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BULLET|N MÄRZ 2013

«Noch heute profitiere ich sehr von der Ausbildung HF» PIER-FRANCESCO FERRARI, ODEC-MITGLIED INTERVIEW SEITE 14

Fragen an Nationalrat Peter Schilliger, Beirat des ODEC SEITE 11 Questions au CN Peter Schilliger, membre du Conseil consultatif de l’ODEC PAGE 24

||| Rudolf Strahm: Berufsbildung – Ein Schicksalsjahr hat eben begonnen ||| SBFI – Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation

||| Révision de la loi sur les bourses ||| SEFRI: Secrétariat d’Etat à la formation, à la recherche et à l’innovation


Entscheiden Sie sich für ein flexibles und praxisnahes Fachhochschulstudium!

Up-grade für HF Absolventen (Passerelle) zum BSc FH Nächster Studienbeginn: Up-grade 16. April 2013

Executive Master of Business Administration FH Master of Advanced Studies FH in Unternehmensführung, Dienstleistungsmanagement, Eco Economics, Unternehmenskommunikation u.v.m.

Nächste Studienbeginne: 16. April 2013 | 19. April 2013

Alle Semester im Masterstudium können stufenweise als CAS absolviert werden.

Professional Bachelor ODEC Für eine bessere berufliche internationale Mobilität. www.odec.ch/pbac_d

Informationsveranstaltungen: Montag, 11. März 2013, 18 Uhr Montag, 25. März 2013, 18 Uhr Montag, 6. Mai 2013, 18 Uhr Private Hochschule Wirtschaft PHW Bern Max-Daetwyler-Platz 1, 3014 Bern, direkt bei der S-Bahn-Station Wankdorf Telefon 031 537 35 35, E-Mail info@phw-bern.ch, www.phw-bern.ch


EDITORIAL

ODEC-Bulletin 1|2013

IN H A LT 3 4 5 6 7 8 9 11 12 13

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Editorial Diplomfeiern Register HF und Titel Impressum Salärbroschüre HF 2013/2014 News zu Höheren Fachschulen Rudolf Strahm: Ein Schicksalsjahr hat eben begonnen ODEC Newsletter Fragen an unseren neuen Beirat Peter Schilliger SBFI – Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation Ausbildungsbeitragsgesetz in der Vernehmlassug ODEC-Info Interview mit ODEC-Mitglied Pier-Francesco Ferrari KMU SWISS Forum vom 16. Mai 2013 ODEC Education ist neu platziert Bildungsangebote HF Gönnermitglieder SO MMA IRE

19 Offres de formation ES 21 Editorial Impressum 22 Registre ES et titres Membres bienfaiteurs 23 Brochure «Salaires ES 2013/2014» 24 Peter Schilliger au Conseil consultatif ODEC 25 Repositionnement du site ODEC Education Révision de la loi sur les bourses 26 SEFRI: Secrétariat d’Etat à la formation, à la recherche et à l’innovation 27 ODEC-Info

Eine weitere Runde in der Entwicklung der Bildungslandschaft Schweiz wurde zu Beginn dieses Jahres eingeläutet. Mit dem neuen Bildungsdepartment Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) wurden die formalen, schweizerisch geregelten Bildungen neu in einem einzelnen Departement zusammengefasst. Was dies zum heutigen Zeitpunkt für die Berufsbildung, die Höhere Berufsbildung oder die Hochschulen im Einzelnen bedeutet, kann noch nicht abgeschätzt werden. Eine Bildungsstrategie ist noch nicht bekannt. Die Organisationsstruktur lässt jedoch ahnen, dass die Hochschulen (Tertiär A) eine massive Aufwertung mit zwei eigenen Bereichen erhalten. Dem gegenüber wird die Höhere Berufsbildung (Tertiär B) «nur» ein Anhang des Bereichs Bildung sein. Trotz mehrfacher Aufforderung von verschiedensten Seiten, schlägt damit auch das neue Bildungsdepartement eine bessere Anerkennung der Höheren Berufsbildung in der Organisationsstruktur aus. Es scheint, dass Departemente länger brauchen, um sich einer realitätsnahen Organisationsstruktur anzupassen. Mehr auf Seite 12. Neben der richtigen Positionierung in der Bildungslandschaft, ist es noch um einiges wichtiger, sich in der Wirtschaft richtig zu positionieren. Wichtige Elemente zur Positionierung der HF-Diplomierten hat der ODEC in den letzten Jahren aufgebaut und diese werden auch intensiv genutzt:

Salärbroschüre HF 2013/2014 Die Salärstudie HF wird bereits das sechste Mal durchgeführt. Die daraus resultierende Salärbroschüre HF zeigt die Salärmöglichkeiten für HF-Absolventinnen und -Absolventen auf und bietet Transparenz bei den Löhnen. Der Wert eines Studienabschlusses wird von mehreren Faktoren bestimmt, dabei fällt dem Lohn nach HF-Abschluss und dem Karrierepotenzial eine wichtige Bedeutung zu. Beides wird in der Salärbroschüre HF eindrücklich ausgewiesen. Die Umfrage zur Salärstudie ist eröffnet (siehe Seite 6).

Registrierung der HF Diplome Das Register HF (www.odec.ch/register) erhält mit jeder Registrierung einen höheren Stellenwert. Bis Ende Januar 2013 haben bereits über 2’200 Diplomierte ihren HF-Abschluss eintragen lassen. Damit ist es eines der grössten Register von Abschlüssen einer einzelnen Studienstufe. Lesen Sie mehr auf Seite 5.

HF-Bildungsangebote Eine Übersicht über die HF-Bildungsangebote ist notwendig. Im Gegensatz zu den Hochschulen mit jeweils meist über 2’000 Studenten sind die Höheren Fachschulen in rund 170 mittlere und meist kleinere Schulen mit weitaus weniger Studenten aufgeteilt. Unsere Übersicht auf www.odec.ch/bildungsangebote zeigt die ganze Bandbreite der HF-Bildungslandschaft überschaubar auf. Wer einen HF-Bildungsgang sucht, wird auf unserer Website fündig. Weiteres auf den Seiten 19/20. Sind dies alles Positionierungsarbeiten von denen alle profitieren können, so werden wir in der Juni Ausgabe des Bulletins neue oder ausgebaute Leistungen aufzeigen, die nur den Mitgliedern des ODEC und der Wirtschaft nutzen. Ich danke Ihnen für Ihre treue Unterstützung. Urs Gassmann, Geschäftsführer ODEC

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ODEC-Bulletin 1|2013

DIPLOMFEIERN

ODEC-Präsenz an Höheren Fachschulen Vom 28. Oktober 2012 bis zum 27. Januar 2013 repräsentierte ODEC an folgenden Diplomfeiern den Verband und zeichnete diverse beste Diplomnoten aus:

ibW Höhere Fachschule Südostschweiz Diplomfeier vom: 02.11.2012 Beste Diplomnote: Michael Keel Fachrichtung HF: Holztechnik

Höhere Fachschule Medizintechnik, Sarnen Diplomfeier vom: 02.11.2012 Beste Diplomnote: Peter Moser Fachrichtung HF: Medizintechnik

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SIB Schweizerisches Institut für Betriebsökonomie, Zürich Diplomfeier vom: 22.11.2012 Beste Diplomnote: Marianne Weimer Fachrichtungen HF: Betriebswirtschaft, Marketingmanagement Repräsentant ODEC: Mirko Ganarin

Berufsbildungszentrum Dietikon BZD Diplomfeier vom: 14.12.2012 Beste Diplomnoten: Nico Jordi, Daniel Kramer Fachrichtungen HF: Logistik, Mechatronik Repräsentant ODEC: Jürg Köchli

KV Luzern Berufsakademie

IBZ / zti Techniker HF, Aarau

Diplomfeier vom: 09.11.2012 Beste Diplomnote: Fabian Müller Fachrichtung HF: Betriebswirtschaft Repräsentant ODEC: Roger Bieri

Diplomfeier vom: 24.11.2012 Fachrichtungen HF: Hoch-, Tiefbau, Betriebs-, Elektro-, Haus-, Informatik-, Kunststofftechnik, Maschinenbau Repräsentant ODEC: Urs Völlmin

ABB Technikerschule, Baden

TEKO Schweizerische Fachschule

Diplomfeier vom: 16.11.2012 Beste Diplomnote: Banjamin Brun Fachrichtungen HF: Informatik, Logistik, Betriebs-, Energie-, Konstruktions-, Systemtechnik Repräsentant ODEC: Mirko Ganarin

Diplomfeier vom: 24.11.2012, Luzern Beste Diplomnote: Danijel Cvetkovic Fachrichtungen HF: Maschinen-, Elektrotechnik, Telematik, Informatik, Hochbau Repräsentant ODEC: Mirko Ganarin

Baugewerbliche Berufsschule Zürich

Diplomfeier vom: 29.11.2012, Basel Beste Diplomarbeiten: Benjamin Müller, Gerhard Roth Fachrichtungen HF: Betriebs-, Hochbau-, Maschinentechnik Repräsentant ODEC: Jonas Gysin

Diplomfeier vom: 16.11.2012 Beste Diplomnote: Cyrus Housseini Fachrichtungen HF: Heizung, Klima, Sanitär, Innenarchitektur Repräsentant ODEC: Jürg Köchli

Diplomfeier vom: 07.12.2012, Bern Beste Diplomarbeiten: Michèle Bachofner, Benjamin Kallen Fachrichtungen HF: Elektro-, Informatik-, Maschinentechnik Repräsentant ODEC: Gianni Andreoli

TEKO Schweizerische Fachschule Diplomfeier vom: 08.12.2012, Olten Beste Diplomnote: Andreas Hirschi Fachrichtungen HF: Elektro-, Informatik-, Maschinen-, Telematiktechnik Repräsentant ODEC: Mario Cadinu

WISS Wirtschaftsinformatikschule Schweiz Diplomfeier vom: 05.12.2012 Beste Diplomnote: Dean Marti Fachrichtung HF: Wirtschaftsinformatik Repräsentant ODEC: Roger Bieri

INOVATECH Höhere Fachschule HF, Zofingen Diplomfeier vom: 07.12.2012 Beste Diplomnote: Andreas Strebel Fachrichtungen HF: Betriebs-, Maschinen-, Systemtechnik Repräsentant ODEC: Jonas Gysin

ZbW – Zentrum für berufliche Weiterbildung, St. Gallen Diplomfeier vom: 08.12.2012 Beste Diplomnote: Christian Häni Fachrichtung HF: Betriebstechnik Repräsentant ODEC: Roger Frauenknecht Diplomfeier vom: 15.12.2012 Beste Diplomnoten: Dominique Marc Halter, Jürg Thurnherr Fachrichtungen HF: Elektro-, Informatik-, Maschinentechnik Repräsentant ODEC: Roger Frauenknecht

Internationale Schule für Touristik Diplomfeier vom: 20.12.2012 Beste Diplomnote: Malaika Nater Fachrichtung HF: Touristik Repräsentant ODEC: Mirko Ganarin


REGISTER HF

Register HF und Titel Der Eintrag eines HF-Abschlusses in das Register HF ist für alle dipl. Absolventinnen und Absolventen HF möglich, unabhängig einer Mitgliedschaft im ODEC. Der auf dem Register HF aufgebaute Verbandstitel «Professional Bachelor ODEC» ist weiterhin die einzige Möglichkeit für alle Absolventen HF um einen international kompatiblen Titel zu erhalten. Für Techniker HF bieten wir auch den Titel «Ing. EurEta» an. Register HF Der Abschluss als Diplomierter HF ist in keinem gesamtschweizerischen Register archiviert. Mit dem Register HF besteht die Möglichkeit das Diplom direkt nach dem Abschluss öffentlich zu registrieren. Die Datenbank wird in den Landessprachen und in Englisch geführt. ODEC garantiert, dass die eingetragenen Personen im Besitz eines Diploms einer Höheren Fachschule (HF) bzw. Technikerschule (TS) sind. Neben einer digitalen Kopie ist von jedem registrierten Abschluss auch eine Papierkopie in der Geschäftsstelle archiviert: www.odec.ch/register

IMPRES SU M

Internationaler Verbandstitel Der Titel «Professional Bachelor ODEC», der nur von ODEC Mitgliedern beantragt und genutzt werden kann, wird zusammen mit einem Zertifikat und einem Begleitschreiben (Supplement) verliehen. Das Supplement umschreibt unter anderem die individuelle Fachrichtung HF und die absolvierte Sekundarstufe II (Berufslehre, Matura etc.). Das Zertifikat und das Begleitschreiben werden in Englisch erstellt. Träger des Professional Bachelor ODEC werden ausserdem im Register HF erfasst: www.odec.ch/pbac_d

Ing. EurEta  EurEta = «European Higher Engineering and Technical Professionals Association».

