann ein Alter von bis zu zweihundert Jahren erreichen.

© Kerstin Rosenberg

Die Baja California ist eine langgezogene und schmale Halbinsel im Westen Mexikos. Dort, am östlichen Küstenstreifen, befindet sich die Wüste Sonora, eine der größten und artenreichsten Wüstenregionen der Welt, die sich über das westliche Mexiko bis nach Arizona und Kalifornien erstreckt. Sie ist die Heimat des begehrten Jojobastrauches, aber auch zahlreicher Kakteenarten und Lebensraum vieler Reptilien. Der Jojobabusch, eine trockenresistente, immergrüne Wüstenpflanze, kann ein Alter von bis zu zweihundert Jahren und eine Wuchshöhe zwischen zwei und fünf Metern erreichen. Die langen, tief in den Boden eindringenden Wurzeln ermöglichen dieser Pflanze das Überleben in der kargen und trockenen Wüstenlandschaft. Ihre nussähnlichen Samen enthalten ein gehaltvolles flüssiges Wachs, das üblicherweise als Öl bezeichnet wird, auch wenn diese Bezeichnung nicht ganz korrekt ist. Dieses hochwertige Pflanzenwachs zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralien, Proteinen und durch eine günstige Fettsäurenzusammensetzung aus und sollte in der Hautund Haarpflege am besten naturrein und kalt gepresst angewendet werden. Denn nur in seiner reinen Form kann dieses Öl seine magischen Eigenschaften, die ihm die Indianer zuschrieben, voll entfalten. Es ist leicht entzündungshemmend, nahezu geruchlos und besitzt einen natürlichen Lichtschutzfaktor von drei bis vier. Vor dem Sonnenbad aufgetragen fördert das Jojobaöl eine gleichmäßige und lang anhaltende, tiefe Bräune der Haut. Aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung wird es nicht ranzig, sondern hält sich auch ohne Konservierungsstoffe mehrere Jahre lang. Dadurch ist es das ideale Basisöl für die Zubereitung von Kräuteröl. Es ist für

Jojobaöl wird wegen seiner vorzüglichen Eigenschaften in der Kosmetik verwendet. Es dient beispielsweise der Hautstraffung oder als Massageöl. Es kann auch der Nachbehandlung von Narben dienen.

alle Hauttypen, sogar für überempfindliche Haut, bestens geeignet, schützt vor Austrocknung und versorgt die Haut mit viel Feuchtigkeit. Da es einen dünnen Lipidfilm bildet, bleibt die Feuchtigkeit in der Haut gebunden, und die Haut fühlt sich zart und weich an. Jojobaöl regt den Hautstoffwechsel an, sodass eine raschere Zellerneuerung stattfinden kann. Diese bereits den Ureinwohnern Mexikos bekannte Eigenschaft macht es zu einem hervorragenden Mittel für die Wundbehandlung oder für die Nachbehandlung von Narben. Überdies strafft Jojobaöl die Haut und wirkt Fältchenbildung und Cellulite entgegen. Als Massageöl eignet es sich zur Vorbeugung gegen Schwangerschaftsstreifen. Bei der Behandlung von Akne pflegt dieses kostbare Pflanzenwachs ohne zu fetten die entzündeten Hautschichten von innen heraus und lässt Entzündungen abklingen. Das Jojobaöl wird sehr schnell von der Haut aufgenommen und dringt leicht bis in die untersten Hautschichten ein. Auch bei der Behandlung von Neurodermitis lassen sich erstaunliche Erfolge verzeichnen. Beautiful Life

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© Stan Shebs/Wikipedia

Die Frucht des Jojobabusches enthält eine ölartige Substanz, die in vielfältiger Weise Verwendung findet. Jojobaöl im Shampoo befreit von Schuppen, strafft die Kopfhaut und verleiht dem Haar natürlichen Glanz und Fülle. Man kann es pur in die Haarspitzen massieren um Spliss und Haarbruch vorzubeugen. Jeder kann selbst sein herkömmliches Shampoo mit einigen Tropfen Jojobaöl aufwerten und Kopf und Haar auf sanfte und wirkungsvolle Art verwöhnen. Johann Staudinger hat ein ganz besonderes Geheimrezept der Medizinmänner für sich entdeckt: Johanniskraut und Jojobaöl ergeben zusammen ein wundervolles Kräuteröl, das bei Gelenksbeschwerden wahre Wunder wirkt. Dazu sollte das Johanniskraut um die Sommersonnwende gepflückt werden, am besten mittags, wenn die Sonne scheint, und anschließend im Mörser zerdrückt werden, damit die Wirksubstanzen austreten und sich noch besser mit dem Jojobaöl vermischen. Diese Mischung aus Johanniskraut und Jojobaöl lässt man für drei Monate an einem sonnigen Platz ruhen. Das Ergebnis ist eine äußerst wirkungsvolle Kombination, die bewirkt, dass das rötliche Öl und mit ihm alle Wirkstoffe des Johanniskrautes direkt in die Gelenke gelangen und dort ihre heilende Wirkung entfalten können. Werden schmerzende Gelenke täglich mit diesem Öl massiert, verschwinden die Beschwerden, bestätigt uns Johann Staudinger, der es an sich selbst getestet hat und es jedem, der unter Gelenksbeschwerden leidet, bestens empfehlen kann. Sämtliche Probleme mit seinen Fingergelenken wurden durch die täglich Massage mit dem besonderen Kräuteröl beseitigt, obwohl ihm sein Arzt zuvor versichert hatte, dass es unmöglich sei von seinen Gelenksschmerzen vollständig befreit zu werden. Jojobaöl wird in der Kosmetikerzeugung als Basisöl oder als Zusatzstoff für zahlreiche Pflegeprodukte verwendet, aber auch in der Industrie ist es ein begehrter Rohstoff für die Herstellung von

Schmiermitteln, Treibstoffen, Wachsen und Kunststoffen. Da der weltweite Bedarf an Jojobaöl nicht durch die wild wachsenden Pflanzen gedeckt werden kann, wird in vielen Teilen der Welt der Jojobastrauch in Plantagen kultiviert. Der große Nachteil des Plantagenanbaus liegt in der Verwendung von giftigen Spritzmitteln, die sich nachteilig auf die Qualität des Öls auswirken. Außerdem kommt es leider vor, dass das Jojobaöl gestreckt wird und es dadurch viele seiner hochgeschätzten Eigenschaften einbüßt. In der Kosmetikbranche wird sehr gerne mit den wertvollen Wirkstoffen des Jojobaöls geworben. Allerdings stellt sich beim genaueren Hinsehen oftmals heraus, dass viele Produkte entweder nur minderwertiges Öl aus herkömmlichem Plantagenanbau oder nur eine winzige Spur des Öls enthalten. Ein Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe ist sehr empfehlenswert. Ist das Jojobaöl am Ende der Liste zu finden, kann davon ausgegangen werden, dass tatsächlich nur eine verschwindend geringe Menge des Öls enthalten ist und die erwünschte Wirkung womöglich ausbleibt. Daher sollte man beim Kauf von Jojobaöl bedenken, dass nur solches reinster und ausgezeichneter Qualität seine magische Wirkung zum natürlichen Wohle von Haut und Haar entwickelt und eine hochwertige Haut- und Haarpflege ohne Chemie garantiert. So ein ausgezeichnetes Öl verdient wahrlich die Bezeichnung »Flüssiges Gold«!

Jojobaöl regt den Stoffwechsel an, sodass eine raschere Zellerneuerung stattfinden kann.

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Tipps zum Thema Jojoba Strauch, der in Halbwüsten und Wüsten wächst Information: http://de.wikipedia.org/wiki/Jojoba


Die Kraft deiner heilenden Gedanken

Š Gerd Altmann - geralt / PIXELIO.de

Du bist was du denkst und vieles mehr Begegnungen mit Menschen und Landschaften dieser Erde Eine meditative Bilderreise zu dir selbst 62

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Spirit Der starke Glaube an die Durchführbarkeit einer Sache ist die Grundlage von schöpferischem Handeln. Dazu gehört primär der Glaube an sich selbst und an die unbegrenzten Möglichkeiten, die das Universum uns zur Verfügung stellt. Die Kraft des Geistes und der eigenen Gedanken bilden mit unserem Unterbewusstsein eine starke Einheit, durch die wir Unglaubliches erreichen können. Jeder Mensch besitzt durch seinen Geist die Fähigkeit die Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

I

Ich bin, was ich glaube und was ich aus mir mache. Der Glaube schafft Realität durch Quanten. Gedanken lassen diese Realität entstehen, wie Jane Roberts, das amerikanische Medium, einmal gesagt hat: »Gedanken sind Materie im statu nascendi (im Zustand des Geborenwerdens).« Gedanken sind reine Energie und können positiv wie negativ von uns eingesetzt werden. Meistens werden sie unbewusst negativ verwendet, so wie »Ich bin nichts wert, kann zu wenig, bin zu dick, zu unsportlich, zu arm, zu dumm,…« Die Vorstellung von dem, was ich von mir glaube, beeinflusst in hohem Maß meine persönliche Realität.

Leben ist Wandel

Ich bin der Fels, die Wassertiefe. Ich bin nicht hier, die Natur zu beherrschen oder sie auszubeuten, ich bin selbst die Natur. Was wirklich zählt, ist die Schönheit, die wir in unser Leben bringen, die Art, wie wir unsere Verantwortung und unsere Pflichten gegenüber unserem Schöpfer erfüllen.« (Weißer Bär, Hopi) Während vieler Reisen und Expeditionen rund um die Welt durfte ich erleben, wie vielfältig, kreativ und einzigartig sich die Schöpfung in Natur und Mensch entfaltet. Auch wenn das eine oder andere Ritual eines Naturvolkes für uns unverständlich, grausam und blutig erscheint (zum Beispiel in Indonesien, Brasilien oder anderen Ländern), so ist es doch aus dem Überlebensinstinkt eines Volkes heraus entstanden, frei jeder Beurteilung. Wenn wir die Schönheit und Mannigfaltigkeit der Natur sowie ihre kosmischen Gesetzmäßigkeiten schätzen lernen, werden wir erkennen, dass alles von einem höheren Geist beseelt ist und unsere negativen Gedanken und Muster im Hinblick auf die Schöpfung als Ganzes völlig unangebracht sind. Ich erspüre die Kraft hinter allem und schließe meinen Geist daran an. Ich meditiere, bete, ich bin einfach in der Natur und verbinde meinen Geist mit dem kosmischen Feld in Stille. Ich bin ich selbst, der, der ich wirklich bin. Dabei werden neue Gedanken auftauchen und Bilder erscheinen, die einen anderen Blick auf unser Leben ermöglichen und uns unterschiedliche Optionen zeigen.

Was wir über uns denken beeinflusst uns in einem wesentlich stärkeren Ausmaß als uns bewusst ist.

Verändern wir unser Bewusstsein (unser bewusstes Sein), unsere Werte, Einstellungen oder Muster, so verändern wir auch die Kraft um uns herum, unsere direkte Umgebung. Veränderungen sind oft nur durch Lernprozesse erreichbar. Wir lernen meist durch intensive Gefühlszustände wie zum Beispiel Leid, Schuldgefühle, Schock, Freude oder Liebe, durch die wir alte Muster loslassen und neue Erkenntnisse gewinnen und so an Erfahrung wachsen. Wachstum an Erfahrung und Bewusstsein erfolgt auf physischen, emotionalen und geistigen Ebenen. Der Mensch ist eingebettet in ein großes, kosmisches Netz und kann nur durch das harmonische Zusammenspiel aller Kräfte existieren. Bilder von naturverbundenen Menschen, Ritualen, Landschaften und Tieren sollen zur Rückbesinnung beitragen, dass wir Teil dieser Natur sind, eingeflochten in die kosmische Ganzheit. »Ich bin das Land, meine Augen sind der Himmel, meine Glieder die Bäume.

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© dieter / PIXELIO.de

ICH BIN NICHT ALLEIN Durch Bewusstheit uns selbst und unserer Umwelt gegenüber können wir erkennen, dass wir Teil eines Ganzen sind. Durch dieses Erkennen und Erfahren der göttlichen Kraft in allem werden wir unsere eigenen Heilkräfte aktivieren können, aber auch unsere Beschränkungen sehen. Ich werde meiner Intuition vertrauen, meine Kreativität ausleben können und auf ein spontanes Leben im Hier und Jetzt zusteuern. In der chinesischen und indischen Medizin bedeutet das Leben in der Ganzheit, früher wie heute, dass sich unser Organismus in ausgewogener Balance befindet. Dann erst ist ein Zustand, den wir als »Gesundheit« bezeichnen, erreicht. Wir werden krank, wenn der Körper nicht mehr imstande ist, durch innere und äußere Balancestörungen hervorgerufene Ereignisse abzuwehren. Erst wenn es gelingt, einen Zustand des

IN DER MITTE SEINS

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BEWUSSTSEIN ERZEUGT RESONANZ IM POSITIVEN UND NEGATIVEN Unsere körperlichen Mechanismen werden von unseren bewussten Überzeugungen gelenkt und nicht umgekehrt, das heißt unsere Vor- und Einstellungen sowie unsere Glaubensmaxime, die wir uns im Laufe des Lebens angeeignet haben, prägen unsere Realität und Erfahrung. Wir sind für den »Druck«, der auf uns lastet, für den Ärger, den wir haben, in einer gewissen Weise selbst verantwortlich und können diese Situationen verändern, wenn wir auch bereit sind, Veränderungen in uns selbst in Kauf zu nehmen und die Verantwortung dafür zu tragen. Gelingt es uns mehr unser intuitives Selbst wahrzunehmen und auf jene Botschaften aus unserer tiefsten Mitte des Seins zu hören, werden wir ein komplett anderes Selbstverständnis und Bewusstsein von unserem eigentlichen Wesen und der Welt erhalten. Meist jedoch befinden wir uns in einem Konflikt, der dadurch entsteht, dass wir zwar jene intuitiv für uns richtigen Impulse wahrnehmen, aber dann, aus welchen Gründen auch immer, nicht fähig sind, diese im täglichen Leben umzusetzen. Dieses Spannungspotenzial zwischen intuitivem Wissen und davon differentem Handeln lässt in uns gewisse Glaubensleitsätze entstehen, als Rechtfertigung vor uns selbst, weil wir genau so und nicht nach unserem intuitiven Gefühl handeln.

Intuition vermehrt in unser Leben einzubeziehen gibt uns einen Zugang zu einer Energie, die als besondere Form der Liebe bezeichnet werden kann.

zu erreichen, wird jener innere Friede, jene Stille, Ruhe und Klarheit, die damit verbunden ist, eintreten und wir werden heil. Heilwerden ist aber nicht nur auf den Körper beschränkt, sondern betrifft vor allem unsere Seele. Ich durfte Menschen kennenlernen, die körperlich schwer krank waren und daran auch starben, doch die geistigen Veränderungen in dieser Zeit des Krankseins waren so gravierend, dass viele von ihnen auf seelischer Ebene großes Heil erfahren durften. Der Intuition zu vertrauen bedeutet den Geist für höhere Ebenen und Wahrheiten zu öffnen, demütig zu sein und klar entscheiden zu lernen, was individuell wichtig ist. Zu erkennen was jeder für sich tun sollte; nicht was er tun möchte, aufgrund von gefärbten Ideen, Dogmen, Vorstellungen, Zwängen, Trieben und Süchten. Die Intuition vermehrt in unser Leben einzubeziehen gibt uns einen Zugang zu einer Energie, die auch als besondere Form der Liebe bezeichnet werden kann. Durch sie wird es uns immer mehr gelingen, Einfluss in schöpferische und kosmische Gesetzmäßigkeiten zu erhalten. 64

Babaji sagt dazu: »Es ist die Vereinigung mit Gott durch die bewusste Hochzeit von Geist und Herz in der Liebe.« Dies ist der Prozess der Selbstverwirklichung und Gottesverwirklichung. Wenn wir uns selbst kennen, dann und nur dann können wir in Gott unseren Schöpfer erkennen. Als Jesus sagte: »Erkenne dich selbst«, bezog er sich auf die Selbsterkenntnis. Wenn wir erkennen, wer wir sind und warum wir hier sind, wenn wir die unbewusste Anstrengung »Gott zu sein« fallen lassen und wahrhaft erkennen, wer wir wirklich sind innerhalb des allumfassenden Gottes, dann werden wir in der ewigen Präsenz von Gottes Willen leben.


© Oskar Günther / PIXELIO.de

Hält dieser Zustand der Selbsttäuschung länger an, kann es zu Spannungen in unserem Organismus kommen, der freie Fluss von Qi wird gestört, die Homöostase wird unterbrochen und krankhafte Symptome können entstehen. (Der Mensch verbraucht so seine gesamte »adaptive Energie«.) Leben wir im Alltag bewusster, wird es auch möglich sein, unsere intuitiven Erfahrungen besser aufzunehmen. In umgekehrter Weise wird unser Bewusstsein gefördert, wenn wir mehr auf unsere Intuition eingehen. Sind wir uns einmal im Klaren darüber, dass wir unsere Erlebnisse, Einstellungen, (Vor-)Urteile, Eindrücke, Verhaltensmuster und Systeme verändern können, werden wir auch erkennen, dass wir von dem, was wir glauben, sehr oft in unserem Leben eingeschränkt werden und uns selbst in einen »Rahmen« hineinversetzen, der unsere mögliche Freiheit beengt. Sind wir uns dieses limitierenden »Rahmens« einmal bewusst, können wir ihn zuerst vorsichtig erweitern und dann eventuell komplett weglassen, wodurch sich für uns völlig neue Dimensionen eröffnen. Bei den meisten Menschen aber besteht die Tendenz, sich mit jenem »Rahmen«, jenen Überzeugungen, Vorstellungen und Ideen zu identifizieren. Identifikationen des eigenen Ichs mit der Religion, dem Beruf, dem Auto, dem Haus oder dem Titel, um nur einige zu nennen. Wir sind aber nicht jener »Rahmen« oder jenes Konzept. Wenn ich mich von meinem »Rahmen« befreie, werde ich mein wahres Selbst erkennen. Wir sind letztendlich die Schöpfer unserer persönlichen Willenskraft. Viele, die krank sind, können nichts anderes tun als ständig über ihre Krankheit zu erzählen. Dadurch verhärten sie ihren Zustand, denn die Kraft der Gedanken und des Geistes kann nicht nur heilen sondern auch zerstören. Gelingt es diesen Kranken, in ihre Vorstellungen ein Bild des Gesundheitszustandes zu projizieren, ist der erste Schritt für eine positive Veränderung bereits getan.