 EurEta-CH = «European Higher Engineering and Technical Professionals Association Switzerland». EurEta ist eine Organisation zur gegenseitigen, europaweiten Anerkennung der Ausbildung zum/zur Techniker/in TS/HF oder einer Techniker/in TS/HF ähnlichen Ausbildung. EurEta vergibt seinen Mitgliedern eine europaweite Titulierung als «Ing. EurEta»: www.odec.ch/eureta 

www.odec.ch/register Register HF

Ing. EurEta

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Geschäftsstelle: Bürozeiten: täglich von 8.00 – 12.00 Uhr und 14.00 – 17.30 Uhr Tel. 052 214 22 40, Fax 052 214 22 42 info@odec.ch, www.odec.ch Redaktion: Urs Gassmann, Jsabelle Tschanen Redaktionelle Beiträge an: ODEC Postfach 2307, Steiggasse 2 8401 Winterthur email: info@odec.ch Redaktionsschluss: 25. Januar, 25. April, 25. Juli, 25. Oktober Inserateverkauf: ODEC Tel. 052 214 22 40, Fax 052 214 22 42 email: info@odec.ch Adressänderung/Bestellungen: ODEC, Postfach 2307, 8401 Winterthur email: info@odec.ch Erscheinungsweise: Das Bulletin erscheint 4-mal jährlich: 1. März, 1. Juni, 1. September, 1. Dezember Gestaltung: Eugen Scheiwiller, Electronic Publishing 8600 Dübendorf

Nachdruck: Nur mit schriftlicher Zustimmung der Redaktion 949 863 761

Namentlich gekennzeichnete Beiträge stellen nicht unbedingt die Meinung des ODEC dar. Zuschriften sind an die Redaktion erbeten. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos übernehmen wir keine Haftung.

659 670 737

Januar 2013

Herausgeber: ODEC schweizerischer verband der dipl. absolventinnen und absolventen höherer fachschulen

Druck/Versand: Merkur Druck AG, 4900 Langenthal

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Prof. Bachelor ODEC

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Januar 2012

SFB Bildungszentrum, Dietikon Diplomfeier vom: 11.01.2013 Beste Diplomnote: Nik Huwiler Fachrichtungen HF: Automation, Energie & Umwelt, Unternehmensprozesse Repräsentant ODEC: Jürg Köchli

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Januar 2011

Inserate 4-farbig, Preise: 1/4 Seite CHF 600.– 1/3 Seite CHF 800.– 1/2 Seite CHF 1’200.– 1/1 Seite CHF 2’000.– Mitglieder und Gönner des ODEC erhalten 20% Ermässigung. Details finden Sie auf unserer Homepage www.odec.ch unter Organisation/Verbandszeitschrift.

PHW, Bern Diplomfeier vom: 23.01.2013 Beste Masterarbeit: Sandra Nùñez Fachrichtungen: MBA, BBA, MAS Repräsentant ODEC: Urs Gassmann



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ODEC-Bulletin 1|2013

SALÄRE HF

Salärbroschüre HF 2013/2014 – wo stehe ich in der Lohnskala? Wichtig: Um erneut eine aussagekräftige Lohnbroschüre erstellen zu können, benötigen wir Ihre Hilfe: Nehmen Sie sich bitte einige Minuten Zeit zur Schaffung der aktuellen Salärbroschüre HF. Das Umfrageformular ist auf unserer Homepage elektronisch hinterlegt. Eine Rückverfolgbarkeit der Daten ist bei einer anonymen Teilnahme nicht möglich:

 www.odec.ch/umfrage Falls Sie noch Kontakte zu Mitabsolventen im privaten oder geschäftlichen Bereich haben, motivieren Sie so viele wie möglich zur Teilnahme an der Salärstudie. 

Mitmachen lohnt sich

Die Salärbroschüre 2013/2014 ist am Entstehen. Diese umfassende und sehr gefragte Salärbroschüre über Löhne der dipl. Absolventinnen und Absolventen HF hat sich als wichtiges und weit verwendetes Instrument behauptet. Die Broschüre «Saläre HF 2011/2012» wurde über 1’500 Mal bestellt. Bei der Argumentation zur Positionierung der HF-Absolventinnen und -Absolventen in der Wirtschaft wird auf die Statistik der Studie zurückgegriffen. Bei verschiedensten Ämtern der Berufsbildung und vom Kanton oder bei Rechtsfragen

Für Chancengleichheit: Professional Bachelor ODEC

www.odec.ch/pbac_d

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wird die Salärbroschüre HF als Referenz beigezogen. Ihnen ist sicher noch präsent, wie wichtig es bei Einstellungs- oder Lohngesprächen ist, eine fundierte Aussage über die eigene Positionierung in Erfahrung zu bringen. Unsere aussagekräftige Lohnerhebung hilft ein besseres Bild über die HFDiplomierten zu erhalten und Unsicherheiten bei Verhandlungen zu reduzieren. Ein angemessenes Salär trägt viel dazu bei, mit der eigenen Anstellung zufrieden zu sein.

Teilnehmer der Studie erhalten die Salärbroschüre HF 2013/2014 gratis, respektive zu einem reduzierten Preis*:  Mitglieder des ODEC erhalten die Broschüre bei einer Umfrageteilnahme kostenlos  Alle anderen Umfrageteilnehmer für CHF 20.– anstelle von CHF 40.– * Damit Sie die Salärbroschüre zum reduzierten Preis erhalten, benötigen wir am Ende der Umfrage eine Kontakt E-MailAdresse. An diese Adresse wird eine Mail mit einem Code für die Bestellung zugestellt.


HF-NEWS

Schweizerische Bauschule Aarau:

Neu mit ISO-Zertifikat 29990! Sowohl die externe Evaluation des Kantons Aargau als auch die ISOZertifizierung attestieren der Schweizerischen Bauschule Aarau (SBA) ein hervorragendes Qualitätsmanagement. Die SBA ist eine vom Kanton Aargau getragene, eidgenössisch anerkannte Höhere Fachschule für Baurealisierung. Sie bildet kompetente Kaderpersonen für die Bauplanung und Bauführung aus. Die ISO-Norm 29990 ist 2010 eingeführt worden und richtet sich an alle Arten von Bildungsträgern, insbesondere der Erwachsenenbildung. Die SQS (Schweizerische Vereinigung für Qualitäts- und Managementsysteme) hat der Bauschule im Dezember 2012 als erste Aargauer Schule das Zertifikat erteilt und attestiert ihr ein hohes Qualitätsbewusstsein sowie hohe Kunden- und Unterrichtsorientierung. Im April 2013 beginnen wieder über 180 Studierende ihre Ausbildung zu dipl. Technikern HF, Fachrichtungen Bauführung und Bauplanung an der SBA. Alle Bildungsgänge werden künftig nach den neusten Bundesvorgaben zum Rahmenlehrplan Technik geführt. www.bauschule.ch 

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Neuer HF-Lehrgang

Fotografie und Video Die Höhere Fachschule für Künste, Gestaltung und Design St. Gallen bietet mit dem neuen Lehrgang für Fotografie und Video eine Ausbildung für ambitionierte Fotografen an, die in der Schweiz bisher einzigartig ist. Ziel des dreijährigen Lehrgangs ist es, kompetente Berufsleute für gestalterische und künstlerische Projekte auszubilden, die als selbständige Fotografen oder beiAgenturen/Studios in führender Position arbeiten. Wer den Lehrgang erfolgreich beendet, darf den Titel «Dipl. GestalterIn HF Kommunikationsdesign – Vertiefung Fotografie» tragen (im Anerkennungsverfahren). Weitere Lehrgänge mit HFAbschluss der Höheren Fachschule für Kunst, Design und Gestaltung sind «Dipl. GestalterIn HF, Kommunikationsdesign» und «Dipl. GestalterIn HF, Bildende Kunst». www.gbssg.ch 

   

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ODEC-Bulletin 1|2013

BERUFSBILDUNG

Ein Schicksalsjahr hat eben begonnen Von Rudolf Strahm*

«Ich hätte lieber etwas weniger, dafür bessere Maturanden.» Mit diesem holzschnittartig formulierten Satz hat Bundesrat Johann Schneider-Ammann als Bildungs- und Wirtschaftsminister zweifellos die Grundhaltung in der schweizerischen Wirtschaft wiedergegeben und bei der deutschschweizerischen Bevölkerung breite Unterstützung gefunden. Doch aus den Universitäten und von Westschweizer Bildungsdirektoren erntete er Kritik, Häme und aggressive Reaktionen. Der Geschichtsprofessor Philipp Sarasin (Universität Zürich) trug mit seiner Häme gegen Schneider-Ammann den Akademikerdünkel erneut zur Schau und der Soziologe Daniel Oesch (Uni Lausanne) versuchte mit hanebüchenen Argumenten die Notwendigkeit höherer Maturitätsquoten zu «beweisen». Solche Stimmen aus der Universität vermögen die arbeitsmarktliche und wirtschaftliche Überlegenheit der dualen Berufslehre kaum zu erschüttern. Zumal gerade die geisteswissenschaftlichen Fakultäten an den Universitäten immer

* Der Autor Rudolf Strahm ist Chemiker und Ökonom. Er war von 1991–2004 Nationalrat und von 2004–2008 Eidgenössischer Preisüberwacher.