ALLES IST MIT ALLEM VERBUNDEN Der Mikrokosmos kommuniziert mit dem Makrokosmos. Ich habe bei meinen Vorträgen immer wieder erlebt, dass oft ein einziger Satz zu einer gravierenden Veränderung im Leben von Menschen geführt hat. Wenn der Zeitpunkt stimmt, geht der Mensch mit dem tieferen Inhalt eines Satzes in Resonanz, und innere Erkennungsprozesse kommen plötzlich ins Bewusstsein, wie wenn eine Tür geöffnet und ein neuer Raum betreten wird. Zur symbolhaften Öffnung jener imaginären Türe dient das Symbol einer Achatscheibe. Der Achat gehört zur Kristallgruppe der Quarze, besteht aus Siliziumoxid und gilt seit altersher als Schutzstein, der die Selbstheilungskräfte, sowie das »Zellbewusstsein« fördert. Im spirituellen Bereich hilft er uns bei der Suche nach der Wahrheit. Einer der Räume wurde mir in der Zeit, als ich John de Ruiter in Kanada besuchte, geöffnet, und es entstand eine kleine Sequenz von Gedichten, welche ich Metamorphosen nenne. Sie sind zwischen den Texten eingefügt.

Gelingt es einem Kranken, sich den Gesundheitszustand vorzustellen, ist der erste Schritt zu einer positiven Veränderung bereits getan.

Wünsche dir deine Veränderung Glaube an deine Veränderung Werde zu dem, was du glaubst

MEINE EIGENE REISE Im Alter von 19 Jahren führte mich meine erste große Reise nach Indien, wo ich eine so differente Welt und Kultur kennen lernen durfte, dass dies für mich der Anfang einer Faszination am Reisen, an Abenteuern und der spirituellen Suche war. So verbrachte ich 1,5 Jahre in Asien und 1,5 Jahre in Südamerika, machte Diavorträge über meine Reisen und Expeditionen in die Urwälder des Amazonas, mit deren Erlös ich teilweise mein Medizinstudium finanzierte, welches ich nach zwölf Semestern beendete. Nach der dreijährigen Ausbildung zum praktischen Arzt führte mich meine Reise neun Monate zur UNO auf die Golanhöhen in Syrien. Diese obligatorische Militärzeit als praktischer Arzt im Camp nützte ich insofern, dass ich in der Abgeschiedenheit des Militärcamps mein damals begonnenes Psychologiestudium mit der Diplomarbeit Beautiful Life

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© Holger Meyer / PIXELIO.de

über den Golan abschloss. Das Thema der Arbeit lautete: »Der österreichische UN-Soldat im Interaktionsfeld israelisch-arabischer Konflikte«. Diese Zeit war für mich emotional eine der schwersten, da sich meine damalige Freundin und jetzige Frau gerade von mir getrennt hatte. Die Einöde und Isolation des Camps ließen mein Herz bluten, und erst durch die Einnahme eines homöopathischen Mittels konnte ich über diese Krise hinauswachsen. Ein darauf folgender dreimonatiger Aufenthalt in China ließ mich meine Kenntnisse in Akupunktur vertiefen. Als chinesischer Soldat verkleidet, auf der Ladefläche eines Schmuggler-Lkws verborgen, reiste ich mit meinem amerikanischen Freund Gino 1000 Kilometer von Lhasa nach China. Verhaftet und wieder freigelassen erlebe ich die chinesische Okupation in Tibet mit all ihrer Macht. Ich bin überwältigt vom Glauben an die spirituelle Kraft vieler Tibeter. Diese Präsenz im gegenwärtigen Moment zu sein, trotz widrigster Umstände, ließ auch in mir eine neue Form der Wahrnehmung entstehen. Ein mehrjähriges Training zum Qi Gong Lehrer bei Dr. Gerhard Wenzel half mir meinen eigenen Energiekörper und den von anderen Menschen besser zu verstehen und auch regulativ in gewissem Maße therapeutisch zu beeinflussen. G. Wenzel verstand und versteht es auf faszinierende Weise sein umfassendes Wissen über Qi Gong und die chinesische Medizin zu vermitteln. Das regelmäßige Üben von Qigong lässt meinen unruhigen Geist etwas zur Ruhe kommen und ich lerne mehr nach innen zu schauen. Der Prozess der bewussten Verlangsamung meines sonst hektischen Rhythmuses ist ein langer Weg und immer noch im Gange. Ich lerne immer mehr mich auf Wesentliches zu fokussieren und erlebe die Freiheit nicht um jeden Preis »auf allen Kirchtagen« dabeisein zu müssen. 1991 begann ich mit meiner Ausbildung zum Facharzt für Zahn-

heilkunde und eröffnete danach eine naturheilkundlich orientierte Zahnarztpraxis in Klagenfurt. Das Wissen, das ich auf meinen Reisen erworben hatte, versuchte ich so weit als möglich in die Zahnheilkunde zu integrieren. Meine Vision eines ganzheitlichen Therapiezentrums wurde 2004 von mir in die Realität umgesetzt. Der Umbau eines älteren Hauses nach energetischen Kriterien brachte ein Gebäude hervor, das den Besucher beim Betreten in eine andere Welt eintauchen lässt. Im Sinne der Informationsarchitektur erschuf ich durch energetisch wirksame geometrische Muster, Kristalle und mentale Muster »Raumgitter«, die über Resonanzprinzipien harmonikale und heilsame Strukturen entstehen lassen – ein so genanntes »resonanzoptimiertes Gebäude«. Neben der ganzheitlich orientierten Zahnarztpraxis arbeiten im OASIS-Therapiezentrum praktische Ärztinnen, Shiatsu- TCM- Musik- und Farb- Therapeutinnen, Kosmetiker, Masseusen und Energetiker. Während meiner Ausbildung wurde ich immer wieder magisch von den tropischen Regenwäldern in Peru, Brasilien, Venezuela und Kolumbien angezogen. Ich besuchte dabei viele Naturvölker und Stämme, deren Abgeschiedenheit, Naturverbundenheit und alte Traditionen im Konflikt zum nicht mehr aufzuhaltenden Einfluss der Zivilisation standen. Die Erkenntnisse einiger südamerikanischer Schamanen eröffneten mir ihre Sichtweise der Natur und des Kosmos. Ich erinnere mich an ein Ayahuasca- Ritual im Urwald des Amazonas mit einem peruanischen Schamanen vor 19 Jahren. Die Geräusche des Dschungels, die Trommeln und schamanischen Gesänge in Verbindung mit der Heilpflanze Ayahuasca erzeugten ein einzigartiges Energiefeld, in dessen Wirkungsfeld ich eintauchen durfte um die Verbindung von Mensch und Kosmos zu erfahren. Das einfache Leben vieler Naturvölker im Urwald zeigte mir, wie komplex und hochgezüchtet unsere eigene Umwelt und unsere Bedürfnisse bereits sind. Obwohl diese Menschen in ständigem

Das regelmäßige Üben von Qigong lässt meinen unruhigen Geist etwas zur Ruhe kommen und ich lerne dadurch mehr nach innen zu schauen.

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© Gerd Altmann - geralt / PIXELIO.de

Konflikt mit alten Traditionen und neuen so genannten Zivilisationserrungenschaften sind, strahlen viele von ihnen eine große Zufriedenheit in Bezug auf sich selbst und ihre Umwelt aus. Ich merke, wie klein meine großen Probleme sind, im Verhältnis zu den Umwälzungen, die ihnen bevorstehen. Der Amazonas gibt mir immer wieder die Möglichkeit zurückzuschalten, mein Leben durch Betrachten der Dinge, wie sie sind zu verändern und neue Richtungen einzuschlagen. Immer wieder erlebte ich auf Reisen Menschen, die von einer so tiefen Spiritualität erfüllt waren, dass ich von ihnen wie magisch angezogen wurde. Aus der anfänglich regelrechten Sucht nach Abenteuer, Lust nach körperlichen Abenteuern jeglicher Art wurde eine Suche nach dem Sinn, dem Unbekannten, Mystischen, Verborgenen, den unerforschten Kräften in mir. In Indien besuchte ich mit meiner Frau Irene Sri HWL Poonjaji (Papaji) in Lucknow, einen über 80jährigen Meister des Seins, der die Kunst des Lebens im Hier und Jetzt lehrte. Bei Poonjaji erfuhr ich die Kraft des Egos, meines Egos. Durch verschiedene Erlebnisse wurden mir meine Illusionen und Masken widergespiegelt. Die äußeren Schichten öffneten sich teilweise, und ich bekam einen kleinen Blick auf mein eigentliches Wesen. Verändert kehrte ich nach Hause zurück, musste aber nach einigen Monaten erkennen, dass ich trotzdem immer wieder in alte Muster zurückfiel. Amma Amritananda Mai und Sai Baba im Süden gaben uns einen Einblick in die Kunst der bedingungslosen Hingabe an die göttliche Kraft. Die Kraft, die vom Berg Arunachala in Mahadaliburam beim Ashram von Ramana Maharshi ausgeht, muss man selbst erfahren und ist nicht in Worten auszudrücken. Wenn es magische Orte gibt, wo die Kraft der Visualisation und des Glaubens schnell umgesetzt wird, dann im Umfeld dieses heiligen Berges. Mein Weg führte mich während einer meiner vielen Reisen nach

Indien auch nach Auroville, ein Gebiet, in dem 40 Nationen in Frieden, nach den spirituellen Gesetzen von Paramahansa Yogananda und »the mother«, leben. Dr. S. Brijish Maha Avatar Babaji, der von Yogananda in seinen Büchern beschrieben wird, lebt in den Bergen des Himalajas im Norden von Indien. Er ist ein großer Arzt, Heiler, Lehrer und Avatar und begleitet und unterstützt uns immer wieder auf unserer Reise. Wie stark die Kraft Gottes sein kann und welche unglaublichen Fähigkeiten ein Mensch besitzt, durften wir einige Tage in Brasilien bei Thomas Green Morton, einem der größten parapsychologischen Phänomene, erleben. Es ist schwer, das bei ihm Erlebte zu beschreiben, da es kaum zu glauben ist. Bei John de Ruiter, einem Mann, der die Herzens-Wahrheit gefunden hat und sie in »meetings«, einer Art Workshop rund um die Welt weitergibt, durften wir viele persönliche Veränderungen erfahren. Seine Präsenz übte einen nachhaltigen Einfluss auf mein Wesen aus. So lernte ich im Laufe der Jahre viele Heiler und Schamanen, Medien und große Lehrer kennen, welche für auf mein Wesen aus. So lernte ich im Laufe der Jahre viele Heiler und Schamanen, Medien und große Lehrer kennen, welche für mich zu einer Art Katalysatoren wurden und mein Leben und das meiner Familie ständig veränderten. Ich habe dabei stets versucht aus den verschiedenen Kulturkreisen die für mich entscheidende Essenz herauszufiltern und in mein Weltbild zu integrieren und es zu erweitern. Dies bedeutet nicht, dass diese Essenz für jeden momentan Gültigkeit haben muss, denn der objektive kritische Beobachter wird sich wiederum nur das herausholen, was für seine persönliche individuelle Entwicklung notwendig ist. Meine Reise hat vor 44 Jahren begonnen und wird immer interessanter, doch je mehr Antworten kommen, desto mehr Fragen tauchen auf. Ich weiß, dass ich im Grunde nichts weiß und doch ist alles in mir. DDDr. Christian Kobau

Je mehr Antworten kommen, desto mehr Fragen tauchen auf. Ich weiß, dass ich im Grunde nichts weiß, und doch ist alles in mir.

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Das Wasser

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der Weltrekorde

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Wasser Weltrekorde sind eine Domäne von Menschen, oder zumindest von Lebewesen – glaubt man. Doch auch Wasser kann sich durch rekordverdächtige Eigenschaften auszeichnen, wie der erfolgreiche österreichische Erfinder, Wasserexperte und Anwendungsforscher Johann Staudinger eindrucksvoll unter Beweis stellt. Dank eines speziellen Herstellungsverfahrens hat er ein Wasser entwickelt, das sechs „Weltrekorde“ hält und für die Gesundheit des Menschen neue Maßstäbe setzt.

© Martina Taylor/ PIXELIO.de

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Alles begann im Jahre 1967, als der heute 62-jährige Oberösterreicher Johann Staudinger in den deutschen Elektrokonzern Telefunken eintrat. Wie er selbst sagt, hat damit sein Wissenschafts- und Forscherleben seinen eigentlichen Anfang genommen. Durch seine 30-jährige Tätigkeit bei Telefunken eignete er sich ein profundes Wissen über Energiesysteme, Wasserver- und -entsorgung sowie Reinraum- und Klimatechnologie an. Sein Hauptinteresse galt jedoch schon bald dem Phänomen Wasser und seinen zahlreichen schillernden und phantastischen Facetten. Während er sich in alles vertiefte, das mit dem Thema Wasser zu tun hatte, reifte in ihm der Wunsch heran, Möglichkeiten zu finden, um die Qualität und Bekömmlichkeit von Wasser zu steigern. Er suchte nach einem Verfahren, das nicht nur einzelne Aspekte und Wirkungsweisen dieses Mediums wie Information, Magnetismus, Mineralien und Sauerstoffgehalt positiv beeinflusste, sondern das alle Vorteile des Wassers verstärkte und bewahrte – und das ohne

jegliche Nachteile. Ein ehrgeiziges Ziel. Doch nach über dreißig Jahren intensiver Forschung wurde er schließlich fündig …

Die Kraft der Ionisation Das von Johann Staudinger entwickelte und patentierte Verfahren bewirkt vor allem eines: Es verbessert die molekulare Bindefähigkeit des Wassers und damit die Körpergängigkeit. Erreicht wird dies, indem das Wasser eine verstärkte, elektrische Ladung erhält, die beim Trinken auch sofort an das Blut weitergegeben wird. Durch die verbesserte Bindefähigkeit des Blutes können mehr Sauerstoff und Wirkstoffe zu den einzelnen Körperzellen gelangen und umgekehrt Kohlendioxid und Verbrennungsrückständen aus der Zelle effektiver abtransportiert werden. Das heißt, bei Menschen, aber auch Tieren und Pflanzen, stellt sich ein verbessertes zelluläres Ver- und Entsorgungssystem ein. Die Stoffwechselaktivität wird gesteigert, die Verdauung positiv beeinflusst und die psychische und physische Leistungsfähigkeit erhöht.

Wasser ist der Stoff, der Leben auf unserem Planeten möglich macht. Alle Organismen brauchen es als Transportmittel zur Versorgung ihrer Zellen.

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Wasserfälle erhöhen auf natürliche Art und Weise den Sauerstoffgehalt des Wassers. Vielleicht üben sie aus diesem Grund eine so starke Anziehungskraft auf uns aus. Die positiven Folgen sind deutlich spürbar: Man hat wieder mehr Lust auf Bewegung und der Körper kann sich nach starker Belastung schneller regenerieren, da mehr Kohlendioxid aus den Zellen entsorgt wird und der Körper folglich nicht übersäuert – Muskelkater gehört damit der Vergangenheit an. Eine bessere Ver- und Entsorgung in den Zellen geht aber auch mit einer Stärkung des Immunsystems einher; Allergien werden auf diese Weise weitgehend verhindert.

Eigenschaften, die einem Weltrekord gleichkommen und das gleich in sechs Disziplinen, aufwarten: 1. Es ist das einzige Getränk, das bis zu acht Gramm Kohlendioxid und bis zu 150 Milligramm Sauerstoff pro Liter – das ist bis zu 500mal mehr als bei herkömmlichem Wasser – aufnehmen und auch bei Druckentlastung behalten kann. Die Folge: kein Ausgasen der Kohlensäure während des Trinkens. Für seine Herstellung wird ausschließlich hochwertiges Quellwasser aus den österreichischen Bergen verwendet. 2. Es kann diese Fähigkeiten durch Mischen an normales Trinkwasser oder andere Getränke, sogar an Sekt, weitergeben. Im Gegensatz zu anderen kohlesäurehältigen Getränken bleibt die Spritzigkeit länger erhalten, und die Kohlensäure geht nicht verloren. Kohlensäure unterstützt die Verdauung und ist vor allem beim Genuss von fetten Speisen sehr wichtig, weil sie die Zerlegung der Fette begünstigt.

Johann Staudinger empfiehlt täglich ein Glas des nach seinem Verfahren verfeinerten Wassers pur zu trinken.