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grössere Mühe haben, eine berufsbefähigende und arbeitsmarktlich gefragte Ausbildung anzubieten. Viel subtiler und verkappter, aber auch gefährlicher für die Berufsbildung sind jene Kritiken, die mit angeblich wirtschaftlichen Argumenten die duale Lehre in Frage stellen. Ich denke vor al-

lem an die Herabminderung der Berufslehre durch die vorwiegend von Konzernen finanzierte, neoliberale Ideologiefabrik «Avenir Suisse», die mit ihrer provokativen Publikation über «Die Zukunft der Lehre» die duale Berufsbildung auf viel subtilere Art in Frage stellt und ihre Kritik landauf landab an eigens organisierten öffentlichen Bildungsanlässen weiterverbreitet. Der Hauptverfasser, Patrik Schellenbauer, der zuvor als Bankökonom gearbeitet hatte und seine Unkenntnis über das Berufsbildungssystems mitbrachte, spricht verschleiernd von einer «gewissen Idealisierung» der Berufslehre. Man «dürfe die Berufslehre nicht verabsolutieren». Er fordert eine «Berufslehre auf Tertiärniveau», also eine Art Lehre für Studenten, die eine Hochschule besuchen. In Basel hat diese Forderung des Ideologie-Tanks grosse Verwirrung gestiftet, weil plötzlich unbedarfte Konzernvertreter aufgrund von Avenir-Suisse-Empfehlungen vom Kanton eine neue Bildungsstruktur für eine «Tertiär-Lehre» forderten. Dabei gibt es mit der Berufs- und Fachmaturität und mit einem strukturierten Praktikumsjahr für Gymnasiasten bereits einen Fachhochschulzugang. Treibende Kraft dieser verkappten Kritik an der Berufslehre ist allerdings nicht der Bankökonom Schellenbauer – der wurde einfach für diesen Job bei Avenir Suisse beauftragt –, sondern nach seinem eigenem Bekunden Ernst Buschor, der bei Avenir eine Beraterrolle ausübt. Buschor war immer schon Gegner der Berufslehre (ich hatte schon in den Neunzigerjahren mit ihm gestritten). Als Zürcher Bildungsdirektor streb-

te er eine Vereinheitlichung und Zusammenlegung von Gymnasium und Berufsfachschulen an. Und im Übrigen stiftete er mit seiner technokratischen Reformwut ein heilloses Bildungsdurcheinander mit einer Polarisierung, von der sich der Kanton Zürich bis heute nicht erholt hat. Die Berufsbildung hat viele verkappte Gegner oder Verächter. In der Romandie besteht geradezu eine Ignoranz. Die betriebliche Lehre gilt in manchen elitären Kreisen der Westschweiz links und rechts bloss als eine Art «ArmeLeute-Job».

Reformen der Berufsbildung nötig Wir müssen allerdings in der Berufsbildung dem Strukturwandel und den veränderten arbeitsmarktlichen Bedürfnissen Rechnung tragen. Die branchenmässige Verteilung der Lehrstellen hinkt dem Strukturwandel in der Schweizer Wirtschaft hinten nach und entspricht jener Branchenstruktur, wie sie vor einem Jahrzehnt geherrscht hatte. In neueren Berufen und Dienstleistungsbranchen hatte man die Einführung oder Stärkung der dualen Berufslehre verpasst – oder die Mängel durch Rekrutierung von Ausländern im Zeichen der Personenfreizügigkeit zugedeckt. Zum Beispiel bei den Pflegeberufen mit Fachangestellten Gesundheit (FAGE) und Fachangestellten Betreuung (FABE), oder bei den Informatiker-Lehrstellen. Die Berufslehre ist nicht auf die Handwerks- und niederschwelligen Berufe beschränkt – wie manche sich dies clichéhaft vorstellen. Der bildungsmässige Abstand zur Mittelschule und zum Gymnasium darf nicht zu gross werden, wenn die Berufslehre weiterhin als Einstieg für die wirtschaftliche Elite der KMU-Wirtschaft gelten soll. Erstens müssen bei höherschwelligen, wissensbasierten Mangelberufen wie Informatikern vermehrt Basisjahre in Berufsfachschulen angeboten werden: Lehrlinge, die bereits einen Lehrvertrag mit einer Firma im Sack haben, verbrin-


ODEC NEWSLETTER

VISION «Wir sind der Interessensvertreter aller dipl. Absolventeninnen und Absolventen HF» LEITBILD ODEC «Wir müssen die Veränderung sein, welche wir in der Welt sehen wollen» | Mahatma Gandhi (1869–1949) Wir vertreten unsere Interessen | Wir sind ein primär national tätiger Absolventenverband. Wir sind autonom und politisch unabhängig. Wir stellen uns der Dynamik des Wettbewerbs | Wir vertreten die dipl. Absolventen Höherer Fachschulen. In der Schweiz, in Europa, weltweit. Wir stehen für unseren Berufsstand ein | Als nationaler Verband tragen wir grosse Verantwortung. Im Bildungssystem Schweiz vertreten wir unsere Mitglieder gewissenhaft. Wir knüpfen Kontakte | Wir erweitern ständig unser nationales und internationales Netzwerk. Damit wir unsere Beziehungen einfacher spielen lassen können. Wir begegnen Neuem mit Zuversicht | Wir denken innovativ. Unsere Arbeit soll von den Mitgliedern mit «wieso nicht» anstelle von «ja, aber» kommentiert werden. Wir fördern unser Image | Es ist unsere Aufgabe, unseren Berufsstand zu fördern und klar zu positionieren. In der Wirtschaft, in der Politik, in der Öffentlichkeit. Wir sind Partner | Die Beziehungen zu unseren Mitgliedern basieren auf zwischenmenschlichen Grundwerten. Dazu gehören Fairness und gegenseitige Achtung. Wir agieren mit Weitblick | Wir nehmen Einfluss auf die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten unserer Mitglieder. Dabei orientieren wir uns am aktuellen und künftigen Geschehen. Wir sind effektiv | Wir investieren die uns zur Verfügung stehenden Ressourcen sinnvoll. Dabei orientieren wir uns an den Bedürfnissen unserer Mitglieder.

gen das erste (für Betriebe teuerste) Lehrjahr in der Berufsfachschule, wo sie Basis-Know-how wie Digitalkenntnisse, technisches Englisch, Informatik-Grundkenntnisse vermittelt erhalten. Zweitens sind in höherschwelligen Berufen zwei, drei zusätzliche Wochenstunden Berufsschulunterricht – nicht eine Verschulung – nötig, zum Beispiel für technisches Englisch und Schlüsselkompetenzen. Bei allen Berufen ist eine zweite Wochenstunde Deutsch vonnöten. Eine obligatorische Einführung einer Fremdsprache für alle ist abzulehnen, weil Fremdsprachunterricht auch ausgrenzend wirkt. In technischen Berufen ist heute technisches Englisch unabdingbar. Doch eine zweite Deutschstunde pro Woche ist für alle nützlich und auch für die Wirtschaft gewinnbringend, besonders auch bei Secondo-Lernenden. Drittens ist – dies ist die entscheidendste Schicksalsfrage für die Zukunft des Berufsbildungssystems – die höhere Berufsbildung aufzuwerten. Die eidgenössische Berufsprüfung, die höhere eidgenössische Fachprüfung und die Höhere Fachschule sind die natürlichen und anerkannten Karriereschritte der mittleren Kader und der Elite der KMUWirt-schaft. Diese Bildungsgänge sind bei der Verbreitung neuer Technologien in der KMU-Wirtschaft absolut vorrangig. Der Schweizerische Gewerbeverband sgv hat zum Glück diesen Knackpunkt der gesamten Berufsbildungspoli-

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tik erkannt und fordert zu Recht mehr Bundesmittel für die höhere Berufsbildung und eine Titelaufwertung. Es braucht eine prestigemässige Aufwertung der Titel der höheren Berufsbildung im Vergleich zu den vollschulischen und akademischen Abschlüssen! Die Behandlung der Motion Aebischer im Nationalrat, die für Absolventen der höheren Berufsbildung zusätzlich zur bisherigen Diplombezeichnung auch eine höhere Einstufung mit dem Titel des «Professional Bachelor» fordert, ist bildungspolitisch und prestigebezogen ein entscheidender Tatbeweis. Entgegen seinen verbalen Bekenntnissen zur dualen Ausbildung lehnt der Bundesrat diese Motion ab. Und der Präsident der Fachhochschulvereinigung, Nationalrat Christian Wasserfallen, bekämpft aus rein standespolitischen Interessen seiner FHAbsolventen die Aufwertung der Höheren Berufsbildung. Er schädigt damit auch die KMU-Wirtschaft, für die dieser Bildungsweg ein Rückgrat darstellt. In diesem Jahr fallen einige wichtige, lange hinausgeschobene Entscheide. Es ist ein Schicksalsjahr für die höhere Berufsbildung, ja für die Zukunft des dualen Bildungssystems überhaupt. Dieser Artikel ist erstmals erschienen in der Schweizerischen Gewerbezeitung

ODEC Newsletter Mit dem ODEC Newsletter informieren wir monatlich die Mitglieder des ODEC und Interessierte über Veränderungen und Neuerungen innerhalb des Verbands und über Interessantes und HF-Relevantes aus der Bildungslandschaft. Der Newsletter in deutscher Sprache erreicht über 2’800 Personen und in französischer Sprache über 250 Personen. ODEC-Mitglieder, die ihre E-Mail Adresse im Verband hinterlegt haben, erhalten den Newsletter automatisch.

Neu: Newsletter bestellen Der ODEC Newsletter kann von Interessierten bestellt werden. Die Möglichkeit besteht, einzelne Themen gezielt an Personengruppen zu senden oder wegzulassen. (www.odec.ch > Newsletter)

Neu: Newsletter Werbung Es war nie einfacher, HF-Absolventinnen und -Absolventen mit gezielter Werbung anzusprechen und dies zu einem vernünftigen Kostensatz. Informationen zu den Werbemöglichkeiten können unter www.odec.ch/media_d nachgelesen werden. 

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ODEC BEIRAT

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5 Fragen an Nationalrat Peter Schilliger *, Beirat des ODEC seit dem Jahr 2013 Herr Schilliger, Sie selber haben ein Studium an einer HÜheren Fachschule abgeschlossen. Wo sehen Sie persÜnlich die Stärken der HÜheren Fachschulen innerhalb des schweizerischen Bildungssystems? Die HF-Ausbildung vermittelt den Studierenden ein hohes technisches Wissen in Verknßpfung zur direkten PraxisAnwendung. Nach meiner Beurteilung ist die Position zwischen HÜhere Fachprßfung HFP (ehemalige Meisterprßfung mit hohem Praxisbezug) und Fachhochschule FH (verstärktes theoretisches Wissen) sehr gut bezogen. Und wo sehen Sie die Stärken der HF-Diplomierten? Dank der praxisorientierten und meist berufsbegleitenden Ausbildung erwartet die HF-Absolventin, den HF-Absolventen eine Vielzahl interessanter EinsatzmÜglichkeiten auf den verschiedensten Stufen und Bereichen unserer Volkswirtschaft. Speziell denke ich an LeaderFunktionen in der Projekt-Planung und Ausfßhrung. Das Studium an einer HÜheren Fachschule ist ein typisches schweizerisches Produkt und ist international nur schwer vergleichbar. Wo sehen Sie Ansatzpunkte, um die internationale Mobilität der Diplomierten HF zu erhÜhen? Ich bin davon ßberzeugt, dass sich

qualifizierte und motivierte SchweizerFachkräfte im Ausland auch ohne direkten Ausbildungsvergleich schnell vorwärts bringen kÜnnen. Unsere Berufsbildung muss sich bezßglich Inhalte und Qualität international nicht verstecken. Wenn der ausländische Arbeitgeber bereit ist einen internationalen Vergleich zu machen, dann steht der Schweizer Fachmann sicherlich weit oben auf der Liste. Falls wir unsere Bildung den europäischen Normierungen anpassen, befßrchte ich jedoch einen Qualitätsverlust. Auf Anfang 2013 nahm das neue Staatssekretariat fßr Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) seine Arbeit auf. Jetzt ist die ganze eidgenÜssisch geregelte Bildung unter einem Dach vereint. Kommen dadurch grÜssere Herausforderungen auf HÜheren Fachschulen und die HÜhere Berufsbildung zu? Nach meiner Beurteilung nicht, denn der zuständige Bundesrat Schneider-Ammann spricht sich klar und unmissverständlich fßr eine starke Berufsbildung (Grund- und Weiterbildung) aus. Dank dem Erfolgsmodell Berufsbildung Schweiz ist unsere Volkswirtschaft äusserst krisenresistent, die sehr kleine Arbeitslosenquote ist der beste Beweis dazu. Fßr mich beinhaltet die Zusammenfßhrung der gesamten Bildung in einem Departement mehr Nutzen als Risiken.