Weltrekord in sechs Disziplinen Als ein auf Fakten ausgerichteter, nüchterner Wissenschaftler legt Johann Staudinger übrigens größten Wert auf Messbarkeit und Reproduzierbarkeit seiner Forschungsergebnisse. Aus diesem Grund wurde 2008 eine medizinische Doppelblindstudie mit je 30 Personen durchgeführt, die diese einzigartigen Eigenschaften des auf diese Weise verbesserten Wassers bestätigte. Kein anderes im Handel erhältliches Wasser kann mit solchen 70

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Das von Johann Staudinger entwickelte und patentierte Verfahren erhöht den Sauerstoffgehalt in dem bekömmlichen im Handel erhältlichen Wasser. 3. Es ist das einzige Produkt, das seine besondere Bindefähigkeit von Geschmack, Wirkstoffen und auch Sauerstoff – selbst nach dem Öffnen – den ganzen Tag behält. 4. Durch den Sauerstoff, der nicht ausgast und somit im Getränk verbleibt, wird der Geschmack verstärkt, da Sauerstoff die Geschmacksnerven anregt. Werden Säfte mit diesem sauerstoffhaltigen Wasser verdünnt, schmecken sie genauso intensiv wie pur oder sogar intensiver. Das bedeutet auch weniger Kalorien bei vollem Geschmack. Das Dekantieren von Rotwein kann entfallen, wenn man einige Tropfen dieses Wassers hinzufügt. Durch den im Wasser enthaltenen Sauerstoff und die erhöhte Bindefähigkeit entfaltet der Wein sofort seinen vollen Geschmack und sein Aroma. 5. Es behält seinen Sauerstoff und die Kohlensäure sowie Vitamine und andere Nährstoffe auch bei Zimmertemperatur und in warmen Tees.

6. Auch die Verpackung ist einzigartig. Es wird in 3-lagig ausgeführten PET-Flaschen angeboten, wobei das Etikett statt Papier Aluminiumanteile enthält. Durch das Aluminium bildet die Verpackung sozusagen einen Faradayschen Käfig, der alle schädigenden Elemente wie Lichtelektrik aus der Umgebung und Schwingungen anderer Stoffe vom Wasser fernhält. Durch den Spezialverschluss lässt sich die Flasche mit nur einer Hand öffnen.

Kein anderes im Handel erhältliches Wasser kann mit den Eigenschaften dieses Wassers aufwarten.

Ein Wasser und sechs Weltrekorde! Dieses Lebenselixier hebt sich von allen anderen Wässern dieser Welt deutlich ab. Wollen auch Sie in den einzigartigen Genuss dieses Wassers kommen und sich selbst von seiner einmaligen Wirkung überzeugen? Unter dem Namen O2 alive ist es in vielen Supermärkten und in Drogerien erhältlich. Johann Staudinger empfiehlt täglich ein Glas davon pur zu trinken und wenige Tropfen davon anderen Getränken beizufügen, um seine einzigartige Fähigkeit auf diese zu übertragen. Beautiful Life

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Masaru Emoto

und das Wasser


Wasser Wasser ist eines der kostbarsten Güter unsere Erde. Es übt auf zahlreiche Wissenschaftler und Forscher eine magische Anziehungskraft aus, so auch auf Dr. Masaru Emoto, der seit vielen Jahren die Eigenschaften des Wassers erforscht und in Tausenden Bildern die verschiedenen beeindruckenden Gesichter von Wasser festhält. In zahlreichen Versuchen mit unzähligen Wasserproben konnte Dr. Masaru Emoto bestätigen, dass das Wasser in der Lage ist, Informationen zu speichern. Seine Faszination für das Element Wasser teilt der weltbekannte japanische Wasserforscher mit dem Oberösterreicher Johann Staudinger, den er erst kürzlich in Salzburg traf um persönlich eine Probe des Sauerstoffwasser O2 alive entgegenzunehmen.

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Unsere Handlungen, unsere Gefühle und unsere Worte sind in der Lage Wasser reiner und schöner zu machen, davon ist Dr. Masaru Emoto überzeugt. Als Johann Staudinger das spezielle, mit Sauerstoff versetzte Wasser O2 alive ins Leben rief, war es seine Absicht gewesen, die Qualität des Wassers so zu verbessern, damit es seinem erkrankten Freund im Genesungsprozess unterstützen konnte. Das Ergebnis seiner Bemühungen ist ein bekömmliches Wasser mit besonderen Eigenschaften, die tatsächlich Veränderungen im menschlichen Körper bewirken (siehe Artikel Wasser der Weltrekorde auf Seite 68). Den Beweis lieferte nicht nur Johann Staudingers Freund selbst, der wieder gesund wurde, sondern auch dessen Frau, die von ihrer Migräne geheilt wurde, nachdem sie zusammen mit ihrem Mann regelmäßig das durch Johann Staudingers Technologie verbesserte und mit Sauerstoff angereicherte Wasser getrunken hatte. Auch eine kürzlich durchgeführte medizinische Studie bestätigt die besondere Wirkung von O2 alive auf den Körper. Nun wird auch Dr. Masaru Emoto das Wasser O2 alive unter die Lupe nehmen und demnächst eine Aufnahme von den gefrorenen Wasserkristallen von O2 alive machen. Die Entstehungsgeschichte des O2 alive erinnert an die Entwicklung des Mikrocluster-Wassers durch Dr. Lee H. Lorenzen, der für seine geliebte Frau ein speziell behandeltes Wasser erzeugte, das sie von ihrer Krankheit heilte. Dr. Lee H. Lorenzen gelang es Wasser noch stärker zu machen, indem er es durch einen Laserstrahl laufen ließ und ein spezielles Magnetfeld anlegte. Er spezialisierte sich auf das Studium der Informationsspeicherfähigkeit von Mikro-

cluster-Wasser und konnte viele seiner Ergebnisse wissenschaftlich beweisen. Es war Dr. Lorenzen, der Masaru Emoto mit der Idee der Wasserforschung bekannt gemacht hatte. Das Zusammentreffen dieser beiden Männer endete in einer Zusammenarbeit, die seit 1986 bis heute andauert und bewirkt, dass die Wasserforschung und die neue Technologie zur Herstellung von Mikrocluster-Wassers vorangetrieben wurden. Seitdem ist Masaru Emotos ganzes Streben auf die Erforschung des Geheimnisses von Wasser ausgerichtet. Dr. Masaru Emoto wurde 1943 in Yokohama geboren. Er ist mit Kazuko Emoto verheiratet und hat drei Kinder. Er graduierte an der Universität von Yokohama im Fachbereich Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Internationale Beziehungen. 1986 gründete er die IHM Corporation in Tokio. Die Open International University verlieh ihm 1992 den Doktortitel in Alternativer Medizin. Jahrelang erforschte er die Eigenschaften des Wassers und kam dabei zu dem Schluss, dass Wasser die Fähigkeit besitzt, Informationen aufzunehmen, diese zu speichern und auch weiterzugeben. Dr. Masaru Emotos Bemühungen waren darauf ausgerichtet, Menschen zu helfen wieder gesund zu werden. Er erkannte die besondere Bedeutung des Wassers für den Menschen, der selbst aus durchschnittlich 70 Prozent Wasser besteht. Er begann zu verstehen, dass es wichtig ist, das Wasser unseres Körpers zu reinigen um gesund zu bleiben. Ebenso wie das Wasser des Flusses sollte auch unser Wasser ständig in Bewegung bleiben und durch positive Gedanken, Worte, Handlungen und Gefühle gereinigt werden.

Emoto erkannte die Bedeutung des Wassers für den Menschen, der selbst zu durchschnittlich 70 Prozent aus Wasser besteht.

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Das wichtigste Anliegen Dr. Masaru Emotos ist Heilung von Menschen durch Verbesserung der Wasserqualität.