* Steckbrief Name: Peter Schilliger-Bächler Aktuelle Tätigkeiten:  Mitglied Nationalrat, Vertreter FDP. Die Liberalen, Luzern  Präsident Kantonalpartei FDP. Die Liberalen, Luzern  Mitinhaber, VRP + Vorsitz GL der Herzog Haustechnik AG, Luzern  Mitinhaber IC AG HaustechnikBeratung, Udligenswil  Zentralpräsident suissetec  Vize-Präsident Spitalrat LUKS (Luzerner Spitäler) Weiterbildungen  Sanitärtechniker TS/HF  Heizungstechniker TS/HF  Faun-Unternehmungsfßhrungskurs SSIV  Nachdiplomstudium Public Management (MAS) Website  www.peter-schilliger.ch

Was wĂźnschen Sie den dipl. Absolventinnen und Absolventen HF in der Zukunft? Mut, um die erlernte Theorie in Taten umzusetzen! 

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ODEC-Bulletin 1|2013

SBFI

Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation – SBFI

Art. 61a BV: Bildungsraum Schweiz

Ausschnitt aus dem Organigramm SBFI

Kommunikation

STUFE 1

Martin Fischer

Direktionsbereich Berufsbildung und allgemeine Bildung

Direktionsbereich Hochschulen

Josef Widmer

Mauro Dell`Ambrogio

Berufliche Grundbildung und höhere Berufsbildung

Allgemeine Bildung und Bildungszusammenarbeit

Marimée Montalbetti (a.i.) Therese Steffen

Sie (Bund und Kantone) setzen sich bei der Erfüllung ihrerAufgaben dafür ein, dass allgemein bildende und berufsbezogene Bildungswege eine gleichwertige gesellschaftliche Anerkennung finden.

Organisationsstruktur des SBFI

Diplomanerkennung und Recht

Fachhochschulen

Universitäten

Thomas Baumeler

Blaise Roulet

Silvia Studinger

Berufliche Grundbildung

Bildungsstrategie und -kooperation

Diplomanerkennung

Grundsatzfragen und Verfahren

Universitätspolitik

Toni Messner

Benedikt Hauser

Bruno Spicher

Marco Scruzzi

Silvia Studinger

Höhere

Internationale

Recht

Subventionen

Finanzen und

Berufsbildung Bildungsprojekte Investitionen und Ein Interessenskonflikt ist vorprogrammiert. DopAkkreditierung Laura Perret Thomas pelrollen ohne Bevorzugung des eigenen Bereichs Ducommun Laura Antonelli Urs Zemp Urs Dietrich Baumeler (a.i.) sind nur schwer zu erfüllen. Der Staatssekretär sollGrundsatzfragen Gymnasiale Berufste neutral über der Organisation stehen und nicht und Politik Maturität qualifikationen gleichzeitig einen Direktionsbereich führen. EU/EFTA Frédéric Die Höhere Berufsbildung (Tertiär B) ist erst Katharina Frei Therese Steffen Berthoud in der 3. Stufe (s. Organigramm SBFI) angesieInternationale Projektförderung delt. Die Höheren Fachschulen (HF) wie auch die Stipendien und Entwicklung Berufsprüfungen (BP) und Höheren FachprüfunMarimée gen (HFP), als Teil der Höheren Berufsbildung Olivier Brighenti Montalbetti erscheinen überhaupt nicht im Organigramm. Demgegenüber treten die Fachhochschulen (FH) und Universitäten (UH) als Teil der Tertiär A prominent auf der 2. Schweiz kennt, braucht 4 Klicks bis die Höheren Fachschulen erStufe auf. Wäre die Struktur stringent ausgeführt worden, dann reicht sind. Wer den Aufbau und die korrekten Bildungsbezeichwären die Höhere Berufsbildung und die Hochschulen in der 2. nungen aber nicht kennt, ist nicht selten lange am suchen. Einfacher Stufe angesiedelt und die einzelnen Schultypen wie Universitäten wäre es, wenn die Höhere Berufsbildung direkt nach dem Einstieg und Höhere Fachschulen in der 3. Stufe. in der Rubrik «Themen» sichtbar wäre. Ansonsten ist die Website Die Abschlüsse der Höheren Berufsbildungen werden überall sehr umfangreich und informativ. gelobt und sind in der Wirtschaft hoch begehrt, wieso müssen dann Fazit diese Abschlüsse versteckt werden? Die Strukturen des Staatssekretariats SBFI haben noch Platz für Website des SBFI Verbesserungspotenzial, ebenso die Website.  Wer sucht der findet. Ein Sprichwort das hier zutrifft: Wer in die Website www.sbfi.admin.ch eintritt und das Bildungssystem

STUFE 3

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Staatssekretär Mauro Dell`Ambrogio Stv. Direktor SBFI Josef Widmer

STUFE 2

Neu aber nicht besser! Diese Aussage gilt zumindest für die Organisationsstruktur des neuen Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI). Das SBFI nahm per 1. Januar 2013 die Arbeit auf. Das SBFI ist die Zusammenlegung des Bundesamts für Berufsbildung und Technologie (BBT) mit dem Staatssekretariat für Bildung und Forschung (SBF). Im Bereich Bildung brachte das BBT die Berufsbildung, die Höhere Berufsbildung (Berufsprüfungen, Höhere Fachprüfung, Höhere Fachschulen) und die Fachhochschulen mit, das SBF die Universitäten. Eine Zusammenlegung bietet die einmalige Chance bestehende Strukturen zu verändern, bevor diese wieder verwachsen sind. Diese Chancen wurden in der Organisationsstruktur als auch beim Webauftritt verpasst. Dadurch wurde auch der Bundesverfassung nicht Rechnung getragen:


AUSBILDUNGSBEITRAGSGESETZ | ODEC-INFO

In der Vernehmlassung:

Totalrevision des Ausbildungsbeitragsgesetzes Hinter der Revision des eidgenössischen Ausbildungsbeitragsgesetzes, welches in der Überarbeitung ist, versteckt sich das weitläufig genannte Stipendiengesetz.

Hauptgrund für eine Anpassung des Gesetzes Die Forderung der Initianten der Initiative war der Wechsel von der kantonalen Hoheit zur Bundeshoheit mit dem Ziel, dass die Stipendienvergabe bundesweit harmonisiert wird. Ein Gegenvorschlag des Bundesrates will aber die Verantwortung weiterhin bei den Kantonen lassen, die Bundessubventionen aber neu entsprechend der effektiv erbrachten Leistungen erbringen. Der Harmonisierungsprozess, welcher seit 2009 bei den Kantonen im Gange ist, soll

ebenfalls beschleunigt werden.

Ausformulierung von Begriffen Wichtige Anpassungen sind bei der Konkretisierung der Begriffe zu finden. So wurde der Begriff Tertiär in Tertiär A und Tertiär B aufgetrennt. Wichtig ist dies, da in einigen Kreisen die Meinung verwurzelt ist, dass Tertiär gleich universitäre Hochschule ist. Im Artikel 9 wird nochmals aufgelistet, welche Abschlüsse mit Tertiär gemeint sind. So zum Beispiel Tertiär B mit Höheren Fachschulen (HF), Höhere Fachprüfungen (HFP) und Berufsprüfungen (BP).

Förderung der Durchlässigkeit So soll ein Hochschulstudium, das auf einen Abschluss auf der Tertiärstufe B folgt, eben-

Die Würfel sind gefallen …

Mitglieder werben Mitglieder

Von den Mitglieder-Empfehlungen, die von Mitgliedern des ODEC im Verlauf des Jahres 2012 beim Verband eingegangen sind, hat sich etwa die Hälfte für eine Mitgliedschaft beim ODEC entschieden. Mitglieder, die mindestens 3 weitere Mitglieder erfolgreich angeregt hatten, nahmen automatisch an der Jahresendverlosung teil. Für das Jahr 2012 wurde aufgrund der eingegangenen Empfehlungen ein Preis im Wert von CHF 2’000.– verlost. Der Gewinner ist:  André Vigna, Bargen BE (Sprachaufenthalt Englisch in Malta) Wir gratulieren Herr Vigna recht herzlich zu seinem Preis! Die Firma BOA LINGUA (www.boalingua.ch) sponsert den Unterricht und den Aufenthalt in der Gastfamilie. Den Flug nach Malta bezahlt der ODEC. 

so beitragsberechtigt sein, wie eine Ausbildung auf der Tertiärstufe B, die auf ein Hochschulstudium folgt. Für zukünftige Studierende HF ist diese Ausformulierung wichtig. Vollzeitstudien an privaten Höheren Fachschulen übersteigen nicht selten CHF 10’000 pro Jahr. Aber auch zum Beispiel Personen mit Familie und engerem Geldbeutel können berufsbegleitend studieren und für Stipendien anfragen. Der Fokus und das Verständnis des Begriffs Stipendium wird vom universitären Studium auf die ganze Tertiärstufe (A + B) geöffnet. Der ODEC hat zu dieser Vernehmlassung seine Stellungnahme eingereicht, lesbar auf www.odec.ch > Verband, Standpunkte 

ODEC SETZT SICH EIN FÜR …  Förderung des Berufsstandes, des Ansehens der dipl. Absolventen HF  Vertretung der dipl. Absolventen HF in Politik und Wirtschaft  Öffnung der Weiterbildungsmöglichkeiten  Mitsprache in der Bildungslandschaft Schweiz  Mehr Lohntransparenz im Lohngefüge  Europäische Anerkennung des Techniker HF/TS durch Registration Ing. EurEta Leistungen des ODEC  Sie sind berechtigt zum Führen des ODECNamens in Ihrer Berufsbezeichnung und damit als Mitglied des ODEC erkennbar  Monatliches E-Mail mit Informationen zur Weiterbildung, Wirtschaft und Stellenvermittlung  Vierteljährlich das Bulletin, Verbandszeitschrift  Einsparungen und Ermässigungen mit dem internationalen Studentenausweis für Studierende an einer Höheren Fachschule  Führen des Registers HF  Reduzierte Gebühr für den Eintrag im REG C  Beratung bei Problemen mit dem Arbeitgeber  Beratung in der Weiterbildung  Informationsplattform auf der ODEC Homepage  Erreichbarkeit während den normalen Bürozeiten  Netzwerk für dipl. Absolventen HF  Unterstützung bei Stellensuche  Jobpool auf Homepage  Internationaler Verbandstitel: Professional Bachelor ODEC Spezialangebote Aus den Bereichen: Bildung, Computer & Zubehör, Dienstleistungen, Gesundheit & Wellness, Mobilität, Lifestyle, Versicherungen, Zeitungen & Zeitschriften, Angebote ODEC

ODEC-Bulletin 1|2013


ODEC-Bulletin 1|2013

INTERVIEW

Mit Pier-Francesco Ferrari* sprach Kathrin Ottiger

Voller Energie Vom LKW-Mechaniker über den Steinbruchminer zum Power-Network-Controller. PierFrancesco Ferrari ist nach seinem Ausflug in die Deutschschweiz ins Calancatal zurückgekehrt. Heute ist er dortunter anderem Bürgermeister einer kleinen Gemeinde sowie Vizepräsident des Tals. Als Hobbys geben Sie diverse Autos – unter anderem Oldtimer und Sportwagen – an. Hat die Faszination für Autos etwas mit Ihrem Namen zu tun? Nein, die hat überhaupt nichts mit meinem Namen zu tun – das ist reine Liebhaberei. Mich faszinieren die Stärke und der Sound, die von den thermischen Motoren ausgehen. Als Vergleich: Ein Mechaniker hört und interpretiert einen «V»-Motor wie ein Geiger sein Instrument. Wie von selbst beginnen bei mir da die Gedanken zu schweifen und die Interpretationen starten. Freizeit mit Autos – Arbeit bei der Axpo: Was setzt Sie persönlich unter Strom? Ich unterstütze die Ideologie der Ökomobilität. Sobald ich die Möglichkeit habe, werde ich mir für den Arbeitsweg ein Elektrofahrzeug kaufen. Ein persönlicher Beitrag für die Umwelt und für meine Brieftasche. Sie lieben die Elemente Luft und Wasser. Was fasziniert Sie daran? Die Luft bedeutet für mich Freiheit und Unabhängigkeit der Bewegung. Oft setze ich mich neben einen Helikopterpilot und beobachte seine feinen Bewegungen haargenau. Ich liebe das Fliegen über die Berge so sehr, dass ich mir schon mehrmals ernsthaft überlegt habe, den Helikopterführerschein zu absolvieren und meinen Beruf zu wechseln.

Für Chancengleichheit: Professional Bachelor ODEC

www.odec.ch/pbac_d

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Auch im Element Wasser fühle ich mich rundum wohl: Hier kann ich die Stärke des Wassers und den Lauf des Lebens spüren. Auch in einem Wasserkraftwerk – meinem Arbeitsort – ist das der Fall: Unsere Berge sind voller Wasser und wir dürfen davon profitieren, indem wir saubere Energie produzieren. Wasser schafft auch Arbeitsplätze und erfüllt nicht zuletzt die Wünsche der Kunden. Auch an Land sind Sie sehr aktiv: Sie sind Bürgermeister der kleinen Gemeinde Cauco. Was sind Ihre Aufgaben? Die Gemeinde verwalte ich, als wäre es meine persönliche Firma. Ich kontrolliere, dass die Administration sauber ausgeführt wird und ich halte Kontakt mit Ämtern und Privatpersonen. Da wir sehr wenige Einwohner sind, übernehme ich auch handwerkliche Arbeiten. Nach acht Jahren als Gemeindepräsident kenne ich die Schwächen meiner Gemeinde und versuche, diese zu verbessern – auch wenn dies nicht immer sofort sichtbar ist. Cauco ist eine Bündner-Exklave im Kanton Tessin: Spüren Sie diesen Sonderstatus im Alltag? Der Kanton Tessin repräsentiert für uns Bündner einen Teil unserer Wurzeln – sei das durch unsere offene südländische Mentalität oder als wichtiger Arbeitspartner.

Wir lieben die Tessiner seit jeher. Die Tessiner ihrerseits wissen unsere Täler mit den kleinen wilden Dörfern und die gute einfache Küche zu würdigen. Ich persönlich fühle den Tessiner Einfluss sehr stark – bin aber ganz klar ein echter Bündner. Cauco hat heute 35 Einwohner – im 18. Jahrhundert zählte es noch das 10-fache. Woran liegt dieser Rückgang? Cauco war und ist auch heute noch ein armes Dorf, das für Jahrhunderte nur vom Ackerbau gelebt hat. Um ihre Familien zu unterstützen und Geld zu verdienen, zogen zahlreiche Einwohner aus. Viele dieser Auswanderer sind nie zurückgekommen. Was sind für Sie die Vor- und Nachteile an einem solch kleinen Wohnort? Bei uns im Dorf gibt es keinen Verkehr, keinen Massentourismus und keine Verschmutzung. Die Dienste und Verbindungen sind gut und wir stehen in direktem Kontakt mit der Natur. Für die Gesundheit und für die Psyche ist das ein echtes Allheilmittel. Das Wohnen in einer solch kleinen Gemeinschaft kann aber auch die Gedanken einschränken: Dann flüchte ich in die Stadt. Hat es Sie noch nie länger in die Stadt gezogen? Doch: Für vier Jahre habe ich in der Nähe der Stadt Bern gelebt. Der Liebe wegen bin ich dann aber wieder ins Tal zurückgekehrt. Heute sehe ich das Leben mit anderen Augen. Ich geniesse das frenetische Stadtleben für einen Tag – ich geniesse es als Tourist. Danach muss ich aber wieder zurück an einen ruhigen Ort. Sie engagieren sich nicht nur in der Gemeinde Cauco, sondern fürs ganze Calancatal. Wie lautet ihr Werbespot für die Region?


INTERVIEW

Möchtest du tagtäglich die Gefühle von einem Löwenerleben, der einer Gazelle nachspringt? Im Calancatal kriegst du es. Bist du ein Dichter, ein Künstler oder ein Softwareentwickler und suchst ein Zuhause? Das Calancatal ist deine entfernte Insel. Raucht dir der Kopf? Das Calancatal reinigt dich. Weshalb haben Sie in den 90er-Jahren die italienisch-sprachige Schweiz verlassen und sind nach Bern gezogen? Wir hatten im Tessin und in unserer Region eine grosse Krise. Ich war jung: Zu Hause bleiben und nichts tun, wollte ich nicht. Ich habe mich deshalb entschieden, in die Deutschschweiz zu gehen und bin dort auch vier Jahre geblieben. Diese Erfahrung – sei es im Arbeitsalltag oder betreffend Kultur – kann ich jedem empfehlen. Ich wusste aber immer, dass ich zurückkommen werde. 1994, als ich meine Frau kennenlernte, habe ich ihr versprochen, dass wir 2000 heiraten werden und ins Bündnerland zurückkehren. Das haben wir dann auch getan und ein Jahr später ist unser Sohn zur Welt gekommen. Ohne dieses Versprechen wäre ich aber wohl in der Deutschschweiz geblieben. Sie waren ursprünglich Automechaniker: Wie war Ihr Werdegang bis zum heutigen Job als Power-Network-Controller? Zwei Jahre, nachdem ich in den Süden zurückgekehrt war, habe ich mit grosser Motivation und Erfolg eine zweite Lehre als Netzelektriker abgeschlossen. Drei Monate später begann ich die Technikerschule in Bellinzona. Gleichzeitig habe ich meine Arbeitsstelle gewechselt und bin in einem Wasserkraftwerk gelandet. Da bin ich noch heute im Kommandoraum tätig. Meine heutige Arbeit ist individuell und fordert viel Aufmerksamkeit: Ein falsches Manöver kann ein Unglück auslösen. Das ist wie beim Helikopterpilot. Da ich im Schichtbetrieb arbeite, habe ich viel Zeit für meine Hobbys und kann viel Zeit mit meiner Familie verbringen. Das geniesse ich sehr. Wie haben Sie die HF-Ausbildung erlebt? Es war für mich ein sehr schwieriger Weg: Die technischen Fächer waren sehr anspruchsvoll und ich war manchmal nahe an der Verzweiflung. Ich dachte, ich würde es nicht schaffen. Ich erinnere mich an diese drei Jahre mit grossem Respekt. Noch heute profitiere ich aber sehr von der Ausbildung HF. Ich ziehe immer verschiedene

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Varianten von Problemlösungen in Betracht und dies in jedem Bereich, mit dem ich zu tun habe: Technik, Gesetz, Tourismus, Landwirtschaft, Administration, … Was bietet Ihnen die Mitgliedschaft im ODEC? Ich bin Mitglied seit 2008. Der Verband ermöglicht mir, mehr über die berufliche Meinung von Kollegen zu erfahren sowie an Tagungen zu speziellen Themen teilzunehmen. Ich erinnere mich noch heute gerne ans Fotoshooting, welches ich mit dem ODEC machen durfte. Was ist in Ihren Augen die Aufgabe des ODEC? Es braucht Arbeitnehmer, die eine Brücke von den Angestellten zur Direktion bilden können. Der ODEC sollte sich weiterhin dafür einsetzen, dass die Arbeitswelt und die Politik die Wichtigkeit dieser «Brücken-Personen» einsieht. Diese Angestellten müssen sowohl praktische als auch theoretische Kenntnisse haben – und die können Sie mit einer HF-Ausbildung erlangen. Haben Sie in nächster Zeit Weiterbildungen geplant? Falls ich eines Tages die Möglichkeit habe, würde ich ein architektonisches Fach an einer Universität ausprobieren. Momentan ist aber keine konkrete Weiterbildung geplant: Ich arbeite derzeit an einigen Projekten, die mich vielleicht in den privaten Handel bringen. Wo sehen Sie sich in 10 Jahren? Diese Frage kann ich so nicht beantworten. Ich bin immer offen für Neues. Ich habe keinen festgelegten Bereich und bin immer flexibel. Zurück in die Gegenwart: Wie sieht ein typischer Tag von Pier-Francesco Ferrari 2013 aus? Ich stehe um 2:55 Uhr auf und fahre mit meinem Auto zum Arbeitsplatz. Um 3:48 Uhr beginnt meine Schicht im Kommandoraum. Bis 12:00 Uhr erledige ich ganz unterschiedliche Aufgaben – manchmal ist es sehr ruhig, es kann aber auch sehr hektisch sein mit zwei Telefonen in der Hand und vier Leuten um mich herum. Um 12:30 Uhr esse ich zu Mittag mit meiner Familie. Am Nachmittag habe ich Zeit für meine Hobbys, nehme an Sitzungen teil, erledige administrative Arbeiten mit den Gemeindesekretärinnen oder spiele bis zum Nachtessen mit meinem Kind. Um

* Steckbrief Name: Jahrgang: Nationalität: Wohnort: ODEC-Mitglied:

Pier-Francesco Ferrari 1973 CH Cauco (GR) seit 2008

Aktuelle berufliche Tätigkeit: Power-Network-Controller und Gemeindepräsident Curriculum vitae:  2001–2006 Netzelektriker/Sicherheitsleiter  1999–2001 Steinbruchminer  1996–1999 Logistik- und Luftfrachtfahrer  1995–1996 LKW-Mechaniker  1994–1995 LKW-Fahrer C/E  1990–1994 Lehre als LKW-Mechaniker

spätestens 21 Uhr gehe ich ins Bett, damit mir zumindest sechs Stunden Schlaf bleiben, bis wieder der Wecker läutet. Was tun Sie für eine gute Work-LifeBalance? Ich liebe es, mit meinem Kind zu spielen. Ausserdem mache ich gerne Gartenarbeit, recherchiere im Internet, fahre mit meiner Familie an den See in Locarno oder gehe schwimmen: Ich bin voller Energie und immer in Bewegung. Noch einmal zurück zum Thema Auto. Wenn Sie ein Auto wären: Was für ein Modell wären Sie? Ihr könnt es vielleicht nicht glauben: Obwohl ich Ferrari heisse, liebe ich den Lamborghini Aventator in weiss. La corposità e le linee della carrozzeria danno il senso di aggressività e stabilità. (Die Beschaffenheit und die Form der Karosserie geben ein Gefühl von Aggressivität und Stabilität.) Das Interview wurde schriftlich geführt

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www.vmtw.ch Schweizerischer Verband für mechanisch-technische Weiterbildung

» Anspruchsvollere Aufgaben? » Mehr Verantwortung? » Ein Karrieresprung?