Die Frage, ob es möglich sei, einen physikalischen Nachweis zu erbringen für die Fähigkeit des Wassers Informationen zu speichern, beschäftigte ihn sehr lange. Er wollte eine Möglichkeit finden um diese Eigenschaft für das menschliche Auge sichtbar zu machen. Eines Tages öffnete er zufällig ein Buch, und der Satz »Es gibt keine zwei identischen Schneekristalle« fiel ihm ins Auge. Die tiefe Bedeutung war für sein offenes Herz sofort verständlich. Die Idee, Wasser einzufrieren um Kristalle zu erhalten, die man fotografieren konnte, reifte und Dr. Masaru Emoto begann sofort mit seinen Versuchen. Unzählige Filmrollen mussten verbraucht werden, bis endlich das erste Foto vom Wasser, ein wunderschöner sechseckiger Kristall, gelang und ihn zufriedenstellte. In den folgenden Jahren entstanden Tausende Bilder von verschiedensten Wasserproben aus der ganzen Welt: von Flüssen und Seen, von Regenwasser und Sumpfwasser, von Quellwasser und von Leitungswasser zahlreicher Städte auf der ganzen Welt. In der Zwischenzeit hat sich Dr. Masaru Emoto zu einem Profi seines Handwerks entwickelt und eine spezielle Technik erarbeitet: Die Wasserprobe wird tropfenweise in Petrischalen bei –20 Grad Celsius für drei Stunden eingefroren. Dabei entstehen in den Schalen kleine Eistropfen mit einem Millimeter Durchmesser, die dann unter das Mikroskop zur Vergrößerung gelegt werden um fotografiert zu werden. Die erhaltenen Kristallbilder erweisen sich für Dr. Masaru Emoto als äußerst aussagekräftig und gewähren ihm einen flüchtigen Blick in eine Welt, die wirklich magisch ist. Durch die zahlreichen Versuche, die er unermüdlich fortsetzte, lernte er, dass selbst bei der gleichen Wasserprobe niemals identischen Kristalle entstehen. Jeder Kristall ist in seiner Struktur einzigartig und unterscheidet sich von den anderen Kristallen. Trotzdem lässt sich bei Kristallen der gleichen Wasserprobe die eindeutige Tendenz, einer bestimmten Struktur zu folgen, erkennen. Bei der Beurteilung der Kristalle sollte nicht vergessen werden, dass die Bilder nur die Bedingungen der betreffenden Wasserprobe für nur genau den Moment an genau dem Tag ausdrücken. Um die Analyse wissenschaftlich haltbar zu machen, lässt Dr. Masaru Emoto die Beobachtungen der Kristalle daher täglich an verschiedenen Orten durchführen und die Ergebnisse unter Mithilfe mehrerer Leute analysieren.

Auf diese Weise drang Dr. Masaru Emoto immer tiefer in die faszinierenden Geheimnisse des Wassers ein und lernte viele Gesichter der Wassers kennen, die er in mehreren Bücher zahlreichen Lesern auf der ganzen Welt offenbart, damit alle interessierten Menschen an seinen Erfahrungen teilhaben können. Sein Buch »Die Botschaft des Wassers« wurde in viele Sprachen übersetzt und weltweit verkauft. Die darin präsentierten Wasserbilder belegen, dass gesundes, reines Wasser sechseckige Kristallstrukturen herausbildet und krankes, stark verunreinigtes Wasser dies nicht tut. Masaru Emoto stellte fest, dass reines Quellwasser und Wasser, das mit Liebe behandelt wurde, gesund sind, während fast alle Leitungswasser, Wasser aus umgekippten Seen, Wasser, das Gifte enthält oder in der Mikrowelle war, krank sind. In zahlreichen Experimenten beschallte er Wasser mit verschiedenster Musik und erhielt verblüffende Ergebnisse. Moderne Musik wie etwa Hardrock und Heavy Metal verhinderte das Bilden schöner Kristalle, während klassische Musik die Bildung von regelmäßigen Kristallen förderte. Ebenso wie auf Musik reagiert die Struktur des Wassers klar, eindeutig und jederzeit reproduzierbar auf Schwingung, Gedankenkraft und Worte. Schreibt man Worte wie Liebe, Dankbarkeit oder Frieden auf ein Papier, das man auf ein Glas Wasser klebt, entstehen aus diesem Wasser wunderschön geformte Kristalle. Worte wie Hass oder Krieg verhindern die Kristallbildung nahezu völlig. Die schönsten und zartesten Kristalle entstanden, als das Wasser mit den Worten »Liebe und Dankbarkeit« konfrontiert wurde. Aus diesen Ergebnissen lässt sich die Erkenntnis ableiten, dass der Zustand des kostbaren Wassers durch Gedanken und Handlungen direkt beeinflussbar ist. Wir können davon ausgehen, dass unsere Gedanken und unsere Handlungen folglich auch einen tiefgreifenden Einfluss auf unsere Umwelt haben. Über positive Gedanken und Worte lässt sich dementsprechend Heilung des Wassers, der Menschen und der Erde erzielen, wohingegen negative Worte Zerstörungskraft enthalten. Dr. Masaru Emoto schreibt regelmäßig für das Magazin Beautiful Life eine Rubrik, in der er die Geheimnisse des Wassers und des Lebens für seine Leser lüftet. Ebenso wie das Wasser Dr. Masaru Emoto lehrte, wie zart und kostbar die menschliche Seele ist und wieviel Einfluss Liebe und Dankbarkeit auf die Welt haben können, dürfen auch wir durch die Botschaften des Wassers lernen und diese wertvollen Erkenntnisse in unserem täglichen Leben umsetzen. Wenn wir unser Leben bewusst durch eine Fülle an positiven Worten und Gedanken verändern, beeinflussen wir nicht nur unsere eigene Gesundheit und unser eigenes Wohlbefinden, sondern leisten auch einen Beitrag zur positiven Veränderung der uns umgebenden Welt.

Jeder Wasserkristall besitzt eine einzigartige Struktur und unterscheidet sich von allen anderen Kristallen.

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Dr. Masaru Emoto suchte nach einer Möglichkeit die Qualität von Wasser darzustellen und kam so auf die Idee, Eiskristalle zu fotografieren. Links ist Wasser zu sehen, das die Information »Du machst mich krank« erhielt, der Kristall im großen Bild bekam die Botschaft »Dankbarkeit«.

Ich bin glücklich!

Unendlichkeit

Lebenssinn


Faszination Schwingung

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Alles ist Schwingung. Schwingung berührt und beeinflusst jeden von uns direkt oder indirekt in unzähligen Bereichen unseres Lebens, sei es auf positive oder negative Art. Kaum jemand zweifelt heute ernsthaft an dieser universellen Tatsache, obwohl Schwingungen für unser Auge nicht sichtbar sind. Doch nur die wenigsten sind sich ihrer weitreichenden Auswirkungen auf unseren Alltag bewusst, etwa wenn es um die richtige Lagerung von Lebensmitteln geht. Der Anwendungsforscher Johann Staudinger ist vielen Aspekten des Phänomens „Schwingung“ nachgegangen und bringt Ihnen, lieber Leser, nun die Welt der Schwingungen auf anschauliche Weise näher.

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Schwingungen sind die zeitlich sich wiederholende Zu- und Abnahme einer physikalischen Größe, zum Beispiel das Hin- und Herschwingen einer Feder, einer Saite oder die Drehschwingung der Uhrenunruhe, die erregte Schwingung einer Wasseroberfläche. Auch zur Reinigung werden Schwingungen eingesetzt, etwa in Form von Schwingschleifern oder bei der Ultraschallreinigung. Diese Liste ließe sich noch endlos fortsetzen … Es ist faszinierend, ein bisschen tiefer in das Thema »Schwingungen« einzudringen und darüber nachzudenken. Es gilt heute als gesichert, dass unser Körper nicht nur über die Sinnesorgane, sondern auch über das vegetative Nervensystem Schwingungen empfangen kann – Schwingungen, die angenehm oder aber störend, ja sogar gesundheitsgefährdend sein können. Letzteres trifft auf negative Schwingungen wie etwa Lärm zu, egal ob am Arbeitsplatz, auf der Straße oder auf Baustellen.

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Schwingung

Unerkannte negative Schwingungen Meine persönlichen Erfahrungen und Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass auch solche Schwingungen eine negative Wirkung auf uns haben können, die man nicht sieht und hört, sondern denen man unbewusst ausgesetzt ist. Dies können beispielsweise Schwingungen sein, die von Fehlern bei der Lagerung oder dem Transport von Nahrungsmitteln herrühren und die vor dem Verzehr nicht erkennbar sind. Das kann bedeuten, dass man – ohne es zu ahnen – hochwertige biologische Getränke und Lebensmittel mit schädlichen Schwingungen einkauft. Gerade erstklassige Wässer in Glasflaschen sind davon betroffen und sollten deshalb nie zusammen mit Chemikalien und Reinigungsmittel gelagert werden. Von mir durchgeführte Untersuchungen belegen, dass jedes Produkt, zum Beispiel auch Chemikalien in Wasch- und Reinigungsmitteln, spezielle Eigenschwingungen

Durch Schwingungen kann Information von einem Körper auf den anderen übertragen werden, zum Beispiel durch Schall.

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Wenn man eine Flasche erstklassiges Mineralwasser neben Natronlauge oder einer anderen Chemikalie lagert, übertragen sich die Schwingungen auf das Wasser und machen es ungenießbar.

hat und dass gerade Glas eines der besten Medien zur Schwingungsübertragung darstellt. Ein Versuch, den jeder zu Hause durchführen kann, ist folgender: Man nehme eine Glasflasche mit sehr gutem Mineral- oder Quellwasser und lagere es neben einer Flasche mit Natronlauge oder einer anderen Chemikalie. Schon nach spätestens zwei Wochen ist das ursprünglich gesunde Wasser nicht mehr trinkbar! Dies ist ein verblüffend einfaches Beispiel dafür, wie sich negative Schwingungen durch falsche Lagerung selbst auf beste Nahrungsmittel übertragen und diese verderben können. Bestimmt haben Sie bereits von der berühmten Quelle von Lourdes gehört, wo aus einer Grotte eines der wertvollsten Wässer aus dem Fels sprudelt, das es gibt. Sehr viele Menschen nutzen den Aufenthalt an diesem christlichen Wallfahrtsort, um dieses heilige Wasser abzufüllen und mit nach Hause zu nehmen. Auch ich habe mich kürzlich aus diesem Grund dort eingefunden. Es war hochinteressant zu beobachten, dass manche Leute instinktiv das richtige Rezept zum Schutz dieses besonderen Wassers anwendeten. Durch Einwickeln in eine Alu-

folie entzogen sie dieses Wasser allen schädlichen Einflüssen wie Licht, Magnetismus und anderen negativen Schwingungen. Durch das Verpacken in Alugebinde kann man auch andere hochwertige Nahrungsmittel im Kühlschrank vor schädlichen Einflüssen wie dem Magnetfeld des Kompressors fernhalten. Beim Lagern von Getränken und Lebensmitteln sollte man also berücksichtigen, dass jeder Stoff eine Eigenschwingung hat. Beispiele für positive Schwingungen sind nicht nur die Schwingungen ausgewählter Wässer, die einzelne Körperregionen auf erfrischende Art und Weise zu massieren scheinen, sondern auch sanfte, angenehme Musik, bestimmte Pflanzen, die man als wohltuend empfindet, oder Farben, die einen je nach Stimmung zur Aktivität oder zur Entspannung anregen.

Jeder Mensch hat die Fähigkeit, durch die Schwingung seiner Stimme bei Tieren und Pflanzen Reaktionen hervorzurufen.

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Schwingung und Kommunikation Jeder Mensch hat die Fähigkeit, durch die Schwingungen seiner Stimme bei Tieren und Pflanzen Reaktionen hervorzurufen. Besonders erwähnenswert dabei ist der Umgang mit Hunden. Gehe ich beispielsweise mit meinem Schäfermischling Pauli einige Kilometer


© Gerd Altmann - geralt / PIXELIO.de

spazieren, so liegt es an mir, ihn mit sanfter Stimme zu beruhigen oder ihm durch Loben und Aussenden positiver Schwingungen ein Sicherheitsgefühl zu vermitteln. Es ist nicht die Bedeutung der Worte, es ist die Frequenz der menschlichen Stimme, die Hunde beruhigt oder sie erkennen lässt, dass sie etwas nicht gut gemacht haben. Ähnliches gilt für das Reich der Pflanzen. Sich an einen besonderen Baum zu lehnen, sich in ihn »hineinzufühlen« oder mit Pflanzen zu sprechen, mit ihnen liebevoll zu kommunizieren, löst bei vielen Menschen eine positive Stimmung aus, und – wie man heute weiß – die Pflanzen gedeihen besser. Alle Arten von Schwingungen, sowohl positive als auch negative, verursachen also eine entsprechende Wirkung in den verschiedensten Bereichen, wobei im Rahmen meiner Forschung stets die positiven Schwingungen im Vordergrund standen. Je nach ihrer Qualität schaffen Schwingungen auf diese Weise Harmonie oder Disharmonie. Ein anschauliches Bild dafür ist ein Orchester: Spielen die Musiker und der Dirigent harmonisch zusammen, ist dies für den Zuhörer ohne Frage ein wunderschönes Erlebnis. Ist jedoch nur ein einziger dabei, der immer wieder die Töne nicht trifft, wird aus der Harmonie unweigerlich eine Disharmonie. Dem guten Dirigenten obliegt es, die Harmonie wiederherzustellen.

Dasselbe Prinzip gilt nicht nur für Teams – egal ob im Sport, bei der Arbeit oder im Theater –, sondern überhaupt in allen Bereichen der zwischenmenschlichen Beziehungen. Wenn das Aussenden von Schwingungen vom Empfänger nicht verstanden wird, dann fühlen sich beide unwohl. Es gibt kein Verstehen, man ist sich nicht sympathisch, kurz: Es herrscht Disharmonie. Ganz anders dagegen, wenn die »Chemie« stimmt: Dann kann man sich glänzend mit jemandem unterhalten, ohne den anderen vorher jemals gesehen zu haben und ohne dass man immer der gleichen Meinung sein muss. Aus »unerklärlichen« Gründen empfinden beide Seiten Sympathie füreinander, und das Zusammensein mit diesem Menschen oder dieser Gruppe verläuft verblüffend harmonisch.

Wenn „die Chemie stimmt“, kann man sich glänzend mit einem Menschen unterhalten, ohne ihn zuvor kennengelernt zu haben.

Alles ist Schwingung

Diese Erkenntnis in unseren Alltag zu integrieren kann unser Leben enorm bereichern. Die Qualität unserer Nahrung und das Verständnis unserer zwischenmenschlichen Kontakte sind jedoch bei weitem nicht die einzigen Bereiche, die davon profitieren. Denn immerhin sind diese nur ein kleiner Ausschnitt aus der Welt der Schwingungen, aus dem universellen Spiel von Harmonie und Disharmonie, das alle Aspekte unseres Seins durchzieht … Johann Staudinger Beautiful Life

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TIMELKAM

DIE SONNIGE OASE FÜR CLEVERE KONSUMENTEN!

Timelkam, am Eingang zur Naturregion Salzkammergut in Oberösterreich, ist nicht nur Heimat von Hans Staudinger, einem der profundesten Anwendungsforscher Österreichs, sondern auch das Betätigungsfeld einer eingeschworenen und sehr aktiven Wirtschaftsvereinigung, der TIWI. Ähnlich dem gallischen Dorf nimmt dieser Wirtschaftsverein seit Jahren die Herausforderung an, sich im Umfeld der Bezirkshauptstadt Väcklabruck unverwechselbar zu positionieren. Zugegeben, es gibt viele Orte und Einkaufszentren, die größer sind und mehr Auswahl bieten als Timelkam. Das ist auch gut so, denn dieser Wirtschaftsstandort hat nie in seiner Geschichte auf Quantität gesetzt, sondern immer nur auf Qualität, sei es im Handwerk, im Handel, bei Dienstleistungen oder in der Gastronomie. 80

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Somit ist Timelkam immer ein überschaubarer Wirtschaftsstandort geblieben und versteht sich heute mehr denn je als Alternative für Menschen, die diesen anonymen und unüberschaubaren Einkaufszentren und Großmärkten nichts mehr abgewinnen können. Diese Genussmenschen mit eigenem und nicht fremdbestimmtem Hausverstand haben längst begriffen, dass die vielen Lockangebote von verschiedensten Einkaufszentren, Handelsketten und so weiter das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt wurden. Meist stellt sich nämlich heraus, dass der Preis gar nicht so preiswert ist, wie man zuvor bei oberflächlicher Betrachtung angenommen hat. Dazu kommt noch, dass das versprochene Einkaufserlebnis in den Shoppingzentren oft mit langem Parkplatzsuchen, lustlosen Verkäufern, die einen permanent missverstehen, genervten Konsumenten, die einen mit ihrem Einkaufswagen anrempeln, und vielem mehr endet.

Zum Glück gibt es sie noch, die Oase für clevere Konsumenten! Eingefleischte TIWI-Kunden schätzen daher schon seit langem das freundschaftliche Einkaufsflair, das einen in Timelkam erwartet. Fachgerechte und vor allem bedarfsgerechte Beratung wird hier nicht nur beworben, sondern findet tatsächlich statt. Wenn auch Sie auf der Suche nach den richtigen Produkten und Dienstleistungen, die Ihren Bedürfnissen tatsächlich gerecht werden, sind, dann sind Sie bei der Timelkamer Wirtschaft in den besten Händen. Fernab von Konsumzwang finden Sie in Timelkam eine Oase an qualifizierten Handwerks-, Gewerbe-, Dienstleistungs- und Gastronomiebetrieben.