Der Bildungsgang Produktionstechnik HF bringt Sie ans Ziel! Als dipl. Techniker HF Maschinenbau mit Vertiefungsrichtung Produktionstechnik ... sind Sie ein Generalist, der sowohl über ein breites Fachwissen wie über betriebswirtschaftlichen Sachverstand und Führungsfähigkeit verfügt. Damit sind Sie in der Lage, in der mechanisch-technischen Produktion selbständig einen kleinen Betrieb oder - in einem mittleren und grösseren Unternehmen eine Abteilung erfolgreich nach modernsten Grundsätzen zu führen. Und Sie können Ihr Studium massgeschneidert planen ... weil die Ausbildung zweigliedrig angelegt ist: Als Zwischenschritt können Sie das zweisemestrige Fachstudium fakultativ und verzögerungsfrei mit dem Produktionsfachmann mit eidg. Fachausweis abschliessen - die Berufsprüfung ist ein ausgezeichneter Vorlauf für die Diplomprüfung HF - und dann mit dem viersemestrigen Diplomstudium fortfahren. Alles über den Bildungsgang Produktionstechnik unter www.vmtw.ch Gerne berät Sie auch das Zentralsekretariat des VMTW: 071 626 28 00 / info@vmtw.ch


KMU SWISS FORUM

ODEC-Bulletin 1|2013

KMU SWISS Forum vom 16. Mai 2013

Mut–Glaube–Veränderung: Megatrends Sich mit der Zukunft und deren Entwicklung und Trends zu beschäftigen heisst, auch seine Zukunft selbst zu gestalten und nicht von neuem überrascht zu werden. Die Analyse und Interpretation von Entwicklungen und Trends ist eine laufende und notwendige Aufgabe einer Unternehmensführung. Das einzige Stetige ist die Veränderung. Trends zu nutzen oder nicht bedingt Mut. Trends nicht zu erkennen birgt Gefahren. Ein Trend ist unberechenbar und man weiss nicht, in welche Richtung ein solcher sich entwickeln kann. Von Megatrends wird gesprochen, wenn diese unser Leben – beruflich wie auch privat – über grössere Zeiträume grundlegend verändern. Solche Megatrends haben die Charakteristik eines Anhaltens von mehreren Jahrzehnten und sind global spürbar. Trendforscher sprechen je nach Literatur von zehn oder mehr Megatrends. Die aus unternehmerischer Sicht wichtigsten sind: Bildung, Ökologie, vernetzte Welt, Globalisierung, Mobilität, Arbeitsmodelle, Individualisierung, Demografiewandel und Gesundheit. Am gut etablierten KMU SWISS Forum vom 16. Mai 2013 schildern auserlesene, erfahrene Unternehmer als Referenten deren Umgang und Handhabung von Trends. Sie zeigen auch wie sie diese Veränderungen in ihren Geschäftsmodellen nutzen und umsetzen. Unternehmerische Persönlichkeiten wie Jean-Claude Biver (Hublot), Prof. Dr. Kurt Grünwald (Fernfachhochschule Schweiz), Matthias Keller (UMB), Christoph Häring (Häring & Co.), Dr. Oliver Vietze (Baumer Group) und Martin Huldi (Aduno) werden an diesem Tag aus dem Vollen schöpfen. Die Teilnehmer des Forums sollen sich motivieren mit Trends umzugehen und dadurch nachhaltig zu profitieren. KMU SWISS freut sich unternehmerisch denkende Persönlichkeit in Baden zu begrüssen. ODEC-Mitglieder melden sich über die Website von KMU SWISS für die Teilnahme am Forum an und profitieren von einem vergünstigten Eintrittspreis. Informationen, Programm und Anmeldung: www.kmuswiss.ch (bei Anmeldung bitte Mitgliedschaft bei ODEC erwähnen). 

Zusatzinformationen KMU SWISS – die Plattform für KMUs bietet mehr Neben dem Forum und Podium führt der Veranstalter KMU SWISS AG für Unternehmer und Entscheidungsträger weitere Informationsveranstaltungen durch. So wird jährlich an mehreren Anlässen auf verschiedenste strategische KMU-Themen eingegangen – einzelne Unternehmen näher vorgestellt oder besichtigt. KMU SWISS AG versteht sich als die neutrale Plattform für KMUs in der Schweiz. Die Online-Plattform der KMU SWISS AG finden Sie unter www.kmuswiss.ch. Reservieren Sie sich online einen Platz für das Forum, das Podium im September, einen Infotable oder den Startplatz für die Teilnahme an einem der zahlreichen Golfturniere. Ansprechperson Medien: Martika Nue, KMU SWISS AG Stadtturmstrasse 19, 5400 Baden martika.nue@kmuswiss.ch Tel. 056 210 96 90

Jean-Claude Biver (Hublot)

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ODEC EDUCATION

ODEC Education ist neu platziert Die Bildungsplattform www.odec-edu.ch wird umgebaut und stückweise in die ODEC Website www.odec.ch integriert.

Schneller und übersichtlicher Zwei Jahre nach dem Start der Website von ODEC Education und einigen Tests zur optimalen Benutzerfreundlichkeit, wurde als erster Schritt die Datenbank mit allen Bildungsangeboten in die ODEC Website übernommen. Die neue übersichtliche Plattform bietet ein schnelles Finden der Bildungsangebote. Die sichtbaren Angaben wurden auf die wichtigsten Daten begrenzt. Bei Interesse können über die Verlinkungen zu den entsprechenden Bildungsanbietern weitere Informationen beschafft werden. Die Bildungsangebote in der Datenbank wurden von den Bildungsanbietern aufgeschaltet und sind nicht abschliessend. Weitere Informationen und Kosten zur Aufschaltung von Bildungsangeboten sind auf www.odec.ch unter Bildung hinterlegt.

Alles in greifbarer Nähe Alle Informationen rund um die dipl. Absolventinnen und Absolventen HF, die Höheren Fachschulen, das Bildungssystem Schweiz und vieles mehr sind jetzt nur noch wenige Klicks voneinander entfernt. 

Wir gratulieren den Diplomanden des Lehrganges Maschinenbau Birrer

Simon

8259 Kaltenbach

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Simon

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Job

Reto

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Reimann

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Sulzer

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Lovrinovic

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Sebastian

D-79771 Klettgau

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Markus

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Wegmann

Marcel

8444 Henggart

Randegger

Marcel

8404 Winterthur

Von der Schule zur Hochschulreife zu einer internationalen Universität. Die Juventus Gruppe begleitet Sie auf Ihrem Bildungsweg. 043 268 25 11 / www.juventus-gruppe.ch Der Bildungs-Hub am Zürcher HB.


AUS- UND WEIT ERBIL DU N G SAN GEBOT E HF

Detaillierte Informationen zu den aufgelisteten Angeboten sind unter www.odec.ch/bildungsangebote ersichtlich. Die Angebote werden laufend aktualisiert. Der Studienbeginn der hier unten aufgelisteten Bildungsangebote liegt jeweils zwischen 2 und 14 Monaten nach Erscheinungsdatum des ODEC-Bulletins.

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De plus amples informations relatives à ces offres sont disponibles sur www.odec.ch/formations. Les offres y sont actualisÊes en permanence. Les formations dÊmarrent dans les 2 à 14 mois après la publication du Bulletin ODEC.

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19


ODEC-Bulletin 1|2013

OFFRES DE FORM AT ION ET DE FORM AT ION CON TINUE ES

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EDITORIAL

IMPRESSUM Éditeur: ODEC association suisse des diplômées et des diplômés des écoles supérieures Secrétariat: Heures de bureau: chaque jour de 8.00 à 12.00 et de 14.00 à 17.30 heures Tél. 052 214 22 40, fax 052 214 22 42 email: info@odec.ch Internet: www.odec.ch Rédaction: Urs Gassmann, Jsabelle Tschanen Contributions rédactionnelles: ODEC case postale 2307, Steiggasse 2 8401 Winterthur email: info@odec.ch Clôture de rédaction: 25 janvier, 25 avril, 25 juillet, 25 octobre Annonces: ODEC Tél. 052 214 22 40, fax 052 214 22 42 email: info@odec.ch Changement d’adresse /Commandes: ODEC, case postale 2307, 8401 Winterthur email: info@odec.ch Parution: Le bulletin paraît 4 fois par an: 1er mars, 1er juin, 1er septembre, 1er décembre Mise en page: Eugen Scheiwiller, Electronic Publishing, 8600 Dübendorf Impression/Expédition: Merkur Druck AG, 4900 Langenthal Reproduction: Seulement avec l’autorisation écrite de la rédaction Les contributions signées nominativement ne représentent pas forcément l’opinion de l’ODEC. Les lettres sont à envoyer à la rédaction. Nous n’assumons aucune responsabilité pour les manuscrits et photos non réclamés. Annonces 4-couleurs, prix: 1/4 page CHF 600.– 1/3 page CHF 800.– 1/2 page CHF 1’200.– 1/1 page CHF 2’000.– Les membres et les bienfaiteurs ODEC bénéficient d’un rabais de 20%. Veuillez consulter notre site internet www.odec.ch à la rubrique «Organisation» > «Bulletin» pour toute information complémentaire.

ODEC-Bulletin 1|2013

Un nouveau tour dans le développement du paysage éducatif a été annoncé en début d’année en Suisse. Le nouveau secrétariat d’Etat à la formation, à la recherche et à l’innovation (SEFRI) réunit maintenant en un seul département les formations formelles réglementées au plan suisse. Ce que cela signifie à l’heure actuelle pour la formation, la formation professionnelle supérieure ou les hautes écoles, ne peut encore être évalué. Une stratégie de la formation n’est pas encore connue. La structure organisationnelle laisse cependant imaginer que les hautes écoles (tertiaire A) ont reçu une plus-value massive avec deux sections distinctes. En revanche, la formation professionnelle supérieure (tertiaire B) n’est «qu’une» sous-section de la formation. Malgré les nombreuses sollicitations de part et d’autre, le nouveau Secrétariat d’état perd ainsi une meilleure reconnaissance de la formation professionnelle supérieure dans la structure organisationnelle. Il semble que les départements prennent plus de temps pour s’adapter à une structure organisationnelle répondant aux besoins réels. Plus d’informations en page 26. En plus d’un positionnement correct dans le paysage éducatif, il est encore plus important de se positionner correctement dans le monde économique. Au cours des dernières années, l’ODEC a mis en place des éléments importants pour le positionnement des diplômés ES, éléments qui sont aussi très utilisés:

Brochure des salaires ES 2013/2014 L’étude salariale ES est en cours pour la sixième fois. La brochure salariale ES qui en résulte présente les possibilités de salaires pour les diplômées et diplômés ES, et offre ainsi la transparence des salaires. La valeur d’un diplôme est déterminée par plusieurs facteurs, dont le salaire après diplôme ES et le potentiel de carrière. Ces deux éléments sont clairement évoqués dans cette brochure ES. L’enquête sur les salaires est lancée (voir en page 23).

Enregistrement des diplômes ES Le Registre ES (www.odec.ch/registre) gagne en valeur à chaque nouvel enregistrement. À la fin janvier 2013, plus de 2’200 y avaient déjà enregistré leur diplôme ES. Cela en fait l’un des plus grands registres de certifications pour un même degré d’études. Plus d’informations en page 22.