Was bedeutet SUNNSEIT’N-CITY? Noch nie zuvor in der Geschichte der Timelkamer Wirtschaft hat es eine Werbekampagne gegeben, die derart polarisiert wie das Konzept »Sunnseit’n-City«. Die einen sagen »so ein Blödsinn, was da der Timelkamer Wirtschaft wieder eingefallen ist«, andere wiederum sind begeistert und finden es toll, wenn endlich wieder positive Werte in die sonst sehr oberflächliche Werbelandschaft, einziehen. Eines hat die Timelkamer Wirtschaft mit dieser Werbekampagne auf jeden Fall zustandegebracht – sie ist in die bewusste Wahrnehmung der Menschen in und um Timelkam eingedrungen, und das ist gut so. Im Zuge der Entwicklung dieser Werbekampagne haben sich die Vertreter der Timelkamer Wirtschaft und die Vorstandsmitglieder der Marktgemeinde sehr eingehend mit den Werbestrategien verschiedenster Firmen und Institutionen auseinandergesetzt. Und wenn man sich tatsächlich die Mühe macht und hinter die Kulissen

Timelkam der zigtausenden Werbebotschaften sieht, muss man mit Schaudern feststellen, dass in den letzten Jahren nur noch ein Thema vorherrscht: billig oder geschenkt. Wer es nicht glaubt, hier einige Beispiele dazu: jeder Handyanbieter spricht nur noch von »NullEuro-Gebühren«, eine namhafte österreichische Bank bewirbt seit geraumer Zeit seine Konten mit dem Slogan »nimm zwei, zahl keins«, ein Elektrogroßhändler spricht seit Jahren von »Geiz ist geil«. Bedenken sollte man dabei, wenn nichts mehr einen Wert hat, ist auch der Mensch und seine Arbeit nichts mehr wert. Viele von Ihnen werden jetzt denken, mich können diese Werbebotschaften nicht manipulieren. Falsch gedacht! Werbung funktioniert nämlich nicht auf der Bewusstseinsebene, sondern im Unterbewusstsein. Daher wirkt Werbung auch nur, wenn Sie kontinuierlich erfolgt und würde daher vielmehr die Bezeichnung »Propaganda« verdienen. Kontinuierliche Werbung verändert tatsächlich Menschen im Denken und Handeln, und so sind heute aus sparsamen Menschen geizige Menschen geworden, und Jugendliche, die zu hohe Handyrechnungen haben, behaupten heute, dass der Netzbetreiber schuld ist. Die Eigenverantwortung ist dabei gänzlich abhanden gekommen. Wird Ihnen schön langsam klar, was die Timelkamer Wirtschaft und die Marktgemeinde unter »Sunnseit’n-City« versteht? Sie möchte

Auf der Suche nach Qualität statt Quantität sind Genussmenschen bei der Timelkamer Wirtschaft genau richtig!

den Begriff »Sunnseit’n-City« so verstanden wissen, dass diese Botschaft eine Einladung an all jene Menschen ist, die diesen negativen Entwicklungen nichts mehr abgewinnen können und einfach auf die Sonnenseite des Lebens wechseln möchten. Fernab von Konsumzwang soll sich Timelkam als Ort der Gastlichkeit, des Handwerks, der Dienstleistung und des Handels entwickeln, in dem bedarfsgerechte Beratung nicht nur beworben wird, sondern tatsächlich stattfindet. Der Mensch steht dabei mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt. Besuchen Sie uns einfach in der Oase Timelkam – der einzigen österreichischen Sunnseit’n-City. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Beautiful Life

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Mag. Dalida Horvat

Gestatten, mein Name ist »Kamelo«! Immer wieder werden wir gefragt, warum wir das sympathische Kamel mit dem Namen »Kamelo« in unserer Kommunikation verwenden. Der Ursprung liegt darin, dass im Timelkamer Wappen ein Reiter auf einem Kamel dargestellt wird, über dessen Ursprung es zahlreiche Mythen gibt. So lag es für uns auf der Hand, diesen wichtigen Teil unseres Wappens für unsere Aktivitäten als unverwechselbares Symbol zu verwenden. Seit Jahren begleitet uns nun dieses Kamel und steht für Zuversicht, Kreativität und Kontinuität, drei Eigenschaften, für welche die Timelkamer Wirtschaft (TIWI) weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt ist.

Es lohnt sich hier zu investieren! Timelkam mit seinen mehr als 6000 Einwohnern ist ein lebendiger Ort mit hoher Kaufkraft. Eingebettet in einen der wichtigsten Industriestandorte Oberösterreichs, im Herzen des Bezirkes Vöcklabruck am Eingang zur Naturregion Salzkammergut, hat sich dieser Ort zu einem pulsierenden Wohn- und Wirtschaftsstandort entwikkelt – die Bevölkerungszahl steigt stetig. Das regionale Einzugsgebiet umfasst weitere 10.000 Haushalte. Mit Engagement und Zuversicht wird hier in enger Kooperation zwischen den kommunalen und wirtschaftlichen Vertretern an der Zukunft Timelkams gebaut. Sichtbares Zeichen dafür ist das neue Ortszentrum mit dem neuen Rathaus. Dieser visionäre Geist, der von diesem Zentrum ausgeht, dient als Leitgedanke für die Weiterentwicklung Timelkams – der sonnigen Oase für clevere Men82

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Wer sich fragt, wie das Kamel nach Timelkam kommt, findet hier vielleicht eine Antwort. schen. Kompetenz, Innovation und Menschlichkeit sind die drei Säulen dieses Wachstums. Timelkam ist aber auch ein geschichtsträchtiger Ort, in dem die Symbiose zwischen Vergangenheit und Gegenwart deutlich spürbar ist. Beispiele dafür sind der Marktturm, die Ruine Wartenburg, Schloss Wartenburg, die St. Anna Kirche in Oberthalheim, die evangelische Kirche im Ortszentrum und viele weitere Denkmäler, die es wert sind besichtigt zu werden. Nutzen Sie diese positive Kraft und informieren Sie sich über die Möglichkeit Ihren Betrieb in Timelkam anzusiedeln. Wenn Sie Fragen dazu haben, stehen Ihnen gerne folgende Personen mit Rat und Tat zur Seite: Bürgermeister Johann Riezinger, Johann Fuchs (TIWI Obmann), Manfred Mayrhofer (Vorsitzender Ortskernbelebung) und Norbert Kronberger (Marketingverantwortlicher TIWI).

Tipps zum Thema Timelkamer Wirtschaft im Internet: www.tiwi.at Verkehrstechnische Vorteile bei der Anfahrt: Linz und Salzburg 45 Minuten; Wien, Graz, Innsbruck und München rund 2 Stunden, Bayern und Tschechien: rund 1 Stunde


Energie sehen, fühlen, erleben.

Eintritt

frei!

Tauchen Sie in die faszinierende Welt des elektrischen Stroms ein und erfahren Sie spielerisch alles, was Sie über Energie, Energieeffizienz und Versorgungssicherheit wissen möchten. In der neuen Ausstellung Stromgeschichten erleben Sie, wie findige Forscher in den letzten Jahrhunderten das Phänomen Elektrizität für den Menschen nutzbar gemacht haben.

www.energieag.at/erlebniswelt

ERLEBNIS WELT ENERGIE, Kraftwerk 4850 Timelkam, Mühlfeld 2 Mo – Fr (werktags) bis 30. 10. & lt. Fahrplan der Museumsbahn Ampflwang-Timelkam (www.oegeg.at)

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Es wird heute sehr viel darüber gesprochen, dass es an der Zeit ist, der Umwelt unter die Arme zu greifen. Wir alle wissen aber, dass sich die klimatischen Veränderungen vom Reden alleine nicht mehr aufhalten lassen. Die J•S EnviTec ist ein weltweit agierendes Unternehmen, das sich auf die CO2 Reduktion durch Rauchgasextraktion und gleichzeitige Umwandlung des CO2 zu verwertbarem O2 spezialisiert hat. Mit dieser evolutionären Biotechnologie made in Austria sind wir bereits heute in der Lage den weltweiten CO2 Ausstoß nicht um 20 %, sondern um 90% zu reduzieren und das innerhalb kürzester Zeit. Dadurch gewährleisten wir unseren Nachkommen eine Welt, in der es sich lohnt im Einklang mit der Natur zu leben. Und Sie können uns dabei unterstützen. Wie? Ganz einfach, wo immer Sie auf Umweltprobleme stoßen, bringen Sie unser Unternehmen ins Gespräch, wir haben die Lösung dafür.

J•S EnviTec Umwelttechnik GmbH Steinhüblstraße 1 · 4800 Attnang-Puchheim · Österreich Tel.: +43 (0) 7674/206 25 · Fax: +43 (0) 7674/206 26 E-Mail: office@jsenvitec.at · www.jsenvitec.at

J S EnviTec Umwelttechnik GmbH

Visionen und Wirklichkeit

Special Beautiful Life Special

g Evolutionäre Biotechnologie g IRENA / MASDAR Fabriken ohne Schornsteine Masaru Emoto Algenzeitalter g Visionär Johann Staudinger * * * * * * Daniell Porsche

www.nkp.at

Heute an morgen denken.

SONDERAUSGABE 1

Beautiful Life JOHANN STAUDINGER: VISIONEN WERDEN WIRKLICHKEIT

Special

Visionär auf dem Boden der Realität Johann Staudingers Lösungen für eine lebenswerte Zukunft

Evolutionäre Biotechnik made in Austria Pilotanlagen auf dem Gelände der Energie AG

Die Rückkehr des Algenzeitalters Algen halten die Erde für uns bewohnbar

Die emissionsfreie Zukunft beginnt heute J•S EnviTec-Anlagen wandeln CO2 in O2 um

ohne J•S EnviTec

mit J•S EnviTec

MASDAR Emissionsfreie Stadt

MEDICAL WELLNESS • VISIONEN • GANZHEITLICHES DENKEN • WASSER • ENERGIETECHNIK

Profile for Maria Pflug-Hofmayr

Beautiful Life  

Special edition of the lifestyle-magazine Beautiful Life

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