Offres de formation ES Disposer d’un aperçu des offres de formation ES est nécessaire. Contrairement aux hautes écoles, avec plus de 2’000 étudiants pour la plupart, les écoles supérieures sont réparties en environ 170 écoles moyennes et la plupart petites écoles avec nettement moins d’étudiants. Www.odec.ch/formations montre la grande palette du paysage éducatif ES. Celle ou celui qui recherche une formation ES, la trouvera sur notre site. Plus d’informations en pages 19/20. Il s’agit de toutes nos opérations de positionnement dont tous peuvent bénéficier, et dans notre édition du Bulletin de juin, nous montrerons de nouvelles prestations ou des prestations améliorées qui ne profiteront qu’aux membres de ODEC et à l’économie. Je vous remercie de votre fidèle soutien.



Urs Gassmann, Directeur ODEC

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ODEC-Bulletin 1|2013

REG ISTRE ES

www.odec.ch/registre

Registre ES et titres L’inscription au Registre ES est possible pour tous les diplômées et diplômés ES, indépendamment d’une adhésion à l’ODEC. Le titre associatif de «Professional Bachelor ODEC», qui se base sur ce Registre ES, continue à être la seule possibilité pour tous les diplômés ES d’avoir un titre compatible sur le plan international. Pour les techniciens dipl. ES/ET, nous proposons de plus le titre «Ing. EurEta».

Registre ES

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d’une école supérieure ou du diplôme de technicien ET. Pour chaque diplôme enregistré, une copie numérique est archivée dans le Registre ES et le Secrétariat ODEC en conserve une copie papier: www.odec.ch/registre

Registre ES

Professional Bachelor ODEC

Le diplôme d’écoles supérieures ES ou de technicien ET n’est archivé dans aucun registre pour l’ensemble de la Suisse. Avec ce Registre ES, il devient possible d’enregistrer publiquement votre diplôme directement après la fin de vos études. La base de données est gérée dans les langues officielles de la Suisse ainsi qu’en anglais. L’ODEC garantit que les personnes enregistrées sont en possession d’un diplôme

Ce titre international de l’association, «Professional Bachelor ODEC», qui ne peut être demandé et porté que par les membres de l’ODEC, est décerné avec un certificat et une lettre explicative (supplement) rédigés en anglais. Le «supplement» décrit, entre autres, la spécialité individuelle du lauréat ainsi que le type d’enseignement secondaire II suivi (apprentissage, gymnase, etc.). Le certificat et le «supplé-

1400

1600

1800

2000

ment» sont fournis en anglais. En outre, les titulaires du Professional Bachelor ODEC sont enregistrés dans le Registre ES en ligne: www.odec.ch/pbac_f

Ing. EurEta  EurEta «European Higher Engineering and Technical Professionals Association».

 EurEta-CH «European Higher Enginee-

ring and Technical Professionals Association Switzerland». Organisation de reconnaissance réciproque de la formation de techniciens ET/ES ou de formations similaires au niveau européen, l’EurEta confère à ses membres la qualification «Ing. EurEta» valable dans toute l’Europe: www.odec.ch/eureta_f 

MEMBRES BIENFAITEURS | G Ö N N E RMITG L IE D E R Firmen/Entreprises: Avalis NT AG, Basel Merkur Druck AG, Langenthal Meyerhans Druck AG, Wil SG Schulen/Ecoles: ABB Technikerschule, Baden Akademie St. Gallen AZ SBV Ausbildungszentrum des Schweiz. Baumeisterverb., Sursee Baugewerbliche Berufsschule, Zürich Bildungszentrum BVS St. Gallen, St.Gallen Bildungszentrum Gesundheit und Soziales, Solothurn Bildungszentrum kvBL, Reinach – Muttenz – Liestal CIFOM Ecole technique, Le Locle Ecole technique – Ecole des métiers de Lausanne Ecole technique CPLN, Neuchâtel EUROPEAN BUSINESS SCHOOL AG, Zürich Fernfachhochschule Schweiz FFHS, Zürich, Basel, Bern, Brig Flugzeug-Technikerschule FTS, Zürich-Flughafen GBS, St. Gallen gibb Gewerblich-Industrielle Berufsschule Bern Höhere Fachschule für Medizintechnik, Sarnen Höhere Fachschule für Wirtschaft, Buchs Höhere Fachschule für Wirtschaft, Schaffhausen Höhere Fachschule Hochbau Winterthur Höhere Fachschule Technik Mittelland, Grenchen, Biel Höhere Fachschule Uster HFU, Madetswil

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Janvier 2011

ibW Höhere Fachschule Südostschweiz, Chur IBZ Schule für Technik, Informatik und Wirtschaft, Aarau Inovatech, Zofingen KS Kaderschulen, Zürich KTSI Kant. Techniker/innen Schule für Informatik, Muttenz Marketing & Business School, Zürich Metallbautechnikerschule SMT, Basel Schaffhauser Technikerschule STS, Schaffhausen Schweizerische Bauschule, Unterentfelden Schweizerische Schule für Touristik und Hotellerie AG, Passugg Schweizerische Technische Fachschule Winterthur sfb Bildungszentrum, Dietikon Strickhof, Lindau Swissmem Kaderschule, Winterthur Technikerschule HF Zürich HF-TSZ, Zürich Technikerschule TS-Hochbau, Pfäffikon Technische Berufsschule Zürich, Zürich TEKO Schweizerische Fachschule, Luzern VMTW Verband für mechanisch-technische Weiterbildung, Weinfelden WISS Wirtschaftsinformatikschule, Basel, Bern, Luzern, St. Gallen, Zürich Zentrum für berufliche Weiterbildung St. Gallen


SALAIRES ES

ODEC-Bulletin 1|2013

Brochure «Salaires ES 2013/2014 – où suis-je sur l’échelle salariale?» La brochure salariale 2013/2014 est en cours d’éaboration. Cette brochure générale sur les salaires des diplômées et diplômés ES, et très recherchée, s’est révélée être un instrument important et largement utilisé. La brochure «Salaires ES 2011/2012» a été commandée plus de 1’500 fois. Lors de l’argumentation pour le positionnement des diplômés ES dans le monde économique, on se rabat sur les statistiques de l’étude. Cette brochure est une

Participer en vaut la peine Les participants à cette étude recevront la brochure salariale ES 2013/2014 gratuitement, respectivement à un prix réduit*:  les participants membres de l’ODEC reçoivent gratuitement la brochure,  les autres participants non-membres de l’ODEC la reçoivent pour CHF 20.– au lieu de CHF 40.– * Pour recevoir la brochure salariale à un prix réduit, veuillez préciser votre adresse e-mail à la fin de l’enquête, afin que nous puissions vous envoyer le code de réduction.

référence pour différents offices de la formation professionnelle ou du canton ou pour des questions juridiques. Vous avez sûrement encore à l’esprit

combien il est important d’avoir, lors d’entretiens d’embauche ou d’évaluation, des éléments factuels précis et fondés sur son propre positionnement et expérience. Notre enquête pertinente sur les salaires aide à avoir une meilleure idée des diplômés ES et de réduire les incertitudes dans les négociations. Un salaire convenable contribue beaucoup à la satisfaction de son propre poste.

Important: Pour rééditer une brochure salariale qui soit pertinente, nous avons besoin de votre aide:

merci de prendre quelques minutes pour participer à la création de la nouvelle brochure ES. Le formulaire d’enquête est disponible sur notre site. La traçabilité des données est impossible dans le cas d’une participation anonyme:

 www.odec.ch/enquete Si vous avez gardé des contacts avec d’autres diplômés de votre volée, que ce soit dans le secteur privé ou professionnel, merci d’en motiver le plus grand nombre possible à participer à notre enquête salariale. 

Un Professional Bachelor ODEC n’a plus besoin d’expliquer son niveau à Londres. www.odec.ch/pbac_f

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ODEC-Bulletin 1|2013

CONSEIL CONSULTATIF ODEC

5 questions au CN Peter Schilliger *, membre du Conseil consultatif de l’ODEC depuis 2013 M. Schilliger, vous êtes vous-même diplômé d’une école supérieure. Où sont selon vous les points forts des écoles supérieures dans le système de formation suisse? La formation ES fournit aux étudiants un savoir technique élevé, en relation directe avec la pratique. Selon moi, le positionnement entre les examens professionnels supérieurs EPS (anciennement maîtrise, avec grande pertinence pratique) et les Hautes écoles spécialisées HES (connaissances théoriques renforcées) est très clair. Et où voyez-vous les points forts des diplômés ES? Grâce à leur formation orientée pratique et la plupart du temps en emploi, les diplômés ES peuvent envisager une variété de fonctions intéressantes à divers niveaux et secteurs de notre économie. Je pense en particulier à des rôles de responsables dans la planification de projets et dans l’exécution. Des études en école supérieure sont un produit typiquement suisse, qu’il est très difficile de comparer au niveau international. Quels moyens voyez-vous pour augmenter la mobilité internationale des diplômés ES? Je suis convaincu que les professionnels suisses qualifiés et motivés peuvent s’imposer rapidement à l’étranger, même sans comparaison directe de formation.

Notre formation professionnelle n’a rien à cacher sur le plan international en termes de qualité et de contenu. Si l’employeur étranger est prêt à faire une comparaison internationale, le spécialiste suisse est certainement en tête de liste. Si nous ajustons notre formation aux normes européennes, je crains une perte de qualité. Au début 2013, le nouveau Secrétariat d’Etat à la formation, à la recherche et à l’innovation (SEFRI) est entré en fonction. Maintenant, toute la formation relevant de la compétence fédérale est sous un même toit. En résultera-t-il de plus grands défis pour les écoles supérieures et la formation professionnelle supérieure? À mon avis non, parce que le Conseiller fédéral responsable Schneider-Ammann s’exprime clairement et sans équivoque pour une solide formation professionnelle (initiale et continue). Grâce à la réussite du modèle de la formation professionnelle suisse, notre économie a très bien résisté à la crise, et le taux de chômage très faible en est la meilleure preuve. Pour moi, rassembler toute la formation dans un département représente plus d’avantages que de risques. Que souhaitez-vous aux diplômés ES à l’avenir? Le courage d’appliquer la théorie apprise et de passer à l’action! 

* Carte d’identité Nom: Peter Schilliger-Bächler Activités professionnelles:  Conseiller national, PLR libéral-radical, Lucerne  Président du PLR libéral-radical, canton de Lucerne  Associé et PDG de Herzog Haustechnik AG, Lucerne  Associé de IC AG Haustechnik-Beratung, Udligenswil  Vice-Président du Conseil de l’Hôpital cantonal LUKS, Lucerne  Président central Suissetec Formations continues  Technicien en sanitaire ET/ES  Technicien en chauffage ET/ES  Cours de Gestion d’entreprise «Faun» SSIV-Suissetec  Etudes post-grades «Public Management» (MAS)

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Site Internet  www.peter-schilliger.ch

VISION «Nous sommes le représentant des intérêts de tous les diplômées et diplômés ES» POINTS FORTS DE L’ODEC «Nous devons être le changement que nous désirons voir dans notre monde» | Mahatma Gandhi (1869–1949) Nous représentons nos intérêts | Nous sommes une association de diplômé(e)s ES active au niveau national. Nous sommes indépendants et sans appartenance politique. Nous nous plaçons dans une dynamique de concurrence | Nous représentons les diplômés des écoles supérieures en Suisse, en Europe et dans le monde. Nous défendons notre statut professionnel | En tant qu’association nationale, nous portons une grande responsabilité. Dans le système éducatif suisse, nous représentons nos membres avec soin. Nous établissons des contacts | Nous élargissons notre réseau de manière continue sur le plan national et international. Afin de faire jouer nos relations plus efficacement. Nous accueillons les nouveautés avec confiance | Nous avons un esprit ouvert. Nous attendons de nos membres qu’ils nous disent «pourquoi pas» plutôt que «oui mais». Nous prenons soin de notre image | Il est de notre devoir de prendre soin de notre image et de nous positionner clairement auprès des milieux de l’économie et de la politique, et auprès du public. Nous sommes vos partenaires | Les relations avec nos membres se basent sur les valeurs humaines fondamentales; le respect et le fair-play en font partie. Nous agissons avec anticipation | Nous exerçons une influence sur les possibilités de formation et de perfectionnement de nos membres. Nous prenons en compte les événements actuels et futurs. Nous sommes pragmatiques | Nous investissons judicieusement les ressources qui nous sont imparties. Nous sommes à l’écoute des besoins de nos membres.


ODEC EDUCATION | LOI SUR LES BOURSES

ODEC-Bulletin 1|2013

Repositionnement du site ODEC Education La plate-forme de formation www.odec-edu.ch est en transformation et déjà partiellement intégrée au site Internet de l’ODEC (www.odec.ch).

Plus rapide et plus claire Deux ans après le lancement du site ODEC Education et quelques tests de convivialité optimale, la base de données de toutes les offres de formation a été reprise dans un premier temps dans le site ODEC. Cette nouvelle plate-forme plus claire permet de trouver plus rapidement les offres de formation. Les données visibles ont été limitées aux données les plus importantes. Si vous êtes intéressé, les liens vous permettent d’accéder aux prestataires de formation correspondants et d’obtenir des informations complémentaires. Les offres de formation de la base de données ont été mises en ligne par les prestataires de formation eux-mêmes et ne sont pas exhaustives. Les informations sur les coûts de mise en ligne d’offres de formation sont disponibles sur le site www.odec.ch/ formations.

Tout à portée de main Tout ce qui touche aux diplômées et diplômés ES, aux écoles supérieures, au système de formation suisse, et à bien d’autres choses, est maintenant regroupé et disponible en quelques clics de souris. 

Mise en consultation de la révision de la Loi sur les contributions à la formation Dans cette loi en révision se cache la loi sur l’octroi de bourses et de prêts d’études largement connue.

Principale raison de la révision de cette loi Les pères de cette initiative demandaient le passage de la compétence cantonale à la compétence fédérale afin que les bourses soient harmonisées au plan national. Une contre-proposition du Conseil fédéral veut cependant laisser la responsabilité aux cantons, mais que les subventions fédérales soient dorénavant liées aux prestations effectives. Le processus d’harmonisation, qui est en cours depuis 2009 dans les cantons, doit également être accéléré.

Formulation des termes Des changements importants résident dans la formulation des termes. Ainsi, le terme

tertiaire a été séparé en tertiaire A et tertiaire B. Ceci est important, car dans certains milieux, on pense que tertiaire signifie forcément haute école universitaire. L’article 9 liste à nouveau les certifications relevant du tertiaire, dont par exemple, le tertiaire B avec les écoles supérieures (ES), les examens professionnels supérieurs (EPS) et les examens professionnels (EP).

Encouragement de la perméabilité Des études universitaires qui font suite à un diplôme du niveau tertiaire B devraient avoir aussi droit à la contribution qu’une formation du niveau tertiaire B qui suit des études en haute école. Pour les futurs étudiants ES, cette formulation est importante, car des études à plein temps dans les écoles supérieures privées coûtent souvent plus de CHF

10’000.–/an. Mais aussi pour les étudiants en charge de famille et/ou à budgets plus serrés, qui peuvent suivre ces études en emploi et demander une bourse d’études. L’accent et la compréhension du terme «Bourses» s’étendent des études universitaires à l’ensemble du niveau tertiaire (A + B). L’ODEC a déposé sa prise de position sur ce sujet (en allemand, www.odec.ch > Verband, Standpunkte). 

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ODEC-Bulletin 1|2013

SEFRI

SEFRI: Secrétariat d’Etat à la formation, à la recherche et à l’innovation

Secrétaire d’Etat Mauro Dell`Ambrogio Directeur suppléant SEFRI Josef Widmer

Communication

NIVEAU 1

Martin Fischer

NIVEAU 2

Nouveau mais pas mieux! Cet énoncé est vrai au moins pour la structure organisationnelle du nouveau Secrétariat d’Etat à la formation, à la recherche et à l’innovation (SEFRI). Le SEFRI a pris effet au 1er janvier 2013. Il résulte de la fusion de l’Office fédéral de la formation professionnelle et de la technologie (OFFT) avec le Secrétariat d’Etat à l’éducation et à la recherche (SER). En matière de formation, l’OFFT a apporté la formation professionnelle, la formation professionnelle supérieure (examens professionnels et professionnels supérieurs, et les écoles supérieures) et les hautes écoles spécialisées; le SER, les universités. Une fusion est une occasion unique de changer les structures existantes avant qu’elles ne se recristallisent à nouveau. Ces occasions ont été ratées tant dans la structure organisationnelle que sur le site Internet. Même là, la Constitution fédérale n’a pas été prise en compte:

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Josef Widmer

Mauro Dell`Ambrogio

Formation professionnelle initiale et supérieure

Education générale et coopération en éducation

Reconnaissance des diplômes et droit

Thomas Baumeler

Hautes écoles spécialisées

Blaise Roulet

Universités

Silvia Studinger

Stratégie de l’éducation et coopération en éducation Benedikt Hauser

Reconnaissance des diplômes

Questions de fond et procédures

Politique universitaire

Bruno Spicher

Marco Scruzzi

Silvia Studinger

Formation professionnelle supérieure Laura Perret Ducommun

Projets internationaux en éducation

Droit

Subventions et accréditation

Finances et investissements

Urs Dietrich

Urs Zemp

Questions de fond et politique

Maturité gymnasiale

Formation professionnelle initiale Toni Messner

NIVEAU 3

Structure organisationnelle du SEFRI

Domaine de direction Hautes écoles

Marimée Montalbetti (a.i.) Therese Steffen

Art. 61a Cst.: Espace suisse de formation Dans l’exécution de leurs tâches, ils (la Confédération et les cantons) s’emploient à ce que les filières de formation générale et les voies de formation professionnelle trouvent une reconnaissance sociale équivalente.

Domaine de direction Formation professionnelle et éducation générale

Laura Antonelli

Thomas Baumeler (a.i.) Qualifications professionnelles UE/AELE Frédéric Berthoud

Extrait de

Un conflit d’intérêts est inévitable. Avoir un double Katharina Frei Therese Steffen l’organigramme rôle sans privilégier son propre domaine est difficile Bourses Promotion de SEFRI à réaliser. Le secrétaire d’Etat devrait être neutre sur internationales projets et développement l’organisation et ne pas conduire parallèlement un Marimée département. Olivier Brighenti Montalbetti La formation professionnelle supérieure (tertiaire B) n’apparaît qu’au 3e niveau (cf. organigramme SEFRI). Les écoles supérieures (ES), ainsi que les examens Site SEFRI professionnels (EP) et professionnels supérieurs (EPS) comme «Celui qui cherche, trouve», un dicton qui s’applique ici: celui qui part de la formation professionnelle supérieure n’apparaissent va sur le site www.sefri.admin.ch et qui connaît le système de formême plus explicitement dans l’organigramme. En revanche, les mation suisse, a besoin de 4 clics avant d’accéder aux écoles supéhautes écoles spécialisées (HES) et les universités (UA) comme rieures. Par contre, celui qui ne connaît pas la structure et les départ du tertiaire A se trouvent avantageusement au 2e niveau. Si nominations correctes des formations perd beaucoup de temps à la structure avait été faite de façon strictement hiérarchique, on chercher. Il serait plus simple de faire apparaître la formation prodevrait avoir la formation professionnelle supérieure et les hautes fessionnelle supérieure d’emblée dans les «thèmes». A part cela, le écoles au 2e niveau, et les différents types d’écoles comme les uni- site est très complet et instructif. versités les écoles supérieures au 3e niveau. Les certifications des formations professionnelles supérieures Conclusion sont partout louées, et très recherchées dans le monde économique, Les structures du Secrétariat d’Etat SEFRI ont donc encore de quoi s’améliorer, ainsi que le site Internet.  alors pourquoi donc cacher ces certifications?


ODEC-INFO

ODEC-Bulletin 1|2013

Newsletter ODEC Cette Newsletter ODEC informe mensuellement les membres de l’ODEC et les intéressés sur des changements et innovations au sein de notre Association ODEC, et sur les aspects intéressants et pertinents au niveau ES dans le paysage de la formation. La Newsletter en langue allemande atteint plus de 2’800 personnes, et celle en français env. 250 personnes. Les membres ODEC qui ont donné leur adresse e-mail à l’Association la reçoivent automatiquement.

Nouveau: Abonnez-vous à la Newsletter Toute personne peut s’abonner à la Newsletter ODEC. Il est aussi possible d’envoyer certains thèmes à certains groupes-cibles, ou d’en laisser tomber pour d’autres. (www.odec.ch > Newsletter)

Professional Bachelor ODEC Pour une meilleure mobilité professionnelle internationale. www.odec.ch/pbac_f

Nouveau: Publicité dans la Newsletter Il n’a jamais été plus simple de toucher les diplômés ES avec des publicités ciblées, et à un coût raisonnable. Les informations sur les possibilités publicitaires se trouvent sur www.odec.ch/media_f 

Les dés sont jetés ...

«Les membres recrutent des membres»

L’ODEC SE MOBILISE POUR …  L’expansion de la profession et l’image de marque des diplômés des écoles supérieures ES  La représentation des diplômés des écoles supérieures ES auprès des milieux de la politique et de l’économie  L’ouverture de possibilités de formation continue  Le droit de co-décision au sein du système éducatif suisse  La reconnaissance européenne des techniciens ES/ET par l’immatriculation Ing. EurEta  Plus de transparence salariale dans la structure des salaires Prestations de l’ODEC

Parmi toutes les propositions de membres fournies par des membres ODEC au cours de l’année 2012, l’ODEC a finalement enregistré l’adhésion effective d’environ la moitié d’entre elles. Les membres qui ont recruté au moins 3 nouveaux adhérents effectifs ont automatiquement participé au tirage au sort de fin d’année. Pour 2012 et sur base de ces nouveaux adhérents, nous avons pu remettre un prix d’une valeur de CHF 2’000.– au gagnant suivant:  André Vigna, Bargen BE (séjour d’anglais à Malte) Nous félicitons chaleureusement Monsieur Vigna! La société BOA LINGUA (www.boalingua.ch) sponsorise l’enseignement et le séjour dans la famille d’accueil, et l’ODEC le vol à destination de Malte. 

 Vous êtes habilité à porter le titre de l’ODEC dans votre désignation professionnelle, ce qui vous permet d’être reconnu comme membre de l’ODEC  E-mails avec informations sur la formation continue, l’économie et le placement de personnel  Bulletin trimestriel, le magazine de l’association  Economies et réductions avec la carte d’étudiant internationale pour les étudiants des écoles supérieures ES  Immatriculation dans le registre ES  Taxes réduites pour l’immatriculation dans le registre REG C  Conseil en cas de problèmes avec l’employeur  Conseil en matière de formation continue  Plateforme d’information sur le site Internet de l’ODEC  Réseau pour les diplômés des écoles supérieures ES  Service de recherche d’emploi  Titre international de l’association: Professional Bachelor ODEC

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ODEC steiggasse 2 | postfach 2307 | 8401 winterthur tel.: 052 214 22 40 | fax: 052 214 22 42 info@odec.ch | www.odec.ch | postkonto: 80-68814-9

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ODEC Bulletin - März 2013  

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